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NEWSLETTER

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JUNI 2012

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AUSGABE 12

Petra Crone, MdB

Grußwort Liebe Leserin, lieber Leser, zur einer neuen Ausgabe meines Newsletters, mit dem ich Sie über meine Arbeit im Bundestag und im Wahlkreis informieren möchte, grüße ich Sie herzlich.

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Eine ereignisreiche Zeit liegt hinter uns. Mein Glückwunsch gilt einer tollen Dortmunder Mannschaft, die Meisterschaft und den DFBPokal gewonnen hat – und natürlich Hannelore Kraft! Es war ein Tag des Jubels für SPD und Grüne und ein schwarzer Tag für die CDU. Die Wahl in NRW hat für klare Verhältnisse gesorgt. Die SPD und Hannelore Kraft werden weiterhin für ein gerechtes NRW eintreten. Die SPD-Bundestagsfraktion hat noch vor der parlamentarischen Sommerpause wichtige Anträge auf den Weg gebracht: Unter dem Aspekt der Chancengleichheit fordern wir ein generelles Schüler-BAföG, eine Weiterentwicklung des sozialen Mietrechts, eine vernünftige Regelung zur elterlichen Sorge und die Abschaffung der Praxisgebühr. Wir haben im Deutschen Bundestag intensiv über das Fracking und eine umweltverträgliche Erdgasförderung debattiert. Das sind gerade auch für NRW wichtige Themen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit hat selbstverständlich Priorität. Die Sommerferien stehen vor der Tür und dadurch endlich auch mehr Zeit für die Familie. Aus Verbundenheit mit den Familien und unserer Region entstand die Idee, einen abwechslungsreichen Ferientag für Familien in meinem Wahlkreis zu gestalteten. Unsere Region bietet

Petra Crone, Ihr MdB für

Inhalt

vielfältige Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele. Vor dem Besuch der schönsten Seiten unserer Heimat ist allerdings noch eine kleine Hürde in Form eines Preisrätsels zu nehmen, die aber leicht überwunden werden kann. Als Gewinn wartet auf Familien aus dem Märkischen Kreis ein Ausflug in den benachbarten Kreis Olpe, wo wir die Atta-Höhle besichtigen und anschließend mit dem Biggolino-Express entlang des Biggesees fahren. Bevor wir den Heimweg antreten, rundet eine Führung im Kraftwerk Bigge das Tagesprogramm ab. Familien aus dem Kreis Olpe gewinnen einen Ausflug zur Phänomenta in Lüdenscheid. Sie lädt zum Experimentieren und Mitmachen ein. Physik und Technik werden dort für jeden zum Erlebnis. Langeweile hat also keine Chance und in Gemeinschaft mit anderen wird das Ganze noch einmal so schön. Ich freue mich auf viele Zuschriften und auf einen schönen Ausflug mit Ihnen!

Grußwort

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Der Fußball wird wieder einmal mehr von der schönsten Neben- zur Hauptsache. Ich drücke der Nationalmannschaft fest die Daumen und freue mich auf starke und schöne Fußballspiele.

Die Waldfee wohnt im Lärchenwald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 11

Ich wünsche Ihnen schöne Ferien mit vielen entspannten Sommertagen zum Kräftetanken.

High Noon auf dem Sternplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 13

Es grüßt Sie herzlich Ihre Petra Crone – MdB

Ferientag zu gewinnen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 3

Berlin Praxisgebühr abschaffen – Hausärzte stärken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 5 SPD tritt für Rechte der Mieter ein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 6 Neuregelung der elterlichen Sorge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 7 SPD will BAföG für Schüler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 7 Fracking nur unter strengen Auflagen zulassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 8 Neue Kultur des Alters durchsetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9 Präsidentenwahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9 Seniorentag 2012 rückt Alter(n) ins rechte Licht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9 Girls‘ Day 2012: Mehr Mädchen in die Politik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 10 Junge Menschen für Politik begeistern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 10

Wahlkreis Aktuell Die Energiewende geht uns alle an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 12 Workshop für Auszubildende in der Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 12 Pünktlich zur Jubilarehrung wieder im Wahlkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 12 Je früher, je besser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 13 1. Mai 2012 in Lüdenscheid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 13 Das Wir-Gefühl gewinnt ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 14 Es wird ernst bei ThyssenKrupp! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 14

