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Dienstag, 10. März 2009 | Stadt Osnabrück

OSNABRÜCK

www.neue-oz.de

Dickmacher-Novelle vom Tisch

Im Ausland studieren mlb OSNABRÜCK. Ein Aus-

landsaufenthalt während des Studiums wird immer wichtiger. Im Service-Zentrum Studios der Uni Osnabrück erhalten Studenten Hilfe bei der Planung und Organisation eines Semesters oder Praktikums im Seite 14 Ausland.

SPORT

Schalke feuert Manager Müller dpa GELSENKIRCHEN. Der

FC Schalke 04 hat sich von Manager Andreas Müller getrennt. Der 46-Jährige, der als Profi, Teammanager und Manager fast 21 Jahre lang beim Fußball-Bundesligisten tätig war, stand wegen seiner Einkaufspolitik in der Kritik. Seite 12 Fußball, 2. Bundesliga Duisburg – Nürnberg 2:2

GUT ZU WISSEN

Wo sich neue Jobs verstecken OSNABRÜCK. Hoffnung für Job-Suchende: Zwei Drittel aller Stellen in Deutschland werden nie öffentlich ausgeschrieben. Man muss nur die Tricks des verdeckten Arbeitsmarktes kennen, um sie zu finden. Seite 22

mac

EINBLICKE

Sechs Jahre für Klatten-Gigolo AP MÜNCHEN. Der Erpres-

ser der milliardenschweren BMW-Erbin Susanne Klatten muss sechs Jahre hinter Gitter. Das Landgericht verurteilte Helg Sgarbi gestern, nachdem er überraschend ein Geständnis abgelegt Seite 3 hatte.

WIRTSCHAFT

EU-Entwurf zu Nährwertprofilen ausgesetzt – Deutsches Brot ist weiterhin „gesund“ zu Nährwertprofilen, mit denen irreführende Werbung für fettige, salzhaltige oder süße Produkte unterbunden werden sollte, ist vom Tisch. Nach Protesten legte die EU-Kommission ihr Vorhaben auf Eis, nachdem es auch aus den eigenen Reihen massive Kritik an den geplanten Grenzwerten gegeben hatte.

Die sogenannten Nährwertprofile sollten die Grundlage sein, um irreführende Werbeaussagen über gesundheitliche Wirkungen verbieten zu können. Dazu wollte Brüssel von der EU-Lebensmittelagentur in Parma Grenzwerte für Salz-, Zucker- und Fettgehalt ausarbeiten lassen. Die ersten Vorgaben zeigten allerdings: Fast 80 Prozent der traditionell hergestellten Fleischwaren und weite Teile des deutschen Brot-Sortimentes hätten nach den Vorgaben nicht länger als „gesunde Nahrungsmittel“ beworben werden dürfen. Hintergrund für das Aussetzen des Entwurfes ist die wachsende Kritik aus Fachkreisen. Die zuständigen Kommissionsdirektionen selbst hatten eine Überarbeitung gefordert, die Wirtschaft auf „hohe Zusatzkosten“ hingewiesen, die allein durch die weitgehende Neugestaltung aller Verkaufsverpackungen entstanden wären. Hinzu kamen massive Vorwürfe an den europäischen Gesetzgeber, er greife durch die geplante Verordnung weit in den Markt ein und versuche sogar die chemische Zusammensetzung der Produkte zu bestimmen. Ersten Ergebnissen der Lebensmittel-Prüfer zufolge hätte die Zusammensetzung von Waren wie Müsli-Riegel, Milch-Shakes und sogar Mi-

KOMMENTAR

Guten Appetit Von Waltraud Messmann

D

Lebensmittel-Werbung suggeriert gern eine gesundheitsfördernde Wirkung – etwa mit der Naschkatze Heidi Klum (Bild). Neue EU-Vorgaben dazu sind vorerst vom Tisch. Foto: dpa

neralwasser geändert werden müsse, um die Vorgabe für „gesunde“ Nahrung zu erfüllen.In der Kommission war nun befürchtet worden, dass die Kennzeichnungspflicht als Beispiel für überzogene EU-Gesetzgebung in den Europawahlkampf hineingezogen werden könnte.

Insbesondere der deutsche Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) habe deshalb für ein Aussetzen der Beratungen plädiert, Kommissionspräsident José Manuel Barroso schloss sich diesem Vorstoß an. Offenbar versucht EU-Verbraucherschutzkommissarin

DFL kritisiert Polizeigewerkschaften – Weniger Stadionverbote

AP RÜSSELSHEIM. Der Autobauer Opel hat den Mitarbeitern eine für Februar anstehende Tariferhöhung nicht gezahlt. Außerdem schlägt die Geschäftsführung einen Lohnverzicht im zweistelligen ProzentSeite 7 bereich vor.

KULTUR

Kleist-Collage in Bielefeld Ch.A. BIELEFELD. Als Auf-

begehren gegen Napoleon hat Heinrich von Kleist seine „Hermannsschlacht“ gedacht. Das Theater Bielefeld montiert daraus eine kluge Collage, die die Gegenwart einbezieht. Seite 24

TERMINE Kinoprogramm, Service und Veranstaltungen in unserer Region. Seite 10

reb OSNABRÜCK. Trotz wachsender Gewaltbereitschaft unter Fußball-Fans ist die Zahl der Stadionverbote in Deutschland rückläufig. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Deutschen FußballBundes an die Innenministerkonferenz hervor, der unserer Zeitung vorliegt. Wie der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn schreibt, lag die Gesamtzahl der Stadionverbote Ende 2008 bei 2756, neun Monate zuvor waren es noch 2958. Das entspricht einem Rückgang von rund sieben Prozent. Deutlicher fällt das Minus mit fast 13 Prozent bei den neu verhängten Verboten aus. Wurden von Juli 2007 bis März 2008 1028 Ausschlüsse für Fans ausgesprochen, sank die Zahl in den neun Monaten darauf um 131 Fälle auf 897. Spahn betonte, dass „sich der überwiegende Teil aller sicherheitsrelevanten Vorfälle außerhalb der Stadien zu-

WETTER Dienstag

trägt“. DFB-Präsident Theo Zwanziger stellte fest, dass vor den Stadiontoren „eine Steigerung von Straftaten zu verzeichnen ist“. Nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft hat die Gewalt im Umfeld von Fußballspielen sprunghaft zugenommen. „Die Zahl der Problem-Fans steigt massiv. Es deutet alles darauf hin, dass die polizeiliche Statistik für die Saison 2007/2008 rund 10 000 Störer unter den Anhängern der Bundesligaklubs ausweisen wird“, sagte DPolGChef Rainer Wendt. In der Spielzeit zuvor seien es 8413 gewaltbereite Fans gewesen. „Wir müssen also einen Anstieg um bis zu 20 Prozent befürchten.“ Nach Krawallen am Rande von Fußballspielen am Wochenende forderte Wendt ein „knallhartes Durchgreifen gegen Fußball-Rowdys“. Notorische Krawallmacher ließen sich mit Reiseverboten oder

IM OSNABRÜCKER LAND

Mittwoch Donnerstag

Freitag

Meldeauflagen kaum von den Stadien fernhalten. „Diese Schwerkriminellen beeindruckt nur, wenn sie die Spieltage hin und wieder in der Zelle verbringen.“ Der DPolGChef beklagte weiter, dass die Justiz auf Gewalttaten von Hooligans „in der Tendenz viel zu lasch“ reagiere. „Wir brauchen deutlich härtere Strafen.“ Zuvor hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gefordert, besonders brisante Spiele notfalls vor leeren Rängen auszutragen. Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb der Deutschen Fußball-Liga, kritisierte die Aussagen der beiden Polizeigewerkschaften scharf: „Ich finde es sehr traurig, wenn solche Zwischenfälle als Mittel zum Zweck für populistische Forderungen gegen den Fußball genutzt werden. Dieses Thema muss mit der nötigen Sorgfalt behandelt werden. Schnellschüsse helfen nicht weiter.“

SEITE 8

Samstag

20011

7/1 °C

9/3 °C

Busfahrer scheitern vor Gericht hin OSNABRÜCK. Das Ar-

dd BRÜSSEL. Der EU-Entwurf

Androulla Vassiliou aber noch weiter, für ihr Gesetzespaket zu werben. Mitte nächster Woche will sie mit Vertretern des deutschen Handwerks zusammenkommen. Von dort gab es besonders erbitterten Widerstand gegen die Vorlage Seite 2 der Kommission.

as Scheitern der Pläne für die sogenannten Nährwertprofile ist bestimmt nach dem Geschmack der Lebensmittelhersteller. Aber auch dem deutschen Verbraucher muss jetzt nicht der Appetit vergehen. Im Gegenteil: Sogar sein geliebtes Vollkornund Graubrot kann er wieder unbeschwert genießen. Der Streit um den Salzgehalt im deutschen Brot hatte das Fass in Brüssel wohl zum Überlaufen gebracht. Denn ursprünglich sollte das Brot nicht mehr als ein Prozent Salz enthalten dürfen, um auch künftig als „gesundes“ Lebensmittel beworben zu werden. Auch das ist jetzt vom Tisch. Eine wissenschaftliche Grundlage gab es für die von der EU angepeilten Grenzwerte ohnehin nicht. Sie wurden rein rechnerisch aus dem Durchschnitt der in den 27 EU-Ländern mit bestimmten gesundheitsbezogenen Aussagen verbundenen Richtwerte gebildet. An der Zuverlässigkeit der Daten und an dem Verfahren selbst darf gezweifelt werden. Ein völlig falscher Schluss wäre es allerdings, die Bemühungen für eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln jetzt insgesamt auf Eis zu legen. w.messmann@neue-oz.de

Härte gegen Rowdys gefordert 40 Billionen weg

Opel zahlt keine Tariferhöhung

4194269701306

42. Jg., Nr. 58 | Einzelpreis 1,30 €

11/0 °C

10/6 °C

7/4 °C

FERNSEHEN

Weltbank: Globaler Konjunktureinbruch AP/dpa NEW YORK/BERLIN.

Die Weltbank rechnet in diesem Jahr mit dem ersten weltweiten Konjunktureinbruch nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Handel werde auf den niedrigsten Stand seit 80 Jahren zurückgehen, erklärte die Weltbank in ihrer jüngsten Prognose. Besonders betroffen sind die ohnehin schon ärmsten Länder. Auch die Vorzeigekandidaten unter ihnen gerieten in den Sog der Krise, erklärte der frühere Weltbank-Chefökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz gestern in Berlin. Nach Schätzungen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) hat die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr den Wert der globalen Finanzanlagen um den enormen Betrag von umgerechnet 39,4 Billionen Euro verringert. Asien sei stärker betroffen gewesen als andere aufstrebende Regionen. SEITE 23

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Als alarmierend schildert die Weltbank die Lage der Entwicklungsländer, die am stärksten von der Krise getroffen seien. Sie schätzt allein die finanziellen Ausfälle der Dritten Welt im laufenden Jahr auf 213 bis 553 Milliarden Euro. Besonders bedrohlich sei, dass die ärmsten Entwicklungsländer keine Ressourcen haben, um die sozialen Folgen der Krise abzufangen und einen Anstieg der Armut zu verhindern. Daher werde dringend internationale Unterstützung benötigt. Es sei abzusehen, dass es durch die Finanzkrise für Entwicklungsländer schwerer wird, sich Darlehen zu verschaffen. „Wir müssen in Echtzeit auf eine zunehmende Krise reagieren, die die Menschen in den Entwicklungsländern trifft“, sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. „Diese globale Krise verlangt globale Anstrengungen.“

BÖRSE

SEITE 6

DAX 3 692,03 (+ 25,62) TecDax 409,32 (+ 4,18) Dow Jones 6 547,05 (– 79,89) Nasdaq 1 268,64 (– 25,21) Euro 1,2565 $ (– 0,93 Cent)

beitsgericht Osnabrück hat gestern die Millionenklage zweier Busfahrer gegen die Stadtwerke abgewiesen. Es gebe keine Hinweise, dass die Stadtwerke ihre Mitarbeiter aufgrund ihres Alters benachteiligten, sagte die Vorsitzende Richterin. Die beiden Fahrer hatten auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes je 500 000 Euro Entschädigung gefordert. Nach Ansicht des Gerichtes gibt es bei den Stadtwerken kein Konzept, ältere Mitarbeiter hinauszudrängen. Vielmehr bemühe sich das Unternehmen mit Blick auf die demografische Entwicklung, ältere Beschäftigte zu halten. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter liege bei 47 Jahren. Die Busfahrer kündigten Berufung vor dem Landesarbeitsgericht an. Heute geht es vor Gericht um ihre fristlose Seite 19 Kündigung.

Noch keine Abfindung bei Karmann gp/rll OSNABRÜCK. Für die

1340 von Entlassung bedrohten Mitarbeiter des Autobauers Karmann ist die Zahlung einer Abfindung in weiter Ferne. Auch nach den Schlichtungsverhandlungen sind die Gesellschafterfamilien nicht bereit, den Betroffenen nach dem Ende der Autoproduktion im Mai eine Entschädigung zu zahlen. Der Betriebsrat berichtete gestern in einer außerordentlichen Betriebsversammlung noch von einem Hoffnungsschimmer. Wenn ein Rechtsstreit mit dem maroden USAutobauer Chrysler um noch ausstehende Zahlungen der Amerikaner zugunsten von Karmann entschieden wird, werden die nach Informationen unserer Zeitung erwarteten 32 Millionen Euro wenigstens zum Teil für Abfindungszahlungen genutzt. Chrysler habe einen Anspruch Karmanns bereits akzeptiert. Jetzt gehe es noch um die Höhe der Zahlungen, erklärte ein Firmensprecher. Der Streit dreht sich um Ansprüche der Karmann GmbH, weil die Produktion des Chrysler Crossfire nach nur 76 000 Exemplaren bereits im Dezember 2007 vor Erreichen der eigentlich vereinbarten Stückzahl beendet worden war. Ein Schiedsgericht in London wird im November einen Schiedsspruch abgeben, der von den Parteien akzeptiert werden muss, hieß es weiter. Betriebsrat und IG Metall einigten sich mit der Geschäftsführung auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft, mit der den Betroffenen zwölf Monate lang bei Weiterqualifizierung und Jobsuche geholfen werden soll. Allerdings sind der dafür benötigte 30-Millionen-Euro-Kredit und EU-Hilfen noch nicht in trockenen TüSeite 13 chern. Ihre Tageszeitung aus dem Medienhaus Neue OZ

Neue Osnabrücker Zeitung Telefon: 0541/310-0 Abo-Service: 0541/310-320 Anzeigen: 0541/310-310


POLITIK

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Grüne: Bürger werden kriminalisiert

KOMPAKT

Pflege im Heim kostete bis zu 2800 Euro epd WIESBADEN.Die Pflege

im Heim kostete im Jahr 2007 monatlich zwischen rund 1900 und 2800 Euro. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, waren für die Pflegeklasse III im Durchschnitt 2766 Euro fällig. Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen verlangten rund 3100 Euro. In der Pflegeklasse II betrug die Vergütung 2341 Euro, in der Pflegeklasse I durchschnittlich 1915 Euro im Monat.

SPD will von Gutverdienern Bildungs-Soli AP BERLIN. Die SPD will

nach der Bundestagswahl die Einkommensteuer für Gutverdiener erhöhen, damit der Staat mehr für Bildung ausgeben kann. Generalsekretär Hubertus Heil sagte gestern in Berlin, seine Partei strebe einen „Solidarbeitrag Bildung“ an. Diese Forderung werde auch in den Entwurf für das Regierungsprogramm aufgenommen, das Kanzlerkandidat FrankWalter Steinmeier am 19. April offiziell vorstellt.

Gericht weist verurteilten Türken aus ddp KOBLENZ. Ein wegen

schwerer Straftaten verurteilter Ausländer darf auch dann abgeschoben werden, wenn er seit Langem in Deutschland lebt. Dies entschied das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Im vorliegenden Fall war ein Türke wegen Drogendelikten und Waffenbesitzes zu fünf Jahren Haft verurteilt und sofort ausgewiesen worden. Oberverwaltungsgericht Koblenz: 7 B 11328/08.OVG

Nordkorea versetzt Truppen in Bereitschaft dpa SEOUL. Neue Spannun-

gen auf der koreanischen Halbinsel: Als Reaktion auf ein Manöver der US-Streitkräfte mit Südkorea hat Nordkorea seine Truppen in volle Kampfbereitschaft versetzt. Zugleich kappte das Regime in Pjöngjang die letzte Kommunikationsleitung zum Nachbarland. Nordkoreas Volksarmee drohte mit Krieg, sollten ihre Gegner versuchen, einen „Satelliten“ abzuschießen, den Nordkorea ins All befördern wolle.

AUCH DAS NOCH

U

m zu zeigen, dass seine Partei bei Wahlkampfauftritten mehr Menschen anzieht als die Konkurrenz, hat ein türkischer Lokalpolitiker zu einer kreativen, aber unehrlichen Methode gegriffen. Wie die Zeitung „Hürriyet“ meldete, wollte Mustafa Uyumaz von der Regierungspartei AKP im westtürkischen Manisa mit einem Foto von einem Wahlkampfauftritt von Premier Recep Tayyip Erdogan nachweisen, wie beliebt die AKP ist. Doch Mesut Bayram Lacalar von der oppositionellen Nationalistenpartei MHP bemerkte Seltsames am Foto: Lücken in der Menge waren per Computer mit hineinkopierten Besuchergruppen gefüllt worden. „Hürriyet“ druckte das AKP-Foto ab, auf dem an mehreren Stellen des Platzes dieselben Menschen zu sehen waren.

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

Bundestagsfraktionschefin Künast kritisiert geplante Visa-Warndatei – „Wer Freunde einlädt, ist verdächtig“ jd OSNABRÜCK. Die Grünen

im Bundestag haben die Pläne der Bundesregierung für eine Visa-Warndatei beanstandet. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte Fraktionschefin Renate Künast, damit würden Bürger wie bei der Vorratsdatenspeicherung ein weiteres Mal unter Generalverdacht gestellt. „Das ist praktisch eine Kriminalisierung“, kommentierte sie das Vorhaben, auch Menschen, die für Gäste aus dem nichteuropäischen Ausland bürgen, in einer „Vieleinladerdatei“ zu erfassen.

Gemäß den Plänen wird darin derjenige registriert, der innerhalb von zwei Jahren fünf oder mehr Einladungen an visumpflichtige Ausländer ausgesprochen hat. Außerdem sollen in einer „Warndatei“ aufenthaltsrechtliche Gesetzesverstöße sowie Delikte wie Einschleusung, Schwarzarbeit oder Menschenhandel erfasst werden. Das Gesetz soll morgen im Bundeskabinett beraten werden. Künast kritisierte insbesondere, dass sehr viele Gruppen von Personen auf die Vieleinladerdatei zugrei-

Gespräch mit unserer Zeitung fen dürften – neben Polizei und Staatsanwaltschaft etwa auch die Arbeitsagenturen und der Verfassungsschutz. Die Frage sei mittlerweile die, „ob sich Bürger in Deutschland legal verhalten und trotzdem ins Visier von Polizei und Verfassungsschutz geraten können“, kritisierte sie. Betroffen seien von der Regelung zum Beispiel Unternehmen oder Hochschulen mit internationalen Kontakten, die Touris-

musbranche, Vereine und Sportklubs. Schwierigkeiten erwarte sie auch für binationale Ehen, in denen Einladungen an Verwandte im Herkunftsland eines Ehepartners – etwa zu einer Tauffeier – unter Umständen gespeichert würden. Noch zur Fußball-WM 2006 habe Deutschland mit dem Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ geworben. „Und wenn jetzt jemand diese Freunde einlädt, ist er verdächtig. Das ist zynisch“, meinte Künast und zeigte Verständnis für den „breiten gesellschaftlichen Widerstand“ gegen die Rege-

lung etwa aus der Wirtschaft, aus den Hochschulen, von Datenschützern und Jugendgruppen. Künast verwies auf ein europäisches Visa-Warnsystem, das im Sommer 2008 beschlossen wurde. Auch dieses sehe zwar eine Vieleinladerdatei vor, auf die allerdings nur ein kleiner Kreis von Personen Zugriff habe und in der nicht ohne Anlass recherchiert werden dürfe. Die Bundesregierung habe aber nicht den Aufbau dieser Datei abgewartet, sondern sei vorgeprescht und dabei weit über Sieht Bürger unter Generalverdacht: Renate Künast. Foto: AP das Ziel hinausgeschossen.

Ärzte wollen 1,5 Milliarden zusätzlich Ministerium lehnt Forderung ab Reuters/dpa BERLIN. Im Streit

um die Honorare für die niedergelassenen Mediziner verlangt Ärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe bis zu 1,5 Milliarden Euro mehr an Beitragsgeldern.

„Das System ist an die Wand gefahren“, kritisierte er gestern im Deutschlandfunk. Die Krankenkassen lehnten eine Aufstockung der Mittel erneut ab. Auch das Bundesgesundheitsministerium will kein zusätzliches Geld für die Honorare der Kassenärzte lockermachen. „Mehr Geld gibt es nicht“, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater. „Hunderttausende bangen um ihre Arbeitsplätze. Da ist die Forderung nach 1,5 Milliarden Euro mehr völlig unpassend.“ Hoppe erklärte, statt der von der Politik zugesagten drei Milliarden Euro stünden den Ärzten in diesem Jahr im Vergleich zu 2008 lediglich 1,23 Milliarden Euro zur Verfügung. Dies liege daran, dass als Berechnungsgrundlage das Jahr 2007 genommen worden sei. 2008 seien für die Versorgung der Patienten aber bereits 1,5 Milliarden Euro mehr verbucht worden. Ein bis 1,5 Milliarden Euro müssten es daher mindestens mehr sein. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte zuvor eingeräumt, dass es in einigen Regionen und bei einzelnen Arztgruppen Probleme gibt. Es sei Sache der

Selbstverwaltung von Ärzten und Kassen, diese auszuräumen. Bayern will mithilfe anderer Länder die gesamte Reform stoppen. Mit der Honorarreform zum 1. Januar 2009 sollte das Vergütungssystem für niedergelassene Ärzte vereinfacht werden. Doch seit Wochen sorgt die Reform für Unmut. Zwar wurden die Mittel um zehn Prozent im Vergleich zu 2007 aufgestockt. Dennoch klagen Fachärzte in mehreren Regionen über Verluste – insbesondere 50 Jahre chinesische Vorherrschaft. in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Vorkasse scharf kritisiert Der Grund ist die neue Verteilung, für die vor allem die Ärztevereinigungen zuständig sind. Aus Protest behandeln einige Mediziner ihre Patienten nur noch gegen Sonderzahlungen oder Vorkasse. den Krankenkassen liegen deswegen nach eigenen Angaben mehrere Tausend Beschwerden von Patienten vor – allein die DAK meldete 1500 Klagen. Schmidt hat den Ärzten mit disziplinarischen Mitteln bis hin zum Entzug der Zulassung gedroht. Dazu sagte Ärzte-Präsident Hoppe, eine Behandlung von Patienten gegen Vorkasse sei „mit der gegenwärtigen Rechtsordnung nicht vereinbar“. Seine Organisation habe aber keine Handhabe, dagegen vorzugehen.

KOMMENTAR

Missglückte Operation Misslungen aber ist die Verteilung. Sie brachte Gewinner – etwa in Ostatienten in Deutschland genießen eine Ge- deutschland, Niedersachsen und bei den Hausärzsundheitsversorgung, die noch immer zu den besten ten – und Verlierer, vor allem bei Fachärzten. Und der Welt zählt. Chronisch das, obwohl Millionen Euro kränkelnd aber ist das mehr ins Gesundheitssyskomplizierte Modell der Finanzierung. Selbst Fach- tem gepumpt werden. An dieser Entwicklung leute durchschauen die beteiligt waren die ungeRegelungen kaum – und wie Wasser im Sand versi- schickt agierende Kassenckert zu viel Geld in einem ärztliche Bundesvereinibürokratisch aufgeblähten gung ebenso wie die Kassen und Ulla Schmidt. Die System. Gesundheitsministerin hat Manche Missstände der Selbstverwaltung von sollte die Honorarreform vom Januar 2009 abschaf- Kassen und Ärzten zu viel Fesseln angelegt. fen. Diese Operation ist Zwischen die Stühle geteilweise gelungen, teilraten bei dem Honorarweise missglückt. Dass streit die Versicherten. Ärzte nicht mehr in PunkDenn weitere Millionen für ten, sondern in Euro und die Ärzte würden zugleich Cent abrechnen, hat niemand bedauert. Selbst un- höhere Krankenkassenbeizufriedene Mediziner wei- träge bedeuten. nen der früheren Budgec.haverkamp@neue-oz.de tierung keine Träne nach.

Von Christof Haverkamp

P

Karikatur: Pepsch Gottscheber

Das stille Ende der Bio-Steckbriefe Brüssels Plan zur Kennzeichnung von Lebensmitteln wird ein Flop Von Detlef Drewes BRÜSSEL.Margarine, die den Cholesterinspiegel senkt, Bonbons, die Vitamine enthalten – Brüssels ehrgeizigstes Verbraucherschutz-Vorhaben droht das Aus. Wenige Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit hat die Kommission die umstrittenen Nährwertprofile auf Eis gelegt. Nach einem Sturm der Entrüstung von Verbänden und Fachleuten auch aus Deutschland. Ursprünglich wollte man in Brüssel gesundheitsbezogene Werbeaussagen lediglich auf ihren wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt hin prüfen lassen und dann erlauben. Ein Beitrag zum Schutz des Kunden vor irreführender Reklame. Doch der Versuch, besonders gründlich zu sein, entgleiste: Plötzlich war nicht

mehr nur von Nährwertprofilen die Rede, sondern von Grenzwerten für die Bestandteile Salz, Zucker und Fett, die von den Lebensmittelprüfern der EU im italienischen Parma festgelegt werden sollten. Deutsches Brot geriet in Verruf, weil es pro 100 Gramm Teig 1,5 Gramm Salz enthält und nicht, wie man in Italien meinte, mit einem Gramm auskommt. Deutschlands Bäcker gingen auf die Barrikaden und erzwangen eine Klarstellung: „Wir wollen deutsches Brot nicht verbieten“, räumte man in Brüssel ein. Diesem Einknicken folgt nun der Rückzug auf der ganzen Linie. Die beiden zuständigen Generaldirektionen legten Einspruch ein und forderten eine Überarbeitung. In einer Studie über die erwarteten Konsequenzen für

die Wirtschaft war von „unnötigen Kosten“ die Rede. Schließlich hätten die Hersteller ausnahmslos alle Verpackungen neu gestalten müssen. Doch damit nicht genug. Längst wird der Kommission vorgehalten, die Nährwertprofile seien „nicht wissenschaftlich, sondern politisch“ begründet, wie es die CDUFachfrau Renate Sommer, Abgeordnete des Europäischen Parlamentes, offen sagt. Sie nennt ein Beispiel: „Die Empfehlungen für die Tagesdosis der Inhaltsstoffe orientieren sich am Bedarf einer 40-jährigen Frau und sind somit für die meisten Verbraucher nicht hilfreich.“ Der Bundesverband der Deutschen Süßwaren-Industrie wird in einem Papier noch deutlicher: „Husten-

Millionen Menschen schaffen Ausstieg aus Hartz IV nicht Jeder zweite Bezieher jahrelang hilfebedürftig dpa NÜRNBERG. Jeder zweite Hartz-IV-Bezieher ist nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern dauerhaft auf Hilfe der Jobcenter angewiesen. In den wirtschaftlich guten Jahren 2006 und 2007 habe sich ihre Chance auf ein Leben ohne staatliche Hilfe allerdings leicht verbessert, geht aus einer gestern veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Das ändere allerdings nichts an der Grundtendenz: Die Grundsicherung werde überwiegend von Familien bezogen, die längere Zeit darauf angewiesen seien, beto-

nen die Autoren Tobias Graf und Helmut Rudolph. Nach Erkenntnissen der Arbeitsmarktforscher waren von den sechs Millionen Hartz-IV-Beziehern Anfang 2005 gut die Hälfte auch drei Jahre später noch von der staatlichen Grundsicherung abhängig. 78 Prozent derjenigen, die im Dezember 2007 ihren Lebensunterhalt mit Hartz IV bestritten, bezogen die Unterstützung mindestens zwölf Monate am Stück. Insgesamt hätten von Anfang 2005 bis Ende 2007 fast zwölf Millionen Männer, Frauen und Kinder mindestens einen Monat lang Grundsicherung erhalten. Damit

war während des dreijährigen Untersuchungszeitraums fast jeder Sechste auf Hilfe der Jobcenter angewiesen. Besonders leicht schafften kinderlose Ehepaare und Alleinstehende den Ausstieg aus Hartz IV, ermittelten die Arbeitsmarktforscher. Alleinerziehende blieben dagegen am längsten auf die Grundsicherung angewiesen. So benötige die Hälfte der Alleinerziehenden, aber nur ein Drittel der Paare ohne Kind die staatliche Hilfe auch noch drei Jahre nach Leistungsbeginn. Die Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/ 2009/kb0509.pdf

und Kräuterbonbons lindern den Hustenreiz. Das weiß bei uns jedes Kind – seit über hundert Jahren. Bonbons enthalten Zucker, das weiß auch jedes Kind. Die EU befürchtet offensichtlich, dass das nicht bekannt ist.“ Dass die geplanten Grenzwerte auch dazu geführt hätten, dass etwa 80 (!) Prozent der traditionellen deutschen Fleischerzeugnisse nicht mehr als „gesunde Lebensmittelerzeugnisse“ hätten angepriesen werden dürfen, hat sich dabei noch gar nicht herumgesprochen. Doch nun fürchten Kommissionspräsident José Manuel Barroso und seine Mitstreiter offenbar zu Recht, dass das Thema in den Europawahlkampf hineingezogen werden könnte, und haben die Vorlage gestoppt.

Hartz IV Hartz IV ist der umgangssprachliche Oberbegriff für verschiedene Hilfen, die nach dem Sozialgesetzbuch gewährt werden und mit der sogenannten Hartz-IV-Reform 2005 neu geregelt worden sind. Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden zusammengefasst. Arbeitslosengeld 2 (ALG 2, früher Arbeitslosenhilfe) erhält nun, wer fähig zur Arbeit ist, aber nie eine hatte oder über lange Zeit nicht hat. Anders als ALG 1 bemisst es sich nicht am früheren Einkommen, sondern entspricht der Grundsicherung. Die ist grob gesagt die frühere Sozialhilfe, wird z.B. armen Rentnern und Erwerbsunfähigen gezahlt – und firmiert nun ew auch unter Hartz IV.


EINBLICKE

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

3 PRESSESCHAU

KOMMENTAR Frankfurter Allgemeine

Schnell, aber richtig

Die Zeitung meint zum Anschlag in Nordirland:

Von Sven Rebehn

M

s.rebehn@neue-oz.de

Selbstbewusst stellte sich der Angeklagte Helg Sgarbi (Mitte) gestern mit seinen Anwälten dem Blitzlichtgewitter im Münchner Landgericht.

Gigolo deckt die Hintermänner Sechs Jahre Haft für Klatten-Erpresser Sgarbi – Geständnis erspart Zeugen Aussage

dpa MÜNCHEN. Er wirkt unauf-

fällig, so gar nicht wie ein Herzensbrecher. Helg Sgarbi – Verführer, Betrüger und Erpresser von Deutschlands reichster Frau Susanne Klatten und weiteren wohlhabenden Damen – legt gestern vor dem Landgericht München I ein Geständnis ab und erspart den Opfern eine Aussage. Damit wird es ein sehr kurzer Prozess, denn schon nach wenigen Stunden fällt das Gericht sein Urteil: Sgarbi soll für sechs Jahre in Haft – drei Jahre weniger als von der Staatsanwaltschaft gefordert und ein Jahr mehr als von der Verteidigung beantragt. Die Frauen glaubten an Liebe, gaben ihm sechs- und siebenstellige Summen, doch er wollte noch mehr: Klatten und

eine weitere Frau versuchte Sgarbi mit intimen Videos zu erpressen. Im schwarzen Anzug und weißen Hemd ist der 44-jährige Schweizer vor Gericht erschienen, er trägt eine dunkelrandige Brille, das kurze Haar glatt gekämmt. „Er sieht viel spießiger aus, als ich dachte“, raunt jemand im Zuschauerraum, als sich Sgarbi minutenlang scheinbar entspannt dem Blitzlichtgewitter der Fotografen stellt. Der Anklage lauscht er mit teils gesenktem Kopf. Erst als Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sein Plädoyer mit der Forderung nach neun Jahren Haft beendet, legt er den Kopf in den Nacken, schließt halb die Augen und beginnt tief zu atmen. Seine Anwälte plädieren auf fünf Jahre. Zumindest Klatten sei ja „Gott sei Dank“ unbeschadet aus der Sache herausgekommen, sagt

Weltweite Krise lässt Seeleute in Hamburg stranden Irgendwie lässt sich die Krise kaum in Bildern fassen. „Doch“, sagt Sinarajah Govindasamy und bittet in sein Büro in der Seemannsmission Duckdalben im Hamburger Hafen. Ein Bekannter hat Fotos geschickt, die den Singapurer Hafen aus der Flugzeugperspektive zeigen. Dort liegen Hunderte Schiffe neben- und hintereinander. Leer, ohne Fracht zum Nichtstun verdammt. Aus dem gleichen Grund ist auch im Duckdalben derzeit einiges anders als sonst, auch in Hamburg liegen immer mehr Schiffe auf Reede. „Plötzlich haben wir Stammgäste“, sagt der Malaysier Sinarajah, den alle hier nur Sina nennen. „Viele warten wochenlang, bis es wieder Fracht gibt und sie den Hafen endlich verlassen können“, erzählt Sina. Viele müssten um Anschlussverträge bangen. Im vergangenen Sommer noch blieben die Seeleute nur für ein paar Stunden, da die Containerschifffahrt boomte und das Schiff nach Ent- und Beladung rasch weiter musste. Nicht mal Zeit für einen Besuch der Reeperbahn blieb. Der 58-jährige Sina, der mal in New York als Sänger Karriere machen wollte, ist seit 23 Jahren von Anfang an in der Seemannsmission dabei, die Liebe hat ihn an die Elbe verschlagen. So etwas wie derzeit hat er aber noch nicht erlebt. Die rund 100 Seeleute aus rund 20 Ländern, die täglich in der spendenfinanzierten Seemannsmission aufschlagen, sind zu Gesichtern der Krise geworden. Plötzlich tauchen Abend für Abend oft die gleichen Leute auf. dpa

HAMBURG.

HISTORISCH 10. März

Von Britta Schultejans und Sabine Dobel

Warten, warten, kickern und Bier trinken Von Georg Ismar

Foto: ddp

Susanne Klatten

Foto: dpa

Verteidiger Egon Geis. Und sein Kollege Till Gontersweiler aus Zürich ergänzt: „In der Schweiz ist einfache Lüge kein Betrug.“ Sgarbi, Jurist und Dolmetscher, der sechs Sprachen fließend spricht, lernte die Damen in edlen Wellness-Hotels kennen, umgarnte sie und brachte sie dann stets mit der rührenden Geschichte von einem von ihm verursachten Unfall mit einem schwer verletzten Kind zur Zahlung sechs- bis siebenstelliger Beträge. Klatten weist

Seemannsmission Seeleute – besonders auf Containerschiffen – sind fast das ganze Jahr lang auf den Weltmeeren unterwegs. Oft gehören

Die Frachtraten sind mangels Masse so eingebrochen, dass einige Reedereien bereits aus Kostengründen den SuezKanal (Durchfahrtgebühr bei großen Containerschiffen: mehrere 100 000 Euro) umschiffen und fast 5000 Seemeilen Umweg um Afrika in Kauf nehmen. Oder es werden Besatzungen reduziert. Das einzig Positive ist der derzeit niedrige Ölpreis. „Was sollen wir machen, wir haben keine Fracht. Wir machen nur eins: warten, warten, warten“, sagt der 25-jährige Philippiner Gilbert Gonzalez, der mit der „Veersedijk“ auf der Elbe festhängt. Reparaturen werden durchgeführt, das Schiff geputzt, und im Duckdalben sucht man Abwechselung. Gonzalez zupft an seiner Gitarre und spielt Lieder aus der Heimat. Alle sechs Telefonkabinen in der Seemannsmission sind besetzt, auf den Laptops wird per Webcam mit Frauen und Freundinnen in der Heimat

Sache auffliegen und die peinliche Öffentlichkeit riskieren würde. Doch er hatte sich getäuscht: Klatten zeigt ihn an. „Ich bedauere das Vorgefallene zutiefst und entschuldige mich hier in dieser Hauptverhandlung und in aller Öffentlichkeit bei den geschädigten Damen“, sagt Sgarbi vor Gericht. Das ist alles. Offen geblieben sei das „Nennen von Ross und Reiter“, sagt Ankläger Steinkraus-Koch. „Erstens: Wo ist das Geld? Zweitens: Wo sind die Videos?“ Und drittens: Was ist mit der Tatbeteiligung des Komplizen Ernano B., der mit Sgarbi verhaftet wurde? Die Ermittler vermuten, dass Ernano B. das Oberhaupt einer Sekte ist, der auch Sgarbis Frau angehören soll. Neben den reichen Frauen gibt es offenbar auch eine echte Liebe im Leben des Betrügers, mit der er eine dreijährige Tochter hat.

1899 – In Paris werden die ersten Führerscheine ausgegeben, die mit einem Passbild des Fahrers versehen sein müssen. 1959 – Bei den Feiern zum tibetischen Neujahrsfest kommt es zu Demonstrationen für Unabhängigkeit. Der Dalai Lama flieht nach Indien, wo ihm politisches Asyl gewährt wird. 1969 – In Memphis wird

James Earl Ray, der Mörder des Bürgerrechtlers Martin Luther King, zu 99 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1999 – In Österreich wird

der Briefbomben-Attentäter Franz Fuchs zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei den Anschlägen (1993 bis 1996) starben vier Menschen.

EINLADUNG Na klar! Erzählnachricht für Kinder

Menschen verschiedener Nationen zur Mannschaft, diese Einrichtungen

die je nach Auftragslage der Reeder hier und da eingesetzt werden. Beides führt dazu, dass sich viele Seeleute einsam fühlen. In großen Hafenstädten kümmern sich daher Pastoren und Sozialarbeiter um diese Männer, wenn sie in Seemannsheimen anklopfen. Bei uns gibt es

ihn erst ab. „Darum wirst Du Dich selbst kümmern müssen“, sagte sie laut Aussageprotokollen, und er: „Nach allem, was wir hatten, lässt Du mich jetzt im Stich.“ In den nächsten Tagen gerät sie ins Grübeln. Sie habe sich Vorwürfe gemacht, gab die Milliardärin später bei der Polizei an. Tatsächlich wird sie weich: Sieben Millionen gibt ihm alleine Klatten – in einem Umzugskarton voller 500-Euro-Scheine, überreicht in der Tiefgarage eines Hotels. Insgesamt kassiert Sgarbi von Klatten und zwei der Frauen laut Staatsanwaltschaft rund 9,3 Millionen Euro. Doch das reicht ihm nicht: Mit heimlich gedrehten Videos von intimen Begegnungen versucht er nun, Klatten und eine weitere Frau zu erpressen. Offenbar fühlt er sich sicher – ist es doch unwahrscheinlich, dass eine Frau wie Klatten die

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ancher mag am Blitzurteil gegen den Erpresser Susanne Klattens Anstoß nehmen: Ein Urteil am ersten Prozesstag, nach nur vierstündiger Verhandlung? Das ist in der Tat ungewöhnlich. Argwohn ist dennoch völlig unbegründet. Denn der Schweizer Gigolo Sgarbi, der BMWGroßaktionärin Klatten um den Finger gewickelt und mit rührseligen Geschichten um Millionen geprellt hat, ist mit sechs Jahren Gefängnis keineswegs zu billig davongekommen. Sein Geständnis und Bedauern haben ihm einen Strafrabatt eingetragen – das ist grauer Alltag in deutschen Gerichten und wäre auch nach einem langwierigen Prozess nicht anders gewesen. Das Schnellverfahren begünstigt also nicht den Alpen-Casanova, sondern bewahrt dessen vier Opfer vor dem Fegefeuer neuer Schlagzeilen. Milliardärin Klatten musste in den vergangenen Monaten viel Spott und Häme erdulden. Es ist sehr zu begrüßen, dass die Justiz sie nun vor Voyeuren schützt, die nach weiteren pikanten Details der Affäre gierten. Weil es in einer Beweisaufnahme nichts mehr aufzuklären gab – leider mangels Indizien auch nicht das Versteck der Millionenbeute – durfte, ja musste das Gericht schnell entscheiden.

„In der täglichen Zusammenarbeit zwischen den katholischen Politikern der Sinn Fein und den Protestanten der Ulster-Unionisten hatte es letzthin hartnäckige Spannungen gegeben. Das gemeinsame Regieren wird steiniger, je länger es dauert. Auch darüber, wie hoch die Anschlagsgefahr durch versprengte ‚Dissidenten‘ der einstigen katholischen Untergrundmiliz tatsächlich sei, gab es Streit. Das nährte wohl die Einbildung der Attentäter, sie könnten das Band der Friedenssucher auseinanderschießen, das beide Lager mittlerweile zusammenhält. Das feige Attentat beweist noch kein Scheitern, aber den Zwang zur Bewährung.“

schon seit mehr als hundert Jahren. Dort können die Seeleute ein warmes Essen, einen heißen Tee und jemanden, der ihnen zuhört, erwarten. Die Seemannsmission handelt nach christlichen Grundsätzen. Ihr Motto lautet: Zur Unterstützung der Würde der Seemänner. tac kommuniziert. Telefonieren, kickern, darten, Bier trinken gegen die Langeweile. Ständiger Begleiter ist die Angst um den Job: Bei einigen Seeleuten wurden angesichts der Krise die Löhne auf unter 700 Dollar gedrückt. In der Containerschifffahrt sind nach Angaben der Deutschen Bank zehn Prozent der Flotte und damit fast 400 Schiffe unbeschäftigt. Im Laufe des Jahres könnten es 20 Prozent an Überkapazitäten werden. Und hinzu kommt, dass zahlreiche in Boomzeiten georderte Containerschiffe auf den Markt kommen, was die Krise verschärfen dürfte. „Zwangsurlaub, mindestens fünf Tage“, sagt ein Holländer. „Das ist verrückt, wenn man hier über die Köhlbrandbrücke fährt, sieht man kaum noch Containerschiffe, die beladen werden.“ Jüngst sei er in der finnischen Hafenstadt Hamina gewesen. „Tausende Autos standen da rum, die will keiner mehr haben.“

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POLITIK

4 KOMPAKT

Theologen halten an Papst-Kritik fest REGENSBURG. Der Streit zwischen dem Bistum Regensburg und drei Theologie-Professoren um eine papstkritische Petition gegen die Piusbruderschaft soll nun in Rom entschieden werden. Die drei Regensburger Professoren lehnten es in einer Erklärung ab, sich, wie von Bischof Gerhard Ludwig Müller gefordert, beim Papst zu entschuldigen. Zudem waren die Autoren nicht bereit, sich inhaltlich von der Petition zu distanzieren.

Deutschland baut auf Kenias Justiz Marine liefert gefangene Seeräuber heute in Mombasa ab

ddp

Abwrackprämie: Auch Erben haben Anspruch AP BERLIN. Künftig können auch die Erben von Altautos die staatliche Abwrackprämie von 2500 Euro bekommen. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, Erben könnten gegen Vorlage des Erbscheins die Verschrottungsprämie für Autos geltend machen, die auf den Erblasser zugelassen waren. Darüber hinaus ist es ab 30. März möglich, sich die Umweltprämie von 2500 Euro zu reservieren.

CSU droht CDU mit härterer Gangart AP BERLIN. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer hat eine härtere Gangart seiner Partei gegenüber der CDU angekündigt. „Wir wissen genau, welche Hoffnungen beim konservativen Kern der CDU auf der CSU ruhen“, sagte Ramsauer dem „Handelsblatt“. „Wir werden uns in solchen Fragen nicht mehr zurückhalten, so wie die CDU beispielsweise bei der Pendlerpauschale keine Rücksicht auf die CSU genommen hat.“

EU-Einsatz im Tschad geht zu Ende dpa PARIS. Kurz vor dem

Ende des europäischen Militäreinsatzes im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik ziehen die EUFOR-Truppen eine Erfolgsbilanz. Mit 3000 Patrouillen habe die EUFOR Hunderttausende Flüchtlinge geschützt und den Straßenräubern ein Gefühl der Unsicherheit gegeben, erklärte ein Sprecher. „Erstmals seit 2004 hat es zum Ende der Regenzeit keine Angriffe der Rebellen auf Flüchtlinge gegeben.“



PERSÖNLICH

Hassan al-Turabi, sudanesischer Oppositionsführer, ist zwei Monate nach seiner Festnahme wieder aus der Haft entlassen worden. Der 76-Jährige hatte Sudans Staatschef Omar al-Baschir aufgefordert, sich dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu stellen, vor dem er sich wegen Gräueltaten in der westsudanesischen Provinz Darfur verantworten soll. Das Gericht stellte in der vergangenen Woche einen Haftbefehl aus.

