Page 1

nr. 11 | 2017

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

A

K

T

U

E

November 2017 | 20. Jahrgang

L

L

Richtig kooperieren se r ab vi se ces it ei e te 43 n

Wie Ă„rzte die Korruptionsfalle umgehen


Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 11 | 2017

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

4

Anti-Korruptionsgesetz: Richtig kooperieren

8

Prof. Dr. Dr. Christian Dierks, Rechtsanwalt, Arzt und Professor für Gesundheitssystemforschung in Berlin über die Folgen des Anti-Korruptionsgesetzes: „Machen Sie den ‚Red-Face-Test’“

10

Nachrichten Kompakt

Das Anti-Korruptionsgesetz verunsichert immer noch viele Ärzte. Was früher erlaubt war, kann heute vielleicht strafbar sein. Im Titelthema geben wir wichtige Hinweise, wo Fallstricke lauern können und wie man sich richtig verhält.

Gesundheitspolitik 12

Abgeordnetenversammlung: Diskussion um Zukunft der Notfallversorgung gewinnt an Fahrt

14

Kommentar: Jamaika

Praxis & KV 15

Das länderübergreifende Präventionsprojekt „Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“

16

Hinweise zur saisonalen Influenza

18

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Großes Medieninteresse am Aktionstag der KVSH

20

Serie: Die Kreisstelle Pinneberg stellt sich vor

21

Stellenausschreibung: zwei hauptamtliche Vorstandsmitglieder

22

Telematikinfrastruktur: Gesundheitskarten mit Aufdruck G1 nicht gleich ablehnen

04 Das Präventionsprojekt „ Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“ wird mit vier Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz von Menschen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes zu stärken. Die Konsortialführung liegt bei der KVSH.

Gesundheit ist mir wichtig! Ich mache mit!

Bekanntmachungen und Meldungen 37

Neues aus KVen und KBV

38

Psychotherapie: Begrenzungsmerkmale in der psychotherapeutischen Behandlung

Die Menschen im Land 39 40

Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Die Rendsburger Kinderärztin Ioana Klopf versorgte bei mehreren humanitären Einsätzen jesidische Flüchtlinge im Nordirak: Zurück vom Hilfseinsatz

Service 43

Sicher durch den Verordnungsdschungel: Die unendliche Geschichte

44

Sie fragen – wir antworten

45

Seminare

47

Termine

15 40

Sprechen Sie gleich mit Ihrem Arzt und machen Sie den Diabetes-Risiko-Test!

Dimini_Karte_210_148_5.indd 1

05.09.2017 12:54:16

Kinderärztin Ioana Klopf und HNO-Arzt Dr. Martin Klopf aus Rendsburg versorgten bei mehreren humanitären Einsätzen jesidische Flüchtlinge im Nordirak. In ihrem Bericht aus einer in Vergessenheit geratenen Kriegsregion schildert Ioana Klopf, wie katastrophal die Bedingungen vor Ort sind. Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

2

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Nordlicht nr. 11 | 2017 EDITORIAL von Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, es freut doch immer, wenn ganz andere sich zu Themen im Gesundheitswesen äußern, wie in diesem Herbst der Bund der Steuerzahler. Die Gesundheitskarte sei ein skandalöses Beispiel für Verschwendung öffentlicher Gelder. Elf Jahre Entwicklung seien mehrere Generationen von Hard- und Software, sodass sie denn, wenn sie jemals umgesetzt werde, total veraltet sei. So ist es wohl und teuer noch dazu. Auf die vorgerechneten und bereits ausgegebenen 2,2 Milliarden kommt im nächsten Jahr nochmal ca. 1 Milliarde hinzu, damit alle Praxen und Kliniken ihren Anschluss an die Telematikinfrastruktur erhalten. Das ist zwar noch alles virtuell, aber da müssen wir eben durch, sagt man uns. Der Beitragszahler durch die Umstellungskosten, die Praxen durch manche Tage, an denen vielleicht nichts mehr geht und kein Techniker verfügbar ist. Wir alle werden es ertragen müssen, weil nichts anderes den Sicherheitsstandard habe, den man an das Gesundheitssystem anlegen müsse. Zu der zwanghaften Langsamkeit kommen Perfektionierung- und Ordnungszwänge hinzu, die bis heute dazu geführt haben, dass es Nichts! gibt. Kurzum: Bei Telematikinfrastruktur scheint es sich um eine gesundheitssystemische Zwangserkrankung zu handeln, von der man hofft, dass sie sich irgendwann einmal durch tägliche Konfrontation und Stimulation auflöst. Inzwischen laufen die Truppen davon. Vertrauen, es könnte doch nochmal etwas Vernünftiges und Erleichterndes dabei herauskommen, ersetzt sich durch Fatalismus. Stattdessen reagieren andere. Die Krankenkassen bauen elektronische Patientenfächer, die sie mit den bei ihnen vorhandenen Daten bestücken. Jeder Versicherte kann sich dann mit dem Smartphone einwählen und seine Befunde und seine Behandlungstage, inklusive EBM-Ziffern, bei jedem Arzt sehen, 2018 fertig. Genutzt werden dabei Sicherheitsstandards, wie sie auch im Bankverkehr gelten. Vergessen Sie dann jede Suche nach früheren Arzt- oder Klinikbriefen. Der Patient hat sie wahrscheinlich schon und ist vielleicht so nett, sie auch auf Ihren PC zu schicken. Was war das doch schön, als unser Sicherheitsdenken noch keine Hackerangriffe und Computerviren kannte, und nur das „Fräulein vom Amt“ die Telefongespräche mithörte.

Dr. Monika Schliffke

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

3


Titelthema A nti - K orruptionsgesetz

Richtig kooperieren

© istock.com/Vaniatos

Seit Juni 2016 ist das „ Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ in Kraft. Mit dem Gesetz wurden Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen als Straftatbestand für alle Heilberufe im Strafgesetzbuch verankert. Für die Zusammenarbeit von Vertragsärzten miteinander sowie mit Krankenhäusern, Anbietern von Heilund Hilfsmitteln oder der Pharmaindustrie gibt es klare Regeln: Sowohl das ärztliche Berufsrecht als auch das Sozialrecht und jetzt auch das Strafrecht enthalten dazu eine Vielzahl von Vorgaben. Viele Ärzte sind auch mehr als ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Anti-Korruptionsgesetzes verunsichert, was noch erlaubt ist und was nicht mehr, z. B. was Kooperationen betrifft. Wir machen deutlich, welche Art der Zusammenarbeit zulässig und welche unzulässig ist. Dies soll Ärzten und Psychotherapeuten helfen, geeignete Formen der Kooperation zu wählen. Der folgende Artikel und die Fallbeispiele sind der Broschüre „ Richtig kooperieren“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entnommen.

Eine enge Kooperation von niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Physiotherapeuten oder Apothekern ist nicht nur wünschenswert. In vielen Fällen ist sie für den Behandlungserfolg sogar unerlässlich. Doch wie weit darf diese Zusammenarbeit gehen, um nicht in den Verdacht der Korruption zu geraten? Dafür gibt es Regeln: Im Berufsrecht, im Sozialrecht und nunmehr auch im Strafrecht ist vorgeschrieben, was zulässig und was unzulässig ist. Bei einem Verstoß drohen Sanktionen – von einer Verwarnung über den Entzug der Zulassung bis hin zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe.

4

Nordlicht

Straftatbestand Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen Fakt ist: Niedergelassene Ärzte dürfen sich nicht bestechen lassen. Daran hat das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen – kurz Anti-Korruptionsgesetz – erst einmal nichts geändert. Doch mit seinem Inkrafttreten am 4. Juni 2016 wurde der Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen im Strafgesetzbuch verankert. Ärzte, die sich bestechen lassen, verstoßen seitdem nicht nur gegen das Sozial- und Berufsrecht, sondern begehen eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug geahndet werden kann. Dies gilt im Übrigen für alle Heilberufe, zum Beispiel auch für Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Krankenpfleger und Rettungssanitäter.

Gesetzgeber verschärft Strafrecht Verhaltensweisen, die auch sozial- oder berufsrechtlich verboten sind, werden kriminalisiert; Handlungen, die gesundheitsrechtlich erlaubt sind, bleiben zulässig – so die Intention des Gesetzgebers. Hintergrund für die Verschärfung der Regelungen im Strafgesetzbuch war eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 29. März 2012 (Aktenzeichen GSSt 2/11). Demnach konnten Vertragsärzte, die von der Pharmaindustrie Geschenke als Gegenleistung für die Verordnung von Medikamenten annehmen, nicht strafrechtlich verfolgt werden. Aufgrund der negativen Reaktionen darauf in der Öffentlichkeit, aber auch aufgrund einer im Beschluss selbst angeklungenen Aufforderung an den Gesetzgeber, kam es zu verschiedenen Gesetzesinitiativen. Diese mündeten letztlich im Anti-Korruptionsgesetz.

aktuell

11 | 2017


§

Titelthema

Die drei neuen Korruptionsparagrafen im Strafgesetzbuch: § 299a Bestechlichkeit im Gesundheitswesen § 299b Bestechung im Gesundheitswesen

§ 300 Besonders schwere Fälle der Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr und im Gesundheitswesen

Bei allen Kooperationen, die Ärzte eingehen, gilt grundsätzlich als oberste Handlungsmaxime: Das Patientenwohl und die Wahrung der ärztlichen Unabhängigkeit müssen gesichert sein. Um nicht in den Verdacht der Korruption zu geraten, sollten Vertragsärzte die folgenden Regeln beachten: 1. Äquivalenz von Leistung und Gegenleistung Die ärztliche Leistung und die dafür erbrachte Gegenleistung sollten in einem angemessenen Verhältnis stehen. Es muss stets gewährleistet sein, dass es sich bei Zahlungen an Ärzte ausschließlich um das Entgelt für die Erfüllung von Verträgen handelt, die allein ärztliche Leistungen zum Inhalt haben und nicht die Verordnungs- oder Therapieentscheidung beeinflussen, denn dies ist auch strafrechtlich verboten. Gerade bei der Frage, ob die Vergütung angemessen ist, kann es zu Abgrenzungsschwierigkeiten kommen. Was ist angemessen und welche Vergleichsgröße wird herangezogen – der Einheitliche Bewertungsmaßstab, diagnosebezogene Fallpauschalen, die Gebührenordnung für Ärzte oder Vergütungstabellen etwa für angestellte Ärzte an kommunalen Krankenhäusern oder Universitätsklinken? Bei Zweifeln empfiehlt es sich, die zuständige Kassenärztliche Vereinigung beziehungsweise Ärztekammer einzubeziehen. 2. Trennung von ärztlicher Leistung und Zuwendung Entgeltliche oder unentgeltliche Zuwendungen an Ärzte dürfen nicht mit dem Kauf von Waren oder dem Verordnungs- und Therapieverhalten gekoppelt sein. Sie sind gesundheits- und strafrechtlich verboten, wenn dadurch die medizinische oder therapeutische Entscheidung des Arztes beeinflusst werden soll. 3. Transparenz der Finanzflüsse Verträge mit der Industrie sollten grundsätzlich der zuständigen KV oder Ärztekammer vorgelegt werden. Wichtig ist, dass Ärzte das Vorgehen genau dokumentieren. So sollten die Höhe der gezahlten Gelder nebst der Kalkulation bei der Vertragserstellung erfasst werden. Dies gilt auch für Kooperationen mit Kollegen, zum Beispiel im Rahmen einer Berufsausübungsgemeinschaft. In Zweifelsfragen hilft der Gang zum Anwalt, um unnötige Risiken zu vermeiden. Zu empfehlen ist ein Fachanwalt für Medizinrecht. 4. Dokumentation aller Formen der Zusammenarbeit Kooperationsvereinbarungen sollten – einschließlich der Berechnung der Finanzflüsse – schriftlich und vollständig dokumentiert werden. So sind ordnungsgemäß vollzogene und rechtlich nicht zu beanstandende Geschäftsverbindungen jederzeit nachvollziehbar. 11 | 2017

Nordlicht

© istock.com/

Vier Grundregeln für die Zusammenarbeit

Beispiele aus der Praxis Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln Ob es Einlagen für Schuhe sind oder ein Hörgerät – die Verordnung von Hilfsmitteln gehört zu den Aufgaben der Vertragsärzte. Selbst abgeben dürfen sie solche Produkte allerdings nicht, außer im Notfall. So kann es sein, dass ein Patient unmittelbar nach einer ambulanten Venen-OP Kompressionsstrümpfe benötigt. Bei der Verordnung von Heilmitteln gilt das Verbot der Zuweisung gegen Entgelt. Danach dürfen Ärzte ihre Patienten nicht an einen bestimmten Physiotherapeuten oder Logopäden vermitteln, der ihnen dafür Geld gibt. Der Patient muss stets darauf vertrauen können, dass der Arzt sich nicht von kommerziellen Interessen leiten lässt, sondern ausschließlich aus medizinischen Gründen handelt.

Depotverbot Ärzte dürfen in ihrer Praxis keine Hilfsmittel lagern, sofern diese nicht zur Versorgung in Notfällen benötigt werden. Eine Abgabe von Diabetesstreifen, Bandagen oder Brillen ist ihnen grundsätzlich untersagt. Mit der Regelung soll unter anderem vermieden werden, dass sich Anbieter von Hilfsmitteln durch Depots in ärztlichen Praxisräumen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Nicht unter die Regelung des Depotverbots fallen Gegenstände oder Materialien, die als Sprechstundenbedarf für die ärztliche Behandlung in der Praxis benötigt werden. Unzulässig Beispiel A: Ein Vertragsarzt, der eine Schwerpunktpraxis für Diabetologie betreibt, zeigt seinen Patienten, wie sie die Diabetesteststreifen beim Messen der Blutzuckerwerte richtig einsetzen. Er unterhält in seinen Praxisräumen ein Depot eines Sanitätshauses, in dem die Teststreifen vorgehalten werden. Diese bietet er seinen Patienten an. Der Arzt verstößt damit nicht nur gegen das Depotverbot. Er handelt auch berufsrechtswidrig, da die Aushändigung der Teststreifen an Patienten kein notwendiger Bestandteil der ärztlichen Therapie ist. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Abgabe des Produkts durch den Arzt erforderlich ist, zum Beispiel in einem Notfall.

aktuell

5


Titelthema D as A nti - K orruptionsgesetz in der P ra x is Zuwendungsverbot

Zulässig Beispiel A: Ein Patient erscheint mit einem gebrochenen Arm in der Vertragsarztpraxis. Er erhält vom Arzt eine Schiene, um den Arm ruhigzustellen. Die Abgabe der Schiene ist in diesem Fall zulässig, weil dadurch weitere Schmerzen vermieden werden und dies somit als Versorgung im Notfall anzusehen ist.

Sämtliche Zuwendungen in Form von Geld und sonstigen wirtschaftlichen Vorteilen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln, aber auch mit Arznei- und Heilmitteln sind unzulässig.

Beispiel B: Ein Vertragsarzt gibt regelmäßig unentgeltlich Arzneimittelmuster an seine Patienten weiter. Dies ist erlaubt, sofern er die Medikamente nicht vorher verordnet hat oder dafür Geld verlangt. Hinweis: Das Depotverbot greift nur, wenn ein Vertragsarzt seine Patienten aus eigenen Vorräten mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln, Verbandmitteln und Medizinprodukten versorgt, nachdem er diese selbst verordnet hat. Die Abgabe von Arzneimittelmustern oder Sprechstundenbedarf ist daher zulässig. Umstritten Beispiel: Ein Vertragsarzt gibt zu Schulungszwecken kostenfrei Blutzuckermessgeräte an seine Patienten aus. Danach überlässt er ihnen dauerhaft die Geräte. Zwar kann der Umstand, dass die Geräte bei der Schulung verunreinigt wurden, eine Abgabe rechtfertigen. Allerdings gilt auch hier Paragraf 128 SGB V, der es Ärzten grundsätzlich verbietet, Hilfsmittel abzugeben. Es ist zu empfehlen, ein Blutzuckermessgerät nur an Patienten im Rahmen einer vertraglichen Regelung (über die KV beziehungsweise die Krankenkasse) abzugeben.

