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magazin 7/2012 – september I erscheint 10 mal jährlich I Chf 5.50

HAUS

neue ideen FÜR MEIN HAUS

Terrassengestaltung Schöne Gärten hoch über den Dächern gefährliche Schadstoffe im Haus Wo unsichtbare Gefahren lauern können Mobilität Mehr Kombis braucht die Schweiz Hausverkauf Wie man mögliche Fallstricke erfolgreich vermeidet

Jagd auf Elektrosmog Vom Altbau zum Bijou

Funktional

Die Kücheneinrichtung richtig planen


Editorial

magazin

HAUS

Immer mehr Staat – immer weniger Eigentum

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in richtiger Hammerschlag war die Abstimmung über die Zweit­ wohnungsinistiative. Diese materielle Einschränkung des Privateigen­ tums in Regionen mit mehr als 20% Zweitwohnungen – was auch immer unter diesem Begriff verstanden wird – ist massiv nachhaltig und wird Heerscharen von Beamten und Gerichten für viele Jahre beschäftigen. Doch der zweite Hammerschlag könnte mit der Landschaftsinitiative und der Re­ vision des Raumplanungsgesetzes bald folgen. Denn die Landschaftsinitiative will nichts weniger als das Einfrieren aller Baueinzonungen für 20 Jahre. Die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) die als Indirekter Gegenvorschlag zur extre­ men Landschaftsinitiative gedacht war hat diese in einigen Punkten sogar überholt indem sie die Rückzonung bestimmter Bauzonen und eine obligatorische Mehrwert­ abgabe verlangt was eine massive zusätzliche Besteuerung zur Folge haben wird. Wir reden hier nicht von Millionen oder hunderten von Millionen sondern von Mil­ liarden neuer fiskalischer Abgaben. Man will sozusagen den Teufel (Landschafts­ initiative) mit dem Beelzebub (Revision des RPG) austreiben. Allen Vorlagen gemeinsam ist dass sie extreme Initiativen verhin­ dern wollen aber statt klar Nein zu sagen ist das Parlament im Kompromiss so weit gegangen dass es den Initiativtext im Gegenvorschlag sogar verschlimmbessert hat. Was bisher auf regionaler und lokaler Ebene quasi nach Mass geregelt wurde soll künftig der Bund zentral steuern. Das erzeugt Spannungen und endlose juristische Auseinandersetzungen zudem lassen sich die hehren Ziele der Raumplanung – ein haushälte­ rischer Umgang mit dem Boden – gegen einzelne Kantone so nicht erreichen. Für die Bürger und Hauseigentümer heisst dies mehr Staat Abgaben Bürokratie und weniger Sicherheit des Eigentums. Schon bald werden wir uns an der Urne zur Land­ schaftsinitiative äussern können und sofern das Referendum zustande kommt (siehe Beilage des Gewerbeverbandes) auch zur Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG).

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Filippo Leutenegger Verleger

Aus dem Haus Club Schweiz wird die HausBeratung Für die Abonnenten des HausMagazins ändert sich bei dieser Namensänderung nichts. Im Gegenteil. Die attraktiven Konditionen bleiben dieselben: So erhalten Abonnenten mit Beratungspaket weiterhin die kostenlose Erstberatung zu Hypotheken Immobilien Recht und Steuern. Zusätzlich bieten wir attraktive Konditionen bei Hausschätzungen durch Spezialisten. Weiter gibt es Zusatzrabatte auf alle unsere Leserangebote sowie 10% Rabatt auf Krankenkassenprämien und Versicherungen (nur KPT/CPT und Allianz).

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Haus magazin 6/2012 3


Inhaltsverzeichnis

11 16 DRINNEN 6

Haus Arena Pro und Contra Beleuchtung im Garten

11 Umbau in Uster Vom Altbau zum modernen Gebäude

16 Intelligente

Kücheneinrichtung

Praktisch und funktional zugleich

24 Kalbstartar mit Wachtelei Rezept zum Nachkochen

26 Auswertung Leserumfrage Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

27 Kochen am Tisch ist in

DraussEN 39 Hoch hinaus Die richtige Terrassengestaltung

43 Verlängerung des Sommers Glasdachsysteme und Vertikalverglasungen

45 Wenn der Garten sich wandelt Frucht- und Samenstände verändern das Bild

47 Gartenkalender Welche Arbeiten jetzt anstehen

48 Mehr Kombis braucht

das Land

Liebgewonnene Lastesel

Pizza-Ofen, Tischgrill und Co.

30 Jagd auf Elektrosmog Gerhard Lauper als Retter in der Not

34 Eigene Fitness- und

Wellnesszone

Zuhause Trainieren und Entspannen

Service 51 Schadstoffe im Haus So schützen Sie sich richtig

55 So gelingt der Hausverkauf Fallstricke geschickt umgehen

4 Haus magazin 7/2012

27 58 Ratgeber Aktuelle Fragen – kompetente Antworten

59 Feuchte Keller Passende Geräte können Schäden begrenzen

61 Wärme aus der Ferne Saubere Energie nutzen

63 Fenstersanierung Reihenfolge der Schritte massgebend

66 Mehr Wohnqualität

per Mausklick

Virtuelles Gebäudesanierungsportal Evalo.ch

68 Krankenversicherungen Was deckt eigentlich die Grundversicherung?

70 Immobilienblase Schweiz Wirkungslose Selbstregulierungsmassnahmen


Inhaltsverzeichnis

39

51 43

Standards 8

Aktuell Neue Produkte und Dienstleistungen

10 Infoabend

Umbauen und Sanieren

20 Infoabend

Der Weg zur Traumküche

54 Hausberatung Dienstleistungen Beratungszentrum

71 Kreuzworträtsel 72 Haus Shop 74 Sudoku / Impressum

Bauen & Modernisieren Die Baumesse für Hauseigentümer, Stockwerk­ eigentümer und alle die noch vom eigenen Heim träumen. Wo: Messe Zürich Wann: 30.08. – 02.09. Eintritt: Fr. 16.– Erwachsene


a haus aren

pro Juliane forster, Inhaberin Forster Gartenbau AG

Schlecht für Tiere und

Stimmungsbeleuchtung Gartengestalter haben nicht nur Pflanzen im Kopf. Wer sich ernsthaft und professionell mit Planung, Anlage und Pflege grüner Lebens­ räume beschäftigt, versteht diese immer als ein ganzheitliches System, in dem sich Mensch und Natur zu Hause fühlen sollen. Und Natur meint natürlich nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere. Deshalb ist es selbstverständlich, auch bei der Lichtplanung auf das System Natur mit allen seinen Facetten und Bewohnern Rücksicht zu nehmen. Professionelle Gartenbeleuchtung heisst immer: Stimmungsbeleuchtung. Diese ist meist indirekt und schliesst deshalb allzu hohe Licht­ leistungen sowie breit streuende Lichtquellen aus. Vielmehr geht es darum, einzelne Objekte in Szene zu setzen, dem Garten Tiefe und Raum­ wirkung zu geben und nicht, ihn in gleissendes Licht zu tauchen. Mittlerweile kommen bei der Gartenbeleuchtung vor allem Halogenleucht­ mittel mit geringer Wattzahl zum Einsatz, mit der Weiterentwicklung der LED-Technik wird diese noch weiter zurückgehen. Natürlich ist ein Garten immer gestaltete Natur und damit in erster Linie für den Men­ schen gemacht. Dementsprechend sollte eine Gartenbeleuchtung auch auf Anforderungen und Bedürfnisse von Menschen abgestimmt sein, hat also neben der emotionalen auch ganz praktische Hintergründe, wie ein persönliches Sicherheitsbedürfnis oder die Gewährleistung von Trittsicherheit auch an dunklen Stellen. Das heisst aber auch, dass, wenn die Garten­ nutzung durch den Menschen endet, auch die Beleuchtung des Gartens enden darf und soll. Am einfachsten ist dies sicherlich über Zeitschaltuhren, die auf die persönlichen Nut­ zungsgewohnheiten eingestellt sind, zu regeln. Effektscheinwerfer oder senkrecht in den Him­ mel strahlende Bodenspots sind genauso zu vermeiden wie Leuchtmittel mit allzu hohem UV-Anteil, die besonders häufig nachtaktive Insekten anziehen. Aus unserer Sicht sollte es auch bei der Beleuchtung eines Gartens im­ mer heissen: Respekt vor der Natur und ihren Bedürfnissen.

Licht im Garten liegt voll im Trend. Doch bei aller Euphorie über gekonnt platzierte Spots für Pool und Pflanzen darf der negative Einfluss von nächtlichem Licht auf Mensch und Tier nicht unterschätzt werden. TEXT Corinne Bünzli

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ie sind mächtig stolz auf Ihren neuen Garten und präsentieren ihn deshalb auch gerne. Mit viel Engagement und der aktiven Unterstützung von namhaften Landschaftsgärtnern haben Sie den Garten in den vergangenen Monaten in ein Gesamtkunstwerk verwandelt das sich sehen lassen kann. Der neue Pool leuchtet dank im Wasser eingelassenen Spots jetzt auch nachts und auch die vielen neuen Pflanzen kommen durch die gekonnt platzierten Lichtkugeln während den Abendstunden erst so richtig zur Geltung. Die leise Kritik Ihrer Gäste dass die nächtliche Beleuchtung des Gartens pure Energieverschwendung sei hören Sie gar nicht gerne. Doch die Lampen sind

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6 Haus magazin 7/2012

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nicht nur Energiefresser die Beleuchtung im Garten hat auch noch andere negative Konsequenzen.

Störung für jegliches Leben So werden Pflanzen durch eine künstlich aufgehellte Umgebung in ihrem Wachs­tumszyklus beeinflusst. Was bei Zuchtpflanzen in Gärtnereien durchaus erwünscht ist kann für empfindliche Naturpflanzen zum Problem werden. So wurde bereits vielfach beobachtet dass Laubbäume in unmittelbarer Nähe von Strassenlampen ihre Blätter verlieren wodurch es wiederum zu Frostschäden kommen kann. Die verbreiteten weissen Lichtquel-

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Beleuchtung im Garten HAUS ARENA

Menschen?

contra Orientierung von Zugvögeln und führt unter anderem dazu dass Vögel in hell erleuchtete Gebäude fliegen und dabei verletzt werden oder zu Tode kommen (das sogenannte Towerkill-Syndrom).

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Sabine Mari, Pro Natura Projektleiterin Ratgeber

Dunkelheit macht Sinn Licht stört auch die Nachtruhe Dass wir für einen erholsamen Schlaf abgedunkelte Räume brauchen ist hinlänglich bekannt. Was aber passiert wenn das Schlafzimmer ausgerechnet auf den nachts hell erleuchteten Garten hin­ ausgeht? Wer nachts dauernd mit Licht schläft hat ein höheres Risiko an Depres­ sionen zu erkranken berichten amerikanische Forscher. Ihre Tierexperimente zeigten erstmals dass nächtliches Licht zu Veränderungen im Hippocampus (Teil des Grosshirns) führt. Dieser spielt wiederum eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Depressionen. Negative Folgen treten bereits bei sehr schwachem Licht von der Stärke eines laufenden Fernsehbildschirms im dunklen Zimmer ein konnten die Wissenschaftler zeigen. Dass helles Licht in der Nacht depressiv machen kann und zudem Übergewicht begünstigt hat das Forscherteam bereits in früheren Studien gezeigt. Die Psychiaterin Gerda Saletu Zyhlatz von der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin kann diese Forschungsergebnisse gut nachvollziehen. «Einer der wesentlichen Faktoren einer Depression ist der unterbrochene Schlaf. Zu diesem kommt es unter anderem durch fehlendes Melatonin.» Nachts im Dunkeln zu schlafen sei somit auch aus Sicht der Schlafmedizin sehr zu empfehlen. Doch auch fürs nächtliche Aufstehen bei kurzen Schlaf­ unterbrechungen sollte man so gut es eben geht auf das Einschalten des Lichts verzichten. Doch zurück zur Beleuchtung im Garten. Wer sich und seine Umwelt schonen will überdenkt die nächtliche Beleuchtung im Garten. Vielleicht sorgt er mit einer Zeitschaltuhr dafür dass die Beleuchtung wenigstens während der Schlafenszeit ausgeschaltet ist. Noch besser ist er lässt die elektrische Beleuchtung im Garten ganz gleich sein und sattelt um zum alt­ bewährten Kerzenlicht. Ist doch irgendwie eh viel romantischer oder?

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len mit hohem Blauanteil im Spektrum stellen ein erhebliches Problem für die Navigation oder Orientierung nachtaktiver Insekten und auch für Zugvögel dar. Insbesondere die Auswirkungen von nächtlicher Kunstbeleuchtung auf Insekten sind gut dokumentiert. Untersuchungen aus dem Jahr 2000 zeigen dass zum Beispiel in Deutschland in einer einzigen Sommernacht an einer Strassenlaterne durchschnittlich 150 Insekten zugrunde gehen. Rechnet man das auf die ca. 6 8 Millionen Strassenlampen auf deutschen Strassen hoch sind dies jede Nacht über eine Milliarde Insekten die dadurch einen qualvollen Tod sterben. Zahlreiche andere Lichtquellen wie die Beleuchtung von Gewerbe- und Industriegebieten Werbeflächen oder Privathaushalten sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Neben Insekten werden auch zahlreiche andere Tierarten durch Lichtverschmutzung geschädigt. So beeinträchtigt nächtliches Kunstlicht beispielsweise die

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«Wirkung des Lichts nicht unterschätzen»

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Bilder: Beau Lark/Corbis

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(Sonnen)licht ist eine unserer Lebensgrundlagen. Licht beeinflusst Pflanzen, Tiere und Menschen. Von Natur aus sind alle Lebewesen an einen TagNacht- bzw. Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst. Nachtaktive Tiere sind aufgrund ihrer spezifi­ schen Anpassungen von Dunkelheit abhängig, ebenso wie tagaktive Tiere, die in der Nacht ihre Ruhezeiten haben. Daher kann künstliches Licht, das zusätzlich zum Mond- und Sternenlicht die Nacht erhellt, negative Auswirkungen haben. Es beeinflusst die Ernährung, Fortpflan­ zung, Kommunikation, Orientierung und Wande­ rungsbewegungen von verschiedenen Tieren. Es hat auch einen Einfluss auf das Wachs­ tum von Pflanzen. Beim Menschen kann es zu Schlaf­störungen, Schlafmangel und Gesund­ heitsschäden führen, weil das für den Schlaf verantwortliche Hormon Melatonin nur bei ge­ nügend Dunkelheit ausgeschüttet wird. Lichtverschmutzung ist eine weltweite zusätz­ liche Belastung der Umwelt und dringend zu bremsen. Einen Beitrag können auch wir als Haus- und Gartenbesitzer leisten, indem wir die Lichtemissionen auf das nötige Minimum beschränken. In einem ersten Schritt gilt zu hinterfragen, ob es wirklich nötig ist, den Trend mitzumachen, einzelne Elemente im Garten nachts durch Beleuchtung in Szene zu setzen. Reicht es nicht, dass Strassen, Wege, Gebäude und Industrieanlagen taghell beleuchtet werden und uns das grelle Licht der Schaufenster und Leuchtreklamen blendet? Muss der Gartenteich auch noch mit Lichteffekten ausgestattet wer­ den? Er kann doch auch bei Tageslicht bewun­ dert werden. Gerade die Teichbewohner können durch das Kunstlicht empfindlich gestört wer­ den. Amphibien finden an den Lichtquellen zwar Futter, werden dort aber selbst leicht zur Beute. Auch wird ihr Fortpflanzungserfolg durch das Kunstlicht beschränkt. Fische können sterben, wenn die Wasserflöhe die Algen an der erhellten Wasseroberfläche nicht mehr fressen und es zu Sauerstoffmangel kommt. Viele Insekten wie Nachtfalter verenden wegen des zusätzlichen Lichts, was wiederum die weiteren Glieder der Nahrungskette beeinflusst. Durch die Lichtverschmutzung werden Lebensraumbedingungen von Tier- und Pflan­ zenarten teilweise stark verändert. Leidtragend ist letztendlich die Biodiversität.

Haus magazin 7/2012 7


aktuell Atelier Pfister mit neuer Kollektion ,

Die neue Kollektion umfasst Stücke von Designern die bereits in den Vorjahren mitgewirkt haben. StauffacherBenz sind mit einen Clubsessel (Bild) – erhältlich in drei Lederqualitäten und sieben Farben – Claudia Caviezel mit Bettwäsche Zierkissen Plaids und Kelims das Atelier Oï mit Gartenmöbeln und Frédéric Dedelley mit Pflanzengefässen vertreten. Atelier Pfister ver­ bindet zeitgenössische Kreativität und Individualität mit Qualität und Tradition. So wurden neben den Neuheiten auch gezielt bestehende Produkte durch funktionale und farbliche Varianten erweitert. www.atelierpfister.ch

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Strand-Feeling im Home-Spa Das Bad wandelt sich vom funktionellen Raum hin zur Wohlfühloase in den eigenen vier Wänden. Grosszügige Raumauffassung warme Farben und natürliche Materialien prägen die moderne Badearchitektur. Kaldewei hat deshalb ergänzend zu den emaillierten Duschflächen in den Farbtönen der Coordinated Colours Collection die Farb-

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palette der Badewannenfamilien Asymmetric Duo Centro Duo Conoduo und Ellipso Duo um fünf Mattfarben erweitert: Lava­schwarz Oyster Grey Sea­shell Cream (Bild) Arktisweiss und City-Anthrazit. Die Farben sind ideal um sie mit Oberflächen wie Holz Marmor oder anderen Natursteinen zu kombinieren. www.kaldewei.com

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Neues Leben für alte Stühle In ihrer Polsterwerkstatt «Vive Les Chaises» an der Römerstrasse in Oberwinter­ thur haucht Karin Keller Müller alten Stühlen neues Leben ein. Nach über 30 Jahren als Flugbegleiterin bei der Swissair und der Swiss hat sie ihr Hobby zum zweiten Beruf gemacht. Kaum ein Stuhl den sie nicht aufzumöbeln wüsste. Und so entstehen in aufwendiger Kleinarbeit elegante und schmucke Stühle die nicht nur bestaunt sondern auch zum gemütlich darauf Verweilen genutzt werden möchten www.vive-les-chaises.ch

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Bilder: PD, zVg

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Tageslicht für dunkle Keller In vielen Häusern liegen Kellerräume mangels Tageslicht brach oder sind Lagerort von kaum benötigten Sachen. Mit dem Lichttransportsystem der St. Galler Firma Heliobus lassen sich solche Räume im Handumdrehen in Arbeits- oder Wohnfläche verwandeln. Dazu wird im Kellerlichtschacht ein Spiegelmodul installiert das Tageslicht ins Untergeschoss leitet. Aussen wird der Schacht mit betretbarem Panzerglas abgedeckt. Die Spiegel machen den Raum fast 20 mal heller und ermöglichen Sichtkontakt zur Aussenwelt. Für Frischluft sorgen Lüftungsschlitze. www.heliobus.com

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Massgeschneiderte Lösung für gesunden Schlaf Wer morgens schwer aus den Federn kommt und verspannte Muskeln hat könnte auf der falschen Schlafunterlage liegen. Die Lösung heisst: Ecco2 von Röwa. Das neue Bettsys­ tem passt sich dank individuellen Mat­ratzentypen

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justierbarem Kissen und vielfach verstellbarem Lattenrost millimetergenau den anatomischen Bedürfnissen des Benutzers an. Das führt zu einer komfor­

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tablen ergonomisch richtigen Schlaflage und somit zu gutem Schlaf und einem erholten Gefühl am Morgen. www.roewa-schweiz.ch

Stilvolle Vasen aus Bambus und Mangoholz Suchen Sie nach einem besonderen Geschenk oder möchten in Ihrer Wohnung neue Akzente setzen? Dann sind die kunstvoll kreierten Vasen aus Bambus und Mangoholz von Schmutz Design das Richtige. Sie sind in verschiedenen Farben und Formen sowie mit oder ohne Deko­ blumen erhältlich. Jedes Stück ist ein Unikat. Hinter Schmutz Design steht Nicole Schmutz. Neben ihrer Tätigkeit als selbstständige Malerin und Restauratorin kreiert sie ausserdem Schalen Schmuck und Taschen malt Bilder und fertigt Skulpturen. www.schmutzdesign.com

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haus Arena

kostenloser Informationsabend:

Energiebewusstes Umbauen und Sanieren Praktische Anleitung für Hauseigentümer – Seien Sie unser Gast und holen Sie sich wertvolles Wissen und Entscheidungshilfen. Sie fragen sich: Ist mein Haus oder meine Heizung sanierungs­ bedürftig? Wie viel Energie und Kosten kann ich durch eine opti­male Dämmung und moderne Fenster und Türen sparen? Wie saniere ich richtig? Sie interessieren sich für die optimale Dämmung und Heiztechnologien mit erneuerbaren Energiequellen? Sie wollen Klarheit über Förderprogramme und steuerliche Folgen und wie Umbauten und Sanierungen finanziert werden können?

