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nr. 10 | 2016

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Oktober 2016 | 19. Jahrgang


Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 10 | 2016

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

4

AV-Wahl 2016: Stabile Verhältnisse

8

Die Wahl in Zahlen

10

Nachrichten Kompakt

Die Mitglieder der KVSH haben eine neue Abgeordnetenversammlung gewählt. Wer sind die 40 Ärzte und Psychotherapeuten, die in das wichtigste Gremium der Selbstverwaltung einziehen? Im Titelthema finden Sie Informationen und Analysen zum Wahlausgang in Schleswig-Holstein.

Gesundheitspolitik 12

Versichertenbefragung: Patienten schätzen ihre Ärzte und Psychotherapeuten

14

KVSH-Einsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung Rendsburg beendet

15

Neue Fortbildungsreihe zur Förderung der Allgemeinmedizin startet im Dezember

Praxis & KV 16

Wettbewerb: Barrierefreie Arztpraxen gesucht

17

Westküstenkliniken und KVSH kooperieren bei der Patientensteuerung

18

Bilanz Terminservicestelle

20

6. DEGAM-Summerschool in Lübeck

22

Bekanntmachungen und Meldungen

24

Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab beschlossen

25

Neues aus KVen und KBV

26

Neue Psychotherapie-Richtlinie: Streitpunkt Psychotherapeutische Sprechstunde

Ende Januar 2016 startete die Terminservicestelle (TSS) zur Vermittlung von Facharztterminen. Wie oft nutzten die Patienten in Schleswig-Holstein die TSS und welche Facharztgruppen fragten sie nach? Das Nordlicht zieht eine erste Zwischenbilanz.

Die Menschen im Land 28

„Die Nieren leiden still“: 17. Kieler NierenWoche

30

Serie: Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

31

Kommentar: Pflegefall

Service 32

Sicher durch den Verordnungsdschungel: Was Praxen wissen sollten

33

Sie fragen – wir antworten

34

Seminare

35

Termine

04

18 28

© istock.com/megaflopp

Auf der 17. Kieler NierenWoche konnten interessierte Besucher ihr gesundheitliches Risikoprofil bestimmen lassen, um so einer Nierenerkrankung vorzubeugen. Ein persönliches Gespräch mit einem Facharzt war ebenfalls fester Bestandteil der Präventionsaktion.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

2

Nordlicht

aktuell

10 | 2016


Nordlicht nr. 10 | 2016 EDITORIAL Dr. Ralph Ennenbach, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, Vertrauen in die Demokratie, ist ein hohes und latent gefährdetes Gut, um das man immer wieder neu kämpfen muss. Es gibt allerlei Anzeichen dafür, dass der gesellschaftliche Konsens zu den Fragen, wer und wie Entscheidungen zu treffen hat, im Wandel ist. Die Forderungen nach allgemeiner umfassender Transparenz und Beteiligung an allen Entscheidungen und die Etablierung von Volksentscheiden lassen eine Unzufriedenheit mit dem parlamentarischen System und der althergebrachten Ausschussarbeit erkennen, die noch keine klare Richtung gefunden hat. Betrachtet man diese Bewegung aus der Perspektive, ob Entscheidungen bei einer Multi-Beteiligung sachgerechter ausfallen, darf man Zweifel anmelden. Gerade als KV-Vorstand erlebt man oft genug, dass Entscheidungshintergründe komplex sind und die Zeit und Energie oft genug nicht ausreichen, dem in Diskussionen gerecht zu werden. Vereinfachung ist notwendig und der Grat zu einer falschen Darstellung schmal. Der Diskurs in einem Parlament ist also womöglich nicht vollkommen, aber für mich immer noch ein bewährter Weg, um zu Entscheidungen zu kommen. Selbst wenn viele Angelegenheiten der KVSH reine Vorstandskompetenzen darstellen, so ist es im Sinne Aller förderlich, wesentlichen Änderungsbedarf in einen Diskurs zu stellen. Man wird dadurch jedenfalls nicht dümmer. Unsere Diskussionskultur baut – solange ich die KVSH kenne – ganz wesentlich auf dem Willen auf, Vertrauen zu entwickeln. Letzteres wird aber nicht blind verschenkt, sondern erarbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass dies auch in der neuen Periode der Fall sein wird und freue mich im Namen der Verwaltung und des Vorstandes auf die Zusammenarbeit mit der neuen Abgeordnetenversammlung. Der Rückgang der Beteiligung an der AV-Wahl kann mehrdeutige Ursachen haben. Die zugenommene Zahl der angestellten Ärzte und deren vermutlich geringere Wahlmotivation können ebenso eine Rolle spielen, wie das Gefühl „es läuft“ oder sogar die Wahrnehmung „die können doch gar nichts entscheiden“. Letzteres stimmt aber nicht, da die Mitglieder unserer Abgeordnetenversammlung verschiedene Möglichkeiten haben, den Kurs der KVSH mitzubestimmen. Und ohne eine Selbstverwaltung würden eben immer andere entscheiden, es sei denn, man wäre einzeln stark genug. Wie gesagt, man muss daran arbeiten, Demokratie auszufüllen. Herzlichst grüßt Ihr

Dr. Ralph Ennenbach

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Nordlicht

aktuell

3


Titelthema A V - wahl 2 0 1 6

Stabile Verhältnisse Die Mitglieder der KVSH haben entschieden. 19 Ärzte aus dem hausärztlichen Versorgungsbereich, 17 Ärzte aus dem fachärztlichen Versorgungsbereich und vier Psychotherapeuten ziehen in das wichtigste Gremium der Selbstverwaltung ein. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Januar 2017 und endet am 31. Dezember 2022. Die Wähler in Schleswig-Holstein setzten bei ihrer Wahlentscheidung auf personelle Kontinuität. Sie gaben aber auch vielen Neueinsteigern eine Chance, denn 14 Ärzte und Psychotherapeuten ziehen zum ersten Mal in das 40 Mitglieder umfassende Ärzteparlament ein. Insgesamt bewarben sich 60 Ärzte und Psychotherapeuten in den 15 Wahlkreisen auf einen AV-Sitz. 2010 waren es 57 Bewerber.

wig-Flensburg und der Stadt Lübeck erreicht. Auch bei den Psychotherapeuten war die Wahlbeteiligung mit 65 Prozent überdurchschnittlich hoch. Anfang nächsten Jahres warten die ersten Aufgaben auf die neuen Abgeordneten.

Insgesamt konnten sich rund 5.300 KVSH-Mitglieder vom 5. bis 21. September 2016 an der Wahl zur Abgeordnetenversammlung beteiligen. Die Wahlbeteiligung lag am Ende bei 57 Prozent, ein Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zur letzten Wahl vor sechs Jahren. Die höchsten Werte wurden mit 64 Prozent in der Stadt Neumünster und mit jeweils 62 Prozent in den Kreisen Schles-

Am 18. Januar 2017 kommen sie zur konstituierenden Sitzung zusammen und wählen unter anderem den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Abgeordnetenversammlung. Die Neuwahl des Vorstands der KVSH steht dann im Februar 2018 an.

Die Wahl der Abgeordnetenversammlung fand brieflich in der Zeit vom 05. bis zum 21. September 2016 statt. Der Landeswahlausschuss hat in seiner Sitzung am 22. September 2016 folgendes Ergebnis festgestellt: Ärztliche Mitglieder

Kreis Dithmarschen

72 Stimmen

Stadt Flensburg

Frank Reisenbüchler

Stefan Hansen

Facharzt für Allgemeinmedizin in Meldorf

Facharzt für Innere Medizin in Flensburg

Stellvertreter: Dr. med. Michael Behm Facharzt für Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde in Heide

Stellvertreter: Lars Utecht Facharzt für Innere Medizin in Flensburg

Stadt Flensburg

55 Stimmen

Kreis Herzogtum Lauenburg

113 Stimmen

Dr. med Ralph Puhlmann

Dr. med. Jörg Heinze

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Geesthacht

Stellvertreter: Dr. med. Wolfgang Barchasch Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Stellvertreterin: Dr. med. Sabine Altmann-Kraft Fachärztin für Allgemeinmedizin in Schwarzenbek

Kreis Herzogtum Lauenburg

111 Stimmen

Stadt Kiel

Raimund Leineweber

4

105 Stimmen

190 Stimmen

Dr. med. Kurt Hügelmann

Facharzt für Allgemeinmedizin in Büchen

Praktischer Arzt in Kiel

Stellvertreter: Ekkehard BaumgraSS Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Lauenburg

Stellvertreterin: Dr. med. Beatrice Brockmann Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel Nordlicht

aktuell

10 | 2016


Titelthema Stadt Kiel

173 Stimmen

Stadt Kiel

Dr. med. Michael Schroeder

Wolfgang Schulte am Hülse

Facharzt für Innere Medizin in Kiel

Facharzt für Allgemeinmedizin in Kiel

Stellvertreter: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Holger Hinrichsen Facharzt für Innere Medizin in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Wolfgang Keil Facharzt für Urologie in Kiel

Stadt Kiel

244 Stimmen

Stadt Kiel

Dr. med. Christiane Schwerk

251 Stimmen

Dr. med. Christian Sellschopp

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kiel

Facharzt für Chirurgie in Kiel

Stellvertreter: Matthias Seusing Facharzt für Allgemeinmedizin in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Ralf Schmitz Facharzt für Chirurgie in Kiel

Stadt Lübeck

455 Stimmen

Stadt Lübeck

Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Andreas Bobrowski

Dr. med. Gerhard Caesar

Stellvertreterin: Karin Tomann Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Stellvertreter: Dr. med. Frank Niebuhr Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Stadt Lübeck

200 Stimmen

Stadt Lübeck

Dr. med. Martina Horn

213 Stimmen

Dr. med. Ralf Staiger

Fachärztin für Urologie in Lübeck

Facharzt für Innere Medizin in Lübeck

Stellvertreterin: Dr. rer. nat. Hildegard Trautwein Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Kreis Nordfriesland

94 Stimmen

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Facharzt für Laboratoriumsmedizin in Lübeck

150 Stimmen

Stellvertreter: Prof. Dr. med. Jens-Martin Träder Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Kreis Nordfriesland

106 Stimmen

Björn Steffensen

Dr. med. Thomas Maurer Facharzt für Allgemeinmedizin in Leck

Facharzt für Allgemeinmedizin in Ramstedt

Stellvertreter: Dr. med. Bodo Stoschus Facharzt für Innere Medizin auf Sylt OT Westerland

Stellvertreter: Dr. med. Matthias Fischer Facharzt für Allgemeinmedizin in Hattstedt

Stadt Neumünster

83 Stimmen

Kreis Ostholstein

Dr. med. Dr. rer. Nat. Götz Gerhardt

135 Stimmen

Dr. med. Stefan Hargus Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Neustadt

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Neumünster

Stellvertreter: Dr. med. Andreas Brüning Facharzt für Innere Medizin in Bad Malente

Stellvertreter: Jörg Schulz-Ehlbeck Facharzt für Innere Medizin in Neumünster 10 | 2016

334 Stimmen

Nordlicht

aktuell

5


Titelthema Kreis Ostholstein

182 Stimmen

Kreis Ostholstein

Dr. med. Hans-Dieter Trepkau

Dr. med. Bettina Schultz

Facharzt für Allgemeinmedizin in Ahrensbök

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Eutin

Stellvertreter: Dipl.-Ing. Raphael Schreiber Facharzt für Allgemeinmedizin in Bad Schwartau

Stellvertreter: Thomas Montag Facharzt für Innere Medizin in Eutin

Kreis Pinneberg

126 Stimmen

134 Stimmen

Kreis Pinneberg

Dr. Marc Dupas

180 Stimmen

Dr. med. Thomas Fronzek

Facharzt für Allgemeinmedizin in Uetersen

Facharzt für Innere Medizin in Elmshorn

Stellvertreter: Ayhan Ayikli Facharzt für Allgemeinmedizin in Uetersen

Stellvertreter: Dr. med. Tomasz Warns Facharzt für Allgemeinmedizin in Elmshorn

Kreis Pinneberg

188 Stimmen

Kreis Plön

52 Stimmen

Dr. med. Claus Onischke

Dr. med. (SYR) Zouheir Hannah

Facharzt für Innere Medizin in Selent

Facharzt für Orthopädie in Quickborn Stellvertreter: Dr. med. Dr. rer. Nat. Joachim Pohl Facharzt für Allgemeinmedizin in Ascheberg

Stellvertreter: Dr. med. Christof Nickel Facharzt für Chirurgie in Elmshorn

Kreis Rendsburg-Eckernförde

170 Stimmen

Kreis Rendsburg-Eckernförde Sven Tetzlaff

Ullrich Krug Facharzt für Allgemeinmedizin in Groß Vollstedt

Facharzt für Innere Medizin in Büdelsdorf

Stellvertreterin: Gloria Lawrenz Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin in Alt Duvenstedt

Stellvertreter: Johannes Schlick Facharzt für Allgemeinmedizin in Fockbek

Kreis Rendsburg-Eckernförde

116 Stimmen

Kreis Schleswig-Flensburg

142 Stimmen

Doris Scharrel

Katrin Berger

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kronshagen

Fachärztin für Allgemeinmedizin in Schleswig

Stellvertreterin: Dr. med. Barbara Schroer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Kronshagen

