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nr. 7 | 2016

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Versorgung 2020

Neue Wege braucht das Land se r ab vi se ces it ei e te 38 n

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Juli 2016 | 19. Jahrgang


Inhalt seite

rubrik/Thema

heft 7 | 2016

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

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Ambulante Versorgung der Zukunft: KBV und KVen stellen Positionspapier vor

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„Politik will Stimme der Ärzteschaft hören“: Interview mit Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

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Nachrichten Kompakt Gesundheitspolitik

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Abgeordnetenversammlung: KVSH-Vorstandsvorsitzende warnt vor Folgen der KBV-Querelen

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Fachtagung „Gut versorgt in Schleswig-Holstein“

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Nachwuchskampagne „Mehr.Arzt.Leben!“: Campus.Info.Snack und Praxistour erfolgreich

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Höhere Gehaltszuschüsse und mehr Förderstellen für angehende Allgemeinmediziner

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ZiPP: Befragung zu Praxiskosten gestartet

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2. Tag der Allgemeinmedizin in SchleswigHolstein an der Universität zu Lübeck

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Bekanntmachungen und Meldungen

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HVM-Änderungen zum 1. Juli 2016

Wie kann eine bessere Patientensteuerung aussehen, die möglichst auch noch ressourcenschonend und sektorenübergreifend funktioniert? Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die KVen geben in ihrem Positionspapier „ KBV 2020 – Versorgung gemeinsam gestalten“ Antworten , wie die ambulante ärztliche und psychotherapeutische Versorgung in Zukunft organisiert sein sollte.

04 Das Bundesgesundheitsministerium droht Ärzten und Krankenkassen offen mit einer Entmachtung der Selbstverwaltung. Der Warnschuss aus Berlin bestimmte die Diskussionen auf der Abgeordnetenversammlung der KVSH.

Praxis & KV 29

Neues aus KBV und KVen

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Neue Psychotherapie-Richtlinie: Großer Wurf oder Rohrkrepierer?

Die Menschen im Land 32

US-Oldtimer im Fokus: Fotoausstellung „Kuba mobil“ von Dr. Volker Bielfeld

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Serie: Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

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Kommentar: Vom Kopf auf die Füße

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Glosse: Skurriles aus der Sprechstunde

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Service 38

Sicher durch den Verordnungsdschungel: Moderne Wundauflagen gut und günstig verordnen

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Sie fragen – wir antworten

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Seminare

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Termine

Kuba erleben, sehen und im Bild festhalten: Dr. Volker Bielfeld stellte den morbiden Charme amerikanischer Oldtimer in den Mittelpunkt seiner Fotoausstellung über die Karibikinsel.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 7 | 2016 EDITORIAL von Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, aus einer Krise – so heißt es – könne man gestärkt hervorgehen. Nicht anders als Siemens, Deutsche Bank oder VW hatte sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung in eine Krise hineinmanövriert, manchmal regiert in einer nicht zu akzeptierenden Art und Weise. Von Selbstbedienungsladen war die Rede. Die Selbstverwaltung war zerstritten und tat sich schwer, ihrer Aufsichtsratsfunktion nachzukommen und eine Lösung zu finden. Am Ende ließ man ihr keine Chance mehr, den „Laden“ allein in Ordnung bringen. Das Bundesgesundheitsministerium drohte zum Fix-Datum mit Staatskommissar, der die Geschäfte übernehmen sollte. Ein Armutszeugnis für die Selbstverwaltung. Die KBV-Vertreterversammlung hat auf ihrer Sitzung im Mai die ultimativ geforderten Beschlüsse gefasst, das Horrorszenario abgewendet. Nun werden umstrittene Pensionszahlungen, Personalentscheidungen und Immobiliengeschäfte vor den Gerichten zu klären sein. Ende gut, alles gut? Noch nicht! Folgewirkungen der Querelen der vergangenen Monate sind deutlich zu spüren. Die Politik regiert munter in die Selbstverwaltung hinein, bringt ein Eckpunktepapier mit dem netten Titel „Selbstverwaltungsstärkungsgesetz“ in Umlauf, dessen Inhalt genau das Gegenteil beschreibt. Haushalte vorab genehmigen lassen, in rechtlichen Ermessensfragen nicht mehr selbst entscheiden, sondern gleich oben anklopfen müssen. Die Selbstverwaltung als Befehlsempfänger, Vorstände unter Kuratel, Vertreterversammlungen ihrer Hauptaufgaben beraubt. Das kann nicht die Zukunft sein! Hoffen wir mal, dass es ein Eckpunktepapier mit Droheffekt bleibt und am Ende vom Schredder geschluckt wird. Noch hat die KBV die Möglichkeit zu beweisen, dass sie wieder arbeitsfähig und für die Politik ein verlässlicher Ansprechpartner ist. Erste Schritte sind getan. Die Vertreterversammlung redet wieder miteinander. Man besinnt sich, hochgepuschte Konflikte wie Hausarzt/Facharzt oder kollektiv/selektiv zu begraben und gemeinsam nach vorn zu starten. Der Kopf wird frei, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren, und das ist die Zukunft der Versorgung und die Stellung der ambulant tätigen Ärzteschaft darin. Damit diese Stimme auch gehört wird und Diskussionen angestoßen werden, liegt jetzt ein Positionspapier vor, das mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 Vorschläge zur künftigen Gestaltung der ambulanten medizinischen Versorgung macht. Welche das konkret sind, erfahren Sie, wenn Sie unser Titelthema lesen. Für die anstehende Ferien- und Urlaubszeit wünsche ich Ihnen und Ihren Familien sonnige und erholsame Tage. Ihre

Dr. Monika Schliffke

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Titelthema V ersorgung 2 0 2 0

Neuer Anlauf für mehr Patientensteuerung

© istock.com/solidcolours

KBV und KVen positionieren sich zur Zukunft der ambulanten Versorgung.

Die Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres wirft zunehmend ihre Schatten voraus. Erkennbar nicht nur an einer zunehmenden Gereiztheit der Parteien, die sich für den Wahlgang in Position bringen wollen. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen haben den Wahltag bereits im Blick.

Vier Themenbereiche hat die KBV zusammen mit den KVen identifiziert, in denen Handlungsbedarf gesehen wird: Der Sicherstellungsauftrag, die Kooperation mit den Kliniken, die Attraktivität des Arztberufs sowie die Frage, wie die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen besser koordiniert werden kann.

Um in den Debatten vor der Wahl und in der anschließenden Phase der Regierungsbildung die Position der Niedergelassenen zu Gehör zu bringen, haben die KBV und die KVen eine gemeinsame Position zur künftigen ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung formuliert. Ende Mai wurde das Papier mit dem Titel „KBV 2020 – Versorgung gemeinsam gestalten“ von der KBV-Vertreterversammlung beschlossen.

Patientensteuerung gefordert Gibt es bisher im deutschen Gesundheitssystem so gut wie keine Patientensteuerung, soll sich das nach dem Willen der KBV und der KVen künftig ändern. Die Zunahme multimorbider Patienten als Folge der Alterung der Gesellschaft bei einer bestenfalls gleichbleibenden Zahl von Ärzten mache dies unverzichtbar, wie im Positionspapier betont wird: „Um bei begrenzten finanziellen Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung eine ausreichende

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Titelthema und wirtschaftliche medizinische Versorgung weiterhin sicherstellen zu können, muss die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen stärker koordiniert werden“. Zwei Ansätze werden vorgeschlagen: Mehr Koordination durch eine stärkere Vernetzung der Praxen und eine gezieltere Information der Patienten sowie eine Steuerung des Zugangs zu den Ebenen der Versorgung durch die Einführung neuer und differenzierter Tarife der Krankenkassen. Um Doppeluntersuchungen und Informationsdefizite zu vermeiden, fordern die KBV und die KVen eine stärkere „interkollegiale und intersektorale Kommunikation“, insbesondere durch die intensivere Nutzung des elektronischen Austauschs. Die Eigenverantwortung der Patienten soll gestärkt werden, etwa durch umfangreichere Schulungen von chronisch Kranken zum Umgang mit ihrer Erkrankung. Hausarzt als erster Ansprechpartner Weitreichender ist der zweite Lösungsansatz. KBV und KVen fordern eine Steuerung der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen durch die Festlegung des Versicherten auf einen Hausarzt als ersten Ansprechpartner. Dieser soll die Koordination der weiteren Behandlung übernehmen und durch gezielte Überweisungen im Bedarfsfall das bisherige Ärztehopping vieler Patienten beenden. Umgesetzt werden soll dies, so der Vorschlag, durch die Einführung von neuen Tarifen der Krankenkassen. Im Standardtarif („Tarif A“), für den der bisherige Beitragssatz gelten soll, schreibt sich der Versicherte bei einem Hausarzt ein und konsultiert diesen stets zuerst. Ausgenommen sollen hiervon Termine bei Augenärzten, Gynäkologen und Psychotherapeuten sein, die weiterhin direkt aufgesucht werden können, sowie Notfälle und Präventionsleistungen. Die zweite vorgeschlagene Variante („Tarif B“) stellt ein abgeschwächtes Hausarztmodell dar, in dem der Patient ebenfalls immer zunächst einen Hausarzt aufsucht, sich aber im Gegensatz zum vorherigen Tarif nicht an einen bestimmten Allgemeinmediziner bindet. Für beide Tarife gilt: Der Hausarzt übernimmt die Koordination der weiteren Behandlung. Dies schließt ein, dass Fachärzte – ausgenommen sind die genannten Arztgruppen – nur mit einer Überweisung des Hausarztes aufgesucht werden können. Möchte der Patient weiterhin uneingeschränkt und ohne Koordinierung Haus- und Fachärzte aufsuchen, soll er dies in einem weiteren Tarif („Tarif C“) können, sich aber an den Kosten, die durch die ungesteuerte Inanspruchnahme entstehen, durch einen höheren Krankenkassenbeitrag beteiligen. Die KBV und die KVen schlagen vor, dass die Überweisung zum Facharzt „insbesondere beim Vorliegen nur einer chronischen Erkrankung“ für einen Zeitraum von bis zu vier Quartalen ausgestellt werden kann. Das Krankheitsmanagement „in Bezug auf die Zuweisungsdiagnose“ würde in dieser Zeit durch den Facharzt erfolgen. Auch bei der Notfallversorgung sehen die Autoren des Papiers die Notwendigkeit, die Inanspruchnahme besser zu steuern. Insbesondere jene Patienten sollen „differenzierte Zuzahlungen“ leisten, die tagsüber und damit zu üblichen Sprechstundenzeiten die Notaufnahmen der Kliniken mit Erkrankungen aufsuchen, die ambulant in den Praxen hätten behandelt werden können. 7 | 2016

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Reform des Vergütungssystems Eine Umstellung auf eine stärkere Steuerung der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen erfordere auch eine Reform des Vergütungssystems, so KBV und KVen in ihrem Papier: „Die budgetierte morbiditätsorientierte Gesamtvergütung muss in einem koordinierten Versorgungssystem durch neue Vergütungsformen ersetzt werden.“ Das Modell von KBV und KVen sieht vor, dass die Leistungen von Fachärzten bei Patienten, die einen Hausarzttarif gewählt haben, ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen vergütet werden. Mit Blick auf die Hausärzte wird klargestellt, dass eine „gegebenenfalls notwendige Fallzahlzunahme“ nicht zu einer Abstaffelung der Vergütung führen dürfe. KBV und KVen plädieren deshalb für eine Neuausrichtung der Mengensteuerung. Pauschalierte Vergütung soll es in Bereichen geben, in denen eine Mengendynamik medizinisch nicht indiziert ist. Dort, wo der Zuwachs jedoch medizinisch bedingt ist, soll es eine fachgruppenspezifische Einzelleistungsvergütung geben. Umwandlung unrentabler Kliniken in ambulante fachärztliche Einrichtungen Einen breiten Raum nimmt im Papier der Körperschaften das Verhältnis zu den Krankenhäusern ein. Die Versorgungsstrukturen müssten, so die Forderung mit Verweis auf die Zahl der in der ambulanten Versorgung geleisteten Behandlungsfälle im Vergleich zu jenen in den Kliniken, „viel stärker am Behandlungsbedarf der Patienten ausgerichtet werden.“ Deshalb schlagen die KBV und die KVen eine „bundesweite stationäre Bedarfsplanung für Häuser der Grund- und Regelversorgung“ als Voraussetzung für notwendige Strukturanpassungen in der stationären Versorgung vor. Die Politik müsse den Mut aufbringen, so der Appell, „wirtschaftlich nicht tragbare Krankenhäuser zu schließen.“ Eine Forderung, die der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, erbost als „Unverschämtheit“ und „offensichtlichen Versuch der Ablenkung“ von Problemen in der ambulanten Versorgung zurückwies. In ihrer Positionierung haben die KBV und die KVen allerdings keineswegs nur eine Schließung von unrentablen Kliniken angeregt, sondern die Bereitschaft erklärt, Länder, Kommunen sowie andere Krankenhausträger bei der Umwandlung solcher Häuser in ambulante fachärztliche Einrichtungen zu unterstützen. Diese könnten als von selbstständigen Ärzten getragene Einrichtungen neue Versorgungsangebote in den betroffenen Regionen schaffen. Die mit der Leistungsverlagerung aus der stationären in die vertragsärztliche Versorgung freiwerdenden Mittel müssten entsprechend übertragen werden, so die Forderung. Krankenhäuser und Niedergelassene sollen enger zusammenrücken Grundsätzlich sprechen sich die KBV und die KVen dafür aus, die bewährten Kooperationen zwischen Vertragsärzten und Krankenhäusern, etwa im Bereich der Konsiliar- und Honorarärzte, weiter zu intensivieren. Auch die gemeinsame Nutzung stationärer Strukturen und Einrichtungen für den ambulanten Bereich und die Möglichkeit für Ärzte und Psychotherapeuten, berufliche Standbeine sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Versorgung zu haben, sollen ausgebaut werden. Dasselbe gilt für die elektronische Kommunikation zwischen Niedergelassenen und Krankenhäusern, die zu fördern und zu intensivieren sei. Optimierungsbedarf wird für den Bereich der prä- und poststationären aktuell

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Titelthema V ersorgung 2 0 2 0 Diagnostik und Therapie, auch unter Einbeziehung des Einweisungs- und Entlassmanagements, gesehen. Für diese Bereiche, so die Forderung, müsse die Vergütung extrabudgetär erfolgen. Darüber hinaus sprechen sich KBV und KVen für eine Stärkung des Belegarztwesens, der stationsersetzenden Versorgung und kooperativer Versorgungsformen unter Administration der KVen aus und regen eine Vereinfachung der Vorgaben in den Paragrafen 115 bis 122 SGB V an. Im Bereich des Bereitschaftsdienstes sehen KBV und KVen Möglichkeiten, über die bestehenden gesetzlichen Regelungen, die bereits eine Kooperation vorgeben, hinauszugehen. Sie sprechen sich für die Prüfung eines gemeinsamen Not- und Bereitschaftsdienstes aus, insbesondere in strukturschwachen und unterversorgten Regionen. In diesem Zusammenhang werden auch die wesentlich aus Schleswig-Holstein in die Diskussion gebrachten „Portalpraxen“ genannt, die als gemeinsame Einrichtungen der Versorgungssektoren Patienten dem ambulanten oder dem stationären Versorgungsbereich zuweisen könnten. Darüber hinaus wird im Positionspapier eine extrabudgetäre Vergütung aller Leistungen im Bereich des Not- und Bereitschaftsdienstes angemahnt. Eine Gleichstellung mit den Kliniken wollen KBV und KVen bei der Einführung von Innovationen erreichen. Die bisherige restriktive Regelung im ambulanten Bereich wird als Benachteiligung kritisiert. Künftig solle deshalb sektorenübergreifend der schon für den stationären Bereich gültige Grundsatz zur Anwendung kommen, wonach erlaubt ist, was der Gemeinsame Bundesausschuss nicht ausdrücklich untersagt hat. Bessere Berücksichtigung der Interessen angestellter Ärzte Auch zum Wandel des Arztberufs und zu seiner Stellung im Gesundheitswesen machen sich KBV und KVen Gedanken. Anpassungen der Strukturen in Praxen und MVZ seien zu prüfen, um die Interessen von Ärzten, die aus dem Krankenhaus in die ambulante Versorgung wechseln wollen – auch als Angestellte –, angemessen berücksichtigen zu können. Zudem sei zu prüfen, wie die angestellten Ärzte besser in die Strukturen der vertragsärztlichen Selbstverwaltung eingebunden werden können. Im Bereich der Förderung der ambulanten Weiterbildung wird gefordert, dass diese perspektivisch vollständig von den Krankenkassen zu finanzieren sei. Im Medizinstudium sollte ein neues Fach „Praxisführung“ geschaffen werden.

