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Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Oktober 2017 | 20. Jahrgang

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Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin se r ab vi se ces it ei e te 34 n

Kräfte bßndeln gegen Hausarztmangel


Inhalt seite

rubrik/Thema

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TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

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Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin kämpft gegen den Hausarztmangel

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So liefen die ersten Fortbildungen: Junge Ärzte in Weiterbildung berichten

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„Kürzere Weiterbildungszeiten durch bessere Rotationsplanung“: Dr. Thomas Schang, Geschäftsführer des Instituts für Ärztliche Qualität in SchleswigHolstein (IÄQSH) im Interview

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„Vorreiter im Bund“: Statement von Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse

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Nachrichten Kompakt

Mehr Hausärzte für Schleswig-Holstein: Ärztekammer, KVSH und die Lehrstühle für Allgemeinmedizin der Universitäten Kiel und Lübeck setzen gemeinsam mit dem Institut für Ärztliche Qualität auf ein Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin . Es soll den ärztlichen Nachwuchs für die Hausarztmedizin begeistern und Schwachstellen in der Weiterbildung beseitigen.

Gesundheitspolitik 12

Gemeinsame VV: KV Hamburg und KVSH fordern Stärkung von Selbstverwaltung und Freiberuflichkeit

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Brustkrebsfrüherkennung: Zehn Jahre Mammographie-Screening in Schleswig-Holstein

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Erfolgreiches Seminar für Gemeinden

Schluss mit der Budgetierung und mehr regionale Gestaltungsmöglichkeiten für die Selbstverwaltung: Vertreter der Niedergelassenen aus Hamburg und Schleswig-Holstein erarbeiteten einen gemeinsamen berufspolitischen Forderungskatalog.

Praxis & KV 17

Palliativziffern für Hausärzte weiter ansetzbar

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Chip-Kennzeichnung auf der elektronischen Gesundheitskarte entscheidet über Behandlungsstatus von Asylbewerbern

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Telematikinfrastruktur: Praxisausweis – kleine Karte, große Wirkung

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Serie: Die Kreisstelle Plön stellt sich vor

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Leserbriefe

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Bekanntmachungen und Meldungen

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Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab

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Neues aus KVen und KBV

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Ambulante Psychotherapie, Tageskliniken und Psychiatrische Institutsambulanzen

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12 30 Rahel Reimer eilt mit Riesenschritten ihrem Traumberuf Hausärztin entgegen. Einen Teil des Praktischen Jahres macht sie deshalb in einer Lehrpraxis in Lütjenburg (Kreis Plön). Lesen Sie ihren Erfahrungsbericht zwischen Fußpilz und anaphylaktischem Schock.

Die Menschen im Land 30

Lust auf Hausarztmedizin: Kieler Medizinstudentin berichtet von ihrem Praktischen Jahr

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

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Kommentar: Im Wandel

Service

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Techniker Krankenkasse startet Pilotversuch zur digitalen Krankschreibung

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Sicher durch den Verordnungsdschungel: Richtig verordnen leicht gemacht

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Diagnostische Pfade in der Laboratoriumsmedizin: Rheuma

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Sie fragen – wir antworten

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 10 | 2017 EDITORIAL Dr. Ralph Ennenbach, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, die Frage der zukünftigen Verfügbarkeit von Ärzten wird ernstgenommen. Das ist ein gutes Zeichen. Als KV-Vertreter Mitte der 2000er Jahre diesbezüglich deutliche Sorgen zum Ausdruck brachten, wurde dies allzu oft als billiger Versuch abgetan, damit nur eine höhere finanzielle Auspolsterung erreichen zu wollen. Niemand mit ernst zu nehmendem Hintergrund bezweifelt heute, dass die Verfügbarkeit von Ärzten zurückgehen wird. Ebenfalls wird verstanden, dass angesichts der fortschreitenden medizinischen Spezialisierung die Notwendigkeit einer Generalkompetenz nicht ab-, sondern zunimmt, was dafür spricht, allgemeinärztliche Wurzeln zu stärken. Die Bildung von Kompetenzzentren Allgemeinmedizin zur Weiterbildung in gemeinsamer Trägerschaft der handelnden Organisationen ist ein wichtiger Part in diesem Kontext. Die Ansätze zum Erhalt einer fachärztlichen Weiterbildung mit Vermittlung der für den ambulanten Bereich notwendigen Kenntnisse hinken demgegenüber noch etwas hinterher, aber das Problemverständnis nimmt immerhin zu. Die gesetzlich vorgesehene Förderung von 1.000 bundesweiten Stellen ist ein Beginn, den es in der neuen Amtsperiode einer Bundesregierung zu verstärken gilt. Themenwechsel! Die in Berlin gerade abgeschlossenen Honorarverhandlungen zum Orientierungswert mit einer minimalen Steigerung auf 10,65 Cent zeigen einen weiteren gesetzlichen Anpassungsbedarf. Wenn selbst überzeugende Ausgangsdaten zu einer erheblichen Kostenentwicklung angesichts von diffus gegenzurechnenden Wirtschaftlichkeitsreserven ausgekontert werden können, dann läuft etwas gehörig falsch. Wir haben derzeit eine Scheinobjektivität der Verhandlungen bei gleichzeitig maximalen Abständen zu den Versorgungsproblemen. Da wären umfassende regionale Verhandlungsoptionen mit den einzelnen Krankenkassen Erfolg versprechender. Die heutigen Optionen sind jedenfalls nicht ausreichend. Ich weiß um die Thematisierung dieses Kontextes durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in Sondierungsgesprächen mit zukünftigen Berliner Playern. Und weil der KBV-Vorstand eine einige Spitze bildet, gibt es für die Vermittlung Ihrer Anliegen auch bessere Chancen als zuvor.

Dr. Ralph Ennenbach

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Titelthema K ompetenzzentrum A llgemeinmedizin

Kampf gegen den Hausarztmangel

© istock.com/cyano66

In Schleswig-Holstein tut sich was. Als entscheidende Maßnahme gegen den Hausarztmangel haben Ärztekammer, KVSH und die Lehrstühle für Allgemeinmedizin der Universitäten Kiel und Lübeck ein Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin gegründet, das gemeinsam mit dem Institut für Ärztliche Qualität wieder mehr Hausärzte in SchleswigHolsteins Praxen bringen soll. Die Beteiligten setzen dort an, wo für den medizinischen Nachwuchs oft die beruflichen Weichen Richtung Niederlassung gestellt werden: in der Weiterbildungszeit. Momentan werden 70 angehende Hausärzte intensiv begleitet, ihre Weiterbildung wird fachlich aufgewertet und praxisnäher gestaltet.

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Titelthema

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Neue Wege

Das Kompetenzzentrum hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität und die Effizienz in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu steigern. Das in Schleswig-Holstein seit Dezember 2016 aktive Kompetenzzentrum Weiterbildung (KWSH) gehört zu den ersten neun geförderten Kompetenzzentren in Deutschland. Den Hintergrund zu dieser Einrichtung zur „Förderung von Qualität und Effizienz“ der allgemeinmedizinischen Weiterbildung bildet der Paragraf 75a SGB V. Diese Kompetenzzentren ergänzen die bereits bestehenden Maßnahmen für die zukünftige wohnortnahe, ambulante Versorgung. Ärzte in Weiterbildung werden durch das KWSH während der gesamten Weiterbildung begleitet und auf die ambulante Tätigkeit und die Niederlassung optimal vorbereitet. Zu den in der Weiterbildungslandschaft neuen Aufgaben, die das Kompetenzzentrum übernimmt, gehören unter anderem das Durchführen von Schulungstagen für Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin, Train-the-Trainer-Kurse für Weiterbildungsbefugte, 10 | 2017

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das Unterstützen von Mentoren, das Verwenden des kompetenzbasierten Curriculums Allgemeinmedizin und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Programms. All diese Angebote dienen dem fachlichen und persönlichen Kompetenzzuwachs der Ärzte in Weiterbildung und der medizindidaktischen Qualifikation der Weiterbilder. Abbildung 1 zeigt die Elemente, um die sich das Kompetenzzentrum Weiterbildung kümmern wird. Ein solches Programm, auch als „Verbundweiterbildung plus“ bekannt, gehört zu den preiswertesten Strategien gegen den Hausärztemangel, dessen Effekte nach rund fünf Jahren sichtbar werden. Zu diesen Effekten gehören, dass mehr Nachwuchsärzte die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin wählen, dass die Zahlen der Fachärzte für Allgemeinmedizin steigen und dass dieses Plus an Fachärzten in der unmittelbaren Patientenversorgung ankommt. aktuell

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Titelthema K ompetenzzentrum A llgemeinmedizin

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Strukturierte, kontinuierliche Rotation

Abbildung 1

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Arzt in Weiterbildung

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Sowohl die Schulungstage als auch die Train-the-Trainer-Kurse fördern die Vernetzung der Kollegen untereinander. Hieraus entstehen verlässliche Netzwerke und ein neues Selbstbewusstsein unter Hausärzten. An den Schulungstagen oder dem Train-theTrainer-Kurs-Interessierte können sich bei der Akademie für die Schulungstage anmelden.

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Zweimal im Jahr werden Train-the-Trainer-Kurse angeboten, um Weiterbildungsbefugte in ihrer Aufgabe auch didaktisch zu unterstützen. Schwerpunkt neben dem Vermitteln von formalen und rechtlichen Informationen ist daher das Üben von Feedback. Diese Kurse gehören erfahrungsgemäß zu den sehr gut evaluierten Fortbildungsveranstaltungen. Der erste Train-the-Trainer-Kurs wurde im März 2017 durchgeführt.

Verbundweiterbildung plus

Daher soll mit dem KWSH auch eine nahtlose Anbindung zwischen Studium und allgemeinmedizinischer Weiterbildung erreicht werden. Hinter dem KWSH stehen die Institute für Allgemeinmedizin an den Universitäten in Lübeck und Kiel sowie das Institut für Ärztliche Qualität in Schleswig-Holstein (IÄQSH). Das IÄQSH wurde 2015 von der Landeskrankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie der Landesärztekammer gegründet. Das landestypische, sehr gute Miteinander spiegelt sich auch in der Konzeption des KWSH wider: Die Institute für Allgemeinmedizin in Lübeck und Kiel übernehmen die inhaltliche Ausgestaltung und das IÄQSH übernimmt die organisatorischen Aufgaben, die für die Elemente der Verbundweiterbildung plus anstehen. Das IÄQSH wird zukünftig der Hauptansprechpartner für Fragen rund um die Weiterbildung zum Allgemeinarzt in Schleswig-Holstein sein und eine zentrale Praxisbörse anbieten.

Kontakt Nina Brunken, Ärztliche Fortbildung und Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung Tel. 04551 803 760, Fax 04551 803 751 E-Mail: nina.brunken@aeksh.de Ab 2018 wird für die Ärzte in Weiterbildung ein fakultatives Mentorenprogramm angeboten. Ein Mentor ist hierbei ein Facharzt für Allgemeinmedizin, der nicht gleichzeitig der Arbeitgeber ist und wesentliche Etappen der Weiterbildung mit begleitet. Die Mentoren werden selbstverständlich auf ihre Aufgabe vorbereitet und bei Bedarf supervidiert. Alle Veranstaltungen des KWSH werden evaluiert, um das Programm stetig weiterzuentwickeln und auf die Bedürfnisse der Teilnehmer rasch eingehen zu können. Die universitäre Anbindung ist hierfür eine ideale Voraussetzung. Prof. Dr. Jost Steinhäuser, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität zu Lübeck

Somit sind alle für das Gelingen des Kompetenzzentrums Weiterbildung relevanten Protagonisten des Bundeslandes am KWSH beteiligt.

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© uni-luebeck.de

Zu den Aufgaben im Einzelnen: Auf dem Boden des kompetenzbasierten Curriculums Allgemeinmedizin, www.uksh.de/allgemeinmedizin-luebeck/Downloads .html, wird ein Schulungsangebot für alle Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin angeboten. Dieses findet viermal im Jahr ganztägig unter der Woche statt. Die Gruppengröße ist auf maximal 25 Teilnehmer pro Gruppe festgelegt, um einen möglichst interaktiven Unterricht zu gewährleisten. Rund ein Drittel der Themen ist Aspekten zum Praxismanagement gewidmet, um hier frühzeitig Ängste abzubauen. Bereits jetzt nehmen rund 70 Ärzte in Weiterbildung an den Schulungstagen teil.

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Prof. Dr. Jost Steinhäuser leitet seit Oktober 2014 das Institut für Allgemeinmedizin in Lübeck. Seit 2008 entwickelt und erforscht er die Elemente der „Verbundweiterbildung plus“, die seit diesem Jahr deutschlandweit implementiert werden. Er ist außerdem Sprecher für den Bereich Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

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Titelthema

... und das sagen angehende Hausärzte, die an einem der Curricula des Kompetenzzentrums teilgenommen haben:

Das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin ermöglicht uns nicht nur Kernkompetenzen der Allgemeinmedizin und anderer relevanter Fachrichtungen praxisnah zu erwerben, sondern stärkt auch unsere hausärztliche Identität.

Lisa Schröder, Ärztin in Weiterbildung

Durch das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin wird auch Ärztinnen und Ärzten im stationären Weiterbildungsabschnitt die Gelegenheit gegeben, wertvolle Einblicke in die hausärztliche Tätigkeit zu gewinnen und sich strukturiert weiterzubilden.

Julia Wehner, Ärztin in Weiterbildung

Die Schulungstage des Kompetenzzentrums Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein sind ein gutes Beispiel für die vielen Veränderungen, die das Fach gerade erfährt und die alle Kollegen bemerken werden. Junge, angehende Hausärzte aus dem ganzen Bundesland werden in Bad Segeberg zusammengeführt, so sorgt die Veranstaltung für eine gute Vernetzung, die in diesem Umfang auf anderem Wege kaum zu organisieren wäre. Parallel gibt es viel zu lernen und viele praktische Tipps, die nach teils längerer Klinikzeit für die Praxis dringend gebraucht werden. Allgemeinmedizin lernt man eben am besten in der Allgemeinmedizin. Die Zahl der Ärzte in Weiterbildung zum Hausarzt steigt endlich wieder – und das liegt ganz sicher auch an der verbesserten Aus- und Weiterbildung. Hierfür sind die Kompetenzzentren Allgemeinmedizin ein ganz entscheidender Faktor, in den wir jungen Ärztinnen und Ärzte große Hoffnung legen.

Dr. Jens Lassen, Arzt in Weiterbildung

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Titelthema K ompetenzzentrum A llgemeinmedizin

Mehr Hausärzte für Schleswig-Holstein

Interview

Dr. Thomas Schang ist der neue Geschäftsführer des Instituts für Ärztliche Qualität in Schleswig-Holstein (IÄQSH). Im Interview erläutert der Facharzt für Chirurgie aus Eutin (Kreis Ostholstein) die strategischen Ziele und beschreibt, wie das Institut sie praktisch umsetzen will. Nordlicht: Was zeichnet das Institut für Ärztliche Qualität in Schleswig-Holstein aus? Dr. Thomas Schang: Das Besondere des Instituts sind seine drei Gesellschafter KVSH, Ärztekammer Schleswig-Holstein und Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein. Sie haben sich entschlossen, ein Institut für gemeinsame Aufgaben zu gründen.

Darüber hinaus kann das IÄQSH die Körperschaften KVSH und Ärztekammer in ihren hoheitlichen Aufgaben zur Sicherstellung, Weiterbildung und Qualitätssicherung in Teilaspekten unterstützen. Die Rolle der stationären Qualitätssicherung mit Qualitätsindikatoren und perspektivisch auch ambulanten Qualitätsindikatoren stehen auf der politischen Agenda, insbesondere auch die diesbezügliche Rolle der regionalen Selbstverwaltung.

Nordlicht: Was steht auf der Agenda des IÄQSH?

Nordlicht: Wird das ausreichen, damit es künftig wieder mehr Hausärzte in SchleswigHolstein gibt?

Schang: Aspekte der sektorübergreifenden Qualitätssicherung und sektorübergreifende Sicherung der Versorgung von morgen sind Themen, die alle drei Institutionen beschäftigen und daher Aufgaben für das Institut bieten können. Dessen vorrangigste Aufgabe ist es, das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin als zentrale Anlaufund Organisationsstelle zu allen Fragen der Weiterbildung im hausärztlichen Bereich zu etablieren. Dazu ist eine enge Kooperation mit den drei Gesellschaftern notwendig, insbesondere auch mit den beiden Lehrstühlen für Allgemeinmedizin in Lübeck und Kiel. Nordlicht: Was wollen Sie als Geschäftsführer des IÄQSH an konkreten Maßnahmen umsetzen? Schang: Neben der Organisation und Abrechnung besonderer Zusatzcurricula im Rahmen der Weiterbildung für Allgemeinmediziner, Train-the-Trainer-Seminaren für Weiterbilder und Mentorenprogrammen, soll eine zentrale Webseite mit interaktiver Stellenbörse und Informationen rund um die Weiterbildung erstellt werden. Außerdem soll die regionale Verbundweiterbildung weiter vorangebracht werden. Die verschiedenen Kompetenzzentren in Deutschland sollen sich über eine gemeinsame IT-Plattform vernetzen. Mit diesen Schritten ist eine gewisse Organisationsaufgabe für die Geschäftsführung verbunden. Die Unterstützung der Weiterbildung Allgemeinmedizin und auch von anderen Fachrichtungen sollte aber nicht als einzige Aufgabe des IÄQSH gesehen werden.

