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3. icma, Kategorie 1.1: Mitarbeiter-Zeitungen


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TARIFE Das passende Ticket für jeden Gast SEITE 2

INTERVIEW Martina Niemann nach 100 Tagen SEITE 3

REVENUE Wie die Auslastung gesteuert wird SEITE 4

airberlin news

FOTOAKTION Mit Bildern von der Flotte gewinnen SEITE 8

Bester Service am Boden und in der Luft GUEST EXPERIENCE Ein eigenes Direktorat widmet sich bei airberlin seit Kurzem allen Facetten des Kundenerlebnisses. Die 38 Kollegen sorgen dafür, dass sich die Fluggäste auf ihrer Reise mit airberlin SEITE 7 jederzeit wohlfühlen.

JUNI 2012 Zeitung für die Mitarbeiter von airberlin

Es wird eng in Tegel, trotzdem will airberlin das neue Flugprogramm umsetzen

Noch werden hier keine Flugzeuge gewartet

Ein Hangar wartet auf Kundschaft

BER Nach der verschobenen Erö≠nung des Hauptstadtflughafens kehrt airberlin mit neuem Flugplan zurück nach Tegel

B

is auf die Minute genau war der Umzug geplant. Das Logo ist an der Fassade montiert, Spinde und Regale stehen für die Ersatzteile bereit. Auch die Vorfeldbeleuchtung des neuen Hangars der airberlin technik funktioniert. „Wir waren gut in der Zeit und könnten pünktlich loslegen“, sagt Frank Moos, der den Neubau betreut hat. Doch dann kam alles anders. Einen Tag nach der offi ziellen Schlüsselübergabe für die fertige Halle und drei Wochen vor dem Eröffnungstermin des Flughafens wurde die Hiobsbotschaft verkündet: Der BER wird wegen technischer Probleme KONTAKT

beim Brandschutz noch nicht eröff net. Der Spediteur wurde wieder abbestellt, die Ersatzteile bleiben im Lager am Saatwinkler Damm. Und im Hangar lagern nun erst einmal die Möbel für das Flight Operations Center. Die Enttäuschung über die unvorhergesehene Verzögerung und der Ärger über die Konsequenzen für die Fluggesellschaft zieht sich durch das gesamte Unternehmen. „Der wirtschaftliche Schaden ist groß, der Imageschaden für unser Drehkreuz nicht zu beziffern“, kritisiert airberlin CEO Hartmut Mehdorn den neuen Eröff nungstermin in zehn Monaten am 17. März 2013. „airberlin ist mit Abstand die größte

Airline in Berlin, darum triff t uns die Verzögerung besonders hart.“ Der zusätzliche Aufwand ist enorm. Allein für die Mitarbeiter im Service Center, die mit der Umbuchung von 100.000 Tickets beschäftigt sind, werden etwa 10.000 zusätzliche Arbeitsstunden kalkuliert. „Glücklicherweise haben nur wenige Anrufer Fragen

MIT UNSERER MANNSCHAFT KÖNNEN WIR AUCH DIESE SCHWIERIGKEIT MEISTERN

Die Redaktion der airberlin news erreichen Sie unter airberlinnews@airberlin.com

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zum BER“, sagt Leiter Jochen Heidenberger. Jetzt heißt es, alle in sechs An- und Abflugwellen ab BER geplanten Flüge nach Tegel zu verlagern. Kein Flug soll ausfallen, jeder Gast seine Reise antreten. Um das sicherzustellen, schraubt die interne Task Force „Tegel“ am Flugplan. Denn mehr Flugzeuge, mehr Starts, mehr Landungen und mehr Kapazitäten an den Gates müssen am ohnehin schon überlasteten TXL koordiniert werden. Dazu kommen die zusätzlichen Flüge der Wettbewerber. Zusätzliche Unterstützung benötigt airberlin auch bei der Gepäckabfertigung. „Am BER funktioniert sie automatisch, in Tegel wird

noch manuell verladen“, sagt Olaf Fritzsche, Leiter Hub Operations. „Mit den neu dazukommenden Umsteigeverbindungen muss aber mehr Gepäck in oft sehr kurzer Zeit von einem Flugzeug ins andere verladen werden.“ Eine weitere Herausforderung wird der Umgang mit Verspätungen sein. Wenn die Flüge zeitlich eng getaktet sind, lassen sich Unregelmäßigkeiten nicht so leicht verkraften. Auch aus diesem Grund müssen im Herbst die bis jetzt raren Enteisungsstandplätze für die Flugzeuge aufgestockt werden. Mehr Arbeit und zusätzliche Kosten für den im Geiste schon geschlossenen Flughafen Tegel – Mehdorn

wird mit der Geschäftsführung der Flughäfen darüber verhandeln, wer die Ausgaben schultern muss. Selbst am BER entstehen derweil laufende Ausgaben durch unnötige Doppelstrukturen, zum Beispiel für Mieten und Heizkosten im Winter. Trotz allem: „Der BER wird unser neuer Heimatflughafen“, betont der CEO. „Und mit dieser Mannschaft und ihrem Einsatz werden wir auch diese Herausforderung an unserem alten neuen Flughafen meistern. Für den BER sind wir jederzeit bereit.“ ✱ Info Am BER wurde der Probebetrieb vorübergehend eingestellt. Im Januar soll’s voraussichtlich weitergehen

Fotos: Pablo Castagnola, Joachim Rech/dpa Picture-Alliance, airberlin

Das zweite Leben des Flughafens Tegel

TECHNIK Er liegt da wie im Dornröschenschlaf. Noch kann der brandneue Hangar am BER seine Tore nicht für Flugzeuge öffnen. Zum Leidwesen der Techniker: „Wir hatten uns sehr auf den Umzug gefreut“, sagt Frank Moos. „Der neue Hangar ist viel größer und komfortabler als die Technikhalle in Tegel.“ Für umfangreiche Arbeiten und die Wartung von Langstreckenflugzeugen ist er daher viel besser geeignet. Die Kollegen wollen jederzeit startklar sein und testen als Nächstes die IT-Infrastruktur. Und ganz nebenbei planen sie schon mal den Gesamtumzug der airberlin technik Verwaltung an den neuen Flughafen.

www.airberlin.com

airberlin news, D Das Logo und die Hausfarbe Rot werden konsequent in die Gestaltung mit einbezogen. Das Zeitungsformat signalisiert Aktualität. Durch den Flattersatz der Grundschrift und die Initial-Buchstaben am Anfang entsteht ein aufgelockertes, zeitschriftenähnliches Layout. durch den Einsatz von Infografiken werden News für Mitarbeiter sehr gut aufbereitet.

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Juni 2012

airberlin soll ein attraktiver Arbeitgeber bleiben

Interview Dr. Martina Niemann ist seit Februar Chief Human Resources O∞cer. Nach 100 Tagen in der neu gescha≠enen Position erzählt sie vom airberlin spirit, Ladies’ Power und was sie sich für das Personalmanagement vorgenommen hat Frau Dr. Niemann, was hat Sie bewogen, den verantwortungsvollen Posten des CHO bei airberlin zu übernehmen?

airberlin ist dynamisch, innovativ, ein klein wenig in fi nanziellen Schwierigkeiten derzeit, hat aber ein tolles Produkt und junge motivierte Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen von den Cabin Crews über Piloten, die Kollegen in der Technik und in der Verwaltung am Boden, nicht zu vergessen die Führungskräfte. Ich wollte gerne dabei sein, wenn diese Firma ihr Personalmanagement weiterentwickelt. Sie waren mehr als 15 Jahre in verschiedenen Führungspositionen bei der Deutschen Bahn tätig. Gibt es Parallelen zur Luftfahrtbranche?

Die Struktur ist sehr ähnlich: Piloten, Flugbegleiter, Technik, Verwaltung, ähnliche Berufsgruppen gibt es auch bei der Bahn, nur eben auf der Schiene. Es ist eine große Herausforderung, Personalpolitik in einem Unternehmen zu machen, in dem ungefähr die Hälfte der Beschäftigten weltweit im Schichtdienst unterwegs ist. Sie sind immer im direkten Kontakt mit den Kunden und prägen zu einem großen Teil das positive Image von airberlin bei den Gästen. Umso wichtiger ist es, dass Kommunikation, Führung und das Füreinander-Einstehen positiv erlebt werden. Und das Gefühl gestärkt wird, gerne für das Unternehmen zu arbeiten.

Was macht airberlin als Arbeitgeber interessant?

airberlin ist mit einem Altersdurchschnitt von 36 Jahren ein junges Unternehmen. Viele deutsche Unternehmen kämpfen mit dem demografischen Wandel und der Herausforderung, dass 40 Prozent der Belegschaft über 50 Jahre alt sind. airberlin gehört außerdem zu den beneidenswerten Arbeitgebern, die über ihr Produkt schon viel Sympathie von den Mitarbeitern bekommen. Und weil wir eine dynamische Firma sind, in der es keinen Mangel an Aufgaben gibt, kann jeder schnell

Verantwortung übernehmen. Auch unsere Partnerschaften machen uns attraktiv. Die Zusammenarbeit mit oneworld® und Etihad Airways bietet die Möglichkeit zu internationalem Austausch und weltweitem Arbeiten.

maßgeschneiderte Programme für die einzelnen Bereiche. Und wir unterstützen kollegiales Lernen.

Was sagen Sie zu den Diskussionen um die Frauenquote?

Nein. Wir sind der Überzeugung, dass wir mit unserem Effi zienzprogramm Shape & Size momentan die nötigen Maßnahmen aufgelegt haben, um unseren Turnaround schaffen und unsere Ertragskraft zurückgewinnen zu können.

Ich bin für eine Quote. Sie muss nicht gesetzlich festgeschrieben sein, aber eine Selbstverpfl ichtung wäre gut. Wir haben uns bei diesem Thema in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum fortbewegt. Dass durch eine Quote nur diejenigen zum Zuge kommen, die nicht die notwendigen Voraussetzungen mitbringen, halte ich für einen nicht belegbaren Mythos. airberlin ist bei der Ladies’ Power mit einem Frauenanteil von 52 Prozent insgesamt und 26 Prozent im Management gut aufgestellt. Viele Unternehmen wollen noch hinkommen, wo wir bereits sind. Ist Vielfalt nur ein Geschlechterthema?

ICH HABE SCHON IMMER GERNE DINGE BEWEGT UND VIEL GEARBEITET

Nein. Das Thema gilt auch zum Beispiel für die Internationalität. Auch hier sind wir mit 17 Prozent nicht deutscher Kollegen bereits auf einer guten Basis, sollten aber die Vielfalt weiter fördern. Wir fl iegen weltweit und haben internationale Kunden, daher ist es gut, wenn wir diese Vielfalt intern widerspiegeln. Im Management sind viele internationale Kollegen hinzugekommen.

Gibt es aus Ihrer Sicht einen ganz besonderen „airberlin spirit“?

Wie steht es um die Möglichkeiten zur Fortbildung für Mitarbeiter und Führungskräfte?

Ja, es existiert eine starke Verbindung zur Marke und zum Produkt. Ich empfi nde diese Identifi kation der Kolleginnen und Kollegen mit dem Fliegen und mit airberlin als etwas ganz Besonderes. Das habe ich so bisher in keinem Unternehmen erlebt.

Mir und den Kollegen im Board ist bewusst, dass wir trotz der wirtschaftlichen Situation gezielt in Entwicklungsprogramme für Mitarbeiter und Führungskräfte, aber auch Azubis und Trainees investieren müssen, wenn wir als Arbeitgeber auch künftig attraktiv sein wollen. Wir müssen Wege schaffen, vom Junior über den Manager zum Senior Manager. Ich habe mich in den ersten hundert Tagen darauf konzentriert, eine neue Führungsstruktur einzuführen. Jetzt muss sie für jeden einzelnen Mitarbeiter weiterentwickelt werden. Unser Ziel sind

Was steht nach den ersten 100 Tagen ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Es gibt drei wichtige Punkte, gerade für ein Unternehmen im Umbruch, wie wir es sind. Erstens: Wir entwickeln gemeinsam mit den Führungskräften und den Mitarbeitern ein aktuelles Leitbild, um zu klären, wofür wir

Foto: Pablo Castagnola

stehen und warum wir tun, was wir tun. Zweitens: Wir fragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach ihrer Meinung. Nach den grundlegenden Veränderungen an der Spitze ist eine Mitarbeiterbefragung sinnvoll. Drittens: Wir entwickeln eine Führungskultur, die alle Facetten berücksichtigt, zum Beispiel die Einbindung der Mitarbeiter.

Jobabbau ist gerade ein großes Thema in der Branche. Auch bei airberlin?

airberlin hatte lange den Ruf einer „gewerkschaftsfreien Zone“. Inzwischen gibt es in der Gruppe verschiedene Tarifwerke.

Ja, unter anderem bedingt durch die Integration von DBA und LTU hat airberlin eine Vielfalt von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen. Diese wollen wir noch in diesem Jahr harmonisieren, um die wesentlichen Beschäftigungsbedingungen übersichtlich zu regeln. Unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit wird mit davon abhängen, wie gut wir dieses Projekt gemeinsam mit den Gewerkschaften hinbekommen. Bleibt bei so vielen Aufgaben die Work-LifeBalance manchmal auf der Strecke?

In diesem Unternehmen wird unglaublich hart gearbeitet. Alle sind sehr engagiert. Diesen Eindruck hat das ganze Executive Board. Wir müssen in der Tat gucken, dass wir uns nicht überfordern. Das ist die Aufgabe der Führungskräfte. Aber natürlich muss auch jeder selbst auf die eigene Balance achten. Ich habe schon immer gerne Dinge bewegt und viel gearbeitet. Um meinen Job und das Familienleben auszubalancieren, habe ich zum Glück viel Unterstützung zu Hause. Begleitet Sie ein Leitsatz?

Ja, und zwar „Stärken stärken“. Wir müssen als Führungskräfte darauf achten, dass wir unsere Kollegen so einsetzen, dass sie in ihren Stärken gestärkt werden. Das gilt aber genauso in der Zusammenarbeit unter Kollegen und im Alltag zu Hause. ✱

Info Dr. Martina Niemann verantwortete bei der Deutschen Bahn u. a. das Personalcontrolling, die Personalsteuerung, den Konzernarbeitsmarkt sowie die Vergütungsund Sozialpolitik des 280.000 Mitarbeiter starken Konzerns

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PARTNER

Löschen, um zu führen BELAIR „Ich will Feuerwehrmann werden“, rief der kleine grüne Drache Grisu vom TV-Bildschirm. Die neun Belair Cabin Crew Member (CCM), die sich im April zum Senior Cabin Crew Member (SCCM) ausbilden ließen, wollten eigentlich nicht unbedingt Feuerwehrmann werden. Und dennoch: Für die angehenden SCCM war ein Einsatz bei der Feuerwehr Uster Pflicht. Organisiert hatte den Crew Resource Management-Tag für angehende Führungspersonen in der Kabine und im Flight Deck wieder das Belair Ground Instructor Team. Dieses Mal sollten sie sich nicht – wie in den Kursen vergangener Jahre – beim Segeln, Iglu- oder Seilbrückenbauen beweisen. Diese neun stiegen in den Mannschaftsbus der Feuerwehr. Auf dem Übungsgelände in Uster erhielten sie ihre Schutzausrüstung. Dann kam die Action: Löschleitungen bauen und meterhohe Flammen im Team bekämpfen. In mit Rauch gefüllten Containern mit dem Atemschutzgerät kämpfen und ein Feuer in einer Garage löschen. Gar nicht so einfach, wenn man die Hand vor Augen nicht mehr sieht. Doch mit Engagement und Teamgeist klappt auch das.

Lounge am Airport Zürich

Der Gast im Mittelpunkt

Guest Experience Die Kollegen des Direktorats definieren Produktund Servicestandards und kümmern sich um die Umsetzung

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eder Fluggast kommt an mehreren Punkten seiner Reise mit airberlin in Berührung. Und natürlich soll er mit den Leistungen der Airline an jeder Stelle mehr als zufrieden sein – vom Design der Flugkabine über die Bordverpflegung bis zum Unterhaltungsprogramm. Aus diesem Grund widmet sich bei airberlin ein eigenes Direktorat dem Thema Kundenerlebnis. Die insgesamt 38 Kollegen von Guest Experience garantieren ein überzeugendes Angebot und besten Service von der Ankunft am Check-in bis zum Verlassen des Airports am Ziel. ✱

Cabin Standards

Inflight Purchase

Lars Rieke Er definiert die Serviceabläufe an Bord und arbeitet eng mit der Abteilung Cabin Crew zusammen, zum Beispiel bei der Kommunikation von Produktneuigkeiten.

Jörg Schneider Er ist für den Einkauf zuständig, verantwortet die Uniformverwaltung und die Ausstattung der Bordküchen. Derzeit managt er die Umstellung auf Lightweight Trolleys.

Fotos: Finnair, Pablo Castagnola (5), dnata Switzerland AG

BELAIR Seit dem Beitritt zur oneworld® Allianz haben Fluggäste von airberlin, belair und NIKI, die in der Business Class fliegen oder eine Platinum oder Gold-Karte besitzen, Zutritt zur Dnata Skyview Lounge am Flughafen Zürich. Die Lounge mit Sicht auf das Flugfeld befindet sich im dritten Stock des Airside Centers, Fluggäste erreichen in wenigen Minuten die B-Gates, von wo die meisten airberlin Flüge starten. Die Lounge bietet Getränke, Snacks, deutsche Zeitungen und Magazine, eine Business Corner mit Computern und Internet sowie TV.

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Chief Product O∞cer Guest Experience Thomas Ney Als Kopf des Direktorats laufen bei ihm die Fäden des Kundenerlebnisses zusammen.

Quality Assurance Diese zukünftige Abteilung wird dafür sorgen, dass alle definierten Standards für Produkte und Service eingehalten werden. Mithilfe von Kundenfeedback wird sie daran arbeiten, alle Abläufe und Dienstleistungen zu verbessern.

Ground

Inflight Services

Ilka Potratz Sie verantwortet den Auftritt von airberlin an den Flughäfen. Dazu gehören das Angebot und die Gestaltung der Lounges und exklusiver Wartebereiche, aber auch Check-in und Boarding.

Susanne Jacob

Inflight Entertainment

Ihre Abteilung kümmert sich um das Catering sowie das Sortiment für den Bordverkauf. Sie wählt unter anderem die verschiedenen Essen und Snacks sowie die Getränke für alle Flüge aus.

Susanne Desler Sie stellt das Unterhaltungsprogramm an Bord zusammen. Die angebotenen Filme und Hörprogramme orientieren sich an den unterschiedlichen Zielgruppen.

ALLIANZ

Getränke und Snacks gibt’s gratis

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ALLIANZ

Die Engel von Finnair

BD wird zu BA

Die finnische Fluggesellschaft schickt junge Helfer los

British Midland startet Integration

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ie sind jung, freundlich und hilfsbereit. Das weiße T-Shirt mit blauer Schrift weist sie als Vertreter der fi nnischen Airline Finnair aus. Seit diesem Frühling sind die „Service Angels“ auf den Flughäfen Berlin-Tegel und Düsseldorf unterwegs, um das zu tun, was Engel so tun: helfen und glücklich machen. Wer in der Schlange warten muss, freut sich über ein Stück Schokolade – oder eine Geschichte. All das und noch mehr zaubern die Engel aus der blauen Finnair-Tasche.

Einem schluchzenden Jungen am Check-in in Berlin verhalf ein Finnair-Spielset zu besserer Laune und einem Lächeln. Gelassenheit, Geduld und

Die Service Angel in Berlin Claudia Gonzalez, Henrik Rantanen und Sofie Wikström (v. l.)

Ausstrahlung sind wichtig für den Job als Engel. Wenn ein Fluggast es zum Beispiel besonders eilig hat, zum Gate zu kommen, geht es darum, den schnellsten Weg zu fi nden und dabei die Ruhe zu bewahren. Dazu müssen die Engel sehr genau hinhören, um zu verstehen, welches Problem der Fluggast gerade hat und dann überlegen, wie sie ihm helfen können. Die fi nnischen Engel in Deutschland haben festgestellt, dass es die Kunden besonders glücklich macht, wenn sie Unterstützung in ihrer eigenen Sprache fi nden. ✱

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lüge der englischen Fluggesellschaft bmi British Midland werden stufenweise in die oneworld® Allianz integriert. Mit der ersten Phase erhielten neun bmi-Strecken vom Drehkreuz der Airline am Flughafen London Heathrow einen neuen Code. Zu den Zielen gehören Agadir, Basel, Bergen, Casablanca, Hannover, Marrakesch, Nizza, Wien und Stavanger in Norwegen. Seit dem 23. Mai starten diese Flüge nicht wie bisher unter dem Code BD, sondern unter dem Code BA von British Airways. Die

Holdinggesellschaft IAG, zu der British Airways und Iberia gehören, hatte die bmi British Midlands im April gekauft. Weitere Strecken werden in den kommenden Wochen auf den Code BA umgestellt. Mit der Integration in die Allianz verändert sich auch das Erscheinungsbild von bmi British Midland. Das Design der Flugzeuge innen und außen sowie das Kundenerlebnis an Bord werden nach und nach an den Style von British Airways angepasst. Die Flüge können nur noch über BA gebucht werden. ✱

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Details

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VoluMe 59 Issue 8

Monthly newspaper of the qantas group

Looking back

chairman’s award

then and now feature

Qf32 crew shine

september 2011

Looking to the future

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Qantas’ new five year plan

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Building a stronger Qantas.

on 24 august, the qantas group announced underlying profit Before tax (underlying pBt) of $552 million for the financial year ending 30 June 2011. this result was achieved despite a number of challenges facing the qantas group and the global aviation industry. these challenges include a series of natural disasters, a 28 per cent increase in average fuel prices and an underperforming international business. The natural disasters and severe

announced a $95 million settlement weather alone had a financial impact with Rolls-Royce in relation to the of $224 million on the Qantas Group. disruption, incurred due to the Additionally, the uncontained failure incident. of a Rolls-Royce Trent 900 engine on T h e r e s u lt i s a ve r y s o l id a Qantas Airbus A380 in November performance and reinforces the resulted in the temporary grounding power of the Group’s portfolio of Qantas’ A380 fleet. In June, Qantas of businesses. Given the aviation

sector’s volatility, the flexibility to generate revenue from different parts of the business and across market sectors is a major strength for the Group. however, it is important to put the result into the broader context. continued on page 2

highlights

Record results for Jetstar and Qantas Frequent Flyer Improved earnings for Qantas Domestic and Qantas Freight Underlying Profit Before Tax: $552 million, up 46 per cent Qantas International loss of $216 million Revenue: $14.9 billion, up 8 per cent Operating cash flow: $1.8 billion, up 32 per cent Result achieved despite $224 million impact of natural disasters Statutory Profit Before Tax: $323 million, up 81 per cent No final dividend declared

Qantas News, AUS Die Qantas News sind eine richtige Zeitung, kein Hybrid zwischen Zeitung und Zeitschrift. Der Jury hat das Ressort „Our People“ besonders gefallen, weil Mitarbeiter dort nicht sehr offiziell, sondern mit Schnappschüssen vorgestellt werden. Visual Storytelling: Zukunftspläne der Fluggesellschaft werden in vier Punkten vorgestellt und durch große Fotos sehr gut visualisiert. Qantas News, AUS, Silver Award


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qantas news september 2011

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Building a stronger Qantas.

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Qantas International five year plan—four pillars

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news

A strong, viable business

Stranded! All Flights Cancelled By anthony Cohen

TO any airline, the right fleet plan is fundamental. Over the coming

1 Gateways to the world QANTAS is embarking on a new gateway strategy, based on an expanded network of alliance relationships. The airline is choosing leading airlines to help take our customers to their favourite places around the world and to key business destinations. In May, Qantas established Dallas/Fort Worth in place of San Francisco, opening a gateway to 52 destinations in North and Central America with our partner, American Airlines. Qantas is also looking at new opportunities to work w it h o n e w o r l d member-elect, Malaysia Airlines, particularly focusing on continental europe services including Istanbul, Rome and Amsterdam. This will be ideal for price-sensitive premium leisure customers look i ng to have g re ater choice w it h Qantas and increase Frequent Flyer point earning potential. Commencing in April 2012, Santiago will replace Buenos Aires on the Qantas network, commencing with three nonstop services per week. Qantas will be working closely with LAN to provide increased connections for customers and benefits to both companies. From April 2012, Qantas will expand its partnership with British Airways. This will further consolidate Qantas flights to London

3 Best for global travellers today the choice in the aviation market is greater than ever before for travellers. for qantas to succeed, it needs to keep investing in what customers want and what brings them back. QANTAS is investing $400 million in benefits for

through Singapore on the Airbus A380s. Qantas will also partner with British Airways to fly onwards from Bangkok and hong Kong to London. This strategy will reduce lossmaking asset-intensive flying, while continuing to prov ide connect ions a nd Frequent Flyer points for customers travelling to the UK , and other destinations in europe. Qantas will have more A380s operating daily services to Los Angeles from Sydney and Melbourne, and a daily service to London via Singapore from Sydney and

Melbourne. Johannesburg will remain as Qantas’ gateway to Africa and the business will continue its strong relationship with South African Airways. We are negotiating f ur t her oppor tunit ies to adva nce our gateway strategy. Qantas will be able to transport its customers wherever they want to go across the globe, in comfort, style and ease, with the best frequencies and connections, and with more opportunities to earn and redeem Frequent Flyer points than ever before.

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Growing with Asia

ASIA will continue to play a larger part in the global economy and a bigger role in the world. It is a significant part of Qantas’ future as it has massive untapped potential. As such, Qantas intends to invest in a new premium airline based in Asia. This joint venture airline will have new aircraft (initially 11 Airbus A320 aircraft), a unique name, brand, and an exciting new look and feel. It will leverage Qantas know-how, making the most of our excellence in brand management, aviation safety, customer experience, finance, marketing, and our valuable corporate customer relationships. Location options are currently being explored and an announcement will be made when a decision has been decided upon. For the first time in history, Qantas intends to fully participate in the benefits of an Asian aviation hub, offering same day services to and within Asia, and overall frequencies to Asia from Australia will grow. Qantas will be able to feed traffic into the new hub from europe and Australia, and Asian ports. There is tremendous potential for the Qantas domestic and regional businesses as more premium Asian business and leisure customers travel on the Qantas network. T he Q a nt a s G roup w i l l a l s o b e establishing a new low cost carrier in Japan in partnership with Japan Airlines and Mitsubishi. Jetstar Japan will launch domestic Japanese services by the end of next year, growing to a fleet of 24 aircraft over the first few years. International operations will commence within the first year, targeting key destinations in China and South-east Asia. In Australia, the Qantas Group has proven its ability to manage a premium airline and a low fares airlines within the same market, maintaining strong growth and profitability, and growing both brands simultaneously. Today, Qantas and Jetstar fly to Tokyo and Osaka, with Jetstar Japan, the Group will have a feeder network across Japan.

aircraft on trans-Tasman services to offer improved Qantas International customers. By the end of this premium product on this route. Furthermore, stage year, Qantas will have 12 Airbus A380s in service. Nine one of the international rollout of faster, smarter Boeing B747s are currently being refitted with A380 check-in will soon be available for customers travelling seats and interiors, including new Panasonic inflight to New Zealand. The Loyalty program will also be entertainment systems with the first of the upgraded improved with increased benefits for the most valuable aircraft flying within three months. By October next customers. Gold and Silver Frequent Flyers are being year, 21 of Qantas’ largest aircraft will feature the given more bonuses to recognise and encourage latest in style and comfort, with fully flat Skybeds for loyalty to the brand. Increased alliance relationships will create greater opportunities for all Frequent Flyers customers to enjoy. Qantas will also be establishing Marc Newson First to earn and redeem points with Any Seat Redemptions lounges in Los Angeles, Singapore and hong Kong. The boasting no less than 43 airlines and Classic Seat combined size of the new First and Business lounges in Redemptions with 26. Los Angeles will be three times bigger than today. With these developments in hand, Qantas is providing The airline is also rolling out new Boeing B737 a truly global proposition for premium customers.

decade, the Qantas fleet strategy will deliver a simplified, highly flexible fleet of next generation aircraft capable of meeting the businesses’ needs while driving down operating costs. Qantas has made a major investment in its future by placing an order with Airbus for up to 110 new aircraft of the A320 family. Of this order, between 28 and 32 will be current generation A320s and 78 will be next generation A320neos, the most sought after aircraft on the planet. These aircraft feature around an eight per cent unit cost advantage over current A320s, with up to 15 per cent lower fuel burn, up to 20 per cent lower engine maintenance costs, and improved payload range capability. In the lead up to the year 2020, this order will provide Qantas with early access to the most popular aircraft in the world, with secure delivery slots on market-leading financial terms and 24 aircraft for the Jetstar Japan franchise funded off the Qantas balance sheet. Additionally, of the 78 A320neos, approximately half will be for lease replacements, replacing older aircraft with more efficient, next generation models. The remaining half will support base growth in the existing Jetstar businesses, and aid flexibility for the later part of this decade. The order will also provide eight aircraft to deploy in Qantas’ new investment in a premium carrier in Asia, with up to three additional aircraft to come from the Group’s existing fleet orders. The plan will provide Qantas with a high degree of flexibility based upon its lease/buy arrangements, allowing the company to respond quickly to evolving markets and emerging opportunities. Qantas has also negotiated with Airbus to defer delivery of six of the 20 A380s by five to six years, facilitating numbers 15 to 20 to be delivered between 2018 and 2021, aligning with the retirement of the last B744ER aircraft in the Qantas fleet. This will significantly reduce the capital invested in the Qantas International business, as the deferred aircraft will replace B744 aircraft to match long-term fleet requirements at the end of the decade. This involves capital of $2.3 billion at list prices and by 2021 the business will have completed the transition to a 21st century flagship fleet of A380s. By working with partners on the gateway strategy, Qantas will be extending its reach for customers, while considerably improving the profitability of routes. Four out of Qantas’ fleet of 26 B744s will be retired this financial year and, during this period, Qantas will continue its tradition of prudent capital management. Qantas is well positioned to manage the current economic turbulence, to fund this program and to manage any future shocks. The Group will continue to review its portfolio and release capital from non-core assets and operations where appropriate.

