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nr. 9 | 2012

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassen채rztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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September 2012 | 15. Jahrgang

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Zukunft der ambulanten Versorgung

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Die Wege werden l채nger


Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 9 | 2012

Aus dem Inhalt

TITELTHEMA 04 „Gesichert statt wohnortnah“ – Die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung

07 Strukturfonds: Land.Arzt.Geld! 08 Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, fordert attraktivere Startbedingungen für junge Mediziner

10 Was machen die anderen Bundesländer?

Förderprogramme gegen den Landarztmangel

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NACHRICHTEN Kompakt

Die Struktur der ambulanten Versorgung wird sich in Zukunft massiv verändern. Prof. Beske stellt im Titelthema die Prognose auf, dass wir statt einer flächendeckenden und wohnortnahen eine gesicherte Versorgung bekommen. Lesen Sie außerdem, welche Faktoren diese Entwicklung beeinflussen und mit welchen Förderprogrammen und Maßnahmen einige Bundesländer Einfluss nehmen wollen.

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Gesundheitspolitik 17 Im Visier: BVA rügt einige Krankenkassen 18 Kieler Spitzen: Sommer-Loch

Praxis & KV 19

„Klug kodieren leicht gemacht“: Psychische und Verhaltensstörungen (1. Teil)

21 Nachgefragt: Abrechnungs-Check der KVSH 23 Öffentliche Ausschreibung von Vertragspraxen 24 Die Zukunft des Kurwesens in Deutschland 26 Psychotherapie: Honorierung

psychotherapeutischer Leistungen

Der Abrechnungs-Check auf dem eKVSH-Portal ermöglicht eine „Vorprüfung“ der Abrechnung und hilft so manchen Euro Honorar zu retten. Wir haben bei zwei Medizinischen Fachangestellten in einer Hausarztpraxis in Neumünster nachgefragt, wie ihnen der neue Service der KVSH gefallen hat.

Die Menschen im Land

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28 Hilfstransport in die Republik Moldau

SERVICE 30 Sicher durch den Verordnungs-Dschungel: Hätten Sie es gewusst?

31 Sie fragen – wir antworten 32 Seminare 34 Veranstaltungen

Beilagen Sonderausgabe KV Hamburg und KVSH Praxishilfe: Weniger „P@pierkram“, mehr Zeit

Nach einem Spendenaufruf im März-Nordlicht erhielt der Hilfsverein IceFlower u. a. ein komplett ausgestattetes Ambulantes Operatorium. Lesen Sie in unserem Bericht, wie der Hilfstransport in die Republik Moldau gelaufen ist und welche Erfahrungen die Projektverantwortlichen dort gemacht haben.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 9 | 2012 EDITORIAL von Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, Fatales Ergebnis zu Lasten der Versorgung! An dem Satz gibt es nichts zu beschönigen, wenn man sich das Ergebnis der Berliner Verhandlungen um den Orientierungspunktwert anschaut. Äußerst geschickte Taktik der GKV kann man hinzufügen, wenn man noch im Hinterkopf hat, dass der Spitzenverband vor dem letzten Ärztetag das unbewiesene „Fangprämiengutachten“ herausbrachte und nun ebenso passend mit dem zweifelhaften Prognos-Gutachten hart zuschlug. Ärzteschelte und das völlige Negieren von Kostensteigerungen in Praxen sind altbewährte Mittel und in regelmäßiger Folge wird beides wieder hervorgeholt. So langsam müsste sich die GKV aber auch fragen, wie lange sie es sich noch leisten kann, mit solchen Keulen zu schlagen. Welcher junge Arzt hat denn noch Lust, in die Niederlassung zu gehen, wenn man ihm permanent Käuflichkeit, Habgier und Verschwendungssucht unterstellt? Honorarstreit ist kein Tarifstreit wie bei der IG Metall oder den Fluglotsen. In Honorarverhandlungen geht es um Mittel für die Versorgung. Das MRT oder der Echokardiograph werden nicht von der Krankenkasse aufgestellt, bezahlt und betrieben. Es erfordert Ärzte, die diese Investitionen tätigen, das Personal dazu beschäftigen und alles mit ihren Honoraren bezahlen. Ihr eigenes Nettoeinkommen ist nur zu 25 Prozent von Honorarverhandlungen betroffen. Gebetsmühlenartig sollte man dies immer wieder sagen, damit es überall endlich mal verstanden wird. Was wird bleiben nach diesen Verhandlungen? Zuerst die existentielle Basis unserer Praxen, als nächstes die Flächenversorgung. In diesem Heft tituliert Prof. Dr. Beske seinen Artikel mit „gesichert statt wohnortnah“. Hieß es nicht für uns sonst immer „gesichert und wohnortnah“? Die Zeiten ändern sich. Die GKV hat den nächsten Sargnagel in unser Gesundheitssystem getrieben.

Dr. Monika Schliffke

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Titelthema Z u k u nft der A mb u lanten V ersorg u ng

Gesichert statt wohnortnah

Wie wird in ein paar Jahren die ambulante medizinische Versorgung in Deutschland aussehen? Aktuellen Prognosen zufolge ist der „ Arzt um die Ecke“ ein Auslaufmodell. Stattdessen müssen Patienten künftig weite Wege zurücklegen, um die nächste Arztpraxis zu erreichen. Dies gilt vor allem für ländliche Regionen. Die Bundesregierung hält dagegen und versucht mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz eine flächen-deckende, wohnortnahe Versorgung aufrechtzuerhalten. Doch ist dies überhaupt möglich? Einschätzungen dazu vom Kieler Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Fritz Beske. Am 1. Januar 2012 ist das GKV-Versorgungsstrukturgesetz in Kraft getreten. Wesentliches Ziel des Gesetzes ist die Sicherstellung einer wohnortnahen hausärzt­lichen Versorgung. Hierzu heißt es in der Demografiestrategie der Bundesregierung vom 25. April 2012 mit dem Titel „Jedes Alter zählt“, dass mit dem GKV-Versor­ gungsstrukturgesetz der Bundesregierung die Voraussetzung geschaffen ist, dass auch in Zukunft eine flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerechte medizini­sche Versorgung gewährleistet werden kann. Beides, das GKV-Versorgungsstrukturgesetz und die Demografiestrategie der Bundesregierung, können Erwartungen wecken, die so nicht erfüllt werden können. Insbesondere Bürgermeister und Landräte, aber auch Patienten könnten darauf ver­ trauen, dass mit der Zusicherung einer flächendeckenden, wohnortna4

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hen und be­darfsgerechten medizinischen Versorgung, und dabei besonders der hausärztlichen, eine Versorgungssituation erhalten bleibt oder so wiederhergestellt werden kann, wie sie in früheren Zeiten bestanden hat, „der Hausarzt um die Ecke“. Da der Begriff einer wohnortnahen Versorgung nicht definiert ist, muss Klarheit geschaffen werden. Eine Definition und damit eine exakte Beschreibung von wohnortnah gibt es nicht. Dies würde bedeuten, dass die Erreichbarkeit konkret in Kilometern oder in Zeit­einheiten, also Erreichbarkeit z. B. in Minuten, eindeutig definiert werden könnte. Damit ist und bleibt wohnortnah ein unbestimmter Begriff, ein Begriff, der sich einer eindeutigen Definition entzieht. Dargestellt werden können jedoch Einflussfaktoren, die bestimmend sein werden für die Versorgungssituation von morgen. aktuell

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Titelthema

Einflussfaktoren auf die Versorgungssituation Die Versorgungssituation der Zukunft wird im Wesentlichen von folgenden Einfluss­faktoren bestimmt: • Ausdünnung des ländlichen Raums. Bis 2060 nimmt die Bevölkerung von 82 auf 65 und damit um 17 Millionen ab. Dies bedeutet zunächst einen alle Regionen be­treffenden Bevölkerungsrückgang, doch trifft diese Entwicklung ländliche Regionen im besonderen Maß, bedingt durch eine immer deutlicher werdende Wanderungs­ bewegung aus ländlichen in städtische Gebiete. Die Folge ist eine über die Auswir­kungen der Abnahme der Bevölkerung hinausgehende Bevölkerungsverdünnung im ländlichen Raum. Sollte es Planungszahlen darüber geben, wie viele Einwohner z.  B. von einem Hausarzt versorgt werden sollen, würde allein hierdurch die durchschnitt­liche Entfernung zum Hausarzt steigen. • Ärztemangel. Es ist fraglich, ob in Zukunft trotz abnehmender Bevölkerungszahl bei allerdings altersbedingtem steigenden Versorgungsbedarf die Zahl an Ärzten je 100.000 Einwohner ausreicht, um insbesondere frei werdende Hausarztsitze im ländlichen Raum weiterzuführen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) rechnet damit, dass bis 2020 allein im ambulanten Bereich rund 52.000 Ärzte ersetzt werden müssen, davon rund 24.000 Hausärzte. Wegen des Nachwuchsmangels würden schon bald vor Ort die notwendigen Ärzte fehlen. Dies wird durch Berichte bestätigt, wonach insbesondere Hausärzte im ländlichen Raum oft keinen Nachfolger finden. Umfragen bei Medizinstudierenden weisen darauf hin, dass eine Tätigkeit als Landarzt für die große Mehrheit nicht infrage kommt. Attraktivste Standorte sind Mit­tel- oder Großstädte von 50.000 bis 500.000 Einwohner.

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• Die Medizin wird weiblich, der Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit nimmt zu. In der Ärzteschaft nimmt die Zahl von Ärztinnen zu, von Ärzten ab. Dieser Trend setzt sich fort. 2009 waren von den Medizinstudierenden bereits 64 Prozent Frauen, mit weiter steigender Tendenz der Zunahme weiblicher Medizinstudierender. Dies wirkt sich mit zeitlicher Verzögerung auf die Zusammen­ setzung der Ärzteschaft aus: Mehr Ärztinnen, weniger Ärzte. Für Ärztinnen hat die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit eine größere Bedeutung als für Ärzte. Von Ärztinnen wird auch mehr als von Ärzten eine geregelte Arbeitszeit und damit ein Angestelltenverhältnis bevorzugt. Die Neigung zur Niederlassung als Vertragsarzt ist bei Ärzten ausgeprägter als bei Ärztinnen. Der bei Ärztinnen zu erkennende Wunsch zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit nimmt auch bei Ärzten zu. Immer weniger Ärzte sind zu einer nahezu unbe­grenzten Arbeitszeit bereit. Die Übernahme von Verantwortung von Ärzten im Familienbereich nimmt ebenfalls zu. Damit könnte auch bei Ärzten das Interesse an einer geregelten Arbeitszeit mit Bevorzugung eines Angestelltenverhältnisses steigen und die Bereitschaft zu einer Niederlassung als Vertragsarzt sinken. Bei der Nieder­lassung dürfte das Interesse an einer wie auch immer gearteten Form von gemein­ schaftlicher Berufsausübung zunehmen zulasten einer Niederlassung in einer Einzel­praxis. • Angebote von Bildung und Kultur. Mehr als in der Vergangenheit legen Ärzte bei jeder Art von Berufsausübung Wert darauf, dort tätig zu sein, wo ihre Kinder am Ort ein ausreichendes Schulangebot finden. Für die gesamte Familie werden kulturelle Angebote am Wohnort gewünscht.

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Titelthema Z u k u nft der A mb u lanten V ersorg u ng

• Trend zur integrierten medizinischen Versorgung. In der medizinischen Versor­gung ist ein Trend hin zu Kooperation und damit zur integrierten Versorgung zu be­obachten, eine Entwicklung, die gesundheitspolitisch gewünscht und gefördert wird. Dies reicht von der Kooperation von Ärzten im selben Fachgebiet über die Koopera­ tion unterschiedlicher Fachgebiete in Ärztehäusern oder Ärztezentren bis hin zu einer Integration von Krankenhaus, niedergelassenen Hausund Fachärzten, Rehabilita­ tion und Pflege auf dem Areal eines Krankenhauses. Es entstehen Versorgungs­zentren. Die Folge ist ein größeres Einzugsgebiet mit einer zweifachen Entwicklung: Patienten kommen aus diesem größeren Einzugsgebiet mit weiteren Wegen in das Versorgungszentrum und die Versorgung des Einzugsgebiets findet vom Versor­ gungszentrum aus statt. • Weitergehende Spezialisierung in der Medizin. Die Spezialisierung in der Medizin geht weiter. Auch dies führt zu einer verbesserten medizinischen Versorgung, denn Spezialisierung bedeutet vertiefte Kenntnisse, wenn auch auf einem kleineren Fach­gebiet. Mit einer weitergehenden Spezialisierung und der damit verbundenen Kon­zentration auf ausgewählte Patientengruppen nimmt aber wiederum die Notwendig­ keit zu innerärztlicher Kooperation zu, was ebenfalls die integrierte Versorgung för­ dert. Gleichzeitig nimmt aber auch die Größe des Einzugsgebiets, zu mit allen sich daraus für die medizinische Versorgung ergebenden Konsequenzen. Zusammenfassende Bewertung. Alles weist darauf hin, dass es zu einer Aus­dünnung der Bevölkerung im ländlichen Raum und zu neuen Formen der medizini­schen Versorgung kommt. Es gibt eigentlich keine Entwicklung, die dafür spricht, dass die bisherige Organisation der medizinischen Versorgung, insbesondere mit Hausärzten, aufrechterhalten oder wiederhergestellt werden kann. Das Ziel jedoch, eine bedarfsgerechte Versorgung, wird damit nicht aufgegeben. Allerdings kann die­ses Ziel nur durch neue Organisationsformen der medizinischen Versorgung erreicht werden.

Von der wohnortnahen zur gesicherten Versorgung. Der Bedarf an Ärzten in der Fläche sinkt. Durch die Bevölkerungsabnahme und durch die Wanderungsbewegung Land-Stadt findet eine überproportionale Ausdünnung in ländlichen Räumen statt. Davon unabhängig muss die Bevölkerung auch im länd­ lichen Raum durch Vertragsärzte und dabei insbesondere durch Hausärzte versorgt sein. Gesundheitspolitisches Ziel ist hierfür weniger die flächendeckende wohnort­nahe Versorgung mit einer ständigen hausärztlichen Versorgung durch den gleichen Arzt, „dem Hausarzt um die Ecke“, sondern vielmehr das übergeordnete Ziel der Sicherstellung der Versorgung auch im ländlichen Raum. Alles andere ist wirklich­keitsfremd. Auch in Zukunft wird es Ärzte geben, die sich in einer Einzelpraxis und wohl mehr noch in Kooperation mit einem weiteren Arzt oder mit mehreren Ärzten in dünn be­siedelten Regionen niederlassen, doch dürfte ihre Zahl rückläufig sein. Um dennoch die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen, gibt es ein Bündel von Maßnahmen besonders der Kassenärztlichen Vereinigungen und von Förderun­gen durch Bundesländer. Neben der Gewinnung von Ärzten für eine Niederlassung steht dabei die Sicherstellung der Versorgung durch eine stunden- oder tageweise Tätigkeit, aber auch durch mobile Einrichtungen wie Ärztebusse. Hinzu kommen die Telemedizin und die Versorgung durch praxisgebundene medizinische Fach­angestellte und Krankenpflegepersonen. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen können Kommunen vieles tun, um die ärztliche Versorgung zu fördern. Dies alles wird jedoch eine flächendeckende und eine nach Patientenverständnis wohnortnahe Versorgung ländlicher Regionen nicht sicherstellen. Damit muss der Bevölkerung offen und ehrlich gesagt werden, dass sich Versorgungsstrukturen än­dern. Aus der alleinigen Versorgung durch immer denselben und ständig zur Verfü­gung stehenden Hausarzt wird eine Vielzahl von Versorgungsmöglichkeiten. Dies bedeutet auch längere Wege zum Arzt, gleichgültig ob Hausarzt oder Facharzt; nicht überall, aber zunehmend mehr. Niemand jedoch bleibt unversorgt. Der Schwerpunkt verschiebt sich allerdings von einer flächendeckenden und wohnortnahen zu einer gesicherten Versorgung. Etwas mehr Umstand, um diese Versorgung zu erreichen, muss dabei in Kauf genommen werden. Prof. Dr. Fritz Beske, Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung, Kiel

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Titelthema

Land.Arzt.Geld!