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Schang: Die deutliche Anhebung der Förderung für Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und anderer Fachrichtungen war ja schon ein großer Schritt. Nun muss die zügige Umsetzung der Weiterbildung für angehende Hausärzte weiter erleichtert werden. Nordlicht: Gibt es da denn ein Problem? Schang: Die tatsächlichen Zeiten bis zur Prüfungsanmeldung im Fach Allgemeinmedizin sind im Durchschnitt fast doppelt so lang wie eigentlich nötig. So stehen uns fertig ausgebildete Hausärzte etliche Jahre später als möglich zur Verfügung. Nordlicht: Wie könnte das geändert werden? Schang: Kürzere Weiterbildungszeiten könnten wir durch bessere Rotationsplanung, Verbundweiterbildungen zwischen stationärem und ambulantem Sektor und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Weiterbildung erreichen. Am Ende kommt es natürlich auch darauf an, dass sich neue Allgemeinmediziner dann auch in Schleswig-Holstein niederlassen. Nordlicht: Was ist nötig, damit das passiert? Schang: Bei der Wahl des Niederlassungsortes geht es auch, aber nicht nur, um das Vorhandensein kultureller Angebote, Schul- und Kita-Strukturen oder Jobs für berufstätige Ehepartner. Schleswig-Holstein ist ja eher ein klein- und mittelstädtischer Raum mit Großstädten in unmittelbarer Umgebung.

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Titelthema

Man kann durchaus in einer interessanten mittelgroßen oder großen Stadt wohnen und im ländlichen Umfeld praktizieren. Für eine Niederlassung ist aber auch die Existenz kooperativer Strukturen, wie funktionierende Praxisnetze, attraktiv, die idea-

lerweise bereits schon während der Weiterbildung erlebt wurden. Junge Ärzte sehen sich heute nicht mehr gern als Einzelkämpfer. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

Statement

„Schleswig-Holstein ist Vorreiter im Bund“ Statement von Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein Die Umsetzung eines Kompetenzzentrums Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein ist ein wichtiger Meilenstein für die Sicherung der hausärztlichen Versorgung im Land. In den ländlichen Bereichen ist die Versorgung momentan noch gewährleistet, doch diese Basis droht im demografischen Wandel verloren zu gehen. Daher begrüßt die Techniker Krankenkasse die Etablierung eines Kompetenzzentrums im Norden. Damit gehört Schleswig-Holstein zu den ersten Bundesländern, die ein solches Vorhaben zur Stärkung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung umsetzt. Die gute und enge Zusammenarbeit der Lehrstühle für Allgemeinmedizin im Land sowie der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung ist dabei die geeignete Basis einer erfolgreichen Durchsetzung. Nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und zusammen Ideen und Lösungen erarbeiten, kann das gemeinsame Ziel erreicht werden: Die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner zu fördern und so einen Beitrag zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung zu leisten. Bürokratiehürden überwinden Eine entscheidende Rolle dabei spielt der Bereich der Weiterbildung der jungen Ärzte. Dass den Teilnehmern an den Seminartagen neben medizinischem Fachwissen auch Dinge wie Arzt-Patienten-Kommunikation und das Leiten einer eigenen Praxis nähergebracht werden, ist enorm wichtig. Bürokratiehürden können so frühzeitig überwunden und die Sorgen, die mit der Verantwortung einer Praxis einhergehen, genommen werden. Dabei geht es unter anderem auch um Themen, wie Zeitmanagement, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Teamstruktur, Krisenmanagement und das Meistern des Praxisalltags. Das Ziel dabei ist immer gleich: Die Selbstständigkeit und Bereitschaft für eine eigene allgemeinärztliche Praxis zu erhöhen. Den jungen Ärzten sollen mittelfristig auch Modelle zur Verbund-Weiterbildung an Kliniken und Allgemeinarztpraxen angeboten werden. 10 | 2017

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Kommunikation zwischen Arzt und Patient Besonders wichtig ist die Schulung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Die Fortbildungs-Sequenz, in der VideoDokumentationen von Arzt-Patienten-Gesprächen von einem Supervisionsteam aus Arzt und Psychologen angesehen und an die jungen Ärzte rückgemeldet werden, ist neu für Deutschland. Positive Erfahrungen aus Dänemark und den Niederlanden sind jedoch ermutigend. So kann ganz nah an der Praxis das so wichtige Thema ArztPatienten-Kontakt geübt und gezielt verbessert werden. Die Einführung des Mentoring-Programms für alle Teilnehmer ist ein weiterer Baustein, der die Arbeit des Kompetenzzentrums abrundet. Denn wer könnte angehenden Medizinern die Berufspraxis besser darstellen, als ein praktizierender Hausarzt selbst? Wissen weitergeben, von den Erfahrungen anderer profitieren und sich gleichzeitig ein Netzwerk bilden: Das alles wird den angehenden Ärzten helfen, die notwendige Sicherheit und das Selbstbewusstsein für die verantwortungsvolle Tätigkeit als Facharzt für Allgemeinmedizin zu gewinnen. Schleswig-Holstein ist mit seinem Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin Vorreiter im Bund und wird sicherlich in anderen Ländern Nachahmer finden. Die Qualität der Weiterbildung wird durch das Kompetenzzentrum erhöht und erfolgt noch viel dichter an der Praxis als zuvor. Es ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um im Fach Allgemeinmedizin genügend Ärzte für die zukünftige Patientenversorgung im Norden zu gewinnen.

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NACHRICHTEN  KOMPAKT S trahlendiagnostik und - therapie

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Gehälter von medizinischen Fachangestellten steigen

Genehmigungsverfahren vereinfacht

© istock.com/RapidEye

Berlin – Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurde das Genehmigungsverfahren im Bereich der apparativen Anforderungen vereinfacht. Ärzte, die eine Genehmigung zur Durchführung radiologischer und computertomographischer Untersuchungen beantragen wollen, müssen zukünftig nur noch die behördliche Genehmigung beziehungsweise die Anzeigebestätigung nach Röntgenverordnung vorlegen. Darüber hinaus kann die Kassenärztliche Vereinigung weitere Unterlagen, z. B. den Bericht der Sachverständigenprüfung nach Röntgenverordnung, anfordern. Eine Gewährleistungserklärung der Hersteller oder Vertreiber des entsprechenden Gerätes muss nicht mehr eingereicht werden. Für weitere Informationen finden Sie eine Praxisnachricht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie die ab 1. Oktober 2017 gültige Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie auf unserer Homepage www.kvsh.de im Downloadcenter bei den genehmigungspflichtigen Leistungen unter „Radiologie“. Für bestehende Genehmigungen ändert sich nichts.

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Sepsis im Fokus Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Informationen zum Thema „Sepsis“ bereitgestellt, um Patienten und Ärzte stärker für die Infektionskrankheit zu sensibilisieren. In einer Patienteninformation werden Ursachen und Symptome leicht verständlich zusammengefasst. Ärzte können das Infoblatt kostenlos herunterladen, ausdrucken und im Wartezimmer auslegen. Außerdem stellt die KBV auf einer Themenseite im Internet weitere Informationen für Ärzte bereit, die unter anderem helfen können, eine Sepsis frühzeitig zu erkennen: www.kbv.de/html/sepsis.php 10

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Berlin – Medizinische Fachangestellte bekommen rückwirkend zum 1. April 2017 mehr Geld. Die Gehälter steigen um 2,6 Prozent und ab April 2018 nochmals um 2,2 Prozent. Darauf haben sich die Tarifpartner der niedergelas© istock.com/ Pablo631 senen Ärzte und der Verband medizinischer Fachberufe geeinigt. Das bisherige 13. Gehalt wird ab 2018 in eine Sonderzahlung umgewandelt: Die Hälfte des 13. Monatsgehalts wird auf die Monatsgehälter und Ausbildungsvergütungen umgelegt, die andere Hälfte als Sonderzahlung zum 1. Dezember ausgezahlt. Die Tarifpartner vereinbarten außerdem eine Erhöhung der Sonderzahlung ab dem zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit. Die Sonderzahlung beträgt im Jahr 2018 55 Prozent, im Jahr 2019 wären es 60 Prozent und ab 2020 wären es dann 65 Prozent des Monatslohns. Auch die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich rückwirkend zum April 2017 in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro brutto monatlich. Sie steigen damit von derzeit 730 Euro auf 760 Euro im ersten Jahr, von 770 Euro auf 800 Euro im zweiten und von 820 Euro auf 850 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

H onorarverhandlungen

Kassen wollten Null-Runde Berlin – Der Orientierungswert für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen steigt im nächsten Jahr bundesweit um 1,18 Prozent. Das hat der Erweiterte Bewertungsausschuss gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beschlossen. Der Honorarzuwachs beläuft sich in 2018 auf insgesamt rund 525 Millionen Euro. Das Ergebnis sei ein fatales Signal an die Ärzteschaft, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Bei überlaufenden Finanzreserven der Kassen und einer Bruttolohnsteigerung von im Schnitt drei Prozent würden die Ärzte und Psychotherapeuten zunehmend abgekoppelt. Dringend notwendige Investitionen könnten so nicht getätigt werden. Der GKVSpitzenverband hatte in den Honorarverhandlungen für das Jahr 2018 eine Null-Runde verlangt. Auch in einem Spitzengespräch zwischen den Verhandlungspartnern war keine Einigung möglich, sodass der Erweiterte Bewertungsausschuss eingeschaltet werden musste. Die KBV hatte dagegen eine Anhebung des Orientierungswertes von 2,4 Prozent gefordert und dies vor allem mit den gestiegenen Praxiskosten, insbesondere der Personalkosten begründet. Außerdem hatte sie mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, um die haus- und fachärztliche Versorgung gezielt zu fördern. Mehr Informationen zum Ergebnis der Honorarverhandlungen unter www.kbv.de/html/1150_31147.php aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT RKI

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Datenbank zu Antibiotikaresistenzen aktualisiert

IDH zeichnet NDR-Team aus

Berlin – Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine interaktive Datenbank „Antibiotika-Resistenz-Surveillance“ aktualisiert. Damit stehen Daten zu den Resistenzen für die wichtigsten bakteriellen Erreger auch für 2016 zur Verfügung. Die „AntibiotikaResistenz-Surveillance“ (ARS) ist ein System, in das Daten aus der Routinediagnostik von mikrobiologischen Laboratorien eingehen. Ziel ist es, Referenzdaten zu Antibiotikaresistenzen im stationären und ambulanten Bereich bereitzustellen. Die interaktive Datenbank bietet umfangreiche Möglichkeiten, Resistenzberichte für die wichtigsten bakteriellen Erreger zu generieren. Nutzer können neben Erreger- und Antibiotikakombinationen auch weitere Parameter wie Versorgungsbereich oder Region auswählen und auswerten. Aus den Daten kann dem RKI zufolge jedoch nur eine Aussage zur Resistenzsituation getroffen werden und keine Aussage zur Häufigkeit bestimmter Infektionen im klinischen Alltag. Das Institut weist darauf hin, dass in Deutschland noch für fast alle Infektionen Antibiotika zur Verfügung stehen. Mehr Informationen unter: www. ars.rki.de/Content/Database/Introduction/Main.aspx

I nvestitionsstau

Ärzte unsicher wegen Honorarentwicklung Berlin – In vielen deutschen Arztpraxen gibt es einen Investitionsstau. Allein für Medizingeräte, IT und EDV sehen Ärzte in diesem Jahr einen Investitionsbedarf von durchschnittlich 15.000 Euro pro Praxis. Das ergab eine Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung und der Universität Bayreuth. Bei der Befragung von knapp 900 Ärzten aus 26 Fachgebieten wurde deutlich, dass niedergelassene Mediziner erheblich weniger investieren als nach Einschätzung der Praxisinhaber notwendig wäre. Die Ursachen für das zurückhaltende Investitionsverhalten der Ärzte sind der Umfrage zufolge vielfältig. Allein 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Honorarentwicklung als zu unsicher ansehen. Zu den Investitionsbremsen zählen zudem jährlich variierende Steuerzahlungen. Hinzu kommen Sorgen vor Wettbewerbsnachteilen und unsichere Praxisnachfolgen. Je nach Praxis und fachlichem Zuschnitt liegt der Investitionsbedarf der Umfrage zufolge teilweise noch deutlich über dem Durchschnitt. So gaben internistisch ausgerichtete Arztpraxen an, 27.500 Euro an offenen Investitionen bei Medizingeräten und 10.000 Euro bei der IT und EDV zu haben. Auch in Praxiseinrichtungen werde eher zurückhaltend investiert. Insgesamt konnten 37 Prozent der befragten Vertragsärzte in den vergangenen drei Jahren Investitionsvorhaben nicht umsetzen. Knapp 44 Prozent glauben, dass sie anstehende Anschaffungen auch künftig nicht realisieren können. 10 | 2017

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Kiel – Die Interessengemeinschaft der Heilberufe in SchleswigHolstein (IDH), der auch die KVSH angehört, hat ihren Medienpreis Gesundheit 2016 an Stefan Eilts, Constantin Gill, Eike Lüthje, Christian Schepsmeier und Julia Schumacher vom NDR verliehen. Das Journalisten-Team erhielt die Auszeichnung für ihre intensive Recherche und journalistische Aufarbeitung von Medikamentenversuchen an Heimkindern am ehemaligen Landeskrankenhaus Schleswig. „Mit ihrer crossmedialen, unaufgeregten, aber eindringlichen Berichterstattung haben sie im wahrsten Sinne des Wortes Licht in ein dunkles Kapitel der Medizingeschichte Schleswig-Holsteins gebracht“, heißt es in der Laudatio. Die Preisverleihung fand im Rahmen des ersten Parlamentarischen Abends der akademischen Heilberufe in Kiel statt. Die Premiere der gemeinsamen Veranstaltung der acht Organisationen der Ärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, Tierärzte und Zahnärzte in Schleswig-Holstein war ein großer Erfolg: Rund einhundert Gäste aus Politik, Verbänden und Medien waren der Einladung gefolgt. Unter ihnen auch Landesgesundheitsminister Dr. Heiner Garg, der ein Grußwort sprach.

