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nr. 6 | 2016

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassen채rztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Portalpraxen

Gemeinsame Wege in der Patientenversorgung se r ab vi se ces it ei e te 28 n

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Juni 2016 | 19. Jahrgang


Inhalt seite

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rubrik/Thema

heft 6 | 2016

TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

„Portalpraxen als Rund-um-die-Uhr-Filter mit Steuerungseffekt“: Interview mit Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

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Portalpraxis ist nicht gleich Portalpraxis

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Patientensteuerung an der Flensburger DIAKO: Zentrale Notaufnahme und KVSH-Anlaufpraxis arbeiten sehr gut zusammen

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„Die Gemengelage ist vielfältig“: Interview mit Anette Langner, Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein

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Nachrichten Kompakt

Die Notfallambulanzen der Kliniken stehen vor einem Problem: Immer mehr Patienten kommen dorthin, obwohl sie mit ihren Erkrankungen eigentlich zur Behandlung zum niedergelassenen Arzt gehen sollten. Um für Entlastung zu sorgen, haben sich KVSH, Krankenhausgesellschaft und Landesregierung für die Einrichtung von „ Portalpraxen“ ausgesprochen. Im NordlichtTitelthema stellen wir dieses Modell für eine bessere Patientensteuerung genauer vor.

Gesundheitspolitik 14

„Gestalten ist reizvoll“: Interview mit Eckhardt Kibbel, Abgeordneter der KVSH

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Bekanntmachungen und Meldungen

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Neues aus KBV und KVen

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Psychotherapie: Behandlungsverpflichtung – Leistungserbringung – Urlaubsvertretung

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Die Menschen im Land 24

Abenteuerfahrt auf der Ostsee: Dr. Michael Weiß bietet Medizinstudierenden ein besonderes Highlight

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Serie: Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

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Kommentar: Zukunftsplanung

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Service 28

Sicher durch den Verordnungsdschungel: Impfkampagne in Schleswig-Holstein

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Sie fragen – wir antworten

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Labordiagnostik in der Praxis, Teil 2: Laboruntersuchungen und Check-up 35

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Seminare

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Termine

Eckhardt Kibbel ist seit sechs Jahren Abgeordneter der KVSH. Der Landarzt aus Hassendorf erklärt im Nordlicht-Interview, warum es so spannend ist, sich in der Selbstverwaltung zu engagieren und dort Verantwortung zu übernehmen.

„ Landarzt ahoi“: Dr. Michael Weiß bietet Famulanten und Blockpraktikanten möglichst viele Einblicke in seine Arbeit. Medizinstudentin Nadine Pohlmann durfte den Allgemeinmediziner aus Gelting sogar während einer Übungsfahrt auf dem Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS begleiten.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 6 | 2016 EDITORIAL Dr. Ralph Ennenbach, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, das Thema Portalpraxen ist ein gutes Beispiel dafür, wie nah sich Pro und Kontra mitunter kommen können. Dies hängt manchmal davon ab, ob man etwas konkret oder abstrakt betrachten möchte. Es ist nun einmal so, dass die Zahl der in das Krankenhaus als ambulante Fälle strömenden Patienten quasi eigenmächtig stetig steigt. Dies gilt leider auch während der Praxisöffnungszeiten. Und auch, wenn dieser Trend bei uns im Norden weniger ausgeprägt ist als im Bund: Immer mehr Patienten kommen mit Lappalien in die Notfallambulanz. Mit unseren Anlaufpraxen haben wir bei den meisten Krankenhäusern gute Chancen, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Wichtiger Ausgangspunkt ist dabei, dass man sich „versteht“ und schon im heutigen Alltag kennengelernt hat. Damit meine ich ausdrücklich auch die Ebene der Ärzte und des Personals. Und wenn man berücksichtigt, dass die Öffnungszeiten der Praxen gegen Freitag doch erheblich dünner werden und die nachrückenden Ärztegenerationen ihre Arbeitszeiten besser im Griff halten wollen, wird man viel Gutes an Portalpraxen entdecken können. Wir werden uns in Schleswig-Holstein diesem Thema auch nicht verweigern, eher im Gegenteil. Aber die andere Seite der Medaille ist die, dass man doch stutzig ist über den ungesunden Trend, der nach Wegfall der Notdienst-Praxisgebühr eingetreten ist. Und wenn man Statistiken zur Hand hat, die bei Feiertagen – aber nicht bei Samstagen oder Sonntagen (sic !!!) – bei gleich verteilten medizinischen Indikationen einen dramatischen Rückgang der Nachfrage anzeigen, dann kommt man zu dem Schluss, dass der moderne Patient vielfach nicht auf eine Behandlung warten will, es sei denn, die soziale Konvention des Freizeitgedankens steht dem entgegen. Laufen Portalpraxen damit der Masse in die falsche Richtung hinterher? Spreche ich Bundestagspolitiker auf die Misere an, dann weisen diese – leider zu Recht – darauf hin, dass gerade ärztliche Vertreter im Verbund mit einem FDP-Minister für das Abschaffen der einzigen ambulanten Eigenbeteiligung Pate gestanden haben. Für die mittlere Zukunft sei das Thema „verbrannt“, man habe die Lektion gelernt. Wahr ist, dass gerade der Teil der Interessenvertreter verantwortlich ist, der sich allzu gern auf die „Meinung der Basis“ bezieht. Wobei ich oft glaube, dass es sich nicht (?) um „die“ Basis, sondern eher um den emotional bewegbaren Ausschnitt derselben handelt, die eben lauter und nicht unbedingt auf das lange Ende bedacht ist. Und das führt mich zu einem anderen Thema, was wir mit unserem Heft berühren: Die Wahl zur Abgeordnetenversammlung der KVSH geht in die heiße Phase der Kandidatenkür. Von unserem kreisbezogenen Wahlsystem geht eine stark versachlichende Atmosphäre aus, die mitunter etwas ruhig wirkt. Aber auf der anderen Seite sehe ich profunde Diskussionen, lösungsorientierte Herangehensweisen und den Blick aufs Nachhaltige als Ertrag unserer Aufstellungsweise an. Geben Sie uns als KV Ihr grundsätzliches Mandat mit Ihrer Beteiligung. Die ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten brauchen eine starke Interessenvertretung. Solange es keine andere mit der großen Reichweite einer KV gibt, ist es immer auch ein wenig fahrlässig, uns einfach machen zu lassen. Es gibt immer Verbesserungs- und Einflussmöglichkeiten hier ganz konkret vor Ort.

Dr. Ralph Ennenbach

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Titelthema G emeinsame V ersorgungswege

Interview

„Steter Tropfen wird vielleicht den Stein höhlen“

Mit Schnupfen ins Krankenhaus statt in die Arztpraxis. Immer mehr Patienten gehen in die Notfallambulanzen der Kliniken, obwohl sie mit ihrer Erkrankung eigentlich in die Sprechstunden der niedergelassenen Ärzte gehören. In Schleswig-Holstein suchen Kassenärztliche Vereinigung, Krankenhausgesellschaft und Landesregierung nach einem Weg, Patientenströme rund um die Uhr sinnvoll zu lenken. Die Idee dazu heißt „ Portalpraxis“. Im Nordlicht-Interview erklärt Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH, was sich hinter diesem Modell verbirgt. Nordlicht: Auf einer Veranstaltung in Kiel haben Sie die Portalpraxis als „einen gemeinsamen Rund-um-die-Uhr-Filter mit Steuerungseffekt nach ambulant und stationär“ beschrieben. Was bedeutet das konkret? Dr. Monika Schliffke: Immer mehr Patienten definieren ihre Erkrankung selbst als Notfall und suchen auch während der Praxisöffnungszeiten Klinikambulanzen auf. Die Motive dazu sind vielfältig und offensichtlich wenig beeinflussbar. Die meisten dieser Anliegen wären in einer Praxis wahrscheinlich besser aufgehoben. Nach wie vor werden zwischen 30 und 50 Prozent der Klinikambulanzfälle stationär aufgenommen. Das muss sicher nicht sein und könnte durch ein gemeinsames medizinisches TriageSystem von Ärzten, Medizinischen Fachangestellten und Schwestern beider Sektoren sinnvoller gesteuert werden. Nordlicht: Derzeit ist das Modell der Portalpraxis nicht zulässig, weil sich der Sicherstellungsauftrag der KV für den Bereitschaftsdienst allein auf die sprechstundenfreien Zeiten beschränkt. Ein Rechtsgutachten, in dem notwendige Änderungen vorgeschlagen werden, ist bisher nicht in der Gesetzgebung berücksichtigt worden. Wie wollen Sie diese Hürde nehmen? Schliffke: Wir erproben jetzt Modelle an einzelnen Standorten und zwar dort, wo dies zum einen die Niedergelassenen der Umgebung dies befürworten und unterstützen und wir zum anderen Kliniken finden, die neben dem Willen zur Zusammenarbeit auch räumlich und organisatorisch einer gemeinsamen Anlaufstelle zu Praxis und zentraler Notaufnahme zustimmen.

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Dort wird der zentrale Punkt sein, an dem nach medizinischen Gesichtspunkten primär nach „ambulant zu behandeln“ und „stationär aufzunehmen“ zu steuern ist. Nordlicht: Sollte der Weg über die Gesetzesänderung nicht möglich sein: Welche Alternativen gibt es, damit aus dem Modell „Portalpraxis“ Realität werden kann? Schliffke: Wir sammeln mit Modellen Erfahrungen, um den Begriff „Portalpraxis“ besser definieren und gestalten zu können. Schleswig-Holstein hat schon einmal eine Vorreiterrolle im Notdienst eingenommen. Dagegen bestanden anfangs auch große Widerstände in den eigenen Reihen. Die Politik hat sogar neun Jahre gebraucht, um nun die Vorteile zu sehen. Parallel zu Modellen informieren wir stetig unsere Rechtsaufsicht über das Landesgremium, in dem auch die Krankenkassen, Verbände und Patientenvertreter organisiert sind. Es gibt neben Schleswig-Holstein inzwischen mehrere Bundesländer, die über ihre Vertretungen im Bundesrat das Thema ansprechen. Steter Tropfen wird hier vielleicht den Stein höhlen. Nordlicht: Immer wieder fordert die Politik, Sektorengrenzen abzubauen und eine Versorgung der Patienten im ambulanten und stationären Bereich besser aufeinander abzustimmen. Portalpraxen würden diese Kriterien erfüllen. Trotzdem scheint zumindest auf Bundesebene keiner bereit zu sein, sich mit diesem Modell ernsthaft zu befassen. Woran liegt das?

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Titelthema

Schliffke: Sektorentrennung ist eingefahren und bequem. Feste Aufgabenzuweisung, feste Rechtsnormen, seit über 60 Jahren. Alle Zwischentöne sind komplex und führen nach wie vor zu gegenseitigem Beäugen und Konkurrenzdenken. Das weiß die Politik. Sie will nicht die Institutionen Krankenhaus und Vertragsärztlichkeit in Frage stellen, sondern mehr den Patienten und seine ungebrochene Behandlungskette in den Vordergrund rücken. Das ist ihr gutes Recht und zeigt sich an Gesetzgebungsmaßnahmen, wie Anlaufpraxen an Kliniken, geregeltes Entlassmanagement mit Verordnungsmöglichkeit, Flexibilität für Ärzte, etc. Manche dieser Versuche sind halbherzig, weil man sich nicht traut. Manches kann aber auch nicht schnell gehen, weil die Zeit nicht reif dafür ist. Zudem muss man feststellen, dass es nicht in allen Bundesländern ein partnerschaftliches Miteinander von Kliniken und KVen gibt, was ein Nach-Vorn-Denken überhaupt möglich macht. Nordlicht: Viele Krankenhäuser rühren für ihre Notfallambulanzen die Werbetrommel, klagen aber gleichzeitig darüber, dass die Vergütung der ambulanten Notfälle zu gering sei. Wie passt das zusammen? Schliffke: Jede Werbung ist Mittel zum Geldverdienen und signalisiert gleichzeitig, anderen ein Geschäftsfeld streitig machen zu wollen. Zu einer staatlich garantierten Gesundheitsversorgung, die vom Beitrags- und Steuerzahler finanziert wird, passt das nicht. Nordlicht: Einige Vertreter des Gesundheitswesens schlagen vor, dass Patienten dafür zahlen sollen, wenn sie wegen einer Bagatellerkrankung die Notfallambulanzen der Krankenhäuser in Anspruch nehmen. Wäre das eine Lösung?

Schliffke: Natürlich ist Geld ein Steuerungsinstrument. Allerdings hat die abgeschaffte Praxisgebühr mit ihren vielen Ausnahmeregelungen gezeigt, dass Kleinbeträge mehr Arbeit machen als Steuerung bringen. Politisch scheint eine Notfallgebühr in der nächsten Zeit nicht umsetzbar zu sein. Vor so einem Wahlkampfthema fürchtet sich jede Partei. Wie sollte sie auch den Begriff „Notfall“ definieren? Käme zudem die Forderung nach einer Gebühr aus der Ärzteschaft, würde diese sofort wieder in eine argumentative Verteidigungsdebatte geraten. Sinnvoll scheint mir dagegen zu sein, dass die Politik endlich über unterschiedliche Kassentarife nachdenkt. Der Versicherte soll entscheiden, was er sich für seinen Beitrag leisten will. Und da könnte man dann auch gesteuerten oder freien Zugang zu allen Einrichtungen des Gesundheitssystems berücksichtigen. Nordlicht: Das Thema Patientensteuerung wird alle im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren beschäftigen. Was ist über das Konzept der Portalpraxis hinaus vom KV-System zu erwarten? Schliffke: Innerhalb der KVen denken wir nach, welche Arten von Steuerungsinstrumenten auf Dauer nicht nur den Patientenanliegen gerecht werden, sondern auch mit vorhandenen Finanzen und abnehmender Arztressource vereinbar sind. Der medizinische Fortschritt ist eine steil ansteigende Tangente, man denke an personalisierte Medizin, an Humangenetik, an immer zielgerichtetere Arzneimitteltherapien. Was ist richtig für wen und zu welchem Zeitpunkt und wer berät den Patienten am besten dazu? Das kann sicher nicht Dr. Google sein. Das Interview führte Marco Dethlefsen, KVSH

Portalpraxis

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Titelthema G emeinsame V ersorgungswege

Portalpraxis ist nicht gleich Portalpraxis

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Bundesgesetz bleibt hinter schleswig-holsteinischen Vorstellungen zurück.

Immer mehr Patienten, die kein Notfall sind, werden in den zentralen Aufnahmestationen der Krankenhäuser vorstellig – und das auch zu Öffnungszeiten der Arztpraxen. Ein Trend, der ein immer wiederkehrendes Streitthema zwischen Krankenhäusern und Niedergelassenen ist, da die Vergütungssysteme für diese Fehlnutzung der Ressourcen der Notfallversorgung nicht ausgelegt sind. In Schleswig-Holstein haben sich die KVSH und die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH), unterstützt durch das Sozialministerium, im vergangenen Jahr dafür entschieden, nach vorn zu denken und einen gemeinsamen Lösungsansatz für das Problem zu entwickeln. In einer gemeinsamen Positionierung sprachen sich KVSH, KGSH und Landesregierung für sogenannte „Portalpraxen“ aus. Als gemeinsame Einrichtungen von KV und Krankenhäusern sollen diese eine Filterfunktion erfüllen und die Patienten der jeweils medizinisch adäquaten Versorgungsebene zuordnen. Und dies nicht beschränkt auf die klassischen Bereitschaftsdienstzeiten, sondern auch tagsüber. 6

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Die drei Beteiligten warben in Berlin dafür, im Zuge der jüngsten Krankenhausreform eine Öffnungsklausel ins Sozialgesetzbuch V aufzunehmen, die die Errichtung von Portalpraxen ermöglicht, fanden jedoch für ihren umfassenden schleswig-holsteinischen Lösungsweg kein Gehör. Regelung im Krankenhausstrukturgesetz bleibt auf halbem Wege stehen Zwar finden sich im Krankenhausstrukturgesetz, das zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist, neue Regelungen zum Bereitschaftsdienst der KVen und zur Kooperation mit den Kliniken. Doch die neuen Vorgaben bleiben hinter den schleswig-holsteinischen Vorstellungen zurück. Die beiden Kernpunkte des Konzepts aus dem Norden waren, dass Portalpraxen gemeinsam und gleichberechtigt von Kliniken und KV betrieben werden sollen – die bisherigen Notfallangebote würden zu einer gemeinsamen Einrichtung verschmelzen – und dass diese nicht nur zu sprechstundenfreien Zeiten tätig werden aktuell

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Titelthema können, sondern auch an Werktagen tagsüber. In einem Rechtsgutachten, gemeinsam von KVSH, KGSH und Landesregierung in Auftrag gegeben, wurde ein konkreter Vorschlag zur Änderung der einschlägigen Paragrafen im Sozialgesetzbuch V formuliert. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz setzt die Politik zwar auf eine stärkere Verzahnung des Bereitschaftsdienstes der Vertragsärzte mit den Notfallambulanzen, nimmt sogar den Begriff „Portalpraxis“ auf, ändert aber mit Blick auf die Öffnungszeiten die gesetzliche Vorgabe nicht, wonach Anlaufpraxen der KVen an Krankenhäusern ausschließlich zu sprechstundenfreien Zeiten ihre Türen öffnen dürfen. Kooperation in der Notfallversorgung im Norden längst Versorgungsalltag Mit dem Krankenhausstrukturgesetz wurde der Paragraf im Sozialgesetzbuch V, der bisher schon eine „Kooperation“ und „organisatorische Verknüpfung“ des Bereitschafsdienstes mit zugelassenen Krankenhäusern vorsah, dahingehend erweitert, dass die KVen nun „entweder Notdienstpraxen in oder an Krankenhäusern einrichten oder Notfallambulanzen der Krankenhäuser unmittelbar in den Notdienst einbinden“ sollen. Dies bleibt aus schleswig-holsteinischer Sicht hinter dem Möglichen zurück. Ist eine solche Struktur – Anlaufpraxen an Krankenhäusern – doch zwischen Nord- und Ostsee bereits seit fast einem Jahrzehnt gelebter und bewährter Versorgungsalltag. Neu ist jedoch, dass dem Gesetzgeber offenbar eine erweiterte Rolle der KV-Praxen und eine engere Verzahnung der Notfallangebote als bisher vorschweben. Zumindest für die Notdienstzeiten wird in der Gesetzesbegründung der Gedanke einer Steuerungsfunktion aufgenommen, der Kern des Vorschlags von KVSH, KGSH und Landesregierung war.

