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PROGRAMMMAGAZIN Schutzgeb端hr: 1,50 EUR


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VORWORT

Independent Was verstehen wir unter Independent? In Europa entstanden in den letzten drei Jahrzehten fast ausschließlich Filme, die von den Filmförderungsanstalten und den TV-Sendern finanziert wurden. Dies beginnt sich seit einiger Zeit zu verändern. Durch die rasante technische Entwicklung haben sich in den letzten Jahren die Herstellungskosten der Filme stark verringert. Es bedarf also nicht mehr unbedingt staatlicher oder senderspezifischer Unterstützung, um einen abendfüllenden Spiel- oder Dokumentarfilm zu produzieren. Indie-Filmer sind unserer Ansicht nach Filmemacher, die mit modernsten technischen Mitteln professionelle Filme herstellen – unabhängig von der Filmförderung und/oder den Wünschen der Fernsehsender. Heute tritt bei der Finanzierung von Filmen immer häufiger die Eigeninitiative in den Vordergrund. Indie-Filmer arbeiten mit der Industrie, der Community, mit Crowdfunding und mit eigenen Mitteln, um eine Grundfinanzierung auf die Beine zu stellen. Bietet sich eine Senderbeteiligung an, wird diese gerne mitgenommen, ebenso Fördergelder. Natürlich braucht auch ein Independent Film Geld. Die Geldgeber haben dabei aber keinen Einfluss auf den Inhalt oder die Produktion des Filmes. Wir glauben, ein Indie-Filmer hat Mut und Energie: Er fragt nicht vorher um Erlaubnis, um einen Film zu drehen, den er drehen will. Er dreht ihn einfach. Diese innere Haltung hat Zukunft in der sich rasch wandelnden Medienbranche. Ein neuer Trend ist geboren. Das SNOWDANCE Independent Filmfestival startet genau an diesem Punkt. Landsberg am Lech im Januar 2014


INHALT

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Inhalt GRUSSWORTE ZUM FESTIVAL BERLIN JUNCTION

Wahre Indies 1973 taten sich ein paar Filmverrückte, angeführt von John Carpenter, zusammen, um eine rabenschwarze Parodie auf Stanley Kubricks Sci-FiEpos „2001: Odyssee im Weltraum“ zu realisieren. 6000 Dollar steckten sie in ihre 16-Millimeter-Produktion, die sie „Dark Star“ nannten. Der Film, hierzulande auch als „Finsterer Stern“ bekannt, lief auf diversen Festivals und war so erfolgreich, dass die Macher sich entschlossen, eine 35-Milllimeter-Version zu drehen – Kostenpunkt: 60.000 Dollar. Mit Blick auf heutige (und damalige) Budgets quasi Milchgeld. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Kultklassiker bis dato weltweit knapp 230 Millionen Dollar erwirtschaftet hat. Als Vergleichszahl: „Lone Ranger“ wird auf ca. 215 Millionen Dollar Produktionskosten geschätzt und hat bislang knapp 90 Millionen eingespielt. Keine Frage, wer besser dasteht, der ewige Haudegen Carpenter („Halloween“) oder der viel gehypte Gore Verbinski, dessen Qualitäten gar nicht in Abrede gestellt werden sollen. Fakt bleibt aber, dass beim Film, ob Kino oder Fernsehen, letztendlich immer nur die ureigene Handschrift, die eigene Vision zählt. Das Publikum ist nicht berechenbar, schwer manipulierbar und durchaus imstande sich eine eigene Meinung zu bilden – auch wenn das TV-Gewaltige und Studiobosse mit ihren generalstabsmäßig geführten Marketingabteilungen nicht gerne hören. Film ist keine Sache des Geldes und ausgeklügelter Strategien, Film hat mit Herz und Hirn zu tun, mit Leidenschaft und der Lust am Erzählen. Wie solche Filme aussehen? Sehen Sie selbst ... beim SNOWDANCE Independent Film Festival. Gebhard Hölzl

THE BIG BLACK DER BÖSE ONKEL IL CUORE IN MANO EZO1 FILMSTADT STADTPLAN & INFOS FUNERALII FERICITE DIE GESCHICHTE VOM ASTRONAUTEN

NOSELAND

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THE QUEEN OF VERSAILLES

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KAPTN OSKAR

WELCOME TO THE MACHINE HARMS

Der Preis ist heiß

REALITY XL

Zwölf Produktionen, alle Langfilme außer „Reality XL“ und „Harms“, konkurrieren um den SNOWDANCE Independent Filmaward. Der Preis wird von einer Jury verliehen, der unter anderem die Schauspielerin Beate Maes („Mogadischu“), die Kulturwissenschaftlerin Claudia Raeder und Kurt Tykwer, Filmforum-Leiter am Stadttheater Landsberg, angehören.

