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Mai fest spiele 01. — 31. 05. 2015

Wiesbaden

Internationale


Adina Aaron | Hermann Beil | Nicola Beller Carbone Florian Boesch | Robert Carsen    | Max Emanuel Cencic | Sidi Larbi Cherkaoui | José Cura | Jon DeVries | Helen Donath | Franco Fagioli | Christian Gerhaher | Gob Squad | Olesya Golovneva | Edita Gruberova | Zsolt Hamar | Anja Harteros | Barbara Haveman | Evelyn Herlitzius | Nina Hoss | Will Humburg | Ihsan Othmann | Václav Kuneš | Ursina Lardi | Jan LathamKoenig | Željko Lučić |


Waltraud Meier | Riccardo Minasi | Rabih MrouĂŠ | Nederlands Dans Theater 2 | Richard Nelson | Tilo Nest | Novaya Opera Moskau | Thomas Ostermeier | George Petean | Crystal Pite | Alain Platel | Maryann Plunkett | Dmytro Popov | Marina Rebeka | Claudia Rohrbach | Lance Ryan Valer Sabadus | Peter Seiffert | Hofesh Shechter | Doris Soffel | Cayetano Soto | Jette Steckel | Manuela Uhl | Klaus Florian Vogt | Mark Waschke | Samuel Youn


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Die Welt zu Gast in Wiesbaden

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Inhalt

Editorial L 5 Programm L 13 Service L 71 Index L 81 Sponsoren L 84 Spielplan L 89

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U 5

Editorial

U  4 8 Spannweiten U  5 0

U  1 4

Lohengrin

The Turn of the Screw

U  5 1

U  1 6

Konzerte der Novaya Opera Moskau

La Traviata U  1 7

Die Frau ohne Schatten U  1 8

Venezianische Märchen U  2 1

Die Tragödie von Romeo und Julia U  2 2 Liederabende im Rahmen der Internationalen Maifestspiele U  2 5

Coup Fatal U  2 6 Kreutzersonate U 27

Nachtkonzert U  2 8

Ein Kind U  3 1

生长  genesis U  3 2

The Apple Family – Scenes from Life in the Country U  3 4

U  5 3 La Dafne U  5 4 Il Catone in Utica U 56 Wartende Frauen U  5 7 ABBA jetzt! U  5 8

Filmprogramm in der Caligari FilmBühne U  6 1 Tanzfilmnacht in der Caligari FilmBühne U  6 4 Othello (bye bye) U  6 5 Don Quijote de la Mancha U  6 6

Flugversuche U  6 8

Les moutons U  6 9 A Flock of Flyers

SUN U  3 7 Western Society

U  7 1

Service

U  3 8 B.R.I.S.A. / Schubert / Sad Case / Some Other Time

Index

U  4 0

Sponsoren

Norma U  4 3

Riding on a cloud

U  8 1

U  8 4

U   89

Spielplan

U  4 4

Die kleinen Füchse – The Little Foxes U   47 Tosca

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zuschauer­innen und Zuschauer, liebe Gäste der Internationalen Maifestspiele! Das komplette Programm der Internationalen Maifestspiele 2015 liegt Ihnen hiermit vor. Große Künstler aus aller Welt, von Moskau bis New York, über alle Seiten unseres Planeten, zeigen Ihnen in 62 Veranstaltungen Ihre / ihre ganze Welt. In allen nur erdenklichen Formaten, von der großen Oper bis zur Performance, vom Liederabend bis zum Schauspiel, vom Rezita­ tionsabend mit Musik bis zum Tanz. Wir sind stolz und glücklich, diese herausragenden Künstler hier in Wiesbaden begrüßen und präsentieren zu dürfen. Und wie werden wir es erst sein, wenn Sie, unser hochverehrtes Publikum, beglückt und nachdenklich, euphorisiert und betroffen, begeistert und von neuen Gedanken angeregt, die Welt der Darstel­ lenden Künste und der Musik hier in Wiesbaden im Mai besuchen und erleben werden. In diesem Sinne seien Sie herzlich eingeladen.

Ihr Uwe Eric Laufenberg Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden & Leiter der Internationalen Maifestspiele

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theaterfreunde, Ich begrüße Sie recht herzlich zu den 119. Internationalen Maifest­ spielen im Hessischen Staatstheater in unserer wunderschönen Stadt. Theater aus aller Welt ist im Wonnemonat Mai zu Gast bei uns in Wiesbaden und dazu ist das Publikum aus aller Welt eingeladen. Die Internationalen Maifestspiele – im Jahr 1950 wurden sie unter diesem Namen neu gegründet – sind ein besonderer Kulturhöhepunkt in unserer Stadt. Theater als Ort der Vielfalt und der zwischen­ menschlichen Begegnungen ist von enormer Bedeutung – und aus dem Wiesbadener Kulturleben längst nicht mehr wegzudenken. Das Theater im Allgemeinen und die Internationalen Maifestpiele im Besonderen sind attraktiv und ziehen Jahr für Jahr Tausende von Besuchern an. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, den auftretenden Künstlern sowie dem verantwortlichen Intendanten des Hessischen Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg; ihm und seinem Team ver­ danken wir die vor uns liegenden Theateraufführungen. Sie alle haben großartige Arbeit geleistet, um wieder Außergewöhnliches zu bieten. Den Besucherinnen und Besuchern der Internationalen Maifest­ spiele sage ich ein herzliches Willkommen und wünsche ihnen viele bezaubernde Stunden im Theater und viele neue Eindrücke und abwechslungsreiche Tage in unserer schönen Stadt. Fühlen Sie sich wohl bei uns!

Ihr Sven Gerich Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden

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Liebe Gäste der Internationalen Maifestspiele, wenn die Internationalen Maifestspiele beginnen, schaut die Welt der Kultur auf Wiesbaden. Und aus vielen Teilen der Welt kommen Kulturschaffende und Kulturinteressierte in die hessische Landes­ hauptstadt. Auch 2015 zeichnet sich das Programm durch ideen­ reiche Vielfalt auf hohem Niveau aus. International bekannte Künst­ lerinnen und Künstler, angesehene Ensembles und ausdrucksstarke Tanzkompanien bieten ihrem Publikum hochklassige Vorstellungen. Gerne drücke ich auf diesem Weg meine Verbundenheit mit den Internationalen Maifestspielen am Hessischen Staatstheater Wies­ baden aus. Jahr für Jahr begeistern sie die Kulturliebhaber vieler Länder. Wir dürfen uns in Hessen über eine vielfältige und reiche Kulturlandschaft freuen. Die Internationalen Maifestspiele zählen zu den Ereignissen, die den internationalen Ruf unseres Landes prägen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die auf und hinter der Bühne zum Erfolg der Festspiele beitragen. Den Gästen wünsche ich viele faszi­ nierende Momente, an die sie noch lange mit Freude zurückdenken können.

Ihr Volker Bouffier Hessischer Ministerpräsident

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Liebes Maifestspiel­ publikum, wenn sich in diesem wunderbaren Festivalmonat Mai die bedeu­ tendsten Produktionen internationaler Bühnenkunst in Wiesbaden ein Stelldichein geben, herrscht jeden Abend Ausnahmezustand in der Landeshauptstadt, und dies nicht nur im Staatstheater. In diesem Jahr wird der neue Intendant des Hessischen Staatstheaters sein Debüt geben. Er setzt nicht nur inhaltlich neue Akzente, son­ dern auch durch die Einbeziehung weiterer Spielorte. Benötigt ein Konzert eine besondere Akustik, ist der Ortswechsel in das Kurhaus die logische Folge. Die Entscheidung, das Kulturzentrum Schlachthof an drei Abenden als Location für Shows der besonderen Art zu nutzen, erweitert die konzeptionelle Bandbreite der Internationalen Mai­ festspiele. Uwe Eric Laufenberg setzt auf die bewährte Struktur aus internatio­ nalen Hochkarätern. Auch im diesjährigen Programm finden sich Publikumslieblinge, zum Beispiel gleich drei Klassiker der italie­ n­ischen Oper, neben zeitgenössischen und gewagten Inszenierungen. Neben den drei tanzstarken Companien aus Belgien und den Nieder­ landen bin ich sehr gespannt auf die Inszenierung von Hofesh Shechter. Seine Arbeiten bewegen zurzeit die Fachwelt und das inter­ nationale Publikum. Stolz bin ich auch auf die Eigenproduktionen, mit denen sich unser Hessisches Staatstheater im internationalen Reigen präsentiert. Mir bleibt, ein großes herzliches danke zu sagen für die gelungene Mischung aus couragierter Erlesenheit und sicherem Gespür für internationale Qualität.

Ihre Rose-Lore Scholz Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden

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Liebe Theaterbesucher­ innen, liebe Theater­ besucher, die 119. Maifestspiele erwarten wir mit besonderer Spannung, denn unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg wird sich auch bei dem traditionsreichen Festival manches verändern. Der neue Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden startet mit zahlreichen Neuinszenierungen, neuen Künstlern und Gast­ spielen von internationalen Bühnen in seine ersten Internationalen Maifestspiele. Neben den langjährigen Festspiel-Besuchern will Uwe Eric Laufen­ berg auch neues Publikum für die Theaterkunst gewinnen und mit seinem abwechslungsreichen Programm für Opern, Konzerte, Schauspiel und Tanzaufführungen begeistern. Und auch wir vom Förderkreis freuen uns über neue Mitglieder, die die Internationa­ len Maifestspiele finanziell unterstützen und so helfen, die hohe künstlerische Qualität nachhaltig zu gewährleisten. Ihr Engagement und die Zuwendungen der zahlreichen weiteren Spender sind ein großartiger Beweis für das vielfältige und lebendige Kulturleben in der Landeshauptstadt Wiesbaden. In diesem Sinne wünscht der Förderkreis allen Besuchern viel Freude bei den Internationalen Maifestspielen 2015.

Ihr Rainer Neumann Vorsitzender des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele Wiesbaden

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Pro足gramm

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01  Freitag

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Eröffnungspremiere der Inter­ nationalen Maifestspiele 2015 In englischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Eine Produktion des Theaters an der Wien Termine Di 01. Mai 19.30 Uhr So 10. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 75 €

OPER

The Turn of the Screw

Benjamin Britten (1913  –  1976) Oper in einem Prolog und zwei Akten Libretto: Myfanwy Piper, nach der Erzählung von Henry James Uraufführung: 1954 in Venedig

Als ob man eine Schraube immer weiter drehte, tiefer und tiefer, fester und fester, so setzt sich im Kopf der jungen Gouvernante aus Henry James’ Novelle »The Turn of the Screw« die Idee fest, die von ihr gehüteten Kinder Miles und Flora seien böse, hätten einen Pakt mit zwei Toten geschlossen. Der große britische Schriftsteller lässt seine Leser lustvoll schaudern bei der Lektüre seiner finsteren Erzählung. Benjamin Brittens Kammeroper steht dem an Spannung, psychologischer Tiefe und Vergnügen in nichts nach und bewegt mit einer ebenso kammermusikalisch-transparenten wie impulsiven Musik. Mit der Premiere von »The Turn of the Screw« in der Inszenierung von Robert Carsen, einem der wichtigsten Opernregisseure der Gegenwart, werden die Internationalen Maifestspiele 2015 eröffnet. Der gebürtige Kanadier arbeitet an den bedeutendsten Opernhäu­ sern weltweit. Die Inszenierung hatte mit großem Erfolg am Theater an der Wien Premiere. Wir zeigen eine Wiesbadener Version unter der musikalischen Leitung von Zsolt Hamar. Die große Sopranistin Helen Donath kehrt für die Partie der Mrs. Grose auf die Opernbühne zurück. Claudia Rohrbach als Gouvernante und Thomas Piffka als Quint sind in weiteren Hauptrollen zu erleben. Musikalische Leitung Zsolt Hamar Inszenierung Robert Carsen Spielleitung Maria Lamont Bühne & Kostüme Robert Carsen & Luis Carvalho Licht Robert Carsen, Peter van Praet Video Finn Ross Dramaturgie Ian Burton Peter Quint Thomas Piffka Gouvernante Claudia Rohrbach Mrs. Grose Helen Donath Miss Jessel Victoria Lambourn Flora Stella An Miles Knabensopran der Akademie Dortmund Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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Olesya Golovneva

02 Samstag

Marina Rebeka

OPER

La Traviata

Giuseppe Verdi (1813  –  1901) Melodramma in drei Akten Libretto: Francesco Maria Piave, nach dem Roman »Die Kameliendame « von Alexandre Dumas d. J. Uraufführung: 1853 in Venedig

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland In italienischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.

Die Pariser Salons, das Landleben, die Bälle, aber auch die nächtli­ chen Hinterzimmer, die Doppelmoral, Krankheit und Tod: »Questo deserto Parigi«, diese Wüste Paris, nennt Violetta die Stadt, aus der sie in eine echte Liebe zu entfliehen versucht. Ihr Protest gegen Un­ menschlichkeit und Entfremdung geht nach innen, führt zu Selbst­ verletzung und endet im Tod.

Termine Sa 02. Mai 19.30 Uhr Mi 27. Mai 19.30 Uhr Großes Haus

Verdis Meisterwerk wird oft verkannt als romantische Ausstattungs­ oper. Doch die Musik zwischen berührender Wärme und schneidendem Schmerz dringt nicht nur ins Herz, sondern weckt auch das Gerech­ tigkeitsgefühl. Die Inszenierung des international renommierten Regisseurs Nicolas Brieger spürt dem nach. Mit Olesya Golovneva und Marina Rebeka gastieren in Wiesbaden zwei gleichermaßen stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Inter­pretinnen. Als Germont sind mit Željko Lučić und George Petean weltweit gefragte Baritone zu erleben. Alfredo singt neben Ioan Hotea bei den Interna­ tionalen Maifestspielen Dmytro Popov, der bereits in Covent Garden London und in München gastierte.

Preise 8 – 99 €

Musikalische Leitung Zsolt Hamar Inszenierung Nicolas Brieger Bühne Raimund Bauer Kostüme Andrea Schmidt-Futterer Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai Violetta Valéry Olesya Golovneva (2. Mai), Marina Rebeka (27. Mai) Alfredo Germont Ioan Hotea (2. Mai), Dmytro Popov (27. Mai) Giorgio Germont George Petean (2.Mai), Željko Lučić (27. Mai) Flora Bervoix Victoria Lambourn Annina Helena Köhne Barone Douphol Benjamin Russell Marchese d’Obigny Wolf Matthias Friedrich Gastone Aaron Cawley Dottore Grenvil Monte Jaffe Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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OPER

Die Frau ohne Schatten Richard Strauss (1864  –  1949) Oper in drei Akten Libretto: Hugo von Hofmannsthal Uraufführung: 1919 in Wien

»Die schönste aller existierenden Opern« zu schaffen war die Absicht von Strauss und Hofmannsthal, inspiriert von Quellen wie den »Märchen aus 1001 Nacht«, Goethes »Faust« und Mozarts »Zauber­ flöte«. Zwei Paare durchlaufen einen Prüfungsweg, der sie sich selbst und ihren Nächsten näherbringen wird. Die Kaiserin, aus dem Geisterreich stammend, will ihren Gatten vor dem Versteinern bewahren. Um ihn zu retten, muss sie einen menschlichen Schatten werfen, das heißt: Kinder gebären können. Die launische, lebens­ lustige Färberin verweigert dem biederen Färber sowohl Liebe als auch Kinder. Ihr will die mephistophelische Amme den Schatten für die Kaiserin abhandeln. Die schimmernde Partitur von selbst für Strauss-Opern unerreichter Größe und Spannung changiert zwischen Menschen- und Feenwelt, zwischen Realismus und Romantik. Nach dem großen Erfolg der Eröffnungsproduktion der neuen Wiesbadener Intendanz Uwe Eric Laufenbergs steht mit Manuela Uhl, Evelyn Herlitzius, Doris Soffel, Lance Ryan und Samuel Youn eine zweite grandiose Sängerriege in der gefeierten Inszenierung auf der Bühne.

