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Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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September 2016 | 19. Jahrgang

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Ă„rztliche Selbstverwaltung

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Erfolgsmodell in der Belastungsprobe


Inhalt seite

rubrik/Thema

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TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

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Leitartikel: Zeit für den Reset-Knopf

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Aufgaben und Besonderheiten eines Ordnungsprinzips: Was heißt eigentlich Selbstverwaltung?

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Nachgefragt: Warum Ärzte sich in der Selbstverwaltung engagieren

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Bundesgesundheitsminister will Selbstverwaltung stärker kontrollieren

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Nachrichten Kompakt

Die ärztliche Selbstverwaltung ist ein Erfolgsmodell, in der letzten Zeit allerdings eines mit Schrammen: Als Reaktion auf die Querelen in der KBV zieht das Bundesgesundheitsministerium die Daumenschrauben an und will die Selbstverwaltung künftig stärker kontrollieren. Zeit für den „ Reset-Knopf “.

Gesundheitspolitik AV-Wahl 2016: Kandidatenübersicht jetzt online

Praxis & KV 22

Informationen zum Hautkrebs-Screening

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Einheitlicher Medikationsplan kommt

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Bekanntmachungen und Meldungen

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© istock.com/NicoElNino

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Überblick: Wichtige Infos aus der psychotherapeutischen Versorgung

Patienten, die mindestens drei Medikamente erhalten, können sich ab dem 1. Oktober von ihrem behandelnden Arzt einen Medikationsplan ausstellen lassen. Was bedeutet das für die Praxen?

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Mit der Halligbahn zu den Patienten

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Serie: Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

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Kommentar: Alternativlos

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Service 38

Sicher durch den Verordnungsdschungel: Kommt nicht in die Tüte

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Sie fragen – wir antworten

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Seminare

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Termine

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Kontakt

© istock.com/psphotograph

Die Menschen im Land

Durch das Wattenmeer zu den Patienten: Dr. Christoph Meyer-Schillhorn nutzt die Lorenbahn, um auf Langeneß und Oland eine Sprechstunde anzubieten.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 9 | 2016 EDITORIAL von Dr. Christian Sellschopp, vorsitzender der Abgeordnetenversammlung

Liebe Leserinnen und Leser, die Urlaubszeit ist vorüber, der Praxis-Alltag hat uns wieder. Keineswegs alltäglich aber ist das Titelthema des vorliegenden Nordlichts, denn es steht ganz im Zeichen der im September stattfindenden KV-Wahlen. Die Amtsperiode der Abgeordnetenversammlung unserer Kassenärztlichen Vereinigung endet mit Ablauf des Jahres. Die Unterlagen zur Neuwahl des obersten Organs der KV werden seit Anfang September verschickt. Im Januar 2017 werden die in den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes neu zu wählenden ärztlichen und die landesweit zu wählenden psychotherapeutischen Abgeordneten zur konstituierenden Sitzung der neuen AV zusammentreten. Vierzig selbst in der Patientenversorgung tätige Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten werden dann die nächsten sechs Jahre die Geschicke unserer KV wesentlich mitbestimmen. Selbstverwaltung lebt vom Engagement der Beteiligten. Sie lebt von unserer Bereitschaft, mit unserer Stimme selbst Verantwortung zu übernehmen. Selbstverwaltung, das wird im vorliegenden Heft deutlich, ist kein Selbstgänger. Im europäischen Umfeld ist sie im Gegenteil eher die Ausnahme. Unzweifelhaft aber ist sie Voraussetzung für praxisnahe Entscheidungen im Interesse keineswegs nur der Erbringer, sondern vor allem auch der Empfänger medizinischer Leistungen. So ist Rationierung und Priorisierung in staatlich-regulativen Systemen erheblich leichter zu verschleiern, als in der Auseinandersetzung mit einer streitbaren Ärzteschaft, die sich für die Interessen der täglich in ihren Praxen zu versorgenden Patienten einsetzt. Streitbar zu bleiben in der antagonistischen Auseinandersetzung zwischen individuellen Patienteninteressen und gesamtgesellschaftlichen Notwendigkeiten, das muss das Ziel der kommenden Wahlen sein. Deshalb: Stärken Sie durch eine hohe Wahlbeteiligung das Gewicht Ihrer KV in der Auseinandersetzung um die notwendigen Mittel zur ambulanten Versorgung unserer Patienten. Und abschließend erlauben Sie vielleicht noch eine kleine Bitte, denn was nützt die schönste Predigt, die interessierte Gemeinde ist ja schon da. Natürlich wählen Nordlicht-Leser. Aber vielleicht stupsen Sie auch gestresste Praxisnachbarinnen oder -nachbarn einmal kurz an. Vielleicht ist ja doch die eine oder andere Wahlunterlage versehentlich in der Rundablage sub tabula gelandet. Und das wäre doch wirklich schade. In diesem Sinne Ihr

Dr. Christian Sellschopp

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Titelthema L eitartikel

Zeit für den Reset-Knopf

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„Fides supremum rerum humanarum vinculum est.“ (Vertrauen ist die stärkste Klammer zwischen den Menschen). Marcus Fabius Quintilianus, römischer Gelehrter

In kaum einem anderen Bereich unseres Staatswesens gibt es in den letzten Jahren mehr gesetzliche Regelungen als im Gesundheitswesen. Allein in dieser Legislaturperiode werden es am Ende mehr als ein Dutzend Gesetze und Verordnungen sein. Kaum ein anderer Bereich hat größere organisatorische und regulatorische Umbrüche zu verkraften. Und kaum ein Bereich betrifft die Menschen so unmittelbar in ihrer Lebensgestaltung und ihren Rechten. Gesundheit ist nun einmal ein „Konditionalgut“, eine Grundbedingung, ohne die eine gerechte Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt ist. Aktuell steht das Gesundheitswesen dennoch vorwiegend im Fokus ökonomischer Betrachtungen. Fünf Millionen Beschäftigte, fast 400 Milliarden an Ausgaben, elf Prozent unseres Bruttoinlandproduktes. Das sind nur Zahlen, aber was bedeuten diese für die Menschen? Das deutsche Gesundheitswesen ist etwas Besonderes. Ihm liegt nicht, wie in anderen Ländern, ein ökonomisches Modell © vincentz-berlin.de zugrunde, sondern eine Tradition, die den Trägern der Gesundheitsversorgung selbst die Verantwortung für deren Gestaltung zumisst – der gemeinsamen Selbstverwaltung. Der Staat sollte dabei lediglich eine Rolle als Rahmengeber und „Schiedsrichter“ haben; soweit die Theorie. Als Beobachter der gesundheitspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre merkt 4

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man allerdings deutlich, dass hier etwas aus dem Gleichgewicht zu geraten scheint. Die Frage „Quo vadis“ – wohin entwickelt sich die Selbstverwaltung – wird daher immer drängender. Eine kurze Analyse der wichtigsten Handlungsebenen: Krankenkassen: Der demografische Faktor aber auch der medizinisch-technische Fortschritt sorgen dafür, dass die Ausgaben der Kassen teils extrem steigen. Eine Kette von Spargesetzen seit den 90er Jahren hat einen wahren Ökonomisierungsboom ausgelöst. Begleitet von einem bürokratischen Aufwand und Kontrollzwang, dem sich das Thema Versorgungsverbesserung für die Patienten nicht selten unterordnen muss. 118 Kassen gibt es aktuell, doch während deren Zahl in den letzten Jahren ständig sinkt, ist die Zahl der dort Beschäftigten in den letzten beiden Jahren sogar um 500 gestiegen. Besonders aufgerüstet wird beim GKV-Spitzenverband, der mit seinen Experten den Regelungsdrang der Politik und des Ministeriums oft zu befeuern scheint. Auch bei mehr als zehn Milliarden Euro Rücklagen treibt die Befürchtung, dass die Finanzierung des Gesundheitswesens langfristig nicht gesichert ist, auch die Angst der Politik, den Versicherten höhere Beiträge zumuten zu müssen. Das ist natürlich unpopulär, schon gar in einem Wahljahr.

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Titelthema

Krankenhäuser: Der medizinisch-technische Fortschritt hat zweifellos das Verhältnis stationärer zu ambulanter Versorgung grundlegend verändert. Allerdings sind die Kliniken aus gleichem Grund zu modernen, hoch spezialisierten Hightech-Zentren geworden, die in besonderem Maß auf Investitionen angewiesen sind. Die dafür zuständigen Bundesländer kommen aber seit Jahren diesen Aufgaben nur unzureichend nach. Folge: Kliniken müssen Investitions-Mittel aus den durch die Versorgung erzielten Einnahmen finanzieren. Optimierungsmechanismen durch ein immer filigraneres Qualitätsmanagement und Erhöhung des Wettbewerbsdrucks können Finanzierungslücken am Ende nicht auffangen. Es häufen sich Skandale, weil zu viel unnötig operiert wird, um Umsatz zu machen. Schlagzeilen machen zunehmend auch Behandlungen, bei denen zugunsten des Betriebsergebnisses optimiert wird, die den Patienten aber keinerlei Vorteile bringen. Modelle einer vernetzten Versorgung ambulant-stationär funktionieren zwar in einigen Fällen, keineswegs jedoch flächendeckend oder gar systemstabilisierend.

Basis und Auftrag in unserer Gesellschaft ist immer noch die unmittelbare persönliche Verbindung zum Patienten, in dessen Auftrag der Arzt seine Heilkunst ausübt. Er hat keineswegs nur den Auftrag, Gesundungsprozesse zu managen, sondern hat gesellschaftlich eine besondere Stellung, weil er derjenige ist, der die Kultur des Heilens verantwortet und damit den Patienten eben individuell und nach besten Kräften ermöglicht, das oben genannte „Konditionalgut Gesundheit“ zu erlangen, ohne dass dieser viele Rechte in unserem Gemeinwesen kaum wahrnehmen kann. Grundlage ist natürlich einerseits, dass er sich die jeweils aktuellen medizinisch-technischen Fähigkeiten aneignet. Ebenso hohen Wert hat jedoch die Pflege einer Vertrauenskultur, die eine in jeder Hinsicht heilende Beziehung des Arztes zu seinem Patienten rechtfertigt. Dieses hat im Übrigen enorme Bedeutung für ein funktionierendes Gemeinwesen und geht weit über die rein medizinische Funktion hinaus. Wie sagte schon der römische Denker Quintilian: „Vertrauen ist die stärkste Klammer zwischen Menschen“.

Ärzte: Als eigentlicher Hauptakteur, nämlich derjenige, der den Patienten am Ende heilen soll, sieht sich der Arzt immer tiefer in ökonomische Zwänge gepresst. Aufgezwungene ManagementAnforderungen halten ihn von seiner eigentlichen Aufgabe allzu oft ab. Leistungsregulierungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss, Wirtschaftlichkeitsprüfungen und erhöhte Anforderungen an Fortbildung und Qualität bestimmen zunehmend den Alltag. Leider haben auch Skandale, wie bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung oder der KV Berlin, erbitterte Auseinandersetzungen um die privatärztliche Gebührenordnung und interner berufspolitischer Zwist das Bild der ärztlichen Rolle in einer gemeinsamen Selbstverwaltung verzerrt und für zeitweilige Handlungsunfähigkeit gesorgt. Hinzu kommen Themen von außen.

Zurück zur Selbstverwaltung: Das Prinzip der Selbstverwaltung kann nur dann aufrechterhalten werden, wenn der Bürger bzw. der Patient darauf vertrauen darf, dass es im Ergebnis des Zusammenspiels von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen stets um die für ihn individuell bestmögliche Ausübung der Heilkunst geht. Die Generalverantwortung dafür kann eine noch so auf Ökonomie und Steuerbarkeit orientierte Politik der Ärzteschaft nicht abnehmen, ohne den seit den ersten Sozialgesetzen bestehenden gesellschaftlichen Konsens zur Gesundheitsversorgung zu gefährden. In unserer Verfassung steht dazu: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“. Bewusst nicht mehr, weil die Väter des Grundgesetzes auf die Pflege einer Kultur der Verantwortung vertrauten. Damit meinten sie – das ist in verschiedensten Rechtkommentaren nachzulesen – bewusst auch die normgebende Kraft der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und eben nicht eine Normgebung durch den Staat und potenziell wechselnde politische Interessen. Eine bis in den Kern der Selbstverwaltungs-Institutionen durchgreifende politische Entscheidungskompetenz, wie sie das sogenannte Selbstverwaltungsstärkungsgesetz vorsieht, ist extrem kontraproduktiv. Die Väter des Grundgesetzes meinten nicht eine Politik nach Kassenlage oder eine Ökonomisierung des Gesundheitswesens, wohl allerdings eine starke Eigenverantwortung des Bürgers. Aber auch diese kann er nur wahrnehmen, wenn er sich der fachlichen und moralischen Kompetenz seines Arztes gewiss sein kann. Damit gehört der Einsatz der Ärzteschaft für eine funktionierende Selbstverwaltung zu deren Kernaufgaben. Es ist also Zeit für den Reset-Knopf.

Das in Deutschland bewährte Prinzip der Freiberuflichkeit und die Kammerstrukturen von Heilberufen sind im europäischen Ausland keineswegs üblich und drohen bei der Vereinheitlichung europäischer Normen an Bedeutung zu verlieren. Die Kernkompetenz der verfassten Ärzteschaft wird zudem durch einen Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und untergeordnete Institute oder durch ein die Berufsordnung überlagerndes Antikorruptionsgesetz eingeschränkt. Der „untergesetzliche Normgeber“ G-BA ist dabei lange nicht mehr ein verordnungsregulierendes Instrument der Selbstverwaltung, sondern ist Impulsgeber der Versorgung. Damit nimmt der G-BA zunehmend den Ärzten eine ihrer grundlegenden Kompetenzen aus der Hand. Freilich auch, weil sich eine nicht mehr gut organisierte Ärzteschaft kaum dagegen wehrt und keine Konzepte zu bieten hat.

Thomas Grünert, Chefredakteur von Vincentz Network Berlin

Die Gemengelage stimmt auf den ersten Blick nicht gerade positiv. Dennoch hat die offensichtliche Entwicklung von einer arztzentrierten individuellen Behandlung des Patienten zu einem überwiegenden „Managed-Care“-Modell keine zwangsläufige Dynamik. Analog zu einem bekannten Spruch eines alten Indianerhäuptlings könnte man sagen: „Wenn alle Parameter des Patienten evidenzbasiert analysiert sind, wird man am Ende feststellen, dass das Papier, auf dem das steht, nicht gesund macht…“. Es ist also Zeit für die Ärzteschaft, den Reset-Knopf zu drücken.

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Titelthema H intergrund

Was heißt eigentlich Selbstverwaltung?

