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Frank Hebben

Zeit der Asche

Š 2013


* „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." [Nietzsche: Aph. 146] *


* Und in der waidwunden, teerzähen Wüste des Ruhrgebiets, die alle Worte verklebt; sprachlos, und Stille, weil keine Lippen, keine Kolben mehr schmatzen – nur ein Förderturm zum Himmel aufstrebt, stolz herrschend doch blind; wo die Wolken nachbluten vom Krieg, der sich selbst verschlang, in seiner eigenen Rüstung verbrannte, ist alles … Alles ist schwarz. Der Weltrat zerbrach, Europa zerbrach und Deutschland zerfiel in seine Stadtstaaten, die sich wie Uhrwerk – wie Krabben verzahnt, fanatisch bekämpften, bis die MonochromViren flogen, insektoid, biologisch, laut oder leise, gegen die Technik, gegen den Leib. Keiner ist vor Ansteckung sicher, tief unten, im Bergwerk, in der schweißnassen Enge, noch oben an Land und auf Wasser; je stärker das Artefakt, eine Waffe, ein Panzer, desto schneller holt sie der Tod. Am Horizont: Auge3, eine Drohne, rundum mit Sensoren verkachelt, die alles sieht und alles zeigt, jeden Tropfen, jeden Stein – bremst, bevor sie den Fokus auf die Zeche scharfstellt, auf die Schachtanlagen, auf das Fördergerüst, das über den elendstiefen Stollen thront, gottgleich und tot. Fällt ab, meteorgleich, speichert die Daten, während sie Hochöfen, das Walzwerk und marode Arbeitshallen einscannt, aus denen Eisenbahnwellen kamen und Bomben, dann stillgelegt, um doch wieder Kriege zu mästen. Kohlenwäsche, Kokerei; ein Maschinenhaus für die Drucklufterzeugung, verrottet, von rostigen Zähnen abgenagt. Die Drohne sinkt auf Bodenhöhe, dort Schottertrassen und Gleise, die ins Nirgendwo verlaufen; fossile Schlacken, lose verstreut, auf den Rücken gedreht wie verdorrte Insekten – nichts weht umher, nichts bewegt sich, nur dieses sengende Licht, das abreißt, als Auge3 unter Tage fällt, den Wetterschacht abwärts. Schwer in der Zugluft taumelnd, schickt sie Impulse zu beiden Seiten, akustisch, elektrisch, um die Resonanzen zu messen … von Sand, Kies und Ton; dann Kalkstein, Mergel und marine Sedimente, darin eingeschlossen wie ewig schlafend: die versteinerten Bestien der Urzeit, als Dortmund noch Binnenküste war. Und fällt, fällt.


Bis zur Hölle scheint dieser Schacht abgeteuft, ein Schlund, der sich zuschnürt, enger wird, enger, klaustrophobisch, alpschwarz, nur ab und an ein Licht – tropische Hitze, weil die Bewetterung ständig aussetzt und einsetzt, im eigenen Takt wie ein Herz schlägt. Sohle 1: verfüllter Streb Sohle 2: Belüftungsmaschinen und Schläuche Sohle 3: Kohleflöz, längst verlassen Sohle 4: uralte Schrämwalzen Sohle 5: die Kolonie, in einer Erdhöhle, wimmelnd: Exoskelette an sauren Körpern, Haut ist Metall! Sohle 6: der Schachtsumpf; Pumpen für die Entwässerung Hohlräume mit fauligem Wasser – und Grubengas, bis die Drohne einschwenkt, durch eine Strecke schießt, schneller jetzt: Ventilatoren verwirbeln die Luft, Auge3 schlingert, kompensiert ihren Flug; rast am Reaktor vorbei; an Räumen, in denen sie Fleischmaden züchten, Pilzhyphen. Und am Ende, in einer Claustra: die Königin! Sie streckt die Hand vor, damit die Drohne landen kann. Ihre Finger schnappen zu. * Niora, splitternackt. Auf ihr der Lustknabe, einer von vielen, wippt wie ein Balancier, als er sein Glied hineinstanzt – sie keucht! – er steigert den Takt, pumpt härter, schneller, bis Strom aus seinen Muskeln blitzt. Reißt sich plötzlich von ihr los, flieht ans Bettende, so angeekelt von ihr und von sich selbst: Nässe, wie Öl, sickert aus beider Lenden, schillernd. Der Knabe heult, wischt seine Tränen mit der Faust ab. »Geh«, sagt Niora und steht auf. Als Schleppe eine Folie an die Hüften gepresst, schreitet sie zum Spiegel, ein Bildschirm, und mustert ihr drittes Auge, das spinnenschwarz auf ihrer Stirn glotzt: die Haut chirurgisch aufgezerrt, darunter die Linse, sechster Sinn. Doch das Implantat leckt, Benzin tröpfelt, stinkt – eine chronische Infektion, weil die Kolonie so dreckig verseucht ist, viele Anschlüsse eitern und nässen: Wundwasser, so schlimm, dass ihr Auge immerzu tränt.


