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JusKnacker Juni ΄12

11.

Ausgabe

Auf den Regen folgt ein Sturm(fest) Liebe Studierende, viele von Euch haben dieses Sommersemester etwas vermisst, nämlich unser jährliches Innenhoffest, das regelmäßig im Juni stattfand. Dass sich das Fest so etabliert hat, freut uns natürlich sehr. Wir haben wie jedes Jahr vor Monaten mit der Planung begonnen, haben uns um Sponsoren, Getränkebestellungen, Genehmigungen und eine Band gekümmert, sogar die Plakate waren schon gedruckt und aufgehängt. Leider konnten wir ein Detail nicht beeinflussen: das Wetter. Und da wir sowohl für den ersten Termin als auch für den Ersatztermin Wetter- bzw. Sturmwarnung erhalten haben, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, das Fest abzusagen. Das ist bei einigen auf Unverständnis gestoßen, vor allem weil wir die Entscheidung schon jeweils einige Tage zuvor getroffen haben. Das hat allerdings gute Gründe: So gerne wir es riskiert hätten und auf gutes Wetter gehofft hätten, so haben wir doch auch Verpflichtungen. Die Bestellungen für Bier und das Grillfleisch können wir nicht erst einen Tag zuvor oder gar am Tag der Veranstaltung absagen. Planungstechnisch ist Abwarten also

Interview

Schönes Wetter kann man leider nicht bestellen. Wir lassen euch aber nicht im Regen stehen: Im Herbst gibt es als Ersatz ein Sturmfest! keine Option gewesen. Und die Unwetter haben uns in unserer Entscheidung bestätigt, denn wir hätten bei sinnflutartigem Regen das meiste Essen nicht verkaufen können, und statt Bier und Cocktails wäre Euch wohl eher nach warmem Tee zumute gewesen – wenn ihr gekommen wärt. Die Band hätten wir Euch nicht bieten können, da sich Wasser und elektronisches Equipment nicht verträgt. Zuletzt wäre das Risiko versicherungstechnisch nicht tragbar gewesen. Allerdings haben wir uns eine Lösung

einfallen lassen: Wir holen einfach alles im Oktober und machen ein (Achtung, Wortwitzalarm) Sturmfest für Euch. Da gibt es zwar dann keine EM-Fußballspiel mehr zu schauen, aber vielleicht kann der ein oder andere schon eine bestandene Septemberklausur feiern. Wir werden uns einfach wieder in die Vorbereitungen stürzen und auf gutes Wetter hoffen. In diesem Sinne: Wir sehen uns im Herbst!

FV-Exkursion

Sommerkrimi

Eure StV Juridicum

Der singende Professor Fletch- Ein Bericht über die FV-Exkur- Buchempfehlung „Der Fall Colner im Interview ab Seite 14 sion nach WIen auf Seite 4/5 lini“ auf Seite 11


JusKnacker Editorial Liebe Leser, habt ihr schon Pläne für den Sommer? Nach den Kursen in stickigen Räumen, den endlosen Gruppenbesprechungen für Präsentationen und dem Lernmarathon sind wir alle froh, wenn wir mal etwas außerhalb unserer – zugegebenermaßen wunderschönen – Fakultät machen können. Falls ihr plant, Eure Zeit am See oder im Schwimmbad zu verbringen, ist das hier Eure Lektüre, die unbedingt in die Badetasche gehört! Außerdem haben wir noch eine Krimi-Empfehlung (S. 11) und einige Neuanschaffungen der Bibliothek (S. 18) für Euch, auf die wir Euch aufmerksam ma-

chen wollen. Viele nutzen den Sommer auch für ein Praktikum, manche als „Excellent Talents“. Alles über die diesjährige „Excellent Talents“-Verleihung findet ihr auf den Seiten 12 und 13. Wir sind gespannt, was unsere „Talents“ im Herbst berichten können! Die Fakultät durfte übrigens in diesem Semester einen hochdekorierten Gast begrüßen: Prof. Harry Flechtner von der University of Pittsburgh war als Fulbright-Stipendiat hier. Was das Fulbright-Programm ist, was Prof. Flechtner in seiner Zeit als Anwalt erlebt hat und warum er auch auf Youtube zu finden ist – Antworten gibt’s auf S. 14 ff.

Außerdem waren viele von Euch unterwegs in diesem Semester, in Polen zur strafrechtlichen Rechtsvergleichung (S. 17, in Ravenna (S. 6 und 7) oder in Wien zu Besuch bei KWR, UNO und der Europäischen Kommission (S. 4). Wir hoffen, dass die Berichte Euer Reisefieber wecken und wir Euch pünktlich zu Semesterbeginn wieder hier auf der Juridischen Fakultät treffen – beim Sturmfest. Das wird dieses Jahr das Innenhoffest ersetzen, wie ihr schon auf der Titelseite lesen konntet. Also – auf einen heißen Sommer und einen stürmischen Herbst!

Euer Jusknacker-Team

Impressum Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studierendenvertretung Juridicum Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg | Tel.: 0662/8044-6014 oder -6015 E-Mail: jusknacker@stv-juridicum.at oder stv.jus@gmx.at Zeitung der Studierendenvertretung Juridicum (Salzburg) Redaktion: Mag. Tobias Aigner, Joanna Chmielecki, Christina Ernst, Stephanie Herrwerth, Tobias Neugebauer, Dr. Nina Marlene Schallmoser, Bakk.Komm., Univ.-Prof. Dr. Claudia Wöhle Layout: Tobias Neugebauer | Fotos (sofern nicht angegeben): StV


3 Lernpsychologie und Time Management Lerntraining von ELSA Salzburg e.V. Zu Ende des Semester hatte die ELSA Salzburg ein besonderes Angebot für Studierende: Ein eineinhalbtägiges Lerntraining von zwei professionellen Trainern. Jeder Studierende fragt sich mindestens einmal pro Semester, ob er/sie sein Potential richtig ausnutzt bei der Prüfungsvorbereitung. Teile ich mir die Zeit zum Lernen richtig ein? Wenn ich das Gefühl habe, ich kriege heute sowieso nichts mehr ins Hirn, soll ich dann aufhören oder diszipliniert weitermachen? Wieso kann ich das, was ich eigentlich weiß, in der Prüfungssituation nie richtig abrufen? Und warum lernt mein Nachbar in der Bibliothek viel schneller als ich?! Darauf und auf vieles andere

Wie lernt man richtig? Diese Frage soll auch im Herbst wieder beantwortet werden, wenn die Lerntrainer erneut in Salzburg sind.

mehr hatten die Benedikt Kirscher und Sebastian Huter, beide ausgebildete IFMSA-Trainer, am 15. Und 16. Juni Antworten. Die Teilnehmer lernten vieles über verschiedene Lese- und Merktechniken, die sie anschließend auch gleich übten. Auch über die richtigen Entspannungsübungen und Pausen wurde gesprochen. Man konnte entdecken, was für ein Lerntyp man ist, warum Die Lerntrainer Benedikt Kirscher und Sebastian unser sensoriHuter lehrten mit Hilfe verschiedenster Präsentati- sches Gedächtnis onsmittel das lernen! so wichtig ist und

vieles anderes mehr. Nach den anderthalb Tagen intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Lernen fand haben alle Teilnehmer ein positives Feedback abgegeben, was uns natürlich sehr freut! Eure Elsa Salzburg e.V. Habt ihr Interesse an einem Lerntraining? ELSA Salzburg hat vor, im Herbst wieder ein solches Training anzubieten, schaut einfach nach auf Facebook unter: www.facebook.com/elsasalzburg!