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Aufgaben und Besonderheiten eines Ordnungsprinzips

Vielfach begegnen dem Arzt oder Psychotherapeuten die Organisationen der ärztlichen oder psychotherapeutischen Selbstverwaltung zunächst als Einrichtungen, an denen nicht vorbeikommt, wer seinen Beruf ausüben will. Geht es um Fragen der Weiterbildung oder des Berufsrechts, sind die Kammern Ansprechpartner, wird eine Tätigkeit in der ambulanten Versorgung angestrebt oder ausgeübt, ergeben sich vielfältige Berührungspunkte zur Kassenärztlichen Vereinigung mit ihren umfassenden Zuständigkeiten für die ambulante Versorgung. Die ärztliche Selbstverwaltung erscheint in diesem Zusammenhang fast wie eine beliebige Behörde, bei der Anträge gestellt und von der Bescheide erteilt werden. Doch der flüchtige Eindruck trügt. Denn sowohl die Kammern als auch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sind mehr. Sie sind wesentlicher Teil der Selbstverwaltung, eines tragenden Prinzips unseres Gesundheitssystems.

Rechtliche Grundlage im Sozialgesetzbuch V Rechtlich ist die Sache, um bei den Kassenärztlichen Vereinigungen zu bleiben, schnell geklärt. In Paragraf 77 Absatz 1 Sozialgesetzbuch V (SGB V) heißt es: „Zur Erfüllung der ihnen durch dieses Buch übertragenen Aufgaben der vertragsärztlichen Versorgung bilden die Vertragsärzte für den Bereich jedes Landes eine Kassenärztliche und eine Kassenzahnärztliche Vereinigung.“ Geregelt ist ferner, dass die KVen „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ zu sein und „eine Vertreterversammlung als Selbstverwaltungsorgan“ zu bilden haben. Die Zusammensetzung der Versammlung ist durch die KV-Mitglieder „in unmittelbarer und geheimer Wahl“ zu bestimmen.

Im Mittelpunkt dieses Prinzips steht die Überzeugung, dass der Versorgung besser gedient ist, wenn den betroffenen Ärzten und Psychotherapeuten innerhalb des gesetzlichen Rahmens ein weiter Gestaltungsspielraum belassen wird, fachliche Entscheidungen nach fachlichen Gesichtspunkten zu treffen. Die ärztliche Selbstverwaltung ist deshalb ohne das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder nicht denkbar, denn sie sind es, die den Gedanken der Selbstverwaltung mit Leben erfüllen, indem sie ihr Wissen zur Verfügung stellen.

Die Vertreterversammlungen – in Schleswig-Holstein: Abgeordnetenversammlung (AV) – bilden die ehrenamtliche „Herzkammer“ der Selbstverwaltung. Ein Blick in das Gesetz verdeutlicht, in welchem Umfang dieses aus gewählten Ärzten und Psychotherapeuten bestehende Gremium mitentscheidet. Der Aufgabenkatalog reicht von der Beschlussfassung über die Satzung und sonstiges autonomes Recht – wozu unter anderem der Honorarverteilungsmaßstab und die Notdienstsatzung gehören – über die Wahl des Vorstandes und die Verabschiedung des Verwaltungshaushaltes bis zu Entscheidungen über alle Belange, die „für die Körperschaft von grundsätzlicher Bedeutung sind“. Die Abgeordnetenversammlung ist damit auch ein Ort der Debatte und der politischen Positionsbestimmung. Insgesamt bringen sich im Bereich der Gremien der Selbstverwaltung, d. h. der AV

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Titelthema und der von dieser gewählten Gremien und Ausschüsse, auf rund 140 „Stellen“ Ärzte und Psychotherapeuten ehrenamtlich ein. Aufgabe der Selbstverwaltung ist es zudem, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Im SGB V ist festgehalten, dass die „Kassenärztlichen Vereinigungen und die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen (…) die Rechte der Vertragsärzte gegenüber den Krankenkassen wahrzunehmen“ haben. Dies geschieht unter anderem in den Honorarverhandlungen, darüber hinaus auch durch die Vertretung der Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Rechtsaufsicht, keine Fachaufsicht Die ärztliche Selbstverwaltung ist das Gegenmodell zur Staatsmedizin: Ärzte und Psychotherapeuten haben – trotz aller Einschränkungen durch immer kleinteiligere Gesetze – einen Freiraum, wesentliche Bedingungen ihrer Arbeit und Eckpunkte der ambulanten Versorgung nach fachlichen Kriterien festzulegen. Wichtige Bedingungen der eigenen Berufsausübung und die konkrete Umsetzung gesetzlicher Vorgaben werden weder von marktabhängigen Unternehmen noch von staatlichen Behörden bestimmt, sondern von Organisationen und demokratisch legitimierten Gremien, in denen die Angehörigen der betroffenen Berufsgruppen und damit die „Praktiker der Versorgung“ die Entscheidungen treffen. Ihren Ausdruck findet diese Entscheidungsautonomie in der Organisationsform der Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie bedeutet, dass der Staat Aufgaben an die KVen als „rechtsfähige Verwaltungseinheiten“ übertragen hat, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen und durch ihren Rechtsstatus verbindliche Entscheidungen treffen können. Der Staat beschränkt sich auf die Rechtsaufsicht, übt aber keine Fachaufsicht aus. Freiheit und Verantwortung Der Selbstverwaltungsgedanke als subsidiäres System bedeutet Freiheit und Verantwortung zugleich. Die Qualitätssicherung ist ein Beispiel dafür, wie die Ärzte und Psychotherapeuten ihren Sachverstand einbringen und im Interesse von Ärzten und Patienten Verantwortung für eine hohe Behandlungsqualität übernehmen. Und dies in hoher Zahl: Insgesamt haben die Qualitätssicherungskommissionen und weitere Gremien der Qualitätssicherung rund 180 Mitglieder – allesamt ehrenamtlich tätige Ärzte und Psychotherapeuten, die durch ihr Engagement die Umsetzung der vielfältigen Qualitätssicherungsmaßnahmen erst möglich machen. Ähnliches gilt für den Bereitschaftsdienst. Zwar ist es eine gesetzliche Aufgabe der KVen, in den sprechstundenfreien Zeiten ein Versorgungsangebot anzubieten. Aber viele Fragen der Ausgestaltung, von der Einteilung der Notdienstbezirke, der Auswahl der Standorte der Anlaufpraxen, der Festlegung der Öffnungszeiten, der Organisation der Leitstelle bis zur Frage der Honorierung der Ärzte fallen in die Gestaltungsfreiheit der ärztlichen Selbstver-

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waltung. Ohne Ehrenamt wäre diese Aufgabe nicht leistbar. Mehr als 80 Ärzte sind derzeit als ehrenamtliche Notdienstbeauftragte aktiv. Weitere Bereiche des Engagements finden sich in den Kreisen. In den Kreisstellen wird die ärztliche Selbstverwaltung in den Regionen gelebt, fast 140 Vertragsärzte sowie -psychotherapeuten betätigen sich als Kreisstellenvorsitzende oder Beiratsmitglieder ehrenamtlich. Gemeinsame Selbstverwaltung Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ist mehr als nur ärztliche Selbstverwaltung. Als „gemeinsame Selbstverwaltung“ haben die ärztlichen Organisationen gemeinsam mit den Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen eine Vielzahl von Aufgaben. So verhandeln Krankenkassen und KVen über die Vergütung der Ärzte und einigen sich in den Bundesmantelverträgen auf wichtige Spielregeln der vertragsärztlichen Versorgung. Weitere Einrichtungen der gemeinsamen Selbstverwaltung sind die paritätisch besetzten Zulassungsausschüsse und Landesausschüsse, die wesentliche Entscheidungen im Bereich der Bedarfsplanung und der Zulassung von Ärzten und Psychotherapeuten treffen und auf Seiten der Ärzte bzw. Psychotherapeuten mit ehrenamtlichen Vertretern besetzt sind. Auf Bundesebene ist zudem der Gemeinsame Bundesausschuss zu nennen, der als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen – unter Beachtung des gesetzlichen Rahmens – entscheidet, welche Leistungen in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden sollen. Trotz eines zunehmenden Trends, bereits im Gesetz detaillierte Vorgaben zu machen, nimmt sich der Staat hierzulande im Vergleich zu vielen Nachbarländern bei diesen Entscheidungen immer noch stärker zurück und überlässt der Selbstverwaltung einen beachtlichen Gestaltungsspielraum. Keine Bestandsgarantie Eine Bestandsgarantie gibt es für die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen nicht. Denn im Gegensatz zur kommunalen Selbstverwaltung, die Verfassungsrang besitzt, handelt es sich bei der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen um eine einfachgesetzliche Regelung. Konkret bedeutet dies: Findet sich eine „normale“ Mehrheit im Bundestag, die diese abschaffen will, kann sie es tun. Gerade deshalb ist eine funktionsfähige Selbstverwaltung, getragen und mit Leben erfüllt durch ehrenamtlich engagierte Ärzte und Psychotherapeuten, der beste Garant für ihren Erhalt und damit das Fortbestehen von Gestaltungs- und Entscheidungsspielräumen. Die ärztliche Selbstverwaltung ist in diesem Sinne eben weit mehr als eine „Behörde“, sondern vielmehr ein Ort der Mitbestimmung der Ärzte und Psychotherapeuten über ihre eigenen Angelegenheiten. Delf Kröger, KVSH

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Titelthema S tatements „Ich engagiere mich in der Selbstverwaltung, weil ich gerne Verantwortung übernehme, gestalte und strukturiere.“

Es ist für mich selbstverständlich, mich in der KVSH zu engagieren. Bereits vor meinem Wechsel in das Bundesland Schleswig-Holstein war ich langjährig in der KV Bremen in der Radiologie-Kommission tätig. 2009 fragte mich Kerstin Weber von der Ärztlichen Stelle der KVSH, ob ich Mitglied in der Mammographie-Kommission und Ärztlichen Stelle der KVSH werden möchte. Ich habe natürlich mit einem überzeugten „Ja“ geantwortet. Meine Arbeit bei der KVSH lohnt sich, weil so viel Kompetenz zusammenkommt. Das hat zwei Aspekte. Zum einen muss die KVSH Entscheidungen in Angelegenheiten der Kassenärzte fällen. Wer ist dann der richtige Ansprechpartner, wenn nicht die Ärzte selbst? Zum anderen kommt der persönliche Aspekt zum Tragen. Man kann sich mit den Kommissionsmitgliedern in allen Themen austauschen. Der eigene Horizont wird erweitert und man schaut sozusagen über den eigenen Tellerrand hinaus. Oft kommt es zu einem Aha-Erlebnis: „Ach, so sehen die Probleme, Konstellationen oder Lösungen woanders aus!“ Ja, es lohnt sich, weil ein tolles Netzwerk geknüpft wird. Davon profitiert man im Alltag, gerade auch in der eigenen Praxis. Ich freue mich jedes Mal, meine Kollegen zu den Sitzungstermi-

nen zu treffen, Hand in Hand im Team zu arbeiten und danach auf dem neuesten Stand zu sein. Alle Informationen und Änderungen bekomme ich aktuell und aus erster Hand. Außerdem bin ich voll und ganz von unserem QuaMaDi-Projekt in Schleswig-Holstein überzeugt und hoffe, mit meinem ehrenamtlichen Engagement einen wertvollen Beitrag zum guten Gelingen des Projektes zu leisten. So habe ich mich auf den Treffen der bundesweiten Zentralen Ärztlichen Stellen (ZÄS) für die bundesweite Aufnahme von im QuaMaDi bestehenden Sonderindikationen für die Mammographie sowie gegen die Abschaffung der Altersindikation eingesetzt. Betonen möchte ich, dass man sich voll auf die KVSH verlassen kann, dass alles perfekt vorbereitet ist und zugearbeitet wird. So wird die Arbeit leicht gemacht, das Ziel schnellstmöglich erreicht und es bringt auch noch richtig Spaß. Es gibt in meinen Augen also keinen Grund, sich nicht ehrenamtlich zu engagieren. Dr. Christiane Schweiger, Ärztin für Diagnostische Radiologie in Kiel, Mitglied der Mammographie-Kommission und der Ärztlichen Stelle Mammographie

„Ich engagiere mich in der Selbstverwaltung, weil sie ein wichtiger Bestandteil meines ärztlichen Berufsverständnisses ist.“

Wir Ärzte tragen nicht nur eine große Verantwortung gegenüber unseren Patienten und Mitarbeitern. Wir sind auch für die Rahmenbedingungen verantwortlich, unter denen wir unseren Beruf ausüben. Es lohnt, sich an dieser Stelle mit Fachwissen und einer guten Portion gesundem Menschenverstand einzubringen und zu engagieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass niemand ambulante Versorgung so gut organisieren kann wie wir Ärzte und Psychotherapeuten. Wir kennen die Patienten, den medizinischen Bedarf, die Abläufe und können deshalb konstruktive und funktionierende Ideen entwickeln und auch umsetzen. Dieses System kann nur dann funktionieren, wenn es von einer breiten Basis getragen wird. Das ist auch bei der Organisation des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes so, aber eben nicht nur dort. Die Gesundheitspolitik hat in den letzten Jahren immer wieder versucht in das Gesundheitswesen einzugreifen. Einige Politiker ziehen der bewährten Form der Selbstverwal-

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tung anscheinend ein mehr oder weniger reguliertes, staatliches System vor. Ich wehre mich entschieden dagegen, denn in einem solchen System gebe es gute Gründe, sich um die medizinische Qualität Sorgen zu machen. Außerdem wäre unser Gestaltungsspielraum, der viele innovative Ideen hervorgebracht hat, mit Sicherheit massiv eingeschränkt. Unsere Selbstverwaltung ist demokratisch organisiert. Das bedeutet nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Es ist daher unsere Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen, Zeit zu investieren und in den verschiedenen Gremien der Selbstverwaltung mitzuarbeiten. Dass es sich lohnt, zeigt nicht zuletzt ein Blick auf das, was wir bisher erreicht haben: Die ambulante medizinische Versorgung in Deutschland besetzt weltweit einen Spitzenplatz. Thomas Miklik, Facharzt für Allgemeinmedizin, Kiel und Notdienstbeauftragter des Vorstandes der KVSH

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„Ich engagiere mich in der Selbstverwaltung, weil nur durch diese Mitarbeit der ärztlichen Mitglieder der KV unsere ärztliche freiberufliche und selbstbestimmte Tätigkeit und auch die optimale ambulante Patientenversorgung gesichert werden können.“

Schon nach wenigen Jahren vertragsärztlicher Tätigkeit konnte ich feststellen, dass „unsere KV“ ihre Aufgaben als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit den gesetzlichen Regulierungen und einengenden Bestimmungen nur erfüllen kann, wenn wir Ärzte unsere Kenntnisse auf der Patientenebene und auch unser Wissen über Probleme an der Versorgungsbasis einbringen. Diese Rahmenbedingungen im Interesse der Patienten und der Vertragsärzteschaft möglichst gut zu gestalten, gelingt am besten durch Übernahme von Funktionen innerhalb der KV. Als Kreisstellenvorsitzender erfuhr ich, oft auch als Vertrauensperson, unmittelbar und rasch von den Sorgen der Kolleginnen und Kollegen und von den Problemen der ärztlichen und psychotherapeutischen Tätigkeit. Durch den „kurzen Draht“ und direkten Kontakt zur KV-Verwaltung ließen sich oft gute Lösungen finden.

