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nr. 9 | 2017

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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September 2017 | 20. Jahrgang

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Bundestagswahl 2017 se r ab vi se ces it ei e te 36 n

Wohin steuert die Gesundheitspolitik?


Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 9 | 2017

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

4 Bundestagswahl 2017: Weiter Richtung Staatsmedizin?

6 Wer die Wahl hat, … – Gesundheitspolitische Positionen der Parteien zur Bundestagswahl

12 Umfrage zur Bundestagswahl: Mehr Patientensteuerung notwendig

14 Statements von Vertretern der Ärzteverbände und Krankenkassen

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag geht in die heiße Phase. Am 24. September wird gewählt. Welche Rolle spielt die Gesundheitspolitik in der politischen Debatte? Welche gesundheitspolitischen Angebote machen die Parteien? Was wollen die Ärzte und Psychotherapeuten? Im Titelthema geben wir einen Überblick.

17 Nachrichten Kompakt

Praxis & KV 19 Serie: Kreisstelle Nordfriesland stellt sich vor 20 20 Jahre Nordlicht-Cover: „Kreativität

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ist Arbeit“

22 Telematikinfrastruktur: Wichtig für die Praxis 23 Bekanntmachungen

und Meldungen 30 Psychotherapie: Versicherte haben Anspruch auf Aushändigung der Formblätter

Unser Titelbild feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren hat es seinen festen Platz auf dem Nordlicht-Cover. Wir lüften ein gut gehütetes Geheimnis und stellen den Mann hinter der Zeichnung vor.

32 Neues aus KVen und KBV

Die Menschen im Land 33 Teddyklinik der Universität zu Lübeck: Pelzige Patienten

35 Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

20 33

Service 36 Sicher durch den Verordnungsdschungel: Zielvereinbarung Heilmittel

37 Sie fragen – wir antworten 38 Seminare 39 Termine

Lübecker Medizinstudenten kümmern sich als „ TeddyÄrzte“ um kranke Kuscheltiere von kleinen Kindern. Ob Schnupfen, Tatzenbruch oder Bauchweh – der Umgang mit Krankheit wird spielerisch erlernt und die Angst vor dem Arztbesuch sinkt.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 8 | 2017 EDITORIAL von Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, der Wahlkampf zum Bundestag ist in vollem Gange und dreht sich im Wesentlichen um Außenpolitik, innere Sicherheit, Flüchtlings- und Wirtschaftsfragen. Gesundheitspolitik kommt außer durch plakative Verwendung des Begriffes Bürgerversicherung praktisch nicht vor. Das wirft Fragen auf. Geht es allen zu gut? Haben wir keine wirklich ernsten Probleme? Ist es selbstverständlich, dass unser Gesundheitssystem gut funktioniert und dass es auch so bleibt? Von Politik und Versicherten kann man ein grundsätzliches „Ja“ zu diesen Fragen wohl annehmen. Von Ärzten, Psychotherapeuten, Kliniken und dem gesamten Selbstverwaltungssystem mitnichten. Wer jeden Tag im System arbeitet, erkennt hautnah, an welchen Stellschrauben die Politik ständig dreht, wie die ärztliche Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit weiter eingeengt wird, welche nicht versorgungsrelevanten Zusatzaufgaben dem System auferlegt werden, sodass man den Eindruck gewinnen kann: Erst muss alles nochmal schlechter werden, bevor es auffällt und besser werden kann. Da ist z. B. die ungelöste Frage nach dem uneingeschränkten Leistungsversprechen der Politik, nach der weiter um sich greifenden Flatrate-Mentalität. Wir haben unsere Mitglieder befragt. Fast die Hälfte der Teilnehmer beobachtet heute bereits einen gesteigerten Leistungsanspruch und fast 90 Prozent sind überzeugt, dass die Ressourcen des Systems nicht ausreichen werden, um weiteren Ansprüchen gerecht zu werden. Heute tritt dieser gesteigerte Anspruch meist an der falschen Stelle auf, nämlich eher bei den sogenannten Bagatellerkrankungen, sodass es gute Gründe gibt, Steuerungsinstrumente zu implementieren. Schauen Sie sich um in den Ergebnissen unserer Arztumfrage. Patientensteuerung nach medizinischen Erwägungen? Steuerung durch ein Lotsensystem? Steuerung mit Selbstbeteiligungssystemen? Schade eigentlich, dass der Wahlkampf zu diesen Fragen nichts hergibt.

Dr. Monika Schliffke

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Titelthema B u n destagswahl 2 0 1 7

© istock.com/frankpeters

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m epte ber 20 S . 1 7

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Weiter Richtung Staatsmedizin?

Der Countdown läuft, die Tage bis zur Bundestagswahl am 24. September 2017 sind gezählt. Vergeblich wartet man noch auf etwas Brisanz im Wettbewerb der Spitzenkandidaten und der Parteien. Man wird das Gefühl nicht los, es gibt nur eine Kandidatin und die macht einfach so weiter wie bisher. Wofür sie steht und warum wir sie wählen sollen, weiß man nicht so genau. Man wählt einfach das gute Gefühl, dass alles gut ist und bleibt. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, so alt und dumm der Spruch ist, er gilt anscheinend auch im Jahr 2017. Wenn man sich die Mühe macht, für den Gesundheitssektor Bilanz zu ziehen, fällt vor allem auf, wie intensiv das zuständige Bundesministerium die Gesetzgebungsmaschine in Gang gehalten hat. Angefangen mit den Änderungsgesetzen zum SGB V, über das GKV-Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz (GKV-FQWG), das 1. Pflegestärkungsgesetz, das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das Präventionsgesetz, das E-Health-Gesetz, das Hospiz- und Palliativgesetz, das Krankenhausstrukturgesetz, das Pflegestärkungsgesetz II – man holt Luft und fragt sich, wurde etwas vergessen? Ach ja, es fehlt noch die neue Gebührenordnung für Ärzte. Aber dafür reicht die Zeit jetzt wirklich nicht mehr. Man musste schon am Anfang schlucken angesichts des

Tempos, das die Koalition und der zuständige CDU-Minister Hermann Gröhe an den Tag legten. Schlanke vier Wochen wurde über das 13. SGB V-Änderungsgesetz beraten, drei Monate über Gesetz Nr. 14. Das GKV-FQWG und das Krankenhausstrukturgesetz wurden als besonders eilbedürftig eingestuft, als wollte man Verbesserungsvorschläge schon im Keim abwürgen. Herausgekommen ist bei alldem ein Mehr an Regelung, Verwaltung und Aufsicht – als gäbe es davon nicht genug.

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Titelthema

„Wer merkt schon, dass der Staat im toten Winkel seinen Einfluss auf immer mehr Fahrspuren so ausweitet, dass die Selbstverwaltung kaum noch nachkommt.“

Einige Ausrutscher sollte man in Erinnerung behalten, weil sie symptomatisch sind für starke Tendenzen in der Politik – Kammern, Kassenärztliche Vereinigungen und Verbände immer weniger als Ratgeber, sondern als reine Lobbyisten anzusehen – übrigens unabhängig von den Grundüberzeugungen der großen Parteien. Beispiel eins: Die Terminservicestellen. Vor ihrer Einrichtung hatten unisono fast alle Player im Gesundheitswesen gewarnt. Als sie da waren, nutzte sie tatsächlich fast niemand. Das nennt man eine Pleite mit Ansage. Ein weiterer Punkt ist die Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen. Auch wenn der Bundesgesundheitsminister hier nur zuliefert, was sein Justizministerkollege federführend umzusetzen hatte, so bleibt hier mehr als ein Schönheitsfleck zurück. Ärzte, die ohnehin schon am Gängelband umfassender Aufsicht laufen, dem Generalverdacht von Lug und Betrug auszusetzen, verstärkt den Eindruck, die Politik beschwört Probleme herauf, damit sie diese dann lösen kann. Nun komme bitte niemand mit den schwarzen Schafen. Die gibt es bekanntlich in jeder Herde und auch dort findet man sie. Korruption war schließlich noch nie ein Kavaliersdelikt, schon gar nicht in Deutschland.

Es passt aber leider ins Bild. Die Flut neuer Gesetze und ihre Regelungsdichte erscheinen als Notwendigkeit besserer Daseinsvorsorge. Was wünscht man sich mehr, als eine zeitgemäße, aufmerksame Politik, die die Gesundheit als wichtigstes Gut jedes Einzelnen in den Mittelpunkt stellt. Wer merkt schon, dass der Staat im toten Winkel seinen Einfluss auf immer mehr Fahrspuren so ausweitet, dass die Selbstverwaltung kaum noch nachkommt. Zur Staatsmedizin ist es da nur noch ein kleiner Schritt, schließlich hilft der Staat doch gern, wenn es die Selbstverwaltung alleine nicht mehr schafft. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, oder? Vergeblich hoffte man in dieser Regierungszeit der Großen Koalition auf eine nachhaltige Kampagne zur Stärkung der Arztund Pflegeberufe. Das Desaster, das sich bei Fachärzten in ländlichen Regionen und bei Pflegefachpersonal abzeichnet, ist so oft beschrieben worden, dass es einem buchstäblich schon zum Halse heraushängt. Inzwischen sollte es auch in der Politik angekommen sein, schließlich merken auch die Parteien, wie ihnen der demografische Wandel zusetzt. Doch getan hat sich bisher nichts, oder doch fast nichts. Die „Landarzt-Quote“ im Tauschobjekt gegen die NC-Aufbesserung von Studienanfängern löst das Problem sicher nicht. Im Namen aller Bürger dieses Landes wäre es ein Signal gewesen, junge Menschen für die gesellschaftliche Herausforderung der nächsten Jahrzehnte zu gewinnen, in dem man die Bedeutung, das Ansehen und die Wertschätzung für die Berufe im Gesundheitswesen plakativ herausstellt. Ärzte, Pflegekräfte, Helfer und viele andere mehr sind das Rückgrat unserer Gesundheitsversorgung. Ihre Arbeit ist unverzichtbar, sie ist sinnvoll und kann für ein ganzes Leben Erfüllung und Zufriedenheit geben. Das setzt voraus, dass man sich und seine Fähigkeiten entfalten kann. Und dazu braucht es einen Staat, der das nicht nur zulässt, sondern intensiver fördert als bisher – mit allen Mitteln und ohne neue Gesetze. Hier hat die „alte“ Bundesregierung zu wenig getan. Das sollte eine neue Regierung als erstes ändern.

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Peter Weiher, Journalist

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Wer die Wahl hat, …

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Gesundheitspolitische Positionen der Parteien zur Bundestagswahl

Am 24. September 2017 werden die Schleswig-Holsteiner ein zweites Mal in diesem Jahr zur Wahl gebeten: Nach der Landtagswahl im Mai wird nunmehr der Bundestag neu gewählt.

kann. Ebenfalls aus Platzgründen haben wir uns auf die Aussagen jener Parteien beschränkt, denen Umfrageinstitute die größten Chancen einräumen, im nächsten Bundestag vertreten zu sein.

Wir geben Ihnen einen Überblick über aus unserer Sicht wesentliche Aussagen der Parteien zum Gesundheitssystem: zur flächendeckenden (ambulanten) Versorgung, zur Digitalisierung sowie zur stationären Versorgung.

Diese Übersicht ist insofern als Anregung zu verstehen, sich mit den Aussagen der einzelnen Parteien im Bereich der Gesundheitspolitik zu beschäftigen. Die Programme sind in voller Länge auf den Internetseiten der Parteien abzurufen.

Wir haben eine Auswahl getroffen. Dies ist eine Entscheidung zugunsten der Übersichtlichkeit und keine politische Wertung. Aufgrund der Begrenztheit des Platzes kann diese Zusammenstellung nur einen Ausschnitt aus den Forderungskatalogen der Parteien abbilden. Auch finden sich in den Programmen viele Aussagen zu anderen gesundheitspolitischen Bereichen, auf die jedoch aus Platzgründen hier leider nicht eingegangen werden

Denn Unterschiede sind – und entgegen der landläufigen Meinung, diese seien zwischen den Parteien nicht mehr erkennbar – durchaus vorhanden. Wer mitbestimmen will, wie es (gesundheits-)politisch weitergeht, sollte deshalb am 24. September seine Stimme abgeben.

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Martin Maisch, KVSH

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Titelthema

Gesundheitssystem ƒƒ Deutschland hat eines der besten Gesundheitswesen der Welt. ƒƒ Wir werden sicherstellen, dass Menschen im Falle von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder bei einem Unfall auch zukünftig eine gute medizinische und pflegerische Versorgung erhalten – unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort. ƒƒ Die Freiheit der Arzt- und Krankenhauswahl und ein Wettbewerb unter den Krankenkassen und -versicherungen ermöglichen den Patientinnen und Patienten die Auswahl nach Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung. ƒƒ Unser Gesundheitswesen hat sich mit der freiberuflichen Ärzteschaft, seiner Selbstverwaltung und mit seinen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen bewährt. ƒƒ Die Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung lehnen wir ab. ƒƒ ( …) Ein Sozialstaat, der die Bürgerinnen und Bürger unterstützt, erhöht die Sicherheit und fördert gesellschaftlichen Fortschritt und Wandel. Wir werden den Sozialstaat noch besser machen, damit sich in Zukunft alle auf ihn verlassen können. ƒƒ Der medizinische Fortschritt soll wieder gemeinsam von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert werden. ƒƒ Und wir sorgen dafür, dass sich Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen können, unabhängig von Einkommen und Wohnort die beste medizinische und pflegerische Versorgung zu bekommen. Dafür schaffen wir eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen und durch die alle die notwendigen medizinischen Leistungen bekommen (…). ƒƒ Mit der Bürgerversicherung schaffen wir eine einheitliche Honorarordnung für Ärztinnen und Ärzte. Bislang werden Privatpatientinnen und -patienten oftmals bevorzugt, da ihre Behandlung höher vergütet wird. Das werden wir beenden. Damit richtet sich die Vergütung medizinischer Leistungen nach dem Bedarf der Patientinnen und Patienten und nicht danach, ob sie privat oder gesetzlich versichert sind. ƒƒ Wir  GRÜNE wollen die gesetzliche und private Krankenversicherung zu einer Bürgerversicherung weiterentwickeln. Alle Bürger, auch Beamte, Selbstständige und Gutverdienende, beteiligen sich. Auf Aktiengewinne und Kapitaleinkünfte werden ebenfalls Beiträge erhoben. ƒƒ Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernehmen wieder jeweils die Hälfte des Beitrags und die bisher allein von den Arbeitnehmern getragenen Zusatzbeiträge werden wieder abgeschafft. ƒƒ Bei den Arzthonoraren soll nicht mehr zwischen gesetzlich und privat Versicherten unterschieden werden. ƒƒ Zuzahlungen für Medikamente und andere Selbstbeteiligungen wollen wir abschaffen. ƒƒ Mit der Bürgerversicherung wäre Gesundheit stabil, zukunftsfest und fair finanziert und alle Kassen würden auf Grundlage eines weniger manipulationsanfälligen Risikoausgleichs um die beste Versorgung konkurrieren. ƒƒ W  ir Freie Demokraten stehen für Eigenverantwortung und Solidarität im Gesundheitssystem, in dem die Wahlfreiheit des Versicherten durch Kassenvielfalt gewährleistet ist. Dazu setzen wir uns neben einer starken privaten Krankenversicherung (PKV) auch für eine freiheitliche Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein. ƒƒ Einer als „Bürgerversicherung“ getarnten staatlichen Zwangskasse erteilen wir eine klare Absage (...). ƒƒ Jede Bürgerin und jeder Bürger soll frei und unabhängig vom Einkommen wählen können, ob sie oder er sich für den Versicherungsschutz bei der gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einem Anbieter der privaten Krankenversicherung entscheidet (…). ƒƒ Die Versicherungen sollen miteinander in fairem und transparentem Wettbewerb stehen. Um das zu gewährleisten, ist die Effizienz und der Verteilungsmechanismus des Gesundheitsfonds rasch und gründlich zu überprüfen, um entstandene Marktverzerrungen und Ungerechtigkeiten zu beseitigen (...).

