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ratgeber für mein haus I Nr. 9 November 2011 I erscheint 10 ✕ jährlich I CHF 5.50

initiative erbschaftssteuer 37

Die Jagd auf Hausbesitzer

ratgeber UB L C HAUS euer:

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sst Erbschaft Haus sofort in e m h Muss ic en? überschreib rn e d den Kin r Hotline Sie in unsere n te ra e b ir W

51 HOMESTORY53 Altes Bauernhaus als Solarkraftwerk 7

KÜCHE Clevere Gadgets zum Nachrüsten

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hypotheken Banken verlangen zu hohe Margen 55


HAUS CLUB MAGAZIN 5. Jahrgang Herausgeberin neueideen.ch AG Rötelstrasse 84 8057 Zürich im Auftrag von Haus Club Schweiz Rötelstrasse 84 8057 Zürich www.haus-club.ch Redaktion Tel. 043 500 40 40 und Verlag Fax 043 500 40 59 Gesamtleitung Verlag/Redaktion Filippo Leutenegger Redaktion Michael Greilinger, Stv. Chefredaktor DTP Stefan Dellenbach Verlagsassistenz Corinne Ruf Marketing & Vertrieb Peter Hert Anzeigenverkauf Bruno Fernandez E-Mail-Adressen vorname.name @haus-club.ch Redaktionelle Armin Braunwalder; Mitarbeit Brigitte Buser, Gartenfreunde GmbH; Thomas Bürgisser; Simon F. Eglin; Juliane Forster; Maya Grollimund; Lukas Kramer; Peter Ruch; Robert Wildi Druck Swissprinters AG, Zofingen Lithografie tnt-graphics AG

Liebe leserinnen und leser

W

ir werden immer älter, bleiben immer länger in unserem Haus, doch irgendwann ist der Moment gekommen, sich ums Erbe zu kümmern. In aller Regel bleibt auch genügend Zeit, eine Erbschaft in Ruhe vorzubereiten.

Nicht so jetzt! Unzählige Hausbesitzer überlegen sich ernsthaft, ihr Haus bis spätestens Ende Jahr den Kindern zu überschreiben. Bei Treuhändern, Steuerberatern, Immobilien­ fachleuten und Grundbuchämtern laufen die Drähte heiss. Grund für die Aufregung: Die Eidgenössische Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erb­ schaftssteuerreform)», welche SP, EVP und Grüne gemeinsam lanciert haben. Zwar ist die Unterschriftensammlung erst angelaufen, eine Abstimmung wäre frühestens 2015. Doch die Initiative hat einen heimtückischen Haken: Selbst wenn die geplante Reform erst auf 1. Januar 2016 in Kraft treten würde, wären sämtliche Erbschaften und Schen­kungen über 2 Millionen Franken betroffen – rückwirkend per 1. Januar 2012. Nun mag manch einer von Ihnen sagen: «Ich habe doch keine 2 Millionen Vermögen!» Doch

Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet. Für unverlangte Zusendungen wird jede Haftung abgelehnt. In der Zeitschrift publizierte Inserate dürfen weder ganz noch teilweise kopiert, bearbeitet oder sonstwie verwendet werden. Ausgeschlossen ist insbe­­sondere eine Einspeisung auf Online-Dienste.

bedenken Sie: Zwar haben Sie Ihr Haus vor 30 Jahren für einige hunderttausend Franken bauen lassen, doch mittlerweile sind alleine die Landpreise an Ihrem Wohnort massiv ge­ stiegen. Vielleicht haben Sie etwas gespart, haben selber geerbt – alles zusammen schnell einmal ein Vermögen von mehr als 2 Millionen Franken – und davon müssten Sie 20 Prozent dem Staat abliefern, bevor es Ihre Nachkommen erhalten. Und genau hier liegt noch ein Haken der Initiative: Die Initianten zielen auf reiche Leute ab, treffen aber genau so den Mittelstand – sie meinen den Esel, schlagen aber den Sack. Damit Sie am Ende nicht vor dem Fiskus stehen wie der Esel vor dem Berg, lohnt es sich

Das HAUS CLUB MAGAZIN wird un­ regelmässig kosten­ los an Hausbesitzer verteilt; nur Mitglieder erhalten alle 10 Ausgaben pro Jahr. Werden auch Sie Mitglied im HAUS CLUB SCHWEIZ. Weitere Informationen auf Seite 61.

auf jeden Fall, abzuklären, ob auch Sie zu den Betroffenen gehören. Der Haus Club Schweiz bietet Ihnen die entsprechende Beratung an – alle Infos finden Sie ab Seite 51 und weitere Details zur umstrittenen Initiative in unserer Titelgeschichte ab Seite 37.

Michael greilinger, Stv. Chefredaktor


homestory Altes Bauernhaus wird Solarkraftwerk Küche Clevere Gadgets zum Nachrüsten drinnen

Esszimmer Trendige Tische und Stühle standby Heimliche Stromfresser ausschalten garten planen So vermeiden Sie Fehler bei der Projektierung Vorsichtig, giftig! Viele Sträucher tragen ungeniessbare Früchte

drAUSSEN

gartenkalender Schneeglöckchen setzen im November der winter kommt Den Garten auf die kalte Jahreszeit vorbereiten mobilität Neue Kleinwagen im Überblick erbschaftssteuer I Hausbesitzern droht neue Steuer brandschutz Welche Materialien den Flammen standhalten

rundum

vorsorge Investitionen in die Säule 3a lohnen sich energyday 11 Neue Trends in Sachen Energieeffizienz do it yourself Neue Farbe in den eigenen vier Wänden erschaftssteuer II Wir sagen Ihnen, ob Sie betroffen sind hypotheken Vorsicht: Banken verlangen hohe Margen Krankenkasse Grundversicherung wechseln – das müssen Sie beachten ratgeber Aktuelle Fragen – kompetente Antworten LESERANGEBOTE

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Bilder: PD, zVg

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HAUS CLUB

arena

KOSTENLOSER INFORMATIONSABEND Energiebewusstes Umbauen und Sanieren

praktische Anleitung für Hauseigentümer Seien Sie unser Gast und holen Sie sich wertvolles Wissen und Entscheidungshilfen. KOSTEN­­LOS UND AN KEINE BEDINGUNGEN geKNÜPFT.

Sie fragen sich: Ist mein Haus oder meine Heizung sanierungsbedürftig? Wie viel Energie und Kosten kann ich durch eine optimale Dämmung und moderne Fenster und Türen sparen? Wie saniere ich richtig? Sie interessieren sich für die optimale Dämmung und Heiztechnologien mit erneuerbaren Energiequellen? Sie wollen Klarheit über Förderprogramme und steuerliche Folgen und wie Umbauten und Sanierungen finanziert werden können?

Impressionen unserer letzten Veranstaltung

Daten & programm Donnerstag, 24. November 2011 Siemens Switzerland Ltd., Visitor Center Theilerstrasse 3, 6301 Zug

Unser Programm für Sie: 17:30 Uhr: Beginn der Veranstaltung/Einleitung 17:45 Uhr Lohnt sich eine Teil- oder Gesamtsanierung Erfassung des energetischen Hauszustandes 18:10 Uhr Richtige Sanierung der Gebäudehülle 18:30 Uhr Renovation der Fenster 18:50 Uhr Erfolgreiche Heizungssanierung 19:10 Uhr Geld- & Energie-Sparen mit Umwälzpumpe 19:25 Uhr Staatliche Förderprogramme 19:40 Uhr Synco living/ tiefere Heizkosten, höherer Komfort Anschl. Apéro Riche Moderation: Filippo Leutenegger, Nationalrat und Präsident Haus Club Schweiz Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung: www.haus-club.ch/infoabend Partner:

ANMELDETALON

JA, ich möchte an der Informationsveranstaltung «Energiebewusstes Umbauen und Sanieren» am 24. November in Zug teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach Ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.

Name

Vorname

Strasse/Nr

PLZ/Ort

Tel./Mobil

Anzahl Personen

Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Club Schweiz, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich Anmeldung per E-Mail: info@haus-club.ch (vergessen Sie bitte Ihren Absender nicht)


Küche nachrüsten

esszimmer einrichten

stromfresser ausschalten

Praktische Gadgets und Geräte im Überblick 12

Diese Tische und Stühle liegen im Trend 18

Der Standby-Modus braucht unnötig viel Strom 20

drinnen

Altes Bauernhaus als Kraftwerk Historische Bausubstanz und effiziente Energienutzung müssen sich nicht ausschliessen: Das beweist ein 200jähriges Bauernhaus bei Bern. Für die gelungene Integration einer Photovoltaik-Anlage erhielt das Haus den Solarpreis.

A TEXT Michael Greilinger FOTOS Janick Zebrowski

n einem wenig befahrenen Neben­strässchen im lauschi­gen Berner Ort Uettlingen liegt das Haus von Familie Wüthrich, ein fast 200 Jahre altes, ehemaliges Bauernhaus. Das Walmdach tief he­ runtergezogen, hinter dem Haus ein

Bauerngarten mit Sodbrunnen und gleich an den Garten anschliessend eine Weide, auf der sich bei unserem Besuch zwei Esel tummeln. Auf den ersten Blick ländliche Idylle, kaum 15 Minuten von der Stadt Bern entfernt. Auf den zweiten Blick


drinnen homestory

allerdings fällt auf, dass das rustikale Haus nicht nur rustikal ist: Die von der Strasse abgewandte Dachfläche ist nicht mit Ziegeln eingedeckt, sondern – bis auf die Fenster der Dachwohnung – komplett mit Solarzellen ausgestattet. Ein weiterer Hinweis auf die moder­ ne Technik im alten Haus: Eine kleine Digitalanzeige neben einem Seitenein­ gang. Sie zeigt die Menge des produ­ zierten Stroms und die zu erwartende Jahresproduktion an. Das Haus ist ein eigentliches kleines Kraftwerk – und erzeugt in der Summe mehr Energie als es benötigt.

preisgekröntes haus Dafür erhielt das Haus auch den dies­ jährigen Schweizer Solarpreis in der Kategorie C (vgl. Box «Solarpreis 2011 für das ‹alte Haus›»). Hausherr Wüthrich bleibt allerdings bescheiden: «Mir geht es vor allem darum, zu zeigen, dass sich in Sachen Energieeffizienz auch mit einem 200-jährigen Haus etwas machen lässt.» Ein wenig stolz auf sein «Kraft­ werk» ist er zwar, da ihm eine energe­ tische Aufwertung des Hauses schon länger vorschwebte, als Pionier feiern lassen will er sich aber keinesfalls. Zum Bau der Anlage inspiriert haben ihn,

«zeigen, was möglich ist»

den Bauernsohn und gelernten Koch, der mittlerweile in der Verwaltung des Berner Inselspitals arbeitet, andere Bauern in der Umgebung, die auf ihren Stalldächern Photovoltaikanlagen ins­ talliert hatten. Wüthrich hatte in den vergangenen Jahren auch entsprechende Infoveran­ staltungen besucht, bis er eines Tages im Frühjahr 2008 den Entscheid fällte, sein Haus selber mit einer derarti­ gen Anlage auszurüsten. Zu jener Zeit schlugen entsprechende Anlagen noch mehr zu Buche, überzeugt hatte ihn schliesslich der ehemalige Basler SPNationalrat Rudolf Rechsteiner, der an einem Vortrag gesagt hatte, jemand müsse schliesslich den Anfang machen, damit die Preise herunterkommen.

vom markt profitiert

Alte Balken prägen die neu ausgebaute Dachwohnung. 8 HAUS club MAGAZIN november 2011

Bis Wüthrichs Anlage realisiert wurde, war der Markt auch schon mehr in Bewegung. Mittlerweile ist die Anlage fast ein Jahr in Betrieb und produziert an die 28 000 Kilowattstunden Strom. Da die Anlage mit einer Fläche von 157 Quadratmetern und 22,9 Kilowatt Peak deutlich grösser ist als Klein­ anlagen, wie sie immer mehr auf Ein­ familienhausdächern zu finden sind, musste sie auch für die Kostendeckende


Einspeisevergütung KEV angemeldet werden, damit Wüthrich den Strom ins Netz einspeisen kann. Gemäss der ursprünglichen Berechnung sollte die Anlage rund 90 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Bewohner de­ cken, nach den Er­ fahrungen des ers­ ten Jahres ist die Stromproduktion 25 Prozent höher, das «Alte Haus» ist in Wirklichkeit ein PlusEnergie-Haus.

dachstock ausgebaut

157 Quadratmeter Solarzellen auf dem Dach.

Im gleichen Zug wurde der Dach­stock des Hauses zu einer Wohnung aus­ gebaut nach Minergie-Standard. Ein weiterer Ausbauschritt zugunsten der Energieeffizienz steht noch bevor: Bis im kommenden Jahr will Wüthrich auch die Ölheizung ersetzen, indem er sie ans Fernwärmenetz des benach­ barten Hofs anhängt. Damit dürfte Wüthrich ziemlich viel aus dem Haus herausgeholt haben – eine beachtliche Leistung, hält man sich vor Augen, dass der prächtige Riegelbau einst kurz vor dem Ab­ riss stand. Das Haus gehört zum

Ruedi Wüthrich und sein preisgekröntes Dach.


drinnen homestory

heutigen Biohof Schüpfenried, seit fast 200 Jahren im Besitz der Familie Sahli. Wüthrichs Haus wurde 1819 von einem gewissen Hans Sahli erbaut, in der Familiengeschichte wird es das «alte Haus» genannt.

fast abgebrochen Familie Wüthrich kam allerdings erst knapp 170 Jahre später ins Spiel und mietete 1987 eine Wohnung im Stöck­ li des Bauernhofs, eine Tochter kam zur Welt, zwei weitere folgten, die Fami­ lie zog in den ersten Stock des Stöckli. Das «alte Haus» wiederum stand seit 1965 leer und verlotterte. Nachdem sich eine ursprünglich geplante land­ wirtschaftliche Nutzung des «alten Hauses» als nicht praktikabel erwie­ sen hatte, übernahm Familie Wüthrich das Haus von der Schüpfenried-Besitzer­ familie Sahli im Baurecht. Nach und nach baute die Familie das Haus ab Mitte der 90er Jahre um und aus – dies in Zusammenarbeit mit der

Wo einst das Futtertenn war, steht nun der Esstisch.

info

Solarpreis 2011 für das «alte Haus» Am 10. Oktober erhielt das Bauernhaus der Familie Wüthrich den Schweizer Solarpreis 2011 in der Kategorie C, Energieanlagen Photovoltaik. Die Preisverleihung fand in Genf statt in Anwesenheit von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Die Auszeichnung sei verdient, da das Beispiel zeige, wie «sorgfältige, ganzflächig integrierte Solaranlagen dazu beitragen, denkmalgeschützte Bauten vor dem Abriss zu bewahren und bewohnbar zu machen», schreibt die Solar Agentur Schweiz, welche die Auszeichnung vergibt. Weiter würdigt die Agentur die perfekte Installation durch die beteiligten Firmen. Ausgeführt wurde die 22,9 kWpAnlage durch lokale Firmen, die Photovoltaikmodule geliefert hat die 3S Swiss Solar Systems AG aus Lyss, für Planung und Installation verantwortlich ist die Baur & Co. Bedachungen aus Säriswil – damit erhielt erstmals auch ein Mitglied des Branchenverbands Gebäudehülle Schweiz den Schweizer Solarpreis für seine Arbeit. Der Schweizer Solarpreis wird seit 1990 in vier Kategorien vergeben: Kategorie A geht an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich in besonderem Masse für die Förderung der Sonnenenergienutzung einsetzen, Kategorie B (Gebäude) zeichnet wegweisende Neubauten und Sanierungen aus, Kategorie C würdigt beispielhafte Energieanlagen für erneuerbare Energien, und in der Kategorie PEB werden Plusenergie-Bauten ausgezeichnet. Weitere Informationen unter www.solaragentur.ch 10 HAUS club MAGAZIN november 2011

Denkmalpflege – das Haus wurde unter Schutz gestellt, unter anderem wegen seiner speziellen Dachform. Von aussen betrachtet wirkt das Haus weitgehend «alt», die Laube ist von Kletterpflanzen eingewachsen, das ganze Ensemble fügt sich harmonisch in die Gegend ein – es ist kaum zu erahnen, dass kaum ein Stein auf dem andern blieb. Auch innen ist der bäuerliche Charakter noch zu spüren, in der tiefen Stube mit Holz­ wänden, -decke und -boden. Die Küche dagegen markiert den Übergang zu den ehemaligen Ökonomiebauten – eine hohe Galerie deutet an, wie sich einst das Tenn ausnahm.

unterschlupf für nachbar Sehr modern kommt die Dachwohnung daher. Derzeit vermietet sie die Familie Sahli als Reka-Ferienwohnung im Rahmen des Programms «Ferien auf dem Bauernhof». Ab November wird die Bauernfamilie Sahli die Wohnung vorübergehend aber selber beziehen, da deren Bauernhof im vergangenen Jahr komplett abgebrannt ist und der neue Hof derzeit noch im Entstehen be­ griffen ist. Und wie auch das «alte Haus» zum kleinen Kraftwerk wurde, wird auch auf dem neuen Stall eine Photo­ voltaik-Anlage zu liegen kommen – und die wird gar zehn Mal grösser.


drinnen Küche

gelangen: Ein Stuhl oder ähnliches muss zur Hilfe geholt werden. «Das muss nicht sein», sagt Peter Waltenspühl, Marketingleiter von Bruno Piatti AG. «Eine im unteren Bereich eingebaute Sockelleiter kann vor allem kleiner ge­ wachsenen Personen bei der Bedienung der obersten Tablare wertvolle Dienste

«heute übernimmt die küche immer mehr die funktionen des wohnzimmers» erweisen.» Ein entsprechender Auszugs­ schrank erleichtert den Zugriff auf die verschiedenen Etagen (siehe Abbildung). Die Sockelleiter steht beispielhaft für zahlreiche Ideen, die den Alltag in der Küche erleichtern sollen und an de­ nen die Branche momentan tüftelt. Ein weiterer Beleg für die Innovationskraft: Ein Wasserhahn, der kochendes Wasser liefert (siehe Infobox). Viel mehr als ein Kühlschrank: ein modernes Food-Center.

Schöne neue Küchenwelt Viele praktische Gadgets erleichtern heute den Alltag in der Küche, sparen wertvolle Zeit – oder sehen einfach nur gut aus.

Küche wird zum Lautsprecher Nicht zwingend für Erleichterung, son­ dern vielmehr für Unterhaltung sorgt der Einbau einer modernen Stereo­ anlage neben den sonstigen Einbau­ geräten. Damit entfällt nicht nur das alte Antennenradio in der Ecke der Arbeitsfläche, sondern auch gleich die Boxen und der Kabelsalat, denn die Küche mutiert selber zum Laut­ sprecher.

TEXT Simon F. Eglin

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Für Musikfreaks: Stereoanlage als Kücheneinbaugerät.

