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ratgeber für mein haus

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Nr. 5

JUNi 2011

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erscheint 10 ✕ jährlich

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CHF 5.50

Wohnen im silo Ungewöhnlicher Ausbau in luftiger Höhe 7

ARENA HAUS CLUB Trockenmauern So schön kann der Garten sein 28

er Kostenlos sabend n Informatio

usstes Energiebew Umbauen ren 6 und Sanie

Solaranlagen Massive Unterschiede bei Fördergeldern 39

Mann & Frau 12

53

Kampfzone im trauten heim


Titelbild: Crystal Cartier Photography/Corbis

HAUS MAGAZIN 5. Jahrgang Herausgeberin neueideen.ch AG Rötelstrasse 84 8057 Zürich im Auftrag von Haus Club Schweiz Rötelstrasse 84 8057 Zürich www.haus-club.ch Redaktion Tel. 043 500 40 40 und Verlag Fax 043 500 40 59 Gesamtleitung Verlag/Redaktion Filippo Leutenegger Redaktion Michael Greilinger, Stv. Chefredaktor Grafik/Layout Stefan Dellenbach Verlagsassistenz Marianne Hermann Marketing & Vertrieb Peter Hert Anzeigenverkauf Bruno Fernandez E-Mail-Adressen vorname.name @haus-club.ch Redaktionelle Armin Braunwalder; Mitarbeit Brigitte Buser, Gartenfreunde GmbH; Corinne Bünzli; Werner Egli; Juliane Forster; Beatrice Guarisco; Lukas Kramer; Simone Matthieu Druck Swissprinters AG, Zofingen Lithografie tnt-graphics AG

Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet. Für unverlangte Zusendungen wird jede Haftung abgelehnt. In der Zeitschrift publizierte Inserate dürfen weder ganz noch teilweise kopiert, bearbeitet oder sonstwie verwendet werden. Ausgeschlossen ist insbe­­sondere eine Einspeisung auf Online-Dienste.

Das HAUS MAGAZIN wird un­regelmässig kostenlos an Hausbesitzer verteilt; nur Mitglieder erhalten alle 10 Ausgaben pro Jahr. Werden auch Sie Mitglied im HAUS CLUB SCHWEIZ. Weitere Informationen auf Seite 61.

Liebe leserinnen und leser

H

and aufs Herz, wann haben Sie das letzte Mal mit Ihrem Partner gestritten? Wer mit seinem Ehepartner, mit seiner Familie gemeinsam unter einem Dach lebt, weiss: Konflikte sind unausweichlich und gehören zum Alltag. Ja, manchmal werden sie gar zur Gewohnheit, und im Haus entstehen richtige Konfliktzonen, in denen wir uns über Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens streiten. Über Dinge, die jedoch für die beiden Streithähne im fraglichen Moment sehr wichtig sind: Ihre Frau hat den Fernseher nicht ausgeschaltet, sie tadeln sie wegen des unnötigen Stromverbrauchs. Ihr Mann hat die Heizung heruntergedreht, dabei frieren Sie doch. Sie alle kennen diese kleinen Auseinandersetzungen. Warum jedoch das Wohnzimmer, die Küche oder das Badezimmer zu Konfliktzonen im Haus werden, ist schwierig zu sagen. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass es eine Frage des Geschlechts ist, andere wiederum sehen sogar grundlegende, politische Unterschiede zwischen Mann und Frau als mögliche Auslöser. In unserer Titelgeschichte ab Seite 12 zeigen wir Ihnen, wo die täglichen, kleinen Kampfzonen im Haus liegen und was Sie tun können, wenn sich die Auseinandersetzungen plötzlich nicht mehr nur um alltägliche Dinge, sondern um grundsätzlichere Fragen drehen. Aber wir wollen nicht nur über die Schattenseiten im Haus berichten, sondern auch über die Sonnenseiten. So zeigen wir Ihnen eine aktuelle Übersicht, wie sich der FördergeldDschungel für Solaranlangen in den Kantone entwickelt hat, dies in unserem grossen Solar­ report ab Seite 39. Wie Sie und Ihr Haus von einer Mitgliedschaft im Haus Club Schweiz profitieren, erfahren Sie nicht nur in dieser Ausgabe des Haus Club Magazins, sondern auch auf unserer Website www.haus-club.ch Dort finden Sie nicht nur Antworten und Tipps zu aktuellen rechtlichen oder finanziellen Fragen, sondern auch Sonderangebote und Vergünstigungen, von denen Sie als Mitglied profitieren können. Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüssen zu dürfen, damit Sie sich in Ihrem Haus rundum und sorglos wohl fühlen!

Michael greilinger, Stv. Chefredaktor


Inhaltsverzeichnis wohnen im silo Wie aus einem Erzlager ein Wohnhaus wurde konfliktzone haus Wo und warum sich Mann und Frau im Haus streiten drinnen

küche Der Trend zu grifflosen Fronten dauert an video on demand Filme auf Knopfdruck bequem zuhause anschauen

phlox-stauden Ein farbenfroher Klassiker für den Garten Rosen Pflegetipps für die Zeit nach der ersten Blüte drAUSSEN

gartenkalender Kräuter und Lindenblüten ernten im Juni gartenmöbel: Trends 2011 Klare Linien sorgen für moderne Eleganz Trockenmauern Altes Handwerk neu entdeckt für den Garten swimming-pool So lässt sich ein Chlor-Pool in einen Bio-Pool umrüsten garten-tipps So übersteht Ihr Garten Ihre Ferienabwesenheit Mobilität Cabrios – aktuelle Modelle im Überblick

solaranlagen Grosse Unterschiede bei Födergeldern der Kantone solarziegel Eine neue Möglichkeit, um Sonnenenergie zu gewinnen rundum

sanierung online planen Die Plattform evalo.ch hilft Hausbesitzern steigende zinsen? Experten sind sich uneins über die Zinsentwicklung do it yourself So kompostieren Sie richtig

stockwerkeigentum im trend Was es zu beachten gilt ratgeber Aktuelle Fragen – kompetente Antworten haus club schweiz So profitieren Sie von einer Mitgliedschaft Leserangebote Kreuzworträtsel Sudoku

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Bilder: zVg

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HAUS CLUB

arena

KOSTENLOSER INFORMATIONSABEND Energiebewusstes Umbauen und Sanieren

praktische Anleitung für Hauseigentümer Seien Sie unser Gast und holen Sie sich wertvolles Wissen und Entscheidungshilfen. KOSTEN­­LOS UND AN KEINE BEDINGUNGEN geKNÜPFT.

Sie fragen sich: Ist mein Haus oder meine Heizung sanierungsbedürftig? Wie viel Energie und Kosten kann ich durch eine optimale Dämmung und moderne Fenster und Türen sparen? Wie saniere ich richtig? Sie interessieren sich für die optimale Dämmung und Heiztechnologien mit erneuerbaren Energiequellen? Sie wollen Klarheit über Förderprogramme und steuerliche Folgen und wie Umbauten und Sanierungen finanziert werden können?

Impressionen unserer letzten Veranstaltung

Daten & programm Mittwoch, 29. Juni 2011

Le Beau Rivage Thun, Salle Beau Rivage Hofstetten 6, 3600 Thun Unser Programm für Sie: 18:00 Uhr: Türöffnung 18:15 Uhr: Beginn der Veranstaltung /Einleitung 18:30 Uhr: Lohnt sich eine Teil- oder Gesamtsanierung? Erfassung energetischer Hauszustand 18:55 Uhr: Richtige Sanierung der Gebäudehülle 19:15 Uhr: Renovation der Fenster 19:35 Uhr: Erfolgreiche Heizungssanierung 19:55 Uhr: Geld & Energie-Sparen mit Umwälzpumpe 20:10 Uhr: Staatliche Förderprogramme Anschl. Apéro Riche Moderation: Filippo Leutenegger, Nationalrat und Präsident Haus Club Schweiz Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung: www.haus-club.ch/infoabend Partner:

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JA, ich möchte an der Informationsveranstaltung «Energiebewusstes Umbauen und Sanieren» teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach Ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.

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kampfzonen im haus

griffsysteme für die küche

filme auf knopfdruck

Wo Mann und Frau aneinander geraten 12

Grifflos oder Griff­ leisten: Die aktuel­ len Trends 16

Video on Demand – die Angebote fürs TV-Publikum 18

drinnen

Vom Erzlager zum Wohnhaus Wer in einem umgebauten Bergwerksilo wohnt, ist nie einsam. Alle wollen wissen, wie es sich in einem solchen Turm lebt. Deshalb führen Ueli Hohl und Brigitte Deiss pro Woche mehrere Besichtigungen durch und laden auch Gäste zum Übernachten ein.

TEXT Simone Matthieu FOTOS Janick Zebrowski

S

eit 1971 lebt Ueli Hohl in der Nä­ he des Bergwerks Herznach im Fricktal. Der gelernte Mühlen­ bauer hatte in der Nähe seine Werkstatt und etwas weiter hinten im Tal sein Haus. Bis 1968 wurde im Berg­

werk noch Eisenerz abgebaut. Danach wurde die Mine geschlossen und der dazugehörige Bergwerksilo stand leer. 1981 konnte Ueli Hohl das ganze Bergwerk kaufen, nachdem er es zehn Jahre lang gemietet hatte. Nach dem


drinnen homestory

Kauf hat Hohl eigentlich nur noch ge­ baut: Aus der alten Werkstatt wurde ein Fabrikgebäude für Mühlenbau. Das Verwaltungsgebäude wurde ausgehöhlt und daraus ein Zweifamilienhaus ge­ baut. Der Silo wurde zum Getreide­ silo umgebaut und zehn Jahre lang ver­ mietet. Als aber nach zehn Jahren in der Schweiz die Pflichtlager aufgehoben wurden, konnte der Silo nicht mehr auf diese Weise genutzt werden.

Jahrelanger umbau Vor rund zehn Jahren beschloss das Herznacher Stimmvolk, dass schützens­ werte Bauten zweckmässig ausgebaut werden dürfen. Nach dem positiven Ausgang der Abstimmung reichte Hohl das Baugesuch für den Ausbau des Silos ein. Schon einen Monat später lag die Bewilligung vor, und der Kanton gratu­ lierte sogar zum Vorhaben. Hohl begann mit dem Ausbau: «Die Leute fanden, ich spin­ ne, mit 60 Jahren noch ein solches Projekt an­ zupacken», erinnert er sich. «Heute sind sie aber alle stolz da­ rauf und prahlen so­ gar damit, denn mein Silo ist weitherum bekannt.» Zusammen mit seiner Lebenspart­ nerin Brigitte Deiss baute Ueli Hohl das neue Silo. Angefangen haben sie vor neun Jahren. Nach zwei Jahren war der Bau bezugsbereit. Im obersten Stock liegt die Wohnung des Besitzer-

17,5 Meter ragt das ehemalige Bergwerksilo in die Höhe. Paars, im ersten Un­ tergeschoss sind vier Gästezimmer für ma­ ximal zwölf Personen für Bed and Breakfast. Im zweiten Unterge­ schoss liegt die Berg­ werkstube, wo Brigitte Deiss Gruppen von 15 bis 25 Personen bewirtet und bekocht. Wenn die Gäste Glück haben, gibt es sogar einen feinen Hirschbraten. Hohl hält rund 40 Dam­ hirsche in einem Gehege am Hang ober­ halb des Silos. Pro Woche veranstaltet das Paar maximal drei Essen.

«die leute im dorf sagten, dass ich spinne»

Die drei Stockwerke sind in der Mitte mit einer Wendeltreppe verbunden. Viele Arbeiten machte das Paar selber: «Wir verlegten zum Beispiel den Steinboden zu zweit – die 270 Quadratmeter koste­ ten uns je zirka 900 Stunden Arbeit», so Ueli Hohl. Isolation, Wände, Decken und Heizung bauten Hamburger Wander­ gesellen ein.

grandiose aussicht Im obersten Stock – mit einer grandio­ sen Rundumsicht auf die Natur – können


homestory drinnen

Besitzer Ueli Hohl ist stolz auf sein Silo. die Bed and Breakfast-Gäste ihr Morgen­ essen gemeinsam mit Hohl und Deiss geniessen. Im Raum gibt es keine Wände, nur raumhohe Fenster. Das alte Gebälk des Silos haben die beiden mit Hoch­ druckreinigern abgewaschen und mit Kunststoffbürsten gereinigt. Das Ge­ bälk durchzieht den ganzen oberen Stock und teilt den runden Raum auf. In der einen Ecke ist eine moderne Küche untergebracht, daneben steht der Esstisch und nebenan liegt das «Wohnzimmer». Hohl hat auch einen Kachelofen einge­ baut, der durch die Bodenheizung

Ein Kachelofen und das Gebälk teilen den Wohnraum auf.


drinnen homestory

zeln und kann nicht verbergen, wel­ che Freude ihm das Gefährt selber auch macht.

ein museum entsteht Aber nicht nur Ueli Hohl und Brigitte Deiss sorgen für Leben rund ums ehe­ malige Bergwerk: Vor vier Jahren wurde ein Bergwerkverein gegründet mit dem Zweck, der Bevölkerung die Geschich­ te des Bergwerks näher zu bringen, den alten Stollen wieder rund 100 Meter tief zu öffnen und als Attraktion den Leuten zugänglich zu machen. Hohl stellt dem Verein dazu die Stollenbahn zur Verfü­ Prächtige Aussicht vom Esstisch aus. gespiesen wird. Nebenan steht noch ein Schwedenofen. Ist es so kalt hier im Winter? «Nein, das ist alles gut isoliert. Der Schwedenofen geht auf ein Erleb­ nis zurück, das ich einmal in meinem Ferienhaus hatte», erzählt Ueli Hohl. «Dort fiel so viel Schnee, dass der Strom 5 Tage unterbrochen war und die Hei­ zung ausfiel. Wir mussten uns mit den Fonduerechauds warm halten und möglichst den ganzen Tag unter der Bettdecke verbringen. Ich schwor mir, nie mehr ein Haus zu bauen, in dem man sich nicht als Alternative mit Holz warmhalten könnte.» Die Gäste müssen teilweise zwar durch den Wohnraum von Hohl und Deiss laufen, das stört die Gastgeber aber keineswegs. «Wir haben gerne Leute hier. Es sind immer sehr angenehme Begegnungen.» Ausserdem wollten sie etwas tun, das sie auch im Alter noch machen können: «So kamen wir auf die Idee mit den Gästezimmern.» Um aber nicht ständig Essen und an­ dere Utensilien für die Gäste hinauf und hinuntertragen zu müssen, hat Hohl innen und aussen je einen Warenlift installiert. Beispielsweise die Getränke lagern ganz unten im Keller. Es wäre ganz schön anstrengend, Flaschen für 25 Personen die Treppen hinaufzuschleppen.

bahn statt strasse Um überhaupt rund um und im Silo bauen zu können, hätte Hohl eine Strasse von der Werkstatt zum Silo anlegen müssen. «Doch ich wollte die Natur nicht kaputt machen.» Deshalb verlegte er stattdessen Geleise, die mit einer mit­ telgrossen Stollenbahn befahrbar sind. «Damit haben wir sämtliche Materialien 10 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Die Wendeltreppe über drei Stockwerke.

Die Stollenbahn führt zum Silo.

transportiert.» Die Geleise schlängeln sich hinter dem Silo das ansteigende Ge­ lände hinauf bis zu einem Weiher, den Hohl ausheben liess. Darin leben Fische, Frösche und Schildkröten, aber er dient auch als Badeweiher. Beim Weiher stehen auch eine Bar und unter der Wettertanne vier Tische. Hier nehmen die Gäste jeweils ihren Apéro ein, nachdem Hohl sie mit dem Eisenbähnchen hinaufgefahren hat. «Die Leute lieben die Eisenbahn, sie ist ein Riesenhit», sagt er mit einem Schmun­

gung, im Gegenzug unterhält der Verein diese. Im Stollen soll zudem ein Museum entstehen mit all den Fossilien, die man aus dem Berg hinaus geholt hatte, als das Bergwerk noch in Betrieb war. Ge­ rade eben hat auch der Kanton Aargau Geld für das Projekt gesprochen. Und bis das Projekt soweit ist, lagert Ueli Hohl es in einem Schuppen neben sei­ nem Silo.

Alte Zeiten: Überall im Silo wird man an die Vergangenheit des Gebäudes erinnert. Da und dort hängt ein Bild aus alten Tagen, das die Mineure bei ihrer Arbeit zeigt. Und natürlich das Silo in seinem ursprünglichen Zustand, als man noch Eisenerz darin lagerte. Ausserdem sieht man auf den alten Bildern die damalige Lok, die aus dem Bergwerk hinaus zum Silo führte. Einige der alten Loren stehen sogar noch auf Ueli Hohls Grundstück. Unzählige der im Stollen gefundenen Fos­silien zieren nun den Wohnbereich von Brigitte Deiss und Ueli Hohl. Auch alte Helme oder Pickel dienen als Verzierung.

Weitere Informationen: www.bergwerksilo.ch

info


drinnen titelgeschichte

«politische unterschiede von mann und frau könnten grund für scheidungen sein»

Foto: Crystal Cartier Photography/Corbis

Mann und Frau in der


TITELGESCHICHTE drinnen

streitpunkt Ferien

TEXT Michael Greilinger

E

r geht aufs WC, setzt sich nicht hin, das Resultat ist unappetitlich. Sie entdeckt es, stellt ihn zur Rede. Er reagiert gereizt. Oder: Sie hat sich am Morgen vor dem Spiegel ordentlich durchgekämmt, ihre Haare bleiben im Waschbecken liegen und drohen, den Abfluss zu verstopfen. Er spricht sie darauf an, sie reagiert gereizt. Das Badzimmer – Konfliktzone Nummer eins im Haus. Sie sieht sich vor dem Schlafengehen noch eine Folge «Sex and the City» an, schaltet aber den Fernseher nicht ganz aus, sondern lässt das Gerät auf Standby laufen. Er bemerkt am nächsten

Viele dieser Streitpunkte sind so bekannt, dass sie ständig zur Illustration von (vermeintlichen) Unterschieden der Geschlechter herhalten müssen, wie etwa das bekannte Müsterchen vom Kofferpacken, wenn es in die Ferien geht: Die Frau will alles einpacken, was nicht niet- und nagelfest ist, der Mann will sie davon abhalten – viele Paare geraten sich deswegen in die Haare. Oder der Streit um die Heizung: Die Frau sagt, sie friert, während der Mann die Tem­ peratur gerade richtig findet und nicht verstehen mag, warum seine Frau jetzt die Heizung höher stellen will. Zu letzterem Beispiel gibt es allerdings medizi­ nische Untersuchungen, die der Frau attes­tieren, dass sie aufgrund der im Ver­ hältnis geringeren Muskelmasse schneller friert als der Mann. Dass es für eine häufig auftretende Konfliktsituation eine so klare, wissenschaftliche Begründung gibt, ist aber viel mehr die Ausnahme als die Regel. Jedes Paar, das gemeinsam

Von Immobilienfachleuten ist immer wieder zu hören, dass in der Praxis die Frau bei gewichtigen Entscheiden wie dem Hauskauf die entscheidende Person ist und einem Kauf nie zustim­men würde, wenn sie nicht emotional vom Objekt überzeugt sei. Die Geschlechter­ forschung kommt allerdings zum Schluss, dass derartige Entscheidungsprozesse nicht nur vom Geschlecht, sondern auch von vielen anderen Fakto­ ren abhängen (vgl. Haus Club Magazin 2/2011).

wer schaltet den fernseher ganz aus? Wie aber verhält es sich mit den besagten kleinen Alltagskonflikten – wie mit dem nicht ganz ausgeschalteten Fernseher? Wie geschlechtsspe­zi­ fisch sind sie? «Meine Frau schaltet unsere Haushaltsgeräte oft nicht ganz aus, egal ob es der Fernseher oder die Waschmaschine ist», gibt ein Ehemann leicht ge­nervt zu Protokoll. Er zeigt sich überzeugt, dass das Bewusstsein fürs Energiesparen bei seiner Frau längst nicht so ausgeprägt ist wie bei ihm selber. Ein anderer Ehemann dagegen erlebt in seinem Haushalt genau das Gegenteil. Dieser Mann kons­ tatiert ebenfalls leicht ge­nervt: «Bevor wir schlafen gehen, kont­rolliert meine Frau mindestens zwei Mal, ob auch alle Geräte wirklich aus­geschaltet sind.» In diesem Fall aber aus Angst vor Strahlung oder Brandgefahr.

