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Prozess-Gaschromatograph PGC 6000

BEDIENUNGSANLEITUNG

Serving the Gas Industry Worldwide

STAND NOVEMBER 2009

by Honeywell


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Hinweis: Papier aktualisiert sich leider nicht automatisch, die technische Entwicklung schreitet aber ständig voran. Somit sind technische Änderungen gegenüber Darstellungen und Angaben dieser Bedienungsanleitungen vorbehalten. Die aktuellste Version dieses Handbuchs (und die weiterer Geräte) können Sie aber bequem von unserer Internet-Seite www.rmg.com herunterladen. Beachten Sie auch evtl. auf der Info-Seite vermerkte Hinweise und Änderungen!

RMG Messtechnik GmbH Otto-Hahn-Straße 5 35510 Butzbach Fax: 06033 / 897-130 E-mail: Messtechnik@Honeywell.com

Telefonnummern: Zentrale: 06033 / 897-0 Kundendienst: 06033 / 897-127 Ersatzteile: 06033 / 897-173

............................................................................................................................................................................................................... Manual PGC 6000 · DE01 · 2009-11


INHALT

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EINLEITUNG ........................................................................................ 1 AUFBAU UND FUNKTION ................................................................... 2 Aufbau des Gesamtsystems ................................................................................. 2 Messwerk mit Gasverteilung ................................................................................ 3 Steuerrechner ERZ 2000 GC................................................................................. 5

SICHERHEITSHINWEISE....................................................................... 6 INSTALLATION .................................................................................... 7 Anforderungen an den Messraum ........................................................................ 7 Gasanschlüsse ...................................................................................................... 7 Rohre und Verbindungen ............................................................................................... 7 Trägergas ...................................................................................................................... 8 Kalibriergas ................................................................................................................... 8 Abströmleitungen .......................................................................................................... 9

Elektrische Anschlüsse ......................................................................................... 9 Explosionsschutz ........................................................................................................... 9 Anschlussdose im Messwerkgehäuse ......................................................................... 10 Anschlussbelegung...................................................................................................... 10

INBETRIEBNAHME............................................................................. 11 Einstellen der Eingangsdrücke ...........................................................................11 Zuleitungen und Messwerk spülen.....................................................................11 Spülen der Rohrleitungen ............................................................................................ 11 Spülen des Messwerks ................................................................................................ 12

Messwerk einschalten ........................................................................................12

BETRIEB ............................................................................................. 13 Bedienung ...........................................................................................................13 Kalibrierung manuell auslösen ...........................................................................13 Außer Betrieb nehmen ........................................................................................13

WARTUNG ......................................................................................... 14 Flaschenwechsel .................................................................................................14 Nacheichung .......................................................................................................14

TECHNISCHE DATEN......................................................................... 15

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INHALT

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ANHANG ............................................................................................ 16 Montageanleitung f眉r Swagelok Rohrverschraubungen ...................................16 EG-Baumuster-Pr眉fbescheinigungen..................................................................17

............................................................................................................................................................................................................... Manual PGC 6000 路 DE01 路 2009-11


EINLEITUNG

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Einleitung Erdgas wird nach der enthaltenen Energie abgerechnet und nicht nach dem verkauften Volumen. Dazu ist es erforderlich, die Gaszusammensetzung zu kennen, um daraus den Brennwert und damit den Energieinhalt zu berechnen. Für die Berechnung der Kompressibilitätszahl ist es ebenfalls erforderlich, die Gasbeschaffenheit zu kennen. Ein Gaschromatograph ist in der Lage, die Zusammensetzung des Erdgases in kurzer Zeit und bei geringen Betriebskosten zu ermitteln. Dazu wird das Messgas zusammen mit einem Trägergas durch Kapillaren, sogenannte Trennsäulen, geleitet. Da die verschiedenen Gaskomponenten durch unterschiedliche Adsorptionskräfte an der Beschichtung der Säulen festgehalten werden, erreichen sie zu unterschiedlichen Zeiten das Säulenende. Dort erfasst ein Wärmeleitfähigkeitsdetektor den Austritt der Komponenten und liefert Signale, aus denen sich der Stoffmengenanteil der jeweiligen Komponente ermitteln lässt.