S tr u kt u rfonds

Mit dem Gesundheitsversorgungsstrukturgesetz können KVen einen Strukturfonds in Höhe von 0,1 Prozent der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung schaffen, an dem sich die Krankenkassen dann ebenfalls mit einem zusätzlichen Promille beteiligen müssen (Paragraf 106 Abs. 1a SGB V). Aus diesem Fonds können Investitionskosten, Zuschläge für Vergütungen o. ä. für Ärzte in Regionen mit Unterversorgung, drohender Unterversorgung oder zusätzlichem lokalen Versorgungsbedarf gefördert und finanziert werden.

Blaupause für diese neue gesetzliche Regelung ist unser „Strukturfonds zur Förderung des ländlichen Raumes“, den wir mit den Krankenkassen bereits seit 2011 vereinbart haben. Allerdings beschränken wir uns auf den Ausgleich von Nachteilen im Rahmen der Honorarverteilung, denn Ärzte auf dem Lande behandeln oft überdurchschnittlich viele Patienten. Bei Erfüllung bestimmter Kriterien wird die RLV-Fallwertminderung ausgesetzt und dieses aus dem Strukturfonds finanziert.

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Pro Quartal werden so rund 50 Ärzte mit insgesamt ca. 250.000 Euro gefördert. Dabei entfällt der größte Anteil auf Hausärzte. Für die Definition „Ländlicher Raum“ richten wir uns nach dem Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein, in dem alle Städte und Gemeinden nach Raumordnungstypen kategorisiert sind. Ekkehard Becker, KVSH

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Titelthema I nterview

„Solidarpakt unter der Ärzteschaft“ In die Diskussion um die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung in Schleswig-Holstein hat sich vor kurzem auch die Landesvertretung der Techniker Krankenkassen eingeschaltet. In einer Presseerklärung forderte die TK attraktivere Startbedingungen für junge Mediziner. Was das konkret bedeutet, erklärt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, im Interview mit dem Nordlicht.

Nordlicht: Herr Brunkhorst, reicht das zu Jahresbeginn in Kraft getretene Versorgungsstrukturgesetz und die darin enthaltenen Maßnahmen aus, um auch in Zukunft eine flächendeckende medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein zu gewährleisten? Dr. Johann Brunkhorst: Sie gehen auf jeden Fall in die richtige Richtung. Ob sie wirklich ausreichen, werden wir sehen. Schwerpunkte des Gesetzes sind Regelungen zur Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung. Angefangen bei Anreizen im vertragsärztlichen Vergütungssystem, über die Erprobung von mobilen Versorgungskonzepten, der Aufhebung der Residenzpflicht bis hin zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf. Wichtig ist, vorhandene Spielräume aktiv mit

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Leben zu erfüllen und Gestaltungswillen zu zeigen. Dazu muss das bloße Denken in Verantwortungssegmenten endgültig aufgegeben werden. Für die Patienten werden wir nur etwas bewegen, wenn wir gemeinsam handeln. Dann bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung anzubieten. Nordlicht: Für den Kieler Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Fritz Beske ist eine flächendeckende, wohnortnahe Versorgung in Zukunft nicht mehr aufrechtzuerhalten. Daran ändere auch das Versorgungsstrukturgesetz nichts. Was halten Sie davon?

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Titelthema

Brunkhorst: Erst einmal muss diskutiert werden, was „wohnortnahe, flächendeckende Versorgung“ zukünftig heißen soll und was Patienten an Wegstrecke zumutbar ist, um einen Arzt zu erreichen. Brauchen wir denn in jedem Ort einen Arzt? Sind 30 Minuten Fahrzeit zu einem Spezialisten zumutbar? Ich sehe es als unsere Verpflichtung an, große Anstrengungen zu unternehmen, um eine flächendeckende Versorgung aufrechtzuerhalten. In Schleswig-Holstein bedeutet dies, insbesondere auch auf den Inseln, für eine gute Basisversorgung einzustehen.

Ich würde mich freuen, wenn wir in Schleswig-Holstein endlich wieder einen echten Lehrstuhl für Allgemeinmedizin hätten und mehr Studierende hausärztlich ausgebildet werden. Man muss auch darüber nachdenken, die Zulassungskriterien zum Medizinstudium zu erweitern, um engagierte junge Menschen für den Arztberuf zu gewinnen. Finanzielle Unterstützung durch Kommunen, die die Entscheidung für eine Praxiseröffnung auf dem Land erleichtern, sind sehr wünschenswert. Hier helfen häufig schon kleine, aber wirksame Maßnahmen.

Nordlicht: Sie fordern attraktivere Startbedingungen für junge Mediziner, damit diese auch künftig den unternehmerischen Schritt in die Niederlassung wagen. An wen richtet sich diese Forderung genau und was ist damit gemeint?

Nordlicht: Was kann die Techniker Krankenkasse zum Erhalt einer flächendeckenden Versorgung beisteuern? Immerhin geht es ja auch um Ihre Versicherten, die künftig noch einen Arzt in der Nähe haben möchten.

Brunkhorst: Angesprochen sind alle Player im Gesundheitswesen, die Landespolitik und natürlich die Kommunen, die nach Ärzten suchen. Die KV in Schleswig-Holstein hat mit ihrer Kampagne „Land.Arzt.Leben!“ einen wichtigen Schritt getan, um Nachwuchsmediziner für den Landarzt-Beruf zu begeistern. Darüber hinaus muss die KVSH alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um niederlassungswillige Ärzte bei Beginn ihrer Tätigkeit finanziell zu unterstützen. Wir, das heißt Krankenkassen und KVSH, aber auch Kliniken, Kommunen und Landespolitik, müssen hart daran arbeiten, attraktivere Startbedingungen für junge Mediziner auf dem Land zu schaffen.

Brunkhorst: Wir sind natürlich massiv interessiert, haus- und fachärztliche Versorgung abgestuft in allen Regionen anzubieten. Dazu bieten die Honorarregelungen eine auskömmliche Basis. Wir haben zusätzlich zahlreiche integrierte Versorgungsverträge abgeschlossen, mit denen wir die Vernetzung zwischen ambulantem und stationärem Sektor weiter vorantreiben. Wir wollen damit die Qualität der medizinischen Versorgung weiter steigern. Beispielhaft möchte ich hier das TK-Angebot „Babyfocus - Mehr Qualität rund um die Geburt!“ nennen.

Von den Kommunen, die Ärzte suchen, erwarte ich, dass sie attraktive Bedingungen für den Arzt und seine Familie schaffen. Auch hier müssen neue Wege gegangen werden. Immerhin bietet eine Arztpraxis auch Arbeitsplätze für die Menschen in der Region. Ein gutes Beispiel sind hier die Aktivitäten in Pahlen und St. Margarethen, denen es gelungen ist, mit einem attraktiven Angebot Hausärzte zu gewinnen.

„Wir haben eine auskömmliche Vergütung ärztlicher Leistung in Schleswig-Holstein.“

„Lockprämien“, wie sie etwa in Hessen gezahlt werden, lehne ich zum jetzigen Zeitpunkt ab. Wir haben in Schleswig-Holstein eine sehr aktive KV und handlungsfähige Kassen. Bei festgestellter Unterversorgung gibt es noch die Möglichkeit, einen Strukturfonds zu bilden und daraus Zuschüsse für die Investitionskosten bei Neuniederlassungen oder für die Gründung von Zweigpraxen zu zahlen. Außerdem haben wir derzeit in Schleswig-Holstein keine Unterversorgung.

Nordlicht: Eine höhere Vergütung ärztlicher Leistungen wäre wohl auch für den einen oder anderen Nachwuchsmediziner Anreiz genug, sich – speziell auf dem Land – niederzulassen. Wie sehen Sie das?

Nordlicht: Unternimmt die Landespolitik aus Ihrer Sicht genug, um den Ärztemangel in den Griff zu kriegen? Brunkhorst: Die Rolle der Landespolitik beschränkt sich eher auf die des Moderators und Impulsgebers. Der Spielball, um den Ärztemangel tatsächlich in den Griff zu kriegen und eine flächendeckende Versorgung anzubieten, liegt in erster Linie bei der KV und den Krankenkassen. Mit dem Gemeinsamen Landesgremium (Paragraf 90a SGB V) hat die Landesregierung jetzt zusätzlichen Einfluss auf die zukünftige Ausgestaltung der medizinischen Versorgung in unserem Land erhalten. Ich bin gespannt, wie die Landesregierung dies nutzen wird.

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Mehr Geld im Gesundheitssystem hat bisher nicht dazu geführt, dass altersbedingte Nachwuchsprobleme gelöst wurden. Wir haben eine auskömmliche Vergütung ärztlicher Leistung in Schleswig-Holstein. Das gilt sowohl für den haus- als auch für den fachärztlichen Bereich. Mehr Honorar führt aus meiner Sicht nicht dazu, dass die Bereitschaft für eine Niederlassung auf dem Land steigt. Entscheidend sind andere Kriterien wie etwa Angebote für Familie, Ausbildung und Freizeitmöglichkeiten. Ich sehe auch Möglichkeiten in der Honorarverteilung. Warum soll ein Arzt, der bereit ist sich auf dem Land niederzulassen, nicht zeitlich befristet mehr Honorar bekommen als der Kollege in der Großstadt? Eine Art Solidarpakt unter der Ärzteschaft. Das Interview führte Marco Dethlefsen, Kvsh

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Titelthema Z u k u nft der A mb u lanten V ersorg u ng

Geld gegen den Landarztmangel Während die Landesregierung Schleswig-Holsteins Programme zur Bekämpfung des Landarztmangels bisher immer abgelehnt hat, haben viele andere Bundesländer bereits erhebliche Mittel bereit gestellt und konkrete Fördermaßnahmen gestartet, oft in Kooperation mit KV und Krankenkassen. Bayern Der Freistaat fördert den ärztlichen Nachwuchs im ländlichen Bereich mit insgesamt 4,5 Millionen Euro. Die Gründung oder Übernahme von Hausarztpraxen in unterversorgten Gebieten soll dabei mit 60.000 Euro unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass sich der Hausarzt in einem Ort mit höchstens 25.000 Einwohnern niederlässt und dort mindestens fünf Jahre als hausärztlicher Vertragsarzt tätig ist. Außerdem gibt es ein Stipendienprogramm für Medizinstudenten. Sie sollen 300 Euro monatlich für maximal vier Jahre erhalten. Wenn die Nachwuchsmediziner anschließend mindestens fünf Jahre im ländlichen Raum arbeiten, muss das Stipendium nicht zurückgezahlt werden. „Innovative Versorgungskonzepte“ können künftig mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden. Das gilt z. B. für Ärztehäuser mit familienfreundlichen Arbeitszeiten oder Gemeinschaftspraxen, die an jedem Wochentag von einem anderen Facharzt genutzt werden. Baden-Württemberg Hausärzte, die sich in einer arztfreien ländlichen Gemeinde in Baden-Württemberg niederlassen, können mit bis zu 30.000 Euro Fördergeld rechnen. Für das Förderprogramm „Landärzte“ stehen insgesamt knapp zwei Millionen Euro zur Verfügung. Es richtet sich vor allem an Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendärzte sowie hausärztlich tätige Internisten. Der Landeszuschuss ist abhängig davon, wie ausgeprägt der Arztmangel in dem Fördergebiet ist. Außerdem genehmigte die KV BadenWürttemberg die finanzielle Förderung des Projektes RegioPraxisBW. Hausärztlich orientierte Ärztezentren sollen in unterversorgten oder mittelfristig von Unterversorgung bedrohten Gebieten

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aufgebaut werden. 2012 sollen außerdem zwei RegioPraxen eröffnet werden. Dieses Angebot soll vor allem junge Mediziner und Frauen ansprechen, da die Möglichkeit der Arbeit in Kooperationsformen und der Teilzeittätigkeit besteht. Die finanzielle Förderung des Modells beinhaltet eine Gründungspauschale in Höhe von 25.000 Euro je zugelassenem Hausarzt, maximal jedoch 100.000 Euro oder hilfsweise für die Errichtung einer Nebenbetriebsstätte bis 20.000 Euro je beteiligter Praxis. Ergänzt wird die Förderung durch eine Strukturpauschale in Höhe von 3.000 Euro je Abrechnungsquartal sowie noch einmal 3.000 Euro bei der Beschäftigung von mindestens einem angestellten Arzt für zunächst „angedachte“ drei Jahre. Hessen Die Landesregierung Hessens fördert gemeinsam mit der KV und den Krankenkassen die Ansiedlung von Ärzten in sieben hessischen Landkreisen. Pro Jahr stehen dafür 600.000 Euro zur Verfügung, bis 2014 also insgesamt 1,8 Millionen Euro. Damit könnten pro Jahr zwölf Arztpraxen mit bis zu 50.000 Euro pro Praxis gefördert werden. Die Kosten teilten sich die drei Partner des Förderpaktes zu gleichen Teilen. Die Auswahl der Ärzte soll ein Beirat treffen, der ebenfalls von Land, Kassen und Ärztevereinigung besetzt wird. Damit hat das Land erstmals ein Mitspracherecht bei der Verteilung. Die Auswahl der Regionen richtet sich nach Kriterien wie Verhältnis von Einwohner und Ärzten sowie dem derzeitigen Versorgungsgrad mit Ärzten. Die Ärzte müssen sich im Gegenzug verpflichten, mindestens fünf Jahre zu bleiben. Die Anreizprämien sind Teil des „Hessischen Paktes zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung für die Jahre 2012 bis 2014.“ Er umfasst außerdem ein Kompetenzzentrum für die Ausbildung von Ärzten zur Stärkung der Allgemeinmedizin, ein Internetportal mit Informationen und Förderangeboten für angehende Hausärzte sowie die Förderung von Mobilitätsdiensten für Senioren. Niedersachsen Hier stehen für die Niederlassung von Haus- und Fachärzten in ländlichen Regionen zwei Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung. Mit dem Geld wird in erster Linie die hausärztliche Tätigkeit gefördert. Aber auch Fachärzte können bis zu 30 Prozent der Fördersumme beanspruchen. Maßgebliches Kriterium für die

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Titelthema Mittelvergabe ist das Unterschreiten eines bestimmten Versorgungsgrades in der Region, in der der Arzt aktiv wird. Gefördert werden Aufwendungen für den Erwerb, die Ausstattung oder vergleichbare Ausgaben, die mit der Einrichtung und dem Betrieb einer (Zweig-)Praxis zusammenhängen. Das können beispielsweise Nebenerwerbskosten, Kosten für medizinische Gerätschaften oder Praxismobiliar sein. Auch Anwerbungskosten für anzustellende Ärzte fallen darunter. Nicht förderfähig sind dagegen Vergütungsansprüche des Praxispersonals. Die Mittel könnten für die Jahre 2012 und 2013 beantragt werden. Sachsen Ärzte können bei einer Praxisneugründung oder Übernahme einer bestehenden Praxis mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von 60.000 Euro unterstützt werden. Nach Tätigkeitsaufnahme wird zusätzlich ein Mindestumsatz für max. drei Jahre gewährt. Die Gründung einer Zweigpraxis wird mit bis zu 6.000 Euro gefördert. Einzige Bedingung ist das Erfüllen entsprechender Versorgungskriterien in der Förderregion (ausreichendes Angebot an Sprechzeiten, Versorgung einer entsprechenden Zahl an Patienten, teilweise ein bestimmtes Praxisprofil bei Fachärzten). Die KV Sachsen und die Krankenkassen tragen jeweils hälftig die Finanzierung dieser Maßnahmen.