TLICH

„Ich stelle fest, dass bei mir der Schreibtisch nach wie vor wackelt.“ Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) zu Erschütterungen durch den U-Bahn-Bau, die auch im Rathaus spürbar sind.

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

AFP/AP NAIROBI. Die Bundes-

regierung hat Kenia offiziell das Gesuch auf Übernahme der neun von der Marine gefangenen und an Bord der Fregatte „Rheinland-Pfalz“ festgehaltenen somalischen Piraten übermittelt.

Das Einsatzführungkommando der Bundeswehr teilte mit, das Kriegsschiff werde heute in der kenianischen Hafenstadt Mombasa ankommen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung begrüßte die Vereinbarung mit Kenia. Voraussetzung sei gewesen, „dass eine Strafverfolgung stattfinden kann, die unseren europäischen Maßstäben entspricht“, sagte Jung im usbekischen Termez. Es müsse aber eine internationale Übereinkunft folgen, wie man künftig mit gefangenen Piraten umgehen soll. Erst wennn die Behörden in Kenia die neun Männer strafrechtlich verfolgen, wird die Hamburger Staatsanwaltschaft ihre Haftbefehle aufheben. „Das ist ein doppeltes Sicherheitsnetz“, sagte ein Sprecher. „Erst müssen uns verbindliche schriftliche Zusagen aus Kenia vorliegen, dass dort die Strafverfolgung übernommen wurde“, sagte er. Die Seeräuber waren am 3. März im Golf von Aden bei dem Versuch festgenommen worden, den Frachter „MV Courier“ der deutschen Reederei Gebrüder Winter zu entern. Die Hamburger Staatsanwaltschaft nahm daraufhin Ermittlungen auf. Grundlage, von einer Strafverfolgung abzusehen, ist ein am Freitag geschlossenes Übernahmeabkommen der EU mit Kenia. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte den Vertrag. Die Einhaltung von Rechtsstandards sei in Kenia schließlich „teilweise zweifelhaft“.

Zweifel an Fähigkeiten der Führungskräfte

AP GÜTERSLOH. Die Mehrheit der Bundesbürger zweifelt an den Fähigkeiten der Führungskräfte in Wirtschaft und Politik. Rund 67 Prozent glauben nicht, dass die Manager in der aktuellen Krise ihren Aufgaben gerecht werden, wie eine gestern veröffentlichte Umfrage der Bertelsmann-Stiftung ergab. Mit der Leistung der deutschen Spitzenpolitiker sind 63 Prozent, mit den Gewerkschaften 47 Prozent unzufrieden. Das größte Vertrauen setzen die Bundesbürger der Studie zufolge derzeit in ihre Bürgermeister. 72 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Spitzenpolitiker in den Städten und Gemeinden ihren Aufgaben gerecht werden. Die wichtigste Eigenschaft eines Politikers ist für die meisten Befragten die Glaubwürdigkeit. Auf Platz 2 rangiert Sachverstand, gefolgt von Bürgernähe, Tatkraft und Sympathie. Die Umfrage zeige, dass zunehmend persönliche Eigenschaften und menschliche Werte in den Blickpunkt rückten, sagte Kirsten Witte, Programmleiterin „Kommunen Paloma-Fahrt? „Traumschiff“-Fernsehkapitän Siegfried Rauch (links) und der Kapitän der „MS Deutschland“, Andreas Jung- und Regionen“ der Bertelsblut, grüßen von ihrem Schiff aus die Fregatte „Rheinland-Pfalz“. Den darauf gefangenen Seeräubern wird die Begegnung mit mann-Stiftung. Bislang hätten dem deutschen Kampfschiff in weniger fröhlicher Erinnerung bleiben: Heute werden sie an Kenias Polizei übergeben. Foto: dpa vor allem Begriffe wie Fachund Methodenwissen als die wichtigsten Eigenschaften von Führungskräften in Politik KOMMENTAR und Verwaltung gegolten. Eine klare Meinung haben die Bundesbürger im Supertisch ist es überaus heikel. nicht immer über jeden ten gar misshandelt werwahljahr 2009 von der BeVon Christoph Reisinger Praktisch, weil die Gefan- Zweifel erhaben sind. Verden. Der politische Schaden deutung der unterschiedligenen so nur kurz in deutteidigungsminister Franz wäre immens. chen Parlamentsebenen: Entie Bundesregierung Josef Jung steht nun aber Nicht, weil es hier um scheidungen, die im Bundessollte neun somalische scher Untersuchungshaft in seinem Wort, die Seeräu- übertriebene Anforderuntag getroffen werden, messen Seeräuber ab jetzt ins tägli- bleiben. Auch ist ausgeschlossen, dass die Piraten ber sähen einer Strafverfol- gen an einen Täterschutz die Bürger mit 77 Prozent die che Nachtgebet einschlieauf deutschem Boden wogung entgegen, „die unsegeht. Sondern weil eine Regrößte Bedeutung zu. Lanßen. Denn die werden vorren europäischen Maßstägierung, die ihr Militär Gedes- und Kommunalparlaaussichtlich noch heute von möglich zu Asylanten statt fangene machen lässt, die mente rangieren mit 68 bedeutschem in kenianischen zu Strafgefangenen werden. ben entspricht“. KenianiHeikel wird es aber, weil scher Rechtspraxis entsprä- Verantwortung für deren ziehungsweise 67 Prozent an Gewahrsam wechseln – Deutschland seine Gefange- che das eher nicht. Schicksal selbstverständzweiter und dritter Stelle. Beausdrücklich, auf dass die Und wehe, es geht schief, lich nicht abwälzen kann. schlüsse, die im EU-ParlaJustiz des ostafrikanischen nen in ein Land weiterreicht, weil Verfahren offenkundig ment gefasst werden, halten Landes über sie richte. Das dessen rechtsstaatliche Standards, gelinde gesagt, unfair verlaufen oder Pirac.reisinger@neue-oz.de nur 44 Prozent der Befragten mag praktisch sein; polifür relevant.

Wehe, es geht schief

D

Gesetzentwurf zur Austrocknung von Steueroasen steht

Tibet vor 50. Jahrestag des Aufstands im Belagerungszustand

Finanzamt muss künftig umfassend informiert werden

China verschärft Grenzkontrollen – Dalai Lama fürchtet Gewalt

Reuters BERLIN. Der Staat

schärft seine Waffen gegen Steuerhinterzieher. Privatleute und Unternehmen, die zu Steueroasen Geschäftsbeziehungen unterhalten, müssen dem Fiskus künftig umfassend Auskunft erteilen. Das geht aus dem Entwurf für ein Steuerhinterziehungs-Bekämpfungsgesetz hervor. Wer nicht mit den Behörden kooperiert, muss damit rechnen, dass ihm Steuervorteile in Deutschland gestrichen werden. Die Regierung will den Entwurf morgen beschließen. Er wurde auf Druck der Union etwas abgemildert. Die Spitzen der Großen Koalition hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, den Gesetzentwurf von Fi-

nanzminister Peer Steinbrück (SPD) auf die Tagesordnung des Kabinetts zu setzen. Wegen rechtlicher Bedenken verzichtet die Vorlage jetzt aber auf einen Generalverdacht gegen jeden Unternehmer, der etwa in die Schweiz Waren liefert. Die Mitwirkungspflichten der Steuerpflichtigen und die Prüfungsrechte der Finanzämter werden ausgedehnt. Bei Ländern, mit denen Doppelbesteuerungsabkommen bestehen, haben Steuerzahler nichts zu befürchten. Bei weniger transparenten Staaten greift das Gesetz. So kann der Fiskus einen Betriebsausgabenabzug, eine Entlastung von Kapitalertrag- oder Abzugsteuer oder eine Steuerbefreiung für Di-

videnden aus diesen Ländern ablehnen. Je mehr ein Staat mit Deutschland zusammenarbeitet, desto geringer sind die Mitwirkungspflichten. Die Maßnahmen treten nicht sofort in Kraft. Dazu braucht es noch eine Rechtsverordnung, der der Bundesrat zustimmen muss. Anders sieht es aus, wenn man ein Konto bei einem Finanzinstitut in einer Steueroase unterhält. Dieser Teil des Gesetzes soll sofort in Kraft treten. Demnach kann der Fiskus sogar eine eidesstattliche Erklärung verlangen. Wird diese nicht abgegeben, werden die Einkünfte geschätzt, was für Steuerpflichtige teuer werden kann, oder es kommt zur Betriebsprüfung.

dpa PEKING. Zum 50. Jahres-

tag des Volksaufstandes der Tibeter von 1959 hat China die Sicherheitsvorkehrungen in dem Hochland massiv verschärft. Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao rief zum Kampf gegen die Unabhängigkeitskräfte und zur Wahrung der Stabilität in Tibet auf. Die chinesischen Truppen seien auf eventuelle Proteste und andere Zwischenfälle vorbereitet, berichteten der Politkommissar der paramilitärischen Einheiten, Kang Jinzhong. Aus Angst vor der Einschleusung von Aktivisten wurden die Grenzkontrollen im Himalaya verschärft. Internationale Aktionsgruppen kritisierten, in Tibet herrsche ein „Belagerungszu-

Zur Besonnenheit rief der Dalai Lama die Tibeter auf. Foto: dpa

stand“. Zum Jahrestag des Volksaufstandes gegen die chinesische Besetzung am 10. März 1959 planen Exil-Tibeter in Indien Protestaktionen. Der Dalai Lama will sich heute im nordindischen Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exil-Regierung, mit ei-

ner Rede an sein Volk wenden. Im Vorfeld hatte das religiöse Oberhaupt der Tibeter seine Landsleute bereits zur Zurückhaltung und Gewaltlosigkeit aufgerufen. Amnesty International forderte die chinesischen Behörden auf, freie Meinungsäußerung in Tibet zuzulassen und die tibetische Kultur zu respektieren. Sonst drohe eine neue Eskalation der Gewalt. Während der Tagung des Volkskongresses in Peking sagte Chinas Präsident Hu Jintao am Vorabend des Jahrestages: „Wir müssen die feste große Mauer zum Kampf gegen den Separatismus und zur Wahrung der nationalen Einheit verstärken, um die langfristige Stabilität in der Region zu fördern.“

„Die Nachfrage ist enorm“ Wie die Fahnder den Kampf gegen Kinderpornografie gewinnen wollen, obwohl sie ihn bereits verloren haben Von Detlef Drewes BRÜSSEL. Es geht nicht um Fotos oder Filme. Es geht um Dokumente des Verbrechens. Und der Kampf scheint aussichtslos. „Wir mähen den Rasen einmal ab, drehen uns um und stellen fest: Schon wieder alles nachgewachsen.“ Der das sagt, muss sich beruflich mit Kinderpornografie im Internet beschäftigen – Peter Vogt, Staatsanwalt, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender und pornografischer Schriften in Sachsen-Anhalt. Viel Prügel hat er für seinen Satz „Wir ha-

ben den Kampf bereits verloren“ bezogen. Dabei belegt eine internationale Fahndungsaktion nach der anderen: Die Zahl der Täter nimmt ständig zu. Jetzt schocken die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen prominenten Politiker. Die Empörung aber täuscht. Vogt hat eine einschlägige Seite im Netz von den Fahndern beobachten lassen. „49000 Klicks in nur zehn Tagen. Die Nachfrage ist enorm.“ Als eine kleine ZweiMann-Einheit des Polizeipräsidiums München im Rahmen eines Pilotprojektes 1994 den Kampf gegen die Verbreitung

von Kinderpornografie begann, war der Politik und vielen Kriminalisten noch nicht einmal klar, welche Welle da anrollte. Zunächst tummelten sich die „Kunden“ in Chats, dann in Foren. Vor einigen Jahren wurde es so schlimm, dass der US-Konzern Microsoft weltweit seine Dialogsysteme schloss. Neue Techniken wurden immer schneller und intensiver genutzt. 2007 deckten die Cyber Cops 9000 einschlägige Straftaten auf. Die Zahl sagt wenig. In einem Fall gab es 22000 Nutzer in 177 Ländern. Im gleichen Jahr enthüllten Journa-

listen eines TV-Magazins, dass auch in der neuen InternetWelt „Second Life“ Kindesmissbrauch zwar nur virtuell, aber doch lebensnah praktiziert wurde. Lutz-Ulrich Besser vom Zentrum für Traumatherapie Niedersachsen: „Es ist einfach nur erschütternd. Hier werden tatsächlich handlungsfähige Muster eingeübt.“ Viel zu lange hielt sich der Glaube auch bei prominenten Sexualwissenschaftlern, dass der Konsum von Kinderpornografie eine Art Ersatzbefriedigung für Täter sein könnte, der vom realen Übergriff ablenke. Doch Bilder machen

nicht satt, fanden die Polizeibeamten der Landeskriminalämter sowie der verschiedenen nationalen Kriminaldienststellen heraus: War man anfangs davon ausgegangen, dass von den Konsumenten von Kinderpornografie „nur“ rund sieben bis acht Prozent auch real Minderjährige missbrauchten, enthüllten Experten bei Anhörung der EUKommission vor zwei Jahren, der Anteil liege bei „mindestens“ 30 Prozent. Inzwischen geht man bei Interpol in Lyon von „mafiaähnlichen Strukturen“ aus. Das heißt nichts anderes, als dass

Kinder den Kundenwünschen entsprechend missbraucht, gequält und dabei fotografiert oder gefilmt werden. Die Internet-Provider haben sich inzwischen in Brüssel zu einer Allianz zum Schutz der Kinder zusammengeschlossen und arbeiten mit den Cyber Cops zusammen. Auch die Bundesfamilienministerin hat Konsequenzen gezogen und will kinderpornografische Seiten sperren lassen. Der Vorschlag klinge besser, als er ist, sind sich Computer-Experten sicher. Ganze 60 Sekunden brauchen die Besten, um eine Websperre auszuhebeln.


NORDWEST

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

DGB: 420 Millionen Euro vom Land für Ausbeuter

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Jeden Tag einen Apfel für Niedersachsens Schulkinder

Verflixtes 7. Jahr: Wieder mehr Scheidungen

Scharfe Kritik an „Niedersachsen-Kombi“ hab HANNOVER. Der Deut-

sche Gewerkschaftsbund (DGB) hat der niedersächsischen Landesregierung vorgeworfen, „Ausbeutung von Arbeitnehmern“ mit jährlich 420 Millionen Euro zu subventionieren. DGB-Chef Hartmut Tölle münzte diesen Vorwurf gestern bei der Vorstellung einer neuen Kampagne gegen Niedriglohn auf das Programm „NiedersachsenKombi“, das Geringverdienern mit staatlichen Zuschüssen zu einem Monatseinkommen von bis zu 1500 Euro verhilft. Tölle erklärte, dieser Vorstoß der Landesregierung sei „kläglich gescheitert“. Monatlich müssten 35 Millionen Euro – im Jahr also 420 Millionen Euro – Steuergelder für insgesamt 130 200 sogenannte „Aufstocker“ aufgebracht werden. Dabei handelt es sich um Beschäftigte, die ihren Lebensunterhalt nicht allein aus Arbeitseinkünften bestreiten könnten. Der DGB-Chef betonte, belohnt würden auf diese Weise Firmen, die ihren Mitarbeitern viel zu niedrige Löhne zahlten. „Unternehmen, die ausbeuten, werden so in Niedersachsen mit 420 Millio-

nen Euro pro Jahr staatlich subventioniert“, kritisierte Tölle. Der DGB-Landesvorsitzende forderte stattdessen die flächendeckende Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen. Um in diese Richtung Druck zu machen und die weitere Ausbreitung von Niedriglöhnen zu stoppen, stellte der DGB eine neue Kampagne vor. Von Lohndumping betroffene Arbeitnehmer sollen im Internet (www.niedriglohn-inniedersachsen.de) ihre Erfahrungen schildern, die man dann politisch verwerten will. Nach Angaben des DGB werden in Niedersachsen gegenwärtig rund 540 000 Arbeitnehmer zu Niedriglöhnen beschäftigt. Tölle sprach hier von einem „politischen Skandal“ und einem „ordnungspolitischen Notstand“. Aufgeführt wurden konkrete Fälle mit Bruttolöhnen von zum Teil unter sechs Euro pro Stunde. Zu den zitierten Fällen zählten auch ein Hotel in Bad Essen und eine Bäckerei in Quakenbrück, die ausgebildeten Kräften 6,94 Euro zahlten – inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld.

dpa HANNOVER. Die Zahl der Scheidungen in Niedersachsen ist 2007 nach mehreren Jahren wieder gestiegen. Landesweit ließen sich 19682 Paare scheiden. Den Landesstatistikern zufolge waren das rund 600 mehr als 2006. Die Höchstzahl an Scheidungen hatte es 2003 mit knapp 22000 gegeben. 2007 ließen sich fünf Paare im ersten Ehejahr scheiden. 64 Paare beendeten ihre Ehe noch nach 45 und mehr Jahren. Die meisten Scheidungen gab es nach sieben Jahren Ehedauer.

Sohn testet das Spitzentempo von Mutters Auto dpa MÜNSTER. Sein Test,

Kraftvoll zubeißen sollen künftig Niedersachsens Schulkinder: Alle Jungen und Mädchen im Land können dann nach Planungen des Landwirtschaftsministeriums in Hannover jeden Tag einen Apfel in der Pause essen. Mithilfe der EU soll die Initiative „Schulapfel“ aus Stade auf das ganze Land ausge-

dehnt werden. Das Land erwarte vom kommenden Sommer an 1,2 Millionen Euro pro Jahr, mit deren Hilfe die gesunde Ernährung von Kindern unterstützt werden soll. Seit Ende 2006 versorgt die Aktion „Altländer Schulapfel“ des Fördervereins Integrierter Obstbau im Alten Land rund 3000 Schulkinder

in Stade, Bremervörde, Hannover und im Großraum Hamburg mit Äpfeln. Gegen einen Beitrag von einem Euro pro Schüler und Woche liefern die Bauern frisches oder außerhalb der Saison fachgerecht gelagertes Obst direkt an die Schulen, das klassenweise abgezählt ist. Foto: dpa

Ein Auftragskiller soll für sie gemordet haben Pärchen steht wegen Tötung des Osnabrückers Marcus Kujat vor Gericht Von Stefan Prinz OSNABRÜCK. Klein, pumme-

lig und schwarzhaarig: So sieht die Frau aus, die nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft jahrelang eine Beziehung mit zwei Männern führte und einen der beiden, den Osnabrücker Marcus Kujat, von einem Auftragskiller umbringen ließ. Gestern war Prozessauftakt vor dem Osnabrücker Landgericht.

Die 31-jährige Maren M. steht nicht allein vor dem Richter. Mitangeklagt ist auch ihr 42-jähriger Freund Andris M. aus Lengerich. Beide sollen gemeinsam im

Ministerium: Lauge bedroht Gorleben nicht

Sommer vergangenen Jahres einen Auftragskiller mit der Ermordung von Marcus Kujat beauftragt haben. Seitdem hat sich die Beziehung der beiden offensichtlich erheblich abgekühlt. Seit ihrer Verhaftung im August hatten sie sich nicht mehr gesehen. Die zärtliche Berührung von Maren M. zur Begrüßung erwiderte der Lengericher trotzdem nicht. Laut Anklageschrift lebte Maren M. auf Kosten ihres Lebensgefährten Marcus Kujat und täuschte ihm ein Wirtschaftsstudium vor. Als die Trennung kurz bevor- stand, der Schwindel aufzufliegen drohte und Kujat ein Darlehen zurückforderte, sollen

Maren M.

Andris M.

Maren M. und Andris M. den Entschluss gefasst haben, Kujat umbringen zu lassen. Während sich Marcus Kujat nach der Rückkehr von einer Amerika-Reise ausschlief, soll

der Lengericher einen Auftragskiller in Georgsmarienhütte abgeholt haben. Der verschaffte sich laut Anklage mit einem bereitgelegten Schlüssel Zugang zur Woh-

Nach guten Jahren jetzt eine Flaute

Fotos: ddp

nung und feuerte im Schlafzimmer auf Kujat das gesamte Magazin ab. Die Angeklagten verschafften sich nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft zeitgleich ein Alibi an einer Osnabrücker Tankstelle: Sie stritten sich öffentlich und tauschten Zärtlichkeiten aus, um die Aufmerksamkeit von Zeugen auf sich zu lenken. Andris M. soll dabei sehr nervös gewirkt haben. Bereits kurz nach der Tat hatte Maren M. auf die Videoaufzeichnungen der Tankstellen-Kameras hingewiesen, um ihre Unschuld zu beweisen. Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage ausschließlich auf Indizien: Sie hat weder ein Geständnis

noch die Tatwaffe. Das Kuriose an diesem Fall: Nach Informationen unserer Zeitung kennt die Polizei den mutmaßlichen Auftragskiller namentlich – ein Bewohner aus dem Landkreis Osnabrück. Offensichtlich gibt es aber nicht genug Beweise, um ihn festzunehmen. Die Beamten sind sich durch die Ortung seines Mobiltelefons sicher, dass sich der mutmaßliche Mörder zum Tatzeitpunkt in der Nähe von Kujats Wohnung aufgehalten hat. Der Prozess wird am kommenden Donnerstag, 12. März, um 9 Uhr im Saal 272 des Landgerichtes fortgesetzt.

hab HANNOVER. Die Wirt-

schaftskrise trifft auch den Tourismus in Niedersachsen. Nach einer erneut positiven Entwicklung in 2008 wird nun für dieses Jahr mit einem Rückgang der Gästezahlen um ein bis 1,5 Prozent gerechnet. Das teilten Wirtschaftsmimister Philipp Rösler (FDP) und die Geschäftsführerin der niedersächsischen Tourismus-Marketing-Gesellschaft (TMN), Carolin Ruh, gestern bei der Vorstellung der Vorjahresbilanz in Hannover mit. Rösler und Ruh machten deutlich, dass vor allem bei Geschäftsreisen sowie beim Zweit- und Dritturlaub Einbußen zu erwarten seien. Den Rückgang bei Dienstfahrten dürften insbesondere Städte wie Hannover und Wolfsburg, aber auch Papenburg zu spüren bekommen. Unter dem Strich hoffe man jedoch, noch relativ glimpflich davonzukommen, erklärten Rösler und Ruh. Sie verwiesen auf Experten, die bei Haupturlaubsreisen sogar einen leichten Zugewinn für die niedersächsischen Feriengebiete prognostizierten. Demnach zögen in der Krise

viele Bürger Inlandsaufenthalte Fernreisen vor. Für 2008 zog Rösler eine positive Bilanz für die niedersächsische Tourismuswirtschaft mit ihren insgesamt gut 185 000 Beschäftigten. So habe die Zahl der Übernachtungen um 2,8 Prozent auf 36,9 Millionen zugenommen. Niedersachsen liege damit deutlich über dem Bundestrend und sei hinter Bayern das beliebteste Ziel von Urlaubsreisen. Innerhalb Niedersachsens habe die Nordseeküste ihre Führung behauptet und sogar noch 2,9 Prozent zugelegt. Die Ostfriesischen Inseln kamen mit einem Minus von 0,8 Prozent auf Rang drei. Zuwächse verzeichneten auch das Osnabrücker Land (2,9 Prozent), Emsland/Grafschaft Bentheim (1,2 Prozent) und Ostfriesland (0,8 Prozent). Sorgenkind bleibt laut Rösler der Harz, der erneut zwei Prozent weniger Übernachtungen verbuchte. Positiv entwickelte sich auch der Städtetourismus (Anstieg um 58 Prozent auf 6,38 Millionen Übernachtungen). Zudem wurden 2,1 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland gezählt.

wie schnell Mutters neues Auto fahren kann, kommt einen 44-Jährigen jetzt teuer zu stehen. Polizisten blitzten den Wagen am hellichten Tag in einer Tempo50-Zone mit einer Geschwindigkeit von 138 Kilometern pro Stunde, teilte die Polizei gestern in Münster mit. Den Mann erwarten nun ein Bußgeld von 600 Euro, vier Punkte und ein Fahrverbot von drei Monaten. Der 44-Jährige Mann hatte am Samstag auf seinen jüngeren Bruder gehört, der auf dem Beifahrersitz saß.

Mann mit 20 Kilo Haschisch gestoppt dpa SCHÜTTORF. Beamte

des Osnabrücker Hauptzollamts haben einen 25 Jahre alten mutmaßlichen Drogenkurier mit 20 Kilogramm Haschisch im Autokofferraum gefasst. Wie ein Sprecher des Zolls gestern mitteilte, sei der Wagen bereits am vergangenen Donnerstag bei einer Kontrolle auf der Autobahn 30 bei Schüttorf (Kreis Grafschaft Bentheim) aufgefallen. Das in insgesamt 20 Päckchen abgefüllte Rauschgift mit einem Schwarzmarktwert von rund 150 000 Euro habe sich in zwei Tragetaschen befunden.

EIN SERVICE IHRER TAGESZEITUNG

Tourismus erwartet Rückgang

dpa HANNOVER. Das erhöhte

Laugenaufkommen im Salzstock Gorleben sagt nach Auskunft des Bundesumweltministeriums noch nichts über die Eignung als Endlagerstätte für hochstrahlenden Atommüll aus. Weder sei damit eine Bedrohung des Salzstocks verbunden noch bedeute die Lauge eine politisch neue Lage, sagte ein Sprecher. Eine Aufhebung oder Änderung des Erkundungs-Stopps sei damit nicht verbunden. Die Bundestagsfraktion der Grünen will die aktuelle Entwicklung in Gorleben erneut im Bundestag behandeln. Ihre umweltpolitische Sprecherin, Sylvia KottingUhl, forderte umfassende Informationen zu den Laugenzutritten. Nach den Pannen im Atommülllager Asse bezeichnete sie Niedersachsen als „Atomklo der Republik“. Atomkraftgegner forderten das Ende von Überlegungen über die Eignung als Atommüll-Endlager. „Gorleben ist als Atommüll-Endlager ungeeignet. Statt des von Atomindustrie und CDU geforderten Weiterbaus im feuchten Salzstock verlangen wir das sofortige Aus des Endlager-Projekts in Gorleben“, sagte ein Sprecher der Anti-Atom-Initiative „ausgestrahlt“.

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WIRTSCHAFT

6 KURZ NOTIERT

IVG-Bilanz dpa BONN. Das Immobilienunternehmen IVG ist im vergangenen Jahr wegen Abwertungen seiner Immobilienbestände tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 451,7 Millionen Euro, wie die im M-DAX notierte IVG Immobilien AG gestern in Bonn auf der Grundlage vorläufiger Geschäftszahlen mitteilte. 2007 hatte noch ein Überschuss von 301 Millionen Euro in der Bilanz gestanden.

BMW AP MÜNCHEN. Mit einem

massiven Absatzeinbruch um fast ein Viertel hat BMW im Februar erneut die Krise zu spüren bekommen. Der Münchner Konzern verkaufte 80 453 Autos, 24,4 Prozent weniger als im Februar vergangenen Jahres. Allein bei der Kernmarke BMW brach der Absatz um 23,9 Prozent auf 68 803 Verkäufe ein. Beim Mini gab es sogar einen Rückgang um 27,2 Prozent auf 11 583 verkaufte Fahrzeuge.

New York Times dpa NEW YORK. Die unter

der US-Zeitungskrise leidende „New York Times“ hat ihre Zentrale in Manhattan für 180 Millionen Euro verkauft. Der Zeitung gehörte ein Anteil von 58 Prozent an dem erst 2007 fertiggestellten 52-stöckigen Wolkenkratzer. Das Blatt wird die von ihr belegten 21 Etagen nun vom Käufer zurückmieten, wie das Blatt mitteilte. Die erste Jahresmiete liege bei knapp 19 Millionen Euro.

FERKELMARKT In Weser-Ems Erzeugerpreise (in Euro) für Ferkel vom 2. bis 8. März 2009

Stückzahlen Spanne Weser-Ems ges. Vorwochenpreis

Ring- und Qualitätsferkel*

Systemferkel**

95 739 50,0 – 55,0 52,0 52,0

18 191 33,0 – 35,5 34,7 34,7

* auf 25-kg-Basis (100er-Partien) ** auf Basis 8 kg Quelle: LWK Niedersachsen

GEWINNER

Kurs 28,75

Veränderung (+20,24 %)

dpa HANNOVER. Die Deut-

sche Messe AG in Hannover soll eine Kapitalspritze zum Ausgleich von Verlusten und für künftige Aufgaben bekommen. Die Eigentümer der Gesellschaft – die Stadt und das Land Niedersachsen zu jeweils 49,83 Prozent – wollen das Unternehmen auf stabilere Beine stellen.

Sprecherinnen bestätigten gestern in Hannover, es würden Gespräche über die strategische Ausrichtung der Messe geführt. Nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ wollen die Eigentümer die Gesellschaft mit insgesamt 250 Millionen Euro stützen. Es sei den Gesellschaftern klar, dass Finanzbedarf bestehe, sagte eine Sprecherin des Oberbürgermeisters. Über die Höhe wollte sie keine Angaben machen. Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Ein Sprecher der Messe sagte, dies sei eine Angelegenheit der Anteilseigner. Schon lange gibt es in Hannover Klagen darüber, im Wettbewerb mit deutlich besser ausgestatteten Konkurrenten wie etwa in Stuttgart oder München benachteiligt zu sein. Hinzu kommen rückläufige Entwicklungen bei

den Messen – vor allem der Cebit, die gerade mit deutlich weniger Ausstellern und Besuchern zu Ende gegangen war. Nachdem die Messe 2007 noch unter dem Strich einen Gewinn von 2,6 Millionen Euro verbucht hatte, geriet sie im vergangenen Jahr nach Medienberichten mit einem zweistelligen Millionenbetrag ins Minus. Und für dieses Jahr sind die Aussichten nicht besser. Das größte Messegelände der Welt lasse sich kaum noch voll auslasten, meinen Experten. Bei der Cebit etwa schrumpfte die Ausstellungsfläche nach Angaben der Messe um ein Fünftel. Die Kosten bleiben dagegen hoch, und zudem muss das Unternehmen noch finanzielle Lasten aus der Modernisierung zur Expo 2000 tragen. Das frische Kapital solle deshalb nicht nur Schuldentilgung und Abschreibungen ermöglichen, sondern auch Spielraum für Investitionen in neue Geschäfte bringen, hieß es. Eine Verkleinerung des Geländes und andere Nutzungen für einige Hallen werden diskutiert. Die Messe AG prüft zudem zunehmend Partnerschaften mit anderen Messeveranstaltern vor allem im Ausland.

Brauerei im Engpass dpa HANNOVER. Wegen Außenständen von mehr als 300 000 Euro kann die Brauerei Herrenhäuser einen Teil der 160 Beschäftigten nicht mehr bezahlen. Etwa 20 Angestellte warteten derzeit auf ihren Januar-Lohn, bestätigte Sprecher Rafael Rybandt gestern. Handelsketten und Einzelhändler seien mit ihren Zahlungen massiv

im Rückstand. Zwar seien finanzielle Engpässe am Jahresanfang normal, „dass sie jetzt allerdings so eklatant auftreten, ist der Wirtschaftskrise geschuldet“, sagte er. Es werde dennoch keine Kündigungen geben. Rybandt geht zunächst davon aus, dass alle 160 Kollegen ihren nächsten Lohn wieder regulär erhalten werden.

ZINSEN

3850

1920

3750

3692,03

Die.

Mit.

Don.

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Aixtron BB Biotech NA Bechtle Carl Zeiss Meditec centrotherm photov. Conergy Drägerwerk Vz. Freenet IDS Scheer Jenoptik Kontron Manz Automation Medigene NA MorphoSys Nordex Pfeiffer Vacuum Phoenix Solar Q-CELLS SE QIAGEN QSC Rofin-Sinar Roth & Rau Singulus SMA Solar Technol. Smartrac Software SolarWorld SOLON SE United Internet NA Wirecard

9.3. 3,23 38,40 12,90 10,10 16,42 0,42 13,99 3,39 5,90 3,58 6,83 23,17 3,29 13,60 7,92 39,35 28,75 9,87 12,63 0,79 10,14 11,31 1,80 28,43 6,56 50,26 12,24 5,51 4,55 4,26

6.3. 3,29 38,89 13,23 10,38 16,37 0,45 13,73 3,33 5,96 3,56 6,45 23,15 3,48 13,40 7,66 39,99 23,91 10,27 12,55 0,80 10,32 11,21 1,76 29,00 6,50 48,00 12,31 5,67 4,28 4,18

2,75

9.3. 3,49 1,17 22,67 24,10 15,70 11,81 13,41 27,41 19,05 10,17 43,20 22,46 36,37 23,20 2,35 7,57 15,40 4,35 16,64 21,18

6.3. 3,60 1,22 22,54 25,35 15,35 12,88 14,24 27,51 18,66 10,10 42,36 23,49 37,39 24,23 2,21 7,80 15,58 4,30 16,93 22,45

Heidelberg Cement Heidelberg Druck HOCHTIEF Hugo Boss Vz. Hypo Real Estate IVG Immobilien Klöckner & Co. NA SE Krones KUKA LANXESS Leoni MLP MTU Aero Engines Norddt. Affinerie Pfleiderer NA Praktiker Premiere NA ProS.Sat.1 Media Puma Rheinmetall RHÖN-KLINIKUM

20,27 2,85 21,30 9,50 0,64 3,43 5,66 25,30 9,55 11,93 6,43 5,25 19,62 19,32 2,55 2,87 1,61 0,98 103,04 24,95 14,70

20,92 2,98 21,36 9,03 0,66 3,39 6,19 26,05 9,89 11,25 6,53 5,50 19,55 19,60 2,57 2,92 1,77 0,96 106,32 24,60 14,87

Achtung, Fusion! Auch Arbeitsplätze stehen bei der Übernahme von Schering-Plough auf dem Spiel. Foto: AP

Merck übernimmt Schering-Plough Zweite große Pharmabranchen-Fusion Reuters NEW YORK. In der US-

Pharmabranche kommt es innerhalb weniger Wochen zu einer zweiten MilliardenÜbernahme. Für rund 41,1 Milliarden Dollar (etwa 32,4 Milliarden Euro) will der USPharmariese Merck & Co seinen kleineren Rivalen Schering-Plough schlucken. Beide Konzerne haben deutsche Wurzeln und waren im 19. Jahrhundert zunächst als US-Ableger deutscher Firmen entstanden. Merck & Co und ScheringPlough beschäftigen zusammen mehr als 100 000 Mitarbeiter. Der Fusion sollen auch Stellen zum Opfer fallen – die Mehrzahl außerhalb der USA. „Wir schaffen damit einen starken, globalen und führenden Gesundheitskon-

Veränderung (+0,36 %)

Brent ($ / Barrel)

1800

Veränderung zum Vortagesschluss 44,81 (+2,96 %)

Die.

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Mon.

9.3. 3,40 1,04 28,00 13,30 4,75 22,71 8,24 38,78 2,25 2,00 14,82 15,13 7,71 3,96 8,19 6,95 5,13 4,14 1,32 8,40 1,69

6.3. 3,35 0,97 27,40 13,49 4,80 22,51 7,90 38,56 2,24 2,14 16,28 15,07 7,67 4,02 8,45 6,95 5,06 4,15 1,39 8,49 1,72

14,87 10,21 13,49 8,03 6,75 3,40 71,80 46,88 32,45

16,31 10,11 13,24 7,94 6,93 3,37 70,97 46,60 32,27

METALLE/ROHSTOFFE Ankauf/Verkauf Gold (1 Kilo) 23519,49 - 24276,10 Silber (1 Kilo) 323,00 - 403,00 Platin (1g, W.C. Heraeus) 28,70 Krügerrand 719,00 - 803,68 MK-Notierung 350,15 - 350,15 Kupfer Kasse Basis LME 284,08 - 284,16 Aluminium 124,00 - 124,00 Messing MS 58 I 255,00 - 277,00

Eurostoxx 50 und Auslandsaktien (Auswahl)

Stand: 18:50 h AHOLD Alcatel-Lucent All. Irish Banks AT & T Inc AXA BNP Paribas Boeing BP PLC Carrefour Chevron Corp. Citigroup Coca Cola Crédit Agricole Disney Co. Dow Chemical Endesa Enel France Télécom General Electric General Motors Groupe Danone Hewlett-Packard IBM ING Groep Intel Lafarge LVMH McDonald’s Microsoft Nestlé NA Nokia Pfizer Philips Elec. Procter & Gamble Sanofi-Aventis Société Générale St. Gobain Telefónica Time Warner Total UniCredito Ital. Unilever Vivendi Vodafone Group

9.3. 8,30 0,91 0,38 17,37 5,87 22,04 23,79 4,82 22,94 45,90 0,83 31,00 5,95 12,48 5,51 21,09 3,32 16,82 5,99 1,34 34,67 21,22 66,26 2,50 10,25 30,51 42,98 41,50 12,17 24,32 7,00 10,04 11,36 35,65 40,12 19,30 18,51 13,76 5,82 35,53 0,74 13,69 18,62 1,26

geschlossen hatte. Der TecDAX stieg um 1,03 Prozent auf 409,32 Punkte. Der M-DAX verlor hingegen 1,13 Prozent und schloss bei 4163,42 Punkten.

ÜBRIGE WERTE

AUSLANDSAKTIEN

S-DAX (AUSWAHL)

Lkw-Krise erreicht ZF dpa FRIEDRICHSHAFEN. Der

drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen rechnet 2009 mit einem dramatischen Rückgang bei der Produktion von Nutzfahrzeuggetrieben. Allein am Hauptstandort Friedrichshafen dürften 52 Prozent weniger Getriebe als 2008 gebaut werden, sagte Rolf Lutz, Leiter des Unter-

nehmensbereichs. Weltweit wird ZF nach den bisherigen Prognosen 31 Prozent weniger Getriebe fertigen. Die Kurzarbeit in Friedrichshafen wird bald stark ausgeweitet und 540 Mitarbeitern werden die befristeten Verträge nicht verlängert. „Aber wir wollen hier die Stammbelegschaft halten“, versicherte Lutz.

EURO in Dollar

VERLIERER

1,265

DAX im Plus

SGL Carbon STADA vNA Südzucker Symrise Tognum TUI NA Vossloh Wacker Chemie WINCOR NIXDORF

ROHÖL (Stand 18:30h)

Fleischwarenfabrik Dieter Hein GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste (Landkreis Osnabrück), will die Aktivitäten in Osteuropa verstärken. Laut Geschäftsführung gibt es Überlegungen, eventuell in Kroatien zu produzieren. „Unsere Pläne gehen dabei vor allem in Richtung Kooperation mit einem heimischen Partner“, erläutern Geschäftsführer Georg Hein sowie Vertriebs- und Marketingleiter Dirk Wessels das Vorhaben. In diesen Tagen finden darüber in Kroatien Gespräche statt. Die Produktion in dem osteuropäischen Land könnte Ende 2009/Anfang 2010 anlaufen, hieß es. In Polen legt das in der Fleisch- und Wurstwarenbranche tätige Unternehmen weiter zu. Kontakte wurde auch in Ungarn geknüpft. Die Pläne für ein Joint Venture in Russland liegen insbesondere wegen der ungewissen Perspektiven in diesem Land weiter auf Eis. Mit dem Verlauf des Jahres 2008 ist die Geschäftsführung „im Großen und Ganzen“ zufrieden. Trotz des immer härter werdenden Wettbewerbs um die Gunst der Verbraucher steigerten die Hein Produktionsbetriebe in Hasbergen-Gaste und Görlitz sowie die Dieter Hein Euro Food Service den Umsatz um 2,5 Prozent auf 49 Millionen Euro, wobei der Schwerpunkt des Zuwachses im SB-

Lebensmitteleinzelhandel zu verzeichnen war. Dieser Bereich steuerte 48 Prozent zum Umsatz bei, die restlichen 52 Prozent entfielen auf Catering und Bistro sowie auf den Industriesektor. Der 2006 erfolgte Einstieg in den Bio-Bereich trägt weiter Früchte, denn der Umsatzanteil dieses Marktsegments erhöhte sich auf 3,8 (2007: 3,2) Prozent. Im Verlauf der nächsten fünf Jahre werden fünf bis sechs Prozent angepeilt. Derzeit bietet Hein im Bio-Bereich 20 Produkte an, insgesamt hat das Unternehmen 450 Artikel im Programm. Der Exportanteil am Umsatz lag 2008 bei 22 Prozent. Größte Auslandsmärkte waren dabei wieder Italien und Spanien. Die Ertragslage wurde erheblich durch die starken Verteuerungen bei den Rohstoffen, im Energiebereich und im Verpackungssektor beeinflusst. Allein beim Schweinefleisch ergab sich zum Sommer hin ein Preisschub von etwa 30 Prozent. Erst zum Jahresende habe sich eine „gewisse Entspannung“ ergeben. Das Jahr 2009 ist für das Unternehmen ruhig angelaufen. Die Konsumenten würden preisbewusster einkaufen und verstärkt zu günstigeren Produkten greifen. Ziel ist es nach Angaben von Georg Hein, in diesem Jahr beim Umsatz erstmals in der Unternehmensgeschichte die 50-Millionen-Euro-Marke zu überschreiten.

1,275

Der deutsche Aktienmarkt ist nach den herben Verlusten der Vorwoche gestern uneinheitlich in die neue Woche 3692,03 Zähler, nachdem er gestartet. Der Leitindex DAX am Freitag auf dem niedrigsgewann 0,70 Prozent auf ten Stand seit August 2004

Stand: 18:50 h Air Berlin PLC ARQUES Industries Biotest Vz. CeWe Color comdirect bank CTS Eventim Deutsche Wohnen Inh. Dyckerhoff Vz. EM.Sport Media Escada St. Gerry Weber Int. GfK SE H&R WASAG Highlight Indus Hold. Loewe Medion MPC PATRIZIA Immob. NA Sixt St. Vivacon

zern, der auf nachhaltiges Wachstum und Erfolg ausgerichtet ist“, warb Merck-Chef Richard Clark, der auch den kombinierten Konzern leiten soll, gestern bei den Aktionären. Ende Januar erst hatte der weltweite Branchenprimus Pfizer angekündigt, für rund 68 Milliarden Dollar den US-Konkurrenten Wyeth übernehmen zu wollen. Die Direktoren von Merck und von Schering-Plough hätten dem Vorhaben bereits zugestimmt. Das fusionierte Unternehmen werde weiterhin Merck heißen, Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey bleibe Firmensitz. Zusammen kommen beide Unternehmen derzeit auf einen Jahresumsatz von 47 Milliarden Dollar.