Unzulässig Beispiel A: Der Betreiber eines Sanitätshauses überlässt einzelnen Ärzten Rückenbandagen. Er bezahlt sie für das Ausfüllen von Fragebögen zur Qualitätsbewertung der Bandagen und das Erstellen eines Endgutachtens. Beispiel B: Der Vertragsarzt nimmt eine Gegenleistung für die Vermittlung von Schuheinlagen an. Die Entgegennahme einer Vergütung ist ein Entgelt für die Verordnung und den Vertrieb eines Hilfsmittels. Beispiel C: Ein Vertreiber von Blutzuckermessgeräten führt eine Testaktion durch. Die Ärzte der teilnehmenden Patienten sind an einer Verlosung beteiligt. Die Gewinnchance auf eine Reise mit Begleitung zu einem Ärztekongress nach Rom steigt mit jedem Patienten, der das Gerät nutzt. Durch diese Kopplung wird die Entscheidungsfreiheit des Arztes unangemessen beeinflusst. Beispiel D: Brillenanbieter zahlen an Augenärzte eine erfolgsabhängige pauschale Vermittlungsgebühr für die Unterstützung des Vertriebs von Brillen. Dies verstößt gegen das Verbot der Zuweisung gegen Entgelt. Zulässig

© istock.com/Dutko

Beispiel: Die Krankenkassen haben mit einer KV vereinbart, Sprechstundenbedarf mit einer Pauschale zu vergüten. Erhält der Arzt den Sprechstundenbedarf durch entsprechende Rabatte günstiger, darf er den Gewinn behalten. Er verstößt damit nicht gegen das vertragsarztrechtliche beziehungsweise berufsrechtliche Zuwendungsverbot.

6

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Titelthema Zusammenarbeit mit der Industrie Anwendungsbeobachtungen Bei Anwendungsbeobachtungen wird die konkrete Wirkung eines Arzneimittels in alltäglichen Behandlungssituationen untersucht. Die Pharmaindustrie schließt dazu mit Ärzten Vereinbarungen, die auch eine Aufwandsentschädigung vorsehen. Die Problematik solcher vergüteten Anwendungsbeobachtungen liegt in dem Verdacht der Einflussnahme der Industrie auf das Verordnungsverhalten des Arztes. Daher werden Anwendungsbeobachtungen von Teilen der Öffentlichkeit – etwa von Transparency International – grundsätzlich kritisch betrachtet. Aus Sicht der KBV sind solche Studien notwendig und durch das Arzneimittelgesetz im Übrigen ausdrücklich vorgesehen (Paragraf 67 Abs. 6 AMG). Doch Ärzte sollten bei einer Teilnahme einige Regeln beachten. Unzulässig Beispiel A: Ein Pharmaunternehmen führt eine Anwendungsbeobachtung zu einem bestimmten Arzneimittel durch. Es schließt zu diesem Zweck mit den Ärzten, die an der Anwendungsbeobachtung teilnehmen, eine Vereinbarung. Diese regelt, dass der Vertragsarzt eine Aufwandsentschädigung erhält, die nach der Anzahl der übermittelten Dokumentationsbögen gesteigert wird: Für sieben ausgefüllte PatientenDokumentationsbögen kann er einen Fernseher, Rekorder oder MP3-Player erhalten, für 14 Bögen einen Laptop oder ein mobiles Navigationssystem und für 20 Bögen einen hochwertigen Beamer. Das Verhalten des Pharmaunternehmens und des Arztes, der das Geschenk annimmt, ist rechtswidrig. Es begründet hohe, auch strafrechtliche Risiken für die Beteiligten. Durch diese Art der Honorierung wird ein Anreiz gesetzt, gewisse Zielvorgaben zu erreichen. Dies wirkt sich sowohl zum Nachteil der Patienten als auch zum Nachteil der Mitbewerber aus. Denn ohne diese sachfremde Motivation hätte sich der Arzt möglicherweise für ein anderes Arzneimittel entschieden. Beispiel B: Es wird eine Vereinbarung über eine Anwendungsbeobachtung, die vom teilnehmenden Arzt eine Ein- beziehungsweise Umstellung auf ein anderes Präparat fordert, geschlossen. Dies ist unzulässig, da sie den Arzt in seiner Verordnungsfreiheit verletzt. Beispiel C: Der Vertragsarzt soll für das Ausfüllen eines einfachen Dokumentationsbogens, was ihn keine fünf Minuten Arbeit kostet, 500 Euro erhalten (es handelt sich um ein entsprechend teures Präparat). Gegen eine Vergütung ist generell nichts einzuwenden, doch muss sie der erbrachten Leistung entsprechen. In dem Beispiel scheint dies nicht der Fall zu sein.

Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen Ärzte dürfen geldwerte Vorteile für die Teilnahme an wissenschaftlichen oder berufsbezogenen Fortbildungsveranstaltungen von Herstellern von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln sowie von Medizinprodukten annehmen, wenn diese eine angemessene Höhe haben (Paragraf 32 Abs. 2 Musterberufsordnung). Allerdings gilt dies nicht unbegrenzt: Unangemessen ist der gewährte Vorteil, wenn er über die notwendigen Reisekosten und Tagungsgebühren hinausgeht. Es ist daher genau zu prüfen, in welchen Fällen der entsprechende Vorteil angenommen werden darf. Zur 11 | 2017

Nordlicht

Absicherung kann eine Rücksprache mit der jeweiligen Ärztekammer hilfreich sein. Damit Vertragsärzte ihrer Pflicht zur fachlichen Fortbildung (nach Paragraf 95d SGB V) nachkommen können, müssen Fortbildungsinhalte frei von wirtschaftlichen Interessen sein. Dies ist insbesondere dann nicht der Fall, wenn ein Pharmaunternehmen, ein Medizinproduktehersteller, ein Unternehmen vergleichbarer Art oder eine Vereinigung solcher Unternehmen eine produktbezogene Informationsveranstaltung durchführt oder den Teilnehmern entsprechende Mittel zuwendet. Mit der Teilnahme an einer Veranstaltung, die ein produktbezogenes Sponsoring darstellt, kann also der Vertragsarzt seiner Fortbildungspflicht nicht genügen: Die Fortbildung muss ausschließlich fachliche Themen behandeln. Unzulässig ƒƒ Ü  bernahme von Übernachtungskosten für „Verlängerungstage“ ƒƒ Übernahme der Kosten für ein „Luxushotel“ ƒƒ Reisekostenübernahme für Begleitpersonen ƒƒ Übernahme der Kosten für ein Rahmenprogramm ƒƒ Annahme geldwerter Vorteile, wenn der Zweck der Fortbildung nicht im Vordergrund steht (zum Beispiel wenn nur ein geringer Anteil des zeitlichen Rahmens für die Fortbildung eingeplant ist) ƒƒ Verlinkung von Fortbildungsmodulen mit kommerziellen Anbietern ƒƒ ein Honorar für den Arzt bei Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung, die sich ausschließlich mit der Anwendung eines bestimmten Arzneimittels befasst ƒƒ Abgabe von Fachbüchern auf Fortbildungsveranstaltungen (Ausnahme: im Fachbuch geht es ausschließlich um das Thema der Fortbildungsveranstaltung) ƒƒ eine Fortbildungsveranstaltung in einem attraktiven Freizeit- oder Erholungsgebiet, mit Hinweis darauf in den Einladungsunterlagen ƒƒ Produktwerbung in anerkannten Online-Fortbildungsmodulen, zum Beispiel durch Banner oder Pop-ups Zulässig ƒƒ Ü  bernahme der Kosten für das Bahnticket oder Flugticket (Economy-Class) ƒƒ Übernahme von sonstigen Reisekosten, zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxifahrten ƒƒ Übernahme der notwendigen Übernachtungskosten in angemessener Höhe ƒƒ Übernahme der Teilnahmegebühren

Strafrecht, Berufsrecht, Sozialrecht Die wichtigsten Rechtsvorschriften werden in der Broschüre „Richtig kooperieren“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) jeweils einzeln vorgestellt und kurz erläutert – zum Beispiel der Paragraf 299a Strafgesetzbuch „Bestechlichkeit im Gesundheitswesen“. Zudem enthält das Serviceheft eine Fülle von weiteren Praxisbeispielen, die zulässige und unzulässige Formen der Zusammenarbeit veranschaulichen. Sie können die Broschüre per E-Mail kostenlos bei der KBV bestellen: versand@kbv.de. Das Thema wird außerdem in den nächsten Nordlicht-Ausgaben fortgesetzt.

aktuell

7


Titelthema D as A nti - K orruptionsgesetz in der P ra x is

„Machen Sie den ‚Red-Face-Test’“ Prof. Dr. Dr. Christian Dierks ist Rechtsanwalt, Arzt und Professor für Gesundheitssystemforschung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir haben nachgefragt, wie er die Folgen des Anti-Korruptionsgesetzes einschätzt und wie Ärzte sich verhalten sollten, um auf der sicheren Seite zu sein. Nordlicht: Der Gesetzgeber wählte mit der Schaffung eigener Straftatbestände das schärfste Schwert, um ein Korruptionsverbot im Gesundheitssektor durchzusetzen. Welche Auswirkungen hatte das Gesetz bisher in der Praxis?

Nordlicht: Es gibt bundesweit mehrere Ermittlungsverfahren auf Basis des Anti-Korruptionsgesetzes. Müssen Ärzte also künftig das Risiko, regelmäßig Prozesse führen zu müssen, fest einkalkulieren? Dierks: Regelmäßige Prozesse dürfte es schon deshalb nicht geben, weil nach dem ersten Prozess die Sensibilität deutlich erhöht sein müsste. Schmerzliche Erkenntnisse sind auch ein Lerneffekt. Ich glaube daher nicht, dass ein und derselbe Arzt jedes Jahr wegen desselben Straftatbestandes angeklagt werden wird. Nordlicht: Im Gesetz stehen harten Strafandrohungen teilweise etwas unkonkret wirkenden Anforderungen gegenüber. Wie können Ärzte sicher durch die Grauzonen steuern? Dierks: Nachdem der Große Strafsenat beim Bundesgerichtshof 2012 entschieden hatte, dass niedergelassene Ärzte weder Amtsträger noch Beauftragte der Krankenkassen sind, hat sich der Gesetzgeber mit der Formulierung des neuen Straftatbestandes zunächst sehr schwergetan. Die ersten Entwürfe waren verfassungsrechtlich wegen ihrer Unschärfe zweifelhaft. Durch eine intensive Diskussion ist uns z. B. erspart geblieben, dass automatisch auch jeder berufsrechtliche Verstoß eine Strafbarkeit nach sich zieht. Der jetzt differenziert zu wertende

8

Nordlicht

© db-law.de

Prof. Christian Dierks: Die befürchtete Prozessflut ist bisher ausgeblieben. Es gibt allerdings eine größere Sensibilität bei Kooperationen im Gesundheitswesen und wie so oft, gibt es dabei auch Übertreibungen, d. h. einige Teilnehmer verweigern sich der Kooperation vollständig im Hinblick auf die verschärfte Rechtslage, während wir andernorts beobachten, dass fragwürdige Kooperationen weiterhin betrieben werden. Auch ist festzustellen, dass die Staatsanwaltschaften in einigen Regionen das Gesetz sehr straff anwenden und mit einer „Null-Toleranz“ gegen Ärzte vorgehen. Ich gehe davon aus, dass wir mittelfristig aber mit einer überregional einheitlichen Vorgehensweise rechnen dürfen.

Begriff ist der der „unlauteren Bevorzugung“, über den man genau Bescheid wissen sollte. Wenn ein Vorteil dafür gewährt oder empfangen wird, dass Verordnungen oder Zuweisungen erfolgen, die so sonst nicht erfolgen würden, ist die Grauzone sicher verlassen. Nordlicht: Bei der Zusammenarbeit mit der Pharmabranche gibt es auf Ärzteseite Unsicherheiten. Wo verläuft dort die rote Linie? Dierks: Vereinbarte finanzielle Zuwendungen müssen in ihrem Wert der Gegenleistung entsprechen. Maßstab ist dabei, was ich als niedergelassener oder angestellter Arzt in der gleichen Zeit mit meiner regulären ärztlichen Tätigkeit für Umsätze erzielen kann. Das ist auch einer der Kritikpunkte an der neuen Rechtslage, dass damit der Anreiz für die innerhalb einer Kooperation möglicherweise notwendige Mehrarbeit entfällt. Auswahlentscheidungen müssen nach medizinischen Kriterien und nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Kritisch und noch nicht ausreichend diskutiert ist die Konfliktsituation, dass ein Arzt möglicherweise, um einen Regress zu vermeiden, ein preiswerteres Arzneimittel verschreibt, als der

aktuell

11 | 2017


Titelthema

Patient eigentlich bekommen müsste. Das ist gewissermaßen die Kehrseite der Medaille: die Unterschreitung des Standards zur Vermeidung von Nachteilen als „negative Bestechung“. Soweit ersichtlich, wird dies von den Staatsanwaltschaften nicht als relevant angesehen, und dennoch muss dies im Interesse der Patienten vermieden werden. Auch sollte beachtet werden, dass sich die pharmazeutische Industrie inzwischen durch ihre Codices selbst eine Enthaltsamkeit auferlegt hat, die teilweise deutlich unterhalb der Strafbarkeitsschwelle liegt. Dies macht es manchmal auch schwierig, Industriepartner für sinnvolle Kooperationen zu bekommen. Nordlicht: Einige Regelungen im Gesetz könnten sogar kontraproduktiv wirken, etwa wenn gesundheitspolitisch erwünschte vertragliche Kooperationen zwischen Ärzten und Krankenhäusern infrage stehen oder gar nicht erst zustande kommen. Was sagt der Jurist dazu? Dierks: Das ist in der Tat ein Wertungswiderspruch: Kooperationen sind sozialrechtlich erwünscht, strafrechtlich aber, sagen wir mal „heikel“. Wenn ich beispielsweise in einer selektivvertraglichen Versorgung ein bestimmtes Verhalten, etwa die Zuweisung innerhalb der Netzwerkpartner, auch finanziell inzentiviere, erfülle ich einen Teil des Straftatbestandes. Wir gehen allerdings davon aus, dass eine Inzentivierung, die nicht

11 | 2017

Nordlicht

übertrieben ist, sondern dem damit verbundenen Aufwand entspricht, das Merkmal der Unlauterkeit nicht erfüllt. Ein Indiz dafür kann sein, dass die zugrunde liegenden Kooperationsverträge und Entgeltregelungen mit einer gesetzlichen Krankenkasse geschlossen wurden, die den Vertrag natürlich auch ihrer Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt hat. Nordlicht: Wenn ein Arzt Sie um einen einfachen Merksatz bitten würde, der beschreibt, wie er sich am besten verhalten soll. Was würden Sie ihm sagen? Dierks: Machen Sie den „Red-Face-Test“: Wenn die Verordnung oder Zuweisung überwiegend deshalb erfolgt, um damit den finanziellen Vorteil zu erhalten, ist der Wurm drin. Dabei hilft auch nicht, dass es parallel zum wirtschaftlichen Vorteil vielleicht auch medizinische Gründe für die Entscheidung gibt. Eine Kontrollüberlegung kann darin bestehen, sich a) zu überlegen, wie ich mich verhalten würde, wenn der wirtschaftliche Vorteil wegfiele und b) ob der wirtschaftliche Vorteil wirklich angemessen für die im Gegenzug erbrachte Leistung ist. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

aktuell

9


NACHRICHTEN  KOMPAKT K odieren

Jeder zehnte Hausarzt geht aufs Land

DIMDI veröffentlicht Fassung der ICD-10-GM 2018

Düsseldorf – Hausärzte ließen sich 2016 wieder etwas häufiger auf dem Land nieder. Das geht aus einer Analyse der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zusammen mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung hervor. 10,3 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer 2016 haben sich danach für eine Praxis auf dem Land, d. h. in einem Ort mit weniger als 5.000 Einwohnern, entschieden. Ein Jahr zuvor hatte dieser Anteil noch rund einen Prozentpunkt darunter gelegen. „Wir beobachten einen leichten Anstieg bei den hausärztlichen Existenzgründungen, auch auf dem Land“, sagte Daniel Zehnich, Bereichs-leiter Gesundheitsmärkte und -politik der apoBank.