Die trauernde Fee. So nennt man sie, flüstert von ihr, in den düsteren Schatten der Kavernen und Stollen. Strenges Gesicht, stellt Niora den Kontakt zur Drohne her, um den Speicher auszulesen; die Kugel liegt auf Papier, ihr Reichsapfel, Wissen ist Macht, und als Vision öffnet sich ein Blütenkelch, feurig, dann mondblau bis ultraviolett, während Niora das Lichtspektrum nach vorne verschiebt, synchron alle eingesammelten Bilder am Zeitindex ausrichtet – Schacht, Förderturm, Himmel, geisterhaft lockend und grell: die Sicht einer Biene auf der Suche nach … Etwas ist anders, die Drohne mit Daten gesättigt und prall: übervoll platzen sie aus der Kugel hervor, Pollen, und verpesten den Raum, die Sicht, die Gedanken. Fremdkörper, ein Parasit! Niora strauchelt. »Unmöglich …« Elektromagnetische Schleusen, armierte Betonplatten, Bewegungsmelder, Sensoren und doch: ein Virus, nicht etwa plump wie der Monochrome, der weit draußen in Wirtskörpern krabbelt, in Ameisen, Mücken, und den Menschen zur Horde verwandelt. Sondern mathematisch vollkommen und rein; eine Goldene Spirale als Lockstoff. Noch kämpft die Königin, noch windet sie sich, weicht dem Programm aus, bis es sie ganz überwältigt: Dieses Gefühl, dieses herrliche Sehnen, nach Liebe so schwer, nach Lippen, Atem, Haut, beugt ihren Willen und zerbricht ihn. Behutsam, fast zärtlich, berührt sie den Code, der sie in Extase versetzt, seine kristalline Schönheit; spürt ihn in sich wie ein Hormon, das bitter wird, zerfällt: Oh Leander, ihr Gefährte, Gemahl; nach Norden marschiert vor langer Zeit, ließ er sie allein mit dem Schmerz, der sie jetzt, ganz frisch, eine Wunde, längst verschorft, wieder aufgekratzt und blutend, durchströmt: Niora brüllt ihr Spiegelbild an, ehe die Beine wegsacken; ihre Hände krampfen, ihr Leib schüttelt sich wie unter Wehen, sie schwitzt und verliert. Kurz flattert ihr Wille, kreischt als Vogel im Methan – erstickt. Und bleibt liegen, in Schande, Kot. Denn es ist beschlossen. Die Zitadelle ruft, und sie wird gehorchen, zu mächtig ist der Befehl: #Führe die Kolonie zu uns.


* Das Flüstern von ihr, ein elektrischer Hauch strömt in den Bau; unsichtbar schleichend wie Flözgas, verteilt er sich auf den Galerien und Etagen, gesättigt, verdichtet, ein explosives Funkfeuer, das die Nerven bis zum Schmerz überreizt. Dann ein Schrei aus tausend Kehlen, als die Kolonie alle Arbeit unterbricht, weil Nioras Stimme durch die Sohlenteufen hallt; Echos, ein akustischer Spiegel, vielfach zerbrochen, leiernd, verzerrt. Man hört sie in den Pilzfarmen, weiße Stollen, von Gespinsten durchwuchert – Züchter, die sich Blut von den Nasen abwischen, zu hart sind die Resonanzen im Kopf! Noch tiefer, in den ranzigen Schächten, wimmeln Maden an rülpsenden Melkschläuchen, um den Honigtau abzusaugen, ein Futtersaft; und am Kern, wo das Herz der Kolonie schlägt, pulsiert der Reaktor und sendet freie Energie aus … durch überfeuchte Luft, die leitfähig ist; durchs Kondenswasser am Hangenden, durch die Pfützen am Boden, in die manchmal ein Geist starrt. Bis in den letzten Winkel fließt noch Strom, dass selbst die Wertlosen und Kranken ein Almosen erhalten, die, erst aufrechter Gang, dann gebückt, dann krabbelnd in die niedrigen Strecken geflüchtet sind, verstoßen und degeneriert; verwahrlost, krank und irre singend schaben sie Kohle mit bloßer Hand, stopfen sich alles in den Mund, schwarzes Brot, und heulen, lachen, für immer aus dem Kollektiv entfernt. Devolution. Schmerz ist der Träger, und so verteilt sich der Virus, Signal und Botenstoff zugleich, silbern als astrale Musik, ein Neuronengewitter, das über Schnittstellen jagt, im Exoskelett, im Artefakt heiße Funken versprüht, bis der Befehl schwelend eingebrannt ist: #Wir ziehen aus. Dazwischen ein Bild, künstlich injiziert und ohne bekannte Signatur – ein fremder Code: Das Ödland, von Wolkenschatten befleckt, wie blutig verkrustet und braun; und am Himmel, obwohl das Morgenlicht kränklich scheint: die Zitadelle, arabeskenleicht verschlungen, korallenschön – selbst noch in den Kavernen zu fühlen als Vibration; die Ventilatoren längst ausgefallen, dass