TIMETABLE

Impessum V.i.S.d.P. Geschäftsführer Tom Bohn, Jürgen Farenholtz, Heiner Lauterbach Anschrift SNOWDANCE INDEPENDENT FILMFESTIVAL GmbH i. Gr. Fischerei 15, D-86911 Diessen Tel. + 49 152 51 33 13 09 Grafik & Herstellung Rainer Jauns Redaktion & Texte Gebhard Hölzl Fotos Regisseure/Produzenten/Verleih www.snowdance-filmfestival.com

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GRUSSWORTE

Mathias Neuner

Kurt Tykwer

Oberbürgermeister

Filmforum-Leiter im Stadttheater Landsberg

Landsberg glänzt durch seine vielschichtige Kultur über die Grenzen der Stadt hinaus. Möglicherweise ist das auch der Grund, warum sich viele Kulturschaffende die Stadt und den Landkreis als Lebensraum ausgesucht haben. Sir Hubert von Herkomer hat in seiner Schaffenszeit mit dem Medium Film experimentiert und mutmaßte: „[…] und möglicherweise wird der Tag kommen, da ein einzelner Film Form, Farbe und Ton aufzeichnen und alles zusammen wiedergeben wird.“ Er hat seine Filme aus eigenem Antrieb mit eigener Idee und eigenem Geld umgesetzt, also völlig unabhängig. Vielleicht darf man ihn sogar als einen der ersten Vertreter des Independent-Films verstehen. Dass in der Stadt seines Wirkens nun ein Independent-Filmfestival stattfindet, ist daher fast eine logische Schlussfolgerung. In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern, Gästen und den Organisatoren des SNOWDANCE Independent Film Festivals Gänsehaut, Tränen und anhaltende Spannung während der Vorführungen und beim Rahmenprogramm angeregte Gespräche und interessante Kontakte.

Claudia Raeder Stadtkultur Landsberg Außergewöhnlich, aufregend, zwanglos und bewegend wird sich das SNOWDANCE Independent Film Festival seinem Publikum präsentieren. Es verspricht ein facettenreiches Kinoerlebnis und beschränkt sich dabei längst nicht auf Wettbewerb und Programm. Die Idee, eine solche Independent-Filmschau, die gerade auch dem Langfilm ein angemessenes Forum bieten soll, in Landsberg zu etablieren, ist faszinierend und mutig. Für die nächsten Jahre wünsche ich SNOWDANCE volle Häuser, fabelhafte Filmbeiträge, wohlwollende Unterstützer, eine lebendige Filmszene, eine vorausschauende und nachhaltige Kulturpolitik, inspirierende Begegnungen und ein weiterhin ambitioniertes und nie ermüdendes Festivalteam, dem besonderer Dank gilt.

Die über 100-jährige Filmgeschichte präsentiert eine Vielzahl von internationalen Aspekten, Strömungen, Bewegungen und Konstellationen, in denen Filme in der Vergangenheit entstehen konnten und wahrgenommen wurden. Das SNOWDANCE Independent Film Festival hat das ehrgeizige und unbedingt unterstützenswerte Ziel, ein weiteres Forum für unabhängig gedrehte Lang- und Kurzfilme der weltweit wachsenden Indie-Filmszene zu werden. Die existierenden Festivals Sundance (Utah, USA), Raindance (London) und Springdance (Utrecht, NL) haben in den vergangenen Jahren großartige Neuentdeckungen in den Bereichen Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Musik und Darstellung hervorgebracht. Für die Kulturszene unserer Stadt wird das Filmfestival – konsequenterweise auch langfristig gesehen – eine große Bereicherung sein. Was ich an der Independent-Idee so grandios finde, ist, dass sich Filmemacher dank der neuen Techniken ohne ruinöse Konsequenzen durchaus ernstzunehmend ausprobieren können. So gilt es hier und heute Talente von morgen zu entdecken!


STATEMENTS

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Thomas „Tom“ Bohn Filmemacher und Snowdance-Initiator Haute Couture Oft werde ich gefragt, was denn nun der Unterschied zwischen dem Indie-Filmen und der „normalen“ Arbeit als Regisseur ist. Ich bemühe dann gerne ein Bild aus der Modewelt: Indie-Filme sind wie Klamotten, die man nicht im Laden kaufen kann, sondern die man nur auf dem Laufsteg sieht. Weil sie für die Massenanfertigung in der Regel zu individuell sind. Stellen Sie sich einen Modedesigner vor, der ständig Kollektionen für große Verkaufsketten entwirft – den man daran misst, ob seine Sachen schnell über die Theke wandern oder nicht. Dieser Designer hat sicherlich irgendwann einmal das Bedürfnis, sein ganz eigenes Ding zu machen, seinen ureigenen Geschmack in einer Kollektion umzusetzen. Und wenn er Power hat, dann macht er es irgendwann auch mal. So ist es auch bei den meisten Indie-Projekten. Da arbeitet dann eine Crew zusammen, die eben nicht nach dem Markt schielt, sondern aufs eigene Herz guckt. Heraus kommt das, was ich gerne die „Film-Haute-Couture“ nenne: Verwegnes, Schräges, noch nie Gesehenes. Betreten Sie mit uns den Laufsteg der internationalen Film-Avantgarde und sehen Sie, was jenseits des kommerziellen Filmgeschäfts möglich ist. Sie werden sich freuen, wundern und vielleicht auch ärgern. Aber eines werden Sie sich mit Sicherheit nicht: langweilen! Willkommen beim ersten SNOWDANCE Independent Film Festival.

