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Neue Binger Zeitung Wochenzeitung mit lokalen Nachrichten

21. Jahrgang ¡ KW 29

Mittwoch, 20. Juli 2016

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Musikalische Kostbarkeiten von Raquel Andueza Bingen (red). Am Samstag, 30. Juli, findet um 20 Uhr in der Basilika St. Martin im Rahmen des RheinVokal-Festivals ein Kooperationskonzert der Stadt (Binger Meisterkonzerte) mit der Villa Musica und dem SWR statt. Unter dem Motto „Cantata spirituale“ präsentiert die spanische Sopranistin Raquel Andueza zusammen mit JesĂşs FernĂĄndez Baena an der Theorbe und Daniel OyarzĂĄbal an der Orgel vokale Kostbarkeiten vergangener Epochen. Raquel Andueza wird fĂźr ihre kompromisslose

Intensität der Gestaltung und die Wandelbarkeit ihrer Stimme hoch gelobt. Neben einem Werk von Monteverdi erklingen auch geistliche Kantaten und Sonette seiner italienischen Zeitgenossen, beispielsweise von Merula und Ferrari. Obwohl diese Werke heutzutage im Schatten des GroĂ&#x;meisters Monteverdi stehen, gilt es dennoch, sie zu entdecken und ihre SchĂśnheit und Vollendung zu genieĂ&#x;en! Auf dem Programm stehen das Lamento della Maddalena von Claudio Monteverdi, Kanta-

ten und Sonette von Domenico Mazzocchi, Tarquinio Merula, Benedetto Ferrari, Giovanni Felice Sances und andere. Weitere Informationen und Karten gibt es unter www.rheinvokal.de, telefonisch unter 06721184205, bei der Tourist-Information Bingen, Rheinkai, im zentralen Vorverkauf unter Tel. 02622-9264250 oder an der Abendkasse. Die Karten kosten 25 Euro, 22 Euro oder 10 Euro (Kategorie 3 ohne Sicht). Foto: M. Novak

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2 | Neue Binger Zeitung

KW 29 | 20. Juli 2016

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Impressum Die „Neue Binger Zeitung“ erscheint wöchentlich zum Mittwoch in einer Auflage von 34.150 Exemplaren. Verlag: i & w Verlags GmbH, Geschäftsführerin: Bernadette Schier, Keppsmühlstr. 5, 55411 Bingen, Telefon 06721-9192-0, (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen) Fax 06721-9192-17, E-Mail: info@neue-binger-zeitung. de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom 01.01.2016 Redaktionell verantwortlich: Gabi Gsell, Verantwortlich für den Anzeigenteil: Bernadette Schier, Druck: Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG, Alexander-Fleming-Ring 2, 65428 Rüsselsheim.

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4 | Neue Binger Zeitung

Vorwort in der Welt immer näher rücken. Der Trend zeigt sich schon seit ein paar Jahren und verstärkt sich jetzt. Und es sind nicht nur mehr Deutsche, die in Deutschland Urlaub machen. Seit Jahren kommen auch immer mehr ausländische Touristen ins Land.

Puh, ist das heiß! Wir haben so lange auf den Sommer gewartet und jetzt kommt er mit voller Wucht. Die Kinder können ihre Ferien genießen, die Erwachsenen ihren Urlaub. Immer häufiger verbringen dabei die Deutschen ihren Urlaub im eigenen Land. Tatsächlich: Deutschland ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Dies ist übrigens nicht nur dem Umstand geschuldet, dass uns die Unsicherheiten und Unruhen

KW 29 | 20. Juli 2016

„70 Jahre und kein bisschen leise“ Binger Volkshochschule feiert runden Geburtstag

Das beliebteste innerdeutsche Reiseziel ist nach wie vor Bayern, Rheinland-Pfalz steht auf Platz 9 der 16 Bundesländer. „Ausbaufähig“ würde ich diese Platzierung nennen. Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe der Neuen Binger Zeitung einige Reiseziele vor Ort vor und außerdem halten unsere Termintipps und Veranstaltungsankündigungen wieder jede Menge guter Ideen bereit, die Region und ihre Menschen zu erleben. Ich wünsche Ihnen eine sonnige, friedliche Woche. 1hre Bernadette Schier

Veranstaltungskalender Stadt Bis So., 24. Juli, Lauschhütte, Binger Wald: Sommerpiste mit Skilift. Weitere Infos unter www.svrhh.de. Mi., 20. Juli, 10 Uhr, Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25: Sitzgymnastik für Senioren mit ausgebildeten Physiotherapeuten. Mi, 20. Juli, 10 bis 15 Uhr, Park am Mäuseturm: Kinderfest. Mi., 20. Juli, 15 Uhr, „Treff im Stift“, Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25: „KaffeeKlatsch“. Begegnung bei Kaffee, Kuchen und Spielen.

Oberbürgermeister Thomas Feser (li.) mit der Einladung zum Festakt und René Nohr mit Programmheften aus vergangenen Jahren. Foto: G. Gsell Bingen (gg). Wenn am Freitag, 23. September, 18 Uhr, im Kulturzentrum gefeiert wird, dann gibt es auch einen guten Grund dazu: Die Volkshochschule (VHS) ist 70 Jahre jung und die traditionelle Semestereröffnung wird zur Geburtstagsparty mit Festakt und Sommerfest (der Eintritt ist frei, eine Anmeldung für den Festakt ist jedoch erforderlich, Tel. 0672112327 oder -991103). Für die musikalische Umrahmung sorgt Menna Mulugeta mit ihrer warmen, ausdrucksvollen Stimme und auch die „Singoritas“ werden Gesang vom Feinsten darbieten. Ein 70. Geburtstag ist der Zeitpunkt, zurück, aber auch nach vorne zu schauen und so hatten

Oberbürgermeister Thomas Feser und der Leiter VHS, René Nohr, zum Pressgespräch geladen. „Es ist eine interessante Wegstrecke von 1946 bis heute, die man einfach beleuchten muss. Man sieht mit dem Wandel des Programms ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung“, so Feser. Standen in den 50er Jahren noch Politik und Grundbildung im Mittelpunkt der Kurse, so war es in den 60ern die Kultur (es gab damals ein eigenes VHS-Kammerorchester), in den 90ern lag der Schwerpunkt auf Arbeit und Beruf (EDV), zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren es Gesundheitsthemen und heute ist es die Integration. „Sprachkurse gehörten

aber schon immer zu unserem Angebot“, betont Nohr. „Wir sind darauf angewiesen, marktfähige Angebote zu machen, damit die Teilnehmer zu uns kommen.“ Das Konzept geht in Bingen auf. Knapp 50.000 Unterrichtsstunden wurden im vergangenen Jahr abgehalten, die Tendenz ist steigend. So gab es im ersten Halbjahr 2016 bereits 700 Veranstaltungen mit rund 5.500 Teilnehmern und circa 33.000 Unterrichtsstunden. Das aktuelle Programm (wir berichteten in der letzten Ausgabe) ist auch wieder prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Angeboten – und kleinen Rückblicken auf die vergangenen 70 Jahre. „Wir sind gut aufgestellt und es ist sehr schön, dass wir die Krise vor zehn Jahren gut gemeistert haben. Wir freuen uns nun auf den 23. September, wenn wir zeigen können, dass die VHS mit ihren 70 Jahren kein bisschen leise ist“, so Nohr und Feser abschließend.

Weitere Infos und Anmeldungen zu den Kurs-Angeboten unter Tel. 06721-12327 oder -991103 und unter www. vhs-bingen.de. Bis 26. August ist die VHS-Geschäftsstelle montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Ab dem 29. August wieder zu den üblichen Geschäftszeiten.

Mi., 20. Juli, 18 Uhr, Park am Mäuseturm: „Come Together“, Sommerpicknick. Veranstalter: Netzwerk Flüchtlingshilfe Bingen.

Mitteilung der Stadtwerke

Sa., 23. Juli, 10.30 Uhr, Treffpunkt Tourist-Info, Rheinkai 21: öffentliche Stadtführung. Kosten: 4,50 Euro.

Schließung der Fahrkartenverkaufsstelle Stadtbahnhof

Sa., 23. Juli, 14.30 Uhr, „Treff im Stift“, Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25: „Café Smart“. Begegnung bei Kaffee und Kuchen. Mi., 27. Juli, 10 Uhr, Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25: Sitzgymnastik für Senioren mit ausgebildeten Physiotherapeuten. Mi., 27. Juli, 15 Uhr, „Treff im Stift“, Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25: „KaffeeKlatsch“. Begegnung bei Kaffee, Kuchen und Spielen. Mi., 27. Juli, 18.45 Uhr, Mehrzweckhalle Bingerbrück: „AROHA“-Sportstunde zum Kennenlernen. Weitere Infos bei Heidi Höfel, Tel. 0672136316. Mi., 27. Juli, 19 Uhr, Palmensteinhalle Sponsheim: Offenes Singen der Chorgemeinschaft Alemannia. Weitere Infos bei Horst Walta, Tel. 0672143305.

Region Do., 21., bis Sa., 23. Juli, Marktplatz Langenlonsheim: Weinfest. Fr., 22., bis Di., 26. Juli, Weiler: Kerb. So., 24. Juli, 11.30 bis 18 Uhr, Oberweseler Stadtwald: Aldegundismarkt. Stündlicher Buspendelverkehr ab Busbahnhof zum Festgelände. Preis von 1 Euro je Wegstrecke, Kinder bis sechs Jahre frei.

Bingen (red). Die Stadtwerke Bingen am Rhein teilen mit, dass der Kiosk am Stadtbahnhof seit 15. Juli als Fahrkartenverkaufsstelle geschlossen ist. Der Kiosk wird voraussichtlich im August

von einem neuen Betreiber wieder eröffnet, welcher dann auch den Fahrkartenverkauf wieder aufnehmen wird. Zeitfahrkarten (Wochen- und Monatskarten) können weiter-

hin bei folgenden Verkaufsstellen erworben werden: Stadtwerke, Bürgerbüro, Schmitt Schreiben & Schenken in Büdesheim und bei Schreibwaren-Wohn in Kempten.

In eigener Sache

„Eine Laune der Natur“ Der Kirschbaum steht in Gaulsheim Gaulsheim (red). Der „Kirsch-Wunderbaum“, den Lea, Pauline und Clara in der vergangenen Ausgabe der NBZ bestaunten, steht auf Gaulsheimer Gemarkung – nicht, wie fälschlicherweise geschrieben, in Kempten.

Aus dem Polizeibericht Fahrraddiebstahl Dietersheim. Ein bislang unbekannter Täter entwendete am Montag, 11. Juli, zwischen 19.05 und 19.15 Uhr in der Nahestraße ein kurzfristig unbeaufsichtigtes Fahrrad der Marke Cube, Farbe weiß. Zeugenhinweise bitte an die Polizei Bingen, Tel. 06721-9050.


20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 5

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AKTUELL

6 | Neue Binger Zeitung

Termine Stadt Bingen Sprechstunde

KW 29 | 20. Juli 2016

Ein erster wichtiger Schritt

Termine Stadt Bingen

Rekommunalisierung der Energieversorgung ist auf den Weg gebracht

Sportfest

Energieberatung

Fußball

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet die Möglichkeit eines ausführlichen Beratungsgesprächs an. Der Energieberater hat am Dienstag, 2. August, 13.30 bis 17.15 Uhr, Sprechstunde im Ämterhaus, Rochusallee 2. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. 06721184-259.

Dromersheim. Am Freitag, 22. Juli, wird um 19 Uhr ein Testspiel der neuen Spielgemeinschaft SG Sponsheim/Dromersheim/Dietersheim 1 gegen den SV 1914 Bingerbrück angepfiffen. Das gemütliche Beisammensein mit musikalischer Unterhaltung ab 20 Uhr steht am Samstag, 23. Juli, im Fokus. Die Freizeitkicker tragen am Sonntag, 24. Juli, zwischen 9.30 und 14 Uhr ein Kleinfeldturnier aus. Zum Abschluss findet um 17 Uhr ein Pokalspiel zwischen der SG Sponsheim/Dromersheim/Dietersheim 2 und SV Blau Weiß Münster-Sarmsheim II statt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Rentenversicherung

Beratung Am Donnerstag, 28. Juli, 8 bis 18 Uhr, findet in den Räumen der IKK Südwest Bingen, Amtsstraße 1, eine Beratung zu Rentenanträgen statt. Dies ist ein kostenloser Service der Deutschen Rentenversicherung. Terminvereinbarung bei Wolfgang Eberhard, Tel. 06721495709, 0157-82644988 oder EMail Wolfgang.Eberhard@yahoo. com.

Pfarrgemeinde

Café 55+ Dietersheim. Zu einem geselligen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen lädt die katholische Pfarrgemeinde für Dienstag, 26. Juli, 15 Uhr, ins Pfarrheim ein. Weitere Termine 2016 zum Vormerken: 16. August, 27. September, 25. Oktober, 22. November und 6. Dezember.

Bei der notariellen Beurkundung (v. li.): Notar Hans Jürgen Baltes, Peter Hansen (Geschäftsführer Rheinhessische), Maik Thum (ebenfalls Geschäftsführer Rheinhessische), Oberbürgermeister Thomas Feser, der zuständige Beigeordnete Jens Voll, Hauptamtsleiterin Angelika Middelmann und Klaus Stumm (Elektromeister der Stadtwerke). Foto: G. Gsell Bingen (gg). Auf dem Weg zur Rekommunalisierung der Energieversorgung (wir berichteten) fand in der vergangenen Woche die erste notarielle Beurkundung statt. „Heute ist ein besonderes Datum für Bingen. Es ist eine gute Entscheidung, um die Stadt nach

vorne zu bringen und um CO2frei zu werden. Wir haben hierfür lange gearbeitet und sind nun auf dem richtigen Weg – auch wenn dieser Weg noch so manche Herausforderung mit sich bringen wird“, so Oberbürgermeister Thomas Feser bei der Vertragsunterzeichnung. Nun bilden die Rhein-

hessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH und die Binger Stadtwerke die neue Bingen Netz GmbH & Co KG (mit einer Mehrheit von 51 Prozent für die Stadt). Ein weiterer wichtiger Schritt sind die nun anstehenden Verhandlungen mit RWE zum Kauf des vorhandenen Netzsystems.

Richtfest in Sponsheim Einzug der Zulassungsstelle zum Jahresende geplant

SV Rotamint

TennisSchnupperkurse Im Rahmen des „Ferienprogramms für Kids“ bietet der SV Rotamint-Rhein-Nahe am 26. Juli und am 9. August, jeweils dienstags von 10 bis 12.30 Uhr, auf der Anlage an der Sponsheimer Mühle Tennis-Schnupperkurse an. Unkostenbeitrag: 3,50 Euro pro Tag und Teilnehmer. Getränke, Obst, Bälle und Schläger werden vom Verein gestellt. Weitere Infos und Anmeldung bei Rita Hoffmann, EMail rita.hoffmann1@gmx.net und Tel. 06701-7026.