«frauen sind umweltbewusster als männer»

Trautes Heim, Glück allein – bezieht ein Paar das erste gemeinsame Haus, hängt der Himmel voller Geigen. Doch je mehr der Alltag Einzug hält, desto mehr offenbaren sich im Haushalt Konfliktzonen zwischen Mann und Frau. Der Streit entzündet sich oft an Kleinigkeiten – die Auswirkungen können aber happig sein.

Konfliktzone Haus Morgen, dass das Lämpchen am Gerät noch brennt, kritisiert sie für den unnötigen Stromverbrauch, die Stimmung ist gereizt. Das Wohnzimmer mit dem TV wird also zur familiären Konflikt­ zone Nummer zwei im Haushalt. Beispiele für derartige kleinere und grössere Konflikte im trauten Heim gibt es unzählige, sei es der Kampf ums Erledigen von Hausarbeit, um Ordnung oder ums Platzieren von Möbeln oder Geräten.

ein Haus bewohnt, erlebt in seinem Alltag Konfliktsituationen wie eingangs geschildert und trägt in den fraglichen Zonen seine Beziehungskämpfe aus.

mann, frau oder mensch? Allerdings stellt sich die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Streit zwischen Mann und Frau oder schlicht um einen Streit zwischen Menschen handelt.

frauen umweltbewusster? Wer braucht denn nun mehr Strom, der Mann oder die Frau? Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat dazu im vergangenen Jahr in Deutschland eine Untersuchung durchgeführt. Diese kommt zum Schluss, dass Frauen ener­ giebewusster zu sein scheinen: Es seien die Männer, die Geräte mehrere Stunden länger pro Woche im Standby-Modus laufen lassen würden als die Frauen. Juni 2011 HAUS club MAGAZIN 13


drinnen titelgeschichte

Frauen würden demnach auch weniger lange duschen und zudem elektronische Geräte wie den PC generell weniger lange eingeschaltet lassen. Weitere Untersuchungen aus dem deutschsprachi­ gen Raum kommen zu ähnlichen Resultaten: Eine Studie der Uni Marburg aus dem Jahr 2003 attestiert Frauen generell eine etwas grössere Sensi­ bilität für Umweltthemen, und der Verkehrsclub Österreich hat 2010 durch eine Studie herausgefunden, dass Frauen auch im alltäglichen Verkehr umweltbewusster unterwegs seien.

Soziologe Geser untermauerte an­ dererseits diese Tendenz mit einer eige­nen Untersuchung bei Gemeindepolitikern und -politikerinnen in der Schweiz. Das Ergebnis stützte die bisherigen Erkenntnis­ se. So schreibt Geser, dass auch seine Studie über kommunale Exekutivmitglieder zum Ergebnis geführt habe, dass «Frauen signi­

«was tun, wenn die kampfzone zum schlachtfeld wird?»

Kluft auf weitere Bereiche des Lebens und auch den privaten Bereich. Soziologe Geser ist das nicht entgangen, daher regt er an, dies in künftigen Forschungen zu thematisieren. Dabei werden ganz grundsätzliche Fragen aufgeworfen: «Dabei wäre denkbar, dass sich diese weltanschaulichen Di­vergenzen weit über die Politik hinaus auch

frau links, mann rechts

Sprich: Die Frauen würden immer mehr nach links rücken, die Männer immer mehr nach rechts – und zwar so stark wie kaum in einem anderen Land. Gemäss den internationalen Studien hat in der Schweiz der Anteil linker Frauen von 1989 bis 2007 von rund 22 auf rund 37 Prozent zugenommen. Der Anteil von rechten Männern wiederum ist im gleichen Zeitraum von knapp 30 auf rund 35 Prozent gestiegen. 14 HAUS club MAGAZIN Juni 2011

Hausarbeit ist oft Auslöser von Streit zwischen Mann und Frau . n haben. ische Ursache lit po ch au te Streit könn fikant weiter links als Männer politi­ sieren, (…) innerhalb der meisten Parteien sich häufiger auf dem linken Ast der Skala verorten und im breiten Spektrum konkreter sachpolitischer Vorlagen eher linke Positionen unterstützen.»

viele offene fragen Nicht berücksichtigt in der Studie sind natürlich die Auswirkungen dieser

in der Arbeitswelt und in der wei­teren Zivilgesellschaft (z. B. Vereinen und Verbänden) sowie in privaten Interaktionsbereichen bemerkbar machen – und vielleicht sogar für die dramatischen Scheidungsquoten mitverantwortlich sind.» Ob es im Endeffekt gar politisch motivierte Unterschiede sind, die auch im privaten Alltag Konflikte zwischen den Geschlechtern auslösen, muss vor­ läufig also offen bleiben. Viel wichtiger

Fotos: Corbis, Crystal Cartier Photography/Corbis

Sind Frauen also grüner als Männer? Ist das der Grund für alltägliche Streitigkeiten? Durchaus denkbar, dass in den Konfliktzonen im Haus auch eine politische Komponente mitspielt: Zahlreiche Hinweise darauf liefert die Studie «Linke Frauen in der Kommunal­ politik» des Zürcher Soziologen Hans Geser von 2009. Er schreibt, es gebe zahlreiche empirische Belege dafür, dass sich «in der Schweiz zwischen beiden Geschlechtern eine ideologische Kluft geöffnet hat, die den traditionellen Spaltungen zwischen sozialen Klassen, Konfessionsgruppen, Regionen oder Stadt- und Landbewohnern mindestens nahekommt oder sie sogar übertrifft». Geser bezieht sich einerseits auf inter­nationale soziologische Untersuchungen, den «World Values Survey» und den «European Social Survey», gemäss denen sich «in der Schweizer Gesamtbevölkerung in den letzten Jahren bei beiden Geschlechtern auf der Links-Rechts-Dimension markante Veränderungen vollzogen haben».


im Alltagsleben unter einem Dach ist die Frage, was pas­siert, wenn aus den kleinen Konflikten unüberwindbare Differenzen geworden sind.

psychologe statt familie In letzter Konsequenz droht die Trennung, beziehungsweise die Scheidung. Doch oft lohnt es sich, einzugreifen, bevor es so weit kommen muss. Denn genauso wie sich die politischen Verhältnis­se zwischen den Geschlech­ tern in der Schweiz verändet haben, wirken sich auch die veränderten sozialen Bedingungen aus: «Durch die gestiegene Lebenserwartung verbringen Paare länger Zeit miteinander, das wiederum birgt mehr Konfliktpotenzial», sagt Thomas Kasahara vom Beratungszentrum des Haus Club Schweiz. Und auch die Methoden der Konfliktbewältigung haben sich geändert: Fand diese früher vor allem in der Familie oder im nächsten sozialen Umfeld statt, werden heute entsprechende Dienstleistungen viel eher bei Dritten eingekauft, also bei Psychologen, Eheberatern oder Mediatoren. «Heute liegt auch die Hemmschwelle tiefer, Drittpersonen beizuziehen», ergänzt Kasahara, selber ausgebildeter Mediator SDM, «und die Leute merken auch, dass sie Hilfe anfordern müssen, wenn sie nicht mehr miteinander ins Gespräch kommen.»

lieber trennen oder kämpfen? Sollten allerdings die Vermittlungsbemühungen nicht fruchten und ist die Trennung oder Scheidung unausweichlich, empfiehlt es sich, sich von Drittpersonen beraten zu lassen. Denn sowohl Konkubinats- als auch Ehepaare können in derartigen Situationen böse Überraschungen güterrechtlicher Art erleben. Und in diesem Moment dürfte das gestrauchelte Paar mit Wehmut an die Zeiten zurückdenken, als es sich nur über alltägliche Dinge in der Konfliktzone Haus gestritten hatte.


drinnen küche

Alles eine Frage des richtigen Griffs Wer seine Küche im Griff haben will, sollte Schränke und Schubladen auch mit den angemessenen Griffen ausstatten. Denn diese garantieren ein reibungsloses Hantieren. Aktuell geht der Trend zu grifflosen Systemen. TEXT Michael Greilinger

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er Teufel steckt im Detail – auch in der Küche. Wer regelmässig eine grössere Runde Gäste bekocht, weiss: Jeder Handgriff muss sitzen. Auf dem Herd brutzelt das edle Filet, gleichzeitig muss der kochende Gastgeber den Saucenrahm aus dem Kühlschrank nehmen und gerade auch noch eine weitere Pfanne, um die Sauce anzusetzen. In solchen Momenten darf es nicht passieren, dass einem noch die störrische Kühlschranktür oder eine bockende Schublade das Leben unnötig schwer macht. Sprich: Jeder Handgriff muss sitzen – nicht nur am Herd, sondern auch beim Griff in den Kühlschrank, den Schrank oder in eine Schublade. Damit all diese 16 HAUS club MAGAZIN Juni 2011

Abläufe möglichst flüssig und ergonomisch über die Bühne gehen, sollte das Augenmerk auch auf den Griffen der Küchenfront liegen. Praktische und gleichzeitig formvollendete Systeme

gibt es viele auf dem Markt. Grund genug, sich bei einer Küchensanierung oder beim Einbau einer neuen Küche zu überlegen, auf welches Griffsystem man zurückgreifen will.

trend: Grifflose küche

Griffleisten: praktisch und ergonomisch.

Ein Trend steht derzeit ganz klar im Vordergrund: grifflose Fronten. Das bestätigt auch Andreas Hauri, Geschäftsleiter Küchen Verband Schweiz: «Grifflose Fronten sind als Gestaltungselement stark im Kommen.» Eine grifflose Küche versprühe etwa eher WohnraumFlair denn klassisches Küchenflair. Grundsätzlich sind dabei zwei Systeme zu unterscheiden, mechanische und elektrisch angetriebene. Beide dieser so genannten Touch-Systeme lassen sich


experte durch Antippen öffnen und durch An­ schieben wieder schliessen. Der Vorteil: Wer gerade am Herd hantiert, muss nicht eine Hand frei haben, die gewünschte Schublade lässt sich etwa durch einen sanften Stoss mit dem Knie öffnen.

schnörkellose griffe

Eine weitere Möglichkeit sind Griffmulden. Diese sind oft eher unauffällig eingefräst und sollten in der Regel ebenfalls über die ganze Breite des Elements verlaufen. Griffmulden sind aber laut Andreas Hauri eher eine Randerscheinung. immer mehr touch-systeme Trotz derartigen Trends: Aus der Küchen­ gestaltung nicht wegzudenken ist der Derzeit finden sich insbesondere die elektri- klassische Griff. Denn auch durch ihn schen Touch-Systeme noch eher in Küchen lassen sich Akzente setzen, sei es durch das verwendete Mateim höheren Preisberial, sei es durch die reich, setzen sich aber immer mehr auch in Anordnung. Aktuell den normalen Preiswürden vor allem nüchterne Stangenklassen durch. Dass derartige Systeme im­ griffe eingesetzt, welmer mehr Marktanche über die ganze teile gewinnen, führt Breite eines Elements Hauri vor allem auf reichen, sagt Andreas Hauri: «Die Zeiten von den hohen Komfort zurück – ausserdem verschnörkelten Grifgeht das Öffnen und fen sind definitiv vorSchliessen von Schubbei.» Um den für die eigenen Wünsche geladen nahezu geeigneten Griff zu finräuschlos über die Ein Klassiker: breite Stangengriffe. Bühne. den, empfiehlt es sich, Eine andere Variante sind Griffleisten, die verschiedenen Modelle vor Ort auf die in die Oberfläche der Front eingelas- ihre Ergonomie hin auszuprobieren, etwa sen sind und jeweils über die ganze Breite in einem Küchenstudio. Als Faustregel gilt: der Elemente verlaufen. Wenn sich die Bewegung Dadurch spielt es keine bequem ausführen lässt Rolle, wo die Hand anund dabei keine Fingersetzt, um die gewünschte nägel zu Bruch gehen, ist Tür oder Schublade zu der Griff brauchbar. öffnen, denn aktuelle Eines haben alle Griffleisten zeichnen Griff-Möglichkeiten gesich ebenfalls durch meinsam: Der Kücheneine hohe Ergonomie nutzer muss für sich aus, womit ein leichentscheiden, ob ihm die Optik wichtiger ist oder tes Öffnen von Türen, Schubladen oder Kühlschrank gewähr­ die Ergonomie. Das wiederum hängt daleistet ist. Griffleisten können ebenfalls von ab, wer die Küche zu welchem Zweck als gestalterisches Element dienen: Sie wie stark beansprucht. Klar ist aber: Mit dem richtigen Griff stehen zwar nicht oder kaum über die Oberfläche der Front hervor, sorgen aber hat man seine Küche sicher im Griff. für einen klaren, horizontalen Strich.

Fotos: Bruno Piatti AG/zVg

«kunde muss zwischen optik und ergonomie entscheiden»

Grifflose Küchenfronten sorgen für ein spezielles Flair und sind stark im Trend.

Hans-Jörg Stöpel

Leiter Entwicklung, Bruno Piatti AG Griffe, Leiste, Mulde oder griff­ los: Wie finde ich für mich die ideale Lösung? Der erste Eindruck zählt. Wie so oft ist die ausschlaggebende Komponente die Optik. Gefällt einem ein Modell, sollte man sich an diesem orientieren und mit einer Beratung die Vor- und Nachteile durchgehen. Oftmals haben die Kunden beim ersten Gespräch bereits sehr genaue Vorstellungen von ihrer Küche, weil sie sich aus Zeitschriften und Eindrücken von anderen Küchen ihr Traumküche zusammengestellt haben. Es gibt also kein Patentrezept, aber eine grosse Ausstellung zu besuchen ist sicher ein guter Anfang. Stehen mir für jede Küchensitua­ tion alle Optionen zur Verfügung? Ja. Mit einer sorgfältigen Planung stehen jedem Grundriss alle Möglichkeiten offen. Aber bei einer bestehenden Küche können die Fronten bzw. die Griffart nicht 1:1 ausgetauscht werden. Bei einer grifflosen Küche zum Beispiel verwendet man tendenziell höhere Fronten mit mehr Innenschubladen, was bei einer Küche mit Griffen nicht der Fall ist. Je nach Wahl fällt die Detailausführung anders aus. Es gibt ja auch elektrische Aus­ zug-Systeme: Ist das nicht etwas gar luxuriös, wenn alle vom Stromsparen reden? Die elektrischen Auszug-Systeme werden relativ selten eingebaut. Dies ­ sicher­lich auch aus dem Grund, dass Sie mit Strom betrieben werden. Grundsätzlich sind sie ein Luxus. Setzt man sie aber gezielt bei Schubladen oder Schränken ein, die nicht gut zu erreichen sind, erweisen sie sich als sehr praktisch. Eine hochgelegene Klappe kann damit auch für kleinere Mitbewohner durch Antippen leicht geöffnet und auch wieder geschlossen werden. Weiter haben die elektrischen Auszüge den Vorteil, dass die Schubladen ganz leicht mit einem Knie geöffnet werden können, ohne das man dafür eine Hand frei machen muss.


drinnen Video on Demand

Die Videothek der Video on Demand ist die bequemere Alternative zum DVD-Verleih: Den gewünschten Film holt man sich per Knopfdruck ins Haus. Die entsprechenden Angebote in der Schweiz werden laufend ausgebaut – derzeit ist die Auswahl an Filmen noch nicht besonders gross.

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ilmfanatiker kennen das Prob­ lem: Auf einem Sender läuft ein Streifen, den man sich gerne ansehen würde. Doch gerade an besagtem Abend ist man bei Bekannten zum Nachtessen eingeladen und in der Eile des Gefechts hat man vergessen, den Rekorder zu programmieren. Natürlich kann man sich den ge­ wünschten Film in einem DVD-Verleih besorgen – oder aber man kann sich den Film bei einem TV-Anbieter via Video on Demand, kurz VOD, digital abrufen. Voraussetzung dazu ist, dass man über digitalen TV-Empfang verfügt. Video on Demand ist grundsätzlich ein Zusatz­

18 HAUS club MAGAZIN Juni 2011

angebot der beiden grossen Schweizer Digital-TV-Anbieter. Wer also die ent­ sprechende Set-Top-Box in Betrieb hat, wählt den Film dort im entsprechenden

«video on demand ist ein gutes angebot für digital-tv-nutzer» Menu aus, um ihn sich anzusehen. Der Film-Konsument bezahlt in aller Regel pro Film und muss sich diesen innerhalb von 24 Stunden ansehen, unter Umstän­ den kann die Frist auch länger dauern.

markt wächst noch Video on Demand ist in der Schweiz noch im Wachstum begriffen: Parallel zum Ausbau des digitalen Fernsehens in der Schweiz wachsen auch die Bestände der virtuellen Videotheken. Dabei füh­ rend sind die beiden Telekom-Riesen upc Cablecom und Swisscom. Beide bieten Spielfilme als VOD an – in HD- und Standard-Qualität, aber auch spezielle Sendungen. upc Cablecom bietet beispielsweise Konzerte an und verfügt über ein SF-Portal, auf dem sich Sendungen des Schweizer Fernsehens sieben Tage zurück nachträglich anse­ hen lassen, Swisscom wiederum bietet exklusive Sportübertragungen.