Melden Sie sich jetzt an: www.hausmagazin.ch/infoabend

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Do. 25. Oktober 2012 – Uster

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Mehrzwecksaal Kreuz Apothekerstrasse 13

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Fr. 9. November 2012 – Bern

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BEA BERN EXPO Kongresszentrum Mingerstrasse 6 Programm: 18.00 Uhr Türöffnung 18.30 Uhr Beginn der Veranstaltung/Einleitung 18.45 Uhr Lohnt sich eine Teil- oder Gesamtsanierung/ Erfassung des energetischen Hauszustandes 19.10 Uhr Richtige Sanierung der Gebäudehülle 19.30 Uhr Renovation der Fenster 19.50 Uhr Erfolgreiche Heizungssanierung 20.10 Uhr Staatliche Förderprogramme anschl. Apéro Riche

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Moderation: Filippo Leutenegger Nationalrat und Verleger Haus Magazin

Anmeldung

✗ Ja, ich möchte am Informationsabend zum Thema «Energiebewusstes Umbauen und Sanieren» teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.

Donnerstag, 25. Oktober 2012, Uster

Freitag, 9. November 2012, Bern

Name Vorname Strasse/Nr. PLZ/Ort Tel./Mobil Anzahl Personen

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Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Magazin Rötelstrasse 84 8057 Zürich Anmeldung per E-Mail: info@hausmagazin.ch oder per Tel. 043 500 40 40 (Bürozeiten) (bitte Absender und nötige Angaben nicht vergessen)


DRINNEN

Traumhaus über dem Glatttal Kein Betrachter würde hinter dem modernen Gebäude einen Altbau aus den Sechzigerjahren vermuten. Er wurde teilweise zurückgebaut und geschickt erweitert. TEXT Stefan Hartmann FOTOS Reto Schlatter

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o sehen zufriedene Hausbesitzer aus. Markus und Barbara ZweifelWeder können sich auch zwei Jahre nach Einzug ins neue Haus in Uster kaum sattsehen. Wir stehen auf der Terrasse wo sich gegen Westen hin

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ein traumhaft schöner Ausblick ins Glattal bietet bis hin zur Lägern mit Regensberg. Auch die Küchen-Arbeitsfläche ist direkt am Panoramafenster gebaut – wer würde bei dieser tollen Fernsicht nicht gerne kochen!

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Abreissen oder nicht? In Oberuster entstand in den 1960er Jahren ein ganzes Quartier von Ein- und Zweifamilienhäusern im typischen Stil von damals: Zwei unterschiedlich hohe

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Drinnen Umbau

Von Terrasse und Schlafzimmer bietet sich ein traumhafter Ausblick auf das Glattal im Hintergrund Regensberg am Ausläufer der Lägern.

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Markus (59) und Barbara (51) Zweifel-Weder teilen sich das Haus mit ihren Kindern Philine (28) Flurin (26).

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Der kubische Baukörper sorgt im Quartier für wohltuende Abwechslung; die Fassade ist schnörkellos und glatt.

Angaben zum Umbau: Bauzeit: Okt. 2008 bis August 2010 Bezug: Mitte 2010 Wohnfläche: 200 m2 Grundstück: 470 m2 Regenwassertank: 6000 Liter Kollektoranlage: 15 m2 (Warmwasser und Heizungsunterstützung) Das freistehende Cheminée eine ausgeklügelte Lösung von Markus Zweifel. Auf der Rückseite ist der Backofen eingebaut.

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Ohne Beschattung geht nichts: Die Markisen sind sensorengesteuert.


Umbau Drinnen

Dämmung. Eines dieser Gebäude haben die Zweifels erworben und teilweise zurückgebaut. Dank der vom Paar favorisierten kubisch-monolithischen Form konnte der Umbau um ein ganzes Stockwerk erhöht werden. Auch der bestehende Keller ist ausgebaut worden sodass hier sogar ein Büro Platz hätte. Im Rückblick meint Bauherr Markus Zweifel wäre ein Abriss wohl einfacher gewesen. «Wir haben unser Haus quasi um den Altbau herumgebaut.» Einen Vorteil weist ihr Vorgehen mit dem schlauen Konzept allerdings auf: Wer nämlich Altbauten «veredelt» darf die Fassade 20 cm über den Grenzabstand hinaus dämmen.

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Hang zum Ästheten Über das Resultat – ein schnörkelloser Flachbau ohne Vorsprünge und mit zwei geräumigen Terrassen – ist das Paar

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«Schöne Details erfordern ein Mehr an Planung»

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Gebäudeteile mit versetzten Satteldachhälften wurden aneinandergestellt. Nach 50 Jahren sind die Häuser heute sanierungsbedürftig; u.a. wegen schlechter

rundum glücklich. «Die Vision war ein Zuhause das nach eigenen Ansprüchen gebaut war» sagt Markus Zweifel der Planung Architektur Bauleitung und Innenausbau gleich selber besorgt hat. Die Latte hat sich der selbstständige Schreiner welcher Innenausbauten nach Bedürfnissen der Kunden anfer­tigt und einen «Hang zum Ästheten und Perfektio­ nisten» hat sehr hoch gesetzt. «Das hat den Bauablauf etwas verlängert» lacht er. «Schöne Details erfordern ein Mehr an Planung und handwerklichem Aufwand» räumt Zweifel ein. Das haben auch die Handwerker gespürt die stark gefordert waren. So weisen etwa die Übergänge von der Wohnstube zur Terrasse exakt das gleiche Niveau auf damit die grossen bodenbündigen Schiebetüren aus Einscheibensicherheitsglas (ESG-Glas) perfekt passten. Vieles im Haus sei Einzelanfertigung und im eigenen Kopf entstanden sagt Markus Zweifel. So etwa das raffinierte Cheminée mit

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Drinnen Umbau

Das Schlafzimmer als kleine Wellness-Oase; die Badwanne ist aus schwarzem Schiefer farblich abgestimmt auf die beiden Korpusse mit den Kleidern.

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Markus (59) und Barbara (51) Zweifel im überhohen Wohnzimmer mit dezenter Ombrapallida-Farbgestaltung.

Das Schlafzimmer als Wellness-Oase Im Innenausbau gibt es einige Besonderheiten. Genial sind die indirekten raumintegrierten Beleuchtungen im Wohnund Schlafraum welche verdeckt in den Decken und Wänden eingelassen sind. Elektronisch dimmbare FluoreszenzLeuchten schaffen als Grundbeleuchtung Atmosphäre je nach Bedarf und Stimmung. Ambiance verströmt auch die warme schlammbraune Raumfarbe (Ombra pallida von KT-Color) die sich an der Fassade wiederfindet. Die grossen über Eck gebauten Fenster (Dreifachverglast U-Wert 0 6) werden von auto­ matisch gesteuerten Markisen und Raff­ lamellen beschattet. Bei den Baustoffen und Ausführungsdetails seien ganz bewusst keine konventionellen Patentlösungen zum Einsatz gekommen versichert Zweifel. Er verwendete nur wenige wiederkehrende und hochwertige Materialien. «Es zählen nicht die Chichis» sagt Zweifel «sondern die Details.» Der schwarze Schiefer kommt nicht nur bei den gross dimensionierten Bodenplatten zur Anwendung sondern auch bei den in Gehrung verleimten Treppentritten sowie in der Badewanne und der (separaten) Dusche im Schlafzimmer. Apropos: Auch im Schlafzimmer hat sich das Paar einen Traum verwirklicht: Schlafbereich und Nasszelle verschmelzen mit der freistehenden Badewanne zum Wohnbad.

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Grosse Fenster mit grossartiger Aussicht kompensieren den knappen Umschwung. Briefkasten: Feine Details zeichnen den guten Geschmack der Hausbewohner aus.

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eingebautem Backofen. Oder die Küche mit der Spezialvorrichtung für das Lüftungssystem: Die Umluft wird abgesogen im Keller mit Aktivkohlefiltern gereinigt und wieder in den Wohnraum zurückgeblasen.

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Viel Holz, das man nicht sieht Bei der Materialwahl für das Gebäude entschied man sich für eine Massivbauweise mit einem grossen Anteil vorgefertigter Betonelemente welche die Firma Creabeton nach Plänen der Bauherrschaft anfertigte. Wie kommt der Schrei-

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ner Zweifel auf Beton? «Ich habe mich für Beton entschieden wegen der längeren Lebensdauer; anderseits ist viel Holz im Haus verbaut man sieht es nur nicht.» Das grosse Cheminée in der Wohnküche das kombinierte Aussen-Cheminée die Aussentreppe sowie die äusseren Abschluss- und Sichtschutzwände sind aus Fertigbetonteilen. Die Böden und Treppen im Eingangs- und Wohnstubenbereich sind aus Naturschieferplatten; in den Schlafbereichen wurde angeräucherte weiss geölte Eiche verwendet. Im holz­ beplankten Aussenbereich kam hartes beständiges Sipo (afrikanisches Mahagoni FSC-zertifziert) zur Anwendung.

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drinnen Küche

Spezielle Einsätze für Gewürze präsen­ tieren die Gläser auf übersichtliche Art und Weise.

Praktisch: Ein hochwertiger Broteinsatz.

Wie man eine Küche praktisch einrichtet ,

Die schönste Küche nützt nichts wenn man dauernd etwas suchen muss und das Chaos in den Schränken dominiert. Ein durchdachtes System spart Nerven und Zeit. Textbearbeitung Corinne Bünzli Bilder AFG Küchen AG

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ine gut eingerichtete Küche sollte neben modernster Technik und grosszügigen Abstellflächen vor allem genügend Stauraum bieten. Die Erfahrung lehrt dass man nie genug davon haben kann. Mit der Verschmelzung von Küche und Wohnraum müssen nicht nur Küchenutensilien Geschirr und Nahrungsvorräte ihren Stauraum bekommen sondern vermehrt auch Wohn-Accessoires untergebracht werden. Gläser und Spirituosen werden nicht mehr in Vitrinen ausgestellt. Neben dem Platzangebot spielt auch die Organisation des Stauraums eine wichtige Rolle um in einer modernen Küche bequem arbeiten zu können. Viele Küchenutensilien werden mehrmals pro Tag aus- und wieder eingeräumt. Wenn sich der Stauraum nahe dem Einsatzort befindet lässt sich viel Zeit sparen.

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Kluge Schubladenorganisation

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Viele Schubladen ergeben ein Raster um unterschiedliche Gegenstände in Gruppen sortiert unterzubringen. In der Praxis zeigt sich dass in der Hektik des Küchenalltags häufig zwei bis drei

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Küche Drinnen

Multifunktional: Platz für Kaffeekapseln und Besteck.

Auszugs­ schränke: mit oder ohne Rückwand zu haben. Stilvolle Halterungen für Flaschen.

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Schubladen gezogen werden müssen bis man das Gesuchte gefunden hat. Grosse Schubladen minimieren dieses Risiko bedeuten jedoch dass das teure Sonntagsgeschirr unter Umständen in derselben Schublade wie das häufig verwendete Alltagsgeschirr untergebracht werden muss. Ordnungsliebe und praktische Funktionalität müssen sich die Waage halten. Moderne Küchen verfügen über vollautomatische Öffnungshilfen und geräuschhemmende Dämpfungen beim schwungvollen Schliessen der Schubladen. Um zusätzlichen Platz zu gewinnen bietet sich eine übertiefe Konzeption der Unterbaumöbel an. Übertiefe Schubladen bieten 32% mehr Netto-Stellfläche so dass anstelle von zwei sogar drei Pfannen (Töpfe) hintereinander versorgt werden können.

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Schränke klug nutzen In modernen Küchen wird vermehrt mit Schubladenelementen gearbeitet. Die klassischen Schränke werden hauptsächlich in den Oberschränken und bei Hochschränken eingesetzt. Dabei

sind die obersten Tablare (Fachböden) eher schwer zu erreichen. Ausserdem sollte Stauraum über der Schulterhöhe mit leichteren Küchenutensilien bestückt werden da Kraft und Balance in der Höhe rapide abnehmen. Eine Sockelleiter kann vor allem kleineren Personen bei der Bedienung der obersten Tablare gute Dienste erweisen. Ein Auszugsschrank erleichtert deutlich den Zugriff auf die verschiedenen Etagen. Ausgezogen bietet er eine hervorragende Übersicht über seinen Inhalt. Der Auszugsschrank kann mit einer seitlich angebrachten Rückenwand versehen werden. Der beidseitige Zugriff ist dann zwar ein­ geschränkt das Ladegut kann jedoch höher gestapelt werden und fällt nicht nach hinten heraus. In bis zum Boden reichende Schränke können Glastablare sinnvoll sein da sie den Blick durch die oberen Tablare auf die unteren erlauben. Die klassischen Putzschränke werden wenn genügend Platz vorhanden ist immer häufiger im Eingangsbereich oder Korridor eingebaut. Dem Stauraum für Gläser sollte eine besondere Beachtung geschenkt werden. Die klassischen Glasvitrinen verschwinden immer mehr aus den Wohnzimmern. Die teuren Weinschwenker aber bleiben. Für moderne Wohnküchen wurden deshalb

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drinnen Küche

nachgefragt

Daniel Zybach, Produktmanager AFG Küchen AG Ich habe konkrete Vorstellungen von meiner küche. reicht das als planungs­ grundlage? Was soll meine neue Küche sein? Stauraum Prestige-Objekt oder funktionales Kochzentrum. Wer kocht (Arbeitshöhe Ergonomie)? Steamer Wok und Teppan-Yaki sind toll und erweitern auch die Möglich­keiten.

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Gibt es Dos und Don’ts bei der Aus­ stattung? Wird die neue Küche als funktionale Küchenwerkstatt geplant muss der Ergonomie grosse Beachtung geschenkt werden. Oft wird dem Reinigungsaspekt viel zu wenig Aufmerk­samkeit zuteil: Lassen sich Materia­ lien Oberflächen Arbeitsplatten und Geräte gut reinigen? In Wohnküchen ist die Geräteauswahl (Betriebsgeräusche Optik Gerüche) besonders sorgfältig zu treffen.

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Gibt es Hölzer, die sich für Ober­flächen gar nicht eignen? Unsere Frontenkollektion ist so ausgelegt dass sich die Materialien für den Einsatz in der Küche eignen. Wichtig ist es sich im Vorfeld im Klaren zu sein welchen Beanspruchungen die neue Küche standhalten soll welche Materialien wie wirken – entsprechend können wir die dafür perfekt geeignete Materialkombination einsetzen. Nicht geeignet sind sehr weiche strukturoffene und schwierig zu reinigende Oberflächen. Kunstharzoberflächen veredelt mit hochwertigen Polypropylenkanten oder mehrschichtige Lackaufbauten stellen sicher dass die Küche auch noch in vielen Jahren beeindruckt.

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Am richtigen Ort: Das Abfallelement. spezielle Schränke mit einer geringen Tiefe konzipiert. Sie erleich­ tern einen einfachen und sicheren Zugriff auf das kostbare Gut. Pfannen und Töpfe werden am besten in einer Schublade unmittelbar unter oder neben dem Kochfeld untergebracht je nach gewünschtem Frontbild kann auch ein Auszug mit Innenschub­ laden gewählt werden. Die modernen Pfannenschubladen werden mit einem Deckelhalter und einer Antirutschmatte aus­ gestattet. Küchengeräte die regelmässig benötigt werden sollten schnell und einfach verfügbar sein. Damit sie jedoch keinen Platz auf der Ablagefläche belegen können sie auf einem Gerätelift im Unterbau versorgt werden. Die platzsparende Nutzung von Eckelementen gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Wird auf möglichst viel Stauraum in den Unterbaumöbeln Wert gelegt muss man die Ecken ungenutzt lassen oder mit einem Ecktablar versehen. Ein Karussell oder ein Le-Mans-Möbel mit individuell ausschwenkbaren Tablaren bietet zwar weniger Platz dafür aber mehr Komfort und eine bessere Übersicht.

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Küche Drinnen

Funktional: Das ausziehbare Tischschen.

Das Karussell erlaubt einen einfachen Zugriff.

Unerlässlich: Der Putzschrank mit praktischer Einteilung.

Nutzen Sie die tiefen Schubladen richtig.

Abfallelemente Die Abfallelemente werden heute meistens direkt unter dem Spülbecken eingeplant. Ein seitlich versetzt eingebautes Abfall­ element kann jedoch den Arbeitsablauf deutlich optimieren. Abfallauszüge sind leichter zu bedienen. Mit einem Fussraster kann ein solches Element sogar ohne Hände geöffnet werden. Geschlossen wird es mit dem Knie wobei die Schubladendämpfung (Blumotion) das Zuknallen verhindert. Im Abfallelement werden häufig noch zusätzliche Hilfsmittel untergebracht. An der Tür montierte Halter oder funktionell erweiterte Geruchsdeckel stellen den dafür benötigten Platz zur Verfügung. Moderne Geruchsdeckel lassen über einen Aktivkohlenfilter den Luftaustausch

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zu und verhindern so dass die Feuchtigkeit im Abfalleimer zu hoch wird – und das mindert Geruchsbelastung. Die Abfalltrennung ist mit unterschiedlichen Systemen zu lösen. Mit verschiedenen Zusatzbehältern können Speisereste für den Kompost Aluminium oder Blechdosen separat gesammelt werden. Beim Kompostbehälter ist auf einen einfach bedienbaren Deckel zu achten den man geruchsfest schliessen kann.

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Haus magazin 7/2012 19


a haus Aren

kostenloser Informationsabend:

Der Weg zu Ihrer Traumküche Praktische Anleitung für Hauseigentümer – Seien Sie unser Gast und holen Sie sich wertvolles Wissen und Entscheidungshilfen. Mittwoch. 24. Oktober 2012

Bruno Piatti, Riedmühlestrasse 16, 8305 Dietlikon Programm: 18.30 Uhr Küchenplanung bei Renovationen

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Informationen u.a. über Bedürfnisabklärung Gestaltung Küchennormen technische Möglich­ keiten Kostenplanung.

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18.50 Uhr Neue Trends im Küchenbau Informationen u.a. über Formen und Linien/ Ergonomie Materialien Kontraste Stauräume integrierte Küchengeräte Multi-Media-Elemente Lichtsysteme.

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19.10 Uhr Neue Technologien und Geräte für die Küche Die Küche ist und bleibt das Herzstück innerhalb der eigenen vier Wände. Was aber wenn Ihre Küche in die Jahre gekom­ men ist Ihr Kochherd oder Dampfabzug nicht mehr leistet was er sollte und die Farbe der Küchenschränke Ihnen sowieso schon lange verleidet ist? Moderne Küchengeräte ermögli­ chen zudem gesünder zu kochen. Höchste Zeit sich Gedanken über eine neue Küche zu machen. Kein einfaches Unterfangen in einem nahezu unüberschaubaren Markt mit sich rasant ent­ wickelnden Technologien – und schliesslich muss die neue Traumküche auch in Ihr Budget passen.

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Melden Sie sich jetzt an: www.hausmagazin.ch/infoabend

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Informationen u.a. über Küchen-Grundausstattung Profi Steam Dampfgarer Food Center Profiline Induktionsserie mit Teppan Yaki und Wok Kombi Backöfen Minergie-Lüftungshauben Real Life Geschirrspüler und energiesparende Kühl­schränke.

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19.30 Uhr Apéro Riche Moderation: Filippo Leutenegger Nationalrat und Verleger Haus Magazin

Anmeldung

✗ Ja, ich möchte am Informationsabend vom 24. Oktober zum Thema «Der Weg zur Ihrer Traumküche» teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.

Strasse/Nr. PLZ/Ort Tel./Mobil Anzahl Personen

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Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Magazin Rötelstrasse 84 8057 Zürich Anmeldung per E-Mail an: info@hausmagazin.ch oder per Telefon 043 500 40 40 (Bürozeiten) (bitte Absender und nötige Angaben nicht vergessen)

Bilder: zVg

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So einfach können Sie abonnieren: Sie tragen auf dem Einzahlungsschein Ihre Adresse ein und zahlen Fr. 45.– ein. oder Sie füllen den untenstehenden Bestellcoupon aus und schicken ihn gleich ab oder Sie melden sich online an unter www.hausmagazin.ch/abo oder Sie registrieren sich bei uns telefonisch, unter 043 500 40 40

Bestellschein HAUS MAGAZIN JA, ich bestelle das HAUS MAGAZIN im Jahresabonnement (10 Ausgaben) inkl. kostenlose Beratung für nur Fr. 45.- pro Jahr. Ich erhalte auf alle günstigen Leserangebote min. 10 % Rabatt extra. Name

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Zürich – Ostschweiz Ausgaben Nr. 08/12 - Oktober Nr. 01/13 - Februar Nr. 04/13 - Mai Nr. 07/13 - September Zürich – Nordwestschweiz Ausgaben Nr. 10/12 - Dezember Nr. 03/13 - April Nr. 06/13 - Juli Bern – Innerschweiz Ausgaben Nr. 09/12 - November Nr. 02/13 - März Nr. 05/13 - Juni


Drinnen Rezept

Für 4 Personen

Kalbstartar mit Wachtelei und Estragonremoulade

400g mageres Kalbfleisch (Filet, Nuss oder Bäggli) 2 EL Olivenöl 2 Eigelb 1 TL gehackte, glatte Petersilie 1 TL geschnittenen Schnittlauch Salz, Pfeffer

2 EL 2 EL 1 TL 2 EL 1/2 EL

Mayonnaise (selber gemacht oder gekauft) Saurer Halbrahm gehackte Kapern grob gewürfelte saure Gurken gehackten Estragon

4 Wachteleier 2 Kirschtomaten etwas gezupfte Kräuter (Petersilie, Kerbel, Maggikraut)

Tartar

REMOULADE

GARNITUR

Kalbfleisch von Hand fein schneiden oder vom Metzger wolfen lassen. Eigelb, Olivenöl, Kräuter kräftig untermengen. Salzen und Pfeffern.