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20 Jahre PraxisNetz Plön Bad Segeberg – Das PraxisNetz Plön e. V. (PNP) hat im Rahmen einer Feierstunde im Plöner Prinzenhaus sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Die Patienten profitieren vom engen Kontakt der Ärzte untereinander, von einer Behandlung ihrer Krankheitsbilder aus einem Guss und von schnellen Terminen beim Facharzt“, erklärte Dr. Dr. Joachim Pohl, Vorsitzender des PNP. Das PNP hat außerdem mit nahezu allen Pflegeheimen des Kreises Plön Kooperationsverträge geschlossen, um die Versorgung der Heimpatienten mit ärztlicher Rufbereitschaft, Fallkonferenzen und Fortbildung zu verbessern. Auch für die Ärzte sei das Leben als Netzarzt vorteilhaft. So sichere der seit Gründung des Netzes bestehende Qualitätszirkel die regionale Fortbildung. Im PNP sind insgesamt 45 Ärzte aus 35 Praxen organisiert. Der Netzverbund gehört seit 2016 zu den zehn von der KVSH geförderten Ärztenetzen. aktuell

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gesundheitspolitik G emeinsame V ersammlung

Forderung nach Stärkung von Selbstverwaltung und Freiberuflichkeit Vertreter der Niedergelassenen aus Hamburg und Schleswig-Holstein tagen anlässlich der Einweihung des Neubaus der KV Hamburg gemeinsam. freiberuflich inhabergeführten Praxen weit besser zu verwirklichen ist als in renditeorientierten KlinikKonzernen.“

Ein Ende der Budgetierung, mehr Rechte und regionale Gestaltungsmöglichkeiten für die Selbstverwaltung, erweiterte Handlungsmöglichkeiten der KVen zur Weiterentwicklung der Notfallversorgung und ein Ende der Bevorzugung Medizinischer Versorgungszentren im Zulassungsrecht. Dies sind wesentliche Forderungen einer Resolution, die die Mitglieder der Abgeordnetenversammlung der KVSH und ihre Kollegen der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) Anfang September in einer gemeinsamen Sitzung in Hamburg verabschiedeten. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl formulierten die Vertreter der mehr als 10.000 Niedergelassenen in den beiden norddeutschen Bundesländern ihre gemeinsamen Erwartungen an eine künftige Bundesregierung. Der Vorsitzende der Abgeordnetenversammlung der KVSH, Dr. Christian Sellschopp, hob bei der gemeinsamen Sitzung insbesondere den gesamtgesellschaftlichen Nutzen der Freiberuflichkeit hervor. Ihre tragenden Säulen seien die Freiheit von ökonomischen Zwängen, das Vertrauen der Patienten in die ärztlich therapeutische Unabhängigkeit und die Übernahme von Verantwortung für jeden einzelnen Hilfsbedürftigen und die gesamte Gesellschaft. Der Kieler Chirurg machte deutlich, dass dies „in 12

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Sein Kollege Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KVH, sagte: „Die Prinzipien der Freiberuflichkeit und der Selbstverwaltung schließen das Recht auf die eigenverantwortliche Organisation der eigenen Belange originär mit ein.“ Es könne nicht sein, dass die Politik seit Jahren den Einfluss und die Gestaltungsmöglichkeiten der Selbstverwaltung systematisch beschneide. „Wir fordern ein Ende dieser Entwicklung und ein klares Bekenntnis der Politik zu dem System der Selbstverwaltung, da © KV Hamburg niemand sonst die ambulante vertragsärztliche und vertragspsychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung in der Qualität und mit der Verlässlichkeit garantieren kann wie die Ärzte und Psychotherapeuten selbst“, so Heinrich. Trennendes und Gemeinsamkeiten Die Adressaten der Forderungen, die Vertreter der Parteien, hatten anschließend Gelegenheit, sich mit der Positionierung auseinanderzusetzen. Die Resolution war Grundlage einer Podiumsdiskussion, zu der KVSH und KVH eingeladen hatten. Teilnehmer waren der schleswig-holsteinische Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP), Dietrich Wersich (CDU), ehemaliger Senator, jetziger Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft und Arzt, Bernd Heinemann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPDLandtagsfraktion in Kiel, und Anja Hajduk, Bundestagsabgeordnete der Grünen aus Hamburg. Die Diskussion förderte Trennendes zwischen den Parteien ebenso zutage wie Gemeinsamkeiten. Ein Bekenntnis zur Selbstverwaltung legte SPD-Gesundheitspolitiker Heinemann ab. Er verwies darauf, dass er nicht nur Landtagsabgeordneter sei, sondern auch Vorsitzender des Verwaltungsrates einer Krankenkasse. Aus diesem Blickwinkel betonte er die Bedeutung einer Selbstverwaltung, die für die Gesundheitsversorgung auch über Gestaltungsmöglichkeiten verfüge. aktuell

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gesundheitspolitik Eine klare Abgrenzung zum Koalitionspartner im Bund, der SPD, nahm der Hamburger CDU-Vertreter Wersich vor und betonte die „ordnungspolitischen Differenzen“ zur SPD, der er vorwarf, mehr staatliche Regulierung in der Gesundheitsversorgung umsetzen zu wollen.

© KV Hamburg

Eine gute Versorgung könne es nur mit einer starken Selbstverwaltung geben, zeigte sich Landesgesundheitsminister Garg überzeugt, und erteilte jeder Form von „Staatsmedizin“ eine Absage. Er forderte insgesamt mehr Mut in der Gesundheitspolitik. Die Grüne Abgeordnete Hajduk mahnte, die Versorgung nicht nur aus der Sicht der Leistungserbringer zu sehen, sondern die Gesamtsituation im Auge zu behalten. So sei die ungleichmäßige Verteilung der Arztsitze in Hamburg ein Problem, das verschiedene Akteure gemeinsam lösen müssten. Sie sprach sich dafür aus, solche Probleme nicht ideologisch anzugehen.

© KV Hamburg

Weitere Themen der Diskussion waren die Forderung nach einem Ende der Budgetierung, die Bürgerversicherungspläne einiger Parteien und die Notfallversorgung. Wenig Differenzen gab es bei den Vertretern der Parteien in der Einschätzung, dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens eines der großen Themen der nächsten Wahlperiode werden wird. Sollen die Chancen der Digitalisierung in der medizinischen Versorgung genutzt werden, bedarf es der Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur. Der Auf- und Ausbau dieser Infrastruktur, darin bestand über Parteigrenzen hinweg Einigkeit, komme in Deutschland aber noch zu langsam voran.

© KV Hamburg

KVH weiht neues Verwaltungsgebäude ein Anlass für die gemeinsame Sitzung der Ärzte und Psychotherapeuten aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die Podiumsdiskussion war die Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der KVH. Ein moderner Neubau, der für die Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten weit mehr ist, als nur der Verwaltungssitz der KV. Das neue Haus, das in alter Tradition den Namen „Ärztehaus Hamburg“ trägt, sei „ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die ärztliche und psychotherapeutische Selbstverwaltung lebt“, hob der Hamburger VV-Vorsitzende Heinrich bei der symbolischen Schlüsselübergabe hervor.

Das Ärztehaus Hamburg ist nach dem Abriss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in drei Jahren Bauzeit in der Humboldtstrasse in Hamburg, dem angestammten Sitz der Körperschaft, entstanden. Die Kosten, getragen ausschließlich von den Hamburger Vertragsärzten und -psychotherapeuten, belaufen sich auf 40 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme des neuen Domizils der Niedergelassenen feierte die KVH mit rund 1.000 Gästen, darunter Ärzte und Psychotherapeuten, Mitarbeiter der KVH sowie Ehrengäste und Nachbarn aus dem Stadtviertel. Delf Kröger, KVSH

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© KV Hamburg

Der Vorstandsvorsitzende der KVH, Walter Plassmann, ergänzte, dass die Hamburger Vertragsärzte und -psychotherapeuten nun wieder über einen angemessenen Ort für ihre Gremienarbeit und verschieden große Säle für Ausschusssitzungen und Veranstaltungen der KVH sowie ärztlicher Verbände verfügten – und die etwa 400 Mitarbeiter über moderne Büros.

Dr. Monika Schliffke, KVSH-Vorstandsvorsitzende, übergab dem Vorsitzenden des Vorstandes der KV Hamburg, Walter Plassmann, ein Bild der Künstlerin Claudia Bormann als Einzugsgeschenk.

aktuell

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gesundheitspolitik B rustkrebsfrüherkennung

Knapp jede zweite Frau macht mit

Foto: Kuschel/AOK

Zehn Jahre nach Einführung des Mammographie-Screenings in Schleswig-Holstein haben Vertreter des Netzwerkes „ Betrifft Brust“ eine positive Bilanz gezogen. Seit dem Start des landesweiten Programms wurden rund 1,7 Millionen Einladungen verschickt und mehr als 850.000 Röntgenuntersuchungen auf Brustkrebs durchgeführt.

Zogen eine positive Bilanz nach zehn Jahren Mammographie-Screening in Schleswig-Holstein, von links: Thomas Haeger (AOK-Landesdirektor), Cornelia Wulff (Patientin), Dr. Heiner Garg (Landesgesundheitsminister), Dr. Susanne Wulff (programmverantwortliche Ärztin) und Dr. Monika Schliffke (KVSH-Vorstandsvorsitzende)

Seit 2007 erhalten alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zu einer Röntgenuntersuchung im Rahmen des Mammographie-Screenings. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg appellierte an die Frauen, dieses so wichtige Angebot auch anzunehmen. „Nutzen Sie die Informationsangebote zum Mammographie-Screening und das angebotene Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Machen Sie mit!“, so der FDP-Politiker. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Rahmen des Programms 325.000 Frauen untersucht, viele von ihnen mehrfach. Dabei wurden bei etwa 6.200 Frauen Karzinome entdeckt – in den meisten Fällen in einem frühen Stadium und daher mit

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guten Heilungschancen für die Frauen. „Dies zeigt, wie effektiv das Früherkennungsprogramm ist“, unterstrich Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. „Die wichtigste Botschaft des Mammographie-Screenings ist, dass Frauen damit vor dem Brustkrebstod bewahrt werden können.“ Teilnehmerrate 46 Prozent Für Thomas Haeger, AOK-Landesdirektor und Vorsitzender des landesweiten Netzwerks „Betrifft Brust“, ist es ein wichtiges Ziel, die Teilnahmerate von derzeit 46 Prozent zu steigern. „Mit diesem Ergebnis können wir noch nicht zufrieden sein, auch wenn wir damit im bundesweiten Durchschnitt liegen. Unser gemeinsames Ziel ist es, noch besser zu werden“, sagte Haeger. aktuell

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gesundheitspolitik Neben besseren Heilungschancen profitieren die Frauen außerdem von einer schonenderen Therapie: „Die Brust kann häufiger erhalten bleiben. Ergänzende Chemotherapien sind meistens nicht notwendig“, so Dr. Susanne Wulff, niedergelassene Gynäkologin aus Lübeck und Programmverantwortliche Ärztin für die Screening-Einheit „Östliches Schleswig-Holstein“. Dort wurde vor zehn Jahren das landesweite Programm gestartet. Wie wichtig eine regelmäßige Teilnahme am MammographieScreening ist, zeigt das Beispiel von Cornelia Wulff (57) aus Bad Schwartau. Die Patientin von Dr. Susanne Wulff – die Namensgleichheit ist zufällig – hat bereits mehrfach am Screening teilgenommen und wurde aufgrund einer Auffälligkeit zu einer Nachuntersuchung eingeladen. Letztendlich stellte sich der Verdacht auf Brustkrebs als falsch heraus. Die regelmäßigen Kontrollen, aber auch die weiterführende Untersuchung hätten ihr Sicherheit gegeben, erklärte Cornelia Wulff: „Ich appelliere an alle Frauen, angstfrei an die Sache heranzugehen und das Angebot zum Mammographie-Screening als Chance zu begreifen.“ Durch das Mammographie-Screening werden bösartige Tumore sehr viel häufiger in einem frühen Stadium gefunden. Bundesweite Zahlen der Kooperationsgemeinschaft Mammographie belegen, dass 80 Prozent der entdeckten Karzinome kleiner als zwei Zentimeter sind. Vor Einführung des Screenings lag dieser Anteil bei nur 49 Prozent. Außerdem sind die Lymphknoten immer öfter noch nicht befallen, wenn ein Karzinom entdeckt wird. Das trifft mittlerweile in 78 Prozent der Fälle zu. Vor Beginn des ScreeningProgramms lag dieser Wert bei 57 Prozent. Beide Faktoren verbessern die Prognose für die von Brustkrebs betroffenen Frauen.

Die Untersuchung Beim Mammografie-Screening werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen gemacht. Diese werden von zwei Fachärzten ausgewertet, auffällige Befunde werden mit einem weiteren Spezialisten beraten. In der Regel bekommen die Frauen innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung einen Brief mit dem Ergebnis. Die meisten (rund 95 Prozent) erhalten einen unauffälligen Befund. In Schleswig-Holstein sorgen sechs stationäre Screening-Zentren und vier mobile Röntgenstationen – sogenannte Mammobile – für ein flächendeckendes und wohnortnahes Früherkennungs Angebot. Hintergrund Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Allein in Schleswig-Holstein erkrankten im Jahr 2014 fast 2.900 Frauen neu an Brustkrebs. Etwa 750 starben daran. Unter dem Dach der Gesundheitsinitiative der Landesregierung haben das Gesundheitsministerium, die gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein und die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein bereits im Jahr 2005 gemeinsam das Netzwerk „Betrifft Brust“ gegründet. Das Mammographie-Screening bildet eine der vier Säulen zur Brustkrebsfrüherkennung und -versorgung. Weitere Infos unter: www.betrifft-brust.de Marco Dethlefsen, KVSH

Mehr als 850.000 Untersuchungen in zehn Jahren

1.728.010

Ausgewertete Untersuchungen (bis 31. März 2017)

verschickte Einladungen

829.354

851.366 durchgeführte Untersuchungen 324.982

Erstuntersuchungen

526.384

Folgeuntersuchungen

805.370

durchgeführte Untersuchungen – einige Frauen bereits zum fünften Mal

6.169 Fälle, bei denen ein Tumor entdeckt wurde.

94.6 %

Röntgenaufnahmen unauffällig

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Quelle: Referenzzentrum Mammographie

Durchgeführte Untersuchungen (bis 30. Juni 2017)

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gesundheitspolitik Ä rztliche V ersorgung auf dem L and

Erfolgreiches Seminar für Gemeinden

Welchen Beitrag können Kommunen leisten, um die ärztliche Versorgung im Flächenland Schleswig-Holstein jenseits der großen Städte zu erhalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Seminars, zu dem die KVSH, das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) und die Akademie für die ländlichen Räume e. V. (ALR) im September gemeinsam in das BNUR-Tagungszentrum nach Flintbek eingeladen hatten.

Wie sehr das Thema die Verantwortlichen in den ländlichen Regionen bewegt, zeigte die große Resonanz. 75 Teilnehmer konnten die Veranstalter begrüßen, fast ausnahmslos Bürgermeister, Gemeindevertreter, Kreistagsabgeordnete und Vertreter kommunaler Verwaltungen. Bianca Hartz, Leiterin der KVSH-Zulassungsabteilung, gab zum Auftakt einen Überblick über die Versorgungslage und die Handlungsmöglichkeiten und -grenzen der KVSH. Harald Stender, Koordinator ambulante Versorgung des Kreises Dithmarschen, gewährte einen Einblick in seine Arbeit und hatte praktische Tipps für die Zuhörer, wie Gemeinden das Thema Ärzteversorgung angehen und welche Fehler sie vermeiden sollten. Insbesondere riet er, zunächst immer das direkte Gespräch mit den Ärzten vor Ort zu suchen. Mit Ralf Lausen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amt es Arensharde, und Lutz Schnoor, Leiter der Stabsstelle für Daseinsvorsorge und Projektförderung des Amtes, berichteten zwei Vertreter aus einer kommunalen Verwaltung, wie sie den Wandel in der Versorgung mitgestalten. Sie schilderten, welche Wege nicht zum Erfolg geführt haben, und wie es dank des kommunalen 16

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Engagements in einem Teilbereich des Amtes nun gelingt, durch die Unterstützung von Praxen, die sich an einem Standort zusammentun wollen, zukunftsfähige Strukturen aufzubauen. Auch die ärztliche Sicht kam nicht zu kurz. Hausarzt Dr. Reimar Vogt konnte einst selbst auf die Unterstützung seiner Gemeinde zählen, als er sich in Pahlen niederließ. Er legte dar, worauf Ärzte bei der Standortwahl achten und verdeutlichte, dass sich die Gemeinden in Zukunft auf eine Ärztegeneration einstellen müssen, die anders leben und arbeiten will als der Landarzt der Vergangenheit. Deutlich wurde: Die Versorgung im ländlichen Raum ist im Wandel. Nur wenn alle Beteiligten ihre Möglichkeiten bündeln, wird es in Zukunft auch jenseits der Städte eine ärztliche Versorgung geben. Die Kommunen sind in diesem Prozess ein unverzichtbarer Partner. Delf Kröger, KVSH

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PRAXIS  & KV spezielle palliativmedizinische V ersorgung ( S A P V )

Palliativziffern für Hausärzte weiter ansetzbar Durch teilweise widersprüchliche Mitteilungen in der ärztlichen Presse ist es zu Missverständnissen hinsichtlich der Ansetzbarkeit der Palliativziffern gekommen. Das soll dieser Artikel klar- und richtigstellen.

Dieses Modell ist für Bereiche gedacht, in denen eine flächendeckende Versorgung mit SAPV nicht sichergestellt ist. Das ist bei uns in Schleswig-Holstein zurzeit jedoch eigentlich nicht erforderlich, da wir eine flächendeckende Versorgung mit SAPV-Teams haben. Es gibt aber Bundesländer, in denen es nicht so gut organisiert ist. Für diese Länder ist dieser „Mittelweg“ gedacht und eingerichtet worden. Jeder, der an der Palliativversorgung teilnimmt und das weiterhin gerne und auch intensiver machen möchte, der die Anforderungen der SAPV für sich aber noch zu umfangreich hält, kann diese Möglichkeit als „Aufbau“ für seine Fähigkeiten nutzen, um später eventuell noch die Qualifikationen aufzustocken und dann auch an der SAPV teilzunehmen.