„Kapuze“

Frauen-Treff Die „Kapuze“, der Mehrgenerationentreff, Kapuzinerstraße 16, lädt für Montag, 25. Juli, 19.15 Uhr, wieder zum offenen Frauen-Treff ein. Das Thema, über das sich in einem geschützten Rahmen und in gemütlicher Atmosphäre ausgetauscht wird, lautet: „Mein Lebensglück“. Weitere Infos unter http://kapuze-dotriffstedich.de.

caritas-zentrum

„Eltern-Kind Frühstück“ Am Dienstag, 26. Juli, findet im caritas-zentrum St. Elisabeth, Rochusstraße 8, ein gemeinsames Frühstück für Eltern mit ihren Kindern statt. Man hat die Gelegenheit, sich mit anderen Eltern auszutauschen und auch mit der Pädagogin, die den Treff betreut, über Themen rund um das Kind zu sprechen und sich Rat einzuholen. Gleichzeitig werden Spielmöglichkeiten für das Kind geboten. Das Eltern-Kind Frühstück findet immer am letzten Dienstag des Monats, 10 bis 11.30 Uhr, statt. Alle Mütter und Väter mit Babys oder Kleinkindern sind herzlich dazu eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Stift St. Martin

Lesung im Stift

Ein Grund zum Feiern: Das Richtfest der neuen Zulassungsstelle. Sponsheim (gg). Wenn zum Jahresende die Zulassungsstelle des Landkreises von der Mainzer Straße in die Alfred-NobelStraße umzieht, dann werden rund 3,1 Millionen Euro verbaut worden sein. „Wir mussten zwar die ersten Pläne komplett umändern, da uns die ADD einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, aber dennoch werden wir im Dezember fertig sein“, bekräftigte Landrat Claus Schick beim Richtfest in der vergangenen Woche. Man hatte auch gehofft, eine

20-prozentige Landesförderung zu bekommen, bewilligt wurden jedoch nur 455.000 Euro. 890 Quadratmeter Fläche werden bebaut, eine Kfz-Prüfstelle und eine Schilderprägestelle werden ebenfalls hier ihren Platz finden. Der zweigeschossige, massive Bau mit Erweiterungsfläche im ersten Obergeschoss ist barrierefrei, wird mit Erdwärme beheizt und bekommt eine Temperierung mittels Bauteilaktivierung. „Ich denke, wir werden den Mitarbeitern und den Kunden

Foto: G. Gsell etwas Gutes tun“, so der Landrat. Der Neubau wurde nötig, da die Fallzahlen stetig ansteigen. „Mit 177.500 zugelassenen Fahrzeugen im Kreis haben wir die höchste Anzahl in ganz Rheinland-Pfalz“, betonte der Kreischef. „Ich freue mich sehr, dass wir hier gemeinsam mit dem Kreis eine moderne und zukunftsorientierte Zulassungsstelle realisieren können“, so Oberbürgermeister Thomas Feser, bevor Zimmermann Benjamin Reidenbach den traditionellen Richtspruch hielt.

Im Stift St. Martin, Mainzer Straße 19-25, werden am Donnerstag, 21. Juli, 14.30 Uhr, Mitglieder der „Alten Kunstwerkstatt“, einer von Volkshochschule und Musikschule organisierten Initiative des Seniorenbeirats, öffentlich lesen. In einer „Kleinen Poetenschule“ sind heitere und nachdenkliche, skurrile und verspielte Texte entstanden. Rose Friedrich, Waltraud Schira und Walter Eichmann wollen mit gemeinsam erarbeiteten Geschichten aus der Kindheit, amüsanten Dialektgedichten, Parodien und Elegien für gute literarische Unterhaltung sorgen. Die musikalisch eingerahmte Lesung, Dauer etwa eine Dreiviertelstunde, ist kostenfrei.

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Leidig Bedachungen


KULTUR

8 | Neue Binger Zeitung

Amerikanischer Bluesrock

KW 29 | 20. Juli 2016

Shakespeare in der Aula Hildegardisschülerinnen führten „Sommernachtstraum“ auf

Benefiz Konzert für die Hochwasseropfer

Oberheimbach (red). Am Samstag, 23. Juli, 20.30 Uhr, spielt die Nero Bluesband ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer von Oberheimbach. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird während der Veranstaltung

gebeten. Die aus Rheinhessen und Wiesbaden stammenden Musiker spielen modernen Bluesrock mit traditionellem Einfluss. Weitere Infos unter www. nerobluesband.de.   Foto: Veranstalter

Tirily! Tirily! Ich lebe! Ich fühle den süßen Schmerz.. Heinrich Heine mit Künstlern des „theater am werk“ auf der Insel Heyles`en Werth

Der „Sommernachtstraum“ – interpretiert von der PaV-Gruppe.  Bingen (red). Die Tanztheatergruppe des „Profils am Vormittags“ (PaV) – des Higa-spezifischen jahrgangs- und fächerübergreifenden Projektunterrichts – führte an zwei aufeinanderfolgenden Abenden ihre Version von Shakespeares „Sommernachtstraum“ in der Aula der Schule auf und demonstrierte damit den Erfolg dieses Unterrichtskonzepts. Ein Jahr lang probten die 18 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 zwei Stunden wöchentlich an dem Stück. Heraus kam eine gelungene Kombination aus Tanz, Theater und Film. Im Kern geht es in dem Klassiker um die Liebeswirren der vier jungen Athener Hermia, Lysander, Helena und Demetrius, die mit ihrer modernen Weltsicht der ihrer Eltern entgegenstehen. Zu Beginn der Aufführung begleiteten die Darstellerinnen Tim Benzkos „Nur noch kurz die Welt retten“ in Ge-

bärdensprache. Diese hatte Karin Jusmann eigens für die Rolle des gehörlosen Fürst Theseus gelernt. Jener verbietet Hermia, gespielt von Lara Genzler, im Auftrag ihres Vaters, ihren geliebten Lysander (Hannah Liebetanz) zu heiraten. Stattdessen soll sie mit Demetrius (Miriam Stark) die Ehe eingehen, der wiederum von Helena geliebt wird. Mit der Flucht in den Wald, mit der die Jungen gesellschaftlichen Normen entfliehen wollen, kommen sie stark mit der Elfenwelt in Berührung. Eingespielte Filme brachten die Szenerie des Waldes auf die Bühne. Dieser Welt standen Kara Eberhard als Elfenkönigin Titania und Anna Spira als Elfenkönig Oberon vor. Oberons Gehilfe Puck, gespielt von Emily Reichmann, trieb allerlei Schabernack und stiftete mit dem magischen Liebessaft einer Blume noch mehr Verwirrung unter den vier Athenern. Den Schülerinnen gelang es

Foto: A. Wiebelt-Maywald mit ausdrucksstarken Tänzen und eingespielten Filmsequenzen, die Zuschauer in eine mystische Elfenwelt zu entführen, in der gleichzeitig der zentrale Konflikt zwischen alter und junger Weltsicht präsent war. Intention der Filme war es, eine metaphorische Ebene zu schaffen. Mit professionellen Effekten und geschickt geschnittenen Szenen gelang dies hervorragend. Unterstützt wurde die Tanztheatergruppe hier von Thomas Merken und der PaV-Gruppe Film. Für Alexandra Maywald, die die Tanztheatergruppe leitete und zusammen mit Corinna Samter-Daut Regie führte, war es „schon immer ein Traum, einmal den Sommernachtstraum aufzuführen“. Bei der Darstellungsform faszinierte sie besonders die Kombination aus Realem und Irrealem, aus „Live-Performance“ und Aufgezeichnetem, durch die Verknüpfung von Film und Tanztheater.

Altern ist nichts für Feiglinge“ “ Bacharach (red). Am Samstag, 23. Juli, 20 Uhr, und am Sonntag, 24. Juli, 18 Uhr, steht auf der Insel Heyles`en Werth Heine auf dem Programm. Die Texte von Heinrich Heine singen von Dichterliebe, erzählen von Landschaften und Menschen, glühen vor brennender Liebe für Deutschland, jedoch für ein Deutschland, das Heine schmerzlich vermisste. Und so ist in seinen Liedern stets auch Sehnsucht zu spüren und mancher Zorn und bittere Enttäuschung. Die Aufführung zitiert aus Liedern, Gedichten und Prosastücken von Heine und zeichnet dabei seinen Lebensweg nach. Die Künstler des theater am werk bringen den weiten Spannungsbogen von Liebe und Feinsinn bis hin zu Ironie, Spott und Schmerz sinnenreich auf die Bühne der Sommer-

halle des Preußenschlosses am Rhein. Gitarre, Cello, Gesang, Rezitation und Schauspiel loten die unterschiedlichen Facetten von Heines Dichtung aus, meisterlich dargestellt von Friedrich Bastian (Gesang und Rezitation), Stephan Rumphorst (Schauspiel und Rezitation), Laura Maria Bastian (Cello) und Katrin Zurborg (E-Gitarre). Text- und Liedauswahl, Inszenierung und Produktionsleitung liegen bei Waltraud Heldermann, theater am werk, Koblenz.  Foto: Veranstalter Karten (inklusive Überfahrt und Wein) sind für 23 Euro erhältlich bei der Rhein-Nahe Touristik Bacharach, Tel. 06743-919303, Restkarten gibt es an der Abendkasse

Open-Air Vorstellung am Samstag, 20. August, im Theatergarten der Troll-Bühne Burg Layen (red). Monika Blankenberg, ausgestattet mit spitzer Zunge und Humor, wollte immer nur „18“ werden. Und das dauerte ewig. Das muss…..letztes Jahr gewesen sein. Oder im vorletzten? Warum hat die Zeit es bloß so entsetzlich eilig? Warum kommt nach Ostern gleich Weihnachten und dann schon wieder Ostern? Entschlossen zieht sie am Samstag, 20. August, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), im Theatergarten der TrollBühne die Notbremse und findet sich in einer Gesellschaft wieder, die sich zwar nicht mehr ausreichend vermehrt, aber demnächst wohl „Abwrackprämien“ für 35-Jährige bezahlt. Und während Monika Blankenberg augenzwinkernd und humorvoll den Begriff

„altern“ seziert und sich einem vollkommen irrwitzigen Zeitgeist mutig in den Weg stellt, wird „Oma Anna“ trotz ihres hohen Alters noch mal kämpferisch. Dieses Programm ist gesellschaftskritisch und politisch, witzig und ironisch. Wenn auch Ihre Geburtstagstorten mittlerweile aussehen wie „Fackelzüge“ folgen sie doch einfach der Einladung zu einem Abend gemeinsamer Lachfaltenbildung, denn: „Ab sofort wird auf den Bühnen offiziell und ungeniert gealtert.“  Foto: Veranstalter Tickets (20 Euro) unter Tel. 06721-4900977 oder online unter www.troll-buehne.de.


20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 9

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Aufgepasst, der Malwettbewerb läuft schon Liebe Kinder, auch in diesem Jahr hat der Schaustellerverband Bad Kreuznach wieder einen Malwettbewerb ins Leben gerufen. Die 50 schönsten Bilder gewinnen jeweils einen kostenlosen Jahrmarktstag (Freifahrtenrundgang im Wert von ca. 50 Euro). Auch gibt es kleine Trostpreise für all die, die nicht zu den Gewinnern zählen. Unterstützt wird der Wettbewerb von der Sparkasse Rhein-Nahe. Mitmachen können alle Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Schickt uns Euer schönstes, selbstgemaltes Jahrmarksbild im Format DIN A 3 an folgende Adresse: Schaustellerverband Bad Kreuznach, Bretzenheimer Straße 69, 55545 Bad Kreuznach. Vergesst nicht Euren Namen, Eure Telefonnummer und Euer Alter anzugeben. Einsendeschluss ist der 31.7.2016.


AKTUELL

10 | Neue Binger Zeitung

Termine Stadt Bingen Rheinhessenjubiläum

KW 29 | 20. Juli 2016

Afd war nicht erwünscht Gegendemonstrationen und Kundgebungen an zwei Samstagen

Jakobsweg Die St. Jakobusgesellschaft bietet anlässlich der Feierlichkeiten zum 200-jährigen Rheinhessenjubiläum eine 200 km lange Pilgertour auf dem rheinhessischen Jakobsweg an. Sie ist aufgeteilt in kleinere Etappen. Am Montag, 25. Juli, dem Jakobustag, startet die zehnte Etappe zum Thema „Die drei heiligen Berge in Rheinhessen“ um 11 Uhr in Bingen auf dem Rochusberg am Hildegard-Forum. Clemens Künstle führt diese Tour über die drei Berge Rochusberg-Jakobsberg-Laurenziberg. Jeder dieser Berge hat auch seine Alleinstellungsmerkmale, die Künstle bei der Pilgerwanderung näher erläutern wird. Die zehn Kilometer lange Wanderung findet bei jedem Wetter statt, eine Anmeldung ist wünschenswert, ein Unkostenbeitrag von 5 Euro wird erhoben. Kontakt: Clemens Künstle, Tel. 06733-2059795, E-Mail oseira@yahoo.de. Ein weiteres Angebot zum Thema „Pilgern auf dem Jakobsweg“ bietet die Xing-Gruppe am Weltpilgertag, Sonntag, 24. Juli, an. Start ist um 11 Uhr in Gau-Algesheim, Weingut Marienhof. Durch die rheinhessische Hügellandschaft führt die Wanderung zunächst zum Laurenziberg, Ankunft etwa 13 Uhr. Nach Rast aus dem Rucksack führt die weitere, etwa zweistündige Wanderung zum Jakobsberg in Ockenheim. Dort hat man Zeit zum „Gemeinsamen Miteinander“ oder auch „Mit-sichselbst-sein.“ Um 17 Uhr wird ein gemeinsamer Abschluss für alle Teilnehmer in Gau-Algesheim (Marienhof) angeboten. Für weitere Infos ist Jürgen Mank unter Tel. 06139-9623608, Mobil 0171-3636773 oder per E-Mail juergenmank@t-online.de, zu erreichen.

Volkshochschule

Computerkurse für Kids In Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege bietet die VHS Bingen im Rahmen des Ferienprogramms einem einwöchigen Computerkurs PowerPoint und Excel für Kinder und Jugendliche (zehn bis 13 Jahre) an. Der Kurs findet von Montag, 25., bis Freitag, 29. Juli, täglich von 9 bis 12 Uhr statt. Bis 26. August ist die VHS-Geschäftsstelle montags bis freitags von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Infosmationen und Anmeldungen unter Tel. 06721-12327 oder -991103, E-Mail service@ vhs-bingen.de.

Rund 50 Demonstranten kamen am Samstagmorgen vor das Rheintal-Kongress-Zentrum. Bingen (gg). Die AfD hatte am 9. und 10. Juli zu ihrem zweiten Landes-Parteitag nach Bingen einge-

laden, eine Woche später tagte die Jugendorganisation der AfD im Rheintal-Kongress-Zentrum.

Foto: G. Gsell

Beide Male hatten die SPD, Die Linke, die Jusos, der DGB MainzBingen, Fallschirm Mensch e. V.

und Rheinhessen gegen Rechts e. V. zu Gegendemonstrationen eingeladen. „Wir sind hierhergekommen, um ein Zeichen zu setzen in unserer Stadt und weit darüber hinaus ins ganze Land zu rufen Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen“, so der Vorsitzende der Linken, Ingo Rochus Schmitt in seiner Rede am 9. Juli. „Bingen braucht Sie nicht mit Ihrer nationalen Gesinnung und Bingen will auch solche Veranstaltungen nicht in seiner Mitte.“ Diese Leute von der AfD seien keine Alternative für Deutschland, sondern der Untergang Europas. „Bingen darf nicht zur AfD-Stadt werden“, betonte eine Woche später auch Michael Hüttner MdL und Fraktionsvorsitzender der SPD im Binger Stadtrat.

„Kunst im SchauFenster“ Schüler der Grundschule an der Burg Klopp stellen in der Kapuzinerstraße aus

„Kunst im SchauFenster“ wurde mit vielen kleinen und großen Besuchern, den Künstlern, Oberbürgermeister Feser und den Schülern enthüllt und ist in den nächsten vier Wochen zu sehen. Nach der Eröffnung lud der benachbarte Eis-Salon die kleinen Künstler auf eine leckere Erfrischung ein. Foto: G. Gsell Bingen (red). Ihre Kreativität konnten Ganztagsschulkinder der Grundschule an der Burg Klopp im Rahmen eines Kultur-AG-Programmes mit dem Museum am Strom, der Stadtbibliothek und

Künstlern der Jungen KUNSTWERKstatt erfahren und ausleben. Die dabei entstandenen Arbeiten werden nun in der Innenstadt gezeigt. Mit dem Kinderkulturflyer war der erste Schritt

getan, die anspruchsvollen, vielseitigen kulturellen Programmangebote der Stadt Bingen für Kinder aufzuzeigen. Aus diesem breiten Fundus an Aktivitäten entstand die Idee, eine Kultur-AG in

den Ganztagsschulen anzubieten. Die Grundschule an der Burg Klopp startete in diesem Schulhalbjahr als erste Schule mit einem Kulturprojekt in der zweiten Klassenstufe. 23 Kinder werkten, schmiedeten und zeichneten mit unterschiedlichen Materialien und schufen beeindruckende Werke mit den Künstlern der Jungen KUNSTWERKstatt (Silvia Kauer, Joachim Harbut, Veronika Hostinská, Jutta Nelißen und Darina Beckhaus). Ebenso besuchten sie das Museum am Strom und begaben sich auf eine spannende Lesereise in der Stadtbibliothek. Nun sind diese Werke und Erlebnisse in einer kleinen Werkschau zu sehen. Interessanter Rahmen dieser Ausstellung ist ein Schaufenster eines Binger Geschäftes in der Kapuzinerstraße1. Die Initiative „Binger SchauFenster“, die die leerstehenden Läden in der Binger Innenstadt wieder mit Leben füllen möchte, half dabei, einen außergewöhnlichen Ort zu finden und Caroline Reuland stellt ihn zur Verfügung.