ambulante Versorgung zu erhalten. Deshalb sei auch eine Weiterentwicklung von Delegationsmodellen notwendig: „Die Einbeziehung von Praxismitarbeitern in die Behandlung erfolgt dabei ohne Schnittstellenprobleme. Die Patienten werden nahtlos versorgt. Von größter Bedeutung wird sein, dass solche Konzepte ausschließlich im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung entwickelt und betrieben werden.“ Bekenntnis zum Sicherstellungsauftrag Trotz der Forderungen nach Veränderungen haben die KBV und die KVen eine wichtige Botschaft ihres Positionspapiers an den Anfang gestellt: Das Bekenntnis zum Sicherstellungsauftrag. KBV und KVen machen deutlich, dass sie willens und in der Lage sind, diesen auch künftig im Interesse einer hochwertigen Versorgung der Patienten auszufüllen. Doch sie machen auch deutlich, dass es Entwicklungen gibt, die es der KBV und den KVen zunehmend erschweren, die Versorgung sicherzustellen. Kritisch wird angemerkt, dass manche politische Entscheidung der Vergangenheit bereits zu „erheblichen Einschränkungen“ der Funktionsfähigkeit des Sicherstellungsauftrages geführt hätte und die „Erosion“ vor allem durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz „beschleunigt“ wurde. Die KBV und die KVen mahnen die Politik, nicht der großen Lösung hinterherzulaufen. Es habe sich gezeigt, dass „es nicht das Rezept gibt. Vielmehr sind Lösungen und Initiativen gefragt, die auf die spezifischen Bedingungen vor Ort zugeschnitten sind.“ Deshalb seien weitere Spielräume für die Kassenärztlichen Vereinigungen erforderlich, die diesen ein flexibleres Handeln erlauben. Nötig sei es auch, die Krankenkassen vor Ort stärker einbinden zu können, wozu die Ermöglichung kassenartenspezifischer Gesamtverträge „unerlässlich“ sei. Insgesamt, das verdeutlichen KBV und KVen, bedarf es aus ihrer Sicht einer Reihe von politischen Weichenstellungen zur Stärkung der ambulanten Versorgung und der Handlungsmöglichkeiten der KVen, um das hohe Niveau der ambulanten Versorgung zu erhalten. Delf Kröger, KVSH

Das Papier „KBV 2020 – Versorgung gemeinsam gestalten“ ist auf der KBV-Internetseite abzurufen: www.kbv.de/ html/1150_22749.php

Ein klares Bekenntnis legen die KVen und die KBV zur engen Kooperation mit den nichtärztlichen Gesundheitsberufen ab. Nur mit ihrer Unterstützung werde es gelingen, eine flächendeckende

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Titelthema D rei F ragen an

„Politik will Stimme der Ärzteschaft hören“ Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH, zum Positionspapier von KBV und KVen „Versorgung gemeinsam gestalten“

Nordlicht: KBV und KVen haben eine gemeinsame Position zur künftigen ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung formuliert. Gibt es so etwas wie eine Kernbotschaft, die das Papier zum Ausdruck bringen soll? Dr. Monika Schliffke: Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist eine Aufgabe der staatlichen Grundversorgung. In unserem Land hat man diese Aufgabe für den ambulanten Bereich an die Selbstverwaltung der Ärzteschaft delegiert. Das ist der Sicherstellungsauftrag, der uns eines der besten Gesundheitssysteme der Welt beschert. Wenn die Selbstverwaltung nun sieht, dass Kernelemente der Sicherstellung angesichts Ressourcenminderung und Finanzaufwand in Gefahr geraten könnten, dann ist es nicht nur ihr Recht, sondern sogar ihre Pflicht, die Politik rechtzeitig darauf hinzuweisen. Kernbotschaft ist daher: Wir nehmen den Sicherstellungsauftrag unverändert an. Wir tun alles, um ressourcenschonend Zusammenarbeit im Sinne der Versorgung zu gestalten, auch intersektoral. Aber wir erwarten, dass sich die Politik der Probleme annimmt, auf die wir so gut wie keinen Einfluss haben. Das ist das Thema Steuerung der Inanspruchnahme des Gesundheitssystems.

Schliffke: Jedes Parteiprogramm zu einer Wahl enthält Passagen zur zukünftigen Gesundheitspolitik, auch wenn diese Themen medial nicht immer im Vordergrund stehen. Es ist der Politik keineswegs egal, wie sich zukünftig die Versichertenbeiträge entwickeln und sie weiß, wodurch diese beeinflusst werden. Sie kommt also nicht umhin, sich über Infrastruktur, Ressourcen, deren Entwicklung und deren Bezahlung Gedanken zu machen. Abnehmende Zahl der ambulanten Grundversorger, notwendige Restrukturierung der Krankenhauslandschaft, Demografie mit mehr Leistungsbedarf und zunehmend ungesteuerte Inanspruchnahme, die viel Geld kostet. Zu all diesen Themen wird die Bevölkerung Antworten erwarten, weil ihre Beiträge davon beeinflusst werden. Zur Steuerung der Inanspruchnahme stellt sich dann unausweichlich das Thema Mitverantwortung der Versicherten. Das ist sicher ein unbeliebtes Thema. Leichter sind immer Versprechungen, deren Umsetzung man anderen überlässt. Dass dies aber nicht mehr lange gut geht, ist auch eine Botschaft des Positionspapiers, genauso, wie dies immer wieder von Seiten der Kliniken deutlich gemacht wird. Wir wissen bereits aus Gesprächen mit Politikern, dass diskutiert wird und dass man die Stimme der Ärzteschaft auch hören will. Nordlicht: Die Reaktionen von Krankenhäusern und Krankenkassen auf das Positionspapier sind bisher eher spärlich. Sie haben dies in der Abgeordnetenversammlung als „ein eher gutes Zeichen“ bezeichnet. Wie meinen Sie das? Schliffke: Reaktionen, die am nächsten Tag nach einer Veröffentlichung eines mehrseitigen Papiers medial erscheinen, können nur plakativ sein. Man hatte ja die Zeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung noch nicht. Wenn es nun also eher ruhig ist, kann das nur zwei Dinge bedeuten. Entweder man hält das Papier gar nicht erst für diskussionswürdig, aber dann hätten wir dies nach drei Wochen nun vernommen. Oder man beginnt, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen und dann wäre genau die Basis gelegt, die beabsichtigt war.

Nordlicht: Das gemeinsame Positionspapier ist auch mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres entwickelt worden. Wie groß sind die Chancen, dass sich die Politik mit den im Konzept enthaltenen Vorschlägen zur besseren Patientensteuerung ernsthaft auseinandersetzt?

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Das Interview führte Marco Dethlefsen, KVSH

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NACHRICHTEN  KOMPAKT P ra x isnetze

K V - on

Lübecker Ärztenetz erhält Förderung

Video-Serie gestartet

Vorstand des LÄN (von li.): Dr. Andreas Bobrowski, Dr. Sven Soecknick, Dr. Peter Melloh, Dr. Petra Arnold, Dr. Robert Schulz und Dr. Richard Jung

Lübeck – Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat das Lübecker Ärztenetz (LÄN) als förderungswürdiges Praxisnetz anerkannt. Der Ärzteverbund erhält somit für zunächst ein Jahr eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro. Um die Anerkennung durch die KVSH zu erreichen, wurden nicht nur weitere Qualitätsindikatoren eingeführt, sondern auch das Netzmanagement effektiver gestaltet. „Wir haben in den vergangenen Monaten vor allem für einen verbesserten elektronischen Austausch der Praxen über KV-SafeNet* große Anstrengungen unternommen“, erläuterte der LÄN-Vorsitzende Dr. Sven Soecknick. Durch die jetzt bewilligte Fördersumme eröffneten sich vielfältige neue Perspektiven, um das Erreichte zu stärken und neue Projekte zu planen. So könne die Arbeit an leitliniengerechten Behandlungspfaden bei häufig auftretenden Krankheitsbildern intensiviert werden. Auch die Präsentation von Schulungs- und Präventionsangeboten der niedergelassenen Ärzteschaft zu relevanten Gesundheitsthemen in Form von Gesundheitstagen werde fortgesetzt.

Berlin – KV-on, das Web-TV von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und KVen, hat eine neue Video-Serie mit praxisrelevanten Themen gestartet. In der ersten Folge von „Fit für die Praxis“ geht es um die seit dem 1. April 2016 geltende RehaVerordnung. Was heißt das genau? Was hat sich geändert? Auf www.kv-on.de/html/23018.php gibt es die Antworten.

I nternetportal

Pflege im Alter – Rat und Hilfe in Schleswig-Holstein

Mit Spannung wird nun die nächste Jahreshauptversammlung erwartet, auf der weitere Projekte für das kommende Jahr beschlossen werden sollen. Der LÄN-Vorstand kann es sich z. B. gut vorstellen, die Zusammenarbeit mit dem Geriatriezentrum des Krankenhauses Rotes Kreuz Lübeck auch auf die anderen Krankenhäuser im Bereich des Ärztenetzes auszudehnen, um die Kommunikation über die Sektorengrenzen hinaus weiter zu stärken. Im 2009 gegründeten LÄN sind 30 Fachgruppen vertreten. Gut ein Viertel von ihnen arbeitet in der hausärztlichen Versorgung, der Rest ist fachärztlich tätig. Seit seiner Gründung hat das Ärztenetz seine Arbeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Als besonderes Highlight bietet es seinen Mitgliedern einen sogenannten VPN-Chat an, über den Mediziner direkt von Arztzimmer zu Arztzimmer miteinander kommunizieren können.

*Bitte beachten Sie, dass KV-SafeNet nicht mit der Firma SafeNet, Inc.,

Kiel – Das Sozialministerium Schleswig-Holstein hat sein Internetportal „Pflege im Alter“ aktualisiert. Bürger, insbesondere pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und Ärzte erhalten dort niedrigschwellig und übersichtlich erste Informationen zum Thema „Pflege“. Außerdem stehen Links, Checklisten und eine Übersicht der Beratungs- und Unterstützungsangebote in Städten und Gemeinden Schleswig-Holsteins zur Verfügung. Das Portal ist unter www.pflege.schleswig-holstein.de zu erreichen.

USA in firmenmäßiger oder vertraglicher Verbindung steht. 8

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NACHRICHTEN  KOMPAKT N eue P atientenleitlinie

Krankenkassen dürfen Rezepte nicht mehr ohne wichtigen Grund beanstanden

Diabetes – Schäden an der Netzhaut

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A rzneimittel

Berlin – Seit dem 1. Juni 2016 müssen Krankenkassen auch dann Arzneimittel bezahlen, wenn das Rezept formale Fehler aufweist. Beanstandungen („Retaxationen“) sind in diesen Fällen nicht mehr zulässig. Darauf haben sich der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband vor dem Schiedsamt verständigt, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung mitteilte. Voraussetzung ist, dass sich die Formfehler weder auf die Wirtschaftlichkeit noch die Therapiesicherheit auswirken. Beispielsweise dürfen eine andere Schreib- oder Kennzeichnungsweise auf dem Rezept oder einzelne fehlende Angaben des Arztes nicht mehr dazu führen, dass Krankenkassen ordnungsgemäß belieferte Rezepte nicht mehr bezahlen. Zukünftig sind auch Korrekturen durch den Apotheker nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt erlaubt. Dieser wird entlastet, da er die Änderungen nicht mehr gegenzeichnen muss. Eine Entscheidung der Schiedsstelle war notwendig geworden, weil sich der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband in ihren Verhandlungen nicht verständigen konnten.

Berlin – Schäden an der Netzhaut infolge von Diabetes ist Thema einer neuen Patientenleitlinie, die das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt hat. Patienten und ihre Angehörigen finden darin wissenschaftlich gesicherte Informationen, warum Diabetes Veränderungen an der Netzhaut verursachen kann und wie diese erkannt und behandelt werden können. Die Broschüre steht im Internet unter www.patienteninformation.de/patientenleitlinien/patientenleitlinien-nvl/ diabetes-und-augen zum Download zur Verfügung.

O rganspenden

P atienteninformation

Aufwärtstrend erkennbar

Koronare Herzkrankheit

Berlin – Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sieht bei den Organspendezahlen erste Anzeichen für eine Trendwende. „Nachdem die Organspendezahlen in den letzten Jahren mitunter stark rückläufig waren, haben sich 2015 erste Signale im Hinblick auf eine Stabilisierung angedeutet“, heißt es im aktuellen Jahresbericht der DSO. Erstmals seit vier Jahren habe es einen leichten Anstieg bei der Anzahl der Organspenden gegeben. So gab es 2010 bundesweit noch 1.296 Organspender, die insgesamt 4.205 Organe postmortal spendeten. Ihre Zahl sank auf 864 Personen im Jahr 2014 und hat sich im vergangenen Jahr laut der DSO auf 877 leicht gesteigert. In Schleswig-Holstein warten derzeit 425 Patienten auf ein Spenderorgan, teilte die Techniker Krankenkasse mit und verwies dabei auf die aktuelle Statistik der Stiftung Eurotransplant. Die meisten Patientenbenötigen eine Niere (300), eine neue Leber (66), gefolgt von Herz (37), Lunge (24) und Bauchspeicheldrüse (12). Einige Patienten warten sogar auf mehrere Spenderorgane.

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine neue Patienteninformation zum Thema „Koronare Herzkrankheit – Was ist das?“ in sechs Sprachen veröffentlicht. Patienten erfahren darin, wie die Krankheit entsteht und behandelt wird. Die fremdsprachigen Versionen der Patienteninformation wurden von ehrenamtlichen Muttersprachlern auf Richtigkeit überprüft. In der zweiseitigen Publikation wird unter anderem erläutert, welche Risikofaktoren es für eine koronare Herzkrankheit gibt und zu welchen Beschwerden es kommen kann. Erstellt wurde die Information vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag von KBV und Bundesärztekammer. Das ÄZQ hat bereits über 60 Patienteninformationen verfasst. Die Themen reichen von Erkrankungen, wie Diabetes, Krebs, Herzschwäche und Schuppenflechte bis hin zu Hinweisen zur Antibiotikatherapie. Alle Patienteninformationen stehen zum Download unter www.kbv.de/html/gesundheitsinfos.php bereit.

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gesundheitspolitik A bgeordnetenversammlung

Schliffke warnt vor Entmachtung der Selbstverwaltung Bundesregierung droht, KBV und Kassenverband an die kurze Leine zu nehmen. Es müsse deshalb alles getan werden, dass sich Ärzte- und Psychotherapeuten „nicht mehr durch überzogene Auseinandersetzungen zum scheinbaren Gegensatz Hausarzt/Facharzt oder in Diskussionen um die Frage Kollektiv- oder Selektivvertrag auseinanderdividieren lassen“, forderte die Vorstandsvorsitzende und hob hervor, dass die KBV-VV das bereits gelernt habe: „Das Thema verschwindet zunehmend in der Versenkung. Ab und zu wagt sich noch einer von südlich des Mains damit hervor und erntet Kopfschütteln, nicht mal mehr Widerspruch.“

Nicht die aktuelle Entwicklung innerhalb der KBV war es, die der Vorstandsvorsitzenden der KVSH, Dr. Monika Schliffke, in ihrem Bericht zur Lage in der Abgeordnetenversammlung im Juni die größten Sorgen machte, sondern vielmehr die sich abzeichnende Folgewirkung der Querelen der vergangenen Monate. Zwar konnte die KBV-Vertreterversammlung im Mai die direkte Verwaltung durch einen aus dem Bundesgesundheitsministerium entsandten „Staatskommissar“ abwenden, indem sie vom Ministerium ultimativ geforderte Beschlüsse zur gerichtlichen Klärung des Fehlverhaltens an der KBV-Spitze in der Vergangenheit fasste. Doch mittlerweile, so berichtete Schliffke, kursiert in Berlin ein Eckpunktepapier zu einem „Selbstverwaltungsstärkungsgesetz“. Und dies würde über die derzeitige Krise und ihre Bewältigung hinaus eine dauerhafte Schwächung der Selbstverwaltung bedeuten. So sieht das Eckpunktepapier vor, dass sich die Selbstverwaltungen – nicht nur die KBV, sondern auch der GKV-Spitzenverband – künftig jeden Haushalt vorab von der Aufsicht genehmigen lassen müssen. Auch soll das Bundesgesundheitsministerium in allen Bereichen, in denen rechtliche Spielräume bestehen, das letzte Wort haben und die Rechtsauslegung per Weisung erteilen können, ohne dass die KBV dagegen klagen könnte. Schliffkes bitteres Resümee: „Die Selbstverwaltung als Befehlsempfänger. Das wäre nicht mehr Rechtsaufsicht, das wäre Fachaufsicht en detail. Das macht Selbstverwaltungen zu untergeordneten Behörden.“ Arbeitsfähigkeit der KBV „so gut wie lange nicht mehr“ Schliffke gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass aus den Vorschlägen kein Gesetz werde. Dies hänge möglichweise davon ab, „ob und wie die KBV ihre Arbeitsfähigkeit zeigt“. Und die sei „so gut wie lange nicht“ mehr, stellte sie zufrieden fest. Sie erwarte zwar nicht, dass die Dissonanzen zwischen den beiden KBV-Vorstandsmitgliedern überwunden werden können, aber die Klausurtagungen der KBV-VV im Frühjahr hätten gezeigt, dass in der Vertreterversammlung und zwischen den KV-Vorständen eine konstruktive Arbeit wieder möglich sei. 10

