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nr. 5 | 2016

Nordlicht Offizielles Mitteilungsblatt der Kassen채rztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

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Mai 2016 | 19. Jahrgang

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Versorgung auf dem Land se r ab vi se ces it ei e te 41 n

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Inhalt seite

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rubrik/Thema

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TITELTHEMA

Aus dem Inhalt

Nichtärztliche Praxisassistentin im Einsatz: Silvia Schmidtke übernimmt viele Haus- und Heimbesuche der Praxis von Lutz Lehmann

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Zukunftsmodell NäPa: Interview mit Dr. Mireille Untiedt, Landärztin in St. Margarethen im Kreis Steinburg

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Delegation: Ein Thema im Medizinstudium? Interview mit Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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NäPas in Zahlen – Umfrage zum Thema Delegation

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Delegation aus fachärztlicher Sicht: Interview mit Dr. Thomas Quack, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Urologen

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Nachrichten Kompakt Gesundheitspolitik

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Ärztezentrum Büsum erhält 50.000 Euro Förderung

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Image-Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“: Was passiert in diesem Jahr?

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Kommentar: Planlos

Praxis & KV 19

AV-Wahl 2016: Was Wahlkandidaten wissen müssen

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Analyse der Versorgungslandschaft SchleswigHolsteins: Zusammenhang zwischen Praxisform und Patientenbehandlung

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Bekanntmachungen und Meldungen

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Neues aus KBV und KVen

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Psychotherapie: Was ist eigentlich Soziotherapie?

Die Menschen im Land 36

Medibüro Neumünster: Hilfe für Menschen ohne Papiere

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Glosse: Skurriles aus der Sprechstunde

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Serie: Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein

Das Thema Delegation wird kontrovers diskutiert, weil es die bisherige Statik der ambulanten medizinischen Versorgung verändert. Muss es tatsächlich immer ein Arzt sein oder gibt es mittlerweile Möglichkeiten, ärztliche Leistungen sinnvoll zu delegieren? Unsere Reportage und Interviews zeigen, wie Delegation im Praxistest funktionieren kann und wo ihre Grenzen liegen.

04 Kassenärztliche Bundesvereinigung und Kassenärztliche Vereinigungen setzen bei der Fortsetzung ihrer Kampagne „ Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ in diesem Jahr auf das Thema Nähe. Dabei geht es sowohl um Nähe zwischen Arzt und Patient als auch um die enge Zusammenarbeit von Haus-, Fachärzten und Psychotherapeuten sowie von Praxisinhaber und Praxisnachfolger. Wir berichten vorab von den geplanten Aktionen.

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Service

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Verordnungsalternative: Landessportverband bietet „Rezept für Bewegung“ an

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Sicher durch den Verordnungsdschungel: Ernährung zulasten der Krankenkassen

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Sie fragen – wir antworten

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Seminare

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Termine

Anonym und kostenlos: Das Medibüro Neumünster hilft Menschen ohne Papiere. Arbeiterwohlfahrt und das Medizinische Praxisnetz niedergelassener Ärzte in Neumünster bieten dort seit Anfang März eine feste Anlaufstelle. Dr. Johannes Kandzora, Vorsitzender des Praxisnetzes, berichtet im Nordlicht-Interview über den Projektstart.

Wertvolle Informationen für Sie und Ihr Praxisteam auf den mit einem grünen „ i“ markierten Seiten