AS part of Qantas’ 2010 brand relaunch

experience and Contemporary Australia. As a commercial program, it has not campaign: “I Am the New Spirit of Qantas”, The documentary which tells the story been possible to include everyone who an internal documentary was produced of how Qantas employees come to the fore appeared in the original documentary. which highlighted the extraordinary in times of crisis has been widely received h o w e v e r, w i t h o u t t h e i r e f f o r t s efforts that Qantas employees went to across Qantas. and participation, this program would taking care of our customers during the Re-edited and retitled Stranded! All not have been possible and we thank Icelandic volcano. Flights Cancelled was broadcast on Channel e ver yone w ho ha s b e en i nvolve d The documentary, then titled Diary 9 in early August. It included newly edited t hroughout t his journey. This is a of a Volcanic Disruption, was a living scenes, additional customer perspectives wonderful opportunity to share and record of how people across the entire and interviews with experts ranging from celebrate with our friends, family and the Qantas network brought to life our brand volcanic scientists to the head of the UK broader community the truly unique spirit values of Forward Thinking, Wisdom of National Air Traffic Service. of Qantas.

Safety Conference 2011 By Jodie earnshaw

QantasLink to introduce services to Geraldton QANTASLINK announced it will launch services between Geraldton and Perth from 21 November this year. QantasLink executive Manager Narendra Kumar said: “QantasLink is delighted to welcome Geraldton as the 56th destination to join QantasLink’s ever expanding regional network. “This service will provide the Geraldton community with unprecedented access to a range of Australian and international destinations by linking them to Qantas extensive network,” Narendra said. Flights between Geraldton and Perth will be serviced by a state-of-the-art Q400 aircraft and will operate twice a day Monday to Friday and one service per day on Saturday and Sunday. QantasLink also announced that it will introduce its Q400 aircraft on services between exmouth and Perth twice a week on Monday and Wednesday. This will complement existing Boeing B717 aircraft on the route which will operate on Friday and Sunday.

ON 9 August, 500 employees from across the Group attended the third Qantas Group Safety Conference. Attendees heard from Alan Joyce as he spoke of the importance of keeping safety new. Chairman Leigh Clifford AO and Dr John Schubert AO also addressed the audience, highlighting the exceptional management of QF32 and their personal experiences of safety. Attendees also viewed exhibits of safety innovations from across the business and attended 20 different safety and health related breakout sessions. Alan said: “We are all proud of our reputation as the safest airline in the

world. To reinforce the importance of safety to the airline, our strategy and values emphasise sa fet y as our f irst priority. Putting safety first requires constant vigilance, effort and renewal.” Alan also mentioned: “As the Qantas Group expands and changes, we need to raise our vigilance levels to ensure the highest safety standards are retained across the whole group.” For more information on the conference i nc lud i ng s t re a m i ng v ide o of a l l

presentations visit http://qfintranet.qantas. com.au/safety/qsc11.html. The Qantas Group aims to be the world’s leading airline group in air, ground, people and health. To achieve this, we need to be innovative and ensure that we always keep safety new.

Left: Alan Joyce and Chairman Leigh Clifford at the Safety Conference. Right: QF32 crew receive the Chairman’s Award.

Chairman’s Award By Jodie earnshaw

ON 4 November, a Qantas Airbus A380

operating QF32 experienced an uncontained failure of a Rolls-Royce Trent 900 engine en route from Singapore to Sydney. When the aircraft suffered the engine loss, the makings of a challenging scenario were underway. Reassuringly, the flight crew, led by Captain Richard de Crespigny, performed exceptionally

Australia, but around the world. Together the crew transformed a potentially catastrophic situation into a textbook example of aviation skill, dedication and professionalism. Once a year at the Chairman’s discretion, Q a nt a s e mploye e s w ho h ave s how n with courage and skill to manage the situation ex t raord i na r y va lou r, sel f lessness or and achieve a successful landing. Led by community spirit are presented with the Customer Service Manager Michael von Reth, Qantas Chairman’s Award. the Cabin Crew ensured customers felt calm, The crew of QF32 have been honoured for cared for, and in safe professional hands, right their exemplary performance and presented with the Chairman’s Award by Leigh Clifford through to landing and beyond. The whole team’s performance was so AO at the Qantas Group Safety Conference on 9 outstanding it became a major story not just in August. Recipients of the Ruby Award received

a specially designed pin and two Business tickets anywhere on the Qantas network. Recipients of the Diamond Award received a specially designed pin and two First tickets anywhere on the Qantas network. Leigh congratulated each crew member individually announcing: “By your actions, each one of you has streng thened the reputation of Qantas in the eyes of other Qantas employees and the Australian travelling public and I am delighted to say thank you and to honour you for your service.” To read more about the crew’s accolades, turn to page 22.

Qantas News, AUS, Silver Award


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Building Building a stronger a stronger Qantas. Qantas.

qantas news september 2011

community Decommissioned aircraft seat sale for charity By Matt Kronborg

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Barents Sea Norwegian Sea

GATEWAYS GATEWAYS TO THETO WORLD. THE WORLD.

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Barents Sea

Norwegian Sea

Bering Sea

LONDON

FRANKFURT EUROPE

NORTH AT L A N T I C

LONDON

NORTH A T LBlack A NSea TIC

OCEAN

OCEAN Mediterranean Sea

We are choosingWe theare world’s choosing leading the world’s leading airlines to help us airlines take our to help customers us taketoour customers to their favourite places their favourite around the places world around the world and to their key and business to their destinations. key business destinations. This is all about This being is the all about best premium being the best premium airline for the diverse, airlinemodern for the diverse, era of modern era of Australian international Australian business international and business and leisure travel. leisure travel.

ASIA

TOKYO

SHANGHAI

SOUTH

OCEAN

JOHANNESBURG

Hudson Bay

Hudson Bay

NORTH AMERICA

ASIA

Caspian Sea

Mediterranean Sea

NORTH PA C I F I C O C E A N

SHANGHAI

HONG KONG HONG KONG MUMBAI MANILABANGKOK BANGKOK

Arabian Sea

AT L A N T I C

From April 2012, we From willApril enhance 2012, we ourwill enhance our partnership withpartnership British Airways. withThis British Airways. This will see the consolidation will see the ofconsolidation our Qantas of our Qantas flights to Londonflights through to London Singapore through Singapore on our A380s. And on we ourwill A380s. partner Andwith we will partner with British Airways toBritish fly onwards Airwaysfrom to fly onwards from Bangkok and Hong Bangkok Kong and to London. Hong Kong to London. We will also replace We will Buenos also replace Aires with Buenos Aires with Santiago on ourSantiago network, on starting our network, with starting with three non-stop services three non-stop per week. services per week.

Black Sea

NORTH AMERICA

NEW YORK

NORTH PA C I F I C O C E A N

TOKYO

LOS ANGELES

LOS ANGELES DALLAS

South

South

China

China

Sea

Sea

NEW YORK DALLAS

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Caspian Sea

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SINGAPORE

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OCEAN

JAKARTA

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AUSTRALIA

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DARWIN CAIRNS NADI

CAIRNS

NOUMEA AUSTRALIA BRISBANE

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SOUTHERN OCEAN

Tasman Sea

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CHRISTCHURCH QUEENSTOWN

SOUTH AMERICA

Tasman Sea

SOUTH AMERICA

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NOUMEA BRISBANE

SOUTH PA C I F I C O C E A N

AUCKLAND WELLINGTON CHRISTCHURCH QUEENSTOWN

SOUTH PA C I F I C O C E A N

SANTIAGO

SANTIAGO

BEST FOR BEST GLOBAL FOR GLOBAL TRAVELLERS. TRAVELLERS.

Left to right: Cindy Hansen (Qantas Credit Union); Georgina Gaussen (Qantas Foundation).

We live in a world We oflive more in a aviation world of choice more aviation choice than ever beforethan for Australian ever before travellers. for Australian travellers.

$20,000 for a great cause

For Qantas to succeed, For Qantas we need to succeed, to keepwe need to keep investing in whatinvesting delights in our what customers delights our customers and brings themand back brings to us.them back to us.

Caribbean Sea

AFRICA

AT L A N T I C

IN early August, several sets of decommissioned aircraft seats were sold in Mascot, with all proceeds donated to the Qantas Foundation. These seats, that would otherwise have been destined for landfill, were sold to employees to be used for decorative or souvenir purposes. This commendable initiative organised by Manager Innovation Customer experience Sasha Culjkovic raised over $2,000 for the charity.

We need to be the Webest needairline to befor the best airline for global travellers.global travellers. That’s why we are That’s spending why we nearly are spending nearly $400 million on benefi $400 million ts for our on Qantas benefits for our Qantas International customers, International including customers, including upgrading nine upgrading Boeing 747snine withBoeing A380 747s with A380 product, improving product, our infl improving ight experience our inflight experience and establishingand newestablishing lounges in Los new lounges in Los Angeles, Singapore Angeles, and Hong Singapore Kong.and Hong Kong.

By Jonathan srikanthan

ON 16 August, Qantas Staff Credit Union’s Cindy hansen presented a cheque to the value of $20,000 to the Qantas Foundation. The money will be used to further the Foundation’s phi la nt hropic i nit iat ives in t he loca l community. The donation was made as part of the Credit Union’s home Loan Challenge campaign which ran between the months May and June, inviting Qantas employees to compare their existing home loan using the Credit Union’s new MoneySmart mortgage calculator. As part of the promotion, the Credit Union also pledged a $100 donation to the Qantas Foundation for every Qantas employee who switched their existing mortgage to the Credit Union. “We are proud to say that a large number of Qantas employees and their families rose to the challenge, and are now greatly benefiting

from a better deal at the Qantas Credit Union. In turn it enables us (the Credit Union) to give back and make a real difference in the local community,” Cindy said. “The uptake from Qantas employees and their families was phenomenal, and the amount raised will make a significant difference to the charitable initiatives of the Foundation,” commented CeO Qantas Foundation Georgina Gaussen. “Our partnership with the Qantas Credit Union has been invaluable in 2011, and we look forward to working closely with them in future initiatives,” she added. The Qantas Foundation would like to take this opportunity to thank both the Qantas Staff Credit Union for their very generous donation and also the various Qantas employees and their families who supported the campaign.

Special Air Service Fundraiser Dinner By glen steed

The annual Special Air Ser vice (SAS)

Fundraiser Dinner was held in Perth on 13 July. established in 1996, the SAS Resources Trust initiated the dinner following a fatal Black hawk helicopter accident resulting in the loss of 15 SASR soldiers. The perpetual trust fund provides relief and support to current and former members of the Special Air Service Regiment deceased or injured in the line of duty as well as taking care of their dependants. Over 300 people attended the event including various business leaders

of Perth as well as senior government and Defence personnel. Guest speakers were the honourable John howard AC and recent victoria Cross recipient Corporal Ben Roberts-Smith vC MG. Qantas was represented by head of Business Development and Strategic Planning Glen Steed. The dinner included an auction of donated prizes with all proceeds going to the Trust. Qantas donated two return Business tickets to hong Kong and the auction raised over $100,000.

helping heart patients

02 02

GROWING GROWING WITH ASIA. WITH ASIA.

AUSTRALIA ISAUSTRALIA LOCATED WITHIN IS LOCATED WITHIN THE FASTEST THE GROWING FASTEST ECONOMIC GROWING ECONOMIC ZONE IN THE WORLD ZONE IN THE WORLD Capacity into Australia Capacity hasinto grown Australia by nearly has grown by nearly 30 per cent in less 30than per cent five years in lesscompared than five years compared to the global average to theof global five per average cent. of five per cent. But there are only But22there million are consumers only 22 million consumers in Australia, where in Australia, there arewhere 600 million there are 600 million in South-East Asia in South-East and more than Asia 2and billion more than 2 billion in the Middle East. in the Middle East. If it is to grow and If itthrive is to the grow Qantas and thrive Group the Qantas Group must capitalise on must thecapitalise opportunities on the Asia opportunities Asia presents. Our strong presents. brands Ourand strong portfolio brands and portfolio strategy positionstrategy us strongly position to represent us strongly to represent the best of Australia the best in Asia. of Australia in Asia.

04 04

BUILDING BUILDING A STRONG A STRONG VIABLE VIABLE BUSINESS. BUSINESS.

QANTAS donated 50 backpacks to Operation Open heart patients at Port Moresby General hospital last month. Regional General Manager Papua New Guinea Rick Sawicki said they wanted to put smiles on the faces of patients. “We want to make it festive in the time of recovery”. Qantas has also been involved in transporting medical equipment as part of the cause. Qantas Port Moresby employees assist open heart patients at Port Moresby General Hospital.

To be successful,Towe beneed successful, to create weaneed to create a strong and viable strong business and and viable build business and build long-term shareholder long-term value. shareholder value. The right fleet plan Theisright fundamental. fleet plan is fundamental. Over the comingOver decade, the coming our fleet decade, our fleet strategy will deliver strategy a simplifi will ed, deliver highly a simplified, highly flexible fleet of next flexible generation fleet of next aircraft generation aircraft capable of meeting capable our needs of meeting while our needs while driving down operating driving down costs.operating costs. Phase one of the Phase strategy oneincludes of the strategy includes deferral of the delivery deferralofofthe thefinal delivery of the final six Airbus A380s six to FY19 Airbus and A380s beyond. to FY19 and beyond. This will significantly This reduce will signifi the cantly capital reduce the capital invested in the Qantas invested business. in the Qantas business. We will continue the We reconfi will continue guration theprogram reconfiguration program of B744 and A380of aircraft B744 and to improve A380 aircraft the to improve the customer experience customer and yield. experience and yield.

Qantas News, AUS, Silver Award


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qantas news september 2011

community

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Imagine not having enough food to feed your child. It’s every parent’s nightmare and for most of us, such a situation is thankfully not a reality.

By geoff Jaeger

ThIS year, Make-a-Wish Australia celebrates 25 years of granting wishes to children with life-threatening medical conditions. On 6 July, six-year-old Joshua’s wish came true at Adelaide Airport with the help of some dedicated Qantas employees. Joshua has a fascination with Qantas planes and asks everyone who’s been on a plane “did you fly Qantas?” If not, the next question is “why not?” Captain Peter Arnold, Duty Manager Paula Cannadine and Customer Service Agent John Parrella came in on days off to help arrange Joshua’s wish. Peter came to work in uniform to meet Joshua and give him a vIP tour, taking Joshua, his brother and sister into the cockpit. Later, to Joshua’s delight, Pete presented him with tickets to Queensland for a holiday to the Gold Coast. If a picture is worth a thousand words, then these pictures say it all. established in 1985, Make-a-Wish has since granted over 6,000 cherished wishes and, in 2010 alone, Make-a-Wish Australia turned 500 dreams into reality. With over 1,100 volunteers at 58 branches across the country, Makea-Wish aims to share the power of a wish with all Australians. Make-a-Wish Australia seeks to grant the wishes of children suffering life-threatening medical conditions to enrich the human experience with hope, strength and joy. Make-a-Wish is the only Australian charity dedicated solely to wish-granting.

qantas news september 2011

our people

Peter Critchley

Jonathan Srikanthan

A Somali woman and a child wait to register for food and other aid in the Dagahaley refugee camp in North Eastern Province, near the Kenya-Somalia border. The camp is among three that comprise the Dadaab camps, located on the outskirts of the town of Dadaab in Garissa District. UNI113583 © UNICEF/NYHQ2011-0997/Kate Holt.

Employees lend a hand

through our social media network attracting a wide range of interest, including over 87,000 impressions, 181 likes and 24 comments. CeO of Qa ntas Foundation Georgina Gaussen said: “This The Qantas Foundation conducted its employees take that message Mission Australia appeal is a great a national Winter Appeal for to heart and really get behind an initiative to be involved with and our Mission Australia’s housing services initiative that will make a difference people are very keen to throw their from 25 July to 4 August. employees in the lives of many homeless people support behind the campaign. The rallied together across the country around the country. simple act of donating toiletry items to collect and donate hundreds “It’s often overlooked, but essential is a small effort that has big benefits of packs of toiletry and personal toiletry items such as toothpaste, for those who don’t necessarily care products; enough to fill two toothbrushes, deodorant, sanitary have t hose day-to-day items Missionbeat vans for distribution napkins, hair brushes, etc, play a that many of us take for granted. t h roug h M ission Au st ra l ia’s crucial role in helping homeless It is a stark reminder that we can homelessness services. people—particularly those sleeping all do our little bit to help Mission Mission Australia’s CeO Toby rough—to maintain their hygiene Australia make life for our homeless more bearable.” ha l l welcomed t he generous and self-confidence. contributions by Qantas employees “homelessness is an extremely Mission Australia is one of and the organisation’s commitment isolating experience made even Australia’s leading not-for-profit worse if you’re unable to clean your national charities and community to tackling homelessness. “homelessness remains one of teeth or run a comb through service organisations. Mission Australia’s biggest social problems— your hair.” has been in operation for around 105,000 people are homeless The Qantas Group’s donations 150 years and has more than 450 on any one night in this country,” were collected from Mascot hQ and services throughout metropolitan, said Mr hall. presented to Mission Australia’s rural and regional Australia. The “We each have a role to play in Missionbeat at a homeless week Qantas Foundation has partnered tackling the problem—by making event on 5 August. The lunchtime with this historic organisation a donation to the homeless charity event featured a performance by since 2009. of your choice, by volunteering, or the Sydney Street Choir and a soup Thank you to all employees for participating in a fundraising event. kitchen style lunch, raising almost your generosity and sharing the “It’s terrific to see Qantas and $800. The event was publicised spirit of care. By angela Deards

How long have you worked at Qantas? I’ve been at Qantas for around four years— which is fairly young in Qantas terms.

marketing

emily Watsford

How long have you worked at Qantas? I have worked at Qantas for eight and a half years. I started in Group Audit, then moved to eQ Finance a nd f ina l ly into Procurement.

What department do you work in and what do you do? I work as a Principal Analyst for the Qantas Foundation. A significant part of my job is managing the Foundation’s partnership with some of Australia most iconic non-profits and charities including the Royal Flying Doctor Service and Fred hollows Foundation. The

How long have you worked at Qantas? Four and a half years. What department do you work in and what do you do? I am in the Marketing and Sponsorships team. My day-to-day role involves working with our agency partners to create brand advertising for Qantas.

What department do you work in and what do you do? I work in Group Procurement’s Strategy and Governance team. I have a fantastically varied role which involves everything from drafting procurement strategy, policy and procedures, through to organising conferences for the Procurement community, to monitoring and managing supplier enquiries received via qantas.com. I love working with a great team of professionals.

What is the most interesting thing that has ever happened to you at work? I have had the privilege of working on some fantastic projects although a highlight would be meeting and working with John Travolta in Los Angeles.

An interesting staff travel experience? Getting food poisoning in London. I’ve been to some fairly remote places: Botswana, Zimbabwe, Solomon Islands and the outer Fiji Islands and my mum always said: “Be careful with what you eat!” I didn’t let my guard down just because I was in a world class city, but managed to get food poisoning from a takeaway on Kensington high Street. It was on my last day in London and I can’t recall the flight home.

An interesting staff travel experience? Would have to be my first overseas trip on staff travel. I was meant to be meeting friends in London, then on to Serbia and instead I ended up in Germany with no baggage, 24 hours later than planned. These things have a way of working themselves out as long as you’re flexible. I was very grateful I could speak German at that moment.

If Qantas was going to fly to a new destination, where would you like it be? I would love Qantas to fly direct to Rome—there are so many beautiful parts of Italy I want to explore.

If the kangaroo was removed from the Qantas logo, what would go in its place? I would put some Indigenous artwork on the tail— something derived from the Papunya, Western Desert or Utopia art movements. It would be uniquely Australian and showcase Indigenous Australian culture around the world. Something about yourself that we don’t know? My identical twin brother, David, worked for Qantas for twenty years. People were always getting us mixed up. Not long after I joined, David was accused of being rude because ‘he’ had walked past a colleague in the street without saying hello. David had to point out that it was me that his colleague had seen. I still occasionally get called David, despite him leaving Qantas nearly two years ago. I have to be prepared for total strangers approaching me in the street and start chatting like they’ve known me all their life. Being mistaken for one’s twin doesn’t bother me, but it can be an awkward moment for others—it shouldn’t be.

If Qantas was going to fly to a new destination, where would you like it to be? T he mo on wou ld b e awe s ome , but I’ ll sett le for any where in t he African continent.

If you didn’t work for Qantas who would you like to work for? I’d love to kick back and work as a barista in a cafe somewhere in Italy.

Something about yourself that we don’t know? Being a devoted Kiwi, what most Aussies don’t know is that the All Blacks are going to clean up in the Rugby World Cup this year. But I guess you already knew that.

LoyaLty

Steve Baird

Qantas ground operations

Nicole Marcusson

What department do you work in and what do you do? I’m a Senior Business Analyst for the Contracted Security Services Unit, which is part of Qantas Ground Operations. Flashy sounding? I know. Our team maintains contracts/relationships we have with the providers of security screening at domestic ports in which Qantas holds screening authority, along with other security guarding services. I’m involved in financial modelling to forecast the Group’s domestic security spend and performing financial assurance audits. The most notable perk of my role is my bright yellow XXL safety vest that has ‘SeCURITY’ written across the back. If Qantas was going to fly to a new destination, where would you like it be? Let’s just say that I wouldn’t be upset if we started flying to Summer Bay. Boy would I like to give that Alf guy a piece of my mind. What is a good day at work for you? Any day that involves (free) cake. Something about yourself that we don’t know? By day I’m an accountant … and by night I’m sti l l a n accounta nt … who per forms stand-up comedy.

Tif Lukey How long have you worked at Qantas? Annual Garma Festival is Australia’s leading like to work on community initiatives in one of I’ve worked for Qantas for almost three years. cultural exchange event in remote Gulkula, a Australia’s more remote places. I started out in Airports looking after employee traditional meeting ground in Arnhem Land. communications, followed by a quick stint in Attending the festival was a pretty special Qantas engineering as the Communications experience. While I was there, I learnt a lot If Qantas was going to fly to a new Lead on Project Marlin. I’ve recently joined about myself and the Yolngu people (the local destination, where would you like it be? I’d love to be able to fly directly to one of the the Government and Corporate Affairs team people in North-east Arnhem Land). to work on Qantas’ Indigenous Partnerships. islands in the Torres Strait. If you didn’t work for Qantas who would you like to work for? When I was at university I thought about moving into celebrity Public Relations and had my sights set on working for film stars. however, I’m now more realistic. These days I’d

role also gives me exposure to working with a wide group of Qantas employees who are passionate about the company and the community they live in.

What department do you work in and what do you do? I work as the Strategic Planning Manager in Qantas Frequent Flyer, managing our new channel strategy and market research.

How long have you worked at Qantas? I’ve been here for two and a half years. I’m no vet, but I’m pretty sure that’s 17.5 in dog years.

indigenous partnerships

What is the most interesting thing that has ever happened to you at work? In August this year, I was lucky enough to attend the Garma Festival in Arnhem Land with a few of my colleagues from Qantas. The

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the Qantas foundation

procurement

YeT for more than 11 million people,

Make-a-Wish Australia visits Adelaide Airport

qantas news september 2011

our people

Getting to know you

East Africa in crisis The money Qantas customers including 2.3 million children in east and employees place in the UNICeF Africa, hunger is a life threatening Change for Good envelopes today situation right now. w ill be sent to east Africa to The worst drought in 60 years, help children in countries where conf lict and rising food prices, a terrible conf luence of events is have left the equivalent of half taking the worst possible toll upon the population of Australia—in innocent children. Somalia, Kenya, ethiopia, Uganda The funds will help UNICeF buy and Djibouti, at risk of sickness and and distribute therapeutic milk even death. and high-protein food to treat This is a crisis with children dying malnutrition, vaccinate children at six times the rate we usually see in against diseases and supply clean water to help families survive. emergencies. UNICeF and Qantas know the It doesn’t take much to make a difference that a small amount big difference. Two dollars buys four of money can make to the lives sachets of Plumpy’Nut, a high protein, of vulnerable children—and by peanut-based paste that can return a encouraging customers to donate malnourished baby to health. To learn more about the situation through the Change for Good program Qantas employees are in east Africa or to donate please helping make a world of difference. visit www.unicef.org.au.

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Something about yourself that we don’t know? When I was much younger I hoped to become a jockey. Obviously my life went in a completely different direction and I ended up studying

What is the most interesting thing that has ever happened to you at work? hard to choose: either meeting Ricky Ponting at a small dinner; when Rebel brought her dog into work; or being involved in the office move and relaunch of Qantas Frequent Flyer in 2008. An interesting staff travel experience? Being split up from my wife on our honeymoon—we ended up on different flights. If you didn’t work for Qantas who would you like to work for? hmmm … maybe at a dot.com ‘start up’ in Silicon valley, an author or an eccentric university lecturer.

customer experience

Karen Dunn How long have you worked at Qantas? 22 years. What department do you work in and what do you do? Customer experience. I work with key stakeholders in the Qantas Group to design, develop and implement new product and services across the customer ground experience. What is the most interesting thing that has ever happened to you at work? When I was Cabin Crew I assisted a customer who was not feeling well when transiting in Bangkok (she was travelling from Rome to Sydney). She was seven months pregnant, so we thought it would be best to have the Airport doctor see her. his diagnosis was that the young lady was about to give birth and that we best get her to a hospital. The Qantas Duty Manager and I accompanied the young lady in the ambulance to the hospital, sirens blaring, horns tooting as they do in Bangkok. We made it just in time for the young lady to deliver a healthy baby boy. What a day. If Qantas was going to fly to a new destination, where would you like it be? Tahiti. It is not really a new destination, although it is such a beautiful place to relax and unwind I say bring it back.

journalism and landing in the world of employee and project communications— which I love.

An interesting staff travel experience? I recently went on a cooking vacation in Tuscany with Culinary Interludes. The Chef, Antonio, assisted us prepare authentic Tuscan cucina povera. We shopped in the local market, walked the Cinque Terre and went winetasting in a third century cavern, followed by a Puccini recital in the gorgeous walled town of Lucca. We stayed in a stunning villa for six nights, perched above the hills of Lucca with vistas of Tuscany, complete with its very own infinity pool. I highly recommend it—check out www.culinaryinterludes.com.

If the kangaroo was removed from the Qantas logo, what would go in its place? I’ll have to go with something topical and say Cadel evans’s head (Alaska Airlines style).

integrated operations centre

Luke Travica How long have you worked at Qantas? Six years. What department do you work in and what do you do? Integrated Operations Centre (Operations Performance). Working with six great people reporting and improving On-Time Performance. If Qantas was going to fly to a new destination, where would you like it to be? Zurich. Close to the Alps, great in summer and winter. An interesting staff travel experience? Connec t i ng f rom Sta nstead to heathrow in five hours. Bus gets cancelled, train breaks down, and tube not operating due to an accident. Then a ₤105 cab fare to get from the city to the airport with minutes to spare. If the kangaroo was removed from the Qantas logo, what would go in its place? T he k a nga ro o c ou ld ne ver be replaced.