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KVSH bewirbt sich um Geld aus dem Innovationsfonds Die KVSH wird sich, so kündigte Schliffke an, mit zwei eigenen Projekten um Mittel aus dem Innovationsfonds bewerben. Dieser Geldtopf wurde mit dem Versorgungsstärkungsgesetz geschaffen, um wegweisende Versorgungsprojekte mit einer Anschubfinanzierung zu unterstützen. 300 Millionen Euro pro Jahr stehen im Zeitraum 2016 bis 2019 hierfür zur Verfügung. Eines der beiden Projekte ist das „aha“-Programm zur DiabetesPrävention. Das Auslaufen des bisherigen Vertrages zum Jahresende haben die Beteiligten genutzt, das seit zwei Jahren erfolgreiche Programm zu erweitern, um mit „aha!3.0“ Gelder aus dem Innovationsfonds zu beantragen. Zu den neuen Elementen gehören unter anderem die Einbindung von Fachärzten und stationären Einrichtungen sowie die Umstellung auf eine digitale Dokumentation und die Entwicklung einer App für Patienten. Mit den Anpassungen fügt sich „aha!3.0“ in den Förderschwerpunkt des Innovationsfonds „Verbesserung der Kommunikation von Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ ein. Auch für ein neuausgerichtetes QuaMaDi-Programm hofft Schliffke auf Unterstützung aus dem Fonds. Die Fortführung des 2001 gestarteten Programms zur Brustkrebs-Früherkennung ist derzeit aufgrund unterschiedlicher Auffassungen von KVSH und Krankenkassen gefährdet. Diese Entwicklung hat die KVSH zum Anlass genommen, eine Neujustierung vorzunehmen, die auch Lösungen für Schwachpunkte der Vergangenheit – etwa die hohe Zahl von 230.000 Befundbögen jährlich, die noch in Papierform verarbeitet werden – bietet. Kern der Neuausrichtung soll eine konsequente Digitalisierung aller Prozesse sein, um diese zu beschleunigen, zu entbürokratisieren und zugleich durch elektronische Vernetzung die Diagnosezeiten zu senken und die Datenqualität zu erhöhen. Bislang scheiterte etwa der elektronische Austausch von Bildern an den verschiedenen Datenbanksystemen in den radiologischen Praxen. Abhilfe soll eine gemeinsame IT-Plattform bilden, die webbasiert ist und das Problem unterschiedlicher Softwarestandards umgeht. Die Vorstandsvorsitzende hofft, dass das digitalisierte QuaMaDiProgramm den Anforderungen des weiteren Schwerpunkts der ersten Förderwelle „Versorgungsmodelle unter Nutzung von Telemedizin, Telematik und E-Health“ entspricht und so eine Chance aktuell

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gesundheitspolitik auf Unterstützung hat. Ob die Konzepte aus Schleswig-Holstein die Gremien in Berlin überzeugen, wird sich im Oktober herausstellen. Dann gibt der G-BA bekannt, welche Projekte Mittel aus dem Innovationsfonds erhalten. Neue Psychotherapie-Richtlinie auf dem Weg Schliffke informierte auch über die neue Psychotherapierichtlinie, die einen Tag nach der Abgeordnetenversammlung vom G-BA beschlossen wurde. Mit der neuen Richtlinie wird die ambulante psychotherapeutische Versorgung grundlegend neu strukturiert. So werden Sprechstunden eingeführt und Akutbehandlungen ermöglicht. Vorgesehen sind auch Vereinfachungen der Antragsund Gutachterverfahren. Diese Überarbeitung der Richtlinie geht auf eine Vorgabe aus dem Versorgungsstärkungsgesetz zurück. Vor Inkrafttreten, voraussichtlich im April 2017, werden in Berlin noch Detailregelungen und Finanzierungsfragen verhandelt. Weitreichende Änderungen der Weiterbildungsförderung Weitreichende Änderungen werden in der zweiten Jahreshälfte auch im Bereich der Weiterbildung wirksam. Für angehende Allgemeinmediziner werden bundesweit mehr Plätze zur Verfügung stehen, daneben steigt die Förderung. Schossen Krankenkassen und KVen bisher 3.500 Euro im Monat zu, erhöht sich diese weiterhin paritätisch finanzierte Förderung ab 1. Juli auf 4.800 Euro, berichtete Schliffke. Die Lehrpraxen sollen weiterhin eine Aufstockung auf ein vergleichbares Klinikgehalt vornehmen. Gänzliches Neuland wird im Herbst im Bereich der FachärzteWeiterbildung betreten. Erstmals gibt es, ähnlich wie bei den Allgemeinmedizinern, eine paritätische Förderung für ambulante Weiterbildungsabschnitte. Allerdings in bescheideneren Dimensionen als bei den Allgemeinmedizinern, wo künftig bundesweit 7.500 Plätze zu fördern sind. Für die Fachärzte ist die Förderung zunächst auf 1.000 Stellen begrenzt, davon 35 in SchleswigHolstein. Schliffke wies auf weitere Voraussetzungen hin, die vorgegeben sind: Die Förderdauer in einer ambulanten Tätigkeit müsse einen Mindestzeitraum von zwölf zusammenhängenden Monaten betragen, die Förderung sei zudem zunächst auf Fachgruppen beschränkt, für die eine mögliche 24-monatige ambulante Weiterbildung vorgesehen sei. Welche Fachgruppen gefördert werden sollen, sei noch offen. Der Vertrag auf Bundesebene schlage Pädiatrie, Gynäkologie und Augenheilkunde vor, allerdings könne regional abgewichen werden. Schliffke kündigte an, dass eine Festlegung des Landesausschusses bis Ende September erfolgen werde. Auch für die vom Gesetzgeber geforderten „Einrichtungen zu Qualität und Effizienz“ zeichnet sich nach Angaben Schliffkes im Norden eine Lösung ab. Unter dem Dach der Einrichtung sollen in Schleswig-Holstein die bisherige Koordinierungsstelle sowie ein neues Kompetenzzentrum Weiterbildung, das sich den Inhalten der Weiterbildung und der Betreuung der Lehrpraxen widmen soll, tätig werden. Eingebunden werden sollen auf Länderebene jeweils die Kassenärztliche Vereinigung, die Landesärztekammer und die Krankenhausgesellschaft. „Schleswig-Holstein ist hier gut aufgestellt“, so Schliffke. Sie teilte mit, dass der Betrieb dieser Weiterbildungseinrichtung die „erste und gleich große Aufgabe“ des im vergangenen Jahr gegründeten „Instituts für Ärztliche Qualität“ werden soll. Erste Gespräche mit allen Beteiligten hätten stattgefunden. Wenn alle Detailfragen geklärt seien, könnte die neue Einrichtung zu Jahresbeginn 2017 an den Start gehen.

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Dr. Ralph Ennenbach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH, griff das Thema Weiterbildung ebenfalls auf und sprach die Finanzierung der höheren Fördersätze an. Künftig, so legte er dar, erhöhe sich der KVSH-Anteil an der Weiterbildungsförderung um eine Millionen Euro jährlich. Im hausärztlichen Fachausschuss seien bereits verschiedene Modelle der Finanzierung diskutiert worden. Es zeichne sich eine Tendenz zu einer festen Umlage pro Kopf mit einer Begrenzung der individuellen Belastung ab. Eine Entscheidung solle im November fallen, so Ennenbach. Gründung der ASV-Beratungsgesellschaft nur bei Bedarf Einen neuen Stand gab es zur ASV-Beratungsgesellschaft, die die KVSH mit der Hamburger KV gründen möchte. Ennenbach erinnerte daran, dass er bereits in der Vergangenheit betont habe, dass es offen sei, welche Bedeutung die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) perspektivisch erlangen werde. Mit der Gesellschaft soll aber die Voraussetzung geschaffen werden, dass die Niedergelassenen die Chancen der neuen Versorgungsform nutzen können, wenn diese sich zu einer relevanten Größe entwickelt. Derzeit komme die ASV jedoch nicht aus den Startlöchern, weder bundesweit noch im Norden. Ennenbach nannte konkrete Zahlen: Gerade einmal 400 Patienten werden derzeit deutschlandweit im Rahmen der ASV behandelt, in Schleswig-Holstein kein einziger Patient. Deshalb bereiten die beiden KVen, nachdem auch die Aufsichten ihre Zustimmung gegeben haben, die Gründung der Beratungsgesellschaft weiter vor, werden aber die Gründung selbst erst vollziehen, wenn erkennbar wird, dass es einen tatsächlichen Bedarf gibt. Neuer Fachausschuss für angestellte Ärzte Nachdem die Fachausschüsse für die hausärztliche, die fachärztliche und die psychotherapeutische Versorgung seit langer Zeit unverzichtbarer Bestandteil der Selbstverwaltung sind, hat der Gesetzgeber mit dem Versorgungsstärkungsgesetz den KVen die Bildung eines weiteren Gremiums auferlegt, eines Fachausschusses für angestellte Ärzte. Dieser soll die Sichtweisen der zunehmenden Zahl von Ärzten, die im Angestelltenverhältnis in Praxen und MVZ tätig sind, in die ärztliche Selbstverwaltung einbringen. Drei angestellte Ärztinnen und Ärzte wurden von der Abgeordnetenversammlung in den neuen Ausschuss gewählt: Dr. Heidrun Mumm, Hausärztin aus Leck, Dr. Jürgen Schultze, Facharzt für Strahlentherapie aus Kiel, und der Allgemeinmediziner Dr. Tomasz Warns, der in Elmshorn tätig ist. Um ihnen den Einstieg in die Welt der ärztlichen Selbstverwaltung zu erleichtern, sollen sie auch zu den Sitzungen der Fachausschüsse ihrer Versorgungsbereiche eingeladen werden. Weitere Mitglieder des neuen Ausschusses – die Satzung sieht vier Mitglieder und zwei Stellvertreter vor – werden auf einer der nächsten Sitzungen der AV gewählt, wenn sich weitere Interessenten zur Mitarbeit im Fachausschuss für angestellte Ärzte gefunden haben, so der Konsens der Abgeordneten. Eine weitere Personalentscheidung stand auf der Tagesordnung: Der Bad Segeberger Augenarzt Dr. Bernhard Bambas wurde als neues stellvertretendes Mitglied in den fachärztlichen Fachausschuss gewählt. Delf Kröger, KVSH

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gesundheitspolitik I nnovationstagung

Auf dem Lande tut sich was

Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Gut versorgt in Schleswig-Holstein

Dr. Robert Habeck, Landesminister für die ländlichen Räume

Innovative Wege der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum

Diabetologe Stephan A. Schreiber

Hausärztlicher Koordinator Harald Stender

Hausarzt Raimund Leineweber

Rund 100 Besucher aus Gesundheitswesen, Politik und kommunaler Verwaltung besuchten die von der KVSH organisierte Fachtagung „ Gut versorgt in SchleswigHolstein“ in Kiel. Die Referenten zeigten innovative Lösungen auf, die helfen könnten, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auch in Zukunft zu sichern. Das Problem ist bekannt: Schleswig-Holstein steht wegen des drohenden Ärztemangels vor großen Herausforderungen. Ein Drittel der Hausärzte ist 60 Jahre oder älter, die Nachbesetzung von Arztsitzen ist gerade auf dem Land schwierig. Grund genug für die KVSH, das Thema in den Mittelpunkt einer Fachtagung zu rücken und dort einige bereits funktionierende Versorgungsmodelle vorzustellen. „Wir können uns zwar keine fertigen Ärzte backen, aber es gibt schon heute eine Reihe von ärztlichen Aktivi12

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täten, um die Versorgung in den Regionen zu sichern“, erklärte Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH, in ihrer Begrüßungsrede. Dr. Robert Habeck, Landesminister für die ländlichen Räume, wies in seinem Grußwort darauf hin, welche Chancen die Digitalisierung ländlichen Regionen bietet. Die Öffnung hin zur Telemedizin sei bereits vollzogen. „Haben sie Mut. Probieren sie kreative digitale Lösungen wie Fallbesprechungen per Video aus“, forderte der Minister. aktuell

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gesundheitspolitik

Moderator Dirk Schnack und Praxisassistentin Kirstin Hargens

Diabetes-App und freiberufliche Standortsicherung Danach schlug die Stunde der Praktiker. Stephan A. Schreiber, Diabetologe aus Quickborn, nutzt bereits seit langem eine Diabetes-App, die Blutzuckerwerte über Biosensoren erfasst und automatisch dokumentiert. „Die App meldet mir, wenn die Werte bei meinen Patienten in einen kritischen Bereich rutschen und hilft mir, schnell zu erkennen, wo das Problem liegt“, so Schreiber. Hausarzt Raimund Leineweber schilderte, wie er durch unternehmerisches Engagement verhinderte, dass die ärztliche Versorgung im ländlich geprägten südöstlichen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg ausgedünnt wurde. Der Büchener Allgemeinmediziner übernahm mehrere frei werdende haus- und kinderärztliche Standorte in fünf Orten in seiner Heimatregion und schuf dort Beschäftigungsmöglichkeiten für angestellte Nachwuchsmediziner. Das sichere die Struktur der ambulanten Versorgung in der Region, verursache aber auch höhere Kosten und sei mit hohem persönlichem Aufwand verbunden, so Leineweber. Er forderte deshalb einen finanziellen Bonus für hausärztliche Versorger auf dem Land.

Landärztin Dr. Gabriele Mill

NäPa und kommunales Engagement Auch Landärztin Dr. Gabriele Mill hat in ihrer Praxis in Weddelbrook bei Bad Bramstedt ein innovatives Praxismodell aufgebaut. Es hilft ihr, die medizinische Versorgung ihrer Patienten zukunftssicher zu machen. Sie beschäftigt mit Kirstin Hargens eine nichtärztliche Praxisassistentin, an die sie unter anderem Haus- und Heimbesuche delegiert. „Ich werde durch sie spürbar entlastet und habe mehr Behandlungszeit für Akutpatienten“, erklärt die überzeugte Einzelpraxisinhaberin. Harald Stender erläuterte in seinem Vortrag, welche Rolle die Kommunen bei der Sicherung der medizinischen Versorgung spielen können und welche Möglichkeiten sich ihnen im Wettbewerb um die „letzten Ärzte“ bieten. Er forderte die Gemeinden auf, den Ärztemangel rechtzeitig anzupacken. Das Problem schleiche sich langsam ein. „Setzen sie sich deshalb rechtzeitig mit den Ärzten aus ihrer Region an einen Tisch, sprechen sie miteinander und suchen sie gemeinsam nach Lösungen“. Für den Koordinator ambulante Versorgung des Kreises Dithmarschen steht eines fest: Die Förderung freien Unternehmertums und die Unterstützung ärztlicher Eigeninitiative sind immer die „1A-Lösung“, wenn es darum geht, ambulante Strukturen in den Regionen zu sichern und der Gründung von Gemeindepraxen vorzuziehen. Jakob Wilder, KVSH

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gesundheitspolitik N achwuchsgewinnung

Infos mit Biss

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Campus.Info.Snack und Praxistour - mit einer neuen und einer bewährten Aktion hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein in den vergangenen Wochen den ärztlichen Nachwuchs motiviert, sich später niederzulassen. Der Mix aus gezielten Informationen in entspannter Atmosphäre kam gut an.