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ƒƒ D  ie bisher gültigen Palliativziffern (GOP 03371/03372/03373 bzw. 04371/04372/04373) sind wie bisher für alle Ärzte abrechenbar, die Patienten palliativmedizinisch betreuen – und das ohne jegliche zusätzliche Qualifikation. Durch die neue Verordnung wird dieses Kapitel nicht berührt. ƒƒ Die bisher gültige spezielle palliativmedizinische Versorgung (SAPV) gibt es auch weiterhin. Die Voraussetzungen der besonderen Qualifikation (200-Stunden-Kurs), installiertes palliativmedizinisches Team, Rufbereitschaft dieses Teams (24 Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche) für dieses Gebiet wird von der neuen Verordnung ebenfalls nicht berührt. ƒƒ Zusätzlich gibt es nun „den Mittelweg“ für diejenigen Ärzte, welche die höheren Anforderungen der speziellen palliativmedizinischen Versorgung bisher nicht erfüllen. Es gibt die Möglichkeit, mit reduzierter Anforderung (40-StundenKurs), auf den Teile anderer Versorgungsbereiche anrechenbar sind (Psychosomatik/Geriatrie), an der Versorgung teilzunehmen. Für diese Ärztinnen und Ärzte gibt es neue Abrechnungsziffern. 10 | 2017

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Quintessenz Eigentlich bleibt bei uns alles, wie es ist. Die palliativmedizinische Basisversorgung klappt gut, und diese Versorgung (inklusive der Abrechnungsziffern) wird weiterhin bestehen bleiben. Die spezielle Palliativmedizin wird ebenfalls weiterhin stattfinden, mit gleichfalls weiter bestehender Abrechnungsmöglichkeit. Zusätzlich wird es nun eine dritte Möglichkeit zwischen diesen beiden Wegen geben, die mit reduzierten Anforderungen an die Zulassung für die Bereiche gedacht ist, in denen eine flächendeckende SAPV bisher nicht zur Verfügung steht. Für diese Regionen wollte man die hohen Anforderungen für die SAPV reduzieren, um die Versorgung dort sicherzustellen. Prof. Dr. Jens-Martin Träder, Arzt für Allgemeinmedizin, Lübeck

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PRAXIS  &  KV A s y lbewerberstatus

Die Ziffer macht den Unterschied

© istock.com/Wavebreakmedia

Praxisteams haben beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) von Asylbewerbern manchmal Probleme zu erkennen, welchen Status und welche damit verbundenen Behandlungsansprüche die jeweiligen Patienten haben. Es gibt eindeutige Erkennungsmerkmale auf dem Chip der eGK, die eine gute Orientierung bieten.

Der Status von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist ein wichtiges Behandlungskriterium, denn Patienten aus diesem Personenkreis haben in den ersten 15 Monaten ihres Aufenthaltes in Deutschland nur einen eingeschränkten Anspruch auf medizinische Versorgung. Übernommen werden laut Asylbewerberleistungsgesetz lediglich die Kosten bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen. Zudem besteht Anspruch auf Schutzimpfungen und Früherkennungsuntersuchungen sowie Mutterschaftsleistungen. Danach sind sie Sozialhilfeempfängern gleichgestellt und haben Anspruch auf den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Kennzeichnung auf der eGK Praxen können bereits beim Einlesen der eGK in ihr Praxisverwaltungssystem erkennen, ob bei Patienten aus diesen Personengruppen ein eingeschränkter Leistungsanspruch zu beachten ist.

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Die eGK von Asylbewerbern hat auf dem Chip ein zusätzliches Feld, die „Besondere Personengruppe“. Asylbewerber, die sich länger als 15 Monate in Deutschland aufhalten, werden in diesem Feld durch die Ziffer „4“ gekennzeichnet. Flüchtlinge und Asylbewerber, die weniger als 15 Monate in Deutschland leben, haben auf ihren Karten in diesem Feld dagegen die Ziffer „9“. Diese Bezeichnung ist allerdings immer nur auf dem Chip hinterlegt. Ein optisches Zeichen auf der Vorder- oder Rückseite der eGK gibt es nicht. Viele Krankenversicherungen haben außerdem auf dem Chip bei den besonderen Personengruppen „4“ und „9“ ein Datum mit dem Versicherungsende des Patienten eingetragen. Die Praxissoftware lehnt in diesem Fall eine Abrechnung über diesen Zeitraum hinaus automatisch ab und zeigt das dem Nutzer auch an. KBV/Redaktion

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PRAXIS  & KV T elematikinfrastruktur

Praxisausweis – kleine Karte, große Wirkung

Seine Funktion ist klar definiert: Praxen benötigen den Praxisausweis zur Registrierung als medizinische Einrichtung, damit der Konnektor eine Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) aufbauen kann. Doch was steckt sonst noch alles in ihm?

© istock.com/olm26250

Finanzierung Für den Praxisausweis werden 23,25 Euro je Quartal erstattet (einmal pro Praxis). Damit sind die Kosten komplett abgedeckt. Für ein mobiles Kartenterminal wird ein weiterer Praxisausweis finanziert. Die Praxisausweise sind fünf Jahre gültig.

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Der Praxisausweis kann nicht über die KVSH bezogen werden. Die erforderlichen Praxisausweise werden direkt beim sogenannten Trust-ServiceProvider bestellt.

Sobald die Bestellprozesse beim Trust-Service-Provider freigeschaltet wurden, werden wir Sie umgehend informieren. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung wird eine Liste der Anbieter auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Beim Praxisausweis handelt es sich um eine sogenannte Security Module Card Typ B-Karte (SMC-B). Die Karte wird bei der Installation der TI-Technik in eines der Kartenterminals gesteckt und über eine PIN freigeschaltet. Eine erneute Eingabe der PIN ist erforderlich, wenn das Gerät neu eingeschaltet wird. Nur so kann der Konnektor eine Online-Verbindung zur TI herstellen.

Noch Fragen? Rufen Sie unsere Telematik-Hotline an: Tel. 04551 883 888

Onlineabgleich der elektronischen Gesundheitskarte beim Haus- bzw. Pflegeheimbesuch Der Onlineabgleich der elektronischen Gesundheitskarte wird beim Haus- bzw. Pflegeheimbesuch nicht durchgeführt. Ärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche durchführen, die meisten Anästhesisten sowie Praxen mit ausgelagerten Praxisstätten erhalten auch ein mobiles Kartenterminal. Diese Geräte arbeiten im Offline-Betrieb: Eine Aktualisierung der Versichertenstammdaten ist damit nicht möglich, dies erfolgt ausschließlich am Hauptstandort der Praxis (vgl. Anlage 4a Bundesmantelvertrag-Ärzte). Für den Betrieb eines mobilen Kartenterminals werden ein weiterer Praxisausweis oder ein elektronischer Heilberufsausweis zur Identifikation benötigt.

Praxisinformation – Infoblätter – FAQ-Bereich Eine Praxisinformation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Telematikinfrastuktur, zur notwendigen technischen Ausstattung der Praxis und deren Finanzierung. Eine Checkliste informiert, wie Niedergelassene ihre Praxis auf die Umstellung vorbereiten können und welche Punkte sie beim Abschluss eines Vertrages beachten sollten. Darüber hinaus enthält die Publikation Informationen zum Versichertenstammdatenmanagement. Ergänzend zur Praxisinformation hat die KBV zwei Infoblätter veröffentlicht, die alles Wesentliche zu den notwendigen Komponenten sowie zur Finanzierung der Praxisausstattung zusammenfassen. Alle Informationen finden Sie unter www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php und auf www.kvsh.de

Die elektronischen Gesundheitskarten werden aus den mobilen Geräten, wie bisher, in das Praxisverwaltungssystem (PVS) übernommen. Es wird bei diesen Versicherten kein nachträglicher Onlineabgleich nach dem Einlesen ins PVS durchgeführt. Da erst im Verlauf des Jahres 2018 mit neuen mobilen Kartenlesegeräten zu rechnen ist, können Bestandsgeräte vorerst weiter verwendet werden. Mobile Kartenterminals können zeitlich unabhängig von den anderen Komponenten bestellt, angebunden und abgerechnet werden. 10 | 2017

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Timo Rickers, KVSH

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PRAXIS  &  KV S erie

Kreisstelle Plön

Das sind die Kreisstellen Ärztliche Selbstverwaltung funktioniert nicht von allein, sondern sie braucht regionale Vertreter, die den Ärzten und Psychotherapeuten vor Ort schnell und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Schleswig-Holstein füllen die Kreisstellen diese wichtige Rolle aus. Grund genug für das Nordlicht, den 15 Kreisstellen die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen.

Motto E pluribus unum Carpe diem

Vorsitzender Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl, Facharzt für Allgemeinmedizin in Ascheberg Neue Heimat 1 24326 Ascheberg   Tel. 04526 1000 Fax 04526 1849 drpohl@gmx.de

Kreisstelle

Plön

Stellvertreter Gerhard Müller-Dietz, Facharzt für Orthopädie in Preetz Tel. 04342 2515

Weitere Beiratsmitglieder Holger Bernsdorff, Facharzt für Allgemeinmedizin in Lütjenburg Dr. Jürgen Held, Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie/Psychotherapie in Preetz (ausschließlich psychotherapeutisch tätig) Jens Kohn, Facharzt für Allgemeinmedizin in Schönberg Dr. Claus Onischke, Facharzt für Innere Medizin (hausärztlich) in Selent Dr. Walter Voß, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Plön

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Sekretariat Petra Haack Neue Heimat 1 24326 Ascheberg Tel. 04526 1000 kreisstelle.ploen@kvsh.de

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PRAXIS  & KV

Nächste Beiratssitzung 9. November 2017 Landhaus Schellhorn in Preetz

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Aktuelle Projekte der Kreisstelle Plön Alljährlich „Disputatio pharmacologica“ mit dem Pharmakologischen Institut der CAU Kiel Todesfeststellung und Dokumentation mit dem Amtsarzt des Kreises Vernetzung per EDV beginnend mit der Übersendung von Arztbriefen zwischen den Leistungserbringern Ärzte und Krankenhäuser (KV-SafeMail erforderlich) Im Oktober „Allgemeinmedizin - Quo vadis?“ mit dem Institut für Allgemeinmedizin der CAU Kiel

Drei gute Gründe, sich in der Kreisstelle Plön zu engagieren ƒƒ Z u Fragen von Versorgungsproblemen im Kreis sind nicht nur die Kollegen des Beirates kompetent. Nur wenn man sich engagiert und frühzeitig in Fragen der gesundheitspolitischen Entwicklung einbringt, kann man etwas bewegen. ƒƒ Persönliches Engagement zur Erhaltung ärztlicher Tätigkeit (soweit noch vorhanden) in freier Praxis. ƒƒ Persönliches Kennenlernen zum Abbau von Barrieren zur Verbesserung der ärztlichen Zusammenarbeit.

Termin Kreisstellenvollversammlung: 15. November 2017 Landhaus Schellhorn in Preetz

Die Kreisstelle Plön kümmert sich auch um den ärztlichen Nachwuchs und unternimmt dazu Folgendes

Selbstverständnis der Kreisstelle ƒƒ Information und Diskussion über Vorgänge/ Beschlüsse der KVSH sowie von gesundheitspolitischen Vorgaben/Aspekten der KBV und des Gesetzgebers ƒƒ Aktive ärztliche Fortbildung ƒƒ Engagement für ein kollegiales Miteinander der Ärzteschaft ƒƒ Förderung der Zusammenarbeit mit nichtärztlichen Leistungserbringern, z. B. Pflegediensten ƒƒ Interessenvertretung der niedergelassenen Ärzte des Kreises (strenge kritische Prüfung von Sonderbedarfsanträgen)

ƒƒ Information über Kreisstellenvollversammlungen ƒƒ Hilfestellung durch persönliche Beratung bei Neuniederlassung: Nach Möglichkeit und Bedürfnis Besuch jedes neu niedergelassenen Arztes in seiner Praxis ƒƒ Förderung studentischer Praktika in Arztpraxen des Kreises in Zusammenarbeit mit der CAU Kiel

www.kreisstelle-ploen.de 10 | 2017

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Leserbrief PRAXIS  &  KV Leserbriefe sind keine Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, die Texte zu kürzen. Bitte geben Sie Ihren Namen, die vollständige Adresse und für Rückfragen Ihre Telefonnummer an. Wir freuen uns auf Ihre Leserbriefe. Bitte schicken Sie diese per E-Mail an: nordlicht@kvsh.de, per Post: KVSH Redaktion Nordlicht, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg, per Fax: 04551 883 396

N ordlicht 0 9 | 2 0 1 7 V ersicherte haben A nspruch auf A ushändigung der F ormblätter , S eite 3 0

Für noch bessere Diagnostik durch weniger Bürokratie Heiko Borchers (Verfasser des Artikels, Anm. d. Red.) begründet die erneute Ausweitung der Bürokratie mit verpflichtender Psychotherapeutischer Sprechstunde und zwei neuen Formblättern PTV 10 und PTV 11 von doch sehr zweifelhaftem Nutzen mit den Worten: „Also bevor es irgendwie weitergeht, gilt es, ein Mindestmaß an Abklärung durchlaufen zu haben.“ Diese Formulierung bedeutet sprachlogisch, dass es vor der Einführung der neuen bürokratischen Formulare weniger als das „Mindestmaß an Abklärung“ gegeben haben müsste, denn sonst wäre alles beim Alten geblieben und die zusätzliche Bürokratie wohl kaum entwickelt worden. Für meine Person und auch für alle die Kollegen, deren Arbeit ich aus meiner Intervisionsgruppe heraus fachlich beurteilen kann, möchte ich diese Unterstellung fachlicher Inkompetenz zurückweisen.

torischen“ Sitzungen nach EBM Ziffer 35150 stattgefunden. Der berufspolitische Skandal, den unsere Vertreter in der KV zu verantworten haben, besteht darin, dass diese Ziffer 35150 pro 50 oder 70 Minuten für die anspruchsvolle Diagnostik und Therapieplanung spürbar schlechter honoriert wird als alle folgenden Therapiestunden nach Ziffer 35421 und folgende. Wenn es also darum ginge, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass wir lieber noch mehr Zeit für die Abklärung und für noch bessere Diagnostik verwenden, dann hätte die Vergütung der Ziffer 35150 mindestens auf oder besser noch über das Niveau der anderen Therapiestunden angehoben werden müssen. Statt dessen wird die skandalöse Abstrafung für gute Diagnostik fortgeschrieben, die dafür zur Verfügung gestellte Zeit sogar von fünf auf vier probatorische Sitzungen gekürzt, aber dafür gibt es zum Ausgleich die Psychotherapeutische Sprechstunde. Dr. ralf cüppers, Facharzt für

Seit Beginn meiner Niederlassung in eigener Praxis wurde bei allen meinen Patienten ohne Ausnahme eine ausführliche Abklärung und Diagnostik vorgenommen. Dieses hat bisher im Rahmen der sogenannten „proba-

Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin, Flensburg

N ordlicht 0 9 | 2 0 1 7 M ehr P atientensteuerung notwendig , S eite 12

„Antworten fehlt Aussagekraft“ Ausgangspunkt der Mitgliederbefragung war die Formulierung einer gesteigerten Leistungserwartung der Patienten. Ich erinnere an die Kampagne der KBV. Zitat der Kernbotschaft: „Wir arbeiten für Ihr Leben gern. Gestern, heute, morgen. Gemeinsam mit unseren 165.000 Kollegen sichern wir Ihre ambulante Versorgung. Und das rund um die Uhr: nachts, an Wochenenden und an den Feiertagen – bundesweit.“ Dies und die in den Konsumer-Medien unwidersprochen vorgestellte ärztliche Kompetenz (z. B. NDR3 – Visite etc.) fördern sicherlich einen zu definierenden Leistungsanspruch.