Wer spendet mit? Vor-Tour der Hoffnung sammelt für krebskranke Kinder / Spendenübergabe am 9. August Bingen (red). Anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Rheinhessen kommt erstmals die „Vor-Tour der Hoffnung“ nach Bingen. Diese Radtour, bei der prominente Sportler und Politiker für krebskranke Kinder in die Pedale treten, gibt es mittlerweile seit 21 Jahren. Bereits im Vorfeld der Tour wird in den angefahrenen Städten Geld für den guten Zweck gesammelt, das zum Teil Projekten in der Re-

gion oder Stadt zu Gute kommt. Die begünstigten Institutionen verwenden diese Gelder für die so wichtigen Bereiche Forschung, Psychosoziale Betreuung und Klinische Versorgung. Die Werbegemeinschaft Bingen unterstützt diese Aktion und hat in ihren Geschäften die Sammelbüchsen aufgestellt sowie einen informativen Flyer ausgelegt. Die-

sem Aufruf folgten auch die Winzer bei der Nacht der Verführung. Auch in den städtischen Ämtern wurden die Sammelbüchsen aufgestellt. Am 9. August wird das gespendete Geld auf dem Bürgermeister-Neff-Platz an die Organisatoren übergeben. Oberbürgermeister Thomas Feser begrüßt die Initiative der Werbegemeinschaft. „Ich hoffe, dass für diese gute Sache die Spendendo-

sen gut gefüllt werden und würde mich freuen, wenn zusätzlich noch Vereine, Schulen oder Kindergärten im Rahmen ihrer Feste, Feiern und Veranstaltungen diese Aktion für krebskranke Kinder unterstützen würden. Selbstverständlich sind auch Spendenschecks von Firmen sehr herzlich willkommen und können am 9. August persönlich übergeben werden.“


20. Juli 2016 | KW 29

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AKTUELL

12 | Neue Binger Zeitung

KW 29 | 20. Juli 2016

Winfried Arnold für 66 Jahre Mitgliedschaft geehrt Kontinuität bei der Karnevalsgesellschaft „Schwarze Elf“

Ein Teil der Geehrten mit der alten und neuen Vereinsspitze.  Bingen (red). Die Schwarze Elf hatte bei der diesjährigen Generalversammlung die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Donnerstagabend geschaffen, den die deutsche Nationalelf zweieinhalb Stunden später mit einem Sieg gegen Frankreich noch toppen sollte. So jedenfalls war die einhellig Auffassung der anwesenden Mitglieder, als sie gegen 20.40 Uhr zufrieden und mit Vorfreude die Eulenklause verließen. Ja, die Karnevalsgesellschaft demonstrierte eindrucksvoll Geschlossenheit und Durchschlagskraft in allen Mannschaftsteilen. Und bei der Vorstandswahl wurden zielgenau die notwendigen Treffer gelandet, die leider unserer Nationalelf später versagt blieben. Zuvor jedoch konnte Vorsitzender und Elferratspräsident Wolfgang Heinz wieder auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Er ließ noch einmal die karnevalistischen Höhepunkte bei den wieder ausverkauften Sitzungen Revue passieren. Mit Stolz stellte er fest, dass der Verein mit einem schier unerschöpflichen Reservoir an Aktiven gesegnet sei. Hier würden nun auch die Früchte der konsequenten Jugendarbeit zu spüren sein. Wolfgang Heinz lobte aber nicht nur die karnevalistischen Leistungen. So stellte er besonders die Leistungen der Mitglieder bei der Bewältigung der Kreisfastnachtssitzung heraus. Besonderes Lob ernteten dabei das „Küchen- und Serviceteam“ um Ulla Kljaic und Marc Hoffmann für die organisatorische Leitung. Erfreut stellte Heinz fest, dass die Schwarze Elf auch 2017 wieder Gastgeber für die Kreisfastnachtssitzung sein darf. Und dabei sei er sicher, dass auch diese erneute Herausforderung bewältigt werde. Überhaupt sei das Zusammengehörigkeitsgefühl

das große Plus der Schwarzen Elf, welches auch außerhalb der Kampagne immer wieder zu Tage trete. Das seit jeher intensiv gepflegte Zusammenwirken von Alt und Jung sei wohl das Geheimnis für die harmonische und gesunde Struktur des Vereins und letztlich auch für den Erfolg des Vereins verantwortlich. Eine gesunde Kassen- und Vermögenslage konnte auch die Erste Kassiererin Rita Fischer bestätigen. Folgerichtig beantragten die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes, dem das Auditorium gerne nachkam. Die Vorstandswahl ging zügig vonstatten. Dabei wurden Wolfgang Heinz als Vorsitzender und die übrigen bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Der alte und neue Vorsitzende bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und leitete allzu gern zu den anstehenden Ehrungen über. Dabei zeigte er sich dankbar, dass die zu Ehrenden teils über Jahrzehnte ihrer Schwarzen Elf die Treue hielten. Besonders wurde Ehrenmitglied Winfried Arnold hervorgehoben, der heuer sein 66-jähriges Vereinsjubiläum feiern konnte. Bereits 1950 ist Winfried Arnold der Schwarzen Elf beigetreten und über Jahrzehnte als Vorstandsmitglied, Elferrat, Sekretär, Redner und Liederdichter aktiv gewesen; auch heute noch „liefert“ der Jubilar zu jeder Session mindestens einen Liedbeitrag für das Liederheft. Wolfgang Heinz stellte gerührt fest, dass Winfried Arnold noch der einzige Aktive aus dieser Zeit sei; er verkörpere so ein großes Stück Vereinsgeschichte. In diesem Zusammenhang erinnerte der Vorsitzende auch an die verstorbenen Ehrenmitglieder Johannes Tonollo und Hubert Eckes,

Nachgefragt bei Dennis Fischer Vizepräsident der Karnevalsgesellschaft Schwarze Elf schaffen und denken über Freizeiten oder weitere Aktionen nach.

Foto: privat die seit den 50er und 60er Jahren aktiv die Schwarze Elf geprägt hätten. Hubert Eckes wäre in dieser Generalversammlung ebenfalls für 66-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Ehrungen: Bronzene Ehrennadel für 11 Jahre Mitgliedschaft: Regina Ebersmann, Johannes Habig, Sebastian Hamann, Janina Heib, Sandrina Heib, Anton Kind, Martin Peters, Michael Pfrengle, Thiemo Rauth, Ralf Schmidt, Clemens Schmitt, Robert Ternes. Silberne Ehrennadel für 22 Jahre Mitgliedschaft: Jürgen Schätzl, Josie Tonollo. Goldene Ehrennadel mit Brillanten für 44 Jahre Mitgliedschaft: Gerhard Basting, Erich Schmitt. Ehrenurkunde und ExklusivTintenroller mit eingeprägtem Bajazz und persönlicher Namensgravour für 66 Jahre Mitgliedschaft: Winfried Arnold. Neu gewählter Vorstand der Karnevalsgesellschaft „Schwarze Elf“: Wolfgang Heinz (Vorsitzender), Ferdinand Moos (2. Vorsitzender), Rita Fischer (1. Kassiererin), Wigbert Tonollo (2. Kassierer), Silke Hoppe (1. Schriftführerin), Monika Becker (2. Schriftführerin), Dennis Fischer, Marc Hoffmann, Rebekka Hoffmann, Mathias Palums, Roland Sander (alle Beisitzer).

Bingen (sh). Geburtenrückgang, Ganztagsschule, schwindendes Interesse am klassischen Vereinsleben und eine unglaubliche Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche bereiten mittlerweile fast allen Vereinen Nachwuchsprobleme. Auch die Kindertanzgruppe „Eulengeister“ der Karnevalsgesellschaft Schwarze Elf ereilte ein mittlerweile bekanntes trauriges Schicksal: Es fanden sich nicht mehr genügend Mittänzer und -tänzerinnen, um bei Sitzungen und anderen Veranstaltungen aufzutreten. Für den Vereinsvorstand war dies der Auslöser, um sich eine langfristige Strategie für den Vereinsnachwuchs zu überlegen. Die Neue Binger Zeitung unterhielt sich mit Dennis Fischer, dem Vizepräsidenten des Vereins, darüber, welche Maßnahmen der Verein ergreift und wie die ersten Reaktionen dazu sind. Foto: privat Welche Ideen gibt es? Prinzipiell haben wir das Thema Jugend immer mit auf der Agenda. Aber wir haben festgestellt, dass bei uns die „Jugend“ auch auf die 30 zugeht. Unser Verein hat 350 Mitglieder, doch leider können wir daraus nicht mehr genügend Nachwuchs rekrutieren. Das hat zu meiner Jugendzeit noch funktioniert, ist in der heutigen Zeit aber leider nicht mehr möglich. Wir haben uns mit einer kleinen Gruppe aus dem Vorstand Gedanken gemacht, wie wir das mit Struktur angehen und auch Kinder und Jugendliche außerhalb des Vereins für uns gewinnen können. Wir möchten für die Kleinen unsere Kindertanzgruppe „Eulengeister“ wieder beleben und gleichzeitig den Nachwuchs langfristig an den Verein binden. Dafür ist es wichtig, für jede Altersgruppe ein passendes Angebot zu haben. Für die Mädchen ist die Nachwuchsgarde ein Angebot und es soll eine Gruppe für Sketche und KinderVorträge ins Leben gerufen werden. Dann gibt es für die Älteren die Showtanzgruppe und das Männerballett. Wir möchten eine Gemeinschaft beim Nachwuchs

Wie war das Interesse am Informations- und Überraschungsnachmittag Ende Juni? Wir hatten im Vorfeld die Erwartungen an diesen Termin nicht allzu hoch geschraubt, aber wir waren positiv überrascht. Es kamen einige Kinder – natürlich auch durch ihre Eltern auf das Angebot aufmerksam gemacht – und haben die Gelegenheit genutzt, an verschiedenen Stationen in unser Vereinsleben zu schnuppern. Ich denke, wir haben bei fast allen das Interesse und den Spaß geweckt und hoffe, dass sie zum ersten Training der „Eulengeister“ am 10. August kommen werden. Welche weiteren Aktivitäten stehen an? Wir bieten im Rahmen des Sommerferienprogramms einen Schnuppertag, hier sind die Rückmeldungen super. Wir schauen diesem Termin sehr positiv entgegen und können durch die Anmeldungen das Tagesprogramm auf die Altersgruppen ausrichten. Für die jüngeren Kinder bietet sich ein Tanz an, bei den älteren kann man einen Sketch einstudieren. Natürlich gibt es eine kleine Sitzung zum Abschluss des Tages. An diesem Tag werden wir sicherlich viel tiefer in das Karnevalsgeschehen eintauchen können als bei unserem Infonachmittag. Vielleicht ergibt sich daraus eine kleine Sketchgruppe oder wir können junge Redner für die Sitzung entdecken. Außerdem sind wir beim „EASI Day“ am 9. September vertreten, informieren an unserem Stand über unser Vereinsleben und unsere Gardegruppe zeigt, was sie kann. Wie ist die bisherige Resonanz? Insgesamt läuft das alles sehr gut an und wir sind sehr zufrieden. Die Presse unterstützt uns sehr umfangreich. Und wenn man durch die Stadt geht, wird man von Mitgliedern anderer Vereine angesprochen, die auf unsere Bemühungen aufmerksam geworden sind. Kurz & Knapp 1. August, Ferienprogramm der KG Schwarze Elf, 10 bis 17 Uhr, Anmeldung über die Stadt Bingen Erstes Treffen Eulengeister: 10. August Trainerin Pamela Sempf, fa-pa-fi-sempf@gmx.de Generelle Kontaktmöglichkeit: Nachwuchs11@web.de


20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 13

Familienanzeigen Christa Kistner * 20.10.1938  06.06.2016

Danke

sagen wir allen, die ihr im Leben Zuneigung und Freundschaft schenkten, mit uns Abschied nahmen und ihre Anteilnahme auf vielfältige Weise zum Ausdruck brachten. Im Namen aller Angehörigen

Hans-Werner Kistner Horrweiler, im Juli 2016

Ja...

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Tröstend ist es aber zu wissen, dass viele Menschen ihm so viel Freundschaft, Liebe und Achtung entgegen gebracht haben.

Wir heiraten am Samstag, 23. Juli 2016

&

Kurt Geiß

*16.09.1931  18.06.2016

Jana Giesen Manuel Lamoth

Wir danken allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlten, ihre Anteilnahme auf vielfältige Weise zum Ausdruck brachten und unseren lieben Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiteten.

Bingen-Dromersheim

Für die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke anlässlich unserer

Goldenen Hochzeit

Besonderen Dank gilt dem Palliativteam der Kreuznacher Diakonie und dem Bestattungsinstitut Schnipp.

möchten wir uns bei allen die dazu beigetragen haben, dass dieser Tag unvergesslich bleibt, herzlich bedanken. Bei unserer Familie, die ein wundervolles Fest für uns ausgerichtet haben, allen Verwandten, Freunden und der Nachbarschaft die mit uns gefeiert haben, Herrn Pfarrer Kley und Herrn Diakon Heinz, sowie den Ministranten für den wunderschönen Gottesdienst, Herrn Thomas Tüschen für die musikalische Begleitung und den Landfrauen. Lothar und Rita Haarländer

In stiller Trauer Ingrid Geiß geb. Klein und Sohn Ingo Genheim, im Juli 2016

Danke

Sponsheim, im Juli 2016

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist wohltuend, so viel Anteilnahme zu finden. Jeder neue Tag nach seinem Tod macht uns bewusst, wie sehr er uns fehlt.

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Wir haben dankbar erfahren, wie viele Menschen ihn geschätzt und geliebt haben. Unser besonderer Dank gilt Vikarin Anika Rehorn für die tröstenden Worte, dem Pflegedienst „Häusliche Pflege“, den Michelin Reifenwerken Bad Kreuznach, sowie dem Bestattungsinstitut Friedrich.