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Nordlicht nr. 5 | 2016 EDITORIAL von Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Liebe Leserinnen und Leser, viel wird über den drohenden Ärztemangel geredet, aber selten wird in der Debatte die Frage gestellt, ob tatsächlich der Arzt für alles zuständig sein muss. Es ist eine Stärke unseres Gesundheitssystems, dass wir – im Gegensatz zu vielen Nachbarländern – einen niederschwelligen Zugang zu Haus- und Fachärzten haben. Wer in Schweden eine Praxis aufsucht, wird zunächst von einer qualifizierten Pflegekraft in Empfang genommen, die entscheidet, ob der Patient den Arzt überhaupt zu sehen bekommt. Das kann für uns keine Alternative sein. Und doch: Wir sehen, dass die Ressource „Arzt“ knapper wird. Deshalb sollten wir uns als Ärzte Gedanken machen, wie wir die verschieden Kompetenzen, die wir im Gesundheitswesen haben, zielgerichteter einsetzen können. Es kann nicht darum gehen, nichtärztlichem Personal eine Kontrollfunktion zu überlassen, welcher Patient den Arzt sehen darf, sondern darum, die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen zu nutzen, um den Arzt von Routinetätigkeiten zu entlasten. Es gibt bereits eine praktische Erfolgsgeschichte: Die Delegation von Routine-Hausbesuchen an besonders qualifiziertes Praxispersonal, die in immer mehr Hausarztpraxen im Norden zum Versorgungsalltag gehört. Die nichtärztliche Praxisassistentin (NäPa) ist beim Besuch des Patienten „Auge und Ohr“ des Arztes und stellt in Abstimmung mit ihm eine kontinuierliche Versorgung gerade älterer und multimorbider Patienten, für die der Hausbesuch auch ein wichtiger Sozialkontakt ist, sicher. Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe eine „NäPa“ vor, die den Arzt von Hausbesuchen entlastet, sprechen mit einer Landärztin über ihre Erfahrungen mit der Delegation und fragen bei einem Urologen nach, welche Möglichkeiten er hierfür in der fachärztlichen Versorgung sieht. Wir sollten diese Entwicklung hin zur Arztentlastung durch Delegation als Ärzteschaft selbstbewusst mitgestalten und nicht jenen überlassen, die Delegation sagen und Substitution meinen. Das wäre dann wirkliche Zwei-KlassenMedizin. Um auch diese Fragen als Selbstverwaltung mitgestalten zu können, bedarf es einer starken Abgeordnetenversammlung. Wenn Sie sich einbringen und für unserer „Parlament“ kandidieren wollen, müssen Sie sich bis zum 3. Juni entscheiden. In diesem Heft finden Sie deshalb eine kompakte Zusammenfassung aller Informationen hierzu. Besuchen Sie gern auch die Veranstaltungen der Kreisstellen zur Wahl. Die Termine finden Sie auf unserer Wahlseite im Internet: www.av-wahl.de Ihre

Dr. Monika Schliffke

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Titelthema V ersorgung auf dem L and

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Wer delegiert, gewinnt

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Die ambulante medizinische Versorgung in Deutschland steht angesichts einer älter werdenden Bevölkerung vor großen Herausforderungen. Eine wachsende Zahl chronisch kranker und multimorbider Patienten braucht eine verlässliche, flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung durch Haus- und Fachärzte. Die Versorgungsstruktur – besonders in ländlichen Regionen – muss sich dieser Entwicklung anpassen. Umfragen zeigen, dass immer mehr Ärzte in der Delegation ärztlicher Leistungen an Medizinische Fachangestellte ein geeignetes Mittel sehen, um auf den steigenden medizinischen Bedarf zu reagieren. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Delegationsmodelle, wie das der nichtärztlichen Praxisassistentin (NäPa), haben sich im Praxisalltag bewährt und wirken sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit von Ärzten aus. Sie werden spürbar entlastet und können ihre knappe Zeit auf nicht delegierbare Aufgaben konzentrieren und die Behandlung ihrer akut zu versorgenden Patienten optimieren. 4

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Titelthema

Entlastung für den Arzt, Vorteil für den Patienten Silvia Schmidtke arbeitet in der Hausarztpraxis von Lutz Lehmann in Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg. Sie ist eine von rund 160 nichtärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa), die in Schleswig-Holsteins Hausarztpraxen beschäftigt sind. Wir haben sie während eines ganz normalen Arbeitstages begleitet und dabei erfahren, wie das Erfolgsmodell Delegation funktioniert.

Natascha Dolgoruki, Silvia Schmidtke, Lutz Lehmann und Natalie Sabrowski (v. l.)

