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0,7qbm_Essentials Minimalismus_als Lebensform


33 Seiten Benny Adler Industrial Design I. Sem. Master bei Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

47 Seiten 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Minimalismus als Lebensform /4-9 La Tourette /10-15 nullkommasiebensieben /16-23 Workshop /25-27 Wohnen in der Schuhschachtel /28-35 Konzept „raupzug“ /36-41 Modell /42-47


33 Seiten Benny Adler Industrial Design I. Sem. Master bei Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

47 Seiten 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Minimalismus als Lebensform /4-9 La Tourette /10-15 nullkommasiebensieben /16-23 Workshop /25-27 Wohnen in der Schuhschachtel /28-35 Konzept „raupzug“ /36-41 Modell /42-47


Minimalismus als Lebensform


Minimalismus als Lebensform


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„Haste nix, biste was“ Das bedeutet: „kein Kram, der herumsteht und verstaubt. Nichts, das unnötig Raum einnimt und von wesentlichen Dingen wie Schreiben, Lesen oder Gesprächen mit Freunden ablenkt. Und nichts, von dem man schon genug hat.“ (Spiegel) Dieser Auszug aus einem Artikel des Spiegel beschreibt einen Trend, der sich in Teilen unserer Gesellschaft auszubreiten scheint. Man begnügt sich mit wenigen Alltagsgegenständen und entledigt sich der vielen, zum Teil nutzlosen Dinge, die mehr Last denn Erleichterung bedeuten. „Minimalismus hat Zulauf.“ Bernd Vonhoff (Soziologe) erklärt: Die Welt wird immer komplexer. Diese Komplexität zu bewältigen und zu reduzieren ist stressig. Wer sein Leben minimalistisch gestaltet, reduziert diesen Druck. Minimalismus ist für mich genau das, Vereinfachung des Alltags. Die vielen Umzüge, die ich bisher schon vollzogen habe, zwangen mich dazu, meinen Besitz zu verkleinern und mich von „Ballast“ zu trennen. In meiner Wohnung befinden sich heute nur noch Bett, Schreibtisch, Stühle für Besuch und einige ausgewählte Bücher. Auf der Festplatte meines Macs ist der große Rest verstaut.

Zu Hause sein bedeutet heute für mich, einen Schlafplatz zu haben und einen Internetanschluss, um mit Familie und Freunden zu kommunizieren. Meine „Essentials“ sind die Beziehungen zu den Menschen in meinem Leben. Das Projekt war für mich daher von besonderem Reiz. Zu sehen, wie weit man die Reduktion im Alltag treiben kann, um am Ende auf die zunächst sehr wenig erscheinenden 0,7qbm zu kommen. Der Selbstversuch, als Bestandteil des Projektes, war dann eine besondere Herausforderung. Es stellte sich heraus, dass der Minimalismus in meiner Wohnung einem Maximalismus meines sonstigen Lebensstandards gegenüberstand. Das Leben aus der Tasche, dass ich eine Zeit lang führte, hatte zur Folge, dass sich mein Ausgabeverhalten drastisch veränderte. Essen wurde entweder geliefert oder auswärts eingenommen, Eingekauft wurde nur noch im Spätkauf oder Bäcker. Das Projekt und insbesondere der Selbstversuch war somit eine sehr persönliche Auseinandersetzung, an deren Ende sich eine weitere Minimalisierung meines Alltags vollzog.


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„Haste nix, biste was“ Das bedeutet: „kein Kram, der herumsteht und verstaubt. Nichts, das unnötig Raum einnimt und von wesentlichen Dingen wie Schreiben, Lesen oder Gesprächen mit Freunden ablenkt. Und nichts, von dem man schon genug hat.“ (Spiegel) Dieser Auszug aus einem Artikel des Spiegel beschreibt einen Trend, der sich in Teilen unserer Gesellschaft auszubreiten scheint. Man begnügt sich mit wenigen Alltagsgegenständen und entledigt sich der vielen, zum Teil nutzlosen Dinge, die mehr Last denn Erleichterung bedeuten. „Minimalismus hat Zulauf.“ Bernd Vonhoff (Soziologe) erklärt: Die Welt wird immer komplexer. Diese Komplexität zu bewältigen und zu reduzieren ist stressig. Wer sein Leben minimalistisch gestaltet, reduziert diesen Druck. Minimalismus ist für mich genau das, Vereinfachung des Alltags. Die vielen Umzüge, die ich bisher schon vollzogen habe, zwangen mich dazu, meinen Besitz zu verkleinern und mich von „Ballast“ zu trennen. In meiner Wohnung befinden sich heute nur noch Bett, Schreibtisch, Stühle für Besuch und einige ausgewählte Bücher. Auf der Festplatte meines Macs ist der große Rest verstaut.

Zu Hause sein bedeutet heute für mich, einen Schlafplatz zu haben und einen Internetanschluss, um mit Familie und Freunden zu kommunizieren. Meine „Essentials“ sind die Beziehungen zu den Menschen in meinem Leben. Das Projekt war für mich daher von besonderem Reiz. Zu sehen, wie weit man die Reduktion im Alltag treiben kann, um am Ende auf die zunächst sehr wenig erscheinenden 0,7qbm zu kommen. Der Selbstversuch, als Bestandteil des Projektes, war dann eine besondere Herausforderung. Es stellte sich heraus, dass der Minimalismus in meiner Wohnung einem Maximalismus meines sonstigen Lebensstandards gegenüberstand. Das Leben aus der Tasche, dass ich eine Zeit lang führte, hatte zur Folge, dass sich mein Ausgabeverhalten drastisch veränderte. Essen wurde entweder geliefert oder auswärts eingenommen, Eingekauft wurde nur noch im Spätkauf oder Bäcker. Das Projekt und insbesondere der Selbstversuch war somit eine sehr persönliche Auseinandersetzung, an deren Ende sich eine weitere Minimalisierung meines Alltags vollzog.