03  Sonntag

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland In deutscher Sprache. Mit Übertiteln. Termin So 03. Mai 18.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 135 €

Musikalische Leitung Zsolt Hamar Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Antje Sternberg Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai Der Kaiser Lance Ryan Die Kaiserin Manuela Uhl Barak, der Färber Samuel Youn Die Färberin Evelyn Herlitzius Die Amme Doris Soffel Stimme von oben Silvia Hauer Der Geisterbote Matias Tosi Stimme des Falken Gloria Rehm Hüter der Schwelle des Tempels Heather Engebretson Der Bucklige Ralf Rachbauer Der Einäugige Christopher Bolduc Der Einarmige Benjamin Russell Erscheinung des Jüng­ lings Aaron Cawley Stimmen der Wächter der Stadt Christopher Bolduc, Benjamin Russell, Matias Tosi Dienerinnen, Stimmen der Ungeborenen Damen des Chores des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Jugendchor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden / Leitung Dagmar Howe, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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04 Montag

Gragnani Trio | Wiesbaden | Deutschland Termin Sa 04. Mai 19.30 Uhr Kleines Haus Preise 10 – 45 €

MUSIKALISCHE LESUNG

Venezianische Märchen Venedig, die »Königin der Meere«, die »Stadt der Wunder« und der Kaufleute: hier tummeln sich Fischer, Handwerker, Kaufherren und Bettler. Aber auch Hexen und Feen durchstreifen die Kanäle und schmalen Gassen der Stadt. Hier schreibt das Leben ebenso amüsante wie skurrile Geschichten – und die Liebe sowieso. Über einen halben Fischer zum Beispiel, der sein Glück sucht: ein liebenswerter Tölpel, der es allen recht machen will. Über gewitzte Gänse, die hungrige Füchse überlisten, lüsterne Fischersfrauen, gierige Pfarrer und vieles mehr aus dem Alltagsleben der märchenhaften Lagunenstadt. Un­ verwechselbare Geschichten in einem zauberhaften, bisweilen auch herzhaft-deftigen, lakonischen Ton. »Ihre Märchen sind ein wunderbares und beredtes Zeugnis von Witz, Ironie, der Widerborstigkeit und der Respektlosigkeit der Venezianer.« (Donna Leon) Die Sprachkünstlerin und Schauspielerin Chris Pichler erzählt, ja spielt diese wunderbar zeitlosen Geschichten für Erwachsene und Kinder, witzig und unterhaltsam. Das Wiesbadener Gragnani Trio lässt dazu mit Werken von Antonio Vivaldi, Benedetto Marcello, Marco Uccellini, Ferdinando Carulli und Gioachino Rossini märchenhafte Klangwelten von veneziani­ scher Fröhlichkeit und musikalischer Virtuosität entstehen. Lesung Chris Pichler | Gragnani Trio: Flöte Thomas Richter Violine Anna Balzer-Tarnawska Gitarre Karin Scholz

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SCHAUSPIEL & PERFOMANCE

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Die Tragödie von Romeo und Julia

Dienstag

William Shakespeare In der Neuübersetzung von Frank-Patrick Steckel

Der Handlungsrahmen klingt nach platter Kolportage: Zwei Lieben­ de aus verfeindeten Familien werden durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben. Und doch: die Wirkung des Stücks ist bis heute grenzenlos. Was Shakespeare aus dem Stoff gemacht hat, ist so etwas wie die Keimzelle aller romanti­ schen Liebesgeschichten, Muster und Maßstab in der Kunst und im Leben – bis heute.

Thalia Theater | Hamburg | Deutschland

Die große, alles sprengende Liebe erweist sich in der Bereitschaft, für diese Liebe zu sterben. Sie scheitert nicht am feindlichen Umfeld – im Gegenteil, sie braucht es. So ähnelt sie der mystischen Erfahrung des Göttlichen, dem Absoluten. Im Theater und in der Oper müssen die Liebenden sterben, aber ihre Liebe währt ewig. Im realen Leben ist das kaum möglich, dort stirbt statt der Liebenden die »amour fou«.

Preise 8 – 75 €

Termine Di 05. Mai 19.30 Uhr * Mi 06. Juni 19.30 Uhr Großes Haus

* Am 05. Mai AUSKLANG mit den Künstlern im Foyer im Anschluss Jette Steckel nähert sich der »größten Liebesgeschichte aller Zeiten« an die Vorstellung von drei Seiten: theatral, musikalisch mit Anja Plaschg (»Soap & Skin«) und Anton Spielmann (»1000 Robota«) und physisch mit einer »Massenbewegung« von 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen. Dass die Liebestragödie »auch ein Pubertätsdrama« sei, zeige Jette Steckel »in ihrer großartig popmusikverliebten und jugendseligen Inszenierung«, die Shakespeares Tragödie zu einem mitreißenden Live-Act nicht nur für Teenager mache, meint Anke Dürr auf Spiegel Online. »Birte Schnöink als Julia ist ernst und kindisch, rotzfrech und melancholisch, und das alles ansatzlos wechselnd. Man vergisst sofort, dass diese konzentrierte, genaue Schauspielerin längst aus dem Teenageralter raus ist und auch, warum das Aufgehen in einer Rolle so aus der Mode gekommen ist. Mirco Kreibich versprüht mit rauer Stimme seinen kratzigen Charme und wenn er mit einem En­ semble von 20 jungen Männern mit E-Gitarren die Akkorde immer lauter anschlägt, trifft jeden im Publikum Romeos Schmerz.« – »Ein spektakuläres Ende für eine Inszenierung, bei der die vielen Elemente und Ebenen erstaunlich gut ineinandergreifen.« Inszenierung Jette Steckel Bühne Florian Lösche Kostüme Pauline Hüners Musik Anja Plaschg (Soap & Skin), Anton Spielmann (1000 Robota) Live-Musik Anja Plaschg (Julia), Anton Spielmann (Romeo) Choreografie Dorothea Ratzel Dramaturgie Carl Hegemann Julia Birte Schnöink Romeo Mirco Kreibich Amme Karin Neuhäuser Pater Lorenz Stephan Bissmeier Mercutio Julian Greis Benvolio Pascal Houdus Capulet Matthias Leja Lady Capulet Oda Thormeyer Tybalt Rafael Stachowiak Paris Sven Schelker

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Christian Gerhaher LIEDERABEND

Liederabende im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 07

Florian Boesch

 Donnerstag

Am Klavier: Roger Vignoles Werke von Carl Loewe, Franz Schubert & Robert Schumann

Termin Do 07. Mai 19.30 Uhr Kurhaus, Christian-Zais-Saal Preise 8 – 45 €

Florian Boesch

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In ihrem Liederabend mit Werken von Franz Schubert (1797 – 1818), Carl Loewe (1796 – 1869) und Robert Schumann (1810 – 1856) ent­ führen der begehrte Bassbariton Florian Boesch und sein Klavier­ begleiter, der renommierte Pianist Roger Vignoles, in die Zeit der deutschen Romantik. Florian Boesch singt in den wichtigsten Kon­ zerthäusern Europas und der usa, u. a. im Wiener Musikverein und Konzerthaus, in der Carnegie Hall New York, bei den Festivals in Edinburgh und Schwetzingen. Er ist 2014.2015 Artist in Residence der Wigmore Hall, London. Mit dem Pianisten Malcom Martineau gestaltete Florian Boesch einen kompletten Schubert-Zyklus in Glasgow. Auf der Opernbühne konnte man den Bariton zuletzt in Schuberts »Lazarus« und Händels »Messiah« am Theater an der Wien und in der Titelpartie des »Wozzeck« in Köln erleben. Weitere Opernprojekte waren »Radamisto« unter René Jacobs mit dem Frei­ burger Barockorchester in Wien, »Così fan tutte« bei den Salzburger Festspielen und »Die Zauberflöte« am Bolshoi Theater Moskau. Seine cd-Aufnahme mit Liedern und Balladen von Carl Loewe mit Roger Vignoles am Klavier wurde mit dem Edison Klassiek Award 2012 ausgezeichnet. Bariton Florian Boesch Klavier Roger Vignoles


Christian Gerhaher

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Am Klavier: Gerold Huber

 Donnerstag

Gustav Mahler (1860 – 1911) Lieder eines fahrenden Gesellen Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn« Kindertotenlieder Mit einem reinen Mahler-Programm kommen der Ausnahmesänger Christian Gerhaher und sein langjähriger Begleiter am Klavier, Gerold Huber, zu den Wiesbadener Internationalen Maifestspielen. Aus den Zyklen »Lieder eines fahrenden Gesellen« (1884  / 1885), »Kindertotenlieder« (1901  –  1904) und aus Liedern nach Texten aus »Des Knaben Wunderhorn« haben Gerhaher und Huber ein berüh­ rendes Programm zusammengestellt. Das Duo spannt einen weiten Gefühlsbogen auf, vom Aufbruch in der Jugend, über Mühe und Freude des einfachen Lebens auf dem Land bis hin zum schmerz­ vollen Abschiednehmen im Tod. Christian Gerhaher studierte gemeinsam mit Gerold Huber Liedgesang in München und rundete seine stimmliche Ausbildung neben einem Medizinstudium u.   a. bei Dietrich Fischer-Dieskau und Elisabeth Schwarzkopf ab. Er trat u.  a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Berliner Philharmonikern auf, war Artist in Residence der Gesell­ schaft der Musikfreunde Wien und der Londoner Wigmore Hall. Seine cd-Einspielungen mit Gerold Huber sind preisgekrönt. Das Liedduo ist auf den Bühnen der internationalen Liedzentren zu erleben: In der New Yorker Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner und Berliner Philharmonie, im Konzert­ haus und im Musikverein Wien.

Termin Do 14. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 55 €

Bariton Christian Gerhaher Klavier Gerold Huber

Anja Harteros

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Am Klavier: Wolfram Rieger Werke von Alban Berg, Johannes Brahms & Hugo Wolf

 Montag

Anja Harteros gibt bei den Internationalen Maifestspielen einen ihrer seltenen Liederabende. Ihre Auswahl von Liedern der Kompo­ nisten Alban Berg, Johannes Brahms und Hugo Wolf verspricht eine spannende Verbindung von romantischen Klängen und den Neue­ rungen der klassischen Moderne. Anja Harteros ist eine der gefrag­ testen Sopranistinnen der Gegenwart, eine hinreißende Darstellerin auf den wichtigsten Opernbühnen weltweit und eine ebenso begna­ dete Interpretin des großen Liedrepertoires. Die internationale Karriere der Sopranistin begann 1999 mit dem Gewinn des »Cardiff Singer of the World«-Wettbewerbs. Seitdem singt sie an der Metro­ politan Opera, der Mailänder Scala, in Covent Garden London, an der Opéra national de Paris, den Staatsopern in München, Wien und Berlin sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit 2007 ist die Sopranistin Bayerische Kammersängerin, 2009 war sie Sängerin des Jahres (Opernwelt). Der Pianist Wolfram Rieger ist langjähriger Klavierpartner von Anja Harteros. Die beiden Künstler nahmen gemeinsam eine cd mit Werken von Beethoven, Schubert, Schumann, Strauss auf. Sopran Anja Harteros Klavier Wolfram Rieger

Termin Mo 18. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 55 €

Anja Harteros

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SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

08

Coup Fatal

Serge Kakudji / Rodriguez Vangama / Fabrizio Cassol / Alain Platel

 Freitag

Ein französischer Maßanzug, die blaue Hermès-Krawatte, ein lachs­ farbener Seidenschal, der aufgespannte Regenschirm von Ferré und ein perfekt sitzender Burberry-Trenchcoat: das ist der Look der Sapeurs. Die kongolesischen Dandys aus Khinshasa pflegen einen Auftritt, als würden sie nicht nur den Kongo regieren, sondern die ganze Welt – eine gleichsam barocke wie lebensbejahende Attitüde in einem seit Jahrzehnten von Krieg und Zerstörung gezeichneten Land.

KVS & les ballets C de la B | Brüssel & Gent | Belgien

In »Coup Fatal«, dem neuesten Werk des belgischen Ausnahme-­ Choreografen Alain Platel, des kongolesischen Countertenors Serge Karkudji und des kongolesischen Dirigenten Rodriguez Vangama, trifft die Lebenslust der Sapeurs auf die Arien des Barock.

Preise 8 – 75 €

Inmitten eines Bühnenbildes aus alten Patronenhülsen singt der Countertenor Serge Kakudji Arien von Georg Friedrich Händel und Christoph Willibald Gluck.

* Am 09. Mai AUSKLANG mit den Künstlern im Foyer im Anschluss an die Vorstellung

Termine Fr 08. Mai 19.30 Uhr Sa 09. Mai 19.30 Uhr * Großes Haus

Orpheus’ Schmerz über die verlorene Euridice und die Tränen der Almirena aus Händels »Rinaldo« werden zum Schmerzensklang des Bürgerkrieges. Dreizehn kongolesische Musiker verschmelzen die europäischen Klänge auf Likembes, einer Art Daumenklavier, E-Gitarren und Percussion mit der kongolesischen Rumba zu einem Fest der Musik. Zwischen Lebensfreude und Kriegsschrecken ent­ steht eine einmalige Transformation bekannter Klänge in eine neue Form der Oper. Die Uraufführung im Wiener Burgtheater riss die Zuschauer zu minutenlangen Standing Ovations hin. Alain Platel zählt zu den wichtigsten Choreografen der Gegenwart. Seine Arbeiten mit dem Ballet C de la B wie »Wolf«, »Pitié !« und »Tauberbach«, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2014, feier­ ten international auf allen großen Festivals Erfolge. Mit Fabrizio Cassol und Serge Kakudji verbindet ihn eine langjährige Zusammen­ arbeit, die dieses außergewöhnliche Projekt erst ermöglichte. »Hier steht keine Figur aus einer Barockoper auf der Bühne, hier steht ein schwarzer Countertenor, der mit reinster, unverbrauchter Stimme das Leiden eines ganzen Kontinents empfindet.« (Süddeutsche Zeitung) Countertenor Serge Kakudji Dirigent Rodriguez Vangama Künstlerische Leitung Alain Platel Musikali­ sche Leitung Fabrizio Cassol Hintergrundgesang Russell Tshiebua, Bule Mpanya E-Gitarre, Balafon Rodriguez Vangama AkustikGitarre Costa Pinto Lamellophon Bouton Kalanda, Erick Ngoya Silva Makengo Xylophon Tister Ikomo Balafon Deb’s Bukaka Percussion Cédrick Buya, Jean-Marie Matoko, 36 Seke Komposition Rodriguez Vangama, Fabrizio Cassol & Coup Fatal nach Händel, Vivaldi, Bach, Monteverdi, Gluck Idee & Konzept Serge Kakudji, Paul Kerstens Assistenz der künstlerischen Leitung Romain Guion Bühnenbild Freddy Tsimba Licht Design Carlo Bourguignon Sound design Max Stuurman Kostüme Dorine Demuynck Lichttechnik Luc Laroy Stage manager Lieven Symaeys Photography Chris Van der Burght Production management Eline Vanfleteren, Paul Kerstens Tour management Hanna El Fakir, Paul Kerstens

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09  Samstag

MUSIKALISCHE LESUNG

Kreutzersonate

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) »Kreutzersonate« für Klavier und Violine Nr. 9, A-Dur op. 47 1. Satz : Adagio sostenuto – Presto Leoš Janáček (1854 – 1928) »Kreutzersonate«, Streichquartett (1923) in der Bearbeitung für Klaviertrio von Till A. Körber Adagio – Con moto | Con moto | Con moto – subito vivo | Con moto, Adagio – un poco più mosso Lew Tolstoi (1828 – 1910) Aus der Novelle »Die Kreutzersonate« (1887  / 1889)

Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Termin Sa 09. Mai 19.30 Uhr Kleines Haus Preise 10 – 45 €