Alles miteinander mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Wachtelei in kaltem Wasser ansetzen. Ab dem Punkt wo das Wasser kocht 2 Minuten köcheln lassen. Kalt abschrecken bis sie richtig ausgekühlt sind.

Weinempfehlung Der Meursault 2006 von Pierre Morey ist schlank wie ein Riesling, hat aber die Kraft eines Weines aus der neuen Welt, zwischendurch muss man sich wieder einmal bewusst sein, dass das Chardonnay ist, aber halt Chardonnay wie er in dieser Vollendung nur im Burgund wächst. Dieser Duft zeigt Tiefgang, glasklare Frucht, sehr typisch Meursault, der Hauch von Opulenz, dazu eine ausgeprägte Mineralität.

24 Haus magazin 7/2012

Wer einen Rotwein bevorzugt, dem Empfehle ich den Lo Paire 2008 aus dem Languedoc-Roussilion. Dieser Wein weist eine grosse Komplexität auf, ist abgerundet, vollmundig, samtig mit einem langen und frischen Abgang. Ausgewogenheit, Frische und eine grosse Fülle sind die bemerkenswerten Eigenschaften dieses edlen Tropfens!


Rezept Drinnen

Restaurant Camino Freischützenstrasse 4 8004 Zürich 044 240 21 21 Ausgezeichnet in der Kategorie Classic Best of Swiss Gastro 2013 www.gastroawards.ch/camino

Buchtipp

Im Best of Swiss Gastro Book werden jährlich alle ausgezeichneten Betriebe und die Gewinner von Best of Swiss Gastro mittels einem Porträts präsentiert. Über 160 Betriebe aus der ganzen Schweiz sind in der Ausgabe 2012 vorgestellt – der ideale und praktische Gastro-Guide mit neuen Lokalen. Ein Nachschlagewerk für trendbewusste Restaurant­ besucher und Geniesser. www.gastroawards.ch

Haus magazin 7/2012 25


Drinnen Leserumfrage

Auswertung zur Umfrage:

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ir wollten von unseren Lesern wissen wie wichtig ihnen das Thema Wasser ist. Das Echo auf unsere Leserumfrage in der Juni-Ausgabe war gross. Über 300 Frauen und Männer haben sich hingesetzt und sich über ihr Verhältnis zum Wasser Gedanken gemacht. Herausgekommen ist dass Herr und Frau Schweizer sehr wohl sorgsam mit den Ressourcen umgehen. Sie entscheiden sich deshalb bewusst für energieeffi­ ziente und wassersparende Geräte. Wassersparen ist für alle das wichtigste Thema überhaupt genauso wie sie zum Beispiel duschen statt baden damit sie nachhaltig Wasser sparen können.

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Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Herr und Frau Schweizer gehen sorgsam mit den Ressourcen um. So steht Wassersparen ganz hoch auf ihrer Prioritätenliste wie die repräsentative Leserumfrage (vom Hausmagazin und Bauknecht) zeigt. Text Corinne Bünzli

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Wassersparen ist für mich

Was denken Sie wie wird sich das Verhalten zum Thema Wasser in den nächsten Jahren verändern?

Einen umweltfreundlichen Geschirrspüler im Wert von 2690.– inkl. Lieferung und Montage hat gewonnen: Gabi Sutter 9643 Krummenau

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sehr wichtig

26 Haus magazin 7/2012

nicht so wichtig

überhaupt nicht wichtig

keine Veränderung

in etwa wie heute wird immer wichtiger


Kulinarische Köstlichkeiten Drinnen

D

as Kochen am Tisch bietet viele Vorteile: zum einen muss die Gastgeberin oder der Gastgeber nicht mehr stundenlang in der Küche stehen sondern kann den Abend gemütlich am Tisch bei den Gästen verbringen! Zum andern macht das «Kochen am Tisch» richtig Spass und bietet zudem gute Möglichkeiten kreativ zu sein und neue Kombinationen auszuprobieren.

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Der Klassiker ist und bleibt hierzulande das Raclette – das kommt immer gut an. Jeder füllt sein Pfännchen mit Käse und seinen Lieblingszutaten während saftiges Fleisch oder Gemüse auf der oberen Grill-Etage brutzelt und somit das Gerät zum multifunktionalen Tischgrill werden lässt. Auch das Käsefondue erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit und der Genuss des flüssigen Käses ist längst nicht mehr nur auf kalte Win-

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Kochen am Tisch ist beliebt

terabende beschränkt. Ein Fondue lässt sich nach Herzenslust variieren denn mit diversen Zutaten lassen sich herrlichste Geschmacksvariationen zaubern… Nicht zu vergessen sind Fondue Chinoise und Bourguignonne. Hier sorgt man mit leckerem Gemüse exotischen Dips und Saucen für Abwechslung.

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Der Mongolentopf

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Leichte asiatische Fondues mit Fleisch Fisch oder Gemüse erhalten dank patentiertem Gewürzhalter die gewählte Geschmacksnote. Bouillon oder Sud lassen sich in kurzer Zeit im Edelstahltopf aufkochen und stufenlos auf Kochtemperatur reguliert halten.

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Was gibt es Gemütlicheres als mit Familie oder Freunden einen geselligen Abend zu verbringen und dabei kulinarische Köstlichkeiten zu geniessen die direkt am Tisch zubereitet werden? Textbearbeitung Corinne Bünzli

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Koenig Raclette 4 and more

Tristar Wok-Set

Haus magazin 7/2012 27


Drinnen Kulinarische Köstlichkeiten

Viele Geräte bieten verschiedene Möglichkeiten

nachgefragt

Neben den oben erwähnten Klassikern gibt es unzählige weitere Geräte die zu einem stimmungsvollen Abend beitragen: Zum Beispiel ein Multi-Wok mit dem jeder Gast sein eigenes Lieblingsgericht zusammenstellen kann. Ob Fleisch Fisch vegetarisch scharf gewürzt oder doch süss-sauer die Gäste essen worauf sie Lust haben. Oder man beeindruckt seine Gäste mit einem Crêpes-Maker mit dem leckere Crêpes im Nu zubereitet werden können. Als Hauptgang oder Dessert salzig oder

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Pascale Nafzger, Junior Product Manager Dipl. Ing. Fust AG Unser Raclette-Gerät ist alt. Wir würden es gerne durch ein neues Gerät ersetzen. Die Auswahl ist gross. Worauf soll man beim kauf achten? Vor dem Kauf eines Raclettegeräts lohnt sich ein Blick auf Material und Verarbeitung denn der Spass am «Kochen am Tisch» beginnt mit dem richtigen Gerät: Es soll einen festen Stand haben und die Grillplatte darf nicht wackeln sondern muss stabil auf dem Gerät liegen. Die Pfännchen müssen robust sein und dürfen sich nicht allzu leicht biegen lassen. Für Tischgrill-Fans empfiehlt sich z.B. ein Raclettegrill mit Steinplatte mit dieser lässt sich Fleisch Fisch Gemüse und Co. gesund und schmackhaft zubereiten.

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süss; der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Ein weiterer Blickfang ist der sogenannte «Pizza-Dom» mit dem jeder Gast zu seinem eigenen Pizzaiolo wird. Jeder kann seine Mini-Pizza ganz nach seinem Gusto belegen und die Terracotta-Kuppel sorgt für richtiges Steinofen-Feeling. Und das Essen schmeckt genauso gut wie sonst beim Lieblings-Italiener.

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Weitere infos www

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Leckere Rezepte dazu unter www.kochenamtisch.ch

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Novis 8er-Raclette Classic

Tefal Crêpe Party Dual

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Gibt es Multigeräte, die verschiedene Funktionen bieten?

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Koenig Käsefondue mit Pastenbrenner

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Die Sicherheit ist ein wichtiges Thema, Gerade wenn Kinder mit am Tisch sind. Wie sicher sind alle diese Geräte? Geräte und Kabel sollten vor Gebrauch auf Defekte überprüft werden. Beim Fondue gilt: Anstelle von Brennsprit die sicherere Brennpaste benützen. Zudem sollten nie Nachzündversuche unternommen werden sondern direkt neue Einweg-Pasten­ becher verwendet werden. Mehr wertvolle Tipps zum Thema Sicherheit finden Sie unter: www.bfb-cipi.ch

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Novis Mongolentopf

Trebs Pizza Gourmet Set

Bilder: zVg

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Ja es gibt Alleskönner die KochGrill- Fondue- und Raclettegerät in Einem vereinen. Diese Multigeräte sind praktisch und eignen sich für viele Gäste sind aber meist eher gross, und man überlegt sich folglich zweimal wenn man nur ein Raclette zu zweit machen möchte ob man das Gerät wirklich hervorholen soll.


Testwoche Drinnen

Testwoche

vom 1. bis 7. Oktober 2012

Wir verschenken 10 «Zen» Staubsauger von VAX

mit Multicyclone-Technologie im Wert von je Fr. 399.–. 10 Haus Magazin-Leserinnen und -Leser haben die einmalige Möglichkeit den extra starken und extra leisen «Zen» der britischen Erfolgsmarke VAX zu testen! Nach der Testwoche gehört der «Zen» Premium-Staubsauger von VAX Ihnen! So gehts:

Melden Sie sich per Coupon oder über www.hausmagazin.ch/vax an oder senden Sie uns ein E-Mail. Einsendeschluss ist der 25. September 2012. 10 Leserinnen und Leser werden für die Testwoche ausgewählt. Die Testpersonen werden am 27. September 2012 benachrichtigt und erhalten den «Zen» von VAX bis am 1. Oktober 2012 zu­gestellt. Testen Sie den Staubsauger vom 1. bis 7. Oktober eine Woche lang und füllen den Bewertungsbogen aus. Sie senden uns bis am 9. Oktober den Bewertungsbogen retour. Die Auswertung der Testwoche publizieren wird in unserem November-Magazin.

VAX – Der Bodenpflegespezialist aus England – Jetzt auch in der Schweiz Überzeugende Technologie, hochwertiges Design und kompromiss­ lose Leistung kennzeichnen die Produkte des Bodenpflegespezia­ listen VAX aus England. Jetzt sind die Staubsauger auch in der Schweiz zu haben. VAX Zen, der beutellose Bodenstaubsauger ist extra stark und überzeugt mit einer besonders leisen Laufruhe.

Die Multicyclone-Technologie wirbelt mit kraftvoller, konstanter Saugleistung1 Staub und Schmutz aus der Luft und fängt sie im 2.6 Liter grossen Staubbehälter auf. Überzeugend ist schliesslich der niedrige Geräuschpegel – hier ist ruhiges Saugen angesagt, ganz gleich ob auf Teppichen oder Hartböden. Infos: www.spcag.ch Getestet nach IEC 60312-1

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bewerbungs-talon

, ich bewerbe mich für die Testwoche vom 1. – 7. Oktober 2012. Ich bestätige, dass ich in dieser Zeit zu Hause bin und erkläre mich ✗JAbereit , den Staubsauger eingehend zu testen und den Bewertungsbogen auszufüllen.

MEIN GESCHENK: Nach Ablauf der Testwoche darf ich den «Zen» von vax behalten. Name: Vorname: Strasse/Nr. PLZ/Ort:

Bild: zVg

Tel./Mobile E-Mail (optional): Alter

Anzahl Personen im Haushalt:

Anzahl Kinder

Anzahl Haustiere

Mein aktueller Staubsauger

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Ich bin die ideale Testperson weil… Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Magazin • Rötelstrasse 84 • 8057 Zürich

Teilnahme per E-Mail: testwoche@hausmagazin.ch (vergessen Sie Adresse und Zusatzinformationen nicht)


Drinnen Elektrosmog

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enn Gerhard Lauper sein Hochfrequenz-Messgerät mit Antenne einschaltet dauert es meist nicht lang bis es rauscht und pfeift. Selbst dann wenn das Messobjekt noch ausgeschaltet ist. «Das ist Ihr Smartphone das drüben auf dem Tisch liegt» sagt der Elektrosmog-Berater zur verdutzten Journalistin und lächelt. Das Smartphone führt ein Eigenleben – es sucht ständig nach dem nächsten Antennensignal um sich ins Internet einzuloggen. Zum Beispiel um die zahlreichen Apps zu aktualisieren. Das Telefon kommuniziert – und das Strahlungs-Messgerät krächzt lautstark.

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Mit dem Hoch­frequenzMessgerät prüft Gerhard Lauper den Mikrowellenherd.

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Ein Mann unter Strom Gerhard Lauper untersucht Häuser auf Elektrosmog und geopathische Störungen. Viele seiner Kunden haben unerklärliche Beschwerden.

Das Bett ist am wichtigsten: Messung der Körperspannung.

TEXT Tanja Hegglin FOTOS Iris Krebs machern sollten sich nicht zu lange am Induktionsherd aufhalten – die elektronische Steuerung die ihr Herz auf Trab hält könnte durch das Magnetfeld gestört werden. Doch Induktionsherde sind im Trend – genauso wie Smartphones Drahtlostele­ fone und kabellose Netzwerke. Ein moderner Haushalt ist voller Apparate die zum Teil starke elektromagnetische Felder und Strahlung erzeugen. Und viele Häuser sind auch von aussen Elektrosmog ausgesetzt etwa durch Mobilfunka­ ntennen Starkstromleitungen oder Eisen­-

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Das Zielobjekt ist aber ein anderes: Gerhard Lauper prüft die hochfrequente Strahlung die vom Mikrowellenherd ausgeht. Das Gerät gibt an und auf dem Display sind die Zahlen hochgeschnellt. Zwar strahlt der Apparat aber Lauper ist pragmatisch: «Man steht ja in der Regel nicht lange davor.» Im Gegensatz zum normalen Kochherd worauf mehrmals täglich

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gekocht wird. Für den Induktionsherd der in der gleichen Küche steht benutzt er ein Magnetfeldmessgerät. «Der Induktionsherd erzeugt ein starkes Magnetfeld» sagt er. So stark dass viele Ärzte Schwangeren abraten ihn zu benutzen. Denn Ungeborene reagieren besonders empfindlich auf schädliche Umwelteinflüsse. Auch Menschen mit Herzschritt-

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Elektrosmog Drinnen

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bahnlinien. Auch wenn Betonmauern dank den enthaltenen Armierungseisen einen Teil der Strahlung abschirmen so dringt sie doch durch Wände Dächer und ältere Fenster.

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Krankheit Elektrosensibilität Die meisten Menschen spüren von Elekt­ rosmog nichts zumindest nicht bewusst. Doch es gibt Leute die stark auf Elekt­ro­smog reagieren und verschiedenste Beschwerden entwickeln – ähnlich wie Al­lergiker. Bis sie die Ursachen ihrer Krankheit

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finden haben die sogenannten Elektrosensiblen oft einen langen Weg hinter sich der schliesslich zu Menschen wie Gerhard Lauper führt. Er arbeitet mit über 20 Ärztinnen und Ärzten aus der Region zusammen. «Sie geben meiner Arbeit Glaubwürdigkeit» so Lauper. Denn: Die Schädlichkeit von Elektrosmog ist hierzulande noch immer umstritten. In vielen Ländern etwa Grossbritannien oder Österreich sei Elektrosensibilität hingegen längst eine anerkannte Erkrankung sagt Lauper. Mit Strom kennt sich der Berater aus: Sein früheres Berufsleben war geprägt von Elektrik und Elektronik später machte er in Österreich eine elekt­ robiologische Ausbildung.

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Informieren, messen, beraten

Ein Sammelsurium an Messgeräten – inklusive Tensor und Rute.

Eine komplette Beratung in einem privaten Haushalt dauert rund zwei Stunden. Bevor Gerhard Lauper die Messungen durchführt informiert er über Elektrosmog. «Elektrosmog ist ein Sammelbegriff und jeder versteht etwas anderes darunter.

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Drinnen Elektrosmog

Smartphones mit Internetzugang erzeugen Elektrosmog.

Die Messresultate hält Lauper schriftlich fest.

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Es ist sehr wichtig die Zusammenhänge zu kennen denn die meisten ElektrosmogQuellen sind hausgemacht.» Dann prüft er die Belastung der betroffenen Person an Plätzen wo sie sich regelmässig aufhält. «Das Bett ist sicher der wichtigste Ort. Hier regeneriert sich der Mensch.» Lauper kontrolliert an Ort und Stelle wie stark seine Kundschaft unter Strom steht – indem er die elektrische Spannung der Körperzellen misst. Denn elektrische Felder werden von den Blutbahnen und Nervenfasern durch den Körper geleitet. Die zu messende Person hält ein Messingteil in den Händen das an ein Multimeter angeschlossen ist – ein Gerät wie es auch Elektriker benutzen. Die Körperspannung steigt wenn man beispielsweise den Motor eines elektrischen Betts betätigt. Das ist allerdings kein Problem weil nur von kurzer Dauer – schlimmer sind stetige Quellen hochfrequenter Strahlung. Etwa ein schnurloses Telefon in der Wohnung. Gegen die meisten Arten von Elektrosmog lässt sich in der Regel etwas tun zumindest zuhause. Sei es indem man das Schlafzimmer mit einem Netzfreischalter versieht der nachts alle Geräte ausschaltet. Oder sei es indem man in Kopfnähe keine Apparate und unter Span-

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Hochempfindlich: Geräte sind sicher verstaut. Mit der Rute findet Gerhard Lauper eine Wasserader.

nung stehende Kabel installiert. Es gibt sogar Erdungsmatten welche die Spannung aufnehmen und ableiten. Auch sind spezielle Farben oder Vorhangstoffe erhältlich die hochfrequente Strahlung abschirmen; doch wegen möglicher Reflektionen – und damit sogar einer Erhöhung der Belastung – muss die Wohnsituation genau geprüft werden. Anders sieht es aus bei Magnetfeldern wie Induktionsherde oder auch Starkstromleitungen und Eisenbahnen sie erzeugen. Gegen Magnetfelder ist kein Kraut gewachsen – sie dringen durch alle Materialien. Ein Klassiker ist das Haus unter einer Hochspannungsleitung. Manchmal bleibt dem ElektrosmogBerater nur einen Umzug zu empfehlen.

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adern Verwerfungen der Erdkruste und dergleichen die tief unter dem Haus wirken. Wer über einem solchen Unruheherd schläft ist belastet. Schlafstörungen sind dann oft noch die harmlosesten Beschwerden. «Geopathie ist wissenschaftlich nicht anerkannt» gibt Gerhard Lauper unumwunden zu. «Aber nach rund 1300 Messungen ist mir meine Erfahrung Beweis genug.» Hier fungiert Laupers eige­ ner Körper als Antenne. Mit Rute oder Tensor in den Händen geht er durch die Räume. Die zwei Antennen der Rute gehen auseinander wenn er auf eine Wasserader trifft. So kann er ihren Verlauf genau lo­ kalisieren. Der Tensor funktioniert ähnlich er beginnt zu schwingen. «Gegen solche Störlinien gibt es nichts ausser ihnen auszuweichen» sagt Gerhard Lauper.

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Mit Tensor und Rute In seinem Koffer befinden sich zwei Messgeräte die weder Display noch On/OffSchalter haben. Denn Gerhard Lauper spürt nicht nur Elektrosmog auf sondern auch geopathische Störungen. Wasser-

Buchtipp

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Gerhard Lauper empfiehlt das Buch «Elektrosmog» von Dominik F. Rollé erschienen im AT Verlag.

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Drinnen Do it yourself

EINKAUFSLISTE Kettler Hometrainer Giro M Kettler Ergometer E3 Kettler Crosstrainer Rivo P LED Living Colors Schwarz LED Living Colors clear Sauna Wellfun Eck 206 ×206 ×205 cm Sauna Zuberhörset 6-teilig Sauna Bürstenset 2-teilig Sauna Tauchbecken 105 ×75 ×105 cm Saunaofen Combitrend 8 KW Set-Ätherische Öle 4 ×30 ml

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Fit entspannt erholt – und das alles zuhause Wer fürs Ausdauer- und Muskeltraining sowie die anschliessende Aktiverholung am liebsten in den eigenen vier Wänden bleibt, kreiert sich jetzt seine eigene Fitness- und Wellnesszone. TEXT Robert Wildi

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er Arbeitstag war anstrengend der Stau bei der Rückfahrt nervenaufreibend. Dazu spannt es im Nacken und ist bereits spät. Jetzt noch ins Fitnessstudio zu fahren ist nicht wirklich attraktiv. Viele Menschen besetzte Geräte schon wieder Stress. Dann lieber direkt nach Hause und dort noch etwas für Körper und Seele tun. Heimwerker zögern in solchen Situationen nicht und kreieren sich in den eigenen vier Wänden ihr persönliches Fitnessstudio mit dazugehöriger Wellness-Oase. Die gute Nachricht: Auch weniger begabte Handwerker kommen zum Ziel. Den Aufbau und die Installation übernehmen nämlich auch externe Profis. Für den ersten Teil die Einrichtung der «Folterkammer» braucht es noch keine externe Hilfe. Neben einem Hantelset mit

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unterschiedlichen Geräten und Gewichten für die verschiedenen Muskelgruppen kauft man sich für das Ausdauertraining am besten ein qualitativ gutes und stabi­ les Fitnessgerät. Mit einem Hometrainer lassen sich neben der Kondition auch die Oberschenkel- und Wadenmuskeln stärken. Perfekte Alternativen oder sogar Ergänzungen sind ein Ergometer oder Crosstrainer. Mit der nötigen Konsequenz lassen sich damit hervorragende Trainingserfolge erzielen die sich auch in der «Badi» sehen lassen. Bei modernen Geräten ist ein Computer integriert der die Trainingsresultate dokumentiert und vorgibt welche Belastungen für welche körperlichen Voraussetzungen zu den optimalen Ergebnissen führen. Denn beim Fitnesstraining gilt genau wie am Arbeitsplatz: Weniger kann manchmal durchaus mehr sein. Dazu noch ein Tipp: Mit dem richtigen Beleuchtungskonzept schafft man auch im Trainingsraum ein stimulierendes Ambiente das leistungsfördernd wirken kann.