Stellvertreter: Dr. med. Siegfried Bethge Facharzt für Allgemeinmedizin in Kropp

Kreis Schleswig-Flensburg

6

128 Stimmen

131 Stimmen

Kreis Segeberg

118 Stimmen

Dr. med. Jens Hartwig

Dr. med. Bernhard Bambas

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Schleswig

Facharzt für Augenheilkunde in Bad Segeberg

Stellvertreter: Dr. med. Michael WeiSS Facharzt für Allgemeinmedizin in Gelting

Stellvertreterin: Dr. med. Ilka Petersen-Vollmar Fachärztin für Allgemeinmedizin in Bad Segeberg Nordlicht

aktuell

10 | 2016


Titelthema Kreis Segeberg

111 Stimmen

Kreis Segeberg

Dr. med. Uwe Bannert

Rosemarie Müller-Mette

Facharzt für Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in Bad Segeberg

Fachärztin für Allgemeinmedizin in Norderstedt Stellvertreterin: Signe Denker Fachärztin für Allgemeinmedizin in Bad Segeberg

Stellvertreter: Dr. med. Svante Gehring Facharzt für Innere Medizin in Norderstedt

Kreis Steinburg

117 Stimmen

92 Stimmen

Kreis Stormarn

153 Stimmen

Dr. med. Axel Kloetzing

Dr. med. Hans Irmer

Facharzt für Allgemeinmedizin in Horst

Praktischer Arzt in Ahrensburg

Stellvertreter: Dr. med. Klaus Gehring Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Itzehoe

Stellvertreter: Ulrich Lauterbach Facharzt für Allgemeinmedizin und Innere Medizin in Bargteheide

Kreis Stormarn

76 Stimmen

Kreis Stormarn

Michael Seifert

153 Stimmen

Dr. med. Dennis Wolter

Facharzt für Innere Medizin in Reinfeld

Facharzt für Orthopädie in Ahrensburg

Stellvertreterin: Dr. med. Regina Sternfeldt Fachärztin für Innere Medizin in Ahrensburg

Stellvertreter: Dr. med. Jens Christiansen Facharzt für Innere Medizin in Reinbek

Psychotherapeutisches Mitglied 442 Stimmen

Psychotherapeutisches Mitglied

258 Stimmen

Dr. phil. Dipl.-Psych. Angelika Nierobisch

Dipl.-Psych. Heiko Borchers Kiel

Kiel Stellvertreter: Dipl.-Psych. Theodor Schneider Eckernförde

Stellvertreter: Dipl.-Psych. Christoph Wisser Kiel

Psychotherapeutisches Mitglied 265 Stimmen

Psychotherapeutisches Mitglied

Dr. phil. Dipl.-Psych. Dietmar Ohm

169 Stimmen

Dipl.-Psych. Dagmar Schulz Süderbrarup

Lübeck Stellvertreter: Dr. phil. Dipl.-Psych. Klaus Thomsen Flensburg

Stellvertreterin: Dipl.-Psych. Katrin Stoike Schleswig

Das Ergebnis der als gültig anerkannten Wahlen in den Kreisen und auf Landesebene sowie die sich daraus ergebende Zusammensetzung der Abgeordnetenversammlung wird hiermit verkündet.

berausgabe des Nordlichts, offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, angebracht werden. Einwendungen sind schriftlich beim Landeswahlausschuss in Bad Segeberg, Bismarckallee 1–6, anzubringen.

Einwendungen gegen die Gültigkeit der Wahl können von allen Wahlberechtigten binnen einer Ausschlussfrist von einer Woche nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses in der Okto-

gez. Volker Sprick, Rechtsanwalt und Notar

Bad Segeberg, 22. September 2016

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Nordlicht

Landeswahlleiter

aktuell

7


Titelthema A V - wahl 2 0 1 6

Die Wahl in Zahlen Wahlbeteiligung AV-Wahl 2016 nach Kreisen

58 68

24

59 61

221

22

62 68

Flensburg

239 Nordfriesland

22

SchleswigFlensburg

245 53 58

34

58

57 62

36 12 181 Dithmarschen

56 56

RendsburgEckernförde

609

147

Psychotherapeuten

53 55

55 61

55 59

12

34

177

335

Plön

Ostholstein 62 68

34

46

337 Segeberg

337

Pinneberg

542

55 59

35 Stormarn

Lübeck 51 64

22 269

Herzogtum Lauenburg

Wahlberechtigte

8

49 55

Neumünster

Steinburg 3 4 427

47

1 1

Kiel

11 196

65 73

64 57

412

61 70

644

Abgeordnete

Bewerber

Wahlbeteiligung in % 2016

Wahlbeteiligung in % 2010

5.318 Wahlberechtigte 40 Abgeordnete 60 Bewerber 57 % Wahlbeteiligung 2016 62 % Wahlbeteiligung 2010

Nordlicht

aktuell

10 | 2016


1 1 2 1 1 1 4

Kinder- und Jugendmedizin Laboratoriumsmedizin Orthopädie Physikalische und Rehabilitative Medizin Psychiatrie und Psychotherapie Urologie Psychotherapie

14 schon vorher in der AV

neue/alte Abgeordnete

Altersverteilung schon vorher in der AV neu in die AV gewählt

14 schon vorher in der AV

40 bis 50 Jahre

26 40 bis 50 Jahre

12

32

12

Geschlechterverteilung

7

7 21 7

61 Jahre und älter

21 8

Allgemeinmedizin Augenheilkunde Chirurgie Gynäkologie Haut- und Geschlechtskrankheiten HNO Innere Medizin (hausärztlich) Innere Medizin (fachärztlich) Kinder- und Jugendmedizin Laboratoriumsmedizin Orthopädie Physikalische und Rehabilitative Medizin Psychiatrie und Psychotherapie Urologie männlich Psychotherapie

13 1 1 21 5 1 61 Jahre und älter 1 5 2 1 weiblich 1 82 1 1 1 4

14 schon vorher in der AV

14

neu in die AV gewählt

40 bis 50 Jahre 51 bis 60 Jahre

12

Titelthema

26

26

Fachgruppen 51 bis 60 Jahre

51 bis 60 Jahre

neu in die AV gewählt

männlich

32

männlich

32

weiblich 61 Jahre und älter

weiblich

8

neu in die AV gewählt

26

40 bis 50 Jahre 51 bis 60 Jahre

12

7 www.av-wahl.de/ihre-abgeordneten

21 61 Jahre und älter

weiblich 10 | 2016

8

Nordlicht

aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT H onorarverhandlungen

R ettungsdienstgesetz

KBV einigt sich mit Krankenkassen

Neue Regelung

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich über die Höhe der Vergütung niedergelassener Ärzte im Jahr 2017 geeinigt. In der Summe gebe es rund eine Milliarde Euro mehr, teilten beide Seiten mit. Diese Summe gliedert sich wie folgt auf: ƒƒ D  er Preis für die ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen (Orientierungswert) wird im kommenden Jahr um 0,9 Prozent auf 10,5300 Cent angehoben. Dies entspricht bundesweit einer Erhöhung der Gesamtvergütungen um etwa 315 Millionen Euro. ƒƒ Die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung steigt aufgrund der Morbiditätsveränderung um 170 Millionen Euro. ƒƒ Für extrabudgetäre Leistungen, wie beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, wird mit einem Plus in Höhe von 330 Millionen Euro gerechnet. ƒƒ Für die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans, der den Versicherten seit dem 1. Oktober 2016 zur Verfügung steht, gibt es rund 163 Millionen Euro extra. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen sagte, die mit den Kassen ausgehandelte Lösung gebe keinen Anlass zum Jubeln. Allerdings zeige sie, „dass es unstrittig ist, dass wir einen Nachfinanzierungsbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung für die dort tätigen Vertragsärzte und Psychotherapeuten haben“. Er erinnerte daran, dass die Krankenkassen mit einer Absenkungsforderung in die Verhandlungen gegangen seien und dass lange Zeit kein akzeptabler Kompromiss in Sicht gewesen sei. „Insofern ist es sicherlich ein Erfolg der Selbstverwaltung, dass wir nach wochenlangen Diskussionen eine Lösung gefunden haben“, so Gassen. Nach der Einigung auf Bundesebene folgen in den kommenden Wochen auf Landesebene Verhandlungen zur regionalen Umsetzung zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Vertretern der Krankenkassen.

„ F it f ü r die P ra x is “

Hilfsmittel richtig verordnen Berlin – In der Serie „Fit für die Praxis“, die im Web-TV der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung läuft, geht es in einer neuen Ausgabe um die richtige Verordnung von Hilfsmitteln. Es werden wichtige Regelungen und Besonderheiten vorgestellt, die bei der Verschreibung von Bandagen oder Hörhilfen zu beachten sind. In dem Film geht es unter anderem um das Hilfsmittelverzeichnis und die Muster für die Verordnungen. Das Video ist unter www.kbv.de/html/24442.php einsehbar. 10

Nordlicht

Kiel – Schleswig-Holstein bekommt ein neues Rettungsdienstgesetz. Es regelt erstmals die Luftrettung und verzahnt diese mit dem bodengebundenen Rettungsdienst. Das Land SchleswigHolstein wird Träger der Luftrettung und beauftragt Luftrettungsunternehmen mit der operativen Durchführung. Der bodengebundene Rettungsdienst bleibt Aufgabengebiet der Kreise und kreisfreien Städte. Die Notfallrettung soll zukünftig ausschließlich durch den öffentlichen Rettungsdienst sichergestellt werden. Private Unternehmen sind auf den Kran-kentransport zu beschränken.

B ereitschaftsdienst

Neue Dienstbekleidung

Vorne (v. l.): Sandra Hauch, Petra Bentin, Martina Wünsche und Frauke Hanke; hinten (v. l.): Dr. Ulrich Hagemeister, Dr. Jörg Ruser, Dr. Ralf Staiger und Dr. Mathias Rosenbaum

Lübeck – Die Ärzte des allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Lübeck nutzen während des fahrenden Dienstes künftig einheitliche Dienstbekleidung. „Mehr Sicherheit und eine bessere Hygiene waren gute Argumente für uns, wetterfeste Fahrdienstjacken anzuschaffen. Außerdem sind die Kollegen bei Hausbesuchen für die Patienten jetzt eindeutig als Bereitschaftsdienstärzte erkennbar“, erklärte Dr. Ralf Staiger, regionaler Notdienstbeauftragter Lübecks. Außerdem symbolisiere die neue Dienstbekleidung die Zusammengehörigkeit der Lübecker Bereitschaftsdienststruktur nach außen. Am allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen in der Hansestadt rund 50 Ärzte teil. An Samstagen und Sonntagen sind jeweils elf von ihnen im Einsatz (fünf im fahrenden Dienst, sechs in den beiden Anlaufpraxen). Unter der Woche sind es vier, am Mittwoch und Freitag jeweils sieben Ärzte. Sie werden von rund 35 medizinischen Fachangestellten unterstützt. Leitende Ersthelferin ist seit Mitte dieses Jahres Sandra Hauch: Sie übernahm die Position von Gabriele Opolka, die nach 25 Dienstjahren in den Ruhestand ging. Der fahrende Dienst hat in Lübeck pro Jahr rund 5.000 Patientenkontakte, die Anlaufpraxis am UKSH kommt auf rund 12.000 und die Anlaufpraxis am Sana-Klinikum auf rund 3.000 Patientenkontakte. „Wir stehen für unseren Beitrag zur Notfallversorgung Lübecks. Durch gemeinsame Fort- und Weiterbildung garantieren wir eine hohe Qualität in der Versorgung unserer Patienten”, so Dr. Ulrich Hagemeister, stellvertretender Notdienstbeauftragter. aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT F reie B E rufe

I nternet

Sellschopp 1. Vizepräsident

Schwerpunkt Hygiene und Medizinprodukte

Kiel – Der Landesverband der Freien Berufe in SchleswigHolstein e. V. (LFB) hat einen neuen Präsidenten und eine neue Geschäftsführerin: Steuerberater Lars-Michael Lanbin und Rechtsanwältin Dr. Yvonne Susanne Kellersohn lösten HansPeter Küchenmeister und Bernd Schloer ab. 1. Vizepräsident ist Dr. Christian Sellschopp, Vorsitzender der Abgeordnetenversammlung der KVSH und Facharzt für Chirurgie in Kiel. Mehr Informationen unter www.freie-berufe-sh.de

© istock.com/RapidEye

M S D - G esundheitspreis

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine neue Themenseite „Hygiene und Medizinprodukte in Arztpraxen“ im Internet eingerichtet. Ziel des Angebotes ist es, aktuelle und wichtige Informationen zu bündeln. Ärzte und Praxispersonal können sich informieren und werden in einer Linkliste auf verschiedene kostenlose Angebote zu den Themen Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Erstellung eines Hygieneplans und Online-Schulungen aufmerksam gemacht. Informationen unter www.kbv.de/html/hygiene.php