1

Der PGC 6000 setzt sich zusammen aus dem Messwerk, das den Chromatographen enthält, und dem Steuerrechner ERZ 2000 GC. Im Messwerk ermöglichen drei Säulen, die 11 wichtigsten Erdgaskomponenten zu messen. Bereits im Messwerk werden aus den Messwerten die Größen Brennwert, Normdichte, Wobbeindex und Dichteverhältnis errechnet. Im Steuerrechner erfolgt die u.a. die Anzeige der Messergebnisse, die Steuerung von automatischen Kalibrierungen und die Überwachung des Messwerks. Der Steuerrechner ERZ 2000 GC ist ein RMG-Flow Computer der Serie ERZ 2000, in den ein Kommunikationsmodul eingebaut ist. Der Flow Computer beinhaltet somit die Funktionen PGCSteuerrechner und Mengenumwerter.

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AUFBAU UND FUNKTION

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Aufbau und Funktion Aufbau des Gesamtsystems

2

Das Gesamtsystem des Prozessgaschromatographen PGC 6000 besteht aus folgenden Komponenten: - Messwerk mit Gasverteilung (Standard) - Steuerrechner (Standard) - Probeentnahmesonde (Option) - Druckreduzierstufe (Option) - Trägergas- und Kalibriergasflaschen (Bereitstellung durch Betreiber)

3

5

7

PGC 6000

6

4

Gasverteilung Messwerk

GC 6000

7 2

8

8

8

1

Messgas

9

10

11

1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6.) 7.) 8.) 9.) 10.) 11.)

Probenentnahmesonde Druckreduzierstufe Messwerkgehäuse Messwerk Eingang 2 bei Zweistromausführung Analysenrechner GC 6000 Druckreduziereinheit (Messgas/Trägergas) Druckreduziereinheit (Kalibriergase/Trägergas) Internes Kalibriergas, 10 Externes Kalibriergas, 10 Trägergas (Helium), 10

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AUFBAU UND FUNKTION

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Messwerk mit Gasverteilung 612 mm 516 mm E1

280 mm

E2

3 Entlüftung

Bohrung ø11

Belüftung

K2

K1 A B C M1 M2

Gaseingänge: A. Trägergas (Eingangsdruck 4,5 bar) B. Int. Kalibriergas (Eingangsdruck 2-3 bar) C. Ext. Prüfgas (Eingangsdruck 2-3 bar) M. Messgase (Eingangsdruck 2-3 bar)

1.) Schutzkasten mit Kontrollfenster im Deckel 2.) Flüssigkeitsabscheider für Messgas 3.) DruckreduzierungTrägergas 4.) Druckreduzierung Messgas 5.) Durchflussmessung Bypass Messgas 1+2 6.) Durchflussmessung Messgas 7.) Magnetventileinheit 8.) Messwerk CP 6000 9.) Heizung 100W mit 10°C Festwertthermostat im Anschlusskabel 10.) Ex (e)-Anschlussdose für Pos. 7,8,9

Zweiströmer (Option) Einströmer (Standard)

Gasausgänge: E1. Abströmleitung Bypass E2. Abströmleitung Messgas K1+K2. Kondensatablass

Zuleitungen für Anschlüsse A,B,C: 1/8” Rohr auf Swagelok- Verschraubung Zuleitungen für Anschlüsse M1,M2: 4mm Rohr auf Swagelok- Verschraubung Zuleitungen für Anschlüsse K1,K2: 6mm Rohr auf Swagelok- Verschraubung Zuleitungen für Anschlüsse E1,E2: 12mm Rohr auf Swagelok- Verschraubung

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AUFBAU UND FUNKTION

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In dem Messwerkgehäuse befindet sich neben dem Messwerk noch: - Gehäuseheizung mit Thermostat. Die Heizung ist zugelassen für explosionsgefährdete Bereiche, die Versorgung erfolgt mit 230 V/AC, die Temperatur ist auf 10°C fest eingestellt.