Im Rahmen ihrer Nachwuchskampagne „Mehr.Arzt.Leben!“ war die KVSH in den vergangenen Wochen zu Gast bei den Medizinstudierenden in Kiel, Lübeck und Hamburg. Großer Andrang herrschte bei der neuen Aktion „Campus.Info.Snack“, mit der die KVSH an allen drei Universitätsstandorten präsent war. Dabei wurde den Nachwuchsmedizinern eine spätere Niederlassung regelrecht „schmackhaft“ gemacht: Neben interessanten Informationen über verschiedene Niederlassungsmöglichkeiten, unterschiedliche Praxismodelle sowie zur finanziellen Förderung während Famulatur, Blockpraktikum und Praktischem Jahr im Bereich Allgemeinmedizin gab es für die Studierenden gut gefüllte Lunchboxen und Kaffee. Dieses niederschwellige Informationsangebot wurde sehr gut angenommen und war beliebter Anlaufpunkt für die Ärztinnen und Ärzte von morgen. Bei sommerlichen Temperaturen luden bequeme Liegestühle und Sitzsäcke im Kampagnendesign zum Verweilen und Diskutieren ein. Und mit einem Tischkicker stand der „Campus.Info.Snack“ auch ein wenig im Zeichen der Fußball-EM. 14

Nordlicht

Medizinstudierende auf Praxistour Bewährt, aber nicht weniger erfolgreich, war die diesjährige Praxistour für Medizinstudierende. Nach Lübeck im vergangenen Jahr war diesmal wieder Kiel an der Reihe. 13 Medizinstudierende der Christian-Albrechts-Universität waren der Einladung der KVSH gefolgt, drei unterschiedliche Praxis-Konzepte und damit die Vielfältigkeit der Niederlassung im haus- und fachärztlichen Bereich kennenzulernen. Wichtig ist diese Aktion auch, weil das Thema Niederlassung im Studium immer noch viel zu kurz kommt. An jedem der drei Stationen der Tour gewährten Ärztinnen und Ärzte den Medizinstudierenden konkrete Einblicke in die vielseitige Arbeit niedergelassener Mediziner. Wertvolle Hinweise rund um das Thema Praxisgründung und Praxisführung standen genauso auf dem Programm wie Gespräche über Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten.

aktuell

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gesundheitspolitik

Erste Station der eintägigen Busfahrt war die Praxis von Dr. Karin Erasmi und Dr. Malte Scheidt, die vor drei Jahren in Flintbek eine Hausarztpraxis gegründet haben. Erasmi hatte jahrelang an einem Krankenhaus als Anästhesistin gearbeitet, entschied sich dann aber für den Quereinstieg in die Niederlassung, indem sie die Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin absolvierte. Seitdem setzt das Ehepaar als Existenzgründer seine Vorstellungen als selbstständig tätige Ärzte um – in medizinischer und organisatorischer Hinsicht. Beide Ärzte forderten die Studenten auf, sich später niederzulassen. Der Job in eigener Praxis koste zwar viel Kraft und Zeit, sei aber auch sehr erfüllend und mache viel Spaß, weil er selbstbestimmtes Arbeiten ermögliche. Im Anschluss ging die Tour zurück nach Kiel in das Nieren- und Gefäßzentrum in der Projensdorfer Straße. Dort führten unter anderem Dr. Tilman David-Walek, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie und Weiterbildungsassistent Dr. Burkhard Floehr, die Medizinstudierenden durch die Einrichtung und demonstrierten, dass hochspezialisierte Medizin nicht nur im Krankenhaus, sondern auch 7 | 2016

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im niedergelassenen Bereich praktiziert wird. Dritter Halt war die „Landarzt-Praxis“ von Dr. Petra Raspini und Dr. Gesa Bäumken in der Gemeinde Osdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde, die eine hausärztliche Versorgung mit Schwerpunkt Diabetologie anbieten. In dem Gespräch mit den Medizinstudenten betonten beide, dass die Niederlassung in einer Praxispartnerschaft Ärzten die Möglichkeit biete, ihre Arbeitszeiten flexibler einzuteilen, als dies am Krankenhaus realisierbar sei. Vor allem Ärztinnen seien damit in der Lage, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Bäumken und Raspini hoben außerdem die Wertschätzung hervor, die ihnen immer wieder von ihren Patienten entgegengebracht werde. Zum Ende der Tour lud die KVSH die mitgereisten Studenten zu einem gemeinsamen Barbecue am Ostseestrand von Surendorf ein. Auch diese Botschaft war klar: In Schleswig-Holstein lässt es sich als Arzt nicht nur gut in einer Praxis arbeiten, sondern auch leben. Marco Dethlefsen, KVSH aktuell

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gesundheitspolitik W eiterbildung

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Höhere Gehaltszuschüsse und mehr Förderstellen

Angehende Allgemeinmediziner erhalten im ambulanten Bereich ab 1. Juli 2016 eine vergleichbare Vergütung wie im Krankenhaus . Außerdem wurde die Förderung weiterer Facharztgruppen beschlossen. Die neue Finanzierungsregelung ist Teil der neuen Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung, auf die sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft geeinigt hat. Demnach steigt der monatliche Gehaltszuschuss für Ärzte in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner von jetzt 3.500 Euro auf 4.800 Euro. Der Gehaltszuschuss orientiert sich dabei an der im Krankenhaus üblichen Vergütung und wird der tariflichen Entwicklung angepasst. Die Förderbeträge werden von den KVen und den Krankenkassen jeweils hälftig getragen. Ausgezahlt werden sie an den Praxisinhaber, der den Arzt in Weiterbildung beschäftigt. Dieser leitet den Zuschuss mit dem Gehalt in voller Höhe an den Arzt in Weiterbildung weiter. Außerdem wurde beschlossen, dass in der Weiterbildung Allgemeinmedizin künftig bundesweit 7.500 Plätze pro Jahr angeboten werden sollen. Bislang sind es 5.000. Förderung für weitere Facharztgruppen Die neue Vereinbarung regelt auch die Förderung von 1.000 ambulanten Weiterbildungsstellen weiterer Facharztgruppen. Der Gesetzgeber hatte mit dem Versorgungsstärkungsgesetz 16

Nordlicht

von 2015 die Möglichkeit eröffnet, dass erstmals auch Stellen in der ambulanten fachärztlichen Weiterbildung gefördert werden dürfen. Welche Facharztgruppen gefördert werden, entscheiden die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen jeweils vor Ort – entsprechend dem Versorgungsbedarf. Eine Voraussetzung ist, dass es sich um Facharztgruppen handelt, denen in der regionalen Weiterbildungsordnung eine optionale ambulante Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten ermöglicht wird. Die Förderdauer muss mindestens zwölf Monate betragen. KVen und Krankenkassen haben nun bis zum 1. Oktober 2016 Zeit, sich über die zu fördernden Facharztgruppen zu einigen. Gelingt dies nicht, gelten die im Gesetzeskommentar genannten Facharztgruppen Kinder- und Jugendmedizin, Frauenheilkunde und Augenheilkunde. Die Refinanzierung der neuen Vereinbarung wird in SchleswigHolstein gegen Ende dieses Jahres geklärt. KBV/Redaktion

aktuell

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gesundheitspolitik

Bundesweite Befragung zu Praxiskosten gestartet

ZiPP

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Rund 47.200 Praxen erhielten im Juni ein Schreiben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mit wichtigen Informationen und der Bitte um Teilnahme am Zi-Praxis-Panel (ZiPP). Mit der Befragung sollen Wirtschaftslage und Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten untersucht werden. Mitmachen ist wichtig, denn das ZiPP stellt eine wichtige Datengrundlage für die Honorarverhandlungen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Krankenkassen sowie für die Weiterentwicklung des EBM dar. Die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten muss bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen berücksichtigt werden. In den vergangenen Jahren konnte das ZiPP stets auf Nachholbedarf bei der Vergütung verweisen. Wirtschaftsjahre 2012 bis 2015 im Fokus Bei der aktuellen Befragung geht es um Daten aus dem Zeitraum 2012 bis 2015, zum Beispiel zu Aufwendungen und Erlösen der Praxis aus kassen- und privatärztlicher Tätigkeit. Auch Informationen zur Personalausstattung, zur Versorgungsstruktur sowie zur Arbeitszeit der Praxisinhaber und Praxismitarbeiter werden benötigt.

Praxisberichte für Teilnehmer Praxen, die ihre Daten online erfassen und übermitteln, erhalten kostenfrei einen persönlichen Finanzbericht mit Planungsoption. Die sogenannte Chefübersicht gibt dem Praxisinhaber einen Überblick zu den Praxisfinanzen und unterstützt ihn bei der Planung des kommenden Jahres. Nach Abschluss der Datenauswertung erhalten alle Teilnehmer einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen. Anhand der Kennzahlen können sie einschätzen, wo ihre Praxis im Vergleich zur Fachgruppe wirtschaftlich steht. Hotline für Praxen Für Ärzte und Psychotherapeuten, die Fragen rund um das PraxisPanel haben, hat das Zi eine Hotline eingerichtet: Tel. 030 4005 2444 (Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr). KBV/Redaktion

Teilnahme bis Ende September möglich Die angeschriebenen Ärzte und Psychotherapeuten bekommen einen mehrseitigen Fragebogen, den sie bis Ende September ausfüllen sollen. Die Finanzangaben zur Praxis müssen vom Steuerberater testiert werden. Für den Aufwand bei Arzt und Steuerberater zahlt das Zi eine Aufwandspauschale von 200 Euro für Einzelpraxen und 350 Euro für Gemeinschaftspraxen. 7 | 2016

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aktuell

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gesundheitspolitik V eranstaltungen

Allgemeinmedizin fest etabliert Rund 100 Hausärzte, Ärzte in Weiterbildung, Medizinische Fachangestellte und Medizinstudierende besuchten Ende Mai den 2. Tag der Allgemeinmedizin in SchleswigHolstein. Die Fortbildungsveranstaltung fand im Hörsaalzentrum der Universität zu Lübeck statt.

Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort von Dr. Monika Schliffke. Die Vorstandsvorsitzende der KVSH lobte die Arbeit der Institute für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck und wies auf das große Engagement vieler hausärztlicher Praxen in der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses hin. Es folgte ein Überblick über den aktuellen Stand in Lehre und Forschung des Faches Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein. Jens-Martin Träder, Lehrprofessor am Institut für Allgemeinmedizin in Lübeck, berichtete über einen Bewusstseinswandel bei den Studierenden: „Früher wollten alle am liebsten Neurochirurg fürs linke Kleinhirn werden: Je spezialisierter, desto besser war die Devise. Heute hat Lübeck 32 Allgemeinmediziner im Praktischen Jahr. Das sind mehr als an jedem anderen Standort bundesweit“. Träder wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Medizinischen Hochschulen bis Ende 2017 für 40 Prozent und mittelfristig sogar für alle Studierenden PJ-Plätze bieten müssen. Der Bedarf an Ausbildungspraxen werde also steigen und die Institute freuen sich daher über jede neue Lehrpraxis. Lobte den Einsatz vieler Praxen in der Ausbildung des hausärztlichen Nachwuchses: KVSH-Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke 18

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aktuell

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gesundheitspolitik

Nächstes Jahr ist Kiel wieder an der Reihe: Prof. Jost Steinhäuser gab den symbolischen Staffelstab an Prof. Hanna Kaduszkiewicz weiter.

Bot Einblick ins Fach: Prof. Jens-Martin Träder

Effektive Methode: kollegialer Austausch durch Kleingruppenarbeit

Projekte für die Allgemeinmedizin Auch der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin Lübeck, Prof. Jost Steinhäuser, und seine Kieler Amtskollegin Prof. Hanna Kaduszkiewicz sehen die Allgemeinmedizin im Land auf einem guten Weg. Beide Lehrstühle haben bereits einige Projekte in Schleswig-Holstein gestartet, um die Allgemeinmedizin weiter zu stärken. Steinhäuser verwies in diesem Zusammenhang auf die Einführung des neuen Wahlpflichtfachs Praxismanagement in Lübeck. Außerdem solle noch dieses Jahr das Programm „Verbundweiterbildung plus“ in Schleswig-Holstein starten. Er reichte am Ende seines Vortrags den traditionellen „Staffelstab“ und damit die Gastgeberrolle für das kommende Jahr an Kaduszkiewicz weiter. Der dritte Tag der Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein wird am 13. Mai 2017 im Institut für Allgemeinmedizin Kiel stattfinden. 7 | 2016

Nordlicht

Workshops und Arbeitsgruppen In Anschluss stand gemeinsame Arbeit in Kleingruppen auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten ihr Wissen und ihre Fertigkeiten in verschiedenen Workshops auffrischen, praktisch anwenden und miteinander diskutieren. Die Themen reichten von der Behandlung von Kinderunfällen über den richtigen Umgang mit multiresistenten Erregern in der Hausarztpraxis bis zur Tabakentwöhnung. Besonderen Wert legten die Veranstalter auf Workshops mit Themen, die sich an das gesamte Praxisteam richteten, wie etwa „Beschwerdemanagement“ oder „Herausforderungen im Umgang mit Demenz“. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), der Hausärzteverband Schleswig-Holstein, die Ärztekammer Schleswig-Holstein und die KVSH waren in Lübeck mit eigenen Info-Ständen vertreten. Jakob Wilder, KVSH aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung____________________________________________20 Betreuungsvertrag DAK: Änderung der Diagnoseliste________________________23 Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Einrichtung von Brückentagen in 2017___________23 Beratung und Betreuung chronisch Kranker: Neuer Vertrag mit dem BKK-Landesverband NordWest zum 1. Juli 2016__________23 Zweite Bekanntmachung des Landeswahlleiters für die Wahl der Abgeordnetenversammlung der KVSH_________________________________24 Neuer Vertrag nach Paragraf 140a SGB V „Gesund schwanger“________________27 Änderungen der Satzung der KVSH und der Wahlordnung als Bestandteil der Satzung_____________________________________________28 „aha!-Programm“ bis Ende 2016 verlängert!_______________________________28 Bekanntmachung der KVSH: HVM-Änderungen zum 1. Juli 2016________________28

Aus der Zulassungsabteilung Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann. Name

Fachgruppe/Schwerp.

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dr. med. Gunnar Neumann

Neurologie

23758 Oldenburg, Kleine Schmützstraße 26

19.05.2016

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de).

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Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Ingrid Buck

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Neumünster

Dr. med. Hans-Dietrich Ehrenthal

Psychiatrie und Psychotherapie

Neustadt

Petra Engelmann

Gynäkologie und Geburtshilfe

Henstedt-Ulzburg

Prof. Dr. med. Joachim Brossmann

Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Rendsburg

Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Niemeier

Orthopädie und Orthopädische Rheumatologie

Bad Bramstedt

Dr. med. Sebastian Heise

Urologie

Itzehoe

Jörn Meinke

Urologie und Kinderurologie

Itzehoe

Prof. Dr. med. Rainer Schönweiler

Phoniatrie und Pädaudiologie

Lübeck

Dr. med. Julian Dahms

Radiologie

Husum

Dr. med. Jan Castan

Anästhesiologie

Sylt/ OT Westerland

Henning Christoph Bostelmann

Arzt

Süsel

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Arne Engel

Strahlentherapie

Heide

Dr. med. Wolfgang Ries

Nephrologie

Flensburg

Miriam Tezel

Innere Medizin

Geesthacht

Claus Sieck

Kinder- und Jugendmedizin

Kiel

Dr. med. Christian Falkenberg

Kinder- und Jugendmedizin

Nebel

Dr. med. Markus Weber

Psychiatrie und Psychotherapie

Lübeck

Dr. med. Jan Siegers

Allgemeine Chirurgie

Helgoland

Dr. med. Volker Diedrichs

Orthopädie und Unfallchirurgie

Schwentinental

Dr. med. Steffen Oehme

Orthopädie

Eckernförde

Dr. med. Frank Hennersdorf

Kardiologie

Bad Oldesloe

Prof. Dr. med. Thomas Schwarz

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Kiel

Prof. Dr. med. Jochen Brasch

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Kiel

Priv.-Doz. Dr. med. Friederike Egberts

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Kiel

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten: Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Dipl.-Psych. Stephanie Ristow – halbe Zulassung –

22946 Trittau, Technologiepark 8

Psychologische Psychotherapeutin

01.07.2016

Dr. med. Jürgen Rausch – halbe Zulassung –

Dr. med. Katrin von Schöning

23552 Lübeck, Fegefeuer 12–14

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.07.2016

Dr. med. Elisabeth Palitza-Hoch

Sandra Kruck – halbe Zulassung –

23730 Neustadt, Berliner Platz 4

Physikalische und Rehabilitative Medizin

01.03.2016

PD Dr. med. habil. Kai Mortensen

24116 Kiel, Chemnitzstraße 32/34

Innere Medizin und Kardiologie

01.07.2016

Dr. med. Wolfgang Kroll

Andreas Runge

25335 Elmshorn, Kaltenweide 26a

Allgemeinmedizin

23.05.2016

Bernd Kallenberger

Michael Koeppen – halbe Zulassung –

24103 Kiel, Lorentzendamm 36

Innere Medizin

19.05.2016

Christina Grunwald

Dr. med. Jeannie-Manon Schlünzen

24253 Probsteierhagen, Schloßstraße 16

Allgemeinmedizin

19.05.2016

Dr. med. Mirja Jentzen

24143 Kiel, Elisabethstraße 32–34

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Dr. med. Friedrich Jentzen

MVZ Schleswig GmbH

24837 Schleswig, St. Jürgener Straße 1–3

01.04.2016

Dr. med. Axel Reich

21521 Aumühle, Bergstraße 31

Innere Medizin

01.07.2016

Dr. med. Jörg Piechnick

Dr. med. Michaela Kandel

23611 Bad Schwartau, Eutiner Ring 6c

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.07.2016

Dr. med. Barbara Blessin

Fachärztin für Innere Medizin und Fachärztin für Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie

01.07.2016

Dr. med. Hans-Peter Rebeski

Dr. med. Anne-Katrin Reschke 24148 Kiel, Schönberger Straße 11

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Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Dr. med. Jens Allroggen und 24558 Henstedt-Ulzburg, Dr. med. Jörg Benzing Maurepasstraße 12

Kinder- und Jugendmedizin

01.06.2016

Dr. med. Ulrike Weihofen – ganztags –

Augenklinik Rendsburg MVZ GbR

24943 Flensburg, Süderhofenden 12

Augenheilkunde

21.04.2016

Daniel Pleger – ganztags –

Augenklinik Rendsburg MVZ GbR

24114 Kiel, Sophienblatt 57

Augenheilkunde

21.04.2016

Dr. med. Björn-Ole Schlichting – halbtags –

MVZ Kinderwunsch Großhansdorf

22927 Großhansdorf, Hansdorfer Landstraße 9

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

21.04.2016

Dr. med. Tina Osterholz-Zaleski – halbtags –

Dr. med. Achim Leybold, Dr. med. Gitta Lüdemann

24103 Kiel, Alter Markt 11

Innere Medizin

01.06.2016

Dr. med. Nicola – ganztags –

MVZ Pinneberg

23701 Eutin, Hospitalstraße 22

Chirurgie

01.05.2016

Uwe Adam – halbtags –

LADR GmbH MVZ Plön

24306 Plön, Krögen 6

Laboratoriumsmedizin

19.05.2016

Kamelia Ivanova – ganztags –

Dr. med. Markus Kleineidam 23564 Lübeck, Falkenstraße 17–25

Neurologie und Psychiatrie

01.07.2016

Michael Weiler – ganztags –

Dr. med. Migge/Stengel – Sonderbedarf –

21039 Börnsen, Zwischen den Kreiseln

Hausarzt, Schwerpunkt Innere Medizin

01.01.2017

Dr. med. Iris Lefers – ganztags –

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Peter Entzian – Sonderbedarf –

24534 Neumünster, Kuhberg 28

Innere Medizin und Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie

01.09.2016

Dr. med. Katja Schikora – halbtags –

Medizinische Versorgungszentren Klinikum Nordfriesland GmbH – MVZ Niebüll – Sonderbedarf –

25899 Niebüll, Gather Landstraße 75

Diagnostische Radiologie

01.07.2016

Dirk Burchardt – ganztags –

MVZ Steinburg gGmbH

25524 Itzehoe, Viktoriastraße 8

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

30.05.2016

Vidmanta Sarach – vierteltags –

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann.