Für eine Tolstoi-Feier komponierte Janáček ein Klaviertrio, inspi­ riert durch Tolstois Erzählung »Die Kreutzersonate«. Zusammen mit Beethovens »Kreutzersonate« und einer Tolstoi-Rezitation wurde das Klaviertrio 1909 in Brünn erstmals gespielt. Das Werk ist verschollen. Janáčeks Erstes Streichquartett von 1923 trägt ebenfalls den Hinweis »angeregt durch L. N. Tolstois ›Kreutzersonate‹ «. Der Pianist und Komponist Till A. Körber notiert dazu: »Bei dem heute erklingenden Werk handelt es sich um eine Bearbeitung des Streichquartetts für Klaviertrio. Janáček improvisierte während des Kompositionsprozesses am Klavier.« Beethoven widmete seine Violinsonate A-Dur, op. 47 dem Geiger Rodolphe Kreutzer, doch war es der afro-englische Geiger George Bridge­tower, mit dem Beethoven diese Sonate 1803 uraufführte. So verband sie Beethoven, Tolstoi und Janáček zu einem Dreigestirn und inspirierte zu Werken über Macht und Wirkung von Musik. Lesung Hermann Beil | Merlin Ensemble Wien: Violine & Leitung Martin Walch Violoncello William Conway Klavier Till A. Körber

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Martin Walch KONZERT

Nachtkonzert

Arnold Schönberg (1874 – 1951) »Verklärte Nacht« op. 4 in der Fassung für Klaviertrio von Eduard Steuermann nach dem gleichnamigen Streichsextett

09  Samstag

Till Alexander Körber (* 1967) Mikroskopische Reflexionen über die dunkle Nacht der Sinne I für Violine und Klavier (2007) II für Klaviertrio (2008) Franz Schubert (1797 – 1828) »Notturno« op. post. 148, D 897 für Klaviertrio

Nachtmusiken von gestern bis heute spannen einen weiten zeitlichen Bogen von fast 200 Jahren über den Maifestspiel-Himmel von Wies­ baden: Schuberts kurz vor seinem Tod entstandener geheimnisvoller Klaviertrio-Einzelsatz mit dem Beinamen »Notturno« (Nachtstück), Schönbergs berühmte tonale Komposition »Verklärte Nacht« in der selten gespielten Klaviertrio-Fassung des Lemberger Pianisten Eduard Steuermann und Till A. Körbers meditative »Mikroskopische Reflexionen über die Stille der Nacht«. Merlin Ensemble Wien: Violine & Leitung Martin Walch Violoncello William Conway Klavier Till A. Körber

Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Termin Sa 09. Mai 23.00 Uhr Foyer Preise 10 € (Kombiticket mit »Kreutzersonate« 5 €)

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Hermann Beil

10  Sonntag

MUSIKALISCHE LESUNG

Ein Kind

Johann Strauß (Sohn) (1825 – 1899) »Rosen aus dem Süden« & »Schatzwalzer« in Bearbeitungen von Arnold Schönberg und Anton Webern Johann Strauß (Vater) (1804 – 1849) »Galoppen« Arnold Schönberg (1874 – 1951) Fantasie für Violine mit Klavierbegleitung Josef Lanner (1801– 1843) »Dornbacher Ländler« Thomas Bernhard (1931 – 1989) aus dem Roman »Ein Kind« (1982)

Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Termin So 10. Mai 19.30 Uhr Kleines Haus Preise 10 – 45 €

»Ein Kind« erzählt von dem Kind Thomas Bernhard, das sich eines Tages voller Enthusiasmus aufs Fahrrad setzt, auf und davon radelt – und natürlich kopfüber im Straßengraben landet. In dieser Kindheitsgeschichte ist der ganze Thomas Bernhard ent­ halten – eine Komödie, die sich von einem Augenblick auf den an­ deren in eine Tragödie verwandelt. Und sie erzählt von der Energie, doch niemals aufzugeben. »Ein Kind« ist eine mitreißende Wort­ musik, deswegen ist es nur zu natürlich, dass die Vorwärtsbewegun­ gen immer wieder in Musik münden. »Kindheit? Nie gehabt! Erst dann wird die Fiktion möglich, die präziser ist als die Chronologie zufälliger Ereignisse. Man erinnert sich sozusagen an das, was man geworden ist.« (Hermann Burger, 1982 über Thomas Bernhards »Ein Kind«) Lesung Hermann Beil | Merlin Ensemble Wien: Violine & Leitung Martin Walch Violoncello William Conway Klavier Till A. Körber

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TANZ

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生长 genesis

Eastman – Sidi Larbi Cherkaoui & Yabin Studio

 Dienstag

»Auch wenn wir nicht dieselbe Sprache sprechen, können wir dennoch zusammenwachsen, wenn wir die gleichen Ziele teilen.« (Sidi Larbi Cherkaoui) 生长 genesis erforscht unseren menschlichen Ursprung und unsere

Schicksale. »Es geht um Wachstum, sei es global, persönlich oder künstlerisch«, sagt Cherkaoui. Zu Live-Musik mit Wurzeln in Afrika, Indien, Japan, China und Polen übersetzt er philosophische Gedan­ ken über das Leben und den gesellschaftlichen Leistungs- und Anpassungsdruck in wunderschöne Bewegungsfolgen, in denen sich Ost und West, Leben und Tod treffen. Wo kommen wir her? Wie können wir wachsen? Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Jabin Wang, chinesischer Tanzstar, erteilte Sidi Larbi Cherkaoui den Auftrag für die gemeinsame Arbeit ihrer Tänzerinnen und der Tänzer seiner Eastman-Company. Bodenhaftung, Atem und Energiearbeit asiatischer Körperpraktiken wie Kung-Fu und Yoga durchziehen die Bewegungen. Dazu wandelt Wang die Eleganz der traditionellen Peking-Oper ab, die maßgeblich von symbolischen Körperhaltungen geprägt ist, und integriert Techniken des zeitge­ nössischen Tanzes. Eine wahrhaft transkulturelle Zusammenarbeit. Sidi Larbi Cherkaoui kam mit 15 Jahren inspiriert von Musikvideos zum Tanz. Er besuchte Anne Teresa de Keersmaekers Tanzschule p.a.r.t.s. in Brüssel und wurde 1997 Mitglied in Alain Platels Kompanie Les Ballets C de la B, ab 2000 kreierte er eigene Stücke. 2010 gründete er seine eigene Kompanie Eastman. Er arbeitet mit renommierten Institutionen wie Ballet de Monte Carlo und Cullberg Ballet, außer­ dem kooperiert er mit international bekannten Künstlern wie Akram Khan und María Pagés. Bei den Internationalen Maifestspielen 2011 wurde seine Produktion »Babel (Words)« bereits gefeiert.

Eastman & Yabin Studio | Antwerpen & Peking | Belgien & China Termine Di 12. Mai 19.30 Uhr Mi 13. Mai 19.30 Uhr * Großes Haus Preise 8 – 75 €

* Am 13. Mai AUSKLANG mit den Künstlern im Foyer im Anschluss an die Vorstellung

Choreografie im Auftrag des Yabin Studios Sidi Larbi Cherkaoui Chor. Assistenz Satoshi Kudo Bühne Liu Kedong Kostüme Quing Li Licht Willy Cessa Komposition Olga Wojciechowska Musiker Barbara »Basia« Drazkowska, B C Manjunath, Kaspy N’dia, Johnny Lloyd, Kazutomi »Tsuki« Kozuki Koproduktionspartner Yabin Studio, deSingel Internationale Kunstcampus (Antwerpen), Kampnagel (Hamburg), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, La Villette (Paris), Sadler’s Wells (London), Festival Montpellier Danse 2014, Monaco Dance Forum, Festspielhaus Sankt-Pölten, Fondazione Musica per Roma

LIEDERABEND

Liederabend mit Christian Gerhaher Weitere Informationen siehe Seite 23

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14  Donnerstag

SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

The Apple Family – Scenes from Life in the Country That Hopey Changey Thing | Sweet and Sad | Sorry | Regular Singing von Richard Nelson

The Public Theatre | New York | USA Europapremiere David Eden Productions & Pemberley Productions In englischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termine That Hopey Changey Thing Sweet and Sad Do 14. Mai ab 19.00 Uhr Schlachthof Wiesbaden Sorry Regular Singing Fr 15. Mai ab 19.00 Uhr Schlachthof Wiesbaden Preis 25 € / Abend The Apple Family Plays Marathon: That Hopey Changey Thing Sweet and Sad Sorry Regular Singing Sa 16. Mai ab 13.00 Uhr Schlachthof Wiesbaden Preis 40 €

Richard Nelson, preisgekrönter Dramatiker (u.    a. Tony und Olivier Award) und Regisseur, hat seit 2010 am New Yorker »Public Theater« jedes Jahr ein Stück über die fiktive liberale Familie Apple an jeweils dem Tag uraufgeführt, an dem es spielt. Die Tetralogie um Familie, Politik, Veränderung überschreibt er als Referenz an Tschechows »Onkel Wanja« mit »Szenen aus dem Landleben«. Und so sind Tschechows Beschreibungen provinzieller Menschen, die im kleinen Rahmen dennoch nach dem großen Bild suchen, auch sein stilistisch offensichtlichster Bezugspunkt. In der Art, wie aus scheinbar banalen Gesprächen traurige, komische, vergebliche und großartige Bekräftigungen unserer Existenz hervor­ leuchten, erinnern die Stücke aber auch an Werke Samuel Becketts und Harold Pinters. In »That Hopey Changey Thing« nehmen die Apples den Tag der Kongresswahlen 2010 zum Anlass, den Zustand ihrer Familie zu untersuchen. Vor dem Hintergrund einer Woge konservativer Stimmung, die zur Verkehrung der politischen Vorzeichen führte, diskutiert man Umgangsformen und große Politik. »Sweet and Sad«, »das erste wirklich große Stück, das aus dem Horror von 9  / 11 hervorgegangen ist« (Businessweek), entfacht im Rahmen eines Familienfrühstücks aufwühlende Diskussionen zu Verlust und Erinnerung und blickt zurück auf ein Jahrzehnt der Veränderung. »Sorry«, am Tag der Präsidentschaftswahl 2012 uraufgeführt, zeigt die Familie im Ringen mit Ängsten und Verwirrungen. In »Regular Singing« schließlich hat sie sich am 50. Jahrestag des Kennedy-Attentats mit der Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit aus­ einanderzusetzen. »Ein unglaublich intimes Stück darüber, wie wir unserer Toten und auch der Lebenden gedenken. Ich stelle mir vor, dass in wiederum 50 Jahren Menschen es ansehen, um zu begreifen, wie wir uns einstmals erinnerten.« (New York Times) »Ich kenne kein Theaterstück, das auf so spezifische und nachwirkende Art aktuell gewesen wäre. Wie in einem seltenen und leuchtenden Spiegel zeigt Nelson dem Publikum, wie wir heute leben oder auch das Leben verfehlen« (New York Times) Inszenierung Richard Nelson Bühne & Kostüme Susan Hilferty Licht Jennifer Tipton Ton Scott Lehrer & Will Pickens Stage Manager Pamela Salling Assistenz Maggie Swing Produktionsleitung Chris Buckley Benjamin Apple Jon DeVries Tim Andrews Jesse Pennington Jane Apple Sally Murphy Barbara Apple Maryann Plunkett Marian Apple Laila Robins Richard Apple Jay O. Sanders

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TANZ

SUN

Hofesh Shechter Company

 Freitag

Hofesh Shechter Company | London | Großbritannien Termin Fr 15. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 75 €

Zu sanften Klängen formiert sich die malerische Gruppe der Tänzer. Wie Sommergäste sehen sie aus oder wie eine Gauklertruppe in ihren hellen, fließenden Kostümen. Auch wenn Hofesh Shechter seine Tänzer in goldenes Licht taucht, ist »SUN« ebenso dunkel wie frühere Stücke. Die Perfektion wird verzerrt, die Harmonie weicht einer intuitiven Beschreibung von Feindschaft und Gewalt. Shech­ ters Arbeit begegnet dem ländlichen Schrecken des Kolonialismus mit einer Spur scharfen Humors. Jedoch befasst sie sich nicht nur mit den dunklen Seiten längst vergangener Kolonialzeiten, sondern auch mit denen unserer Zeit. Wir alle sind Glückssucher. Aber woher kommt der Reichtum, in dem wir leben? Und wer bezahlt den Preis für diesen Wohlstand? Die virtuosen Tänzer werden angetrieben von wuchtiger Musik – ebenfalls eine Kreation des Multitalents Shechter. Aus elektronischen Klanglandschaften und Aufnahmen langjähriger musikalischer Weggefährten entsteht eine vielschich­tige Musik­ partitur. Hofesh Shechter ist ein Ausnahmekünstler – oder wie der Londoner Guardian schrieb: ein echtes Original! »In diesem Stück geht es um Ambivalenzen. Die Sonne schenkt uns Leben und wird doch, aller Voraussicht nach, unser menschliches Leben hier beenden. Sie ist etwas Zärtliches, aber sie verbrennt uns auch, etwas, das zugleich schön und gefährlich ist.« (Hofesh Shechter) Hofesh Shechter machte seinen Abschluss an der Akademie für Tanz und Musik in Jerusalem und ging danach zur berühmten Batsheva Dance Company. Dort arbeitete er u. a. mit den Choreografen Wim Vandekeybus und Tero Saarinen. Er studierte Schlagzeug und Percussion in Tel Aviv und Paris und entwickelte europaweit eigene Musik- und Tanz-Projekte. 2002 ging er nach London und kooperierte mit Veranstaltern wie The Place und Sadler’s Wells. 2008 gründete er die Hofesh Shechter Company, mit der er weltweit tourt. Seine Stücke werden u.  a. bei Carte Blanche, Bern Ballett, Scottish Dance Theatre, CandoCo und ndt aufgeführt. Choreografie & Musik Hofesh Shechter Bühne Merle Hensel Licht Lee Curran Kostüme Christina Cunningham SUN ist eine Produktion der Hofesh Shechter Company im Auftrag von Bruno Wang und wird gefördert von der Columbia Foundation und der London Community Foundation. Koproduktionspartner Brighton Dome & Brighton Festival, Sadler’s Wells London, Melbourne Festival, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de la Ville Paris, Festspielhaus St Pölten, Berliner Festspiele – Foreign Affairs, Roma Europa, Mercat de les Flors und Theatre Royal Plymouth.

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SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

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Western Society

 Freitag

In »Western Society« zoomt das Performance-Kollektiv Gob Squad mit der Kamera ins Herzstück der westlichen Zivilisation: die Familien­feier. Auf YouTube haben sie das Wohnzimmer-­Heimvideo einer amerikanischen Familienfeier entdeckt, das scheinbar so langweilig und unspektakulär ist, dass es fast niemand sehen wollte. Drei Minuten banal alltägliche, westliche Durchschnittlichkeit. Doch dann beginnen die Performancekünstler von Gob Squad das Video in seinen Einzelteilen zu erforschen. Sie demontieren, stellen nach und überschreiben. Die Unbekannten des Videos werden zu Rollen auf der Bühne: Wie fühlt sich wohl die Dame auf der Sofakante, die drei Minuten lang ununterbrochen in der Torte stochert?

