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NEUSTADTER NACHRICHTEN

12. September 2009

Aktuelle Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt Mainz. Die aktuelle Wohnungsneubautätigkeit in RheinlandPfalz verharrte 2008 wieder auf einem niedrigen Niveau. Insgesamt wurden lediglich noch 9.540 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden neu errichtet. Einzig die Baufreigabe von Eigentumswohnungen nahm gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Prozent zu. Das Förderergebnis 2008 zeigte trotz rückläufiger Bautätigkeit eine aufsteigende Tendenz: Mit über 6.200 geförderten Wohneinheiten bei einem Kreditvolumen von 107,2 Millionen Euro konnte das Ergebnis des Vorjahres um vier Prozent verbessert werden. Im Ländervergleich über geförderte Wohneinheiten je Einwohner liegt Rheinland-Pfalz damit an dritter Stelle. Mit der neu gestalteten Jubiläumsausgabe der Wohnungsmarktbeobachtung Rheinland-Pfalz veröf-

fentlicht die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH) bereits zum zehnten Mal Informationen über die Entwicklung des Wohnungsmarktes und der Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. Die jährlich erscheinende Publikation - erstellt von der LTH in Kooperation mit dem Bauforum Rheinland-Pfalz - bietet Immobilieninteressierten eine Orientierungshilfe und sorgt für mehr Transparenz auf dem Markt. Die Analyse und kartografische Aufbereitung der Entwicklung der Preise für Bauland und Miete sowie die Wohnungsbautätigkeit in den verschiedenen Regionen in Rheinland-Pfalz bilden einen Schwerpunkt der Publikation. Die fast fünfzig Seiten umfassende Broschüre „Wohnungsmarktbeobachtung RheinlandPfalz 2009“ steht zum Download unter www.lth-rlp.de zur Verfügung.

Illegale Beschäftigung auf dem Bau Neustadt. Ein dunkles Kapitel für die Baubranche: Die Schattenwirtschaft vernichtet Arbeitsplätze. Insbesondere die heimische Baubranche leide darunter, so der Bezirksverband Rheinhessen-Vorderpfalz der Industriegewerkschaft Bau. „Dumpinglohn-Firmen machen den Markt mit Kampfpreisen kaputt. Sie betreiben organisierte Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im großen Stil. Ihre Arbeiter speisen sie meist mit Hungerlöhnen ab“, sagt Ernst Selinger. Nach An-

gaben des Vorsitzenden vom IG Bau -Bezirksverband Rheinhessen-Vorderpfalz hat das Hauptzollamt Saarbrücken im ersten Halbjahr wegen solcher Delikte bereits 2.133 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Großteil davon betreffe den „Tatort Baustelle“. Wegen krimineller Machenschaften verhängte die für Neustadt zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) vom Hauptzollamt Saarbrücken in der ersten Jahreshälfte Bußgelder in Höhe von mehr als 892.500 Euro.

NN KW 379  

NN KW 379 Zeitung

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