Ich erwähne gern, dass mein Engagement und meine Tätigkeit in der Selbstverwaltung der KV mir persönlich sehr viel Freude, Zufriedenheit und Genugtuung gebracht hat, vor allem wenn der Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen erfolgreich war. Dr. Dieter Freese, Facharzt für Allgemeinmedizin und Kreisstellenvorsitzender, Bad Segeberg

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Umgekehrt konnte die Verbindungsfunktion der Kreisstellen dazu beitragen, dass Entscheidungen der KV an der Basis verstanden und auch akzeptiert wurden. Bestimmte Aufgaben, die die KV in den Gremien und Kommisionen unmittelbar gestalten kann, sind ohne Engagement und Kompetenz der Ver-

tragsärzte und Psychotherapeuten gar nicht durchführbar.Ich denke unter anderem an die Qualitätssicherung, die Fachausschüsse für haus-, fachärztliche und psychotherapeutische Versorgung, angestellte Ärzte oder auch die Prüfvereinbarungen für Arznei- und Heilmittel und ganz besonders auch an die Neustrukturierung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes. Letztere wäre ohne die Mitarbeit der Kreisstellen und vieler Ärztinnen und Ärzte an der Basis in der jetzigen Form nicht möglich gewesen. Und durch die Tätigkeit im Berufungs- und Beschwerdeausschuss, in denen die Krankenkassen paritätisch vertreten sind, konnte ich erfahren, wie gemeinsames Engagement von Ärzten zu guten Entscheidungen für die Patientenversorgung und die ärztlichen Interessen geführt haben.

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Titelthema A ufsicht

Bundesgesundheitsminister will Selbstverwaltung stärker kontrollieren

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Pläne aus dem Hause Gröhe sehen mehr Macht für die Aufsicht vor.

Als Reaktion auf die Querelen und Dissonanzen, die das Erscheinungsbild der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in den zurückliegenden Monaten prägten, plant das Bundesgesundheitsministerium (BMG) eine stärkere Kontrolle der Spitzenorganisationen des Gesundheitswesens. Zu sehr drohte aus Sicht des Ministeriums offenbar der Eindruck zu entstehen, das Haus hätte in der Vergangenheit bei der KBV nicht genau genug hingeschaut. Insbesondere die Grünen versuchten seit einiger Zeit mit parlamentarischen Anfragen und öffentlicher Kritik, Ressortchef Hermann Gröhe in Bedrängnis zu bringen. Die Bundesregierung müsse, so eine der Forderungen der Bundestagsfraktion der Grünen im März, „ihre Aufsichtsfunktion endlich ernst nehmen. Das jahrelange Unterlassen der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen ist ein Skandal.“ Und ergänzte: „Zu einer vollständigen Aufarbeitung der Vorgänge um die KBV gehört die 10

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Offenlegung aller Zahlen und Verluste ebenso wie eine Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben für Haushalts- und Finanzfragen. Die Bundesregierung muss jetzt liefern.“ Erstes Eckpunktepapier im März Im Mai wurde ein bereits im März verfasstes Eckpunktepapier aus dem Hause Gröhe mit Vorschlägen zu einer spürbaren Ausweitung der Rechtsaufsicht des Ministeriums über die KBV und die weiteren Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen auf Bundesebene – die Kassenzahnärztliche Vereinigung, der GKV-Spitzenverband, der Gemeinsame Bundesausschuss sowie der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes – bekannt. Zu den Punkten, die bei allen Organisationen für massive Kritik sorgte, gehörte der Plan, einen Genehmigungsvorbehalt durch das Ministerium für die Verwaltungshaushalte einzuführen. aktuell

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Titelthema Zudem sah das Eckpunktepapier vor, dem BMG die Möglichkeit einzuräumen, der Selbstverwaltung überall dort, wo sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben eigenständige Entscheidungen treffen kann, genau diese Entscheidungsfreiheit zu nehmen: „In Fällen“, so die Formulierung, „in denen rechtliche Beurteilungsspielräume bestehen, wird die Möglichkeit geregelt, Weisungen zur Rechtsanwendung und zur Rechtsauslegung zu erlassen. Die Institutionen sind an diese Weisungen gebunden, eine gesonderte Klagemöglichkeit gegen die Weisung besteht nicht.“ Das wäre, so kritisierte die KVSH-Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke im Juni, „nicht mehr Rechtsaufsicht, das wäre Fachaufsicht en detail. Das macht Selbstverwaltungen zu untergeordneten Behörden.“ Nach deutlicher Kritik mildert das BMG seine Pläne ab Der Gegenwind blieb nicht ohne Wirkung. Ende Juni fand eine überarbeitete Fassung des Eckpunktepapiers den Weg an die Öffentlichkeit. Einige wesentliche Maßnahmen, die in der ersten Version enthalten waren, wurden abgemildert oder entfielen gänzlich. So wurde der Plan, dass die Haushalte der Institutionen einer vorherigen Genehmigung durch das Ministerium bedürfen, gestrichen. Auch ruderte das Ministerium hinsichtlich der Absicht, die Entscheidungsspielräume durch Weisungen zur Rechtsauslegung auszuhebeln, zurück. Verdeutlicht wird nun, dass sich mögliche „Konkretisierungen“ zur Rechtauslegung – der Begriff Weisungen wird vermieden – auf das Verwaltungshandeln der Organisationen beschränken sollen. Zur Klarstellung folgt der Hinweis: „Dies soll nicht für den Bereich der Versorgungsverträge oder für sonstige Kernaufgaben im Versorgungsbereich gelten.“ Auch der Ausschluss der Klagemöglichkeit findet keine Erwähnung mehr. Stärkung „institutionsinterner Kontrollmechanismen“ Trotz der Abstriche gegenüber den ersten Plänen bleibt es bei der Absicht, mit neuen Bestimmungen eine engere Aufsicht über die Organisationen zu etablieren und die Sanktionsmöglichkeiten zu erweitern. Die gegenwärtigen Regelungen seien „uneinheitlich und vor dem Hintergrund neuerer Entwicklungen nicht mehr ausreichend“, so das BMG. Die Vorstellungen umfassen sowohl neue Vorschriften zur internen Kontrolle der Selbstverwaltungsorganisationen als auch eine Erweiterung und Präzisierung der Kontrollmöglichkeiten durch das Ministerium. Die Stärkung „institutionsinterner Kontrollmechanismen“ soll unter anderem erweiterte „Einsichts- und Prüfungsrechte“ für einzelne Mitglieder und Minderheitsgruppen in der KBV-Vertreterversammlung und neue Informationsrechte der Vertreterversammlung über die Tätigkeit von Ausschüssen umfassen. Zusätzlich

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werden Kontrollrechte mit Blick auf mögliche Beratertätigkeiten von Mitgliedern der Vertreterversammlung angekündigt. Auch soll gesetzlich die Abwahlmöglichkeit des Vorsitzenden der Versammlung mit einfacher Mehrheit in definierten begründeten Fällen geregelt werden. Zur „Stärkung der Legitimation“ ist eine gesetzliche Regelung geplant, die für die Wahl des KBV-Vorstandsvorsitzenden eine Zweidrittelmehrheit vorschreibt. Mehr Informationen und erweiterte Durchgriffsrechte für die Aufsicht Für mehr Kritik sorgt die geplante stärkere Kontrolle der Selbstverwaltung durch das BMG. Vorgesehen sind „präzisere Vorgaben zum Haushalts- und Rechnungswesen“, genannt werden konkret „klare und einheitliche Vorgaben zu Vermögensanlagen, Rücklagen und Betriebsmitteln“ und erweiterte Prüfungs- und Mitteilungspflichten der Institutionen bei Beteiligungen an Unternehmen. Hinzu kommen Prüfungen der Jahresabschlüsse durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie Vorgaben zur Veröffentlichung der Sitzungs- und Entschädigungsregelungen für die Mitglieder der Vertreterversammlung. Ferner soll es eine Pflicht zur externen Prüfung der Geschäfts-, Rechnungs-, und Betriebsführung geben, regulär alle fünf Jahre und im Einzelfall zusätzlich auf Anordnung der Aufsichtsbehörde. Darüber hinaus sollen die Sanktionsmöglichkeiten verschärft werden. Genannt werden „erheblich höhere Zwangsgelder“ und eine Prüfung der „Erforderlichkeit spezialgesetzlicher Bußgeldvorschriften zur Ahndung rechtswidrigen Verhaltens der Spitzenorganisationen.“ Für „besondere Fallkonstellationen“, wie die aufsichtsrechtliche Durchsetzung von Satzungsänderungen oder die Aufhebung von rechtswidrigen Beschlüssen der Selbstverwaltungsorgane, soll ein „effektives Verfahren zur Beseitigung der Rechtsverstöße insbesondere ohne aufschiebende Wirkung“ geschaffen werden. Im Klartext: In diesen Fällen soll eine Klage gegen die aufsichtsrechtliche Maßnahme deren Durchsetzung nicht verzögern können. Das BMG will, so lässt sich zusammenfassen, umfassender und früher informiert sein und als Aufsicht konsequenter reagieren können, wenn es zu einem Fehlverhalten kommt. Umsetzung unklar Ob den Eckpunkten ein Gesetzentwurf folgen wird, ist derzeit unklar. Vor der parlamentarischen Sommerpause gab es keine Signale mehr, ob der Gesundheitsminister sein Vorhaben im Herbst weiterverfolgen wird oder ob das Eckpunktepapier nach unruhigen Monaten in der KBV „nur“ ein Warnschuss an die Adresse der Selbstverwaltung sein sollte. Delf Kröger, KVSH

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NACHRICHTEN  KOMPAKT I mpfschutz

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Mehr Windpockenfälle in Schleswig-Holstein

Mehr Krankschreibungen Fehltage in Schleswig-Holstein

So lange waren Berufstätige und Arbeitslose 2015 durchschnittlich krankgeschrieben

Fehltage je Erwerbsperson in Kreisen bzw. kreisfreien Städten 2015 () Fehltage je Erwerbsperson 2014

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Kiel – In Schleswig-Holstein erkranken mehr Menschen an Windpocken. Im ersten Halbjahr 2016 wurden insgesamt 354 Infektionsfälle gemeldet, im gleichen Zeitraum 2015 waren es lediglich 231 Fälle. Das entspricht einer Steigerung von fast 53 Prozent. Auf Bundesebene stiegen die Fälle lediglich um 29,4 Prozent. Das teilte die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit. Den höchsten Anstieg gab es danach in den Städten Kiel und Lübeck sowie im Kreis Pinneberg. In der Landeshauptstadt waren im ersten Halbjahr dieses Jahres 54 Infektionsfälle zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum nur 18. In Lübeck wurden im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 44 Infektionsfälle gemeldet, im ersten Halbjahr 2015 lediglich 13 Fälle. Im Kreis Pinneberg waren es in der ersten Jahreshälfte 2016 insgesamt 69 Fälle, im Vorjahreszeitraum 33. Einen Überblick über alle wichtigen Fakten zum Impfschutz und eine Hilfestellung bei der Entscheidung „Impfen ja oder nein“ sind im Internet unter aok.de/nw Rubrik Familie  Ratgeber Gesundheit abrufbar.

P atienten

Mehr Abend- und Wochenendsprechstunden Hamburg – Rund ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte in Deutschland bietet Patienten Abendsprechstunden an. Das ergab eine aktuelle Auswertung der Stiftung Gesundheit auf Basis der Arzt-Auskunft der Stiftung. Abendsprechstunden gibt es demnach bei mehr als 60.000 Ärzten. Dazu kommen rund 17.000 (sieben Prozent), die auch am Wochenende Termine vergeben. Laut Report ist die Anzahl der Abend- und Wochenendsprechstunden von 2010 bis 2016 leicht angestiegen. Die Zahl der Sprechstunden am Abend stieg nur leicht um 0,5 Prozent, während das Angebot an Wochenendsprechstunden immerhin um vier Prozent wuchs. Patienten finden Abendsprechstunden am häufigsten bei Gynäkologen (43 Prozent), Internisten (25 Prozent) und Zahnärzten (22 Prozent). 12

Nordlicht

Kiel – Die Schleswig-Holsteiner werden häufiger krankgeschrieben. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein hervor. Landesweit ist die Anzahl der Fehltage in fast allen Kreisen und kreisfreien Städten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – am deutlichsten in den Kreisen Ostholstein und Herzogtum Lauenburg (je um 1,4 Tage). In Neumünster fehlen die Menschen krankheitsbedingt am häufigsten. In Flensburg sowie in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Stormarn und Pinneberg dagegen am seltensten. Mit durchschnittlich 19,7 Fehltagen je Erwerbsperson im Jahr 2015 liegt Neumünster deutlich vor den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Stormarn und Pinneberg mit jeweils 15,9 Fehltagen. Zu den Hauptursachen für eine Arbeitsunfähigkeit zählten nach Angaben des TK-Gesundheitsreports im letzten Jahr Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Probleme sowie akute Infekte der oberen Atemwege. aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT I nnovationsfond

Neue gesetzliche Regelungen im Überblick

KBV bietet Informationsflyer zur Förderung

© istock.com/froxx

KBV

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gibt im Internet eine Übersicht über die seit Mitte vorigen Jahres in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen. Hervorgehoben wird, was insbesondere für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten relevant ist. Unter jedem Gesetz führt ein Link zum jeweiligen Gesetzestext. Darüber hinaus wird der Leser über den aktuellen Stand der Umsetzung informiert. Da zahlreiche Regelungen erst noch näher ausgestaltet werden müssen, bevor sie gelten, wird der Überblick stets aktualisiert. Derzeit werden das Mitte 2015 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das E-HealthGesetz, das Anti-Korruptionsgesetz und das Hospiz- und Palliativgesetz mit ihren wichtigsten Regelungen dargestellt. In Kürze folgt eine Übersicht mit Details zum Präventionsgesetz. Mehr Informationen unter www.kbv.de.

Berlin – Kompakte Informationen zum Thema Förderung von Versorgungsprojekten durch den Innovationsfonds bietet ein neuer Flyer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Das Faltblatt richtet sich an Berufsverbände, Praxisnetze sowie interessierte Vertragsärzte und -psychotherapeuten. Mit dem im Sommer 2015 verabschiedeten Versorgungsstärkungsgesetz wurde die Einrichtung eines Innovationsfonds’ beschlossen. Dafür stehen in den Jahren 2016 bis 2019 jährlich 300 Millionen Euro bereit – 225 Millionen Euro für neue Versorgungsformen und 75 Millionen Euro für die Versorgungsforschung. Der Flyer nennt die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Projektantrag und erläutert, wie ein Förderantrag gestellt werden kann. Zudem informiert der Handzettel knapp und übersichtlich über allgemeine gesetzliche Förderkriterien für die Bereiche neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung. Unter versand@kbv.de kann der Flyer kostenfrei bestellt werden.

