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KONZERT

2017.201 8


DAS HESSISCHE STAATS ORCHESTER


Sehr geehrte Damen und Herren, 足 verehrte 足Konzertbesucher, werte Freundinnen und Freunde des Hessischen Staats足orchesters, liebe 足Wiesbadener,


ich begrüße Sie herzlich zur Konzert­ saison 2017.2018 des H ­ essischen ­Staatsorchesters ­Wiesbaden und freue mich, ­I hnen das Programm für ­ meine erste Spielzeit als Generalmusik­ direktor präsentieren zu dürfen. Gemeinsam mit meinem Team habe ich ein Konzertprogramm für Sie zusammengestellt, das Sie erfreuen soll und gleichzeitig den außergewöhnlichen ­Eigenschaften des Hessischen Staatsorchesters gerecht wird. Ein Programm, das die Freude widerspiegelt, mit der sich unser Orchester Werken ­ver­schiedenster Stilrichtungen und Epochen nähert und ein neues Repertoire erarbeitet. Sie werden Musik hören, die teil­ weise längere Zeit nicht mehr in Wiesbaden zu ­hören war – in Kom­ bination mit ­Kompositionen, die erstmals im Konzertprogramm des Hessischen Staats­orchesters erscheinen. Sie werden junge ­Solistinnen und Solisten erleben, die am Anfang einer großartigen Karriere stehen. Ebenso freuen wir uns aber auch, gemeinsam mit etablierten Kolleginnen und Kollegen und musikalischen Freundinnen und Freunden auf der Bühne stehen zu dürfen. Sie werden kammermusikalisch ­b esetzte Stücke ebenso hören wie Richard Strauss’ monumentale »Alpensinfonie«. Mit B ­ ernhard Forck wird ein international

renommierter Vertreter der his­ torischen Aufführungspraxis mit einem eigenen ­Barockkonzert zu Gast sein, mit Oksana Lyniv eine der spannendsten jungen Dirigentinnen unserer Zeit. Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem Chor der Stadt Wiesbaden und dem Chor des Hessischen Staatsthea­ ters. In einem gemeinsamen chorsinfonischen Konzert ­werden wir neben Olivier ­Messiaens »Trois petites liturgies de la pré­ sence divine« auch Mozarts ­einzigartiges Requiem zur Auf­ führung bringen. Wir präsentieren Ihnen ein Pro­ gramm, das Musik aus vergange­ nen Epochen und aus u ­ nserer Gegenwart zu thematischen und klanglichen Positionen bündelt. Unsere Kombinationen sind eine Einladung an Ihre Neugierde und wollen zum Dialog a ­ nregen. Dieser beginnt bei uns in den Einführungsveranstaltungen mit Konzertdramaturgin Katja ­Leclerc, die nicht nur Hintergründe zu den einzelnen Werken liefern, son-­ dern auch Künstler ­vorstellen sollen. Mich werden Sie dort vor


jedem meiner Konzerte im Ge­ spräch sehen. Erstmals wird es in dieser Spielzeit in der neuen Reihe »Nachlese« auch nach den Sinfoniekonzerten die Möglich­ keit zum Austausch geben. Aus nächster Nähe erleben Sie ein­ zelne Musikerinnen und Musi­ ker des Staatsorchesters in den Kammerkonzerten. Die groß­ artige Konzertreihe der Kammer­ musikvereinigung des Hessi­ schen Staatsorchesters wird auch in der Spielzeit 2017.2018 fort­gesetzt. Das Hessische Staatsorchester ist ein exzellentes Orchester. Doch was es wirklich a ­ ußergewöhnlich macht: Es hat nicht einfach nur das richtige Ethos. Es ist ein inter­­ essiertes Orchester mit dem ­Herzen am richtigen Fleck. Es ­ be­geistert durch beseeltes Spiel, das nicht nur Sie als unser ­geschätztes Publikum beglückt, sondern ebenso uns alle. Das ist es, was Musik so besonders macht: das kollektive Erleben von etwas Einzigartigem.

Deswegen haben wir die Konzert­saison 2017.2018 mit dem ­großen Wort WIR ­überschrieben.

Denn WIR, die Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters und ich, sind IHR Orchester. Das Orchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen. Das ist Freude, Ehre und Ver­ pflichtung gleichermaßen. Und es erfüllt uns mit großem Stolz. Ein großes Dankeschön a ­ llen Freunden und U ­ nterstützern des Staatsorchesters: der Stadt ­Wiesbaden und dem Land H ­ essen, dem Förderverein des Hessi­ schen Staatsorchesters, ohne den dieses Programm so nicht um­ setzbar wäre, und nicht zuletzt Ihnen, dem geschätzten und ­gewogenen Konzertpublikum. Wir freuen uns auf diese erste ­gemeinsame Spielzeit, in der wir jedes einzelne Konzert, jeden einzelnen Aufführungsabend zu etwas Besonderem machen ­wollen. Ich wünsche Ihnen und uns allen eine schöne, span­ nende und beglückende Spielzeit 2017.2018 und gerade in d ­ iesen weltpolitisch turbulenten Z ­ eiten allzeit offene Ohren und ein ­weites Herz für die Schönheit der Musik. Herzlichst, Patrick Lange Generalmusikdirektor Alle grün hinterlegten Seiten im vorderen Teil des Heftes widmen sich ganz unserem neuen Generalmusik­direktor Patrick Lange.


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KOMPO NISTEN & WIR


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ÜBERSICHT

Sinfonie­konzerte

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WIR 1

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Benjamin Appl Bariton Christoph Altstaedt Dirigent 27. 09. 2017 Tobias Feldmann Violine Patrick Lange Dirigent 22. 11. 2017

WIR 3

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WIR 4

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WIR 7

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WIR 8

Sonderkonzerte

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WIR FEIERN

WIR 2

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Maximilian Hornung Violoncello Johannes Klumpp Dirigent 13. 12. 2017 Herbert Schuch und Gülru Ensari Klavier Patrick Lange Dirigent 17. 01. 2018

WIR 5

Oksana Lyniv Dirigentin 11. 04. 2018 Maria Bengtsson Sopran Patrick Lange Dirigent 20. 06. 2018

Neujahrskonzert »Strauß trifft Strauss« Patrick Lange Dirigent 01. 01. 2018

24 Extras 25 Junge Konzerte 26 Kammerkonzerte

für Kinder

Bernhard Forck Leitung, Violine 21. 02. 2018

35 Das Hessische Staats­

WIR 6

36 Orchesterakademie

Katharina Konradi Sopran, ­ Silvia Hauer Alt, Joel Scott Tenor, ­Benjamin Russell Bariton, Young Doo Park Bass Chor des Hessischen Staats­ theaters Wiesbaden (­Albert Horne Einstudierung ) Chor der Stadt Wiesbaden (­Christoph Stiller Einstudierung) Patrick Lange Dirigent 21. 03. 2018

orchester Wiesbaden

37 Chor der Stadt

­Wiesbaden

40 Kammerkonzerte 45 Theaterpädagogik 47 Personalia 48 Kontakt 48 Impressum


27. 09. 20 17

WIR 1

Leben und Tod gehören zusammen als die zwei voneinander unablöslichen Seiten der mensch­ lichen Existenz. Wir hören das letzte Pochen des Herzens, die Trommelschläge auf dem Weg zum Henker, aber auch die Süße der letzten Erinnerung, die Liebe zum Leben. In Richard Strauss’ »Tod und Verklärung« blickt ein Künstler auf die Sta­ tionen seines Lebens zurück und findet »Welt­ erlösung, Weltverklärung! «. In Gustav Mahlers »Wunderhorn«-­Liedern gehört die Liebe so fest zum Dasein wie der Abschied. Die letzte ­Sinfonie Dmitri Schostakowitschs von 1971 blickt mit ­zahlreichen Zitaten aus dem eigenen Werk sowie ­anderer Komponisten wie Rossini und Wagner auf den musikalischen Kosmos des bedeutenden sowjetischen Künstlers; eine heitere wie traurige Verdichtung seines Lebens.

