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nr. 8 | 2011

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassen채rztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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August 2011 | 14. Jahrgang

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Nach AKR-Wegfall

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Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 8 | 2011

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

04 Pyrrhussieg AKR-Wegfall 05 Die Kodier-Pflicht bleibt bestehen:

Nachdem das GKV-Versorgungsstrukturgesetz, das zum 1. Januar 2012 greifen soll, den Wegfall der Ambulanten Kodierrichtlinien vorsieht, wäre das Bestehen auf Einführung der AKR bis zum Jahresende zur Farce geworden. Ärzte und Psychotherapeuten sind damit ab sofort von der richtlinienkonformen Kodierung befreit. Die Pflicht, nach ICD-10 zu kodieren, besteht allerdings fort. Und sie gewinnt an Bedeutung bei der Verhandlung der Gesamtvergütung.

Auf den Schlüssel kommt es an

07 Neue Serie zum Sammeln: Kodierhilfe Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

09

NACHRICHTEN Kompakt Gesundheitspolitik

13 Kommunalkonferenz: Diskussion über die

KVen am Entwurf der Regierung

Praxis & KV

04

CD 1 -

I

16 Versorgungsstrukturgesetz – Scharfe Kritik der

0

ärztliche Versorgung auf dem Land

17 Serie Lehrpraxen: Landarztpraxis pur 18 Info-Tag wieder ein großer Erfolg 20 Mammographie-Screening: Fotoaustellung „Mitten im Leben“

21 Interview mit Dr. Susanne Wulff: „Es geht um Frauen, nicht um Zahlen.“

22 Wer zahlt, wenn der Arzt krank wird? Worauf Sie achten sollten

23 Die Qual der Wahl: Berufsunfähigkeits-

versicherung oder Praxisausfallversicherung?

24 ZI-Praxis-Panel geht in die zweite Runde:

Bundesweite Befragung zu Praxiskosten bis Ende Oktober

25 Sie fragen – wir antworten 26 Öffentliche Ausschreibung von Vertragspraxen 28 Psychotherapie: Kodierrichtlinien weg – Kodieren bleibt!

29 Neues aus KVen und KBV

Am 25. Juni fand der 3. Gemeinsame Info-Tag von apoBank, Ärztekammer Schleswig-Holstein und KVSH für Existenzgründer und Praxisabgeber statt. Den ganzen Tag über konnten sich Existenzgründer und Praxisabgeber umfassend informieren.

18 30

Eigentlich wollten sich junge Diabetiker und ihre Betreuer zu einem verlängerten Wochenende in unbeschwerter Atmosphäre treffen, austauschen und feiern. Doch das von ca. 750 Teilnehmern besuchte Zeltlager Camp D in Bad Segeberg stand unter einem schlechten Stern.

Die Menschen im Land 30 Virusinfektion überschattet Camp D

SERVICE 33 Sicher durch den Verordnungs-Dschungel – STIKO-Empfehlung versus Schutzimpfungsrichtlinie

34 Heilmittel: Beratung vor Regress 35 Seminare

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

39 Termine 40 Ansprechpartner 2

Nordlicht

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Nordlicht nr. 8 | 2011 EDITORIAL Dr. Ralph Ennenbach, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, Was soll man davon halten? Nun wir haben Juli/August, Saure-Gurken-Zeit also, was soll politisch da Überraschendes passieren? Das Wesentliche aus der neuen Gesetzgebung zur Versorgung hat sich verfestigt, also kann man aus dem eigenen Urlaub mit Ideen zurückkommen, was man aus den neuen Möglichkeiten – insbesondere denen mit regionaler Honorarkompetenz – Bestmögliches machen kann. So ungefähr mit diesem Erwartungshorizont habe ich mich vor zwei Tagen an Bord zurückgemeldet. Und nun muss ich feststellen, dass alles anders zu sein scheint. Ende letzter Woche kam der „bereinigte“ Entwurf zum Versorgungsstrukturgesetz ans Licht der Welt, und der enthält – überraschend für alle nicht im Urlaub Befindlichen – das komplette Gegenteil. Neu im politischen Geschäft der Gesundheitspolitik ist auch, dass der Finanzminister öffentlich dem Kollegen aus dem Gesundheitsministerium Vorhaltungen über die finanzielle Stabilität seines Entwurfs macht. Dass Herr Schäuble sich hier unter anderen mit der Frage nach den Anreizen für die Versorgung im ländlichen Raum kritisch auseinander setzt, macht klar: Die Steuerbeteiligung des Bundes bei der Finanzierung des Gesundheitsfonds drängt die Idee des selbstverwalteten und aus Beiträgen finanzierten Gesundheitssystems ins Abseits. Alles keine guten Vorzeichen für stabile Rahmenbedingungen; wo soll Planbarkeit für ärztliche Tätigkeit entstehen, wenn der große Rahmen unklar bleibt und Versorgung zum Spielball tagespolitischer Interessen der Bundespolitik geworden ist. Meine Überzeugung ist aber, dass die Bedeutung der sicheren Versorgung für das Gemeinwohl eine extrem große Bedeutung im Werteuniversum der Menschen hat und die Politik daran nicht vorbeigehen kann. Vor Jahren als Lobby-Propaganda abgetan, treibt die Bürger dieses Thema an, was schon der Zulauf zu entsprechenden Veranstaltungen belegt. Und nur deswegen warte ich mit immer neuer Spannung und Zuversicht auf die nächste politische Volte: eben weil es am Ende doch vorwärts gehen wird. Ihnen allen einen Sommer, dessen Sonne Sie erwärmen möge. Apropos: Die warmen Sommer haben wir – statistisch gesehen – langfristig ja auch sicher.

Ihr Ralph Ennenbach

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Titelthema M orbiditätsdokumentation

Pyrrhussieg AKR-Wegfall Nachdem das GKV-Versorgungsstrukturgesetz, das zum 1. Januar 2012 greifen soll, den Wegfall der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) vorsieht, wäre das Bestehen auf Einführung der AKR bis zum Jahresende, also nur für ein halbes Jahr, zur Farce geworden. Aus diesem Grund hat die KBV – wie auf der Vertreterversammlung in Kiel beschlossen – die Vereinbarung mit den Krankenkassen einseitig gekündigt. Einvernehmen mit den Kassen konnte nicht hergestellt werden. Ärzte und Psychotherapeuten sind damit ab sofort von der richtlinienkonformen Kodierung befreit. Die Pflicht, nach ICD-10-GM zu kodieren, besteht allerdings fort. Und sie gewinnt an Bedeutung bei der Verhandlung der Gesamtvergütung. Nachbesserung, Verschiebung, Wegfall: So lautet aus Sicht vieler Ärzte der gefühlte Superlativ in Zusammenhang mit der Einführung der Allgemeinen Kodierrichtlinien. Aber ist der Wegfall der AKR, zumal mitten auf der Wegstrecke, wirklich ein Gewinn? Lange Zeit war das Begehren nach einer Vergütung, die sich an der tatsächlichen Morbidität der Bevölkerung orientiert, eine berechtigte Forderung der Ärzteschaft. Die Abkehr von der Grundlohnsummensteigerung war beschlossene Sache. Das machte nicht nur deswegen Sinn, weil die Entwicklung der Grundlohnsumme auf einem viel niedrigeren Niveau liegt als die Entwicklung der Morbidität. Die Koppelung der ärztlichen Honorierung an die Morbidität spiegelt vor allem den direkten Leistungsbezug wider. Angesichts der bekannten demografischen Prognose und des in den Praxen zu verzeichnenden steigenden Behandlungsbedarfs war dies ein überfälliger Schritt. Selbstverständlich muss für eine morbiditätsorientierte Bezahlung genau erfasst werden, wie sich die Krankheitslast der Bevölkerung tatsächlich entwickelt. Schließlich geht es um viel Geld, und Bares fließt nur, wenn die prognostizierte Morbiditätssteigerung auch nachgewiesen wurde. Und weil es regionale Unterschiede im Krankenstand gibt, reicht es eben nicht, wenn die Bayern darlegen, wie die Welt aus Münchener Sicht aussieht. Das bringt den schleswig-holsteinischen Ärzten nicht einen Cent mehr. Im Gegenteil, so profitieren nur die anderen.

0

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CD 1 -

Ein Umweg zu viel Der Widerstand bei der Einführung der AKR erinnert an die Opposition gegen die DMP-Programme. Da beide – AKR und DMP – vordergründig Geld in die Kassen der Kassen spülen, wird der Nutzen für die Ärzteschaft übersehen. In der Tat haben die Praxen den Aufwand heute und den Nutzen erst morgen. Viele sind zudem skeptisch, ob sich der in Aussicht gestellte Ertrag überhaupt einstellt. Verständlich ist das schon: Angesichts der Frequenz der Neuerungen im Gesundheitswesen ist so manche Reform schon überholt worden, ehe sich ihre Effekte bemerkbar machen konnten. Auch das Kodieren zahlt sich erst mit einem Jahr Zeitverzögerung aus. Aber es ist die berühmte conditio sine qua non und damit ohne Alternative. Ohne Kodierung keine Honorierung. 4

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Die Richtlinie ist tot – es lebe die Kodierung Ähnlich wie beim Atomausstieg ist es nützlich zu wissen, was danach kommt. Der Ausstieg aus den AKR ist zwar beschlossene Sache, der gedankliche Rückbau hat quasi schon begonnen, aber wie geht es jetzt eigentlich weiter? Wie wird die Morbidität festgestellt? Die kodierungsbezogene Brückentechnologie heißt ICD-10. Der internationale Krankheitskodex ist bis auf Weiteres die „Krücke“, mit der das konkrete Krankheitsgeschehen abgebildet wird. Zur genauen Anwendung des ICD sind die Ärzte im Übrigen schon heute gesetzlich verpflichtet, wenn sie zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen. Das aktuelle Kodierverhalten der schleswig-holsteinischen Ärzteschaft malt das mysteriöse Bild einer überdurchschnittlich gesunden Bevölkerung hier im Norden. Dies ist epidemiologisch nicht plausibel. Viel wahrscheinlicher ist, dass eine Art Schmalspurkodierung praktiziert wird, die womöglich den Anforderungen des Gesetzes gerecht wird, die aber nicht ausreicht, um künftige Honorarsteigerungen zu begründen. 100 Millionen Euro warten darauf, gehoben zu werden Das Delta, das heute zwischen Kodierpraxis und bundesweitem Morbiditätsdurchschnitt klafft, beziffern die hiesigen Kranken kassen auf bis zu 100 Millionen Euro. Das entspricht zehn Prozent der schleswig-holsteinischen Gesamtvergütung. Das sollte zur Einordnung reichen. Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz werden wichtige Aufgaben wieder regionalisiert, so auch die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen. Die Vergütung wird sich wieder an der Veränderung der Morbidität in den einzelnen KV-Bezirken orientieren. 61 Prozent der Vergütung hängen ab 2012 wieder von der regional nachgewiesenen Krankheitslast ab. Vor diesem Hintergrund kommt einer qualitativ guten Dokumentation eine enorm wichtige Rolle zu. Je besser die Morbidität abgebildet wird, desto höher sind die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Durch vollständiges und akkurates Kodieren kann der Honorarrückstand zu anderen KVen schneller geschlossen werden als durch kräftezehrende Konvergenzregelungen jemals nachzuverhandeln wäre. Früher hieß es „wer schreibt, der bleibt“. Jetzt könnte man sagen „wer kodiert, der profitiert“. Die Ärzteschaft ist ein weiteres Mal aufgefordert zu vertrauen. Diesmal mit guten Chancen auf eine Einlösung des Honorarversprechens. Esther Rüggen

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Titelthema

Auf den Schlüssel kommt es an

Klug kodieren

leicht gemacht

Vertragsärzte und -psychotherapeuten müssen die Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) nicht anwenden. Die Pflicht, nach ICD-10-GM zu kodieren, bleibt aber bestehen. Lange war unklar, ob es zu einer verpflichtenden Einführung der AKR für alle Praxen kommt. Am 1. Juli kam dann die Mitteilung der KBV, dass die verpflichtende Aktivierung des AKR-Moduls in der Praxissoftware nicht erfolgen muss. Die KBV hat die Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband nicht umgesetzt, da der Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes für 2012 keine Ambulanten Kodierrichtlinien vorsieht. In diesem Kontext wäre eine verbindliche Einführung zum 1. Juli 2011 undenkbar gewesen. Diagnosedokumentation – nur Bürokratie oder auch von Nutzen? Studien haben gezeigt, dass die Kodierqualität noch verbessert werden kann, vor allem in Schleswig-Holstein werden weniger Diagnosen als im Bundesdurchschnitt kodiert. Wichtig ist hier eine hohe Qualität, weil ihre ärztlichen Diagnosen Grundlage für die jährliche Anpassung der vertragsärztlichen Gesamtvergütung (morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, MGV) ist und über den morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) Einfluss auf die Einnahmenseite der Krankenkassen hat. Die kodierten Diagnosen haben also über zwei verschiedene Wege Einfluss auf die im ambulanten Bereich zur Verfügung stehende Geldmenge und ihre Verteilung an die einzelnen Krankenkassen. Und damit auch auf das Budget der einzelnen Praxis, auch wenn dieses derzeit noch nicht morbiditätsbezogen ermittelt wird. Wie funktioniert der Morbi-RSA? Der Morbi-RSA ist ein Teil des 2009 eingeführten Gesundheitsfonds, der als „zentrale Geldsammelstelle“ vom Bundesversicherungsamt verwaltet wird und die zur Verfügung stehenden Mittel an die Krankenkassen ausschüttet. Der Morbi-RSA ermittelt durch ein System von Zu- und Abschlägen unter anderem für Alter, Geschlecht, Erwerbsminderungsrente und Morbidität Zuweisungen für Krankenkassen. Die Morbiditätszuschläge basieren dabei auf einer Auswahl von 80 Krankheiten bzw. ca. 4.000 ICD-Kodes. Es handelt sich 8 | 2011

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Die wichtigsten Kodiertipps im Überblick Alle vorliegenden Krankheiten dokumentieren Alle Diagnosen, zu denen beraten oder behandelt wurde, sollten auch in der Dokumentation erfasst werden. So spezifisch wie möglich kodieren Die Diagnose sollte die zugrunde liegende Erkrankung so genau wie möglich beschreiben. Auch Komplikationen müssen berücksichtigt werden. Vollständige ICDs verwenden Um den Schweregrad korrekt zu dokumentieren, sollte immer bis auf die letzte nach ICD-10 vorgeschlagene Stelle verschlüsselt werden. Zusatzinformationen angeben Ist die Diagnose gesichert, sollte das durch den Zusatz „G“ dokumentiert werden. Chronische Diagnosen kontinuierlich dokumentieren Für optimale Kodierqualität sollte die Behandlung aller chronischen Diagnosen auch regelmäßig dokumentiert werden. Dokumentation im Verlauf anpassen Erkrankungen können sich im Verlauf ändern. Deshalb sollte die Verschlüsselung bei Bedarf neu angepasst werden.

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Titelthema M orbiditätsdokumentation dabei um stationäre wie ambulante Diagnosen, wobei ambulante Erkrankungen erst eine Zuweisung auslösen, wenn eine „Zweitdiagnose“ derselben Krankheit in einem anderen Abrechnungsquartal bestätigt wurde. Zusätzlich kann sogar eine entsprechende Arzneimitteltherapie erforderlich sein. Die Diagnosen, die 2011 über die Abrechnungsunterlagen dokumentiert werden, lösen dann im Jahr 2013 Zuweisungen aus dem Fonds aus. Diese prospektive Betrachtung setzt sich bei der Berechnung der Steigerungsrate der MGV fort, denn auch dort werden mit heutigen Daten zukünftige Risiken ermittelt. Wie entsteht die Steigerungsrate der MGV? Die bundeseinheitliche Veränderungsrate der MGV nach Paragraf 87a SGB V wird mithilfe eines Groupers, d. h. einer Software zur Patientenklassifikation berechnet. Das verwendete Patientenklassifikationsmodell bildet dabei den Zusammenhang von Grouper-output (individuelle Morbidität der Versicherten) und Leistungsbedarf nach MGV-Abgrenzung ab und von Risikogruppen mit Kostengewichten zukünftigen Leistungsbedarf der Versicherten. Die Einordnung in die Risikogruppen erfolgt dabei neben dem Alter und Geschlecht anhand der für die Patienten kodierten ICD-10-Kodes, wobei der Grouper die komplette ICD-10-GM einbezieht. Betreut wird dieser Grouper vom Institut des Bewertungsausschusses (InBA). Die verwendeten Zuordnungs- und Hierarchietabellen werden demnächst bereitgestellt. Weitere Faktoren, die die Morbidität beeinflussen könnten, wie z. B. Region, Stadt/Land, Einkommen, Bildung, Familienstand, werden bisher nicht berücksichtigt. Eine Weiterentwicklung in diese Richtung wäre denkbar. Vorerst muss aber abgewartet werden, wie das Versorgungsstrukturgesetz tatsächlich verabschiedet wird. 2012 und dann? Der vorliegende Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes sieht für 2012 vor, dass das InBA zukünftig für jeden KV-Bezirk zwei Veränderungsraten errechnet, eine auf Basis der kodierten Behandlungsdiagnosen und eine zweite anhand von demografischen Kriterien. Bisher wurde hier mit bundeseinheitlichen Veränderungsraten gerechnet, sodass es keinen regionalen Spielraum gab. Zukünftig soll dies anders werden, sodass Schleswig-Holstein nur an der dokumentierten Morbidität für die Patienten mit Wohnort in Schleswig-Holstein gemessen wird. Eine Steigerung der MGV und infolgedessen das Verhältnis des Morbi-Anteils zum Demografie-Anteil kann nur verhandelt werden, wenn dies sich auch in einem Anstieg des morbiditätsbedingten Behandlungsbe-

Paragraf 295 Abs. 1 SGB V (Auszug)

(1) Die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Einrichtungen sind verpflichtet, 1. in dem Abschnitt der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, den die Krankenkasse erhält, die Diagnosen, 2. in den Abrechnungsunterlagen für die vertragsärztlichen Leistungen die von ihnen erbrachten Leistungen einschließlich des Tages der Behandlung, bei ärztlicher Behandlung mit Diagnosen, bei zahnärztlicher Behandlung mit Zahnbezug und Befunden, 3. in den Abrechnungsunterlagen sowie auf den Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung ihre Arztnummer, in Überweisungsfällen die Arztnummer des überweisenden Arztes sowie die Angaben nach Paragraf 291 Abs. 2 Nr. 1 bis 10 maschinenlesbar aufzuzeichnen und zu übermitteln. Die Diagnosen nach Satz 1 Nr. 1 und 2 sind nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten in der jeweiligen vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit herausgegebenen deutschen Fassung zu verschlüsseln.

darfs und damit in der errechneten Rate ausdrückt. Zumal sich die einzelnen KVen untereinander dann in einen Wettbewerb um das zur Verfügung stehende Geld der Krankenkassen für dem ambulanten Sektor begeben. Empfehlungen für die Praxis Egal, ob Sie und Ihr Praxisteam das Modul der AKR bereits verwendet haben oder nicht, empfehlen wir Ihnen, sich mit den Möglichkeiten und Funktionen Ihrer Praxissoftware zu beschäftigen, damit qualitativ gutes Kodieren auch ohne Zeitverluste möglich ist. Jede Praxis sollte sich der Folgen bewusst sein und auch weiter das Thema „Klug kodieren“ als wichtige Aufgabe mit Auswirkungen auf die Vergütung erkennen und verbessern, damit Schleswig-Holstein insgesamt nicht die Konsequenzen aus einer „falschen“ Datengrundlage tragen muss. Die KVSH wird Sie dabei unterstützen. Mit dieser Ausgabe des Nordlichts beginnen wir eine neue Serie, die Ihnen und Ihr Praxispersonal im Diagnosen-Dschungel als handliche Kodierhilfe nützliche Informationen liefern soll.

