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Ausstellungsprogramm

11. März – 6. Mai 2012

Alles neu

Winter/Hoerbelt, Irene + Christine Hohenbüchler, Senga Nengudi, Hans Rose Die Arbeiten der in dieser Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler eint, dass sie mit Alltagsmaterialien Rauminstallationen schaffen, die eine Atmosphäre der Dynamik und Bewegung erzeugen: Bewegung im Raum, dialogische Bewegung auf den Betrachter zu, der sinnlich und assoziativ in ein Netzwerk von Wahrnehmungsbedeutungen verstrickt wird; ein kreativer Kommunikationsprozess ist das Ziel. Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt kooperieren seit vielen Jahren. In der Ausstellung bespielen sie den ersten Stock des KunstLANDings mit teilweise interaktiven Installationen und skulpturalen Arbeiten, in denen sie das normalerweise in Bett-Matratzen verborgene Material Stahl-Federkern aus dem eigentlichen Funktionszusammenhang entnehmen und in einen künstlerischen Kontext transformieren. Hans Rose wird im 2. Stock mit Tonnen von Knöpfen eine Rauminstallation von bildnerischer und haptischer Kraft erstellen; Senga Nengudis Skulpturen aus Nylonstrümpfen sind von mehrdeutiger Aussagekraft mit gesellschaftlicher Brisanz. Die Zwillingsschwestern Hohenbüchler beziehen bei ihren Installationen oft bereits im Produktions-Prozess Menschen, die keine professionellen Künstler sind, künstlerisch-therapeutisch mit ein: deren gestrickte Puppen bevölkern beispielsweise möblierte Räume, die von den Besuchern verschoben werden können.

oben: Christine + Irene Hohenbüchler Kunstmuseum Thun, Foto: D. Uldry links: Hans Rose

Eröffnung Sa 10. März 2012 um 18 Uhr 20. Mai – 8. Juli 2012

Bruno Querci, Nelio Sonego, Carlo Invernizzi Malerei und Dichtung Die italienischen Maler Bruno Querci (*1956) und Nelio Sonego (* ( 1955) werden im Neuen Kunstverein Aschaffenburg ihre Werke im Dialog mit der Lyrik Carlo Invernizzis präsentieren. Die Ausstellung entsteht in engem Bezug auf die Räumlichkeiten der drei Etagen des KunstLANDings. Im 1. Stock werden neue Arbeiten Quercis aus dem Zyklus Infinitotraccia ed Energicoforma gezeigt, die vom Bezug zu Raum und Zeit leben. In strenger Beschränkung auf Schwarz/Weiß und auf das raumbezogene Formenvokabular von Vertikale und Horizontale thematisiert der Künstler die kontinuierliche Gemeinsamkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im 2. Stock stellt Sonego Arbeiten aus der Reihe Orizzontaleverticale aus, die seit 2003 entstanden sind und im Titel auf die Richtungstendenz der sehr farbintensiven Linienführung verweist. Auch wenn er sich auf das Formschema des Rechtecks beschränkt, ist der malerische Prozess, den er mit Acrylfarbe aus Spraydosen ausführt, ein sowohl spontanexpressiver wie meditativer Vorgang, der keine Unterbrechung zulässt. In allen drei Etagen setzen sich die Maler in ihrer je eigenen Formensprache mit dem Gedichtband Secretizie von Invernizzi auseinander.

links: Nelio Sonego rechts: Bruno Querci

Eröffnung Sa 19. Mai 2012 um 18 Uhr 18. Juni – 8. Juli 2012 geplant zu den Aschaffenburger Kulturtagen, 18.6. – 8.7. unter dem Motto „Stadt.Geschichte.Zukunft“

Geschichte des Hauses Landingstr.16 Fotodokumentation

Eröffnung Do 17. Juni 2012 - Museumsnacht Sa 7. Juli 2012 22. Juli – 16. September 2012

in Zusammenarbeit mit Casino Luxembourg Kuratoren: Kevin Muhlen, Casino Luxembourg + Didier Damiani, Kunsthistoriker

Marco Godinho Invisible More Visible More Invisible Der künstlerische Ansatz Marco Godinhos ((* 1978 in Portugal, lebt + arbeitet in Paris und Luxembourg) ist ein philosophischer: wo liegt die Grenze zwischen einer objektiven, wissenschaftlichen und unserer subjektiven Wahrnehmung von Raum und Zeit, von uns umgebenden Phänomenen – politisch, sozial, ökonomisch – und wie ist sie darzustellen; wie ist die Kluft zwischen dem Sichtbaren und scheinbar Unsichtbaren, dem was wir wahrnehmen und was außerhalb unserer Wahrnehmung liegt, was wir begreifen und was unbegreiflich bleibt zu überwinden. Bei dieser Suche begibt sich Godinho physisch und psychisch auf Wanderschaft, auf die Suche nach den Randbereichen unserer Wahrnehmungsfähigkeit und verarbeitet seine Raum-Zeit-Erfahrungen in den vielfältigsten Medien: Videos, Fotografien, Installationen, Zeichnungen, Assemblagen, Collagen, in denen scheinbare Sicherheiten in Frage gestellt werden z. B. durch manipulierte Dokumente und Fotos, gefälschte Karten und Daten und in der Fülle ein faszinierendes Spektrum ergeben, das den Betrachter kreativ verunsichert. Die Ausstellung in Aschaffenburg, zu der Godinho die Künstlerfreunde Benjamin Dufour, Fabio Godinho und Delphine Sabat einladen wird, ist die erste einer Ausstellungsreihe, in der das Erscheinungsbild der Show sich von Ort zu Ort verändern soll.

Eröffnung Sa 21. Juli 2012 um 18 Uhr, anschließend Sommerfest im Innenhof Kuratorin: Stephanie Guse, Künstlerin

30. September – 18. November 2012

Eine Türklingel, die macht mir nichts, dir nichts ding-dong

Martin Brüger, Franz Burckhardt, Franziska Maderthaner, Cameron Rudd

Franziska Maderthaner

Martin Brüger

Schon der Titel verweist auf ein profanes Objekt (Klingel), das sich verselbständigt und sich durch etwas anderes als seine physische Form an sich bemerkbar macht. Dementsprechend bringt diese Ausstellung malerische und objekthafte/ installative Positionen zusammen, die profane Gegenstände und Situationen durch Nachahmung, Verschmelzung, Auflösung und Herausstellung inszenieren. Es entstehen hierbei zwei Paarungen: Brüger und Rudd, die öffentliche und stereotype Gegenstände in Mehrzahl komponieren oder als Einzelstück hervorgehoben vorführen, sowie Burckhardt und Maderthaner, die private Ensembles und von Gebrauchsspuren individualisierte Situationen durch Lösung aus dem Zusammenhang oder teilweise Auflösung des Motivs selbst zur Besonderheit erheben und eine besonders aufgeladene Atmosphäre erzeugen.

Eröffnung Sa 29. September 2012 um 18 Uhr

7. – 9. Dezember 2012

20. WeihnachtsKunstmarkt Eröffnung Fr 7. Dezember um 18 Uhr


Programm 2012 neuer Kunstverein Aschaffenburg