Bilder: PD

«D

u Schatz, kannst du mal den Dampfkochtopf vom Schrank herunterholen?» Diese Situation dürfte dem einen oder anderen Paar bes­ tens vertraut sein – der Dampfkochtopf ist natürlich beliebig austauschbar mit allen weiteren Küchen­ utensilien, die nicht täglich Verwendung finden. In der modernen Küche wird heute mehr und mehr mit Schubladenelementen gearbeitet. Die klassischen Schränke werden dementsprechend mehr und mehr nach oben ver­ drängt. Wird nun der Platz rar, müssen oft die Schrankab­ lagen herhalten. Meistens reicht in der Folge die Körpergrösse nicht aus, um aus dem Stand heraus an die Utensilien zu


küche drinnen

Im neusten Küchenkonzept von Piatti nimmt ein in die Küche integrierter Verstärker das Tonsignal von einer belie­ bigen Quelle auf, verstärkt es und leitet es an einen Schallwandler weiter. Die­ ser überträgt die Töne auf die Küchen­ fronten, so dass im Endeffekt die ge­ samte Küche als Resonanzkörper wirkt. Neben digitalem Radio oder CD kann auch ein iPod oder iPad als Musikquel­ le verwendet werden. Gerade in der zeit­ gemässen Küche, die grossmehrheitlich mit dem Wohnraum zusammen­f ällt, dient die musikalische Berieselung nicht nur der am Herd beschäftigten Person, sondern gleich der versammelten Gäste­ schar, die sich bewirten lässt. «Die Küche teilt sich heute nicht mehr nur den Raum mit dem Wohnzimmer, sondern übernimmt auch immer mehr seine Funktionen», beschreibt Peter Walten­ spühl den aktuellen Trend. Aber ist der ganze Spass nicht nur im Endeffekt eine teure Spielerei? «Der Einbau einer Musikanlage ist sicher­ lich ein Kostenpunkt, allerdings ist er im Verhältnis zu den Gesamtkosten einer Küche ein kleiner Posten, der sich zu überdenken lohnt», so Waltenspühl weiter. Praktisch: Mit einer Sockelleiter erreicht man höchste Küchenschrankhöhen.


drinnen küche

bau-Kaffeemaschine auf den Markt ge­ bracht, die neben den anderen Geräten platziert wird und vom Design her auf diese abgestimmt werden kann. «Un­ sere Einbau-Kaffeemaschinen sparen nicht nur Platz, sondern erfüllen auch die höchsten Ansprüche von Kaffee­ liebhabern», verspricht Isabel Ballé von Bauknecht.

info

Eiswürfel, Marsch! Die Amerikanisierung in unseren Brei­ tengraden macht schlussendlich auch nicht vor der Küche halt. Beleg hierfür sind neuartige Kühl- und Gefrier­ kombinationen – so genannte «FoodCenter» – die ennet des Grossen Teichs

Kochendes Wasser aus dem Hahn Der Slogan «De kokend Water-Kraan» weist unweigerlich daraufhin, aus welchem Land die Innovation des Wasserhahns stammt, der direkt kochendes Wasser liefert. Das holländische Unternehmen Quooker schickt sich an, künftig den mobilen Wasserkochern in europäischen Küchen den Garaus zu machen. Das Leitungswasser strömt in ein Reservoir, in dem es durch Druck auf 110 Grad erhitzt wird. Beim Ausströmen kühlt das Wasser dann wieder auf 100 Grad ab. Der Hersteller bietet eine Auswahl von vier Modellen und sechs Oberflächen. Die Hähne sind mit einem kindersicheren Druck-Dreh-Bedienknopf versehen, höhenverstellbar, schwenkbar und isoliert. So kann von der Teetasse bis zum Pastatopf alles gefüllt werden. www.quooker.ch

«einbau-kaffeemaschinen sind platzsparend und erfüllen hohe ansprüche» schon lange zum Standard geworden sind. Zu einem geräumigen Kühl­ schrank mit Gefrierfächern kommt ein Wasserspender hinzu, der direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen wird. Dieser ist elektronisch gesteuert und kann so präzis reguliert werden. Es lassen sich Gläser, aber – dank der beweg­lichen Zapfeinrichtung – auch Flaschen und Karaffen mit Wasser abfüllen.

Auch im Bereich der elektrischen Ein­ baugeräte brüten die Anbieter neben der Weiterentwicklung etablierter Gerätschaften wie Herd, Mikrowelle oder Steamer, der nach wie vor auf der Erfolgswelle reitet, an weiteren Ideen, die mobile Geräte vergessen machen sollen und damit wertvolle Arbeitsfläche schaffen auf Küchentisch und Ablagen. Ein solcher Platzfresser in fast jeder Küche ist beispielsweise die Kaffeemaschine, wenn auch diese durch Kapsel- oder Pad-Systeme im­ mer kompakter geworden ist. Aus die­ sem Grund hat die Firma Bauknecht im Sommer dieses Jahres die neue Ein­ 14 HAUS club MAGAZIN november 2011

Hier lässt sich auch Wasser zapfen: Die Bedienblende des Food-Centers.

Bilder: PD

Einbau schafft mehr Platz


drinnen küche

Auszeichnung für Energie und Design Diese neue Generation von Food-Cen­ tern hat mit dem Label A+ die höchste Energieeffizienz ihrer Klasse erreicht. Ausserdem wurden das innovative und zugleich funktionale Design mit dem Plus X Award ausgezeichnet. Bauknecht hat beim Design der Food-Center schliesslich berücksichtigt, dass die Verwendung von Glas in der Küche immer beliebter geworden ist, sowohl beim Küchendesign wie auch bei den

«einbaugeräte schaffen mehr arbeitsfläche auf dem tisch und den ablagen» Clever: Der Eisbehälter in der Gefrierfachtüre. Unvorstellbar wäre eine US-Küche ohne die Massenproduktion von Eiswürfeln. Folgerichtig bieten die Food-Center von Bauknecht einen Eisbehälter, der nicht im Gefrierfach, sondern in der Türe integriert ist. «Dank unserem In-DoorIce-System haben die Nutzer im Eis­ schrank bis zu einem Fünftel mehr Platz», beschreibt Isabel Ballé den Vor­ teil. Die sensorgesteuerte Eiswürfel­ produktion sorge jederzeit automatisch für den gewünschten Vorrat an Eiswürfeln, und der Behälter kann auch herausgenommen werden.

Oberflächen von Haushaltsgeräten. So sind die Geräte wahlweise mit einer Oberfläche aus Spiegelglas oder in GlasOptik zu haben, was nicht nur den Kunden zu gefallen scheint, sondern eben auch der Design-Jury des Plus X Awards, Europas grösstem TechnologieWettbewerb.

Für kühle Drinks: Eiswürfel à discrétion.

info Gadgets für unterwegs

So etwa beim Mini-Kühlschrank fürs Büro, der genau Platz für eine Getränkedose bietet und via USB-Kabel vom PC oder Notebook aus gekühlt wird. Wer sich hin und wieder den Mund an einer heissen Tasse Kaffee oder Tee verbrennt, wird froh sein um die aus den USA stammenden «Coffee Joulies», die das Getränk dreimal schneller kühlen, ab 60 Grad dann allerdings die Wärme erhalten.

16 HAUS club MAGAZIN november 2011

Wer dagegen eher mit dem Problem konfrontiert ist, dass ein Familien- oder WG-Mitglied ständig den letzten Tropfen des sündhaft teuren Châteauneuf du Pape stibitzt, wird seine Freude am Weinflaschen-Zahlenschloss haben. Und auch in der sich in den Startlöchern befindenden Raclette-Saison geht es heuer fairer zu als auch schon: Der Käseschneider «Heidi Cheese» sorgt dafür, dass der Käse auf den Millimeter genau gleichmässig geschnitten wird, die Schnittdicke ist einstellbar. Bequemer ist lediglich noch, den Käse bereits geschnitten zu kaufen. Noch mehr originelle Gadgets im Internet, beispielsweise unter: www.kitchenfriends.ch/kuechengadgets

Bilder: PD

Noch weniger Grenzen sind der Fantasie gesetzt, wenn es sich um mobile Gerätschaften dreht. Über Sinn und Zweck darf durchaus gestritten werden:


drinnen wohntrends CASTLE Dose silber antik 35.–

CASTLE Teelichthalter perle, altrosa 7.90

CASTLE Weihnachtsschmuck ab 1.50

Bilder: zVg

CASTLE Tischleuchte, Bulldog, B 48 T 28 H 36 499.–

CENTURIES Porzellan Teller 22/22 13.– 27/27 18.– Teller L 24 19.– L 28 25.– Schale 15/15 16.– Schüssel Ø 21 29.– Espressotasse 10 cl 7.50 Espressoteller Ø 12.5 7.– Kaffeetasse 20 cl 9.50

CASTLE Hocker lila, kapitoniert, Ø 42 H 42 149.–

CASTLE Quaste zum Aufhängen, gold 13.–

unkt Tisch ist der Treffp r se os gr n Ei . et ngericht n Alles individuell ei iert, über das Lebe fe ge en nd eu Fr it gegessen, m ufgaben im Haus, hier wird spielt oder Hausa ge t, de ie hm sc ge e rder t ist. philosophiert, Plän ss Flexibilität gefo da , er st Pfi i be an findet m htischen, gemacht. Deshalb Auswahl an Auszie ge si rie ne ei ch si So findet ellen. ch auf Mass best au an m nn ka en die meist

t S & h sc i T fister

Beispiel: Möbel P

Beispiel:

Möbel Hubacher

Quadra Esstisch, Strukturesche massiv, Gestell Chrom matt, 190x95 cm 1690.– Quadra Freischwinger, Strukturesche/Leder Cappuccino, Gestell Chrom matt 489.– Quadra Sideboard, Strukturesche, 2-türig, 4 Schubladen, Breite 180 cm 2350.– Quadra Vitrine, rechts oder links, Strukturesche, 198x60x44 cm 1950.–


wohntrends drinnen

DON PEDRO Tisch Eiche massiv, lackiert, jeder Tisch ist ein Unikat, L 220 B 100 H 75 1990.– LOUIS-GHOST Stuhl Polycarbonat transparent, mit Armlehnen, Design by Philippe Starck, B 55 T 57 H 93 277.–

2 1 0 2 l h tu Engel L 20 cm 12.90

Kugel-Set 16 Stück, diverse Farben 14.90

Karaffe mit Trinkglas 44.90

Kerzenleuchter 5-armig 49.90

Kommode 75x75x41 cm 499.–

Duke Besteck-Set, 24-teilig 119.–

Glaskugel Ø 10 cm 19.90


drinnen topten

Viele heimliche Stromfresser im Haushalt In Haushalten fressen Geräte im Standby-Modus unnötig viel Strom. Das lässt sich einfach vermeiden.

D

ass elektrische Geräte Strom brauchen, wenn wir sie nutzen, weiss jedes Kind. Dass viele Ge­ räte auch Strom aus der Steck­ dose ziehen, wenn sie gar nicht gebraucht werden, wissen zwar noch längst nicht alle, aber immer mehr Leute. Werden Fernseher, DVD-Player oder Hifi-Anlage mit der Fernbedienung oder mit einem Knopf am Gerät «ausgeschaltet», der die Stromzufuhr nicht wirklich unterbricht, spricht man von «standby». Kleine rote oder grüne Lämpchen an den Geräten zeigen, dass noch Strom fliesst. Das kann man auch fühlen: Die Geräte sind warm. Die Höhe des Standby-Stromver­ brauchs in einem Haushalt hängt natür­ lich von der Anzahl Geräte, von deren Leistungsaufnahme (Watt) im Warte­ zu­ stand und vom Nutzungsverhalten ab. Wer Geräte mit Standby-Modus per Geräte-Netzschalter (es muss klicken!) oder Abschalthilfen wie Steckdosen­ leisten mit Kippschalter nach dem Ge­ brauch konsequent vom Stromnetz trennt, kann pro Jahr ohne weiteres 500 Kilowattstunden (kWh) einspa­ren. Das zeigen die Berechnungen der unabhängigen Stromspar-Website www.topten.ch. Die Grundlagen lie­ferte der Standby-Test für Haushalte des Online-Ratgebers www.energybox.ch.

Goodbye Standby

Die Stromspar-Website www.topten.ch listet verschiedene Kate­go­­ rien von manuel­len und automatischen Abschalthilfen auf. Damit lässt sich unnötiger Standby-Stromverbrauch einfach und bequem vermeiden. Bei manuellen Abschalthilfen gibt es eine grosse Vielfalt an Produkten. Topten zeigt eine Auswahl von typischen Model­len. Sie zeigen den Schaltzustand (Ein/ Aus) gut sichtbar an, z.B. mittels Lämpchen oder Leuchtschalter. Bei automatischen Abschalthilfen und Fernschaltern listet Topten nur Produkte, deren Eigenverbrauch kleiner als 1 Watt ist und die weniger als 100 Franken kosten. Teurere Produkte lohnen sich nicht zum Abschalten von wenigen Watt. Die Standy-Leistung Ihrer Geräte können Sie selber ermitteln: Die meisten Stromversorger stellen kostenlos Strommessgeräte zur Verfügung. Günstige Messgeräte finden Sie auch auf www.topten.ch.

Standby Standby- Strom- Strom Leistung Stunden verbrauch kosten (Watt)1 (pro Jahr) (kWh/a) (Fr./a)4 TV-Gerät 3 7500 23 4.6 HD-Recorder 6 7500 45 9 DVD-Player 7 7500 53 10.6 Settop-Box 10 7500 75 15 Hifi-Anlage 10 7500 75 15 PC mit Monitor2 4 7500 30 6 Drucker 5 7500 38 7.6 Modem/Router 7 7500 52 10.4 Kaffeemaschine3 20 5840 120 24 Total 72 511 102.2 typische Werte für etwas ältere Geräte Die meisten PC ziehen auch Strom aus dem Netz, wenn sie heruntergefahren sind 3 Warmhalte-Modus 4 20 Rp./kWh 1 2

20 HAUS club MAGAZIN November 2011

tipp

Wie 2 Tonnen Wäsche trocknen Zum Vergleich: Ein effizienter Wärme­ pumpen-Tumbler, wie ihn topten.ch lis­ tet, verbraucht in einem Jahr für 200 Trockengänge à fünf Kilogramm Wäsche etwa 250 kWh. Mit 500 kWh können also 2000 Kilogramm Wäsche getrocknet werden. Oder: ein ToptenKühlschrank ohne Gefrierfach und Nutzinhalt von 240 bis 300 Liter kann mit den 500 Standby-Kilowattstun­den vier bis fünf Jahre lang betrieben werden.

Bilder: Roy McMahon/Corbis, zVg

TEXT Armin Braunwalder


topten drinnen

Für die Berechnung des Standby-Strom­ verbrauchs wurden zehn Geräte erfasst, die in Hunderttausenden von Haus­ halten genutzt werden. Dazu gehören Unterhaltungselektronik wie TV-Gerät, Harddisk-Rekorder (oder DVD-Rekorder, Videogerät), Settop-Box und Hifi-Anlage. Meist sind auch PC, Monitor, Drucker und Router oder Modem vorhanden. Und schliesslich steht auch in den meis­ ten Küchen ein Kaffeevollautomat oder eine Portionenmaschine. Alle diese Geräte haben einen Standby-Modus. Die Berechnungen basieren auf typi­ schen Standby-Werten und einem «be­ quemen» Nutzungsverhalten. Das heisst: Bei Nichtgebrauch (rund 20 Stunden pro Tag) befinden sich die Geräte im Stand­ by-Modus. Sie sind also nicht richtig ab­ geschaltet. Bei den Geräten der Unterhaltungs­ elektronik resultiert eine Standby-Leis­ tung von insgesamt 36 Watt. Multipli­ ziert mit 7500 Stunden (Standby-Zeit pro Jahr) ergibt sich ein Stromverbrauch von 270 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Stromkosten dafür: 54 Franken. Bei PC, Monitor und Drucker beträgt die Standby-Leistung 9 Watt. Das ergibt einen Stromverbrauch von 68 kWh. Mo­ dem oder Router mit einer Leistung von 7 Watt sind während 365 Tagen auch dann in Betrieb, wenn der PC herun­ tergefahren ist. Das ergibt nochmals 52 kWh. Zusammengerechnet sind das 120 kWh. Stromkosten dafür: 24 Franken. Der Kaffeevollautomat in der Küche verfügt nicht über eine automatische Abschaltfunktion, die das Gerät nach einer bestimmten Zeit in einen strom­ sparenden Modus herunterfährt. Die Maschine wird zwar über Nacht abge­ schaltet. Tagsüber läuft sie jedoch im Warmhaltemodus. Typisch dafür ist eine

info

Leistung von 20 Watt. Übers ganze Jahr gesehen ergibt das fürs (unnötige) Warmhalten einen Stromverbrauch von 120 kWh. Stromkosten dafür: 24 Franken.

Ohne weiteres 700 kWh pro Jahr Die Gesamtbilanz: Die zehn Geräte ver­ brauchen im Standby-, bzw. im Warm­ haltemodus (Kaffeemaschine) über 500 kWh pro Jahr (siehe Tabelle). Das ent­ spricht rund dreizehn Prozent des jähr­ lichen Stromverbrauchs eines typischen Vierpersonenhaushalts. Die Stromkos­ ten belaufen sich auf gut 100 Franken pro Jahr. Dieser unnötige Stromver­ brauch kann durch einfache Massnah­ men vermieden werden (vgl. Tipps). Doch damit der heimlichen Stromfres­ ser noch nicht genug: Ob Funktele­ fon, Radiowecker, Mikrowellenherd, programmierbare Backöfen, Geschirr­ spüler, Waschmaschinen und Wäsche­

beim abschalten muss es klicken trockner oder Trafos für Halogen-Lam­ pen: Auch hier fliesst mehr oder weniger Standby-Strom. Dieser Stromverbrauch lässt sich nur minimieren, wenn die Gerätehersteller die Standby-Leistung auf das technisch nötige Minimum reduzieren. Anders ist es bei diversen Ladesta­ tionen für iPod, Elektrozahnbürste und -rasierer oder Spielkonsolen und bei Ladegeräten für den Handstaubsauger oder andere elektrische Kleingeräte: Hier kann man den Stecker nach dem

wissen

Strengere Vorschriften ab 2013

Für die Standby-Leistungsaufnahme elektrischer und elektronischer Haushalt- und Bürogeräte hat die EU verschärfte Vorschriften erlassen (ab 1. Januar 2010). Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die EU-Richtlinie auch für die Schweiz übernommen. Als Grenzwerte gelten für die Gerätehersteller: Maximal 1 Watt Leistungsaufnahme im Standby- und AUS-Modus (Standby mit einer Anzeige: max. 2 Watt). Ab 1. Januar 2013 werden diese Werte halbiert auf 0,5 Watt und 1 Watt mit Anzeige. Auf www.topten. ch finden Sie schon heute die Geräte mit den tiefsten Standby-Leistungen. Ladevorgang ausziehen. Das reduziert den Standby-Stromverbrauch auf Null. Auch bei Notebooks sollte das Netzteil ausgesteckt werden. Neue Netzteile sind zwar sehr sparsam (<0.5W), doch wenn sie eingesteckt bleiben und das Note­ book angeschlossen ist, konsumieren sie permanent 1 bis 2 Watt. In einem Haushalt mit mehreren Personen und vielen elektrischen Gerä­ ten, die nicht richtig abgeschaltet wer­ den (z.B. nur per Fernbedienung), nicht richtig abgeschaltet werden können (z.B. weil ein Netzschalter fehlt) oder bei Nichtgebrauch unnötigerweise an der Steckdose bleiben (z.B. Ladestationen, Ladegeräte), erreicht die Standby-Leis­ tung in der Summe schnell einmal 100 Watt. Das ergibt dann einen Stromver­ brauch von rund 700 kWh mit Strom­ kosten von etwa 140 Franken pro Jahr.