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Titelthema B u n destagswahl 2 0 1 7 ƒƒ D  ie Gesundheitspolitik in Deutschland steht angesichts der demografischen Entwicklungen vor großen Herausforderungen. ƒƒ Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für alle Bürger in Stadt und Land gehört zu den Grundpfeilern des modernen Sozialstaates. ƒƒ Wir setzen uns für eine leistungsfähige, flächendeckende und möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung für alle Bürger ein – im ambulanten wie im stationären Bereich. ƒƒ (…) Das Kostenbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit des Bürgers sollen gestärkt werden. Die freie Arztwahl muss sichergestellt sein. ƒƒ ( …) Der Zwei-Klassen-Medizin stellen wir unser Modell einer Solidarischen Gesundheitsversicherung entgegen. Wir wollen, dass alle in Deutschland lebenden Menschen Mitglied der Solidarischen Gesundheitsversicherung werden, auch die derzeit Privatversicherten. ƒƒ Alle – auch Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete und Selbstständige – zahlen entsprechend ihrem gesamten Einkommen ein. Alle erhalten eine gleichermaßen hochwertige medizinische Versorgung – ohne Zuzahlungen und Zusatzbeiträge, paritätisch von Arbeitgebern und Beschäftigten finanziert. (…) Das Prinzip lautet: Alle zahlen ein, damit es für alle besser und bezahlbar wird.

Flächendeckende (ambulante) Versorgung ƒƒ W  ir garantieren eine gute ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Versorgung durch ein ortsnahes Apothekenangebot werden wir sichern, indem wir den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verbieten. ƒƒ Wir werden den „Masterplan Medizinstudium 2020“ zügig verwirklichen. Dazu gehören eine Stärkung der Allgemeinmedizin und des wissenschaftsorientierten Arbeitens ebenso wie eine Studienplatzvergabe, die neben der Abiturnote weitere Eignungskriterien berücksichtigt. ƒƒ Die Freiheit der Arztwahl und der Wettbewerb unter Krankenkassen und -versicherungen ermöglichen den Patientinnen und Patienten die Auswahl nach Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Aufgabe der Politik bleibt es, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. ƒƒ Mit dem Innovationsfonds fördern wir zukunftsweisende Versorgungsformen. Ziel ist es dabei, die Regelversorgung grundlegend weiterzuentwickeln durch eine bessere Verzahnung der Versorgung durch niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser sowie durch eine verstärkte Zusammenarbeit unterschiedlicher Facharztrichtungen und Berufsgruppen. ƒƒ G  ute Gesundheitsversorgung darf nicht vom Einkommen und nicht vom Wohnort abhängen. In CityLage oder attraktiven Bezirken ist gute und barrierefreie medizinischer Versorgung oft Standard. ƒƒ Wir wollen, dass das auch für ländliche und strukturschwache Regionen wie auch für Stadtteile mit sozialen Problemen gilt. Dazu schaffen wir eine integrierte Bedarfsplanung der gesamten medizinischen Versorgung. Die Vorbeugung von Krankheiten (Prävention) und die Rehabilitation, beispielsweise nach einer schweren Erkrankung, müssen im Rahmen dieser Planung gestärkt und auch die Pflege einbezogen werden. ƒƒ Wir brauchen darüber hinaus mehr Hausärztinnen und Hausärzte als heute, denn sie sind die erste Anlaufstelle im Krankheitsfall. ƒƒ Die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker muss in die Versorgungsstrukturen effizient mit eingebunden werden. ƒƒ Wir wollen die Notfallversorgung verändern, um den Zugang für alle sicherzustellen.

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Titelthema ƒƒ ( …) Wir wollen eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe Versorgung unabhängig von Alter, Einkommen, Geschlecht, Herkunft und Behinderung sicherstellen, regionale Über- und Unterversorgung gleichermaßen korrigieren. ƒƒ Um zum Beispiel auch dünner besiedelte Regionen besser zu versorgen, brauchen Kommunen und Regionen mehr Einfluss und sollten innovative Lösungen, wie die Gründung von lokalen Gesundheitszentren vorantreiben. (…) ƒƒ (...) Wir wollen eine bessere Vernetzung, Koordination und Zusammenarbeit aller im Gesundheitswesen und eine gemeinsame Planung ambulanter und stationärer Leistungen. ƒƒ (…) Unser Ziel ist eine Primärversorgung, in der insbesondere Haus- und Kinderärzte sowie Angehörige weiterer Gesundheitsberufe auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Deshalb setzen wir uns auch für eine stärkere interdisziplinäre Ausbildung und eine Aufwertung der Allgemeinmedizin ein. ƒƒ W  ir Freie Demokraten wollen die Budgetierung im Gesundheitswesen abschaffen. Sie hat zu einer Unterfinanzierung der medizinischen Versorgung sowie zu einem Ausbluten der gesundheitlichen Versorgung in den ländlichen Regionen und sozialen Brennpunkten geführt (…). ƒƒ Wir Freie Demokraten wollen, dass die ambulante ärztliche Versorgung und die Niederlassung in eigener Praxis mit Übernahme einer langfristigen, wohnortnahen Verantwortung für die Patientenversorgung wieder an Attraktivität gewinnen. ƒƒ Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte bilden die Basis der flächendeckenden und hochwertigen ambulanten ärztlichen Versorgung in unserem Land. (...) ƒƒ Die ambulante ärztliche Versorgung und die Orientierung auf die häusliche Umgebung erleichtern zudem die Einbeziehung der Pflege und weiterer Gesundheitsberufe. (…) ƒƒ (…) Die gesetzlichen Vergütungsregelungen erschweren es derzeit, Behandlungsmethoden aus dem Krankenhaus in den ambulanten Sektor zu überführen. Die dafür notwendigen Verfahren in der Selbstverwaltung müssen beschleunigt werden. Für die Dauer der Entscheidungsverfahren muss die stationäre Vergütung erhalten bleiben, damit kein Patient unversorgt bleibt. ƒƒ Die Arztsitze sind zwischen Stadt und Land ungleich verteilt. ƒƒ Niederlassungen auf dem Land sind häufig nicht attraktiv. Wir wollen dazu beitragen, es für Ärzte attraktiver zu machen, sich wieder vermehrt auf dem Land niederzulassen. ƒƒ Auch die Kommunen und Landkreise sowie die Bundesländer sind gefordert, Anreize zu schaffen. ƒƒ Durch das flächendeckende Angebot eines Hausarztsystems sollen ambulante Behandlungen besser koordiniert und Doppeluntersuchungen vermieden werden (…). ƒƒ D  IE LINKE tritt für eine gute, flächendeckende, barrierefreie und bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung in Stadt und Land ein. Dafür wollen wir die Arztsitze gleichmäßiger verteilen. Ein entscheidender Hebel ist dabei der Abbau von Überversorgung. ƒƒ (…) Neue Versorgungsformen, wie Patientinnen- und Patientenbusse, Gemeinschafts- und Teilzeitpraxen oder medizinische Versorgungszentren in öffentlicher Hand, können die Arbeit im ländlichen Raum für junge Medizinerinnen und Mediziner und nichtärztliches Fachpersonal attraktiver machen und somit garantieren, dass angestellte Allgemein- und Fachärzte auch in Teilzeitstellen arbeiten können. ƒƒ Polikliniken sollen mittelfristig zu einem Rückgrat der ambulanten Versorgung werden. Denn sie gewährleisten nicht nur eine hochwertige, interdisziplinäre Behandlung, sondern bieten auch die von vielen jungen Ärztinnen und Ärzten gewünschten flexiblen und familiengerechten Arbeitsbedingungen. ƒƒ Wir wollen Kommunen unterstützen, eigene Gesundheitseinrichtungen zu betreiben und so die Versorgung zu sichern. Damit alle Menschen eine gute und wohnortnahe Gesundheitsversorgung erhalten, brauchen die Kommunen eine bessere finanzielle Ausstattung und – ähnlich wie bei der Krankenhausplanung – die Kompetenzen, Versorgungszentren zu planen.

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Digitalisierung im Gesundheitswesen ƒƒ D  ie Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden wir entschlossen nutzen. Das E-Health-Gesetz ist dazu ein erster wichtiger Schritt: Wir sichern den Schutz höchstpersönlicher Daten und geben Patientinnen und Patienten zukünftig die Möglichkeit, wesentliche Gesundheitsinformationen den behandelnden Ärzten zur Verfügung zu stellen. Das kommt allen zugute und kann Leben retten.

ƒƒ D  ie Digitalisierung im Gesundheitswesen werden wir konsequent voranbringen. ƒƒ So kann etwa die Telemedizin Versorgungsstrukturen gerade in weniger besiedelten Bereichen entscheidend verbessern oder erst ermöglichen und die elektronische Patientenakte die Partizipation und Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten, Versicherten und ihren Angehörigen und einen bruchfreien sektorübergreifenden Behandlungsprozess sichern. ƒƒ Wir beschleunigen den Ausbau in allen Bereichen und unterstützen Innovation. Grundlage bleibt für uns eine verlässliche einheitliche Telematikinfrastruktur, die ein beispielloses Schutzniveau der sensiblen Daten sichert. (…) ƒƒ ( …) Die Digitalisierung kann im Gesundheitswesen vieles verbessern, etwa für chronisch Kranke. Patienten brauchen dabei selbstbestimmten Zugang zu ihren Daten und einen höchstmöglichen Datenschutz. ƒƒ (…) Alle Patienten sollen einen Anspruch auf eine sichere und vernetzte elektronische Patientenakte erhalten. ƒƒ W  ir Freie Demokraten wollen, dass bei Heil- und Pflegeberufen die Patientinnen und Patienten im Vordergrund stehen und nicht die Bürokratie. ƒƒ Daher wollen wir den Aufwand für Bürokratie und Dokumentation vermindern, damit mehr Zeit für Zuwendung zu pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung steht. ƒƒ Ein Lösungsansatz ist unter anderem die verstärkte Nutzung von IT- und Assistenzsystemen. So stellen wir eine menschenwürdige Begleitung sicher. ƒƒ D  ie AfD lehnt die Schaffung einer solchen zentralen Datenbank zur Speicherung sensibler Gesundheitsdaten ab. ƒƒ Wir befürworten aber die Speicherung eines Notfalldatensatzes, einschließlich eines Medikamentenplans und einer Patientenverfügung, direkt auf der Karte. ƒƒ Für die Speicherung und den Austausch weiterer Gesundheitsdaten schlagen wir, neben dem Datenaustausch in Praxisverbünden, die Schaffung eines elektronischen Gesundheitspasses vor, bei dem die Daten nicht zentral, sondern direkt auf dem Medium gespeichert werden. In allen Fällen darf dies nur auf freiwilliger Basis erfolgen. ƒƒ D  aten, die mit der elektronischen Gesundheitskarte erhoben werden, dürfen nicht zentral gespeichert oder online weitergegeben werden. ƒƒ Eine Einsicht Dritter in die dezentralen Datenspeicher ohne Zustimmung der Versicherten muss verboten bleiben.

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Titelthema

Stationäre Versorgung ƒƒ Um weiterhin hervorragende medizinische und pflegerische Qualität anbieten, Notfälle kostendeckend behandeln und die Krankenhaushygiene stärken zu können, brauchen Krankenhäuser eine auskömmliche Finanzierung. Wir wollen daher eine Berücksichtigung der Preisentwicklung bei der Krankenhausvergütung, vor allem einen vollen Ausgleich der Tarifsteigerung. ƒƒ (…) Nach der Modernisierung der Ausbildung in den Pflegeberufen gilt es, sowohl in unseren Krankenhäusern als auch in der Altenpflege die Arbeitsbedingungen unserer Pflegekräfte weiter zu verbessern. Die auf den Weg gebrachten Verbesserungen bei der Personalausstattung werden wir daher entschlossen umsetzen. ƒƒ W  ir setzen uns für mehr und besser bezahltes Pflegepersonal in Krankenhäusern ein. Deshalb wollen wir verbindliche Personalstandards umsetzen. (…) ƒƒ Wichtig ist auch, mehr Geld für notwendige Investitionen in Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen. Denn die Finanzierungslücke ist groß und kann von den Ländern alleine nicht mehr geschlossen werden. ƒƒ ( …) Viele Krankenhäuser leiden unter Finanzierungsproblemen. Universitätskliniken benötigen aufgrund der spezialisierten Patientenversorgung eine solidere Vergütung. ƒƒ Wir wollen in allen Regionen eine bedarfsgerechte stationäre Versorgung sicherstellen. ƒƒ Mit einer Reform wollen wir Qualität verbessern, Fehlanreizen zur Leistungsausdehnung entgegenwirken und die Investitionsfinanzierung auf die Schultern von Ländern und Krankenkassen verteilt neu aufstellen. ƒƒ Die Notfallversorgung in Deutschland wollen wir reformieren, damit Patienten adäquat versorgt werden (…). ƒƒ W  ir Freie Demokraten fordern, dass die Bundesländer ihrer Verantwortung für die Krankenhäuser wieder nachkommen. (…) Wir Freie Demokraten setzen dazu auf ein Anreizsystem, wonach diejenigen Länder, die ihren Investitionsverpflichtungen nachkommen, vom Bund einen Zuschuss erhalten. ƒƒ Außerdem muss es zu einer sinnvollen Profil- und Zentrenbildung bei den Krankenhäusern kommen. ƒƒ Die Notfallversorgung muss flächendeckend erhalten bleiben. ƒƒ Ökonomische Fehlanreize im Fallpauschalen-System sind zu beseitigen: Ergebnisqualität und Innovation sollen besser honoriert werden. ƒƒ In allen vollstationären medizinischen Einrichtungen entwickelt sich ein Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal („Pflegenotstand“) (…). Die AfD fordert einen verbindlichen, länderübergreifenden Mindestpersonalschlüssel für das Pflegepersonal, der auch bei den Krankenhausentgelten Berücksichtigung finden muss. ƒƒ Wir wollen die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser durch Abbau von Investitionsstaus verbessern und damit auch die Chance für den Erhalt von wohnortnahen Häusern in kommunaler Trägerschaft erhöhen. ƒƒ (…) Unverkennbar ist seit Einführung der Fallpauschalen (DRG) im Jahr 2002 eine Privatisierungswelle zu verzeichnen. Wir unterstützen die Trägervielfalt im Krankenhauswesen und lehnen eine Entwicklung hin zur Monopolbildung entschieden ab. ƒƒ Um den Personalnotstand zu bekämpfen, will DIE LINKE eine gesetzliche Personalbemessung einführen. Wir brauchen verbindliche bundesweite Vorgaben, wie viele Pflegekräfte für wie viele Patientinnen und Patienten vorhanden sein müssen. Wir brauchen 100 000 Pflegefachkräfte mehr! (...) ƒƒ DIE LINKE will eine Finanzierung der Krankenhausbehandlung, die Patienten nicht als pauschale Fälle betrachtet, sondern den notwendigen Bedarf des Krankenhauses deckt und sich am Gemeinwohl und nicht an wirtschaftlichen Kriterien orientiert. Die Fallpauschalen gehören abgeschafft. ƒƒ Um den Investitionsstau in den Krankenhäusern abzubauen, muss der Bund die zuständigen Länder zweckgebunden unterstützen. Wir fordern eine jährliche Beteiligung des Bundes in Höhe von 2,5 Mrd. Euro (die andere Hälfte tragen die Länder) (...). ƒƒ Krankenhäuser gehören in die öffentliche Hand: Weitere Privatisierungen müssen verhindert und bereits privatisierte Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in nicht profitorientierte Trägerschaft überführt werden. Wir wollen Gesundheitseinrichtungen durch öffentliche Träger zurückkaufen (...). 9 | 2017