7.30 Uhr morgens. Es ist noch still auf dem Parkplatz vor der denkmalgeschützten Backsteinvilla in der Lauenburger Straße in Schwarzenbek. Nur der knallrote Kleinwagen von Silvia Schmidtke parkt vor dem prächtigen Gebäude, in dem seit über 100 Jahren immer Hausärzte praktiziert haben. Die nichtärztliche Praxis5 | 2016

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assistentin steigt gut gelaunt aus dem Wagen. Ihr Chef ist Lutz Lehmann. Der Hausarzt ist seit 2005 in Schwarzenbek niedergelassen und beschäftigt seine NäPa 30 Stunden in der Woche. Sie fährt vormittags zu routinemäßigen Haus- und Heimbesuchen und wird bei Bedarf auch im Sprechstundenbetrieb eingesetzt. Schmidtke hat heute um sechs Uhr ihren ersten Hausbesuch gemacht und danach ihre vier Kinder in die Schule und zur Arbeit gebracht. „Meine älteren Patienten stehen zeitig auf und haben aktuell

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Titelthema V ersorgung auf dem L and nichts dagegen, wenn ich schon so früh zu ihnen komme“, schmunzelt sie. Jetzt schaut die NäPa noch einmal kurz in der Praxis vorbei und wirft gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen Natalie Sabrowski und Natascha Dolgoruki einen letzten Blick auf ihren weiteren Arbeitsplan: Zwei Heimbesuche und mehrere Routine-Hausbesuche stehen an diesem Vormittag an. Vielleicht kommt noch der ein oder andere spontane Termin dazu. Reihenfolge und Fahrtstrecke ihrer Einsatzfahrt hat Frau Schmidtke vorher selbst festgelegt. Diese Flexibilität und das eigenständige Arbeiten gefallen ihr, denn so kann sie Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen. Einsatz im Pflegeheim Danach setzt sich die 47-Jährige ans Steuer ihres Wagens. Auf der Rückbank liegt ihr prall gefüllter Einsatzkoffer. Ziel ist das nahe gelegene Seniorenzentrum „Alte Oberförsterei“, ein vollstationäres Pflegeheim mit rund 70 Bewohnern. Dort beginnt gerade die Frühstückszeit. Geschirr und Bestecke klappern. Der Duft von Kaffee und frischen Brötchen erfüllt den Gemeinschaftsraum, in dem sich bereits die ersten Bewohner und Angestellten eingefunden haben. Schmidtke drückt viele Hände und hat für jeden ein freundliches Wort übrig. Da sie aus der Region stammt kennt sie nicht nur die Patienten, die heute auf ihrer Liste stehen. Zuerst führt sie der Weg in den gerontopsychiatrischen Bereich. Sie weckt einen schwer demenzkranken Patienten, beruhigt ihn zunächst, misst Puls und Blutdruck und nimmt dann mit sicherer Hand eine Blutprobe. Diese Prozedur wiederholt sie bei drei weiteren Heimpatienten. Frau Schmidtke mag ihre Arbeit. Schon bevor sie vor gut zwei Jahren in der Praxis Lehmann anfing, hatte die gelernte Medizinische Fachangestellte überwiegend mit demenzkranken Patienten gearbeitet und eine Ausbildung als Sterbeamme gemacht. „Ich mochte immer gern mit älteren

Menschen arbeiten. Es sind oft sehr markante Persönlichkeiten mit spannenden Lebenswegen“, berichtet sie. Gute Voraussetzungen für eine NäPa, denn bei der Versorgung der überwiegend älteren Patienten sind es nicht nur die Medikamente und die Blutwerte die zählen, sondern auch der persönliche Kontakt und der aufmerksame Blick für das soziale Umfeld. Die Entscheidung, 2014 in Absprache mit Lutz Lehmann die NäPa-Ausbildung in Bad Segeberg zu beginnen, war daher für Silvia Schmidtke ein folgerichtiger Schritt. Auf Hausbesuchstour Die Fahrt geht weiter. Raus aus Schwarzenbek. Hinein in die kleinen Dörfer in der Umgebung. Vorbei an Feldern und langsam grün werdenden Knicks. Sie hält vor einem frisch renovierten Einfamilienhaus in Müssen. Andreas Dallmann öffnet die Haustür und führt die NäPa in die Wohnung im 1. Stock. Dort wohnt seine Mutter Dorothea. Die 88-Jährige ist Diabetikerin und muss einen Rollator benutzen. Etwas aufgeregt begrüßt sie Schmidtke. Sie berät, hört zu, manchmal tröstet sie auch. In guten Händen? Ja, so fühle sie sich, berichtet Dallmann mit leicht ostpreußischem Dialekt. Silvia Schmidtke packt ihre Teststreifen und Geräte aus und führt die Messungen durch. Dafür extra in die Praxis fahren? Der Sohn deutet mit dem Kopf auf den Rollator neben dem Stuhl. „Sehen Sie