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Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

MVZ Steinburg gGmbH, Dr. med. Georg Sekanina

Chirurgie

25524 Itzehoe, Viktoriastraße 2

25524 Itzehoe, Robert-Koch-Straße 2

02.06.2016

Farhad Saedi

Innere Medizin

24619 Bornhöved, Kieler Tor 1

24619 Bornhöved, Am Alten Markt 9

01.06.2016

Uta Saedi

Allgemeinmedizin 24619 Bornhöved, Kieler Tor 1

24619 Bornhöved, Am Alten Markt 9

01.06.2016

Kay-Sancho Panzer

Praktischer Arzt

21465 Wentorf, Hamburger Landstraße 36

21465 Wentorf, Zwischen den Toren 1

01.04.2016

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Michael Fabel

Radiologie

24143 Kiel, Karlstal 32

24106 Kiel, Steenbeker Weg 25

01.07.2016

Dr. med. Silke Bechthold

Innere Medizin

24996 Sterup, Kappelner Straße 1

24996 Sterup, Alte Dorfstraße 5

01.07.2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Betreuungsvertrag DAK: Änderung der Diagnoseliste Zum 1. Juli 2016 wurde die Diagnoseliste (Anhang 1) des Betreuungsvertrages angepasst. Die Liste wurde um vier Indikationsgruppen erweitert. Hinzugefügt wurden die Essstörungen (F50.0 – F50.8), myelodysplastische Erkrankungen (D46.0, D46.1, D46.2, D46.5, D46.6 und D46.7), Spinalkanalstenose (M48.00 – M48.08) und Transplantationen (Z94.0 – Z94.88). Gestrichen wurde die Indikationsgruppe Adipositas (E66.01 – E66.92). Der Hausarzt erhält für seinen Aufwand, abhängig von der Anzahl vorliegender gesicherter chronischer Erkrankungen, eine quartalsweise Vergütungspauschale von drei bis zwölf Euro pro Patient und pro endstellig kodierter Diagnose (99402A, 99402B, 99402C, 99402D). Die aktualisierte Liste finden Sie im Downloadcenter auf www.kvsh.de  Betreuungsvertrag DAK.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Einrichtung von Brückentagen in 2017 Für das Jahr 2017 wurden folgende Tage seitens der Abgeordnetenversammlung der KVSH und der Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein als „Brückentag“ benannt: 26. Mai 2017 (Freitag nach Christi Himmelfahrt) 2. Oktober 2017 (Montag vor dem Tag der Deutschen Einheit) 30. Oktober 2017 (Montag vor 500. Jahrestag der Reformation – einmaliger Feiertag in Schleswig-Holstein) An diesen Tagen findet der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Schleswig-Holstein (Rufnummer 116 117) von 8 bis 8 Uhr am Folgetag statt. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst und damit alle Allgemein- und Kinderärztlichen Anlaufpraxen, der Fahrdienst sowie der HNO- und Augenärztliche Bereitschaftsdienst sind wie an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag geöffnet. Bitte achten Sie – sofern Sie Ihre Praxis schließen – auf die korrekte Ansage Ihres Anrufbeantworters mit Verweis auf den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117.

Beratung und Betreuung chronisch Kranker: Neuer Vertrag mit dem BKK-Landesverband NordWest Zum 1. Juli 2016 hat die KVSH gemeinsam mit dem BKK-Landesverband NORDWEST einen neuen Vertrag: „Verbesserung und Sicherung der vertragsärztlichen Versorgung in Schleswig-Holstein“ abgeschlossen. Der Vertrag dient der Aufrechterhaltung und Verbesserung der ambulanten haus- und fachärztlichen sowie psychotherapeutischen Versorgung. Die Rolle des Vertragsarztes im Versorgungsmanagement, insbesondere für beratungs- und betreuungsintensive Patienten, soll gefördert werden. Der Arzt erhält für seinen Aufwand, abhängig von der Anzahl vorliegender gesicherter chronischer und behandlungsrelevanter Erkrankungen, quartalsweise eine Vergütungspauschale von 3 bis 25 Euro pro Patient für endstellig kodierte Diagnosen (Übersicht der Diagnosen auf der Homepage der KVSH  Betreuungsvertrag BKK). An dem Vertrag teilnehmen bzw. die Ziffer für den zusätzlichen Betreuungsaufwand abrechnen können im Bereich der KVSH zugelassene, ermächtigte, in einer Praxis oder einem MVZ angestellte Ärzte und Psychotherapeuten. Die Teilnahme an diesem Vertrag ist für den Arzt und den Versicherten freiwillig und bedarf keiner Teilnahmeerklärung. Eine Übersicht über die teilnehmenden BKK steht Ihnen auf der Homepage zur Verfügung und wird regelmäßig aktualisiert. Die Vergütungspauschale kann einmalig im Behandlungsfall abgerechnet werden und bedingt einen Arzt-Patientenkontakt. Für die Abrechnung ist nur die Angabe der GOP 99340 (wie beim Betreuungsvertrag Techniker Krankenkasse) notwendig. Die KVSH zählt die gültigen Diagnosen und setzt das passende Suffix (A-I) an. Die GOP ist nur im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Behandlung von den ausgewählten Krankheitsbildern (Diagnoseliste) abrechenbar. Die Vertragsunterlagen sind im Downloadcenter auf www.kvsh.de unter dem Punkt „Verträge“ zu finden. Die Unterlagen werden bei Bedarf auch per Post zugestellt, Maren Fiedler, Tel. 04551 883 331. 7 | 2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Zweite Bekanntmachung des Landeswahlleiters für die Wahl der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig Holstein I. Die eingereichten Wahlvorschläge sind durch den Wahlausschuss geprüft worden. Folgende Wahlvorschläge wurden zugelassen: Ärztliche Mitglieder Abgeordnete

Stellvertreter

Kreis Dithmarschen – zu wählen ist 1 Abgeordneter Wahlvorschlag I Dr. med. Mark Ketelsen, Meldorf

Dr. med. Beate Tschirner, Meldorf

Frank Reisenbüchler, Meldorf

Dr. med. Michael Behm, Heide

Stadt Flensburg – zu wählen sind 2 Abgeordnete Wahlvorschlag I Stefan Hansen

Lars Utecht

Dr. med. Ralph Puhlmann

Dr. med. Wolfgang Barchasch

Wahlvorschlag II Dr. med. Ralf Cüppers

Christoph Vollmer

Wahlvorschlag III Gert Kotter

Dr. med. Nevin Inan

Kreis Herzogtum Lauenburg – zu wählen sind 2 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. med. Jörg Heinze, Geesthacht

Dr. med. Sabine Altmann-Kraft, Schwarzenbek

Raimund Leineweber, Büchen

Ekkehard Baumgraß, Lauenburg

Stadt Kiel – zu wählen sind 5 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. med. Philip Horstmann

Dr. med. Björn Buttgereit

Wahlvorschlag II

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Dr. med. Kurt Hügelmann

Dr. med. Beatrice Brockmann

Dennis Kramkowski

Stephan Miklik

Prof. Dr. med. habil. Jacobus Pfisterer

Dr. med. Arne Bautz

Dr. med. Michael Schroeder

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Holger Hinrichsen

Wolfgang Schulte am Hülse

Dr. med. Wolfgang Keil

Dr. med. Christiane Schwerk

Matthias Seusing

Dr. med. Christian Sellschopp

Dr. med. Ralf Schmitz

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Abgeordnete

Stellvertreter

Stadt Lübeck – zu wählen sind 4 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Andreas Bobrowski

Dr. med. Frank Niebuhr

Dr. med. Gerhard Caesar

Karin Tomann

Dr. med. Martin Federsel

Dr. med. Jörg Ruser

Dr. med. Martina Horn

Dr. rer. nat. Hildegard Trautwein

Dr. med. Robert Schulz

Dr. med. Heinrich Brandt

Dr. med. Ralf Staiger

Prof. Dr. med. Jens-Martin Träder

Stadt Neumünster – zu wählen ist 1 Abgeordneter Wahlvorschlag I Dr. med. Dr. rer. nat. Götz Gerhardt

Jörg Schulz-Ehlbeck

Kreis Nordfriesland – zu wählen sind 2 Abgeordnete Wahlvorschlag I Björn Steffensen, Ramstedt

Dr. med. Matthias Fischer, Hattstedt

Wahlvorschlag II Dr. med. Thomas Maurer, Leck

Dr. med. Bodo Stoschus, Sylt OT Westerland

Kreis Ostholstein – zu wählen sind 3 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. med. Stefan Hargus, Neustadt

Dr. med. Andreas Brüning, Bad Malente

Dr. med. Bettina Schultz, Eutin

Thomas Montag, Eutin

Dr. med. Hans-Dieter Trepkau, Ahrensbök

Dipl.-Ing. Raphael Schreiber, Bad Schwartau

Wahlvorschlag II Dr. med. Clemens Petau, Bad Malente

Dr. med. Matthias Botzet, Bosau

Kreis Pinneberg – zu wählen sind 3 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. Marc Dupas, Uetersen

Ayhan Ayikli, Uetersen

Dr. med. Thomas Fronzek, Elmshorn

Dr. med. Tomasz Warns, Elmshorn

Dr. med. (SYR) Zouheir Hannah, Quickborn

Dr. med. Christof Nickel, Elmshorn

Wahlvorschlag II Karin Raphael, Elmshorn

Dr. med. Nicole Thielemeyer, Elmshorn

Kreis Plön – zu wählen ist 1 Abgeordneter Wahlvorschlag I Dr. med. Thomas Quack, Plön

Dr. med. Daniel Lohmann, Preetz

Wahlvorschlag II Dr. med. Claus Onischke, Selent

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Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl, Ascheberg

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Abgeordnete

Stellvertreter

Kreis Rendsburg-Eckernförde – zu wählen sind 3 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. med. Ralf van Heek, Altenholz

Dr. med. Karsten Dick, Rendsburg

Wahlvorschlag II Ullrich Krug, Groß Vollstedt

Gloria Lawrenz, Alt Duvenstedt

Wahlvorschlag III Holger Weiß, Eckernförde

Dr. med. Mark Tobis, Eckernförde

Wahlvorschlag IV Sven Tetzlaff, Büdelsdorf

Johannes Schlick, Fockbek

Wahlvorschlag V Doris Scharrel, Kronshagen

Dr. med. Barbara Schroer, Kronshagen

Wahlvorschlag VI Dr. med. Gerd Brockmann, Kronshagen

Felix Zöllner, Kronshagen

Kreis Schleswig-Flensburg – zu wählen sind 2 Abgeordnete Wahlvorschlag I Katrin Berger, Schleswig

Dr. med. Siegfried Bethge, Kropp

Dr. med. Jens Hartwig, Schleswig

Dr. med. Michael Weiß, Gelting

Kreis Segeberg – zu wählen sind 3 Abgeordnete Wahlvorschlag I Dr. med. Bernhard Bambas, Bad Segeberg

Dr. med. Ilka Petersen-Vollmar, Bad Segeberg

Dr. med. Uwe Bannert, Bad Segeberg

Dr. med. Svante Gehring, Norderstedt

Rosemarie Müller-Mette, Norderstedt

Signe Denker, Bad Segeberg

Wahlvorschlag II Dr. med. Sven Warrelmann, Norderstedt

Dr. med. Thomas Flamm, Norderstedt

Kreis Steinburg – zu wählen ist 1 Abgeordneter Wahlvorschlag I Dr. med. Axel Kloetzing, Horst

Dr. med. Klaus Gehring, Itzehoe

Kreis Stormarn – zu wählen sind 3 Abgeordnete Wahlvorschlag I

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Karen Hartwig, Trittau

Dr. med. Michaela Nötzold, Ahrensburg

Dr. med. Hans Irmer, Ahrensburg

Ulrich Lauterbach, Bargteheide

Marcus Jünemann, Großhansdorf

Dr. med. Markus Dohrmann, Barsbüttel

Michael Seifert, Reinfeld

Dr. med. Regina Sternfeldt, Ahrensburg

Dr. med. Dennis Wolter, Ahrensburg

Dr. med. Jens Christiansen, Reinbek

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Mitglieder aus der Gruppe der Psychotherapeuten – zu wählen sind 4 Abgeordnete Abgeordnete

Stellvertreter

Wahlvorschlag I Dipl.-Psych. Margret Erichsen-Frank, Büdelsdorf

Dipl.-Psych. Ute Theissing, Schleswig

Wahlvorschlag II Dr. phil. Dipl.-Psych. Dietmar Ohm, Lübeck

Dr. phil. Dipl.-Psych. Klaus Thomsen, Flensburg

Wahlvorschlag III Dr. phil. Dipl.-Psych. Klaus Witt, Bargteheide

Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Silke Roth, Bargteheide

Wahlvorschlag IV Dipl.-Psych. Heiko Borchers, Kiel

Dipl.-Psych. Christoph Wisser, Kiel

Dr. phil. Dipl.-Psych. Angelika Nierobisch, Kiel

Dipl.-Psych. Theodor Schneider, Eckernförde

Dipl.-Psych. Dagmar Schulz, Süderbrarup

Dipl.-Psych. Katrin Stoike, Schleswig

Dipl.-Psych. Michaela Webert, Kronshagen

Dipl.-Psych. Franz Seifert, Kiel

II. Die Wahl findet brieflich in der Zeit vom 5. September 2016 bis 21. September 2016 einschlieSSlich statt. Die Wahlunterlagen gehen den wahlberechtigten Ärztinnen und Ärzten und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in der 35. Kalenderwoche zu. Die Stimmzettel enthalten die Namen der in den zugelassenen Wahlvorschlägen benannten Bewerber in alphabetischer Reihenfolge nebst dem dazugehörenden Stellvertreter, wobei die Reihenfolge der Wahlvorschläge auf dem Stimmzettel durch den Eingang bestimmt ist. Jeder Wahlberechtigte hat so viele Stimmen, wie Abgeordnete zu wählen sind. Alle oder mehrere der Stimmen können auf einen Bewerber vereint (kumuliert) werden. Die Stimmen können auch auf mehrere Kandidaten unabhängig davon, auf welchem Wahlvorschlag diese kandidieren, verteilt (panaschiert) werden. Ungültig sind die Stimmzettel: ƒƒdie nicht amtlich hergestellt sind, ƒƒdie den Willen des Wählers nicht zweifelsfrei erkennen lassen, ƒƒdie mit unzulässigen Angaben versehen sind, ƒƒauf denen mehr Stimmen vergeben wurden als Abgeordnete zu wählen sind. Der Stimmzettel ist nach dem Ankreuzen in den Wahlumschlag zu legen und dieser ist zu verschließen. Der Wahlumschlag für die Ärzte ist rot und der für die Psychotherapeuten blau. Wahlumschlag und Wahlausweis sind dann in dem weiteren, bereits adressierten Umschlag, mit der Aufschrift „Antwort“ an den Landeswahlleiter so rechtzeitig zu übersenden, dass der Brief spätestens am 21. September 2016, 24.00 Uhr, bei dem Landeswahlleiter, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, eingegangen ist. 9. Juni 2016 Volker Sprick, Landeswahlleiter, Bad Segeberg

Neuer Vertrag nach Paragraf 140a SGB V „Gesund schwanger“ Konstant hohe Frühgeburtenraten stellen in der Geburtshilfe ein Problem dar. Um diesen entgegen zu wirken, hat die AG Vertragskoordinierung der KBV zum 1. Juli 2016 eine bundesweite Vereinbarung geschlossen, die die Versorgung der Schwangeren verbessern soll. Über die Durchführung eines Frühultraschalls, einer gezielten Aufklärung und Beratung zu negativen verhaltensbedingten Einflussfaktoren und einem Infektionsscreening auf Bakterien und Mykoseerreger soll das Versorgungsprogramm eine Minimierung des Gesamtrisikos fördern. Die Vertragsunterlagen, die Teilnahmeerklärung der Schwangeren und der Ärzte und alle sonstigen Informationen stehen im Downloadcenter der KVSH auf www.kvsh.de zur Verfügung. Bei Bedarf können die Unterlagen auch per Post angefordert werden.