Foto: upc cablecom GmbH

TEXT Michael Greilinger


blockbuster für zuhause Was das Film-Angebot betrifft, gibt es per VOD Kino-Blockbuster, die in aller Regel gleichzeitig mit der Veröffentli­ chung auf DVD erscheinen, also schon rund einen Monat nach der KinoAus­strahlung.

angebot ausbaufähig Trotz des bequemen Filmbezugs per Knopfdruck vom heimischen Sofa aus – aktuell ist das Angebot an Spiel­ filmen zwar noch nicht riesig, doch die Anbieter erweitern ihre Biblio­ theken laufend, beispielweise mit einer ganzen Palette an Schweizer Filmklassikern, oder mit Angboten in 3D, wo die upc Cablecom derzeit einziger Anbieter auf dem Schweizer Markt ist. Telekom-Experte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst comparis.ch dazu: «Es kann sein, dass man Lust auf einen Film hat und diesen dann nicht sehen kann, weil er noch nicht auf Abruf angeboten wird.» Trotz diesen

Zukunft vor­läufigen Einschränkungen: Wer überzeugter Digital-TV-Nutzer sei, sei mit den VOD-Angeboten sicher gut bedient, so Beyeler weiter.

wenige alternativen Neben den beiden Branchenleadern gibt es in der Schweiz auch einige Alternativen für Video on Demand. Es handelt sich um verschidene klei­ nere Anieter, bei ihnen bezieht der Film-Konsument die gewünschten Produkte ausschliesslich aus dem Internet. Punkto Bequemlichkeit hat Video on Demand die Nase vorn, punkto Auswahl aber immer noch die klas­ sische Videothek. Wie lange es aber geht, bis die virtuellen den echten Videotheken das Wasser abge­graben haben, das kann im Moment aber noch niemand voraussehen.


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draussen

Staudenphlox:

Ein Feuerwerk der Farben im Sommer Der Staudenphlox erfreut nicht nur das Auge, sondern auch die Nase und ist aus einem klassischen Garten kaum wegzudenken.

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ie Gattung Phlox ist in Nord­­ amerika beheimatet – hier war sie einst von Illinois bis Georgia weit verbreitet – und sie musste unterschiedlichste Klima­ zonen und Standortbedingungen aus­ halten. In den Gärten Mitteleuropas wird der Staudenphlox seit dem 18. Jahrhundert kultiviert. Nicht ohne Grund auch Flammenblume genannt,

TEXT & FOTOS Brigitte Buser

verbreiten hier die aus vielen windräd­ chenartigen zusammengesetzten Ein­ zelblüten ab Juni bis August ein wahres Feuerwerk. Dem aber nicht genug, verströmen diese doch zusätzlich auch einen würzigen Duft. Als klassische Bauerngartenstaude ist der hohe Stau­ denphlox zudem eine ideale Leit- oder Begleitpflanze zu Rosen, Rittersporn, Astern, Margeriten, Erigeron,


draussen STAUDENPHLOX

wissen

Empfehlenswerte Sorten

«Katherine» Mehltauresistent und äusserst winterhart Blüte: Lavendelfarbig mit weissem, sternförmigem Auge Standort: Sonnig, in frischem Boden Blütezeit: Ab Juni bis August Wuchs: Bis 110 cm hoch «Norah Leigh» Grün/weiss panaschiert, etwas mehltauanfällig Blüte: Helles Lila mit dunkler Mitte Standort: Sonnig, in frischem Boden. Abstand 50 cm Blütezeit: Juli bis September Wuchs: Bis 70 cm hoch

Freudenfeuer fürs Auge: Phlox-Stauden gibt es in vielen verschiedenen Farben.

Chrysanthemen, Sonnenbraut und Son­ nenauge sowie Gräsern. Dies erkannte schon der bekannte Pflanzenliebhaber Karl Förster und meinte: «Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein Irrtum, sondern eine Ver­ sündigung gegen den Sommer.» Was viele Leute nicht wissen: Die Blüten sind essbar und eignen sich daher aus­ gezeichnet zur Dekoration von pikan­ ten und süssen Sommersalaten sowie Desserts. Bei so vielen Vorteilen gibt es jedoch auch einen Nachteil. Die Stängel und Blätter sind anfällig für Mehltau. Trotz­ dem wurde die belieb­ te Staude vom Bund deutscher Stau­ dengärtner zur «Stau­ de des Jahres 2006» auserkoren. Dies zu Recht, ist doch mittlerweile im Handel eine grosse Auswahl an mehl­ tauresistenten Sor­ten in vielen Farben erhältlich.

ist das Benetzen der Blätter unbedingt zu vermeiden – sorgen für einen an­ genehmen Duft am darauf folgenden Abend. Damit wir diesen auch genies­ sen können, sollte Phlox wenn immer möglich in Sitzplatznähe oder am Weg zum Hauseingang gedeihen. Aber nicht nur wir mögen den Duft, er lockt auch Nachtfalter und sogar Fledermäuse an. Vermehrt wird Staudenphlox alle paar Jahre, am besten im Herbst oder im Frühling bei Aus­ trieb. Dazu gräbt man den Wurzelstock aus und teilt ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Segmente. Setzt man diese in einem Abstand von zirka 40 bis 50 Zenti­ metern wieder in den Boden, entsteht im Sommer ein lockeres Blütenmeer. Dies ist besonders bei mehl­ tauanfälligen Sorten ein Vorteil, trock­ nen doch die Stängel und Blätter nach Regengüssen rasch ab, was den Mehl­ tau hemmt. Zur Förderung der Verlängerung und Üppigkeit der Blüten gibt es zwei Me­ thoden. Bei der ersten wird ein Drittel der jungen Triebe im Juni pinziert, dass heisst, sie werden gekappt, was einer­ seits die Verzweigung fördert und ande­ rerseits eine längere Blüte zur Folge hat, da die pinzierten Teile später blühen.

«ein garten ohne phlox ist ein irrtum»

Standort und Pflege Der Staudenphlox mag es durchaus sonnig, aber nicht trocken. Daher sollte der Boden lehmig und frisch sein. Zu­ sätzliche Wassergaben in den Morgen­ stunden heisser Sommertage – dabei 22 HAUS club MAGAZIN juni 2011

«Mrs. Pepper» Vitale Sorte, auch für die Vase geeignet Blüte: Reinrosa mit dunklerem Auge Standort: Bevorzugt humosen, lockeren Boden Blütezeit: Juli bis August Wuchs: Kompaktwachsend mit gutem Stand bis 80 cm hoch «Fujiyama» Mehltauresistent und gut geeignet als Schnittblume Blüte: Weiss, starker Duft Standort: Sonniger, frischer Lehmboden Blütezeit: Juli bis September Wuchs: Bis 100 cm hoch «Dorffreude» Mehltauresistente Sorte Blüte: Kräftig rosa mit rotem Auge, leicht bläulicher Unterton Standort: Sonnig, in nahrhaftem, tiefgründigem und durchlässigem Boden Blüte: Juni bis September Wuchs: Bis 120 cm Bei der zweiten Methode setzt man zwei Pflanzen nicht zu nah zusammen. Sofort nach der Hauptblüte wird die eine zurückgeschnitten, die andere lässt man weiterblühen. Dies vermindert bis zur zweiten Blüte der zurückgeschnitte­ nen Pflanze eine Blühlücke. Anschlies­ send wird die zweite Pflanze ebenfalls zurückgeschnitten.


rosen draussen

blühte Triebe, ersichtlich am grau ge­ wordenen Holz, bis zum Neuaustrieb oder direkt an der Basis. Zusätzliche überlange Neutriebe bei einmal blühenden, stark gefüllten Sor­ ten sollten laufend eingekürzt werden. So entsteht im Laufe des Sommers ein dichter, wohlgeformter Strauch, der im Winter mühelos schweren Schneelasten standhält und uns im nächsten Sommer mit einer überreichen Blüte erfreut.

den boden auflockern Ebenfalls benötigen vorhandene, be­ nachbarte, abgeblühte Stauden einen Rückschnitt. Damit ist eine gute Durch­ lüftung der Stöcke gesichert, was den Befallsdruck durch Pilzkrankheiten reduziert. Weiterhin benötigen unse­ re Rosen eine gute Bodendurchlüftung. Lockern Sie daher den Boden nach Re­ gengüssen mit der Rosengabel, sobald dieser abgetrocknet ist. Vermeiden Sie dabei, wenn immer möglich, in die Beete zu treten. Damit es nächstes Jahr auch so blüht, ist jetzt ein gezielter Rückschnitt erforderlich.

Rosenpflege nach der ersten Blüte:

Gesund und kraftvoll durch den Sommer

Zurzeit erfreuen wir uns an blühenden Rosen. Damit die Freude an den schönen Pflanzen auch danach anhält, sind einige Pflegemassnahmen nötig. Text & Foto Brigitte Buser Anfang Juni stehen viele Rosensorten in voller Blüte. Freuen wir uns daran, bedenken aber, dass unsere Schütz­ linge weiterhin eine gute Pflege benöti­ gen, um gesund und kraftvoll durch die Sommermonate zu kommen. Bei nas­ ser Witterung entfernt man daher ver­ klebte Blüten von stark gefüllten Sorten möglichst rasch, so hat die Pilzkrank­ heit Botrytis cinerea von vornherein wenig Chancen. Nach dem vollständigen Abblühen werden bei mehrmals blühenden Strauch-, Kletter-, Beet- und Bodende­ ckerrosen sowie stark gefüllten einmal im Juni blühenden Sorten die ganzen Büschel oberhalb der ersten Blattach­ selknospe unter dem Büschel entfernt.

Die Stiele verblühter Edelrosen kappt man knapp über dem zweiten, voll aus­ gebildeten, fünfteiligen Blatt. Nur im Juni blühende, einfache oder halbge­ füllte Sorten putzen sich dagegen quasi selbst. Hier bilden sich bis zum Herbst reichlich Hagebutten, eine willkom­ mene Nahrungsquelle für Vögel und Kleintiere in der kalten Jahreszeit.

reiche blüte dank schnitt Viele einmal sowie mehrmals blühende Sorten haben bereits mit der Bildung von Neutrieben aus dem mehrjährigen Holz begonnen. Daher können sie mit einem gezielten Schnitt auf eine reiche Blüte im kommenden Jahr vorbereitet werden. Dazu entfernt man stark abge­

Die Rosen sind auch für eine Nach­ düngung mit handelsüblichem Rosen­ dünger von 50 bis 70 Gramm pro Qua­ dratmeter dankbar. Falls Sie an ihren Rosen schön ein­ gerollte Blätter entdeckt haben, hat die Blattrollwespe ihre Eier abgelegt. Aus ihnen haben sich mittlerweile Larven entwickelt. Um grössere Schäden im Folgejahr zu vermeiden, sollten sofort alle befallenen Blätter entfernt und mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Ausserdem ist es ratsam, die Pflan­ zen bei heisser und trockener Witterung regelmässig auf Spinnmilbenbefall zu kontrollieren. Bei geringem Befall kön­ nen die Pflanzen mit einer Schmier­ seifenlösung gespritzt werden, bei starkem Befall helfen Spezialprodukte aus dem Fachhandel. juni 2011 HAUS club MAGAZIN 23


draussen gartenkalender

TEXT & FOTOS Brigitte Buser

Lindenblüten Für diejenigen, die Lindenblütentee mögen und einen Lindenbaum haben, geht es jetzt an die Ernte. Pflücken Sie die voll erblühten Blüten mit den zwei Flugblättern an einem sonnigen und warmen Tag. Anschliessend werden sie an einem warmen, schattigen Ort zum Trocknen locker ausgebreitet und bis zum Gebrauch in gut verschliessbaren Dosen oder Säcken aus Baumwolle oder Leinen aufbewahrt.

Kräuter Ebenfalls ist es Zeit für die Ernte von Kräutern wie Salbei, Thymian oder Basilikum, die im Juli blühen, denn vor der Blüte ist der Anteil an Wirk- und Aromastoffen am höchsten. Anschliessend die Ernte an einem dunklen, warmen Ort locker ausgebreitet trocknen lassen und bis zum Gebrauch in gut verschliessbare Dosen oder Säcken aus Baumwolle oder Leinen aufbewahren.

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Gartenkalender im Juni Gemüse

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Weiterhin können Busch- und Stangenbohnen gesteckt sowie Rüebli, Rettich, Radieschen, Zuckerhut, Endivie, Blumenkohl, Kohlrabi und Federkohl gesät werden. Ebenso in den Boden kommen derzeit Setzlinge von Rot- und Weiss­ kabis, Rosenkohl, Brokkoli, Wirz, Kohlrabi, Sellerie, Lauch, Gurken und Kürbis.

Erdbeeren Sind die Früchte geerntet, werden bei den Erdbeeren kranke Blätter grosszü24 HAUS club MAGAZIN juni 2011

gig entfernt und die Pflanzen mit einen handelsüblichen Beerendünger (Düngermenge siehe Packungsbeilage) oder mit Kompost (2 Liter pro Quadratmeter) gedüngt.

Tomaten Während des Wachstums bilden sich bei den Tomaten aus den Blattachseln laufend Seitentriebe, auch Geiztriebe genannt. Damit jedoch die ganze Kraft in die Bildung aromatischer Früchte geht, werden die Seitentriebe laufend ausgebrochen.

Stauden Jetzt werden im Spätsommer blühende Stauden wie Astern, Sonnenbraut und Fetthenne pinziert, das heisst, mit der Schere eingekürzt, so verzweigen sie sich, blühen daher reicher und sind erst noch standfester.


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DRAUSSEN trockenmauern

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3 Klassische Trockenmauer: Unterschiedlich grosse, unbearbeitete Bruchsteine erfordern beim Bau viel Erfahrung und Geschick.

Mut zur Lücke: Trockenmauern TEXT Juliane Forster

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ie Trockenmauern in unseren Gärten haben viele Vorbilder. Aus England kennt man sie als Windschutz, aus Nordfrankreich von Grabstätten, die aus zahllosen, exakt übereinander geschichteten Steinen bestehen. In den Rebbaugebieten im Wallis, Bündnerland oder im Waadtland wurden sie schon vor Jahrhunderten errichtet, um das steile Gelände zu terrassieren. Die Hochjuraweiden fassen die für die Region so typischen niedrigen Trockenmauern ein. Ihr Bau sorgte dafür, die Weide- und Acker­flächen von herumliegenden Steinen zu befreien und so erst nutzbar zu machen. Wenn das kein sinnvolles Recycling ist!

Handwerkliches Können und Zeit Eines haben all diese Werke gemeinsam: Ihr Bau erfordert ebenso viel handwerkliches Geschick wie Erfahrung. Seit uralten Zeiten hat sich diese Kunst nicht verändert: Für 28 HAUS CLUB MAGAZIN JUNI 2011

jede Stelle muss der passende Stein gefunden und in die entsprechende Lücke eingepasst werden. So entsteht Stück für Stück und ganz ohne Zement ein überaus stabiles Gefüge. Das heisst aber auch: Wer Trockenmauern baut, braucht Zeit, denn was ewig halten soll, muss sorgfältig errichtet werden. Eine Trockenmauer besteht aus Bruchsteinen, meist regionaler Herkunft, die mit Bossiereisen und Fäustel gering­ fügig bearbeitet werden. So behält sie den natürlichen un­ verwechselbaren Charakter. Die Lagerung – so nennt man die Schichtbildung der Steine – muss waagrecht sein. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Betonmauer sind Trockenmauern elastisch und setzen sich im Laufe der Jahre, ohne sichtbare Risse zu bekommen. Dieser Eigenschaft ist es auch zu verdanken, dass Trockenmauern unbeschadet selbst den härtesten Frost überstehen.

Lebensraum für Pflanzen und Kleintiere Mit der passenden Bepflanzung lässt sich die optische Wirkung jeder Trockenmauer noch unterstreichen. Am besten

Fotos: Gärtner von Eden, Gütersloh und Forster Gartenbau AG, Titterten

Trockenmauern stützen Hanglagen ab, strukturieren Gärten oder fassen Grundstücke ein. Ihre Ausstrahlung hängt vom verwendeten Gestein ab, die individuelle Note verleiht die Zeichnung der Fugen. Und in ihnen siedeln sich Pflanzen und Tiere an.


experte Füllung mit Kies oder Füllsteinen und Mergel

Trockenmauer willkommenen Lebensraum: Wildbienen, Zauneidechsen, Blindschleichen und sogar Vögel finden hier ihr Zuhause.

Trockenmauer im Bau

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Bereicherung der Umwelt Hans-Peter Forster*

gleich beim Bau eingelegt, gibt es zahlreiche einheimische Stauden, die perfekt für ein Dasein in den Fugen und Ritzen einer Trockenmauer gerüstet sind: Zimbelkraut, Steinbrecharten, Storchenschnabel. Viele Pflanzen haben Mechanismen entwickelt, um das geringe Wasserangebot an solchen Standorten perfekt auszunutzen. Gut zu erkennen ist dies bei allen Saxifraga-, Sempervivum- oder SedumArten. Deren verdickte Blätter dienen als Wasserspeicher. Androsace und viele andere Pflanzen schützen sich mit dichter Behaarung gegen die Verdunstung. Eine ganz eigene Strategie hat der Frauenmantel entwickelt. Seine fächerförmigen Blätter haben gezackte Ränder und sind zum Stängel hin trichterförmig vertieft. Hier sammelt sich am Morgen der Tau, rinnt tagsüber die Pflanze hinab und befeuchtet das Erdreich darunter. Auch unzähligen kleineren und kleinsten Lebewesen bieten die Ritzen einer

In unserer technisierten Welt bilden Trockenmauern ein unverwüstliches Binde­ glied zur umgebenden Natur. Deshalb passen sie in ökologisch orientierte Gärten genauso gut wie in moderne und streng formal gestaltete Anlagen. Eine natur­ nahe Gestaltung ist auch dann für die Umwelt sinnvoll, wenn sie nur in einzelnen Gartenteilen geschieht. Naturstein ist immer ein beruhigendes, ästhetisch wertvolles Gestaltungselement. 1

Pflanzen können bereits beim Bau eingelegt werden.

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Schichtmauerwerk aus vorbearbeiteten Sandsteinen.

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Trockenmauer: Lebensraum für Eidechsen und Kleinlebewesen.