1860

M-DAX Aareal Bank Arcandor BAUER Bilfinger Berger Celesio Continental Demag Cranes Douglas Hold. Dt. Euroshop NA EADS Fielmann Fraport Fresenius SE Vz. Fuchs Petrolub Vz. GAGFAH GEA Group Gerresheimer Gildemeister Hamburger Hafen Hannover Rück. NA

HASBERGEN-GASTE. Die EG-

1809,98

Umlaufrendite

3650

6.3. 22,94 48,68 20,74 34,61 30,72 19,83 2,27 18,55 18,79 30,66 6,74 7,26 9,27 20,20 31,01 18,60 0,41 32,52 51,29 7,98 31,22 57,24 20,07 82,21 48,47 41,32 25,01 38,49 13,72 204,50

Von Siegfrid Sachse

EUROSTOXX 50 in Punkten 1980

TEC DAX

9.3. adidas 23,63 Allianz SE vNA 49,03 BASF SE 20,77 Bayer 35,38 Beiersdorf 30,33 BMW St. 20,17 Commerzbank 2,27 Daimler NA 18,56 Deutsche Bank NA 19,32 Deutsche Börse NA 30,64 Deutsche Post NA 6,65 Deutsche Postbank NA 8,01 Deutsche Telekom NA 9,16 E.ON NA 20,22 Fresenius M.C.St. 31,50 Henkel Vz. 18,61 Infineon NA 0,39 K+S 33,08 Linde 51,36 Lufthansa vNA 7,86 MAN St. 30,57 Merck 58,64 Metro St. 20,45 Münch. Rück vNA 81,03 RWE St. 48,32 Salzgitter 42,28 SAP St. 25,59 Siemens NA 39,02 ThyssenKrupp 14,04 Volkswagen St. 207,90

Produktion ab 2010? – Gespräche laufen

Messe Hannover vor Umbruch

3950

DAX 30

Hein zieht es auch nach Kroatien

Frisches Kapital und neue Strategie

DAX in Punkten

Phoenix Solar

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

6.3. 8,39 0,89 0,35 17,72 6,22 21,48 23,15 4,60 23,79 44,65 0,79 30,48 6,10 12,53 5,18 21,71 3,43 17,83 5,32 1,13 35,17 20,63 66,58 2,52 9,72 30,85 44,71 40,80 11,99 24,52 6,86 9,85 11,59 36,00 39,45 19,45 19,28 14,26 5,72 35,49 0,77 13,84 18,89 1,28

Stand: 18:50 h ADVA Optical Net. Ahlers St. Audi Baader Bank Berentzen Vz. Borussia Dortmund Bremer Lagerhaus B Einbeck. Brauhaus EPCOS NA Frosta Generali Dtschld. KWS SAAT Norddt. Steingut OLB B Plambeck Porsche SE Vz. RWE Vz. Sartorius St. Schmack Biogas VARTA konv. Volkswagen Vz.

9.3. 0,84 6,10 306,35 1,65 1,40 0,91 8,50 12,50 19,15 14,39 43,00 95,73 2,85 45,97 1,80 30,89 42,77 11,86 3,86 5,11 30,45

6.3. 0,87 6,35 316,00 1,65 1,42 0,93 9,00 12,50 19,30 14,40 49,50 97,91 2,56 48,18 1,76 30,77 42,91 11,68 3,86 5,11 31,70

DEVISENKURSE Ein Euro in der jeweiligen Landeswährung:

USA (USD) Japan (JPY) England (GBP) Schweiz (CHF) Kanada (CAD) Schweden (SEK) Dänemark (DKK) Tschech. Rep.(CZK) Australien (AUD) Polen (PLN)

Geld Brief 1,2553 1,2613 124,2900 124,7700 0,9067 0,9107 1,4615 1,4655 1,6227 1,6347 11,5423 11,5903 7,4306 7,4706 27,5430 27,5920 1,9973 1,9993 4,7465 4,7515

FINANZEN Wertpapiere des Bundes: Fin. Schätze. 1 J. 1,00 / 2 J. 1,20 % R. Bundeschatzb.: Typ A 2,43 / B 2,64 % R. Tagesanleihe, Kurs 100,26; Zins 1,11 % Zinssätze im Interbankenhandel (in %): 1 Jahr 1,92 / 5 Jahre 3,20 / 10 Jahre 4,02

1,255

1,2583

1,245 Die.

Mit.

Don.

Fre.

Mon.

Premiere NA Kurs 1,61

Veränderung (-9,04 %)

INVESTMENTFONDS Ausg. Rückn. Rückn. 9.03. 9.03. Vortag Allianz Global Inv. Cash Eur AE* Concentra AE DEGI EUROPA Dynamik + AE Europazins AE Industria AE Inform Techn AE InternRent AE Japan AE Kapital + AE Log&Services AE Vermögenb De AE Vermögenb Eu AE COMMERZ REAL hausInvest europa* cominvest Adiasia* Adifonds* Adiglobal* Adirenta* Adiropa* Adiselekt* Aditec* Adiverba* EuroExpert* EuropaVision* Fondak* Fondirent* Fondiropa* Fondis* hausInvest europa* DEKA Invest.fonds AriDeka Bund+S Fin:1-3TF Con.Akt. TF ConvergenceRe. TF Corp.Bd. Euro TF Deka Eu.StocksTF Deka Immob Europa Deka Immob Fonds Deka Immob Global Deka-Finanzw.TF DekaFonds Deka-Geldm:EuroTF DekaLux Deut.TF DekaLux Europa TF DekaLux Japan EUR DekaLux-MidCapTF

30,78 67,52 29,97 43,46 47,99 50,68 37,73 24,08 33,70 21,26 55,03 20,29

24,73 29,31 64,30 28,54 42,19 45,70 48,27 36,63 22,93 32,72 20,25 52,41 19,32

25,40 29,90 64,29 28,65 42,22 47,06 48,54 36,84 23,51 32,98 20,47 53,11 19,84

45,58

43,41

43,40

13,57 44,53 42,95 12,96 42,07 74,20 30,16 47,04 46,75 12,84 56,88 37,98 29,73 26,65 45,58

12,92 42,41 41,70 12,58 40,84 70,67 28,72 44,80 44,95 12,23 54,17 36,87 28,31 25,38 43,41

13,14 43,68 41,24 12,45 40,31 73,47 29,84 47,64 45,07 12,54 56,18 36,47 29,06 26,19 43,40

30,84 29,30 30,09 44,84 44,84 44,89 64,73 64,73 65,24 40,69 40,69 41,02 42,43 42,43 42,69 15,99 15,99 17,11 49,20 46,74 46,73 41,82 39,73 39,72 59,21 56,25 56,22 10,90 10,90 11,20 36,53 34,70 35,20 66,18 66,18 66,19 40,62 40,62 43,15 27,09 27,09 28,63 292,46 277,85 289,13 22,79 22,79 23,71

DekaSpezial DekaStruk.2Chance DekaStruk.3Chan.+ DekaStruk.3Chance DekaStruk.3Ertrag+ DekaStruk.3Wachs. DekaStruk.4Chan.+ DekaStruk.4Chance DekaStruk.4Ertrag DekaStruk.4Ertrag+ DekaStruk.4Wachs. DekaTresor WestInvest 1 DWS Investments DWS Akkumula DWS Deutschland DWS Dt.Akt.Typ O DWS Eurorenta DWS Eurovesta DWS Inter-Renta DWS Investa DWS Nordamerika DWS Provesta DWS TOP 50 Asien DWS TOP 50 Europa DWS TOP 50 Welt DWS US Akt. Typ O SEB Asset Man SEB Aktienfonds* SEB Europafonds* SEB ImmoInvest Union Invest UniAsia* UniDeutschland* UniDynamic Gl. A* UniEuropa* UniEuroRenta* UniEuroSt.50 A* UniFonds* UniGlobal* UniImmo:Europa* UniKapital* UniRak* UniRenta*

Ausg. Rückn. Rückn. 9.03. 9.03. Vortag 116,65 110,82 111,96 26,40 25,88 26,06 25,32 24,82 25,33 33,46 32,80 33,02 44,67 43,79 43,91 39,54 38,76 38,92 38,72 37,96 38,76 44,63 43,75 44,05 48,02 47,08 47,09 46,09 45,19 45,31 44,92 44,04 44,22 79,09 77,16 77,29 24,28 23,01 23,01 383,56 365,29 370,27 53,45 50,90 52,00 101,92 101,92 103,63 48,29 46,88 47,03 52,49 49,99 50,93 13,38 12,99 12,99 51,97 49,49 50,32 47,41 45,15 45,42 82,22 78,30 79,73 58,88 56,61 57,15 54,07 51,98 52,97 36,40 34,99 35,36 108,10 108,10 107,73 35,57 25,67 59,93

34,20 24,68 56,94

34,51 24,96 56,94

22,44 21,37 21,73 72,11 69,34 69,92 18,00 17,31 17,49 816,34 777,47 784,63 63,52 61,67 61,48 26,88 25,85 26,30 21,65 20,62 20,82 69,43 66,12 66,63 61,31 58,39 58,39 105,77 103,70 103,74 56,36 54,72 55,03 17,82 17,30 17,31

* = letzter gehandelter Kurs. Gewinner/Verlierer auf Basis HDax. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle


WIRTSCHAFT

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

7

Streik im Anflug

Opel hält sich nicht an Tarifvertrag

KOMPAKT

Island: Letzte Großbank verstaatlicht Reuters REYKJAVIK. Island

hat seine bislang letzte noch unabhängige Großbank verstaatlicht. Straumur Burdaras sei das Geld ausgegangen, erklärte die Finanzaufsicht des Inselstaates gestern. Damit geht das letzte größere Institut, das seit dem finanziellen Kollaps Islands im Oktober noch unabhängig war, in Staatsbesitz über. Zu den verstaatlichten Instituten zählt auch die KaupthingBank, bei der viele Deutsche Geld angelegt haben.

Lohnerhöhung für Februar einbehalten AP/dpa RÜSSELSHEIM. Die

deutschen Opel-Beschäftigten müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Der Chef des Eisenacher OpelBetriebsrats, Harald Lieske, berichtete gestern, die Arbeitgeberseite habe eine Lohnsenkung im zweistelligen Prozentbereich vorgeschlagen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Unternehmen eine den Beschäftigten seit Februar zustehende Lohnerhöhung von 2,1 Prozent zurückhält. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel sagte, die in der Produktion tätigen Bochumer Opel-Arbeiter hätten gestern ihre Lohnabrechnung für den vergangenen Monat bekommen. Die laut Tarifvertrag fällige Entgelterhöhung sei dabei nicht ausbezahlt worden. Der Frankfurter IG-MetallBezirksleiter Armin Schild bestätigte, dass das Unternehmen bei der Gewerk-

schaft beantragt hat, auf die Lohnerhöhung verzichten zu können. Noch sei es aber zu keiner Vereinbarung gekommen. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz äußerte sich zurückhaltend zu einem möglichen zweistelligen Lohnverzicht. „Ich lasse mich nicht festlegen“, sagte Franz der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Bevor es zu Verhandlungen darüber kommt, müssen wir uns erst mit den Betriebsräten und der IG Metall abstimmen.“ Schild sagte dagegen, das Unternehmen habe bislang keinen Antrag auf Lohnsenkung gestellt. Sollte es dazu kommen, werde die Gewerkschaft darauf eine europaweit koordinierte Antwort geben. Es dürfe keinen „Wettlauf bei Lohnsenkungen“ geben. Auch werde die IG Metall keine Löhne unterhalb des Flächentarifvertrags akzeptieren. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will europaweit Kosten

von 950 Millionen Euro einsparen. Das Unternehmen widersprach unterdessen Berichten, wonach Opel bereits einen Insolvenzantrag vorbereite. „Insolvenz ist derzeit kein Thema“, sagte OpelSprecher Jörg Schrott. Die Bundesregierung arbeitet offenbar an einer Erweiterung des Insolvenzrechts, die auch Opel zugutekommen könnte. Justizministerium und Wirtschaftsministerium verwiesen darauf, dass derzeit ein Restrukturierungsverfahren geprüft werde, das Unternehmen der Finanzbranche vor dem Aus retten soll. Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Steffen Moritz, sagte, die Arbeiten an diesem auf die Finanzbranche zugeschnittenen Modell müssten zunächst abgewartet werden: „In einem zweiten Schritt könnte dann geprüft werden, inwiefern dieses Modell auf andere Fälle anwendbar ist.“

Sägenhersteller Stihl drosselt Produktion Die Flugbegleiter der Lufthansa haben in einer zweiwöchigen Urabstimmung mit 96 Prozent nahezu geschlossen für einen Ausstand bei der größten deutschen Fluggesellschaft gestimmt, wie die Flugbegleitergewerkschaft UFO gestern mitteilte. Hinter den Kulissen wird jedoch

Erfolgreiche Ich-AG Studie: Mehrheit der Geförderten bleibt selbstständig

KOMMENTAR

Dramatische Lage Von Gerhard Placke

O

pel steht das Wasser bis zum Hals. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Verantwortlichen in Rüsselsheim den Tarifvertrag nicht einhalten und die ab Februar eigentlich fällige Lohnerhöhung den Mitarbeitern nicht überwiesen haben?

Seit Jahrzehnten funktioniert in unserem System das Zusammenspiel von Arbeitnehmern und -gebern auf der Grundlage von Tarifverträgen in der Regel problemlos. Wenn sich beide Seiten an die Spielregeln halten. Aber wenn eine der Parteien ausbricht, gerät das Gefüge durcheinander, so wie jetzt bei Opel.

Der Vorschlag zum Lohnverzicht geht in die gleiche Richtung und zeigt, wie dramatisch die Lage bei dem Autobauer ist. Und er trägt auch nicht gerade zur Beruhigung der Belegschaft bei. Denn weniger Lohn bedeutet später auch weniger Arbeitslosengeld. g.placke@neue-oz.de

EIB erhöht Hilfen für Autobranche

Geldsegen für Postbank-Vorstand

dpa BRÜSSEL. Die Europäi-

Einstieg der Deutschen Bank bringt Boni

sche Investitionsbank (EIB) erhöht ihre Finanzhilfen für die angeschlagene Autoindustrie massiv. Bis Ende Juni würden wahrscheinlich 7 Milliarden Euro Kredithilfen genehmigt, teilte EIB-Präsident Philippe Maystadt gestern in Brüssel mit. Bislang waren 4 Milliarden Euro vorgesehen. Der größte Teil der 7 Milliarden solle in die Entwicklung umweltschonenderer Autos fließen. Die Obergrenze je Unternehmen für einen EIB-Kredit liegt bei 400 Millionen Euro im Jahr. „Wir sind eine EU-Institution, und ich denke, wir sollten Ausgewogenheit anstreben“, sagte Maystadt. Er machte klar, dass mit 7 Milliarden die Obergrenze nun so gut wie erreicht ist. Die Bank mit Sitz in Luxemburg ist ein Finanzierungsinstrument der EU.

weiter um eine Lösung ohne Streiks gerungen. UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller zeigte sich zuversichtlich. „Ich hoffe, dass wir eine Einigung hinkriegen, vielleicht noch vor Streikbeginn“, sagte er. Auch Lufthansa zeigte sich geFoto: AP sprächsbereit.

dpa BONN. Wegen des Einstiegs der Deutschen Bank hat der Postbank-Vorstand 2008 trotz eines Gewinneinbruchs einen Bonus von 11,5 Millionen Euro erhalten. Diese Summe ist im Geschäftsbericht 2008 der Postbank genannt, den das Geldinstitut gestern in Bonn veröffentlichte. Die einmalige Sonderzahlung für die Vorstände der Post-Tochter übersteigt deren Jahres-Grundgehalt von zusammen 4,3 Millionen Euro bei Weitem. Die Sonderprämie – genehmigt vom Postbank-Aufsichtsrat mit Post-Chef Frank Appel an der Spitze – liegt in etwa bei einem Jahresgehalt plus Jahresbonus. Eine normale Bonus-Zahlung für den Postbank-Vorstand entfällt für 2008. Erstmals seit ihrem

Börsengang 2004 verzeichnete die Postbank aufgrund einer Milliarden-Belastung durch die Finanzkrise einen Jahresverlust. Das Minus unterm Strich lag bei 821 Millionen Euro. Als Sonderzahlung erhält etwa Postbank-Vorstandschef Wolfgang Klein – neben seinem Grundgehalt von 875 000 Euro – einmalig 2,4 Millionen Euro. Die weiteren Anteile verteilen sich auf weitere neun Vorstandsmitglieder – mehrere Vorstände liegen bei über einer Million Euro. Ein Aktienprogramm wie in anderen Unternehmen gibt es bei der Postbank nicht noch zusätzlich. Insgesamt erhielt der Vorstand an Vergütung für 2008 16,1 Millionen Euro (2007: 10,5 Mio. Euro).

ddp BERLIN. Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus sind erfolgreicher als häufig angenommen. So ist die klare Mehrheit der ehemals Arbeitslosen, die Überbrückungsgeld oder den Existenzgründungszuschuss („Ich-AG“) bekommen haben, auch fünf Jahre nach der Gründung noch selbstständig, wie eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zeigt. Für potenzielle Gründer halten die Arbeitsmarktexperten weitere ermutigende Ergebnisse bereit. So kommen Selbstständige, die als Ich-AG gefördert wurden, heute auf ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 1758 Euro in Westund 1635 Euro in Ostdeutsch-

land. Selbstständige mit Überbrückungsgeld erzielen sogar 2515 Euro beziehungsweise 1710 Euro. Gründerinnen verdienen demgegenüber deutlich weniger, was auch daran liegt, dass sie die Selbstständigkeit häufig als Teilzeitbeschäftigung ausüben. Zumindest bei einigen Selbstständigen geht das relativ hohe Nettoeinkommen allerdings zulasten der Altersvorsorge. Mindestens jeder sechste ehemals geförderte Gründer zahlt weder in die gesetzliche Rentenkasse noch in eine private Versicherung ein. Aufschlussreich sind die in der Studie aufgeführten Ursachen für das Scheitern von Existenzgründungen. Bei über 60 Prozent der Befrag-

ten blieben Kunden und Aufträge aus, knapp 50 Prozent mussten wegen Kapitalmangels aufgeben. Zudem hat knapp jeder zweite Gründer einer Ich-AG die Kosten für Renten- und Krankenversicherung nach dem Ende der staatlichen Förderung unterschätzt. Aus Gründersicht beruhigend ist der Umstand, dass das Abenteuer Selbstständigkeit nur für wenige Unternehmer bei der Arbeitsagentur endet. Je nach betrachteter Gruppe suchen fünf Jahre nach der Gründung nur zwischen drei Prozent (Gründerinnen mit Überbrückungsgeld im Westen) und knapp zwölf Prozent (Gründer mit Ich-AG im Westen) der Befragten einen Arbeitsplatz.

Mittelstand erwartet die Krise KfW-Bank: Geschäftserwartungen auf historischem Tief dpa FRANKFURT. Der deutsche Mittelstand wird laut einer Studie der KfW-Bankengruppe 2009 voll von der Rezession erfasst. Die Geschäftserwartungen seien auf ein historisches Tief gefallen, berichtete die staatseigene Förderbank KfW in ihrem „Mittelstandsmonitor 2009“. Die Unternehmer der Branche, die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft gilt, rechnen demnach „mit großer Mehrheit“ mit einer Verschlechterung der Geschäftslage, 42 Prozent erwarten sinkende Umsätze.

Derzeit stünden Kurzarbeit, Investitionsstopps und erste Entlassungen auf der Tagesordnung, sagte Helmut Rödl, Vorstandsmitglied im Verband der Vereine Creditreform. Die KfW erwartet 2009 einen Rückgang der Unternehmensinvestitionen zwischen 10 und 15 Prozent. Auch die Zahl der Insolvenzen nehme wieder zu. Bislang seien international orientierte Großunternehmen zwar stärker von der Krise betroffen. Inzwischen seien aber auch kleinere und mittlere Unternehmen in den Abwärts-

sog geraten. Die Bestelltätigkeit sei vielerorts „vollends zum Erliegen gekommen“. Creditreform rechne 2009 mit bis zu 35 000 Unternehmensinsolvenzen – das wäre ein Anstieg um bis zu 15 Prozent gegenüber 2008. Dennoch sehen die Institute auch Grund zur Hoffnung. Lichtblicke seien die Konjunkturpakete der Bundesregierung und die deutlich gesunkenen Energie- und Rohstoffkosten. Zudem seien die deutschen Mittelständler wegen ihrer niedrigen Verschuldung gut für die Krise gerüstet.

dpa WAIBLINGEN. Der Mo-

torsägenhersteller Stihl drosselt die Produktion und lässt in mehreren Werken in den nächsten Monaten Schichten ausfallen. Betroffen seien mehrere Hundert Mitarbeiter an den Standorten Waiblingen, Ludwigsburg und Prüm-Weinsheim in der Eifel, sagte ein Unternehmenssprecher gestern. Die Drosselung soll über den Abbau von Arbeitszeitkonten geregelt werden. Kurzarbeit oder betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit kein Thema.

Gerüchte um Ablösung des EADS-Chefs AP PARIS. Nach einem Be-

richt der französischen Finanzzeitung „La Tribune“ ist EADS-Chef Louis Gallois bei Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Ungnade gefallen und soll im Sommer abgelöst werden. Unter Berufung auf einen nicht näher benannten Insider schreibt das Blatt, Airbus-Chef Thomas Enders könne dann an die Spitze des Europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns rücken. Konzernsprecher Alexander Reinhardt wollte den Artikel nicht kommentieren.

Japans Wirtschaft hart getroffen Reuters TOKIO. Der drastische Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Produkten „Made in Japan“ hat dem Land erstmals seit 13 Jahren ein Defizit in der Leistungsbilanz eingebrockt. Im Januar lag der Fehlbetrag bei 172,8 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro) und war damit so groß wie nie zuvor, wie das Finanzministerium gestern mitteilte. Die Wirtschaftskrise trifft die exportabhängige japanische Wirtschaft hart. Die Rezession fordert immer mehr Firmenpleiten.

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DIALOG

8 HOROSKOP

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

SPRUCHREIF

RABENAUS WUNDERSAME ERLEBNISSE

21. 3.–20. 4.

Sophie (6) und Oma haben

Die Liebe ist heute Thema des Tages. Also: zeitig Feierabend machen. Singles gehören auf die Piste.

verschiedene Nachnamen. Sophie: „Oma, ich habe gehört, dass Frauen auch Frauen heiraten können. Deshalb heirate ich dich, dann heißen wir gleich!“

WIDDER

STIER

21. 4.–21. 5.

Wagen Sie sich an die Verwirklichung neuer Vorhaben. Der Erfolg wird Ihnen schnell recht geben. ZWILLINGE

Schnelle Sprüche: SMS bitte an: 05 41/7 60 52 96. Unsere E-Mail-Adresse: dialog@neue-oz.de, Unsere Postadresse lautet: Neue Osnabrücker Zeitung, Breiter Gang 10–16, 49074 Osnabrück.

22. 5.–21. 6.

Anstatt sich für neue Dinge zu begeistern, sollten Sie lieber einen kritischen Blick auf die Kehrseite der Medaille werfen. KREBS

22. 6.–22. 7.

Sie haben heute Methode und den Sinn für wichtige Details. Da werden selbst kritische Vorgesetzte hellhörig. LÖWE

23. 7.–23. 8.

24. 9.–23. 10.

Da die Sterne Ihnen heute etwas Ruhe gönnen, können Sie schalten und walten, wie es Ihnen beliebt. SKORPION 24. 10.–22. 11.

Wenn Sie sich aus Differenzen im Kollegenkreis heraushalten, kommen Sie Ihren Karrierezielen ein Stück näher. SCHÜTZE

23. 11.–21. 12.

Achten Sie auf Details, anstatt den Entwicklungen vorzugreifen. Venus sorgt dafür, dass emotionale Wünsche erfüllt werden. STEINBOCK 22. 12.–20. 1.

In der Chefetage haben Sie bessere Karten, als Sie glauben. Klopfen Sie selbstbewusst an. WASSERMANN 21.1.–19. 2.

Dies ist zwar kein Tag, um die Welt umzukrempeln, doch signalisieren die Sterne einen positiven und erfrischenden Trend. FISCHE

dpa MÜNCHEN. Der Titel „Schlank im Schlaf für Berufstätige“ schafft in dieser Woche den Sprung auf den vierten Platz der „Focus“Bestsellerliste Sachbücher. 1. (1.) Winterhoff, Michael

Tyrannen müssen nicht sein Gütersloher Verlagshaus, Euro 17,95

Zur aktuellen Diskussion um müssten, auch nur in Ansätstaatliche Unterstützungen zen darüber nachdenkt, Opel für Opel. zu unterstützen, setzt allem die Krone auf. Opel ist zu „Blinde Politik? Musste erst hundert Prozent amerikaeine Illustrierte darauf auf- nisch, zahlt dort auch Steumerksam machen, dass Opel ern für die Gewinne, die unin Deutschland keine Steu- ter anderem in Deutschland ern zahlt. Wurde bei den zum Teil mit Subventionen Überlegungen nicht einmal erwirtschaftet wurden. Opeldiesbezüglich eruiert? Anzu- Mitarbeiter haben Lohnvernehmen ist aber, dass diese zicht zugestimmt, was weniMethode, Gewinne im Aus- ger Lohnsteuereinnahmen land zu versteuern und Ver- für Deutschland, aber mehr luste in Deutschland geltend Gewinn für Opel bedeutet, zu machen, für viele, insbe- der dann postwendend wiesondere große Unternehmen der in die USA fließt. völlig normal ist und man Von den von Opel gefordeshalb bei Opel nichts ande- derten vier Milliarden könres annehmen konnte. nen die ca. 29 000 deutschen Man muss sich dieses Sze- Opel-Mitarbeiter 69 Monate nario einmal deutlich ma- (ca. 5,7 Jahre) mit ca. 2000 chen. Ein Milliardenunter- Euro (in Hartz IV mit 345 nehmen zahlt keine Steuern, Euro ca. 399 Monate/33 Jahein Kleinstverdiener aber re) unterstützt werden und Lohnsteuer. Jetzt, wo Geld sich in dieser Zeit eine neue fehlt, will Opel Milliarden, Arbeit suchen [. . .]!“ Klaus-Peter Rose die vorher dem Staat vorentNatruper Straße 183 halten wurden, als UnterOsnabrück stützung dafür, unter anderem auch von diesem Arbeiter mit Niedriglohn, dass die Gewinne weiterhin in die Ein Leserbrief ist eine USA fließen. persönliche MeinungsOpel will Löhne kürzen – äußerung des Autors. und – zusätzlich, über Steuer- Kürzungen Ihrer Beigelder finanziert, von seinen träge müssen wir Steuer zahlenden Mitarbei- uns gegebenenfalls tern eine staatliche Unter- allerdings vorbehalten. stützung. Dreister geht es Anonym eingesandte wirklich nicht mehr – oder Meinungsäußerungen doch – oder ist es Dummheit? können nicht veröffentDass die Regierung unter sol- licht werden. Schreiben chen Aspekten, die wohl je- Sie uns bitte an: dem durchschnittlich intelli- leserbriefe@neue-oz.de genten Menschen auffallen

4. 8.–23. 9.

Sie sollten mit dem Partner sprechen, wenn Sie die Beziehung als zu eingefahren empfinden. Gewohnheiten lassen sich ändern. WAAGE

20. 2.–20. 3.

Wenn Sie Ihr Licht jetzt unter den Scheffel stellen, wird Ihr Chef bei der Zuteilung lukrativerer Jobs einen Kollegen vorziehen.

2. (2.) Lafer, Johann/ Pape, Detlef

Lafer nimmt ab Gräfe & Unzer, Euro 19,90 3. (3.) Winterhoff, Michael

Warum unsere Kinder Tyrannen werden Gütersloher Verlagshaus, Euro 17,95 4. (5.) Pape, Detlef/ Schwarz Rudolf/ Trunz-Carlisi, Elmar

Schlank im Schlaf für Berufstätige Gräfe & Unzer, Euro 14,90 5. (4.) Byrne, Rhonda

The Secret Goldmann, Euro 16,95 6. (6.) Heßmann, Gabriele/Pape, Detlef

Schlank im Schlaf – Das Kochbuch Gräfe & Unzer, Euro 14,90 7. (7.) Pape, Detlef/ Schwarz, Rudolf/ Gillessen, Helmut

Schlank im Schlaf Gräfe & Unzer, Euro 19,90 Utopia lässt grüßen: Das eine verführerisch, das andere eher unheimlich – diese zwei Fotos stellen unsere Welt auf den Kopf. Das Schlaraffenland voller frei laufender glücklicher Brathähnchen hat Joachim Kracke aus Fürstenau für uns aufgespürt. Das Schild findet sich an der B 214 kurz vor Nienburg. Die gruselige Tür, die aus dem Dachgeschoss eines Berliner Wohnhauses direkt ins Nirwana führt, entdeckte Helmut Jänen aus Osna-

HEUTE

Ostsee

AUSSICHTEN

Meist herrscht stark bewölktes Wetter mit zeitweiligem Regen, nur gebietsweise kann sich die Sonne teilweise durchsetzen. Am frühen Morgen liegen die Temperaturen zwischen 1 und 3 Grad, bis zum Nachmittag erreichen sie 6 bis 8 Grad. Es weht mäßiger Wind aus Südwest.

WETTERLAGE

sonnig

Nordsee

Morgen bleibt es bei teils lockerer, teils dichter Bewölkung und Höchstwerten um 9 Grad meist trocken. Der Donnerstag zeigt sich stark bewölkt und regnerisch bei maximal 11 Grad. Am Freitag regnet es leicht bei dichter Bewölkung und höchstens 10 Grad.

Hamburg

Tiefdruckgebiete sorgen in großen Teilen Europas für wechselhaftes Wetter. In Deutschland ist es von der Nordsee bis zur Uckermark zeitweise sonnig, sonst bleibt es bei kompakten Wolken bedeckt. Verbreitet fällt Regen, Schneeregen oder Schnee. Die Temperaturen erreichen 2 bis 8 Grad. Dazu weht schwacher bis mäßiger, teils auch frischer Südwestwind.

heiter

7

wolkig

Hannover

Berlin

7

7

bedeckt

Düsseldorf

8

10. März 2009

Dresden

Erfurt

Nebel

6

6

Regen -1° - 1°

2°- 4°

5° - 7°

8° - 10°

11° - 13°

über 13°

Frankfurt

7

München

5

Aurich Emden Weener

Oldenburg

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Hu

1

9

3

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SONNE UND MOND

Samstag

0

10

6

7

4

HOCHWASSERZEITEN

Osnabrück

Em

s

Borkum Dämmerung 06:20 18:57 Uhr Bremen Sonne 06:54 18:23 Uhr Bremerhaven Mond 17:59 06:22Uhr Dangast Emden Helgoland BIOWETTER Vor allem morgens spüren Rheu- Leer matiker verstärkt Schmerzen in Norddeich Gliedern und Gelenken. Viele Norderney Menschen leiden auch unter Papenburg wetterbedingten Kopfschmerzen Spiekeroog oder Migräneattacken. Wilhelmshaven 11.03.

Bersenbrück

Bramsche

Münster

Donnerstag Freitag

ohne Gewähr, Quelle: BSH

Lingen

7 2

er

se

Nordhorn

7

W es

Ha

Meppen

Mittwoch

8 2

Bremen

Papenburg

7 1

Gewitter

AUSSICHTEN AUSSIC CHT HTEN Dienstag

7 3

7 1 Melle Bielefeld

Tag Nacht

18.03.

Jamies Kochschule Dorling Kindersley, Euro 24,95 9. (9.) Weber, Anne-Katrin

Kleine Kuchen Gräfe & Unzer, Euro 9,95 10. (10.) Dost, Kathrin

Weight Watchers. Der 4-Wochen-Power-Plan Gräfe & Unzer, Euro 12,90

26.03. 02.04.

10:43 01:57 00:21 00:09 11:32 00:00 11:10 11:08 00:09 11:35 12:36

22:49 14:41 13:08 12:50 12:09 23:46 12:46 23:18 23:17 12:48 23:44

Nordsee Ostsee Ijsselmeer Dümmer Biskaya Algarve Balearen Riviera Adria Ägäis Kanaren

3-5 2-4 4-6 5-6 10-12 15-17 13-15 12-14 10-13 13-16 17-19

EXTREMWERTE Werte von vorgestern die wärmsten Orte: Selfkant 13,0 Grad, Grevenbroich 12,0 Grad die kältesten Orte: Funtensee (Bayern) -20,1 Grad, Albstadt-Degerfeld -18,4 Grad die sonnigsten Orte: Zugspitze 6,8 Std., Borkum 6,6 Std. die nassesten Orte: Schönau/Schwarzw. 30,6 l/qm, Krunkelbachhütte 24,0 l/qm

1020

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Bremerhaven

WASSERTEMPERATUREN

Schnee

Saarbrücken 7 Stuttgart

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8. (8.) Oliver, Jamie brück. Noch dazu wird der Raum dahinter ansonsten auch von außen aus der Luft betreten – ist doch ein Schild angebracht mit der Aufschrift „Betreten der Baustelle verboten“. Unsere zwei Leser erhalten dafür jeweils ein Espresso-Set. Wenn auch Sie eine Kuriosität fotografiert haben, schicken Sie sie an dialog@neue-oz.de. Per Post an folgende Adresse: Neue Osnabrücker Zeitung, Breiter Gang 10–16, 49074 Osnabrück.

EUROPA

DEUTSCHLAND

REGION

bis -1°

BESTSELLER

Opel zahlt keine Steuern

Entscheiden Sie heute im Job nichts zwischen Tür und Angel. Dann kann nicht viel schiefgehen. JUNGFRAU

Schilda ist überall

LESERBRIEF

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DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

WONNEPROPPEN

OSNABRÜCKER LAND Komplott-Strategie des Verteidigers Plädoyers im Missbrauchsprozess vor dem Landgericht Bielefeld asr MELLE/BIELEFELD. „Ich

„La Le Lu – nur der Mann . . . Oh, guten Tag. Jetzt haben Sie mich doch gerade dabei erwischt, wie ich mir selbst ein Schlaflied singe. Lilly Buschmann ist mein Name, und das Lilly bitte mit Y! Das ist meiner Mama Jessica wichtig. Die hat mich am

bin unschuldig“, beteuerte der 62-jährige Meller, dem vielfacher Kindesmissbrauch vorgeworfen wird, in seinem letzten Wort vor der Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts. In dem über drei Monate dauernden Prozess wurden gestern die Plädoyers gehalten, am 16. März soll das Urteil gesprochen werden.

Ein Kaugummipapier soll der Zünder gewesen sein, ein greifbares Beweisstück, das eine Lawine von Ermittlungen nach sich zog. Zwei Kinder hatten auf diesem Stück Pa-

1. März um 18.38 Uhr im Klinikum Osnabrück zur

Welt gebracht. Da habe ich dann auch gleich meine Oma kennengelernt. Die war nämlich die ganze Zeit mit dabei. Sie wollte sich das Schauspiel wohl mal aus einer anderen Perspektive anschauen. Nun, wie Sie sehen, bin ich ganz gut gelungen und mit meinen 3580 Gramm und 55 Zentimetern habe ich das Zeug zum Wonneproppen.“ Foto: Jörn Martens Ihr Wonneproppen ist noch nicht veröffentlicht worden? Ein Meldeformular und alle bisher erschienenen Wonneproppen gibt es in unserem Internetportal www.neueoz.de/wonneproppen/ – dort finden Sie auch alle Details zur aktuellen Wahl des Wonneproppens des Monats Januar.

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BERUFSINFO

IT-Berufe und Neue Medien OSNABRÜCK. Kinder und

Jugendliche von heute werden in eine computerisierte Gesellschaft geboren und haben deshalb in diesem Bereich meist viel fundiertere Fähigkeiten als die Erwachsenen. Wer diesen Vorsprung nutzen will, ist sicher in IT-Berufen oder in den Neuen Medien gut aufgehoben. Über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert die Rotary-Berufsinformation heute um 17 Uhr bei der PCO Personal Computer Organisation, Hafenstraße 11 in Osnabrück. Als Experten zu Gast: Prof. Werner Söte (FH Osnabrück), Axel Gambietz (PCO), Prof. Uwe Hoppe (Universität Osnabrück) und Alexander Kmita (Osnatel). ROTA RY

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BLITZER Der Landkreis Osnabrück plant heute Geschwindigkeitskontrollen in Bramsche.

KONTAKT Ihre Redaktion 05 41/310 S. Alberti (al) -646 Sekretariat -688 Fax -660 E-Mail: osnabruecker-land@ neue-oz.de Anzeigen 05 41/310 -310 Fax -790 E-Mail: anzeigen@neue-oz.de Abo-Service -320

Jahren missbraucht haben soll. Der heute 19-Jährige sagte aus, dass sich der Angeklagte in mehr als 100 Fällen an ihm vergangen habe. Die Verteidigung hatte sich 14 Verhandlungstage lang bemüht, die Glaubwürdigkeit der Zeugen infrage zu stellen. Der Hauptbelastungszeuge, der damals zwölfjährige Junge, sei ein fröhliches Kind und mache nicht den Eindruck eines missbrauchten Kindes. Der Verteidiger behauptete sogar, dass der junge Mann gemeinsam mit dem Vater der Kinder ein Komplott gegen den Angeklagten geschmiedet habe. „Kinder können nicht

gut lügen, aber sie sind manipulierbar.“ Der Anwalt forderte für seinen Mandanten Freispruch. Der Oberstaatsanwalt sah das ganz anders und hob die lebendige und detaillierte Zeugenaussage des zwölfjährigen Kindes hervor. Seine damals zehnjährige Schwester habe geschwiegen, aber dennoch sehr beeindruckend dargestellt, wie sehr ihr der Missbrauch zugesetzt habe. Auch das Aussageverhalten des ältesten Opfers weise eine hohe Konstanz auf. Gesichert nachweisbar seien allerdings nur 20 der vormals über 130 Fälle, gab der Oberstaatsanwalt zu.

Er forderte sieben Jahre Haft für den Meller. Der Nebenklagevertreter des jüngsten Opfers legte in seinem Antrag noch ein Jahr drauf und bat, den Missbrauch an dem sechsjährigen Kind nicht „unterzugraben“. Das Kind sei gehörlos und sprachbehindert. Das „Gänsehaut“-Plädoyer kam von der Nebenklagevertreterin des Geschwisterpaares. „Weil der Angeklagte sich in die Familien integriert hat, waren die Kinder für ihn leicht verfügbar“, sagte sie. Ein Geständnis hätte den Opfern gutgetan, leider sei eine Art von Reue vom Angeklagten aber nicht gekommen.

EU-Projekttag im Kreishaus – Wenn Joe Enochs durch Kalifornien fährt . . . al OSNABRÜCK. Wissen Sie,

Derzeit stecken sie mitten in den Abi-Vorbereitungen, doch bald können sie für ihre entworfene Plakataktion zur Europawahl den ersten Preis in Form einer Reise nach Berlin einlösen: einige Schüler des Gymnasiums Bad Iburg. Foto: Michael Hehmann

So heimsten die Schüler des Kunst-Leistungskurses des 13. Jahrgangs für ihre Plakataktion als ersten Preis eine dreitägige Reise nach Berlin ein. Pfiffig und lustig gestaltete Plakate, die vor allem Erstwähler bei der kommenden Europawahl zum Gang an die Wahlurne motivieren sollen. Auch der Son-

derpreis ging an die Gymnasiasten aus Bad Iburg. In diesem Fall für eine mit zwei Partnerschulen in Dänemark und Italien produzierte TVNachrichtensendung, in der der EU-Beitritt der Türkei und der Ukraine simuliert wird. Mit allen lustigen Pannen, die auch im realen Fernsehen mal vorkommen kön-

nen. Der Preis ist übrigens eine weitere Reise: drei Tage zu Gast bei den EU-Institutionen in Brüssel. In der abschließenden Europa-Diskussion zwischen den Jury-Mitgliedern und Schülern sorgte das VfL-Idol mit amerikanischem Pass, Mister Joe Enochs, für die Anekdote des Tages: Seit

Caritas sorgte mit „Kim“ für passende Sprachkurse – Fortsetzung fraglich

1996 lebe er in Deutschland. Fasziniert sei er nach wie vor über Grenzen in Europa, die nach und nach aufgehoben würden. Das sei in seiner amerikanischen Heimat schon etwas anders: „Ich fahre in Kalifornien zehn Stunden nach oben und zehn Stunden nach unten und bin immer in Kalifornien.“

Was ist „Kim“?

„Kim“ steht für Kooperatives Integrationsmanagement für Migranten im Landkreis Osnabrück. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Beschäftigungsinitiative des Landkreises (Maßarbeit), dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem Caritasverband Stadt und Landkreis Osnabrück. Zielgruppe sind die Langzeitarbeitslosen.

Bücher von Kirsten John zu gewinnen

die Jobcenter bei der Maßarbeit des Landkreises. Sobald ein Fallmanager bei einem Klienten mit Migrationshintergrund Probleme mit der deutschen Sprache feststellte, konnte er die Koordinierungsstelle bei der Caritas verständigen. Die vereinbarte ein sogenanntes Profiling-Gespräch mit dem Betroffenen, in dem seine berufliche Biografie besprochen wurde, vor allem aber ermittelt wurde, welche Art von Nachhilfe sich für ihn am besten eignet – sei es ein Alphabetisierungskurs oder ein Integrationskurs. Letzterer beinhaltet sechs Monate Sprachtraining und dazu noch einen Orientierungskurs in Sachen deutscher Politik, Kultur und Rechtsordnung. Was war vor „Kim“?

Die Fallmanager mussten damals selbst entscheiden, ob und – wenn ja – welche Maßnahme für ihren Schützling die richtige ist. „Da war es oft eher Glückssache, dass ein Migrant den Kurs beWie funktionierte „Kim“? kommt, den er braucht“, sagt Anknüpfungspunkt waren Kreftsiek.

„Spuk“ & Co. Ob „Spuk“, „Halt“, „Candis“ oder „Kim “ – um prägnante Abkürzungen für seine Projekte ist der Caritasverband Osnabrück nie verlegen. Doch halten die gut gemeinten Ansätze auch immer, was sie versprechen? In loser Folge blicken wir an dieser Stelle in die Vergangenheit und – soweit vorhanden – in die Zukunft. Wie sieht die „Kim“-Bilanz aus?

Lassen wir Zahlen sprechen: 1167 Menschen hat die Caritas in anderthalb Jahren beraten. Knapp die Hälfte davon hat an Integrationskursen teilgenommen, 120 an Alphabetisierungskursen, 41 an speziellen Jugendmaßnahmen. Dazu Caritas-Koordinator Stephan Kreftsiek: „Wir hatten zu Projektanfang mit 300, 400 Personen gerechnet.“ Es habe sich eine Art Sogwirkung bei den Fallmanagern entwickelt.

Chance: Diejenigen, die am Samstag im „Blue Note“ die Lesung der Kinderbuch-Autorin Kirsten John nicht live verfolgen konnten oder jetzt zusätzlich ein handsigniertes Buch des neuen Werks „Wer war Arminius?“ ergattern möchten, sollten jetzt unbedingt ihre Chance beim Gewinnspiel suchen. Nach der gemeinsam vom Landkreis Osnabrück und Medienhaus Neue OZ organisierten Veranstaltung stehen acht Bücher zur Verlosung bereit. Sie können per Telefon oder SMS Ihr Glück versuchen. Rufen Sie uns unter 01 37/ der Nummer 8 08 40 03 80 (0,50 Euro/ Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) an und hinterlassen Sie Name, Adresse, Telefonnummer und das Stichwort Arminius. Oder senden Sie uns eine SMS mit der Kennung mobil win arminius an die Kurzwahlnummer 5 20 20 (0,49 Euro/SMS inklusive 0,12 Euro VF-D2-Anteil). Hinter der Kennung fügen Sie ein Leerzeichen und ihre Anschrift ein. Teilnahmeschluss ist am Donnerstag, 12. März, 15 Uhr. Die ausgelosten Gewinner werden benachrichtigt. Mitarbeiter des Medienhauses und des Landkreises sowie deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Impfung gegen Blauzunge Veterinärdienst: Tierhalter in der Pflicht OSNABRÜCK. Alle Tierhalter

anderthalb Jahre lang Migranten im Landkreis Osnabrück geholfen, die wegen ihres Sprachdefizits keine Arbeit fanden. Gemeinsam mit seinem in der Stadt Osnabrück aktiven Schwesterprojekt „Imos“ war es bundesweit das einzige seiner Art. „Imos“ scheint jetzt unwiederbringlich von der Bildfläche zu verschwinden. Grund sind Änderungen in der Bundesgesetzgebung. Um die Fortsetzung von „Kim“ kämpfen die Beteiligten hinter den Kulissen.