Notdienstpraxis in Anspruch nehmen.“ Dort sei dann zu entscheiden, „ob die betreffende Person gegebenenfalls einer unmittelbaren stationären Behandlung im Krankenhaus oder einer weitergehenden Behandlung im Krankenhaus bedarf oder nach einer Stabilisierung der gesundheitlichen Situation auf die Weiterbehandlung im Rahmen der regulären Öffnungszeiten der vertragsärztlichen Praxen verwiesen werden kann.“ Auch das Ansinnen der Akteure in Schleswig-Holstein, eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die diesen neuen Weg dort erlaubt, wo Bedarf besteht, ohne ihn für alle Standorte verpflichtend vorzuschreiben, nimmt der Gesetzgeber auf. Ausdrücklich wird in der Gesetzesbegründung hervorgehoben: „Eine Verpflichtung der Kassenärztlichen Vereinigungen an jedem Krankenhaus, das an der Notfallversorgung teilnimmt, eine Portalpraxis zu errichten, besteht nicht.“ Anfang, nicht Ende des Weges Aus Sicht Schleswig-Holsteins wäre ein mutigerer Schritt der Berliner Politik wünschenswert gewesen. Doch auch ohne diesen rücken Anlaufpraxen und Notaufnahmen der Kliniken im Land dichter zusammen. An einer Reihe von Krankenhausstandorten werden Umbauarbeiten im Bereich der Notaufnahme auch dazu genutzt, Notaufnahmen und Anlaufpraxen räumlich und organisatorisch enger aufeinander abzustimmen, in einigen Fällen bis hin zu einem gemeinsam besetzten Empfangstresen. Die Möglichkeiten, die die jüngsten Gesetzesänderungen eröffnen, werden beide Seiten nutzen, um zumindest zu Bereitschaftsdienstzeiten zu einer besseren Zuordnung der Patienten zu den Versorgungsebenen zu gelangen. Damit werden Strukturen geschaffen, die eingespielt und ausbaufähig sind, wenn in einer nächsten Gesetzesnovelle die umfassendere schleswig-holsteinische Portalpraxis-Variante eine Chance bekommt.

Ist an einem Krankenhaus eine Notdienstpraxis eingerichtet, so ist in der Gesetzesbegründung nachzulesen, „müssen Patientinnen und Patienten, die außerhalb der Sprechstundenzeiten das Krankenhaus von sich aus aufsuchen, grundsätzlich zunächst die

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Delf Kröger, KVSH

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Titelthema G emeinsame V ersorgungswege

Kooperation lebt von Kommunikation Das Thema „ Patientensteuerung in der Notfallversorgung“ wird momentan kontrovers diskutiert. An der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt (DIAKO) funktioniert die Arbeitsteilung an der sensiblen Nahtstelle zwischen Anlaufpraxis und Zentraler Notaufnahme bereits jetzt sehr gut. Der nächste Schritt könnte aus Sicht der Beteiligten die Einrichtung einer Portalpraxis sein, die eine weitreichende Filterfunktion einnehmen könnte. Beschwerden eigentlich auch zu ihrem Hausoder Facharzt gehen könnten, direkt zu uns in die ZNA kommen“, so Dietz-Wittstock. „Wir haben immer mehr Selbsteinweiser, die die Hoffnung haben, am Krankenhaus schneller behandelt zu werden. Vor allem Patienten aus dem ländlichen Bereich, die einen relativ weiten Weg haben, kommen oft lieber gleich zu uns“, erklärt sie.

Ein Mittwochnachmittag in der Flensburger DIAKO. Die Uhr zeigt halb drei. Es dauert noch eine halbe Stunde, bis die Anlaufpraxis der KVSH öffnet. Trotzdem warten bereits mehrere Patienten, um sich dort behandeln zu lassen. Sie haben sich dazu zunächst am zentralen Empfangstresen des Krankenhauses gemeldet. Dort nehmen DIAKO-Mitarbeiterinnen die Anliegen der Patienten entgegen. Sie entscheiden, ob diese zunächst eine Wartemarke am Automaten ziehen müssen und in die nur rund fünf Meter entfernte Anlaufpraxis des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes geschickt oder gleich in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Krankenhauses weitergeleitet werden. Egal, ob ambulant oder stationär: Alle Patienten müssen zunächst in einem gemeinsamen Wartebereich Platz nehmen. Auch heute sitzen dort einige Patienten auf die Aufnahme in die ZNA. Diese wird in den letzten Jahren immer stärker genutzt. Ursprünglich ging das Flensburger Krankenhaus von einem Patientenaufkommen von 42.000 Personen pro Jahr aus. Mittlerweile sind es über 60.000 Patienten, berichtet Margot Dietz-Wittstock. Sie ist in der DIAKO für die pflegerische Bereichsleitung, die Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation zuständig. „Das liegt an einer etwas älter und damit kränker werdenden Bevölkerung. Wir stellen aber außerdem fest, dass immer mehr Patien-ten, die mit ihren 8

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Zusammenarbeit funktioniert 14.45 Uhr. In der Anlaufpraxis laufen die letzten Vorbereitungen kurz vor der Öffnung. Im Wartebereich finden sich immer mehr Patienten ein. Die meisten wurden vom Empfang an die Anlaufpraxis verwiesen. Einige Patienten ziehen sogar gleich eine Wartemarke, ohne den Umweg über den Empfang zu nehmen. Sie kennen sich bereits aus und suchen die Anlaufpraxis ganz gezielt auf. Eine junge Frau ist mit ihrem Vater, der an einer schweren Erkältung leidet, gekommen. Den Hinweis auf die Anlaufpraxis haben beide in der Tageszeitung gefunden. Eine Frau in schmutziger Arbeitsmontur hat sich bei der Gartenarbeit eine Prellung am Bein zugezogen. „Da müsste mal ein Arzt drauf schauen“, sagt sie. Eine Mutter schiebt einen Kinderwagen vor sich her und versucht, ihr weinendes Kind zu beruhigen. Es leidet

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Titelthema unter Hautausschlag. Behandlungsfälle, für die die Anlaufpraxis zuständig ist, entlastet an dieser sensiblen Stelle die ZNA spürbar. Das Team besteht heute aus einem Bereitschaftsdienstarzt und drei Medizinischen Fachangestellten. Eine von ihnen ist Christina Wolff. Sie wirft, kurz bevor der erste Patient aufgerufen wird, noch einen letzten Blick Richtung DIAKO-Empfangstresen. Dort ist der erste Andrang vorüber. Es kann also losgehen. Die Zusammenarbeit funktioniert wegen der räumlichen Nähe zu den DIAKO-Kolleginnen, die die Patienten einteilen und zuweisen, sehr gut. „Wir sprechen miteinander, weisen uns auf komplizierte Fälle hin und wissen so immer ziemlich genau, was auf uns zukommt“, berichtet sie. Das gilt auch für den Fall, wenn der Bereitschaftsdienstarzt entscheidet, dass ein Patient nach der Untersuchung in die ZNA eingewiesen werden muss. Das geschehe dann sehr schnell, da die ZNA direkt neben den Räumen der Anlaufpraxis liegt, berichtet Wolff. Allerdings sei der bürokratische Aufwand für eine solche Einweisung relativ hoch, da Klinik und Anlaufpraxis aus Datenschutzgründen mit zwei voneinander getrennten Patientenverwaltungssystemen arbeiteten. „An diesem Punkt ist die Grenze zwischen ambulantem und stationärem Sektor noch ziemlich undurchlässig“, findet sie.

Flensburg fünfzehn Patienten. Später sind es rund zehn Patienten pro Stunde. „Ein ganz normaler Start in den bis 22.00 Uhr dauernden Bereitschaftsdienst“, berichtet Schaff. „Ich habe es bisher mit ganz verschiedenen Formen von Akuterkrankungen zu tun gehabt: Schnittwunden, Prellungen, Kreislaufbeschwerden, Magenschmerzen, grippale Infekte und Brüche. Mal sehen, was abends noch kommt.“

Besprechung im Aufnahmeraum der Anlaufpraxis: Bereitschaftsdienstarzt Dr. Marco Schaff und Jane Hinrichsen (MFA)

Gute Zusammenarbeit in Flensburg: Dr. Christian Peters (Krankenhausdirektor DIAKO), Christina Wolff (MFA), Dr. Carsten Heinemeier (Notdienstbeauftragter Flensburg) und Margot Dietz-Wittstock (Bereichsleitung Pflege und Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation)

Patientensteuerung leicht gemacht 15.00 Uhr. Ins Wartezimmer kommt Bewegung. Auf dem Display, der gut sichtbaren, digitalen Anzeigetafel leuchtet die erste Wartelistennummer des Tages auf und der erste Patient kommt in das Aufnahmezimmer der Anlaufpraxis. Christina Wolff nimmt die Krankenversichertenkarte entgegen und macht die Erstanamnese. Eine gute Patientensteuerung ist für das reibungslose Funktionieren der Abläufe in der Anlaufpraxis wichtig und mit relativ einfachen Mitteln zu erreichen. Als Best-PracticeBeispiel nennt die Medizinische Fachangestellte die Einführung der Wartemarken. „Wir haben seitdem keine Schlangen vor unserer Anmeldung mehr und viel weniger Unruhe. Außerdem können die Patienten so besser einschätzen, wie viele Personen noch vor ihnen dran sind und wie lange sie voraussichtlich noch warten müssen, bis sie zum Arzt vorgelassen werden“, erklärt sie. Heute ist Dr. Marco Schaff diensthabender Arzt in der Anlauf-praxis. In der ersten Stunde behandelt der Allgemeinmediziner aus 6 | 2016

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Idee Portalpraxis 22.30 Uhr. Dienstschluss für das Team der Anlaufpraxis Flensburg. Auch Christina Wolff hat nun Feierabend. „Wir hatten gut zu tun. Es kamen Patienten mit Kreislaufbeschwerden, Zystitis, Diarrhö, Rückenschmerzen, Kinder mit fieberhaften Infekten und Erkältungen. Wir mussten heute sogar einige Patienten in die ZNA schicken, zwei wegen Blutungen in der Frühschwangerschaft“, berichtet die Medizinische Fachangestellte. Einer Portalpraxis mit ganztägiger Sprechstunde und einem gemeinsamen Empfangstresen steht sie aufgeschlossen gegenüber. „Das ergibt Sinn. Die Patienten würden das Angebot sicherlich sehr gut annehmen. Außerdem könnten durch eine neue Patientensteuerung Doppeluntersuchungen vermieden werden“, erklärt Wolff. Jakob Wilder, KVSH

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Titelthema G emeinsame V ersorgungswege

„Ein Quantensprung in der Notfallversorgung!“ Die Konzeption einer Portalpraxis würde nach unserem Verständnis so aussehen, dass die KVSH während der Zeiten, in der auch die Praxen der niedergelassenen Ärzte normalerweise geöffnet haben, auf dem Gelände der DIAKO und in unmittelbarer räumlicher Anbindung zu unserer Zentralen Notaufnahme eine Portalpraxis betreibt. Sie wäre Foto: DIAKO zunächst erste Anlaufstelle und Vorfilter für alle „ambulanten“ Notfall-Patienten. Das Konstrukt wäre für uns eine große Hilfe, weil so die Steuerung der Patienten klar vorgegeben wäre und unsere Notaufnahme quantitativ erheblich entlastet würde. Wir könnten uns das sehr gut vorstellen und würden das Konzept in dieser Form auch sofort unterschreiben, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir würden uns sicherlich auch gemeinsam darüber verständigen, wie die Portalpraxis personell besetzt werden könnte. Grundsätzlich nicht gut fände ich, wenn der Auftrag für die Notfallversorgung aus dem KV-Bereich allein auf unsere Zentrale Notfallambulanz übertragen würde. Dazu würde ich kategorisch „Nein“ sagen. Das ist nicht unser Versorgungsauftrag, zudem fehlen uns dafür die personellen und räumlichen Ressourcen. Von der unzureichenden Refinanzierung dieser Fälle mal ganz abgesehen.

Wir könnten diese Arbeit letztendlich auch nicht so gut erledigen wie die KVSH. Wir haben in unserer Zentralen Notaufnahme ein Arztspektrum, das ohnehin schon fest in die Versorgung der eingehenden Notfälle eingebunden ist. Zudem befindet sich ein Teil der Kollegen auch noch in der Facharztweiterbildung. Allein aus unserem ZNA-Arzt-Team wäre somit eine Portalpraxis nicht zu besetzen. Ein erfahrener Allgemeinmediziner aus dem niedergelassenen Bereich, beschäftigt in einer patientensteuernden Portalpraxis, würde geradezu einen Quantensprung in der Qualität der Patientenversorgung darstellen, denn dieser Arzt würde die anfallenden Behandlungsfälle mit einer ganz anderen fachlichen Souveränität und Autonomie abdecken. Auch die Zuweisung der Patienten wäre so klar definiert. Die Portalpraxis läge im alleinigen Hoheitsbereich der KVSH und aus diesem geschlossenen Bereich heraus würden dann die Patienten entsprechend gesteuert: Behandelt und nach Hause – behandelt und überwiesen an die niedergelassenen Fachkollegen – behandelt und überwiesen in die DIAKONotaufnahme. Damit hätten wir sauber strukturierte Patientenströme. Geeignete Räume für eine solche Lösung fehlen uns allerdings momentan noch. Das ist gegenwärtig unverändert der Flaschenhals, aber es stehen demnächst umfangreiche Umbaumaßnahmen auf unserem Gelände an. Dr. Christian Peters, Krankenhausdirektor der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg

„Ein neues Angebot braucht auch neues Geld“ Der Filter Portalpraxis als Schutz vor einer Überlastung des Krankenhauses ist sinnvoll und funktioniert. Wir haben in Flensburg bereits sehr gute praktische Erfahrungen mit dieser Konstruktion gemacht. Auf dem Höhepunkt der EHEC-Krise vor fünf Jahren hatten wir die Anlaufpraxis zur Entlastung der DIAKO ganztags geöffnet. Ich habe damals die Vormittagssprechstunde übernommen, rund 60 Patienten behandelt und entsprechend weiter gesteuert. Einige habe ich selbst behandelt, andere konnte ich in die Praxen niedergelassener Ärzte verweisen und nur einige wenige mussten in die Zentrale Notaufnahme. Das hat so gut funktioniert, dass wir heute daran anknüpfen könnten. Mir schwebt außerdem ein gemeinsamer Tresen zur „Vorsortierung“ der Patienten vor, jeweils besetzt mit zwei Mitarbeiterinnen von der DIAKO und von uns. Von diesem Schritt würden wir dann auch während der regulären Öffnungszeiten der Anlaufpraxis profitieren, weil schneller klar wird: „Das ist ein Patient für Euch, das ist einer für uns.“ Patientensteuerung läuft durch sektorenübergreifende Kollegialität ja schon heute in diese Richtung. Die Zusammenarbeit auf der ärztlichen Ebene und auf der Personalebene funktioniert