Abschalthilfen auf www.topten.ch (Auswahl)

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Abschalten Kaufpreis ca. Fr. Vertrieb

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Alle Gerätegruppen, bei vorhandener Stecker­ leiste ohne Schalter oder zur Verbesserung des Bedienungskomforts Per Schalter 25.– Fachhandel, Energiestadt (mit Logo)

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vorsicht, giftige beeren

pflanzen überwintern

kleinwagen ganz gross

Viele Sträucher im Garten tragen giftige Früchte 26

Nicht jede Pflanze verträgt die Kälte gleich gut 30

Neue KleinwagenModelle im Überblick 32

draussen

Den perfekten garten planen

Der Garten als erweitertes Wohnzimmer gewinnt immer mehr an Bedeutung. Oase der Ruhe und Entspannung, Ort der Begegnung und Geselligkeit oder Raum für Kreativität und Aktivitäten: So gross die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten ist, so wichtig ist es auch, die Grundregeln einer guten Gartengestaltung zu berücksichtigen.

B

ei der Planung eines Neubaus oder einer Haussanierung wird der Garten oft zu wenig berücksichtigt. Nach dem Motto «Der Garten hat noch Zeit» werden viel Energie und die meisten finanziellen

TEXT Juliane Forster

Mittel in die detaillierte Gestaltung des Hauses gesteckt. Die Folge: Man wohnt in einem wunderbaren Haus, hat aber aussen einen Sitzplatz aus Verbundsteinen, der dem Esstisch kaum Platz bietet und an den sich eine langweilige


draussen gartenplanung

grüne Rasenfläche nahtlos anschliesst. Krönung dieses Szenarios ist eine 80 Zentimeter hohe Thujahecke. So kann kein Wohlgefühl beim Aufenthalt im Garten aufkommen.

Haus- und Garten schon bei Projektierung aufeinander abstimmen

welche Überlegungen sie in Bezug auf Ihren Garten anstellen sollten.

Welcher Gartentyp sind Sie? Am Anfang der Gartenplanung stehen viele Fragen: Wie möchten wir unse­ ren Garten nutzen? Sitzplatz, Outdoor­ küche, Ruhebereiche, Spielraum für die

Für Naturmenschen: Auf der Wiese im Garten den Lauf der Natur erleben. 24 HAUS club MAGAZIN november 2011

Für Ästheten; abgestimmte Formen. Kinder, Gemüsegarten, Kräuterschach­ brett, Bocciabahn, Spielwiese, Schwimmbad oder Schwimmteich. Welche Farben, Formen, Materialien bevorzugen wir? Die Möglichkeiten sind gross. Da ist es nützlich zu wissen, welcher Gartentyp man ist und in welchem Stil der Garten gestaltet sein soll. Designfreunde lieben Geradlinigkeit und konzentrieren sich auf das Wesent­­liche. Geniesser mögen grosszügige Opulenz, üppige Staudenbeete und hoch­wertige Materialien. Rückzug und Ruhe finden, Gartenräume, die Überraschungen bieten, ein abwechslungsreiches Pflanzenkonzept: Das sind wichtige Aspekte für Ästheten. Der Naturmensch schliesslich mag es idyllisch, romantisch bunt – ganz im Sinne des englischen Cottage-Gartens.

Fotos: Gärtner von Eden, Gütersloh und Moel Fotografie/Forster Gartenbau AG, Titterten

Gerade bei Häusern, welche in Hanglage gebaut werden, ist es wichtig, dass man sich über die Gartengestaltung vor Baubeginn Gedanken und eine exakte Planung macht. In diesem Projektierungsstadium kann das Haus zuguns­ ten der Umgebungsgestaltung wenn nötig noch immer etwas umplatziert werden. Treppen, Mauern oder Terrassierungen von Böschungen hinter dem Haus sind nach dem Hausbau wegen der fehlenden Zugänglichkeit oft nur noch mit einem Vielfachen der Kosten möglich, weil nachträglich meist keine grösseren Maschinen mehr eingesetzt werden können. Deshalb sollte bereits bei den ers­ ten Planungsschritten ein erfahrener Gartengestalter hinzugezogen werden. Dies lohnt sich auch bei einem schlüsselfertigen Haus. Wer ist schon geübt, fundiert Pläne zu lesen und vor seinem inneren Auge bildlich umzusetzen? Nur der in der Gartenplanung erfahrene Fach­mann hat die Kenntnisse und das Handwerkszeug, den Garten in all seinen Dimensionen gemäss den Bedürfnissen seiner Klienten zu gestalten und einen Wohlfühlgarten entstehen zu lassen. Viele zukünftige Gartenbesitzer, die vielleicht noch nie selber einen Garten gehabt haben, wissen deshalb auch nicht,


experte info

Welcher Gartentyp sind Sie?

Gärten für Designfreunde: Geradlinige Eleganz Der Garten für Designfreunde orientiert sich an der Architektur und spiegelt Form, Material und Farbigkeit des Hauses wider. Klare geometrische Gliederung mit edlen, exklusiven Elementen. Beschränkung auf das Wesentliche. Gärten für Geniesser: Üppige Formenvielfalt Grosszügige Raumgestaltung teils geschwungen, teils axial und rechtwinklig, eine in allen Dimensionen üppige Pflanzung bieten den Rahmen für Genuss mit allen Sinnen. Rustikale wie edle Elemente, ganz nach dem Geschmack des Besitzers. Gärten für Ästheten: Fein abgestimmte Harmonie Die Liebe zum Detail springt einem in diesen Gärten sofort ins Auge. Klar gegliederte Räume bieten Rückzug und vielfältige Sinneseindrücke. Farben und Formen sind aufs sorgfältigste miteinander abgestimmt. Gärten für Naturmenschen: Gestaltete Urwüchsigkeit Von Menschenhand geschaffene Natursituationen wie Blumenwiese, Teichlandschaft, Hochstaudenrabatten als Orte für Genuss und Entdeckung, die aber ebenso der Pflege und Begleitung bedürfen. Bestellen Sie den von den Gärtnern von Eden entwickelten Gartentypentest unter Tel. 061 941 10 14 oder jforster@forster-gartenbau.ch oder laden Sie ihn auf www.forster-gartenbau.ch herunter.

Hans-Peter Forster*

Inhaber Forster Gartenbau AG, 4425 Titterten Wir wollen ein Haus bauen, der Garten ist für uns ein wichtiger Teil unseres Wohnraums. Wie gehen wir vor? Wenn das Architekturbüro, das Sie gewählt haben, keinen ausgewiesenen Landschaftsplaner beschäftigt oder mit einem zusammenarbeitet, suchen Sie sich selber einen Fachmann Ihres Vertrauens. Informieren Sie sich bei Bekannten, im Internet, schauen Sie sich die Gärten in Ihrer Umgebung an. Laden Sie den Gartenplaner zu einem unverbindlichen, meist kostenfreien Erstgespräch ein. Geht er auf Ihre Wünsche ein, hat er Ideen und Vorschläge, die Ihnen gefallen? Stimmt die Chemie zwischen Ihnen? Für mich ist das immer ein wichtiger Punkt, denn nur so kann man sein Gegenüber wirklich verstehen. Mit welchen Kosten muss man für eine Gartenplanung rechnen? Diese hängen ab von der Grösse des Gartens, vom Schwierigkeitsgrad der Planung aufgrund der Gegebenheiten, den vorhandenen Plangrundlagen und vom Detaillierungsgrad. Die Kosten reichen von ein paar hundert bis ein paar tausend Franken. Nach dem ers­ ten Gespräch wird Ihnen Ihr Garten­ planer hier sicher genauere Angaben machen können.

Ein Garten soll wie ein Haus geplant werden: Pläne und Skizzen in 2D und 3D helfen, dies dem Bauherrn zu veranschaulichen.

Weil es nicht immer ganz einfach ist, sich sofort dem einen oder anderen Garten­ typ zuzuordnen, haben die Gärtner von Eden eigens dafür einen Gartentypentest entwickelt (siehe Info-Box).

Kostentransparenz Es braucht etwas Zeit und kostet demzu­ folge auch etwas Geld, den Traumgarten zusammen mit einem professionellen

Gartenplaner zu entwickeln. Ein klares und vollständiges Konzept bietet aber Kostentransparenz und ermöglicht, den Garten in Etappen zu realisieren, ohne etwas zu versäumen. Bei der Budget­ planung sollten die Kosten für die Gestaltung des Gartens von Anfang an einbe­ zogen werden. Das verhindert, dass Sie nach Fertigstellung des Hauses plötzlich mit leeren Händen dastehen, wenn es um die Gestaltung Ihres grünen Wohnzimmers geht.

Gibt es Budgetwerte, die man einrechnen muss für einen schön gestalteten Garten? Nein, das ist so individuell wie die Ansprüche der Gartenbesitzer. Auf jeden Fall ist es aber wichtig, dass Sie sich ein Budget vornehmen, das Sie einsetzen wollen für Ihren Garten, eventuell auch bereits in AusführungsEtappen angedacht, so kann der Planer abschätzen, in welchem Bereich er gestalterisch und bei der Auswahl der Materialien arbeiten kann. *Mitglied Gärtner von Eden www.forster-gartenbau.ch www.gaertner-von-eden.ch


draussen beeren

TEXT & Fotos Brigitte Buser

S

chön sieht es zwar aus, wenn im Herbst leuchtende Beeren an Sträuchern zwischen buntem Herbstlaub hervorgucken, aber diese sind nicht immer zum Verzehr geeignet, da sie giftig sind. Das kann besonders bei Kindern fatale Folgen haben. Natürlich könnte man jetzt auf jegliche Giftpflanzen im eigenen Garten verzichten, aber dies gestaltet sich nicht ganz so einfach, sind doch viele Ge­ wächse giftig. Dabei handelt es sich oft nicht nur um eine Art, sondern um ganze Pflanzenfamilien. Aber was nutzt die Verbannung aus nächster Umgebung, wenn ein paar Meter weiter in der Nachbarschaft, ent­ lang des Schulweges oder im angren­ zenden Wald, wo man doch so gerne spielt, viele Sträucher mit ungeniessba­ ren oder gar giftigen Beeren wachsen?

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Gehölze mit trügerischem Beerenschmuck Sie sehen schön aus, können aber brandgefährlich werden: Viele Ziersträucher in unseren Gärten bilden Beeren, die sehr giftig sein können. Der Einfachheit halber sollte man den Kindern das Essen von Beeren in freier Natur grundsätzlich verbieten. Zudem ist eine gute Aufklärung not­ wendig. Dieser wird gerne Folge geleis­ tet, vorausgesetzt, im eigenen Garten findet sich ein eigens für Kindermünder angelegtes Beet mit Himbeeren oder Erdbeeren. Ist das nicht möglich, sollten trotzdem frische Beeren auf den Tisch kommen. Damit uns Erwachsenen aber dennoch bewusst ist, welche Beeren ungeniessbar oder gar giftig sind, fol­ gend eine kleine Auswahl.

kleinere Gärten. Es bevorzugt einen hu­ mosen, durchlässigen Boden an einem geschützten Standort. Sein Wuchs ist breit, und das im Austrieb dunkelbraune Laub wechselt bis zum Sommer in ein eher stumpfes Grün. Die Blüten zeigen sich von Juli bis August, sind jedoch eher unscheinbar. Die wahre Schönheit des Strauches kommt aber erst im Herbst zum Vor­

Schönfrucht Das auch Liebesperlenstrauch 2 (Calli­ carpa bodinieri) genannte Gehölz stammt ursprünglich aus Mittel- und Westchina, wird maximal 2 Meter hoch und eignet sich daher wunderbar für 26 HAUS club MAGAZIN november 2011

2

schein, wenn seine dicht mit violetten Beeren besetzen Zweige einen schönen Kontrast zu den sich gelbviolett ver­ färbenden Blättern bilden. Die Blätter wirft der Strauch bald ab, die Beeren halten jedoch bis in den Winter hinein, was sie zu beliebten Hinguckern im Garten und auch in der Vase macht. Da die giftigen Beeren leicht bitter schme­ cken, werden sie oft gleich wieder aus­ gespuckt.

Gewöhnlicher Liguster

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Der zu den Ölbaumgewächsen gehören­de Gewöhnliche oder Gemeine Ligus­ ter (Ligustrum vulgare) wächst wild an Waldrändern, wird aber im Garten, da er reich verzweigt und dicht wächst, gerne als halbimmergrüne Hecke ein­ gesetzt. Auch in Wildhecken ist er sehr beliebt, werden doch die im Mai erscheinenden, länglichen, weissen Blütenstände an den Spitzen des Neu­ austriebs gerne von Bienen besucht. Bis zum August bilden sich schwarze Beeren, deren Verzehr beim Menschen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Für Vögel sind die Ligusterbeeren dagegen eine gute Nahrungsquelle.


beeren Draussen

Wird bei Hecken ein Sommerschnitt durchgeführt, bilden sich in den meis­ ten Fällen aber erst gar keine Früchte. Dabei sollte man jedoch unbedingt Handschuhe tragen, denn auch die lan­ zettförmigen, 2 bis 8 cm langen Blätter enthalten Giftstoffe, die bei Hautkon­ takt Reizungen hervorrufen können.

Eibe

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Eine der giftigsten Pflanzen unter den Gehölzen ist die Eibe (Taxus). Da sie im Garten jedoch vielseitig verwendbar ist, vorausgesetzt, der Boden ist nährstoff­ reich und nicht zu trocken, ist sie sehr beliebt. Ob als Formgehölz, blickdichte Hecke oder Deckstrauch im Unterholz, im Handel sind für jede Verwendung entsprechende Arten und Sorten erhält­ lich. Mit ihren immergrünen Nadeln wirken sie sehr edel. Eiben sind meist zweihäusig, daher tragen nur die weiblichen Pflan­ zen Früchte. Jedoch ist nicht der rote Samenmantel, der übrigens leicht süss schmeckt, giftig, sondern alle andern Pflanzenteile. Daher könnte man das Fruchtfleisch zwar durchaus essen,

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jedoch keinesfalls den Kern. Damit diese Gefahr gar nicht erst entsteht, man aber trotzdem nicht auf das edle Gehölz verzichten muss, wählt man ganz einfach nur männliche Pflanzen.

Kirschlorbeer

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Als blickdichte Hecke oder Solitär ist die immergrüne Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) sehr beliebt. Wie bei der Eibe sind auch hier für unterschied­ lichste Einsatzbereiche entsprechende Sorten und Arten erhältlich. Kirsch­ lorbeeren sind äusserst genügsam und nehmen mit fast jedem Boden vorlieb,

vorausgesetzt, dieser ist nicht zu tro­ cken. Im Frühjahr zeigen sich zahl­ reiche, stark duftende, weisse Blüten­ kerzen, die viele Bienen anziehen. Bis zum Sommer bilden sich fast schwarze Früchte, die in reifem Zustand süss schmecken, aber einen bitteren Nach­ geschmack haben. Giftig sind jedoch die ledrigen Blätter und relativ grossen Samen, wobei hier weniger die Gefahr besteht, dass diese verzehrt werden. Weitere Giftpflanzenportraits finden Sie auf www.gartenfreunde.ch


draussen gartenkalender

den, werden die Pflanzen zusätzlich mit Tannenreisig abgedeckt. Nicht frostharte Kräuter wie Zitronengras und Zitronenverbenen, aber auch Lorbeer oder Ananassalbei, ver­ bringen den Winter an einem kühlen, hellen und frostfreien Standort im Haus.

Schneeglöckchen & Co. Wer es verpasst hat, kann jetzt noch Zwiebelchen von Schneeglöckchen oder Winterlinge setzen. Jedoch in Töpfe, die anschliessend draussen an einem windgeschützten Ort im Schatten einer Hausmauer überwintern. Gelegentliches Giessen nicht vergessen. Sobald sie im Spätwinter zu treiben beginnen, dürfen diese ins Blickfeld rücken, wo sie in uns die ersten, noch zaghaften Frühlingsgefühle wecken. Nach dem Abblühen wird der Topfinhalt in den Garten gepflanzt.

Rosen

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Jetzt ist es höchste Zeit, um die Rosen winterfertig zu machen. Dabei neu gewachsene Triebe an Kletterrosen sorgfältig anbinden. Bei den Kronen von einmal blühenden Rosenbäumchen das Laub sorgfältig entfernen, den Kronenansatz mit Holzwolle ausstopfen und diesen sowie den Stamm zum Schutz

Gartenkalender im November

TEXT & FOTOS Brigitte Buser

Schnecken

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retter, die im Garten als Schneckenfallen ausgelegt wurden, auch weiterhin laufend kont­rollieren und allfällig gefundene Schnecken entsorgen.

Kräuter Nicht in allen Gegenden der Schweiz sind buntlaubige Arten von Salbei 1 28 HAUS club MAGAZIN november 2011

winterhart. Deshalb empfiehlt es sich, gerade in höheren Lagen, diese mit Laub und Reisig abzudecken. Auch Orangen- und Zitronenthymian sind bedingt winterhart. Ihnen schadet jedoch nicht unbedingt die Kälte, sondern viel mehr die Winternässe. Wo kein guter Wasserabzug gewährleistet ist, pflanzt man diese am besten in Töpfe, welche an einem geschützten Standort draussen überwintern. Gelegentliche sparsame Wassergaben nicht vergessen. Drohen längere Frostperio­

wärmender Spätwintersonne mit Jute­ streifen umwickeln. Bei mehrmals blü­henden Bäumchen gleichermassen verfahren, jedoch die Triebe etwas zurückschneiden und zusätzlich mit einem Vlies oder mit Tannengrün schützen.


Im Winter haben sich Pflanzen und Gärtner etwas Ruhe verdient.

Pflanzen im Winterschlaf TEXT Thomas Bürgisser

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uchs, Thuja, Hortensie, Rhodo­ dendron, Bambus oder Tessiner Palme. Sie alle gehören zu den winterharten Pflanzen, welche die kalte Jahreszeit im Freien eigentlich problemlos überstehen. Meist sind es einheimische Pflanzen, seltener auch ausländische. «Erfrieren ist bei winter­ harten Pflanzen kaum die Gefahr, eher das Vertrocknen», erklärt Dario Schmid, Baumschulberater im Garten­ haus Wyss in Zuchwil. Um dem entgegenzuwirken, kann man rund um die empfindlicheren Pflanzen beispielsweise dafür geeig­ netes Mulchmaterial streuen. Dieses sorgt dafür, dass der Boden die Wärme behält und von Wind und Kälte nicht ausgetrocknet wird. «Ausserdem sollte man auch im Winter ab und zu ein biss­ chen giessen, damit das Wurzelwerk nicht austrocknet», so Schmid. Aber:

«Solange Schnee liegt, ist der Boden ausreichend geschützt und mit Feuch­ tigkeit versorgt.» Etwas mehr Beach­ tung brauchen winterharte Pflanzen im Topf. Die Töpfe sollten zur Isolation mit Luftpolsterfolie oder Wintervlies eingepackt werden. Wird es sehr kalt, können sie zudem etwas näher zur Hausmauer gestellt werden. Stehen die Töpfe ausserdem nicht auf Erde oder Gras, sollten Topfpflanzen den Winter hindurch auf Holzleisten stehen.

Südländische Pflanzen im Schweizer Winter Komplizierter ist das Überwintern von frostempfindlichen Pflanzen, meist sind es südländische. Dazu gehören beispiels­ weise Wandelröschen, Engelstrompeten, Hibiskus, Oliven- oder Zitrusbäume. Sie sind sich den Winter in der Schweiz nicht gewohnt und gehören deshalb ins

Fotos: pixelio.de/Uschi Dreiucker, Günther Schad, Anja Gleich, Dr. Klaus-Uwe Gerhardt.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter, der Winter steht vor der Tür. Höchste Zeit für den Hobbygärtner, seine Pflanzen einzuwintern. Damit dies problemlos funktio­niert, gilt es, einige wichtige Eckpunkte zu beachten.