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aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Änderungen der Satzung der KVSH und der Wahlordnung als Bestandteil der Satzung durch Beschluss der Abgeordnetenversammlung am 17. Februar 2016 (Die Änderungen sind zur besseren Lesbarkeit fett hervorgehoben.)

Die Abgeordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 17.02.2016 mit der erforderlichen 2/3-Mehrheit folgende Beschlüsse gefasst: I. Änderung der Wahlordnung § 27 Satz 2 der Wahlordnung wird wie folgt neu gefasst: „Sie tritt am Tage nach der satzungsmäßigen Bekanntmachung in Kraft.“ II. Änderung der Satzung In § 27 Satz 1 der Satzung werden die Worte „diese von der Abgeordnetenversammlung am 18.11.2015 beschlossenen“ ersatzlos gestrichen. In § 27 Satz 2 werden nach dem Wort „treten“ folgende Wörter ergänzt: „soweit die Abgeordnetenversammlung nichts anderes beschließt“. Der geänderte § 27 lautet insgesamt wie folgt: „Satzungsänderungen bedürfen der Genehmigung durch die für die Sozialversicherung zuständige oberste Verwaltungsbehörde des Landes und sind im offiziellen Mitteilungsblatt der KVSH zu veröffentlichen. Sie treten, soweit die Abgeordnetenversammlung nichts anderes beschließt, am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft.“ Diese Änderungen bedürfen der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde und treten am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft.

„aha!-Programm“ bis Ende 2016 verlängert! Die Verträge zum „aha!-Programm – Betreuung von Menschen mit hohem Risiko für Diabetes mellitus Typ 2“ mit der AOK NordWest, der BARMER GEK und der DAK-Gesundheit wurden bis 31. Dezember 2016 verlängert. Somit können Versicherte dieser Krankenkassen noch bis Ende des Jahres in das aha!-Programm eingeschrieben werden. Die Teilnahmeeinwilligungserklärung finden Sie unter www.kvsh.de  Downloadcenter  Verträge  aha!-Programm

HVM-Änderungen zum 1. Juli 2016 Die Abgeordnetenversammlung der KVSH hat in ihrer Sitzung am 15. Juni 2016 Änderungen im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) mit Wirkung zum 1. Juli 2016 beschlossen. Die aktuelle Fassung des HVM finden Sie auf unserer Homepage www.kvsh.de. Auf Anforderung wird der Text der Bekanntmachung in Papierform zur Verfügung gestellt, Tel. 04551 883 486.

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Terminservicestelle in Bayern läuft – aber kein echter Bedarf

Praxisbörsentag mit neuem Besucherrekord

München – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hat eine 100-Tage-Bilanz der Terminservicestelle (TSS) vorgelegt. „Der Betrieb läuft im Großen und Ganzen reibungslos“, erklärten die Vorstandsmitglieder Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Ilka Enger. „Doch die insgesamt geringe Inanspruchnahme durch die Patienten zeigt, dass es keinen Bedarf für diese neu geschaffene Einrichtung gibt“, so das Resümee des KVB-Vorstands. Bis dato habe die TSS in Bayern bereits Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro verursacht. Seit dem Start der TSS in Bayern waren bislang 2.835 Anrufe mit konkreten Terminanfragen zu verzeichnen. Allerdings erfüllten nur 940 von ihnen die Voraussetzungen für eine Terminvermittlung innerhalb von vier Wochen. Die Anruferzahlen gingen im Zeitverlauf zurück und haben sich auf einem niedrigen Niveau eingependelt (277 Anrufer im April). Alle berechtigten Terminanfragen konnten innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist an niedergelassene Fachärzte aus den Regionen der Anrufer vermittelt werden. Die am stärksten nachgefragten Facharztgruppen sind bislang Neurologen, Rheumatologen und Psychiater. In Bayern wird die TSS von der Gedikom GmbH, einem hundertprozentigem Tochterunternehmen der KVB, betrieben.

Düsseldorf – Die 16. Auflage des nordrheinischen Praxisbörsentages hat einen neuen Besucherrekord gebracht. Rund 350 Besucher waren der Einladung gefolgt und nutzten die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote rund um die Themen Praxisabgabe und Praxisübernahme. Ergänzend dazu sorgten über 300 Anzeigen für jede Menge „Gesprächsstoff“: Nordrheinische Haus- und Fachärzte suchten Nachfolger für ihre Praxen, die jungen Besucher hielten Ausschau nach ihrer Wunschpraxis im Rheinland. In neun Vorträgen informierten Experten der KV Nordrhein sowie externe Referenten aus dem Bereich Steuer und Finanzen und darüber hinaus über wichtige Details einer Niederlassung – zum Beispiel über die richtige Finanzplanung auf dem Weg in die ärztliche Selbstständigkeit oder die Wege einer Praxiswertermittlung. Sehr gut kamen die neuen Elemente des Praxisbörsentags an. Eine Auswahl der Berater der KV Nordrhein stellte auf der Bühne im Dialog vor, was es mit neuen Angeboten wie dem Praxislotsenkonzept oder dem Praxismarketing auf sich hat. Beim abschließenden „Meet and Greet“ trafen sich Praxisabgeber und Suchende zum intensiven persönlichen Austausch.

Erstes Ärztenetz in Nordrhein zertifiziert

Hausärzte in Niedersachsen innerhalb von zehn Minuten erreichbar

Düsseldorf – Die KV Nordrhein hat das Gesundheitsnetz Köln Süd e. V. (GKS) nach Stufe 1 der Richtlinie zur Anerkennung von Praxisnetzen zertifiziert. „Die KV Nordrhein hat eine Richtlinie zur Anerkennung und Förderung von Praxisnetzen entwickelt, deren Kriterien an die Rahmenvorgabe der Kassenärztlichen Bundesvvereinigung angelehnt sind und im Wesentlichen den Bedingungen entsprechen, die auch in anderen KVen zur Anerkennung und Förderung von Netzen gelten. Das GKS erfüllt alle Vorgaben für eine Anerkennung und Förderung innerhalb der über unserer Basisstufe angesiedelten Stufe 1, sodass wir in diesem Fall gern die entsprechende Anerkennung vorgenommen haben“, sagte Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. Das 2007 gegründete GKS versteht sich mit seinen 84 Mitgliedern als Plattform für Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister, die im Kölner Süden die Gesundheitsversorgung mitgestalten. Ein Tätigkeitsschwerpunkt ist die Betreuung von Pflegeheimpatienten in Kooperation mit der KV Nordrhein. 7 | 2016

Nordlicht

Hannover – 97 Prozent der rund 7,8 Millionen Einwohner in Niedersachsen erreichen innerhalb von zehn Minuten einen niedergelassenen Hausarzt. Dies ist die Kernaussage einer aktuellen Erreichbarkeitsanalyse der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Der Mittelwert für die Erreichbarkeit eines Hausarztes liegt in Niedersachsen bei fünf Minuten. Nur eine Minderheit von drei Prozent braucht zwischen 11 und 20 Minuten auf dem Weg zum Hausarzt, vornehmlich in ländlichen Räumen. 5.134 Hausärzte sind in die Analyse eingeflossen. Die Zeitangaben beziehen sich auf den motorisierten Individualverkehr. „Für ein Flächenland ist das Ergebnis aus meiner Sicht sehr gut“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch. „Raumbezogene Daten sind für uns eine wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage bei der Bewältigung komplexer Planungen und Analysen für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung in Niedersachsen“, so der Vorstandsvorsitzende. aktuell

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PRAXIS  &  KV R eform der P sychotherapie - R ichtlinie

Großer Wurf oder Rohrkrepierer?

© istock.com/Nicolas Loran

Die ambulante psychotherapeutische Versorgung wird grundlegend reformiert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. So werden Sprechstunden eingeführt und Akutbehandlungen ermöglicht. Das Antrags- und Gutachterverfahren wird vereinfacht. Die neue Psychotherapie-Richtlinie soll zum 1. April 2017 in Kraft treten.

Überbordender Bürokratismus, ein zeitaufwendiges Antrags- und Bearbeitungsverfahren, wenig Flexibilität während der Behandlung und keinerlei Möglichkeit, chronisch erkrankte Patienten dauerhaft zu behandeln, stellen heute keine angemessene Antwort auf den zunehmenden Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung dar. Dies hatten auch die Regierungsparteien erkannt und in ihrem Koalitionsvertrag ein entsprechendes Gesetzesvorhaben vereinbart. Im späteren Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) wurden die Maßgaben präzisiert. Demnach waren Regelungen zur Flexibilisierung des Therapieangebotes, insbesondere zur Einrichtung von psychotherapeutischen Sprechstunden, zur Förderung der frühzeitigen diagnostischen Abklärung und der Akutversorgung, 30

Nordlicht

zur Förderung von Gruppentherapien und der Rezidivprophylaxe sowie zur Vereinfachung des Antrags- und Gutachterverfahrens zu treffen (vgl. Paragraf 92 Abs. 6a Satz 3 SGB V). Ergebnisse der Strukturreform In der Tat wird mit der jetzt verabschiedeten PsychotherapieRichtlinie eine Psychotherapeutische Sprechstunde eingeführt. Weitere Maßnahmen zur frühzeitigen Abklärung tauchen nicht auf. Eingeführt wird eine Akutversorgung. Sie umfasst zwölf Sitzungen. Der Beginn ist gegenüber der für den Patienten zuständigen Krankenkasse nur anzuzeigen, es bedarf dafür keiner Genehmigung. Die Menge der Probatorischen Sitzungen wurde einerseits auf vier gekürzt und zum anderen wurde eine Verpflichtung zur aktuell

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PRAXIS  &  KV Durchführung von mindestens zwei Probatorischen Sitzungen eingeführt. Sowohl für die Sprechstunden als auch für die Akutversorgung können bei Kindern und Jugendlichen zwei zusätzliche Sitzungen in Anspruch genommen werden. Die Bewilligungsschritte und die dazugehörenden Sitzungskontingente einer antrags- und genehmigungspflichtigen Psychotherapie wurden verändert. Die Kurzzeittherapie besteht nun aus zwei Schritten – jeweils im Umfang von zwölf Sitzungen. Erst danach wird von Langzeittherapie gesprochen. Die Sitzungskontingente der Bewilligungsschritte in der Langzeittherapie wurden – zumindest in der Psychotherapie bei Erwachsenen in der Form verändert, dass weniger Zwischenschritte anfallen. Bei Gruppenpsychotherapien sind für alle Verfahren Größen von drei bis neun Patienten möglich. Nur halbe Arbeit geleistet Ein Blick in die neue Psychotherapie-Richtlinie hinterlässt den Eindruck, dass vom G-BA nur halbe Arbeit geleistet wurde. Das Gutachterverfahren an sich bleibt unverändert erhalten. Umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der Gruppenpsychotherapie sind nicht getroffen worden. Die vielfältigen innovativen Vorschläge der Psychotherapeuten und deren Berufsverbänden fanden hier keinen Eingang in die neue Richtlinie. Leider gilt gleiches auch für die vom Gesetzgeber geforderte Rezidivprophylaxe. Als deutlich erkennbare und sich abgrenzende neue Form der psychotherapeutischen Betreuung von chronisch psychisch erkrankten Patienten nach Abschluss einer engmaschigen antrags- und genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Behandlung lassen sich die jetzt in der neuen Richtlinie als solche deklarierten Sitzungen nicht erkennen. Inwieweit bezüglich des Antrags- und Bearbeitungsverfahrens tatsächlich von Entbürokratisierung zu sprechen ist, wie es die Koalitionsparteien seinerzeit in ihrem Koalitionsvertrag gefordert hatten, bleibt abzuwarten. Einerseits wurden die Bewilligungsschritte großzügiger gestaltet, andererseits besteht nun die Kurzzeittherapie aus zwei, gegenüber der vorherigen Regelung deutlich kleineren Schritten. Zudem muss dem Patienten noch eine Bescheinigung über den Besuch der Sprechstunde ausgestellt werden. Und zuallerletzt wird zukünftig noch ein verbindlicher, die Psychotherapie begleitender Dokumentationsbogen, eingeführt. Das klingt nicht unbedingt nach weniger, sondern mehr Bürokratie. Weiterer Zeitplan Nach Verabschiedung der Psychotherapie-Richtlinie gilt es nun, die Psychotherapie-Vereinbarung den Erfordernissen nach entsprechend anzupassen. Sie ist die Durchführungsbestimmung der Richtlinie und Teil des Bundesmantelvertrag-Ärzte. Hierfür wird ein Zeitraum bis ungefähr Ende des Jahres veranschlagt. Hinzu kommen dann noch Verhandlungen über die Bewertung und Vergütung der mit der Richtinie neu eingeführten psychothera-

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peutischen Leistungen, wie beispielsweise die Psychotherapeutische Sprechstunde. Diese noch weiter zu treffenden Regelungen führen dazu, dass die neue Psychotherapie-Richtlinie erst zum 1. April 2017 in Kraft treten wird. Hintergründe des Ergebnisses – vollkommen unterschiedliche Ansichten Schon vor den Verhandlungen wurden unterschiedliche Ansichten zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Psychotherapeuten darüber deutlich, welche Maßnahmen und Veränderungen in der Richtlinie zur Verbesserung der Versorgung psychisch erkrankter Menschen beitragen würden. Einigkeit bestand lediglich darüber, dass eine strukturelle Reform der aus den 60er-Jahren stammenden Richtlinien überfällig sei. Die Psychotherapeuten präsentierten ein Modell, welches aus über mehrere Jahre gewonnenen Erkenntnissen aus ihrer täglichen Praxis entstanden war. Es orientierte sich an Praktikabilität, an reibungsloser Durchführung sowie an den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der psychisch erkrankten Patienten. Demgegenüber stellten die Krankenkassen ein Modell, welches von Einsparung und Steuerung geprägt war. Stichworte wie „dauerhafte Anreize für eine Absenkung der Therapiedauer“, „Mindestwartezeit von sechs Wochen zwischen den zwei Schritten der Kurzzeittherapie“, „Laufzettel“ begleitet von vermehrten Rückmeldungen an die Krankenkassen und Höchstkontingente von insgesamt knapp 50 Sitzungen Psychotherapie pro Versicherten prägten das Konzept. Hinzu kam, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung – der Gegenspieler des GKV-Spitzenverbandes im Gemeinsamen Bundesausschuss während der langen Verhandlungsdauer anfänglich gar nicht unbedingt hinter dem Modell der Psychotherapeuten stand. Verhandlungsführer der KBV traten in den Gremien unschlüssig auf – erst zum Ende hin offenbarte sich hier Verhandlungsgeschick und Entschlossenheit. Da war es für den großen Wurf schon zu spät. Das beratende Gremium – der beratende Fachausschuss Psychotherapie der KBV – musste erst einmal darum kämpfen, hier beratend zuständig zu sein. Aber auch innerhalb der Gruppe der Psychotherapeuten traten während der Verhandlungsphasen Differenzen auf. Vielen innovativen Ideen und Regelungen wollten vornehmlich ärztliche Psychotherapeuten nicht folgen. Wo finde ich die neue Richtlinie? Die neue Psychotherapie-Richtlinie ist auf der Homepage des G-BA unter www.g-ba.de zu finden. Zu dem Beschluss muss das Bundesministerium für Gesundheit in Form von Beanstandung oder Nicht-Beanstandung noch Stellung nehmen. Entsprechende Meldungen lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

aktuell

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die menschen im land V or O rt

Kuba mobil

US-Oldtimer sind längst zu einem festen Wahrzeichen Kubas geworden. Dr. Volker Bielfeld hat die Chevrolets, Cadillacs, Studebakers, Pontiacs und Fords während einer Rundreise fotografiert und in den Mittelpunkt einer Ausstellung über die Karibikinsel gestellt. Für viele Touristen ist eine Reise nach Kuba in erster Linie ein nostalgischer Ausflug in die Vergangenheit. Sie wollen noch einmal den maroden Charme der sozialistisch geprägten Insel erleben, bevor die von vielen Experten vorausgesagte Finanz-Invasion aus den USA die Verhältnisse vor Ort für immer verändert. Kuba erleben, sehen und im Bild festhalten: Das war die Aufgabe, die sich Dr. Volker Bielfeld stellte, als er mit seiner Frau Friederike im Februar dieses Jahres zu einer dreiwöchigen Kuba-Rundreise aufbrach. Am Ende der Tour, die sie nicht mit dem Oldtimer, sondern einem Suzuki Jimny zurücklegten, hatte Bielfeld über 9.500 Fotos von Menschen, Tieren, Städten Landschaften und Nationalparks gemacht. Aus diesem Fundus wählten beide einige Motive aus und stellten daraus die Foto-Ausstellung “Kuba mobil! US-Oldtimer im Focus“ zusammen. Sie fand in der Galerie BOart in Bad Oldesloe statt. Im Zentrum stehen die liebevoll in Schuss gehaltenen US-Oldtimer. Nicht jedes Teil an ihnen ist original, denn die Mangelwirtschaft hat die Kubaner erfinderisch werden lassen. Der deutsche TÜV hätte angesichts der kubanischen Improvisationskunst sicherlich oft Bauchschmerzen, berichtet der foto- und automobilbegeisterte Hautarzt aus Bad Oldesloe während eines Vortrags zur Reise. „Viele der amerikanischen Straßenkreuzer haben 32

