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nr. 5 | 2018

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Mai 2018 | 21. Jahrgang

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Neue EU-Datenschutzvorschriften

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Was Praxen jetzt wissen mĂźssen


Inhalt seite

rubrik/Thema

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Aus dem Inhalt

TITELTHEMA 4 Europäische Union legt neue Vorschriften für den

Datenschutz fest: Was Praxen jetzt wissen müssen

6 Datenschutz im Detail: Hinweise und Empfehlungen

zur Umsetzung der EU Datenschutz-Grundverordnung

9 Checkliste: Das ist in Sachen Datenschutz zu tun 10 „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten“: Ausfüllbeispiel für den Praxisalltag

Mit Stichtag 25. Mai 2018 gilt in Deutschland die neue EU Datenschutz-Grundverordnung. Ihre Regelungen betreffen auch die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, denn sie werden dazu verpflichtet, datenschutzrechtliche Grundsätze einzuhalten. Im Titelthema erläutern wir, wie sich die Praxen am besten auf die neuen Regelungen vorbereiten können.

11 Patienteninformation zum Datenschutz 13 Die Bedeutung der EU Datenschutz-Grundverordnung: Interview mit Andreas Rübsam, Datenschutzexperte

16 Nachrichten Kompakt Gesundheitspolitik

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18 Nachwuchskampagne der KVSH:

Mehr.Arzt.Leben! mit neuem Look

Praxis & KV 20 „Kollegiale Treffen bringen Licht in die Blackbox“:

Interview mit Gloria Lawrenz, Assistenzbeauftragte des Vorstands der KVSH für Ärzte in Weiterbildung

22 Innovationsfonds-Projekt „Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“: Informationen für Hausärzte

24 Alkoholismus richtig diagnostizieren und behandeln: Interview mit Dr. phil. Clemens Veltrup, leitender Therapeut in der Fachklinik Freudenholm-Ruhleben

Die Nachwuchskampagne der KVSH „ Mehr.Arzt.Leben!“ punktet auch in diesem Jahr wieder mit vielen Aktionen und Informationsangeboten an den Universitäten in Kiel, Lübeck und Hamburg. So sollen junge Mediziner möglichst früh für eine Tätigkeit als Haus- oder Facharzt in Schleswig-Holstein begeistert werden. Neu ist dabei das Erscheinungsbild der Kampagne: Es wird maritim.

26 Serie: Die Kreisstelle Dithmarschen stellt sich vor 28 Bekanntmachungen und Meldungen

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29 Aktuelle Entwicklungen in der Psychotherapie 30 Neues aus KVen und KBV Die Menschen im Land 31 Kommentar: Beweise 32 Kieler Ärzte im Slum von Nairobi 35 Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

Dr. Friederike Besch und Dr. Lutz Besch sind zurück von ihrem Hilfseinsatz in Kenia. Dort arbeitete das ÄrzteEhepaar aus Elmschenhagen in der Ambulanz des Baraka Health Center in Nairobi.

Service 36 Sicher durch den Verordnungsdschungel: Flüssignahrung richtig verordnen

37 Sie fragen – wir antworten 38 Verordnungshinweise speziell für Psychotherapeuten 39 Seminare 47 Termine

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 5 | 2018 EDITORIAL Dr. Ralph Ennenbach, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, alles neu macht der Mai! Diesmal hat die Landesärztekammer schon den April genutzt, um eine echte Revolution einzuleiten: Die zeitgemäße Weiterentwicklung der Fernbehandlung. Mit der Öffnung der Vorgabe einer (unmittelbaren) persönlichen Behandlung für Fälle, die eine solche Form nicht benötigen, ist mehr Rechtssicherheit für Ärzte verbunden. In einer Zeit, in der immer größere Teile der Bevölkerung auf schnelle (oder besser sofortige), internetbasierte oder telefonische Kommunikation setzen, eine Problemlösungskompetenz zu praktisch jeder Tageszeit einfordern, wäre das reine Festhalten am Prozess „Anmelden, Warten, Behandeln“ zwar einerseits ein Pro in Richtung Qualität, aber andererseits auch eine Verweigerung auf niederschwellige gesellschaftliche Erwartungen. Nicht, dass Sie mich missverstehen: Nicht alles Neue ist wirklich eine Innovation. Soziale Kommunikation der Neuzeit ist häufig nur ein schwacher Abklatsch, der dem Menschen möglichen Kommunikation in Bezug auf Vertrauen, Nähe und soziale Gemeinschaft. Es können sich aber durchaus Vorteile etablieren, etwa dann, wenn es gelänge, bei „kleineren“ Problemen unnötige Termine in der Arztpraxis durch praktische und rationelle Kurzberatung am (Video-)Telefon zu ersetzen. Demgegenüber stehen natürlich auch Risiken. Unter anderem ist völlig unklar, ob der Kanal Telefon zu einer Kannibalisierung ärztlicher Verfügbarkeit führen könnte. Eine 24/7-Nutzung durch einen Großteil der Bevölkerung kann schon rein kapazitätsmäßig nicht erfüllt werden. Diese ambivalenten Faktoren kommen dann ins Gleichgewicht, wenn ein Bekenntnis zu mehr Steuerung der Patientenwünsche hinzutritt und es z. B. gelänge, die jeweiligen Bedürfnisse auf die niedrigste Ebene der ärztlichen Interaktion zu lenken. Das wäre deutlich seltener als heute mit der Inanspruchnahme des Notdienstes der Fall. Hier gibt es viel, was die Selbstverwaltung in den nächsten Jahren maßgeblich gestalten und im eigenen Interesse auch wollen wird. Ganz andere Gestaltungsvorgaben kommen aus Brüssel. Diese tragen den Namen „EU DatenschutzGrundverordnung“, die am 25. Mai auch in Deutschland rechtskräftig wird. Für die Einen ein Meilenstein, der den Verbraucher stärkt. Für die Anderen eine Katastrophe, denn die EU-Vorgaben bürden dem öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich eine Fülle neuer Pflichten und Schadenersatzrisiken auf – Abmahnkanzleien reiben sich bereits jetzt die Hände. Zum nicht-öffentlichen Bereich zählen alle privatwirtschaftlichen Unternehmen, zu denen auch Arztpraxen gehören. Und dies ist der Grund, warum wir uns im Titelthema dieser Nordlicht-Ausgabe mit der EU Datenschutz-Grundverordnung überhaupt beschäftigen: Wir geben einen Überblick, über die wesentlichen Punkte der neuen Datenschutzvorschriften und zeigen anhand vieler Beispiele und Dokumentvorlagen, was niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten wissen müssen, um die EU-Vorgaben erfüllen zu können. Im Vordergrund stehen also Information und Service, über Sinn und Unsinn der Verordnung muss auf anderer Ebene diskutiert werden. Ihr

Dr. Ralph Ennenbach 5 | 2018

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Titelthema N eue E U - D atens c hutzvors c hriften

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Was Praxen jetzt wissen müssen

Ab dem 25. Mai gilt auch in Deutschland die EU Datenschutz-Grundverordnung (EU DS-GVO). Für Ärzte und Psychotherapeuten bedeutet dies vor allem, dass sie die Einhaltung des Datenschutzes nachweisen müssen. Die Informationen auf den folgenden Seiten sollen Praxen dabei helfen, die Anforderungen umzusetzen. Zunächst ein Überblick. Viele Vorgaben, die in der EU Datenschutz-Grundverordnung enthalten sind, werden bereits in Praxen berücksichtigt. Ihre inhaltlichen Anforderungen ähneln vielfach dem derzeit geltenden Recht.

Die DS-GVO gilt für den gesamten öffentlichen Bereich, also für private Unternehmen, öffentliche Stellen, freiberuflich Tätige oder Vereine. Sie vereinheitlicht die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten.

Datenschutz wird noch wichtiger Schon jetzt müssen Ärzte und Psychotherapeuten den Datenschutz wahren: Gesetzliche Grundlagen sind insbesondere das SGB V und das Bundesdatenschutzgesetz. Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sind Ärzte und Psychotherapeuten künftig auch verpflichtet nachzuweisen, dass sie die datenschutzrechtlichen Grundsätze einhalten, zum Beispiel gegenüber den Aufsichtsbehörden. Außerdem kommen neue Informationspflichten gegenüber den Patienten hinzu.

Um diese Daten und ihren Schutz geht es Unter dem Begriff „Verarbeiten“ werden alle Tätigkeiten, wie Erheben und Abfragen, Ordnen, Speichern, Anpassen und Ändern, Auslesen und Weiterleiten, Löschen und Vernichten der Daten zusammengefasst. In den Praxen beginnt dieser Prozess quasi bei der Terminvereinbarung am Telefon oder dem Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK).

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Titelthema Für Praxen geht es insbesondere um den Schutz der: ƒƒ Patientendaten (Gesundheitsdaten), die sie für die Behandlung der Patienten – ob gesetzlich oder privat versichert – benötigen, zum Beispiel Name und Versicherungsnummer, Befunde, Blutwerte, Röntgenaufnahmen ƒƒ Personaldaten, die sie als Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern benötigen – zum Beispiel Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer Rein private Daten des Praxisinhabers, zum Beispiel die auf seinem Rechner gespeicherten Kontaktdaten von Familie und Freunden, unterliegen nicht der Datenschutz-Grundverordnung.

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Auf einen Blick: Das ist in puncto Datenschutz jetzt zu tun Viele Praxen haben längst Vorkehrungen getroffen und die Einhaltung des Datenschutzes zur „Chefsache“ erklärt. Jetzt geht es vor allem darum, die getroffenen Maßnahmen zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass das Getane in puncto Datenschutz ab 25. Mai auch belegt werden kann. So können sie drohende Sanktionen vermeiden.

Praxis MVZ

Nicht alles ist neu, sodass vorhandene Dokumente teilweise nur angepasst werden müssen. Praxis

Die folgende Übersicht soll dabei helfen. Sie führt auf, was Praxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) vorhalten müssen, um der Informations- und Nachweispflicht nach der DS-GVO gerecht zu werden. Im Folgenden werden die Punkte näher erläutert. Nicht alles ist neu, sodass vorhandene Dokumente teilweise nur angepasst werden müssen. Was Praxen und MVZ ab 25. Mai benötigen

ƒƒ V  erzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, das die Praxis auf Verlangen der Aufsichtsbehörde vorlegen kann. ƒƒ Aufstellung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die die Praxis zum Schutz von personenbezogenen Daten ergreift. ƒƒ Patienteninformation zum Datenschutz in der Praxis ƒƒ Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung mit Softwareanbietern und anderen Dienstleistern, wenn diese auf Patienten- oder Mitarbeiterdaten zugreifen können.

Große Praxen und große MVZ: ƒƒ Einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten, wenn in der Praxis mindestens zehn Personen regelmäßig personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, zum Beispiel am Empfang. Darüber hinaus kann dies erforderlich sein: ƒƒ In seltenen Fällen kann eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig sein, zum Beispiel wenn große Mengen an personenbezogenen Daten verarbeitet oder die Praxisräume systematisch videoüberwacht werden. Diese Praxen benötigen unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter ebenfalls einen Datenschutzbeauftragten. ƒƒ Praxen, die mit Einwilligungserklärungen des Patienten arbeiten, zum Beispiel bei der Weitergabe von Daten an eine privatärztliche Verrechnungsstelle, müssen die Erklärung um einen Hinweis auf Widerrufbarkeit ergänzen. ƒƒ Praxen, die eine Internet- oder Facebook-Seite anbieten, sollten die Datenschutzerklärung prüfen und gegebenenfalls anpassen. Dies gilt ebenso, wenn personenbezogene Daten, zum Beispiel über Kontaktformulare oder für einen Praxis-Newsletter erfasst und gespeichert werden. Tipp

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Nutzen Sie die Checkliste „Das ist in puncto Datenschutz zu tun“ – zum Heraustrennen auf Seite 9 oder als Download auf der Startseite unserer Homepage www.kvsh.de Schritt

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Hinweise und Empfehlungen zur Umsetzung Nach dem Überblick geht es nun ins Detail: Was Praxen und MVZ ab 25. Mai zur Umsetzung der EU Datenschutz-Grundverordnung benötigen, wird auf den folgenden Seiten näher erläutert. © istock.com/Aslan Alphan

Prüfen Sie bei der Erstellung des Verzeichnisses auch, ob bestimmte Datenverarbeitungsvorgänge ein besonders hohes Risiko bergen. Dann könnte unter Umständen eine DatenschutzFolgenabschätzung nötig sein (s. Seite 8).

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Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Praxen benötigen ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Darin werden Tätigkeiten beziehungsweise Vorgänge erfasst, bei denen in der Praxis personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die Aufstellung und Beschreibung der Tätigkeiten ist auf Verlangen der Aufsichtsbehörde bereitzustellen. Liegt kein Verzeichnis vor, drohen Geldstrafen. Das ist zu tun

Schritt 1 Für das Erstellen des Verzeichnisses sollten Sie zunächst überlegen, wo überall in der Praxis personenbezogene Daten verarbeitet, also zum Beispiel erhoben, gespeichert, bearSchritt beitet oder weitergeleitet werden. Dabei bietet es sich an, Tätigkeiten, die demselben Zweck dienen, zusammenzufassen.

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Schritt

Eine Tätigkeit, die in allen Praxen anfallen dürfte, ist die Nutzung des Praxisverwaltungssystems zum Zwecke der ärztlichen/ psychotherapeutischen Dokumentation in der Patientenakte, der Qualitätssicherung, der Terminplanung und der Abrechnung. Eine weitere Tätigkeit ist beispielsweise das Führen von Personalakten, um Mitarbeiter beschäftigen zu können.

Schritt 2 Im nächsten Schritt fügen Sie zu jeder Tätigkeit die in der DS-GVO geforderten Angaben hinzu. Das sind: ƒƒ Zweck der Verarbeitung (z. B. ärztliche Dokumentation) ƒƒ betroffene Personengruppen (z. B. Patienten, Beschäftigte) ƒƒ Datenkategorien (z. B. Gesundheitsdaten, Personaldaten) ƒƒ Schritt Empfängergruppen, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt werden (z. B. Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen) ƒƒ Fristen für die Löschung (z. B. zehn Jahre) Schritt 3 Geben Sie jetzt noch den Namen und die Kontaktdaten Ihrer Praxis und gegebenenfalls des Datenschutzbeauftragten an. Dazu füllen Sie die Felder auf der ersten Seite der Dokumentenvorlage aus (s. nachfolgenden Tipp) Schritt 6

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Tipp Über die Startseite der KVSH-Homepage (www.kvsh.de) gelangen Sie zu den wichtigsten Informationen über die EU DS-GVO. Dort steht für das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten auch ein Muster bereit, das Sie nutzen können. Außerdem gibt es dort ein Ausfüllbeispiel mit einer VerarbeiSchritt tungstätigkeit als Download; dies finden Sie auch zum Heraustrennen auf Seite 10. Aufstellung der Maßnahmen zum Datenschutz Praxen sind für den Schutz personenbezogener Daten verantwortlich. Sie müssen dazu geeignete technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen und diese dokumentieren. So kennen alle Teammitglieder die Regeln, und bei externen Kontrollen oder Anfragen kann der interne Datenschutzplan vorgelegt werden. Diese Maßnahmen zum Datenschutz gehören dazu Die DS-GVO macht keine konkreten Vorgaben, welche Maßnahmen im Einzelnen dokumentiert werden sollen. Doch letztlich geht es darum, zu erfassen, welche Vorkehrungen die Praxis getroffen hat, um einen Missbrauch von personenbezogenen Daten zu verhindern. Auf diese Punkte kommt es insbesondere an: ƒƒ P  atientendaten werden niemals unverschlüsselt über das Internet versendet, beispielsweise per E-Mail. ƒƒ Zugriffsberechtigungen sind vergeben; somit ist klar geregelt, wer in der Praxis auf Dateien und Ordner zugreifen kann. ƒƒ In den Praxisräumlichkeiten wird auf Diskretion geachtet: Die Anmeldung sollte getrennt zum Wartebereich angeordnet sein. Möglich ist auch, Patienten beispielsweise mit einem Schild darauf hinzuweisen, dass sie am Tresen Abstand halten sollen, wenn mehrere Personen dort warten. ƒƒ Patientenakten werden sicher verwahrt: Die Computer sind passwortgeschützt, die automatische Bildschirmsperre ist aktiviert. Patientenunterlagen werden stets so positioniert, dass andere Patienten diese nicht einsehen können. Wenn der Arzt/Psychotherapeut nicht im Raum ist, werden Patientenakten generell unter Verschluss gehalten. ƒƒ Vertrauliche Arzt-Patienten-Gespräche finden stets in geschlossenen Räumen statt. ƒƒ Bei Auskünften am Telefon wird die Identität des Anrufers gesichert, zum Beispiel durch gezielte Zusatzfragen oder einen Rückruf. aktuell

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ƒƒ E s ist festgelegt, wann und durch wen personenbezogene Daten gelöscht beziehungsweise vernichtet werden, sobald beispielsweise die Aufbewahrungsfrist abläuft. ƒƒ Patientenakten werden nach DIN-Normen vernichtet. ƒƒ Es ist festgelegt, was bei Datenpannen und Datenschutzverstößen zu tun ist und wer die Meldung übernimmt (in der Regel an die zuständige Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden). ƒƒ Die Mitarbeiter in der Praxis wurden über die Einhaltung von Schweigepflicht und Datenschutz informiert.

Patienteninformation zum Datenschutz in der Praxis Praxen müssen Patienten darüber informieren, was mit ihren Daten passiert. Dies muss in der Regel zum Zeitpunkt der Datenerhebung erfolgen. Die Information muss in erster Linie Angaben zum Zweck sowie zur Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung enthalten. Auch die Kontaktdaten der Praxis und gegebenenfalls des Datenschutzbeauftragten sind aufzuführen. Das ist zu tun Um alle Patienten zu erreichen, empfiehlt sich ein Aushang in der Praxis. Auch ein Informationsblatt, das im Wartezimmer ausgelegt wird, ist möglich. Die Patienteninformation kann zusätzlich Schritt auf der Website der Praxis veröffentlicht werden. Eine persönliche Information, zum Beispiel bei der ersten Kontaktaufnahme am Telefon, ist nicht erforderlich.