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Do it yourself Drinnen

Nach dem Sauna-Aufbau folgt der Stress-Abbau Als optimale Ergänzung zum Kreislauf animierenden Training und der anschliessenden Dusche drängt sich zum Beispiel ein wohltuender Sauna-Gang auf. Auch dafür braucht es nach dem Arbeitstag nicht zwingend den Umweg über das Fitness- oder Wellnessstudio. Die Sauna kann man sich problemlos nach Hause holen respektive eine solche im eigenen Keller aufbauen oder aufbauen lassen.

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Hier sollte nur selber Hand anlegen wer ein gewisses Talent als Hand- und Heimwerker mitbringt. Wer diese Arbeit lieber spezialisierten Sauna-Monteuren überlässt muss dennoch ein paar Vorkehrungen treffen. Wichtig ist zum Beispiel den Arbeitern vorgängig die Durchgangsmasse von Türen und Treppen mitzuteilen. Damit können unliebsame Überraschungen vermieden werden. Denn Lieferung und Montage einer Sauna sollten ohne bauliche oder maschinelle Veränderungen erfolgen können. Ansons­ ten kann es plötzlich teuer werden. Auch

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die Beschaffenheit des Untergrunds auf dem die Sauna zu stehen kommen soll muss vorgängig fachmännisch geprüft werden. Welches Gewicht und welche mechanischen Belastungen hält der Boden aus? Auch die Notwendigkeit einer allfälligen Dämmschicht unter dem Saunaboden muss geprüft werden. Nach dem finalisierten Sauna-Aufbau folgt der Abbau – von Stress Nervosität und Verspannung. Sport und Wellness auf engstem Raum und dann erst noch mit dem eigenen Dach über dem Kopf. So was tut gut. Da lässt sich auch der nächste Arbeitstag mit der notwendigen Portion Gelassenheit in Angriff nehmen.

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Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit von:

magazin

Bilder: PD

HAUS

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Drinnen Wohntrends

Cool Sitzpuff, Baumwolle bambus, Füllung Polyesterkugeln, 65/65/35, 129.–

wohntrends 2012: pfister Brindisi Polyester ecru, inkl. 3 Rücken- und 3 Nierenkissen Eckgarnitur rechts, B 277 T 176 H 68, 990.– Eckgarnitur links, B 277 T 176 H 80, 990.– Lights Leuchte Mangoholz, 1-flammig, 379.– Abat-Jour Lampenschirm Leinen, Ø 57 H 32, 69.– Gabbeh Baseri Orientteppich Süd-Iran, naturfarben, Unikat, ca. L 218 B 155, 4390.–

Erde Vase, grau/blau matt, Ø 18 H 30, 39.– Vase, Modello beige, Ø 16.5 H 45, 59.–

Goldie Zierkissen, Vorderseite Seide beige/sand, Rückseite Baumwolle, 30/40, 35.–

Lalimo Zierkissen Baumwolle grün, 40/40, 35.–

Velva Zierkissen Polyester, synthetische Füllung, 30/50, 29.–, limone, grün

Monique Sideboard MDF, Spanplatte matt crèmeweiss, Korpus und Fronten Lack Hochglanz, 2 Türen und 3 Schubladen, Mittelstreifen amerik. Nussbaum matt furniert, B 180 T 40 H 75, 1390.– Ghost Sessel Leder dunkelbraun, 360° drehbar, Sternfuss Metall satinverchromt, B 88 T 77 H 90, 990.–

Solution Bond Klubtisch Klarglas, MDF, amerik. Nussbaum furniert, Metall glanzverchromt, L 120 B 60 H 35, 1290.–

Basic 9.5 Houssensofa 2.5-plätzig Stoff stone, Bezug abnehmbar und waschbar, B 191 T 89 H 90, 790.–

Alle abgebildeten produkte sind erhältlich bei pfister, www.pfister.ch 36 Haus magazin 7/2012


DRaussen

terrassengestaltung: ,

Wer sagt dass ein Garten immer zu ebener Erde liegen muss? Auch im dritten dreizehnten oder dreissigsten Stockwerk macht er eine gute Figur vorausgesetzt die Planung stimmt. TEXT Juliane Forster

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Bilder: Gärtner von Eden Ratingen und Forster Gartenbau AG Titterten / MOEL PHOTOGRAPHIE

Garten mit Höhenluft

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ie eigene grüne Ruheoase mitten in der Stadt die pflegeleichte Nachfolgerin eines grossen Gartens die repräsentative Verlängerung des Lofts unter freiem Himmel: Eine Dachterrasse kann viele Gesichter haben und

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ist damit für ganz unterschiedliche Typen von Immobilienbesitzern ihr individuelles Freiluftwohnzimmer. Noch sehr viel mehr als bei einem herkömmlichen Garten verlangt die Planung einer Gestaltung von Dachterrasse oder -garten von deren Besitzern eine inten-

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sive Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Schliesslich ist der zur Verfügung stehende Raum stark limitiert. Deshalb lohnt hier die Zusammenarbeit mit einem professionellen Gestalter. Er bringt nicht nur die Erfahrung und das Wissen mit wie etwa Sicht-

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Haus magazin 7/2012 39


Draussen Gartengestaltung

Wasser – immer ein spannendes Gestaltungselement das sich auch am Abend richtig in Szene gesetzt geniessen lässt.

Hält das?

Ist das geschehen kann es an die konkrete Planung gehen. Diese bezieht Wünsche Nutzungsgewohnheiten und Geschmack der Besitzer ein und berücksichtigt den durch das Haus vorgegebenen architektonischen Stil sowie das vorhandene Mikroklima. Neben der Wahl der Pflanzen gilt es auch weitere Gestaltungselemente zu einem harmonischen Ganzen zu verbin-

Freie Auswahl

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Ein im wahrsten Sinne des Wortes funda­ mentaler Aspekt bei der Gestaltung von Dachterrasse oder Dachgarten ist selbstverständlich die Statik. Wer mehr als ein paar Blumenkübel in seinem Höhengarten platzieren will ist auch hier gut beraten mit einem Profi zusammenzu-

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den. In Sachen Bodenbelägen sind vom Holzdeck über Beton- und Natursteinplatten bis hin zu Kies- und Mulchbelägen viele Varianten denkbar. Sichtschutz kann über Hecken in Hochbeeten oder grossen Kästen genauso erzielt werden wie über Zaunelemente. Doch Obacht: nicht alles hermetisch abschotten sondern Fenster lassen die einen Blick in die Umgebung ermöglichen. Das schafft Weite und verhindert dass der Dachgarten allzu klein wirkt. Auch Wasser sollte seinen festen Platz auf einer Dachterrasse haben: Quellstein Wasserwand oder Edelstahlbecken lassen sich auch hier realisieren und unterstreichen den Gartencharakter. Ganz nebenbei sorgen Wasserflächen –

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arbeiten. Der wird bei seinem Konzept sämtliche Traglasten aber auch das Thema Dichtigkeit des Untergrunds mit einbeziehen und entsprechend prüfen.

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und Sonnenschutz optimal anzulegen sind und sich auch auf kleinem Raum interessante Räume schaffen lassen. Er kann auch Pflanzen- und Materialwahl optimal auf Geschmack und Anforderungen der Dachgartenbesitzer abstimmen.

Bilder: Gärtner von Eden Ratingen und Forster Gartenbau AG Titterten / MOEL PHOTOGRAPHIE

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Gartengestaltung Draussen

Geradlinig elegant wirkt diese Terrasse mit Lounge- und Essbereich wo auch gleich gekocht werden kann!

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und seien sie auch noch so klein – für eine Abkühlung der Luft und locken auch in der Stadt Tiere an. Designstarke möglicherweise sogar individuell gefertigte Pflanzgefässe wirken als eigenständiges Gestaltungselement. Unverzichtbar ist für die meisten Dachterrassen und Dachgärten ein durchdachter Sonnenschutz. Auch hier stellt sich natürlich die Stilfrage: Soll es ein Sonnenschirm sein oder lieber das bewährte Rollo oder Sonnensegel? Passt es zum gewählten Stil kann auch über einen natürlichen Sonnenschutz in Gestalt einer berankten Pergola nachgedacht werden. Je nach Platzangebot und Vorlieben der Besitzer ist es durchaus sinn-

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Draussen Gartengestaltung

Eine wohlüberlegte Einteilung der Terrassenfläche schafft Räume und Lieblingsplätze. Sei es in Gesellschaft oder auch mal um meditatives Alleinsein zu geniessen.

Nachgefragt

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Hans-peter forster Inhaber Forster Gartenbau AG*, 4425 Titterten Kann man theoretisch auf jedem Flachdach einen Dachgarten anlegen?

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Wie sieht denn die optimale Pflanzenauswahl aus?

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Bei der Pflanzenwahl geht es darum nur solche Gewächse zu verwenden die mit den besonderen Gegeben­ heiten eines Dachgartens zurechtkommen also etwa der relativ geringen Substrathöhe einer oft vollsonnigen Lage und einem eventuell geringen Wasserangebot. Daneben gibt es noch weitere Dinge zu berücksichtigen. Erfahrungsge­ mäss sind Dachgartenbesitzer oft beruflich stark eingespannt und haben keine Zeit für intensive Gartenpflege oder die Dachterrasse stellt die Alternative zum Garten für den dritten Lebensabschnitt dar. Auch da geht es dann vor allem um Pflegeleichtigkeit. Und schliesslich muss man natürlich darauf achten dass die Pflanzen auch nach einigen Jahren in ihren Dimensionen noch zu den Proportionen und dem Platzangebot des Dachgartens passen.

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*Mitglied Gärtner von Eden www.forster-gartenbau.ch www.gaertner-von-eden.ch

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Es gibt viele Gründe einen Garten neu zu planen oder umzugestalten. Der Gartengestalter HansPeter Forster aus Titterten und seine Mitarbeiter zeigen Ihnen die Möglichkeiten in Bezug auf Topografie Raumbildung Materialien und Farben und entführen Sie mit wunderschönen Bildern in die sinnliche Welt des Gartens. Wann: Donnerstag 13. September 2012 19.30 Uhr

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Schwimmteich und Biopool

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Schwimmen ohne Chemie – ein Wunsch den sich heute viele Gartenbesitzer erfüllen. Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Schwimmteichtypen lernen die Funktionsbereiche eines Schwimmteichs oder Biopools kennen und welche Voraussetzungen es braucht einen Schwimmteich oder Biopool in Ihrem Garten zu realisieren. Wann: Donnerstag 20. September 2012 19.30 Uhr

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Veranstaltungsort: Kantonsbibliothek Baselland Emma-Herwegh-Platz 4 4410 Liestal (direkt beim Bahnhof)

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Aus Platzgründen bitten wir um Anmeldung: Telefon 061 941 10 14 oder jforster@forster-gartenbau.ch

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Grundsätzlich gibt es für einen Dachgarten in Sachen Bewässerung die gleichen Möglichkeiten wie für einen konventionellen Garten auch. Man sollte aber auch bei der Pflanzenauswahl schon darauf achten dass diese mit dem Wasserangebot eines Dachgartens gut zurechtkommt.

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voll nicht nur einen Sitzplatz einzuplanen. Neben Tisch und Stühlen in unmittelbarer Nähe der Terrassentür bietet sich oft zum Beispiel ein geschütztes Plätzchen an auf dem sich die Abendsonne geniessen lässt. Und genauso wie der Lauf der Sonne in die Planungen einbezogen werden sollte gilt es auch die unterschiedlichen Jahreszeiten zu berücksichtigen. Im Optimalfall schafft man es auch eine Dachterrasse ganzjährig attraktiv zu machen. Schliesslich ist jedes Fenster wie ein grosser Bilderrahmen und das Ziel sollte sein dass das Bild in diesem Rahmen jederzeit schön anzuschauen ist.

Die Wahl der Pflanzen muss sorgfältig auf die gegebenen Standortverhältnisse angepasst sein.

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Wie steht es denn mit der Bewässerung?

Gartenplanung – Gartengestaltung

Bilder: Gärtner von Eden Ratingen und Forster Gartenbau AG Titterten / MOEL PHOTOGRAPHIE

Theoretisch ja für die Art der Gestal­ tung müssen aber wichtige Parameter sorgfältig abgeklärt werden. Entschei­dend ist die Statik: Wieviel Gewicht pro m2 kann man aufbauen? Ist eine Entwässerung der Terrassenfläche möglich? Ist die Dachhaut wurzelfest oder muss mit Trögen gestaltet werden.

INFO


Beschattung Draussen

Verlängerung des Sommers

Langlebig und flexibel: Pulverbeschichtete Profile und dauerhafte Aluminiumkomponenten bilden die Basis des modular erweiterbaren Systems TERRADO.

Modulare Glasdach­ systeme und Vertikalverglasungen sorgen dafür dass man die Sommersaison auf der Terrasse wetterunabhängig geniessen und um viele Wochen ausdehnen kann. Bearbeitung: Corinne Bünzli

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er gerne Freunde oder Verwandte zur Gartenparty einlädt tut dies in der Regel nicht ohne vorher einen Blick auf die Wetterprognosen geworfen zu haben. Denn wenn es regnet fällt das Fest sprichwörtlich ins Wasser – ausser man verfügt über einen gedeckten Sitzplatz. Die wetter­ unabhängige Lösung des Schweizer Sonnen- und Wetterschutzspezialisten heisst TERRADO. Dieses flexibel erweiterbare Glasdachsystem bietet optimalen Schutz vor Regen und Schnee und spendet optional auch kühlen Schatten. Ein zusätzlicher Vorteil der transparenten Dachverglasung

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ist vor allem im Winter die ungehinderte Tageslichtnutzung im Hausinnern.

Openair von Frühling bis Herbst Wesentlich verlängern lässt sich die Freiluftsaison auf der Terrasse durch eine zusätzliche Vertikalverglasung. Die flexibel verschieb- und drehbaren Glaselemente gewährleisten freie Sicht in die Natur und bieten zuverlässigen Schutz vor Wind und Wetter. Rundum verglast geniesst man so schon im Frühling die wärmenden Sonnenstrahlen und kann seine private Oase aus Glas bis tief in den Herbst hinein nutzen.

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Draussen Beschattung

Flexibel: Verschiedene Ausführungen und Komfortoptionen ermöglichen individuelle auf Kundenwünsche abgestimmte Lösungen.

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Die Basis eines modernen Verglasungssystems bildet eine stabile und wetterfeste Aluminiumkonstruktion mit integrierter VSG-Dachverglasung. Die vertikalen Glaselemente (ESG) sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die rahmenlose Version bietet freie Panoramasicht. Die Führungen lassen sich in den Boden integrieren womit läs­ tige Stolperfallen vermieden werden. Damit das Verglasungssystem gerade in der Sommerhitze nicht zur Sauna wird sind die passenden Vertikal- oder Dachbeschattungseinheiten eine sinnvolle Ergänzung. Das Tuch lässt sich auto­matisch ausfahren hält Sonnenhitze ab und schützt vor UV-Strahlung. Für eine komfortable Bedienung der Beschattung sorgt das optional erhältliche Steuerungssystem. Dieses lässt sich indivi­ duell programmieren und sorgt so fürs richtige Klima oder fährt die Beschattung bei einem aufkommenden Unwetter ein.

Sicherheit: Keine Stolperfalle dank versenkbaren Führungen.

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Der rundum verglaste Sitzplatz lebt natürlich vom Tageslicht das ihn durchflutet. Wenn aber das gemütliche Zusammensitzen bis in die Nacht hinein andauert findet sich auch für die Beleuchtung eine passende Lösung: Für die Systeme sind integrierte Deckenbeleuchtungen erhältlich die für ein stimmungsvolles Am­ biente sorgen. Damit ist garantiert dass die Party weder von der Jahres- noch von der Tageszeit abhängig ist.

Ergänzung zu den Seitenverglasungen. Optisch leicht und filigran stellt es die uneingeschränkte Aussicht sicher. Das einfache Befestigungssystem lässt sich an diverse Bausituationen anschliessen und ermöglicht eine sichere und ungehinderte Aussicht. Sowohl die variable Form der Verglasungen wie auch hunderte von Gestell- und Tuchfarben ermöglichen eine opti­male Abstimmung auf die Architektur.

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Individuelle Abstimmung auf Architektur

Attraktive «Freiluft-Ausstellung»

Dank flexibler Systembauweise und massgeschneiderter Fertigung können auch komplexe Anforderungen bei Neu- oder Umbauprojekten erfüllt werden. Perfekt passt sich auch das Ganzglasgeländer der Umgebung an. Es ist die konsequente

2012 hat STOBAG in Boswil AG eine Ausstellung eröffnet welche 365 Tage im Jahr besucht werden kann – eine persönliche Beratung erhalten Sie auf Voranmeldung von Montag bis Freitag. Gratisparkplätze stehen ausreichend zur Verfügung. Mit den witterungsbeständigen Verglasungssystemen nutzen Sie Ihre Terrasse ganzjährlich optimal. Geniessen Sie die Natur bei jedem Wetter ohne dabei auf eine schöne grossflächige Aussicht zu verzichten. www.stobag.ch

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INFO

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Gartengestaltung Draussen

Werden die Samen nicht ganz trocken geerntet lässt man diese auf Zeitungspapier ausgelegt nachreifen.

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Wenn sich der Garten wandelt Ordnung ist das halbe Leben aber nicht im Garten. Lassen Sie die vielen Frucht- und Samenständen der Pflanzen stehen. Sie sorgen nächstes Jahr für eine wunderbare Blütenfülle. TEXT & BILDER Brigitte Buser

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Bis sich aus den Samen von Strauchpfingstrosen (Paeonia suffruticosa) blühfähige Pflanzen bilden dauert es mehrere Jahre.

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er Blumengarten in dem noch vor Wochen Stauden sowie einjähriger- und zweijähriger Sommerflor in voller Blütenpracht stand bietet jetzt ein anderes Bild. Auf dem Vormarsch sind geriffelte Kappen ledrige Hülsen durchscheinende Schoten und bizarre Gebilde die mit dem Fortschreiten der Wochen mehr und mehr zunehmen und ab und zu lösen sich auch kleine Fallschirme von Pflanzen um anschliessend in der warmen Septembersonne über die Beete zu gleiten. Bei all dem handelt es sich um die Frucht- und Samenstände vieler Pflanzen die in den letzten Monaten mit ihren Blüten für Duft und Farbe in unse­ ren Gärten sorgten. Lässt man sie stehen verschönern diese kleinen Wunder der Natur den winterlichen Garten. Vorausgesetzt natürlich sie wanderten vorher nicht durch unsere übereifrige Ordnungsliebe in den Kompost. Dies wäre nämlich mehr als schade sind die vielen Samenstände doch auch ein willkommenes Winterfutter für Vögel und andere Wildtiere.

Ist ein leises Rascheln beim Schütteln der Mohnkapseln hörbar so ist der Samen reif und kann ohne Nachtrocknung in vorbereitete Samentüten abgefüllt werden.