Schädlinge bis ins Winterquartier, brei­ ten sie sich rasant aus. Dario Schmid gibt ausserdem den Tipp, frostempfind­ liche Topfpflanzen bereits im Herbst zu schneiden. «So braucht man weniger Platz im Winterquartier, den Pflanzen macht dies nichts aus.» Nun gilt es, das Wetter gut zu beob­ achten. Denn die beste Winterpflege nützt nichts, wenn die Pflanze bereits Kälteschäden hat. Deshalb: Pflanzen früh genug hereinnehmen. Danach wird es auch für den Gärtner ruhiger, nur noch kleine Arbeiten fallen an. Durst haben die Pflanzen aber auch im Winter, wenn auch weniger. Der Wasserbedarf hängt stark von der Luftfeuchtigkeit im Winterquartier ab. Dario Schmid empfiehlt, jeweils gut durchzugiessen und dann wieder zu warten, bis die Erde richtig trocken ist. Auch das regelmässige Lüften ist für die Pflanzen überlebenswichtig.

Guten Morgen, liebe Pflanzen

Winterharte Pflanzen überstehen die kalte Jahreszeit meist problemlos.

geschützte Winterquartier. Bereits im Frühherbst kann man mit Düngen auf­ hören und etwas weniger Wasser geben, so dass sie auf den Winterschlaf hin keine neuen Triebe machen. Bevor der Winter endgültig Einzug hält, sollten die Pflanzen noch auf Schädlinge untersucht und bei Bedarf behandelt werden. Denn schaffen es

Sobald sich der Frühling ankündigt, können die Lieblinge sanft aus dem Winterschlaf geweckt werden. Die Nährstoff- und Wasserzufuhr kann wieder erhöht werden. Vielleicht findet man nun bereits einen helleren, etwas wärmeren Raum, um die Pflanzen lang­ sam wieder umzugewöhnen. Für den grossen Tag empfiehlt Dario Schmid, sich einen regnerischen oder zumin­ dest bewölkten Tag auszusuchen. Auch etwas Schatten ist zu Beginn emp­ fehlenswert. Denn: «Nach dem Winter sind Pflanzen anfällig für Sonnen­ brand», so Schmid. Fällt der Winter nochmals ein, hilft Vlies, die Pflanzen über Nacht warm zu halten – bevor sie nach dem letzten Kälteeinbruch wieder in voller Pracht erblühen.

info Das richtige Winterquartier

Ein warmes Nest im Winter – nicht genau das, was sich Pflanzen wünschen. Was aber ist das richtige Winterquartier? Wer einen hellen Platz für die Wintergäste reserviert hat, sollte für acht bis zwölf Grad und genügend Frischluft sorgen. Dunklere Räume müssen kühler sein, drei bis acht Grad reichen hier aus. Grundsätzlich sollten immergrüne Pflanzen eher hell überwintert werden, laubabwerfende Pflanzen überstehen die kalte Jahreszeit auch mit weniger Licht. Je wärmer der Standort, desto mehr Licht braucht es. Der relativ warme Kellerraum ohne Fenster ist also nicht wirklich ideal, um Topfpflanzen zu überwintern.


draussen mobilität

Toyota Yaris Antrieb: Diesel Zylinder: 4 Hubraum: 1364 ccm Leistung: 136 PS Verbrauch: 3,9 Liter/100 km CO2: 89 g/km Preis: ab 22’340 Franken

TEXT Peter Ruch

D

ass die Kleinwagen in der Verkaufsrangliste auch in der Schweiz einen immer höhe­ ren Platz einnehmen, hat verschiedene Gründe. Sicher ist da der wirtschaftliche Hintergrund: In schwierigeren Zeiten wird vermehrt am Auto gespart. Doch es ist auch so, dass die Kleinen längst nicht mehr nur unkomfortable, spartanische Sparbüchsen sind, sondern unterdessen fast alles bieten können, was es einst nur in grösseren und teureren Automobilen gab, inklusive Fahrspass. Selbst eine Internet-Anbindung ist heute möglich, wie etwa der neue Toyota Yaris beweist.

wendiger & maskuliner Nicht nur ein bisschen grösser, auch erwachsener, wendiger, ja maskuliner sei er geworden, verspricht uns Toyota vom

Die Kleinen, ganz gross Das Segment der Kleinwagen wächst derzeit am stärksten. Kein Wunder, denn die Angebote werden immer besser.

32 HAUS CLUB MAGAZIN november 2011

es ab der Version «Luna» Standard. Die Sicherheitsausstattung mit 7 Airbags, Bremsassistent und Stabilitätskontrolle VSC ist hingegen serienmässig bei allen Ausstattungsversionen.

sparsam

der ganzen Serie: sein durchschnittli­ cher Verbrauch liegt bei nur 3,9 l/100 km. Und genau derartige Verbrauchswerte sind ein gutes Argument für den Kauf eines Kleinwagens.

die kleinen sind den grossen ebenbürtig

Als Antriebe stehen beim neuen Toyota Yaris zwei Benzin-Motoren und ein Diesel-Aggregat zur Verfügung. Der 1,4 Liter Diesel – ihn gibt es nur als «Luna»-Version – mit manuel­ lem 6-Gang-Getriebe macht bezüglich Fahrfreude so einiges her. Er verfügt über Turboaufladung, Ladeluftkühlung und Partikelfilter. Ihn gibt es auch als automatisiertes 6-Gang-Getriebe Multimode. Gleichzeitig ist er der Sparsamste

Und dann sind da noch die Preise: Das pragmati­ sche 1-Liter-Basismodell «Terra» mit drei Türen, 69 PS und manuellem 5-Gang-Getriebe wird be­reits ab 15’190 Franken angeboten. Ein «Luna» mit 1,33 l Multi­ drive S kostet 21’590 Franken, unse­ ren Favoriten, den 1,4-Liter-Diesel mit 6-Gang-Getriebe manuell, gibt es für 22’340 Franken. Diese Preise verstehen sich inklusive einer «nichts ist unmöglich»-Prämie, die Toyota auf Grund des starken Frankens, bzw. des

Fotos: PD

Yaris der dritten Generation. In der Tat kommt er sehr gefällig daher. So klein wie einst ist er nun eben nicht mehr: In der Länge hat der jüngste Yaris um satte zehn Zentimeter auf 3,89 Meter zugelegt. Sein Radstand ist um fünf Zentimeter gewachsen und die innere Breite um drei Zentimeter. Das mag in Zahlen nicht nach sehr viel aussehen, im Gebrauch fällt aber schon auf, dass er im Innenraum überraschend viel Volumen bietet. Selbst die Köpfe von standardgrossen Mitteleuropäern haben auf allen Plätzen genug Luft nach oben. Stolz ist Toyota auf das leicht zu bedienende Multimediasystem «Touch and Go», welches mit Navi, SMS-Funktion, eben Internetzugang, Bluetooth, USB und weiteren Applikationen reich bestückt ist. Eine Rückfahrkamera gibt


mobilität draussen

Volkswagen up! Antrieb: Benziner Zylinder: 3 Hubraum: 999 ccm Leistung: 75 PS Verbrauch: 4,7 Liter/100 km CO2: 111 g/km Preis: noch nicht bekannt

tiefen Euros den Kunden gewährt. Diese Angebote gelten für Vertrags­abschlüsse bis Ende 2011.

bewegung auf dem markt Es ist allgemein viel Bewegung bei den Kleinen, auch deshalb, weil der Volkswagen-Konzern zum Grossangriff bläst. Der «up!» – ja, mit Ausrufezeichen! – ist noch unterhalb des Yaris positioniert, und VW will damit gleich die ganze Welt erobern. Die Schweizer Preise sind noch nicht bekannt, doch im restlichen Europa wird der Einstiegspreis bei weniger als 10’000 Euro liegen. Der up!, nur 3,54 Meter lang, kommt auch gleich mit zwei Brüdern im Schlepptau, dem Skoda Citogo und dem Seat Mii.

«tolle kiste» erwachsen

Fiat Panda Antrieb: Benziner Zylinder: 2 Hubraum: 875 ccm Leistung: 85 PS Verbrauch: 4,2 Liter/100 km 92 g/km CO2: Preis: noch nicht bekannt

Lancia Ypsilon Antrieb: Benziner Zylinder: 2 Hubraum: 875 Leistung: 85 PS Verbrauch: 4,2 Liter/100 km CO2: 99 g/km Preis: ab 21’590 Franken

Ebenfalls noch in diesem Jahr steht die dritte Generation des Fiat Panda bei den Händlern. Die einst «tolle Kiste» ist ziemlich erwachsen geworden, grösser, besser ausgestattet, auch langstreckentauglich. Auch hier gibt es noch keine Preise, doch Fiat ist bekannt für Kampfansagen gegen die Konkurrenz. Wer es ein bisschen edler mag, dem sei der Lancia Ypsilon empfohlen, der auf dem Panda basiert, aber halt die hübscheren, eleganteren Kleider tragen darf.


dämmung als brandschutz

vorsorgen und sparen

frische farbe ins haus

Steinwolle hält Feuer am längsten stand 42

In die Säule 3a investieren lohnt sich mehrfach 44

Neuer Anstrich für die gute Stube – selbst gemacht 48

rundum

Initiative für Erbschaftssteuer:

Drohende Steuerkeule für Hausbesitzer

Bild: Tetra Images/Corbis

Zahlreiche Hausbesitzer wollen noch bis Ende Jahr ihre Liegenschaft an die Nachkommen übertragen. Grund für den Aktivismus ist die Initiative für eine nationale Erbschaftssteuer. Obwohl die Abstimmung darüber frühestens 2015 ist, könnten Hausbesitzer rückwirkend auf Anfang 2012 happig zur Kasse gebeten werden.

«N

ichts in dieser Welt ist sicher, ausser dem Tod und den Steuern.» Die geflügelten Worte des Ver­ei­nigte-Staaten-Mitbegründers Benjamin Franklin sind in der Schweiz aktueller denn je. Denn um Steuern und – min-

TEXT Michael Greilinger

des­tens indirekt – um den Tod geht es in der Eidgenössische Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)». Seit Mitte August sammeln mehrere Parteien aus der Mitte und dem


rundum titelgeschichte

linken Lager – SP, Grüne und EVP – Unterschriften für das Volksbegehren. Soweit so schlecht. Lanciert wurde die Initiative in den Wochen vor den Eid­ genössischen Parlamentswahlen, ein derartiges Anliegen macht sich gut, um im Wahlkampf auf sich aufmerksam zu machen, das Thema ist klassisch links – im Visier die Reichen. Doch kaum war die Initiative richtig lanciert, nahm ein Aspekt eine unglaubliche Eigendynamik an, Steuerberater, Treuhänder, Notariate und Grundbuchämter wurden von Anfragen zu Schenkungen und Übertragungen überschwemmt, die Medien nahmen das Thema auf, beispielsweise der «Tagesanzeiger» titelte: «Millionäre machen Panikgeschenke wegen drohender Erbschaftsteuer».

klausel sorgt für panik Warum nun all die Aufregung, ja Panik? Die Initiative mit dem hehren Ziel, die AHV zu stärken, will sämtliche Vermögen über einer Freigrenze von 2 Millionen Franken mit einem Satz von 20 Prozent besteuern – rück­wirkend per 1. Januar 2012. Zwar ist die Unter­

Kein Geschenk für Hausbesitzer: Die Erbschaftssteuer-Initiative sorgt für Aufregung.

info

Die Eidgenössische Volksinitiative «MillionenErbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» sieht vor, Erbschaften und Schenkungen über einem Freibetrag von 2 Millionen Franken mit einem einheitlichen Satz von 20% zu besteuern. Die Initiative lanciert hat ein Komitee aus Vertretern von SP, EVP und den Grünen, die Sammelfrist läuft bis zum 16. Februar 2013, abgestimmt werden könnte frühestens 2014. Steuerpflichtig ist der Erblasser, nicht die Erben. Bei einem jährlichen Erbanfall von 40 Milliarden Franken in der Schweiz rechnen die Initianten mit Einnahmen von 3 Milliarden im Jahr. Die Erträge sollen zu zwei Dritteln in den Ausgleichsfonds der AHV fliessen. Das übrige Drittel erhalten die Kantone als Ausgleich für ausfallende kantonale Steuern – bei einer Annahme der Initiative würden alle kantonalen Erbschaftsund Schenkungssteuerregelungen ausser Kraft gesetzt. Gemäss den Initianten würden Familienbetriebe, KMU und Landwirtschaftsbetriebe geschont durch höhere Freibeträge und einen tiefe-

38 HAUS club MAGAZIN november 2011

ren Steuersatz. Wie diese allerdings aussehen, ist noch offen, für die Detailgestaltung wäre laut den Initianten der Gesetzgeber zuständig. Dieser Aspekt ist allerdings höchst umstritten, da Steuer­ experten und bürgerliche Politiker dadurch die Weiterführung von Betrieben gefährdet sehen. Noch mehr Kritik ernten die Initianten für die Rückwirkungsklausel im Initiativtext, diese besagt: «Schenkungen werden rückwirkend ab 1. Januar 2012 dem Nachlass zugerechnet.» Diese Klausel ist nicht nur Auslöser für Übertragungen und Schenkungen vor Ende Jahr, sondern auch verfassungsrechtlich höchst umstritten. Das Initia­ tivkomitee argumentiert allerdings, es handle sich nicht um eine Rückwirkung, sondern um eine Vorwirkung, da schon vor dem Inkrafttreten dieser Klausel bekannt sei, wie Schenkungen in der Übergangszeit zwischen Start der Initiative und Inkrafttreten der Erbschaftssteuerreform steuerlich behandelt würden. Ausserdem stelle die Klausel in formeller Hinsicht Verfassungsrecht dar und sei damit ohnehin nicht anfechtbar.

Bild: moodboard/Corbis

Was will die erbschaftssteuer-Initiative?


titelgeschichte rundum

schriftensammlung erst angelaufen, doch mittlerweile macht ein Satz aus dem Initiativtext – die ominöse Rückwirkungsklausel – die Runde: «Schenkun­ gen werden rückwirkend ab 1. Januar 2012 dem Nachlass zugerechnet.» Selbst wenn die Sammelfrist noch bis Feb­ ruar 2013 läuft und frühestens 2015 über die Initiative abgestimmt würde: Wer jede Eventualität ausschliessen will, muss sein Vermögen, beziehungsweise seine Liegenschaft bis Ende dieses Jahres den Erben überschreiben. Tatsächlich laufen bei Steuerberatern, Treuhändern und den involvierten Amtsstellen derzeit die Drähte heiss – besonders betroffen sind Regionen, in denen Immobilien in den vergangenen Jahren massiv an Wert gewonnen haben. Das betrifft Hotspots wie den Grossraum Zürich/Zug oder die Genferseeregion. «Derzeit erhalten wir täglich mindestens 5 bis 6 Anfragen explizit im Zusammenhang mit der Erbschaftssteuerinitiative», sagt beispielsweise Marc Wehrli, Notar beim Notariat und Grundbuchamt Meilen. Diese Anzahl Anfragen gehe normalerweise innerhalb eines Monats ein. Die Folge: Die Angestellten des Grundbuchamts

sind bis Ende Jahr vollkommen ausgelas­ tet. Das Thema ist bei den Betroffenen angekommen: Auch in anderen Kantonen nehmen die Anfragen im Zusammenhang mit der Initiative zu, wie eine Stichprobe des Haus Club Magazins bei verschiedenen Grundbuchämtern zeigt. Nun möchte man einwenden, dass gerade in einer Zürichseegemeinde viele wohlhabende Leute ihr Domizil haben und nur ein geringer Teil der Bevölkerung 2 Millionen Franken Vermögen ausweist – die Initianten rech-

der 80er-Jahre. Selbst wenn das Haus damals für deutlich weniger als eine Million Franken gekauft wurde, kann es mittlerweile mehr als zwei Millio­ nen wert sein, dazu kommt ihr Erspartes und das geerbte Vermögen des Ehemannes. Die Freigrenze ist somit schnell um einige Hunderttausend Franken überschritten, 20 Prozent davon kämen den Erben abhanden. Zu den finanziellen Folgen bei einer Annahme der Initiative kommen beste­ hende Steuern dazu: «Wenn die Kinder

«so viele anfragen pro tag wie sonst in einem monat» nen mit gerade 2 Prozent, die betroffen sind. Tatsächlich muss von einem Vielfachen dieser Zahl ausgegangen werden.

grenze überschritten Nehmen wir das Beispiel von Frau M. aus Zollikon. Sie ist verwitwet und hat vier erwachsene Kinder. Frau M. lebt in ihrem Einfamilienhaus, erbaut Anfang

das Haus später verkaufen, müssen sie noch mit einer Grundstückgewinnsteuer in eventuell bis zu 6-stelliger

Haus Club ratgeber Fragen zum Thema? Wir beraten Sie, weitere Infos ab Seite 51.


rundum titelgeschichte

Grössenordnung rechnen», gibt Lukas Kramer, Leiter Beratungszentrum Haus Club Schweiz, zu bedenken. An der drohenden Mehrfachbe­ steuerung stösst sich auch Filippo Leutenegger, Präsident Haus Club Schweiz: «Die Initiative ist unfair. Hausbesitzer bezahlen schon Vermögens-, Einkommens- und Grundstückgewinnsteuer. Eine Erbschaftssteuer wäre ein weiterer Angriff auf die Eigentumsgarantie, die einer Teilenteignung gleichkommt .» Und sobald mehr als eine Liegenschaft im Spiel ist, schenkt die geplante Erbschaftssteuer noch mehr ein: Das

Der Verkehrswert einer Liegenschaft etwa sei zwar ein gesetzlicher Wert, müsse aber nicht dem Steuerwert entsprechen und im Fall einer Erbschaft gelte je nach Kanton wieder eine andere gesetzliche Grundlage,. Ein Hauseigentümer mag einen Steuerwert von 600‘000 Franken angeben und denken: «Ich bin nicht betroffen.» In der Realität reichen aber eine gute Lage und gestiegene Landpreise, was den «Verkehrswert» auf 1,5 bis 2 Millionen Franken hochschnellen lässt. Klar ist: Wer jedes Risiko ausschliessen will, muss bis Ende Jahr handeln. Es bleiben nur noch zwei Monate – und alleine eine behördliche Beurkundung

Experten gehen davon aus, dass das Volksbegehren gute Chancen hat: Viele Stimmbürger sind von den formulierten Kriterien nicht betroffen und könnten daher zustimmen, was für eine Annah­ me spräche, aber es stehen genauso Prognosen für eine klare Ablehnung im Raum. Offene Fragen finden sich auch auf der politischen Ebene, zum Beispiel, ob der Bundesrat einen Gegenvorschlag ausarbeiten wird. Denn auch dieser hätte eine nationale Erbschaftssteuer zur Folge – wenn auch unter anderen Vor­ zeichen. Widerstand dürfte auch aus den Kantonen zu erwarten sein: Im Zuge des allgemeinen Steuerwettbewerbs wurde in fast allen Kantonen die Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen abge­ schafft (Ausnahmen: Appenzell Inner­ rhoden, Neuenburg und Waadt).

gefühlte ewigkeit

Schwein gehabt? Wer allfällige Folgen der Initiative umgehen will, muss sich beeilen.

wildwuchs der werte Welchen Wert hat nun aber ein Haus effektiv? Für den auf Steuerrecht spe­ zialisierten Anwalt Reto Böhi liegt hier ein grosses Problem der Initiative, zumal in den Kantonen ein regelrechter Wildwuchs an Wertbegriffen wie Steuer-, Verkehrs- und Marktwert herrscht. 40 HAUS club MAGAZIN november 2011

kann zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Steueranwalt Böhi warnt zwar davor, in Panik zu verfallen, wer aber sowieso eine Übertragung des Hauses an die Kinder ins Auge gefasst hat, sei sicher gut beraten, diese jetzt noch zu vollziehen. Ob eine Übergabe aber in jedem

«Die initianten haben eine viel zu tiefe limite gewählt» Fall Sinn macht, müsse individuell abgeklärt werden. Ist der Eigentümer einer Liegenschaft schon um die 80 Jahre alt, sei eine Übertragung mit Nutzniessung und Wohnrecht wohl angebracht. Ist der Hausbesitzer aber noch deutlich jünger – 50 bis 60 Jahre alt – und die Kinder womöglich noch nicht volljährig, empfiehlt Böhi allenfalls abzuwarten.

welche chancen? Weitgehend unbestritten ist, dass die Initiative zustande kommen wird, über die Chancen an der Urne herrschen aller­dings geteilte Meinungen. Manche

unzählige KMU-Betreiber, die durch die drohende Steuer in ernsthafte Probleme für eine Nachfolgeregelung geraten könnten, selbst wenn die Ini­ tianten dort weniger strenge Massstäbe geltend machen. Ob die Aufregung um die Erbschaftssteuer nun berechtigt war, wird sich frühestens in gut zwei Jahren zeigen. Eine gefühlte Ewigkeit im Vergleich zur Zeit, die Betroffenen noch bleibt, um ihr Vermögen steuerfrei zu vererben.

www

Was ist Ihre Meinung zur Erbschaftssteuer? Schreiben Sie eine Mail an leserbriefe@haus-club.ch

Bild: Angelo Cavalli/cultura/Corbis

Ehepaar W. aus St. Gallen besitzt zwei ältere Mehrfamilienhäuser, die zusammen einen Verkehrswert von rund 3 Millionen Franken haben. Das Paar plant, die Häuser gelegentlich den Kindern zu schenken. Nach Abzug des Freibetrags von 2 Millionen versteuern die Erblasser also rund eine Million, die Kinder erhalten 200‘000 Franken weniger, also noch rund 800‘000 Franken. Demgegenüber stehen jährliche Kosten für Unterhalt und Verwaltung von mindestens 50‘000 Franken und aufgrund der günstigen Mietzinse der Wohnungen ein eher bescheidener Nettoertrag. Je nach Konstellation müssten sich die Kinder gar verschulden, um die Mehrfamilienhäuser überhaupt halten zu können – oder die Mieten drastisch erhöhen.