Von heute Abend, 19 Uhr, bis voraussichtlich morgen früh, 5 Uhr, wird die A 1 zwischen den Anschlussstellen OsnabrückNord und Bramsche in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück werden in den Nachtstunden Fahrbahnschäden im Baustellenbereich für den Neubau der Unterführung der Wallenhorster Straße (L 78) ausgebessert. Eine Umleitungsstrecke wird örtlich ausgeschildert, dennoch ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

al OSNABRÜCK. Die zweite

Fast 400 Migranten in Arbeit vermittelt hpet OSNABRÜCK. „Kim“ hat

A 1 Richtung Norden über Nacht gesperrt OSNABRÜCK.

pier im Dezember 2007 ihrem Vater mitgeteilt, dass sie vom Angeklagten und einem 34-jährigen Mittäter zum Sex gezwungen würden. Die Ermittlungen ergaben, dass auch ihr sechsjähriger Vetter vom Angeklagten missbraucht worden sein soll. Das Verfahren gegen beide Männer wurde im Frühjahr 2008 eröffnet, am 2. Juni jedoch voneinander abgetrennt. Der Grund: Der 34-jährige Mittäter behauptete, vor 23 Jahren selbst Missbrauchsopfer des Mellers gewesen zu sein. Zudem benannte der Mitangeklagte ein weiteres Opfer, den der Meller vor zehn

Sie zeigen Flagge für Europa wann in diesem Jahr Europawahl ist? Nein? Sie müssen sich jetzt nicht schämen, denn Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Das Interesse an der Europawahl (in Deutschland findet sie am 7. Juni statt) dürfte auch in diesem Jahr einmal mehr gering sein, wenn nicht immer wieder auf diese Wahl aufmerksam gemacht wird. Grund genug, dass gestern nicht nur in vielen Schulen in der Region die Themen Europawahl und Europäische Union (EU) im Mittelpunkt eines EU-Projekttages standen. Auch der Landkreis und sein Europabüro baten zu einem Vormittag ganz im Zeichen des europäischen Gedankens. Gereicht wurden Infos rund um Europa, Wahlen oder die Aufgaben des Europäischen Parlaments. Doch nicht nur das. Insgesamt acht Schülergruppen aus der Region hatten sich über Wochen vorbereitet, um einer Experten-Jury ihre Projekte zu präsentieren. Barbara Steffner von der EU-Kommission, Heinz Davidsohn von der Niedersächsischen Staatskanzlei, SPD-Europaparlamentsmitglied Matthias Groote, Europastudentin Barbara Schmidt und der Rekordfußballer des VfL Osnabrück, Joe Enochs, nahmen mit Argusaugen die Arbeiten unter die Lupe – und ließen das Gymnasium Bad Iburg gleich zweifach triumphieren.

9

Gegensatz zum vergangenen

Haben die Sprachkurse sind verpflichtet, ihre Rinder, Jahr werden die Impfgebühauch zu Arbeitsstellen ge- Schafe und Ziegen gegen die ren des Tierarztes allerdings führt? Blauzungenkrankheit vom nicht mehr erstattet.

Laut Maßarbeit-Sprecher Sven Lampe ja. Immerhin 394 der 1167 Migranten seien in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vermittelt worden, darunter 29 Jugendliche, die eine Ausbildung begonnen hätten.

Serotyp 8 impfen zu lassen. Aufgrund der Impfungen Hierauf weist der Veterinär- hat sich die Zahl der Krankdienst für Landkreis und heitsausbrüche auf 32 Fälle Stadt Osnabrück hin. Die im Jahre 2008 (von 512 Fällen Impfung soll möglichst vor in 2007) verringert. dem Weideaustrieb, spätesWeitere Informationen zur tens aber bis zum 31. Mai Schutzimpfung wie auch durchgeführt werden. über Ausnahmen von der Und jetzt? Steht „Kim“ tatDie Kosten des Impfstoffes Impfpflicht im Internet unsächlich vor dem Aus? werden von der Tierseuchen- ter www.landkreisDurch die Reform des Sozi- kasse und dem Land Nieder- osnabrueck.de/veterinaer algesetzbuchs II hätten Maß- sachsen übernommen. Im oder Telefon 05 41/501-20 83. arbeit und ihr städtisches Pendant, die Agos (Arbeitgemeinschaft für Osnabrück), Freiheiten verloren, sagt Kreftsiek. Es gehe um Geld und Kontrolle. Deshalb sind Regionalkonferenz der Grünen „Kim“ und „Imos“ zunächst eingestellt worden. „Obwohl LINGEN/OSNABRÜCK. Für Lingener Rathaus. „100 Proalle davon überzeugt sind, die Grünen ist es sonnenklar, zent erneuerbare Energien – dass die Projekte gut waren“, dass die Energieversorgung ohne neue Kohlekraftwerke“ betont Kreftsiek. Für „Imos“ in Deutschland zu 100 Pro- lautete das Thema der Konfescheint es kein Zurück mehr zent aus erneuerbaren Ener- renz mit rund 30 Teilnehzu geben. Aber bei „Kim“ gibt gien bestritten werden kann. mern. Klaus Kuhnke vom Oses Hoffnung. Momentan lau- „Das dürfte aus unserer Sicht nabrücker Solarenergiefen Gespräche mit eventuel- kein großes Problem wer- verein verwies auf zahlreiche len Kooperationspartnern. den“, betonte Werner Buß- Studien, die belegen, „dass Auch hier, versteht sich, geht mann vom Bundesverband eine Energiewende möglich es um Geld. Mehr will Kreft- Geothermie auf einer Regio- ist“. Voraussetzung sei auch, siek aber noch nicht verra- nalkonferenz von 16 Kreis- die Potenziale zur Energieten. verbänden der Grünen im einsparung zu nutzen.

„Energiewende ist möglich“


DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

TERMINE

10

Effi Briest 17.30, 20.15 Uhr Der Knochenmann 22.45 Uhr

Cinema-Arthouse ✆ 05 41/60 06 50 Gran Torino 17.45, 20.15, 22.45 Marley & Ich 14.45, 17.15, 19.30, 23.00 Uhr Der Vorleser 15.00, 17.30, 20.00, 22.30 Uhr Der seltsame Fall des Benjamin Button 20.00 Uhr The International 22.00 Uhr The Wrestler 21.15, 23.15 Uhr Milk 19.00 Uhr Willkommen bei den Sch´tis 17.00 Uhr Willi und die Wunder dieser Welt 14.00, 16.00, 17.45 Uhr Hexe Lilli 15.15 Uhr

Die wilden Hühner und das Leben 14.45 Uhr

Hexe Lilli 14.45, 17.00 Uhr Hundehotel 15.00 Uhr

Cinestar Filmpalast ✆ 05 41/3 30 37 10

Ufa-Filmpassage ✆ 05 41/2 88 88

Marley & Ich 14.30, 17.15, 20.00 Uhr Watchmen 17.00, 19.45 Uhr Der Vorleser 14.30, 17.15, 20.00 Uhr Die Reise zum Mittelpunkt der Erde 14.45 Uhr Willi und die Wunder dieser Welt 14.30, 17.30 Uhr Er steht einfach nicht auf Dich 19.45 Uhr Mord ist mein Geschäft, Liebling 17.30, 20.15 Uhr Vorbilder?! 17.15 Uhr 96 Hours 20.00 Uhr Underworld 3 - Die Lykaner 20.30 Uhr Twilight 14.45 Uhr

Watchmen 17.15, 20.30 Uhr Marley & Ich 15.30, 17.45, 20.15 Uhr Reise zum Mittelpunkt der Erde 17.45 Uhr Ayakta Kal Türk. OV 18.00 Uhr Vorbilder?! 15.15, 20.30 Uhr Er steht einfach nicht auf Dich 18.00 Uhr Die wilden Hühner und das Leben 15.00 Uhr Bolt - Ein Hund für alle Fälle 15.30 Uhr Recep Ivedik 2 15.30, 20.15 Uhr Hexe Lilli 15.15, 17.45 Uhr 96 Hours 20.30 Uhr Mord ist mein Geschäft, Liebling 15.15, 17.45, 20.15 Uhr

Der Ja-Sager 20.15 Uhr Twilight 15.30, 18.00 Uhr Underworld - Aufstand der Lykaner 20.30 Uhr

Lagerhalle ✆ 05 41/ 33 87 40

Borsigstraße 6 · 49134 Wallenhorst · Tel. 05407/2026

Lornas Schweigen 18.00, 20.15 Uhr

Bad Essen Capitol ✆ 054 72/12 36 Australia 19.30 Uhr

Bad Rothenfelde Kur-Lichtspiele ✆ 0 54 24/4 07 03 Bolt - Ein Hund für alle Fälle 16.30 Uhr Zeiten des Aufruhrs 20.00 Uhr – Angaben ohne Gewähr –

HEUTE IN OSNABRÜCK UND DER REGION

Tipp des Tages: Blasmusik

Osnabrück Bühne Theater Osnabrück: 19.30 Uhr, Romantischer Frühlingsgesang, oberes Foyer, Theater am Domhof; 10.30 Uhr, Strike! In dieser Nacht schlagen wir zurück; 19.30 Uhr, Rattenjagd, Emma-Theater, ✆ 05 41/7 60 00 76 Lutherhaus: 20.30 Uhr, Kreativnacht mit Open Stage

Konzerte Blue Note: 20 Uhr, Big BandAbend mit Blechreiz & Konfusion, ✆ 05 41/6 00-6 50

Vorträge Museum am Schölerberg: 16 Uhr, Neue Abenteuer der Kobolde; 19.30 Uhr, Mission Saturn, ✆ 05 41/5 60 03- 51

Bad Rothenfelde

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MITTAGSTIPP

Haus des Gastes: 10 Uhr, Morgenmelodien; 15 Uhr, Klingende Teestunde Heimatmuseum: 16 Uhr, Führung und Vorführung Salzsieden

Konzert: Viel Luft wird heute um 20 Uhr im Blue Note im Cinema-Arthouse in Osnabrück durcheinandergewirbelt, wenn die Bigbands Blechreiz (Foto) und „KONfusion“ dort musizieren. Die beiden Bigbands der Musik- und Kunstschule Osnabrück laden bereits zum fünften Mal ins Blue Note. Den Anfang macht im Blue Note heute KONfusion mit einem ge-

Herrenteichstr. 1, OS 0541/75042497-8

Fleischerei Sostmann Lotter Str. 39, Osnabrück www.sostmann.de

Neumarkt Mühle Kamp 42, Osnabrück 0541/597314

SpeiseZimmer in der OsnabrückHalle Schlosswall 1-9, OS 0541-349080

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Zum Forellental Forellental 7, Hagen 05401/9439

vortrag von Uwe Birnstein „Wie Johannes Calvin Zucht und Freiheit lehrte“

Führungen Rathausfoyer: 13.30 und 15 Uhr, Rathaus- und Altstadtführung Dom-Hauptportal: 13.30 Uhr, Innenansichten – Tour durch die Altstadt

Szene

Vorträge Museum am Schölerberg: Planetarium, 15 Uhr, „Professor Photon“; ✆ 05 41/5 60 03-51 Bergkirche: 20 Uhr, Multimedia-

Grand Hotel: 18 Uhr, Hotel Mama Glanz & Gloria: 21.30 Uhr, Konzert mit „Flowin Immo et les Freaqz The Whisky: 20 Uhr, Rock-Bar

KULT(O)UR

BALOU-Kolpinghaus 1. Rosenkohl-Eintopf, Mettbällchen 3,50 €

China Restaurant Goldener Drache

MORGEN

Theater Osnabrück: 19.30 Uhr, „Andorra“, Theater am Domhof; 9.30 u. 11.45 Uhr, „Strike! In dieser Nacht schlagen wir zurück“; 19.30 Uhr, „Der Kopf des Biografen“, emma-Theater; ✆ 0541/7600076 Figurentheater: 16 Uhr, „Käpt'n Haase“, ✆ 0541/3 35 69 14

Hier erfahren Sie, wo Sie heute gut und günstig zu Mittag essen können. Ihre Zeitung und die lokale Gastronomie wünschen guten Appetit! Seminarstr. 32, OS Küche: 12 bis 0 Uhr 20 Jahre

mischten, eher traditionellen Programm aus Swing, Blues und Latin unter der Leitung von Robert Kretzschmar. Anschließend spielen die jungen Musiker von Blechreiz modernere Stilrichtungen (Leitung: Uwe Nolopp). Der Eintritt für das Konzert ist frei. Es wird ein Getränkeaufschlag von 50 Cent erhoben. Tel. 05 41/ 60 06 50.

Osnabrück Bühne

2. Tortellini-Broc.-Aufl./Käse überb. 5,50 € 3. Gurkenpfanne/Kirschtom./Hackbäll.5,80 € 4. Gebr. Lachs/Blattsp./Honig-Senf-Soße6,80 € Neu: Mittwoch und Freitag bis Sonntag zum Abend-Buffet ab 18 Uhr zusätzlich Sushi Buffetpreis 12,70 € Bigos (polnischer Krauttopf) mit Salzkartoffeln Portion

3,95 €

Großer Salatteller mit gebratenen Geflügelstreifen 6,50 € Gefüllte Schweinsroulade mit buntem Gemüse, Salzkartoffeln 7,40 € Currywurst mit Pommes frites und Salat 5,00 € Hähnchenbrust-Streifen in feuriger Paprikasauce, Gemüsereis, Dessert 5,90 € Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Apfel-Rotkohl 7,50 € Salat, dazu Garnelen im Teigmantel 6,50 € Mittwoch bis Samstag 11.30 bis 14 Uhr Senioren-Buffet incl. Suppe und Dessert 8,90 € und tägl. frische Forellen oder á la carte

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Gut durchtrainiert Sarah Connor auf Tour tw LINGEN/BIELEFELD/ OLDENBURG. Nach der spek-

takulären und schlagzeilenträchtigen Trennung von Ehemann Marc Terenzi geht Sarah Connor nun wieder ihrem Beruf nach. Am Freitag ist sie in Lingen, am Samstag in Bielefeld und am Mittwoch in der nächsten Woche in Oldenburg bei der Arbeit. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ nannte sie die „Westentaschen-Madonna“, und die „Bild“ lobte ihren durchtrainierten Körper. Ihr Tourauftakt am 28. Februar in Frankfurt/Main spaltete zwar die Gemüter der Journalisten. Ihre vornehmlich jungen und weiblichen Fans gerieten aber ins Schwärmen. Die 28 Jahre alte Sängerin aus Delmenhorst war nicht nur gut durchtrainiert, sie zeigte in ihrer perfekt durchgestylten Show viel Körper. Das Motto ihrer Tournee, „Sexy as Hell“, nimmt Sarah Connor ernst. Mit nagelneuer, wasserstoffblondierter Kurzhaarfrisur und knapper Korsage in schenkelhohen Lederstiefeln stakste Sarah Connor mit ihren Tänzern über die Bühne. Nach jeweils drei Stücken präsentierte sich die alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern in neuer Garderobe. Ach ja, bei ihren Auftritten singt Sarah Connor auch. Sie

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mischt modernen R’n’B mit zeitgemäßem Hip-Hop und kommerziellem Pop. Und sie verblüfft ihre Fans mit einem Funk-Medley, das mehrere Genre-Klassiker beinhaltet. Und Sarah Connor überrascht mit einer erstaunlich nahe am Original operierenden Interpretation von Dusty Springfields „Son of a Preacher Man“. Aber singen kann sie ja. Schließlich ist es ihr Beruf. Sarah Connor, Emslandhallen, Lingen, Fr., 13. 3., Stadthalle, Bielefeld, Sa., 14. 3., Weser-Ems-Halle, Oldenburg, Mi., 18. 3., je 20 Uhr, Eintritt: 35,20–36,40 Euro, Tel. 0 18 05/447 01 11

„Sexy as Hell“ ist das Motto von Sarah Connors Tournee.

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SPORT REGIONAL

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

EINWURF

Besser klar als weich

E

ndlich rollt der Ball wieder in allen Spielklassen auf dem freilich noch blas-grünen, mehr erdigschlammigen Rasen. Jetzt fängt wieder die hohe Zeit der Erklärungen an, warum verloren und das Tor nicht getroffen wurde. Wohl dem, der klare Worte wählt und nicht rumsültzt, damit alles besser klingt, als es in Wahrheit ist. Klar: Chancen werden in jedem Spiel vergeben, nicht nur beim Fußball. Fragt sich erstens, was wirklich eine Chance ist, die für manchen Betrachter schon an der Mittellinie beginnt, obwohl das Ziel knapp 50 Meter entfernt steht. Fragt sich zweitens, warum sie vergeben werden. Nicht extra, eher aus Unvermögen? Weil der Rasen tief war? Weil der Gegner im Wege stand? Nicht minder spannend, wer drückend überlegen war, mehr vom Spiel hatte, eigentlich klar gewinnen musste. Spannend auch, wer hart und unfair gespielt hat. Ganz zu schweigen vom Schiedsrichter, der ein Ganz-klar-Abseitstor gegeben hat und mindestens zweimal auf den ominösen (Elfmeter-)Punkt zeigen müsste – für wen, versteht sich. Gut, wenn nur eine von zwei Parteien am Telefon ist, um den Mitarbeiter der Zeitung und damit die Öffentlichkeit zu informieren. Sonst müsste dieser manchmal knobeln, welche Version der Darstellung passt. Deshalb: Klare Worte werden eher geglaubt und sind lesenswerter als Chancengelaber und Ausredensucherei. Auf eine präzise Rückrunde! bec

PERSÖNLICH Eugen Burhard, Leichtgewichtler aus Osnabrück, hat bei einem internationalen Box-Turnier in der kroatischen Hauptstadt Zagreb den dritten Rang belegt. Der deutsche Vizemeister musste sich lediglich im Halbfinale dem späteren Klassensieger Semen Griwatschew (Russland) mit 4:7 nach Punkten beugen. An dem traditionellen Kräftemessen beteiligten sich 76 Boxer aus 14 Nationen.

SERVICE Fußball: Kreisliga Süd: Bad Essen Gesmold II (Di., 19.30 Uhr), Glandorf - Belm-Powe (Mi., 18.30 Uhr), Wellingholzhausen - GMHütte (Mi., 19.30 Uhr), Wimmer - Riemsloh (Do., 19.30 Uhr). OSC: Pilates als Ganzkörper-Training kombiniert mit Atemtechnik, Kraftübungen, Koordination und Stretching in harmonischen, fließenden Bewegungen dienstags von 20.15 bis 21.15 Uhr, donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr und freitags von 17 bis 18 Uhr jeweils im Mehrzweckraum.

11 KOMPAKT

Erfolg auch ohne eine Medaille

Viktoria-Jugend vergibt fünf klare Chancen

Glaner Duo bei Tischtennis-DM: Sewöster verlor knapp – Viel Applaus für Stähr BIELEFELD. Wie in den Vor-

jahren, gab es auch 2009 keine Medaillen für die beiden Glaner Tischtennisdamen, die bei den Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Bielefeld teilnahmen. Jedoch ansprechende Leistungen zeigte das „Duo“, was neben Landestrainerin Christiane Praedel auch Be-

treuerin Nicole Stromberg beobachtete. Anne Sewöster qualifizierte sich nach zwei Siegen sowie einer überflüssigen Niederlage als Gruppenzweite für die K.-o.-Runde. Hier zeigte die Regionalligaspielerin des TuS gegen Alexandra Scheld aus Uentrop beim 1:4 eine starke Leistung, verlor die Sätze zwei

und drei mit 11:13 bzw. 9:11, sodass ein besseres Ergebnis möglich war. Nach drei sicher herausgespielten Siegen qualifizierte sich Rosalia Stähr als Gruppenerste für die Endrunde. Hier trumpfte die Defensivspielerin gegen Nationalspielerin Jessica Göbel aus Montpellier mit sicherer Defensivtaktik stark auf, begeisterte

das Publikum durch zahlreiche lange Ballwechsel und gewann verdient mit 4:2 Sätzen. Im Achtelfinale lag die Glanerin gegen Pengpeng Guo (Berlin), die Nummer 9 der deutschen Rangliste aus Berlin, schnell 0:3 zurück, konterte aber sehr gut. Praedel: „Das war wohl das beste Spiel, das ich bisher von ihr

gesehen habe!“ Nach dem 3:3-Satzausgleich verlief auch der Entscheidungssatz bis zum letzten Ballwechsel ausgeglichen, ehe sie denkbar knapp 9:11 der gebürtigen Chinesin unterlag. In der Doppelkonkurrenz scheiterten Stähr/Sewöster bereits in der ersten Runde trotz ansprechender Leistung mit 1:3 Sätzen.

HANNOVER. Eine vermeid-

bare 1:2-Niederlage kassierten die B-JuniorenFußballer von Viktoria GMHütte in der Niedersachsenliga-Partie beim SC Langenhagen. Nach ausgeglichenem Beginn übernahmen die GMHütter die Initiative und mussten dennoch nach einem Chancenplus das überraschende 0:1 mit dem Pausenpfiff hinnehmen. Kurz nach dem Seitenwechsel erzielte Marvin Klein den verdienten Ausgleich, ehe fünf Minuten später der erneute Rückstand fiel. Es folgten wütende Angriffe der Viktoria, die fünf hochkarätige Möglichkeiten kläglich vergab und 1:2 unterlag.

„Tschüss, Europa, bis November!“ Dragons: Charleroi vor Augen, Göttingen im Hinterkopf – Jetzt Sorge um Prewitt bec OSNABRÜCK. War’s das

in Europa, wenn heute kurz vor 22 Uhr im Spiroudome von Charleroi die Schlusssirene im letzten Spiel der Gruppe L der Runde der besten 16 Teams im Eurocup gegen den belgischen Meister erklingt? Für diese Saison mit zwölf Spielen nach 14 in der Vorsaison ja, doch „Europa, wir kommen wieder“ betonen die Artland Dragons im Glauben, auch in der nächsten Saison ab November wieder dabei zu sein.

Was abhängt vom Platz im deutschen Punkte-Ranking für europäische Startplätze. Im Moment sind die Dragons Dritte hinter Berlin und Bonn, die beide gerade im Pokalfinale punkteten. Wenn die Dragons nicht in die BBLPlay-offs der besten acht Teams kommen, sind sie raus im Gerangel um Europa-Tickets. Andernfalls dürften sie in Eurocup oder Eurochallenge aktiv bleiben. Heute geht es ab 20 Uhr in Charleroi sicher darum, die 84:92-Niederlage aus dem Hinspiel gegen Hamilton (22 Punkte im Hinspiel) & Co. wettzumachen, wobei die Belgier Spielmacher Walsh nach Blinddarm-OP wieder dabei haben. Doch es geht eigentlich noch mehr um eine Korrektur des schwachen Auftritts beim unnötigen 70:77 am Samstag in Ulm ge-

GMHütte: Eickhorst - Nolte, Schriever (69. Höfelmeyer), Gronau (53. Neumann) - Bewekenhorn (58. Fellhölter), Younan, Claus, Höfelmeyer (58. Schedel), Kirchkesner, Heuer Klein. – Tore: 1:0 (40.), 1:1 Klein (45.), 2:1 (50.)

Bissendorfs Jugend mühelos gegen Hastedt BISSENDORF. Die B-Jugend-Handballer des TV Bissendorf-Holte gewannen in der Oberliga gegen den Hastedter TSV souverän mit 29:24 (16:9). Nach schleppendem Beginn drückten sie zunehmend der Partie ihren Stempel auf. Dabei zwangen sie die Gäste zu Ballverlusten, die sie konsequent nutzten über 10:7 zum 16:9 in die Pause. Beim Zwischenspurt zum 23:12 war die Partie nach dem Wechsel früh entschieden. Entsprechend wechselte Trainer Sören Walkenhorst viel durch und gab auch den C-Jugendlichen Fabian Schnorfeil und Kilian Brunsmann eine Chance. „Die Jungs haben ihre Sache richtig gut gemacht“, meinte der Coach, der Torwart Chris Milius besonders lobte. Die Umstellung des Gegners auf Manndeckung änderte nichts.

Gefordert beim Wiedersehen mit Charleroi und Justin Hamilton (links) ist Lamont McIntosh, der international stets besser spielt als national. Also ein gutes Omen für den Eurocup-Ausklang heute in Belgien? Foto: Rolf Kamper

rade im Vorfeld des Duells mit dem Sensationsteam aus Göttingen am Samstag. Beim Probelauf gegen die Südniedersachsen, die laut Trainer Thorsten Leibenath „ähnlich intensiv und physisch stark wie Charleroi spielen“, sind heute die in

Ulm noch arg virusgeschwächten Hall, McIntosh & Co. gestärkt dabei im Gegensatz zu Darren Fenn, der nach Darm-Virus und Grippe daheim in Quakenbrück ein Aufbauprogramm absolviert, sowie Ronald Ross und Toby Bailey, die beide als „Neue“

für den Eurocup nicht spielberechtigt sind. Fraglich ist heute ausgerechnet der in Ulm überzeugende Chad Prewitt (steifer Nacken), wenn es gilt, Schnellangriffe des Gegners abzusichern, sich im Rebound (26:40 in Ulm) besser zu verhalten so-

wie Ballverluste (22 in Ulm, 22 im Hinspiel gegen Charleroi) zu reduzieren. Für das Ergebnis beim Eurocup-Abschied und als Einstimmung auf Göttingen am Samstag. Liveticker heute ab 20 Uhr unter www.neue-oz.de

TSG-Feuerwerk

Bad Laerer Konter

GMHütter Patzer

7:1 Empfehlung für das Topspiel

Pye stürmt, aber verliert 1:2 im Derby

1:2 nach schwachem Start „abhaken“

OSNABRÜCK. Mit dem ver-

dienten 7:1-Sieg gegen TuS Büppel sind die RegionalligaFußballerinnen der TSG Burg Gretesch für das Spitzenspiel bei Tabellenführer Werder Bremen am nächsten Sonntag gerüstet. Zwar agierten die Gretescherinnen technisch und taktisch von Beginn an überlegen und gingen durch Kira Manns in Führung. Doch Büppel legte kurz vor der Pause kämpferisch zu und gestaltete die Partie mit eigenen Chancen ausgeglichener. Nach dem Seitenwechsel

brannte der Tabellendritte ein wahres Feuerwerk ab: Kira Manns und die zuvor eingewechselte Nina Biedermann setzten die Gäste mit sechs Toren innerhalb von zwanzig Minuten schachmatt. Nach dem Ehrentreffer schaltete die TSG zwei Gänge zurück und verwaltete den Kantersieg souverän. Gretesch: Janssen - Berlsmann (65. Kritsinioti), Beermann, Kampe (65. Eversmeyer), Pieper - Manns, Chudaske, Hengstmann, Heuer - Rieger, Wagener (46. Biedermann). - Tore: 1:0 Manns (15.), 2:0, 3:0 Biedermann (47., 49.), 4:0 Manns (53.), 5:0 Biedermann (57.), 6:0 Manns (62.), 7:0 Biedermann (66.), 7:1 (70.)

BAD LAER. Mit dem glückli-

chen 2:1-Sieg gegen den Piesberger SV haben sich die Oberliga-Fußballerinnen des SV Bad Laer auf Platz 4 festgesetzt. Pye bleibt im Tabellenkeller. Zwar agierten die Pyerinnen überlegen und hatten auch die Mehrzahl an Torchancen, doch Bad Laer nutzte die eigenen Gelegenheiten eiskalt aus. In der 60. Minute markierte Miriam Mowwe die Führung, die Stefanie Bei der Kellen nach einem individuellen Fehler egalisierte.

Das ausgeglichene Kampfspiel auf tiefem Boden blieb spannend. Es sah nach einem verdienten Remis aus, doch Türkiya Yildiz nutzte die Überzahl nach einem Pyer Platzverweis zum 2:1-Siegtreffer zehn Minuten vor Schluss. Bad Laer: Fackelmann - Dreyer, Ahlemeyer, Bunte, K. Yildiz - Baake, Jarecki (57. Braackmann), T. Yildiz, Spreckelmeyer (7. Sligtenhorst) - Mowwe, Große-Hartlage. – Piesberger SV: Grunert - Osterfeld, Bäumer, Krüssel, Kuschel (65. Bendel) - Timpe (64. Lutz), Bartke, Borchert, Waage - Landwehrmann (67. Harris), Bei der Kellen. – Tore: 1:0 Mowwe (60.), 1:1 Bei der Kellen (68.), 2:1 T. Yildiz (81.)

GMHÜTTE. Am liebsten schnell abhaken wollten die A-Junioren-Fußballer von Viktoria GMHütte die erste Halbzeit bei der 1:2-Niederlage in der zerfahrenen Regionalliga-Partie gegen JFV Jung-Elstern. Die Viktoria fand nicht ins Spiel und lag verdient mit 0:2 in Rückstand, wobei sie sich keine Torchance herausspielte. Nach der Pause war der Wille zur Wende endlich erkennbar. Der Anschlusstreffer von Fabian Falk weckte zwar Hoffnung, doch weitere Möglichkeiten wurden zum

Teil fahrlässig vergeben. Zudem stand die Gäste-Abwehr sicher bei brenzligen Situationen, die zumeist von Max Tolischus als bestem GMHütter ausgingen, der beispielhaft aggressiv in die Zweikämpfe ging. Die Viktoria erlitt damit nach dem Sieg in Meppen einen Dämpfer und verpasste einen Schritt in Richtung sicheres Tabellenmittelfeld. GMHütte: Kriege - Seker, BrüningWolter (82.Ruskowski), Kohmäscher (46. Zvizdic) - Falk - Tolischus, Baumann (84. Engelmann), Ackermann, Hötzel - Günana, Tardeli (46. Kodes). – Tore: 0:1 (30.), 0:2 (37.), 1:2 Falk (61.)

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SPORT

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DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

TICKER

Handball-Krimi „Tatort Kiel“

VOLLTREFFER

Fußball

THW-Geschäftsstelle durchsucht – Bei Nachweis von Manipulationen droht europäische Sperre Von Gerhard Müller

Ermittlungen und Durchsuchungen – die angebliche Handball-Manipulationsaffäre droht sich für THW-Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Noka Serdarusic zu einem Kriminalfall zu entwickeln und zugleich die internationale Zukunft des deutschen Rekordmeisters zu gefährden. Die Kieler Staatsanwaltschaft, die gegen die „Könige von Kiel“ (Spiegel) wegen des KIEL.

Snowboard ohne Snow

W

as macht eine Handvoll Snowboarder, wenn ihnen die Alternative für den Sommer fehlt? Sie erschaffen einfach eine neue Sportart. So geschehen in Berlin: Einige Sportler erfanden hier das Mountainboarding – eine Mischung aus Skaten und Snowboarden. Ob Berg, Wiese oder Schotterpiste: Sie befahren alles, was abschüssig ist, und können dabei bis zu 60 km/h schnell werden. Ein passendes Sportgerät wurde extra gebaut. Rund 1 000 Aktive gibt es in Deutschland bereits; in England, Frankreich und den USA ist die Sportart noch verbreiteter. Seit sechs Jahren gibt es nun auch die dazu passende Deutsche Meisterschaft.

Verdachts der Untreue ermittelt, wollte gestern noch keine Ergebnisse der Suchmaßnahmen verkünden. Tatsache ist: Bevor der THW am Sonntag die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hatte, war diese bereits aktiv geworden. Nicht nur die Wohnungen von Schwenker und Serdarusic sollen untersucht worden sein, sondern auch die THWGeschäftsstelle, was Gesellschafter Willi Holdorf bestätigte: „Unsere Angestellte war tief betroffen und weinte.“

Im Vorfeld der Champions-League-Auslosung gestern in Wien diskutierten Reiner Witte, Präsident der Handball-Bundesliga (HBL), und Geschäftsführer Frank Bohmann („Die Sache wird sicher nicht im Sand verlaufen“) die Lage mit der Europäischen Handball-Federation (EHF). „Solche schwerwiegenden Vorwürfe hat es im europäischen Handball noch nie gegeben“, sagte EHF-Generalsekretär Michael Wiederer. EHF-Präsi-

dent Tor Lian forderte eine „konsequente Aufklärung“. Diese soll nun mit der HBL geschehen. Sollte der Verdacht sich beweisen, der THW habe bei mindestens zehn Champions-League-Spielen Schiedsrichter bestochen, müssten die „Zebras“ mit einer internationalen Sperre rechnen. Dagegen erklärte Witte, dass der Rekordmeister auf nationaler Ebene keinen Zwangsabstieg zu befürchten habe – kein Wunder, denn weder in den Statuten der HBL

Abschied ohne Kommentar Schalke beurlaubt Manager Müller Von Jörg Strohschein GELSENKIRCHEN.

Eine Stunde hatte das Verkünden der Botschaft gedauert. Um 13.07 Uhr lief Andreas Müller kommentarlos zu seinem Auto und fuhr vom Gelände. Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies, der Überbringer, hatte sich derweil vor die Presse begeben und die längst bekannte Entscheidung bestätigt. Der Manager des FC Schalke 04 war beurlaubt.

FOULSPIEL Bei Fußball-Krawallen rund um das Schlagerspiel PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus sind sieben Polizisten und fünf Hooligans verletzt worden. Der Bus des Olympiakos-Teams wurde zuvor mit Steinen, Flaschen und Molotowcocktails beworfen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

FAIR PLAY Mit der Ausrüstung von Lindsey Vonn hat Maria Riesch im Abfahrtstraining beim alpinen Ski-Weltcup in Are den 12. Platz belegt. Erst in der Nacht war ihr Gepäck angekommen – Helm, Stöcke, Brille und Rückenprotektor fehlten jedoch. In der Not half Vonn aus.

Zuvor hatte Tönnies Müller den Rücktritt nahegelegt, „das hat er aber abgelehnt“. Und so müssen die

WÖRTLICH

Schalker die Regularien einhalten und auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Samstag den Beschluss verabschieden. „Andreas Müller will in die Sitzung gehen und dort noch einmal sein Konzept erläutern. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Aufsichtsrat seine Meinung ändern wird“, sagte Tönnies. Der ehemalige Manager, der fast 21 Jahre lang beim Revierklub tätig war, dürfte damit seine Ausgangslage bei den Abfindungs-Verhandlungen verbessern wollen. Eine mediale Beachtung wie gestern wird der Klub verhindern wollen – und auf eine vorzeitige Lösung drängen. Doch geht mit der Beurlaubung Müllers eine sportliche Verbesserung einher? Bei vielen Fans dürfte die Entscheidung für ein tiefes Durchatmen und Erleichterung gesorgt haben. Die vielen misslichen Transfers des 46-Jährigen, seine zu große Nähe zu den Spielern, die Ideenlosigkeit seines Handelns, die Auslieferung an

„Manchmal hast du so eine Phase, da schläfst du eine Nacht, wachst auf und hast drei Verletzte.“ Arminia-Bielefeld-Trainer Michael Frontzeck nach dem 0:0 gegen Frankfurt zu den plötzlich aufgetretenen Personalsorgen

KOMMENTAR PERSÖNLICH

Der langsame Niedergang eines Managers

Ronaldo,

Von Susanne Fetter

brasilianischer Fußballstar, im Höhenflug: Vier Tage nach seinem Comeback hat er sein erstes Tor geschossen. Bei der Partie Corinthians São Paulo gegen Palmeiras SE erzielte

er den Ausgleich in der Nachspielzeit. Darüber jubelte er ausgelassen mit den Fans und sah prompt die Gelbe Karte. Er sagte später: „Ich bin erleuchtet.“ Foto: AP Carlos Delgado, Geschäfts-

partner und Berater von Werder Bremens Stürmer Claudio Pizarro, muss sich wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe einer Befragung der Justiz in Lima unterziehen.

LIVE IM TV Skispringen: Weltcup in Kuopio, 17.05–19 Uhr. ZDF Handball: Bundesliga, FA

Göppingen – TBV Lemgo, DSF 20–22 Uhr.

noch in denen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) sind Strafmaßnahmen für Manipulationsfälle geregelt. Zudem bewertete Bohmann das Protokoll der Gesellschafter des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, in dem diese davon ausgehen, dass Schwenker und Serdarusic Schiedsrichter bestochen haben sollen, nicht als eindeutiges Belastungsmaterial: „Dieses Papier ist uns inzwischen vorgelesen worden, es ist kein Beweis.“

deckung von den Vereinsbossen eingefordert – bekommen hat er sie nie. berraschend kam die Auch viele Fans hatten Nachricht vom Rauswurf des Schalker Managers den Ex-Profi schon lange als Sündenbock für verpasste nicht. Schließlich hatte Andreas Müller nach der Pokal- Ziele auserkoren. Einige forschmach gegen Mainz selbst derten gar die Wiedereinsetzung seines Vorgängers Rudi eine Entscheidung geforAssauer. Wie der dichte dert. Er hat sie bekommen. Dunst seiner geliebten ZiDer Niedergang des Managers aber hatte viel früher garre legte sich der Schatten des Zampanos über die eingesetzt. Seit Beginn seiAmtszeit Müllers. Selbst ner Amtszeit hatte Müller nach seinem Rücktritt 2006 gebetsmühlenartig Rücken-

Ü

zog „Stumpenrudi“ fleißig Fäden im Hintergrund, ließ kaum eine Gelegenheit aus, „mit mir wäre alles besser“ zu tönen. Zugegeben: Mit Transferflops wie Engelaar, Grossmüller, Ze Roberto und Streit hatte Müller breite Angriffsfläche geboten. Die gelungenen Verpflichtungen von Rafinha und Westermann werden in seiner Bilanz aber ebenso gerne vergessen wie die beiden Teilnahmen des

Klubs an der Champions League. Denn Fakt ist: Die Träume von Triumphen und Titeln konnte der solide Arbeiter nicht erfüllen. Auch von seiner Verpflichtung des Niederländers Fred Rutten hatten sich die Schalker mehr erhofft als eine Saison voller Tristesse. Der Trainer darf zwar weitermachen – lange wird es vermutlich nicht sein. s.fetter@neue-oz.de

nur eine Spieleragentur (Rogon) und die anhaltende Erfolglosigkeit einer falsch zusammengestellten Mannschaft haben am Ende dafür gesorgt, dass Andreas Müller gehen musste. Dass die Entscheidung zu einem völlig falschen, weil zu späten Zeitpunkt kommt, dürfte allerdings unstrittig sein. Seit November hatte es aufgrund einer verkorksten Hinserie Kritik aus dem Innersten des Klubs am 46-Jährigen gegeben. Dennoch erlaubten die Gremien ihm, die Mannschaft für die Rückrunde zusammenzustellen. Zudem müssten spätestens in diesen Tagen die Planungen für die kommende Saison beginnen. Über Stilfragen bei Personalentscheidungen hatten sich die Verantwortlichen auch in der jüngeren Vergangenheit ohnehin kaum einmal Gedanken gemacht. Trainer Fred Rutten ist zunächst derjenige, der die sportlichen Aufgaben Müllers übernehmen soll, weil bisher noch kein Nachfolger gefunden wurde. Allerdings trauen dem in der Bundesliga noch immer unerfahrenen Holländer nur wenige zu, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu erstellen. „Wir machen keinen Schnellschuss, obwohl ich bereits viele Bewerbungen auf meinem Schreibtisch liegen habe. Es ist noch nichts entschieden“, sagte Tönnies gestern. Kandidaten für den Posten des Managers könnte der von Tönnies seit Langem sehr geschätzte Ex-Profi Olaf Thon sein. Eine denkbare Lösung wäre auch Thons ehemaliger Mitspieler Ebbe Sand, der derzeit bei einem Verein im dänischen Silkeborg im Management tätig ist. Mit der vorläufigen Stärkung Fred Ruttens verhindern die Schalker zunächst den Eindruck, als entstünde ein Vakuum im sportlichen Beurteilungsvermögen. Denn für die kaum vorhandene sportliche Kompetenz der Mitglieder in Vorstand und Aufsichtsrat ist Müller nicht verantwortlich zu machen.

Als die Schwerkraft aufgehoben wurde Weitspringer Bayer ist nach 8,71-m-Satz „von den Socken“ – Nytra: Du bis verrückt dpa TURIN. Wenn Sebastian Bayer bisher nach Hause gekommen war und nicht den Sand aus seinen Sportsachen geschüttelt hatte, gab’s schon mal Ärger mit Freundin Carolin Nytra. Säckeweise hätte ihn der Weitspringer nach seiner Rückkehr aus Turin wohl in der gemeinsamen Wohnung in Bremen ausschütten können – die Hürdensprinterin wäre ihm dennoch um den Hals gefallen. In Turin war sie sofort in den Innenraum gestürmt. „Sie hat geweint und gesagt,

dass ich verrückt bin“, sagte Bayer. Mit seinen sensationellen 8,71 Meter ist der neue Hallen-Europarekordler und -Europameister urplötzlich der Überflieger der zuletzt so leidgeplagten deutschen Leichtathletik. Und der große Hoffnungsträger für die WM im August in Berlin? „Wenn ich da 40 Zentimeter weniger springe, habe ich mein Ziel schon erreicht“, sagte der 22-Jährige. Nur acht Zentimeter weniger als der große Carl Lewis bei seinem Weltrekord vor 25

Jahren, 17 Zentimeter mehr als die Freiluft-Bestmarke von Lutz Dombrowski, dem Olympiasieger von Moskau 1980, und 15 Zentimeter weiter als der Hallen-Europarekord des Spaniers Yago Lamela: Das hatte dem Sportsoldaten kein Mensch zugetraut. Am Sonntagabend um kurz nach sechs Uhr musste jemand für einen Augenblick die Schwerkraft aufgehoben haben, als Bayer nach zwanzig Schritten Anlauf abhob. Als ihn jemand darauf aufmerksam machte, dass er

beim Absprung noch ein paar Zentimeter verschenkt habe, prustete Bayer los und meinte ironisch: „Dann ist ja noch einiges drin.“ Auch der Held des Abends tat sich schwer mit Erklärungen. „Viel kann ich dazu nicht sagen. Ich weiß selbst nicht, wie es geht. Ich bin sprachlos und von den Socken“, meinte er danach. Ob er denn wisse, wo der Weltrekord liege? „Keine Ahnung“, sagte er nach seinen 8,71. Solche Wei- Er fliegt und fliegt: Sebasten waren dem 22-Jährigen tian Bayer landet bei der EM erst nach 8,71 Metern. Foto: dpa bisher eher suspekt.

Sportdirektor Klaus Allofs übernimmt bei Werder Bremen bis auf Weiteres den Vorsitz der Geschäftsführung. Er tritt kommissarisch die Nachfolge von Klubchef Jürgen L. Born an, der seine Ämter ruhen lässt, da er in den Verdacht der Untreue geraten ist. Ersatzkeeper Hans Jörg Butt wird im Champions-LeagueSpiel des FC Bayern heute (20.45 Uhr) gegen Sporting Lissabon im Tor des deutschen Rekordmeisters stehen. Das Hinspiel gewannen die Bayern 5:0. Eine Lösung im Fall Markus Babbel rückt näher: Für den Coach des VfB Stuttgart scheint durch einen kompakteren Lehrplan zum Erwerb einer fehlenden Lizenz das Traineramt auch in der nächsten Saison möglich. Die deutschen Frauen verpassen in Faro den Einzug ins Finale des Algarve-Cups. Nach zwei Siegen unterliegt die DFB-Auswahl im letzten Gruppenspiel 2:3 gegen Schweden. Am Mittwoch geht’s gegen Dänemark um Platz 3 (14.15 Uhr /ZDF). In Wuppertal stirbt ein Kreisliga-Spieler kurz nach dem Abpfiff der Partie auf dem Platz an einem Herzinfarkt. Der 37-jährige Familienvater litt Tage zuvor an einer Grippe.

Motorsport Nach Sebastian Vettels Wechsel zu Red Bull hält Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost eine Wiederholung der Vorjahresergebnisse in der Formel 1 kaum für möglich. Vettel hatte Toro Rosso 2008 in Monsa den ersten GrandPrix-Sieg beschert.

ERGEBNISSE Fußball 2. Bundesliga, 23. Spieltag MSV Duisburg – 1. FC Nürnberg 2:2 Tore: 1:0 Makiadi (71.), 1:1 Boakye (75.), 1:2 Bunjaku (89.), 2:2 Kouemaha (90.+3). – Zusch.: 15 000. Vier Tore innerhalb von 25 Minuten zeichnen das rasante Duell aus. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

SC Freiburg Greuther Fürth FSV Mainz MSV Duisburg 1. FC Kaiserslautern 1.FC Nürnberg FC St. Pauli Alemannia Aachen TSV 1860 München RW Ahlen RW Oberhausen FC Augsburg TuS Koblenz FSV Frankfurt FC Ingolstadt VfL Osnabrück FC Hansa Rostock SV Wehen Wiesbaden

23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23

39:21 50:31 43:25 36:25 37:30 32:25 38:45 37:29 33:29 29:40 26:37 28:29 34:33 24:30 26:40 29:44 32:42 21:39

48 42 41 36 35 34 34 33 32 31 31 30 27 26 23 23 19 17

Algarve-Cup, Frauen, Gruppe A: Finnland – China 0:1, Schweden – Deutschland 3:2. 1. Schweden 3 4:2 7 2. Deutschland 3 7:3 6 3. China 3 1:3 4 4. Finnland 3 0:4 0 Gruppe B: Norwegen – USA 0:1, Island – Dänemark 0:2.

Radsport Paris – Nizza, 2. Etappe, Saint-Brisson-sur-Loire – La Chapelle-SaintUrsin (195,5 km): 1. Haussler (Cottbus) – Cervélo 4:45:01 Std.; 2. Renshaw (Australien) – Columbia; 3. Lorenzetto (Italien) – Lampre.