1. Sinfoniekonzert Richard Strauss »Tod und Verklärung« Tondichtung für Orchester Gustav Mahler Lieder aus »Des Knaben ­Wunderhorn« für Singstimme und Orchester Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 15 Benjamin Appl Bariton

Christoph Altstaedt

Christoph Altstaedt Dirigent

Benjamin Appl

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Der Bariton Benjamin Appl wurde vom Grammo­ phone Magazin zum »Young Artist of the Year 2016« gewählt. Der Schüler von Dietrich Fischer-­Dieskau trat in Konzerten u. a. mit den großen BBC Radio­ orchestern, der Akademie für Alte Musik Berlin und bei den BBC Proms auf. Der Dirigent ­Christoph ­Altstaedt leitete 2004 bis 2011 das von ihm gegrün­ dete Junge Klangforum Mitte Europa. Er war 2011 bis 2013 Interims-Chefdirigent des Tiroler Sympho­­ nieorchesters Innsbruck und 2010 bis 2014 ­Kapell­meister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.


22. 11. 20 17

2. Sinfoniekonzert Sofia Gubaidulina Violinkonzert Nr. 2 »In Tempus praesens« Peter Tschaikowski Sinfonie Nr. 6 (»Pathétique«) Tobias Feldmann Violine

Tobias Feldmann

Patrick Lange Dirigent

WIR 2

Im Jetzt schafft der Künstler sein Werk, im Jetzt wird es wahrgenommen. »For the present time« – für die Gegenwart – hat die russische Komponistin Sofia Gubaidulina (*1931) ihr 2. Violinkonzert von 2007 geschrieben. Es ist ein Aufruf zum Innehalten und Erleben des Augenblicks, mit wachem Geist und allen Sinnen. Die Solo-Geige schraubt sich in die Höhe hinauf, schwebt über den tiefen Strei­ chern und Bläsern. Ihr melodischer Gesang steht wie ein Solitär gegenüber den zukunftsweisenden Klängen des Orchesters. Wenn Musik die Kraft besitzt, im Moment des Er­ klingens den menschlichen Schmerz und Trost zu­ gleich zu formulieren, dann kommt diese Fähig­ keit Peter Tschaikowskis letzter Sinfonie von 1893 zu. Sie wird, mit seiner Zustimmung, »Pathétique« ­genannt und wühlt die Gefühle auf. Zehn Tage nach der Uraufführung starb Tschaikowski. Man ent­ deckt den Gestus eines Requiems, düstere und weh­ mütige Stellen. Der Schluss atmet Frieden. Patrick Lange gibt mit diesem Programm, in dem eine spannende musikalische Begegnung von Ver­ gangenheit und Gegenwart stattfindet, seinen Ein­ stand als Generalmusikdirektor in einem Sinfonie­ konzert. Als Solist konzertiert mit ihm der junge Geiger Tobias Feldmann, Preisträger des Königin-­ Elisabeth-Wettbewerbs Brüssel. Der gebürtige Hesse erspielte sich 2012 den Preis des Deutschen Musik­wettbewerbes und wird von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Tobias Feldmann wirkte solistisch u. a. mit dem ­Beethoven ­Orchester Bonn, dem Münchener Kammer­orchester, der NDR Radio­philharmonie Hannover und dem Utah ­Symphony Orchestra.

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13. 12. 20 17

WIR 3

Zuversicht, Freude und friedliche Ruhe ­begleiten die Vorweihnachtszeit. Die optimistische S ­ timmung spiegelt sich in der Schönheit der Musik der ­Klassik und im Kunstideal des »Pastoralen« wieder. Natur­betrachtungen und ländliche Szenen sind Ausgangs­ punkt für Ludwig van ­Beethovens 6. Sinfonie und ­Witold ­Lutosławskis »Kleine Suite«. Den Ausflug aufs Land, den ­Beethoven in seiner »­Pastoralen« be­ schreibt, hat er oft selbst unternommen. ­F löten, Oboe, leichte ­Streicherbewegungen zeugen von der Verbundenheit des Menschen mit der Natur, in der Gewitter-Passage lassen die Paukenschläge ihn vor ihrer Kraft erzittern. L ­ utosławskis » Mała suita« von 1951 führt direkt ins ländliche P ­ olen und greift Melodien der polnischen Hirten­flöte, Polka­rhythmen und Volks­lieder auf. Mit J­ oseph Haydn ist neben Beethoven ein weiterer zentraler Vertre­ ter der Wiener Klassik versammelt. Das Cello durchbricht in Haydns Konzert C-Dur die Grenze zwischen spätbarocker, höfischer Strenge und ­leidenschaftlichem, freiem, geradezu modernem Virtuosentum.

3. Sinfoniekonzert Witold Lutosławski Mała suita (Kleine Suite) Joseph Haydn Cellokonzert C-Dur Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 (»Pastorale«) Maximilian Hornung Violoncello

Johannes Klumpp

Maximilian Hornung

Johannes Klumpp Dirigent

Den anspruchsvollen Solistenpart im C ­ ello­konzert übernimmt Maximilian Hornung. Der mehr­fache ECHO Klassik-Preisträger hat das Werk mit der Kam­ merakademie Potsdam auf CD eingespielt. Am Pult steht mit Johannes Klumpp ein h ­ ervor­ragender Dirigent und passionierter Musik­vermittler, seit 2012 Chefdirigent des Folkwang Kammer­orchesters ­Essen und seit 2013 Künstlerischer Leiter der ­Sommer Musik Akademie Schloss Hundisburg.

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17. 01. 20 18

WIR 4

Musik ist die Sprache, die ohne Worte auskommt? Zwei Klaviere mit zusammen 176 Tasten kommen in Francis Poulencs Doppelkonzert von 1932 aufs Charmanteste ins Gespräch, es sprühen die musi­ kalischen Einfälle, übertrumpfen sich die Instru­ mentenstimmen. Der Vertreter der berühmten französischen Musikergruppe »Les Six« versammelt eine Fülle an musikalischen Zitaten aus dem fran­ zösischen Varieté, dem Jazz, dem fernen Asien ebenso wie der zeitgenössischen Avantgarde. Das Resultat ist ein überraschend stilechtes Feuer­ werk französischen Esprits. Als Arnold S ­ chönberg Brahms’ Klavierquartett für großes Sinfonie­ orchester arrangierte, spürte er sehr genau dessen musikalischem Idiom nach. So übersetzte er den kammermusikalischen Dialog von Geige, B ­ ratsche und Klavier in feine, schöne Orchesterfarben. Schwel­gerische Melodiebögen umschlingen sich in Richard Strauss’ »Capriccio«-Vorspiel, um dann dramatischere Töne anzuschlagen. Denn es gilt, den härtesten Streit der Operngeschichte auszukämp­ fen: Prima la musica, e poi le parole? Was ist wich­ tiger: Die Musik oder der Text?

4. Sinfoniekonzert Richard Strauss Vorspiel zur Oper »Capriccio« für Streichorchester Francis Poulenc Konzert für 2 Klaviere und ­Orchester Johannes Brahms / Arnold Schönberg Klavierquartett für Orchester Herbert Schuch Gülru Ensari Klavier Patrick Lange Dirigent

Herbert Schuch & Gülru Ensari

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Das deutsch-türkische Klavierduo Herbert Schuch und Gülru Ensari überzeugte schon auf zahl­reichen internationalen Konzertpodien. 2017 erschien ihre ­ trawinskis erste CD-Aufnahme, in deren Zentrum S »Le Sacre du Printemps« steht. Zum zweiten Mal ­ inem in dieser Saison steht GMD Patrick Lange in e Sinfoniekonzert am Pult des Hessischen Staats­orchesters.