T K - B ilanz

Kliniksektor ist größter Ausgabenblock

W eiterbildung

Noch keine Einigung über Facharztgruppen Bad Segeberg – Zum 1. Oktober tritt der zweite Teil der Reform der Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung in Kraft. Dann wird erstmals neben der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in gleicher Höhe auch die ambulante Weiterbildung anderer Facharztgruppen gefördert. Bundesweit gilt dies für bis zu 1.000 Stellen, die ebenfalls mit jeweils 4.800 Euro monatlich gefördert werden. Dabei erhält jeder KV-Bezirk abhängig vom Bevölkerungsanteil ein Stellenkontingent. Auf SchleswigHolstein entfallen dadurch 34,75 Stellen. Da die Finanzierung paritätisch von der KVSH und den Krankenkassen übernommen wird, ist das Einvernehmen mit den Krankenkassen darüber herzustellen, welche Arztgruppen gefördert werden. Voraussichtlich wird dies nicht vor Ende September gelingen. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird es auf der Homepage der KVSH veröffentlicht werden. Eine rückwirkende Förderung wird nicht möglich sein. 9 | 2016

Nordlicht

Kiel – Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein sind 2015 eigenen Angaben zufolge wieder deutlich angestiegen. Erstmals gab die TK im Norden über eine Milliarde Euro und damit rund 91 Millionen Euro mehr als im Vorjahr für die medizinische Versorgung ihrer Versicherten aus. Dies entspricht einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der höchste Anstieg ist laut TK erneut bei den Ausgaben für Medikamente zu beobachten. Grund dafür seien neue Medikamente, zum Beispiel für Hepatitis C. Insgesamt liegen die Ausgaben hier bei 187 Millionen Euro. Ein Ausgabenanstieg von 3,5 Prozent je Versichertem ist bei der Versorgung in Krankenhäusern zu verzeichnen. Hier flossen nach Angaben der Kasse insgesamt mehr als 310 Millionen Euro. Der Kliniksektor mache den größten Teil der Leistungsausgaben aus. Für die Behandlung bei niedergelassenen Ärzten überwies die TK fast 220 Millionen Euro und damit 5,6 Prozent je Versichertem mehr als in 2014. aktuell

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gesundheitspolitik W ahl zur A bgeordnetenversammlung 2 0 1 6

Ihre Kandidaten auf einen Klick

Vom 5. bis 21. September findet die Wahl zur Abgeordnetenversammlung der KVSH statt. Wer sind die Ärzte und Psychotherapeuten, die sich zur Wahl stellen? Welche berufspolitischen Ziele haben sie? Damit die Wähler sich ein eigenes Bild machen können, haben wir auf www.av-wahl.de/ihre-kandidaten Steckbriefe der Wahlkandidaten veröffentlicht. Schauen Sie vorbei und verschaffen Sie sich einen Überblick.

Kreis Dithmarschen Frank Reisenbüchler

Dr. med. Mark Ketelsen Facharzt für Orthopädie in Meldorf

Facharzt für Allgemeinmedizin in Meldorf

Stellvertreterin: Dr. med. Beate Tschirner Fachärztin für Allgemeinmedizin in Meldorf

Stellvertreter: Dr. med. Michael Behm Facharzt für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde in Heide

Stadt Flensburg Dr. med. Ralf Cüppers

Stefan Hansen

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Facharzt für Innere Medizin in Flensburg

Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in Flensburg

Stellvertreter: Lars Utecht Facharzt für Innere Medizin in Flensburg

Stellvertreter: Christoph Vollmer Facharzt für Anästhesiologie in Flensburg

Dr. med Ralph Puhlmann

Gert Kotter

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Stellvertreter: Dr. med. Wolfgang Barchasch Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Stellvertreterin: Dr. med. Nevin Inan Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Flensburg

Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik

Stadt Kiel Dr. med. Michael Schroeder

Dr. med. Philip Horstmann

Facharzt für Innere Medizin in Kiel

Facharzt für Anästhesie in Kiel

Stellvertreter: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Holger Hinrichsen Facharzt für Innere Medizin in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Björn Buttgereit Facharzt für Anästhesie in Kiel

Dr. med. Kurt Hügelmann

Wolfgang Schulte am Hülse

Praktischer Arzt in Kiel

Facharzt für Allgemeinmedizin in Kiel

Stellvertreterin: Dr. med. Beatrice Brockmann Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Wolfgang Keil Facharzt für Urologie in Kiel

Dennis Kramkowski

Dr. med. Christiane Schwerk

Facharzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Kiel

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kiel

Stellvertreter: Stephan Miklik Facharzt für Allgemeinmedizin in Kiel

Stellvertreter: Matthias Seusing Facharzt für Allgemeinmedizin in Kiel

Prof. Dr. habil. Jacobus Pfisterer

Dr. med. Christian Sellschopp

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kiel

Facharzt für Chirurgie in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Arne Bautz Facharzt für Chirurgie in Kiel

Stellvertreter: Dr. med. Ralf Schmitz Facharzt für Chirurgie in Kiel

Kreis Herzogtum Lauenburg

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Dr. med. Jörg Heinze

Raimund Leineweber

Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Geesthacht

Facharzt für Allgemeinmedizin in Büchen

Stellvertreterin: Dr. med. Sabine Altmann-Kraft Fachärztin für Allgemeinmedizin in Schwarzenbek

Stellvertreter: Ekkehard BaumgraSS Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Lauenburg

Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik W ahl zur A bgeordnetenversammlung 2 0 1 6

Stadt Lübeck Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Andreas Bobrowski

Dr. med. Martina Horn Fachärztin für Urologie in Lübeck

Facharzt für Laboratoriumsmedizin in Lübeck

Stellvertreterin: Dr. rer. nat. Hildegard Trautwein Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Stellvertreter: Dr. med. Frank Niebuhr Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Dr. med. Gerhard Caesar

Dr. med. Robert Schulz

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Facharzt für Innere Medizin in Lübeck

Stellvertreterin: Karin Tomann Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck

Stellvertreter: Dr. med. Heinrich Brandt Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Dr. med. Martin Federsel

Dr. med. Ralf Staiger

Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Facharzt für Innere Medizin in Lübeck

Stellvertreter: Dr. med. Jörg Ruser Facharzt für Innere Medizin in Lübeck

Stellvertreter: Prof. Dr. med. Jens-Martin Träder Facharzt für Allgemeinmedizin in Lübeck

Stadt Neumünster Dr. med. Dr. rer. Nat. Götz Gerhard Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Neumünster Stellvertreter: Jörg Schulz-Ehlbeck Facharzt für Innere Medizin in Neumünster

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Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik

Kreis Nordfriesland Björn Steffensen

Dr. med. Thomas Maurer

Facharzt für Allgemeinmedizin in Ramstedt

Facharzt für Allgemeinmedizin in Leck

Stellvertreter: Dr. med. Matthias Fischer Facharzt für Allgemeinmedizin in Hattstedt

Stellvertreter: Dr. med. Bodo Stoschus Facharzt für Innere Medizin auf Sylt OT Westerland

Kreis Ostholstein Dr. med. Stefan Hargus

Dr. med. Hans-Dieter Trepkau

Facharzt für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde in Neustadt

Facharzt für Allgemeinmedizin in Ahrensbök

Stellvertreter: Dr. med. Andreas Brüning Facharzt für Innere Medizin in Bad Malente

Stellvertreter: Dipl.-Ing. Raphael Schreiber Facharzt für Allgemeinmedizin in Bad Schwartau

Dr. med. Clemens Petau

Dr. med. Bettina Schultz

Facharzt für Allgemeinmedizin in Schönwalde

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Eutin

Stellvertreter: Dr. med. Matthias Botzet Facharzt für Allgemeinmedizin in Bosau

Stellvertreter: Thomas Montag Facharzt für Innere Medizin in Eutin

Kreis Plön Dr. med. Claus Onischke

Dr. med. Thomas Quack

Facharzt für Innere Medizin in Selent

Facharzt für Urologie in Plön Stellvertreter: Dr. med. Daniel Lohmann Facharzt für Allgemeinmedizin in Preetz 9 | 2016

Stellvertreter: Dr. med. Dr. rer. Nat. Joachim Pohl Facharzt für Allgemeinmedizin in Ascheberg Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik W ahl zur A bgeordnetenversammlung 2 0 1 6

Kreis Pinneberg Dr. Marc Dupas

Dr. med. (SYR) Zouheir Hannah

Facharzt für Allgemeinmedizin in Uetersen

Facharzt für Orthopädie in Quickborn

Stellvertreter: Ayhan Ayikli Facharzt für Allgemeinmedizin in Uetersen

Stellvertreter: Dr. med. Christof Nickel Facharzt für Chirurgie in Elmshorn

Karin Raphael

Dr. med. Thomas Fronzek Facharzt für Innere Medizin in Elmshorn

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Stellvertreter: Dr. med. Tomasz Warns Facharzt für Allgemeinmedizin in Elmshorn

Stellvertreterin: Dr. med. Nicole Thielemeyer Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Kreis Rendsburg-Eckernförde Sven Tetzlaff

Dr. med. Ralf van Heek Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Altenholz

Facharzt für Innere Medizin in Büdelsdorf

Stellvertreter: Dr. med. Karsten Dick Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Rendsburg

Stellvertreter: Johannes Schlick Facharzt für Allgemeinmedizin in Fockbek

Ullrich Krug

Doris Scharrel

Facharzt für Allgemeinmedizin in Groß Vollstedt

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kronshagen

Stellvertreter: Gloria Lawrenz Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin

Stellvertreter: Dr. med. Barbara Schroer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Kronshagen

Holger WeiSS

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Dr. med. Gerd Brockmann

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Eckernförde

Facharzt für Orthopädie in Kronshagen

Stellvertreter: Dr. med. Mark Tobis Facharzt für Augenheilkunde in Eckernförde

Stellvertreter: Felix Zöllner Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Kronshagen Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik

Kreis Schleswig-Flensburg Katrin Berger

Dr. med. Jens Hartwig

Fachärztin für Allgemeinmedizin in Schleswig

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Schleswig

Stellvertreter: Dr. med. Siegfried Bethge Facharzt für Allgemeinmedizin in Kropp

Stellvertreter: Dr. med. Michael WeiSS Facharzt für Allgemeinmedizin in Gelting

Kreis Segeberg Rosemarie Müller-Mette

Dr. med. Bernhard Bambas

Fachärztin für Allgemeinmedizin in Norderstedt

Facharzt für Augenheilkunde in Bad Segeberg

Stellvertreterin: Signe Denker Fachärztin für Allgemeinmedizin in Bad Segeberg

Stellvertreterin: Dr. med. Ilka Petersen-Vollmar Fachärztin für Allgemeinmedizin in Bad Segeberg

Dr. med. Uwe Bannert

Dr. med. Sven Warrelmann

Facharzt für Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in Bad Segeberg

Facharzt für Allgemeinmedizin in Norderstedt

Stellvertreter: Dr. med. Svante Gehring Facharzt für Innere Medizin in Norderstedt

Stellvertreter: Dr. med. Thomas Flamm Facharzt für Allgemeinmedizin in Norderstedt

Kreis Steinburg Dr. med. Axel Kloetzing Facharzt für Allgemeinmedizin in Horst Stellvertreter: Dr. med. Klaus Gehring Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Itzehoe 9 | 2016

Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik W ahl zur A bgeordnetenversammlung 2 0 1 6

Kreis Stormarn Karen Hartwig

Michael Seifert

Fachärztin für Allgemeinmedizin in Trittau

Facharzt für Innere Medizin in Reinfeld

Stellvertreterin: Dr. med. Michaela Nötzold Fachärztin für Allgemeinmedizin in Ahrensburg

Stellvertreterin: Dr. med. Regina Sternfeldt Fachärztin für Innere Medizin in Ahrensburg

Dr. med. Hans Irmer

Dr. med. Dennis Wolter

Praktischer Arzt in Ahrensburg

Facharzt für Orthopädie in Ahrensburg

Stellvertreter: Ulrich Lauterbach Facharzt für Allgemeinmedizin und Innere Medizin in Bargteheide

Stellvertreter: Dr. med. Jens Christiansen Facharzt für Innere Medizin in Reinbek

Marcus Jünemann Facharzt für Innere Medizin in Großhansdorf Stellvertreter: Dr. med. Markus Dohrmann Facharzt für Allgemeinmedizin in Barsbüttel

www.av-wahl.de/ihre-kandidaten

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Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik

Gruppe der Psychotherapeuten Dipl.-Psych. Margret Erichsen-Frank

Dr. phil. Dipl.-Psych. Angelika Nierobisch

Büdelsdorf

Kiel

Stellvertreterin: Dipl.-Psych. Ute Theissing Schleswig

Stellvertreter: Dipl.-Psych. Theodor Schneider Eckernförde

Dr. phil. Dipl.-Psych. Dietmar Ohm

Dipl.-Psych. Dagmar Schulz Süderbrarup

Lübeck Stellvertreter: Dr. phil. Dipl.-Psych. Klaus Thomsen Flensburg

Stellvertreterin: Dipl.-Psych. Katrin Stoike Schleswig

Dr. phil. Dipl.-Psych. Klaus Witt

Dipl.-Psych. Michaela Webert

Bargteheide

Kronshagen

Stellvertreterin: Dr. rer. Nat. Dipl.-Psych. Silke Roth Bargteheide

Stellvertreter: Dipl.-Psych. Franz Seifert Kiel

Dipl.-Psych. Heiko Borchers Kiel

Stellvertreter: Dipl.-Psych. Christoph Wisser Kiel

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  &  KV prävention

Informationen zum Hautkrebs-Screening Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein HautkrebsScreening. Die KVSH bietet Ärzten attraktive Fortbildungsveranstaltungen. Fortbildungsangebot der KVSH Die KVSH bietet für interessierte Ärzte eine Fortbildungsveranstaltung zur Teilnahme am qualitätsgesicherten Hautkrebs-Screening im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung an. Der nächste Termin findet am 18. November 2016 von 14.00 bis 22.00 Uhr in den Räumen der KVSH statt. Kontakt & Anmeldung Abt. Qualitätssicherung, Nadine Pries, Tel. 04551 883 332, Fax 04551 883 7332, E-Mail nadine.pries@kvsh.de Neue Patienteninfos zum Bestellen bei der KBV Ausführliche Informationen zum Thema Hautkrebs hält die Kassenärztliche Bundes© istock.com/Susan Chiang vereinigung (KBV) bereit. Ein Patienten-Flyer Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prä- informiert mit knappen Texten darüber, wie die Früherkennungsvention ist Hautkrebs die weltweit am häufigsten auftretende untersuchung beim Haus- oder Hautarzt abläuft. Auf zwei Seiten Krebserkrankung. Der wohl bekannteste Hautkrebs ist das können sich Patienten informieren, wie die Krankheit erkannt maligne Melanom, auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet. wird und mit welchen Maßnahmen vorgebeugt werden kann. Sehr viel häufiger ist aber der „helle Hautkrebs“. Dazu zählen der Der Flyer wurde auch als Informationsblatt in fünf Fremdsprachen Basalzell- und der Stachelzellkrebs. Das Risiko, an einer dieser aufbereitet. Darüber hinaus weist ein Wartezimmerplakat auf die sogenannten nichtmelanozytären Hautkrebsarten zu erkranken, Gesundheitsuntersuchung hin. Erstellt wurden sie vom Ärztlichen steigt mit der lebenslang erworbenen UV-Dosis und daher mit Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der KBV und zunehmendem Alter. Eine frühzeitige Erkennung kann dazu bei- der Bundesärztekammer. tragen, eine Bedrohung für das Leben abzuwenden. Im Folgenden haben wir für Sie Informationen rund um das Thema zusammen- Folgende Materialien stehen zum kostenlosen Bestellen und/ gestellt, die für die Praxis von Interesse sein können. oder als Download bei der KBV (www.kbv.de) bereit: Hautkrebs-Screening Seit dem 1. August 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening, das von entsprechend qualifizierten Haus- und Fachärzten erbracht werden darf (EBM GOP 01745, 01746). Für gesetzlich Versicherte unter 35 Jahren wurden zusätzliche Vereinbarungen mit vielen Krankenkassen getroffen. Eine Übersicht dazu finden Sie auf www.kvsh.de im Downloadcenter Verträge. Hinweis: Denken Sie an die Teilnahmeerklärungen, die der Versicherte vor der Inanspruchnahme unterzeichnen muss, und die Sie an die entsprechende Krankenkasse weiterleiten.