Kodierhilfen im Netz

Anja Oelkers, KVSH

Hilfsangebote um den passenden ICD-10-Kode zu finden: ZI-Kodierhilfe – www.zi-berlin.de http://195.149.76.244/kodierhilfe/kodierhilfe ICD-10-Browser der KBV http://icd.kbv.de/icdbrowser/ Online-Fortbildung des Deutschen Ärzteblattes (noch bis zum 31. Dezember 2011 möglich) www.aerzteblatt.de/cme/

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Titelthema

Kodierhilfe

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Klug kodieren

leicht gemacht Sammelexemplar 1

Allgemeine Hinweise zur Diagnosedokumentation • Erfassung aller Behandlungsdiagnosen in der Abrechnungssoftware • Alle Diagnosen sind mit der ICD-10-GM so spezifisch wie möglich zu kodieren

• Diagnosen, die gesichert sind, mit dem Zusatz „G“ verschlüsseln • Kodierung dem Verlauf/Schweregrad der Erkrankung anpassen

E10.- E11.- E12.- E13.- E14.-

Diabetes mellitus Typ 1 Diabetes mellitus Typ 2 Diabetes mellitus in Verbindung mit Mangel- oder Fehlernährung Diabetes mellitus, sonstiger näher bezeichneter (pankreopriver Diabetes) Diabetes mellitus, nicht näher bezeichnet

1.-3. Stelle

E10

E11

4. Stelle

5. Stelle

.0

mit Koma

1

entgleist

.1

mit Ketoazidose

1

entgleist

.2

mit Nierenkomplikationen z. B. Diabetische Nephropathie (N08.3*)

0 1

nicht entgleist entgleist

.3

mit Augenkomplikationen z. B. Diabetische Katarakt (H28.0*) Diabetische Retinopathie (H36.0*)

0 1

nicht entgleist entgleist

.4

mit neurologischen Komplikationen z. B. Polyneuropathie (G32.2*) Amyothrophie (G73.0*)

0 1

nicht entgleist entgleist

.5

mit peripheren vaskulären Komplikationen z. B. Periphere Angiopathie (I79.2*)

0 1

nicht entgleist entgleist

.6

mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen z. B. Diabetische Athropathie (M14.2*)

0 1

nicht entgleist entgleist

.7

mit multiplen Komplikationen

2

nicht entgleist

 

 

3

entgleist

 

 

4

mit diabetischem Fuß, nicht entgleist

 

 

5

mit diabetischem Fuß, entgleist

.8

mit nicht näher bezeichneten Komplikationen

.9

ohne Komplikationen

0 1 0 1

nicht entgleist entgleist nicht entgleist entgleist

E12

E13

oder

E14

Kodierhilfe

Hinweise zur Handhabung der Kodierhilfe Die Übersicht soll als Arbeitshilfe dienen und enthält nur einen Ausschnitt aus dem Diagnosespektrum des ICD-10-GM 2011.

• Sobald mehr als eine Komplikation vorliegt, z. B. neurologische und vaskuläre Komplikationen, ist die vierte Stelle .7 (mit multiplen Komplikationen). • Notwendig ist, alle Diagnosen mit den angegebenen Komplikationen untereinander anzuführen. Die Wagner-Stadien werden mit Hilfsdiagnosen aus dem Bereich Dekubitus abgebildet. • Sämtliche ICD-Kodes Diabetes sind Morbi-RSA-Wirksam, Typ1 erhält höhere Zuweisungen als Typ 2. Sonderformen O24.- Gestationsdiabetes R73.0 Pathologische Glukosetoleranz/Prädiabetes 8 | 2011

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Diabetes mellitus Typ 1 und 2

Diabetes mellitus Typ 1 und 2


Titelthema

Weitere mögliche Komplikationen Bereich Fuß

ICD-10-Kode

Diabetische Läsion, Wagner 0

L89.08

Diabetisches Ulcus, Wagner 1

L89.18

Diabetisches Ulcus, Wagner 2

L89.28

Diabetisches Ulcus, Wagner 3

L89.38

Diabetische Fersenläsion, Wagner 0

L89.07

Diabetisches Fersenulcus, Wagner 1

L89.17

Diabetisches Fersenulcus, Wagner 2

L89.27

Diabetisches Fersenulcus, Wagner 3

L89.37

Fußdeformität

M21.6

Krallenzehen

M20.4

Hallux valgus

M20.1

Charcot‘sche Osteoarthropathie

M14.6

Zustand n. Zehenamputation

Z89.4

Zustand n. US-Amputation

Z89.5

Zustand n. OS-Amputationen

Z89.6

Rollstuhlpflichtigkeit

Z99.3

MRSA-Infektion

U80.0

Beispiel 1 Bei einem Patienten besteht ein bekannter insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 1 mit diabetischem Fußsyndrom und diabetischer Retinopathie und Nephropathie. Zurzeit ist keine Behandlung des Fußsyndroms notwendig. E10.74 G Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ 1), mit multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet H36.0* G Diabetische Retinopathie N08.3* G Diabetische Nephropathie

Beispiel 2 Ein Patient mit diabetischer Polyneuropathie wird neurologisch behandelt. E10.40 G Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ 1), mit neurologischen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet G63.2* G Diabetische Polyneuropathie

Bereich Niere Diabetische Nephropathie

N08.3

Diabetische Nephropathie, Niereninsuffizienz, Stadium 1

N18.1

Diabetische Nephropathie, Niereninsuffizienz, Stadium 2

N18.2

Diabetische Nephropathie, Niereninsuffizienz, Stadium 3

N18.3

Diabetische Nephropathie, terminale Niereninsuffizienz

N18.5

Dialysepflichtige Niereninsuffizienz

Z49.1

Beispiel 3 Ein Patient mit bekanntem Diabetes mellitus (Typ 2) wird wegen diabetischer Katarakt behandelt. E11.30 G H28.0*

Kardiovaskuläre Krankheiten Carotisstenose

I65.2

Apoplex

I63.5

KHK, Ein-Gefäßerkrankung

I25.11

KHK, Zwei-Gefäßerkrankung

I25.12

KHK, Drei-Gefäßerkrankung

I25.13

Benigne essentielle Hypertonie

I10.00

Zustand n. koronarer Stent-Implantation

Z95.5

Linksherzinsuffizienz: ohne Beschwerden

I12.90

Rechtsherzinsuffizienz, sekundär

I50.01

AVK der Beine, mit Ulzeration

I70.23

Antikoagulantientherapie

Z92.1

Nicht primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ 2), mit Augenkomplikationen, nicht als entgleist bezeichnet Diabetische Katarakt

Eigene Notizen

Bereich Asthma/COPD

8

Nichtallergisches Asthma bronchiale

J45.1

COPD: FEV1 < 35% des Sollwertes

J44.80

COPD: FEV1 ≥ 35% und < 50% des Sollwertes

J44.81

COPD: FEV1 ≥ 50% und < 70 % des Sollwertes

J44.82

COPD: FEV1 ≥ 70 % des Sollwertes

J44.83 Nordlicht

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NACHRICHTEN  KOMPAKT E hec - A brechnung

Ä rztliche K unst

Richtige Kennzeichnung wichtig Ein Maler des Nordens Bad Segeberg – Die Kassenärztliche Vereinigung SchleswigHolstein konnte nach intensiven Verhandlungen mit den Krankenkassen vereinbaren, dass der PCR-Test von Laborärzten bei Verdacht und Diagnose der EHEC-Infektion nach Maßgabe des RKI-Ratgebers für Ärzte extrabudgetär für das II. und III. Quartal 2011 mit der KVSH abgerechnet werden kann. Die Pseudoziffer für diese Abrechnung lautet 99037A. Für alle betroffenen Praxen ist es wichtig, dass alle Leistungen, die im Zusammenhang mit der EHEC-Infektion oder dem Verdacht auf stehen, in der Quartalsabrechnung ab dem 1. Juli 2011 gekennzeichnet werden. Dazu müssen die Tage, an den Leistungen erbracht wurden, die im direkten Zusammenhang mit EHEC stehen, mit der Ziffer 99037 gekennzeichnet werden. Die ICD-10 Kodierung selbst erfolgt bei Diagnose EHEC über die A04.3, die Variante HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) über die Kodierung D59.3. Nach der Kritik am Krisenmanagement während der EHEC-Epidemie sollen die Meldewege für schwere Erkrankungen generell verbessert werden. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeitet dazu nun konkrete Verbesserungs­möglichkeiten, teilten die Gesund­heitsminister der Länder mit. Es solle vor allem geprüft werden, wie es zu „schnelleren Meldungen“ kommen könne.

A ufbereitung von M edizinprodukten

Die Ausstellung in der KVSH läuft noch bis zum 21. Oktober und kann montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

produkte in den Verkehr gebracht, betrieben und angewendet werden. Sie kennen die „Problemzonen“ der Praxen und sind gerne bereit, Sie bei allen Fragen zur praktischen Umsetzung zu beraten.

Kostenfreie Info-Veranstaltung für ambulant operierende Praxen

Termine:  3. Fachnachmittag – Wiederholungsveranstaltung Sterilisation und Routinekontrollen Mittwoch, 14. September 2011, 14.00-18.30 Uhr

Kiel – Die Abteilung Gesundheitsschutz des Landesamtes für soziale Dienste (LAsD) setzt ihre Ringveranstaltung zum Thema Aufbereitung von Medizinprodukten fort und bietet im September den inzwischen dritten kostenfreien Fachnachmittag für Ärzte und verantwortliches medizinisches Fachpersonal aus ambulant operierenden Praxen an. Zum kommenden Termin, es sind nur noch Restplätze vorhanden, wird aufgrund der großen Nachfrage noch einmal das Thema Sterilisation von Medizinprodukten aufgegriffen. Sowohl die Anforderungen an die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Sterilisation als auch die Möglichkeiten der Verpackung von Sterilprodukten und die Sterilisationsverfahren mit den dazugehörenden Routinekontrollen werden in der Veranstaltung behandelt. Der angekündigte Fachnachmittag zum Thema Aufbereitung von Endoskopen wird auf den 14. Dezember verschoben. Sie erhalten Informationen aus erster Hand! Die Mitarbeiter des Dezernates „Medizinprodukteüberwachung“ im Landesamt für soziale Dienste tragen durch Marktüberwachung dafür Sorge, dass nur sichere und geeignete Medizin8 | 2011

Bad Segeberg – Die Kassenärztliche Vereinigung SchleswigHolstein stellt wieder hochkarätige ärztliche Kunst in ihren Räumlichkeiten aus. Dr. Norbert Siebrasse, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie aus Neumünster, malt seit drei Jahren zur Hauptsache regionale Motive wie den Westerhever Leuchtturm, Hallig Hooge, den großen Segeberger See oder die Husberger Mühle. Seine Bilder sind teilweise so realistisch gestaltet, dass man sie fast für Fotografien halten könnte. Siebrasse bedeutet die Malerei sehr viel, denn sie stellt für ihn „einen psychohygienischen Ausgleich“ zur Arbeit in der Praxis dar.

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 4.  Fachnachmittag – Aufbereitung von Endoskopen Mittwoch, 14. Dezember 2011, 14.00-18.30 Uhr  5. F achnachmittag – Thema noch offen Mittwoch, 14. März 2012 Veranstaltungssort: Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein, Raum 468, AdolfWestphal-Straße 4, 24143 Kiel Anmeldung: Bitte melden Sie sich für den 3. Fachnachmittag bis zum 2. September 2011 unter Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Institution, Postadresse, Telefonnummer, E-MailAdresse) bei Frau Reese, Fax 0431 988 5416 an. Die Veranstaltungen sind von der Ärztekammer SchleswigHolstein als ärztliche Fortbildungen anerkannt. Für Ihre Teilnahme erhalten Sie jeweils 4 Fortbildungspunkte. Nähere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter: www.schleswig-holstein.de/LASD/DE/LASD_node.html

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NACHRICHTEN  KOMPAKT B ereitschaftsdienst

Neue Anlaufpraxis am Krankenhaus in Henstedt-Ulzburg

K orrekturmitteilung

Neue Heilmittelrichtlinie zum 1. Juli 2011 Bad Segeberg – Unsere Mitteilung zum Inkrafttreten der neuen Heilmittelrichtlinie (Nordlicht 7/2011, Seite 37) hat im Hinblick auf die Voraussetzungen für die Verordnung von Heilmitteln gemäß Paragraf 3 der Heilmittelrichtlinie zu Irritationen geführt. Wir möchten aus diesem Grund richtigstellen, dass die „ICFSystematik“ (International Classification of Functioning, Disability and Health) dort weder „eingeführt“ wurde noch beim Ausfüllen des Heilmittelrezeptes „zwingend erforderlich“ ist.

Bad Segeberg – Hell, freundlich und modern – so präsentiert sich ab dem 1. August 2011 die neue Anlaufpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg. Nach dem endgültigen Aus der Notfallambulanz des Krankenhauses in Kaltenkirchen war eine Neueröffnung der Anlaufpraxis am Standort Henstedt-Ulzburg notwendig geworden. Dass die Anlaufpraxis direkt am Krankenhaus ist, habe für die Patienten entscheidende Vorteile, betont Dr. Carsten Schiefer, der zuständige Notdienstbeauftragte der KVSH: „Sollte die Erkrankung des Patienten spezielle Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall erfordern, kann dies direkt in der Klinik durchgeführt werden. Möglich ist damit natürlich auch, den Patienten im Krankenhaus weiter zu behandeln.“

Der Begriff ICF wird dort auch nicht als Bestandteil der Richtlinie erwähnt, sondern die Wortwahl fand lediglich in den tragenden Gründen des Gemeinsamen Bundesausschusses zu einem Beschlussentwurf über die Neufassung der Richtlinie vom 20. Januar 2011 Erwähnung. In Paragraf 3 Abs. 5 der Richtlinie wird diesbezüglich nur ausgeführt, dass sich die Indikation für die Verordnung von Heilmitteln nicht aus der Diagnose allein ergibt, „ ... sondern nur dann, wenn unter Gesamtbetrachtung der funktionellen/strukturellen Schädigungen, der Beeinträchtigung der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen) unter Berücksichtigung der individuellen Kontextfaktoren in Bezug auf Person und Umwelt eine Heilmittelanwendung notwendig ist“. Sowohl in allen diesbezüglichen Passagen des ersten Teils (Richtlinientext) als auch im zweiten Teil der Heilmittelrichtlinie (Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen – Heilmittelkatalog unter der Überschrift „Leitsymptomatik“) wurde nur jeweils die Formulierung „Schädigung/Funktionsstörung“ durch „funktionelle/strukturelle Schädigung“ ersetzt. AG Heilmittel der KVSH und Krankenkassen/-verbände

Auch Verwaltungsdirektor Matthias Stulpe-Diederichs, Regionaldirektor der Paracelsus-Kliniken für Schleswig-Holstein, begrüßte die Entscheidung. „Die Paracelsus-Kliniken in Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen und die Anlaufpraxis der KVSH verbindet eine langjährige, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nachdem wir aufgrund massiver Verschiebungen der Notfallpatienten von Kaltenkirchen nach Henstedt-Ulzburg gezwungen waren, die Zentrale Notaufnahme am Standort Kaltenkirchen zu schließen, freuen wir uns, die Zusammenarbeit mit der KV am Standort Henstedt-Ulzburg fortsetzen zu können.“

Lage Die Anlaufpraxis befindet sich im Hauptgebäude der Paracelsus-Klinik im Erdgeschoss, direkt neben der Zentralen Notfallambulanz. Öffnungszeiten montags, dienstags und donnerstags jeweils von 19.00 bis 21.00 Uhr; mittwochs und freitags von 17.00 bis 21.00 Uhr; an Wochenenden und Feiertagen von 10.00 bis 13.00 und 17.00 bis 21.00 Uhr.

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Nordlicht

K rankenkassen

Finanzlage soll transparenter werden Berlin – Nach der Insolvenz der City BKK will die Bundesregierung auf die Verunsicherung vieler Versicherten reagieren und die Krankenkassen deshalb in Zukunft verpflichten, ihre Finanzen offenzulegen. Das berichtet die „Berliner Zeitung“ und beruft sich dabei auf einen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Durch diesen Schritt wüssten die Versicherten, ob sie bei einer Krankenkasse versichert seien, die wirtschaftlich solide aufgestellt sei – oder ob die Kasse in finanziellen Schwierigkeiten stecke. Bisher veröffentlichen nur wenige Krankenkassen ihre Jahresrechnungen. Der neue Entwurf sieht laut Zeitungsbericht vor, dass die Krankenkassen „einen aussagekräftigen Bericht über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die finanzielle Lage der Krankenkasse zu erstellen haben“. Dazu gehörten Angaben zur Einnahmen- und Ausgabenentwicklung, zur Vermögenssituation der Krankenkasse und zur Mitgliederentwicklung. ak t u e l l

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NACHRICHTEN  KOMPAKT Z ulassung / P ra x isberatung

A rztbibliothek

Ausschreibungen in nicht gesperrten Kreisen

Online-Fortbildungen leicht zu finden

Bad Segeberg – Seit einiger Zeit werden neben den Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen in gesperrten Planungsbereichen auch solche Vertragsarztsitze zur Abgabe veröffentlicht, die sich in nicht gesperrten Planungsbereichen befinden. Beispielsweise war der Planungsbereich Kreis Steinburg für Hausärzte noch nie für weitere Zulassungen bzw. Anstellungen gesperrt, sodass eine Ausschreibung im herkömmlichen Sinne nicht erforderlich ist, wenn ein Hausarzt aus dem Kreis Steinburg an einen Nachfolger übergeben möchte. Um auch auf diese Praxen aufmerksam zu machen, veröffentlichen wir allerdings auch derartige Übergabemöglichkeiten im SchleswigHolsteinischen Ärzteblatt. Der Antrag kann formlos bei der Zulassung/Praxisberatung eingereicht werden und diese Abteilung steht auch gerne für nähere Auskünfte zur Verfügung.

