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P ro T ourismusabgabe

Es ist an der Zeit, ein klares Bekenntnis zur Tourismusabgabe abzulegen send, dass das Ende der Praxis am Orte auch das Aus für den für die Gemeinde lebenswichtigen Tourismus bedeuten würde. Wo Gemeinden sich der Zahlung einer angemessenen Tourismusabgabe an ihre noch vorhandenen Ärzte verweigern, soll man sie auf das steigende Risiko hinweisen, in absehbarer Zeit ganz ohne Ärzte dazustehen mit allen Folgen für einen Wirtschaftszweig, von dem viele dieser Gemeinden wirtschaftlich abhängen. Vor diesem Hintergrund sollte jede Kontroverse in diesem Bereich leicht beizulegen sein. Eine etwaige Forderung besonders rückständiger Lokalvertreter an Ärzte nach Geldzahlungen zusätzlich zu ihrer Mehrarbeit dürfen sicherlich als abwegig bezeichnet werden. Carl Culemeyer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Ascheffel

© istock.com/Viorika Prikhodko

Der Tourismus führt in vielen Gemeinden und Regionen zu einer vermehrten Inanspruchnahme der dort tätigen Ärzte und bei diesen dadurch zu einem Anstieg der Patientenzahlen mit dadurch verursachtem Mehraufwand an Arbeitszeit des Arztes, aber auch zu erhöhten Material- und Personalkosten. Einen finanziellen Vorteil haben die betroffenen Ärzte dabei regelhaft nicht, da in Zeiten der budgetierten Honorare der Mehraufwand nicht oder mit geringsten Quoten vergütet wird. Eine finanzielle Beteiligung der jeweiligen Gemeinden, die ihrerseits ja sehr wohl auch wirtschaftlich vom Tourismus profitieren, an diesem Mehraufwand darf daher durchaus gefordert werden und wird tatsächlich auch bereits vielerorts in unterschiedlichster Form gelebt. Am weitesten geht dabei derzeit die Gemeinde Büsum, die den gesamten Aufwand der örtlichen Praxis trägt und den dort tätigen Ärzten ein auskömmliches Salaire zahlt, wohl wis-

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11 | 2016

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