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Titelthema Umfrage z u r B u n destagswahl

Mehr Patientensteuerung notwendig Wie schätzen die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein die Zukunft der Gesundheitsversorgung ein? Um das zu erfahren, hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Schleswig-Holstein/Hamburg eine Online-Umfrage durchgeführt. Rund zwei Drittel der Teilnehmer befürchten demnach, dass die von einigen Parteien geforderte Bürgerversicherung sich negativ auf die ambulante medizinische Versorgung auswirken würde. künftig eine stärkere Steuerung der Patienten notwendig sei. Rund 40 Prozent sehen dagegen keinen Steuerungsbedarf. Bei der Frage nach Instrumenten der Patientensteuerung befürworten die meisten Ärzte und Psychotherapeuten eine sozial gestaffelte, finanzielle Selbstbeteiligung der Patienten oder eine Lotsenfunktion eines vom Patienten ausgewählten Arztes mit Überweisungsvorbehalt für das Aufsuchen weiterer Mediziner.

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Insgesamt waren rund 5.500 Mitglieder der KVSH aufgerufen, an der Online-Befragung im Vorfeld der Bundestagswahl teilzunehmen. 203 von ihnen kamen der Aufforderung nach. Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bei ihren Patienten in den vergangenen Jahren eine gesteigerte Leistungserwartung festgestellt. Den Grund dafür sehen viele darin, dass immer mehr Patienten schon beim geringsten Unwohlsein einen Arzt aufsuchen. In diesem Ergebnis spiegelt sich offensichtlich das ungebremste Leistungsversprechen der Politik an die Bürger wider. Aber auch der technisch-medizinische Fortschritt und zunehmende Selbstdiagnosen per Google-Suche und der damit verbundene Aufklärungsbedarf haben laut Umfrage die Erwartungshaltung der Patienten gesteigert. Die Folgen einer Bürgerversicherung Die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer glaubt, dass die ambulante medizinische Versorgung nicht ausreichend finanziert sei, um der Erwartungshaltung der Patienten auf Dauer gerecht zu werden. Mehr als die Hälfte ist daher der Meinung, dass 12

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Auch die Bürgerversicherung, mit der SPD, Grüne und Linkspartei im Bundestagswahlkampf versuchen zu punkten, beschäftigt die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Viele fürchten um ihre Existenz, sollte es in Zukunft eine Einheitsversicherung geben. Etwa zwei Drittel der Umfrageteilnehmer glauben, dass eine Ein-Klassen-Medizin das Versorgungsangebot einschränken und Zuzahlungsleistungen deshalb weiter zunehmen würden. Mehr als 30 Prozent rechnen mit deutlichen Einnahmeverlusten, wenn die Honorare für Privatleistungen auf GKV-Niveau herunter gestuft werden. Etwa jeder fünfte Teilnehmer müsste nach Einführung einer Bürgerversicherung Personal einsparen, um seine Praxis weiterhin wirtschaftlich führen zu können.

Sieben Fragen an die KVSH-Mitglieder Haben Sie in den vergangenen Jahren bei Ihren Patienten 1 eine gesteigerte Leistungserwartung festgestellt?

16,3 %

nein

14,8 %

ja, bei einigen Patienten 27,1 %

37,4 %

46,3 %

40,9 % ja, bei vielen Patienten 37,4 % 17,2 %

12,8 %

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59,6 %


16,3 % 16,3 %

14,8 %

16,3 % 37,4 % 27,1 %Titelthema

5 37,4 % Welche Instrumente der Patientensteuerung zur 17,2 % Inanspruchnahme ärztlicher 1,5 und%psychotherapeutischer 0,5 % 2 46,3 % Leistungen würden Sie präferieren? 40,9 % 40,9 % 8,8 % sozial gestaffelte, finanzielle Selbstbeteiligung 14,8 % 29,6 % % Patienten 37,4 %%17,2der 37,5

27,1 %

16,3 % 40,9 %

der technisch-medizinische Fortschritt

16,3 % 37,4 % ausgelöste Dr. Google und Co. und der dadurch 37,4 % Aufklärungsbedarf 1

17,2 %

Keine Angaben

3 40,9 %

0,5 %

0,5 %

12,8 % Glauben Sie, dass die ambulante Versorgung unter den 37,4 % gegenwärtigen finanziellen Rahmenbedingungen der 17,2 % auf Dauer gerecht 3 Erwartungshaltung der Patienten 59,6 % werden kann? 0,5 % 86,7 % ja 12,8 %

59,6 %

27,1 % 86,7 %

46,

40,

12,

1,3 % 38,

Wiedereinführung der Praxisgebühr

1,5Angaben % 4 % Keine 17,2 46,3 %

86,7 %

17,2

36,4 0,5% % 4

3

2 27,1für % einen vom Patienten ausLotsenfunktion 12,8 % gewählten Arzt mit Überweisungsvorbehalt für % 36,4 %40,9 14,8 % 16,3 % 67,0 % 12,8 % das Aufsuchen weiterer 17,2 % 7 Ärzte 37,4 % 59,6 % 8,8 %

27,1 % 46,3 %

3 % 17,2

17,2 %

Immer mehr Patienten suchen schon beim 14,8 % einen 12,8 %46,3 % geringsten Unwohlsein Arzt auf.

1

38,9 %

46,3 %% 27,1 Wenn Sie eine gestiegene Erwartungshaltung 46,3 % bei Ihren Patienten beobachtet haben, welche Entwicklung hat 1 daran den größten Anteil?

14,8 %

86,7 % 2

14,81 %

86,7 %

21,7 %

40,9 % 3,4 %

21,4

86,7 %

86,7 %

Einige Parteien fordern die Einführung einer Einheitsver21,4 38,9 % % sicherung („Bürgerversicherung“) unter Beibehaltung des 33,9 % 5 0,5 % 6 1,5 % Patienten. 38,9 %Leistungsversprechens 4 umfassenden für die 59,6 % 21,7 %Folgen sehen Sie für Welche das%Angebot ärztlicher und 38,9 17,2 % 5 1,5 % psychotherapeutischer Leistungen? 12,8 % 37,5 % 8,8 % 33,9 % Ich erwarte keine Auswirkungen. 17,2 % nein 0,5 % 1,5 % 29,6 % 38,9 % 37,5 % 59,6 % 59,6 % 36,4 % 38,9 % 5 3,4 % generell, dass eine „Ein-Klassen- 8,8 % 86,7 % Ich befürchte 21,76% Medizin“ auch Einschränkungen an Versorgung 86,7 % 29,6 % 17,2 % bedeutet und deshalb Zuzahlungsleistungen 37,5 % 1,3 % 1,5 % 36,4 % 1 („IGEL“) weiter zunehmen werden. 267,0 % 36,4 % 7 1,3 % 37,5 % 29,6 % 8,8 % 38,9 % 5 3,4 % 14,8 % 6 8,8 % 16,3 % 29,6 % 17,2 % 14,8 % 21,4 % 17,2 % 21,7 % 17,2 0,5 % 36,4 % % Keine Angaben 1,5 % 37,4 % 36,4 % 67,0 % 27,1 % 7 Keine Angaben 67,0 % 3,4 % 37,5 1,3 % % 29,6 % 8,8 % 27,1 % 21,7 % 29,6 % 46,3 % 40,9 % 8,8 % 21,4 % 37,5 % Bisher Arzt Bei Einführung einer Bürgerversicherung mit einheitlicher 67,0 33,9 % 7 Versicherte jeden 40,9 % %kann jeder gesetzlich 1,3 % 21,4 36,4 % nahezu ohne Einschränkungen aufsuchen. Vor dem HinGebührenordnung und Abschaffung67,0 der % privaten Kran21,7 % 17,2 % tergrund eines zunehmenden Mangels an finanziellen und kenversicherung: Welche Auswirkungen befürchten Sie 21,7 % 3,4 % personellen Ressourcen im Gesundheitssystem: Glauben konkret für sich und Ihre Praxis? 21,4 % 0,5 % 21,7 % 1,5 % Sie, dass eine stärkere Steuerung der Patienten nach 4 17,2 3 36,4 % % 67,0 % wäre? 7 medizinischen Kriterien notwendig Ich rechne mit keinerlei Auswirkungen. 1,3 % 3,4 % 33,9 % 21,4 % 33,9 % 12,8 % 21,7 % Ja, wir brauchen mehr Steuerungsinstrumente. 8,8 % 21,4 % Ich befürchte, bei Einführung einer Bürgerver33,9 % 21,7 % 17,2 % 21,7 % 21,7 38,9 % % sicherung mit einheitlicher Gebührenordnung 59,6 % 59,6 % nicht mehr anbieten zu dürfen. 3,4 % einige Leistungen 1,3 % Ich rechne mit deutlichen Einnahmeverlusten, 86,7 % 21,7 % wenn bisher privatärztliche Honorare auf GKV21,4 % 33,9 33,9 % % Niveau heruntergestuft werden. Nein, so wie es ist, funktioniert es gut. Die Einführung einer Bürgerversicherung würde 21,7 % 38,9 % zu Einsparungen beim Personal führen und 5 3,4 % 6 % die wirtschaftliche Tragfähigkeit meiner Praxis 21,7 gefährden. 33,9 % 17,2 % 1,5 % Keine Angaben 1,3 % Keine Angaben 37,5 % 29,6 % 8,8 % 21,7 % 29,6 % 1,3 %

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67,0 %

Marco Dethlefsen, KVSH

36,4 %

67,0 % Nordlicht

aktuell

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Titelthema B u n destagswahl 2 0 1 7 In der Gesundheitspolitik werden nach der Bundestagswahl wichtige Weichen gestellt. Verschiedene Modelle und Optionen stehen im Raum und werden teilweise kontrovers diskutiert. Wir haben bei Vertretern von Ärzteverbänden und Krankenkassen nachgefragt, wie sie die Dinge sehen.

iN T E R V I E W

Drei Fragen an Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen e. V. Nordlicht: Was muss die künftige Bundesregierung in der Gesundheitspolitik dringend ändern?

Dr. Axel Schroeder: Die Regierungskoalition aus CDU und SPD hat in den letzten vier Jahren teils erfolgreich gearbeitet, teils mangelhaft – mangelhaft zumindest im Hinblick auf den rigorosen Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung. In solch einem Maße hat sich dies noch keine Regierung erlaubt. Das Antikorruptionsgesetz und das Selbstverwaltungsstärkungsgesetz bis hin zur Einflussnahme auf die Personalentscheidungen (Vorsitzende) im Gemeinsamen Bundesausschuss sind ein Affront gegen die Ärzteschaft. Die Rahmenbedingungen für Selektivverträge sind nach wie vor nicht ausreichend. Es war falsch, den Paragraf 73c abzuschaffen. Wir Fachärzte fordern im SGB V gleichberechtigt selektive Facharztverträge. Fachärzte sind keineswegs nur Spezialisten, die im Hintergrund komplizierte Behandlungsverläufe bestimmter Patienten verfolgen, sondern wirken an vorderster Front, wenn es um die Versorgung ihrer Patienten in der Grund- und Regelversorgung sowie der spezialisierten Versorgung geht.

Schroeder: Der bisher schleppend angelaufene Wahlkampf geht jetzt in die heiße Phase. Bei allen Parteien spielt die Gesundheitspolitik leider nur eine untergeordnete Rolle. Einer künftigen Bundesregierung muss klar werden, wer eigentlich das Gesundheitswesen am Laufen hält. Das sind neben den niedergelassenen Hausärzten vor allem die Fachärzte in Klinik und Praxis, die den Großteil der Versorgung ambulant sicherstellen. 93 Prozent der fachärztlichen Versorgung findet im ambulanten Versorgungsbereich statt; lediglich sieben Prozent im stationären Bereich. Fachärztliche Belange müssen künftig von der Politik umfassender aufgegriffen werden. Daher fordern wir unter anderem die Wahlfreiheit des Patienten bei der Auswahl seines Facharztes und zugleich Absage an Bestrebungen, die Wahlfreiheit des Patienten durch Gatekeeper-Modelle oder Verschiebung von Verantwortung einzuschränken. Außerdem fordern wir die faire Bezahlung und Leistungsvergütung für alle Leistungen, die durch den Patienten in Anspruch genommen werden. 100 Prozent Leistung erfordern auch 100 Prozent Bezahlung.

„Bei allen Parteien spielt die Gesundheitspolitik leider nur eine untergeordnete Rolle.“

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Nordlicht

© BDU

Nordlicht: Welches gesundheitspolitische Zeugnis stellen Sie der aktuellen Bundesregierung aus?