gezüchtete Hautflügler, ein Schwarm aus Insekten, die erdwarme Luft umwälzen muss. Am anderen Ende, in den nasskalten Gruben, wo Gebirgswasser regnet und sie dichtgedrängt stehen, falls restlichtverstärkt, meist unsichtbar und verloren: ein Klumpen aus Leibern, die sich gegenseitig wärmen, durch ihre Technik derart verfilzt, dass ihre Worte überspringen: Denkkaste, Schule und Bibliothek, ein Fleischwissen, weil alle Speicher längst schon verfault sind. Am Boden wimmeln Aaswürmer, lackrote, und saugen Kot und Urin von den Gittern, ein Schlürfen zwischen den Kabeln und Datensträngen. Oben, auf einer Empore, sitzt ihre Hilfskönigin: Alana hieß sie, vor langer Zeit, jetzt ohne Namen und blind, geblendet vom Blitz, die Augen ausgekocht. Niora hat sie ganz zerbrochen. Heute betreut sie den Nachwuchs, die vielen Schüler, obwohl es nicht länger ihr Genom ist, das sie beschützt noch weitergibt … Diese Wut! Alana protestiert; kämpft gegen den neuen Befehl, der ihr zu fremd erscheint, aufgepfropft. Und sie erzeugt einen Gegenstrom, der nektarsüß durch den Stock faucht, gasblau flackert und verlischt. Sie fügt sich. * Von Förderkörben an die Oberfläche gezerrt, noch madenweiß und träge, weil sie schon zu lange unten leben, strömen sie über die Tagesanlagen, verteilen sich zwischen Werkstätten und Kaue, Förderturm, Kohlenwäsche, und fangen zu malochen an – Doppelschichten, mittags, nachts: Schwerer Sonnenbrand, sie häuten sich wie Schlangen. Die Sterne leuchten. Über ihren Köpfen startet die Drohne zum Rundflug ins Totenland, sieht Schaufelradbagger, die den Morgendunst zerpflügen; Farbbänder zittern, braun und eisenoxid – wenn der Himmel toxisch wird. Modell 323 und 422, 581 stampfen drachenlaut durchs Feld; Kettenrasseln, und Steine knirschen, Zähne. Es kracht der Stahl! Kaum angekommen, werden die Bagger schüchtern als Reliquien berührt, danach getreten, ausgeweidet, alles abgeschraubt und neu verteilt:


323 trägt den Reaktor auf Raupenfahrwerken, per Joysticks gelenkt ––– 12.200 t schwer, 260.000 m³ Abraum pro Tag; 7 km/h. 422, mit neuem Raupenfahrwerk, zur Kanone umgerüstet. Der Oberbau ist drehbar als mächtiger Geschützturm; synaptische Steuerung per Teslakabel; 6 km/h. 581, auf Schreitbeinen, trägt die Kolonie wie eine Spinne ihre Brut: Auf ihm sind Wohnzellen montiert: dicht an dicht wie Bienenwaben, schwarzeiserne Trauben, Quader an Quader geschweißt, groß genug, um zu stehen, um zu schlafen – mehr nicht. Lenkung durch Gedankenkraft: Schnittstelle #54.1: 6 km/h, Marschgeschwindigkeit. Doch als die Sonne schwärend aufgeht, scheint das Gelände verlassen. Kein Laut, kein Wind; die ganze Kolonie ist in den Wohnzellen verpuppt, von Kabeln umhüllt, wartet schläfrig und träumt – von Blütenstaub, der am Schmierfett haften bleibt; von klebrigen Schatten; vom Regen, der aus Wolken fällt, blutig das Haar und die Hände. Später rauscht ein Zug auf den Gleisen der Zechenbahn ein, schwarzes Chitin, die Wagen klitschnass; bricht durch die Tore, bremst und hält an. Eilig schwärmen die Arbeiter aus, um jeden Waggon auszuschlachten, reißen Waffen und Geschosse an sich, Panzerungen, Artefakte von den alten Kruppfabriken. Alles hört auf ihr Kommando! – Gerade führt Niora die Musterung durch, schüttelt den Kopf oder nickt, ernennt die Zugführer, sortiert die Untauglichen aus, ehe sie ihre Kompanien einteilt, Artillerie, Infanterie oder Lazarettdienst, danach die Grundausbildung: Karatschwere Kristalle holografieren den uralten Krieg, Vektorgrafik sind Skizzen der Front – sodass die gesamte Zeche zum Schlachtfeld wird; die Sieberei ist ein Hügel, die Kokerei eine Festung, auf deren Zinnen imaginäre Feinde spuken: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Kindersoldaten als Teil der Armee, erhalten doppelte Rationen, Nähreier, Nektar; die besten etwas Polplasma. Exodus! Erst im Werkshof versammelt, Parade, und an den Fingern bitzelt der Strom, dann zieht das Heer aus – hinter sich die Zechenmauer, vorne das Ödland wie aus Metall, stumpf, abweisend, kalt. Gusseiserne Bäume, wie verbrannt, und ein Blutgeruch im Wind.