Nachdem ein Stein ausgewählt ist, werden die Sichtflächen und die obere Seite bearbeitet. Beide müssen möglichst eben sein. Anschliessend wird der Stein an den dafür vorgesehenen Platz gesetzt.

info

In der Schweiz gibt es eine grosse Anzahl sehr schöner, unterschiedlicher Gesteinsarten. Eine kleine Auswahl, die sich sehr gut für die Gartengestaltung eignet, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Jura: Lägernkalk (beige-grau), Laufenerkalk (beige-gelb), Liesberger Kalk (gelb-rötlich) Mittelland: Bollinger Sandstein (grau, graubeige), Rorschacher Sandstein (graublau, graugelblich), Buchberger Sandstein (grau, graugelblich), Mägenwiler Muschelkalk (graublau, graugelblich) Ost-Alpen: Andeergranit (grün), Valsergneis (grau-bronze-grünlich) Zentral-Alpen: Urnergranit (hellgrau, schwarz gekörnt), Mitholzer Kieselkalk (schwarzgrau-grün), Guber Sandstein (dunkelgrau) Tessin: Calanca-, Verzascagranit (dunkelgrau gestriemt); Maggia-, Onsernonegranit (dunkelgrau feinkörnig); Iragnagranit (mausgrau feinkörnig)

Inhaber Forster Gartenbau AG, 4425 Titterten Design und naturnahe Gestaltungselemente: ist das nicht ein Widerspruch? Bei einem streng architektonisch gestalteten Design-Garten wird alles auf ein Minimum reduziert. Immergrüne Hecke oder Mauerelement aus Beton bestimmen das Bild. Aber auch Steinkörbe mit geschichteten Frontseiten und Trockenmauern haben im Garten für Designfreunde ihre Berechtigung. Ist der Bau einer Trockenmauer sehr aufwendig? Beim Bau einer Trockenmauer braucht es handwerkliches Können und Erfahrung. Je nachdem ob schon vorbe­ arbeitete Steine verwendet werden oder ob man formwilde Steine verbaut, wo man jedes Mal den in das Gefüge passenden Stein heraussucht, können Trockenmauern etwas teurer sein als konventionelle hinterbetonierte Natursteinmauern. Die Trockenmauer ist ökologisch sinnvoller. Sie ist vom Aufbau her elastisch und frostbeständig und kann tatsächlich Jahrhunderte überdauern! Als günstigere Alternative empfehle ich Steinkörbe mit geschichteter Frontseite. Allerdings braucht die Steinkorbmauer platzmässig mehr Tiefe. Die Trockenmauer hat gestalterisch aber eine wesentlich andere Wirkung. Welchen Stein empfehlen Sie für eine Trockenmauer? Das ist abhängig von der Architektur des Hauses, der Gesamtplanung des Gartens und natürlich von Ihrem Geschmack. Am sinnvollsten ist für mich die Verwendung eines regionalen Gesteins. Es gibt aber auch die Möglichkeit verschiedene Materialien zu mischen, wie man das früher gemacht hat, wenn man beispielsweise Steine von Hausabbrüchen wieder verwendet hat. Für mich ist eine fachlich richtig gebaute Trockenmauer neben ihrer technischen Funktion ein wirklich schönes Dekorationselement, das auch in der Nacht beleuchtet oder in Kombination mit Wasser ein spannendes Bild ergibt. *Mitglied Gärtner von Eden www.forster-gartenbau.ch www.gaertner-von-eden.ch


DRAUSSEN bio-pool

Ein Bio-Pool mit angrenzendem Klärbereich.

TEXT Corinne Bünzli

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rotz Chlor im Wasser haben Generationen von Menschen im Freibad Meter um Meter zurückgelegt oder in ihrem hauseigenen Pool geplanscht. Das Chlor hat man als lästigen Nebeneffekt akzeptiert. Doch die Zeiten haben sich geändert, die Menschen wollen sich immer weniger der Chemikalie im Badewasser ausliefern und die Ökologie hat auch imPool im Garten Einzug gehalten. Wer also seinen Chlor-Pool wegen unangenehmen Neben­ wirkungen wie entzündete Augen und Jucken der Haut nicht mehr benutzt, kann den Pool mit relativ wenig Aufwand in einen Bio-Pool umrüsten lassen. Dort reinigt nicht Chemie das Wasser, sondern eine Klärzone mit Kies und Pflanzen oder auch spezielle biologische Filter. Den Trend zurück zur Natur bestätigt Marcel Egli, Ansprechsperson für Wassergärten bei Egli Gartenbau AG in

So einfach ist die Umrüstung:

Vom Chlor-Pool zum Bio-Pool

Ein Swimming-Pool im eigenen Garten ist eine feine Sache. Das Chlor im Wasser kann jedoch entzündete Augen und juckende Haut auslösen. Um dies zu vermeiden, lässt sich ein Chlor-Pool innerhalb weniger Wochen in einen Bio-Pool umrüsten. länger tatenlos hinnehmen, dass tränende Augen und eine juckende Haut zwangsläufig zu einem Badeerlebnis gehören und fangen an, das ganze Prinzip zu hinterfragen.» Sie sind es dann auch, die mit der Bitte der Umrüstung ihres Pools an die Gartenbauprofis wie Marcel Egli herantreten. In seiner täglichen Arbeit erlebt er auch, «dass Menschen, die sich für ein Bio-Schwimmbad entscheiden, eher gewillt sind, ihren Teil zur Pflege und zum Unterhalt des Pools beizutragen, als jene, die den Pool vielleicht nur als Zierde im Garten stehen haben, denen reicht ein Chlor-Pool allemal», sagt er mit einem Schmunzeln.

Wichtige Abklärungen vor Ort Wie jedes Bauvorhaben beginnt auch die Umrüstung eines Pools mit einem klärenden Gespräch im Garten des Kunden: «Gerade dieses erste Gespräch ist für beide Seiten wichtig. Der Kunde kann seine Wünsche formulieren und der Gartenbaufachmann kann mit gezielten Fragen herausfinden, wohin die Reise gehen soll, auch finan­ ziell.» Entsprechend gibt es günstigere und teurere Varianten für Bio-Schwimm­ bäder. Edlere Ausführungen warten mit chemiefrei aufbereitetem, badeklarem Wasser auf und zeichnen sich

«die pflege eines bio-pool ist ein erlebnis»

Dank moderner Technik: Ein Bio-Pool unterscheidet sich kaum von einem Chlor-Pool. 30 HAUS CLUB MAGAZIN JUNI 2011

Bilder: Egli Gartenbau, Stäfa/Lehnert Erb AG

Stäfa: «Die steigende Nachfrage nach Bio-Pools und Bio-Schwimmbädern beweisen, dass sich die Sensibilität der Menschen gewandelt hat. Gerade Eltern mit kleinen Kindern wollen nicht mehr


bio-pool DRAUSSEN

schliessend werden die Anpassungsarbeiten rund um den Teich gemacht», erzählt Stefan Lehnert von der Gartenbaufirma Lehnert Erb AG in Rombach, die sich ebenfalls auf die Errichtung und Umrüstung von Bio-Pools spezialisiert hat. «Danach folgt die wichtige Erneuerung also die Umstellung des Pools auf eine biologische Wasseraufbereitung, die natürlich ähnlich wie beim Chlor-Pool auch mit einer Umwälzpumpe realisiert wird.» Der Klärbereich mit wasserreinigenden Pflanzen sorgt zudem für eine gute Wasserqualität. «Mit dem Bau eines Schwimmteiches oder eines Bio-Pools wird die Grundlage für ein neues Öko­ system erschaffen», so Lehnert weiter. «Lebensräume für Menschen, Pflanzen

verschwendung auch gleich erledigt.» Wer sich für einen Bio-Pool entscheidet, hat auch mehrere Gestaltungsmöglichkeiten. «Man kann sich für ein Schwimmbecken oder einen bepflanzten Klärfilterbereich entscheiden, somit hat man beides, Grün- und Poolwasser oder man entscheidet sich für ein Seerosen­ becken als optische Bereicherung.» Egal, welche Variante: Klar ist, dass ein Bio-Pool ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft, ohne aber auf die technischen Annehmlichkeiten wie zum Beispiel Massagedüsen, Gegenstromanlagen, Wasserfall aus Edelstahl, Stahlbecken und Rollladen als Abdeckung zu verzichten. «Die Möglichkeiten sind auch beim Bio-Pool fast grenzenlos. Je nachdem, wie viel der Kunde gewillt ist zu investieren», so Stefan Lehnert.

«ein bio-pool ist grundlage für ein neues ökosystem»

Die Pflege

Ein Chlor-Pool lässt sich in wenigen Wochen zu einem Bio-Pool umrüsten. aus durch einfache Pflege, hoch automatisierte Reinigungstechnik, vielfäl­ tige Gestaltungsvarianten und edle Materialien wie Chromstahl oder flächenbehandelten Sichtbeton.

Die Umrüstung Nachdem sich der Kunde für eine Varian­ te entschieden hat, rücken die Gartenbauprofis an und fangen mit der Um­rüstung des Pools vor Ort an. «Die Technik und die Ausstattungen werden saniert und aktualisiert. Falls eine alte Teichfolie vorhanden ist, bei Betonpools ist das meist nicht der Fall, wird die Abdichtung im Pool erneuert und ab-

und Tiere entstehen, ein ökologisches Gleichgewicht stellt sich ein.» Bio-Pools können mittlerweile technisch so gut ausgestattet werden, dass der Unterschied zum Chlor-Pool kaum mehr sichtbar ist.

Viele Vorteile Die Vorteile eines Bio-Pools gegenüber eines Chlor-Pools: «Wasser bleibt von der ersten Minute im System, also im Pool. Es ist kein Ablassen des Wassers im Winter nötig. Und es braucht nur eine einzige Befüllung des Pools, beim Chlor-Pool brauchte es meistens mehrere. Somit ist das Thema Wasser-

«Bio-Pools oder Bio-Schwimmbäder sind Gewässer, die ständig der Umwelt ausgesetzt sind und von ihrer Umgebung beeinflusst werden», erklärt Stefan Lehnert. Darum gehört auch die regelmässige Pflege der Anlage zu den wenigen Pflichten des Besitzers. Dazu gehört unter anderem, dass der Boden des Pools einmal wöchentlich mit einem automatischen Reinigungsgerät, zum Beispiel mit einem Teichroboter, gereinigt wird. Dann sollten auch die Wände periodisch gesäubert werden. Der Pflegeaufwand dauert je nach Technik der Anlage und Anspruch des Kunden zwischen zwei bis vier Stunden pro Woche, und ein Mal im Jahr sollten zudem die Wasserpflanzen zurück geschnitten werden. «Für Menschen, die im Einklang mit der Natur leben wollen, ist die Reinigung des Pools keine Bürde, sondern gehört zum Gesamterlebnis eines Bio-Pools», sagt Marcel Egli. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, steht dem ungetrübten Badespass im Bio-Pool nichts mehr im Weg, und wundern Sie sich ja nicht, wenn plötzlich alle Nachbarn bei Ihnen baden wollen. Weitere Infos zum Thema Bio-Pool: www.naturalblue.ch www.eglistaefa.ch www.gartenzentrum.ch www.systemlehnert.ch JUNI 2011 HAUS CLUB MAGAZIN 31


draussen ferienvorbereitung

Trotz Garten

TEXT Michael Greilinger

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er Sommer steht vor der Tür und viele von uns werden zwei oder drei Wochen in die Ferien fahren. Wer einen Garten hat, muss sich entsprechend überlegen, welche Massnahmen er treffen kann, damit die Pflanzen während der Ab­ wesenheit nicht verdursten. Denn wir wissen nicht, welches Wetter in der fraglichen Zeit herrscht, ob es sehr heiss wird oder ob es auch einmal regnet. Einiges kann dabei der Gartenbe­ sitzer kurz vor der Abreise noch in die Wege leiten: Josef Poffet, Fachabtei­ lungsleiter Produktion/Zierpflanzen beim Gärtnerverband Jardinsuisse, empfiehlt etwa, den Rasen nochmals gründlich zu wässern und ihn auch auf die richtige Höhe zu schneiden. Dann sollte der Rasen die Ferienabwesenheit problemlos verkraften.

sorglos in die Ferien

blumen herausputzen

Vor der Abreise nochmals mähen. 32 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Automatische Bewässerungssysteme lassen die Pflanzen in den Ferien nicht verdursten.

Wer einen Garten besitzt und in die Ferien verreisen will, muss in aller Regel Vorkehrungen treffen, damit die Pflanzen die heissen Sommertage überleben. Gerade jedoch was das Bewässern betrifft, sind mittlerweile viele automatische Systeme auf dem Markt. kann man zudem wenn nötig Vorrats­ dünger geben. Wer in der glücklichen Lage ist, einen Nachbarn zu haben, der sich in der Abwesenheit um den Garten küm­ mert, tut gut daran, ihn richtig zu ins­ t­ruieren – und ihm auch das Leben so leicht wie möglich zu machen. Etwa, indem man Pflanzen in Töpfen und Kis­ ten zusammenstellt, so dass der Nach­ bar nur an einem Ort zu giessen braucht. Die Töpfe und Kisten stellt man vor­ zugsweise in Unterteller, was das Gies­ sen ebenfalls erleichtert. Oder man

stellt Kübel fürs Wasser bereit, in denen Topfpflanzen getaucht werden können, durch diese Weise des Wässerns hält die Wirkung länger an.

nachbar oder gärtner? Sollte es während der Abwesenheit reg­ nen, kann man eventuell dem Nach­ barn noch Schneckenkörner bereit­ stellen, die er wenn nötig im Gemüse­garten ausbringen kann. Wer übrigens keinen Nachbarn hat, der sich um den

Fotos: PD

Bei Blumen und Stauden empfiehlt es sich, diese ordentlich durchzuputzen, also verwelkte und verblühte Teile zu entfernen, und sie aufzubinden. Emp­ findlichere Pflanzen wie Rosenstöcke kann man vor der Abreise noch einmal mit dem entsprechenden Mittel sprit­ zen, damit sie vor Pilzbefall geschützt sind. Pflanzen in Töpfen oder Kisten


Ferienvorbereitung Draussen

Die Hecken bequem vom Boden schneiden.

Richtiges Werkzeug für den Schnitt.

tipp

Bäume, Sträucher, Hecken: der richtige Schnitt

Gehölze im Garten zu schneiden ist eine Wissenschaft für sich. Zeitpunkt und Art des Schnitts sind praktisch bei jeder Art unterschiedlich. Wer viele Bäume, speziell Obstbäume, und Sträucher hat, ist auch gut bera­ ten, einen Baumschnittkurs zu besu­ chen, bei dem er sich das Rüstzeug holt. Viele Bäume werden in der Regel im Winter geschnitten, aber gerade bei Laubbäumen – also auch bei Obst­ bäumen – empfehlen Fachleute immer mehr, auch einen Sommerschnitt vor­ zunehmen, da die Wunden durch den Schnitt dann schneller verheilen. Da­ neben gibt es aber auch unempfindli­ chere Gehölze wie Hecken, die regel­

Garten kümmern kann oder will, kann unter Umständen auf fachmännische Hilfe zurückgreifen: Auch mancher Gärtner bietet einen Ferienservice für den Garten an.

automatisch bewässern Hobbygärtner, die gar keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen wollen, kön­ nen auch auf automatische Bewässe­ rungssysteme zurückgreifen (vgl. auch «Haus Magazin» 2/2011). Dabei sind ver­

mässig geschnitten werden. In jedem Fall braucht es dazu auch das passen­ de Gerät, dazu gehören die klassi­ schen Garten- und Astscheren. Gerade letztere sind mittlerweile in Ausfüh­ rungen erhältlich, mit denen sich bis 45 Millimeter dicke Äste durchtren­ nen lassen. Technische Unterstützung gibt es auch für Personen, die nicht gerne auf eine Leiter steigen, die über­ mannshohe Hecke oder den Baum trotzdem selber schneiden wollen: Im Fachhandel gibt es Heckenscheren und Baumschneider mit Teleskopstangen, die ein Schneiden vom Boden aus bis in drei, respektive sechs Meter Höhe ermöglichen.

Und wer sich oder seiner Ferien­ stellvertretung das Giessen erleichtern will, kann auch Pipeline-Systeme mit Wasseranschlüssen verlegen, damit der Schlauch an den gewünschten Stel­ len im Garten angeschlossen werden kann. Damit braucht es keinen lan­ gen Schlauch, der mühselig durch den Garten gezogen werden muss. Mög­ lichkeiten, mit gutem Gewissen in die Ferien zu verreisen, gibt es also in Hülle und Fülle.

schiedenste Systeme auf dem Markt, die sich für praktisch jeden Zweck eignen. Eine Möglichkeit sind etwa Bewäs­ serungssysteme mit unterirdisch ver­ legten Schläuchen, die das Wasser durch Öffnungen abgeben. Für den Rasen gibt es versenkbare Beregnungs­systeme, deren Wasserzufuhr ebenfalls unterirdisch verläuft – und die sich mit Computern und Feuchtigkeitssensoren entsprechend steuern lassen. Diese Be­ wässerungssysteme kann der Hobby­ gärtner problemlos selber verlegen und installieren.

Wasser am gewünschten Ort zapfen.

Baumschnitt – auch ohne Leiter.

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draussen mobilität

Auch bei Cabrios: Trend zu sparsamen Modellen TEXT Michael Greilinger

luxuriös oder klassisch

Die Geschichte der Cabriolets reicht noch viel weiter zurück – und während ie Sonne scheint, Verdeck sich Cabrios in den vergangenen Jahrunterklappen, losfahren und ren zum richtigen Volksauto für die den Wind in den Haaren spü- Sommermonate entwickelten, machten ren – kein Typ Auto steht so in der Zwischenzeit auch die neusten für ein sommerliches Fahrgefühl wie Fortschritte vor den Wagen mit den aufein Cabriolet. Entsprechend auch der klappbaren Dächern nicht halt. bildliche Niederschlag: Kaum ein amePuren Luxus zum entsprechenden rikanisches Roadmovie aus den 60er- Preis bietet das Cabrio von Lexus. Der oder 70er-Jahren, in dem die Film­ - IS 250C mit seinem blitzschnell öffhelden nicht mit offenem Verdeck nenden Metall-Klappdach verfügt über durch die Landschaft brausten – Buicks, unzählige technische Schikanen und bietet entsprechend hohen Komfort. Chevrolets, Cadillacs.

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36 HAUS CLUB MAGAZIN JUNi 2011

Gute Nachrichten für superklas­ sische Cabrios gibts von Volkswagen: Ab August ist in der Schweiz das neue Golf Cabriolet erhältlich, das mit verschiedenen Benzin- und Dieselmotorisierungen. Damit will VW an eine Erfolgsgeschichte anknüpfen, gilt doch der ursprüngliche Golf Cabrio («Erdbeerkörbchen») als meistverkauftes offe­ nes Auto der Welt. Auch die Franzosen setzen auf einen Klassiker: Eine Son­ der­edition des Mégane Coupé-Cabriolet interpretiert das Renault-Cabrio «Floride» von 1959 neu, was sich weniger am Aus­ sehen, als an Details wie Lackierung oder Polster äussert.

Fotos: PD

Bei offenem Verdeck auf der Landstrasse eine Ausfahrt: Sommerzeit ist Cabriozeit. Aktuell finden sich auf dem Cabriomarkt nicht nur sparsame Kleinfahrzeuge, sondern auch Modelle, die sich an den Klassikern orientieren.


mobilität draussen

VW Golf Cabriolet

Lexus IS 250C Preis: ab Fr. 72’300.– Leistung: 153 kW/208 PS Verbrauch (gesamt): 9,2 Liter/100 Kilometer Merkmale: Viersitziges Edel-Cabrio mit allen Schikanen, Lexus-untypisch für einmal ohne Hybridantrieb.