Eishockey DEL, Meisterschaftsrunde, Playoff (Best of 5), Viertelfinal-Qualifikation, 4. Spieltag: Frankfurt Lions – Hamburg Freezers 1:2 n.V., Augsburger Panther – EHC Wolfsburg 3:4 n.V.

LOTTO UND MEHR Lottoquoten Kl. 1 unbesetzt Kl. 2 3x Kl. 3 32 x Kl. 4 901 x Kl. 5 3 820 x Kl. 6 57 800 x Kl. 7 104 037 x Kl. 8 1 193 450 x

Jp. 3 886 750,80 Euro 1 036 466,80 Euro 42 339,50 Euro 3 909,70 Euro 141,80 Euro 46,80 Euro 20,80 Euro 9,90 Euro

Totoquoten Kl. 1 10 x Kl. 2 178 x Kl. 3 2 340 x Kl. 4 18 389 x

9 861,50 Euro 554,00 Euro 42,10 Euro 5,30 Euro

Auswahlwette „6 aus 45“ (Quoten) Kl. 1 unbesetzt Jp. 1 485 515,40 Euro Kl. 2 unbesetzt Jp. 17 990,60 Euro Kl. 3 7x 3 855,10 Euro Kl. 4 477 x 113,10 Euro Kl. 5 654 x 41,20 Euro Kl. 6 11 131 x 8,00 Euro Lotterie „Spiel 77“ (Quoten) Kl. 1 unbesetzt Jp. 1 849 019,60 Euro Lotterie Keno Gewinnzahlen: 3 - 4 - 10 - 21 - 22 - 24 - 25 - 27 32 - 35 - 37 - 41 - 50 - 53 - 54 - 55 - 58 - 63 - 66 - 67 Lotterie plus 5: 3 4 1 8 5 (Ohne Gewähr)


OSNABRÜCK

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

TILL

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Radio-Lärm

„Nicht mal die Abwrackprämie!“

B

Bei Karmann ist die Stimmung im Keller – Wenig Hoffnung auf Abfindungen

austellenlärm erzeugt bei Till gemischte Gefühle. Es ist ja ganz schön, wenn es irgendwo vorangeht. Wenn man aber nebenan arbeiten muss oder – noch schlimmer – wohlverdiente freie Zeit genießen will, hört der Spaß auf. Kürzlich ist Till auf eine besondere Form von Baustellenlärm gestoßen. Da ließen nämlich fleißige Handwerker ein Kofferradio laufen – und zwar auf Maximallautstärke. Der kleine Kasten klirrte blechern lauter, als die Handwerker hämmern konnten. Mag ja sein, dass dabei die Arbeit leichter von der Hand geht, aber bei der Dauerberieselung der ganzen Straße aus einem hoffnungslos überforderten Lautsprecher hatten alle anderen wenig zu lachen. Till jedenfalls ist Hämmern, Bohren und sogar das Kreischen der Kreissäge als BaustellenBismorgen lärm lieber.

Rauchmelder: Feuerwehr klärt auf prin OSNABRÜCK. „Rauch-

melder können Leben retten“, betont Klaus Fiening von der Berufsfeuerwehr Osnabrück. Und deshalb laden die Neue Osnabrücker Zeitung und die Berufsfeuerwehr 20 Leser am kommenden Freitag, 13. März, zu einem Aktionstag ein: „Exklusiv für die Leser der Neuen OZ bieten wir an diesem Tag Rettungsaktionen, eine Tombola und ein Vortrag zu Rauchmeldern in den Räumen der Berufsfeuwehr an“, so Einsatzleiter Klaus Fiening. Außerdem zeigen die Brandschutz-Profis, wie Rauchmelder funktionieren. Anmeldungen sind möglich per Telefon unter 05 41/310-631 oder per EMail: stadt-osnabrueck@neue-oz.de

2,5 Millionen Euro für den Städtebau OSNABRÜCK. Nach Aus-

kunft der CDU-Landtagsabgeordneten Anette Meyer zu Strohen und Christian Wulff erhält Osnabrück aus dem Städtebauförderungsprogramm des Sozialministeriums rund 2,5 Mio. Euro: eine Million für den Umbau des Rosenplatzes, 450 000 für das Sanierungsgebiet Lotter Straße und 1,1 Millionen für die Umnutzung der Britenflächen. Die Stadt beteiligt sich mit je einem Drittel an den Projekten.

KONTAKT Ihre Redaktion 05 41/310 W. Hinrichs (hin) -630 F. Henrichvark (fhv) -633 H. Jansing (jan) -622 A. Köhler (ack) -634 R. Lahmann-Lammert (rll) -639 S. Prinz (prin) -637 U. Schmidt (S.) -635 M. Schwager (swa) -687 Sekretariat -631 Fax -640 E-Mail: stadt-osnabrueck@ neue-oz.de Anzeigen 05 41/310 -310 Fax -790 E-Mail: anzeigen@neue-oz.de Abo-Service -320

„Die Gewalt verurteile ich aufs Schärfste“ OSNABRÜCK. Hat Oberbürgermeister Boris Pistorius die Gewaltbereitschaft der Autonomen falsch eingeschätzt, die am Samstag bei der Anti-NPDDemo die Polizei angriffen?

prin rll OSNABRÜCK. Bei Kar-

mann ist die Stimmung im Keller. Im Fahrzeugbau gehen bald die Lichter aus, und immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die 1340 Betroffenen nicht mit einer Abfindung rechnen können. Über die Aussicht, dass Chrysler das Geld für Abfindungen aufbringt, macht sich niemand Illusionen.

Mit versteinerten Mienen treten die Karmänner nach der Betriebsversammlung aus dem Haupttor. Nur wenige sind bereit, den Reportern ein Statement zu geben, das über Kraftausdrücke hinausgeht. Zu ihnen gehört Josef Obermeyer, der seit 30 Jahren im Betrieb arbeitet. „Die lassen uns hier verrecken!“, empört er sich, „ich hab den Glauben an die Gerechtigkeit verloren.“ Das Ende ohne Abfindung sei von langer Hand vorbereitet worden, mutmaßt der 56-Jährige, und er fügt hinzu: „Die Ungerechtigkeit uns gegenüber schreit zum Himmel. Das ist Kapitaldiktatur pur!“ Eigentlich sei es Aufgabe der Politik, solchen Machenschaften Einhalt zu gebieten. Aber von Ministerpräsident Wulff komme nichts, ärgert sich Josef Obermeyer. Wie es

Herr Pistorius, war die Demo wirklich so friedlich?

Die Demonstration war friedlich. Daran ändern auch die Übergriffe der Autonomen nichts, die man schließlich nicht der eigentlichen Kundgebung anlasten kann. Sie bezeichneten die linken Chaoten als schwarz gekleidete Jugendliche. Bleiben Sie dabei?

Im Fahrzeugbau gehen die Lichter aus. Mit versteinerten Mienen gingen die Karmänner gestern nach Hause. Fotos: Michael Hehmann

mit ihm weitergehen soll? „Da kann man sich selber ausrechnen, was man da noch für Chancen hat“, sagt er ernüchtert. „Wir kriegen nicht mal die

Abwrackprämie!“, schimpft Ernst-Joachim Hoffmann. Schon seit 42 Jahre arbeitet er bei Karmann. Nach der Betriebsversammlung fühlt er sich von der Geschäftsleitung

hingehalten, mit Vertröstungen und vagen Hoffnungen: „Wir sind nicht schlauer als vorher.“ Sein Kollege Raimund Tölle (51) sieht die Inhaber

des Unternehmens in der Verantwortung, doch noch Geld für Abfindungen lockerzumachen: „Ich will gar nicht von Schuld sprechen, aber von moralischer Verantwortung.“ Stattdessen würden die Mitarbeiter wie der letzte Dreck behandelt: „Für uns gibt es nur einen Fußtritt!“ Resigniert klingen auch die Sätze aus dem Mund von Ulrich Henin (52), der schon überall bei Karmann am Band gestanden hat und jetzt in der Lackiererei arbeitet: „Die Stimmung ist am Boden. Nach 29 Jahren – was soll man da erwarten?“ Er macht sich keine Illusionen, auf dem Arbeitsmarkt etwas zu finden. Und das, wo sein Sohn Den Glauben an die Gerech- Nicht schlauer als vorher: Nur einen Fußtritt: Raimund 29 Jahre im Betrieb: Ulrich nach der Lehre auch gerade Hoffmann Tölle sieht die Inhaber in der Henin weiß nicht, wie es jetzt arbeitslos geworden ist und tigkeit verloren: Josef Ober- Ernst-Joachim moralischen Verantwortung. weitergehen soll. nach der Schicht. meyer. einen anderen Job sucht.

Millionenklage abgewiesen Gericht: Busfahrer nicht diskriminiert hin OSNABRÜCK. Die Stadt-

soll öffentlich erklärt haben, „die Alten müssen weg“. Im Mai 2008 erteilten die Stadtwerke den beiden Abmahnungen, weil sie angeblich am Steuer per Headset telefoniert hatten – was beide bestreiten. Als sie sich danach krankmeldeten, setzten die Stadtwerke einen Detektiv auf sie an. Der Hintergrund: Die beiden arbeiten nur 30 Stunden als Busfahrer und betreiben nebenbei gemeinsam eine Firma. Die Stadtwerke argwöhnten, die beiden hätten die Krankmeldung fingiert, um ihrem Nebengeschäft nachgehen zu können. Die Beschattung flog auf, der Verdacht der Stadtwerke erwies sich als haltlos. Die Observierung, das Sticheln, die Abmahnung, eine überraschende betriebsärztliche Untersuchung: So sei Druck aufgebaut worden – „und das nur, weil sie alt und teuer sind“, so der Anwalt der Fahrer. „Das ist Stimmungsmache“, konterte der Anwalt der Stadtwerke. Die Klage sei „zusammengebastelt“ und „konstruiert“. Der Einsatz der Detektive sei im Verhalten der Mitarbeiter begründet gewesen und habe mit deren Alter nichts zu tun. Die Busfahrer kündigten Berufung vor dem Landesarbeitsgericht an. Schon heute sehen sich die streitenden Parteien erneut vor dem Arbeitsgericht. Dann geht es um die fristlose Kündigung.

werke benachteiligen ihre älteren Mitarbeiter nicht. Mit dieser Begründung hat gestern das Arbeitsgericht Osnabrück die Millionenklage zweier Busfahrer gegen die Stadtwerke abgewiesen. Es gebe keine Hinweise, dass die Stadtwerke Mitarbeiter aufgrund ihres Alters diskriminerten, sagte die Richterin. Bei allen Maßnahmen gegen die beiden Fahrer sei „nicht ansatzweise ein Bezug zum Alter erkennbar“, so die Richterin in der Begründung. Ein Konzept, die älteren Mitarbeiter hinauszudrängen, sei nicht ersichtlich. Im Gegenteil: Die Stadtwerke bemühten sich, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ältere Beschäftigte zu halten. Die Richterin wies auf das Durchschnittsalter der Stadtwerke-Beschäftigten hin, das bei 47 Jahren liegt. Die klagenden Busfahrer sind beide 52 Jahre alt. Die Fahrer forderten mit Hinweis auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) jeweils 500 000 Euro Entschädigung. Der Rechtsanwalt der Busfahrer sagte, „in der Gesamtschau aller Maßnahmen“ gegen die beiden werde die Altersdiskriminierung sichtbar. Das Unternehmen versuche systematisch, die älteren und teureren Fahrer hinaus oder in die Tochtergesellschaft Osnabus zu drängen, um Personalkosten zu sparen. Den beiden Klägern sei ein Ausscheiden nahege- Aktenzeichen 6 Ca 475/08 legt worden. Ein Vorgesetzter und 6 Ca 476/08

Wenn europäische Lastwagen für Südkorea zu breit sind Ex-Ratsgymnasiast in Brüssel Handelsspezialist für Südkorea jweb OSNABRÜCK. Er weiß, dass so etwas nicht gut ankommt. Dass die Verwaltung der Europäischen Union einst vorschrieb, wie krumm eine Banane sein muss, gefällt auch Georg Roebling nicht. Er ist selbst Beamter in Brüssel. Und gestern besuchte er seine Schule, das Ratsgymnasium. Der Anlass ist dessen Europa-Projekt. Georg Roebling machte hier 1990 sein Abitur, studierte Jura und wurde schließlich Verwaltungsreferent der Europäischen Kommission. Er ist für den Außenhandel zuständig. Sein ehemaliger Lehrer Joachim Weyer hatte ihn zu den Projekttagen seiner Schule eingeladen. Jetzt erläuterte er den elften Klassen, was er in Brüssel so macht. Es geht um Geschäfte. „Ich helfe europäischen Firmen

dabei, dass sie Waren nach Südkorea verkaufen können.“ Ob es sich um Autos, Maschinen oder Agrarprodukte handelt: Eine Firma kann nicht einfach so etwas exportieren, erläuterte Georg Roebling: „Erst müssen Voraussetzungen geschaffen werden.“ Dabei geht es zum Beispiel um Barrieren wie etwa technische Vorschriften. „Viele europäische Lastwagen sind für südkoreanische Bestimmungen fünf Zentimeter zu breit – und könnten daher nicht zugelassen werden.“ Und Georg Roeblings Aufgabe ist es dann, Kontakt mit Behörden des Landes aufzunehmen. Auch um Zölle verhandelt der EU-Beamte: „Ich versuche, die Südkoreaner zu überreden, sie zu senken.“ Ob es sich um Verbraucher- oder Umweltschutz

handelt oder um Weichen für die Wirtschaft: „In Brüssel fallen Entscheidungen, die uns alle betreffen“, berichtete Georg Roebling. Auch was viele handelnde Personen betreffe, sei Brüssel nicht weit weg. Als Beispiele nannte er den Präsidenten des Parlaments, Hans-Gert Pöttering, und weitere Politiker aus der Region. Gegen zu viel Bürokratie wendet sich auch Georg Roebling: „Es kann nicht sein, dass bis in den letzten Winkel hineinreguliert wird.“ Er sieht sich eher als Wegbereiter. Und auch privat hat Europa Einfluss auf ihn: Er ist mit einer Französin verheiratet und lebt mit ihr in Brüssel. Doch an diesem Tag war etwas für ihn wie früher: Nach dem Unterricht ging er zu seinen Eltern, um zu Mittag zu essen.

Nein, natürlich nicht. Als ich das am Samstag sagte, hatte ich die Informationen über die Auseinandersetzungen mit den Autonomen noch nicht. Im Demonstrationszug selbst hatte ich zunächst nur diese schwarz gekleideten Jugendlichen wahrgenommen, die zwar laut, aber nicht aggressiv waren. Dass diese linksradikalen Randalierer nachher versucht haben, die Teilnehmer der NPD-Demo anzugreifen und sich dabei Kämpfe mit der Polizei geliefert haben, verurteile ich aufs Schärfste. Gewalt hat auf Demonstrationen nichts zu suchen. Allerdings würde ich auch nicht so weit gehen und diese Autonomen auf eine Stufe mit den Neonazis stellen. Da gibt es immer noch Unterschiede. Welche Lehren ziehen Sie aus dem Demo-Samstag?

Dass es in unserer Stadt eine große Solidarität zwischen den Menschen gibt. Die Osnabrücker aus Stadt und Landkreis haben sich eindrucksvoll und überzeugend zu Menschlichkeit, Toleranz und Friedlichkeit bekannt und den Neonazis klar gezeigt, dass sie in der Friedensstadt nichts zu suchen haben und hier keinen Nährboden für ihre menschenverachtenden Ideologien finden. Leider passiert es immer wieder, dass gewaltbereite Störer solche friedlichen demokratischen Kundgebungen missbrauchen und Gewalt anwenden. Das darf uns Demokraten aber nicht davon abhalten, auch künftig durch solche Veranstaltungen Flagge zu zeigen. Natürlich habe ich Verständnis für den Einzelhandel, der zweimal innerhalb eines Monats an einem Samstag erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste. Ich weiß aber aus Gesprächen mit den Einzelhändlern, dass es auch die Einsicht gibt, dass solche Kundgebungen – gerade bei uns in der Friedensstadt – alternativlos sind.

Radlerin schwer verletzt OSNABRÜCK. Eine 16-jäh-

Europa ganz nah: Georg Roebling besuchte seine alte Schule, das Ratsgymnasium, um Elftklässlern über seine Arbeit in Brüssel zu berichten. Foto: Thomas Osterfeld

rige Fahrradfahrerin wurde am vergangenen Freitag gegen 13 Uhr bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Lotter Straße/ Bergstraße schwer verletzt. Wie die Polizei gestern mitteilte, hatte eine 65-jährige Pkw-Fahrerin der Jugendlichen die Vorfahrt genommen. Die Radlerin stürzte. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.


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STUDIEREN IN OSNABRÜCK

Der Blick über die Grenze Hochschulstadt Osnabrück

Manja Bartlog und ihr Team helfen bei der Planung von Auslandsaufenthalten mlb OSNABRÜCK. Als „un-

Denken und lernen erforschen OSNABRÜCK. Mit der Kog-

nitionswissenschaft/Cognitive Science werden Wahrnehmung, Denken, Lernen, Motorik und Sprache erforscht. Die Universität bietet auf diesem Gebiet den Bachelorstudiengang „Cognitive Science“ an. Die Fachschaft vom 14. bis 17. Juni organisiert ein Schnupperstudium. Das Angebot am Westerberg richtet sich an Abiturienten, Oberstufenschüler und Studenten. Es wird auf Deutsch durchgeführt. Die Teilnehmer können Veranstaltungen wie „Cognitive Psychology“, „Philosophy of Mind“, „Action & Cognition“, „Introduction to Computational Lingustics“ und „Introduction to Artifical Intelligence“ besuchen. Sie können am Institutskolloquium und an Experimenten teilnehmen. Zudem wird die Forschung des Instituts für Kognitionswissenschaften präsentiert. Weiteres unter fachschaft.cogsci.uos.de/ schnupperstudium.

KURZ NOTIERT

Heilpflanzen in der tibetischen Medizin OSNABRÜCK. „Heilpflanzen in der tibetischen Medizin“ lautet das Thema eines Vortrags von Dr. Nadine Berling am heutigen Dienstag. Beginn ist um 17 Uhr im Wabe-Zentrum der Fachhochschule, Gruthügel 8. Im Mittelpunkt steht die tibetische Medizin als eine Erfahrungsmedizin, in deren Therapie vorwiegend Heilpflanzen eingesetzt werden. Hier sind Parallelen zwischen fernöstlicher Medizin und europäischer Heilpflanzenkunde zu erkennen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Vortrag: Wie funktioniert Katalyse?

verzichtbare Qualifikation“ bezeichnet Manja Bartlog einen Aufenthalt im Ausland während des Studiums. Arbeitgebern sei es wichtig, dass ihre Bewerber eine Zeit jenseits der deutschen Grenzen verbracht haben. Eine Aufgabe der kommissarischen Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der Uni und ihres Teams ist es, Studenten bei der Planung solcher Aufenthalte zu unterstützen.

Hier im Service-Zentrum Studios am Neuen Graben 27 werden Studenten zur Organisation eines Semesters oder Praktikums im Ausland beraten. „Wir helfen bei der Auswahl der geeigneten Hochschule und informieren über Finanzierungsmöglichkeiten“, erzählt die 29-Jährige. Ihre Kollegin Beate Teutloff beantwortet Fragen zum Erasmus-Programm und zu Partnerhochschulen, Angela Schubert hilft bei der Organisation von Praktika weiter. „Am besten ist es, man beginnt etwa ein Jahr vor dem Aufenthalt mit der Planung“, sagt Bartlog. Wichtig ist das zum Beispiel, um Verlustzeiten zu vermeiden. Diese können entstehen, weil manche Länder andere Semesterund Prüfungszeiten haben. Hilfreich sei zunächst der Besuch einer allgemeinen Infoveranstaltung im Studios, dann sollten sich die Studenten überlegen, was das Ziel ihres Aufenthaltes sein soll. Bei der weiteren Planung hilft die Einzelberatung. Manja Bartlog selbst ist im Auslandsamt zuständig für Grundsatzangelegenheiten,

Hochschulkooperationen und Internationales Hochschulmarketing. Da das Auslandsamt nicht nur die Osnabrücker Studenten, sondern auch die Gäste aus dem Ausland betreut, entwickelt sie entsprechende Angebote. Derzeit konzipiert sie sogenannte „Summer schools“, bei denen die ausländischen Studenten nicht nur die Sprache lernen, sondern sich einige Wochen auch einem Thema aus der Biologie oder Politik widmen. Aber das ist Zukunftsmusik. Um die Kooperationen mit ausländischen Hochschulen auszubauen, war Bartlog kürzlich in Südafrika und China, hat Partner vor Ort besucht, die Uni bei einer Studenten-Messe vorgestellt. Bartlog leitet das Auslandsamt erst seit kurzer Zeit. Nach ihrem BWL-Studium war sie zunächst zwei Jahre lang Beraterin und Kommunikationstrainerin bei einem lokalen Dienstleister. Sie kehrte 2006 als Koordinatorin des frisch gegründete Studios zurück an die Uni und erarbeitete die Konzepte für die telefonische Info-Line für Studenten, den Info-Point und den Unishop. Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten sammelte sie bereits während des Studiums. Bartlog war neun Monate in Kanada und hat sich auch für die internationale Studentenorganisation Aiesec engagiert. „Im vergangenen Jahr wurde ich ins Kuratorium gewählt“, freut sie sich über den Kontakt und sagt: „Der Job im Auslandsamt verbindet viele Erfahrungen und Kenntnisse, die ich persönlich mitbringe.“

Ausstellung in der Fachhochschule

OSNABRÜCK. In der Reihe

„Wir erklären die Nobelpreise“ der Universität Osnabrück geht es am Donnerstag, 12. März, um die Katalyse. Der Physiker Prof. h. c. Dr. h. c. Manfred Neumann spricht ab 20 Uhr in der Barbarastraße 7, Hörsaal 32/102, über die Arbeiten, für die Prof. Dr. Gerhard Ertl im Jahre 2007 den Nobelpreis für Chemie bekommen hatte.

Probestudium im Fach Physik für 100 Schüler OSNABRÜCK. Die Univer-

sität Osnabrück bietet von Montag, 6. April, bis Mittwoch, 8. April, 100 Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 ein Physik-Probestudium an. Sie können Vorlesungen, Labor-Paktika und die Mensa besuchen. Anmeldung bis 15. März unter www.physikprobestudium.de. Die Homepage informiert über die einzelnen Veranstaltungen ebenso wie Dr. Monika Wesner unter Tel. 96926 48 oder E-Mail mwesner@uni-osnabrueck.de weiter.

rei OSNABRÜCK. Frauen und

Technik – das passt in vielen Köpfen immer noch nicht zueinander. Dass das aber ein reines Vorurteil ist und dass Frauen schon immer viel mit Technik zu tun hatten, zeigt jetzt eine Ausstellung in der Fachhochschule Osnabrück. Der Frauenanteil im Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften ist gering. Gerade mal 19 Prozent der Studierenden und 14 Prozent der Lehrenden sind Frauen. Dabei sind inzwischen die Hälfte der Abiturienten weiblich. „Zunehmend mehr Schülerinnen interessieren sich für die Naturwissenschaften“, weiß außerdem Bettina Charlotte Belker, Gleichstellungsbeauftragte der FH. Trotzdem entscheiden sich nur wenige Frauen für ein technisches Studium. Das hängt damit zusammen, dass der Begriff „Technik“ in der öffentlichen Meinung nach wie vor fast gleichbedeutend mit „männlich“ ist. Eine andere Perspektive auf Technik zeigt die an der TU Braunschweig konzipierte Wanderausstellung „Technik im Korsett“. Sie ist derzeit in der FH zu sehen. Diesen Ort hat Bettina Char-

lotte Belker bewusst ausgewählt. „So muss niemand in die Tiefe des Themas gehen“, sagt sie. Stattdessen könnten diejenigen, die gerade vorbeikommen, einen Blick auf die Ausstellungstafeln werfen und sich im Vorübergehen informieren. Die Ausstellung zeigt, dass Technik nicht gleichbedeutend mit „Maschine“ ist. Denn Technik gibt es überall: Im Ballett etwa spielt die richtige Bewegungstechnik eine Rolle. Und dann gibt es noch Kulturtechniken wie etwa die Blindenschrift. Mit positiven Beispielen wie dem eines reinen Frauenteams, das ein Auto entworfen hat, oder mithilfe der Roboterdame „Roberta“ macht die Ausstellung Mädchen und Frauen Mut, sich mit dem Thema Technik zu befassen. Denn auch auf diesen männlich dominierten Feldern haben Frauen längst Fuß gefasst. Bettina Charlotte Belker hofft darauf, dass auch Schulklassen die Ausstellung besuchen. Sie hat deshalb viele Schulen angeschrieben und sie über die Ausstellung informiert. Zu sehen ist sie bis zum 24. April im FH-Foyer in der Albrechtstraße 30.

vom 9. März

TEMPERATUREN Höchsttemperatur 7,2 °C Tiefsttemperatur in 2 m Höhe am Erdboden

1,8 °C –1,0 °C

NIEDERSCHLAG 5,5 mm

WIND Geschwindigkeit 3,4 m/s

N

W

Richtung 277 Grad

O S

LUFTQUALITÄT Schwefeldioxid (1000 µg/m3)

<6 <6

Feinstaub (50 µg/m3) Schlosswall Ziegenbrink Ozon (120 µg/m3)

19 22 12 15 63 58

Gemessen gestern um 16 Uhr. Der zweite Wert ist der Mittelwert vom Tag zuvor. Angaben in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Richtwerte in Klammern.

KOMPAKT

Vortrag über die Bedeutung des Spielens OSNABRÜCK.

Den Weg ins Ausland ebnet Manja Bartlog mit ihren Mitarbeitern vom Akademischen Auslandsamt für Studenten und Mitarbeiter der Universität . Foto: Jörn Martens

Das Auslandsamt ist nicht nur für Studenten zuständig. Das Team berät zudem Wissenschaftler und Mitarbeiter bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes zu Studienzwecken oder für die

Weiterbildung. Zur unverzichtbaren Qualifikation für Studenten sagt Manja Bartlog dann noch: „Die Bewerberzahlen für das akademische Jahr 2009/10 sind sogar gestiegen.“ Die Bewerbungs-

frist ist abgelaufen, jetzt gilt es, die nächsten Semester vorzubereiten. Weitere Informationen: www.uni-osnabrueck.de/ 840.html

Fachtagung zu Form und Funktion von Sprache

Technik ist weiblich

Wetterdaten

Tagesmenge am 8. März

Wenn die Frage eine Bitte ist

Roberta heißt die Roboterdame, die Bettina Charlotte Belker hier in der Ausstellung in der FH präsentiert. Foto: Egmont Seiler

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

mlb OSNABRÜCK. Sprache ist vielfältig. Aller Grammatik zum Trotz lässt sich zum Beispiel mit einer Frage nicht nur der Wunsch nach Information ausdrücken. Bei „Was machen deine Füße auf dem Tisch?“ steht die Bitte im Vordergrund, sie vom Tisch zu nehmen. Um Themen von „Form und Funktion“ der Sprache drehte sich an der Uni die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS). Rund 600 Teilnehmer widmeten sich der ganzen Palette des Fachs, die von der Bedeutung und der Struktur der Sprache, ihrer Beschreibung mit dem Ziel, sie zu vermitteln, über Nutzungsprobleme bis hin zu ihrer Veränderung dreht. „Form und Funktion, das ist ein traditionelles Problem, das noch nicht gelöst ist“, sagte Prof. Alexander

Bergs, Anglist an der Universität. Im Mittelpunkt stand nicht nur die deutsche Sprache. Die Arbeitsgruppen widmeten sich Formen des Ausdrucks von Höflichkeit in unterschiedlichen Sprachen, dem Ausdruck von Konventionen und den Unterschieden im Satzbau der Sprachen. Eine weitere Gruppe befasste sich mit dem Lernen von Sprachen durch Kinder. Diesem Thema widmete sich im weiteren Sinne am Tag vor Kongressbeginn die Veranstaltung „Mehr Reflexion über Sprache in der Schule“, die sich an Erzieher und Lehrer richtete. „In der Schule lernen Kinder ihre Sprache quasi neu“, sagte Organisatorin Christa Röber, Professorin für Grundschul- und Sprachdidaktik in Freiburg. Es gebe Unterschiede zwischen der Sprache, die Kinder in ihren

Familien sprechen, und der, der sie in der Schule lernen. Um die Strukturen dieser Sprache besser vermitteln zu können, sei es wichtig, dass sich Lehrer der Unterschiede bewusst sind. „Das ist bei vielen Lehrern aber nicht der Fall“, bedauert Röber, die hier einen großen Nachholbedarf bei der Lehrerausbildung sieht. Während einer Podiumsdiskussion widmeten sich Vertreter der Kultusministerkonferenz, der Kultusministerien aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und Experten der DGfS der Frage, wie Unterricht besser auf die Vermittlung der Sprache ausgerichtet werden könne. Röber beklagte das unzulängliche Sprachwissen der Studenten. „Die Literaturwissenschaft hat den Unterricht zu stark besetzt“, sagte die Pädagogin.

Den Frühling herbeifeiern

Spielen macht klug: Dr. Armin Krenz, Autor von Pädagogikbüchern und Elternratgebern, zeigt in seinem Vortag am Freitag, 13. März, ab 20 Uhr im Stadtgalerie-Café, warum das Spiel wichtig für die Entwicklung der Kinder ist. Es bildet die Grundlage für die Kompetenz, die sie brauchen, um Fähigkeiten für das Leben auf- und auszubauen. Um das Spielen zu erlernen, müssen Kinder die vielfältigen Spielformen kennenlernen. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 6 Euro, an der Abendkasse 9 Euro, ermäßigt 7,50 Euro; Ehepaare zahlen 15 Euro. Karten gibt es in der Lagerhalle und unter www.lagerhalle-osnabrueck. de.

GRÜNDUNGSHERAUSGEBER: Elisabeth Elstermann † und Leo Victor Fromm † HERAUSGEBER: Prof. Dr. Dr. h. c. Werner F. Ebke und Verleger Hermann Elstermann GESCHÄFTSFÜHRER: Axel Gleie und Christoph Niemöller CHEFREDAKTION: Ewald Gerding (Lokalteile), Dr. Jürgen Wermser (Mantelseiten) STELLV. Schlottke

CHEFREDAKTEUR:

Heiko

GESCHÄFTSFÜHRENDER REDAKTEUR: Dr. Berthold Hamelmann NEWSDESK: Burkhard Ewert, Franz-Josef Raders, Dr. Christoph Reisinger VERANTWORTLICH für Politik: Dr. Jürgen Wermser; Nachrichten: Heiko Schlottke, Dr. Christoph Reisinger, Dr. Christof Haverkamp; Einblicke: Marcus Tackenberg; Weltspiegel/Medienseite: Joachim Schmitz; Wirtschaft: Norbert Meyer; Feuilleton: Dr. Stefan Lüddemann; Nordwest: Uwe Westdörp; Redaktion Berlin: Jens Peter Dohmes, Beate Tenfelde; Redaktion Hannover: Hans Brinkmann; Sport: Harald Pistorius; Gut zu wissen/ Dialog: Waltraud Messmann; Leserbriefe: Dr. Berthold Hamelmann; Stadt Osnabrück: Wilfried Hinrichs; Osnabrücker Land/Rund um Osnabrück: Franz-Josef Raders VERLAG: Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Postfach 42 60, 49032 Osnabrück; Breiter Gang 10–16, Große Straße 17–19, 49074 Osnabrück, Telefon 05 41/310-330, Telefax 05 41/310-640; Internet: www.neue-oz.de; E-Mail: redaktion@neue-oz.de ANZEIGEN-/WERBEVERKAUF: MSO Medien-Service GmbH & Co. KG, Große Straße 17–19, 49074 Osnabrück, Postfach 29 80, 49019 Osnabrück, Telefon 05 41/310-500, Geschäftsführer: Sebastian Kmoch (V.i.S.d.P.), Verantwortlich für Anzeigen-/Werbeverkauf: Sven Balzer, Wilfried Tillmanns ANZEIGENANNAHME: Geschäftskunden: Telefon 05 41/310510, Telefax 05 41/310-790; E-Mail: auftragsservice@mso-medien.de Privatkunden: Telefon 05 41/310-310, Telefax 05 41/310-790; E-Mail: anzeigen@neue-oz.de Zurzeit ist Preisliste Nr. 43 gültig TECHNISCHE HERSTELLUNG: Druckzentrum Osnabrück, Weiße Breite 4 Wöchentliche rtv-Beilage für Abonnenten

Frühlingshaft spritzig: So lautet der Titel des Frühlingsballs der Fachhochschule am Samstag, 28. März, in der Osnabrückhalle. Mit dabei sind „The Groove Jets“, Tommy Schneller mit Band, „Custom Music“, die „Showdisco Starlight“ und die German Musical Academy. Beginn ist um 20.30 Uhr mit einem Sektempfang, den Ken Pehmöller begleitet.

Karten gibt es bei der Pressestelle der FH, Caprivistr. 30a, Tel. 969-21 77, E-Mail: fruehlingsball@fh-osnabrueck.de, in der Osnabrückhalle, Schlosswall 1–9, Kartentelefon 34 90-24, E-Mail: kartenservice@stadthalle-osnabrueck.de und bei der Neuen OZ, Große Straße 17–19 (zehn Prozent Rabatt mit OS-Card). Infos: Foto: FH www.fh-os.de/fruehlingsball.

BEZUGSPREIS: Monatlich 26,90 € inkl. Zustellung und Mehrwertsteuer (bei Postzustellung 30,90 €). Der jeweilige Abonnementsbetrag ist im Voraus zahlbar. Abbestellungen bis 4 Wochen zum Quartalsende nur schriftlich an den Verlag. Im Fall höherer Gewalt, bei Betriebsstörungen, Streik, Aussperrung oder sonstigen Störungen des Arbeitsfriedens besteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Erfüllungsort und bei Vollkaufleuten auch Gerichtsstand ist der Sitz des Verlages. Im Übrigen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die in unseren Hauptgeschäftsstellen aushängen. Angeschlossen der IVW.


OSNABRÜCK

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

15 NOTDIENSTE Polizei: ✆ 1 10 Feuerwehr/Rettungswagen/ Notarzt: ✆ 1 12 Hausärztlicher Notdienst Notfalldienst für dringende Fälle, wenn Hausarzt nicht erreichbar. Zentrale Notrufnummer 96 11 11. Die Notdienst-Ambulanz, Bischofsstraße 28, ist besetzt von 19 bis 23 Uhr; www.notdienstambulanzosnabrueck.de Fachärztliche Notdienste bitte vorher anrufen Augenarzt Dr. Großmann, Lortzingstr. 5,✆ 05 41/2 76 10

Teller schieben: Jede Station steuert eine Zutat bei, und so Jeder Tisch wird einzeln abgerufen: Auch der Service muss Unter Kollegen: Die Küchenchefs Thomas Bühner, Sven Elver- Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Swart, Am Natruper Holz 69 ✆ entsteht der servierfertige Teller. volle Konzentration bringen. feld und Achim Schwekendiek (rechts) stimmen sich ab. 05 41/6 44 11

Frauenarzt Dr. Ferié, Glückaufstr. 10, Oesede ✆ 0 54 01/4 06 66

Ein Feuerwerk für alle Sinne Wie sechs Köche ein Menü servieren und am Ende alle als Sieger dastehen Von Marie-Luise Braun und Frank Henrichvark, Fotos von Gert Westdörp OSNABRÜCK. Es geht ganz entspannt zu, aber am Ende sind die Differenzen so knapp wie bei einem Hundertmeterlauf. Gerade mal zwei Punkte liegen zwischen dem Sieger und dem Zweitplatzierten: Mit 98,2 Punkten wird am Sonntagabend Sven Elverfeld vor dem Lokalmatador Thomas Bühner zum Sieger im Wettbewerb um den großen Gourmet-Preis Niedersachsen gekürt.

Andreas Dietz, Veranstalter und Moderator, ist um Superlative nicht verlegen: Zur Begrüßung serviert er an diesem Abend „den besten Champagner der Welt“. Und er heißt seine 165 Gäste willkommen „im schönsten Hotel“. Nicht zuletzt hat er auch die „fünf besten Köche“ – immerhin des Landes Niedersachsen – aufgeboten. Sein Kollege Hannes Buchner hat nämlich auf der Basis all der Kochmützen, Kochlöffel und Gourmet-Sterne, die von den führenden Restaurantführern alljährlich verliehen werden, eine Rangfolge ermittelt. Diese fünf Küchenchefs, ergänzt um Gastgeber Andreas Klatt, werden jetzt für uns auftischen. Ouvertüre: Von draußen sind Gelächter und Applaus zu hören, in Raum Derby herrscht Konzentration. Konstanze Hanuschka hat die 29 Service-Kräfte um sich versammelt und gibt letzte Anweisungen: Wer ist für welchen der 18 Tische verantwortlich, wer hat wann und vor allem wo entlangzulaufen, um die Gäste perfekt zu bedienen? Das alles ist hinter ihr auch auf einem Plan notiert, damit wirklich nichts schiefgehen kann. Vorsicht ist bei jeder Bewegung geboten, denn direkt hinter der Gruppe legt Hans Sobotka mit seinem Team letzte Hand an die Vorspeise. Spritzschaum und Eis werden „à minute“, kurz vor dem Servieren, auf den Tellern platziert. Es soll schließlich nichts schmelzen oder zerlaufen, bis die Köstlichkeiten bei den Gästen sind. Hans Sobotka serviert Variationen von der Gänseleber mit Süßholz und Mango-Teegelee. Der Altmeister der Grande Cuisine schwingt bereits seit 22 Jahren im Fürstenhof in Celle den Kochlöffel, und er trumpft gleich mächtig auf: Mit einem Gericht, das klassische Kulinarik und ursprünglichen Geschmack ganz neu interpretiert. 165 nahezu identische Teller sollen gleich den Raum gegenüber dem Festsaal verlassen. Eine gesonderte Portion wird in der Enoteca serviert. Hier speist Andreas Dietz, der wissen muss, was die Gäste gerade genossen haben. Vier Tage lang hat Sobotka

Konzentration ist gefragt: Andreas Klatt setzt mit Blattgold den krönenden Akzent auf seine Opera-Schnitte, komponiert aus Nüssen, Sahne und ganz viel flüssiger Schokolade.

mit seinem Team im Restaurant „Endtenfang“ an der Vorbereitung der Vorspeise gearbeitet. Jeden Tag ein bisschen, immer neben dem Tagesgeschäft. „Ich hab gedacht, es sei eine gute Eröffnung für den Abend“, sagt er zu seiner Wahl. Unter den Kollegen fällt kein überflüssiges Wort. Jeder beobachtet den anderen, schaut, wo etwas fehlt. Kurze Anweisungen und Fragen genügen, die Stimmung ist freundlich. 18.07 Uhr: Der Startschuss fürs Servieren fällt pünktlich. Jetzt ist Konstanze Hanuschka wieder gefragt: „Frau Koch, Tisch acht, zehn Personen“, ruft sie durch den Raum. Fünf Kollegen formieren sich, jeder greift nach zwei Tellern und marschiert los. „Tisch neun, zehn Personen, Herr Osterhaus vorweg“, lautet das Kommando für die nächste Gruppe. Zweiter Gang: In der Küche stellt derweil Markus Kebschull mit seiner Brigade eine Komposition aus Steinbutt mit Shitakepilzen an Hummerjus, Erbsencreme und gepökelter Kalbsbacke zusammen. „Wir brauchen hier ein paar Leute zum Tellerschieben, hat jemand Zeit?!“ Eben noch haben ein paar Kollegen der Küche kurz geschwatzt. Übergangslos platzieren sie sich um eine große Arbeitsfläche. Fließbandarbeit ist gefragt. Der erste Kollege legt einen grünen Ring aus Erbsengelee auf die Teller, der Kollege spritzt eine Spirale aus Erbsenmus daneben, der nächste eine braune Creme in den Ring, das Kalbsbäckchen landet auf dem Teller, und so geht es weiter, bis als Letztes

der Steinbutt mit Shitakepilzen platziert und der Teller nach Plan bestückt ist. Das sieht alles flott aus. „Ja, aber zu langsam“, murmelt Jürgen Kloester, einer der beiden Küchenchefs des Remarque. Auch er steht in der Reihe der Helfer. „Wir arbeiten hier alle mit, egal, zu welchem Team wir gehören“, erläutert er. Konkurrenz hin oder her: „Dass der Abend gelingt, wollen wir ja alle“, fügt sein Kollege Andreas Klatt hinzu, der für das Dessert verantwortlich ist. Wie an Fäden gezogen, bewegen sich die Kollegen durch die Küche, gleiten mit ihren Sicherheitsschuhen über den rutschigen Boden. Wer im Weg steht, wird mit freundlicher, aber bestimmter Körpersprache zur Seite dirigiert. Am Kopf der Küche warten die Service-Kräfte auf ihren Einsatz. Da wird gefrotzelt und gegrinst, eine Kollegin erhält ein Küsschen: „Ich bin heute etwas weich, ich hab bald Urlaub“, spöttelt sie. „Ein gutes Klima ist wichtig, damit die Arbeit glatt von der Hand läuft“, sagt Silke Horns, sonst Restaurantleiterin der Enoteca. Heute unterstützt sie den Service. „Also, Avanti, Galoppi“, lautet das Signal für den Service. Vorspeise Nummer zwei soll serviert werden. Wieder gruppieren sich die Kollegen, jeder mit einem freundlichen Gesicht. Ganz so, wie es über den beiden Ausgangstüren steht: „Lächeln“, prangt dort unübersehbar. Im Gang hängt zudem ein Zeitplan. „19.22 Uhr, Küchenschaltung“, steht da. Jetzt sehen die Gäste im Saal auf der Videowand, wie es hinter den Kulissen aussieht. Für 20.02

Uhr ist Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen eingeplant, der sich selbst gern als „Minister für Essen und Trinken“ vorstellt. Ob er es noch pünktlich schafft? Dritter Gang: Auch Achim Schwekendiek setzt auf Kontraste, bringt Mexiko und das Mittelmeer zusammen. Er serviert Rotbarbe mit Fenchel und setzt daneben „Sot l’y laisse“, kräftig gewürzte kleine Stückchen aus dem Rücken des Brathähnchens – in Deutschland unter Kennern auch als „Pfaffenschnittchen“ bekannt. Wieder formiert sich eine Gruppe um den großen Tisch in der Küche. Drumherum wartet die Rotbarbe unter der Wärmelampe auf ihren Einsatz, immer wieder schaffen die Kollegen neue Tabletts mit den kleinen Leckereien heran, damit sie platziert werden können. Am Rande steht Sven Elverfeld. Er ist gedanklich schon bei seinem Beitrag: „Gut Kochen ist das eine. Genauso wichtig ist aber die Logistik.“ Entsprechend habe er seinen Gang auch ausgewählt. „Es muss etwas sein, dass bei so vielen Gästen serviert werden kann, ohne dass es kalt am Platz landet.“ Hinten in der Enoteca sitzt Thomas Bühner mit einem Teil seines Teams aus dem La Vie. Bei belegten Brötchen und Cola besprechen sie die Logistik für ihren Gang, bis sie wieder in der Küche verschwinden und Andreas Dietz mit Heiner Ehlen hereinkommt. Fünf bis zehn Minuten Grußwort habe er vorbereitet. „Fünf Minuten wären mir lieber“, sagt Dietz mit Blick auf den Zeitplan, und der Minister nickt verständig. Auf

ein Abendessen verzichtet er: „Nichts gegen Ihr Menü. Aber beim Termin eben hatte ich Butterkuchen. Der war zum Reinlegen.“ Es folgt ein Zwischengang:

Was von Sven Elverfeld voller Understatement als „Kartoffel-Pot au feu“ angekündigt wird, entpuppt sich als opulenter Eintopf der Superlative mit Blattspinat, einem rohen Eigelb, gekrönt von einer Wolke aus Perigord-Trüffeln. Anderthalb Kilo Trüffel haben seine Köche dafür gerieben, das Kilogramm zum Marktpreis von 1000 Euro. Ebenfalls zu diesem Zwischengang hat Ehlen seinen Auftritt: Er überbringt, dem Anlass durchaus angemessen, die Grüße der Landesregierung. Immerhin erzeugt das Land zwischen Ems und Elbe dreimal mehr Lebensmittel, als seine Einwohner verzehren können. Und da ist Hilfe auch von Feinschmeckerseite durchaus willkommen, selbst wenn eher exotische Zutaten verzehrt werden sollten. Ehlen rettet sich aus diesem Dilemma mit einem sybillinischen Ratschlag in Richtung Küche: „Möge der Beste den Preis bekommen.“ Für Küche und Service sind anschließend 20 Minuten Pause angesagt. Jemma Endersby und Kate Nelson spielen Beatles-Love-Songs, da würde jeder Service stören. Fünfter Gang: Lokalmatador Thomas Bühner, der eben noch völlig entspannt in der Tür zur Küche lehnte und mit Gastgeber Andreas Dietz scherzte, serviert einen ungewöhnlichen „Sauerbraten“ von der Bresse-Taube mit durchaus typischen Zutaten, mit Rotkohl, Rosinen und Ge-

würzprintenjus, dazu einen wuchtigen 2005er Spätburgunder von Robert Stemmler aus Kalifornien. Die Filets sind aufgeschnitten und zeigen sofort: perfekt auf den Punkt gegart. Und alles zusammen eine Sinfonie der Aromen, ein Fest für den Fleischesser. Unter den Gästen, so zeigt sich, ist jedoch auch ein Vegetarier, der selbstverständlich ein fleischloses Menü erhält, nachdem der Service Entsprechendes in der Küche vermeldet hat. Als Bühner in den Saal gerufen wird, gibt es erstmals stehend Ovationen, erst recht als der Lokalmatador zu einer Liebeserklärung an Osnabrück ausholt: „Hier bin ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig zu Hause.“ Finale: Ist so viel Feinschmecker-Glück noch zu toppen? Gastgeber Andreas Klatt versucht es mit einer traumhaft leichten Patisserie-Schnitte, überzogen mit Schokoladensauce und mit Blattgold garniert. Sie hat es jedoch in sich: Die „Opera“ schlägt nicht nur mit einigen Kalorien zu Buche, sie lässt sich auch nicht ohne Weiteres auf dem Teller platzieren. „Du schaffst es, du schaffst es“, versucht eine Serviererin das Dessert auf ihrem Teller am Stehen zu halten, und flitzt schnell aus der Tür. Im Vorbereitungsraum allerdings plumpst die eine oder andere Schnitte schmatzend um. Kein Problem für das Team, das die Leckerei in großzügiger Anzahl vorbereitet hat. Schwierigkeiten bereitet vielmehr der Zug, der entsteht, sobald die Tür aufgeht. Ein ums andere Mal flattert das Blattgold von den Stäbchen, bevor es von der Sahne festgehalten wird. „Fürs Protokoll: Sch . . .“, entfährt es einem Kollegen, was mit Grinsen quittiert wird. Klatt wird für sein Dessert im Saal um 22.39 Uhr bereits wie der Sieger des Abends gefeiert. Die eigentliche Siegerehrung steht da allerdings noch aus. In der Küche ist die Schlacht längst geschlagen, als das Küchenteam unter großem Applaus auf die Bühne gerufen wird. „Es freut einen natürlich immer, wenn alles so glattgelaufen ist“, sagt Steffi Klotz, eine der guten Geister. Passend nach diesem Feuerwerk für alle Sinne ertönt vom Band Händels Feuerwerksmusik, als die Herren der Töpfe nacheinander in den Saal gerufen werden und mit stehenden Ovationen begrüßt werden. Sven Elverfeld wird schließlich als Sieger des Abends geehrt. Auch von den Kollegen gibt es mehr als freundliche Gratulationen. Und einträchtig sitzen die Meisterköche trotz aller Konkurrenz etwas später in der Nacht noch im Hotel in der Bar zusammen. Mit ihren Teams natürlich.