Termine

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 14

V.i.S.d.P.: Petra Crone – MdB

Platz der Republik 1 11011 Berlin

Telefon 030-227-728 80 Telefax 030-227-768 86

petra.crone@wk.bundestag.de www.petra-crone.de Wahlkreisbüro MK 02351-65 38 Wahlkreisbüro Olpe 02762-98 72 80

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JUNI 2012

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S O M M E R R ÄT S E L

AUSGABE 12

Ferientag zu gewinnen! B ald ist es wieder soweit: Sommerzeit ist Reisezeit! Rätselfreunde können gleich an den ersten beiden Ferientagen einen abwechslungsreichen Ausflugstag für die ganze Familie gewinnen! Teilnahmeberechtigt sind Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt (mindestens eines davon im Grundschulalter). Für die Gewinner-Familien stehen je maximal vier Plätze zur Verfügung. Einsendeschluss ist der 20. Juni 2012. Unter allen Einsendungen werden die Ausflüge ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich wünsche allen Freude beim Rätseln und das nötige Quäntchen Glück für die Auslosung. Infos finden Sie auch auf meiner Homepage unter www.petra-crone.de.

1 Wie heißt das Land, in dem Du wohnst?

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4 Wie heißt das Baby der Wildschweine?

5 Wie heißen die höchsten Erhebungen im Sauerland?

9 Wie heißt die größte Talsperre im Sauerland?

a) Grünland b) Schwarzwald c) Rothaargebirge

a) Agger b) Fürwigge c) Bigge

Der 2. Buchstabe vom richtigen Namen ist auch das 2. vom Lösungswort.

Der 5. Buchstabe der größten Talsperre ist der 11. vom Lösungswort.

6 Wie nennt man die verknickte Ecke einer Seite im Buch oder Schulheft?

10 SIKU in Lüdenscheid ist der weltweit größte

a) Eselsohr b) Tigerpfote c) Elefantenrüssel

a) Autohersteller b) Fußballverein c) Aussichtsturm

Der 1. Buchstabe vom richtigen Begriff ist der 5. vom Lösungswort.

Der 6. Buchstabe vom richtigen Begriff ist der 8. vom Lösungswort.

7 Was können Kinder auf der Phänomenta in Lüdenscheid machen?

11 Welches Gestein findet man in der Attahöhle?

a) Westerland b) Sauerland c) Lummerland

a) Ferkel b) Frischling c) Kitz

a) schlafen b) wandern c) experimentieren

a) Sandstein b) Mondstein c) Kalkstein

Der 8. Buchstabe vom richtigen Land ist der 12. vom Lösungswort.

Der 4. Buchstabe vom richtigen Baby ist der 1. vom Lösungswort.

Der 5. Buchstabe der spannenden Tätigkeit ist der 6. vom Lösungswort.

Der 8. Buchstabe vom richtigen Gestein ist der 10. vom Lösungswort.

2 Was hat 3 Flügel und erzeugt Energie?

8 Wie kannst Du Deine Oma nennen?

12 Wer bestäubt im Sommer die Blumen?

a) Windrad b) Sonnenuhr c) Regenschirm

a) Onkel b) Großmutter c) Cousine

a) Spatz b) Hummel c) Eichhörnchen

Der 5. Buchstabe der großen Anlage ist das 9. vom Lösungswort.

Der 5. Buchstabe der lieben Verwandten ist der 4. vom Lösungswort.

Der 3. Buchstabe vom richtigen Tier ist auch der 3. vom Lösungswort.

3 Woraus wird die sauerländer Potthucke gebacken? a) Gurken b) Ananas c) Kartoffeln Der 6. Buchstabe der richtigen Feldfrucht ist der 7. vom Lösungswort.

Das Lösungswort hat 12 Buchstaben und alle Schulkinder freuen sich drauf.