Preis: ab Fr. 35’000.– Leistung: 77 kw/105 PS bis 155 kW/210 PS Verbrauch (gesamt): 4,4 Liter/100 Kilometer (1,6 TDI, Diesel) Merkmale: Nach fast zehn Jahren wieder ein Golf Cabrio, im bewährten Volkswagen-Stil. Markteinführung: August 2011

Smart cabrio/coupé 40 kW cdi Preis: ab Fr. 22’500.– Leistung: 40 kW/54 PS Verbrauch (gesamt): 3,3 Liter/100 Kilometer Merkmale: Auch den Zweisitzer gibts als Cabrio, vom Ökologie-Faktor her ist der Zwerg gross.

Audi A3 Cabrio 1,6 TDI Preis: ab Fr. 44’400.– Leistung: 77kW/105 PS Verbrauch (gesamt): 4,3 Liter/100 Kilometer Merkmale: Grosszügiges PremiumCabriolet, in vier Benzin- oder zwei Diesel Varianten.

Für Cabrios gilt zudem wie generell für den Automarkt: Ökologie ist Trumpf, wenn auch durch den oft eher sportlichen Charakter der Wagen vielleicht etwas weniger ausgeprägt als in anderen Kategorien. Nichtsdestotrotz sind auch für die Fahrt mit dem Wind im Haar einige Modelle auf dem Markt, die auch eine ganz ordentliche Ökobilanz aufweisen – und das quer durch sämtliche Preisklassen.

BMW 118 i Preis: ab Fr. 43’800.– Leistung: 105 kW/143 PS Verbrauch (gesamt): 6,5 Liter/100 Kilometer Merkmale: Rechtzeitig zur diesjährigen Cabrio-Saison präsentiert BMW die 1er Reihe im aufgefrischten Design.

klein und ökologisch Generell schneiden Dieselfahrzeuge bes­ser ab, wie etwa ein Blick auf die Um­ weltliste des Verkehrs­ clubs Schweiz zeigt. Wer gar keinen Wert auf klassisches CabrioFlair legt und nur den ökologischen Faktor in die Waagschale wirft, greift auf den Fiat Twinair zurück, den mit Erdgas betriebenen Mini-Wagen, den es auch als Cabrio gibt und der auf

der im Frühjahr publizierten Liste den Spitzenplatz belegt. In eine ähnliche Kategorie fallen auch die Smart-Cabrios, die sich ebenfalls durch tiefen Verbrauch auszeichnen. Wer etwa mit offenem Verdeck durch die Stadt zirkeln will, ist damit sicher gut bedient. Tiefen Verbrauch und A-klassige Energie­ effizienz gibts aber auch im gediegenen

viele cabrios auf dem markt mit guter ökobilanz

Sektor, beispielsweise die aktuellen Mittelklasse-Cabrios von Audi oder BMW. Eins ist auf jeden Fall klar: Nur noch Liebhaber fahren alte, klassische Schlitten mit hohem Benzinverbrauch. Aber auf dem Neuwagenmarkt ist die Auswahl so gross, dass jeder für sich ein angemessenes Cabriolet findet, in dem er mit gutem Gewissen den Wind um die Haare spielen lassen kann.

JUNi 2011 HAUS CLUB MAGAZIN 37


sanierung im internet planen

Wie lange noch tiefe zinsen?

kompostieren leicht gemacht

«Evalo» hilft bei Planung und Finanzierung 46

Hypozinsen: Die aktuelle Situation im Überblick 48

So verwandeln Sie Küchenabfall in guten Humus 50

rundum

Fördergelder für thermische Anlagen

Bescheiden bis spendabel

Bild: Planforum GmbH, Thomas Scheiwiller, Winterthur

Thermische Sonnenkollektoren leisten einen wichtigen Beitrag, um Brennstoffe und auch Strom zu sparen. In allen Kantonen werden sie darum finanziell gefördert. Die Unterschiede sind aber enorm.

D

er Fachverband Swissolar analysiert seit mehreren Jahren die kantonalen Förderbeiträge für Sonnenkollektoren. Das aktuel­le Rating für das Jahr 2011 zeigt: Bei den Standardanlagen für den Warmwasserbedarf von Einfamilienhäusern liegen die höchsten und niedrigsten Förder­ beiträge um den Faktor 4 auseinander.

TEXT Armin Braunwalder

Massive Unterschiede Für eine Kollektoranlage mit einer Fläche von 5 Quadratmetern und In­ves­ titionskosten von 15‘000 Franken gewährt der Kanton Basel-Stadt einen Förderbeitrag von 6750 Franken. In der Spitzengruppe bewegen sich auch die Kantone Zug (5000), Uri und


Bild: Heizplan AG, Gams

rundum solaranlagen

Kleinere Solaranlage auf dem Einfamilienhaus: Je nach Kanton gibt es sehr hohe bis bescheidene Förderbeiträge.

Schaffhausen (4000). In fünfzehn Kan­ tonen gibt es zwischen 1950 Franken (ZH) und 3250 Franken (GL). In den Kantonen Aargau, AppenzellAusserrhoden, Graubünden, Jura, Neuen­ burg, Wallis und Waadt bewegt sich der Förderbeitrag gerade mal zwischen 1500 und 1800 Franken. Noch grösser sind die Unterschiede bei Kollektoranlagen für Mehrfamilienhäuser (siehe separaten Text). Laut David Stickelberger, Geschäftsführer von Swissolar, werden diese Differenzen noch verschärft, wenn man die Möglichkeiten des Steuerabzugs berücksichtigt. Auch hier ist die Praxis von Kanton zu Kanton unterschiedlich. «Dieses föderalistische System sorgt bei Solaranbietern und Bauherrschaften oft für Verwirrung», stellt der Solar-Fachmann diplomatisch fest. Weniger diplo­ matisch ausgedrückt, heisst das: Die Kantone geben sich bei der Förderung von Sonnenkollektoren grosszügig bis knausrig. 40 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Trend: Kompaktsysteme Für die solare Warmwassererzeugung in einem Einfamilienhaus mit vier Personen rechnet man mit einer Kol­lek­tor­fläche von 6 Quadratmetern. Damit las­sen sich mit der Sonne 60 bis 70 Pro­ zent des jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser decken. Im Trend sind vorfabrizierte Kompakt­ sys­­teme. Sie beinhal­ ten alle Anlagekom­ ponenten: Von den Sonnenkollektoren bis zum Solarspeicher fürs warme Wasser. Das bringt Vorteile: Der Planungsaufwand ist gering, die Bauteile sind aufeinander abgestimmt, die Anlage ist in ein bis zwei Tagen betriebsbereit, und Service sowie Garantie kommen aus einer Hand. Qualitativ gute Kompaktsolaranlagen sind einfach zu finden auf

www.topten.ch. Die hier gelisteten Systeme und Kollektoren wurden vom Institut für Solartechnik SPF der Hochschule für Technik Rapperswil zertifiziert. Die Anlagen mussten eine gute Solarenergienutzung aufweisen, während der Prüfung einwandfrei funktionieren und keine konstruktionsbedingten Mängel zeigen. Ausserdem muss nachgewiesen sein, dass das System von einem Lieferanten vollständig geliefert und montiert wird. Die meisten Systeme wurden seit der Zertifizierung allerdings verbessert und entsprechen nicht mehr den ursprünglichen Angaben. Weil die Zertifikatsberichte des SPF nicht verändert werden, ist Topten daran, die Auswahlkriterien anzupassen, um dem gewandelten Markt gerecht zu werden.

«unterschiede in kantonen sorgen für verwirrung»


solaranlagen rundum

Mehrkosten vs. Steuerabzug

tipps

Rund 10’000 Franken einsparen

Bild: Ernst Schweizer AG, Hedingen

Bei einer Kollektorfläche von 6 Quadratmetern liefert die Sonne gemäss Swissolar pro Jahr rund 2700 Kilowattstunden (kWh) Gratisenergie. Das entspricht 320 Liter Heizöl,

Bild: Ernst Schweizer AG, Hedingen

Die Systempreise solcher Kompaktanlagen bewegen sich zwischen 8000 und 12’000 Franken. Je nach baulicher Ausgangslage kommen Montagekosten zwischen 2000 und 4000 Franken hinzu. Am günstigsten ist der Einbau in einem Neubau. Im Vergleich zu einer konventionellen Lösung zur Erzeugung von Warmwasser liegen die Mehrkosten bei einer Solaranlage gemäss Swissolar bei 6000 bis 8000 Franken. Von diesen Mehrkosten in Abzug zu bringen sind jedoch Förderbeiträge und eine einmalige Steuererleichterung, die allerdings je nach Kanton und Einkommen enorm variiert. In diese Rechnung muss zudem auch die Einsparung von Energiekosten einbezogen werden. Heizungsunterstützung: Sonnenkol­lek­ toranlagen, die zur Wasererzeugung und zur Raumheizung genutzt wer­ den, decken mindestens 25 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs für Warmwasser und Heizung. Bei sehr guter Gebäudehülle bis zu 50 Prozent. Für ein Einfamilienhaus muss mit ei­ ner Kollektorfläche von 10 bis 15 Quad­ ratmetern gerechnet werden. Die Kos­ ten inklusive Montage liegen gemäss Swissolar bei 25’000 bis 30’000 Franken. Die Mehrkosten gegenüber einer kon­ventionellen Lösung betragen 8000 bis 12’000 Franken. Die Energiekosten­ einsparung pro Jahr bewegt sich je nach Vergleichssystem für Heizung und Warmwasser zwischen 425 Franken (Holzpellets) und 720 Franken (Strom). Kombi-Systeme: Auch für die Anwendung mit Heizungsunterstützung kommen zunehmend Kombi-Kompaktanlagen auf den Markt (siehe www.topten.ch). Da­ durch ergeben sich besonders güns­ tige Lösungen für Anschaffung, Instal­ lation, Garantie und Service. Praktisch alle Solaranlagen können auch mit bestehenden Heizkesseln kombiniert werden. Fast alle Solartechnik-Firmen bieten auch Kombinationen mit Wärme­ pumpen an. Besonders vorteilhaft ist das Zusammenspiel von Sonnenkol­ lektoren mit bestehenden oder neuen Holzheizungen, denn meist kann bei dieser Kombination derselbe Speicher genutzt werden. Heizungsersatz: Bei Neubauten oder beim Ersatz der Heizung sollte eine

Kombi-Kompaktanlage mit Heizungs­ unterstützung in Betracht gezogen werden. Das gesamte Energiekonzept des Hauses muss mit der Anlage zusammenpassen. Es ist für Planung, Ausführung und Garantie vorteilhaft, wenn die ganze Warmwasser-HeizungsSolaranlage von einer Firma mit ein­ schlägiger Erfahrung angeboten wird. Dabei lohnt es sich, verschiedene Offer­ten und Referenzen einzuholen. Warmwasseranschluss: Solares Warm­wasser kann auch für die Waschma­ schine und den Geschirrspüler ge­ braucht werden. Das lohnt sich, denn diese Haushaltgeräte verbrauchen den grössten Teil des Stroms fürs Auf­ heizen von Wasser. Damit Waschma­ schinen so genutzt werden können, müssen sie zwei Anschlüsse haben, einen für das Kaltwasser und einen für das Warmwasser. Geeignete Modelle finden Sie unter www.topten.ch. Die von Topten geliste­ ten Geschirrspüler verfügen alle über einen Warmwasseranschluss. Auch mit anderen Energieträgern wie Wär­ mepumpe, Holz oder Fernwärme aus erneuerbarer Energie und günstiger Installation der Warmwasserleitungen ist es sowohl ökologisch als auch öko­ nomisch sinnvoll, Geschirrspüler und Waschmaschine ans Warmwasser an­ zuschliessen.

Weitere Solarinfos: www.swissolar.ch Die besten Solaranlagen und Geräte: www.topten.ch

juni 2011 HAUS club MAGAZIN 41


rundum solaranlagen

7000 6000 5000 4000 3000 2000

CHF

1000 0

25000

AG AI AR BE BL BS FR GE GL GR JU LU NE NW OW SG SH SO SZ TG TI UR VD VS ZG ZH FL

Kantonale Förderbeiträge Grossanlagen Solarthermie 30 m2 gültig nur bis 31.12.11

20000 15000 10000

CHF

5000 0

320 Kubikmeter Gas oder 2700 kWh Strom. Zu aktuellen Energiepreisen gerechnet lassen sich durch die Nutzung der Sonnen­energie pro Jahr 320 Franken (Heizöl, Gas) bis 430 Franken (Strom) einsparen. Auf 25 Jahre gerechnet, ergibt das eine Energiekostenersparnis von 8000 bis 11000 Franken. Je nach Höhe des Förderbeitrages und der einmaligen steuerlichen Entlas­ tung aufgrund der getätigten Investition rechnen sich die Mehrkosten einer Solar­anlage gegenüber einer konventio­ nellen Lösung schneller oder weniger schnell. David Stickelberger erklärt: «Eine thermische Solaranlage läuft mindestens 25 Jahre, in diesem Zeitraum werden die Preise für fossile Energien und auch für Strom mit grösster Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen.» Eine Solaranlage werde sich somit auch bei tiefen Förderbeiträgen in absehbarer Zeit auszahlen.

AG AI AR BE BL BS FR GE GL GR JU LU NE NW OW SG SH SO SZ TG TI UR VD VS ZG ZH FL

info

SolarGrossanlagen: Hotspots Basel und Zug Der Verband Swissolar hat bei den kan­ tonalen Energiefachstellen die Förder­ beiträge für Anlagen mit einer Fläche von 30 und 120 Quadratmetern erho­ ben. Diese Fläche reicht aus, um den jährlichen Warmwasserbedarf von 30, beziehungsweise 120 Personen, min­ destens zur Hälfte zu decken. Für eine 30-Quadratmeter-Anlage lie­ gen dem Rating von Swissolar Inves­ titionskosten von 45’000 Franken zu Grunde. Den mit Abstand höchsten För­ derbeitrag gibt es dafür wiederum im Kanton Basel-Stadt: 20’500 Franken oder 45 Prozent der Investitionskosten. Die Kantone Zug (15’000) und Schaff­ hausen (14’000) folgen auf Platz zwei und drei. In Uri gibt es 10’900 Franken, im Tessin sind es 10’000 Franken, in Glarus 9500 Franken und in Genf 9000 Franken. In den meisten Kantonen be­ wegt sich der Förderbeitrag für diese Anlagengrösse zwischen 8000 und 5600 Franken. Die tiefsten Förderbeiträge gibt es absteigender Rangfolge in AppenzellInnerrhoden (4500), Neuenburg (3500) sowie Appenzell-Ausserhoden und Nid­ walden (3000). Zwischen dem höchs­ ten und dem niedrigsten Förderbeitrag liegt somit ein Faktor 7. 42 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Geradezu extrem sind die Differen­ zen bei einer Grossanlage von 120 Quadratmetern Fläche. Swissolar legte bei der Erhebung für eine solche An­ lage Investitionskosten von 168’000 Franken zu Grunde. Auf der Schweizer­ karte zeigen sich zwei «Hotspots». Die Kantone Basel-Stadt und Zug spielen in einer eigenen Liga. Bei 70’000 Franken liegt der Förderbeitrag in Basel, bei 56’000 Franken in Zug. Das sind 39, beziehungsweise 31 Prozent der Inves­ titionskosten. Davon können Liegenschaftsbesitzer in anderen Regionen am Ende der Skala nur träumen. In Appenzell-Innerrhoden gibt es für diese Anlagegrösse 5000 Franken Förderbeitrag, in Nidwalden ganze 3000 Franken. Zwischen Zug

und dem nicht allzu weit entfernten Nidwalden liegt somit ein Faktor 18. Schlusslicht Nidwalden und Spitzen­ reiter Basel unterscheiden sich gar um den Faktor 23! Erheblich sind die Förderbeiträge mit 40’000 Franken auch im Kanton Schaff­ hausen, der damit auf Platz drei liegt. Knapp über 30’000 Franken sind es in den Kantonen Tessin, Glarus, Genf und Solothurn. In zwölf weiteren Kanto­ nen bewegen sich die Förderbeiträge zwischen 20’000 Franken und knapp 28’000 Franken. In fünf Kantonen sind es 10’000 bis knapp 19’000 Franken. In einzelnen Kantonen wird die Höhe des Förderbeitrags ab einer bestimm­ ten Anlagegrösse individuell beurteilt, was die Vergleichbarkeit erschwert.

Bild: Eric de Lainsecq, Yvorne

8000

Kantonale Förderbeiträge Kompaktanlagen Solarthermie 5 m2 gültig nur bis 31.12.11


rundum solarziegel

Solarziegel sind unauffälliger als herkömmliche Solaranlagen, aber auch etwas weniger leistungsfähig.

Solarziegel:

Wärme und Strom vom Dach TEXT Beatrice Guarisco

D

as System ist einfach: Die Solar­ module werden auf konven­ tionelle Ton-Ziegel montiert. Diese diskrete Integration ge­ nügt auch hohen ästhetischen An­ sprüchen. Auf dem Dach eines Hauses montiert der Dachdecker unter die Ziegel anstelle der horizontalen Holz­ latten hohle Aluminiumprofile. In den Profilen fliesst ein frostsicheres WasserGlykol-Gemisch, das die via Ziegel auf­ genommene Wärme zu einem Warm­ wasserspeicher transportiert. Die Kabel, die den Strom von den monokristal­ linen Photovoltaikmodulen befördern, werden unter den Ziegeln auf die Lat­ tung montiert. Die Solardachziegel sind begehbar. 44 HAUS club MAGAZIN juni 2011

strom, wärme oder beides Das System ist sowohl als Hybrid erhält­ lich – also zur Produktion von Wärme und Strom – als auch einzeln, also nur für Thermie oder Photovoltaik (PV). «Das rein thermische System bedingt jedoch

die Kombination mit einer ErdsondenWärmepumpe, wobei durch den Ertrag an thermischer Energie die Erdsonde entlastet wird», sagt Roland Wittwer, Geschäftführer der Panotron AG. Das Unternehmen aus Worb hat die Solar­ dachziegel entwickelt. Die Marktein­ führung ist für Sommer 2011 geplant. «Die Leistung der PV beträgt zirka 6,5 Watt Peak pro Panel», führt Roland Wittwer aus. Pro Quadratmeter Dach­ fläche gibt dies bei 12 Solarziegeln ein Maximum von zirka 78 Watt Peak elek­ t­rischer Energie und 100 bis 120 Watt thermischer Energie. «Da bei unserem Modul die thermische Energie unter dem Ziegel erzeugt wird, kommt es zu einem Verlust im Ertrag. Insgesamt er­ reichen wir rund 60 Prozent der Energie von konventionellen thermischen Kol­ lektoren», sagt er.