Heiner Lauterbach Schauspieler und Snowdance-Schirmherr Lieber Tom! Mein Freund Tom Bohn rief mich und fragte, ob ich Lust hätte, bei der Gestaltung, Eröffnung und dem Betreiben eines neuen IndependentFilmfestivals mitzuwirken. Er sagte, dass es wichtig wäre, jungen Leuten, die Lust haben, unabhängige Filme zu machen, eine Plattform in Deutschland zu bieten. Ich antwortete: „Wenn du das Älteren auch zugestehst, bin ich dabei.“ „Here we are – und Film ab!“ Kuss, Heiner Heiner Lauterbach gehört zur Speerspitze des deutschen Machismo und kultivierte das Image des unangepassten Raubeins und Herzensbrechers, der sich (gerne) als sanfter Macho tarnt. Bereits der zweite Spielfilm „Männer“ (1985) unter der Regie von Doris Dörrie brachte ihm als Yuppie, der mit seinem Rivalen, einem Grafiker und Althippie (Uwe Ochsenknecht), die Rollen tauscht, den Durchbruch. Seitdem ist Heiner Lauterbach einer der meistbeschäftigten TV-Darsteller des Landes, der auch regelmäßig im Kino punktet. Als Oberst beispielsweise im Actioner „Cascadeur“, als eiskalter Staatsschutz-Chef im jüngst angelaufenen Politthriller „Der blinde Fleck“ oder auch als sprechender Penis – hier war er freilich „nur“ als Stimme präsent – in der heftig umstrittenen Alberto-Moravia-Verfilmung „Ich und er“. Der Mann ist unkonventionell und traut sich was – so jemanden will, so jemanden braucht man als Schirmherrn für ein Independent-Filmfestival!


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SPIELFILM / SZENEDRAMA Ein improvisiertes, in Berlin angesiedeltes Pingpong der Gefühle.

Xavier Agudo ist ein prämierter Filmemacher aus Venezuela, der sich eines Eintrags im Guinness Buch der Rekorde rühmen darf – er hat als einer von 25 Regisseuren an der Independent-Produktion „The Owner“ (2012) mitgewirkt. Er gehört der CollabFeature Group, einer Vereinigung unabhängiger Filmemacher an, und ist Chef des Berliner Ex Film Collective.

BERLIN JUNCTION Der niederländische Künstler Jos lebt mit seiner Freundin in Berlin. Als sie ihm eröffnet, dass sie schwanger ist und er sich nun vielleicht einen „richtigen“ Job suchen sollte, kommt es zum Streit. Wutentbrannt verlässt Jos die Wohnung und landet bei seinem Kumpel Luci. Der rät ihm, sein ungebundenes Leben

Kunst oder Liebe? Dieser Frage muss sich Maler Jos (Marcel Romeijn) stellen.

Olympia Kino 1

Sonntag 02.02.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch/Englisch / 76 Min. / Farbe

nicht aufzugeben. Anders sieht das Gotti, ein anderer Freund. Er argumentiert, dass es für Jos an der Zeit wäre, Verantwortung zu übernehmen ... Ein improvisierter Spielfilm, ein spannendes Experiment, dessen Story im Verlauf des Drehs vom Regisseur und seinen Darstellern ausgearbeitet wurde. Eine mit Mini-Budget entstandene Guerilla-Produktion, bei der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Deutschland 2013 Regie, Drehbuch, Schnitt & Produktion Xavier Agudo Kamera Twan Melssen Darsteller Marcel Romeijn, Dharmander Singh, Stephen Patrick Hanna u.a.

11.00 Uhr


SPIELFILM / THRILLER

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Abgründige Reise in die Untiefen der Seele – erzählt als packender Thriller.

THE

Jack wacht ohne Erinnerung in einer Gefängniszelle auf. Alle Türen stehen offen, niemand ist da. Gejagt von den Dämonen seiner Angst muss

BIG BLACK

er sich entscheiden: Vertraut er der mysteriösen Eve, seinem Schutzengel? „Ich habe“, sagt Oliver Kyr, „das „Big Black“ selbst erlebt. Den schwarzen Abgrund der Schuld, der ganz allmählich die Seele auffrisst, gierig und unerbittlich. Und ich habe einen Weg gefunden, diesem Abgrund der Schuld zu entkommen.“ Von dieser Reise handelt der Film, der auch als Metapher für eine Welt, die vielen von uns düster und ausweglos erscheint, gelesen werden kann. Ein spiritueller Thriller, an den Schauplätzen der Seele gedreht und der entsprechend mit der Seele geschaut werden muss. Deutschland 2011 Regie, Drehbuch & Produktion Oliver Kyr Kamera Martin Schlecht Musik Mario von Jascheroff, Martin Gleitze Darsteller Délphine Chanéac, Constantin von Jascheroff, David Gant u. a.