Zulassung/Praxisberatung Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 883 881, Fax 04551 883 276 E-Mail zulassung@kvsh.de

Berlin – Fortbildungsangebote im Internet nehmen zu. Dabei ist es nicht immer leicht, die Inhalte zu finden, die ins eigene Fachgebiet passen und entsprechend zertifiziert sind. Die Arztbibliothek, ein gemeinsames Online-Angebot von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung listet unter www.arztbibliothek.de/cme-angebote thematisch aufbereitete und von Ärztekammern anerkannte Fortbildungsangebote auf und erleichtert Ärzten damit die Suche nach themenspezifischen Online-Angeboten. Derzeit sind in der Arztbibliothek 239 aktuelle CME-Angebote zu 42 Themen online. Die angebotenen Online-CME sind von den deutschen Ärztekammern zertifiziert und somit offiziell zur Erlangung des Fortbildungszertifikats anerkannt. Es wird sowohl auf kostenlose als auch auf kostenpflichtige (meist Abonnement gebundene) Angebote verwiesen, wobei je Einheit ein bis drei Fortbildungspunkte erworben werden können. Alle drei Monate werden neue Online-CME-Module in die Arztbibliothek aufgenommen und die Aktualität bzw. die Gültigkeit vorhandener Fortbildungseinheiten überprüft.

P olitik

Ärztenetze gründen Interessenverband

P rävention

Männer bleiben Vorsorge-Muffel Hamburg – Nur jeder vierte Mann über 45 ist im vergangenen Jahr in Deutschland zur Krebs-Früherkennung gegangen, wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilte. Bei den Frauen lag der Anteil dagegen bei 59 Prozent: Sechs von zehn lassen sich regelmäßig durchchecken, wie eine Auswertung der TK-Versichertendaten zeigte. Warum meiden so viele Männer die KrebsFrüherkennung? Das fragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK 1.001 Männer zwischen 20 und 70 Jahren. Insgesamt 61 Prozent der Teilnehmer erklärten, dass sie nur zum Arzt gingen, wenn sie wirklich krank sind. Knapp vier von zehn Männern meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen beschäftigen will oder sich noch keine Gedanken über Früherkennung gemacht hat. 8 | 2011

Nordlicht

Berlin – Insgesamt 14 der großen und professionellen Ärztenetze und Gesundheitsverbünde haben den Verein „Agentur deutscher Ärztenetze“ gegründet. Er ist nach eigenen Angaben politischer Interessenvertreter für die rund 400 Arztnetze in Deutschland. Ziel des Verbandes ist es, seine Mitglieder bei der Professionalisierung zu unterstützen und Dienstleister bei Vertrags- und Versorgungskonzepten zu sein. Mitglieder sind unter anderen der NAV-Virchow-Bund, das Ärztenetz „Medizin und Mehr“ und der Bundesverband der Netzmanager Deutschlands. Aus SchleswigHolstein beteiligt sich das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg. Politisch will der Verein laut Mitteilung im aktuell entstehenden Versorgungsstrukturgesetz einen regionalen Versorgungsauftrag über die jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen erhalten. Inzwischen trügen professionell strukturierte und organisierte Ärztenetze bereits zu einer regionalen und effizienzorientierten Versorgung maßgeblich bei. ak t u e l l

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NACHRICHTEN  KOMPAKT W eb - T V

M uster 1 7

Praxisnetz aus SchleswigHolstein bei KV-on

Ärztliche Bescheinigung zum Bezug von Krankengeld Muster 17

Bitte mit einem Datum versehen, wenn die Arbeitsunfähigkeit weiterhin besteht.

Berlin – Wie vernetzt die Ärzte im Medizinischen Qualitätsnetz Westküste (MQW) arbeiten und welche Vorteile das für Ärzte und Patienten in der ländlichen Region hat, zeigt ein Film im Web-TV der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Das MQW ist in Dithmarschen fest verankert und vertritt dort über die Hälfte aller niedergelassenen Ärzte. Unter www.kv-on.de/html/507.php kann der Film über Aufbau, Aufgaben und Ziele des Praxisnetzes aus Schleswig-Holstein angesehen werden. Das Web-TV „KV-on“ bietet außerdem noch viele weitere Servicefilme mit vielen wertvollen Informationen für Ärzte und ihr Praxispersonal. Vieles kann direkt im Praxisalltag umgesetzt werden. Komplizierte Themen wie z. B. Elternzeit für Niedergelassene, Therapie von Essstörungen, Reiseschutzimpfungen oder Arbeitsschutz in Praxen werden in den Filmen einfach und verständlich dargestellt. Hauptdrehorte sind dabei Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. Internetnutzer können auf www.kv-on.de die verschiedenen Videos auch bewerten, Themenanregungen geben sowie einen Video-Ticker abonnieren, der auf die neuesten Filme aufmerksam macht.

F usion

Größte IKK mit 3,6 Millionen Versicherten entsteht Dresden – IKK classic und Vereinigte IKK haben die Fusion der zwei Unternehmen zum 1. August 2011 beschlossen. Die fusionierte Krankenkasse wird den Namen IKK classic tragen. Die IKK classic mit Hauptsitz in Dresden ist damit künftig mit rund 3,6 Millionen Versicherten die größte IKK und die Nummer sechs unter den gesetzlichen Krankenkassen und für mehr als 65 Prozent aller IKK-Versicherten zuständig. 12

Nordlicht

Kiel – Die AOK NordWest bittet die Vertragsärzte darum, das Muster 17 vollständig auszufüllen. Nach Ablauf der Entgeltfortzahlung bzw. der Fortzahlung von Entgeltersatzleistungen ist ein Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit vom Vertragsarzt auf der Bescheinigung für die Krankengeldzahlung (Muster 17) zu attestieren. Besteht weiterhin Arbeitsunfähigkeit, ist diese zu bestätigen und das Feld „ggf. voraussichtlich bis“ mit einem Datum zu versehen. Die Bescheinigung über die voraussichtliche Dauer erfordert wegen der Tragweite für den Patienten und ihrer arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen sowie wirtschaftlichen Bedeutung besondere Sorgfalt. Die Bescheinigung sieht insbesondere vor, dass auch Angaben zum nächsten Praxisbesuch zu machen sind. Ist die Beendigung der Arbeitsunfähigkeit absehbar, ist auch dieses Datum einzutragen und gegebenenfalls das Vorliegen weiterer Behandlungsbedürftigkeit zu bestätigen. Die Frage nach dem Krankenhausaufenthalt bezieht sich nur auf einen Aufenthalt, der in den Zeitraum der derzeitigen Arbeitsunfähigkeit fällt, und ist vom Vertragsarzt nur zu beantworten, wenn ihm die Daten bekannt sind. Darüber hinaus sind alle aktuell die Arbeitsunfähigkeit begründenden Diagnosen nach der ICD-10 Revision anzugeben. Bitte bedenken Sie: Mit einem korrekt ausgefüllten Vordruck lassen sich die Rückfragen seitens der Krankenkasse erheblich reduzieren. Zudem kann dadurch vermieden werden, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Vertragsarzt und Patient unnötig belastet wird. Quelle: AOK NordWest

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gesundheitspolitik V ersorgungsstrukturgesetz

Scharfe Kritik der KVen an Entwurf der Regierung

Mehrere Kassenärztliche Vereinigungen fordern Korrekturen des geplanten GKV-Versorgungsstrukturgesetzes. Die von der Politik zugesagte Regionalisierung finde nicht mehr statt, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der KVen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Schleswig-Holstein und MecklenburgVorpommern. einheitliche Vorgaben zur Definition von besonders förderungswürdigen Leistungen machen kann. Die individuellen Spezifika einzelner Regionen wie beispielsweise besondere ambulante Leistungsangebote blieben damit unberücksichtigt. „Der Berliner Einheitskurs führt in eine Sackgasse – zum Schaden für die niedergelassenen Ärzte und ihrer Patienten“, so Dieter Bollmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg und Dr. Ingeborg Kreuz, Vorstandvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Der gesundheitspolitische Zick-Zack-Kurs auf Bundesebene verunsichere die niedergelassenen Ärzte und trage seinen Teil dazu bei, dass sich immer weniger Mediziner für eine Niederlassung in eigener Praxis entscheiden. Die Zeit sei nun reif für eine Stärkung der Regionen. Der Mitte Juli vorgelegte Regierungsentwurf zum Versorgungsstrukturgesetz unterscheide sich im Vergleich zu vorangegangenen Versionen insbesondere in den Passagen, in denen den KVen Re-Regionalisierung der Kompetenzen bei Honorarverhandlung und -verteilung zugesagt wurde. Mit den jüngsten Änderungen des Entwurfs finde die zugesagte Regionalisierung nicht mehr statt. Stattdessen werde die zentralistische, dirigistische Gesundheitspolitik, die in den vergangenen Jahren zu erheblichen Problemen in den Regionen geführt habe, zementiert und weiter fortgeschrieben. Die Vorstände der sechs KVen forderten den Gesetzgeber auf, die jüngsten Änderungen wieder rückgängig zu machen und die versprochene Regionalisierung unmissverständlich ins Gesetz zu schreiben. Nur so bekämen die Regionen wieder die Entscheidungs- und Handlungskompetenzen zurück, die sie brauchen, um eine hochwertige ambulante Versorgung flächendeckend und wohnortnah heute und für die Zukunft gestalten zu können. Berliner Einheitskurs führt in Sackgasse Konkret geht es um die gesetzgeberische Gestaltung der Paragraphen 87a und 87b des Fünften Sozialgesetzbuchs. So wird in Paragraf 87b Absatz 4 neuerlich eine nahezu unbegrenzte Vorgabenkompetenz der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hinsichtlich der regionalen Honorarverteilung festgeschrieben. Diese KBV-Vorgaben wären von den Länder-KVen zwingend zu befolgen. Der aktuelle Gesetzesentwurf schreibt zudem dem Bewertungsausschuss weitreichende Kompetenzen zu. So ist in Paragraf 87a Absatz 2 Satz 4 festgelegt, dass dieser bundesweit 8 | 2011

Nordlicht

KVen fordern Änderungen bei geplanter ambulanter Spezialversorgung Zuvor hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen deutlich gemacht, dass sie den Wettbewerb um die geplante neue Versorgungsebene der ambulanten spezialärztlichen Versorgung selbstbewusst annehmen. Gleichzeitig müssten aber faire Bedingungen für alle Beteiligten geschaffen werden. Alle KVen – mit Ausnahme der KV Berlin – legten ein gemeinsames Positionspapier zur geplanten Neufassung des Paragrafen 116b vor. Danach sollen sowohl niedergelassene als auch Krankenhausärzte Patienten mit schweren und seltenen Krankheiten behandeln und Operationen ambulant durchführen. Nach Ansicht der KVen steht der ungeregelte Zugang zu der neuen Versorgungsebene im Widerspruch zum Reformansatz einer am regionalen Versorgungsbedarf orientierten Zulassungssteuerung. Auch hier fordern die KVen den Gesetzgeber zu Korrekturen auf. So sollen nur seltene Krankheiten (fünf Erkrankungen auf eine Million Einwohner) dem neuen Sektor zugeordnet werden. Zudem solle es einen Überweisungsvorbehalt durch Vertragsärzte geben. Die Abrechnung solle nicht wie im Gesetz vorgesehen direkt mit den Kassen erfolgen, sondern über die Körperschaften. Die KVen sollen auch die Qualitätssicherung übernehmen. Die Regeln für die neue Versorgungsebene sollen in dreiseitigen Verträgen zwischen den an der spezialärztlichen Versorgung Beteiligten gefunden werden und nicht, wie im Entwurf vorgesehen, im Gemeinsamen Bundesausschuss. Marco Dethlefsen, KVSH ak t u e l l

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gesundheitspolitik K ommunalkonferenz

„Mach mal“ KVSH, Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag (SHGT) und Bürgermeister diskutierten, wie die ärztliche Versorgung auf dem Lande erhalten werden kann. Eine Investition, von der beide Seiten profitieren: Die Gemeinde, weil der Weg der Joldelunder zum Arzt kurz bleiben wird, die beiden Bredstedter Ärzte, weil ihnen maßgeschneiderte Praxisräume zu einem Mietzins zur Verfügung stehen, der dem ZweigpraxisEngagement eine kalkulierbare Grundlage gibt. Wesentlicher Vorteil der Kommune als Vermieter: Sie hat kein Gewinninteresse, was sich positiv auf die Miethöhe auswirkt. Für die Gemeinde bleibt das Risiko überschaubar: In zwölf Jahren, so die Kalkulation, wird der Kredit für das Ärztehaus durch die Mieteinnahmen abbezahlt sein.

Reiner Hansen, Bürgermeister von Joldelund

„Mach mal“. Diese Aufforderung hörte Reiner Hansen, Bürgermeister der 700-Einwohner-Gemeinde Joldelund in Nordfriesland, im vergangenen Jahr immer wieder, wenn er im Dorf unterwegs war. Hinter der kurzen Aufforderung stand eine große Herausforderung: Ein neuer Arzt musste her. Der bisherige Dorfdoktor, über Jahrzehnte die Stütze der ärztlichen Versorgung in Joldelund und den umliegenden Gemeinden, hatte seinen altersbedingten Rückzug angekündigt. Ein Nachfolger aber war nicht in Sicht. Und weil in kleinen Gemeinden wie Joldelund der Bürgermeister die erste Adresse für die Sorgen und Nöte seiner Bürger ist, wurde auch die Suche nach einem neuen Arzt zur Chefsache. Hansen rief eine Projektgruppe ins Leben, Anzeigen wurden geschaltet und Unterschriften gesammelt – das gemeinsame Handeln stärkte zwar die Dorfgemeinschaft, ein neuer Arzt fand sich jedoch nicht. Die KVSH schaltete sich ein und brachte die Idee einer Zweigpraxis ins Gespräch. Die gezielte Ansprache der Hausärzte in der Region durch die KVSH schließlich brachte den ersehnten Erfolg: Die Bredstedter Ärzte Urs Philipzig und Matthias Ernst erklärten ihr Interesse, in einer Filiale in Joldelund Sprechstunden anzubieten. Doch damit zeichnete sich erst eine Teillösung ab, denn die bisherigen Praxisräume im Haus des Vorgängers standen nur noch vorübergehend zur Verfügung. Langfristige nutzbare Praxisräume zu günstigen Konditionen mussten her. Keine leichte Aufgabe, denn praxisgeeignete Räumlichkeiten zur Miete sind in ländlichen Gebieten rar. Klar war für Bürgermeister Hansen: Der Erhalt der ärztliche Versorgung seiner Joldelunder darf nicht an der Raumfrage scheitern. Und so wurde die Gemeinde aktiv. Auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Dorfmitte, gleich neben der örtlichen Bankfiliale, entstand in nur dreimonatiger Bauzeit ein neues Ärztehaus, zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer Landarztpraxis: barrierefreier Zugang, Anmeldung, Wartezimmer, zwei Sprechzimmer, ein kleiner Laborraum, Sozialraum – alles in allem acht modern ausgestattete Räume auf 100 Quadratmetern. 14

Nordlicht

Suche nach neuen Landärzten wird zur Kraftanstrengung Weil sich in Joldelund gezeigt hat, dass es möglich ist, die Versorgung in ländlichen Orten zu erhalten, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, hatten der SHGT und die KVSH Bürgermeister Hansen gebeten, die Geschichte aus seiner Gemeinde auf einer gemeinsamen Fachtagung beider Organisationen zur ärztlichen Versorgung auf dem Lande zu erzählen. Denn die Situation, vor der die nordfriesische Gemeinde stand, kennen viele Bürgermeister aus eigener Erfahrung. Geht der langjährige Hausarzt in den Ruhestand, wird die Suche nach einem Nachfolger immer öfter zu einer Kraftanstrengung mit ungewissem Ausgang. Weil dieses Problem ein gemeinsames ist, kann es auch nur gemeinsam gelöst werden. Das ist die feste Überzeugung von SHGT und KVSH. Deshalb diskutierten auf Einladung beider Organisationen Ende Juni rund 50 Bürgermeister, Amtsvorsteher, Gemeindevertreter und leitende Verwaltungsmitarbeiter in Tarp mögliche Strategien gegen einen drohenden Ärztemangel auf dem Lande. Junge Mediziner wollen bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Dr. Ingeborg Kreuz, Vorstandsvorsitzende der KVSH, verdeutlichte, wie groß das Problem ist, das auf die Gemeinden zukommt: Schon weit mehr als ein Viertel der schleswig-holsteinischen Hausärzte sind 60 Jahre und älter und werden in absehbarer Zeit ihre Praxis aufgeben. In der jüngeren Ärztegeneration aber ist ein deutlich schwindendes Interesse an der Tätigkeit als Landarzt zu beobachten. Kreuz verwies auf eine Studie der Universität Trier: Mehr als die Hälfte der befragten Medizinstudenten (54 Prozent) hatte angegeben, sich nicht vorstellen zu können, in einem Ort mit weniger als 2000 Einwohnern zu leben und zu arbeiten. Immer mehr Ärzte favorisierten zudem eine Tätigkeit außerhalb der Patientenversorgung oder im Ausland, so Kreuz. Auch rücke die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – rund zwei Drittel der Absolventen des Faches Medizin sind Frauen – immer stärker in den Mittelpunkt. Die KVSH-Vorstandsvorsitzende zitierte die Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Leipzig, wonach das zu erwartende Einkommen für Nachwuchsärzte nur ak t u e l l

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gesundheitspolitik

Sonja Walter, Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Alt Duvenstedt

Dr. Ingeborg Kreuz, Vorstandsvorsitzende der KVSH

ein Faktor unter vielen bei der Entscheidung ist, in welcher Form und an welchem Ort der Beruf ausgeübt werden soll. Den jungen Ärztinnen und Ärzten sei eine verlässliche Kinderbetreuung und ein gutes Schulangebot ebenso wichtig. Auch die Aussicht auf einen qualifizierten Arbeitsplatz für den Partner oder die Partnerin spiele bei der Standortwahl eine große Rolle. Die Botschaft der Studie: Immer mehr Faktoren gewinnen an Bedeutung, die durch kommunales Handeln gestaltbar sind.