Köln – Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat die endgültige Fassung der ICD-10-GM Version 2018 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) veröffentlicht. In die neue Version flossen die Änderungen der Weltgesundheitsorganisation ein. Berücksichtigt sind zudem 56 Vorschläge, zumeist von Fachgesellschaften und Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken sowie Organisationen der Selbstverwaltung im Gesundheits-wesen. Die Klassifikation bildet unter anderem die Basis für die Entgeltsysteme.

Die monetäre und beratende Unterstützung, unter anderem durch Initiativen der Kassenärztlichen Vereinigungen, zeige offenbar Wirkung. „Allerdings ist es in erster Linie die Infrastruktur auf dem Land, die Bedenken bei den Existenzgründern hervorruft: Weniger Jobmöglichkeiten für den Partner, weitere Schulwege für den Nachwuchs, kaum Einkaufsmöglichkeiten und ein fehlendes Kulturangebot spielen durchaus eine Rolle bei der Entscheidung“, erklärte Zehnich. Die Niederlassung in einer Einzelpraxis ist der Analyse zufolge bei Ärzten weiterhin die häufigste Form der Existenzgründung. 2016 haben 54 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer eine Einzelpraxis übernommen. Sie mussten dafür durchschnittlich 134.000 Euro investieren. Der Anteil der Neugründungen von Einzelpraxen lag bei fünf Prozent. 41 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer entschieden sich im vergangenen Jahr für die Selbstständigkeit innerhalb einer Kooperation. Mehr Informationen unter www.apobank.de/ihre-apobank/presse/pressemitteilungen/existenzgruendungaerzte-2016.html

Wichtige inhaltliche Änderungen in der Version 2018: ƒƒ Essstörungen, Enuresis, stereotype Bewegungsstörungen: Aufnahme neuer Schlüsselnummern zur Differenzierung der oben genannten Zustände hinsichtlich der Verlaufsform ƒƒ Hautnekrose: Einführung zusätzlicher Schlüsselnummern für eine lokalisationsbezogenen Kodierung ƒƒ Komplikationen durch Gelenkendoprothesen bzw. Osteosynthesen: Aufnahme neuer Schlüsselnummern für die lokalisationsbezogene Kodierung von mechanischen Komplikationen durch eine Gelenkendoprothese oder durch eine interne Osteosynthesevorrichtung Ergänzende Informationen unter www.dimdi.de/static/ de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefassungen/ htmlgm2018/index.htm

P atienten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen am teuersten

Q ualität

Berlin – Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen die höchsten Ausgaben unter den verschiedenen Krankheitsbildern in Deutschland. Die dadurch entstandenen Krankheitskosten lagen 2015 bei 46,4 Milliarden Euro. Damit entfielen rund 13,7 Prozent der gesamten Kosten in Höhe von 338,2 Milliarden Euro auf diese Krankheitsgruppe, dicht gefolgt von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen mit 44,4 Milliarden Euro und einem Anteil von 13,1 Prozent. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Die dritthöchsten Kosten entfielen auf Krankheiten des Verdauungssystems, die mit 41,6 Milliarden Euro überwiegend von den Kosten für zahnärztliche Leistungen und Zahnersatz dominiert wurden. Sie werden statistisch zu dieser Krankheitskategorie gezählt. An vierter Stelle folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 34,2 Milliarden Euro. Damit entfällt rund die Hälfte der Kosten auf diese vier Krankheitsklassen. 10

© istock.com/GlobalStock

N iederlassung

Nordlicht

Patienteninformation zum Thema Schwindel Berlin – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer ein neues Informationsblatt zum Thema Schwindel herausgegeben. Ärzte können es kostenfrei herunterladen und ihren Patienten zur Verfügung stellen. Die Publikation ist in der Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ des ÄZQ erschienen. Darin stehen mittlerweile Informationen zu über 70 weiteren Themen zur Verfügung: www.patienten-information.de/kurzinformationen

aktuell

11 | 2017


NACHRICHTEN  KOMPAKT G esundheitstag

Z ulassung

Gesundheit stärken – Risiken vermeiden

Bürokratieabbau im Nachbesetzungsverfahren Bad Segeberg – Beantragt ein Vertragsarzt die Ausschreibung seiner Praxis zur Durchführung eines Nachbesetzungsverfahrens, so muss seit einiger Zeit zunächst der Zulassungsausschuss in einer Sitzung darüber entscheiden, ob die Praxis zur Patientenversorgung weiterhin erforderlich ist. Erst danach darf die zuständige KV den Sitz ausschreiben, was die Ausschreibungsverfahren erheblich verlängert hat. Bisher hat die KVSH diese Ausschreibungen im Nordlicht, im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt und auch online durchgeführt, wobei für die Printmedien die Redaktionsfristen zu beachten waren. Um schneller veröffentlichen zu können, wird nunmehr komplett auf online (www.kvsh. de) umgestellt.

Lübeck – Am 23. September 2017 veranstaltete das Lübecker Ärztenetz (LÄN) erneut einen Gesundheitstag. Unter dem Motto „Gesundheit stärken – Risiken vermeiden“ konnte sich die Bevölkerung bereits zum vierten Mal ein eigenes Bild von der Leistungsfähigkeit der ambulant tätigen Ärzte in Lübeck und Umgebung machen. Nach monatelangen Vorbereitungen hatten die Netzärzte ein attraktives Programm zusammengestellt, das von mehr als 3.000 Besuchern in der MuK zur Information über medizinische Themen rund um Prävention und gesunde Lebensführung genutzt wurde. Im Zentrum der Veranstaltung stand der bewährte Gesundheitsparcours des Lübecker Ärztenetzes, auf dem an verschiedenen Stationen ein Risikoprofil, bestehend aus Blutwerten, Vitalfunktionen und körperlicher Belastbarkeit, erstellt und elektronisch ausgewertet wurde. Anschließend bestand die Möglichkeit, in einer „Blitz-Sprechstunde“ die Ergebnisse mit einem der LÄNÄrzte zu besprechen. Weitere Highlights der Ausstellung, an der auch die regionalen Kliniken, das Lübecker Gesundheitsamt sowie zahlreiche lokale Partner des Netzes teilnahmen, waren die Möglichkeit zur Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse, Erstellung eines Netzhautbildes sowie die Bestimmung des HbA1c-Wertes. Auch der Gang durch das ca. 15 m lange begehbare Darmmodell mit Hinweisen zur Darmkrebsvorsorge zählte zu den Attraktionen der Ausstellung. Ergänzt wurden diese Angebote auf dem Gesundheitstag durch rund 50 Fachvorträge für Patienten zu den Themen Risikovermeidung und Prävention. Wer selbst Lust an Bewegung hatte, dem wurden in sogenannten „Aktivvorträgen“ Bewegungsmöglichkeiten von Breakdance über Seniorentanz bis hin zu den Lübecker Bewegungswelten des Lübecker Geriatriezentrums angeboten. Zum großen Erfolg der Veranstaltung trugen aber auch die zahlreichen Mitarbeiterinnen aus den LÄN-Praxen bei, die mit Begeisterung und Engagement über den gesamten Tag nicht nur die Messungen durchführten, sondern auch den zahlreichen Fragen der Besucher zur gesundheitlichen Prävention Rede und Antwort standen. Am Ende des 4. Gesundheitstages waren sich alle einig, dass es in zwei Jahren einen 5. Gesundheitstag des Lübecker Ärztenetzes geben wird. 11 | 2017

Nordlicht

Ab 1. Januar 2018 werden die Praxen immer zum Monatsanfang mit einer Bewerbungsfrist bis zum Monatsende ausgeschrieben. Darüber hinaus genügt zukünftig für die Aufnahme in die Bewerberliste eine formlose Bewerbung innerhalb der Bewerbungsfrist. Nach Fristablauf wird die Bewerberliste von der KVSH dem Zulassungsausschuss und dem Praxisabgeber übermittelt. Die Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses setzt sich sodann mit den Bewerbern in Verbindung und fordert diese zur Einreichung der Antragsunterlagen und zur Zahlung der Gebühr für den Zulassungsantrag auf. Durch diese neue Vorgehensweise haben die Bewerber mehr Zeit, um sich zu überlegen, ob sie einen Antrag einreichen wollen und ernsthaft an der ausgeschriebenen Praxis interessiert sind. Gleichzeitg jedoch sind zunächst unter Umständen mehr Bewerber für die Praxisübernahme vorhanden und der Praxisabgeber hat somit womöglich mehr Interessenten, mit denen er verhandeln kann.

C hronische H erzinsuffizienz

Überarbeitete Leitlinie online Berlin – Die Nationale VersorgungsLeitlinie „Chronische Herzinsuffizienz“ ist komplett überarbeitet worden und steht nun zum Download im Netz. Sie gibt Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung. Die Leitlinie fasst den aktuellen Wissensstand für alle an der Versorgung Beteiligten zusammen. Innerhalb von zwei Jahren hat ein Expertengremium aus 17 Fachgesellschaften und Organisationen die Leitlinie intensiv geprüft und neue Erkenntnisse aus Forschung und Versorgung berücksichtigt. Dabei wurden die Kapitel „Medikamentöse Therapie“, „Invasive Therapie“ sowie „Versorgungskoordination“ komplett überarbeitet. Im Fokus standen unter anderem das neue Medikament Sacubitril/Valsartan, die Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren sowie strukturierte Versorgungsprogramme. Um die Ärzte in der Beratung der Patienten zu unterstützen, enthält die Leitlinie zusätzliche Patientenmaterialien. Download und weitere Informationen unter: www.leitlinien.de/news/news2017-09-01

aktuell

11


gesundheitspolitik A bgeordnetenversammlung

Diskussion um Zukunft der Notfallversorgung gewinnt an Fahrt Vorschläge des Sachverständigenrates standen im Mittelpunkt der Abgeordnetenversammlung.

© istock.com/solidcolours

gung mit jeweils eigenen gesetzlichen Grundlagen gebe. „Wir haben verschiedene Telefonnummern, wir haben diverse Leitstellen in verschiedensten Trägerschaften. Wir haben finanzielle Fehlanreize, niemand ist zufrieden mit der Situation, Basisversorgung findet inzwischen am teuersten Punkt der Notfallversorgung statt“, kritisierte Schliffke und fügte hinzu: „Wir wissen es alle, aber der SVR spricht es deutlich aus: Das darf auf keinen Fall so weitergehen.“

Wie geht es weiter mit der Notfallversorgung? Eine Frage, die die KVSH bereits seit Langem beschäftigt und die aktuell durch eine vielbeachtete Positionierung des „Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ (SVR Gesundheit) eine neue Dynamik erhalten hat. Die Vorstandsvorsitzende der KVSH, Dr. Monika Schliffke, stellte die aktuelle Entwicklung der Diskussion um die Notfallversorgung in den Mittelpunkt ihres Berichts an die Abgeordnetenversammlung, die Ende September in Bad Segeberg tagte. Handlungsempfehlungen der Sachverständigen als Hausaufgabe für die künftige Bundesregierung Schliffke machte darauf aufmerksam, dass das Datum eines „Werkstattgesprächs“ des SVR Gesundheit Mitte September in Berlin zum Thema Notfallversorgung, an dem sie für die KVSH teilnahm, nicht ohne Hintergedanken gewählt worden war. Der Rat wollte seine Konzeption zur Neustrukturierung der Notfallversorgung „bewusst vor der Wahl und mit der Absicht, dass seine Vorstellungen bereits jetzt in den Koalitionsvertrag einfließen sollen“, der Öffentlichkeit vorstellen, so die Vorstandsvorsitzende. Sie ging auf die Defizitanalyse des Sachverständigenrates ein, die ihre weitgehende Zustimmung fand. So kritisierte auch Schliffke, dass es streng voneinander getrennte Einheiten zur Notfallversor12

Nordlicht

Schliffke verwies auf die steigende Inanspruchnahme der Notaufnahmen und rief ein Ergebnis der aktuellen Versichertenbefragung der KBV in Erinnerung: 47 Prozent der Befragten hätten angegeben, eine Krankenhausambulanz aufzusuchen, wenn sie nachts ärztliche Hilfe benötigten. Weitere 24 Prozent nannten den Rettungsdienst, aber nur 20 Prozent den KV-Bereitschaftsdienst, legte Schliffke dar.

Integrierte Leitstellen und Zentrumsbildung als Zukunftsmodelle Eine wesentliche Forderung der sieben Wissenschaftler, die dem Sachverständigenrat angehören, sei die Schaffung nur einer integrierten Leitstelle pro Bundesland, erreichbar über eine bundesweite einheitliche Telefonnummer, berichtete Schliffke. In diesen Leitstellen solle eine erste, standardisierte Zuordnung durch qualifizierte Mitarbeiter erfolgen, wo der Anrufer hingeleitet werden muss. Zudem spreche sich der Rat für eine Unterstützung der Leitstellen durch erfahrene Ärzte in einem telefonischen Hintergrunddienst aus. Für die Vorstandsvorsitzende der richtige Ansatz: „Man kann aufgrund von Auslandserfahrungen nach einer normierten Triagierung eine Quote von 30 Prozent zugrunde legen, die allein durch telefonische Beratung, gegebenenfalls auch videounterstützt, zu erledigen ist.“ Sei weitergehende Hilfe nötig, erläuterte sie die Vorstellungen des Gremiums, solle die Leitstelle die Steuerung übernehmen, die Patienten etwa zu Sprechstundenzeiten zu einem Niedergelassenen in die Praxis oder direkt als Notfall an den Rettungsdienst vermitteln oder zum Beispiel Hausbesuche koordinieren, was auch den Einsatz von Pflegeteams bedeuten könne.

aktuell

11 | 2017


gesundheitspolitik Schliffke ging ebenfalls auf den zweiten wesentlichen Baustein des SVR für eine neue Struktur der Notfallversorgung ein, die Zentrumsbildung für die stationäre Notfallversorgung nach einem Stufenkonzept. Nicht mehr jedes Krankenhaus solle jeden Notfall aufnehmen dürfen. Besonders hob die Vorstandsvorsitzende die Empfehlung des Sachverständigenrates hervor, für die Notfallversorgung ambulanter Patienten „Integrierte Notfallzentren“ (INZ) zu schaffen: „Ein neuer Name, für uns hier allerdings nichts gravierend Neues, denn gemeint ist genau das, was wir hier in Schleswig-Holstein bislang unter dem Begriff Portalpraxen 24/7 verstanden haben: die Zusammenlegung von KrankenhausNotaufnahme und KV-Notdienstpraxis an bestimmten zentralen Standorten.“ „Ein Krankenhaus muss Geld verdienen, eine KV darf kein Geld verdienen“ Wie neu und umfassend diese Integrierten Notfallzentren definiert werden sollten, sei beachtlich. So sollten sie zwar räumlich an Kliniken angesiedelt sein, aber als eigenständige Organisationseinheit in gemeinsamer Trägerschaft von Klinik und Kassenärztlicher Vereinigung. Betreiber sollten nach den Vorstellungen des Rates jedoch allein die Kassenärztlichen Vereinigungen sein. Bewusst hätten sich die Sachverständigen für die KV als Betreiber ausgesprochen, betonte Schliffke und verdeutlichte, dass auch aus ihrer Sicht die Trennung von medizinischer Versorgung und wirtschaftlichen Interessen nötig sei. So lägen die Krankenhausaufnahmen aus der Notaufnahme heraus mittlerweile bei bundesweit mehr als 50 Prozent. „Ein Krankenhaus muss Geld verdienen, eine KV darf kein Geld verdienen“, brachte sie die unterschiedlichen Interessenlagen beider Seiten auf den Punkt. Ziel der im September vom Sachverständigenrat in Berlin präsentierten Reformvorschläge sei es, das Thema Patientensteuerung im Notdienst deutlich besser in den Griff zu kriegen. Dazu beitragen solle auch, dass für die Vorstellung in einem INZ nach den Empfehlungen des SVR Termine über die Leitstelle vergeben werden sollen. „Patienten, die einfach loslaufen“, verdeutlichte Schliffke, „sollen in Zukunft kurz angeschaut und eingeschätzt werden, wie das MFA in einer Praxis machen, und dürfen sich dann in die Schlange einreihen, aus der alle Terminpatienten vorgezogen werden. Das ist der ‚Erziehungseffekt‘, den man erreichen will und den jeder kennt, der je eine Terminsprechstunde betrieben hat.“ Teil des Konzepts des Sachverständigenrates sei auch die Empfehlung einer direkten und unbudgetierten Vergütung der Notfallbehandlungen durch die Krankenkassen. Sachverständigen-Vorschläge nahe an der KVSH-Agenda der vergangenen Jahre In ihrer Bewertung stellte Schliffke fest, dass die Richtung der SVR-Vorschläge jener entspricht, die das KV-System und die KVSH in der Vergangenheit verfolgt haben. So fänden sich viele Elemente aus den KV-Forderungen wieder: von einer qualifizierten telefonischen Ersteinschätzung mit Zuweisung an die adäquate Versorgungsebene bis zu Bereitschaftspraxen als sektorübergreifende Ambulanzen, betrieben von der KV. Auch die Empfehlung einer extrabudgetären Leistungsvergütung im Gutachten entspräche Vorstellungen der KVen. Und so lautete das Resümee der Vorstandsvorsitzenden: „Wir haben absolut nicht danebengelegen mit der Entwicklungsplanung des Notdienstes, weder in 11 | 2017