QuaMaDi ausgezeichnet

© MSD

endoskopie

Bad Segeberg – Das schleswig-holsteinische Versorgungsprogramm zur Qualitätsgesicherten Mamma-Diagnostik (QuaMaDi) ist mit dem MSD-Gesundheitspreis ausgezeichnet worden. Bei insgesamt knapp 80 Bewerbern belegte das Projekt zur Früherkennung von Brustkrebs den zweiten Platz des Wettbewerbs. Platz 1 ging an das Deutsche Kinderschmerzzentrum für das Projekt „Schmerz im Griff“. Ausgezeichnet wurde QuaMaDi für eine telematische Versorgungslösung, die von der KVSH entwickelt wurde. In Zukunft sollen Untersuchungen und Frühbehandlungen einer Patientin bei Fachärzten und Kliniken noch schneller und genauer ablaufen. Zum Nutzen einer noch besseren Diagnostik sollen die Prozesse vollständig digitalisiert und auf einer gesicherten Online-Plattform dargestellt werden. Dazu gehört unter anderem, dass Röntgen- und Ultraschallbilder nicht mehr zur Zweit- und Drittbefundung per Kurier durchs Land gefahren werden, sondern jedem behandelnden Arzt digital zur Verfügung stehen. Um das einzurichten, hat die KVSH einen Finanzierungsantrag beim Innovationsfonds des Bundes gestellt, dessen Entscheidung für November erwartet wird. Der Gesundheitspreis ist mit insgesamt 110.000 Euro dotiert. Dieses Jahr wurden ein erster, zwei zweite und zwei dritte Plätze vergeben. Die Verleihung stand erneut unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

10 | 2016

Nordlicht

Land bietet Fortbildung Kiel – Die Abteilung Gesundheitsschutz des Landesamtes für soziale Dienste (LAsD) bietet zusammen mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung einen kostenfreien Intensivkurs für endoskopierende Praxen an. Im Rahmen der Veranstaltung wird unter anderem über die besonderen Anforderungen bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums informiert. Termin: 30. November 2016, 13.00 bis 18.30 Uhr Veranstaltungsort: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein Raum 468, Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel Anmeldung bitte bis zum 9. November 2016 unter Angabe Ihrer Kontaktdaten (Name, Institution, Postadresse, Telefon, E-Mail) schriftlich per Fax 0431 988 5416 an Frau ReeseKnobling. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der praktischen Stationen begrenzt (pro Praxis maximal 2 Personen). Nähere Informationen (Flyer zur Veranstaltung, Anmeldeformular) unter: www.schleswig-holstein.de (Medizinprodukteüberwachung  Ringveranstaltungen)

aktuell

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gesundheitspolitik V ersichertenbefragung

© istock.com/M_a_y_a

Patienten schätzen ihre Ärzte und Psychotherapeuten

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein genießen eine konstant hohe Wertschätzung bei ihren Patienten. Das zeigt die diesjährige Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Seit zehn Jahren führt die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV repräsentative Versichertenbefragungen durch. Dieses Jahr wurden bundesweit insgesamt 6.113 zufällig ausgewählte Personen befragt, in Schleswig-Holstein waren es 254. Demnach haben in unserem Bundesland 88 Prozent der Befragten ein „gutes“ bis „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt. Noch etwas höher fällt die Beurteilung der Freundlichkeit (95 Prozent), der Fachkompetenz (91 Prozent) und der Verständlichkeit der Erklärungen (89 Prozent) aus. Das Warten auf einen Termin beim Arzt empfindet die Mehrheit der Patienten – wie in den Vorjahren auch – als kein allzu großes Problem. Nur acht Prozent aller Befragten hat es zu lange gedauert, bis sie einen Termin bekommen haben. 40 Prozent hatten für ihren letzten Termin beim Arzt maximal drei Tage Wartezeit. Davon gaben 26 Prozent an, dass sie sofort einen Termin bekommen haben. Etwas mehr als ein Drittel aller Patienten in Schleswig-Holstein musste länger als drei Tage auf einen Termin bei einem Arzt warten. 12

Nordlicht

Wartezeit für Termin: Keine/bis zu drei Tagen

(Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch) ein bis drei Tage keine

46 15

52 51 51 49 49 47 46 46 44 44 44 43 42 42 40 7 20 13 18 6 7 38 36 14 22 9 17 15 15 14 16 14 8 11 38 34

31

32

alle

BW N

RP

42 27 B

33 28 31 29 30 38 36 33 26 26 29 25

MV SL HE WL HH NO TH

S

HB SA SH BB BE

Versichertenbefragung der KBV 2016

Wartezeit für Termin: Über drei Tage 10 | 2016 (Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch)

aktuell


38 34

31

32

alle

BW N

RP

27 B

33 28 31 29 30 38 36 33 26 26 29 25 MV SL HE WL HH NO TH

S

HB SA SH BB BE

Versichertenbefragung der KBV 2016

(Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch)

alle

29 30

39 39 40 36 36 37 37 37 37 38 33 33 35 35 35

TH SA RP

SH SL MV N NO WL B BB TH BW SA BE RP HB HE HH

S

gesundheitspolitik

Barrierefreie Arztpraxis „(sehr) wichtig“

Wartezeit für Termin: Über drei Tage

36

alle

Versichertenbefragung der KBV 2016

S BW HE MV HH SH

B

N

SL WL HB BE NO BB

(Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch) sehr wichtig wichtig

30

61 59 58 53 51 49 48 46 46 45 44 22 22 16 43 42 42 41 40 38 24 19 18 21 16 16 18 17 16 15 12 16 13 13 39 37 42 29 32 32 27 30 30 27 27 27 27 30 25 27 25

alle

SL BB TH SA WL MV N

46 17

B

NO BW HE SH HH RP HB BE

S

Versichertenbefragung der KBV 2016

Versichertenbefragung der KBV 2016

Arztpraxis: Vertraulichkeit am Empfang (Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch)

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58 58 57 56 52 52 50 50 47 46 45 45 44 43 20 21 21 18 17 40 38 38 32 17 12 14 15 10 10 13 15 15 13 12 38 36 35 35 36 33 38 33 31 35 35 31 28 25 26 27 26

alle

TH MV SA

48 15

S

BB BW B

WL HE SH HB SL

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sehr gut gut

RP HH BE NO

Versichertenbefragung der KBV 2016

Vertraulichkeit am Empfangstresen verbesserungswürdig Gute Noten gab es auch beim Thema Barrierefreiheit. Nach eigener Einschätzung meinen 80 Prozent der Befragten in SchleswigHolstein, dass der Zugang zur letztbesuchten Arztpraxis barrierefrei möglich sei. Dies ist im Ländervergleich der beste Wert. Skeptisch wird dagegen die Vertraulichkeit am Empfang in der Arztpraxis gesehen: Nur 46 Prozent erklärten, dass sie damit zufrieden gewesen seien.

Letztbesuchte Arztpraxis: Zugang barrierefrei

(Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch)

69

80 77 76 76 74 74 70 68 66 65 65 64 64 62 61 60 56*

Ein weiteres Thema der Befragung war die Versorgungssteuerung: Mehr als die Hälfte der Befragten fände es grundsätzlich sinnvoll, vor dem Facharzt immer erst einen Hausarzt anzusteuern. Wenn dies spürbar den Beitrag zur Krankenversicherung senken würde, wären dazu 65 Prozent der gesetzlich versicherten Patienten bereit. Danach wurde nicht ohne Grund gefragt: Dieser Wahltarif ist eine Forderung, die sich in einem gemeinsamen Positionspapier von KBV und Kassenärztlichen Vereinigungen wiederfindet. Gefragt wurde in der Umfrage auch nach den umstrittenen Terminservicestellen. Diese sind 64 Prozent aller Befragten in Schleswig-Holstein grundsätzlich bekannt. Rund 70 Prozent finden gut, dass es die Servicestellen gibt, nur ein Drittel allerdings glaubt, dass sie wirklich Wartezeiten verkürzen. „Das ist ein Addon, das man gerne hat“, fasste Studienleiter Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen zusammen, „von dem man sich aber nicht viel verspricht“. Weitere Informationen zur Versichertenbefragung mit Grafiken und interaktiven Darstellungen sind abrufbar unter www.kbv.de/html/versichertenbefragung.php Marco Dethlefsen, kvsh

alle

SH SL MV N NO WL B BB TH BW SA BE RP HB HE HH

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Versichertenbefragung der KBV 2016

Barrierefreie Arztpraxis „(sehr) wichtig“

(Auswahl: „Ja“, war im letzten Jahr beim Arzt; letzter Praxisbesuch) 10 | 2016

sehr wichtig wichtig

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gesundheitspolitik F l ü chtlingshilfe

Einsatz der KVSH beendet

Mitte September endete das Engagement vieler Ärzte und medizinischer Fachangestellter in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Rendsburg. Die freiwilligen Helfer hatten dort im Auftrag der KVSH die medizinische Grund- und Notfallversorgung sichergestellt. Ihre Aufgaben übernimmt künftig die Notarzt-Börse.

Das Helfer-Team: Vordere Reihe (von l.) Gloria-Linda Lawrenz, Dr. Monika Schliffke, Kornelia Albrecht, Dr. Ingeborg Arnaszus, Marion Bellgardt und Anke Lonschinski; hintere Reihe (v. l.) Beate Christ, Gabriele Winkel, Susanne Freitag, Henning Schmidt, Dr. Werner Kröger, Andreas Stanisak, Dr. Florian Seidel und Alexander Paquet

Die Vorstandsvorsitzende der KVSH, Dr. Monika Schliffke, bedankte sich im Rahmen eines Abschiedsempfangs bei allen Beteiligten für deren persönlichen Einsatz. „Das Ende ist sicher auch mit einer gewissen Traurigkeit verbunden, da alle Beteiligten mit viel Herz etwas aufgebaut haben. Sie können aber mit Recht stolz auf das sein, was an Arbeit und Organisation geleistet wurde“, erklärte Schliffke. Die kleine Feier fand auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne statt, wo seit Juni dieses Jahres die EAE Rendsburg mit Platz für knapp 1.500 Flüchtlinge untergebracht ist. Das Engagement der KVSH endete Mitte September, da das Land Schleswig-Holstein die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Rendsburg an die Notarzt-Börse, eine Vermittlungsagentur für medizinische Dienstleistungen, übergeben hat. Hintergrund sind langfristige Verträge des Landes mit der Notarzt-Börse, um so Kosten einzusparen. Rückblick Das erfolgreiche Engagement der KVSH in Rendsburg begann im September 2015. Die Flüchtlingskrise hatte ihren Höhepunkt erreicht. Immer mehr Hilfesuchende suchten Zuflucht in Schleswig-Holstein und mussten medizinisch versorgt werden. Auch nach Rendsburg kamen auf einen Schlag über 800 Menschen, die zunächst in einer eilig errichteten EAE in der Büsumer Straße untergebracht werden mussten. Die KVSH folgte daraufhin einer gemeinsamen Bitte des schleswig-holsteinischen Innen- und Gesundheitsministeriums und organisierte innerhalb kürzester Zeit die medizinische Grund- und Notfallversorgung vor Ort. Ein gemeinsamer Aufruf der KVSH, der Kreisstelle RendsburgEckernförde und des Ärztevereins Rendsburg sorgte für das nötige 14

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Fachpersonal. Dienstverträge mit dem Land folgten. Es wurde eine Nachmittagssprechstunde organisiert, die montags bis freitags in einem eigens für diesen Zweck eingerichteten Behandlungscontainer stattfand. Die Sprechstunde wurde in den folgenden Monaten von hunderten von Flüchtlingen genutzt, die während ihres Aufenthaltes in der EAE erkrankten oder bei denen im Anschluss an die Erstuntersuchung weitere basismedizinische Behandlungen notwendig waren. Einsatz in Rendsburg und Putlos Die regionale Notdienstbeauftragte Gloria-Linda Lawrenz und Kornelia Albrecht, Ersthelferin in der Anlaufpraxis Rendsburg, koordinierten den Einsatz vor Ort. Sie erstellten unter anderem die Dienstpläne und entwickelten mehrsprachiges Informationsmaterial für Flüchtlinge und medizinisches Personal. Die KVSH stellte auch nach der Schließung der alten EAE im November 2015 und der Neueröffnung im Juni dieses Jahres in der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne die medizinische Versorgung der Flüchtlinge durch einen ärztlichen Nachmittagsdienst sicher. Insgesamt übernahmen im Verlauf des Einsatzes 21 Haus- und Fachärzte und zehn Medizinische Fachangestellte Dienste. Außer in Rendsburg hatte sich die KVSH auch in der EAE Putlos (Kreis Ostholstein) engagiert. 22 Ärzte und 8 Medizinische Fachangestellte organisierten dort unter der Leitung der regionalen ärztlichen Koordinatoren Stefanie Liffler, Eckhardt Kibbel, Dr. Peter Schroeder und der Ersthelferin Barbara Stier aus der Anlaufpraxis Oldenburg ab Oktober 2015 eine haus- und kinderärztliche Sprechstunde, bevor die EAE Ende Mai 2016 geschlossen wurde. Jakob Wilder, KVSH aktuell

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gesundheitspolitik N eue F ortbildungsreihe

Lust auf Allgemeinmedizin

© istock.com/shironosov

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein und ihre Akademie für medizinische Fortund Weiterbildung, die KVSH und ihre Koordinierungsstelle Weiterbildung sowie die Institute für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck bieten ein neues Fortbildungsprogramm mit attraktiven Inhalten an. Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin können sich ab sofort dafür anmelden.