Fotos: zVg

Solardachziegel sind ein neues Teil im Puzzle der erneuerbaren Energien. Das System erzeugt umweltfreundlich und ohne CO2-Emissionen sowohl warmes Wasser als auch Strom – und es unterscheidet sich in der Handhabung kaum von konventionellen Dachziegeln.


experte

solarziegel rumdum

für neubau und sanierung Für wen, respektive für welches Dach eignen sich denn diese Solarziegel? Nicht nur für Neubauten: «Bei einer an­ stehenden Ziegeldach-Sanierung ist es sicher lohnend, sich mit dem System zu befassen, egal ob man nur eine PV oder beides installieren möchte. Sehr geeignet ist es auch, wenn man bereits eine Erdsonde-Wärmepumpe hat, die ersetzt werden muss», erläutert Roland Wittwer. Prüfenswert sei das System überdies bezüglich Rückvergütungen durch die Elektrizitätswerke. Vorteile sieht Roland Wittwer vor allem bei verwinkelten Flächen und Dächern mit Lukarnen und andere Vorsprüngen, weil dieses Solar­ system im Vergleich zu grossflächigen Panels auch kleinflächig montierbar sei. Die Kosten belaufen sich bei einer fertig installierten PV-Anlage auf 7000 bis 8000 Franken pro Kilowatt Peak. Bei einem klassischen Einfamilienhaus mit einem Giebeldach rechne man mit drei Kilowatt Peak. Die Preise für thermische Anlagen seien sehr indi­ viduell. «Sie hängen unter anderem vom bestehenden Wärmegewinnungs-

Solarziegel eignen sich besonders für verwinkelte Dachflächen. System, den gewünschten Leistungen und dem Wärmebedarf ab.»

gute ergänzung Was den Einsatz von Solarziegeln be­ trifft, seien diese als Ergänzung zu den bisherigen Solarsystemen zu sehen, sagt Hansueli Sahli, Leiter Technik beim Verband Gebäudehülle Schweiz. Der

Vorteil der Ziegel sei sicher, dass sie auf nahezu sämtliche Längen und Breiten von Dächern auf Gebäuden eingebaut werden können. Als Nachteil der Ziegel nennt der Verbandsvertreter die gerin­ gere Leistung gegenüber herkömmli­ chen Solarsystemen. Bestimmt dürften die Solarziegel aber dank der flexiblen Einsatzmöglichkeiten bei Bauherren auf zunehmende Akzeptanz stossen.


rundum sanierung

TEXT Michael Greilinger

W

ir bestellen Bücher und DVDs genauso selbstverständlich im Internet wie Lebensmittel, erledigen unsere Bankgeschäfte online, konfigurieren das neue Traumauto zuhause am Computer, und auch die neue Küche lässt sich mittlerweile problemlos in der virtuellen Welt simulieren. Mögen einige dieser Tätigkeiten auch eher als Luxus durchgehen, eins ist ihnen allen gemeinsam: Sie sind enorm praktisch und sparen viel Zeit. Was aber, wenn eine richtig grosse Herausforderung ansteht, zum Beispiel die Sanierung des eigenen Hauses? Und das mit dem Hauptkriterium, Energie zu sparen? Auch dieses Vorhaben lässt 46 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Die Sanierung gratis planen sich seit einigen Monaten virtuell durchspielen auf der Plattform «evalo.ch», die auf der Website des Haus Club Schweiz abrufbar ist.

alle faktoren im blick Das besondere an «evalo» ist, dass das Analyse-Tool mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt, sprich die unterschiedlichsten Faktoren berücksichtigt und somit dem den Hausbesitzer hilft, den Blick auf eine Gesamt­ sanierung zu fokussieren. Zum einen lässt sich mit der Plattform der ak­tuelle energetische Zustand erfassen, inklu­

sive allfälliger schon realisierter Sanierungsmassnahmen. Dabei werden auch der aktuelle Energieverbrauch berechnet und die Emissionswerte dargestellt. Auf dieser Grundlage lassen sich anschliessend Verbesserungen simulieren, sei es bei Gebäudehülle, sei es bei der Haustechnik. Das Tool schlägt eine Auswahl an mögli­ chen Lösungen punkto Dämmung, Fens­ ter und Haustechnik vor und stellt diese in einem dreidimensionalen Modell dar. Doch damit nicht genug: Da derartige geplante Massnahmen nicht nur den Energieverbrauch senken sollen, sondern den Hausbesitzer auch eine schöne Stange Geld kosten, simuliert «evalo»

praktisches hilfsmittel, um eine sanierung zu planen

Bilder: Randall Fung/Corbis, evalo.ch

Das eigene Haus energie­ effizient zu sanieren, ist ein grosses Unterfangen. Mittler­ weile gibt es aber entspre­ chende Hilfsmittel im Internet, mit denen sich die Sanierung virtuell durchspielen lässt.


experte

sanierung rumdum

auch die finanzielle Seite einer möglichen Sanierung. Berechnen lassen sich nicht nur die Investitionen, sondern auch mögliche Fördergelder.

idee aus schaffhausen Laut Angaben der Entwickler berücksichtigt das System auch weitere indivi­ duelle Faktoren wie den Gebäudestandort. Damit lasse sich auch das Potenzial für Solarenergiegewinne berechnen, und zwar für Solarthermie wie auch für Solarstrom. Hat der Hausbesitzer erst einmal alle Simula­ tionen durchgespielt, erhält er zum Schluss eine gebäudespezifi­sche Projektierungs­hilfe, die ihm viele wertvolle Grundlagen für die Planung einer sinnvollen Sanierung liefern soll. Die Idee für die Plattform geht auf das Schaffhauser e-Learning- und Medienentwicklungsunternehmen a2-c AG zurück und wurde von diesem gemein­ sam mit Experten für Bauphysik und erneuerbare Energien der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur ausgearbeitet. Gemäss Informationen auf der Website von a2-c

haben sich in den ersten vier Monaten schon rund 15’000 Online-Nutzer auf der Plattform informiert, und es wurden schon 2’500 individuelle Pro­ jekt­dokumentationen generiert.

industrie-Partner Mit an Bord bei «evalo» sind aber auch Partner aus der Industrie, namentlich drei Unter­­nehmen aus den jeweiligen Bereichen. Für die Sparte Haustechnik die Hoval AG, für den Bereich Fens­ter die Ego Kiefer AG und für die Sparte Dämmung die Flumroc AG. Alle drei Unternehmen gelten als führend im Bereich energie­effizient sanieren und bieten das «evalo»-Tool jeweils auch auf ihren Internet-Seiten an.

bedarf unbestritten

Am Bildschirm lässt sich eine energieeffiziente Sanierung durchspielen. tisch als dringend sanierungsbedürftig – und generell fallen im Gebäudebereich in der Schweiz über 40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2 Emissionen an. Und wenn dank einer Plattform wie «evalo» Hausbesitzer auf bequeme Art und Weise erfahren, was sie unternehmen können und wie viel Energie und längerfristig auch Geld sie sparen können, wäre das mindestens ein Anfang.

Dass ein Bedarf an Sanierungen besteht, ist unbestritten: Rund 1,5 Mil­ - Weitere Informationen: www.haus-club.ch, lio­ nen Häuser in der Schweiz gelten www.evalo.ch, www.hoval.ch, gemäss Angaben des Bundes energe- www.flumroc.ch, www.ego-kiefer.ch


rundum finanzierung

Tiefe Zinsen: Wie lange noch? TEXT Werner Egli

S

eit bald 3 Jahren notieren wir in der Schweiz eine Zeitspanne tiefster Zinsverhältnisse. Nachdem im Frühjahr 2008 erste und deutliche Anzeichen einer Bankenund Finanzkrise spürbar wurden, senk­te die Schweizerische Nationalbank (SNB) ab Herbst 2008 die Leitzinsen auf ein noch nie dagewesenes Niveau. Seit März 2009 liegt das von der SNB angestrebte Zinsziel für den 3-MonateLiborsatz bei 0.25 Prozent. In der Folge führte dies auch zu einem starken Rückgang der Hypothekarzinsen. Die expansive Geldpolitik der Nationalbank – zur Abwendung einer konjunkturellen Abkühlung und der Verhinderung einer Deflation gedacht – hat sich somit auch 48 HAUS club MAGAZIN juni 2011

eindrücklich auf das Hypotheken- und Immobiliengeschäft in der Schweiz ausgewirkt.

viele können profitieren Die tiefen Zinsen brachten und bringen für diejenigen Eigentümer mit Geldmarkthy potheken respektive variablen Finanzierungsmodellen eine rasche Entlastung ihrer Zinsbelastung. Auch Hypothekarschuldner mit Festzinshypotheken können profitieren, wenn sie bei Fälligkeiten eine günstigere Nachfolgefinanzierung abschliessen. Somit steht mehr

Geld für den übrigen Haushalt und für Investitionen zur Verfügung. Auch indirekt wirkt sich die stark ausgeweitete Geldmenge positiv auf den Immobilienmarkt aus. Wäre nämlich die Schweiz in eine längerdauernde Rezession gefallen, so hätten sich die Preise für Wohneigentum rasch negativ verändern können, was für die Eigentümer wie auch für die Banken unliebsame Folgen gehabt hätte. Die Europäische Zentralbank hat nun Anfang April dieses Jahres die Leitzinsen um 0.25 Prozent (von 1 auf neu 1.25 Prozent) erhöht. Dies, um der anziehenden Inflation im Euroraum entgegenzuwirken. Für einen Teil der Euro­

günstige nachfolgehypothek abschliessen

Fotos: Tom Grill/Corbis

Die grosse Frage, die sich Schweizer Hauseigentümer je länger je öfter stellen, lautet: Wie lange verharren die Hypothekarzinsen noch auf dem derzeitigen, tiefen Stand?


experte

finanzierung rundum

länder eine verständliche Handlung. Für andere eine zusätzliche Belas­tung und Verschlechterung der angespannten Rahmenbedingungen. Steigende Zinsen verteuern dort nämlich nebst den Finanzierungskosten auch den Konsum und würgen eine sonst schon schwache Wirtschaftsentwicklung weiter ab. So sind Länder wie Griechenland, Portugal oder Irland über diese und folgende Zinserhöhungen nicht erfreut. Die USA haben ihre Zinsen, mit Entscheid vom 27. April 2011, auf tiefstem Niveau beibehalten. Die Unsicherheiten in Amerika sind aber nach wie vor gross und der Arbeitsmarkt schwächelt weiterhin. Auch am Immobilienmarkt sind noch keine Silberstreifen am Horizont erkennbar.

nach wie vor starke Franken hypothekenberatung wirkt sich zudem hemmend auf die Exportwirtschaft aus. Kostenlose Aus diesen Gründen ist eine Telefonberatung Erhö­hung der Zinsen in der für Mitglieder Schweiz nicht oder noch 043 500 40 50 nicht angesagt. Montag – Freitag, Die Entwicklung der Im­ 10 – 12 Uhr / 14 – 16 Uhr mo­­bilienpreise macht ak­ tuell fast mehr Sorgen und Werner Egli, könnte die Schweizerische Leiter Hypothekenberatung Nationalbank zu einem restriktiven Verhalten bei der Vergabe von Hypothekar­ krediten anhalten. Diese gegen die zu sein und die bekannten Regeln in Banken ausgesproche- Bezug auf Belehnung und Tragbarkeit ne Massnahme wür- genau anzuwenden. ­ de zu einer Dämpfung der Nachfrage führen. vorläufig kein anstieg

«banken tendieren zu steigenden zinsen»

wie reagiert nationalbank? In der Schweiz ist die Inflation mit aktuell 0.8 Prozent noch kein wirkliches Thema. Die konjunkturellen Perspek­ tiven haben sich zwar verbessert, die weiterhin grosse Schuldenproblematik in Europa sowie die Folgen der Erd­beben- und Nuklearkatastrophe in Japan stellen teilweise neue und grosse Gefahrenpotenziale dar. Dank günstigen Importen konnte bisher in der Schweiz eine Erhöhung der Teuerung verhindert werden. Der

drohende immobilien­ blase

Dank der historischen Tiefzinsphase sind Überinvestitionen im Bausektor und eine Ausweitung der Wohneigentumsquote deutlich feststellbar. Die hohe Nachfrage nach Wohneigentum lässt die Preise in Gebieten um Zürich und Genf stark und teilweise ungesund ansteigen. Die Gefahr einer regionalen Immobilienblase ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Die SNB hat bereits vor Monaten den Banken nahegelegt, bei der Vergabe von Hypotheken vorsichtig

Für die nächsten Wochen und Monate sehen wir die Zinsen in der Schweiz aber auf einem nach wie vor tiefen Niveau. Der starke Franken und die geringe Teuerungsrate unterstützen diese Aus­ sage. Bald könnte es jedoch Tatsache werden, dass die SNB interveniert bezüglich Einschränkungen bei der Hypo­ thekenvergabe. Zudem tendieren viele Banken ganz deutlich in Richtung Zinsanstieg und forcieren den Abschluss von mittel- bis langfristigen Hypotheken. Wir empfehlen zurzeit aber weiter­ hin den Abschluss von kurzen Geldmarkthypotheken – dies jedoch mit der Möglichkeit, jederzeit in Festzins­ abschlüsse wechseln zu können.

hypothekenbarometer Trend

3.0 2.5 2.0 1.5 1.0

MAI 09

JUL 09

SEP 09

NOV 09

JAN 10

MÄR 10

MAI 10

JUL 10

SEP 10

NOV 10

JAN 11

MÄR 11

MAI 11

Bei den Angaben handelt es sich um Empfehlungen von Raiffeisen Schweiz. Die Zinssatz- und Kon­ditionengestaltung der einzelnen Raiffeisenbanken kann von diesen Empfehlungen abweichen.

Variable Hypothek

Eine Zusammenarbeit von:

Festhypothek 5 Jahre Libor-Flex-Hypothek 5 Jahre (Basis: 3 Monats-Libor)

juni 2011 HAUS club MAGAZIN 49


rundum do it yourself

do it yourself

Gute Erde dank Kompost Kompostieren im eigenen Garten hat mehrere Vorteile: Auf dem Komposthaufen lassen sich Küchen- und Gartenabfälle entsorgen – und am Ende verfügt man über eine gesunde, nährstoffreiche Erde, um die Bodenqualität zu verbessern.

TEXT Michael Greilinger

50 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Ob Thermokomposter (links) oder Kompostgitter: So entsteht wertvoller Humus für den Garten.

kompostieren. Damit es sich aber wie­ der in schöne, nährstoffreiche Erde und nicht in einen stinkenden Haufen verwandelt, gilt es einige Punkte zu beachten. Das beginnt mit der Standortwahl für den Kompost, idealerweise soll es ein schattiger Platz ohne direkte Son­ neneinstrahlung sein. Als Licht-, Windund Wetterschutz können beispiels­ weise Sträucher dienen. Von Vorteil ist es zudem, wenn der Platz gut erreichbar ist. Zudem sollte der Gärtner abklären, wie viel Platz er überhaupt zum Kom­ postieren zur Verfügung hat, denn da­ von hängt auch ab, für welches System er sich entscheiden will.

verschiedene systeme Die einfachste Variante ist, das zu kom­ postierende Gut einfach auf einen Haufen aufzuschichten – dieser wird auch Kompostmiete genannt – aller­ dings nicht höher als einen bis einein­

halb Meter. Der Vorteil: Fällt saisonal bedingt mehr Material an, lässt sich der Haufen einfach erweitern, sofern dafür genügend Platz vorhanden ist. Im privaten Garten von Herrn und Frau Schweizer sind wohl Kammersys­ teme mit Behältern am gebräuchlichs­ ten. Das kann ein Bretterverschlag mit einer oder mehreren Kammern sein oder einer oder mehrere tonnenartige Behälter aus grobmaschigen Drahtgit­ tern. Mehrkammersysteme haben den Vorteil, dass der angesetzte Kompost nach einigen Monaten in eine neue Kammer umgeschichtet werden kann. Dort soll er nach der umschichtungs­ bedingten Durchmischung weiter rei­ fen, während in der ersten Kammer mit frischem Material ein neuer Kompos­ tierungsprozess, die sogenannte Rotte, in Gang gesetzt werden kann. Wer das Kammersystem perfektionieren will, kompostiert mit drei Kammern: In der dritten lagert jeweils die reife Kompost­­erde bis zur Verwendung im Garten.