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Tipp Über die Startseite der KVSH-Homepage (www.kvsh.de) gelangen Sie zu einem Muster für eine Patienteninformation. Dies finden Sie auch zum Heraustrennen auf Seite 11. Schritt Auftragsverarbeitung: Zusammenarbeit mit Dienstleistern Die Praxissoftware wird gewartet, Akten- und Datenträger müssen nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet werden. Immer dann, wenn ein externer Dienstleister auf Patienten- oder Mitarbeiterdaten zugreifen kann, ist der Abschluss eines Vertrages zur Auftragsverarbeitung (als Anlage zum Hauptvertrag) erforderlich.

Die Auftraggeber müssen sich ferner davon überzeugen, dass der Dienstleister die Vorschriften des Datenschutzes einhält und entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen durchführt. Die Firmen sollen dem Auftragnehmer dazu ein Datenschutzsiegel oder eine Zertifizierung, zum Beispiel ISO/IEC 27001, vorlegen. 5 | 2018

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Titelthema

Auftragsverarbeitung: ja oder nein? Eine Auftragsverarbeitung liegt nicht nur bei der Wartung der Praxis-EDV oder der Akten- und Datenträgervernichtung vor. Weitere Beispiele sind die Nutzung von Cloud-Systemen und die Terminvergabe durch Externe (die Terminservicestellen der KVen fallen nicht darunter). Dagegen ist eine rein technische Wartung der IT-Infrastruktur durch einen Externen, zum Beispiel: Arbeiten an der Stromzufuhr, Kühlung oder Heizung, keine Auftragsverarbeitung. Dies gilt ebenso bei der Beauftragung von Steuerberatern, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Angehörigen anderer Berufe, die als „Geheimnisträger“ gelten. Auch hier liegt in der Regel keine Auftragsverarbeitung vor. Das ist zu tun

Schritt 1 Schauen Sie zunächst, ob Sie für Ihre Dienstleistungsverträge (z. B. zur Wartung der Praxis-EDV) jeweils einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung haben, und passen Sie diesen in Schritt Abstimmung mit dem Auftragnehmer gegebenenfalls an.

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Schritt 2 Schritt Ist das nicht der Fall, sprechen Sie Ihren Dienstleister an. Er benötigt einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und wird Ihnen in der Regel einen Entwurf zusenden. Folgende Inhalte sollte der Vertrag enthalten: ƒƒ Gegenstand und Dauer der Verarbeitung (um welche Schritt Leistung handelt es sich, wie lange wird diese beauftragt) ƒƒ Art und Zweck der Verarbeitung (wozu dient sie, welches Ziel soll erreicht werden) ƒƒ Art der personenbezogenen Daten und Kategorien betroffener Personen (z. B. Zugriff auf Gesundheitsdaten) ƒƒ Rechte und Pflichten des Auftraggebers sowie dessen Weisungsbefugnisse ƒƒ Verpflichtung der zur Verarbeitung berechtigten Personen zur Vertraulichkeit ƒƒ Benennung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die das Unternehmen zum Schutz personenbezogener Daten durchführt (z. B. Einhaltung von Vorgaben der ISO/ IEC 27001). ƒƒ Verpflichtung des Auftragnehmers zur Unterstützung des Auftraggebers bei:   Anfragen und Ansprüchen Betroffener im Zusammenhang mit der Auftragsverarbeitung   der Meldepflicht bei Datenschutzverletzungen und der Datenschutz-Folgenabschätzung ƒƒ Rückgabe oder Löschung personenbezogener Daten nach Abschluss der Auftragsverarbeitung. ƒƒ Verpflichtung des Auftragnehmers, dem Auftraggeber alle Informationen zum Nachweis der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Pflichten bereitzustellen. Möglich ist auch eine Überprüfung oder Inspektion durch einen vereinbarten Prüfer. aktuell

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Titelthema N eue E U - D atens c hutzvors c hriften Schritt 3 Lassen Sie sich vom Dienstleister ein geeignetes Zertifikat, zum Beispiel ISO/IEC 27001, vorlegen. Das Zertifikat dient dem Nachweis der eingesetzten technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der Daten beim Auftragnehmer. Eine weitergehende Pflicht zur Kontrolle durch Sie besteht nicht.Schritt Datenschutzbeauftragten benennen – ab zehn Personen Größere Praxen und MVZ benötigen einen Datenschutzbeauftragten. Wie bisher ist dies Pflicht, wenn mindestens zehn Personen regelmäßig Daten automatisiert – zum Beispiel am Computer – verarbeiten. In seltenen Fällen müssen auch kleinere Praxen einen Datenschutzbeauftragten einsetzen, nämlich wenn eine Datenschutz-Folgenabschätzung notwendig wird. Die Aufgabe des Datenschutzbeauftragten kann ein fachlich qualifizierter Mitarbeiter (nicht der Praxisinhaber) oder ein externer Datenschützer übernehmen. Name und Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten müssen dem Landesdatenschutzbeauftragten mitgeteilt werden. Aufgabe des Datenschutzbeauftragten ist es, die Einhaltung des Datenschutzes und der Datensicherheit in der Praxis zu kontrollieren und geeignete Maßnahmen festzulegen. Er informiert und berät das Praxisteam über ihre Pflichten nach dem Datenschutzrecht. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für die Aufsichtsbehörde. Datenschutz-Folgenabschätzung In seltenen Fällen kann eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich sein, zum Beispiel wenn aufgrund des Umfangs und des Zwecks der Datenverarbeitung ein hohes Datenschutzrisiko besteht. Auch eine systematische Videoüberwachung der Praxisräume kann ein Grund sein. Bestehen möglicherweise hohe Risiken bei der Datenverarbeitung, ist eine externe Datenschutzprüfung zu empfehlen. Sollten Sie Zweifel haben, ob dies im Einzelfall nötig ist, empfiehlt es sich, dies beim Landesdatenschutzbeauftragten zu erfragen. Ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich, muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden, auch wenn in der Praxis weniger als zehn Mitarbeiter tätig sind. Einwilligungserklärungen anpassen Das Erfassen, Bearbeiten, Speichern etc. von Patientendaten ist gesetzlich gestattet. Nur in besonderen Fällen kann es erforderlich sein, dass Patienten zustimmen müssen, zum Beispiel bei der Einbeziehung einer privatärztlichen Verrechnungsstelle. In diesen Fällen müssen Praxen nachweisen können, dass die Patienten eine Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung unterschrieben haben. Das ist zu tun Ab 25. Mai müssen Einwilligungserklärungen einen Hinweis darauf enthalten, dass Patienten ihr Einverständnis jederzeit widerrufen können. Ergänzen Sie gegebenenfalls Ihre Vorlagen. Schritt

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Datenschutzerklärung auf der Internetseite Zahlreiche Praxen haben eine Internet- oder Facebook-Seite. Terminerinnerungen per SMS oder Patienten-Newsletter gehören zunehmend zum Serviceangebot. Auch dabei werden personenbezogene Daten verarbeitet, die geschützt werden müssen. Das ist zu tun Prüfen Sie, ob auf Ihrer Internet- oder Facebook-Seite eine Datenschutzerklärung eingestellt ist und diese alle nötigen Angaben beinhaltet. Außerdem können Sie die Patienteninformation zum Schritt Datenschutz in der Praxis auf Ihre Internetseite stellen.

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Weisen Sie in der Datenschutzerklärung unter anderem darauf hin, dass ƒƒ personenbezogene Daten wie Name, Postanschrift, E-MailAdresse, Telefonnummer oder das Geburtsdatum ausschließlich in Übereinstimmung mit dem jeweils geltenden Datenschutzrecht erhoben und genutzt werden, ƒƒ die Daten nur gespeichert werden, wenn sie aktiv übermittelt werden, ƒƒ die Daten zum Beispiel nur zur Beantwortung von Anfragen oder zur Zusendung von Informationsmaterial verwendet werden, ƒƒ Kontaktdaten, die im Rahmen von Anfragen angegeben werden, ausschließlich für die Korrespondenz verwendet werden, ƒƒ E-Mail-Adressen, die Nutzer für den Bezug eines Newsletters angegeben haben, nur dafür genutzt werden. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen Das Ausmaß der Sanktionen richtet sich vor allem nach der Schwere und der Dauer des Vorfalls sowie nach dessen Auswirkungen auf die Patienten. Leichte Verstöße werden zunächst zu einer Beratung führen. Dennoch sollten Praxen alle nötigen Vorkehrungen treffen. Denn die DS-GVO sieht bei Verstößen generell deutlich härtere Sanktionen vor als sie bisher üblich sind. Die Aufsichtsbehörden – in der Regel die Landesdatenschutzbeauftragten – können im Einzelfall Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro verhängen. Liegt kein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten vor, können bis zu zehn Millionen Euro oder bis zu zwei Prozent des Jahresumsatzes verlangt werden. Möglich sind zudem Schadensersatzforderungen von Betroffenen inklusive Schmerzensgeld, zum Beispiel wegen Rufverletzung. Themenseite EU DS-GVO Alle Informationen zur EU Datenschutz-Grundverordnung, Checklisten, Muster für ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und eine Patienteninformation finden Sie im Internet unter www.kvsh.de. Gehen Sie dafür auf den Themenbereich auf unserer Startseite. KBV/Redaktion

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CHECKLISTE: DAS IST IN PUNCTO DATENSCHUTZ ZU TUN

Ab 25. Mai 2018: Nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union müssen Ärzte und Psychotherapeuten nicht nur die datenschutzrechtlichen Vorgaben einhalten, sondern dies auch nachweisen.

ALLE PRAXEN UND MEDIZINISCHEN VERSORGUNGSZENTREN ► Erstellen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten, die in der Praxis anfallen. ► Zusammenstellung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die die Praxis zum Schutz von personenbezogenen Daten ergreift. ► Bereitstellung einer Patienteninformation zum Datenschutz in der Praxis, zum Beispiel als Aushang in den Praxisräumen und auf der Praxis-Website. ► Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Softwareanbietern und anderen Dienstleistern anpassen oder neu abschließen. Solche Verträge sind notwendig, wenn Auftragnehmer auf Patienten- oder Mitarbeiterdaten zugreifen können.

Checkliste

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GROSE PRAXEN UND MEDIZINISCHE VERSORGUNGSZENTREN ► Beauftragen eines Datenschutzbeauftragten, wenn in der Praxis mindestens zehn Personen regelmäßig personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, zum Beispiel am Empfang oder bei der Abrechnung. Übernimmt ein Mitarbeiter diese Aufgabe, benötigt dieser eventuell eine Schulung. ► Melden der Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten der Praxis an die zuständige Aufsichtsbehörde. DAS KANN AUSERDEM ERFORDERLICH SEIN

► Praxen, die mit Einwilligungserklärungen des Patienten arbeiten, zum Beispiel zur Weitergabe von Daten an eine privatärztliche Verrechnungsstelle, müssen die Erklärung um einen Hinweis auf Widerrufbarkeit ergänzen. ► Praxen, die eine Internet- oder Facebook-Seite anbieten, sollten die Datenschutzerklärung prüfen und gegebenenfalls anpassen; dies gilt ebenso, wenn personenbezogene Daten zum Beispiel über Kontaktformulare oder für einen Praxis-Newsletter erfasst und gespeichert werden.

Informationen, die Ihnen bei der Erledigung der Aufgaben helfen sollen, finden Sie in der Praxisinformation der KBV „Ab 25. Mai gelten neue Vorschriften zum Datenschutz: Was Praxen jetzt wissen müssen“ sowie auf der Internetseite der KBV www.kbv.de/datenschutz. 5 | 2018

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Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, März 2018

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Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, März 2018

► In seltenen Fällen kann eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig sein, zum Beispiel wenn große Mengen an personenbezogenen Daten verarbeitet oder die Praxisräume systematisch videoüberwacht werden. Diese Praxen benötigen unabhängig von ihrer Größe ebenfalls einen Datenschutzbeauftragten.

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Ausfüllbeispiel

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VERZEICHNIS VON VERARBEITUNGSTÄTIGKEITEN AUSFÜLLBEISPIEL Das Muster ist beispielhaft ausgefüllt; aufgeführt sind zwei Verarbeitungstätigkeiten. VERZEICHNIS VON VERARBEITUNGSTÄTIGKEITEN Rechtliche Grundlage: Artikel 30 Absatz 1 Datenschutz-Grundverordnung Angaben zum Verantwortlichen Name: Praxis am Europaplatz Anschrift: Europaplatz 1a, 23456 Platzstadt Telefon: 0123 456789 E-Mail: praxis@europaplatz.de Internet-Adresse: www.europaplatzpraxis.de Angaben zur Person des Datenschutzbeauftragten Vorname und Name: Sabine Müller Anschrift: Europaplatz 1a, 23456 Platzstadt Telefon: 0123 456788 E-Mail: datenschutzbeauftragte@europaplatz.de Verarbeitungstätigkeit Datum der Anlegung: 20. März 2018 Datum der letzten Änderung: 21. März 2018 Bezeichnung der Verarbeitungstätigkeit Einsatz und Nutzung des Praxisverwaltungssystems Zwecke der Verarbeitung Ärztliche Dokumentation, Abrechnung der ärztlichen Leistungen, Qualitätssicherung, Terminmanagement

Patienten Beschreibung der Datenkategorien Gesundheitsdaten, gegebenenfalls auch genetische Daten Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offen gelegt worden sind oder noch werden Intern: Praxispersonal Extern: andere Ärzte / Psychotherapeuten, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, Ärztekammern, privatärztliche Verrechnungsstellen Fristen für die Löschung 10 1Jahre Abschluss Behandlung Seite von 2 /nach KBV / Verzeichnis vonder Verarbeitungstätigkeiten: Ausfüllbeispiel / März 2018

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, März 2018

Beschreibung der Kategorien betroffener Personen

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Datum der Anlegung: 18. März 2018 Datum der letzten Änderung: 22. März 2018

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Patienteninformation zum Datenschutz Muster für Ihre Praxis Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns wichtig. Nach der EU Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sind wir verpflichtet, Sie darüber zu informieren, zu welchem Zweck unsere Praxis Daten erhebt, speichert oder weiterleitet. Der Information können Sie auch entnehmen, welche Rechte Sie in puncto Datenschutz haben.

1. VERANTWORTLICHKEIT FÜR DIE DATENVERARBEITUNG Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist: Praxisname: Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort): Kontaktdaten (z. B. Telefon, E-Mail): Sie erreichen die/den zuständige/n Datenschutzbeauftragte/n unter: Name: Anschrift: Kontaktdaten: 2. ZWECK DER DATENVERARBEITUNG Die Datenverarbeitung erfolgt aufgrund gesetzlicher Vorgaben, um den Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Arzt und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Hierzu verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten, insbesondere Ihre Gesundheitsdaten. Dazu zählen Anamnesen, Diagnosen, Therapievorschläge und Befunde, die wir oder andere Ärzte erheben. Zu diesen Zwecken können uns auch andere Ärzte oder Psychotherapeuten, bei denen Sie in Behandlung sind, Daten zur Verfügung stellen (z. B. in Arztbriefen). Die Erhebung von Gesundheitsdaten ist Voraussetzung für Ihre Behandlung. Werden die notwendigen Informationen nicht bereitgestellt, kann eine sorgfältige Behandlung nicht erfolgen. 3. EMPFÄNGER IHRER DATEN Wir übermitteln Ihre personenbezogenen Daten nur dann an Dritte, wenn dies gesetzlich erlaubt ist oder Sie eingewilligt haben.

Pa t i e n t e n i n f o r m a t i o n

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Empfänger Ihrer personenbezogenen Daten können vor allem andere Ärzte/Psychotherapeuten, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, Ärztekammern und privatärztliche Verrechnungsstellen sein. Die Übermittlung erfolgt überwiegend zum Zwecke der Abrechnung der bei Ihnen erbrachten Leistungen, zur Klärung von medizinischen und sich aus Ihrem Versicherungsverhältnis ergebenden Fragen. Im Einzelfall erfolgt die Übermittlung von Daten an weitere berechtigte Empfänger.

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Pa t i e n t e n i n f o r m a t i o n

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4. SPEICHERUNG IHRER DATEN Wir bewahren Ihre personenbezogenen Daten nur solange auf, wie dies für die Durchführung der Behandlung erforderlich ist. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind wir dazu verpflichtet, diese Daten mindestens zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren. Nach anderen Vorschriften können sich längere Aufbewahrungsfristen ergeben, zum Beispiel 30 Jahre bei Röntgenaufzeichnungen laut Paragraf 28 Absatz 3 der Röntgenverordnung. 5. IHRE RECHTE Sie haben das Recht, über die Sie betreffenden personenbezogenen Daten Auskunft zu erhalten. Auch können Sie die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen. Darüber hinaus steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Löschung von Daten, das Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit zu. Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf Basis von gesetzlichen Regelungen. Nur in Ausnahmefällen benötigen wir Ihr Einverständnis. In diesen Fällen haben Sie das Recht, die Einwilligung für die zukünftige Verarbeitung zu widerrufen. Sie haben ferner das Recht, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten nicht rechtmäßig erfolgt. Die Anschrift der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde lautet: Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Holstenstraße 98, 24103 Kiel 6. RECHTLICHE GRUNDLAGEN Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Ihrer Daten ist Artikel 9 Absatz 2 lit. h) DS-GVO in Verbindung mit Paragraf 22 Absatz 1 Nr. 1 lit. b) Bundesdatenschutzgesetz. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gern an uns wenden.