Qantas News, AUS, Silver Award


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our people

By lauren Bremner

and hurricanes,” Captain Wilson said. “We were the words Chief Pilot Captain Peter wish him all the very best in his well-deserved Wilson used to sum up the career and working retirement.” friendship of one of Flight Operations most Captain Roberts said he was honoured to esteemed pilots, head of Flying Operations have had the opportunity to work alongside Captain Peter Roberts, at his farewell in July. Chief Pilot Captain Peter Wilson and many Captain Roberts hung up his wings on 15 other remarkable Qantas pilots over the years. July after 40 years of service with Qantas and “It has been an amazing 40-odd years for me,” is currently on long service leave before his Captain Roberts said. official retirement comes into effect in 2012. “It has been particularly rewarding and I In his presentation at the hawaiian- appreciate the opportunity I have had to work themed farewell morning tea, Captain alongside the Chief Pilot and many other pilots Wilson celebrated Captain Roberts’ long through training and on the Boeing B747 fleet. and successful career, referring to the large “I have had an enormous amount of fun in influence he had in his last and most important this job and I need to thank the people who role as head of Flying Operations. have worked in my teams throughout the years “Peter has been a steadying hand and totally for all your support and assistance; I’ve had a blast.” reliable,” Captain Wilson said. “he has conducted himself in an unbelievably Peter joined Qantas in 1971 as a Second professional and exemplary manner, and I Officer on the Boeing 707, eventually becoming think he has been an amazing role model to Senior Check Captain B747 in 1990. he joined all of us. the Flight Operations management team in “In the past 18 months, Peter steered us 2000, and oversaw the final era of the Boeing through an avalanche of natural disasters, B747-300. On 1 April 2010, he was appointed including two volcanoes in europe, one in head of Flying Operations and remained in Chile, two earthquakes, the Japanese tsunami, this role until his retirement. cyclones Yasi and Carlos, the Queensland Top right: Peter Roberts’ last flight sign-on, Top left: floods, a dust storm; and throw into the mix Peter Wilson and Peter Roberts, Right: Peter Roberts’ the normal summer smattering of cyclones farewell morning tea.

GU e S T S h a d t h e op p or t u n it y t o b e which included drinks and canapes. The surrounds of CoSe provided the perfect photog r aphe d w it h memb er s of t he Qantas Promotiona l Team, dressed in backdrop to celebrate the great contribution uniforms from decades gone by. A roll our employees make to the success of our of honour scrolled through as guests and business, each and every day. their partners enjoyed a hosted experience,

Qantas all Stars day and harmony Day 21 March

Join qantas group finance’s anna scott as she ventures to a land with more history per square kilometre than you can imagine: europe.

‘PROFeSSIONAL’, ‘exemplary’ and ‘truly missed’

Ground Operations celebrates

qantaS nEwS April 2011

recognition

Email your images to employeecomm@qantas.com.au with subject line ‘Qantas News Postcards’

Enchanting Europe

Taking off

In July, the sydney ground operations team arranged the first of an ongoing series of recognition events at the qantas Centre of service excellence (Cose). the evening recognised those employees who have excelled.

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postcards

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eXcel Annual Award business recognition events the eXcel program held a series of recognition ceremonies at various domestic and international ports in conjunction with the Employee roadshow during february and March. the ceremonies were a great opportunity to recognise the fantastic efforts of eXcel winners from across the organisation. More pictures from the events are available on the eXcel website http://qfintranet.qantas.com.au/excel

PeOPLe from all over the business joined

Anna holding up Tower of Pisa (yes, everyone has to have this photo!)

Sunset on the Duomo in Florence.

Mt Pilatus and town of Lucerne, Switzerland.

Mirabelle Gardens, Salzburg.

QF32 Flight

Above left: On the water in Venice. Above right: Berlin’s Brandenburg Gate.

Crew to receive prestigious international award

haVe some nice snaps from your Last staff traVeL trip?

Th e Cou r t of t he Gu i ld of

Please share your photography with your colleagues in our Postcards section.

Air Pilots and Air Navigators ( G A PA N ) h a s aw a rd e d t he Flight Crew of QF32 with the hugh Gordon-Burge Memorial Aw a r d t o r e c o g n i s e t h e i r professional handling of the safety incident encountered in Singapore on 4 November last year. T his prest ig ious awa rd recog nises t he outsta nd ing behaviour and action demonstrated by the Flight Crew on QF32. QF32 Flight Crew members Captain Richard De Crespigny, Captain David evans (Check C a p t a i n) , C a p t a i n h a r r y Wubben (Check Captain), First Officer Matt hicks, and Second Officer Mark Johnson will be formally announced the hugh Gordon-Burge Memorial Award recipients at the GAPAN Trophies and Awards Banquet this October in London. Founded in 1929, GAPAN is dedicated to promoting the highest standards of flight safety. each year, GAPAN presents a number of awards to recognise outstanding achievements in aviation. These awards are usually presented in Guildhall, London by a member of the royal family or The Right honourable The Lord Mayor of London.

together to celebrate Qantas all Stars day and harmony Day on 21 March 2011. Qantas all Stars day is when we recognise our colleagues for their exceptiona l contribution to our company. It provides the opportunity for everyone to celebrate their successes as a team, and to thank and acknowledge people who have made a contribution to our organisation. This year, Qantas all Stars day coincided with harmony Day, a day managed by the Department of Immigration and Citizenship that allows Australians to celebrate the cultural diversity we enjoy in contemporary Australia. Many teams took the chance to celebrate by wearing their national costumes to work, sharing traditional food from their culture and even performing songs and dances from their homeland. By sharing stories and experiences from our various cultures we can understand and learn more from our colleagues and promote an inclusive environment where everyone belongs. Cong ratu lat ions to ever yone who participated and took the opportunity to acknowledge and thank their colleagues on this special day.

A very special team

Views over Roman baths in Bath, England. By Jacquie harvey

Email your images to employeecomm@qantas.com.au with subject line ‘Qantas News Postcards’

The Qantas Group Special Assistance Team (SAT) was established more than a decade

Vernazza on the Cinque Terre walking trek, Italy.

Backpacker at Stonehenge.

African Adventure

Picture perfect

By telephone sales’ rebecca Munnings

By townsville airport’s Cameron webley

to ensure our image is not only aligned to the

Qantas Group brand—but is as world-class ago. Trained to manage an extraordinary as the response we provide customers and humanitarian situation from crisis to calm, employees involved in a crisis,” revealed head the Qantas Group SAT provides frontline care of Risk and Resilience John Valastro. and assistance along with background logistics If you’re a current SAT member, you can to assist customers and employees. expect to see and experience some exciting “2011 is an exciting year for the Qantas Special developments throughout 2011. Refresher Assistance Team,” said head of Customer training will commence through May and Care Ian Jackson. “We’re making changes to we’ll be speaking to you more regularly via our our policy and procedures, running renewed eNewsletter and email broadcasts. training for current members and growing the If you thrive in extraordinary situations, team to 1,500 global members.” enjoy working under pressure in unique “But that’s not all … we’ve been working environments, can demonstrate empathy, with a local design team and Marc Newson c a re , f le x i bi l it y, p at ie nc e a nd h ave

exceptional communication skills, then joining SAT may be for you*. The challenging and rewarding role allows you to make a difference to someone’s life during a critical time. Visit qf intranet.com.au/sat for more information or speak to a SAT member in your team today. *Due to the critical role operational areas play in a crisis, Cabin Crew (unless fluent in Japanese, Mandarin or Cantonese) and the IOC team are unable to join the Sat. telephone Sales employees may now join Sat with the understanding that their first obligation is to telephone Sales Operations and then eventually the Sat. Jetstar employees are at the discretion of the Chief Operating Officer.

Mountain gorilla in Uganda.

Patting a lion cub in Johannesburg.

Getting a peck at the giraffe sanctuary Nairobi.

Wing and engine of Boeing B737-400 soaring over Stradbroke Island and Moreton Bay.

Qantas News, AUS, Silver Award


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Windstärke 2.0

Wechsel an der Spitze

Die Bosch-Mitarbeiter nutzen die sozialen Medien intensiv. Doch wer auf dem Meer der schnellen Informationen segelt, muss die Regeln kennen. ▶ Seite 12

Volkmar Denner ist neuer BoschChef. Interviews und Reportagen zum Wechsel auf den ▶ Seiten 2 bis 7

92. Jahrgang Erstausgabe 1919 Nr. 3 / 2012 Zeitung für die Mitarbeiter der Bosch-Gruppe Internationale Ausgabe

Stuttgart, Juli 2012

Geschwindigkeit

In der Fertigung, beim Wirtschaftsplan, auf der Baustelle. Wir waren der Geschwindigkeit bei Bosch auf der Spur – und haben eine verschwundene Minute gefunden ... ▶ Seiten 8 bis 17

Unternehmen

Aus aller Welt

Strategie

Hand in Hand: So fertigen Bosch und Daimler in Hildesheim Elektromotoren.

Hingucker in Las Vegas, Vielfalt in Australien – die Bosch-Welt auf einen Blick.

Weshalb die Vorräte bei Bosch dringend reduziert werden müssen, lesen Sie auf

▶ Seite 20

▶ ab Seite 22

▶ Seite 24

Bosch Zünder, D Die Titelseite schafft einen kraftvollen Einstieg in die Zeitung: Sie wird von einem einzigen großen Foto beherrscht. Insgesamt werden sechs Themen hier angerissen. Auch auf den Innenseiten sind die Überschriften sehr gut formuliert. Sie verführen zum Lesen. Das Grundlayout ist vierspaltig damit relativ ruhig. Sehr gute Fotografien und Ergänzungsboxen im Text sorgen für die nötige Balance zwischen Ruhe und Dynamik. Bosch Zünder, D, Bronze Award


1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 12

Schwerpunkt Geschwindigkeit

Aus sechs mach vier

„Vor neun Monaten war hier noch Acker“

Start für ein Top-Projekt: Die Wirtschaftsplanung bei Bosch wird um zwei Monate verkürzt

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as Ziel ist sportlich. Es gilt, eine Strecke in gerade mal zwei Dritteln der bisherigen Zeit zu bewältigen. Nur mit einem Spezialtraining zu schaffen? Bosch ist dabei, dieses ehrgeizige Ziel zu verwirklichen. Statt in sechs Monaten soll der Wirtschaftsplan in vier Monaten erstellt werden. Denn die Märkte wandeln sich immer schneller. Was man heute plant, kann morgen schon überholt sein. Start war am . Juni. Es traten an: die Planungsabteilungen in den Werken, Regionalgesellschaften und Geschäftsbereichen. Das Ziel soll am . Oktober erreicht werden. Klaus Bley in Ditzingen ist nicht nur Beobachter am Rand der Strecke. Er leitet das Projekt „Smart Business Plan (SBP)“. Bley ist zugleich Motivator und Schiedsrichter. Er beschreibt seine Aufgabe mit einem Schmunzeln: „Wir hier im Projektteam sind, wenn Sie so wollen, eher die Schäferhunde. Wir passen nur auf, dass alle auf einem gemeinsamen Weg das von den Geschäftsbereichen definierte Ziel erreichen.“

Bauen in Vietnam: Wie man mal kurz ein ganzes Werk verdoppelt – auch wenn der Monsun kommt

Teamgeist ist gefordert

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eder Tag zählt“, sagt Ryosuke Masumitsu. „Der Zeitdruck ist enorm“, sagt Rolf Schirle. Masumitsu ist Leiter des Bosch-Werkes in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die rund  Mitarbeiter dort werden in diesem Jahr gut , Millionen Schubgliederbänder herstellen – wichtige Komponenten für stufenlose Automatikgetriebe. In drei Jahren sollen es mehr als vier Millionen Bänder sein. Und rund  Mitarbeiter. Dafür braucht man vor allem eines: Platz. „Wir sind am Rande unserer Kapazität“, sagt Masumitsu. Rolf Schirle soll das ändern. Seit  fertigt Bosch Schubgliederbänder in Vietnam – zunächst in angemieteten Hallen, seit Ende  in einem eigenen Gebäude. „Die Nachfrage aber übertraf alle Erwartungen“, sagt Masumitsu. Also begann man wenig später mit dem Bau einer neuen Halle. Und zwar mit Tempo, erzählt Rolf Schirle: „Vor neun Monaten war an dieser Stelle noch Acker.“ Was man kaum glauben mag. Denn der -jährige Architekt steht in einer riesigen, vollklimatisierten Fertigungshalle auf frisch beschichtetem Industrieboden. Es glänzt und funkelt, im Hintergrund bauen Monteure eilig gewaltige Anlagen auf. Schirle kommt von der Zentralabteilung Anlagen und Bauten. Seit zwei Jahren ist er für Auf- und Ausbau des Werkes in Vietnam verantwortlich. Sein Terminplan ist knapp kalkuliert. Nicht verhandelbar. „Das Datum der Übergabe steht fest“, sagt er. „Dann kommen die Maschinen und Anlagen, ob wir fertig sind oder nicht. Da ist kein Tag Verzug drin.“ Nun ist Vietnam zwar ein Land unter Dampf – die Wirtschaft wächst, die Städte brodeln, die Menschen sind jung –,

„Bis zur Übergabe ist es mein Baby“: Bauleiter Rolf Schirle in der neuen Fertigungshalle Foto: Bart Verweij

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Nr.  / 

aber auch eine Gegend voller Herausforderungen für junge deutsche Architekten, die unter Zeitdruck stehen. „Ich musste als Erstes den Respekt der vietnamesischen Bauarbeiter gewinnen“, erinnert sich Schirle. „Hier zählt Alter mehr als Können. Gute Arbeit ist nur der erste Schritt, um anerkannt zu werden.“ Genauso wichtig: gemeinsam essen gehen, am Wochenende Ausflüge machen. „Erst dann entwickelt sich so etwas wie ein Gruppengefühl, ein Ehrgeiz, den strammen Zeitplan auch einzuhalten.“

Noch vor den Baggern kommt die Armee

Nächstes Problem: die Regenzeit. „Wenn der Monsun kommt, ist die Baustelle ein einziges Schlammloch. Jeder Lkw bleibt stecken.“ Keine Chance auf Baufortschritt. Das Gegenmittel? Geduld. „Irgendwann hört jeder Regen auf.“ Überhaupt das Klima: immer schwül, Temperaturen durchweg über  Grad Celsius. Nicht nur eine persönliche Herausforderung für den Mitteleuropäer Schirle, sondern auch eine professionelle: „Die Halle muss unter  Grad Celsius bleiben, die Luftfeuchtigkeit darf höchstens  Prozent betragen – nicht gerade einfach, wenn es draußen bis zu  Prozent sind.“ Die Gebäudetechnik wird nahezu komplett importiert. Anderes dagegen muss noch vor dem ersten Spatenstich fortgeschafft werden: „Bevor wir mit dem Bauen anfangen, rückt erst die Armee an“, sagt Schirle. Die Armee? „Hier liegt noch einiges an Munition aus dem Vietnamkrieg im Boden. Bomben, Granaten, Minen. Das wird dann weggeräumt.“ Schirle sitzt mittlerweile in seiner provisorischen Bauba-

racke, die Klimaanlage faucht, der Regen prasselt aufs Blechdach, und schwitzen tut man trotzdem. Man ahnt, wie Schirle sich hier fühlen muss. „Manchmal“, sagt Schirle und lächelt, „manchmal ist die Schillerhöhe schon sehr weit weg.“ Zum Einsatz vor Ort gebe es keine Alternative, sagt Schirles Chef Thomas Spiegel. „Nur so können wir Qualität, Kosten und Termine sicherstellen.“ Spiegel arbeitet gut  Kilometer entfernt in der Bosch-Zentrale. Er ist verantwortlich für die Neubaurealisierung – weltweit: „Wir gehen immer stärker in die Regionen.“ Denn auch die Ausbildung lokaler Bauleiter müsse vor Ort erfolgen. „Also schicken wir ‚Schnellboote‘ in die Länder.“ Und an Bord, so Spiegel, seien „gut ausgebildete Ingenieure – wie auch maßgeschneiderte Bosch-Methoden und -Prozesse für die optimale Baulösung vor Ort.“ Schnellbootkapitän Schirle hat sich an das vietnamesische Fahrwasser gewöhnt. Stolz führt er durch die neue Halle, zeigt die Technik: Abpumprohre für Schleifwasser, Gasleitungen, die ausgefeilte Klimasteuerung. „Am Ende bauen wir das natürlich alles fürs Unternehmen“, sagt Schirle: „Aber bis zur Übergabe ist es mein Baby.“ Wenn man dann in Vietnam vor einem hochmodernen Gebäude stehe, sagt er, sei alle Mühe, aller Druck vergessen. Auch wenn das für Schirle wohl nur vorübergehend gilt: Im Oktober startet der nächste Anbau. Diesmal doppelt so groß. Schirles neues Baby. kh

Die Geschäftsführung hat das Projekt ins Leben gerufen und auf ihrer Agenda weit oben angesiedelt. Bereits  betonte der Vorsitzende Franz Fehrenbach: „Wir müssen heute noch schneller besser werden als bisher. Auch die Geschäftsführung stellt sich dieser Verantwortung und hat mit dem Wirtschaftsplanungsprozess ein Verbesserungsthema ausgewählt.“ Teamgeist war und ist gefordert: Im SBPProjekt arbeiten die Geschäftsbereiche gemeinsam an den Zielen. „Wir kooperieren intensiv und sehr konstruktiv“, sagt Bley. Der feste Wille zur Verbesserung sei spürbar. Der Lenkungsausschuss, dem vonseiten der Geschäftsführung Stefan Asenkerschbaumer angehört, informiert sich regelmäßig über den aktuellen Stand. Aber Zeit herausholen, geht das überhaupt? Der Plan ist ein komplexer Prozess, an dem viele Tausend Mitarbeiter mitwirken. Er beschreibt verbindlich die Ziele, die Werke, Regionalgesellschaften und Geschäftsbereiche erreichen wollen, nennt

die voraussichtlichen Umsätze, Kosten und Ergebnisse. Klaus Bley erklärt, wie die Planung bisher abgelaufen ist: „Stellen Sie sich ein Uhrwerk vor. Lauter Rädchen, eines greift in das andere. Jedes bewegt sich erst dann, wenn sein Antriebsrädchen sich dreht und ihm einen Impuls gibt.“ Sollen die Räder nun schneller werden? Nein, „wir lösen das Ineinandergreifen auf.“ Im neuen Plan drehen sich manche Rädchen früher. Ein Weg dorthin heißt „Parallelisierung“. Das bedeutet, dass nicht nacheinander, sondern nebeneinander, eben parallel, geplant wird. Ein Beispiel: Für die Herstellung eines Produktes benötigt Bosch Komponenten von anderen Bosch-Werken. Bislang wurden die Kosten der Komponenten nacheinander ermittelt und weitergemeldet. Im neuen, smarten Plan schätzt das liefernde Werk sie ab, und die Kalkulation erfolgt dann für alle Erzeugnisse und Komponenten gleichzeitig, also parallel. Eine weitere Verkürzung: Früher wurden neben dem Planjahr noch zwei weitere Jahre in der Vorschau geplant. Das zweite davon fällt künftig ganz weg. Wie sieht es in den Werken aus? Thomas Trache und Jürgen Damaske aus dem Bereich Controlling, Finance and Administration in Feuerbach haben ein ehrgeiziges Ziel: „In Feuerbach sinkt die Planungszeit von  Tagen auf nur noch “, sagt Trache. Einer der Hebel dafür ist die verstärkte Nutzung des SAP-Systems und die Automatisierung von Datenflüssen. Projektleiter Bley räumt ein: „Alles wird etwas gröber, aber für die Steuerung des Ganzen reicht es.“ Bosch gewinnt den nötigen Spielraum, um bei plötzlich auftretenden wirtschaftlichen Problemen angemessen und vor allem schneller reagieren zu können. Am Ende winkt keine Goldmedaille, sondern etwas weit Besseres: Bosch wird noch schneller und flexibler und stärkt seine Position im Wettbewerb. bär Mehr Informationen zum Smart Business Plan im Bosch Global Net unter Projekte & Initiativen

Smart Business Plan (SBP) Veränderung der Gesamtplanungszeiträume

Durch Parallelisierung und Optimierung im Rahmen des Smart Business Plan kann der Wirtschaftsplan für das Jahr 2013 in nur rund 16 Wochen erstellt werden.

2002 (BP 2003 ff.) 2011 (BP 2012 f.) 2012 (BP 2013 f.) J F M A M J

Planungszeiträume in Einzelbereichen

J A S O N D

Smart Business Plan

Smart Business Plan (BP 2013 f.) in 2011 (BP 2012 f.)

Mengen-/Umsatzplanung Einkaufspreisplanung Gemeinkostenplanung 1 Herstellkosten VVGK-Planung 2 Wirtschaftsplanung RG 3 Konsolidierung auf GB-Ebene Mai

1 Nicht direkt einem Erzeugnis zuzuordnen 2 Verwaltungs-, Vertriebs- und Entwicklungsgemeinkosten 3 Regionalgesellschaften

Juni

Juli

August

September

Oktober

Bosch Zünder, D, Bronze Award


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Schwerpunkt Geschwindigkeit

Nr. 3 / 2012

Windstärke 2.0

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Früh vor dem Eisberg warnen » Verantwortlichkeit « Jeder Mitarbeiter ist für das, was er im Internet veröffentlicht, verantwortlich. Wer im Netz aktiv ist, sollte also daran denken, dass alle Inhalte für lange Zeit online bleiben, von vielen Internetnutzern eingesehen und durch kommerzielle Dienste ausgewertet und weitergeleitet werden können. Selbst Einträge, die eigentlich nur für Freunde

Die BoschGruppe und ihre Mitarbeiter nutzen die sozialen Medien immer intensiver. Doch wer auf dem Meer der schnellen Informationen mitsegelt, muss die Schifffahrtsregeln genau kennen.

gedacht sind, können so plötzlich im Netz verbreitet werden. Auch beim Segeln ist verantwortungsvolles Handeln gefragt. Und es gilt, aufmerksam zu sein an Bord. Etwa um den Skipper rechtzeitig vor einer Kollision warnen zu können, falls das Boot einem Eisberg zu nahekommt.

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ie Nutzung der sozialen Medien nimmt Fahrt auf. Auch bei Bosch. Nicht nur, dass das Unternehmen mit seinen „Bosch Global“-Auftritten auf Facebook, Twitter und YouTube den Dialog mit all jenen deutlich verstärkt, die sich für Bosch interessieren – zusätzlich zu den mehr als 200 Angeboten der Geschäftsbereiche und Länder. Auch immer mehr Mitarbeiter bewegen sich intensiv beruflich und privat auf diesen Kanälen. Sie segeln mit auf dem Meer der schnellen Informationen. Doch wer in See stechen will, muss sein Boot beherrschen, die Schifffahrtsregeln kennen. Ansonsten ist die Gefahr groß, auf Grund zu laufen. Das gilt beim Segeln ebenso wie beim Umgang mit den sozialen Medien. Bei Bosch gibt es für die Nutzung dieser Kanäle Leitsätze, die auf den Bosch-Werten beruhen.

Zum richtigen Zeitpunkt wenden » Initiative und Konsequenz «

Information und Beratung durch die Digitale Kommunikation (C/CCN2) im BGN unter: https://inside.bosch.com/alias/socialmedia E-Mail: social.media@bosch.com

» Fairness «

Unter der richtigen Flagge segeln » Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit und Legalität « Mitarbeiter können sich öffentlich und privat in den sozialen Medien über Bosch äußern. Sie sollten aber deutlich machen, dass sie nicht unter der Bosch-Flagge segeln, sondern ausschließlich ihre persönliche Meinung vertreten. Im Namen des

Meist hat die Crew die Nase vorn, die an der Boje zum genau richtigen Zeitpunkt wendet – und damit den anderen den Wind aus den Segeln nimmt. Das jedoch gelingt nur Mannschaften, die das Segler-Einmaleins aus dem Effeff beherrschen und konsequent anwenden. Konsequenz ist auch im Umgang mit sozialen Medien gefragt. Mitarbeiter, die im Namen von Bosch Auftritte in den sozialen Medien gestalten oder die Kanäle beruflich intensiv nutzen, sollten die Standards für die Kommunikation in den sozialen Medien sehr genau kennen und konsequent umsetzen.

Auf den Motor verzichten

Unternehmens sprechen nur die Kommunikationsabteilungen oder für bestimmte Themen autorisierte Personen gegenüber der Öffentlichkeit. Auch das Bosch-Logo darf nur auf den offiziellen Internetauftritten verwendet werden.

Bei einer Segelregatta auf hoher See einen Motor einsetzen? Und darauf hoffen, dass dies nicht bemerkt wird? Eine solche Crew verstößt gegen alle Regeln und verhält sich respektlos gegenüber den anderen. Respekt ist auch im Netz gefordert. Etwa wenn es darum geht, sich stets an die Bestimmungen und Bedingungen auf den Internetseiten Dritter zu halten. Oder niemanden aus ethnischen Gründen zu verunglimpfen, persönlich zu beleidigen oder obszön zu werden.

Den Kurs vertraulich behandeln » Offenheit und Vertrauen « Wer die Seekarte genauestens studiert und entsprechend navigiert, hat gute Chancen, das Rennen zu machen. Sofern kein Mitglied der Crew den eigenen Kurs an die Konkurrenten verrät. Auch in den sozialen Medien dürfen vertrauliche und interne Informationen des Unternehmens nicht an Dritte weitergegeben werden. Zudem muss der Schutz personenbezogener Daten gewährleistet sein.

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Schwerpunkt Geschwindigkeit

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Robin Jacqueline und Eric Boquet diskutieren über Work-Life-Balance. Foto: Numériques

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Aber jetzt mal langsam, Robin ... Ob im Berufsleben oder privat: Viele Menschen stehen oft unter Stress I Entschleunigung und Entspannung helfen

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ork-Life-Balance bewusster machen: Mit diesem Ziel werden in diesem Jahr alle Führungskräfte bei Bosch in Frankreich geschult, vom leitenden Direktor bis zur Werkstattführungskraft. Das Thema: „Prävention von psychosozialen Risiken bei der Arbeit.“ Zwei, die das Seminar bereits durchlaufen haben, sind Robin Jacqueline, Gruppenleiter Logistik im Geschäftsbereich Automotive Electronics, und Eric Boquet, Teamleiter in der Fertigung, beide am Standort Mondeville. Ihre Erfahrungen dazu haben sie in einem Gespräch ausgetauscht.

oft das Gefühl, die Zeit reicht nicht mehr, um alles zu erledigen. Wenn es heute mal hektisch wird, sage ich mir: Aber jetzt mal langsam, Robin. Eines nach dem anderen. Das habe ich im Seminar gelernt.

Robin Jacqueline: Jetzt mal ehrlich, Eric: Hat dich das, was wir in unserer Schulung erfahren haben, nicht auch etwas betroffen gemacht? Wer kennt das nicht: Das Telefon klingelt unentwegt,  ungelesene E-Mails sollen beantwortet werden, der nächste Termin steht in fünf Minuten an. Ich habe

Jacqueline: Ich fand es sehr hilfreich, zu erkennen, welche Ursachen es im beruflichen Umfeld gibt, die uns beeinflussen: die Arbeitsorganisation an sich, die Vorgesetzten, Kollegen, aber auch Kunden und Lieferanten. Und natürlich spielt auch das private Umfeld eine große Rolle. Schließlich gibt

Eric Boquet: Ja, mir geht es oft auch so. Eine der Hauptursachen für Stress am Arbeitsplatz ist meiner Meinung nach das sogenannte „Multitasking“ – also mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen zu wollen. Deswegen ist es gut, dass alle Führungskräfte zu diesem Thema geschult werden.

Sieben Tipps gegen Stress ▶ Ändern Sie Dinge, die Sie ändern können, selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt, beispielsweise den Schreibtisch aufräumen oder Ordnung in die E-Mails bringen. Es kann schon helfen, wenn Sie die Stressfaktoren bei der Arbeit identifizieren. ▶ Setzen Sie sich und anderen klare Grenzen. Am Ende des Arbeitstages sollten Sie nicht mehr an die Probleme bei der Arbeit denken. Wenn Sie sich richtig erholen, sind Sie am nächsten Tag wieder fit für die Arbeit.

können schon helfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen – es wird leichter, zur Ruhe zu kommen. ▶ Ändern Sie Ihre Erwartungshaltung. Stress kommt teilweise aus Ihnen selbst heraus, wenn Sie beispielsweise zu viel von sich verlangen. ▶ Sagen Sie auch mal „Stopp“. Je mehr Sie sich bei einer Aufgabe unter Druck setzen, desto geringer ist die Chance, dass Sie sie auch schaffen.