Brandenburg Die Lenkungszuschüsse für Ärzte, die frei werdende Praxen übernehmen bzw. in unterversorgten Regionen neu gründen, betragen bei Übernahme einer Praxis in einer unterversorgten Region 25.000 Euro, bei einer Neugründung 20.000 Euro sowie bei der Praxisübernahme in Form einer Zweigpraxis 7.500 Euro. Die Mittel übernehmen die KV Brandenburg und die brandenburgischen Krankenkassen/-verbände. Nordrhein-Westfalen Ärzte, die in einer Förderregion eine vertragsärztliche Tätigkeit als Hausarzt aufnehmen oder für eine vertragsärztliche Tätigkeit als Hausarzt anstellen, können eine finanzielle Förderung erhalten. Die Höhe der Förderung beträgt: • bis zu 50.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. • bis zu 25.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint. • bis zu 10.000 Euro bei Gründung einer Zweigpraxis, Übernahme einer Zweigpraxis oder der dortigen Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. Antragsteller müssen sich je nach Förderung schriftlich verpflichten, für fünf bzw. zehn Jahre im Fördergebiet in dem der Bewilligung zugrunde liegenden Stundenumfang an der hausärztlichen Versorgung teilzunehmen. Jakob Wilder, KVSH

Informationen zu Maßnahmen in Schleswig-Holstein

www.hausarzt-sh.de

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www.kvsh.de/aerzte-fuer-schleswig-holstein

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NACHRICHTEN  KOMPAKT P atienten V erbände

S portmedizinis c he Unters u c h u ng

Neue Sprecherin bei der APS

Techniker Krankenkasse zahlt Zuschuss

Kiel – Seit Juni 2012 hat Heidemarie Berke, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in SchleswigHolstein e.V. (LAG), die Funktion der Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Patientenverbände und Selbsthilfegruppen (APS) übernommen. Der Mitbegründer und bisherige Sprecher, Günther Schulz, Vorsitzender des Vereins „Transplantationsbetroffene Schleswig-Holstein e.V.“ möchte aus persönlichen Gründen seine vielfältigen ehrenamtlichen Verpflichtungen etwas einschränken. Er steht der Arbeitsgemeinschaft aber weiterhin beratend zur Seite. Gegründet 2004, vertritt die APS heute als Dachgemeinschaft die Interessen aller Selbsthilfegruppen in Schleswig-Holstein. Auch Patientenverbände lassen sich von der APS vertreten. Die APS erarbeitet Konzepte für die Vereinfachung bürokratischer Abläufe zwischen Krankenkassen und Patienten und lenkt das öffentliche Interesse auf die Belange und Probleme von chronisch Kranken und Behinderten. Ein wesentliches Anliegen ist es, den Kontakt zwischen Arzt, Kostenträgern und Patienten zu fördern und das Verständnis füreinander zu fördern. Die APS wird von der Kassenärztlichen Vereinigung SchleswigHolstein aktiv unterstützt.

Kiel – Seit dem 1. August 2012 bezuschusst die TK alle zwei Jahre eine sportmedizinische Untersuchung und Beratung beim einem zugelassenen Vertragsarzt mit der Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“. Damit möchte die TK einen Anreiz für ihre Versicherten schaffen, sich regelmäßig sportmedizinisch untersuchen zu lassen. Erstattet – so die Kasse – werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 Euro pro Behandlung für die • Basisuntersuchung und nicht mehr als 120 Euro für die erweiterte Untersuchung inkl. Basisuntersuchung. Die Basisuntersuchung sollte die Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte), einen Check des Ganzkörperstatus sowie ein Ruhe-EKG umfassen. Zudem sei eine Beratung zur Wahl der geeigneten Sportart und zum individuell richtigen Training inbegriffen. • Erweiterte Untersuchung: Vor Aufnahme eines intensiven Trainings oder wenn bescheinigte Risiken vorliegen, übernimmt die TK nach eigenen Angaben auch Kosten für ein Belastungs-EKG, eine Untersuchung der Lungenfunktion oder eine Laktatbestimmung. Außerdem hat die TK mitgeteilt, seit 1. August auch die Kosten für eine Haushaltshilfe zu übernehmen, wenn Versicherte aufgrund einer Erkrankung zeitweise ihren Haushalt nicht führen können. Bislang sei diese Leistung an die Voraussetzung geknüpft gewesen, dass ein Kind bis zum Alter von 14 Jahren im Haushalt lebt. Künftig übernimmt die TK auch dann die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn kein Kind im Haushalt lebt, dadurch aber ein Klinikaufenthalt vermieden wird.

Kontakt: Heidemarie Berke LAG Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.V. Auguste-Viktoria-Str. 16, 24103 Kiel Tel. 0431 5303136, Fax 04315303138 E-mail info@herzintakt.net www.herzintakt.net Weitere Informationen unter www.tk.de. 12

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NACHRICHTEN  KOMPAKT Q u alitätssi c her u ng

M edikation

Ultraschallscreening im 2. Trimenon

„SAmS“ startet in die Projektphase

Bad Segeberg – Frauen können künftig im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft ein zusätzliches Ultraschallscreening in Anspruch nehmen. Das sehen die im September 2010 geänderten und frühestens Ende 2012 in Kraft tretenden Mutterschafts-Richtlinien (Mu-RL) vor. Danach können Schwangere, die sich für das Screening entscheiden, zwischen zwei Untersuchungen wählen: • Der Sonografie mit Biometrie ohne systematische Untersuchung der fetalen Morphologie und • der erweiterten Sonografie mit Biometrie und systematischer Untersuchung der fetalen Morphologie durch einen qualifizierten Untersucher. Entwicklungsstörungen des Kindes sollen auf diese Weise frühzeitig erkannt werden. Gynäkologen, die die erweiterte Ultraschalluntersuchung durchführen und abrechnen wollen, benötigen laut Mu-RL einen Befähigungsnachweis und eine entsprechende Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein. Wir werden die von dieser Neuerung betroffenen Ärzte zeitnah gesondert anschreiben und detailliert über das Vorgehen informieren. Wann die Mutterschutz-Richtlinie in Kraft tritt und die entsprechenden Gebührenordnungspositionen in den EBM eingeführt werden, steht noch nicht fest. Bei Fragen wenden Sie sich an das Sono-Team unter den Telefonnummern 04551 883 485, -228, oder -315.

K rankenkassen

BKK ALP plus wird zur actimonda krankenkasse Bad Segeberg – Ab dem 1. September 2012 ändert die BKK ALP plus ihren Namen in actimonda krankenkasse. Bitte beachten Sie dies im Rahmen der Abrechnung des Homöopathievertrages, der seit dem 1. April 2012 mit dieser Krankenkasse in Kraft ist. 9 | 2012

Nordlicht

Neumünster – Für das von der Ärztegenossenschaft Nord gemeinsam mit der Barmer GEK entwickelte Versorgungskonzept „SAmS“ beginnt jetzt die Pilotphase. Umgesetzt wird diese mit dem Medizinischen Praxisnetz Neumünster (MPN). SAmS steht für „Strukturierte Arzneimitteltherapie für multimorbide Senioren“ und soll helfen, die häufig umfangreiche medikamentöse Behandlung älterer Patienten zu verbessern. 20 beteiligte Praxen werden Kenntnisse und Erfahrungen, die von Ärzten über mehrere Jahre zu Arzneimittelwirkungen, Geriatrie und Patientenpräferenzen gesammelt wurden, in praxistaugliche Handlungsanweisungen überführen. SAmS greift eine wichtige Begleiterscheinung der immer älter werdenden Bevölkerung auf. Bei einer steigenden Anzahl von Senioren treten mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf (Multimorbidität), die leitliniengerecht von ihren Ärzten behandelt werden. Dabei kommen bei jeder einzelnen Erkrankung im Schnitt drei bis vier Arzneimittel zum Einsatz. „So sind die Verordnungslisten unserer älteren Patienten in den vergangenen Jahren immer länger geworden“, berichtet Dr. Svante Gehring, der das Projekt für die Ärztegenossenschaft Nord leitet. Die gleichzeitige Verordnung von 15 und mehr verschiedenen Wirkstoffen sei keine Seltenheit mehr. Arzneimittelexperten warnen daher seit Jahren, dass die Risiken von unerwünschten Arzneimittelwirkungen bereits ab fünf Medikamenten – in der Fachwelt als Polypharmazie bezeichnet – unübersehbar werden, wenn gerade bei älteren Patienten Risiken nicht gewichtet und Interaktionen nicht beachtet würden.

S tatistik

Immer weniger Deutsche ohne Krankenversicherung Wiesbaden – Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland sinkt. 2011 hatten nur noch 0,2 Prozent der Bundesbürger keine Krankenversicherung. Insgesamt waren nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2011 insgesamt 137.000 Menschen nicht krankenversichert. Das sind 30 Prozent weniger als bei Einführung der gesetzlichen Neuregelung 2007, als 196.000 Menschen unversichert waren. Besonders häufig nicht versichert sind Selbstständige und Erwerbslose, von denen jeweils rund 0,8 Prozent keine Krankenversicherung nachweisen konnten. Zwei Drittel der Betroffenen sind Männer. Seit der Gesundheitsreform 2007 gilt eine Versicherungspflicht für alle, die keinen „sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung“ haben, also „beihilfeberechtigt“ sind wie beispielsweise Beamte, Soldaten oder Richter. aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT Q u alitätssi c her u ng

K ranks c hreib u ngen

Förderkreis verleiht Preis

Psychische Leiden auf dem Vormarsch

Dr. Detlef Radenbach, Dr. Edelgard Gorsky-Ostmeier, Dr. Franz-Joseph Bartmann, Peter Zimmermann und Dieter Teekenbörg

Hamburg – Das Projekt des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nord (MDK Nord) „Kontinuierliches Qualitätsfeedback“ (KQF), ein neues Verfahren zur Ermittlung und Berücksichtigung der Außenperspektive von sozialmedizinischen Gutachten des MDK, erhielt den erstmals ausgeschriebenen Qualitätspreis des Förderkreises Qualitätssicherung im Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein e.V. Mit KQF hat der MDK Nord ein Steuerungsinstrument in die internen Abläufe integriert, das ein kontinuierliches Qualitätsfeedback bei der Bewertung und qualitativen Verbesserung der eigenen Gutachten ermöglicht. Unter anderem werden dazu detaillierte Feedbackbögen eingesetzt, mit denen Prüfer der Krankenkassen die Gutachten der MDK-Prüfer nach festen Qualitätskriterien bewerten. Der Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Franz-Joseph Bartmann, würdigte diese Initiative „zur Kontrolle der Kontrolleure“ und übergab den mit 3.000 Euro dotierten Preis an den Geschäftsführer des MDK Nord Peter Zimmermann und die Projektverantwortlichen Dr. Detlef Radenbach, Dr. Edelgard Gorsky-Ostmeier und Dieter Teekenbörg. Der Qualitätspreis des Förderkreises wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im deutschen Gesundheitswesen vergeben. Bewerben konnten sich Einzelpersonen, Projektgruppen und Institutionen, sofern sie ein innovatives Versorgungskonzept im Gesundheitswesen in SchleswigHolstein entwickelt haben. Die Jury setzte sich aus den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Preisauslobung, sowie weiteren in der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern des Förderkreises zusammen.

S tatistik

Mehr Bürger stationär behandelt Wiesbaden – 2011 sind insgesamt 18,3 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt worden. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, sind das rund 300.000 Fälle mehr als im Jahr 2010, was einem Plus von 1,6 Prozent entspricht. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauerte dabei im Durchschnitt 7,7 Tage. Im Vergleich zum Jahr 2010 bedeutet dies einen leichten Rückgang. Damals waren es noch 7,9 Tage. 14

Nordlicht

Berlin – Die Deutschen werden immer häufiger wegen psychischer Leiden krankgeschrieben. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) hervor. Insgesamt waren die Arbeitnehmer im ersten Halbjahr durchschnittlich 16 Tage krankgeschrieben. Wie im Vorjahreszeitraum liegt der Krankenstand damit bei 4,4 Prozent. Verantwortlich für die gleichbleibend hohe Rate ist nach BKK-Angaben der Anstieg psychischer Leiden um acht Prozent, während die Zahl der Atemwegserkrankungen im ersten Quartal um elf Prozent abnahm. Die Fehlrate insgesamt ist der Statistik zufolge so hoch wie zuletzt 1999. Ein Rekordtief gab es im Jahr 2006 mit 12,4 Krankheitstagen und einem Krankenstand von 3,4 Prozent. Die Zahlen der BKK gelten als repräsentativ. Krankschreibungen aus psychischen Gründen dauern mit durchschnittlich 37 Tagen am längsten, selbst die Fehlzeiten wegen Krebsdiagnosen fallen mit durchschnittlich 36 Tagen kürzer aus. Ansonsten dauert eine Krankschreibung im Gesamtvergleich durchschnittlich 13 Kalendertage. Während Langzeit-Krankschreibungen von mindestens sechswöchiger Dauer nur vier Prozent aller Fälle ausmachen, verursachen sie mittlerweile knapp die Hälfte (47 Prozent) aller Krankentage. Trotz des deutlichen Anstiegs sind psychische Leiden bei weitem nicht die häufigste Ursache für Krankheitstage: Mit 26,3 Prozent verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen die meisten Fehltage, und hier vor allem die Rückenleiden. Auf Platz zwei folgen Atemwegserkrankungen (14,4 Prozent der Fehlgründe). Die psychischen Leiden landen mit insgesamt 13,2 Prozent erstmals an dritter Stelle, gefolgt von den Verletzungen mit 13 Prozent.

K rankenkassen

Armin Tank neuer Leiter der vdek-Landesvertretung Kiel – Am 1. August 2012 hat Armin Tank offiziell die Leitung der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein übernommen. Seit dem Ausscheiden des langjährigen Leiters Dietmar Katzer hatte der 46-Jährige diese Funktion seit Jahresbeginn schon kommissarisch ausgeübt. Bereits vor seinem Abschluss als Diplomvolkswirt begann der gebürtige Kieler seine Tätigkeit in der Landesvertretung des Ersatzkassenverbandes. Von 2001 an leitete er acht Jahre lang das Referat „Pflegeversicherung“, 2009 übernahm er die Leitung des Referats „Ambulante Versorgung“, seit 2011 fungierte er zudem als stellvertretender Leiter der Landesvertretung. „Ich möchte die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Vertragspartnern und mit der Politik fortsetzen und ausbauen. Auch in Schleswig-Holstein steht das Gesundheitswesen vor enormen Herausforderungen, um nicht nur angesichts des demografischen Wandels die flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen. Dabei darf es keine Denkverbote geben, wenn neue Wege beschritten werden müssen“, erklärte Tank. aktuell

9 | 2012


NACHRICHTEN  KOMPAKT K assengebühr

A rbeitsmarkt

Drabinski gegen ersatzlose Streichung

Zahl ausländischer Ärzte in Deutschland steigt

Kiel – Der Streit um die Abschaffung der Kassengebühr dauert weiter an. Thomas Drabinski, Leiter des Instituts für MikrodatenAnalyse in Kiel bezeichnete ihre ersatzlose Abschaffung als „unvernünftig“, wenn sie nicht durch ein neues und wirksames Eigenbeteiligungsinstrument ersetzt werde. „Nur, wenn der Patient die Kosten der ambulanten Versorgung kennt und über eine prozentuale Eigenbeteiligung von zum Beispiel zehn Prozent am Behandlungsprozess beteiligt wird, ist die Abschaffung der Praxisgebühr in ihrer heutigen Form ordnungspolitisch sowie gesundheitsökonomisch sinnvoll“, führte Drabinski seine Überlegungen aus. Er wies außerdem darauf hin, dass bei einem Wegfall der Kassengebühr die zehn Euro, die pro Patient und Quartal fällig werden, den Ärzten nicht mehr bar zur Verfügung ständen. Insgesamt hätten die Krankenkassen ein Finanzierungsdefizit von zwei Milliarden Euro zu verkraften.