La Tourette1


La Tourette1


15

1.10. bis 4.10.2012 Kloster La Tourette Zu Beginn des Projektes ging es ins Kloster.Der dortige Workshop sollte dazu dienen, sich in entsprechender Umgebung an das Thema „Minimalismus“ ranzutasten und zu untersuchen, welche Formen des Minimalismus es gibt, in welchen Szenarien er gelebt werden kann und welche „Eingriffe“ dazu von Außen nötig wären. Das Ergebnis waren spannende Auseinandersetzungen, in denen man über ganz kleine Dinge, wie das Tauschen von Gegenständen, aber auch über den Sinn des Lebens philosophieren konnte. Der Aufenthalt im Kloster, vom Alltag losgelöst, brachte für mich die Erkenntnis, dass es für eine gewisse Zeit sehr befreiend sein kann, dass Smartphone nur als Wecker zu benutzen. Geschlafen hatte ich lange nicht mehr derart gut.


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1.10. bis 4.10.2012 Kloster La Tourette Zu Beginn des Projektes ging es ins Kloster.Der dortige Workshop sollte dazu dienen, sich in entsprechender Umgebung an das Thema „Minimalismus“ ranzutasten und zu untersuchen, welche Formen des Minimalismus es gibt, in welchen Szenarien er gelebt werden kann und welche „Eingriffe“ dazu von Außen nötig wären. Das Ergebnis waren spannende Auseinandersetzungen, in denen man über ganz kleine Dinge, wie das Tauschen von Gegenständen, aber auch über den Sinn des Lebens philosophieren konnte. Der Aufenthalt im Kloster, vom Alltag losgelöst, brachte für mich die Erkenntnis, dass es für eine gewisse Zeit sehr befreiend sein kann, dass Smartphone nur als Wecker zu benutzen. Geschlafen hatte ich lange nicht mehr derart gut.


nullkommasiebensieben 1


nullkommasiebensieben 1


19 In 6 Wochen habe ich einen Selbstversuch durchgeführt, den ich in einem Blog dokumentierte: http://nullkommasiebensieben.tumblr.com/

Inhalt des Selbstversuch war es, mein tägliches Budget, welches ich zur Führung meines Haushaltes zur Verfügung hatte, jede Woche um die Hälfte zu reduzieren. Ich begann in der ersten Woche mit dem durchschnittlichen Tagesbudget eines Studenten in Deutschland. In der letzten Woche lebte ich nur noch von einem Dollar pro Tag, was nullkommasiebensieben Euro entspricht und von der Weltbank als bittereArmut eingestuft wurde. Ziel des Experiments war es, die eigenen Grenzen zu erfahren und herauszufinden, wieviel Geld man in einer reichen Industrienation wie Deutschland zum täglichen (Über-)Leben braucht.


19 In 6 Wochen habe ich einen Selbstversuch durchgeführt, den ich in einem Blog dokumentierte: http://nullkommasiebensieben.tumblr.com/

Inhalt des Selbstversuch war es, mein tägliches Budget, welches ich zur Führung meines Haushaltes zur Verfügung hatte, jede Woche um die Hälfte zu reduzieren. Ich begann in der ersten Woche mit dem durchschnittlichen Tagesbudget eines Studenten in Deutschland. In der letzten Woche lebte ich nur noch von einem Dollar pro Tag, was nullkommasiebensieben Euro entspricht und von der Weltbank als bittereArmut eingestuft wurde. Ziel des Experiments war es, die eigenen Grenzen zu erfahren und herauszufinden, wieviel Geld man in einer reichen Industrienation wie Deutschland zum täglichen (Über-)Leben braucht.


21

Regeln Regel 1: Das Tagesbudget darf nur innerhalb der jeweiligen Woche gespart werden. Es ist nicht auf die darauffolgenden Wochen übertragbar. Regel 2: Gekaufte Lebensmittel müssen in der Woche des Erwerbs aufgebraucht werden. Sie dürfen nicht gehortet werden. Regel 3: Geld leihen ist nicht erlaubt. Regel 4: Einladungen sind nur auf Initiative des anderen erlaubt, sie dürfen nicht erfragt werden. Regel 5: Betteln ist erlaubt. Regel 6: Der Selbstversuch darf keine negativen Auswirkungen auf das Studium haben. Ausgaben für z.B. Modellbau sind erlaubt und werden nicht auf das Tagesbudget angerechnet.


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Regeln Regel 1: Das Tagesbudget darf nur innerhalb der jeweiligen Woche gespart werden. Es ist nicht auf die darauffolgenden Wochen übertragbar. Regel 2: Gekaufte Lebensmittel müssen in der Woche des Erwerbs aufgebraucht werden. Sie dürfen nicht gehortet werden. Regel 3: Geld leihen ist nicht erlaubt. Regel 4: Einladungen sind nur auf Initiative des anderen erlaubt, sie dürfen nicht erfragt werden. Regel 5: Betteln ist erlaubt. Regel 6: Der Selbstversuch darf keine negativen Auswirkungen auf das Studium haben. Ausgaben für z.B. Modellbau sind erlaubt und werden nicht auf das Tagesbudget angerechnet.


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7/6/0,77

Auszug (Blog) Der letzte Tag in dieser Woche und gleichzeitig letzte Tag meines Selbstversuchs, war der erste Advent in diesem Jahr. Soweit ich zurückdenken kann, verbrachte ich den ersten Adventssonntag immer zusammen mit meiner Familie. Wir trafen uns für eine gemütliche Runde bei Kaffee und Weihnachtsgebäck. Dieses Jahr sah der erste Advent etwas anders aus. Die Familie war weit weg, und statt Weihnachtsgebäck gab es gammelige Karotten. Richtige Stimmung kam so natürlich nicht auf. Nur die kalte Luft, die vom offenen Fenster hereinwehte gab einen Hinweis darauf, dass der Winter bevorsteht und somit auch Weihnachten. Ich wünschte mir einen heißen Kakao trinken zu können oder Kaffee, oder wenigstens einen Tee. Ich badete ausgiebig in Selbstmitleid und verfluchte mich gleichzeitig dafür. Ich versuchte das Positive in der Situation zu sehen. Ich konnte etwas von meinem Hüftspeck verlieren, den ich mir mit Pizza und Co. angefressen hatte. Zudem waren Reis und Karotten weitaus nährstoffreicher als alles was ich sonst verspeise. Ich ersparte mir das lästige Einkaufen und die Gedanken darum, wo und was ich überhaupt esse. Am Ende waren Hüftspeck und das schlechte Gewissen, mit dem Budget zu brechen, die größte Motivation durchzuhalten und nicht zum nächsten Kiosk zu laufen.