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in Flensburg traditionell sehr gut. Wenn die ZNA uns meldet: Wir sind überlastet und haben einen Patienten mit Herzbeschwerden. Habt ihr freie Kapazitäten? Könnt ihr den übernehmen? Dann übernehmen wir den natürlich. Wir Bereitschaftsdienstärzte besprechen außerdem oft gemeinsam mit den Kollegen aus der ZNA unklare Fälle und schauen dort auch während des Dienstes nach Möglichkeit mal persönlich vorbei und klären, wie die Situation ist. Außerdem stellen wir uns immer die Frage: Können wir eine Aufnahme vermeiden, ja oder nein? Der kleine Dienstweg funktioniert in Flensburg. Nun könnte der nächste Schritt hin zu einer Portalpraxis getan werden, vielleicht erst einmal über den Zwischenschritt eines Pilotprojektes. Das eigentliche Problem ist nicht der fehlende Wille, sondern der Umstand, dass wir einen geeigneten Arzt für die Portalpraxis finden müssen. Der Personalmarkt für Ärzte ist leergefegt. Wir brauchen auf dieser verantwortungsvollen Position aber einen Allgemeinmediziner oder Internisten mit reichlich Berufserfahrung. Er muss ganz unterschiedliche Krankheitsbilder zuordnen können und dann sicher entscheiden. Auf diese Position können wir keinen Berufsanfänger setzen. Außerdem muss der Politik eines klar sein: Ein neues Angebot wie dieses erfordert auch neues Geld. Wir können so ein Projekt auf keinen Fall durch Einsparungen an anderer Stelle finanzieren. Dr. Carsten Heinemeier, Notdienstbeauftragter Flensburg, Facharzt für Allgemeinmedizin, Schafflund

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Titelthema Interview

„Unser Vorschlag hat auf Bundesebene viel in Bewegung gebracht“

Die Landesregierung hat gemeinsam mit KVSH und Krankenhausgesellschaft die Initiative zur Schaffung von Portalpraxen ergriffen und ein Rechtsgutachten mitfinanziert. Staatssekretärin Anette Langner aus dem Landesgesundheitsministerium zeigt sich im Interview mit dem Nordlicht zufrieden, dass der Vorschlag aus dem Norden die Beschäftigung mit der Thematik auf Bundesebene befeuert hat, und kündigt an, in Berlin weiter für diese Form der Zusammenarbeit zu werben. Nordlicht: Die „Portalpraxen“ im Sinne des schleswig-holsteinischen Vorschlags sind nicht ins Krankenhausstrukturgesetz aufgenommen worden. Woran hat es Ihrer Meinung nach gelegen: War der Zeithorizont zu kurz oder gibt es in der Bundespolitik grundsätzliche Bedenken?

Der von uns verfolgte Ansatz ist auch hinsichtlich einer juristisch sauberen Verankerung nicht ganz so einfach. Das hat sich bereits bei der Erstellung des von KVSH, KGSH und Ministerium beauftragten Gutachtens gezeigt. Das Land hatte zwar bereits in seiner Stellungnahme zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz mit der Etablierung von „Portal- oder Brückenpraxen“ geworben – eine konkrete Ausarbeitung auf der Basis des Gutachtens konnte allerdings erst zum Krankenhausstrukturgesetz vorgelegt werden. Das war vielleicht im parlamentarischen Prozess zu kurzfristig.

Anette Langner: Die Gemengelage war und ist vielfältig:  ir haben mit der Struktur der Anlaufpraxen W in Schleswig-Holstein bereits eine Infrastruktur, die es in anderen Bundesländern so nicht gibt. Die enge – auch räumliche – Zusammenarbeit von Krankenhaus und KVSH musste allerdings auch in Schleswig-Holstein im Laufe der Jahre von allen Akteuren hart erarbeitet werden. Das darf an dieser Stelle auch nicht vergessen werden. Hier sind wir dem einen oder anderen Bundesland sicherlich um einige Schritte voraus. Das bedeutet, dass bestimmte Widerstände, die wir in Schleswig-Holstein bereits überwunden haben, auch in anderen Bundesländern erst überwunden werden müssen.  ie Probleme sind grundsätzlich bei Stadt- und Flächenstaaten D ähnlich – gleichzeitig bestehen landesspezifische Besonderheiten, die in einem föderalen System berücksichtigt werden sollten. Hier muss allen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Da habe ich auch grundsätzliche Bedenken – aber auch andere Interpretationen des von uns mit den „Portal- oder Brückenpraxen“ verbundenen Gedankens – feststellen können bis hin zu der Idee, man solle für diese Fragestellung einen weiteren Sektor mit eigenem Budget etablieren.

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Gleichwohl hat unser Vorschlag auf Bundesebene viel in Bewegung gebracht. Foto: MSGWG Auch, wenn die jetzt im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes im Paragraf 75 Abs. 1b SGB V erfolgte Einbindung einer Kooperationsverpflichtung für Schleswig-Holstein nicht wirklich neu ist: In allen Bundesländern wird auf der Basis dieser Neuregelung eine Diskussion darüber geführt, welche weitergehenden Schritte über die gesetzliche Regelung hinaus sinnvoll und notwendig sind, um auch in Zukunft bei steigenden Patientenzahlen und gleichzeitig abnehmenden Arztzahlen im ambulanten und stationären Bereich die Herausforderungen bewältigen zu können. Nordlicht: Ist der Zug abgefahren oder lohnt es sich, gemeinsam weiter für das Konzept von „Portalpraxen“ als gemeinsame Einrichtungen von Niedergelassenen und Krankenhäusern zu werben – auch in Berlin?

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Titelthema G emeinsame V ersorgungswege Langner: Wir haben mit unserer Initiative auf Bundesebene im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes nicht nur die Debatte weiter angestoßen, sondern auch befeuert, sich weiterhin mit der Thematik auseinanderzusetzen. Auf politischer Ebene wird diese Schnittstellenfrage einer ressourcenoptimierten Zusammenarbeit von ambulant/stationär im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) diskutiert. Die Arbeitsgemeinschaften der Obersten Landesgesundheitsbehörden beschäftigen sich sowohl im Bereich Krankenhauswesen als auch im Bereich des Rettungswesens mit dieser Fragestellung. Schleswig-Holstein hat jetzt im Rahmen der Amtschefkonferenz der Gesundheitsministerkonferenz in Güstrow die Weiterentwicklung der ambulanten Notfallversorgung im Sinne von „Portal- bzw. Brückenpraxen“ auf die Tagesordnung gesetzt. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit verabschiedet und wird somit auch auf der 89. Gesundheitsministerkonferenz in Rostock Ende Juni 2016 Thema sein. Die Rückmeldungen aus den Ländern zeigen mir: Es lohnt sich, weiter für diese Form der Zusammenarbeit zu kämpfen und zu werben. Ich erhoffe mir, dass mit einem entsprechenden Beschluss der GMK auch ein eindeutiges Signal in Berlin ankommen wird.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass KVSH und KGSH an dieser Stelle gemeinsam die Schnittstelle für Patienten weiterentwickeln werden – im Zweifel im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen. Ein Blick in andere Bundesländer zeigt, dass man sich auch dort Gedanken über den jetzigen Status hinaus macht. Wir stehen hier in einem positiven Wettbewerb um die besten Ideen und für eine bessere Versorgung der Patienten und für einen sinnvollen Einsatz der „Ressource Arzt“. Dieser Wettbewerb kann nur gewonnen werden, wenn die Sektoren nicht gegeneinander ausgespielt werden, wie es in den letzten Jahrzehnten häufiger zu beobachten war, sondern wenn die Akteure sich gemeinsam auf den Weg machen und sich mehr als Team und nicht als Konkurrenten verstehen. Die Fragen stellte Delf Kröger, KVSH

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Nordlicht: Das Thema Notfallversorgung bleibt ein Dauerbrenner der Gesundheitspolitik, die Idee von Portalpraxen wird in Schleswig-Holstein und darüber hinaus weiter diskutiert. Wie bewerten Sie die Lage der Notfallversorgung an der Schnittstelle von ambulant und stationär in Schleswig-Holstein? Sehen Sie Möglichkeiten hier im Land voranzugehen, ohne auf eine Änderung der Bundesgesetzgebung zu warten?

Langner: Mit der Etablierung von Anlaufpraxen hat die KVSH 2007 bundesweit einen viel beachteten Schritt unternommen, die Patientenströme besser auffangen und kanalisieren zu können. Damit konnte sich die KVSH im bundesweiten Vergleich einen gewissen Vorsprung erarbeiten. Wir stellen fest: Die bessere Struktur kommt den Versicherten zugute. Gleichwohl muss diese Struktur jetzt noch besser ausgebaut und im Sinne der Patienten weiterentwickelt werden. Dieses Ziel verfolgen wir alle gemeinsam. Das war auch Konsens im Gemeinsamen Landesgremium nach Paragraf 90a SGB V. Das bedeutet aus meiner Sicht auch, nicht nur den allgemeinen Bundestrend abzuwarten, sondern jetzt mutig voranzugehen.

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Nordlicht

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NACHRICHTEN  KOMPAKT S tatistik

Große Mehrheit der Norddeutschen zufrieden

GKV im Minus

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W artezeiten

Kiel – Die Mehrheit der Versicherten in Norddeutschland ist mit den Wartezeiten auf einen Arzttermin zufrieden. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse knapp einen Monat nach Start der Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Demnach waren – ähnlich wie im Bundesschnitt – 84 Prozent der befragten Norddeutschen mit der Zeitspanne zwischen Terminvereinbarung und Termin zufrieden. Jeder dritte Patient gab sogar an, vollkommen zufrieden zu sein. Lediglich drei Prozent zeigten sich definitiv unzufrieden.

Wiesbaden – Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat das Jahr 2015 mit einem Minus von 3,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Die GKV-Einnahmen einschließlich Gesundheitsfonds betrugen 2015 212,3 Milliarden Euro. Die Ausgaben lagen bei 215,4 Milliarden Euro. Die Ursachen für das Defizit sieht Destatis unter anderem darin, dass die Krankenkassen ihre Versicherten durch niedrige Zusatzbeiträge entlastet haben. Außerdem spiele der Einnahmenrückgang beim Gesundheitsfonds durch die vorübergehende Absenkung des Bundeszuschusses um 2,5 Milliarden Euro auf 11,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr eine Rolle.

V eröffentlichungen

Ratgeber für Flüchtlingshelfer Berlin – Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat einen Ratgeber für haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer veröffentlicht. Dieser informiert darüber, wie sich eine traumatische Erkrankung bemerkbar macht und erläutert, was Flüchtlingshelfer tun können oder lassen sollten. „Haupt- und ehrenamtliche Helfer können traumatisierten Flüchtlingen wesentlich dabei helfen, ihren Alltag trotz ihrer seelischen Leiden zu meistern“, erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. „Sie sollten aber auch wissen, wann professionelle Unterstützung notwendig ist.“ Der Ratgeber kann auf der Homepage www.bptk.de heruntergeladen werden.

V ersorgungsprojekte

Praxisnetz Herzogtum Lauenburg gewinnt Preis

P ra x isleitfaden

Berlin – Das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg e. V. ist für sein Projekt „Rollende Arztpraxis“ zur Versorgung von Flüchtlingen auf dem Land mit dem ersten Preis für innovative Gesundheitsnetzwerker ausgezeichnet worden. Die zweiten Preise gingen an die Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou für das Projekt „Babylotse“ und das Unternehmen Gesundheit Hochfranken GmbH & Co. KG für das Projekt „eNurse“. Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden bei der Eröffnung des 11. Kongresses für Gesundheitsnetzwerker von der Juryvorsitzenden Gudrun Schaich-Walch, Staatssekretärin a. D., überreicht. Das Ziel der „Rollenden Arztpraxis“ ist es, Schwachstellen in der medizinischen Versorgung von Asylbewerbern und Schutzsuchenden zu verbessern. „Der einrichtungsübergreifende Ansatz in der Versorgung von Flüchtlingen ist ebenso innovativ wie die Nutzung einer mobilen Praxis in diesem Kontext“, erklärte Schaich-Walch zur Begründung. „Hervorzuheben ist insbesondere, dass es sich dabei um einen langfristigen Versorgungsansatz handelt, der auch akut für Sondersituationen eingesetzt werden kann.“

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Spezialisierte geriatrische Diagnostik Berlin – Niedergelassene Ärzte dürfen ab dem 1. Juli 2016 Leistungen im Rahmen der spezialisierten geriatrischen Diagnostik abrechnen. Sie müssen dazu allerdings definierte Qualitätsanforderungen erfüllen und eine Genehmigung der zuständigen © istock.com/Chris Schmidt Kassenärztlichen Vereinigung vorlegen. Eine neue Praxisinformation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erklärt, worauf Ärzte bei Erbringung und Abrechnung der neuen Leistung achten müssen. Sie informiert über fachliche Voraussetzungen, stellt Übergangsregelungen für Ärzte in Strukturverträgen vor und beleuchtet die Rolle der überweisenden und weiterbehandelnden Vertragsärzte. Die Praxisinformation kann unter www.kbv.de  media  Praxisinformation heruntergeladen werden.

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gesundheitspolitik A V - W ahl 2 0 1 6

„Wer unzufrieden ist, sollte Verantwortung übernehmen!“ Eckhardt Kibbel ist seit sechs Jahren Mitglied der Abgeordnetenversammlung. Der Landarzt aus Hassendorf blickt im Nordlicht-Interview auf diese Zeit zurück und berichtet, wie er die Bedeutung des Abgeordnetenamtes einschätzt. Nordlicht: Kritiker des KV-Systems behaupten, dass die wichtigsten Entscheidungen in Berlin und nicht in Bad Segeberg getroffen werden. Ist die Abgeordnetenversammlung nur ein Papiertiger oder können die Abgeordneten etwas bewirken? Eckhardt Kibbel: Das Problem ist: Die Kritiker haben mit ihrer Aussage Recht. Aber gerade deswegen ist eine hochqualifizierte, lösungsorientierte Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten und Psychotherapeuten mit dem Vorstand und den Leitern der Abteilungen in der KVSH von immenser Bedeutung, um jede Menge Unheil aus Berlin im Rahmen verbliebener Freiräume abzumildern. Diese Arbeit hat leider chronisch eine Menge Aufmerksamkeit und Energie gekostet. Es konnte aber auch einiges bewirkt werden. Bedauerlicherweise sind diese Leistungen gegenüber den Mitgliedern der KVSH schwer darstellbar. Und dann ist da ja noch das Recht der Abgeordnetenversammlung, mindestens alle sechs Jahre den Vorstand zu wählen, ihn kritisch zu begleiten und jährlich die Finanzen abzusegnen. Die Wahl des KVSH-Vorstandes entscheidet darüber, dass auch künftig die Interessen der Mitglieder der KV im Zentrum der Arbeit des Vorstandes stehen. Nordlicht: Honorarbeschlüsse, Impfverträge, Terminservicestelle, Flüchtlingsversorgung: Die Abgeordnetenversammlung befasst sich mit den unterschiedlichsten Themen. Welche berufspolitischen Highlights sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Kibbel: Im Gegensatz zur Vorgänger-AV, die die Vorstandskrise bewältigen und eine neue Notdienststruktur installieren musste, ging es in den letzten Jahren eher gemächlich zu. Dadurch konnte der Blick wieder auf die originären Themen der KV gerichtet werden: Die vermutete unzulässige Handhabung vieler Ermächtigungen von Klinikärzten konnte gründlich untersucht und nachgewiesen werden. Der Abfluss von Honorar aus dem Topf der Vertragsärzte an die Kliniken wird sich

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Nordlicht

dadurch erheblich verringern und hoffentlich auf das medizinisch notwendige Maß begrenzen lassen. Die Einrichtung der ungeliebten Terminservicestelle, zu der eine gesetzliche Verpflichtung bestand, ist schlank über die Bühne gegangen. Den Erfolg unserer Arbeit innerhalb der Notdienstabteilung sehe ich darin, dass den Erfordernissen aus Berlin entsprochen wurde, ohne den Fachärzten wesentlich in ihre Terminplanung hineinzupfuschen. Auch der Aufwand im laufenden Betrieb ist überschaubar. Deutlicher in Erinnerung bleiben leider die berufspolitischen „Lowlights“. Nordlicht: Das müssen Sie erklären. Kibbel: Der Besuch einer Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hinterlässt anfänglich ungläubiges Staunen. Fast alle Entscheidungen sind zuvor unter den Gruppen ausgehandelt: Die Wahl des Beratenden Fachausschusses Hausärzte dauerte im Block weniger als eine Minute. Andere Abstimmungen finden als öffentliche Schlammschlacht mit übelsten persönlichen Angriffen statt. Zeitweilig fanden vorwiegend Klausurtagungen statt, zu denen selbst stellvertretende Delegierte nicht zugelassen waren, deren Inhalte und Ergebnisse aber noch vor Ende der Sitzung im Internet nachzulesen waren. Mich hätte nicht gewundert, wenn unsere drei Delegierten eine Schmutzzulage und gelegentlich Schmerzensgeld gefordert hätten. Das Bild der Vertragsärzte in der Öffentlichkeit wurde in den letzten Jahren durch die KBV massiv beschädigt. Der Gesamtheit der Vertragsärzte fühlen sich auch nur sehr wenige Delegierte aus den Landes-KVen verpflichtet. Unser Glück ist, dass sich die Medien bisher noch nicht sehr dafür interessiert haben. Leider ist auch in der Zukunft keine Besserung in Sicht, solange die Länder-KVen konkurrierende Listen mit Spitzenplätzen wählen und die Entsendung der KBV-Delegierten unter dem Aspekt der entsprechenden Gruppeninteressen geschieht.