selbst, wie schwierig das für meine immobile Mutter wäre. Ein Hausbesuch ist da die bessere Alternative und wir sind froh, dass Frau Schmidtke das übernommen hat“. Dankbare Patienten Der nächste Hausbesuch führt in das Haus von Elinor und Horst Walschus. Das Ehepaar ist seit Jahren an den Rollstuhl „gefesselt“und auf regelmäßige Hausbesuche angewiesen. Früher hat ihr Hausarzt Lutz Lehmann das übernommen. Seit einigen Monaten kommt nun regelmäßig die NäPa. Sie muss heute lange klingeln, dann wird endlich geöffnet. Die Senioren haben viel zu erzählen. Der ehemalige Lehrer Walschus arbeitet seit seiner Pensionierung als Künstler. In Haus und Garten sind diverse Holz- und Steinskulpturen zu sehen. „Zwischen Silvia und uns hat die Chemie sofort gestimmt. Sie ist ein echter Schatz und wir wüssten ohne sie oft nicht, was wir machen sollten“, erzählt seine Frau Elinor und drückt die NäPa erst einmal herzlich an sich. In den Gesprächen zwischen Schmidtke und ihren Patienten wird schnell deutlich, dass es eben nicht nur die Blutentnahmen, Wertemessungen oder Verbandswechsel sind, mit denen die Ärzte entlastet 6

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Titelthema

werden. Die NäPa beraten die Patienten auch bei der Ernährung, sprechen mit ihren Angehörigen, erläutern Rezepte und werfen nebenbei auch mal einen Blick auf die Medikamente in der Schublade. Zurück im Auto schlägt Silvia Schmidtke ihren Kalender auf, zählt die verbleibenden Termine, schaut auf die Uhr. Sie liegt gut in der Zeit: Eine Patientin in der Senioren- und Pflegepension Landhaus Gültzow, ein geplanter Hausbesuch, ein ungeplanter Hausbesuch in Schwarzenbek und die Rücksprache mit dem Chef in der

Praxis liegen noch an. Das sollte zu schaffen sein, bevor ihre Kinder gegen Mittag aus der Schule zurück sind. Nach jedem Termin immer wieder der Griff zum Fahrtenbuch, in dem sie nicht nur die gefahrenen Kilometer aufschreibt, sondern sich auch Notizen zu den gerade besuchten Patienten macht. Hausarzt profitiert Auch ihre verbleibenden Hausbesuche verlaufen ohne Probleme. Zurück in der Praxis gibt die NäPa ihre Notizen in die Praxis-EDV ein und informiert ihren Chef Lehmann über die erhobenen Befunde und durchgeführten Maßnahmen. Gemeinsam sprechen sie die weitere Behandlung ab. Für den 55-jährigen Allgemeinmediziner hat die Entscheidung, auf Delegation zu setzen und eine NäPa einzustellen, vor allem eines gebracht: Entlastung. „Das Modell funktioniert. Ich kann ein Stück weit Verantwortung an eine für ihre Aufgaben sehr gut qualifizierte medizinische Fachkraft abgeben. Ich habe seitdem viel mehr Zeit für Akutpatienten und Notfallhausbesuche und mehr Lebensqualität“, erklärt Lehmann. 5 | 2016

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„Ich habe seitdem viel mehr Zeit für Akutpatienten und Notfallhausbesuche und mehr Lebensqualität.“ Hausarzt Lutz Lehmann