Gob Squad | Berlin & Nottingham | Deutschland & Großbritannien In deutscher & englischer Sprache. Termine Fr 15. Mai 20.00 Uhr Sa 16. Mai 20.00 Uhr Malsaal

Das Publikum wird zum Spiel eingeladen: Wer Glück hat, kann Preis selbst erleben, wie es sich anfühlt, mittendrin und zusammen allein 25 € zu sein. Plötzlich zeigt sich in diesem mit britisch­-komischem Fein­ gefühl sezierten Ausschnitt konservierter Realität mehr: Ein Bild, das alles zu enthalten scheint, was wir erreicht haben. Alles, was uns ausmacht und zusammenhält und alles, was uns trennt. »Western Society« ist grotesker Albtraum und golden glänzende soziale Utopie – zu echt, zu fake, zu vertraut und zu bizarr. Ein absurd komisches Gesellschaftsportrait des 21. Jahrhunderts, das sich anfühlt wie eine ewige Party, die nie enden darf. Das britisch­-deutsche Kollektiv Gob Squad zählt zu den wichtig­sten Performancekünstlern Europas. Seit zwanzig Jahren arbeiten sie auf der Suche nach der Schönheit im Banalen an der Konzeption, Inszenierung und Darstellung von Live-­Performances im Grenz­ bereich von Theater, Kunst und Medien. Ihre Produktionen wie »Super Night Shot« (2003), »Gob Squad’s Kitchen« (2007), »Saving the World« (2008) wurden weltweit gefeiert. »Before Your Very Eyes« war außerdem 2012 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. »Gob Squad suchte nach dem Inbegriff der westlichen Gesellschaft und fand ihn in einem recht öden Familienvideo auf Youtube – die daraus entwickelte Performance ist zum Glück gescheit und sehr witzig.«
 (der Standard, Österreich) Konzept & Regie Gob Squad Performance Johanna Freiburg, Sean Patten, Damian Rebgetz, Tatiana Saphir, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost, Simon Will Sounddesign Jeff McGrory, Torsten Schwarzbach Video Miles Chalcraft, Kathrin Krottenthaler Realisation Kostüme Emma Cattell & Kerstin Honeit Realisation Bühnenbild Lena Mody Technische Leitung & Lichtdesign Chris Umney, Max Wegner Dramaturgie & Produktionsleitung Christina Runge Produktionsassistenz & Tourmanager Mat Hand, Lena Mody Regiehospitanz Sarah Sarina Rommedahl, Sophie Galibert Management Eva Hartmann Tour Management Mat Hand

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16  Samstag

TANZ

B.R.I.S.A. / Schubert / Sad Case / Some Other Time Nederlands Dans Theater 2

Unter der künstlerischen Leitung von Paul Lightfoot gilt das Neder­ Nederlands Dans Theater 2 | Den Haag | lands Dans Theater 2 als eine der führenden zeitgenössischen Niederlande Tanz-Kompanien weltweit. Es ist die Junior-Company des renom­ mierten Nederlands Dans Theater (ndt), das von den Choreografen Termine Hans van Manen und Jiří Kylián wesentlich geprägt wurde und Sa 16. Mai 19.30 Uhr schon mehrfach bei den Internationalen Maifestspielen gastierte. So 17. Mai 19.30 Uhr * Die ndt-Tänzer sind bekannt für ihre Virtuosität, einmalige Aus­ Großes Haus drucksstärke und verblüffende Technik. Darüber hinaus bindet ndt 2 verschiedene Kunstformen ein, indem es visuelle Kunst, Musik-Kom­ Preise positionen und innovatives Licht- und Bühnenbild-Design in seinen 8 – 75 € Kreationen nutzt, wodurch neue vielversprechende Talente ent­ deckt werden. Die Zusammenarbeit mit etablierten Choreografen wie Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot, Marco Goecke und Johan * Inger, aber auch mit Newcomern, macht das Repertoire des ndt    2 Am 17. Mai AUSKLANG mit den so abwechslungsreich. Die jungen Tänzer erlangen dadurch die Künstlern im Foyer im Anschluss Fähigkeit, heutige Realitäten widerzuspiegeln und diese Elemente an die Vorstellung als eine Art Zeitgeist des 21. Jahrhunderts in neuen Produktionen zu verinnerlichen und zu verkörpern. Bei den Internationalen Maifest­ spielen 2015 präsentiert das ndt 2 ein eigens für Wiesbaden zusam­ mengestelltes Programm. In »b.r.i.s.a.« erforscht der schwedische Choreograf Johan Inger, dessen »Walking Mad« dem Wiesbadener Publikum bereits be­ kannt ist, das Thema des Erwachens und des Wandels. Welche Welt verbirgt sich hinter Menschen und ihren Angewohnheiten? Wieder fließen hier gehaltvolle Thematik und Humor zusammen. Mit »Sad Case«, »Schubert« und »Some Other Time« folgen Produk­ tionen von Sol León & Paul Lightfoot, die in dieser Spielzeit ihr 25-jähriges ndt-Jubiläum feiern. Von dem mitnichten traurigen Fall »Sad Case« über die erst im November 2014 uraufgeführten Stücke »Schubert« und »Some Other Time« präsentiert das ChoreografenDuo seine charakteristische emotionale Tanzsprache – innovativ und auf höchstem technischem Niveau. Choreografie B.R.I.S.A. Johan Inger Choreografie Schubert / Sad Case / Some Other Time Sol León & Paul Lightfoot

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18  Montag

19  Dienstag

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland In italienischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termine Di 19. Mai 19.30 Uhr So 24. Mai 19.30 Uhr Fr 29. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 135 €

LIEDERABEND

Liederabend mit Anja Harteros Weitere Informationen siehe Seite 23

OPER

Norma

Vincenzo Bellini (1801  –  1835) Melodramma in zwei Akten Libretto: Felice Romani Uraufführung: 1831 in Mailand

Nicht weniger als »die beste meiner Opern« war »Norma« für ihren Schöpfer Vincenzo Bellini. Die Titelheldin versucht, ihr unterdrück­ tes Volk vom Aufstand gegen die Römer abzuhalten, weil sie selbst den Feind liebt und Kinder mit ihm hat. »Norma« erzählt von einer Zerreißprobe zwischen Pflicht­erfüllung und persönlichem Glücks­ anspruch. Regisseurin Gabriele Rech zeichnet das Porträt einer starken Frau, die ihre Liebe ebenso radikal verfolgt wie ihren Hass. Erleben Sie mit Edita Gruberova eine der größten Belcanto-Sänge­ r­innen unserer Zeit bei den Internationalen Maifestspielen. Die »Königin des Belcanto« ist für ihren virtuosen Gesang berühmt und begeisterte seit ihrem Debüt als Norma in Tokio 2003 in dieser Partie auch weltweit, u.  a. in München, Wien und Salzburg. Als Adalgisa ist die junge Mezzosopranistin Anna Lapkovskaja zu erleben, die seit 2013 an der Mailänder Scala und den Staatsopern in München und Berlin engagiert war, in der Partie des Pollione der us-amerikani­ sche Tenor Scott Piper. Musikalische Leitung Will Humburg Inszenierung Gabriele Rech Bühne Matthias Schaller, Susanne Füller Kostüme Susanne Füller Licht Ralf Baars Chor Albert Horne Dramaturgie Katja Leclerc Norma Edita Gruberova Adalgisa Anna Lapkovskaja Pollione Scott Piper Oroveso Young Doo Park Clotilde Stella An Flavio Aaron Cawley Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Edita Gruberova

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La Traviata

Giuseppe Verdi | ab 6. Mär. 2015

Lohengrin

Richard Wagner | ab 15. Mär. 2015

HESSISCHES STAATSBALLETT Aschenputtel

Ballettabend von Tim Plegge | ab 13. Feb. 2015

Die Entführung aus dem Serail

Spannweiten *

Die menschliche Stimme/ Herzog Blaubarts Burg

Ballett für junges Publikum

Wolfgang Amadeus Mozart | ab 28. Mär. 2015

Francis Poulenc / Béla Bartók | ab 19. Apr. 2015

The Turn of the Screw *

Benjamin Britten | ab 1. Mai 2015

Tosca *

Giacomo Puccini | ab 23. Mai 2015

Ballettabend von Soto, Pite | ab 24. Mai 2015 Ballettabend von Marguerite Donlon | 21. Nov. 2015

JUNGES STAATSTHEATER Die Wanze

Don Pasquale

ein Insektenkrimi von Paul Shipton | ab 5. März 2015

Orpheus und Eurydike

Die fetten Jahre sind vorbei

Christoph Willibald Gluck | ab 25. Jun. 2015

nach dem Film von Hans Weingartner | ab 5. März 2015

Liederabende im Rahmen der Internationalen Maifestspiele

Max und Moritz

Gaetano Donizetti | ab 17. Jun. 2015

Florian Boesch, Roger Vignoles | 7. Mai 2015

Christian Gerhaher, Gerold Huber | 14. Mai 2015 Anja Harteros, Wolfram Rieger | 18. Mai 2015

SCHAUSPIEL Onkel Wanja

Anton Tschechow | ab 8. Feb. 2015

Leonce und Lena

Georg Büchner | ab 28. Feb. 2015

Clavigo

Johann Wolfgang Goethe | ab 7. Mär. 2015

von Wilhelm Busch | ab 10. Apr. 2015

Der Junge mit der Goldhose

nach dem Buch von Max Lundgren | ab 29. Apr. 2015

Cyrano

nach Edmond Rostand, Fassung von Carsten Kochan | ab 26. Jun. 2015

PREMIEREN / LIEDERABENDE AB FEBRUAR 2015

OPER

JUNGES STAATSMUSICAL Our House

Musical von Tim Firth mit der Musik von Madness | ab 18. Apr. 2015 * Premieren im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2015

Der Geizige

Molière | ab 31. Mär. 2015

Kollaps

Philipp Löhle | ab 12. Apr. 2015

Buddenbrooks

Thomas Mann / John von Düffel | ab 13. Jun. 2015 Spielplan & Vorverkauf unter www.staatstheater-wiesbaden.de


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SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

Riding on a cloud

21  Donnerstag

»Riding on a cloud« ist eine sehr persönliche Arbeit des libanesischen Künstlers Rabih Mroué, in deren Zentrum die Geschichte seines jüngeren Bruders Yasser steht. Yasser wurde im libanesischen Bürger­ krieg von einer Kugel in den Kopf getroffen. Er überlebte schwer verletzt, verlor aber die Fähigkeit, Gegenstände und Menschen auf Bildern zu erkennen. Um das wieder zu erlernen, riet ihm ein Arzt, kurze Videofilme zu drehen. Eine Sammlung von Skizzen und Er­ innerungen entstand: Zeugnis eines fremden Blicks auf die Welt. Rabih Mroué hat aus diesem besonderen Bild-Archiv einen intensi­ ven und berührenden Theaterabend geschaffen. Wie in einem Puzzle setzt Yasser Stück um Stück seine Erinnerungen und die Bilder der Filme zu einer Erzählung der Vergangenheit zusammen. Eine zugleich persönliche und politische Erzählung vom Bürgerkrieg in seiner Heimat, von Verlust und Vergebung und nicht zuletzt von der Kraft der Bilder.

Rabih Mroué | Beirut | Libanon »Riding on a cloud« wurde unter­ stützt von: Fonds Podiumskunsten (Den Haag), Prins Claus Fonds (Amsterdam), Hivos & Stichting DOEN (Den Haag) In arabischer & englischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termine Do 21. Mai 19.30 Uhr Fr 22. Mai 19.30 Uhr * Wartburg

Rabih Mroué, geboren 1967 in Beirut, ist Schauspieler, Regisseur und Preis Autor. Seine Arbeiten, die sich zwischen Theater, Performance und 25 € Installation bewegen, werden weltweit gezeigt. Bei der letzten docu­ menta stand er mit einer der »klügsten und gewaltigsten« (Süddeut­ sche Zeitung) Arbeiten im Fokus.  * Am 22. Mai AUSKLANG mit den Text & Inszenierung Rabih Mroué In Zusammenarbeit mit Sarmad Louis Regieassistenz Petra Serhal Künstlern im Anschluss an die Deutsche Übersetzung Francesca Spinazzi Englische Übersetzung Ziad Nawfal Vorstellung Mit Yasser Mroué

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22  Freitag

Schaubühne am Lehniner Platz | Berlin | Deutschland Termin Fr 22. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 75 €

SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

Die kleinen Füchse – The Little Foxes Von Lillian Hellman | Deutsch von Bernd Samland

Bankiersgattin Regina sehnt sich nach einem Leben in Autonomie – fern von der eintönigen Provinz, die sie nie verlassen hat. Fern von der sentimentalen Doppelmoral ihres herzkranken Ehemanns Horace, von dem sie wirtschaftlich abhängig ist. Fern von der aristokrati­ schen Nostalgie ihrer Schwägerin Birdie, die Schmerz und Demüti­ gung im Alkohol ertränkt. Anders als ihre beiden Brüder Ben und Oscar – neureiche Aufsteiger, die sich in den alten Geldadel gedrängt haben – ist es Regina nie gelungen, eine eigenständige Existenz auf­ zubauen jenseits ihrer Rolle als Ehefrau. Als der attraktive Investor Marshall den Geschwistern eine Beteiligung an einem lukrativen Unternehmen anbietet, sieht Regina ihre Chance gekommen, denn die Brüder benötigen ihre finanzielle Beteiligung. Horace aber errät Reginas Absichten und entzieht ihr, um ihre Gier zu bestrafen, das nötige Kapital. Um dennoch an sein Geld zu gelangen, entwickeln die drei Geschwister – jeder für sich, jeder gegen jeden – einen perfiden Betrugs- und Erpressungsplan. Doch trotz aller Berechnung kalku­ lieren sie nicht seinen Preis. Nina Hoss, eine der großen deutschen Schauspielerinnen, ist in der Hauptrolle zu erleben. Lillian Hellman (1905 – 1984) behauptete sich als einzige weibliche Autorin gegen die von männlichen Autoren do­ minierte amerikanische Dramatik des 20. Jahrhunderts. »The Little Foxes« wurde 1939 zum größten Erfolg ihrer Laufbahn.  In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt Irene Bazinger, das Stück sei eine wahre Wiederentdeckung: eine »Parabel auf die heutige durchökonomisierte Welt, in der reüssiert, wer am wenigsten Hemmungen hat, seinen Vorteil zu suchen.« Ostermeier habe das Stück »mit dem wohlharmonierenden Ensemble hochkonzentriert und fein« nachgezeichnet, die Aufführung vibriere geradezu »vor psychischer Anspannung und extrem verdichteter Energie. Ostermeier zaubert weder feministische noch kapitalismuskritische Lösungen aus dem Hut, sondern lässt die Aufführung gekonnt in der Schwebe enden. Eine Autorin ist zu entdecken, ein Stück zu feiern. Und eine Inszenierung zu preisen.« Inszenierung Thomas Ostermeier Bühne Jan Pappelbaum Kostüme Dagmar Fabisch Musik Malte Beckenbach Dramaturgie Florian Borchmeyer Licht Urs Schönebaum Birdie Hubbard Ursina Lardi Oscar Hubbard David Ruland Leo Hubbard Moritz Gottwald Regina Giddens Nina Hoss William Marshall Andreas Schröders Ben Hubbard Mark Waschke Alexandra Giddens Iris Becher Horace Giddens Thomas Bading Addie Jenny König

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WIR FÖRDERN KULTUR

In der polyzentrischen Rhein-Main-Region, in der sich erstrangige Kultur- und Bildungseinrichtungen, Forschungs- und Lehrstätten befinden, kann ein verknüpfendes Element Synergien schaffen und herausragende Ergebnisse hervorbringen. Dieser Aufgabe hat sich der Kulturfonds Frankfurt RheinMain verpflichtet. So führt der gemeinnützige Fonds Kulturschaffende zusammen und ermöglicht Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Mit unserem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Kulturprojekte in Wiesbaden und der gesamten Rhein-Main-Region: www.kulturfonds-frm.de/newsletter

Getragen wird der gemeinnützige Fonds vom Land Hessen, von Frankfurt am Main, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis, Darmstadt, Wiesbaden und Hanau. www.kulturfonds-frm.de | Facebook | Twitter


OPER

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Tosca

Giacomo Puccini (1858  – 1924) Melodramma in drei Akten Libretto: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Uraufführung: 1900 in Rom

Folter und Tod, Glocken und Kanonen sind der Stoff, aus dem Puccinis fünfte Oper gemacht ist. »Mit ›La Bohème‹ wollten wir Tränen ern­ ten, mit ›Tosca‹ wollten wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.« Direkt bekennt sich Puccini in seinem Werk zur Hinwendung vom poetischen Rührstück zum naturalistisch schockierenden Drama. Das Läuten von Kirchen­ glocken und der Gesang des Hirtenknaben sind die Klangkontraste zu Toscas innigem Gebet und Cavaradossis blühenden Lyrismen in bekannter Puccini-Süße. In der Titelpartie ist mit der Amerikanerin Adina Aaron einer der vielversprechendsten Spinto-Soprane zu er­ leben. Als Cavaradossi kommt José Cura, ein bedeutender Interpret des italienischen Fachs und grandioser Darsteller, nach Wiesbaden. Samuel Youn, in Bayreuth, Berlin und an vielen internationalen Opernhäusern gefeiert, wird sein Debüt als Scarpia geben. Am Pult steht mit Will Humburg ein ausgewiesener Spezialist für das italie­ nische Repertoire.