Gemeinden sollten aktiv auf den Nachwuchs zugehen – so früh wie möglich Damit die Vertreter der Ämter und Gemeinden aus erster Hand erfahren, wo den Medizinern der Schuh drückt, wenn es um die Niederlassung geht, kamen eine Hausärztin und ein Medizinstudent zu Wort. Sonja Walter, Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Alt Duvenstedt, bestätigte, dass eine gute und flexible Kinderbetreuung, gerade auch während der langen Ferienzeiten der Schulen, eine wesentliche Voraussetzung sei, um in einer Landarztpraxis arbeiten zu können. „Die Kinder müssen gut und verlässlich versorgt sein, dann habe ich auch den Kopf frei für die Arbeit“, so die Ärztin.

Dr. Horst Bonvie, Fachanwalt für Medizinrecht

Malte Noack, Medizinstudent an der Universität Kiel

Nicht alles Wünschenswerte ist realisierbar Den rechtlichen Rahmen – trockene Kost, aber unverzichtbares Rüstzeug, will eine Gemeinde zielgerichtet um einen neuen Arzt werben – erläuterten der Hamburger Fachanwalt für Medizinrecht, Dr. Horst Bonvie, und die Leiterin der Zulassungsabteilung der KVSH, Bianca Hartz. Sie gaben den kommunalen Entscheidungsträgern einen Einblick, welche Gremien über die Zulassung von Ärzten entscheiden und nach welchen Regeln das System der Bedarfsplanung funktioniert. Hartz berichtete aus ihrer Erfahrung, dass es in ländlichen Gebieten zunehmend schwer falle, freiwerdende Haus- und Facharztpraxen nachzubesetzen. Nicht alles Wünschenswerte werde deshalb künftig realisierbar sein. Vielmehr müssten die Beteiligten zufrieden sein, wenn es gelänge, zumindest die hausärztliche Versorgung flächendeckend zu erhalten.

Malte Noack, Medizinstudent im 10. Semester an der Universität in Kiel und selbst in einem schleswig-holsteinischen Dorf groß geworden, ermunterte die kommunalen Entscheidungsträger, aktiv um junge Mediziner zu werben. Auch könnten die Gemeinden bei ihren Ärzten nachfragen, ob diese eine Weiterbildungsberechtigung haben – denn schon aus so manchem Weiterbildungsassistenten wurde, wenn die Chemie stimmte, der Praxisnachfolger. Ratsam sei es auch, den Kontakt zu Abiturienten aus dem eigenen Ort, die Medizin studieren, zu suchen. Noack regte an, über Stipendien für jene nachzudenken, die sich verpflichten, nach Studium und Weiterbildung in einer ländlichen Gemeinde tätig zu werden. Insgesamt, so der angehende Arzt, wünsche er sich Gemeinden, die ihre Standortvorteile selbstbewusst herausstellen und aktiv auf den Nachwuchs zuzugehen – und das so früh wie möglich.

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gesundheitspolitik K ommunalkonferenz

Volker Nielsen, Bürgermeister von St. Michaelisdonn in Dithmarschen

Jörg Bülow, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des SHGT

Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein des ländlichen Raumes Dafür, die Stärken gerade der kleineren Gemeinden herauszustellen, warb auch Volker Nielsen, Bürgermeister von St. Michaelisdonn in Dithmarschen. Es gelte, die Einzigartigkeit der einzelnen Gemeinden und Regionen des Landes herauszuarbeiten. Auch sei der ländliche Raum keineswegs „abgeschnitten“. Die nächste größere Stadt – sei es Kiel, Lübeck, Flensburg oder Hamburg – befinde sich meist in erreichbarer Nähe. „Wir müssen mit den Vorteilen des ländlichen Raumes werben“, so die Überzeugung des Bürgermeisters. Er nannte die natürliche Umgebung und, dass „jeder jeden kennt“, als große Pluspunkte. Lob gab es für die KVSH: Sie sei Partner der Gemeinden, wenn es um die zukünftige Versorgung gehe, so Nielsen, und sie verhalte sich auch wie ein Partner.

Bülow forderte die Landesregierung auf, beim Thema Ärztemangel aktiver als bisher zu werden. So stehe Schleswig-Holstein in Konkurrenz zu anderen Bundesländern, die – wie Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg – die Ansiedlung von Praxen in strukturschwachen Gebieten finanziell förderten. Schleswig-Holstein drohe den Anschluss zu verlieren, so die Sorge des geschäftsführenden SHGT-Vorstandsmitgliedes. Seine Botschaft nach Kiel: „Hier muss mehr getan werden.“

SHGT sieht die Landespolitik in der Pflicht Ein positives Resümee der Fachtagung zog das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, Jörg Bülow. Er hob hervor, dass der Nachmittag gezeigt habe, dass die Ämter und Gemeinden viel erreichen könnten, wenn sie ihre Stärken ausspielten und im ländlichen Raum keineswegs alles „den Bach runtergeht“ wie gelegentlich suggeriert werde. Starke Bürgermeister mit guten Ideen gepaart mit Entscheidungsfreude und kurzen Verwaltungswegen seien Vorteile der Kommunen im Wettbewerb, so Bülow. An die Adresse der Landespolitik gerichtet mahnte er, dass diese Vorteile nur erhalten blieben, wenn Gemeinden weiterhin über eigene und ausreichende Finanzmittel verfügten, um Schwerpunkte setzen zu können.

Nach der erfolgreichen Premiere der Fachtagung von SHGT und KVSH wird es im September eine weitere Konferenz in Bad Segeberg geben zum Thema drohender Ärztemangel und Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden, zu der Vertreter der Kommunen aus dem südlichen Landesteil eingeladen werden. Einig waren sich beide Organisationen an diesem Nachmittag, ihre enge Zusammenarbeit fortzusetzen, um eine wohnortnahe ärztliche Versorgung in Schleswig-Holstein als wesentlichen Baustein lebenswerter Gemeinden zu erhalten.

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Anerkennende Worte fand Bülow für die KVSH. Er sei dankbar, dass die Kassenärztliche Vereinigung das Thema Ärztemangel offensiv angehe, das Gespräch mit dem SHGT und den Ämtern und Gemeinden suche und nicht nachlasse, um ärztlichen Nachwuchs zu werben.

Delf Kröger, KVSH

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PRAXIS  & KV L ehrpra x en R EN

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Die Lehrpraxis Brunsholm liegt direkt am Rand des gleichnamigen idyllisch gelegenen kleinen Dorfes mitten in der Landschaft Angeln mit seinen vielen Dörfern und Siedlungen. Man freut sich hier immer über den frischen Wind, den Medizinstudenten in den Arbeitsalltag der klassischen Versorgerpraxis bringen.

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Betreuung und ernährungsmedizinische Behandlung einschließlich eines zertifizierten Abnehmprogramms. Die Praxisinhaber sind Allgemeinmediziner aus Überzeugung und möchten ihre Erfahrung gerne an Blockpraktikanten oder Mediziner im praktischen Jahr weitergeben und ihnen auch die Grundlagen ihrer Praxisorganisation vorstellen. „Durch die Ausbildung von jungen motivierten Menschen wird außerdem der eigene Blick wieder geschärft, das eigene Handeln hinterfragt und überprüft. Wir freuen uns auf aktiv mitarbeitende Studierende, die uns durch ihre Mitarbeit im Arbeitsalltag entlasten und Freiräume für Schulungs- und Reflektionsgespräche geben“, erklärt Schmolling. Sören Schmolling bietet in der Lehrpraxis ein breites Spektrum.

Neben den Praxisinhabern Stephen Harksen (Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie) und Sören Schmolling (Facharzt für Allgemeinmedizin) betreuen drei Medizinische Fachangestellte und eine Auszubildende die Patienten aus der umliegenden ländlichen Region zwischen Sterup und Gelting. Außerdem gibt es eine mit der Organisation des Praxismanagements beauftragte Angestellte, eine Raumpflegerin und eine Mitarbeiterin, die für die Praxiszeitschrift zuständig ist. Die Gemeinschaftspraxis hat mit ihren 240 Quadratmetern sehr viel Platz und verfügt neben zwei Sprechzimmern mit angegliederten Untersuchungszimmern über ein Wartezimmer für Kinder, einen Psychotherapieraum, einen Verbandsraum, einen OP-Raum, einen EKG-Raum und ein Labor. Die Ausstattung mit Untersuchungsgeräten entspricht denen einer üblichen Allgemeinmedizinerpraxis mit EKG, Lungenfunktionsund Ultraschallgerät. Jeder Raum mit Ausnahme von OP- und Verbandsraum ist mit einem EDV-Arbeitsplatz ausgestattet. Praxis-Profil In Brunsholm werden Patienten jeden Alters vom Säugling bis zum alten Menschen und ein überdurchschnittlich großer Anteil von Kindern und Jugendlichen behandelt. Besondere Schwerpunkte gibt es nicht. „Unser Ziel ist die bestmögliche Versorgung aller Patienten aus einem unausgelesenen Krankengut“, erklärt Schmolling. In der Praxis können kleinere ambulante Operationen durchgeführt werden. Diabetiker werden im Rahmen der diabetologischen Grundversorgung betreut. Eine Diabetesschulung und Hypertonieschulung für die Patienten wird angeboten. Man behandelt Patienten mit Depression/Burn out und anderen psychiatrischen Krankheitsbildern, bietet palliativmedizinische 8 | 2011

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Vorteile für Studierende Die Praxis bietet einen sehr guten Einblick in das breite Spektrum der Allgemeinmedizin. Ein Vorteil: In der durch die Jahre gewachsenen Datenbank AidA (Arbeitshilfen in der Allgemeinmedizin) liegen viele standardisierte und strukturierte Arbeitsmaterialien vor: • • •

für die Diagnostik im akuten Fall (einschließlich der programmierten Diagnostik von Mader und Braun) für die Begleitung und Behandlung von chronisch Kranken für die Information von Patienten mit den unterschiedlichsten Beratungsergebnissen

Diese Arbeitsmaterialien, entstanden aus der Praxisarbeit, ermöglichen es den Studierenden, schnell selbstständig zu arbeiten. Sie erlernen außerdem eine systematische Herangehensweise an die Behandlung von Patienten mit akuten bzw. chronischen Krankheitsbildern. Die Lehrpraxis bietet den Studierenden ein eigenes Sprechzimmer zum Arbeiten und sie können hier auch ein praxisnahes Institut kennenlernen, das spezielle Ernährungs- und Entspannungskurse (Autogenes Training) anbietet. Nach Absprache wird den Studierenden auch eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Jakob Wilder, KVSH

Sie haben Interesse, selbst Lehrpraxis zu werden? Information zu Kriterien und Anmeldung: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Jakob Wilder, Gesundheitspolitik und Kommunikation Tel. 04551 883 475, E-Mail jakob.wilder@kvsh.de ak t u e l l

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PRAXIS  &  KV E x istenzgründer und P ra x isabgeber

Info-Tag wieder ein großer Erfolg

Am 25. Juni fand der 3. Gemeinsame Info-Tag von apoBank, Ärztekammer SchleswigHolstein und KVSH für Existenzgründer und Praxisabgeber statt. Den ganzen Tag über konnten sich Existenzgründer und Praxisabgeber umfassend informieren. Die Teilnehmerzahl war überwältigend, obwohl die jährlich durchgeführte Veranstaltung bereits zum dritten Mal stattfand. 68 Praxisgründer und 67 Praxisabgeber fanden sich um neun Uhr im Vitalia Seehotel in Bad Segeberg ein. Am Vormittag wurden parallele Veranstaltungen für Existenzgründer und Praxisabgeber durchgeführt, während am Nachmittag nach dem Mittagessen ein gemeinsames Veranstaltungs- bzw. Vortragsprogramm auf der Tagesordnung stand. Dieser Programmablauf hatte sich in den Vorjahren bewährt, sodass daran festgehalten wurde. Großer Andrang Noch kurz vor der Veranstaltung war Dietmar Godt, der Leiter der Lübecker Filiale der apoBank, sehr damit beschäftigt, den großen Ansturm organisatorisch mit dem Vitalia Seehotel zu bewältigen. Mit maximal 80 Teilnehmern war gerechnet worden und diese Zahl ist, wie oben bereits ausgeführt, weit übertroffen worden. Am Ende der Veranstaltung war Dietmar Godt die Erleichterung anzusehen und er meinte strahlend, dass selbstverständlich im nächsten Jahr ein 4. Info-Tag stattfinden solle. Dietmar Godt, apoBank

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Am Vormittag wurden zunächst einmal die Existenzgründer durch verschiedene Referenten umfassend darüber informiert, was bei einer Praxisgründung zu beachten ist. Von den formalen Voraussetzungen einer Zulassung über steuerliche Fragen der Praxisgründung bis hin zur Finanzierung wurden alle relevanten Themen erläutert und selbstverständlich war jeweils auch Zeit, um Fragen zu stellen. Für die Beantwortung von Fragen standen im Übrigen Bianca Hartz, KVSH Mitarbeiter der Veranstalter und weiterer ausstellender Dienstleister den ganzen Tag über im Foyer zur Verfügung. Auch die Referenten selbst waren gerne bereit, in den Pausen tiefergehende Fragen zu erörtern bzw. über Einzelfälle zu diskutieren. Erfahrungsberichte aus der Praxis Die Praxisabgeber wurden am Vormittag ebenso umfassend informiert und hier war als völlig neuer Programmpunkt ein junger Arzt anwesend, der über seine Erfahrungen mit der Übernahme einer Praxis berichtete. Dr. Alexander Ben Schmied ist seit dem ak t u e l l

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PRAXIS  & KV 1. April 2011 als Neurologe in Itzehoe tätig. Anschaulich schilderte er seine Anlaufschwierigkeiten und er empfahl den Praxisabgebern ausdrücklich, ihren potenziellen Nachfolgern die Angst vor der Niederlassung zu nehmen. Hierbei wurde deutlich, dass die Aufmerksamkeit darauf Dr. Alexander Ben Schmied, gelenkt werden sollte, dass Neurologe in Itzehoe die Praxis gut für eine Übergabe vorbereitet ist und dem Praxisübernehmer das Gefühl vermittelt werden sollte, dass er die Selbstständigkeit ohne größere Hindernisse bewältigen könne. Wenn der Praxisabgeber dann noch ankündigen würde, dass er bereit dazu sei, dem Übernehmer Starthilfe zu geben und er jederzeit noch Fragen an ihn richten könne, habe der potenzielle Übernehmer sicherlich den Eindruck von einer gut geführten Praxis, mit der nichts schief gehen könne.

Unerwartete Aktualität hatte der Vortrag von Dr. Bärbel Christiansen, stellvertretende Leiterin der Zentralen Einrichtung Medizinaluntersuchungsamt und Krankenhaushygiene des UK Schleswig-Holstein, die über Anforderungen an die Praxishygiene berichtete und eindringlich darauf aufmerksam machte, dass jeder Praxisinhaber insoweit eine große Verantwortung habe, der er eigenverantwortlich nachkommen müsse.

Die Praxisübernehmer wurden in ähnlicher Art und Weise von Dr. Ingo Seidel, einem Anästhesisten aus Großhansdorf, über die Schritte in die Selbstständigkeit informiert. Dr. Ingo Seidel hatte bereits im Vorjahr große Begeisterung bei den Existenzgründern ausgelöst mit seinen sehr konkreten Planungstipps und einem gut nachvollziehbaren Erfahrungsbericht.

Positive Bilanz der Veranstalter Am Ende des Tages stand für die meisten Teilnehmer fest, dass sich die Veranstaltung gelohnt habe, wenn auch dem einen oder anderen Existenzgründer erst durch diese Veranstaltung bewusst geworden war, was tatsächlich konkret im Zusammenhang mit einer Praxisübernahme zu regeln ist. Genau dieses Ziel soll aber

Während der gesamten Zeit waren Praxisexposés am Stand der KVSH ausgehängt und darüber hinaus konnte eingesehen werden, welche Praxen momentan in Schleswig-Holstein zur Übergabe ausgeschrieben sind. Am Stand der KVSH herrschte während der Pausenzeiten starker Andrang.

durch die Veranstaltung erreicht werden. Für die Veranstalter, denen die komplexen Zusammenhänge bewusst sind, steht fest, dass sowohl Praxisabgeber als auch Existenzgründer sich rechtzeitig informieren müssen, damit vermeidbare Fehler im Zusammenhang mit der Praxisübergabe nicht geschehen.

Typisch waren folgende Fragen an die Mitarbeiter der KVSH: • Wie viel Zeit muss ich für die Übergabe meiner Praxis einplanen? • Welche Formulare stellt die KVSH im Hinblick auf die Übergabe zur Verfügung? • Wann muss was beantragt werden? • Welche schriftlichen Informationen gibt es von der KVSH zum Thema Praxisübergabe?

Dr. Carsten Leffmann, Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein, betonte, dass der Erhalt der Freiberuflichkeit im Interesse der Ärztekammer sei und auch die Ärztekammer insoweit Unterstützung anbiete. Er erwähnte insoweit die Angebote der Ärztekammer sowie der Akademie für medizinische Fortund Weiterbildung. Ein gemeinsamer Vortrag von KVSH und apoBank unterrichtete über Investitionsförderungen mit öffentlichen Krediten und abschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit, durch Dr. Klaus C. Kossen, Rechtsanwalt in Bad Segeberg, über vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten informiert zu werden.

Es gab viel Lob für die Veranstalter und wie engagiert und flexibel diese sind, wurde vielleicht insbesondere daran deutlich, dass einer teilnehmenden Praxisabgeberin spontan die Möglichkeit eröffnet wurde, darauf aufmerksam zu machen, dass sie Hilfsgütertransporte nach Moldawien organisiert und die Möglichkeit besteht, nicht mehr benötigtes Praxisinventar in gutem Zustand einer sinnvollen Weiterverwendung zuzuführen (IceFlower e. V., Spaldingstraße 210, 20097 Hamburg). Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag und die Veranstalter freuen sich bereits auf den 4. Gemeinsamen Info-Tag im Sommer 2012 in Bad Segeberg. Bianca Hartz, KVSH

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PRAXIS  &  KV M ammographie - S creening

Starke Frauen

Die Foto-Ausstellung „ Mitten im Leben“ im Johanniter -Krankenhaus Geesthacht wirbt für eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Mammographie-Screening-Programm.