Helmut Christ * 28.08.1941 † 21.06.2016

Ganz besonderen Dank allen, die Helmut auf seinem letzten Weg begleitet haben. Im Namen aller Angehörigen

Ingrid Christ Gensingen, im Juli 2016


AKTUELL

14 | Neue Binger Zeitung

KW 29 | 20. Juli 2016

Angebotserweiterung Bunt und vielfältig BBS bekommt neue Fachschule Bingen (red). „Die Berufsbildende Schule kann zum Schuljahresstart 2017 ihr Angebot erweitern“, dies teilt der Landtagsabgeordnete Michael Hüttner (SPD) mit. Die Schule habe vom Bildungsministerium die Option eröffnet bekommen, eine Fachschule Wirtschaft (Fachrichtung Betriebswirtschaft und Unternehmensmanagement) mit dem Schwerpunkt Logistik einzurichten. „Dass die BBS diese Möglichkeit erhält, spricht für das hohe Engagement und das überzeu-

Wetter und Besuch waren gut beim Begegnungsfest in Bingen

gende pädagogische Konzept der Schule. Der Schwerpunkt Logistik stellt ein berufliches Fort- und Weiterbildungsangebot dar, das sich an Personen mit einschlägiger beruflicher Qualifikation richtet.“ Hüttner betont: „Seit dem Schuljahr 2009/2010 hat die Landesregierung landesweit 69 neue Bildungsgänge in den berufsbildenden Schulen genehmigt und damit attraktive Ausbildungschancen geschaffen. Diese helfen, den Fachkräftebedarf zu decken.“

AWO-Mehrtagesfahrt Wanderung am Wilden Kaiser Büdesheim (red). Die diesjährige Mehrtagesfahrt der AWO führte in das bekannte Städtchen Oberndorf in Tirol. Im gut besetzten 4-Sterne-Reisebus erreichten die Mitglieder und Freunde der AWO gegen Abend Oberndorf. Nach dem Beziehen der Zimmer trafen sich die Mitglieder zum Abendessen und ließen den Tag in angenehmer Runde ausklingen. Für alle Tage dieser Woche standen interessante Ausflugsziele an. So konnten Reit im Winkel, Kufstein mit der berühmten Heldenorgel, Epps, Going und Kitzbühl besucht werden. In Oberndorf stand man vor dem weltgrößten Holzbrunnen der Welt. Besonders sehenswert waren die imposanten Krimmler Wasserfälle, die mit einer Fallhöhe von 380 Metern zu den größten in Europa gehören. Auch die Drehorte der beliebten Fernsehsendung „Der Bergdoktor“ wurden

angefahren. Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung zu der Fischbachalm am Fuße des Wilden Kaisers. Wer nicht wandern wollte, wurde gefahren. Wunderschön, ein wenig abseits gelegen, bei strahlendem Sonnenschein, Live-Musik, gutem Bier und zünftigem Essen erlebte man eine Hüttengaudi, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Schon bei der Planung dieser Reise wurde auf behindertengerechte Einrichtung geachtet. Alle Zimmer waren mit dem Aufzug zu erreichen. Die Saunalandschaft sowie das Schwimmbad mit Whirlpool standen täglich zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung und wurden von den Mitgliedern gut angenommen. Das riesige FrühstücksBüffet und die große Auswahl an Abend-Menüs waren fantastisch. Alle waren sich einig: „Das war eine richtig tolle Urlaubswoche.“

Die Jonglage der „Lichtgestalten“ zog Kinder und Erwachsene in ihren Bann. Bingen (red). Es war wieder ein fröhliches Fest mit Künstlern und internationalen Spezialitäten, das der Internationale Freundeskreis (IFK) am Sonntag geboten hat. Die Ereignisse der letzten Tage hatten kurzfristig die Frage aufgeworfen, ob das Fest überhaupt stattfinden solle, aber der IFK entschied, dass ein Fest, das der Begegnung und Verständigung diene, nicht dem Terror geopfert werden dürfe. Dies unterstrich vehement auch der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Thomas Feser, in seiner Begrüßung. Der IFK hatte Einheimische, Migranten und Flüchtlinge zu dem Fest eingeladen und es war eine Freude,

die bunte Völkerschar am Kulturzentrum zu sehen. Charmant und gekonnt von Ayse-Yeliz Furtuna moderiert, verging der Nachmittag viel zu schnell mit einem bunten Mix von portugiesischer Folklore, türkischen Chansons, deutschen und mexikanischen Volksliedern, Square Dance, Jonglage, syrischer Musik und afrikanischen Trommeln. Neu bei den Essenständen war der syrische Pavillon, der von zwei Flüchtlingsfamilien organisiert wurde und viele kleine und größere Spezialitäten bot. Traditionell gab es Kaffee und Kuchen, persische, marokkanische und westafrikanische Speisen

Foto: K.-H. John

aus Kamerun und Senegal. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz. So war der Bastelstand der Caritas die ganze Zeit regelrecht belagert und auch beim Freundeskreis Bingen-Anamur und beim Zauberer Fix war Mitmachen angesagt. Wegen der Ereignisse in der Türkei hatte der Türkisch-Islamische Kulturverein seine Teilnahme zurückgezogen. Das 26. Internationale Begegnungsfest bot Zeit und Möglichkeiten für bereichernde herzliche Begegnungen. Wer sich am geplanten Projekt „Integration“ des IFK beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen zum Mitmachen unter www.ifk-Bingen.de.

„Aladin und die Wunderlampe“ Kinder der Theater-AG präsentierten ihr Sommerstück

Vielfältiges Musikprogramm Sommerkonzert der Hildegardisschule Bingen (red). Egal ob Mozart, John Lennon, Coldplay oder Selbstkomponiertes, das Sommerkonzert der Hildegardisschule begeisterte mit seinem vielfältigem Musik-Programm Groß und Klein. Die unterhaltende Mischung aus klassischen Stücken, modernen Songs und Filmmusik setzte sich neben den Orchesterstücken unter anderem aus Auftritten der QuerflötenAG, Darbietungen der Musikkurse sowie des Gospelchors zusammen. Besonders hervorzuheben sind die vielen Solistinnen, die Mut und ihr musikalisches Talent am Instrument oder als Sängerin unter Beweis stellen konnten. Am Ende zeigte sich nicht nur das Publikum zufrieden. „Ich denke, die vielen Proben haben sich gänzlich gelohnt“, so Susanne Graf, Dirigentin des Schü-

lerinnen-Lehrer-Eltern-Orchesters und der Flöten-AG. „Es hat alles gut geklappt. Ich bin sehr glücklich über den Verlauf des Abends!“ Bereits zu Anfang des Abends berichtete Schulleiter Paul Heese vom bewegenden Schicksal der ehemaligen Schülerin Vanessa Brandt, die im Herbst vergangenen Jahres durch ein Aneurysma aus ihrem alltäglichen Leben gerissen wurde und fortan auf die ständige Betreuung und Pflege ihrer Familie angewiesen ist. So war es der Fachschaft Musik ein wichtiges Anliegen, die beim Konzert eingenommenen Spenden der Familie Brandt zukommen zu lassen. Alles in allem ein gelungener und musikalisch wertvoller Abend, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die „Reise“ der Theatergruppe ging in diesem Jahr in den Orient. Bingen (red). Zum zweiten Mal präsentierten die Kinder der Theater-AG der Grundschule an der Burg Klopp ihr Sommerstück als Open-Air-Veranstaltung auf dem dafür sehr geeigneten Außengelände der Schule. In diesem Jahr ging die Reise in den Orient: „Aladin und die Wunderlampe“ stand

auf dem Programm. Das klassische Märchen wurde durch eine Rahmenhandlung und viele witzige aktuelle Bezüge mit der Jetztzeit verknüpft. Zudem gab es neben der Hauptrolle des Aladins einen zweiten, „starken“ Aladin, der seinem Namesvetter als Unterstützung bei den Abenteuern

Foto: Schule zu Seite stand. Hervorragende schauspielerische Leistungen, farbenfrohe Kostüme, stimmungsvolle Lieder und eine grandiose Kulisse sorgten für einen zauberhaften Theaterabend. Großes Lob den jungen Schauspielern, wie auch den „Regisseuren“ Guido Mittag und Michaela Heintke.


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Farne - stilvolle Stauden Optimal für schattige Standorte im Garten Ob es die Nordseite eines Hauses ist oder die schattigen Flächen unter Bäumen und Hecken - mit der Gestaltung dieser Bereiche tun sich Gartenbesitzer oft schwer, denn für die meisten Blütenpflanzen gibt es hier einfach zu wenig Licht. Doch auch solche Schattenareale lassen sich interessant und attraktiv gestalten. Landschaftsgärtner setzen dabei häufig auf eine Pflanzengruppe, die es schon seit rund 400 Millionen Jahren gibt: die Farne. Diese schönen Blattschmuckgewächse werden heute in einer unglaublichen Vielfalt angeboten und sind aufgrund ihrer Vorliebe für schattige und halbschattige Standorte für die Gartengestaltung sehr interessant. Größen, Formen und Farben Die Laubblätter der Farne werden als Wedel bezeichnet. Sie können ungefiedert, einfach oder auch mehrfach gefiedert sein, also viele kurzgestielte seitliche Blättchen besitzen. Was für den Botaniker vor allem Bestimmungsmerkmal ist, hat natürlich auch Auswirkungen auf die optische Wirkung der Pflanzen. Erscheint das ungefiederte Blatt des Hirschzungenfarns (Phyllitis scolopendrium) eher etwas undurchlässig und grob, beeindruckt der Schmale Filigranfarn (Polystichum setiferum) durch eine luftige, transparente Leichtigkeit. Auch in der Wuchsform unterscheiden sich die verschiedenen Farnarten: Während der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) eine Trichterform aufweist, bleibt der Pfauenrad-Frauenhaarfarn (Andiantum pedatum) eher kugelig oder abgeflacht. Der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) wächst hingegen horstartig ausladend.

April, wenn sich die frischgrünen Wedel entrollen. Diese wurden bereits im Herbst ausgebildet und haben aufgerollt und geschützt den Winter überdauert. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gartenbewohnern blühen Farne nicht und entwickeln daher auch keine Samen. Die Urzeitpflanzen bilden Sporen, die sich bei den meisten Arten in speziellen Behältern an der Unterseite der Farnwedel entwickeln und als Punkte oder Striche erkennbar sind.

feuchte bis sehr nasse Bodenverhältnisse, beispielsweise der einheimische Sumpffarn (Thelyperis palustris), und sind daher für die Bepflanzung des Uferbereichs eines Gartenteiches geeignet. Andere, wie der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes), wachsen in der Natur vor allem in den Fugen und Spalten von Felsen und werden deshalb von Landschaftsgärtnern im Garten entsprechend bei der Anlage und Gestaltung von Trockenmauern eingesetzt.

Da Farne in der Regel in Töpfen gezogen und angeboten werden, können sie während der ganzen Vegetationszeit gepflanzt werden. Landschaftsgärtner empfehlen aber, empfindliche Arten im Frühjahr zu setzen, damit sie vor dem ersten Winter genügend Zeit zum Einwurzeln haben. Ideal für die Pflanzen ist ein humusreicher, lockerer Boden auf durchlässigem Untergrund. Unter diesen Bedingungen gedeihen die meisten Farne optimal. Einige wenige Arten mögen auch

Farne brauchen keinen Rückschnitt und auch sonst keine aufwändige Pflege: Die alten Blätter werden im Frühling von den frischen Wedeln überwachsen und bleiben am besten einfach auf dem Boden liegen. Sie zersetzen sich schnell und versorgen die Erde mit Nährstoffen. Schnecken oder andere Schädlinge interessieren sich übrigens überhaupt nicht für Farne: Pflanzenschutz ist hier also nicht notwendig. www.grünes-presseportal.de

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Kinder haben je nach Alter unterschiedliche Wünsche an den Garten ... am besten bezieht man diese Veränderungen gleich in die Planung mit ein. Ein eigener Garten zur Erholung und zum Zusammensein draußen - das wünschen sich besonders junge Familien. Die Baugrundstücke für Einfamilienhäuser werden jedoch immer kleiner und deshalb ist gute Planung mehr denn je gefragt. Wie sich auch auf einer überschaubaren Fläche ein Garten gestalten lässt, in dem sich Eltern und Kinder wohlfühlen, lässt sich am besten in einer professionellen Beratung vor Ort beantworten. Landschaftsgärtner kennen viele kreative und originelle Lösungen, die mehr bieten als eine monotone Rasenfläche rund ums Haus und eine Hecke zum Nachbarn. Was ist kindgerecht? Kinder gehen gern auf Entdeckungstour in der Natur. Ihre Neugier lässt sie unter jeden Stein sehen, hinter jeden Strauch krabbeln und auf jeden Baum klettern. Im Garten können sie dies ungestört tun - in einem geschützten, privaten Umfeld. Damit die Eltern nicht ständig ein Auge auf die Kleinen haben müssen, ist es

wichtig, dass keine giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlose, Fingerhut, Eibe oder Tollkirsche im Garten wachsen. Landschaftsgärtner wissen, welche Pflanzen giftig sind. Falls eine Lieblingspflanze der Eltern darunter sein sollte, kennt er gute Alternativen. Die Frage, welche Pflanzen kindgerecht sind und welche nicht, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Wichtig ist es, sich zu informieren: sogar die oberirdisch wachsenden Blätter von Kartoffeln sind giftig. Kinderbeet und Naschgarten Im Garten zu spielen, tut Kindern gut. Hier können sie sich frei bewegen und im Spiel die Natur kennenlernen. Ein Familiengarten macht besonders viel Freude, wenn er abwechslungsreiche Erlebnisse bietet. Im Frühling und Sommer ist es aufregend, eigene Möhren, Radieschen oder Erbsen im „Kinderbeet“ auszusäen und natürlich zu ernten. Obstbäume und Beerensträucher bereichern den Naschgarten - dessen Früchte schmecken gut und sind gleich-

zeitig gesund. Haselnüsse wollen geknackt werden, was für Kinderhände gar nicht so einfach ist, und auch so manches niedliche Eichhörnchen wird von den Leckerbissen angelockt. Ein Vogelfutterhaus bringt zusätzlich Leben in den Garten, das Groß und Klein gemeinsam beobachten können. Spielhaus mit Sitzplatz Normalerweise wächst ein Garten langsam. Kinder haben allerdings je nach Alter unterschiedliche Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen. Am besten bezieht man diese Veränderungen direkt in die Planung mit ein. Wo in den ersten Jahren ein Sandkasten zum Buddeln einlädt, kann später ein Spielhaus entstehen. Wird dies in die Höhe gebaut, können die Kinder den Garten von oben erleben. Darunter lässt sich ein schattiger Sitzplatz integrieren, an dem es an heißen Tagen angenehm kühl ist. Bei Spielgeräten gilt grundsätzlich, dass sie aus Sicherheitsgründen vom Fachmann eingebaut werden sollten. www.grünes-presseportal.de

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18 | Neue Binger Zeitung

AKTUELL / REGION

Gelungener Auftakt

Bushaltestelle = Buchhaltestelle

Lesesommer macht Lust auf Lesen

Nächster Bücherschrank ist eingeweiht

Stromberg (red). Seit dem Jahr 2009 beteiligt sich die öffentliche Bücherei am Lesesommer Rheinland-Pfalz, der am 4. Juli begann, bis zum 3. September dauert und an dem junge Leser im Alter von sechs bis 16 Jahren teilnehmen können. Bereits die ersten beiden Ausleihtage bescherten den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen etwa 100 Besucher, von denen viele großes Interesse am Lesesommer zeigten, sich neu gemeldeten und bereits eifrig die neuen Medien ausliehen. Die gelesenen Bücher werden in einer Clubkarte eingetragen, über die gelesenen Bücher wird eine Bewertungskarte ausgefüllt und in einem kleinen In-

KW 29 | 20. Juli 2016

terview berichten die Leser über das gelesene Buch. Ab drei gelesenen Büchern erhalten die Teilnehmer eine Urkunde, nehmen an der landesweiten Verlosung teil und werden zur Abschlussveranstaltung der Bücherei, die in diesem Jahr am 24. September in den Bürgerräumen der Deutscher Michel-Halle in Stromberg stattfindet, eingeladen. Die Bücherei, Rathausstraße 4, ist wie folgt geöffnet: Montag und Dienstag von 16 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Gutes Werk

Oberbürgermeister Thomas Feser und Bibliotheksleitung Satu Bode mit Initiatorin Annette Hammel und den beiden Paten Nadine Wacker und Alfred Schiefer sowie den Lesern Josef Decker, Bernd Bruns und Peter Eich. Foto: Stadt

Spendengelder statt Geschenke

Büdesheim (red). Seit genau zwei Jahren erfreut sich der öffentliche Bücherschrank im Park am Mäuseturm großer Beliebtheit, ebenso der kürzlich eingerichtete auf der Begegnungsfläche der Georgestraße. Nun wurde auf Antrag der SPD-Fraktion im Stadtrat ein weiterer Bücherschrank eingerichtet. Als Standort wurde die Bushaltestelle Ecke Saarlandstraße/Berlinstraße gewählt.