Hautarzt Praxis Dr. Bredlich/PD Rosenbach/Dr. Thiele, Lotter Str. 58-61 ✆ 05 41/33 50 00 Apotheken Notdienst 8.30 bis 8.30 Uhr: Atlas-Apotheke, Lotter Str. 15, ✆ 05 41/40 48 40; Kosmas-Apotheke, Belm, Marktring 19–23 ✆0 54 06/8 48 40; Park-Apotheke, Sutthauser Str. 78 ✆ 05 41/ 7 60 36 90 –Alle Angaben ohne Gewähr–

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Vereinskalender Akkordeonorchester: 19.45 Uhr, Probe, Alte Kasse Werkschor Kromschröder: 17.45 Uhr, Probe, Gasthaus Klatte Werkschor Karmann: 19.15 Uhr, Probe, Gaststätte Zu den Linden AWO-OV Schinkel: 13.30–17.30 Uhr, Treffen, Stadtbibliothek, Rappstr. Sozialwerk des Christus-Zentrums: 10–17 Uhr, Flohmarkt und Second Hand, Anna-GastvogelStr. 11 a/Kellereingang, ✆ 05407/ 3 06 80 Heinkelfreunde: 19 Uhr, Treffen, Gaststätte im Sportzentrum Blau-Weiß-Schinkel Fotografische Gesellschaft: 20 Uhr, aktuelle Fotos, Treffpunkt Lagerhalle Bürgerverein Darum-GreteschLüstringen: 19.30 Uhr, Plattdeutscher Abend, Hof Voß, Speicher, Gretesch, Belmer Str. 414

Treffs Senioren-Singkreis III: 10 Uhr, Probe, Steinwerk, St. Katharinen Schlesische Trachtengruppe: 20 Uhr, Volkstanz-Übungsabend, Gaststätte Görtemöller, Infos, ✆ 05 41/2 48 36 Skatclub Kreuz As: 19.30 Uhr, Preisskat für jedermann, Gaststätte Klatte, Atterstr. NWA/Seniorengruppe: 15 Uhr, Treffen, GZ-Lerchenstr. Diabetiker Bund: 16 Uhr, Tischgespräche, Paritätischer, Kurt Schumacher Damm 8

Politik SPD: 19.30 Uhr, OV Schinkel, Monatsversammlung; Carlsburg; 19 Uhr, OV Eversburg/Natruper Tor, Vorstandssitzung, Hotel Welp

Entsorgung Zentraldeponie Piesberg: 7.30–16.30 Uhr Schadstoffannahme: 7.30– 16.30 Uhr, Deponie Piesberg Eine Übersicht der Initiativen und Selbsthilfegruppen sowie Kontaktadressen und Bürozeiten im Internet: www.neue-oz.de/ Service/Lebenshilfe


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OSNABRÜCK

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Polizei schnappt Einbrecher OSNABRÜCK. In der Nacht zu

Sonntag hat die Polizei einen Einbrecher festgenommen, der zuvor Sparschweine aus einem Friseursalon an der Martinistraße gestohlen hatte. Zeugen hatten beobachtet, wie sich der Mann im Salon offenbar an der Kasse zu schaffen machte, während draußen eine Alarmleuchte blinkte. Später sahen sie, wie der Einbrecher über die Herderstraße in Richtung Jahnstraße flüchtete. Zum Verhängnis wurde dem polizeilich bereits bekannten Mann, dass eine Polizeistreife gerade auf der Martinistraße war. Die sofort aufgenommene Verfolgung dauerte nicht lange. Der flüchtende Einbrecher wurde in der Herderstraße festgenommen. Schon auf der Fahrt zur Wache gestand der Drogenabhängige den Einbruch in das Friseurgeschäft. Mitgenommen hatte der 40-Jährige die Sparschweine für Trinkgelder und zwei Dosen Kaffeepulver. Wegen drohender Wiederholungsgefahr verbrachte der Einbrecher die Nacht in Polizeigewahrsam. Von dort ging es direkt ins Gefängnis. Die Polizei prüft jetzt, ob noch weitere Einbrüche auf das Konto des 40-Jährigen gehen.

Bürohäuser gewaltsam aufgebrochen OSNABRÜCK. In der Nacht

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

In 84 Tagen um die Welt Osnabrückerin im Wohnmobil auf abenteuerlicher Tour

Unfall wurde am Sonntag ein Auto, das an der Straße Zum Flugplatz in Höhe Hausnummer 1 geparkt war, zwischen 11.15 und 14 Uhr von einem silbernen Pkw beschädigt. Der Fahrer flüchtete. Möglicherweise handelt es sich um einen silbernen Ford, der neben dem beschädigten Pkw parkte. Zeugen melden sich bitte beim Verkehrsunfalldienst unter Telefon 05 41/327-43 15.

genen Jahr reiste sie mit einem Wohnmobil in drei Monaten um die Welt. Heute Abend berichtet Angelika Kaiser im Forum am Dom von ihren Erlebnissen.

Einbrecher kommen am Vormittag OSNABRÜCK. Unbekannte

Angelika Kaiser vor ihrem Wohnmobil mitten in der Wüste Gobi. Diese Strecke war ein echter Härtetest für den Wagen, der auf der Rüttelpiste mehrfach stecken blieb. Foto: privat

Gasflaschen in den Autos, forderten das Nachholen des chinesischen Führerscheins: „Kurz gesagt: Die Zeit raste uns weg.“ Zwei Tage vor Ablauf des Aufenthaltsvisums saßen sie wieder in ihren Fahrzeugen und fuhren – eskortiert von der Polizei – so schnell es ging Richtung Mongolei. Auf abenteuerlich schlechten Straßen folgte die Route durch die Wüste Gobi. Für das Wohnmobil war der Wüstentrip die Belastungsprobe: Mehrmals steckten sie auf der Rüttelpiste fest. Dennoch schwärmt Kaiser von der Go-

zum Sonntag brachen Diebe gewaltsam in ein Bürogebäude an der Meller Straße und eines an der Klöntrupstraße ein. An der Meller Straße 200 öffneten sie mit roher Gewalt eine Balkontür, und an der Klöntrupstraße 12 zerstörten sie eine Fensterscheibe. In den Gebäuden wurden zudem weitere Türen aufgebrochen. Die Einbrecher durchsuchten alle Räume und hinterließen große Unordnung. Was ent- Gesundheitsforum zum Thema Demenz wendet wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Mögli- fhv OSNABRÜCK. Je älter die auch besondere Risikogrupcherweise stehen beide Taten Menschen werden, umso pen von Patienten erkennen, häufiger gibt es auch De- die ein erhöhtes Risiko haim Zusammenhang. menzerkrankungen: Schät- ben, im Verlauf der ErkranZeugen werden gebeten, zungen gehen von weit über kung eine Demenz zu erleisich unter Telefon 05 41/327- eine Million an Demenz er- den. 32 30 oder -21 15 zu melden. krankter Menschen in Ebenso wichtig sei es, PatiDeutschland aus. Die Betrof- enten und Angehörige über fenheit durch die Erkran- die Art der Erkrankung aufkung „Demenz“ ist aber si- zuklären und damit für Vercher höher als die nackte ständnis der krankheitsbeZahl der Erkrankten, sagt der dingten Veränderungen zu Geriater Dr. Dieter Lüttje, sorgen. Lüttje: „Es ist aber „weil stets Familienangehö- auch wichtig, in diesem Zurige von dieser Erkrankung sammenhang zu erklären, über die Krankheitsbelas- was ein Patient mit einer DeOSNABRÜCK. Zwischen tung deutlich mit betroffen menz alles (noch) kann, um Donnerstag, 8.30 Uhr, bis sind“. Prof. Lüttje spricht zu- überzogene Ängste bei allen zum Freitag, 9.30 Uhr, sind sammen mit seinem Ober- Betroffenen zu nehmen.“ Einbrecher in den Keller ei- arzt Dr. Dieter Varwig in dieAuch die medikamentösen nes Mehrfamilienhauses an ser Woche im Gesundheitsfo- Behandlungsangebote wirder Martinistraße einge- rum der Ärztekammer Osna- ken am besten, wenn sie so drungen. In das Haus hinein brück. früh wie möglich eingesetzt und wieder hinaus gelangModerne Testverfahren werden. ten die Unbekannten ver- und Untersuchungen ermögDer Vortrag von Prof. Diemutlich durch den zur lichen heute, Demenzerkran- ter Lüttje findet heute um 19 Straße gelegenen Hauptein- kungen deutlich früher zu er- Uhr im Gesundheitsforum gang. Im Keller wurden zwei kennen. Diese standardi- der Ärztekammer Osnaunverschlossene Räume er- sierte Früherkennung ist brück, An der Blankenburg folglos nach Diebesgut wichtig, um eine Unterschei- 64, statt. Er wird am Dondurchgesucht. Bei einem dung zu anderen Erkrankun- nerstag, 12. März, ebenfalls weiteren Raum scheiterten gen wie Depression oder 19 Uhr, im Rathaus Gedie Einbrecher am Tür- akute Verwirrtheit sicherzu- orgsmarienhütte wiederholt. schloss. Erst im vierten Kel- stellen. Darüber hinaus las- Bei diesem Termin spricht lerraum wurden die Täter sen sich über Frühdiagnosen Dr. Dieter Varwig. fündig, nachdem sie die Tür aufgebrochen hatten. Sie stahlen ein schwarzes Herren-Fahrrad der Marke Bocas sowie zwölf Flaschen Wein und elf Flaschen Sekt. In der Nacht von Freitag auf Samstag versuchten unbekannte Täter außerdem, in eine Fleischerei an der Lotter Straße einzubrechen. Sie machten sich vergeblich an einem Fenster zu schaffen und mussten ohne Beute wieder abziehen.

biwüste: „Sie ist stellenweise grün und riecht nach Rosmarin, Salbei oder Schnittlauch.“ Nach kurzem Aufenthalt in der Hauptstadt Ulan-Bator erreichte die Gruppe den russischen Baikalsee. Hier trennten sich die Globetrotter, da ein Teil unbedingt das Ziel „In 80 Tagen um die Welt“ erreichen wollte. „Uns war das Risiko eines Unfalls zu groß, deshalb sind wir langsamer gefahren“, erklärt Kaiser. Bei der 5000 Kilometer langen Straße gen Westen handelt es sich um die einzige Warenverkehrsstrecke zwischen Russland und China. Ihr Kennzei-

chen: quer stehende Lkw, tückische Schlaglöcher und bewachte Rastplätze wegen der hohen Kriminalität. Aber auch endlose Wälder und wechselvolle Landschaften sind Kaiser in Erinnerung geblieben. „Je näher wir nach Moskau kamen, desto besser wurden die Straßen und das Brot“, lacht Kaiser: „Das deutsche Brot haben wir am meisten vermisst.“ Nach einem Kurzaufenthalt in der russischen Hauptstadt reisten die Osnabrücker über das Baltikum und Polen zurück in die Hasestadt, die sie nach 84 Reise-

tagen wieder erreichten. „Hier ist uns die Stille aufgefallen und dass sich die Menschen auf der Straße nicht anschauen“, waren ihre ersten Eindrücke nach der Rückkehr. Auch wenn ein Teil der Weltumrunder vier Tage länger brauchte als vorgesehen, ist die Leistung der Gruppe im alternativen „Guinnessbuch der Rekorde“ zu finden.

Hinweise zu den Einbrüchen nimmt die Polizei unter Telefon 05 41/327-32 30 oder -41 15 entgegen.

sind am Freitag in ein Haus am Heinrich-Röper-Weg eingebrochen. Zwischen 7.55 und 10.20 Uhr öffneten sie nach Auskunft der Polizei gewaltsam die Terrassentür des Einfamilienhauses, durchsuchten sämtliche Räume und durchwühlten Schränke und Schubladen. Die Einbrecher stahlen zwei Laptops, Schmuck und eine Digitalkamera. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0541/ 327-32 30 oder -21 15 zu melden.

Einnahmen aus der mobilen Druckwerkstatt Bei der Druckaktion der Musikund Kunstschule während der Demonstration für Toleranz am Samstag kamen 342 Euro Spendengelder zusammen. Diese Einnahmen der mobilen Druckwerkstatt kommen den Kunststationen in der Rosenplatz- und der Stüveschule zugute. Es sind Schulen mit besonders hohem Migrantenanteil.

OSNABRÜCK.

Bildervortrag heute, 19.30 Uhr, Forum am Dom, Eintritt frei, Spenden gehen an den Sozialdienst katholischer Frauen

Früherkennung bei Alzheimer

Diebesgut: Ein Rad, Sekt und Wein

Geparktes Auto angefahren und geflüchtet OSNABRÜCK. Bei einem

steb OSNABRÜCK. Im vergan-

Ein Reiseunternehmen in Süddeutschland hatte das Angebot gemacht: In 80 Tagen um die Welt – in einem Wohnmobil. „Geld, Zeit und vor allem Abenteuerlust waren da“, erzählt die Osnabrücker Globetrotterin. Mit ihrem Partner und 30 weiteren Wagemutigen ging es zunächst mit dem Flugzeug nach New York. Die Fahrzeuge folgten mit verspäteter Schiffsfracht, sodass für die 5000 Kilometer bis zur Westküste der USA nur eine Woche Zeit blieb. Dennoch nutzten Kaiser und ihr Partner jede Gelegenheit, um Städte und Menschen kennenzulernen: „Unser Auto mit den Aufklebern fiel natürlich auf, und jeder, der uns ansprach, hatte eine Geschichte über Deutschland zu erzählen.“ Nach pünktlicher Übergabe des Wohnmobils im Hafen von San Francisco flog die gesamte Gruppe weiter nach Schanghai. Geplant war, dort auf die Autos zu warten und solange das historische China zu erkunden. Kaiser beeindruckten auf der zweiwöchigen Tour am meisten die alten Kaiserstädte, die Seidenproduktion und die Nachtmärkte. „Dort gehen die Chinesen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: dem Essen.“ Nach der wiederum verspäteten Ankunft der Reisemobile stellten sich die chinesischen Behörden quer. Sie beargwöhnten die

KOMPAKT

Kinderkurs: „Detektive auf Spurensuche“ OSNABRÜCK. Der Fami-

Die „Wüstenkicker“ aus der Kita mit zwei echten Fußball-Profis: Pierre de Wit und Konstantin Engel beantworteten geduldig alle Fragen der Nachwuchskicker. Foto: privat

Fußball-Idole zum Anfassen VfL-Spieler besuchten Kindertagesstätte Wüste OSNABRÜCK. Riesenfreude herrschte in der städtischen Kindertagesstätte Wüste: Die mit Spannung erwarteten Profis vom VfL Osnabrück, Pierre de Wit und Konstantin Engel, besuchten die Jungen und Mädchen. Besonders die Kita-Fuß-

ballmannschaft „Die Wüstenkicker“ war begeistert von den Spielern, die ihnen sehr freundlich und geduldig alle Fragen beantworteten. Nach einem gemeinsamen Kuchenessen stellten die kleinen Kicker den Großen ihre Tagesstätte vor.

Dann wurde Tischfußball gespielt, in der Turnhalle gekickt und an alle Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Autogrammkarten verteilt. Zum Abschluss wurden die Wüstenkicker noch mit zahlreichen VfL-Geschenken überrascht.

Einen Tag lang Gutes tun Projekte für Freiwilligentag gesucht voh OSNABRÜCK. Selbst Gu-

tes tun und andere motivieren, auch ehrenamtlich tätig zu werden. Das ist das Ziel des Osnabrücker Freiwilligentages. Am 19. September können sich zum zweiten Mal Vereine, Organisationen und Einzelpersonen einen Tag lang in unterschiedlichen, gemeinnützigen Projekten engagieren. „Mit ehrenamtlicher Arbeit kann man nicht nur anderen Menschen etwas Gutes tun, sondern es macht einen Dr. Dieter Lüttje, Chefarzt Dr. Dieter Varwig, Oberarzt selbst auch glücklich“, sagt der Klinik für Geriatrie. der Geriatrie Natruper Holz. Oberbürgermeister Boris Pis-

torius. Vor zwei Jahren wurden rund 30 Projekte realisiert. Dieses Mal soll der Freiwilligentag ein genauso großer Erfolg werden. Deshalb freut sich die Freiwilligenagentur über jeden Projektvorschlag. Bis zum 31. März können Interessenten ihre Ideen dort einreichen. Dabei müssen die Projekte einige Kriterien erfüllen. Die Aufgaben sollen sinnvoll und zielorientiert sein sowie noch am selben Tag abgeschlossen werden. Der Projektträger muss für die notwendigen Materialien und eine gute Ar-

beitsatmosphäre sorgen, damit sich die freiwilligen Helfer willkommen fühlen. Mögliche Projekte wären zum Beispiel die Renovierung eines Kinderspielplatzes oder ein Ausflug mit einer Seniorengruppe. Abends werden die Ergebnisse des Tages bei einer Abschlussparty vorgestellt. Projektvorschläge an die Freiwilligen-Agentur, Bierstraße 20, oder an frewilligenagentur@osnabrueck.de, Anmeldeformular unter www.osnabrueck.de

lientreff West, Martinistr. 100, bietet Kindern von sechs bis zehn Jahren dienstags alle 14 Tage einen Kurs „Detektive auf Spurensuche“ an. Der Kurs findet dreimal von 16 bis 18 Uhr statt und bietet Aktion und Spannung. Anmeldung unter Telefon 05 41/ 7 50 03 10.

Weißt du eigentlich, wie schön du bist? OSNABRÜCK. „Abends im

Gespräch“ ist ein neues Angebot für Frauen, das am Freitag, 13. März, um 20 Uhr beginnt. In der Kokschen Str. 74 , der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, spricht Pastorin Maren Herrendörfer bei Kerzenschein und Snacks zum Thema „Weißt du eigentlich, wie schön du bist?“. Anmeldung unter Telefon 05 41/8 97 76 oder frauen@efg-osnabrueck. de ist erwünscht.

KURZ NOTIERT

Für Ostern OSNABRÜCK. Am Sonntag,

15. März, findet von 11 bis 14 Uhr in der Bergkirche ein kleiner Osterbasar statt. Die Frauen des Treffpunktes verkaufen Karten, selbst gestaltete Ostereier, Dekoration, Marmelade und Gebäck. der Erlös geht an die Jugendkirche.


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RUND UM OSNABRÜCK

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

17

Kolpingsfamilien feiern Josefstag mit dem Bischof Veranstaltung im Solarlux-Forum sta

HILTER/BISSENDORF.

Die Kolpingsfamilien zwischen Kloster Oesede und Dissen freuen sich auf den kommenden Freitag. Schließlich ist es schon etwas Besonderes, den traditionellen Josefstag der Familien gemeinsam mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode zu feiern. Auch der Ort der Feier rund um den Schutzpatron der Kolpingsfamilien ist ein eher ungewöhnlicher: Im Solarlux-Forum in Bissendorf wird der Bischof um 17 Uhr begrüßt und zu einer Besichtigung des Betriebs eingeladen. „Ab 19 Uhr sind alle Mitglieder der Kolpingsfamilien Borgloh, Dissen-Bad Rothenfelde, Kloster OeZwei alte Hasen und eine Frau, die zum ersten Mal als Schauspielerin auf der Bühne stehen wird. Petra Schweer (links), Laurenz Schürmeyer und Ursula Baumann werden zusammen mit ihren Schauspielkollegen von der Theatergruppe des Heimatvereins Borgloh am Samstag, 14. März, mit dem Stück „Olles weagen Laura“ in der Realschule Premiere haben. Foto: Elvira Parton

Den ersten Text nie vergessen Zwei Urgesteine und ein Neuling bei der Borgloher Theatertruppe d. HILTER. Ihre Kinder setzen

sie unter Druck. „Wie viel Text kannst du denn schon? Nur 40 Prozent? Du musst mehr lernen. Wir räumen auch die Spülmaschine aus.“ Petra Schweer steht am kommenden Samstag zum ersten Mal auf der Theaterbühne, und das Lampenfieber steigt. Doch ihr zur Seite stehen zwei alte Hasen: Ursula Baumann und Laurenz Schürmeyer, die zum 25. Mal bei der Theatergruppe des Heimatvereins Borgloh mitmachen.

1981 wurde die Theatergruppe des Heimatvereins ins Leben gerufen. Ein Jahr später kam Ursula Baumann dazu, 1983 Laurenz Schürmeyer. Beide feiern jetzt 25-jähriges Bühnenjubiläum. Wie kommt das? Das Jubiläum der beiden errechnet sich nicht nach der Zeit, die

KOMPAKT

Kursus: Baumschnitt fachgerecht WALLENHORST. Das Ruller

Haus bietet am Samstag, 21. März, 9 bis 13 Uhr, einen Kurs „Obstbäume fachmännisch schneiden“ an. Gartenarchitekt Antonius Bösterling und Wolfgang Pietsch vom Niedersächsischen Siedlerbund werden die Grundlagen des sachgemäßen Baumschnitts vermitteln und gute Tipps geben. Der Kurs kostet pro Person zehn Euro. Anmeldung unter der Telefonnummer 05407/ 8137750.

Vortrag zu Diabetes und die Nieren Zum Thema: „Diabetes und Nieren“ halten die Urologen Dr. Nibur und Dr. Kubiz aus de Diakonie-Klinikum Osnabrücker Land in Dissen am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr auf Einladung der Selbsthilfegruppe Diabetiker Bad Laer einen Vortrag im Gesundheitszentrum. Nähere Informationen zum Thema gibt es bei Marlies Mönter, unter der Telefonnummer 0 54 24/ 801-181. BAD LAER.

sie der Truppe angehören, sondern danach, wie oft sie bei einer Produktion mitgemacht haben. Und Ursula Baumann hat ein Mal, 1983, ausgesetzt. Seitdem aber sind beide jedes Mal dabei, Schürmeyer seit 1993 aber nicht mehr auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sondern im Hintergrund als Zuständiger für Bühnenbild und Technik. Kein Problem für den gelernten Tischler. Beginn mit 12 Schon mit 12 Jahren stand der heute 66-Jährige auf der Bühne, bei der katholischen Jugend. Später gründete er mit Freunden die Laienspielschar Borgloh und stieß dann zum Heimatverein. Noch heute kann er den Text seiner ersten Rolle auswendig. Er spielte damals den Bauern Theeido Roggen-

kamp in dem Stück „Bleckschaden“. Sogar das Originalplakat von damals hat er noch. „Olltohaupe Sünners“ war die Premiere für Ursula Baumann. „Sie ist unsere gute Fee und ist gut im Organisieren“, lobt Spielleiter Heinz Meyer zu Bergsten. Die heute 59-Jährige sang 1982 im Kirchenchor, als sie ein Mitglied der Theatergruppe fragte, ob sie dort nicht mitmachen wollte. Ihr Rollenspektrum war groß: Sie spielte Ehefrauen, Wahrsagerinnen, Krankenschwestern und immer wieder „das junge Mädchen“. „Wir konnten und können sie als jung verkaufen“, loben die Herren der Truppe. Trotzdem sagt auch Ursula Baumann: Junge Leute müssen her. Denn das Thema Nummer 1 der plattdeutschen Theaterstücke ist nun mal die Liebe.

Viele Jüngere können kein Platt mehr, doch sie bemühen sich mithilfe der anderen, die richtige Aussprache zu lernen. Wie die 42-jährige Petra Schweer. In ihrem Elternhaus hat sie zwar das Plattdeutsche gehört, doch wohnte sie damals in Ibbenbüren. Borgloher Platt klingt etwas anders. Schweer wurde vor zwei Jahren angesprochen, ob sie nicht bei der Theatergruppe des Heimatvereins mitmachen wolle. „Ich habe erst mal mit einem Sketch beim Frauenkarneval angefangen. Zur Probe, ob ich das nicht nur möchte, sondern auch kann“, erzählt sie. Und die erste Bühnenerfahrung war gut. Im Stück „Olles weagen Laura“ spielt sie die Tante Klara. „Eine schon recht große Rolle für eine Anfängerin“, sagt Spielleiter Meyer zu

Bergsten. Gut eine Woche vor der Premiere arbeitet er daran, dass die Schauspieler, wie Sportler, „auf die Minute topfit sind“. Nicht nur bei Petra Schweer, deren Schwiegervater früher auch mitgespielt hat, steigt langsam das Lampenfieber. Die eingeschworene lustige Truppe des Heimatvereins hat dagegen ein Mittelchen. Doch was das ist, soll doch bitte nicht in der Zeitung stehen. Premiere des plattdeutschen Schwanks „Olles wagen Laura“ von Günther Müller ist am Samstag, 14. März, 19.30 Uhr, in der Aula der Realschule in Borgloh. Weitere Aufführungstermine sind am Samstag, 21. März und Sonntag, 22. März. Vorverkauf im „Lädchen“ in Borgloh, Tel. 0 54 09/15 17.

Städtebauförderung: Geld kommt früher 1,8 Millionen Euro für Gemeinden gc

BELM/WALLENHORST.

Die Gelder aus den Programmen der Städtebauförderung Niedersachsens will die Landesregierung vorzeitig ausschütten. „Die Städtebauprojekte in Belm und Wallenhorst profitieren davon in Höhe von 1,3 Millionen Euro und 500000 Euro.“ Das teilt der Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten (CDU) mit. Die Gemeinde Belm ist inzwischen in zwei Landesprogramme aufgenommen worden. Das eine heißt „Soziale Stadt“. Seit dem Jahr 2000 finanziert die Kommune mit Mitteln aus diesem Programm Projekte im Sanierungsgebiet Belm-Powe. Jetzt schickt das Sozialministerium in 2009 weitere 800000 Euro. „Das ist exakt der Betrag, den wir auch beantragt haben“, sagt Belms Erster Gemeinderat Viktor Hermeler. Die Sanierung des Stettiner Platzes, der Stettiner Straße und des Breslauer Rings soll damit angegangen

Heimatverein gibt historische Landkarte heraus Vorlage stammt aus dem 18. Jahrhundert iza HAGEN. Die Besiedlung

Hagens vor 200 Jahren und die Verteilung der Landflächen zeigt eine jetzt vom Heimatverein herausgegebene Karte. Das aus sieben Einzelkarten des Landvermessers Johann Wilhelm du Plat zusammengefügte Werk gibt eine Übersicht über das heute zur Gemeinde gehörende Gebiet und lässt die historische Entwicklung nachvollziehen. Noch riecht sie nach Farbe und ist druckfrisch ins Rathaus gekommen, wo sie als Erstes von Bürgermeister Dieter Eickholt begutachtet werden konnte. Der 95 x 65 Zentimeter große Lageplan ist ein wirkliches Schmuckstück geworden und zeigt, ohne ein Detail auszulassen, die einzelnen Gemarkungen des heutigen Hagen. Mit dezenter Farbigkeit werden Hofstellen und die dazu gehörigen Grundstücke dargestellt, wobei die unterschiedlichen Flurformen der Siedlungsgeschichte, Kämpe, Esche und Blockstreifenfluren, auffallen. „Man kann auf der Karte deutlich die verschiedenen Schichten historischer Entwicklung erkennen und gelangt, wenn man sie in ihrer zeitlichen Folge rückwärts

Heute und Gestern

Das neueste Produkt des Hagener Heimatvereins, das jetzt im Rathaus Dieter Eickhorst, Johannes Brand und Antonius Thorwesten (v. l.) vorgestellt wurde. Foto: Thomas Osterfeld

eine nach der anderen abhebt, zu den ältesten Höfen und Siedlungskernen“, schreibt Rainer Rottmann dazu in einer Erläuterung. Die Karte des Heimatvereins beruht auf der Grundlage von sieben Blättern, die der kurhannoverische Artillerieoffizier und Landvermesser du Plat zusammen mit dem Ingenieurhauptmann Johann Ludwig Hogrewe zwischen

1784 und 1790 angefertigt hatte. Den Auftrag dazu hatte der Staatsmann Justus Möser erteilt, der damals das gesamte Fürstbistum Osnabrück aus Gründen der Steuerpolitik vermessen und kartografieren ließ. „Den ursprünglichen Maßstab von 1:3840 haben wir auf 1:10 000 verändert, um so eine Vergleichbarkeit mit dem heute gültigen Stadtplan der Gemeinde zu

erreichen“, sagte Hans Frankenberg vom Heimatverein. Bürgermeister Dieter Eickholt dankte dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Antonius Thorwesten, und seinem Stellvertreter, Johannes Brand, für den Beitrag zur historischen Erforschung. „Solch eine Arbeit kann nicht von uns im Rathaus geleistet werden, da sind wir auf die Sachkennt-

sede und Wellendorf, aber auch jeder anderen Kolpingsfamilie und Interessierte jeder Konfession zur Eucharistiefeier ins Forum eingeladen“, erklärt Johannes Kaumkötter vom Leitungsteam der Borgloher Kolpingsfamilie. Der Bischof hält die Predigt, fünf Vertreter der ausrichtenden Kolpingsfamilien sprechen die fünf Fürbitten. Mit der musikalischen Begleitung des Gottesdienstes sind das Blasorchester Borgloh und der Borgloher Kirchenchor Cäcilia betraut. Nach der Eucharistiefeier wird Bischof Bode das Gespräch mit Jugendlichen suchen.

Beim Vergleich der historischen Karte mit der heutigen Wirklichkeit fällt die Veränderung der Vegetation ins Auge. Während sich Hagen gegenwärtig durch seinen Waldreichtum auszeichnet, gab es vor 220 Jahren nahezu kaum Baumbewuchs. Wie Johannes Brand vom Heimatverein erklärte, wurde damals intensiv Schafzucht betrieben, und es gab nahezu 4000 Schafe. Diese wurden zum Weiden in die Mark getrieben, die Allmende. Erst nach der in den 1820erJahren erfolgten Markenteilung, einer frühen Form der Flurbereinigung, konnte sich die Waldwirtschaft in Hagen entwickeln.

werden. Die Kosten für Soziale-Stadt-Projekte übernehmen Bund, Land und Kommune zu gleichen Teilen. Das heißt, zu den 800000 Euro muss Belm 400 000 Euro drauflegen. Dasselbe Finanzierungsverfahren greift auch beim Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, das zweite, aus dessen Topf Belm Geld erhält. 500000 Euro (plus 250000 Euro Eigenanteil) sind es jetzt in 2009. Mit diesem Fördergeld will die Kommune beginnen, das Gebiet um den Marktring zu modernisieren. Welche Schritte als Erstes in Angriff genommen werden, entscheidet der Rat in der ersten Jahreshälfte. Die Gemeinde Wallenhorst ist ebenfalls in dieses Landesprogramm aufgenommen worden. Auch sie erhält in 2009 500000 Euro. Für die Sanierung des Zentrums sollen in den nächsten acht Jahren insgesamt sechs Millionen Euro an Fördergeldern nach Wallenhorst fließen.

Kirche mit neuem Auftritt im Internet HASBERGEN. Die Hasberger

Christusgemeinde hat einen neuen Internetauftritt. Übersichtlich strukturiert und optisch gelungen präsentieren die Webmaster Alexander von Möller und Wolfgang Tröger die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im weltweiten Netz von ihrer besten Seite. Neben der Übersichtlichkeit und vielen Gesichtern, die die Menschen hinter den zahlreichen Aktivitäten im Gemeindeleben zeigen, haben von Möller und Tröger auch das eine oder andere Schmankerl eingebaut. So sind zum Beispiel die 100 Fotos in der Bildergalerie mit Musik untermalt. Die Besucher erfahren im Internet nahezu alles über das Gemeindeleben, aber auch über die Geschichte der Kirche. Neben aktuellen Artikeln finden sich alle Ansprechpartner, die Gruppen, aktuelle Termine und das Archiv, das ständig erweitert wird. Auch die beiden Kindergärten „Gaster Zauberhaus“ und „Kunterbunt“ sind auf den Internetseiten vertreten. Viel Wert hat der Kirchenvorstand auf eine einfache und klare Struktur gelegt.

nis des Heimatvereins angewiesen.“ Die historische Landkarte, zu der ein Din-A4-Blatt mit einer Erläuterung und einem Übersichtsplan gehört, ist in einer Auflage von 1000 Stück erschienen. Sie kostet 3 Euro und ist im Rat- www.evangelische-kirchehasbergen.de haus erhältlich.


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RUND UM OSNABRÜCK

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DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

Tätersuche vor Gericht Für Handydiebstahl könnten mehrere Personen infrage kommen usch BAD IBURG/BAD ROTHENFELDE. Auch aus ei-

nem unverschlossenen Auto darf man nichts stehlen. Weil er das aber getan haben soll, muss sich nun ein 43-jähriger Mann aus Bad Rothenfelde vor dem Amtsgericht Bad Iburg wegen Diebstahls verantworten. Laut Anklage betrug seine Beute 50 Euro und ein Handy im Wert von 100 Euro.

Am 20. Juni vergangenen Jahres, so die Anklage der Staatsanwaltschaft, habe

der Mann die Sachen aus einem unverschlossen vor seinem Haus stehenden Wagen genommen. Das Verfahren war erst ins Rollen gekommen, als besagtes Handy einen Monat nach der Tat bei einem Nachbarn des nun beschuldigten Mannes aufgetaucht war. Dieser gab damals an, das Gerät in gutem Glauben vom jetzt Angeklagten erworben zu haben. „Ich war das nicht“, beteuerte der Bad Rothenfelder vor Gericht. Kurz vor der Tat habe er mit dem Nachbarn

auf dem Hof des Hauses gestanden, geplaudert und ein Bierchen getrunken. So habe er den Wagen wohl vor dem Haus halten sehen, und ein streitendes Paar sei ausgestiegen. Danach sei er aber hinauf in seine Wohnung gegangen. Auto durchwühlt Das Pärchen bestätigte vor Gericht, dass es nahe der Einfahrt gehalten hatte, um einen Streit auszudiskutieren. Sie hatten außerdem den Angeklagten dort stehen

sehen. Als sie in eine andere Richtung davongingen, habe zudem jemand ihren Namen gerufen. Dies könne aber eher der Nachbar gewesen sein, denn dieser war den beiden schon vorher bekannt – während sie den 43-Jährigen noch nie gesehen hatten. Als die beiden schließlich nach etwa fünf Minuten zu dem Wagen zurückkamen, war dieser durchwühlt und das Bargeld sowie das Telefon verschwunden. Außerdem berichtete die

NEU!

bestohlene Freundin, dass jener Nachbar, wie sie von einer Bekannten erfahren habe, ein seltsames Verhalten in Bezug auf das Mobilgerät an den Tag gelegt habe. Bei einem gemeinsamen Besuch am Baggersee, zu dem sie und ihr Freund dazukommen sollten, habe der Nachbar das Handy mit dem Kommentar „Wenn die kommen, dürfen die das Telefon nicht sehen“ ausgeschaltet und versteckt. Trotz des Hinweises, dass eben jener Nachbar, wenn er

sich mit seiner Aussage selbst belastete, nicht vor Gericht aussagen brauche, verzichtete dieser bei seiner Zeugenvernehmung auf dieses Recht. Er betonte, dass er an jenem Abend nicht auf dem Hof gewesen sei und erst später, als das Pärchen überall im Haus klingelte und „Randale gemacht habe“, von dem Vorfall erfahren haben wollte. Dass der Angeklagte das Handy, das er ihm angeblich verkauft hatte, gestohlen haben könnte, habe er trotz

Kenntnis von dem wenige Tage zuvor gestohlenen Handy nicht realisiert. Und auf den Vorhalt, dass er das Handy am Badesee einst versteckt habe, reagierte er mit Kommentaren wie „Das war nicht so“, „Ich kann doch mit meinem Handy machen, was ich will“ und „Das kann ja gar nicht“. An diesem Punkt unterbrach das Gericht die Verhandlung. Sie wird am 16. März um 13.30 Uhr fortgesetzt. Dann sollen auch weitere Zeugen geladen werden.

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„ideaform“: Abnehmen ohne zu hungern Nachhaltig und ohne Jojo-Effekt Diäten sind oft ein sinnloses Unterfangen: Erst hungert man fast bis zur Bewusstlosigkeit, nach einigen Wochen hat man dann sogar einige Pfunde verloren, um sie nach kürzester Zeit mittels Jojo-Effekt wieder auf den Hüften zu haben, meistens sogar noch mehr als vor der Diät. Abhilfe schafft jetzt Irmtraud Stevens. In ihrem Büro am Johannistorwall 76-78 berät sie Zeitgenossen, die mit überflüssigen Pfunden zu kämpfen haben, in ihrer im Januar gegründeten Firma „ideaform, Institut für Gesundheit und Wohlbefinden“. „Meine Philosophie ist es, meinen Kunden nicht noch irgendeine Diät aufzuschwatzen, sondern ihnen vielmehr beizubringen wie man sich richtig ernährt und dadurch nachhaltig abnimmt“, erklärt Irmtraud Stevens. Es scheint ihre Bestimmung zu sein, den Menschen mit Gewichtsproblemen zu helfen. „Das macht Spaß und man erntet für seine Leistung Dank und Anerkennung“, schwärmt die Institutsleiterin.

Ihr Credo: „Nicht weniger, sondern anders essen, heißt die Lösung.“ Und dabei darf man sich so richtig satt essen. Pillen und Säftchen gehören nicht in ihr Programm. Alles ist natürlich. Das jeder Körper anders reagiert und der Stoffwechsel auf verschiedenste Weise angeregt werden muss, lernte Irmtraud Stevens in der Schweiz (seit 17 Jahren Überaus erfolgreich). Wie ideaform funktioniert, stellt sie jetzt in diesem Programm den Osnabrückern vor. Wichtig vor allem ist, dass jeder dieses Programm, das ohne mühsame Sportübungen auskommt, durchführen kann, vom Kind bis zur Oma. Nähere Informationen zum Thema erhalten Interessierte unter www.ideaform.de. Oder vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin bei Frau Stevens im Haus der Unternehmerinnen am Johannistorwall unter Telefon 05 41/58 05 13 37. In einem informativen Gespräch klärt sie offene Fragen, veranschaulicht ihre Methode und erläutert, warum ein dauerhafter Erfolg zu erzielen ist.

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KULTUR REGIONAL

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

Zwei Diener einer klangfülligen Königin Vierhändiges Spiel zum Ende der Orgelwoche Von Jan Kampmeier OSNABRÜCK. Mit zwei Kon-

zerten ist die Orgelwoche in St. Johann zu Ende gegangen: Bereits Sonntagnachmittag gab es ein Konzert für Kinder, und am Abend reizten Katharinen-Organist Arne Hatje und Hausherr Christian Joppich die Möglichkeiten der Kreienbrink-Orgel aus. Und zwar gleichzeitig.

Vierhändiges Spiel, das kennt man auf dem Klavier. Auf der Orgel dagegen hört man solches eher selten. Doch wie deutlich ist der Klangunterschied zum Spiel eines einzelnen Organisten? Ist er überhaupt wahrnehmbar? Kann die Königin der Instrumente noch voller klingen, kann man mehr Einzelstimmen hören als sonst? Füllig, aber wenig farbig Für das Abschlusskonzert der Orgelwoche an St. Johann wurde Christian Joppich beim Heimspiel von seinem Kollegen Arne Hatje aus St. Katharinen unterstützt. Das erste Werk, Gustav Merkels Sonate in d-Moll, entfaltete unter ihren Händen und Füßen tatsächlich einen vollen Klang, besonders farbig

wirkte sie indes nicht. Beide Organisten spielten meist auf demselben Manual, und die Registrierung bot eher wenig Abwechslung. Auch bei Joseph Reveyrons „Anamnèse“, einem getragenen und etwas dissonanten Stück, offenbarte sich der Vorzug zweier Organisten nur bedingt. Eigentlich klar: Der Organist kann mit Füßen und zwei Händen bereits alleine drei Werke der Orgel bedienen, durch Koppeln lassen sich sogar leicht alle vorhandenen Werke zusammenschalten, und bei entsprechender Registerwahl schließlich lässt sich von der Tiefe bis in höchste Höhen in allen Lagen große Klangfülle erreichen. Das gesamte Spektrum der Orgel kann damit also bereits von einem Spieler ausgeschöpft werden. So betrachtet versprach Eugène Gigouts „Grand choeur dialogué“ spannender zu werden, denn hier begab sich Christian Joppich an die vorne im Mittelgang aufgestellte Truhenorgel, während Arne Hatje an der großen Orgel saß. Die Kontrastwirkung zwischen der im Wechsel spielenden kleinen Truhe und der ziemlich stark aufregistrierten, dröhnenden Kreienbrink-Orgel war

extrem, fast schon übertrieben. Johann Georg Albrechtsbergers Präludium und Fuge C-Dur sowie Wolfgang Amadeus Mozarts „Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ spielten die beiden Organisten vierhändig auf der Truhenorgel. Naturgemäß bot ihnen diese kaum Möglichkeiten hinsichtlich Farbwechsel oder Dynamik. Optisches Vergnügen Für die letzten Werke, Samuel Wesleys Andante F-Dur und die „Double Fantaisie“ von Jean Langlais, nahmen beide Organisten wieder an der großen Orgel Platz. Mit ihren vielfältigen Klangwirkungen bildete Letztere den krönenden Abschluss des Konzerts. Bedrohlich und düster dominierten sehr tiefe und sehr hohe flirrende Klänge das Werk, während die Mittellage nur schwach oder gar nicht besetzt war. Der zweite und letzte Teil bot in starkem Kontrast dazu kräftige Klänge. Optisch war es hier ein besonderes Vergnügen, den beiden Künstlern per Videoprojektion bei der Arbeit zuschauen zu können, obwohl die ausgedehnten vierfüßigen Pedalsoli leider nicht sichtbar waren.