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Bitte senden Sie das Lösungswort bis Mittwoch, 20.06.2012 an: Petra Crone – MdB Wahlkreisbüro Breitenfeld 1b 58507 Lüdenscheid Petra Crone, Ihr MdB für

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Planungen der SPD-Bundestagsfraktion

AUSGABE 12

Praxisgebühr abschaffen – Hausärzte stärken Angesichts der Überschüsse, die die Krankenkassen auf Grund der guten konjunkturellen Entwicklung erwirtschaften konnten, forderte die SPD-Bundestagsfraktion bereits Ende März, die Praxisgebühr abzuschaffen. Ihren Antrag

Hintergrund: Wie es zur Praxisgebühr kam

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Die Praxisgebühr ist nicht nur bei den GKVVersicherten unbeliebt, sondern auch Ärzte und Krankenkassen klagen über den damit verbundenen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Von der CDU/CSU-Fraktion wurde sie im Rahmen der Verhandlungen zum Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) 2003 durchgesetzt. Besonders der heutige bayerische Ministerpräsident Seehofer (CSU) hatte sich dafür stark gemacht. Die Union forderte zunächst eine generelle Selbstbeteiligung der Kranken in Höhe von 10 Prozent der Behandlungskosten, mindestens jedoch 5 Euro für jeden Arztbesuch, gleichgültig ob Haus- oder Facharzt, Erstbesuch oder Folgetermin. Um die von der CDU/CSU-Fraktion geforderten weitergehenden Zuzahlungen für die Patientinnen und Patienten zu vermeiden, sah die Kompromisslösung vor, dass 10 Euro pro Quartal vom Versicherten bezahlt werden müssen. Kinder sind befreit. Ebenso kann eine Befreiung auf Antrag für ein Kalenderjahr ausgestellt werden. Dazu muss belegt werden, dass mehr als 2 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens (1 Prozent bei chronisch Kranken) bereits für Zuzahlungen, z. B. für Krankenhausaufenthalte oder Arzneimittel, geleistet werden.

Petra Crone, Ihr MdB für

„Praxisgebühr abschaffen – Hausärztinnen und Hausärzte stärken“ hat der Bundestag am 27. April 2012 debattiert. Die SPD-Bundestagsfraktion will auf Grund der guten Kassenlage der GKV auf die 10 Euro Praxisgebühr pro Quartal verzichten. Sie hat ohnehin fast zehn Jahre nach ihrer Einführung die beabsichtigte steuernde Wirkung – die Senkung der Facharztbesuche – verfehlt. Zudem decken die Einnahmen aus der Praxisgebühr weniger als ein Prozent der GKV-Ausgaben ab. Die Union lehnt die Abschaffung der Praxisgebühr ab. Die FDP ist unentschieden. Gesundheitsminister Daniel Bahr will die Abschaffung bis Ende des Jahres 2012 zumindest prüfen. Da ist schon wieder Streit in Gange. Die SPD-Bundestagsfraktion will außerdem die hausärztliche Versorgung stärken, um die Wirtschaftlichkeit und die Qualität unseres Gesundheitssystems langfristig zu sichern. Ziel der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist, dass die Krankenkassenbeiträge wieder zu gleichen Teilen von Beschäftigten und Arbeitgebern gezahlt werden. Mit der Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung, in die jeder nach seiner finanziellen Leistungsfähigkeit einzahlen soll, will die SPD die sozial ungerechten Zusatzbeiträge abschaffen und zu jener Beitragsautonomie zurückkehren, bei der jede einzelne Krankenkasse ihren Beitragssatz bestimmt. Dieser liegt augenblicklich bei allen 140 Krankenkassen bei 15,5 Prozent und ist damit viel zu hoch.

BERLIN

SPD tritt für Rechte der Mieter ein Mit breitem gesellschaftlichem Konsens wurde im Jahr 2001 unter der rot-grünen Koalition das soziale Mietrecht modernisiert und eine Anpassung an die tatsächlichen Lebensverhältnisse vorgenommen. Das Mietrecht wurde dadurch einfacher, übersichtlicher und gerechter. Der Mieter muss mit Hilfe von klaren und ausgewogenen Regeln vor ungerechtfertigten Einschränkungen geschützt werden. Nunmehr plant die Bundesregierung einen Angriff auf das bestehende Mietrecht zu Lasten der Mieter. Dazu gehört: der Minderungsausschluss von drei Monaten bei energetischer Modernisierung, die fristlose Kündigung bei Zahlungsverzug der Mietkaution durch den Vermieter sowie die Vereinfachung der Räumung der Mietsache durch den Vermieter. Diesen Maßnahmen muss im Interesse sämtlicher Mieter mit aller Kraft entgegengetreten werden. In dem Antrag „Soziales Mietrecht erhalten und klimagerecht verbessern“ widmet sich die SPD-Fraktion u. a. folgenden Komplexen, bei denen Nachteile für Mieter zu verhindern sind. Energetische Gebäudesanierung Um hohe Mehrkosten für Mieter durch die Vornahme von energetischen Modernisierungsmaßnahmen zu vermeiden, muss das Mietminderungsrecht in seiner bestehenden Form beibehalten werden. Es ist insbesondere nicht begründbar und unserer Rechtssystematik fremd, dass Mieter 100 Prozent Leistung bei unvollständiger Gegenleistung erbringen müssen.