JusKnacker Exkursion der Fakultätsvertretung Juridicum nach Wien Morgens um 7:30 Uhr am Hauptbahnhof Salzburg: Viele müde Gesichter von den TeilnehmerInnen der Exkursion nach Wien und noch mehr Kaffee, aber eindeutig eine gute Stimmung. Für zwei Tage nach Wien mit vollem Programm! Zumal die einzelnen Programmpunkte maßgeschneidert sind für die TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Studienrichtungen: So konnte jeder zB sein Programm am ersten Nachmittag auswählen: Man konnte die Vertretung der Kommission in Österreich besuchen, was viele Studierende des Masters „European Union Studies“ taten, oder man konnte zur Kanzlei KWR, die im IZD Tower im 22. Bezirk angesiedelt ist, fahren. Aber zunächst einmal wurde darüber während der frühen Zugfahrt nach Wien diskutiert und Pläne gemacht für die folgenden zwei Tage. Am Westbahnhof angekommen machte sich die „KWR-Gruppe“ gleich auf den Weg. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Mag. Barbara Zelikovics, die bei KWR für die PR zuständig ist, und einer beeindruckenden Führung durch die Kanzlei gab es zunächst einen spannenden Vortrag von RA DDr. Jörg Zehetner, der auch Ho-

Ein Gruppenbild darf natürlich nicht fehlen: RA Dr. Thomas Frad (links) und Hon.-Prof. DDr. Jörg Zehetner (rechts) freuten sich ersichtlich über den Besuch einer Gruppe junger, interessierter StudentInnen! norarprofessor an unserer Universität ist. Anschließend führte RA Dr. Thomas Frad in die Tätigkeitsfelder von KWR ein und gab einen tieferen Einblick in die Arbeitswelt einer international tätigen Wirtschaftskanzlei, bevor er an zwei Konzipienten des Hauses übergab, die offen über die Vorund Nachteile ihrer Ausbildungen sprachen und auch beim anschließenden Buffet keine Fragen unbeantwortet ließen. Zuletzt nahmen einige männliche Teilnehmer die Einladung zum Kanzlei-Fußballmatch an. Die übrigen Studierenden checkten erst mal im Hotel ein, bevor es an die Abendgestaltung ging: In den Tiefen der „Zwölf Apostel“ wurde auf den Tag angestoßen, bevor es zum berühmten

Justizclubbing oder zum Prater für eine nächtliche Riesenradfahrt ging. Ein Teil der ExkursionteilnehmerInnen besuchte am Nachmittag des ersten Tages die Vertretung der EU Kommission in Wien. Die Gruppe wurde vom Mitarbeiter der Kommission – Herr Kühr – und seinem Kollegen aus dem Europäischen Parlament ­— Herr Weber — begrüßt und erhielt eine Einführung in die Tätigkeiten des Hauses, wie zB Info- und Pressearbeit für BürgerInnen. Weiters wurde den Anwesenden die EU-Datenbanken vorgestellt, die dazu dienen, die Arbeit der EU für den/die UnionsbürgerIn transparent zu gestalten. Die Datenbanken dokumentieren die Kommunikation der europäischen Institutionen untereinander ua an-


5 Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht • OOSA - Büro für Weltraumfragen • CTBTO - Vorbereitungskommission für die Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen Den ExkursionsteilnehmerInnen wurde eine Einblick in einen der zahlreichen Sitzungssäle gewährt, es wurden diverse Fragen zum Thema UNO – und der Rolle Österreichs in diesem zwischenstaatlichern Zusammenschluss – beantwortet. Wer seine Zukunft nicht in der Anwaltei sah, der konnte alternativ den Weg zur Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich antreten, um wissenswertes über deren Arbeitsweisen zu erfahren. hand von Mitteilungen und Sekundärrechtsakten. Am nächsten Tag machten sich ein paar Studierende aus der Gruppe auf zum Justizpalast: Dort, beim ehrwürdigen OGH, fand nämlich genau an jenem Freitag das Finale des Austrian Moot Court aus Zivilrecht statt. Gleich in der ersten Runde musste sich das Salzburger Team gegen ein Linzer Team beweisen. Der Großteil der Gruppe machte sich wieder auf in den 22. Bezirk, dieses Mal zur UNO: Nachdem alle Teilnehmer die Sicherheitskontrolle unbeschadet überstanden, wurden uns für die Führung durch den Gebäudekomplex zwei „Guides“ zur Vefügung gestellt. Das Vienna International Centre (VIC) – allgemein als UNO-City bekannt – wurde von 1973 bis 1979 und beherbergt in etwa 5.000 MitarbeiterInnen. Folgende Organisationen haben dort ein Büro:

• IAEA bzw. IAEO - Internationale Atomenergie-Organisation • UNIDO - Organisation für industrielle Entwicklung • UNODC - Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung • UNCITRAL - Kommission der

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Fakultätsvertretung Juridicum für die Organisation dieser äußerst erfolgreichen, interessanten Exkursion und freuen uns auf neue Projekte und Ausflugsziele! Mag. Tobias Aigner, Joanna Chmielecki, SH, Tobias Neugebauer

Die Teilnehmer der Exkursion der Fakultätsvertretung Juridicum auf exterritorialem Hoheitsgebiet: Im Hintergrund sind die Nationalflaggen aller 194 von der UNO offiziell anerkannten souveränen Staaten zu sehen.


JusKnacker Ravenna – Salzburg Exchange Programm Dieses Jahr fand zum zweiten Mal der Studentenaustausch zwischen der Facolta di Giurisprudenza der Universität Ravenna und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron Universität Salzburg statt. Ins Leben gerufen wurde dieses Programm von dem Studenten Benjamin Gunsch und mittlerweile Absolventen Michael Ritter, welche durch die jeweiligen Studentenvertretungen und mit Unterstützung von Dr. Brigulio (Universität Bologna) und Dr. Rainer (Universität Salzburg) den Austausch und die Vernetzung der beiden Universitäten auf unkomplizierte und freundschaftliche Art fördern wollten. Im März 2012 startete der erste Teil des Austausches. 15 Studenten der Universität Ravenna besuchten uns 3 Tage in Salzburg. Am ersten Abend lernte man sich bei einem gemeinsamen Abendessen, Wein und anregenden Gesprächen erstmals kennen. Gemeinsam würde man die nächsten Tage, einem extra für sie ausgearbeiteten Programm, beiwohnen um sich besser kennenzulernen. Neben den akademischen Inhalten, welche aus einer bilingualen Vorlesung von Dr. Daniele Mattiangeli zum Thema „Die Umsetzung des ABGB in Nord – Italien und seine Ausstrahlungen“ inklusive vorherigen juristischen Sprachtraining und einem Seminar über Toleranz gegenüber fremden Kulturen von Ines Palfy bestand, versuchte man auch das kulturelle Programm nicht