Aus dem Leben einer Schutzengelkrähe Theater für Kinder ab vier: Katrin Orth spielt „Mama Muh“ Von Uta Biestmann-Kotte OSNABRÜCK. Krähe Rosemarie Federzupf steckt in der Klemme: Ihre Brille ist ihr von der Wolke auf die Erde gefallen, und sie braucht jetzt ganz dringend die Hilfe der Kinder im Publikum. Drei Schritte vor, zwei zur Seite und dann einen großen Schritt zur Wolke – und schon hat ein blondes Mädchen aus der vorderen Reihe das Problem gelöst. Rosemarie kann aufatmen und sich weiter um ihr Sorgenkind Mama Muh kümmern. Mama Muh, das ist die eigenwillige Kuh aus den Kinderbüchern von Jujja Wieslander und Sven Nordqvist, die sich neugierig an Kuh-untypische Aktivitäten wie Fahrradfahren oder Schaukeln heranwagt und dabei von ihrer Krähenfreundin mehr oder weniger freiwillig unterstützt wird. Diesem tierischen Gespann ist das musikalische Kinderstück „Mama Muh“ des Musiktheaters Lupe mit den Texten von Katrin Orth und Kompositionen von Ralf Siebenand gewidmet, das nun im Piesberger Gesellschaftshaus seine Premiere erlebte. Unter der Regie von Rike Radloff gab Darstellerin Katrin Orth 50 Minuten lang durch Spiel, Tanz und Gesang Einblicke in das nicht immer einfache Leben einer allzeit bereiten „Schutzengelkrähe“, die die abenteuerlustige Kuh

Kuh und Krähe in Personalunion: Das ist Katrin Orth im neuen Stück „Mama Muh“ nach den gleichnamigen Kinderbüchern von Jujja Wieslander und Sven Nordqvist. Foto: Uwe Lewandowski

Mama Muh vor Schlammkuhle und Traktor retten muss, um sie noch am selben Tag mitsamt Fallschirm aus einem Baum zu pflücken. Das verlangte der Schauspielerin Orth einiges an Rede- und Darstellungskunst ab, da sie neben der Krähe Rosemarie Federzupf im entsprechenden Kostüm auch Mama Muh mit tieferer, langsamerer Stimme sprach – was möglicherweise nicht jedes Kind sofort durchschaute. Schneller einzuordnen war das mit we-

Endspurt mit den Menschen in der Region

Veranstaltungen

Museumsdirektorin Inge Jaehner wirbt für die Ausstellung „Die verborgene Spur“ dö OSNABRÜCK. Der belgi-

sche Botschafter Mark Geleyn zeigte sich erschüttert und sprach von einer „eindrucksvollen Erfahrung vor den Gemälden, die ich in dieser Ausstellung gesehen habe.“ Diese Ausstellung – damit meint Geleyn die „Verborgene Spur“ im Felix-Nussbaum-Haus und im Kulturgeschichtlichen Museum. Die Erfahrung des belgi-

schen Diplomaten deckt sich durchaus mit den Eindrücken anderer Besucher, wie das Besucherbuch dokumentiert. Dennoch räumt die Direktorin des Nussbaum-Hauses, Inge Jaehner, ein, dass sie „schon eine größere Besucherresonanz erwartet“ hätte. Damit reagierte Jaehner auf einen Bericht in der Neuen OZ vom 5. März und auf die im Finanzausschuss

geäußerte Kritik an den Besucherzahlen. Noch bleiben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. „Vor allem bedauere ich aber, dass wir für diese Ausstellung wundervolle Kunstwerke zusammengetragen haben, für die Menschen andernorts Schlange stehen würden, um sie sich anschauen zu können“, teilt Jaehner über eine Mitteilung

des Stadtpresseamtes mit. Für den Endspurt will man deshalb jetzt die Menschen in der Region mobilisieren. Denn: „Wir haben Kunstwerke zusammengetragen, für die ein Liebhaber durchaus um die Welt fliegen würde“, sagt die Direktorin des Nussbaum-Hauses. „Die verborgene Spur“: bis 19. April.

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In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, meiner guten Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine

Ursula Strunk geb. Fieselmann * 24.9.1942

† 8.3.2009

In stiller Trauer:

Albert Strunk Frank Strunk im Namen aller Angehörigen 49090 Osnabrück, Am Krummen Kamp 1 Die Beerdigung ist am Freitag, dem 13. März 2009, um 10 Uhr auf dem Haster Friedhof; anschließend um 10.45 Uhr das Requiem in der Christus-König-Kirche. Anstelle freundlich zugedachter Kränze und Blumen bitten wir um eine Zustiftung für die Christus-König-Stiftung unter dem Kennwort: Ursula Strunk, Konto 1 516 014 493, Sparkasse Osnabrück, BLZ 265 501 05.

Statt Karten Als Gott sah, dass dir der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er seinen Arm um dich und sprach: Komm zu mir und ruhe in meinem Frieden.

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auf dem Weg zum klingelnden Telefon permanent den umständlichen Weg unterm Schreibtisch wählt. Diese Krähe hat Hilfe wirklich ebenso nötig wie praktische Lebensberatung: Als sie am Ende des kurzweiligen Stücks von Mama Muh ins Baumhaus eingeladen wird und wegen ihrer Arbeit zunächst noch zögert, nimmt sie schließlich dankbar den Ratschlag eines Kindes an: „Geh doch einfach nicht zur Arbeit!“ Das Leben kann so einfach sein.

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nigen Mitteln liebevoll gestaltete Bühnenbild von Franz Siebenand mit Wolke, Telefon, kuhgemustertem Aktenordner und Schreibtisch, an dem die quirlige Krähe Schreibarbeiten erledigen muss. Kakaopausen und Nickerchen sind ihr da eine willkommene Ablenkung. Mit Gelächter quittierten die Kinder Wiederholungen einzelner Wörter und Floskeln wie „Zupf mich an der Feder!“, ebenso wie die Slapstick-Einlage der Krähe, die

. . . stoanien Bus-Skireis

20. 3. - 29. 3. 09

AMTLICHER TEIL

19

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, meiner Mama, Schwiegermutter, Omi und Tochter

Angelika Zastrow geb. Wagner * 2. Januar 1952

† 8. März 2009

Wir sind sehr traurig:

Klaus Zastrow Julia und André Haas geb. Zastrow

Lieber Jan Luca! Es ist vollbracht Du hast die

erste Null geschafft!

Alles Liebe von Mama und Papa

mit Joana und Laura Marianne Wagner als Mutter 49088 Osnabrück, Dr.-Pelz-Straße 6 Die Trauerfeier ist am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14 Uhr in der Kapelle des Bestattungshauses Bergstermann-Schweer, In der Dodesheide 16, Osnabrück.


Schlicht und einfach war dein Leben, treu und fleißig deine Hand, Frieden ist dir nun gegeben, ruhe sanft und habe Dank.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner herzensguten Mutter, Schwiegermutter, unserer Oma, Schwägerin und Tante

Statt Karten

TRAUERNACHRICHTEN & DANKSAGUNGEN

(Pierre Corneille)

Jürgen Wültner

Maria Haverkamp geb. Fiedeldey * 3. September 1923

Jeder Augenblick im Leben ist ein Schritt zum Tode hin.

* 24. 2. 1940

† 5. 3. 2009

† 8. März 2009 Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil, das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um dich und sprach: „Komm heim.“

In stillem Gedenken:

Lutz und Gabriele Haverkamp Eileen und Niklas sowie alle Angehörigen

Nach einem Leben voller Liebe und Sorge für seine Familie nahm Gott, der Herr, heute unseren lieben Vater, Schwiegervater, Opa, Uropa, Schwager und Onkel

49080 Osnabrück, Koksche Straße 64 Traueradresse: Familie Haverkamp, Orffstraße 5a, 48346 Ostbevern

August Vogt * 6. Dezember 1923

Die Trauerfeier zur Einäscherung ist am Samstag, dem 14. März 2009, um 10 Uhr in der Kapelle auf dem Heger Friedhof in Osnabrück.

† 7. März 2009

zu sich in den ewigen Frieden.

In stillem Gedenken:

Susanne Westerhus, geb. Wültner Thorsten Wültner und Maren Freitag mit Celina

49086 Osnabrück, Bergerort 11

Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Beisetzung im engsten Familienkreis statt.

In Liebe und Dankbarkeit: Josef und Hannelore Vogt Annegret und Paul Strotjohann Antonia und Willi Große Kettler Marianne und Manfred Jostschulte Rita und Ewald Greskötter Karin und Olaf Zschau Enkel und Urenkel und alle Angehörigen

Statt Karten Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Psalm 36, 6 und 10.

Herbert Scholz * 25. Mai 1927

† 8. März 2009

Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.

49219 Glandorf, An der Umflut 9

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma, Schwester, Schwägerin und Tante

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14.30 Uhr von der Friedhofskapelle in Glandorf aus statt; anschließend ist das Seelenamt in der Pfarrkirche.

Erika Wiechmann

Wir beten für unseren lieben Verstorbenen am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Friedhofskapelle.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied:

geb. Jarecki * 21. 5. 1917

† 8. 3. 2009

In stiller Trauer:

Annemarie Rüscher als Lebensgefährtin Kinder und Enkelkinder sowie alle Angehörigen 31737 Rinteln, Sackstraße 3 Traueranschrift: Monika Scholz, 49191 Belm, Konrad-Adenauer-Straße 10

Horst Heine

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14 Uhr in der Friedhofskapelle in Steinbergen statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Statt freundlich zugedachter Blumen und Kränze bitten wir um eine Spende für den Hospiz Mutter Anselma - Friedensthal -, Sparkasse Bad Pyrmont, BLZ 254 513 45, Konto Nr. 29 298. Trauerfall: Herbert Scholz

* 9. 9. 1927

† 7. 3. 2009

Wir trauern um meinen geliebten Mann, unseren Vater, Schwiegervater und Opa, der uns nach kurzer, schwerer Krankheit plötzlich verlassen hat.

Dieter und Gisela Klaus-Heiner und Irmtraud Silke und Jürgen mit Christian und Sophie Maren und Gerd mit Nico Nils und Mechthild mit Mattis, Linus und Jonte Kai und alle Angehörigen 49191 Belm-Vehrte, Wittekindsweg 63 Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14 Uhr in der Friedhofskapelle in Vehrte statt; anschließend Beerdigung.

In Dankbarkeit nehmen wir von ihm Abschied:

Deine Frau Erika Heine, geb. Reseck Karin und Vlado Christina und Frank Jasmina und Tobias Mirko Thomas und Silvia mit Timo und Niko und alle Angehörigen

Wenn ihr mich suchet, suchet mich in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, dann bin ich immer bei euch.

Plötzlich und unerwartet und für uns alle unfassbar verstarb

mein

lieber

Ehemann,

unser

Vater,

Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel und Cousin

Dieter Schröter * 1. 11. 1939

49124 Georgsmarienhütte, Falkenstraße 28

† 8. 3. 2009

Die Trauerfeier zur Einäscherung ist am Freitag, dem 13. März 2009, um 11 Uhr in der Kapelle des Friedhofes in Alt-Georgsmarienhütte.

In Liebe und Dankbarkeit:

Christel

Von Kränzen und Blumen bitten wir abzusehen.

Sabine und Heinz-Georg Andrea und Joachim Kerstin und Helmut Janina-Ilka und alle Enkelkinder

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein war ein Teil von unserem Leben, drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.

Ein liebes und treues Herz hat aufgehört zu schlagen.

Gisela Hildebrandt geb. Knölker * 29. Mai 1940 † 8. März 2009 Wir sind sehr traurig:

Jürgen Hildebrandt Michael und Angelika mit Mika, Carolin und Leonie Rainer und Christa Lehker, geb. Knölker und alle Angehörigen

49186 Bad Iburg, Robertskamp 17

49084 Osnabrück, Jeggener Weg 96

Die Trauerfeier zur Einäscherung findet am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14 Uhr auf dem Parkfriedhof in Bad

Meine Kräfte sind zu Ende,

Iburg statt. Sollte

jemand

aus

Versehen

keine

besondere

nimm mich, Herr, in deine Hände.

Nachricht

erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen.

Die Trauerfeier ist am Freitag, dem 13. März 2009, um 11.30 Uhr in der Kapelle des Schinkeler Friedhofes; anschließend Beisetzung.

Dankbar für alles, was er für uns getan hat, nehmen wir Abschied von meinem lieben Mann, unserem guten Vater, Schwiegervater und Opa

Es weht ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.

Johannes Osterbrink * 13. 3. 1922

In Liebe:

† 7. 3. 2009

Mathilde Osterbrink, geb. Rickers Ulrich Osterbrink Eckhard und Silvia Thies, geb. Osterbrink

Ewald Pues * 5. April 1939

mit Nicole und Florian Bernhard und Evelin Becker, geb. Osterbrink

† 8. März 2009

mit Ann-Kathrin und Lukas Wilfried und Birgit Mollenhauer, geb. Osterbrink

Voller Liebe und Dankbarkeit für die vielen gemeinsamen, glücklichen Jahre, doch in tiefer Trauer nehmen wir Abschied: Edith Pues, geb. Schulz Ewald und Anke mit Sebastian und Franziska Marita Manfred Hermann und Andrea mit Nina Heiner und Andrea mit Franka und alle Angehörigen 49219 Glandorf, Am Wendehammer 4 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. März 2009, um 14.30 Uhr von der Friedhofskapelle in Glandorf aus statt; anschließend ist das Seelenamt in der Pfarrkirche. Wir beten für unseren lieben Verstorbenen am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Friedhofskapelle.

mit Marc und Carina

49124 Georgsmarienhütte-Harderberg, Dorfstraße 31

Die Beisetzung ist am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 14.30 Uhr von der Kapelle des Friedhofes Harderberg aus; anschließend Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Maria Frieden. Wir beten für unseren lieben Verstorbenen am Mittwoch um 19 Uhr in der Friedhofskapelle. Sollte jemand aus Versehen keine persönliche Nachricht erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen.

Gedanken – Augenblicke sie werden uns immer an dich erinnern und uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.

Plötzlich und unerwartet verstarb meine liebe Frau, unsere Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma, Schwester, Schwägerin und Tante

Lony Telljohann geb. Rodefeld * 11. März 1931

† 3. März 2009

In Liebe und Dankbarkeit: Friedrich Telljohann Monika und Heinz Heinz Sigrid und Siegmund Nicole und Norbert mit Lisa-Marie Sascha sowie alle Angehörigen 49124 Georgsmarienhütte, Am Krümpel 12 Wir haben in aller Stille Abschied genommen.


WELTSPIEGEL

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

18 Jahre alter Nachbar gesteht Tötung der kleinen Michelle

WELCH EIN TAG

Es war die Formel

W

enn sich kleine Kinder vor etwas fürchten, dann machen sie gerne mal die Augen zu und sind aus dem Schneider. Funktioniert immer. Bei etwas größeren Kindern, vor allem jenen an den großen Börsenplätzen dieser Erde, geht so ein Verhalten allerdings nie gut aus. Da wurden einmal in kürzester Zeit immer größere Gewinne ohne erkennbaren Grund eingefahren, und niemand hat sich getraut, genauer hinzuschauen. Jetzt ist die Blase geplatzt. Und die Welt sucht einen Schuldigen. Sind es die Manager? Oder die Banken? Nein, der Schuldige hinter dem ganzen Schlamassel ist eine Formel, wie das OnlineMagazin „Wired“ nun herausgefunden hat. Und so sieht sie aus: Pr[TA< 1, TB< 1] = F2(F-1(FA(1)), F1(FB(1)),Y)!! Ersonnen hat sie der weltweit angesehene Mathematiker David X. Li. Verstanden hat sie keiner. Benutzt wurde sie aber von allen Börsianern, die sich gegenseitig eingeredet haben, damit könnten alle Risiken bei hochriskanten Geschäften kalkuliert werden. Pech gehabt. Damit so etwas nie, nie wieder geschieht, hier nun die ultimative Formel für alle zukünftigen Geschäfte an den Finanzmärkten. R (Risiko) = K (Kapital) : 0. Das Risiko bei Investitionen entspricht also genau der Höhe des eingesetzten Kapitals geteilt durch Null. Das Ergebnis lautet dabei immer: unendlich. Das ist nicht schön. Aber immerfj hin ehrlich.

KURZ NOTIERT

Schwächeanfall AP UNNA. Ein zwölfjähriges

Mädchen ist in Unna zwischen Bahnsteigkante und einen einfahrenden Zug gefallen. Sie erlitt Verletzungen am Becken und eine Gehirnerschütterung. Das Mädchen soll einen Schwächeanfall erlitten haben.

Totes Baby AFP BERLIN. Bei der Leerung eines Altkleidercontainers im Berliner Stadtteil Wilmersdorf ist eine Babyleiche gefunden worden. Bei dem Säugling handelt es sich um einen Jungen, der voll entwickelt und gesund zur Welt kam und gelebt hat.

Rabenvater AFP MANILA. Ein betrunke-

ner Mann auf den Philippinen hat seine vier Kinder in seiner brennenden Wohnung zurückgelassen und ihren Tod nicht verhindert. Die Kinder im Alter zwischen vier und neun Jahren verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, sagte ein Polizeisprecher.

dpa LEIPZIG. Der Mord an der

kleinen Michelle aus Leipzig ist aufgeklärt. Ein 18 Jahre alter Mann aus der Nachbarschaft hat gestanden, das Kind im vorigen August umgebracht zu haben. Der Mann wurde jetzt festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Im August getötet: Michelle Der 18-Jährige hatte sich aus Leipzig. Foto: dpa in Begleitung seiner Mutter

Über tausend Freiwillige wollen helfen

it gefälschten Arbeitsverträgen haben 1700 Bewohner eines Armenviertels im südspanischen Granada den Staat um sieben Millionen Euro geprellt. So stellte ein Bauunternehmer aus der Gegend über Scheinfirmen zunächst die Verträge und daraufhin Kündigungen aus, damit die Verdächtigen Arbeitslosenhilfe beantragen konnten. Die Verdächtigen rechtfertigten ihr Vorgehen mit ihrer Not. „Oder sollten wir etwa stehlen?“, so einer von ihnen.

der Polizei gestellt. Zunächst hatte er nur zugegeben, die Leiche des Kindes beseitigt zu haben, teilte der Ermittler Uwe Matthias mit. Erst später habe der junge Mann ein Geständnis abgelegt. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Der 18-Jährige sei von dem hohen Ermittlungsdruck zu dem Geständnis getrieben wor-

den, sagte Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo. Michelle war am 18. August auf dem Weg vom Schulhort nach Hause verschwunden. Drei Tage später wurde ihre Leiche in einem Teich entdeckt. Das Kind sei noch am Abend seines Verschwindens getötet worden, sagte Buttolo. „Die sächsische Polizei hatte null Chance, das

Mädchen noch lebend zu finden.“ Während der 202 Tage seit Michelles Verschwinden seien rund 20 000 Spuren und Hinweise abzuarbeiten gewesen, sagte Buttolo. Knapp 10 000 Befragungen seien erfolgt. „Ich persönlich bin froh, dass von Leipzig dieser Albtraum weggenommen worden ist“, sagte Poli-

Alle Welt sehnt den Frühling herbei

dpa/KNA/AP KÖLN. Mehr als

1000 Freiwillige haben sich bei der Bürgerinitiative „Wir retten unser Kölner Stadtarchiv“ mit Hilfsangeboten gemeldet.

Insgesamt seien bereits 20 000 Tage Hilfe bei der Bürgerinitiative „Wir retten unser Stadtarchiv“ angeboten worden, teilten die Initiatoren gestern in Köln mit. Hilfsangebote kämen nicht nur aus der Stadt, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet, dem benachbarten Ausland und sogar aus den USA. Persönliches gefunden Bei den Freiwilligen handelt es sich laut Angaben etwa um Studenten, Archivare, Kunsthistoriker, Archäologen, Bibliothekare und Restauratoren. Auch Arbeitslose böten vielfach ihre Hilfe an. Die ersten Helfer seien bereits an verantwortliche Stellen vermittelt worden. Allerdings würden nicht alle sofort benötigt. Es sei wichtig, „die Hilfsbereitschaft über die nächsten Jahre und Monate sicherzustellen“. Die Freiwilligen würden nicht am Unglücksort selbst eingesetzt, so die Bürgerinitiative. Dies sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Vielmehr solle der Schutt, in dem sich die Dokumente befinden, umgelagert und an einem anderen Ort durchsucht werden. Unterdessen haben die

Retter den zweiten Vermissten auch gestern nicht gefunden. Jacke und Portemonnaie des 24-jährigen Khalil G. wurden im vorderen Teil des Schutthaufens entdeckt, Teile seines Sofas und weitere Kleidungsstücke aber an einer ganz anderen Stelle im rückwärtigen Bereich, sagte Feuerwehr-Direktor Stephan Neuhoff. Man könne nicht lokalisieren, wo sich der Vermisste befinde. Auch eine möglicherweise einsturzgefährdete Fundamentmauer des Archivs verzögert die Suche, wie Neuhoff sagte. Die Motivation der Retter sei aber ungebrochen. „Ich will diese Person finden“, betonte der Feuerwehrchef. Die Suche nach Khalil G. hat nach seinen Worten derzeit höchste Priorität. Verschüttetes Archivgut werde nur geborgen, wenn es bei den Bemühungen der Retter auftauche. Nachdem der 17-jährige Bäckerlehrling Kevin K. tot geborgen worden war, hatte sich die Suche nach dem zweiten Vermissten auf die Nähe des Fundortes konzentriert. Ein rund vier Meter breiter Streifen wurde bis zu 5,50 Meter tief mit Gerät, per Hand und mit Hunden untersucht. Gestern suchten die Helfer dann im rückwärtigen Teil des Schuttberges, wo in der Nacht ein Suchhund angeschlagen hatte. Zudem bereitet die Feuerwehr den Abbruch einer instabilen Giebelwand eines benachbarten Gebäudes vor. Siehe auch Seite 24

zeipräsident Horst Wawrzynski. Der Vater Michelles habe die Nachricht von der Festnahme des 18-Jährigen gefasst aufgenommen, sagte Ina Alexandra Tust, Rechtsanwältin der Familie. Die Familie, die aus Leipzig weggezogen war, sei an ihrem neuen Ort jetzt etwas zur Ruhe gekommen. „Ich bitte darum, dass es so bleibt.“

„Campus-Opa“ vererbt Uni Millionen AP COSTA MESA. Mit einem

Millionengeschenk hat sich ein Amerikaner für die Gesellschaft bei seiner täglichen Mahlzeit in der Mensa einer kalifornischen Universität bedankt. Bruce Lindsay vermachte der Vanguard University sein gesamtes Vermögen, das auf mehrere Millionen Dollar geschätzt wird. Der bei Studenten als „Campus-Opa“ bekannte Lindsay hat bis zu seinem Tod im Februar trotz seines Reichtums stets bescheiden gelebt. Zunächst hatte er in der Cafeteria eines nahe gelegenen Krankenhauses gegessen. Dann fand er heraus, dass es in der Mensa von Vanguard ein All-you-can-eat-Angebot für 1,25 Dollar gab. Er blieb der Uni jahrzehntelang treu.

Köln: Suche nach zweitem Opfer

Vergewaltiger will lieber Frau sein

Das trübe Grau des Winters hinter sich zu lassen ist auf vielen Frühlingsfesten der treibende Wunsch. Als wollten sie der Natur zeigen, wie das geht mit der üppigen Pracht, feiern die Menschen in Indien das Farbenfest Holi, das das älteste aller Frühlingsfeste der Welt sein soll – ein mindestens zwei, mancherorts aber so-

gar zehn Tage dauerndes, ausgelassenes Treiben, bei dem es in den Städten zu denselben Auswüchsen kommt wie bei unserem mitteleuropäischen Frühlingsfest, dem Karneval: Alkohol wird im Übermaß getrunken, es gibt Vergiftungen und Gewalt. Eine nur zu gut bekannte SchatFoto: AP tenseite toller Tage.

AFP OTTAWA. In Kanada verlangt ein überführter Sexualtäter, dass die staatliche Krankenkasse seine Geschlechtsumwandlung zur Frau bezahlt. Der Transsexuelle, der heute den Namen Shauna Taylor führt, klagt auf Übernahme der Operationskosten, wie die „Toronto Sun“ berichtete. Er war 1976 einer schweren Vergewaltigung überführt, jedoch für schuldunfähig erklärt worden. Nach der Entlassung aus psychiatrischer Behandlung hatte er sich 1985 eines weiteren sexuellen Übergriffs für schuldig bekannt. „Ich war eine im Körper eines Mannes gefangene Frau“, sagte Taylor der Zeitung. „Ich habe mich so verhalten, wie ich dachte, dass es von einem Mann erwartet wird.“

Auf der Kanzel erschossen

„Ich bin keine Zeitbombe“

Illinois: Pastor wird während der Predigt getötet

Heinsberg: Entlassener Vergewaltiger beschwichtigt

dpa MARYVILLE. Vor den Au-

gen der entsetzten Gläubigen hat ein 27-jähriger Mann in einer Baptistenkirche im Bundesstaat Illinois den Pastor erschossen. Wie US-Medien berichteten, konnte der Pfarrer zunächst einen ersten Schuss mit der Bibel abwehren. Nach der Bluttat versuchte der offenbar geistig verwirrte Täter, sich selbst zu richten. Weil seine Pistole aber Ladehemmung hatte, zückte der Mann ein Messer und verletzte sich selbst. Zwei

Kirchgänger, die sich auf ihn warfen, wurden ebenfalls verletzt. Das Motiv ist völlig unklar, der Täter sei noch niemals zuvor in der Kirche gesehen worden, hieß es. Nach den Schüssen brach unter den etwa 150 Kirchgängern Panik aus. „Wir warfen uns auf den Boden und begannen zu beten“, berichtete eine Gläubige unter Tränen. „Für uns ist das völlig unerklärlich.“ Nach Angaben der Polizei ging der Täter in der First Baptist Church in Ma-

AUCH DAS NOCH

M

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ryville auf dem Mittelgang des Gotteshauses in Richtung Kanzel. Es sei aber unklar, worum es ging. Der 40-jährige Pastor und Vater zweier Kinder wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus im nahe gelegenen St. Louis gebracht, erlag aber kurz darauf seinen Verletzungen. Der Täter, der aus einem nahe gelegen Ort kommt, sei schwer verletzt, die beiden Gottesdienstbesucher seien mit kleineren Schnittwunden davongekommen.

dpa HEINSBERG. Nach anhal-

tenden Demonstrationen gegen einen entlassenen Sexualverbrecher in Heinsberg hat die Polizei die Bevölkerung erneut zu Zurückhaltung und Besonnenheit aufgerufen. Der Mann, der mehrere Mädchen vergewaltigt hatte und nach Entlassung aus der Haft zu seinem Bruder in die Nähe von Aachen gezogen war, sagte in „Spiegel TV“, er sei keine „Zeitbombe“, lebe aber weiter wie im Gefäng-

nis. Die Lage wäre nicht eskaliert, wenn Landrat Stephan Pusch – er ist zugleich Polizeichef – mit ihm gesprochen hätte. Dagegen sagte PolizeiSprecher Karl-Heinz Frenken, die Behörde stehe in Kontakt zu dem Mann und seinem Bruder und habe auch schon vor dessen Zuzug mit ihm gesprochen. Nun müsse der Gesetzgeber handeln. „Eine Lösung, wie auch immer sie aussieht, muss herbeigeführt werden“, verlangte der Polizeisprecher.

PERSÖNLICH Haidinger-NeuHelena Christensen (Bild), Susanne einstiges Supermodel, isst mayer, Tochter von Entertainach eigener Einschätzung ner-Legende Peter Alexan„wie ein Schwein“. „Ich esse der, ist in Thailand tödlich

mehr als irgendjemand, den ich kenne“, gestand die dänische Schönheit der Zeitschrift „In Style“. Allerdings treibe sie regelmäßig und intensiv Sport, um ihre Esslust zu kompensieren. „Ich bin sehr glücklich über meinen Stoffwechsel. Ich bin jetzt besser in Form als mit 25“, sagte sie. Deshalb habe sie ihren 40. Geburtstag Ende vergangenen Jahres auch gut Foto: AP verkraftet.

verunglückt. Die 1958 geborene Malerin ist bei einem Autounfall auf der Insel Koh Samui ums Leben gekommen. Bei dem Unfall hat nach Polizeiangaben ihr Mann am Steuer gesessen. Der Ehemann habe in einer Kurve die Gewalt über den Wagen verloren, sagte Polizei-Oberstleutnant Thanongsak Aksonsom. Das Auto landete in einem Graben. Susanne Haidinger-Neumayer kam ums

Leben, ihr Mann wurde nach Angaben des Polizisten verletzt. Sie sei im Gegensatz zu ihrem Mann nicht angeschnallt gewesen. „Das Ehepaar war aus geschäftlichen Gründen auf Koh Samui“, sagte der Beamte. Der Unfalltod der Tochter ist für den 82-jährigen Peter Alexander ein weiterer schwerer Schicksalsschlag. Bereits vor sechs Jahren starb seine Frau Hilde, mit der er 51 Jahre verheiratet war. Seit dem Tod seiner Frau lebt der 82-jährige ehemalige Schauspieler und Entertainer sehr zurückgezogen.

Marijuana

Pepsi

Sawyer

(Bild), Doktorandin aus Wisconsin, ist glücklich mit ihren Vornamen, obwohl sie ihr oft Probleme beschert haben. „Deswegen sind diese ungewöhnlichen Namen ein Ansporn durchzuhalten“, sagt die 36-Jährige, „und sich nicht von den Widrigkeiten des Lebens unterkriegen zu lassen.“ Ihre Eltern wählten die Namen 1972, weil sie oft Drogen konsumierten und Pepsi so erfrischend fanden. Ihr eigenes Kind hat indes einen ganz normalen Namen: Isaac.

Foto: AP

„Der Gesetzgeber muss Maßnahmen einleiten.“ Der 57-Jährige sagte in „Spiegel TV“: „Ich glaube nicht, dass ich hier bei meinem Bruder bleibe, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.“ Seinem Bruder gehe es „dreckig“, er sei mit den Nerven am Ende. „Vor mir braucht keiner Angst zu haben“, meinte der Sexualstraftäter. Er sei im Gefängnis nicht als aggressiv aufgefallen und werde ständig von der Polizei überwacht.


GUT ZU WISSEN

22 KOMPAKT

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

Mutter muss nicht Vollzeit arbeiten

Clever zum neuen Job

Extremer Zuwachs für Handy und Co.

„Verdeckter Arbeitsmarkt“ bietet ungeahnte Perspektiven

andi HANNOVER. Die Aus-

stattung mit elektronischen Kommunikationsmedien in privaten Haushalten ist von 1998 bis 2008 stark angewachsen. Die Nutzung von Internet-Diensten stieg um 712,5 Prozent, wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen mitteilt. Die Zahl der dafür notwendigen Rechner stieg um 84,9 Prozent. Auch die Ausstattung mit Mobiltelefonen erhöhte sich im beobachteten Zeitraum mit plus 682 Prozent extrem.

Hausrat zur Not von Experten schätzen lassen ddp STUTTGART. Beim Abschluss einer Hausratversicherung sollten Verbraucher sich unabhängig beraten lassen, wenn sie sich über den Wert des Hausrats unsicher sind. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart hervor. Die Richter sahen bei einer normalen Hausratversicherung keine Beratungspflicht des Versicherers. Es obliegt demnach dem Versicherten, sich selbst Gedanken zu machen, wie umfangreich der Versicherungsschutz sein muss.

OLG Stuttgart, Az. 7 U 186/08

Bewährter Dreiklang für den Autolack

Von Cathrin Mahns OSNABRÜCK. Die weltweite

Wirtschaftskrise schlägt überall zu. Auch Stellenangebote werden rar. Zumindest die öffentlich ausgeschriebenen. Denn die meisten Jobs warten nicht im Anzeigenteil der Tageszeitung oder auf der Online-Suchmaschine auf ihre Bewerber, sagt Ulrich Thoben, Geschäftsführer einer Personalberatung in Osnabrück. Er kennt eine nahezu unversiegbare Quelle.

Verdeckter Arbeitsmarkt heißt das Zauberwort, das für jeden Arbeitssuchenden und -losen Hoffnung verspricht. Denn nur ein Drittel aller Stellen wird öffentlich ausgeschrieben. Zwei Drittel werden ohne Stellenanzeige vergeben, meint Ulrich Thoben. In Zeiten schwächelnder Konjunktur eine wahrhaft erlösende Nachricht. Doch: „Nur darauf warten funktioniert nicht“, sagt der Experte. Denn hinter dem Begriff „verdeckter Arbeitsmarkt“ verbergen sich vor allem Stellen, die niemals öffentlich ausgeschrieben werden. Weil sie schon vorab besetzt werden. Noch bevor breitere Kreise außerhalb des Unternehmens von der Existenz dieser Stelle erfahren. Es gilt also, selbst aktiv zu werden. Wie das funktionieren soll? Personalberater Thoben sieht drei Wege, um an Stellen des verdeckten Arbeitsmarktes zu gelangen. Einer davon ist es, das Gespräch mit Menschen aus dem näheren Umkreis zu suchen und

Lichtblick in Krisenzeiten: Die Mehrzahl aller Stellen in Deutschland wartet auf dem verdeckten Arbeitsmarkt – der im Übrigen nichts mit Schwarzarbeit zu tun hat. Foto: Colourbox

sie über die Stellensuche zu informieren. „Der Kreis der Menschen, die mal was gehört haben, ist groß“, spricht Thoben aus seiner elfjährigen Berufserfahrung als Personalvermittler. Selbst bei Kunden, denen erst einmal kein möglicher Kontakt einfällt, kommt schließlich doch ein Netzwerk zusammen – „wenn man sich erst mal da-

mit beschäftigt“, berichtet Thoben. Er empfiehlt, etwa mit Verwandten, Sportkollegen, dem Steuerberater, Rechtsanwalt oder dem Nachbarn zu sprechen. Der zweite Weg führt laut Thoben über Berufs-, Fachund Branchenmessen. Auch hier geht es darum, Kontakte zu knüpfen. Schließlich kommt es beim Personaler

immer besser an, wenn einer seiner Mitarbeiter einen Bewerber bereits persönlich kennt – egal ob der Kontakt nun privat und seit Längerem besteht oder auf einer Messe geknüpft worden ist. Das berühmte „Vitamin B“ ging zwar früher weiter, erzählt Ulrich Thoben. Da wurde quasi selbstverständlich auch der Sohn im Betrieb

aufgenommen. „Heute ist Vitamin B nur noch Türöffner“, meint der Osnabrücker Personalvermittler. Doch auch wenn es früher leichter war, durch Beziehungen an einen Job zu kommen – ohne Kontakte läuft es nicht auf dem verdeckten Arbeitsmarkt. Das erste Gespräch auf einer Berufsmesse zum Beispiel kann dann Grundstein sein für eine Initiativbewerbung – für Thoben die dritte Möglichkeit zum Ziel ‚neuer Arbeitsplatz‘. Im Extremfall weckt der Bewerber mit ihr erst den Bedarf beim Unternehmen, eine neue Stelle zu schaffen – exklusiv für ihn. Um so weit zu kommen, kann es helfen, gründlich Zeitung zu lesen, sagt Ulrich Thoben. Denn im Nachrichtenteil steht Schwarz auf Weiß, welche Unternehmen wo eine neue Filiale eröffnen (Thoben nennt das Beispiel Ikea in Osnabrück), eine Expansion planen oder neue Mitarbeiter einstellen. So könnte eine Initiativbewerbung geschickt beim richtigen Unternehmen platziert werden, noch bevor dieses überhaupt dazu kommt, eine Stelle öffentlich auszuschreiben. Sicher, ein Quäntchen Glück kann bei alledem nicht schaden, räumt Thoben ein. Doch fragt er gleich darauf, wie viel Glück man bei 100 bis 200 Bewerbern auf eine Stelle braucht, um zum Gespräch eingeladen zu werden und schließlich der oder die eine zu sein, der oder die den Job bekommt. Thobens Resümee lautet daher: „Man muss sein Glück herausfordern.“

ddp STUTTGART. Für die

Lackpflege des Autos im Frühjahr empfehlen die Fachleute der Dekra einen bewährten Dreiklang: waschen, ausbessern, konservieren. Eine gründliche Wäsche von Karosserie und Unterboden beseitige die aggressiven Streusalzreste. Dann solle man die kleinen, durch Steinschlag und Splitt entstandenen Lackschäden ausbessern, bevor sie sich tiefer in den Autolack fressen. Zum Abschluss empfehlen die Experten eine schützende Lackkonservierung.

TELEFONTARIFE Ortsgespräche: Montag bis Freitag Uhrzeit Vorwahl Anbieter 7-9

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star79T) 1,84 01051 TelecomT) 2,60 Dt. Telekom 2,90 freenetPhone 1,80 T) star79 1,84 01051 TelecomT) 2,60 T) star79 1,84 01051 TelecomT) 2,60 Dt. Telekom 2,90 freenetPhone 1,80 star79T) 1,84 01051 TelecomT) 2,60 star79T) 1,84 BT (Germany) 2,00 T) 01051 Telecom 2,60 Tele2 0,93 Arcor 0,94 T) 1,49 star79

Ferngespräche: Montag bis Freitag Uhrzeit Vorwahl Anbieter 7-9 9-12 12-14 14-17 17-18 18-19 19-21 21-23 23-7

01056 01021 01075 01019 01075 01086 01086 01066 01019 01086 01050 01041 01013 01070 01013 01050 01013 01070

Uhrzeit Vorwahl Anbieter 01054 01052 18-24 01054 01052

Auch beim Online-Flirten die Form wahren

Jugendlicher von Online-Gebühren befreit ddp MÜNCHEN. Im Streit um Online-Gebühren stärkt das Amtsgericht München die Rechte von Jugendlichen und ihren Eltern. Ein 17-Jähriger hatte eine Flirtseite im Internet aufgerufen und dort für 99 Cent eine Probemitgliedschaft angetreten. Dabei übersah er jedoch, dass diese Probe später automatisch in eine teure Vollmitgliedschaft überging. Nach Ansicht des Richters war die Mitgliedschaft nicht

ddp WIESENTHEID. Bei der

Partnersuche in Online-Singlebörsen muss man manchmal streng aussieben. Immer wieder erhält man Zuschriften von Usern, die nicht in das persönliche Traumpartner-Raster passen. Hier gilt es, den Kontakt mit einer galanten Absage zu beenden. „Am besten geht man in der Absage erst einmal auf positive Dinge ein, die einem am anderen aufgefallen sind“, rät Stephan Landsiedel, Diplom-Psychologe aus Wiesentheid bei Würzburg. Man könne beispielsweise schreiben, dass man sich sehr über die Mail gefreut habe, weil sie so nett formuliert war. „Dann sollte man aber auch sagen, dass man das Gefühl hat, nicht zueinander zu passen“, sagt der Flirt-Trainer. Er rät, die Absage eher knapp zu halten: „Wenn man Romane schreibt, signalisiert man dem anderen dadurch gegebenenfalls doch noch Interesse.“ Er rät außerdem davon ab, zu viele schlechte Eigenschaften des anderen aufzuzählen. „Falls jemand genau nach-

Kein gültiger Vertrag

Korb bekommen? Wenn die Absage nett formuliert war, ist es für alle Seiten leichter. Foto: colourbox

fragt, was einem nicht gefällt, sollte man immer herausstellen, dass diese Beobachtungen subjektiv sind.“ Bevor man einen Interessenten ins virtuelle Nirvana entlässt, sollte man allerdings genau überlegen. „Oft lohnt es sich, auch Leute kennenzulernen, die auf den ersten Blick nicht zu den Top-Kandidaten zählen“, gibt Landsiedel zu bedenken. Manchmal wirke eine Person im richtigen Leben

ganz anders, als man sie sich anhand des Online-Profils ausgemalt habe. Möglicherweise ergeben sich auch über diese Bekanntschaft neue Kontakte, die zum Traumpartner führen. „Falls man einen interessanten Menschen trotzdem gerne kennenlernen möchte, sich aber keine Partnerschaft mit ihm vorstellen kann, sollte man das von Anfang an deutlich machen“, rät der Psychologe.

wirksam. Da der Vertrag vor der Volljährigkeit geschlossen wurde, sei er „schwebend unwirksam“ gewesen. Die Eltern des Jugendlichen hätten zustimmen müssen. Außerdem habe er nach seinem 18. Geburtstag das Portal nicht mehr genutzt, was als stillschweigende Zustimmung zu werten gewesen wäre. Amtsgericht München, Az. 262 C 18519/08

Ohne Unterbrechung Nur direkter Weg zur Arbeit versichert KASSEL. Ein Unfall während des Einkaufs auf dem Weg zur Arbeit ist kein versicherter Arbeitsunfall. Das entschied das Bundessozialgericht. Zwar seien Arbeitnehmer auf der Hinund Rückfahrt zu ihrem Arbeitsplatz versichert. Umwege und Unterbrechungen zählten jedoch nicht zum Arbeitsweg. Der Kläger war mit dem

ddp

Motorrad zur Arbeit gefahren und hatte unterwegs bei einem Supermarkt angehalten, um Obst einzukaufen. Auf dem Parkplatz stieß er mit einem Auto zusammen und verletzte sich. Die Berufsgenossenschaft erkannte den Unfall nicht als Arbeitsunfall an. Bundesozialgericht, Az. B 2 U 17/07 R

OLG Zweibrücken, Az. 2 UF 99/08

Die eigenen vier Wände weiter beliebt ddp WIESBADEN.

Die Zahl von Menschen mit eigenen Häusern oder Wohnungen ist in den vergangenen fünf Jahren konstant geblieben. Eigentumswohnungen und Eigentumshäuser machten Anfang 2008 rund 43 Prozent der deutschen Privathaushalte aus. Das entspricht 16,9 Millionen Haushalten, wie das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mitteilte. 1998 lag der Anteil noch bei rund 40 Prozent. Menschen mit eigenen Häusern oder Wohnungen stehen demnach im Schnitt 121 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Mietern hingegen durchschnittlich nur 69 Quadratmeter. Die Differenz ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Besonders häufig wohnen Paare mit Kindern in ihren eigenen vier Wänden. Von ihnen besitzen 61 Prozent Eigentum. Diese Familien wohnen im Schnitt in 125 Quadratmetern, das sind 40 Quadratmeter mehr als bei Familien, die Häuser oder Wohnungen mieten. Nur 18 Prozent der Alleinerziehenden sind im Besitz von Wohneigentum.

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01056T) YooCALLT) 01075 freenetPhone 01075 OneTelT) OneTelT) 01066 freenetPhone OneTelT) 01050.com HanseNet Tele2 Arcor Tele2 01050.com Tele2 Arcor

1,74 1,90 1,39 1,55 1,39 1,86 1,86 1,90 1,55 1,86 1,28 1,54 0,63 0,65 0,80 0,80 0,80 0,82

Festnetz zu Handy: Montag bis Sonntag 0-18

Freundliche Absage

dpa ZWEIBRÜCKEN. Eine alleinerziehende Mutter eines Grundschulkindes muss nicht zwingend voll erwerbstätig sein. Das entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken im Fall einer Mutter eines Achtjährigen in einem gestern bekannt gewordenen Urteil. Denn der Junge bedürfe noch einer weitgehend lückenlosen Betreuung und Beaufsichtigung. Daher stehe ihr auch weiterhin Unterhalt zu. Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines geschiedenen Kfz-Meisters gegen seine Ex-Frau ab. Der Kläger wollte vor Gericht die Feststellung erreichen, dass er nicht mehr zu Unterhaltszahlungen verpflichtet sei. Die Frau betreut den gemeinsamen achtjährigen Sohn. Daher ist sie nicht voll erwerbstätig. Der Kläger war allerdings der Meinung, seiner Ex-Frau sei eine volle Erwerbstätigkeit zuzumuten. Das OLG sah die Sache anders. Die Mutter könne den achtjährigen Sohn nicht für mehrere Stunden sich selbst überlassen. Doch selbst wenn eine ganztägige Betreuung organisierbar wäre, sei dies der Mutter im Interesse des Kindes nicht zumutbar. Denn im Alter von acht Jahren habe das Kind einen „persönlichen Betreuungsbedarf durch die Mutter als Hauptbezugsperson“, befanden die Richter.