Vermutlich das letzte Mal für längere Zeit kochte ich mir Reis. Das Abmessen mit der Tasse und das Knistern beim Einschütten in den Topf kamen schon fast einer Meditation gleich. Dieses Gefühl der Entspannung, die sich einstellte, war eine kleine Entschädigung für die vielen Dinge, auf die ich an diesem Tag verzichten musste und eine gute Motivation, in Zukunft häufiger zu kochen. Die Karotten begannen inzwischen schon an zu schimmeln. Ich suchte noch ein paar zusammen, die nur leicht vom Schimmel befallen waren und schnitt sie in mundgerechte Stäbchen. Somit bekam ich immerhin etwas Zucker, den ich zum Arbeiten brauchte und rettete mich über den Tag...

Fazit Der letzte Tag meines Selbstversuchs ist beispielhaft für die gesamten 6 Wochen, in denen ich gegen Selbstmitleid und verkrustete Angewohnheiten ankämpfte. Die letzte Woche mit 77 Cent war im Ganzen betrachtet gar nicht die schwierigste. Mit der richtigen Haltung, dem Selbstversuch gegenüber, die sich etwa ab der dritten Woche einstellte, ließ sich mit dem geringen Budget erstaunlich gut leben, natürlich mit dem überschaubaren Zeitrahmen im Hinterkopf. Die vielen Einladungen von Freunden halfen zudem, das Budget einzuhalten.


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7/6/0,77

Auszug (Blog) Der letzte Tag in dieser Woche und gleichzeitig letzte Tag meines Selbstversuchs, war der erste Advent in diesem Jahr. Soweit ich zurückdenken kann, verbrachte ich den ersten Adventssonntag immer zusammen mit meiner Familie. Wir trafen uns für eine gemütliche Runde bei Kaffee und Weihnachtsgebäck. Dieses Jahr sah der erste Advent etwas anders aus. Die Familie war weit weg, und statt Weihnachtsgebäck gab es gammelige Karotten. Richtige Stimmung kam so natürlich nicht auf. Nur die kalte Luft, die vom offenen Fenster hereinwehte gab einen Hinweis darauf, dass der Winter bevorsteht und somit auch Weihnachten. Ich wünschte mir einen heißen Kakao trinken zu können oder Kaffee, oder wenigstens einen Tee. Ich badete ausgiebig in Selbstmitleid und verfluchte mich gleichzeitig dafür. Ich versuchte das Positive in der Situation zu sehen. Ich konnte etwas von meinem Hüftspeck verlieren, den ich mir mit Pizza und Co. angefressen hatte. Zudem waren Reis und Karotten weitaus nährstoffreicher als alles was ich sonst verspeise. Ich ersparte mir das lästige Einkaufen und die Gedanken darum, wo und was ich überhaupt esse. Am Ende waren Hüftspeck und das schlechte Gewissen, mit dem Budget zu brechen, die größte Motivation durchzuhalten und nicht zum nächsten Kiosk zu laufen.

Vermutlich das letzte Mal für längere Zeit kochte ich mir Reis. Das Abmessen mit der Tasse und das Knistern beim Einschütten in den Topf kamen schon fast einer Meditation gleich. Dieses Gefühl der Entspannung, die sich einstellte, war eine kleine Entschädigung für die vielen Dinge, auf die ich an diesem Tag verzichten musste und eine gute Motivation, in Zukunft häufiger zu kochen. Die Karotten begannen inzwischen schon an zu schimmeln. Ich suchte noch ein paar zusammen, die nur leicht vom Schimmel befallen waren und schnitt sie in mundgerechte Stäbchen. Somit bekam ich immerhin etwas Zucker, den ich zum Arbeiten brauchte und rettete mich über den Tag...

Fazit Der letzte Tag meines Selbstversuchs ist beispielhaft für die gesamten 6 Wochen, in denen ich gegen Selbstmitleid und verkrustete Angewohnheiten ankämpfte. Die letzte Woche mit 77 Cent war im Ganzen betrachtet gar nicht die schwierigste. Mit der richtigen Haltung, dem Selbstversuch gegenüber, die sich etwa ab der dritten Woche einstellte, ließ sich mit dem geringen Budget erstaunlich gut leben, natürlich mit dem überschaubaren Zeitrahmen im Hinterkopf. Die vielen Einladungen von Freunden halfen zudem, das Budget einzuhalten.