StudentInnen aus Ravenna besichtigten die Juridische Fakultät in Salzburg (Landkartensaal in der Bibliothek) zu kurz kommen zu lassen. Wir besichtigten die Juridische Fakultät der Universität Salzburg, bekamen eine Führung durch die Altstadt, wanderten auf die Festung und spazierten durch den Mirabellgarten. Es war eine sehr gelungene Abwechslung zum „normalen“ Studentenalltag und die gemeinsamen Abende bei diversen Cocktails werden uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Anfang Mai 2012 ging nun der zweite Teil dieses Exchange – Programms los. Dieses Mal hatten nun 15 Salzburger Studenten das Glück nach Ravenna mitfahren zu dürfen. Mit dem Bus ging es in aller Früh los, um auf dem Weg zu unserem Ziel noch die Stadt Padua besichtigten zu können. Nach Besichtigung

der Basilika des Hl. Antonius, genossen wir auf einer Piazza mitten in der Stadt unsere erste Pizza in Italien bei einem Gläschen Wein. Da sich die zweitälteste Universität Europas auch in Padua befindet, schlossen wir uns auch dort spontan noch einer Führung an, bevor es nach Ravenna ging. Die Wiedersehensfreude war groß und man hatte bei einem wunderbaren Abendessen und anschließenden Cocktails genügend Zeit sich alles zu erzählen. Mit italienischer Gelassenheit trafen wir uns alle am nächsten Morgen wieder an der Universität. Dort bekamen wir die Möglichkeit einen Vortrag über die Institutionen des Gaius von Dr. Brigulio zu lauschen. Eine wirkliche Ehre, wenn


7 man bedenkt, dass dieser an den Forschungen des kürzlich entdeckten Originalexemplars aktiv beteiligt ist! Der absolute Höhepunkt des Tages war das Nachmittagsprogramm, da unsere italienischen Freunde für uns alle ein Boot gemietet haben! Bei einigen kamen so manche Erinnerungen an die Maturareise wieder hoch, als wir bei guter Musik, bester Stimmung und einem Drink in der Hand über die Gewässer der Adria brausten. Auch den letzten Tag gestalteten

Bootsfahrt auf der Adria mit guter Musik: So verbringt man gerne seinen Nachmittag uns unsere italienischen Kollegen unter der Organisation von Kremena Stefanova traumhaft. Nach einem Vortrag am Vormittag über die Krise des Euros und einer anschließenden Stadtführung waren wir am Nachmittag im Rathaus geladen. Dort wurden wir von einem Abgeordneten der italienischen Regierung empfangen und Willkommen geheißen. Zum Abendessen lud man uns in ein Restaurant ein, welches am einmaligen Geschmack der Speisen und dem hervorragenden Ambiente wohl schwer zu übertreffen ist. Anschließend ging es nach Milano Maritima, einem extra erschaf-

fenen Mailand am Meer, wo wir in dem angesagtesten Club der Stadt das Nachtleben Italiens kosteten und auf den sehr eindrucksvollen und lehrreichen Austausch anstießen. Am Tag der Heimreise legten wir noch einen Stopp in Bologna ein. Einer unserer italienischen Freunde, Francesco Marani, hatte in einem Restaurant auf der Piazza Maggiore ein fabelhaftes Buffet mit den typischen italienischen Köstlichkeiten organisiert! Die Fahrt zurück nach Salzburg fiel nach einem solch gemütlichen Nachmittag umso schwerer! Diese Tage mit unseren neu gewonnen Freunden waren einfach unvergesslich und ich kann es kaum erwarten sie spätestens alle nächstes Jahr wieder in Salzburg begrüßen zu dürfen!

Sollte nun auch euer Interesse geweckt worden sein, an diesem Programm teilzunehmen, könnt ihr euch für nächstes Jahr wieder bei mir unter ernstch@stud.sbg.ac.at bewerben. Es gilt das Prinzip first come – first serve! Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Studenten begrenzt. Christina Ernst

Gastbesuch der StudentInnen der Universität Salzburg an der Facolta di Giurisprudenza der Universität Ravenna


JusKnacker Fachbereichsnews FB Sozial- und Wirtschaftswissenschaften Am Fachbereich Sozial- und Wirtschaftswissenschaften haben wir in/seit diesem Semester eine neue Kollegin sowie zwei neue Kollegen, die wir im Folgenden vorstellen möchten. Mit 1. März hat Herr Prof. Dr. Stephan Kirste die Nachfolge von Prof. DDr. Michael Fischer als Professor für Rechtsphilosophie angetreten. Wir freuen uns sehr, dass nun der Fachbereich in den Grundlagenwissenschaften wieder eine Ordinarius hat, der aufgrund seiner Venien auch für die fachnahen Bereiche eine wertvolle Unterstützung ist, so dass wir uns insbesondere auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ihm freuen. Stephan Kirste studierte Rechtswissenschaften, Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie an den Universitäten Regensburg und Freiburg. 1997 wurde er nach Abschluss seines Zweiten Juristischen Staatsexamens mit einer Dissertation über Recht und Zeit von der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg promoviert. 1998-2004 war er Universitätsassistent, später Hochschuldozent an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2004 habilitierte er sich mit einer verwaltungsorganisationsrechtlichen Schrift und erhielt die Venia für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Verfassungsgeschichte der Neuzeit und Rechtssoziologie durch die Juristische Fakultät der Universität Heidelberg verliehen. Es folgten Lehrtätigkeiten in Müns-

ter und Erlangen, daneben auch Gastprofessuren an der University of Virginia (Charlottesville, USA) und verschiedenen Bundesuniversitäten in Brasilien, sowie zuletzt an der Päpstlichen Universität von Rio Grande du Sul in Porto Alegre. 2009 nahm er einen Ruf an die deutschsprachige Andrássy Gyula Universität Budapest auf eine Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie an. Seit 2010 war er dort Dekan der Fakultät für Vergleichende Staats-

Prof. Dr. Stephan Kirste ist seit 1. März Professor für Rechtsphilisophie an der Universität Salzburg und Rechtswissenschaften. Im Jahr 2000 war Kirste Mitbegründer der Subsektion für Ideengeschichte der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie. 2006 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sektion und 2010 zu ihrem Präsidenten gewählt. Seit 2012 ist

er Mitglied des Scientific Boards der Europäischen Akademie für Rechtstheorie. Kirste hat eine Reihe internationaler Tagungen und Workshops organisiert, u.a. am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld zum Thema „Interdisziplinarität der Rechtswissenschaften“. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Stephan Kirste hat Lehrveranstaltungen im gesamten Bereich des öffentlichen Rechts, einschließlich des Europarechts und der Verfassungsrechtsvergleichung, sowie der Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und der Verfassungsgeschichte gehalten und hierzu geforscht. Schwerpunkte liegen jedoch im Bereich der Rechtsphilosophie und des Verfassungsvergleichs. Er verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der die methodische Eigenständigkeit der Rechtswissenschaften mit einer vom Forschungsgegenstand verlangten Offenheit für die Erkenntnisse relevanter Nachbarwissenschaften verbindet. Wir freuen uns sehr, dass wir für das Sommersemester 2012 Frau Prof. Dr. Katharina J. Auer-Srnka als Gastprofessorin für BWL gewinnen konnten. Durch die Akquisition zusätzlicher Mittel für Lehre und Forschung im Rahmen der MINITMASS-Initiative war es möglich, diese Gastprofessur einzurichten. Erfreulicherweise konnten wir Frau Auer-Srnka relativ kurzfristig gewinnen und somit die Stelle noch für


9 dieses Semester besetzen. Katharina Auer-Srnka, geboren 1972, studierte Internationale Betriebswirtschaft an der Universität Wien und der Ecole Superieure de Commerce in Paris. 1994 arbeitete sie am Institut für die Wissenschaft vom Menschen in Wien als Assistentin von Prof. Dr. Leszek Balce-