Im Gleichschritt, marsch. * Memento Mori. Das Stillleben: Schädel und Schmetterling, mit den schönen Eisenflügeln. Und ein Hirschkäfer, der den Donner in den Tag rollt; Mandibeln aus Sägeblättern blitzen auf, so messerscharf. Die Toten schlafen noch. Hier ein Thorax, ein Exoskelett, dort eine Kalotte, auf der Haarreste zittern als Gras, Augenhöhlen, leeres Echo: Alle Schatten starren blind. Plötzlich Fingerzucken, ein Kiefer schnappt, weil frisches Blut durch antike Kabel schießt. Auch der Käfer spürt den Puls, seine Deckflügel klicken, Uhrwerk, und schwirrt weg, folgt einem Strommast zum nächsten und weiter. Noch schwelt der Morgen ausgebrannt und welk; dann wird alles vom Feuer versengt. Staubteufel wirbeln. Zu viele Panzer haben die Ödnis zerrieben, nur Stein- und Knochenmehl hinterlassen – jetzt ziehen neue Ungetüme übers Land. Man hört sie kommen, riecht ihren Atem und ihr Öl, bevor sie am Horizont erscheinen: Zuerst 323, dessen Ausleger die Grenze durchstößt; sein Schaufelrad gleißt, blendet Augen, Sensoren. Links ragt die Kanone von 422 – rechts schaukelt 581 seine Brut durch die Steppe, dahinter die Armee, die ins Sonnenlicht marschiert, ihre Brustplatten funkeln grell. Niora inmitten, schickt Befehlscodes an den Tross, der sich hinten zerfasert hat: Sofort schließen die Bulldozer und Lastwagen auf; das Fußvolk läuft Schulter an Schulter. Windstille. Vor sich, wie eine Fata Morgana, die Hitze flimmert – als würden sie auf einen Luftspiegel zulaufen und sich darin selbst kommen sehen: Horde! Noch entfernt, noch vage, doch sie rückt präzise vor, mit elektrischem Instinkt, der sie tot und grausam antreibt; ein Auge ist ein Abgrund; und auf der Gegenseite ein Gefühl von Fallen bei jedem Schritt. Ängstlich mustert die Kolonie ihren neuen alten Gegner … Näher jetzt.


Im Schräglicht werfen sie unreine Schatten, ein Pestwind weht herüber, dann Schreie, synthetisch erzeugte, ein Tiergebrüll mit Rückkopplung, schrill modulierte Worte, die nicht menschlich klingen, nur kalt und fremd. Ein Frösteln, ein Kriechstrom prickelt über ihren Rücken, aber Niora fängt sich schnell. »Bereit halten«, ruft sie, seltsam heiser. »Schallwerfer!« Fettleibige Kerle treten vor, wie unter Folter schwitzend, ihre Körper vibrieren; ihre Bäuche sind Lautsprecher, die jenseits der Hörschwelle pumpen, bloß noch als Beben wahrzunehmen: Schallwellen von 20 Hz, am Limit nach vorn gepresst, 190 Dezibel, dass alles kocht! Die Haut wirft Blasen, und Blut läuft aus den Haaren, während die Horde strauchelt, fällt und spasmisch verkrümmt liegen bleibt. Faule Gliedmaßen, geschient und so fixiert; abnorme Leiber, ihr Rückgrat zerbrochen, und Hände zittern – Spinnenbeine. Niora brüllt: »Ausschalten.« Und die Soldaten greifen an. Abseits, unbemerkt, krabbelt der Käfer übers Drahtseil und wartet, bis das Gerüst des Baggers in Sprungweite ist – hüpft, landet auf einer Strebe und klettert abwärts, vom Reaktor magnetisch angezogen. Funken spritzen, regnen zu Boden, als sich das Insekt am hängenden Führerstand festschweißt, eine Zeitbombe – und wartet. Abends Wolken. Gewitter zieht auf. *


Zeit der Asche  

Eine Dark Industrial Story von Frank Hebben, (C) 2013: PREVIEW

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