▶ Organisieren Sie Ihren Tagesablauf. In Belastungssituationen weiß man oft nicht mehr, was man als Nächstes tun sollte. Setzen Sie Prioritäten.

▶ Lernen Sie, offen zu reden. Keine Angst haben, mit Kollegen und Vorgesetzten zu sprechen oder nach Hilfe zu fragen. Das ist kein Zeichen für Versagen, sondern ein Zeichen für gute Teamarbeit.

▶ Machen Sie bewusste Pausen. Ein Spaziergang oder ein paar tiefe Atemzüge

Quelle: Broschüre „Kein Stress mit dem Stress“, BKK Bundesverband GbR

man das nicht einfach am Werkstor ab. Es gibt viele Faktoren, die Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Arbeitsleistung haben. Die Folgen kennen wir alle. Sie reichen von Arbeitsüberlastung bis hin zum Burnout, Sucht oder Mobbing. Boquet: Für mich war wichtig zu erfahren, was Stress bedeutet und welches die Gründe dafür sind. Veränderungen in der Arbeitswelt sorgen häufig für schnellere Prozesse, größere Arbeitsverdichtung und Abhängigkeit von technischen Entwicklungen. Wie wir wissen, kann das zur Überforderung führen, aber auch zu Unterforderung durch zu geringe Gestaltungsmöglichkeiten. Selbst Konflikte innerhalb eines Teams sind bei Stress durchaus möglich. Jacqueline: Letztendlich lässt sich die Frage, wie Arbeit die persönliche Lebenszufriedenheit und Gesundheit beeinflusst, immer nur im Einzelfall beantworten. Wie jeder von uns Belastungen empfindet, hängt nicht nur von den konkreten Arbeitsbedingungen ab, sondern auch von uns selbst.

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Fieber-Kurven Die 24 Stunden von Le Mans: Adrenalin pur – auch für Ingenieure von Bosch Motorsport

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s ist Nacht. In der Ferne zwei Scheinwerferlichter. Sie kommen näher. Ein Rennbolide prescht heran. Röhrender Motorenlärm bricht die Stille. Zwei rot glühende Bremsscheiben erhellen das Dunkel. Es sprühen Funken. Kaum ist das Fahrzeug um die Spitzkehre, beschleunigt es wieder. Ohrenbetäubendes Getöse. Und weg ist es. Dieses Spektakel ereignet sich mehr als   Mal während eines Rennens – bei Tag und bei Nacht,  Stunden lang. Rennfieber im Westen Frankreichs. Was einen Motorsportfan immer wieder aufs Neue fasziniert, nehmen die Bosch-Ingenieure hinter ihren Monitoren kaum mehr wahr. Sie schauen gebannt auf Kurven, Linien und Tabellen. Das -Stunden-Rennen von Le Mans ist das bekannteste Langstreckenrennen der Welt.  Boliden sind am Start. Der Kurs ist  Kilometer lang, von Le Mans nach Mulsanne – und wieder zurück. Zum Teil über gewöhnliche Landstraßen. Nach dem ersten Streckenabschnitt mit der weltbekannten Dunlop-Brücke und der Hunaudières, der längsten Geraden auf einer Rennstrecke weltweit, markiert die Spitzkehre von Mulsanne die Hälfte der Strecke. Der anspruchsvolle Rückweg beginnt: Kurve reiht sich an Kurve. Bis nach Le Mans.  Mal hat das Fahrerteam André Lotterer, Benoît Tréluyer und Marcel Fässler die  Kilometer in diesem Jahr mit sei-

nem Dieselhybrid-Audi zurückgelegt, ehe André Lotterer als Sieger die Ziellinie überquerte. Auch für die Ingenieure und Entwickler der Bosch Engineering GmbH in Abstatt bedeutet dieses Rennen  Stunden Adrenalin. Und den Höhepunkt der Arbeit des vergangenen Jahres. Denn für sie gilt: Nach Le Mans ist vor Le Mans. Direkt im Anschluss an das Rennen beginnt die Arbeit in den Büros, Werkstätten und Labors für das nächste Jahr. Bosch Motorsport beliefert rund die Hälfte des Starterfelds mit hochkomplexer Renntechnik, unter anderem mit Steuergeräten, Einspritztechnik, Sensoren, Displays und Kabelbäumen. Entwickelt, gebaut und getestet für das härteste Pflaster der Welt. Zusätzlich werden die Boxenteams von Herstellern wie Audi Sport und Corvette von Experten aus Abstatt unterstützt.

Wann ist der nächste Tankstopp?

Vor Ort in Le Mans sind aber auch BoschIngenieure, die nicht direkt in den Kommandoständen der großen Hersteller arbeiten. Dennoch sind sie für die Rennställe extrem wichtig. Die Ingenieure wie etwa Bernd Nottebom sitzen an der Kurve von Mulsanne und sind für eine Technik verantwortlich, die man nicht anfassen kann. Man kann sie nur sehen. Die Experten von Bosch Motorsport liefern Zahlen, Daten und Fakten auf die Rechner und Bildschirme in den Boxen der Teams. Auf Grundlage dieser



Dunlop-Kurve

HunaudièresGerade Start / Ziel

Informationen treffen die Rennteams wichtige Entscheidungen: Wann ist der nächste Tankstopp? Wie ist der Verbrauch? Arbeiten alle Systeme richtig? „Unsere Arbeit kennt fast keiner. Aber ohne sie würden die Teams in der Box oft auf einen leeren Bildschirm sehen“, erklärt Bernd Nottebom. Die Rennboliden schicken ihre Informationen während des Rennens zwar permanent in die Box. Wird die Entfernung zur Box jedoch zu groß, kommen die Daten nicht mehr an. Gerade bei der langen Strecke in Le Mans ist das ein Problem. Deshalb arbeiten Bernd Nottebom und seine Kollegen in Mulsanne und liefern die wichtigen Daten quasi per verschlüsselter Luftpost in die Boxen. „Wir an der Mulsanne-Kurve fangen die Informationen aus den Fahrzeugen auf, filtern und verstärken sie und schicken sie sieben Kilometer weiter bis in die Leitstände in den Boxen“, so der Motorsport-Enthusiast. „Damit ist es für uns nicht das -StundenRennen von Le Mans, sondern es sind die  Stunden an der Kurve von Mulsanne.“ af

LʼArche Schikane

La Florandière Schikane

Kurve von Mulsanne

Der Dieselhybrid von Audi kam, sah und siegte. Fahrer André Lotterer und sein Team machten das Rennen. Fotos: Audi

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Boquet: Das macht es auch schwierig, Probleme rechtzeitig zu erkennen. Vorgesetzte und Kollegen müssen daher besonders achtsam sein. Bei Verhaltensauffälligkeiten, Fehlzeiten oder häufiger Krankheit sollten wir mit dem Mitarbeiter sprechen. Der Mitarbeiter soll das Gefühl haben, dass er im Unternehmen Hilfe bekommt. Jacqueline: Wir sind aber keine geschulten Psychologen – besteht da nicht die Gefahr, dass wir etwas übersehen? Boquet: Es funktioniert nur, indem wir wachsam sind und den anderen wahrnehmen. Auch öfter mal anerkennen und loben. Wertschätzung motiviert, das geht uns allen so. Wir alle sollten uns immer wieder sagen: Wir arbeiten effektiver in einer guten Atmosphäre als unter Druck. vH

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 15  UNTERNEHMEN 

Nr.  / 

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Daten von über 3000 chronisch Kranken

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Statistische Analyse per Computer

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Typische Muster werden deutlich

Alles in Ordnung

Zustand verschlechtert Anruf beim Patienten

Zustand kritisch Einweisung ins Krankenhaus

Anwendung des Algorithmus bei anderen chronisch Kranken

Das Orakel von Palo Alto Wie Bosch-Forscher mit „Data-Mining“ die Betreuung von chronisch Kranken verbessern

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en Blick in die Zukunft möglich machen: Nicht wenige Forscher träumen davon. Soundar Srinivasan und seinem Team vom Bosch-Forschungszentrum in Palo Alto (RTC-NA) ist es gelungen. Wenigstens teilweise. „Wir können jetzt genauer vorhersagen, ob eine Person in den nächsten  Tagen ins Krankenhaus muss“, sagt Srinivasan über sein jüngstes Projekt. Er und seine Kollegen arbeiteten dafür mit einem Computerverfahren: dem DataMining, zu Deutsch etwa „Schürfen im Datenberg“. Dabei geht es um die Auswertung gewaltiger Datenbestände. Das Ziel: Muster erkennen, um Zukunftsprognosen treffen zu können.  begann dazu eine Kooperation zwischen dem RTC-NA und Bosch Healthcare. Die Telemedizinexperten von Bosch hatten damals bereits zehn Jahre

lang Daten gesammelt – in mehreren Projekten mit dem US-Gesundheitssystem für Veteranen und anderen öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in den USA. Dabei werden chronisch Kranke per Telemedizin betreut. Sie beantworten mit einem BoschGerät mehrmals pro Woche Fragen zur Gesundheit und messen Werte wie Blutdruck, Puls und Blutzucker. Alles wird an ein Medizinzentrum übertragen, wo Fachpersonal die Werte im Blick hat.

Eine Million Datensätze

Das allein ist schon ein großer Datenschatz. Für ihre Analyse brauchten die Bosch-Forscher aber noch mehr: Sie verknüpften die Daten mit Informationen über Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte, die sie von den Versicherern bekamen. Alles lief nach

M. MAIER

M. MAIER

≠ = ≠ Anruf beim Patienten

strengsten Bosch-Datenschutzrichtlinien. Eine gewaltige Informationsmenge wurde ausgewertet: eine Million Datensätze von rund  Patienten. Für die Analyse entwickelten die Forscher in Kalifornien komplexe Algorithmen. Die Mustersuche erledigte der Computer. „Dafür brauchen wir sehr leistungsfähige Rechentechnik“, sagt Projektleiter Srinivasan. „Zum Glück haben wir hier ein High-Performance-Cluster.“ So einen Hochleistungcomputer-Verbund gibt es in der Bosch-Welt nur zweimal. Für die Telemediziner bringen die Erkenntnisse große Vorteile. Früher mussten sie sich vor allem auf ihre Erfahrung verlassen, jetzt werden sie automatisiert unterstützt und können sich besser auf jene konzentrieren, die wirklich Hilfe brauchen. Sie erkennen eher, wann ein Patient ins Krankenhaus muss – doppelt so effektiv wie vorher. Auch die Fehlerquote liegt niedriger: Nur noch zwölf Prozent der Krankenhauseinweisungen sind „Fehlalarme“. Das be-

deutet nebenbei deutlich weniger Kosten – in den USA entfällt allein ein Drittel der Gesundheitsausgaben auf Krankenhäuser. Zurzeit graben gerade einmal vier BoschForscher im Datenberg. Verstärkung gesucht: „Denn es gibt anscheinend großen Bedarf bei Bosch“, sagt Informatikerin JoAnne Ting. Anfragen aus verschiedenen Bosch-Bereichen blinken immer wieder im E-Mail-Postfach auf. Ting beschreibt ein mögliches Projekt mit Automotive Aftermarket: „In Autowerkstätten werden bei der Fehlersuche viele Daten mit der BoschSoftware ESI[tronic] per Diagnosegerät ausgelesen.“ Diese landen in einer zentralen Datenbank – ebenso wie die Angabe, welches Teil am Ende tatsächlich defekt war. „Analysiert man das statistisch, kann der Mechaniker in Zukunft sicherer vorhersagen, wo höchstwahrscheinlich der Fehler liegt.“ Oder auch, welches Teil nicht mehr durchhält – und wann der „Patient“ das nächste Mal in die Werkstatt muss. alf

Der Euro, die US-Wahl und ein Abschied Treffen des internationalen Beraterkreises RBIAC in Zürich | Wertvolle Erkenntnisse für Bosch Wie bewältigt die Europäische Union die Schuldenkrise in Ländern wie Spanien, Italien und Portugal? Welche Auswirkungen hat die angespannte wirtschaftliche Lage in Europa auf die Volkswirtschaften in den USA, Brasilien, China, Indien, Japan, Russland? Und was bedeutet das für die BoschGruppe? Das waren zentrale Fragen beim diesjährigen Treffen des Robert Bosch International Advisory Committee (RBIAC). Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung, Hermann Scholl, hatte die hochrangigen Mitglieder des internationalen Beraterkreises von Bosch nach Zürich eingeladen, um dort gemeinsam mit den Gesellschaftern der Robert Bosch Industrietreuhand KG sowie mit der Geschäftsführung über die Entwicklung der Weltwirtschaft und die weltweite politische Situation zu diskutieren.

Kongress nach den Präsidentenwahlen im November innerhalb kurzer Zeit, bis Ende des Jahres, Entscheidungen von großer Tragweite treffen müsse. Mit Blick auf China betonte Kissinger, dass die Volksrepublik von ihren Nachbarn und der Welt vorrangig Respekt erwarte. In

Russland bestehe die wichtigste Aufgabe des Staatspräsidenten Wladimir Putin darin, innerhalb der nächsten zehn Jahre die Wirtschaft, die noch stark von Rohstoffen abhängig ist, neu auszurichten. In weiteren Vorträgen analysierten mehrere RBIAC-Mitglieder sowie Gäste des

Wichtige Entscheidungen

Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger ging in seinem Vortrag besonders auf die Lage in den USA, China und Russland ein. Er machte deutlich, dass der US-

Hermann Scholl (li.) erläuterte Henry Kissinger (vorn) beim Werksbesuch in Frauenfeld die Herstellung von Schleifmitteln des Bereichs Power Tools. Foto: Hörner

Treffens die Situation in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt – insbesondere vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der Eurozone. Die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro unterstrich, dass die Eurozone einen neuen Stabilitätspakt zur Schuldenbekämpfung benötige. Weder di Mauro, die bis Februar dieses Jahres in Deutschland dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehörte, schlug dafür die Einrichtung eines europäischen Schuldentilgungsfonds vor. Hermann Scholl zog ein positives Fazit: „Alle Teilnehmer haben wichtige Informationen und Erkenntnisse gewonnen, die auch für die weltweite Strategie der BoschGruppe von großer Bedeutung sind.“ Für Hermann Scholl, der dem RBIAC seit  vorsteht, war es das letzte Treffen in dieser Funktion. Er scheidet aus dem Gremium aus. Zum Abschied bedankte sich Hermann Scholl bei allen Teilnehmern der vergangenen Jahre für ihre wertvollen Beiträge: „Ich werde die Zeit im RBIAC in bester Erinnerung behalten.“ ep

Bosch Zünder, D, Bronze Award


1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 16  UNTERNEHMEN

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Nr.  / 

UNTERNEHMEN 

Nr.  / 

Hart am Wind mit Technik von Bosch Rexroth

Nachrichten aus aller Welt

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Spatenstich für ein Forschungszentrum in Deutschland, auf Einkaufstour in Brasilien und malende Mitarbeiter in Australien – in der Bosch-Welt geht es rund.

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Eines der Besten im Land

Shanghai Bosch ist in China als eines der besten Unternehmen des Landes ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt Bosch von dem führenden Wirtschaftsmagazin in China, Global Entrepreneur. Kriterien waren unter anderem Zukunftsfähigkeit, Markenimage, Wirtschaftlichkeit und Innovationskraft. „Diese Anerkennung ist für uns ein weiterer Antrieb, um unsere Position zu stärken“, sagte Chen Yudong, Bosch-Chef in China.

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Ein schönes Theater

Bursa Weltweite und türkische Klassiker, aber auch Stücke, in denen die Prinzipien des Total Quality Managements bei Bosch erläutert werden: Das Repertoire der Bosch-Theatergruppe in der Türkei, die  gegründet wurde, ist überaus vielfältig. Die Schauspieler, allesamt bei Bosch beschäftigt, üben die Stücke in ihrer Freizeit ein und treten in den Werken des Landes auf.

ESP in Asien gut in der Spur

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Gläserner Blickfang

Renningen Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Vertreter von Bosch und den zuständigen Behörden offiziell den Bau des neuen Zentrums für Forschung und Vorausentwicklung von Bosch gestartet. In den nächsten zwei Jahren entstehen in Renningen bei Stuttgart  Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von fast   Quadratmetern. Die Baukosten betragen circa  Millionen Euro. Im Frühjahr  sollen die ersten von rund  Mitarbeitern in Renningen ihre Arbeit aufnehmen. Der Forschungscampus bildet den neuen Knotenpunkt der weltweiten Bosch-Aktivitäten in der Forschung und Vorausentwicklung.

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Vision wird zum Design

Mailand Jungen Möbeldesignern die Chance zu geben, ihre Visionen in Erzeugnisse umzusetzen, das ist die Idee eines Projekts von Bosch Italien, des Möbeldesignherstellers Zanotta und der Kunstakademie in Mailand. Die Designerstücke, hergestellt auch mit Bosch-Elektrowerkzeugen, wurden auf der Mailänder Möbelmesse ausgestellt. Mehr als  Besucher konnten die Stücke bewerten – gegen eine Spende an eine Stiftung zur Unterstützung von Stalkingopfern.

Melaka Bosch hat von der Global NCAP den Innovations Award für die Entwicklung und Markteinführung des ESP erhalten. Prince Michael of Kent überreichte den Preis an die Bosch-Manager Martin Hayes, Herbert Hemming und Wolfgang Hiller (v. li.). Die Ausrüstungsquote von neuen Pkw mit ESP soll in Südostasien von derzeit elf auf  Prozent im Jahr  steigen. Die Global NCAP bewertet die Sicherheit neuer Automobiltypen und vergibt nur noch die Höchstpunktzahl von fünf Sternen, wenn sie mit ESP ausgestattet sind.

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Echt abgefahren zum Jubiläum

Las Vegas Es war der Hingucker auf der Messe für Haushaltswaren und Elektrogeräte in Las Vegas: das Chopper-Motorrad, das der durchs US-Fernsehen bekannte Motorrad-Designer Paul Teutul Jr. zum -Jahr-Jubiläum der Skilsaw-Handkreissäge Modell  kreiert hat. Exakt in den Farben Rot und Silber des Modells . Und er hat einige Originalteile der Säge eingebaut, etwa beim Scheinwerfer.

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Den richtigen Ton getroffen

Gut in Tritt mit dem E-Bike

Brüssel Das E-Bike ist in Belgien schwer im Kommen. Bei einer von Bosch initiierten Umfrage unter  Personen haben  Prozent der Befragten angegeben, sich für den Kauf eines Elektrofahrrads zu interessieren. Die Mitarbeiter von Robert Bosch Belgien und von Bosch Rexroth Belgien haben schon jetzt die Möglichkeit, vorübergehend aufs E-Bike umzusteigen. Im Rahmen einer dreimonatigen Aktion können sie bis Mitte August jeweils für eine Woche ein Elektrofahrrad nutzen.

Manila Rund   Handwerker und  Automechaniker sind seit  auf den Philippinen von Bosch und der staatlichen Organisation Tesda gemeinsam geschult worden. Eine erfolgreiche Kooperation, die weiter gefestigt wird. Bosch hat in Manila ein neues Trainingscenter eröffnet, in dem Experten von Automotive Aftermarket und Power Tools den jungen Leuten umfassende Kenntnisse vermitteln – über Autoelektronik oder den Umgang mit Elektrowerkzeugen. Weitere Kurse finden in den Trainingszentren der Tesda statt. „Wir wollen dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen“, sagte Joseph Hong, Bosch-Chef auf den Philippinen.

TT kauft in São Paulo ein

São Paulo Der Geschäftsbereich Thermotechnology plant die Übernahme der Heliotek Máquinas e Equipamentos Ltda. in São Paulo. Der Hersteller von Solarthermiesystemen und Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung hat im Geschäftsjahr  mit knapp  Mitarbeitern rund zwölf Millionen Euro umgesetzt. Brasilien ist einer der weltweit aussichtsreichsten Märkte für Solarthermie.

Prag Drei Auftritte, drei Mal Begeisterung pur. Das ist die Bilanz der Tournee des Bosch Sinfonieorchesters durch Tschechien. Zum Auftakt fand in Jihlava ein Benefizkonzert für den Verein Benediktus statt. Dann traten die Bosch-Musiker in der Bethlehemskapelle in Prag auf. Und zuletzt gastierte das Orchester in Budweis – zum -jährigen Bestehen des Werkes.

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Frauenfeld Power Tools hat am Schweizer Standort Frauenfeld ein neues Werk für flexible Schleifmittel in Betrieb genommen. Mit rund  Millionen Euro zählt der Neubau zu den bedeutendsten Investitionen von Power Tools in den vergangenen Jahren. In Frauenfeld, dem Hauptsitz der seit  zu Bosch gehörenden sia Abrasives, sind rund  Mitarbeiter beschäftigt. Mit dem Neubau wird die Produktionsfläche um ein Drittel erweitert.

Die Chancen in Afrika nutzen

Um ein Drittel erweitert

Glänzende Ausbildung

.jp Gesundes Wachstum

Tokio Packaging Technology ist weltweit auf Wachstumskurs. In Japan hat der Geschäftsbereich jetzt das Maschinengeschäft der Eisai Co., Ltd. (Eisai Machinery) übernommen. Die Eisai Machinery ist auf die Herstellung, den Verkauf und Export von Inspektionstechnologie, pharmazeutischen Anlagen und Verpackungsmaterialien spezialisiert. Die Inspektionstechnologie kommt bei der Herstellung flüssiger und trockener Pharmazeutika zum Einsatz, etwa bei Spritzen und Tabletten. Der Erwerb der Eisai Machinery mit ihren  Mitarbeitern stärkt die Position von Packaging Technology als Anbieter von Komplettlösungen für die pharmazeutische Industrie.

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Neue Fertigung in Rumänien

Cluj-Napoca Die Bosch-Gruppe plant, in Cluj-Napoca einen Standort für die Fertigung und Entwicklung von elektronischen Steuergeräten für Kraftfahrzeuge zu errichten. In einer ersten Ausbaustufe bis Ende  sind hierfür Investitionen von rund  Millionen Euro vorgesehen. Die Fertigung in Rumänien soll Mitte des kommenden Jahres aufgenommen werden. Bis Ende  sollen dort etwa  Mitarbeiter in der Fertigung und Entwicklung beschäftigt sein.

Die „Hetairos“: eine Yacht, die die Segelwelt in Entzückung versetzt. Gigantische Größe, edler Retrolook und vollgestopft mit Hightech. Gebaut wurde die Yacht von der finnischen Werft Baltic. Mit an Bord sind Produkte von Bosch Rexroth: Hydraulikpumpen, Ventile, Antriebe und Elektronik.

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So zündet Vielfalt

Clayton Eine zündende Idee hatte das Management von Bosch Australien zum Start der Diversity-Kampagne. Die Mitarbeiter waren aufgerufen, unter Mithilfe professioneller Künstler jeweils eine Fliese zu bemalen. Das Motiv des gesamten Fliesengemäldes indes kannten sie nicht. Umso größer war die Spannung, als das drei mal zwei Meter große Kunstwerk enthüllt wurde. Es zeigt eine historische Werbung für Zündkerzen. Im Anschluss signierte jeder Mitarbeiter seine Fliese. Die Botschaft der Aktion: Vielfalt führt zum Erfolg.

Casablanca Hohes Bevölkerungswachstum und der Wunsch der Menschen nach einem vielfältigeren Produktangebot: Afrika ist ein Markt mit großem Potenzial. Diese Chancen will Bosch verstärkt nutzen und hat in Casablanca die Regionalgesellschaft Robert Bosch Nordafrika gegründet. Das Team von Harald Streitberg ist für die Region nördlich des Äquators zuständig. In Südafrika ist Bosch bereits seit mehr als  Jahren vertreten.

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Für Technik begeistern

Denham Bosch in Großbritannien will schon früh junge Menschen für Technik begeistern, zum Beispiel in Workshops. Dort lernen - bis -jährige Schüler, wie wichtig technischer Fortschritt für eine lebenswerte Zukunft ist. Der Bereich Lawn and Garden kooperiert zudem mit Schulen und Universitäten und entwickelt dort solargetriebene Gartengeräte.

Bosch Zünder, D, Bronze Award


1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 17 24 STRATEGIE

Nr.  / 

Führungswechsel

Bauen in Vietnam

Fieber-Kurven

Interviews und Reportagen zum Wechsel an der Spitze auf den ▶ Seiten 2 bis 7

Wie man mal kurz ein ganzes Werk verdoppelt, lesen Sie auf der ▶ Seite 10

24 Stunden von Le Mans: Adrenalin pur auch bei Bosch Motorsport ▶ Seite 17

Vorräte runter

Eindringlicher Appell der Geschäftsführung auf der Fertigungstagung: auch die Investitionen reduzieren

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giler und schneller soll die Bosch-Fertigung werden, um Wachstum und Erfolg des Unternehmens zu sichern. Das war der Tenor bei der Bosch-Fertigungstagung im Juni, die im ungarischen Eger stattfand. Zum letzten Mal sprach Franz Fehrenbach als Vorsitzender der Geschäftsführung auf einer großen internationalen Tagung des Unternehmens. Er nutzte sie, um eindringlich an die rund  Führungskräfte und Fertigungsexperten zu appellieren.

Franz Fehrenbach erinnerte die Führungskräfte an ihre Verantwortung. In Zeiten der Unsicherheit, betonte Fehrenbach, gelte es, die finanzielle Liquidität zu schonen, „also Investitionen und Vorräte zu begrenzen“. Er kritisierte, dass die Vorräte trotz anderslautender Planungen weiter zunehmen. Um die Kapitalbindung zu verringern, müssten Investitionen und Vorräte schnell, nachhaltig und signifikant reduziert werden. Er erinnerte die Führungskräfte an ihre Verantwortung: „Es ist Ihre Aufgabe, dafür ein breites Bewusstsein bei allen Mitarbeitern zu schaffen.“ bär Der Bosch-Zünder fragte Teilnehmer nach ihren Reaktionen auf die Rede von Franz Fehrenbach.

Julio Monteiro, Campinas

Fehrenbach hat uns aufgefordert, die Vorräte stärker zu reduzieren. Bei uns in der Fertigung für Gasoline Systems in Brasilien arbeiten wir schon an Projekten mit diesem Ziel. Und sie zeigen, dass es wirklich geht! Die Schwierigkeit ist die: Die meisten unserer Lieferanten haben wir in Europa. Es liegt ein Ozean dazwischen, das bedeutet also lange Wege für die Lo-

Kurze Wege machen die Fertigung schneller: an der „Lean Line“ in Miskolc (oben) ebenso wie an der Demonstrationsstation, wo die Tagungsteilnehmer selber ein kleines Teil montieren durften (rechts). Fotos: W. Klauke

gistik und weniger Spielraum für Reduzierungen. Die Lösung für uns kann deshalb nur heißen: Wir müssen intensiv an der weiteren Lokalisierung der Lieferanten arbeiten. Konkrete Projekte zusammen mit dem Einkauf gibt es schon. Die Bemühungen müssen wir verstärken. Die Tagung motiviert uns, in Zukunft noch schneller und gezielter daran zu arbeiten.

Sun Chaoying, Hangzhou

Die Geschäftsführung fordert von uns Agilität und die Reduzierung von Vorräten. Für uns in der Produktion von Elektrowerkzeugen in

Eine Premiere im Land der Puszta Die Fertigungstagung in Eger in Ungarn setzte Zeichen für die zunehmende Internationalisierung und Diversifizierung von Bosch. Zum ersten Mal fand diese Konferenz außerhalb von Deutschland statt. Sie stand unter dem Motto: „Agility in Manufacturing. Customized Solutions – Common Base“, zu Deutsch: „Agilität in der Fertigung. Auf den Kunden zuge schnittene Lösungen – ein festes ge meinsames Fundament.“ Angesichts schneller Veränderungen auf den Märkten und wechselnder Kundenbedürfnisse war

Agilität ein zentrales Thema. Geschäftsführer Werner Struth, Mentor des Bosch Production System (BPS), definiert die ses Ziel wie folgt: „Agilität bedeutet, dass wir wechselnden Marktanforderungen schlank und schnell, das heißt ohne hohe Bestände und Überkapazitäten, folgen können.“ Zum ersten Mal waren drei Geschäftsbereiche beteiligt: das Power-Tools-Werk in Miskolc, das Werk von Starter Motors and Generators in Miskolc sowie das Werk von Automotive Electronics in Hatvan.

China heißt das: Hier liegt der Schlüssel für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir müssen die Veränderungen in der gesamten Zuliefererkette erreichen. Wir müssen unsere Kennzahlen weiter verbessern – zum Beispiel die Durchlaufzeit weiter reduzieren. Es ist angesichts so vieler Veränderungen wichtig, dass wir für unser Werk auch eine Strategie für die langfristige Entwicklung haben. Wir müssen genau wissen, wo wir hinwollen. Für den Bereich „Zubehör“ in Hangzhou heißt das: Wir stellen Produkte für das mittlere Preissegment her – und zwar für Asien und für die Welt.