Frau Schmidtke lerne die Patienten außerdem von einer ganz anderen Seite kennen als er. Sie erfahre bei ihren Hausbesuchen sehr viel über das private Umfeld der Menschen. Davon profitiere er als behandelnder Hausarzt. Auch bei den Patienten komme Schmidtke sehr gut an. „Sie wird als vollkommen gleichberechtigt wahrgenommen. Viele Patienten haben sogar das Gefühl, dass sie eine Ärztin ist. Da heißt es hinterher dann immer: Ihre nette Kollegin war letztens wieder da“, berichtet Lehmann. Er könne das NäPa-Modell auf jeden Fall empfehlen. Es sei außerdem ein probates Mittel, den Haus- bzw. Landarztberuf wieder attraktiver zu machen. „Die nachfolgende Ärztegeneration ist sicherlich nicht mehr so ohne weiteres bereit, extrem ungünstige Arbeitszeiten zu akzeptieren. Sie legt zu Recht mehr Wert auf eine gute Balance zwischen Privat- und Arbeitsleben. Da kann eine NäPa eine sehr gute Hilfe sein“, ist sich der Allgemeinmediziner sicher. Jakob Wilder, KVSH

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Titelthema D elegation

Keine Angst vor Kompetenzverlust

Interview

Dr. Mireille Untiedt ist Landärztin in St. Margarethen im Kreis Steinburg. Sie setzt seit gut einem Jahr eine nichtärztliche Praxisassistentin (NäPa) für Hausbesuche ein. Im Nordlicht-Interview zieht die Allgemeinmedizinerin eine erste Bilanz. Nordlicht: Macht Ihnen die NäPa das Leben leichter?

Nordlicht: Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen der NäPa und Ihnen ab?

Dr. Mireille Untiedt: Auf jeden Fall. Das NäPa-Modell funktioniert sehr gut und es entlastet mich. Ich kann es daher nur weiterempfehlen. Außerdem könnte es helfen, mehr junge Ärzte aufs Land zu ziehen. Nordlicht: Das müssen Sie erklären Untiedt: Junge Ärzte haben oft Angst vor der zeitlichen Belastung durch Hausbesuche, die auf dem Land häufig vorkommen und dabei oft mit weiten Anfahrtswegen verbunden sind. Für viele Ärzte ist das ein Grund, lieber in der Stadt zu bleiben. Wer eine NäPa beschäftigt, wird aber genau an diesem Punkt spürbar entlastet. Meine Mitarbeiterin nimmt mir nämlich seit Januar 2015 alle Routinebesuche ab. Die Zahl der Hausbesuche, die ich seitdem noch selbst machen muss, ist überschaubar. Es sind auf jeden Fall nicht mehr, als Foto: Untied ich früher absolvieren musste, als ich noch in einer größeren Stadtpraxis in Elmshorn gearbeitet habe. Und das, obwohl ich in meiner Landarztpraxis in St. Margarethen mittlerweile über 200 geriatrische Patienten versorge. Nordlicht: Welche Qualifikationen und Kompetenzen bringt Ihre NäPa mit? Untiedt: Meine NäPa Wencke Krüger ist eine von vier Teilzeitkräften, die ich in meiner Praxis beschäftige. Sie bringt langjährige Berufs- und Lebenserfahrung sowie eine abgeschlossene Ausbildung zur NäPa mit. Außerdem besucht sie regelmäßig Fortbildungen, die zu ihrem Aufgabengebiet passen, z. B. zu den Themen Device-Schulungen, Impfungen und Behandlung von chronischen Wunden. Nordlicht: Was sagen die Patienten zum Einsatz Ihrer NäPa? Untiedt: Viele kennen Frau Krüger schon seit über 30 Jahren, da sie bereits ihre Kindheit in der Region verbracht hat. Sie begrüßen sie mit Worten wie „Wencke, das ist so schön, dass du uns besuchst und Zeit mitbringst”. Viele Patienten wohnen außer dem bis zu zehn Kilometer von der Praxis entfernt und haben niemanden, der sie zu uns bringen könnte. Sie sind daher sehr dankbar, dass wir ihnen diesen Service bieten können. 8

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Untiedt: Meine NäPa hat einen festen Tourenplan. Sie fragt mich am Tag vorher, was sie bei welchem Patienten beachten soll. Manchmal ruft sie dann während ihrer Tour in der Praxis an: Entweder, um sich mit mir über den jeweiligen Patienten auszutauschen oder wenn dieser sofort meinen Besuch benötigt. Am Ende ihrer Einsatzfahrt dokumentiert sie dann alles noch einmal in der Praxis-EDV und berichtet mir kurz die wichtigsten Neuigkeiten. Nordlicht: Lohnt sich die Beschäftigung einer NäPa? Untiedt: Finanziell lohnt es sich noch nicht. Es ist in dieser Hinsicht ein Zuschussgeschäft. In anderer Hinsicht lohnt es sich schon, denn ich habe jetzt mehr Freizeit, die mit nichts zu bezahlen ist.