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Nordlicht

ƒƒ P  atienteninformation „Hautkrebs: Vorbeugen und früh erkennen“ ƒƒ Flyer „Die meisten Flecken sind harmlos“, Bestellung per E-Mail: versand@kbv.de ƒƒ Kopiervorlage des Flyers „Die meisten Flecken sind harmlos“ in sechs Sprachen ƒƒ Plakat zum Hautkrebs-Check, Bestellung per E-Mail: versand@kbv.de ƒƒ Patienteninformation zur Behandlung des schwarzen Hautkrebs’ ƒƒ Patienteninformation zur Prävention von Hautkrebs Anja Oelkers, KVSH

aktuell

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PRAXIS  & KV

Einheitlicher Medikationsplan kommt

P ra x en

Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen, haben ab dem 1. Oktober einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan durch ihren behandelnden Arzt. Den Plan gibt es zunächst in Papierform. Die Praxisverwaltungssysteme werden momentan noch auf diesen Schritt vorbereitet.

© istock.com/psphotograph

Der Gesetzgeber hat der Selbstverwaltung im E-Health-Gesetz die Einführung des bundesweit einheitlichen Medikationsplans vorschrieben. Der behandelnde Arzt soll den Plan mit Hilfe seiner Praxissoftware erstellen und auf Wunsch an den Patienten weiter geben. Der Medikationsplan soll sowohl verschreibungspflichtige als auch nicht verschreibungspflichtige Arzneien umfassen. Er soll folgende Angaben enthalten: ƒƒ Wirkstoff ƒƒ Stärke ƒƒ Darreichungsform ƒƒ Handelsname (optional) ƒƒ Hinweise zur Dosierung und Anwendung (optional) ƒƒ Anwendungsgrund (optional) Der erstausstellende Arzt ist zur weiteren Aktualisierung verpflichtet. Aktualisierungen durch andere Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken sind aber ausdrücklich erlaubt. Das gilt auch für Arzneimittel, die auf Privatrezept oder grünem Rezept verordnet wurden. Auf Wunsch des Patienten kann der Arzt aber auch auf die Angabe einer Arznei auf dem Plan verzichten.

Wie geht es weiter? Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Bundesärztekammer (BÄK), der Deutsche Apothekerverband (DAV) und die SoftwareHersteller haben sich bereits auf einige technische Spezifikationen geeinigt. Fest steht: Die Medikationspläne sollen über einen zweidimensionalen Barcode in das Praxisverwaltungssystem eingelesen werden können. Die Praxen sind jedoch nicht verpflichtet, einen entsprechenden Scanner anzuschaffen. Die Medikation kann auch manuell in das System eingegeben werden. Medikationspläne, die bereits im Praxisverwaltungssystem vorhanden sind, können übergangsweise noch bis zum 31. März 2017 weiter genutzt werden. Die bundesweit einheitlichen Standards müssen von den Praxen also ab dem 1. April 2017 erfüllt werden. Bis Anfang 2018 soll der Medikationsplan dann auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. Bis dahin gibt es den Plan nur auf Papier. Hinsichtlich der Vergütung verhandelt die KBV noch mit dem Spitzenverband der Krankenkassen. Mehr Infos und eine FAQ-Liste zum Medikationsplan bei der KBV finden Sie unter www.kbv.de  Medikationsplan KBV/Redaktion

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________24 Strahlenschutz in der Medizin: Neue diagnostische Referenzwerte für Röntgen veröffentlicht_________________30 Prä- und postoperative Behandlung: KVSH schließt Vertrag mit Praxisklinik Kronshagen__________________________31

Aus der Zulassungsabteilung Hinweise: ƒƒBewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg. ƒƒDer Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Zulassung zur vertragsärztlichen Tätigkeit). ƒƒDie Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteeintragung ersetzt! ƒƒUm Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes). ƒƒEs besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Vertragspsychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungsauftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken. ƒƒUm die Übernahme von ausgeschriebenen Vertragspsychotherapeutenpraxen können sich Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten, Kinderund Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Ärzte, die beabsichtigen, ausschließlich psychotherapeutisch tätig zu werden, bewerben.

Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt. Im Nordlicht erfolgen Ausschreibungen von Praxen, die psychotherapeutisch tätig sind. Ausschreibungen von Ärzten befinden sich im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt.

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Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform

Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

Psychotherapeuten

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2016

3975/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.10.2016

4743/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde

EP

31.10.2016

5193/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.10.2016

5194/2016

Nordlicht

aktuell

9 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform

Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Kiel

EP

31.10.2016

4742/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2016

5708/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Segeberg

EP

31.10.2016

5709/2016

Psychotherapeuten

Kreis Steinburg

EP

31.10.2016

5710/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Dithmarschen

EP

31.10.2016

5706/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.10.2016

6020/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Pinneberg

EP

31.10.2016

6034/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

31.10.2016

6137/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Lübeck

EP

31.10.2016

6185/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Kiel

EP

31.10.2016

7337/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Stadt Kiel

EP

31.10.2016

6273/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Stormarn

EP

31.10.2016

6275/2016

Psychotherapeuten Umwandlung einer halben Angestelltenstelle

Stadt Kiel

EP

31.10.2016

6510/2016

* Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird, das beantragte Fachgebiet eindeutig angegeben ist, ein Arztregisterauszug beigefügt wurde und der Antrag unterschrieben ist. Für nähere Informationen steht Ihnen unter Tel. 04551 883 378 ein Sachbearbeiter zur Verfügung.

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann.

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Name

Fachgruppe/Schwerp.

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dipl.-Psych. Dorothee Dechmann – halbe Zulassung –

Psychologische Psychotherapie

23843 Bad Oldesloe, Hindenburgstraße 8

01.10.2016

Dipl.-Päd. Mira Brückhändler – halbe Zulassung –

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

24534 Neumünster, 01.09.2016 Theodor-Storm-Straße 7

Dipl.-Päd. Karin Behrens – halbe Zulassung –

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

24534 Neumünster, 01.09.2016 Brachenfelder Straße 66

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de): Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Eckard Weber

Psychotherapie

Fahrdorf

Dipl.-Psych. Imke Hoyer

Psychologische Psychotherapie

Norderstedt

Prof. Dr. med. Rainer Schönweiler

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Lübeck

Dr. med. Julian Dahms

diagnostische und interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin

Husum

Dr. med. Jan Castan

Anästhesiologie und Intensivmedizin

Sylt OT Westerland

Henning Christoph Bostelmann

Arzt ohne Gebietsbezeichnung

Süsel

Dr. med. Arne Engel

Strahlentherapie

Heide

Dr. med. Wolfgang Ries

Innere Medizin/Nephrologie

Flensburg

Miriam Tezel

Innere Medizin

Geesthacht

Claus Sieck

Kinder- und Jugendmedizin

Kiel

Dr. med. Christian Falkenberg

Kinder- und Jugendmedizin

Nebel

Dr. med. Markus Weber

Psychiatrie und Psychotherapie

Lübeck

Dr. med. Jan Siegers

Chirurgie

Helgoland

Dr. med. Volker Diedrichs

Orthopädie und Unfallchirurgie

Schwentinental

Dr. med. Steffen Oehme

Orthopädie

Eckernförde

Dr. med. Frank Hennersdorf

Innere Medizin/Kardiologie

Bad Oldesloe

Prof. Dr. med. Thomas Schwarz

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Kiel

Prof. Dr. med. Jochen Brasch

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Kiel

Priv.-Doz. Dr. med. Friederike Egberts

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Kiel

Christine Hilper

Psychiatrie und Psychotherapie

Geesthacht

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten:

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Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Dipl.-Med. Ute Gagern – halbe Zulassung –

23552 Lübeck, Aegidienstraße 39

Psychiatrie, ausschließlich psychotherapeutisch

01.07.2016

Dipl.-Psych. Alexandra Puhl – halbe Zulassung –

Dr. med. Holger Burhorn

23909 Ratzeburg, Töpferstraße 1

Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie

07.07.2016

Dr. med. Markus Scherl

24768 Rendsburg, Wallstraße 40–44

Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde

07.07.2016

Christoph Spoo

24214 Gettorf, Mühlenstraße 3

Orthopädie und Unfallchirurgie

11.07.2016

Dr. med. Hubertus Klees

Dr. med. Friederike Müller-Jenckel

24534 Neumünster, Kuhberg 27

Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde

04.10.2016

Dr. med. Eberhard Jenckel

Dr. med. Dr. h. c. (University of Medicine Kabul) Johann-Friedrich Werner

25813 Husum, Markt 19 –21

Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde

01.07.2016

Dr. med. Eberhard Wenzel

Nordlicht

aktuell

9 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Dr. med. Carola Migge, Rainer Stengel

21039 Börnsen, Zwischen den Kreiseln

Innere Medizin, hausärztlich

01.01.2017

Dr. med. Iris Lefers – ganztags – Sonderbedarf

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Peter Entzian

24534 Neumünster, Kuhberg 28

Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie

01.09.2016

Dr. med. Katja Schikora – halbtags – Sonderbedarf

MVZ Wahlstedt

23812 Wahlstedt, Waldstraße 11

Chirurgie, Schwerpunkt Unfallchirurgie

21.07.2016

Dipl.-Med. Keith Jones – ganztags –

Dr. med. Gabriele Falliner-Valentin

24340 Eckernförde, Ochsenkopf 1

15.08.2016 Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neonatologie

Dr. med. Stephanie Jaster – vierteltags –

Dr. med. Alexander Ruthke und Dr. med. Holger Burhorn

23909 Ratzeburg, Töpferstraße 1

Innere Medizin, hausärztlich

08.06.2016

Dr. med. Stephan Brunn – ganztags –

Dr. med. Hans Klink und Dr. med. Thomas Klink

25767 Albersdorf, Süderstraße 2

Allgemeinmedizin

08.06.2016

Dr. med. Susanne Baum – halbtags –

MVZ Steinburg gGmbH

25524 Itzehoe, Robert-Koch-Straße 2

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.08.2016

Dr. med. Julia Huber – vierteltags –

Dr. med. Ursula Hiedl

24113 Kiel, Mühlendamm 1

Innere Medizin/hausärztlich

08.08.2016

Gerd Taute – ganztags –

Dr. Bosse und Kollegen

24119 Kronshagen, Hals-, NasenEckernförder Straße 315 und Ohrenheilkunde

01.07.2016, befristet bis zum 31.12.2017

Dr. med. Annette Stoehr – ganztags –

Dr. med. Hans-Dieter Trepkau

23623 Ahrensbök, Am Hayckenstift 2

Allgemeinmedizin

01.10.2016

Swantje Knopf – ganztags –

MVZ Lubinus GmbH

24106 Kiel, Steenbeker Weg 25

Anästhesiologie

04.08.2016

Dr. med. Wolfgang Scheiwe – ganztags –

MVZ Gesundheitszentrum Quickborn GbR

25451 Quickborn, Ziegenweg 4

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

09.08.2016

Dr. med. Valerie-Anne Tacier – ganztags –

BAG Katzbach, Schäger, Klaiber

23570 Lübeck, Am Dreilingsberg 7

Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde

01.08.2016

Dr. med. Sabrina Heinrichs – ganztags –

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

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Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Dipl.-Päd. Maja Villnow

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

22946 Trittau, Poststraße 7

22946 Trittau, Bahnhofstraße 58

01.08.2016

Svitlana Steffens

Allgemeinmedizin

25548 Kellinghusen, Schulberg 2

25548 Kellinghusen, Lindenstraße 38

08.07.2016

Prof. Dr. med. Felix Riepe

Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neonatologie

24119 Kronshagen, Kopperpahler Allee 121

24119 Kronshagen, Kopperpahler Allee 147

01.11.2016

Dr. med. Amrey Stübinger

Kinder- und Jugendmedizin

24119 Kronshagen, Kopperpahler Allee 121

24119 Kronshagen, Kopperpahler Allee 147

01.11.2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Dr. med. Burckhardt Kietzmann

Diagnostische Radiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie

24837 Schleswig, Lutherstraße 20

24837 Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3

26.08.2016

Dr. med. Helmut Schwarzenberg

Diagnostische Radiologie

24837 Schleswig, Lutherstraße 20

24837 Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3

26.08.2016

Dr. med. Silja Schäfer

Allgemeinmedizin

24107 Kiel, Eckernförder Straße 414

24107 Kiel, Steinberg 116

08.06.2016

Dr. med. Hartmut Steller

Praktischer Arzt

24107 Kiel, Eckernförder Straße 414

24107 Kiel, Steinberg 116

08.06.2016

Dipl.-Psych. Michael Exner

Psychologische Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

24944 Flensburg, Kelmstraße 11

24939 Flensburg, Am Schlosswall 5

01.09.2016

Dipl.-Psych. Patricia Fiedler

Psychologische Psychotherapie

21465 Reinbek, Bernhard-Ihnen-Straße 21

21465 Reinbek, Mühlenweg 4

08.06.2016

Dipl.-Psych. Gesine Strohmeier

Psychologische Psychotherapie

24229 Dänischenhagen, Dorfstraße 3

24161 Altenholz, Erdbeerfeld 8

01.08.2016

Dr. med. Silke Bechthold

Innere Medizin/haus ärztlich

24996 Sterup, Kappelner Straße 1

24996 Sterup, Alte Dorfstraße 5

01.07.2016

Dipl.-Psych. Elisabeth Jansen-Wietelmann

Psychologische Psychotherapie

23552 Lübeck, Mengstraße 66–70

23560 Lübeck, Kronsforder Allee 3b

01.08.2016

Susanne Peltonen

Psychotherapeutische Medizin

23552 Lübeck, Mengstraße 66

23560 Lübeck, Kronsforder Allee 3b

01.08.2016

Ursula Lampel

Allgemeinmedizin

24211 Preetz, Markt 11

24211 Preetz, Markt 9

01.07.2016

Veröffentlichung gemäß Paragraf 16b Abs. 4 Ärzte-ZV der Feststellungen des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen in Schleswig-Holstein Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am 4. August 2016 entsprechend Paragraf 103 Abs. 1 bis 3 SGB V in Verbindung mit der Bedarfsplanungs-Richtlinie (Bpl-Rl) die Versorgungsgrade in den einzelnen Planungsbereichen überprüft und in nachfolgenden Planungsbereichen für die angegebenen Fachgruppen die Zulassungssperren aufgehoben, wobei der Beschluss mit den Auflagen versehen ist, dass 1. Zulassungen oder Anstellungen nur im aufgeführten Umfang erfolgen dürfen, 2. die rechtsverbindlichen Zulassungs- bzw. Anstellungsanträge bis zum 31.10.2016 beim Zulassungsausschuss für Ärzte in Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1–3, 23795 Bad Segeberg, einzureichen sind.

Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

Hinweis

Hausärzte

Mittelbereich Eutin

1,0

a)

Hausärzte

Mittelbereich Ratzeburg

0,5

a)

Hausärzte

Mittelbereich Metropolregion Südwest

1,0

a)

Nervenärzte

Stormarn

0,5

a)

Kinder- und Jugendpsychiater

Raumordnungsregion Schleswig-Holstein Süd

0,5

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Nordfriesland

0,5

b)

a) In diesen Planungsbereichen erfolgten teilweise Öffnungen wegen der Anwendung des in Paragraf 9 BPl-Rl erläuterten Demografiefaktors. Nach Absatz 8 dieser Vorschrift soll der Zulassungsausschuss in geeigneten Fällen darauf hinwirken, dass möglichst solche Bewerber Berücksichtigung finden, die zusätzlich zu ihrem Fachgebiet über eine gerontologisch/ geriatrische Qualifikation verfügen.

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen b) Stellt der Landesausschuss Überversorgung in der Gruppe der Psychotherapeuten fest, hat er zugleich zu ermitteln, in welchem Umfang gemäß Paragraf 101 Abs. 4 SGB V – ausgedrückt in der Anzahl von Psychotherapeuten – in jedem Versorgungsanteil Ärzte oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zugelassen werden können, sofern diese Versorgungsanteile nicht ausgeschöpft sind. Paragraf 25 Abs. 1 Bpl-Rl regelt, dass in gesperrten Planungsbereichen ein 25-prozentiger Anteil von psychotherapeutisch tätigen Ärzten und ein 20-prozentiger Anteil für die Leistungserbringer, die gemäß Paragraf 18 Abs. 2 ausschließlich Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch behandeln, festzustellen ist (Mindestanteile). Der Landesausschuss hat festgestellt, dass die Mindestanteile in den oben genannten Planungsbereichen nicht erfüllt sind, sodass die aufgeführte Anzahl von Zulassungen bzw. Anstellungen möglich ist. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zulassungsausschuss nur die fristgerecht und vollständig abgegebenen Zulassungsbzw. Anstellungsanträge bei den Auswahlverfahren berücksichtigen wird. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, für welchen Niederlassungsort (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort) die Zulassung bzw. die Anstellung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde. Darüber hinaus ist ein unterschriebener Lebenslauf einzureichen. Folgende Kriterien sind laut Paragraf 26 Abs. 4 Bpl-Rl für die Auswahl durch den Zulassungsausschuss maßgeblich, wobei die Gewichtung der einzelnen Kriterien dem Zulassungsausschuss obliegt: ƒƒberufliche Eignung ƒƒDauer der bisherigen ärztlichen Tätigkeit ƒƒApprobationsalter ƒƒDauer der Eintragung in die Warteliste gemäß Paragraf 103 Abs. 5 Satz 1 SGB V ƒƒbestmögliche Versorgung der Versicherten im Hinblick auf die räumliche Wahl des Vertragsarztsitzes ƒƒEntscheidung nach Versorgungsgesichtspunkten (z. B. Barrierefreiheit) Bemerkung: Für folgende Planungsbereiche hat der Landesausschuss in der Vergangenheit die Zulassungssperren in den angegebenen Fachgruppen bzw. Mindestversorgungsanteilen aufgehoben. Diese Planungsbereiche bleiben weiterhin für Zulassungen bzw. Anstellungen in der angegebenen Anzahl geöffnet: Fachgruppe

Planungsbereich

Anzahl

Hausärzte

Mittelbereich Husum

10,0

Hausärzte

Mittelbereich Meldorf

2,5

ärztliche Psychotherapeuten

Kreis Dithmarschen

2,5

ärztliche Psychotherapeuten

Kreis Nordfriesland

1,0

Kinder- und Jugendpsychiater

Raumordnungsregion Schleswig-Holstein Süd

0,5

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Nordfriesland

0,5

Feststellungen gemäß § 103 Abs. 1 Satz 3 SGB V: Darüber hinaus hat der Landesausschuss die in den Planungsblättern (Spalte 19) ausgewiesenen Feststellungen gemäß Paragraf 103 Abs. 1 Satz 3 SGB V beschlossen.

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Strahlenschutz in der Medizin: Neue diagnostische Referenzwerte für Röntgen veröffentlicht Erneute Absenkung der Referenzwerte Im Jahr 2003 wurden erstmals diagnostische Referenzwerte (DRW) für die meisten radiologischen Verfahren sowie für nuklearmedizinische Untersuchungen vom Bundesamt für Strahlenschutz BfS veröffentlicht. 2010 bzw. 2012 wurden diese überarbeitet und sind seitdem als Maßstab für diese diagnostische Verfahren zugrunde zu legen. Am 22. Juni 2016 hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nun erneut die DRW für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen überarbeitet und am 15. Juli 2016 veröffentlicht. Abrufbar ist der Text unter www.bfs.de/diagnostische-referenzwerte. Unverändert bleiben die DRW für die Nuklearmedizin. Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung betreffen nicht nur eine erneute Absenkung der Zahlenwerte bei fast allen radiologischen Verfahren, sondern auch die Neuaufnahme weiterer Methoden und Anwendungen. Bisher waren die Verfahren in fünf Tabellen dargestellt, jetzt enthalten die DRW acht Tabellen. Neu hinzugenommen wurden Durchleuchtungen an Kindern. Die diagnostische und interventionelle Durchleuchtung an Erwachsenen wurde erweitert und in zwei getrennte Tabellen als „diagnostische Durchleuchtung“ und als „interventionelle Eingriffe“ aufgeteilt. Schließlich sind die Klassifizierungen der Kinder bezüglich der Altersgruppen anders definiert worden und insbesondere um Gewichtsangaben ergänzt worden. Die nunmehr acht Tabellen haben folgende Überschriften: ƒƒTabelle 1: DRW für konventionelle Projektionsaufnahmen am Erwachsenen ƒƒTabelle 2: DRW für mammographische Untersuchungen ƒƒTabelle 3: DRW für konventionelle Projektionsaufnahmen am Kind ƒƒTabelle 4: DRW für diagnostische Durchleuchtungsuntersuchungen am Erwachsenen ƒƒTabelle 5: DRW für diagnostische Durchleuchtungsuntersuchungen am Kind ƒƒTabelle 6: DRW für interventionelle Eingriffe am Erwachsenen ƒƒTabelle 7: DRW für Computertomographie (CT)-Untersuchungen am Erwachsenen ƒƒTabelle 8: DRW für CT-Untersuchungen am Kind Im Anschluss an die Tabellen folgen Erläuterungen, Hinweise und Begründungen zu den neu gefassten Tabellen und zu den Änderungen gegenüber der früheren Fassung. Nach wie vor gilt, dass die DRW keine zwingend einzuhaltenden Grenzwerte sind, sondern Referenzwerte, deren Überschreitung zulässig ist, wenn es hierfür einen rechtfertigenden Grund gibt. Dieser dürfte in der überwiegenden Zahl der Fälle im Gewicht der Patienten liegen, da die Zahlenwerte anhand von „Durchschnitts“-Patienten bezüglich deren Gewicht und Größe festgelegt wurden. In solchen Überschreitungsfällen kann es sich daher durchaus um eine korrekte Röntgenanwendung handeln. Für den Anwender bedeutet das, dass zu jeder Anwendung der Dosiswert jedes Patienten aufzuzeichnen ist und bei Überschreiten des jeweiligen Referenzwertes auch eine Begründung hierfür. Im Prüfverfahren der Ärztlichen Stellen wird daher zuerst geprüft, ob der Mittelwert über zehn Patientendaten den DRW überschreitet. Ist dieses der Fall, wird im Detail geprüft, ob Begründungen für das Überschreiten des DRW dokumentiert sind. Nur wenn nachweislich die DRW unbegründet und im Wiederholungsfall überschritten werden, muss die Ärztliche Stelle die Strahlenschutzbehörde informieren. Zur Erleichterung der Erfassung und Übermittlung der Daten an die Ärztliche Stelle und in anonymisierter Form an das BfS hat dieses eine Excel-Tabelle entworfen, deren Muster von den Ärztlichen Stellen in Schleswig-Holstein zugesandt werden kann. Gemäß § 17a Absatz 1 der RöV sind diese neuen DRW ab sofort für die Untersuchungen am Menschen zugrunde zu legen. Die Ärztlichen Stellen sind gebeten, ihre Überprüfungen ebenfalls auf diese Werte abzustellen. Andreas Ernst-Elz, Referat Strahlenschutz Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Prä- und postoperative Behandlung: KVSH schließt Vertrag mit Praxisklinik Kronshagen Die KVSH und die Praxisklinik Kronshagen (PKKH) haben mit Start zum 1. Juli 2016 einen Vertrag über die Abrechnung von prä- und postoperativen vertragsärztlichen Leistungen abgeschlossen. Die KVSH wird ab diesem Zeitpunkt die ambulanten prä- und postoperativen Leistungen vergüten. Die Leistungen werden von Vertragsärzten im Zusammenhang mit dem zwischen der PKKH und der Techniker Krankenkasse abgeschlossenen Vertrag zur Integrierten Versorgung, der ebenfalls zum 1. Juli 2016 in Kraft tritt, erbracht. Über die KVSH abrechnen kann jeder Vertragsarzt, der von der PKKH mit der Durchführung der jeweiligen Leistung beauftragt wurde. Es gibt kein gesondertes Genehmigungsverfahren. Die Leistungen können von den Vertragsärzten unter den unten genannten Pseudoziffern im Rahmen ihrer Quartalsabrechnung abgerechnet werden. Die Vertragsärzte informieren die PKKH im Anschluss der präoperativen Leistungserbringung (bspw. mittels Arztbrief) über die erbrachte Leistung. Eine Rückmeldung an die PKKH der postoperativen Leistungserbringung ist nicht erforderlich. Entsprechende EBM-Ziffern (31010 bis 31013, 31610) können nicht neben den Pseudoziffern abgerechnet werden.

Pseudoziffer

Bezeichnung

Obligater Leistungsinhalt

Wert

91300A

Operationsvorbereitung bei Neugeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern

 Beratung  Ganzkörperstatus  Kurzbeschreibung

33 €

91300B

Operationsvorbereitung  Beratung bei Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr und  Ganzkörperstatus Erwachsenen bis zum vollendeten 40. Lebensjahr  Kurzbeschreibung  Laboruntersuchungen*

33 €

91300C

Operationsvorbereitung bei Patienten nach Vollendung des 40. Lebensjahres bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres

 Beratung  Ganzkörperstatus  Kurzbeschreibung  Laboruntersuchungen*  Ruhe-EKG

42 €

91300D

Operationsvorbereitung bei Patienten nach Vollendung des 60. Lebensjahres

 Beratung  Ganzkörperstatus  Kurzbeschreibung  Laboruntersuchungen*  Ruhe-EKG

45 €

Fakultativ:  Spirometrie 91300E

Postoperative Behandlung ohne Altersbegrenzung

 Befundkontrollen  Befundbesprechung

33 €

bis zum 21. postoperativen Tag Fakultativ:  Verbandswechsel  Drainagewechsel  Drainageentfernung  Fäden ex  Einleitung und Kontrolle der medikamentösen Therapie * Laboruntersuchungen: BB, PTT, TPZ, TZ, Krea, Kalium, BZ, Gamma GT (EBM Ziffern 32125, 32112, 32113, 32115)

Fragen zu den Pseudoziffern richten Sie bitte an Carola Heske, Tel. 04551 883 443. Bei Fragen zu den Inhalten des IV-Vertrags zwischen der PKKH und der Techniker Krankenkasse wenden Sie sich bitte direkt an die Praxisklinik Kronshagen, Frau Paulin, Tel. 0431 5456674 bzw. paulin@pkkh.de.

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Niederlassungszuschüsse in Bayern

Saarland hat gewählt

München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat zusätzliche Mittel bereitgestellt, um die Niederlassung von Ärzten und Psychotherapeuten in unterversorgten Regionen zu fördern. Die KVB erhöhte für vier unterversorgte Planungsbereiche, in denen die bisher ausgeschriebenen Förderprogramme nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, die Fördersummen um 25 Prozent. Hausärzte können danach in den Planungsbereichen Feuchtwangen und Ansbach Nord, Kinder- und Jugendpsychiater in Oberpfalz-Nord und Hautärzte im Landkreis Haßberge eine Niederlassungsförderung von bis zu 112.500 Euro erhalten. Ärzte bekommen außerdem für die Errichtung einer Zweigpraxis in diesen Regionen einen Zuschuss von bis zu 28.125 Euro und für die Anstellung eines Arztes der entsprechenden Fachgruppe pro Quartal bis zu 5.000 Euro für vorerst acht Quartale.

Hamburg hat gewählt Hamburg – Die Hamburger Vertragsärzte und -psychotherapeuten haben bei den Wahlen der Vertreterversammlung auf berufspolitische Kontinuität gesetzt. Die Liste des Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Dr. Dirk Heinrich, konnte sich als stärkste Kraft behaupten: Die „Hamburger Allianz“ errang 11 der insgesamt 30 zur Verfügung stehenden Sitze. Zweitstärkste Fraktion wurde der Hausärzteverband (Listenführer: Dr. Frank Stüven) mit sieben Sitzen. Dirk Heinrich zeigte sich zufrieden: „Der Wahlausgang zeigt, dass der ruhige, lösungsorientierte Arbeitsstil in Hamburg von den KV-Mitgliedern wahrgenommen und honoriert wird. Die weitgehend konfliktfreie Zusammenarbeit in der Vertreterversammlung während der vergangenen Jahre habe allerdings nicht zu einer Mobilisierung der Wähler beigetragen“, so Heinrich. Dank der Wahlkampagne der KV sei die Wahlbeteiligung dann aber nur leicht gesunken. Bei den Ärzten ging die Wahlbeteiligung von 57 Prozent im Jahr 2010 auf nunmehr 54 Prozent zurück, bei den Psychologischen Psychotherapeuten von 68 Prozent auf 61 Prozent. Insgesamt waren 4.644 KV-Mitglieder in Hamburg aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die neue Vertreterversammlung wird erstmals am 2. Februar 2017 zusammentreten, um ihre Vorsitzenden zu wählen. Der hauptamtliche KV-Vorstand wird nicht neu ernannt, da die Amtsperioden für diese Ämter zeitlich versetzt beginnen. Zeitgleich mit den Mitgliedern der Vertreterversammlung wurden die Kreisobleute gewählt. Details zu den Wahlergebnissen finden Sie unter: www.kvhh.de  Politik  Wahlen 2016

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Nordlicht

Saarbrücken – Die neue Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland steht fest. Insgesamt hatten sich 57 Kandidaten auf sieben Listen um die 30 Sitze in dem Ärzteparlament beworben. Nach der Auszählung entsenden die Hausärzte elf und die Fachärzte 14 Vertreter in das Gremium. Die ermächtigten Ärzte sind mit zwei und die Psychologischen Psychotherapeuten mit drei Delegierten vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 65 Prozent. Das sind etwa zehn Prozent weniger als bei der letzten Wahl. Von den ärztlichen Mitgliedern machten knapp 64 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch, bei den psychotherapeutisch tätigen Mitgliedern waren es fast 67 Prozent. Die konstituierende Vertreterversammlung findet am 7. September 2016 statt.