Ihr Praxisteam

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Titelthema I nterview

Nicht nur Praxen sind betroffen Datenschutzexperte Andreas Rübsam über den Stellenwert der EU DatenschutzGrundverordnung

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In meinen Augen sind damit vor allem drei Dinge gelungen. Die Datenschutz-Grundverordnung zielt als europäische Verordnung auf eine gewisse Standardisierung im europäischen Raum. Es wurde auf nichts Geringeres geachtet, als möglichst einheitliche „Spielregeln“ für ein länderübergreifendes Wirtschaften – zu dem in unserem Informationszeitalter fundamental Daten und Datentransfer gehören – festzulegen. Diese Harmonisierung des Binnenmarktes war sicherlich ambitioniert und ist es in Zeiten vermehrt nationaler bis nationalistischer Bestrebungen auch nach Inkrafttreten der DS-GVO noch immer.

Nordlicht: Herr Rübsam, bisher hat jeder Staat den Datenschutz durch nationale Gesetzgebungen geregelt. Wer hat entschieden, dass dies nicht mehr ausreicht? Andreas Rübsam: Derselbe, der einmal entschieden hat, dass Kinderarbeit und Umweltverschmutzung oder etwa der Straßenverkehr in irgendeiner Form regulatorisch angegangen und ein Umgang ausgehandelt werden muss: wir als Gesellschaft. Neue Erkenntnisse, technische Möglichkeiten oder tragische Ereignisse fordern uns als Gesellschaft auf, neue Antworten zu suchen und Regeln zu finden. Oftmals sind diese bei uns nun mal Gesetze, mit denen wir dies versuchen. Abstrakt gesprochen: In Zeiten globaler Vernetzung braucht es auch supranationale Abmachungen und Rahmenbedingungen. Oder zumindest „anschlussfähige Standards“. Das war übrigens auch „vor dem Internet“ schon so und ist in meinen Augen in vielen Fällen – zumindest auf einer größeren Zeitachse gesehen – Kern unseres Fortschritts oder zumindest ein „Erfolgsmodell“ des menschlichen Zusammenlebens. Ob es beim Thema Datenschutz – sowohl inhaltlich als auch global gesehen – weitreichende Spielregeln erfordert, muss jeder im Licht der aktuellen Pressemeldungen gerne für sich selbst entscheiden. Nordlicht: Welche Ziele verfolgt das neue Gesetz? Rübsam: Die Gesetzgebung verfolgt eine ganze Reihe von Zielen und hat während ihres Entstehungsprozesses verschiedene, teils gegenläufige Interessen abzuwägen gehabt.

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Zweitens ist es gelungen, die Bürgerrechte für das 21. Jahrhundert „upzudaten“. Von Vielen wurde die Transparenz im digitalen Zeitalter bisher als ziemlich einseitig empfunden: Sie als Kunde oder Bürger sind zunehmend gläsern oder berechenbar, wohingegen weit verbreitetes Unwissen auf bewusste Vernebelungstaktik bezüglich der vielen uns mittlerweile umgebenden digitalisierten Prozesse trifft. Die Datenschutz-Grundverordnung wird Sie nun mit umfangreichen neuen Rechten ausstatten und schafft für die Unternehmen weitreichende Informationspflichten, um ebendies zu ändern. Und drittens wurde im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung eine sicherlich schwierige Abwägung geleistet: Die Rechte und Freiheiten des Einzelnen gegenüber den Sicherheitsinteressen „der Gesellschaft“ – Regierungen und die Behörden und Organe der Nationalstaaten vor dem Hintergrund neuer technischer Möglichkeiten und politischer Zwänge. Aber am besten wäre, Sie fragen zu diesem Punkt auch direkt einmal Jan Philipp Albrecht, wenn Sie mögen. Er wird Ihnen als kommender Minister unter anderem für „Digitales“ in Schleswig-Holstein – also „quasi gleich ums Eck“, wie man bei uns in Bayern sagt – und vor allem als ehemaliger Sonderberichterstatter zu ebendiesem Thema in Brüssel sicherlich gerne noch differenzierter und in aller Ausführlichkeit über die Ziele und ebenso den langen Weg bis zum Inkrafttreten der Gesetzgebung Auskunft geben. Nordlicht: Die EU Datenschutz-Grundverordnung gilt für den gesamten öffentlichen Bereich. Wen betreffen die Vorgaben neben Arztpraxen noch? Gelten für alle dieselben Regeln? Rübsam: Zuerst eine kurze Richtigstellung: die EU DatenschutzGrundverordnung betrifft den öffentlichen und den nichtöffentlichen Bereich. Ersterer umfasst Kommunen, Behörden, öffentliche Institutionen und Hochschulen, kommunale Einrichtungen und vieles mehr. Zum nichtöffentlichen Bereich zählen alle

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Titelthema N eue E U - D atens c hutzvors c hriften privatwirtschaftlichen Unternehmen, zu denen auch Arztpraxen und nichtkommunale Krankenhäuser gehören. Allen gemeinsam ist die Anwendung der DS-GVO sowie die über sogenannte „Öffnungsklauseln“ notwendig gewordene Anpassung des Bundesdatenschutzgesetzes sowie der jeweiligen Landesdatenschutzgesetze. Im Kern kann man etwas verkürzt sagen, dass dieses europäische Gesetz erst einmal jede natürliche Person schützt und „betrifft“. Es sind neue gestärkte „Betroffenenrechte“ entstanden, die auch Sie als Praxis betreffen können. Im unternehmerischen Kontext – Stichwort „nichtöffentlicher Bereich“ – gilt diese Grundverordnung und wird daher auf jede Unternehmung angewandt werden, die in Europa personenbezogene Daten erhebt, speichert oder nutzt. Das sind neben Arztpraxen also auch in gleichem Maße Selbstständige, Klein(st)unternehmer, Mittelständler bis hin zum großen Konzern. Zum Thema „Gelten für alle dieselben Regeln“: Ein klares „Jein“. Ziel war wie bereits erwähnt durchaus, einheitliche Regeln zu schaffen. Abhängig von der „Qualität“ der Daten, die Sie verarbeiten und speichern, gelten nun jedoch nochmals unterschiedliche Vorgaben aus der Datenschutz-Grundverordnung sowie gegebenenfalls Sonderregelungen aus dem neuen Bundesdatenschutzgesetz oder den Landesdatenschutzgesetzen. Darüber hinaus hat die DS-GVO teilweise starke Auswirkungen auf viele der in Deutschland geltenden Gesetze, wie Sozialgesetzbuch, Arbeitnehmerdatenschutz, Jugendschutz und vieles mehr. Nordlicht: Was heißt das konkret? Rübsam: Auch hier ist es eigentlich ganz verständlich, wenn wir noch einmal einen Schritt zurückgehen: Das Grundprinzip ist dabei immer dasselbe: „Verschiedene Risiken führen zu unterschiedlich starker Regulierung“. Nehmen Sie als Beispiel die Schifffahrt: Wenn Sie alleine in einem Schlauchboot unterwegs sind, hält Sie meist keiner auf: Kaufen, aufpusten, los geht’s. Besitzen Sie ein Segelboot, sieht das schon etwas anders aus. Hier müssen Sie unter Umständen schon einen Segelschein machen – unter anderem, da es schwieriger zu steuern ist und Sie im Zweifelsfall auch andere Personen an Bord oder auch außerhalb Ihres Bootes in Gefahr bringen können. Ganz zu schweigen von den notwendigen Befähigungen für Kapitäne von Containerschiffen. Und auch dort brauchen selbst die erfahrensten Kapitäne manchmal Lotsen.

„Verschiedene Risiken führen zu unterschiedlich starker Regulierung“. Ebenso ist es nun bei Ihnen z. B. in Arztpraxen. Erstens haben Sie nun nicht nur Ihre eigenen persönlichen Daten – mit denen Sie persönlich übrigens auch im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung weiterhin machen dürfen was Sie wollen – sondern eben auch die Gesundheitsdaten Ihrer Patienten „an Bord“. Zweitens ist es auch hier keine Schande, Lotsen um Rat zu fragen. Schließlich sind Sie ja nicht angetreten, um IT-Systeme zu administrieren oder sich in europäisches Datenschutzrecht zu

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vertiefen. Für genau diese „datenschutzrechtlichen Untiefen“ gibt es Beratung. Übrigens gilt das Prinzip „Verschiedene Risiken führen zu unterschiedlich starker Regulierung“ auch bei der IT-Sicherheit allgemein: durch das dazugehörige IT-Sicherheitsgesetz. Die für das Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft kritische Infrastruktur (daher „KRITIS“) unterliegt – wie ich finde zu Recht – anders als andere Bereiche mittlerweile verschärften Regulierungen. Nordlicht: Wer überwacht, ob die datenschutzrechtlichen Vorgaben auch eingehalten werden? Rübsam: Die Überwachung der Einhaltung obliegt in erster Linie der Leitung des Unternehmens. Wie im obigen Beispiel mit dem Kapitän des Containerschiffes und dem Lotsen kann sich die Geschäftsführung dabei Unterstützung durch einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten holen. Je nach Art und Umfang der im Unternehmen oder der Praxis verarbeiteten Daten sowie abhängig von der Größe des Unternehmens ist diese Rolle sogar verpflichtend einzuführen. Unterstützt und beraten wird dieses Duo durch die Aufsichtsbehörden der (Bundes-)Länder sowie der nationalen Aufsichtsbehörden. Diese stehen einerseits als fachliche Partner für Fragen der Umsetzung und Interpretation der Datenschutzgesetze zur Verfügung, andererseits kommt ihnen aber auch eine Kontrollund Aufsichtsfunktion zu. So sind sie besonders bei Datenverarbeitungsvorgängen zu konsultieren, bei denen personenbezogene Daten über Landesgrenzen hinweg besonders in Ländern verarbeitet werden sollen, deren Datenschutzniveau mit dem europäischen weder vergleichbar ist noch für angemessen bewertet wurde. Diese Liste ändert sich – aktuell gehört, abgesehen von beispielsweise Norwegen oder der Schweiz, die Mehrzahl der Nicht-EU-Länder dazu. Weiterhin bestehen scharfe und zeitlich sehr kurze Meldepflichten auch an zuvor genannte Behörden, wenn eine Datenschutzverletzung erkannt wurde. Nicht zuletzt sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass nicht die Aufsichtsbehörden allein diejenigen sind, die sich gegebenenfalls nach dem 25. Mai mit Ihnen unterhalten wollen: auch Verbraucherschutzorganisationen und Verbände werden sicherlich rund um die neuen Rechte weiter aktiv sein oder werden und die Einhaltung der Datenschutzvorschriften der Behörden, Unternehmen sowie unter anderem auch Praxen genau beobachten oder sich von den betroffenen Personen entsprechend informieren lassen. Nordlicht: Datenschutz ist wichtig. Doch übertreibt es die Europäische Union mit ihrer neuen Verordnung nicht ein wenig? Rübsam: Ich bin der Meinung, dass Grundrechte schon des Namens wegen schwer als Übertreibung gesehen werden sollten. Es geht um fundamentale Prinzipien unseres Zusammenlebens und Wirtschaftens und im Kern um die Möglichkeit einer Wahlfreiheit und individuellen Entfaltung – persönlich, ökonomisch etc. – die mit dieser Verordnung nochmals nachdrücklich gestärkt werden sollen. Bedeutet konkret: Sie als Bürger und Privatperson bekommen mehr Rechte. aktuell

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Titelthema

Die Basis des Datenschutzes stellt nach wie vor das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dar, welches auch und besonders durch das Volkszählungsurteil von 1983 durch das Bundesverfassungsgericht in dessen Argumentation mit Bezug auf die ersten beiden Artikel des Grundgesetzes gestützt wurde – also ein sehr hoch aufgehängtes und wichtiges Recht. Konkret bedeutet das: Jede Person muss unbedingt die Entscheidungshoheit und Wahlfreiheit behalten, auf welche Art und Weise sie ihr Leben gestaltet. Und es kann und soll eben nicht sein, dass Algorithmen oder Dritte dies für sie tun, egal ob dies im ersten Moment plausibel erscheint, gegebenenfalls willkürlich passiert oder eben – wie oftmals – sogar auf Grundlage falscher Daten.

Anwendungsfälle fanden. Dieser technologische Wandel schafft natürlich eine immense Herausforderung für den Schutz der Betroffenen in dieser Informationsgesellschaft. Besonders im Umfeld von zunehmend genutzten Cloud-Infrastrukturen versagt das bisherige Territorialprinzip, und geltende europäische Regeln lassen sich nicht ohne Weiteres auf Drittstaaten anwenden. So können sich weder die Betroffenen sicher sein, wo ihre Daten denn nun gerade wirklich verarbeitet werden noch haben Unternehmen klare Lösungen und Regeln für die supranationale Verarbeitung dieser Daten. Dieser Unsicherheit trägt die neue Gesetzgebung Rechnung und schafft einen klaren Handlungsrahmen für die analog und digital datenverarbeitenden verantwortlichen Stellen sowie für die Betroffen. Wie oben schon erwähnt ist dieser Umsetzungsprozess aber noch lange nicht fertig. Einzelne Mitgliedsstaaten der Europäischen Union arbeiten nach wie vor an der Umsetzung der nationalen Datenschutzgesetze, welche durch Öffnungsklauseln notwendig geworden sind. Einzelne Landesdatenschutzgesetze bedürfen noch der Ratifizierung und viele Gesetze, die auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zum Datenschutz haben, müssen noch auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Und nicht zuletzt beinhaltet das neue Gesetz selbst eine regelmäßige Überprüfung und Bewertung durch die Europäische Kommission. So ist also damit zu rechnen, dass es doch noch zu der einen oder anderen Anpassung kommen wird. Es bleibt also spannend und die Empfehlung lautet ganz klar, sich auch ungeachtet kommender Strömungsänderungen jetzt unmittelbar um das Thema zu kümmern und sich gegebenenfalls Rat von einem Lotsen zu holen.

Nordlicht: Viele niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten befürchten durch die EU-Vorgaben noch mehr Bürokratie. Ist diese Sorge berechtigt? Rübsam: Es ist an manchen Stellen sicher nicht abzustreiten, dass neue, umfangreichere Dokumentationspflichten auf Sie zukommen. Aber auch hier gibt es Anbieter und Abhilfe mittels Coaching, Seminaren oder Tools. Wichtiger Hintergrund hierbei ist jedoch eine differenziertere Zielsetzung. Zum einen soll es sicherlich dazu führen, dass sich ein sehr viel bewussterer Umgang mit personenbezogenen Daten und – wie gerade im medizinischen Bereich – mit Gesundheitsdaten von Patienten, welche vom Gesetz zurecht als besonders schützenswert eingestuft werden, etabliert. Nur weil es zunehmend einfach ist, diese Daten massenhaft zu erheben und zu verarbeiten, sollte es nicht unüberlegt und ohne angemessene Absicherungsmaßnahmen geschehen dürfen.

Die Fragen stellte Marco Dethlefsen, KVSH

Andreas Rübsam ist unter anderem Mitglied im Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschland e. V. und im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). Der Diplom-Informatiker ist zudem geschäftsführender Gesellschafter der Condatis GmbH und Co. KG mit Sitz in München.

Zum anderen werden Ärzte und Psychotherapeuten belohnt und entlastet, wenn sie hier Sorgfalt walten lassen. Eine Dokumentation von angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen, die beschreibt, auf welche Weise die sensiblen Patientendaten geschützt werden, kann ihnen helfen, mutwillige Angriffe auf oder unabsichtliche Fehlbedienung ihrer ITSysteme zu unterbinden oder zumindest einzudämmen. Auch dies übrigens eine zentrale Forderung der Datenschutzgesetzgebung und damit nicht optional. Nordlicht: Derzeit werden viele Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur angebunden. Grundsätzlich spielt die Digitalisierung in der Medizin eine immer größere Rolle und bringt neue Herausforderungen für den Datenschutz mit sich. Berücksichtigt die EU DatenschutzGrundverordnung dies ausreichend, oder wird die Gesetzgebung in absehbarer Zeit geändert werden müssen? Rübsam: Die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung war gerade einer der Auslöser für diese Neuerung. Die alten Regularien waren teilweise aus Zeiten, in denen Cloud und Big Data, vernetzte smarte Geräte und vieles mehr noch keine in der Breite bekannten Konzepte waren oder sich in dem Umfang wie heute

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Entstehung der EU Datenschutz-Grundverordnung Dezember 2015

Die Europäische Union einigt sich auf die Einführung der EU Datenschutz-Grundverordnung (EU DS-GVO). Diese soll die aus dem Jahr 1995 stammende EU Datenschutzrichtlinie ersetzen.

März 2016

Die offizielle deutsche Fassung der EU DS-GVO liegt vor.

14. April 2016

Das Europäische Parlament nimmt die EU DS-GVO nach vorheriger Beratung des EU-Ministerrats mit breiter Mehrheit an.

25. Mai 2018

Die Vorschriften der EU Datenschutz-Grundverordnung treten nach einer Übergangsphase von zwei Jahren in Kraft.