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Blütenfülle zum Nulltarif Aber auch wir sollten von den wertvollen Sämereien profitieren und können durch Ernten den Fortbestand vieler Pflanzen sichern und so zum Nulltarif für Blütenfülle in der nächsten Gartensaison sorgen. Ebenso wie die Blütenpracht ist auch die Vielfalt der Pflanzen­ samen schier unglaublich: längliche Körnchen die in leuch­ tenden oft saftigen Beeren schlummern oder dicht an dicht in Blütenböden sitzen um sich dann mit ihren seidigen Flughaaren auf und davon zu machen. Oftmals sind es auch nur dicke Körner

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Draussen Gartengestaltung

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oder schwarze Kügelchen die durch das Aufspringen der Schoten gelegentlich auch mit einem ausgeklügelten Schleudermechanismus auf der Erde landen. Geerntet werden können alle. Achten Sie dabei darauf dass die Früchte Schoten oder Samenhüllen gut ausgereift sind. Erkenntlich ist dies bei Früchten an der oft schrumpeligen Oberfläche. Schoten und andere Samenstände werden heller oder gar papierartig und Korbblütler bilden Lichtchen zusammengesetzt aus vielen Flugschirmchen. Gesammelt wird nur Saatgut von gesunden kräftigen Pflanzen. Anschliessend werden in Fruchtfleisch schlummernde Samenkörner von der Ummantelung befreit gut gewaschen und zum Trocknen auf Zeitungspapier ausgelegt. Bei Saatgut von trockenen Samenständen reicht oft nur ein leichtes Klopfen. Bei Mohn Jungfern im Grünen oder Akelei kann der Samen sogar nur aus­ geschüttet und gleich in Papiertütchen abgefüllt werden. Dies ist übrigens immer noch die bewährteste Aufbewahrungs-

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Gut zu wissen Nicht alle Pflanzen lassen sich sortenrein vermehren. Dazu gehören viele Kultursorten sogenannte F1-Hybriden deren Nachkommen meist anders ausfallen als die Elternpflanzen. Dies sollte aber die Freude über den selbst gezogenen Nachwuchs nicht schmälern können daraus doch interessante Abkömmlinge entstehen wie dies oft bei Pfingstrosen der Fall ist. Hier benötigt es jedoch schon einige Jahre Geduld bis sich ein Ergebnis zeigt. Schnellere und sichere Erfolge erzielt man mit dem Sammeln und Aussähen von Samen einjähriger Sommerblumen wie Ringelblume Kapuzinerkresse Schlafmohn Jungfer im Grünen Rittersporn und Schleifenblumen oder Kletterpflanzen wie zum Beispiel Duftwicke oder Prunkwinde. Hingegen erst im Jahr nach der Aussaat blühen Fingerhut Bartnelke Vergissmeinnicht Vexiernelke und Königskerze sowie ausdauern-­ de Stauden unter anderem Akelei

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Ringelblumensamen (Calendula officinalis) können sobald diese braun und trocken sind als ganze Köpfe direkt von der Pflanze geerntet werden.

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Die Samen der Mondviole (Lunaria) lassen sich durch Reiben der «Silberlinge» zwischen den Fingern leicht aus der Hülle lösen.

In dichten Kugeln zusammengedrängt warten die Samenhüllen des Brandkrautes (Phlomis russeliana) auf die Leerung.

Ebenfalls länger dauert es bis aus den Samen unserer einheimischen Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) blühfähige Pflanzen entstehen.

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methode da noch nicht ganz trockenes Saatgut nachtrocknen kann. Bewahrt man die Samen hingegen ohne Nachtrocknen in verschliessbaren Gläschen auf kommt es gerne zu Schimmelbefall was die Samen unbrauchbar macht. Zum Schluss noch angeschrieben werden die Schätze bis zum nächsten Frühjahr an einem dunk­ len kühlen und trockenen Ort gelagert.

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Frauenmantel Kugeldistel oder Glockenblume. Bevor es an die Aussaat geht sollte man die Keimfähigkeit testen. Dazu gibt man die Samen in ein Glas mit Wasser. Was zu Boden sinkt ist keimfähig und kann ausgesät werden.

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Vermehrung von Salat

wissen

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Auch Salat lässt sich aus Samen vermehren denn unterlässt man hier das Ernten so schiessen die Köpfe bald in die Höhe um anschliessend zu blühen. Damit die Sortenreinheit gewährleistet ist werden die Köpfe kurz vorher mit einem Gazetuch abgedeckt. Nach der Bestäubung der körbchenförmigen Blüten wird der Samen entnommen welcher an weissen Pappussen (Schirmchen) hängt. Einzige Ausnahme bilden auch hier besondere Züchtungen sogenannte F1 Hybriden da sich diese nur mit Qualitätsverlust vermehren lassen.

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Weitere Themen www

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Gartenarbeiten im September TEXT Brigitte Buser

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Gesät werden kann das Löffelkraut eine sehr wertvolle frostharte und vitaminreiche winterliche Würzpflanze mit kräftigem Aroma. Sie eignet sich gut als Beimischung in Salaten. Weiterhin Kresse Petersilie Radiesli Rucola Schwarzwurzeln Spinat Winterpflück- Winterkopf- und Nüsslisalat sowie Winterportulak und Winterkresse. Wenn Sie bereits jetzt einjährige Sommerblumen wie z.B. Seidenmohn Kornrade Jungfern im Grünen oder Sommerrittersporn für das nächste Jahr säen wachsen aus den Samen noch vor dem Winter kleine Rosetten welche im kommenden Frühjahr wesentlich früher und üppigere Blüten hervorbringen als solche deren Samen erst im folgenden Frühjahr in den Boden kommen.

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Rittersporn

Pflanzen

Gepflanzt werden können mehrjährige Kräuter sowie Winterknoblauch -schalotten und -zwiebeln. Dabei sollten die Zwiebeln etwa 5 cm tief gesetzt werden. Besonders Knoblauch benötigt damit sich dicke Knollen mit vielen Tochterzwiebeln bilden einen winter­ lichen Kältereiz. Wählen Sie dazu Sorten aus dem Saatguthandel und nicht den Knoblauch aus dem Gemüseregal im Lebensmittelgeschäft denn dieser ist für unser Klima nicht geeignet. Der Reihenabstand sollte 20 cm in der Reihe 8 cm betragen. Ein guter Nachbar für Knoblauch und Zwiebel ist Salat. Ebenfalls in den Boden kommen mehrjährige Kräuter Himbeeren und Blumenzwiebeln. Besonders die Zwiebeln von Kaiserkronen und Schachbrettblumen sowie Steppenkerzen mögen schwere Böden überhaupt nicht. Sorgen Sie daher für eine gute Drainage aus einem SandKiesgemisch. Die fleischigen seesternartigen Wurzeln von Steppenkerzen sollten bei der Pflanzung keinesfalls verletzt werden.

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Pflanztermin für Stauden Auch wenn viele Stauden fast ganzjährig in Töpfen im Handel angeboten werden die besten Pflanztermine sind nach wie vor im Frühjahr und Herbst. Der Boden ist dann nämlich feucht und die Temperaturen noch mild. Besonders bei Frühlings- und Frühsommerblühern wie Gänsekresse Polsterphlox Storchschnabel Tränendes Herz Wolfsmilch oder Pfingstrose und Rittersporn empfiehlt sich eine Herbstpflanzung. So können diese noch bis zum Winter einwurzeln und haben für das folgende Jahr einen Entwicklungsvorsprung.

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Bild: Brigitte Buser

Aussaat


Draussen Mobilität

Mehr Kombis braucht das Land!

Jaguar XF Sportbrake Antrieb: Diesel Zylinder: 4 Hubraum: 2186 ccm

Leistung: Verbrauch: CO2: Preis:

Toyota Prius+ Wagon Antrieb: Benzin/Hybrid Zylinder: 4 Hubraum: 1798 ccm

Die Schweiz ist das Kombi-Land par excellence wohl nirgends ist der Marktanteil dieser Fahrzeuge höher als hierzulande. Und wohl auch deshalb wird das Angebot immer grösser. TEXT Peter Ruch

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Leistung: 136 PS Verbrauch: 4 1 Liter/100 km 96 g/km CO2: Preis: ab 44’200 Franken

Peugeot 508 RXH Antrieb: Hybrid Zylinder: 4 Hubraum: 1998 ccm

rfunden wurden die Kombis wie so vieles im auto­ mobilen Bereich in den USA. Es war aber nicht so dass man ein genaues Datum für einen ersten «Station Wagon» festmachen kann es war eine Ent­ wicklung die ab den 30er-Jahren einsetzte als die ersten Lieferwagen die vorher reine Transport-Fahrzeuge gewe­ sen waren immer luxuriöser ausgestattet wurden. Und dann ab den 50er Jahren auch nicht mehr auf Lieferwagen basierten sondern auf Personenwagen deren Heck verlängert und mit einer Tür versehen wurde. Erstaunlicherweise konnte sich diese Art von Automobilen in den Vereinigten Staaten aber nie durch­ setzen in den USA sind die Kombis noch heute ein absolutes Minderheiten-Programm die Amerikaner kaufen mit Vorliebe Limousinen. Auch in Europa gibt es Länder da haben die Kombis keine Chance in Spanien zum Beispiel. Die Schweiz dagegen ist ein absolutes Kombi-Land. Von gewissen Modellen etwa dem VW Passat beträgt der Anteil am Mix bis zu 90 Prozent. Was irgendwie auch verständlich ist: nicht

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190 PS k. A. k. A. k. A.

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Leistung: 200 PS Verbrauch: 4 1 Liter/100 km 107 g/km CO2: Preis: ab 59’900 Franken

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Audi RS4 Avant Antrieb: Benzin Zylinder: 8 Hubraum: 4163

Leistung: 450 PS Verbrauch: 10 7 Liter/100 km 249 g/km CO2: Preis: ab Fr. 102‘600.–

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nur dass die Kombis für einen zumeist relativ geringen Aufpreis halt deutlich mehr Platz bieten – sie sehen oft auch besser aus als die biederen Limousinen. Zwar haben in den vergangenen Jahren die SUV den Station Wagon so ein wenig den Rang abgelaufen doch Herr und Frau Schweizer kaufen weiterhin deutlich mehr Kombis als unsere Nachbarn. Vor allem die Kom­ bination mit einem Diesel-Motor Allradantrieb und automati­ schem Getriebe ist in der Schweiz ein Selbstläufer es gab schon Hersteller die haben diese Versionen nur konstruiert weil die Nachfrage der Eidgenossen derart gross war.

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Viele Neuheiten auf dem Markt

BMW 320d Touring Antrieb: Diesel Zylinder: 4 Hubraum: 1995 ccm

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Aktuell kommen gerade sehr viele neue Kombi-Versionen auf den Markt. BMW hatte seine 3er-Reihe im vergangenen Herbst neu aufgelegt nach der Sommerpause ist nun auch der sehr beliebte Touring erhältlich. Ähnlich gilt für Hyundai: die neue Generation des i30 war im Frühling eingeführt worden jetzt steht auch der i30 Wagon bei den Händlern. Und man darf davon ausgehen dass der Anteil der Kombi-Variante am Modell-Mix sowohl beim Hyundai wie auch beim BMW deutlich höher liegen wird als von der Basis-Ausführung. Beim Chevrolet Cruze eben­ falls erst seit einigen Wochen auch als Kombi erhältlich ist es sogar so dass dieses Fahrzeug wohl erst jetzt auf dem Radar der Kundschaft so richtig wahrgenommen wird denn als Limou­ sine führte der Cruze bisher ein Schattendasein. Doch es geschieht noch mehr auch im Bereich der so ge­ nannten Lifestyle-Kombis bei denen nicht ein hoher Nutzwert sondern das gute Aussehen im Vordergrund steht. Ein aus­ gezeichnetes Beispiel dafür ist sicher der Jaguar XF Sportbrake der im Herbst zu den Schweizer Händlern rollen darf – beim Eng­ länder geht es weniger um zusätzliches Kofferraum-Volumen sondern darum die Golfausrüstung besonders elegant zu transportieren. Auch Ford hat neu ein spannedes Angebot den Focus ST Station Wagon der mit seinen 250 PS dem eiligen Familienvater besonders viel Spass machen dürfte.

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Hyundai i30 Wagon 1 6 CRDI  ISG Antrieb: Diesel Zylinder: 4 Hubraum: 1582 ccm

Leistung: 184 PS Verbrauch: 4 7 Liter/100 km 124 g/km CO2: Preis: 50’500 Franken

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Leistung: 128 PS Verbrauch: 4 2 Liter/100 km 1109 g/km CO2: Preis: ab 31’990 Franken

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Chevrolet Cruze Kombi 1 7 Diesel Antrieb: Diesel Zylinder: 4 Hubraum: 1686 ccm

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Franzosen bieten Alternative Eine ganz besondere Alternative bietet Peugeot mit dem 508 RXH. Zwar haben die Franzosen den 508 bereits als Kombi im Programm doch der RXH ist zudem so eine Art Soft-SUV höhergestellt und mit einer speziellen Art von Allradantrieb versehen. Sein Diesel-Motor treibt die Vorderräder an – und ein Elektro-Motor schickt bei Bedarf etwa auf Schnee auch Kraft an die Hinterräder. Dieser feine Hybrid-Antrieb kostet zwar jede Menge Geld doch die Schweizer schätzen genau das Allrad­ antrieb Diesel und Kombi. Und spannend dürfte auch werden wie der Toyota Prius + aufgenommen wird. Hybrid-Pionier Toyota hat nach vielen Jahren endlich das Modell-Programm des Prius um einem Kombi erweitert. Dieser bietet nicht nur deutlich mehr Platz und sieht auch ganz gut aus sondern verfügt zudem über die modernen Lithium-Ionen-Batterien die es beim «normalen» Prius weiterhin nicht gibt.

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Bilder: PD

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Leistung: 130 PS Verbrauch: 4 5 Liter/100 km 119 g/km CO2: Preis: k. A.

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Ford Focus ST Station Wagon Antrieb: Benzin Zylinder: 4 Hubraum: 1999 ccm

Leistung: 250 PS Verbrauch: 7 2 Liter/100 km 169 g/km CO2: Preis: ab 40’990 Franken

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Service

wohngifte:

Bild: Möbel ohne Schadstoffe von Zeitraum/ www.zeitraum-moebel.de

Schadstoffe im Haus Bis zu 90 Prozent ihrer Zeit verbringen moderne Menschen in Innenräumen. Hier können unsichtbare Gefahren lauern. TEXT Gerald Brandstätter

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ie hochisolierte Bauweise sowie der Mix aus Ausdünstungen und Ausgasungen ­ lassen in Gebäudeinnern oft Schadstoffkonzentrationen entstehen die der Gesundheit nicht zuträglich sind.

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Nicht nur für Stadtbewohner ist es der reinste Genuss in den Bergen – beim Wandern oder Skifahren – saubere und frische Luft einzuatmen. Doch egal ob in der Grossstadt oder im Gebirgskurort – bei Innenräumen hängt die Luftqualität nur bedingt vom Gebäudestandort ab. Durch eine

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Vielzahl neuer Baustoffe Emissionen aus Möbeln Wohntextilien Zigarettenrauch Parfümstoffen und Ausdünstungen der Bewohner selbst entsteht im Zusammenhang mit immer besserer Wärmedämmung und verminderter Lüftung im Gebäudeinnern oft ein wahrer Schadstoffcocktail.

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Service Schadstoffe

Je dichter, desto belasteter Die Sensibilität gegenüber naturfremden Stoffen wird grösser Allergien und umweltbedingte Erkrankungen nehmen zu. Der Pegel an gasförmigen flüchtigen Substanzen in Innenräumen ist in den letzten Jahren gestiegen trotz Normen und Gesetzen. Oder gerade wegen denn die immer strengeren Bauvorschriften schaffen immer dichtere Gebäudehüllen. Auch nur geringe Schadstoffe die ausgeatmete Luft Feuchtigkeit oder Feinstaub sammeln sich und häufen sich zu belastenden Konzentrationen an. Kein Wunder ist zum Erreichen des Labels Minergie – eine gut gedämmte Gebäudehülle ist hierfür Voraussetzung – folglich eine kontrollierte Lüftung zwingend. Viele der in der Luft vorkommenden Substanzen sind chemisch sehr stabil das heisst sie werden nur sehr langsam wenn überhaupt von unserem Körper abgebaut oder ausgeschieden. Kombinationen der Verbindungen oder gemeinsame Belastung durch mehrere

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Unter dem Elektronenmikroskop stark vergrösserster Dieselpartikel.


Schadstoffe Service

Buchtipps

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Reto Coutalides «Innenraumklima» Werd Verlag ISBN 978-3-85932-631-6

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Fraunhofer-Verlag «Schadstoffe am Bau» ISBN 978-3-8167-7931-5

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dann wenn sie mit unzureichenden Filter­ systemen ausgestattet sind oder die Filter zu selten gewechselt werden. Wer sicher gehen will wählt beim Bauen oder Sanieren konsequent schadstoffarme Materialien Kleb- und Farbstoffe und hält den Bauunternehmer an ausschliesslich solche zu verwenden. Oder er wählt eine Bauweise die dem Label Minergie Eco entspricht: Diese erfüllt Anforderungen an eine gesunde und ökologische Bauweise – mit Baustoffen mit geringer Umweltbelastung bei der Herstellung und der Verarbeitung. Zudem bedeutet der Zusatz Eco dass die Schadstoffbelastung der Raumluft durch Emissionen von Baustoffen äusserst gering sein darf und eine systematische Luft­ erneuerung Pflicht ist.

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Auch Pollen verunreinigen die Innenraumluft und können Allergien auslösen.

Substanzen dieser Art führen zu nicht vorhersehbaren Belastungen unseres Organismus die häufig nicht zeitgleich mit dem Erstkontakt auftreten. Oft sind Müdigkeit Antriebslosigkeit und allgemeines Unwohlsein die ersten und einzigen Symptome. Sie trotzen meist jeder Form von Behandlung.

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Sick-Buliding-Syndrom

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Kopfschmerzen akute Atemwegsbeschwerden depressive Zustände aller­ gische Hautreaktionen verminderte Leis­tungsfähigkeit allgemeines Unbehagen: Das sind die häufigsten Beschwerden beim Sick-Buliding-Syndrom (SBS) unter dem im Durchschnitt beinahe ein Drittel aller Beschäftigten in neuen oder renovierten Bürogebäuden leiden. Ur­ sache des SBS sind vor allem giftige Ausdünstungen aus den Klebern neu angebrachter Bodenbeläge oder Wand­ beschichtungen aus verschiedenen Möbeln und die Schadstoffe aus Bürogeräten wie etwa Ozon. Hinzu kommen Pollen Pilzsporen und vermehrungsfähige

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Bilder: EMPA Dübendorf

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Keime sowie verschiedene Luftschadstoffe aus der Aussenluft. Klimaanlagen können in vielen Fällen die Schadstoff­ belastungen noch steigern vor allem

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Tipps für gesundes Wohnen

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Achten Sie beim Kauf von Baumaterialien Farben Klebern oder Einrichtungsgegenständen auf Zerti­ fizierungen oder Labels wie beispielsweise Blauer Engel Oecoplan Natureplus Öko-Tex Standard 100 und 1000.

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Besonders bei der Einrichtung von Kinderzimmern behutsam sein; eine kompetente Beratung ist wichtig.

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Am besten – aber auch am teuersten und schwersten – ist Vollholz (Massivholz) jedoch auch schadstoffarm und langlebig.

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Als Bodenbeläge mit den geringsten Schadstoffemissionen gelten Linoleum Sisal oder Kokos. Bei Farben und Lacken empfehlen sich Materialien aus Naturharz. Diese bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und Lösungsmitteln die sich rasch verflüchtigen.

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Um die Schimmelpilzbildung an Fensterrahmen oder Wänden und erhöhte Schadstoffkonzentrationen zu verhindern müssen die Fenster mindestens zweimal täglich geöffnet werden.

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Bestimmte Zimmerpflanzen können die Luft sauberer halten oder gar reinigen: Efeu (besonders bei trockener Luft) Farn Philodendron (Formaldehyd) Spathiphyllum Dracaena; bei Formaldehyd Birken­ feige (Ficus benjamina) Strahlenaralie Efeutute und Purpurtute.

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Bevor Ihr Eigenheim zur Hypothek wird:

Nutzen Sie unsere Rechtsund Immobilienberatung. Wir helfen Ihnen kompetent und engagiert oder übernehmen das Mandat gerne für Sie: Egal ob Schätzung, Rechts- und Steuerberatung, Verwaltung oder Verkauf. Wir stehen Ihnen unter der Telefonnummer 043 500 40 50 sowie per E-Mail unter beratung@haus-club.ch gerne zur Verfügung. Die telefonische Erstauskunft ist für Sie auf jeden Fall kostenlos. lic.iur. Lukas KrameR, Leiter Beratungszentrum www.haus-club.ch/beratung

Beratungszentrum Haus Club Schweiz Bahnhostrasse 56 8001 Zürich

Sekretariat Haus club schweiz Rötelstrasse 84 8057 Zürich

Aktion Beratungsgutschein zum Thema Immobilienverkauf:

Wert ca. CHF 300.–

Befristet bis 30.9.2012 (Eingang der Anfrage) bieten wir Ihnen gegen diesen nicht kumulierbaren und nicht übertragbaren Gutschein eine kostenlose Beratung im Umfang von maximal 1 ½ Std. an. Inhaltlich beschränkt auf das genannte Thema, aber inklusive Fragen betreffend Bewertung Ihrer Liegenschaft, Grundstück­gewinnsteuer, Verkaufsprozess, Vorgehen, Koordination usw. Durchführung durch eine erfahrene Fachperson aus unserer Geschäftsleitung, entweder bei uns im Zentrum von Zürich oder an Ihrer Adresse. Diese Aktion wird später in weiteren Kantonen durchgeführt, ist dieses Mal aber beschränkt auf: AG, GL, BL, BS, SO, SZ, TG, ZG und ZH.