Bereits seit längerer Zeit haben wir uns zudem dafür stark gemacht, die Umlagefähigkeit sämtlicher Modernisierungskosten von elf auf neun Prozent zu senken. Ebenso sollten nicht rückzahlbare Förderungen zur energetischen Modernisierung aus der Umlagefähigkeit herausgenommen werden. Rasant steigende Mieten Darüber hinaus muss das Mietrecht der fortschreitenden Verdrängung einkommensschwacher Mieter aus bestimmten Stadtteilen entgegenwirken. Dazu sollte die Miete binnen vier Jahren um maximal 15 Prozent – statt wie bisher 20 Prozent in drei Jahren – steigen dürfen. Bei Neuvermietung sollte die Miete zudem die ortsüblichen Vergleichsmieten um höchstens 10 Prozent übersteigen dürfen.

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Planungen der SPD-Bundestagsfraktion

AUSGABE 12

Neuregelung der elterlichen Sorge Bei nichtverheirateten Eltern ist sowohl die gemeinsame Sorge für ein Kind als auch die Alleinsorge durch den Vater von der Zustimmung der Mutter abhängig. Stimmt sie nicht zu, hat sie die Alleinsorge. Die Familiengerichte hatten nicht die Möglichkeit, die fehlende Zustimmung der Mutter zu ersetzen. Das Bundesverfassungsgericht hat 2010 eine Neuregelung angemahnt. Diese Neuregelung muss vor allem die Rechte der Kinder berücksichtigen. Leitgedanke unseres Vorschlags ist, dass es in der Regel für ein Kind das Beste ist, wenn sowohl Mutter und Vater sich um das Kind kümmern und die Sorge gemeinsam wahrnehmen. In dem Antrag „Neuregelung der elterlichen Sorge bei nicht verheirateten Eltern“ fordern

die Sozialdemokraten die Bundesregierung dazu auf, das Kindeswohl bei der Neuregelung in den Mittelpunkt zu stellen. Eltern sollen in Zukunft bereits bei der standesamtlichen Registrierung des Kindes eine gemeinsame Sorge erklären können. Wenn die Eltern sich nicht einig sind, müssen sie sich nach dem SPD-Vorschlag innerhalb einer Frist gegenüber dem Jugendamt äußern. Dieses wirkt im persönlichen Gespräch mit den Eltern auf eine einvernehmliche Lösung hin. Erst wenn durch Mitwirkung des Jugendamts eine einvernehmliche Lösung nicht erzielt werden kann, stellt es beim Familiengericht einen Antrag auf Entscheidung zur elterlichen Sorge, ohne dass es eines Antrags durch die Eltern bedarf.

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SPD will BAföG für Schüler In ihrem Antrag „Einführung eines generellen Schüler-BAföG – Ein Instrument für mehr Chancengleichheit im deutschen Schulsystem“ fordert die SPD-Fraktion die Bundesregierung auf, umgehend einen Entwurf für eine 25. BAföG-Novelle vorzulegen. Staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz soll demnach für bedürftige Schüler weiterführender Schulen ab Klasse 10 als Vollzuschuss gewährt werden, und zwar unabhängig vom Wohnort des Schülers.

Petra Crone, Ihr MdB für

Die Abgeordneten fordern, dass im Bundeshaushalt 2013 zusätzlich 100 Millionen Euro bereitgestellt werden, damit das Programm zum Schuljahr 2013/14 starten kann. Eine aktuelle Studie der TU Dortmund und der Bertelsmann Stiftung vom März 2012 belegt, dass Kinder einkommensschwacher Eltern viel seltener auf das Gymnasium gehen als der Nachwuchs von Akademikern – und zwar auch dann, wenn die Kinder gleich intelligent sind. Die Chancengleichheit muss gewährleistet sein, sodass gleiches Recht für Alle besteht.