Oliver Kyr arbeitet seit 1993 als Regisseur („Der Weltenbauer“) und Autor („Audrey und der Tod“), er erzählt Stories und zeichnet Charaktere. Seine Hingabe gilt Welten, die in den Köpfen der Helden entstehen und seine Geschichten spielen abseits „alltäglicher“ Realität. Er lebt in Berlin und Nova Scotia.

Jack (Constantin von Jascheroff) findet in Eve (Délphine Chanéac) (s)einen Schutzengel.

Olympia Kino 1

Samstag 01.02.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Englisch / 97 Min. / Farbe

18.00 Uhr


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SPIELFILM / THEATERADAPTION

Mal entspannt, ...

DER BÖSE Urs Odermatt hat u. a. beim polnischen Großmeister Krzysztof Kieslowski Regie und szenisches Schreiben gelernt. Der Sohn des Fotografen Arnold Odermatt gibt seit 1993 dessen Werk heraus. Bei den Recherchen zum Spielfilm „Wachtmeister Zumbühl“ entdeckte er 1992 das Fotoarchiv des berühmten Papas und stellte die Arbeiten zu Werkgruppen zusammen.

... mal weniger entspannt, wird mit Missbrauchsvorwürfen umgegangen.

ONKEL Urs Odermatt („Mein Kampf“), der ewig Unangepasste des Schweizer Films, adaptiert sein gleichnamiges Skandal-

stück: Tiraden auf einen Mann – honoriger Sportlehrer und ehemaliger Landesmeister –, der eine seiner Schülerinnen missbraucht haben soll. „Ausgezeichnet mit dem „New Vision Award“ für den innovativsten Film beim Internationalen Wettbewerb des 11. Rome Independent Film Festivals, überzeugt der LowBudget-Film mit dem Mut, sich gänzlich von Normen, Konventionen und Etiketten frei zu machen. Gleichzeitig heizt er auf eine provokante, ungewohnte Art die Diskussion über sexuellen Missbrauch an und klagt das Stillschweigen des Umfelds an. Grotesk, witzig und zuweilen hochgradig verstörend.“ (Blickpunkt: Film) Schweiz/Deutschland 2011 Regie, Drehbuch Urs Odermatt Kamera Markus Rave Musik Winfried Schuld Darsteller Jörg-Heinrich Benthien, Miriam Japp, Paula Schramm, Julia Heydkamp u. a.

Ihr werdet mich noch kennenlernen!

Olympia Kino 1

Freitag 31.01.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch / 100 Min. / Farbe

21.45 Uhr


SPIELFILM / EPISODENFILM

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Die Busfahrt auf der SS 16 ist einer Schülerin auf den Magen geschlagen.

Anatol (Vito Lopriore) will seine schlimme Vergangenheit hinter sich lassen.

IL CUORE IN MANO, I PIEDI SULLA STRADA

Ein etwas anderes Road Movie, angesiedelt an der SS 16 Adriatica, der mit rund 1000 Kilometern längsten Straße Italiens, die den Norden mit dem Süden der Apenninhalb-

insel verbindet. Eine Frau bekommt in einem Auto ihr Kind, ein afrikanischer Strandverkäufer schließt Freundschaft mit einem Hund, ein Mädchen wartet geduldig auf die Rückkehr ihres Vaters, ein Mörder wird zum Helden ... Menschen und Schicksale – aber keine Klischees. Weder „dolce vita“ noch Albtraum. Keine Komödie, kein Drama, nur ein Film über das Leben, der ganz in der Tradition der großen italienischen Episodenfilme steht. Das erste Kinoprojekt von Uli Möllers Luis Films und zugleich eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat Italien. Italien/Deutschland 2012 Regie, Produktion Uli Möller Drehbuch Uli Möller, Nicole Swidler Kamera Tanja Häring Musik Max Geller, L'Armata Brancaleone, Lu Trainanà, Tormento Darsteller Karin Giegerich, Wilma Apollonia, Masamba Diohane, Fallou Thiam u. a.

Ulrich Guido „Uli“ Möller ist ein gefragter Werbe- und Imagefilmer. Der Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München sammelte am Bochumer Schauspielhaus unter Peter Zadek erste künstlerische Erfahrungen. Zwischen 1986 und 1991 war der Wattenscheider Herstellungsleiter bei Roland Emmerichs Centropolis und da u. a. an „Moon 44“ beteiligt.

Wilma wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Vaters.