Nordlicht: Die Einführung einer Bürgerversicherung würde für das Gesundheitssystem in Deutschland bedeuten, … Schroeder: dass es für den gesetzlich Versicherten teurer wird und in die Zwei-Klassen-Medizin führt. Wir sind gegen eine Bürgerversicherung, die die Gesetzliche Krankenversicherung in Richtung Wartelistenmedizin verändern will.

aktuell

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Titelthema

iN T E R V I E W

Drei Fragen an Dr. Berhard Bambas, Landesvorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte

Dr. Berhard Bambas: Der amtierende Gesundheitsminister hat in seiner zu Ende gehenden Amtszeit einen gefühlten Rekord an Gesetzen und Verordnungen erlassen. In meiner Erinnerung gab es bisher noch keine Hausherrin oder keinen Hausherrn im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der so umtriebig war. Das BMG hat in der letzten Legislaturperiode zwar eine Reihe von Projekten angestoßen, aber wirkliche Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung sind weder beim Patienten noch bei den übrigen Beteiligten im Gesundheitswesen angekommen. Ob dies bei den neuesten Gesetzen (Pflegeberufereformgesetz bis hin zum Tabakschmuggelgesetz) besser wird, bleibt abzuwarten. Nur eine schöne Namensgebung (z. B. „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung“, GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) und reiner Aktionismus, wie das Bürokratiemonster Terminservicestelle, machen noch keine bessere Versorgung.

wir weiterhin auf höchstem Qualitätsniveau die medizinische Versorgung wie bisher leisten wollen, wird dies nur funktionieren, wenn Politiker aufhören, den Beteiligten in der medizinischen Versorgung lediglich Selbstschutz und Besitzstandswahrung vorzuwerfen. Der offene Dialog und das wirkliche Interesse an einer Problemlösung würden allen Beteiligten den Weg in eine gesicherte Versorgungslandschaft erleichtern. Dazu gehört aber auch das klare Bekenntnis zu Fakten, die sich aus Demografie und Morbidität ergeben. Eine ältere, kränkere Bevölkerung benötigt mehr Versorgung (sowohl auf pflegerischer als auch auf medizinischer Seite) und dies kann entweder nur mit mehr finanziellen Mitteln oder mit Einschränkung von Leistungen (die vermeintlich entbehrlich sind) umgesetzt werden. Hier ist die zukünftige Regierung gefordert, sich klar zu äußern, welchen Weg sie gehen will. Ein Weitermachen wie bisher, frei nach dem Motto „die vier Jahre im Amt werde ich schon überstehen, da muss ich mich nicht um echte Probleme kümmern“, wird uns nicht mehr weiterhelfen. © privat

Nordlicht: Welches gesundheitspolitische Zeugnis stellen Sie der aktuellen Bundesregierung aus?

Nordlicht: Die Einführung einer Bürgerversicherung würde für das Gesundheitssystem in Deutschland bedeuten, ...

„Eine ältere, kränkere Bevölkerung benötigt mehr Versorgung.“ Nordlicht: Was muss die künftige Bundesregierung in der Gesundheitspolitik dringend ändern? Bambas: Es wäre schon viel erreicht, wenn sich die künftige Bundesregierung bei Verlautbarungen zur Gesundheitspolitik einfach mal auf wahre Tatsachen beschränken würde. Wenig hilfreich sind die neuerdings so beliebten „alternativen Fakten“, mit denen man z. B. versucht, bereits vorhandenen oder demnächst eintretenden Pflegenotstand, Ärztemangel und Versorgungsbedarf zu negieren oder verbal kleinzuhalten. Bisher sind keine Konzepte erkennbar, die wirklich den Willen zur Verbesserung der Versorgungssituation erkennen lassen. Wenn

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Nordlicht

Bambas: dass das von den „Lauterbachianern“ notorisch wiederholt gesungene hohe Lied der „Gerechtigkeit im Gesundheitswesen“ dann endlich zu Ende wäre. In der Folge würden alle Bürger(versicherten) feststellen, dass früher ja doch alles gar nicht so schlecht war, weil die echte Zwei-Klassen-Medizin erst dann ihr wahres Gesicht zeigt. In jeder Gesellschaft dieser Welt ist es so, dass sich Menschen mit besseren finanziellen Mitteln auch „Besseres“ kaufen können. Warum sollten sie das dann in einem System der Bürgerversicherung nicht tun? Dazu reicht schon ein Blick in europäische Nachbarländer. Niemand in Großbritannien, der es sich finanziell leisten kann, lässt sich vom staatlichen Gesundheitssystem versorgen. Wir aber haben derzeit immer noch das beste Gesundheitssystem mit den geringsten Zuzahlungen, den kürzesten Wartezeiten und dem freiesten Zugang zu medizinischer Versorgung weltweit. Hoffen wir, dass es auch nach der Wahl so bleibt.

aktuell

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Titelthema B u n destagswahl 2 0 1 7 iN T E R V I E W

Drei Fragen an Armin Tank, Leiter der Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen e. V. Nordlicht: Welches gesundheitspolitische Zeugnis stellen Sie der aktuellen Bundesregierung aus? Armin Tank: Die Ernennung von Hermann Gröhe zum Gesundheitsminister überraschte viele. Die Große Koalition hat fast alle Bereiche der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung angefasst. Gröhe hat die gesundheitspolitischen Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag komplett abgearbeitet und noch weitere Projekte umgesetzt. Für den Fleiß gäbe es die Note 1. Beim Arbeitserfolg sieht es nicht so gut aus, denn Gröhes Reformen sind für die Krankenkassen vor allem teuer – bundesweit knapp fünf Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich – ohne dass dieses Mehr an Geld ein entsprechendes Mehr an Versorgung für die Versicherten gebracht hätte.

Versorgungsstrukturkomponente enthalten. Und wir brauchen Maßnahmen gegen die beinahe schon chronisch-überdurchschnittlichen Anstiege bei den Arzneimittelausgaben. Für eine zukunftssichere Versorgung muss die bislang unzureichende Investitionsförderung für die Krankenhäuser erhöht werden: über eine festgelegte Quote als Untergrenze und/oder über eine Beteiligung des Bundes. Bei der Verbesserung der Notfallversorgung ist Schleswig-Holstein mit den Portalpraxen weiter als der Bund. Allerdings sind Gesetzesänderungen nötig, um die „Ein-Tresen-Lösung“ im 24-StundenBetrieb zu ermöglichen.

Tank: Essenziell ist die Sicherung der Finanzierungsgrundlagen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV): Dazu fordern wir die weitgehende Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie ein teilweises Abschmelzen der Rücklagen im Gesundheitsfonds. Für faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Krankenkassen muss der Morbi-RSA künftig eine

„Bei der Verbesserung der Notfallversorgung ist Schleswig-Holstein mit den Portalpraxen weiter als der Bund.“

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Nordlicht

© Georg Lopata/vdek

Nordlicht: Was muss die künftige Bundesregierung in der Gesundheitspolitik dringend ändern?

Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung, dass sie das selbstverwaltete und solidarische System der GKV stärkt, statt es durch staatliche Steuerung und erweiterte Aufsichtsrechte in Richtung einer Fachaufsicht zu schwächen. Wir wünschen uns unter anderem mehr Möglichkeiten bei der Beitragssatzgestaltung und eine Modernisierung der Sozialwahl durch Online-Abstimmung. Nordlicht: Die Einführung einer Bürgerversicherung würde für das Gesundheitssystem in Deutschland bedeuten ...,

Tank: eine große Überraschung! Die Frage nach einem einheitlichen Krankenversicherungsmarkt stellt sich derzeit nicht. Grundsätzlich wird die parallele Existenz von GKV und PKV nicht infrage gestellt. Der jüngste Vorstoß aus Hamburg, auch Beamten den GKV-Mitgliedsbeitrag zu bezuschussen, ist allerdings interessant. Seit einigen Jahren gibt es einen positiven Wanderungssaldo zugunsten der GKV. Das unterstreicht deren Attraktivität. Ganz wichtig: An der Systemgrenze zwischen PKV und GKV darf die Politik keine einseitigen Eingriffe zulasten der GKV vornehmen.

aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT A O K - G es u n dheitsbericht

Medizinische Versorgung wird immer ambulanter

Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen die meisten Fehltage

Berlin – Heute werden ärztliche Leistungen beim niedergelassenen Arzt erbracht, für die man früher ins Krankenhaus musste. Wie sich dieser Wandel vollzieht, untersuchte eine aktuell veröffentlichte Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Das Zi nahm dazu über 4.200 Abrechnungsziffern unter die Lupe, die sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden oder Leistungen betreffen, mit denen Einweisungen vermieden werden können. Zusätzlich wurden in der Studie Krankenhausfälle mit sogenannten ambulant-sensitiven Diagnosen untersucht. Gemeint sind hier Krankenhausfälle, die durch eine vorausschauende ambulante Behandlung grundsätzlich vermeidbar sind oder ebenso in einer niedergelassenen Arztpraxis hätten versorgt werden können. Der Effekt der ambulanten Versorgung wurde anhand der Veränderung der Belegungstage im Krankenhaus gemessen. Das Ergebnis: Nach Berücksichtigung der demografischen Entwicklung stiegen die in Arztpraxen erbrachten Leistungen zwischen 2011 und 2013 um 2,6 Prozent, während im Krankenhausbereich die Belegungstage um 0,2 Prozent sanken. „Die Studie liefert einen weiteren Hinweis auf die steigende Bedeutung der ambulanten Versorgung. Auch aus anderen Studien wissen wir, dass im Idealfall etwa 12 Prozent aller Krankenhausfälle auch ambulant durchgeführt werden könnten. Bezieht man die vermeidbaren Notfallaufnahmen im Krankenhaus mit ein, kommt man sogar auf 20 Prozent vermeidbare Krankenhausfälle“, erklärt Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi.

A u szeich n u n ge n

Krebsgesellschaft vergibt Forschungsmedaille

Kiel – Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen nach wie vor die meisten Fehltage in Schleswig-Holstein. Mit 23,7 Prozent liegt ihr Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Allein bei den Mitgliedern der AOK NordWest waren das im Jahr 2016 fast 1,4 Millionen Ausfalltage. Auf den weiteren Plätzen folgen psychische Erkrankungen (12,5 Prozent), Verletzungen (11,0 Prozent), und Atemwegserkrankungen (10,7 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Die höchsten Fehlzeiten gibt es in Schleswig-Holstein in den Berufsgruppen Papierverarbeitung/ Verpackungstechnik (35,7 Tage), Reinigung (32,6 Tage) und Ver- und Entsorgung (29,9 Tage). Die niedrigsten Fehlzeiten sind in den Berufsgruppen der Hochschullehre und -forschung (3,9 Tage), bei den angestellten Ärzten (5,8 Tage) sowie in der technischen Forschung/Entwicklung (9,1 Tage) festzustellen.

Q u alitätszirkel

Kiel – Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft verleiht eine Forschungsmedaille an herausragende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Krebsforschung. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung soll die Spitzenforschung in Schleswig-Holstein stärken und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Die Ausschreibung richtet sich an medizinische Forscher aus Schleswig-Holstein, die sich mit besonderem Engagement um die Bekämpfung von Krebserkrankungen verdient gemacht haben. Medizinische Fakultäten und Forschungseinrichtungen aus Schleswig-Holstein sind nun aufgerufen, preiswürdige Persönlichkeiten in der Krebsforschung zu benennen. Die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers erfolgt durch ein wissenschaftliches Kuratorium der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. Vorschläge für die Vergabe der Medaille müssen bis zum 27. Oktober 2017 per E-Mail unter: info@krebsgesellschaft-sh.de eingereicht werden. Die komplette Ausschreibung steht auf www.krebsgesellschaft-sh.de zur Verfügung. Weitere Auskünfte: Katharina Papke, Geschäftsführerin der SchleswigHolsteinischen Krebsgesellschaft, Tel. 0431 800 1080.

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Z i - S t u die

Nordlicht

Newsletter „QZ Extra“ veröffentlicht Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat mit dem Newsletter „Qualitätszirkel Extra“ ein neues Medium herausgegeben. In knapper Form informiert der E-Mail-Newsletter zu Themen, Serviceangeboten und Veranstaltungen rund um die Qualitätszirkelarbeit. In erster Linie richtet er sich an QZ-Moderatoren und -Tutoren. Die KBV will damit vertragsärztliche Qualitätszirkel in ihrem Engagement um die Weiterentwicklung von Versorgungsqualität und Patientensicherheit unterstützen. Der Newsletter soll anlassbezogen mindestens einmal im Monat erscheinen. Zusätzlich stehen auf der Website der KBV mehr als 30 Themen-Module zum kostenfreien Download für die Zirkelarbeit zur Verfügung. Die Module verstehen sich als Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung von Qualitätszirkelsitzungen und sollen dazu anregen, neue Themen aufzugreifen. Alle Informationen zur Qualitätszirkelarbeit online unter: www.kbv.de/html/qualitaetszirkel.php

aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT

Mehr Flexibilität bei Praxissoftware

Arzteinkommen steigen langsamer als Reallöhne

Berlin – Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sollen zukünftig die Möglichkeit erhalten, ihre Praxis-IT-Systeme leichter zu wechseln. Damit würden sie z. B. bei der Anbindung von Zusatzmodulen, wie dem Medikationsmodul, flexibler werden. Das Gesetz, das der Deutsche Bundestag verabschiedete, hat in letzter Lesung vor der Sommerpause den Bundesrat passiert. Der Bundestag möchte mit dieser Neuregelung Hersteller verpflichten, binnen zwei Jahren „offene und standardisierte“ Schnittstellen für die Archivierung von Patientendaten und für den Systemwechsel zu schaffen. Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, begrüßte diese Entscheidung. „Durch offene und einheitlich definierte Schnittstellen ist es möglich, dass Softwareveränderungen, die beispielsweise durch gesetzliche Änderungen erforderlich sind, in allen Systemen in gleicher Art und Weise erfolgen“, sagte er.