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gesundheitspolitik

Nordlicht: In einigen anderen KVen und in der KBV liefern sich Haus- und Fachärzte erbitterte Grabenkämpfe. Warum läuft das in Schleswig-Holstein anders? Kibbel: Grabenkämpfe ergeben nur Sinn, wenn die Protagonisten ihr Klientel bedienen müssen, das sie in die entsprechende Funktion gebracht hat. Auch Profilneurotiker sind da klar im Vorteil. Schleswig-Holstein hat die einzige KV in Deutschland, in der die Abgeordneten als Person von den Vertragsärzten nur innerhalb eines (Land-)kreises gewählt werden. Dann muss man auf keine Gruppeninteressen Rücksicht nehmen, sondern kann sich ganz darauf konzentrieren, was für die Vertragsärzte und Patienten im Land gut ist. Nordlicht: Keine Selbstverwaltung funktioniert ohne Gremienarbeit. Sie sind Abgeordneter, stellvertretendes Mitglied im Fachausschuss Hausärzte, stellvertretender KBVDelegierter sowie Notdienstbeauftragter für Eutin. Was macht den Reiz dieser Ämter aus? Kibbel: Die Möglichkeit, gelegentlich gestalten zu können, ist reizvoll. Verantwortung zu übernehmen sollte für Ärzte selbstverständlich sein. Den Notdienst im Bezirk eigenverantwortlich schlank zu organisieren, kann sogar Spaß machen. Und Pharmakotherapie-Beratungen in den Praxen von Büsum über Elmshorn bis Lübeck, helfen dort Regresse zu vermeiden und erweitern den eigenen Horizont. Nordlicht: Die KVSH hat eine eigene Kampagne zur AV-Wahl gestartet. Warum sollten sich KV-Mitglieder unbedingt in der Abgeordnetenversammlung oder anderen Gremien engagieren? Kibbel: Wer unzufrieden ist, sollte Verantwortung übernehmen! Nordlicht: Jüngere KV-Mitglieder und Frauen sind in der Abgeordnetenversammlung unterrepräsentiert. Warum ist das so und wie könnte die Arbeit in der Selbstverwaltung für diese Gruppen attraktiver gemacht werden? Kibbel: Ich denke, das ist kein Problem der Attraktivität, sondern der Unkenntnis. Die zeitliche Belastung wird überschätzt, da man diesbezüglich selbstbestimmt agieren kann. Im Minimum sind nur vier bis fünf Nachmittage im Jahr einzubringen. Die Mitarbeit in weiteren Gremien ist freiwillig. Für mich war immer wichtig, dass ich dort nicht dümmer werde, Informationen frühzeitig erhalte und mir dadurch im Gegenzug viel

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häusliche Lektüre erspare. Gerade jungen Müttern kann ich nur empfehlen: Gönnen Sie sich paar schöne Nachmittage in Bad Segeberg. Die kleinen Probleme des Alltags sind dann vorübergehend ganz weit weg. Nordlicht: Im Januar 2017 werden die neuen Abgeordneten zur konstituierenden Versammlung zusammen kommen. Welche Talente sollten sie mitbringen? Kibbel: Schön wäre, wenn der „Kategorische Imperativ“ schon bisher in ihrem Leben eine zentrale Bedeutung gehabt hätte. Gut wäre auch die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, um sich dann mit ganzer Kraft für einige wichtige Dinge einzusetzen. Da es der Aufgaben zu viele sind, besteht sonst die Gefahr, sich zu verzetteln. Dann braucht es noch einen langen Atem: gelegentlich sind dicke Bretter zu bohren. Auch sollte man sein Engagement möglichst auf zwei Legislaturperioden konzipieren, da Neulinge (wie ich einer war) sich erst einmal einfinden müssen. In der zweiten Periode werden sie wertvoller. Eine gute Verbindung mit dem Beirat der Kreisstelle zwecks Rückkopplung gibt Bodenhaftung. Und sonst gilt: „Tritt frisch auf! Tu‘s Maul auf! Hör bald auf!“ Angst vor der Aufgabe ist völlig überflüssig: da kochen alle nur mit Wasser. Nordlicht: Sie kandidieren selbst nicht noch einmal für das Abgeordnetenamt. Warum eigentlich? Kibbel: Ich werde meine vertragsärztliche Tätigkeit in der Landarztpraxis am 31. Januar 2017 im Alter von dann 66 Jahren beenden und mit Freuden an einen selbst gemachten Nachfolger übergeben. Nordlicht: Die Abgeordnetenversammlung tagt noch dreimal in diesem Jahr, dann endet die Legislaturperiode. Was werden Sie am meisten vermissen? Kibbel: Nix. Zumal ich davon ausgehe, dass weiterhin ärztlicher Sachverstand bei besonderen Aufgabenstellungen und Herausforderungen in den Abteilungen der KVSH gesucht wird. Gerade diese wichtige Arbeit kann sehr viel Freude bereiten und befriedigend sein. In diesem Sinne bedanke ich mich jetzt schon mal bei allen Mitarbeitern der KVSH, mit denen ich in den letzten Jahren lernend und dozierend zusammenarbeiten durfte. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung_______________________________________ 16 KVSH fördert Lübecker Ärztenetz____________________________________ 19 Beratung und Betreuung chronisch Kranker___________________________ 19 Vertragsangebot der AOK NordWest zur Abgabe von Blutzuckermessgeräten______________________________ 20 Spezialisierte geriatrische Diagnostik ab 1. Juli 2016 qualitätsgesichert___________________________________ 20

Aus der Zulassungsabteilung Hinweise: ƒƒBewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg. ƒƒDer Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Zulassung zur vertragsärztlichen Tätigkeit). ƒƒDie Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteeintragung ersetzt! ƒƒUm Vertragsarztsitze/Psychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Psychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes). ƒƒEs besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Psychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungsauftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken. ƒƒUm die Übernahme von ausgeschriebenen Psychotherapeutenpraxen können sich Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Ärzte, die beabsichtigen, ausschließlich psychotherapeutisch tätig zu werden, bewerben.

Folgende Psychotherapeutensitze waren bereits ausgeschrieben, jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben, sodass Sie sich um diese Sitze weiterhin bewerben können:

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Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform

Ausschreibungsnummer

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut – Sonderbedarf –

NMS/RD-ECK

EP

10240/2015

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de): Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Peter Hans Hauptmann

Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. med. Daniel Winter

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Flensburg

Dr. med. Telja Pursche

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Lübeck

Dr. med. Tobias Zeiser

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Henstedt-Ulzburg

Dr. med. Bernhard Nölle

Augenheilkunde

Kiel

Dr. med. Christian Kandzia

Augenheilkunde

Kiel

Dr. med. Jochen Caesar

Chirurgie

Dr. med. Frank Templin

Chirurgie, Schwerpunkt Visceralchirurgie

Geesthacht

Dr. med. Jens-Henning Wacks

Gefäßchirurgie

Rendsburg

Prof. Dr. med. Petra Saur

Anästhesiologie

Lübeck

Priv.-Doz. Dr. med. Iakov Shimanovich

Haut- und Geschlechtskranheiten

Lübeck

Dr. med. Johannes Matthias

Kinder- und Jugendmedizin

Nebel/Amrum

Dr. med. Jochen Steinmetz

Neurologie

Bad Bramstedt

Andreas Steimann

Psychiatrie und Psychotherapie

Rickling

Dr. med. Edda Oppermann

Psychiatrie und Psychotherapie

Rickling

Silvia Pelka

Allgemeinmedizin

Rickling

Alexander Steinmetz

Radiologie

Sylt/Westerland

Dr. med. Maria Cartellieri-Achenbach

Anästhesiologie

Sylt/Westerland

Bargfeld-Stegen

Niebüll

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten:

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Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Dipl.-Psych. Stephanie Ristow

22946 Trittau, Technologiepark 8

Psychologische Psychotherapie

Dr. med. Stefanie Perner

24539 Neumünster, Segeberger Straße 56a

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Dr. med. Nicole Horvat

24576 Bad Bramstedt, An der Hudau 17

Physikalische und Rehabilitative Medizin

01.05.2016

Dr. med. Burckhardt Kietzmann

24837 Schleswig, Lutherstraße 20

Diagnostische Radiologie 21.04.2016 Schwerpunkt Neuroradiologie

Michael Koeppen – halbe Zulassung –

24103 Kiel, Lorentzendamm 36

Innere Medizin – hausärztlich –

Christina Grunwald

Nordlicht

aktuell

01.05.2016

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Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name des anstellenden Arztes/MVZ

Ort

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Medizinisches Versorgungszentrum mk medical care GmbH

Lübeck

Allgemeinmedizin

01.05.2016

Kersten Toll – halbtags –

Medizinisches Versorgungszentrum mk medical care GmbH

Lübeck

Allgemeinmedizin

01.05.2016

Dr. med. Kriemhilt Hausberg – halbtags –

Dr. med. Jochen Walter

Rendsburg

Innere Medizin und Innere Medizin, Schwerpunkt Rheumatologie

21.04.2016

Prof. Dr. med. Jörg Herrlinger – Sonderbedarf –

Dipl.-Psych. Marita Grund-Drechsler

Mollhagen

Psychologische Psychotherapie

07.04.2016

Dipl.-Psych. Stephanie Ristow – halbtags –

Dipl.-Psych. Frank Borke

Bad Segeberg

Psychologischer Psychotherapie

07.04.2016

Dipl.-Psych. Michael Röpke – vierteltags –

BAG T. Kaiser N. Kerwer

Großhansdorf

Orthopädie

01.04.2016

Steffen Baron – ganztags –

Dr. med. Hermann Schwarting

Kiel

Innere Medizin und Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie

15.04.2016

Dr. med. Demian Graf – vierteltags –

Dr. med. Gudrun Schmielau

Lübeck

Allgemeinmedizin

01.05.2016

Kirsten Amort – halbtags –

Dr. med. Bernd Hoehle

Norderstedt

Orthopädie und Unfallchirurgie

21.04.2016

Dr. med. Kevser Eroglu – halbtags –

Bernhard Schulz/Della Gates-Rapp

Norderstedt

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.05.2016

Dr. med. Kerstin Behnke – halbtags –

Dr. med. Manfred Stein

Kaltenkirchen

Allgemeinmedizin

01.05.2016

Bettina Frosch – halbtags –

Dr. med. Rolf Rauch

Preetz

Allgemeinmedizin

01.05.2016

Dr. med. Eva Müller-Ruchholtz – halbtags –

Medizinisches Versorgungszentrum „WestDoc MVZ Heide-Mitte GmbH“

Heide,

Allgemeinchirurgie

21.04.2016

Mustafa Görmez

Dr. med. Karin Jatzkewitz

Kiel

Allgemeinmedizin

01.06.2016

Dr. med. Ilonka Held

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

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Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Sören Schmolling

Allgemeinmedizin

24402 Esgrus, Brunsholm 20

24996 Sterup, Alte Dorfstraße 5

01.07.2016

Stephen Harksen

Allgemeinmedizin

24402 Esgrus, Brunsholm 20

24996 Sterup, Alte Dorfstraße 5

01.07.2016

Dipl.-Psych. Claudia Lindemann

Psychologische Psychotherapie

23758 Oldenburg, Burgtorstraße 3

23758 Oldenburg, Schuhstraße 19

01.06.2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Dipl.-Psych. Barbara Haury

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

in 23554 Lübeck, Marquardstraße 5 –7

23558 Lübeck, Lindenstraße 23a

06.04.2016

Dr. med. Nour El Houda Kietzmann

Chirurgie

24837 Schleswig, Rathausmarkt 18

24837 Schleswig, Stadtfeld 29

21.04.2016

Dr. med. Grit Wilke

Allgemeinmedizin

23909 Ratzeburg, Dechower Weg 4

23909 Ratzeburg, Große Wallstraße 3

01.07.2016

KVSH fördert Lübecker Ärztenetz Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat das Lübecker Ärztenetz (LÄN) zum 1. April 2016 als förderungswürdiges Praxisnetz nach Paragraf 87b SGB V anerkannt. Der Ärzteverbund wird damit für fünf Jahre anerkannt und zunächst ein Jahr mit 100.000 Euro gefördert. Die KVSH fördert bereits neun weitere Netze: Das Ärztenetz Eutin-Malente (ÄNEM), das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg (PNHL), das Pinneberger Arztnetz (PAN), das Gesundheitsnetz Region Wedel (GRW), das Medizinische Praxisnetz Neumünster e. V.(MPN), die Medizinische Qualitätsgemeinschaft Rendsburg eG (MQR), das PRAXISNETZ Kiel e. V., das Medizinische Qualitätsnetz Westküste (MQW) und das PraxisNetz Plön e. V. Mehr Informationen zur Netzförderung unter www.kvsh.de  Praxis  Verträge  Praxisnetze.

Beratung und Betreuung chronisch Kranker Neuer Vertrag mit der TK zum 1. April 2016 Zum 1. April 2016 hat die KVSH gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse einen neuen Vertrag zur Beratung und Betreuung chronisch Kranker abgeschlossen: „Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in SchleswigHolstein“ Der Vertrag dient der Aufrechterhaltung und Verbesserung der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung. Die Rolle des Vertragsarztes im Versorgungsmanagement, insbesondere für beratungs- und betreuungsintensive Patienten, soll gefördert werden. Der Arzt erhält für seinen Aufwand, abhängig von der Anzahl vorliegender gesicherter chronischer Erkrankungen, quartalsweise eine Vergütungspauschale von 3 bis 25 Euro pro Patient und pro endstellig kodierter Diagnose (Übersicht der Diagnosen auf der Homepage der KVSH  Betreuungsvertrag TK). Die Vergütungspauschale (GOP 99340 – das dazugehörige Suffix wird von der KVSH zugesetzt) kann einmalig im Behandlungsfall abgerechnet werden und bedingt einen Arzt-Patientenkontakt. Die Teilnahme an diesem Vertrag ist für den Arzt und den Versicherten freiwillig und bedarf keiner Teilnahmeerklärung. An dem Vertrag teilnehmen bzw. die Ziffern für die Betreuung abrechnen, können im Bereich der KVSH zugelassene, ermächtigte, oder in einer Praxis oder einem MVZ angestellte Ärzte und Psychotherapeuten. Für den teilnehmenden Leistungsanbieter besteht die Möglichkeit, ein Online-Terminbuchungssystem für TK-Patienten (aber auch für nicht TK-Versicherte) zur Verfügung zu stellen. Die Voraussetzungen und Anforderungen sind dem Vertrag zu entnehmen. Als Unterstützungsangebot der TK zur Arzneimitteltherapie kann der Vertragsarzt bei Bedarf den TK-Arzneimittelreport (TK-AMR) bei der TK anfordern. Der Report umfasst unter anderem arztindividuelle Verordnungsstatistiken und setzt eine schriftliche Einwilligung des Vertragsarztes voraus. Wichtig! Aufgrund der verzögerten Verhandlungen ist die Abrechnungsziffer noch nicht in der Praxissoftware eingepflegt. Bitte fügen Sie für die Abrechnung die Ziffer manuell in Ihre Praxissoftware ein. Bei dem nächsten Update wird die Ziffer in das System eingespielt. Die Vertragsunterlagen sind im Downloadcenter auf www.kvsh.de unter dem Punkt „Verträge“ zu finden. Die Unterlagen werden bei Bedarf auch per Post zugestellt, Maren Fiedler, Tel. 04551 883 331.