nullkommasiebensieben


nullkommasiebensieben


Woche I

1/1/25 Restaurant 11€ Uni Café 3€ Späti 3,57€

25€ x 7 = 175€ - 138€ = +37€

1/1/25 17,57€

2/1/25 24,30€

5/1/25 17,11€

3/1/25 13,91€

6/1/25 17,90€

4/1/25 26,32€

7/1/25 21,20€

= 17,57€ 2/1/25 Bäcker 2€ Mensa 3,3€ Konsum 3€ Sushi 16€

3/1/25 Waschen 1,5€ Restaurant 7,5€ Supermarkt 4,91€

4/1/25 Bäcker 2,2€ Zugticket 16,12€ Restaurant 9€

= 24,30€

= 13,91€

= 26,32€

5/1/25 Bäcker 1,68€ Supermarkt 8,93€ Pizza 6,50€

6/1/25 Frühstück 11€ idee - Modellbau (15,43€) Studio Ost 6,90€

7/1/25 Bäcker 3,1€ Kuchen 4,6€ Kiosk 2,4€ Vapiano 11€

= 17,11€

= 17,90€

= 21,20€

Gewicht: 62


Woche I

1/1/25 Restaurant 11€ Uni Café 3€ Späti 3,57€

25€ x 7 = 175€ - 138€ = +37€

1/1/25 17,57€

2/1/25 24,30€

5/1/25 17,11€

3/1/25 13,91€

6/1/25 17,90€

4/1/25 26,32€

7/1/25 21,20€

= 17,57€ 2/1/25 Bäcker 2€ Mensa 3,3€ Konsum 3€ Sushi 16€

3/1/25 Waschen 1,5€ Restaurant 7,5€ Supermarkt 4,91€

4/1/25 Bäcker 2,2€ Zugticket 16,12€ Restaurant 9€

= 24,30€

= 13,91€

= 26,32€

5/1/25 Bäcker 1,68€ Supermarkt 8,93€ Pizza 6,50€

6/1/25 Frühstück 11€ idee - Modellbau (15,43€) Studio Ost 6,90€

7/1/25 Bäcker 3,1€ Kuchen 4,6€ Kiosk 2,4€ Vapiano 11€

= 17,11€

= 17,90€

= 21,20€

Gewicht: 62


Woche II

1/2/12,5 Zugticket 16,12€ Konsum 2,5€ (Modellbau 3,5€) Späti 3,5€

12,50€ x 7 = 87,50€ - 89,02€ = -1,52€

1/2/12,5 22,12€

2/2/12,5 14,30€

5/2/12,5 20,37€

3/2/12,5 11,00€

6/2/12,5 4,46€

4/2/12,5 9,77€

7/2/12,5 7,00€

= 22,12€ 2/2/12,5 Mensa 3,3€ Restaurant 11€

3/2/12,5 Bäcker 4,5€ Lieferservice 6,5€

4/2/12,5 Rossmann 8,97€ Mensa 0,80€

= 14,30€

= 11,00€

= 9,77€

5/2/12,5 Bioladen 5,77€ Tagesticket 5,6€ Italiener 9€

6/2/12,5 Netto 4,46€

7/2/12,5 Golf Lounge 7€

= 20,37€

= 4,46€

= 7,00€

Gewicht: 61


Woche II

1/2/12,5 Zugticket 16,12€ Konsum 2,5€ (Modellbau 3,5€) Späti 3,5€

12,50€ x 7 = 87,50€ - 89,02€ = -1,52€

1/2/12,5 22,12€

2/2/12,5 14,30€

5/2/12,5 20,37€

3/2/12,5 11,00€

6/2/12,5 4,46€

4/2/12,5 9,77€

7/2/12,5 7,00€

= 22,12€ 2/2/12,5 Mensa 3,3€ Restaurant 11€

3/2/12,5 Bäcker 4,5€ Lieferservice 6,5€

4/2/12,5 Rossmann 8,97€ Mensa 0,80€

= 14,30€

= 11,00€

= 9,77€

5/2/12,5 Bioladen 5,77€ Tagesticket 5,6€ Italiener 9€

6/2/12,5 Netto 4,46€

7/2/12,5 Golf Lounge 7€

= 20,37€

= 4,46€

= 7,00€

Gewicht: 61


Woche III

1/3/6,25 Bäcker 1,3€ Edeka 1,45€

6,25€ x 7 = 43,75€ - 42,90€ = +0,85€

1/3/6,25 2,75€

2/3/6,25 7,17€

5/3/6,25 6,22€

3/3/6,25 5,18€

6/3/6,25 10,96€

4/3/6,25 5,37€

7/3/6,25 5,25€

= 2,75€ 2/3/6,25 REWE 6,17€ Bier 1€

3/3/6,25 REWE 5,18€

4/3/6,25 Bäcker 1,2€ Abendessen 4,17€

= 7,17€

= 5,18€

= 5,37€

5/3/6,25 Café 2€ Aldi 1,24€ Edeka 2,98€

6/3/6,25 Bäcker 1,20€ Mittagessen 8,91€ Rewe 0,85€

7/3/6,25 Italiener 5,25€

= 6,22€

= 10,96€

= 5,25€

Gewicht: 61


Woche III

1/3/6,25 Bäcker 1,3€ Edeka 1,45€

6,25€ x 7 = 43,75€ - 42,90€ = +0,85€

1/3/6,25 2,75€

2/3/6,25 7,17€

5/3/6,25 6,22€

3/3/6,25 5,18€

6/3/6,25 10,96€

4/3/6,25 5,37€

7/3/6,25 5,25€

= 2,75€ 2/3/6,25 REWE 6,17€ Bier 1€

3/3/6,25 REWE 5,18€

4/3/6,25 Bäcker 1,2€ Abendessen 4,17€

= 7,17€

= 5,18€

= 5,37€

5/3/6,25 Café 2€ Aldi 1,24€ Edeka 2,98€

6/3/6,25 Bäcker 1,20€ Mittagessen 8,91€ Rewe 0,85€

7/3/6,25 Italiener 5,25€

= 6,22€

= 10,96€

= 5,25€

Gewicht: 61


Woche IV

1/4/3,12 Bäcker 0,30€ Mensa 2,50€ Späti 1,80€

3,12€ x 7 = 21,84€ - 29,39€ = -7,55€

1/4/3,12 4,60€

2/4/3,12 3,61€

5/4/3,12 2,90€

3/4/3,12 2,50€

6/4/3,12 8,68€

4/4/3,12 6,40€

7/4/3,12 0,70€

= 4,60€ 2/4/3,12 Mensa 1,8€ Rewe 1,81€