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längst keine Benzinmotoren mehr. Sie wurden mit LKW-Motoren nachgerüstet, teilweise auch mit deutschen Modellen von MAN oder Iveco“. Begeisterter Fotograf In der Familie des 55-Jährigen hat Fotografieren Tradition. „Mein Vater war ein erfolgreicher Tierfotograf“, berichtet Bielfeld, der in Scarborough (Kanada) geboren wurde und Schulzeit und Medizinstudium in Hamburg absolvierte. Seit 1995 ist er als Hautarzt in Bad Oldesloe niedergelassen. Die Begeisterung für die Fotografie wurde vom Vater früh gefördert. Schon mit fünf Jahren bekam Bielfeld seinen ersten Fotoapparat. Zur Konfirmation gab es dann die erste eigene Spiegelreflexkamera mit verschiedenen Wechselobjektiven. Zu dieser Zeit begann er, seinem Vater auf dessen Fototouren zu assistieren. Die obligatorischen Dunkelkammerarbeiten erledigten sie gemeinsam zu Hause. „Besonders die Tierfotografie hat mich seitdem sehr fasziniert. Ich sehe mich als Jäger und Sammler schöner Fotos, aber auch Menschen, Landschaften, Architektur und technische Dinge zogen mich immer mehr in den Bann ihrer Ästhetik“, so Bielfeld. Diese Seite seiner fotografischen Tätigkeit war bisher nur Wenigen bekannt. aktuell

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die menschen im land

Charakter Kubas Das hat sich durch die gut besuchte Kuba-Ausstellung geändert. Bielfeld gelingt es, nicht nur schmucke Automobile vor postrevolutionärer Kulisse technisch sauber abzulichten. Seine Fotos sind gleichzeitig Dokumente des rasanten gesellschaftlichen Umbruchs auf Kuba. Der Fotograf erreicht diesen Einblick dadurch, dass er die Oldtimer nicht als repräsentative Ausstellungsstücke präsentiert, sondern in ihrer unmittelbaren sozialen Umgebung darstellt. Die Fotos zeigen, dass die Limousinen des einstigen Klassenfeindes längst zum festen Bestandteil des kubanischen Lebensgefühls geworden sind. Sie bilden so nur noch auf den ersten Blick einen Kontrast zu den revolutionären Parolen und auf Kuba immer noch allgegenwärtigen Konterfeis von Che Guevara, Fidel und Raul Castro. Kuba sucht seinen eigenen Weg zwischen Marx und Kapital. Der Betrachter spürt auf den Fotos den beginnenden Wandel. Der mächtige Nachbar und einstige Erzfeind USA sucht die politische Entspannung, Kleinunternehmer und der beginnende Tourismus kurbeln die kubanische Wirtschaft an und auch das Smartphone ist auf Kuba mittlerweile allgegenwärtig. Bielfeld und seine Frau haben die Karibikinsel auf ihrer Rundreise kennen- und lieben gelernt. Vielleicht gerade noch rechtzeitig, bevor die schmucken US-Oldtimer für harte Dollars oder Euro aufgekauft und die bisher noch weitgehend unberührten Städte und malerischen Buchten vom Massentourismus erobert werden. Jakob Wilder, KVSH

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Dr. Roger Weist Geburtsdatum: 10. August 1970 Geburtsort: Schwerte (Nordrhein-Westfalen) Familie: verheiratet, zwei Kinder Fachrichtung: Orthopädie und Unfallchirurgie Sitz der Praxis: Lübeck Niederlassungsform: Berufsausübungsgemeinschaft Neu niedergelassen seit dem 1. Januar 2016

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Es war mein Wunsch, das Arbeitsumfeld eigenständig zu gestalten und den Patienten vom Anfang seiner Erkrankung bis zur Genesung zu begleiten. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Die Vielfältigkeit, als Arzt, Mensch, Kollege und Manager zu fungieren. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Sich nicht von bürokratischen Hürden abschrecken zu lassen. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Joseph Blatter. Können Machtmenschen sich persönlich treu bleiben? 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Der 5-km-Feierabendlauf am Elbe-Lübeck-Kanal, um den Gedanken freien Lauf zu lassen oder Paddeln der Lübecker Altstadtrunde mit dem Kajak. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Ich lese in erster Linie Tages- und Wochenzeitschriften und im Urlaub was mir zwischen die Finger kommt. 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Schleswig-Holstein ist so wunderschön nah am Wasser gebaut. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Kanu-Guide auf den Wildflüssen der Welt

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die menschen im land K ommentar

Vom Kopf auf die Füße Notgeld brauchte man in Notzeiten. In schweren Krisen von Staat und Wirtschaft ersetzt es die gesetzlichen Zahlungsmittel. Es kann in Währungen oder in Gold ausgegeben werden, aber auch als Wertpapier für einen Anspruch auf Waren, Rohstoffe oder Dienstleistungen. In jedem Fall hält es auf niedrigem Niveau einen Kreislauf oberhalb des Tauschhandels in Gang. Die Zeiten, in denen sich die Menschen in Deutschland mit Notgeld und Tauschhandel über Wasser hielten, sind glücklicherweise lange vorbei. Man hat sie meist nur noch als Episode aus dem Geschichtsunterricht in Erinnerung. Schaut man auf die andauernde Entwicklung der Zinsen in der Eurozone, könnte man auf ähnliche Gedanken kommen, wie sie seinerzeit zur Einführung des Notgeldes geführt haben. Die positiven Effekte von Zins und Zinseszins sind durch die EZBPolitik der Null- bzw. Negativzinsen ausgehebelt, die Märkte – genauer gesagt: wir – schwimmen in Billionen billigen Geldes und müssen zusehen, wie die Wertigkeit von Altersvorsorge, Kapitalanlage oder einfachem Sparbuch schmilzt wie Butter in der Sonne. Die Absurdität dieser Politik wird noch deutlicher, wenn man auf die schaut, denen sie helfen soll: Die Südländer der Union, allen voran Griechenland, ächzen weiter unter der Arbeitslosigkeit, vor allem junger Menschen, die Nachfrage dämmert vor sich hin, die staatlichen Haushalte bewegen sich am Rand der Katastrophe und die Menschen verlieren jedes Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Politik. Für wen wird diese Zinspolitik also gemacht, wenn nicht für die Schwachen unter unseren Partnern in Europa?

„Erstmals haben sich in diesem Monat die Krankenkassen zu Wort gemeldet und Alarm geschlagen.“

Vielfach und immer häufiger aus wohl berufenem Munde bis hin zum Bundesfinanzminister wurde schon vor den Folgen dieser Geldpolitik gewarnt. Inzwischen ist das Problem nicht mehr allein ein Thema für Krisensitzungen von Banken, Lebensversicherern, Pensionsfonds und Stiftungen. Erstmals haben sich in diesem Monat die Krankenkassen zu Wort gemeldet und Alarm geschlagen. Denn für ihre Rücklagen und Reserven, ob im Gesundheitsfonds oder in der eigenen Kasse, werden „Gebühren“ fällig, sogenannte Verwahrgebühren oder auch „Negativzinsen“. Die stecken sich übrigens nicht die Geldinstitute in die Tasche, sondern leiten sie durch an die EZB, weil sie selber zur Kasse gebeten werden.

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2015 wurden dafür erstmals etwa 1,8 Millionen Euro fällig, hat das Bundesversicherungsamt errechnet. In diesem Jahr dürfte sich der Betrag vervielfachen, weil die Negativzinsen für das gesamte Kalenderjahr anfallen. Das hängt auch mit dem Mechanismus des Fonds zusammen, der nach einem festgelegten Schlüssel aus Beitragseinnahmen und Bundeszuschüssen aufgefüllt und dann an die Kassen ausgeschüttet wird. Damit die Liquidität ausreicht, werden hohe Bargeldbeträge auf Konten geparkt und negativ verzinst. Bei Summen von 10 Milliarden Euro Reserven, die als Puffer für Ausgabenschwankungen vorgehalten werden, ein teurer Spaß. Vorgeschrieben übrigens ist eine Rücklage von 25 Prozent einer Monatsausgabe, das wären etwa sechs Milliarden weniger. „Da geht doch noch was“, würde man jetzt im Jargon neudeutsch sagen und allen voran der Bundesgesundheitsminister sollte die Initiative ergreifen und mit allen Betroffenen beraten, wie man das Geld zusammenhält und den Geldfluss so organisiert, dass er nicht für etwas so Sinnloses wie Negativzinsen verschleudert wird. Ob der jüngste Vorschlag, den Kassen die Anlage von bis zu 10 Prozent ihrer Rücklagen in Aktien zu gestatten, eine wirklich sinnvolle Alternative ist, muss man bezweifeln. Zum einen setzt es ein professionelles Management voraus, zum anderen führt der allgemeine Run auf Aktien und Sachwertanlagen zu Überzeichnungen und Blasen, deren Schaden im Fall ihres Platzens noch größer wäre als der negative Zinsaufwand. Deshalb ist es nicht damit getan, an den Symptomen zu kurieren, die Geldpolitik muss wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Billiges Geld kann in einem begrenzten Zeitraum segensreiche Wirkungen haben. Die Zinsschwelle unbegrenzt auf Null zu legen, bewirkt das genaue Gegenteil. Denn zwangsläufig wird sich jeder von uns Gedanken machen, wie man dem schleichenden Verlust der eigenen Rücklagen entgegenwirken kann. Staatlich verbürgte Leistungen in der Altersversorgung könnten eine Möglichkeit sein, damit die ältere Generation dem Desaster einer Entwertung ihrer Alterssicherung entkommt. Für junge Leute wäre steuerbegünstigtes Bildungssparen eine Alternative und für alle Bürger sollten Sparrücklagen ebenfalls steuerbegünstigt werden. Notgeld ist das zwar nicht, aber es wären Notmaßnahmen, über die man bei einer rationalen Geldpolitik nicht einmal nachdenken müsste. Worauf also warten? Peter Weiher, Journalist

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die menschen im land G losse

Skurriles aus der Sprechstunde t leidenschaftlicher is t og V ar m ei R r. D : Zum Autor Seine Patienten n. he sc ar hm it D in Landarzt aus Pahlen n aber z geschlossen, was ih er H s in t rz sa au H r hat de isse in seiner Arztbn le Er le ri ur sk , lt hä nicht davon ab t halten. Im Nordlich zu st fe t el hw ac N e di praxis für was Augenzwinkern das, m ne ei it m t og V bt . beschrei alles passieren kann so t rz A er en ss la ge einem als nieder

Versprochen ist versprochen oder

Von der Kunst, patientengerecht zu kommunizieren In meinem Kieler Medizinstudium besuchte ich viele Kurse der medizinischen Psychologie, Psychosomatik, Psychiatrie … sowie viele weitere mit der Silbe „Psy-“ beginnende Pflichtveranstaltungen … und es lässt sich feststellen, dass diese Vorbereitungen auf all die seelischen Krankheiten, die mir heute als Landarzt begegnen, tatsächlich virtuos waren. Gelernt habe ich in all diesen Kursen nicht nur Fachliches, sondern auch ganz allgemein für das Leben … nämlich zum Beispiel, dass es für ein auskömmliches Miteinander unentbehrlich, geradezu essenziell ist, stets mit seinem Gegenüber auf einem passenden Niveau zu kommunizieren. Wie schön wäre es, würden alle Menschen mehr miteinander reden und sich gegenseitig verstehen. Was nämlich passieren kann, wenn man auf unterschiedlichem Niveau miteinander redet, will ich mit den folgenden Beispielen näher erläutern: Jetzt, da endlich die warme Jahreszeit sogar in Dithmarschen Einzug gehalten hat und die Natur in einer fast schon brutal anmutenden, umwälzenden Veränderung von „grau-in-grau“ auf „grün-und-bunt“ umschaltet, erhält auch die Gartenpflege wieder einen hohen Stellenwert. Da muss auch mal der eine oder andere Mensch zur Arbeit zwangsverpflichtet werden, der weder Lust dazu noch den sprichwörtlich grünen Daumen besitzt. Wenn dann noch Kommunikationsprobleme auftauchen

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… o-weia … kommt es zu der Begebenheit, dass ein aufgebrachtes Ehepaar in meiner Sprechstunde erscheint. Sie – als Dithmarscher Eingeborene – hat ihm, dem Zugereisten und nicht des Dithmarscher Platt Mächtigen den folgenden Auftrag gegeben (Zitat): „Du schallst mool de Rosen mein“. Für alle, die ebenfalls das Plattdüütsche nicht verstehen, will ich wörtlich übersetzen: Du solltest mal den Rasen mähen! Verstanden hat der Geehelichte aber: Du sollst mal die Rosen mähen! Und genau das hat er dann auch getan. Er habe sich zwar ein wenig gewundert, wieso die erst im Vorjahr verpflanzten Fairy-Rosen mit dem Rasenmäher auf Stumpfhöhe getrimmt werden müssen, aber … bitteschön! … wenn sie es unbedingt will … und überhaupt … der Garten ist ihr Revier! Die echauffierte Gartenbesitzerin kann ich dann aber doch beruhigen: Nein, ihr Gatte sei weder boshaft noch dement … und für die Zukunft empfehle ich, bei den Garten betreffenden Aufträgen sprachlich ins Hochdeutsche zu wechseln: Rosen beschreibt plattdeutsch den Rasen, während Rausen dann die edlen Gewächse der Gattung Rosaceae meint. Dann gibt es noch die Gruppe Menschen, die zwar die genaue Bedeutung von Fremdwörtern nicht so richtig kennt, aber irgendwie verwenden ja alle anderen Menschen solche Buchstabenfolgen und also muss das irgendwie erstrebenswert sein. Das sind Menschen wie der Patient, der mich letzte Woche mit den Symptomen eines Atemwegsinfektes aufsuchte. Nach der Untersuchung meine Befunde und Therapieempfehlung erläuternd, werde ich brüsk unterbrochen und nach „alternativen“ Heilmethoden befragt: Er habe gehört, dass der Hustensaft XYZ aus dem Discounter eine hervorragende Empfehlung sei. Ich erläutere, dass eigentlich alle schleimlösenden Hustensäfte wenig bringen würden und der ausreichende Genuss von (warmen) Getränken viel günstiger und schmackhafter sei, noch

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dazu Schleimlöser nicht unbedingt Gegenstand von „alternativer Medizin“ seien, doch der Mensch insistiert: „Nee-nee, nun hören se mal. Ich habe diesen Tipp von meiner Freundin. Und die ist immerhin vom Fach! Die ist EXHUMIERTE Altenpflegerin.“ Schallend bricht es aus mir heraus … aber ich kann dem verdutzt dreinblickenden Menschen zunächst erläutern, dass ich MIT IHM, keinesfalls ÜBER IHN lachen würde. Dann erkläre ich, dass er sich wohl versprochen habe, er habe sicherlich EXAMINIERT gemeint: „Denn im umgekehrten Fall, wenn die Freundin erst ausgebuddelt werden muss, kann der Hustensaft definitiv nix bringen!“ Der Mensch konstatiert: „Ach ja … ja-ja … das meinte ich auch: EXAHUMINISIERT. Versprochen ist versprochen, wie man so sagt“ … und schon wieder wird mein Blasenschließmuskel auf eine harte Probe gestellt.

sten Kalenderjahr Ersatz möglich sei. „Aber die trocknen so schlecht“, erwidert der Mensch. Ich entgegne kopfschüttelnd, dass die Vollsynthetikstruktur der Kompressionsstrümpfe besonders schnell trocknen würde. „Nee, das stimmt nicht … und dieses klamme Gefühl auf der Haut ist einfach nur widerlich!“ Sie als geneigter Leser ahnen es schon … die Weisung der Krankenhauskollegen, die Kompressionsstrümpfe „Tag und Nacht“ zu tragen, wurde gewissermaßen wörtlich umgesetzt … folglich auch beim Duschen!

Aber man soll nicht mit dem Finger auf andere Bevölkerungsgruppen zeigen, schließlich sind auch wir Ärzte nicht frei von Kommunikationsschwierigkeiten. So habe ich zwar einem Patienten das Prednisolon-Medikationsschema ausführlich erläutert („5 Milligramm morgens vor 8 Uhr“), doch erst als die N3-Packung bereits nach knapp 3 Wochen leer ist und der Patient Nachschub begehrt, wird mir der Fehler klar: Der Mensch hat trotz verbaler Erläuterungen und schriftlichem Medikamentenplan 5 TABLETTEN morgens vor 8 Uhr eingenommen.