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NACHRICHTEN  KOMPAKT B erufsordnung

Ü bersetzungen

Ärztekammer lockert Fernbehandlungsverbot

Neuer medizinischer Sprachführer

Bad Segeberg – Ärzte in Schleswig-Holstein dürfen Patienten künftig telefonisch beraten, ohne dass zwingend ein persönlicher Arzt-PatientKontakt erfolgen muss. Die Ärztekammer SchleswigHolstein hat ihre Berufsordnung als erste Landesärztekammer in Deutschland entsprechend geändert. Die neue Berufsordnung muss noch von der Aufsichtsbehörde, dem schleswigholsteinischen Gesundheitsministerium, genehmigt werden. Ziel der Landesärztekammer ist eine Rechtssicherheit für Ärzte, die Patienten bei leichteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Telefon beraten. Die Regelung ermöglicht zudem eine zeitgemäße Patientensteuerung im Rahmen der Not- und Bereitschaftsdienste. „Eine andere Regelung wäre der Bevölkerung, nach der Diskussion in der Vergangenheit, kaum noch vermittelbar“, sagte Dr. Franz Bartmann. Der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein würde es begrüßen, wenn es auch auf dem bevorstehenden Deutschen Ärztetag im Mai in Erfurt zu einer entsprechenden Änderung auf Bundesebene käme. Eine Lockerung des sogenannten Fernbehandlungsverbots hat außer SchleswigHolstein bislang nur Baden-Württemberg beschlossen. Bartmann betont, dass die telefonische Diagnosestellung trotz Änderung der Berufsordnung nicht zum Regelfall werden wird: „Der Fokus liegt eindeutig auf der individuell angemessenen Patientensteuerung und nicht auf einer abschließenden Behandlung im Rahmen eines solchen Erstkontaktes. Bei manifester Erkrankung wird der Regelfall immer in einem gezielten Folgekontakt bei einem Arzt der zur Verdachtsdiagnose passenden Versorgungsebene vor Ort bestehen.“

Husum – Handlungsfähig bleiben auch ohne Dolmetscher: Den MedGuide Allgemeinmedizin gibt es nun auch für die Sprachen Tigrinya (wird in Äthiopien und Eritrea gesprochen) und Kurdisch. Nach Angaben des Verlages haben professionelle Agenturen die medizinischen Übersetzungen vorgenommen. Der MedGuide soll Ärzten und medizinischem Fachpersonal dabei helfen, sich mit Patienten aus den jeweiligen Ländern zu verständigen. Der Sprachführer ist bereits für die Verständigung mit Patienten erschienen, die Hocharabisch, Farsi, Türkisch oder Russisch sprechen. Der MedGuide kostet 19,90 Euro und kann über die Internetadresse www.edition-medguide.de oder telefonisch unter 04841 770 9994 bestellt werden.

A rztzahlstatistik

Trend zur Anstellung A bre c hnung

EBM für das zweite Quartal und aktueller Anhang 2 online Berlin – Die Online-Ausgabe des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes wurde aktualisiert und steht ab sofort im Internet bereit. Berücksichtigt wurden alle Neuerungen, die seit 1. April gelten. Auch der aktuelle Anhang 2 wurde jetzt veröffentlicht. Als neue Leistung wurde unter anderem die Thulium-Laserresektion in den EBM aufgenommen. Auch die erste Stufe der Laborreform sowie die Verordnung von Soziotherapie und Reha durch Vertragspsychotherapeuten werden im aktuellen EBM für das zweite Quartal abgebildet. Eine Übersicht mit allen Änderungen finden Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten unter www.kbv.de /html/ebm.php 16

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Berlin – Bei den niedergelassenen Ärzten hält der Trend zur Anstellung in einer Praxis an. Das geht aus der aktuellen Arztzahlstatistik für 2017 hervor, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) veröffentlicht hat. Zudem erfreut sich die Teilzeitbeschäftigung zunehmender Beliebtheit. Waren es 2007 noch 5.623 angestellte Mediziner in Einrichtungen und Praxen, wurden im vergangenen Jahr rund 31.477 registriert, fast sechsmal so viele wie noch vor zehn Jahren. Die überwiegende Mehrheit sind der Arztzahlstatistik zufolge allerdings nach wie vor klassische Vertragsärzte. Von insgesamt über 147.000 an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzten sind rund 106.000 in eigener Niederlassung tätig. Insgesamt steigt der Frauenanteil sowohl bei Ärzten als auch bei Psychotherapeuten stetig und liegt inzwischen bei 46 Prozent. In der Ärztestatistik veröffentlicht die KBV regelmäßig Zahlen und Daten zur Struktur der vertragsärztlichen Versorgung und stellt diese der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Genaue Auswertung unter www.kbv.de/media/sp/2017_12_31_BAR_Statistik.pdf aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT G - B A - B es c hluss

eGK

Vierfach-Impfstoff für die nächste Grippesaison

Patienteninformation erläutert VSDM in der Praxis ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE SO WIRD SIE IN DER PRAXIS AKTUALISIERT

Liebe Patientin, lieber Patient, Sie haben eine neue Adresse? Oder hat sich Ihr Versichertenstatus geändert? In solchen Fällen benötigen Sie bislang eine neue elektronische Gesundheitskarte, kurz eGK. Künftig wird das nicht mehr erforderlich sein. Denn die Aktualisierung der Daten erfolgt automatisch beim Besuch einer Arzt-, Zahnarzt- oder Psychotherapeutenpraxis – immer dann, wenn Ihre eGK eingelesen wird und Sie vorher Ihre Krankenkasse über die Änderung informiert haben. Dabei wird auch geprüft, ob die Karte gültig ist.

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Berlin – In der nächsten Grippesaison 2018/2019 wird die Grippeschutzimpfung mit einem Vierfach-Impfstoff erfolgen. Mit diesem Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Voraussetzungen geschaffen, dass sich gesetzlich Versicherte künftig mit einem Vierfach-Impfstoff gegen die Grippe impfen lassen können. Mit der Präzisierung der Schutzimpfungs-Richtlinie folgt der G-BA der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom 11. Januar 2018, dass ab der Impfsaison 2018/2019 zur Grippeimpfung ein Vierfach-Impfstoff mit der jeweils aktuellen, von der WHO empfohlenen Antigenkombination zu verwenden ist. Für die Grippesaison 2017/2018 gab es für die gesetzlichen Krankenkassen keine verbindliche Regelung, ob für die Impfung ein Drei- oder Vierfach-Impfstoff zu verwenden ist. Beide Möglichkeiten waren in Übereinstimmung mit den bisherigen Empfehlungen der STIKO zulässig. Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie wird nun dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegt und tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

F rüherkennung

Info-Karte für das Wartezimmer Berlin – Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben seit Anfang 2018 Anspruch auf eine einmalige Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Ärzte können ihre Patienten nun mit einer Info-Karte gezielt auf die neue Vorsorgeuntersuchung hinweisen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Karte entwickelt, um die Früherkennungsuntersuchung stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Zudem gibt es eine ausführliche Patienteninformation zum Thema. Das Infoblatt enthält auf zwei Seiten Zahlen und Fakten, beispielsweise zur Häufigkeit eines Aneurysmas oder zu Vor- und Nachteilen der Untersuchung. Männer sind wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben etwa zwei Prozent aller Männer zwischen 65 und 75 Jahren ein Aneurysma der Bauchschlagader. Sämtliche Informationsmaterialien stehen im Internet unter www.kbv.de/praevention bereit. Weitere Exemplare können Ärzte kostenfrei per E-Mail bei der KBV bestellen: versand@ kbv.de. Die Aktionen zur Früherkennung auf Bauchaortenaneurysmen sind Teil der Präventionskampagne, die die KBV zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen 2010 gestartet hat. Weitere Themen werden im Sommer die Masernschutzimpfung sowie im Herbst die Grippeschutzimpfung sein. 5 | 2018

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Den Online-Datenabgleich schreibt der Gesetzgeber so vor. Damit soll auch ein Missbrauch bei der Inanspruchnahme ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen verhindert werden. Dazu werden in den nächsten Monaten sämtliche Praxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Die digitale Infrastruktur soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen sicher miteinander vernetzen und die Kommunikation vereinfachen. Unsere Praxis ist bereits angeschlossen. Wird Ihre Karte bei uns eingelesen, werden die darauf gespeicherten Daten mit den bei Ihrer Krankenkasse hinterlegten Daten automatisiert abgeglichen. Das System prüft, ob Ihre Karte gültig ist und sich Ihre Daten gegebenenfalls geändert haben, weil Sie zum Beispiel umgezogen sind. Dann erfolgt eine Aktualisierung – vorausgesetzt, Sie haben die neue Adresse Ihrer Krankenkasse mitgeteilt. Das ist ganz wichtig.

SO LÄUFT DER DATENABGLEICH AB Ihre eGK wird am Empfang der Praxis in das Kartenlesegerät gesteckt. Jetzt beginnt der Datenabgleich. Die Technik fragt beim Versichertenstammdatendienst der Krankenkasse an, ob die eGK noch gültig ist und ob die darauf gespeicherten Daten aktuell sind. Liegen neue Daten vor, wird die eGK nun aktualisiert. Das geschieht automatisiert; die Praxis gibt keine Daten ein. Sie erhalten Ihre Karte zurück.

Übrigens: Es werden nur die sogenannten Versichertenstammdaten, die auf der eGK gespeichert sind, abgeglichen. Das sind Name, Geburtsdatum, Anschrift, Krankenversichertennummer und Versichertenstatus.

WAS IST, WENN PROBLEME BEIM EINLESEN DER KARTE AUFTRETEN Mitunter erhält die Praxis beim Einlesen die Meldung „Karte ungültig“. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, haben Sie eventuell eine alte Versichertenkarte vorgelegt. Bisher fiel das beim Einlesen der Karte nicht auf. Und Sie wundern sich vielleicht, dass bei Ihrem letzten Arztbesuch noch alles funktioniert hat. Das liegt daran, dass noch nicht in allen Praxen der Online-Datenabgleich möglich ist. Ein Grund kann allerdings auch sein, dass Sie bei der Krankenkasse nicht mehr versichert sind und die Karte deshalb ungültig ist. Bitte denken Sie deshalb stets daran, Ihre aktuelle Gesundheitskarte mitzubringen. Ihre alte Karte sollten Sie vernichten, sobald Sie eine neue erhalten haben. Dies gilt gerade auch dann, wenn Sie die Krankenkasse gewechselt haben. Sollten Sie keine neuere elektronische Gesundheitskarte zu Hause haben, nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Krankenkasse auf. Der Arzt darf Sie trotzdem behandeln. Nach zehn Tagen darf er die Behandlung privat abrechnen, wenn Sie bis dahin keine gültige eGK vorlegen können. Manchmal erhalten wir beim Einlesen der Karte die Meldung, dass die eGK defekt ist. Bitte wenden Sie sich dann umgehend an Ihre Krankenkasse, um schnellstmöglich eine neue eGK zu erhalten. In diesem Fall kann der Arzt Ihre Behandlung trotzdem abrechnen.

Sollten Sie weitere Fragen zum Datenabgleich oder zu Ihrer eGK haben, ist Ihre Krankenkasse der erste Ansprechpartner.

www.kbv.de

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat die wichtigsten Fakten zum sogenannten Versichertenstammdatenmanagement in einem neuen Informationsblatt zusammengefasst. Praxen, die bereits an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind, können damit ihre Patienten über den Online-Datenabgleich auf der elektronischen Gesundheitskarte informieren. In der Patienteninformation wird unter anderem erläutert, wie das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) abläuft und welche Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abgespeichert sind. Wenn sich Veränderungen ergeben haben, werden die Daten beim VSDM aktualisiert. Es geht stets ausschließlich um die sogenannten Versichertenstammdaten. Dazu gehören Name, Geburtsdatum, Anschrift, Krankenversichertennummer und Versichertenstatus. Medizinische Daten werden beim VSDM weder auf der eGK gespeichert noch an die Krankenkassen übertragen. Beschrieben ist in der Patienteninformation zudem, welche Probleme beim Einlesen der eGK auftreten können und an wen sich Patienten dann wenden sollen. Erster Ansprechpartner ist stets die Krankenkasse. Das Infoblatt können niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ausdrucken, in ihren Praxen auslegen oder den Patienten direkt zur Verfügung stellen. Broschüre online unter www.kbv.de/media/sp/Patienteninformation_VSDM.pdf

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gesundheitspolitik N a c hwu c hskampagne

Mehr.Arzt.Leben! wird maritimer Die Nachwuchskampagne der KVSH „ Mehr.Arzt.Leben!“ punktet auch in diesem Jahr wieder mit vielen Aktionen und Informationsangeboten an den Universitäten in Kiel, Lübeck und Hamburg. So sollen junge Mediziner möglichst früh für eine Tätigkeit als Haus- oder Facharzt in Schleswig-Holstein begeistert werden. Neu ist dabei das Erscheinungsbild der Kampagne: Es wird maritim. bung der Vorteile einer Niederlassung in Schleswig-Holstein prägnanter. Durch die Neuausrichtung werden die vier inhaltlichen Kernbotschaften der Nachwuchskampagne noch stärker auf die Vorzüge Schleswig-Holsteins als „Niederlassungsziel“ zugeschnitten und auf diesem Weg stärker im Bewusstsein der Zielgruppe verankert: ƒƒ ƒƒ

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Nach sieben Jahren erfolgreicher Nachwuchskampagne hat die KVSH das Erscheinungsbild von „Mehr.Arzt.Leben!“ einer gründlichen Prüfung unterzogen und neue Anforderungen definiert. Bei der Analyse stellte sich heraus, dass sich die Kampagne optisch und sprachlich nicht mehr deutlich genug vom Auftritt anderer Wettbewerber unterscheidet. Künftig soll deshalb der Bezug zu Schleswig-Holstein, dem „Land zwischen den Meeren“, stärker betont werden, um der Kampagne einen optimalen Wiedererkennungseffekt und den Botschaften mehr Tiefenschärfe zu geben. Starke Botschaften 2018 wird die Kampagne optisch und sprachlich runderneuert. Die Feinjustierung geht dabei in Richtung „maritimer, frischer und norddeutscher“. Begriffe aus der Welt der Seemannssprache helfen, den richtigen Ton in der Ansprache der Zielgruppe zu finden. So werden nicht nur die Gestaltung der verschiedenen Informationsangebote, sondern auch die Slogans zur Bewer18

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 iederlassen in Schleswig-Holstein N lohnt sich. Niederlassen in Schleswig-Holstein ist auf vielfältige Art und Weise möglich. Niederlassen in Schleswig-Holstein ermöglicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Niederlassen in Schleswig-Holstein wird gefördert.

Uni-Aktionen Auch nach der Neujustierung der Kampagne wird es in diesem Jahr wieder die bewährten Informationsangebote von „Mehr.Arzt.Leben!“ an den Universitäten im Norden geben. Im Frühsommer und im Spätherbst können sich Medizinstudenten in Kiel, Lübeck und Hamburg in entspannter Atmosphäre beim „Campus.Info.Snack“ viele nützliche Tipps rund um das Thema Niederlassung abholen. Die KVSH ist an den Informationstagen zum Praktischen Jahr in Kiel und Lübeck mit einem eigenen InfoStand präsent. Wie in den vergangenen Jahren gibt es im Juni eine „Praxistour“ für Nachwuchsmediziner, die bei einer Bustour innovative Praxiskonzepte in Schleswig-Holstein besichtigen können, um die Vorteile von Niederlassung „live“ zu erleben. Alle Informationen zur Kampagne und zu Terminen gibt es auf www.mehrarztleben.de www.facebook.com/mehrarztleben Jakob Wilder, KVSH

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gesundheitspolitik

Begehrte Förderungen Damit Medizinstudenten schon während des Studiums Erfahrungen in der ambulanten Versorgung machen können, bietet die KVSH ihnen eine Reihe von attraktiven Fördermaßnahmen an. Förderung von Famulanten Zielgruppe: Famulanten im ambulanten Bereich Höhe und Dauer: monatlich 200 Euro (bis zu zwei Monate). „Niederlassungslogbuch“ bietet Orientierung Die KVSH hat ein neues Informationsformat zur Nachwuchskampagne „Mehr.Arzt.Leben!“ veröffentlicht. Die Gestaltung des „Niederlassungslogbuchs“ orientiert sich an maritimen Motiven, die Sprache an Ausdrücken und Redewendungen aus der Seemannssprache. Inhaltlich werden die wichtigsten Aspekte rund um das Thema „Niederlassung in Schleswig-Holstein“ in kompakter und übersichtlicher Form präsentiert. Jeder Unterpunkt bietet unter der Bezeichnung „Schon gewusst?“ einen ganz besonders interessanten Niederlassungstipp. Sie können das „Niederlassungslogbuch“ im Format DIN A6 kostenlos bei der KVSH bestellen (E-Mail an presse@kvsh.de) oder im Internet unter www.kvsh.de  Presse  Sonderpublikationen downloaden.