Die herrschende Aufregung um die Initiative ist aber auch der beste Beweis dafür, dass sich die Initianten mit der Festlegung der Freigrenze bei 2 Millionen Franken einen Bärendienst erwiesen haben. Dazu Steueranwalt Böhi: «Die Initianten sind zu gierig und haben eine zu tiefe Limite gewählt.» Er erachtet realistischerweise einen Frei­ betrag von 5 bis 10 Millionen Franken als mehrheitsfähig. Denn auch wenn das Volksbegehren auf die Reichen zielt, belas­tet werden auch nicht zu unterschätzende Teile des Mittelstandes – und zwar nicht nur Liegenschaftsbesitzer, sondern auch


rundum umbau

TEXT Robert Wildi

G

anz schön heiss geht es in der Schweiz zu und her, wie eine Statistik der Vereinigung Kan­ tonaler Feuerversicherungen (VKF) nachweist. Zwischen 1991 und 2010 haben sich hierzulande nicht weniger als 390 000 Feuersbrünste mit einer totalen Schadenssumme von fast 7 Milliarden Franken ereignet. Im Durchschnitt brennt es 53 Mal pro Tag, das ergibt 19 000 Feuerschäden im Jahr. Hausbesitzer sind davon häufig betroffen. Mehr als ein Drittel (36,4%) der Brände in Wohnimmobilien sind auf Blitzeinschläge zurückzuführen. Gut ein Viertel der Fälle rührt von Mängeln bei den elektrischen Installa­ tionen her. Weitere 9 Prozent der Brand­ Je nach Baumaterial richten Brände mehr oder weniger Schaden an.

Eine «Firewall» aus Steinwolle Wenn es brennt, kann es in den eigenen vier Wänden richtig gefährlich werden. Vorbeugen lohnt sich deshalb bereits bei der Bauplanung und Auswahl der Dämmmaterialien. Als besonders widerstandsfähig gegen Feuersbrünste erweist sich Steinwolle.

wie bei einem Einbruch. Ein Stück der heimischen Idylle und Geborgenheit wird von den Flammen oft mit ver­ schlungen. Dieses Gefühl wirkt häufig Monate oder sogar Jahre nach, wenn alle Reparaturarbeiten längst erledigt sind. Und selbstverständlich sind Brände auch eine akute Bedrohung für die Gesundheit. Die körperlichen Leiden infolge von Verbrennungen oder Rauchbildung können dramatisch sein. Viele Hausbesitzer denken deshalb beim Thema Sicherheit in erster Linie an einen wirksamen und effizienten

schäden entfallen auf Feuerungen und schliesslich 5 Prozent auf vergessene Kerzen.

Finanzielle Verluste und komplizierte Versicherungsfälle sind für die Haus­ eigentümer nur eine Folge von solchen Brandereignissen. Ins Gewicht fallen dabei häufig Sekundärschäden, die bei der Brandbekämpfung, etwa durch Löschwasser, entstehen können. Eben­ so belastend ist auch eine persönliche Verunsicherung, die in der Regel nicht so rasch vorübergeht. Ganz ähnlich 42 HAUS CLUB MAGAZIN NOVEMBER 2011

Steinwolle ist feuerresistent.

Fotos: Bill Stormont/Corbis, zVg

Zum finanziellen kommt der Vertrauensverlust


experte Brandschutz. Der vorsichtige Umgang mit offenem Feuer liegt dabei in der Verant­ wortung jedes Einzelnen und ist das wich­ tigste Gebot. Wenn es erst mal brennt, kann eine optimale Dämmung mit feuer­ resistenten Baumate­rialien nicht nur grö­ bere Sachschäden vermeiden, sondern auch Leben retten. Darüber herrscht bei Architekten wie Bauherren Einigkeit.

Steinwolle brennt nicht und gibt keine toxischen Gase ab Die Eignung von Baustoffen als Brand­ schutz wird aufgrund ihrer Brenn­barkeit und ihres Qualmverhaltens beurteilt. Leicht entzündbare sowie rasch abbren­ nende Materialien sind nach VKF mit einer Brennbarkeit von 1 und 2 klassiert und als Baustoffe nicht zugelassen. Ge­ setzlich nicht verboten sind hingegen verschiedene leicht und mittel brennbare Materialien. Sie gehören den VKF-Klassen 3 (leicht) und 4 (mittel) an. Ein Beispiel sind Holzfaserplatten. Wie Experten fest­ gestellt haben, leisten solche Stoffe im Brandfall kaum Widerstand und können die Ausbreitung des Feuers nicht behin­ dern. Zahlreiche konkrete Schadenfälle belegen dies.

Die besten Dämmwerte in Bezug auf Feuerresistenz erreicht Steinwolle, wie zahlreiche Tests belegen. Steinwolle ist nicht brennbar und mit einem Schmelz­ punkt bei über 1000 Grad Celsius enorm hitzeresistent. Besonders überzeugend ist für Fachleute aus der Baubranche, dass Steinwolle im Brandfall weder Rauch noch giftige Dämpfe entwickelt. Dies, weil Steinwolle im Gegensatz zu ande­ ren, leichter brennbaren Dämmstoffen nicht mit Brandschutzmittel präpariert werden muss. Einige dieser Mittel werden selbst von der European Chemical Agency EHCA als «besonders besorgniserre­ gende Stoffe» bezeichnet. Der Grund ist nachvollziehbar: 80 Prozent der Brand­ opfer gehen auf das Ein­atmen toxi­scher Brandgase zurück, wie internationale Statistiken nachweisen. Ihre idealen Eigenschaften im Kampf gegen das Feuer haben der Steinwolle nicht nur international, sondern auch in der Schweiz ein gutes Image einge­ bracht. Dies belegt auch ein Blick ins Archiv der «Schweizerischen FeuerwehrZeitung». Vor rund einem Jahr widmete sie dem Thema unter dem Titel «Wärme­ dämmung – bei Brand entscheidend» einen grossen Artikel und lobte darin den Einsatz von Dämmmatten aus Stein­ wolle in den höchsten Tönen.

info Brandschutzvorschriften

Die Brandschutzvorschriften der Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen (VKF) bilden in der Schweiz die gesetzliche Grundlage für den Brandschutz in sämtlichen Gebäuden. Seit 2003 sind diese Vorschriften vereinheitlicht und für alle Kantone gültig. Es lohnt sich für jeden Hausbesitzer, sich darüber zu informieren. Im Detail nachzulesen sind die einzelnen Brandschutzvorschriften unter www.bsvonline.vkf.ch.

Roger Ackermann

Brandschutzfachmann Flumroc AG, Flums Ich möchte mein Haus besser vor Bränden schützen. Lassen sich Dämmmatten aus Stein­ wolle in jedem Haus einbauen? Eine Dämmung mit Steinwolle ist für jedes Haus, Ein- oder Mehrfamilienhaus, Gewerbe- oder Industriebau, hervorragend geeignet. Je nach Anforderung des Brandschutzes können dabei verschiedene Produkte verwendet werden. Eignet sich eine Dämmung mit Steinwolle nur für die Wände oder auch für Böden und Dächer? Unsere entsprechenden Produkte können in jede Konstruktion eingebaut werden. Ob Böden, Wände oder Dächer. Steinwolle erfüllt ihre Funktion überall zuverlässig. Neben dem Brandschutz werden gleichzeitig auch die Anforderungen im Bereich Wärmedämmung und Schallschutz erfüllt. Wie lange ist die Lebensdauer von Dämmmatten aus Stein­ wolle? Nach wie vielen Jahren muss ich sie ersetzen? Steinwolle hat eine lange Lebens­ dauer, da das Material aus Stein besteht und nicht verrotten kann. Untersuchungen von über 40-jähriger Steinwolle zeigen, dass der Brandschutz und die Wärmeleitfähigkeit noch immer gewährleistet sind und über die Jahre nicht abgenommen haben. Ein Ersatz ist also selbst nach einer solchen Zeitperiode nicht notwendig. Eignet sich eine Dämmung mit Steinwolle auch für Holz­ bauten? Im Holzbau ist in den letzten Jahren sehr viel geforscht und getestet wor­den. Mit unserer Flumroc-Steinwolle können unzählige Konstruktio­nen mit unterschiedlichen Feuerwiderständen erstellt werden. Sie ist deshalb geeignet für den Holz- wie auch für den Massivbau. Denn Steinwolle bleibt formstabil und hat eine Schmelztemperatur von über 1000 °C.


rundum finanzieren

TEXT Maya Grollimund

A

HV und Pensionskasse reichen in der Regel nicht aus, um den gewohnten Lebensstan­ dard auch nach der Pensio­ nierung zu sichern. Viele investieren daher in die als dritte Säule bekannte Selbstvorsorge, die je länger desto mehr an Bedeutung gewinnt. Die dritte Säule lässt sich durch verschiedene Spar- und Versicherungslösungen indi­ viduell auf- und ausbauen. Ausserdem wird zwischen der gebundenen (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b) unterschieden.

Säule 3a – zentral für private Vorsorge Im Mittelpunkt für die private Vorsorge steht oft ein Säule-3a-Sparkonto, das sich für die private Vorsorge beson­ Gute Aussichten: Wer in die dritte Säule investiert, sorgt vor und spart Steuern.

Vorsorgen und Steuern sparen

Die private Vorsorge gewinnt an Bedeutung. Investitionen in die Säule 3a eignen sich dazu besonders gut. Denn mit dem Vorsorgesparen für die Zukunft lassen sich gleichzeitig Steuern sparen. Beträge, die bis Weihnachten 2011 in die Säule 3a einbezahlt werden, können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. ders gut eignet: einerseits können die jährlichen Einlagen vom steuerbaren Einkom­men abgezogen werden, ande­ rerseits bietet das Konto einen Vorzugs­ zins von 2 % (seit 1.1.2010). Der maxi­

mal jährlich einzahlbare Beitrag wird vom Bund festgelegt und ist zu 100 Prozent vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Für das Jahr 2011 beträgt die Ein­ zahlungsgrenze für Angestellte mit einem AHV-pflichtigen Lohn und mit Pensions­ kasse CHF 6’682.–. Für Selbständig erwerbende ohne Pensionskasse be­ trägt die Einzahlung 20 % des Erwerbsein­ kommens oder maxi­ mal CHF 33’408.–. Die genaue Höhe der Steuerersparnisse ist vom steuerbaren Einkommen ab­ hängig, beträgt aber schon bei einem mittleren Einkommen schnell einmal

25 % des einbezahlten Kapitals. Der Kunde bestimmt jedes Jahr im Rah­ men des Maximalbetrages die Höhe der Einlage in seine Säule 3a. Während der Sparphase ist das Vorsorgeguthaben nicht vermögens­ steuerpflichtig, und die Zins­ erträge sind von der Einkommens- sowie Ver­r ech nungssteuer befreit. Später bei der Auszahlung unterliegt das Kapital einem redu­ zierten Steuersatz. Die Auszahlung gestaffelt vorzunehmen, kann je nach Kanton erhebliche Steuereinsparungen bewir­ ken. Mit einem zweiten (oder weite­ ren) Säule-3a-Konto kann die Auszah­

Vorsorgegelder: auch für Wohneigentum. 44 HAUS CLUB MAGAZIN november 2011

Fotos: zVg

«freiwillig gespartes kapital gibt mehr freiheit»


experte lung auf zwei (oder mehrere) Termine auf­geteilt werden. Damit wird die Steuer­ progression gebrochen und gleichzeitig steigt die Flexibilität bei der Auszahlung – zum Beispiel für Wohneigentum. Im Rahmen der Wohneigentumsför­ derung können Mittel der gebundenen Selbstvorsorge (3a) und der Beruflichen Vorsorge (2. Säule) für die Finanzierung von Wohneigentum verwendet werden. Die Gelder können in Form eines Vorbe­ zugs oder einer Verpfändung beansprucht werden. Eine Finanzierungsberatung bei der Hausbank gibt Auskunft über die auf die individuellen Bedürfnisse abge­ stimmte Finanzierungslösung.

Kurt Frehner

Geschäftsführer Raiffeisen Vorsorge- und Freizügigkeitsstiftung

Sparen oder Anlegen? Früh vorzusorgen zahlt sich aus. Das Kapital auf dem Vorsorgekonto kann auch in Vorsorgefonds angelegt werden. Diese Produkte bilden eine Alternative zu den Spareinlagen auf Vorsorge- bzw. Frei­ zügigkeitskonti und erlauben es, von den Ertragschancen an den Finanzmärkten zu profitieren. Als Faustregel gilt: je früher mit dem Aufbau von Sparvermögen begonnen wird, desto stärker kann vom Zinseszins­ effekt profitiert werden. Insbesondere bei der Anlage in Fonds ist eine langfristige Perspektive ein grosser Vorteil, denn so werden die Risiken über die Jahre hin­ weg verteilt.

Noch vor Weihnachten einzahlen Die Einzahlungen in die Säule 3a müssen bis Weihnachten erfolgen, damit die Ab­ züge von der Einkommenssteuer geltend gemacht werden können. Für künftige Jahre lohnt es sich, bereits zu Jahres­ beginn in die Säule 3a einzuzahlen, denn so kommt bei einer reinen Sparlösung der Zinseszins-Effekt zum Tragen.

hypothekenbarometer

Bei den Angaben handelt es sich um Empfehlungen von Raiffeisen Schweiz. Die Zinssatz- und Kon­ditionengestaltung der einzelnen Raiffeisenbanken kann von diesen Empfehlungen abweichen.

Variable Hypothek Festhypothek 5 Jahre Libor-Flex-Hypothek 5 Jahre (Basis: 3 Monats-Libor)

Eine Zusammenarbeit von:

Trend

Für viele Menschen ist das Eigenheim Teil der Vorsorge. Was gilt es hier zu beachten? Neben dem im Eigenheim gebundenen Kapital sollten mit der Pensionierung noch weitere Vermögenswerte vorhan­ den sein, die nicht gebunden sind. Auf­ grund der steuerlichen Sonderbehand­ lung der dritten Säule lohnt sich das Sparen mit diesem Instrument beson­ ders. Dabei muss man sich bewusst sein, dass das Kapital nur in ganz be­ stimmten Fällen vor der Pensionierung bezogen oder verpfändet werden kann. Jedes freiwillig angesparte Kapital gibt zusätzlich zur AHV und Pensionskasse Flexibilität und Freiheit, den «Unruhe­ stand» ohne finanzielle Sorgen zu ge­ niessen. Ein Eigenheim lässt sich auch mit Vorsorgegeldern finanzieren, welche Möglichkeiten gibt es? Für die Finanzierung von selbstbe­ wohntem Wohneigentum können Mit­ tel aus Pensionskasse (2. Säule) und der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) eingesetzt werden. Mit einem Vorbe­ zug können Eigenmittel zur Verfügung gestellt werden. Als Alternative kann die Vorsorge als Sicherheit verpfändet werden, um eine höhere Fremdfinanzie­ rung durch die Bank zu ermöglichen. Ab dem 50. Altersjahr kann das Pensions­ kassenkapital nur noch zur Hälfte bzw. zum effektiven Stand mit Altersjahr 50 bezogen oder verpfändet werden. Welche Auswirkungen hat das auf die Vorsorge? Bei einem Vorbezug von Pensions­ kassengeldern wird die Altersrente bei der Pensionierung tiefer ausfal­ len. Um diesen Ausfall zu kompensie­ ren, sollte bis zum Pensionsalter ein Vorbezug wieder eingeschossen oder entsprechendes Kapital angespart werden. Zusätzlich könnte durch den Vorbezug im Todesfall oder bei Er­ werbsunfähigkeit eine Einkommens­ lücke entstehen, die jedoch mit einer entsprechenden Versicherung abge­ deckt werden kann. www.raiffeisen.ch


rundum energieeffizienz

TEXT Robert Wildi

E

tikettenschwindel ist nicht das Ding der Elektrogerätehersteller. Das würde ihnen nicht gut anstehen. Via Energieetikette sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, ihren exakten Stromverbrauch transparent auszuweisen. Doch wer schaut wirklich so genau hin? Design, Form und Farbe bestimmen im Warenhaus oft die Shopping-Route der Kunden. Lampen müssen mit Stil überzeugen, TV-Flachbild-

Das soll sich ändern. So möchten es die Organisatoren des energyday. Seit 2006 wird der Anlass jährlich von der energie agentur elektrogeräte (eae) und dem Programm EnergieSchweiz des Bundesamtes für Energie (BFE) gemeinsam auf die Beine gestellt. Startschuss ist jeweils der Samstag vor der Umstellung auf die Winterzeit. Das ist heuer der 29. Oktober. «Unser Ziel ist die Förderung eines bewussten Umgangs mit Energie und die Sensibilisierung der Leute auf energie­ effiziente Geräte», fasst Diego De Pedrini, Projektleiter energyday, die Kernbotschaft in einen Satz. Mit ver-

Energieeffizienz denken und leben schirme mit Full-HD, Kühlschränke mit raffinierten Zusatzfächern. Wie aber gelangen Kosumentinnen und Konsumenten an Informationen zur Energie­ effizienz? Obwohl der Stromverbrauch ein immer wichtigeres Kaufkriterium wird, wissen viele Konsumenten nicht, wie sie ein besonders effizientes Gerät erkennen können.

schiedenen Aktionen und Informationsanlässen im Rahmen des mehr­ wöchigen energyday-Programms sollen die Konsumenten aktiv dazu animiert werden, künftig die Energie­ etiketten aufmerksam zu lesen und den Stromverbrauch eines Geräts bei ihrem Kaufentscheid miteinzu­ beziehen.