Gastprofessorin für BWL: Prof. Dr. Katharina J. Auer-Srnka rowicz (1989-91 und 1997-2000 Vizepremier- und Finanzminister Polens, ab 2000 Direktor der Polnischen Nationalbank). 1996-2008 war Auer-Srnka zunächst als Universitätsassistentin und dann als außerordentliche Professorin für Marketing an der Universität Wien tätig, wo sie 2000 promovierte und 2006 habilitierte. Parallel dazu war sie 2003-2006 Gastprofessorin an der Solvay Business School der Freien Universität Brüssel und absolvierte internationale Forschungsaufenthalte bzw. Lehraufträge an der Universität St. Gallen (Schweiz), der University of North Florida (USA), der University of Otago (Neuseeland) sowie der Katholischen Universität Eichstätt-

Ingolstadt (Deutschland). 2009 wurde Katharina Auer-Srnka auf die Swarovski Stiftungsprofessur für multikulturelle Markenforschung an der Universität Innsbruck berufen. Auer-Srnka ist verheiratet und Mutter einer dreijährigen Tochter. Katharina Auer-Srnka forscht und lehrt schwerpunktmäßig in den Bereichen Marketing, Konsumentenverhalten, Kultur und Lebensqualität. In ihrer empirischen Forschungstätigkeit kombiniert Auer-Srnka qualitative und quantitative Forschungsmethoden (MixedMethods Ansatz). Sie ist Autorin von über 50 Beiträgen in referierten wissenschaftlichen Journalen und Sammelpublikationen, hat zwei Fachbücher verfasst und ist Mitherausgeberin einer deutsch- und einer englischsprachigen Wissenschaftsreihe aktueller betriebswirtschaftlicher Forschung. Auer-Srnka wurde mit dem Erwin Schrödinger Preis des FWF sowie mit dem Universitätspreis der Handelskammer Wien ausgezeichnet. Für die Unterstützung der methodischen Ausbildung im Bereich Statistik/Ökonometrie sowie zur Stärkung der Forschungsaktivitäten im Bereich der Volkswirtschaftslehre konnten wir die Stelle einer Assistenzprofessur mit Herrn Dr. Klaus Nowotny besetzen. Klaus Nowotny, geboren 1978, studierte Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre an der Universität Linz. Von 2004-2006 war er im Rahmen des FWF-Projektes „The Taxation of Frontier Workers“ als Forschungsassistent am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck angestellt, wo er 2006 in Ökonomie promovierte. Von Jän-

ner 2007 bis Februar 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung WIFO in Wien, wo er mehrere Jahre das Forschungsseminar des Instituts leitete und auch als Koordinator des Forschungsbereichs "Strukturwandel und Regionalentwicklung" tätig war. Nebenberuflich lehrte er im MasterProgramm der Fachhochschule Wiener Neustadt. Klaus Nowotny ist Autor mehrerer Beiträge in internationalen referierten Journalen und (Ko-)Autor einer Vielzahl von WIFO-Studien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten

Ass.Prof. Dr. Klaus Nowotny lehrt seit diesem Semester Statistik/Ökonometrie zählen vor allem empirische Fragen der Mobilität, Migration und grenzüberschreitendes Pendeln, Ansiedlungsentscheidungen von MigrantInnen, regionale Arbeitsmärkte sowie angewandte Ökonometrie. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der neuen Kollegin und den neuen Kollegen! Univ.-Prof. Dr. Claudia Wöhle


JusKnacker Fachbereichsnews FB Öffentliches Recht Mit 1.3.2012 hat Univ.Prof. MMag. Dr. Christoph Urtz die Professur für Finanzrecht am FBÖR angetreten (Nachfolge: Prof. Sabine Schliesselberger-Kirchmayr). Davor war Prof. Urtz ua wissenschaftlicher Mitarbeiter am VwGH und Assistent am Institut für Steuerrecht der WU Wien. Er hat über 200 Publikationen in verschiedenen Bereichen des Steuerrechts, so zB im Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht, Internationalen Steuerrecht, Finanzstrafrecht,

Abgabenverfahrensrecht sowie zum Verfahren vor dem VwGH und VfGH verfasst. In seiner Habilitation behandelt Prof. Urtz Grundsatzfragen der Anwendungsvoraussetzungen bei der Gruppenbesteuerung. Seine gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte liegen im Internationalen und Europäisches Steuerrecht, Konzernsteuerrecht, Bilanzsteuerrecht sowie im Abgabenverfahrensrecht und im Verfahren vor dem VwGH und dem VfGH. Aktuell beschäftigt er sich

mit dem geänderten (neuen) Bankgeheimnis, mit der neuen Immobiliensteuer und mit der Thematik der Steuerflucht und ihrer Bekämpfung. Prof. Urtz verfügt auch über hervorragende Beziehungen zur Steuerpraxis; so ist er Konsulent für Steuerrechtsfragen in einer namhaften Wirtschaftskanzlei in Wien. Dieser Praxisbezug ist auch wichtig für die Lehre, weil auf diese Weise aktuelle praktische Fragen in den Lehrveranstaltungen vorgetragen werden können.

Im SS 2012 wird zum ersten Mal ein eigenes Tutorium zum neuen STEOP-Grundkurs Grundlagen und Methoden des Verfassungs- und Verwaltungsrechts/Öffentlichen Rechts angeboten. Die – durch StudienassistentInnen betreute – Lehrveranstaltung dient einerseits der Wiederholung und

Einübung des im Grundkurs vermittelten Stoffes anhand konkreter Beispiele. Andererseits bildet die Beantwortung organisatorischer und fachlicher Fragen (Verwendung von Aleph, BlackBoard, RIS etc) einen wichtigen Bestandteil dieser Lehrveranstaltung. Die Betreuung des Tutoriums findet

zudem auch in Sprechstunden, per Mail sowie über BlackBoard statt. Die Teilnahme am Tutorium ist nicht verpflichtend, wird jedoch auf Grund der klausurrelevanten Inhalte dringend empfohlen. Das Tutorium wird im kommenden WS 2012/13 wiederum angeboten werden.

Salzburger Juristische Gesellschaft Ankündigungen

Die Salzburger Juristische Gesellschaft lädt in regelmäßigen Abständen zu interessanten Vorträgen zu diversen Themenschwerpunkten ein. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder bzw. jede kann an den Veranstaltungen teilnehmen. Die Vorträge finden jeweils am 2. Donnerstag des Monats, in den

Monaten März-Juni sowie OktoberJänner, in der Zeit von 18.30 Uhr bis etwa 20 Uhr im Hörsaal 207 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Toskanatrakt) der Universität Salzburg (Churfürststrasse 1, Lift Nr.: 2 und 3, im 1. Stock) statt (Zugang ist beschildert). Die Themen für das Wintersemester 2012/13 stehen leider noch nicht fest.

