Page 30

Bundestagskandidaten stellen sich vor Region (dd). Am Sonntag, 24. September, wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Die Wahllokale sind von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Das Verbreitungsgebiet der Neuen Binger Zeitung deckt drei Bundestagswahlkreise ab. Wir wollen Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, eine kleine Hilfestellung geben, indem wir die Kandidaten der Parteien gebeten haben, sich in einem Kurzportrait vorzustellen. Nicht alle Kandidaten der im Bundestag vertreten Parteien haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Der Wahlkreis 205 umfasst die Stadt Mainz und den nördlichen Teil des Landkreises Mainz-Bingen mit den verbandsfreien Gemeinden Bingen, Budenheim und Ingelheim sowie den Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Rhein-Nahe, Heidesheim und Nie-

der-Olm. Wahlberechtigt sind im Wahlkreis rund 253 000 Menschen. Zum Wahlkreis 206 gehören die Stadt Worms, der Landkreis Alzey-Worms und aus dem Kreis Mainz-Bingen die Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen, Bodenheim und Rhein-Selz.

Wahlkreis Mainz 205

Rund 212.000 Bürger sind hier zur Wahl aufgerufen. Der Wahlkreis 201 ist flächenmäßig am größten und umfasst die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld. Rund 190.000 Personen sind hier zur Wahl aufgerufen.  Fotos: privat, pixabay

Wahlkreis Worms 206

Ursula Groden-Kranich (CDU)

Carsten Kühl (SPD)

Tabea Rößner

Seit 2013 habe ich die Ehre, den Wahlkreis Mainz/ Mainz-Bingen als direkt gewählte Abgeordnete im Deutschen Bundestag vertreten zu dürfen. Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bin ich Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im EU-Ausschuss sowie stellvertretend im Ausschuss für Kultur und Medien. Als Koordinatorin des Gesprächskreises Fluglärm sehe ich es als meine Aufgabe an, die berechtigten Anliegen der von Fluglärm betroffenen Bürger in Berlin zur Sprache zu bringen und für sie einzutreten. Gleiches gilt für die von Bahnlärm Betroffenen. Hier haben wir in den zurückliegenden vier Jahren bereits viel erreicht, etwa das Fahrverbot für laute Güterzüge. Ab dem Fahrplanwechsel am 13.12.2020 wird ein Schallemissionswert festgelegt, den nur leise Güterwagen einhalten können bzw. laute Güterwagen nur dann, wenn sie mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit fahren. Damit wird es im Mittelrheintal wesentlich leiser. Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft. Daher werde ich mich auf Bundesebene für eine Rheinquerung bei Bingen stark machen. Aber nicht nur Mobilität liegt mir am Herzen. Ich setze mich auch für faire Wettbewerbsbedingungen, etwa für unsere heimischen Obstbauern und Landwirte, ein.

Ich bin 55 Jahre alt, lebe in Mainz, habe einen Sohn und bin Hochschullehrer für Volkswirtschaftslehre. Als ehemaliger Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und als Finanzminister von Rheinland-Pfalz konnte ich bereits viele politische Erfahrungen sammeln – auch in der Bundespolitik. Ich habe mich entschieden, für den Wahlkreis Mainz zu kandidieren. Mir geht es um ein faires und ein gerechtes Miteinander. Dazu gehören aus meiner Sicht mehr Lohngerechtigkeit, unbefris­tete Jobs, gebührenfreie Bildung und eine gerechtere Steuerpolitik, die kleinere und mittlere Einkommen entlastet. Junge Menschen brauchen eine vernünftige wirtschaftliche Perspektive. Der Wunsch nach einer Familiengründung darf kein Risiko sein. Die Menschen in unserer Region sollen bezahlbar wohnen können. Mir ist bewusst, dass es gute und sichere Arbeitsplätze nur geben wird, wenn unsere Wirtschaft stark und wettbewerbsfähig bleibt. Deshalb will ich Infrastruktur, Ausbildung und Forschungsförderung weiter stärken. Ich bin davon überzeugt, dass unsere wirtschaftliche und soziale Stabilität davon abhängt, ob es uns gelingt, den europäischen Gedanken wieder zu stärken. Die Menschen sollen bei uns sicher leben können: Sicher vor Gewalt, mit einem sicheren Arbeitsplatz und sozial abgesichert. Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit.

Ob Manipulationen an Autos oder Gift in Lebensmitteln – der Staat muss der Industrie klare Grenzen setzen. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir nachhaltig wirtschaften und emissionsfreie Technologien voranbringen. In Mainz haben wir den Bau eines Kohlekraftwerks verhindert. Wir müssen aber generell aus der Kohle aussteigen und Erneuerbare Energien ausbauen. So schaffen wir die Energiewende und sorgen für bezahlbare Strompreise. Weil der Verkehr 25% der klimazerstörenden Abgase ausstößt, wollen wir ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zulassen, attraktive Alternativen bereitstellen und den ÖPNV ausbauen. Wir wollen soziale Ungerechtigkeiten beseitigen, kleinere und mittlere Einkommen entlasten und Familien unterstützen. Bei den Löhnen wollen wir die Schere, die immer weiter auseinandergeht, schließen und soziale wie pflegende Berufe stärken. Zuwanderung bereichert unser Land. Wir wollen ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringen.