4

- Ventilblock zur automatischen Umschaltung zwischen Messgas, Kalibriergas und Prüfgas. Jeder nicht zugeschaltete Eingang ist mit zwei Ventilen gesperrt, so dass auch im Fall eines Lecks eine Vermischung der Gase verhindert wird. Die Steuerung der eigensicheren Magnetventile erfolgt über den Steuerrechner ERZ 2000 GC. - Kondensatabscheider. Das Kondensat wird an einer Membran abgeschieden und kann über ein Ventil unten am Gehäuse abgelassen werden. Die Membran wirkt auch gleichzeitig als Gasfilter. - Druckreduziereinheiten für Messgas und Trägergas. Hier erfolgt die Feineinstellung des Eingangsdrucks für das Messwerk - Bypassleitung für Messgas mit Schwebekörper-Durchflussmesser und Einstellventil. Da durch das Messwerk aufgrund der Miniaturisierung nur wenig Gas strömt, wird Messgas am Messwerk vorbei zur Abluft geleitet, um den Durchfluss durch die Zuleitung zu erhöhen. Dadurch wird gewährleistet, dass immer aktuelles Messgas analysiert wird. In der Standardausführung ist der PGC 6000 für die Messung des Gases von einer Entnahmestelle vorgesehen (Einströmer). Diese Ausführung ist für den eichamtlichen Betrieb zugelassen. Für den nichteichamtlichen Betrieb kann der PGC 6000 als Zweiströmer ausgeführt sein.

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AUFBAU UND FUNKTION

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Steuerrechner ERZ 2000 GC

MESSTECHNIK

Zustands-Mengenumwerter Typ ERZ 2004 Herst. Nr. Herst. D. Trockenes Gas im Normzustand (1,01325 bar, 0°C) Richtig bei =0 Weitere Daten Taste "Typ Schild"

5

05

GF 9

äöü

Betrieb Eingabe

DEF

2

Mess.P,T..

Analyse

Blende

TUV

WXYZ

PQRS

C1-V24

ABC

1

GHI

3

JKL

MNO

4

5

6

E/A

Archiv

Test

#/*

7

8

9

0

Zählwerke

Durchfluss

Zähler

Modus

_, + Typschild

* Auswahl

Enter

! Alarm Löschen

Der Steuerrechner ERZ 2000 GC besteht aus einem Flow Computer der Serie ERZ 2000 mit einem Erweiterungsmodul für Steuerung der Ventile und die Kommunikation mit dem Messwerk. Der Einsatz des ERZ 2000 als Steuerrechner ist ab Software-Version 1.7 möglich. Somit steht gleichzeitig die Umwerterfunktion für einen Gaszähler zur Verfügung. In dieser Ausführung ist die Verwendung einer internen Ex-Trennkarte für die Eingänge der Volumenmessung nicht möglich. Zur Beschreibung des Steuerrechners sowie für dessen Bedienung wird an das Handbuch „ERZ 2000“ verwiesen. Dort sind alle Parameter und Betriebsarten für den PGC 6000 beschrieben.

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SICHERHEITSHINWEISE

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Sicherheitshinweise Der Prozessgaschromatograph PGC 6000 dient zur Messung der Zusammensetzung von Erdgasen sowie der Bestimmung von Brennwert und Normdichte. Werden andere Gase durch das Messwerk geleitet, können Schäden am Chromatographen auftreten. 6