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Bekanntmachungen und Meldungen

Vertragsangebot der AOK NordWest zur Abgabe von Blutzuckermessgeräten Seit einigen Jahren ist die Vorratshaltung von Hilfsmitteln in der Arztpraxis – ausgenommen Hilfsmittel für die Notfallversorgung (z. B. Unterarmgehstützen) – nicht mehr zulässig. Hiervon darf nur abgewichen werden, sofern mit den Krankenkassen ein Vertrag gemäß Paragraf 128 Abs 4 SGB V geschlossen wird. Diese Vereinbarung berechtigt Sie, Blutzuckermessgeräte in der Praxis zu lagern und an die entsprechenden Patienten abzugeben. Die AOK NordWest verschickt in diesen Tagen entsprechende Vereinbarungen an die Arztpraxen. Diese Vereinbarung berechtigt aber nur zur Abgabe von Blutzuckermessgeräten für AOK-Versicherte.

Spezialisierte geriatrische Diagnostik ab 1. Juli 2016 qualitätsgesichert Die Spezialisierte geriatrische Diagnostik wird zum 1. Juli 2016 in den EBM aufgenommen (Abschnitt 30.13). Spezialisierte geriatrische Vertragsärzte und Geriatrische Institutsambulanzen (GIA), die zur ambulanten Versorgung ermächtigt sind, können die neuen GOP nach EBM 30981, 30984, 30985 und 30986 abrechnen. Sowohl Vertragsärzte als auch Geriatrische Institutsambulanzen müssen für diese Ziffern eine Genehmigung bei der KV beantragen. Darüber hinaus gibt es weitere Leistungen für den Hausarzt, für die keine Genehmigung erforderlich ist. Einzelheiten zu den Ziffern können Sie der Tabelle entnehmen. Wesentliche Regelungen In der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezialisierte geriatrische Diagnostik sind die ƒƒAnforderungen an die fachliche Befähigung (Paragraf 3), ƒƒAnforderungen an die Kooperationen mit weiteren Berufsgruppen (Paragraf 5), ƒƒorganisatorische Anforderungen (Paragraf 6), ƒƒAnforderungen an die räumliche Ausstattung (Paragraf 7) und ƒƒAuflagen zur Aufrechterhaltung der fachlichen Befähigung (Paragraf 8) festgelegt, die an die Durchführung und Abrechnung der genehmigungspflichtigen Ziffern der spezialisierten geriatrischen Diagnostik gestellt werden. Die neuen Leistungen sind auf Patienten begrenzt, die aufgrund der Art, Schwere und Komplexität ihrer Erkrankung einen besonderen Versorgungsbedarf haben. Sie müssen das 70. Lebensjahr vollendet und mindestens zwei geriatrische Syndrome haben (alternativ mindestens ein geriatrisches Syndrom und eine Pflegestufe). Zu den Syndromen können Mobilitätsstörungen einschließlich Fallneigung und Altersschwindel gehören, aber auch Inkontinenz oder ein therapierefraktäres chronisches Schmerzsyndrom. Keine zusätzliche Dokumentation Es kommen keine zusätzlichen Dokumentationsaufgaben auf die Vertragsärzte zu. Es ist vorgesehen, dass die Spezialisierte geriatrische Diagnostik evaluiert wird. Diese Evaluation soll auf Basis von Routinedaten der Abrechnung erfolgen.

Unser Service für Sie Wir haben im Internet unter www.kvsh.de (Praxis  Qualität und Fortbildung  Genehmigung  Geriatrie) folgende Unterlagen bereitgestellt ƒƒVereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach Paragraf 135 Abs. 2 SGB V zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik ƒƒAntrag auf Erteilung einer Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung ƒƒInformationen für die Praxis Für Fragen steht Ihnen Nadine Pries unter der Telefonnummer 04551 883 332 oder per E-Mail: nadine.pries@kvsh.de zur Verfügung.

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Bekanntmachungen und Meldungen

SPEZIALISIERTE GERIATRISCHE DIAGNOSTIK DIE NEUEN LEISTUNGEN IM ABSCHNITT 30.13 EBM IM ÜBERBLICK GOP

Bewertung

Beschreibung

Wer darf abrechnen?

30980

194 Punkte, einmal im Krankheitsfall

Vorabklärung durch den überweisenden Hausarzt

(Überweisender) Hausarzt sowie in Ausnahmefällen und in Kooperation mit dem Hausarzt ein ƒƒFacharzt für  Neurologie,  Nervenheilkunde,  Neurologie und Psychiatrie,  Psychiatrie und Nervenheilkunde, ƒƒVertragsarzt mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie

30981

131 Punkte, einmal im Krankheitsfall

Vorabklärung durch den spezialisierten geriatrischen Vertragsarzt beziehungsweise die GIA*

30984

882 Punkte, einmal im Krankheitsfall

Durchführung eines weiterführenden geriatrischen Assessments laut QS-Vereinbarung

30985 Zuschlag zu GOP 30984

325 Punkte, je weitere vollendete 30 Minuten, bis zu zweimal im Krankheitsfall

30986 Zuschlag zu GOP 30985

234 Punkte, je weitere vollendete 30 Minuten, bis zu zweimal im Krankheitsfall

Länger dauernde Durchführung Dauert die Durchführung länger als 60 Minuten, können je weitere vollendete 30 Minuten Zuschläge jeweils bis zu zweimal im Krankheitsfall berechnet werden. Dies dient dazu, den z. B. durch Einbindung von Heilmittelerbringern wie Physiotherapeuten sinkenden Arztzeitanteil abzubilden. Es werden somit bis zu 180 Minuten (2.000 Punkte) vergütet.

Spezialisierter geriatrischer Vertragsarzt: ƒƒFacharzt für Innere Medizin und Geriatrie, ƒƒFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Geriatrie, ƒƒVertragsärzte mit Zusatzbezeichnung Geriatrie, ƒƒFachärzte für Innere Medizin/Physikalische und Rehabilitative Medizin/ Allgemeinmedizin mit geriatrischer Qualifikation gemäß Anlage 1 zu § 1 der Vereinbarung nach § 118a SGB V sowie ermächtigte GIA*

30988

65 Punkte, einmal im Krankheitsfall

Voraussetzung für die Abrechnung: Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung laut QS-Vereinbarung zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik

Zuschlag zu GOP 03362, 16230, 16231, 21230 (Weiterbehandelnder) Hausarzt sowie in und 21231 für die Einleitung und KoordinaAusnahmefällen und in Kooperation mit tion der Therapiemaßnahmen nach einem dem Hausarzt ein weiterführenden geriatrischen Assessment ƒƒFacharzt für:  Neurologie,  Nervenheilkunde,  Neurologie und Psychiatrie,  Psychiatrie und Nervenheilkunde, ƒƒVertragsarzt mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie

Zusätzlich für Hausärzte: Zusätzlich für ermächtigte GIA*:

GOP 03360: hausärztlich geriatrisches Basisassessment GOP 03362: hausärztlich geriatrischer Betreuungskomplex GOP 01321: Grundpauschale für ermächtigte Institute *Geriatrische Institutsambulanzen nach Paragraf 118 a SGB V Quelle: KBV

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Nachwuchskampagne in Rheinland-Pfalz gestartet

TSS-Bilanz in der Hauptstadt

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland Pfalz (KV RLP) hat ihre Niederlassungskampagne „arzt.nah.dran. – Willkommen in Rheinland-Pfalz“ mit einem Bündel von Maßnahmen gestartet. Auf www.arzt-nah-dran.de erhalten interessierte Ärzte umfangreiche Informationen zu den Vorteilen und den vielfältigen Möglichkeiten in der ambulanten Versorgung. Die KV RLP startete im Zuge der Kampagne die neue Veranstaltungsreihe „Info mit Biss“. An verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz informierten die Niederlassungsexperten der KV RLP über die Aspekte rund um die Arbeit eines Arztes in der vertragsärztlichen Versorgung. Mit dem neuen E-MailNewsletter „Arzt in Rheinland-Pfalz“ informiert sie die Ärzte außerdem in regelmäßigen Abständen kurz und knapp über verschiedene interessante Aspekte der vertragsärztlichen Versorgung.

Berlin – „Gerade mal ein knappes Drittel der Anrufer in der Terminservicestelle erfüllt die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Angebots“, erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin als Bilanz der ersten 100 Tage der Terminservicestelle. Ihnen allen konnte ein Termin bei einem entsprechenden Facharzt vermittelt werden. Die übrigen Anrufer seien in der Terminservicestelle jedoch „falsch verbunden“: ein Drittel habe allgemeine Anfragen zu Ärzten und der Terminservicestelle, anderen fehle die Voraussetzung, den Dienst in Anspruch zu nehmen – etwa, weil gar keine Überweisung oder keine codierte Überweisung zu einem angefragten Facharzt vorliege. Demgegenüber stehe ein breites Terminkontingent, das die Ärzte zur Vermittlung an die zentrale Stelle meldeten – und das zur Vergabe an Patienten in der Praxis fehle. Insgesamt verzeichnete die Terminservicestelle seit Beginn 4.541 Anrufe, anspruchsberechtigt mit Überweisungscode waren lediglich 1.382 Anrufer.

Niedrige Arzneimittelausgaben Notärztliche Versorgung in Thüringen gefährdet in Westfalen-Lippe Dortmund – Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die westfälischen Ärzte den Krankenkassen durch ihre wirtschaftliche Verordnungsweise Einsparungen in Höhe von 331 Millionen Euro erbringen. „Durch ihre kostenbewusste Verordnung von Arzneimitteln haben die Kassenärzte in Westfalen-Lippe dafür gesorgt, dass die Ausgabensteigerungen der Krankenkassen für Arzneimittel in unserem Landesteil im Jahr 2015 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen“, kommentiert Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, aktuelle Statistiken des GKV-Spitzenverbandes. „Hätte jeder gesetzlich Versicherte in Westfalen-Lippe 2015 Arzneimittel für 584 Euro verschrieben bekommen, wie es bundesweiter Durchschnitt ist, so wären die Kassenausgaben um 331 Millionen Euro höher gewesen als sie es mit dem landesweiten Durchschnittswert von nur 538 Euro je Versicherten sind,“ rechnet Dr. Dryden vor. Bundesweit stiegen die Arzneimittelausgaben je Versicherten 2015 um 4,2 Prozent, in Westfalen-Lippe waren es nur 3,2 Prozent. Dryden: „Das zeigt, dass die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe besonders kostenbewusst verordnen – unterstützt und beraten durch ihre Kassenärztliche Vereinigung.“

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Weimar – Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen und die vdek-Landesvertretung Thüringen weisen auf eine gefährliche Lücke im Thüringer Rettungsdienstgesetz hin. Durch eine unklare Formulierung der Aufgabenträgerschaft im Rettungsdienst ist der Einsatz der Notärzte nicht wie in anderen Bundesländern über den Kommunalen Schadensausgleich (KSA) versichert. Zudem führen unklare Haftungsregelungen zu Problemen. Das Thüringer Rettungsdienstgesetz von 2008 definiert im Grundsatz die Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger für den bodengebundenen Rettungsdienst und beauftragt sie, diesen „mit Ausnahme der notärztlichen Versorgung“ sicherzustellen. Die notärztliche Versorgung solle durch die KV Thüringen sichergestellt werden. Daraus erwachsen jetzt Probleme. Städte und Gemeinden, der KSA und auch Gerichte interpretieren das Thüringer Gesetz folgendermaßen: ƒƒfür den Einsatz der Notärzte haftet die KV Thüringen, ƒƒder Einsatz des nichtärztlichen Personals wird, wie üblich, durch den KSA abgesichert. Für die Haftungsfälle von Notärzten hatte sich nach umfangreicher Suche zwar eine einzige Versicherung gefunden. Diese will den Vertrag jetzt aber aus wirtschaftlichen Gründen kündigen. Das zwingt die KV Thüringen, für Haftungsfälle eine eigene Rückstellung in Höhe von 40 bis 60 Millionen Euro zu bilden.

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PRAXIS  &  KV P sychotherapie

Hier gibt es den Überblick

An dieser Stelle soll auf einige Punkte hingewiesen werden, die im Bereich der vertragspsychotherapeutischen Versorgung gelten. Behandlungsverpflichtung Im Gegensatz zu einer Berufstätigkeit in einer Privatpraxis kann der Vertragspsychotherapeut sein Angebot an Psychotherapien nicht vollkommen frei wählen. Der zugelassene Psychotherapeut ist im Umfang seines Versorgungsauftrages zur Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten verpflichtet. Bei einem vollen Versorgungsauftrag werden mindestens 20 Stunden psychotherapeutische Leistungen pro Woche verlangt – bei einer halben Zulassung zehn Stunden die Woche. Bei der Patientenbehandlung sind die gesetzlichen Vorschriften des SGB V, der Bundesmantelverträge, die Psychotherapie-Richtlinien (PTR) und die Psychotherapie-Vereinbarungen (PTV) zu beachten. Selbstverständlich auch die Berufsordnungen und Regelungen des Patientenrechtegesetzes – diese jedoch gelten gleichermaßen auch für den Psychotherapeuten in einer Privatpraxis. Die Behandlung eines Versicherten darf durch einen Vertragspsychotherapeuten nur in Ausnahmefällen verweigert werden, wenn fehlendes Vertrauen zwischen Psychotherapeut und Patient oder eine Überlastung durch eine Überzahl an Patienten vorliegt.

Persönliche Leistungserbringung (BMÄ Paragraf 15 Abs. 1) Im Bereich der Psychotherapie ist für fast alle Leistungen die persönliche Leistungserbringung durch den Psychotherapeuten in vollem Umfang erforderlich. D. h. psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen muss der Psychotherapeut stets selbst mit dem Patienten durchführen. Delegierbarkeit gibt es ausschließlich nur bei den psychodiagnostischen Testverfahren. In deren Legende im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wird auf die Teil-Delegierbarkeit ausdrücklich hingewiesen (siehe Kap. 35.3). Hier können Teile der Leistung vom Praxispersonal übernommen werden.

Urlaub und Krankheit (Praxisabwesenheit) Der Vertragspsychotherapeut ist auch verpflichtet, längere Abwesenheit bedingt z. B. durch Urlaub, Krankheit oder Schwangerschaft zu melden. So müssen Praxisschließungen, die länger als eine Woche dauern, der Kassenärztlichen Vereinigung mitgeteilt werden. Außerdem unterliegt er Einschränkungen beim Umfang einer Nebentätigkeit (z. B. Angestelltenverhältnis).

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Urlaubsvertretung Urlaubsvertretung in einer psychotherapeutischen Praxis bei der Durchführung von antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen einschließlich der probatorischen Sitzungen ist grundsätzlich unzulässig (Paragraf 14 Abs. 3 Satz 1 BMV-Ä und Paragraf 20 Abs. 4 BMV-Ä/Ersatzkassen und PTV). Deshalb ist eine Vertretung während einer laufenden Psychotherapie in der eigenen Praxis bzw. durch benachbarte Praxen nur in Form einer Krisenintervention oder eines Halt gebenden psychotherapeutischen Gespräches möglich. Eine derartige Leistung bspw. zu Urlaubszeiten abzurechnen, ist über die EBM-Ziffer 22220 bzw. 23220 möglich. Damit können Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten eingeschränkt auch die urlaubs- oder krankheitsbedingte Vertretung des Kollegen übernehmen.

Abrechnung verpflichtend Der Psychotherapeut in einer Privatpraxis kann weitgehend selbst entscheiden, wann er seine erbrachten Leistungen in Rechnung stellt. Der Vertragspsychotherapeut hingegen ist zur regelmäßigen Abgabe einer Abrechnung verpflichtet (Ausnahme Ruhen der Zulassung). Die Abrechnung der vertragsärztlichen wie vertragspsychotherapeutischen Honorarforderungen erfolgt quartalsweise und elektronisch unter Anwendung von IT-Systemen. Die Abrechnungsunterlagen sind einschließlich derjenigen sämtlicher Nebenbetriebsstätten jeweils bis zum 15. des ersten Vierteljahresmonats für das abgelaufene Vierteljahr bei der KVSH einzureichen. Fristverlängerungen für die Einreichung können nur ausnahmsweise und nur auf begründeten und vor Ablauf der Frist gestellten, schriftlichen Antrag gewährt werden.