 Samstag

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland In italienischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termine Sa 23. Mai 19.30 Uhr Di 26. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 135 €

Musikalische Leitung Will Humburg Inszenierung nach Sandra Leupold Spielleitung Beka Savić Bühne Tom Musch Kostüme Marie-Luise Strandt Chor Albert Horne Dramaturgie Brundhild Matthias, Bodo Busse Floria Tosca Adina Aaron Mario Cavaradossi José Cura Scarpia Samuel Youn Cesare Angelotti Young Doo Park Der Mesner Wolf Matthias Friedrich Spoletta Benedikt Nawrath Sciarrone Monte Jaffe Ein Hirte Stella An Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Jugendchor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden / Einstudierung Dagmar Howe, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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24  Sonntag

TANZ

Spannweiten

Premiere des Hessischen Staatsballetts Ballettabend von Cayetano Soto, Crystal Pite & Václav Kuneš

Von den Möglichkeiten, die Tanz im 21. Jahrhundert bietet, und Hessisches Staats­ ballett | Wiesbaden & von den Weiten, die er in einem Zeitalter der Spezialisierung und Darmstadt | Vereinzelung überspannen kann, handelt »Spannweiten«. Deutschland Die deutsche Erstaufführung »Twenty Eight Thousand Waves« von Cayetano Soto nimmt Bezug auf den Film »Das geheime Leben der Termine Worte« der spanischen Regisseurin Isabel Coixet. Er handelt von So 24. Mai 19.30 Uhr einem Mann, der Opfer eines Brandes auf einer Ölplattform wurde Do 28. Mai 19.30 Uhr und von der Frau, die ihn pflegt. Im Film spricht ein Mädchen von So 31. Mai 19.30 Uhr den 28.000 Wellen, die täglich auf die Plattform treffen – für Cayetano Kleines Haus Soto ein Bild für die nie enden wollenden Herausforderungen des Preise Lebens. Die Arbeiten des Spaniers sind weltweit zu sehen, u.  a. beim 10 – 36 € Stuttgarter Ballett, Aspen Santa Fe Ballet, Introdans und Ballett São Paulo. Von der Kanadierin Crystal Pite, international für namhafte Kompa­ nien tätig, kommt der zweite Teil. Sie ist über ihre Zugehörigkeit zum Ballett Frankfurt und durch ihre von 2010 bis 2012 am Künst­ lerhaus Mousonturm etablierte Truppe Kidd Pivot eng mit der Rhein-Main-Region verbunden. »Ten Duets on a Theme of Rescue«, deutsche Erstaufführung, ist eine Nahaufnahme menschlicher In­ teraktion; es geht um mögliche, verpasste oder verweigerte Sicher­ heiten. Hochdramatischer und umwerfend skurriler Tanz. Die Choreografin erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Für den letzten Teil kreiert der tschechische Choreograf Václav Kuneš zusammen mit seiner Prager Kompanie 420 People und dem Hessischen Staatsballett ein neues Stück. Kuneš war jahrelang Tänzer des berühmten ndt und begann 2004 seine Karriere als freischaffender Choreograf. Er schuf bereits mehrere Werke für das ndt 2, Copenhagen International Ballet und Korzo Theater Den Haag. 2007 gründete er seine eigene Kompanie. In einer zweiwöchi­ gen Residenz beginnt Kuneš die deutsch-tschechische Produktion und entwickelt sie dann in beiden Kompanien unabhängig weiter.

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25  Montag

OPER

Lohengrin

Richard Wagner (1813  –  1883) Romantische Oper in drei Aufzügen Libretto vom Komponisten Uraufführung: 1850 in Weimar

Hessisches Staats­ theater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland In deutscher Sprache. Mit Übertiteln.

Der junge, tugend- und rätselhafte Ritter Lohengrin trägt einen typischen Zug der Wagnerschen Helden und verkörpert das ewige Thema des Komponisten überhaupt: die Erlösung. Lohengrin ist nicht nur der Retter Elsas aus der Not, er soll auch das Herzogtum Brabant vor dem Zusammenbruch bewahren. Er erscheint aus dem Nichts, geführt von einem Schwan – eine Projektionsfigur aller Er­ lösungswünsche.

Termin Mo 25. Mai 17.00 Uhr Großes Haus

In der Titelpartie des Lohengrin überzeugte Klaus Florian Vogt, einer der gefragtesten Tenöre im deutschen Fach, bereits bei den Bay­ reuther Festspielen, an der Staatsoper Berlin, in Wien, New York und Tokio. Als Ortrud ist die legendäre Mezzosopranistin Waltraud Meier zu erleben, die als Kundry bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere begann. Die Partie der Elsa singt die niederländische Sopranistin Barbara Haveman, die bereits in großen Wagner-Rollen in Covent Garden London, an der Volksoper Wien sowie in Amster­ dam überzeugte und regelmäßig an der Wiener Staatsoper gastiert.

Preise 8 – 135 €

Musikalische Leitung Zsolt Hamar Inszenierung nach Kirsten Harms Spielleitung Magdalena Weingut Bühne & Kostüme Bernd Damovsky Chor Albert Horne Dramaturgie Karin Dietrich Heinrich der Vogler Bjarni Thor Kristinsson Lohengrin Klaus Florian Vogt Elsa von Brabant Barbara Haveman Friedrich von Telramund Oliver Zwarg Ortrud Waltraud Meier Der Heerrufer des Königs Christopher Bolduc Vier brabantische Edle Vladimir Emelin, Jochen Elbert, Christian Balzer, Eric Keller Vier Edelknaben Eunshil Jung / Ayako Daniel, Heike Schmidt / Ines Behrendt, Kylie Carter / Petra Urban, Barbara Schramm / Lena Naumann Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staats­ theaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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KONZERT

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Novaya Opera Moskau Tschaikowski – Borodin

 Mittwoch

Peter Tschaikowski (1840 – 1893) Slawischer Marsch Ausschnitte aus der Oper »Eugen Onegin« Alexander Borodin (1833 – 1887) Ausschnitte aus der Oper »Fürst Igor«

Seit ihrer Gründung 1991 hat sich die Novaya Opera Moskau als eines der führenden Opernhäuser Russlands etabliert und macht regel­ mäßig mit internationalen Gastspielen auf sich aufmerksam. Seit 1995 ist der britische Dirigent Jan Latham-Koenig Künstlerischer Leiter und Chefdirigent. Die opulenten szenischen Produktionen der Novaya Opera von Richard Wagners »Tristan und Isolde« und Alexander Borodins »Fürst Igor« wurden in London gefeiert. Bei den Internationalen Maifestspielen ist die Novaya Opera mit hochkarätigen Konzerten zu erleben.

Novaya Opera | Moskau | Russland Termin Mi 27. Mai 19.30 Uhr Friedrich-von-Thiersch-Saal Kurhaus Preise 15 – 120 €

Mit einem russischen Programm entführt die Novaya Opera in ihrem ersten Gastkonzert in ihr Heimatland. Basierend auf dem mit­ telalterlichen »Igorlied« erzählt Alexander Borodin in seiner Oper Geschichten von Liebe, verfeindeten Völkern und gütigen Herrschern in mitreißender Musik. Mit Musik von Tschaikowski stehen weitere Preziosen des russischen Repertoires auf dem Programm. »Das Orchester unter der inspirierten Leitung von Jan Latham-Koenig ist herausragend. Die Inszenierung ist von einer überwältigenden Pracht, der Orchesterklang dynamisch und strahlend.« (Hilary Finch, The Times, über »Fürst Igor«) Dirigent Jan Latham-Koenig Orchester der Novaya Opera Moskau Tatjana Elizaveta Soina Lenski Alexey Tatarintsev | Fürst Igor Sergey Artamonov Wladimir Igorowitsch Alexey Tatarintsev Kontschak Vitaly Efanov Kontschakowna Agunda Kulaeva Polowezer Mädchen Marina Efanova

Jan Latham-Koenig

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28  Donnerstag

Novaya Opera | Moskau | Russland Termin Do 28. Mai 19.30 Uhr Friedrich-von-Thiersch-Saal Kurhaus Preise 15 – 120 €

KONZERT

Novaya Opera Moskau Prokofjew – Wagner

Sergej Prokofjew (1891 – 1953) Auszüge aus »Romeo und Julia«, Ballettmusik Richard Wagner (1818  – 1883) Tristan und Isolde, 2. Akt

Zwei Liebespaare, die nur im Tod zueinanderfinden können, stehen im Zentrum des zweiten Konzerts der Novaya Opera. Shakespeares Romeo und Julia, denen Sergej Prokofjew ein Ballett und zwei daraus zusammengestellte Orchestersuiten widmete, und Richard Wagners Tristan und Isolde stehen für die alles Irdische überdauernde Liebe. Für den 2. Akt aus Wagners Oper wartet die Novaya Opera mit hoch­ karätiger Sängerbesetzung auf. So singt der Star-Tenor Peter Seiffert die Rolle des Tristan. Seine Weltkarriere begann an der Deutschen Oper Berlin, sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen erfolgte 1996, seitdem ist er gefeierter Gast an der Münchner und Wiener Staatsoper und an den großen Opernhäusern weltweit. Ihm zur Seite steht die Sopranistin Nicola Beller Carbone als Isolde, die bereits in der dies­ jährigen Wiesbadener Eröffnungspremiere, Richard Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«, als Färberin brillierte. »Maestro Jan Latham-Koenig led the Novaya orchestra with masterful and attentive direction, interpreting the score with both richness and beauty.« (Raymond Stults, The Moscow Times, über »Tristan und Isolde«) Dirigent Jan Latham-Koenig Orchester der Novaya Opera Moskau Tristan Peter Seiffert Isolde Nicola Beller Carbone König Marke Vitali Efanov Brangäne Anastasia Bibicheva Melot Aaron Cawley Kurwenal Benjamin Russell

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KONZERT

28

La Dafne

Marco da Gagliano (1582  –  1643) Oper in einem Prolog und sechs Szenen Libretto: Ottavio Rinuccini nach Ovids »Metamorphosen« Uraufführung: 1608 in Mantua

 Donnerstag

Seit zehn Jahren ist das Ensemble Mattiacis mit seinen Barockkon­ zerten im funkelnden Foyer des Staatstheaters ein fester Bestandteil der Internationalen Maifestspiele. Unter der Leitung von Thomas de Vries schlossen sich 2005 Orchestermitglieder und Gesangssolisten des Hessischen Staatstheaters zu einem Ensemble zusammen, das in der gesamten Region zu einer festen Größe der historisch infor­ mierten Aufführung von Barockmusik geworden ist.

Ensemble Mattiacis | Wiesbaden | Deutschland

In diesem Jahr widmet sich das Konzert zu den Internationalen Mai festspielen einer Oper des frühbarocken Italieners Marco da Gagliano. Seine Komposition entstand auf das Libretto von Rinuccini, das auch Jacopo Peri 1598 in Florenz dem Werk zugrunde legte, welches heute als die erste Oper der Musikgeschichte überhaupt gilt.

Preis 20 €

Termin Do 28. Mai 19.30 Uhr Foyer

Kein Geringerer als Ovid selbst kündigt die Handlung im Prolog an. Sie erzählt von der Macht Amors, der den unzugänglichen Gott Apollo dazu bringt, sich unsterblich in die schöne Nymphe Dafne zu verlieben. Als diese in einen Lorbeerbaum verwandelt wird, bleibt Apollo in tiefem Liebesschmerz zurück. Amor triumphiert, doch jede edle Stirn wird seitdem von Lorbeerblättern wie von den Händen der schönen Dafne umkränzt. Ensemble Mattiacis | Musikalische Leitung & Einrichtung Thomas de Vries Dafne Julia Marie Cremer Venus Diana Schmid Amor Sarah Jones Tirsi Felix Uehlein Hirt Gert Hohmann

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OPER

30

Il Catone in Utica Leonardo Vinci (1690  –  1730) Libretto: Metastasio Uraufführung: 1728 in Rom

 Samstag

Parnassus Arts Productions | Baden | Österreich In italienischer Sprache. Termin Sa 30. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 99 €

Nach der spektakulären, ausschließlich mit Countertenören besetzten kürzlichen Wiederentdeckung von »Artaserse« ist der italienische Barockkomponist Leonardo Vinci (1690   –  1 730) allen Barock­opern­ liebhabern ein Begriff. Nun wird mit »Il Catone in Utica« (1728) ein weiteres stimmliches Gourmetmenü von Parnassus Arts Productions für Wiesbaden zusammengestellt, diesmal mit vier Countertenören und zwei Tenören. Diese durchgehend männliche Besetzung – inklu­ sive der zwei Frauenrollen – folgt einer päpstlichen Verfügung aus der Entstehungszeit. Der Politthriller um die historische Figur des Republikaners Cato d. J., einem erbitterten Gegner des römischen Diktators Cäsar, ist durch Liebeswirren zusätzlich dramatisiert. Das Werk endet auch nicht zeitgemäß glücklich im lieto-fine, sondern mit dem historisch verbürgten Selbstmord des Titelhelden. Die ex­ zellente Besetzung mit Stars der barocken Opernwelt, allen voran die Countertenöre Franco Fagioli, Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus, darf in virtuosen Affektarien brillieren. Auf historischen Instrumenten musiziert das Barockensemble »Il Pomo d’Oro« unter der Leitung des Violinisten Riccardo Minasi, der für seine jüngste cd-Aufnahme Grammy-nominiert wurde. Musikalische Leitung Riccardo Minasi Inszenierung Jakob Peters-Messer Bühne, Kostüme Markus Meyer Cesare Franco Fagioli Catone Juan Sancho Arbace Max Emanuel Cencic Marzia Valer Sabadus Fulvio Martin Mitterrutzner Emilia Vince Yi Il Pomo d’Oro

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Franco Fagioli

Juan Sancho

Max Emanuel Cencic

Valer Sabadus

Martin Mitterrutzner

Vince Yi

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30  Samstag

Kurdisches Ensemble Erbil & Dohok | Kurdistan / Irak In kurdischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termin Sa 30. Mai 19.30 Uhr Kleines Haus Preise 10 – 29 €

SCHAUSPIEL & PERFOMANCE

Wartende Frauen ‫ژنێن چاڤەرێ‬ »Anfal« nannte Saddam Hussein seinen Genozid an den Kurden. Die Sure Al-Anfal heißt Beute und spricht dem Sieger in einem Krieg gegen »Ungläubige« deren Besitz zu. Heute wird sie erneut miss­ braucht. Ausgehend von Euripides’ »Troerinnen« erarbeiteten in der kurdischen Stadt Dohok – 35 Kilometer von durch den is besetzten Gebieten – ein rein weibliches Ensemble und ein Mann, diesen eindringlichen Abend. Von den Fundamentalisten verschleppt, erwarten die Frauen in der Wüste ihr Schicksal: Vergewaltigung, Zwangsheirat, Verskla­ vung. Einzig ein als deus ex machina einschwebender Kommandant strukturiert ihren Tag. Die Zermürbung monatelangen Wartens schürt Konflikte in der Gruppe. Dennoch bleibt ein Funke Hoffnung. Ganz auf das intensive Spiel seines Ensembles konzentriert, mit erzählerischen und bildlichen Elementen islamischer Kultur sowie traditionellem Tanz und Musik, übersetzt Regisseur Ihsan Othmann eine zeitaktuelle Erzählung ins Allgemeingültige. Inszenierung Ihsan Othmann Bühne Shiraz Aziz Maraan Kostüme Ismail Oyur Choreografie Serhat Kural Produktion Hiwa AL- Hamawandi Kaval Rugeş Kırıcı Haybat Sedqi Haji Berfin Beyaz Emektar | Siyar Taib, Ekhlas Abdullah Omar, Barin Sedqi Tahir, Delvin Hakim Aziz, Hawaa Abdulqader Ali, Havrist M. Ameen Sulaiman, Sharmin Zarneshan, Shadi Gholami, Mona Molaei, Yeşim Coşkun, Dilan Yoğun, Serhat Kural, İsmet Köroğlu, Ayhan Karaağaç

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SCHAUSPIEL & PERFORMANCE

31

ABBA jetzt ! Die unverschämte Hommage an die schwedischen Popgötter

ABBA hat alles, was eine Band zum Kult macht: Jede Menge Fans, jede Menge Hasser, jede Menge Ohrwürmer (die selbst die Hasser mitsingen können) und jede Menge Coverversionen. Auch Tilo Nest (Burgtheater Wien), Hanno Friedrich (sat1 »Sechserpack«) und Alexander Paeffgen (Pop-Akademie Mannheim) interpretieren die schwedischen Überhits und nähern sich dem musikalischen »Welt­ kulturerbe« aus verschiedenen Blickwinkeln der Musikgeschichte.