Die Darstellungsart des Umfrageergebnisses ist optisch ansprechend jedoch inhaltlich diskussionswürdig. Bei einer Rücklauf/ Teilnahmequote von gerade einmal 3,7 Prozent fehlt den Antworten die Aussagekraft für die Grundgesamtheit. Selbst der größte Antwortblock von 86,7 Prozent macht nur 176 von 5.500 Mitgliedern. Die Darstellung jedoch suggeriert ein Votum der gesamten Mitgliederschaft und ist somit ungeeignet. Interessant wäre vielmehr zu wissen, weshalb über 96 Prozent der angesprochenen Kollegen bei dieser Befragung erst gar nicht teilgenommen haben. Dipl.-Psych. Klaus Niel, Psychotherapeut, Westerdeichstrich

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________23 DMP Brustkrebs ______________________________________________________25 Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab _______________________________25 Heilmittelpreise Stand 1. Okober 2017 ____________________________________26

Aus der Zulassungsabteilung Folgende Psychotherapeutin wurde im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen: Name

Fachgruppe/Schwerpunkt

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dipl.-Sozialpäd. (FH) Nadja Janine Ritterson – halbe Zulassung –

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

25938 Oevenum, Buurnstrat 71 In der September-Ausgabe wurde ein falscher Niederlassungsort angegeben.

01.08.2017

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de:

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Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Sabine Schulzeck, Dr. med. Dieter Siebrecht und Dr. med. Martin Gleim

Anästhesiologie

Kiel

Prof. Dr. med. Detlef Zillikens und Dr. med. Mariella Fleischer

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Lübeck

Prof. Dr. med. Thorsten Feldkamp

Nephrologie

Kiel

Prof. Dr. med. Diether Ludwig

Innere Medizin/Gastroenterologie

Bad Segeberg

Prof. Dr. med. Felix Braun

Chirurgie

Kiel

Priv.-Doz. Dr. med. Hiltrud Muhle

Kinder- und Jugendmedizin/Neuropädiatrie

Kiel

Dr. med. Bernhard Nölle

Augenheilkunde

Kiel

Priv.-Doz. Dr. med. Tilmann von Spiegel

Anästhesiologie

Heide

Dr. med. Klaus Wittmaack

Anästhesiologie

Neumünster

Dr. med. Carmen Timke

Strahlentherapie

Flensburg

Prof. Dr. med. Stephan Hellmig

Innere Medizin/Gastroenterologie

Rendsburg

Dr. med. Irene von der Ahe

Radiologie

Flensburg

Dr. med. Lutz Scheele

Visceralchirurgie

Flensburg

Dr. med. Andreas Hohmann

Diagnostische Radiologie

Schleswig

Dr. med. Reinhard Jensen

Kinder- und Jugendmedizin

Heide

Dr. med. Christian Kugler

Chirurgie/Thoraxchirurgie

Großhansdorf

Dr. med. Wolfgang Rüther

Orthopädie

Bad Bramstedt

Guido Csomòs

Innere Medizin/Gastroenterologie

Pinneberg

Dr. med. Fjoralba Duka

Innere Medizin/Kardiologie

Pinneberg

Priv.-Doz. Dr. med. Ali Aydin

Innere Medizin/Kardiologie

Reinbek

Dr. med. Katja Bruhn

Kinder- und Jugendmedizin/Neuropädiatrie

Rendsburg

Dr. med. Jovana Arand

Nephrologie

Lübeck

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Name

Fachgruppe

Ort

Andreas Schmid

Chirurgie

Ratzburg

Dr. med. Karola Bollow

Chirurgie/Gefäßchirurgie

Ratzeburg

Gabriele Ziegeler-Botzet

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Pinneberg

Dr. med. Albert Scheidt

Chirurgie/Gefäßchirurgie

Nebel/Amrum

Prof. Dr. med. Oliver Behrens

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Rendsburg

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten: Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Dipl.-Psych. Inka-Maria Wolf – halbe Zulassung –

24340 Eckernförde, Marienthaler Straße 17

Psychologische Psychotherapie

06.09.2017

Dipl.-Psych. Ute Glander – halbe Zulassung –

Petra Sacher

21465 Reinbek, Sophienstraße 7

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.10.2017

Dipl.-Psych. Elisabeth Pohl – halbe Zulassung –

23552 Lübeck, Mühlenstraße 21

Psychologische Psychotherapie

01.10.2017

Dr. med. Dipl.-Psych. Stefanie Spitzner – halbe Zulassung –

Dr. med. Britta Liecker – weitere halbe Zulassung –

23566 Lübeck, Schlutuper Straße 8 –10

Innere Medizin

13.07.2017

Dr. med. Joachim Zippel

Dipl.-Psych. Katja Warmer – halbe Zulassung –

21509 Glinde, Sandweg 15

Psychologische Psychotherapie

25.09.2017

Dipl.-Psych. Sabine Zwernemann – halbe Zulassung –

Dipl.-Soz.päd. Thorsten Schüle – halbe Zulassung –

24980 Schafflund, Hauptstraße 28

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

28.08.2017

Dr. med. Angelika Haub-Winkler – halbe Zulassung –

Dr. med. Gerhard Niemann

24321 Lütjenburg, Oberstraße 5

Allgemeinmedizin

01.10.2017

Dr. med. Heiderose Hansen

Kristina Menzel

23744 Schönwalde, Eutiner Straße 15

Allgemeinmedizin

07.09.2017

Guenther Rock

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Christa Haas und Dr. med. Britta Hebenbrock – Sonderbedarf –

21509 Glinde, Markt 16

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.01.2018

Dr. med. Zeynep Aslan – halbtags –

Dr. med. Jens Becker und Dr. med. Christoph Apel – Sonderbedarf –

23611 Bad Schwartau, Am Kurpark 1

Innere Medizin und Pneumologie

01.10.2017

Dr. med. Thomas Hartung – halbtags –

MVZ Neurozentrum am Klosterforst

25524 Itzehoe, Hanseatenplatz 1

Neurologie

01.07.2017

Dr. med. Inka Spanier-Behling – halbtags –

Labor Dr. Krause und Kollegen MVZ GmbH

24106 Kiel, Steenbeker Weg 23

Laboratoriumsmedizin

13.07.2017

Dr. med. Andi Krumbholz – halbtags –

Dipl.-Psych. Frank-Markus Borke

23795 Bad Segeberg, Falkenburger Straße 95 f

Psychologische Psychotherapie

01.08.2017

Dipl.-Psych. Nicole Lange – halbtags –

Dipl.-Psych. Frank-Markus Borke

23795 Bad Segeberg, Falkenburger Straße 95 f

Psychologische Psychotherapie

01.08.2017

Dipl.-Psych. Univ. Maria Felber – halbtags –

Dr. med. Dominik Stehle

24306 Plön, Markt 15

Allgemeinmedizin

17.07.2017

Melanie Bannow – ganztags –

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Augenklinik Rendsburg MVZ

24226 Heikendorf, Hindenburgstraße 7

Anästhesiologie

03.07.2017

Dr. med. Lutz Moikow – halbtags –

Dres. med. Th. Ellebrecht/G. Abdel Kader

23558 Lübeck, Moislinger Allee 5

Chirurgie

01.07.2017

Dr. med. Werner Vieler – ganztags –

Sebastian Wodarz

24943 Flensburg, Engelsbyer Straße 54

Innere Medizin/ hausärztlich

01.11.2017

Dr. med. Märthe Voges – ganztags –

Dr. med. Jörg Benzing

25451 Quickborn, Ziegenweg 4

Kinder- und Jugendmedizin

01.09.2017

Dr. med. Anika Hammerich – halbtags –

Dres. med. dent. A. Kerscher und T. Körner

24119 Kronshagen, Eichkoppelweg 74

Mund-KieferGesichtschirurgie

01.10.2017

Dr. med. dent. Marc Föge – ganztags –

Ralf P. Wolter/ Dr. F. Schäfer

24340 Eckernförde, Langebrückstraße 15

Urologie

01.10.2017

Dr. med. Stephan Michael Bogun – halbtags –

Dres. med. Färber und Kollegen

21465 Reinbek, Am Ladenzentrum 8

Innere Medizin

01.10.2017

Dr. med. Gesa Geppert – halbtags –

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name

Fachgruppe

Ute Jessat

von

nach

Datum

Kinder- und Jugend- 24960 Glücksburg, medizin Rathausstraße 6

24960 Glücksburg, Bahnhofsstraße 3

01.07.2017

Kathrin Jung

Allgemeinmedizin

24837 Schleswig, Am Damm 2 b

24837 Schleswig, Flensburger Straße 80

01.07.2017

Dr. med. Helen Sadeghian

Innere Medizin/ hausärztlich

22844 Norderstedt, Kiebitzreihe 31

22850 Norderstedt, Berliner Allee 40 c

01.10.2017

Dr. med. Martin Grütters

Innere Medizin/ hausärztlich

24105 Kiel, Brunswiker Straße 48

24103 Kiel, Brunswiker Straße 51

01.10.2017

DMP Brustkrebs Die Teilnahme am DMP Brustkrebs ist ab dem 1. Oktober 2017 für mindestens zehn Jahre möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat das DMP Brustkrebs am 20.April 2017 umfassend aktualisiert. Der Schwerpunkt des DMP Brustkrebs und der Dokumentation wird zukünftig auf Nachsorgeinhalten liegen. Alle diese Änderungen werden am 1. Oktober 2018 in den Praxen umgesetzt. Die Verlängerung der Teilnahmedauer basiert auf neuen Leitlinienempfehlungen, insbesondere zur endokrinen Therapie. Damit möglichst wenige Patientinnen, die derzeit am DMP teilnehmen, aus dem DMP herausfallen und dann neu eingeschrieben werden müssen, gilt die verlängerte Teilnahmedauer schon ab dem 1. Oktober 2017. Ein Schreiben dazu ist am 13. September 2017 an die Praxen gegangen.

Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab Die Abgeordnetenversammlung der KVSH hat in ihrer Sitzung am 27. September 2017 Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 beschlossen. Die aktuelle Fassung des HVM finden Sie auf unserer Homepage www.kvsh.de. Auf Anforderung wird der Text der Bekanntmachung in Papierform zur Verfügung gestellt, Tel. 04551 883 486. 10 | 2017

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aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Heilmittelpreise Stand 1. Okober 2017 Auch in diesem Jahr möchten wir Sie auf die Möglichkeit der Kontrolle Ihrer Ausgaben anhand einer aktualisierten Übersicht zu den Heilmittelpreisen hinweisen. Für diese Übersicht haben wir die jeweiligen Preise der einzelnen Krankenkassen/ -verbände mit den Leistungserbringern verwendet. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen nur noch die jeweils umsatzstärksten Heilmittel*. Die ausführliche Liste mit allen Heilmittelpreisen finden Sie wie gewohnt auf www.kvsh.de  Praxis  Verordnungen. Mit den hier aufgeführten Preisen decken Sie in der Regel fast den gesamten Bereich Ihrer Heilmittelverordnungen ab. Wir möchten Ihnen damit die Arbeit erleichtern. Wir empfehlen Ihnen, die gelisteten Preise (am besten den jeweiligen Maximalpreis) für Ihre Heilmittel-Verordnungen in Ihrer Praxis-EDV zu hinterlegen. Zum einen ermöglicht Ihnen diese Auflistung einen Preisvergleich bezogen auf die unterschiedlichen Heilmittel. Zum anderen können Sie die jeweiligen Preise Ihrem garantierten Ausgabenvolumen (MRG-Volumen) gegenüberstellen und haben so einen Anhalt über die Höhe der von Ihnen veranlassten Heilmittel-Verordnungskosten.

Leistungsbezeichnung

Dauer in Minuten**

Min.***

Max.***

Physiotherapie Krankengymnastik, auch auf neurophysiologischer Grundlage als Einzelbehandlung

15–25

16,62 €

17,80 €

60

29,90 €

32,40 €

Krankengymnastik zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nach Bobath oder Vojta

30–45

29,95 €

33,00 €

Krankengymnastik zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres nach Bobath, Vojta oder PNF

25–35

23,47 €

25,00 €

Klassische Massagetherapie (KMT)

15–20

11,32 €

12,26 €

Manuelle Therapie (MT)

15–25

18,63 €

21,00 €

Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät), parallele Einzelbehandlung bis zu 3 Patienten, je Patient

Manuelle Lymphdrainage (MLD) – Ganzbehandlung

60

39,60 €

45,36 €

Manuelle Lymphdrainage (MLD) – Großbehandlung

45

26,19 €

34,01 €

Warmpackung einzelner oder mehrerer Körperteile

20–30

8,76 €

9,81 €

Hausbesuch inklusive Wegegeld

11,82 €

12,74 €

Hausbesuch in einer sozialen Einrichtung inklusive Wegegeld, je Patient

5,78 €

6,93 €

Ergotherapeutische Einzelbehandlung bei motorisch-funktionellen Störungen

30–45

29,01 €

31,84 €

Ergotherapeutische Einzelbehandlung bei sensomotorischen/perzeptiven Störungen

45–60

38,12 €

42,51 €

Ergotherapeutische Einzelbehandlung als Hirnleistungstraining/neuropsychologisch orientiert

30–45

32,10 €

35,28 €

Ergotherapeutische Einzelbehandlung bei psychisch-funktionellen Störungen

60–75

48,73 €

53,65 €

10,26 €

13,85 €

75,00 €

77,21 €

30

29,00 €

30,00 €

Ergotherapie

Hausbesuch ohne Wegegeld Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie Logopädische Befunderhebung Stimm-, sprech- und sprachtherapeutische Einzelbehandlung Stimm-, sprech- und sprachtherapeutische Einzelbehandlung

45

41,00 €

45,00 €

Stimm-, sprech- und sprachtherapeutische Einzelbehandlung

60

50,00 €

54,36 €

10,50 €

10,80 €

45–50

28,10 €

30,00 €

9,50 €

11,40 €

Hausbesuch inklusive Wegegeld Podologie Podologische Komplexbehandlung (beider Füße) Hausbesuch inklusive Wegegeld *Quelle: www.gkv-his.de 26

**Die Zeitangaben bedeuten „Zeit mit dem Patienten“ Nordlicht

aktuell

***Alle Preise sind Brutto-Preise 10 | 2017


PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

KV Hessen stellt Niederlassungs- und Nachwuchsförderung ein

Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin in Niedersachsen gegründet

Wiesbaden – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat beschlossen, alle Fördermittel für Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung und Niederlassungsförderung, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen, zum Jahresende einzustellen. Die VV-Mitglieder folgten damit einem Antrag des Vorstands der KVH. „Wir können es in Anbetracht der Honorarpolitik der Krankenkassen in Hessen jungen Kolleginnen und Kollegen derzeit nicht empfehlen, sich in Hessen niederzulassen. Deshalb ist es nur konsequent, die Förderungen zum Jahresende einzustellen. Bereits jetzt bildet Hessen gemeinsam mit Berlin das Schlusslicht im Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung“, erklärten die Vorstandvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke. „Wir sind froh über das starke Signal der Vertreterversammlung.“ Erst zu Jahresbeginn hatte die KV in ihrem Förderprogramm „In die Praxis, Fördern. Los!“ neue Förderungen, wie beispielsweise die Honorarumsatzgarantie für Praxisgründer sowie Umzugs- und Kinderbetreuungszuschüsse bei einer Niederlassung in bestimmten Gebieten Hessens, aufgelegt. Für das Jahr 2018 hätten Fördermittel in Höhe von bis zu 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestanden, davon 50 Prozent aus den Honoraren der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Angesichts der gescheiterten Honorarverhandlungen mit den hessischen Krankenkassen und einer drohenden Absenkung der Honorare um 40 Millionen Euro müssten die vorhandenen Honorare in vollem Umfang der Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen und deren Stützung zugute kommen, erklärte die KVH.

Hannover/Göttingen – Ärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und Krankenhausgesellschaft haben vereinbart, künftig in einem Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin eng mit den Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an den niedersächsischen Universitätskliniken in Göttingen, Hannover und Oldenburg zusammenzuarbeiten. Das neue Zentrum wird dort jedes Jahr vier ganztägige Begleitseminare für Weiterbildungsassistenten anbieten. 2018 sollen z. B. Braunschweig und Osnabrück noch dazukommen. Das Zentrum wird außerdem ein Mentoring für die Ärzte in Weiterbildung aufbauen und Train-the-Trainer-Seminare für die Weiterbilder in den Praxen anbieten. „Das gezielte Schulungsangebot wertet die Weiterbildung von Fachärzten für Allgemeinmedizin fachlich auf und gestaltet diese noch praxisnäher als bisher. Junge Ärzte in Niedersachsen erhalten eine nach aktuellem wissenschaftlichem Stand bestmögliche Begleitung während der Weiterbildung“, betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVN, Jörg Berling. Das Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen hat die Koordination und inhaltliche Leitung übernommen. Vertreter aller Kooperationspartner gehören einem übergeordneten Lenkungsgremium unter Vorsitz der Ärztekammer Niedersachsen an. Die Angebote sind für die Teilnehmer kostenfrei, die Finanzierung haben die KVN und die Krankenkassen übernommen.

KV Sachsen-Anhalt fördert weiterhin künftige Landärzte Magdeburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) finanziert auch in diesem Jahr wieder zwei Studienplätze für künftige Landärzte. Seit dem Sommersemester 2016 finanziert die KVSA dort pro Semester  zwei Studienplätze im Fach Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Interessierte, die in Sachsen-Anhalt nach Abschluss des Studiums und der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin als Hausarzt tätig werden möchten, können sich zunächst bei der KVSA um einen Studienplatz bewerben. Aus den Bewerbern 10 | 2017

Nordlicht

werden zehn Personen ausgewählt, die dann das Bewerbungsverfahren bei der Universität Witten/Herdecke durchlaufen. Die Universität wählt am Ende zwei Bewerber aus, die eine Zulassung zum Studium erhalten. Für sie übernimmt die KVSA die Studienbeiträge. Wer gefördert wird, muss nach Abschluss des Studiums die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin absolvieren. Darüber hinaus verpflichtet er sich, anschließend in einer Region Sachsen-Anhalts mindestens fünf Jahre als Hausarzt zu arbeiten. aktuell

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PRAXIS  &  KV P s y chotherapie

Was geht, was geht nicht?