«Effizienz ist Programm» – in den Geräten und Köpfen Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler. Unter dem Motto «Effizienz ist Programm» fokussiert der energyday 2011 seine Kam­ pagne ganz konkret auf diese soge-

Bild: Les and Dave Jacobs/cultura/Corbis

Winterzeit ist Zeit zum Energiesparen. Diesem Motto widmet sich der «energyday», den die energie agentur elektrogeräte in Kooperation mit dem Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie heuer zum sechsten Mal organisiert. Die mehrwöchige Veranstaltung soll aufklären, informieren, anregen – zu einem bewussten und sparsamen Umgang mit Energie.


experte

energieeffizienz rundum

«Es ist für uns ein zentrales Anliegen, dass die Konsumentinnen und Konsu­ menten über die aktuellsten Neuerun­ gen im Markt Bescheid wissen und ihr Bewusstsein dafür schärfen», so De Pedrini weiter. Mit der wachsenden Energieeffizienz der Geräte soll auch die Wahrnehmung in den Köpfen der Verbraucher mithalten.

35 bis 40% Sparpotenzial mit besseren Geräten

Kauf von Haushaltsgeräten: Der Stromverbrauch wird ein immer wichtigeres Kriterium.

nannten Haushaltgrossgeräte. Denn als Folge des technologischen Fortschritts der Hersteller sollen deren Energie­ etiketten nach einer EU-Verordnung im Jahr 2012 auch in der Schweiz um die zusätzlichen Klassen «A+», «A++» sowie «A+++» erweitert werden. Neu wird ab dem nächsten Jahr auch für TV-Geräte eine Energieetikette eingeführt. «Das ist die Gelegenheit, um auch ein jüngeres und für Unterhaltungselektronik affi­ nes Publikum für das Thema Energie­ effizienz zu sensibilisieren», hofft Diego De Pedrini. Mit dem Mahnfinger will der energy­ day die Besucher indes nicht empfangen. Im Vordergrund steht die Information

Auch mit Zahlenbeispielen kann diesem Prozess Nachdruck verliehen werden. «In der Schweiz befinden sich über 15 Millionen Haushaltgrossgeräte, die zusammen rund 5,6 Milliarden KilowattStunden an Strom verbrauchen. Wären nur Geräte der besten Energieeffizienzklassen im Einsatz, könnten in diesem Bereich Einsparungen von 2 bis 2,5 Mil­liarden Kilowatt-Stunden beziehungsweise 35 bis 45 Prozent erzielt werden», rechnet Diego De Pedrini vor. Zum Vergleich: Im gesamten Kanton Basel-Landschaft werden pro Jahr knapp 2 Milliarden Kilowatt-Stunden Strom verbraucht. Dass mit Eigenverantwortung und einem nachhaltigen Kaufverhalten rasch solche Resultate erzielt werden können, soll die Besucher des energyday beeindrucken. Das erhoffen sich Diego De Pedrini und seine Mitstreiter. Als zielführendes Argument dient auch das Portemonnaie der Verbraucher. «Wer seinen 15-jährigen Gefrierschrank durch ein Modell der besten Energie­effi­zienz­ klasse ersetzt, kann auf zehn Jahre hinaus bis zu 460 Franken sparen.»

info

energyday 11 – einige Programmpunkte

19. Oktober – 21. November FUST offeriert attraktive Aktionen auf TV-Geräte, Kaffeemaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Wärmetrockner. 27. Oktober – 29. Oktober: Lumimart feiert die Neueröffnung der Filiale in Winterthur und gewährt 25% Rabatt. 24. Oktober – 15. November Lumimart gewährt in allen übrigen Filialen 15% Rabatt auf das gesamte Lichtsortiment. 26. Oktober Informationsstand zum Thema Energieeffizienz, sparsame Haushaltgeräte und Energieetikette am Chlausmarkt in Uznach. 28. Oktober: In Wohlen werden energyday-Schoggi­ tafeln an die Einwohner verteilt. 29. Oktober: Informationsstand zum Thema Energie­ effizienz am Herisauer Obstmarkt. Weitere Informationen unter www.energyday.ch


rundum do it yourself

do it yourself

Vorsicht, frisch gestrichen! Wenn in den eigenen vier Wänden gepflegte Langeweile aufkommt, könnte das daran liegen, dass man sich an den ewig gleichen weissen Wänden satt gesehen hat. Warum also nicht mal einen neuen Anstrich wagen?

Ob Thermokomposter (links) oder Kompostgitter: So entsteht wertvoller Humus für den Garten.

TEXT Michael Greilinger

Alternative zum ewigen Weiss: Warum nicht ein wenig Farbe ins Wohnzimmer bringen?

passende farbe finden Keine Hexerei ist es, einen Raum einfach neu zu streichen: Die Wände freiräumen, Boden und Möbel abdecken, die Wände und die Decke reinigen, ausbes­ sern, vorbereiten und neu streichen (vgl. Anleitung). Wer allenfalls nicht sicher ist, wie er mit dem bestehenden Untergrund umzugehen hat, kann sich beim Fachmann oder im Baumarkt Rat holen. Die handwerkliche Seite ist das eine, die optische aber das andere. Spannend ist es, sich Gedanken über die künf­tigen Farben in den Innenräumen zu machen. Soll es wieder klassisches Weiss werden? Oder lieber eine andere Farbe? Und wel-

tipp Neue Strukturen für die Wände Nicht nur eine neue Farbe, sondern auch eine neue Struktur verleiht den Innenräumen ganz neues Leben. Im Handel sind verschiedene Produkte erhältlich wie Streichputz oder Wandlasuren, mit denen verschiedene Effekte zu erzielen sind. Ein Putz lässt sich mit dem Spachtel strukturieren, ähnliche Effekte lassen sich mit einer Strukturdispersion erzielen. Und mit Pinsel, Schwamm oder Ledertüchern lassen sich nach dem Auftragen einer Grundierung und einer farbigen Wandlasur verschiedene Wirkungen erzielen, wie sie beispielsweise oft im mediterranen Raum anzutreffen sind. 48 HAUS club MAGAZIN November 2011

che Farbe verleiht dem Raum den gewünschten Charakter? In diesem Fragen ist im Prinzip alles erlaubt, bestimmend ist der eigene Geschmack. Denn mittlerweile sind längst nicht nur klassische Farbtöne im Handel erhältlich – ganz abgesehen davon, dass sich auch eine Farbe nach ganz individuellen Wünschen zusammenmischen liesse. Ein Trend, der sich immer mehr durchsetzt, sind beispielsweise Designerfarbtöne. So ist in der Schweiz zum Beispiel eine Farbkollektion neu auf dem Markt, die mit harmonisch aufeinander abgestimmten Wand- und Deckenfarben aufwartet. Da lassen sich etwa warme Brauntöne und kühle Steinfarben miteinander kombinieren, oder ein Himbeerton mit einem cremigen Weiss oder – noch extravaganter – Cherry Cream und Mint. Derartige Farbharmonien sorgen für ganz eigene Stimmungen, das kann einen Raum urban erscheinen lassen oder auch ganz romantisch.

farbe aufsprühen Und genau so, wie sich die auf dem Markt erhältlichen Farbkonzepte immer weiter entwickeln, hat sich auch die Tech-

Fotos: zVg

M

anchmal reichen kosmeti­ sche Massnahmen, um etwas, das in die Jahre gekommen ist, wieder ganz neu und frisch wirken zu lassen. Das gilt auch für die eigenen vier Wände. Und zwar wirklich ganz konkret für die Wände. Das einst frische Weiss ist in die Jahre gekommen, vergilbt, Möbel haben ihre Spuren an den Wänden hinterlassen – oder auch ein Laster: Wer in Innen­ räumen raucht, hat früher oder später hartnäckige Hinterlassenschaften an den Wänden. Wer sich also für einen neuen Anstrich entschliesst, kann entweder beim Maler seines Vertrauens eine Offerte anfordern, oder selber zu Pinsel und Roller greifen – und dabei gleich auch die eine oder andere kreative Idee an den Wänden verewigen.


do it yourself rundum

Materialliste

nik, um die Farben auf die Wände aufzutragen, entwickelt. Denn statt mit Pinsel und Roller lassen sich die Farben auch ganz einfach aufsprühen. Mit einem entsprechenden Sprühgerät lassen sich die Farben einfach auftragen, laut Herstellerangaben schaffe das Gerät bis zu fünf Quadratmeter in zwölf Minuten, eigne sich durch seine Präzision auch für kleine Flächen und verursache kaum Sprühnebel. Ebenfalls eliminiert ist mit diesen Feinsprühsystemen auch das leidige Problem der tropfenden Farbe.

Signeo Farbroller Signeo Power-weiss 5 L Signeo Sprühgerät Signeo bunte Wandfarbe matt Mud 0.8 L Signeo bunte Wandfarbe matt Raisin Rouge 0.8 L

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Oecoplan Wohnraumdispersion weiss 10 L Fr. 59.90 Oecoplan Wohnraumdisdispersion matt salsa 2.5 L Fr. 29.90 Oecoplan Fassadenpinsel Fr. 11.90

für alle zwecke Wer es von Farbwahl und Handwerk lieber klassisch mag, kann natürlich auch auf herkömmliche Dispersionsfarben zurückgreifen und diese mit dem Roller auftragen. Aktuelle Produkte erfüllen nicht nur für Innenräume wichtige gesundheitliche und ökologische Kriterien, sondern sind auch in Ausführungen für Nassräume oder mit einer Nikotinsperre erhältlich. Möglichkei­ ten, mehr und neue Farben ins Haus zu bringen, gibt es also reichlich.

Fr. 12.90 Fr. 34.90 Fr. 119.90

Eine Video-Anleitung zum Thema Wände streichen finden Sie auf unserer Website www.haus-club.ch

Eine Zusammenarbeit von:

Colodur Tiefgrund 5 L Colodur Farbwalze YellowGreen Colodur Farbrollerbügel blau 25cm Colodur Kunststoff-Farbwanne Colodur Rührquirl mittel Colodur Kunststoff-Abstreifgitter Colodur Teleskopstange. Konus 1,2 – 2 m Colodur Spachtelmasse 330 g Spachtel soft touch Tesa Abdeckband Nopi beige 50 m x 50 mm Tesa Abdeckfolie + Malerkrepp 33 m x 550 mm Tesa Abdeckfolie + Malerkrepp 33 m x 140 cm

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Alle Produkte sind in den Coop Bau+HobbyVerkaufsstellen erhältlich.

wissen

Do it yourself Anleitung Prüfen

Reinigen

empfehlen Ihnen die Grundierung von Colodur.

Streichen

Wände auf Risse, Dübellöcher und Unebenheiten überprüfen.

Abblätternde Altanstriche, Leim- oder Kalkfarben entfernen. Der Untergrund sollte gesäubert, trocken und staubfrei sein.

Ausbessern Grundieren

Falls nötig, Stellen mit überstreichbarer Fugenmasse ausbessern und glätten.

Wichtig bei sandenden, saugenden oder kreidenden Wänden und Untergründen ist eine sorgfältige Grundierung. Tipp: Wir

Ecken und Kanten werden zuerst gestrichen am besten mit einem Flachpinsel. Decken immer vor den Wänden streichen. Dispersionsfarben mit einem Pinsel oder – ganz einfach – mit einem Lammfellroller auftragen. Um die grösstmögliche Deckkraft zu erreichen, streichen Sie jede Stelle gleich mehrmals, ohne sie zwischendurch trocknen zu lassen. Tipp: Bei Arbeitspausen Werkzeuge in Plastikfolie einwickeln. november 2011 HAUS club MAGAZIN 49


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HAUS CLUB RATGEBER

Erbschaftssteuer-Initiative:

Alarmstufe Rot für solide Sparer! Bild: Kai Chiang/Golden Pixels LLC/Corbis

Erbschaftssteuer-Initiative: Bedroht sind vor allem mittelständische Vermögen – bei vielen Hauseigentümern besteht dringender Handlungsbedarf.

M

it einem «Buebetrickli» auf Verfassungsstufe sollen mit einer neuen Steuer auch mittelständische Vermögen rückwirkend besteuert werden (siehe auch Beitrag auf Seite 37). Zwischen amtlicher Publikation

TEXT Beratungszentrum

im Bundesblatt und Rückwirkungszeitpunkt 1. Januar 2012 liegen nur wenige Monate. Eine Kompensation durch das Zurückfahren anderer Steuern ist nicht vorgesehen, auch die wirklichen Probleme der AHV, für welche ein Teil der Mittel eingesetzt


HAUS CLUB

ratgeber

werden soll (z.B. Kinderlücke usw.), lassen sich damit nicht lösen. Die Initianten setzen vielmehr auf die «Neidkultur».

Wer ist wirklich betroffen? Ins Leere stösst die Initiative vermutlich bei fast allen beweglichen Vermögen – diese werden ganz sicher rechtzeitig «weggezügelt», das dauert mitunter nicht einmal Stunden. Ebenfalls ein Fehlschuss ist die Initiative, soweit sie an den Wohnsitz (sehr) wohlhabender Personen anknüpft. Auch diese Wohnsitze werden in Windeseile verlegt werden, wenn im Sinne der Initianten wirklich «etwas zu holen» wäre. Als Betroffene bleiben Personen zurück, die Grundeigentum besitzen und nicht vor dem 1. Januar 2012 die nötigen Dispositionen getroffen haben. Dabei dürfte es sich jedoch ganz überwiegend nicht um gewichtige «Multi­ millionäre» handeln, sondern um mittelständische Haushalte, die einfach ein Leben lang tüchtig gearbeitet, vorausschauend gespart und sicher angelegt haben.

Beispiel-Familie Goldfinger

Regionale Unterschiede wegen Immobilienpreisen Weil besonders Immobilien-gebundenes Vermögen von Perso­nen, die nicht die Mittel haben, ihren Wohnsitz nach Monaco oder in die Südsee zu verlegen, von der Initiative betroffen sein wird, stellt sie auch eine Art zusätzlichen «Finanzausgleich» unter den

Kantonen dar. Denn viele betroffene Vermögen liegen nur aufgrund der lokalen Preisentwicklung auf dem Bodenmarkt über der kritischen Schwelle. Dies gilt vor allem für Kantone wie z. B. Zürich, die schon heute über den Finanzausgleich (somit durch ihre Steuerzahler) die «billigeren» Standorte finanzieren. Der Eigentümer einer unterdessen sehr teuer gewordenen, aber eigentlich kleinbürgerlichen Liegenschaft etwa in Zürich fällt unter die Steuer, der Besitzer einer weitläufigen Landhaus-Villa in einem Tiefpreis-Kanton aber sehr wahrscheinlich nicht.

Handlungsbedarf überprüfen Aufgrund dieser Ausgangslage sollten alle Immobilienbesitzer in der Schweiz überprüfen, ob sie bei Annahme der Initiative einer Besteuerung unterliegen würden. Denn beim Haus- und Grundeigentum sind schnelle Veränderungen nicht möglich, da es ja relativ umständlicher Vorkehrungen (öffentliche/notarielle Be­urkundung, Vollzug durch Grundbuchamt, evtl. Bankgeschäfte usw.) bedarf. Die Zeit bis Ende Jahr ist deshalb überaus knapp. Weil die Initiative den «Verkehrswert» als Bemessungsgrundlage nimmt, kann bei Immobilien nicht auf den Steuerwert (amtlicher Wert, Katasterwert o. dgl.) abgestellt werden. Entscheidend ist vielmehr der unter normalen Umständen erzielbare Verkaufspreis bzw. der Handelswert. Dieser sollte nötigenfalls fachmännisch abgeschätzt werden; wenn die Zeit für eine umfassende Schätzung nicht mehr reicht, dann in summarischer Form anhand der wesentlichen Kennzahlen wie Lage, Grundstücksgrösse, Versicherungswert, Baujahr und Zustand.

Mögliche Massnahmen Falls Handlungsbedarf besteht, kommen in erster Linie die seit langem bewährten Möglichkeiten der lebzeitigen Übertragung von Immobilien in Betracht: • Übertragung des Eigentums auf die Nachkommen (oder auch Dritte), unter Einräumung einer Nutzniessung, einer Teilnutzniessung oder eines Wohnrechtes zugunsten des Schenkers/ Erblassers (vgl. Art. 745 ff. ZGB);

Bild: Kai Chiang/Golden Pixels LLC/Corbis

Die Beispiel-Familie Goldfinger hat insgesamt (Ehepaar, nun nahe der Pensionierung) 68 Jahre lang gearbeitet und von ihrem Einkommen, welches total im Schnitt ca. 130’000 Franken pro Jahr betrug, ca. 1’000’000 Franken an Einkommenssteuern bezahlt. An die AHV haben Herr und Frau Goldfinger im Laufe ihres Berufslebens unter anderem 150’000 Franken bezahlt, welche nicht als Rente zurückkommen – also eine Steuer darstellen. Hinzu kommen bezahlte Vermögenssteuern in Höhe von 90’000 Franken. Durch sorgfältiges Haushalten hat Familie Goldfinger ein Eigen­heim in einer heute gefragten Vorortsgemeinde von Basel und später eine Ferienwohnung in den Bergen erworben. Diese stellen, da weitgehend abbezahlt (nur noch wenig Hypotheken), nun den wesentlichen Teil ihres Vermögens dar. Der Verkehrswert (Handelswert) dürfte netto bei ca. 2.5 Millionen Franken liegen. Fazit: Familie Goldfinger hat hart gearbeitet und gut vorgesorgt. Sie wird der Allgemeinheit in der Pensionierung kaum zur Last fallen. Sie hat bereits ca. 1,25 Millionen Franken an Steuern bezahlt und im Laufe von rund 40 Jahren etwa 2,5 Millionen Franken für sich als Reserve erarbeitet. Damit liegt sie bereits im Schussfeld der Initiative. Die Familie wird mindestens 100’000 Franken an Steuern abliefern müssen. Wenn z. B. ihre Kinder die Immobilien verkaufen, werden sie nochmals einen mutmasslich 6-stelligen Frankenbetrag an Grundstückgewinnsteuer (plus kantonale Gebühren und Abgaben) zahlen müssen. Unnötig zu erwähnen, dass die auf diese Weise vom Staat eingezogenen Gelder dem Konsum nicht mehr zur Verfügung stehen (Mehrwertsteuer – ebenfalls zur Finanzierung der Sozial­ werke benötigt) und sicher keine zusätzlichen Arbeitsplätze (ausser beim Staat) schaffen (Mindereinnahmen bei AHV/IV/EO).


november

2011

privaten/familiären Kontext zu Problemen führen. Auch wenn die Initiative Schenkungen und Nachlassteile zugunsten des überlebenden Ehegatten von der Besteuerung ausnimmt (natür­ lich nur vorerst), muss auf die entsprechende zivilrechtliche Planung (Wahl/Änderung Güterstand, Ehevertrag, Testament oder Erbvertrag usf.) das Augenmerk gelegt werden. Eine nützliche Übersicht liefert zu diesen sehr wichtigen Aspekten die «Checkliste Erbschaftsplanung» des Haus Club Schweiz (siehe www.haus-club.ch).