BERLIN

Fracking nur unter strengen Auflagen zulassen CDU und FDP reden in den Wahlkreisen oft gegen die Nutzung von unkonventionellem Erdgas. Im Bundesrat und Bundestag verhalten sie sich jedoch ganz anders. Vor eineinhalb Jahren hat die Bundesregierung bestritten, dass es überhaupt ein Problem bei der unkonventionellen Erdgasförderung gibt. Handlungsbedarf wurde nicht gesehen. In der öffentlichen Debatte musste die Bundesregierung eingestehen, dass es doch Probleme geben kann. Aber gehandelt hat sie bis heute nicht. Der ehemalige Umweltminister Röttgen blieb zwei Jahre lang untätig und das trotz der massiven Verunsicherung der Bevölkerung in Gebieten, die für das „Fracking“ erkundet oder schon erprobt werden sollen. Die liegen vor allem in unserem Nordrhein-Westfalen, in Niedersachsen sowie auch in Thüringen, BadenWürttemberg und Bayern. Nach Willen der SPD-Bundestagsfraktion müssen zunächst die potenziellen Risiken der Förderung von unkonventionellem Erdgas untersucht werden, bevor neue Tatbestände geschaffen werden. Deshalb hat das Land Nordrhein-Westfalen Gutachten zu den Auswirkungen von Fracking in Auftrag gegeben. Erst wenn die Ergebnisse des Gutachtens ausgewertet wurden, sind Grundlagen für eine sachgerechte Entscheidung vorhanden. Und auch nur dann kann üb er eine mögliche Förderung entschieden werden.

Bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas müssen Umwelt und Menschen besser geschützt werden. Daher muss das Bundesbergrecht entsprechend geändert werden. Der Schutz des Trink- und Grundwassers muss sichergestellt sein. Nicht nur der Umweltschutz, auch die Beteiligung der Öffentlichkeit bei den Verfahren muss massiv ausgebaut werden. Transparenz, Öffentlichkeitsbeteiligung und die Beteiligung betroffener Städte und Kommunen sind zurzeit nicht zufriedenstellend. Betroffene Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger wurden mit vollendeten Tatsachen konfrontiert. Deshalb fordern wir Änderungen im Bundesberggesetz, damit Kommunen und Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informiert und beteiligt werden. Damit keine Fakten geschaffen werden, bevor neue gesetzliche Regelungen verabschiedet sind, müssen die Bundesländer darauf achten, dass eingehende Anträge nicht endgültig entschieden werden. Mehr Infos zu allen Anträgen auf www.spd-fraktion.de.

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JUNI 2012

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BERLIN

AUSGABE 12

Präsidentenwahl Im wichtigsten Moment des Tages, der Bekanntgabe des Ergebnisses der Bundespräsidentenwahl, durfte ich als Schriftführerin zur Rechten des Bundestagspräsidenten Platz nehmen. Mein Team und ich gratulieren dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck zu seiner Wahl und wünschen ihm viel Glück und Erfolg in den nächsten fünf Jahren.

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Neue Kultur des Alters durchsetzen

Seniorentag 2012 rückt Alter(n) ins rechte Licht

Im Plenum wurde der 6. Altenbericht diskutiert. Zu Recht fordert die Kommission für den Altenbericht eine neue Kultur des Alters ein. In der Gesellschaft muss sich ein Altersbild durchsetzen, bei dem die Potenziale und Erfahrungen älterer Menschen im Mittelpunkt stehen. Fast jeder zweite Deutsche denkt laut einer Umfrage, ab 45 Jahren gehöre man auf dem Arbeitsmarkt zum „alten Eisen“. Das ist alarmierend. Die Bundesregierung muss die Antidiskriminierungspolitik deshalb stärker in den Mittelpunkt rücken. Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Demographie-Bericht der Bundesregierung mit keinem Wort auf dieses Thema eingeht. Die Bundesregierung bleibt Antworten schuldig, wie die Arbeitswelt altersgerecht ausgestaltet werden kann. Auch zum bürgerschaftlichen Engagement und zur Bildung älterer Menschen fehlen nennenswerte Impulse. Die SPD fordert eine umfassende Strategie zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Miteinanders der Generationen und zur besseren Wertschätzung älterer Menschen.