A rztbewert u ngsportale

ÄZQ bescheinigt „Weisser Liste“ Qualität Berlin – Das Arztbewertungsportal „Weisse Liste“, beruhend auf den Beurteilungen von Versicherten von AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse (TK) erfüllt 85,4 Prozent demnach der vom Ärztlichen Zentrum für Qualität (ÄZQ) aufgestellten Kriterien – die Arztbeurteilung verläuft „fair“, finden die Betreiber. Bisher wurden nach ihren Angaben dort 240.000 Beurteilungen abgegeben. Laut ÄZQ, eine gemeinsame Einrichtung von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesärztekammer, schneidet das Portal besser ab als die anderen Arztbewertungsportale. Das ÄZQ hatte Kriterien für gute Arztbewertungsportale definiert und insgesamt zwölf Portale begutachtet. Das Portal verzichtet demnach auf Freitexte, ist komplett werbefrei, bezahlte Einträge von Ärzten sind nicht möglich und eine Registrierung soll vor Manipulationen schützen. Zudem müsse – anders als in allen anderen Portalen – ein Arzt mindestens zehn Beurteilungen erhalten, damit die Ergebnisse für ihn freigeschaltet werden. 9 | 2012

Nordlicht

Köln – In Deutschland arbeiten immer mehr Ärzte aus NichtEU-Staaten. Im Jahr 2011 erhielten 1.351 Mediziner aus solchen Ländern die Erlaubnis, in der Bundesrepublik tätig zu sein. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist das ein Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zu 2010. Ein Grund für die Entwicklung: Seit Juni 2011 ist es für Ärzte und Ingenieure einfacher, nach Deutschland zu kommen. Für sie entfiel die „Vorrangprüfung“. Das bedeutet: Wenn ein Arbeitgeber einen Nicht-EUBürger einstellt, muss er nicht mehr nachweisen, dass er keinen geeigneten Bewerber aus der EU gefunden hat. Die Lockerung hat der BA zufolge besonders bei den Ingenieuren zu einem vermehrten Zuzug geführt. Hier stieg die Zahl derer, die neu eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhielten, im Jahr 2011 um 300 Prozent auf 1.385. Seit dem 1. August gilt die Erleichterung – auch „Blue Card“ genannt – nun für 60 weitere Berufe. Sie kommen unter anderem aus den Bereichen Informatik, Technik und Naturwissenschaften. Auch bei diesen Akademikern entfällt dann die Vorrangprüfung. Die Zuwanderer bekommen ein auf vier Jahre befristetes Aufenthaltsrecht, das sich in ein dauerhaftes umwandeln lässt.

B u ndeskabinett

Entwurf zum Krebsvorsorgegesetz beschlossen Berlin – Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Gesetz zum wirksameren Kampf gegen Krebserkrankungen beschlossen. Das Krebsregistergesetz, das auch von SPD und Grünen unterstützt wird, sieht u. a. vor, dass die Einladungen zur Krebsvorsorge über das Mammographie-Screening hinaus ausgeweitet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll nun festlegen, welche Altersgruppen in welchem Rhythmus zum Test auf Gebärmutterhals- oder Darmkrebs eingeladen werden. Das Gesetz sieht weiter vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet werden, einheitliche Krebsregister zu finanzieren. aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT I nstit u t für K linis c he E pidemiologie

Ä rzteseminare z u I G e L

Staatliche Förderung gestoppt

Lebensqualität der Lübecker wird untersucht

Berlin – Ärzteseminare für den Verkauf umstrittener IGeLAngebote an Patienten werden nicht mehr staatlich gefördert. Eine aktiv betriebene Vermarktung von Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sei mit den ethischen Grundsätzen des Berufsrechts der Ärzte nicht vereinbar, hieß es zur Begründung aus dem Bundeswirtschaftsministerium. „Holen sich Ärzte zur Entwicklung entsprechender Verkaufsstrategien externe Hilfe, ist dies vor allem unter gesundheitspolitischen und ethischen Gesichtspunkten nicht unterstützungswürdig“, teilte das Ministerium außerdem mit. Nach einer Überprüfung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) würden die Förderrichtlinien „kurzfristig angepasst“.

 

O nkologie

Warnung vor Versorgungsengpässe bei Medikamenten Lübeck – Mit der Fragebogenaktion „33 Fragen für Lübeck“ möchten Wissenschaftler des Instituts für Klinische Epidemiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und der Universität zu Lübeck herausfinden, wie die Lebensqualität der Lübecker aussieht. Der Fragebogen beinhaltet 33 Fragen zur aktuellen Lebensqualität und Gesundheit. Er wurde bereits in vielen nationalen sowie internationalen Studien eingesetzt und liefert ein zuverlässiges Bild der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Bereits im Frühjahr 2012 wurden 5.000 zufällig ausgewählte Personen mit einem Fragebogen angeschrieben. Eine Reaktion auf das Anschreiben erfolgte von rund 2.800 Personen, wovon rund 2.250 Personen einen ausgefüllten Fragebogen zurückschickten. „Über das Interesse an der Studie und die Unterstützung unserer Forschung durch die Lübecker Bürger freuen wir uns sehr“, sagt die Leiterin der Studie Dr. Annika Waldmann. Die ersten Auswertungen zeigen, dass Frauen und Männer in Lübeck ihre globale Lebensqualität hoch einstufen. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass Schlaflosigkeit und Schmerzen, die die Lebensqualität beeinflussen, in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet sind.   Mitte August werden die nächsten 5.000 Fragebögen verschickt. Erneut hoffen die Lübecker Forscher auf eine rege Beteiligung und einen hohen Rücklauf von ausgefüllten Fragebögen. „Ein aussagekräftiges Bild über die Lebensqualität kann nur dann gemacht werden, wenn möglichst viele Lübecker an der Befragung teilnehmen, also machen Sie bitte mit“, so der Institutsdirektor Prof. Dr. Alexander Katalinic.   Die Studie „33 Fragen für Lübeck“ wurde von der Ethikkommission der Universität zu Lübeck geprüft und zustimmend bewertet. Fragen zur Studie beantwortet das Institut für Klinische Epidemiologie unter Tel.: 0451 500 5440. Informationen zur Studie unter www.uksh.de/ike-luebeck/Forschung/Projekte.

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Nordlicht

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) warnt vor Versorgungsengpässen mit wichtigen Krebsmedikamenten. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt in seiner neuesten Ausgabe. Die Gesellschaft hält eine gesetzliche Regelung, um die Sicherstellung der Versorgung mit notwendigen Medikamenten für schwere Erkrankungen zu gewährleisten, für notwendig. Eine solche Regelung habe der Gesetzentwurf für die jüngste Novelle des Arzneimittelgesetzes vorgesehen. Eine Ergänzung des Paragrafen 52b sollte es den Behörden ermöglichen, zur Behebung eines „erheblichen Versorgungsmangels“ bei Medikamenten für schwerwiegende Erkrankungen „die notwendigen Anordnungen zu treffen, um eine bedarfsgerechte und kontinuierliche Bereitstellung des Arzneimittels sicherzustellen.“„Die DGHO ist bestürzt, dass diese Regelung bei der Verabschiedung des Gesetzes am 28. Juni 2012 entfallen ist“, hieß es aus der Fachgesellschaft. Die abschließende Beratung des Gesetzes im Bundesrat stehe am 21. September 2012 an. Die DGHO fordert, die ursprünglich geplante Regelung in das Arzneimittelgesetz aufzunehmen.

A lzheimer - D iagnostik

Tests im Überblick Düsseldorf – Die gemeinnützige Alzheimer Forschung (AFI) hat ihre neue Broschüre „Diagnose-Verfahren bei Alzheimer – Ärzt­ liche Tests im Überblick“ vorgestellt. Die Broschüre stellt auf 32 Seiten die verschiedenen Untersuchungen vom ersten Gespräch mit dem Hausarzt bis hin zu einer möglichen Rückenmarkpunktion oder bildgebenden Verfahren vor. Auch psychometrische Testverfahren stellt die AFI in der Broschüre dar, unter anderem den Mini-Mental-Status-Test, den sogenannten Uhrentest und den Demenz-Detektions-Test. Interessierte könnten die Broschüre bei der AFI unentgeltlich bestellen: info@alzheimerforschung.de. Die AFI fördert seit 1995 mit Spendengeldern Forschungsprojekte. Außerdem stellt sie kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. aktuell

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gesundheitspolitik B u ndesversi c her u ngsamt

Gelbe Karte für einige Krankenkassen Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat in seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 die Gesetzlichen Krankenkassen ins Visier genommen. Kritisiert wurden unerlaubte Einflussnahme bei der Kodierung und Verschwendung von Beitragsgeldern. • Die Prüfer arbeiteten auch bei der Aufdeckung eines Unterschlagungsfalls mit. Eine Krankenkassenmitarbeiterin soll über einen Zeitraum von mehr als acht Jahren insgesamt 213 unrechtmäßige Überweisungen über gut 459.000 Euro veranlasst haben. • Eine andere Krankenkasse richtete regelmäßig Betriebsfeste und Personalversammlungen „mit kostenträchtigen Bewirtungen“ für die Mitarbeiter aus. Die Kasse wurde darauf hingewiesen, dass solche internen Veranstaltungen nicht aus Repräsentations- und Bewirtungsmitteln bestritten werden dürfen.   • Außerdem rügten die Prüfer eine Krankenkasse, die für ihre Hauptverwaltung für die Dauer von zehn Jahren teure Büroflächen angemietet hatte. Der überwiegende Teil der gemieteten knapp 4.800 Quadratmeter stand anschließend leer und von den 117 vorhandenen Arbeitsplätzen waren nur rund 40 belegt. Die Mietkosten belaufen sich auf circa 95.000 Euro im Monat. Hinzu kamen gut 50.000 Euro für eine Sonderausstattung und 47.500 Euro Einrichtungskosten. Eine nachträglich zusätzlich angemietete Etage mit einer Größe von 633 qm steht im Rohbau und unausgebaut leer. Die Gesamtkosten bei bestehender zehnjähriger Frist für den Mietvertrag belaufen sich in der Summe auf 13 Millionen Euro.

Das BVA kritisierte in seinem Bericht dabei gezielte Versuche einzelner Krankenkassen, auf Diagnosen und ärztliches Kodierverhalten nachträglich einzuwirken. Sollten die Kostenträger auch künftig versuchen, Ärzte zu Korrekturen bei der Kodierung zu bewegen, werde man in Zukunft auch die Staatsanwaltschaft einschalten, hieß es im Bericht. „Die Erkenntnisse zeigen, dass es unerlässlich sei auf korrekte Diagnosen und richtiges Kodieren hinzuwirken und dieses durch eine unabhängige staatliche Behörde zu kontrollieren“, stellte BVA-Präsident Maximilan Gaßner klar.

• Eine Krankenkasse ließ ihre Räume sanieren und beauftragte dafür einen Elektrotechnik-Meister. Sie ließ allerdings auch Sanitär- und Malerarbeiten machen, für die der Handwerker nicht zugelassen war. Es stellte sich dann heraus, dass er dem Verwaltungsrat der Krankenkasse angehört. Beide Seiten müssen nun wegen der Ordnungswidrigkeit mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld rechnen.

Im Bericht wurden auch mehrere Fälle von eklatanter Verschwendung von Beitragsgeldern festgestellt: • Eine Krankenkasse zahlte z. B. für die Beschattung einer Versicherten circa 10.700 Euro an eine eigens beauftrage Detektei. Es ging in dem möglichen Fall von Missbrauch beim Krankengeld aber lediglich um einen Schaden von knapp 15 Euro pro Tag.

Der Tätigkeitsbericht 2011 ist auf www.bva.de im Bereich „Publikationen“ hinterlegt. Jakob Wilder, KVSH

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Nordlicht

aktuell

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gesundheitspolitik K ieler S pitzen

Sommer-Loch Was wäre der Sommer ohne ein Sommer-Loch. Es wäre kein Sommer. Praktisch muss man sich das vorstellen, wie der Sommer in diesem Jahr. Er ist in sein eigenes Loch gefallen – witterungsbedingt zumindest. Dass wir einen höchst unbeständigen Sommer und darum auch kein wirkliches Sommer-Loch haben, erkennt man auch daran, dass in diesem Jahr selbst dem Ungeheuer von Loch Ness das Wetter zu schlecht war, um mindestens einmal aufzutauchen. Vielleicht hatten aber auch die Journalisten keine Zeit, weil ja in London Olympia das Sommer-Loch füllte.

Es wäre auch ein Sommer-Wunder, wenn es anders wäre. In einem Land, in dem der- oder diejenige, die Geld haben, in dem Geruch steht, es anderen weggenommen zu haben, fällt die Einsicht furchtbar schwer, es könnte auch noch Menschen geben, die aufgrund beruflicher Qualifikation oder vielleicht sogar wegen Fleißes mehr verdienen als der Durchschnittsbürger. Dass das nicht zuviel wird, dafür sorgt Vater Staat schon ganz besonders gut. Denn Spitzenverdiener zahlen Spitzensteuern – unter Umständen bis zur Hälfte des Einkommens.

Damit nicht alles in diesem Sommer leicht trübe ausfällt, haben die Krankenkassen wieder mal ein Thema gefunden, mit dem sich zumindest in den Medien das dort ganz besonders gefürchtete Sommer-Loch für einige Tage füllen lässt. Es war ein Thema, das wir aus den letzten Jahren kennen und das eigentlich unabhängig von den Jahreszeiten garantiert die Zeitungsspalten füllt: Die Einkommen der Ärzteschaft – genauer gesagt: die Höhe der Einkommen. Und die sind den Kassen eindeutig zu hoch.

Aber, merke: Es stehen Honorarverhandlungen mit den Kassen an. Daher weht also der Wind. Nun wäre es furchtbar billig einfach zu kontern und zu sagen, die Kassen der Kassen sind randvoll, also runter mit den Beiträgen. Oder: Wie viel verdienen eigentlich die Chefs der Krankenkassen – und verdienen sie es wirklich? Und wie hoch sind die Verwaltungs- und Werbeaufwendungen der Krankenkassen? Tatsächlich hat dieser Tage das Bundesversicherungsamt eine Untersuchung veröffentlich, in der den Kassen ein reichlich sorgloser Umgang mit dem Geld der Versicherten vorgehalten wird. Hört, hört … meint Ihr Criticus

und hofft, dass aus dem Sommer-Loch nicht noch ein Sommertheater wird.

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  & KV D iagnosen K l u g K odieren

i Sammelexemplar 12

leicht gemacht

Psychische und Verhaltensstörungen (1. Teil) Allgemeine Hinweise zur Diagnosedokumentation • Erfassung aller Behandlungsdiagnosen in der Abrechnungssoftware • Alle Diagnosen sind mit der ICD-10-GM so spezifisch wie möglich zu kodieren • Diagnosen, die gesichert sind, mit dem Zusatz „G“ verschlüsseln • Kodierung dem Verlauf/Schweregrad der Erkrankung anpassen

• Je Quartal muss mindestens eine Behandlungsdiagnose kodiert werden. • Der Ersatzkode „UUU“ kann nur bei Auftragsleistungen verwendet werden. • Symptome sind in der Regel nicht zu kodieren, wenn die zugrunde liegende Erkrankung bekannt ist.