Nordlicht

Schleswig-Holstein, noch auf Seiten der KBV. Man kann aber sagen, der SVR ist noch sehr viel deutlicher und konsequenter in den Umsetzungsforderungen.“ Was von den Vorschlägen tatsächlich in einem Koalitionsvertrag auftauchen werde, müsse abgewartet werden, so Schliffke, da hinter vielen Empfehlungen „Baustellen für alle Sektoren und sogar mögliche ernstliche Konflikte“ steckten. Der Bericht zur Lage war Grundlage einer sich anschließenden Diskussion der Abgeordneten über das Gutachten des Sachverständigenrates. Berliner Vorgaben für regionale Honorarverhandlungen liegen vor Um die Honorarperspektiven für das Jahr 2018 ging es im Bericht des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KVSH, Dr. Ralph Ennenbach. Das Ergebnis der Honorarverhandlungen auf Bundesebene lag zum Zeitpunkt der Abgeordnetenversammlung seit wenigen Tagen vor. Der Orientierungswert steige um 1,18 Prozent auf 10,63 Cent. Dieses Ergebnis habe der Erweiterte Bewertungsausschuss festgesetzt, nachdem kein Verhandlungsergebnis erzielt werden konnte. Mit den auf Bundesebene beschlossenen Vorgaben für die Veränderungsraten für Morbidität und Demografie bewege sich Schleswig-Holstein mit Werten von 0,67 Prozent (Morbidität) und 0,07 Prozent (Demografie) im westdeutschen Mittelfeld, legte Ennenbach dar. Bei einer je hälftigen Berücksichtigung beider Raten ergebe sich eine Gesamtsteigerung von rund 1,5 Prozent, die die Grundlage für die anstehenden regionalen Verhandlungen mit den Krankenkassen bilde. Ennenbach führte aus, dass die Verhandlungsspielräume in dieser Honorarrunde limitiert wären und erinnerte an die besondere Situation im vergangenen Jahr, als die KVSH im Rahmen der Konvergenzregelung einen Zuschlag fordern konnte, um die MGV je Versicherten in Schleswig-Holstein an den Bundesdurchschnitt anzugleichen. Vergleichbare Möglichkeiten seien dieses Mal nicht gegeben. Spielräume sehe er für Forderungen im Bereich regionaler Versorgungsziele. Beispielhaft nannte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende eine Weiterentwicklung des Strukturvertrages Rheuma und in diesem insbesondere die hausärztlichen Leistungen sowie den Bereich der Sachkostenerstattung für Hygieneanforderungen. Insgesamt, so seine Prognose, könnte ein Gesamtergebnis für Schleswig-Holstein bei einem Zuwachs von 1,5 bis 2 Prozent liegen. Ein Ergebnis werde aber voraussichtlich erst im nächsten Jahr vorliegen. Ende der Budgetierung gefordert Abschließend sprach sich Ennenbach für eine grundsätzliche Reform der ärztlichen Vergütung aus, insbesondere für ein Ende der Budgetierung. Er kritisierte, dass sich die veränderte Leistungserwartung der Patienten nicht durch Morbiditätsraten abbilden lasse und stellte auch die Berechnungsmethoden zur Anpassung des Orientierungswertes infrage. Sie seien nur scheinbar objektiv, tatsächlich jedoch glichen die Gespräche mit den Krankenkassen zu diesem Thema auf Bundesebene den Verhandlungen auf einem Basar. An die nächste Bundesregierung richtete er die Forderung, die Regeln für die ärztliche Vergütung zu reformieren und zeigte konkrete Ansatzpunkte für eine Verbesserung der bisherigen gesetzlichen Regelung auf. Delf Kröger, KVSH

aktuell

13


gesundheitspolitik K ommentar

Jamaika Anders als die Reise nach Jerusalem ist der Weg nach Jamaika kein Kinderspiel. Mögen die Bilder der ersten Gesprächsrunden auch signalisieren, dass sich die Teilnehmer so fühlen, als hätten sie einen neuen Freundeskreis gefunden, in dem jeder so akzeptiert wird, wie er ist, so werden die nächsten Runden deutlich machen, dass nichts bleibt wie es war. So logisch das erscheint, so wenig gehört es zum Selbstverständnis der Verhandlungsparteien. Schließlich reklamiert jede für sich ein Alleinstellungsmerkmal, dem sie den Wahlerfolg verdankt. Bei der Bildung einer Bundesregierung geht es aber darum, die Verantwortung für das Land über den für die Partei zu stellen. Das ist der Wählerauftrag – und nichts anderes. Noch versucht allerdings jeder so weiterzumachen wie ehedem. Und mag die Botschaft der Bundestagswahl, verstärkt durch die Ergebnisse in Niedersachsen, noch so deutlich sein: Der Verlust des Vertrauens weiter Kreise der Bevölkerung schmerzt richtig und sitzt tief. Daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen, schmerzt allerdings noch mehr, erst recht, wenn es mit dem Verlust von Amt und Würden verbunden wäre. Zum Glück ist der Wechsel der Kern einer funktionierenden Demokratie. Dort wo er ausbleibt und mit allen Tricks verhindert wird, bildet sich das Potenzial von Unzufriedenen, das uns politisch inzwischen Sorgen macht. Kann eine Jamaika-Koalition darauf die richtige Antwort geben?

„Vorerst redet niemand mehr von der Bürgerversicherung und dem Ende der Privaten Krankenversicherung.“ Natürlich kann man sich erstmal mit der Aussicht trösten, dass echte politische Ausreißer vom Tisch sind. Vorerst redet niemand mehr von der Bürgerversicherung und dem Ende der Privaten Krankenversicherung. Dass man in Bayern die Mütterrente immer noch für ein Projekt hält, mit dem man punkten kann, sollte man ebenfalls abhaken. Handlungsbedarf gibt es dagegen in den Sozialversicherungen. Einfach ginge es in der Arbeitslosenversicherung. Angesichts hoher Beschäftigungsquoten und zweistelliger Milliardenrücklagen sollten die Beiträge umgehend gesenkt werden und damit auch die Bezieher niedriger Einkommen entlasten. Das wäre ein wichtiges Signal, um auf der anderen Seite Verständnis für die größeren Herausforderungen zu wecken, die in der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung warten. Einer Verringerung des Ausgabenanstiegs, wie er je nach Klientel

14

Nordlicht

im Wahlkampf von den Parteien mehr oder weniger plakativ angemahnt wurde, steht die Realität entgegen. Und die weist in eine andere Richtung: Mehr Pflegekräfte kosten mehr Geld, bessere Pflegekräfte kosten noch mehr Geld. Und immer mehr alte Menschen brauchen immer mehr Pflege und sie brauchen sie mit steigender Lebenserwartung immer länger. So simpel dieser Zusammenhang ist und so lange sich der absehbare Notstand in der Pflege schon abzeichnet, so schwer tut sich die Politik damit, endlich gegenzusteuern. Richtig angepackt ließen sich im Übrigen nicht nur der Notstand abwenden, sondern ein Geschäftsmodell und ein Jobwunder entwickeln, weil die Bürger in unserem Land zwar weniger werden, aber noch nicht vom Aussterben bedroht sind – um es drastisch auszudrücken. Anspruchsvoller ist die Arbeit an einer neuen Rentenformel. Dabei geht es nicht nur um die Sicherung der Rente als staatlich verbürgtes Einkommen im Alter; es geht zur Vermeidung von Altersarmut auch um eine lebenswürdige Grundsicherung. Last but not least sind oft genug die Facharztdichte und die Krankenversorgung auf dem Land angemahnt worden. Nach wirksamen politischen Konzepten sucht man bislang vergebens. Umso wichtiger ist das jetzt von KV und Ärztekammer zusammen mit den Universitäten Kiel und Lübeck gegründete Kompetenzzentrum für junge Hausärzte. Solche Initiativen machen Mut. Denn sie zeigen, dass die ärztliche Selbstverwaltung und die Interessenvertretung sowie die Unis als Träger von Wissenschaft und Forschung nicht auf die Politik warten. Und in der Sache sind sie für den dringend benötigten ärztlichen Nachwuchs ein wichtiges Signal der breit angelegten Unterstützung. Wie bedeutsam diese Initiative ist, lässt sich an der Tatsache erkennen, dass mehr als ein Drittel der 2.000 Hausärzte in Schleswig-Holstein das 60. Lebensjahr überschritten haben. Es wäre ein fataler Irrtum der Politik anzunehmen, dass es damit getan ist und sich auch die übrigen Folgen einer aus den Fugen geratenen demografischen Entwicklung auf andere Aufgabenträger abwälzen lassen. Denn: Die Unzufriedenheit der Bürger ist auch ein Ergebnis über Jahre aufgeschobener Probleme. Und das gilt, neben den Themen Asyl und Zuwanderung, vor allem Fragen der Sozial- und der Gesellschaftspolitik. Wenn sich die Bürger mit der Entwicklung vor ihrer Haustür nicht mehr identifizieren können, darf die Politik nicht sprachlos sein oder das Sprechen denen überlassen, die für noch mehr Frust sorgen. Die Politik muss Flagge zeigen – gleich welche Farben sie trägt. Und Halbmast ist dabei nicht gefragt, das bedeutet nicht nur für Segler etwas anderes. Peter Weiher, Journalist

aktuell

11 | 2017


PRAXIS  & KV D iabetes

i

Innovationsfondsprojekt Dimini

Diabetes mellitus Typ II ist eine Volkserkrankung, die mit der demografischen Entwicklung immer häufiger wird. Ob man diese Tatsache einfach hinzunehmen hat oder ob risikobehaftete Menschen dem Ausbruch der Erkrankung durch geeignete Maßnahmen entgegentreten können, untersucht nun das Innovationsfondsprojekt Dimini.

Gesundheit ist mir wichtig! Ich mache mit!

Dimini_Karte_210_148_5.indd 1

Sprechen Sie gleich mit Ihrem Arzt und machen Sie den Diabetes-Risiko-Test!

05.09.2017 12:54:16

Was sind Innovationsprojekte? Innovationsfondprojekte werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ausgewählt und sind Studien, mit denen untersucht werden soll, ob Versorgungsverbesserungen so umgesetzt werden können, dass sie nach Ablauf der Studienzeit von drei Jahren als Ganzes oder in Teilen in die Regelversorgung überführt werden können. Dafür stellt der Gesetzgeber Gelder aus dem Gesundheitsfonds zur Verfügung. Jedes Fondsprojekt braucht ein „Kunstkürzel“, unter dem es als Studie geführt wird, der Kunstname Dimini leitet sich aus „Diabetes mellitus – ich nicht!“ her. Worum geht es? Inhaltlich basiert Dimini auf dem von Dr. Petersen (Schleswig) entwickelten aha!-Programm, das bereits in der 1.0 und 2.0 Version seit fünf Jahren existiert. Ende 2015 kam es zu einer Übereinkunft mit den Krankenkassen AOK NordWest, DAK und BARMER, das aha!-Programm zu modernisieren und unter Führung der KVSH als Fondsprojekt einzureichen. Diesem Entschluss folgte dann auch die TK. Für eine Evaluation wurde das private Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) gewonnen. Als zweites Bundesland trat Hessen mit seiner KV und der AOK Hessen als Partner bei. Unterstützung erfährt das Projekt seitens der Firma MSD, der Deutschen Diabetes Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitation von Kreislauferkrankungen sowie der Bundesanstalt für Arbeit. Im Juni 2017 erhielt das Konsortium einen positiven Bescheid seitens des G-BA.

Wie läuft das Programm ab? Im Dimini-Programm sollen 5.000 Patienten in 18 Monaten mittels des wissenschaftlich anerkannten Findrisk-Fragebogens gescreent werden. Ausgesucht werden Menschen, die aus unterschiedlichen Behandlungsanlässen in hausärztliche Praxen kommen und bei denen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsarmut oder eine genetische Disposition zum Diabetes vermutet werden. Der Findrisk-Test ermittelt einen Score. Liegt dieser Score <12, ist ein Diabetesausbruch innerhalb der nächsten fünf bis acht Jahre unwahrscheinlich und die Patienten scheiden nach dem Test aus der Studie aus. Patienten mit einem Score >12 werden in eine Interventions- und in eine Kontrollgruppe randomisiert. Patienten der Kontrollgruppe wird eine Gesundheitsuntersuchung (GU) vorgeschlagen, sofern sie älter als 35 Jahre alt sind und in den letzten zwei Jahren noch keine GU hatten. Sie werden gebeten, sich nach 3, 6 und 9 Monaten zu einer allgemeinen Kontrolle mit Labortest wieder vorzustellen. Mit Patienten in der Interventionsgruppe wird eine Zielvereinbarung geschlossen. Sie erhalten App-unterstützt detaillierte Anweisungen zu einer Lebensstiländerung und werden in gleichen Abständen zu Kontrollen einbestellt. Wie groß ist der Aufwand? Um am Dimini-Programm teilnehmen zu können, muss der Arzt ein 45 Minuten dauerndes eLearning durchführen. Das eLearning ist auf der Internetseite der KVSH zu finden und seitens der Ärztekammer mit zwei Fortbildungspunkten zertifiziert. Die Organisation des Programms liegt im Wesentlichen in den Händen einer MFA. Für sie steht eine Präsentation zur Verfügung, ebenfalls werden Schulungen über die Geschäftsführungen der Praxisnetze vorgenommen. Zu allen Einzelheiten des Programms sind die hausärztlichen Praxen seitens beider KVen informiert. Empfehlungen zur Programmteilnahme können auch von Gynäkologen, Kardiologen, Nephrologen und Rehakliniken ausgesprochen werden. Diese verweisen an hausärztliche, eingeschriebene Praxen. Was tut die KVSH? Die KVSH wird alle Prozessschritte in digitaler Form und so übersichtlich wie möglich über das Webportal begleiten. eLearning, Registrierung, Anmelde- und Genehmigungsprozess, Führung der Arztlisten, Bereitstellung von Kommunikationsmaterialien etc. Zusätzlich gibt es ab Dezember die Informationsseite dimini.org. Dr. Monika Schliffke, KVSH

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

15


PRAXIS  &  KV P räventionsinitiative

Hinweise zur saisonalen Influenza

© istock.com/gopixa

Zu Beginn der Grippesaison 2017/2018 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung wichtige Informationen für die Praxen zusammengestellt.