3/4/3,12 Mensa 2€ Späti 0,5€

4/4/3,12 Mensa 1,4€ Abendessen 5€

= 3,61€

= 2,50€

= 6,40€

5/4/3,12 Bäcker 1,4€ Waschmaschine 1,5€

6/4/3,12 Pizza 6€ Edeka 2,68€

7/4/3,12 Bäcker 0,70€

= 2,90€

= 8,68€

= 0,70€

Gewicht: 62


Woche IV

1/4/3,12 Bäcker 0,30€ Mensa 2,50€ Späti 1,80€

3,12€ x 7 = 21,84€ - 29,39€ = -7,55€

1/4/3,12 4,60€

2/4/3,12 3,61€

5/4/3,12 2,90€

3/4/3,12 2,50€

6/4/3,12 8,68€

4/4/3,12 6,40€

7/4/3,12 0,70€

= 4,60€ 2/4/3,12 Mensa 1,8€ Rewe 1,81€

3/4/3,12 Mensa 2€ Späti 0,5€

4/4/3,12 Mensa 1,4€ Abendessen 5€

= 3,61€

= 2,50€

= 6,40€

5/4/3,12 Bäcker 1,4€ Waschmaschine 1,5€

6/4/3,12 Pizza 6€ Edeka 2,68€

7/4/3,12 Bäcker 0,70€

= 2,90€

= 8,68€

= 0,70€

Gewicht: 62


Woche V

1/5/1,56 Mensa 0,50€ Rewe 1,47€

1,56€ x 7 = 10,92€ - 11,54€ = -0,62€

1/5/1,56 1,97€

2/5/1,56 2,94€

5/5/1,56 0,70€

3/5/1,56 2,79€

6/5/1,56 3,14€

4/5/1,56 0€

7/5/1,56 0€

= 1,97€ 2/5/1,56 Rewe 2,94€

3/5/1,56 Bäcker 1€ Edeka 1,79€

4/5/1,56 0€

= 2,94€

= 2,79€

= 0€

5/5/1,56 Bäcker 0,70€

6/5/1,56 Edeka 3,14€

7/5/1,56 0€

= 0,70€

= 3,14€

= 0€

Gewicht: 62


Woche V

1/5/1,56 Mensa 0,50€ Rewe 1,47€

1,56€ x 7 = 10,92€ - 11,54€ = -0,62€

1/5/1,56 1,97€

2/5/1,56 2,94€

5/5/1,56 0,70€

3/5/1,56 2,79€

6/5/1,56 3,14€

4/5/1,56 0€

7/5/1,56 0€

= 1,97€ 2/5/1,56 Rewe 2,94€

3/5/1,56 Bäcker 1€ Edeka 1,79€

4/5/1,56 0€

= 2,94€

= 2,79€

= 0€

5/5/1,56 Bäcker 0,70€

6/5/1,56 Edeka 3,14€

7/5/1,56 0€

= 0,70€

= 3,14€

= 0€

Gewicht: 62


Woche VI

1/6/0,77 Rewe 1,28€

0,77€ x 7 = 5,39€ - 8,01€ = -2,62€

1/6/0,77 1,28€

2/6/0,77 5,35€

5/6/0,77 0€

3/6/0,77 0€

6/6/0,77 0€

4/6/0,77 1,38€

7/6/0,77 0€

= 1,28€ 2/6/0,77 Rewe 0,35€ Glühwein 5€

3/6/0,77 0€

4/6/0,77 Rewe 1,38€

= 5,35€

= 0€

= 1,38€

5/6/0,77 0€

6/6/0,77 0€

7/6/0,77 0€

= 0€

= 0€

= 0€

Gewicht: 59


Woche VI

1/6/0,77 Rewe 1,28€

0,77€ x 7 = 5,39€ - 8,01€ = -2,62€

1/6/0,77 1,28€

2/6/0,77 5,35€

5/6/0,77 0€

3/6/0,77 0€

6/6/0,77 0€

4/6/0,77 1,38€

7/6/0,77 0€

= 1,28€ 2/6/0,77 Rewe 0,35€ Glühwein 5€

3/6/0,77 0€

4/6/0,77 Rewe 1,38€

= 5,35€

= 0€

= 1,38€

5/6/0,77 0€

6/6/0,77 0€

7/6/0,77 0€

= 0€

= 0€

= 0€

Gewicht: 59


Workshop 1


Workshop 1


27 pumped Teritorium Provisorisch

Temporär

öffl. Raum

Basics

Studentenkapsel

Grenzen 1 Ding 100 Nutzungen

Abschirmung

Privat

Ecke

InBesitznahme

Ruhezelle Verfügbarkeit

Reize

Um-Mehrfachnutzung

Persönlich

Grenzen ziehen

Schrankkoffer

Draußen

Innenraum

Privater Raum

Möblierter Raum

Besetzter Raum

Workshop Unter dem Aspekt der Privatheit und dafür definierte Begriffe, wie z.B. Temporär, öffentlicher Raum und Grenzen, wurden sechs Szenarien entwickelt. Zusätzlich wurden fünf verschiedene Räume definiert, in denen Privatheit im jeweiligen Kontext möglich ist (siehe Schaubild). Szenario 1: pumped Teritorium Eine Naturkatastrophe tritt ein, viele Menschen werden in Turnhallen untergebracht. Wie kann man dort private Bereiche schaffen. Szenario 2: Studentenkapsel Ein Student kommt in eine neue Stadt und hat nur einen Rucksack dabei. Vor Ort besorgt er sich ein Wohn-Starterkit mit allem, was man für die ersten Wochen braucht. Szenario 3: 1 Ding/100 Nutzungen Ein modulares System, welches flexibel an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Szenario 4: Ruhezelle Ein Ruheraum, in den man sich bei Überreizung zurückziehen kann. Szenario 5: Grenzen ziehen Wo sind Grenzen vorhanden, wie können sie aussehen, was lösen sie aus. Szenario 6: Schrankkoffer Für die persönlichsten Dinge gibt es ein Objekt, dass bei jedem Umzug dabei ist.