21. 02. 20 18 5. Sinfoniekonzert Jean-Philippe Rameau Suite aus der Tragédie lyrique »Dardanus« Johann Christian Bach Sinfonie op. 6 Nr. 6 g-Moll Antonio Vivaldi Concerto grosso d-Moll op. 3 / 11 Johann Sebastian Bach 3. Brandenburgisches Konzert Joseph Haydn Sinfonie Nr. 49 f-Moll

Bernhard Forck

Bernhard Forck Leitung, Violine

WIR 5

Klänge von herber Schönheit, spielerischer Brillanz und tänzerischem Schwung entfaltet dieses Kon­ zert mit Musik des Barock und der Vorklassik. Zu einem Streichorchester gesellen sich Holzbläser, Hörner und das Cembalo und bilden einen transpa­ rent tönenden Klangkörper. Um J­ ohann Sebastian Bachs »3.  Brandenburgisches ­Konzert« im Zen­trum erklingen musikalische Vorläufer und Weiterent­ wicklungen der Gattungen Konzert, Sinfonie und Suite in Deutschland, Italien und Frankreich. N ­ eben Bach sind weitere Meister versammelt: A ­ ntonio ­Vivaldi, Joseph Haydn, der französische Hofkom­ ponist und Schöpfer großer Tragédies ­lyriques Jean-Philippe Rameau sowie Bachs jüngster Sohn Johann Christian Bach. Für dieses besondere Konzert tritt ein S ­ pezialist im Bereich der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis ans Pult des Hessischen Staats­ orchesters: ­Bernhard Forck leitet das 5. Sinfonie­ konzert von der Geige aus. Seit 2007 ist er Musika­ lischer Leiter des Händelfestspielorchesters Halle. Bernhard Forck ist einer der Konzertmeister der 1982 gegründeten ­Akademie für Alte Musik B ­ erlin. Als Dirigent leitete er ­n eben Konzerten u. a. auch Opernproduk­tionen bei den Musikfestspielen ­Potsdam Sanssouci, an der Staats­oper Berlin und am Nationaltheater ­Mannheim. Seiner solisti­ schen Karriere kommt er insbesondere als Mitglied der Berliner Barock S ­ olisten nach.

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21. 03. 20 18

WIR 6

6. Sinfoniekonzert Johann Sebastian Bach Kantate BWV 82 »Ich habe genug« Benjamin Russell Bariton Olivier Messiaen »Trois petites liturgies de la ­présence divine« für Frauenchor und Orchester Wolfgang Amadeus Mozart Requiem für Chor und Orchester (Fassung: Franz Beyer) Katharina Konradi Sopran Silvia Hauer Alt Joel Scott Tenor Young Doo Park Bass Patrick Lange Dirigent Chor des Hessischen Staats­­theaters Wiesbaden (­Albert ­Horne Einstudierung ) Chor der Stadt Wiesbaden (­Christoph Stiller Einstudierung)

Was beim Übergang vom Diesseits zum Jenseits mit dem Menschen geschieht, liegt außerhalb sei­ nes Erfahrungsbereiches im Leben. Nichts wissen zu können, kann mit Furcht erfüllen oder aber den Glauben stärken. Hell und Dunkel – extreme ­Gefühle also bringt jene Musik zum Ausdruck, die den ­Abschied vom Leben und die Begegnung mit Gott zum Thema hat. In Johann Sebastian Bachs K ­ antate BWV 82 schreitet die Bassbegleitung unaufhaltsam weiter, während Singstimme und Solo-­Oboe sich ihr »Ich habe genug« voll freudiger Zuversicht zurufen: Der ewige Schlaf wird glückliche Erlösung bringen. Ganz anders sah es für Olivier Messiaen aus, der die »Drei kleinen liturgischen Gesänge« in einer Glaubenskrise schrieb, im besetzten P ­ aris von 1943 /44. Die Süße ihrer K ­ langwelt aus h ­ ohen Frauen­stimmen, Celesta, Vibraphon, Klavier und dem Sonderinstrument Ondes ­Martenot ist ein starker Kontrast zum restlichen Konzertprogramm. Ahnungsvoll düster klingen manche Momente des Requiems, das M ­ ozart nicht mehr vollenden konnte, obwohl er fieberhaft gegen seine ­Krankheit anschrieb. Sein musi­kalisches Zwiegespräch mit Gott ist von hoher emotionaler Kraft und ­Dramatik. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester kommen unter der Leitung von GMD Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden und der Chor des Hessischen Staatstheaters zusammen.


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11. 04. 20 18 7. Sinfoniekonzert Arnold Schönberg »Verklärte Nacht« für ­Streichorchester Carl Maria von Weber Ouvertüre zur Oper »Oberon« Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 (»Frühlingssinfonie«) Oksana Lyniv Dirigentin

Oksana Lyniv

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WIR 7

Eine klare Mondnacht draußen im Wald, in der sich eine Tragödie durch tiefe gegen­seitige Liebe zum Guten wendet. Die Schönheit des Lichts s­ chimmert in gedämpften Geigen­klängen und F ­ lageolets. Eine Melodie verströmt die Wärme, »die ›­flimmert von Dir in mich, von mir in Dich‹, die Wärme der Liebe«. So beschreibt Arnold S ­ chönberg seine spät­ romantische Komposition »Verklärte Nacht«, die die Verbindung zweier Menschen ­feiert. Damit ist das Thema des Konzert­abends vorge­geben. In Carl ­Maria von Webers romantischer Feen­oper »­Oberon« unterzieht das Elfen-Königspaar aus S ­ hakespeares »Sommernachtstraum« die Wahr­haftigkeit der Liebe einer Beweisprobe. Die ­Hörner eröffnen mit ­ihrer charakteristischen Farbe die ­Ou­vertüre, flinke Strei­ cher­läufe und Flöten ent­führen den Zuhörer aus der Waldesruhe in ein Abenteuer durch Orient und Okzident. Überbordende »Frühlingsgefühle « spre­ chen aus der Musik von Robert Schumanns Sinfonie Nr. 1. Der Frischvermählte komponierte sie »in je­ nem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreißt und in jedem Jahr von neuem überfällt«. Die junge ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv leitet erstmals das Hessische Staatsorchester Wiesbaden. Sie wird ab der Spielzeit 2017.2018 Chefdirigentin der Grazer Oper und des Grazer P ­ hilharmonischen Orchesters. Zuvor war sie an der Bayerischen Staatsoper München als Assistentin des GMD ­Kirill Petrenko engagiert. Von 2008 bis 2013 war sie ­Dirigentin und Stellvertreterin des Chefdirigenten an der Nationaloper Odessa.