Ingeborg Barker, Vorsitzende der Ökumenischen Nichtsesshaften-Hilfe, Pfarrer Norbert Kley und Barbara Schoppmann, Leiterin des Malteser Hospizdienstes St. Hildegard (v. li.), bei der Scheckübergabe. Foto: K.-H. John Büdesheim (red). Im Rahmen des Pfarrfestes der Pfarrei St. Aureus und Justina feierte Pfarrer Norbert Kley auch seinen 60. Geburtstag. Sein Wunsch war es auf persönliche Geschenke zu verzichten. Stattdessen waren Spenden für die gemeinnützigen Binger Einrichtungen Malteser Hospizdienst St. Hildegard und Ökumenische

Oberbürgermeister Thomas Feser und die Initiatorin des Antrags, Annette Hammel (SPD) sind überzeugt davon, dass die „Buchhaltestelle“, die allen Interessierten offen steht, gut angenommen wird. Die ersten neugierigen Fahrgäste warfen nicht nur einen Blick in den Schrank sondern versorgten sich gleich mit Lesestoff. Zwei Paten sorgen dafür, dass der Inhalt des Schranks regelmäßig durchgese-

hen wird. Ein großer Dank geht auch an die Mitarbeiter der Stadtwerke, die für die Montage des Bücherschranks verantwortlich zeigen. Ab sofort gilt also: Bücher können hineingestellt und entnommen werden. Dabei hoffen alle Verantwortlichen auf reges Interesse und wünschen sich, dass sowohl der Inhalt als auch der Bücherschrank selbst gut behandelt werden.

Besuch aus Fernost Oberbürgermeister begrüßte chinesische Delegation auf Burg Klopp

Nichtsesshaften-Hilfe, erbeten. Insgesamt kamen rund 5.500 Euro zusammen, die je zur Hälfte an die beiden Einrichtungen gespendet wurden. Pfarrer Kley bedankt bei allen herzlich, die durch ihr Mithelfen und Mitfeiern beim Pfarrfest dieses schöne Geburtstagsgeschenk möglich gemacht haben.

Binger Rheinkribben Rückbau des Rohrdurchlasses des Kreuzbachs Bingen (red). Im Laufe der kommenden Wochen wird das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt am Rande der Rheinkribben einen Rohrdurchlass des Kreuzbachs zurückbauen und dadurch die Wegeführung in diesem Bereich verändern. Der rheinseitig parallel zum asphaltierten Radund Fußweg verlaufende und tiefer liegende Fahrweg wird dann nicht mehr durchgängig benutzbar sein. Der Rückbau erfolgt, um die in der Vergangenheit regelmäßig notwendigen Baggerungen zur Freihaltung des Durchlasses entbehrlich zu machen. Der Kreuzbach wird den heutigen Fahrweg zukünftig in einem offenen Bett

kreuzen. Schranken an Beginn und Ende des Fahrwegs werden die Befahrbarkeit für Fahrzeuge unterbinden. Spaziergänger müssen deshalb auf den asphaltierten Fuß-und Radweg ausweichen oder das Bachbett queren, soweit es die Wasserführung des Kreuz-bachs gestattet. Als Nebeneffekt wird die Rückbaumaßnahme den Mündungsbereich des Kreuzbaches in einen naturnäheren Zustand versetzen und auch zu einer Beruhigung des vielgestaltigen Naturraums „Binger Rheinkribben“ beitragen, die ein ökologisch höchst wertvolles Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten sind.

Mit der Stadt und dem Blick ins Mittelrheintal im Hintergrund stellte sich die chinesische Delegation mit Oberbürgermeister Thomas Feser zum Erinnerungsfoto auf die Terrasse von Burg Klopp. Foto: Stadt Bingen (red). Besuch aus Fernost konnte Oberbürgermeister Thomas Feser auf Burg Klopp begrüßen. Eine Delegation aus Fengxian, einem Stadtbezirk der chinesischen Stadt Shanghai, machte im Rahmen ihres Deutschlandbesuches für einen Tag Station in Bingen. Angeführt wurde sie vom Präsidenten des politischen Beratungsausschusses von Fengxian, Chen Hongfan, der Deutschland zum dritten Mal bereist. Weitere Mitglieder der Delegation gehören der Handelsverwaltung und der Wirtschaftskommission Fengxians an. Im Rahmen seiner Be-

grüßung stellte Oberbürgermeister Thomas Feser den chinesischen Gästen die Stadt Bingen vor. Einwohnerzahl und Flächengröße entlockte ihnen ein kleines Lächeln, hat doch allein der Stadtbezirk Fengxian über 500.000 Einwohner von über 14 Millionen Einwohnern Gesamt-Shanghais, wie die Gäste Thomas Feser im Verlauf des Gespräches erzählten. Im Weiteren unterstrichen die chinesischen Gäste ihre Absicht, die Freundschaft zu Deutschland und der Region Bingen zu vertiefen. Der Binger Wein und hier besonders der Riesling habe es ihnen

angetan und fände in Fengxian immer mehr Freunde, sagte Chen Hongfan. Zudem strebe man einen kulturellen Austausch sowie im Bereich des Sports an. Auf das Ansinnen nach einem Austauschprogramm mit Schülern beider Städte sagte der Oberbürgermeister Thomas Feser den Gästen gerne eine Prüfung zu, nicht ohne zu erwähnen, dass bereits das Stefan-George-Gymnasium einen Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule unterhält und just in dieser Woche Schüler dieser Schule in Bingen zu Gast sind.


20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 19

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Alemannia Waldalgesheim will vorn mitspielen Mannschaft hat sich mit Neuzugängen verstärkt / Auftakt am 29. Juli

Alemannia Waldalgesheim, Saison 2016/17 (v. l.): hintere Reihe: Hans-Joachim Blum, Reinhard Schenk, Peter Schlaad, Chrisoph Schunck, Daniel Braun, Felix Pauer, Jonas Becker, Dirk Rodenbach, Klaus Mohr, Heike Schmitt, mittlere Reihe: Patrick Jörg, André Weingärtner, Konstantin Sawin, Nils Balder, Lars Weingärtner, Patrick Walther, Marius Breier, Timo Riemer, Marcel Heeg, Michael Kinast, Kathleen Blum, Pascal Rück; sitzend: Vincenzo Bilotta, Luca Redschlag, Jan Förstel, Pasquale Patria, Tobias Schneider, Paul Kirdorf, Paul Schmidt und Michael Schmuck. Foto: E. Daudistel Trainer es nicht als Umbruch wissen. Die vergangen Saison wurde mit dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen. Dieses Jahr will man weiter vorn mitspielen. Das heißt, um den Aufstieg in die Oberliga, obwohl der Trainer die Hassia Bingen und den SC Idar-Oberstein als Favoriten sieht. Aber auch mit den Mannschaften aus der Pfalz sei zu rechnen. Die Saison 2016/17 beginnt für die Alemannia am Freitag, 29. Juli, 19.30 Uhr, im heimischen Stadion an der Waldstraße mit dem Spiel gegen den ASV Winnweiler.

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doch in der vergangen Saison viele verletzungsbedingte Ausfälle. Dem wird entgegengesteuert mit neun Neuzugängen, deren Durchschnittsalter bei 21 Jahren liegt. „In der kommenden Saison wollen wir torgefährlicher sein“, erinnert der Trainer an die Schwächen beim Torabschluss. Durch neue Spieler ist die Offensive nicht mehr so ausrechenbar, das habe man schon bei den Testspielen gesehen. „In der Offensive haben wir jetzt mehr Alternativen“, so Weingärtner. Obwohl einige junge Spieler zu dem Kader dazu gestoßen sind, will der

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Waldalgesheim (dd). Mit einem jungen und verstärkten Kader geht der SV Alemannia Waldalgesheim in die neue Saison. Das Durchschnittsalter der Fußballmannschaft liegt bei 23 Jahren. „Es ist eine junge und dynamische Mannschaft“, sagt der sportliche Leiter Peter Schlaad bei der Vorstellung der Neuzugänge. Damit strebt der Verbandsligist eine besser Platzierung als im vergangen Jahr an. „Wir haben Lehren aus der abgelaufen Saison gezogen, wo der Kader doch sehr dünn war“, sagt Trainer André Weingärtner. Gab es

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Spektakuläre Vorführungen in der Gensinger Reithalle Kinder und Jugendlichen zeigten akrobatische Leistungen auf ihren Pferden

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Gensingen (red). Es war eine gelungene Kooperation zweier Gensinger Sportvereine, bei der von Wettkampfatmosphäre nichts zu spüren war. Gewinner oder Verlierer gab es nicht. Die jüngste Teilnehmerin des Reitvereins war vier Jahre alt und mit dem ältesten Teilnehmer waren 84 Lebensjahre, allerdings Pferd- und Reiterjahre addiert, in der Reitbahn unterwegs. Zu Beginn gab es noch ein kleines Problem, die Mikrophonanlage funktionierte nicht. Fachmännisch gaben einige Erwachsene gute Ratschläge, doch ohne Erfolg. Bis ein kleiner Junge, der den Bemühungen der Erwachsenen gelassen zusah, cool bemerkte: „Drücken Sie doch mal diesen Knopf da“, und siehe – die Anlage funktionierte. Die Schau konnte beginnen. Blitzschnelle Hunde verschiedenster Rassen eröffneten mit einer rasanten Agility Show zur Freude der

vielen Zuschauer auch in diesem Jahr das umfangreiche Schauprogramm. Den Hunden ist die Halle bestens bekannt, denn in den Wintermonaten wird einmal wöchentlich in der Reithalle trainiert. In ihren schicken und zum Teil mit Hilfe der Eltern genähten neuen Sportanzügen zeigten die Kinder und Jugendlichen der fünf Voltigier-Gruppen akrobatische Leistungen auf ihren Pferden. Zwischendurch gab es eine eigens für diesen Nachmittag eingeübte Quadrille und eine Pferdeschau. Darunter auch eine Ardenner Kaltblut-Stute mit ihrem sechs Wochen alten Fohlen. Man könnte die Atmosphäre in der mit Blumen geschmückten Reithalle an diesem Nachmittag mit einem Sinnspruch von Christian Morgenstern wie folgt beschreiben: „Kinder, Tiere und Pflanzen da liegt die Welt noch im Ganzen“.

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Es ist wieder soweit – vom 22. bis 26. Juli 2016 ist in Weiler Kirmeszeit! Die Weilerer Kirmes oder Kirchweihe oder auch Kerb ist nach wie vor eines unserer liebsten Feste in der Reihe der vielfältigen Veranstaltungen im Verlaufe des Jahres. Die diesjährige Kerb steht unter dem Motto „Wir feiern die Kirche im Dorf“, denn unsere Pfarrkirche wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Die Dorfgemeinschaft feiert nicht nur den 150-jährigen Geburtstag unseres Gotteshauses, sondern wir feiern vielmehr auch, dass hier 150 Jahre lang Leben stattgefunden hat. Mitten im Dorf, mitten unter den Menschen. 150 Jahre Taufen, Gottesdienste, Trauungen, Einschulungsgottesdienste, Kommunionen, Trauerandachten. Unsere

Kirche hat nicht nur geografisch einen festen Platz, die Weilerer haben ihr einen festen Platz in ihrem Gemeinschaftsleben gegeben. Mindestens seit 1815 wird in Weiler die Tradition der Kerwejahrgänge gepflegt. Die Kerweborsch, damals durften noch keine Mädels mitmachen, gruben samstags die Kerb aus, gingen sonntags zur Hl. Messe und machten ihren Umzug durchs Dorf. Montags tanzten sie mit ihren Kerwemädchen beim Hammelstanz das Deckchen aus, verlosten den Hammel und begruben wieder die Kerb, damit sie der nächste Jahrgang im darauffolgenden Jahr wieder ausgraben konnte. Ich danke dem Jahrgang 1996/97 im Namen aller Weilerer, dass er diese Tradition weiterführt und für uns und unsere Gäste die Kerb organisiert. Mein Dank gilt auch dem Musikverein Weiler, der wie immer das Ausgraben der Kerb und den Kerweumzug musikalisch begleiten wird, und danke auch an die älteren

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14.07.16 10:42

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Fax 06721-992930 E-Mail: Ise.Bieg@t-online.de

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E-Mail: Ise.Bieg@t-online.de

13.04.10 09:32 13.04.10 09:32


REGION

22 | Neue Binger Zeitung

Termine VG Rhein-Nahe BCV

Hauptversammlung Bacharach. Der Bacharacher Carneval-Verein lädt seine Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen am Dienstag, 26. Juli, 19.33 Uhr, im Gutsausschank „Zum Grünen Baum“ ein. Auf der Tagesordnung stehen auch Vorstandsneuwahlen. Anträge zur Tagesordnung sind bis drei Tage vor der Versammlung an die Erste Vorsitzende, Heidi Wardeh, zu richten.

Geführte Tour

Funzelwanderung Bacharach. Am Freitag, 22. Juli, 20.30 Uhr, findet die nächste Funzelwanderung statt. Leistungen: Rund eineinhalbstündige geführte Wanderung. Preis pro Person: 7 Euro. Treffpunkt und Anmeldung: Rhein-Nahe Touristik, Oberstraße 10, Tel. 06743919303, E-Mail info@rhein-nahetouristik.de.

Jahrgang 1931

85. Geburtstag Weiler. Am Sonntag, 24. Juli, treffen sich die Mitglieder des Jahrgangs 1931 und des Schuljahrgangs 1931/32 um 10.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena zur Messe. Im Anschluss daran finden sie sich im Gasthaus „Zur Sonne“ zum gemeinsamen Mittagessen zusammen. Dazu gibt es aus der Jahrgangskasse ein Kerwegeld von 10 Euro. Vor 65 Jahren, 1951, waren sieben Jungens des Jahrgangs 1931 die Kerweborsch. Davon leben heute noch drei, die dieses besondere Jubiläum feiern können.

KW 29 | 20. Juli 2016

Termine VG Gau-Algesheim

Einfach tierisch

Die Tiersprechstunde mit Dr. Rolf Spangenberg

Philatelisten

Monatstreff

Willkommen zu einer weiteren Folge unserer Serie „Einfach tierisch“ mit dem beliebten Ingelheimer Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg.

Gau-Algesheim. Der nächste Tauschabend des Vereins für Briefmarkenkunde 1984 e.V. findet am Dienstag, 26. Juli, im PfarrerKoser-Haus (Monika-Saal), Grabenstraße 28, statt. Um 18 Uhr beginnt der Tauschabend für Jugendliche und Erwachsene gemeinsam. Alle Vereinsmitglieder und Interessierten sind herzlich zu dem Tauschabend eingeladen. Weitere Infos unter: www.vereinbriefmarkenkunde.de.

Bei speziellen Fragen können Sie sich gern über diese Zeitung an Dr. Spangenberg wenden: info@neue-binger-zeitung.de

Katze mag keinen Kater

Kornnatter appetitlos

Hund hört nur auf Mann

Wir haben eine sehr sensible Katze, sie ist nun fünf Jahre alt. Wir würden sehr gern von ihr einmal Junge haben, die Unterbringung der Kleinen wäre gesichert. Sie lehnt aber Kater ab. Wenn sie im Garten einem begegnet, faucht sie ihn empört an. Was kann man da nur tun?

Seit vier Monaten haben wir eine Kornnatter, ein sehr sanftes und ruhiges Tier. Etwa alle drei Wochen geben wir ihr eine tote, angewärmte Maus zum Fressen. Doch nun ist sie appetitlos, sie reagiert nicht auf die Maus. Was sollen wir nur tun? Bekannte rieten zur Zwangsfütterung.

Unser Hund – ein Mischling, halb Schäferhund, halb Schnauzer – ist recht unleidlich. Er gehorcht eigentlich nur meinem Mann. Wenn ich oder die Kinder ihm etwas sagen, knurrt er nur; ich habe Angst, dass er auch beißt. Was kann man da machen?

Ja, Katzen sind wählerisch. Wenn Sie unbedingt züchten wollen, sollten Sie sich mit einem Züchter in Verbindung setzen, der einen Zuchtkater besitzt. Wenn Ihre Katze dann deutlich rollig ist, fahren Sie mit ihr zum Kater. Die Züchter haben einen speziellen Raum für den Liebesakt der Katzen. Aber – eine Garantie gibt es nicht. Es kann durchaus sein, dass der Ausflug in wildem Gekreische und Gekratze endet.