Als Mitglied der Arbeitsgruppe Demographischer Wandel und Berichterstatterin für Seniorenpolitik nahm ich am Deutschen Seniorentag in Hamburg teil, wo ein reizvolles, auf drei Tage verteiltes Programm die Seniorenmesse begleitete. Keine Spur von überholten Altersbildern: Fragestellungen nach der Ausgestaltung bürgerschaftlichen Engagements, Arbeit und Lernen im Alter, Wohnen im Alter, Rente, Mitbestimmung u. v. m. wurden aufgegriffen und boten eine gute Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Verbänden, anderen politischen Ebenen und der Wissenschaft. Für die SPDBundestagsfraktion ist Teilhabe kein leeres Wort, sondern wird vor allem durch zwei Forderungen festgemacht: das Recht auf Bildung für jedes Alter und die Förderung von freiwilligem Engagement von und für alle Generationen.

Petra Crone, Ihr MdB für

(Quelle: BAGSO/Marisa Nuguid)

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Girls‘ Day 2012: Mehr Mädchen in die Politik

Junge Menschen für Politik begeistern

Gut gelaunt startete Shari Kowalewski, Schülerin am Zeppelin-Gymnasium Lüdenscheid, in den Girls‘ Day. Auf meine Einladung hin hatte sie Gelegenheit, einen Tag lang Einblick in den Politikalltag zu bekommen. Wie sieht der Arbeitstag einer Politikerin aus? Und hat Politik etwas mit mir zu tun? Ihre Fragen konnte Shari bereits beim Frühstück in Gesprächen mit den Politikern erörtern. Auch in der Politik brauchen wir mehr Frauen. Der Girls‘ Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben.

„Planspiel Zukunftsdialog“ stand drei Tage lang auf dem Stundenplan von Oliver Vossel, dem 19-jährigen Auszubildenden in meinem Olper Wahlkreisbüro. Auf meine Einladung hin nahm er am Planspiel der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin teil. Die jungen Menschen diskutierten ihre Ideen, entwickelten parlamentarische Initiativen und trafen den SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier. Mit dem Planspiel möchte die SPD im Bundestag junge Menschen für Politik begeistern und eine neue Form des Dialogs zwischen Jugendlichen und Abgeordneten etablieren.


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WA H L K R E I S A K T U E L L

AUSGABE 12

Die Energiewende geht uns alle an Wir sind auf dem Weg durch die Energiewende. Gleich zweimal habe ich zu Veranstaltungen unter dem Motto „Meine Wende“ eingeladen. Die Fachleute von der Verbraucherzentrale NRW zeigten vielfältige Möglichkeiten auf,

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wie Verbraucher sich an der Energiewende beteiligen können. Die Besucher gingen mit vielen guten Tipps und Informationen nach Hause.

Die Waldfee wohnt im Lärchenwald Die Europäische Lärche ist der Baum des Jahres 2012. Im April traf ich mich mit meinem Abgeordnetenkollegen Willi Brase am Biotop der Biggetal-Grundschule Rothemühle, um eine Lärche zu pflanzen. Um die Kinder für den Wald und das dazugehörige Ökosystem zu begeistern, hatte ich als besonderen Gast Isabel Zindler, die deutsche Baumkönigin 2012, mitgebracht.

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Bei schönstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen brachte ich im Märkischen Kreis gleich zwei Exemplare der Lärche in heimatliche Erde. Die neue Heimat der ersten Lärche ist die Verbundschule Schalksmühle und die zweite Lärche wächst nun am Stilleking in Lüdenscheid.

Workshop für Auszubildende in der Pflege

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Was motiviert junge Menschen zu einer Ausbildung in der Pflege? Was wünschen sich angehende Pflegekräfte in der Zukunft für ihren Beruf? Was muss sich verändern? Die FriedrichEbert-Stiftung und die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen im Kreis Olpe hatten gemeinsam mit mir zu einem Workshop für Pflegeschüler nach Olpe eingeladen. Rund 60 hochmotivierte TeilnehmerInnen hatten ganz konkrete Vorstellungen wie es im Krankenhaus oder Pflegeheim zugehen soll.