(Bündnis 90/Die Grünen)

Geflüchtete, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, sollen schneller Integrationskurse besuchen und arbeiten können, um sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Das Recht auf Asyl darf nicht geschliffen werden. Ich lebe in Mainz und habe zwei Töchter.

David Dietz (FDP)

Jan Metzler (CDU)

Marcus Held (SPD)

In den letzten vier Jahren war keine liberale Stimme im Deutschen Bundestag zu vernehmen! Nach einer alles andere als guten Leistung in den Jahren 2009 bis 2013 war dieser „Rauswurf“ nicht unverdient. Es hat sich aber gezeigt, dass es nicht gut ist, wenn freiheitliche Politik­ ansätze fehlen. Das verschlafene Thema „Digitalisierung“, das sich zum echten Wettbewerbsnachteil entwickelt, den zusätzlichen Druck auf die Rentensysteme, die den nachkommenden Generationen brutal auf die Füße fallen werden oder auch das neu entstandene Misstrauen in Europa sind nur drei der Punkte, die einen anderen Politikansatz nötig machen. Wir wollen wieder gestalten und Verantwortung übernehmen. Deshalb gilt für uns: Derjenige, der selbst am besten weiß, was er möchte und wie er dorthin kommen will; diejenige, die eigenverantwortlich und selbstbestimmt leben möchte und nicht auf den Staat oder andere Mächte baut; alle diejenigen, die glauben, dass „Hose voll“ die schlechteste Lebensphilosophie von allen ist; alle die haben in Mainz und dem Landkreis einen politischen Ansprechpartner an ihrer Seite: David Dietz und die Freien Demokraten!

Mein Name ist Jan Metzler. Ich bin 36 Jahre alt, in Worms geboren und in Dittelsheim-Heßloch aufgewachsen, wo ich auch heute noch lebe. Meine Familie betreibt hier ein Weingut und auch ich habe den Beruf des Winzers erlernt. Nach meiner Lehre habe ich an der Hochschule Worms studiert. Politisch aktiv bin ich seit meinem 16. Lebensjahr und seit 2013 Bundestagsabgeordneter für den rheinhessischen Wahlkreis WormsAlzey-Oppenheim, zu dem künftig auch die Verbandsgemeinde SprendlingenGensingen gehört.

Mein Name ist Marcus Held, 39 Jahre alt und von Beruf Jurist. Ich lebe mit meiner Ehefrau und unseren beiden Töchtern in Oppenheim, wo ich auch ehrenamtlicher Bürgermeis­ ter bin. Seit 2013 vertrete ich als SPD-Bundestagsabgeordneter den Wahlkreis Worms in Berlin. Dort bin ich Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, in dem ich für die SPD u.a. für die Themen Wettbewerbspolitik, Gewerberecht und Tourismus zuständig bin. Was mir besonders wichtig ist, ist der Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern aus meinem Wahlkreis, zu dem Sie ab der neuen Wahlperiode gehören. Aus vielen persönlichen Gesprächen, den vielen Besuchergruppen, zahlreichen Praktikantinnen und Praktikanten und der großen Zahl an Unternehmensbesuchen nehme ich immer viele Eindrücke mit. Daran möchte ich weiterhin anknüpfen.

Auf den Punkt gebracht: Ich verstehe mich als Dienstleister und so gestalte ich auch meine Arbeit. Denn Politik funktioniert für mich nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages bin ich in Berlin für konkrete Themen verantwortlich, z. B. regionale Wirtschaftspolitik und Handel: Wie können ländliche Regionen als Wirtschaftsstandorte und somit auch als Lebensräume attraktiv bleiben? Gerade für Rheinhessen ein wichtiges Zukunftsthema. In unserer Heimat bin ich Ihr Ansprechpartner für sämtliche Themen, die Sie bewegen und beschäftigen. Meine sprichwörtliche Tür steht Ihnen jederzeit offen. Bei Problemen, Fragen und natürlich auch bei Kritik finden Sie bei mir immer ein offenes Ohr.

Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern gut da steht, dürfen wir uns nicht ausruhen. Ich denke da vor allem an die Themen Rente, Bürgerversicherung, gleiche Bezahlung von Mann und Frau, Ende der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum oder Investitionen in den Breitbandausbau, in unsere Verkehrswege und Bildungseinrichtungen. All das wollen wir als SPD mit Martin Schulz angehen.

Kw 37 17  
Kw 37 17  
Advertisement