Das ist wohl nicht erforderlich. Kornnattern legen öfter einmal Fütterungspausen von einigen Wochen ein. Das kann verschiedene Gründe haben – beginnende Häutung, Geschlechtstrieb oder einfach lang andauernde Sättigung. Riesenschlangen fressen nur ein- bis dreimal pro Jahr. Kleine, junge Schlangen nehmen fast jede Woche eine Maus, ältere Kornnattern manchmal nur einmal im Monat.

Dieses Verhalten ist nicht zu dulden, denn es könnte zu Beißunfällen kommen. Gehen Sie mit ihm in eine Hundeschule. Dann sollten Sie und die Kinder ihn abwechselnd füttern. Außerdem, während Ihr Mann ihn festhält, könnten Sie und die Kinder ihn kämmen und bürsten. Damit zeigt man ihm gewaltfrei, wer in der Hierarchie über ihm steht. Er glaubt fälschlicherweise, hinter Ihrem Mann die zweite Position in der Familie zu haben!

Kinder sangen für Kinder

Aktuelle Meldungen auch bei Facebook https://www.facebook.com/ Neue.Binger.Zeitung

Ockenheim. Alle Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse, die in den Sommerferien für zwei Tage „Tennisluft“ schnuppern und viel Spaß haben möchten, sind herzlich auf die Tennisanlage des Ockenheimer Tennisclubs eingeladen. Das Camp findet am Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. August, von 9 bis 14 Uhr wieder mit Unterstützung der Sportjugend Rheinland-Pfalz und der ATC Tennisschule Garry Wotschke statt. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 40 Euro, inklusive zweimal Mittagessen, Getränke und T-Shirt. Tennisschläger und Bälle werden zur Verfügung gestellt. Nähere Infos und Anmeldeformulare gibt es unter www. ockenheimer-tennisclub.de.

Kleiderkammer

Weilerer Grundschüler waren beim SWR-Sommerfestival

Öffnungszeiten Gensingen. Die Kleiderkammer in der Bahnhofstraße 1 (im Hof der alten Metzgerei Wendel) ist am Donnerstag, 21. Juli, 16 bis 18 Uhr, geöffnet. Bitte Berechtigungsschein mitbringen. Die Annahme von Spenden erfolgt nach telefonischer Absprache unter 015253691268.

Beratung

Wir für Sie

OTC-Tenniscamp

VG Sprendlingen-Gensingen

Rentenversicherung Münster-Sarmsheim. Am Donnerstag, 28. Juli, 9 bis 17 Uhr, findet in der Grabenstraße 7 eine Beratung zu Rentenanträgen statt. Terminvereinbarung bei Gerd Neher, Versichertenberater Deutsche Rentenversicherung, Tel. 06721-45791 oder 0170-2336352, E-Mail gerd_neher@web.de.

Ferien am Ort

Workshop

„Überbehüten“ Der Kinderchor der Grundschule Heilig-Kreuz unter der Leitung von Gerhard Fichter. Weiler (mu). Zahlreiche Besucher konnten beim SWR-Sommerfestival hinter die Kulissen des Senders sehen. Mit dabei die „Herzenssache“, die Kinderhilfsaktion des SWR, SR und der Sparda-Bank. Auf der Foyer-Bühne zeigte der Kinderchor der Grundschule Heilig-Kreuz unter der Leitung von Gerhard Fichter, dass es für ihn eine Herzensangelegenheit ist, auf die Situation von Kin-

dern und Jugendlichen aufmerksam zu machen, denen es nicht so gut geht. Mit dem eigens für diese Veranstaltung von Fichter und seiner Frau Ulrike komponierten und getexteten Lied „Du bist das Herz“ begeisterten die jungen Sägerinnen und Sänger Publikum und Verantwortlich der Aktion. Projektleiterin Sandra Filtzinger, die den Text bereits kannte,

Foto: W. Muskau

freute sich schon darauf zu erfahren, wie der von ihr als „Gänsehautsong“ beschriebene Beitrag aus den Kehlen der Kinder klingt. Sie war nach dem Auftritt genauso begeistert wie HerzenssacheGeschäftsführerin Gitta Haucke. Der exakte Werdegang dieses Liedes wurde im anschließenden Interview mit Fichter und Haucke, moderiert von Dominik Lippe, vertieft.

Sprendlingen. Am Donnerstag, 28. Juli, findet um 10 Uhr im Rahmen der Krabbelgruppe „Die kleinen Michel“ im Theresienheim, Schulstraße 36, ein Workshop zum Thema „Überbehüten – wie viel Freiheit braucht mein Kind?“ statt. Der Workshop findet in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk statt und ist für die Teilnehmer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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AKTUELL / REGION

20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 23

Rekommunalisierung Gemeinsame Schultütenaktion Caritas und Buchhandlung suchen Geschenkpaten der Energienetze Gas- und Stromnetz wieder in städtischer Hand Bingen (red). Das heutige Museum am Strom war früher das Elektrizitätswerk der Stadt Bingen und auch die Gasversorgung (Gasnetz und Produktion) befand sich in städtischer Hand bis 1969. Seit dem Verkauf von Gas- und Stromnetz an die RWE besaß die Stadt zwar Aktien der RWE, hatte aber keinen direkten Einfluss mehr, weder auf das Netz noch auf die Versorgung. Das ist nun wieder anders. Nach der letzten gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss sowie Werksausschuss erklärt Stadtratsmitglied Dr. Till Müller-Heidelberg, der für die SPD-Fraktion federführend seit Jahren das Thema Rekommunalisierung des Elektrizitäts- und Gasnetzes betrieben hat: „Nach jahrelanger und intensiver Arbeit haben wir endlich unser Ziel erreicht. Angesichts der zum 31. März 2016 auslaufenden Konzessionsverträge mit RWE und EWR für das Elektrizitäts- und Gasnetz von Bingen haben wir uns seit Anfang 2013 dafür eingesetzt, dass die Stadt Bingen im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge neben der Zuständigkeit für Wasser und Abwasser auch wieder das Elektrizitäts- und Gasnetz in die eigene Hand bekommt und somit die optimalen Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger treffen kann.“ Nachdem der Stadtrat bereits im November letzten Jahres aufgrund der vorangegangenen Ausschreibung dem Kooperationsangebot der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (mehrheitlich Ingelheim) den Zuschlag erteilt hatte, haben nunmehr Haupt- und Finanz- sowie Werksausschuss in ihrer letzten Sitzung dem Kooperationsvertrag zwischen Bingen

und Ingelheim ihre Zustimmung erteilt. Danach bilden die Rheinhessische und die Stadtwerke von Bingen eine neue Bingen Netz GmbH & Co KG mit einer Mehrheit von 51 Prozent für die Stadt Bingen und diese gemeinsame Gesellschaft schließt die Konzessionsverträge für Strom und Gas mit der Stadt Bingen ab. „Dadurch stärken wir auch gleichzeitig unsere eigenen Stadtwerke, die zunehmend Aufgaben für die gemeinsame Bingen Netz GmbH & Co KG übernehmen werden und sich dadurch in den neuen Bereich einarbeiten können“, ergänzt Philipp Staudinger, der SPD-Sprecher im Stadtwerkeausschuss. Neben einem stärkeren Einfluss auf die beiden Versorgungsnetze verspricht sich die Stadt von diesem Engagement eine relativ sichere Rendite von 5,5 Prozent. „Und darüber hinaus besteht nach dem Kooperationsvertrag die Option, dass die Stadt Bingen ihre Mehrheit an der Kooperationsgesellschaft auf bis zu 74,9 Prozent erhöht“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Hüttner. „Auch eine Verschmelzung der Kooperationsgesellschaft mit der Rheinhessischen ist möglich, verbunden mit einer gleichberechtigten Beteiligung der Stadt Bingen an der Rheinhessischen. So entstände eine gemeinsame starke Gesellschaft für die Versorgung der Städte Ingelheim und Bingen nach dem Muster der erfolgreichen gemeinsamen Gesellschaft für die Rheinwelle.“ Insgesamt also nach Auffassung der Sozialdemokraten eine runde Sache, die alle Binger Wünsche erfüllt und obendrein vielversprechende zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Bingen (red). Auch in diesem Jahr suchen das caritas-zentrum St. Elisabeth und die Buchhandlung Schweikhard wieder GeschenkPaten für Schulutensilien für Kinder aus benachteiligten Familien. Wenn die Schüler nach den Sommerferien in die Schule gehen benötigen sie wieder etliche neue Schul- und Bastelutensilien.

Nicht allen Familien fällt es leicht hierfür die Kosten aufzubringen, um Füller, Farbkasten, Malstifte usw. zu kaufen. In Zusammenarbeit mit Schulen und den Beratern des caritas-zentrums St. Elisabeth wurden verschiedene Familien über diese Aktion informiert und haben ihren Bedarf angemeldet. Die Wunschzettel

der Kinder können in der Buchhandlung Schweikhard, Schmittstraße 33 abgeholt oder vor Ort eingelöst werden. „Wie viel der Schenkende für den Wunschzettel ausgeben möchte, bleibt ihm selbst überlassen“, so Christiane Sieben, Leiterin des caritas-zentrums. Die Aktion geht bis Ende August.

101. Geburtstag gefeiert Thomas Feser gratulierte Jubilarin Maria Friederizi im Stift St. Martin zi sehr über die Glückwünsche und einen Blumengruß sowie ein Präsent, welches der Oberbürgermeister überreichte. Seit einigen Jahren lebt die Jubilarin im Stift St. Martin Bingen. Ursprünglich stammt sie aus Kleinhehlen, einem heutigen Stadtteil von Celle in Niedersachsen. Über Düsseldorf führte die gelernte Verkäuferin ihren Lebensweg 1981 nach Bingen. Bis ins hohe Alter gehörten Kreuzworträtsel und Lesen zu den Hobbys von Maria Friederizi.

In die Schar der Gratulanten reihten sich neben der Tochter und dem Schwiegersohn auch Oberbürgermeister Thomas Feser (re.) und der Heimleiter Diakon Wolfgang Siebner (Mitte) ein.  Foto: Stadt Bingen (red). „Die 101 Jahre sieht man Ihnen wirklich nicht an“, freute sich Oberbürgermeister Thomas Feser, einer Jubila-

rin gratulieren zu können, die trotz ihres hohen Alters noch erstaunlich fit ist. Und so freute sich denn auch Maria Friederi-

„Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, einen solch hohen Geburtstag zu feiern. Ich wünsche Ihnen für das neue Lebensjahr viel Freude und Gesundheit, auf dass ich im nächsten Jahr wieder zu Ihrem Geburtstag gratulieren komme“, sagte Oberbürgermeister Thomas Feser zum Abschluss seines Besuches.

Lichterspiele lockten viele Gäste Drei Tage Livemusik, vorzügliche Weine und illuminierte Hausfassaden

Zu Besuch an der Saar Mit den BenediktFreunden unterwegs Gau-Algesheim/Ockenheim (red/ rar). 25 erwartungsvolle und wissbegierige BenediktFreunde brachen zu ihrer sechstägigen Busreise auf, um das ihnen bis dahin noch unbekannte Saarland zu erkunden. Mit zahlreichen neuen Erkenntnissen und vielen bleibenden Eindrücken kehrte man wohlbehalten wieder nach Hause zurück. Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken und ihre mehr als 1.000-jährige Geschichte beeindruckte die Teilnehmer sehr. Auf der Reise in die Welt der Keramik erlebten man die Faszina-

tion der Weltmarke Villeroy und Boch. Vom Aussichtsturm Cloef lag die Saarschleife atemberaubend schön zu Füßen. Auch die Gartenstadt Metz, Hauptstadt des Departements Moselle und der Region Lothringen, die Kleinstadt Bouzonville am Ufer der Nied, Saarlouis, Saarburg, Trier und Tholey wurden besichtigt Schon jetzt freuen sich die BenediktFreunde auf die nächste sechstägige Reise, die vom 11. bis 16. Mai in die Oberpfalz zur Abtei Waldsassen führen wird.

Horrweiler (dd). Was gibt Schöneres, als in lauen Sommernächten im Freien zu sitzen, der Musik zu lauschen, guten Wein zu genießen und die tollen Lichteffekte zu bewundern. All das war am Wochenende drei Tage lang bei den Lichterspielen möglich. Lange Tischreihen, von der Kelter bis zur Linde, luden die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern zum Verweilen ein. Das Tanzbein wurde geschwungen oder wer es ruhiger mag, der lauschte dem

Jazz und Swing mit einen guten Glas Wein oder Sekt in der Hand. Der Posaunenchor machte Werbung am Infostand und mit einem zweistündigen Platzkonzert unterhielt er mit seinem großen Repertoire die Weinfestbesucher. Zahlreiche Leckereien galt es zu probieren. Hier insbesondere der fremdartige Geschmack von kleinen Köstlichkeiten, zubereitet von syrischen Flüchtlingen. Auch die Jüngsten kamen auf ihre Kosten. Sei es auf der Hüpfburg und beim

Spielmobil oder dem Circus-Mitmach-Clowntheater. Spannendes und Neues wusste Rainer Böß bei einer Führung durch den Ort zu erzählen. Und für Kulturinteressierte hatte das Weindorfmuseum seine Türen geöffnet. Wieder einmal mehr war das legendäre Fassdaubenrennen ein Anziehungspunkt. Und wie sollte es anders sein, gewann Lokalmatador Hardy Höpp das Rennen knapp vor seiner Frau Ulrike.   Foto: E. Daudistel


REGION

24 | Neue Binger Zeitung

Termine VG RStromberg Sprechstunde

Energieberatung Stromberg. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet die Möglichkeit eines ausführlichen Beratungsgesprächs an. Der Energieberater hat am Freitag, 5. August, 10 bis 13 Uhr, Sprechstunde im Paul-Schneider-Haus, Binger Straße 3a. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. 06724-93330.

Soonwald

KW 29 | 20. Juli 2016

Baubeginn verschiebt sich

Termine Region

Sanierung der L416 soll in den Sommerferien abgeschlossen werden Horrweiler/Aspisheim (red). Der Landesbetrieb Mobilität informiert, dass nicht wie angekündigt mit Beginn der Sommerferien ab Montag, 18. Juli, sondern erst am Montag, 25. Juli, die L 416 zwischen Aspisheim und Horrweiler wegen Sanierung der in 2014 er-

stellten Fahrbahn für den Verkehr voll gesperrt werden muss. Die Arbeiten sollen noch in den Sommerferien abgeschlossen werden. An mehreren Stellen haben sich stärkere Hebungen in der neuen Fahrbahn eingestellt. Grund

für die Hebungen ist das Quellen von Wasser und Kalk in tieferen Schichten. Dieser kritische Bereich des Untergrundes muss ausgetauscht werden. Die Kostenübernahme für die Sanierung wird zwischen den Beteiligten noch verhandelt.

Ein schöner Sonntag

Stromberg (gg). Das Unwetter, das vor gut drei Wochen die Stadt heimsuchte und zahlreiche Keller und Gebäude unter Wasser setzte, hatte sich am vergangenen Sonntag zum Guten gewendet und so war das große Benefizfest zugunsten der Hochwasseropfer ein großer Erfolg.  Foto: G. Gsell

Spenden mit Spaß Außergewöhnliche Unterstützung für den Ockenheimer Kirchbauverein

KombiNationen

Büdesheim/St. Johann (red.) Am Freitag, 8. Juli, ist in Büdesheim eine schwarze weibliche Katze mit drei Katzenwelpen aufgefunden worden. Am Sonntag, 10. Juli, wurde in St. Johann ein schwarzer, zutraulicher Kater mit weißen Pfoten aufgefunden. Die Tiere befinden sich in Obhut vom Tierschutzverein Mensch und Tier in Bingen. Weitere Infos unter Tel. 0157-79860850.

