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zweizeitiges Vorgehen empfohlen. Das einzeitige Vorgehen erhöht stets das Risiko und die Komplikationsmöglichkeiten. Neben der knöchernen Rekonstruktion muß die Weichgewebsrekonstruktion erfolgen. Bindegewebstransplantate aus der unmittelbaren Umgebung und vom Gaumen werden besprochen. Neben der allgemeinen Darstellung des Konzeptes - Planung und Therapie - wurden sehr viele Hinweise, vor allem in der Anwendung des Branemarksystems gegeben: Es wurde empfolen, im weichen Knochen keine selbstschneidenden Fixturen zu verwenden, auch keine Gewindeschneider, sondern es wird angeraten, z.B. eine 4 mm Fixtur in eine 3 mm Bohrung einzuschrauben. Von 3,75 mm Durchmesser auf 4 mm erhöht sich die Oberfläche um 7%, die Frakturstabilität aber um 35%. Um 40% erhöht sich die Oberfläche, wenn man den Implantatdurchmesser von 3,75 mm auf 5 mm erhöht. Die Beurteilung eines Kurses wird immer subjektiv bleiben und ist abhängig von der Erfahrung und der Einstellung des Teilnehmers. Aber ich glaube, daß Oded Bahat jeden, auch den Erfahrenen, ansprechen konnte. Hans Henning Ohlrogge sei an dieser Stelle nochmals für seinen Einsatz gedankt.

Present and future techniques for periodontai regeneration. von Hans-Georg von der Ohe

Bielefeld

Dieser Kurs am 17./18. März 1995 in Aachen stellte einen Höhepunkt in den Fortbildungsveranstaltungen der NEUEN GRUPPE während der letzten Jahre dar. Für mich persönlich hatte dieser Kurs einen ähnlichen Steilenwert wie die ersten Lindhe-Kurse Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Es war Hans-Henning Ohlrogge gelungen, mit Prof. Dr. G. Bowers einen Parodontologen zu gewinnen, der sich mit dem Thema parodontale Regeneration seit dem Ende der 60er Jahre nicht nur praktisch, sondern auch wissenschaftlich intensiv beschäftigt. Prof. Bowers stellte seine Kenntnisse und Erfahrungen mit verschiedenen Techniken zur parodontalen Regeneration vor. Dabei ging er ausführlich auf die zum Teil von ihm selbst erarbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen der Thematik ein. Parodontale Regeneration ist definiert als die Bildung von neuem Wurzelzement, parodontalem Ligament und neuem Knochen auf vormals exponierten Wurzeloberflächen. Parodontale Regeneration ist heute unter klinischen Bedingungen vorhersagbar zu erreichen. Dies gilt sowohl für vitale, als auch endodontisch behandelte Zähne. Knochentransplantate tragen zur parodontalen Regeneration bei. Professor Bowers ging ausführlich auf die verschiedenen Möglichkeiten der Anwendung von allogenem und autologem Knochenmaterial ein. Unbestritten das günstigste Transplantatmaterial ist autologes Knochengewebe aus dem Bereich des Beckenkammes. Jedoch ist nach Meinung von Prof. Bowers die Anwendung dieses Materials durch die Traumatisierung des Patienten '.E^E GRUPPE

NEUE GRUPPE NEWS - Heft 06 - Frühjahr 1995  

TRADITION+INNOVATION

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