Das gemeinsame Fortbildungsangebot richtet sich sowohl an Ärzte aus dem stationären als auch aus dem ambulanten Weiterbildungsabschnitt. Es gilt außerdem für Mediziner, die ihre Weiterbildung in Teilzeit absolvieren. Die Auftaktveranstaltung findet am 8. Dezember 2016 von 9 bis 17 Uhr in Bad Segeberg statt. Inhalte sind dann unter anderem hausärztliche Themen, wie die Sonografie der Schilddrüse, Diagnostik bei Patienten mit Schwindel, Diagnostik und Therapie von Hauterkrankungen bzw. Kreuzschmerz. Das vollständige Programm finden Sie unter www.aeksh.de Schulungsort und Anmeldung Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Schleswig-Holstein Esmarchstraße 4 23795 Bad Segeberg Ansprechpartnerin: Nina Brunken Tel.: 04551 803 760 E-Mail: nina.brunken@aeksh.de

ärztin für Allgemeinmedizin weiter zu optimieren. Ein Ziel ist es, mit einem daraus resultierenden Programm, die Attraktivität der Weiterbildung und des Faches generell zu erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat zu diesem Thema ein Positionspapier veröffentlicht und die minimalen Anforderungen für ein solches Programm skizziert. Basierend auf diesen Anforderungen wird in Schleswig-Holstein deshalb bereits dieses Jahr ein entsprechendes Programm ins Leben gerufen, das das Potenzial hat, Vorbild für die in anderen Bundesländern in Entwicklung befindlichen Programme zu werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist, neben der bereits im Land etablierten Verbundweiterbildung, ein die Weiterbildung begleitendes Schulungsprogramm, welches vier ganztägige Veranstaltungen pro Jahr umfasst. Inhaltlich werden an diesen Schulungstagen hausärztlich relevante Themen und Praxismanagement-Kenntnisse interaktiv und praktisch vermittelt. Das Positionspapier der DEGAM finden Sie unter www.degam.de

Hintergrund der gemeinsamen Initiative Bundesweit wird momentan an Konzepten gearbeitet, um die Qualität und Effizienz der Weiterbildung zum Facharzt/zur Fach10 | 2016

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Redaktion

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PRAXIS  &  KV W ettbewerb

Barrierefreie Arztpraxen gesucht

Viele Praxen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein sind bereits auf gehbehinderte, blinde, gehörlose oder geistig behinderte Patienten eingestellt. Und zwar nicht nur dort, wo aufgrund der Fachrichtung mehr Menschen mit Behinderung anzutreffen sind, wie etwa Orthopäden oder Augenärzte. Auch viele Hausarztpraxen haben Maßnahmen getroffen, um behinderten Menschen einen barrierefreien Zugang zur ambulanten medizinischen Versorgung zu ermöglichen. Dies unterstreichen auch aktuelle Ergebnisse einer Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Danach meinen 80 Prozent der Befragten in Schleswig-Holstein, dass der Zugang zur letztbesuchten Arztpraxis barrierefrei möglich sei. Damit belegt Schleswig-Holstein im Ländervergleich den Spitzenplatz (siehe auch Seite 13). Mit dem Wettbewerb wollen die Initiatoren Praxisinhaber auszeichnen, die das Thema bereits im Blick haben. Gesucht werden besonders gelungene Beispiele für barrierefreie Praxen. Gleichzeitig soll durch den Wettbewerb erreicht werden, dass weitere Ärzte und Psychotherapeuten über Barrierefreiheit nachdenken und ihre Praxen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausrichten. Wie funktioniert der Wettbewerb? Um an dem Wettbewerb teilnehmen zu können, müssen Praxen vorgeschlagen werden. Dies kann im Prinzip jeder: Ärzte, deren Mitarbeiter und Patienten. Vorschläge können über die Internetseite www.wettbewerb.sovd-sh.de eingereicht werden, indem dort ein Online-Formular ausgefüllt wird. Um Vorschläge anschaulicher zu machen, besteht auch die Möglichkeit Fotos der Praxis hochzuladen. Abgefragt wird außerdem, ob die Praxis Kenntnis darüber hat, dass sie vorgeschlagen wurde. Einsendungen sind bis einschließlich 13. November dieses Jahres möglich.

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Der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Landesverband Schleswig-Holstein und der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Ulrich Hase, haben den Wettbewerb „ Barrierefreie Arztpraxis“ gestartet. Mitmachen können Praxen, indem sie sich entweder selbst bewerben oder von ihren Patienten vorgeschlagen werden. Am Ende soll nicht nur die Sieger-Praxis gekürt, sondern weitere Praxisinhaber im Land für den Umgang mit behinderten Menschen sensibilisiert werden.

Eine Runde aus fachkundigen Mitarbeitern des SoVD wird aus allen Einsendungen eine Vorauswahl treffen. Diejenigen Praxen, die dann noch im Rennen sind, werden von einer Expertenkommission besucht. Dieser Vor-Ort-Termin wird etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Anschließend erstellen die Experten ein kurzes Protokoll über den Grad der Barrierefreiheit in der Praxis. Eine Jury – in der unter anderem Dr. Thomas Maurer, Landesvorsitzender des Hausärzteverbands, vertreten ist – wird letztlich die Entscheidung darüber treffen, wer die Auszeichnung „Barrierefreie Arztpraxis Schleswig-Holstein 2016“ erhält. Dabei handelt es sich um einen ideellen Gewinn in Form eines Zertifikats, das der Sieger-Praxis in einer öffentlichkeitswirksamen Preisverleihung im Dezember übergeben wird. Alle Informationen unter www.wettbewerb.sovd-sh.de Dort gibt es auch einen Link zum Download der KBV-Broschüre „Barrieren Abbauen – Ideen und Vorschläge für Ihre Praxis“. Marco Dethlefsen, KVSH

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PRAXIS  & KV D ithmarschen

Gemeinsam statt getrennt Westküstenkliniken (WKK) und KVSH wollen Patientenströme in Zukunft besser steuern. Der Umzug der Anlaufpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KVSH in die Räume der Notaufnahme des Krankenhauses in Heide und ein gemeinsamer Empfangstresen sind weitere Schritte zu einer noch engeren Kooperation.

eine stationäre Behandlung erfordern, kommen in die Notaufnahme des Krankenhauses. Zufriedene Bereitschaftsdienstärzte Dr. Reimar Vogt, Notdienstbeauftragter der KVSH im Bezirk Heide, sieht in diesen Maßnahmen die logische Konsequenz aus einer ganzen Reihe von Argumenten. „Ambulante Patienten fallen in die alleinige Zuständigkeit der niedergelassenen Ärzte und nicht in die des Krankenhaussektors“, erklärte der Facharzt für Allgemeinmedizin. Die Steuerung der Patientenströme sei eine Aufgabe, die nur gemeinsam mit allen Akteuren im Gesundheitswesen geleistet werden könne. „Damit meine ich neben Krankenhäusern und Niedergelassenen auch die Krankenkassen und die Politik“. Mit der Schaffung einer „Portalpraxis light“ werde in Dithmarschen die viel beschworene Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgungsebene mit Leben erfüllt. „Das schaffen wir durch ein © WKK Miteinander nicht nur auf Augenhöhe, Dr. Reimar Vogt, KVSH-Notdienstbeauftragter Bezirk Heide (links) mit Dr. Thomas Fleischmann, sondern sogar in den selben RäumChefarzt der Klinik für Interdisziplinäre Notfallmedizin und Leiter der Notaufnahme lichkeiten. Damit folgen wir auch dem Wunsch vieler Bereitschaftsdienstärzte WKK und KVSH stellen sich gemeinsam einem Problem, das viele und besonders der Ärztinnen. Ihrem Sicherheitsbedürfnis wird am Krankenhausstandorte betrifft: Immer mehr Patienten mit leich- neuen Standort erheblich mehr Genüge getan“, so Vogt. ten Erkrankungen gehen in die Notaufnahme, statt sich in einer Arztpraxis oder – außerhalb der normalen Sprechzeiten – in der Kooperation über Sektorengrenzen hinweg Anlaufpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes behandeln zu Auch Dr. Thomas Fleischmann, Chefarzt der Klinik für Interdisziplilassen. Dadurch ist die Notaufnahme der Klinik überlastet, deren näre Notfallmedizin und Leiter der Notaufnahme an den Westküvorrangige Aufgabe es ist, schwerkranke und lebensbedrohlich stenkliniken in Heide, begrüßte die Entscheidung. „Die Zahl der erkrankte Menschen zu behandeln. Mit einer engeren Zusammen- Patienten, die die Notaufnahme anstelle des Hausarztes oder des arbeit von Bereitschaftsdienst und Notaufnahme wollen WKK und ärztlichen Bereitschaftsdienstes aufsuchen, hat deutlich zugenomKVSH dieser Fehlnutzung künftig entgegenwirken. Patienten sol- men. Daher ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Notauflen noch gezielter der medizinisch sinnvollen Versorgungsebene nahme und Anlaufpraxis nicht nur vom Gesetzgeber gewünscht, zugeordnet werden. Die Anlaufpraxis ist dazu in die Notaufnahme sondern auch medizinisch sinnvoll“, erklärte Fleischmann. In den umgezogen. Dort nutzen KVSH-Ärzte und Krankenhausärzte nun Westküstenkliniken beginne nun eine besonders enge Zusamdieselben Behandlungsräume. Außerdem gibt es statt zwei menarbeit der beiden Versorgungssysteme. „Wir beobachten getrennter Empfangstresen von Notaufnahme und Anlaufpraxis dieses Modell mit Interesse und freuen uns auf die Zusammenarnur noch eine Anlaufstelle. Das Personal sichtet die Patienten an beit“, so Fleischmann. Jakob Wilder, KVSH einem gemeinsamen Empfangstresen und nutzt dazu unter anderem eine Check-Liste: Ambulant zu versorgende Erkrankungen werden an den Bereitschaftsdienst verwiesen. Erkrankungen, die

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PRAXIS  &  KV T erminservicestelle

Viel Lärm um (fast) nichts Seit Ende Januar gibt es die Terminservicestelle (TSS) zur Vermittlung von Facharztterminen. Die bisherige Inanspruchnahme fällt in Schleswig-Holstein ernüchternd aus.

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Im Unterschied zu anderen Bundesländern vermittelt die TSS in Schleswig-Holstein keine Termine, sondern Facharztpraxen, mit denen der Patient den individuellen Termin abspricht. Damit greift die KVSH so wenig wie möglich in die Praxisorganisation ein. Die Terminvereinbarung kann innerhalb der 4-Wochen-Frist direkt zwischen den Patienten und der jeweiligen Facharztpraxis stattfinden. Patientennachfrage gering Während die Vermittlungsquote bei 100 Prozent liegt, ist die Patientennachfrage bei der TSS in Schleswig-Holstein mit bisher 6.651 eingegangenen Anrufen sehr gering. Zum Vergleich: In einem Quartal finden in Schleswig-Holsteins Praxen rund 9 Millionen Kontakte zwischen Patienten und niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten statt. Die geringe Inanspruchnahme der TSS zeigt uns, dass die bewährten Wege zur Terminvereinbarung bei einem Facharzt – trotz anderslautender Aussagen der Politik – funktionieren. Wir hatten von Anfang an darauf hingewiesen, dass die TSS ohnehin für medizinisch dringliche Fälle untauglich ist, da die gesetzlich vorgesehene Frist von vier Wochen dazu gar nicht passen kann. Ein Patient muss bei ernsthaften Erkrankungen schnell ärztliche Hilfe bekommen und das geschieht auch in den Praxen im Land. Die bisherigen Überweisungswege und der kurze Draht zwischen Hausarzt und Facharzt, wenn ein Patient zügig weiter behandelt werden muss, haben sich bewährt. Unsere Begeisterung über die neue Einrichtung hält sich daher nach wie vor in Grenzen – auch, weil die TSS viel Aufwand und Bürokratie für uns bedeutet und von den Ärzten selbst bezahlt werden muss. Die Anzahl der Anrufer ist weiterhin geringer als angenommen. Alle Patienten, die sich bisher an die TSS gewandt haben, konnten innerhalb der gesetzlichen Fristen an einen Facharzt vermittelt werden. 18

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Zahlen und Fakten Bisher in der TSS eingegangen:

6.673

Patientenanrufe Stand: 28.9.2016

 1.564 A  nrufer legten bereits während der Bandansage auf. Die Bandansage enthält den Hinweis, die Krankenversicherungskarte und die Überweisung bereitzuhalten sowie übliche Datenschutzhinweise.  5.109 Anrufe wurden von den Mitarbeitern der TSS persönlich entgegengenommen.  2.441 Anrufer erfüllten die gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung der TSS. Bei der Differenz zwischen angenommenen Anrufen und Vermittlung einer Facharztpraxis handelt es sich unter anderem um Anrufer, die z. B. die gesetzlichen Vermittlungsvoraussetzungen nicht erfüllten (z. B. keine Überweisung) oder aber eine Frage zum Verfahren hatten, aber keine konkrete Terminanfrage.  300 Anrufer lehnten den von der TSS genannten Termin bzw. die Ihnen genannte Praxis ab.  123 Patienten sind zum vereinbarten Termin nicht erschienen

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PRAXIS  & KV

Die Top 10 der über die TSS am häufigsten nachgefragten Facharztgruppen

Andere 8,28 % Gastroenterologen 2,09 % Augenärzte 2,79 % Orthopäden 3,73 %

39,00 % Neurologen

Hautärzte 3,89 % Pneumologen 6,10 % Rheumatologen 6,76 % Radiologen mit MRT 7,99 %

10,00 % Psychiater 9,38 % Kardiologen Stand: 28.9.2016

Beispiel: Terminanfragen bei Neurologen

41

17

Flensburg

Nordfriesland

103 SchleswigFlensburg

89

76

RendsburgEckernförde

19 Dithmarschen

21

Kiel

Plön

15

30 Ostholstein

Neumünster 10

150

Steinburg

Segeberg

64 Lübeck

83

27

Pinneberg

Stormarn

39 Herzogtum Lauenburg

Die Grafik zeigt, wie sich die neurologischen Terminanfragen auf die Kreise verteilen, wobei durchschnittlich jeder Neurologe etwa sechs Termine in den ersten sechs Monaten erhalten hat. Das Maximum an Terminen liegt bei einem Arzt bei 12 Terminen, also zwei pro Monat.