Akgün Filiz, Bursa

Mich hat der Appell von Fehrenbach beschäftigt, Teil der Erfolgsstory mit dem

Bosch Production System, BPS, zu werden. Das hat mich emotional angesprochen und motiviert mich für die tägliche Arbeit. Ich bin für Drive and Control Technology in der Türkei tätig. Auf der Tagung wurde noch klarer, dass BPS ein ganzheitliches System ist. BPS unterstützt und bietet Werkzeuge für Verbesserungen in allen Abläufen. Es gab hier viele Anregungen: Wir haben interessante Lösungen für die Gestaltung schlanker Fertigungslinien gesehen. Diese Impulse werden uns noch mehr helfen, un-

sere in Bursa laufenden Aktivitäten, Maschinen stärker lokal zu beziehen, zu beschleunigen. Der lokale Bezug von Maschinen und Anlagen hilft uns bei der geforderten Verringerung der Investitionen. Und der lokale Bezug von Einkaufsteilen hilft uns, die Bestände zu reduzieren.

Birte Lübbert, Madrid

Ein Initialpunkt war der Appell von Fehrenbach an uns Führungskräfte, bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für die Reduzierung von Kosten zu verbessern. Wir müssen unser unternehmerisches Denken stärken. Die Kosten müssen an die Wettbewerbsbedingungen angepasst und damit reduziert werden. Wir in den Werken sind klar gefordert, dafür Verantwortung zu übernehmen. Das schaffen wir durch direkte Führung und klare Information. In Madrid pflegen wir eine intensive Kommunikation mit den Mitarbeitern. Wichtig ist es, ihnen die strategische Sichtweise zu vermitteln. Also erklären, warum eine Maßnahme der Werkleitung Sinn macht, auch wenn sie kurzfristig für das Werk selber nichts bringt. Wir müssen diese Einstellung haben: Wir handeln für den ganzen Bosch. Und dann setzen wir das konkret um, zum Beispiel durch Reduzierung der Bestände.

Bosch Zünder, D, Bronze Award


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BASF information, D, Award of Excellence, Front Page


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BASF information, D, Award of Excellence, Alternative Storytelling


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BASF information, D, Award of Excellence, Alternative Storytelling


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UEFA EURO 2012™ Reifen-Division mittendrin

ContiRunningWeek Der Countdown läuft

Die Reifen-Division engagiert sich erfolgreich, um die Bekanntheit der PremiumMarke Continental in Europa weiter zu steigern. › Seite 2 und Seite 30

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Neueste zur ContiRunningWeek lesen Sie auf › Seite 2

Kommentarfunktion Spannende Diskussionen conti intern regt an – auch nach dem Erscheinen der Printausgabe. Mitarbeiter diskutieren, suchen den Dialog, kommentieren, stimmen mit dem „Gefällt mir“-Button ab. › Seite 21

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Continental fährt mit … auch im neuen VW up! VW verlässt sich beim Kleinsten auf Spitzentechnik von Continental. › Seite 14

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Qualität braucht Mitarbeiter mit Leidenschaft und Ideen „Qualität muss zusammen funktionieren mit guten Kosten, mit Schnelligkeit und einer Organisation, die effizient strukturiert ist.“ Das sagt Karlheinz Haupt, Leiter Qualität und Umwelt Konzern & Qualität Automotive. In dieser Ausgabe befasst sich das Schwerpunktthema auf vier Seiten sowie im großen Interview mit „Quality First“. Ganz wichtig: „Ohne Mitarbeiter mit Engagement, mit einer Passion für Qualität werden wir keine hochwertigen Produkte liefern können“, sagt Haupt. Das machte er auch bei der Quality Convention Automotive deutlich. Qualität sei für den Erfolg und das Wachstum von Continental unverzichtbar. Weltweit streben Continental-Standorte TopQualität an: Qualitätssteigerung und -sicherung, einheitliche Standards, effiziente Fertigungsabläufe, schnelle Fehlererkennung und -beseitigung – das sind Top-Themen von Las Colinas bis Changchun, von Calamba bis Roding. Die Kunden erwarten nicht nur Kostenorientierung, sondern auch absolute Qualität – das wird im direkten Austausch immer wieder deutlich. Erfolge honorieren sie mit Auszeichnungen und Aufträgen. Informationen rund um „Quality First“ gibt es ab Seite 4.

Q.BIC steht für Quality Best in Class. Die hochgestellte 3 stammt ursprünglich aus dem Wortspiel Q.BIC (wie Kubikmeter = m³). Nachträglich sind dann die drei Perspektiven „customer“, „supplier“ und „internal“ hinzugekommen.

Webcode: #ds3

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Schwerpunktthema – Interview

Säule ist ein ausgeprägter Sinn für Qualität der Organisation und aller Mitarbeiter, und die dritte Säule ist eine klare, effiziente, unternehmensweit einheitliche Prozessstruktur.

Karlheinz Haupt ist Leiter „Qualität und Umwelt Konzern & Qualität Automotive“. Rüdiger Stadler, Leiter Interne Kommunikation Konzern, interviewte ihn in seinem Büro in Hannover.

„Ohne Mitarbeiter mit Engagement, mit einer Passion für Qualität werden wir keine hochqualitativen Produkte liefern können.“ Wie sieht Ihr Qualitätsverständnis aus? Wir sagen: Qualität zuerst. Was wir nicht wollen: Qualität und zum Beispiel Kostenbewusstsein gegeneinander aufzurechnen. Im Gegenteil: Qualität muss zusammen funktionieren mit guten Kosten, mit Schnelligkeit und einer Organisation, die effizient strukturiert ist.

„Engagierte Mitarbeiter sind die Grundlage für Qualität“ Das Thema Qualität ist für Continental von zentraler Bedeutung. Karlheinz Haupt, seit 2010 Leiter „Qualität und Umwelt Konzern & Qualität Automotive“, äußert sich im Gespräch mit Rüdiger Stadler, Leiter Interne Kommunikation Konzern, zu Krisen, Kundenerwartungen und Quality First und erzählt, wie er privat auf Qualitätsmängel reagiert. 2010 haben Sie die Quality-FirstInitiative gestartet. Was war der Grund dafür? Um das zu erläutern, muss ich die Historie bemühen. 2009 war das Krisenjahr schlechthin: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Automobilkrise und sicherlich auch Continental-Krise. Es kam alles zusammen, und unser Unternehmen musste auf den Überlebens-Modus umstellen. 2010 zog die Automobilproduktion plötzlich stark

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an. Wir wurden davon überrascht und konnten nicht allen Anforderungen unserer Kunden genügen. Aus dem Grund haben wir die Quality-First-Initiative gestartet. Mit Qualität meinen wir dabei nicht nur die Qualität unserer Produkte, sondern auch die unserer Dienstleistungen und Abläufe. Alles was wir machen, muss hohen Ansprüchen genügen, vor allem aber die Erwartungen unserer Kunden erfüllen oder übertreffen. Das ist unser Ziel.

Erreicht Continental dieses Ziel? Perfekt sind wir noch nicht überall. An den Rückmeldungen der Kunden merke ich aber, dass wir uns seit 2010 deutlich verbessert haben. Wie ist Quality First aufgebaut? Wir haben die Initiative auf drei Säulen gestellt. Die erste Säule: aktuelle Probleme lösen und nicht aussitzen. Die zweite

Schwerpunktthema – Interview

Woher wissen Sie, was die Kunden wollen?

rende Prozesse gelegt wird. „Balance of Cooperation“ hilft uns, in unserer komplexen und dezentralen Organisation erfolgreich zusammenzuarbeiten. Und dazu kommt natürlich eine Kultur, die das alles unterstützt.

Wir sind auf allen Ebenen mit unseren Kunden das ganze Jahr über im Gespräch, und ich selbst bin mindestens ein- bis zweimal pro Jahr praktisch bei jedem Kunden. Dieser direkte Austausch ist sehr wichtig, um ein Gespür für die Bedürfnisse zu bekommen.

Sie beschäftigen sich beruflich den ganzen Tag mit Qualität. Wie reagieren Sie privat auf Qualitätsmängel, zum Beispiel, wenn im Möbelkarton die entscheidende Schraube fehlt?

Wie stellen Sie sicher, dass Continental beständig Qualität liefert? Es ist wichtig, dass wir für die gleiche Aufgabenstellung, für das gleiche Problem, für den gleichen Sachverhalt weltweit die gleiche Methode, den gleichen Prozess nutzen, um unsere Arbeit zu erledigen. Das macht es für den einzelnen Mitarbeiter und besonders neuen Mitarbeitern einfacher. Das klingt für mich, als ob die Mitarbeiter blind einem Prozess folgen sollen … Auf keinen Fall, es soll niemand den Verstand an der Eingangstür abgeben. Unser Verständnis ist, dass unser festgefügtes Prozessgerüst dem Mitarbeiter ausreichend Anleitung gibt seine Arbeiten gut auszuführen, aber genug Spielraum

Da wird es schon mal emotional, speziell am Sonntagnachmittag! Webcode: #dm2

„Es soll niemand den Verstand an der Eingangstür abgeben.“

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Das klingt gut, aber ist es in der Praxis nicht vielmehr so, dass Qualität einfach Zeit und Geld kostet, weil viel geprüft werden muss? Eben nicht. Wir wollen Qualität dadurch erzeugen, dass wir in der Frühphase des Produktentstehungsprozesses durch geeignete Aktivitäten die Grundlage für Qualität legen, sogenanntes „frontloading“. Dinge gleich am Anfang, beim ersten Mal, richtig machen, das ist unser Verständnis von Qualität – und nicht am Ende prüfen und verbessern. Dies gilt übrigens nicht nur für die Produktion, sondern auch für die Verwaltungsbereiche. Schlecht vorbereitete Besprechungen zum Beispiel kosten allen Beteiligten Zeit und Nerven – auch in diesem Bereich können wir sicherlich noch besser werden. Verstehen die weltweiten Kunden eigentlich überall das Gleiche unter Qualität? Hier gibt es noch Unterschiede. Letztendlich geht es aber immer darum, die jeweiligen Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Bei einigen können diese sehr stark markt- oder kostenorientiert sein, bei anderen steht die absolute Qualität im Mittelpunkt. Unser Ziel ist, all diesen Erwartungen gerecht zu werden, unabhängig davon, wer der Kunde ist und aus welcher Region er kommt.

bietet, Ideen und Engagement einzubringen. Ganz klar: Ohne Mitarbeiter mit Engagement, mit einer Passion für Qualität werden wir keine hochqualitativen Produkte liefern können. Hier kommt die Unternehmenskultur ins Spiel. Unsere BASICS sind die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit. Auch das Continental Business System (CBS) und „Balance of Cooperation“ werden immer wieder im Zusammenhang mit Qualität genannt.

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Qualitätsmängel? Da reagiert Karlheinz Haupt im Privatleben „schon mal emotional“ …

zur Person

Dipl.-Ing. Karlheinz Haupt studierte an der TU Darmstadt Maschinenbau. Er begann seine berufliche Karriere 1982 als Entwicklungsingenieur für Powertrain Komponenten bei der LUK GmbH. 1984 wechselte er zur ITT Teves GmbH, hatte verschiedene Positionen in der Entwicklung des neuen Geschäftsfelds Anti-Blockier-Systeme inne und arbeitete drei Jahre in Detroit als Entwicklungsleiter Brakes & Chassis. Nach der Integration von Teves in Continental Automotive Systems leitete er ab 2001 in der Business Unit Elektronische Bremssysteme das Segment Hydraulik/Mechanik/System. 2004 übernahm er die Business Unit Elektrische Antriebe in Berlin. Seit der Integration von Siemens-VDO in Continental Automotive verantwortet Karlheinz Haupt die zentralen Engineering-Aktivitäten. 2009 wurde ihm zusätzlich die Leitung des Engineerings in der Division Powertrain und in der Business Unit Engine Systems übertragen. Seit 2010 ist Haupt Leiter „Qualität und Umwelt Konzern & Qualität Automotive“.

Diese Elemente gehören auch zusammen. CBS unterstützt das Thema Qualität dadurch, dass ein besonderes Augenmerk auf schlanke, bestens funktionie-

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Haben ein kompliziertes technisches Problem gelöst: Die Bebraer Nachwuchskräfte mit ihren Urkunden.

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Es ist die Komplexität, die es so kompliziert und anspruchsvoll macht, technische Abläufe in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Sage und schreibe 31 Einflussgrößen mussten die Studierenden und Trainees am Powertrain Standort Bebra berücksichtigen, um ein technisches Problem, das bei der Produktion eines Bauteils für den Variablen Ventiltrieb (VVT 3) auftrat, zu beheben. Für ihren Spürsinn, ihre Hartnäckigkeit und ihre außerordentliche fachliche Kompetenz erhielt das Bebraer Nachwuchskräfteteam rund um Debora Schwalm und Sebastian Mitschke, beide Azubis zum Bachelor of Engineering, sowie um Niklas Hofmann, angehender Elektroniker für Geräte und Systeme, und Thorsten Schäfer, Azubi zum Industriemechaniker für Feingerätebau, den ersten Preis des Wettbewerbs „MEine Zukunft“. Der Inno-

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vationswettbewerb wird alljährlich von der Metall- und Elektroindustrie sowie vom Arbeitgeberverband Hessenmetall ausgeschrieben. Bebra gewann in der Kategorie „Studierende und Trainees“ bereits zum vierten Mal. „Der methodische Ansatz war sehr komplex und beeindruckend umgesetzt“, lobte die Jury. Webcode: #dmf

Continental in Zahlen 40.000

Kilometer um die Welt. Temperaturunterschiede von mehr als 60 Grad Celsius, auf sandigen Wüstenpisten durch Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman. Oder über steile einspurige Steinstrecken mit überhängenden Felsen auf der einen und 300 Meter tiefen Schluchten auf der anderen Seite durch die Region Ladakh im nordindischen Hochgebirge. Auf ihrer Abenteuer-Fahrt rund um die Welt haben Stefan Sigl, seine Frau Petra und ihr alter Armee-Truck HerrMAN schon einige Hindernisse überwunden – auch dank der speziell für Offroad-Fahrten entwickelten 14.00R20 HCS-Reifen von Continental. „Ich hätte nie erwartet, dass die Reifen so eine lange und extreme Strecke aushalten würden“, freut sich Sigl über die gelungene Performance. „Unser Ersatzrad ist noch unberührt.“ Ein toller Erfolg, tragen die Reifen doch den 18 Tonnen schweren, zum Wohnmobil umgebauten MAN KAT 6x6 schon seit 40.000 Kilometern. In der Nähe von Kuala Lumpur (Malaysia) steht jetzt der erste Boxenstopp an. Die Reifenexperten des Continental Best Drive wechseln Reifen und Öl. „Wir machen HerrMAN fit für den Rest seiner Reise“, sagt Xing Eng. In ein paar Wochen wollen Sigl und seine Frau in Richtung Indonesien, Australien und Neuseeland aufbrechen. Webcode: #dp0

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100 Millionen

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Bremskraftverstärker sind im tschechischen Continental-Werk in Jičín vom Band gelaufen, ein magischer Moment am 6. Juni 2012. Lediglich 17 Jahre brauchten die Mitarbeiter, um 100 Millionen Bremskraftverstärker zu produzieren! Die Divisionsleitung nutzte die Gelegenheit, um den Kollegen in Jičín zu gratulieren: Mit dabei Dr. Ralf Cramer, im Continental-Vorstand verantwortlich für die Division Chassis & Safety (C&S), Dr. Peter Laier, Leiter der BU Hydraulische Bremssysteme (HBS), Thomas Greth, Leiter Controlling HBS, Stefan Günther, Leiter Operations HBS, Werner Volz, Leiter Finanzen, Controlling und Recht C&S, und

Rainer Hetzer, Leiter Human Resources C&S, sowie hochrangige Gäste aus der Politik, dem Werksmanagement und natürlich die Belegschaft, die den Erfolg erst möglich gemacht hat. Sie alle feierten den magischen Moment, als der 100-millionste Bremskraftverstärker im Werk Jičín „geboren“ wurde, das Ladislav Drážný bereits seit zwölf Jahren erfolgreich leitet. Webcode: #dtf

Jeder kann singen und tanzen, wenn er nur mit dem Herzen dabei ist. Dass diese Behauptung stimmt, bewiesen die Mitarbeiter im Finance Service Center China (FSCC). Sie feierten im Februar ihr fünftes Jubiläum mit einem großen Familientag. Alle Mitarbeiter waren herzlich eingeladen, mit ihren Angehörigen den runden Geburtstag ausgelassen zu feiern. Und auch Gäste anderer Continental-Standorte kamen, um zu gratulieren. Carsten

Pfuhl, Leiter Finanzen und Controlling Asien, begrüßte den neuen Leiter des FSCC, Bright Jiang. Dieser führte durch die Büroräume und beantwortete alle Fragen seiner Gäste und Mitarbeiter. Zum Dank sorgte das FSCC-Team nach einem ausgiebigen Dinner für eine beeindruckende Tanz- und Gesangsshow. Webcode: #dm4

Hier liefen 100 Millionen Bremskraftverstärker vom Band: das Werk im tschechischen Jičín.

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von 11 Teilnehmern des am 1. März gestarteten internationalen Traineeprogramms in der Reifenentwicklung sind weiblich. Immer mehr junge Frauen entscheiden sich für den Bereich Forschung und Entwicklung, so auch Franziska Neef, die 2002 durch ein duales Studium zu Continental kam. „Ich habe das Reifenhandwerk von der Pike auf gelernt“, erklärt die 29-Jährige. Sie habe schon in mehreren Aufgabenbereichen der Nutzfahrzeugreifenentwicklung Verantwortung übernehmen können. Derzeit leitet die junge Ingenieurin ein Team, das „neue Produkte und Lösungen für die Runderneuerung von Nutzfahrzeugreifen entwickelt“. Zwar gilt „Forschung und Entwick-

Fünf Jahre FSCC – das galt es im Februar ausgiebig zu feiern. Das Finance Service Center in China lud seine Mitarbeiter samt Ehepartnern und Kindern sowie Gäste anderer Standorte zu einem Tag der offenen Tür und bunten Familienfest ein.

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Fünf Jahrzehnte sind ein schöner Anlass, um innezuhalten und zurückzublicken. Es war das Jahr 1955, als das heutige Reifenwerk Continental Tire Andina SA in Ecuador unter dem Namen CA Ecuadorian Rubber Company gegründet wurde. Der erste Continental-Reifen lief 1962 vom Band – also vor genau 50 Jahren. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums

wurde am Standort ausgiebig gefeiert. Für die Mitarbeiter und alle Gäste gab es eine mitreißende, an südamerikanischen Rhythmen orientierte Musik- und Tanzshow. Außerdem wurde ein dickes Buch präsentiert. Inhalt: die erfolgreiche Entwicklung des Standorts und viele Anekdoten. Webcode: #dmk

lung, insbesondere in der Automobilindustrie oft als reine Männerwelt“, sagt Geert Roik, Leiter Forschung & Entwicklung Nutzfahrzeugreifen. „Die Realität bei Continental sieht heutzutage ganz anders aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren mehr als ein Drittel der Neueinstellungen in der Reifenentwicklung Frauen.“ Das zeigt, dass Continental in Sachen Personalpolitik verstärkt auf die Förderung weiblicher Talente setzt. Webcode: #dp2

Bereiten sich auf den Boxenstopp vor (von rechts): Petra und Stefan Sigl und das Team von Continental Best Drive.

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 24 ICM Ein Hamma. Culcha Candela spielt beim „AOK-Schulmeister“ 4

Der Kummerkasten. Neue Serie über die RatgeberForen auf aok.de

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Klick für die eGK. Warum die AOK NordWest Fototerminals aufstellt 7

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Beim thema Armut Klartext reden: ulrich Schneider vom paritätischen Gesamtverband > im Gespräch S. 11

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Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AOK

Firmenkunden und ihre verborgenen Wünsche Neueste Marktforschungsergebnisse zeigen, worauf es wirklich ankommt

Fotos: Fotolia/istockphoto

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ArzneI-VertrÄGe. Die AOK hat die Zuschläge für die siebte Runde der Arzneimittelrabattverträge erteilt. Vertragspartner gibt es zu über 90 Wirkstoffen. „Wir gehen ohne größere vergaberechtliche Auseinandersetzungen durchs Ziel“, sagte Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg und bundesweiter Verhandlungsführer für die AOK-Rabattverträge. An der Ausschreibung hatten sich fast alle Generikahersteller sowie viele forschende Arzneimittelunternehmen beteiligt. Wo immer möglich, sei die AOK dem Mittelstand entgegengekommen, so Hermann. Die neuen Verträge gelten von April 2012 bis März 2014 und betreffen Arzneimittel mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von rund zwei Milliarden Euro. Zu den umsatzstärksten Medikamenten zählen der Magensäurehemmer Pantoprazol und der Wirkstoff Alendronsäure gegen Osteoporose.

Der Hybrid-Sozialstaat Anlässlich des Informationstages der trends In der GKV AOK Systems in Bad Neuenahr verDas Wörtchen „Hybrid“ ist in aller deutlichte der frühere RegierungsbeMunde, setzt doch die Autoindustrie rater den Hybrid-Trend anhand der auf die neue Technologie, bei der zwei- Pflegeversicherung. „Die Erfahrunerlei Antriebstechniken miteinander gen seit Einführung der Riesterrente verknüpft werden. Jetzt hält der Be- haben gezeigt, dass der durchschnittgriff im Gesundheitswesen Einzug. lich gezahlte Monatsbeitrag zur AufProfessor Bert Rürup führt den stockung der Rente unter 70 Euro Begriff ein und prophezeit für die liegt.“ Mehr Geld hätten die MenZukunft den „hybriden Sozialstaat“. schen in den unteren Lohngruppen Der Finanzexperte und nicht zur Verfügung. ehemalige Wirtschafts„Kommt jetzt auf die„Die Pflegeverweise meint damit, selben Menschen dass es mehr und mehr nochmals eine Mehrsicherung ist zu einer Mischung von belastung durch priein Mickymausöffentlichen und privavate Zusatzkosten in System“ ten Finanzierungsmoder Pflegeversichedellen zur Absicherung rung zu, steht die Frader Lebensrisiken kommen werde. ge im Raum, wie viele Menschen die„Der Trend zum hybriden Sozial- ses Geld denn überhaupt noch aufstaat hat mit der Einführung der bringen können.“ Riesterrente in der RentenversicheRürup betrachtet die geplante Pflerung begonnen, wurde in der Kran- gereform als wenig praktikabel, weil kenversicherung mit der Einfüh- die zusätzlichen Finanzmittel nicht rung von Zusatzbeiträgen fortge- reichten, um beispielsweise Demenzf ü h r t u n d s t e ht j e t z t i n d e r kranke signifikant besser zu versorPflegeversicherung bevor.“ gen. Eigentlich, so Rürup, hätte die

Pflegeversicherung niemals eingeführt werden dürfen. Wörtlich: „Die Pflegeversicherung ist eine Miniversicherung,ein Mickymaus-System.“ Ihr Finanzvolumen sei viel zu gering, um das potenzielle Pflegerisiko eines jeden im Alter abzusichern. Da ihre Abschaffung aber auch nicht mehr möglich sei, müsste sie in seinen Augen so ausgebaut werden, dass sie zu einer leistungsfähigen Versicherung wird. „Eine moderate, kontinuierliche Beitragssatzsteigerung um 1,5 Prozent bis zum Jahr 2030 auf dann 3,5 Prozent würde die Pflegeversicherung mit ausreichend Kapital versorgen.“ Da die Politik vor einem solchen Schritt zurückschrecke, setze sich der Trend zum „hybriden Sozialstaat“ fort. Fazit: Wer das Geld hat, wird sich zusätzlich versichern. Für die IT-Experten der AOK Systems im Prinzip eine gute Nachricht: Werden sie sich in Zukunft verstärkt darum kümmern müssen, dass das Zusatzversicherungsgeschäft in der neuen Branchensoftware oscare® auch praktikabel abgebildet ist. roha

Im Amt bestätigt

Griff in die tasche

BKKs machen mit

VorsItzende. Der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes hat Dr. Volker Hansen (Arbeitgeberseite) und Fritz Schösser (Arbeitnehmerseite) für weitere sechs Jahre als alternierende Vorsitzende bestätigt.

PKV. Viele Privatversicherte zahlen in diesem Jahr deutlich mehr. Die Debeka hob die Tarife im Schnitt um 3,6 Prozent an, die Allianz um vier Prozent. Spitzenreiter ist die Central mit einem Beitragsplus von 12,9 Prozent.

It-stAndArd. Die Betriebskrankenkassen beteiligen sich neben AOK und Ersatzkassen an der Einführung eines IT-Standards für Einzelverträge. Entwicklungspartner sind die „gevko“ der AOK Systems und die „KV Telematik Arge“.

256 Klicks

Ergebnis der :intro-online-Frage 6/11

Eurokrise: Sauer auf die Griechen?

Ja 66,4% Nein 33,6%

Jetzt kommt die zweierfusion AoKs Im südwesten. Die AOK Rheinland-Pfalz und die AOK Saarland schließen sich zum 1. März zusammen. Der Vorstand der neuen AOK soll von Walter Bockemühl und Jupp Weismüller, derzeit Vorstands-Chef und -Vize der AOK Rheinland-Pfalz, gebildet werden. Das Saarland wird in der neuen AOK Rheinland-Pfalz/Saarland eine eigenständige Landesdirektion. Die neue Kasse hat rund 880.000 Mitglieder sowie 1,2 Millionen Versicherte und ist damit die größte gesetzliche Krankenversicherung im Südwesten.