Der PGC 6000 entspricht den aktuellen Normen und Vorschriften. Dennoch können durch Fehlbedienung Gefahren auftreten. Personen, die den Prozessgaschromatographen PGC 6000 in explosionsgefährdeten Räumen installieren oder bedienen, müssen mit den aktuellen Normen und Vorschriften zum Explosionsschutz vertraut sein. Beachten Sie folgende Hinweise: Explosionsgefahr Dieses Symbol warnt Sie im Handbuch vor Explosionsgefahr; beachten Sie die neben dem Symbol stehenden Hinweise. Der Prozessgaschromatograph PGC 6000 ist zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen. Umbauten am Gerät, insbesondere der Einbau von Bauteilen können zum Erlöschen der Zulassung führen. Beachten Sie insbesondere die Hinweise zum elektrischen Anschluss des PGC 6000. Sachschäden Dieses Symbol warnt Sie im Handbuch vor möglichen Sachschäden. Die Hinweise neben diesem Symbol informieren Sie darüber, wie Sie Schäden am Prozessgaschromatographen PGC 6000 vermeiden. Die Warnhinweise in dieser Anleitung und die allgemeingültigen Sicherheitsregeln müssen beachtet werden. Bei unsachgemäßen Eingriffen in das Gerät erlöschen die Garantieansprüche!

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INSTALLATION

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Installation Anforderungen an den Messraum Der Raum, in dem der PGC 6000 aufgestellt wird, muss in Deutschland den PTB-Anforderungen PTB-A 7.62 für Brennwertmessgeräte genügen. Die wichtigsten lauten: ● ● ●

Der PGC 6000 ist in einem sauberen, trockenen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten und gegen Klimaeinflüsse ausreichend isolierten Raum aufzustellen. Der PGC 6000 darf nicht von Zugluft getroffen werden. Der Raumgröße muss mindestens 9 m² betragen. Falls mehrere Prozessgaschromatographen in einem Raum aufgestellt werden, muss für jedes weitere Gerät eine Mindestgrundfläche von 6 m² vorhanden sein. Die Raumtemperatur muss ganzjährig zwischen -10°C und 55°C liegen. Der Unterschied zwischen der höchsten und niedrigsten Raumtemperatur darf innerhalb von 24 h nicht größer als 5 °C sein. Es wird empfohlen, eine mittlere Raumtemperatur von 23 °C anzustreben. Die Raumtemperatur ist fortlaufend zu überwachen, z.B. mit min/max-Thermometern. Der Steuerrechner besitzt Kontakteingänge, die dafür verwendet werden können.

7

Gasanschlüsse Rohre und Verbindungen Für alle Leitungen (Messgas, Kalibriergas und Trägergas) sind rostfreie Rohre zu verwenden, die im jeweiligen Druckbereich gasdicht sein müssen. Stellen Sie sicher, dass die Rohre frei von Schmutz, Fett und Lösungsmitteln sind. Die Gasanschlüsse aller Komponenten sind als Swagelok-Verschraubungen ausgeführt. Beachten Sie dazu die Montageanleitung für Swagelok-Verschraubungen im Anhang. Bereits montierte Swagelok-Verbindungen dürfen nicht nachgezogen werden, da sie sonst undicht werden können. Für eine ordnungsgemäße Analyse müssen alle Verbindungen dicht sein, damit keine Kontamination durch Luft erfolgt. Falls eine Abdichtung von Gewinden oder Verschraubungen notwendig ist, verwenden Sie dazu nur Teflonband. Helium ist flüchtig und entweicht bereits durch kleine Lecks, eine sorgfältige Abdichtung und Kontrolle des Systems ist somit wichtig. Verwenden Sie kein flüssiges Lecksuchmittel, da solche Mittel die Säulen verunreinigen können.

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INSTALLATION

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Trägergas Das als Trägergas verwendete Helium muss der Klasse 5.0 (Reinheit 99.999%) entsprechen. Es wird empfohlen, zum Schutz des Gerätes beim Flaschenwechsel ein Entlüftungsventil am Messwerkeingang zu installieren. Der Anschluss erfolgt über ein ⅛"-Rohr.

8

Eine volle 10 / 50 Liter Flasche mit 200 bar reicht für etwa 25 / 125 Tage. Sollte die Flasche deutlich früher leer sein, ist dies ein Hinweis auf ein Leck in der Verrohrung. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wird die Verwendung von 50 Liter Flaschen empfohlen. Nach dem Anschluss der Heliumflasche und vor Einschalten der Spannungsversorgung ist die Heliumleitung zum Messwerk gemäß der Anleitung unter „Inbetriebnahme“ zu spülen!