Stadttheater

Samstag 01.02.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Italienisch/Deutsch / 104 Min. / Farbe

13.30 Uhr


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SCIENCE FICTION / HORRORFILM

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EZO In einer postapokalyptischen Trümmerwelt fährt der Riesenpanzer „Madness“ Patrouille. Auszuschalten gilt es ein Monster, eine riesige Mutation, das die Bewohner einer namenlosen Megalopolis bedroht ... Stilsicherer Sci-fiHorror, der sich an der japanischen Manga-Kultur orientiert, bei dem die Filmemacher konsequent die neuen digitalen Möglichkeiten nutzten, um Kosten zu sparen. Finanziert wurde die Produktion von einzelnen Teammitgliedern und via Crowdfunding. Kostume, Requisiten sowie Modelle und Kulissen schneiderten respektive bauten die Mitwirkenden selbst. Die Filmmusik komponierte Ingo Hauss, ein seit Ende der

1980er weltweit bekannter und erfolgreicher Komponist elektronischer Musik. Deutschland 2013 Regie, Drehbuch Sven Knüppel Kamera Mathis Menneking Musik Ingo Hauss Darsteller Jim Walker, Cecile Decker, Ulrike Kargus, Fabian Monasterios u. a.

„Madness“-Panzerbesatzung gegen Riesenmonster.

Sven Knüppel hat, seit er 14 Jahre alt wurde, die Kamera nicht mehr aus der Hand gelegt. Das Abitur stand 1987 an, danach in Kiel ein Studium der Germanistik, Literatur- und Filmwissenschaften. Mit dem Gula Mons Filmsyndikat entstanden Spielfilme wie „Larry Lash and the Nazi-Mummy“, beim Fernsehen hat er als Kinderfilmregisseur gearbeitet.

Schrille Kostüme, schöne Frauen, schaurige Mutanten.

Stadttheater

Samstag 01.02.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Deutsch / 130 Min. / Farbe / Cinemascope

18.00 Uhr


SPIELFILM / BRANCHENNABELSCHAU

„Ich bring dich groß raus – versprochen!“

Dennis Albrecht drehte – schon als kleiner Junge vom Super8-Virus befallen – mehrere Werbe- und Musikvideoclips sowie Kurzfilme und arbeitet als Beleuchter beim NDR. Irgendwann einmal plant der Autodidakt ein Remake von „Der Blade Runner“, da er findet, dass Ridley Scott Philip K. Dicks Vorlage nicht „optimal“ umgesetzt hat.

Eine hellsichtige Hamburger Soap über Menschen, die irgendwas mit Medien machen (wollen). Exemplarisch dafür stehen die Schauspielerin Melinda und der Ex-Filmstudent George. Gerade noch gehörten sie der „Generation Praktikum“ an – schon sind sie in der „Generation Existenzangst“ gelandet. Melinda hat ihr WG-Zimmer in der Alstermetropole gekündigt und bricht nach Berlin auf, schafft es aber gerade mal zu ihrer Schwester aufs Land. George hat keine Aufträge, jobbt in einer Videothek und trauert seiner entspannten Studienzeit nach. Ein komischer, manchmal jedoch auch dramatischer Parforceritt durch die moderne Film- und Fern-

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sehwelt, der ein genaues Bild vom gebeutelten „Fußvolk“ unserer Entertainment-Industrie zeichnet. Deutschland 2013 Regie & Drehbuch: Dennis Albrecht Kamera: Guido Möller, Oliver Eckert Musik: G. Monninger, The Antikaroshi, H. Naust, F. Linckus Darsteller: Stephanie Charlotta Koetz, Christian Bergmann u. a.

FILMSTADT

„Irre! Du kennst also wirklich Til Schweiger ...“

Olympia Kino 1

Samstag 01.02.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch / 108 Min. / S&W

15.30 Uhr


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ADRESSEN


LAGEPLAN

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SPIELFILM / SCHWARZE KOMÖDIE

Auch in Rumänien gilt: Traue nie einer verführerischen Frau.

Diesem Herrn steht das Wasser wortwörtlich bis zum Hals …

FUNERALII FERICITE HAPPY FUNERALS Eine bitterböse, schreiend komische „Barfly“-Variante aus Rumänien. Drei Zecher – ein Rumäne, ein Russe und ein Bulgare – ertränken ihren Weltschmerz im Wodka. In einer von einem Türken betriebenen Kneipe namens

Horatiu Malaele

In seiner Heimat ist Regisseur und Hauptdarsteller Horatiu Malaele bereits ein Star.

wurde 1952 in Targu Jiu geboren und studierte am Institutul de Arta Teatrala si Cinematografica in Bukarest. Er ist ein gefragter Theaterschauspieler und Komiker und gilt als rumänischer Bill Murray. Sein hoch gelobtes Regiedebüt, „Stille Hochzeit – Zum Teufel mit Stalin“ (2009), lief u. a. auf dem Montreal World Film Festival.