Nähere Auskünfte erhält man bei Frau Pfeifenberger (theresa.pfeifenberger@sbg.ac.at) bzw unter www. uni-salzburg.at/SJG Termine: 18.10.2012 15.11.2012 13.12.2012 24.01.2013


11 Buchtipp: Der Fall Collini Für die vorlesungsfreie Zeit im Sommer möchten wir einen Roman empfehlen, der von einem Juristen geschrieben wurde und auch ein Stück Rechtsgeschichte behandelt: „Der Fall Collini“ ist vordergründig ein Krimi um einen jungen Anwalt und sein erstes Mandat, das ihn weit in die eigene Vergangenheit zurückführt. Es gibt die üblichen Wendungen und der Leser wird mit einer ungesühnten Schuld konfrontiert, ein Motiv, das auch schon andere Autoren wie Walker oder Mankell in ihren Büchern benutzt haben. Dann allerdings, auf den letzten zwanzig Seiten des Werkes, kommt eine Wendung, mit der keiner rechnet. Die Überraschung des Lesers wird durch den Fakt, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, sicherlich noch verstärkt. Und so bleibt man nach knapp 200 Seiten, die man durchaus „in einem Rutsch“ lesen kann zurück und macht sich unweigerlich Gedanken über das Wesen der Juristerei, über Recht, Gerechtigkeit und Moral. Und ob es wohl zu oft an einem Zusammenhang zwischen diesen fehlt.

Stilistisch zeichnet sich Ferdinand von Schirach durch einen klaren und schnörkellosen Schreibstil aus, was eine Parallele zu den Krimis einem anderen schreibenden Juristen, Bernhard Schlink, bildet. Der Roman hat

einen soliden Spannungsaufbau und gibt dem Leser einen guten Einblick in die Welt der Strafverteidiger. Der Ich-Erzähler kämpft mit den Tücken seines ersten,

sehr rätselhaften Falles, den er als Pflichtverteidiger übernommen hat. Es wird ihm nicht einfach gemacht: Das Motiv bleibt im komplett Dunkeln, der Täter stellt sich sofort selbst, schweigt sich aber zur Tat aus – bis auf den Fakt, dass er keinen Verteidiger brauche, er sei ja ganz eindeutig schuldig. Man erlebt mit ihm die ersten Schritte in einer Anwaltskarriere, die außerdem aufgrund der großen Ähnlichkeit zwischen der Figur und dem Autor selbst sehr interessant sind: Der Autor, Ferdinand von Schirach, ist nämlich hauptberuflich Anwalt und arbeitet seit fast zwanzig Jahren als Strafverteidiger in Berlin. Somit ist die Geschichte in manchen Teilen sicher autobiographisch geprägt, zumindest im Bezug auf das Anwaltsleben, eventuell sogar auch im Bezug auf die Familiengeschichte des Autors mit dem bekannten Namen. „Der Fall Collini“ ist im Piper Verlag in gebundener Ausgabe und als Hörbuch erschienen. In der Hauptbibliothek kann das Buch ausgeliehen werden. SH


JusKnacker Excellent Talents 2012 – Sommerpraktika als Karrieresprungbrett Bereits zum vierten Mal wurden am 15. Mai 2012 die Gewinner des „Excellent Talents“-Projekts im feierlichen Rahmen auf der Edmundsburg ausgezeichnet. Die Studenten und Absolventen der rechtswissenschaftlichen Fakultät Salzburg werden bezahlte Sommerpraktika absolvieren; ob renommierte Kanzleien, internationale Wirtschaftsprüfer, Top-Unternehmen, Land Salzburg oder Höchstgerichte – für alle Begabungen und Talente ist beim „Excellent Talents“-Projekt etwas dabei. Wie immer zählten bei der Auswahl nicht nur die Studienleistungen, sondern auch soziales Engagement und Erfahrungen, die die Bewerber schon zuvor in Beruf oder vorangegangenen Praktika gesammelt haben. Dass um Sommerpraktika so viel Aufwand betrieben wird, mag manche verwundern. Wichtig ist beim „Excellent Talents“-Projekt immer folgender

Grundgedanke: Sowohl die Praktikumsgeber, als auch die Praktikanten sollen profitieren können. Die teilnehmenden renommierten Kanzleien, Unternehmen, Gerichte und Organisationen profitieren nicht nur von dem „Talent“, das für sie nach ihrem Anforderungsprofil von einer Kommission aus Lehrenden und Studierendenvertretern ausgewählt wurde. Sie können sich durch die Teilnahme am Projekt bei allen Absolventen der Universität als begehrte Arbeitgeber positionieren und profitieren vom großen Echo in Presse und Öffentlichkeit. Die Gewinner hingegen dürfen in die Berufswelt hineinschnuppern und werden dabei – im Gegensatz zu den meisten anderen Praktikanten – sogar entlohnt. Diese Thematik hat auch der diesjährige Ehrengast, Senatspräsident Hon.- Prof. Dr. Rudolf Müller, in seiner großartigen und spritzigen Rede zu „Generation Praktikum – Frust oder Lust?“ angesprochen.

Die Auszeichnung, sich ein „Excellent Talent“ nennen zu dürfen, wird den ausgewählten Bewerber außerdem sicher noch lange nach dem Praktikum die ein oder andere Türe öffnen.

Ehrengast Dr. Müller bei der Übergabe der Urkunden Inzwischen wird übrigens folgendes Phänomen immer öfter beobachtet: Nach ihrem Praktikum werden viele Gewinner bei ihrem jeweiligen Praktikumsgeber direkt fest angestellt, oder sie kehren gleich nach ihrem Studienabschluss dorthin zurück.

Die (17 von 18) GewinnerInnen des diesjährigen – vierten – ­ „Excellent Talents“-Projekts mit Dekan Univ. Prof.Dr. Friedrich Harrer, Univ.-Prof. Dr. Claudia Wöhle und Senatspräsident Hon.- Prof. Dr. Rudolf Müller


13 Dies bestätigt nicht nur, dass das Projekt jedes Jahr wieder aufs Neue erfolgreich arbeitet und die Gewinner verdientermaßen ausgezeichnet wurden, sondern es bestätigt auch den hervorragenden Ruf der Lehre an der juridischen Fakultät der Universität Salzburg. Die Studierenden der RW-Fakultät, die dieses Jahr als "Excellent Talents" ausgezeichnet wurden, sind: Christina Dallinger, Thomas Grafwallner, Carola Haberl, Markus Hinterseer, Johannes Hofstätter, Johanna Hölzl, Stefan Kofler, Caroline Franziska Neumayer, Vanessa McAllister, Elisabeth Moser, Birgit Mulitzer, Daniel Rossner, Brigitta Elisabeth Schilchegger, Stefanie Thuiner, Lisa Vocken-

huber, Andreas Weinseiss, Susanne Weißnegger, Andreas Wirth

Partner des Excellent TalentsProjekts: Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Eisenberger & Herzog Rechtsanwalts GmbH, Ernst & Young Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte GmbH, Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, Hofer

KG, KPMG Austria GmbH, Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte GmbH, Land Salzburg, Pressl Endl Heinrich Bamberger Rechtsanwälte GmbH, Prodinger & Partner Wirtschaftstreuhand – Steuerberatungs GmbH & Co KG, Raiffeisenverband Salzburg, Rechtsanwälte Grassner Lenz Thewanger & Partner, SPAR Österreichische Warenhandels-AG, Wüstenrot AG, Österreichischer Verwaltungsgerichtshof, Wolf Theiss Rechtsanwälte GmbH Die Stv Juridicum dankt allen Partnern und Helfern des Excellent Talent-Projekts aus Wirtschaft, Studentenschaft und Lehre, vor allem Herrn Dekan Prof. Harrer, Frau Prof. Wöhle, Herrn Prof. Gruber und Herrn Mag. Bayer!

Salzburger Vorrundenfinale des Moot Courts aus Zivilrecht Sechs Teams kämpften am 27. Jänner 2012 um den Einzug ins Finale des Austrian Moot Court aus Zivilrecht, und zwar unter realen Bedingungen: Ausgetragen wurde die Salzburger Vorausscheidung im Verhandlungssaal 1 des Bezirksgerichtes am Rudolfsplatz.