B iosimilars

Leitfaden veröffentlicht

Berlin – Der Jahresüberschuss in den Arztpraxen ist im Jahr 2015 zwar leicht gestiegen, blieb aber hinter der allgemeinen Reallohnentwicklung zurück. Das zeigen Ergebnisse des PraxisPanels, die das Zentralinstitut (Zi) für die kassenärztliche Versorgung veröffentlicht hat. Der Jahresüberschuss der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten stieg demnach im Jahr 2015 inflationsbereinigt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomonatsverdienste in Deutschland erhöhten sich dagegen um 2,4 Prozent. Nach der Erhebung beträgt der durchschnittliche Jahresüberschuss eines Praxisinhabers im Jahr 2015 bei 160.820 Euro. Darin sind Einnahmen aus kassen- und privatärztlicher Tätigkeit enthalten. Das verfügbare Nettoeinkommen belief sich nach Abzug der Beiträge für die Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Einkommenssteuer auf 80.295 Euro. Der Gesamtumsatz aller Praxen stieg im Jahr 2015 im Vergleich zu 2014 um 2,4 Prozent, seit 2012 um 10,2 Prozent. Einzelpraxen kamen dabei im Durchschnitt auf 276.400 Euro, während Gemeinschaftspraxen bei 378.400 Euro lagen. Gleichzeitig erhöhten sich die Gesamtaufwendungen um 2,8 Prozent und im Rückblick auf 2012 insgesamt um 9 Prozent. Die Personalkosten haben prozentual mit am stärksten zugelegt. Von 2012 bis 2015 stiegen die Ausgaben für Personal um 18,1 Prozent. Mehr Informationen unter: www.zi.de

Berlin – In Deutschland sind eine Vielzahl von Biosimilars verfügbar, die therapeutisch als Wachstumshormone, Insuline, Granulooder Erythropoese-stimulierende Faktoren, TNF-α-Inhibitoren und monoklonale Antikörper eingesetzt werden. Für die Bewertung und Berücksichtigung von Biosimilars bei der Therapieentscheidung ist es für Ärzte wichtig, die Besonderheiten, den Herstellungsprozess und das Zulassungsverfahren zu kennen. Dabei will die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft die Mediziner mit einem Leitfaden unterstützen. Darin sind neben den Besonderheiten von Biosimilars und ihrer Zulassung auch Empfehlungen zum Einsatz enthalten. Zusätzlich werden die Austauschbarkeit von Referenzarzneimitteln und Biosimilars sowie die bereits in zahlreichen Studien gesammelten Erfahrungen zur Patientenumstellung (sogenannter „Switch“) dargestellt. Download des Leitfadens unter: www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/LF/Biosimilars

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P ra x e n

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IT

Nordlicht

S ervice

Neue mobile Dienste Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat ihr mobiles Dienstleistungsangebot aktualisiert. Die Informations-App „KBV 2GO!“ hat neue Funktionen erhalten. So wurde die neueste Diagnostik-Klassifikation ICD-10-GM in die App integriert, die auch offline als Nachschlagewerk genutzt werden kann. Mit dem automatischen Update-Service bleiben Ärzte auch über kommende Neuerungen der ICD-10-GM bestens informiert. Hinzu kommt ein eigener Bereich zum Thema Qualitätsmanagement. Damit können Ärzte und Psychotherapeuten künftig die Umsetzung von Qualitätszielen in der eigenen Praxis testen. aktuell

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PRAXIS  & KV S erie

Ärztliche Selbstverwaltung funktioniert nicht von allein, sondern sie braucht regionale Vertreter, die den Ärzten und Psychotherapeuten vor Ort schnell und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Schleswig-Holstein füllen die Kreisstellen diese wichtige Rolle aus. Grund genug für das Nordlicht, den 15 Kreisstellen die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen. Selbstverständnis der Kreisstelle Kollegiales Miteinander auf Augenhöhe

Vorsitzender Björn Steffensen, Facharzt für Allgemeinmedizin Bürgermeister-Hensen-Weg 21 25876 Ramstedt Tel. 04884 1313 kreisstelle.nordfriesland@kvsh.de

Stellvertreter Dr. Daisy Benson, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Husum Tel. 04841 2522

Weitere Beiratsmitglieder Dr. Ingrid Bethmann, Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Husum Barbara Dalmer, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Husum Dr. Matthias Fischer, Facharzt für Allgemeinmedizin in Hattstedt Dr. Rainer Korth, Facharzt für Orthopädie in Husum Dr. Thomas Maurer, Facharzt für Allgemeinmedizin in Leck Marc Weinhonig, Facharzt für Allgemeinmedizin in Niebüll

Kreisstelle

Nordfriesland

Aktuelle Projekte in Nordfriesland ƒƒ Stammtisch Weiterbildungsassistenten ƒƒ Probleme ärztliche Versorgung (z. B. Psychotherapie)

Die Kreisstelle Nordfriesland kümmert sich auch um den ärztlichen Nachwuchs und unternimmt dazu Folgendes: Einrichtung von Stammtischen und Kommunikation mit den örtlichen Kliniken.

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Nächste Kreisstellenversammlung und Beiratssitzung Die Termine für November 2017 stehen noch nicht fest.

Nordlicht

aktuell

Drei gute Gründe, sich in der Kreisstelle Nordfriesland zu engagieren: ƒƒ V  or Ort unsere vertragsärztliche Versorgung sichern ƒƒ Erhalt der flächendeckende Versorgung ƒƒ Erhalt des kollegialen Miteinanders

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Kreisstelle Nordfriesland

Das sind die Kreisstellen


PRAXIS  &  KV 2 0 J ahre Nordlicht - C over

„Kreativität ist Arbeit“ Zeichnungen und Cartoons sagen oft mehr als tausend Worte, mehr als so manche Fotografie. Sie können Texte kommentieren, komplizierte Sachverhalte humorvoll auf den Punkt bringen oder sie vermitteln einfach gute Laune. Ob subtil oder laut, ob filigran oder brachial, ob repräsentativ oder zurückhaltend, Olaf Schumacher illustriert seit 20 Jahren das Nordlicht-Titelbild – stilsicher und vor allem: handmade! Nordlicht: Wie sind Sie Zeichner des Nordlicht-Titelbildes geworden? Olaf Schumacher: Erwin Klein, ein Hamburger Magazingestalter, der damals das Nordlicht neu layoutet hat und mich von meiner Zusammenarbeit mit der „Auto Bild“ her kannte, fand, dass das Magazin der KVSH eine individuelle Note bekommen müsse. Er bat mich um Entwürfe für den Titel der ersten Ausgabe. Offenbar wurde der Mut Erwin Kleins belohnt – seitdem darf ich den Titel zeichnen. Nordlicht: Auf vielen Titelbildern tauchen Motive mit regionalem Bezug zu Schleswig-Holstein auf. Welche Beziehung haben Sie eigentlich zum nördlichsten Bundesland? Schumacher: Meine Eltern hatten Freunde in Flensburg und Kiel, wohin wir oft eingeladen worden sind. Von dort haben wir gerne Ausflüge ins gesamte Bundesland unternommen. Flensburg ist für mich, trotz erkennbarer Strukturprobleme, eine Traumstadt. Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich vier Tagen New York immer sechs Wochen Flensburg vorziehen. Nordlicht: Wie entsteht an Ihrem Zeichentisch aus einem Entwurf ein fertiges Titelbild? Schumacher: Seit Beginn der Arbeit für das Nordlicht ist der technische Ablauf gleichgeblieben: Nachdem die Umsetzung des Themas in Form einer Skizze besprochen, korrigiert und abgesegnet worden ist, setzte ich die Skizze ganz herkömmlich mit Pinsel und Tusche auf Papier als Reinzeichnung um. Die wird dann eingescannt und mit einem Programm, das die Aquarelltechnik simuliert, digital eingefärbt – also ausgemalt. Sehr zum Leidwesen meiner Mitarbeiter, die schon beim Zusehen die Geduld verlieren, mache ich das nicht mit dem digitalen Gießkännchen, sondern mit einem drucksensitiven Stift auf einem Grafiktablet. So entstehen dann die unperfekten Flächen, Übermalungen und Auslassungen, die die Zeichnung deutlich lebendiger machen als eine exakte Füllung. Und dann geht die entstandene Datei per E-Mail an die Nordlicht-Redaktion – nicht ohne jedes Mal daran zu denken, was in der Zeit vor dem Nordlicht noch nötig war: knickfestes Verpacken und der Gang zum gleich schließenden Postamt um den Umschlag noch schnell als Eilzustellung auf den Weg zu bringen. Früher war nicht alles besser.

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Nordlicht

Der Mann hinter dem Titelbild Berufliche Vita Kunststudium an den Akademien München und Düsseldorf. Nach der Erkenntnis, dass die Freie Kunst – abgesehen von wenigen glücklichen Ausnahmen – eher brotlos ist, Zuwendung zur angewandten Kunst. 1982 Gründung eines Grafikbüros, das immer dem beruflichem Weg der Ehefrau (Medizinerin) folgend von Bonn über Essen und Wachtberg zurück ins heimatliche Königswinter mitreiste. Drei angestellte Mitarbeiter, die hauptsächlich in der Buch- und Magazingestaltung tätig sind, ich selbst zusätzlich als Cartoon-Illustrator für Werbung, Verbände und Verlage. Gelegentliche Ausflüge als Autor ins Technische, zuletzt „100 Autos, die man gefahren haben muss“ und „hobby – Retroalarm“. Versuche als Verleger: zunächst „EQIP Werbung und Verlag GmbH“ mit dem Spezialgebiet „zivile Luftfahrt zwischen 1919 und 1939 in Deutschland“ (mittlerweile verkauft). Dann „flausenundbolle Verlags- und Vertriebsgesellschaft mbH“ zur Herausgabe des Satiremagazins „satirikon“, das dreimal erfolglos erschien und dann zur Schonung eigener Ressourcen schleunigst wieder eingestellt wurde.

aktuell

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PRAXIS  & KV

Nordlicht: Sie haben sehr viele, oft sehr unterschiedliche Titelbilder gezeichnet. Welches sind Ihre persönlichen Lieblinge?

Nordlicht: Verraten Sie uns doch bitte noch Ihr Geheimrezept für Kreativität.

Schumacher: Mir gefallen die schnell erfassbaren Szenen am besten, die irgendwo auch einen Dada-Aspekt haben. Wie zuletzt z. B. Nordlicht 3/2017 „Reform der PsychotherapieRichtlinie: Des einen Freud, des anderen Leid?“. Das sind die Zeichnungen, die neben dem Inhalt auch noch ein kleines Eigenleben führen.

Schumacher: Es gibt kein Geheimrezept. Auch Kreativität ist Arbeit, die von Außenstehenden für eine Mischung aus geistiger Abwesenheit und körperlicher Lähmung gehalten wird – Konzentration eben. Dazu gehört auch die Überwindung, nicht die erste eigene Idee für gelungen zu halten. Meistens geht es nämlich doch noch besser. Aber das dauert manchmal. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

Einige Cover-Highlights aus 20 Jahre Nordlicht

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Nordlicht

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PRAXIS  &  KV T elematiki n frastr u kt u r ( T I )

Wichtig für die Praxis Für den Anschluss an die TI benötigen Praxen folgende technische Ausstattung. Kartenterminal Mit dem Kartenterminal werden die eGK, der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) und der Praxisausweis eingelesen. Hierbei handelt es sich um spezielle Kartenterminals, die – wie auch der Konnektor – von der gematik zugelassen und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sein müssen. Sie müssen mit dem Konnektor, beziehungsweise dem Praxisnetzwerk (LAN), verbunden werden. Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Psychotherapeuten wurden seit 2011 mit eGK-fähigen Kartenlesegeräten ausgestattet. Nun wird eine neue Generation der Kartenterminals benötigt, die zukünftig am Konnektor und nicht mehr am PC angeschlossen werden. Die gematik rechnet damit, dass im Herbst 2017 die ersten zugelassenen Geräte zur Verfügung stehen.

Wie viele Kartenterminals benötigt werden, kommt auf die Größe der Praxis an und darauf, welche digitalen Anwendungen genutzt werden sollen. Das Minimalszenario ist wie bisher ein Kartenterminal für die Medizinischen Fachangestellten am Empfang. Das reicht für das Einlesen und für die Aktualisierung der Versichertenstammdaten. Zudem können wie bisher auch mobile Kartenterminals eingesetzt werden, z. B. bei Hausbesuchen.

Konnektor Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur erfolgt mit einem sogenannten Konnektor – ähnlich einem DSL-Router, allerdings auf einem deutlich höheren Sicherheitsniveau. Für den Anschluss selbst beauftragen Praxen einen Dienstleister. Wie bei einem Internetoder Telefonanschluss stellt er über einen speziellen VPN-Dienst den Zugang zur TI bereit. Die Konnektoren werden von der gematik zugelassen und vom BSI zertifiziert. Das erste Modell wird voraussichtlich im Herbst 2017 am Markt verfügbar sein. Mit diesen Geräten können Ärzte und Psychotherapeuten künftig auch die Anwendungen im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen nutzen. Es ist damit weiterhin nur ein Anschluss für die gesamte Praxis erforderlich. Praxisausweis Der Konnektor kann nur dann eine Verbindung zur TI aufbauen, wenn die jeweilige Praxis oder das Krankenhaus registriert ist. Dazu dient der Praxisausweis (SMC-B-Karte). Dieser wird bei der Installation der TI-Technik in eines der stationären Kartenterminals eingelegt und über eine PIN freigeschaltet. Wie bei der SIM-Karte eines Smartphones muss die PIN nur dann neu eingegeben werden, wenn das Gerät ausgestellt war. Ärzte und Psychotherapeuten beantragen den Praxisausweis (ein Ausweis pro Praxis) bei einem Kartenhersteller, der dafür sowohl von der gematik als auch von der KBV zugelassen ist. Anpassung Praxisverwaltungssystem Auch das Praxisverwaltungssystem (PVS) muss angepasst werden, um eine Verbindung zur TI zu ermöglichen und die Versichertendaten der eGK importieren zu können. Das Update ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte der TI-Anbindung. © istock.com/olm26250

Redaktion KBV

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Mehr Informationen ƒƒ Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte: www.gematik.de ƒƒ Die gematik erteilt für die einzelnen Technik-Komponenten Zulassungen für die TI. Die Zulassungsliste der gematik steht unter dem Punkt „Zulassungen“ bereit auf: www.gematik.de ƒƒ KBV-Themenseite zur Telematikinfrastruktur: www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________23 Kündigung Betreuungsvertrag – AOK NordWest und Techniker Krankenkasse________________________________________________28 Zuschlag zu den Untersuchungen U2 bis J1 (GOP 04354 EBM)__________________28 Beendigung Take-Home-Vertrag zum 30. September 2017____________________29 DMP-Änderungen zum 1. Juli 2017_______________________________________29 Hausarztzentrierte Versorgung der Knappschaft_____________________________29

Aus der Zulassungsabteilung Hinweise: ƒƒBewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg. ƒƒDer Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Zulassung zur vertragsärztlichen Tätigkeit). ƒƒDie Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteneintragung ersetzt! ƒƒUm Vertragsarztsitze/Psychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Psychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes). ƒƒEs besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Psychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungsauftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken. ƒƒUm die Übernahme von ausgeschriebenen Psychotherapeutenpraxen können sich Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Ärzte, die beabsichtigen, ausschließlich psychotherapeutisch tätig zu werden, bewerben. Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt.

9 | 2017

Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform

Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Herzogtum Lauenburg

EP

31.10.2017

6510/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Neumünster/ Kreis Rendsburg-Eckernförde

EP

31.10.2017

6509/2017

Psychotherapeuten

Kreisregion Stadt Neumünster/ Kreis Rendsburg-Eckernförde

EP

31.10.2017

6685/2017

Nordlicht

aktuell

23


Bekanntmachungen und Meldungen

Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Stormarn

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Praxisform

Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

EP

31.10.2017

7021/2017

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2017

7168/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Stormarn

EP

31.10.2017

7170/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

31.10.2017

7172/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2017

7185/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung – – Sonderbedarf –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

31.10.2017

7188/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Herzogtum Lauenburg

EP

31.10.2017

7518/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2017

7747/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2017

8053/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Kiel

EP

31.10.2017

7508/2017

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Ostholstein

EP

31.10.2017

5746/2017

* Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird, das beantragte Fachgebiet eindeutig angegeben ist, ein Arztregisterauszug beigefügt wurde und der Antrag unterschrieben ist.