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222 geförderte Famulanten 265 geförderte Famulanten 217 geförderte Famulanten 155 geförderte Famulanten 193 geförderte Famulanten

Förderung im Praktischen Jahr/Allgemeinmedizin Zielgruppe: Medizinstudenten, die sich im Praktischen Jahr für das Wahlfach Allgemeinmedizin entscheiden. Höhe und Dauer: 100 Euro pro Woche während der 16-wöchigen Dauer dieses Ausbildungsabschnitts. ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ

2013 2014 2015 2016 2017

52 geförderte PJler 52 geförderte PJler 23 geförderte PJler 44 geförderte PJler 29 geförderte PJler

Fahrtkostenzuschuss während des Blockpraktikums Zielgruppe: Medizinstudenten der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg, wenn diese ihr Blockpraktikum in einer schleswig-holsteinischen Hausarztpraxis außerhalb dieser drei Universitätsstädte absolvieren. Höhe: 20 Cent/km (Hin- und Rückfahrt) ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ

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112 geförderte Medizinstudenten 170 geförderte Medizinstudenten 235 geförderte Medizinstudenten 143 geförderte Medizinstudenten 92 geförderte Medizinstudenten

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PRAXIS  &  KV I nterview

„Wir müssen Licht in die Blackbox bringen“ Gloria Lawrenz ist als Assistenzbeauftragte des Vorstands der KVSH für die Belange der Ärzte in Weiterbildung zuständig. Die Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin aus Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) erläutert im Interview, welche Akzente sie bei ihrer Arbeit künftig setzen will und welche Rolle die niedergelassenen Ärzte vor Ort dabei übernehmen sollten. Nordlicht: Wie gehen Sie an Ihr neues Aufgabengebiet heran und welche Ziele haben Sie sich gesteckt? Gloria Lawrenz: Ich habe keinen fertigen Masterplan in der Schublade, den ich nun abarbeite. Ich sehe mich momentan eher noch als Sammlerin von Stimmen und Bedürfnissen des ärztlichen Nachwuchses und evtl. als Ideengeberin für weitergehende strategische Entscheidungen der KVSH. Es ist die Frage, ob die KVSH mit den jetzigen Maßnahmen das Ziel erreichen kann, junge Kollegen für die Niederlassung zu begeistern. Ich habe dabei in den ersten Monaten im Amt festgestellt, dass wir immer noch relativ wenig über das wissen, was der medizinische Nachwuchs will und welche Angebote er bräuchte, damit er der medizinischen Versorgung in unserem Bundesland erhalten bleibt. Nordlicht: Welche neuen Angebote könnten das sein? Lawrenz: Ich glaube, dass es sinnvoll ist, die Kreisstellen in diesen Prozess mit einzubeziehen. Sie sollten sich noch mehr als bisher für den Dialog mit den Ärzten in Weiterbildung in ihrer Region öffnen. Das fängt ganz banal damit an, künftige Kollegen zu den Kreisstellentreffen einzuladen. Außerdem sollten in den Kreisstellen Veranstaltungen zu Themen angeboten werden, die diese junge Zielgruppe besonders interessieren und bei denen es die meisten Unsicherheiten und Ängste gibt, z. B. bei den Themen Abrechnung, Personalführung, Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, Disease-Management-Programme oder Hausarztverträge. Benachbarte Kreisstellen könnten solche Veranstaltungen auch gemeinsam anbieten. Berufsverbände, Referenten aus der KVSH und der Ärztekammer könnten bei diesen zwanglosen Treffen auf kollegialer Ebene viel Licht in die Black Box „Niederlassung“ bringen. Bei der Organisation solcher Veranstaltungen könnte ich behilflich sein und sie koordinieren. Nordlicht: Es gab bereits einige Treffen dieser Art, z. B. in den Kreisstellen Rendsburg-Eckernförde, Flensburg und SchleswigFlensburg. Wie sind Ihre Erfahrungen? Lawrenz: Es funktioniert. Die Treffen im kleinen Kreis bildeten einen sehr guten Kontrast zu Großveranstaltungen. Das sind Frontalveranstaltungen, die zwar Raum für Nachfragen bieten, doch eine Diskussion, auch unter den Teilnehmern, die ja 20

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ebenfalls über einiges Wissen verfügen, kann dort eher nicht entstehen. Am Ende gehen dann zwar alle Besucher freundlich nickend raus, doch ob den jungen Kollegen dadurch ihre Vorbehalte und Zweifel genommen werden und ob ihr Wissen erweitert wird, wissen wir nicht. Der persönliche Kontakt im kleinen Kreis ist da effizienter. Wir hatten bei den bisherigen Treffen zwar keine überragend hohen Teilnehmerzahlen, doch von der Intensität her betrachtet, waren die Veranstaltungen sehr erfolgreich. Durch einen persönlichen Kontakt zu den Kreisstellen und mit dem gelebten Wissen der „alten Hasen“ können den jungen Kollegen sehr viel Basiswissen und ganz alltägliches Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben werden. Ich finde es wichtig, den künftigen Kollegen das Gefühl zu geben, dass sie bei uns willkommen sind und dass die KVSH mit ihren Mitarbeitern ihnen dabei hilft, Startschwierigkeiten zu bewältigen. Sie sollen sich in Schleswig-Holstein gut aufgehoben fühlen. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

Kontakt: Gloria Lawrenz Fachärztin für psychotherapeutische Medizin Bahnhofstraße 33 24791 Alt Duvenstedt Tel. 04338 99780 (Anrufbeantworter) praxis@gloria-lawrenz.de

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PRAXIS  & KV

Förderung Weiterbildung: Zuschüsse nicht nur für Allgemeinmedizin Sie sind Facharzt und möchten einen jungen Kollegen weiterbilden? Dann können Sie eventuell von einem monatlichen Zuschuss in Höhe von 4.800 Euro profitieren. Die KVSH fördert gemeinsam mit den Krankenkassen nicht nur Ärzte, die ihre Weiterbildung zum Allgemeinmediziner absolvieren, sondern auch einige Weiterbildungsstellen in den Facharztgruppen Kinder- und Jugendmedizin, Nervenheilkunde sowie Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Haut- und Geschlechtskrankheiten. Prüfen Sie jetzt, ob Ihre Fachgruppe für eine Förderung in Frage kommt und stellen Sie gegebenenfalls einen Antrag auf Bezuschussung. Weiterbildungsstellen/Fachgruppe, die aktuell bezuschusst werden: ƒƒ 1  0 Weiterbildungsstellen für die Arztgruppe Kinderund Jugendmedizin Hinweis: In dieser Fachgruppe sind nicht mehr viele Stellen frei. ƒƒ 1  2,75 Weiterbildungsstellen für die Arztgruppe der Nervenheilkunde Hinweis: In dieser Fachgruppe sind noch einige Stellen frei. ƒƒ 1  2 Weiterbildungsstellen für die Arztgruppen Augenheilkunde, Chirurgie (außer Herzchirurgie), Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Haut- und Geschlechtskrankheiten Hinweis: In dieser Fachgruppe sind noch einige Stellen frei. Gefördert werden nur solche Praxen, die sich nicht in kreisfreien Städten befinden – dies gilt nicht für die Nervenheilkunde – und ausschließlich überwiegend konservativ tätige und nicht spezialisierte Praxen. Grundsätzlich erfolgt die Bezuschussung für mindestens zwölf zusammenhängende Monate.

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Anträge und weitere Fragen Sabrina Pingel, Tel. 04551 883 384 E-Mail: sabrina.pingel@kvsh.de

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PRAXIS  &  KV „ D imini – D iabetes mellitus ? I c h ni c ht ! “

Informationen für Hausärzte

Über unser Innovationsfonds-Projekt Dimini haben wir bereits im Nordlicht 11 und 12 | 2017 berichtet. Seit Anfang des Jahres nimmt das Projekt zunehmend Fahrt auf: Nun können Versicherte der Krankenkassen AOK NORDWEST, Barmer, DAK-Gesundheit und Techniker aus Schleswig-Holstein in das Programm eingeschrieben werden. Warum sollten Hausärzte* mit ihren Medizinischen Fachangestellten an Dimini teilnehmen?

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Dimini ist innovativ

Wir freuen uns, dass sich bereits zahlreiche Ärzte mittels eLearning und Registrierung in der Dimini-Web-Anwendung (mehr Infos zum eLearning und der Dimini-Web-Anwendung im Nordlicht 12 | 2017 oder unter www.kvsh.de  Dimini) eingeschrieben haben. Zudem wurden einige Versicherte durch den FINDRISK-Test geführt und haben – je nach Risiko-Score und Zuteilung in die Interventions- oder Kontrollgruppe – mit ihrem Coaching-Arzt eine Zielvereinbarung abgeschlossen und Fragebögen zur Gesundheitskompetenz sowie zu soziodemografischen Daten, die wichtig für die Evaluation des Projektes sind, beantwortet. Die ersten Versicherten, die bereits im Januar in das Programm aufgenommen wurden, haben sogar schon den ersten Kontrolltermin durchlaufen.

ƒƒ E rstmalig können Sie Ihre Teilnahme an einem Selektivvertrag online beantragen, indem Sie sich unter https:// dimini.ekvsh.kv-safenet.de/registrieren.xhtm in der Dimini-Web-Anwendung registrieren. ƒƒ Ein erfolgreich durchgeführtes eLearning, das je nach Vorwissen nur 25 bis 45 Minuten dauert und für das Sie nebenbei zwei Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein erhalten, ist neben einem vorhandenen KV-SafeNet-Anschluss die einzige Teilnahmevoraussetzung. ƒƒ Alle während des Programms zu erfassenden Daten werden in die Dimini-Web-Anwendung eingegeben. Sie werden Schritt für Schritt durch das Programm geleitet. ƒƒ Mit Ausnahme der Versicherten-Teilnahme- und Einwilligungserklärung, die vom Arzt und Versicherten unterzeichnet werden muss, ist die komplette Dokumentation papierlos. ƒƒ Für teilnehmende Versicherte der Interventionsgruppe gibt es ein kostenloses Startset, das unter anderem eine DiminiApp zur Unterstützung der Lebensstiländerung enthält. Dimini ist Teamwork ƒƒ E in Großteil der Leistungen kann an nicht-ärztliches Praxispersonal (MFA) delegiert werden. So werden die Ärzte entlastet und die MFA können kompetenzerweiternd in die Versorgung eingebunden werden. ƒƒ Das Gespräch mit dem Versicherten und die zwischen Arzt und Versicherten abzuschließende Zielvereinbarung vertieft die Beziehung zum Versicherten und fördert dessen Adhärenz. Dimini klärt auf

Entsprechend der aktuellen Präsenz der Themen „Zuckersteuer“ und „Diabetes mellitus als Volkskrankheit“ in den Medien ist das arzt- und patientenseitige Interesse, eine Erkrankung an Diabetes mellitus Typ 2 zu verhindern oder zu verzögern, erfreulich groß. *Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Innere Medizin mit Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung gem. § 73 Abs. 1a SGB V, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Diabetologie 22

Nordlicht

ƒƒ M  it Hilfe des FINDRISK-Tests (FINDRISK-Evaluation 2007: Prof. Dr. Peter E. H. Schwarz, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden) wird – wissenschaftlich fundiert und evaluiert – mit nur acht Fragen das individuelle Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken, einfach und schnell ermittelt. ƒƒ Je nach Randomisierung des Versicherten in Interventionsaktuell

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PRAXIS  & KV

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oder Kontrollgruppe erhalten die Versicherten wertvolle Unterstützung und Informationen für einen gesünderen Lebensstil. Zum einen durch das direkte Gespräch mit dem Arzt und der MFA, zum anderen durch die das Programm begleitenden Materialien, wie die Dimini-App, einen Schrittzähler, ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch, eine Informationsbroschüre und ein Theraband.

Gesundheit ist mir wichtig. Ich mache mit!

Dimini wird extrabudgetär vergütet Hausärzte, die die Einschreibung und das „Coaching“ der Versicherten übernehmen, können die Dimini-Leistungen extrabudgetär (das heißt außerhalb des PZV und unquotiert) abrechnen: ƒƒ F ür die Neueinschreibung eines Versicherten und die Risikoermittlung: bis zu 18 Euro ƒƒ Für die Weiterbetreuung des Versicherten in der Interventionsgruppe: bis zu 52 Euro ƒƒ Für die Weiterbetreuung des Versicherten in der Kontrollgruppe: bis zu 25 Euro

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Dimini für die Regelversorgung?

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Das vom Innovationsfonds geförderte Dimini-Programm ist nicht nur ein gewöhnlicher Selektivvertrag, sondern eine Studie mit dem Ziel herauszufinden, ob Dimini oder Teile daraus geeignet sind, in die Regelversorgung überführt zu werden. Für aussagekräftige und valide Daten ist daher eine hohe Beteiligung von Ärzten, MFA und Versicherten gefragt. Sie haben mit Dimini die Chance, die Regelversorgung mitzugestalten! Sie haben Interesse und sind noch nicht dabei? Hier geht´s los: www.kvsh.de  Praxis  Dimini Silke Utz, KVSH 5 | 2018

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PRAXIS  &  KV I nterview A lkoholentzug

Erkennen, motivieren, trocken bleiben Dr. phil. Clemens Veltrup ist leitender Therapeut in der auf Entzug und medizinische Rehabilitation (Entwöhnung) spezialisierten Fachklinik Freudenholm-Ruhleben in Schellhorn (Kreis Plön). Im Interview erläutert er, warum niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten bei der erfolgreichen Diagnostik und Behandlung von Alkoholkranken eine Schlüsselrolle zukommt. Nordlicht: Welche Relevanz hat das Thema „Alkoholabhängigkeit“ für die Ärzte und Psychotherapeuten in SchleswigHolsteins Praxen? Dr. Clemens Veltrup: Studien gehen davon aus, dass deutschlandweit etwa jeder zehnte Patient, der eine Praxis aufsucht, einen schädlichen Alkoholkonsum betreibt oder bereits n vom Alkohol abhängig ist. Bei Patienten mit psychischen Störungen findet sich überproportional häufig auch eine begleitende alkoholbezogene Störung. Das zeigt, dass die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten eine sehr wichtige Schaltstelle sein können. Sie kennen ihre Patienten, haben ein Vertrauensverhältnis zu ihnen und können sie sehr gut dazu bringen, kritisch über ihr Trinkverhalten nachzudenken, gegebenenfalls Verhaltensänderungen vorzunehmen und weiterführende Hilfen, wie etwa einen Entzug, in Anspruch zu nehmen. Nordlicht: Das hört sich so einfach an. Betroffene Patienten neigen krankheitsbedingt sicher oft dazu, ihren Alkoholkonsum zu verleugnen oder zu bagatellisieren. Welche Empfehlungen haben Sie, damit die Kommunikation in der Praxis funktioniert? Veltrup: Das Etikett „Alkoholabhängigkeit“ ist mit einem gesellschaftlichen Stigma belegt. Es wird oft mit Charakterschwäche und psychischer Unzuverlässigkeit gleichgestellt. Ärzte und Psychotherapeuten sollten deshalb möglichst vorurteilsfrei an das Thema herangehen und es vermeiden, einen Patienten direkt zu seinem Trinkverhalten zu befragen. Das würde dieser eher als Verhör empfinden. Auch Vorwürfe oder Belehrungen sind kontraproduktiv. Der Betroffene würde ausweichend oder falsch antworten. Wenn dann sogar noch versucht wird, ihn anhand von auffälligen Laborbefunden des Alkoholmissbrauchs zu „überführen“, macht er mit Sicherheit dicht und verschließt sich weiteren Maßnahmen. Im schlimmsten Fall sehen sie ihn nie wieder in ihrer Praxis. Ärzte und Psychotherapeuten müssen eine Suchtproblematik aber zunächst einmal möglichst früh erkennen, um adäquat darauf reagieren zu können. Das ist das primäre Ziel.

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Nordlicht

Nordlicht: Ist das denn so einfach zu machen? Alkoholkranke kommen sicher eher selten mit dem Vorsatz in die Praxis, um von sich aus über ihren Alkoholkonsum zu sprechen. Veltrup: Es gibt ein Screening-Verfahren, das jeder Arzt und Psychotherapeut zur schnellen Diagnostik einer Alkoholerkrankung einsetzen kann. Es funktioniert zuverlässig und ist deshalb auch in der S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“ enthalten. Der Patient füllt dazu einen Bogen mit zehn Fragen zu seinem Trinkverhalten aus. Anhand der von ihm erzielten Punkte wird dann sein individuelles Risikopozential ermittelt. Es gibt maximal 40 Punkte, was aber nur scheinbar viel ist. Schon bei acht erreichten Punkten

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gibt es die Diagnose „schädlicher Gebrauch von Alkohol“. Bei 15 Punkten gilt der „Verdacht auf Abhängigkeit“ und ab 20 Punkten ist eine „suchtspezifische Behandlung“ sinnvoll. Mit der Ausnahme von schwangeren Frauen sind die Patienten beim Ausfüllen des Fragebogens übrigens sehr ehrlich. Dieser hat noch einen weiteren Vorteil: Er bietet eine sehr gute Grundlage für ein substanzielles Patientengespräch. Nordlicht: Das klingt optimistisch und spricht gegen einen therapeutischen Nihilismus, der mit jedem rückfälligen Patienten scheinbar bestätigt wird. Veltrup: Auf jeden Fall. Ärzte und Psychotherapeuten sollten das Bild aus ihrem Kopf streichen, dass ein alkoholkranker Patient immer automatisch ein hoffnungsloser Fall ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt am Ende nämlich immer das heraus, was sie erwarten. Sie sollten also immer vom positiven Fall ausgehen: Es wird dem Patienten gelingen, seine Sucht zu bewältigen. Nordlicht: Gesetzt den Fall, ein Patient fällt beim Screening auf. Wie geht es dann weiter? Veltrup: Der Arzt oder Psychotherapeut sollte behutsam intervenieren und im Gespräch genau bei den Punkten ansetzen, die der Patient beim Ausfüllen des Fragebogens zu seinem Trinkverhalten schwarz auf weiß benannt hat. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ein Therapeut hat das beste Vorgehen einmal als „dancing with resistance“ bezeichnet, was so viel heißt, wie dem Patienten bloß nicht auf die Füße zu treten, weil er sich ansonsten abwendet. Mediziner sollten sich von der Vorstellung verabschieden, dass sich Patienten mit Alkoholproblemen ausdrücklich zu ihrer Erkrankung „bekennen“ oder erst ganz unten angekommen sein müssen, damit ihnen geholfen werden kann. Es geht vielmehr darum, das Problem möglichst früh zu erkennen, mit dem Patienten darüber zu sprechen und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Dann kann ihm auch klar gemacht werden, dass eine Verhaltensänderung nötig ist und sich seine Lebensqualität verbessert. Die Kurzinterventionen des Arztes oder Psychotherapeuten zielen dabei auf eine Verringerung des Alkoholkonsums und der damit verbundenen Probleme ab. Bei der Weiterleitung in qualifizierte Hilfe stehen dann weitere Wege offen. Alkoholkranke müssen dabei nicht zwangsläufig in die Suchtselbsthilfegruppe gehen. Alkoholabhängigkeit kann auch im Rahmen von ambulanter Psychotherapie sehr gut behandelt werden. Es gibt außerdem viele Formen von ambulanter und stationärer Rehabilitation, die in Frage kommen. Warum jemand trinkt, ist vor diesem Hintergrund zweitrangig.