Stadttheater

Samstag 01.02.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Rumänisch / 111 Min. / Farbe

„Der fröhliche Immigrant“ – mehr Multikulti geht nicht! Nachdem die Polizei die weinseligen Philosophen unsanft aus dem Etablissement befördert, landen die Herren bei einer Wahrsagerin, die ihnen den Tod voraussagt. Und man glaubt es nicht, sie hat recht …, aber das ist bekanntlich auch eine Frage der Zeit. Rumänien ist das zurzeit angesagte europäische Filmland, radikale, verquere, ureigene Filme nah am Puls der Zeit entstehen da – siehe etwa der diesjährige Berlinale-Gewinner „Mutter & Sohn.“ Rumänien 2012 Regie Horatiu Malaele Drehbuch Adrian Lustig Kamera Viorel Sergovici Musik Vladimir Cosma Darsteller Horatiu Malaele, Crina Semciuc, Igor Caras-Romanov u. a.

20.30 Uhr


SPIELFILM / BEZIEHUNGSDRAMA

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Schriftstellerin Charlotte (Stephanie Petrowitz) lässt sich vom Leben anderer inspirieren – etwa von dem ihres Nachbarn Robert (Godehard Giese).

Godehard Giese stand nach einem Germanistik- und Italianistik-Studium (Humboldt-Universität) sowie dem Besuch der Hochschule der Künste Berlin zunächst am Stadttheater Hildesheim auf der Bühne. Seit 2003 lebt er als Schauspieler in Berlin, seit 2006 liegt sein Schwerpunkt auf Film („Lila, Lila“) und Fernsehen („Der Novembermann“).

DIE VOM GESCHICHTE

ASTRONAUTEN Auf einer Mittelmeerinsel schreibt die Schriftstellerin Charlotte an ihrem neuen Roman. Ihre Vermieterin Renate, die seit Jahren auf die Rückkehr ihres Mannes wartet, dient ihr als Inspiration für ihre Heldin, die Gattin eines Astronauten. Je tiefer aber Charlotte in Renates Leben eintaucht, desto stärker wird sie mit den Schatten der eigenen Vergangenheit konfrontiert ... Ein Beziehungsdrama, eine „Geistergeschichte“, um die Leerstelle, die ein geliebter Mensch hinterlässt, wenn er

gegangen ist. Um Verlust geht es, um das Ende von Kommunikation und das Ringen um einen Neuanfang. „Wir versuchen“, so Debütregisseur Giese, „einen Ausdruck für unseren Schmerz zu finden, um uns so möglicherweise irgendwann lösen zu können.“

Charlotte hat sich zum Schreiben auf eine idyllische Mittelmeerinsel zurückgezogen.

Deutschland 2014 Regie, Drehbuch, Produktion Godehard Giese Kamera Eric Ferranti Musik Armand le Lamer Darsteller Stephanie Petrowitz, Ruth Diehl, Hubertus Hiess, Ursula Renneke u. a.

Olympia Kino 1

Samstag 01.02.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch / 77 Min. / Farbe

13.30 Uhr


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SPIELFILM / LIEBESDRAMA

Besser Sex mit der Ex als gar keinen – denkt sich Oskar (Tom Lass).

Tom Lass

KAPTN OSKAR Erst hat Alex die Wohnung abgefackelt, dann sich von Oskar getrennt. Nun gammelt er in einem Kellerloch mit seiner Neuen, Masha, vor sich hin. Um dem Dämon Liebe zu trotzen, haben sie abgemacht, keinen Sex zu haben. Schlechte Entscheidung – denn so landet Oskar bald wieder im Bett von Alex ... Nach seinem Debüt „Papa Gold“ inszeniert Tom Lass wieder eine hindernisreiche Liebesgeschichte, erneut spielt er die Hauptrolle und erzählt in kraftvollen, poetischen Bildern von Berliner Stadtneurotikern zwischen Slackertum und Liebes(alb)traum. Den German Independence Award – Bester Deutscher Film gewann er für seine

angenehm gegen den Strich gebürstete Love Story auf dem 20. Oldenburg Filmfestival, explizit lobte die Jury seine „einzigartige Stimme“ als Filmemacher.

begann im Alter von 15 Jahren seine Schauspielkarriere und wirkte seitdem in über 40 Film- und TV-Produktionen, darunter „Krabat“ und „Ein Jahr nach Morgen“ mit. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jakob Lass („Love Steaks“) gründete der Münchner die Lass Bros Filmproduktion. 2008 entstand sein erster Kurzfilm „0 + 0 = 1“.

Feuchtfröhliche Landpartie mit Hintergedanken.

Deutschland 2013 Regie, Drehbuch, Schnitt Tom Lass Kamera Jonas Schmager Musik Justine Electra, A Tribe Called Red, Sol Seppy Darsteller Amelie Kiefer, Tom Lass, Martina Schöne-Radunski, Christian Kuchenbuch u. a.

