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6 | Kreuznacher Rundschau

Kultur

KW 12 | 20. März 2014

Zwischen Jugendstil und Moderne

Ausstellung zu Hans Schmithals / Dr. Angela Nestler-Zapp sucht nach Leihgaben für die Präsentation im Herbst

Museumsleiterin Dr. Angela Nestler-Zapp sichtet die Entwürfe der Schmitthals-Ausstellung.  Foto: privat

Bad Kreuznach. Das Schlossparkmuseum präsentiert ab 12. Oktober 2014 eine Ausstellung zum in Bad Kreuznach geborenen Maler und Entwerfer Hans Schmithals unter dem Titel: Hans Schmithals (1878– 1964): Zwischen Jugendstil und Moderne. Sie basiert auf der Anfang dieses Jahres an der Universität Regensburg abgeschlossenen Dissertation von Andrea Richter. Der Nachlass des Künstlers, der vom Schloßparkmuseum bewahrt wird, Schenkungen sowie Ankäufe, die Museumsdirektorin Dr. Angela Nestler-Zapp in den vergangenen zwanzig Jahren tätigen konnte, bildeten eine wesentliche Grundlage für diese Arbeit. Zu Beginn der Materialaufnahme, die ab 2011 erfolgte, wurde vereinbart, die Ergebnisse der Dissertation in einer Sonderausstellung des Schloßparkmuseums zum 50. Todestag des Künstlers im Jahr 2014 zu präsentieren. Ziel der Ausstellung ist, das künstlerische Schaffen von Hans Schmithals ganzheitlich und unter Einbeziehung der Forschungsergebnisse von Andrea Richter, Co-Kuratorin der Ausstellung, zu vermitteln. Dabei wird im Mittelpunkt die Bedeutung des Künstlers für die Entwicklung der abstrakten Malerei stehen.

Hans Schmithals besuchte 1902 – 1909 die Lehr- und Versuchsateliers für angewandte und freie Kunst, von Hermann Obrist und Wilhelm Debschitz in München, wo er im Anschluss auch als Lehrer tätig war. 1913 gründete er gemeinsam mit Wolfgang von Wersin den Ausstellungsverband für Raumkunst. 1914 trat er auf der Kölner Werkbundausstellung mit einer eigenen Entwurfskollektion hervor. Für seine sogenannten Raumzentren entwarf der Künstler Möbel, Teppiche und Tapeten, wobei die strenge geometrische Gestaltung seiner Möbelentwürfe mit dem phantasievollen Dekor der Teppichentwürfe kontrastierte. Nach dem 1. Weltkrieg zog sich Schmithals vom Kunstbetrieb zurück. 1960-64 fertigte er Rekonstruktionen und Nachschöpfungen seiner frühen – im 2. Weltkrieg zerstörten – Gemälde anhand von Fotos und Aufzeichnungen. Ein Teil dieser Gemälde wurde dem Schloßparkmuseum von Eleonore Schneider, der Nichte des Künstlers, vermacht. Für die Ausstellung sind Leihgaben willkommen. Die beiden Ausstellungsmacherinnen bitten diejenigen, die in ihrem privatem Besitz Arbeiten des Künstlers bewahren, diese für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Matthäuspassion in der Pauluskirche

Kreuznacher Konzertgesellschaft zeigt Bachs Mammutwerk

Entlang des Panoramawegs erklärt Stadtführer Peter Ovie Gesteinstrukturen und -formationen rund um den Kauzenberg. Fotos: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH

Geologie und Die Bad Kreuznacher Konzertgesellschaft präsentiert Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion in der Pauluskirche. Foto: privat Bad Kreuznach. Am Sonntag, 6. April führt die Kreuznacher Konzertgesellschaft unter der Leitung von Stefan Wasser Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ um 17 Uhr in der Pauluskirche auf. Hierbei handelt es sich wohl um Bachs monumentalstes Werk mit zwei Chören, Kinderchor, doppeltem Orchester und sechs Solisten. In diesem groß angelegten Gesamtkunstwerk konnte der Komponist kirchenmusikalische sowie opernhafte Züge vereinen. Mit dem 1956 gegründeten Heidelberger Kantatenorchester konnte ein Klangkörper gewonnen werden, der bewusst auf historische Instrumentierung verzichtet und durch den Klang heutiger Instrumente den Spannungsbogen zwischen Barockzeit und Gegenwart deutlich macht. Der Chor hat sich in intensiver Probenarbeit auf die große Aufgabe vorbereitet, die Solisten Gunda Baumgärtner, Almut Pessara, Christoph Wittmann, Martin Steffan, Michael Hohmann und Joachim Herrmann werden den Leidensweg Christi von der Verurteilung bis zum Tod am Kreuz eindrucksvoll mit dem Chor gestalten. Karten zu 25, 20 und 15 € (Ermäßigt 17 und 12 €) gibt es im Vorverkauf beim Musikhaus Engelmayer und bei der Tourist-Info im Haus des Gastes.

Kurbadgeschichte

„Geo-Tour“: Wanderung entlang des Pananoramawegs

Bad Kreuznach. Am Sonntag, 23. März, lädt die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH um 11 Uhr zu einer "Geo-Tour " ein, die dem Teilnehmer die Zusammenhänge von Geologie, Landschaft und Kurbadgeschichte näherbringt. Die Führung startet mit einer kleinen Briefmarkenausstellung im Haus des Gastes, Kurhausstraße 22-24. Sonderbriefmarken, Ersttagsbriefe und Sonderstempel, unterlegt mit entsprechenden Landschafts-, Tier- und Pflanzenabbildungen aus dem Besitz des Stadtführers Peter Ovie geben einen ersten Überblick über die Erdgeschichte und die Evolution. Nach einem kurzen Einführungsvortrag werden dann beim Gang über den Panoramaweg 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und Evolution im Raum Bad Kreuznach lebendig. Wie entstanden die imposanten Vulkanberge entlang der Nahe? Warum floss die Nahe einst auf den

Höhen des Kauzenberges und warum hätte vor 35 Millionen Jahren jedes Kreuzfahrtschiff in der Kreuznacher Bucht geankert? Antworten auf diese Fragen gibt es während des Rundganges. Auch die Herkunft der Salze in den Kreuznacher Quellen und des Radons unterhalb des Teetempelchens stehen in engem Zusammenhang mit der Erdgeschichte. So ist der Bogen von der Geologie schnell und schlüssig zur Kurbadgeschichte von Bad Kreuznach mit Persönlichkeiten wie Dr. Prieger, Andreas Wilhelmi oder Dr. Karl Aschoff geschlagen. Hinweise zu den erfolgreichen Hochwasserschutzmaßnahmen im Kurviertel runden die 2-stündige Stadtführung ab. Teilnehmerbeitrag: 6 Euro, Kurgäste: 4 Euro. Weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Information unter Tel.: 0671/8360050. Treffpunkt: Im Foyer des Haus des Gastes, Kurhausstraße 22-24, Bad Kreuznach

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