20. 06. 20 18

8. Sinfoniekonzert Richard Strauss »Vier letzte Lieder« für ­Singstimme und Orchester Richard Strauss »Eine Alpensinfonie« Maria Bengtsson Sopran

Maria Bengtsson

Patrick Lange Dirigent

WIR 8

Dieses Sinfoniekonzert ist ein Höhepunkt der S ­ piel­zeit 2017.2018. Mit Richard Strauss’ »Alpen­sinfonie« steht ein epochales Meisterwerk auf dem Programm, das ein großes spätromantisches Sinfonie­orchester versammelt, um ein erhabenes Klang­panorama ent­ stehen zu lassen. Als 15-­Jähriger erlebte der Kompo­ nist den Aufstieg auf den 1800 m hohen Heimgarten: Sie gingen noch in der Nacht los, um den Sonnen­ aufgang auf dem Gipfel zu erleben, auf dem Abstieg brach ein Gewitter über ihnen herein. Lange reifte das Erlebte in ihm nach. Die Musik der Sinfonie von 1915 zeichnet Natur­eindrücke und überwältigende Emotionen nach, weist aber weit über eine Illustra­ tion hinaus. Vielmehr verband Strauss mit einer meisterlichen sinfonischen Anlage seine philoso­ phische Überzeugung. Durch Friedrich ­Nietzsches Atheismus beeinflusst, forderte Strauss vom Men­ schen absolut eigenverantwortliches Handeln: » sittliche Reini­gung aus eigener Kraft, Befreiung durch die Arbeit, Anbetung der ewigen herrlichen Natur«. Von den Kreisläufen der Natur und des Tages als Zyklen des Lebens handeln auch die spät kompo­ nierten »Vier letzten Lieder«. Melancholisch, lebens­satt, tröstlich und mit herrlichen, lyrisch-­ strömenden Gesangpassagen gehört Richard Strauss’ Werk zu den schönsten Orchesterliedern des Konzertrepertoires. Diesen besonderen Saisonabschluss dirigiert GMD Patrick Lange. Die schwedische ­Sopranistin M ­ aria Bengtsson ist als Solistin der »Vier letzten Lieder« zu hören. Sie war Ensemblemitglied der V ­ olksoper Wien sowie 2002 bis 2007 der ­Komischen Oper ­Berlin. Seitdem ist sie u. a. mit Mozart- und Strauss-­ Partien an den großen Opernhäusern E ­ uropas ein gefragter Gast.

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678 MINUTEN & WIR


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SONDERKONZERTE & EXTRAS WIR FEIERN Neujahrskonzert »Strauss trifft Strauss«

Begrüßen Sie mit unserem neuen Generalmusikdirektor Patrick ­Lange und dem Hessischen Staatsorchester das neue Jahr! Wir k ­ ombinieren die Meister des Wiener Walzers Johann Strauß Vater und Sohn mit dem letzten großen Opernkomponisten der Moderne Richard Strauss. Uwe Eric Laufenberg Moderation Patrick Lange Dirigent Termin 01. 01. 2018, Großes Haus

Nachlese Bleiben Sie noch auf ein Glas Rheingauer Riesling nach dem Konzert und kommen Sie mit den Künstlern ins Gespräch. Termin Im Anschluss an jedes Sinfoniekonzert, Muschelsaal des Kurhauses

Konzerteinführungen Vor allen Sinfoniekonzerten findet eine Stunde vor Beginn eine ­Konzerteinführung im ­Friedrich-von-Thiersch-Saal statt.

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JUNGE ­KONZERTE für Kinder & Familien

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Brüderchen, komm tanz mit mir!

Feinste Musik für die kleinsten Ohren: Konzerte für Kinder von 0 bis 3 Jahren Mit Musikern des Hessischen Staatsorchesters, Gisela Reinhold (­Moderation und Musikpädagogik) Termine 15. 10., 12. 11. 2017, 18. 02., 03. 06. 2018, 11 Uhr, Foyer Weitere Aufführungstermine in den Monatsspielplänen

5+

Die Zauberflöte für Kinder Oper für Kinder und Familien

Halbszenische Aufführung nach Wolfgang Amadeus Mozart in einer Fassung von Carsten Kochan und Patrick Lange Patrick Lange Musikalische Leitung Carsten Kochan Inszenierung Hessisches Staatsorchester Wiesbaden Termin 27. 08. 2017, Großes Haus Weitere Aufführungstermine in den Monatsspielplänen

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­KAMMER­KONZERTE FÜR KINDER Präsentiert von Känguru »Filu«

DER ZAUNKÖNIG UND DIE SILBERNE FLÖTE für Erzähler, Flöte, Klarinette, Percussion, Streicher und Klavier Franz Kanefsky Musik Martina Oberhauser Text Termine 30. 09. & 01. 10. 2017, Foyer

DER JOSA MIT DER ­ZAUBERFIDEL Tänze auf dem Weg zum Mond

für Erzähler, Violine, Flöte und Klavier Wilfried Hiller Musik Janosch Text (Elisabeth Woska Einrichtung) Termine 28. & 29. 04. 2018, Foyer


FÖRDERVEREIN DES HESSISCHEN STAATSORCHESTERS WIES BADEN Unsere Aufgaben, unsere Ziele sind, Musikkultur zu erhalten, zu fördern und weiterzuentwickeln, Musik als unmittelbares Erlebnis wahrzunehmen und zu spüren. Es war das bürgerliche Engagement, das die Orchestermusik einst in ein öffentliches Konzertwesen führte und öffentlich zugänglich machte. Auch heute ist wieder privates Ver­ antwortungsbewusstsein gefragt, wenn staatliche und kommunale Subventionen knapp werden. Die Pflege und Weitergabe von kultu­ rellen Errungenschaften an die nachfolgende Generation muss Sa­ che einer selbstbewussten, aktiven Gesellschaft sein. Wir als Bürger der Landeshauptstadt Wiesbaden und ihrer umgebenden Region fühlen uns in besonderer Weise dem Hessischen Staatsorchester verbunden.

› Wir unterstützen mit einem finanziellen Beitrag die Verpflichtung prominenter Solistinnen und Solisten sowie Dirigentinnen und Dirigenten. › Wir fördern Kinder, Jugend- und Familienkonzerte, um bereits früh für das gemeinsame Live-Klangerlebnis zu begeistern und das Interesse am aktiven Musizieren zu wecken. › Wir unterstützen junge Musikerinnen und Musiker als Stipendiaten der Orchesterakademie. › Wir helfen bei der Anschaffung neuer Instrumente. Je mehr Menschen uns bei diesen Aufgaben unterstützen, desto wirkungsvoller kann sich der Förderverein für seine Ziele einsetzen. Werden auch Sie Mitglied in unserem Förderverein!

Förderverein Hessisches Staatsorchester Wiesbaden e. V. Am Melonenberg 12, 65187 Wiesbaden T 0611.580 882 36 | FVOrchesterWI @ gmx.de www.foerderverein-staatsorchester-wiesbaden.de


90 INSTRU MENTE & WIR


OFFENE ­OHREN UND EIN OFFENES HERZ

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Patrick Lange über p­ rägende Stationen ­seines Lebens, seinen ­Kindheitstraum und über die Vorfreude auf Wiesbaden

Wie wurden Sie vom Musiker zum ­Dirigenten?

Wo kommen Sie her? Ursprünglich aus einer Kleinstadt genau in der Mitte von ­Bayern, zwischen Ingolstadt und Nürnberg. Meine Eltern sind keine ­Musiker, aber kunstinteressiert. Mein Vater ist Künstler und Kunst­lehrer. Ich komme also aus einem kunst­ affinen Elternhaus. Wie wurden Sie Musiker? Es begann schon früh: Als Kind kam ich zu den Regensburger Domspatzen. Mit acht Jahren fing ich also an, Musiker zu sein, und das war wirklich mein ­eigener Wunsch. Ich wollte unbedingt singen, fand das schon immer fas­ zinierend. Zum Glück hatte ich meine Eltern auf meiner Seite. Sie haben es zugelassen, dass ich so früh in das musikalische Internat des Chors konnte.