Fotos: Coop Bau & Hobby, zVg

S

till und leise gärt und rottet er in unzähligen Schweizer Gär­ ten vor sich hin, der Kompost­ haufen. Und obwohl unzählige Hobbygärtner von seinem Nutzen über­ zeugt sind, halten sich einige Vorurteile hartnäckig: Kompost stinkt und zieht Ungeziefer an. Das allerdings trifft in den seltensten Fällen zu, es sei denn, der Haufen verstösst gegen die elemen­ tarsten Regeln des Kompostierens. Denn Kompostieren ist ein Prozess, wie er in der Natur tagtäglich ge­ schieht, ohne dass unsere Nase davon beeinträchtigt würde. Oder ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie bei einem Waldspaziergang ununterbro­ chen die Nase rümpfen würden? Gerade auf einem gesunden, naturbelassenen Waldboden lässt sich der Prozess vor­ bildlich beobachten: Laub, herunter­ gefallene Äste, aber auch tote Tiere werden von Mikroorganismen sowie Klein- und Kleinstlebewesen nach und nach zersetzt – am Ende des Prozesses entsteht feine, dunkle Walderde, aus der wieder neues Leben gedeiht. Und genau so sollte der Kompostie­ rungsprozess auch im eigenen Garten ablaufen. Ob Rüstabfälle aus der Küche, Schnittgut oder Laub – derartiges orga­nisches Material lässt sich wunderbar


do it yourself rundum

Do it yourself-Anleitung: 1. Material sammeln und vorbereiten Rüstabfälle von Obst und Gemüse, Eierschalen o.ä. zerkleinern; Unkräuter und weiteres, grünes Pflanzenmaterial beispielsweise auf dem Hackstock mit dem Gertel zerkleinern; Äste und Strauchschnitt häckseln – viele Gemeinden bieten einen Häckseldienst an; zum Sammeln von Küchenabfällen eignen sich die handelsüblichen Kompostkessel, diese regelmässig leeren. 2. Material gut durchmischen Wenn das Material auf den Komposthaufen gebracht wird, für eine gute Durchmischung

sorgen: strukturarmes, feuchtes und nährstoffreiches Material (Rüstabfälle, grüne Gartenabfälle, Rasenschnitt) mit strukturreichem, trockenem und nährstoffarmem Material (gehäckseltes Holz, Nussschalen, Tannenzapfen) mischen. 3. Kompost pflegen Dazu gehört das regelmässige Umsetzen des Materials, so behält der Kompost eine lockere Struktur, wird mit genügend Sauerstoff versorgt, und die Feuchtigkeit wird optimal verteilt. Bei Bedarf mit Wasser nachfeuchten oder – wenn zu feucht – mehr trockenes Mate­ rial beigeben.

würmer müssen kommen Unabhängig vom gewählten System ist zu beachten, dass der Kompost direkten Kontakt mit dem Erdboden hat, damit Mikroorganismen und Würmer den Weg in den Kompost finden und der Prozess überhaupt starten kann. Wer ganz neu mit Kompostieren beginnt, kann den Haufen auch impfen, entwe­ der mit ein paar Schaufeln Gartenerde, reifem Kompost oder auch mit handels­ üblichen Kompoststarterzusätzen. Für weniger geduldige Gärtner emp­ fiehlt sich der Einsatz eines Thermo­ komposters. Die entsprechenden Behäl­ ter verfügen über isolierte Wände. Beim Kompostieren entstehen Temperaturen von rund 40° C, im isolierten Thermo­ komposter fallen diese entsprechend höher aus, was den Prozess natürlich beschleunigt. Während bei der her­ kömmlichen, offenen Kompostierung der Reifeprozess sechs bis neun Monate dauert, braucht der Thermokomposter dazu nur einige Wochen.

material gut mischen Generell spielt die Struktur und die Qua­ lität des zu kompostierenden Materials eine grosse Rolle. Gröberes Material wie Schnittgut von Bäumen oder Sträuchern

4. Reife prüfen Wenn der Kompost aus stabilen, lockeren Krümeln besteht, ist er in der Regel reif zur Verwendung. Die Reife lässt sich u.a. mit dem Kressetest prüfen: Wenn in der Komposterde nach 7 Tagen gleich viel Kresse keimt wie in einem Vergleichssubstrat, ist der Kompost reif. 5. Mit Komposterde düngen Wie alle Dünger soll auch Kompost mit Mass angewendet werden, in der Regel nicht mehr als 4 Liter pro Quadratmeter und Jahr. Den Kompost nur oberflächlich anwenden und in die oberste Bodenschicht einharken.

wird klein gehäckselt. Aber auch für Rüstabfälle u.Ä. gilt: je kleiner, desto bes­ ser. Zudem ist auf eine gute Mischung der verschiedenen Materialien zu ach­ ten. Zur Pflege des Komposts gehört auch der richtige Feuchtigkeitsgehalt: In der Anfangsphase soll trockenes Mate­ rial (Laub, Stroh, Äste) befeuchtet wer­ den, in der zweiten Phase ist darauf zu achten, dass der Kompost nicht zu nass wird, daher sollte der Haufen mit einem Regendach abgedeckt werden. Eine Ein­ lage schützt zudem vor Abkühlung und Austrocknung durch Wind.

tipp

Was auf den Kompost gehört…

Alle Arten von Küchen- und Gartenabfällen wie Obstreste, Rüstabfälle, Kaffeesatz, Eier­schalen (stark zerkleinert und nicht zu viel), Rasenschnitt (nur kleinste Mengen), zerkleinertes Holz, Laub, Kleintierstreu, Hühnermist.

...und was nicht Kunststoffe, Metalle, Glas, Steine, Öle und Fette, Farbrückstände, Fleisch, tote Tiere, Samen- und Wurzelunkraut, kranke Pflanzen, Katzen- und Hundekot, Katzenstreu, Vogelsand, Asche, Chemikalien aller Art.

Materialliste Kompostsilo, 3-mm-Draht, verzinkt, 100 × 100 cm, Fr. 39.90 Kompostgitter-Abdeckplane mit Randösen und Spannfedern, Durchmesser 1.2 m, Fr. 19.90 Spannfeder, Metall 12 cm, Fr. 9.90 Bio Komposter 2.5 kg, Fr. 12.50 Kompost Belüftungsrohr, Kunststoff, Fr. 19.90 Kompostereinlage, Windhager, 1.75 × 1.2 m, 3 Stück, Fr. 11.90 Thermokomposter Stoeckler, 450 l, rasche Kompostgewinnung dank isolierenden Doppelwänden, 82 × 82 × 94 cm, Fr. 169.– Bio-Komposter Streudose, Fr. 13.90 Kompost-Aktivator Oecoplan, Fr. 19.90 Bio Komposter, Fr. 12.50 Eine Zusammenarbeit von:

Alle Produkte sind in den Coop Bau+HobbyVerkaufsstellen erhältlich.

Umstritten Papier: Einige Kompostberater befürworten das Kompostieren von unbedrucktem, unbehandeltem Papier, andere sprechen sich dagegen aus; Zitrusfrüchte: Einige Berater sehen kein Problem im Kompostieren von zerkleinerten Orangen- oder Zitronenschalen, andere raten davon ab. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kompostberatung.ch oder www. kompost.ch, dort finden sich auch viele Adressen von Kompostberatern in der ganzen Schweiz. Viele nützliche Tipps gibt es auch im Fachhandel oder im Buch «Mein Garten – biologisch und naturnah» des Vereins Bio­ terra (erhältlich unter www.bioterra.ch) juni 2011 HAUS club MAGAZIN 51


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HAUS CLUB RATGEBER

Die Eigentumswohnung – ein unbekanntes Wesen?

Bild: Ralph Richter/Arcaid/Corbis

Stockwerkeigentum ist vielleicht die Wohnform der Zukunft. Erstaunlich darum, wie wenig bekannt selbst die wichtigsten Zusammenhänge sind.

D

er Siegeszug der Eigentumswohnung könnte kaum eindrücklicher sein: Nachdem Mitte der 60erJahre die gesetzlichen Grundlagen (vor allem Art. 712a ff. ZGB) in Kraft traten,

TEXT Beratungszentrum

dauerte es zwar einige Zeit, bis die Auswirkungen sichtbar wurden. Doch umso dynamischer stieg ihr Anteil am Wohneigentum ab den 90er Jahren an. Eine Umfrage des Haus Club Schweiz belegt, dass


ratgeber B U L C S U HA heute die meisten EFH-Besitzer planen, auf das Pensionierungsalter hin eine Eigentumswohnung anstelle des EFH zu erwerben. Hinzu kommen jüngere Haushalte, die sich schon ab Beginn für diese Wohnform entscheiden. Dies besonders an Standorten, wo ein «klassisches» Eigenheim, womöglich noch freistehend, für den Mittelstand so gut wie unerschwinglich geworden ist – also an städtischen oder stadtnahen Lagen oder in begehrten Seegemeinden und/oder «Steueroasen». Hier ist die Eigentumswohnung die einzige wirtschaftlich tragbare Alternative.

Ökologische Vorteile … Eigentumswohnungen können als Teile eines Mehrfamilienhauses, aber auch als Terrassenhäuser oder sonstiges «vertikales Stockwerkeigentum» konzipiert sein. All diesen Formen ist gemeinsam, dass grosse Synergie-Potenziale genutzt wer­den können. Thomas Kasahara vom Beratungszentrum Haus Club Schweiz formuliert es so: «Gemeinschaftliche Anlagen und Gebäudeteile wie Heizung, Tiefgarage, Treppenhaus/Lift usw. erhöhen die Effizienz einer Wohnüberbauung und senken – Stichwort ‹verdichtetes Bauen› – den Bodenverbrauch. Insofern ist Stockwerkeigentum auch eine sehr nachhaltige Wohnform.»

… sind auch ökonomische Vorteile Langfristig betrachtet, bringt eine Eigentumswohnung also ein interessantes «Kosten-Nutzen-Verhältnis» und einen guten «ökologischen Fussabdruck». Doch wie steht es mit den kurzfristigen, finanziellen Aspekten? Bei modernen Bauten ist die Situation eindeutig: «Verglichen mit herkömmlichem Wohneigentum bietet eine Eigentumswohnung, wenn nicht spezifische Probleme vorliegen, wirtschaftlich ganz klar nur Vorteile: Die Nebenkosten sind pro Quadratmeter Wohnfläche geringer und man hat die Möglichkeit, den Wohnungsschlüssel zu drehen und ein halbes Jahr auf Weltreise zu gehen, ohne sich um etwas kümmern zu müssen», sagt dazu Jan Prager vom Beratungszentrum Haus Club Schweiz. Und bei älteren Gebäuden? «Hier gibt es leider öfters Sorgenfalten. Nachträglich zu Stockwerkeigentum umgewandelte ehema­ lige Mietshäuser lassen punkto Privatsphäre meist zu wünschen übrig (z. B. schlechter Schallschutz, keine eigene Waschküche usw.). Eine überforderte Verwaltung, oftmals sogar in laienhafter Eigenregie, erhöht das Konfliktpotenzial zusätzlich. Erbitterte, jahrelange Rechtsstreitigkeiten sind die Folge und beeinträch­ tigen natürlich auch die Wohnqualität der einzelnen Eigentümer ganz generell», ergänzt Prager.

Komplizierte Rechtsgrundlagen Während die Eigentumsverhältnisse an einem EFH normaler­ weise denkbar einfach geregelt sind, verhält es sich beim Stockwerkeigentum anders: Die gesetzlichen Grundlagen finden sich in Art. 712a ff. ZGB, zudem gilt ergänzend auch das Miteigentumsrecht (Art. 646 ff. ZGB) und teilweise das Vereinsrecht (Art. 60 ff. ZGB). Von diesen gesetzlichen Grundlagen kann, soweit sie nicht zwingend sind, abgewichen werden. Dies ist bei der konkreten Ausgestaltung des Stockwerk­ eigentums fast immer der Fall; im Begründungsakt und im

Reglement der Stockwerkeigentümer werden die für den Alltag wichtigen Vorschriften aufgestellt. Eine weitere wichtige Grundlage bilden die Beschlüsse der Stockwerkeigentümerversammlung, soweit sie im Rahmen von Gesetz und Reglement möglich bzw. verlangt sind.

Versammlung und Verwaltung Zwei «Reizworte» beim Stockwerkeigentum sind häufig die Versammlung (der Stockwerkeigentümer) und die Verwaltung. Die Versammlung findet in der Regel einmal jährlich statt. Das Gesetz sieht für das Stockwerkeigentum eine «Versammlungs­ demokratie» vor, zu welcher es im Prinzip keine Alternative gibt.

info

Die häufigsten Problemfelder im Stockwerkeigentum

Beim Kauf: Ungenügende Abklärungen/Informationen über latente Kosten (z. B. Sanierungsbedarf bei älteren Gebäuden) oder bei Neubauten (Kauf ab Plan) fehlendes Ver­ ständnis der umfangreichen vertraglichen Grundlagen. Abgrenzungsfragen: Kompetenzen und Kostentragung bezüglich Teilen im Sonderrecht bzw. im gemeinschaft­ lichen Eigentum führen oft zu Diskussionen. Ebenfalls die Abgrenzung bei ausschliesslichen Benutzungsrechten. Verwaltung: Vor allem Interessenkonflikte bei Selbstver­ waltung (d. h. durch einen der Eigentümer) oder bei der Verwaltung von Neubauten durch eine vom Verkäufer/GU eingesetzte Verwaltungsfirma. Versammlungsdemokratie: Korrekte Einladung/Traktan­ dierung, Beschlussfassung und Protokollierung geben oft zu reden. Bei gröberen Fehlern riskiert man Rechtsstreitig­ keiten oder die Wiederholung der Versammlung. Kostenverteilung: Die Verteilung und Verbuchung der Kosten muss den rechtlichen Gegebenheiten und Grundlagen entsprechen, somit nicht nur «in sich» stimmen. Begründungsakt, Reglement, zwingendes Gesetzesrecht und Versammlungsbeschlüsse müssen auch bei der Buchhaltung konsequent berücksichtigt werden. Bauliches/Sanierungen: Bei neuen Gebäuden werden oft die Garantiefragen bei den gemeinschaftlichen Teilen ver­ nachlässigt. Bei älteren Gebäuden herrscht häufig Uneinigkeit über grössere Sanierungen (z. B. Flachdach, Fassaden, Lift). Ältere Gebäude können ferner bei ungünstiger Anlage (wenig Autonomie bei der Nutzung, schlechte Schalldämmung usw.) das Zusammenleben erschweren. Erscheinungsbild und Struktur: Häufig wird ausser Acht gelassen, dass diese Punkte zwingend in die Kompetenz der Gemeinschaft fallen. Für Veränderungen braucht es daher immer einen Versammlungsbeschluss.


Juni 2011

Damit wird eben auch ein Nachteil offenkundig bei der Eigentumswohnung: Man ist nicht «Alleinherrscher». Korrekte Einladung und Durchführung der Versammlung (Beschlussfassung, Protokoll usw.) sorgen immer wieder für Ärger und Beratungs­bedarf. Das diesbezügliche «Management» obliegt nach Gesetz und evtl. Vertrag dem «Verwalter», wobei dies oft eine Firma sein wird. Obwohl das Stockwerkeigentum heutzutage aus dem schweizerischen Immobilienalltag nicht mehr wegzudenken ist, scheinen viele Verwaltungen mit der Aufgabe überfordert zu sein. (Vgl. die Problem-Übersicht in der Box auf Seite 54.)

Hoher Beratungsbedarf

bessere Lösungen zu ermöglichen. Art. 712f ZGB (Zerstörung des Gebäudes usw.) ist unvollständig gefasst und sollte dahin­ gehend geändert werden, dass sinnvolle Neuüberbauungen, natürlich unter Wahrung der finanziellen Eigentümerrechte, nicht unnötig erschwert werden», so der Präsident des Haus Club Schweiz, Nationalrat Filippo Leutenegger, Zürich.

Ferienwohnungen Bei Ferien-Immobilien liegt es auf der Hand, diese auf den nur zeitweiligen Bedarf abzustimmen und sich somit für ein «kleines Kuchenstück», also z. B. eben eine Eigentumswohnung, zu entscheiden. Die Probleme nehmen aber in diesem Zusammenhang nicht ab, sondern eher zu: Lokale Eigentümer, oft mit der Verwaltung «verbandelt», sorgen dafür, dass die Kostenverteilung möglichst zulasten der der «Unterländer und Touristen» geht. Katja Schatt, Juristin beim Haus Club Schweiz: «Käufer von Ferienimmobilien verhalten sich oft etwas irrational und unterzeichnen Verträge ‚in Ferienstimmung‘. Dies rächt sich später häufig. Professionelle Beratung ist auch hier unbedingt zu empfehlen.»

Im Beratungszentrum Haus Club Schweiz sind Anfragen zum Stockwerkeigentum überproportional vertreten. «Die Gründe dafür liegen auf der Hand», kommentiert dessen Leiter Lukas Kramer: «So einfach und effizient die Eigentumswohnung für den einzelnen Eigentümer auch scheinbar zu handhaben ist: Bei Verwaltung und Buchhaltung, bei der Versammlungs-Durchführung und bei der Mängelbehebung (Neubauten/Kauf ab Plan) hinkt die Praxis der Theorie weit nach. Die Leute werden oft nach Strich und Faden betrogen und wissen nicht, was zu tun wäre. Bis sie es gemerkt haben, sind die einschlägigen Fristen längst verstrichen.» Dienstleistungen zum Stockwerkeigentum

Beratungszentrum Haus Club Schweiz

Auch ungelöste Fragen

Begründung von Stockwerkeigentum/ Umwandlung in Stockwerkeigentum

Bild: Ralph Richter/Arcaid/Corbis

Rechtsberatung und Konfliktlösung im Stockwerkeigentum generell

Obwohl das Stockwerkeigentum sich trotz allem als eigentliches Erfolgs­ modell erweist, gibt es viele ungelöste Fragen. Ältere Überbauungen im Stockwerkeigentum an guter Lage können z. B. praktisch nicht durch bessere, grössere und ökologischere Gebäude ersetzt werden, wenn nicht ein einstimmiger Beschluss aller Eigentümer vorliegt. «Der Gesetzgeber ist hier gefordert,

Schätzung von Stockwerkeigentum (Eigentumswohnungen) Verkauf von Stockwerkeigentum Käuferberatung (Altbauten und Kauf ab Plan) Verwaltung von Liegenschaften im Stockwerkeigentum inkl. Liegenschaftenbuchhaltung Steuerberatung Stockwerkeigentum/ Koordination Verkauf bestehender Liegenschaft und Erwerb Stockwerkeigentum

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ratgeber B U L C S U HA Stockwerkeigentum als Anlageobjekt? Nachdem seit vielen Jahren Anlageobjekte wie Mehrfamilienund Geschäftshäuser an guter Lage nur noch zu sehr hohen Preisen zu haben sind, werden nicht selten Eigentumswohnungen als (erschwinglichere) Kapitalanlage erworben. Dies kann sinnvoll sein, wenn die Wohnung eine gute Vermietbarkeit aufweist und nicht mit überraschendem Zusatzaufwand (z. B. Sanierungskosten) zu rechnen ist. Bei der Vermietung ist allerdings zu beachten, dass nicht einfach die von der Verwaltung erhobenen Beiträge 1 zu 1 an den Mieter weitergegeben werden dürfen. Denn hier sind Positionen enthalten, welche gemäss Mietrecht nicht nebenkostenfähig sind (z. B. Gebäudeversicherungsanteil, Anteil Verwaltungs­ honorar Stockwerkeigentum usf.). Ferner sollte ein Mieter, falls im Stockwerkeigentum eine besondere Hausordnung beschlossen worden ist, auf diese im Miet­vertrag verpflichtet werden, denn sonst gilt sie für ihn nicht.

Pensionierung und Eigentumswohnung Es scheint sich fast zum Normalfall zu entwickeln, dass EFHBesitzer im Hinblick auf den «dritten Lebensabschnitt» ihr Haus verkaufen und sich stattdessen für eine Eigentumswohnung entscheiden. Die Gründe liegen auf der Hand: EFH sind praktisch nie alters- bzw. behindertengerecht (Treppen). Ausserdem liegen

sie oftmals etwas abseits, was in jüngeren Jahren kein Problem ist, aber mit eingeschränkter Mobilität im Alter zu einem solchen werden kann. Wer diesen Schritt plant, sollte sich frühzeitig damit befassen und unter anderem die Fragen klären, mit welchem Erlös er für sein Haus rechnen kann (Schätzung) und wie die Steuerfolgen (Grundstückgewinnsteuer, evtl. Aufschub derselben unter bestimmten, engen Voraussetzungen) ausfallen. Sonst kann es bei der Umsetzung zu bösen Überraschungen kommen.