Personenkreis mit Impfempfehlung bleibt unverändert Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) zur Influenzaimpfung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Sie ist (auch in der SchutzimpfungsRichtlinie) weiterhin als Standardimpfung bei Personen über 60 Jahre und als Indikationsimpfung, insbesondere für folgende Gruppen, vorgesehen: ƒƒ Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, beispielsweise  chronische Herz-Kreislauf-, Leber-, Nieren- oder Stoffwechselkrankheiten, chronische Krankheiten der Atmungsorgane, HIV-Infektion, Immundefekte  Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben sowie vergleichbar schwere chronische neurologische Erkrankungen, die zu respiratorischen Einschränkungen führen können ƒƒ Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (bei erhöhtem Risiko infolge eines Grundleidens ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel) 16

Nordlicht

ƒƒ Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen ƒƒ Beruflich bedingte Indikationen zur Impfung aufgrund erhöhter Gefährdung liegen zum Beispiel bei Personen mit viel Publikumsverkehr und bei medizinischen Personal vor (vergleiche Anlage 1 der Schutzimpfungs-Richtlinie) Grippeschutz für Kinder und Jugendliche Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren können laut STIKO mit inaktiviertem Impfstoff oder mit einem Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht. Nach der für den Vertragsarzt verbindlichen Schutzimpfungs-Richtlinie sollte die Impfung bei gegebener Indikation mit inaktiviertem Impfstoff erfolgen. Ihre Empfehlung, bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt einen nasalen Impfstoff (abgeschwächter Lebendimpfstoff) einzusetzen, hat die STIKO mit dieser Saison endgültig zurückgezogen. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den inaktivierten Impfstoffen keine überlegene Wirksamkeit mehr nachweisbar war.

aktuell

11 | 2017


PRAXIS  & KV Vergütung Die Influenzaimpfung wird für die in der Schutzimpfungs-Richtlinie aufgeführten Risikogruppen ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen vergütet, das heißt die Krankenkassen stellen für jede Impfung zusätzliches Geld bereit. Gegebenenfalls haben Kassenärztliche Vereinigungen regionale Vereinbarungen mit Krankenkassen zur Grippeschutzimpfung geschlossen, die eine Übernahme der Impfkosten auch für weitere Patientengruppen vorsehen. So können Sie Ihre Patienten zum Impfen motivieren Für viele Patienten ist das Gespräch mit dem Arzt die wichtigste Informationsquelle, um sich für oder gegen eine Impfung zu entscheiden. Um die Impfmotivation zu erhöhen, sollten Sie und Ihr Praxispersonal die Patienten gezielt ansprechen. Hier einige Tipps: 1. Nutzen Sie die Möglichkeit eines praxisinternen Erinnerungssystems. Markieren Sie beispielsweise in Ihrer Kartei, ob ein Patient geimpft werden soll. Einfacher geht es mit Recall-Systemen, die einige Softwarehersteller anbieten. Ihr Praxisrechner erinnert Sie dann automatisch. 2. Erinnern Sie auch Patienten, die Sie im vorigen Jahr geimpft haben. Eine Untersuchung des Robert Koch-Institutes über drei Saisons zeigte nämlich, dass lediglich 36 Prozent der geimpften Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko (über 60-Jährige, chronisch Erkrankte etc.) jedes Jahr eine Influenzaimpfung erhalten haben. 3. Legen Sie Informationsmaterial im Wartezimmer aus, etwa die Patienteninfo und das Plakat „Gib der Grippe eine Abfuhr!“ (erhältlich über versand@kbv.de) sowie den Impf-Flyer „Gib Viren und Bakterien keine Chance." Impfung von medizinischem Personal wichtig Durch den direkten Kontakt mit an Influenza erkrankten Patienten besteht für medizinisches Personal ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Gleichzeitig stellt medizinisches Personal auch eine mögliche Infektionsquelle für die von ihm behandelten und betreuten Patienten dar. Deshalb denken Sie bitte daran: Mit der Impfung schützen Sie sich selbst und Ihre Patienten. Bitte achten Sie aus Gründen des Arbeitsschutzes auch darauf, dass Ihre Mitarbeiter geimpft sind.

Mehr Informationen Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter www.kbv.de. Dort stehen auch ein Videofilm zum Grippeschutz für Sie und Ihr Personal sowie eine Patienteninformation bereit. Weiteres erfahren Sie über Ihre KV und das Robert Koch-Institut, www.rki.de. Auf der Seite des Gemeinsamen Bundesausschusses, www.g-ba.de, steht die Schutzimpfungs-Richtlinie. KBV/Redaktion

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

17


PRAXIS  &  KV Ä rztlicher B ereitschaftsdienst

Großes Medieninteresse am Aktionstag der KVSH Der ärztliche Bereitschaftsdienst stand am 11. Oktober bundesweit im Fokus vieler Aktionen. Ziel war es unter anderem, dessen einheitliche Rufnummer 116117 zu bewerben. Auch die KVSH hatte ein Informationspaket geschnürt.

Die Notaufnahmen in Kliniken sind oft völlig überfüllt. Nicht selten kommen Patienten, die keine echten Notfälle sind. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen haben sich daher zum Ziel gesetzt, ihren Bereitschaftsdienst in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen und zu zeigen, was die niedergelassenen Ärzte im Bereitschaftsdienst außerhalb der Praxisöffnungszeiten leisten. Um die Rufnummer 116117 zu bewerben, schaltete die KVSH eine Woche lang landesweit Radiospots. Die KBV stellte allen Praxen Wartezimmerplakate zur Ver18

Nordlicht

fügung: Das neue Poster „Praxis zu. Und nun?“ hilft den Patienten auch bei der Einschätzung, ob der ärztliche Bereitschaftsdienst oder die Notaufnahme des Krankenhauses die richtige Anlaufstelle für sie ist. Am Aktionstag selbst organisierte die KVSH für Medienvertreter Vor-Ort-Termine. Journalisten aus dem Print-, Hörfunk- und Fernsehbereich nahmen das Angebot an und schauten Ärzten und Mitarbeitern in einigen Anlaufpraxen, im Fahrenden Dienst und in der Leistelle des Bereitschaftsdienstes in Bad Segeberg über die Schulter. aktuell

11 | 2017


PRAXIS  & KV

Infomaterialien zum ärztlichen Bereitschaftsdienst für das Wartezimmer Um die Bereitschaftsdienstnummer 116117 noch bekannter zu machen, stellen KBV und KVen verschiedene Informationsmaterialien bereit. Ärzte und Psychotherapeuten können diese unter der E-Mail-Adresse versand@kbv.de bestellen oder hier herunterladen: www.kbv.de/html/1150_31340.php Weitere Exemplare des Wartezimmerplakats „Praxis zu. Und nun?“ können über den Kampagnen-Shop der KBV bestellt werden: www.ihre-aerzte.de/shop.html. Das Poster steht auch als Handzettel im DIN-A4-Format zur Verfügung. So kann es unkompliziert vervielfältigt und im Wartezimmer ausgelegt werden. KVSH-Flyer und Infokärtchen können Praxen direkt in der Notdienstabteilung bei Nadine Liebau bestellen: Telefon 04551 883 579. Machen Sie mit! Der ärztliche Bereitschaftsdienst der KVSH sucht Verstärkung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Noreen Rethemeier, Tel. 04551 883 227. Es erwarten Sie eine attraktive Vergütung, planbare Dienstzeiten und die Möglichkeit, sich fachlich auf die Übernahme des Bereitschaftsdienstes vorzubereiten. Marco Dethlefsen, KVSH 11 | 2017

Nordlicht

aktuell

19


PRAXIS  &  KV S erie

Kreisstelle Pinneberg

Das sind die Kreisstellen Ärztliche Selbstverwaltung funktioniert nicht von allein, sondern sie braucht regionale Vertreter, die den Ärzten und Psychotherapeuten vor Ort schnell und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Schleswig-Holstein füllen die Kreisstellen diese wichtige Rolle aus. Grund genug für das Nordlicht, den 15 Kreisstellen die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen.

Motto Vorwärts!

Beiratssitzung 14. November 2017 um 20 Uhr im Waldfrieden, Quickborn

Vorsitzender Dr. Zouheir Hannah, Facharzt für Orthopädie Kieler Straße 78 25451 Quickborn Telefon: 04106 8 25 25 kreisstelle.pinneberg@kvsh.de

Aktuelle Projekte der Kreisstelle Pinneberg ƒƒ V  eranstaltung „Neue Aspekte in der Divertikulitis und Reflux Krankheit“ 6. November 2017 um 19 Uhr im Cap Polonio, Pinneberg ƒƒ Veranstaltung „Das Neueste aus der KV“ 24. Januar 2018 um 19 Uhr im Cap Polonio, Pinneberg ƒƒ Klausurtagung, 1. Dezember 2017 um 19 Uhr im Cap Polonio, Pinneberg

Kreisstelle

Pinneberg Stellvertreter Dr. Marc Dupas, Facharzt für Allgemeinmedizin Telefon: 04122 45006

Weitere Beiratsmitglieder Dr. Ayhan Ayikli, Facharzt für Allgemeinmedizin in Uetersen Dr. Thomas Fronzek, Facharzt für Innere Medizin (hausärztlich) in Elmshorn Dr. Aida Hannah, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Quickborn Dr. Manfred Steffen, Facharzt für Innere Medizin (hausärztlich) in Elmshorn Dr. Thomasz Warns, Facharzt für Allgemeinmedizin in Elmshorn Dr. Sabine Wedekind, Fachärztin für Innere Medizin (hausärztlich) in Heist

20

Selbstverständnis der Kreisstelle Gute und nützliche Arbeit.

Kreisstellenversammlung 24. Januar 2018 um 19 Uhr in Cap Polonio, Pinneberg

Die Kreisstelle Pinneberg kümmert sich auch um den ärztlichen Nachwuchs und unternimmt dazu Folgendes:

Drei gute Gründe, sich in der Kreisstelle Pinneberg zu engagieren ƒƒ Eigene Ideen realisieren ƒƒ Mitgestalten und mitwirken ƒƒ Besseres Verständnis für die gesundheitspolitischen Ereignisse schaffen

ƒƒ Kontakt knüpfen und pflegen ƒƒ Offenes Ohr für alle Sorgen und Nöte unserer Kollegen und Problemlösung auf „dem kleinen Dienstweg“ ƒƒ Stärkung der Freiwilligkeit der jungen Kollegen zur Teilnahme am Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


PRAXIS  & KV STELLENAUSSCHREIBUNG

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Körperschaft des öffentlichen Rechts sucht zum Eintritt ab 1. Juli 2018

Zwei HAUPTAMTLICHE VORSTANDSMITGLIEDER Der hauptamtliche Vorstand ist das operative Organ der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Die Aufgabe des hauptamtlichen Vorstandes besteht in der Verwaltung, der gerichtlichen sowie außergerichtlichen Vertretung, in der Führung der laufenden Geschäfte sowie der Wahrnehmung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben der KVSH. Der Vorstand der KVSH besteht derzeit aus zwei Personen. Die Vorstandsmitglieder sind hauptamtlich tätig und vertreten sich gegenseitig. Der Vorstand wird durch die Abgeordnetenversammlung für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Der Aufgabenbereich des Vorstandes gliedert sich grundsätzlich in die zwei Geschäftsbereiche „Sicherstellung und Interessensvertretung“ sowie „Gewährleistung und Administration“. Die genaue Zuteilung der Geschäftsbereiche und der weiteren Aufgaben regelt der Vorstand in seiner Geschäftsordnung. Innerhalb der vom Vorstand erlassenen Geschäftsordnung verwaltet jedes Mitglied seinen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Wählbar ist jede natürliche Person, die die erforderliche fachliche Eignung für das Vorstandsamt und damit für mindestens einen der Geschäftsbereiche besitzt. Dafür ist eine grundlegende Kenntnis der Regelungszusammenhänge des deutschen Gesundheitssystems Voraussetzung. Aussagekräftige Bewerbungen sind bis zum 15. Dezember 2017 unter Nennung des angestrebten Geschäftsbereiches und des Datums eines frühestens möglichen Amtsantritts zu richten an den Findungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg.

Der Vorsitzende der Abgeordnetenversammlung, Dr. Christian Sellschopp

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

21


PRAXIS  &  KV O nline - R ollout der T elematikinfrastruktur

So läuft es mit der Auszahlung der Pauschalen

Mit dem 1. Juli 2017 erfolgte der Startschuss für den Roll-Out der Telematikinfrastruktur (TI). Zeitgleich trat die Finanzierungsvereinbarung mit den Regelungen für die Auszahlung der Pauschalen zur Kostenerstattung an die Praxen in Kraft. Wir erklären, wie die Auszahlung funktioniert und was Sie beachten müssen.

© istock.com/olm26250

Die Auszahlung der Pauschalen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Es gibt Pauschalen für die Grundinstallation und ergänzend dazu Pauschalen für die laufenden Kosten im Quartal. Für die Ermittlung und Auszahlung der Pauschalen ist der Zeitpunkt der ersten Nutzung wichtig. Die ausgezahlten Pauschalen für den Konnektor verringern sich dabei pro Quartal um zehn Prozent. Ist der Konnektor also z. B. Ende Dezember installiert worden, müssen Sie den Onlineabgleich der Versichertendaten auf jeden Fall ab dem Installationszeitraum durchführen, damit Ihnen die Pauschale für das Installationsquartal sicher ist. Nähere Informationen zu den einzelnen Pauschalen finden Sie unter www.kvsh.de oder unter www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php. Wie läuft die Auszahlung der Pauschalen? Die ersten Geräte werden wahrscheinlich im Laufe des vierten Quartals 2017 verfügbar sein. Praxen, in denen die einzelnen Komponenten ab diesem Zeitpunkt installiert wurden und die gleichzeitig das Versichertenstammdatenmanagement durchführen, können den Anspruch auf die Pauschalen für die Erstausstattung sofort nach der Installation über die KVSH geltend machen. Wir haben dazu für Sie unter www.ekvsh.de einen elektronischen Antrag bereitgestellt. Dort tragen Sie bitte den Installationstag der

22

Nordlicht

Komponenten ein. In den Abrechnungsdaten werden die Durchführung des Onlineabgleiches der elektronischen Gesundheitskarte und das Prüfergebnis abgespeichert. Die Auszahlung der einmaligen Pauschalen (Erstausstattung) erfolgt nach der Übermittlung des Installationsdatums zunächst unter Vorbehalt. Das bedeutet, dass für die Prüfung auf den Anspruch der Pauschalen die Daten Ihrer Abrechnungsmenge herangezogen werden. Die Pauschalen für die laufenden Betriebskosten werden nach dem Eingang der Abrechnungsdaten ausgezahlt. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Sie die neue Technologie sofort nach der Installation nutzen Sie können dort außerdem bereits jetzt die ermittelten Pauschalen für Ihre Praxis und eventuell bestehende Nebenbetriebsstätten erfahren. Die Auszahlung der Pauschalen für mobile Kartenlesegeräte erfolgt erst ab dem Zeitpunkt der Verfügbarkeit. Mit der Ausstattung der Praxen mit mobilen Geräten ist ab 2018 zu rechnen. Die Auszahlung dieser Pauschalen würden wir ab dem Zeitpunkt der Verfügbarkeit ebenfalls mit einem Onlineantrag unter www.ekvsh.de abwickeln. Timo Rickers, KVSH

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________23 Änderung der Satzung der KVSH _________________________________________29 Disziplinarordnung der KVSH ____________________________________________32

Aus der Zulassungsabteilung Neu ab 1. Januar 2018 Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen durch die KVSH Die Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 Satz 1 SGB V wird voraussichtlich ab 1. Januar 2018 ausschließlich online unter www.kvsh.de erfolgen und zwar stets zum Monatsanfang mit Fristende zum Monatsende. Weder im Nordlicht noch im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt werden zukünftig Ausschreibungen der KVSH vorgenommen werden. Hierdurch sollen die Nachbesetzungsverfahren verkürzt werden. Ärzte/Psychotherapeuten, die in einer Warteliste stehen, werden nach wie vor per E-Mail über eine Ausschreibung informiert, sofern der Praxisabgeber dies wünscht. Formlose Bewerbung Zur Einhaltung der Bewerbungsfrist reicht zukünftig eine formlose Bewerbung aus. Dies gilt ausschließlich für Nachbesetzungsverfahren und nicht für Stellen, die aufgrund der Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen durch den Landesausschuss ausgeschrieben werden.

Zukünftige Veröffentlichungen im Nordlicht Ausschreibungen des Landesausschusses Die oben schon erwähnten Ausschreibungen werden durch den Landesausschuss wegen der Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen nach wie vor im Nordlicht erscheinen. Insoweit genügen formlose Bewerbungen nach wie vor nicht, da die Bedarfsplanungs-Richtlinie den Antragseingang vorschreibt. (Näheres dazu in der jeweiligen Veröffentlichung) Veröffentlichungen aus der Zulassungsabteilung Nach wie vor wird an dieser Stelle über Sonderbedarfsfeststellungen und Ermächtigungen informiert werden unter Hinweis auf die Möglichkeit zur Einlegung von Widersprüchen. Über Zulassungen, Anstellungsgenehmigungen und Verlegungen werden wir auf unserer Homepage informieren, sofern die jeweiligen Ärzte/Psychotherapeuten um die Veröffentlichung bitten.