Hausverkauf Service

So gelingt der Verkauf Bei einem Hausverkauf können verschiedene Fallstricke lauern. Wir zeigen nicht nur, worauf man beim Verkauf einer Immobilie besonders achten sollte, sondern erklären auch, warum sich eine gute Planung letztlich auszahlt. TEXT Lukas Kramer

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uch wenn der Immobilienmarkt im Moment sehr lebhaft ist und mancherorts sogar Überhitzungserscheinungen zeigt besteht ein Hausverkauf immer aus denselben Phasen. Die damit verbundenen Tücken gibt es auch bei guter Nachfrage. Sie können sich auch dann gravierend auswirken.

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Standortbestimmung

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Bild: Klaus Tiedge/Corbis

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Am Anfang wenn der Entscheid zu verkaufen im Grundsatz gefallen ist gilt es eine saubere Standortbestimmung vorzunehmen. Am wichtigsten ist es die eigenen Pläne (zukünftige Wohnsituation) mit dem Verkauf abzustimmen. Wenn hier Klarheit herrscht sollten alle massgebenden Informationen und Dokumente (wie etwa Grundbuchauszug Katasterplan Gebäudeversicherungsund Steuerwerte Gebäudepläne Aufstellungen mit den getätigten Investitionen abbezahlte Schuldbriefe etc.) zusammen-

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gestellt werden. Bei Objekten im Mit- oder Stockwerkeigentum oder im Baurecht kommen diverse Zusatzdokumente hinzu eine entsprechende Liste kann beim Haus Magazin bezogen werden. Ebenfalls frühzeitig ist der Kontakt mit der Hypothekargläubigerin (Bank Pensionskasse Versicherung) zu suchen jedenfalls wenn noch grössere Hypotheken bestehen. Besondere Be­achtung verdienen Festhypotheken welche allenfalls vorzeitig aufgelöst werden sollen und somit zusätzliche Kosten (sog. Vorfälligkeitsentschädigung) auslösen.

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Schätzung Um eine sichere Basis für die Ausschreibung zum Verkauf zu erhalten sollte die Liegenschaft fachmännisch geschätzt werden. Ein gutes Schätzungsgutachten wird neben dem geschätzten Verkehrswert auch wertvolle Hinweise über die Vor- und Nachteile des Verkaufsobjektes enthalten die man selber vielleicht gar

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Service Hausverkauf

1. Ausgangslage

2. Standortbestimmung

3. Ausschreibung

Persönliche Situation passt nicht mehr zum Haus (z. B. Kinder ausgezogen). Parallel dazu Planung zukünftiges Wohnen: Festlegung Bedürfnisse / Anforderungen be­ züglich Lage und Gebäude (z. B. bessere Zentralität Behindertengerechtigkeit etc.).

Beschaffung aller relevanten Informationen und Doku­ mente professionelle Schätzung (zu erwartender Ver­ kaufspreis) Planung Finanzen Steuern und andere Kosten des Verkaufs. Zeitplan Umzug/Verkauf.

Festlegung Verkaufs-Strategie: Wann und wo welche Werbung? Wie werden Interessenten konkret bedient? Wie erziele ich den besten Preis? Inserate gestalten Verkaufsunterlage erstellen Bedingungen Kaufinteressenten festlegen.

4. Interessentenkontakte

5. Angebote

6. Zuschlagsentscheid

Besichtigungs-Ablauf festlegen sinnvolle Renovatio­nen noch vornehmen wichtige Informationen für Interes­senten bereithalten (z. B. betr. Heizung Unterhalt Bauweise); weiteres Vorgehen klar abmachen.

Vertiefte Detailinformationen für Interessenten be­reit­stellen eingehende Angebote prüfen evtl. Angebots­ runde(n) durchführen. In eigener Sache (neue Wohn­ situation) Angebot Kauf oder Bewerbung Miete.

Auswahl nach Höhe aber evtl. auch andere Faktoren massgebend wie Übernahmezeitpunkt Vertrauenswür­ digkeit junge Familie usw.; korrekte Absagen (notfalls muss man evtl. auf jene Personen zurückkommen!).

7. Beurkundung Kaufvertrag

8. Eigentumsübertragung

Grundstücksgewinnsteuererklärung

Notariellen Kaufvertragsentwurf erstellen lassen und mit Käufer abstimmen Zahlungsabwicklung inkl. Ablösung oder Übernahme Hypotheken vorbereiten. Beurkundung (mit Anzahlung ca. 10%).

Evtl. unmittelbar anschliessend an Beurkundung: Grundbuchanmeldung Übergabe Schuldbriefe Rest­ kaufpreis ausseramtl. Abrechnung Nebenkosten usw. Übergabe Haus Zubehör Meldungen Behörden.

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nicht so wahrnimmt. Über die verschiedenen Schätzungsmethoden wurde in der Juni-Ausgabe 2012 des Haus Magazins berichtet (S. 51– 54). Es sollte aufgrund der grossen Tragweite des Vorhabens eine herkömmliche Schätzung (mit Besichtigung des Objek­tes) in Auftrag gegeben werden. Die Kosten dafür betragen meist zwischen ca. Fr. 1 200.– und 1 600.– für ein Einfamilienhaus (für Haus Magazin-Abonnenten/Mitglieder ca. Fr. 900.–). Der geschätzte Wert der zu verkaufenden Liegenschaft erlaubt es auch die Höhe der zu erwartenden Grundstückgewinnsteuer ungefähr im Voraus zu bestimmen. Da hier mitunter grosse Beträge anfallen ist nämlich auch diese Zahl frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

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Alle sachdienlichen Belege zusammenstellen (Anlage­ kosten Verkaufsaufwand usw.) Grundstückgewinn­ steuer-Erklärung ausfüllen; später Einschätzungsent­ scheid prüfen evtl. Einsprache und Abrechnung Depot.

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servationszahlungen oder Ähnliches direkt vom Käufer beziehen dürfen jedenfalls nicht vor der Beurkundung des Kaufvertrages.

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Maklerkosten

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In Maklerverträgen sehr weit verbreitet sind Honorare die in Prozenten vom erzielten Verkaufspreis ausgedrückt werden. Obwohl die früher offen publizierten Branchentarife à ca. 2 – 4 % des erzielten Preises von der Wettbewerbskommission beanstandet wurden sind sie auch heute noch gang und gebe. In vielen Fällen führen diese Tarife nicht nur zu einem Fehlen von Wettbewerb sondern auch zu überzogenen Honoraren. Käufer werden heute überwiegend mit geeigneten Werbemassnahmen (Internet) gefunden nicht mehr mittels «Geheimkontakten» des Maklers. Die Kosten sollten sich daher vor allem nach der Qualität der Dienstleistung richten und nicht auf spekulativen Vereinbarungen beruhen. In jedem Fall sollte man mehrere Offerten einholen. Immerhin sind Makler­ kosten wenigstens bis zu einer gewissen Höhe (im Kanton ZH z. B. maximal bis 2%) bei der Grundstückgewinnsteuer abzugsfähig.

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Maklervertrag

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Falls man den Verkauf nicht selbst erledigen will oder kann wird ein Makler dafür verpflichtet. Das Gesetz nennt die in den Artikeln 412 ff. OR geregelte Rechtsbeziehung den «Mäklervertrag». Obwohl nicht zwingend vorgeschrieben wird dieser fast immer schriftlich abgeschlossen. Es ist unbedingt zu empfehlen einen solchen Vertrag von dritter Seite fachmännisch prüfen zu lassen. Denn recht oft kommt es zu Differenzen wenn der Verkaufsprozess nicht so abläuft wie erhofft oder wie versprochen. Häufig sind Probleme im Zusammenhang mit fehlender und/oder unsorgfältiger Aktivität des Maklers (die trotzdem zu Entschädigungen führen soll). Nicht selten geben auch trotz Nichtverkauf gestellte Honorarforderungen oder die Kündigung des Maklervertrages allgemein zu Problemen Anlass. Der Makler sollte auch keine Re-

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9.

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Kaufvertrag

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Anstelle der zwar recht «beliebten» aber rechtlich unverbindlichen Reservationsverträge sollte wenn der Käufer feststeht möglichst bald der öffentlich (d. h. notariell) beurkundete Kaufvertrag abgeschlossen werden.

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Hausverkauf Service

Wird die Übernahme des Hauses erst für etwas später gewünscht so kann der Vollzug des Vertrages also die Grundbuchanmeldung bzw. Eigentumsübertragung entsprechend in ein späteres Zeitfenster gelegt werden. In solchen Fällen ist eine Anzahlung bis ca. 10% des Kaufpreises bei Beurkundung des Vertrages üblich und anzuraten. Der Restkaufpreis wird dann erst per Datum Eigentumsübertragung bezahlt. Die Risiken Kosten und Erträge aus der Liegenschaft (sog. «Nutzen und Gefahr») verbleiben für diese Zeit dann noch beim Verkäufer.

gesondert verrechnet. Deren Höhe schwankt in den Kantonen ziemlich stark. Im Kanton ZH beträgt die Gebühr für die nota­rielle Beurkundung 1 Promill des beurkundeten Preises zuzüglich MWST. Für die Änderungen im Grundbuch ist die Gebühr hier 1.5 Promille (von der MWST befreit). Diese Kosten sind von Verkäufer und Käufer meist je hälftig zu tragen wobei sie dafür solidarisch haften.

Grundstückgewinnsteuer

Für den Hausverkäufer ist der Kaufvertrag inhaltlich scheinbar einfach: Er muss schauen dass er sicher zu seinem Geld kommt und dass alle Garantien für welche das Gesetz auch bei älteren Häusern fünf Jahre vorsehen würde im zulässigen Umfang ausgeschlossen werden. Allerdings muss der Verkäufer aufpassen dass er nicht ausserhalb des Vertrages Zusicherungen und Anpreisungen gemacht hat die sich als unzutreffend herausstellen. Denn er kann nach der Gerichtspraxis unter Umständen für das Fehlen von zugesicherten Eigenschaften (Beispiel: Wohnfläche ist kleiner als deklariert) vom Käufer zur Rechenschaft gezogen werden auch wenn die entsprechende Angabe nicht im Kaufvertrag selbst steht. Daher gilt auch beim Hausverkauf der Grundsatz «ehrlich währt am längsten».

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Diese Steuer wird in der ganzen Schweiz gestützt auf das Steuer­ harmonisierungsgesetz des Bundes erhoben. Unter gewissen engen Voraussetzungen kann die Besteuerung aufgeschoben werden wenn anstelle des veräusserten Eigenheims wieder ein neues solches gekauft wird. Im Übrigen sind die Systeme der Steuerbemessung in den Kantonen sehr unterschiedlich so dass hier kaum generelle Aussagen gemacht werden können.

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Inhalt des Kaufvertrages

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Sicherstellung Weil in fast allen Kantonen auch der Käufer indirekt (über ein gesetzliches Pfandrecht oder eine Solidarhaftung) für die Grundstückgewinnsteuer geradestehen muss ist es richtigerweise weit verbreitet die Steuer im Voraus vom zuständigen Steueramt berechnen zu lassen und diese auf Abrechnung vom Kaufpreis auf einem Sperrkonto sicherzustellen bis die tatsächliche Steuer vom Verkäufer bezahlt ist oder eben feststeht dass gar keine Steuer anfällt.

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Übergabe

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Beim Liegenschaftenverkauf ist die Übergabe in geräumtem besenreinem Zustand üblich. Manche Notariate regeln dies auch explizit im Kaufvertrag ebenso wie z. B. den Verbleib von Waschmaschinen und dergleichen. Falls bewegliche Sachen wie z. B. ein Rasenmäher mit verkauft werden sollte dies mit einer separaten Vereinbarung geschehen denn die Integration in den Kaufpreis für das Grundstück hat unnötige Steuer- und Gebührenerhöhungen zur Folge. Jedoch sollten solche Separatverkäufe unbedingt wahrheitsgetreu vereinbart werden und auf realistischen Werten beruhen. Sonst entsteht schnell der Verdacht der Separatverkauf diene nur zur teilweisen Umgehung der Grundstückgewinnsteuer was in verschiedener Hinsicht unangenehme Auswirkungen zeitigen kann

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Weitere Steuern und Gebühren

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Manche Kantone kennen noch eine Handänderungssteuer die meist ca. 1– 2 % des Kaufpreises beträgt. Steuerpflichtig ist oft der Erwerber manchmal auch beide Parteien des Kaufvertrages. Dieser Steuer steht keine staatliche Gegenleistung gegenüber denn die Notariats- und Grundbuchgebühren werden überall

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Fragen zum Thema Hausverkauf? Kostenlose Hotline am Dienstag, 11. und Mittwoch, 12. September 2012, Telefon 043 500 40 50, jeweils 10:00 h bis 12:00 h und 14:00 h bis 16:00 h. ,

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Kurze Fragen können unter Angabe der Wohnsitzadresse auch per E-Mail an rechtsdienst@haus-club.ch oder per Post an

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Beratungszentrum Haus Club Schweiz Bahnhofstrasse 56 8001 Zürich gerichtet werden.

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Abonnenten des HAUS MAGAZINS erhalten generell von Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr eine kostenlose telefonische Erstberatung.

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ratgeber

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MITEIGENTUM:

Aufgabe von Miteigentum an Tiefgaragenplätzen?

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lic.iur. Thomas Kasahara eidg. dipl. ImmobilienTreuhänder Mediator FH Rechtsdienst Beratungszentrum

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Kurt M. Zürich: Wir haben eine Wohnung in einer Gross-Überbauung mit einer gemeinsamen Tiefgarage (Miteigentum). Drei PP sind noch dem Verkäufer der vergessen hat diese zu Besucherplätzen zu machen. Er will sich nicht an den Kosten beteiligen und nun das Eigentum daran einfach aufgeben ohne uns zu fragen. Darf er das?

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Wenn Ihr Verkäufer die Abstellplätze bzw. die Miteigentumsanteile ohne Zustimmung «loswerden» will hat er unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit dazu (sog. Dereliktion). Das Bundesgericht geht davon aus dass der Anteil auf den

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WOHNRECHT / FORMERFORDERNIS:

Wohnrecht gültig?

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lic.iur. LL.M. Katja Schatt Rechtsdienst Beratungszentrum

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Abgesehen von einem schriftlichen Vertrag ist das gültige Zustandekommen eines Wohnrechts i.S.v. Art. 776 ff. ZGB seit jeher von einem Grundbucheintrag abhängig. Seit dem 1. Januar 2012 muss der Dienstbarkeitsvertrag nun sogar notariell

GEWÄHRLEISTUNGSAUSSCHLUSS / GRUNDSTÜCKKAUF:

Garantie-Ausschluss erlaubt? ,

lic.iur. Jan Prager Rechtsdienst Beratungszentrum

Fritz M. aus der Stadt Basel: Im Kaufvertrag über unser Eigenheim welches wir kürzlich erworben haben steht dass «jede Gewährspflicht des Verkäufers für Rechts- und Sachmängel aufgehoben ist». Mit Schrecken haben wir nun festgestellt dass der ganze Keller verschimmelt ist was mit einem neuen Anstrich vertuscht wurde. Wie schätzen Sie unsere rechtliche Lage ein?

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Da es sich bei der gesetzlichen Gewährleistungsordnung um keine zwingenden Normen handelt ist es zulässig diese mittels Freizeichnungsklauseln abzuändern. Die Freizeichnung hat aber

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beurkundet werden. Da der in Frage stehende Vertrag vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossen wurde unterstand er noch nicht der Formvorschrift der öffentlichen Beurkundung. Bei Bestehen des vom Gesetz geforderten Grundbucheintrags ist das Wohnrecht gültig als sog. dingliches Recht zu­stande gekommen. In diesem Fall brauchen Sie sich keine Sorgen um Ihre Bleibe zu machen. Andernfalls ist kein Wohnrecht im Sinne des ZGB entstanden. Entsprechend wäre Ihr Sohn Ihnen gegenüber nur noch auf einer vertraglichen Ebene verpflichtet. Würde er (bzw. der Hauskäufer) Sie «vor die Türe stellen» sprich den Vertrag mit Ihnen nicht einhalten würde dies aber immerhin eine Schadenersatzpflicht seinerseits begründen.

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Erna M. aus Dietikon: Als ich vor 5 Jahren mein Einfamilienhaus meinem einzigen Sohn überschrieb haben wir schriftlich vereinbart dass ich ein lebenslanges Wohnrecht erhalte. Nun möchte er die Immobilie veräussern. Muss ich mir Sorgen um meine Bleibe machen?

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so verzichtet wurde den anderen Eigentümern im Verhältnis ihrer Quoten anwächst (sog. Akkreszenz). Sofern der Anteil belastet ist erfolgt keine Akkreszenz; die verbleibenden Miteigentümer werden nach Massgabe ihrer Berechtigung an der ganzen Sache am betreffenden Anteil berechtigt. Vereinigung (sog. Konfusion) ist erst möglich wenn der Anteil auf den verzichtet wurde frei jeder Belastung ist und den Miteigentümern aus dem «Zuwachs» weder eine Belastung ihrer Anteile noch der gemeinschaftlichen Sache entsteht. Der Verzicht auf einen Miteigentumsanteil wird erst mit Löschung des Eintrags im Grundbuch wirksam. Diese erfolgt auf schriftliches Löschungsbegehren des Verzichtenden. Bestehen am aufgegebenen Anteil Rechte Dritter (z.B. Pfandrechte) ist gemäss Rechtsprechung die Zustimmung der berechtigten Personen erforderlich. Die Antwort lautet also: Ja aber…

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bestimmte Grenzen. So entfaltet sie gemäss Art. 192 Abs. 3 und Art. 199 OR zum Beispiel keine Wirkung wenn der Verkäufer dem Käufer die Gewährsmängel arglistig verschwiegen hat. Nach Ihrer Darstellung wurde der Schimmelbefall absichtlich vertuscht weshalb die genannte Klausel bezüglich dieses Mangels nicht gilt. Sie haben also gute Chancen erfolgreich gegen den Verkäufer vorgehen zu können wenn Sie das beweisen können. Gemäss einer neueren Lehrmeinung sollen Freizeichnungsklauseln nun auch durch Art. 8 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb (UWG) beschränkt werden welcher besagt dass die Verwendung von missbräuchlichen Geschäftsbedingungen unlauter sei. Vorformulierte Gewährleistungsausschlussklauseln werden nach dieser (umstrittenen) Meinung wie AGBs behandelt.

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Topten SERVICE

Was tun, wenn es im Keller zu feucht ist? Feuchteprobleme im Kellergeschoss können vielfältige Ursachen haben. Luftentfeuchter beseitigen die Ursachen nicht, können aber Schäden begrenzen. TEXT Armin Braunwalder

E

s riecht muffig im Kellergeschoss. Wände sind feucht. Da und dort zeigen sich schwarze oder farbige Flecken an verschiedenen Stellen blättert der Anstrich ab. Das sind deutliche Anzeichen dass es hier unten zu feucht ist. Die Ursachen eindeutig zu lokalisieren und nachhaltig zu beheben ist oft sehr schwierig. Schon ein kleines Wasserleck im Mauerwerk kann lange unbemerkt sein Unwesen treiben. Aufgrund des «Fliessblatt-Effekts» verbreitet sich eindringendes Wasser von nassen in trockene Bereiche. Wird ein Feuchteschaden sichtbar kann sich das Leck weit weg davon befinden. Weitere Feuchtequellen stammen aus dem Erdreich: So etwa bei Naturboden Hangdruck oder einem nahen Grundwasser­spiegel. Auch von aussen zufliessendes Oberflächenwasser oder heftig an die Hauswand peitschender Regen kann über den Mauerfuss des Gebäudes den Weg ins Kellergeschoss finden. «Es können so ungeahnt grosse Wassermengen in Bauteilen gespeichert werden und über lange Zeit schädlich wirken» erklärt Jürg Nipkow Gebäudeexperte bei der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.). Doch nicht nur diese externen Feuchtequellen sind problematisch. Auch beim Wäschetrocknen ohne Lufttrocknungsgerät oder mit Abluft-Tumbler kann zu viel Feuchtigkeit im Kellergeschoss bleiben wenn die Entlüftung un-

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Was ist relative Feuchte?

wissen

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Luft enthält immer unsichtbaren Wasserdampf. Je wärmer die Luft desto mehr Wasser nimmt sie auf. Der Feuchtegehalt ist also temperaturabhängig. Ein Hygrometer zeigt diese «relative Feuchte» in Prozent des maximal möglichen Wassergehalts (= 100% relative Feuchte). Dieses Maximum liegt bei 0°C bei etwa 4 Gramm Wasser pro m3 Luft bei 10°C sind es um die 8 Gramm bei 20°C schon etwa 15 Gramm und bei 30°C sogar über 40 Gramm Wasser pro m3 Luft. Zeigt der Hygrometer bei 0°C also 50% an enthält die Luft pro m3 rund 2 Gramm Wasser. Bei 10°C entspricht dieser relative Feuchtewert etwa 4 Gramm Wasser pro m3 Luft bei 30°C sind es über 20 Gramm.

Bild: Sung-Il Kim/Corbis

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Feuchteschäden in Kellerräumen: Ursachen und mögliche Massnahmen durch Fachperson abklären lassen. genügend ist. Dabei geht es um erhebliche Mengen: Bei 21 Kilogramm Wäsche pro Woche müssen pro Trocknung über 12 Liter Wasser abgeführt werden. Dasselbe gilt für Kondensations­ tumbler die im Betrieb warme sehr feuchte Luft in den Raum abgeben können.