Der Sozialexperte Professor Bert Rürup sprach bei der AOK Systems über Trends in der Sozialversicherung und die Herausforderungen für die IT

Mit SpitzEr zunGE

Foto: Vario Images/Fotofinder

zuschläge für neue runde

„wir wollen keine marktkonforme demokratie, sondern einen demokratiekonformen markt“ Parteivorsitzender Sigmar Gabriel zum Kurs der SPD

:intro – AOK, D, Award of Excellence, Layout


1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 25

Ob ein Firmenkunde einem Beschäftigten eine Krankenkasse empfiehlt, hängt auch von seinen persönlichen Erfahrungen als Privatkunde ab – das zeigen neueste Marktforschungsstudien

Fotos: Fotolia, istockphoto; Zeichnung: Nel

Firmenkundenberatung Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, besagt ein Sprichwort. Aber gute Firmenkundenberater wussten immer schon: So praktisch grüne AOK-Kugelschreiber und Jahreskalender auch sein mögen, sie entscheiden nicht darüber, ob Unternehmen ihren Beschäftigten die AOK als Krankenkasse nahelegen. Es ist vor allem der menschliche Faktor, wie eine aktuelle Marktforschungsstudie zum Thema Positionierung der Marke AOK bei Firmenkunden bestätigt. „Die Rahmenbedingungen für die Betreuung der Firmenkunden haben sich stark verändert, zum Beispiel wegen des elektronischen Meldeverfahrens und der Einführung des Gesundheitsfonds“, sagt Elke Schmitt, Abteilungsleiterin Vertrieb im AOKBundesverband. Seit 2009 gelten in der Krankenversicherung einheitliche Beitragssätze. Unterschiedliche Preise können also seither kein Kriterium mehr für Firmenkunden sein, ihren Beschäftigten eine Krankenkasse zu empfehlen. „Die zentrale Frage lautet deshalb: Wonach entscheiden Unternehmen heute, mit welchen Krankenkassen sie bevorzugt zusammenarbeiten?“ Frank Poddig, als Referatsleiter Markenführung beim AOK-Bundesverband zuständig für Marktforschung, betont: „Es ging uns in der aktuellen Marktstudie nicht darum,

einfach nur die Zufriedenheit der Firmenkunden abzufragen, sondern herauszufinden, was den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb ausmacht.“ Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass im Firmenkundensektor heute dieselben Werte zählen wie im Privatkundenbereich. „Aktive Beratung ist die beste Imagepflege. Sie muss glaubhaft und vor allem emotional erlebbar sein“, so Frank Poddig. Elke Schmitt ergänzt: „Im Geschäftsverhältnis zwischen Arbeitgebern und Krankenkassen bekommen die Ansprechpartner der AOK-Firmenkundenberater in den Unternehmen eine noch wichtigere Bedeutung.“ Die Haltung der Ansprechpartner zur AOK ist vielschichtig: „Sie sind zum einen geprägt durch die persönlichen Erfahrungen, die sie als Privatkunden mit ihrer Krankenkasse machen. Zum anderen erleben sie, wie die AOK professioneller Partner der Personalabteilung ist und sich zugleich als Gesundheitskasse für die Beschäftigten des Unternehmens einsetzt.“ Auf den Fluren der Büroetagen und beim Mittagessen in der Kantine tauschen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Angebote und

die Qualität einzelner Krankenkassen aus. „Klar spricht man auch mit den Kollegen am Kaffeeautomaten über das, was man mit den Krankenkassen erlebt“, sagt der Mitarbeiter eines Betriebes, der von den Marktforschern für diese Studie befragt wurde. Die Umfrage förderte hier hervorragende Werte zu Tage: Die AOK verfügt mit Abstand über den besten Ruf unter Firmenkunden. Vor allem Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern sind von der sehr guten und intensiven Zusammenarbeit mit der AOK überzeugt. Die Studie zeige aber auch, dass die Mechanismen von Privatkunden- und Firmenkundenbereich mittlerweile umfassend miteinander verzahnt seien, sagt Frank Poddig. Einer der wichtigsten Gründe, einem Mitarbeiter eine Kasse zu empfehlen, seien die persönlichen guten Erfahrungen, so die Studie. Jedoch würden Wettbewerber hier zum Teil positiver

wahrgenommen und bekämen von den Firmenkunden noch bessere Noten, wenn es um „individuelle Bedürfnisse“, „Flexibilität“ oder „aktives Informationsverhalten“ gehe. In der Konsequenz heißt das: Die Arbeitgeber haben bestimmte Erwartungen an eine Krankenkasse. Partnerschaftlichkeit, Fachkompetenz und Wertschätzung gehören zum Basisgeschäft. Unternehmen erwarten stets eine „geräuschfreie“ Abwicklung,

wenn es um sozialversicherungsrechtliche Fragen geht. Sie legen einen hohen Wert auf eine ebenso schnelle wie fehlerfreie Bearbeitung und eine hohe Serviceorientierung der Krankenkassen. Über eine Krankenkassenempfehlung entscheiden aber auch Wertmaßstäbe wie Fürsorge, Nähe und Sicherheit. Hier liegt eine große Chance für die AOK, denn diese Werte entsprechen ihrem Markenkern: Der AOK traut man Fürsorglichkeit und Nähe am ehesten zu. Da ähneln

entscheidenden Unterschied aus. Es zählen die menschlichen Faktoren wie etwa Einfühlungsvermögen oder Kommunikationsstil. So sei die gezielte Vorbereitung auf den jeweiligen Firmenkundenbesuch vor Ort wichtig – etwa indem Berater vorher den Ansprechpartner anrufen, um Themen und Wünsche abzufragen. „Je besser sich ein Firmenkundenberater im einzelnen Unternehmen und in der jeweiligen Branche auskennt, desto größer der langfristige Erfolg“, so Poddig. Aufgrund der demografischen Entwicklung bei gleichzeitig hohem Produktivitätsdruck sind die Arbeitgeber heute mehr denn je daran interessiert, dass ihre Beschäftigten gesund sind und bleiben. „Hier sind unsere Kernkompetenzen „Aktive Beratung als Gesundheitskasse geist die beste fragt, die im individuellen Gespräch mit den FirmenImagepflege“ kunden ausschlaggebend Dr. Frank Poddig, Referatsleiter sind.“ Diese kundenorienMarkenführung beim AOK-BV tierte Nähe im Geschäftsalltag fördere Vertrauen, das sich Firmenkunden- und Privatkun- letztendlich auch Neukunden genedenbereich sehr. „Der Firmenkun- riere. denberater sollte als Partner wahrgeFazit: Die Erwartungen von Prinommen werden, dem die Gesund- vat- und Firmenkunden liegen gar heit der Beschäftigten eines Unter- nicht so weit auseinander und nänehmens am Herzen liegt, und nicht hern sich immer stärker an. Diese als jemand, der nur an einer schnel- Erkenntnis wird bei der Weiterentlen Mitgliederwerbung interessiert wicklung der Firmenkundenstrateist“, stellt Frank Poddig heraus. Man gie zukünftig eine Rolle spielen. Elke könnte auch sagen: Zwischen AOK- Schmitt: „Die AOK ist bundesweit Berater und Firmenkunde muss die die erfolgreichste Kasse im FirmenChemie stimmen. kundenbereich. Wir müssen die vorVor Ort agieren die Mitarbeiter handenen Synergien zwischen Prider Gesundheitskasse also als wich- vatkunden und Firmenkunden getige AOK-Botschafter und repräsen- zielt nutzen, um unseren Erfolg austieren nicht nur Kompetenz, son- zubauen. Denn die gemeinsame, dern spiegeln in ihrer individuellen markenorientierte Strategie der Persönlichkeit die Unternehmens- AOKs muss im Kern robust sein, soll philosophie wider. Dabei machen sie den permanenten Veränderunml scheinbar unwichtige Dinge den gen am Markt standhalten.“

Foto: AOK Rheinland-Pfalz

Daniela Falterbaum Firmenkundenberaterin in Mayen

„Weil die Beitragssätze gleich sind, empfehlen die Firmen ihren Mitarbeitern lieber die AOK – wegen des Services“, sagt Daniela Falterbaum. Die 27-Jährige berät etwa 800 Unternehmen in der Region zwischen Cochem und Zell an der Mosel. Meist klärt Falterbaum den Beratungsbedarf vorab in einem Telefongespräch. So kann sie sich konkret auf den Termin vorbereiten. Tagsüber ist sie viel mit ihrem Auto unterwegs. Auf einer Tour besucht sie bis zu sechs Firmen. Aber nicht nur die Vorbereitung ist wichtig. Genauso lebe gute Beratung von einer sorgfältigen Nachbereitung, sagt Falterbaum. Am Ende eines arbeitsreichen Tages dokumentiert sie Gespräche und macht sich Notizen, wie sie die Geschäftsbeziehung noch vertiefen kann. Und was machten gute Geschäftsbeziehungen aus? „Wenn Firmenkunden bei mir anrufen, weil sie Fragen haben und glauben, dass ich die richtige Ansprechpartnerin dafür bin und eben nicht die Konkurrenz.“

„Wir sind Teil der Wertschöpfungskette“

Unternehmen schätzen die AOK wegen ihrer Sachkompetenz. Mehr Branchenkenntnisse und persönliches Engagement fördere die Qualität der Geschäftsbeziehung, sagt Firmenkundenberater Harald Weber Was bedeuten die Ergebnisse der Marktforschung für den Vertrieb? Die Ergebnisse bestätigen die Vertriebsstrategie. Sie verdeutlichen, dass die Unternehmen unsere Arbeit wertschätzen. Folglich heißt das für den Vertrieb, dass wir auf dieser erfolgreichen Basis weitermachen können und die Verbesserungspotenziale – also in der Frage des „Wie berate ich individuell unsere Kunden am besten?“ – für noch mehr Markterfolg nutzen werden. Wie interpretieren Sie die Ergebnisse persönlich? Wichtig ist, dass der Unternehmer die AOK nicht als Kostenfaktor wahrnimmt, sondern uns als Teil seiner betriebswirtschaftlichen Wertschöpfungskette versteht. Arbeitgeber schätzen die hohe Fachkompetenz der AOK. In der Beratung möchten sie uns noch persönlicher, individueller, noch mehr als Partner erleben. Diese menschliche Komponente – neben unseren herausragenden Kernkompetenzen in der Sozialversicherung und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement – noch stärker zu betonen, ist eine der zentralen Botschaften für die Zukunft.

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Harald Weber Bereichsleiter Firmenkunden Direktion München, AOK Bayern

im Gespräch Müssen jetzt die einzelnen Firmenkundenberater vor Ort umdenken? Vermutlich müssen sie weniger umdenken als möglicherweise angenommen. Auf jeden Fall sollten sich Firmenkundenberater in den jeweiligen Branchen noch besser auskennen, um so auf spezifische Arbeitgeberwünsche und die jeweiligen Gesprächspartner besser eingehen zu können. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall. Wir nennen das in Bayern „Auf ein Beziehungskonto einzahlen“. Im Prinzip läuft es wie mit einem Bankkonto: Je voller ein Konto ist, umso mehr kann man abheben. Das heißt, je intensiver die Beziehungen in die jeweiligen Unternehmen sind, desto stabiler sind die

Mitgliederstände und desto mehr neue AOK-Mitgliedschaften verbuchen wir. Dabei hat jeder Gesprächspartner für uns eine Doppelrolle: Er ist zugleich Meinungsbildner in der Firma und potenzieller Privatkunde.

Wenn die Betriebe so wichtig sind, müsste es dann nicht mehr Berater geben? Nein, sehr gute Firmenkundenberatung ist für mich weniger eine Frage der Quantität. Hier ist Qualität gefragt. Um diese zu halten und zu verbessern, sollte die emotional nachhaltige Beratung im Mittelpunkt stehen. Anders ausgedrückt: Wir müssen unsere Ressourcen – etwa unsere Soft Skills – in der Beml ratung gezielter einsetzen.

www.aok-business.de

Das Business klickt der onlineservice für unternehmer ist anfang oktober mit einem neuen look online gegangen. firmenkunden verschafft er einen schnelleren überblick. das liegt vor allem an der vereinfachten struktur – eine homepage und vier unterseiten, die über eine kopfnavigation mit einem klick erreichbar sind. auf der homepage werden die aktuellsten und wichtigsten themen angerissen. in den unterseiten können user unter verschiedenen fachthemen, tools & service, praxis aktuell und Gesundheit auswählen. auf der webseite finden firmenkunden außerdem exklusive serviceangebote wie etwa die „Gehaltsrechner-app“ für das smartphone, momentan der absolute renner unter den downloadangeboten. besonderen wert legen die macher der seite auf die crossmediale verzahnung mit „pa praxis aktuell“. www.aok-business.de

Foto: AOK Nordost

Firmenkunden und ihre verborgenen Wünsche

Nico Gamon FK-Berater in Lübeck

„Wir arbeiten für Ihre Gesundheit“, lautet Nico Gamons Arbeitsphilosophie. Der 38-Jährige macht Firmen- und Privatkundenberatung. Im ersten, zweiten und vierten Quartal betreut Gamon Unternehmen und im dritten Quartal macht er Hausbesuche. Der Kontakt mit Menschen fasziniert ihn. „Ich möchte potenzielle Kunden für die AOK begeistern.“ Gamon betreut rund 700 Unternehmen – darunter 300 Ausbildungsbetriebe. Dabei bedient er alle Branchen. 90 Prozent davon sind Großbetriebe. Die wichtigsten Kunden, also dort, wo Neukunden regelmäßig geworben werden, bekommen mehrmals pro Jahr Besuch von ihm. Durchschnittlich dauert sein Besuch eine halbe Stunde. „Mittlerweile treffe ich meine Privatkunden in den Unternehmen wieder. Das wirkt sich positiv auf meine Arbeit aus.“ Mit dem Gesundheitsfonds 2009 habe sich das Image der AOK in den Unternehmen spürbar verbessert, freut sich Gamon.

Foto: AOK Bayern

Mandy Widera Firmenkundenberaterin in Chemnitz

„Wir unterscheiden uns von der Konkurrenz, weil wir persönlich in den Betrieben präsent sind“, sagt Mandy Widera. Sie betreut etwa 300 Unternehmen in Chemnitz und hält kontinuierlich Kontakt zu Geschäftspartnern, sei es um wöchentlich Personalplaner zu unterstützen oder um über gesetzliche Neuerungen im Quartal zu informieren. „Ich liebe meine Arbeit und freue mich, wenn die Kunden das spüren.“ Fachliche Beratung und Service seien gleichermaßen wichtig, sagt die 23-Jährige. Vor allem die betriebliche Gesundheitsförderung und die Bonusprogramme interessierten Unternehmen. Die Geschäftsgrundlage ist ihr Netzwerk und die Empfehlungen ihrer Kunden. Viel hängt auch vom Betriebsklima ab. „Die Unternehmer müssen motiviert sein, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einzusetzen.“

Foto: AOK NordWest

Den Kontakt zu den Unternehmen lässt Jan Körting nie abbrechen. Dafür arbeitet er mit Betriebsbeauftragten zusammen. Ist das Interesse an einem Thema groß, organisiert der 37-Jährige ganze Beratertage vor Ort. Mindestens alle vier Monate besucht er jeden seiner Betriebe. Manchmal führt er dort nur einen Smalltalk. Anderswo sind es bis zu zweistündige Gespräche – das variiert. Körting hat sich selbst auf die Gesundheitsbranche spezialisiert. Neben den Beratungen für die Mitarbeiter hält er Arbeitgebervorträge. Das zieht auch interessierte Firmen an, in denen er noch nicht aktiv ist. Körting ist ständig unterwegs, besucht öffentliche Veranstaltungen oder nimmt an Unternehmerstammtischen teil. „Meine Geschäftsgrundlage ist meine Vernetzung mit vielen Partnern.“ Ziel sei es, Kooperationen zu schaffen. „Das Firmenkundengeschäft ist nicht nur an der Neukundenakquise orientiert, sondern auch an der Vertiefung von Geschäftsbeziehungen.“

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Foto: AOK-BV

Jan Körting Firmenkundenberater in Schwerin

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Foto: AOK PLUS

Foto: AOK Nordost

08 Thema

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 26 08

W IR A L S G ES U n d h EIT S K A S S E

WIR JunI 2012

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rst geladene Stimmung und dann ein reinigendes Gewitter? Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens mit Arbeitskollegen – also mit Menschen, die wir uns nicht selbst ausgesucht haben. Da ist es wohl unvermeidlich, dass es zwischen Kopierer und Kantine auch mal blitzt und donnert. Die Unternehmensberaterin Silvia Schlager schätzt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schnitt bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit damit verbringen, ihre zwischenmenschlichen Konflikte auszutragen. Aber wie verhindert man, dass sich die Spannungen in einem offenen Streit entladen?

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KARL-hEInRIch BEhRInGER AoK-Bd SchwarzwaldBaar-heuberg

Gibt es mal dicke Luft, kann es gut sein, jemanden zu holen, der das Fenster öffnet. Soll heißen: Einfach einen Kollegen hinzuziehen, den beide respektieren. Der kann dann vermitteln. Meistens lässt sich so ein Kompromiss erzielen.

Und falls es zum Knall kommt – wie geht man dann mit seinem Ärger, dem Ärger des anderen und der ganzen heiklen Situation um? Schließlich ist man im Büro, um miteinander zu arbeiten, und nicht, um sich zu streiten. Fest steht: Streit ist nicht gleich Streit. Wenn die Dauerfehde zwischen zwei Streithähnen im Büro aber hochkocht, dann ist das natürlich etwas ganz anderes, als wenn zwei beste Kollegen mal eine Meinungsverschiedenheit haben. Wo und wie auch immer sich ein Tiefdruckgebiet im Büro zusammenbraut – jeder geht damit anders um. WIR hat sich bei den AOK-Kollegen umgehört.

Nichts kann wirklich so schwerwiegend sein, dass sich ein Dauerstreit lohnt. Mit etwas Gelassenheit, vor allem aber mit einer gewissen Fehlertoleranz tut man sich im Büroalltag oft leichter.

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Auch wenn man nicht immer der gleichen Meinung ist – ein Streit ist die pure Energieverschwendung. Es geht auch ohne.

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Wenn es funkt, dann denke ich immer an Balu, den Bären aus dem Dschungelbuch. Sein Motto ist; „Probiers mal mit Gemütlichkeit.” Hilft mir immer.

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Manchmal hilft es, die Situation mit Humor zu nehmen. Das entschärft die Lage aber nur, wenn man prinzipiell auf einer Wellenlänge ist. Ist die ganze Atmosphäre vergiftet, reicht auch ein humoristisches Stoßlüften nicht aus.

Wie gehen Sie mit Konflikten am Arbeitsplatz um? diskutieren Sie mit im WIRblog: oscare®-mitarbeiterportal > Startseite > WIRblog

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WIR JunI 2012

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Konflikte lassen sich manchmal einfach nicht vermeiden. Um sie dann zu lösen, ist es erforderlich, miteinander zu sprechen. Und je eher das passiert, desto besser. So kann sich möglicher Ärger erst gar nicht aufstauen.

Aufgrund der verschiedenen Persönlichkeiten ist es ganz normal, dass Konflikte zwischen Kollegen entstehen. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Meine Devise lautet: Offen, freundlich, mit einer Portion Humor und auf Augenhöhe einander begegnen.

Bei einem Streit besteht immer die Gefahr, dass in der Hitze des Gefechtes Grenzen überschritten werden. Beide Seiten schaffen es ganz gut, sich aus dem Kampfmodus auszuklinken, wenn sie einfach mal die Arena verlassen und etwa gemeinsam einen Kaffee trinken.

„ „ AnETTE GILLÉ AoK-Bd nordschwarzwald

JUAnA WIETEcK AoK-Bd Rheinneckar-odenwald

SILKE ZUmSTEG AoK-Bd Ulm-Biberach

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Wenn zwischen mir und einem Kollegen mal dicke Luft herrscht, dann versuche ich mit ihm über etwas zu reden, das uns verbindet. Vielleicht mögen wir ja die gleiche Urlaubsinsel. Das lockert die Spannungen.

Jeder sollte Strategien zur Stressbewältigung entwickeln. Ich würde erst einmal durchatmen und mich bewusst mit etwas anderem beschäftigen. Mit zeitlichem Abstand sieht die Situation am nächsten Tag oft undramatischer aus. Nach der Arbeit laufen zu gehen, hilft mir auch. Das macht den Kopf klar und löst den Stress.

ALEXAndER WITTWER AoK-Bd hochrhein-Bodensee

Wenn sich der Groll auf mich richtet, versuche ich im Gespräch erst einmal herauszufinden, womit ich jemand verletzt oder erzürnt haben könnte. Meistens sind es Missverständnisse oder falsche Töne, für die sich dann versöhnliche Lösungen finden lassen.

Generell versuche ich immer, Streit zu vermeiden. Wenn es doch dazu kommt, sollte mit offenen Karten gespielt werden. Auch wenn es schwerfällt: Ich bemühe mich, in einem Streit einen vorübergehenden Konflikt zu sehen und das Thema schnellstmöglich abzuhaken.

BERnd mÄcKEL AoK-Bd mittlerer oberrhein

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Als alter Luftwaffensoldat halte ich mich an die Regel, über alles 24 Stunden zu schlafen. Dann eine Tasse Kaffee mit den Beteiligten trinken und die Standpunkte austauschen. Das funktioniert immer. Und da ich überwiegend Kolleginnen habe, bemühe ich mich um einen respektvollen Umgang mit ihnen.

Wer morgens ein nicht so glückliches Gespräch mit den Kindern beim Frühstück führt oder auf dem Weg ins Büro ewig im Stau steht, reagiert empfindlicher auf ein Wort als normal. Mein Tipp: Abreagieren. Eine Stunde Sport vor oder nach der Arbeit tut immer gut.

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DIE AOK BIETET HILFE mARTIn KIRSch AoK-Bd ostwürttemberg

Die AOK Baden-Württemberg hat in ihrem Weiterbildungsangebot zahlreiche Seminare im Angebot, die bei der Lösung von Konflikten helfen können. Die ganze Seminarauswahl gibt es im oscare®-mitarbeiterportal

Wir – AOK Die Gesundheitskasse, D, Award of Excellence, Alternative Storyform


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myRoche Ausgabe 2012/4

Zeitung f ür a l le Roche-Mitarbeitenden in der Schweiz

Mitarbeitende zusammenbringen Roche

Markus Kälin, Co-Leiter der AVR Sport & Freizeit Clubs Rotkreuz: «Am Standort Rotkreuz sind die Sport & Freizeit Clubs beim Angestelltenverband Roche (AVR) eingegliedert. Als Vorstandsmitglied im AVR kann ich entsprechende Anliegen der Mitarbeitenden direkt einbringen und vertreten. Die Mitarbeitenden profitieren nicht nur vom Angebot an sportlichen Betätigungen. Es ist auch eine Bereicherung für den gesellschaftlichen Umgang miteinander. So tragen die Clubs auch zur Integration neuer Mitarbeitender bei. Gerade bei dem rasanten Wachstum des Standorts ist dies begrüssenswert.»

Foto: Beat Ernst

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Heisse Luft und viel dahinter

Foto: Bruno Caflisch

Die Rechenzentren in Basel und in Kaiseraugst werden umgerüstet. Die Optimierung der Lüftungen bedeutet weniger Stromverbrauch, und kombiniert mit der Energierückgewinnung wird ein wichtiger Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit geleistet. Seite 4

Geld ist nicht alles Ob ein Arbeitgeber als attraktiv gilt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Auch Zusatzleistungen wie Altersvorsorge oder flexible Arbeitszeit werden immer wichtiger.

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itnesszentrum, chemische Reinigung, Kinderbetreuung, Vaterschaftsurlaub, Versicherungen, Weiterbildung, Mitarbeitergewinnbeteiligung, günstige Verpflegung – Roche offeriert den Mitarbeitenden eine sehr breite Palette an Zusatzleistungen, Benefits genannt. Roche liegt im schweizerischen Vergleich weit vorne.

Mangel an Fachkräften Umfragen belegen, dass viele Schweizer Unternehmen im Verlauf der letzten Jahre das Angebot an Benefits gesteigert haben. Die Gründe dafür sind mehrschichtig. In der Schweiz fehlt es heute an Fachkräften in den Bereichen Gesundheitswesen, Ingenieurwesen, Informatik, Biotechnologie und Pharmazie. Darum werden diese Fachleute kräft ig umworben, und die Zusatzleistungen sind zu festen Bestandteilen dieses Werbens geworden. Wer sich zwischen mehreren Stellen entscheiden kann, der prüft verschiedene Faktoren. Nebst Arbeitsinhalten können der Arbeitsort oder die Unternehmenskultur ausschlaggebend sein. Selbstverständlich werden Saläre und Boni verglichen. Immer mehr aber werden zusätzlich zum Lohn angebotene Leistungen zu wichtigen Entscheidungskriterien. Zu diesen Leistungen gehören Pensionskassen, Versicherungen und freiwil-

lige Stift ungsgelder für die soziale Sicherheit, Weiterbildungsangebote zur Steigerung der Arbeitsmarktfähigkeit oder aber auch verschiedene Angebote zur Erhöhung der Lebensqualität wie beispielsweise flexible Arbeitszeit. Eine weitere Zeiterscheinung ist die Tatsache, dass heute viel mehr Mitarbeitende über einen Wechsel des Unternehmens nachdenken als noch vor zehn Jahren. Benefits können durchaus ein Grund sein, im Zweifelsfalle dem Unternehmen die Treue zu halten.

Was bringt’s? Benefits erfordern Investitionen – diese sind in der Regel sehr einfach zu berechnen. Viel schwieriger zu beziffern ist der Nutzen, den Benefits dem Arbeitgeber bringen. Norbert Schreiner, Leiter HR Business Partners Basel/ Kaiseraugst, weiss um diesen Nutzen. «Sehr viele der Angebote helfen den Mitarbeitenden, sich besser auf ihre Arbeit im Unternehmen zu konzentrieren. Ganz wichtig ist, mehr Flexibilität zu schaffen. Der feste Arbeitsblock kann aufgeweicht werden. So können beispielsweise Freizeitgestaltung oder Gesundheitsförderung besser in den Alltag integriert werden.» Die Investitionen lohnen sich: Benefits tragen dazu bei, dass die Mitarbeitenden motivierter und engagierter sind.

Speziell die flexiblen Arbeitszeitmodelle tragen wesentlich zu effizientem und motiviertem Arbeiten bei. Sie helfen, dass die Mitarbeitenden ihre Arbeitszeit optimal nutzen können. Sie tragen letztlich auch zur Work-Life-Balance bei, schaffen beispielsweise mehr Freiraum für das Familienleben. All diese Werte lassen sich nur schwer mit konkreten Zahlen belegen – der Nutzen für das Unternehmen und die Mitarbeitenden aber ist unbestritten. Die wenigsten Mitarbeitenden wissen, wie viele zusätzliche freiwillige Leistungen Roche eigentlich erbringt. Die Angebote werden häufig einfach als selbstverständlich hingenommen. Um das entsprechende Bewusstsein zu verstärken, steht der Monat Oktober am Standort Basel ganz im Zeichen der Benefits. chs

Auf den beiden folgenden Seiten stellen wir Ihnen einige der Angebote vor.

Das ABCD des schwarzen Hautkrebses In der Schweiz wird schwarzer Hautkrebs immer häufiger diagnostiziert. Gleichzeitig wird er besser erforscht, die Behandlungsmethoden haben sich verbessert. Seite 8

An der Wiege einer Revolution Das Roche-Medikament Marcoumar ermöglichte in den 1950er-Jahren eine Revolution in der Therapie von Herzinfarktpatienten. Einer der Roche-Akteure aus jener Zeit, Theodor Struller, erzählte uns seine spannende Geschichte wenige Wochen vor seinem Tod mit knapp 90 Jahren. Seite 9

Interesse wecken, Austausch fördern Roche versucht die Jugend bereits früh für die Forschung zu begeistern. Lesen Sie über zwei Projekte, die Schülern den Bereich Life Science näherbringen sollen. Seite 11

myRoche, CH, Award of Excellence, Front Page


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myRoche Ausgabe 2012/4

Zeitung f ür a l le Roche-Mitarbeitenden

Die Fortschritte besser verstehen Corinne Wolter, Leiterin Oncology Communications, GPS, Basel: «In den vergangenen 50 Jahren hat die Krebstherapie grosse Fortschritte erzielt. Ihr Ausmass und ihre Auswirkungen sind indes nicht allgemein bekannt. Wir möchten das Verständnis hierfür verbessern. Unter anderem wollen wir erklären, wie schrittweise Innovation die heutige Situation für krebskranke Menschen und ihre Familien verbessert hat. Ausserdem wollen wir aufzeigen, wie Einzelne diesen Prozess im Verlauf der Jahre vorangetrieben haben – mit ihrem Know-how, ihrer Leidenschaft und ihrem Mut.»

Foto: Heini Schwyn

seconds Roche

Blick zurück und nach vorn Die Ankündigung der Schliessung von Nutley hat unternehmensweit Wellen geschlagen. Zeit für eine Rückschau auf die historischen Leistungen und bedeutenden Beiträge dieses Standorts. Zeit auch für eine erste Vorschau auf die weitere Zukunft von pRED. Seite 4

Illustration: Concentric Advertising London

Sie geben Roche eine Stimme Entscheidungen der Europäischen Union beeinflussen auch die Geschäfte von Roche. Die Abteilung Government Affairs verschafft dem Unternehmen in den Debatten Gehör. Seite 6

Der Kampf geht weiter Die vergangenen 50 Jahre waren für die Bekämpfung und Erforschung von Krebs prägend. Firmen wie Roche können der Krankheit heute daher mit immer besser wirksamen Medikamenten entgegentreten.

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ine uralte, einst geheimgehaltene und nur hinter vorgehaltener Hand erwähnte Krankheit, die sich in ein todbringendes, dauernd seine Form veränderndes Wesen verwandelt hat und in medizinischer, wissenschaft licher und politischer Hinsicht und nicht zuletzt in ihrer Metaphorik derart bestimmend und alles durchdringend ist, dass Krebs häufig als die Krankheit unserer Generation gilt.» – Der König aller Krankheiten von Siddhartha Mukherjee. Für die meisten Menschen ist Krebs gleichbedeutend mit Tod. Ob zu Recht oder Unrecht –

die mit der Diagnose Krebs verknüpfte Angst findet man bei anderen Krankheiten kaum. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass jedes Jahr bei fast zwölf Millionen Menschen Krebs diagnostiziert wird – ungefähr 32’000 pro Tag. Jährlich sterben schätzungsweise acht Millionen Patienten, das sind 14 pro Minute. Hochrechnungen besagen, dass Krebs gegen 2030 jährlich mehr als 13 Millionen Opfer fordern wird.