 Sonntag

Termin So 31. Mai 19.30 Uhr Großes Haus Preise 8 – 55 €

Mit Stimme und Piano begeben sie sich auf eine urkomische, unver­ schämt pietätlose und mit einigen handgreiflichen Überraschungen aufwartende Odyssee durch das Werk des skandinavischen Quartetts. Mit ihren Flamenco-, Heavy Metal- und HipHop-Versionen begeis­ tern sie seit mehr als 15 Jahren ein internationales Publikum und beweisen, dass Benny und Björn nicht zwei Frauen, sondern eher der dritte Mann fehlte. »Wo es bei anderen Tribute-Veranstaltungen Dutzende von Bands braucht, genügen hier zwei Stimmen und ein Paar flinke Finger auf den Tasten. [ … ] Eine geniale Hommage. [ … ] Es war einfach zum brüllen komisch, fast schon zum heulen vor Lachen.« (Badische Zeitung) Gesang Tilo Nest, Hanno Friedrich Piano Alexander Paeffgen

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FILM

Filmprogramm in der Caligari FilmBühne Im Rahmen der Internationalen Maifestspielen

03

Romeo and Juliet

 Sonntag

Von Baz Luhrmann

Termin So 03. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne

Baz Luhrmann wagte eine furiose Modernisierung des berühmten Stoffes auf der Grundlage der Überlegung, wie Shakespeare selbst sein Stück heute als Film inszeniert hätte. Aus den beiden verfeindeten Familien Capulet und Montague werden hier Mafiaclans, die einan­ der gewaltvoll bekämpfen. Die originalen Blankverse vermischen sich mit Popmusik und Einflüssen der Popkultur der 1990er Jahre. So fasziniert der Film sowohl als kulturgeschichtliches Dokument wie auch als furios gespielte Liebestragödie.

Preise 6 € / erm. 5 €

USA 1996, 113 Min, engl. Original mit deut. Untertitel, Darsteller / in: Leonardo DiCaprio, Claire Danes

04

Romeo und Julia im Schnee

 Montag

Von Ernst Lubitsch

Camille Von Albert Capellani

Termin Mo 04. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne Preise 7 € / erm. 6 €

Eine Neuinterpretation der burlesken Art unternimmt Meister­ regisseur Ernst Lubitsch, indem er die Handlung in das Dorf Schwabstedt im Schwarzwald verlegt. Den Streit der Familien Capulet­hofer und Montekugerl versieht er mit einer ganzen Fülle von Situationskomik und unvergesslichen Typenzeichnungen. Albert Capellanis selten zu sehender Film »Camille« ist eine der frühesten Verfilmungen der »Kameliendame«. Sie steht in der Tradition der melodramatischen Theaterinszenierungen des 19. Jahrhunderts. Stummfilm mit Live-Musik Begleitung am Flügel: Uwe Oberg Romeo und Julia im Schnee D 1920, ca 40 Min, Darsteller / in: Jakob Tiedke, Marga Köhler Camille USA 1915, ca. 70 Min, Darsteller / in: Clara Kimball Young, Paul Capellani

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35 Cows and a Kalaschnikov

07

Von Ossi von Richthofen

 Donnerstag

Der Film portraitiert drei afrikanische Männlichkeitsrituale. In großen Bildern feiert er die afrikanische Dandy-Kultur der »Sapeurs« in Brazzaville. Sich elegant zu kleiden ist für sie weit mehr als eine Mode: Es ist Widerstand gegen Armut, innere Freiheit und Lebensgefühl. Auch die Surma mit ihren kunstvollen Körperbe­ malungen im äthiopischen Omotal und die aufwändig kostümierten Voodoo-Wrestler von Kinshasa gewinnen in ihren spektakulären Auftritten Lebenskraft und Stolz durch ihre Rituale. Drei ungewöhn­ liche, sehr farbenfrohe Geschichten aus Afrika.

Termin Do 07. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne Preise 6 € / erm. 5 € Zu Gast: Catarina von Richthofen

D 2014, 87 Min, Original mit engl. Untertitel, Dokumentarfilm (Co-Producer Roland Emmerich)

Medea

18

Von Pier Paolo Pasolini

 Montag

Medea, eine kolchische Königstochter, verrät aus Liebe zum griechi­ schen Helden Jason ihr Volk und zieht mit ihm in seine ihr fremde Heimat. Als Jason sie nach Jahren des Zusammenlebens verlässt, nimmt sie grausame Rache. Pasolini untersucht die zeitgenössische Aktualität des altgriechischen Mythos’ und setzt dabei einen ganzen Fundus filmischer Techniken ein. Die Opernlegende Maria Callas brilliert in ihrer einzigen Filmrolle, spielt die Medea zurückhaltendstreng und doch voll innerem Feuer.

Termin Mo 18. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne Preise 6 € / erm. 5 €

I / F / BRD 1969, 110 Min, Deutsche Fassung, Darsteller / in: Maria Callas, Massimo Girotti, Laurent Terzieff

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20

Je veux voir

 Mittwoch

Von Joana Hadjithomas und Khalil Joreige

Termin Mi 20. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne

Der zweite Libanonkrieg im Jahre 2006 dauerte nur einen Monat, richtete aber immense materielle und moralische Schäden an. Die libanesischen Filmemacher Hadjithomas und Joreige verfolgten die Zerstörungen damals von Paris aus am Fernseher mit. Ihr dokumen­ tarischer Film begleitet die Schauspiellegende Catherine Deneuve auf einer Reise in den Libanon. Dort trifft sie auf ihren Schauspiel­ kollegen Rabih Mroué und bereist mit ihm das Land, auf der Suche nach eigenen Bildern und Erklärungen.

Preise 6 € / erm. 5 €

F 2008, 75 Min, frz. Original mit engl. Untertitel, Darsteller / in: Catherine Deneuve, Rabih Mroué

26

La dame aux camelias

 Dienstag

Von Mauro Bolognini

Termin Di 26. Mai 20.00 Uhr Caligari FilmBühne

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Alphonse Plessis wird nach einem Diebstahl in Paris zur Prostitution gezwungen und ent­ wickelt sich in kurzer Zeit zur Edelkurtisane, bevor sie mit 23  Jahren an der Schwindsucht stirbt. Der erfahrene Opernregisseur Mauro Bolognini verfilmt den berühmten Roman von Alexandre Dumas d. J. im Spannungsverhältnis zwischen opulenten Dekors und Interesse an sozialen Fragestellungen. Die junge Isabelle Huppert liefert eine der Glanzleistungen ihrer Karriere.

Preise 6 € / erm. 5 €

F / I 1981, 115 Min, Deutsche Fassung, Darsteller / in: Isabelle Huppert, G. M. Volonté, Bruno Ganz

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Tanzfilmnacht Sidi Larbi Cherkaoui | Oskar Schlemmer u.  a.

Die Vorfreude auf spektakuläre und innovative Tanzgrößen der Internationalen Maifestspiele 2015 wird am 11. Mai in der Caligari FilmBühne Wiesbaden noch einmal gesteigert. Im Mittelpunkt der Tanzfilmacht stehen die Arbeiten von Sidi Larbi Cherkaoui, der mit der Produktion »生长 genesis« in den Folgetagen am Hessischen Staatstheater gastiert. Gezeigt wird die Verfilmung der Produktion »Sutra«, eine der spannendsten kulturübergreifenden Arbeiten Cherkaouis. Gemein­ sam mit 17 buddhistischen Shaolin-Mönchen zwischen 12 und 26 Jahren thematisiert der flämisch-marokkanische Tänzer und Choreograf die Sehnsucht des Menschen nach einem harmonischen Einklang mit sich und der Welt in Zeiten der Globalisierung. Die Bewegungssprache der Mönche stammt aus den traditionsreichen Kampfkunstarten Kung-Fu, Tai Chi und Chi Gong und wird von Cherkaoui spielend leicht in seine zeitgenössische Choreografie eingeschrieben. Zuvor beleuchtet die Dokumentation »Klosterleben, Kung-Fu und modernes Tanztheater« von Birgit Adler-Conrad den faszinierenden Entstehungsprozess dieser Produktion westlicher und fernöstlicher Körperkulturen.

11  Montag

Termin Mo 11. Mai ab 18.00 Uhr Caligari FilmBühne

Den detaillierten Ablauf mit weiteren Programmpunkten der Tanzfilmnacht erhalten Sie ab Mitte April in der Caligari FilmBühne & unter www.wiesbaden.de/caligari & www.staatstheater-wiesbaden.de

Einen weiteren Höhepunkt der Tanzfilmnacht bildet Oskar Schlem­ mers berühmtes »Triadisches Ballett«, das 1922 in Stuttgart urauf­ geführt wurde. Schlemmer erschuf Figurinen, die die Körper der Tänzer überformten. Durch Masken und kubistische Kostümteile versuchte er das menschliche Individuum zu abstrahieren und zu vereinheitlichen, um Prototypen analog zu den formalen Bühnen­ elementen Raum, Form, Farbe, Licht und Materie zu kreieren. Die Tänzer treten im Triadischen Ballett in einem der Realität fernen Raum hervor und nehmen den Zuschauer mit in eine imaginäre Welt. Sie visualisieren eindrucksvoll Schlemmers innovativen Gegenentwurf zum freien Tanz. Über das Begleitprogramm geben Filmproduzenten und Künstler an diesem Abend einen persönlichen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und treten mit dem Publikum in Kontakt.

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jm

Junge Maifestspiele

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07

SCHAUSPIEL | 14 +

Othello (bye bye)

In einer Fassung von Kuno Bakker & Gillis Biesheuvel

 Donnerstag

Dood Paard | Amsterdam | Niederlande In englischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln. Termine Do 07. Mai 19.30 Uhr Fr 08. Mai 19.30 Uhr Wartburg Preise 12,50 € / erm. 6,50 € ab 14 Jahren

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Dood Paard zeigt diesen Klassiker von William Shakespeare, der von Eifersucht, Liebe und Rassismus handelt, mit nur zwei Schauspielern und einem Techniker. Eine neue Übersetzung wurde angefertigt, die dem Stück einen zeitgenössischen Bezug gibt und dabei eng am Original bleibt. Dies mündet in einer intelligenten und frechen Auf­ führung voller Doppelbödigkeit, in der Themen wie Eifersucht und Ausländerfeindlichkeit spielerisch präsent werden. In den 20 Jahren seit seiner Gründung hat das Theaterkollektiv Dood Paard einen völlig eigenen Theaterstil entwickelt. Dood Paards Methode ist Ausdruck dessen, wie die Mitglieder miteinander agie­ ren und wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen. Schauspieler Kuno Bakker, Gillis Biesheuvel, Mokhallad Rasem Technik Clive Mitchell, Krzysztof Burdzy Text William Shakespeare Übersetzung Kuno Bakker, Gillis Biesheuvel


FIGURENTHEATER | 8 +

Don Quijote de la Mancha Von Jojo Ludwig nach dem Roman von Miguel de Cervantes

16  Samstag

Was macht eigentlich einen Helden aus? Dr. Johannes Kleinschmidt arbeitet als Museumspädagoge und betreut die mobile Ausstellung »Don Quijote & Cervantes«. Für ihn ist Cervantes, der Schöpfer des Romans »Don Quijote«, ein großer Held, denn er hat Tapferkeit und Geist miteinander zu verbinden gewusst. Auch wenn er als Kriegs­ held nicht denselben Erfolg verbuchen konnte wie als Schriftsteller. Für Kleinschmidts siebenjährigen Sohn Tristan, dem er jeden Abend eine Episode von Don Quijote erzählt, steht hingegen fest, dass dieser der größte aller Helden ist, auch wenn er von allen ausgelacht wird.

theater 1 | Bad Münstereifel | Deutschland

Während seines Vortrages wird Dr. Kleinschmidt von einem Geist heimgesucht: Miguel de Cervantes erscheint ihm und regt ihn an, in der alten Erstausgabe des Buches »Don Quijote« zu lesen. Schon bald hat Kleinschmidt Visionen, ganz so wie Don Quijote. Er beginnt, mit den Ausstellungsstücken und Figuren zu spielen und nimmt so auch die Zuschauer mit in die Welt Don Quijotes. Dabei hat er immer wieder lebhafte Diskussionen mit Cervantes’ Geist und den Figuren, denn ein derart vielschichtiger Roman lässt sich nicht so einfach erzählen.

Preise 12,50 € / erm. 6,50 €

Termine Sa 16. Mai 15.00 Uhr * Sa 16. Mai 19.30 Uhr ** So 17. Mai 15.00 Uhr * So 17. Mai 19.30 Uhr ** Wartburg

* für Zuschauer ab 8 Jahren ** für Erwachsene

Das theater 1 zeigt seinen Blick auf die Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt in zwei Varianten: an den Nachmittagen für alle ab 8 Jahren, an den Abenden für Erwachsene. Regie, Dramaturgie, Bühne, Ausstattung, Ton & Licht Jojo Ludwig Stückentwicklung Ira Trimborn & Jojo Ludwig Figuren Jürgen Maaßen Kostüme Gesine Habermann Elektronik Bernd Virnich Musik Zrinka Perisa, Niko Granic, Kristijan Glazer & Jojo Ludwig Spieler Jojo Ludwig

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18

SCHAUSPIEL | 9 +

Flugversuche

 Montag

Von Daniela Scheuren in Zusammenarbeit mit dem AGORA Ensemble

AGORA Theater | St. Vith | Belgien In deutscher Sprache.

Sie haben einen Job, einen Auftrag: Gabriella, Lucie und Raph üben sich in der Kunst, Engel zu sein und nehmen den Zuschauer mit auf ihre Mission.