Folgender Psychotherapeutensitz war bereits ausgeschrieben, jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben, sodass Sie sich um diesen Sitz weiterhin bewerben können: Fachgebiet/Arztgruppe Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Planungsbereich

Praxisform

Ausschreibungsnummer

Nordfriesland

EP

12657/2016

Für nähere Informationen stehen Ihnen unter den Telefon-Nummern unsere Sachbearbeiter zur Verfügung:

24

Tel. 04551 883 378

Psychotherapeuten: Stadt Kiel, Kreis Dithmarschen, Kreis Herzogtum Lauenburg, Kreis Plön, Kreis Pinneberg, Kreis Segeberg

Tel. 04551 883 427

Psychotherapeuten: Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg, Stadt Lübeck, Kreis Ostholstein, Kreis Nordfriesland, Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde, Kreis Stormarn, Kreis Steinburg

Nordlicht

aktuell

9 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann. Name

Fachgruppe/Schwerp.

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dr. med. Karen Herlyn

Innere Medizin/Schwerpunkt Rheumatologie

23564 Lübeck, Wakenitzstraße 1

01.10.2017

Dr. med. Susanne Heise

Diagnostische Radiologie

23562 Lübeck, Paul-Ehrlich-Straße 1–3

13.07.2017

Anke Knudsen

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

25917 Leck, Anackerstraße 2

01.02.2018

Dipl.-Sozialpäd. (FH) Nadja Janine Ritterson – halbe Zulassung –

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

25813 Husum, Hansenstraße 3

01.08.2017

Dr. med. Jon-Marten Heisler – halbe Zulassung –

Augenheilkunde

25917 Leck, Anackerstraße 2

01.07.2017

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de):

9 | 2017

Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Kai Wendt

Psychiatrie und Psychotherapie

Lübeck

Prof. Dr. med. Stefan Müller-Hülsbeck

Diagnostische Radiologie

Flensburg

Viktor Tabert

Arzt

Rickert

Dr. med. Maria Cartellieri-Achenbach

Anästhesiologie

Sylt OT Westerland

Gunnar Lankenau

Anästhesiologie

Reinbek

Kerstin Ramaker

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Pinneberg

Dr. med. Uta Fenske

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Eutin

Dr. med. David Hartge

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Lübeck

Dr. med. Frauke Strahlendorf-Elsner

Laboratoriumsmedizin

Neumünster

Dr. med. Maike Oldigs

Lungen- und Bronchialheilkunde

Großhansdorf

Dr. med. Helmut Rother

Orthopädie

Damp

Dr. med. Hans-Dietrich Ehrenthal

Psychiatrie und Psychotherapie

Neustadt

Alexander Steinmetz

Radiologie

Sylt OT Westerland

Dr. med. Frank Himmel

Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie

Eutin

Dr. med. Stephanie Schön

Ärztin, psychotherapeutisch tätig

Schleswig

Nordlicht

aktuell

25


Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten: Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Stephan Gotthardt – halbe Zulassung –

25335 Elmshorn, Sandberg 9

Nervenheilkunde

01.10.2017

Dr. med. Geert Hilmers

Dr. med. Mareen Seeck-Hirschner – halbe Zulassung –

24944 Flensburg, Fördestraße 72

Psychiatrie und Psychotherapie

01.09.2017

Peter Schuster

Dr. med. Mareen Seeck-Hirschner – halbe Zulassung –

24944 Flensburg, Fördestraße 72

Psychiatrie und Psychotherapie

01.09.2017

Dr. med. Eva Schuster

Dr. med. Simone Krahnstöver – halbe Zulassung –

23566 Lübeck, Schlutuper Straße 8 –10

Innere Medizin/ hausärztlich

13.07.2017

Dr. med. Joachim Zippel

Dipl.-Psych. Oksana Bruch – halbe Zulassung –

21502 Geesthacht, Bergedorfer Straße 35

Psychologische Psychotherapeutin

01.09.2017

Dipl.-Psych. Michael von Einem – halbe Zulassung –

Dipl.-Psych. Götz Biel – halbe Zulassung –

23701 Eutin, Peterstraße 6 –8

Psychologischer Psychotherapeut

28.08.2017

Dipl.-Psych. Christiane Büge

Boris Golunski – halbe Zulassung –

24116 Kiel, Goethestraße 8

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ausschließlich psychotherapeutisch tätig

01.09.2017

Dipl.-Psych. Carsten Düllberg – halbe Zulassung –

Dipl.-Psych. Stefanie Meyer – halbe Zulassung –

25524 Itzehoe, Kleiner Wunderberg 10

Psychologische Psychotherapie

01.09.2017

Dipl.-Psych. Gloria Grünkorn

Dipl.-Psych. Cécile Wille – halbe Zulassung –

25469 Halstenbek, Seestraße 252

Psychologische Psychotherapie

01.10.2017

Dr. med. Kristian Schürmann – halbe Zulassung –

Dipl.-Sozialpäd. Annette Samuel – halbe Zulassung –

22967 Tremsbüttel, Schloßstraße 90

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

31.07.2017

Dipl.-Psych. Stefanie Garscha

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

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Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Dres. med. Ralf Staiger/ Thomas Legler

23564 Lübeck, Wakenitzstraße 1

Innere Medizin und Rheumatologie

01.10.2017 Dr. med. Stine-Grete Niehus – ganztags – – Sonderbedarf –

Dres. med. Helmuth Vorbringer und Kollegen

23552 Lübeck, Mengstraße 66 –70

Radiologie

01.10.2017 Dr. med. Michael Peter Beldoch – halbtags – – Sonderbedarf –

Dr. med. Gotje Birker

25746 Heide, Esmarchstraße 53

Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie

01.10.2017 Susanne Kuipers – halbtags –

Medizinische Versorgungszentren Klinikum Nordfriesland – MVZ Husum – MVZ Niebüll – MVZ Tönning

25899 Niebüll, Gather Landstraße 75

Chirurgie

01.08.2017 Dr. med. Ingvo Müller – halbtags –

Nordlicht

aktuell

Name des Angestellten

9 | 2017


Bekanntmachungen und Meldungen

9 | 2017

Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

St. Franziskus MVZ Am Hang gGmbH

24944 Flensburg, Marrensdamm 12 a

Hals-NasenOhrenheilkunde

01.09.2017 Jürgen Schäfer – halbtags –

imland MVZ GmbH

24768 Rendsburg, Lilienstraße 20 –28

Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie

01.08.2017 Dr. med. Götz Hagemann – halbtags –

Dres. med. Jörn-Wolff Prüter/ Jon-Marten Heisler/ Carsten Klatt

24768 Rendsburg, Torstraße 1 –2

Augenheilkunde

01.08.2017 Ulrike Stange – vierteltags –

Dres. med. Jörn-Wolff Prüter/ Jon-Marten Heisler/Carsten Klatt

24768 Rendsburg, Torstraße 1 –2

Augenheilkunde

01.08.2017 Sona Sahakyan – vierteltags –

Dr. med. Dirk Marquardt

24534 Neumünster, Großflecken 66 a

Augenheilkunde

13.07.2017 Xi Chen – halbtags – – Sonderbedarf –

MVZ Augen-Heilkunde-Nord

24558 Henstedt-Ulzburg, Rathausplatz 3

Augenheilkunde

13.07.2017 Dr. med. Mihaela Reinsberg – vierteltags –

MVZ Augen-Heilkunde-Nord

21493 Schwarzenbek, Hamburger Straße 33

Augenheilkunde

13.07.2017 Dr. med. Peter Hermjacob – vierteltags –

MVZ Dr. Staber & Kollegen Kiel

24149 Kiel, Schönkirchener Straße 78

Laboratoriumsmedizin

13.07.2017 Tatiana Leptin – ganztags –

Dr. med. Gerd Petersen/ Reimar Busse

23701 Eutin, Peterstraße 15

Allgemeinmedizin

01.08.2017 Dr. med. Christina Petersen – ganztags –

Dres. med. Reinhold Turek/ Jürgen Aschmann/Ullrich Krug/Angela Pape

24768 Rendsburg, AllgemeinPastor-Schröder-Straße 12–14 b medizin

13.07.2017 Dr. med. univ. Robert Lawrenz – ganztags –

Dres. med. Reinhold Turek/ Jürgen Aschmann/Ullrich Krug/Angela Pape

24589 Nortorf, Niedernstraße 3 –7

Innere Medizin/ hausärztlich

26.07.2017 Inken Hartig – ganztags –

Asklepios MVZ Nord SH GmbH 25335 Elmshorn, – Asklepios Gesundheitszen- Schulstraße 46–50 trum Elmshorn

Psychologische Psychotherapie

01.08.2017 Dipl.-Psych. Christina Waterstraat – halbtags –

Dr. med. Gerd Uwe Böckmann/ Birgit Jacobs

24534 Neumünster, Parkstraße 26

Innere Medizin/ hausärztlich

10.08.2017 Dr. med. Antje Gotthardt – halbtags –

Dr. med. Birgit Gewiss

21465 Reinbek, Am Ladenzentrum 8

Haut- und Geschlechtskrankheiten

10.07.2017 Dr. med. Thomas Kornek – ganztags –

Augenklinik Rendsburg MVZ

24114 Kiel, Sophienblatt 57

Augenheilkunde

10.07.2017 Karolina Fietzek – vierteltags–

MVZ Praxisklinik Mölln

23879 Mölln, Wasserkrüger Weg 7

Chirurgie

15.07.2017 Dr. med. Elmar Axnick – halbtags –

Nordlicht

aktuell

Name des Angestellten

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Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Michaela Matthiesen-Lieber

Allgemeinmedizin

22880 Wedel, Am Marktplatz 9

22880 Wedel, Mühlenstraße 11

18.09.2017

Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Jürgen Leistikow

Psychologischer Psychotherapie

24103 Kiel, Lorentzendamm 14

24159 Kiel, Drachenbahn 20 Nr. 305

01.08.2017

Dipl.-Psych. Sonja Wilke

Psychologische Psychotherapie

25469 Halstenbek, Seestraße 252

25474 Bönningstedt, Am Markt 10

01.01.2018

Dipl.-Psych. Gesche Ubbelohde

Psychologische Psychotherapie

25469 Halstenbek, Seestraße 252

25474 Bönningstedt, Am Markt 10

01.01.2018

21465 Reinbek, Hamburger Straße 41

21465 Reinbek, Bergstraße 5

18.05.2017

MVZ Stormarn gGmbH Dirk Detlefsen

Chirurgie und Chirurgie, Schwerpunkt Unfallchirurgie

22850 Norderstedt, Ulzburger Straße 52

22846 Norderstedt, Rathausallee 76

17.07.2017

Dipl.-Med. Ute Gagern

ausschließlich psychotherapeutisch tätige Fachärztin für Psychiatrie

23552 Lübeck, Aegidienstraße 39

23552 Lübeck, Beckergrube 67

31.07.2017

Dr. med. Pia Probst

Allgemeinmedizin

23552 Lübeck, Königstraße 14

23552 Lübeck, Pferdemarkt 6–8

01.10.2017

Kündigung Betreuungsverträge – AOK NordWest und Techniker Krankenkasse Die AOK NordWest und die Techniker Krankenkasse (TK) haben die Betreuungsverträge zum 30. September 2017 gekündigt. Die Leistung der Verträge können für Patienten der AOK NordWest und der TK ab dem 1. Oktober 2017 nicht mehr erbracht und abgerechnet werden. Dies betrifft die Gebührenordnungsposition 99340, für die TK 99340A – 99340D und für die AOK NordWest 99340M – 99340O.

Zuschlag zu den Untersuchungen U2 bis J1 (GOP 04354 EBM) Ab dem 1. Oktober 2017 kann der Zuschlag bei pathologischem Ergebnis einer Kinderfrüherkennungs- bzw. Jugenduntersuchung (GOP 04354 EBM) für Versicherte der BARMER, die am Sondervertrag der BARMER für Kinder- und Jugendliche mit dem BVKJ teilnehmen, über die Honorarabrechnung abgerechnet werden. Sofern ein pathologisches Ergebnis vorliegt, müssen Kinder- und Jugendmediziner lediglich die Kennung 99911A zusätzlich zum Zuschlag ansetzen. Die Früherkennungsuntersuchung wird weiterhin über den Sondervertrag der BARMER erbracht und über den dort vorgegeben Abrechnungsweg vergütet.

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Beendigung Take-Home-Vertrag zum 30. September 2017 Die Vereinbarung zur Förderung der Take-Home-Vergabe in der Substitutionstherapie bei fortgeschrittenem Therapieverlauf zwischen der KVSH und den schleswig-holsteinischen Krankenkassen wird zum 30. September 2017 beendet. Die Pseudo-Gebührenordnungsposition 99033A ist somit ab dem 1. Oktober 2017 nicht mehr abrechenbar. Hintergrund ist eine Änderung des Abschnitts 1.8 EBM zum 1. Oktober 2017, mit welcher die Leistungen zur Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen an die Weiterentwicklung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) angepasst werden und dann auch die Take-Home-Vergabe abgerechnet werden kann. Über die Änderungen des EBM und die neue Abrechnungsmöglichkeit der Take-Home-Vergabe werden wir gesondert informieren.

DMP-Änderungen zum 1. Juli 2017 Diabetes Typ 1 Die Teilnahme- und Einwilligungserklärung der Patienten (TE/EWE) und die Anlage Qualitätssicherung sind durch Vorgaben des G-BA aktualisiert worden. Des Weiteren ist die HyPOS-Schulung als Alternative zur BGAT-Schulung in den Vertrag aufgenommen worden. Zu dieser Schulung erscheint ein Newsletter Ende September. Diabetes Typ 2 Für die Behandlung von Patienten mit Diabetes Typ 2 im Rahmen des DMP gilt seit dem 1. Juli 2017 für alle beteiligten Krankenkassen ein Vertrag. Sämtliche abrechnungsberechtigten Ärzte und die dazu gehörenden abrechnungsrelevanten Abrechnungsziffern sind in der Anlage 13 unter www.kvsh.de verträge DMP dargestellt. Darüber hinaus wurden durch die Vorgaben des G-BA die TE/EWE, die Versorgungsinhalte und Qualitätsziele des Vertrages aktualisiert (siehe Newsletter vom 26. Juni 2017). Im Rahmen der Funduskopie im DMP wurde die Vergütung für die Verträge Diabetes Typ 1 und Typ 2 einheitlich auf 9 Euro (99750) festgesetzt. COPD Die TE/EWE ist durch Vorgaben des G-BA aktualisiert worden. Sämtliche Neuerungen finden Sie unter www.kvsh.de

Hausarztzentrierte Versorgung der Knappschaft Der Vertrag der Knappschaft zur hausarztzentrierten Versorgung wurde von den Vertragspartnern zum 1. Juli 2017 angepasst. Es wurde unter anderem die Teilnahmeerklärung der Versicherten aktualisiert. Diese soll ab Oktober 2017 ausschließlich verwendet werden und wird in Kürze über die Formularausgabe der KVSH zu beziehen sein. Die Vergütung der Leistungen zur U10/11 und J2 (81102, 81120, 81121) wird zudem auf 53 Euro aufgehoben und befindet sich derzeit im Unterschriftenverfahren. Die Vertragsunterlagen stehen Ihnen unter www.kvsh.de im Downloadcenter zur Verfügung.

