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Carré 1, 2, 3 … die leichte Küche Kochen und Bewirten ohne Ballast Ulrich Kohl Robert Schierjott

Projekt im Studiengang Industriedesign Wintersemester 2009/10 Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle


Inhalt Exkursion Recherche Vision Entwurfsphase Konstruktion Prototyp Ausblick Carré Ulrich Kohl Robert Schierjott

1, 2, 3 … die leichte Küche Kochen und Bewirten ohne Ballast Projektleitung: Prof. Guido Englich Dipl. Des. Mark Braun


Exkursion

Das Projekt begann mit einer Exkursion in das Bulthaup Werk nach Aich. Das Unternehmen Bulthaup gab Einblicke in die Fertigung und Gestaltung ihrer hochwertigen Küchen. Diese Küchen bestehen aus technisch hoch entwickelten Materialien und einer präzisen Verarbeitung. Nach der Führung durch das Werk, konnten wir im Showroom in München die Bulthaup Küchen im aktiven Kochprozess erleben.


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Recherche


Überblick über die Vielfalt an bereits existierenden Küchenkonzepten.

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Vision


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Nach der Recherche begannen wir damit, eine Vision unserer Küche zu erarbeiten. Die für uns wichtigen Aspekte, die wir aus der Recherche ableiteten, waren: - eine auf Elementen basierende Bauweise - Schaffen einer flexiblen und individuell gestaltbaren Kochlandschaft - die Optimierung der Küche für unterschiedliche Situationen (Kochen alleine / mit Freunden) - formale Metamorphose der Küche in den unterschiedlichen Anwendungs­konfigurationen - Abwendung von der blockhaften Einbauküche zu einer leichteren Raumstruktur - dem Nutzer die Möglichkeit geben, seine eigenen Vorlieben und Befdürfnisse umzusetzen.


Entwurfsphase Erster Versuch eine aus Modulen bestehende Küche zu schaffen. Bei diesem Entwurf stehen drei auf ihre Anwendung optimierte Module (Wassermodul, Schneidmodul, Kochmodul) nebeneinander angeordnet und werden durch Ausklappen der Arbeitsflächen miteinander verbunden. In diesem Fall spielt der Wechsel von aktiv zu passiv eine große Rolle. Die Arbeitsflächen werden vergößert und dienen damit als Präsentationsfläche für erlesene Gewürze, Eingemachtes und dem frischen Gemüse vom Markt. Die Probleme bei diesem Entwurf stecken zum einen in der Arbeitsfläche, die in passivem Zustand nicht benutzbar ist und die Sicht auf den Inhalt versperrt und zum Anderen in den schlecht oder gar nicht erreichbaren Schubfächern. Die Idee mehrere Türme zu verwenden behielten wir bei den folgenden Entwürfen bei und verfeinerten deren Struktur.

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In der nachfolgenden Variante verändert sich die Funktionsweise der Arbeitsfläche. Die nun ausschwenkbare Platte ist platzsparender und verbirgt nichts. Die Türme bestehen nicht länger aus einem Block sondern werden aus einzelnen Elementen zusammengesetzt. Diese Elemente bieten nun die Möglichkeit eine Vielzahl an Varianten der Türme zu errichten. Auch ist man nicht länger auf eine starre Stuktur beschränkt, sondern hat die Möglichkeit die Richtung der Auszüge und Öffnungen seiner persönlichen Vorliebe anzupassen. Auch die formale Struktur lässt sich nun individuell gestalten. Die blockhafte Bauweise wird durch herausrangende Elemente aufgebrochen.


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Die weiterentwickelte Vorzugsvariante besteht aus zwei Modulen. Das eine Modul beinhaltet Wasserund Strom bzw. Gasanschluss. Das andere Modul ist beweglich und kann an verschiedenen Stellen an das Versorgungsmodul angeschlossen werden. Es dient als Arbeitsplatz zum Schneiden und zur Bewirtung der Gäste. Der Versuch, die Module als einen großen Körper zu bauen, schlug aus folgenden Gründen fehl: - sehr komplexe Bauteile - die Auflageflächen der Module haben unter­­schied­­liche Höhen - die Innenmaße sind sehr unterschiedlich. Jede Schublade bzw. Kiste wäre eine Sonder­ anfertigung


Konstruktion

94 cm

94 cm

94 cm

32 cm

94 cm

94 cm

32 cm

Schneidmodul

94 cm

M 1:10

32 cm 64 cm

M 1:10

Wassermodul

M 1:10

Schneidmodul


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Prototypenbau


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Die Küche ist ein individueller Ort und die Geschmäcker sind sehr verschieden. Carré bietet dem Nutzer die Möglichkeit seine Küche so zu gestalten, wie sie seinen Vorstellung entspricht. Und dies nicht einmalig beim Kauf, sondern täglich in jeder Kochsituation. Ob man sich nur schnell ein Spiegelei braten will, oder zusammen mit Freunden ein Festmahl zubereitet, diese Küche ermöglicht das, auf nur 1 m². Carré besteht aus zwei Modulen. Ein feststehender Körper mit Wasser- und Gasanschluss und ein frei beweglicher, der sich um das andere Modul arrangieren lässt. Der Küchenblock verändert dabei seine Kontur. Die Möglichkeiten reichen von kompakt bis großzügig offen. Die Module werden nach dem Tetris-Prinzip aus einzelnen Elementen zusammengesetzt. Dieses Konzept macht die Küche zu einem aktivenRaum für kreatives Kochen.


Prototyp

Die zwei Module kĂśnnen zu sechs unterschiedlichen Konstellationen zusammengesetzt werden. Dabei verzahnen sich die Ăźberstehenden Teile und die Module werden zu einem KĂśrper. Die einzelnen Elemente werden aus Plattenmaterial zugeschnitten. Die Wahl des Materials kann dabei von einfacher MDF-Platte bis zu hochwertigen Verbundwerkstoffen reichen. Die Kisten sind aus transluzenter Polypropylen-Folie, um Leichtigkeit und Transparenz in das System zu bringen. So kann man den Inahlt der Kisten erahnen.

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Anwendung

Das Waschbecken, als für sich stehendes Element, ist aus Beton gegossen. Die Arbeits­ platte für den Herd ist ebenfalls aus Beton. Die Arbeitsplatte des Schneidmoduls ist aus massivem Ahorn. Die Kontaktfläche zum Lebensmittel soll aus einem natürlichen Werkstoff bestehen.


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Es entsteht eine Struktur aus Durchschüben und Auszügen, so dass in jeder Variante alle Kisten erreichbar sind. Die Hocker als wesentliches Element der Bewirtung befinden sich ineinandergeschachtelt im Versorgungsmodul. In jeder Konfiguration gibt es auskragende Teile, die als Ablageflächen und zusätzlicher Stauraum genutzt werden können.


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Gesamtansicht

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Carré Ulrich Kohl Robert Schierjott 1, 2, 3 … die leichte Küche Kochen und Bewirten ohne Ballast Projektleitung: Prof. Guido Englich Dipl. Des. Mark Braun Projekt im Studiengang Industriedesign Wintersemester 2009/10 Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle


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