Die GewinnerInnen Marlen Blum, Martin Ellmauthaler, Susanne Weissenegger mit Rhetoriktrainer Dr. Pill

Vorgetragen wurden Fälle aus Schadenersatz-, Kreditsicherungsund Erbrecht. Der Richtersenat aus Dr. Wolfgang Filip (Vorsteher des BG Salzburg), Dr. Clemens Thiele (Rechtsanwalt in Salzburg) und Hon.-Prof. DDr. Jörg Zehetner (Rechtsanwalt in Wien) lobte die Qualität der eingereichten Schriftsätze und der Plädoyers. Das Team I (Marlen Blum, Martin Ellmauthaler, Susanne Weissenegger) überzeugte am meisten und gewan somit das Salzburger Vorrundenfinale! Aber es gab in Folge der Veranstaltung noch zwei weitere Sieger: Die Lehrveranstaltungsleiter des Austrian Moot Courts aus Zivilrecht an der Universität Salzburg,

Frau Mag. Georgia Neumayer und Herr Mag. Andreas Bayer, haben bei dem Preis für herrausragende Lehre den zweiten Platz belegt – Herzlichen Glückwunsch!

Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, Mag. Andreas Bayer, Mag. Georgia Neumayer

SH


JusKnacker An American in Salzburg: Der singende Professor Interview mit Prof. Flechtner Our faculty had the honour and pleasure to welcome Prof. Fletchner from the University of Pittsburgh as an guest professor this semester via the Fulbright Program. Havard-educated Prof. Fletchner is one of only two National Correspondents for the United States at the United Nations Commission on International Trade Law, and has been cited by the Solicitor General of the United States as „one of the leading academic authorities on the Convention.“ He trains students for the Willem C. Vis Moot Court Comeptition and is known among Mooties for his law-related songs. Interview with Prof. Flechtner: JK: Prof. Flechtner, you have been a guest professor with the Fulbright Program at our faculty for this summer term. How did you like it? Flechtner: It has been a wonderful experience. I enjoyed very much the courses I taught, and the professors and students I met. I even taught a brand new course in which we compared the proposed Common European

Sales Law („CESL“) to domestic American sales law (Article 2 of our Uniform Commercial Code, or „UCC“). JK: In your spare time, what did you do? Flechtner: I went on biking tours with my wife, and we often visited our daughter. She is married to a German man and lives in Munich. She just had her first child this spring (Charles Wahelka), so I became a grandfather for the first time. My wife and I were very lucky that it happened just before my Fulbright Program stay here. JK: What was the most surprising for you about this faculty? Flechtner: The law faculty here in Salzburg is extremely talented, and has been very welcoming and supportive during my stay. I should mention particularly Professor Wolfgang Faber, who has been an enormously helpful colleague during my stay; Professor Marianne Roth, who was critically important for my application to come to Salzburg and has been a wonderful collaborator here; Professor Michael Geistlinger, who is an expert in making guest professors feel at home here;

and Dean Friedrich Harrer, who has made me feel completely welcome here. I was not particularly surprised by differences in the approaches and teaching styles here and in the U.S. since I have taught before in Central Europe – for example at the University of Augsburg in its summer programme. But there are indeed different styles. At law schools in the U.S., all students intend to become practicing lawyers; that´s not the case here, and it creates a significant difference in classroom atmosphere. JK: Where else in Europe did you teach before? Flechtner: I taught, for example, in Croatia: The University of Pittsburgh School of Law (my home institution) has a cooperation with the University of Zagreb along with Touro Law School (in the U.S.) to run a summer study program there. JK: Croatia might well be the 28th member state of the EU by next year. Flechtner: I have not been in Croatia for enough time to comment on the country’s admission to the EU, but I do know a number of legal academics

Infobox Das Fulbright-Programm ist ein 1946 gegründetes internationales Austauschprogramm zwischen den USA und mittlerweile insgesamt mehr als 180 Staaten und Territorien. Benannt ist es nach James W. Fulbright, einem US-Senator. Das Programm fördert den bilateralen Austausch durch Stipendien an Studenten und Akademiker (einschließlich Professoren) für weiterführende Universitätsstudien, Forschungsaufenthalte und Sprachunterricht an weiterführenden Schulen. Dabei sollen nicht nur die akademischer Leistungen, sondern auch der kulturelle Austausch und das gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Das Fulbright-Programm ist eines der prestigeträchtigsten Stipendienprogramme weltweit. Als Fulbright-Stipendiat ist man in bester Gesellschaft: 43 Fulbright-Alumni erhielten Nobelpreise.


15 there, and I have been very impressed by them! JK: We know that teaching in the US is very different compared to Europe. Our students seem to be more passive at lectures, our system is more based on listening than on a dialogue between teacher and students. How were your experiences with that? Flechtner: I was prepared for those differences. The Fulbright Program conducts an orientation course for their grantees which addresses that topic (among other things). In addition, I have taught enough in Europe that I wasn´t surprised by differences in approaches and styles in the classroom. In the U.S., where law is taught as a professional subject for those who who intend to pursue a career in law, law schools are about teaching the students to „think like a lawyer“. When U.S. students begin law school they have already finished their undergraduate studies, usually concentrating in some subject other than law. Here, the students start their law studies directly after high school. Thus law school in Europe must also address general education, in addition specialized professional education in law.

CISG for their contracts? Flechtner: That is a challenge, but the situation is also changing. There are now parties in the U.S. (and elsewhere) who intentionally choose the CISG for their contracts. I believe that a new generation of lawyers has become familiar with the treaty from their time in law school and from participation in the Vis Moot, and this makes a difference for their clients involved in international transactions. I think in the future the business situation with the CISG will continue to change, although no doubt at a slow pace. It is a fascinating process. The Vis Moot can certainly be a starting point for legal careers: At the University of Pittsburgh, some of the students who are part of our Vis Moot teams are in their second year (out of three) at law school. Afterwards, they work with new teams participating in the Vis Moot, give advice, and travel with the teams they advise. When we

JK: You are very famous for your songs, especially the songs related to the Vis Moot Court. Flechtner: At Pittsburgh we had a conference about the CISG and one of the speakers was Professor Eric Bergsten [Anm. d. Redaktion: Prof. em. Erik Bergsten ist der Organisator des Vis Moot Courts, außerdem ehem. Secretary of the United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL)]. Afterwards we had a dinner for the conference speakers. My friend Dan Kambic (one of my band-mates in Pittsburgh) and I performed the „CISG Song“ for the first time there. Professor Bergsten said: „ You should perform that song at the opening ceremony of the Vis Moot!“ So I did that – but I surprised Professor Bergsten again by playing not only the „CISG song“ on stage at the Konzerthaus in Vienna, but also a song that I wrote about the moot – the „Mootie Blues“.

Prof. Flechtner is known for his research about the CISG, but also for his musical approaches on the law! You can listen to his „CISG song“ or the“mootie Blues“ on Youtube.