Weitere Informationen Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen gehört zu den häufigsten Suchterkrankungen in Deutschland. Gegenwärtig besteht bei ca. 3,4 Millionen Bundesbürgern ein Missbrauch von Alkohol bzw. eine Alkoholabhängigkeit; mindestens zehn Millionen trinken Alkohol oberhalb der Grenzwerte für einen risikoarmen Konsum. Dies belegen aktuelle repräsentative Studien zum Substanzmissbrauch in der Bundesrepublik Deutschland. Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation stehen etwa sechs Prozent der Todesfälle in der Altersgruppe der unter 75-Jährigen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum, der damit in Deutschland für etwa 42.000 Todesfälle im Jahr verantwortlich ist. S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“: www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/076-001l_ S3-Leitlinie_Alkohol_2016-02.pdf Beratungsleitfaden „Kurzintervention bei Patienten mit Alkoholproblemen“: www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/ suchtmedizin/alkohol/beratungsleitfaden-kurzintervention-bei-patienten-mit-alkoholproblemen-bzga/

Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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PRAXIS  &  KV S erie

Kreisstelle Dithmarschen

Das sind die Kreisstellen Ärztliche Selbstverwaltung funktioniert nicht von allein, sondern sie braucht regionale Vertreter, die den Ärzten und Psychotherapeuten vor Ort schnell und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Schleswig-Holstein füllen die Kreisstellen diese wichtige Rolle aus. Grund genug für das Nordlicht, den 15 Kreisstellen die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen.

Vorsitzender Burkhard Sawade, Praktischer Arzt und Facharzt für Chirurgie in Meldorf Österstraße 6 Tel. 04832 8128 Fax 04832 3164 burkodoc@gmail.com

Motto „Wo Dithmarschen ist, ist vorn“ (Rolf Gosau (†) Kreispräsident)

Kreisstelle

Stellvertreter Dr. Reimar Vogt, Facharzt für Allgemeinmedizin in Pahlen Mühlenkamp 17   25794 Pahlen Tel. 04803 602 9933 Fax 04803 602 9934

Dithmarschen

Weitere Beiratsmitglieder Dagmar Fehres, Psychologische Psychotherapeutin in St. Michaelisdonn Dr. Michael Behm, Facharzt für Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde in Heide Dr. Andrea Bräuer-Bercx, Fachärztin für Innere Medizin (hausärztlich) in Brunsbüttel Dr. Melanie Möller, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Wesselburen Dr. Johann Kielholz, Facharzt für Allgemeinmedizin in Wöhrden Frank Reisenbüchler, Facharzt für Allgemeinmedizin in Meldorf

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Sekretariat der Kreisstelle Bürogemeinschaft mit dem MQW e. V. Dörte Thomsen Österstr. 6 25704 Meldorf Tel. 04832 555261 Fax 04032 555262

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Kreisstellenversammlung ƒƒ Mi., 06.06.2018 ƒƒ Mi., 12.09.2018 ƒƒ Mi., 14.11.2018 jeweils um 18.30 Uhr im Hotel „Zur Linde“ in Meldorf Selbstverständnis der Kreisstelle Verlässlichkeit des Tuns, es gilt der Dithmarscher Händedruck

Aktuelle Projekte ƒƒ V  orbereiten der Kammerwahl  gute Vertretung der niedergelassenen Ärzte ƒƒ Förderung der Zusammenarbeit mit den Kliniken in der Notfallversorgung ƒƒ Sicherung der Besetzung in den beiden Bereichen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes „Fahrdienst“ und „Dienst in der Anlaufpraxis“ ƒƒ Unterstützung der Kollegen bei der Umsetzung der Telematikinfrastuktur

Gute Gründe, sich in der Kreisstelle Dithmarschen zu engagieren

Die Kreisstelle kümmert sich auch um den ärztlichen Nachwuchs und unternimmt Folgendes:

ƒƒ Z ukunftsgestaltung selbst in die Hand nehmen ƒƒ Wer nicht handelt, wird behandelt

ƒƒ F örderung des Kontakts zwischen Assistenten in den Kliniken und den Niedergelassenen ƒƒ Förderung bei der Weiterbildung von Medizinstudenten und Ärzten in den akademischen Lehrpraxen

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Bekanntmachungen und Meldungen

Aus der Zulassungsabteilung Seit 1. Januar 2018 Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen durch die KVSH Seit dem 1. Januar 2018 schreibt die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Vertragsarztsitze zur Nachbesetzung ausschließlich auf ihrer Homepage unter www.kvsh.de aus. Die Veröffentlichung der Ausschreibungen erfolgt zum Monatsbeginn mit einer Bewerbungsfrist bis zum Monatsende. Ärzte/Psychotherapeuten, die in einer Warteliste stehen, werden nach wie vor per E-Mail über eine Ausschreibung informiert, sofern der Praxisabgeber dies wünscht. Formlose Bewerbung Zur Einhaltung der Bewerbungsfrist reicht eine formlose Bewerbung aus. Gerne auch per E-Mail an: zulassung-bewerbung@kvsh.de. Dies gilt ausschließlich für Nachbesetzungsverfahren und nicht für Stellen, die aufgrund der Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen durch den Landesausschuss ausgeschrieben werden. Veröffentlichungen aus der Zulassungsabteilung Nach wie vor wird an dieser Stelle über Sonderbedarfsfeststellungen und Ermächtigungen informiert werden unter dem Hinweis auf die Möglichkeit zur Einlegung von Widersprüchen. Veröffentlichungen auf www.kvsh.de Bitte beachten Sie, dass ab sofort die Übersichten über erfolgte Zulassungen, Anstellungen und Verlegungen, sofern die Veröffentlichung gewünscht ist, künftig nicht mehr im Nordlicht, sondern auf der Startseite von www.kvsh.de im rechten unteren Bereich unter dem Punkt „Quicklinks“ veröffentlicht werden.

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann. Name

Fachgruppe/Schwerpunkt

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dr. med. Rico Hausmann

Urologie

24837 Schleswig, Stadtweg 27

01.04.2018

Zulassungsausschuss Bitte beachten Sie, dass Sitzungen des Zulassungsausschusses immer an einem Mittwochnachmittag bzw. -abend stattfinden. Bei den meisten Anträgen an den Zulassungsausschuss handelt es sich um sogenannte gebundene Entscheidungen, bei denen der Ausschuss keinerlei Ermessensspielraum hat. Die Zulassungsabteilung bittet deshalb darum, von telefonischen Nachfragen abzusehen. Sinnvoller ist es, rechtzeitig vor dem Sitzungstermin zu klären, ob noch Unterlagen fehlen, damit dem Antrag gegebenenfalls zügig stattgegeben werden kann. Bei jeder telefonischen Anfrage muss aus Datenschutzgründen außerdem das jeweilige Aktenzeichen des Antrags angegeben werden. Erreichbarkeit des Zulassungsteams Das Zulassungsteam der KVSH erreichen Sie telefonisch täglich zwischen 9 und 12 Uhr und montags bis donnerstags zusätzlich auch zwischen 13.30 und 15.30 Uhr.

Änderungen der Entschädigungsregelungen der KVSH Die Abgeordnetenversammlung der KVSH hat in ihrer Sitzung am 22.11.2017 die Entschädigungsregelungen Teil I und II der KVSH geändert. Die Änderungen Teil I wurden als Satzungsbestandteil mit Genehmigungsvermerk der Aufsichtsbehörde vom 12.04.2018 genehmigt, Teil II ist nicht genehmigungsbedürftig. Beide Teile treten am Tag nach der Veröffentlichung rückwirkend ab 01.01.2018 in Kraft. Klaus-Henning Sterzik, Justitiar, KVSH

Die Veröffentlichung erfolgt im Internet unter www.kvsh.de - KVSH – Rechtsquellen – Entschädigungsregelungen Teil I oder Entschädigungsregelungen Teil II. Im Einzelfall wird der Text der Bekanntmachung auf Anforderung in Papierform zur Verfügung gestellt. 28

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PRAXIS  &  KV 5 . N orddeuts c her P s y c hotherapeutentag

Aktuelle Entwicklungen in der Psychotherapie Auch in diesem Jahr greift die Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein die Tradition, einen Norddeutschen Psychotherapeutentag durchzuführen, wieder auf. Unter dem Motto „ Aktuelle Entwicklungen in der Psychotherapie“ werden am Sonnabend, 2. Juni 2018 in der Zeit von 9.00 bis 18.30 Uhr in Kiel Fortbildungen zu verschiedenen Bereichen der Psychotherapie angeboten. Begonnen jedoch wird bereits am Freitag, 1. Juni mit der fachpolitischen Veranstaltung „ Ein Jahr neue PsychotherapieRichtlinie – Fluch oder Segen“. Fachpolitischer Beginn mit Podiumsdiskussion Am Freitagnachmittag beginnt dieses Fortbildungswochenende mit Kurzreferaten und anschließender Podiumsdiskussion. „Ein Jahr nach Inkrafttreten der überarbeiteten PsychotherapieRichtlinie wollen wir hierzu Betrachtungen aus unterschiedlichen Perspektiven hören und anschließend darüber diskutieren“, so der Präsident der Psychotherapeutenkammer SchleswigHolstein Dr. Oswald Rogner. So ist es gelungen, zur Thematik „Neue Psychotherapie-Richtlinie“ Vertreter aus der Wissenschaft, von den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein sowie von den Psychotherapeuten einzuladen. Der Nachmittag wird Einblicke in die Bewertungen der verschiedenen Gruppen des Gesundheitswesens geben.

Patienten“ lautet der Titel eines weiteren Workshops. Besonderes Ereignis wird es sein, dass der Referent dieses Workshops den diesjährigen Norddeutschen Psychotherapeutentag am Samstag zum Ende mit einer pantomimischen Abendschau für alle ausklingen lassen wird.

Zugänglich sind die berufspolitische Eingangsveranstaltung am Freitag wie auch die Workshops am Samstag für alle Psychotherapeuten. Veranstaltungsort ist das Wissenschaftszentrum Kiel, Frauenhoferstraße 13. Aktuelle Inhalte und vielfältige Themen Am Samstag finden insgesamt acht verschiedene FortbildungsWorkshops statt. Die Themenauswahl spiegelt aktuelle psychotherapeutische Arbeitsbereiche und Fragen wider, wie sie von einer großen Anzahl von angestellten wie niedergelassenen Kammermitgliedern an die Psychotherapeutenkammer herangetragen wurden. „Wieder ist es uns gelungen, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen – ich bin sicher, da ist für jede Psychotherapeutin und für jeden Psychotherapeuten etwas dabei“, so Rogner. Das Programm beinhaltet Workshops zum Themenbereich StressSelbsthilfe-Verfahren sowie zur Krisenbehandlung. Zwei Workshops sollen besonders Psychotherapeuten ansprechen, die Kinder und Jugendliche behandeln. Ein weiterer, bei dessen Titel man zunächst zwar an Kinder und Jugendliche denkt, beschäftigt sich nun aber gerade nicht mit diesem Altersbereich. Es ist der interessante Workshop zu dem eher vernachlässigten Bereich „ADHS im Erwachsenenalter“. Ein ebenso noch häufig zu wenig beachteter Bereich stellt die Thematik „Psychotherapie im Alter“ dar. Auch hierzu wird ein Workshop angeboten. Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit Störungen durch psychotrope Substanzen. „Körpersprache in der Psychotherapie – der andere Schlüssel zum 5 | 2018

Nordlicht

Weitere Information und Anmeldung Die komplette Übersicht über die fachpolitische Veranstaltung am Freitagnachmittag sowie die acht angebotenen Workshops des Samstags ist bei der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein, Alter Markt 1–2, 24103 Kiel zu erhalten. Am einfachsten jedoch ist ein Blick auf die Homepage der Kammer: www.pksh.de – hier ist schnell das vollständige Programm sowie ein Anmeldeformular zu finden. Die Teilnahme an der Veranstaltung am Freitag, 1. Juni 2018 ist kostenfrei. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenpflichtig.

Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

Rufbereitschaftspauschale für die Betreuung von Hospizen

Neuer Qualitätsbericht in Nordrhein

Wiesbaden – Die AOK Hessen und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen haben zum 1. April 2018 eine Vertragsergänzung getroffen, um zukünftig Hospize besser versorgen zu können. Über eine Rufbereitschaftspauschale soll gewährleistet werden, dass rund um die Uhr, also auch außerhalb der Sprechstundenzeiten, der vertraute Arzt seinem Patienten in enger Zusammenarbeit mit den qualifizierten Fachkräften der Hospize zur Verfügung steht. Die Bereitschaftspauschale beträgt 125 Euro für eine Woche und für einen Patienten. Sie ist pro Praxis maximal sechs Mal pro Behandlungsfall abrechenbar. Die Rufbereitschaftspauschale ist von allen an der Patientenversorgung beteiligten niedergelassenen Hausund Fachärzten abrechenbar, setzt aber voraus, dass im entsprechenden Behandlungsfall zuvor ein persönlicher ArztPatienten-Kontakt stattfand.

Düsseldorf – Mit ihrem jährlichen Qualitätsbericht hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein den hohen Stellenwert der Qualitätssicherung in den Praxen der niedergelassenen Ärzte im Rheinland dokumentiert. Für den neuen Bericht wurden alle ärztlichen Leistungen des Jahres 2016 ausgewertet, bei denen die Mediziner besonders hohe fachliche und apparative Voraussetzungen erfüllen müssen. Beispielhaft wird im aktuellen Bericht die „Positronen-Emissions-Tomografie (PET)“ in Verbindung mit einer Computertomografie (PET/CT) vorgestellt. Dieses Mitte 2017 neu eingeführte Diagnoseverfahren können niedergelassene Nuklearmediziner und Radiologen anwenden, die über die notwendige Qualifikation und eine Genehmigung der KV verfügen. Von der durch das Verfahren verbesserten Diagnostik sollen vor allem Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren profitieren. Großen Nutzen für die Patienten soll auch ein weiteres Versorgungsprojekt haben, an dem die KV Nordrhein eng beteiligt ist: Das 2017 im Rheinland gestartete Projekt „RESIST“ will den Einsatz von Antibiotika bei akuten Atemwegsinfektionen in der ambulanten Versorgung optimieren. Der Qualitätsbericht informiert ausführlich über die einzelnen Projektbausteine, mit denen Ärzte und Patienten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika sensibilisiert werden sollen. Ziel ist es, der weiteren Bildung von Resistenzen gegen Antibiotika vorzubeugen.

Optimierte Arzneimitteltherapie im Modellprojekt AdAM Dortmund – Je mehr Medikamente Patienten einnehmen müssen, desto mehr Risiken birgt ihre Arzneimitteltherapie. An diesem Punkt setzt das Modellprojekt „AdAM“ an, das die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die BARMER Ende 2016 gestartet haben. AdAM steht für „Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie-Management“ und kommt jetzt – nach intensiven Vorarbeiten – seit Anfang Februar 2018 in mehr als 100 westfälischen Hausarztpraxen zum Einsatz. Weitere Praxen in Westfalen-Lippe folgen sukzessive. Das AdAM-Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit circa 16 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Die innovative Software liefert die Firma RpDoc Solutions aus Saarbrücken. Partner des Projektes sind neben der KVWL und der BARMER die Universitäten Köln, Frankfurt/Main, Bochum, Wuppertal und Bielefeld. Sie sorgen für die Evaluation der Projektergebnisse: „Hier geht es darum, wissenschaftlich zu belegen, dass die Intervention des Hausarztes auf Basis von AdAM der Nichtintervention in einer Kontrollgruppe überlegen ist“, erläutert Prof. Dr. Daniel Grandt, Vorstand der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Die Handlungsempfehlungen für die Ärzte zur Intervention bei Polypharmazie kommen dabei von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, die hier mit mehr als 20 weiteren Fachgesellschaften (unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) kooperiert.

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Bessere Versorgungsqualität von Menschen mit Diabetes München – In Bayern ist ein durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Telemedizin-Pilotprojekt gestartet worden. Es soll die Behandlung von Menschen mit Diabetes verbessern. Träger des Projektes ist die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband niedergelassener Diabetologen in Bayern und mit Unterstützung der Bayerischen TelemedAllianz sowie eines Industriepartners. Die Patienten erheben dabei ihr vollständiges Glukoseprofil mit dem „Free-Style Libre“-Messsystem und übermitteln die Daten in das webbasierte Diabetes-Management-System „LibreView“. Dieses kann jederzeit und räumlich unabhängig vom behandelnden Diabetologen als Basis für fundierte Therapieempfehlungen eingesehen und ausgewertet werden, erklärte die KVB. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, dass unzureichend eingestellte Patienten von einer engmaschigen und zielgerichteten Betreuung via Telemedizin profitieren können.