Kalibriergas In Deutschland ist für eichamtliche Messung die Zusammensetzung des Kalibriergases gemäß untenstehender Tabelle vorgeschrieben. Beim Einsatz in anderen Ländern sind die entsprechenden nationalen Vorschriften zu beachten. Liegen dazu keine Vorschriften vor oder soll nicht eichamtlich gemessen werden, kann die Zusammensetzung davon abweichen, es wird aber dennoch die genannte Zusammensetzung empfohlen. Komponente Stickstoff Methan Kohlendioxid Ethan Propan Iso-Butan N-Butan Neo-Pentan Iso-Pentan N-Pentan N-Hexan

Konzentration (mol%) 4,00 88,90 1,50 4,00 1,00 0,20 0,20 0,05 0,05 0,05 0,05

Beachten Sie auch die Hinweise und Vorschriften auf dem Zertifikat des Kalibriergases. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Kalibriergasflasche in einem frostfreien Raum steht, da bei niedrigen Temperaturen eine Entmischung erfolgen kann. Eine Kalibriergasflasche, die einmal unter 0°C abgekühlt ist, darf nicht mehr verwendet werden. Beim Prüfgas gibt es keine gesetzliche Vorschrift, es handelt sich aber auch hier um ein Gasgemisch und ist ebenfalls bei über 0°C zu lagern und zu installieren. Der Anschluss von Kalibriergas und Prüfgas erfolgt über ein ⅛"-Rohr. ............................................................................................................................................................................................................... Manual PGC 6000 · DE01 · 2009-11


INSTALLATION

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Abströmleitungen Die Abströmleitungen von Messwerk und Bypass sind als 12 mm Rohr ohne Verengung getrennt ins Freie zu führen. Eine Zusammenführung der beiden Leitungen führt zu einem höheren Druck am Ausgang des Messwerks, der wiederum einen Messfehler verursacht. Auch dürfen keine weiteren Geräte an die Abströmleitung angeschlossen werden. 9

Elektrische Anschlüsse Explosionsschutz Die Magnetventile zur Umschaltung zwischen Messgas, Kalibriergas und Trägergas sind eigensicher und dürfen nur an bescheinigte eigensichere Stromkreise angeschlossen werden. D.h. zwischen Messwerk und Steuerrechner sind entsprechend der Anzahl der Magnetventile mehrere Trennschaltverstärker einzubauen (siehe Zeichnung).

MESSTECHNIK

Alarm

Zustands-Mengenumwerter Typ ERZ 2004 Herst. Nr. Herst. D.

Messgas

Trockenes Gas im Normzustand (1,01325 bar, 0°C) Richtig bei =0 Weitere Daten Taste "Typ Schild"

05

GF

Kalibriergas

9

Prüfgas

äöü

Betrieb Eingabe

C1-V24

Meldemodul

DEF

1

2

Mess.P,T..

Analyse

Blende

TUV

WXYZ

PQRS

Kalibrieren

ABC

GHI

3

JKL

MNO

4

5

6

E/A

Archiv

Test

#/*

7

8

9

0

Zählwerke

Durchfluss

Zähler

Modus

_, + Typschild

* Auswahl

Enter

! Alarm Löschen

Druck Temperatur

Messwerk Ex-Trennstufe für Volumenimpulse

Volumen

Ventilblock Ex-Trennstufen

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INSTALLATION

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Anschlussdose im Messwerkgehäuse

1

2

3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 13 14 15 16

17 18 19 20 21 PE PE 22 PE

1

2

3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 13 14 15 16

17 18 19 20 21 PE PE 22 PE

10

Ex-i Anschlüsse Magnetventile

Spannungsversorgung und Datenleitung

Anschlussbelegung Klemme Messwerk 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

Klemme Trennschaltverstärker Modul1: 1 ↔ 11 Modul1: 4 ↔ 14 Modul1: 2 ↔ 12 Modul1: 5 ↔ 15 Modul2: 1 ↔ 11 Modul2: 4 ↔ 14 Modul2: 2 ↔ 12 Modul2: 5 ↔ 15 Modul3: 1 ↔ 11 Modul3: 4 ↔ 14 Anschluss direkt Anschluss direkt