Hinweise zur Handhabung der Kodierhilfe • Die Übersicht soll als Arbeitshilfe dienen und enthält nur einen Ausschnitt aus dem Diagnosespektrum der ICD-10-GM 2012.

Kodierhilfe

ICD-10-GM 2012 Psychische und Verhaltensstörungen 1.-3. Stelle

F00-F09 F10-F19 F20-F29 F30-F39 F40-F48 F50-F59 F60-F69 F70-F79 F80-F89 F90-F98 F99

Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen Affektive Störungen Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen Intelligenzstörungen Entwicklungsstörungen Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Die am häufigsten verwendeten Schlüssel: Die am häufigsten verwendeten Schlüssel im Bereich der Psychischen und Verhaltensstörungen sind die F32, F33 und F34. Der jeweilige Schweregrad der Erkrankung ist dabei abhängig von der Anzahl und der Schwere der Symptome. Eine rezidivierende depressiven Störung ist durch wiederholte depressive Episoden charakterisiert. Bei Auftreten einer manischen Episode ist die Diagnose in bipolare affektive Störung zu ändern (F31.-). Depressive Episode 1.-3. Stelle

F32

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4. Stelle .0

Leichte depressive Episode

.1

Mittelgradige depressive Episode

.2

Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome

.3

Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

.8

Sonstige depressive Episoden

.9

Depressive Episode, n.n.b. Nordlicht

aktuell

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Psychische und Verhaltensstörungen (1. Teil)

Kodierhilfe

Klug kodieren


PRAXIS  &  KV Rezidivierende depressive Störung 1.-3. Stelle

F33

4. Stelle .0

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode

.1

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode

.2

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome

.3

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen

.4

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert

.8

Sonstige rezidivierende depressive Störungen

.9

Rezidivierende depressive Störung, n.n.b.

Anhaltende affektive Störung 1.-3. Stelle

F34

Beispiel 1

4. Stelle .0

Zyklothymia

.1

Dysthymia

.8

Sonstige anhaltende affektive Störungen

.9

Anhaltende affektive Störung, n.n.b.

Weitere mögliche Kodes ICD-10-Kode Andere Kontaktanlässe mit Bezug auf den engeren Familienkreis inkl. z. B. Familienzerrüttung durch Trennung/ Scheidung oder Abwesenheit eines Familienangehörigen, exkl. z. B. Missbrauch (T74.-)

Z63

Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung inkl. z. B. Burn-outSyndrom

Z73

Kontaktanlässse mit Bezug auf Kindheitserlebnisse

Z61

Symptome, die die Stimmung betreffen

R45.-

Unwohlsein und Ermüdung inkl. z. B. Müdigkeit, Schwäche, exkl. z. B. Ermüdungssyndrom (F48.0)

R53

Psychische Faktoren oder Verhaltensformen bei andernorts klassifizierten Krankheiten

F54

Organische Persönlichkeitsstörungen

F07.0

Eine Patientin leidet seit Wochen unter einer gedrückten Stimmung, die sich von Tag zu Tag wenig verändert. Die Konzentration und das Interesse sind gemindert. Zusätzlich leidet sie unter Antriebs- und Appetitlosigkeit. Sie fühlt sich wertlos. Behandlungsdiagnose F32.0 G Leichte depressive Episode

Beispiel 2 Eine 35-jährige Patientin stellt sich mit anhaltender Traurigkeit und gedrückter Stimmung in der Praxis vor. Sie berichtet, dass diese Symptome seit ihrer Jugend nahezu durchgängig bestehen und auf keine Behandlung ansprechen. Eine somatische Erkrankung wird ausgeschlossen. Behandlungsdiagnose F34.1 G Dysthymia

Beispiel 3 Ein Patient wird konsilarisch beim Psychiater vorgestellt, weil er zunehmend unter nicht beherrschbaren Wutanfällen leidet. Darüber hinaus hat er zehn Kilogramm zugenommen. Seine Frau berichtet über gierige Essattacken. Bei dem Patienten ist ein frontales Meningeom bekannt, weshalb er bereits zweimal operiert werden musste und zurzeit bestrahlt wird. Behandlungsdiagnose F07.0 G Organische Persönlichkeitsstörung D21.0 G Gutartige Neubildung: Hirnhäute

Eigene Notizen • Bei der Mitbehandlung körperlicher Erkrankungen (Coping usw.) ist die Diagnose F54 (Psychologische Faktoren oder Verhaltensformen bei andernorts klassifizierten Krankheiten) sinnvoll. • Fluktuierende Stimmungsstörungen sind mit F34,- (Anhaltende affektive Störungen) zu verschlüsseln. Dabei ist der Kode F34.1 (Dysthymia) den chronisch depressiven Verstimmungen vorbehalten, die sowohl Schweregrad als auch nach Dauer nicht die Definition einer depressiven Episode (F32.-) erfüllen.

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Nordlicht

aktuell

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PRAXIS  & KV A bre c hn u ngs - c he c k

Praxistest bestanden

Die KVSH bietet einen neuen Service für Praxen, die über einen KV-SafeNet-Anschluss verfügen. Mit dem Abrechnungs-Check kann man die Quartalsabrechnung nun schon vorab auf Fehler online überprüfen lassen. Mitgemacht haben auch die beiden Medizinischen Fachangestellten Anna Mischin und Silvia Wendt. Beide arbeiten in der Praxis der Allgemeinmediziner Dr. Katharina Zenner und Dr. Hans Jewan in Neumünster. Nordlicht: Wie war Ihr erster Eindruck vom Abrechnungs-Check? Anna Mischin: Mein Eindruck war von Anfang an sehr positiv: Mir fiel sofort auf, dass das System Fehler in unserer Abrechnung erkannte, auf die die Fehlerlisten unseres Systems uns nicht hinweisen. Silvia Wendt: Das System simuliert ja quasi eine echte Abrechnung. Der Check vor Abgabe der eigentlichen Unterlagen gab mir so etwas wie ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Er ist ja eine Art Schutz für uns, denn auch wenn wir Dinge nicht absichtlich falsch machen, können wir ja hinterher bei der Plausibilität der Abrechnung Schwierigkeiten bekommen. Nordlicht: Ließ sich das Programm denn leicht bedienen? Anna Mischin: Ich fand alles übersichtlich, einfach zu handhaben und unkompliziert, fast wie bei einer ganz normalen Internetanwendung. Silvia Wendt: Wenn man die Online-Abrechnung beherrscht, ist das Ganze überhaupt kein Problem. Nordlicht: Wo sehen Sie die Vorteile des Abrechnungs-Checks? Anna Mischin: Da gibt es viele. Wir erkennen die Fehler, die wir früher unbewusst gemacht haben, jetzt viel schneller und können so schon im Vorfeld Komplikationen mit der Abrechnung vermeiden. Außerdem zeigt uns das System nicht nur Fehler an, sondern macht sogar Korrekturvorschläge, z. B. bei der Zifferneingabe. Die große Zeitersparnis kommt dazu. Silvia Wendt: Früher hätten wir bei einem Fehler, den wir uns nicht erklären können, alles mühsam nachlesen müssen. Nun hilft uns der Abrechnungs-Check. Nordlicht: Wie lautet Ihr Fazit? Anna Mischin: Ein sehr guter Service, der durch die sehr kompetente EDV-Telefonberatung der KVSH, die immer für uns zu erreichen war, noch komplettiert wurde. Silvia Wendt: Ich kann das System wirklich nur weiterempfehlen, denn eine einfachere Lösung hätte man uns nicht liefern können. Außerdem ist der Abrechnungs-Check ja auch noch kostenlos. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

Abrechnungs-Check Was ist das eigentlich? Der Abrechnungs-Check auf dem eKVSH-Portal unter www. ekvsh.kv-safenet.de ermöglicht eine Art „Vorprüfung“ der Abrechnung und kann ausschließlich über das KV-SafeNet genutzt werden. Wie funktioniert das Ganze? Den Abrechungs-Check kann man unmittelbar vor der Originalabrechnung durchführen. Die Abrechnungsdatei kann vor der abschließenden Übermittlung an die KVSH noch einmal überarbeitet werden. Fragen zu den Online-Diensten von eKVSH wie Registrierung und Portalbenutzung, eSammelerklärung, elektronischer Heilberufeausweis und KV-SafeNet*  Telefon 04551 883 888  E-Mail portal@kvsh.de  Fax 04551 883 7296 Fragen zur Praxis-EDV, Praxissystemberatung, eGK  Telefon 04551 883 286  E-Mail edv-beratung@kvsh.de  Fax 04551 883 322 *Bitte beachten Sie, dass KV-SafeNet nicht mit der Firma SafeNet, Inc., USA, in firmenmäßiger oder vertraglicher Verbindung steht.

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aktuell

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PRAXIS  &  KV A mb u lante V orsorgeleist u ngen

Zukunft vieler Kurorte in Gefahr

Vielleicht haben unter anderem die zahlreichen Klischees vom „ Kurschatten“ und „ Morgens Fango, abends Tango“ den Gesetzgeber veranlasst, im Zuge des Gesundheitsreformgesetzes im Jahr 2000 die Formulierung „ ambulante Kuren“ durch „ ambulante Vorsorgeleistungen“ zu ersetzen. Fakt ist: Hinter dem Begriff ambulante Vorsorgeleistungen verbirgt sich eine Vielzahl von Maßnahmen der Prävention und Rehabilitation, die individuell auf bestimmte Indikationen zugeschnitten werden können. Aus Sicht der betroffenen Patienten und ihrer Ärzte eine sinnvolle Unterstützung der kurativen oder präventiven Bemühungen. Und trotzdem sind die Verordnungszahlen in diesem Bereich seit Jahren stark rückläufig. Kann diese Entwicklung nicht gestoppt werden, wird das deutsche Kur- und Bäderwesen in diesem Umfang nicht mehr lange existieren. Denn hinter jeder ambulanten Vorsorgeleistung (in der Alltagssprache nach wie vor oft als „ambulante Kur“ bezeichnet) steht ein komplexes System aus Kurarztverträgen, anerkannten Kurorten und Heilbädern und ihren spezialisierten Kur- und Badeärzten. Ambulante Vorsorgeleistungen beantragen Aus der Sicht eines kurwilligen Patienten ergibt sich folgender Weg: Der Patient bekommt von seiner Krankenkasse einen Vor22

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druck zur Beantragung seiner Kur zugeschickt. Dieses Formular wird zum Teil vom Patienten und zum Teil von seinem betreuenden Arzt ausgefüllt. Die Angaben, die der Arzt machen muss, sind in den sogenannten Kurarztverträgen geregelt. Partner dieser Kurarztverträge sind der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Je präziser der behandelnde Arzt am Heimatort seine Anregung für eine ambulante Vorsorgeleistung begründet, desto wahrscheinlicher ist die Bewilligung durch die Krankenkasse des Versicherten. Dazu gehört vor allem auch die richtige Einstufung des Patienten in eine der vier folgenden Leistungsstufen: aktuell

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PRAXIS  & KV Ambulante Vorsorgeleistungen „„zur Krankheitsverhütung „„bei bestehender Krankheit „„in Kompaktform „„für Kinder Diese Einteilung ist bereits für die Antragsstellung wichtig, weil in vielen Fällen lediglich „Vorsorgeleistungen im Sinne der Krankheitsverhütung“ beantragt werden, obwohl der Patient eine Leistung „bei bestehender Krankheit“ erhalten müsste. In der Folge erhält der Patient weniger kurärztliche Leistungen als medizinisch sinnvoll. Der Kurarzt hat außerdem die Möglichkeit, besondere kurortspezifische Therapiekonzepte einzusetzen, die nicht den HeilmittelRichtlinien entsprechen. Für den Antrag ist daher der Hinweis hilfreich, dass die beabsichtigten Therapiekonzepte am Wohnort nicht einsetzbar sind, wie z. B. ortsgebundene und/oder kurortspezifische Heilmittel, verhaltenspräventive Maßnahmen sowie Orts- und Milieuwechsel. Aus diesen Hinweisen ergeben sich dann Vorschläge für einen geeigneten Kurort, den der Arzt in Abhängigkeit von der Indikation und den angestrebten Behandlungszielen aussuchen soll. Kann der Arzt keinen Vorschlag zu einem bestimmten Kurort machen, muss er die Anforderungen an den Kurort in der Anregung angeben. Auf dieser Grundlage kann der Medizinische Dienst einen Kurort bestimmen. Die vollständig ausgefüllte Anregung wird der Krankenkasse zur Entscheidung vorgelegt. Sie ist gleichzeitig Grundlage für die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Unter Einbeziehung der Anregung einer ambulanten Vorsorgeleistung und des Gutachtens des Medizinischen Dienstes trifft die Krankenkasse die Entscheidung. Hierbei kann sie auch von der vorgeschlagenen Kurform abweichen. Lehnt die Krankenkasse die Anregung ab, informiert sie darüber den behandelnden Arzt unter Angabe der Gründe. Doch auch wenn es sich bei ambulanten Kuren um Kann-Leistungen der Krankenkasse handelt, lohnt sich häufig ein – gut begründeter – Widerspruch gegen die Ablehnung der Krankenkasse. So wird man Kurarzt Bewilligt die Krankenkasse die Maßnahme, stellt sie einen Kurarztschein aus. Dieser ist Grundlage der ambulanten Behandlung durch den Kurarzt in anerkannten Kurorten bzw. Heilbädern. Bei seinen Verordnungen darf der Kurarzt die Heilmittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses vernachlässigen, weshalb an Ärzte, die diese spezialisierte Tätigkeit ausüben wollen, besondere Anforderungen gestellt werden. Da auch im Bereich des Kurund Bäderwesens Fort- und Weiterbildung Landesrecht sind, kann die Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer hier lediglich eine Orientierungshilfe geben. Laut Muster-WBO sollen interessierte Mediziner nach einer mindestens zweijährigen klinischen Tätigkeit grundständige und aufbauende Kurse in medizinischer Balneologie sowie Klimatologie und/oder physikalischer Medizin absolvieren. An diese theoretische Weiterbildung schließt sich eine einjährige Tätigkeit in einem anerkannten und im Deutschen Bäderkalender aufgeführten Heilbad oder Kurort an. Dabei soll die Indikation dieses Ortes „der Indikation des vorgesehenen Niederlassungsortes als Bade- oder Kurarzt weitgehend entsprechen“. Nachdem der Bewerber diese Voraussetzungen erfüllt hat, 9 | 2012

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kann er die Bezeichnung „Bade- oder Kurarzt“ führen, sofern er in einem staatlich anerkannten Heilbad oder Kurort tätig ist. In der Praxis werden die Begriffe Badearzt und Kurarzt weitgehend synonym verwendet und unterscheiden sich nur hinsichtlich ihrer historischen Prägung. Badeärzte sind in Heilbädern und solchen Kurorten tätig, in denen Wasser nach den Regeln der Balneologie therapeutisch eingesetzt wird. Dazu gehören Bewegungsbäder ebenso wie Trinkkuren. Der Begriff Kurarzt hat sich für Mediziner eingebürgert, die zum Beispiel in Luftkurorten oder solchen mit anderen therapeutischen Schwerpunkten als der Wasseranwendung tätig sind. Eine trennscharfe inhaltliche Abgrenzung lässt sich jedoch mit den Bezeichnungen Kurarzt und Badearzt nicht vornehmen. Hohes Durchschnittsalter der Kurärzte gefährdet Standorte Manchen Nachwuchsmedizinern scheinen diese Tätigkeitsbeschreibungen vermutlich wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten, denn der durchschnittliche deutsche Kurarzt ist alt. Fast die Hälfte aller Kur- und Badeärzte hat den 60. Geburtstag bereits hinter sich gelassen, ca. 150 von insgesamt 990 Medizinern sind sogar 65 Jahre und älter. Viele Kurärzte, die ihre Zulassung zukünftig beenden, könnten damit ungewollt eine negative Kettenreaktion für den Ort ihrer Tätigkeit auslösen. Denn eine Bedingung um den auch touristisch wertvollen Titel „Staatlich anerkannter Kurort“ oder „Staatlich anerkanntes Heilbad“ zu führen, ist, dass mindestens zwei Kurärzte vor Ort tätig sind. Zwar machen nicht alle berechtigten Orte und Gemeinden wie Aachen, Sankt Peter-Ording oder einige Inseln regelmäßig von der Möglichkeit Gebrauch, das „Bad“ auch im offiziellen Stadtnamen zu führen, aber was wären Münstereifel, Oeynhausen oder Salzuflen ohne ihr „Bad“? Ein Szenario, das die beteiligten Verbände, so der Deutsche Heilbäderverband und der Verband Deutscher Badeärzte, mit allen Mitteln verhindern wollen. Denn neben der touristischen Attraktivität der Kurorte steht auch ein bedeutender Stützpfeiler der Philosophie „ambulant vor stationär“ auf dem Spiel. Die Vorteile ambulanter Vorsorgeleistungen liegen hingegen auf der Hand: die Gesundheit des Patienten wird durch die wissenschaftlich fundierten Kurbehandlungen nachhaltig unterstützt, stationärere Aufenthalte können deutlich verkürzt oder sogar ganz vermieden werden und nicht zuletzt entlastet der mehrwöchige Kuraufenthalt eines Patienten auch das Budget des behandelnden Arztes in der Heimatstadt. Insofern kann auch das Motto „Morgens Fango, abends Tango“ der Qualitätssicherung dienen – zumindest in Kurorten mit einer Spezialisierung auf Krankheiten des Haltungs- und Bewegungsapparates. Martin Steinberg, KV Westfalen-Lippe

Sie haben Fragen? Zum Thema ambulante Vorsorgeleistungen/ambulante Kuren können Sie ihre Patienten gern auch an das Patiententelefon der Ärztekammer Schleswig-Holstein und der KVSH verweisen. Die Mitarbeiterinnen sind unter der Telefonnummer 04551 803 308 zu erreichen (Mo.– Do. 8-16 Uhr, Fr. 8-12 Uhr).