© istock.com/TrentVino

Im Alltag einer Praxis für Psychotherapie kommt es immer wieder vor, dass Patienten im Rahmen des ersten Kontaktes darüber berichten, dass sie noch in einer Psychiatrischen Institutsambulanz behandelt werden oder zurzeit noch in einer Tagesklinik sind. Hierzu tauchen nun verschiedene Fragen auf. Ist es statthaft, dass ein Patient neben der ambulanten Betreuung noch Termine in einer Psychiatrischen Institutsambulanz wahrnimmt? Ist es möglich, einen Patienten einer Tagesklinik zeitgleich auch noch ambulant zu behandeln?

Ambulant – Stationär Zunächst sind Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) und Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie voneinander zu unterscheiden. Nicht nur fußen sie auf unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen. Auch werden sie per Definition und durch ihr Handeln unterschiedlichen Sektoren der Versorgung zugeordnet. Die Psychiatrische Institutsambulanz gehört – wie es schon in ihrem Namen steckt, zur ambulanten Versorgung. Die Tageskliniken gehören zum stationären Sektor. Ähnlichkeiten zwischen PIA und Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie gibt es beim Behandlungsangebot und der Art ihrer Vergütung durch die Krankenkassen.

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Nordlicht

Tagesklinik ist Krankenhausbehandlung Der Aufenthalt in einer Tagesklinik ist eine teilstationäre Krankenhausbehandlung und diese umfasst im Rahmen des Versorgungsauftrages des Krankenhauses alle Leistungen, die im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit für die Versorgung der Versicherten im Krankenhaus notwendig sind, insbesondere Behandlung, Krankenpflege, Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln sowie Unterkunft und Verpflegung (Paragraf 39 Abs. 1 SGB V). Somit ergibt sich für Patienten einer Tagesklinik ein Anspruch auf medizinische bzw. psychotherapeutische Versorgung, wie sie für sie notwendig ist. Unterstrichen wird dieser Anspruch, der gleichzeitig auch Verpflichtung für die Tageskliniken darstellt, noch durch die für sie geltende Entgeltordnung (BPflV, PEPP); sie rechnen nach Pflegesätzen bzw. Pauschalen ab. aktuell

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PRAXIS  &  KV Pauschale beinhaltet notwendige Versorgung Eine Krankenkasse zahlt für ihre Versicherten während des Aufenthaltes in einer Tagesklinik Pauschalen und darf dafür erwarten, dass ihre Versicherten dort die für ihre psychische Erkrankung notwendige Versorgung erhalten. Dazu gehört eben auch eine psychotherapeutische Einzel- oder Gruppenbehandlung. Kann die Tagesklinik einem Patienten während seines Aufenthaltes bei ihr selbst nicht psychotherapeutische Einzel- oder Gruppenbehandlung anbieten, dann darf sie den Patienten nicht einfach an niedergelassene Vertragspsychotherapeuten verweisen. In den gezahlten Pauschalen ist auch die psychotherapeutische Behandlung enthalten. Tagesklinik und Vertragspsychotherapie Eine Erbringung und Abrechnung antrags- und genehmigungspflichtiger psychotherapeutischer Leistungen zeitgleich neben einem Aufenthalt in einer Tagesklinik im Rahmen der ambulanten Vertragspsychotherapie (sozusagen nochmal) zulasten der Krankenkasse ist nicht zulässig. Sollten derartige Behandlungen dennoch parallel durchgeführt werden, drohen dem Vertragspsychotherapeuten wie auch der Tagesklinik berechtigte Regressforderungen seitens der Krankenkasse. Für die Krankenkassen liegt eine klare Fehlversorgung vor und das Wirtschaftlichkeitsgebot ist gebrochen. Gegen die Durchführung von Erstgesprächen parallel zum Aufenthalt in der Tagesklinik zum Zwecke einer der teilstationären Behandlung nachfolgenden und möglichst zeit-nahen Aufnahme in eine ambulante antrags- und genehmigungspflichtige Psychotherapie ist indessen wenig einzuwenden. Diese Leistung „Erstgespräche“ ist in dem erwähnten Pauschalsatz der teilstationären Krankenhausbehandlung nicht berücksichtigt. Das Ende des Aufenthaltes in der Tagesklinik und damit letztendlich auch der psychische Zustand des Patienten sollten allerdings erkennbar sein. Es kann nicht sein, dass eine psychiatrische Tagesklinik bereits zu Beginn oder noch vor dem Beginn ihrer teilstationären Behandlung zu einer nachfolgenden ambulanten Psychotherapie rät. Damit würde diese Einrichtung ihren eigenen (oftmals lang andauernden) Behandlungsansatz selbst derart herabqualifizieren, dass unter Umständen die ganze teilstationäre Maßnahme als unwirtschaftlich im Sinne des Paragrafen 12 SGB V anzusehen wäre.

Spezifischer Versorgungsauftrag zur Unterstützung der ambulanten Versorgung Der Versorgungsauftrag der Psychiatrischen Institutsambulanzen ist gesetzlich und vertraglich geregelt. Die Behandlung ist auf Patienten auszurichten, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung oder wegen zu großer Entfernung zu niedergelassenen Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten von diesen nur unzureichend erreicht werden. Damit sind PIAs auf einen spezifischen Versorgungsauftrag festgelegt. In vielen Regionen Deutschlands stellen sie das einzige ambulante und interdisziplinäre Versorgungsangebot für schwer chronisch kranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene dar. PIAs können bedarfsangemessen psychotherapeutisch wie auch psychopharmakologisch behandeln und stehen zur Notfallintervention auch zu Unzeiten bereit. Psychiatrische Institutsambulanz und Vertragspsychotherapie Das Leistungsangebot der PIAs hat im Sinne einer Komplexleistung das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie zu umfassen. Komplexleistung heißt, dass die Krankenkasse – ähnlich wie bei der Tagesklinik – für ihren Versicherten eine Pauschale zahlt und dafür erwarten darf, dass ihr Versicherter die für ihn notwendige Versorgung erhält. Die Vergütung erfolgt hier lediglich nicht tagesweise, sondern quartalsweise. Damit jedoch ist eine Ausgliederung einzelner Leistungen, beispielsweise der Psychotherapie (gemäß Psychotherapie-Richtlinie), nicht möglich. Einem Patienten zu sagen, suchen sie sich für ihre Psychotherapie einen Platz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten, aber kommen sie trotzdem auch weiterhin zu uns, ist nicht zulässig. Eine Behandlung in einer PIA ist ausdrücklich ausgeschlossen, wenn gleichzeitig eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung durch einen niedergelassenen Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeuten stattfindet. Lediglich für die Erstgespräche wäre eine Mitbehandlung rein inhaltlich noch zu vertreten, um einen reibungslosen Übergang in die ambulant niedergelassene Versorgung zu gewährleisten. Spätestens mit Aufnahme der antrags- und genehmigungspflichtigen Psychotherapie bei einem Vertragspsychotherapeuten muss die Behandlung in der PIA dann allerdings zwingend beendet sein. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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aktuell

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die menschen im land V or O rt

„Ich will Hausärztin werden!“

Rahel Reimer hat sich für eine Allgemeinarztpraxis in Lütjenburg (Kreis Plön) entschieden, um dort ein Tertial ihres Praktischen Jahres (PJ) zu machen. Die Kieler Medizinstudentin und ehemalige Deutschlandstipendiatin berichtet über ihre Erfahrungen zwischen Fußpilz und anaphylaktischem Schock. Noch einmal 16 Wochen in einer Hausarztpraxis, wo man doch schon die vier Wochen Pflicht-Famulatur und das Blockpraktikum hinter sich gebracht hat – viele Studierende legen diese Option für das Wahltertial des Praktischen Jahres wahrscheinlich schnell ad acta. Den ganzen Tag mit Patienten reden, bei jedem zweiten Blutdruck messen, DMP, GU und Impfungen durchführen und einen Haufen Rezepte und Überweisungen ausstellen? Doch genau dafür habe ich mich entschieden und könnte glücklicher kaum sein. Weil ich mir nichts Befriedigenderes vorstellen kann, als wenn die Patienten danach mit einem Lächeln das Sprechzimmer verlassen. Wenn man sich auf Augenhöhe begegnet, ohne dass der Patient im Krankenbett auf den „Halbgott in weiß“ wartet. Und wenn man die Patienten immer wieder sieht und um Rat gefragt wird, also eine persönliche Begleitung möglich ist. Man praktiziert „echte“ Medizin und sieht dementsprechend zwar alltägliche Leiden, aber dafür ein vielseitiges Erkrankungsspektrum von der Schnittwunde bis zur exazerbierten COPD, vom Tennisarm bis zur akuten Appendizitis, vom Fußpilz bis zum Herzinfarkt. 30

Nordlicht

Besonders wichtig ist mir als Studentin auch das angenehme Arbeitsklima ohne strenge hierarchische Strukturen. Ich werde ernst genommen, kann immer nachfragen, werde nach meinen eigenen Eindrücken gefragt und kann meine Ausbildungswünsche einbringen. In meiner PJ-Praxis, der Familienpraxis Lütjenburg, fühle ich mich inzwischen so wohl, dass ich gar nicht mehr weg möchte. Die beiden Allgemeinmediziner Dr. Nicholas Kamerichs und Dr. Steffen Braun, der auch Pädiater ist, und der neue Weiterbildungsassistent Jochen Härter mit bereits abgeschlossenem Facharzt für Chirurgie sind meine ärztlichen Ansprechpartner. Dazu kommen sechs Arzthelferinnen und eine Auszubildende. Abgesehen von der reinen Sprechstunde fahre ich zu Hausbesuchen mit, mache hin und wieder Nacht- und Wochenenddienste und nehme auch mal am Qualitätszirkel teil. Außerdem geht es regelmäßig zum PJ-Unterricht nach Kiel, wo in kleiner Runde und anhand mitgebrachter Fälle theoretische Inhalte der Allgemeinmedizin besprochen werden.

aktuell

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die menschen im land Ich jedoch war gedanklich noch ganz bei dem anaphylaktischen Schock; immer wieder ging ich im Kopf den Ablauf und die Dosierung der Medikamente durch. Später sprach ich auch mit meinem Lehrarzt den Fall noch einmal durch und war beruhigt, als er mir sagte, er brauche auch eine gewisse Zeit, bis er nach so einem Notfall wieder zur Ruhe komme. Das war schon sehr aufregend. Der zweite Fall war ein älterer Patient, der nach neu diagnostiziertem Bluthochdruck beim Kardiologen gewesen war und nun zur Befundbesprechung und weiteren Therapieplanung in die Praxis kam. Kardiologisch war soweit alles unauffällig gewesen, und der Blutdruck war gut eingestellt. Da fragte mich der Patient, ob es gut wäre, mit dem Rauchen aufzuhö(v. l. n. r.) Dr. Nicholas Kamerichs, Susanna Meyer, Angela Pala, Dr. Steffen Braun, Heike Bahr und ren. Ich war perplex – kommt doch selJochen Härter ten vom Patienten selbst der Anstoß zum Ich wohne in einer Ferienwohnung drei Kilometer außerhalb von Rauchstopp. Ich erklärte ihm sein kardiovaskuläres Risiko und den Lütjenburg und fahre entweder mit dem Fahrrad oder werde vom positiven Effekt des Nikotinverzichts. Als ich auf die Schwierigkeit Arzt mit dem Auto mitgenommen. Ich habe ganz bewusst eine der Rauchentwöhnung und die hohe Rückfallquote zu sprechen Kleinstadt gewählt: Sowohl in das Hausarzt-Dasein in der Stadt kam, meinte er ganz entspannt, dass das für ihn kein Problem als auch auf dem platten Land habe ich schon Einblick bekom- sei; wenn es seiner Gesundheit zugute käme, würde er das schon men und wollte nun etwas „dazwischen“, wo man einerseits vor hinkriegen. Wir besprachen noch Situationen, in denen die VersuOrt alles zum Leben hat und sich doch gleichzeitig kennt. Zudem chung besonders groß ist, sowie mögliche Alternativen zum Griff ist der kurze Weg zum Strand am Wochenende natürlich ziemlich zur Zigarette, und ich bot ihm an, dass er jederzeit wiederkomattraktiv. Ansonsten ist hier für junge Leute allerdings nicht allzu men könne, wenn er Unterstützung bräuchte. viel los. Aber da ich selbst auf dem Land aufgewachsen bin, kenne ich das von früher und freue mich stattdessen über die hübschen Am Ende des Gesprächs fragte mich der Patient, für wie lange ich Kühe auf meiner täglichen Strecke zur Praxis und den Blick bis zur noch hier in der Praxis sei. Er fragte das nicht, wie die meisten Ostsee. sonst, im Smalltalk-Tonfall, wie Ältere mit jungen Studentinnen eben so plaudern, sondern ganz ernsthaft, voller Vertrauen und Ich danke der KVSH und der Ärztekammer für die finanzielle Hoffnung, dass ich noch einige Zeit da bin. Dies war ein so schönes Unterstützung – und ich danke vor allem „meinen“ Ärzten in Gefühl, dass ich noch tagelang davon erfüllt war. Wochen später Lütjenburg! In meinem Wunsch, Hausärztin auf dem Land zu wer- kam er tatsächlich wieder in die Sprechstunde zu mir: Er habe sich den, fühle ich mich bestärkt. Aber auch unabhängig vom späteren immer daran erinnert, er hätte doch Frau Reimer gesagt, dass er Berufswunsch, kann ich ein solches PJ-Tertial in der Allgemeinme- das hinkriegen würde, und sich vorgenommen, mir unbedingt, dizin nur empfehlen! bevor ich wieder weg sei, von seinem Erfolg zu berichten. Und da war er nun, strahlte und erzählte mir stolz, dass er tatsächlich Bleibende Erinnerungen aufgehört hatte zu rauchen und das auch weiter aufrecht erhalten Die eine war ein Notfall – und dann gleich ein anaphylaktischer wolle. Ich glaube, ich war genauso stolz wie er. Rahel Reimer, Medizinstudentin, Kiel Schock! Ein junger Mann mit bekannter Bienen- und Wespenallergie war von einer Hornisse gestochen worden und daraufhin kollabiert. Sein Vater kam hilfesuchend in die Praxis gelaufen und wir brachten den kaum ansprechbaren Patienten in das vorberei„Wir bilden vom Blockpraktikanten über Famulanten und tete Behandlungszimmer. So eine Notfallsituation hatte ich noch PJler bis zum Weiterbildungsassistenten leidenschaftlich gern nicht erlebt und war deshalb froh, dass mein Lehrarzt mir sagte, junge Kollegen aus. Wir denken, dass man nur so die Freude was zu tun war. Ich maß Blutdruck und Puls, er legte währendan unserem Beruf vermitteln kann. Nachdem den Medizinstudessen einen großvolumigen Zugang und die Sprechstundenhilfe denten jahrelang erzählt wurde, dass unser Beruf als Hausarzt hing die Infusion an. Dann bekam der Patient zügig Kortison, ein der eines unterbezahlten Bürogehilfender Krankenkassen sei, Antihistaminikum und sogar Adrenalin. Ich lernte, dass das für können wir so aktiv die Freude vermitteln, die dieser Beruf den Patienten ein sehr unangenehmes Gefühl sei und man desnahezu Tag für Tag mit sich bringt.“ halb eine möglichst ruhige Atmosphäre schaffen solle. Derweil Dr. Nicholas Kamerichs, Facharzt für übernahm ich die Druckinfusion und nach kurzer Zeit stabilisierAllgemeinmedizin, Lütjenburg ten sich die Vitalparameter und der Rettungswagen kam. Das EKG war in Ordnung; der Patient war zwar noch sehr erschöpft, aber ansprechbar. Nachdem er abtransportiert worden war, ging die Sprechstunde ganz normal mit dem nächsten Fußpilz weiter. 10 | 2017

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die menschen im land

Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Dr. Petra Otto Geburtsdatum: 1981 Geburtsort: Arnstadt/Thüringen Familie: zwei Kinder (sechs und zehn Jahre alt), Lebensgefährte Fachrichtung: Allgemeinmedizin Sitz der Praxis: Elmshorn Niederlassungsform: Berufsausübungsgemeinschaft Neu niedergelassen seit 1. April 2017

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeits- und Urlaubszeiten selbst bestimmen. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Der alltägliche abwechslungsreiche Umgang mit Menschen. Mit Freud und auch Leid. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Vorher einige Zeit in einer Praxis als Angestellte arbeiten, um das Team kennenzulernen und um zu schauen, ob die Arbeitsweise der Praxis zu den eigenen Vorstellungen passt. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Da gibt es keinen speziellen Menschen. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Zeit mit dem Pferd verbringen oder mit Freundinnen am Abend ein Glas Wein trinken. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Eine Trilogie von Erik Axl Sund: Krähenmädchen/Narbenkind/Schattenschrei 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Schöne Landschaft zwischen zwei Meeren. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Tierärztin oder Tierpflegerin geworden.