Stand: 31.8.2016

Stefanie Freitag, Alexander Paquet, KVSH 10 | 2016

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PRAXIS  &  KV 6 . D E G A M - S ummerschool in L ü beck

© Träder

Allgemeinmedizin begeistert

Ende August begrüßte uns das Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, zur fünftägigen DEGAM-Summerschool. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), die Gesellschaft der Hochschullehrer Allgemeinmedizin (GHA) und der Hausärzteverband Schleswig-Holstein unterstützten diese Summerschool, die sich an Medizinstudierende in klinischen Semestern mit Interesse an Allgemeinmedizin aus ganz Deutschland richtete. Bei sommerlichen 25 Grad im Audimax trafen sich 27 Studierende und die Dozenten der kommenden Tage. Etwas mehr als ein Drittel der studentischen Teilnehmer gehörte der DEGAMNachwuchsakademie an. Dieses ideelle Förderprogramm hat das Ziel, Medizinstudierende für die Allgemeinmedizin zu begeistern. Im Rahmen der Förderung werden neben persönlichem Kontakt und Mentoring unter anderem jährliche Klausurwochenenden sowie der Besuch des Jahreskongresses der DEGAM angeboten, dazu erhält jeder Teilnehmer die Möglichkeit, einmalig eine DEGAM-Summerschool zu besuchen. Jedes Jahr werden 15 Studierende in die Nachwuchsakademie aufgenommen und im Rahmen dieses Programms über drei Jahre betreut. 20

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Prof. Dr. Jost Steinhäuser (Direktor des Instituts) und Kristina Jäkel (Ärztin in Weiterbildung) begrüßten uns herzlich. In Kleingruppen lernten wir uns untereinander kennen und stellten uns im Plenum vor. Anschließend ließen alle Teilnehmer den ersten Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen. Der erste Akademietag begann mit dem ersten Teil der „FünfSinne-Diagnostik“ durch Dr. Frank Niebuhr. Der fünfte Sinn war hier nicht das Schmecken, sondern das Narrativ. Die Studierenden sollten lernen, wie der ärztliche Notdienst funktioniert und wie man in Notfallsituationen mit wenigen Mitteln Diagnosen stellen kann. „Es war toll, so viele typische Geschichten aus der Praxis zu aktuell

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PRAXIS  & KV hören,“ bemerkte Daniela Hesmert, Studierende im 6. Semester in Tübingen. Anschließend fand der praxisorientierte Kleingruppenunterricht im Lehr-OP statt. Anhand von Fallbeispielen übten die Teilnehmer körperliche Untersuchungsmethoden und die Präsentation der Untersuchungsergebnisse. Das Mittagessen nahmen wir stilecht in der Mensa ein. Der Nachmittag startete mit einem didaktisch hervorragenden Vortrag über das Gesundheitssystem von PD Dr. phil. Dipl.-Soz. Katja Götz, der glücklicherweise nicht frontal, sondern zum Mitarbeiten angelegt war. „Mir hat noch nie jemand das Gesundheitssystem so interessant und einprägsam erklärt“, zeigte sich Anne Grützner, Studierende im 6. Semester in Leipzig, begeistert. „Jetzt habe ich keine Angst mehr vor den ganzen Abkürzungen.“ Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Kommunikationstraining, in dem wir das MAAS-Global-D-Evaluationstool für ärztliche Gesprächsführung kennenlernten. „Das hat mir neue Denkanstöße gegeben“, sagte Roman Wenzel, Studierender im 11. Semester in Würzburg und Mitglied der DEGAM-Nachwuchsakademie. „Man lernt zu reflektieren, ob man das im Patientengespräch selbst auch so macht.“ Kombination auf Praxis und Theorie Stärken und Erholen konnten wir uns in einem Restaurant in einem ehemaligen Hafengebäude direkt an der Trave. Im Anschluss an die kulinarische „Verwöhnung“ stand eine abendliche Stadtführung ausgehend von der Untertrave an. Vor allem von den kleinen Gassen und Hinterhöfen Lübecks waren alle begeistert. Den Freitag eröffnete der zweite Teil der „Fünf-Sinne-Diagnostik“. Prof. Dr. Jean-François Chenot setzte den Vormittag in einem lebhaften Vortrag mit Plenumsdiskussion zur „Rationalen Pharmakotherapie“ fort, in dem die Teilnehmer unter anderem lernten, Werbung der Pharmaindustrie kritisch zu analysieren und zu fragen, wo Mediziner unabhängige Informationen bekommen. „Jetzt versteht man wirklich, warum die DEGAM pharmafrei ist“, erklärte Leonard Mathias, Studierender im 10. Semester in Greifswald und Mitglied der Nachwuchsakademie. Anschließend fanden sich die Studierenden im Lehr-OP ein, um in Kleingruppen etwas über Manuelle Medizin zu lernen und erste praktische Erfahrungen damit zu sammeln. „Das war sehr praxisnah und man hat etwas Konkretes gelernt, mit dem man Menschen helfen kann,“ bemerkte Wenzel. „Gleichzeitig finde ich gut, dass alles kritisch betrachtet wurde. Manuelle Medizin wurde uns nicht uneingeschränkt empfohlen, sondern differenziert dargestellt. So ist man angehalten, sich ein eigenes Bild zu machen.“ Der bis dahin eng getaktete Freitag entschleunigte sich nach unserer Ankunft in Travemünde, wo wir in den Genuss einer Fahrt auf der Kraweel „Lisa von Lübeck“ auf der Ostsee kamen. Der späte Nachmittag und Abend stand allen zur freien Verfügung und wurde unterschiedlich genutzt: (Sonnen-) Baden, Spazierengehen auf Priwall, Fischbrötchen-Verkostung. Um „Notfälle und wichtige Prozeduren in der Hausarztpraxis“ ging es am Samstagmorgen im Trainings- und Übungszentrum für ärztliche Fertigkeiten und Techniken Lübeck (kurz: tüftl). Studentische Tutoren und ärztliche Dozenten zeigten uns Nähen, Magensonde, Verweilkanüle und Blasenkatheter legen, Sonografie zum Ausschluss von Thrombosen, Reanimation, EKG-Anlegen und Interpretation und sogar die Pleurapunktion am Modell – ausprobieren

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ausdrücklich erwünscht. „Es war toll, dass so viel Zeit war und die Gruppen so klein waren,“ freute sich Hesmert. „So habe ich beim Nähen wirklich Tipps bekommen, es wurde nicht nur gesagt ‚Ja, mach mal’.“ Vorträge zum „Qualitätsmanagement in der Praxis“ von Dr. Carsten Leffmann, dem ärztlichen Geschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein, „Praxismanagement“ von Prof. Dr. Jens-Martin Träder und Impulsvorträge zu „Hausbesuchen“ rundeten den Samstag ab. Hier lernten wir den Unterschied zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, dass man medizinische Geräte nach der Medica kaufen sollte und vieles mehr. „Es war toll, etwas zu BWL und Praxismanagement von einer unabhängigen Person ohne wirtschaftliche Interessen, die selbst in der Praxis arbeitet, zu hören,“ bemerkte Maria Bauer, Studierende im 11. Semester in Würzburg und Mitglied der Nachwuchsakademie. „Sonst verstecken sich immer alle hinter der Aussage ‚Als niedergelassener Arzt verdient man mindestens so gut wie im Krankenhaus.’ Konkrete Zahlen bekommt man nie zu sehen.“ Austausch mit erfahrenen Ärzten In einem gemütlichen Lokal mit Außenterrasse und ummantelt von der Lübecker Museumsnacht ließen wir bei gutem Essen und Getränken die vergangenen Tage Revue passieren. „Der offene Austausch mit erfahrenen Ärzten und vielen Gleichgesinnten ist toll,“ freute sich Bauer. „Man merkt, dass man als Student mit Interesse an Allgemeinmedizin nicht allein dasteht. Das hat fast Selbsthilfegruppencharakter.“ Ein gemeinsames Frühstück in der Jugendherberge bildete den Abschluss der diesjährigen Summerschool, die mit der Schulnote 1,1 evaluiert wurde. Besonders positiv fiel den Teilnehmern die hohe Motivation der Dozierenden auf. „Sie haben wirklich eine große Begeisterung für das Fach vermittelt,“ lobte Verena Maikranz, Studierende im 7. Semester in Frankfurt am Main und Mitglied der DEGAM-Nachwuchsakademie. Auch die Auswahl der Themen erwies sich als komplementär zu den Pflichtveranstaltungen an der Universität: „Die Themen waren sehr divers, von Gesundheitspolitik bis zum Schärfen des diagnostischen Blicks,“ urteilte Tilman Witte, Studierender im 8. Semester in Greifswald und Mitglied der DEGAM-Nachwuchsakademie. „Da waren auch viele Sachen dabei, die im Medizinstudium zu kurz kommen.“ Somit hat diese Summerschool auch dazu beigetragen, das Imageproblem der Allgemeinmedizin unter Medizinstudierenden zu entschärfen. „An der Uni entsteht das Bild, dass Allgemeinmediziner immer nur weiterüberweisen,“ bemerkte Liesa Barz, Studierende im 12. Semester in Greifswald. „Hier habe ich gesehen, dass sie auch viele praktische Sachen machen und es sich wirklich lohnt, das zu lernen.“ Dieser Einblick in die Vielfalt der Allgemeinmedizin hat auch andere Teilnehmer begeistert, z. B. Stefan Thomes, Studierender im 9. Semester in Münster und Mitglied der DEGAM-Nachwuchsakademie: „Besonders faszinierend ist, dass die Allgemeinmediziner genauso facettenreich sind wie die Allgemeinmedizin selbst.“ Im Namen aller Studierenden bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen Dozenten, den Organisatoren und den Unterstützern (DEGAM, GHA und Hausärzteverband Schleswig-Holstein) für lehrreiche, (ent-)spannende und großartige Tage in Lübeck. Sofia Banzhoff, Berlin, Philipp Linde, Frankfurt

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________22 Vertragsänderung Tonsillotomie Bahn-BKK_________________________________24 Retardierte Opiode sind nicht (mehr) austauschbar__________________________24 Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab beschlossen_____________________24

Aus der Zulassungsabteilung Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de): Name

Fachgruppe

Ort

Prof. Dr. med. Rainer Schönweiler

Phoniatrie und Pädaudiologie

Lübeck

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten: Name

Ort

Fachgruppe

Dipl.-Psych. Claudia Fidalgo das Neves – halbe Zulassung –

25712 Burg, Buchholzer Straße 2

Psychologische Psychotherapie

01.09.2016

Dipl.-Psych. Dipl.-Päd. Christine Flori

Dipl.-Psych. Silke Ortmüller

24114 Kiel, Ringstraße 53

Psychologische Psychotherapie

22.08.2016

Dipl.-Psych. Harald Thoms

Dr. med. Hans-Martin Linnemann

25794 Pahlen, Mühlenkamp 17 H

Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

01.09.2016

Dipl.-Psych. Ute Glander – halbe Zulassung –

24118 Kiel, Holtenauer Straße 82

Psychologische Psychotherapie

01.09.2016

Dipl.-Psych. Gabriele Marienfeld

Dr. med. Alexandra Suwelack

22869 Schenefeld, Industriestraße 1

Allgemeinmedizin

01.10.2016

Heinz Biemann

Dipl.-Psych. Oliver Korn

23627 Groß Grönau, Berliner Straße 6

Psychologische Psychotherapie

05.09.2016

Dipl.-Psych. Gudrun Friedrich-Freisewinkel

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aktuell

Beginn

Nachfolger von

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Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Medizinisches Versorgungszentrum DIAKO MVZ GmbH – Standort Niebüll