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Leserbriefe PRAXIS  &  KV Leserbriefe sind keine Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, die Texte zu kürzen. Bitte geben Sie Ihren Namen, die vollständige Adresse und für Rückfragen Ihre Telefonnummer an. Wir freuen uns auf Ihre Leserbriefe. Bitte schicken Sie diese per E-Mail an: nordlicht@kvsh.de, per Post: KVSH Redaktion Nordlicht, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg, per Fax: 04551 883 396

L eserbrief

Förderung von Landarztpraxen Die Förderung von Landarztpraxen ist in aller Munde – auch in dem der heimatlichen KV. Es gilt, die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung zu erhalten. Offensichtlich bestehen unterschiedliche Auffassungen in der Beschreitung dieses Weges. Beispielhaft sei hier die Honorierung von Neupatienten aus nicht nachbesetzten Praxen genannt, sogenannte Transferpatienten. Hier gilt in Schleswig Holstein die Fünf-Prozent-Regel. Das heißt, eine 800-Scheine-Praxis muss mindestens 40 Neupatienten aus der aufgegebenen Praxis betreuen, eine 1.600-Scheine-Praxis 80 Patienten, um überhaupt eine Honorierung zu erhalten. Der wirtschaftliche Schaden bei Unterschreiten dieser Quote ist für die kleinere Praxis überschaubar, für die größeren viel schmerzhafter.

Zufälliges Pech einzelner? Keineswegs. In meinem Bereich finden solche Konstellationen jetzt bereits im zweiten Quartal statt, nach der Nichtnachbesetzung zweier Allgemeinarztpraxen. In den nächsten Jahren erreichen weitere Kollegen die Rentenphase, das Ganze wird sich wiederholen.

Die Betriebskosten eines Durchschnittspatienten in der Allgemeinarztpraxis liegen bei 55 Prozent, die eines Neupatienten mit den notwendigen Eingangsuntersuchungen deutlich höher – geschätzt bei 66 Prozent (Anamnese, kostenloses EKG, kostenlose Blutentnahme, u. a.).

Er studiert nebenbei bemerkt – trotz anderer Möglichkeiten – Wirtschaftswissenschaften. Den, wie er sagt, „Wahnsinn einer Allgemeinarztpraxis“ würde er sich „nie im Leben“ antun.

Sieht so die hochgelobte Förderung der Landarztpraxis aus? Die Mehrzahl der anderen KVen hat die Problematik schon lange erkannt und honoriert die Anzahl der tatsächlich behandelten Patienten. Warum nicht auch die KVSH? Die Meinung meines Sohnes zu dem Thema lautet: „Damit werden nur die Pfründe der Altpraxen gesichert, Nachwuchs bekommt hier so keiner.“

Dr. Per Segebrecht, Arzt für Allgemeinmedizin, Eddelak

Bei einem RLV in Höhe von 35 Euro entspricht das ca. 24 Euro. Verfehlt der Inhaber der größeren Praxis die Fünf-Prozent-Quote mit z. B. nur knapp 75 Neupatienten, muss er in dem betreffenden Quartal ca. 1.800 Euro für die Behandlung der Neupatienten aus seinem Gesamtgewinn aufwenden. Die Weiterbehandlung des Neupatienten in den nächsten drei Quartalen belastet bei 55 Prozent Betriebskosten die Praxis mit 1.485 Euro pro Quartal. Ein betriebswirtschaftlicher Gewinn wird in diesem Beispiel für die Praxis erst im zehnten Quartal der Behandlung erzielt werden können.

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PRAXIS  & KV B ekanntma c h u ngen

Öffentliche Ausschreibung von Vertragspraxen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/ Psychotherapeuten deren Praxen zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt. Fachgebiet/Arztgruppe

Planungs­bereich*

Praxisform

Bewerbungs­frist**

Ausschreibungs­nummer

Psychotherapeuten - halbe Zulassung -

Lübeck

EP

31.10.2012

8772/2012

Psychotherapeuten - halbe Zulassung -

Kiel

EP

31.10.2012

8829/2012

Psychotherapeuten - halbe Zulassung -

NMS/RD-E

EP

31.10.2012

9380/2012

Psychotherapeuten - halbe Zulassung -

Herzogtum Lauenburg

EP

30.09.2012

7921/2012

* Die Stadt Kiel und die Stadt Lübeck stellen jeweils einen Planungsbereich dar. Alle übrigen Planungsbereiche richten sich nach den Kreisgrenzen, außer der Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde (NMS/RD-E) und der Kreisregion Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg (FL/SL-FL). ** Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt, es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maxi mal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Aus schreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde.

Nähere Informationen zu den ausgeschriebenen Praxen erhalten Sie unter folgenden Telefonnummern: Flensburg

04551 883 378 04551 883 291

Schleswig-Flensburg Nordfriesland

Der Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behörden­ führungszeugnis) zu beantragen.

RendsburgEckernförde

Plön Ostholstein

Dithmarschen Neumünster

Segeberg

Steinburg

Hinweis: Die Wartelisteneintragung ersetzt nicht die Bewerbung!

Lübeck

Pinneberg

Bewerbungen richten Sie bitte an: KVSH, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

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Kiel

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Stormarn

Herzogtum Lauenburg

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PRAXIS  &  KV P s y c hotherapie

Honorierung psychotherapeutischer Leistungen Auf der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung SchleswigHolstein (KVSH) im Juni 2012 wurde ein neuer Honorarverteilungsmaßstab (HVM) beschlossen. Dieser tritt zum 1. Oktober 2012 in Kraft. Für die Psychotherapeuten bleibt alles, wie es war. Das hat etwas Gutes wie etwas Schlechtes. Die Systematik der Honorierung psychotherapeutischer Leistungen bleibt zunächst unverändert. Damit schließt sich die KVSH nicht den Kassenärztlichen Vereinigungen im Bundesgebiet an, die ihre durch das Versorgungsstrukturgesetz wiedergewonnene Honorarverteilungshoheit gleich dahingehend nutzen, dass sie psychotherapeutische Leistungen, insbesondere die nicht antrags- und genehmigungspflichtigen quotieren und mit abgestaffelten Punktwerten vergüten. Zeitgebundene Leistungen – zeitbezogene Kapazitätsgrenze In der Abgeordnetenversammlung am 13. Juni 2012 wurde ein HVM beschlossen, der die Beibehaltung der seit 2009 bestehenden zeitbezogenen Kapazitätsgrenzen als Mengenbegrenzungsmaßnahme beinhaltet. Das Konzept zeitgebundene Leistungen innerhalb einer zeitbezogenen Kapazitätsgrenze zu vergüten hat sich bewährt. Folgerichtig wurde dieses Konzept dann auch auf eine Facharztgruppe erweitert, die ebenfalls fast ausschließlich zeitgebundene Leistungen erbringt. So fällt zukünftig auch ein Teil der Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie unter diese Systematik. Von den Vertretern der Psychotherapeuten wurde in der Versammlung bemängelt, dass für die Berechnung des Volumens der zeitbezogenen Kapazitätsgrenzen weiterhin 2009 als Bezugsjahr herangezogen wird. Hingegen bei den medizinisch-somatisch tätigen Ärzten für die Ermittlung ihres Regelleistungsvolumens jeweils das entsprechende Vorjahresquartal betrachtet wird. Mit dem Vorstand der KVSH konnte jedoch bereits Einigkeit dahingehend erzielt werden, dass hier bei passender Gelegenheit Abhilfe geschaffen wird. Weiterhin gibt es für jede Gruppe der Psychotherapeuten (Psychologische Psychotherapeuten, Kinderund Jugendlichenpsychotherapeuten, Fachärzte für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, andere ausschließlich psychotherapeutisch tätige Vertragsärzte und neu für die Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie) jeweils ein Gesamtvolumen für alle zeitgebundenen psychotherapeutischen Leistungen. So werden nach wie vor alle antrags- und genehmigungspflichtigen und nicht antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen innerhalb dieser zeitbezogenen Kapazitätsgrenzen zu den Preisen der regionalen Euro-Gebührenordnung vergütet. Erst darüber hinausgehende Leistungen werden quotiert vergütet. Leistungen, die 150 Prozent einer Kapazitätsgrenze überschreiten, werden nicht vergütet. 26

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Alles kann ein HVM nicht lösen – Probleme bleiben Einige Probleme allerdings bleiben. Die unzureichende Vergütung der psychotherapeutischen Leistungen – besonders der nicht antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen – ist nicht gelöst. Inhaltlich fachlich sowie von der Zuwendungszeit her gibt es keinen Grund dafür, dass Erstgespräche und Gespräche zur Krisenintervention um 24 Prozent bis 34 Prozent niedriger vergütet werden als eine Therapiesitzung. Eine Folge daraus ist, dass derjenige Psychotherapeut mit niedrigerem Stundenlohn „bestraft“ wird, der einer höheren Zahl von Patienten kurzfristiger und häufiger Erstgespräche zwecks Abklärung und Krisengespräche zur Stabilisierung anbietet. Im Ergebnis führt dies dazu, dass als sinnvoll und notwendig erachtete Leistungen seltener angeboten werden. Zudem kommt der Umstand, dass die meisten Haus- und Fachärzte seit der Honorarreform 2009 erhebliche Ertragssteigerungen realisieren konnten. Die Psychotherapeuten sind von dieser Entwicklung abgekoppelt – auch diesen Zustand löst der HVM nicht. Und das Problem der Finanzierung der Psychotherapie kann ein HVM ebenso nicht lösen. Zwar werden momentan Mengenentwicklungen (mehr Behandlung) im Bereich der Psychotherapiesitzungen in Schleswig-Holstein von den Krankenkassen getragen – hingegen im Bereich der Erstgespräche und Krisenintervention nicht. Und dies obwohl gerade Krankenkassen immer wieder vehement die Forderung nach mehr Erstgesprächen und mehr kurzfristiger Krisenintervention aufstellen. Hierbei berücksichtigen sie die damit einhergehende Vergütungs- und Finanzierungsproblematik nicht. Der Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung jedoch muss mit zusätzlichen Finanzmitteln einhergehen, da er an die engen Grenzen der Honorarverteilung stößt und per Umverteilung vermutlich nicht zu lösen ist. Derartige Regelungen müssen über die Vereinbarung zur Gesamtvergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen getroffen werden. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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PRAXIS  &  KV ne u es a u s K V en u nd K B V

KV Sachsen will Medizinstudium in Ungarn bezahlen

KVNO warnt vor Pleitewelle bei Arztpraxen

Chemnitz – Um den Hausärztemangel zu bekämpfen, finanziert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) Studenten aus dem Freistaat ein Medizinstudium in Ungarn. „Wir wollen in Ungarn bis zu 20 Studienplätze bezahlen“, sagte der Vorsitzende der KVS Klaus Heckemann, der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse. Pro Platz werde mit rund 80.000 Euro kalkuliert. Die Abiturienten, die das Angebot annehmen, verpflichten sich, nach erfolgreichem Studien- und Weiterbildungsabschluss für mindestens fünf Jahre in Sachsen hausärztlich tätig zu werden. Das Modellprojekt beginnt mit dem Studienjahr 2012/2013. Derzeit fehlten in Sachsen fast 400 Haus- und 100 Fachärzte im niedergelassenen Bereich. Würden die Absolventen sich nach Abschluss des Studiums in Sachsen niederlassen, müssten sie die Kosten für die Ausbildung nicht zurückzahlen. Die Medizinerausbildung in Ungarn sei hochwertig und besser als die in Deutschland, sagte Heckemann.

Düsseldorf – Als „unverantwortlich“ hat Bernhard Brautmeier, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, die Forderung der Krankenkassen bezeichnet, den Orientierungspunktwert für kassenärztliche Leistungen von 3,5 auf 3,25 Cent abzusenken. „Bis jetzt bin ich stets davon ausgegangen, dass wir mit den Krankenkassen einen Verhandlungspartner haben, der sich an Fakten orientiert und der am Funktionieren der ambulanten ärztlichen Versorgung seiner Patienten interessiert ist“, sagt Brautmeier. Die Forderung der Kassen lässt ihn daran zweifeln. „Sie ist unverantwortlich, wenn man bedenkt, wie sich die wirtschaftliche Situation vieler Praxen tatsächlich darstellt.“ Sollten sich die Krankenkassen damit durchsetzen, müsse man mit einer Pleitewelle bei Praxen rechnen. „Es ist schon heute so, dass Kassenärzte ein Drittel ihrer Leistungen kostenlos erbringen und wir vor dem Hintergrund von deutlichen Kostensteigerungen, Investitionsstau und ausgebliebenen Honoraranpassungen einen großen Nachholbedarf in Sachen Vergütung haben“, so Brautmeier.