Nordlicht: Wie viel Zeit und Geld haben Sie in die Ausbildung Ihrer NäPa investiert? Untiedt: Viel. Da sind zum einen die Kursgebühren. Außerdem die Arbeitsstunden, die Frau Krüger für die Ausbildung gebraucht hat. Sie wurden ihr als Urlaub gut geschrieben. Dann habe ich die vorgeschriebenen Hausbesuche begleitet. Seitdem sie diese selbstständig durchführt, nutzt sie unser geleastes Praxisfahrzeug und ein neu angeschafftes Handy. Nordlicht: Einigen Ärzten fällt es schwer, medizinische Kompetenzen zu delegieren. Mussten Sie in diesem Bereich dazu lernen? Untiedt: Nein, ich delegiere ganz gerne, was man delegieren kann. Nordlicht: Wo liegen für Sie die Grenzen von Delegation? Untiedt: Ganz klar bei Akut- und Notfallbesuchen. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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Titelthema

Statement

Im Studium noch kaum ein Thema

Im Zuge des sich verschärfenden Mangels an Hausärzten – besonders in ländlichen Regionen – rückt die Frage der Delegation von Leistungen an nichtärztliche Praxisassistentinnen und andere Gesundheitsberufe in den Fokus. Das ist richtig und wichtig. Eine Entsprechung im Studium hat diese Entwicklung bisher kaum gefunden. Die Medizinstudierenden absolvieren im Rahmen ihres Studiums insgesamt zwei Wochen Blockpraktikum Allgemeinmedizin. Am ersten Tag der ersten Woche sollen die Studierenden explizit die Medizinischen Fachangestellten (MFA) begleiten und ihr Aufgabenfeld am Empfang, im Labor und bei den technischen Untersuchungen kennenlernen. Damit bekommen sie einen Eindruck von den Praxisabläufen, der Arbeitsteilung und der Arbeitsbelastung der MFA. Diese Eindrücke dokumentieren die Studierenden auf einem Arbeitsbogen, der vom Lehrarzt gegengezeichnet wird. Diese „Übung“ lenkt den Blick indirekt auch auf Delegation. Das Thema wird im weiteren Unterricht jedoch nicht explizit wieder aufgegriffen. Delegation ist ein Teilaspekt des größeren Themas „interprofessionelle Zusammenarbeit“. Weder „Delegation“, noch „Interprofessionelle Zusammenarbeit“ finden sich als Stichworte in der Approbationsordnung für Ärzte. Im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) hingegen finden sich zum Thema „interprofessionelle Zusammenarbeit“ mehrere Lernziele. Sie sind überwiegend fächerübergreifend verortet und umfassen die Bewertung von Teamstrukturen und -prozessen, die kritische Analyse der eigenen Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Grenzen im interprofessionellen Team in typischen Arbeitssituationen sowie das Erkennen und Lösen interprofessioneller Konflikte. Ein Lernziel ist unter anderem: „interdisziplinär und interprofessionell mit anderen zusammen(zu)arbeiten, mit dem Ziel einer optimalen Behandlung von Patientinnen und Patienten unter Vernachlässigung berufspolitischer Aspekte.“