Liegenschaft umwandeln in Stockwerkeigentum Gerade an relativ teuren, z. B. städtischen Lagen kann die Umwandlung eines bestehenden MFH in Stockwerkeigentum interessant sein. Die Anforderungen sind theoretisch recht einfach, indem zum Beispiel bestehende Mietwohnungen ohne weiteres in Stockwerkeigentum wandelbar sind. Die Gefahr ist jedoch, dass bei der Ausscheidung von Sonderrechten oder ausschliesslichen Benutzungsrechten zu wenig an das spätere Funktionieren gedacht wird. Auch die Festlegung der Wertquoten (Art. 712e ZGB) und die Formulierung eines zweck­mäs­sigen Reglements (Art. 712g ZGB) müssen im Voraus genau bedacht sein. Ist das Stockwerkeigentum einmal begründet, wozu es der öffentlichen (notariellen) Beurkundung und des Grundbucheintrags bedarf, sind Anpassungen nur noch erschwert möglich. Denn bekanntlich verderben zu viele Köche den Brei…


juni 2011

KOSTENLOSE HOTLINE Auch für Nichtmitglieder steht unsere kostenlose Hotline am Dienstag, 31. Mai und am Mittwoch 1. Juni 2011, jeweils von 10:00h bis 12:00h sowie von 14:00h bis 16:00h zur Verfügung. Kurze, präzise Fragen können, unter Angabe von Name und Wohnsitzadresse, auch per E-Mail gestellt werden an: rechtsdienst@haus-club.ch sowie

043 500 40 50 beratung@haus-club.ch Bitte möglichst Telefonnummer angeben, wo Sie zu Bürozeiten erreichbar sind. Postadresse: Beratungszentrum Haus Club Schweiz, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich, Fax: 043 500 40 59 Bearbeitung erfolgt nach Reihenfolge des Eingangs. Kurze und klare Fragen werden prioritär erledigt.

Es beraten Sie:

lic. iur. Lukas Kramer Beratungszentrum Leiter

lic. iur. Jan Prager Geschäftsleitung Beratungszentrum

lic.iur. LL.M. Katja Schatt Rechtsdienst

lic. iur. Thomas Kasahara Geschäftsleitung Beratungszentrum

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HAUS CLUB

ratgeber

Hypothek

Ist ein Ausstieg aus einer Festzins­ hypothek sinnvoll? Franz J. aus Schaffhausen: «Im Mai 2008 habe ich eine Festzins­hypothek über Fr. 750’000 auf 8 Jahre fest zu 4.15% abgeschlossen. Nun möchte ich gerne aufgrund der tiefen Zinsen aus diesem Vertrag aussteigen. Meine Bank spricht nun von einer Vorfälligkeitsentschädigung, die bei einer Vertragsauflösung zu zahlen ist. Eine horrende Summe die mir auferlegt würde. Wieso muss ich eine solche Entschädigung zahlen, wenn ich ja einen neuen Vertrag mit der gleichen Bank abschliessen würde?» Wenn Sie die nun beschriebene Hypothek nach einer Laufzeit von erst drei von acht Jahren auflösen, dann rechnet die Bank dieses Geschäft ab und legt das zu früh zurückbezahlte Kapital für die Restlaufzeit von 5 Jahren am Markt an. Für diese Anlage erhält die Bank zurzeit rund 1.7%. Werner Egli, Die Differenz auf den Vertragszins von Leiter 4.15%, also 2.45%, wird Ihnen nun als HypothekenEntschädigungszahlung verrechnet. Die beratung Bank hat ja ursprünglich damit gerechnet, dass Sie den Vertrag über acht Jahre erfüllen werden. Bei einer Hypothek von Fr. 750’000 sind dies rund Fr. 90’000. Falls Sie nun bei der gleichen Bank einen neuen Vertrag abschliessen, dann kann sicher über diese Summe nochmals «intensiv» diskutiert werden. Eine vorzeitige Auflösung lohnt sich in Ihrem Fall nur, wenn Sie auf eine Geldmarkthypothek wechseln und die tiefen Zinsen auch bis auf weiteres Bestand haben. Die Vorfällig­ keitsentschädigung kann zudem in gewissen Kantonen steuerlich abgesetzt werden. Dies ist in die Gesamtbetrachtung mit­ einzubeziehen.

MIETWESEN/VERWALTUNGSKOSTEN

Was kostet die Verwaltung eines mittleren MFH?

lic.iur. Lukas Kramer, Leiter Beratungszentrum

Für die umfassende Verwaltung einer Mietliegenschaft sind in der Branche jährliche Pauschalhonorare üblich. Meistens werden sie exklusive MWST vereinbart und auf die Jahres-Sollmiete (netto, manchmal auch brutto – also mit Nebenkosten) bezogen. Üblich sind meist 4 bis 6 % einer Jahres-Sollmiete. Wenn Ihre massgeb­ lichen Mieteinnahmen z.B. Fr. 150’000 im Jahr betragen und 5% wie beschrieben als Verwaltungshonorar vereinbart wurden, beträgt das Honorar pro Jahr Fr. 7’500.–, zuzüglich MWST sind es dann im ganzen Fr. 8’100.–. Es kann sich aber lohnen, die Verwaltung nur teilweise extern zu geben. Die Verwaltungsfirma nimmt dann nur bestimmte Auf­ gaben (z.B. Anlaufstelle für Mieter und Dritte, Tätigkeiten wie Neuvermietung usw. bei Bedarf) wahr. Dies ist meist erheblich günstiger, wird aber nicht von allen Firmen angeboten (vom Beratungszentrum Haus Club Schweiz allerdings schon). Die Verwaltungskosten können Sie nur mit Bezug auf die Neben­ kostenabrechnungen auf die Mieter überwälzen, sofern die Neben­ kosten nicht pauschal abgerechnet werden oder inklusive vereinbart sind. Üblich sind hier 3 bis 4% des Betrages der jeweiligen, jährlichen Nebenkostenabrechnung. Oft wird dieser Kostenanteil aber direkt von der Verwaltungsfirma in Rechnung gestellt. Die übrigen Verwaltungskosten sind auf alle Fälle nicht überwälzbar und müssen mit dem Nettomietzins gedeckt werden.

HAUSKAUF/RESERVATION

Sind Vorverträge und Reservationen sinnvoll? lic.iur. Thomas Kasahara, eidg. dipl. ImmobilienTreuhänder und Mediator FH/SDM

Beat M. aus der Region Zürich: «Wir kaufen ein grösseres Einfamilienhaus und haben für unser bisheriges 4.5-Reiheneinfamilienhaus nun einen Käufer gefunden. Das neue Haus können wir erst in 6 Monaten beziehen. Sollen wir einen Reservationsvertrag aufsetzen? Haben Sie ein Muster?»

Reservations- bzw. Vorverträge entsprechen zwar einem Bedürfnis, sind aber aus verschiedenen Gründen mit Vorsicht zu geniessen. Beim Grundstückkauf verlangt

Familie K. aus Muttenz: «Wir haben ein MFH geerbt und möchten es einer externen Verwaltung übergeben. Mit welchen Kosten muss man da ungefähr rechnen? Dürfen wir die Kosten den Mietern belasten?»

das Gesetz für Verträge, die den Kaufpreis nennen – und das wird wohl immer der Fall sein – die Form der öffentlichen (nota­ riellen) Beurkundung, sonst ist die Verein­

barung ungültig (vgl. Art. 216 OR). Gerade diese Form soll aber mit dem Reservationsoder Vorvertrag, weil scheinbar «einfacher», meistens vermieden werden. Im ungünstigs­ ten Fall überlegt es sich der Käufer anders und will sein evtl. angezahltes Geld zurück, oder der Verkäufer fühlt sich nicht daran gebunden. Wir empfehlen Ihnen daher vielmehr, den Kaufvertrag rechtsgültig (also notariell beurkundet) abzuschliessen und dies mit einer Anzahlung von 5 – 10% des Kaufpreises zu verbinden. Den Vollzug (Eigentumsübertragung und Bezahlung Restkaufpreis) können Sie ohne weiteres in ein späteres Zeitfenster legen und so das Ganze optimal mit Ihrem Umzug etc. koordinieren.


juni 2011 ERBRECHT

Die Erbausschlagung ist nicht beliebig möglich. Die «Einmischung» in den Nach­ lass kann gefährlich sein. lic.iur. LL.M. Katja Schatt, Rechtsdienst

Frau M. aus Küsnacht: «Vor 2 Monaten ist unsere Mutter verstorben. Im Nachlass ist auch eine Eigentumswohnung, welche bis vor Kurzem noch vermietet war. Als erste Amtshandlung nach dem Todesfall haben meine Schwester und ich dem Mieter gekündigt, da wir davon ausgegangen sind, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt selber einziehen werden. In einem Kellerraum, der nicht vermietet war, hatte es verschiedene Antiquitäten, die wir zur Sicherheit an uns genommen haben, denn wir sind die einzigen Erben. Nun haben wir uns entschieden, das Erbe auszuschlagen, weil sich unser Verdacht, dass unsere Mutter verschuldet war, bestätigt hat. Gestern haben wir von der zuständigen Behörde ein Schreiben erhalten, indem uns eröffnet wurde, dass die Ausschlagung nicht mehr möglich ist, da wir uns bereits in die Erbschaft eingemischt haben. Ist das rechtens?» Gesetzliche wie eingesetzte Erben haben dem Grundsatz nach das Recht, ein ihnen zugefallenes Erbe auszuschlagen (Art. 566 Abs. 1 ZGB). Dieses Recht verwirkt jedoch, wenn die Ausschlagung nicht innert 3 Monaten bei der zuständigen Behörde erklärt wurde oder wenn sich die Erben während

kung einen Einmischungs- oder Annahme­ willen des Erben voraussetzt, ist in Lehre und Rechtsprechung immer noch strittig. Die gleiche Konsequenz, nämlich die Ver­ wirkung des Anspruchs zur Ausschlagung der Erbschaft, hat die Aneignung resp. die Verheimlichung von Erbschaftssachen. Zu­ min­ dest was die erwähnten Antiquitäten betrifft, erscheint die Ausschlagung in Ihrem Fall wohl leider nicht mehr möglich.

dieser Frist bereits in den Nachlass «ein­ gemischt» haben – so der Wortlaut des Gesetzes in Art. 571 Abs. 2 ZGB. Darunter versteht man die Betätigung eines Erben in Bezug auf den konkreten Nachlass, die über unumgängliche Erhaltungshandlungen hin­ aus geht. Ob diese zweite Art der Verwir-

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Was tun gegen Feuchtigkeit? Frau S. aus Chur: «Ich wohne in einem älteren gutunterhaltenen Haus, das aber im Keller immer Feuchtigkeitsprobleme aufweist, so dass kaum Kleider oder Haushaltgegenstände gelagert werden können. Was kann ich dagegen unternehmen?» lic. oec. Filippo Leutenegger, Präsident HAUS CLUB SCHWEIZ

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Liebe Frau S., grundsätzlich gibt es verschiedene Ur­ sachen für die Feuchtigkeit. Die eine mögliche Ursache ist Bergdruck, also Wasser das durch die Wände in den Keller dringt, und deshalb sind die Wände so feucht. Die beste, aber aufwendigste Methode ist es, die Ursache mit der Isolation der Aussenwand zu beheben, also abgraben und isolieren. Oft ist aber diese Methode zu teuer oder baulich ganz einfach nicht möglich. Auf der Innenseite kann man aber die feuchte Wand mit Kunstharz so gut abdichten, dass sich das Wasser einen anderen Weg sucht. Zusätzlich kann man die feuchten Wände mit einem Sanierungsputz isolieren. Allerdings ist das Wasser unberechenbar und solche Innen­ isolierungen können mehr oder weniger erfolgreich und kompliziert sein. Die zweite mögliche Ursache ist kapillarer Druck aus dem Boden. Die Feuchtigkeit steigt aus dem Erdreich nach oben in Boden und Wände bis 1 bis 1,5 Meter hoch. Auch in diesem Fall lohnt sich eine grundlegende Sanierung, also abgraben, eine neue Betonplatte, und danach eine gute Isolation mit neuem Bodenbelag. Die Wände kann man ebenfalls mit Injektio­ nen abdichten, sofern die Betonqualität gut ist. In jedem Falle sollte man für solche Arbeiten ein spezialisiertes Bauunternehmen zu Rate ziehen.

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Jeder einzelne Stab ein Unikat – Swiss made

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Jeder einzelne Gartenzierstab ist ein Unikat und kann als Zier- und Dekorationsstab in Kübeln, im Garten oder freien Gelände einzeln oder in Gruppen platziert werden. Die vielfältigen Farben stehen im Einklang mit der Natur und setzen fröhliche und farbige Akzente. Die Gartenzierstäbe können auch als praktische Rank- und Stützhilfen für Blumen, Gemüse, etc. eingesetzt werden. Der Fantasie beim Einsatz der Stäbe sind keine Grenzen gesetzt. Als Gruppe stellen sie eine Augenweide dar – Frühlingsgefühle das ganze Jahr. Die Farblichtechtheit liegt bei 3 – 5 Jahren. Die Stäbe können auf jede beliebige Länge zugeschnitten werden. Versandkosten Fr. 15.–

Gartenzierstab 100 cm Leserpreis CHF 16.– statt CHF 18.50

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Mit dem Schlauchwagen «Comfort easyRoll» giessen Sie bequem und ohne schmutzige Hände Ihren Garten. Der Schlauchwagen ist bereits komplett ausgestattet mit 20 Meter Classic SkinTech-Schlauch (1/2“), der stufenlos einstellbaren Regulierspritze sowie drei Schlauchstücken, einem Wasserstopp sowie Hahnstücken mit verschiede­ nen Gewindegrössen. Sie sind komplett ausgestattet für die lückenlose Verbindung vom Wasserhahn über den Schlauch bis zur Spritze. Besonders komfortabel ist die mitlaufende Schlauchführung oberhalb der Schlauchtrommel (Schlauch wird gleichmäs­ sig aufgerollt). Da Sie nur die Kurbel an der Schlauchtrom­ mel betätigen, bleiben Ihre Hände sauber. Damit sich der Anschlussschlauch beim Auf- und Abrollen nicht mitdreht, ist die Anschlussachse drehbar gelagert. Die grossen Räder erlauben ein bequemes Führen, auch über Unebenheiten. Ein integrierter Nachtropfstopp verhindert, dass beim Trans­port oder nach Gebrauch des Schlauchwagens noch Wasser ausläuft. 2 Jahre Garantie. Versandkosten Fr. 20.– Leserpreis: CHF 127.– statt CHF 169.– Mitglieder Haus Club Schweiz: nur CHF 118.–

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Bestellschein abtrennen und einschicken an: Haus Magazin, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich Bestellung per Telefon: 043 500 40 40. Im Internet unter www.haus-club.ch/spezialangebote

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Gartenzierstäbe (Mindestbestellmenge 3 Stk.) Schlauchwagen «Comfort easyRoll» Kofferset «Polycarbonat» Mekong-Dining Opera Lounge

Anzahl 100 cm

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150 cm

Für die Absprache der Lieferung Mekong-Dining & Opera Lounge benötigen wir Ihre Mobile-/Telefonnummer (tagsüber) Ich will ein Jahr lang für nur CHF 45.– Mitglied im HAUS CLUB SCHWEIZ werden Zutreffendes bitte ankreuzen

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Kochen, Grillieren, Braten mit dem kompakten «3 in 1» Ein herzhaftes Frühstück, schnelles Mittagessen oder schmackhaftes Abendessen? Und das alles draussen in der Natur mit geringstem Materialaufwand? Wer es gerne kompakt und doch vielseitig hat, wird am neuen «3 in 1 Grill» von Campingaz®seine helle Freude haben. Mehr Leistung auf so wenig Raum ist fast nicht möglich. «3 in 1» bedeutet Kochen, Grillieren und Braten auf einem multifunktionellen Gerät. Im Nu ist das Gerät mit einem Topfkreuz, einem antihaftbeschichteten Grillrost oder einer Kontaktgrillplatte ausgerüstet. Ein einfaches Picknick oder ein Camping-Aufenthalt wird so schnell zu einem Festschmaus. Dank dem kompakten Design lässt sich der «3 in 1 Grill» einfach transportieren und in Betrieb nehmen. Das Easy Clic® Plus-System gewährleistet eine sichere und einfache Hand­ habung bei der Montage der Campingaz®-Ventilkartuschen. Für eine gleichmässige Hitze sorgt der 1500 W-Brenner. Dazu verhindert der Deckel unnötigen Energieverlust. Auch die Reinigung und Pflege gestaltet sich bei «3 in 1» dank entfernbarer Fettauffangschale äusserst einfach. Und wenn sich die Grill-Party dem Ende neigt, ist der «3 in 1 Grill» schnell wieder verstaut. So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer 0901 000 274 (Fr. 1.–/pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signalton das Lösungswort, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem folgenden Text: NIK (Abstand) und das Lösungs­wort an 919 (Fr. 0.90/SMS). Beispiel: NIK HAUSTUERE.

64 HAUS club MAGAZIN juni 2011

Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Lösungswort, Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Telefon­nummer an: HAUS MAGAZIN, Kreuzworträtsel, Rötel­strasse 84, 8057 Zürich Einsendeschluss ist der 16. Juni 2011. Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe Juli veröffentlicht. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­ ge­nommen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Gewinnen Sie 1 ✕ FR. 100.–

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Lösungsweg: Jedes Sudoku besteht aus 9 Quadraten mit jeweils 9 Feldern. Das Sudoku muss so vervollständigt werden, dass in jedem Quadrat, in jeder Zeile und in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 jeweils nur ein einziges Mal vorkommt. Die Lösungs­ zahl ist die dreistellige Zahl im rot umrahmten Feld (von links nach rechts).

Kreuzworträtsel-Auflösung April:

Sudoku-Auflösung April:

stadtauto Je einen Einkaufsgutschein von Möbel Hubacher in Rothrist im Wert von CHF 1000.– haben gewonnen: Alexandra Bandi, Attiswil Irene Burkhard, Melchnau

Sudoku leicht

Sudoku schwer

Gewinner Sudoku leicht: Urs Gisiger, Baltenswil Gewinner Sudoku schwer: Christina Müller, Winterthur

So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer über dem gelösten Sudoku (Fr. 1.– pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signal­ton die Lösungszahl, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem Keyword (NILEICHT oder NISCHWER) und der Lösungs­ zahl (Beispiel: NILEICHT 367) an 919 (90 Rp./SMS).

Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Keyword (LEICHT oder SCHWER) und der Lösungs­zahl (Beispiel: LEICHT 367), Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Telefonnummer an: HAUS MAGAZIN, Sudoku, Rötelstrasse 84, 8057 Zürich. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2011. Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe Juli veröffentlicht. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­ ge­nommen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

juni 2011 HAUS club MAGAZIN 65


LESERAUFRUF:

Wohnen auch Sie in einem Silo?

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Foto: Janick Zebrowski

Oder ist Ihr Haus anderweitig speziell? Wohnen Sie anders als die anderen? Haben Sie ein ganz besonderes Objekt zu Ihrem Traumhaus umgebaut?


neue-ideen Ausgabe Nr. 5 | Juni  

neue-ideen - Haus Club Magazin, die Zeitschrift für den Hauseigentümer, Ausgabe Juni 2011

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