50 Jahre – eine Wegmarke Ist die Angst begründet? Oder täuscht die Statistik über die Fortschritte der Medizin hinweg?

In den vergangenen Jahren standen Unternehmen wie Roche an vorderster Front bei der Einführung neuer Krebsmedikamente, die den Patienten einen nie gekannten Nutzen bieten. Seit Roche 1962 mit 5-Fluorouracil das Gebiet der Onkologie betrat (siehe Beitrag auf Seite 10), hat die Forschung enorme Fortschritte gemacht und Ärzten wie Patienten bessere Medikamente und Diagnostika an die Hand gegeben. Heute ist Roche das führende Pharmaunternehmen in der Krebstherapie. Die 50-jährige Tätigkeit (im Rahmen der Onkologie-Initiative sind bei Roche dazu interne Veranstaltungen geplant) gibt Anlass, Bilanz zu ziehen über Krebs, die erzielten Fortschritte und den künftigen Weg. Zwar fordern Herzkrankheiten weltweit immer noch mehr Opfer, doch für die Gesellschaft ist Krebs eine grössere finanzielle Bürde. Laut der Publikation Global Economic Cost of Cancer 2010 verliert die Weltwirtschaft jährlich 895 Milliarden US-Dollar wegen Krebs. Die Belastung nimmt hauptsächlich wegen der weltweit wachsenden und alternden Bevölkerung zu; krebsförderndes Verhalten in den Entwicklungsländern– insbesondere Rauchen – trägt ebenfalls dazu bei.

Bedeutende Fortschritte

Neurowissenschaft: neue Perspektiven Roche erforscht auch im Bereich ZNS zielgerichtete Therapien für schwer behandelbare Krankheiten. Luca Santarelli gibt einen Einblick. Seite 9

Sich gut organisieren, Prioritäten setzen Ursula Ndhlovus Job bei Roche Diagnostics in Südafrika ist herausfordernd. Der Mutter dreier Kinder gelingt es dennoch, Karriere und Familie in Einklang zu bringen. Seite 12

Die Aussichten sind jedoch nicht nur düster. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten war die Krebserkrankungsrate in einzelnen Ländern rückläufig, und die Therapie hat bedeutende Fortsetzung auf Seite 2

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Ausgabe 2012/4

PROJEKTE & PERSPEKTIVEN 7

Ausgabe 2012/4

Tobias Ladner

Alles ausser Kaffee-Sommelier

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iele Roche-Mitarbeitende haben ein- autismusauslösende Zellmutationen. Besonders mal als Praktikanten begonnen, was beeindruckend an ihrem Praktikum bei Roche den Stellenwert des Praktikums als fi ndet die 23-jährige Heidelbergerin, «welche wichtiger Karriereeinstiegsmöglich- Möglichkeiten und Ausstattung für Experimente keit unterstreicht. Die Kontakte unter den Prak- zur Verfügung stehen und wie schnell man neue tikanten erweitern nicht nur den Horizont der Erfahrungen machen kann». An besagtem Dienstag wird während des EsStudenten, sondern bedeuten in der Regel auch einen messbaren Output für das Unternehmen. sens auch die Wochenendplanung besprochen. Tom Patoczka, Praktikant bei Informatics Grillieren am Rhein ist der Plan für FreitagGroup Legal, beginnt seinen Tag mit einer Tasse abend. Für Sonntag ist man sich noch nicht ganz Kaffee. Die Bedienung der Kaffeemaschine ge- einig, ob man einen Ausflug nach Zürich oder hört jedoch nicht zu seinen Aufgaben, schliesslich nach Bern unternehmen soll. Schliesslich entwird er für wichtigere Dinge gebraucht. Kaffee scheiden sich die Praktikanten für Bern und vermuss er nur für sich selbst machen. Gestärkt abreden, über Facebook Fahrgemeinschaften zu mit einem Espresso macht er sich ans Werk. Der organisieren. diplomierte Volkswirtschaftsstudent hilft bei Am Nachbartisch wirbt unterdessen Iain der Erstellung des Data Management für das Stepek, Praktikant bei Discovery Chemistry, für Roche-Intranet mit. Seit kurzem arbeitet er an die Praktikantenfussballmannschaft. Im Labor einer Intranet-Seite für die Rechtsabteilung. ist das Synthetisieren kleinmolekularer Substanzen Stepeks Passion. Patoczka gefällt es sehr gut in seiner Abteilung, und Persönlich konnte Aber jeden Montagabend Basel ist für ihn zu einem ist für ihn das runde Leder ich mich durch den das vertrauten Ort geworden. Wichtigste. Das Fazit Der amerikanische Stu- Aufenthalt in der Schweiz seiner bisherigen Praktident fühlt sich in der Stadt kumszeit bei Roche fällt weiterentwickeln. wohl; jetzt im Sommer für den schottischen Stukann er in der Mittagspau- Iain Stepek denten nicht nur aus berufse am Rhein spazieren und licher Sicht positiv aus. die Sonne geniessen. Allerdings nicht an den «Ich kann viel lernen und habe durch meine Dienstagen, denn da steht das Praktikanten- Arbeit das Gefühl, Menschen zu helfen. Aber mittagessen im Personalrestaurant an. auch als Persönlichkeit konnte ich mich durch Auch an diesem Dienstag hat sich vor dem meinen Aufenthalt in der Schweiz weiterentPersonalrestaurant bereits eine Gruppe Prak- wickeln.» tikanten versammelt. Für Patoczka sind viele Fester Bestandteil des Fussballteams ist auch bekannte Gesichter dabei, aber auch einige Marloes van Bruggen, Regulatory Intelligence neue. and Policy Manager, Regulatory Affairs. Nicht Fast jeder Praktikant kennt Tobias Ladner, nur auf dem Platz schlägt van Bruggen ein Diplomand bei Biotech Manufacturing. Ladner hohes Tempo an. Im Oktober 2010 hat die Nieorganisiert den Praktikantenmittagstisch und derländerin bei Roche angefangen. Nach Beenhat den Überblick über die Praktikanten bei digung ihres sechsmonatigen Praktikums hat Roche. Er verwaltet die Verteilerliste für den die 23-Jährige mit einem Master in Drug InnoMittagstisch und weiss so, wer als Praktikant vation ihre Karriere als Trainee bei Roche fortbei Roche anfängt und aufhört. Der Bio- und gesetzt. Das Trainee-Programm war eigentlich Umweltverfahrenstechnikstudent hat mit sei- auf zwei Jahre ausgelegt, doch bereits nach ner Diplomarbeit die Optimierung eines robo- einem Jahr konnte sie sich erfolgreich für eine tisierten Aufreinigungssystems zum Ziel. Roche Festanstellung bewerben. Van Bruggen gefällt könnte dieses Verfahren zur schnelleren Ana- besonders bei Roche, «dass ich eigenverantwortlyse des Herstellungsprozesses von Wirkstoffen lich arbeiten kann und meine eigenen Ideen und nutzen. Ladner hat in seiner Zeit bei Roche viele Vorstellungen einbringen darf». Sie ergänzt: «Ich Freundschaften geknüpft und auch schon einige kann viel von den erfahrenen Mitarbeitenden Reisen unternommen, um ehemalige Prakti- in meiner Abteilung lernen und mich so weiterkanten in ganz Europa zu besuchen. entwickeln.» Hilfreich sind auch die Kontakte Für Evelyn Sauter, Praktikantin bei Pharma zu den Praktikanten. Ein informelles Gespräch Research and Early Development, ist das regel- mit einem Mitpraktikanten führte beispielweise mässige Mittagessen mit anderen Praktikanten zu einer erfolgreichen Kooperation ihrer Abtei«eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und lung mit dem Webcast Service Team. Von dieser etwas über die verschiedenen Bereiche von Zusammenarbeit profitieren Marloes und ihre Roche zu erfahren». Sie fügt hinzu: «Man kann Kollegen noch heute. Joannis Papaioannou einen Blick über den Tellerrand werfen.» Die Biologiestudentin ist seit gut einem Monat PrakLesen Sie mehr auf myRoche online. tikantin. In ihrem Projekt erforscht Sauter

Foto: Bruno Caflisch

Evelyn Sauter

Fotos: Bruno Caflisch

125 Praktikanten aus 17 Ländern arbeiten derzeit am Standort Basel – Teamspirit und hohes Engagement verbinden sie. Marloes van Bruggen

Sabrina kommt beim Servieren ins Schwitzen. Stefania zaubert mit dem Spritzsack.

Tausche Tastatur gegen Küchenmesser Für einen Tag hat Sabrina Weisshaar das Büro verlassen, die Küchenschürze umgebunden und hinter den Kulissen des Personalrestaurants Quadra mitgearbeitet.

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s ist halb sieben am Morgen. Das RocheAreal in Rotkreuz scheint noch zu schlafen. Auch die Türen des Personalrestaurants Quadra sind geschlossen. Der Lieferanteneingang an der Hinterseite allerdings ist offen, und Rasiah ist dabei, Waren in Empfang zu nehmen. Gerade werden die fein duftenden Gipfeli und frisches Gemüse angeliefert. Rasiah nimmt zu dieser frühen Stunde auch Sabrina in Empfang. Sabrina arbeitet seit vier Jahren als Produkt-Ingenieurin bei Global Customer Support in Rotkreuz und wird heute einen Tag lang hinter den Kulissen des Quadra mitarbeiten und so einen Einblick erhalten, was es alles braucht, um täglich zwischen 1200 und 1400 hungrige Mitarbeitende kulinarisch zufriedenzustellen.

Zwiebeln und Zwiebeln Küchenchef Stephan Betschart hat zu dieser Zeit mit seinen Mitarbeitenden bereits den Tagesplan besprochen. Koch Daniel Mock versorgt die «Aushilfe für einen Tag» mit Arbeitskleidung, und eh sie sich versieht, steht Sabrina mit einem Messer vor einem Berg Zwiebeln. Das «Rüstteam» muss heute 100 Kilogramm Kartoffeln, 20 Kilogramm Zwiebeln, 20 Kilogramm Karotten und jede Menge Zucchetti, Pilze, Salat und Peperoni bereitstellen. Am heutigen Tag stehen auf dem Programm: zwei Mittagsmenüs plus ein asiatisches und ein vegetarisches, ein vielfältiges Salatbuffet, diverse andere Buffetzutaten wie beispielweise italienische Vorspeisen. Zum Menü gehört auch ein frisch zubereitetes Dessert. Dann werden noch Mahlzeiten zum Kinderhort geliefert, und im Hochhaus wurde für eine Gruppe ein Mittagessen bestellt.

Buffet für 60 Personen

Iain Stepek

Parallel dazu wird für das Gästerestaurant «Manhattan» ein Apéro-Lunch vorbereitet. Das heisst ein weiteres, ausgesprochen vielfältiges Buffet für rund 60 Personen. Daneben werden in den frühen Morgenstunden die Takeaways für die Cafeteria hergestellt, so werden beispielweise Wraps oder Birchermüesli von der Küchencrew frisch

zubereitet. Die Sandwiches werden direkt von den Mitarbeiterinnen in der Cafeteria hergerichtet. Nach der Zwiebelschälarbeit wechselt Sabrina in die «kalte Küche». Hier drapiert sie kleine Hühnchenhäppchen auf Rucolasalat, eine Platte nach der anderen wird sorgfältig zubereitet. Mittlerweile füllt Hilfskraft Sabrina Pitabrötchen mit Thunfischmousse. Das mit deutlich weniger Begeisterung, ist Sabrina doch der Meinung, Thunfisch sei Katzenfutter. Aber da muss sie durch!

Überdimensionale Pfannen Im vorderen Teil der Küche brutzeln schon seit 7 Uhr Hühnerbrüstchen im Anbratöl. Parallel dazu wird in grossen Dampfgarern Gemüse zubereitet, in überdimensionalen Pfannen Suppen (heute 60 Liter Ochsenschwanz- und 35 Liter Zucchetti-Suppe) und Saucen (heute Rahmsauce) gekocht. Daniel schaut hin und wieder mal bei der «Eintages-Küchenhilfe» vorbei und findet trotz des engen Zeitplans auch kurz Zeit für ein Schwätzchen und bekommt gleich einen Tipp. «Ich liebe Eier an Senfsauce, war toll, dass ihr das mal gekocht habt – aber es darf übrigens durchaus noch mehr Senf dranhaben.»

Liebevolle Handarbeit Im hinteren Teil der Küche ist Stefania daran, Hunderte von Desserts zuzubereiten. Mit einem grossen Spritzsack füllt sie mit schwungvoll gekonntem Handgriff Glas um Glas mit einer Himbeermousse, verziert dann jedes einzelne Dessert mit einem Sahnehäubchen, einer Himbeere und einem kleinen Minzeblättchen – alles liebevolle Handarbeit im Grossbetrieb. Gleich anschliessend zaubert sie auch noch ganz verschiedene Minidesserts für das Buffet im «Manhattan» herbei. Um 8 Uhr gönnt sich das Team eine kleine Pause in der Cafeteria, ein kurzer Schwatz an der frischen Luft, und schon geht es wieder weiter – um 11 Uhr werden die ersten Hungrigen an der Theke stehen. Bis dann muss alles bereit sein. Trotz des Zeitdrucks kommt nie Hektik auf: «In einer Küche, wo mit heissen Blechen,

siedendem Öl und kochenden Flüssigkeiten hantiert wird, kann sich Hektik fatal auswirken – zudem ist Hektik kontraproduktiv», erklärt der Küchenchef – ganz die Ruhe selbst.

Das Auge isst mit Mittlerweile ist es 9.30 Uhr, Reto, Lernender im ersten Lehrjahr, macht sich zusammen mit Sabrina daran, das Buffet im Speisesaal aufzubauen. Hansjörg Amrhein bereitet auf der anderen Seite den Wok vor. Er wird hier während der Mittagszeit für die Gäste das asiatische Gericht zubereiten. Er arbeitet seit 22 Jahren in Rotkreuz. Zu Beginn war er als einziger Koch für die Verpflegung von 250 Mitarbeitenden zuständig – die Zeiten ändern sich, heute zählt das Kochteam zehn Köche plus drei Lernende. In der Küche ist mittlerweile das Öl für die Fischknusperli heiss. Und Daniel Mock bespricht sich im «Manhattan» mit den Serviceleuten. Daniel, der im Kanton auch Prüfungen abnimmt, erzählt, wie wichtig es ihm ist, dass Roche mit dem «Manhattan» auch noch ein Edelrestaurant betreibt. «Ein guter Koch muss es auch verstehen, einen Teller kunstvoll anzurichten.» Um 10.30 Uhr greifen alle zu einem Teller und wählen sich aus der bunten Vielfalt des soeben Gekochten aus. Es herrscht so etwas wie Ruhe vor dem Sturm. Für Sabrina ist das Mittagessen um 10.30 Uhr eher ungewohnt, aber der Morgen in der Küche hat ganz schön hungrig gemacht.

Echt anstrengend Sabrina bekommt ihren Platz am Ausgabebuffet zugewiesen. Immer freundlich lächeln und den Menschen guten Appetit wünschen – so lautet die Hausregel hier. Punkt 11 Uhr werden die ersten Mahlzeiten ausgegeben. Die Küchencrew weiss aus Erfahrung, dass die Leute wellenartig eintreffen. Und tatsächlich entsteht kurz nach 12 Uhr eine Schlange vor der Ausgabestelle, und Sabrina kommt ins Schwitzen. Im Hintergrund wird mittlerweile der Nachschub an Fischknusperli organisiert. Etwas unerwartet werden diese heute zum Tagesrenner, und das erfordert kräft ige Nachproduktion.

Geschirrspülen

Nachdem der grösste Ansturm am Buffet vorüber ist, wechselt Sabrina in die Waschküche. Die grosse Geschirrspülmaschine läuft auf Hochtouren. Neben den zahlreichen Pfannen und Töpfen werden hier Geschirr, Besteck und Gläser laufend gereinigt und wieder in den Speisesaal zurückgebracht. Erneut kommt Sabrina ins Schwitzen, nicht nur des heissen Dampfes wegen. Es braucht schon fl inke Hände und Konzentration, das frisch gewaschene, fortlaufend aus der Maschine kommende Geschirr wegzuräumen – eine Unachtsamkeit und ein Stau legt den ganzen Betrieb lahm. Um 13.15 Uhr wird die Essensausgabe beendet, die Buffets werden abgetragen. Die Crew atmet bei einer Tasse Kaffee kurz durch, eh die Küche auf Hochglanz poliert wird. Kurz nach 15 Uhr glaubt der unbedarfte Beobachter kaum, dass hier in dieser Küche heute derart viele Menüs und Buffets vorbereitet, gekocht und ausgegeben wurden. Nur blanker Chromstahl, blitzende Kochbestecke, saubere Kochplatten und ein gefegter Boden.

Arbeiten in der Küchencrew? Für die Küchentruppe geht ein normaler Arbeitstag zu Ende, für Sabrina ein ganz spezielles Erlebnis: «Ich bin beeindruckt. Ich habe nicht geglaubt, dass in einer solch grossen Küche so viel selbst gemacht wird. Toll auch, dass jeder Koch seinen persönlichen Stil mit einfliessen lassen kann. Ob ich meinen Job eintauschen würde? Ich koche sehr gerne, darum hab ich mich auch für diesen Tag gemeldet. Der Tag heute war total anstrengend, man ist sehr viel auf den Beinen. Aber es wäre eine Option, hier zu arbeiten.» chs QUADRA BACKSTAGE Einmal einen Tag hinter die Kulissen des Personalrestaurants blicken. Diese Möglichkeit haben die Mitarbeitenden von Roche Rotkreuz jeweils im Mai. Die Küchencrew bietet 20-mal einen Schnuppertag an.

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 30 8 FORSCHUNG & TECHNOLOGIE

Ausgabe 2012/4

FORSCHUNG & TECHNOLOGIE 9

Ausgabe 2012/4

Roche

Andreas Stadler, Produktmanager Zelboraf: «Für Melanom-Patienten mit einer BRAF-Mutation ist Zelboraf das erste personalisierte Medikament, das nicht nur ihre Metastasen zeitweilig zum Verschwinden bringt, sondern ebenfalls ihr Leben verlängern kann. Nicht immer kommt der Fortschritt so spektakulär daher wie bei Zelboraf, sondern erfolgt oft in kleinen Schritten, die erst zusammen einen grossen ergeben. Entscheidend ist, dass auch kleine Fortschritte vergütet und honoriert werden. Nur so bleibt ein Anreiz bestehen, weiter an Krebserkrankungen zu forschen.»

Foto: Heini Schwyn

seconds

In den frühen 1920er-Jahren traten in den USA wiederholt unerklärliche Todesfälle von Rindern auf. Man fand bald heraus, dass der Verzehr grosser Mengen von verschimmeltem Süssklee die Todesursache bildete. Im schimmelpilzhaltigen Süssklee waren nämlich das Coumarin und eine Reihe weiterer chemischer Substanzen vorhanden, die die Blutgerinnung hemmten. Die verendeten Kühe waren sozusagen innerlich verblutet, hatten sie doch kein Prothrombin mehr bilden können, ein für die Blutgerinnung essenzielles Enzym. Eine amerikanische Firma, die sich mit Ungezieferbekämp-

Illustration: Nils Krämer

VON TOTEN KÜHEN UND RATTENGIFT

Durchbruch beim metastasierenden Melanom

fung beschäftigte (Wisconsin Alumni Research Foundation, WARF), liess einen dieser coumarinhaltigen Wirkstoffe 1948 als Rattengift patentieren; aus dem Firmennamen wurde die noch heute gebräuchliche Bezeichnung «Warfarin» abgeleitet. Sowohl Warfarin als auch Marcoumar, ein weiteres Coumarin-Derivat (1953 von Roche eingeführt), haben als Antikoagulanzien, das heisst als gerinnungshemmende Medikamente, seit Jahrzehnten segensreiche Wirkungen in der Infarktprophylaxe entfaltet. Gift oder Therapeutikum: Die Dosis macht’s, wie wir seit Paracelsus wissen.

Schwarzer Fleck − was nun? Schwarzer Hautkrebs tritt weltweit und ganz besonders in der Schweiz immer häufiger auf. Das Bewusstsein für diese gefährliche Krebserkrankung aber verbessert sich.

Grosse Chancen bei Früherkennung Auch wenn mehr als 80 Prozent der Patienten geheilt werden können, sofern solche Tumoren früh entdeckt und sofort entfernt werden, kann die Diagnose «malignes Melanom» noch immer einem Todesurteil gleichkommen. Je grösser die Dicke des Primärtumors, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bereits Metastasen gebildet haben. Für Patienten mit einem metastasierenden Melanom war bis vor kurzem nebst der Chirurgie und der Radiotherapie eine Chemotherapie mit Dacarbazin die einzige Option. Dieses vor mehr als 30 Jahren zugelassene Präparat hat indes nur sehr niedrige Ansprechraten von zirka 10 Prozent.

ABC D Treffen zwei der folgenden Kriterien zu, sollte der «schwarze Fleck» entfernt werden.

Begrenzung

Begrenzung unregelmässig, z.T. mit kleinen Ausläufern.

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Asymmetrie der Läsion.

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Das im Oktober 2011 von Roche in der Schweiz eingeführte Medikament Zelboraf ist ein therapeutischer Durchbruch in der Therapie des metastasierenden Melanoms. «Wir sahen eine objektive Ansprechrate von 48 Prozent. Bei den meisten Patienten beobachteten wir zumindest eine Stabilisierung des Tumorvolumens. Dies hatten wir beim Melanom zuvor noch nie gesehen. Auch Hirnmetastasen sprechen auf die Behandlung an und können bedeutend kleiner werden. Das ist sehr wichtig, da diese Patienten eine Behandlung am nötigsten haben», sagt Prof. Rein-

hard Dummer von der Universitätsklinik Zürich, der klinische Studien durchgeführt hat.

hat eine der höchsten Hautkrebsraten. «Tumoren mit der BRAF-Mutation treten vor allem dort auf, wo nur gelegentlich Sonne hinkommt, dann aber in grossen Dosen, zum Beispiel am Rumpf», so Prof. Dummer. Der Dermatoonkologe weist darauf hin, dass eine interdisziplinäre Bestandesaufnahme der aktuellen Daten ergeben habe, dass UV-Exposition kein geeignetes Mittel zur Korrektur von Vitamin-D-Mangelzuständen

darstelle. Sicher und ohne das Risiko UV-induzierter Hautschäden sei hingegen die Einnahme von Vitamin D in Tabletten- oder Tropfenform.1 Insbesondere der Besuch in Solarien sei nicht zu empfehlen. Eine jüngst publizierte, über fast 20 Jahre andauernde epidemiologische Studie mit 73’000 Krankenschwestern habe ergeben, dass Solarienbesuche in einer Dosis-Wirkungs-Beziehung mit dem Auftreten von jeglicher Art von

Unterdrückter Signalweg Zelboraf wirkt bei den rund 50 Prozent der Patienten mit einem metastasierenden Melanom, die eine Mutation im BRAF-Gen aufweisen. Und nur solche Patienten – zum Beispiel identifiziert durch den cobas 4800 BRAF V600 Mutationstest – sollten den Hemmstoff für die aktivierte Form des Enzyms BRAF auch erhalten. Zelboraf hemmt im Zellinneren wirkungsvoll und

Roche hat weitere Hemmstoffe für den obenerwähnten überaktiven Signalweg in der Entwicklung. Die Forscher haben ein anderes Protein dieses Signalwegs, MEK, im Visier. In Zusammenarbeit mit Bristol-Myers Squibb wird zudem in klinischen Studien untersucht, inwiefern eine Kombination von Zelboraf mit dem Antikörper Yervoy (Ipilimumab) hilfreich ist. Dieser dockt an Zellen des Immunsystems (T-Lymphozyten) und beeinflusst diese so, dass sie Krebszellen besser aufspüren und vernichten können. «Zelboraf ist das erste personalisierte Medikament, welches das Leben von Patienten mit einem metastasierenden Melanom verlängern kann. Es wurde in Rekordzeit von rund fünf Jahren zur Zulassungsreife gebracht», erzählt Produktmanager Andreas Stadler. Die Nachfrage in der Schweiz sei grösser als erwartet. «Wir konnten allen in Frage kommenden Patienten den Zugang ermöglichen, unter anderem dank eines Erstattungsmodells, das die Kostenübernahme durch die Krankenversicherer regelte, bevor das Bundesamt für Gesundheit einen definitiven Preis dafür festgelegt hatte.» Zelboraf ist ein erster Schritt, um aus der tödlichen Erkrankung eine chronische werden zu lassen. Doch es gilt weiterhin: verdächtige Flecken genau beobachten und untersuchen lassen! Sabine Päuser

SONNE AUF DER HAUT Viele Faktoren spielen bei der Entwicklung eines malignen Melanoms eine Rolle. Der wichtigste ist die Sonnenlichtexposition. Zu viel energiereiche Strahlung (UV-A und UV-B), insbesondere durch Sonnenbrände in der Kindheit, schädigen die Erbsubstanz. Aber auch individuelle genetische, phänotypische und immunologische Prädispositionen spielen eine Rolle. Weltweit steigen Hautkrebserkrankungen an; die Schweiz

Der Erfolg von Marcoumar geht mit auf sein Konto Der Mediziner Theodor Struller* war ab 1951 rund 40 Jahre für Roche im Einsatz und hat in den 1950er-Jahren die «kopernikanische Wende» in der Behandlung von Herzinfarktpatienten tatkräftig vorangetrieben.

Hilfe fürs Immunsystem

Color

Colorit der Läsion variierend.

Dynamik, Entwicklung, d.h. in kurzer Zeit neu entstanden und sich verändernd.

selektiv das aktivierte BRAF-Protein und unterdrückt einen Signalweg, der letztlich die Zellvermehrung anregt. Können Patienten durch Zelboraf geheilt werden? Leider nicht. Sie nehmen zweimal täglich vier Filmtabletten ein, so lange bis unakzeptable Nebenwirkungen auftreten oder die Tumoren wieder wachsen, weil die Tumorzellen gegen den Wirkstoff resistent geworden sind. Das kann bereits nach einigen Monaten geschehen. Es gibt aber auch Patienten, die Zelboraf schon seit zwei Jahren einnehmen und teilweise sogar wieder in die Arbeitswelt zurückkehren konnten.

Hautkrebs stehen. Dabei war das Hautkrebsrisiko umso grösser, je öfter die Studienteilnehmer ein Solarium besucht hatten und je jünger sie dabei waren. 2 Barysch MJ, Bischoff-Ferrari H, Dummer R: Schweizerische Ärztezeitung 2009; 90 (36) 1372–1373. Zhang M, Qureshi AA, Frazier L, Hunter DJ, Han J, Geller AC, Hunter DJ et al. Using of Tanning Beds and Incidence of Skin Cancer. J Clin Oncol 10 May 2012; 30 (14) 1588–1593.

1 2

Foto: Privates Archiv Theodor Struller

R

egelmässig sollte man sich selbst inspizieren oder untersuchen lassen; von innen und von aussen. Hauptaugenmerk der äusseren Inspektion: die schwarzen Flecken. Finden sich dabei mehr als 50 sogenannte melanozytäre Nävi auf der Hautoberfläche, so ist das Risiko, ein malignes Melanom zu entwickeln, schon um das Vierfache erhöht. Treffen bei näherer Betrachtung der Flecken dann auch noch mehrere Kriterien der ABCD-Regel zu, besteht sogar ein hochgradiger MelanomVerdacht. Gemäss dem Bundesamt für Statistik werden in der Schweiz jährlich 2000 Fälle von Melanom-Patienten neu diagnostiziert. Die Zahlen steigen, die Sterbefälle stagnieren. Daher sind sich die Experten bei der Interpretation der Daten uneins. Ist der schwarze Hautkrebs in der Schweiz wirklich auf dem Vormarsch? Man müsse dies differenziert betrachten, meint Epidemiologe Prof. Marcel Zwahlen von der Universität Bern: «Wenn man mehr gesunde Leute untersucht, findet man auch mehr Krebsherde, die gar nicht zu einem symptomatischen Krankheitsproblem oder zum Tode geführt hätten.» Er spricht von überdiagnostizierten Fällen. Aber verdächtige Flecken zu entfernen und zu untersuchen, kann dazu beitragen, das Risiko zu senken, an einem Melanom zu sterben.

D

ie Blutgerinnung oder Koagulation ist ein völlig normaler, ja notwendiger physiologischer Vorgang. So geht etwa bei Hautverletzungen die Wundheilung nur dank der Gerinnungsfähigkeit des Bluts vonstatten. Bei inneren Verletzungen jedoch, beispielsweise wenn ein Herzinfarkt mit der Schädigung von Blutgefässen einhergeht, reagiert der Körper mit einer überschiessenden Blutgerinnung. Dies mit dem Zweck, den entstandenen Schaden zu reparieren. Doch der vermeintliche Schutz verwandelt sich unversehens in eine akute Gefahr, können so doch rasch sogenannte Thromben oder Blutgerinnsel entstehen, die im Blutstrom «wandern» und sich in anderen Organen ablagern. Somit droht, je nach Organ, eine Lungenembolie, ein Hirnschlag oder ein Herzinfarkt. In solchen Fällen ist es wichtig, dass das Blut nicht zu stark gerinnt, sondern «dünn» bleibt.