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Die Umsetzung des NKLM stößt auf Probleme. Die vielen fächerübergreifenden Lernziele erfordern eine sehr viel intensivere Abstimmung der Fächer untereinander als das bisher der Fall ist. Auch betont der NKLM sehr stark die Rollen der Ärzte jenseits des medizinischen Experten, d. h. die Rolle des Kommunikators, des Mitglieds eines Teams, des Gesundheitsberaters und -fürsprechers, des Managers etc. Da es unwahrscheinlich ist, dass den Studierenden mehr Lehrstunden zur Verfügung gestellt werden, müssen vielfach die Curricula umgestaltet werden. Die an vielen Universitäten vorherrschende Vermittlung von Faktenwissen im Präsenzunterricht müsste der Anwendung und Reflexion dieses Wissens weichen. Fakten können die Studierenden auch zu Hause lernen. Die wertvolle Zeit des Präsenzunterrichts an der Universität muss zunehmend das in den Vordergrund stellen, was allein zu Hause nicht so gut gelernt werden kann, nämlich die praktische AnwenFoto: CAU Kiel dung des Wissens, die Reflexion des eigenen Handelns, Kommunikation, Teamarbeit etc. Hier wird dann auch interprofessionelle Zusammenarbeit ihren Platz finden. Zurzeit finden sich lediglich an einigen Universitäten Pilotprojekte zum Thema. Eine Übersicht über die von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekte findet sich online unter www.bosch-stiftung.de Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Links Approbationsordnung für Ärzte: www.gesetze-im-internet.de Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM): www.nklm.de

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Übersicht NäPa in Schleswig-Holstein

162

2

Flensburg

6

8

SchleswigFlensburg

gesamt

8

Nordfriesland

12 10

Dithmarschen

Plön

RendsburgEckernförde

12

27

7

Kiel

Ostholstein

2

Neumünster

22

Steinburg

15

Segeberg

8

Pinneberg

Stormarn

10 Lübeck

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Herzogtum Lauenburg

N ichtärztliche P ra x isassistenz in A usbildung

Frist wird verlängert

Die Übergangsregelung zur Genehmigung und Vergütung von nichtärztlichen Praxisassistenten in Ausbildung wird um ein halbes Jahr verlängert. Statt am 30. Juni 2016 endet die Regelung am 31. Dezember 2016. Darauf haben sich die Partner des Bundesmantelvertrages geeinigt. Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in den Kassenärztlichen Vereinigungen hatte ergeben, dass in nahezu allen KVen nichtärztliche Praxisassistenten die Ausbildung nicht bis zum 30. Juni 2016, aber bis zum 31. Dezember 2016 abschließen werden. Gründe hierfür sind beschränkte Ausbildungskapazitäten sowie der notwendige zeitliche Vorlauf für die Organisation der Fortbildungen. Hausärzte erhalten Zuschlag für Assistenten Hausärzte erhalten seit 1. Januar 2015 für einen nichtärztlichen Praxisassistenten einen Zuschlag von bis zu 1.320 Euro pro Praxis im Quartal (GOP 03060). Außerdem werden die Hausbesuche des Assistenten vergütet (GOP 03062 und 03063). In vielen Hausarztpraxen mussten und müssen die Mitarbeiter für diese neuen Aufgaben jedoch erst ausgebildet werden.

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KBV und Krankenkassen hatten deshalb vereinbart, dass die neuen GOP bereits ab Beginn der Ausbildung des Mitarbeiters berechnungsfähig sind – sofern zu erwarten ist, dass die Ausbildung bis zu einem bestimmten Stichtag abgeschlossen ist bzw. bis dahin eventuell noch fehlende Module absolviert sein werden. Bisher war dieser Stichtag der 30. Juni 2016. Nun haben die Partner des Bundesmantelvertrages in Paragraf 8 der Delegations-Vereinbarung, der die Genehmigung regelt, die Frist bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

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U mfrage

Ärzte sehen in Delegation Chancen Der Hartmannbund hat 2014 eine Mitgliederbefragung zum Thema Delegation durchgeführt. Wichtigstes Ergebnis: Grundsätzlich sehen die befragten Ärzte viele positive Effekte in der Delegation von ärztlichen Leistungen. Positive Effekte der Delegation ärztlicher Leistungen