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Luftentfeuchter können sinnvoll sein

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Ist die Luftfeuchtigkeit in Kellerräumen zu hoch können Stellen ins «Schwitzen» kommen die kälter sind als die Raumluft – sei das an Fenstern oder Wänden. Man spricht dann von Konden­ sation: Der Wasserdampf in der Luft schlägt sich durch die Abkühlung auf kalten Oberflächen als flüssiges Wasser nieder. Auf dem Mauerwerk kann das kondensierte Wasser je nach Beschaffenheit der Mauern wegen des «Fliessblatt-Effekts» mehr oder weniger aufgesaugt werden und sich verteilen. Über kurz oder lang kann dies zu kostspieligen Folgeschäden führen. Schimmelpilz ist ein Anzeichen dafür. S.A.F.E.-Experte Jürg Nipkow rät in jedem Fall zunächst die Ursachen für Feuchteschäden durch einen Architekten oder Bauphysiker abklären zu lassen. Je gravierender das Problem desto eher muss mit kostspieligen baulichen Massnahmen gerechnet werden um die Ursachen zu beseitigen. In bestimmten Situatio­ nen kann ein Luftentfeuchtungsgerät das Feuchteproblem nachhaltig verbessern. Wichtig ist dabei eine gute Energieeffizienz. Die Stromsparwebsite www.topten.ch listet solche effiziente

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SERVICE Topten

Luftentfeuchter. Alle Geräte haben eine Hygrostat-Regelung. Bei Unterschreitung der eingestellten Luftfeuchte schalten sie automatisch ab was für den Stromverbrauch sehr relevant ist. Die Topten-Geräte wurden im Labor der Fachhochschule Luzern (HSLU) bei Luftbedingungen getestet die für Schweizer Verhältnisse realistisch sind (10°C 15°C 20°C und 60% relative Luftfeuchte). Die oft deklarierten Entfeuchtungsleistungen für 30°C und 80% relative Feuchte sind für die Anwendung in der Schweiz nicht aussagekräftig. Bei tieferen Raumtemperaturen wie sie in unseren Breitengraden üblich sind sinkt nämlich die Entfeuchtungsleistung von Luftentfeuchtern deutlich ab (siehe auch Box «Was ist relative Feuchte?»).

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Info

• Entfeuchtungsleistung: Aufgenommenes und ausgeschiedenes Wasser in Liter pro 24 Stunden bei 60% relativer Luftfeuchte und 15°C Lufttemperatur. www.topten.ch gibt die Werte bei 10°C und 20°C ebenfalls an. • Entfeuchtungs-Effizienz: Dieser Wert gibt an wieviel Wasser pro verbrauchte Kilowattstunde Strom ausgeschieden wird (Liter/kWh). Je höher dieser Wert desto effizienter das Gerät. • Geräusch: Schalldruckpegel in Dezibel (dB(A)) in 2.5 m Abstand. 10 dB Unter­ schied entsprechen etwa einer Verdoppelung des empfundenen Geräuschpegels. 60 dB(A) sind in Wohnungen zu laut in Kellerräumen aber unproblematisch. • Spezielle Optionen: Sinnvoll sind Funktionen wie eingebaute Schaltuhr Fernbedienung oder Fernsteuer-Kontakt.

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Stromkosten übersteigen Gerätekosten

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Überschüssiger Wasserdampf kondensiert so zu flüssigem Wasser. Dieses wird in einem Wasserbehälter gesammelt oder direkt in den Ablauf geleitet. Danach wird die gekühlte und entfeuchtete Luft im Kondensator der Wärmepumpe wieder erwärmt und in den Raum zurückgeführt. Topten-Geräte für 2 grössere Kellerräume bis etwa 40 m2 sind ab 600 Franken zu haben. Über eine INFO Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren betrachtet sind die Stromkosten allerdings zwei- bis dreimal so hoch wie der Kaufpreis. Sind mehr Räume betroffen und eine Fläche von 50 bis 100 m2 zu entfeuchten wird es kostspieliger. Topten-Geräte Bis 16 Liter / 24 Std. die das schaffen kosten zwischen 2200 Schönmann und 4000 Franken. Dabei muss über fünfDantherm CDT 30 zehn Jahre gerechnet mit nochmals so 2185 hohen Stromkosten gerechnet werden. 2304 94

Am effizientesten sind sogenannte Kondensationstrockner die nach dem Wärmepumpen-Prinzip funktionieren. Ein Ventilator saugt die feuchte Raumluft ins Gerät und führt sie über den Verdampfer der Wärmepumpe. Hier wird die Luft abgekühlt.

Luftentfeuchter auf www.topten.ch (Auswahl)

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Bis 8 Liter / 24 Std. Lübra Krüger LDH 626L Airsec 3000 801 616 1596 1782 61 66

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Lunor L-45 3186 3234 14 7

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Nutzungsdauer des Geräts: 15 Jahre; Stromverbrauch gemäss Deklaration der Leistungsaufnahme bei 60% r.F. 15°C und 2000 Betriebsstunden pro Jahr (z.B. 5½ Std. pro Tag oder 11 Std./Tag 6 Monate); Stromtarif: 20 Rp./kWh

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Bilder: zVg

Kategorie Marke Modell Kaufpreis (Fr.) Stromkosten (Fr.)1 Entfeuchtungsleistung (Liter/24 Std./15°C) Geräusch (dB(A))

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Heizung Service

Die Fernwärme als Alternative bei der Heizungssanierung. Eine Variante, die oft nicht geprüft wird, aber durchaus ihre Vorzüge hat. Textbearbeitung Corinne Bünzli BILDER Hoval AG

Bodenstehende Übergabestation in Mehrfamilienhaus: Blaue Umrandung am Boden markiert den ehemaligen Betonsockel des Ölkessels.

Eine kompakt WandÜbergabestation.

Wärme aus der Ferne – eine saubere Energie

F

lösung zu vergleichen. Sie brauchen keine Energie zu bestellen keine Tanks zu reinigen und keine Kamine zu russen.

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Geringere Belastung Die zentrale Wärmeerzeugung reduziert den Schadstoff- und CO2 -Ausstoss egal welcher Energieträger eingesetzt wird. Durch effiziente Abgasreinigungssysteme und Hochleistungsfilter die etwa bei zent­r alen Holzschnitzelkraftwerken oder Kehrrichtverbrennungsanlagen zum Einsatz kommen ist die Belastung von Klima und Umwelt deutlich geringer als wenn in jedem Gebäude einzeln die Energie für die Wärmeversorgung produziert wird. Weitere Energiequellen für Fernwärmenetzte sind Abwärme aus Abwasserreinigungsanlagen Prozessabwärme aus

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ernwärme ist eine zentral erzeugte Wärme die über ein Rohrleitungssystem zu den einzelnen Verbrauchern verteilt wird. Fernwärme heisst aber nicht dass die Wärmeerzeugung in der Ferne liegen muss. Es gibt auch sogenannte Nahwärme oder Mikronetze. Das Prinzip ist jedoch immer dasselbe. Fernwärme wird hierzulande zu einer immer bedeutenderen und beliebteren

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Energiequelle. Mit gutem Grund denn die Energieversorgung über ein Fernwärmenetz hat viele Vorteile gegenüber einer individuellen Wärmeerzeugung vor Ort. Fernwärme substituiert sehr häufig fossile Energieträger. Denn Fernwärme wird oft aus einheimischen und erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Oder aber es wird Abwärme genutzt. Die Fernwärme ist eine sehr bequeme Wärmeerzeugung und durchaus mit einer Wärmepumpen-

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Service Heizung

Industrien oder Geothermie. Langfristig betrachtet ist Fernwärme eine kostengünstige Energie. Zwar ist kein allgemein gültiges Preisniveau zu nennen da es sehr unterschiedliche Preismodelle von Seiten der Anbieter gibt. Auf der einen Seite kann der Hausbesitzer mit kostenlosem Anschluss und kostenloser Installation aber dafür hohem Energiepreis konfrontiert sein.

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Auf der anderen Seite mit einem tiefen Energiepreis und dafür gehen sämtlicher Anschluss- und Installationskosten auf seine Rechnung. Das heisst die Verteilung von Investitions- und Betriebskosten kann zwischen einem Extrem und dem anderen liegen. In der Regel werden sehr langfristige Verträge abgeschlossen von zehn bis zwanzig Jahren. Dadurch können

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Einfache Modernisierung Eine Fernwärmeübergabestation muss hinsichtlich der Anforderungen des Wärme-­ anbieters und des Wärmebezügers ausgelegt werden. Hierbei sind vor allem Vorlauf- und Rücklauftemperaturen des Anbieters zu berücksichtigen sowie die benötigte Wärmeleistung des Abnehmers. Diese Auslegung wird durch sogenannte Übergabestationenlieferanten erledigt. Für Einfamilienhäuser können oftmals kompakte Wandstationen angeboten werden was einen erheblichen Raumgewinn ergibt. Abhängig vom Alter des Wassererwärmers ist ein gleichzeitiger Ersatz empfehlenswert. Wurde bis anhin das Warmwasser mit einem Elektroboiler erzeugt so ist die künftige Erzeugung mit der Fernwärme äusserst sinnvoll. Die Kombination mit thermischer Solarenergie ist grundsätzlich möglich aber nicht üblich da der Fernwärmeanbieter eine möglichst regelmäs­ sige und konstante Wärmeabnahme für einen idealen Betrieb seines Netzes benötigt. Fernwärme ist für jeden Gebäude­ typ geeignet sei es ein altes schlecht isoliertes 20-Liter Haus oder ein modernes MINERGIE-Gebäude mit unter vier Liter. Sie empfiehlt sich für freistehende Einfamilienhäuser bis hin zu grossen Wohnüberbauungen.

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Vorteile im Überblick

INFO

• Maximale Versorgungs- und Betriebssicherheit • Minimaler Wartungsaufwand • Bedarfsgerechte und flexible Auslegung der Station • Komfortable und einfache Bedienung • Kein Aufwand für Brennerservice Tankreinigung Kaminfeger und Emissionsmessungen • Geringer Platzbedarf • Keine Energiebeschaffung auf Vorrat

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Grafik: Hoval AG

Prinzipschema Fernwärmeenergie

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Fernwärmeübergabestation in bestehende Installation integriert.

beide Parteien sehr einfach kalkulieren und haben eine finanzielle Sicherheit wie bei keiner anderen Energieart. Der Sanierungsaufwand ist mit dem Ölkesselersatz vergleichbar. Die Fernwärmeübergabesta­tion kann in der Regel mit geringen Rohrführungsanpassungen anstelle des Kessels in das System ein­ gebunden werden.

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Weitere infos www

Weitere Informationen zum Thema Fernwärme und eine Übersicht der Anbieter in Ihrer Region finden Sie unter www.fernwaerme-schweiz.ch oder bei Ihrem lokalen Energieanbieter.

INFO


Fenster Service

Fenster sanieren mit weiser Voraussicht Das Sanieren und Instandhalten seines Eigenheims sollte man seriös planen. Einerseits ist die finanzielle Frage zu lösen, andererseits die richtige Reihenfolge der einzelnen Sanierungsschritte zu definieren.

Fenster können unabhängig und vor einer Fassadensanierung renoviert werden.

Textbearbeitung Corinne Bünzli BILDER 4B Fenster AG

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as Fenster ist bekanntlich Teil der Gebäudehülle und trägt als solches auch zur Wärmedämmung bei. Oder eben nicht wenn man gewisse Überlegungen nicht anstellt. Plant man eine umfassende Erneuerung oder Teil­ erneuerung des Hauses so plant man unter anderem eine Fenster- eine Fassaden- und auch eine Dachsanierung. Wichtig ist die Berücksichtigung der Fassadensanierung bei einer vor­ gezogenen Fensterrenovation. Es ist sinnvoll bei der Fassadensanierung auch die Leibung rund ums Fenster zu isolieren. Das bedeutet dann aber dass das Lichtmass des Fensters sich durch die Isolierung um ca. 4 cm auf jeder Seite verringern wird. Das muss bei der Fensterbemessung unbedingt berücksichtigt werden. Und vor allem wenn man sich für einen Vollrahmenersatz entscheidet. Also ein Fenster das mit komplettem Rahmen ersetzt wird. Der neue Fensterrahmen muss den Platz für diese nachträgliche Isolierung berücksichtigen. Bei einem Renovationsfenster mit Wechselrahmen ist bereits Platz für 3 – 4 cm Isolationsmaterial vorhanden. Ist eine dickere Isolation vorgesehen ist auch hier mit Voraussicht darauf hinzuweisen.

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Bei der Massaufnahme für die neuen Fenster muss eine spätere Isolierung berücksichtigt werden.

Wichtige Informationen einfliessen lassen

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Um eine optimale Fenstersanierung durchzuführen braucht der Fensterbauer neben der Dicke der Fassadenisolation noch wichtige weitere Informationen: Wann ist die Fassadensanierung denn vorgesehen? Je nachdem fällt die Abdichtung des Bauanschlusses des Fensters anders aus. Zudem ist auch die Farbgebung der neuen Fassade entscheidend. Bei einem Fenster aus Holz-Aluminium kann die Farbe des Aluminiums aussen nach RAL oder NCS definiert werden. So kann es optimal mit der zukünftigen Fassadenfarbe abgestimmt werden.

Haus magazin 7/2012 63


SERVICE Fenster

Neben der Aussenbetrachtung des Fensters sind auch wichtige Überlegungen für die Innenräume anzustellen. Was hat der Eigentümer mit der Heizung vor? Bleiben die Radiatoren bestehen? Was geschieht mit dem Vorhangbrett und Fenstersims? Vor allem beim Vollrahmenersatz bei dem Fenstersimse Vorhangbretter allenfalls Rollladenkästen und Radiatoren entfernt werden müssen und es durch das Herausreissen des Fensterrahmens manchmal zu Schäden an Wänden kommen kann ist diese Information relevant.

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Storen und Rolläden nicht vergessen Ein grosses und eingehend zu diskutierendes Thema sind Storen Rolläden oder Jalousien. Sinnvollerweise wird auch der häufig nicht oder schwach isolierte Roll­ ladenkasten saniert. Nur sind die Platzverhältnisse für eine nachträgliche Wärmedämmung beschränkt. Der Eigentümer muss sich entscheiden ob er sich neu für Lamellenstoren entscheidet oder gar Jalousien die das Erscheinungsbild des Hauses stark verändern können. Bleibt der Eigentümer bei den Rollläden oder Storen müssen bei einer Fassadenisolation die Storenschienen versetzt die Storen oder Rollläden in der Breite angepasst oder gleich ersetzt werden. Hier kann der Fensterbauer bereits gewisse Vorarbeiten leisten. Ein Hinweis zur Finanzierung einer Teilerneuerung oder umfassenden Erneuerung des Hauses ist ebenfalls nicht zu unterlassen.

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Das Renovationsfenster garantiert eine schnelle und saubere Sanierung.

Weitere infos

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www

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Nachgefragt

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Mit dem Gebäudeprogramm werden solche Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz finanziell unterstützt. Eine Fenster­ sanierung muss aber zwingend mit einer Fassaden- oder Dach­ sanierung einhergehen. Eine Etappierung der einzelnen Schritte ist erlaubt wenn das Gesamtprojekt innerhalb von 2 Jahren nach der Bewilligung umgesetzt wird.

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2. Heizung und Warmwasser. Hier lohnt es sich einen allfälligen Wechsel des Energieträgers zu prüfen. 3. Geräte und Beleuchtung. Hier geht es darum die Haushaltsgeräte so auszuwählen dass diese den neusten energetischen Anforderungen entsprechen. Wichtig ist dass Sie bei der Planung auch den Zeitrahmen und die Kosten betrachten. Allenfalls ergibt eine sinnvolle Etappierung der Sanierung auch steuerliche Vorteile.

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pirmin odermatt Leiter ProductManagement 4B Fenster AG

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Wichtig ist bei einer Gesamtsanierung dass die Erneuerungsmassnahmen aufeinander abgestimmt sind. Bei der Umsetzung empfehle ich Ihnen folgende Reihenfolge: 1. Gebäudehülle energetisch optimieren. Dazu gehören die Fenster und Türen das Dach die Fassade und die Kellerdecke. Dabei können Sie unter bestimmten Bedingungen auch von Fördergeldern profitieren.

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Wir haben vor, mein Elternhaus – ein Haus aus den 30er-Jahren, nächstens von Grund auf zu sanieren. Was muss wann erfolgen?

Mehr Informationen dazu unter www.dasgebaeudeprogramm.ch.

Das Haus steht an einer sehr befahrenen Strecke. Die neuen Fenster müssten deshalb über eine gute Isolation verfügen. Welche Möglichkeiten bietet der Markt? Fenster der neuesten Generation weisen über das gesamte Fenster Wärmedämmwerte von ≤ 1.0 W/m2K aus. Diese guten Dämmwerte werden erreicht indem ein 3-fach Isolierglas mit Gasfüllung eingebaut wird und zwischen dem Flügel und dem Rahmen mindestens zwei Dichtungsebenen eingebaut sind.

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An einer stark befahrenen Strasse lohnt es sich Gläser einzubauen welche nebst dem Wärmeschutz auch schalldämmtechnisch optimiert sind. Durch unterschiedliche Glasdicken oder durch den Einsatz von Schallschutzfolien zwischen den Gläsern wird dem Strassenlärm der Weg ins Rauminnere verwehrt.

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Die Kostenvoranschläge für die Sanierung sind recht hoch. Wir würden sie deshalb auf verschiedene Etappen verteilen. Macht das Sinn? Diese Überlegung machen viele unserer Kunden. Ein etappiertes Vorgehen hat den Vorteil dass die Investitionen über mehrere Jahre verteilt werden können. Zudem bleibt das Objekt in der Regel während den Bauarbeiten bewohnbar. Als Nachteil einer Etappierung ist zu nennen dass die Baukosten insgesamt meis­tens etwas höher zu liegen kommen. Wenn die etappierte Ausführung aber vorgängig einer sauberen Gesamtplanung unterzogen worden ist funktioniert das prima.

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Service Dämmung

Mehr Wohnqualität per Mausklick Das virtuelle Gebäudesanierungsportal Evalo.ch führt Hausbesitzern die Vorteile einer energetischen Sanierung mit nackten Zahlen vor Augen. Die Plattform dient vielen als perfekter Anreiz, den Schritt von der Idee zur konkreten Planung zu wagen. TEXT Robert Wildi

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ugluft pfeift durch die Fensterritzen. Ein unangenehmes Geräusch ein kühles Raumklima eine hohe Heizkostenabrechnung. Selbst wenn der nächste Winter noch weit entfernt ist – die unerfreuli­-

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Fassaden Dächern Estrichböden oder Kellerdecken. Dazu kommen Fens­ ter- oder Heizungsersatz sowie Solarthermie.

René Grob, Anwendungstechniker bei der Flumroc AG, Partner von Evalo.ch

Können Sie abschätzen, welche energe­ti­ schen Verbesserungen respektive finan­ziellen Einsparungen Ihre Kunden dank Evalo tatsächlich erzielt haben?

Seit wann bietet Flumroc ihren Kunden die Dienstleistung von Evalo an und mit welchem Rücklauf? Flumroc hat Evalo im Herbst 2009 auf den Firmen-Webseiten aufgeschaltet. Seither sind laufend neue Funktionen dazu gekommen. Heute ist es ein sehr umfangreiches und kompetentes Tool. Die Besucherzahlen sind laufend gestiegen.

Haben Sie verlässliche Zahlen oder Quellen, wie viele Flumroc-Kunden die Hilfe von Evalo tatsächlich für ihre Sanierungen beanspruchen?

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Aus der Statistik lässt sich herauslesen dass sehr viele Leute die Sanierungsplattform in Anspruch nehmen. Via Evalo wurden bereits Sanierungen im Wert von mehreren hundert Millio­nen Franken simuliert. Allein dieser Wert spricht für sich. Betroffen sind davon Massnahmen wie die Dämmung von

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Der Verbrauch nach einer virtuellen Sanierung via Evalo wurde im Durchschnitt um rund 45% reduziert. Für diese virtuellen Sanierungen gäbe es im Rahmen des Gebäudeprogramms Fördergelder von rund 24 Millionen Franken.

Wo sind die Grenzen von Evalo? Das Tool soll einem interessierten Bauherren auf einfache Weise Angaben bezüglich Investitionen Verbrauchsreduktion zu erwartende Fördergelder und steuerliche Aspekte aufzeigen. Aber Evalo kann natürlich eine objektbezogene Offerte vom Fachmann nicht ersetzen.

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Hatten Sie bei Flumroc auch schon Rekla­ mationen von Kunden, bei denen Evalo falsche Kalkulationen lieferte?

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Nein solche Fälle sind uns nicht bekannt. Im Gegenteil wir hatten schon sehr positive Rückmeldungen von zunächst kritischen Experten.