Klemme Steuerrechner X9 – 1 X9 – 2 X9 – 3 X9 – 4 X9 – 5 X9 – 6 X9 – 7 X9 – 8 X9 – 9 X9 – 10

L N + X10 – 8 X10 – 7

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INBETRIEBNAHME

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Inbetriebnahme Einstellen der Eingangsdrücke Im Gehäuse des PGC 6000 befinden sich zwei Druckregler für die Feinjustierung der Eingangsdrücke für Trägergas und Messgas. Die eigentliche Druckreduzierung muss bereits vorher erfolgen, der Eingangsdruck darf zu keinem Zeitpunkt 10 bar(a) überschreiten, um Schäden am Messwerk zu vermeiden.

11

Trägergas: mit dem linken Regler (Pos. 3 in Zeichnung auf S. 3) wird der Trägergasdruck eingestellt. Der Sollwert beträgt 4,5 bar ±10%. Messgas: mit dem linken Regler (Pos. 4 in Zeichnung auf S. 3) wird der Druck für Messgas, Kalibriergas und Prüfgas eingestellt. Der zulässige Druck beträgt 2 - 3 bar. Im Normalfall wird der optimale Messgasdruck bereits im Werk eingestellt.

Zuleitungen und Messwerk spülen Die Spannungsversorgung des PGC 6000 darf erst nach dem Spülen der Trägergasleitung und des Messwerkes gemäß untenstehender Anleitung eingeschaltet werden. Hohe Konzentrationen von Sauerstoff führen zur Zerstörung des Messwerks. Durch das Messwerk strömt ständig Helium, das neben seiner Funktion als Trägergas auch dem Schutz des Messwerks dient. Der Schutz des Messwerks vor Luftsauerstoff ist nur bei Heliumdurchfluss gewährleistet. Sauerstoffanteile im Mess-, Kalibrier- oder Prüfgas stellen dadurch, dass nur eine erheblich geringere Menge ins Messwerk gelangt, keine Gefahr dar. Um Beeinträchtigungen der Messgenauigkeit zu vermeiden, sind auch die Zuleitungen dieser Gase zu spülen.

Spülen der Rohrleitungen Um eine ausreichende Spülung unabhängig von der Länge der Zuleitung sicherzustellen, ist folgendermaßen vorzugehen. ● Öffnen Sie das Flaschenventil und lassen Sie es so lange geöffnet, bis der Druck in der Trägergasleitung nicht mehr ansteigt. ● Schließen Sie das Flaschenventil wieder. ● Lösen Sie die Verschraubung am Trägergaseingang des Messwerkes. ● Lassen Sie das Trägergas entweichen und warten Sie bis sich der Druck in der Zuleitung abgebaut hat. ● Ziehen Sie die Verschraubung wieder fest. ● Wiederholen Sie diesen Spülvorgang noch 4-mal ............................................................................................................................................................................................................... Manual PGC 6000 · DE01 · 2009-11


INBETRIEBNAHME

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Spülen des Messwerks Nach dem Spülen der Rohrleitungen muss noch die Luft aus dem Messwerk gespült werden. Dazu muss für mindestens eine Stunde das Helium durch das ausgeschaltete Messwerk strömen. Erst danach die Spannungsversorgung des Messwerks einschalten.

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Messwerk einschalten Wenn alle Zuleitungen gespült sind, kann die Spannungsversorgung für das Messwerk eingeschaltet werden. Überprüfen Sie, ob auch die Heizung des Messwerkgehäuses mit Spannung versorgt wird. Der PGC 6000 startet mit einer Kalibrierung, die etwa 40 Minuten dauert. Bei der ersten Inbetriebnahme kann es sein, dass sich noch Spuren von Luft in den Rohrleitungen befinden. Diese Spuren sind unbedenklich, können aber dazu führen, dass die erste Kalibrierung fehlschlägt. Man kann dies daran erkennen, dass bei der Kalibriergasanalyse der gemessene Stickstoffanteil deutlich höher ist als der Sollwert. In diesem Fall führt der PGC 6000 eine weitere Kalibrierung durch. Sollte auch die zweite Kalibrierung nicht erfolgreich sein, erfolgt eine Alarmmeldung.