Eine von hundert Frauen erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Das bedeutet, dass bundesweit jährlich 58.000 Frauen mit dieser Diagnose konfrontiert werden. In Schleswig-Holstein sterben jedes Jahr 650 Frauen an Brustkrebs. Obwohl die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung besser sind, beteiligt sich nur jede zweite anspruchsberechtigte Frau am Mammographie-Screening. Unwissenheit, aber auch Gleichgültigkeit und Scham sind einige der Gründe, warum die Akzeptanz des Programms noch nicht so gut ist, wie sie sein könnte. Grund genug für das Screeningzentrum Lübeck zusammen mit dem Johanniter Krankenhaus Geesthacht die erfolgreiche Wanderausstellung der Berliner FotoKünstlerin Bettina Flitner „Mitten im Leben“ nach SchleswigHolstein zu holen. Die Schirmherrschaft hat der Geesthachter Bürgermeister Dr. Volker Manow übernommen.

den Bildern erhalten die Frauen eine Stimme. In den fast poetisch anmutenden Texten spiegelt sich das Lebensgefühl, das Selbstbewusstsein und die Wünsche von starken Frauen wider. Es sind Frauen, die mitten im Leben stehen und klare Vorstellung davon haben, was ihnen wichtig ist. Sie sind in einem Alter, in dem ihnen die Verletzlichkeit ihres Körpers durchaus bewusst ist. Das zeigt sich auch in den Sätzen, die die Musikerin Brigitta Altermann (64) unter ihr Foto geschrieben hat: „Jetzt leben! Wann sonst. Wenn es plötzlich zuende wäre, nicht auszudenken, was mir alles entgehen würde. Im Nu bin ich 300 Jahre alt. Und das kann dauern!“ Oder die Sätze von der Psychoanalytikerin AnneGret Mackert (64): „Älterwerden ist mit Verlust, aber auch mit Gewinn an Freiheit verbunden. Ich freue mich auf mehr Unabhängigkeit und darauf, das Aufwaschen meiner Enkel mit zu erleben.“ Jakob Wilder, KVSH

Ausstellung mit optimistischem Ansatz Im Foyer des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht werben nun Frauen-Porträts für eine bewusste Auseinandersetzung mit den Themen „Brustkrebs“ und „Mammographie“. In der eindrucksvollen Ausstellung sind großformatige Portraits von 12 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren zu sehen. Genau in dieser Altersspanne werden die Frauen zur Brustkrebsfrüherkennung eingeladen. Mit den sensiblen Portraits rücken Frauen in den Mittelpunkt, um die es im Screening geht. Ausgehend von einer subjektiven und emotionalen Sicht werden sie für das sensible und tabubesetzte Thema sensibilisiert und das MammographieScreening-Programm wird ihnen nähergebracht. Ungeschönte Porträts und eindringliche Zitate Die schwarz-weißen Porträts zeigen die Frauen mit nackten Schultern, mal lachend und lustig, mal nachdenklich und ernst, aber alle mit einer besonderen Lebensgeschichte. Durch die Zitate auf 20

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PRAXIS  & KV I nterview

„Es geht um Frauen, nicht um Zahlen“

Dr. Susanne Wulff, Fachärztin für Radiologie aus Lübeck und programmverantwortliche Ärztin für die Region „ östliches Schleswig-Holstein“, sieht viele positive Aspekte im Ausstellungskonzept. Nordlicht: Welche Aspekte sind das? Wulff: Die Ausstellung stellt ja ganz bewusst gesunde und lebensfrohe Frauen in den Fokus des Betrachters. Diese Frauen sind gesund, stehen mitten im Leben und da wollen sie auch bleiben. Da schließt sich dann für mich ein Kreis, denn beim Mammographie-Screening haben wir es zur Hauptsache ja genau mit diesen gesunden Frauen zu tun.

„Die Ausstellung verzichtet nicht durch Zufall auf schockierende Aufnahme von brustamputierten Frauen.“ Nordlicht: In den letzten vier Jahren wurden alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Untersuchung im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms eingeladen. Wie liegt denn die Teilnahmequote in Schleswig-Holstein? Dr. Susanne Wulff: In der ersten Einladungsrunde beteiligten sich nur 41 Prozent der eingeladenen Frauen. Nach der zweiten Runde haben wir immerhin eine Teilnahmequote von 47 Prozent. Damit liegt Schleswig-Holstein aber immer noch unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 53 Prozent. Anfang Juli starteten wir die dritte Einladungsrunde und versuchten im Vorfeld auf verschiedenen Wegen den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des Mammographie-Screenings im Land weiter zu erhöhen. Nicht zuletzt durch solche Aktionen in den Regionen wie hier in Geesthacht, wo wir die Ausstellung „Mitten im Leben“ der Foto-Künstlerin Bettina Flitner präsentieren. Nordlicht: Glauben Sie denn, dass man durch kleine regionale Maßnahmen wie eine Foto-Ausstellung die Teilnahmequote verbessern kann? Wulff: Ich erwarte natürlich nicht, dass ich durch so eine kleine, aber sehr feine Ausstellung, sofort in aller Leute Mund bin und dass sich die Teilnahmequote dadurch steil nach oben bewegt. Aber das ist nicht das eigentliche Ziel. Mir sind vielmehr andere Aspekte des Themas Brustkrebs wichtig, die durch die Ausstellung angesprochen werden.

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Nordlicht: Ganz normale Frauen gehen in eine ganz normale Untersuchung, damit sie weiterhin so leben können wie bisher. Ist das für Sie die Grundaussage der Ausstellung? Wulff: Die Ausstellung verzichtet nicht durch Zufall auf schockierende Aufnahme von brustamputierten Frauen und stellt eher den „Normalzustand“ dar. Es ist wichtig zu erkennen, wer hinter den zehn Millionen Frauen steckt, die am MammographieScreening teilnehmen können. Das negativ besetzte Thema Brustkrebs wird von der Foto-Künstlerin positiv umgesetzt. Es geht schließlich nicht um Zahlen, sondern um Frauen, die sehr konkrete Wünsche und Erwartungen an das Leben haben und deren Lebensperspektive sehr positiv ist. Brustkrebs heute ist eben nicht zwangsläufig eine Diagnose Richtung Leid und Tod, sondern der früh erkannte Brustkrebs ist zu 99 Prozent eine Diagnose für Leben. Nordlicht: Wie sind Ihre Erfahrungen, wenn Sie mit betroffenen Frauen über die Ausstellung sprechen? Wulff: Eine Erkrankte brachte es sehr gut auf den Punkt: Krebs ist eine Volkskrankheit und in aller Munde, aber gleichzeitig wollen wir alle nichts davon hören. Mit diesem Tabu will die Ausstellung „Mitten im Leben“ brechen. Es gibt ein Leben ohne Krebs, mit Krebs, nach Krebs, denn Krebs und Leben ist eben kein Widerspruch. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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PRAXIS  &  KV H onorarausfall

Wer zahlt, wenn der Arzt krank wird?

Wenn Ärzte oder Psychotherapeuten krank werden, zahlt die KVSH ihnen im Gegensatz zu vielen anderen KVen ein Sonderhonorar für Praxisausfall bei Krankheit. Damit bei der Auszahlung auch alles reibungslos funktioniert, sollten bestimmte Regeln beachtet werden.

Höhe und Bezugsdauer Wie viel und unter welchen Voraussetzungen ein an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmender Arzt oder Psychotherapeut Sonderhonorar für Praxisausfall bei Krankheit erhält, ist im Statut für Gemeinschaftsaufgaben der KVSH (www.kvsh.de/ KVSH/Rechtsquellen) genau beschrieben. Die Höhe des Sonderhonorars berechnet sich nach einem einfachen Schlüssel. Pro Tag erhält der Erkrankte 1/360 der Honorargutschriften aus den Honorarabrechnungen der KVSH der letzten vier Vierteljahre vor Beginn der Erkrankung, höchstens jedoch 83,30 Euro. Aufgepasst: Der Anspruch auf Zahlung des Sonderhonorars beginnt nicht gleich mit dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit, sondern erst nach einer 14-tägigen Karenzzeit, d. h. mit dem 15. Tag. Das Sonderhonorar wird danach dann höchstens für 182 Tage (26 Wochen) innerhalb von zwei Krankheitsjahren gewährt. Das erste Krankheitsjahr beginnt mit dem 15. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Das zweite Krankheitsjahr endet 720 Tage danach. Die 14-tägige Karenzzeit entfällt nur, wenn innerhalb eines Monats nach Beendigung der Zahlung des Sonderhonorars aufgrund der gleichen Erkrankung erneut Geld ausgezahlt werden soll. Ohne richtige Meldung kein Sonderhonorar Der Anspruch auf Zahlung muss innerhalb von zwei Monaten nach Beginn der Erkrankung beim jeweiligen Kreisstellenvorsitzenden angemeldet werden. Dabei soll die Kreisstelle gleichzeitig über die getroffene Vertreterregelung informiert werden. Die Kreisstelle leitet diese Information dann an die KVSH weiter. Zwingende Voraussetzung für die Zahlung ist, dass der Erkrankte keine ärztliche Tätigkeit mehr ausübt. Das muss er gegenüber der KVSH schriftlich bestätigen. Die Gesamtdauer der Arbeitsunfähigkeit einschließlich der 14-tägigen Karenzzeit muss er durch ärztliche Zeugnisse nachweisen, die nicht vom ihm selbst, einem mit ihm verwandten oder verschwägerten Arzt, seinem Praxisvertreter oder Assistenten ausgestellt werden dürfen. Die Zeugnisse müs22

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sen außerdem genaue Angaben über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (von ... bis ...) und über die Diagnose enthalten. Hier darf natürlich auch keine Arbeitsunfähigkeit im Voraus bescheinigt werden. Sonderregelungen Für Kur- und Sanatoriumsaufenthalte wird das Sonderhonorar nur dann gewährt, wenn es sich um eine Rekonvaleszenz nach vorausgegangener Krankheit handelt, die Arbeitsunfähigkeit fortbesteht und der Antrag auf Weiterzahlung des Sonderhonorars schon vorher gestellt wurde. Bei einer Entbindung wird übrigens ein Sonderhonorar in Höhe von Euro 83,30 je Tag des Praxisausfalls bis zu einer Dauer von maximal sechs Wochen gewährt. Auch gesunde Ärzte dürfen manchmal nicht arbeiten. So geschehen im Kreis Schleswig-Flensburg beim jüngsten EHEC-Ausbruch, wie uns die zuständige Kreisstelle mitteilte, erhielt ein nicht selbst erkrankter Vertragsarzt als „EHEC-Ausscheider“ ein Arbeitsverbot durch den Amtsarzt. Guter Rat war zunächst teuer, denn es war nicht klar, wer für den Umsatzausfall der Praxis aufkommen muss. Weder die KVSH noch die private Tagegeldversicherung waren zuständig, denn dazu müsste der betroffene Vertragsarzt selbst erkrankt sein und ein entsprechendes Attest vorlegen. Hilfreich könnte hier unter Umständen nur eine Praxisausfallversicherung sein. In diesem Fall half letztlich der Amtsarzt selbst weiter. Er wies auf die Zuständigkeit des Landesamtes für soziale Dienste hin. Auf Antrag zahlt diese Behörde den anteiligen Umsatzausfall. Jakob Wilder, KVSH

Mehr Informationen zum Sonderhonorar für Praxisausfall bei Krankheit: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Doris Eppel, Abteilung Finanzen Tel. 04551 883 220 E-Mail doris.eppel@kvsh.de

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PRAXIS  & KV

Die Qual der Wahl

Berufsunfähigkeitsversicherung und Praxisaufallversicherung im Vergleich

Die Berufsunfähigkeitsversicherung versichert Sie gegen das Risiko, dass Sie durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben. Sie zahlt Ihnen in diesem Fall eine vereinbarte monatliche Rente bis zur Beendigung der Berufsunfähigkeit (BU) bzw. bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit. Mitglieder der Versorgungswerke haben im Vergleich zu gesetzlich Versicherten einen erheblich besseren Schutz bei Berufsunfähigkeit. Sie haben einen satzungsgemäßen Anspruch auf Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit ohne Gesundheitsprüfung, jedoch nur, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt wird. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist als Ergänzung geeignet, denn sie leistet in der Regel bereits ab 50 Prozent BU. Sie müssen also Ihre ärztliche Tätigkeit nicht gänzlich aufgeben, wenn dies nicht erforderlich ist. Der Abschluss einer privaten Versicherung setzt jedoch eine Gesundheitsprüfung voraus. Nicht jeder erhält eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder diese nur mit hohen Aufschlägen. Grund ist die individuelle Krankenvorgeschichte oder der aktuelle Gesundheitsstand. Es empfiehlt sich daher, den gewünschten Versicherungsschutz bereits in jungen Jahren zu beantragen. Auch die Laufzeit ist wichtig. Häufig werden preiswertere Tarife bis zum Alter 60 angeboten. Sinnvoller ist jedoch die Vereinbarung einer Laufzeit bis zum Beginn der Altersrente, also 67 Jahre. Dies bestätigt auch Rechtsanwalt Harald Clade im Deutschen Ärzteblatt vom 6. Mai dieses Jahres mit dem Hinweis, dass bei Ärzten, Zahnärzten und anderen Heilberuflern die Berufsunfähigkeit meist erst nach dem 60. Lebensjahr eintritt.

Die Praxisausfallversicherung leistet im Falle von Krankheit, Unfall des Praxisinhabers und Quarantäneschließung der Praxis nach behördlicher Anordnung. Versichert sind bei dieser Police die laufenden Fixkosten der Praxis für die Dauer der Schließung der Praxis. Nicht versichert ist der entgangene Gewinn. Auch für diese Versicherung ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Sachschäden wie Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm und Hagel können bei einigen Anbietern zusätzlich versichert werden. Eine Kombinationen ist jedoch weniger zu empfehlen wegen möglicher steuerlicher Probleme. Besser ist der Abschluss von getrennten Policen. Gezahlt wird nach Tagessätzen. Dabei werden nur Werktage (Montag bis Freitag) berücksichtigt. Die Leistung erfolgt längstens für 12 Monate je Schadensfall und höchstens bis zur Höhe der Versicherungssumme. Achtung: Als Betriebsausgaben sind nur diejenigen Versicherungsbeiträge abzusetzen, mit denen ein betrieblich bedingtes Risiko abgesichert wird. Das gilt für Sachschäden in der Praxis, möglicherweise auch für eine behördliche Quarantäneschließung der Praxis, nicht aber für den Krankheitsfall oder Unfall, der unabhängig von der ärztlichen Tätigkeit eintritt. Die Versicherungssumme wird bei einigen Versicherern pauschal festgesetzt. Die Leistung erfolgt ebenfalls pauschal nach Tagessätzen. Andere Versicherer fordern einen Nachweis anhand der betriebswirtschaftlichen Auswertung. Marion Grosse, KVSH

Eine verbindliche Definition gibt es in der privaten Versicherungswirtschaft offenbar nicht. Man findet häufig folgende Formulierung: „Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außer Stande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.“ Die Beiträge gehen weit auseinander. Vergleichen Sie deshalb sorgfältig, bevor Sie sich für einen Versicherer entscheiden. 8 | 2011

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PRAXIS  &  KV P ra x iskosten

ZI-Praxis-Panel geht in die zweite Runde Bundesweite Befragung zu Praxiskosten läuft bis Ende Oktober.

Mehrere tausend niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten werden in diesem Jahr erneut zu ihren Praxiskosten befragt. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) schreibt dazu ab 25. Juli 2011 bundesweit rund 30.000 Vertragsärzte an. Die angeschriebenen Ärzte sind aufgefordert, bis zum 31. Oktober schriftlich einen Fragebogen zur Kosten- und Versorgungsstruktur ihrer Praxis zu beantworten. Die Ergebnisse sollen in die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen einfließen. Die Erhebung erfolgt im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die auch Träger des Zentralinstituts sind. Ziel: 7.000 Ärzte und Psychotherapeuten, die jedes Jahr antworten Das ZI hat im vergangenen Jahr erstmals eine solche Befragung durchgeführt. Rund 4.700 Ärzte und Psychotherapeuten haben daran teilgenommen. Diese Praxen werden dieses Jahr erneut um Auskunft gebeten. „Wir sind dabei, ein Praxis-Panel mit mindestens 7.000 Teilnehmern aufzubauen, die möglichst über Jahre hinweg Auskunft erteilen“, erläutert ZI-Geschäftsführer Dr. Dominik Graf von Stillfried. Damit stehe erstmals ein Informationssystem zur Verfügung, das valide Daten zur wirtschaftlichen Situation der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten liefere. Mit ihm lasse sich nachweisen, wie sich die Praxiskosten von Jahr zu Jahr entwickeln und welche regionalen Unterschiede bestehen. Diese Informationsgrundlagen sind erforderlich, um die berechtigten Honorarforderungen der Ärzteschaft durchsetzen zu können.

Datengrundlage. Angeschrieben werden deshalb nicht nur die ZiPP-Teilnehmer des vergangenen Jahres, sondern weitere rund 25.000 Ärzte und Psychotherapeuten. Die Auswahl erfolgt durch eine Zufallsstichprobe, in der alle Fachgruppen und Regionen angemessen vertreten sind. Für die Teilnehmer: Aufwandsentschädigung und praxisindividueller Feedbackbericht Bei der Befragung geht es um Angaben zur Personalausstattung, zur Arbeitszeit der Praxisinhaber und der Praxismitarbeiter sowie zu den Einnahmen und den Ausgaben der Praxis. Die Teilnehmer erhalten dazu einen Fragebogen, der von ihnen selbst und von ihrem Steuerberater auszufüllen ist. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmer 200 Euro (sofern das erforderliche Testat des Steuerberaters vorliegt). Die Annahme der ausgefüllten Fragebögen erfolgt durch einen unabhängigen Treuhänder, sodass Datenschutz und Anonymität der Befragten gewahrt sind. Mit der Teilnahme am Praxis-Panel leisten Ärzte und Psychotherapeuten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Vergütungsgrundlage. Sie erhalten auch einen individuellen Auswertungsbericht mit Vergleichskennzahlen, der ihnen bei der Einschätzung der Organisation und der wirtschaftlichen Situation ihrer eigenen Praxis helfen kann. Hotline für Rückfragen Für alle Rückfragen bietet das ZI den Ärzten und Psychotherapeuten eine Telefon-Hotline unter der Nummer 030 4005 2444 an. Weitere Informationen: www.zi-pp.de

Weitere Teilnehmer gesucht Mit der erneuten Aussendung tausender Fragebögen hofft das Forschungsinstitut, weitere Teilnehmer für das ZI-Praxis-Panel (ZiPP) gewinnen zu können. „Unser Ziel ist erst erreicht, wenn eine repräsentative Anzahl von Ärzten aus allen Fachgruppen und Regionen am Panel teilnimmt“, betont von Stillfried. Je größer der Rücklauf bei der Befragung, desto aussagefähiger sei die 24

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KBV, Berlin

Ansprechpartner der KVSH Marion Grosse, Abteilung Bestriebswirtschaftlichkeit Tel. 04551 883 343 E-Mail marion.grosse@kvsh.de

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PRAXIS  & KV S ervice

Sie fragen - wir antworten Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

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Antworten des Service-Teams Muss bei einem Arztwechsel für die Befundübermittlung an den neuen Arzt eine Überweisung ausgestellt werden? Nein, handelt es sich nur um die Übermittlung von Befunden, ist keine Überweisung erforderlich. Werden nur die Ziffern für die Briefleistungen und/oder Kopien, Porto (01600 ff., 40120 ff.) abgerechnet, wird auch keine Praxisgebühr ausgelöst. In diesen besonderen Fällen muss auch nicht zwingend die Versichertenkarte des Patienten eingelesen werden.