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chen Erinnerungen an die letzte besonders frostige Periode zwischen November und Februar sind vielen Hausbesitzern noch durchaus präsent. Tausende von ihnen studieren daran herum ihre in die Jahre gekommenen Immobilien nun endlich umfassend zu sanieren. Of­fene Fragen machen die Entscheidung aber nicht leicht: Wie viel muss ich investieren? Um wie viel sinken meine Kosten danach tatsächlich? Lohnt sich das ganze überhaupt? Der Schweizer von Natur aus ein vorsichtiger Mensch neigt zum Zögern.

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Bund gibt Anreiz Animieren will ihn seit zwei Jahren auch der Bund. Im Rahmen ihres Gebäude­prog­ramms unterstützt die Regierung Haus­besitzer mit jährlichen Fördergeldern von 200 Millionen Franken jetzt endlich zur Tat zu schreiten. Energetische Umbauten sollen sich für jeden Privateigentümer lohnen findet die Regierung und öffnet dafür die Staatskasse. Auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Subventionsprogramme oder steuerliche Abzugsmöglichkeiten für nachhaltige Modernisierungen.

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Zuerst informieren, dann sanieren Es gab also schon ungünstigere Momente um über Sanierungsmassnahmen am eigenen Haus nicht nur nachzudenken sondern sie ganz konkret ins Auge zu fassen. Doch überstürzen sollte man selbst beim Ausblick auf luk­

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Dämmung Service

ben Vorkalkulation rechnet das Portal dem Eigentümer die ungefähren Kosten einzelner Sanierungsmassnahmen als auch die Summe der zu erwartenden Fördergelder aus. «Die eingesetzten Preise verstehen sich als Richtwerte und müssen im Falle einer Konkretisierung des Projekts nochmals genau nachkalkuliert werden» so Ahrend. Das Portal verstehe sich nicht als Planungsinstrument könne dem Eigentümer aber einen ersten und vielleicht wesentlichen Anreiz geben die

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«Mit Evalo.ch können sich Hausbesitzer schnell und umfassend informieren.» konkrete Planung und schliesslich Umsetzung der Sanierung auch tatsächlich anzugehen. In vielen Fällen ist dies genau so eingetroffen. Seit der Live-Schaltung von Evalo.ch am 1. Oktober 2010 wurden bereits 65 000 Seitenaufrufe registriert. Daraus resultierten bislang 9000 konkrete Projektdokumentationen mit einem beabsichtigten Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Franken. «Wenn das kein

Das können Hausbesitzer auf Evalo.ch

Info

• Die eigenen realen Hausdaten eingeben • Den aktuellen Stand der Energieeffizienz ihres Hauses ermitteln • Gewünschte Sanierungsmassnahmen auswählen • Direkte Kosten und potenzielle Fördermittel abschätzen • Sich spielerisch komplexe Themen erschliessen • Ein Budget vorgeben und einen Vorschlag zum optimalen Einsatz der Mittel erhalten

rative Fördergelder nichts. Was müssen Hauseigentümer vorkehren welche Punkte müssen sie im Vorfeld einer Sanierung zwingend beachten? Mit dieser Fragestellung befasste sich rund um die Lancierung des Gebäudeprogramms auch das Schaffhauser Dienstleistungsunternehmen a2-c. Es entwickelte die Idee einer Informationsplattform die Hauseigentümern schnell und einfach einen Überblick zu den wichtigsten Voraussetzungen und Varianten einer Sanierung bietet. Die Plattform heisst Evalo.ch und wurde

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Bilder: diffused/beyond/Corbis www.evalo.ch

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von a2-c mit Unterstützung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften umgesetzt.

Beitrag zu einer verbesserten Energie­ effizienz ist» sagt Martin Ahrend. Mehr Wohnqualität und weniger kühle Zugluft inklusive.

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Projektpläne im Wert von 300 Millionen Franken ausgelöst «Über Evalo.ch können sich interessierte Hausbesitzer mit wenigen Klicks informieren wie eine energetische Verbesserung an ihrer Immobilie vorgenommen werden kann» erklärt Martin Ahrend von a2-c die Kernleistung. In einer gro-

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Weitere infos www

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.evalo.ch

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Service Versicherung

Brauche ich eine Zusatzversicherung? Zusatzversicherungen ermöglichen eine individuell abgestimmte Gesundheitsvorsorge. Zuvor heisst es aber: Bedürfnisse definieren Offerten einholen Angebote vergleichen Bedingungen lesen – und gekonnt zusammenstellen. TEXT Thomas Bürgisser

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er von der optimalen Zu­ satzversicherung profi­ tieren möchte sollte jetzt mit Vergleichen begin­ nen. Vor allem wenn vielleicht ein Wechsel der Kasse bevor­ steht und die alten Zusatzversicherungen bis Ende September gekündigt sein müs­ sen. Denn Zusatzversicherungen sind freiwillig – auch für Krankenkassen. Diese führen deshalb vor dem definitiven Abschluss meist eine Gesundheitsprü­ fung beim Versicherten durch. Nicht sel­ ten werden im Anschluss daran Risi­ken von der Deckung ausgeschlossen oder Versicherte gar ganz abgelehnt beispiels­ weise aus gesundheitlichen Gründen. Der Online-Vergleichsdienst Comparis empfiehlt deshalb alte Zusatzversicherungen erst zu kündigen wenn von der neuen Krankenkasse eine vorbehaltslose

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Aufnahmebestätigung vorliegt. Und bis dahin kann es ein langer Weg sein.

Grundsätzlich nicht nötig – aber nützlich Die obligatorische Grundversicherung in der Schweiz ist gut ausgebaut und deckt die gesundheitliche Grundversorgung ab. Für alles andere gibt es Zusatzversiche­ rungen. Am besten zeigt sich das Prinzip bei stationären Behandlungen. Bezahlt wird eine Spitalbehandlung im Wohnkan­ ton auf der Allgemeinabteilung. Wer mehr möchte bezahlt dies selber – oder lässt es zusätzlich versichern. Spitalbehand­ lungen sind aber nur die Spitze des Eis­ berges. Zusatzversicherungen für Badeund Erholungskuren Hauskrankenpflege Ambulanztransporte und vieles mehr –

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versichern lässt sich fast alles. Die Frage ist was sich lohnt. Schutzimpfungen zu versichern zahlt sich meist nur für Reise­ freudige aus viele andere Impfungen deckt die Grundversicherung. Zusatz­ versicherungen für Zahnbehandlungen wiederum können besonders nützlich für Kinder sein bei denen vielleicht irgend­ wann eine teure Zahnstellungskorrektur ansteht. Hier wird meist ein jährlicher Maxi­ malbetrag für Zahnbehandlungen übernommen. Dem gleichen Leistungs­ prinzip folgen auch Zusatzversicherun­

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für abonnenten Haus Magazin

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Bei den Zusatzversicherungen ist es sinnvoll sich persönlich beraten zu lassen. Für die Abonnenten des Haus Magazins steht Ihnen Frau Karin Maréchal unter der Telefonnummer 058 310 95 59 oder via E-Mail marechal.karin@kpt.ch zur Verfügung.

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Bild: Serge Kozak/Corbis

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Versicherung Service

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gen für Sehhilfen welche aber natürlich nur für Personen mit Sehschwäche sinn­ voll sind.

Nachgefragt

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Andere Zusatzversicherungen können richtig ausgewählt sogar im Alltag nütz­ lich sein. So beispielsweise jene für die Gesundheitsvorsorge. Hier werden meist Teilbeträge für verschiedenste Abonne­ mente bezahlt beispielsweise für Fitness­ center Hallenbäder oder Yoga-Kurse. Eine Zusatzversicherung für Komplementär­ medizin wiederum schliesst zahlreiche alternative Behandlungsmethoden mit ein und deckt auch einen Grossteil entspre­ chender Massage-Behandlungen. Wichtig bei dieser wie bei allen Zusatzversiche­ rungen: Im Voraus gut abklären ob die gewünschte Behandlung und der Anbie­ ter auch im Leistungsumfang enthalten sind. Denn nicht nur im Preis auch in der Leis­tung unterscheiden sich die einzelnen Krankenkassen – und ein Vergleich lohnt sich allemal.

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Max Koller, Leiter Verkauf + Beratung KPT, Mitglied der Geschäftsleitung

Auch Leistungen gut vergleichen

Kündigen Sie die bestehenden Zusatz­ versicherungen unbedingt erst wenn Ihnen die neue Krankenversicherung die Aufnahme in die Zusatzversiche­ rungen bestätigt hat. Um Zeitdruck zu vermeiden gehen Sie den Wechsel der Zusatzversicherungen möglichst frühzeitig an. Die Kündigung sollte immer schriftlich und eingeschrieben erfolgen da sie sonst nicht gültig ist bzw. nicht belegt werden kann.

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Wie finde ich für mich die richtige Zusatzversicherung?

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Uns ist wichtig dass Sie aus dem Ange­ bot an Zusatzversicherungen nur aus­ wählen was Ihren persönlichen Bedürf­ nissen optimal entspricht. Lassen Sie sich deshalb unbedingt beraten. Sind Sie bereits bei der KPT grundversichert wenden Sie sich direkt an Ihre persön­ liche Kundenberaterin andernfalls wird unser Kundendienst Sie gerne mit einer Kundenberaterin oder einem Kunden­ berater aus Ihrer Region verbinden.

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Worauf muss ich bei der Kündigung meiner bisherigen Zusatzversicherung achten?

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Welche Kündigungsfristen gelten? Bei der KPT betragen die Kündigungs­ fristen für die Zusatzversicherungen in der Regel drei Monate jeweils auf Ende des Kalenderjahres. Es können jedoch pro Produkt unterschiedliche Kündigungsfristen gelten. Im Zweifelsfall finden Sie die Angaben in den All­ gemeinen oder den Besonderen Be­ dingungen (AVB/BB) oder Sie fragen Ihre Kundenberaterin. Die Kündigung der Grundversicherung muss bis am 30. November bei der Krankenkasse eintreffen.


Service Hypotheken

Immobilienblase Schweiz:

Wirkungslose Massnahmen Die Banken unterstellen sich Selbstregulierungsmassnahmen. Die eingeschränkte Kreditsprechung soll die Immobilienblase eindämmen. TEXT Werner Egli

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ie vorgeschlagenen Massnahmen verfehlen jedoch ihr 60% bis 65% des Belehnungswertes. Falls diese Massnahme Ziel und werden keine eigentliche Wirkung am Markt konsequent durchgesetzt würde dann würde es nämlich sogar zeigen. Die Preisspirale bei den Immobilien dreht sich eine Erleichterung der Rückzahlungspraxis darstellen. So hätmunter weiter. Der Bund prüft nun ein strengeres Rete nämlich eine 55- jähriger Neukäufer ja bis Alter 75 Zeit um gime einzuführen. Eine der beiden Massnahmen sagt seine Hypothek auf zwei Drittel des Belehnungswertes abbauaus dass der Neukäufer von Wohneigentum mindestens 10% des en zu können. Im heutigen Zeitpunkt scheuen die Banken aber Belehnungswertes aus eigenen Mitteln aufbringen muss. Damit Kreditnehmer über Alter 60 und mit einer Belehnung von über ist gemeint dass diese Gelder explizit nicht aus der 2. Säule der 65%. Wer heute bei oder vor der Pensionierung Wohneigentum Pensionskasse stammen dürfen. Es sind hier also klassische kaufen will gehört bereits zum «alten Eisen» und wird von den Banken eher stiefmütterlich behandelt. Eine Finanzierungshöhe Spargelder gefordert. Wenn ein Käufer seinen Eigenkapitaleinist dann meist schon von Beginn weg nur bis zwei Drittel des satz mit 20% leisten muss dann dürfen somit lediglich 10% aus der Pensionskasse stammen. Bei dieser Massnahme wird auch Belehnungswertes möglich. von einem «Belehnungswert» gesprochen. Die Bank kann nun diesen Wert einstufen wie es Exklusiv für Abonnenten Selbstregulierungen verpuffen ihre internen Berechnungen ergeben. Wenn die Läuft Ihre Hypothek bald aus oder Bank den im Markt gebotenen Verkaufspreis wollen Sie wissen ob Sie ein In diesen beiden Selbstregulierungsmassnahals Belehnungswert anerkennt dann sind der gutes Angebot von Ihrer Bank men ist leider viel heisse Luft vorhanden. Sie Höhe einer neuen Finanzierung (und damit der erhalten haben? werden in der Praxis rasch verpuffen und der Entwicklung der Preisspirale bei den ImmobiKostenlose telefonische Erstberatung sich in gewissen Gegenden rasanten Preisentlien) fast keine Grenzen gesetzt. Auch mit der für Abonnenten HAUS MAGAZIN wicklung im Liegenschaftenmarkt leider keine vorerwähnten Massnahme nicht. 043 500 40 50 Abkehr bescheren. Es wird nun möglicherMontag – Freitag weise seitens des Bundes von den Banken 10–12 Uhr u. 14–16 Uhr Amortisationszwang eine stärkere Unterlegung ihres Hypothekengeschäfts mit Eigenkapital verlangt werden. Die Amortisation einer Hypothek soll neu innerhalb 20 Jahren Der sogenannte «antizyklische Kapitalpuffer» würde dann zu auf zwei Drittel des Belehnungswertes erfolgen müssen. Das einer Schmälerung der Bankgewinne oder zu einer Erhöhung ist keine Neuigkeit. Bereits seit vielen Jahren tendieren die der Hypothekarzinsen führen. Vermutlich würde letzteres der Banken auf eine Rückzahlung bis Alter 60 auf ein Niveau von Fall sein. Damit wird dann aber der Kunde zur Kasse gebeten.

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Beratungsgutschein Hypotheken

Ist Ihre Hypothek schon bald zur Erneuerung fällig? Lassen Sie sich kostenlos beraten! Dieser Gutschein berechtigt Sie für eine persönliche Beratung im Wert von Fr. 200.–. Kosteneinsparungen und eine auf Ihre persönliche Situation abgestimmte Finanzierungslösung sind das Ziel dieser bankenunabhängigen Beurteilung. Für weitere Informationen und zwecks Terminvereinbarung stehen wir Ihnen unter Telefon 043 500 40 50 oder per E-Mail hypotheken@haus-club.ch gerne zur Verfügung. Dieser Gutschein ist gültig bis 31. Oktober 2012. Das Beratungsgespräch findet in den Büroräumlichkeiten der HypothekenBörse AG in Uster ZH statt.


Rätsel

kreuzworträtsel

Gewinnen Sie ein Aqua Dynamic-Wasserbett im Wert von Fr. 2 030.-

Aqua Dynamic-Wasserbett mit 100% stabilisierter Wassermatratze, inkl. Lieferung und Montage im Wert von 2030.–

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Aqua Dynamic-Schweizer Qualitäts-Wasserbetten die Nummer 1 seit 1982 zeichnen sich aus durch ideales Bettklima sowie unübertroffene Körper­ anpassung ohne Druckstellen. Ideal für die perfekte Abstützung der Wirbelsäule in jeder Lage. Es ist erwiesen dass man sich in diesen KomfortWasserbetten bis zu 2/3 weniger dreht und wendet und somit morgens erholter aufsteht. Mit dem Zubehör AquaPlus kann es innert Sekunden von weich bis fest verstellt und dem Rückenbedürfnis angepasst werden. Wasserbetten sind gewärmt und ungewärmt erhältlich und passen in praktisch jede bestehende Bettstelle. Man erhält sie im Fachhandel 30 Nächte zur Probe.

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Auflösung JULi-ausgabe

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Je einen Dyson Air Multiplier Ventilator AM02 im Wert von je Fr. 549.– haben gewonnen:

, Madeleine Maag, Büttikon Susanna Schenk, Thörigen

Astrid Caracciolo Strengelbach

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Edles Design, Top-Qualität – die Keramikmesser sind perfekt für den täglichen Gebrauch und einfach im Umgang. Die Klingen sind aus Zirkonium und wurden mit Yttriumoxid stabilisiert. Die Härte des Materials ist dadurch wesentlich höher als bei der besten Stahlklinge. Zudem bleiben sie länger scharf als herkömmliche Klingen und schneiden mit chirurgi­ scher Präzision. Sie nehmen keinen metalli­schen Geschmack an, sind beständig gegen Nahrungsmittelsäure, Flecken und Rost und bleiben der Blickfang in der Küche. 12 Monate Garantie. Versandkosten 14.90. Facts: Anzahl Messer: 7 Stück Messerklinge: Zirkonoxid Farbe: schwarz Masse Box: 360 × 390 × 180 mm Gewicht: 5.5 kg

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Der Wattcher ist ein modernes Energiemessgerät. Der Elektrizitäts­ verbrauch des gesamten Haushaltes kann mit dem Wattcher auf eine schöne und transparente Art dargestellt werden. Sobald ein Gerät aktiv ist, zeigt der Wattcher den aktuellen Stromverbrauch an. Dadurch erhält man einen guten Einblick in den persönlichen Energieverbrauch und kann im Durchschnitt 10% bis 15% Ener­ gie sparen. Distanz vom Zäh­ ler zum Display max. 20 Meter. 12 Monate Garantie. Versand­ kosten Fr. 9.50.

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Der kürzeste 14,4-Volt-Dauerläufer mit Compact-Akku ist die Lösung für den Handwerker mit Profi-Anspruch. Der Bohr­ schrauber schafft bis zu 79 Schrauben (6 x 60 mm in Weich­ holz) mit nur einer Akkuladung. Der ergonomisch geformte Handgriff sorgt für ermüdungsarmes Arbeiten. Das integrierte LED-Licht macht auch Arbeiten an dunklen Stellen möglich und die Motorbremse gestattet präzises Arbeiten bei Serien­ verschraubungen. Mit dem praktischen Gürtelclip lässt sich der Schrauber bequem an Gürtel oder Leiter einhängen. Das Set in der praktischen Profi-Box umfasst 77 Teile. 12 Monate Garantie. Versandkosten Fr. 9.50. Solange Vorrat. Facts: Drehmoment, max. (harter Schraubfall): 53 Nm Drehmoment, max. (weicher Schraubfall): 20 Nm Leerlaufdrehzahl (1. Gang / 2. Gang): 0 – 500 / 1.600 min-1 Bohrfutterspannbereich, min./max.: 1,5 / 13 mm Bohrspindelgewinde: 1/2“ Akkuspannung: 14,4 V Gewicht inkl. Akku: 1,5 kg Drehmomentstufen: 18+1  Bohr-Ø Holz, max.: 28 mm Bohr-Ø Stahl, max.: 13 mm

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6. Jahrgang Herausgeberin neue-ideen.ch AG Rötelstrasse 84 8057 Zürich Internet www.hausmagazin.ch Redaktion Tel. 043 500 40 40 und Verlag info@hausmagazin.ch Abo-Service Tel. 043 500 40 40 abo@hausmagazin.ch Verleger Filippo Leutenegger Verlagsdirektor Peter Hert Verlagsassistentin Corinne Ruf Auflösung juli-ausgabe

Redaktionsleiterin Corinne Bünzli Creative Director Stefan Dellenbach Redaktorin Online Beatrice Guarisco Key Account Manager Bruno Fernandez

E-Mail-Adressen vorname.name @hausmagazin.ch

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Redaktionelle Brigitte Buser, Mitarbeit Gerald Brandstätter Armin Braunwalder Thomas Bürgisser Werner Egli Juliane Forster Stefan Hartmann Tanja Hegglin Lukas Kramer Peter Ruch Robert Wildi Druck Swissprinters AG, Zofingen

gewinnen sie 1 x 150.–

Lithografie tnt-graphics AG, Kloten

Auflösung märz-ausgabe

Namhafte Beteiligungen homestreet24.ch AG nach Art. 322 Abs. 2 StGB Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet. Für unverlangte Zusendungen wird jede Haftung abgelehnt. In der Zeitschrift publizierte Inserate dürfen weder ganz noch teilweise kopiert, bearbeitet oder sonstwie verwendet werden. Ausgeschlossen ist insbe­­sondere eine Einspeisung auf Online-Dienste.

magazin 7/2012 – SEPTEMBER I ERSCHEINT 10 MAL JÄHRLICH I CHF 5.50

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Telefon 0901 000 273 So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer unter dem gelösten Sudoku (Fr. 1.– pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signal­ton die Lösungszahl, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem Keyword (NILEICHT oder NISCHWER) und der Lösungs­ zahl (Beispiel: NILEICHT 367) an 919 (90 Rp./SMS). Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Keyword (LEICHT oder SCHWER) und der Lösungs­zahl (Beispiel: LEICHT 367), Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Telefonnummer an: HAUS MAGAZIN, Sudoku, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich. Einsendeschluss ist der 27. September 2012. Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe September veröffentlicht. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­ge­nommen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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TERRASSENGESTALTUNG Schöne Gärten hoch über den Dächern GEFÄHRLICHE SCHADSTOFFE IM HAUS Wo unsichtbare Gefahren lauern können MOBILITÄT Mehr Kombis braucht die Schweiz HAUSVERKAUF Wie man mögliche Fallstricke erfolgreich vermeidet

gewinner der letzten ausgabe: Sudoku leicht: Maja Ehmann, Felben

Jagd auf Elektrosmog Vom Altbau zum Bijou

Sudoku schwer: Frank Bauer, Reiden

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Die Kücheneinrichtung richtig planen

Titelbild: Marco Aste



neue-ideen Ausgabe Nr. 07 | September