27 pumped Teritorium Provisorisch

Temporär

öffl. Raum

Basics

Studentenkapsel

Grenzen 1 Ding 100 Nutzungen

Abschirmung

Privat

Ecke

InBesitznahme

Ruhezelle Verfügbarkeit

Reize

Um-Mehrfachnutzung

Persönlich

Grenzen ziehen

Schrankkoffer

Draußen

Innenraum

Privater Raum

Möblierter Raum

Besetzter Raum

Workshop Unter dem Aspekt der Privatheit und dafür definierte Begriffe, wie z.B. Temporär, öffentlicher Raum und Grenzen, wurden sechs Szenarien entwickelt. Zusätzlich wurden fünf verschiedene Räume definiert, in denen Privatheit im jeweiligen Kontext möglich ist (siehe Schaubild). Szenario 1: pumped Teritorium Eine Naturkatastrophe tritt ein, viele Menschen werden in Turnhallen untergebracht. Wie kann man dort private Bereiche schaffen. Szenario 2: Studentenkapsel Ein Student kommt in eine neue Stadt und hat nur einen Rucksack dabei. Vor Ort besorgt er sich ein Wohn-Starterkit mit allem, was man für die ersten Wochen braucht. Szenario 3: 1 Ding/100 Nutzungen Ein modulares System, welches flexibel an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Szenario 4: Ruhezelle Ein Ruheraum, in den man sich bei Überreizung zurückziehen kann. Szenario 5: Grenzen ziehen Wo sind Grenzen vorhanden, wie können sie aussehen, was lösen sie aus. Szenario 6: Schrankkoffer Für die persönlichsten Dinge gibt es ein Objekt, dass bei jedem Umzug dabei ist.


Wohnen in der Schuhschachtel 1


Wohnen in der Schuhschachtel 1


31

Szenario Schuhschachtel „Die Stadt New York halbiert die Mindestgröße von Apartments auf 20 Quadratmeter. Da liegt der Pullover dann im Gefrierfach, und gekocht wird nie.“ (ZEIT) Der akute Wohnungsnotstand in New York treibt Bürgermeister Bloomberg dazu, die gesetzlich festgelegte Mindestgröße eines Apartments, die bisher 40 Quadratmeter betrug, auf die Hälfte zu reduzieren. Die Stadt braucht Wohnraum, denn es ist damit zu rechnen, dass der Bevölerungszuwachs in der Stadt weiter anhält. Besonders Einzelapartments sind gefragt. Die Initiative „Making Rooms“ soll den vielen Singles und Alleinlebenden Raum zum Leben schaffen. In winzigen Apartments von 20,4 Quadratmetern sollen sie zukünftig wohnen, arbeiten, leben. Die Glücksritter, die in die Stadt strömen, sind „jung, umwelt- und designbewusst (ZEIT). Sie brauchen häufig nur einen Schlafplatz, denn das Leben spielt sich auf der Straße ab, in den Cafés, Bars und Clubs. Bewaffnet mit iPhone und Macbook ziehen sie los, sich die Stadt zu erobern.


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Szenario Schuhschachtel „Die Stadt New York halbiert die Mindestgröße von Apartments auf 20 Quadratmeter. Da liegt der Pullover dann im Gefrierfach, und gekocht wird nie.“ (ZEIT) Der akute Wohnungsnotstand in New York treibt Bürgermeister Bloomberg dazu, die gesetzlich festgelegte Mindestgröße eines Apartments, die bisher 40 Quadratmeter betrug, auf die Hälfte zu reduzieren. Die Stadt braucht Wohnraum, denn es ist damit zu rechnen, dass der Bevölerungszuwachs in der Stadt weiter anhält. Besonders Einzelapartments sind gefragt. Die Initiative „Making Rooms“ soll den vielen Singles und Alleinlebenden Raum zum Leben schaffen. In winzigen Apartments von 20,4 Quadratmetern sollen sie zukünftig wohnen, arbeiten, leben. Die Glücksritter, die in die Stadt strömen, sind „jung, umwelt- und designbewusst (ZEIT). Sie brauchen häufig nur einen Schlafplatz, denn das Leben spielt sich auf der Straße ab, in den Cafés, Bars und Clubs. Bewaffnet mit iPhone und Macbook ziehen sie los, sich die Stadt zu erobern.


Paul

33

Paul & Katze Paul ist 23 Jahre und lebte bis vor kurzem in Berlin. Für sein Bachelorstudium zog er in die Hauptstadt, wo er mit drei Mitbewohnern eine typische Berliner Albtauwohnung bewohnte. Seit diesem Jahr wohnt Paul in New York, die Stadt hat ihn schon immer fasziniert.

Katze

Nach seinem Abschluss bekam er ein Angebot von einem Freund, bei dessen Startup mitzuarbeiten. Der Job ist gut bezahlt, dass Gehalt reicht jedoch nur um ein kleines Apartment zu bezahlen, dass er „Schuhschachtel“ getauft hat. Seine Eltern haben aber zugesichert, ihm finanziell unter die Arme zu greifen. Seine Lebenssitation ist beispielhaft für eine ganze Generation, die auf der Suche nach sich selbst die Welt bereisen und für die Zuhause der Ort ist, an dem sie ihren Laptop aufklappen. Nachfolgend ein Interview ...


Paul

33

Paul & Katze Paul ist 23 Jahre und lebte bis vor kurzem in Berlin. Für sein Bachelorstudium zog er in die Hauptstadt, wo er mit drei Mitbewohnern eine typische Berliner Albtauwohnung bewohnte. Seit diesem Jahr wohnt Paul in New York, die Stadt hat ihn schon immer fasziniert.

Katze

Nach seinem Abschluss bekam er ein Angebot von einem Freund, bei dessen Startup mitzuarbeiten. Der Job ist gut bezahlt, dass Gehalt reicht jedoch nur um ein kleines Apartment zu bezahlen, dass er „Schuhschachtel“ getauft hat. Seine Eltern haben aber zugesichert, ihm finanziell unter die Arme zu greifen. Seine Lebenssitation ist beispielhaft für eine ganze Generation, die auf der Suche nach sich selbst die Welt bereisen und für die Zuhause der Ort ist, an dem sie ihren Laptop aufklappen. Nachfolgend ein Interview ...