Zum 1. Juli 2011 wurden die Pseudoziffern 99037 und 99037A eingeführt; diese müssen wir selbst in die Stammdaten des Praxisverwaltungsprogrammes einfügen. Wie lautet hierfür der Leistungstext? Die Ziffer 99037 ist mit dem Leistungstext „Tag Kennzeichnung EHEC“ zu kennzeichnen und die Ziffer 99037A soll mit dem Text „EHEC-Virus bei Endemieverdacht oder in besonders begründeten Dringlichkeitsfällen“ versehen werden.

Bis wann muss der Erstattungsantrag für das eGK-Lesegerät bei der KV eingereicht werden? Bis spätestens 30. September 2011. Für später eingehende Anträge werden die Pauschalen nicht mehr gewährt.

Ich benötige mehr stationäre Lesegeräte als mir laut Finanzierungsvereinbarung zustehen. Was kann ich tun? Es gibt zwei Möglichkeiten: Sie kaufen weitere eHealth-BCS-Geräte auf eigene Kosten oder Sie erwerben ein zugelassenes MKT-Gerät. Diese sind jedoch mit dem Online-Rollout nicht mehr einsatzfähig und sind nicht erstattungsfähig im Rahmen des Erstattungsverfahrens. Mehr Informationen zum Erstattungsverfahren für die eGK-Lesegeräte finden Sie auch unter www.kv-telematik.de

Können Reiseimpfungen zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden? Grundsätzlich ist dies nicht möglich, Reiseimpfungen sind Privatleistungen. Es gibt allerdings Sonderverträge mit zwei Krankenkassen (Techniker Krankenkasse und BKK VOR ORT), in denen einige Reiseimpfungen enthalten sind und somit über diese Krankenkassen abgerechnet werden können. Welche Impfungen enthalten sind und über welche Ziffern sie abgerechnet werden können, sind auf unserer Internetseite www.kvsh.de – Downloadcenter – Verträge – Impfvereinbarungen einsehbar.

Das Service-Team erreichen Sie unter der Rufnummer 04551 883 883 • montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr • freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr 8 | 2011

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PRAXIS  &  KV B ekanntmachungen

Öffentliche Ausschreibung von Vertragspraxen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/ Psychotherapeuten deren Praxen zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt. Fachgebiet

Planungs­bereich*

Praxisform

Bewerbungs­frist**

Ausschreibungs­nummer

Psychotherapie - halbe Zulassung -

Herzogtum Lauenburg

EP

30.09.2011

9126/2011

* Die Stadt Kiel und die Stadt Lübeck stellen jeweils einen Planungsbereich dar. Alle übrigen Planungsbereiche richten sich nach den Kreisgrenzen, außer der Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde (NMS/RD-E) und der Kreisregion Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg (FL/SL-FL). ** Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt, es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maxi mal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Aus schreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde.

Nähere Informationen zu den ausgeschriebenen Praxen erhalten Sie unter folgenden Telefonnummern:

Flensburg

04551 883 378 04551 883 291

Schleswig-Flensburg Nordfriesland

Der Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behörden­ führungszeugnis) zu beantragen.

RendsburgEckernförde

Kiel Plön Ostholstein

Dithmarschen Neumünster

Hinweis: Die Wartelisteneintragung ersetzt nicht die Bewerbung!

Lübeck

Bewerbungen richten Sie bitte an: KVSH, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg

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Segeberg

Steinburg

Pinneberg

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Stormarn

Herzogtum Lauenburg

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Folgende Psychotherapeutin wurde rechtskräftig zur Vertragspraxis zugelassen:

Folgende Ärztin hat die Genehmigung zur Führung einer Zweigpraxis erhalten:

Stadt Kiel Frau Andrea Fladerer als Psychologische Psychotherapeutin für die ausschließliche Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einem halben Versorgungsauftrag für 24159 Kiel, Jaegerallee 16.

Kreis Stormarn Frau Dr. med. Monika v. Rantzau, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Kremerbergredder 35, 22926 Ahrensburg, hat die Genehmigung zum Führen einer Zweigpraxis in 24351 Thumby, Helle 3 für Leistungen der psychotherapeutischen Medizin ab dem 1. September 2011 erhalten.

Forum Leserbriefe sind keine Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, die Texte zu kürzen. Bitte geben Sie Ihren Namen, die vollständige Adresse und für Rückfragen Ihre Telefonnummer an. Wir freuen uns auf Ihre Leserbriefe. Bitte schicken Sie diese per E-Mail an: nordlicht@kvsh.de, per Post: KVSH Redaktion Nordlicht, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg, per Fax: 04551 883 396

NORDLICHt 07 2011 Kommentar zu „Lohn des Ansehens“

Ansehen allein reicht nicht aus

Übermäßige Einmischung

Richtig ist zweifellos jede Bemühung, den Beruf des Arztes wieder attraktiver zu machen, so z. B. auch durch Erhöhung des Ansehens eines Arztes (als ob die Politik dieses auf Knopfdruck durch eine Imagekampagne durchführen könnte).

Im Kommentar schreibt Herr Peter Weiher zurecht, dass das Interesse am Arztberuf nicht nur durch mehr Geld geweckt werden kann – und auch nicht durch Aktionen der Gesetzgeber. Da hat er Recht!

Der Autor hält überdies „kostenträchtige Gesetze“ zur Verbesserung der Honorarsituation der Ärzte offenbar für überflüssig, er vergisst bedauerlicherweise, dass mit Ansehen allein keine Miete, kein Arzthelferinnengehalt, keine Praxiskosten, keine Altersvorsorge u.s.w. zu bezahlen ist. Genügt dem Verfasser des Artikels auch sein Ansehen, verzichtet er auf sein verdientes Gehalt?

Der Gesetzgeber und die Politik haben durch ihre übermäßige Einmischung alles getan, das Gesundheitswesen (Ärzte, Pflege, Krankenkassen) kaputt zu machen! Also wäre eine Zurücknahme der Bürokraten aus DERdem INFOMARKT KVSH Gesund5. Oktober 2011 von 15.00 bis 18.00 Uhr heitswesen sinnvoll. Die dann a k t u e l l freiwerdenden Gelder könnten gut für die praktische Arbeit verwandt werden. nr. 7 | 2011

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EINLADUNG

Offizielles mitteilungsblatt der kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-holstein

Juli 2011 | 14. Jahrgang

im Abgeordnetensaal der KVSH, Haus 2, 3. Stock, Bismarckallee 1- 6, 23795 Bad Segeberg

ldung ist Eine Anme erlich. nicht erford

Von Gottes Lohn allein lässt sich schwer leben und ist auch kein ärztlicher Nachwuchs zu motivieren. Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl, Allgemeinmedizin, Ascheberg

Klaus-Alfred Ronneberger, Allgemeinmedizin, Preetz

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Bianca Hartz Tel.: 04551 883 255 E-Mail: bianca.hartz@kvsh.de

operation gesundheitssystem

BAHR LEGT HAND AN

Marco Dethlefsen Tel: 04551 883 381 E-Mail: marco.dethlefsen@kvsh.de

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- Zulassungsmöglichkeiten - Betriebswirtschaftliche Beratung - Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln - Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement - IT in der Praxis - Online-Dienste für KVSH-Mitglieder - Honorar und Abrechnung - Versorgungsverträge in Schleswig-Holstein

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Die Stände:

30.06.2011 17:31:07

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PRAXIS  &  KV P s y chotherapie

Kodierrichtlinien weg – Kodieren bleibt! Die Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) sind so gut wie abgeschafft und mancher Arzt und Psychotherapeut meint, nun müsse nicht mehr kodiert werden. Dem ist jedoch nicht so!

Die Richtlinien beinhalten lediglich Vorgaben, auf welche Weise objektiv und valide kodiert werden sollte. In etwa vergleichbar mit der Gurkenverordnung der Europäischen Gemeinschaft. Hier war festgelegt worden, welche Krümmung eine Gurke mindestens und höchstens aufweisen darf, um noch als Gurke handelsfähig zu sein. Mit der Streichung der Verordnung über den Krümmungsgrad von Gurken wurde die übertriebene Standardisierung aufgegeben, nicht aber die Gurke abgeschafft. Ähnlich beim Kodieren – dem Verschlüsseln von Diagnosen. Nach wie vor gilt, dass Diagnosen zu verschlüsseln sind und zwar nach der deutschen Fassung der internationalen Klassifikation der Krankheiten – der ICD-10-GM. Diese Verpflichtung ist keinesfalls neu – sie gilt seit über zehn Jahren und ist im Paragrafen 295 SGB V verankert. Der Geldsack zum Verteilen – die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung Nun heißt es, nicht nur um diese gesetzliche Verpflichtung zu erfüllen, sollten Ärzte und Psychotherapeuten kodieren. Was hat es damit auf sich? Mit dem Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (2007) hat der Gesetzgeber beschlossen, die Gesamtvergütungen – das unter Ärzten und Psychotherapeuten zu verteilende Geld der Kassenärztlichen Vereinigungen – nicht mehr an der allgemeinen Entwicklung der Löhne und Gehälter zu orientieren, sondern an der Morbidität der Versicherten. Damit war die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung eingeführt worden und es galt nun die Erkrankungshäufigkeit in der Bevölkerung auch entsprechend abzubilden. Nichts lag da näher, als hierfür die bereits eingeführten ICD-10 Kodierungen heranzuziehen. Durch die AKR sollten diese nochmals standardisiert werden. Wie bereits erwähnt, entfällt dieses umstrittene zusätzliche Procedere jetzt, die Verpflichtung Diagnosen gemäß ICD-10-GM zu verschlüsseln und zu übermitteln jedoch bleibt. Wenn alle Ärzte und Psychotherapeuten dem folgen, soll es damit möglich sein, eine Morbiditätsrate abzubilden, die dann in den regionalen Verhandlungen mit den Krankenkassen zu einer Steigerung der Gesamtvergütung führen könnte. Psychotherapeuten und Diagnosen – eine nicht immer ganz leichte Beziehung Nun haben Psychotherapeuten zu den Diagnosestellungen für ihre Patienten teilweise ein besonderes Verhältnis. Nicht selten 28

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geht die Tendenz dahin, lieber weniger schwere Diagnosen zu stellen als tatsächlich vorgefunden werden, weil man ansonsten Nachteile für die Patienten befürchte. Derartige Überlegungen sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Tatsächlich müssen Menschen, die einmal in ihrem Leben unter einer psychischen Erkrankung litten, mit Nachteilen rechnen. So bewerten Lebensversicherer, private Krankenversicherer und manch privater wie auch öffentlicher Arbeitgeber diesen Umstand als besonderes Risiko – auch dann noch, wenn er Jahrzehnte zurückliegt. So heißt es denn gelegentlich, dass Psychotherapeuten doch eher mit Augenmaß kodieren. Augenmaß oder auf einem Auge blind? Wenn die Psychotherapeuten tatsächlich konsequent eine andere – harmlosere als die tatsächliche Morbidität abbilden, dann werden sie ihren Patienten vermeintlich helfen, aber sicherlich zulasten ihrer eigenen Vergütung und Profession. Fraglich ist, ob alle altruistisch kodierenden Psychotherapeuten dies bei ihrem Tun tatsächlich im Blick haben. Psychotherapeuten müssen sich der Diskussion stellen In letzter Konsequenz zu Ende gedacht, kann das besondere ���Verschlüsselungsverhalten“ der Psychotherapeuten zur Abschaffung des Heilberufes des Psychotherapeuten führen. Zumindest aber kann es Bestrebungen, die Psychotherapie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen, beflügeln. Denn, und dem gibt es dann nichts entgegenzusetzen, wozu die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten belasten und einen Heilberuf vorhalten, wenn die Bevölkerung nur unter leichten Gemütsschwankungen und Befindlichkeitsstörungen leidet. Aber eben, weil alle – der Gesetzgeber, die Krankenkassen, Ärzte und nicht zuletzt die Psychotherapeuten, selbst es besser wissen und täglich erleben, in welcher Qualität und Quantität die Bevölkerung psychisch krank ist, wird es nicht so weit kommen. Doch diese Form von Wissen allein wird nicht ausreichen, um die Morbidität nachvollziehbar und vor allem regional abbilden zu können und in Honorarverhandlungen mit örtlichen Krankenkassen mehr Geld einzufordern. Die Psychotherapeuten werden sich der Diskussion und dem Dilemma um wirklichkeitsnahe Diagnosen stellen müssen. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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PRAXIS  &  KV neues aus K V en und K B V

Bedarfsplanung für Ärzte neu berechnet

Ärztemangel in Bayern

Mainz – Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Rheinland-Pfalz hat in seinem aktuellen Beschlussverfahren erstmalig den so genannten Demografiefaktor bei der Berechnung der Bedarfsplanung für niedergelassene Ärzte angewandt und die Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen beschlossen. Insgesamt wirkt sich der Demographiefaktor in diesem Jahr mit zirka 130 zusätzlichen Arztsitzen im Land aus. Der neue Berechnungswert fließt zum 1. Juli 2011 erstmals in die Bedarfsplanung mit ein: Wenn in einem Planungsbereich die Zahl der ärztlichen Behandlungsfälle über dem Bundesdurchschnitt liegt und es dort einen besonders großen Anteil an älteren Patienten gibt, erhält der Planungsbereich hierfür einen „Zuschlag“ an Arztsitzen. Die dadurch entstandenen etwa 130 zusätzlichen Arztsitze werden jedoch zum Teil durch nachrückende „Job-Sharer“ oder bisher angestellte Ärzte besetzt.

München – Die wichtigsten Verbände im bayerischen Gesundheitswesen haben erneut vor einem drohenden Mangel an Hausärzten gewarnt und eigene Gegenmaßnahmen angekündigt. Aktuelle Zahlen zeigten, dass 23 Prozent der bayerischen Hausärzte älter als 60 Jahre sind, erklärte der Präsident der Landesärztekammer, Max Kaplan, in München. Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Wolfgang Krombholz, warnte davor, „dass wir in drei bis vier Jahren 20 bis 30 Prozent weniger Praxen besetzt haben werden“. Die Zahl der Hausarztpraxen in Bayern, die keinen Nachfolger finden, sei von 51 im Jahr 2009 auf 71 im vergangenen Jahr gestiegen, sagte Krombholz. Insgesamt seien rund 7.500 Mediziner in der hausärztlichen Versorgung tätig. Nach Ansicht des Vorsitzenden des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dieter Geis, ist wirtschaftliche Unsicherheit der Hauptgrund dafür, warum es schwerer werde, junge Ärzte für die Allgemeinmedizin zu motivieren. Er forderte deshalb von den Krankenkassen neue, besser dotierte Hausarztverträge. Vor allem der AOK Bayern warf er eine Blockadehaltung vor.

Neue Verordnungshilfe in Nordrhein

KBV mindert Bürokratie für Augenärzte Berlin – Augenärzte, die photodynamische Therapien durchführen, sind bis zum 30. Juni 2014 von der Pflicht zur Teilnahme an Dokumentationsprüfungen befreit.  Für Augenärzte, die photodynamische Therapien (PDT) zur Behandlung krankhafter Gefäßneubildungen am Augenhintergrund durchführen, entfällt vorerst die Pflicht zur Teilnahme an weiteren Dokumentationsprüfungen. Diese Regelung, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Qualitätssicherungsvereinbarung zur PDT getroffen hat, ist seit dem 1. Juli in Kraft und gilt zunächst bis zum 30. Juni 2014. Augenärzte, die zur Durchführung einer PDT berechtigt sind, werden dadurch spürbar entlastet. Bisher mussten sie einmal im Jahr Behandlungsdokumentationen von zehn abgerechneten Fällen zur Überprüfung an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) übermitteln, was einen erheblichen bürokratischen Aufwand und zusätzliche Kosten bedeutete. Grund für das Aussetzen der Prüfungen ist die Tatsache, dass die KVen immer weniger PDT-Dokumentationen beanstanden müssen. So sank die Beanstandungsquote von anfangs 18 Prozent, auf nun seit Jahren durchgängig rund acht Prozent. Dieses konstante Qualitätsniveau rechtfertige ein Aussetzen der Dokumentationsprüfungen, konnte die KBV den GKV-Spitzenverband überzeugen.  8 | 2011

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Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) hat eine Marktübersicht von Arzneimitteln erstellt, die niedergelassene Ärzte verordnen können, um so genannte Me-Too-Präparate zu vermeiden. Die Übersicht ergänzt die Me-Too-Liste der KVNo. Auf dieser Me-Too-Liste finden Praxen Präparate, deren therapeutischer Zusatznutzen im Vergleich zum Preis relativ gering ist. Die neue Marktübersicht nennt Alternativen für 80 Me-too-Präparate. „Diese Alternativen müssen im selben Indikationsbereich wie das Me-Too-Präparat zugelassen sein“, erläuterte Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der KVNo. Für den Preisvergleich diente jeweils die verordnungshäufigste Packung des Me-Too-Präparates und als Alternative ein Wirkstoff mit gleicher Zulassung in identischer Packungsgröße und in vergleichbarer Dosierung.