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BETRIEB

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Betrieb Bedienung Die Bedienung des PGC 6000 erfolgt überwiegend über den Steuerrechner ERZ 2000 GC. Dort werden die Messergebnisse angezeigt und dort erfolgt auch die Auswahl, ob Messgas, Kalibriergas oder Prüfgas gemessen werden soll. Zur Bedienung des Steuerrechners und zur Bedeutung der einzelnen Parameter wird auf das mitgelieferte Handbuch ERZ 2000 verwiesen.

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Beim Betrieb ist zu beachten: ● Der PGC 6000 führt in regelmäßigen Abständen automatisch Kalibrierungen durch. In Deutschland ist für eichpflichtige Messungen eine tägliche Kalibrierung vorgeschrieben. Der Zeitpunkt der Kalibrierung kann eingestellt werden, die Dauer einer Kalibrierung beträgt etwa 40 Minuten. ● Pro Stunde sind für jeden Gasstrom mindestens 4 Analysen durchzuführen.

Kalibrierung manuell auslösen Es ist möglich, auch außerhalb des automatischen Kalibrierintervalls eine Kalibrierung manuell auszulösen. Dies kann durch Überbrücken der Eingänge X8-1 und X8-2 am ERZ 2000 GC erfolgen. Bei einigen Ausführungen befindet sich am Meldemodul eine Kalibriertaste, die dies bewirkt. Am Meldemodul wird mit LEDs angezeigt, ob das Messwerk gerade Messgas, Kalibriergas oder Prüfgas analysiert. Eine weitere Möglichkeit, eine Kalibrierung manuell durchzuführen, besteht darin, an der Anzeige des ERZ 2000 GC zur Koordinate IL-11 zu wechseln und die Kalibrierung durch Drücken der EnterTaste zu starten.

Außer Betrieb nehmen Wird der PGC 6000 nur kurzzeitig außer Betrieb genommen, empfiehlt sich, den Heliumdurchfluss aufrecht zu erhalten. Soll der PGC 6000 für einen längeren Zeitraum außer Betrieb gehen, dann ist vor dem Unterbrechen der Heliumzufuhr die Spannungsversorgung des Messwerks abzuschalten. Ohne Heliumdurchfluss kann Luft durch die Abströmleitung in das Messwerk eindringen. Vor einer erneuten Inbetriebnahme muss das Messwerk erneut mindestens eine Stunde lang gespült werden!

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WARTUNG

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Wartung Flaschenwechsel

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Beim Wechsel der Heliumflasche ist unbedingt darauf zu achten, dass keine kann Luft in die Trägergasleitung gelangt! Jede geöffnete Heliumleitung ist vor der erneuten Inbetriebnahme zu spülen. Gehen Sie beim Flaschenwechsel folgendermaßen vor: 1. Flaschenventil der leeren Flasche schließen 2. Eingangsventil am Messwerk schließen (Eingang A in Zeichnung auf S. 3) 3. Anschlussarmatur von der leeren Flasche abschrauben und an die volle Flasche schrauben 4. Flaschenventil öffnen 5. Wenn der Druck in der Heliumleitung nicht mehr ansteigt, Flaschenventil wieder schließen. 6. Verschraubung am Eingang des Messwerks lösen und Helium ablassen 7. Verschraubung wieder anziehen 8. Schritte 4 bis 7 noch 4-mal wiederholen. 9. Eingangsventil am Messwerk wieder öffnen 10. Eingangsdruck an der Eingangsdruckregeleinheit kontrollieren und ggf. auf 4,5 bar nachregeln Wenn sich vor dem Messwerk ein weiteres Ventil befindet, kann an diesem Ventil abgesperrt und entlüftet werden. Es kann auch ein vorhandenes Entlüftungsventil verwendet werden statt die Verschraubungen zu öffnen (empfohlen). Wichtig: die Entlüftung muss am Ort des Ventils erfolgen, nicht in der Mitte der Rohrleitung. Die Verwendungsdauer einer Kalibriergasflasche ist im eichamtlichen Betrieb begrenzt. Beachten Sie dazu die Angaben auf dem Zertifikat für die Kalibriergasflasche.