Pünktlich zur Jubilarehrung wieder im Wahlkreis Mittags noch Sitzung in Berlin und am Abend schon zur Jubilarehrung in Wenden. Sich an der Basis wieder zu erden macht Sinn. Die Ortsvereine sind auf aktive Leute und ebenso auf viele stille, aber verlässliche Mitglieder angewiesen. Der Dank ging an die Jubilare für die lange Wegstrecke, die sie der Partei die Treue gehalten haben.


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JUNI 2012

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AUSGABE 12

WA H L K R E I S A K T U E L L

Je früher, je besser Die Bundesinitiative „Frühe Chancen: Schwerpunkt Kitas Sprache und Integration“, ein vom Bund gefördertes Projekt, kann nun auch in der Lüdenscheider Kita am Hebberg starten. Auch mit meiner Unterstützung kann mittels einer zusätzlichen Fachkraft die Sprachförderung

bei unter dreijährigen Kindern (U3- Kinder) intensiviert werden. Bedauerlich ist allerdings, dass dieses Projekt bereits 2014 ausläuft. So ist es mit den Mehrgenerationenhäusern auch schon gewesen. Ich werde mich auch hier für eine Fortführung des Sprachprojekts einsetzen.

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TERMINE

Das Wir-Gefühl gewinnt ...

Es wird ernst bei ThyssenKrupp!

…war das Motto einer Bundestagsfraktion vor Ort in der Stadthalle Attendorn. In der Diskussionsrunde wurden die vielen Funktionen des Sports in unserer Gesellschaft deutlich. Durch Sport können grundsätzliche Werte wie Toleranz und Fairness vermittelt werden, er führt Menschen unterschiedlicher Kulturen und sozialer Hintergründe zusammen. Sport ist Teil eines gesunden Lebensstils und ein bewährtes Instrument u. a. in der Integrations- und Bildungsarbeit. Leistungsfähigkeit entwickeln, Grenzen ausloten, Selbstbewusstsein stärken und bürgerschaftliches Engagement leben – all das ermöglicht der Sport. Für ihre Arbeit benötigen die Ehrenamtlichen gute Rahmenbedingungen und die Unterstützung der Politik.

Für die beiden deutschen Standorte der ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH wird es ernst. Bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen die Werke Oege und Olpe verkauft werden. In einer Begleitkommission wurden die Arbeitnehmervertreter in den Verkaufsprozess eingebunden. Ich sagte den Betriebsräten meine Unterstützung zu. Unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der Sicherstellung des Fachkräftebedarfs müssen Firmen beizeiten die Weichen stellen, um zu überleben. Die Politik muss hier mithelfen, Entscheidungen herbeizuführen, um die Zukunft der insgesamt 700 Mitarbeiter der Werke in Oege und Olpe zu sichern.

TERMINE

1. Mai 2012 in Lüdenscheid

High Noon auf dem Sternplatz

Keine Spur von Politikverdrossenheit. Junge Menschen treten für ihre Rechte und ihre Zukunft ein und werden von den „alten Hasen“ in der SPD und den Gewerkschaften unterstützt und ermuntert sich einzumischen. Die Jugend will nach ihrer Ausbildung einen sicheren Job mit unbefristeten Arbeitsverträgen, um ihr Leben planen zu können.

Zum Wahlkampfauftakt in Lüdenscheid war Frank-Walter Steinmeier meiner Einladung gefolgt, um Gordan Dudas bei seinem Wiedereinzug in den Landtag zu unterstützen. In einer kämpferischen Rede warb er dafür, dass Ministerpräsidentin Hannelore Kraft durch ein gutes SPD-Ergebnis gestärkt ihre erfolgreiche Regierungsarbeit der letzten zwei Jahre mit einer tragfähigen Mehrheit fortsetzen kann.

Petra Crone, Ihr MdB für

11. – 15.06.2012

24.06.2012

Sitzungswoche in Berlin

Aktionstag ‚Autofreies Volmetal‘

15.06.2012

25. – 29.06.2012

Ladys‘ Day

Sitzungswoche in Berlin

19.06.2012

01.07.2012

Wirtschaftsgespräch – Südwestfälische IHK Lüdenscheid

Kreiskirchentag, Lüdenscheid

21.06.2012

Familienausflüge im Wahlkreis

Bundestagsfraktion vor Ort: ‚Gute Schule ist ganztägig‘, Landhotel Sangermann, OlpeOberveischede

09. – 10.07.2012 12. – 13.07.2012 Sommerreise der südwestfälischen Abgeordneten

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