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01054 TelecomT) 9,55 9,89 EPAGT) 01054 TelecomT) 9,55 EPAGT) 9,89

Günstige Call-by-Call-Anbieter ohne Anmeldung. Abrechnung im Minutentakt oder besser. Nicht alle Anbieter sind im Ortsnetz flächendeckend verfügbar. Teltarif-Hotline: 09 00 1 33 01 00 (1,86 Euro/ Min. von T-Com, Mo-Fr 9-18 Uhr). Stand: 09. 03. T) Mit Tarifansage. Quelle: www.teltarif.de. Alle Angaben ohne Gewähr.

Leberflecken im Blick behalten „ABCDE-Regel“ hilft, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen BERLIN. Fast jeder Mensch hat Leberflecken. Die bräunlich gefärbten Ansammlungen von Pigmentzellen der Haut finden sich an den unterschiedlichsten Körperstellen. Obwohl die Flecken in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge sind, kann sich dahinter manchmal ein bösartiger Hautkrebs verbergen. „Vor allem, wenn sich Farbe, Größe und Form der Leberflecken verändern, sollte man lieber einen Hautarzt zu Rate ziehen“, rät der Berliner Hautarzt Andreas Finner vom „Berufsverband der Deutschen Dermatologen“.

ddp

Um bösartige Veränderungen zu erkennen, ist laut Finner die sogenannte „ABCDERegel“ hilfreich. Das A stehe für Asymmetrie, erklärt der Hautarzt. Wenn die Form des Flecks nicht mehr gleichmäßig sei, könne dies ein Warnzeichen sein. B bedeute Begrenzung und beziehe sich auf mögliche ausgefranste Ränder. Auch wenn ein Fleck unterschiedliche Farbschattierungen (C – Colour) aufweise, einen Durchmesser (D) von über fünf Millimetern habe oder sich auf der Hautoberfläche ertasten lasse (E – Erhabenheit), sei eine ärztliche Abklärung ratsam.

Bei Patienten im Alter ab 35 Jahren übernehmen die Krankenkassen nach Angaben des Dermatologen alle zwei Jahre die Kosten für einen „Hautcheck“, der auch die Leberflecken-Kontrolle umfasst. Jüngere Patienten müssten die Vorsorgeuntersuchung dagegen in der Regel privat bezahlen. Je nach Behandlungsaufwand lägen die Kosten zwischen 30 und 50 Euro, sagt Finner. Falls die Untersuchung den Verdacht auf einen „schwarzen Hautkrebs“ (malignes Melanom) ergibt, muss der entsprechende Fleck operativ entfernt werden. Solange die

RÄTSEL Sudoku

1 8 7 2 9 3 9 8 2 1 2 8 5 7 8 4 7 2 5 9 8 6 9 3 8 1

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Erkrankung noch nicht allzu tief in das Hautgewebe vorgedrungen ist, kann der etwa halbstündige Eingriff ambulant in einer Hautarztpraxis vorgenommen werden, wie Finner erläutert. Ob es sich tatsächlich um ein bösartiges Melanom handle, könne allerdings erst nach der OP festgestellt werden. Menschen mit sehr vielen Leberflecken am Körper haben laut Finner ein erhöhtes Risiko, den „schwarzen Hautkrebs“ zu entwickeln. AufAuflösung „Zickzack“ aus der letzten Ausgabe merksam sein müssten auch 1. (R)IAS, 2. L(e)na, 3. Öd(e)m, 4. Yso(p), 5. Au(e)r, 6. G(r)os, Hellhäutige und Patienten, die im Kindesalter häufig 7. (B)uch, 8. T(a)ra, 9. Ze(h)e, 10. Köl(n) Sonnenbrände hatten. Reeperbahn

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MEDIEN / FERNSEHEN

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

23 TV-KRITIK

Striptease trifft Strickware

Spielerisch

Simone Thomalla und Kai Schumann in einer Komödie mit viel nackter Haut

Pretty Mama Von Marcel Kawentel

Von Claudia Kolbeck

H

Isabell Horn (Bild), Schau-

spielerin, ist ein neues Gesicht in der RTL-DailySoap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Ab Donnerstag, 19.40 Uhr, zählt die 25-Jährige als Verena Kochs (Susan Sideropoulos) Halbschwester Pia zur festen Darstellerriege. „Ich freue mich riesig, bei GZSZ mitzuspielen“, sagte Horn. Es sei „unglaublich aufregend und eine riesige Chance“. Nach ihrer Ausbildung an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst und an der Universität der Künste in Berlin spielte Horn in Musical- und Theaterproduktionen. Außerdem war sie vor vier Jahren Gewinnerin des Landesgesangswettbewerbs in NordrheinFoto: RTL Westfalen.

HITS VOM SONNTAG 1. Tatort (ARD), 8,12 Mio., 21,9 % 2. Tagesschau (ARD), 7,18 Mio., 21,4 % 3. Eine Liebe im Herbst (ZDF), 6,07 Mio., 16,4 % 4. RTL aktuell (RTL), 4,80 Mio., 18,5 % 5. heute-journal (ZDF), 4,71 Mio.,13,9 % 6. Anne Will (ARD), 4,37 Mio., 14,5 % 7. Terra X (ZDF), 4,14 Mio., 13,2 % 8. Navy CIS (Sat.1), 4,08 Mio., 11,1 % 9. The Mentalist (Sat.1), 3,83 Mio., 11,0 % 10. heute (ZDF), 3,77 Mio., 13,8 %

OSNABRÜCK. Simone Tho-

malla stolpert in der sehenswerten Sat.1-Komödie „Liebe macht sexy“ in ein Chaos aus Gefühlen und Missverständnissen.

Während sie ihren Mann in flagranti erwischt, lässt er vor Scharen von Frauen die Hüllen fallen – Verena Funk (Simone Thomalla) führt ein ganz normales Leben, bis sie entdeckt, dass ihr Mann sie mit der Firmenanwältin betrügt. Leon (Kai Schumann) fristet ein aufregendes Dasein als Stripper – hat aber so gar keine Ahnung davon, wie es in Zukunft weitergehen soll. Der Zufall führt die beiden zusammen. Verena kann nach der Scheidung ihren Teil der Firma nur retten, wenn sie die neue Strickwaren-Kollektion der spanischen Investorin Estella da Silva (Helen Schneider) schmackhaft macht, und fährt zur Modemesse nach Berlin. Es kommt, was kommen muss: eine Autopanne und Leon, der gerade im richtigen Moment auf dem Motorrad vorbeifährt. Zufällig

Kommen sich näher: Verena Funk (Simone Thomalla) und Leon (Kai Schumann).

stoßen beide noch zusammen auf die Investorin. Der charmante junge Mann imponiert Estella da Silva. Sie denkt, den Teilhaber der Firma vor sich zu haben. Eine einzige Präsentation der beiden soll nun über die Zukunft der Firma entscheiden. Verena glaubt derweil, dass Leon als Typberater arbeitet, und ahnt nicht,

dass er für Geld die Hüllen fallen lässt. Sie werden schnell zum Traumpaar – in jeglicher Hinsicht; das perfekte Chaos aus Gefühlen und Missverständnissen. Die Idee der Geschichte ist nicht neu. Wie der Film ausgeht, ist absehbar. Das Zusammenspiel von Thomalla und Schumann macht die Liebeskomödie aber dennoch zu ei-

nem sehenswerten Film mit hohem Unterhaltungsfaktor. Schumann, der zuletzt als Arzt in der Serie „Doctor’s Diary“ zu sehen war, mimt überzeugend den Stripper mit Ego-Problemen. Thomalla verkörpert glaubhaft die Frau, die ihre Lebensfreude beim Neuanfang wiederentdeckt – ein gelungenes Pendant zu ihrer eher stren-

Foto: Sat.1

gen Rolle als „Tatort“-Kommissarin. In Nebenrollen glänzen Petra Kleinert als schräge beste Freundin Jenny und Florentine Lahme als intrigante Geliebte, die alles daransetzt, sich die Firmenanteile von Verena unter den Nagel zu reißen. Liebe macht sexy. Sat.1, 20.15 Uhr.

Einblick in den Alltag einer niedersächsischen Bestatter-Familie NDR startet heute eine vierteilige Doku-Soap über das sensible Thema Tod

eiligendamm war 2007 als Schauplatz des G-8-Gipfels in den Schlagzeilen. Nun verschlug es die gestresste Mutter Karin in dem ZDFMontagsfilm „Pretty Mama“ dank gewonnenen Preisausschreibens in ein Luxushotel in der „Weißen Stadt“. Dort begann sie eine Affäre mit dem Barpianisten, den allerdings Hotelbesitzerin Betty für sich beanspruchte. Dann kam auch noch Karins Mann Peter überraschend nachgereist. So weit, so mittelmäßig. Doch die reine Inhaltsangabe wird dem Film nicht gerecht. Zum einen nahm der Plot im letzten Drittel mit dem Diebstahl von Bettys Collier eine unerwartete Wendung. Zum anderen lieferten die Schauspieler eine überzeugende Leistung ab, allen voran Hauptdarstellerin Birge Schade. Selbst die biederste Klamaukszene vermochte sie mit Natürlichkeit und Selbstironie über den Durchschnitt zu heben. Auch Oliver Stokowski und Hannelore Hoger machten manch klischeehafte Figurenkonstellation spielerisch spielend vergessen. Ein schönes Beispiel dafür, dass Darsteller, die ihre Figuren ernst, aber nicht allzu ernst nehmen, einer durchschnittlichen Geschichte Leben einzuhauchen vermögen.

Bestatters geht mitunter mit diversen psychischen und physischen Belastungen einher: Das zeigt die vierteilige Doku-Soap „Mit Schaufel, Charme und Trauerflor“. Im Mittelpunkt steht die Bestat-

ter-Familie Maury aus dem niedersächsischen Wendland, die das Unternehmen seit mehreren Generationen betreibt. Die Reihe bietet Einblicke in einen Alltag, der vielen Menschen fremd sein dürfte. Unter anderem begleitet der Zuschauer Seniorchef Udo

Maury in einen Kühlraum, in dem eine Verstorbene für das Einsargen zurechtgemacht wird. Bei der Beschäftigung mit dem sensiblen Thema Tod werden jedoch die bestehenden Tabus gewahrt. So werden zumindest in den ersten beiden Folgen zwar Leichen gezeigt, aber nicht

deren Gesichter. Trauerfeiern sind des Öfteren zu sehen – etwa die eines Fußballtrainers, die in einer in den Farben seines Vereins dekorierten Kapelle stattfindet. Die Reihe von Till Lehmann pendelt zwischen denkwürdigen Augenblicken, kleinen Anekdoten und eher belanglosen

Alltäglichkeiten. Dabei bietet sie durchaus interessante Aspekte, ist streckenweise aber ein wenig zu langatmig geraten. Die Serie läuft ab heute jeweils dienstags um 21.45 Uhr.

ARD

ZDF

NDR

WDR

RTL

SAT.1

PRO 7

5.30 Morgenmagazin 9.05 Rote Rosen 9.55 Wetter 10.00 heute 10.03 60 x Deutschland (6/60) 10.15 Brisant 10.30 Familie Sonnenfeld – Abschied von Oma. TVFamilienfilm, D 2009 12.00 heute mittag 12.15 ARD-Buffet 13.00 Mittagsmagazin 14.00 Tagesschau 14.10 Rote Rosen 15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe 16.00 E J I Tagesschau 16.10 Panda, Gorilla & Co. 16.45 Das Purimfest in Mainz 17.00 E J I Tagesschau 17.15 E I Brisant 18.00 E I Verbotene Liebe 18.25 E I Marienhof 19.20 E I Das Quiz 19.45 E I Wissen vor 8 19.50 E I Wetter / Börse 20.00 E J I Tagesschau 20.15 J Um Himmels Willen 21.05 E J I In aller Freundschaft 21.50 E I Plusminus Geldvernichter – Wie die Krise jetzt die Altersvorsorge auffrisst / Warum Lebensmittel so billig sein können 22.15 E I Tagesthemen 22.45 E I Menschen bei Maischberger Panik um den Job: Muss der Staat uns alle retten? Gäste: Wolfgang Clement, Günter Wallraff 0.00E I Nachtmagazin

5.30 Morgenmagazin 9.05 Volle Kanne – Service täglich. U.a.: TopThema: Schnurlose Telefone 10.30 Alisa – Folge deinem Herzen 11.15 girl friends 12.00 heute mittag 12.15 drehscheibe Deutschland 13.00 Mittagsmagazin 14.00 heute – in Dt. 14.15 Die Küchenschlacht 15.00 heute – Sport 15.15 Tierische Kumpel 16.00 E heute – in Europa 16.15 E J I Alisa 17.05 E J ZDF SPORTextra Weltcup-Skispringen: Übertr. aus Kuopio, Moderation: Sven Voss, Experte: Jens Weißflog. Live 19.00 E J I heute 19.20 E J I Wetter 19.25 Die Rosenheim-Cops 20.15 E J I Die Machtergreifung (1/3) Dokureihe 21.00 Frontal21 (Wahl–)Kampf um Arbeitsplätze – Ist Opel noch zu retten? / Die Geschäfte der Nordbank / Giftmüll in der Nachbarschaft 21.45 E J I heute-journal 22.15 E J I 37°: Mama, das war’s! Auszeit zwischen Kindern und Eltern 22.45 E I Johannes B. Kerner Mit Regina Halmich, Dieter Nuhr (Comedian), Hubertus Primus 0.00E I heute nacht

10.00 Schleswig-Holstein-Magazin 10.30 buten un binnen Magazin 11.00 Niedersachsen 19.30 das Magazin 11.30 Die Natur kehrt zurück 12.15 In aller Freundschaft 13.00 Polettos Kochschule 13.30 Brisant 14.00 NDR aktuell 14.15 Bilderbuch Deutschland 15.00 NDR aktuell 15.15 Weißer Falke, weißer Wolf 16.00 E I Aktuell 16.10 E Mein Nachmittag 17.10 E I Seehund, Puma & Co. Eisbär Lloyd verliebt 18.00 Niedersachsen 18.00 18.15 E I Wölfe vor der Stadt 18.45 E J I DAS! 19.30 Niedersachsen 19.30 U. a. Polizei Oldenburg 20.00 E J I Tagesschau 20.15 Visite Spezial – Osteoporose – Richtige Behandlung erspart viel Leid 21.00 E I Der XXL-Ostfriese (1/4) Unterwegs mit „Knochenbrecher“ Tamme Hanken 21.45 E I Mit Schaufel, Charme und Trauerflor Aus dem Leben einer Bestatterfamilie. Doku-Soap 22.30 E I Weltbilder 23.00 # C J Ich bin die Andere Melodram, D 2006 0.35 # I Das Ritual Thriller, USA 1986

8.20 Planet Wissen 9.20 Eins zu eins 9.45 Hier u. Heute 10.00 Lokalzeit 10.30 Akt. Stunde 11.10 Pinguin, Löwe & Co. 12.00 Frau Dr. Haus – Der Immobiliencheck 12.45 Aktuell 13.00 In aller Freundschaft 13.45 60 x Deutschland – Die Jahresschau 14.00 Lokalzeit NRW 15.00 Planet Wissen 16.00 E J I Aktuell 16.15 daheim & unterwegs Kreative Küche / ServicePunkt / Auto & Mobil 18.00 E I Lokalzeit 18.05 E J I Hier u. Heute 18.20 E J I Servicezeit: Mobil 18.50 E J I Akt. Stunde 19.30 E I Lokalzeit 20.00 E J I Tagesschau 20.15 E J I Die QuarksArena Die größten Gesundheitsirrtümer 21.45 E J I Aktuell 22.00 E J Europas Trutzburg Eine „Weltweit“Reportage rund um den Prager Hradschin 22.30 E J I west.art U.a.: Das verschüttete Erbe / Kunst und Klimawandel 23.15 J Stratmanns – Jupps Kneipentheater im Pott 0.00E J I A Puccini – Magier der Leidenschaften Porträt

7.30 Alles was zählt 8.00 Unter uns 8.30 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Punkt 9 9.30 Mitten im Leben! 10.30 Mein Baby 11.00 10 Jahre jünger 11.30 Unsere erste gemeinsame Wohnung 12.00 Punkt 12 14.00 Die Oliver Geissen Show. Ändern Sie, was Sie stört! – Lösungen mit dem 5-MinutenCoach! 15.00 Mitten im Leben! 16.00 E Mitten im Leben! 17.00 E I 112 – Sie retten dein Leben 17.30 E I Unter uns 18.00 Explosiv – Das Magazin 18.30 E I Exclusiv 18.45 E I RTL aktuell 19.05 E I Alles was zählt 19.40 E I Gute Zeiten, schlechte Zeiten 20.15 E C CSI: Miami Tunnelblick. Krimiserie Mit David Caruso, Emily Procter, Adam Rodriguez 21.15 E C Dr. House Krebs oder nicht? Arztserie. Mit Hugh Laurie, Jennifer Morrison, Lisa Edelstein 22.15 E I Monk Mr. Monk und der angekündigte Mord. Krimiserie 23.10 E I Law & Order Auch ein hohes Tier bleibt ein Tier. Krimiserie 0.00E I Nachtjournal 0.27 E I Wetter 0.35 E C Dr. House

5.30 Frühstücksfernsehen. Live 10.00 Pures Leben – Mitten in Deutschland 11.00 Richterin Barbara Salesch. Gerichtsshow 12.00 Richter Alexander Hold. Gerichtsshow 13.00 Britt. Endstation: Heute bist du fällig! Mod.: Britt Hagedorn 14.00 Zwei bei Kallwass 15.00 Richterin Barbara Salesch. Gerichtsshow 16.00 Richter Alexander Hold 17.00 Niedrig und Kuhnt Abgeblitzt 17.30 Live aus Hannover 18.00 Das Sat.1-Magazin Live 18.30 Anna und die Liebe 19.00 Lenßen & Partner Tödliche Schönheits-OP 19.30 K 11 – Kommissare im Einsatz 20.00 Nachrichten 20.15 Liebe macht sexy TVLiebeskomödie, D 2008 22.15 Akte 09 Teure SMS-Flirts / Hilfe, mein Pferd ist weg! Verzweifelte Besitzer auf der Suche nach ihrem Liebling / Dreifaches Pech - Haus abgebrannt, Neubau verpfuscht, Baufirma pleite / Wenn Paare unter Kinderlosigkeit leiden. Live 23.15 24 Stunden Pfusch am Bau? Wir wehren uns! 0.15 K 11 – Kommissare im Einsatz

6.30 Raising Dad – Wer erzieht wen? 7.00 Baby Bob 7.25 What’s Up, Dad? 8.20 Malcolm mittendrin 9.15 Scrubs – Die Anfänger 9.45 Scrubs – Die Anfänger 10.15 Die Rennfahrerin. TV-Familienfilm, USA 2003 12.00 SAM 14.00 We Are Family! So lebt Deutschland 15.00 Lebe deinen Traum! Jetzt wird alles anders 16.00 U20 – Deutschland, deine Teenies Teenie-Tausch 17.00 taff Geht’s noch: Schwimmbad. Live 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons König der Berge / Die Kugel der Isis 19.10 Galileo Die Top 5 Plagiate 20.15 WipeOut – Heul nicht, lauf! (1/8) Neue Show Moderation: Matthias Opdenhövel, Werner Hansch, Charlotte Engelhardt 21.10 Witzig ist witzig Comedyshow 21.55 Street Magic mit Farid 22.25 comedystreet 22.50 TV total Comedyshow 23.50 Axel! will’s wissen Die neue Freundin 0.20 Quatsch Comedy Club Gäste: Atze Schröder, Benny Kaltenbach, Horst Fyrguth. Comedyshow

MDR

BAYERN

3SAT

N-TV

VOX

KABEL 1

RTL 2

11.45 Um zwölf 12.30 Fakt ist ...! 13.15 Planet Erde. Dokureihe 14.00 Dabei ab zwei 14.30 LexiTV 15.30 MDR Garten 16.00 Hier ab vier 18.05 Brisant 18.50 Sandmann 19.00 Regional 19.30 Aktuell 19.50 Einfach genial! 20.15 Exakt 20.45 Das unsichtbare Kommando 21.15 Barbarossa 21.45 Aktuell 22.05 Die Aktuelle Kamera 22.50 Polizeiruf 110. Der Fensterstecher. TV-Kriminalfilm, DDR 1976 23.50 Hotel Shanghai (1/2). TV-Drama, D 1996 1.15 Tagesthemen

14.00 Familienzeit 15.00 Südwild 16.05 Wir in Bayern 17.00 Nockherberg 2004 – Höhenrausch am Nockherberg 17.35 Abendschau – Regionalzeit 18.00Abendschau 18.45 Rundschau 19.00 Gesundheit! 19.45 Dahoam is Dahoam 20.15 münchner runde. Live 21.00 Rundschau 21.15 Vor Ort 21.45 Mord in bester Gesellschaft – Die Nächte des Herrn Senator. TV-Krimi, D/A 2007 23.15 Rundschau 23.25 # Verdammt in alle Ewigkeit. Drama, USA 1953 1.20 Dahoam is Dahoam

14.00 Ecuador – Mit Poncho und Handy 14.45 Das Geheimnis des Jaguars 15.30 Im Tal der Hundertjährigen 16.15 Europa im Regenwald 17.00 Santorin – Zwischen Kraterwand und Strand 17.15 Kunst & Krempel 17.45 schweizweit 18.00 ZDF.reportage 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit 20.00 Tagesschau 20.15 Tanners letzte Chance. TV-Krimi, D 2002 21.45 Schätze der Welt 22.00 ZiB 2 22.25 Foyer 23.00 Das Leben geht weiter. Dokumentarfilm, D 2002 0.25 10vor10 (VPS 21.50)

Stündlich Nachrichten 12.25 Telebörse 13.00 Nachrichten 13.15 Telebörse 13.30 News Spezial 14.25 Telebörse 15.15 Ratgeber – Geld 15.40 Telebörse 16.10 Speed 16.30 Top Cars 17.10 Das Duell bei n-tv 18.00 Nachrichten 18.30 Ratgeber – Immobilien 19.03 Telebörse 19.30 Deutschland mittendrin – future Trend Reportage 20.10 Reportage 21.05 Welt der Wunder 22.03 Reportage 22.45 Telebörse 23.00 Nachrichten 23.15 Das Duell bei n-tv 0.15 Auslandsreport

9.10 O.C., California 10.10 Gilmore Girls 11.10 Die Nanny 12.10 McLeods Töchter 13.05 McLeods Töchter 14.05 O.C., California 15.00 Gilmore Girls 16.00 Menschen, Tiere & Doktoren 17.00 Menschen, Tiere & Doktoren 18.00 mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das perfekte Dinner 19.50 Unter Volldampf 20.15 Goodbye Deutschland! Die Auswanderer 22.10 stern TV-Reportage. Jede Sekunde zählt! – Kindernotärzte als Lebensretter 23.05 Spiegel TV Extra 0.00 vox nachrichten

10.25 Abenteuer Leben 11.25 Eine schrecklich nette Familie 12.20 King of Queens 13.20 Two And A Half Men 14.15 Eine schrecklich nette Familie 15.10 King of Queens 16.10 News 16.20 Wir wandern aus! 17.15 So leben wir Deutschen 17.45 Abenteuer Leben 18.45 Das Fast-Food-Duell 19.25 Achtung Kontrolle! 20.15 # Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis. Komödie, D 2002 21.55 Abenteuer Leben 22.45 K1 Discovery 23.40 K1 Reportage 0.35 Kinotipp

11.00 Big Brother 12.00 exklusiv – die reportage 13.00 Teenage Mutant Ninja Turtles. Kuchen für Casey 13.25 Pokémon 14.45 Ben 10 15.10 Yu-Gi-Oh! 15.40 One Piece 16.05 Hinterm Sofa an der Front 17.00 Still Standing 18.00 Immer wieder Jim 19.00 Big Brother 20.00 News 20.15 Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben 22.15 Die RTL IISchicksalsreportage. Kleiner Mann, ganz stark – Die Geschichte von Romeo 23.15 exklusiv – die reportage 0.15 News

Quelle: AGF/GFK – media control

VIDEOS IM NETZ www.neue-oz.de/videos/ • Pamela Anderson auf dem Laufsteg • Horrorcrash: Arbeiter überlebt • Comeback: Michael Jackson

Von Philipp Isenbart OSNABRÜCK. Der Beruf des

Mit Schaufel, Charme und Trauerflor. NDR, 21.45 Uhr.

Wertung: ★★★★✩✩ Und morgen: Die Machtergreifung (ZDF, 20.15)

KI.KA

ARTE

DSF

EUROSPORT

PHOENIX

TELE 5

DEUTSCHLANDFUNK

11.15 Sissi 11.40 Alice im Wunderland 12.05 In einem Land vor unserer Zeit 12.30 Oiski! Poiski! 13.05 Altair im Sternenland 13.30 Hier ist Ian 14.10 Schloss Einstein – Seelitz 15.00 Meine peinlichen Eltern 15.50 logo! 16.00 Willi wills wissen 16.25 Cosmic Quantum Ray 16.50 Horseland 17.10 Sissi 17.35 Yakari 18.00 Roary 18.15 Au Schwarte! 18.40 Kleine Prinzessin 18.50 Sandmann

18.30 Zu Tisch in ... Der Bresse 19.00 Exotische Heimat. Neubürger der Tier- und Pflanzenwelt 19.45 Arte Info 20.00 Arte Kultur 20.15 Fackeln im Sturm. Jedem das Seine 21.00 Erdöl, Brot und Korruption. Dok.-Film, F 2008 Themenabend: Eine bessere Welt - Nobelpreisträger Joseph Stiglitz 22.35 Eine bessere Welt. Dok.-Film, F 2007 0.00 Gespräch mit Joseph Stiglitz

8.00 Bundesliga Aktuell 8.30 Sportquiz 11.30 Werbung 14.30 Sportquiz. Live 17.30 Poker Exklusiv. Poker After Dark Staffel 41 18.30 Bundesliga Aktuell. Moderation: Markus Götz 20.00 Handball: 1. Bundesliga. 29. Spieltag, vorgezogenes Spiel, FA Göppingen - TBV Lemgo (Hinrunde 25:31), Anwurf 20:15. Live 22.00 Bottom Line 23.00 Sportquiz. Live 1.00 Werbung

14.00 Fußball. Eurogoals 14.45 Radsport. Paris-Nizza 3. Etappe: Orval – Vichy. Live 16.30 Skispringen. Qualifikation Einzelspringen 17.00 Skispringen. Einzelspringen. Live 18.45 Eurogoals Flash 19.00 Eurogoals 19.45 Skispringen. Einzelspringen 21.00 Boxen. Nikolay Valuev – Evander Holyfield 23.00 Motorsport. FIA WTCC Magazin 23.30 Motorsport. IRC 2009 0.00 Motorsport

13.30Tanken statt essen 14.00Unter Strom 14.45 Thema (VPS 14.44). U.a.: 79. Genfer Automobilsalon 17.00 Vor Ort 18.00 Tanken statt essen 18.30 Die letzte Fahrt der Columbus 19.15 Duell in den Wolken 20.00 Tagesschau 20.15 Der Super-Wall: Chinas Große Mauer 21.45 heute-journal 22.15 Phoenix Runde.Die Gier der Ärzte – Gesundheit nur gegen Vorkasse? 23.00Der Tag 0.00Phoenix Runde

14.30 Alf 15.00 Alf 15.30 Die tollen Fußballstars 16.15 One Piece 16.35 Bakugan – Spieler des Schicksals 17.00 Yu-Gi-Oh! 17.20 Stargate 18.10 Mutant X 19.05 Stargate 20.00 Hollywood Princess 20.15 # Beastmaster 2 – Der Zeitspringer. Fantasyfilm, USA 1990 22.30 # Ginger Snaps 2 – Entfesselt. Horrorfilm, USA/CDN 2004 0.20 # Anatomie des Grauens. Thriller, GB/I/E 2004

10.10 Journal. Schilddrüse 11.35 Umwelt 12.00 News 12.10 Infos 12.30 News 12.50 Presseschau 13.35 Wirtschaft 14.00 News 14.10 Deutschland 14.35 Campus 15.05 Corso 16.00 News 16.10 Büchermarkt 16.35 Forschung 17.05 Wirtschaft 17.35Kultur 18.00News 18.10 Infos 18.40 Hintergrund 19.05 Kommentar 19.15 Feature 20.00 News 20.10 „Bitte nicht berühren!“ 21.05 Musikforum

TV-Zeichenerklärung # Spielfilm I Stereo C Dolby-Surround A Schwarz-Weiß-Sendung J für Hörgeschädigte (mit Untertitel) G Zweikanalton E Breitbildformat 16:9

! aktuell DVD-Infos im Internet: www.neue-oz.de


KULTUR

24 KULTURTIPP

Hamburg ehrt Maler Sandig

M

it einer Ausstellung zu seinem Lebenswerk ehrt die Freie Akademie der Künste in Hamburg ihren langjährigen Präsidenten Armin Sandig zum 80. Geburtstag. Unter dem Titel „Ein Blick auf sechs Jahrzehnte Malerei“ zeigt die Schau von diesem Dienstag an eine Vielzahl jüngerer und älterer Arbeiten: Leinwände, Aquarelle und eine Auswahl von Aktzeichnungen. „Trotz Deiner selbstausbeutenden Tätigkeit als Präsident der Freien Akademie war und ist es Dir möglich, zuallererst der unverkennbare Maler zu sein, der Du bist“, würdigte Literaturnobelpreisträger Günter Grass das Werk des Künstlers, der die Freie Akademie der Künste in Hamburg seit 1980 leitet. Die Ausstellung ist bis zum 26. April geöffnet. Erste Ausstellungen mit Künstlerkollegen hatte Sandig 1946. Bald knüpfte er Kontakt zu den Kunstzentren im Deutschland der Nachkriegszeit und beteiligte sich auch an der ersten Ausstellung der Gruppe „Zen 49“ in München. Seit 1951 lebt und arbeitet Sandig in Hamburg.

Internet: www.akademieder-kuenste.de

PERSÖNLICH Christian Petzold (Bild), Filmregisseur, ist begeistert von seinem Ausflug ans Theater. „Mich hat die Arbeitssituation interessiert“, sagte der 48-Jährige im Interview mit der „Berliner Morgenpost“. Petzold inszeniert ab Samstag am Deutschen Theater in Berlin das Stück „Der einsame Weg“ von Arthur Schnitzler. Schauspielerin Nina Hoss, die im Stück mitspielt und früher bereits mit Petzold gearbeitet hat, habe ihm erzählt, dass „man im Theater sieben Wochen lang probt, an Text und Choreografie feilen kann, dass man sich streitet und zu Konzeptionen kommt, die man vorher noch gar nicht im Kopf gehabt hat“. Diese Erfahrungen seien ein Luxus, den er genossen habe, aber „meine Leidenschaft ist und bleibt das Kino“. Zu Petzolds bekanntesten Werken zählen „Wolfsburg“ und „Yella“. Foto: ddp

Deutsches Kleben an der Idylle Romantisches Aufbegehren: Robert Borgmann inszeniert in Bielefeld Kleists „Hermannsschlacht“ Von Christine Adam BIELEFELD. 2000 Jahre Her-

mannsschlacht als Fanal nationaler Befreiung gegen „Fremdherrschaft“ aller Art in der deutschen Geschichte – dieses Jubiläum des Jahres 2009 motiviert auch die Theater zu kluger Auseinandersetzung – nun das Schauspiel Bielefeld.

Seit drei Wochen zeigt das Landestheater Detmold seine revueartige Collage um Christian Dietrich Grabbes „Hermannsschlacht“ – und kontrastiert das, was die Nationalsozialisten an Grabbe als ideologisches Kanonenfutter für ihre rassistische Eroberungspolitik nutzten, mit den verheerenden Folgen. Das Theater Bielefeld widmet sich dagegen Heinrich von Kleists Besinnung auf den Abwehrkampf gegen die Römer – als romantisch geprägten Befreiungsaufruf gegen die napoleonische Fremdherrschaft seiner Tage. Die ersten 20 Prolog-Minuten in Bielefeld gehörten einem lebenden Bild: Anselm Kiefers „Wege der Weisheit – Die Hermannsschlacht“ wurde nachgestellt unter sanftem und mehrstimmigem Singen romantischer Lieder von Schubert, Mendelssohn oder aus dem Volk. Wer das Gemälde oder die Musikstücke nicht erkannte, konnte immerhin ahnen, dass vieles auf den deutschen Sonderweg in die NS-Katastrophe einstimmen sollte. Ein lustiger Karl Valentin wiederholte dreimal etwas vom KZ Buchenwald und ei-

Auf ins Gefecht: Das Ensemble formiert sich hinter Sandra Gerling (rechts), hier als Hermann.

ner dort verschonten Goethe-Eiche, bis klar war: „Wanderers Nachtlied“ und andere poetisch-philosophische Gedanken haben uns Deutsche geistesgeschichtlich derart eingelullt, dass wir gern den Moment des Handelns verschlafen. Wie Hermann der Cherusker, der, dreimal vom Germanenfürsten vor Römer-Gräueln ge-

Porträt Shakespeare

warnt, jedesmal gedehnt mit „gleich, gleich“ antwortet. Robert Borgmanns Inszenierung, wie in Detmold auch eine Montage, spielt bewusst mit Assoziationen über die gegenwärtige Weltlage. Die Römer klettern akrobatisch über eine hohe Betonmauer zu den Germanen. Der Limes, die Berliner Mauer oder die israelische zu

den Palästinensern: das lässt der Regisseur offen. Der römische Feldherr Varus, gespielt von einer Frau, Therese Berger, verkörpert die joviale Arroganz einer Weltmacht. Als Gastgeschenk für die liebreizende Hermann-Gattin Thusnelda bringt er riesige Heuschrecken mit – Sinnbild für Ausbeutungsinteressen, die Kleist als das eigentliche

Foto: Philipp Ottendörfer

litik?) und Hermann sich in der Gestalt Heinrich von Kleists einsam Schlachtenstrategien ergrübelt. Dann steht plötzlich ganz mühelos das merkwürdige Gebräu aus Realität draußen und Realitätsverlust drinnen vor Augen, das nach wie vor typisch deutsch ist. Vermutlich stecken noch sehr viel mehr Anspielungen im spürbar genau bis in jedes Detail durchdachten Spiel. Doch wer sie nicht entschlüsseln kann, verpasst viel und findet auch im Programmheft keine Hilfe. Dem klugen Subtext der Inszenierung stehen zwar Schauspieler mit starker persönlicher Kontur, aber nicht immer ganz überzeugende szenische Lösungen zur Seite. Ein wenig holperig und unvermittelt wirkt etwa jene Schnitttechnik, mit der sich Hermanns Schlachtenvisionen und Döblins kriegssatirisches Gedicht über eine den Körper gierig durcheilende Kugel ablösen. Doch der Schauspieler Ingo Tomi trifft vortrefflich das träumerischvisionäre Einzelgängertum Heinrich von Kleists, die dieser auch Hermann andichtet. Deutlich wird: Zum Jubiläum haben Detmold und Bielefeld eindrucksvoll theoretische und künstlerische Kräfte spielen lassen. Was wohl Osnabrück als drittes Theater im Bunde im Mai zum Grabbe-Text einfallen wird?

Motiv der Römer am germanischen Gebiet benennt. Borgmann und sein Ensemble wollen in kühnem Wurf viel und erreichen es manchmal auch. Dann schleicht der Bundeswehrsoldat angespannt mit gezückter Waffe durchs Feindesland, während Thusnelda Weitere Aufführung: romantische Idyllen trällert 11. März. (aktuelle deutsche Außenpo- Kartentel.: 05 21/51 54 54.

Hilfe für Köln aus Freiburg Im „Zentralen Bergungsort“ der Republik lagert deutsches Archivgut

Das einzig verbliebene Porträt von William Shakespeare, das nach Expertenangaben noch zu Lebzeiten des Dichters entstand, ist gestern in London erstmals öffentlich enthüllt worden. Das Ölgemälde befand sich bislang in Privatbesitz. Es soll sechs Jahre vor Shakespeares Tod im Jahr 1610 angefertigt worden sein, der Maler ist unbekannt. Bislang gibt es zwei Abbildungen von Shakespeare, die als wirklichkeitsgetreue Darstellung gelten: eine Gravur und eine Porträt-Büste. Beide entstanden erst nach Foto: GettyImages Shakespeares Tod.

KOMPAKT

Kinderstars: Film-Angebot aus Bollywood epd NEU-DELHI. Für die beiden „Slumdog-Millionär“Kinderstars gibt es neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das Film-Paar aus einer Armensiedlung in Bombay (Mumbai) hat nach seiner Rückkehr vom roten Teppich in Hollywood ein Angebot aus Bollywood bekommen. Der zehn Jahre alte Azharuddin Ismail und die neun Jahre alte Rubina Ali sollen in dem indischen Film „Kal Kis Ne Dekha“ eine Episode aus ihrem eigenen Leben spielen. Die jungen Schauspieler leben weiterhin in einem Slum in Bombay, obwohl die indische Regierung ihren Familien nach den acht Oscars des Films eine staatliche Wohnung zur Verfügung stellen wollte.

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2009

KNA FREIBURG. Tonnen von Trümmern bedecken immer noch das Kölner Stadtarchiv. Teilweise mit bloßen Händen graben Helfer in dem Schutthaufen, der einmal das größte Stadtarchiv nördlich der Alpen war. Kulturgüter von unschätzbarem Wert sind verschüttet – da ist es ein kleiner Trost, dass ein Teil der Bestände rekonstruiert werden kann. Denn Kopien von rund 1,1 Millionen Einzeldokumenten aus dem Kölner Archiv lagern Hunderte Kilometer vom Ort der Katastrophe entfernt bestens geschützt im „Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland“ – in den Tunneln eines ehemaligen Silberbergwerks nahe Freiburg. „Noch haben die Kölner Kollegen andere Sorgen, aber theoretisch können wir die auf Mikrofilm kopierten Dokumente jederzeit aus dem Stollen holen, Kopien herstellen und wieder an das

KOMMENTAR

Trost mit großen Lücken Von Christine Adam

N

iemand stellt sich gern vor, dass der Barbarastollen im Freiburger Hausberg „Schauinsland“ zu solch traurigen Ehren kommen könnte. Doch gottlob kann er Ersatz liefern für zerstörte Dokumente wie nun im Kölner Stadtarchiv. Allerdings ist das „Angebot“ begrenzt. Nur die wichtigsten Ecksteine deutscher Geschichte sind dort

Kölner Archiv liefern“, sagt die Sprecherin des für das international einzigartige Archivprojekt zuständigen Bonner Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ursula Fuchs. Das historische Gedächtnis deutscher Kultur, eine Ar-

in abfotografierter Form archiviert worden. Heinrich Bölls Nachlass, der wohl kaum heil aus den Kölner Trümmern gezogen werden kann, dürfte kaum dazugehören. Für so weit gefasste Kriterien deutschen Gedächtnisses müsste wohl der ganze Schwarzwald untertunnelt werden. Immerhin: Was sich im größten Mikrofilmarchiv Europas alles angesammelt hat, wäre doch interessant zu wissen.

che Noah deutscher Archivalien: 300 Meter tief unter dem Freiburger Hausberg Schauinsland lagern rund 1400 Edelstahlbehälter, die auf 27 000 Kilometer alterungsbeständigem Film die Kopien von 826 Millionen Einzeldokumenten enthal-

Beruhigend, dass in der Nähe des Barbarastollens sicher keine U-Bahnen-Tunnel gegraben werden dürfen. Auch Soldaten und Flugzeuge müssen dem atombombensicheren Hort fernbleiben. Nur ein Windrad darf sich hässlich darüber drehen – und den Mythos vom deutschen Zwergenschatz im Berge erschüttern. c.adam@neue-oz.de

ten. Das Archivgut reicht von der mittelalterlichen Urkunde bis zum deutsch-deutschen Einigungsvertrag. Jährlich kommen 15 Millionen Dokumente hinzu und werden atombombensicher hinter einem schweren Stahlgittertor verschlossen.

Lauter Ruf nach Gleichberechtigung Schlug in Schweden ähnlich explosiv ein wie in Deutschland „Feuchtgebiete“: Maria Svelands „Bitterfotze“ Von Thomas Borchert dpa

STOCKHOLM/KÖLN.

Nach den deutschen „Feuchtgebieten“ von Charlotte Roche kommt jetzt aus Schweden Maria Svelands „Bitterfotze“. Bei den Skandinaviern hat der Roman der 34-Jährigen ähnlich explosiv eingeschlagen wie hierzulande Roches erotische Bekenntnisse. Aber aus etwas anderen Gründen, meint die Autorin: „Bei mir geht es weniger um Sex, aber dafür ganz heftig um eine Weltrevolution, die es im Verhältnis der Geschlechter geben muss.“ Die „Bitterfotze“ in Svelands Buch ist die junge Mutter Sara, die nach der Geburt

ihres ersten Kindes entsetzt erleben muss, wie Ehemann und Gesellschaft alle Lasten einer jungen Kleinfamilie bei ihr abladen. Mit nachhaltigen Folgen für Saras Lebenslust: „Ich bin erst dreißig und schon so verbittert. Ich bin richtig bitterfotzig.“ Zur Übersetzung ihres Schweden-Bestsellers hat Sveland bei Interviews mit gleichaltrigen Journalistinnen in Deutschland den Eindruck gewonnen, dass dort die Revolution für Frauen mit Kindern und Ehemann noch viel dringlicher scheint: „Deutschland ist in Sachen Gleichberechtigung ja ein Entwicklungsland! Ihr hinkt uns noch gut 30 Jahre hinter-

her.“ Dabei gibt es auch in Schweden mit flächendeckendem Kindergarten-Angebot und doppelt so hoher Frauenerwerbsquote reichlich Grund zum Zorn für junge Mütter wie Sveland. Die Journalistin, Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Söhnen hat ihn als bunte Mischung aus Autobiografie, Fiktion und Meinungen über das niederschmetternde Verhältnis der Geschlechter zu Papier gebracht. Monatelang allein mit ihrem Baby, während der Ehemann und Vater „ohne jedes Schuldgefühl“ für die eigene Karriere auf Reisen ist. Dauernder Schlafentzug wegen des schreienden Kleinkindes,

während der Ehemann seelenruhig durchschläft. Quälend schlechtes Gewissen, wenn sie dann doch mal für ein paar Tage auszubrechen versucht. Und am Ende tosender Applaus der Umwelt, wenn der junge Vater dann doch mal ein bisschen zu Hause bleibt, um auf den Kleinen aufzupassen. „Wie sollen wir jemals zu einer gleichberechtigten Gesellschaft kommen, wenn es uns nicht einmal gelingt, mit demjenigen gleichberechtigt zu leben, den wir lieben?“, fragt Sara, und so lautet auch der Untertitel des schwedischen Originalromans. Sveland lässt ihre Titelfigur bei einem Ausbruchsver-

such aus der KleinkinderSklaverei mit kritischem Blick nach glücklichen Ehepaaren suchen. Sie findet keine – und sieht die tiefere Ursache in nach wie vor fehlender Gleichberechtigung: „Solange die Verantwortung für zu Hause nicht gleich verteilt ist und die Frauen dort unbezahlt arbeiten und ansonsten auf Teilzeit gehen müssen, kann aus romantischem Familienglück nichts werden.“ Dann lieber ein Frauen-Dasein als Single, meint die Autorin: „Alle Untersuchungen zeigen, dass es den meisten Frauen nach Scheidungen langfristig besser geht. Bei Männern ist das umgekehrt. Warum wohl?“

Nicht von ungefähr haben zwei schwedische Theater die Bühnenversion der „Bitterfotze“ zum diesjährigen Weltfrauentag auf ihrem Programm. „Ich bekomm auch zwei Jahre nach Erscheinen des Buches unglaublich viele Mails von Frauen, die sich in Sara haargenau wiedererkennen“, sagt Sveland. Und gibt ihrer Sara ein kleines Happy End. Sie fühlt sich nur noch als „Teilzeit-Bitterfotze“: „Selbst bin ich ja auch mit demselben Mann zusammen und hab zwei Söhne mit ihm.“ Maria Sveland: „Bitterfotze“. Kiepenheuer & Witsch, 263 Seiten, 8,95 Euro.

Neue Osnabrücker Zeitung  

Neue Osnabrücker Zeitung vom 10.03.2009

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