Olympia Kino 1

Samstag 01.02.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch / 78 Min. / Farbe

20.30 Uhr


DOKUMENTATION / MOCKUMENTARY

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NOSELAND Klassik ist eine langweilige Angelegenheit für blasierte Geldsäcke ... von wegen. In seinem Regiedebüt, einer kurzweiligen Mockumentary, widerlegt der multitalentierte Geiger, Komponist und Komödiant Aleksey Igudesman dieses gängige Vorurteil. Sein Anliegen ist es, klassische Musik auch für Rock’n’Popaffine Jugendliche zugänglich zu machen und die Musiker so darzustellen, wie man sie noch nie gesehen hat – privat, authentisch und total durchgedreht. Im Zentrum der inszenierten Dokumentation stehen der weltbekannten Wiener Geiger Julian Rachlin

und sein alljährliches Kammermusikfestival in der kroatischen Hafenstadt Dubrovnik. Hier darf ruhig mal gehustet, an der falschen Stelle geklatscht und immer schallend gelacht werden. Österreich 2012 Regie & Konzept Aleksey Igudesman Kamera & Konzept Sebastian Leitner Musik Richard Dubogon, Giya Kancheli, Aleksey Igudesman Mit Julian Rachlin, Roger Moore, John Malkovich u. a.

... auch ein Stargeiger verdient sich gerne etwas Taschengeld dazu.

„Fliegender Holländer“ oder Pirat– das ist hier die Frage.

Aleksey Igudesman kennt man als Violinvirtuosen, er arbeitet nebenbei aber auch als Komponist, Dirigent, Schauspieler und Filmemacher. Er wurde in St. Petersburg geboren, studierte an der Yehudi Menuhin School in England und am Konservatorium Wien bei Boris Kuschnir. Igudesman ist Gründungsmitglied des Streichtrios Triology.

Duo infernal: Aleksey Igudesman und der Violinist Julian Rachlin.

Stadttheater

Samstag 01.02.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Englisch / 82 Min. / Farbe

15.30 Uhr


18 THE

DOKUMENTATION / ZEITDOKUMENT

OF

Lauren Greenfield

QUEEN VERSAILLES

arbeitet als Fotografin sowie (Dokumentar-)Filmemacherin und gilt als Fachfrau für Jugendkultur und Konsumismus. Sie hat bislang drei Monographien mit ihren Fotografien, „Girl Culture“, „Fast Forward” und „THIN“, herausgebracht und vier viel beachtete Dokumentarfilme, darunter „Beauty CULTure“ und „kids + money“, realisiert.

Diese Frau, Milliardärsgattin Jaqueline Siegel, hat alles fest im Griff – meint sie ...

Großer Film, gerechter Lohn – der Gewinner des Regiepreis in Sundance 2012.

Luxuslimousinen, Privatjet, Personal, ausschweifende Partys ... der milliardenschwere Ferienwohnungs-Tycoon David Siegel kann es mindestens so krachen lassen wie Leonardo DiCaprio als „Wolf of Wall Street“. Und weil ihm und seiner exaltierten, 30 Jahre jüngeren Frau Jackie ihr Riesenanwesen zu klein geworden ist, bauen sie neu – nach Vorbild von Versailles. Der Rohbau steht bereits, als 2008 die (US-) Finanzkrise einsetzt und die Preise für Immobilien ab-

Stadttheater

Freitag 31.01.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Englisch / 100 Min. / Farbe

stürzen. Dennoch halten die Siegels eisern an ihrem Vorhaben fest. Der amerikanische Traum und was davon übrig geblieben ist – Lauren Greenfield ist hautnah dabei. Ein Zeitdokument spannender, hellsichtiger und vergnüglicher als so mancher Spielfilm. USA/GB/NL/Dänemark 2012 Regie, Drehbuch Lauren Greenfield Kamera Tom Hurwitz Musik Jeff Beal Mit David Siegel, Jaqueline Siegel, Richard Siegel, Lorraine Barrett u. a.

19.00 Uhr


DOKUMENTATION / MUSIKFILM

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Yeah! – I’m feeling like a fuckin’ Mick Jagger!

WELCOME TO THE MACHINE Eine Reise ins Innere der Musikbusiness-Maschinerie. In 12 Kapiteln wird der Frage nachgegangen, wie der Arbeitsalltag auf dem Weg zum bzw. dann als Pop- oder Rockstar aussieht. Was muss man bei einer Bandgründung beachten? Wie funktionieren Musikmedien, was bringen Bandwettbewerbe und wem helfen Promotionsstrategien? Vor allem aber: Gibt es ein Erfolgsrezept, das man befolgen kann? Die Dokumentation gibt darauf eine klare Antwort. Es gibt genau so viele Erfolgsrezepte wie erfolgreiche Künstler und Bands. Das belegen die mehr als 100 Interviews, die für diese spannende Nabelschau mit Musikgrößen von der Sopranistin Natalia Ushakova über die MTV-Le-

gende Ray Cokes bis hin zu den Altrockern von Nazareth geführt wurden. Deutschland/Österreich 2012 Regie & Story Andreas Steinkogler Texte & Schnitt Hannes Höttl Kamera Wolfgang Auer, Florian Niederwimmer, Matthias Pabst, Julian Joy Mit Anton Corbijn, Adam Green, Marie Clausen, Thorsten Schliesche, Walter Gröbchen u. a.