Fachärztliche Weiterbildung gefördert Weimar – Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat auf die besondere Förderung der fachärztlichen Weiterbildung in thüringischen Praxen hingewiesen. Die Selbstverwaltung fördere die fachärztliche Weiterbildung von 41 Ärzten in Fachrichtungen wie z. B. Augenheilkunde, Dermatologie und HNO, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt gehe die Unterstützung der fachärztlichen Weiterbildung in Thüringen damit deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Gleichzeitig begrüßt die KV die neuen Fördermöglichkeiten, die eine kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft ermögliche. Arztpraxen, die einen Arzt in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin beschäftigen, erhalten seit 1. Juli monatlich 4.800 Euro Förderung. Bisher betrug diese Förderung 3.500 Euro. Aktuell haben in Thüringen schon rund 70 Prozent der betreffenden Arztpraxen den höheren Fördersatz beantragt. Die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Dr. Annette Rommel, betonte, dass die höhere Förderung es den Arztpraxen erleichtere, Ärzte in Weiterbildung zu beschäftigen. Aktuell absolvieren in Thüringen mehr als 260 Ärzte eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. 103 von ihnen befinden sich im ambulanten Abschnitt und werden gefördert.

aktuell

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PRAXIS  &  KV

Was ist in Arbeit?

P s y chotherapie

An dieser Stelle soll auf einige Punkte hingewiesen werden, die im Bereich der vertragspsychotherapeutischen Versorgung gelten. Psychotherapie-Richtlinie Bekanntlich wurde im Juni vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die neue Psychotherapie-Richtlinie beschlossen. An dieser Entscheidung des Ausschusses waren Vertreter der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie der Patienten beteiligt. Das Ergebnis der Reform wird sehr unterschiedlich bewertet. Der G‑BA selbst ist davon überzeugt, dass die Strukturreform die Zugangsmöglichkeiten zur Psychotherapie verbessere und sie insgesamt sowohl für die Patienten als auch für die Psychotherapeuten eine wesentliche Verbesserung bedeute – so der Tenor seiner Pressemitteilung. Dem widersprechen namhafte Berufsverbände der Psychotherapeuten deutlich. Der Bundesverband der Vetragspsychotherapeuten, die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung und die Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichen Psychotherapueten reagierten in einer gemeinsamen Pressemitteilung doch stark enttäuscht vom Ergebnis der Reform und zu vielen ihrer Inhalte sehr kritisch. In die gleiche Richtung geht der Inhalt einer von der Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer SchleswigHolstein einstimmig verabschiedeten Resolution. Hier wird angeführt, dass die neue Psychotherapie-Richtlinie den Erwartungen von Patienten und Psychotherapeuten nach einem schnelleren Zugang zur Psychotherapie nicht gerecht werde. Vor allem die deutlich zunehmende bürokratische Verwaltung spreche dagegen. Der Beschluss des G‑BA ist nun dem Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt. Weitere Details zur Umsetzung der neuen Regelungen legen KBV und GKV-Spitzenverband in der PsychotherapieVereinbarung fest. Beide Seiten müssen darüber hinaus noch über die Höhe der Vergütung für neue Leistungen, wie Sprechstunden und Akutbehandlungen, verhandeln. Inkrafttreten soll die neue Richtlinie dann zum 1. April 2017.

Verordnungen durch Psychotherapeuten Im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist vorgesehen, dass Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten künftig Krankenhausbehandlungen, Leistungen zur psychotherapeutischen Rehabilitation, Krankentransporte und Soziotherapie verordnen dürfen. Hierzu müssen gleich vier voneinander unabhängige Richtlinien des G‑BA geändert werden. Die KBV teilt mit, dass die Beratungen dazu laufen. Entsprechende Regelungen werden vermutlich erst zum 1. Januar 2017 wirksam.

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Delegationsmöglichkeiten Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz hat der Gesetzgeber die KBV und die Krankenkassen auch aufgefordert, Vorgaben im Bundesmantelvertrag zu überprüfen und im Hinblick auf Delegationsmöglichkeiten für Psychotherapeuten zu ergänzen. Auch Psychotherapeuten sollen wie Ärzte Leistungen an Dritte delegieren dürfen. Möglich sind beispielsweise die Unterstützung bei der Erstellung eines Berichts oder vorbereitende und ergänzende Maßnahmen, so die KBV. Die Umsetzung steht noch sehr am Anfang. Regelungen hierzu sind noch zu vereinbaren. Auch im Fachausschuss Psychotherapie der KBV laufen hierzu noch Beratungen.

Norddeutscher Psychotherapeutentag mit Programmänderung Die Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein, Veranstalter des 4. Norddeutschen Psychotherapeutentages am 24. September 2016 in Kiel teilt mit, dass es leider zu einer kleinen Programmänderung gekommen ist. Die Vielfalt bei dem Fortbildungsangebot bleibe selbstverständlich erhalten, heißt es. Informationen zum Angebot und aktuelle Mitteilungen sind auf der Homepage der Kammer: www.pksh.de zu finden. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

aktuell

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die menschen im land vor ort

Mit der Halligbahn zu den Patienten Dr. Christoph Meyer-Schillhorn nutzt für seine Fahrt zur Arbeit ein ungewöhnliches Verkehrsmittel: Der Wyker Allgemeinmediziner fährt alle zwei Wochen mit einer Lorenbahn nach Langeneß und Oland und bietet Halligbewohnern und Touristen dort eine hausärztliche Sprechstunde an.

Der lange Weg zur Hallig-Sprechstunde beginnt bereits früh am Morgen. Dr. Christoph Meyer-Schillhorn besteigt die erste Fähre Richtung Festland. Mit dabei ist Jennifer Drewsen. Die Medizinische Fachangestellte begleitet ihren Chef, der seit 2003 als Hausarzt in Wyk auf Föhr niedergelassen ist. In Dagebüll werden die beiden von einem Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) abgeholt und zum nahe gelegenen Bauhof gefahren. Um 8.15 Uhr startet dort eine Lorenbahn zu ihrer Fahrt durch das schleswig-holsteinische Wattenmeer Richtung Langeneß. Für Meyer-Schillhorn ist die Fahrt Routine, denn er hat die Hallig mit ihren knapp 130 ständigen Bewohnern bereits im April 2010 zum Außenposten seiner Stammpraxis gemacht. Seitdem hat der 48-Jährige dort über 150 Hallig-Sprechstunden abgehalten. Im Schnitt hat er dabei jedes Mal zwischen 20 und 30 Patienten behandelt. Auf der Rückfahrt kommt auf der kleineren Hallig Oland mit ihren 14 ständigen Bewohnern oft noch der eine oder andere Hausbesuch dazu. In den ersten Jahren

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Nordlicht

nutzte Meyer-Schillhorn für die Anfahrt noch die Fähre oder ein Ausflugschiff. Doch die Zeit, die ihm zwischen An- und Abfahrt der Schiffe für die Sprechstunde blieb, war zu knapp. „Im Winter fahren bei Eisgang außerdem oft überhaupt keine Schiffe mehr.“ Zudem wurde seitens der Reederei die Personenschiffahrt inzwischen ganz eingestellt. „Seit gut zwei Jahren fahre ich deshalb mit der Hallig-Bahn“, berichtet er. Das ungewöhnliche Verkehrsmittel erwies sich bei fast jedem Wetter als robust und zuverlässig. Die Mitfahrt ist eigentlich streng reglementiert. Nur das LKN und die Halligbewohner dürfen den Lorendamm nutzen. Hausarzt MeyerSchillhorn erhielt aber sofort eine Sondergenehmigung. Hallig-Sprechstunde Im Sommer kommt der Hausarzt alle 14 Tage zur Sprechstunde, im Winter alle drei Wochen. Verschiebungen sind wetterbedingt natürlich immer möglich. Auf Langeneß werden er und seine Medizinische Fachangestellte von der Gemeindepflegerin Karin

aktuell

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die menschen im land

Pohlmann in Empfang genommen und quer über die zehn Kilometer lange Hallig zur Warf Hilligenley gefahren. Dort liegt die Gemeindepflegestation mit Behandlungs- und Wartezimmer. Der größte Teil der Sprechstunde ist an diesem Tag für die vierzehn einbestellten Terminpatienten vorgesehen. Die Gemeindeschwester, die sich mit einer Kollegin den Dienst auf den Halligen teilt, hat Meyer-Schillhorn bereits vorab über jeden Fall informiert. Genaue Vorinformation ist doppelt wichtig, denn auf der Hallig gilt: „Was nicht eingepackt wurde, kann in der Sprechstunde nicht verwendet werden.“ Dieses Mal gehört sogar ein mobiles Sonografie-Gerät mit zum Gepäck. Der Allgemeinmediziner ist bei jeder Fahrt schwer beladen und muss außerdem die Uhr im Blick behalten, um nicht unfreiwillig über Nacht auf der Hallig bleiben zu müssen. Die Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt der Hallig-Bahn ist kurz. Um 9.30 Uhr beginnt die Sprechstunde. Die Lore fährt aber bereits um 13 Uhr wieder ab und hält für Hausbesuche nur noch einmal kurz auf Oland, bevor sie weiter nach Dagebüll fährt, wo dann schon die Fähre nach Föhr wartet. Heute wurden von Meyer-Schillhorn auf Langeness und Oland insgesamt 23 Patienten behandelt.

ger ist die Arbeit trotzdem wichtig. Er kennt und schätzt die Insel Föhr und die Halligen bereits seit seiner Kindheit und Jugend. Als er dann eine Krankenschwester, deren Mutter von der Hallig Langeneß stammt, heiratete, war die Sache endgültig entschieden. „Ich liebe die Region, die Menschen und arbeite auch gern einmal an einem relativ abgelegenen Ort“, erzählt er. Ihn reizt dabei vor allem die Aufgabe, seinen Patienten auf Langeneß nahezu die gleiche hausärztliche Versorgung wie in der Praxis auf Föhr anzubieten. Die Arbeit auf den Halligen bringe außerdem besondere Anforderungen mit sich. Im Frühling und Sommer sei die Fahrt mit der Hallig-Bahn durch die weltweit einzigartige Landschaft des Wattenmeeres ein Traum. Im Herbst und Winter sehe das aber manchmal ganz anders aus. „Regen und Schnee fallen dann bei Sturm nicht von oben herab, sondern kommen direkt von der Seite und eine Heizung, die diesen Namen verdient, gibt es auch nicht“, berichtet Meyer-Schillhorn. Jakob Wilder, KVSH

Reiz der Arbeit Am späten Nachmittag sind Arzt und Helferin wieder zurück in der Stammpraxis in Wyk. Dort stehen dann noch die Nachmittagssprechstunde und am Abend die Leitung einer Herzsportgruppe auf dem Tagesprogramm. „Die Zweigpraxis auf Langeneß lohnt sich betriebswirtschaftlich für mich eigentlich nicht. Da ich außerdem in Zukunft nur noch allein in meiner Praxis tätig bin, wird es immer schwieriger, das organisatorisch hinzubekommen“, stellt Meyer-Schillhorn klar. Für den gebürtigen Hambur9 | 2016

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Noura Kietzmann Geburtsdatum: 30.12.1975 Geburtsort: Hannover Familie: verheiratet, ein Kind Fachrichtung: Allgemeinchirurgie/Proktologie Sitz der Praxis: Schleswig Niederlassungsform: Einzelpraxis Neu niedergelassen seit dem 21. April 2016

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Die Kombination von Arzt-Patienten-Kontakten im Rahmen der Sprechstunde und (belegärztlichem) Operieren ist perfekt. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Dankbare und zufriedene Patienten 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Genug Zeit nehmen – es ist viel zu bedenken und zu planen … mehr als gedacht! 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Dorothea Erxleben (erste promovierte Ärztin in Deutschland) – wie war es? 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Meine Familie! 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafon 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Arbeiten, wo andere Urlaub machen. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Chemikerin.

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Alternativlos Das deutsche Gesundheitswesen ist weltweit spitze. Das gilt für die Leistungen genauso wie für die Kosten, es gilt für die niedergelassenen Ärzte wie für die „Kliniker“, es gilt für den Stand von Wissenschaft und Forschung, und auch die Versorgungsstrukturen sowie die Selbstverwaltung sind von einer Qualität, um die wir beneidet werden. Dieser Leistungsstand ist hart erarbeitet. Gerade in den letzten zehn Jahren stand das System mehr als einmal auf der Kippe in die Zweitklassigkeit abzurutschen. Insbesondere dank der Interessenvertretung durch die ärztliche Selbstverwaltung konnte das verhindert werden.

„Die Herausforderungen an die ärztliche Interessenvertretung und ihre Selbstverwaltung waren nie größer.“ Für Zufriedenheit und Entspannung besteht dennoch wenig Anlass. Denn so viel auch erreicht wurde, so viel ist doch auf der Strecke geblieben. Hinzu kommt die Eigendynamik eines Systems mit rund 80 Millionen Teilnehmern sowie Herausforderungen, die mit den Begriffen demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt, digitales Gesundheitswesen und veränderte Präferenzen bei der ärztlichen Berufsausübung beschrieben sind. Fasst man das zusammen und addiert die Wirkungsmacht der übrigen Player im Gesundheitswesen, allen voran Politik und Krankenkassen hinzu, dann ist die Feststellung nicht übertrieben, dass die Herausforderungen an die ärztliche Interessenvertretung und ihre Selbstverwaltung nie größer waren. Damit nicht genug: Der psychologische Druck, der insbesondere auf den niedergelassenen Ärzten lastet, neben der fachlichen Qualität auch als Unternehmer zu bestehen, dem in der wirtschaftlichen Steuerung des eigenen Betriebes kein Fehler unterlaufen darf, weil der Spielraum zwischen Erfolg und Scheitern immer enger wird – dieser Druck kommt hinzu. Und weil das Risiko der Selbstständigkeit immer ein eigenes Risiko bleibt, das auch die beste Selbstverwaltung nicht übernehmen kann, nimmt der Reiz einer angestellten Tätigkeit, bei der es einen Feierabend gibt, ohne schlechtes Gewissen, was man als Betriebsinhaber auch nach Dienstschluss noch alles machen müsste, immer mehr zu. Wen wundert es?