Termine Mo 18. Mai 11.00 Uhr Mo 18. Mai 20.00 Uhr Di 19. Mai 11.00 Uhr Studio Preise 12,50 € / erm. 6,50 € ab 9 Jahren

Fliegen, stehen, die Haltung bewahren, hinschauen, leuchten und entschwinden: Das sind ihre schwierigsten Übungen. Sie landen dort, wo sie gebraucht werden: am Krankenbett, an der viel befahre­ nen Straße, in der Schule und auf dem Schlachtfeld. Sie kennen das Leben, die Sorgen und das Sterben der Menschen und begleiten sie mit Güte und Menschenkenntnis bis zum letzten Atemzug. Akri­ bisch dokumentieren sie den Lauf der Zeit. So haben sie viel zu tun und die Arbeit geht an die Substanz, auch weil sie nicht in den Lauf der Dinge eingreifen dürfen. Bis zu dem Tag, an dem sie eine folgen­ schwere Entscheidung treffen. Mit Objektspiel, Tanz und Live-Musik erzählen die drei himmli­ schen Spieler eine Geschichte vom Fliegen und Fallen und darüber, was es heißt, nicht wegzuschauen, sondern Verantwortung zu übernehmen. Spiel & Musik Joé Keil, Annika Serong, Viola Streicher / Marie Joelle Wolf Choreografie Catharina Gadhela Musikalische Leitung Katja Rixen Musik & Arrangement Joé Keil, Katja Rixen Tonaufnahmen Tom Tiest Bühne & Puppen Céline Leuchter Bühnenbau Céline Leuchter, Gerd Vogel Kostüme Emilie Cottam & die Spieler Inszenierung & Konzept Daniela Scheuren

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24

STRASSENTHEATER | 3 +

Les moutons

Von David Danzon & Sylvie Bouchard

Sonntag

Corpus | Toronto | Kanada Termine So 24. Mai 11.00 Uhr So 24. Mai 15.00 Uhr Warmer Damm Preis Eintritt frei ab 3 Jahren

Das Publikum wird zum Beobachter eines eigenartigen und sau­ komischen Universums, wenn Corpus die Resultate ihrer sorgsam geführten Studien des Verhaltens von Schafen in Szene setzt. Drei weiße Mutterschafe (Julie, Marie-Louise, Bernadette) und ein schwarzer Bock (César) umfasst die wollige Besetzung unter dem wachsamen Auge des stoischen Schäfers. Während der Performance kann das Publikum Alltagstätigkeiten wie Scheren, Fütterung, Mel­ ken und vieles mehr beobachten. Das Stück ist interaktiv und das Publikum darf die Schafe streicheln und füttern. Die Vorführung von »Les moutons« verbindet Tanz, Aktionskunst, Slapstick und Method Acting, um eine unvergessliche Performance zu kreieren, in der Ausdruck, Bewegung und Humor alle Worte ersetzen, die das Publikum benötigt, um einen Einblick in das Leben von Schafen zu bekommen. Konzept & Choreografie David Danzon & Sylvie Bouchard Kostüme Joanne Leblanc

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STRASSENTHEATER | 6 +

A Flock of Flyers Von David Danzon & Sylvie Bouchard

Aufgrund einschneidender Budgetkürzungen ist das 217. Kanadische Eingreifgeschwader ohne Flugzeuge! Fest entschlossen, um jeden Preis zu fliegen, führen die Piloten ihr straff organisiertes Training auf einem imaginären Boden-Flugfeld weiter. Bis ins kleinste Detail durchchoreografiert sind die urkomischen Manöver, die die Piloten bereits einem weltweiten Publikum vorgeführt haben.

25  Montag

Corpus | Toronto | Kanada Termine Mo 25. Mai 11.00 Uhr Mo 25. Mai 14.00 Uhr Kolonnaden

Corpus wurde von Sylvie Bouchard und dem künstlerischen Leiter David Danzon ins Leben gerufen und ist bekannt für seinen eindeu­ Preis Eintritt frei tigen und surrealistischen Humor, der Bewegung mit schauspiele­ rischer Bildsprache verbindet. Die einzigartigen und fesselnden ab 6 Jahren Aufführungen von Corpus werden sowohl an traditionellen wie auch ungewöhnlichen Orten einem großen und breitgefächerten Publi­ kum dargebracht. Konzept & Choreografie David Danzon & Sylvie Bouchard

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Service

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Anfahrt & Lageplan Ihr Weg zu den Internationalen Maifestspielen !

Spielorte der Internationalen Maifestspiele

Öffentliche Verkehrsmittel Ihre Theaterkarte gilt als Fahr­ karte im Stadtverkehr Wiesba­ den / Mainz und im gesamten rmv-Gebiet am Tag der Vorstel­ lung ab fünf Stunden vor Vorstel­ lungsbeginn bis Betriebsschluss.

HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN Großes Haus  | Kleines Haus | Studio | Foyer Christian-Zais-Straße 3 65189 Wiesbaden Kurhaus Friedrich-von-Thiersch-Saal | Christian-Zais-Saal Kurhausplatz 1 65189 Wiesbaden Wartburg Schwalbacher Straße 51 65183 Wiesbaden

HESSISCHEN STAATSTHEATER WIESBADEN Bushaltestelle Kurhaus / Theater Buslinien 1, 8 & 16 (alle ab Hauptbahnhof ) WARTBURG Bushaltestelle Platz der deutschen Einheit

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF E. V. Murnaustraße 1 65189 Wiesbaden

Buslinien 2, 3, 4, 5, 6, 14, 15, 17, 18, 23, 24, 27, 33, 45, 48

CALIGARI FilmBühne Marktplatz 9 65183 Wiesbaden

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PARKEN NÄHE THEATER & KURHAUS Parkgarage Kurhaus  / Casino Kurhausplatz 1 24 Stunden geöffnet

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Parkplatz Wilhelmstraße 24 Stunden geöffnet

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Lassen Sie doch das Auto stehen und fahren entspannt mit den Buslinien zu den Spielstätten!

Parkhaus Mauritiusgalerie Schwalbacher Straße 55 Mo – Do 8 – 24 Uhr Fr & Sa 8 – 2 Uhr So & Feiertag 12 – 24 Uhr PARKEN NÄHE SCHLACHTHOF Achtung: Bei vielen Navigationsgeräten muss noch der alte Straßenname »Gartenfeldstr. 57« verwendet werden. Parkmöglichkeiten werden auf der Homepage des Schlachthofs (www.schlacht­ hof-wiesbaden.de/anfahrt.html) beschrieben.

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Karten­vorverkauf HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN

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Christian-Zais-Straße 3 65189 Wiesbaden

tickets@ticketschmiede.de www.ticketschmiede.de

Mo – Fr 10 – 19:30 Uhr Sa 10 – 14 Uhr So 11 – 13 Uhr

Vorverkaufsgebühr 13%

Tel. 0611 . 13 23 25 Fax 0611 . 13 23 67 vorverkauf@ staatstheater-wiesbaden.de www.staatstheater-wiesbaden.de

Ab 7. Februar startet der Vorverkauf für die Internationalen Maifestspiele!

VORVERKAUFSKASSE TOURIST INFORMATION Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden Mo – Fr 10 – 18 Uhr Sa 9:45 – 15 Uhr April – September 11 – 15 Uhr Tel. 0611 . 17 29 930 tourist-service@ wiesbaden-marketing.de Vorverkaufsgebühr 13%

KARTENVORVERKAUF GALERIA KAUFHOF Eingang Friedrichstraße 65185 Wiesbaden Tel. 0611 . 30 48 08 oder 0611 . 37 64 44 Mo – Fr 9:15 – 18:30 Uhr Sa 9:15 – 16 Uhr info@tickets-fuer-rhein-main.de Vorverkaufsgebühr 13%

FRANKFURT TICKET Hauptwache Frankfurt (B-Ebene) Mo – Fr 9:30 – 19 Uhr Sa 9:30 – 16 Uhr So 10 – 18:30 Uhr nur telefonisch Tel. 069 . 13 40 400 info@frankfurt-ticket.de www.frankfurt-ticket.de Vorverkaufsgebühr 13%

TICKETBOX E.KFR. Kleine Langgasse 4, 55116 Mainz Mo – Fr 10 – 14 Uhr und 15 – 18 Uhr Sa 10 – 14 Uhr Tel. 06131 . 2 11 500 oder 22 39 11 Fax 06131 . 2 11 501 info@ticketbox-mainz.de www.ticketbox-mainz.de Vorverkaufsgebühr 13%

KASSE DER CALIGARI FILMBÜHNE Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden Mo – So 17 – 20:30 Uhr Tel. 0611 . 31 50 50 www.wiesbaden.de/caligari Vorbestellung telefonisch täglich 18:30 – 19:30 Uhr

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Infor­ma­tionen Bezahlung mit Kreditkarten

Ermäßigte Preise

Sie können bei uns an der Thea­ terkasse und telefonisch mit American Express, Master­ card und Visa Card bezahlen.

Schüler, Studenten, Auszubil­ dende, Wehr- und Zivildienst­ leistende bis zum 30. Lebensjahr, sowie Schwerbehinderte (ab 70 %) erhalten an der Abendkasse bei nicht ausverkaufter Vor­ stellung eine Ermäßigung von ca. 50 %. Bitte gültige Ausweise bereithalten. Bei den Veranstal­ tungen der Jungen Maifestspiele gilt die Ermäßigung auch im Vorverkauf.

Leider können Sie an der Abend­ kasse des Kurhauses nicht mit ec- oder Kreditkarte zahlen. Bei telefonischer Bestellung bitte die Kreditkartennummer, das Gültigkeitsdatum und die letzten drei Ziffern der Kontroll­ nummer auf der Kartenrückseite der entsprechenden Kreditkarte angeben.

Impressum Intendant Uwe Eric Laufenberg Geschäftsführender Direktor Hergen Gräper

Fotonachweise: agendakultur (S. 57) | Altenburger, Emanuel (S. 55 - Mitterutzner) | Arens, Uwe (S. 55 – Sabadus) | Baltzer, David (S. 36, 37) | Beck, Lukas (S. 22 – Boesch) | Broos, Koen (S. 30) | de la Porte, Arnout André (S. 31) | Declair, Arno (S. 44, 45) | Destexhe, Gilles (S. 66, 67) | Forster, Monika & Karl (S. 17) | Glendinning, Hugo (S. 61) | Gregory, Paul (S. 16 – Rebeka) | Hösl, Wilfried (S. 14, 15) | Kaufhold, Martin (S. 47, 50) | Kochetkov, Daniil (S. 51, 52) | Laidig, Julian (S. 55 – Sancho, Fagioli, Cencic) | Ludwig, Jojo / theater 1 (S. 65) | Marcus, Joan (S. 33) | Michel, Hansjörg (S. 16 – Golovneva) | Mignot, Julien (S. 54) | Mulcahey, Gary (S. 68, 69) | Namy, Joe (S. 42, 43) | Obst, Lena (S. 53) | Pacifico, Edda (S. 55 – Yi) | Peper, Sanne (S. 64) | Prinz, Nele (S. 48, 49) | Rakete, Jim (S. 22 – Gerhaher) | Rezvani, Rahi (S. 38, 39) | Smailovic, Armin (S. 20, 21) | Tedeski, Markus (S. 23) | Van Der Burght, Chris (S. 24, 25) | von der Deken, Stephan (S. 26, 27, 28) | von Richthofen, Catarina (S. 59 – 35 Cows) | Zucca, Gabriele (S. 34, 35)  

Redaktion Heike Neumann & Pia Hauck Texte Dramaturgie & Marketing Gestaltung formdusche, Berlin Druck Köllen Druck und Verlag GmbH Stand 18. Januar 2015

Bildnachweise: Vogelillustrationen Walter Linsenmaier | Mit freundlicher Genehmigung der Erbenge­ meinschaft Linsenmaier

75


Großes Haus Saalplan

LINKS 3. RANG

1. RANG

2. RANG

ORCHESTERGRABEN 1 2

1 2

1

ORC HES TER SESS EL ORCHESTERSE SS EL

2

I

1

II

SEITENLOGEN

3

2

4

3

5

4

6

1

5

7 III

6

8

7 8

IV

9

P A R K E T T P ARK ETT

10 2

9

11 V

10

12

11

1

13

12

VI

2 3

13 1 2

1. R

AN

VII

G

2

GROSSE LOGE

I

GROSSE LOGE

VII

IX

1

X

2. RANG 2. R ANG 2

1 2 3 4

3 4 5

3. RANG 3. RANG 1 2 6

3 4

7

5 6 7

8

8

PLATZGRUPPEN

76

  PG S

  PG II

  PG IV

  PG Vi

  PG I

  PG III

  PG V

 sichtbehindert


1. RANG

RECHTS 3. RANG

2. RANG

4

3

SEITENLOGEN

3

2

5

4

1

6

5

III

7

6

II

I

2

1

2

1 2

1

ORCHESTER SESSEL ORCHESTERSESSEL

1

ORCHESTERGRABEN

8

7 8

IV

9

PA RK ETT PAR KETT 9

2

10

V

11 12

11

1

13 VI

12

2 3

10

1 2

13

ANG 2

VII

1. R

VII

I 4

IX

1

GROSSE LOGE

GROSSE LOGE

X

2 . RANG 2. RANG

2

1 2 3 4

3 4 5

3. RAN G 3. RANG 1 2

6

3 4

7

5 6 7

8

8

77


Kleines Haus Saalplan

BÜHNE BEHINDERTENPLÄTZE

1 2 1. PARKETT

3 4

NOTAUSGANG

5 6 7 8 2. PARKETT

9 10 11 12

3. PARKETT

13 14 15

4. PARKETT

16 17 18

PLATZGRUPPEN

78

  PG I

  PG III

  PG II

  PG IV


Kurhaus

Friedrich-von-Thiersch-Saal Saalplan

6 5 4 3 2 1

6 5 4 3 2 1

2

26 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 26 27 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 27 28 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 28 29 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 29

40

36

38 39

34

1 38 39 2 40 RANG MITTE 5 4 1 1 4 39 42 4 3 6 3 42 3 44 45 40 36 7 3 44 43 34 3 45 1 1 4 5 3 4 3 2 1 41 4 7 3 35 28 9 38 2 43 28 8 36 40 3 29 5 44 41 3 7 29 42 43 9 4 1 30 8 3 0 1 2 2 43 42 0 41 3 1 5 2 3 3 4 2 39 39 2 1 42 43 40 40 2 3 41 3 3 42 3 42 4 43 1 33 3 6 5 4 3 2 1 3 43 4 4 42 43 34 44 6 35 5 5 42 43 38 37 3 6 6 4 4 7 8 7 8 9 9 10 5 4 3 2 1 1 11 12 12 11 10 1 5 1 5 2 2 5 4 3 2 1 2 3 3 6 7 7 6 4 4 5 6 6 5 5 4 3 2 1 3 38

26 25 24 23 22 21 20 19

1

GALLERIE RECHTS

10 9 8 7

18 17 16

15 14 13 12 11

10 9 8 7

6 5 4 9 8 7

37 36 35 3 33 4 33 32 32 35 31 3 0 34 29 28 33 32 31 29 28 27 26 25 24

25 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 25

30 31

32 33

6 27 24 25 2

32 33 34 35

1 37 36 2 35 34 29 30 31 32 33 34 3 33 32 35 34 4 33 32 30 31

25 26 27 28 29

25 26 27 28 29

24 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 24

GALLERIE RECHTS

23 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 23

31 30 29 28 27

22 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 22

35 34 33 32

21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 21

14 13 12

20 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 20

24 23 22

19 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 19

27 26 25

18 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 18

14 13 12 11

3 4

17 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 17

17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7

6 5

16 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 16

13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3

15 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 15

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14 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 14

RANG RECHTS

13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 13

27 26 25

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15 16 17 18 19 20 21

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27 28 29 30 31

27 28 29 30 31

GALLERIE LINKS

25 26

17 18 19 20

19 20 21 22 23 24

19 20 21 22 23 24 25 26

14 15 16

RANG LINKS

7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 12

28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18

5 6

12 13 14

3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

11 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 11

13 12 11 10

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 9

10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 10

18 17 16 15

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 8

9

16 15 14

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 7

8

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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 6

7

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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 5

6

26 25

5

2

23 22 21

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 4

31 30 29 28 27

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 3

4

3

33 32

3

2

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2

31 30 29

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2 1 2

5 6 7 8 9 10 11

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 1

2

3

1 2 3 4

15 16 17 18

17 18

10 11 12 13

1

2 1

2

7 8 9

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11 12 13 14

GALLERIE LINKS

1

1

1

1

1 4 5 6

7 8 9 10

7 8 9 10

2

RANGRECHTS

3 2 1 1 3

4 3 2 1

1 2 3 4 5 6

4

11 10 9 8 7 6 5

1 2 3 4 5 6

4

21 20 19 18 17 16 15

1

1 2 3

2

RANG LINKS

BÜHNE

2

5

RANG LINKS

PLATZGRUPPEN

RANG LOGE

RANG RECHTS

  PG I

  PG III

  PG V

  PG II

  PG IV

  PG Vi

79


Studio Saalplan

AUSGANG

BÜHNE

1

10 9

2

11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

3

31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21

8

7

6

5

4

3

2

4

32 33 34 35 36 37 38 39

5

47 46 45 44 43 42 41 40

1

48 49 50 51 52 53 54 55 56 57

7

67 66 65 64 63 62 61 60 59 58

8

68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78

9

89 88 87 86 85 84 83 82 81 80 79

PLATZGRUPPEN

GARDEROBE

6

  PG I   PG II

Wartburg Saalplan

In der Wartburg werden für einzelne Produktionen individuelle Bestuhlungen kreiert. Viele Vorstellungen finden bei freier Platzwahl statt.