35

Paul & Katze Das klingt recht spartanisch. Was ist mit persönlichen Sachen?

Interview:

„Mir reicht ein Rucksack mit Klamotten“ „Die Welt ist mein Zuhause“

Ich hab zum Abschluss ein iPad bekommen, da ist alles drauf. Die meisten Fotos hab ich sowieso bei Facebook, die kann ich mir überall anschauen. Ein Stück Heimat hab ich aber mitgenommen, meine Katze.

Paul

Willst du irgendwann zurück? Hallo Paul, du wohnst jetzt in New York, was vermisst du von zu Hause? Paul

Am meisten vermisse ich natürlich meine Familie. Aber auch meine WG, die Zeit in Berlin war klasse. Das Apartment, in das ich eingezogen bin, ist etwas kleiner als mein letztes Zimmer, aber die Aussicht ist super und die Leute in der Nachbarschaft sind ziemlich cool drauf. Wie verlief der Umzug nach New York?

Paul

Sehr gut! Ich mir Gedanken gemacht, mitnehmen wollte. lich ein Rucksack das Apartment, in passt außer einem

vorher keine großen da ich fast nichts Mir reicht eigentmit Klamotten, und in das ich gezogen bin, Bett nicht viel rein.

Ein Rucksack ist ziemlich wenig! Paul

Ich brauchte erstmal nur einen Schlafplatz und eine Internetverbindung, der Rest sollte sich mit der Zeit ergeben.

Ja, unbedingt! Vorher will ich aber noch einiges sehen von der Welt. Ich reise total gern.

Paul

Schon während meiner Schulzeit hab ich ein halbes Jahr in England verbracht und dort viele Freunde gefunden, die jetzt auf der ganzen Welt verstreut sind und die ich ab und zu besuche. Vielleicht gehe ich nochmal nach England, mich reizt aber auch der asiatische Raum, dort passiert gerade so viel. Viel reisen klingt erstmal gut, bedeutet aber auch, dass man Freunde und Familie seltener sieht! Früher war das bestimmt noch schwierig, aber heute gibt es Easyjet und Skype. Ich kann auf der ganzen Welt mit meiner Familie telefonieren. Die Welt ist mein Zuhause.

Paul


35

Paul & Katze Das klingt recht spartanisch. Was ist mit persönlichen Sachen?

Interview:

„Mir reicht ein Rucksack mit Klamotten“ „Die Welt ist mein Zuhause“

Ich hab zum Abschluss ein iPad bekommen, da ist alles drauf. Die meisten Fotos hab ich sowieso bei Facebook, die kann ich mir überall anschauen. Ein Stück Heimat hab ich aber mitgenommen, meine Katze.

Paul

Willst du irgendwann zurück? Hallo Paul, du wohnst jetzt in New York, was vermisst du von zu Hause? Paul

Am meisten vermisse ich natürlich meine Familie. Aber auch meine WG, die Zeit in Berlin war klasse. Das Apartment, in das ich eingezogen bin, ist etwas kleiner als mein letztes Zimmer, aber die Aussicht ist super und die Leute in der Nachbarschaft sind ziemlich cool drauf. Wie verlief der Umzug nach New York?

Paul

Sehr gut! Ich mir Gedanken gemacht, mitnehmen wollte. lich ein Rucksack das Apartment, in passt außer einem

vorher keine großen da ich fast nichts Mir reicht eigentmit Klamotten, und in das ich gezogen bin, Bett nicht viel rein.

Ein Rucksack ist ziemlich wenig! Paul

Ich brauchte erstmal nur einen Schlafplatz und eine Internetverbindung, der Rest sollte sich mit der Zeit ergeben.

Ja, unbedingt! Vorher will ich aber noch einiges sehen von der Welt. Ich reise total gern.

Paul

Schon während meiner Schulzeit hab ich ein halbes Jahr in England verbracht und dort viele Freunde gefunden, die jetzt auf der ganzen Welt verstreut sind und die ich ab und zu besuche. Vielleicht gehe ich nochmal nach England, mich reizt aber auch der asiatische Raum, dort passiert gerade so viel. Viel reisen klingt erstmal gut, bedeutet aber auch, dass man Freunde und Familie seltener sieht! Früher war das bestimmt noch schwierig, aber heute gibt es Easyjet und Skype. Ich kann auf der ganzen Welt mit meiner Familie telefonieren. Die Welt ist mein Zuhause.

Paul


Konzept „raupzug“1


Konzept „raupzug“1


39

Konzept Ausgangspunkt meines Konzeptes war das im Workshop entwickelte Szenario der Studentenkapsel. Mich faszinierte die Idee, eine komplette Einrichtung, also Schlafen, Arbeiten, Aufbewahren, in einen kleinen Karton zu pressen. Angelehnt an das Küchen-Startset von IKEA, sollte die Box eine Grundausstattung für ein Studentenzimmer bieten. Um diese Vorgabe zu erreichen, brauchte es ein System, dass beim Kauf / Umzug sehr klein verpackt werden kann und sich in der Wohnung um ein vielfaches vergrößert. Ein Ansatz war, die gesamte Einrichtung aufblasen zu können und je nach Bedarf, die Luftkammern zu entleeren oder zu befüllen. Die Einrichtung aufspannen zu können, ähnlich einem Regenschirm war ein weiterer Ansatz. Eine Stangen-Seil-Konstruktion schien mir dann am sinnvollsten, um eine Modularisierung zu ermöglichen und je nach Geldbeutel, das Startset zu erweitern. Ich ließ mich von Spielplätzen inspirieren, die um ein einziges Gerüst herum verschiedene Handlungen anbieten. Die spielerische Komponente schien mir auch in Hinblick auf die Zielgruppe besonders geeignet. Im weiteren Verlauf geriet das Gerüst jedoch zu komplex und kleinteilig. Mit Minimalismus hatte das nichts mehr zu tun.