Odernheim. Am Samstag, 23. Juli, 21.30 Uhr, finden in der Klosterruine auf dem Disibodenberg Klang- und Lichtvisionen unter freiem Himmel statt. Unter den mächtigen Bäumen der Klosterruine werden die Sängerin Ute Kreidler und der Lichtkünstler Alfred Wolski die visionären Gesänge der Hildegard von Bingen in einer gemeinsamen Performance erstrahlen lassen. Vorverkauf bei ReserviX und an allen Vorverkaufsstellen 17/14 Euro sowie an der Abendkasse 18/15 Euro. Bereits ab 12 Uhr beginnt der Markt im Museumshof. Präsentiert wird ein vielseitiges Angebot rund um die Hildegard-Ernährung und –Heilkunde.

Burg Rheinfels

Burgfest St. Goar. Am Samstag, 23. Juli (10 bis 20 Uhr), und am Sonntag, 24. Juli (11 bis 18 Uhr), erwartet die Besucher von Burg Rheinfels das fünfte mittelalterliche Burgfest mit einem bunten Programm für die ganze Familie. Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, Gewandete 6 Euro, Kinder (sechs bis 14 Jahre) 3 Euro. Kinder unter sechs Jahren frei.

Schweppenhausen. Regelmäßig jeden vierten Montag im Monat treffen sich Deutsche und Flüchtlinge in der Zeit von 14 bis circa 17.30 Uhr zum gemeinsamen Handarbeiten. Egal ob Stricken, Häkeln, Sticken, Nähen mit und ohne Maschine – unter dem Begriff KombiNationen wird alles angeboten. Treffpunkt ist die Evangelische Kirche in Schweppenhausen. Das nächste Treffen findet am 25. Juli statt.

Katzen gefunden

Siefersheim. Mit einem Dorffest am Wochenende 23./24 . Juli und dem Projekt „Wein hören, Kartoffel sehen, Siefersheim spüren!“ feiert die Ortsgemeinde das Rheinhessen-Jubiläum. Weitere Infos unter www.siefersheim.de.

Open-Air

Stromberger feierten gemeinsam für den guten Zweck

Handarbeiten

Tierschutzverein Mensch und Tier

Dorffest

Klosterruine

„Prickel-Tour“ Dörrebach. Zu einer „Prickel-Tour“ durch den Soonwald lädt die Kultur- und Weinbotschafterin Nicole Preiss für Samstag, 23. Juli, ein. Im Rahmen einer kleinen Sektprobe während einer gut dreistündigen Wanderung durch den Soonwald erfahren die Teilnehmer, wie die Perlen in den Sekt kommen und sie hören kleine Anekdoten rund um das schäumende Vergnügen. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Soonwaldstraße 13. Die Teilnahme kostet 16 Euro pro Person, inklusive Sektprobe und Häppchen. Anmeldung bis 20. Juli bei Nicole Preis, Tel. 06724-605588, oder per EMail an n.preis@kuweibo-nahe.de. Festes Schuhwerk empfohlen.

200 Jahre Rheinhessen

Elternkreis-Treffen

Suchthilfe

Mit der Wiege-Aktion soll Geld für das Kirchendach fließen.  Ockenheim (red). Bereits zum vierten Mal lud der Kirchbauverein St. Peter und Paul Ockenheim zur Musik am Weiher. Schon zum Vorprogramm mit den „MondaySingers” hatten sich zahlreiche Besucher auf dem Jakobsberg eingefunden. Die Bad Kreuznacher Band „six and the city“ übernahm nach einer halben Stunde die Mikros und bot erneut in gewohnt professioneller Weise ein kurzweiliges Programm dar. Zu einem besonderen Höhepunkt

kam es, als sich P. Rochus OSB und Pfarrer Henning Priesel für die anstehende Sanierung des Kirchendaches der Ockenheimer Kirche auf die Balkenwaage stellten. Mit Haut und Haaren wollen beide diese Spendenaktion des Kirchbauvereins unterstützen. „Jeder Euro zählt“, so Priesel und gab damit den Startschuss für die noch bis zum Erntedankfest laufende Spendeaktion. Schnell sammelten sich die ersten 2 Euro-Stücke im Korb von P. Rochus.

Foto: privat „Damit ist ein Anfang gemacht. In der Kirche liegen Überweisungsträger aus, um die Aktion zu unterstützen“, ergänzt P. Rochus. „Und schließlich starten wir am Sonntag, 24. Juli, bei der Vierzehn-Nothelfer-Wallfahrt hier auf dem Jakobsberg einen weiteren Versuch. Helfen Sie dort mit Ihren 2-Euro-Stücken mit, dass wir es in den nächsten Monaten schaffen, Pfarrer Priesel in die Luft gehen zu lassen!“

Ingelheim. Initiiert durch die Sucht- und Jugendberatungsstelle gibt es das Angebot eines Elternkreises in Form einer Selbsthilfegruppe. Angehörige von Jugendlichen, die illegale Drogen konsumieren, erhalten die Möglichkeit, sich auszutauschen, Zuspruch von anderen zu erfahren und wichtige Tipps zu bekommen. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 2. August, 19 bis 21 Uhr, im Café DIA, Georg-RückertStraße 24, statt. Weitere Infos unter www.sucht-undjugendberatung.de und Tel. 06132-6220020.

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20. Juli 2016 | KW 29

Neue Binger Zeitung | 25

Helfer IN SCHWEREN STUNDEN

Feuerbestattungen weiter auf dem Vormarsch

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© iStockphoto.com, ius2007

Aeternitas fragte die Bundesbürger nach ihren Bestattungswünschen

Bestattungsinstitut Rudolf Finkenbrink

Nur noch jeder vierte Bundesbürger bevorzugt das klassische Sarggrab auf einem Friedhof. Einäscherungen und damit verbundene, pflegefreie Beisetzungsmöglichkeiten gewinnen hingegen weiter an Beliebtheit. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas. Wünschten sich im Jahr 2004 noch 39 Prozent für die eigene Bestattung ein klassisches Sarggrab auf dem Friedhof, bevorzugen dies 2016 nur 24 Prozent der Bundesbürger. 2013 waren es noch 29 Prozent. Für das übliche Urnengrab auf dem Friedhof würden sich derzeit 19 Prozent entscheiden. An Beliebtheit gewonnen haben pflegefreie bzw. Grabangebote, in denen die Pflege bereits enthalten ist. 47 Prozent favorisieren diese im Vergleich zu 39 Prozent im Jahr 2013. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Beisetzungen in Bestattungswäldern, Seebestattungen oder Ascheverstreuungen in der Natur, aber auch Gemeinschaftsgräber, Urnenwände, anonyme Gräber oder Baumbe-

stattungen auf Friedhöfen. Voraussetzung ist hier üblicherweise eine Einäscherung. Der Anteil derer, die sich eine Urnenbeisetzung zuhause bzw. im eigenen Garten wünschen, ist im Vergleich zu 2013 von neun auf fünf Prozent gesunken. "Vielleicht zeigt sich hier eine Folge der zunehmenden Angebotsvielfalt, auch auf Friedhöfen", vermutet Christoph Keldenich, Vorsitzender von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur. Trotz der zunehmenden Präferenz für pflegefreie Grabformen schätzen weiterhin 47 Prozent der Befragten Grabpflege für sich selbst als Bereicherung ein - und 44 Prozent als Belastung. Menschen mittleren Alters zwischen 40-49 Jahre sehen dabei besonders die Belastung im Vordergrund (58 Prozent). Für Ältere ab 60 Jahren ist es hingegen häufiger eine Bereicherung, wenn sie sich um ein Grab kümmern können bzw. könnten (55 Prozent). Als belastend empfindet dies in dieser Altersgruppe nur ein Drittel. Auch bei der Frage nach dem bevor-

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zugten Grabmalmaterial schlagen sich die Veränderungen der Bestattungskultur hin zu mehr Vielfalt nieder. Eine klare Mehrheit von 64 Prozent präferiert zwar weiterhin Stein. In einer Umfrage von 1996 waren es allerdings noch 85 Prozent. Holz und Materialkombinationen konnten seitdem an Zustimmung zulegen, von vier auf zwölf bzw. von vier auf zehn Prozent. Aeternitas wollte von den Bundesbürgern auch wissen, ob der Friedhof für sie mehr als einen Bestattungsort darstellt. 52 Prozent der Befragten bejahten dies, insbesondere Menschen ab 60 Jahren (59 Prozent). Am häufigsten genannt wurden in diesem Zusammenhang der Friedhof als Ort der Ruhe, der Besinnung oder inneren Einkehr und als Ort zum Spazierengehen und zur Erholung. Für die Studie befragte das Institut TNS-Emnid im Auftrag von Aeternitas Ende März 2016 im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe 1.005 Bundesbürger. Bild + Quelle: www.aeternitas.de

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REGION

26 | Neue Binger Zeitung

2.400 Asylbewerber im Kreis

KW 29 | 20. Juli 2016

Musikalische Italienreise Kirchliche und weltliche Musik in der Kirche zu Lugagnano

Höchster Stand in Mainz-Bingen seit 2012 Mainz-Bingen (red). Der Landkreis nimmt aktuell gesamtgesellschaftliche Aufgaben für über 2.400 Asylbewerber wahr, die darauf warten, dass über ihre Bleibeperspektive entschieden wird – so viele wie noch nie seit 2012. Alleine dieses Jahr wurden dem Landkreis bereits 924 Menschen zugewiesen. „Glaubt man den Prognosen des Bundesinnenministeriums, dann kommen noch 1.028 dieses Jahr dazu“, blickt Landrat Claus Schick schon mal voraus. Seit Juni 2015 stieg die Zahl der Asylsuchenden im Landkreis binnen eines Jahres von 957 auf den aktuellen Stand von 2.421 – ein Plus von 153 Prozent. „Dazu kommen noch die 687 Menschen, die im Leistungsbezug des Job Centers stehen, deren Asylantrag schon genehmigt wurde“, so Schick. Für den Entscheid über die Asylanträge ist der Bund, genauer das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), zuständig. „Der Kreisverwaltung sind diesbezüglich die Hände gebunden“, erklärt Schick, was nicht heiße, dass man in Ingelheim untätig bleibe. Neben einem Brief an den Bundesinnenminister im April, der bisher unbeantwortet blieb, kontaktierte die Kreisverwaltung auch die Au-

ßenstelle des BAMF in Bingen. Zentrale Bitte: Die schnelle Abarbeitung der Fälle, die unter anderem noch aus dem Jahr 2012 stammen. Daneben werden sogenannte Rückführungsgespräche seitens des Kreises mit jenen geführt, denen das BAMF wohl keine Bleibeerlaubnis aussprechen kann. „Seit 2012 gab es 356 freiwillige Ausreisen, begleitet durch unsere Ausländerbehörde. Seit Beginn dieses Jahres sind es schon alleine 149“, resümiert Schick. Doch bei allem bisher Geleisteten: „So kann es nicht weiter gehen, die Wartezeit ist schlicht zu lange. Die Anträge müssen beim Bund zwingend schneller bearbeitet werden“, fordert Schick. Denn: Nicht nur die Kosten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden durch Stillstand in die Höhe getrieben, sondern auch die Kommunen mit erheblichem Mehraufwand belastet. Und noch schlimmer: „Menschen, die über eine gute Bleibeperspektive verfügen, müssen derzeit unzumutbar lange auf ihre Anerkennung warten. Und jenen mit schlechten Chancen auf Asyl werden falsche Hoffnungen auf einen Verbleib in Deutschland gemacht“, verdeutlicht der Landrat.

Der Musikverein aus Weiler spielte zum Frühgottesdienst in der Kirche in Lugagnano.  Weiler (red). Die Partnerschaft zwischen Weiler und der in der italienischen Provinz Verona gelegenen Gemeinde Lugagnano besteht bereit mehr als 14 Jahren. Durch den Besuch des Musikvereins wurde den freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Gemeinden eine weitere Facette hinzugefügt. 60 aktive und passive Mitglieder des Musikvereins machten sich zusammen mit Karl Thorn, Bürgermeister der Verbandgemeinde RheinNahe, und Peter Zimmermann als Vertreter der Ortsgemeinde Weiler auf den langen Weg zur Partnergemeinde am Gardasee. Es sollte ein Wochenende mit mehreren Konzerten des Orchesters des Musikvereins werden, in dessen Mittelpunkt die Freundschaft mit den italienischen Partnern stehen sollte. Bei der Verkostung des traditionellen Parmigiano-Käses und anschließender Weinprobe waren die Strapazen der Reise schnell ver-

gessen. Zusammen mit den italienischen Gastgebern und einer französischen Delegation wurde zum Abschluss des Tages ein typisch italienisches Abendessen in freundschaftlicher Atmosphäre eingenommen. Die französischen Gäste waren nach Lugagnano gekommen, um im Geiste der europäischen Freundschaft ein Partnerschaftsabkommen mit der italienischen Gemeinde Sona-Lugagnano zu unterzeichnen. Nach Ansprachen der Bürgermeister der italienischen und französischen Partner wurden von Verbandsbürgermeister Karl Thorn und dem Weilerer Beigeordneten Peter Zimmermann die herzlichen Grüße von Verbands- und Ortgemeinde überbracht. Beide Redner betonten die besondere Bedeutung der langjährigen Partnerschaftsbeziehungen für die europäische Integration und begrüßten die Begründung der neuen Partnerschaft mit der französischen Gemeinde

Foto: privat

außerordentlich. Wegen eines Gewitters konnten erst am nächsten Morgen die Musiker unter Dirigent Jörg Thommes ihr Können unter Beweis stellen. Das Orchester des Musikvereins ließ während des Früh-Gottesdienst in der Kirche zu Lugagnano kirchliche und weltliche Musik erklingen. Die gute Auswahl der Stücke, deren gekonnte Umsetzung, die besondere Atmosphäre und Akustik der Kirche und ein begeistertes Publikum machten diesen Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Der erste Teil des abendlichem Konzertes wurde durch die „Banda di Sona“, einem Blasorchester der Verbandsgemeinde Sona, bestritten. Das mit mehr als 60 Musikern besetzte italienische Orchester präsentierte ein buntes Programm moderner Blasmusik und erhielt dafür viel Applaus. Musikalischer Höhepunkt war die Titelmusik des Films „Forrest Gump“, arrangiert für symphonisches Blasorchester.