Das stand für mich ganz früh fest. Mit zwölf Jahren wusste ich, ich will Dirigent werden und vor einem Orchester stehen. Ich sang damals zwar im Knaben­ chor, aber letztendlich haben mich die Farben eines ­Orchesters viel mehr interessiert, die ver­ schiedenen Instrumente und ihr Miteinander. Dass man – im ­po­sitiven Sinne – ein Rädchen im Getriebe ist. Welche Ihrer Eigenschaften ­haben dabei geholfen, Dirigent zu werden? Beharrlichkeit auf jeden Fall, sonst hätte ich nicht meinen Kind­ heitstraum umgesetzt. Für mich gab es nie eine Alternative: Ich wollte immer Dirigent werden und bin glücklich, heute t­ atsächlich in diesem Beruf zu arbeiten. Als Dirigent ist es wichtig, beim ­Musizieren aufeinander hören zu können. Das kann ich.


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Hätten Sie jemand oder etwas anderes sein mögen? Niemals. Ich habe meinen Traumberuf gefunden. Welche Künstler begleiteten ­Ihren Werdegang? Zuerst mein damaliger Domka­ pell­­meister, Georg ­Ratzinger, der Bruder des ehemaligen Papstes. Er hat mir als ich zehn, elf Jahre alt war die Liebe zur Musik ver­ mittelt, die Unnachgiebigkeit im Willen, etwas musikalisch zu ge­ stalten. Ebenso hat mich C ­ laudio Abbado geprägt. Ich war für ein paar Jahre sein Assistent, erst beim Gustav Mahler Jugend­ orchester, später begleitete ich ihn zu allen Orchestern, mit ­denen er in dieser Zeit gearbeitet hat. Er hat mich mit seiner un­ glaublichen Hingabe, seiner ­Demut vor der Musik beeinflusst.

Das Atmen mit Klang, das Zuhören im O ­ rchesterfluss – diese Fähigkeiten habe ich an ­Abbado ­bewundert und ­hoffentlich auch ­übernommen.

In der Literatur hat mich noch am Ende meiner Schulzeit ­Thomas Mann begeistert, seine Fähigkeit, Sprache zu ­Musik zu­machen. Die Sätze, die er schreibt, sind kompo­niert. Seine Sprache hat eine unglaubliche Farbig­keit. Auch die bildende Kunst und die Malerei haben mich als Kind ­eines Künstlerhaus­ halts begleitet. Zu Hause und in der Galerie meiner M ­ utter habe ich viel Kunst gesehen. Auch heute noch gehe ich in jeder Stadt, in die ich reise, erst einmal in die Kunstmuseen. Es gibt viele Paral­lelen zwischen der Bil­ denden Kunst und der M ­ usik: Ein Bild wirkt vertikal, es steht als Ganzes vor einem. Musik verläuft horizontal, sie ist wie ein Bild, nur in einer anderen Zeitform. Es gibt Musik, die wie gemalt wirkt, wie ein Porträt, ein Land­ schaftsgemälde … In der ­Musik entdecke ich häufig eine Verbin­ dung zu anderen Künsten.


Was bringen Sie mit nach ­Wiesbaden? Ich bringe die große Vorfreude auf die Arbeit an einem wun­ derbaren Haus mit lauter tollen Menschen und mit einem wun­ derbaren Orchester mit. Ich bringe meine Neugierde auf die Region mit, für alles, was es dort an Kunst und Leben gibt, Neugierde auf die Menschen, die Feste, die Natur. Und ich freue mich sehr auf den Rhein, denn ich habe zu jedem Zeitpunkt meines Lebens an einem Fluss gewohnt. Was wünschen Sie sich von Wiesbaden? Ich wünsche mir offene Ohren und ein offenes Herz, Offenheit für das, was wir gemeinsam mit dem Hessischen ­Staatsorchester machen werden. Neugierde, ­Musik einmal anders zu hören. Ich wünsche mir, dass die Stadt und ihre Menschen stolz auf das ­Hessische Staatstheater und ihr Hessisches Staatsorchester sind, sich daran freuen und wissen, was sie an ihrem Theater und ­ihrem Orchester haben. Ich freue mich auf viele Begegnungen.

Das Gespräch führte Konzertdramaturgin Katja Leclerc

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ÜBER PATRICK LANGE Biografie

Mit Beginn der Spielzeit 2017.2018 wird Patrick Lange General­musik­­ direktor des Hessischen Staats­ theaters Wiesbaden. 1981 in der Nähe von Nürnberg ­geboren, be­ gann er seine musikalische Lauf­ bahn im Knabenchor der Regens­ burger Domspatzen. Er studierte an den Musikhochschulen in Würzburg und Zürich. 2005 wurde er in das Dirigenten­forum des Deutschen Musikrates aufgenom­ men und von Claudio Abbado zum Assistenz­dirigenten des Gustav Mahler Jugendorchesters ernannt. 2007 erhielt Patrick Lange den Euro­päischen Kulturpreis in der Kategorie Förderpreis für junge Dirigenten, 2009 das erstmals ver­ liehene Eugen-Jochum-Stipendium des BR-Symphonieorchesters. Seine Laufbahn als O ­ perndirigent begann er in Zürich und ­Luzern. Mit »Le Nozze di Figaro« gab er 2007 sein Debüt an der ­Komischen Oper Berlin, wo er ab 2008 als Erster Kapellmeister, ab 2010 als Chefdirigent des Hauses wirkte. 2010 gab er sein ­Debüt an der Wiener Staatsoper, wo er ­seither regel­mäßig dirigiert. Weitere ­Engagements führten ihn u. a. an die Semper­oper Dresden, an den L ­ ondoner ­Covent Garden, die Hamburgische Staatsoper, die ­Sydney Opera, die B ­ ayerische Staats­oper, das Opernhaus ­Zürich und die Oper Frankfurt.

Mit Mahlers »Lied von der Erde« (Choreographie von John N ­ eumeier) debütierte er mit großem Erfolg an der Opéra national de Paris, wo er seitdem ebenfalls ­häufig zu Gast ist. In Konzerten hat Lange u. a. die Wiener Philharmoniker, das Ton­ künstler-­Orchester Nieder­öster­ reich, die Hamburger ­Symphoniker, das Beethoven-­Orchester Bonn, das ­Münchner Rundfunk­orchester, das M ­ ahler Chamber ­Orchestra, das SWR und WDR ­Sinfonieorchester Stuttgart, das G ­ razer Philharmo­ nische Orchester und das Simón Bolívar-­Jugendorchester in ­Venezuela geleitet. Er ging auf Tour­ nee mit der Academy of St M ­ artin in the Fields, den Stutt­garter Phil­ harmonikern, dem RSO Wien und wiederholt mit dem Bundes­ jugendorchester, dem er eng ­verbunden ist. In der Spielzeit 2016.2017 konnte man Patrick Lange am Pult des Hessischen Staatsorchesters be­ reits im 3. Sinfonie­konzert, beim Fest­konzert »70 Jahre Hessen« ­sowie beim »Wagner-­Galakonzert« zur Eröffnung der I­ nternationalen Mai­festspiele 2017 erleben. In ­seiner ersten Spielzeit als General­ musikdirektor dirigiert P ­ atrick Lange vier Sinfoniekonzerte und das Neujahrskonzert des Hessi­ schen Staatsorchesters. Er hat u. a. die Musikalische Leitung in den Neuinszenierungen von »Tann­ häuser«, »Arabella« und »Ein ­Maskenball« inne und eröffnet die Spielzeit mit der »Zauberflöte für Kinder«.