39

Konzept Ausgangspunkt meines Konzeptes war das im Workshop entwickelte Szenario der Studentenkapsel. Mich faszinierte die Idee, eine komplette Einrichtung, also Schlafen, Arbeiten, Aufbewahren, in einen kleinen Karton zu pressen. Angelehnt an das Küchen-Startset von IKEA, sollte die Box eine Grundausstattung für ein Studentenzimmer bieten. Um diese Vorgabe zu erreichen, brauchte es ein System, dass beim Kauf / Umzug sehr klein verpackt werden kann und sich in der Wohnung um ein vielfaches vergrößert. Ein Ansatz war, die gesamte Einrichtung aufblasen zu können und je nach Bedarf, die Luftkammern zu entleeren oder zu befüllen. Die Einrichtung aufspannen zu können, ähnlich einem Regenschirm war ein weiterer Ansatz. Eine Stangen-Seil-Konstruktion schien mir dann am sinnvollsten, um eine Modularisierung zu ermöglichen und je nach Geldbeutel, das Startset zu erweitern. Ich ließ mich von Spielplätzen inspirieren, die um ein einziges Gerüst herum verschiedene Handlungen anbieten. Die spielerische Komponente schien mir auch in Hinblick auf die Zielgruppe besonders geeignet. Im weiteren Verlauf geriet das Gerüst jedoch zu komplex und kleinteilig. Mit Minimalismus hatte das nichts mehr zu tun.


41

raupzug Den Entwurf zu vereinfachen war das oberste Ziel. Er sollte sich dem Betrachter sofort erklären und keine Fragen nach der Handhabung aufwerfen, sowohl beim Aufbau, als auch bei der späteren Nutzung. Das Objekt sollte jedem potentiellen Nutzer die Möglichkeit geben es bei Bedarf zu verkleinern und zu transportieren. Entstanden ist ein raupenartiges Schlaufenmöbel, dessen Oberfläche als Liegefläche dient. Die Schlaufen federn wie bei einer herkömmlichen Matratze und bieten gleichzeitig Stauraum. Über die Längsachse lässt sich die Liege-fläche individuell vergrößern, bzw. der Härtegrad der Schlaufen justieren. Zudem kann darüber das Möbel auf ein kleines Packmaß zusammengeschoben werden, um es beim Ein- bzw. Umzug besser transportieren zu können. Im Anfangsstadium experimentierte ich mit verschiedenen Gestellen, die den Schlaufenkörper in Form halten sollten. Es stellte sich aber heraus, dass ein Gestell im herkömmlichen Sinne nicht die nötige Festigkeit bot, die Schlaufen daran zu hindern auzubrechen und sich unkontrolliert zu verbiegen.


41

raupzug Den Entwurf zu vereinfachen war das oberste Ziel. Er sollte sich dem Betrachter sofort erklären und keine Fragen nach der Handhabung aufwerfen, sowohl beim Aufbau, als auch bei der späteren Nutzung. Das Objekt sollte jedem potentiellen Nutzer die Möglichkeit geben es bei Bedarf zu verkleinern und zu transportieren. Entstanden ist ein raupenartiges Schlaufenmöbel, dessen Oberfläche als Liegefläche dient. Die Schlaufen federn wie bei einer herkömmlichen Matratze und bieten gleichzeitig Stauraum. Über die Längsachse lässt sich die Liege-fläche individuell vergrößern, bzw. der Härtegrad der Schlaufen justieren. Zudem kann darüber das Möbel auf ein kleines Packmaß zusammengeschoben werden, um es beim Ein- bzw. Umzug besser transportieren zu können. Im Anfangsstadium experimentierte ich mit verschiedenen Gestellen, die den Schlaufenkörper in Form halten sollten. Es stellte sich aber heraus, dass ein Gestell im herkömmlichen Sinne nicht die nötige Festigkeit bot, die Schlaufen daran zu hindern auzubrechen und sich unkontrolliert zu verbiegen.


Modell


Modell


45 Griff (Transport) Tisch (Spanngurt) Matratze/ Aufbewahrung

raupzug Kern des Entwurfs ist es, dem Bedarf nach Flexibilität und Komfort, der bei kleinem Wohnraum automatisch entsteht, gerecht zu werden und ein Rundumsorglospaket anzubieten. Vereint werden Schlafen, Arbeiten und Aufbewahren. Das zentrale Schlaufenelement aus Filz wird über Spanngurte, die mit dem Tischelemt verbunden sind, in Länge und Höhe eingestellt. Ergänzt durch das das seitliche Tischelement, entsteht eine Arbeitsfläche, die als Schreib- oder Esstisch genutzt werden kann. Für den Umzug oder um Platz im Raum zu schaffen, können die Schlaufen ganz zusammengeschoben werden. Über die an der Rückseite befestigten Räder kann das Möbel mühelos bewegt und transportiert werden.

100

60

200


45 Griff (Transport) Tisch (Spanngurt) Matratze/ Aufbewahrung

raupzug Kern des Entwurfs ist es, dem Bedarf nach Flexibilität und Komfort, der bei kleinem Wohnraum automatisch entsteht, gerecht zu werden und ein Rundumsorglospaket anzubieten. Vereint werden Schlafen, Arbeiten und Aufbewahren. Das zentrale Schlaufenelement aus Filz wird über Spanngurte, die mit dem Tischelemt verbunden sind, in Länge und Höhe eingestellt. Ergänzt durch das das seitliche Tischelement, entsteht eine Arbeitsfläche, die als Schreib- oder Esstisch genutzt werden kann. Für den Umzug oder um Platz im Raum zu schaffen, können die Schlaufen ganz zusammengeschoben werden. Über die an der Rückseite befestigten Räder kann das Möbel mühelos bewegt und transportiert werden.

100

60

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47


47


Raupzug / Benny Adler  

0,7 cbm essentials / Minimalismus als Lebensform / Projekt im Studiengang Industriedesign / Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle / Win...

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