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die menschen im land K ommentar

Beweise Man kommt kaum noch hinterher, um zu registrieren, wo der neue Minister – verantwortlich für Gesundheit – stichelt und verbale Feuerchen legt: Kaum war die Tinte unter dem Koali-tionsvertrag trocken, ging es los mit der Behauptung, mit Hartz IV habe „jeder das, was er zum Leben braucht“. Es folgten sehr eigene Positionen zur Flüchtlingspolitik, zum Doppelpass, zu EU-Reformen und zum Islam. Und für seinen Ressortbereich kündigte er bis zum Sommer gleich drei Gesetzesvorhaben an: Maßnahmen gegen den Pflegenotstand, schnellere Arzttermine und eine Entlastung der Versicherten bei den Beitragszahlungen. Nicht nur dem Koalitionspartner SPD standen die Haare zu Berge, auch in der öffentlichen Diskussion wurden laut und deutlich Gegenpositionen bezogen. Spahn kann es recht sein – leise Töne sind seine Sache nicht, er will gehört werden. Seine Selbstinszenierung als junger Widersacher, der sich traut, auf Parteitagen, aber vor allem in den Medien, Gegenpositionen zur Bundeskanzlerin zu beziehen, ist kein Zufall, sondern wohl kalkuliert. Er will Bewegung in erstarrte Strukturen des Staates, der Parteien und des Gesundheitswesens bringen und das gelingt in unserer Mediendemokratie am besten mit steilen Thesen. „Leg Dich quer, dann bist du wer“ ist eine abgegriffene Weisheit, die aber immer noch Handlungsmuster von Populisten veranschaulicht. Schließlich ist Jens Spahn nicht der einzige Politiker, der mit dieser Masche seinen Bekanntheitsgrad verbessert. Das muss in einer Demokratie weder falsch noch schädlich sein – im Gegenteil. Die öffentliche Debatte lebt von Zuspitzung und nicht von fadem Gleichmaß. Zuspitzung polarisiert und schärft die Positionen, während das Gleichmaß der Argumente eher Überdruss fördert und auf perfide Weise das zersetzt, was unseren Staat in hohem Maß ausmacht: Solidität und Sicherheit. Dennoch braucht Populismus mehr als Provokation, wenn er der Gemeinschaft dienen soll. Er braucht Argumente und Sachkenntnis, wenn es darum geht, Dinge zu verändern und neu zu justieren. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen: Spahns Aussage, er sei ein Fan der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, allerdings nur sofern sie funktioniert, übersieht vollkommen, dass die Politik, und insbesondere der zuständige Fachminister, der wichtigste Player in diesem Spiel ist. Wenn Spahn so tut, als sei es seine Aufgabe, das Spiel der Akteure von der Seitenlinie zu verfolgen, um dann und wann Korrekturen anzumahnen, dann hat er seine Rolle noch nicht gefunden. Bleibt er bei dieser Position des Zuschauers, statt mit starken Argumenten mittendrin zu gestalten, kann er kein Profil gewinnen. Als Minister ist er mitten auf dem Platz gefordert und muss sich vor seine Mannschaft stellen – sonst wird es nichts. Das zweite Beispiel ist von besonderer Aktualität: Spahn kritisiert die Absicht der Krankenkassen, ihre Milliardenreserven nicht an die Versicherten auszuschütten, schließlich hätten sie mit ihren Beiträgen das Rücklagenpolster aufgebaut. Was ist also logischer, als diese Überschüsse zu erstatten? Auch

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hier hilft es, die Blickrichtung zu wechseln. Denn so wie die Beitragszahler zu viel gezahlt haben, so haben die Ärzte und viele Leistungserbringer ihren Teil durch Budgetierung und gedeckelte Vergütungen beigetragen, und die sind alles andere als leistungsgerecht. Es gibt keine andere Branche in der deutschen Wirtschaft, in der pro Quartal ein Erstbesuch honoriert wird und alle weiteren nicht. Und wer sich die Honorartabelle von Hebammen oder Krankengymnasten ansieht, erkennt hier mindestens ebenso viel Nachholbedarf wie bei der Rückerzahlung von Beiträgen an die Versicherten.

„Es gibt keine andere Branche in der deutschen Wirtschaft, in der pro Quartal ein Erstbesuch honoriert wird und alle weiteren nicht.“ Auch hier muss Spahn also noch den Beweis antreten, dass er das Ganze im Blick hat und nicht nur seine Teile. Die Ankündigung finanzieller Anreizsysteme, um junge Ärzte aufs Land zu locken, die Erhöhung der Mindestzahl der Sprechstunden von 20 auf 25, die ein in Vollzeit tätiger Vertragsarzt anbieten muss, oder die Erweiterung der Terminservicestellen der KVen auf die Vermittlung von Haus- und Kinderarztterminen, lassen jedenfalls den notwendigen Realismus vermissen. Wenn etwa die Hälfte der Termine, die mit Hilfe der Terminservicestellen bei den Ärzten reserviert wurden, von den Patienten weder genutzt noch abgesagt werden, dann stehen Ursache und Wirkung des vermeintlichen Problems auf dem Kopf. Das gilt auch für die Verpflichtung der Ärzte zur Mehrarbeit – bislang ohne Honorarausgleich. Trotzdem sollen sich junge Leute mit fliegenden Fahnen für den Arztberuf entscheiden, um die absehbaren Löcher in der Versorgungsstruktur zu schließen. Und wie soll das bitte gehen? – So jedenfalls gewiss nicht. Jens Spahn fühlt sich offenbar zu Höherem berufen als zur Gesundheitspolitik. Das hat er in den letzten Wochen mehr als deutlich gemacht. Das Stillschweigen der Kanzlerin sollte man aber nicht falsch deuten: Spahn muss zeigen, dass er seinen Job kann, er muss sich bewähren und seinen Verantwortungsbereich auf die unübersehbaren Herausforderungen der nächsten Jahre einstellen. Dazu gehören der Nachwuchs für Ärzte und Pfleger ebenso wie bezahlbare Leistungen für eine stark alternde Gesellschaft. Immerhin ist mit der Zulassung der Telemedizin ein erster, wichtiger aber kleiner Schritt getan. Weitere, größere müssen folgen. Dabei wird der neue Minister umso mehr Erfolg haben, je weniger er die vor den Kopf stößt, die er bei der Umgestaltung des Gesundheitswesens braucht. Auch mit weniger lauter Begleitmusik kann man gute Politik machen. Und die ist immer noch die Messlatte für die Berufung zu Höherem. Peter Weiher, Journalist

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die menschen im land V or O rt

Im Slum von Nairobi

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Dr. Friederike Besch und Dr. Lutz Besch berichten von ihrem humanitären Hilfseinsatz für „ German Doctors“ in Kenia. Dort arbeitete das Ärzte-Ehepaar aus KielElmschenhagen ehrenamtlich in der Ambulanz des Baraka Health Center in Nairobi.

Vielleicht nicht gerade die Welt retten, aber sich in der Entwicklungshilfe engagieren – diese Idee hatten sicherlich viele von uns zu Beginn ihres Medizinstudiums. Nach der Approbation ist man dann voller Tatendrang, doch wir hatten damals das Gefühl, medizinisch noch nicht genug bieten zu können und haben den fest eingeplanten Auslandseinsatz erst einmal zurückgestellt. Dann kamen die Kinder und die Facharztausbildung und so vergingen die Jahre, ohne dass wir unserem Ziel wirklich näher gekommen wären. Bereits ein Jahr vor dem Starttermin hatten wir nach Möglichkeiten für einen Einsatz in der Entwicklungshilfe gesucht. Bei unserer Recherche stießen wir auf den Verein „German Doctors“. Diese Organisation besteht seit 1983 und hat schon weit über 3.000 Ärzte in über 6.000 sechswöchige Einsätze auf der ganzen Welt entsandt. Ihr Ziel ist es, politisch- und konfessionsunabhängige Basisversorgung für die Menschen, die ohne medizinische Versorgung sind, anzubieten. Es gibt Einsatzprojekte in Kenia, Sierra Leone, Bangladesch, Indien und auf den Philippinen. Wir bewarben uns als Einsatzärzte für unsere Fachgebiete Chirurgie und Allgemeinmedizin. Es folgten Kurse in Tropenmedizin und Infektiologie, 32

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sowie nach der endgültigen Festlegung auf das Projekt Nairobi in Kenia noch einmal eine intensive Kursweiterbildung zu den dort erforderlichen Inhalten. So waren wir auf das, was uns dort erwartete, gut vorbereitet. Anfang Oktober 2017 ging es los Wir fanden eine Vertretung für die Praxis und unser Team unterstützte unseren Auslandseinsatz sehr. Im Abstand von einer Woche flogen wir nach Nairobi. Die Kosten für den Flug tragen die Einsatzärzte mindestens zur Hälfte selbst. Auch die Kosten für das Visum und die Registrierung bei den kenianischen Behörden haben wir bezahlt. Für den Einsatz selbst erhalten die Ärzte keine Vergütung und auch die Kosten für Versicherungen trägt man selbst. Lediglich Kost und Logis werden von „German Doctors“ übernommen. Unser Einsatz führte uns in den zweitgrößten Slum der Millionenstadt Nairobi, im Mathare Valley. Die Regierung spricht von 80.000 Slum-Bewohnern. Die dort ansässigen Hilfsorganisationen gehen allerdings von einer halben bis zu einer Million aus. Die Menschen kommen überwiegend vom Land. Sie aktuell

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Medizinische Herausforderungen Die Krankheitsbilder reichen von Frakturen und Schnittverletzungen, Verbrennungen, chronischen Wunden und Abszessen zu der ganzen Palette der Infektionserkrankungen, allen voran HIV/AIDS und Tuberkulose sowie Pneumonien und Magen-Darm-Infektionen. Daneben natürlich auch das ganze allgemeinmedizische Spektrum an Infekten, Gelenkbeschwerden, Hypertonie und Diabetes. Unsere ärztliche Tätigkeit bestand vor allem in der Erstdiagnose und Festlegung der Therapien. Danach wurden die Patienten von gut ausgebildeten Clinical officers weiter betreut. Ein großer Teil der Patienten sind Kinder. Einer der vier Ärzte ist ein Pädiater und setzt sich mit zahllosen Infektionserkrankungen und den zum Teil schwerwiegenden Folgen der Mangelernährung auseinander. Krankheitsbilder wie Rachitis, Wurmbefall, Tuberkulose und Sichelzellanämie prägen den Alltag. Ergänzend steht vor allem dem Kinderarzt das Baraka Health Center zur Verfügung. Dort werden mangelernährte Kinder, chronisch kranke Erwachsene und Schwangere betreut und in der Ernährung unterstützt. Auch die prä- und postpartale Betreuung der Schwangeren wird im Baraka Health Center gewährleistet. Eine Gynäkologin ist allerdings nur unregelmäßig mit dabei, sodass die Versorgung häufig von der Allgemeinärztin mit übernommen wird. © Besch

Dr. Friederike Besch und Dr. Lutz Besch

Das Team Unser Einsatzort in diesem Slum ist das Baraka Health Center, eine ambulante medizinische Einrichtung, mit deren Aufbau „German Doctors“ bereits vor 20 Jahren begonnen hat. Dort arbeiten im Idealfall vier Einsatzärzte verschiedener Fachrichtungen für jeweils sechs Wochen sowie eine Langzeitärztin für drei Jahre. Sie ist für die Nachhaltigkeit und Koordination innerhalb des Projektes zuständig. Getragen wird das Health Center jedoch von achtzig kenianischen Mitarbeitern, die zum großen Teil von Anfang an dabei sind. Es gibt Krankenschwestern und Pfleger, Clinical officers (angesiedelt zwischen Arzt und Krankenschwester), Pharmazeuten, Labormitarbeiter, Übersetzer, Sozialarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Reinigungskräfte, Küchenpersonal und viele mehr. Die Stimmung in dem Health Center ist sehr gut, laut und fröhlich. Alle Mitarbeiter sind gut qualifiziert und sehr engagiert, sodass täglich zwischen 300 und 500 Patienten gesehen und behandelt werden können. Die Patienten kommen schon sehr früh morgens und warten geduldig den ganzen Tag auf die Konsultation durch einen Arzt. Niemand beschwert sich, auch lange Wartezeiten werden akzeptiert. Die Patienten zahlen eine kleine Gebühr (drei bis fünf Dollar) und bekommen dafür die Konsultation, Diagnostik, Therapie und auch die Medikamente.

suchen ihr Glück und finanzielles Auskommen in der Großstadt. Meistens wohnen Verwandte und Kinder Hunderte von Kilometern entfernt. Die Menschen leben in kleinen Blech- und Kartonhütten in drangvoller Enge. Es wimmelt von spielenden Kindern, Hunden, Hühnern und Schafen. Fast jeder Bewohner hat einen kleinen Shop. Das hört sich bunt und lustig an, ist aber auch dreckig und laut. Die kleinen Behausungen kosten zwischen 20 und 30 Dollar im Monat und werden von Landlords vermietet. Zahlt man nicht pünktlich, werden die Türen entfernt und alle Besitztümer gestohlen. Es gibt keine Kanalisation. Frisches Wasser muss in Kanistern gekauft und herangeschleppt werden. Die Lebensbedingungen der Menschen sind geprägt von drangvoller Enge, Schmutz, Lärm und Armut. Hinzu kommen der schlechte Ernährungszustand, Infektionskrankheiten und Hoffnungslosigkeit.

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Was hat unser Einsatz bewirkt, welche Spuren hat er hinterlassen? Wir tauchten tief in das Leben im Slum ein und sahen Kenia nicht nur aus dem Blickwinkel der Touristen, sondern arbeiteten gemeinsam mit den kenianischen Mitarbeitern in einem gut funktionierenden medizinischen Projekt. Wir konnten Hunderten von Menschen ärztliche Hilfe geben, die sie sonst nicht erhalten hätten, denn das durchaus existente medizinische Versorgungssystem Kenias steht bislang den Ärmsten der Armen nicht zur Veraktuell

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fügung. Diese Art der direkten ärztlichen Tätigkeit ist sehr befriedigend und unser Einsatz hat uns trotz doch erheblicher Strapazen jeden einzelnen Tag sehr viel Freude gemacht. Das Elend dieser Menschen und die riesigen, ungelösten Probleme lassen einen aber auch immer wieder zweifeln, ob diese Hilfe eigentlich mehr ist als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Wir haben im Team sehr viel darüber diskutiert. Jeder von uns hatte zwischendurch einen Punkt, an dem die Erlebnisse des Tages so belastend wurden, dass man eigentlich nicht mehr weiter konnte. Letztendlich hat aber dieses nachhaltig arbeitende Projekt in den letzten

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zwanzig Jahren so viel Gutes vor Ort bewirkt, dass die Freude darüber, Teil eines erfolgreichen Teams zu sein, uns allen viel Kraft und Hoffnung gegeben hat. Wir werden deshalb im September 2018 wieder für „German Doctors“ nach Nairobi gehen und hoffen, auf diese Art auch etwas für das Privileg, in Deutschland mit dem Recht auf eine Zukunft geboren worden zu sein, zurückgeben zu können. Dr. Friederike Besch, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Priv.-Doz. Dr. Lutz Besch, Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie, Kiel aktuell

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Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Dr. Antonia Komischke Geburtsdatum: 14.10.1970 Geburtsort: Osterode/Harz Familie: verheiratet, ein Sohn Fachrichtung: Allgemeinmedizin Sitz der Praxis: Plön Niederlassungsform: Einzelpraxis Neu niedergelassen seit dem 1. April 2017

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Ich wollte nicht mehr nach den Vorgaben anderer arbeiten, sondern mein eigener Chef sein. 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Das Schönste ist uneingeschränktes Vertrauen meiner Patienten und damit die Bestätigung für das, was man jeden Tag tut. 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Mutig sein! Es gibt von vielen Seiten Unterstützung, wenn man nur danach fragt. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Ich würde Ursula von der Leyen fragen, was am Amt einer Verteidigungsministerin besser ist als am Beruf der Ärztin. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Dach des Fiat 500 öffnen, Sonnenbrille aufsetzen und losfahren (bei Regen der Gedanke daran). Oder einfach irgendwo aufs Wasser schauen (Stefan Gwildis nennt das „Pollerhocken“). 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Am liebsten habe ich meine Kochbücher, manche begleiten mich seit 25 Jahren und es werden immer mehr. 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Schleswig-Holstein ist ein ideales Land, weil überall Wasser ist und das Wasser strahlt Ruhe aus und das überträgt sich auf die Menschen. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Sozialpädagogin in der Behindertenarbeit.

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SERVICE © istock.com/RedlineVector

T eam B eratung

Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Flüssignahrung zulasten der Krankenkassen Nach der Arzneimittel-Richtlinie ist die Verordnung von Lebensmitteln zulasten der Krankenkassen grundsätzlich ausgeschlossen, da die Ernährung nicht zur Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen gehört. Hiervon gibt es jedoch Ausnahmen. Hierzu gehören: ƒƒ Eiweißhydrolysate, ƒƒ Aminosäuremischungen, ƒƒ Elementardiäten und ƒƒ Sondennahrung in medizinisch notwendigen Fällen.

Hilfsmittelversorgung –Einlagen Das Kapitel Einlagenversorgung im Hilfsmittelkatalog ist überarbeitet worden. Im Wesentlichen sind die bisherigen Bezeichnungen der verordnungsfähigen Einlagen geändert worden. Zum Beispiel heißt die Ledereinlage mit Längsgewölbestütze jetzt stützende Einlage mit Längsgewölbestütze.

Grundvoraussetzung für die Verordnung zulasten der Krankenkassen ist die fehlende oder eingeschränkte Fähigkeit zur ausreichenden Ernährung, wenn alle anderen Maßnahmen erschöpft sind. Andere Maßnahmen sind zum Beispiel: Schlucktraining, Lagerung des Patienten, ausreichende Mundhygiene, intensive Zuwendung (mehrfach am Tag Nahrung anbieten) und hoch-kalorische Nahrung mit handelsüblichen Lebensmitteln selbst hergestellt. Wenn all diese Maßnahmen erfolglos waren, kann zulasten der Krankenkassen verordnet werden. Um Ihnen die Prüfung der Voraussetzungen und die Dokumentation zu erleichtern, haben wir auf unserer Homepage einen Fragebogen hinterlegt. (www.kvsh.de Praxis  Verordnungen  weitere Praxisrelevante Themen  Arzneimittel  Fragebogen zur Dokumentation für Ernährung zulasten der Krankenkassen). Auf Anfrage stellen wir Ihnen auch gern einen Tagesplan für hochkalorische Ernährung, sowie Rezepte für hochkalorische Flüssignahrung zur Verfügung.

Aufgrund der Umbenennung haben die Leistungserbringer (Orthopädietechniker) bei herkömmlicher Verordnung (z. B. Ledereinlage) ein Problem mit der Kostenerstattung durch die Krankenkassen. Wir empfehlen Ihnen daher, entweder bei der KVSH nach der korrekten Bezeichnung zu fragen oder auf www.rehadat.de diese nachzuschlagen. Thomas Frohberg, KVSH

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard

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04551 883 362

anna-sofie.reinhard@ kvsh.de

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Service

Sie fragen wir antworten

Service-team Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

Was bedeutet der Text in der Honorarabrechnung Anlage UA (sachlich rechnerische Korrekturen – zurückgestellte Scheine) „Überweiserkennung nicht korrekt“? Die Angabe des überweisenden Arztes ist nicht korrekt. Der überweisende Arzt hat entweder eine falsche Betriebsstättennummer (BSNR) oder Lebenslange Arztnummer (LANR) angegeben. Verfügt er über keine BSNR/ LANR, ist er namentlich im Feld „anderer Überweiser“ anzugeben.