Andreas Steinkogler interessiert sich für die Verbindung von visueller Kunst und Musik. 2000 fängt er an, Loops für eigene VJ-Sets zu produzieren, seit 2003 bespielt er diverse Clubs in Wien und wird bald Mitglied der VJ-Crew „EyeCon“. Mit seinen Film- und TV-Auftragsarbeiten hat er sich in der österreichischen Kulturszene einen Namen gemacht.

Posing gehört zum Showbiz – wie es ausfällt, ist aber Geschmackssache.

Olympia Kino 2

Freitag 31.01.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Englisch/Deutsch / 100 Min. / Farbe

16.45 Uhr


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SPIELFILM / GANGSTERBALLADE Die Zigarette danach – Harms (Heiner Lauterbach) entspannt sich mit (Bett-)Muse (Valentina Sauca).

Nach 16-jähriger Haftstrafe kommt Harms frei. Er trifft sich wieder mit alten Kumpels und mit der Prostituierten Jasmin, für deren Dienste er nicht zahlen muss. Und dann tut sich plötzlich die ganz große Chance auf. Ein Riesencoup. Bis zu 100 Millionen Euro Beute sind möglich. Ein Ex-Bundesbankvorstand hat ihn ausgeheckt – und er hat den Mann, ohne den die Sache nicht durchzuziehen wäre.

Mustergültige Waffenhandhabung.

Nikolai Müllerschön ließ den „Roten Baron“ in Person von Matthias Schweighöfer im Kino abheben. Der gebürtige Stuttgarter, der inzwischen in Venice Beach lebt, inszenierte in den 1980ern Filme wie „Operation Dead End“, etablierte sich dann als TV-Autor und -Regisseur und schrieb unter anderem Bücher für Roland Emmerichs Produktionsfirma Centropolis.

HARMS

Harms beginnt, die Crew für den Raubzug zusammenzustellen ... Ein „Rififi“-Film in der Tradition von Jules Dassin, ein Gangsterstück über Profis, die knallhart ihr Ding durchziehen. Eine deutsche Genrearbeit, packend, düster, effizient und bestens besetzt. Deutschland 2012 Regie, Drehbuch & Produktion Nikolai Müllerschön Kamera Klaus Merkel Musik Julius Kalmbacher, Cop Dixie, Xavier Naidoo Darsteller Heiner Lauterbach (auch Produktion), Friedrich von Thun, Axel Prahl, Martin Brambach u. a.

Banker (Friedrich von Thun) berät bösen Buben (Heiner Lauterbach).

Olympia Kino 1

Freitag 31.01.2014

Adolph-Kolping-Straße 131

Fassung: Deutsch / 98 Min. / Farbe (außer Konkurrenz)

16.30 Uhr


SPIELFILM / MYSTERY-THRILLER

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Was weiß Professor Carus (Heiner Lauterbach)? Antoine (Godehard Giese, li.) rätselt ...

Thomas „Tom“ Bohn hat entsprechend seinem Motto – „Wenn du deine Arbeit liebst, wirst du dein Leben lang keinen Tag arbeiten müssen“ (Benjamin Franklin) – sein Dasein in vollen Zügen genossen. Dabei war er sehr produktiv – u. a. als „Tatort“-Regisseur, prämierter Werbefilmer und Initiator des Snowdance Independent Film Festivals.

Am 13. Januar 2011 treten im Kontrollraum des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) am Kernforschungsinstitut CERN 24 Mitarbeiter die Nachtschicht an. Am nächsten Morgen sind 23 spurlos verschwunden – alle außer Professor Carus. Zwei Vertreter der Schweizer Staatsanwaltschaft versuchen zu entschlüsseln, wie es zu diesem mysteriösen Vorfall kam ... Science-Fiction, Thrill, Spannung, exzellente Darsteller ... nein, nicht aus Hollywood, keine Big-Budget-

REALITY

XL

Ermittelt für die Schweizer Staatsanwaltschaft – Annika Blendl als Sofia Dekkers.

Materialschlacht. Großes deutsches Kino, unabhängig produziert. Keine Fördermittel, keine TV-Beteiligung. Kretivität statt Geld, dialogstark, getragen von einer cleveren Story. Ein Film ganz dem Geist des Snowdance Independent Film Festivals verpflichtet. Deutschland 2012 Regie, Drehbuch & Produktion Tom Bohn Kamera Martin Schlecht Musik Hans Franek (auch Produktion) Darsteller Heiner Lauterbach, Max Tidof, Annika Blendl, Godehard Giese

Fragen hat auch der geheimnisvolle Robin Spector (Max Tidof).

Stadttheater

Sonntag 02.02.2014

Schlossergasse 381 a

Fassung: Deutsch / 81 Min. / Farbe (außer Konkurrenz)

11.45 Uhr


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