Nach dem 1. Januar 2012

• Übertragung des Eigentums auf die Nachkommen (oder auch Dritte), unter Einräumung anderer Rechte (im Grundbuch vorgemerkte Miete, Gebrauchsüberlassung oder Verrentung von Einnahmen z. B. bei Rendite-Liegenschaften – alles möglichst in geeigneter Weise abzusichern, z. B. gegen Verkauf durch die Kinder); • Allenfalls Aufteilung des Grundeigentums auf mehrere Perso­ nen (insbesondere Mit- oder Stockwerkeigentum), sodass im Hinblick auf die Folgen der Initiative eine nicht zu versteuernde «Portionierung» entsteht.

Einbettung in erb- und eherechtliche Vorkehren Die genannten Massnahmen sollten, auch wenn die Zeit even­ tuell drängt, nicht ohne sorgfältige Berücksichtigung des zivilrechtlichen Umfeldes umgesetzt werden. Es hat keinen Sinn, nur zur Steuervermeidung Dinge zu unternehmen, die nachher im

Sollte die Initiative später einmal angenommen werden, unterliegen alle Transaktionen ab dem genannten Datum grund­sätzlich der Besteuerung. Wie in vielen Kantonen früher üblich, wird das Thema der «gemischten Schenkung» (Verkauf zu einem günsti­ gen Preis, so dass teilweise eine Schenkung oder evtl. ein Erb­ vorbezug vorliegt) wieder aktuell werden. Wie hier die konkrete Umsetzung aussehen würde, ist aufgrund des knappen InitiativWortlautes völlig ungewiss. Auf diese Karte zu setzen, erscheint daher, falls man von den Folgen der Initiative betroffen wäre, als eher riskant. Das gleiche gilt für Schenkungen und Erbvor­bezüge, bei welchen die Liegenschaft durch Belastungen (nach dem 1. Januar 2012) wie Nutzniessung oder Wohnrecht öko­ nomisch vorübergehend weniger Wert ist. Auch hier lässt sich kaum vorhersagen, wie Ausführungsbestimmungen und Gerichts­ praxis dereinst lauten werden.

Situations-Analyse zu empfehlen Im Zweifelsfall ist – so rasch wie möglich – eine fachmännische Prüfung anzuraten, besonders wenn Immobilien im Spiel sind. Neben einer befristeten telefonischen Hotline zum Thema bietet der Haus Club Schweiz eine summarische Beurteilung nach einem vorgegebenen Schema zum Selbstkostenpreis an (vgl. Kasten unten). Anhand des Ergebnisses kann entschieden werden, ob noch im Jahr 2011 Handlungsbedarf besteht. Da sich vielerorts bei Notariaten und Grundbuchämtern jetzt schon eine Überlastung abzeichnet, liegt zusätzlich Gefahr im Verzug.

Beratungsangebote Haus Club Schweiz

Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» mit Rückwirkung ab 1. Januar 2012 1) Kostenlose Hotline 2) Gutschein fachmännische Tel. 043 500 40 50 Vorabklärung /Situationsanalyse Mittwoch, 2. November 2011, 10’00h bis 12’00h Donnerstag, 3. November 2011, 14’00h bis 16’00h Kurze Anfragen auch per E-Mail, unter Angabe Wohnsitzadresse, möglich an rechtsdienst@haus-club.ch (Mitglieder können zu den üblichen Zeiten, auch ausserhalb dieser Hotline, kostenlose Auskünfte einholen.)

Mitgliederpreis Fr. 150.– exkl. MWST Nichtmitglieder Fr. 200.– exkl. MWST Anhand Ihrer Angaben, welche absolut vertraulich behandelt werden, werden folgende Fragen abgeklärt: • Bin ich bei Annahme der Initiative betroffen? (z. B. Verkehrswert von Liegenschaften über 2 Mio. Fr.; allenfalls auch unter der Perspektive einer Anwartschaft) (summarische Abklärung anhand Gebäude- und Grundstücksdaten) • Gibt es Handlungsbedarf vor Ende 2011? (Beurteilung anhand familiärer Situation usw.) • Welche konkreten Massnahmen können ggf. in Betracht gezogen werden? (Varianten wie Schenkung/Erbvorbezug in Kombination z. B. mit Einräumung Wohnrecht, Nutzniessung oder Teilnutzniessung, evtl. Verrentung von Einnahmen aus Mietliegenschaften usw.)

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HAUS CLUB

arena

KOSTENLOSER INFORMATIONSABEND Hypothekarzinsen – wie geht es weiter? Wie lange dauert die Phase tiefster Zinsverhältnisse noch an? Droht in naher Zukunft eine Immobilienblase? Seien Sie unser Gast – Fachleute geben Auskunft und vermitteln wertvolle Tipps. Kostenlos und an keine Bedingungen geknüpft.

Unser Programm für Sie: 18:00 Uhr: Türöffnung 18:20 Uhr: Beginn der Veranstaltung/Einleitung 18:30 Uhr: Kurzer Rückblick der Zinslage 2008 bis heute 18:45 Uhr: Zinsentwicklung bis Ende 2012: «Steigen die Zinsen bis dahin an?» 19:00 Uhr: Geldmarkt-Hypotheken: «Bleibt der Libor attraktiv?» 19:15 Uhr: Hypothekenerneuerung: «Sind Terminhypotheken und eine Hypothekenstaffelung die richtigen Instrumente?“ 19:30 Uhr: Hypothekenstrategie: «Welches sind die richtigen Schritte zum erfolgreichen Hypothekenabschluss?» 19:45 Uhr: Fragen aus dem Publikum 20:00 Uhr: Apéro riche/Gedankenaustausch

Mittwoch, 30. November 2011 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit anschliessendem Apéro

Swissôtel, Konferenzraum «Montreux/Genf», Schulstrasse 44, 8050 Zürich (beim Bahnhof Zürich-Oerlikon)

Moderation: Filippo Leutenegger, Nationalrat und Präsident Haus Club Schweiz Veranstalter: Haus Club Schweiz Partner: HypothekenBörse AG www.hypotheken-boerse.ch

Filippo Leutenegger

Werner Egli

Kostenlose Anmeldung: www.haus-club.ch/infoabend

✂ ANMELDETALON

JA, ich möchte an der Informationsveranstaltung «Hypothekarzinsen – wie geht es weiter?» teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach Ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.

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Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Club Schweiz, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich Coupon ausschneiden und einsenden an: Haus Club Schweiz, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich Anmeldung per E-Mail: info@haus-club.ch (vergessen Sie bitte Ihren Absender nicht) Anmeldung per E-Mail: info@haus-club.ch (vergessen Sie bitte Ihren Absender nicht)


2011 november

«Schneeschmelze» bei den Margen im Hypothekengeschäft

Wer eine Hypothek neu abschliesst, profitiert derzeit von günstigsten Bedingungen. Anders sieht es bei der Erneuerung bestehender Hypotheken aus: Da die Banken in diesem Bereich immer mehr unter Druck geraten, offerieren sie oft zu deutlich weniger guten Konditionen. TEXT Werner Egli

F

rohe Botschaft für Neuerwerber von Wohneigentum und für Eigenheim­ besitzer, die ihre Hypotheken jetzt ab-­ zuschliessen, respektive zu erneuern haben: Noch nie war es zinsmässig so güns­ tig, Hypotheken aufzu­ nehmen. Bei Geldmarkthypotheken (Libor) zahlt der Kunde aktuell deutlich unter 1%. Auch bei Festzinshypotheken sind fast paradiesische Verhältnisse anzutreffen. Bei diesen ausser­ge­ wöhnlichen Rahmenbedingungen erleiden die Banken früher oder später Ertragseinbussen und müssen die Kundenmargen und damit die Zinsen für Ausleihungen in nächster Zeit nach oben anpassen.

Foto: Matthias Kulka/Corbis

Im Hypothekenneugeschäft tobt seit vielen Monaten ein eigentlicher Verdrängungsund Abwerbungskampf unter den Bankinsti­ tuten. Mit Discountangeboten wird um die Gunst der Kundschaft geworben und es werden Zinsangebote gestellt, die vor 5 Jahren nicht denkbar waren. Wurden damals für eine Eigenheimfinanzierung Margen von 1% bis 1,5% angewendet, sind es heute noch 0,5% bis 0.75%. Bei der Kundenmarge handelt es sich um den Zuschlag, den eine Bank auf die Refinanzierung (die Bereitstel-

lung von Kapital) verrechnet. Diese Marge ist abhängig von der Bonität des Kunden und von der Art und Qualität des Objektes. Auch die Belehnungshöhe spielt dabei eine wichtige Rolle.

Im allgemeinen Kampf um Marktanteile wurden jedoch mehr und mehr standardisierte Tiefstpreisangebote für jede Art von Hypothek gestellt. Dies ungeachtet der Höhe der Finanzierung oder der Bonität des Hypothekarnehmers. Einige Banken sind damit deutlich über dem Durchschnitt des Gesamtmarktes gewachsen. Sie kommentieren dieses Wachstum als Ergebnis einer vertieften Beratungstätigkeit oder argu­ mentieren mit einer besonders guten Kunden­ bindung. Wir interpretieren diese Wachstumsschübe als Resultat von Tiefstpreisangeboten und deutlich zu grosszügiger Kreditpolitik. Die Immobilien- oder Hypo­thekenblase lässt früher oder später grüssen…

Im Bestandesgeschäft der Hypotheken sieht die Sache deutlich anders aus. Hier werden aus der Vergangenheit Kunden­margen von über 1% mitgetragen, und es wird bei der Erneuerung versucht, diese Margen auf diesem (hohen) Niveau weiterführen zu können. Doch da haben viele Finanzierungs-

institute die Rechnung ohne die Kunden gemacht. Durch die breite Werbung für Neuhypotheken angelockt, verlangen auch sie Angebote wie im Neugeschäft erhältlich.

zu wenig marktvergleich Noch sind es verhältnismässig wenige Eigen­ heimbesitzer, welche die Erneuerung ihrer Hypothek gezielt und mit einem Marktvergleich angehen. So schliessen denn auch zu über 60% der Eigentümer von Immobilien immer mit dem gleichen Bankinstitut ab, ohne ein einziges Konkurrenzangebot einzuholen. Doch die Zeiten ändern sich rasch, und immer mehr Eigenheimbesitzer lassen ihre Finanzierung neutral überprüfen und ziehen eine Zweitmeinung vor der Erneuerung einer ablaufenden Festzinshypothek bei. Neue Produkte, die der laufenden Tiefzinsphase entsprechen, werden ernsthaft geprüft und nach Rücksprache mit einem unabhängigen Hypothekarspezialisten auch eingesetzt. Der Wechsel der Hypothek zu einer anderen Bank ist kein Tabu mehr. Wenn nun die Margen im Bestandesgeschäft sinken werden respektive sinken müssen, dann sind hier bald deutliche Ertragseinbussen bei den Banken zu vermelden. Die jährliche Erneuerung von Hypothe­ ken beträgt in der Schweiz einige Dutzend Milliarden Franken. Wird nun die Kundenmarge halbiert oder zumindest um ein Drittel gesenkt, dann gehen den Hypothe­ karinstituten Erträge in der Grössenordnung von einigen Hundert Millionen Franken (!) pro Jahr verlustig. Eine Situation, die Banken, welche insbesondere das Zinsengeschäft pflegen (Spargelder/Hypotheken), in grössere Schwierigkeiten bringen dürfte. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass einige Banken nun die Schraube beim Hypothekargeschäft wieder angezogen haben und nicht mehr jedes Geschäft des Wachstums wegen und zu jedem Preis tätigen wollen. Die Margen werden so direkt oder in­ direkt nach oben angepasst. So haben ins­ besondere die grossen Institute mit einer teils spürbaren Erhöhung der Zinssätze im Neugeschäft begonnen, um bei den jährlich wiederkehrenden Erneuerungsfinanzierungen nicht mit Dumpingpreisen mitofferieren zu müssen. Der Kunde ist hier gehalten, das Angebot der letzten Finanzierung der heutigen Offerte der Bank gegenüber zu stellen und die Margenhöhe von früher mit der jetzt angebotenen Kundenmarge zu vergleichen. Hier ist meistens die Einholung einer neutralen Expertenmeinung gefragt, was sinnvoll, einfach und günstig machbar ist.

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ratgeber B U L C S U HA

TEXT Robert Wildi

I

m grauen November müssen Entscheide getroffen werden: Wie gut ist meine Krankenversicherung noch? Bezahle ich zu viel? Ist der Gegenwert zu mickrig? Muss ich jetzt wechseln? Wer sich solche Gedanken macht, ist ein dankbares Opfer für zielstrebige und zuweilen aggressive Makler, die nur ein Ziel verfolgen: möglichst viele Kunden bis zum 30. November zur Kündigung ihrer Krankenkasse zu bewegen.

Beim Krankenkassenwechsel ist eine unabhängige Beratung wichtig.

Darum prüfe erst, wer wechseln möchte Das Jahr endet, die Arbeit der Krankenkassen-Makler beginnt. Zu einem Wechsel sollte man sich indes nicht drängen lassen. Lockvogelpreise können sich später als Mogelpackung entpuppen. frühzeitig auseinander zu setzen. Man sollte sich unbedingt die Mühe nehmen, Angebote von verschiedenen Anbietern eingehend zu prüfen und Punkt für Punkt miteinander zu vergleichen. Eine unab­ hängige Beratung ist in diesem frühen Stadium der Recherche sicherlich von Vorteil.

wie seriös ist die krankenkasse?

Die Entwicklung einer Krankenkasse analysieren Wichtig ist deshalb, sich mit einem all­ fälligen Krankenkassen-Wechsel schon

Vorsicht bei sehr günstigen Angeboten.

Verschiedene Experten raten zur Vorsicht, wenn ein Anbieter mit Prämien­tari­fen neue Kunden anwerben will, die sich gegenüber dem Vorjahr sprunghaft nach unten bewegt haben. Solche Prämien wirken auf den ersten Blick zwar attraktiv und

Bilder: Liam Norris/cultura/Westend61/Corbis

Mit der dicken Verkaufsprovision vor Augen versprechen sie im Fall eines Wechsels zu einem neuen Anbieter alle mögli­ chen Vorteile. Tiefere Prämien, bessere Leistungen, professionellere Beratung etc. Doch wo ist der Haken? Denn es rufen in der Herbstzeit zig-verschiedene dieser Makler an. Und jeder weist in seiner Ar­ gumentation mehr oder weniger glaubwürdig nach, dass die von ihm vertretene Krankenkasse die beste, günstigste und unkomplizierteste ist. Das geht nicht auf.


november

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2011

Spitalfinanzierung – kantonale Prämienunterschiede

info

Mit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung per 1. Januar 2012 soll mehr Qualität und Kostentransparenz in der Kranken-Grundversicherung geschaffen werden. Zu diesem Zweck werden unter anderem Fallpauschalen sowie die landesweit freie Spitalwahl eingeführt. Neu beteiligen sich die Kantone auch an den Kosten für alle ausserkantonal hospitalisierten Patienten. Dieses System führt zu einer Verschiebung der Finanzströme. Der neue Verteilschlüssel sieht vor, dass stationäre Leistungen neu zu mindestens 55 Prozent von den Kantonen und zu maximal 45 Prozent von den Versicherten abgegolten werden. Der Mindestbeitrag der Kantone wird gegenüber heute also erhöht. Neu müssen sie sich auch an den Leistungen von Privatspitälern, die auf der Spitalliste figu­rieren, beteiligen. Fachleute schätzen, dass die Kantone ab 2012 mit Mehr­ belastungen von rund 300 Millionen Franken konfrontiert werden. Je nach Konfiguration der Spitallandschaft (Anzahl private und öffentliche Einrichtungen) werden diese Kosten pro Kanton unterschiedlich ausfallen, was sich auch in einer je nach Kanton unterschiedlichen Prämienentwicklung für die Versicherten manifestieren wird.

Vorsicht bei der Kündigung der Zusatzversicherungen

stellen ein Sparpotenzial in Aussicht. Oft ver­stecken sich dahinter jedoch LockvogelAngebote. Oft bewegen sich die Preise bei diesen Anbietern im darauffolgenden Jahr wieder überproportional nach oben. Dies, weil die «Billigprämie» für die Kasse gar nicht kostendeckend sein konnte, sondern vor allem dazu diente, Neukunden und damit Marktanteile zu gewinnen. Der Kunde kann in der Regel an der Prämienentwicklung der Kasse ablesen, wie «seriös» deren Geschäftsgebaren ist. Wenn die Prämien kontinuierlich leicht ansteigen, deutet das in der Regel auf eine solidere Entwicklung hin, als wenn enorme Ausschläge nach oben wie unten die Preisentwicklung kennzeichnen.

Wer sich nach vorsichtiger Güterabwägung zu einem Wechsel durchringt, sollte sein Kündigungsschreiben an den bisherigen Anbieter nicht allzu voreilig losschicken. Das Vergleichsportal comparis.ch empfiehlt, vorerst nur die Grundversicherung zu stornieren, die alte Zusatzversicherung aber erst dann, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliege. Grund für diese Vorsicht: Bei Anträgen auf Zusatz­versicherungen haben die Kassen das Recht, einen befris­ teten oder gar unbefristeten Vorbehalt anzubringen, wenn sie den Antragsteller in gesund­heitlicher Hinsicht als ungüns­tiges Risiko beurteilen. Allerdings endet die Kündigungsfrist für Zusatzversicherungen jeweils am 30. September, womit das Thema erst im

kommenden Jahr wieder aktuell wird. Wer jetzt aber plant, die Grundversicherung zu künden, ist sicher gut beraten, sich auch punkto Zusatzversicherung zu informieren. Denn in solchen Sachverhalten und Details kennen sich viele Versicherte zu wenig aus. Umso mehr ist es wichtig, dass sie bei ihrer Krankenkasse auf eine professionelle und persönliche Servicedienstleistung zählen können. Um selbständig auch ausserhalb der Bürozeiten wichtige Anliegen rund um die Krankenkasse erledigen zu können, bietet sich eine Online-VersicherungsLösung an. Über diese Form kann der Versicherte jederzeit auf sein Dossier zugreifen, was ihm mehr Flexibilität gibt und die Administration – auch bei einem allfälligen Wechsel – vereinfachen kann. So könnte allenfalls auch der eine oder andere aufdringliche Makler künftig überflüssig werden.

Kostenlose Beratung für Haus Club Mitglieder Mitglieder des Haus Club Schweiz, die einen Krankenkassenwechsel ins Auge fassen, erhalten bei der Krankenkasse KPT eine kostenlose telefonische Beratung unter der Nummer 058 310 98 70. Das Beratungstelefon ist bedient von Montag bis Donnerstag 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr. Dieses Angebot ist eine Zusammenarbeit zwischen der Krankenkasse KPT und dem Haus Club Schweiz.


ratgeber B U L C S U HA WOHNRECHT

Was gilt bei den Haus- und Nebenkosten? Ehepaar Müller, bei Solothurn: «Unser Haus haben wir den Kindern geschenkt und dafür ein Wohnrecht für uns im Grundbuch fixiert. Leider gibt es nun Streit wegen der Nebenkosten. Im Gesetz haben wir nichts finden können, wer muss jetzt was bezahlen?» Sie haben leider ein nicht allzu seltenes Problem. Das Wohnlic.iur. Jan Prager, recht selbst ist im Stv. Leiter Beratungszentrum Gesetz in wenigen Artikeln und wenig bestimmt geregelt (Art. 776-778 ZGB). Diese enthalten zwar einen Verweis auf weitere Vorschriften, nämlich jene der Nutzniessung

(Art. 745-775 ZGB), was aber bei praktischen Problemen, wie Sie sie zu haben scheinen, wenig weiterhilft. Detailliertere Regeln enthält zu einem sehr ähnlichen Thema natürlich das Mietrecht, welches aber nicht ohne weiteres auf Wohnrechts­ verhältnisse anwendbar ist, trotzdem aber von den Gerichten zum Teil im Analogieschluss herbeigezogen wird. Wenn es ver-

HYPOTHEKEN

säumt wurde, bei der Begründung des Wohnrechts die erforderlichen Einzelheiten zu regeln, so sollte nun in einem ersten Schritt versucht werden, die entsprechenden Details im Nachhinein zu vereinbaren. Dazu ist mit Vorteil eine Hilfe von aussen, am besten eine versierte ImmobilienFachperson, heranzuziehen.