80


Index

Programm K端nstler

81


Programm

A Flock of Flyers U 69

Riding on a cloud

ABBA jetzt! U 57

Spannweiten

B.R.I.S.A. / Schubert / Sad Case / Some Other Time U 38

SUN

Coup Fatal U 25 Die Frau ohne Schatten

U  1 7

Die kleinen Füchse – The Little Foxes U44 Die Tragödie von Romeo und Julia

Ein Kind

U  6 5

U  2 8

Flugversuche

U  6 6

Il Catone in Utica U 54 Konzerte der Novaya Opera Moskau U 51 Kreutzersonate

U  2 6

U  5 3 U  1 6

Les moutons

U  6 8

Liederabende im Rahmen der Internationalen Maifestspiele U 22 › Anja Harteros / Wolfram Rieger

U   23

› Christian Gerhaher / Gerold Huber U 23 › Florian Boesch / Roger Vignoles U 22 Lohengrin

U  5 0

Nachtkonzert Norma

U 27

U  4 0

Othello (bye bye)

82

Tanzfilmnacht in der Caligari FilmBühne U 61 The Apple Family – Scenes from Life in the Country U 32

The Turn of the Screw U 14

Venezianische Märchen U 18 Wartende Frauen U 56 Western Society U 37

生长  genesis U 31

La Traviata

U  3 4

Tosca U 47

Filmprogramm in der Caligari FilmBühne U 58

La Dafne

U  4 8

› That Hopey Changey Thing › Sorry U 32 › Sweet and Sad U 32 › Regular Singing U 32

U  2 1

Don Quijote de la Mancha

U  4 3

U  6 4

U  3 2


Künstlerinnen & Künstler (Auswahl)

Aaron, Adina U 47

Ostermeier, Thomas U 44

Beil, Hermann U 26, 28

Othmann, Ihsan U 56

Beller Carbone, Nicola U 52

Petean, George U 16

Boesch, Florian U22

Pite, Crystal U 48

Carsen, Robert U 14

Platel, Alain U 25

Cencic, Max Emanuel U 54

Plunkett, Maryann U 32

Cherkaoui, Sidi Larbi U 31

Popov, Dmytro U 16

Cura, José U 47

Rebeka, Marina U 16

DeVries, Jon U 32

Rohrbach, Claudia U 14

Donath, Helen U 14

Ryan, Lance U 17

Fagioli, Franco U 54

Sabadus, Valer U 54

Gerhaher, Christian U 23

Seiffert, Peter U 52

Gob Squad U 37

Shechter, Hofesh U 34

Golovneva, Olesya U 16

Soffel, Doris U 17

Gruberova, Edita U 40

Soto, Cayetano U 48

Hamar, Zsolt U 14, 16, 17, 50

Steckel, Jette U 21

Harteros, Anja U 23

Uhl, Manuela U 17

Haveman, Barbara U 50

Vogt, Klaus Florian U 50

Herlitzius, Evelyn U 17

Waschke, Mark U 44

Hoss, Nina U 44

Youn, Samuel U 17, 47

Humburg, Will U 40, 47 Kuneš, Václav U 48 Lardi, Ursina U 44 Latham-Koenig, Jan U 51, 52 Lučić, Željko U 16 Meier, Waltraud U 50 Minasi, Riccardo U 54 Mroué, Rabih U 43, 60 Nederlands Dans Theater 2 U 38 Nelson, Richard U 32 Nest, Tilo U 57 Novaya Opera Moskau U 51, 52

83


Sponsoren

Mitglieder des FÜrderkreises Internationale Maifestspiele e. V.

84


a. b. s. Global Factoring ag

Reichold Feinkost GmbH

Agentur Bell

seg Stadtentwicklungsgesell­

argon Finance ag Baumhaus GmbH Raum­begrünung

schaft Wiesbaden mbH

sgl carbon se sycor GmbH

Dr. Betzler Partnerschafts­ gesellschaft

Spielbank Wiesbaden GmbH & Co. kg

Bilfinger Constructions GmbH

Dr. Staubach Partnerschafts­ gesellschaft

Boehringer Ingelheim GmbH Boehringer Ingelheim Stiftung Commerzbank Aktiengesellschaft Deutsche Bank pgk ag Deutsche Bank ag Deutscher GenossenschaftsVerlag eG

dhpg Steutax GmbH Dirk Hoga Architektur Dierlamm Rechtsanwälte Dow Corning GmbH

sv SparkassenVers. Gebäude­ vers. ag Zweign. Wiesbaden Taunus Auto-Verkaufs-­ Gesellschaft m.b.H. Taunus Bauträger GmbH Tetra Pak Management GmbH Tengelmann Warenhandels­ gesellschaft kg Theo Baumstark GmbH Tucana Handels GmbH

van hees GmbH

Dyckerhoff GmbH

Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. kg

Eckelmann Aktiengesellschaft

Wiesbadener Volksbank eG

ESWE Versorgungs ag

wivertis Ges. f. Informations- u.

Fides Beteiligungen Rieche kg Habbel Pohlig & Partner

Kommunikationsdienstl. mbH znet group GmbH

Henkell & Söhnlein Sektkellereien kg ITR Internationales Touren­ wagenrennen e.V. IVG Institutional Funds GmbH Kalle GmbH KPMG ag Kurhaus Gastronomie Gerd Käfer und Roland Kuffler GmbH & Co. Nassauer Hof GmbH Nassauische Sparkasse Q.met GmbH R + V Lebensversicherung ag R+V Allgemeine Versicherung ag Raule Immobilien

85


Charlotte Andresen

Dr. Roman Rubin

Bernhard Berg

Prof. Dr. Henrik Schroeder-Boersch

Michael Bonacker Horst Braun Dr. Hans Christian Bremme Peter Enderle Kurt Feller Jens Bert Fischer Peter Gattineau Zsolt Gheczy Thomas Götzfried Hartmut Hagemann Dr. Peter C. von Harder Dr. Christov Harenberg Dr. Hans-J. Hartmann Prof. Dr. Knud-Christian Hein Hans Henkell Dr. Erwin Herresthal Wolfgang Heuking Karlheinz Heuß Wolf-Dieter Kamphausen Dr.rer.pol. Willi Kern Dr. Alexander Klak Georg Kleinekathöfer Dr. Jutta Knauf-Wahl Detlef Knop Hubertus Krossa Dr. Jürgen Krumnow Lilo Meinhardt Dr. Hannelore Neumaier Rainer Neumann Ute Anne Niemz Udo Passavant Wolfgang Pfeiffer Dr. Johannes Pieroth Dr. Peter Reusch Dietmar Robrecht Dr. Peter Rohde

86

Dr.med. Brigitte Schuler Wolfgang Solbach Dr. Claus Steiner Alexandra von Schroeter Hedi Wessel Dr. Wolfgang Westenberger Frank-Peter Martin


87


88


Spielplan

89


DATUM

UHRZEIT

VORSTELLUNGEN

1

19.30

The Turn of the Screw

2

19.30

La Traviata

3

18.30

Die Frau ohne Schatten

4

19.30

Venezianische Märchen

5

19.30

Die Tragödie von Romeo und Julia

6

19.30

Die Tragödie von Romeo und Julia

7

19.30

Liederabend mit Florian Boesch

19.30

Othello (bye bye)

19.30

Coup Fatal

19.30

Othello (bye bye)

19.30

Coup Fatal

19.30

Kreutzersonate

23.00

Nachtkonzert

19.30

The Turn of the Screw

19.30

Ein Kind

12

19.30

生长 genesis

13

19.30

生长 genesis

14

19.30

Liederabend mit Christian Gerhaher

19.00 21.15

That Hopey Changey Thing (The Apple Family) Sweet and Sad (The Apple Family)

Fr Sa So Mo Di Mi Do

8 Fr

9

Sa

10 So

Di

Mi

Do

90

Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Gragnani Trio | Wiesbaden | Deutschland Thalia Theater | Hamburg | Deutschland Thalia Theater | Hamburg | Deutschland

Am Klavier: Roger Vignoles | Werke von Loewe, Schubert & Schumann Dood Paard | Amsterdam | Niederlande KVS & les ballets C de la B | Brüssel & Gent | Belgien Dood Paard | Amsterdam | Niederlande KVS & les ballets C de la B | Brüssel & Gent | Belgien Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Merlin Ensemble Wien | Wien | Österreich Eastman & Yabin Studio | Antwerpen & Peking | Belgien & China Eastman & Yabin Studio | Antwerpen & Peking | Belgien & China Am Klavier: Gerold Huber | Werke von Gustav Mahler

The Public Theater | New York | USA


SPIELORTE

PLATZGRUPPEN (€) VI V IV

Großes Haus

8,00

10,00

Großes Haus

8,00

Großes Haus

III

II

I

S

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

10,00

20,00

40,00

50,00

75,00

99,00

8,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

Kleines Haus

/

/

10,00

28,00

35,00

45,00

/

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Kurhaus, Christian-Zais-Saal

/

/

8,50

17,00

28,00

45,00

/

Wartburg

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Wartburg

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Kleines Haus

/

/

10,00

28,00

35,00

45,00

/

Foyer

10,00 / als Kombiticket mit Kreutzersonate 5,00

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Kleines Haus

/

/

10,00

28,00

35,00

45,00

/

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Großes Haus

8,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Großes Haus

8,00

10,00

15,00

24,00

35,00

48,00

55,00

Schlachthof

Beide Vorstellungen: 25,00

10,00

91


DATUM

UHRZEIT

VORSTELLUNGEN

15

19.30

Sun

19.00 21.30

Sorry (The Apple Family) Regular Singing (The Apple Family)

20.00

Western Society

13.00 15.15 19.00 21.30

That Hopey Changey Thing (The Apple Family) Sweet and Sad (The Apple Family) Sorry (The Apple Family) Regular Singing (The Apple Family)

15.00 (8 +) 19.30 (Erw.)

Don Quijote de la Mancha

19.30

B.R.I.S.A./Schubert/Sad Case/Some other Time

20.00

Western Society

15.00 (8 +) 19.30 (Erw.)

Don Quijote de la Mancha

19.30

B.R.I.S.A./Schubert/Sad Case/Some other Time

11.00 20.00

Flugversuche

19.30

Liederabend mit Anja Harteros

11:00

Flugversuche

19:30

Norma

21

19.30

Riding on a cloud

22

19.30

Die kleinen Füchse – The Little Foxes

19.30

Riding on a cloud

19.30

Tosca

Fr

16 Sa

17 So

18 Mo

19 Di

Do Fr

23 Sa

92

Hofesh Shechter Company | London | Großbritannien

The Public Theater | New York | USA

Gob Squad | Berlin & Nottingham | Deutschland & Großbritannien

The Public Theater | New York | USA

theater 1 | Bad Münstereifel | Deutschland

Nederlands Dans Theater 2 | Den Haag | Niederlande

Gob Squad | Berlin & Nottingham | Deutschland & Großbritannien theater 1 | Bad Münstereifel | Deutschland

Nederlands Dans Theater 2 | Den Haag | Niederlande AGORA Theater | St. Vith | Belgien

Am Klavier: Wolfram Rieger | Werke von Berg, Brahms & Wolf AGORA Theater | St. Vith | Belgien Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Rabih Mroué | Beirut | Libanon Schaubühne am Lehniner Platz | Berlin | Deutschland Rabih Mroué | Beirut | Libanon Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland


SPIELORTE

PLATZGRUPPEN (€) VI V IV

III

II

I

S

Großes Haus

8,00

29,00

40,00

60,00

75,00

Schlachthof

Beide Vorstellungen: 25,00

Malsaal

25,00

Schlachthof

Tagesticket »The Apple Plays Marathon«: 40,00

Wartburg

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

Malsaal

25,00

Wartburg

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

Studio

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

Studio

12,50 / erm. 6,50

Großes Haus

8,00

Wartburg

25,00

Großes Haus

8,00

Wartburg

25,00

Großes Haus

8,00

10,00

10,00

16,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

15,00

24,00

35,00

48,00

55,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

10,00

16,00

29,00

40,00

60,00

75,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

10,00

10,00

93


DATUM

UHRZEIT

VORSTELLUNGEN

24

11.00 15.00

Les moutons

19.30

Norma

19.30

Spannweiten

11.00 14.00

A Flock of Flyers

17.00

Lohengrin

26

19.30

Tosca

27

19.30

La Traviata

19.30

Konzert der Novaya Opera Moskau

19.30

La Dafne

19.30

Konzert der Novaya Opera Moskau

19.30

Spannweiten

29

19.30

Norma

30

19.30

Il Catone in Utica

19:30

Wartende Frauen

19.30

ABBA jetzt !

19.30

Spannweiten

So

25 Mo

Di

Mi

28 Do

Fr

Sa

31 So

94

Corpus | Toronto | Kanada Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Hessisches Staatsballett | Wiesbaden & Darmstadt | Deutschland Corpus | Toronto | Kanada

Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Novaya Opera | Moskau | Russland

Ensemble Mattiacis | Wiesbaden | Deutschland Novaya Opera | Moskau | Russland

Hessisches Staatsballett | Wiesbaden & Darmstadt | Deutschland Hessisches Staatstheater Wiesbaden | Wiesbaden | Deutschland Parnassus Arts Productions | Baden | Österreich Kurdisches Ensemble Erbil & Dohok | Kurdistan / Irak Die unverschämte Hommage an die schwedischen Popgötter Hessisches Staatsballett | Wiesbaden & Darmstadt | Deutschland


SPIELORTE

PLATZGRUPPEN (€) VI V IV

Warmer Damm

Eintritt frei

Großes Haus

8,00

10,00

Kleines Haus

/

Kolonnaden

Eintritt frei

Großes Haus

III

II

I

S

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

/

10,00

19,00

29,00

36,00

/

8,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

Großes Haus

8,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

Großes Haus

8,00

10,00

20,00

40,00

50,00

75,00

99,00

Friedrich-von-Thiersch-Saal, Kurhaus

15,00

30,00

60,00

80,00

95,00

120,00

/

Foyer

20,00

Friedrich-von-Thiersch-Saal, Kurhaus

15,00

30,00

60,00

80,00

95,00

120,00

/

Kleines Haus

/

/

10,00

15,00

23,00

29,00

/

Großes Haus

8,00

10,00

25,00

50,00

75,00

99,00

135,00

Großes Haus

8,00

10,00

20,00

40,00

50,00

75,00

99,00

Kleines Haus

/

/

10,00

15,00

23,00

29,00

/

Großes Haus

8,00

10,00

15,00

24,00

35,00

48,00

55,00

Kleines Haus

/

/

10,00

15,00

23,00

29,00

/

Junge Maifestspiele 95


Adina Aaron | Hermann Beil | Nicola Beller Carbone | Florian Boesch | Robert Carsen | Max Emanuel Cencic | Sidi Larbi Cherkaoui | José Cura | Jon DeVries | Helen Donath | Franco Fagioli | Christian Gerhaher | Gob Squad | Olesya Golovneva| Edita Gruberova | Zsolt Hamar | Anja Harteros | Barbara Haveman | Evelyn Herlitzius | Nina Hoss | Will Humburg | Ihsan Othmann | Václav Kuneš | Ursina Lardi | Jan Latham-Koenig | Željko Lučić | Waltraud Meier | Riccardo Minasi | Rabih Mroué | Nederlands Dans Theater 2 | Richard Nelson | Tilo Nest | Novaya Opera Moskau | Thomas Ostermeier | George Petean | Crystal Pite |Alain Platel | Maryann Plunkett | Dmytro Popov | Marina Rebeka | Claudia Rohrbach | Lance Ryan | Valer Sabadus | Peter Seiffert | Hofesh Shechter | Doris Soffel | Cayetano Soto | Jette Steckel Manuela Uhl | Klaus Florian Vogt | Mark Waschke | Samuel Youn

Maifestspiele

Wiesbaden

01. — 31. 05. 2015

Internationale

Internationale Maifestspiele 2015  

Das komplette Programm der Internationalen Maifestspiele 2015 in Wiesbaden.

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