Einführung der 116 117 läuft erfolgreich Berlin – Die Einführung der bundesweiten Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst  läuft erfolgreich. Seit Mitte April gingen bei der 116 117 über 640.000 Anrufe ein. „Damit wählt bereits jeder dritte Bundesbürger, der nachts oder am Wochenende ambulante ärztliche Hilfe benötigt, die bundesweite Nummer und nicht mehr die regionale“, teilte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dr. Andreas Köhler mit. Nach Angaben Köhlers wurden die Anrufer schnell und problemlos mit dem Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe verbunden. In den ersten drei Monaten seit Start der 116 117 wurden über 80 Prozent der Anrufer automatisch an den jeweiligen regionalen Bereitschaftsdienst weitergeleitet. Bei den anderen übernahmen Mitarbeiter eines ServiceCenters die Weiterleitung, wenn der Standort des Anrufers nicht über die Vorwahl oder die Postleitzahl ermittelt werden konnte. „Das System funktioniert einwandfrei“, betonte

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Köhler. Größere Probleme traten nicht auf. Bereits heute erreichen über 83 Prozent der Einwohner in Deutschland den ärztlichen Bereitschaftsdienst über die 116 117. Nur in wenigen Regionen ist die Durchwahl noch nicht verfügbar. Das Saarland will noch in diesem Jahr mit der Einführung beginnen. In Baden-Württemberg soll die Nummer im nächsten Jahr kommen, wenn die Reform des regionalen Bereitschaftsdienstes abgeschlossen ist. Auch die Hessen können jetzt fast alle im Land neben den alten regionalen Nummern die 116 117 wählen. Brandenburg ist das erste Bundesland, das nur noch die 116 117 anbietet. Die KBV führt die 116 117 seit Mitte April gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ein, um die Erreichbarkeit des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, zum Beispiel bei hohem Fieber oder starken Bauchschmerzen, zu verbessern.

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die menschen im land Ä rztli c hes E ngagement

Hilfe für die Ärmsten in Europa In diesem Sommer fand der mittlerweile 8. Hilfsgütertransport mit medizinischem Gerät in die Republik Moldau statt, organisiert vom Verein IceFlower (Initiative für medizinisch-technische Hilfe e. V.).

„Wir haben es wieder einmal geschafft!“, freut sich Dr. MarieLuise Verspohl. Die Anästhesistin aus Bad Schwartau ist 1. Vorsitzende von IceFlower. Zusammen mit ihrer Freundin Nina Hammers und mehreren Helfern des Technischen Hilfswerks hat sie in diesem Jahr mit zwei LKW insgesamt 16.785 Kilogramm Sachspenden 2.400 Kilometer weit von Hamburg über Österreich, Ungarn und Rumänien bis nach Chisinau, die Hauptstadt der Republik Moldau, transportiert. Dort wurden die Spenden dann persönlich an zwölf verschiedene Empfängeradressen (z. B. verschiedene Krankenhäuser, eine Landärztin, ein Frauenhaus, den Katastrophenschutz, mehrere Kindergärten, ein Kinderheim, ein Heim für Taubstumme und eine Witwe mit Familie) übergeben. Außerdem haben die Helfer den Zustand der Sachspenden, die im letzten Jahr geliefert wurden, kontrolliert und bereits nach neuen Projekten Ausschau gehalten. Mit im Gepäck waren auch 400 liebevoll verpackte „Wichtelpäckchen“, die von Kindergärten, Schulen und zahlreichen Einzelpersonen gespendet und vor Ort als Geschenke verteilt wurden.

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Die Idee dahinter Das Grundkonzept der Hilfe, die IceFlower bietet, ist denkbar einfach: Der Verein sammelt seit vielen Jahren medizinische Geräte (EKG, Ultraschallgeräte, Defibrillatoren etc.) in noch gut funktionierendem Zustand und Einrichtungsgegenstände (Untersuchungsliegen, Krankenbetten, Rollstühle, Gehhilfen etc.) sowie neuwertige Verbrauchsmaterialen (OP-Wäsche, Einmalhandschuhe, Spritzen etc.), die einmal im Jahr im Rahmen eines Hilfsgütertransportes mit THW-Fahrzeugen in die Republik Moldau gebracht werden. „Diese Geräte werden in Deutschland zumeist aufgrund des hier bestehenden hohen technischen Standards ausrangiert oder fallen bei der Schließung von Arztpraxen an“, erklärt Frau Dr. Verspohl. Die von IceFlower belieferten Krankenhäuser, Landärzte und sonstigen Einrichtungen in der Republik Moldau verpflichten sich im Gegenzug, die gelieferten medizinischtechnischen Geräte zur Absicherung des maroden Gesundheitssystems einzusetzen. IceFlower ist bei der Projektgestaltung dafür bekannt, nur qualitativ hochwertige Hilfsgüter zu liefern. Alle Beteiligten sind rein ehrenamtlich für den Verein tätig. Die Kosten der Transporte (ca. 7.000 Euro) werden aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern aufgebracht.

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die menschen im land

Spenden sind weiterhin erwünscht Kommt es nachgewiesenermaßen zu Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung der gespendeten Materialien, wird der jeweilige Empfänger von der Liste des Hilfsprogramms gestrichen. „Der Verbleib der Spenden muss am besten vor Ort überprüft werden. Wir legen deshalb besonderen Wert darauf, die Transporte selbst zu begleiten und die Sachspenden persönlich unmittelbar zu den Hilfsempfängern zu bringen, da nur so sichergestellt ist, dass die Dinge auch wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden“, erklärt Frau Dr. Verspohl. Für sie ist jede Fahrt in diesen fast vergessenen Winkel Europas immer wieder eine beeindruckende Erfahrung. „In unserer Erinnerung bleiben wie immer viele Eindrücke, bewegende Momente und tolle Begegnungen mit den herzlichen und gastfreundlichen Menschen Moldaus. Wir bedanken uns bei allen, die uns tatkräftig oder finanziell unterstützt und dazu beigetragen haben, dass wir wieder einen derart gut ausgestatteten Hilfsgütertransport auf die Beine stellen konnten“, erklärt die Anästhesistin. Besonders gefreut hat sich der Verein in diesem Jahr über einen „ganz dicken Fisch“. Nach einem Spendenaufruf im März-Nordlicht gelangte IceFlower in den Besitz eines komplett ausgestatteten Ambulanten Operatoriums. Nun plant man bereits die Fahrt für das Jahr 2013. Im Lager befinden sich bereits die ersten Sachspenden.

Haben Sie Interesse zu spenden? Spendenkonto „Iceflower “ Deutsche Ärzte- und Apothekerbank BLZ 300 606 01 Konto-Nr. 000 746 65 44 Kontakt für Sachspenden Dr. Marie-Luise Verspohl Mobil: 0170 4169042 verspohl@iceflower.de Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte auf www.iceflower.de. Hier finden Sie auch einen detaillierten Reisebericht über die Fahrt in die Republik Moldau.

Jakob Wilder, KVSH 9 | 2012

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SERVICE T eam B erat u ng Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungs-Dschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungs-Dschungel

Hätten Sie es gewusst? Die Arzneimittelrichtlinie sieht eine Reihe von Verordnungseinschränkungen und -ausschlüssen vor. Ihre Arzneisoftware müsste seit dem 1. Juli 2012 auf diese Einschränkungen hinweisen. Aus der Ärzteschaft erreichen uns dennoch immer wieder Anfragen zu einzelnen Themen aus diesem Bereich, sodass an dieser Stelle auf die „ Dauerbrenner“ eingegangen werden soll. ASS bis 300 mg/Dosiseinheit als Thrombozytenaggregationshemmer in der Nachsorge von Schlaganfall und Herzinfarkt sowie nach arteriellen Eingriffen. Die Diagnose KHK reicht für die Verordnung zu GKV-Lasten nicht aus. Orale Antidiabetika sind nur nach erfolglosem Therapieversuch mit nichtmedikamentösen Maßnahmen zu Kassenlasten verordnungsfähig. Die Anwendung anderer therapeutischer Maßnahmen ist zu dokumentieren! Klimakteriumstherapeutika zur systemischen und topischen hormonellen Substitution: Sowohl für den Beginn als auch für die Fortführung einer Behandlung postmenopausaler Symptome ist die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Therapiedauer anzuwenden. Risikoaufklärung, Art, Dauer und Ergebnis des Einsatzes von Klimakteriumstherapeutika sind zu dokumentieren.

Lipidsenker verschreibbar nur bei bestehender vaskulärer Erkrankung (KHK, cerebrovaskuläre Manifestation, pAVK) oder bei hohem kardiovaskulärem Risiko (über 20 Prozent Ereignisrate /10 Jahre auf Basis der zur Verfügung stehenden Risikokalkulatoren). Weitere Einschränkungen finden Sie in der Schnellübersicht der KBV und des GKV-Spitzenverbandes im Internet unter www.kvsh.de (Bereich Verordnungen). Ergänzung der fiktiv zugelassen Arzneimittel: Wie bereits im arzneimittel-telegramm (a-t) mitgeteilt, hat auch das Präparat Laif® 900 nur eine fiktive Zulassung, sodass auch hier keine Leistungspflicht der GKV besteht. Der Hinweis der Herstellerfirma, dass das Präparat seine Wirkung in Studien bewiesen habe, ändert nichts an der Tatsache, dass es nicht zu GKV-Lasten verordnet werden kann.

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie das Team Beratung der KVSH an: Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf

Ihr Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe

Heidi Dabelstein Tel. 04551 883 353 heidi.dabelstein@kvsh.de

Thomas Frohberg Tel. 04551 883 304 thomas.frohberg@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard Tel. 04551 883 362 anna-sofie.reinhard@kvsh.de

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Service S ervi c e

Sie fragen – wir antworten Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

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Antworten des Service-Teams Müssen wir für die Präoperative Diagnostik oder die Postoperative Behandlung einen 2. Behandlungsschein anlegen, wenn der Patient schon wegen einer anderen Erkrankung bei uns in Behandlung gewesen ist? Nein, es ist kein zweiter Schein erforderlich. Sowohl die Präoperative Diagnostik (31010-31012) als auch die Post-OP (31600 ff.) können auf dem schon vorhandenen Behandlungsschein abgerechnet werden. Wobei für die Post-OP zwingend zu beachten ist, dass eine Überweisung vom Operateur zur postoperativen Behandlung vorliegt.

Wir sind eine psychotherapeutische Praxis und benötigen vom Hausarzt eine Abklärung somatischer Ursachen. Müssen wir diesen zwingend auf dem Muster 7 (Überweisung vor Aufnahme) einer Psychotherapie zur Abklärung somatischer Ursachen, anfordern? Ja, wenn vor der Psychotherapie dieser Bericht erforderlich ist, muss der Psychotherapeut diese Abklärung durch Ausstellen des Musters 7 veranlassen.

Dürfen Notfallambulanzen und Anlaufpraxen Überweisungen zur Weiterbehandlung in die hausärztliche Versorgung ausstellen? Nein, in der Notfallbehandlung dürfen keine Überweisungen zur Weiterbehandlung ausgestellt werden. Der Patient muss, wenn er im Anschluss an die Notfallbehandlung einen niedergelassenen Arzt in der normalen Sprechstunde aufsucht die Praxisgebühr nochmals entrichten.

Muss die Kassengebühr auch bezahlt werden, wenn im gesamten Behandlungsfall keine Inanspruchnahme (z. B. bei einer Bescheinigung auf besonderes Verlangen der Krankenkasse oder bei einem ärztlicher Bericht über das Ergebnis einer Patientenuntersuchung) durch den Patienten erfolgt ist ?  Nein, die Kassengebühr muss in diesen Fällen nicht erhoben werden. Die Abrechnung kann über einen Originalschein erfolgen. Die KVSH stellt sicher, dass keine Kassengebühr ausgelöst wird. Ziffern, die keine Kassengebühr auslösen sind z. B.: GOP 01600 bis 01623, GOP 03241, GOP 04241, GOP 27323, GOP 35130 und 35131 (alle Ziffern, die keine Kassengebühr auslösen, finden Sie auf der Internetseite www.kvsh.de/Praxis/Abrechnung)

Das Service-Team erreichen Sie unter der Rufnummer 04551 883 883 • montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr • freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr 9 | 2012

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Zu Seminaren wird nicht mehr persönlich eingeladen. Bekanntmachungen erfolgen ausschließlich über das Nordlicht.

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

fÜR QUALITÄTSZIRKELMODERATOREN

thema: QEP®-Einführungsseminar

thema: Workshop „ Praxisrelevante

Internetrecherche (evidenzbasiert)“

datum: 28. September, 15.00 bis 21.00 Uhr 29. September, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 19. Oktober, 15.00 bis 19.00 Uhr

Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung

Das Internet bietet Ihnen eine Flut von Information für Ihre Arbeit in der Praxis und Ihrem Qualitätszirkel. Wie können Sie das für Sie Relevante herausfiltern? Darin möchten wir Sie mit diesem Seminar unterstützen.

Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge – erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis

Inhalte des Seminars: Die Schwerpunkte unserer Veranstaltung „Praxisrelevante Internetrecherche (evidenzbasiert)“ liegt nach einer kurzen thematischen Einführung in der praktischen Umsetzung: • Formulieren einer konkreten medizinischen Fragestellung • Systematische Literaturrecherche in relevanten Datenbanken • Bewertung der gefundenen Informationen • Nutzung der Informationen für die Praxisarbeit Während des Workshops hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit durch individuellen Internetzugang die Informationsrecherchen durchzuführen. Durch diesen Workshop wird Sie Herr Karlheinz Pralle leiten. Herr Pralle ist Hausarzt, Qualitätszirkelmoderator und Tutor der KV Niedersachsen. ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro Teilnahmegebühr: 200 Euro pro Person, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung

Fortbildungspunkte: 6

Fortbildungspunkte: 18

Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de

Detlef Greiner Tel. 04551 883 527 Fax 04551 883 7527 E-Mail detlef.greiner@kvsh.de

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Nordlicht

aktuell

Regina Steffen 04551 883 292 04551 883 7292 regina.steffen@kvsh.de 9 | 2012


Service

fÜR Ärzte in Zusammenarbeit mit der Apo-Bank thema: Erfolgreich kommunizieren.

Mitarbeiter konsequent führen.

datum: 12. Dezember, 15.00 bis 19.00 Uhr Jede Praxis ist darauf angewiesen, die vom Patienten gewünschten Leistungen im Rahmen der Gesunderhaltung anzubieten und diese erfolgreich zu kommunizieren. Dies gilt nicht nur gegenüber Patienten, sondern auch bei der Mitarbeiterführung. Denn erfolgreich führen bedeutet, miteinander reden, gemeinsam arbeiten und handeln zu können. Wer teamfähig ist, stellt sich gut auf die einzelnen Teammitglieder ein und bezieht bei seiner Arbeit auch die Erfahrungen vor allem im Team ein. Als Führungskraft müssen Sie Visionen darstellen, Ziele vermitteln und dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter gerne bei Ihnen arbeiten. Erfahren Sie in diesem Seminar, wie sich ein erfolgreicher Informationsaustausch gestalten lässt. Themenschwerpunkte im Einzelnen: · Kommunikationsbeispiele aus der Praxis · Kommunikation optimieren – Leistungen erfolgreicher verkaufen · Empfehlungsmarketing sinnvoll nutzen · Warum ist Mitarbeiterführung wichtig? · Grundlagen erfolgreicher Mitarbeiterführung · Kriterien erfolgreicher Teamarbeit · Spielregeln für Führungskräfte Moderation: Marion Grosse, Betriebswirtschaftliche Beratung der KVSH Ort: Sitzungssaal der Abgeordnetenversammlung im Haus II der KVSH Fortbildungspunkte: 5 Teilnahmegebühr: 70 Euro

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

Nadine Kruse Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 374 E-Mail nadine.kruse@kvsh.de 9 | 2012

Nordlicht

aktuell

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Service

Veranstaltungen KVSH

26. September, 18.00 Uhr

Nephrologie am Herbstanfang

5. September, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zusassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat für alle niederlassungswilligen Ärzte und Ärzte, die ihre Praxis abgeben möchten. Ohne vorherige Terminvergabe. Das Angebot gilt auch für Psychotherapeuten. Sabrina Pingel, Zulassung/Praxisberatung, Tel. 04551 883 255, E-Mail: sabrina.pingel@kvsh.de www.kvsh.de

Ort: Hotel Wasserleben Info: Nähere Informationen unter: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder unter Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, für Veranstaltungen des ECS, Anmeldung und Kontakt unter: 04551 883130 oder www.aeksh.de/ecs