Hinweise: ƒƒBewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg. ƒƒDer Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Zulassung zur vertragsärztlichen Tätigkeit). ƒƒDie Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteeintragung ersetzt! ƒƒUm Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes). ƒƒEs besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Vertragspsychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungsauftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken. ƒƒUm die Übernahme von ausgeschriebenen Vertragspsychotherapeutenpraxen können sich Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten, Kinderund Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Ärzte, die beabsichtigen, ausschließlich psychotherapeutisch tätig zu werden, bewerben. 11 | 2017

Nordlicht

aktuell

23


Bekanntmachungen und Meldungen Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt. Im Nordlicht erfolgen Ausschreibungen von Praxen, die psychotherapeutisch tätig sind. Ausschreibungen von Ärzten befinden sich im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt. Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

ärztliche Psychotherapie – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

31.12.2017

9935/2017

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – halbe Zulassung –

Kreis Plön

EP

31.12.2017

10762/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.12.2017

10211/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.12.2017

10212/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Kreis Stormarn

EP

31.12.2017

10760/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.12.2017

10761/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Neumünster/ Kreis Rendsburg-Eckernförde

EP

31.12.2017

9948/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Kreis Stormarn

EP

31.12.2017

7505/2017

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Stadt Kiel

BAG

30.11.2017

10759/2017

* Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird, das beantragte Fachgebiet eindeutig angegeben ist, ein Arztregisterauszug beigefügt wurde und der Antrag unterschrieben ist.

Folgender Psychotherapeutensitz war bereits ausgeschrieben, jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben, sodass Sie sich um diesen Sitz weiterhin bewerben können: Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Psychotherapie – halbe Zulassung –

Nordfriesland

Praxisform

Ausschreibungsnummer

EP

12657/2016

Für nähere Informationen stehen Ihnen unter den Telefonnummern 04551 883 378 und 427 unsere Sachbearbeiter zur Verfügung. Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann. Name

Fachgruppe/Schwerpunkt

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dipl.-Psych. Fereshteh Seyed Movaghar – halbe Zulassung –

Psychologische Psychotherapie

23795 Bad Segeberg, Am Eichberg 3

01.01.2018

24

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten: Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Dipl.-Psych. Constanze Runte – halbe Zulassung –

25746 Heide, Schuhmacherort 26

Psychologische Psychotherapie

01.10.2017

Dipl.-Psych. Jürgen Wiegand

Sönke Sturm

24806 Hohn, Hohe Straße 26

Allgemeinmedizin

01.10.2017

Michael Sturm

Mario Andres Lieberei

25335 Elmshorn, Schulstraße 25

Innere Medizin/ hausärztlich

01.10.2017

Dr. med. Mechthild Feilcke-Marx

Dipl.-Psych. Maren Schütze – halbe Zulassung –

25718 Friedrichskoog, Franzosensand 7 a

Psychologische Psychotherapie

09.10.2017

Dipl.-Psych. Gabriela Krajc – halbe Zulassung –

Dipl.-Psych. Martin Kallies

23552 Lübeck, Holstenstraße 14 –16

Psychologische Psychotherapie

01.10.2017

Ulrich Schmidt

Ole Furkmann

24226 Heikendorf, Teichtor 23

Orthopädie und Unfallchirurgie

01.10.2017

Priv.-Doz. Dr. med. Günther Mathiak

Prof. Dr. med. Regine Gläser – halbe Zulassung –

24103 Kiel, Herzog-FriedrichStraße 21

Haut- und Geschlechtskrankheiten

01.10.2017

Dr. med. Hartmut Kietzmann – halbe Zulassung –

Kerstin Raulf – halbe Zulassung –

24619 Bornhöved, Bahnhofstraße 2

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

01.10.2017

Nils Päplow – halbe Zulassung –

Dipl.-Kunsttherapeut Rainer Michel – halbe Zulassung –

23558 Lübeck, Moislinger Allee 5

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

01.10.2017

Sigrun Engelmann – halbe Zulassung –

Alevtina Janicki

22926 Ahrensburg, Hagener Allee 3 a

Haut- und Geschlechtskrankheiten

01.10.2017

Dr. med. Iris Kastl

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

11 | 2017

Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

MVZ Medizentrum am Mühlenhof

24941 Flensburg, Zur Bleiche 14

Innere Medizin

01.10.2017

Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Wiegers – ganztags –

Augenklinik Rendsburg MVZ

24768 Rendsburg, Provianthausstraße 9

Augenheilkunde

13.09.2017

Ruben Tshagharyan – vierteltags –

MVZ Steinburg gGmbH

25524 Itzehoe, Robert-Koch-Straße 2

Innere Medizin

01.12.2017

Dr. med. Dorothee Staiger – ganztags –

MVZ Ritter-Wulf-Platz

21493 Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 3

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.08.2017

Dr. med. Martina Striepke-Schikowski – ganztags –

Dres. med. K. Löck/B. von Breska

24103 Kiel, Sophienblatt 12

Lungen- und Bronchialheilkunde

01.10.2017

Dr. med. Ernst Müller – vierteltags –

Dres. med. Dann und Kollegen

23560 Lübeck, Kronsforder Allee 69

Urologie

01.10.2017

Dr. med. Markus Schäfer – halbtags –

MVZ Steinburg gGmbH

25524 Itzehoe, Viktoriastraße 8

Hals-NasenOhrenheilkunde

07.09.2017

Susanne Roth – vierteltags –

Dr. med. Jeannette Porath-Gast

22926 Ahrensburg, Lohe 4

Allgemeinmedizin

15.09.2017

Irene Hartwig-Weber – ganztags –

Nordlicht

aktuell

25


Bekanntmachungen und Meldungen Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Dr. med. Ghassan Shakra

22946 Trittau, Kirchenstraße 38 a

Innere Medizin/ hausärztlich

01.10.2017

Sahar Sirous – dreivierteltags –

Dres. med. Hecker und Kollegen

24145 Kiel, Segeberger Landstraße 81

Allgemeinmedizin

04.10.2017

Christian Rosenkranz – dreivierteltags –

Dr. Bosse und Kollegen

24340 Eckernförde, Bahnhofstraße 11

Hals-NasenOhrenheilkunde

01.10.2017

Hendrik PiatkowskiBütow – halbtags –

Dr. Bosse und Kollegen

24214 Gettorf, Eichstraße 3 –5

Hals-NasenOhrenheilkunde

01.10.2017

Hendrik PiatkowskiBütow – halbtags –

Dr. Bosse und Kollegen

24119 Kronshagen, Eckernförder Straße 219

Hals-NasenOhrenheilkunde

01.10.2017

PD Dr. med. Christian Ginzkey – halbtags –

BAG anästhesie.Kiel

24148 Kiel, Schönberger Straße 11

Anästhesiologie

01.10.2017

Dr. med. Martin Bienemann – ganztags –

MVZ Beste Trave

23843 Bad Oldesloe, Schützenstraße 55

Radiologie

02.10.2017

Dr. med. Bianka Skupin – halbtags –

MVZ Am Landratspark GmbH

23795 Bad Segeberg, Gartenstraße 15

Orthopädie und Unfallchirurgie

01.10.2017

Prof. Dr. med. Karl Hermann Staubach – ganztags –

abts und Partner/ Frauenärzte

24986 Mittelangeln OT Satrup, Frauenheilkunde Glücksburger Straße 1 a und Geburtshilfe

01.10.2017

Dr. med. Dirk Borgwardt – halbtags –

abts und Partner/ Frauenärzte

24937 Flensburg, Westerallee 8

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.10.2017

Dr. med. Dirk Borgwardt – halbtags –

Dr. med. Angela Höpfner, Dr. med. (Tr) Semse Özmen

22880 Wedel, Rosengarten 5

Augenheilkunde

01.10.2017

Dr. med. Pauline Dierks – vierteltags –

Klaus Wogawa

27498 Helgoland, Norderfalm 328

Allgemeinmedizin

19.08.2017

Ulrike Froneberg – halbtags –

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Dipl.-Psych. Ute Prahl

Psychologische Psychotherapie

25746 Heide, Schuhmacherort 26

25794 Pahlen, Lütjenkamp 11

01.11.2017

Dipl.-Psych. Michael Exner

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

24939 Flensburg, Am Schlosswall 5

24939 Flensburg, Fördestraße 66 a

01.11.2017

Dr. rer. nat. Ralf Schweer

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

24558 Henstedt-Ulzburg, Maurepasstraße 61

24558 Henstedt-Ulzburg, Kleistring 34

01.11.2017

Dipl.-Psych. Albrecht Müller

Psychologische Psychotherapie

23795 Bad Segeberg, Hamburger Straße 29

23795 Stipsdorf, Segeberger Straße 7

01.10.2017

Pelle Jan Pelz

Innere Medizin/ hausärztlich

24937 Flensburg, Friesische Straße 81

24941 Flensburg, Langenberger Weg 4

28.08.2017

Dr. med. Clemens Berndt

Innere Medizn/ hausärztlich

24937 Flensburg, Friesische Straße 81

24941 Flensburg, Langenberger Weg 4

28.08.2017

26

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen Veröffentlichung gemäß Paragraf 16b Abs. 4 Ärzte-ZV der Feststellungen des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen in Schleswig-Holstein Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am 13.10.2017 entsprechend Paragraf 103 Abs. 1 bis 3 SGB V in Verbindung mit der Bedarfsplanungs-Richtlinie (Bpl-Rl) die Versorgungsgrade in den einzelnen Planungsbereichen überprüft und in nachfolgenden Planungsbereichen für die angegebenen Fachgruppen die Zulassungssperren aufgehoben, wobei der Beschluss mit den Auflagen versehen ist, dass 1. Zulassungen oder Anstellungen nur im aufgeführten Umfang erfolgen dürfen, 2. die rechtsverbindlichen Zulassungs- bzw. Anstellungsanträge bis zum 15.01.2018 beim Zulassungsausschuss für Ärzte in Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1 –3, 23795 Bad Segeberg, einzureichen sind. Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

Hausärzte

Mittelbereich Niebüll

1,0 a)

Hautärzte

Kreis Nordfriesland

1,0

Nervenärzte

Kreis Nordfriesland

1,0

Chirurgen

Kreis Steinburg

0,5

Nuklearmediziner

Schleswig-Holstein

1,5

a) In diesen Planungsbereichen erfolgten teilweise Öffnungen wegen der Anwendung des in Paragraf 9 BPl-Rl erläuterten Demografiefaktors. Nach Absatz 8 dieser Vorschrift soll der Zulassungsausschuss in geeigneten Fällen darauf hinwirken, dass möglichst solche Bewerber Berücksichtigung finden, die zusätzlich zu ihrem Fachgebiet über eine gerontologisch/ geriatrische Qualifikation verfügen. Stellt der Landesausschuss Überversorgung in der Gruppe der Psychotherapeuten fest, hat er zugleich zu ermitteln, in welchem Umfang gemäß Paragraf 101 Abs. 4 SGB V – ausgedrückt in der Anzahl von Psychotherapeuten – in jedem Versorgungsanteil Ärzte oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zugelassen werden können, sofern diese Versorgungsanteile nicht ausgeschöpft sind. Paragraf 25 Abs. 1 Bpl-Rl regelt, dass in gesperrten Planungsbereichen ein 25-prozentiger Anteil von psychotherapeutisch tätigen Ärzten und ein 20-prozentiger Anteil für die Leistungserbringer, die gemäß Paragraf 18 Abs. 2 ausschließlich Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch behandeln, festzustellen ist (Mindestanteile). Der Landesausschuss hat festgestellt, dass die Mindestanteile in folgenden Planungsbereichen nicht erfüllt sind, sodass die aufgeführte Anzahl von Zulassungen bzw. Anstellungen möglich ist: Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

ärztliche Psychotherapeuten

Flensburg/Schleswig-Flensburg

0,5

ärztliche Psychotherapeuten

Nordfriesland

1,5

Es wird darauf hingewiesen, dass der Zulassungsausschuss nur die fristgerecht und vollständig abgegebenen Zulassungsbzw. Anstellungsanträge bei den Auswahlverfahren berücksichtigen wird. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, für welchen Niederlassungsort (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort) die Zulassung bzw. die Anstellung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde. Darüber hinaus ist ein unterschriebener Lebenslauf einzureichen. Folgende Kriterien sind laut Paragraf 26 Abs. 4 Bpl-Rl für die Auswahl durch den Zulassungsausschuss maßgeblich, wobei die Gewichtung der einzelnen Kriterien dem Zulassungsausschuss obliegt: ƒƒberufliche Eignung, ƒƒDauer der bisherigen ärztlichen Tätigkeit, ƒƒApprobationsalter, ƒƒDauer der Eintragung in die Warteliste gemäß Paragraf 103 Abs. 5 Satz 1 SGB V, ƒƒbestmögliche Versorgung der Versicherten im Hinblick auf die räumliche Wahl des Vertragsarztsitzes, ƒƒEntscheidung nach Versorgungsgesichtspunkten (z. B. Barrierefreiheit).

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

27


Bekanntmachungen und Meldungen Hinweis: Für die folgenden Planungsbereiche hatte der Landesausschuss in der Vergangenheit die Zulassungssperre für die aufgeführten Fachgruppen bzw. Mindestversorgungsanteile aufgehoben, sodass diese weiterhin für die Zulassung bzw. Anstellung in der angegebenen Anzahl geöffnet sind: Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

Hausärzte

Mittelbereich Kappeln

0,5 a)

Hausärzte

Mittelbereich Husum

11,0 a)

Hausärzte

Mittelbereich Meldorf

2,5 a)

ärztliche Psychotherapeuten

Kreis Dithmarschen

0,5

Erteilt der Zulassungsausschuss für Ärzte in Schleswig-Holstein Zulassungen bzw. Anstellungen aufgrund dieses Beschlusses in der jeweils oben genannten Anzahl, werden für den entsprechenden Planungsbereich Zulassungsbeschränkungen nach Paragraf 103 Abs. 1 SGB V angeordnet, ohne dass es einer erneuten Beschlussfassung des Landesausschusses bedarf.

28

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen

Änderung der Satzung der KVSH Die Abgeordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 27. September 2017 die nachstehenden Änderungen der Satzung beschlossen. Die Änderungen betreffen unter anderem Paragraf 7 (Maßnahmen wegen Pflichtverletzung; hier erfolgte eine Ausgliederung aus dem Satzungstext in eine separate Disziplinarordnung als neue Anlage 3 der Satzung) und in Paragraf 15 die Zusammensetzung des Findungsausschusses. Die Änderungen wurden mit Genehmigungsvermerk der Aufsichtsbehörde vom 13. Oktober 2017 genehmigt und treten am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Die neue Gesamtfassung der Satzung ist auf der Homepage der KVSH unter www.kvsh.de unter Praxis  Rechtsquellen einsehbar.

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

29


Bekanntmachungen und Meldungen

30

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

31


Bekanntmachungen und Meldungen

32

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

33


Bekanntmachungen und Meldungen

34

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

35


Bekanntmachungen und Meldungen

36

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Grippeschutzkampagne von Krankenkassen, Ärzten und Apotheken

Über eine Million Stunden ohne Bezahlung

Stuttgart – Die baden-württembergischen Landesverbände der Krankenkassen, der Landesapothekerverband und die KV Baden-Württemberg haben eine Grippeschutzkampagne gestartet. Die Organisatoren rufen dazu auf, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Kinder, Schwangere, ältere Menschen oder auch chronisch Kranke stellt die Influenza ein Risiko dar. Jährlich sterben nach Angaben des Robert Koch-Instituts über 700 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Influenza. In BadenWürttemberg übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung für alle Versicherten. Sie gehen damit über den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung hinaus, der die Impfung nur für Risikogruppen vorsieht. Im Rahmen der Kampagne wird über Plakate in Hausarztpraxen, Praxen von Kinder- Jugend- und Frauenärzten, in Apotheken sowie über die Krankenkassen und die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg für die Grippeschutzimpfung geworben. Postkarten und die Homepage www.lass-dich-impfen.de bieten Informationen zur saisonalen Grippe und zur Grippeschutzimpfung an.