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Sich jetzt die Politik als willkommenen Prügelknaben vor die Brust zu nehmen, wäre nicht nur billig, sondern würde auch übersehen, in welchen Zwängen sie steckt. Denn, sieht man von ideologischen Irrungen ab, kann man auch dort nur in Umrissen erkennen, wie sich das Verhalten der 80 Millionen Teilnehmer auf das Gesundheitswesen der nächsten Jahre auswirken wird. Steigendes Lebensalter und medizinischer Fortschritt sind berechenbar. Die Digitalisierung unseres Lebens und ihr Einfluss auf alles und jeden im Gesundheitswesen sind nur vage zu beschreiben – bislang jedenfalls. Der Begriff E-Health, so treffend er ist, bringt nur annährend zum Ausdruck, welche Umwälzungen die Digitalisierung auch für das Gesundheitswesen mit sich bringen wird. Denn eines ist sicher: Alles, was sich digitalisieren lässt, wird in nächster Zeit digitalisiert werden – ob es einem gefällt oder nicht. Damit soll die Politik aber nicht aus ihrer besonderen Verantwortung gelassen werden. Sie ist es, die das Regelwerk setzt und die Interessen aller Teilnehmer am Gesundheitswesen im Gleichgewicht halten muss. Die Zeiten, in denen aus wahltaktischen Gründen Privilegien vergeben wurden, sind ein für alle Mal vorbei. Insofern muss das Gleichgewicht der Interessen auch für die Politik ein erstrangiges Ziel ihrer Arbeit sein. In diesem Sinne wirkt es deplatziert, wenn der Fachminister nicht zum ersten Mal ankündigt, die Selbstverwaltung stärker kontrollieren zu wollen und damit suggeriert, hier gebe es einen Nachholbedarf. Gesetzesverstöße ahndet in unserem Staat die Justiz. Zu dieser Kontrolle ein spezielles Controlling einzuführen, schafft allenfalls noch mehr Bürokratie. Ganz gleich an welcher Stelle der vielschichtigen Prozesse einer Selbstverwaltung – noch mehr Kontrolle bremst die berechtigten Erwartungen an die Effizienz der Körperschaften noch mehr. Umso mehr gilt der Satz „Politik will die Stimme der Ärzteschaft hören“, den die Vorstandsvorsitzende der KVSH, Dr. Monika Schliffke, im letzten Nordlicht geprägt hat. Und damit die Politik diese Stimme nicht überhören kann, braucht es wirkungsmächtige Selbstvertretungen, die umso stärker sind, je größer der Zuspruch ist, auf den sie sich stützen können. Mitschwimmen ist deshalb keine Alternative zum Mitstimmen. Mitstimmen ist eben alternativlos. Peter Weiher, Journalist

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T eam B eratung Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Kommt nicht in die Tüte Das Team Verordnungsberatung der KVSH erreichen immer wieder Anrufe von Ärzten, Apotheken und sogar Angehörigen von Patienten zu dem Thema „Verblisterung von Arzneimitteln“ – also die patientenindividuelle Portionierung von Medikamenten in Durchdrückverpackungen oder Tütchen.

Der verordnende Arzt wird dafür auf dem Weg der Prüfung wirtschaftlich haftbar gemacht. Daher fühlen sich viele Ärzte in solchen Situationen in die Ecke gedrängt, da sie genötigt werden etwas zu tun, was ihnen wirtschaftlich angelastet und auf das sie eigentlich keinen Einfluss mehr haben.

Der Umfang der Fragen reicht von den gesetzlichen Voraussetzungen des Sozialgesetzbuches über die Apothekenbetriebsordnung, Arzneimittelherstellungsgesetz bis hin zu gesetzlich verankerten Patientenrechten und Arzneimitteltherapiesicherheit.

Was ist nun zu tun? Ganz einfach: nichts! Das Recht des Arztes, auf dem Rezept die Teilung einer Tablette zu verordnen, bleibt unberührt. Darum muss er dem Wunsch der Pflegeeinrichtung auch nicht nachkommen.

Folgendes Beispiel aus der Praxis zeigt, wie es häufig gemacht wird und wo die rechtlichen Probleme liegen. Eine Pflegeeinrichtung teilt den für die Bewohner zuständigen Ärzten (oft ist es in kleineren Orten nur ein Arzt) mit, dass die Einrichtung ab sofort eine im nächsten oder übernächsten Ort ansässige Apotheke mit der Verblisterung der Medikamente der Heimbewohner beauftragt hat.

Korrektur zur Verordnung von Cavilon-Produkten Spray und Hautschutzlotion von Cavilon sind entgegen der Mitteilung im letzten Nordlicht (Heft Nr. 8/2016) weiterhin zulasten der Gesetzlichen Krankenkassen bei Stomaversorgung verordnungsfähig. Die Produkte sind nur vom Kapitel Hautschutzlotion in ein anderes Kapitel verlegt worden. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Die Verordnung von Tabletten oder Kapseln habe nun bitte so zu erfolgen, dass passende Wirkstoffmengen vom Arzt rezeptiert werden sollen, da Tabletten nicht mehr apothekenseitig geteilt werden dürfen. Wie jeder Kundige weiß, lassen sich die Pharmahersteller kleinere Wirkstoffmengen teuer bezahlen.

Thomas Frohberg, KVSH

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard 38

04551 883 362 Nordlicht

anna-sofie.reinhard@kvsh.de aktuell

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Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Fragen und Antworten Müssen wir neben den präoperativen Leistungen (GOP 31010 – 31013 EBM) die Laborbefreiungskennziffer 32016 abrechnen? Nein, denn am selben Tag dürfen neben den Komplexen nach den GOP 31010 bis 31013 grundsätzlich keine allgemeinen Laborleistungen aus Kapitel 32.2 EBM abgerechnet werden.

Können wir eine Überweisung einer anderen Praxis per Fax akzeptieren, oder benötigen wir eine Original-Überweisung? Eine Überweisung ist ein offizielles Dokument und muss daher zwingend im Original vorliegen und archiviert werden. Ein Fax ist nicht ausreichend. Nach Paragraf 24 Bundesmantelvertrag-Ärzte hat eine Überweisung auf dem Überweisungsschein (Muster 6 bzw. Muster 10 der Vordruckvereinbarung) zu erfolgen.

Warum werden die Gebührenordnungspositionen für eingehende bzw. versendete E-Mails über KV Safe-Mail in der Honorarabrechnung gestrichen? Die Pauschalen für die Nutzung von SafeMail werden separat vergütet, weshalb sie im Honorarbescheid als abgesetzt gekennzeichnet werden. Über die konkrete Anzahl der E-Mails sowie deren Vergütung informiert ein gesondertes Schreiben.

Darf ein Weiterbildungsassistent über seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR), über die er möglicherweise bereits verfügt, abrechnen? Nein. Ein Weiterbildungsassistent darf nur über die LANR seines Weiterbilders abrechnen.

Unterliegen die Ziffern nach GOP 32025 und 32026 der Pflicht zur externen Qualitätskontrolle nach den Vorgaben der Bundesärztekammer? Nein, da diese Leistungen in patientennaher Sofortdiagnostik (das heißt, das Untersuchungsergebnis liegt innerhalb einer Stunde nach Materialentnahme vor) erbracht werden, unterliegen diese nicht der Ringversuchspflicht.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte und Psychotherapeuten

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

thema: Moderatorengrundausbildung

thema: QEP®-Einführungsseminar

für Qualitätszirkel datum: 9. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 23. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 24. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ergebnisorientiertes Arbeiten im Qualitätszirkel erfordert Moderation. Sie sollte zielorientiert, achtsam und methodisch sein. Dies erfordert Übung und Methodik. Beides sind wesentliche Bestandteile dieser speziellen Moderatorengrundausbildung für die Qualitätszirkelarbeit. In den letzten Jahren wurden viele Techniken und sogenannte Qualitätszirkelmodule entwickelt, die dem Moderator die Arbeit erheblich erleichtern können.

Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung

Die Teilnehmer werden in der Grundausbildung qualifiziert, • das Setting eines Qualitätszirkels zu erarbeiten, • den Zirkel zu moderieren, • verschiedene QZ-Techniken bedarfsgerecht einzusetzen, • die Gruppenprozesse in Qualitätszirkelsitzungen zu steuern und • mit schwierigen Situationen in Gruppenprozessen umzugehen.

Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge; erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis

Inhalte des Seminars: • Moderationstechniken • QZ-Module • Übung von Moderationssituationen • Umgang mit Teilnehmern • Kommunikation und Gruppendynamik • Rahmenbedingungen zur Qualitätszirkelarbeit • Gründung von Qualitätszirkeln

ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 200 Euro, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg Fortbildungspunkte: 18 Teilnahmegebühr:  200 Euro inkl. Material und Verpflegung Fortbildungspunkte:.20 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung und im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Regina Steffen Tel. 04551 883 292 Fax 04551 883 374 E-Mail regina.steffen@kvsh.de

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de

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Paul Brandenburg 04551 883 637 04551 883 374 paul.brandenburg@kvsh.de Nordlicht

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Service

fÜR Ärzte in Weiterbildung thema: Traineeveranstaltung

datum: 7. Oktober 2016, 10.00 bis 16.00 Uhr Praxis, Familie, Freizeit – wie können junge Ärztinnen und Ärzte diese Lebensbereiche miteinander in Einklang bringen? Ein wichtiger Aspekt dabei ist eine gute Personalplanung. Sie bildet einen Schwerpunkt unserer Veranstaltung: Wie finde ich die richtigen Mitarbeiter für meine Praxis? Wie stelle ich ein passendes Team zusammen? Wie entlastet mich mein Personal am wirkungsvollsten? Zu diesen Fragen rund um die Personalplanung geben niedergelassene Ärztinnen und ein Rechtsanwalt wertvolle Tipps aus der Praxis. • Dr. med. Anna Fürniß-Ihns, Gynäkologin aus Mölln, ist erst seit wenigen Jahren niedergelassen und beschreibt ihren Weg in die Praxis. • Rechtsanwalt Dr. Klaus Kossen, spezialisierter Fachanwalt für Medizinrecht und Arbeitsrecht aus Bad Segeberg, erläutert, auf welche Details Sie in Verträgen mit Mitarbeitern achten und welche Fristen Sie beachten müssen. • Ärztin und Coach Anka Behrens, ärztliche Psychotherapeutin, beschreibt typische Stress-Situationen in der Praxis und gibt Tipps, wie man als Praxisinhaber solche kritischen Situationen auch zwischen den Mitarbeitern entschärft. • Dr. med. Stefanie Engels, Dermatologin aus Norderstedt, war vor drei Jahren die jüngste niedergelassene Ärztin in Schleswig-Holstein. Inzwischen hat sie Erfahrungen, die sie gern weitergeben möchte. ORT: Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: kostenlos Fortbildungspunkte: 7 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Um die Vorbereitung zu erleichtern, wird die rechtzeitige Anmeldung per Fax oder per E-Mail (akademie@aeksh.org) bis zum 30. September 2016 empfohlen.

Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung

Abt. Zulassung/Praxisberatung der KVSH

Sylvia Kühne Tel. 04551 803 763 Fax 04551 803 751 E-Mail sylvia.kuehne@ aeksh.de

Bettina Fanselow Tel. 04551 883 255 Fax 04551 883 276 E-Mail bettina.fanselow@kvsh.de

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fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: Qualitätsmanagement –

die G-BA-Richtlinie erfüllen

datum: 9. November 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern? In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro Fortbildungspunkte:.5

© istock.com/Sandra O‘Claire

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de 42

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Service

Veranstaltungen

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

KVSH

Schleswig-Holstein

5. Oktober 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

13. September 2016, 14.00 bis 17.30 Uhr

Forum Telemedizin: „Wir lassen uns nicht abhängen“

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

14. September 2016, 16.00 bis 18.00 Uhr

Effiziente Ödemtherapie für mehr Lebensqualität Ort: media docks Lübeck, Eames Room, Willy-Brandt-Allee 31a, 23554 Lübeck Info: Anmeldung bis 7. September 2016 unter Fax 0451 8907123, Fortbildungspunkte sind beantragt, organisiert wird die Veranstaltung durch das Lymphnetzwerk Lübeck e. V. E-Mail: anmeldung@schuett-grundei.de www.lymphnetzwerk-luebeck.de

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

26. Oktober 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Infomarkt der KVSH

17. September 2016, 10.00 bis 16.30 Uhr

Ort: Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.kvsh.de

Achtsamkeit und Meditation Ort: Zenkreis Kiel e. V., Grasweg 30-32, 24118 Kiel Info: Anerkannte Fortbildungsveranstaltung, Kategorie C, 5 Punkte, Tel. 0431 5448836 E-Mail: dr.kubsda@gmx.de

KVSH-Kreisstellen

24. September 2016, 9.00 bis 14.00 Uhr

12. September 2016, 10.00 Uhr

Weltsuizidpräventionstag Ort: Ev.-Luth. Diako Flensburg Haus Pniel, Duburger Str. 81, 24939 Flensburg Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

14. September 2016, 18.00 Uhr

Lebererkrankungen Ort: Strandhotel Glücksburg, Kirstenstraße 6, 24960 Glücksburg Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

29. September 2016, 17.00 Uhr

Update Nephrologie 2016 Ort: Ev.-Luth. Diako Flensburg Haus Pniel, Duburger Str. 81, 24939 Flensburg Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

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Ort: Tagungszentrum Hohes Arsenal/VHS Rendsburg, Paradeplatz 11, 24768 Rendsburg Info: Anmeldung: buero@landfrauen-sh.de, Fax: 04331 33 59 205, per Post: LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e. V., Grüner Kamp 15–17, 24768 Rendsburg E-Mail: buero@landfrauen-sh.de www.landfrauen-sh.de

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4. Norddeutscher Psychotherapietag: Das Leiden der zweiten Generation bei Patienten und Therapeuten Ort: Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhoferstraße 13, 24118 Kiel Info: Anmeldung: Tel. 04834 9847101, gegebenenfalls auf AB sprechen, Moderatorin: Anna E. Dott, Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Büsum Themen: Diagnosen Therapie, Umgang mit PT Gutachten, Supervision, Fallarbeit, Literatur, Bedeutung eigener Betroffenheit www.uksh.de

5. Oktober 2016, 16.00 bis 20.00 Uhr

4. Flensburger Geriatrie Symposium Ort: Hotel Waldschlösschen Schleswig, Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Info: Tel. 0461 816 2511, Referent: Dr. K. Weil, Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation (St. Franziskus-Hospital) www.malteser-franziskus.de

6. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Inkontinenz – aktuelle Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie Ort: ConventGarten, Hindenburgstraße 38, 24768 Rendsburg Info: Referent: Dr. A. Bannowsky, Rendsburg, Fortbildungspunkte: Erhalt von 3 FB- Punkten der Ärztekammer E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

aha!-Programm Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 44

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Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Gruppentherapievertrag Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 HIV/AIDS Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 aktuell

9 | 2016


Service kontakt

HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Marleen Staacke������������������������������������������������������������������������������ 596 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Melanie Lübker�������������������������������������������������������������������������������� 427 Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 9 | 2016

Nordlicht

Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen............................................................................... 458 Röntgen (Anträge) Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung) Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������ 458 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231

aktuell

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Service kontakt

Tonsillotomie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� 930 Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� 351 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

Impressum Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12 Zweitmeinungsverfahren Nadja Kleinert��������������������������������������������������������������������������� 9010 25

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht aktuell

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder; Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 9 | 2016

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Frauenärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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5. bis 21. September

Nordlicht 09 2016 web