Beeindruckendes Konzert zum 130. Geburtstag „Männer-Menna-Männer“ – ein gelungener Abend in der Weilerer Rhein-Nahe-Halle Weiler (red). „Männerchor Weiler ... ganz schön anders“ – so hatte der Männerchor mit seinen 40 gestandenen Männern im MGV unter der Gesamtleitung von Andreas Arneke anlässlich seines 130. Geburtstages getitelt und ein Motto vorgegeben, „Männer-MennaMänner“, das natürlich Neugier weckte. Genauso gespannt wie die Konzertbesucher auf das Programm, Inspiration und Intonation aller Akteure waren, waren die Sänger gespannt auf die Resonanz der Konzertbesucher. Weitaus mehr Besucher als erwartet waren aus nah und fern in die Rhein-Nahe-Halle geströmt, sodass die Sänger erst körperlich gefragt waren: zahlreiche Stühle waren noch herbei zu schaffen, damit jeder einen Sitzplatz hatte. Das erste „Aha“ galt der ungewöhnlichen Hallenausstattung für ein Konzert: die Bühne in der Hallenmitte, eine beeindruckende Dekoration mit männerspezifischen Gegenständen, Oldtimer, Traktor, Motorrad, Roller, Rennrad, Caddy,

ein weiter Fallschirm füllte den Deckenbereich und viele andere Accessoires waren von Elmar Bootz und seinen Helfern sehr feinfühlig zusammengestellt. Perfektioniert wurde die Bühnenpräsentation durch gut eingebrachte Lichteffekte und eine angemessene Beleuchtung von Jürgen Bootz, der auch für den guten Ton sorgte. Einen machtvollen Auftakt gab es mit Grönemeyers „Männer“. Dieser Männerszene setze Menna Mulugeta mit einem herzlichen „Hello“ von Adele gleich einen Kontrapunkt. Die Band mit Gitarrenvirtuose Bernd Sperrfechter, Martin Wagner an den fliegenden Tasten des Akkordeons, Hanns Höhn, unnachahmlich am Bass, und dem talentierten Andreas Arneke am Piano war natürlich allererste Wahl, um ein solch anspruchsvolles Konzert mit zu bestreiten. Alle Akteure führten mit ihren Darbietungen die Zuhörer von einem Konzerthöhepunkt zum nächsten. Menna Mulugeta legte sich bei ihrem Heimspiel natürlich ganz besonders „ins Zeug“. Werke der Soul- und

Rockszene setzen Glanzlichter im Programm und die Zuhörer fanden es genauso glanzvoll und spendeten grenzenlosen Applaus. Bei der Uraufführung des Rheinhessenjubiläum-Songs in Weiler streichelte Menna mit ihrer souligen Kehle in tiefer Liebe ihre Heimat mit Tönen und Worten aus der Feder von Andreas Arneke: „Mein Rheinhessen, ich bin in dich verliebt“. Da hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Plätzen. Der Chor, bestens eingeübt von Arneke, schlug dann den Bogen der Chormusik von der Zeit der Renaissance, mit einem einfühlsamen Madrigal, über Farbtupfer aus der Romantik bis zur zeitgenössischen Rock- und Popszene. Gerhard Lautz und Adam Schmitt hatten große Freude dabei, das spannende Programm kurz und verbindlich, aber auch routiniert zu moderieren. Auch im zweiten Teil waren die Sängerdarbietungen nicht minder spektakulär. Gospels und Spirituals hatte Chorleiter Arneke sehr gezielt ausgewählt, das war höchste Gesangskunst. Das

Der Weilerer MGV mit Menna Mulugeta. Konzert „schön anders“ neigte sich nach mehr als zwei Stunden dem Ende zu. Das „Haus am See“ des Reggae-Musikers Peter Fox mit Solistin und Band war der absolute „Knaller“ des Abends. Erneut quittierte das Publikum dieses Werk mit Standing Ovations. Nach einem angenehmen kontrastreichen Akzent, dem „Morgenrot“ von Robert Pracht, lud man noch zum Verweilen ein, denn viel wollte und musste man nach einem rundum gelun-

Foto: privat

genen Konzertabend noch austauschen und gefeiert werden sollte auch. Die anhaltend geforderten Zugaben beschlossen die Akteure in Mundart mit der „Wonderful world“, Abschluss eines begeisternden Abends für Akteure und Zuhörer. War es nun anders? Völlig anders und mutig obendrein. Arneke und seine Sänger hielten, was man in der Werbung versprochen hatte, so die einhellige Resonanz der Zuhörer.


20. Juli 2016 | KW 29

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SPORT

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KW 29 | 20. Juli 2016

Erfolgreiches Wochenende

Mit frischem Schwung in die neue Saison

Binger Biathleten qualifizieren sich für Deutsche Meisterschaft

Hassia Bingen bereitete sich im Trainingslager auf die kommenden Spiele vor

Der Kader der Ersten Mannschaft, Betreuer, Trainerteam und Vorstandsmitglieder von Hassia Bingen. Foto: privat

Bingen (red). Der Biathlon Neuzugang der Schützengesellschaft Bingen, Finn Gerken (re.) aus Appenheim, konnte auf Anhieb seine Wertungsklassen bei der Landesverbandsmeisterschaft Sommerbiathlon Luftgewehr in Steinwenden/Pfalz gewinnen. Erst seit einem Jahr betreibt Finn Gerken den Biathlon-Sport. Stephan Werner aus Gensingen (li.) hat seine vier Titel bei den Landesmeisterschaften im Sommerbiathlon erfolgreich verteidigt. Beide

haben sich damit für die Deutsche Meisterschaft Sommerbiathlon Ende Juli in Altenberg (Erzgebirge) qualifiziert. Werner startete bereits Mitte Mai auf den Landesmeisterschaften mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 m Schießentfernung in Steinwenden/Pfalz und gewann dort die Sprintwertung (4 km) als auch das Massenstart-Rennen (6 km). Nähere Infos zu Sommerbiathlon unter www.sgbingen.de Foto: Schützengesellschaft

Perfekte Präsentation SSV Bingen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin vertreten

Lukas Klos am Start in Berlin. Foto: privat Bingen (red). Was für den einen Schwimmer schon eher Routine war, war für den anderen eine völlig neue Erfahrung: Peter Gollai (Jahrgang 2002) und Lukas Klos (2004) starteten in Berlin bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Peter hatte nach Ansicht seines Trainers Lothar Schubert einen starken Wettkampf und konnte in allen Wettbewerben seine Bestzeiten steigern. In den er-

reichten Finalläufen über 200 und 400 m Lagen konnte er diese neuen Zeiten dann noch einmal toppen, wobei die Zeit von 4:56 über 400 m Lagen nach einer langen Wettkampfwoche mit vielen Starts sicherlich sein stärkstes Ergebnis war. In beiden Finals verpasste er nur knapp den Altersklassenrekord. Lukas stand zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft in einer so großen Halle und vor so viel Publikum auf dem Startblock. Trotz Nervosität bescheinigte ihm sein Trainer Paul Harloff einen sehr guten Rücken-Mehrkampf. Er stieg bei allen Rennen mit neuen Bestzeiten aus dem Wasser, teils sogar mit zwei Sekunden wie bei 100 m Rücken mit 1:14. Neben dem Sammeln von Erfahrungen im Duell mit sehr starker Konkurrenz aus ganz Deutschland gelang es Lukas, das gesteckte Ziel zu erreichen, nämlich mit Platz neun unter den besten zehn Rücken-Mehrkämpfern seines Jahrgangs zu landen.

Bingen (red). Bereits zum vierten Mal war das fränkische Bad Staffelstein Ziel des Kaders der Ersten Mannschaft von Hassia- Bingen. Mitglieder des Vorstandes, der sportliche Leiter Uwe Frowein, das Trainerteam Nelson Rodrigues und Sandro Schlitz und alle Spieler waren erneut von Hotel, Unterkunft, Verpflegung und dem gesamten Umfeld sehr angetan. Sechs Trainingseinheiten standen neben täglichem Morgenlauf und gezielter Betreuung durch Mannschaftsarzt Dr. Lutz Kiefer und Masseurin Kerstin Staudt auf dem Programm. Schwerpunkte des Trainingslagers waren Teambuilding, Gruppen-, Individual- und Mannschaftstaktik. Es wurden gezielt aktive Kommunikation und

mentales Training durchgeführt. Auch Aerobic gehörte zu den Programmpunkten. Ergänzt wurde das professionell geplante und durchgeführte Trainings-Camp durch viele Einzelgespräche mit den Spielern. Rodrigues und Frowein führten im Gespräch mit Hassia-Pressesprecher Günter Frank aus, dass man unbedingt dort anknüpfen werde, wo man Ende der Saison 2015/16 aufgehört hat. Ziel sei es, bis zur Winterpause positive Zeichen zu setzen und bis zum Saisonende einen Tabellenplatz unter den ersten fünf zu belegen. Die Tendenz gehe auf jeden Fall in Richtung Aufstieg in die Oberliga. Der bestehende Kader wurde weiter gefestigt und durch die Neuzugänge

punktuell sinnvoll ergänzt. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, förderungswürdige A-Jugend Spieler weiter zu fördern, diese an die Erste Mannschaft heranzuführen und zu integrieren. Beim Abschluss des Trainingslagers wurde erneut sehr deutlich: „Die Hassia ist eine große, intakte Familie!“

Das erste Heimspiel der neuen Saison ist am Sonntag, 31. Juli, 15 Uhr, gegen den SV Rodenbach. Der Vorstand, die Mannschaft und der gesamte Verein freuen sich auf eine große Zuschauer-Resonanz.

TC Grün Weiss ist Gastgeber Rheinhessenmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren

Bingen (red). Die Rheinhessenmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren in den Altersklassen M40 – M65 und W40 – W60 werden von Donnerstag, 28., bis Sonntag, 31. Juli, auf der Anlage des TC Grün Weiss Bingen auf dem Rochusberg ausgetragen. Die Vorbereitungen für das große Ereignis laufen auf Hochtouren. Schließlich werden um die 100 Gä-

ste erwartet. Entsprechend wird am Donnerstagabend der offizielle Start mit einer Weinprobe mit Sektempfang und einer Cocktailbar mit karibischen Rythmen begonnen. Teilnehmer können sich nicht nur auf vier sportliche und spannende Tage freuen, sondern auch auf ein kulinarisches und buntes Rahmenprogramm. Abgeschlossen werden die Turniere am Sonn-

tag mit der Siegerehrung des Verbandes und dem Fotoshooting für die Presse. Es werden alle Klassen bis LK23 zugelassen. Meldeschluss ist Sonntag, 24. Juli. Das Startgeld beträgt 30 Euro. Die Auslosung findet am Dienstag, 26. Juli, 12 Uhr, statt. Anmelden kann man sich unter mybigpoint.de. Weitere Infos unter www.tc-gw-bingen.de. Foto: privat


REGION

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Erdbeerparty als Landkreis übergibt Fördergelder Benefizveranstaltung Ehrenämter-, Kita- und Sportstätten werden finanziell unterstützt Mainz-Bingen (red). Insgesamt 820.000 Euro hat der Landkreis Mainz-Bingen in der zweiten Förderrunde seiner Ehrenamts-, Kitaund Sportstättenförderung in diesem Jahr vergeben. 34 Antragsteller konnten sich über die Zusagen einer Ehrenamtsförderung von insgesamt rund 216.000 Euro freuen, die von Landrat Claus Schick überreicht wurden. Mit der Kindertagesstättenförderung wurde Geld für 13 Kita-Projekte in Gesamthöhe von etwa 450.000 Euro bereitgestellt. Zusätzlich konnten über die Sportstättenförderung Mittel von gesamt rund 154.000Euro an zwei Antragsteller vergeben werden. „Die ehrenamtliche Arbeit erfordert viel Zeit und Engagement. Ich freue mich, dass es in unserem Landkreis so viele Freiwillige gibt, denen das Gemeinwohl am Herzen liegt“, bedankte sich Schick bei den Anwesenden. Über die Ehrenamtsförderung wird beispielsweise das Dorfmuseum in Niederheimbach räumlich erweitert (20.000 Eu-

ro). Außerdem bekommt der Bacharacher Carneval Verein eine neue Akustikanlage in der Mittelrheinhalle bezuschusst (19.149 Euro). Durch die Sportstättenförderung können nun zum Beispiel die Fenster der Turnhalle des TV Eintracht 1880 Gau-Algesheim erneuert (3.880 Euro) und die SchlossArdeck-Sporthalle der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim saniert werden (150.000 Euro). Die Höhe der Förderung der Projekte richtet sich nach der jeweiligen Steuerkraft der Kommunen und beträgt bei der Ehrenamtsförderung maximal 20.000 Euro, bei der Sportstättenförderung bis zu 150.000 Euro und bei der Kitaförderung höchstens 100.000 Euro. Seit 2007 wurden insgesamt 1.132 Projekte mit rund 20,8 Millionen Euro aus den Mitteln der Ehrenamtsförderung und der Sportstättenförderung unterstützt. Seit diesem Jahr werden erstmals auch Kita-Projekte gefördert, eine Million Euro steht hierfür 2016 zur Verfügung.

Landesfinanzkasse: neue Telefonnummer Center mit einheitlicher Durchwahl Region (red). Das Kommunikations-Center (KC) der Landesfinanzkasse mit Sitz in Daun/Eifel ist künftig einheitlich landesweit unter der Rufnummer 065929579-71000 erreichbar. Das KC steht montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr für Fragen rund um Zahlungen an oder Erstattungen durch die Finanzämter zur Verfügung. Für inhaltliche Fragen rund um den Steuerbescheid und die Festsetzung der Steuer ist weiterhin das jeweilige Finanzamt

zuständig. Die bislang für die Kassenstandorte Pirmasens, Montabaur und Idar-Oberstein gültigen Endnummern werden in Kürze abgeschaltet. Eine Bandansage wird über die neue Erreichbarkeit informieren. Die Landesfinanzkasse ist für die Buchung sämtlicher Zahlungen oder Erstattungen von Steuern und steuerlichen Nebenleistungen (Verspätungszuschläge, Zinsen, Säumniszuschläge) der Finanzämter des Landes RheinlandPfalz zuständig.

BONT spendet für die Unwettergeschädigten im Heimbachtal

Flotte Klänge für den guten Zweck.  Niederheimbach (red). Kürzlich fand die schon zur Tradition gewordene Erdbeerparty von BONT in Niederheimbach statt. Das Orchester – mittlerweile bestehend aus den Musikern der Musikvereine Niederheimbach, Trechtingshausen und der Katholischen Kirchenmusik Bingen – hatte ursprünglich eine Open-Air Veranstaltung geplant. Aufgrund der Unwettervorhersagen wurde die Veranstaltung aber kurzfristig in die Märchenhainhalle des Bürgerhauses verlegt. Bei leckerem Kuchen rund um die Erdbeere sowie Erdbeerbowle und anderen Köstlichkeiten stellte das Orchester sich gekonnt in vier Sets vor. Wie vielseitig Musik sein

Foto: privat kann erklärte die zweite Vorsitzende des MV Niederheimbach, Melanie Straßburger, die die zahlreichen Gäste begrüßte. Sie gab bekannt, dass sich die Vorstände der beteiligten Vereine spontan entschlossen hatten, den Erlös der Erdbeerparty sowie die Spenden der Festbesucher für die Opfer des Unwetters zu spenden. Die Motivation der Musiker konnte so noch mal gesteigert werden. Sie legten sich ordentlich ins Zeug, um den Besuchern guten Grund für großzügige Spenden zu geben. So konnten mittlerweile rund 1.140 Euro auf das Konto für die Opfer des Unwetters überwiesen werden. Abschließend bedankte sich die erste Vorsitzende

Ute Zurstraßen sich bei allen Beteiligten, besonders dem musikalischen Leiter Matthias Scholl, der das komplette Programm zusammengestellt und auch mit den einzelnen Gruppierungen einstudiert hat. Die Katholische Kirchenmusik Bingen begeht in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen, so dass das Orchester neben Auftritten auf verschiedenen Festen im Sommer beim Jubiläumskonzert am 17. September im Binger Kulturzentrum zu hören ist. Dieses Konzert wird vom Stammorchester gestaltet und verspricht ein sehr abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm.

Senioren unterwegs SPD Ortsverein fuhr zur höchsten Steilwand diesseits der Alpen

12.000 Euro Zuschuss Land fördert Dorfmoderation in Ockenheim Ockenheim/Mainz (red). „Das Instrument der Dorfmoderation schafft eine Plattform, sich aktiv mit einem konkreten Projekt auseinanderzusetzen und es zu entwickeln. Zudem stärkt es die Integration in und die Identifikation mit der eigenen Gemeinde“, so Minister Roger Lewentz (SPD). Das Ministerium des Innern und für Sport fördert jetzt eine Dorfmoderation in Ockenheim als Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit im Rahmen des Dorferneuerungs-

programms 2016, wie Minister Lewentz auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Hüttner (SPD) mitteilt. „Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen soll das Interesse geweckt werden, sich bei der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mit einzubringen“, erklärt Hüttner. Die Dorfmoderation wird mit 80 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten gefördert. Somit trägt das Land 12.000 der 15.000 Euro für die Dorfmoderation in Ockenheim.

Trechtingshausen (red). Die diesjährige Seniorenfahrt des SPD Ortsvereins ins Blaue führte zum Rotenfels bei Bad Münster am Stein. Dieses gewaltige Felsmassiv ist die höchste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien. Der Fels ist Naturschutzgebiet und beheimatet eine Vielfalt von seltenen Pflanzen und Tieren, die man in der Region nur hier antrifft. Auch für Wanderfreunde ist der Rotenfels ideal. Einer von vielen Wanderwegen führt direkt entlang der gesamten Kante des Bergmassivs. Der Teil der Gesellschaft, der nicht so gut zu Fuß ist, begab sich direkt in ein Gasthaus und der kleinere Teil machte sich auf, um zur Kante des Massivs zu gelangen.  Foto: privat


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