DAS HESSISCHE STAATS­ ORCHESTER WIESBADEN Das heutige Hessische Staatsorchester Wiesbaden entstand aus dem Zusammenschluss des Städtischen Cur- und Sinfonieorchesters und der Staatskapelle, die ein reines Opernorchester war. Der Fusions­ prozess dauerte einige Jahre und wurde in der Amtszeit des General­ musikdirektors Wolfgang Sawallisch (1958 – 60) endgültig zum Ab­ schluss gebracht. Das Städtische Cur- und Sinfonieorchester wurde 1873 gegründet und etablierte unter seinem langjährigen Leiter Louis Lüstner (1874 – 1905) jährlich zwölf Sinfoniekonzerte. 1912 wurde Carl Schuricht zum ­Leiter berufen. In seiner Ägide erlangte das Wiesbadener Orchester W ­ eltruf. Während der Weimarer Republik kam es zur Zusammen­arbeit mit der Staatskapelle Wiesbaden, um große sinfonische Werke ­aufführen zu können. Am neuen Kaiserlichen Theater wirkten ab 1894 die D ­ irigenten Franz Mannstaedt und Josef Rebicek, ab 1924 Otto ­Klemperer, der zu den bedeutendsten Dirigentenpersönlich­keiten des 20. J­ ahrhunderts ­gehört. In der Folge waren Generalmusik­direktor: Joseph ­Rodenstock, Erich Böhlke, ab 1933 Karl ­Elmendorff, Karl F ­ ischer und Ernst K ­ rämer. Zu den herausragenden Persönlichkeiten, die damals in W ­ iesbaden am Pult des Orchesters standen, gehören Felix Mottl und Gustav ­Mahler sowie Ende der 1920er und in den 30er Jahren Sir Thomas Beecham, Leo Blech, Fritz Busch ebenso wie Richard Strauss, der fast jedes Jahr in der Kurstadt dirigierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die schrittweise Zusammen­ führung der beiden Wiesbadener Orchester. Musikalische L ­ eiter waren Hans Müller-Kray, Otto Schmidtgen, ab 1951 wieder Karl ­Elmendorff, ab 1955 Artur Apelt, 1958 – 60 Wolfgang Sawallisch. Nun übernahm Heinz Wallberg für 14 Jahre die Position des GMD, 1974 – 88 Siegfried Köhler, gefolgt von Ulf Schirmer, 1992 – 95 Oleg Caetani. Auf ein Interregnum von Jonathan Nott folgte 1996 Toshiyuki ­Kamioka, 2004 – 2012 Marc Piollet, 2012 – 2016 war Zsolt Hamar GMD. Das Orchester trägt seit 2014 einheitlich den Namen »Hessisches Staats­orchester Wies­baden« und spielt somit sowohl im Konzertsaal als auch im Theater unter gleicher Bezeichnung. Ab der Spielzeit 2017.2018 ist Patrick Lange GMD des Hessischen Staatstheaters.

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ORCHESTERAKADEMIE Fit für die Zukunft: Die Nachwuchsförderung liegt dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden besonders am Herzen. Dieses Anliegen verfolgt die im August 2010 gegründete Orchesterakademie, die sich die konsequente Förderung junger Musikerinnen und Musiker zu hochqualifizierten Orchestermusikerinnen und -musikern zum Ziel gesetzt hat. Um sich in einem Probespiel gegen die Konkurrenz durchzusetzen und den gesteigerten Qualitätsansprüchen der Orchester gerecht zu ­werden, sind heute Praxiserfahrung und weitergehende ­Fähigkeiten gefragter als je zuvor. Diese werden in der Orchesterakademie ver­ mittelt: Die Akademisten werden durch qualifizierten Einzelunter­ richt gezielt auf das Probespiel und das Berufsleben vorbereitet. Durch die zusätzliche praktische Arbeit im Orchesteralltag erhalten sie wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise eines Orchesters. Derzeit werden in jeder Spielzeit sieben junge Musikerinnen und ­Musiker in die Orchesterakademie aufgenommen. Sie können die Arbeit der Akademie durch Ihre Mitgliedschaft unter­ stützen! Ein Mitgliedsantrag steht auf unserer Homepage zum ­Herunterladen zur Verfügung.

KONTAKT Orchesterakademie des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden am Staatstheater Wiesbaden e. V. Christian-Zais-Str. 3, 65189 Wiesbaden Geschäftsstelle | Tel. 0611.132 256 info @ orchesterakademie-wiesbaden.de www.orchesterakademie-wiesbaden.de


CHOR DER STADT ­WIESBADEN Der Chor der Stadt Wiesbaden ist der Konzertchor der Landeshaupt­ stadt. Er wurde 1847 von Carl Bogler als »Gesang-Verein« ­gegründet und 1854 in »Cäcilien-Verein« umbenannt. 1938 erhielt er seinen jetzi­ gen Namen durch Vertrag mit der Stadt Wiesbaden. Der Chor wirkt in jeder Saison bei einem Sinfoniekonzert des Hessi­ schen Staatstheaters mit, 2017.2018 im Mozart-­Requiem. Neben den Sinfoniekonzerten im Wiesbadener Kurhaus tritt er auch bei ande­ ren Gelegenheiten auf, so etwa gemeinsam mit der F ­ rankfurter Sing­ akademie zu den Rhein-Main-Festspielen 2014 in der Alten Oper Frankfurt mit einer konzertanten Aufführung des »Parsifal« von Wagner und mit dem »Schicksalslied« von Brahms. Ebenfalls 2014 fand erst­­malig ein gemeinsames Konzert mit dem Wiesbadener O ­ rchester­­verein statt, bei dem u. a. die »Harmoniemesse« von Haydn zur ­Aufführung kam. 2016 trat der Chor beim 25jährigen Jubiläum der W ­ iesbadener Musik- und Kunstschule mit Carl Orffs »Carmina Burana« im Wies­ badener Kurhaus auf und reiste im Rahmen des »Jahres der Städte­ partnerschaften« zu zwei Aufführungen des Verdi-­Requiems nach Görlitz und Z ­ ittau. Im ­April 2017 brachte der Chor das Requiem von Maurice Duruflé in der Bonifatius­kirche in Wiesbaden zur Aufführung. Seit 2014 gibt es neben dem Hauptchor auch einen Kammerchor, der projektweise besetzt wird. Sein erfolgreiches Debüt hatte er 2014 beim Weihnachtskonzert des Hessischen Staatstheaters mit der »­Ceremony of Carols« von Benjamin Britten, 2015 kamen Quartette vom Brahms beim Herbstkonzert des Chores zur Aufführung. Eine relativ neue, aber bei den Wiesbadenerinnen und ­Wiesbadenern schon sehr beliebte Tradition ist das jährlich stattfindende Weihnachts­ liedersingen im Rathaus gemeinsam mit Musikern der ­Wiesbadener Musik- und Kunstschule. Sängerinnen und Sänger, die am gemeinsamen Singen auf anspruchs­ vollem Niveau interessiert sind, sind herzlich zu einer unverbindlichen Chorprobe eingeladen.