Marcoumar rettet Menschenleben Zu diesem Zweck gibt es Blutgerinnungshemmer, sogenannte Antikoagulanzien, Medikamente also, welche die Bildung bestimmter Blutgerinnungsfaktoren gezielt hemmen und lebensgefährlichen Embolien vorbeugen helfen. Der Roche-Evergreen Marcoumar (Phenprocoumon), ein Coumarinderivat, ist einer dieser legendären Antikoagulanzien. Auch heute noch, fast 60 Jahre nach dessen Einführung, wird er emsig verschrieben und eingenommen. 2008 wurde Marcoumar an die schwedische Firma Meda verkauft. Marcoumar ist ein sogenannter Antagonist des Vitamins K, welches die Blutgerinnung anregt.

Roche hat sowohl den «Blutverdünner» Marcoumar als auch den «Blutverdicker» Konakion (Vitamin-K-Präparat) 1953 auf den Markt gebracht. Marcoumar wird im Rahmen der Thrombolyse (Auflösung von Blutgerinnseln) und der Thrombose-Prophylaxe, nach der Implantation

Damals mussten die Patienten 14 Tage lang völlige Bettruhe halten. Theodor Struller künstlicher Herzklappen und Gefäss-Bypässe, aber auch bei bestimmten Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern eingesetzt, um der Gerinnselbildung und daraus resultierenden Embolien vorzubeugen. Es handelt sich um ein äusserst erfolgreiches Produkt, das unzähligen Menschen das Leben gerettet hat.

Kongress von 1955 markiert Wende Als Marcoumar 1953 eingeführt wurde, hatten die Ärzte noch keine Erfahrung mit dieser Arzneimittelklasse, ja viele fürchteten, dass die Gabe eines solchen Gerinnungshemmers unumkehrbare innere Blutungen verursachen würde. Ein von Roche finanzierter Kongress, der im Sommer 1955 in Freiburg im Breisgau stattfand und bei dem Antikoagulations-Koryphäen wie die Professoren Ludwig Heilmeyer (Universität Freiburg) und Rudolf Jürgens (Roche) auft raten, brachte schliesslich die Wende. Der Kongressband versammelte die zahlreichen hochkarä-

tigen Referate zwischen zwei Buchdeckeln und wurde zu einer Art wissenschaft licher «Bibel», mit Hilfe derer man wirksam Aufk lärungsarbeit leisten konnte, um so die Ärzte von der heilsamen Wirkung der Coumarin-Therapie zu überzeugen. Der Roche-Mann Theodor Struller, schon damals ein ausgezeichneter Fachmann in Blutgerinnungsfragen, war bei der Organisation des legendären Kongresses an vorderster Front mit dabei. Er erinnert sich: «Die Situation war damals desolat. Bei kleinen Thrombosen wurde operiert, aber viele dieser Patienten starben. Und aus Angst vor einer Lungenembolie wurden die Patienten damals immobilisiert, ihre Extremitäten eingebunden, sie mussten mindestens 14 Tage lang völlige Bettruhe halten. Es war ein unschöner Anblick, die Leute litten, der Erfolg war klein. Und ich wusste, dass man mit Marcoumar, richtig angewendet, die viel besseren Ergebnisse erzielen konnte. Ich war äusserst motiviert, diese Erkenntnis auch den Ärzten und dem medizinisch-technischen Personal näherzubringen und sie entsprechend zu schulen.» Der Kongress 1955 lieferte dazu die Intitialzündung und eine ideale Plattform für die Kommunikation, denn die Meinungsführer im deutschen Sprachraum waren jetzt sensibilisiert, sprachen nun mit einer Stimme. «Ich entfaltete eine rege Tätigkeit, gab Vorträge, besuchte viele Ärzte, half bei Publikationen mit, instruierte das technische Personal in den Krankenhäusern, wie man die Marcoumar- Werte bestimmt und diese auf die Blutgerinnungswerte abstimmt.»

Abgesehen davon, dass der aus Bayern stammende Theodor Struller sich damals grosse Verdienste um Marcoumar erworben hat, kommt im Wirken des promovierten Mediziners bei Roche generell auch die historische Neupositionierung des Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ausdruck. Während bis zu dieser Zeit die Chemie dominierte und insbesondere das Geschäft mit den synthetisch her-

Ich besuchte viele Ärzte und instruierte das technische Personal in den Krankenhäusern. Theodor Struller gestellten Vitaminen das Unternehmen Anfang der 1940er-Jahre prägte, musste bald ein Gegengewicht dazu geschaffen werden. Das Losungswort hiess: hochwertige Pharmazeutika, innovative Arzneimittel. Mit dieser Verlagerung der Gewichte wurde die medizinisch orientierte klinische Forschung immer wichtiger, und in den 1950er-Jahren waren nebst den Forschungschemikern immer mehr auch die wissenschaftlich interessierten Mediziner bei Roche gefragt. brü * Das Gespräch mit Theodor Struller fand Anfang Juni 2012 im Universitätsspital Basel statt; trotz seiner schweren Krankheit sprach er mit grossem Elan und Detailwissen von seiner Zeit bei Roche. Am 27. Juni ist er unerwartet rasch verstorben, nachdem dieser Artikel bereits geschrieben war, auf dessen Publikation er sich so freute. Theoder Struller wäre am 22. Juli 90 Jahre alt geworden.

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 31

interView Ceo Fritz Joussen spricht über seine Zeit bei Vodafone und die Vorfreude auf seine neue aufgabe. Seite 3

auS den Standorten tanja Mielmann und ilona Jacobi kümmern sich an der »redline« um die anliegen der Mitarbeiter. Seite 8

techniK Geschäftskunden können mit einer Mini-Funkzelle ihr Mobilfunksignal verstärken. Seite 10

Panorama damir svec hat sein Versprechen eingelöst und für die Fortuna eine kerze im kölner dom angezündet. dafür gab’s ein trikot. Seite 11

update extra

s, Fritz!« »Tschüseilage mit Sonderb Specials vielen

September 2012 | nr. 49

Mitarbeiterzeitung für vodafone deutSchl and

netz und Service machen das Kundenerlebnis aus iFa Mit einer stärkeren kundenorientierung möchte das unternehmen seinen Wettbewerbsvorsprung im privatkundenmarkt verteidigen

»unsere Branche hat den kunden zuletzt etwas aus den augen verloren.«

V

Jens Schulte-Bockum fonie in Kontakt bleiben. Und mit der Vodafone Cloud, einem vir­ tuellen Speicherplatz im Netz, können die Kunden orts­ und geräteunabhängig auf ihre Daten zugreifen. Am stärksten will sich Voda­ fone in Zukunft jedoch über den Service differenzieren. Einen Vor­ geschmack liefert ab sofort der neue Vodafone­Flagship­Store in Köln. „Mit einem Welcome Ma­ nager, persönlichen Beratern und umfassendem Service wollen wir das Erlebnis unserer Kunden deutlich aufwerten“, so der künf­ tige CEO. Der Kölner Shop diene als kanalübergreifendes Vorbild für einen neuen Umgang mit den Kunden. Dieser soll nach und nach in allen Filialen, Online­Portalen und an den Hotlines umgesetzt werden. (TOR)

Jens-Schulte Bockum, der künftige CEO von Vodafone, hatte auf der IFA seinen ersten öffentlichen Auftritt

BilanZ

marktführerschaft verteidigt Vodafone Deutschland hat im ersten Geschäftsquartal 2012/13 die Marktführerschaft im Mobilfunk bestätigt. Während Vodafone den Service­Umsatz im Mobilfunk gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro steigerte, sank der Umsatz der Telekom um 1,0 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. Vodafone führt mit einem aktuellen Marktanteil von 34,6 Prozent vor der Telekom mit 33,8 Prozent sowie E­Plus und O 2 mit jeweils 15,8 Prozent. Das Unternehmen hat damit neun Quartale hintereinander Wachstum erzielt. Allerdings gewann die Telekom innerhalb von drei Monaten 370.000 Mobilfunk­ kunden in Deutschland, während Vodafone 654.000 Kunden verlor. Der Vodafone­Vorsprung schmolz damit auf 35,81 Millionen zu 35,47 Millionen Telekom­Kunden. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 5. (CA)

nPS

groSSauFtrag

Vw fährt auf Vodafone ab

Vodafone-nPS steigt im Juli im NPs-Vergleich hat sich Vodafone um einen Punkt verbessert, o2 hat einen Punkt verloren. (Ca) Juni 2012 19 20

Juli 2012 23 22 13 13

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Vodafone

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Künftig werden über 90.000 Beschäftigte von Europas größtem Auto­ bauer Volkswagen über das Mobilfunknetz von Vodafone telefonieren. Zudem verlängerten beide Unternehmen ihre Mobilfunk­Vereinbarun­ gen im Ausland. Damit wird Vodafone exklusiver Mobilfunkanbieter von Volkswagen in Deutschland und weiteren Ländern. Der Vertrag läuft über vier Jahre und umfasst Dienstleistungen wie Mobiltelefonie, SMS, E­Mails und M2M­Verbindungen für Fertigung und Logistik im Wert eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags. „Der Abschluss mit dem Volkswagen­Konzern ist einer der größten Rahmenverträge in der Geschichte von Vodafone. Damit stärken wir unsere Wettbe­ werbsposition im Bereich Automotive“, sagt Jan Geldmacher, Chef von Vodafone Global Enterprise. (CA)

Fragen, anregungen, KritiK? Sie erreichen unS hier: redaktion update (k XiM), aM SeeStern 1, 40547 düSSeldorf e-Mail redaktion.update@vodafone.coM | telefon 0211 5335339 | Mobil 0172 7591990 | online-verSion in der neuen update-app

Fotos: Nils GüNther, JeNs howorka, VodaFoNe, ChristiaN wyrwa. iNFoGraFik: kirCherBurkhardt

odafone Deutschland hat der Telekom in den ersten drei Mona­ ten dieses Jahres die Marktführerschaft im Mobilfunk abgenommen und im folgenden Quartal seinen Umsatz­ vorsprung sogar leicht ausgebaut. Um diese Spitzenposition lang­ fristig zu verteidigen, will sich das Unternehmen künftig durch ein einzigartiges Kundenerlebnis von seinen Wettbewerbern abheben. „Unsere Branche hat den Kunden zuletzt etwas aus den Augen ver­ loren. An vielen Stellen sind wir nicht schnell, einfach und trans­ parent genug“, sagte Jens Schul­ te­Bockum, künftiger CEO von Vodafone Deutschland, auf der IFA­Pressekonferenz in Berlin vor etwa 90 Journalisten. Wer seine Kunden begeistern wolle, müsse eine Top­Qualität bei Netz, Produkten und Service bieten. „Wir werden deshalb un­ ser 2G­ und 3G­Netz aufrüsten und den LTE­Ausbau mit Hoch­ druck vorantreiben. Aktuell sind wir damit bereits in 67 Städten.“

Der neue Kommunikationsdienst joyn, den Vodafone jetzt als ers­ ter Anbieter am deutschen Markt einführt, bietet Kunden ein Pro­ dukt mit echtem Mehrwert. Sie können damit einfacher als je zuvor miteinander chatten, Fotos verschicken und über Videotele­

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1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 32

Konzern durch internationale partnerschaften ist die Vodafonegruppe in über 40 Märkten weltweit aktiv. S. 4

Partnermärkte Landesgesellschaften

thema DeS monatS das projekt »Mach mit – Vodafone hilft!« fördert das ehrenamtliche engagement der Mitarbeiter. S. 6 & 7

teChniK das »sMs service center« wurde bei laufendem betrieb ausgetauscht. S. 10

panorama sachbearbeiter dr. Jürgen Hoffmann habilitiert sich neben seinem Job zur ikonographie des Hl. adalbert von prag. S. 11

updaterie extra-Se gy nolo Group Tech & Products Services

februar 2012 | nr. 43

mitarbeiterzeitung für vodafone deutSchl and

vodafone hat schon 100.000 Lte-Kunden Long term evoLution der ausbau des neuen mobilfunkstandards auf dem land und in den Städten kommt zügig voran. das erste Smartphone dafür folgt im frühjahr

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Pferdezüchter Wilfried Grefenstein nutzt LTE auf seinem AraberGestüt in der Eifel

»Wer lte nutzt, ist davon begeistert.« Zoltan Bickel

CampuS

rohbau ist fertiggestellt

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patenstich war im September 2010, jetzt steht der Rohbau der neuen Zentrale. „Damit liegen wir gut im Zeitplan“, sagt Property-Chef Ulrich Kerber. Am ellipsenförmigen Hochhaus, das mit 75 Metern und 19 Geschossen nun zu den höchsten Gebäuden Düsseldorfs zählt, werden derzeit die letzten von 4.500 Glasfensterflächen eingesetzt. Sobald die Gebäudehülle geschlossen ist, beginnt der Innenausbau. Bis Ende März soll eine Musterfläche auf dem Campus entstehen, die ab April besichtigt werden kann. Im Foyer am Seestern 1 und am Mannesmannufer werden Info-Stände errichtet. Regelmäßig werden dort Ansprechpartner zu Themen wie Campus-Service-Einrichtungen Rede und Antwort stehen. (CA)

neuen Funktechnik ausgestattet. „Inzwischen haben unsere Technikteams in den Regionen über 2.000 Sendemasten aufgerüstet, sodass wir rund neun Millionen Haushalte im gesamten Bundesgebiet erreichen“, sagt Bickel. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, RheinlandPfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland ist dank LTE nun

flächendeckend Breitband-Internet verfügbar. Bis Ende des Jahres sollen die weißen Flecken auch in den übrigen Bundesländern von der Internetlandkarte verschwinden. Vodafone treibt den LTE-Ausbau 2012 aber nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Städten voran: Düsseldorf und Krefeld sind bereits versorgt, und täglich kommen neue städtische Gebie-

DatenSChutz

te hinzu. Bickel: „Wo LTE bereits zu empfangen ist, zeigen wir wochenaktuell auf einer detaillierten Karte auf vodafone.de.“ In diesen LTE-Gebieten wird auch das mobile Surfen mit dem Smartphone schon bald deutlich beschleunigt. Voraussichtlich noch im Frühjahr können die Vodafone-Kunden das erste LTE-Handy für den deutschen Markt kaufen. (TOR)

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transparenz ist wichtig

platz nummer 1 in reichweite

enate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., hat einen wirksamen Datenschutz als Beitrag gegen einen steigenden Vertrauensverlust gegenüber Groß-Unternehmen bezeichnet. Schmidt nannte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa anlässlich des Europäischen Datenschutztags neben der Pharma-Industrie, der Lebensmittelwirtschaft, Banken, Versicherungen und Dienstleistungssektor auch die Telekommunikationsbranche. Unternehmen bräuchten Transparenz, eine „vernünftige Kundenbetreuung“ und einen verantwortlichen Umgang mit Daten. Die gelernte Programmiererin und Systemanalytikerin ist seit November 2008 als Ombudsfrau bei Vodafone tätig. (CA)

der abstand zwischen Verfolger Vodafone und anführer o2 hat sich auf drei punkte verkürzt. (ca)

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November Dezember 2011 28 26 22 23 18 18 +1

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Vodafone

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Fragen, anregungen, KritiK? Sie erreichen unS hier: redaktion update (k Xi), am SeeStern 1, 40547 düSSeldorf e-mail redaktion.update@vodafone.com | telefon 0211 5335339 | mobil 0172 2000021 | online-verSion in der neuen update-app

Fotos: Max HaMpel, MicHael NeuHaus, KiNderHospiz regeNbogeNlaNd. iNFograFiK: KircHerburKHardt

ie erste Schallmauer ist durchbrochen: Ende Januar gewann Vodafone Deutschland den 100.000sten Kunden für seinen neuen Mobilfunkstandard 4G, auch bekannt als Long Term Evolution (LTE). Pferdezüchter Wilfried Grefenstein aus Blankenheim in der Eifel bietet Vollblut-Araber über das Internet an. „Dank LTE sind wir nun mit höchsten Übertragungsgeschwindigkeiten online“, so Grefenstein. Seit Anfang Februar wirbt Vodafone erstmals auch im TV für sein LTE-Angebot. „Damit wollen wir die Vorzüge des Produkts noch bekannter machen. Wer LTE nutzt, ist davon begeistert“, betont LTEGesamtverantwortlicher Zoltan Bickel. „Der NPS, der die Weiterempfehlungsbereitschaft misst, liegt aktuell bei 30 Punkten.“ Auch beim Ausbau seines LTENetzes kommt Vodafone zügig voran. Im September 2010 hatte das Unternehmen seine erste Basisstation in Heiligendamm mit der

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MACh MIt 06

VODafOne hilft! 07

»es lässt sich so viel bewegen«

interview

einsatz fürs ehrenamt

ehrenAMt Viele Mitarbeiter setzen sich mit Leidenschaft und oft aus sehr persönlichen Gründen in ihrer Freizeit für soziale Projekte ein – und Vodafone hilft Projekte und Organisationen unterstützt. „ ,Mach mit – Vodafone hilft!ʼ will das Ansehen von Vodafone bei den Mitarbeitern und in der Gesellschaft steigern“, sagt Projektleiter Thomas Rompczyk. In der aktuellen Runde haben wieder 129 Mitarbeiter Förderanträge gestellt. Das ist die dritthöchste Zahl seit Beginn des Programms. An 14 Projekte zahlt das Unternehmen nun insgesamt knapp 50.000 Euro aus. update stellt sechs Kollegen und die Art ihres Einsatzes vor. (CA)

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Weil ich selbst Multiple Sklerose habe und nun ein Kind bekomme, möchte ich eine Selbsthilfe-Gruppe für junge MS-Betroffene gründen. Insbesondere für Schwangere, junge Mütter und Frauen, die eine Schwangerschaft planen. Ich betreue bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) schon ein Internet-Café und gebe Seminare, damit auch behinderte Menschen online soziale Kontakte pflegen können.

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OPaM e.V. – das hilfswerk zur förderung der alphabetisierung in der welt – unterstütze ich seit Jahren ehrenamtlich. Der hunger nach Bildung in indien ist riesig, und mit kleinen Mitteln lässt sich so viel bewegen. für ein lehrerjahresgehalt von 1.000 euro erhalten 40 Kinder die dringend benötigte Grundbildung. Die zusätzlich angebotene Schulspeisung verhindert, dass die Kinder arbeiten gehen müssen. Die Menschen haben wenig Chancen, aus eigener Kraft dem Kreislauf aus Unterdrückung und Armut zu entkommen.

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»Mit der initiative nimmt Vodafone gesellschaftliche Verantwortung wahr.« Thomas Rompczyk, Projektleiter »Mach mit – Vodafone hilft!«

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SelbSthilfegruppe für junge MS-betroffene Corinna block, Senior internal Auditor im finanzbereich in Düsseldorf

hilfe zur SelbSthilfe in inDien Achim Miebach, referent Qualitätssicherung bei der technik in eschborn

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Warum fördert Vodafone den ehrenamtlichen Einsatz von Mitarbeitern? Rompczyk Wenn sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit bei gemeinnützigen Organisationen für ihre Mitmenschen engagieren, zeigen sie Verantwortungsbewusstsein. Sie machen wertvolle erfahrungen und erhalten neue Sichtweisen. Wen das Unternehmen dort unterstützt, wo er sich voll einbringt, der baut eine starke Bindung zum Unternehmen auf. Schließlich sind alle Mitarbeiter Botschafter des Unternehmens, auch in der Freizeit. Indem Vodafone den Einsatz der Mitarbeiter für das Ehrenamt fördert, bekennt sich das Unternehmen zur Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft und zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Welche Mitarbeiter sind am engagiertesten? Rompczyk Insgesamt sind mehr anträge von Männern als von frauen eingegangen. Die engagiertesten Mitarbeiter haben wir in der technik und der Kundenbetreuung. Die meisten Antragsteller kommen aus Düsseldorf, gefolgt von den regionen rhein-Main, Ost und west. 60 Prozent der anträge fielen in die Kategorien »Kinder und Jugendliche« sowie »Sport«. Wird das Projekt fortgesetzt? Rompczyk In der aktuellen Runde sind 129 Anträge eingegangen. nach rückläufigen Zahlen in den vergangenen zwei Jahren haben wir damit wieder einen Anstieg um circa 30 Prozent verzeichnet. Solange sich Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren und gute Projekte einreichen, wird Vodafone diesen herausragenden Einsatz für die Gesellschaft fördern. (CA)

VodafonE uPdaTE ausgabE fEbRuaR 2012

fOtOS: JenS hOwOrKa, Stefan wilDhirt, ChriStian wyrwa, VODafOne

M

enschen am Rand der Gesellschaft nicht übersehen, aus der eigenen Betroffenheit heraus andere mit einer schweren Krankheit begleiten, den Hunger nach Bildung in einem Entwicklungsland stillen – die Beweggründe zu helfen, sind so vielfältig wie die Vodafone-Belegschaft. Vor vier Jahren hat Vodafone Deutschland die Freiwilligen-Initiative „Mach mit – Vodafone hilft!“ als Programm für Mitarbeiter-Engagement ins Leben gerufen, um den ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter zu fördern. Seither wurden schon rund 100

update, Vodafone, D, Award of Excellence, Alternative Storyform


1.1 Mitarbeiter-Zeitungen 34

20 JAHrE D2-NETZ 07

mitarbeiter Der 1. StunDe: Die Technik-Kollegen Uwe Strauch, Lutz Niestroy und Michael Meyer (v. l.) stellten ihre historische Handy-Sammlung zur Verfügung und hatten zu jedem Gerät eine Geschichte zu erzählen.

Vom Porty zum Smartphone

D

as erste kommerzielle Telefonat im D2-Netz wurde am 30. Juni 1992 geführt. 1989 hatte Mannesmann Mobilfunk die begehrte erste, private Mobilfunklizenz erhalten. Zweieinhalb Jahre wurden der Netzaufbau und die GSM-Technik mit Hochdruck vorangetrieben. Nur Handys waren noch Mangelware.

Jubiläum Im Juni 2012 feiert Vodafone das 20-jährige Bestehen seines Mobilfunknetzes in Deutschland. update zeigt die Entwicklung des Mobilfunks anhand einer Handy-Chronik

Kurioses

Zu Weihnachten 1991 schickte Ericsson ein Paket mit 50 Handys aus Schweden zum Testen. Uwe Strauch aus der Abteilung Terminal Verification durfte die Lieferung in Empfang nehmen. Im Juni 1992 erhielten Ericsson und Motorola ihre europaweite Zulassung und Mannesmann Mobilfunk die ersten 1.000 Mobiltelefone zum Verkauf. „Diese kosteten

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taxifahrer ProteStieren Berliner Taxifahrer hatten das Motorola International 1000 in ihren Autos eingebaut. Kam es bei Stopps zu Unterspannung, setzte die Sende- und Empfangseinheit aus, das D2-Netz wurde aber angezeigt. Weil sie sich nicht erklären konnten, warum das Telefon nicht funktionierte, funkten sich die Taxifahrer an und fuhren laut hupend um das D2-Center in Berlin.

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golD-hanDy fÜr Platin-kunDen Da das erste D2-Handy, das Ericsson GH 172, sehr beliebt war, wollte man Platin-Kunden eine besondere Freude machen und ihnen eine Variante in Gold überreichen. Das Handy wurde komplett mit Goldfarbe besprüht. Man hatte allerdings nicht bedacht, dass Gold leitet. Es kam zu Kurzschlüssen. Die Platin-Kunden bekamen ein anderes, wertvolles Geschenk.

2012

Das HTC Velocity 4G ist das erste lte-fähige Smartphone.

2010

über 2.000 Euro“, so Strauch. Aber das Stoßgebet des damaligen Technik-Chefs George Schmitt „God send mobiles“ war erhört worden. Weil bezahlbare Mobiltelefone fehlten, hatte er GSM, die Abkürzung für Global System for Mobile Communications, so „übersetzt“. Die erste digitale Mobilfunkgeneration machte mobiles Telefonieren alltagstauglich. (CA)

Bei der Frequenzversteigerung im Mai 2010 erwirbt Vodafone Deutschland die wichtigen 800-Megahertz-Frequenzen. Der lte-ausbau beginnt.

HTC Velocity 4G

iPhone 2G

2008

Vodafone gibt die Übernahme von arcor bekannt.

2007

Der erste D2-Kunde günter brandt ist dem Unternehmen seit 20 Jahren treu verbunden und noch immer unter seiner ersten Nummer zu erreichen. Mehr auf Seite 11.

Das iPhone 2G ist das erste Smartphone mit einem internet-browser. In Deutschland ist es nur bei der Telekom verfügbar.

2004

Das SonyEricsson Z1010 ist das erste umtS-fähige handy im Vodafone-Portfolio.

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auf emPfang Bei einem HandyModell der Anfangszeit von Panasonic passierte es, dass schon beim Klingeln der Sprachkanal offen war. So bekamen Anrufer die Freude oder Abneigung des Angerufenen direkt mit.

Sony Ericsson Z1010

2002

Vodafone bringt mit dem Sharp GX 10 das erste Handy mit dem Dienst Vodafone live! auf den Markt. Farbige Displays, MMS, Klingeltöne, Spiele-, Nachrichten- und UnterhaltungsPortal geben einen Vorgeschmack auf UMTS.

2000 Vodafone übernimmt die Mehrheit an D2. Das unternehmen boomt mit CallYa und ersteigert die UMTS-Lizenz.

Sharp GX 10

1999

Erste waP-fähige handys wie das Nokia 7110 machen das Internet mobil.

Nokia 7110

Chef-Chronologie

kontinuität im wandel

Motorola International 3200

Der Siegeszug eines Dienstes beginnt, der zuerst als wenig nützlich eingeschätzt wurde. Warum sollte man kurznachrichten mühsam tippen, wenn man jetzt auch von überall mobil anrufen konnte? Das Nokia 2110 wurde zum »Volkshandy«.

auSgaBe Juni 2012 vodaFone uPdate

Die ersten tragbaren, mobilen Telefone (genannt »Portables« oder »Portys«) wie das Motorola International 1000 waren meist im im auto eingebaut.

00:20:58

> 00:00:05

> 00:00:01

Die Downloadzeit bezieht sich auf die meisterkaufte Single 2011 ÜbertragungSgeSchwinDigkeit (Jennifer Lopez, On The Floor) mit einer Dateigröße von 8,8 Megabyte.

Ein Song mit acht Megabyte lässt sich immer schneller laden: Mit GSM braucht man knapp 21 Minuten Geduld, mit UMTS nur fünf Sekunden, mit LTE nur den Wimpernschlag von einer Sekunde. (Quelle: Technische Universität München)

55

19

Mit dem Ericsson GH 172 startet Mannesmann Mobilfunk in die kommerzielle Vermarktung. Es war das erste D2 privat-Handy. Zuerst ist nur SMS-Empfang möglich.

1992 Historie

100 MBit/s

23,1

1993 Motorola International 1000

LTE

14,4 MBit/s

Downloadzeit für 8,8 Megabyte:

1994 Das Motorola International 3200, genannt »knochen«, wiegt über 500 Gramm und misst fast 20 Zentimeter.

Ericsson GH 172

UMTS

0,057 MBit/s

1995

Nokia 2110

Von der ersten Stunde bis heute haben Peter Mihatsch, Jürgen von Kuczkowski und Fritz Joussen (v. l.) Mannesmann Mobilfunk und Vodafone Deutschland erfolgreich gemacht und zu den jeweiligen technologischen Fortschritten ihrer Amtszeit Maßnahmen für Wachstum getroffen. Jens Schulte-Bockum (r.) wird das Unternehmen in die Zukunft führen.

GSM

0

3,6

1995

1999

Vodafone

Telekom

0

0,069

Vodafone

Telekom

36,5

2003

2007

2011

35,1

= 5 Milliarden versendete SMS

SmS-VerSanD Von 0 auf 55.000.000.000: 1995 beginnt der Siegeszug eines heute sehr beliebten Services. 2011 verschickten Handynutzer in Deutschland rund 55 Milliarden Kurznachrichten. (Quelle: Bundesnetzagentur/dpa)

1992

2012

= 1 Millionen Kunden

kunDenzuwachS Vodafone ist mit fast 36,5 Millionen Kunden Spitzenreiter in Deutschland. Die Telekom hat aktuell 35,1 Millionen Kunden, E-Plus 23,1 Millionen und Telefónica Deutschland 18,6 Millionen. (Quelle: Vodafone) vodaFone uPdate auSgaBe Juni 2012

FoToS: JENS HoWorKA, PrEPAID-WIKI.DE, VoDAFoNE. INFoGrAFIK: KIrCHErBUrKHArDT

20 JAHrE D2-NETZ 06

update, Vodafone, D, Award of Excellence, Alternative Storyform

ICMA Buch 3 01.1 Mitarbeiter-Zeitungen  
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