Nacheichung Je nach gesetzlicher Regelung am Einsatzort ist der PGC 6000 einer regelmäßigen Nacheichung zu unterziehen. In Deutschland beträgt das Nacheichintervall 1 Jahr.

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TECHNISCHE DATEN

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Technische Daten Gehäuse Material Abmessungen

Polyester B x H x T = 516 x 900 x 280 mm

Einsatzbedingungen Umgebungstemperatur Luftfeuchtigkeit

-10°C bis 50°C 0 - 95% relativer Luftfeuchte

Spannungsversorgung Messwerk Steuerrechner

15

24 V/DC 230 V/AC 24 V/DC oder 230 V/AC

Leistungsaufnahme Messwerk Heizung Messeinheit Steuerrechner

50 W 100 W 24 W

Eingangsdrücke Trägergas Messgas Kalibriergas/Prüfgas

4,5 bar 2-3 bar 2-3 bar

Trägergas (Helium) Reinheit Verbrauch

5.0 50 ml/min

Messgas Feuchtigkeit Verbrauch

weniger als 2000 ppm 50 ml/min

Arbeitsbereiche Brennwert Normdichte

7,0 - 14 kWh/m³ 0,7 – 1,0 kg/ m³

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ANHANG

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Anhang Montageanleitung für Swagelok Rohrverschraubungen ERSTMONTAGE 16

Rohr rechtwinklig abschneiden, entgraten. Rohr bis zum Anschlag in den Fitting schieben. Mutter „fingerfest“ anziehen. Vor Anziehen der SWAGELOK Mutter diese an der 6-Uhr Position markieren.

Dann Mutter 1¼ Umdrehungen* anziehen, bis die Markierung an der 9-Uhr Position steht. * Für Verschraubungen der Größen 2, 3, 4 mm oder 1/16“, 1/8“, 3/16“ müssen ¾ Umdrehungen der Mutter bei der Erstmontage gemacht werden.

WIEDERMONTAGE Demontierter Fitting

Rohr mit Klemmringen bis zum Anschlag in den Fitting schieben. Mutter „fingerfest“ anziehen, dann mit Schlüssel ca. ¼ Umdr. festziehen.

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ANHANG

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EG-Baumuster-Prüfbescheinigungen Für den Prozessgaschromatographen PGC 6000 erfolgt der Nachweis des Explosionsschutzes über die EG-Baumuster-Prüfbescheinigungen (gemäß Richtlinie 94/9/EG) der einzelnen Bauteile: Messwerk: EG-Baumusterprüfbescheinigung: ISSeP 01 ATEX 003 X Zündschutzart: II 2 GD EEx d IIC T6

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Magnetventile: EG-Baumusterprüfbescheinigung: PTB 01 ATEX 2175 Zündschutzart: II 2 G EEx ia IIC T6 und EEx ia IIC T5 Gehäuseheizung: EG-Baumusterprüfbescheinigung: PTB 02 ATEX 1041 X Zündschutzart: II 2 G EEx d IIC oder dm IIC T6, T5, T4, T3 Anschlussdose: EG-Baumusterprüfbescheinigung: KEMA 00 ATEX 8501 X Zündschutzart: II 2 G EEx e II T6 oder II 1 G EEx ia II T6 oder II 2(1) G EEx e (ia) IIC T6 Kabeldurchführungen: EG-Baumusterprüfbescheinigung: LCIE 97 ATEX 6005 X Zündschutzart: II 2 GD EEx e II Ex-Trennstufe: EG-Baumusterprüfbescheinigung: CESI 02 ATEX 086 Zündschutzart: II (1) G [EEx ia] IIC

............................................................................................................................................................................................................... Manual PGC 6000 · DE01 · 2009-11


pgc6000_manual_de_01