KONTAKT & INFORMATIONEN Carmen Böhm Tel. 06126 . 227 333 kontakt @ chor-der-stadt-wiesbaden.de www.chor-der-stadt-wiesbaden.de

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SITZ PLÄTZE & WIR


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KAMMERKONZERTE

Liebe Freunde der Kammermusik, die Vielfalt eines Orchesters können Sie in kleinen Besetzungen in unseren Kammerkonzerten erleben. In dieser Saison gibt es unter­ schiedliche Programme mit Streichquartett, Bläserquintett, Cello­ ensemble, ein gemischtes Programm vom Duo bis zum Oktett und das schon zum Kult gewordene Tuba-Überraschungsprogramm. Wie ­immer präsentieren wir eine Kombination aus bekannten Meister­ werken und Raritäten. Im Weihnachtskonzert erklingen Wiegenlieder der Romantik und der Moderne mit Lesungen von Uwe Kraus. Mit einem Festkonzert feiern wir das 10-jährige Jubiläum der Neujahrskammerkonzerte. Zusammen mit dem Känguru Filu können unsere kleinen Zuhörer zwei Geschichten mit Musik lauschen, in denen die Flöte und die V ­ ioline im Mittelpunkt stehen. Erleben Sie diese Vielfalt mit uns zusammen im prächtigen Foyer des Hessischen Staatstheaters! Jens Hentschel, Judith Oberndorfer und Thomas Richter Organisatoren der Kammerkonzerte


17. 09. 20 17

1. Kammerkonzert

Farewell! Abschiedskonzert von Heiner Rekeszus Paul Juon Divertimento op. 34 für Klarinette und zwei Bratschen Ludwig Thuille Sextett B-Dur op. 6 für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier Franz Schubert »Der Hirt auf dem Felsen« für Sopran, Klarinette und Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Quintett A-Dur KV 581 für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello Mit Sharon Kempton Sopran, Erika le Roux Klavier, Peter Mátyás Bicsák Flöte, Bernhard Schnieder Oboe, Heiner Rekeszus Klari­nette, Peter Brechtel Fagott, Jens Hentschel Horn, Karl-Heinz Schultz und Sebastian Max Violine, Thomas Hoffmann und Irene Baiter Viola, Tobias Galler Violoncello

08. 10. 20 17

2. Kammerkonzert Michel Corette »Le Phénix«, Konzert für vier Violoncelli Johann Sebastian Bach Air aus der Suite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 Guillaume Paque »Souvenir de Curis«, Melodie für vier Violoncelli Joseph Haydn Divertimento D-Dur op. 31 Nr. 6 Gabriel Fauré Pavane f-Moll op. 50 David Popper Polonaise de concert d-Moll op. 14 Mit Ensemble HansoriCelli

05. 11. 20 17

Kammermusik »CrossOver« 3. Kammerkonzert Überraschungen mit der Tuba

Mit Roland Vanecek und Akademisten des Hessischen ­Staatsorchesters Wiesbaden

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25. 02. 20 18 18. 03. 20 18

4. Kammerkonzert Viktor Ullmann Streichquartett Nr. 3 op. 46 Astor Piazzolla »Histoire du Tango«, arrangiert für Streichquartett Jewgeni Stankowitsch Streichquartett Nr. 1 Mit Igor Mishurisman und Anton Tykhyy Violine, Anastasya ­Mishurisman Viola, Emanuela Simeonova Violoncello

5. Kammerkonzert Francis Poulenc Sonate für Klarinette und Fagott Ludwig van Beethoven Sextett Es-Dur op. 81b für zwei Hörner und Streichquartett Heitor Villa Lobos »Fantaisie Concertante« für Klarinette, Fagott und Klavier Louis Spohr Oktett E-Dur op. 32 für Klarinette, 2 Hörner, Violine, 2 Violen, ­Violoncello und Kontrabass Mit Dörte Sehrer Klarinette, Chi-Ti Wang Fagott, Jens Hentschel und Andrew Young Horn, Judith Oberndorfer Violine, Pamela Kremer und Gertrud Weise Viola, Susanne Tscherbner Violoncello, Christian Brühl Kontrabass

22. 04. 20 18

6. Kammerkonzert Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett G- Dur KV 387 Anton Webern Streichquartett op. 28 Claude Debussy Streichquartett g-Moll op. 10 (anlässlich des 100. Todestages des Komponisten) Mit Nicole Windolf und Svantje Wolf Violine, Kristof Windolf Viola, Susanne Tscherbner Violoncello


10. 06. 20 18

7. Kammerkonzert Joseph Haydn Divertimento Nr. 1 B-Dur (arr. für Bläserquintett von Harold Perry) Gabriel Fauré Pavane (arr. für Bläserquintett von Guy du Cheyron) Giulio Briccialdi Bläserquintett D-Dur op. 124 George Gershwin Auszüge aus der Oper »Porgy and Bess« (arr. für Bläserquintett von Bill Holcombe) Georges Bizet »Carmen«-Suite (arr. für Bläserquintett von D. Walter) Denes Agay Five Easy Dances Mit Peter Mátyás Bicsák Flöte, André van Daalen Oboe, Dörte Sehrer ­Klarinette, Oskar Münchgesang Fagott, Andrew Young Horn

Weihnachts-Kammerkonzert Wiegenlieder der Romantik und Moderne

Weihnachtsmusik von Johannes Brahms, Max Reger, Benjamin ­Britten, Paul Engel, Rudi Spring, Jens Josef und Graham Waterhouse Uwe Kraus liest besinnliche und heitere Texte zur Weihnachtszeit. Mit Silvia Hauer Mezzosopran, Streicher- und Bläsersolisten des ­Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden Termine 03., 09. & 17. 12. 2017

Neujahrs-Kammerkonzert Festkonzert – 10 Jahre Neujahrskonzerte der Kammermusikvereinigung

Walzer, Polkas, Salonstücke, Romanzen und Arien aus Österreich, Ungarn, Böhmen und Mähren, Frankreich, Italien, Norwegen und Russland Mit Salonensemble des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden Termine 13., 20. & 21. 01. 2018

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THEATERPÄDAGOGIK Musikalische Angebote SPIEL&MUSIK 5+

PROBEZEIT

Musikerinnen und Musiker des ­Hessischen Staatsorchesters stellen ihre ­Instrumente vor und entführen Kinder ab 5 Jahren in die Wunderwelt der Klänge und der Musikinstrumente.

VON DER KITAGRUPPE BIS ZUM MUSIK­ LEISTUNGSKURS:

Zum Zuhören und Mitmachen!

OPER AKTIV! Musikalisch-szenische Workshops zur Vorbereitung auf einen Opernbesuch – zu ausgewählten Inszenierungen Gemeinsames Hören, Spielen, Singen und Sprechen lassen Handlung und Per­ sonen der Oper lebendig und erfahr­ bar werden. Ein Workshop für Kinder und Erwach­ sene, Mitmachen bei den szenischen Versuchen ist ausdrücklich erwünscht.

Ausgewählte Opern- und Konzert­proben stehen nach Anmeldung offen, für An­ fänger zum ersten H ­ ineinhören, für Ex­ perten zur Vertiefung ihrer Kenntnisse.

THEATERPROFIS UNTERWEGS ORCHESTER & KITA ORCHESTER & SCHULE Musiker und Musikerinnen des Hessi­ schen Staatsorchesters besuchen – Solo oder in kleinen Gruppen – Krippen, Kitas und Schulklassen. Verschiedene Programme, fantasievolle Geschichten und viele M ­ itmachaktionen öffnen spielerisch den Zugang zu klas­ sischer Musik.