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  &  KV P sychotherape u tische S prechst u n de

© istock.com/shironosov

Versicherte haben Anspruch auf Aushändigung der Formblätter

Mit dem Inkrafttreten der überarbeiteten Psychotherapie-Richtlinie wurde auch die Psychotherapeutische Sprechstunde eingeführt. Dazu wurden zwei Formulare neu entwickelt, die dem Patienten bzw. dem Sorgeberechtigten im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde auszuhändigen sind. Eines davon, die persönliche Information für den Patienten, hat weitreichende Funktionen. Vielfältige Leistungen verbergen sich Insgesamt gesehen ist das Leistungsspektrum der Psychotherapeutischen Sprechstunde vielfältig. Es geht von erster und orientierender Abklärung, über Beratung und Information des Versicherten hin bis zu der Möglichkeit, dass kurze psychotherapeutische Interventionen erfolgen können. Ab dem 1. April 2018 muss der Patient vor Inanspruchnahme weiterer psychotherapeutischer Leistungen mindestens 50 Minuten Psychotherapeutische Sprechstunde absolviert haben. Das schließt nicht aus, dass ein Psychotherapeut auch danach mit seinem Patienten weitere Einheiten dieser Leistung durchführt. Die Begrenzung im Krankheitsfall liegt bei sechs Einheiten bei Erwachsenen bzw. zehn Einheiten bei Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr jeweils von 25 Minuten. Gerade die Kernelemente der Psychotherapeutischen 30

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Sprechstunde, die Erörterung der Lage, die Beratung und Information über andere fachspezifische Hilfen im System der gesetzlichen Krankenversicherung und die Klärung des individuellen Behandlungsbedarfes können selbstverständlich auch im späteren Verlauf des Kontaktes mit dem Patienten wieder auftauchen. Individuelle Patienteninformation Die Idee hinter der Schaffung der Psychotherapeutischen Sprechstunde war der Wunsch, für Versicherte einen einfachen und schnellen Weg zu einem Psychotherapeuten für eine erste Abklärung zu gewährleisten. So sollen die ersten Einheiten der Psychotherapeutischen Sprechstunden der Abklärung, ob ein Verdacht auf eine krankheitswertige Störung vorliegt und weitere fachspezifische Hilfen im System der gesetzlichen Krankenversicherung aktuell

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PRAXIS  &  KV

notwendig sind, dienen. Aus diesem Grunde hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Bedingung aufgestellt, dass ab dem 1. April 2018 vor einer Probatorischen Sitzung, vor einer Psychotherapeutischen Akutbehandlung und vor einer antrags- und genehmigungspflichtigen Psychotherapie mindestens 50 Minuten Psychotherapeutische Sprechstunde vom Versicherten in Anspruch zu nehmen sind. Also bevor es irgendwie weitergeht, gilt es ein Mindestmaß an Abklärung durchlaufen zu haben. Anspruch des Versicherten auf PTV 11 Der Versicherte hat Anspruch auf Mitteilung des Ergebnisses dieses Erstkontaktes. In der Psychotherapie-Richtline wird betont, dass der Bericht patientengerecht zu sein hat. Hierzu wurde das Formular PTV 11 „Individuelle Patienteninformation zur ambulanten psychotherapeutischen Sprechstunde“ entwickelt. Es wird jedem Psychotherapeuten über die Formularausgabe zur Verfügung gestellt. Der Psychotherapeut hat es dem Versicherten zum Ende der Sitzung ausgefüllt auszuhändigen. Das Original (PTV 11a) ist für den Versicherten und die erste Durchschrift für den Psychotherapeuten bestimmt (PTV 11b). Die Kernbotschaft dieses ausgefüllten Formulars ist darin zu sehen, ob für den Versicherten eine ambulante Psychotherapie angezeigt ist oder nicht. Im Ausnahmefall kann auch bescheinigt werden, dass eine Akutbehandlung notwendig ist. Der Versicherte kann anhand dieses Formulars nachweisen, dass er bereits Einheiten der Psychotherapeutischen Sprechstunde durchlaufen hat. Letztere Information ist auch wichtig für die Mitarbeiter der

Terminservicestelle. Hier melden sich zunehmend Versicherte, die bereits vormals zur Psychotherapeutischen Sprechstunde vermittelt wurden, jedoch hier keine schriftliche Information zum Ergebnis dieses ersten Kontaktes erhielten. Noch einmal der Hinweis: der Versicherte, gegebenenfalls der Sorgeberechtigte, hat Anspruch auf die Aushändigung dieses Formulars! Allgemeine Patienteninformation Ebenfalls neu entwickelt und der Psychotherapeutischen Sprechstunde zugeordnet wurde das Formular PTV 10, die „Allgemeine Patienteninformation zur ambulanten Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung“. Auch dieses Formular ist über die Formularausgabe erhältlich. Das Formblatt informiert den Patienten, gegebenenfalls den Sorgeberechtigten, allgemein über ambulante Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung und ist ihm gemäß Psychotherapie-Richtline im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde auszuhändigen. Das Informationsblatt enthält keinerlei persönliche Befunde des Patienten. Ist dieser bereits im Besitz eines solchen Blattes, kann wohl auf die wiederholte Aushändigung verzichtet werden. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

Neue Formulare

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aktuell

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PRAXIS  &  KV Ne u es a u s K ve n u n d K B V

KBV und Marburger Bund wollen Notfallversorgung verbessern

Neuer Versorgungsvertrag zur Behandlung von Rheumapatienten

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Marburger Bund wollen in der Notfallversorgung künftig kooperieren. Es gelte, für eine integrierte Notfallversorgung gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, betonten Vertreter beider Organisationen auf einem Spitzentreffen. In die Reform der Notfallversorgung müssten alle Beteiligten einbezogen werden, forderte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Dazu zählten die Niedergelassenen ebenso wie Krankenhäuser, Kassenärztliche Vereinigungen sowie Rettungsdienste und Rettungsleitstellen. Die Ärzte in den Notaufnahmen der Krankenhäuser müssten entlastet werden, betonte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Rudolf Henke. „Viele Patienten in den Rettungsstellen könnten genauso gut im Notdienst der KVen oder unmittelbar von niedergelassenen Ärzten versorgt werden. Mehr Kooperation ist das Gebot der Stunde.“ Beide Seiten appellierten an die Politik, bestehende Hürden, die einer integrativen Notfallversorgung im Wege stehen, zügig abzubauen. Die Gesprächspartner machten Ansatzpunkte für Strukturverbesserungen aus. Dabei ging es vor allem um die Einrichtung einer gemeinsamen und einheitlichen Anlaufstelle, in der eine erste Einschätzung zum Krankheitszustand des Patienten erfolgen soll. Sowohl der Rettungs- als auch der vertragsärztliche Bereitschaftsdienst sollen einbezogen werden – und damit beide Rufnummern, die Notfallnummer 112 genauso wie die bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116117. Bei der Ersteinschätzung sollen die Kriterien für die Dringlichkeit der Behandlung für alle Beteiligten gleich sein. Es ist geplant, die Reform der integrierten Notfallversorgung durch Modellprojekte zu begleiten. Dabei geht es auch darum, Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Einmal erhobene Befunde und Daten sollten jeweils für die Weiterbehandlung zur Verfügung stehen. Sowohl die KBV als auch der Marburger Bund plädieren für eine extrabudgetäre Vergütung.

Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und die AOK Niedersachsen haben zur Verbesserung der Versorgung von an rheumatischen Erkrankungen leidenden Menschen zum 1. Juli 2017 einen neuen Versorgungsvertrag unterzeichnet. Er soll, unter Berücksichtigung eines wirtschaftlichen Einsatzes der pharmakologischen Ressourcen, durch eine auf den individuellen Krankheitsverlauf abgestimmte, qualitätsgesicherte und leitliniengerechte Arzneimitteltherapie die Lebensqualität der Patienten erhöhen. Dazu wollen die Vertragspartner vor allem der rheumatologischen Basistherapie in der Behandlung mehr Gewicht verschaffen. Zu den sogenannten Basismedikamenten gehören vor allem Immunsuppressiva. Sie sollen ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern, indem sie langfristig gegen die Entzündung und Zerstörung der Gelenke wirken. Sie haben sich seit Langem als zuverlässig wirksam erwiesen und haben ein sehr gutes Nutzen-Risiko-Verhältnis. Zu den neueren Therapieoptionen zählen auch gentechnisch hergestellte Substanzen, sogenannte Biologika, welche direkt zum Beispiel als Antikörper gegen Entzündungsstoffe in das Immunsystem eingreifen. Da Biologika einen weitaus höheren Preis haben als andere Medikamente, sollten sie entsprechend der Behandlungsleitlinien nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Wirkstoffgruppen – einschließlich einer Kombinationsbehandlung mit Basistherapeutika – nicht zum Erfolg geführt haben. „Der Einsatz medikamentöser Innovationen geht unter Umständen über den Bedarf des Patienten hinaus und setzt die Praxen einem unnötigen wirtschaftlichen Risiko aus. Hier wollen wir gegensteuern,“ so der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch. Der Vertrag sieht eine Überprüfung der bestehenden Medikation bei Rheumatikern durch den teilnehmenden Arzt und die Ausschöpfung der Behandlungsmöglichkeiten mit Basismedikamenten vor. Für den damit verbundenen erhöhten Diagnose- und Kontrollaufwand bietet der Vertrag gesonderte Vergütungen.

Praxisnetzförderung in Niedersachsen Hannover – Die Vertreterversammlung der KV Niedersachsen (KVN) hat eine neue Richtlinie zur finanziellen Förderung von Praxisnetzen in Niedersachsen beschlossen. Die KVN stellt bis Ende 2022 insgesamt eine Million Euro zur Netzförderung zur Verfügung. Anerkannte Praxisnetze können demnach bis drei Jahre nach Netzgründung eine Managementpauschale beantragen. Netzen ist es möglich, Coaching-Kosten im Gründungs- und Anerkennungsprozess erstattet zu bekommen. Aus dem Fonds können maximal zwei Maßnahmen oder Projekte 32

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pro Netz in Höhe von bis zu 50 Prozent der Kosten, die dem Praxisnetz entstehen, gefördert werden. Die Förderung pro Maßnahme oder Projekt ist auf 50.000 Euro beschränkt. Mitgliedern, die sich für das Thema Vernetzung interessieren oder bereits daran denken, ein Praxisnetz zu gründen, bietet die Körperschaft Informationen und Hilfestellung an. Bisher hat die KVN die Praxisnetze „Gesundheitsnetz Leinetal“, „pleXxon GbR“ und „genial GesundheitsNetz“ gefördert.

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie? Name: Dr. Philipp Herminghaus Geburtsdatum: 25.04.1978 Geburtsort: Hagen Familie: verheiratet, zwei Kinder Fachrichtung: Innere Medizin + Gastroenterologie + Allgemeinmedizin (Prüfung ausstehend) Sitz der Praxis: Lübeck Niederlassungsform: Single Player Neu niedergelassen seit 2. Januar 2017

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Nach zehn Jahren Klinik der Wunsch nach Eigenständigkeit 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Selbstbestimmung, die Dinge selbst verantworten, ein tolles Team aufbauen. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Seinen eigenen Weg gehen, durchhalten und sich vorher viel Klinik antun, um sich einen guten Überblick zu verschaffen und das Grundgerüst zu festigen. Die Weiterbildungszeit sollte deutlich über das „Muss“ angehoben werden. Vorher in einer Praxis gearbeitet zu haben, macht es leichter. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Michael Schumacher, ihn fragen wie es ihm geht. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Motor aus – Radio aus – Segel hoch und vom Wind treiben lassen. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Der Herold. Nein! Der Medicus 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Es ist die ideale Kombination aus schöner Landschaft, ausgeglichenen Menschen und dem Meer. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Klempner – gute Arbeit und man wird immer gebraucht.

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die menschen im land V or O rt

Pelzige Patienten Im Gegensatz zu dem, was man beim Begriff „ Teddyklinik“ vermuten könnte, ist die Initiative von Lübecker Medizinstudenten kein Projekt, das sich darum kümmert, die Polsterung von zerkuschelten Bärchen wieder an den richtigen Platz zu bringen.

© Ferdinand Worel

Der Hintergrund der Initiative ist ein anderer. Wenn ein Kind krank oder verletzt ist und medizinische Hilfe benötigt, kann der Besuch bei einem Arzt mit weißem Kittel durchaus beunruhigend sein. Die kleinen Patienten haben Angst und wissen nicht, was auf sie zukommt. Selbst wenn Mama oder Papa an ihrer Seite sind, lassen sich Untersuchung und Diagnostik bisweilen nur unter großen Schwierigkeiten durchführen. Eine Stresssituation für alle Beteiligten, die unter Umständen weitere Arztbesuche erschweren kann: Und hier kommen wir von der Teddyklinik ins Spiel. Um einen Arztbesuch zu einem besonderen Erlebnis zu machen, auf das man sich immer wieder in voller Neugier freuen kann, dafür ist die Teddyklinik da. Studentische Initiative Wir sind Lübecker Studenten, größtenteils Mediziner, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den kleinen Patienten ganz normale Abläufe beim Arzt oder in der Klinik auf spielerische Art und Weise zu vermitteln und ihnen die Angst zu nehmen. Unter dem Dach der BVMD (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V.) wurde die Teddyklinik – angelehnt an ein schwedisches Projekt – als bundesweite Aktion ins Leben gerufen. Kinder können so in die Elternrolle ihres Teddys oder Kuscheltieres schlüpfen und dadurch „von außen“ zusehen und medizinische 34

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Maßnahmen, wie z. B. Fieber und Blutdruck messen, Auskultieren, Röntgen, Spritzen, Beatmen, Operieren und Verbinden, selbst durchführen. Teddyklinik im Einsatz Unsere Teddyklinik kann an verschiedenen Orten eingesetzt werden. Wir besuchen auf Wunsch Kindergärten, laden die Kinder zu uns in den Lehr-Operationssaal der Uniklinik ein oder veranstalten große Events, wie z. B. die Teddyklinik im Luv-Shopping-Center oder auf dem Marktplatz in der Lübecker Altstadt. Wir bringen unser Equipment selbst mit und bauen verschiedene Stationen auf: Angefangen mit einem Wartezimmer, wo die Kinder mit ihren Teddys einzeln von einem „Teddydoc“ abgeholt werden, der dann alle weiteren Stationen mit ihnen durchläuft: die Anamnese und körperliche Untersuchung des Teddys, dann die Diagnostik-Station mit selbstgebauten MRT- und Röntgengeräten, die auf Knopfdruck im LED-Licht leuchten. Als Nächstes geht es in den Operationssaal. Dort bekommt jeder Teddy eine Spritze mit einem kurzen Pieks, wird narkotisiert, beatmet und operiert. Dann geht es weiter zur Verbandstation, wo Wunden versorgt und Schienen angelegt werden. Zu guter Letzt geht es weiter zu unserem Stand mit den Tapferkeitsurkunden, wo als Andenken noch kleine gesponserte Geschenke verteilt werden. aktuell

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© Ferdinand Worel

Tolle Resonanz auf das Projekt Bisher haben wir schon einige hundert drei- bis sechsjährige „Teddyeltern“ und ihre pelzigen Schützlinge versorgt. Der allergrößte Teil der Kinder war begeistert und hat unsere Teddyklinik nur sehr ungern wieder verlassen. Kleinere Kinder sind manchmal noch etwas schüchtern und ängstlich, doch unsere „Teddydocs“ sind sehr umsichtig und einfühlsam. Sie gehen individuell auf die Kinder ein und schaffen es meistens, das Eis zu brechen. Wenn nicht, dann sind die kleinen Teddyeltern natürlich herzlich eingeladen, uns noch einmal zu besuchen, wenn sie etwas älter sind. Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz der Eltern und der Kinder, der Kindergärten, die daraufhin oft noch weitere Gruppen ihres Hauses bei uns anmelden. Die Lübecker Ärzteschaft berichtet uns, dass die Kinder nachweislich weniger Angst beim nächsten „richtigen“ Arztbesuch hatten.