JK: These songs are very popular among Mooties and you are also at YouTube! How do you motivate your students to participate at the Vis Moot Court since often people opt out of the

first started this program the new Vis teams were from Eastern European Universities, but now our students work with teams from Middle Eastern countries like the United Arab Emira-

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JK: While researching you, I found a Facebook fanpage of you made by your students. How cool is that! Did this come into existence out of a special course held by you? Or by a Moot Court team you trained? Flechtner: I don´t know. At the University of Pittsburgh I teach one of the courses required in the first semester of law school in the U.S. (Contracts), and I think students tend to remember and appreciate their first teachers (smiles). Plus students often remember some of my musical efforts. At the end of my first year course I sing the „Contracts Song“. Actually it all started with jugg-

ling: I once juggled for the law school talent show at the University of Pittsburgh. Only a few professors participated; I wore a mask and named myself „The mysterious claws of adhesion“ [ Anm. d. Redaktion: Ein Wortspiel mit claws und clause (Klausel)], and I juggled to the music of Ravel‘s Bolero. The next day in class one of my students had placed three orange tennis balls on the treacher’s desk, so I juggled once more for the class. At the end of the semester I wanted the students to have a short break from all the stress of exams, so I juggled, and in the coming year’s I came up with the „Contracts Song“ to perform on the last class day before exams.


JusKnacker tes, Egypt and Qatar. One student on the University of Pittsbugh Vis team became an employee of the U.S. State Department because of this work, and she now works, on behalf of the U.S. government, with treaties like the CISG and with international organizations like the United Nations Commission on International Trade Law („UNCITRAL“). JK: Why did you choose law school in the first place? Flechtner: When I completed my first university degree in 1973 I was interested both in literature, in which I had just majored at Havard, and in law. I chose at first to study literature, at Harvard, but this was the time of the so-called „PH.D glut“ [Anm. d. Redaktion: Akademikerschwemme] in the U.S., so the career possibilities for literature students were limited. I decided to switch to legal studies, in which I also had a great interest. Fortsetzung von Seite 15

JK: You chose already as a student to put the emphasis of your studies on commercial and international law, and stayed with that during your entire career. Flechtner: Yes, that is true. During my final year at Harvard Law School I had to do a writing project. I wanted to do something „technical“ with complicated statutes, as a complete contrast to my literature studies. So I signed up for a bankruptcy seminar with an excellent professor, and I very much enjoyed writing the paper. When I graduated from law school and went to Washing-

ton D.C. to practice law at a law firm, I knew I didn´t want to do litigation, so I asked to be part of the group that dealt with business transactions and commercial law. JK: You are not only a professor at law school, you are also a lawyer: You took the bar exam in 1981 and then worked for three years at Wilmer, Cutler and Pickering in Washington D.C.. Why did you choose teaching for your career? Flechtner: In the U.S. there is no special teaching degree for those who teach in law school. Most law professors practice law for a time before entering teaching – which makes sense given the professional-training orientation of legal education in the U.S. The vast majority of law teachers in the U.S. have only a J.D. degree, which is the basic degree needed to practice law, and the degree that the students we teach receive. Thus my career path to teaching is not unusual in the U.S. Originally, when I decided to go to law school (after I had studied literature) I planned to practice law, not to teach it. After I received my law degree I worked at the law firm of Wilmer, Cutler and Pickering in Washington D.C. At the Wilmer firm I had the chance to work with wonderful, talented people, and do fascinating projects, For example, one of the projects I worked on at Wilmer Cutler was an investigation by the U.S. Senate of a major U.S. banking firm, and I worked closely with a senior partner in the law firm.

In legal practice, however, you must work very intensely so you can bill a lot of hours. This is not a family-friendly work environment. Furthermore, I felt intellectually frustrated because, just when you know enough about a topic to make it interesting, you have to stop researching, write the memorandum for the client, and move on to the next project. You don´t have the time to think deeply about any topic. It it primarily about the hours you can bill to your client, which I found frustrating. When I worked at Wilmer, Cutler a story circulated among the young associates that a lawyer at a D.C. firm had billed 27 hours for one single day: The associate had worked the whole day, and then had to fly to a different time zone; he worked during the airplane flight and he added to his billable hours the three hours he „gained“ because of time zone change.

JK: So are TV shows about law firms like „The Good Wife“ realistic? Flechtner: Well, those law firms seem to get only the most interesting cases, which is not realistic. The shows are more accurate about the law than they used to be, but they never show the difficult (and sometimes boring) work that lawyers must do on normal cases! JK: Prof. Flechtner, thank you so much for that interview! SH

Infobox Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot, der jährlich in Wien und Hongkong stattfindet, ist die bedeutendste internationale Moot Court Veranstaltung auf dem Gebiet des Zivilrechts. Behandelt werden verschiedene Aspekte des internationalen Schiedsverfahrensrechts und das UN-Kaufrecht, des „CISG“ (Convention on the International Sales of Goods). Weitere Infos unter: http://www.cisg.law.pace.edu/vis.html


17 19th Polish-Austrian Seminar on Criminal Law

Rechtsvergleichung unter Freunden mit langer Tradition

Unter dem Generalthema "Methods of Criminal Law Interpretation" fand vom 25. April bis zum 1. Mai das bereits 19th Polish-Austrian Seminar on Criminal Law statt. Neun Studierende bereiteten sich im Vorfeld unter der Leitung von Univ.Prof. Dr. Kurt Schmoller und Univ.-Prof. Dr. Otto Lagodny intensiv auf die Seminarvorträge vor. Am Vormittag des 25. April trat die Gruppe ihre freudig erwartete Reise nach Warschau/Polen an, wo sie auf das Herzlichste von dr hab. Michał Królikowski, Strafrechtler an der Juristischen Fakultät in Warschau und seit kurzem auch polnischer Vize-Justizminister, und seinem StudierendenTeam begrüßt wurde. Mit Chauffeuren (!) ging es nach kurzer "Akklimatisierungsphase" im Hotel zum gemeinsamen Welcome Dinner im Restaurant Flik. Professor Tadeusz Tomaszewski, Vize-Rektor der Universität Warschau und lange Jahre selbst im Rahmen des Seminars aktiv, hieß die Salzburger Delegation dort persönlich Willkommen. Dieses erste Zusammentreffen der VertreterInnen beider Universitäten sollte nur der Auftakt eines unvergesslichen Aufenthalts in Warschau sein, der allem voran von der grenzenlosen Gastfreundschaft der polnischen KollegInnen maßgeblich geprägt wurde. So zeichnete sich die Seminarwoche zunächst durch perfekte Organisation des Vortragsablaufs aus: Fünf lehrreiche, thematisch gegliederte Sessions zu Grundsatzfragen der Interpretation im nationalen und internationalen Strafrecht wurden abgehalten. Die einzelnen Themen wur-

den hierbei jeweils aus polnischer wie österreichischer Sicht und Rechtslage beleuchtet. Aber auch das Rahmenprogramm bestach durch Attraktivität und Herzlichkeit. Neben kulinarischen Köstlichkeiten in erlesenen Lokalen wurde etwa eine geführte Tour durch die Universität Warschau und die imposante Warschauer Altstadt geboten. Erster Höhepunkt der Woche war die eintägige Exkursion nach Krakau samt einem Besuch des dortigen Instituts für Forensische Forschung und des Strafrechtsinstituts der altehrwürdigen Universität Krakau. Einen besonders charmant-gemütlichen Nachmittag verbrachten die Studierenden und Professoren aus Salzburg am Samstag, als sie der Einladung von doc. dr Anna Walczak-Żochowska folgten: Diese bat bei traumhaftem Frühlingswetter in ihr idyllisches Waldhäuschen zum Barbecue und gesellschaftlichen Austausch. Das polnisch-österreichische Strafrechtsseminar blickt bereits auf eine jahrzehntelange Tradition gepflegter wissenschaftlicher Freundschaft zurück: 1980 von em. o. Univ.-Prof. Dr. Otto Triffterer ins Leben gerufen, wurde es zunächst alljährlich, später im Zweijahresrhythmus abwechselnd von den juridischen Fakultäten Salzburgs und Warschaus ausgetragen. Auch in Zeiten fundamentaler politischer Unruhen und Umwälzungen in Polen in den 80er-Jahren hatte das Seminar immer Bestand. So entwickelten sich im Laufe der Zeit besondere Freundschaften zwischen den Angehörigen der jeweiligen Universitäten: Professor