Wie lange dürfen wir Fälle aus Vorquartalen als Nachzügler zur Abrechnung einreichen? Vorquartalsfälle können maximal vier Quartale nach dem maßgeblichen Abgabetermin eingereicht werden. Später eingereichte Scheine werden nicht mehr berücksichtigt (Honorarabrechnungsordnung Paragraf 7 Ziffer 11).

Sind Asylbewerber zuzahlungspflichtig bei Arznei-/Heil- und Hilfsmitteln? Nein, Asylbewerber sind von Zuzahlungen befreit.

Wie lange müssen die Abrechnungsscheine in der Praxis aufbewahrt werden? Abrechnungs-, Überweisungs- und Notfall-/Vertretungsscheine haben eine Aufbewahrungsfrist von vier Quartalen und können dann vernichtet werden.

Laut Krebsfrüherkennungs-Richtlinie kann das Hautkrebsscreening bei GKV-Versicherten ab dem 35. Geburtstag alle zwei Kalenderjahre zulasten der Krankenkasse abgerechnet werden. Gelten diese Vorgaben auch für die „Sonstigen Kostenträger“ (z. B. Polizei, Bundespolizei und Postbeamte)?

Darf ein Weiterbildungsassistent über seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR), über die er möglicherweise bereits verfügt, abrechnen? Nein. Ein Weiterbildungsassistent darf nur über die LANR seines Weiterbilders abrechnen.

Ja, auch für Versicherte der „Sonstigen Kostenträger“ gilt, dass diese ab dem Alter von 35 Jahren jedes zweite Jahr Anspruch auf vertragsärztliche Maßnahmen zur Früherkennung von Hautkrebs nach Maßgabe der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben.

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Service-Team Tel. 04551 883 883 Montag bis Donnerstag 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 14.00 Uhr aktuell

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SERVICE N eue B ros c hüre

Hinweise zur Verordnung speziell für Psychotherapeuten Ob Soziotherapie, Reha, Krankenhausbehandlung oder Krankenbeförderung: Das Verordnen dieser vier Leistungen ist seit einiger Zeit auch durch Psychologische Psychotherapeuten möglich, zugleich für viele aber noch ungewohnt. Deshalb hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Broschüre herausgegeben, um Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten beim Verordnen zu unterstützen. Auf 16 Seiten werden die wichtigsten Regeln und Grundlagen der Verordnung sowie Details zu den vier verordnungsfähigen Leistungen vorgestellt. Ein erster Überblick zeigt, dass generell dieselben Vorgaben wie für Vertragsärzte gelten. So werden zum Beispiel die gleichen Verordnungsformulare verwendet und für das Ausstellen, beispielsweise der Reha-Verordnung, die gleiche Gebührenordnungsposition im EBM abgerechnet. Darüber hinaus gibt es für Vertragspsychotherapeuten einige Unterschiede und Besonderheiten zu beachten, vor allem beim Indikationsspektrum. Bestellhinweis Das Serviceheft „Hinweise zur Verordnung für Psychotherapeuten“ kann kostenfrei per E-Mail bei der KBV bestellt werden (versand@ kbv.de) und steht als Webversion online in der KBV-Mediathek bereit (www.kbv.de/838223). Zum Hintergrund Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 2017 beschlossen, dass auch Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten folgende Leistungen verordnen dürfen: Soziotherapie, Medizinische Rehabilitation, Krankenhausbehandlung und Krankenbeförderung. Für die Verordnung von Soziotherapie und Medizinischer Rehabilitation zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Vertragspsychotherapeuten genau wie Vertragsärzte eine Vergütung. Die KBV konnte in den Verhandlungen mit den Krankenkassen erreichen, dass das Ausstellen dieser Verordnungen ab April 2018 für alle abrechnungsberechtigen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten extrabudgetär vergütet wird. KBV/Redaktion

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Service was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

Für Medizinische Fachangestellte

thema: Qualitätsmanagement –

thema: Telefontraining – Basisschulung –

die G-BA-Richtlinie erfüllen

datum: 16. Mai 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 23. Mai 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr und 30. Mai 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern?

Die Medizinische Fachangestellte ist für den Patienten fast immer die erste Kontaktstelle in der Arztpraxis. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Praxismitarbeiterinnen Möglichkeiten an die Hand geben, dem Patienten sowohl am Telefon als auch in der Praxis noch freundlicher zu begegnen. Schwerpunkte des Seminars sind die freundliche Begrüßung, patientenorientierte Formulierungen, die Terminierung am Telefon und der Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen.

In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt.

Ort: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 95 Euro (inkl. Seminarunterlagen und Tagungsgetränke) TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro Fortbildungspunkte:.5 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

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Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Tel. 04551 883 204 Fax 04551 883 7204 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de

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SERVICE

fÜR Ärzte

Für Ärzte und Psychotherapeuten

thema: Refresherkurs/Fortbildungskurs

thema: Fortbildung für Moderatoren von

Säuglingshüfte

Qualitätszirkeln

datum: 2. juni 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 16. Juni 2018, 10.00 bis 13.00 Uhr

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1.

Wir laden Sie ein, sich über aktuelle Themen zu informieren und stellen Ihnen eine Plattform für Ihren Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Als Impulsgeber und Vortragende werden zwei unserer Tutoren dieses Training begleiten.

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos. Ansonsten: 150 Euro inkl. Verpflegung Fortbildungspunkte:.10 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

Aufbau und Inhalte des Seminars: • 10.00 bis 10.15 Uhr Begrüßung • 10.15 bis 11.15 Uhr Palliativversorgung  Was gibt es Neues? Vorstellung des neuen Moduls  Interessant auch für die QZ-Arbeit? • 11.15 bis 12.15 Uhr Umgang mit dem „mündigen Patienten“ – „Dr. Google“ • 12.15 bis 13.00 Uhr Fragen und Diskussion In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch praktische Tipps, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: keine Fortbildungspunkte:.4 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de 40

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de

Regina Steffen Tel. 04551 883 292 Fax 04551 883 374 E-Mail regina.steffen@kvsh.de Nordlicht

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Dagmar Martensen 04551 883 687 04551 883 374 dagmar.martensen@kvsh.de 5 | 2018


Service

Für Medizinische Fachangestellte thema: Telefontraining – Basisschulung –

datum: 22. August 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr und 29. August 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr Die Medizinische Fachangestellte ist für den Patienten fast immer die erste Kontaktstelle in der Arztpraxis. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Praxismitarbeiterinnen Möglichkeiten an die Hand geben, dem Patienten sowohl am Telefon als auch in der Praxis noch freundlicher zu begegnen. Schwerpunkte des Seminars sind die freundliche Begrüßung, patientenorientierte Formulierungen, die Terminierung am Telefon und der Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen. Ort: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 95 Euro (inkl. Seminarunterlagen und Tagungsgetränke)

© istock.com/Jacob Wackerhausen

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de 5 | 2018

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SERVICE

Für Medizinische Fachangestellte

fÜR Ärzte

thema: Telefontraining – Basisschulung –

thema: Refresherkurs/Fortbildungskurs

Säuglingshüfte datum: 21. November 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr und 28. November 2018, 14.00 bis 18.00 Uhr

datum: 24. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Die Medizinische Fachangestellte ist für den Patienten fast immer die erste Kontaktstelle in der Arztpraxis. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Praxismitarbeiterinnen Möglichkeiten an die Hand geben, dem Patienten sowohl am Telefon als auch in der Praxis noch freundlicher zu begegnen. Schwerpunkte des Seminars sind die freundliche Begrüßung, patientenorientierte Formulierungen, die Terminierung am Telefon und der Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen.

Der Kurs entspricht den Vorgaben der derzeit geltenden Ultraschallvereinbarung gemäß Anlage V Paragraf 11 Abs. 3 Anhang 1.

Ort: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: Für niedergelassene Ärzte aus Schleswig-Holstein kostenlos. Ansonsten: 150 Euro inkl. Verpflegung Fortbildungspunkte:.10

Teilnahmegebühr: 95 Euro (inkl. Seminarunterlagen und Tagungsgetränke)

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Abmeldungen (bei kostenpflichtiger Teilnahme) können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung bzw. im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Tanja Glaw Tel. 04551 883 332 Fax 04551 883 7332 E-Mail tanja.glaw@kvsh.de

Ute Tasche Tel. 04551 883 485 Fax 04551 883 7485 E-Mail sonographie@kvsh.de

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Tanja Steinberg 04551 883 315 04551 883 7315 sonographie@kvsh.de 5 | 2018


Service

Veranstaltungen KVSH

26. Mai 2018, 9.00 bis 14.15 Uhr

Gynäkologisch-Onkologisches Symposium: Zwischen „Luv & Lee“

6. Juni 2018, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Info:

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

Zulassung/Praxisberatung der KVSH An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe

Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

Ort: ATLANTIC Hotel Lübeck, Schmiedestraße 9 –15, 23552 Lübeck Info: Anmeldung: if-kongress management gmbh, Hainbuchenstr. 47, 82024 Taufkirchen, Tel. 030 514883 346, Fax 030 514883 44 oder Tel. 089 612096 89, Fax 089 66611648. Anmeldeschluss: Montag, 21. Mai 2018, Teilnahmegebühr 60 Euro. E-Mail: info@if-kongress.de www.if-kongress.de/veranstaltungen 30. Mai 2018, 16.00 bis 18.15 Uhr

Fortbildungsveranstaltung: Allergologie trifft Mykologie

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de 23. Juni 2018, 10.00 bis 15.00 Uhr

Traineeprogramm für Ärzte in Weiterbildung Ort: Hotel Waldschlösschen, Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Info: Rückfragen an Bettina Fanselow, Tel. 04551 883 255 oder Sylvia Kühne, Telefon 04551 803 763, Antwortfax: 04551 803 751, Anmeldung bis zum 15. Juni 2018 möglich, die Teilnahme ist kostenfrei, Fortbildungspunkte: 7 E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de oder sylvia.kuehne@aeksh.de www.aeksh.de www.kvsh.de

Ort: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Arnold-Heller-Str. 3, Haus 19, 24105 Kiel Info: Eine Voranmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 15. Mai 2018 erbeten. Teilnahmebestätigung bitte per Fax 0431 500 21 168, E-Mail oder per Post E-Mail: Kristina.Wahl@uksh.de www.uksh.de 6. Juni 2018, 13.30 bis 15.00 Uhr

Von Trainspotting zu Million Dollar Baby – Filmcharaktere und ihre psychischen Störungen Teil III

9. Mai 2018, 13.30 bis 15.00 Uhr

Ort: MEDIAN Klinik Lübeck, Weidenweg 9–15, 23562 Lübeck Info: Referent: Dr. Kai Wendt Die Fortbildungen finden alle vier Wochen statt. Jede Fortbildung wird mit 2 Punkten von der Ärzte- und der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein anerkannt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Kostenlose Teilnahme. E-Mail: luebeck-kontakt@median-kliniken.de www.median-kliniken.de

Burnout – Depression – Sucht

6. Juni 2018, 20.00 Uhr

Schleswig-Holstein Ort: MEDIAN Klinik Lübeck, Weidenweg 9 –15, 23562 Lübeck Info: Referent: Dr. Markus Weber Die Fortbildungen finden alle vier Wochen statt. Jede Fortbildung wird mit 2 Punkten von der Ärzte- und der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein anerkannt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Kostenlose Teilnahme. E-Mail: luebeck-kontakt@median-kliniken.de www.median-kliniken.de

Ort: Globetrotter Lodge, Am Aschberg 3, 24358 Ascheffel Info: Referent: Prof. Dr. M. Amling Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Ärzteverein Eckernförde E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de 8. Juni 2018, 15.50 bis 20.00 Uhr 9. Juni 2018, 9.00 bis 14.30 Uhr

14. bis 19. Mai 2018 24. bis 29. September 2018

Volumensonographie am Fetalherzen

Leitender Notarzt/Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Ort: Institut für Rettungs- und Notfallmedizin, Holzkoppelweg 8 – 12, 24118 Kiel Info: Catharina Bandlow, Tel. 0431 500 31 551, Fax 0431 500 31 554, Ausbildung zum LNA und OrgL Teilnahmegebühr beträgt 495 Euro für angehende OrgL und 745 Euro für angehende LNA E-Mail: notfallmedizin@uksh.de www.uksh.de/notfallmedizin/veranstaltungen

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Osteologie – Bestandsaufnahme und Ausblick

Nordlicht

Ort: Grand Hotel Seeschlösschen GmbH & Co.KG, Strandallee 141, 23669 Timmendorfer Strand Info: Anmeldung: Christine Doumen, Tel. 0451 500 41700, Fax 0451 500 41704. Teilnahmegebühr 100 Euro pro Person E-Mail: Christine.Doumen@uksh.de www.uksh.de

aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Justitiar

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230 Alexandra Stebner (stellv. Justitiarin)��������������������������������������������� 230

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 361/534 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Maria Behrenbeck (stellv. Leiterin)������������������������������������������������� 251 Alexandra Stebner��������������������������������������������������������������������������� 230 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Dr. Hans-Joachim Commentz (BD-Beauftr. d. Vorstands)��������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������� 458 Alice Lahmann���������������������������������������������������������������������������������� 360 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

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Nordlicht

Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Dünndarm Kapselendoskopie Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Frederik Schröder����������������������������������������������������������������������������� 427 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 Maximilian Mews���������������������������������������������������������������������������� 462 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 332 Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Früherkennungsuntersuchung Kinder Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesund schwanger Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Hautkrebs-Screening Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 aktuell

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Service kontakt HIV/AIDS Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Daniela Leisner ������������������������������������������������������������������������������� 578 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Sabrina Pingel���������������������������������������������������������������������������������� 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Caroline Boock��������������������������������������������������������������������������������� 527 Neuropsychologische Therapie Katharina Studt�������������������������������������������������������������������������������� 423 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Michelle Teegen������������������������������������������������������������������������������� 596 Christian Riske���������������������������������������������������������������������������������� 493 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Theresa Gerdts��������������������������������������������������������������������������������� 366 Personal und Finanzen Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 PET/PET-CT Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 5 | 2018

Nordlicht

Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsprüfung Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Sabrina Bardowicks�������������������������������������������������������������������������� 691 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Katharina Studt�������������������������������������������������������������������������������� 423 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Qualitätsmanagement Timo Dröger������������������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Gabriela Haack�������������������������������������������������������������������������������� 442 Radiologie-Kommission Ute Tasche........................................................................................ 485. Daniela Leisner................................................................................. 578. Christine Sancion.............................................................................. 470 Röntgen (Anträge) Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 578 Röntgen (Qualitätssicherung nach SGB) Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Theresa Gerdts���������������������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Tanja Steinberg�������������������������������������������������������������������������������� 315 Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Katharina Studt�������������������������������������������������������������������������������� 423 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Katharina Studt�������������������������������������������������������������������������������� 423 Soziotherapie Katharina Studt�������������������������������������������������������������������������������� 423 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 Tonsillotomie Doreen Dammeyer�������������������������������������������������������������������������� 445 aktuell

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Service kontakt

Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)��������������������������������������������������������������������� Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� Zytologie Michaela Schmidt����������������������������������������������������������������������������

930 304 351 439 255 276 266

Stelle nach Paragraph 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik���������������������������������������������������������������������� 230 E-Mail: infoParagraph81aSGBV@kvsh.de

Prüfungsstelle

Impressum

Nordlicht aktuell

Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Dr. Hartmut Günther (Stellvertreter)������������������������������������������ 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Jakob Wilder; Borka Totzauer (Layout); Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

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Nordlicht

aktuell

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Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� kreisstelle.kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail��������������������������������������������������������������� kreisstelle.luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Christine Stegmann, Fachärztin für Innere Medizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������������ 0461 4041 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 4043 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt und Facharzt für Chirurgie Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Björn Steffensen, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04884 1313 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04884 903300 E-Mail������������������������������������������������������ kreisstelle.nordfriesland@kvsh.de 5 | 2018

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail���������������������������������������������������������� kreisstelle.ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Facharzt für Orthopädie Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� kreisstelle.pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Facharzt für Allgemeinmedizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ kreisstelle.ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Eckard Jung, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04351 3300 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 04351 712561 E-Mail������������������������������������� kreisstelle.rendsburg-eckernfoerde@kvsh.de

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Facharzt für Innere Medizin Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Ilka Petersen-Vollmar, Fachärztin für Allgemeinmedizin Tel������������������������������������������������������������������������������������������ 04551 968600 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 968602 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Facharzt für Innere Medizin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ kreisstelle.steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� kreisstelle.stormarn@kvsh.de

aktuell

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Ärztlicher Bereitschaftsdienst IN SCHLESWIG-HOLSTEIN Wir – die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) – organisieren außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der unter der Rufnummer 116117 zu erreichen ist. Hierfür betreiben wir mehr als 40 Anlaufpraxen an Kliniken im Land, um die ambulante medizinische Versorgung auch dann sicherzustellen, wenn die Arztpraxen in der Regel geschlossen sind: in den Abend- und Nachtstunden, an Wochenenden und an Feiertagen. Parallel dazu wird für medizinisch notwendige Hausbesuche ein Fahrdienst durch unsere Leitstelle in Bad Segeberg koordiniert. Für beide Bereiche – Anlaufpraxen und Fahrdienst – suchen wir engagierte Kolleginnen und Kollegen. Sofern Sie noch keine Facharztanerkennung haben, wird eine mindestens 3-jährige Weiterbildung erwartet.

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