Bitte um Unterstützung Wenn Sie nun, genau wie wir, davon überzeugt sind, dass es sich lohnt, Zeit und Engagement in die kleinen großen Patienten von morgen zu stecken, würden wir Ihre Unterstützung sehr begrüßen. Sei es in finanzieller Form, die es uns ermöglicht, Equipment (Verbände, Blutdruckmanschetten, Bauteile usw.) zu besorgen oder auch in materieller Form (kleine Präsente, die wir den Kindern für ihre Tapferkeit überreichen können). Wir würden uns sehr freuen und möchten uns herzlich bedanken.

© Ferdinand Worel

© Ferdinand Worel

die menschen im land

Kontaktdaten: Teddyklinik der Universität zu Lübeck Fachschaft Medizin, Haus 24 (Asta) Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck deborah.sack@student.uni-luebeck.de Besuchen Sie uns unter www.teddyklinik.uni-luebeck.de und auf Facebook unter Teddyklinik Lübeck. Bankverbindung: Förderverein der Fachschaft Medizin Lübeck e. V., IBAN: DE57 3006 0601 0003 6585 54, BIC: DAAEDEDDXXX – Deutsche Apotheker und Ärzte Bank; Verwendungszweck: Teddyklinik Auf Wunsch wird Ihnen eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt.

© istock.com/PeterPolak

Großer Organisationsaufwand Das ganze Projekt stellen wir ehrenamtlich, unentgeltlich, mit einer hohen Motivation und viel Eigeninitiative auf die Beine, um unseren jungen Patienten ein unvergessliches und nachhaltiges Erlebnis zu ermöglichen. Wir investieren dabei unsere Zeit nicht nur in die Events selbst, sondern auch in die Organisation und Planung, die Koordination mit den Kindergärten, die Buchung der Räumlichkeiten, die Mitgliedergewinnung, die Schulung unserer „Teddydocs“, die Sponsorensuche, die Materialbeschaffung und nicht zuletzt in den liebevollen Eigenbau unserer Röntgen- und MRT-Geräte, die übrigens auch Röntgenbilder eines Teddyskeletts ausspucken.

Doris Roth, Henriette Spaleck, Medizinstudentinnen, Lübeck

Beachten Sie: Bitte als Verwendungszweck „Teddyklinik“ angeben, damit Ihre Spende gezielt bei unserem Projekt ankommt, denn die Fachschaft Medizin besteht noch aus vielen anderen Arbeitsgruppen. 9 | 2017

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SERVICE © istock.com/RedlineVector

T eam B erat u n g

Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Zielvereinbarung Heilmittel

Die Krankenkassenverbände und die KVSH haben eine Zielvereinbarung im Bereich der Heilmittelverordnung abgeschlossen. Darin sind zum ersten Mal fachgruppenspezifische Mengenziele definiert. Außerdem wird künftig dazu eine Auswertung im „Infoblatt Verordnungen“ veröffentlicht. Hintergrund ist die im Bundesvergleich höhere Anzahl an Behandlungseinheiten in Schleswig-Holstein bei vergleichbarer Inzidenz. Aus diesem Grund wurden für die ƒƒ Krankengymnastik-Einzelbehandlung, ƒƒ Krankengymnastik „Zentrales Nervensystem“ (Erwachsene und Kinder), ƒƒ Massagetherapie, ƒƒ Warmpackungen, ƒƒ Ergotherapie (sensomotorisch-perzeptiv, psychisch-funktionell und motorisch-funktionell), ƒƒ Sprachtherapie (45 Minuten), bei der Anzahl der Behandlungseinheiten je nach Fachgruppe Obergrenzen definiert. Sie können dazu eine Übersicht unter www.kvsh.de/KVSH/db2b/upload/downloads/2017_zielvereinbarung.pdf einsehen.

Die Ziele dienen lediglich zur Orientierung und Steuerung. Sie sind nicht mit Maßnahmen durch die Prüfungsstelle verbunden. Wir möchten Sie dennoch bitten, die Zielvereinbarung zum Anlass zu nehmen, die Anzahl der jeweils zu verordnenden Behandlungseinheiten zu überprüfen. Haben Sie Fragen zur Verordnung von Heilmitteln, zur Heilmittel-Richtlinie, zu besonderen Verordnungsbedarfen und langfristigem Heilmittelbedarf? Dann rufen Sie uns gern unter den angegebenen Telefonnummern an. Thomas Frohberg, kvsh

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard 36

04551 883 362 Nordlicht

anna-sofie.reinhard@kvsh.de aktuell

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Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Fragen und Antworten Wenn ein Patient zur Gesundheitsuntersuchung am Ende eines Quartals kommt und die Laborparameter (GOP 32880 – 32882) erst im nächsten Quartal bestimmt werden, können die Gebührenordnungspositionen dann in unterschiedlichen Quartalen abgerechnet werden? Nein, da die Laborpauschalen 32880 –32882 im Zusammenhang mit der Erbringung der GOP 01732 stehen, müssen diese Leistungen im selben Quartal abgerechnet werden. Der Leistungsinhalt der GOP 01732 ist erst vollständig erbracht, wenn auch die Ergebnisse der Laborparameter vorliegen und mit dem Patienten besprochen werden können.

Bei einer Überweisung zur postoperativen Behandlung, die von einem Krankenhaus ausgestellt wurde, fehlen Lebenslange Arztnummer und Betriebsstättennummer. Wie können diese Fälle abgerechnet werden?

Können für Psychotherapien, die vor dem 1. Juli 2017 begonnen wurden die „alten“ GOP für die antragsgebundenen Therapien abgerechnet werden? Nein, ab dem 1. Juli 2017 sind die alten GOP (z. B. 35200, 35220) entfallen. Alle Leistungen die nach dem 1. Juli 2017 erbracht werden sind nach den neuen GOP (z. B. 35401, 35421) abzurechnen.

Bei einem Patienten besteht der Verdacht auf occultes Blut im Stuhl. Was kann in der Praxis abgerechnet werden, wenn der iFOBT (Quantitative immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl) angewendet wird? Die Ausgabe an den Patienten und Weiterleitung des Stuhlprobenentnahmesystems an den Laborarzt ist im kurativen Bereich nicht gesondert berechnungsfähig.

Bei diesen Fällen werden im PVS (Praxisverwaltungssystem) die Felder für die LANR und BSNR freigelassen, stattdessen ist es zwingend erforderlich in das Feld „Überweisung von anderen Ärzten“ den Namen des Krankenhauses bzw. des überweisenden Arztes einzutragen. Die Angabe der „Pseudo-Nummern“ ist nicht zulässig.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr

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SERVICE was , wa n n , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte

fÜR Ärzte

thema: Fortbildungsangebot zum Qualitäts-

thema: Refresherkurs/Fortbildungskurs

gesicherten Hautkrebsscreening

Säuglingshüfte

datum: 10. November 2017, 14.00 bis 22.00 Uhr

datum: 18. November 2017, 9.00 bis 17.00 Uhr

Die Inhalte dieser Fortbildungsveranstaltungen entsprechen den Vorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die Teilnahme gilt als Qualifikationsnachweis für die Teilnahme am Hautkrebsscreening-Programm, das am 1. August 2008 bundesweit eingeführt wurde.

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1

Die Themenschwerpunkte im Einzelnen: • Ätiologie des Hautkrebs, Krankheitsbilder, Häufigkeit, Risikofaktoren oder -gruppen, gezielte Anamnese • Visuelle, standardisierte Ganzkörperinspektion • Potentieller Nutzen und Schaden von Früherkennungsmaßnahmen, Kriterien zur Beurteilung von Früherkennungsmaßnahmen • Maßnahmen zur Ansprache der Versicherten • Programm der Krebsfrüherkennungsuntersuchung, Gesundheitsuntersuchung und frühzeitige Sensibilisierung des Patienten (das gesetzliche Programm der KFU/GU) • Vorstellung und Diskussion von Fallbeispielen • Dokumentationsmaßnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit Ort: Saal der Abgeordnetenversammlung der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos. Ansonsten: 150 Euro inkl. Verpflegung Fortbildungspunkte:.10 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

Teilnahmegebühr: 160 Euro (inkl. Schulungsmaterial und Verpflegung) Fortbildungspunkte:.9 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de

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Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de 9 | 2017


Service

Veranstaltungen KVSH

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

20. September 2017, 16.15 bis 18.45 Uhr

Leitsymptome in der Inneren Medizin – Reisemedizin – Welche Erkrankungen sind relevant?

4. Oktober 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe

Ort: Kunsthalle zu Kiel, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel Info: Ute Macioszek, Tel. 0431 500 22476, Fax 0431 500 22214, Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 10. September 2017 erbeten. E-Mail: ute.macioszek@uksh.de www.uksh.de

Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

11. Oktober 2017, 10.00 bis 14.00 Uhr

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Ort: Audimax der Universität zu Lübeck, AM S1, Mönkhofer Weg 245, Lübeck Info: Tel. 0451 500 44 353, Fax 0451 500 44 358 E-Mail: Rudina.Marx@uksh.de www.uksh.de

GCP Auffrischungskurs – gemäß curricularen Empfehlungen der BÄK 2016

25. Oktober 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr

11. Oktober 2017, 18.00 bis 20.00 Uhr

Infomarkt der KVSH

Erkrankungen des Pankreas

Ort: Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.kvsh.de

Ort: Strandhotel Glücksburg, Kirstenstraße 6, 24960 Glücksburg Info: Tel. 0461 816-2216, Fax 0461 816-0 Veranstalter: Chirurgische Klinik, Medizinische Klinik II (St. Franziskus-Hospital)/Prof. Dr. S. Timm, PD Dr. A. Franke www.malteser-franziskus.de

KVSH-Kreisstellen

11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

7. Baltisches und 28. Flensburger hämatologisch/onkologisches Symposium

10. September 2017, 16.30 Uhr

Weltsuizidpräventionstag

Ort: Alte Post, Rathausstraße 2, 24937 Flensburg Info: Tel. 0461 816-2216, Fax 0461 816-0 Veranstalter: Medizinische Klinik I (St. Franziskus-Hospital)/ Prof. Dr. N. Basara www.malteser-franziskus.de

Ort: DIAKO Fliednersaal, Flensburg Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

13. September 2017, 16.00 Uhr

Update Kardiologie

11. November 2017, 9.00 bis 14.00 Uhr

Ort: DIAKO Fliednersaal, Flensburg Info: Tel. 0461 42939, Fax 0461 46891 Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

23. Schleswiger Schmerztagung: Opioide – Fluch und Segen einer Pflanze Ort: Großer Konferenzsaal HELIOS Klinik Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3, 24837 Schleswig Info: Tel. 04621 831112, Fax 04621 83601112 E-Mail: christiane.hentke@helios-kliniken.de www.helios-kliniken.de/schleswig

Schleswig-Holstein 16. September 2017, 9.00 bis 16.00 Uhr

PEER REVIEW VERFAHREN in der Allgemeinmedizin

25. November 2017, 9.30 bis 15.00 Uhr

Ort: Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8 –12, 23795 Bad Segeberg Info: Fax 04551 803 751, Teilnahmegebühr 150 Euro, 8 Fortbildungspunkte E-Mail: akademie@aeksh.de www.aeksh.de

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Unternehmerschulung Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik in Kooperation mit der Ärztekammer SchleswigHolstein Ort: Tagungszentrum Martinshaus, Kanalufer 48, 24768 Rendsburg Info: Ärtzegenossenschaft Nord eG, 3 Fortbildungspunkte, Anmeldungen bis zum 29. September 2017 per Fax und Post. E-Mail: kontakt@aegnord.de

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Service ko n takt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Justitiar

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230 Alexandra Stebner (stellv. Justitiarin)��������������������������������������������� 230

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Maria Behrenbeck (stellv. Leiterin)������������������������������������������������� 251 Alexandra Stebner��������������������������������������������������������������������������� 230 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������� 458 Alice Lahmann���������������������������������������������������������������������������������� 360 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 40

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Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Früherkennungsuntersuchung Kinder Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesund schwanger Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 aktuell

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Service ko n takt HIV/AIDS Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Daniela Leisner ������������������������������������������������������������������������������� 578 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Kristina Brensa���������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Michelle Teegen������������������������������������������������������������������������������� 596 Frederik Schröder����������������������������������������������������������������������������� 427 Maximilian Mews����������������������������������������������������������������������������� 462 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 PET/PET-CT Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 9 | 2017

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Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsprüfung Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Sabrina Bardowicks�������������������������������������������������������������������������� 691 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Qualitätsmanagement Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Ute Tasche........................................................................................ 485. Daniela Leisner................................................................................. 578. Christine Sancion.............................................................................. 470 Röntgen (Anträge) Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung nach SGB) Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Tanja Steinberg�������������������������������������������������������������������������������� 315 Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888

aktuell

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Service ko n takt

Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� Tonsillotomie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)��������������������������������������������������������������������� Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� Zytologie Michaela Schmidt����������������������������������������������������������������������������

231 445 930 304 351 439 255 276 266

Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Impressum

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230

Nordlicht aktuell Prüfungsstelle

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Jakob Wilder; Borka Totzauer (Layout); Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

9 | 2017


Service K o n takt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� kreisstelle.kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail��������������������������������������������������������������� kreisstelle.luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Christine Stegmann, Fachärztin für Innere Medizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������������ 0461 4041 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 4043 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt und Facharzt für Chirurgie Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Björn Steffensen, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04884 1313 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04884 903300 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.nordfriesland@kvsh.de 9 | 2017

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail���������������������������������������������������������� kreisstelle.ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Facharzt für Orthopädie Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ kreisstelle.ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Eckard Jung, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04351 3300 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04351 712561 E-Mail������������������������������������� kreisstelle.rendsburg-eckernfoerde@kvsh.de

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Ilka Petersen-Vollmar, Fachärztin für Allgemeinmedizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������ 04551 968600 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 968602 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Facharzt für Innere Medizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� kreisstelle.stormarn@kvsh.de

aktuell

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4. Oktober | 1. November | 6. Dezember

2017

An jedem ersten Mittwoch im Monat 14.00 bis 17.00 Uhr 

für  alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) ohne vorherige Terminvergabe

Ort

Zulassung/Praxisberatung der KVSH, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg Kontakt Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Nordlicht 09 2017 web  
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