Schmoller etwa ist seit 1981 regelmäßiger Teilnehmer – zunächst noch als Assistent – und heute längst auch Leiter und Organisator, ähnlich wie auch Professor Tomaszewski oder Professorin Zielińska – damals freilich als Assistenten – von Anfang an dabei waren. Professor Lagodny übernahm die Mitwirkung beim Seminar bereits vor über zehn Jahren und auch Professor Królikowski lässt sich die regelmäßige

Zu Gast in Warschau: Die Seminarteilnehmer des 19. PolnischÖsterreichischen Seminars aus Strafrecht Organisation des Seminars trotz seiner vielen Verpflichtungen nicht nehmen. Viel zu schnell ging der unvergessliche Aufenthalt am 1. Mai 2012 zu Ende: Die Salzburger Delegation wurde, ausgerüstet mit einem von polnischer Seite erstellten Info-Paper mit Rückreiseinformationen unter dem Titel "How to leave Warsaw", verabschiedet und wieder Richtung Flughafen entlassen. Ein freudiges Wiedersehen 2014 in Salzburg zum 20th Polish-Austrian Seminar on Criminal Law ist aber – und wie könnte es anders sein – gesichert! Dr. Nina Marlene Schallmoser, Bakk.Komm.


JusKnacker Neuanschaffungen der Fakultätsbibliothek Die Bibliotheken der Universität Salzburg schaffen laufend neue Bücher an. Darunter sind nicht nur klassische Lehrbücher und Kommentare, sondern auch vieles Interessantes, was man vielleicht für eine Seminararbeit brauchen kann, aber auch privat lesen möchte. Viele der letzten Neuanschaffungen beschäftigen sich mit einem aktuellen Thema: den Finanzmärkten. Jeder redet über die Krise, aber wirklich verstehen kann man sie erst, wenn man die Regeln des Geldes und der Märkte versteht. Dabei kann „Finanznachrichten lesen – verstehen – nutzen: Ein Wegweiser durch Kursnotierungen und Marktberichte“ (von Rolf Beike und Johannes Schlütz, 5. Auflage) helfen.

In eine ähnliche Richtung geht die achte Auflage eines Buches von John C. Hull, „Options, Futures and other Derivates“, was es übrigens auch in deutscher Übersetzung gibt. Einen generellen Überblick bietet „International Economics“ von Paul

Krugman, Maurice Obstfeld und Marc Melitz. Krugman ist übrigens der der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2008!

Das war bisher alles sehr wirtschaftslastig und naturgemäß eher interessant für Studierende von Recht und Wirtschaft. Deshalb jetzt etwas (auch) für den „klassischen“ Jusstudenten: „Steuerrecht für Juristen“ von Franz Althuber und Philip Vondrak

beschäftigt sich umfassend mit steuerlichen Auswirkungen auf die juristische Praxis und ist sehr aktuell: Das 1. Stabilitätsgesetz 2012 wurde schon berücksichtigt! Keine Lust auf Steuern, eher auf Fußball-EM? Dann ist vielleicht das Buch „ Handbuch Fußballrecht“, herausgegeben von Martin Stopper und Gregor Lentze, interessant, bei dem Justiziare großer Fußballverbände und erfahrene Rechtsanwälte mitgeschrieben haben. Zuletzt noch ein Hinweis für alle, die durch das Studium keine Bücher mehr sehen können: Die Fakultätsbibliothek hat sich auch „Mach dieses Buch fertig“ von Keri Smith angeschafft. Das ist das einzige Buch in der Bibliothek, in das ihr unge-

straft kritzeln und markieren könnt, ihr seid also dazu eingeladen, darin Löcher zu bohren, Seiten einzureißen und Euch auszutoben, wie ihr wollt! SH


19 Heißhunger! Gesunde Pause bei dm Ambiente: Die Theke ist inmitten des dm-Marktes zwischen Regalen mit Lebensmitteln, es ist also nicht vergleichbar mit einem Restaurant. Man kann vor Ort essen, es gibt einige Tische und Barhockerstühle, aber die meisten Kunden nehmen es mit. Schnelligkeit: Man bekommt die Bestellung sofort eingepackt, allerdings muss man zu Stoßzeiten manchmal in einer Schlange warten. Wenn bestimmte Produkte schon ausverkauft sind (zB Brötchen mit gewünschtem Aufstrichen), können sie auf Verlangen frisch zubereitet werden, was dementsprechend länger dauert. Service: Die Damen hinter der Theke sind grundsätzlich freundlich, allerdings geht der Stress zu den Stoßzeiten an ihnen nicht spurlos vorbei. Qualität des Essens: Die Brötchen etc. werden morgens frisch zubereitet, man kann sogar dabei zusehen. Zu den Salaten gibt es eine Auswahl aus verschiedenen Dressings. Quantität des Essens/der „Sattmach-Effekt“: Leider muss man, wenn man richtig satt werden möchte, ziemlich viel einkaufen (Saft, Brötchen, Salat etc), und dementsprechend teuer wird es dann im Vergleich zu anderen „Takeaways“. Immerhin gibt es jeden Tag auch ein Suppenangebot. Für den „kleinen Hunger“ ist die „Gesunde Pause“ perfekt. Preis: Es gibt neben der regulären Karte jeden Tag ein Mittagsmenü (bis 14:30 Uhr), das aus einer Suppe und einem Hauptgang besteht. Die vegetarische Variante kostet 6,90 Euro, für das Menü mit Fleisch/ Fisch im Hauptgang muss man 7,90 Euro zahlen. Nähe zur Fakultät: Selbst der ausgehungertste Student schafft die Strecke in einer Minute – wenn man den Rückeingang des dm-Marktes in der Sigmund-Haffner-Gasse wählt, vielleicht sogar schneller. Angebot für Vegetarier: Vegetarier haben hier kein Problem: Es gibt Laugenstangen mit Aufstrichen, Säfte, Salate, Obst, Suppen…

Zusammenfassung dm drogerie markt, Universitätsplatz 17, 5020 Salzburg Zusammenfassung: Das Essen von der „Gesunde Pause“-Theke ist frisch und gut, allerdings sollte man nicht den ganz großen Hunger mitbringen. Wer ein warmes Mittagessen bevorzugt, wird hier nicht wirklich glücklich, da es als warme Speisen nur die Auswahl aus zwei verschiedenen Suppen gibt. Auch nachmittags ist der dm ein guter Anlaufpunkt, es gibt auch Kaffee und Kuchen im Angebot. Alle Speisen und Getränke können mitgenommen werden. Tipp: Mit der dm-Kundenkarte sind alle Produkte etwas günstiger, und wer nach 18 Uhr kommt, der kann sich viele Sachen mit 50% Ermäßigung kaufen!

In der nächsten Ausgabe: Mozart-Spar in der Getreidegasse

Autorin: SH


JusKnacker


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