Weitere Informationen Weitere wichtige und interessante Hinweise zu Themen der vertragspsychotherapeutischen Versorgung finden Sie auf der Homepage www.kvsh.de  unter Abrechnung im Wegweiser für Psychotherapeuten. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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die menschen im land V or O rt

Abenteuerfahrt Famulatur

Wer Medizinstudierende für den Landarztberuf begeistern will, muss sich etwas einfallen lassen. Dr. Michael Weiß und Axel Krüsmann bieten ihren Famulanten und Blockpraktikanten deshalb nicht nur praxisnahe Einblicke in ihre vielfältige Arbeit. Die Allgemeinmediziner aus Gelting nehmen die Nachwuchsmediziner sogar mit hinaus auf die Ostsee, wenn der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS zur Übungsfahrt ausläuft.

Aprilmorgen im beschaulichen Hafen von Maasholm. Die ersten Segler haben bereits die Saison eröffnet. Ansonsten sind nur ein paar Touristen und einige einheimische Fischer im kleinen Ort an der Schleimündung schon so früh unterwegs. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS bereitet sich routiniert auf die heute anstehende Übungsfahrt vor. Nadine Pohlmann lässt sich noch einmal den milden Frühlingswind um die Ohren wehen. Für sie ist es heute ein aufregender Tag. Die Medizinstudentin aus Hamburg macht ihre Famulatur in Allgemeinmedizin in der Landarztpraxis in Gelting. Heute darf sie ihren Lehrarzt Der Allgemeinmediziner ist ausgebildeter Rettungsmediziner und Taucherarzt und begleitet das Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) seit vielen Jahren. Im Notfall wird er angerufen und rückt mit aus. Die Einsatzfrequenz ist glücklicherweise gering. Es gibt nur wenige Einsätze im Jahr, die eine notärztliche Begleitung erfordern. Die medizinischen Probleme reichen vom abgerissenen Finger über Unterzuckerungen bis zum Krampfanfall. „Seit ich 2005 in Gelting anfing, habe ich allerdings auch mehrmals Patienten bei einem Rettungseinsatz reanimieren müssen – leider nicht immer mit Erfolg“, berichtet Weiß. Harmlosere Begebenheiten gibt es natürlich auch. Vor ein paar Jahren verbrachte der Landarzt wegen eines Notfalls die halbe Nacht auf einem russischen Frachter. „Als ich von Bord ging, steckte mir der Kapitän noch eine Flasche Wodka als Dankeschön zu. Echter russischer, dachte ich. Es war am Ende aber ein deutsches Importprodukt, das man in jedem Supermarkt bekommt“. Bei der heutigen Übungsfahrt ist mit solchen Ereignissen nicht zu rechnen. Auf dem Programm stehen die 24

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Überprüfung des bordeigenen Rettungsgeräts und der Notfallmedikamente. Es heißt „Leinen los“ und die NIS RANDERS läuft bei strahlendem Sonnenschein aus dem Hafen aus. Spannendes Landarztleben Für Nadine Pohlmann ist die „Kreuzfahrt“ das Highlight von vier spannenden Famulatur-Wochen. Für die Medizinstudentin war es die richtige Entscheidung, den Hamburger Großstadttrubel einmal ganz hinter sich zu lassen und ihr Hausarztpraktikum im ländlich geprägten Angeln zu absolvieren. „Da ich selbst auf dem Land – in Hartenholm im Kreis Segeberg – groß geworden bin, wollte ich sehr gern zur Famulatur aufs Dorf. Dass ich dann die Gemeinschaftspraxis Gelting in der Praxisbörse der KVSH gefunden habe, war mein großes Glück“, erzählt sie. Die Ärzte hätten sich sehr viel Zeit für die Betreuung genommen und die tolle Stimmung im Praxisteam habe den interessanten Arbeitsalltag abgerundet. Auch fachlich sei ihr in der Landarztpraxis einiges geboten worden: Von Kindervorsorgeuntersuchungen bis zum geriatrischen Patienten war alles dabei, was die Allgemeinmedizin zu bieten hat. Für die gelernte Operationstechnische Assistentin ergab es Sinn, die Famulatur ans Ende ihres Studiums zu legen. „Ich bin im zehnten Semester und habe die theoretischen Grundlagen bereits gelernt. Nun konnte ich alles in der Praxis wiederholen und vertiefen“, berichtet sie und steigt gemeinsam mit Weiß und einem Crewmitglied in die „Onkel Willi“. Das kleine Tochterboot der NIS RANDERS wird zu Wasser gelassen und dreht ein paar Runden durch die glitzernde Ostsee, bevor es „an den Haken genommen“ und zurück an Bord des Mutterschiffs gezogen wird. aktuell

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Ausbildungskonzept trägt Dr. Michael Weiß ist davon überzeugt, dass Lehrpraxen für Allgemeinmedizin mit Praxisbezug und Teamgeist punkten müssen. Die Studierenden nehmen deshalb in Gelting an den Patientengesprächen teil, werden einbezogen und – je nach Wissensstand – nach ihren eigenen Verdachtsdiagnosen und möglichen Therapieoptionen gefragt. Blutdruckmessen, Auskultation, körperliche Untersuchung, Blutentnahmen und das Anlegen von Infusionen werden im Beisein des betreuenden Arztes durchgeführt. „Da in unserer Praxis drei Hausärzte arbeiten, können Studierende flexibel zwischen den Kollegen wechseln, um möglichst viele interessante Tätigkeiten eines Hausarztes kennenzulernen“, erläutert er. Nach der Sprechstunde stehen Hausbesuche und Visiten im Seniorenheim auf dem Programm. Das Konzept komme bei den Studierenden gut an. Ein  Großteil der Praktikanten habe eine solch facettenreiche Tätigkeit nicht erwartet. „Sie können sich nach dem Praktikum oder der Famulatur nun durchaus vorstellen, im hausärztlichen Bereich zu arbeiten. Andere finden unsere Tätigkeit zwar interessant, stellen für sich aber relativ schnell fest, dass sie in diesem Bereich der Medizin nicht zu Hause sein werden“, so Weiß.   Umdenken durch Praxiserfahrung Für den Lehrarzt liegt der hohe Wert von praktischen Erfahrungen auf der Hand. „Viele Studierende haben kein genaues Bild von der Tätigkeit eines Haus- oder Landarztes“, erläutert er. „Im Studium lernen sie hauptsächlich die verschiedenen Facharztbereiche kennen. Wie sollen sie sich da für die Tätigkeit als Allgemeinarzt interessieren? Was den Beruf des Landarztes ausmacht, lernen die Studierenden aber nur durch das eigene Erleben in einer 6 | 2016

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Praxis.“ So werde aus der „Blackbox Landarzt“ eine reale Vorstellung eines ganzen Berufsfelds. Dieses besteche nicht durch schwierige Differenzialdiagnosen und millionenschwere Geräte, sondern durch die Nähe zum Menschen, deren Sorgen und Nöte und ein breites medizinisches Spektrum sowie den täglichen Kontakt zu Facharztkollegen und anderen medizinischen Institutionen, erläutert Weiß. Aus einer vagen Vorstellung vom Landarztleben könne so im Laufe eines Blockpraktikums oder einer Famulatur ein konkretes Bild entstehen. Bei Nadine Pohlmann hat das offensichtlich sehr gut funktioniert. „Ich kann mir eine spätere Tätigkeit als Allgemeinmedizinerin gut vorstellen. Am liebsten in einer Praxis an der Ostsee“, sagt sie ohne zu zögern, als die NIS RANDERS auf ihre Höchstgeschwindigkeit von 20 Knoten beschleunigt und bei voller Fahrt durch die sprühende Gischt auf die offene See hinausfährt. Jakob Wilder, KVSH

Mittendrin statt nur dabei: In der Gemeinschaftspraxis Gelting gehören Nachwuchsmediziner zum Praxisteam aktuell

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Prof. Dr. med. Nicolas Lang Geburtsdatum: 20. Dezember 1968 Geburtsort: Göttingen Familie: verheiratet und Vater von vier Kindern Fachrichtung: Neurologie Sitz der Praxis: Neumünster Niederlassungsform: Einzelpraxis Neu niedergelassen seit dem 1. November 2015

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Die Niederlassung bietet gute Möglichkeiten, sich mit seinen Fähigkeiten medizinisch relativ frei zu entfalten, um eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben und viel Freude bei der Arbeit zu finden. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Der Kontakt mit Kollegen und Patienten, dass man mit den Freuden und Sorgen des Lebens anderer zu tun hat und etwas helfen kann. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Tu es. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Vielleicht Douglas Adams. Warum eigentlich „42“? 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Draußen sein in der Natur. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Eins geht nicht, vielleicht drei: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (M. Ende), Der Fänger im Roggen (J. D. Salinger), Owen Meany (J. Irwing). Aber eigentlich noch viele mehr ... 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Weil es auch ein guter Ort zum Leben ist. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … gerne anders kreativ tätig, z. B. als Künstler.

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die menschen im land K ommentar

Zukunftsplanung In etwas mehr als einem Jahr wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Spätestens nach der Sommerpause dieses Jahres werden sich die Parteien sich für den Wahlkampf warm machen, zumal im Mai mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland seinen Landtag neu bestimmt – eine Mini-Bundestagswahl, bei der Programme und Themen auf ihre Tauglichkeit getestet werden können. Zeit also, sich jetzt Gedanken zu machen, was man den Parteien zur künftigen Gesundheitspolitik in die Auftragsbücher schreiben will. Man muss nicht lange nachdenken, um das folgenschwerste Problem zu identifizieren, das bislang in der Politik nicht wirklich angekommen ist – und zwar weder in der Planung noch in der Realisierung: Der Nachwuchsmangel in der Ärzteschaft. Allen voran bei Hausärzten, dort vornehmlich in ländlichen Regionen, warnen die Kassenärztlichen Vereinigungen aller Bundesländer unisono seit Jahren vor dem Kollaps in der Versorgung. Wer Zahlen will, dem seien sie nochmals in Erinnerung gerufen: Etwa die Hälfte aller deutschen Hausärzte ist über 50 Jahre, ein Drittel ist älter als 60 Jahre. Setzt man die aktuellen Zahlen der Studienanfänger in der Medizin dagegen und rechnet mit einer sechs- bis achtjährigen Ausbildung, dann zeichnet sich für 2030 ein rechnerisches Fehl von mindestens 20.000 Ärzten ab. Das alles ist keineswegs neu, denn dieses Szenario hat sich über Jahre entwickelt und spitzt sich immer weiter zu. Die Ärzteschaft weist bei jeder Gelegenheit auf die Entwicklung hin und drängt die Gesundheitspolitiker ihr Versprechen, die Attraktivität des Arztberufs, insbesondere der niedergelassenen Ärzte, nachhaltig zu verbessern, auch einzulösen und den Ankündigungen Taten folgen zu lassen. So sehr man jetzt im Gedächtnis kramt – so etwas richtig Tolles ist da nicht in Erinnerung geblieben. Kein Wunder: da war auch nichts, was der Rede wert wäre. Der Fingerzeig der Politik auf die Mitverantwortung der Ärzteschaft an dieser Stelle ist sicher nicht verkehrt. Nur sind auch sie angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen überfordert, die mit den Stichworten demografischer Wandel, Verlängerung der Lebensdauer und Qualitätssteigerung in der Medizin beschrieben sind.

Kinderpsychologen, sondern die Bereiche HNO, Dermatologie, Augenheilkunde und viele mehr. Zumindest die Optiker freuen sich. Ihre Versorgungsdichte ist jedenfalls auch auf dem platten Land bei weitem größer als die der Fachärzte dieser Fakultät.

„Leistung muss sich lohnen.“ Neue gesellschaftliche Prioritäten machen natürlich auch vor der Medizin nicht halt. Die Arbeitszeiten angestellter Mediziner in Krankenhäusern und Praxen sind heute um rund ein Drittel kürzer als vor 25 Jahren und der Anteil der nur in Teilzeit tätigen Ärzte nimmt stetig zu. Auch das ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Mangelzustand in der Versorgung mit Ärzten verschärft und Konsequenzen von der Politik einfordert. Denn für zusätzliche Studienplätze sind bildungspolitische Grundsatzentscheidungen erforderlich – und viel Geld. Und natürlich müssen zusätzliche Praktikumsplätze geschaffen werden, es sind Zusatzkapazitäten in der praktischen Ausbildung in Kliniken und Praxen erforderlich – bis hin zur Frage, ob es noch Möglichkeiten der Straffung und Verkürzung der Ausbildungsdauer gibt. Auch hier ist in erster Linie die Politik gefordert, die eine Zukunftsplanung für die Gesundheitspolitik entwickeln muss, deren Ergebnisse auch noch in einer Generation die sichere Basis für die gesundheitliche Versorgung in unserem Land ist. Bei allen harten Fakten sollte letztlich nicht übersehen werden, was möglicherweise der wichtigste Motivationsfaktor für die Wahlentscheidung Medizinstudium ist: Leistung muss sich lohnen. Man kann es beklagen oder als gegeben hinnehmen: Die nachwachsende Generation hat gelernt, auf den eigenen Vorteil zu sehen. Altruismus, der gerade den Beruf des niedergelassenen Mediziners über Generationen ausgezeichnet hat, wird von ihnen freundlich belächelt. Wer also Leistung in der Medizin fordert, der muss bereit sein, sie zu honorieren: Durch einen attraktiven Beruf, eine sichere und finanziell lohnende Grundlage und – last but not least – eine gesellschaftliche Anerkennung. Denn ein bisschen reizt das immer noch.

Weitere Veränderungen kommen hinzu: Während sich in der Vergangenheit rund die Hälfte der Studenten als Allgemeinmediziner niederließ, sind es heute noch etwas mehr als zehn Prozent. Der weit überwiegende Teil entscheidet sich für andere Fachrichtungen. Das Verteilungsproblem zwischen Stadt und Land kommt hinzu. In den Innenstädten ist die Versorgungsdichte in nahezu allen Fachbereichen auskömmlich. Auf dem Land sind schon jetzt teilweise enorme Lücken vorhanden – und sie betreffen nicht die an dieser Stelle immer gern genannten

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Peter Weiher, Journalist

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T eam B eratung Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Aufklärung für Impfmuffel

In Schleswig-Holstein soll die Impfbereitschaft der Bevölkerung durch eine Kampagne erhöht werden. Arztpraxen können zielgruppenspezifisches Infomaterial für das Wartezimmer bestellen. Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden medizinischen Maßnahmen. Mit konsequentem Impfen kann die Ausrottung von bestimmten Krankheitserregern erreicht und ihr erneutes Auftreten vermieden werden. Je nach Erreger sind dazu Impfraten von über 80 bis 95 Prozent der Bevölkerung erforderlich. Wenn diese Durchimpfungsquoten erreicht sind, können Krankheiten wie z. B. Masern eliminiert werden. Masern sind keineswegs nur eine Kinderkrankheit. In den letzten beiden Jahren waren z. B. in Berlin und Lübeck bei Masernausbrüchen mehrere erwachsene, ungeimpfte Personen schwer erkrankt. Auch für junge Erwachsene wird daher ein zweimaliger Masern-Impfschutz empfohlen. Doch nur jeder fünfte Erwachsene ist entsprechend geschützt. Plakat und Flyer für das Wartezimmer Um die Bevölkerung stärker für das Thema zu sensibilisieren und die Durchimpfungsquoten zu erhöhen, hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein ein Impfkampagne gestartet, die u. a. auch von der KVSH unterstützt wird. Arztpraxen können z. B. Info-Plakate für das Wartezimmer bestellen. Diese können bei der Formularausgabe der KVSH angefordert werden kann, Tel: 04551 883 250.