Niebüll

Orthopädie

07.07.2016

Dr. med. Sebastian Jazra – vierteltags –

Medizinisches Versorgungszentrum MVZ Gesundheitszentrum Quickborn GbR

Quickborn

Innere Medizin – hausärztlich –

01.07.2016

Dr. med. Susanne Mohaupt – halbtags –

Dr. med. Ralf-Günter Wegers

Schleswig

Allgemeinmedizin

01.09.2016

Dr. med. Carsten Collin – ganztags –

Dr. med. Thomas Blanck

Sylt OT Westerland

Innere Medizin – hausärztlich –

01.09.2016

Dr. med. Henning Tüns – ganztags –

Dr. med. Marc Dupas

Uetersen

Innere Medizin – hausärztlich –

01.10.2016

Dr. med. Barbara Diefenbach – ganztags –

Medizinisches Versorgungszentrum MVZ Medizentrum am Mühlenhof

Tarp

Innere Medizin – hausärztlich –

01.10.2016

Denise Ting – halbtags –

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

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Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Dipl.-Psych. Helmut Velke

Psychologische Psychotherapie

23568 Lübeck, Adolfplatz 6

23564 Lübeck, Hüxtertorallee 2

15.10.2016

Dipl.-Psych. Nicole Ihle

Psychologische Psychotherapie

24837 Schleswig, Thiessensweg 1

24837 Schleswig, Moltkestraße 15

01.09.2016

Dipl.-Psych. Martin Meyfarth

Psychologischer Psychotherapie

24229 Dänischenhagen, Berliner Weg 14 a

24229 Dänischenhagen, Kirchenstraße 15

01.08.2016

Dr. med. Annegret Biebl

Kinder- und Jugendmedizin

22885 Barsbüttel, Stiefenhofer Platz 4

22885 Barsbüttel, Am Akku 9

01.10.2016

Dr. med. Anne Feydt-Schmidt

Kinder- und Jugendmedizin

22885 Barsbüttel, Stiefenhofer Platz 4

22885 Barsbüttel, Am Akku 9

01.10.2016

Dr. med. Kurt Kaltenbach

Allgemeinmedizin

25938 Wyk auf Föhr, Hafenstraße 4

25938 Utersum, Oner Taarep 1

01.10.2016

Dr. med. Kirsten Klose

Innere Medizin – hausärztlich –

23795 Bad Segeberg, Kurhausstraße 60 – 62

23795 Bad Segeberg, Kanaltwiete 4

01.06.2016

Dr. med. Florian Seidel

Allgemeinmedizin

24768 Rendsburg, Paradeplatz 8

24768 Rendsburg, Obereiderstraße 28

07.07.2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen K orrektur :

In der August-Ausgabe Nordlicht wurde diese Tabelle leider falsch abgedruckt. Wir veröffentlichen sie daher an dieser Stelle erneut. Bemerkung: Für folgende Planungsbereiche hat der Landesausschuss in der Vergangenheit die Zulassungssperren in den angegebenen Fachgruppen bzw. Mindestversorgungsanteilen aufgehoben. Diese Planungsbereiche bleiben weiterhin für Zulassungen bzw. Anstellungen in der angegebenen Anzahl geöffnet: Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

Hausärzte

Mittelbereich Husum

Hausärzte

Mittelbereich Meldorf

2,5

ärztliche Psychotherapeuten

Kreis Dithmarschen

2,5

ärztliche Psychotherapeuten

Kreis Nordfriesland

1,0

10,0

Vertragsänderung Tonsillotomie Bahn-BKK Zum 1. Oktober 2016 wurde, aufgrund von Beanstandungen des Bundesversicherungsamtes (BVA), der TonsillotomieVertrag mit der Bahn-BKK angepasst. Der Operateur ist nicht mehr verpflichtet, die Patienten über das Versorgungsprogramm der Bahn-BKK zu informieren, da dies hoheitliche Aufgabe der Krankenkasse ist. Weitere Änderungen betreffen die Teilnahmeerklärung für die Versicherten. Die Passage über das Widerrufsrecht der Patienten wurde textlich hervorgehoben und ein Passus über die Pflichten und Folgen bei Pflichtverstößen für die Versicherten wurde eingefügt. Die neue Teilnahmeerklärung für Versicherte der BAHN-BKK ist ab dem 1. Oktober 2016 anzuwenden. Die Änderungsvereinbarung und die Teilnahmeerklärungen finden Sie im Downloadcenter der KVSH auf www.kvsh.de. Bei Bedarf können die Unterlagen auch per Post versandt werden, Carola Heske, Tel. 04551 883 443.

Retardierte Opiode sind nicht (mehr) austauschbar ƒƒRetardierte Opiode wurden neu in der Liste der nicht austauschbaren Arzneimittel aufgenommen. ƒƒBuprenorphin als transdermale Pflaster mit unterschiedlicher Applikationshöchstdauer (z. B. bis zu drei bzw. bis zu vier Tagen) dürfen nicht gegeneinander ersetzt werden.

ƒƒHydromorphon Retardtabletten und Oxycodon Retardtabletten mit unterschiedlicher täglicher Applikationshäufigkeit (z. B. alle 12 bzw. alle 24 Stunden) dürfen gleichfalls nicht ausgetauscht werden. Dies bedeutet: Der verordnende Arzt muss kein Kreuz setzen und die Apotheke darf nicht austauschen! Alle Regelungen zur Austauschbarkeit von Arzneimitteln (aut idem) sind in der Anlage VII zur Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) festgehalten. Die komplette Liste der nicht-austauschbaren und die der austauschbaren Wirkstoffe und Darreichungsformen ist unter www.g-ba.de  Richtlinien zu finden. Bei Fragen rufen Sie uns gern an. Stephan Reuß, Tel. 04551 883 351, E-Mail: stephan.reuss@kvsh.de

Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab beschlossen Die Abgeordnetenversammlung der KVSH hat in ihrer Sitzung am 28. September 2016 Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 beschlossen. Die aktuelle Fassung des HVM finden Sie auf unserer Homepage www.kvsh.de. Auf Anforderung wird der Text der Bekanntmachung in Papierform zur Verfügung gestellt, Tel. 04551 883 486.

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Wahl in der KV Nordrhein Düsseldorf – Mit einer Wahlbeteiligung von rund 53 Prozent haben die im Rheinland niedergelassenen Vertragsärzte und -psychotherapeuten der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ihre neue Vertreterversammlung (VV) gewählt. Nach dem jetzt offiziell vom Landeswahlausschuss festgestellten Wahlergebnis erhielt bei den Hausärzten „Die Hausarztliste“ des Hausärzteverbandes mit 1.533 Stimmen die meisten Stimmen. Sie ist künftig mit neun (bisher acht) Sitzen in der VV der KV Nordrhein vertreten und hält damit die Hälfte der 18 hausärztlichen Sitze in der VV. Bei den Fachärzten erhielten die „Versorgerfachärzte“ mit 1.685 Stimmen die höchste Stimmenzahl und sicherten sich damit ebenfalls neun VV-Mandate. Insgesamt verteilen sich die 21 Sitze der Fachärzte auf acht Listen. Unter den ermächtigten Krankenhaus- und angestellten Ärzten, die sechs Sitze in der VV haben, konnte der „Marburger Bund“ die meisten Stimmen (273) auf sich vereinen, damit allerdings nur zwei seiner bisher fünf VV-Sitze sichern. Die übrigen vier Sitze der angestellten Ärzte entfallen künftig auf Vertreter aus dem niedergelassenen Bereich. Bei den psychologischen Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, für die fünf Sitze in der VV reserviert sind, erhielt das „Bündnis Kooperative Liste“ die meisten Stimmen (954) und somit drei Sitze.

Hausärzte kooperieren mit Fachärzten in der Zentralen Notaufnahme Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) haben eine Kooperationsvereinbarung zum Modellprojekt „Allgemeinmedizin in der Zentralen Notaufnahme der MHH“ abgeschlossen. Ziel der Vereinbarung ist eine optimierte Versorgung von Patienten, die sich mit gesundheitlichen Problemen in der Zentralen Notaufnahme der MHH vorstellen, aber hausärztlich behandelt werden können. Seit 2013 sind in der Notaufnahme der MHH innerhalb dieses Projektes Hausärzte zusätzlich zu den Fachärzten der Klinik tätig. Dieses Modell ist Neuland an Universitätskliniken in Deutschland. Die Allgemeinärzte unterstützen die Fachkollegen in der Zentralen Notaufnahme, führen je nach Beschwerdebild eine Erstdiagnostik und Erstversorgung durch und ziehen bei Bedarf Ärzte anderer Fachdisziplinen hinzu. Die Allgemeinärzte sind in Teilzeit in der MHH angestellt und werktags von 10 bis 18 Uhr in der Notaufnahme tätig, da in diesem Zeitraum besonders viele ambulante Patienten in die Notaufnahme kommen. Mit der neuen Kooperationsvereinbarung erfolgt eine finanzielle und vertragspartnerschaftliche Einbindung der KVN in die Fortentwicklung des Modellprojekts. 10 | 2016

Nordlicht

Neuer Online-Service in Bayern München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat einen neuen Online-Service gestartet, um niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten im Freistaat bei der Praxisund Stellenvermittlung zu unterstützen. Mitglieder der KVB können die „KVB-Börse“ kostenfrei nutzen, um Inserate zur Praxisabgabe beziehungsweise zur Praxisgründung online zu stellen oder gezielt danach zu suchen. Auch Nicht-Mitgliedern steht der Dienst nach einer kurzen Registrierung kostenlos zur Verfügung. Neben Inseraten zur Abgabe oder zur Übernahme von Praxen ist darüber hinaus die Vermittlung von Kooperationspartnern oder von Praxisvertretern möglich. Zusätzlich werden Weiterbildungsstellen für angehende Haus- und Fachärzte sowie Ausbildungsstellen für Psychologische Psychotherapeuten aufgelistet. Auch freie Famulaturplätze können gefunden werden.

Sonderförderung für Praktika in Ostwestfalen-Lippe Dortmund – Um Medizinstudierenden einen Eindruck von der Tätigkeit als Hausarzt in einer ländlichen Region in Ostwestfalen-Lippe zu verschaffen, haben die Abteilung Allgemeinmedizin der medizinischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) Praktika in ländlichen Hausarztpraxen im Regierungsbezirk Detmold gefördert. So unterstützt die KVWL Medizinstudierende bei Hospitationen (2,5 Tage im ersten Studienabschnitt) pauschal mit 150 Euro plus 100 Euro für anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten. Bei einem Blockpraktikum (2 Wochen im klinischen Studienabschnitt) beträgt der Förderbetrag pauschal 300 Euro plus 200 Euro für Fahrt- und Übernachtungskosten. Gefördert werden Hospitationen und Blockpraktika in ländlichen Gemeinden im Regierungsbezirk Detmold, dem einzigen Regierungsbezirk in Westfalen-Lippe ohne eigene medizinische Fakultät. Die Ruhr Universität weitet ihrerseits ab dem Wintersemester 2016/2017 die klinische Ausbildung für die Medizinstudierenden aus: Zunächst 60 Studierende werden dann direkt am neuen Standort Minden betreut. Gemeinsames Ziel von Universität und KVWL ist es, die hausärztliche Versorgung in Ostwestfalen-Lippe mittel- und langfristig zu sichern. Inzwischen sind erste Erfolge der neuen Sonderförderung für Praktika in Ostwestfalen-Lippe sichtbar: So stieg die Zahl der Hospitationen in Hausarztpraxen in kleineren Gemeinden von 4 im Jahr 2015 auf 39 im Jahr 2016, die Zahl der Blockpraktika erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 3 auf 8.

aktuell

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PRAXIS  &  KV N eue P sychotherapie - R ichtlinie

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Ministerium beanstandet – G-BA muss nachbessern

Seit Juni lag die überarbeitete und vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Psychotherapie-Richtline dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur Prüfung vor. Zwischenzeitlich erging vom Ministerium eine mehrseitige Nachfrage, auf welche der G-BA zügig reagierte. Nun muss man feststellen, dass zwar schnell aber wohl nicht befriedigend geantwortet wurde. Das BMG beanstandet die neue PsychotherapieRichtlinie (PT-RL) in einigen Punkten. Der G-BA ist aufgefordert, bis zum 30. November dieses Jahres nachzubessern. Nachbesserungsbedarf bei der „Psychotherapeutischen Sprechstunde“ In der neuen Psychotherapie-Richtlinie war die „Psychotherapeutische Sprechstunde“ aus Sicht des Psychotherapeuten als „Kann-Leistung“ beschrieben worden. Ihm sollte freigestellt sein, ob er diese Leistung anbietet oder nicht. Das BMG sagt hierzu zunächst deutlich, dass es gar nicht zum Aufgabenfeld des G-BA gehörte, Regelungen darüber zu treffen, ob ein Psychotherapeut diese Leistung anzubieten hat oder nicht. Der Ausschuss hatte lediglich darüber zu beschließen, wie die „Psychotherapeutische Sprechstunde“ einzurichten sei. Ob der einzelne Psychotherapeut verpflichtet ist, die „Psychotherapeutische Sprechstunde“ anzu26