KONTAKT Für nähere Informationen, Anmeldungen, Nachfragen und Anregungen stehen wir Ihnen und Euch gerne zur Verfügung: Das Team der Theaterpädagogik Luisa Schumacher, Dirk Schirdewahn und Laura zur Nieden Mitarbeit Musiktheater- und Konzertpädagogik Gisela Reinhold theaterpaedagogik @ staatstheater-wiesbaden.de

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OPER 2017.2018 Erleben Sie das Hessische Staats­ orchester Wiesbaden in Opernund Ballett-Aufführungen des Hessischen Staatstheaters:

OPER | PREMIEREN Schönerland

Arabella

Von Richard Strauss Musikalische Leitung Patrick Lange Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Termine ab 11.03.2018

Uraufführung von Søren Nils Eichberg Musikalische Leitung Albert Horne Inszenierung Johanna Wehner Termine ab 16.09.2017

Ein Maskenball

Manon

Don Giovanni

Von Jules Massenet Musikalische Leitung Jochen Rieder Inszenierung Bernd Mottl Termine ab 28.10.2017

Tannhäuser

Von Richard Wagner Musikalische Leitung Patrick Lange Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Termine ab 19.11.2017

Jephtha

Von Georg Friedrich Händel Musikalische Leitung Konrad Junghänel Inszenierung Achim Freyer Termine ab 04.02.2018

Von Giuseppe Verdi Musikalische Leitung Patrick Lange Inszenierung Beka Savić Termine ab 30.04.2018 Von Wolfgang Amadeus Mozart Musikalische Leitung Konrad Junghänel Inszenierung Nicolas Brieger Termine ab 17.06.2018

OPER | WIEDERAUFNAHMEN Der Liebestrank

Von Gaetano Donizetti Termine ab 10.09.2017

Götterdämmerung

Von Richard Wagner Termine ab 24.09.2017

La Bohème

Von Giacomo Puccini Termine ab 01.12.2017

Die Zauberflöte

Von Wolfgang Amadeus Mozart Termine ab 08.12.2017

Hänsel und Gretel

Von Engelbert Humperdinck Termine ab 20.12.2017

Norma

Von Vincenzo Bellini Termine ab 12.01.2018

Così fan tutte

Von Wolfgang Amadeus Mozart Termine ab 21.01.2018

Otello

Von Giuseppe Verdi Termine ab 18.02.2018

Der fliegende Holländer Von Richard Wagner Termine ab 18.03.2018

Katja Kabanowa

Von Leoš Janáček Termine ab 07.04.2018

OPER FÜR KINDER Die Zauberflöte für Kinder 5+ Musikalische Leitung Patrick Lange Inszenierung Carsten Kochan Termin 27.08.2017

BALLETT MIT ORCHESTER Eine Winterreise

Ballett von Tim Plegge Musik von Hans Zender nach Franz Schubert Musikalische Leitung Benjamin Schneider Termine ab 07.10.2017


PERSONALIA

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HESSISCHES STAATSORCHESTER WIESBADEN I. VIOLINE Karl-Heinz Schultz, Alexander Bartha, koord. 1. Konzertmeister, Keiko Steenpaß, 3. Konzertmeisterin, Uta Lorenz, Peter Taban, Antoaneta ­ Staicov-Nierlich, Nicole Windolf, Anna Balzer-Tarnawska, Anton Tykhyy, Svantje Wolf, Igor Mishurisman, Yuri Uomizu, Patrick Peters

II. VIOLINE Hermann Jussel, Sebastian Max, Maryna Veremeeva, Inken Renner, Christine Seiler, Monika Pulch, Elke Tobschall, Rebekka Herrmann, Judith Oberndorfer, Judith Hiller, Magdalena Zell, Xiaojun Amelie Huang, ­ Anne-Catherine Eibel, Minju Lee*

VIOLA Thomas Hoffmann, Sabine Schultz, Lorna Wilson, Tilman Lauterbach, Nina Torborg-Hunck, Kristof Windolf, Gertrud Weise, Pamela Kremer VIOLONCELLO Johann Ludwig Konzert­ meister, NN, Daniel Geiß, NN, Tobias Galler, Emanuela Simeonova, Susanne Tscherbner KONTRABASS NN, Kazuko Breitling, Jochen Steinmetz, Thomas Dittmann, Markus Kräkel

HORN Jens Hentschel, Andrew Young, Kerstin Künkele, Stanton Falling, NN, Lioba Giesbert

TROMPETE Tobias Vorreiter, Martin Schneider, Paul-Heinrich Wellnitz, Bernhard Loos POSAUNE Tim Raschke, Christoph Paus, Matthias Hof, Tobias Hildebrandt

TUBA Roland Vanecek PAUKE Axel Weilerscheidt, Martin Lorenz, Theresia Seifert* SCHLAGWERK Edzard Locher

ORCHESTERPRAKTIKANTEN 1. Violine (2), 2. Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Schlagzeug

ORCHESTERVORSTAND Jens Hentschel, Tilman Lauterbach, Dörte Sehrer, Cornelia Thorspecken * Zeitvertrag

GENERALMUSIKDIREKTOR Patrick Lange

ASSISTENTIN DES GENERALMUSIKDIREKTORS Christina Domnick

HARFE Kristina Kuhn

KONZERTDRAMATURGIN

FLÖTE Peter Mátyás Bicsák, Cornelia Thorspecken, NN, Thomas Richter

Katja Leclerc

OBOE Bernhard Schnieder, André van

Verena Rast

Daalen, Franz-Josef Wahle, Johann Christian Becher

KLARINETTE Heiner Rekeszus, Bernhard

ORCHESTERDIREKTORIN ASSISTENTIN DER ORCHESTERDIREKTION Clara Holzapfel

Hens, Tomas Eckardt, Dörte Sehrer

ORCHESTERWARTE

FAGOTT Peter Brechtel, Chih-Ti Wang,

Harry Ickert, Pedro Romano

Beatrix Lindemann, Oskar Münchgesang


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KONTAKT

IMPRESSUM

HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN Christian-Zais-Straße 3 65189 Wiesbaden Tel. 0611.132 1

INTENDANT Uwe Eric Laufenberg 

THEATERKASSE Tel. 0611.132 325 vorverkauf @ staatstheater-wiesbaden.de

GENERALMUSIKDIREKTOR Patrick Lange

ABONNEMENT-BÜRO abonnement @ staatstheater-wiesbaden.de ALLGEMEINES info @ staatstheater-wiesbaden.de INTENDANZ intendanz @ staatstheater-wiesbaden.de MARKETING marketing @ staatstheater-wiesbaden.de ORCHESTERDIREKTION orchesterdirektion @ staatstheater-wiesbaden.de KONZERTDRAMATURGIE konzertdramaturgie @ staatstheater-wiesbaden.de THEATERPÄDAGOGIK theaterpaedagogik @ staatstheater-wiesbaden.de PRESSE presse @ staatstheater-wiesbaden.de ANZEIGEN ursula.maria.schneider @ t-online.de

Alle Informationen zu Personalia, Preisen, Kontakt, Abonnements und Wegen finden Sie im Service-Heft zur Spielzeit 2017.2018

GESCHÄFTSFÜHRENDER DIREKTOR Bernd Fülle

REDAKTION Caroline Lazarou, Katja Leclerc  TEXTE ­ Chor der Stadt Wiesbaden, Förderverein des ­Hessischen Staatsorchesters, Patrick Lange, Katja Leclerc, Orchesterakademie  GESTALTUNG formdusche, studio für gestaltung DRUCK Köllen Druck + Verlag GmbH STAND 30. 03. 2017 BILDNACHWEISE Coverfoto, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden, Proben­fotos mit Patrick Lange: Achim Reissner | Christoph Altstaedt: Ben Ealovega | Benjamin Appl: Lars Borges / Sony Classical | Maria Bengtsson: ­Monika Rittershaus | Tobias Feldmann: Kaupo Kikkas | Bernhard Forck: Gudrun Senger | Backstage-­Fotos des Hessischen Staatsorchester Wiesbaden: Sven-Helge Czichy | ­Maximilian H­ ornung: Marco Borggreve | Johannes Klumpp: Janine Kuehn | Patrick Lange: Hof­fotografen, Neda Navaee | Oksana Lyniv: Agentur | Herbert Schuch und Gülru Ensari: Felix Broede


JETZT WIR!


Konzert 2017.2018  

Das Konzert-Heft zur Spielzeit 2016.2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Konzert 2017.2018  

Das Konzert-Heft zur Spielzeit 2016.2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden

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