Schleswig-Holstein 13. September, 17.00 Uhr

14. Bis 15. September, 14.00 bis 17.00 Uhr

Fortbildungsveranstaltung KVSH im Dialog 14. September Onlinekommunikation und Datenschutz Freitag, 14.00 bis 18.00 Uhr Teilnahmegebühr: 40 Euro Hygiene in der Arztpraxis Freitag, 13.30 bis 18.30 Uhr Teilnahmegebühr: 45 Euro 15. September Gesundheitspolitik Samstag, 8.30 bis 14.00 Uhr Der Kurs ist für Ärzte kostenfrei. Hautkrebs-Screening für Dermatologen und Hausärzte Samstag, 8.30 bis 17.00 Uhr Teilnahmegebühr: 160 Euro Ort: Park Inn by Radisson Lübeck, Willy-Brand-Allee 1– 5, 23554 Lübeck Info: Anmeldung bis zum 7. September per Fax, Post oder E-Mail, Tel. 0341 4809270, Fax 0341 4206562, Postanschrift: Marpergerstraße 27, 04229 Leipzig, Teilnahmegebühr für sonstige Teilnehmer: 200 Euro je Kurs, Studenten und (med.) Prakt. 50 Prozent Ermäßigung. Bitte bringen Sie ihren Barcode-Aufkleber mit. E-Mail: info@mcg-online.de www.mcg-online.de

De facto Onkologie: Minimal invasive onkologische Colon Chirurgie – was ist gesichert Ort: Institut für Pathologie, Großer Hörsaal, 1. Etage Info: Sekretariat: S. Burghardt, D. Schmöe, Tel. 0431 597 3401, Fax 0431 597 3462, Fortbildungspunkte: 2 E-Mail: Patho.Kiel@uk-sh.de www.uni-kiel.de/path

15. September, 9.45 bis 12.45 Uhr

Probleme erkennen und behandeln bei CED und Hepatitis Ort: Audimax der Universität zu Lübeck Info: Sekretariat: Tel. 0451 500 6245, Fax 0451 500 6242, Anmeldung bis 8. September www.uksh.de

19. September, 17.00 bis 20.10 Uhr

Palliativmedizinisches Symposium Lübeck Ort: Atlantic-Hotel, Schmiedestraße 9-15, 23552 Lübeck Info: Organisation: Dr. Norman Kripke, Tel. 0451 500 2294, Fax 0451 500 6225 E-Mail: Norman.Kripke@uksh.de www.uksh.de

19. September, 14.00 bis 18.00 Uhr

KVSH-Kreisstellen

Körperidentität und Körperschemastörungen

12. September, 18.00 Uhr

1. Flensburger Parkinson-Symposium Ort: Hotel Wasserleben Info: Nähere Informationen unter: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder unter Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, für Veranstaltungen des ECS, Anmeldung und Kontakt unter: 04551 883130 oder www.aeksh.de/ecs

19. September, 18.00 Uhr

Rektum-Karzinom 2012- aktuelle interdisziplinäre Therapie

Ort: Hotel Mercure, Hanseatenplatz 2, 25524 Itzehoe Info: Anmeldung bis zum 7. September, Dipl. Ulla Kamps-Blass, Tel. 04821 600184, ulla@kamps-blass.de, Achim Kreutzer, Tel. 04821 4084142, achimkreutzer@yahoo.de, Fortbildungspunkte: 5 Kosten: 50 Euro, 10 Euro für Mitglieder des Forum Psychotherapie Steinburg, des ärztlichen Kreisvereins sowie für Studenten und Ausbildungskandidaten (Überweisung an Forum Psychotherapie Steinburg, Volks- und Reiffeisenbank Itzehoe, Kto. 22608, BLZ 222 900 31) E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

20. September, 20.00 Uhr

Ort: Strandhotel Glücksburg Info: Nähere Informationen unter: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder unter Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, für Veranstaltungen des ECS, Anmeldung und Kontakt unter: 04551 883130 oder www.aeksh.de/ecs

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Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

Nordlicht

Herz, Hirn, Schlaf – arterieller Hypertonus aus neurologischer und cardiologischer Sicht Ort: Conventgarten, Rendsburg Info: Referent: Dr. U. Pulkowski, PD Dr. El Mokhtari E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

aktuell

9 | 2012


Service

20. September, 17.00 Uhr

25. Oktober, 20.00 Uhr

De facto Onkologie: Stand der Therapie des malignen Melanoms

Psoriasis – eine Systemerkrankung

Ort: Institut für Pathologie, Großer Hörsaal, 1. Etage Info: Sekretariat: S. Burghardt, D. Schmöe, Tel. 0431 597 3401, Fax 0431 597 3462, Fortbildungspunkte: 2 E-Mail: Patho.Kiel@uk-sh.de www.uni-kiel.de/path

26. Oktober, 8.15 bis 16.oo Uhr

OP Live-Seminar, Coloplast Titan® und OTR und das Virtue®, Männerband, Behandlung der erektilen Dysfunktion und Belastungsinkontinenz

26. September, 13.30 bis 15.00 Uhr

Grundlagen der Psychopharmakotherapie Ort: AHG Klinik Lübeck, Vortragsraum Haus 2, Weidenweg 9-15, 23562 Lübeck Info: Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei, Tel. 0451 5894 0, Fax 0451 5894 331 E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

Ort: UKSH, Campus Kiel, Hörsaal Dermatologie, Haus 19 Info: Anmeldung bis 19. September, Tel. 0431 597 4412, Fax 0431 597 1845 E-Mail: miriam.berwanger@uksh-kiel.de, Teilnahmegebühr: Ärzte 70 Euro, Assistenzärzte 50 Euro, PJ-ler und Studenten kostenlos www.urologie-kiel.de

26. September, 19.30 Uhr

31. Oktober, 9.15 bis 16.00 Uhr

Wiederbeginn der Balintgruppe in Eckernförde

Wege aus der Sucht, die Zukunft der Suchtbehandlung

Ort: Praxis Dr. Gaissmaier, Langebrückstraße 20, 24340 Eckernförde Info: Referent: Dr. Gaissmaier, Tel. 04351 767738 E-Mail: dr.m.f.x.gaissmaier@t-online.de

Ort: Die Vorträge finden im Hörsaal der Sana-Klinik direkt neben der AHG Klinik Lübeck statt, die Workshop in den Räumlichkeiten der AHG Klinik Lübeck, Weidenweg 9-15, 23562 Lübeck Info: Tel. 0451 5894 0, Fax 0451 5894 331 E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

26. September, 17.00 bis 19.oo Uhr

Tumor und Thrombose Ort: Konferenzraum der Neurochirurgie, Haus 41 am Campus Kiel Info: Anmeldung bis 19. September, Tel. 0431 597 3493, Fax 0431 597 4739 E-Mail: regina.barg@uksh.de www.uksh.de

24. November, 9.00 Uhr

Klinische Leitsymptome – Fallbeispiele Ort: ACO Academy Büdelsdorf Info: Referent: Prof. H. Dittrich, Rendsburg E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

26. September, 9.30 bis 16.30 Uhr

Weiter wie gewohnt? Wohnen im Alter Ort: DRK-Schwesternschaft Lübeck e.V., Marlistraße 10, 23566 Lübeck Info: Anmeldung bis 12. September, Landesvereinigung für Gesundheits förderung in Schleswig-Holstein e.V., Flämische Straße 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431 94294, Fax 0431 94871, Teilnahmegebühr: 24 Euro (Überweisung, Stichwort: „Wohnen im Alter“, Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig Holstein e.V., Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG, BLZ 210 602 37, Kto. 57 60 42, Fortbildungspunkte: 7 E-Mail: gesundheit@lvgfsh.de www.lvgfsh.de

24. Oktober, 14.30 bis 18.00 Uhr

Deutschland 31. Oktober, 16.30 Uhr

13. Hamburger Facharztgespräche Ort: Empire Riverside Hotel, Bernhard-Nocht-Straße 97, 20359 Hamburg Info: Anmeldung: Fax: 040 889 009 833, E-Mail: office@herz-hh.de www.herz-hh.de

15. November, 15.00 bis 18. November

Erfolgreiches Impfen im Team Ort: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Raum 465. Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel Info: Tel. 0431 94294, Fax 0431 94871, Fortbildungspunkte: 4 E-Mail: gesundheit@lvgfsh.de www.lvgfsh.de

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Ort: Conventgarten, Rendsburg Info: Referent: Prof. U. Mrowietz, Kiel E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

Nordlicht

Neues aus den Spezialfächern für hausärztlich tätige Allgemeinmediziner und Internisten Ort: Kaiserin Friedrich-Haus im Charité und Regierungsviertel Info: Anmeldung: 31. Oktober, Tagungsgebühr: 320 Euro, Tel. 030 308 889 20, Fax 030 308 889 26 E-Mail: c.schroeter@kaiserin-friedrich-stiftung.de www.aktiva-symposium.de

aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach��������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Söth����������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Brigitte Gottwald����������������������������������������������������������������������������� 255 Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Betriebswirtschaftliche Beratung Marion Grosse���������������������������������������������������������������������������������� 343 Chirotherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dermatohistologie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Dialyse-Kommission/LDL Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 36

Nordlicht

DMP Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Helga Hartz ������������������������������������������������������������������������������������� 453 Caroline Polonji ������������������������������������������������������������������������������ 280 Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 326 Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Janin Looft��������������������������������������������������������������������������������������� 324 Tobias Kantereit������������������������������������������������������������������������������� 320 Ermächtigungen Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������� 378 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Tyneke Grommes����������������������������������������������������������������������������� 462 ESWL Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Kruse����������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Marco Dethlefsen��������������������������������������������������������������������������� 381 Delf Kröger�������������������������������������������������������������������������������������� 454 Hautkrebs-Screening Kevin Maschmann�������������������������������������������������������������������������� 326 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 326 HIV/AIDS Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Homöopathie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 326 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Invasive Kardiologie Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 aktuell

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Service kontakt

Interventionelle Radiologie Daniela Leisner ������������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomographie Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Koloskopie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Mammographie (kurativ/Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Niederlassung/Zulassung/Psychotherapeuten Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Niederlassung/Zulassung/Zweigpraxis/Ärzte Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 Tyneke Grommes����������������������������������������������������������������������������� 462 Daniel Jacoby����������������������������������������������������������������������������������� 259 Nicole Geue������������������������������������������������������������������������������������� 303 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Karsten Wilkening��������������������������������������������������������������������������� 561 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 533 Onkologie Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Patientenauskunft Paragraf 305 SGB V Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Personal Christine Storm��������������������������������������������������������������������������������� 260 Lars Schönemann������������������������������������������������������������������������������ 275 Anke Tonn����������������������������������������������������������������������������������������� 295 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygraphie/Polysomnographie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 9 | 2012

Nordlicht

Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Detlef Greiner���������������������������������������������������������������������������������� 527 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Carmen Dreyer�������������������������������������������������������������������������������� 360 Röntgen (Anträge) Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 533 Röntgen (Qualitätssicherung) Carmen Dreyer�������������������������������������������������������������������������������� 360 Rückforderungen der Kostenträger Heinz Szardenings��������������������������������������������������������������������������� 323 Schmerztherapie Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonographie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Sonographie (Qualitätssicherung) Susanne Paap������������������������������������������������������������������������������������ 228 Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 315 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Melanie Krille���������������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 533 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Kommisarische Leiterin)������������������������������������ 331 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Team Beratung Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 Tonsillotomie, BKK VAG-Nord, BARMER GEK, Bahn-BKK Doreen Knoblauch��������������������������������������������������������������������������� 445 Umweltmedizin/Umweltausschuss Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Vakuumbiopsie Dagmar Martensen ������������������������������������������������������������������������� 687 Verordnung medizinische Rehaleistungen Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439

aktuell

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Service kontakt

Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444

Zentrale Stelle Mammographie-Screening

Rosenstr. 28, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251 An diese Stelle nach Paragraf 81a SGB V kann sich jede Person wenden. Es handelt sich um eine organisatorisch verselbstständigte und weisungsungebundene Einrichtung. Sie hat im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages allen genügend substanziierten Hinweisen auf Sachverhalte nachzugehen, die auf Unregelmäßigkeiten oder auf eine rechtswidrige oder zweckwidrige Nutzung von Finanzmitteln im Zusammenhang mit den Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein hindeuten und die aufgrund der einzelnen Angaben oder der Gesamtumstände glaubhaft erscheinen.

Impressum

Nordlicht aktuell Prüfungsstelle

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Rosenstr. 28, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 901022 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)��������������������������������� 90100 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)������������������������������������������ 90100 Leiter der Dienststelle Markus Eßfeld���������������������������������������������������������������������������� 901021 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ������������������������������������������������������������������������ 901023 Dr. Michael Beyer���������������������������������������������������������������������� 901015 Dorthe Flathus-Rolfs������������������������������������������������������������������ 901015 Astrid Stamer����������������������������������������������������������������������������� 901024 Evelyn Sonnenrein��������������������������������������������������������������������� 901024 Katja Junge�������������������������������������������������������������������������������� 901024 Ina Buchholz������������������������������������������������������������������������������ 901024 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������� 901012 Catherin Weh����������������������������������������������������������������������������� 901011 Iris Flägel����������������������������������������������������������������������������������� 901011 Stefanie Kuhlee������������������������������������������������������������������������� 901013 Zweitmeinungsverfahren Gastroenterologie und Rheuma Nadja Kleinert���������������������������������������������������������������������������� 901025 Organisation Dorina Schadendorf ������������������������������������������������������������������ 901020 Tanja Bauer............................................................................ ..... 901016 Sabine Kruse ����������������������������������������������������������������������������� 901016 Elisabeth Möller-Kammritz ������������������������������������������������������� 901017 Gabriele Stüven ������������������������������������������������������������������������ 901017 Susanne Schuldt.................................................................... ..... 901017 Melanie Buchbach................................................................. ..... 901019 Lina Fitzner............................................................................ ..... 901019

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Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v.i.S.d.P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke; Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel.: 04551 883 356, Fax: 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

9 | 2012


Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Berglücke 5, 24943 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Dithmarschen@kvsh.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 9 | 2012

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Thomas Schang, Chirurg Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 72606 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04521 409433 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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Für Ärzte und medizinisches Assistenzpersonal

Fortbildungsveranstaltung KVSH im Dialog Freitag, 14. September, 14.00 – 18.00 Uhr

Samstag, 15. September, 8.30 – 14.00 Uhr

Onlinekommunikation und Datenschutz

Gesundheitspolitik

Zertifizierung: Punkte beantragt

Zertifizierung: Punkte beantragt

Für die Zukunft gerüstet: Die Online-Dienste und Services von eKVSH, z. B. E-Mail-Dienst und Abrechnungs-Check online

Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung: Welche Möglichkeiten bietet die neue ärztliche Bedarfsplanung und welche Finanzierungskonzepte gibt es für die Gesetzliche Krankenversicherung?

Freitag, 14. September, 13.30 –18.30 Uhr Hygiene in der Arztpraxis Zertifizierung: Punkte beantragt

Vom Umgang mit dem Infektionsschutzgesetz bis zur richtigen Instrumentendesinfektion

Referenten: u. a. KVSH-Vorstand, Dr. Patricia Klein (KBV), Dr. Thomas Drabinski (IfMDA) Samstag, 15. September, 8.30 – 17.00 Uhr Hautkrebs-Screening für Dermatologen und Hausärzte Zertifizierung: Punkte beantragt

Dermatologen und Hausärzte können sich für die Durchführung des Hautkrebs-Screenings qualifizieren, das extrabudgetär vergütet wird.

Melden Sie sich an!

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

14. BIS 15. September 2012 Park Inn by Radisson Lübeck, Willy-Brand-Allee 1– 5, 23554 Lübeck

Informationen und Anmeldung www.mcg-online.de www.kvsh.de


Nordlicht_09_2012