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bieten oder nicht, betrifft die vertragspsychotherapeutischen Pflichten des Vertragspsychotherapeuten im Verhältnis zur jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die vom G-BA vorgesehene „Kann-Regelung“ kollidiere mit dem Sicherstellungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen. Der G-BA ist aufgefordert, die neue Psychotherapie-Richtlinie hinsichtlich der Psychotherapeutischen Sprechstunde so zu regeln, dass sie im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen zur Vermittlung eines Termins für ein Erstgespräch im Rahmen der Terminservicesstellen steht. Das heißt im Grunde, das Anbieten von Terminen für eine „Psychotherapeutische Sprechstunde“ wird für die Psychotherapeuten zur Pflicht. aktuell

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PRAXIS  &  KV Übergangsregelung wird gefordert Weiterhin bezweifelt das BMG, dass sofort mit Inkrafttreten der neuen Richtlinie ausreichend Termine für diese Sprechstunde angeboten werden können. Auch wenn es generell zur vertragspsychotherapeutischen Pflicht gehöre, diese Termine anzubieten, bedürfen die Psychotherapeuten einer gewissen Umstellungsphase. Andererseits stellt die Inanspruchnahme der „Psychotherapeutischen Sprechstunde“ für den Patienten den fast ausschließlichen Zugang zur psychotherapeutischen Behandlung dar. Das BMG schreibt: „Wenn der G-BA an der grundsätzlich verpflichtenden Inanspruchnahme einer Sprechstunde als Zugangsvoraussetzung für Versicherte zur weiteren ambulanten Psychotherapie festhalten will, dürfte zudem eine Übergangsregelung als erforderlich anzusehen sein, bis ein hinreichendes, flächendeckendes Angebot an Sprechstunden aufgebaut ist.“ Dokumentationsbögen höchst zweifelhaft Harsche Kritik erntet der G-BA hinsichtlich der beabsichtigten Einführung der Dokumentationsbögen in der vorliegenden Form. Sie werden vom BMG als rechtswidrig bezeichnet und beanstandet. Im Zusammenhang mit dieser Beanstandung wird dem G-BA vom Ministerium vorgehalten, er habe sich mit den im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens eingegangenen Einwänden und Änderungswünsche, beispielsweise der Bundespsychotherapeutenkammer und der Bundesärztekammer, nicht auseinandergesetzt. Gerade die Bundespsychotherapeutenkammer hatte kritisiert, dass die vorgesehenen Fragen und Antwortmöglichkeiten in dem mit dem Patienten gemeinsam auszufüllenden Dokumentationsbogen in einer zum Teil verletzenden und stigmatisierenden Sprache verfasst seien. Außerdem wurde seinerzeit bemängelt, dass die vorgesehenen Dokumentationsparameter sowie die vorgesehenen Testverfahren fachlich ungeeignet seien. Alles Einwände, die scheinbar ignoriert wurden. Nun muss der G-BA nachsitzen.

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Weitere Hinweise – weiterer Zeitplan In seiner Stellungnahme erlaubt sich das BMG weitere Hinweise. So müsse es auch auf den Formularen für das Anzeigen der Aufnahme der Kurzzeittherapie eine Einwilligungserklärung des Versicherten geben. Denn nur damit sei es dem Psychotherapeuten gestattet, personenbezogene Daten an die Krankenkasse zu übermitteln. Bezüglich der Genehmigungsfiktion für Anträge auf Kurzzeittherapie solle geregelt werden, dass die Krankenkassen weiterhin vor Ablauf der 3-Wochen-Frist über einen Antrag zu entscheiden haben. „Eine Praxis, wonach die Krankenkassen Anträge auf Kurzzeittherapie zur eigenen Entlastung grundsätzlich unbeantwortet lassen, wäre sowohl mit den gesetzlichen Vorgaben als auch mit den Vorgaben der PT-RL nicht vereinbar“ heißt es vom BMG. Deutlich aber wird, dass das BMG trotz der nun erfolgten Beanstandung am 1. April 2017 als Termin für das Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie unbedingt festhalten möchte. Das heißt auch, dass die teilweise jetzt schon parallel zum ministeriellen Prüfungsverfahren erfolgten Überlegungen und Verhandlungen zur Anpassung der Psychotherapie-Vereinbarung sowie zur Honorierung der mit der Richtlinie neu eingeführten psychotherapeutischen Leistungen weiterverfolgt werden. Denn eins ist ebenso deutlich geworden: Weite Teile der neuen Psychotherapie-Richtlinie, auch die von Psychotherapeuten sowie deren Berufs- und Fachverbänden heftig kritisierten, blieben vom BMG unbeanstandet. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

aktuell

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die menschen im land V or O rt

Auftrag Prävention Auf der 17. Kieler NierenWoche konnten Besucher ihr gesundheitliches Risikoprofil bestimmen lassen und sich bei Fachärzten, medizinischem Personal und Ernährungsberatern darüber informieren, wie einer Nierenerkrankung vorgebeugt werden kann.

Wie in den vergangenen Jahren nutzten wieder rund 800 Menschen die vielfältigen Präventionsangebote der Kieler NierenWoche. Vor oder nach dem Einkaufsbummel hatten sie in der Einkaufspassage „Holstentörn“ die Möglichkeit, sich bei einem „Nieren-TÜV“ an drei Untersuchungsständen kostenlos ihren Blutzucker, die Blutfette und ihren Kreatininwert bestimmen zu lassen. Blutdruckmessung und eine umfangreiche Ernährungsberatung gehörten ebenfalls zum Programm. Außerdem wurden rund 300 Bioimpedanzmessungen (BIA) zur Bestimmung des Verhältnisses von Fettgewebe, Wasser und Muskeln durchgeführt. Es blieb auch Raum für ein ausführliches Gespräch mit einem Facharzt. Durch großflächige Plakate, Flyer, Nierenmodelle und Ausstellungen zu den Themen „Prävention von Gefäß- und Nierenerkrankungen“ sowie „Nierentransplantation/Organspende“ sollte zudem das Bewusstsein für die lebenswichtigen Aufgaben der Nieren gestärkt und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Die Präventionsveranstaltung verschiedener regionaler Gesundheitsakteure ist in der Landeshauptstadt fest etabliert. Bereits im 17. Jahr wird im Eingangsbereich des „Holstentörns“ über die Niere und ihre Erkrankungen informiert. Veranstalter der NierenWoche 28

Nordlicht

sind die Interessengemeinschaft Niere – Region Kiel e. V., Ärzte und Mitarbeiter der nephrologischen Praxen Kiels, zweier diabetologischen Praxen, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und das Städtische Krankenhaus Kiel. Leistungsträger Niere Die Nieren sind ein Hochleistungsorgan. Zwei gesunde Nieren filtern jeden Tag etwa 1.800 Liter Blut, sie produzieren das Hormon Erythropoetin (EPO), das für die Bildung roter Blutkörperchen nötig ist und regulieren den Blutdruck. Ist dieser zu hoch, drohen ernsthafte Schäden. Problematisch ist, dass die Nieren im Krankheitsfall oft „still leiden“ und schleichend zerstört werden. Grund genug für die Veranstalter der Kieler NierenWoche, auf dieses Problem mehr aufmerksam zu machen. „Die Nieren sind sensible Arbeiter und geniale Filter und deshalb besonders wertvoll und schützenswert – in jedem Lebensalter“, erklärte Dr. Klaas Hedke, der sich wie die anderen Unterstützer ehrenamtlich auf der NierenWoche engagierte. In vielen Gesprächen stellte der Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie dabei fest, dass die Menschen ihre Nierenwerte nicht kennen und deshalb die Gefahren, die aktuell

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die menschen im land

Zufrieden mit der Präventionsaktion: Der Kieler Nephrologe Dr. Klaas Hedke

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ließ sich auf der Kieler NierenWoche untersuchen.

Blickfang im „Holstentörn“: Gut sichtbarer Appell zur Organspende

von zu hohem Blutdruck, Diabetes und gestörtem Fettstoffwechsel ausgehen, nicht richtig einschätzen. Hedke zog am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz. „Unter den Menschen, die sich untersuchen ließen, waren viele, die ihre persönlichen Risikofaktoren noch nie bestimmen ließen. So mancher konnte so auf eine bisher nicht bekannte Erkrankung aufmerksam gemacht werden. Wir raten bei erhöhten Werten zu einem Gespräch mit dem Hausarzt“, so Hedke. Organspende Die Gespräche an den Info-Ständen drehten sich außerdem um die Themen Organtransplantation und Organspende. Die Vertreter des Patientenvereins Interessengemeinschaft Niere – Region Kiel e. V. erfuhren, dass viele Menschen Angst haben, den Organspendeausweis auszufüllen. Der Angst liegen häufig Irrtümer oder auch Unwissenheit zugrunde. Wer kommt als Organ- und Gewebespender überhaupt in Frage? Wie verläuft eine Lebendspende? „Wir konnten offene Fragen klären, Vorurteile ausräumen und viele neue Organspendeausweise verteilen“, berichtet Hedke. Jakob Wilder, KVSH

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die menschen im land

Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Dr. Hamid Nawai Geburtsdatum: 9. September 1970 Geburtsort: Teheran/Iran Familie: verheiratet, zwei Kinder Fachrichtung: Allgemeinmedizin Sitz der Praxis: Schuby Niederlassungsform: Einzelpraxis Neu niedergelassen seit dem 1. April 2016

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Die Medizin in der Krankenhaus-Landschaft hat sich verändert und ist mehr und mehr zur Fließband-Werkstatt geworden. Das hat mir nicht mehr gefallen. Deshalb habe ich mich für eine Veränderung entschieden. Als gelernter Chirurg begann ich mit meiner zweiten Facharztausbildung im Rahmen des Quereinstiegs im Jahr 2013 und beendete diese mit meiner neuen Facharztanerkennung als Allgemeinmediziner im Dezember 2015. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Was mich an der Praxis im ländlichen Raum so begeistert, ist die Vielfältigkeit meiner Arbeit. Durch die Möglichkeit, Familienmedizin zu betreiben, ist das Spektrum eines Landarztes unglaublich groß. Meine Patienten kommen mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Sorgen zu mir. Und genau das sind Erfahrungen, die man im Klinikalltag nicht machen kann. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Den Schritt zu wagen, auch wenn der Weg manchmal sehr steinig und unübersichtlich ist. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Sind wir nicht alle auf unsere Art berühmt? Manchmal lohnt es sich, genau hinzuhören. Dafür muss man keine Berühmtheit treffen. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Kochen und essen, besonders mit Freunden und Familie 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Thriller, besonders von Karin Slaughter 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Weil ich hier aufgewachsen und mit Land und Leuten gut vertraut bin. Der ständige Regen stört aber doch gewaltig. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Pilot geworden.

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die menschen im land K ommentar

Pflegefall Die Einrichtung einer Pflegeberufekammer hat grünes Licht bekommen. Kurz vor der Sommerpause stellte der Landtag in Kiel die gesetzlichen Weichen. Rund 38.000 Angehörige von Pflegefachberufen erhalten damit eine seit langem geforderte Selbstverwaltung. Der Aufbau der Kammer wird derzeit von einem Einrichtungsausschuss geplant, der auch die erste Kammerwahl vorbereitet. Nach Rheinland-Pfalz ist SchleswigHolstein dann das zweite Bundesland mit einer eigenen Interessenvertretung der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Niemand kann ernsthaft in Frage stellen, mit welcher Vehemenz die Probleme insbesondere in der Altenpflege zunehmen und wie gering die Aussichten sind, in gleichem Tempo für Verbesserungen zu sorgen. Die demografischen Prognosen sind präzise und lassen erwarten, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit rund 2,7 Millionen auf über 3,3 Millionen in den nächsten zehn Jahren ansteigen wird. Damit wächst zugleich der Bedarf an Pflegeplätzen von jetzt knapp einer Million um etwa 370.000; im selben Zeitraum werden rund 330.000 neue Mitarbeiter in der ambulanten und stationären Pflege benötigt – allerdings weiß niemand, woher sie kommen sollen. Damit steht die erste und wahrscheinlich größte Herausforderung für die neue Kammer schon fest: Werbung für die Pflegeberufe sowie die Überwachung ihrer Ausbildung und Qualifizierung. Hoffentlich dringt sie in der Öffentlichkeit aber auch in der Politik besser durch, als die Interessenverbände der Pflegeeinrichtungen. Seit Jahren schlagen sie Alarm und warnen vor den Folgen des Fachkräftemangels nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern im gesamten Bundesgebiet. Alle Versuche, den bestehenden Fachkräftemangel durch Änderungen in der Ausbildung – Stichwort: Generalistische Pflegeausbildung – oder durch das Pflegereformgesetz – Stichwort: geringere Quote von Fachkräften – zu beheben oder mindestens abzumildern, blieben bislang ohne Erfolg.