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die menschen im land V or O rt

Virusinfektion überschattet Camp D

Eigentlich wollten sich junge Diabetiker und ihre Betreuer unter dem Motto „ Gemeinsam den Diabetes verändern“ zu einem verlängerten Wochenende in unbeschwerter Atmosphäre treffen, austauschen und feiern. Doch das von ca. 750 Teilnehmern besuchte Zeltlager Camp D in Bad Segeberg stand unter einem schlechten Stern. Dabei hatte die Veranstaltung, die größte ihrer Art in Europa, wie geplant mit einem Diabetiker-Staffelllauf, Experten-Workshops und viel guter Laune begonnen. Mehr als 400 Zelte waren auf dem Landesturnierplatz aufgestellt worden. Die Idee von Camp D ist vielversprechend: Immer wieder berichten Diabetologen und Diabetesberater, dass sie ihre jugendlichen Patienten im Praxisalltag oft nur schwer erreichen können. Ausgerechnet in einem Alter, in dem die Weichen für die berufliche und persönliche Zukunft gestellt werden, vernachlässigen viele Jugendliche ihre Therapie und sind für Schulungen kaum zu motivieren. Konzept von Camp D Vier Tage lang konnten sich deshalb junge Diabetiker im Camp untereinander, aber auch mit Gesundheitsexperten austauschen. Es gab zehn Wissensworkshops mit Themen, die Jugendliche 30

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besonders interessieren. Es ging dort um Themen wie Feiern, Sexualität, Schwangerschaft oder Alkoholkonsum. „Im Camp ist die Atmosphäre einfach viel entspannter als in einer Arzt praxis“, sagte Katarina Braune, Medizinstudentin aus Halle. „Jeder entscheidet hier selbst, wann und wie viel Arzt er an diesem Wochenende haben möchte.“ Am Camp D beteiligten sich junge Menschen mit Diabetes im Alter von 16 bis 25 Jahren. Nach 2006 und 2008 fand das Treffen nun zum dritten Mal in Bad Segeberg statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Unternehmen Novo Nordisk und Bayer Vital in Kooperation mit der Firma Medtronic und der Organisation diabetesDE. Neben den etwa 520 Teilnehmern, vornehmlich Typ-1-Diabetiker, waren insgesamt 179 Betreuer und Helfer vor Ort. Auf ihren T-Shirts stand das kommunikative Motto: „Quatsch mich an!“ und das machten die jungen Diabetiker dann, auch bis die Veranstaltung plötzlich kippte. ak t u e l l

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die menschen im land

Großeinsatz der Helfer Am späten Nachmittag des 9. Juli klagten die ersten Teilnehmer – Jugendliche und Betreuer – über Übelkeit, Erbrechen und teilweise auch Durchfall. Für die Erstversorgung richtete der zuständige Notarzt Dr. Franz-Rudolf Fendler sofort eine Betreuungsstruktur vor Ort ein und ordnete erste Infusionen an, um den Wasserhaushalt der Patienten unter Kontrolle zu halten. Außerdem informierte er das örtliche DRK und das Kreisgesundheitsamt des Landkreises Segeberg. Die Zahl der Erkrankten stieg dann zwischenzeitlich auf über 200 Fälle an. Davon wurden 144 zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser in Schleswig-Holstein, Hamburg und das nördliche Niedersachsen gebracht. Insgesamt wurden 25 Rettungs- und 30 Krankentransportwagen eingesetzt. Die Segeberger Feuerwehr musste die Zufahrten zum Veranstaltungsgelände sperren.

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Noroviren verantwortlich für Massenerkrankung Lebensbedrohlich erkrankte niemand. Am 10. Juli konnten die meisten Erkrankten dann bereits wieder die Krankenhäuser verlassen. Das Zeltlager wurde am selben Tag abgebrochen. Aufgrund der Symptomatik und der Verteilung der Erkrankungen innerhalb des Lagers gingen sowohl die behandelnden Ärzte als auch das Gesundheitsamt sofort davon aus, dass es sich bei der Erkrankung um eine Norovirus-Infektion handelt. „Es könnte schon ausreichen, wenn ein einziger Jugendlicher mit dem Virus infiziert war“, sagte die Bad Segeberger Landrätin Jutta Hartwieg gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Später bestätigte Boris Friege, Amtsarzt im Kreis Segeberg den Verdacht. Jakob Wilder, KVSH

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die menschen im land interview

„Es gibt bei Großveranstaltungen keine hundertprozentige Sicherheit“ Dr. Simone von Sengbusch ist Fachärztin für Kinderheilkunde, Diabetologin und Leiterin der Mobilen Diabetesschulung Schleswig-Holstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Nordlicht: Der Ausbruch der Norovirus-Infektion unter den Teilnehmern überschattete das Diabetiker-Treffen 2011. Waren Sie direkt in die Ereignisse involviert? Dr. Simone von Sengbusch: 2008 hatte ich noch von Anfang an am Camp D teilgenommen. In diesem Jahr hatten wir aber zur gleichen Zeit eine Diabetesgruppenschulung mit jungen Schulkindern in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Ich war selbst nur am Samstag für drei Stunden im Camp D zu Besuch. Die Stimmung an diesem Sporttag mit einem großen Angebot an Fun- und Trendsportarten war sehr gut. Als ich abreiste, war, soweit für mich ersichtlich, noch alles in Ordnung. Ich habe am nächsten Morgen dann aus dem Radio erfahren, was sich wenige Stunden später im Camp ereignet hat und wie sich die Situation dann in der Nacht entwickelte. Nordlicht: Worin liegt die besondere Problematik, wenn Typ-1-Diabetiker an starkem Brechdurchfall erkranken? Sengbusch: Zunächst einmal verliert jeder Erkrankte, mit oder ohne Diabetes, bei starkem Brechdurchfall in kurzer Zeit viel Wasser und Salze. Bei Menschen mit Diabetes Typ 1 können außerdem die Kohlenhydrate nicht mehr verwertet werden, für die im Vorwege Insulin gespritzt worden ist. Die Folge ist eine Unterzuckerung, die sofort durch das Essen oder Trinken zuckerhaltiger Produkte behandelt werden muss, was bei starker Übelkeit aber nicht gelingt. Der Kalorienmangel führt nun auch noch zu einer Anhäufung von sauren Stoffwechselprodukten im Blut. Mit einer Infusionstherapie können die drei Probleme rasch behoben werden. Nordlicht: Sollte Camp D trotz dieser unerfreulichen Ereignisse in den kommenden Jahren wiederholt werden? Sengbusch: Dieser unerwartete Zwischenfall sollte kein Grund sein, die Idee eines so erfolgreichen und inspirierenden Camps mit diabeteserkrankten Jugendlichen in Frage zu stellen, so herausfordernd alles für die einzelnen Betroffenen war. Ich hatte den Eindruck, dass im Camp D auf die ärztliche Rundumversorgung in der Vorbereitung großer Wert gelegt wurde. Auch wenn alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden, ist eine Infektion mit so hochinfektiösen Viren bei Großveranstaltungen nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu verhindern. Trotz Norovirus-Infektion mussten erfreulicherweise nicht alle 32

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Infizierten im Krankenhaus behandelt werden. Viele CampTeilnehmer haben mit großer Ernsthaftigkeit in der Nacht ihren Blutzucker überwacht und alles dafür getan, dass es ihnen und auch ihren Zeltnachbarn, trotz und mit Diabetes, gut ging. Nordlicht: Wie profitieren junge Erwachsene und Jugendliche mit Diabetes durch Aktionen wie Camp D? Sengbusch: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen profitieren gleich mehrfach. Durch die Workshops haben sie fernab von einer Schulung im Krankenhaus die Möglichkeit, sich zur ganzen Bandbreite jugendrelevanter Themen zu informieren. Herausragend ist sicher auch das vielfältige sportliche Angebot von Beachvolleyball, Kick-Boxen und Yoga bis hin zu ausgefallenen Fun- und Trendsportarten. Alles wird außerdem von Leistungssportlern unterstützt, die selbst an Typ 1 Diabetes erkrankt sind. Der größte Gewinn des Camps liegt aber vielleicht in dem, was zwischen den Zeltstangen passiert. Hier kommt es zum intensiven Austausch der Jugendlichen untereinander. Es entsteht ein spürbarer „camp spirit“ und es gibt Raum für vertrauensvolle Gespräche mit Ärzten, Psychologen und Betreuern. Das Camp D 2011 war trotz der Ereignisse ein Ort, an dem junge Menschen, die jeden Tag hart für ihre Gesundheit kämpfen müssen, viel Motivation und Selbstvertrauen tanken konnten. Nordlicht: Welche weiteren Maßnahmen zur Sensibilisierung für das Thema „Diabetes Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen“ würden Sie sich wünschen? Sengbusch: Mir ist es wichtig, dass Kinder mit Typ 1 Diabetes zeitnah und in gleichem Maße wie in unseren Nachbarländern an den Innovationen der Medizin teilhaben dürfen, z. B. durch den Zugang zur sensorgesteuerten Insulinpumpe mit Anzeige der aktuellen Blutzuckerwerte und Stopp-Funktion zur Verhinderung von Unterzuckerungen. Kinder, die an einer Krankheit leiden, die nicht als unmittelbar lebensbedrohend gilt, haben keine starke Lobby. Zudem gehen Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes und ihren besonderen Bedürfnissen in der großen Gruppe an Typ 2 Diabetes erkrankter Menschen einfach unter. Das spiegelt sich auch in der inadäquaten Vergütung der ambulanten Versorgung dieser Kinder. Damit sich das endlich ändert, muss Diabetes insgesamt eines der Top-Gesundheitsthemen in der Politik werden und Kinder müssen in der Versorgung einen besonderen Schonraum erhalten, damit sie nicht als erstes von Einsparungen betroffen sind. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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Service V erordnungsmanagement Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich nicht nur neu niedergelassene Ärzte immer wieder, zu groß ist die Gefahr, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungs-Dschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungs-Dschungel

STIKO-Empfehlung versus Schutzimpfungsrichtlinie Die Impfleistungen, die zu Kassenlasten erbracht werden können sind, in der Schutzimpfungsrichtlinie geregelt. Ihnen geht die Empfehlung der STIKO voraus. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede STIKO-Empfehlung eine Leistungspflicht der GKV auslöst. Nach den Gesetzesvorgaben hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach Herausgabe einer neuen STIKO-Empfehlung zu Schutzimpfungen innerhalb von drei Monaten eine Entscheidung zur Aktualisierung der Schutzimpfungsrichtlinie zu treffen. Der G-BA kann mit Begründung von der Empfehlung der STIKO abweichen. Kommt eine Entscheidung nicht termin- oder fristgerecht zustande, dürfen die von der STIKO empfohlenen Impfungen – mit Ausnahme der sogenannten Reiseimpfungen – erbracht werden bis die Richtlinie geändert wurde. Andererseits kann es auch vorkommen, dass einzelne Kassen die Kosten für Impfleistungen erstatten, auch wenn diese nicht von der STIKO empfohlen wurden (z. B. Rotavirus-Impfung). Solche Erstattungen sind in Sonderverträgen (z. B. Barmer GEK Kinderarztvertrag) geregelt oder privat zu liquidieren. Die Impfstoffe für die Impfungen zu Kassenlasten sind mit dem allseits bekannten Muster 16a zulasten der AOK NordWest mit der Kassen Institutionskennzeichen NR. 1310018 abzufordern. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um eine Dosis handelt oder um z. B.

200 Dosen Grippe-Impfstoff. Diese Impfstoffe dürfen niemals auf den Namen des Patienten verordnet und auch nicht gemeinsam mit Sprechstundenbedarf auf einem Rezept angefordert werden. In den Sonderverträgen (Reiseimpfvertrag mit TK und BKK VorOrt und Barmer GEK Kinderarztvertrag) ist eine hiervon abweichende Regelung getroffen worden, die unbedingt eingehalten werden muss. Diese sieht eine Verordnung auf den Namen des Patienten über Muster 16 vor, wobei die 8 angekreuzt werden muss. In diesen Fällen ist bei Volljährigen die gesetzliche Zuzahlung in der Apotheke zu leisten. Die postexpositionelle Gabe von Sera und Chemotherapeutika ist nicht Gegenstand der Schutzimpfungsrichtlinie. Das bedeutet, dass zwar z. B. Tollwutseren auf den Namen des Patienten verordnet werden können, die Gabe derselben ist jedoch mit der Versichertenpauschale abgegolten. Die jeweils aktuelle Schutzimpfungsrichtlinie ist auf der Homepage des G-BA www.g-ba.de einzusehen. Thomas Frohberg, KVSH

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie das Verordnungsmanagement der KVSH an: Ihr Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein Tel. 04551 883 353 heidi.dabelstein@kvsh.de

Thomas Frohberg Tel. 04551 883 304 thomas.frohberg@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Plath Tel. 04551 883 362 anna-sofie.plath@kvsh.de

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SERVICE H eilmittel

Beratung vor Regress Neues Angebot im Verordnungsbereich Angebot angenommen. Die ersten Beratungsgespräche wurden bereits durchgeführt, jeweils von einem niedergelassenen Kollegen sowie einem Beratungsapotheker der AOK. Die ärztlichen Berater Die KVSH bedient sich in Arzneifragen eines Stabes erfahrener niedergelassener Kollegen, die dankenswerterweise ihre Unterstützung in Sachen Beratung zugesagt haben. Ohne den tatkräftigen Einsatz dieser auf freiwilliger Basis tätigen Pharmakotherapieberater hätten wir keinesfalls so „durchstarten“ können – darum an dieser Stelle unser Dank an die ärztlichen Berater.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss der Honorarvereinbarung hatten wir Sie bereits darüber informiert: Im Verordnungsbereich wurden besondere Maßnahmen vereinbart, da in SchleswigHolstein mittlerweile mehr Geld für Arznei- und Heilmittel als für die ambulante Versorgung ausgegeben wird. Zu diesen Maßnahmen gehört die Entwicklung eines speziellen Beratungsangebotes mit dem Ziel, praxisorientierte Hinweise zur effizienten Verordnungssteuerung geben zu können (Pressemitteilung vom 13. April 2011). Pharmakotherapieberatungen werden bereits in den Praxen gelebt Vertragliche Grundlage hierfür war die Arznei- und Heilmittelvereinbarung 2011. Sie enthält ein umfangreiches Paket zur Durchführung von Pharmakotherapieberatungen, bestehend aus Einzelberatungen, Gruppenberatungen sowie zusätzlichen Informationsmaßnahmen. Der Vertrag sieht vor, dass die Beratungen in Kooperation mit den Krankenkassen/-verbänden durchgeführt werden, denn dieses Konzept hat sich schon in der Vergangenheit bewährt – eine ähnliche Zusammenarbeit hat es bereits mit der AOK auf der Grundlage von PharmPro® -Analysen gegeben. Die gemeinsam mit den Krankenkassen durchgeführte Pharmakotherapieberatung ist keine bloße Theorie mehr, sondern wird bereits in der Praxis gelebt. In einer ersten Beratungswelle wurden die Zielvorgaben der neuen Zielvereinbarung zur Steuerung der Arzneiversorgung 2011 auf Arznei-Verordnungsdaten aus dem Jahr 2010 angewendet. Auf diese Weise wurden Praxen selektiert, bei denen sich für 2011 potenziell Probleme in Form von Regressen in nicht unerheblicher Höhe ergeben könnten. Wir haben die betroffenen Ärzte hierüber informiert mit dem gleichzeitigen Angebot einer individuellen Beratung auf der Grundlage zeitnaher, kassenartenübergreifender Verordnungs daten. Der Großteil der angeschriebenen Praxen hat dieses 34

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Wie geht es weiter? In einer zweiten Beratungswelle wurden vor Kurzem Praxen angeschrieben, bei denen Verordnungsdaten aus 2010 auf eine nennenswerte Richtgrößenüberschreitung und damit statistische Auffälligkeit hindeuten. Wir hoffen, auf diese Art und Weise gegebenenfalls noch Impulse für das laufende Verordnungsjahr setzen zu können, um nicht nur arztübergreifend sondern vor allem auch individuell regressvorbeugend einen positiven Einfluss auf die Ausgabenentwicklung nehmen zu können. Beratung auch im Heilmittelbereich Die Notwendigkeit einer Beratung ergibt sich aber nicht nur im Arzneibereich, sondern auch im Heilmittelbereich. Zu diesem Zweck wird es zusätzlich zu den Ihnen bereits bekannten Verordnungsverträgen 2011 eine Zielvereinbarung zur Steuerung der Heilmittelversorgung 2011 geben. Die Zielvereinbarung enthält Elemente des Arznei-Maßnahmenpaketes mit dem Ziel, das vereinbarte Heilmittelausgabenvolumen 2011 in Höhe von 150 Mio. Euro einzuhalten. Dies wird nur durch eine Reduzierung der Heilmittelausgaben zu realisieren sein – und auch hier soll ein vereinbartes Maßnahmenpaket aus Einzel- und Gruppenberatungen sowie begleitenden Informationsmaßnahmen greifen. Im Heilmittelbereich stehen wir erst am Anfang einer gemeinsamen Beratung mit den Krankenkassen/-verbänden. Es wird also noch Einiges zu tun sein, bevor wir hier wirklich konkret werden können. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in diesem Bereich verschärften Handlungsbedarf gibt, denn in Schleswig-Holstein wird deutlich mehr verordnet als in anderen KV-Bereichen. So hatten wir vor einem Jahr beispielsweise auf die überdurchschnittlich hohen Physiotherapieausgaben in Schleswig-Holstein hingewiesen (Nordlicht 7/2010). Für diese Mehrkosten lässt sich nicht immer und vor allem nicht in allen Indikationsbereichen eine medizinisch sinnvolle, nachvollziehbare Erklärung finden. Aufgabe der Beratung wird sein, diesbezügliche Unwirtschaftlichkeiten bzw. Fehlversorgungen aufzudecken und möglichst zurückzufahren. Die Botschaft wird sein, die Versorgung mit Heilmittel wieder mehr an medizinischen Notwendigkeiten auszurichten und anderen, nicht medizinisch begründeten Einflussgrößen Einhalt zu gebieten. Daran werden wir gemeinsam arbeiten müssen. Marion Packenius, Team Verordnungen/Struktur und Verträge ak t u e l l

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Service was , wann , wo ?

Seminare

i

Zu Seminaren wird nicht mehr persönlich eingeladen. Bekanntmachungen erfolgen ausschließlich über das Nordlicht.

Ärzte und QM-Mitarbeiter

Medizinische Fachangestellte

thema: Qualitätsmanagement –

thema: Die Arztabrechnung – Sie fragen,

die G-BA Richtlinie erfüllen

wir antworten

datum: 24. August, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 14. September, 15.00 bis 18.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen ggf. ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern?

Im Rahmen dieses Seminars werden wir mit Ihren Mitarbeitern insbesondere aktuelle Abrechnungsfragen zum EBM und zur GOÄ erörtern sowie auf Fragen rund ums Kodieren eingehen.

In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben nützlichen Informationen u.a. auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem wie Sie Ihre KV bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort:

Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg, Raum „Auto“

Referenten: Gastreferent:

Petra Lund, Abrechnungsleiterin Ernst Sievers, stellv. Abrechnungsleiter Dieter Struck, Referent, Abrechnungsabteilung Hagen Franke, Referent, Abrechnungsabteilung Thomas Frohberg, Struktur und Verträge, Team Verordnungsmanagement Timo Rickers, IT-Beratung der KVSH Jörg Ruge, Privatärztliche Verrechnungsstelle

Ort:

Holstenhallen, Justus-von-Liebig-Straße 2 – 4, 24537 Neumünster

Im Rahmen dieses Seminars werden wir mit Ihren Mitarbeitern insbesondere aktuelle Abrechnungsfragen zum EBM und zur GOÄ erörtern sowie auf Fragen rund um die Verordnung eingehen. Teilnahmegebühr: Das Seminar ist kostenfrei.