HAUSBAU: ÄRGER MIT DER UMGEBUNG

Zinsklauseln bringen Was tun, wenn der Rasen nicht sauber Mehrkosten! anwächst? Karl B. aus Bern: «Beim Erneuern meiner Hypo-

thek habe ich festgestellt, dass die Bank plötzlich von einer internationalen Zinsusanz spricht und die Zinsen auf 365/366 Tage berechnen will. Bei meinem Sparkonto bekomme ich jedoch nur Zinsen für maximal 360 Tage und diese Zins­ berechnungsmethode habe ich auch in der Schule gelernt. Was will die Bank mit diesem Vorgehen?» Grundsätzlich wird im Schweizer Zinsen­ geschäft die 360-Tage Regel angewendet. Jeder Monat wird mit 30 Tagen eingesetzt und somit kann auch eine unterjährige Zinsberechnung einfach kal­kuliert werden. Wenn Ihre Bank nun die internationale Zinsusanz anwendet, Giampiero Brundia dann wird sie rein rechnerisch mehr Stv. Leiter Zinsen erhalten als auf dem KreditverHypothekentrag aufgedruckt. Bei einem Zins von beratung 2% p.a. betragen die Zinsen bei einer Hypothek von 400’000 Franken 8’000 Franken pro Jahr. Dies mit der Formel 360 Tage gerechnet. Bei einer Anwendung der internationalen Regelung und einem Normaljahr (kein Schaltjahr) betragen die Zinsen 2.03% p.a. oder 8’111 Franken pro Jahr. Diese 111 Franken sind also Mehrkosten, die der Bank pro Jahr zu bezahlen sind. Wenn nun ausgerechnet wird, dass diese Regelung bei beispielsweise 50% aller Schweizer Hypo­ theken angewendet würde, dann wären rund 400 Milliarden Franken betroffen. Dies ergäbe Mehreinnahmen von rund 120 Millionen Franken pro Jahr. Dies einfach aufgrund einer «kleinen Anmerkung» im Kreditvertrag. Wir empfehlen Ihnen, das Gespräch mit der Bank zu suchen und bei einer Festzinshypothek (wie auch bei variablen Hypo­ theken) die schweizerische Zinsusanz zu verlangen. Bei Libor­ finanzierungen mit einer möglichen Refinanzierung auf dem internationalen Geldmarkt muss die internationale Zinsusanz hingegen akzeptiert werden.

Frau D. aus Chur: «Wir haben eine Gartenbaufirma u. a. mit dem Anpflanzen des Rasens beauftragt. Der Rasen weist überall kahle Stellen auf. Nachdem der Unternehmer nicht auf eingeschriebene Briefe reagiert hat, möchte ich nun jemand anderes mit der Ausbesserung des Rasens beauftragen, auf Kosten der ersten Firma. Geht das?» Sie sprechen die so genannte Ersatzvornahme an, welche Ihnen unter gewissen Voraussetzungen vom Gesetz gewährt wird, jedenfalls wenn unter den Parteien nichts Entgegenstehendes vereinbart wurde wie z. B. vorgehende Nachbes­ serungsrechte. Da ein «fehlbarer» Unter­ lic.iur. LL.M. nehmer sich aber vehement dagegen Katja Schatt, wehren wird, ausgerechnet die Kosten Rechtsdienst der Mängelbehebung (oder der Fertig­ stellung) durch einen Konkurrenten zu tragen, ist einige Vorsicht geboten. Zunächst müssen alle bisherigen Schritte wie z. B. Rügen, Fristansetzungen usw. stichfest beweisbar sein. Das gleiche gilt punkto Mangelhaftigkeit, Unfertigkeit usw. des geschuldeten Werkes. Allgemein ist die Ersatzvornahme nach Gesetz zumeist an eine vorgängige richterliche Ermächtigung gebunden (Art. 98 OR i. V. m. Art. 250 ZPO). Bei Streitwerten unter ca. Fr. 10’000.– (wie dies bei der unbefriedigenden Rasen­ saat wohl zutreffen dürfte), sollten gerichtliche Schritte nur mit Vorsicht unternommen werden – ganz einfach aus «KostenNutzen-Überlegungen». Bei der Ersatzvornahme müssen im Normalfall Sie den Drittunternehmer zahlen und nachher bei der säumigen Firma dem Geld hinterherlaufen, wenn Ihnen nicht zuvor durch das Gericht auch eine entsprechende Bevorschussung zugestanden wurde. Falls möglich, sollten Sie daher an­stelle der Ersatzvornahme einen Minderwert geltend machen und diesen vom Rechnungsbetrag in Abzug bringen.


november

2011

GRUNDPFANDRECHTE

Wann kommt der papierlose Schuldbrief? Hans T. aus Bülach (ZH): «Nach Verlust eines Inhaber-Schuldbriefs musste ich kürzlich für Kraftloserklärung und Neuerrichtung tief in die Tasche greifen. Nun habe ich gelesen, dass es neu einen «RegisterSchuldbrief» geben soll: Per wann – und was sind die Vorteile?» Heute sind die gesetz­ lichen Formen Grundpfandverschreibung, Papier-Schuldbrief (Inhaber- oder Namenschuldbrief) und landwirtschaftliche lic.iur. Gült möglich. Am Thomas Kasahara, 1.1.2012 tritt eine eidg. dipl. Revision des Zivil­ ImmobilienTreuhänder und gesetzbuchs in Kraft. Mediator FH/SDM Die inexistente Gült fällt ganz weg. Die Einführung des papierlosen Schuldbriefes (neuZGB 857-859) – neben dem bisherigen Papier-Schuldbrief (neuZGB 860-865) – bringt Erleichterungen. Dieser RegisterSchuldbrief entsteht bereits mit Eintragung im Grundbuch, ohne dass ein Wertpapier ausgestellt werden muss. Er wird auf Namen

des Gläubigers oder Grundeigentümers im Grundbuch eingetragen. Seine Über­ tragung erfolgt durch Eintragung des neuen Gläubigers im Grundbuch aufgrund schriftlicher Erklärung des bisherigen Gläubigers (bei Inhaber-Papier-Schuldbrief durch Übergabe, bei Namen-Papier-Schuldbrief durch Zession mit Indossament). Befreiende Wirkung haben nur Leistungen des Schuldners an die Person, die im Zahlungszeitpunkt als Gläubiger im Grundbuch eingetragen ist. Somit entfallen – im Gegensatz zum Papier-Schuldbrief – Ausfertigungs-, Auf­ bewahrungs- und Übermittlungskosten des Wertpapiers zwischen Grundbuchamt, Notariat und Bank. Zudem fällt das Verlust­risiko weg. Der Papier-Schuldbrief-Verlust zieht demgegenüber ein langes, teures gericht­ liches Verfahren nach sich. Noch abzu­

TELEFONBERATUNG

warten bleibt allerdings, ob sich diese Vorteile auch auf der Seite der entsprechenden Abgaben (Gebühren bzw. Gemeng­ steuern insbesondere zulasten Hauseigentümer) zu Buche schlagen werden.

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ratgeber B U L C S U HA sanierung

Altbaudämmung Herr G. aus Solothurn: «Ich möchte mein Haus umbauen und würde es am liebsten nach Minergie zertifizieren lassen. Aber jetzt bin ich verunsichert, weil Minergie hohe Anforderungen stellt, z.B. eine Komfortlüftung und eine Isolation von mindestens 20 Zentimetern, was nur möglich ist, wenn ich alle Fensterleibungen ersetze. Und das wird sehr teuer!» lic. oec. Filippo Leutenegger, Präsident HAUS CLUB SCHWEIZ

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Lieber Herr G., Dieses Erlebnis haben viele Altbaubaubesitzer, denn die Dämmung eines Hauses ist komplex. Vor jeder Sanierung sollte man deshalb den Zustand des Gebäudes kennen. Dazu eignet sich z.B. der GEAK (Gebäudeausweis der Kantone). Oft ist eine Altbausanierung nach Minergie nur mit deutlich mehr Aufwand möglich. Das betrifft vor allem die Komfortlüftung, die nachträglich in einen schon bestehenden Bau schwierig zu installieren ist. Aber auch bei der Dämmung können sich fast unüberwindbare Probleme ergeben. Es lohnt sich deshalb, pragmatisch vor­ zu­ gehen. Eine Aussendämmung entfaltet die grösste Wirkung mit den ersten vier bis fünf Zentimetern. Wenn man aus Rücksicht auf das Haus nur mit einer Dicke von 10 oder 12 Zentimeter dämmt, dann erreicht man damit 90 % der Wirkung einer 20 Zentimeter dicken Isolation. Verzichtet werden kann meistens auch auf eine Komfortlüftung, denn Altbauten sind selten ganz dicht. Umso mehr lohnt es sich dafür, für die Warmwasseraufbereitung einen Sonnenkollektor aufs Dach zu bauen, denn damit kann man 60 bis 70 % des Warmwassers über die Sonne produzieren und so den Energiekonsum entscheidend reduzieren. Mit solchen Massnahmen erreicht man bei einem Altbau ebenfalls Energiewerte von Minergie, einfach ohne Zertifizierung. Mehr zum Thema Dämmung auf Seite 42.

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011 ovember 2

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Loungepillow «Sitzkissen XL» Der Klassiker. Indoor & Outdoor!

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Das bequeme «Sitzkissen XL» und Wohnaccessoire für drinnen und draussen. Mit dem 2-teiligen eigens ent­ wickelten Loungepillow Sitzkissen Cover-System wird ein schnelles Wechseln der Hülle und die Reinigung einfach gemacht. Das Innenkissen ist mit reinen Styroporperlen gefüllt (die Füllmenge ist regulierbar) und passt sich perfekt der Körperform an. Die Aussenhülle ist aus doppeltem Oxfordnylon und abnehmbar. Dank der PVCSchicht auf der Innenseite der Hülle kann das Kissen auch draussen verwendet werden. Masse: 140 × 180 cm. Farben: Beige, Schwarz, Navy Blue und Braun (Bitte un­ bedingt bei der Bestellung angeben). Garantie 12 Monate, inklusive kostenlose Heimlieferung.

Leserpreis Fr. 224.– statt Fr. 249.–

Mitglieder: nur Fr. 199.–

Lieferung per Kurierservice gegen Rechnung innert 10 Tagen, (keine Terminvereinbarung möglich).

Arbeits- und Outdoorlampe

3D Nussknacker

Gewinner des Red Dot Design Awards

Sicherheit im Dunkeln mit 1000 Lux

25 Raba% tt Überall das richtige Licht – unverzichtbar für Ihren Abend­ spaziergang, Haushalt, Werkstatt, Keller, Garage, Boot, Camping oder unterwegs mit dem Auto! Lieferung inkl. 220 V Ladegerät. Diese LED Akku-Lampen haben eine wiederaufladbare langlebige Li-On Batterie. Das Gehäuse ist sehr stabil, bruch- und stosssicher sowie spritz­ wasserfest. Die Lampe hat einen flexiblen und magne­ tischen Klappmechanismus für freihändiges Arbeiten – Sie können die Lampe in verschiedenen Neigungen aufstellen. Zusätzlich gibt es einen wendbaren Haken. Masse (B × T × H): 7 × 3 × 20 cm, Garantie 12 Monate. Versandkosten Fr. 8.–. Ihr Geschenk: Sie erhalten kostenlos ein 12 Volt Ladegerät für Ihr Auto!

Mit seinen drei Armen liegt der 3D Nussknacker ange­ nehm in der Hand. Die Arme verteilen den Druck gleich­ mässig auf die Nuss und machen das Knacken zu einem Kinderspiel. Durch den sicheren Halt kann die aufge­ wendete Kraft einfach dosiert werden. Dadurch werden das unkontrollierte Zersplittern der Nussschale und das damit verbundene Zerquetschen der Nuss sowie das Umherfliegen der einzelnen Teile verhindert. Optisch er­ hält 3D Nussknacker durch die drei Arme eine lebendige Form, die durch das verchromte Material veredelt wird. Länge: 15.5 cm. Garantie 12 Monate. Versandkosten: Fr. 9.50

Leserpreis: CHF 60.– statt CHF 69.– Mitglieder Haus Club Schweiz nur CHF 51.–

Leserpreis: CHF 39.– statt CHF 49.– Mitglieder Haus Club Schweiz nur CHF 29.–


Angebote gültig in der Schweiz. Keine Lieferung ins Ausland.

november

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2011

Design-Luftentfeuchter «Sana Air YL-2320» Endlich ein formschöner und leistungsstarker Entfeuchter für Ihr Haus. Die meisten Menschen fühlen sich bei einer rela­tiven Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 65 % am wohlsten. Das trifft auch für teure Computer­ anlagen, Möbel, Vorhänge, Teppiche, Bilder und Kunstgegenstände zu. Heftige Gewitterregen oder Dauernässe können dieses klimatische Gleich­ gewicht in Haus oder Wohnung empfindlich be­ einträchtigen. Die Folgen: Vom Schimmelpilz in der eigenen Waschküche bis zu vergammelten Lebensmitteln. Aber auch nach dem Waschen, Bügeln, Kochen, Baden oder Duschen hängt zu viel Feuchtigkeit in der Luft. Der «Sana Air» ist eine hochwirksame Massnahme gegen Feuchtigkeit und Staunässe. Das der Luft entzogene Wasser kann entweder im integrierten Tank ge­ sammelt oder via Schlauch direkt abgeführt Das Gerät eignet sich perfekt für die Entfeuchtung von Innenräumen bei Temperaturen von 5 – 35° C.

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Über das Menü stehen viele Funktionen zur Ver­ fügung: z.B. die Einstellung einer automatischen und geräuscharmen oder «starken» Entfeuchtung, oder eine automatische Entfeuchtung, wenn Ihre gewünschte Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Sie können auch einfach manuell die Dauer der Entfeuchtung (1,2,3 bis 8 Stunden) wählen. Auf jeden Fall bestimmen Sie die gewünschte Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 80 % (in 5 % Schritten). Versandkosten Fr. 20.–. Garantie 12 Monate. Technische Daten Geeignet für Räume bis 40 m2 Luftumwälzung: 165 m3/h Entfeuchtungsleistung in 24 h: 20 Liter (bei 30º C, 80 %) Temperaturbereich: 5 – 35° C Wassertank-Kapazität: 4,5 Liter (Überlaufschutz) Masse (B × T × H): 37 × 33 × 59 cm Gewicht: 14 kg

Bestellschein abtrennen und einschicken an: Haus Club Magazin, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich

Bestellung per Telefon: 043 500 40 40.

Leserpreis Fr. 449.– statt Fr. 599.–

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Mitglieder: nur Fr. 299.–

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Anzahl

Loungepillow «Sitzkissen XL» Arbeits- und Outdoorlampe 3D Nussknacker Design-Luftentfeuchter «Sana Air YL-2320»

Ich will ein Jahr lang für nur CHF 45.– Mitglied im HAUS CLUB SCHWEIZ werden Zutreffendes bitte ankreuzen

Im Internet unter www.haus-club.ch/ spezialangebote

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kreuzworträtsel

Gewinnen Sie 1 von 20 «Monopoly Revolution» im Wert von je Fr. 89.95

Das bekannteste Familienspiel der Welt Monopoly ist das bekannteste Familienspiel der Welt. Seit seiner Lancierung vor mehr als 75 Jahren in Atlantic City, USA, wurden weltweit schätzungsweise 275 Millionen Spiele verkauft. Monopoly ist bis heute in 40 Sprachen und in 108 Ländern erschienen. «Monopoly Revolution» Die neuste Monopoly Edition, die zur Feier des Jubiläums lanciert wurde, heisst «Monopoly Revolution». Mit schlichtem weissen Design, rundem Spielbrett und stylischen Figuren präsentiert sich die neuste Monopoly-Ausgabe durchweg modern. Ebenfalls ganz zeitgemäss zahlt man bei Monopoly Revolution dank digitaler Zentralbank nur noch mit Kreditkarte. Klassisch geblieben sind in der Schweizer Edition von «Monopoly Revolution» die Eigentumsfelder mit den vertrauten Schweizer Strassen und Plätzen. www.hasbro.ch So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer 0901 000 274 (Fr. 1.–/pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signalton das Lösungswort, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem folgenden Text: NIK (Abstand) und das Lösungs­wort an 919 (Fr. 0.90/SMS). Beispiel: NIK HAUSTUERE.

64 HAUS club MAGAZIN November 2011

Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Lösungswort, Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Telefon­nummer an: HAUS MAGAZIN, Kreuzworträtsel, Rötel­strasse 84, 8057 Zürich Einsendeschluss ist der 17. November 2011. Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe November veröffentlicht. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­ ge­nommen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


sudoku

Gewinnen Sie 1 ✕ FR. 100.–

Gewinnen Sie 1 ✕ FR. 150.–

SUDOKU LEICHT

SUDOKU SCHWER

0901 000 272 (Fr. 1.– pro Anruf ab Festnetz) oder SMS: NILEICHT (Abstand) und Lösungszahl an 919 (90 Rp./SMS)

0901 000 273 (Fr. 1.– pro Anruf ab Festnetz) oder SMS: NISCHWER (Abstand) und Lösungszahl an 919 (90 Rp./SMS)

Lösungsweg: Jedes Sudoku besteht aus 9 Quadraten mit jeweils 9 Feldern. Das Sudoku muss so vervollständigt werden, dass in jedem Quadrat, in jeder Zeile und in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 jeweils nur ein einziges Mal vorkommt. Die Lösungs­ zahl ist die dreistellige Zahl im rot umrahmten Feld (von links nach rechts).

Kreuzworträtsel-Auflösung September: Schlafzimmer

Eine Merker im Wert von CHF 2610.– hat gewonnen: Marianne Gerschwiler, Oberriet

Sudoku-Auflösung Oktober: Sudoku leicht

Sudoku schwer

Gewinner Sudoku leicht: Vreni Roth, Oberägeri Gewinner Sudoku schwer: Irmgard Käch, Trullikon

So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer über dem gelösten Sudoku (Fr. 1.– pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signal­ton die Lösungszahl, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem Keyword (NILEICHT oder NISCHWER) und der Lösungs­ zahl (Beispiel: NILEICHT 367) an 919 (90 Rp./SMS).

Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Keyword (LEICHT oder SCHWER) und der Lösungs­zahl (Beispiel: LEICHT 367), Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Telefonnummer an: HAUS MAGAZIN, Sudoku, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich. Einsendeschluss ist der 17. November 2011. Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe November veröffentlicht. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­ ge­nommen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

november 2011 HAUS club MAGAZIN 65


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Foto: Kate Kunz/Corbis

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neue-ideen Ausgabe Nr. 09 | November