Hannover – Die rund 14.700 niedersächsischen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten haben nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) im dritten Quartal 2017 über eine Million Überstunden ohne Bezahlung geleistet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Kassenärzte liege bei 53 Stunden. Dies gehe aus dem „Ärztemonitor 2016“ hervor, den infas im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im vergangenen Jahr durchgeführt hat. „Die Menschen werden älter und der Behandlungsbedarf der Bevölkerung wächst schneller als das von den Krankenkassen zur Versorgung ihrer Versicherten zur Verfügung gestellte Budget. Hier muss eine neue Bundesregierung gesundheitspolitisch ansetzen. Eine wichtige Zielmarke für die KVN ist und bleibt, ärztliche Leistungen aus der budgetierten Vergütung in eine extrabudgetäre Einzelleistungsvergütung zu überführen“, sagte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN. Die KVN misst seit dem 1. Januar 2014 die nicht bezahlten Überstunden, die aufgrund des Honorarbudgets der Ärzte anfallen. Seither seien fast 17 Millionen Stunden unbezahlter Arbeitszeit angefallen.

Notfallpraxis für ambulante Versorgung in Harburg eröffnet Hamburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) hat am 1. Oktober 2017 am Asklepios Klinikum Harburg (AKH) eine neue Notfallpraxis eröffnet. Die Praxis befindet sich direkt gegenüber der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des AKH. Walter Plassmann, der Vorstandsvorsitzende der KVH, zeigte sich sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem AKH und erläuterte das Konzept: „Die Notfallpraxis wird vorerst außerhalb der Sprechzeiten die allgemeinmedizinische und internistische Versorgung übernehmen. Wird ein Patient in der ZNA des AKH oder in der KV-Notfallpraxis vorstellig, wird

11 | 2017

Nordlicht

sofort entschieden, ob er als Notfall im Krankenhaus oder ambulant in der KV-Notfallpraxis behandelt wird.“ Das Konzept komme in erster Linie den Patienten zugute, für die stets die adäquate Versorgungsebene gefunden wird. Außerdem, so Plassmann, werde mit dieser Einrichtung die Notfallambulanz am AKH deutlich entlastet, was dort letztlich zu größeren Kapazitäten für die Behandlung der Menschen mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen führe.

aktuell

37


PRAXIS  &  KV P s y chotherapie

Begrenzungsmerkmale in der psychotherapeutischen Behandlung Im Folgenden werden die am häufigsten vorkommenden Begrenzungsmerkmale des Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) anhand von Beispielen aus dem Bereich der Psychotherapie erläutert. Behandlungsfall Der Behandlungsfall ist definiert als Behandlung desselben Versicherten durch dieselbe Arzt- oder Psychotherapeutenpraxis im selben Quartal zulasten derselben Krankenkasse. Ein und derselbe Patient ist in jedem Quartal ein neuer Behandlungsfall, für den dann bestimmte Leistungen abgerechnet werden können. Durch Krankenkassenwechsel innerhalb eines Quartals kann ein und derselbe Patient zwei Behandlungsfälle auslösen. Typischerweise sind sämtliche Grundpauschalen nur einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig. Beim Kassenwechsel kommt es zu einem weiteren neuen Behandlungsfall, sodass dann die Grundpauschalen erneut angesetzt werden können. Andere Leistungen, wie beispielsweise die Psychodiagnostischen Testverfahren, unterliegen einer ganz eigenartigen Begrenzung. Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind je Behandlungsfall nur Leistungen bis zu einer Gesamtpunktzahl von 1280 Punkten berechnungsfähig. Für Versicherte ab Beginn des 19. Lebensjahres nur bis zu einer Gesamtpunktzahl von 854 Punkte je Behandlungsfall. Kommen mehr Punkte durch entsprechende Leistungsansätze zur Abrechnung, dann werden diese nicht vergütet. Krankheitsfall Der Krankheitsfall umfasst das aktuelle sowie die drei nachfolgenden Kalendervierteljahre, die der Berechnung der krankheitsfallbezogenen Gebührenordnungsposition folgen. Diese Begrenzung ist im Bereich der Psychotherapie deutlich häufiger vorzufinden und begründet sich damit, dass viele Leistungen im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung aufeinander aufbauen und somit erst dann wieder notwendig werden können, wenn ein gewisser Zeitraum dazwischen liegt. So ist beispielsweise die Psychotherapeutische Sprechstunde im Krankheitsfall höchstens sechsmal und bei Versicherten bis zum vollendeten 21. Lebensjahr höchstens zehnmal berechnungsfähig. Die psychotherapeutische Akutbehandlung ist höchstens 24-mal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Und auch bei der Biographischen Anamnese gibt es die Begrenzung auf den Krankheitsfall. Nebeneinanderberechnungsausschlüsse Der Hinweis „die Gebührenordnungsposition ... ist nicht neben der Gebührenordnungsposition ... berechnungsfähig“ bedeutet immer, dass es nicht möglich ist, beide Leistungen unter einem Datum zur Abrechnung zu bringen. Es ist möglich, beide Leistungen an ein und demselben Tag zu erbringen, aber abrechnungs38

Nordlicht

fähig davon ist nur eine. In der Honorarabrechnung würde nur die Leistung mit dem höheren Euro-Betrag vergütet, die andere würde abgesetzt werden. Einige Abrechnungsausschlüsse sind vollkommen unangebracht und widersprechen angemessener fachlicher Versorgung von Patienten. Beispielsweise: Ein Patient kommt morgens zu seiner Therapiesitzung, gerät im Laufe des Nachmittags in eine Krise und steht abends wieder in der Praxis. Gemäß EBM wäre es nicht zulässig, die morgendliche psychotherapeutische Behandlung im Rahmen der antrags- und genehmigungspflichtigen Psychotherapie und das am selben Tag stattfindende abendliche Krisengespräch zur Abrechnung zu bringen. Tagtrennung Mit der sogenannten Tagtrennung lässt sich Abhilfe schaffen. Sie wird vollzogen, wenn einzelnen Gebührenordnungspositionen im Begründungsfeld (zusätzliche Angaben, zusätzliche Mitteilungen) eine Uhrzeit zugeordnet wird. Ein Nebeneinanderberechnungsausschluss wird durch die Tagtrennung aufgelöst. Anhand der Uhrzeiten wird klar kenntlich, es handelt sich um zwei voneinander unabhängige Kontakte mit dem Patienten. Im oben beschriebenen Beispiel hieße das, dass der morgendlichen Sitzung beispielsweise die Uhrzeit 9.00 Uhr zugeordnet wird und der abendlichen Krisensitzung beispielsweise die Uhrzeit 19.00 Uhr. Nun können in der späteren Honorarabrechnung beide Leistungsblöcke berücksichtigt werden. Aktuell: Nebeneinanderberechnungsausschlüsse gestrichen Durch nochmalige Verhandlungen im Bewertungsausschuss konnte erreicht werden, dass die erst im Frühjahr im EBM niedergelegten sitzungsbezogenen Abrechnungsausschlüsse der Gebührenordnungspositionen 35141 (vertiefte Exploration) und 35142 (Zuschlag für die Erhebung ergänzender neurologischer und psychiatrischer Befunde) gegen genehmigungspflichtige psychotherapeutische Leistungen des Abschnitts 35.2 wieder aufgehoben wurden. Damit ist es jetzt wieder möglich, diese Leistungen neben, dass heißt beispielsweise im unmittelbaren Anschluss an eine antrags- und genehmigungspflichtige Einzel- oder Gruppenpsychotherapie-Sitzung in Abrechnung zu bringen. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

aktuell

11 | 2017


die menschen im land

Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Holger Giritsch Geburtsdatum: 14.08.1970 Geburtsort: Sigmaringen Fachrichtung: Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie Sitz der Praxis: Bad Schwartau, Zweigpraxis im DRK Krankenhaus Ratzeburg Niederlassungsform: Berufsausübungsgemeinschaft

Neu niedergelassen seit 1. Januar 2017

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Die berühmte „Work-Life-Balance“, man ist selbstständig, im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich gibt es in der Niederlassung auch viele Pflichten und wirtschaftliche Überlegungen, aber im Vergleich zu einer Anstellung im Krankenhaus oder einem MVZ ist man viel freier in der Gestaltung seines Berufs. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Das gute Gefühl, wenn man zufriedene Patienten hat. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Am einfachsten ist es, wenn man das Glück hat, als Juniorpartner in eine etablierte Praxis einzusteigen; also Augen offen halten, Kontakte knüpfen und pflegen. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Ich würde mich gerne längere Zeit mit Joachim Gauck, dem Dalai Lama oder Barack Obama unterhalten. Von bereits verstorbenen Personen hätte ich gerne John Lennon, David Bowie und Helmut Schmidt kennengelernt. Da fallen mir so viele Gesprächsthemen ein, dass ich gar keine einzelne Frage formulieren könnte. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie. Daneben lese ich viel, bin ein großer Filmfan und bastele gern in meiner kleinen Werkstatt; dabei ist schon das ein oder andere Möbelstück entstanden. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Tolkiens „Herr der Ringe“ ist und bleibt mein All-time-favourite, aber ich lese sehr viel, dabei ganz unterschiedliche Genres: Stieg Larsson, Sebastian Fitzek, Eoin Colfer, Frank Schätzing, Rita Falk und viele mehr ... 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Nun, das ist keine einfache Frage, ich habe ja keinen Vergleich, wie es ist, sich woanders niederzulassen. Im Prinzip lässt man sich doch dort nieder, wo der eigene Lebensmittelpunkt ist, oder wo man ihn setzen will und wo sich dann auch eine gute Möglichkeit der Niederlassung bietet. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Wenn ich nicht schon als Kind kurzsichtig gewesen wäre, wäre ich gern Pilot oder gar Astronaut geworden.

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

39


die menschen im land V or O rt

Zurück vom Hilfseinsatz Die Rendsburger Kinderärztin Ioana Klopf half gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Martin Klopf bereits bei mehreren humanitären Einsätzen jesidischen Flüchtlingen im Nordirak. Lesen Sie hier ihren Bericht über ihren Hilfeinsatz in der Region im April dieses Jahres.

Die Kinderärztin Ioana Klopf hat bereits mehrere Male in Hilfseinsätzen Flüchtlinge im Nordirak versorgt.

Auf persönlicher Ebene hatte ich ein äußerst gutes Gefühl, endlich bei den Menschen angekommen zu sein, die aus meiner Sicht eine Unterstützung am dringendsten brauchen. Die Menschen im Shingal (Nordirak) harren dort unter widrigsten Bedingungen aus – in einer herrlichen Naturlandschaft, die aber eher für Hirten mit ihren Schaf- und Ziegenherden zum Weiden im Sommer geeignet ist als zum dauerhaften Wohnen. Die Winter sind rau, die Sommer unerträglich heiß, es gibt keine Bäume, die Schatten spenden. Die Krankenstation Auch die Zeltunterkünfte machen keinen besonders stabilen Eindruck. Alles ist mühsam dort oben. Sachen des täglichen Bedarfes müssen hochgefahren werden. Die uralten Terrassen eignen sich zum Anbau von Tabak, aber nicht für Getreide. Also muss das Mehl zum Brotbacken selbst hochgebracht werden. Zur medizinischen Versorgung müssen die Patienten etliche Serpentinen überwinden. Ich habe mir erst die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Lage der Krankenstation gestellt, oben, fast auf dem Berggipfel, wo doch die Menschen in der Talsenke hausen. Wie soll es ein Patient zu Fuß hoch schaffen, wenn noch weniger Menschen ein Auto besitzen als jene, die in den Camps um Dohuk herum leben? Nach einiger Zeit habe ich verstanden, worum es eigentlich überall im 40

Nordlicht

Shingal geht: um einen strategisch günstigen Ort. Die Krankenstation liegt am Scheitelpunkt des Berges. Die kurdischen Peschmerga-Soldaten, die dort vierundzwanzig Stunden Wache halten, haben von dort aus alle Seiten des Berges gut im Blick. Erste Eindrücke Schon beim Durchfahren entsteht der Eindruck, dass die unterschiedlichen Gruppierungen konfliktlos nebeneinander existieren. Ihre Überwachungsposten liegen immer dicht einer nach dem anderen. Es gibt ungeschriebene Demarkationslinien, die wohl auch eingehalten werden. Die Zufahrtswege ins Shingal-Gebirge und die provisorischen Läden, in denen man das Allernötigste zum Leben kaufen kann, sind für alle geöffnet. In der Schule lernen Kinder, die aus Elternhäusern mit unterschiedlichen politischen Orientierungen kommen, zusammen. Auch in der Krankenstation wird kein Patient ausgeschlossen oder nach der politischen Meinung befragt. Es sieht so aus, als ob nur eins bei allen Menschen dort oben im Shingal zählt: Dass sie alle Kurden sind. Nur die Sendemasten sind getrennt. Sie stehen keine fünfzig Meter entfernt hinter der Krankenstation.

aktuell

11 | 2017


die menschen im land

konnten wir das dort vorhandene, doch sehr begrenzte Spektrum sinnvoll ergänzen und das Personal zum Teil medizinisch weiterbilden. Die Patienten kamen, weil sie Beschwerden hatten und nicht, weil sie in den „Ärzten aus Deutschland“ die Retter in der Not sahen. Das war für mich ein entspanntes Gefühl, denn bei den vorherigen Einsätzen musste ich oft erklären, warum wir deutschen Ärzte zum Beispiel bei geistiger Behinderung auch nicht mehr machen können als einheimische Kollegen. Das Recht, auch außerhalb der Krankenstation Patienten zu behandeln, mussten wir uns „erkämpfen“, denn das Personal, bis auf einen Krankenpfleger, besteht aus Peschmerga-Soldaten. Diese begegneten uns anfangs mit Respekt, aber mit größtmöglichem Misstrauen. Die Lage entspannte sich aber sichtlich, als sie merkten, dass wir unsere Arbeit politisch neutral erledigten. HNO-Arzt Dr. Martin Klopf (li) und Dolmetscher Khalil al Rasho (2. von re) in der einzigen Krankenstation im nord-irakischen Shingal-Gebirge

Situation der Jesiden Das Leben der jesidischen Flüchtlinge oben im Shingal-Gebirge hängt an einem seidenen Faden. Die Wachposten stehen nicht nur dicht an dicht, sondern auch in unmittelbarer Nähe zu Zivilisten. Sobald die einzige Zufahrtsstraße vom Ort Sinune hinauf zum Berg beschädigt wird, wird es unmöglich sein, die oben lebenden Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Eine gleich große Tragödie wäre eine nicht mehr befahrbare Straße zur Krankenstation. Sie funktioniert vernünftig und versorgt gewissenhaft die Patienten, die es bis dort oben schaffen. Von der etwas strengen, militärhaften Organisation haben wir letztlich sogar profitiert, denn uns wurde der Rücken frei gehalten, sodass die Behandlungen geordnet erfolgen konnten. Mit den Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln, die wir dabei hatten, 11 | 2017

Nordlicht

Im Kriegsgebiet Das Krankenhaus Shingal ist – wie im Übrigen die gesamte Stadt Shingal – ein Desaster. Die Hintergründe sind mannigfaltig, das Ergebnis ein Skandal. Zwei Jahre nach der Befreiung vom IS gleicht die Stadt noch immer einem Trümmerhaufen. Die fehlende klare Zuständigkeit – mal die Zentralregierung, mal die kurdische, jedoch keine der beiden wirklich – ist scheinbar ein Hauptproblem. Die Parteien blockieren sich gegenseitig. Die kurdische Regierung verspricht, Heldentaten zu vollbringen. In der Zwischenzeit verbringt das Krankenhauspersonal – bestehend aus vier bis fünf Pflegern – ein tristes Dasein. Wir fühlten uns in der Situation überfordert. Meine Bestrebung ist, dem Wenigen, das ich tue, einen Sinn zu geben und die Mittel, die ich zur Verfügung habe, nicht zu verschwenden. Ich bin Ärztin, kenne meine Grenzen und dabei möchte ich es auch belassen.

aktuell

41


die menschen im land

Das Ehepaar Klopf verteilte Schulmaterialen an Flüchtlingskinder und gab kleine Kurse zu Zahn- und Allgemeinhygiene.