Fortbildungspunkte: 5

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Erhalten Sie keine Absage, so gilt die Teilnahme als bestätigt.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Erhalten Sie keine Absage, so gilt die Teilnahme als bestätigt.

Anmeldung und Auskunft: Anmeldungen bitte schriftlich bis zum 5. September 2011 (gern auch per Fax oder Email) an:

Teilnahmegebühr: 50 Euro

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Telefon 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.d 8 | 2011

Nadine Kruse Telefon 04551 883 332 Fax 04551 883 374 E-Mail nadine.kruse@kvsh.de Nordlicht

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SERVICE

i Medizinische Fachangestellte

Ärzte

thema: „ Telefontraining“ Basisschulung

thema: Workshop Einsteiger

datum: 1 4. und 21. September, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 21. September, 15.00 bis 18.00 Uhr

Die Medizinische Fachangestellte ist für den Patienten fast immer die erste Kontaktstelle in der Arztpraxis. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Ihren Praxismitarbeiterinnen Möglichkeiten an die Hand geben, dem Patienten sowohl am Telefon als auch in der Praxis noch freundlicher zu begegnen. Schwerpunkte des Seminars sind die freundliche Begrüßung, patientenorientierte Formulierungen, die Terminierung am Telefon und der Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen.

Dieser Workshop richtet sich an Ärzte, die einen Einstieg in die ambulante Versorgung erwägen. Themen sind der klassische Weg einer Niederlassung durch Praxisabgabe/-übernahme, oder aber auch die neuen Möglichkeiten zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung im Rahmen der Anstellung inkl. Teilzeittätigkeit.

Referentin: Frau Livia Jendro, MfG Training und Beratung Hamburg

ORT: Vorstandsaal 1 und 2 im Hauptgebäude der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Ort: Vorstandsaal 1 im Hauptgebäude der KVSH (14. Sept. 2011) Sitzungszentrum der KVSH, „Kuba 2“, (22. Sept. 2011) Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnahmegebühr beträgt 95,00 Euro pro Person. Bitte überweisen Sie diese nach Eingang der Anmeldebestätigung auf das Kto. 833 bei der Sparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30) unter dem Stichwort „Telefontraining“.

Referent: André Zwaka, Abteilung Zulassung/Praxisberatung

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die verbindlichen Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Erhalten Sie keine Absage, so gilt die Teilnahme als bestätigt. Sollten Sie nach der verbindlichen Anmeldung nicht teilnehmen können, sagen Sie bitte rechtzeitig ab, damit keine unnötigen Kosten entstehen und gegebenenfalls noch Interessierte nachrücken können. Teilnahmegebühr: Der Workshop ist kostenfrei.

Da die Teilnehmerzahl auf 12 Personen begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Fortbildungspunkte: 4

Anmeldung und Auskunft: Abmeldungen können ebenfalls in schriftlicher Form bis 10 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis 3 Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr/ Ausfallentschädigung von 50 Prozent der Teilnahmegebühr pro Person fällig. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr. Die Benennung von Ersatzpersonen ist in jedem Falle möglich.

Anmeldungen bitte schriftlich bis zum 6. September 2011 (gern auch per Fax oder E-Mail) an:

kontakt + anmeldung Abt. Zulassung und Praxisberatung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Nadine Kruse Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 374 E-Mail nadine.kruse@KVSH.de

Tel. 04551 883 881 Fax 04551 883 276 E-Mail zulassung@kvsh.de

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Service

für Ärzte und Psychotherapeuten

Für ÄRZTE

thema: Moderatorengrundausbildung

thema: QEP®-Einführungsseminare

für Qualitätszirkel

datum: 28. Oktober, 15.00 bis 21.00 UHR

datum: 2. September ,15.00 bis 21.00 Uhr 3. September, 9.00 bis 17.00 Uhr

29. Oktober, 9.00 bis 17.00 UHR

Ergebnisorientiertes Arbeiten im Qualitätszirkel erfordert Moderation. Sie sollte zielorientiert, achtsam und methodisch sein. Dies erfordert Übung und Methodik. Beides sind wesentliche Bestandteile dieser speziellen Moderatorengrundausbildung für die Qualitätszirkelarbeit. In den letzten Jahren wurden viele Techniken und sogenannte Qualitätszirkeldramaturgien erwickelt, die dem Moderator die Arbeit erheblich erleichtern können. Die Teilnehmer werden in der Grundausbildung qualifiziert, • das Setting eines Qualitätszirkels zu erarbeiten, • den Zirkel zu moderieren, • verschiedene QZ-Techniken bedarfsgerecht einzusetzen, • die Gruppenprozesse in Qualitätszirkelsitzungen zu steuern und • mit schwierigen Situationen in Gruppenprozessen umzugehen. Inhalte des Seminars: • Moderationstechniken • Dramaturgien • Übung von Moderationssituationen • Umgang mit Teilnehmern • Kommunikation und Gruppendynamik • Rahmenbedingungen zur Qualitätszirkelarbeit • Gründung von Qualitätszirkeln

Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge – erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

ORT: Sitzungssaal der Abgeordnetenversammlung im Hause der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Teilnahmegebühr: 200 Euro pro Person, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung Fortbildungspunkte: 18

Teilnahmegebühr: 200 Euro pro Person, inkl. Tagungspauschale für Material und Verpflegung Fortbildungspunkte: 20

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Detlef Greiner Tel. 04551 883 527 Fax 04551 883 7527 E-Mail: detlef.greiner@kvsh.de

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de

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Regina Steffen 04551 883 292 04551 883 7292 regina.steffen@kvsh.de Nordlicht

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SERVICE

i Für ÄRZTE

Mitarbeiter

thema: QEP®-Einführungsseminare

thema: Workshop

„ Mammographie-Einstelltechnik“

datum: 28. Oktober, 15.00 bis 21.00 Uhr 29. Oktober, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 14. und 21. September, 14.00 bis 18.00 Uhr

Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung

Dieser Workshop wird für Ihre Mitarbeiter, die für die Anfertigung von Mammographien im kurativen Bereich verantwortlich sind, für den Austausch von Tipps und Tricks sowie zur Erweiterung des Fachwissens von der Mammographie-Kommission/Ärztliche Stelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, veranstaltet.

Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge – erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 200 Euro pro Person, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung Fortbildungspunkte: 18 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Referentin: Prof. Dr. Beate Stöckelhuber, Chefärztin der radiologischen Abt. Städt. Krankenhaus Kiel, stellv. Vorsitzende der Mammographie-Kommission/Ärztl. Stelle Dr. Isabell Grande-Nagel, Oberärztin der Klinik für Radiologie am UKSH, Campus Lübeck, Leiterin QuaMaDi-Referenz zentrum Lübeck Irene Keller, MTRA Claudia Köbke, MFA und Fachkraft für Mammadiagnostik im Brustzentrum, UKSH, Campus Lübeck Ort: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck Brustzentrum Teilnahmegebühr: 50 Euro pro Person, bitte überweisen Sie diese erst nach Übersendung der Anmeldebestätigung. Anmeldungen bitte schriftlich bis zum 12. September 2011 an:

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883292 Fax 04551 883 7204 04551 8837292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de 38

Zielsetzung des Workshops: • Praktische Tipps zur Durchführung radiologischer Untersuchungen an Kindern unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes • Einblick in die moderne radiologische Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen • Anwendung nicht strahlenbelastender Methoden (Sonographie und MRT) in der Frakturdiagnostik bei Kindern • Unterscheidung von Normvarianten, altersabhängigen und pathologischen Befunden • Tipps für Zuweiser: Welches sind Indikationen für das konventionelle Röntgen? Wann MRT?

Nadine Kruse Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 374 E-Mail nadine.kruse@kvsh.de Nordlicht

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Service

Veranstaltungen KVSH

7. September, 17.00 Uhr

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie: Ablauf der Vorbereitungen und notwendige Voruntersuchungen vor elektiven Operationen – Kooperation Klinik und Hausarzt/Internist

5. Oktober, 15.00 bis 18.00 Uhr

Infomarkt der KVSH Ort: Info:

Saal der Abgeordnetenversammlung der KVSH Bianca Hartz, Abteilung Zulassung/Praxisberatung, Tel. 04551 883 255, E-Mail: bianca.hartz@kvsh.de Marco Dethlefsen, Gesundheitspolitik und Kommunikation, Tel. 04551 883 381, E-Mail: marco.dethlefsen@kvsh.de

Ort: Blauer Saal, 24939 Flensburg Info: Kreisstelle Flensburg-Stadt Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891

20. bis 21. September, 14.00 Uhr

Schematherapieseminar mit Prof. H. Berbalk

9. bis 10. September

Ort: Info:

KVSH im Dialog 9. September, Notfallvortrag, 13.00 bis 15.30 Kurs 1, 15.30 bis 19.30 Kurs 2 , 14.00 Bis 19.15 10. September, kurs 3, 8.30 bis 13.30 Uhr Ort: Info:

Stadthalle Neumünster, Kleinflecken 1, 24534 Neumünster Anmeldungen bis zum 2. September, Fax 0341 4806842, Tel. 0341 4206561, Teilnahmegebühr: Notfallvortrag ist kostenlos, Kurs 1 beträgt 60 Euro, Kurs 2 beträgt 30 Euro, Kurs 3 beträgt 30 Euro, zwei Tage kosten 70 Euro, Die Anmeldung ist verbindlich aber jederzeit übertragbar E-Mail: info@mcg-online.de www.mcg-online.de, www.kvsh.de

KVSH-Kreisstellen

artefact – Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg Information über Arbeitskreis und weitere Veranstaltungshinweis unter: www.psychotherapie-flensburg.de

Schleswig-Holstein 18. August, 20.00 Uhr

Herz, Hirn, Schlaf – Konsequenzen der nächtlichen Atemstörung Ort: ConventGarten, Rendsburg Dr. U. Pulkowski, PD Dr. El Mokhtari E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

8. September, 20.00 Uhr

Hygiene in Klinik und Praxis

17. August, 16.00 Uhr

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie: Aktuelles in der Fußchirurgie Ort: Diako, Fliednersaal 1, 24939 Flensburg Info: Kreisstelle Flensburg-Stadt Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891

Ort: ConventGarten, Rendsburg Dr. B. Christiansen E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

9. September, 9.00 bis 15.45 Uhr

Selbst ist das Alter! Selbstbewusst, selbstständig und selbstbestimmt das Leben im Alter gestalten

18. August, 19.00 Uhr

Flensburger Arbeitskreis Sonographie: Anwendung von Kontrastmittel in der Sonographie (verschiedene Organe) Ort: Diako, Großer Fliednersaal, 24939 Flensburg Info: Kreisstelle Flensburg-Stadt Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891

26. bis 27. August

2-Tages-Workshop: Systemisches Arbeiten mit Gruppen mit Margarete Malzer-Gertz Info:

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

Kreisstelle Flensburg-Stadt Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891, weitere Informationen unter: www. ressourcenwerkstatt-flensburg.de oder durch Margarete Malzer-Gertz, Tel. 04634 936423

8. September, 19.00 Uhr

Medizinische Klinik: Aortendissektion Typ A und B

Ort: Faluner Weg 2, 24109 Kiel Info: Programm und Anmeldung: Landesvereinigung Gesundheitsförderung in Schleswig-Hostein e.V., Flämische Straße 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431 94294, Fax 0431 94871 E-Mail: gesundheit@lvgfsh.de www.lv-gesundheit-sh.de

Deutschland 9. bis 11. September

25. Bundeskongress bietet Know-how für den Alltag im ambulanten Gesundheitswesen Info: Pressebüro des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V., Heike Rösch, Valterweg 24-25, 65817 Eppstein E-Mail: presse@vmf-online.de www.vmf-online.de

Ort: Diako, Fliednersaal 1, 24939 Flensburg Info: Kreisstelle Flensburg-Stadt Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 8 | 2011

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Ingeborg Kreuz������������������������������������������������������������������ 218/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach��������������������������������������������������������������� 218/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Thomas Müller��������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Brigitte Gottwald����������������������������������������������������������������������������� 255 Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Betriebswirtschaftliche Beratung Marion Grosse���������������������������������������������������������������������������������� 343 Chirotherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dermatohistologie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Dialyse-Kommission/LDL Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369

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DMP Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Helga Hartz ������������������������������������������������������������������������������������� 453 Caroline Polonji ������������������������������������������������������������������������������ 280 Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 326 Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Thomas Stefaniw����������������������������������������������������������������������������� 307 Janin Looft��������������������������������������������������������������������������������������� 324 Tobias Kantereit������������������������������������������������������������������������������� 320 Ermächtigungen Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������� 378 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Tyneke Grommes����������������������������������������������������������������������������� 462 ESWL Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Kruse����������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Gesundheitspolitik und Kommunikation Esther Rüggen (Leiterin)����������������������������������������������������������������� 431 Hautkrebs-Screening Ursula Gründer�������������������������������������������������������������������������������� 328 Hausarztzentrierte Versorgung Susanne Paap ��������������������������������������������������������������������������������� 228 Herzschrittmacherkontrollen Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Ursula Gründer��������������������������������������������������������������������������������� 328 HIV/AIDS Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Homöopathie Ursula Gründer��������������������������������������������������������������������������������� 328 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Invasive Kardiologie Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Kernspintomographie Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485

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Service kontakt

Koloskopie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Koordinationsstelle Psychotherapie Sabine Hardekopf���������������������������������������������������������������������������� 565 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Mammographie (kurativ/QuaMaDi/Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Sabrina Wienke�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Niederlassung/Zulassung/Psychotherapeuten Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Niederlassung/Zulassung/Ärzte Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 Tyneke Grommes����������������������������������������������������������������������������� 462 Daniel Jacoby����������������������������������������������������������������������������������� 259 Nicole Geue������������������������������������������������������������������������������������� 303 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Niederlassungsberatung Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 Bianca Hartz������������������������������������������������������������������������������������� 255 Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 André Zwaka������������������������������������������������������������������������������������ 327 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Onkologie Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Patientenauskunft Paragraf 305 SGB V Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Personal Christine Storm��������������������������������������������������������������������������������� 260 Lars Schönemann������������������������������������������������������������������������������ 275 Anke Tonn����������������������������������������������������������������������������������������� 295 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektonie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467

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Nordlicht

Polygraphie/Polysomnographie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Positronen-Emissions-Tomographie Ines Wildgruber������������������������������������������������������������������������������� 533 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 360 Röntgen (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Röntgen (Qualitätssicherung) Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 360 Rückforderungen der Kostenträger Heinz Szardenings��������������������������������������������������������������������������� 323 Schmerztherapie Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonographie (Anträge) Ines Wildgruber ������������������������������������������������������������������������������ 533 Sonographie (Qualitätssicherung) Susanne Paap���������������������������������������������������������������������������������� 228 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 315 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Struktur und Verträge Dörthe Deutschbein (Leiterin)��������������������������������������������������������� 331 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Team Verordnung Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Team Verordnung Hilfsmittel Anna-Sofie Plath������������������������������������������������������������������������������ 362 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 Tonsillotomie, BKK VAG-Nord Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Umweltmedizin/Umweltausschuss Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444

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Service kontakt

Verordnung medizinische Rehaleistungen Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zweigpraxis Karsten Wilkening��������������������������������������������������������������������������� 561 Zytologie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444

Zentrale Stelle Mammographie-Screening

Rosenstr. 28, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

Prüfungsstelle Rosenstr. 28, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 901022 Vorsitzender des Beschwerdeausschusses Dr. Johann David Wadephul�������������������������������������������������������� 90100 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)������������������������������������������ 90100 Leiter der Dienststelle Markus Eßfeld���������������������������������������������������������������������������� 901021 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ������������������������������������������������������������������������ 901023 Dr. Michael Beyer���������������������������������������������������������������������� 901015 Dorthe Flathus-Rolfs������������������������������������������������������������������ 901015 Astrid Stamer����������������������������������������������������������������������������� 901024 Arznei-/Pharmakotherapie-Beratung (prüfungsbezogen) Elsbeth Kampen ������������������������������������������������������������������������ 901023 Dr. Michael Beyer���������������������������������������������������������������������� 901015 Evelyn Sonnenrein��������������������������������������������������������������������� 901024 Honorarprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������� 901012 Hans-Peter Morwinski��������������������������������������������������������������� 901011 Manfred Vogt����������������������������������������������������������������������������� 901013 Zweitmeinungsverfahren Gastroenterologie Hans-Peter Morwinski��������������������������������������������������������������� 901011 Zweitmeinungsverfahren Rheuma Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������� 901012 Service Verordnungsprüfung Manuela Johnsen����������������������������������������������������������������������� 901020 Tanja Bauer, Susanne Schuldt............................................... ..... 901016 Susanne Schuldt.................................................................... ..... 901025 Service Honorarprüfung Sabine Kruse ����������������������������������������������������������������������������� 901016

Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251 An diese Stelle nach Paragraf 81a SGB V kann sich jede Person wenden. Es handelt sich um eine organisatorisch verselbstständigte und weisungsungebundene Einrichtung. Sie hat im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages allen genügend substanziierten Hinweisen auf Sachverhalte nachzugehen, die auf Unregelmäßigkeiten oder auf eine rechtswidrige oder zweckwidrige Nutzung von Finanzmitteln im Zusammenhang mit den Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein hindeuten und die aufgrund der einzelnen Angaben oder der Gesamtumstände glaubhaft erscheinen.

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Nordlicht

Impressum

Nordlicht aktuell Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Ingeborg Kreuz (v.i.S.d.P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Ingeborg Kreuz; Esther Rüggen Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg, Tel.: 04551 883 356, Fax: 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24943 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Dithmarschen@kvsh.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Dr. Monika Schliffke, Allgemeinärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04541 3585 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04541 84391 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 8 | 2011

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Thomas Schang, Chirurg Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 72606 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04521 409433 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax����������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Facharzt für Innere Medizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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Vorschau

Fortbildungsveranstaltung KVSH im Dialog Themen  Notfallversorgung in der Praxis mit konkreten Übungsabschnitten  Neue Arzneimittel und ihre Relevanz für den Praxisalltag  Auswirkungen des Arzneimittelversorgungs gesetzes auf die Wirtschaftlichkeitsprüfung

Copyright Stadt Neumünster“

 Weiterentwicklung der vertragsärztlichen Vergütung  Gesundheitspolitischer Diskurs unter anderem mit KVSH-Vorstand Dr. Ingeborg Kreuz und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg Veranstaltung ist mit Fortbildungspunkten zertifiziert! Mehr Informationen unter www.kvsh.de

9. BIS 10. September 2011 Stadthalle Neumünster · Kleinflecken 1 · 24534 Neumünster


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