Bestellung: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung, Thomas Reincke, Tel. 0431 988 5593, thomas.reincke@ sozmi.landsh.de, www.schleswigholstein.de Vergütung und Haftung Jeder niedergelassene Arzt mit abgeschlossener Facharztausbildung hat nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein die Befähigung zum Impfen. Die Schutzimpfungen zulasten der Krankenkassen sind seit dem Jahre 2007 bundeseinheitlich in der Schutzimpfungsrichtlinie geregelt, die die Pflichten von Ärzten und Krankenkassen und Leistungsansprüche der Versicherten festlegt. Zur Umsetzung der Richtlinie und Vergütung der Leistungen gibt es in jedem Bundesland außerdem eine eigene Impfvereinbarung zwischen der jeweiligen KV und den Kostenträgern, www.kvsh.de  Praxis  Verträge  Impfvereinbarungen. Die Impfleistungen werden außerbudgetär zu festen Euro-Beträgen vergütet. Das Land Schleswig-Holstein übernimmt für alle von der STIKO empfohlenen Impfungen, egal ob die Gesetzliche Krankenversicherung Kostenträger ist oder nicht. Das Land übernimmt auch die Haftung für eventuell auftretende Impfschäden. Thomas Frohberg, KVSH

Außerdem gibt es verschiedene Flyer zum Thema Impfen: ƒƒ für Babys und ihre Eltern: „Impfschutz ist babyleicht & lebenswichtig!“ ƒƒ für Schüler und Jugendliche: „Schutzimpfungen sind mega wichtig!“ ƒƒ „HPV“ für junge Mädchen ƒƒ für junge Erwachsene: Impf-Check: „Sicher in Freizeit & Job“ ƒƒ für Menschen ab 60: „Mit 60plus auch beim Impfschutz aktiv bleiben“ ƒƒ Grippe 28

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Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard aktuell

04551 883 362

anna-sofie.reinhard@kvsh.de 6 | 2016


Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Fragen

Antworten des Service-Teams

Kann die Fallkennung 90410P für Haus- und Heimbesuche ab 70 Jahre und/oder Pflegestufe II bzw. III bei über 70-jährigen Patienten weggelassen werden?

Nein, diese Fallkennung ist unabhängig vom Alter des Patienten mit Pflegestufe II oder III zwingend anzugeben.

Ein Patient wird mehrmals im Quartal ambulant operiert. Kann der präoperative Untersuchungskomplex (GOP 31010 ff.) mehrfach im Quartal abgerechnet werden?

Nein, der EBM schließt die Mehrfachberechnung der präoperativen Untersuchungskomplexe in demselben Behandlungsfall aus.

Wie kann die Beratung über die Ultraschalluntersuchung mit Biometrie und systematischer Untersuchung der fetalen Morphologie im 2. Trimenon bei der Schwangerschaftsvorsorge abgerechnet werden?

Die Beratung für diese Untersuchung ist Inhalt der GOP 01770 EBM und kann somit nicht gesondert abgerechnet werden.

Kann die Tetanol-Gabe im Verletzungsfall mit der Impfziffer 89124A, B und R abgerechnet werden?

Die Gabe von Tetanol im Verletzungsfall schließt die Abrechnung laut Impfvereinbarung aus. Es handelt sich in diesen Fällen um eine Behandlung und nicht um eine prophylaktische Schutzimpfung nach der Schutzimpfungsrichtlinie. Die Gabe von Tetanol und auch von Tetagam ist mit der Versicherten- bzw. Grundpauschale abgegolten.

Wie lange ist ein Krankenhauseinweisungsschein gültig?

Die Verordnung von Krankenhausbehandlung (Muster 2) ist quartalsübergreifend gültig. Es muss medizinisch vertretbar sein, wann die stationäre Aufnahme erfolgt. Allerdings ist die Verordnung nicht länger gültig als die Versichertenkarte.

Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr

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Laboruntersuchungen und Check-up 35 Teil 2 der Serie zur rationellen Labordiagnostik: Diesmal geht es um das Thema „ Gesundheitsuntersuchungen“, wobei ein Schwerpunkt auf dem Kapitel „ Kontrollintervalle“ liegt. Als drittes Unterthema wird das Thema „ Medikamentenmonitoring“ angesprochen.

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Labordiagnostik in der Praxis | Teil 2

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Gesundheitsuntersuchung Obligat – also bei jeder Gesundheitsuntersuchung verpflichtend – ist die Untersuchung der Parameter Cholesterin und Glucose. Nicht obligat – und damit zunächst auch nicht nötig – ist die weitere Diagnostik in Richtung einer Fettstoffwechselstörung (also Triglyceride, HDL- und LDL-Cholesterin), es sei denn, der Patient weist ein erhöhtes Risiko für eine Fettstoffwechselstörung auf. Dennoch: Die Bestimmung des Gesamtcholesterins reicht zunächst erst einmal aus. Sollte der Wert erhöht sein, kann man im Labor aus dem vorhandenen (kühl gelagerten) Serum die fehlenden Parameter („Fettstatus“) nachfordern, wenn es nötig sein sollte. Üblicherweise werden die gekühlten Serumproben für eine Woche im Labor aufbewahrt – auf besonderen Wunsch auch länger.

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Wichtig zu wissen ist, dass es „Fallen“ gibt, in die man nicht gedankenlos „hineintappen“ sollte: Bei allen Hausärzten kommen vor allem nach Neujahr viele Patienten, die ihre guten Vorsätze des Jahreswechsels umsetzen wollen. Nun sind ja nicht immer sofort Termine für Gesundheitsuntersuchungen frei, also kommen sie irgendwann Ende Januar/Anfang Februar zur Untersuchung. Dort wirken die hyperkalorischen Weihnachtsfesttage noch nach, außerdem haben sie vielleicht schon in den ersten vier Wochen des Jahres Gewicht abgenommen. Beide Faktoren können den Cholesterinspiegel erhöhen. Eine Bestimmung der Blutfette während einer Fastenphase (oder auch nur bei einer Reduktionsdiät) ist nicht sinnvoll. Ferner sollte man nach stärkeren Gewichtsänderungen eine Phase von 6-8 Wochen verstreichen lassen, bis man eine Kontrolle der Blutfette durchführt, um sich selbst nicht zu beunruhigen und den Patienten nicht zu frustrieren („Jetzt habe ich schon so schön abgenommen, aber mein Cholesterin ist sogar noch höher als vorher!“). aktuell

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Service Hinsichtlich der Glucose gilt das Gleiche. Hier ist es allerdings etwas problematischer. Wenn bei der Gesundheitsuntersuchung ein erhöhter Glucosewert festgestellt wird, kann nicht einfach der HbA1c-Wert nachgefordert werden. Diese Untersuchung wird aus dem EDTA-Röhrchen bestimmt und sollte frisch eingeschickt werden. Da man aber bei nur leicht erhöhten Glucosewerten zunächst eine Kontrolluntersuchung unter definierten Bedingungen (12 Stunden Nüchternheit, Ausschluss von nächtlichen „diätetischen Sünden“) durchführen sollte, könnte man bei dieser Kontrolle dann auch ein EDTA-Röhrchen für die Bestimmung des HbA1c-Wertes zusätzlich abnehmen lassen.

Patienten, die keine Risikofaktoren haben und bisher nicht auffällig waren, müssen nicht routinemäßig z. B. auf Nierenretentionsparameter und/oder Schilddrüsenfunktion untersucht werden. Wir haben in Deutschland eine der höchsten Untersuchungsdichten an TSH-Werten europaweit. Natürlich muss man bei Patienten, die anamnestisch oder familienanamnestisch Hinweise auf eine mögliche Funktionsstörung der Schilddrüse bieten, eine Hypooder eine Hyperthyreose ausschließen. Routinemäßig bei jeder Gesundheitsuntersuchung einen TSH-Wert „mitlaufen“ zu lassen, nur weil es so bequem ist, entspricht nicht der Maßgabe „wirtschaftlich, ausreichend, nützlich und zweckmäßig“.

Hierzu ein Exkurs: Etliche Jahre versuchten Hersteller von Labormessgeräten die Hausärzte zu überzeugen, dass die Messung des Cholesterins per „Streifentest“ in der Praxis modern, betriebswirtschaftlich sinnvoll, also unverzichtbar sei. Das ist aus verschiedenen Gründen Unsinn. Zum einen ist die Messgenauigkeit dieser Geräte schlechter als bei der Untersuchung im Großlabor. Zum anderen gibt es Fehlmessungen durch Handhabungsfehler, die falsche Ergebnisse liefern können und bestenfalls nur eine zweite Messung (= neuer Teststreifen, also doppelte Kosten) erfordern. Zum Dritten ist diese Untersuchung betriebswirtschaftlich ein „Zusatzgeschäft“, das sich nicht rechnet, selbst dann nicht, wenn man das Gerät kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt. Die Laboruntersuchung im Großlabor wird den Kassen mit 22,5 Cent in Rechnung gestellt, die Teststreifen kosten zwischen zwei und drei Euro pro Untersuchung, bei einigen Systemen kosten die „Kombistreifen“ fast fünf Euro). Allenfalls amortisierbar wäre es, wenn man die Cholesterinbestimmung „on demand“ bei Patienten durchführt, wenn diese das Ergebnis sofort wissen möchten, und dafür dann 5 Euro pro Parameter kassieren würde (IGeL), wie es in einigen Apotheken angeboten wird. .

Ein weiterer Punkt sind z. B. die Antikörper gegen citrullinierte Peptide/Proteine, kurz anti-CCP in der Rheuma-Diagnostik. Diese Antikörper besitzen eine mäßige Sensitivität, aber eine hohe Spezifität. Das bedeutet, dass man die anti-CCP-Antikörper hauptsächlich dazu einsetzen kann, dem Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen zu können, dass er kein Rheuma hat (Spezifität = 96 Prozent, das Restrisiko, dass er dann doch ein Rheuma hat, liegt also bei 4 Prozent). Die Sensitivität („Empfindlichkeit“) liegt zwischen 40 und 60 Prozent, hier sind die Rheumafaktoren mit einer Sensitivität von 70 bis 80 Prozent besser, bei einer gleichzeitig schlechteren Spezifität (60 bis 80 Prozent). Man sollte also die anti-CCP-Antikörper nicht als Verlaufsparameter der Therapie einer rheumatischen Erkrankung einsetzen, dafür taugen sie nicht. Diese Tatsache ist auch im EBM abgebildet, der eine Bestimmung der anti-CCP-AK (GOP 32489) nur einmal im Krankheitsfall, also definitionsgemäß nur einmal bei derselben Erkrankung innerhalb eines Jahres, zulässt. In der Frühdiagnostik (bzw. vor allem zum Ausschluss) einer rheumatischen Erkrankung sind sie nahezu unersetzlich.

Für die Gesundheitsuntersuchung gilt das soeben im Exkurs Geschriebene nicht, da die Bestimmung des Cholesterins und der Glucose eine obligate Leistung ist und dem Patienten nicht außerhalb der GKV-Versorgung (IGeL) in Rechnung gestellt werden darf.

Kontrollintervalle Ein weiterer Punkt dieser Artikelserie betrifft die Kontrollintervalle einmal erhobener pathologischer oder grenzwertiger Laborergebnisse. Über die Sinnhaftigkeit bezüglich der Häufigkeit der erforderlichen Laborkontrollen gibt es unterschiedliche Aussagen. Hier ergibt sich jedoch für die Praxen eine Chance, unnötige Untersuchungen zu vermeiden und sich dadurch den Laborbonus zu erhalten. Genauso, wie man bei komplikationsfreien Patienten körperliche Untersuchungen auf größere Intervalle strecken und damit Zeit einsparen kann, die man besser für Patienten einsetzen sollte, die diese Zeit dringender brauchen, kann man die Laborkontrollen in vielen Fällen am Anfang häufiger durchführen, mit zunehmendem Abstand vom auslösenden Ereignis dann die Intervalle verlängern. Als Beispiel kann man die Kontrolle des Quick-/INR-Wertes bei mit Phenprocoumon (Marcumar®) antikoagulierten Patienten anführen. In der Einstellphase wird man die Kontrollen häufiger durchführen müssen. Bei stabiler Einstellung reicht eine vierwöchentliche Kontrolle In vielen Fällen sind auch Intervalle von sechs Wochen möglich.

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Für diese Überlegungen gäbe es noch Dutzende von Beispielen, die man sich selbst in der Praxisroutine vornehmen und gegebenenfalls verbessern kann. Das letzte Beispiel führt auf ein Thema, das in einer „arbeitsteiligen medizinischen Versorgung“ ein zunehmendes wirtschaftliches Problem bedeutet: Das Monitoring bei bestimmten medikamentösen Therapien.

Medikamentenmonitoring Hinsichtlich des Medikamentenmonitorings bei Patienten, die unter einer Dauermedikation von möglicherweise schädigenden Substanzen stehen, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Eine gute Übersicht zur Notwendigkeit beim Medikamentenmonitoring findet sich in der S1-Leitlinie „Medikamentenmonitoring“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) auf der Website der DEGAM: www.degam.de/leitlinien.html. Dort gibt es eine Tabelle, die man sich in Papierform auf den Schreibtisch legen oder als PDF auf dem Desktop speichern kann (siehe Seite 33). Hierzu ist anzumerken, dass besonders hier viele unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden sind, wenn sich Gebietsarzt und Hausarzt einigen, wer wann was untersucht, und wenn man sich die Ergebnisse per Fax oder E-Mail (KV SafeMail) zukommen lässt. Laborärzte berichten immer wieder, dass sie bei ein und demselben Patienten zeitnah die identischen Laboruntersuchungen durchführen (müssen), weil die Beteiligten sich nicht informieren, dass diese Untersuchungen mit diesem oder jenem Ergebnis vor kurzer Zeit erfolgt sind. Aus Datenschutzgründen dürfen

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die Laborärzte die Ärzte nicht anrufen und ihnen mitteilen, dass diese Untersuchung gerade schon einmal durchgeführt wurde. Vielleicht ist es auch sinnvoll, sich die Monitoring-Aufgaben „zu teilen“. Wenn der Patient, der regelmäßig wegen einer bipolaren Depression Lithium-Präparate nehmen muss, und bei dem in gewissen Abständen Spiegelkontrollen erfolgen sollen, einmal im Jahr beim Neurologen und einmal im Jahr beim Hausarzt ist, kann man sich ja verabreden, wer die notwendige Spiegelkontrolle durchführt. Oft reicht es auch, dem behandelnden Kollegen per Fax, Telefon oder E-Mail das Ergebnis mitzuteilen.

Dokumentation mit dem Datum, an dem das Medikament abgesetzt werden soll, einfügen. Dieser Eintrag gerät dann nicht durch die aktuellen Einträge aus dem Blickfeld, sondern steht immer in einer der untersten Zeilen, bis sein „Verfallsdatum“ erreicht ist.

Nun sind ja Blutabnahmen in der Regel – im Gegensatz z. B. zu Röntgenuntersuchungen – nicht gesundheitsschädlich. Sie verursachen aber Kosten und Arbeit, die man einsparen könnte.