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die menschen im land K ommentar

Im Wandel Deutschland hat gewählt. Nach den Bürgern sind jetzt die Analysten am Zuge, das Ergebnis zu erklären und zu interpretieren, die unterschiedlichen Milieus und Wählerschichten neu zu sortieren und der einen oder anderen Richtung zuzuordnen. Wählerwanderungen sagen mehr als nackte Zahlen, mögen sie für die Bildung von Koalitionen und die Gewichtung der Themen noch so wichtig sein. Und schon vor der Bildung einer neuen Bundesregierung und der Verständigung über ihre Ziele in den nächsten vier Jahren steht fest: Deutschland ist im Wandel – politisch und gesellschaftlich. Mehr denn je rücken damit Themen und Befindlichkeiten nach vorn, die den Wählern näher sind, als etwa Umverteilung für mehr Gerechtigkeit. Das heißt nicht, hier gäbe es nichts mehr zu tun. Aber weder klischeehafte Bilder noch beruhigende Gesten und Worte reichen, um darauf einen Vertrag für vier Jahre aufzubauen. Der Bürger spürt, dass der Schuh an anderen Stellen drückt und dafür erwartet er mehr als freundliche Leerformeln. Konkrete Probleme verlangen nach konkreten Lösungen – von Volksparteien muss man das erwarten dürfen. Und das gilt mehr denn je auch für sogenannte „weiche“ Faktoren. Zwei Beispiele können dabei für viele weitere stehen: Der demografische Wandel – so akademisch sperrig diese Begrifflichkeit ist – klopft mit allen Folgen an jede Haustür und lässt sich nicht abwimmeln. Von der Auszehrung des Generationenvertrages in der Rente, über das Desaster in der Pflege, den Facharztmangel auf dem Land, bis hin zum dominierenden Bild einer alternden, aber bestimmenden Gesellschaft stellt uns dieser Wandel vor Herausforderungen, die schwer in das Selbstbild einer erfolgsverwöhnten, „auf jung“ geprägten Gesellschaft passen. Wo gibt es ein nationales Konzept für diese die ganze Republik betreffende Herausforderung? Immerhin könnte sich der Bürger hier noch „im Spiel“ fühlen, geht es doch um originäre Belange seines Lebens, seiner Familie und seines Umfeldes. Bei der Digitalisierung, die unser Leben erobert, fühlt er sich eher als Spielball von Veränderungen, die er nicht überblickt. Mag die digitale „Alexa“ für den vernetzten Haushalt ein Gewinn sein, so ist sie für die reale Welt nur bedingt nützlich. Zwar werden wir uns an das digitale Arztgespräch, das E-Rezept und andere digitale Services gewöhnen müssen, aber eine Pflegekraft, ein Arzt oder eine Apotheke sind durch nichts zu ersetzen. Wer gibt hier Orientierung und sagt mehr, als die bekannten Sprechblasen von unbegrenzten und rosigen Aussichten?

oder die Verbesserung der Fachausbildung. Andere Themen wie die Neuregelung des „Morbi RSA“, der ärztlichen Gebührenordnung und der sektorübergreifenden Versorgung kommen hinzu. Und nicht zu vergessen: die ärztliche Selbstverwaltung. Ihren Handlungsspielraum gilt es zu sichern und ihre Position im Wettbewerb mit den anderen Interessenvertretungen zu stärken.

„Der demografische Wandel klopft mit allen Folgen an jede Haustür und lässt sich nicht abwimmeln.“

Schon im Vorwege von Koalitionsgesprächen sollte ein weiterer Streitpunkt geklärt sein: die Erhaltung des dualen Systems aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Die von interessierter Seite angestrebte Einheitsversicherung, euphemistisch als Bürgerversicherung deklariert, taugt so wenig wie die staatliche Rentenversicherung. Jahrzehnte lang haben die Parteien den Bürgern vorgegaukelt, die staatliche Rente sei sicher und leistungsfähig. Heute weiß man, dass nichts davon stimmt. Warum soll sich dieses Desaster unbedingt auch bei der einheitlichen Krankenversicherung wiederholen? Eine der großen Herausforderungen des demografischen Wandels ist die medizinische und pflegerische Versorgung und Betreuung eines wachsenden, älter werdenden Teils unserer Gesellschaft. Die Potenziale, die sich dahinter verbergen, sind um ein Vielfaches größer als die Risiken. Eine neue Bundesregierung täte gut daran, hier ein Zeichen zu setzen – durch ein Bekenntnis und jede mögliche Unterstützung der bestehenden Strukturen, Ausbildung der Fachkräfte und Förderung des Nachwuchses. Der Digitalisierung sind hier Grenzen gesetzt, der menschlichen Fantasie und Tatkraft nicht. Peter Weiher, Journalist

Damit liegen Fragen auf dem Kabinettstisch, die im Wahlkampf keine Rolle gespielt haben, so wie auch die künftige Gesundheitspolitik. Hier ist die Politik gefordert, wenn es z. B. um die Aufwertung der Pflegeberufe geht, die Änderung der Versorgungsschlüssel in den Heimen, die Zulassung freier Pflegekräfte

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SERVICE D igitale K rankschreibung

Bits statt Blätter Die Techniker Krankenkasse (TK) hat zum 1. Oktober 2017 einen Pilotversuch zur digitalen Krankschreibung gestartet. Teilnehmen können Praxen, die das Praxisprogramm MediSoftware und den digitalen Dienst der KVSH SafeMail nutzen. Der gelbe Schein ist damit (fast) Vergangenheit. Übermittlung sowohl auf der Inhaltsebene als auch beim Transport auf höchstem Niveau per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Es bleibt für die Praxis allerdings noch der Ausdruck für den Arbeitgeber. Betriebe und Verwaltungen sind auf eine digitale Annahme der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung noch nicht eingestellt.

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Ziel des Pilotprogramms ist es, Versicherte und Ärzte von unnötiger Bürokratie zu befreien. Künftig kann die Krankmeldung an die TK digital und damit papierlos erfolgen. Ab dem 1. Oktober können bis zu 1.000 teilnehmende Ärzte mit einem einfachen Mausklick in der Praxissoftware eine elektronische Nachricht an die Krankenkasse auslösen, teilte die TK mit. Die Krankmeldung soll dazu von der Praxissoftware automatisch mit einer elektronischen Signatur versehen werden und über das Datennetz der KVSH und einen Datenserver des Ersatzkassenverbandes direkt an die TK laufen. Die Daten werden nach Angaben der TK bei der

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Digital statt analog Bisher musste der Arzt für seine Patienten bei einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein DIN-A5-Formular in dreifacher Ausfertigung drucken. Ein Exemplar leitet der Patient an die Krankenkasse weiter, ein Ausdruck ist für den Arbeitgeber bestimmt, ein Papier für die eigenen Unterlagen. Bei 75 Millionen Krankschreibungen fielen nach Angaben der TK im vergangenen Jahr so insgesamt 225 Millionen DINA5-Blätter in Deutschlands Arztpraxen an. „Zwei Drittel des Papiers können nun entfallen, denn die Software übernimmt auch das eigene Archivieren. Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt zum weiteren Abbau von Bürokratie in den Arztpraxen. Man kann nur hoffen, dass sich bald andere Krankenkassen der e-AU anschließen“, erklärte Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH. Die TK bekommt die Krankmeldung künftig innerhalb von Sekundenbruchteilen. Der Patient spart sich das Briefporto oder das Hochladen der Krankschreibung per Internet. „Im heutigen analogen System sind nicht nur der enorme Papieraufwand und die Druckkosten ärgerlich. Hinzu kommt, dass wir die bei uns eingehenden Bescheinigungen anschließend wieder einscannen und erfassen müssen. Die digitalen Daten aus der Arztsoftware werden also zuerst auf Papier gebannt, damit wir sie anschließend wieder in Bits und Bytes verwandeln“, erklärte der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast. Als nächsten Schritt will die TK nun die elektronische AU-Information an den Arbeitgeber umsetzen. PM TK/Redaktion

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T eam B eratung

Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Richtig verordnen leicht gemacht Demenzbehandlung Die Behandlung der Demenz ist mit den dafür zugelassenen Arzneimitteln zulasten der Krankenkassen zulässig. Bitte achten Sie auf die korrekte ICD-10-Codierung und auf die in der Arzneimittelrichtlinie geforderten Erfolgskontrollen nach zwölf Wochen. Wenn diese nicht dokumentiert sind, drohen Schadenersatzforderungen seitens der Krankenkassen. Krankentransport (Taxi-Schein) Die DAK-Gesundheit hat die KVSH darauf hingewiesen, dass ihr die Verordnungen für Krankentransporte häufig nicht vor Antritt der Fahrt zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht zulässig. Fahrten zulasten der gesetzlichen Krankenkassen müssen – mit Ausnahme von Akutfällen – immer der jeweiligen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden. Bitte beachten Sie die Krankentransportrichtlinie. Die Krankenkasse ist nur in den dort geschilderten Ausnahmefällen leistungspflichtig.

Heilmittelkombinationen Die zeitgleiche Verordnung von zwei vorrangigen Heilmitteln bei derselben Diagnose (z. B. sechsmal Krankengymnastik und sechsmal Massage) ist nach Auffassung der Krankenkassen und der Prüfungsstelle nicht zulässig. Die einzige Ausnahme stellt die standardisierte Heilmittelkombination dar. Antidiarrhoika Die Verordnungsmöglichkeit von Lactobacillus rhamnosus GG-haltiger Arzneimittel wird aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung für Kinder bis zum 12. Geburtstag gestrichen. Antihistaminika für die saisonale allergische Rhinitis Da die Wirkstoffe Fluticason, Mometason und Beclometason für die Behandlung der saisonalen allergischen Rhinitis für Erwachsene frei verkäuflich sind, ist die Verordnung eines rezeptpflichtigen Präparates (z. B. Dymista®) unwirtschaftlich. Thomas Frohberg, kvsh

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

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Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard

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Nordlicht

anna-sofie.reinhard@kvsh.de

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SERVICE

Diagnostische Pfade in der Laboratoriumsmedizin

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Rheuma: Richtige Diagnose stellen, Spätfolgen vermeiden.

In der vertragsärztlichen Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gibt es nach wie vor unakzeptable Wartezeiten. Daran haben auch die zahlreichen Ermächtigungen und Sonderbedarfszulassungen auf diesem Gebiet in Schleswig-Holstein nichts geändert. Folgerichtig hat deshalb die Abgeordnetenversammlung in ihrer letzten Sitzung ab dem 3. Quartal 2017 HVM-Zuschläge zur strukturellen Verbesserung der Behandlung von Rheumapatienten für Fachärzte der Inneren Medizin (GOP 04550, 04551) sowie rheumatologisch tätige Orthopäden (GOP 18700) beschlossen. Ein Teil dieser prekären Versorgungssituation lässt sich mit Sicherheit durch die demografische und morbiditätsbedingte Zunahme der Erkrankungen erklären, ein zweiter, wesentlich größerer Teil, an diesem Versorgungsengpass ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass aufgrund der Fehlsteuerung von Patienten im System, die wenigen Rheumatologen in unserem Land völlig überlastet sind und teilweise keine neuen Patienten aufnehmen können. In Deutschland erkranken ca. 1,6 Millionen Erwachsene und 14.000 Kinder an rheumatischen Erkrankungen. Da unter diesem Begriff ein breites Spektrum von Krankheiten zusammengefasst wird, vergeht heute zwischen dem Auftreten erster Symptome 36

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und der Erhebung einer korrekten Diagnose oft mehr als ein Jahr. Das Spektrum der unter dem Begriff „Rheuma“ zusammengefassten Erkrankungen reicht von verschiedenen Arten der Arthritis über entzündliche Multiorganerkrankungen bis hin zu degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und Arthrosen. Mit dem hier vorgestellten diagnostischen Pfad soll ein Versuch unternommen werden, durch gezielte Anforderungen laboratoriumsmedizinischer Parameter zielsicher und ressourcenschonend möglichst schnell die richtige Diagnose zu erhalten, um zeitnah mit der Therapie zu beginnen, um so in vielen Fällen Spätfolgen dieser Erkrankungen zu verhindern. Die ersten Schritte Grundsätzlich beginnt natürlich jede rheumatologische Diagnostik mit einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung. Hierbei sollte in jedem Fall bei mono- oder oligoartikulärem Befall auch die Frage nach zurückliegenden oder kürzlich durchgemachten Infektionserkrankungen gestellt werden. Das dazugehörige Eingangslabor besteht hauptsächlich aus Parametern zur Abklärung akuter oder chronischer Entzündungen. Außerdem sollten neben den Nieren- und Leberwerten die CK (muskuläre Erkrankungen) und Harnsäure (Gicht) angefordert werden. Ergeben die Basisparameter zusammen mit Anamnese und körperlicher aktuell

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Service

Werden dagegen im Screening-Test ANA nachgewiesen, besteht der hochgradige Verdacht auf das Vorliegen einer Kollagenose, die ebenfalls zu den Krankheiten des rheumatologischen Formenkreises zählt. Der indirekte Immunfluoreszenztest bietet dabei im Vergleich zur Bestimmung im ELISA den großen Vorteil der Musterbeurteilung der Fluoreszenz auf den Hep-2-Zellen (z. B. homogen, fein granulär, grob granulär, nukleolär, etc.). Aufgrund der Musterbestimmung unter dem Immunfluoreszenzmikroskop kann der erfahrene Laborarzt bereits wichtige differenzialdiagnosische Hinweise für die anschließenden weiteren ANA-Differenzierungen mit spezifischen Immunoassays geben. Die dafür hauptsächlich in Frage kommenden Parameter werden unter dem Oberbegriff „extrahierbare nukleäre Antikörper (ENA)“ zusammengefaßt. Die einzelnen Autoantikörper (z. B. Centromer-B, Jo-1, Scl-70, SS-B, Ro-52, SS-A, Sm, U1-nRNP/Sm) können entweder mit einem ELISA oder einem Immunblot bestimmt werden und geben entscheidende Hinweise auf das entsprechende klinische Krankheitsbild. Die fachgerechte Auswertung und Zuordnung sollte in jedem Fall im engen Dialog zwischen Kliniker und Laborarzt erfolgen. Dies gilt insbesondere, wenn noch weitere Autoantikörper untersucht werden sollen (z. B. ds-, DNS bei Verdacht auf SLE). Gerade auch bei der Auswahl der zahlreichen Myositis-spezifischen Antikörper ist eine enge Abstimmung mit dem Laborarzt notwendig, da immer wieder auftretende unspezifische Reaktionen die Interpretation der Ergebnisse erschweren können und eine zusätzliche 10 | 2017

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Was übrig bleibt Übrig bleibt dann noch eine recht inhomogene Gruppe von unterschiedlichen Erkrankungen mit Gelenkbefall, die ebenfalls selten antinukleäre Antikörper aufweisen. Hierzu zählen neben der viel zu selten diagnostizierten Gicht (Harnsäure) der Morbus Bechterew (HLA B27) sowie die enteropathischen Arthritiden und der Gelenkbefall bei Psoriasis und der Sarkoidose (ACE). Auch bei diesen Erkrankungen kann die Laboratoriumsmedizin entscheidende diagnostische Hinweise liefern, vor allen Dingen dann, wenn im Zuge einer Gelenkpunktion das Zellbild und spezifische Parameter aus der Synovialflüssigkeit bestimmt werden können. Der labordiagnostische Pfad „Rheumatologische Erkrankungen und Gelenkbeschwerden“ stellt vor dem Hintergrund der Volkskrankheit Rücken- und Gelenkbeschwerden und deren vielfältiger Ausprägung hohe Ansprüche an die innerärztliche Kommunikation, an der natürlich auch die anderen diagnostischen Fächer wie Radiologie und Pathologie teilnehmen. Entscheidend für eine schnelle und zielgerichtete laboratoriumsmedizinische Diagnostik bleibt aber, dass die für die Patientensteuerung im System zuständigen grundversorgenden Fächer durch die Bewertung einfacher klinisch-chemischer Parameter bis hin zur Bestimmung der Anti-CCP und ANA, die entscheidenden Weichenstellungen für die weitere Diagnostik zu den dafür ausgebildeten fachärztlichen Kollegen vornehmen. Nur so lässt sich die derzeit noch unbefriedigende, zu überlangen Wartezeiten führende Situation bei der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen nachhaltig lösen. Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt, Lübeck

Unser Tipp: Serie online unter www.kvsh.de Sie finden alle Folgen der Nordlicht-Serie zur Laboratoriumsmedizin im Internet. Unter: www.kvsh.dePraxisDownloadcenterDiagnostische Pfade in der Laboratoriumsmedizin stehen die PDF-Dateien zu den Themen „Diabetes mellitus“, „Hyper- oder Hypothyreose“, „Harnsystem“, „Anämiediagnostik“, „Virushepatitis“, „Monoklonale Gammopathie“, „Thrombophilie“, „Eosinophilie“, „Lymphozytose“, „Glomeruläre Filtrationsrate“, „Eisenmangel“ und „Rheumatoide Arthritis“ zum Download zur Verfügung.