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Dass nicht nur der niedergelassene Bereich seine Sprachprobleme besitzt, sondern auch der stationäre Versorgungssektor, soll nunmehr das letzte Beispiel verdeutlichen: Ein Patient verlangt von mir die Verordnung eines weiteren Paares Kompressionsstrümpfe. Ich verweigere mit dem Hinweis, dass er nach seiner Phlebothrombose vor 4 Wochen bereits zwei Heilmittelverordnungen erhalten habe und erst im näch-

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T eam B eratung Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Moderne Wundauflagen – gut und günstig verordnet Ärzte und ihre Praxisteams finden in der neuen Rubrik „ Wundbehandlung“ auf der Homepage der KVSH wichtige Tipps und Hinweise zur Verordnung von modernen Wundauflagen. Unter der neuen Rubrik „Wundbehandlung“ unter www.kvsh.de  Praxis  Verordnungen steht unter anderem eine Preisübersicht für verschiedene moderne Wundauflagen zum Download bereit. Sie bietet Praxen einen schnellen Überblick über Produkte zur Wundversorgung. Der Verfasser Werner Sellmer ist Klinikapotheker und Vorstandsmitglied des Wundzentrums Hamburg. Der Autor nennt dort zwar nicht alle auf dem Markt befindlichen Produkte, bevorzugt aber auch keine Produkte eines bestimmten Herstellers. Praxen sollten bei der Verordnung folgende Punkte beachten: ƒƒ Die in der Übersicht genannten Preise sind Apothekeneinkaufspreise. Sanitätshauspreise können abweichen. In der Übersicht können nur die Einkaufspreise genannt werden, da die Krankenkassen unterschiedliche Aufschläge mit den Apotheken/Lieferanten vereinbart haben. ƒƒ Die Preise zulasten der AOK Hamburg/Rheinland gelten für Hamburg und können daher in Schleswig-Holstein leicht abweichen. ƒƒ Es handelt sich um einen Preis- und keinen Qualitätsüberblick. ƒƒ Durch eine dem Wundgeschehen angepasste, fachlich gute Auswahl kann bei der Verordnung mehr gespart werden als durch den Einsatz der billigsten Produkte. So kostet z. B. der tägliche Wechsel des billigsten, aber nicht fachgerechten Hydrokolloids, mehr Geld, als wenn alle drei Tage der teuerste PU-Schaum oder einmal in der Woche der teuerste Superabsorber aufgebracht wird. ƒƒ Praxen sollten mit den Produkten und nicht an den Produkten sparen. Wir weisen deshalb noch einmal auf den Artikel im NORDLICHT 3 | 2016 zum Thema Wundversorgung hin (online unter www.kvsh.de  Presse  Nordlicht) 38

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Abrechnungsziffern für hausärztliche Wundversorgung nach EBM: ƒƒ GOP 02310 Behandlungskomplex einer/von sekundär heilenden Wunde(n) ƒƒ GOP 02311 Behandlung Diabetischer Fuß (antragsgebundene Leistung) ƒƒ GOP 02312 Behandlung eines oder mehrerer chronisch venöser Ulcera cruris Leistungsinhalte und -ausschlüsse sowie weitere in Frage kommende GOP können unter www.kbv.de/html/online-ebm. php eingesehen werden. Thomas Frohberg, KVSH

Praxen sollten außerdem beachten, dass moderne Verbandstoffe kein Sprechstundenbedarf sind. Materialien für Verbandwechsel müssen außerdem immer mit einem Einzelrezept auf den Namen des Patienten verordnet werden.

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard aktuell

04551 883 362

anna-sofie.reinhard@ kvsh.de 7 | 2016


Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Fragen

Antworten des Service-Teams

Wir nehmen an mehreren Disease-Management-Programmen (DMP) teil. Gibt es einen Katalog der abrechnungsrelevanten Diagnosen?

Auf der Homepage der KVSH, www.kvsh.de, finden Sie unter Praxis  Verträge  Downloadcenter  Bereich Verträge  DMP begründende Diagnosen eine Aufstellung aller relevanten Diagnosen, unterteilt nach den einzelnen DMP. Nur gesicherte Diagnosen sind zulässig.

Müssen die Laborbefreiungsziffern (GOP 32005-32023 EBM) nur auf dem Laborauftrag (Muster 10 oder Muster 10A) angegeben werden oder müssen wir diese auch bei uns in der Abrechnung eintragen?

Die Befreiungsziffern sollten zwingend auf den Laboraufträgen und in den eigenen Behandlungsfällen eingetragen werden. Damit wird sichergestellt, dass die veranlassten Laborkosten nicht zur Belastung des Laborbudgets führen.

Dürfen wir bei urlaubsbedingter Schließung der Praxis von allen umliegenden Ärzten vertreten werden, ohne dass diese namentlich genannt werden?

Nein, die Vertretung erfolgt in Absprache mit dem oder den Kollegen und ist den Patienten durch Aushang und Anrufbeantworter-Text bekannt zu geben.

Dürfen wir das Muster 21 (Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes) ausstellen, wenn die Mutter eines Kindes unter zwölf Jahren erkrankt und der Vater die Betreuung des Kindes übernehmen muss?

Diese Bescheinigung darf ausschließlich ausgestellt werden, wenn ein Elternteil aufgrund einer Erkrankung des Kindes die Betreuung übernehmen muss.

Wann können die „Brief-Ziffern“ GOP 01600 und 01601 abgerechnet werden?

Die Ziffern GOP 01600 und 01601 können nur dann abgerechnet werden, wenn in dem Behandlungsfall kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt stattgefunden hat. Sofern eine Grund- oder Versichertenpauschale zum Ansatz kommt, sind beide GOP hierin enthalten.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte in Weiterbildung

fÜR Ärzte in Weiterbildung

thema: Traineeveranstaltung

thema: F  ortbildungsveranstaltung zum

Facharzt für Allgemeinmedizin datum: 8. Juli 2016, 10.00 bis 16.00 Uhr 7. Oktober 2016

datum: 13. Juli 2016, 15.00 bis 18.00 Uhr

Immer mehr Ärzte in der ambulanten Versorgung entscheiden sich dafür, in Kooperation mit Kollegen zu arbeiten. Die Möglichkeiten, gemeinsam tätig zu werden, sind vielfältig: Kleines oder großes Team, Praxischef, Teilhaber einer Kooperation oder Angestellter in einer größeren Praxis. Bei der Traineeveranstaltung berichten Ärzte über ihren Weg zur gemeinsamen Berufsausübung.

Die ambulante Versorgung ist im Wandel. Mehr als 600 Hausärzte werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand treten und suchen Nachfolger. Durch diesen Generationswechsel ergeben sich für Fachärzte für Allgemeinmedizin viele Möglichkeiten, nach der Weiterbildung in SchleswigHolstein tätig zu werden.

Ärzte aus Schleswig-Holstein berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen und ein Experte gibt einen Überblick, welche Kooperationsmodelle heute möglich sind: • Priv.-Doz. Dr. Julia Holle, Rheumatologin, hat zu Jahresbeginn zusammen mit einem Praxispartner eine rheumatologische Schwerpunktpraxis in Neumünster eröffnet. • Dr. Bernhard Bambas, Augenarzt, niedergelassen seit 23 Jahren mit seiner Frau und Praxispartnerin Carmen Bambas in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Segeberg. • Dr. Christian Büll, Orthopäde, ist Teil eines überregionalen Zusammenschlusses von orthopädischen, unfallchirurgischen, neurochirurgischen und plastisch-chirurgischen Praxen mit insgesamt mehr als zehn Ärzten. • Thomas Rampoldt, Geschäftsführer der Ärztegenossenschaft Nord, hat bereits viele Ärzte bei ihrem Start in die Selbstständigkeit begleitet. ORT: Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung, Esmarchstraße 4, 23795 Bad Segeberg

Gern wollen wir mit angehenden Fachärzten für Allgemeinmedizin über die beruflichen Chancen in der ambulanten Versorgung und die medizinischen Herausforderungen in der Hausarztpraxis ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung zielt nicht allein darauf ab, medizinische Themen zu vermitteln, sondern wird auch Themen rund um die Niederlassung beinhalten. Die Teilnehmer können sich untereinander austauschen und auch mit der KVSH in Kontakt treten. So soll geklärt werden, welche Unterstützung junge Allgemeinmediziner benötigen, um sich niederzulassen. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Jens-Martin Träder, Lehrprofessor für Allgemeinmedizin an der Universität zu Lübeck und niedergelassener Hausarzt geleitet, der zu dem medizinischen Thema: „Naturheilverfahren in der Hausarztpraxis“ referieren wird. Frau Dr. Karin Erasmi, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Flintbek, berichtet über ihren Quereinstieg in die Allgemeinmedizin, den hindernisreichen Weg zur eigenen Praxis sowie ihre Überzeugung, den „richtigen“ Weg beschritten zu haben. ORT: Hotel „Der Seehof“, Lüneburger Damm 1, 23909 Ratzeburg, (Fahrtkostenerstattung in Höhe von 20 Cent/km)

Teilnahmegebühr: k ostenlos Fortbildungspunkte: 7

Teilnahmegebühr: k ostenlos TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Um die Vorbereitung zu erleichtern, wird die rechtzeitige Anmeldung per Fax oder per E-Mail (akademie@aeksh.org) bis zum 30. Juni 2016 empfohlen.

Fortbildungspunkte: 4 (Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen) TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Anmeldungen werden bis zum 6. Juli 2016 in schriftlicher Form (Brief/Fax oder E-Mail) angenommen.

kontakt + anmeldung Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung

Abt. Zulassung/Praxisberatung der KVSH

Alexander Waschkau Tel. 04551 803 753 Fax 04551 803 751 E-Mail alexander.waschkau@ aeksh.org

Bettina Fanselow Tel. 04551 883 255 Fax 04551 883 276 E-Mail bettina.fanselow@kvsh.de

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kontakt + anmeldung Abt. Zulassung/Praxisberatung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Petra Fitzner Tel. 04551 883 384 Fax 04551 883 276 E-Mail weiterbildung@kvsh.de

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Service

fÜR Ärzte und Mitarbeiter

fÜR Ärzte und Psychotherapeuten

thema: Heilmittelverordnungen bei Kindern

thema: Moderatorengrundausbildung

für Qualitätszirkel datum: 31. August 2016, 15.00 bis 18.00 Uhr

datum: 9. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

Die Verordnungszahlen für Heilmittel liegen in Schleswig-Holstein seit Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt, ohne dass es dafür eine Evidenz gibt. Seit 2014 führt die KVSH Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Mitarbeiter zum Thema „Verordnungen“ durch.

Ergebnisorientiertes Arbeiten im Qualitätszirkel erfordert Moderation. Sie sollte zielorientiert, achtsam und methodisch sein. Dies erfordert Übung und Methodik. Beides sind wesentliche Bestandteile dieser speziellen Moderatorengrundausbildung für die Qualitätszirkelarbeit. In den letzten Jahren wurden viele Techniken und sogenannte Qualitätszirkelmodule entwickelt, die dem Moderator die Arbeit erheblich erleichtern können.

Aufgrund eines Infobriefes an Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte sowie Kinder- und Jugendpsychiater zum Thema „Ergotherapie bei Kindern“ haben wir die Rückmeldung erhalten, dass ein großes Interesse an weiterführenden Informationen besteht. Dr. Michael Hauch ist Kinderarzt in Düsseldorf und hat das Buch „Kindheit ist keine Krankheit“ geschrieben. Er schildert darin den Alltag eines Kinderarztes, der häufig mit Wünschen von Eltern oder Erziehern für eine Therapie bei Kindern konfrontiert wird. Wir haben Herrn Dr. Hauch eingeladen, hier in Schleswig-Holstein einen Vortrag zum Thema „Heilmittelverordnungen bei Kindern“ zu halten. ORT:  Hörsaal der Chirurgie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Arnold-Heller-Str. 7, Haus 18, 24105 Kiel Teilnahmegebühr: kostenlos

Die Teilnehmer werden in der Grundausbildung qualifiziert, • das Setting eines Qualitätszirkels zu erarbeiten, • den Zirkel zu moderieren, • verschiedene QZ-Techniken bedarfsgerecht einzusetzen, • die Gruppenprozesse in Qualitätszirkelsitzungen zu steuern und • mit schwierigen Situationen in Gruppenprozessen umzugehen. Inhalte des Seminars: • Moderationstechniken • QZ-Module • Übung von Moderationssituationen • Umgang mit Teilnehmern • Kommunikation und Gruppendynamik • Rahmenbedingungen zur Qualitätszirkelarbeit • Gründung von Qualitätszirkeln

Fortbildungspunkte: 4 (Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen) Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird die rechtzeitige Anmeldung empfohlen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und gelten als bestätigt, sofern Sie keine anderweitige Meldung bekommen!

Teilnahmegebühr:  200 Euro inklusive Tagungspauschale für Material und Verpflegung Fortbildungspunkte:.20 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abteilung Struktur und Verträge Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Anna-Sofie Reinhard Ellen Roy Tel. 04551 883 362 04551 883 931 Fax 04551 883 390 04551 883 390 E-Mail anna-sofie.reinhard@kvsh.de ellen.roy@kvsh.de 7 | 2016

Regina Steffen Tel. 04551 883 292 Fax 04551 883 374 E-Mail regina.steffen@kvsh.de Nordlicht

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Paul Brandenburg 04551 883 637 04551 883 374 paul.brandenburg@kvsh.de 41


SERVICE

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: Qualitätsmanagement –

die G-BA-Richtlinie erfüllen

datum: 14. September 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern? In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro Fortbildungspunkte:.5

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TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de 42

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Service

Veranstaltungen KVSH

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

14. September 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr

Lebererkrankungen

3. August 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe

Ort: Strandhotel Glücksburg, Kirstenstraße 6, Glücksburg Info: Tel. 0461 816 2511, Referenten: PD Dr. A. Franke, Prof. Dr. S. Timm, Medizinische Klinik II, Klinik für Chirurgie (St. Franziskus-Hospital) www.malteser-franziskus.de

17. September 2016, 9.00 bis 17.10 Uhr

CT und MRT des Herzens, 1. Teil: Herz-MRT Ort: Universität zu Lübeck, Audimax, Hörsaal AM4, Mönkhofer Weg, 23562 Lübeck Info: Tel. 0451 500 2129, Fax 0451 500 6497 Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 9. September 2016 erbeten! www.uksh.de/radiologie-luebeck

Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de

17. September 2016, 10.00 bis 16.30 Uhr

www.kvsh.de

Achtsamkeit und Meditation

27. Juli 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Ort: Zenkreis Kiel e. V., Grasweg 30-32, 24118 Kiel Info: Anerkannte Fortbildungsveranstaltung, Kategorie C, 5 Punkte, Tel. 0431 5448836 E-Mail: dr.kubsda@gmx.de

Infomarkt der KVSH Ort: Abgeordnetensaal der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.kvsh.de

23. Septmeber 2016, 9.00 bis 18.30 Uhr 24. Septmeber 2016, 9.00 bis 12.15 Uhr

16. Summerschool: Transplantationsnephrologie

Schleswig-Holstein 6. Juli 2016, 13.30 bis 15.00 Uhr

„I wanna get high“: Rausch und Drogen in der Popmusik Ort: AHG Klink Lübeck, Vortragsraum, Weidenweg 9-15, 23562 Lübeck Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tel. 0451 58 94 0, Referent: Dr. Kai Wendt, Oberarzt, AHG Klinik Lübeck E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

16. Juli 2016, 10.00 Uhr

Ort: Hörsaal der Klinik für Dermatologie, Haus 19, Arnold-Heller-Str. 3, 24105 Kiel Info: Anmeldung online über: www.nephrologie-uni-kiel.de „Veranstaltungen – Summerschool 2016“, A. Blunk, B. Ueberle, Tel. 0431 597 1338, Fax 0431 597 1337 E-Mail: barbara.ueberle@uksh.de www.nephrologie-uni-kiel.de

28. September 2016, 16.30 Uhr

Bebo-Konferenz: Update sakrale Neuromodulation bei der Behandlung der Stuhlinkontinenz Ort: UKSH, Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, Haus 13 Info: Anmeldung: Tel. 0451 500 6113, Referent: Dr. Bouchard, Chirurgie www.uksh.de

16. Patientenseminar Niere: Vorbereitung und Rehabilitation Ort: Hörsaal der Chirurgie, Arnold-Heller-Str. 3, Haus 18, 24105 Kiel Info: Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 10. Juli 2016 erbeten. Birgit Zschiegner, Petra Krüger-Glaß, Micaela Hippe, Tel. 0431 597 4341, Fax 0431 597 1187 E-Mail: tpz-kiel@uksh.de www.uksh.de

14. September 2016, 15.00 bis 18.30 Uhr

Einsteigerkurs: Spermiogrammanalyse nach WHO 2010 Ort: Kursraum Transitorium, Haus 53, (Eingang gegenüber Pathologie), Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck Info: Um Voranmeldung bitten wir aus organisatorischen Gründen bis zum 31. August 2016, Annett Sarömba, 0451 500 2144, Fax 0451 500 3446 E-Mail: Annett.Saroemba@uksh.de www.uksh.de 6 | 2016

Nordlicht

aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

aha!-Programm Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 44

Nordlicht

Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Gruppentherapievertrag Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Hautkrebs-Screening Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 HIV/AIDS Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 aktuell

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Service kontakt

HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Marleen Staacke������������������������������������������������������������������������������ 596 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Melanie Lübker�������������������������������������������������������������������������������� 427 Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 6 | 2016

Nordlicht

Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Sabrina Wienke�������������������������������������������������������������������������������� 527 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen............................................................................... 458 Röntgen (Anträge) Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Röntgen (Qualitätssicherung) Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������ 458 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Christopher Lewering����������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 aktuell

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Service kontakt

Tonsillotomie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� 930 Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� 351 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

Impressum Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12 Zweitmeinungsverfahren Nadja Kleinert��������������������������������������������������������������������������� 9010 25

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht aktuell

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder; Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 6 | 2016

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Frauenärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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