Facharzt für Allgemeinmedizin, Lübeck

Mit diesen Maßnahmen kann man seine Laboranforderungen kritisch überprüfen und überflüssige Untersuchungen vermeiden. Doppeluntersuchungen werden sich nicht immer vollends eliminieren lassen, sollten aber auf ein Minimum reduziert werden. Dann klappt das auch wieder mit dem Wirtschaftlichkeitsbonus. Prof. Dr. Jens-Martin Träder,

Wichtig für die Praxisroutine ist es auch, dass man sich bei Patienten, die neu auf diese Substanzen eingestellt werden, einen Vermerk in der Patientendokumentation macht, welche Parameter zunächst wie oft durchgeführt werden sollen, und ab wann die Kontrollintervalle dann wahrscheinlich „gestreckt“ werden können, sonst läuft die Routine („einmal im Monat Kontrolle“) einfach so weiter und verursacht unnötige Arbeit und Kosten. Genauso sollte man sich „Endtermine“ bestimmter Medikationen (z. B. Neue orale Antikoagulantien (NOAK) nach kardiovaskulären Eingriffen usw.) markieren, damit nicht unkontrolliert Rezeptanforderungen über die notwendigen Zeiträume hinweg weiter laufen. Dazu kann man sich einen (vordatierten) Eintrag in der

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Service Labormonitoring bei Patienten mit speziellen therapeutischen Maßnahmen

2 Monate lang

×

>

×

4 Monate lang

×

>

× ×

6 Monate lang

×

××

×

×

×

×

3 Monate lang

×

weitere 3 Monate

×

> Methotrexat (Lantarel)

××

×

×

×

1 Monat lang

× ×

weitere 2 Monate

×

> Clozapin (Leponex)

1

××

4 Monate lang

× ×

> Olanzepin (Zyprexa)

×

×

3 Monate lang

×

> Amiodaron

×

×

Dronedaron (Multaq)

×

×2

×

×

×

Phenytoin (Zentropil)

×

×

Valproat (Ergenyl, Orfiril, Leptilan)

×

×

Lithium (Quilonum)

×

× 6 Monate lang

×

> Thrombinhemmer (Paradaxa, Xarelto)

× ×

Risperidon (Risperdal)

×

× 3 Monate lang

×

> ×3 ×3

×

× ×

×

×

×

×4

1 Monat lang

×

weitere 5 Monate

×

> Carbamazepin

×

×

×3

1 Monat lang weitere 5 Monate

× × ×

> Primidon (Liskantin, Mylepsinum)

×

×

×

Agomelatin (Valdoxan)

×

×

3 Monate lang

×

> Phenprocoumon (Marcumar)

×

×

×

ACE-Hemmer/Sartan

×6

×

Diuretikum

×

×

6

Statin 8 (Myopathie) Digitalis 8 (Intoxikationszeichen) Thiamazol 8 (Agranulozytose)

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× × × ×

Kortison > 7,5 mg/Tag Heparin NMH (Mono, Embolex, Clexane usw.) 7

6

×

×

Eventuell nach neun Jahren Kontrolle beenden; 2 Sieben Tage nach Beginn; 3 Nur Na; 4 Im Quartal; 5 Intervall nach INR individuell gestalten; 6 Nur K und Na; 7 Zu der Notwendigkeit von Thrombozyten-Kontrollen existieren widersprüchliche Aussagen. Bei der dauerhaften Gabe kann auf Laborkontrollen verzichtet werden, 8 Labor nur bei klinisch-anamnestischen Hinweisen (Agranulozytose bei Thiamazol: 3 von 10.000) 1

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Quelle: Medikamentenmonitoring, Leitlinie der DEGAM, Autoren: A. Mainz, S. Brockmann, publiziert: 09/2013, gültig bis: 30.09.2018

×

> Mesalazin/Sulfasalazin (Salofalk)

Jährlich

××

×

halbjährlich

Leflunomid (Arava)

wöchentlich

××

Spiegel

Cyclophosphamid (Endoxan)

Gerinnung

××

BZ

Chloroquin (Resochin)

TSH

×

Urin stix

××

eGFR

GGT, GPT

Azathioprin (Imurek)

Na, K, Ca

BB=x Diff.BB=xx

Mögliches Makro-Kürzel (einzelne Handelsnamen)

im Quartal

Intervall

alle 8 Wochen

Zeitraum

alle 4 Wochen

Laborparameter

alle 2 Wochen

Medikamente


SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte

fÜR Ärzte

thema: 8. Infotag für Existenzgründer

thema: R  efresherkurs Säuglingshüfte

und Praxisabgeber datum: 18. Juni 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 2. Juli 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr 26. November 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

Nach sieben erfolgreichen Veranstaltungen bieten die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die Ärztekammer Schleswig-Holstein und die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein erneut gemeinsam den Infotag für Existenzgründer und Praxisabgeber an.

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1.

Auf dem Programm stehen Vorträge sowohl für die Praxisabgeber als auch für die Existenzgründer. Ein Mittagsimbiss wird gemeinsam eingenommen. Referieren werden ein Rechtsanwalt, ein Steuerberater und Vertreter der Veranstalter, die zudem für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos, 150 Euro inklusive Verpflegung für Teilnehmer aus anderen Bundesländern

Ort: A kademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Esmarchstraße 4, Bad Segeberg

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder Email) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Teilnahmegebühr:  35 Euro inklusive Seminarunterlagen, Verpflegung TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Anmelden können sich Interessenten unter Verwendung der Seminar-Nr.: 0523-20 bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird die rechtzeitige Anmeldung empfohlen.

Fortbildungspunkte:.10

Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Deutsche Apotheker- und Ärztebank Fax 0180 3000 746 3104 E-Mail seminare@apobank.de

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Ein Anmeldeformular finden Sie auf der Homepage der KVSH unter www.kvsh.de

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Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg

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Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail ute.tasche@kvsh.de

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Service

fÜR Ärzte in Weiterbildung thema: Traineeveranstaltung

datum: 8. Juli 2016, 10.00 bis 16.00 Uhr 7. Oktober 2016 Immer mehr Ärzte in der ambulanten Versorgung entscheiden sich dafür, in Kooperation mit Kollegen zu arbeiten. Die Möglichkeiten, gemeinsam tätig zu werden, sind vielfältig: Kleines oder großes Team, Praxischef, Teilhaber einer Kooperation oder Angestellter in einer größeren Praxis. Bei der Traineeveranstaltung berichten Ärzte über ihren Weg zur gemeinsamen Berufsausübung. Ärzte aus Schleswig-Holstein berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen und ein Experte gibt einen Überblick, welche Kooperationsmodelle heute möglich sind: • Priv.-Doz. Dr. Julia Holle, Rheumatologin, hat zu Jahresbeginn zusammen mit einem Praxispartner eine rheumatologische Schwerpunktpraxis in Neumünster eröffnet. • Dr. Bernhard Bambas, Augenarzt, niedergelassen seit 23 Jahren mit seiner Frau und Praxispartnerin Carmen Bambas in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Segeberg. • Dr. Christian Büll, Orthopäde, ist Teil eines überregionalen Zusammenschlusses von orthopädischen, unfallchirurgischen, neurochirurgischen und plastisch-chirurgischen Praxen mit insgesamt mehr als zehn Ärzten. • Thomas Rampoldt, Geschäftsführer der Ärztegenossenschaft Nord hat bereits viele Ärzte bei ihrem Start in die Selbstständigkeit begleitet. ORT: Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung, Esmarchstraße 4, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: k ostenlos Fortbildungspunkte: 7 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Um die Vorbereitung zu erleichtern, wird die rechtzeitige Anmeldung per Fax oder per E-Mail (akademie@aeksh.org) bis zum 30. Juni 2016 empfohlen.

Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung

Abt. Zulassung/Praxisberatung der KVSH

Alexander Waschkau Tel. 04551 803 753 Fax 04551 803 751 E-Mail alexander.waschkau@ aeksh.org

Bettina Fanselow Tel. 04551 883 255 Fax 04551 883 276 E-Mail bettina.fanselow@kvsh.de

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fÜR Ärzte in Weiterbildung

fÜR Ärzte und Mitarbeiter

thema: F  ortbildungsveranstaltung zum

thema: Heilmittelverordnungen bei Kindern

Facharzt für Allgemeinmedizin datum: 13. Juli 2016, 15.00 bis 18.00 Uhr

datum: 31. August 2016, 15.00 bis 18.00 Uhr

Die ambulante Versorgung ist im Wandel. Mehr als 600 Hausärzte werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand treten und suchen Nachfolger. Durch diesen Generationswechsel ergeben sich für Fachärzte für Allgemeinmedizin viele Möglichkeiten, nach der Weiterbildung in SchleswigHolstein tätig zu werden. Gern wollen wir mit angehenden Fachärzten für Allgemeinmedizin über die beruflichen Chancen in der ambulanten Versorgung und die medizinischen Herausforderungen in der Hausarztpraxis ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung zielt nicht allein darauf ab, medizinische Themen zu vermitteln, sondern wird auch Themen rund um die Niederlassung beinhalten. Die Teilnehmer können sich untereinander austauschen und auch mit der KVSH in Kontakt kommen. So soll geklärt werden, welche Unterstützung junge Allgemeinmediziner benötigen, um sich niederzulassen. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Jens-Martin Träder, Lehrprofessor für Allgemeinmedizin an der Universität zu Lübeck und niedergelassener Hausarzt geleitet, der zu dem medizinischen Thema: „Naturheilverfahren in der Hausarztpraxis“ referieren wird. Frau Dr. Karin Erasmi, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Flintbek, berichtet über ihren Quereinstieg in die Allgemeinmedizin, den hindernisreichen Weg zur eigenen Praxis sowie ihre Überzeugung, den „richtigen“ Weg beschritten zu haben.

Die Verordnungszahlen für Heilmittel liegen in Schleswig-Holstein seit Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt, ohne dass es dafür eine Evidenz gibt. Seit 2014 führt die KVSH Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Mitarbeiter zum Thema „Verordnungen“ durch. Aufgrund eines Infobriefes an Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte sowie Kinder- und Jugendpsychiater zum Thema Ergotherapie bei Kindern haben wir die Rückmeldung erhalten, dass ein großes Interesse an weiterführenden Informationen besteht. Dr. Michael Hauch ist Kinderarzt in Düsseldorf und hat das Buch „Kindheit ist keine Krankheit“ geschrieben. Er schildert darin den Alltag eines Kinderarztes, der häufig mit Wünschen von Eltern oder Erziehern für eine Therapie bei Kindern konfrontiert wird. Wir haben Herrn Dr. Hauch eingeladen, hier in Schleswig-Holstein einen Vortrag zum Thema „Heilmittelverordnungen bei Kindern“ zu halten. ORT:  Hörsaal der Chirurgie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Arnold-Heller-Str. 7, Haus 18, 24105 Kiel Teilnahmegebühr: kostenlos Fortbildungspunkte: 4 (Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen) TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Wegen Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird die rechtzeitige Anmeldung empfohlen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und gelten als bestätigt, sofern Sie keine anderweitige Meldung bekommen!

ORT: Hotel „Der Seehof“, Lüneburger Damm 1, 23909 Ratzeburg, (Fahrtkostenerstattung in Höhe von 20 Cent/km) Teilnahmegebühr: k ostenlos Fortbildungspunkte: 4 (Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen) TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Anmeldungen werden bis zum 6. Juli 2016 in schriftlicher Form (Brief/Fax oder E-Mail) angenommen.

kontakt + anmeldung Abt. Zulassung/Praxisberatung

kontakt + anmeldung Abteilung Struktur und Verträge

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Petra Fitzner Tel. 04551 883 384 Fax 04551 883 276 E-Mail weiterbildung@kvsh.de 36

Anna-Sofie Reinhard Ellen Roy Tel. 04551 883 362 04551 883 931 Fax 04551 883 390 04551 883 390 E-Mail anna-sofie.reinhard@kvsh.de ellen.roy@kvsh.de Nordlicht

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fÜR Ärzte und Psychotherapeuten thema: Moderatorengrundausbildung

für Qualitätszirkel datum: 9. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr Ergebnisorientiertes Arbeiten im Qualitätszirkel erfordert Moderation. Sie sollte zielorientiert, achtsam und methodisch sein. Dies erfordert Übung und Methodik. Beides sind wesentliche Bestandteile dieser speziellen Moderatorengrundausbildung für die Qualitätszirkelarbeit. In den letzten Jahren wurden viele Techniken und sogenannte Qualitätszirkelmodule entwickelt, die dem Moderator die Arbeit erheblich erleichtern können. • Die Teilnehmer werden in der Grundausbildung qualifiziert, • das Setting eines Qualitätszirkels zu erarbeiten, • den Zirkel zu moderieren, • verschiedene QZ-Techniken bedarfsgerecht einzusetzen, • die Gruppenprozesse in Qualitätszirkelsitzungen zu steuern und • mit schwierigen Situationen in Gruppenprozessen umzugehen. Inhalte des Seminars: • Moderationstechniken • QZ-Module • Übung von Moderationssituationen • Umgang mit Teilnehmern • Kommunikation und Gruppendynamik • Rahmenbedingungen zur Qualitätszirkelarbeit • Gründung von Qualitätszirkeln Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr:  200 Euro inklusive Tagungspauschale für Material und Verpflegung Fortbildungspunkte:.20

© istock.com/ Dmitriy Shironosov

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Regina Steffen Tel. 04551 883 292 Fax 04551 883 374 E-Mail regina.steffen@kvsh.de 6 | 2016

Paul Brandenburg 04551 883 637 04551 883 374 paul.brandenburg@kvsh.de Nordlicht

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SERVICE

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: Qualitätsmanagement –

die G-BA Richtlinie erfüllen

datum: 14. September 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern? In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro Fortbildungspunkte:.5

© istock.com/Sandra O‘Claire

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de 38

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Service

Veranstaltungen KVSH

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

10. Juni 2016, 15.00 Uhr

Praxis Dialog: Mit W.A.N.Z zum Ziel

6. Juli 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de

Ort: Hotel Prisma, Max-Johannsen-Brücke 1, 24537 Neumünster Info: Veranstalter: Ärztegenossenschaft und Q-Pharm. Referent: Rechtsanwalt Dr. Joachim Kasper www.aegnord.de

17. Juni 2016, 16 Uhr

1. Gesundheitspolitischer Dialog: Selbstverwaltung Ort: Ärztegenossenschaft Nord eG, Bahnhofstr. 1–3, 23795 Bad Segeberg Info: Gemeinsame Veranstaltung von Hartmannbund Schleswig-Holstein, NAV-Virchowbund Schleswig-Holstein und Ärztegenossenschaft Nord anlässlich der Wahlen zur KV-Abgeordnetenversammlung. Begrenzte Teilnehmerzahl mit Anmeldung. www.aegnord.de

25. Juni 2016, 9.00 bis 13.00 Uhr

5. Lübecker Dermato-Onkologie Symposium

www.kvsh.de

Ort: Atlantic Hotel Lübeck, Schmiedestraße 9 - 15, 23552 Lübeck Info: Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 18. Juni 2016 erbeten! Tagungssekretariat: Wiebke Schmidt, Fax 0451 500 29 81, Tel. 0451 500 69 85 (Di. – Do.) E-Mail: wiebke.schmidt@uksh.de www.uksh.de/dermatologie-luebeck

27. Juli 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Infomarkt der KVSH Ort: Sitzungszentrum der KVSH Bismarckallee 1 – 6, 23795 Bad Segeberg Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.kvsh.de

29. Juni 2016, 16.30 Uhr

Bebo-Konferenz – Therapie der weiblichen Inkontinenz: Operativ versus konservativ/was und für wen?

KVSH-Kreisstellen 15. Juni 2016, 18.00 Uhr

Neurologie für Nicht-Neurologen: Morbus Parkinson – Tipps und Tricks in der Therapie; Epilepsie-Therapie – Was ist wichtig? Borreliose – Mythos und Wahrheit Ort: Diako Fliednersaal, Info: Tel. 0461 812 2103, www.diako.de oder Tel. 0461 816 2511, www.malteser-franziskus.de, Anmeldung unter Tel. 04551 88130 www.aeksh.de

Schleswig-Holstein

Ort: UKSH, Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, Haus 13 Info: Anmeldung: Tel. 0451 500 6113, Referent: PD. Dr. med. Banz-Jansen, Gynäkologie www.uksh.de

6. Juli 2016, 13.30 bis 15.00 Uhr

„I Wanna get High“: Rausch und Drogen in der Popmusik Ort: AHG Klink Lübeck, Vortragsraum, Weidenweg 9-15, 23562 Lübeck Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tel. 0451 58 94 0, Referent: Dr. Kai Wendt, Oberarzt, AHG Klinik Lübeck E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

14. September 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr

8. Juni 2016, 15.00 Uhr

Lebererkrankungen

Generalversammlung der Ärztegenossenschaft Nord

Ort: Strandhotel Glücksburg, Kirstenstraße 6, Glücksburg Info: Tel. 0461 816 2511, Referenten: PD Dr. A. Franke, Prof. Dr. S. Timm, Medizinische Klinik II, Klinik für Chirurgie (St. Franziskus-Hospital) www.malteser-franziskus.de

Ort: Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg Info: Für Mitglieder und Gäste! www.aegnord.de

8. Juni 2016, 19.30 Uhr

Balintgruppe Eckernförde

17. September 2016, 9.00 bis 17.10 Uhr

Ort: Langebrückstraße 20, 24340 Eckernförde Info: Kontakt: Dr. Gaissmaier, Tel. 04351 76 77 38 E-Mail: dr.m.f.x.gaissmaier@t-online.de

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CT und MRT des Herzens, 1. Teil: Herz-MRT Ort: Universität zu Lübeck, Audimax, Hörsaal AM4, Mönkhofer Weg, 23562 Lübeck Info: Tel. 0451 500 2129, Fax 0451 500 6497, Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 9. September 2016 erbeten! www.uksh.de/radiologie-luebeck Nordlicht

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

aha!-Programm Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 40

Nordlicht

Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Gruppentherapievertrag Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Hautkrebs-Screening Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 HIV/AIDS Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 aktuell

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Service kontakt

HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Marleen Staacke������������������������������������������������������������������������������ 596 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Melanie Lübker�������������������������������������������������������������������������������� 427 Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 6 | 2016

Nordlicht

Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Sabrina Wienke�������������������������������������������������������������������������������� 527 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen............................................................................... 458 Röntgen (Anträge) Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Röntgen (Qualitätssicherung) Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������ 458 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Christopher Lewering����������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 aktuell

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Service kontakt

Tonsillotomie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� 930 Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� 351 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

Impressum Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12 Zweitmeinungsverfahren Nadja Kleinert��������������������������������������������������������������������������� 9010 25

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht aktuell

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder; Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 6 | 2016

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Frauenärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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Nordlicht 06 2016 web