Freund und Dolmetscher der IGFM, Khalil al Rasho

Kein Wiederaufbau Es ist ein Skandal, dass die internationale Staatengemeinschaft sich bei ihren Bemühungen, Fluchtursachen zu bekämpfen, noch immer nicht darauf konzentriert, die Stadt Shingal wieder aufzubauen. Anfangen sollte man mit der Identifizierung und würdevollen Bestattung der Toten aus den freiliegenden jesidischen und schiitischen Massengräbern, mit der Beseitigung mumifizierter Leichen der Dschihadisten in zerstörten Häusern, die den Boden verseuchen und potenzielle Krankheitsherde darstellen. Der verstreute Hausrat und die Trümmerhaufen sollten weggeräumt, von Absturz gefährdete Häuser abgerissen und die von den Dschihadisten gegrabenen Tunnel wieder mit Erde befüllt werden. Eine japanische Firma legt eine Wasserleitung von den Wasserquellen, die am Stadtrand ihren Ursprung haben. Wo soll diese hinführen? Es gibt noch nicht einmal auf dem Papier einen Wiederaufbauplan.

Bedankt haben sich die Schüler mit einem schönen kurdischen Lied. Die spontan eingerichtete Sprechstunde wurde gut angenommen. Trotz aller Widrigkeiten halte ich eine Hilfe im Shingal für äußerst angebracht. Es ist weit, es ist mühsam eine Genehmigung zu bekommen, man gerät zwangsläufig zwischen Gruppierungen mit unterschiedlichen politischen Haltungen, aber man hat die Gewissheit, dass die Hilfe an die richtigen Menschen gelangt und am richtigen Ort ankommt. Nämlich an die Jesiden, die ihrer Heimat treu bleiben und mit ihrer Fähigkeit auszuharren auch dafür kämpfen, dass der Islamische Staat sein Ziel nicht erreicht. Der einzige Wunsch der Jesiden aus dem Shingal ist ein Leben ohne Krieg und Verfolgung. Ioana Klopf, ärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Rendsburg

Begrenzte Hilfsmöglichkeiten Aus dem von uns geplanten Erste-Hilfe-Kurs wurde leider aus zeitlichen Gründen nichts. Aber die kleinen Kurse über Zahn- und Allgemeinhygiene sind gut angekommen, vor allem wegen der praktischen Anwendung. Theoretisch kannten sich die Kinder einigermaßen gut aus. Die Wissenslücken füllten wir auf und gaben ihnen auch Hygienemittel mit, sodass es eine runde Sache war. Es war Aufklärung und keine Verteilung von Almosen, was mir persönlich wichtig ist. Es würde sich lohnen, so ein Projekt weiterzuführen, aber unsere finanziellen Mittel reichen definitiv nicht für 650 Schüler aus. Auch die von uns mitgebrachten Schulmaterialien wurden mit strahlenden Kinderaugen entgegengenommen und trotz der strafenden Blicke der Lehrer sofort begutachtet. 42

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Service © istock.com/RedlineVector

T eam B eratung

Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Die unendliche Geschichte Wirtschaftlichkeitsprüfung Die gesetzlichen Krankenkassen haben das Recht, Anträge auf Prüfung der Verordnungsweise zu stellen. Von diesem Recht wird auch fleißig Gebrauch gemacht. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Krankenkassen und die Prüfungsstelle eine andere Meinung vertreten, als die KVSH und auch die KBV. Als Streitpunkt sei hier das Präparat Spasmo Mucosolvan® genannt. Nach Auffassung der Krankenkassen ist die Verordnung von Spasmo Mucosolvan® nach der Anlage III Nr. 31 (AMRL) ausgeschlossen, da es sich um eine Hustenmittelkombination handelt. Die KBV hat zu der Frage, ob denn die Kombination von Ambroxol mit Clenbuterol auch unter die Ausschlussregelung fällt geantwortet: Ja, wenn es als Hustenmittel eingesetzt wird, (wäre aber offlabel), steht jedoch die Behandlung spastischer Verengungen, wie beispielsweise bei Asthma bronchiale, im Vordergrund, gilt dieser Verordnungsausschluss nicht.

Da nicht garantiert werden kann, dass die Prüfungsstelle nicht die Auffassung der Kassenseite vertritt, raten wir von der Verordnung zulasten der GKV ab. Das gleiche Problem haben wir im Bereich der Heilmittelverordnung. Nach Paragraf 9 der Heilmittel-Richtlinie ist die gleichzeitige Verordnung mehrerer Heilmittel nicht ausgeschlossen, wenn hierdurch ein therapeutisch erforderlicher Synergismus erreicht wird. Andererseits wird im Paragraf 12 (7) der Richtlinie darauf hingewiesen, dass die gleichzeitige Verordnung eines „vorrangigen“ Heilmittels und eines „optionalen“ Heilmittels bei derselben Schädigung nicht zulässig ist. Dieser Grundsatz wird von der Prüfungsstelle eng ausgelegt, sodass wir als KVSH davon abraten, mehrere Heilmittel aus einer Diagnosegruppe gleichzeitig zu verordnen, auch wenn es aus Ihrer Sicht medizinisch erforderlich erscheint. Thomas Frohberg, kvsh

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard

11 | 2017

04551 883 362

Nordlicht

anna-sofie.reinhard@kvsh.de

aktuell

43

i


SERVICE

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Darf eine hausärztliche Praxis mit Einführung der neuen palliativmedizinischen Abrechnungsziffern weiterhin die GOP 03370 EBM ff abrechnen? Ja, die hausärztlich palliativmedizinischen Gebührenordnungspositionen des Abschnitts 3.2.5 EBM haben sich nicht geändert und können wie gewohnt abgerechnet werden.

Wann darf die GOP 40142 EBM abgerechnet werden? Diese Gebührenordnungsposition ist eine Kostenpauschale für Leistungen entsprechend den GOP 01620, 01621 oder 01622 EBM, bei Abfassung in freier Form, wenn die in den Gebührenordnungspositionen vereinbarten Vordrucke nicht verwendet werden können.

Ist eine fachärztlich tätige Praxis an einen Überweisungsschein gebunden, wenn dieser vom Patienten vorgelegt wird, oder kann ein Originalfall angelegt werden?

Können Reiseimpfungen zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden? Grundsätzlich ist dies nicht möglich, Reiseimpfungen sind Privatleistungen. Es gibt allerdings Sonderverträge mit einigen Krankenkassen (z. B. Techniker Krankenkasse, Viactiv Krankenkasse, Pronova BKK und die Knappschaft), in denen einige Reiseimpfungen enthalten sind und somit über diese Krankenkassen abgerechnet werden können. Welche Impfungen enthalten sind und über welche Ziffern sie abgerechnet werden können, sind auf unserer Internetseite www.kvsh.de  Downloadcenter  Verträge Impfvereinbarungen einsehbar. In diesen Fällen erfolgt die Verordnung der Impfstoffe auf dem Muster 16 auf den Namen des Patienten zulasten der jeweiligen Krankenkasse. Unbedingt die 8 (Impfstoffe) ankreuzen. Der Patient holt sich den Impfstoff aus der Apotheke und muss dort die gesetzliche Zuzahlung entrichten, sofern er nicht von der Zuzahlungspflicht befreit ist.

Sobald der Patient in der Praxis eine Überweisung vorlegt, muss diese angenommen und zur Abrechnung verwendet werden, da diese Behandlung durch einen anderen Arzt veranlasst wurde. Die Abrechnung auf einem Originalschein ist in diesem Fall nicht zulässig.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr 44

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Service was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte

fÜR Ärzte

thema: Fortbildungsangebot zum Qualitäts-

thema: Refresherkurs/Fortbildungskurs

gesicherten Hautkrebsscreening

Säuglingshüfte

datum: 10. November 2017, 14.00 bis 22.00 Uhr

datum: 18. November 2017, 9.00 bis 17.00 Uhr

Die Inhalte dieser Fortbildungsveranstaltungen entsprechen den Vorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die Teilnahme gilt als Qualifikationsnachweis für die Teilnahme am Hautkrebsscreening-Programm, das am 1. August 2008 bundesweit eingeführt wurde.

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1

Die Themenschwerpunkte im Einzelnen: • Ätiologie des Hautkrebs, Krankheitsbilder, Häufigkeit, Risikofaktoren oder -gruppen, gezielte Anamnese • Visuelle, standardisierte Ganzkörperinspektion • Potenzieller Nutzen und Schaden von Früherkennungsmaßnahmen, Kriterien zur Beurteilung von Früherkennungsmaßnahmen • Maßnahmen zur Ansprache der Versicherten • Programm der Krebsfrüherkennungsuntersuchung, Gesundheitsuntersuchung und frühzeitige Sensibilisierung des Patienten (das gesetzliche Programm der KFU/GU) • Vorstellung und Diskussion von Fallbeispielen • Dokumentationsmaßnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit Ort: Saal der Abgeordnetenversammlung der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos. Ansonsten: 150 Euro inkl. Verpflegung Fortbildungspunkte:.10 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

Teilnahmegebühr: 160 Euro (inkl. Schulungsmaterial und Verpflegung) Fortbildungspunkte:.9 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de

11 | 2017

Nordlicht

aktuell

Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de 45


SERVICE

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: QEP®-Einführungsseminar

datum: 9. Februar 2018, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. Februar 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge; erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 2 00 Euro, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung Fortbildungspunkte: 18 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung und im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

© istock.com/sandoclr

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Tel. 04551 883 204 Fax 04551 883 7204 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de 46

Nordlicht

aktuell

11 | 2017


Service

Veranstaltungen KVSH

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

29. November 2017, 14.30 bis 18.00 Uhr

Das Unbewusste – Altbau oder Fundament der Psychodynamischen Psychotherapie?

6. Dezember 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

Ort: Hotel Mercure, Hanseatenplatz 2, 25524 Itzehoe Info:  Veranstalter Forum Psychotherapie Steinburg e. V. Referent: Annegret Boll-Klatt und Mathias Kohrs, Tel. 04822 3780806, Akkreditierung: PKSH 4 Punkte (beantragt) E-Mail: Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de http://psychotherapie-steinburg.de/Fortbildungsplanung.html

Schleswig-Holstein 11. November 2017, 9.00 bis 12.50 Uhr

7. Lübecker Allergie-Symposium

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Ort: Radisson Blu Senator Hotel, Willy-Brandt-Allee 6, 23554 Lübeck Info: Anmeldung: Wiebke Schmidt, Tel. 0451 500 415 05, Fax 0451 500 415 34. Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 4. November 2017 erbeten. 4 Fortbildungspunkte der Kategorie A. E-Mail: Wiebke.Schmidt@uksh.de www.uksh.de

KVSH-Kreisstellen 11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

Baltisches und 28. Flensburger hämatologisch/onkologisches Symposium

23. Schleswiger Schmerztagung: Opioide – Fluch und Segen einer Pflanze

Ort: OASE Mürwik, 24937 Flensburg Info: Tel. 0461 816 2216, Fax 0461 816 0 Veranstalter: Medizinische Klinik I (St. Franziskus-Hospital)/ Prof. Dr. N. Basara www.malteser-franziskus.de

Ort: Großer Konferenzsaal HELIOS Klinik Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3, 24837 Schleswig Info: Tel. 04621 83 1112, Fax 04621 83 601112 E-Mail: christiane.hentke@helios-kliniken.de www.helios-kliniken.de/schleswig

15. November 2017, 17.00 bis 20.00 Uhr

15. November 2017, 15.00 bis 18.30 Uhr

5. Flensburger Geriatrie Symposium Ort: Waldschlösschen Schleswig, Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Info: Tel. 0461 816 2216, Fax 0461 816 0 Veranstalter: Klinik für Geriatrie & Frührehabilitation (St. Franziskus-Hospital)/Dr. K. Weil www.malteser-franziskus.de

22. November 2017, 18.00 Uhr

HNO-Symposium. Die HNO stellt sich vor. Ort: Geriatrische Tagesklinik, Flensburg Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 E-Mail: Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Telemedizin aktuell – Digitalisierung in der Praxis Teil I – Anwendungsmöglichkeiten – Vorteile – Grenzen Ort: Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung, Esmarchstraße 4, 23795 Bad Segeberg Info: 4 Fortbildungspunkte Anmeldung: Bärbel Dargel-Mikkelsen, Tel. 04551 803 754, Fax 04551 803 751 E-Mail: akademie@aeksh.de www.aeksh.de/akademie

17. November 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr

AIS – Zusatznutzen durch Arzneimittelinformationssystem im ärztlichen Alltag?

24. November 2017 bis 25. November, 8.00 Uhr

Ort: Fachhochschule Kiel, Hochhaus Fachbereich Wirtschaft, Sitzungssaal C03-7.09, Sokratesplatz 2, 24149 Kiel Info: Auskunft und schriftliche Anmeldung bitte bis zum 11. November 2017, Tel. 04551 803 409, Fax 04551 803 401 E-Mail: fkqs@aeksh.org www.foerderkreis-qs.de

„Wenn Bauch und Kopf getrennte Wege gehen.“ Intuition in Pallliativmedizin und Hospizarbeit Ort: Audimax der Flensburger Hochschulen Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 E-Mail: Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

29. November 2017, 18.00 Uhr

„Böse Analgetika?“ – Novamin, Paracetamol, NSAR Ort: DIAKO Fliednersaal, Flensburg Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 E-Mail: Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de 11 | 2017

Nordlicht

aktuell

47


Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Justitiar

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230 Alexandra Stebner (stellv. Justitiarin)��������������������������������������������� 230

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 361/534 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Maria Behrenbeck (stellv. Leiterin)������������������������������������������������� 251 Alexandra Stebner��������������������������������������������������������������������������� 230 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������� 458 Alice Lahmann���������������������������������������������������������������������������������� 360 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

48

Nordlicht

Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Früherkennungsuntersuchung Kinder Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesund schwanger Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 aktuell

11 | 2017


Service kontakt Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 HIV/AIDS Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Daniela Leisner ������������������������������������������������������������������������������� 578 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Michelle Teegen������������������������������������������������������������������������������� 596 Frederik Schröder����������������������������������������������������������������������������� 427 Maximilian Mews����������������������������������������������������������������������������� 462 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 11 | 2017

Nordlicht

PET/PET-CT Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsprüfung Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Sabrina Bardowicks�������������������������������������������������������������������������� 691 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Qualitätsmanagement Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Ute Tasche........................................................................................ 485. Daniela Leisner................................................................................. 578. Christine Sancion.............................................................................. 470 Röntgen (Anträge) Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung nach SGB) Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Tanja Steinberg�������������������������������������������������������������������������������� 315 Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 aktuell

49


Service kontakt

Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� Tonsillotomie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)��������������������������������������������������������������������� Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� Zytologie Michaela Schmidt����������������������������������������������������������������������������

888 231 445 930 304 351 439 255 276 266

Impressum

Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230

Nordlicht aktuell Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

50

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Jakob Wilder; Borka Totzauer (Layout); Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

11 | 2017


Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� kreisstelle.kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail��������������������������������������������������������������� kreisstelle.luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Christine Stegmann, Fachärztin für Innere Medizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������������ 0461 4041 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 4043 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt und Facharzt für Chirurgie Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Björn Steffensen, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04884 1313 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04884 903300 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.nordfriesland@kvsh.de 11 | 2017

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail���������������������������������������������������������� kreisstelle.ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Facharzt für Orthopädie Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ kreisstelle.ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Eckard Jung, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04351 3300 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04351 712561 E-Mail������������������������������������� kreisstelle.rendsburg-eckernfoerde@kvsh.de

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Ilka Petersen-Vollmar, Fachärztin für Allgemeinmedizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������ 04551 968600 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 968602 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Facharzt für Innere Medizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� kreisstelle.stormarn@kvsh.de

aktuell

51


6. Dezember

2017

An jedem ersten Mittwoch im Monat 14.00 bis 17.00 Uhr 

für  alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) ohne vorherige Terminvergabe

Ort

Zulassung/Praxisberatung der KVSH, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg Kontakt Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Nordlicht 11 2017 web