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Rheuma

Die nächsten Schritte Ist eine rheumatoide Arthritis eher unwahrscheinlich, liegen aber weiterhin Hinweise für ein entzündliches Geschehen vor, erfolgt der nächste differenzialdiagnostische Schritt mit der Bestimmung der antinukleären Antikörper (ANA) mittels eines mikroskopischen Immunfluoreszenztest (IFT) auf Hep-2-Zellen. Bei negativem Auffall, aber mono- oder oligoartikulären Beschwerden zusammen mit einer kürzlich durchgemachten Infektion, könnte eine reaktive Arthritis vorliegen, deren Ursachen durch eine weitere serologische Stufendiagnostik abgeklärt werden muss. Bei durchgemachter Urethritis (Chlamydia trachomatis), Durchfallerkrankungen (Yersinien, Campylobacter, Salmonellen etc.) und nach respiratorischen Infektionen (Chlamydia pneumoniae, ASL etc.) sollten die entsprechenden Antikörper bestimmt werden. Zusätzlich muss nach einem Zeckenbiss an Borrelien sowie nach einem Exanthem an eine Parvovirus B19-Infektion gedacht werden. Da die reaktive Arthritis überdurchschnittlich häufig bei HLA B27-positiven Patienten auftritt, sollte eine entsprechende molekulargenetische Untersuchung einmalig durchgeführt werden.

Das weitere Vorgehen bei der zweiten großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen, den Vaskulitiden, ist ebenfalls komplex und verlangt eine hohe laborärztliche Expertise. Diese ebenfalls zu dem rheumatischen Formenkreis zählenden Erkrankungen sind meist ANA-negativ, weisen aber häufig verschiedene Formen antinukleärer zytoplasmatischer Antikörper (ANCA) auf. Deren Differenzierung gelingt durch die Beurteilung typischer Fluoreszenzbilder bei unterschiedlich fixierten Granulozyten (typisch und atypische c-ANCA bzw. atypisch und typische p-ANCA). Als Bestätigungstest erfolgt dann die Bestimmung der spezifischeren anti– PR3, anti-MPO und anti-GBM-Antikörper mittels ELISA.

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Bei Verdacht auf rheumatoide Arthritis sollte als erste differenzialdiagnostische Untersuchung die Bestimmung des Anti-CCP bzw. Rheumafaktors erfolgen. Fällt diese positiv aus, so gilt zusammen mit dem Befall von zwei oder mehreren Gelenken sowie einem Krankheitsverlauf > 6 Wochen und einer Morgensteifigkeit > 1 Stunde die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis als gesichert. Das weitere differenzialdiagnostische Vorgehen hierzu beschreibt der diagnostischen Pfad „Rheumatoide Arthritis“, der ebenfalls im Nordlicht 12 | 2014 erschienen ist.

Analytik notwendig machen. Dazu zählen auch Bestimmungen der Parameter des Komplement-Systems bei rheumatischen Systemerkrankungen, deren Auswahl und präanalytische Empfindlichkeit eine enge Absprache mit dem Laborarzt nötig machen.

Diagnostische Pfade

Untersuchung keinen Hinweis auf eine entzündliche Ursache für die rheumatischen Beschwerden, ist die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer degenerativen Gelenkerkrankung groß, die durch Überweisung an einen Orthopäden weiter abgeklärt werden sollte.


SERVICE

Rheuma

Klinik/Eingangsuntersuchung

Verdachtsdiagnose

Anamnese, körperliche Untersuchung, Hinweis auf vorausgehende Infektion BSG und/oder CRP, BB, Diff. BB, Elektrophorese, Harnsäure, CK, Leber, Niere

positiv

positiv

Degenerative Gelenkerkrankung

nein

ja

Labor

Anti-CCP

positiv

RF positiv Weiteres Speziallabor

ja

Rheumatoide Arthritis Diagnose

nein

ANA

nein

positiv

nein

Infektionsserologie HLA‐B27

ANA-Muster , C3C, C4, ENA, Anti-ds DNS Myositis-spez. AK Sklerodermie‐spez. AK

ja

ja

Reaktive Arthritis Kollagenosen Borrelien, Chlamydien, ASL, Yersinien, Campylobacter Parvovirus B19

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) Sjögren‐Syndrom Sklerodermie, CREST‐Syndrom Poly‐/Dermatomyositis Mischkollagenose (MCTD)

p-/c-ANCA MPO‐AK PI23‐AK

Harnsäure HLA‐B27 ACE

ja

ja

Vaskulitiden

M. Wegener Mikr. Polyarteriitis RPGN‐Nephritis Churg‐Strauss Panarteriitis nodosa

Gicht M. Bechterew Enteropathische Arthriden Psoriasis Arthritis Sarkoidose

Nach „Klinikhandbuch Labordiagnostische Pfade“, W. Hofmann, J. Aufenanger, G. Hoffmann (Hrsg.), De Gruyter Verlag, 2. Auflage, 2014

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Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Dürfen wir das Muster 21 (Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes) ausstellen, wenn die Mutter eines Kindes unter 12 Jahren erkrankt und der Vater die Betreuung des Kindes übernehmen muss? Nein, diese Bescheinigung darf ausschließlich ausgestellt werden, wenn ein Elternteil aufgrund einer Erkrankung des Kindes die Betreuung übernehmen muss.

Gibt es eine Abrechnungsziffer für die reine Impfberatung, wenn keine Impfung erfolgt? Für die reine Impfberatung gibt es keine Abrechnungsziffer. Die Beratung zur Impfung ist in der jeweiligen Impfziffer enthalten.

Unterliegen die Gebührenordnungspositionen (GOP) 32025 und 32026 EBM der Pflicht zur externen Qualitätskontrolle nach den Vorgaben der Bundesärztekammer? Nein, diese Laborleistungen unterliegen nicht der Ringversuchspflicht, da es sich bei diesen Leistungen um patientennahe Sofortdiagnostik handelt.

Kinder- und Jugendmedizin abgerechnet werden. Für stationäre Operationen im Krankenhaus sind diese Leistungen nicht berechnungsfähig.

Wann können die „Brief-Ziffern“ 01600 und 01601 abgerechnet werden? Die GOP 01600 und 01601 EBM können nur dann abgerechnet werden, wenn in dem Behandlungsfall kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt stattgefunden hat. Sofern eine Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wurde, sind die GOP 01600 und 01601 EBM abgegolten.

Können die Chroniker-Ziffern (GOP 03220, 03221 und 04220, 04221 EBM) in einer hausbzw. kinderärztlichen Praxis auch im Vertretungsfall mit dem Suffix „H“ gekennzeichnet und abgerechnet werden? Nein, die Kennzeichnung der Chroniker-Ziffern mit dem Suffix „H“ ist nur bei Wechsel des Haus- oder Kinderarztes zulässig.

Wann können die Präoperativen GOP 31010 – 31013 EBM abgerechnet werden? Gelten diese auch für stationäre Operationen?

Service-Team

Diese Leistungen können sowohl im Rahmen von ambulanten als auch von belegärztlichen Operationen durch einen dafür zu beauftragenden Hausarzt oder Facharzt für

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Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr aktuell

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

fÜR Ärzte

thema: Qualitätsmanagement –

thema: Fortbildungsangebot zum Qualitäts-

die G-BA-Richtlinie erfüllen

gesicherten Hautkrebsscreening

datum: 11. Oktober 2017, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 10. November 2017, 14.00 bis 22.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern?

Die Inhalte dieser Fortbildungsveranstaltungen entsprechen den Vorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die Teilnahme gilt als Qualifikationsnachweis für die Teilnahme am Hautkrebsscreening-Programm, das am 1. August 2008 bundesweit eingeführt wurde.

In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene?

Die Themenschwerpunkte im Einzelnen: • Ätiologie des Hautkrebs, Krankheitsbilder, Häufigkeit, Risikofaktoren oder -gruppen, gezielte Anamnese • Visuelle, standardisierte Ganzkörperinspektion • Potentieller Nutzen und Schaden von Früherkennungsmaßnahmen, Kriterien zur Beurteilung von Früherkennungsmaßnahmen • Maßnahmen zur Ansprache der Versicherten • Programm der Krebsfrüherkennungsuntersuchung, Gesundheitsuntersuchung und frühzeitige Sensibilisierung des Patienten (das gesetzliche Programm der KFU/GU) • Vorstellung und Diskussion von Fallbeispielen • Dokumentationsmaßnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit

In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg

Ort: Saal der Abgeordnetenversammlung der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg

Teilnahmegebühr: 50 Euro Teilnahmegebühr: 160 Euro (inkl. Schulungsmaterial und Verpflegung) Fortbildungspunkte:.5 Fortbildungspunkte:.9 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Tel. 04551 883 204 Fax 04551 883 7204 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de

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Nordlicht

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Service

fÜR Ärzte thema: Refresherkurs/Fortbildungskurs

Säuglingshüfte datum: 18. November 2017, 9.00 bis 17.00 Uhr

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1 Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos. Ansonsten: 150 Euro inkl. Verpflegung Fortbildungspunkte:.10 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

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kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

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Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de Nordlicht

aktuell

Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de 41


SERVICE

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: QEP®-Einführungsseminar

datum: 9. Februar 2018, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. Februar 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge; erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 2 00 Euro, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung Fortbildungspunkte: 18 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung und im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

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kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Tel. 04551 883 204 Fax 04551 883 7204 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de 42

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Service

Veranstaltungen KVSH

11. November 2017, 9.00 bis 12.50 Uhr

7. Lübecker Allergie-Symposium

1. November 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe

Ort: Radisson Blu Senator Hotel, Willy-Brandt-Allee 6, 23554 Lübeck Info: Anmeldung: Wiebke Schmidt, Tel. 0451 500 415 05, Fax 0451 500 415 34. Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 4. November 2017 erbeten. 4 Fortbildungspunkte der Kategorie A. E-Mail: Wiebke.Schmidt@uksh.de www.uksh.de

11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

7. Baltisches und 28. Flensburger hämatologisch/onkologisches Symposium

Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

Ort: OASE Mürwik, 24937 Flensburg Info: Tel. 0461 816 2216, Fax 0461 816 0 Veranstalter: Medizinische Klinik I (St. Franziskus-Hospital)/ Prof. Dr. N. Basara www.malteser-franziskus.de

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

Schleswig-Holstein

23. Schleswiger Schmerztagung: Opioide – Fluch und Segen einer Pflanze Ort: Großer Konferenzsaal HELIOS Klinik Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3, 24837 Schleswig Info: Tel. 04621 83 1112, Fax 04621 83 601112 E-Mail: christiane.hentke@helios-kliniken.de www.helios-kliniken.de/schleswig

11. Oktober 2017, 10.00 bis 14.00 Uhr

GCP Auffrischungskurs – gemäß curricularen Empfehlungen der BÄK 2016 Ort: Audimax der Universität zu Lübeck, AM S1, Mönkhofer Weg 245, 23562 Lübeck Info: Tel. 0451 500 44 353, Fax 0451 500 44 358 E-Mail: Rudina.Marx@uksh.de www.uksh.de

15. November 2017, 15.00 bis 18.30 Uhr

Telemedizin aktuell – Digitalisierung in der Praxis Teil I – Anwendungsmöglichkeiten – Vorteile – Grenzen Ort: Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung, Esmarchstraße 4, 23795 Bad Segeberg. Info: 4 Fortbildungspunkte Anmeldung: Bärbel Dargel-Mikkelsen, Tel. 04551 803 754, Fax 04551 803 751 E-Mail: akademie@aeksh.de www.aeksh.de/akademie

1. November 2017, 16.00 bis 18.00 Uhr

Diabetes bei Patienten in ambulanter und stationärer Pflege Ort: Vortragssaal, Schloss Gottorf, 24837 Schleswig Info: Rückantwort per Fax an docevent GmbH, Fax 04621 855426 oder per E-Mail E-Mail: docevent-sl@t-online.de

15. November 2017, 17.00 bis 20.00 Uhr

10. Oktober 2017, 18.00 Uhr

5. Flensburger Geriatrie Symposium

Nephro Update

Ort: Waldschlösschen Schleswig, Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Info: Tel. 0461 816 2216, Fax 0461 816 0 Veranstalter: Klinik für Geriatrie & Frührehabilitation (St. Franziskus-Hospital)/Dr. K. Weil www.malteser-franziskus.de

Ort: Haus Pniel (Saal), Flensburg Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

11. Oktober 2017, 18.00 bis 20.00 Uhr

Erkrankungen des Pankreas

17. November 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr

Ort: Strandhotel Glücksburg, Kirstenstraße 6, 24960 Glücksburg Info: Tel. 0461 816 2216, Fax 0461 816 0 Veranstalter: Chirurgische Klinik, Medizinische Klinik II (St. Franziskus-Hospital)/Prof. Dr. S. Timm, PD Dr. A. Franke www.malteser-franziskus.de

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Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

AIS – Zusatznutzen durch Arzneimittelinformationssystem im ärztlichen Alltag? Ort: Fachhochschule Kiel, Hochhaus Fachbereich Wirtschaft, Sitzungssaal C03-7.09, Sokratesplatz 2, 24149 Kiel Info: Auskunft und schriftliche Anmeldung bitte bis zum 11. November 2017, Tel. 04551 803 409, Fax 04551 803 401 E-Mail: fkqs@aeksh.org www.foerderkreis-qs.de

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Justitiar

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230 Alexandra Stebner (stellv. Justitiarin)��������������������������������������������� 230

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Maria Behrenbeck (stellv. Leiterin)������������������������������������������������� 251 Alexandra Stebner��������������������������������������������������������������������������� 230 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������� 458 Alice Lahmann���������������������������������������������������������������������������������� 360 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

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Nordlicht

Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Früherkennungsuntersuchung Kinder Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesund schwanger Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 aktuell

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Service kontakt Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 HIV/AIDS Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Daniela Leisner ������������������������������������������������������������������������������� 578 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Michelle Teegen������������������������������������������������������������������������������� 596 Frederik Schröder����������������������������������������������������������������������������� 427 Maximilian Mews����������������������������������������������������������������������������� 462 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 10 | 2017

Nordlicht

PET/PET-CT Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsprüfung Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Sabrina Bardowicks�������������������������������������������������������������������������� 691 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Qualitätsmanagement Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Ute Tasche........................................................................................ 485. Daniela Leisner................................................................................. 578. Christine Sancion.............................................................................. 470 Röntgen (Anträge) Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung nach SGB) Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Tanja Steinberg�������������������������������������������������������������������������������� 315 Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 aktuell

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Service kontakt

Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� Tonsillotomie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)��������������������������������������������������������������������� Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� Zytologie Michaela Schmidt����������������������������������������������������������������������������

888 231 445 930 304 351 439 255 276 266

Impressum

Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230

Nordlicht aktuell Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Jakob Wilder; Borka Totzauer (Layout); Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� kreisstelle.kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail��������������������������������������������������������������� kreisstelle.luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Christine Stegmann, Fachärztin für Innere Medizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������������ 0461 4041 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 4043 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt und Facharzt für Chirurgie Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Björn Steffensen, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04884 1313 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04884 903300 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.nordfriesland@kvsh.de 10 | 2017

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail���������������������������������������������������������� kreisstelle.ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Facharzt für Orthopädie Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ kreisstelle.ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Eckard Jung, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04351 3300 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04351 712561 E-Mail������������������������������������� kreisstelle.rendsburg-eckernfoerde@kvsh.de

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Ilka Petersen-Vollmar, Fachärztin für Allgemeinmedizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������ 04551 968600 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 968602 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Facharzt für Innere Medizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� kreisstelle.stormarn@kvsh.de

aktuell

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1. November | 6. Dezember

2017

An jedem ersten Mittwoch im Monat 14.00 bis 17.00 Uhr 

für  alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) ohne vorherige Terminvergabe

Ort

Zulassung/Praxisberatung der KVSH, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg Kontakt Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Nordlicht 10 2017 web  
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