„Man muss Menschen mögen, wenn man sie pflegen soll.“ Gute Pflege setzt gute Arbeitsbedingungen, attraktive Bezahlung und ein Arbeitsumfeld voraus, in dem die viel beschworene Mitmenschlichkeit überhaupt einen Platz haben kann, zwischen altersbedingt sehr individuellen alten Menschen und deren Angehörigen, Effizienzvorgaben des Betreibers und einer

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überbordenden Bürokratie, die immer mehr zu dem Zeitfresser mutiert, der sie bestreitet zu sein. Eines kommt hinzu – und das kann man nicht lernen: Man muss Menschen mögen, wenn man sie pflegen soll. Und weil das vielen Menschen schwerfällt und viele junge Leute sich nicht „trauen“, sind für einen anderen Teil junger Berufstätiger die Pflegeberufe die einzige Chance. Viele entdecken dabei ihr Herz für diese besondere Form mitmenschlicher Arbeit. Ihre Leistung ist umso mehr anzuerkennen, zumal sie ihnen oft genug alles abverlangt. Umso mehr Verantwortung braucht es dabei auf der Ebene der Führungskräfte, deren Qualifikation in erster Linie Führung und Fachlichkeit sein müssen und nicht so sehr Reporting und Fehlermanagement. Nur wer es selber nicht verlernt, mit anzupacken, weiß die Leistungen der eigenen Mitarbeiter richtig wertzuschätzen. Dass gute Pflege ein gutes Geschäft ist, gehört zur Wirklichkeit dazu. Der auf absehbare Zeit stetige Zuwachs an pflegebedürftigen Menschen verspricht die besten Aussichten auf satte Renditen und einen höchst profitablen Return on Investment. Insbesondere in Zeiten negativer Ertragszinsen sind zum Teil zweistellige Umsatzrenditen, wie sie mit dem Betrieb von Pflegeheimen in Deutschland zu erzielen sind, eine goldwerte Geldanlage – noch dazu mit minimalem Risiko. Wen wundert es, wenn das Gedränge der Investoren groß ist und die Konzentration unter den Betreibern von Pflegeheimen mit jedem Jahr zunimmt. Vor allem Investmentgesellschaften aus den USA, England und Frankreich wissen diese Goldgrube auszubeuten. Noch wird die Mehrzahl der stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland von frei gemeinnützigen Trägern betrieben. Sie sind und bleiben hoffentlich auch in Zukunft das Rückgrat der Versorgung und eines funktionierenden Wettbewerbs. Die Einrichtung einer Pflegekammer in Schleswig-Holstein ist sicher nur einer von vielen Schritten in eine leistungsfähige Struktur dieses besonderen Bereichs unseres sozialen Gemeinwesens. Vor allem die ethischen Ansprüche an die Alterspflege, aber auch ihre pflegerischen und medizinischen Herausforderungen, sind eine besondere Aufgabe für eine Gesellschaft, die sich viel auf ihre humanen Grundsätze zugute hält. Eines ist jedenfalls sicher: Wenn der Pflegesektor in den nächsten Jahren nicht selber zum Pflegefall werden soll, muss mehr geschehen als bisher: in der Ausbildung der Berufe, in der Anerkennung ihrer Leistungen und in der Wertschätzung der gesamten Pflegearbeit. Wenn die Pflegekammer dazu einen Beitrag leistet und diesen Zielen eine Stimme gibt, dann hat sie einen wichtigen Teil der an sie gerichteten Erwartungen schon erfüllt. Peter Weiher

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SERVICE © istock.com/RedlineVector

T eam B eratung Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Was Praxen wissen sollten Verordnung nasaler Grippeimpfstoff Fluenz® Nasaler Lebendimpfstoff gegen Influenza hat eine schlechtere Wirkung als Totimpfstoff. Das berichtet das Arzneitelegramm in Ausgabe Nr. 8/2016. Die Ursachen für dieses Ergebnis sind nicht bekannt. In den USA wird wegen der schlechten Wirkung, die bereits in den Jahren 2013/14 und 2014/15 festgestellt wurde, von der Impfung mit Fluenz® abgeraten. Aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebotes sollte der Impfstoff nur in besonders begründeten Fällen, also nach strenger Indikationsstellung gemäß Fachinformation, erfolgen. Influsplit Tetra® Es häufen sich Meldungen aus den Praxen, Mitarbeiter der Firma „GlaxoSmithKline“ behaupteten, dass der Grippeimpfstoff Influsplit Tetra® bedenkenlos zulasten der Krankenkassen abgefordert werden darf. Dem ist nicht so. Grundsätzlich sind die Gewinner des Ausschreibungsverfahrens für Grippeimpfstoffe (siehe KVSHNewsletter vom 29. März 2016) einzusetzen. Genehmigungsvorbehalt Krankentransport Durch die Neufassung des Paragrafen 60 SGB V wurde nun klargestellt, dass nicht nur Taxi- und Mietwagenfahrten, sondern auch qualifizierte Krankentransporte im Zusammenhang mit ambulanter Behandlung, dem Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen unterliegen. Hierzu gehören auch ambulante Operationen,

die nicht stationsersetzend sind. Darüber hinaus sind immer – egal ob ambulant oder stationär – die Vorgaben der Krankentransportrichtlinie hinsichtlich der medizinischen Notwendigkeit zu erfüllen. Es greift Paragraf 7 Abs. 3 der Krankentransportrichtlinie: Nur wenn der Patient aus zwingenden medizinischen Gründen nicht in der Lage ist, öffentliche Verkehrsmittel oder ein privates Kraftfahrzeug zu benutzen, darf der Transport veranlasst werden. Wirtschaftlichkeitsgebot bei Sachkosten Die VIACTIV Krankenkasse teilt mit, dass auch bei Sachkosten, die direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden, das Wirtschaftlichkeitsgebot gilt. Stellen die Krankenkassen bei Rechnungsprüfung fest, dass das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht eingehalten wurde, wird eine Rechnungskürzung auf die wirtschaftlichere Versorgung vorgenommen. Aktuelles Beispiel: Verordnung von Kapseln für die Dünndarmkapselendoskopie. Eine Einzelbestellung dieser Kapsel schlägt mit rund 666 Euro zu Buche. Ab einer Bestellung von fünf Kapseln ist die einzelne Kapsel 50 Euro günstiger. Die Krankenkassen erstatten auch bei Einzelbezug nur rund 606 Euro. Thomas Frohberg, KVSH

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard 32

04551 883 362 Nordlicht

anna-sofie.reinhard@kvsh.de aktuell

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Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Fragen und Antworten Darf die neue GOP für die besondere Betreuung chronisch erkrankter Patienten (GOP 99340) bei der Techniker Krankenkasse, der AOK NordWest und den teilnehmenden Krankenkassen des BKK Landesverbands Nord-West bei allen Versicherten dieser Krankenkassen abgerechnet werden? Nein, diese GOP darf nur abgerechnet werden, sofern mindestens eine chronische Erkrankung aus der Anlage des jeweiligen Vertrages vorliegt. Einsehen kann man diese Listen unter www.kvsh.de  Praxis  Verträge  Downloadcenter  Betreuungsvertrag AOK, BKK oder TK

Ist es richtig, dass die Laborbefreiungsziffer 32010 EBM nicht mehr Bestandteil des EBM ist?

Kann auf Wunsch eines Patienten eine Osteodensitometrie nach Abschnitt 34.6 EBM zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt und abgerechnet werden? Nein. Es müssen zwingend die Voraussetzungen der Leistungsinhalte zur Durchführung und Abrechnung der GOP 34600 und 34601 EBM erfüllt sein.

Sind die Kostenpauschalen nach GOP 40240 und 40260 EBM nicht mehr Bestandteil des EBM? Ja, seit dem 1. Juli 2016 sind die bisherigen Kostenpauschalen für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von Praxismitarbeitern im Abschnitt 38.2 EBM (GOP 38100 und 38105 EBM) enthalten.

Ja, diese Ziffer wurde zum 1. Juli 2016 ersatzlos gestrichen.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

fÜR Ärzte

thema: Qualitätsmanagement –

thema: R  efresherkurs/Fortbildungskurs

die G-BA-Richtlinie erfüllen

Säuglingshüfte

datum: 9. November 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 26. November 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern?

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1.

In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene?

Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos Ansonsten: 150,00 Euro inkl. Verpflegung

In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg

Fortbildungspunkte:.10 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

Fortbildungspunkte:.5 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de

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Nordlicht

aktuell

Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de

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Service

Veranstaltungen KVSH

22. Oktober 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

Fachtag: Leben mit HIV – Diskriminierung beginnt im Kopf

2. November 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

Ort: Audimax der Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck Info: 8 Fortbildungspunkten – Kategorie A anerkannt. Im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender können für diese Veranstaltung sechs Punkte angerechnet werden. Anmeldung: Fax 0451 7070218 oder E-Mail E-Mail: anmeldung@luebecker-aids-hilfe.de www.aids-in-schleswig-holstein.de

10. November 2016, 20.00 Uhr

Neurochirurgische Behandlung von HWS-Erkrankungen

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de

Ort: ConventGarten, Hindenburgstraße 38, 24768 Rendsburg Info: Referent: Prof. A. Stark, Rendsburg, 3 Fortbildungspunkte E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

www.kvsh.de

12. November 2016, 9.00 bis 14.00 Uhr

26. Oktober 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

6. Baltisches und 27. Flensburger hämatologisch/onkologisches Symposium

Infomarkt der KVSH Ort: Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.kvsh.de

Ort: Alte Post, Rathausstraße 2, 24937 Flensburg Info: Tel. 0461 816 2511, Referent: Prof. Dr. N. Basara, Medizinische Klinik I (St. Franziskus-Hospital) www.malteser-franziskus.de

KVSH-Kreisstellen

23. November 2016, 9.00 bis 15.30 Uhr

5. Kieler Ernährungsseminar

2. November 2016, 16.00 Uhr

Fortbildung: Leichenschau/Gewaltopferambulanz Ort: Hotel Waldschlösschen Schleswig, Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

Ort: Seminarraum, 4. Etage im Neurozentrum, Haus 41, UKSH, Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel Info: Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 15. November 2016 erbeten. Tel. 0431 597 1271, Fax 0431 597 2196 E-Mail: Matthias.Laudes@uksh.de www.uksh.de

23. November 2016, 13.30 bis 15.00 Uhr

Aromapflege in der Entzugsbehandlung Pflegeteam – Entzugsstation AHG Klinik Lübeck

11. Januar 2017, 16.00 Uhr

Vollversammlung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Flenburg Ort: Delfter Stuben, Fördestraße 57, 24944 Flensburg Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

Ort: AHG Klink Lübeck, Vortragsraum, Weidenweg 9-15, 23562 Lübeck Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tel. 0451 58940 E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

30. November 2016, 14.30 bis 18.00 Uhr

Flucht und Trauma

Schleswig-Holstein

Ort: Hotel Mercure, Hanseatenplatz 2, 25524 Itzehoe Info: Referent: Dr. Ibrahim Özkan, Psychologischer Psychotherapeut, zert. Traumatherapeut, Maria Belz, Diplom-Psychologin, Diversity-Trainerin, Akkreditierung: PKSH 4 Punkte, Kosten: 50 Euro, Studierende, Auszubildende und Forumsmitglieder 10 Euro, Tel. 04822 3780806 E-Mail: praxis@dr-braukhaus.de www.psychotherapie-steinburg.de

11. Oktober 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr

Problem Prostatakrebs gelöst? Ort: CITTI-PARK Kiel, Mühlendamm 1, 24113 Kiel Info: Anmeldung Tel. 0431 500 10741 E-Mail: Gesundheitsforum-Kiel@uksh.de www.uksh.de/gesundheitsforum

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Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

30. November 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr

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aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

aha!-Programm Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 36

Nordlicht

Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Gruppentherapievertrag Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 HIV/AIDS Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 aktuell

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Service kontakt

HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Marleen Staacke������������������������������������������������������������������������������ 596 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Melanie Lübker�������������������������������������������������������������������������������� 427 Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 10 | 2016

Nordlicht

Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen............................................................................... 458 Röntgen (Anträge) Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung) Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������ 458 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231

aktuell

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Service kontakt

Tonsillotomie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� 930 Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� 351 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

Impressum Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12 Zweitmeinungsverfahren Nadja Kleinert��������������������������������������������������������������������������� 9010 25

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht aktuell

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder; Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 10 | 2016

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Frauenärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

aktuell

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EINLADUNG

INFOMARKT DER KVSH 26. Oktober 2016 von 14.00 bis 17.00 Uhr im Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Die Stände: - Abrechnung - Honorarverteilung - IT in der Praxis - Qualitätssicherung - Verordnungen - Struktur und Verträge - Praxisberatung

ldung ist Eine Anme erlich. nicht erford

Nordlicht 10 2016 web