Infusionen, Injizieren und Durchführen von Tests. Abb. 1 Außerdem Verbandswechsel, Wundkontrollen, das 71,5 % Aufnahme- und Entlas61,4 % sungsmanagement und die Nachsorge. Dokumentation 44,0 % 42,0 % und Kodieren sind ebenfalls 32,6 % Tätigkeiten, die Ärzte für 27,6 % 26,6 % 25,7 % gut delegierbar halten. Klar abgelehnt wird dagegen das Übertragen von Aufgaben in den Bereichen körperliche Untersuchungen, Einsparungen im Kürzere Beseitigung von Reduzierung der Konzentration auf Bewältigung Verbesserung der Allgemeine Gesundheitswesen Wartezeiten Unterversorgung chronischen originär ärztliche demografisch Betriebsabläufe Arbeitsentlastung Anamnese, Arzt-/EntlasÜberlastung der Tätigkeit bedingter sungsbriefe, MedikamenÄrzte Mehrbelastung tenmanagement und FolgeQuelle: Hartmannbund rezepte. Auch das Delegie4 Viele erwarten, sich dadurch stärker auf ihre originär ärztlichen ren von kleineren Eingriffen und Biopsien lehnen die meisten Tätigkeiten konzentrieren zu können (71,5 Prozent) und einer Befragten eindeutig ab. Überbelastung im Praxisalltag entgegenzuwirken (61,4 Prozent). Vor allem junge Ärzte zwischen 25 und 35 Jahren sehen An der Befragung nahmen 1.063 Ärzte teil (45,1 Prozent Chancen durch Delegation (Abb. 2). Die medizinischen Bereiche, Niedergelassene, 21 Prozent Krankenhausärzte, 26,3 Prozent in denen die Befragten eine verstärkte Delegation von Tätig- Ärzte in Weiterbildung und 7,6 Prozent Angestellte). keiten befürworten sind Blutentnahmen, Verabreichen von

Befürworten Sie grundsätzlich eine Übertragung ärztlicher Leistungen durch Delegation? Alter:

Abb. 2

25 bis 35 Jahre

36 bis 45 Jahre

46 bis 55 Jahre

über 55

71 % 58 % 50 % 49 %

29 % 30 % 22 %

20 % 20 % 21% 21% 9%

Bin eher unentschlossen

Ja

Nein Quelle: Hartmannbund

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Die vollständige Umfrage finden Sie unter www.hartmannbund.de

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Titelthema D elegation

Interview

„Ein wichtiger Baustein“ Neben hausärztlichen Praxen werden auch viele Fachärzte von immer mehr älteren, oft multimorbiden Patienten aufgesucht. Der Behandlungsbedarf wächst, während gleichzeitig in den nächsten Jahren viele Mediziner in den Ruhestand gehen. Wir haben bei Dr. Thomas Quack nachgefragt, wie er das Thema Delegation einordnet. Er ist Urologe in Plön und Landesvorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Urologen in Schleswig-Holstein. Nordlicht: Inwiefern profitieren Fachärzte, MFA und Patienten bereits heute von den Möglichkeiten, die die Delegation fachärztlicher Leistungen bietet? Quack: Seitens des Berufsverbandes der Urologen haben wir das Problem der Versorgung, vor allem in der Fläche, schon seit einiger Zeit in Gesprächen mit der KVSH thematisiert. Seit Herbst 2015 haben wir in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, delegierte Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen, auch bei der Erbringung durch nicht angestellte Mitarbeiter, in unserer Abrechnung geltend zu machen. In vielen Gesprächen spüre ich aber noch Unsicherheit bei den niedergelassenen Kollegen. Ziel muss sein, hier Klarheit zu schaffen, damit unsere Patienten von einer besseren Versorgung profitieren und wir Ärzte mehr Zeit für die übrige Patientenbetreuung haben. Nordlicht: Wo liegen für Sie die Grenzen der Delegation fachärztlicher Leistungen?

Nordlicht: Volle Praxen – Fachärzte am Limit. Wird die Medizinische Fachangestellte (MFA) bald zum Ersatzdoktor? Dr. Thomas Quack: Sicher nicht, aber der Bedarf nimmt zu. Zum einen durch verbesserte medizinische Möglichkeiten, zum anderen aber auch durch den Anspruch und die Erwartungshaltung der Patienten und häufig auch der Pflegeeinrichtungen. Als ambulant tätige Fachärzte stehen wir in der Verantwortung. Hierbei ist eine Delegation bestimmter Leistungen an unser Personal ein Baustein, diese Versorgung zu übernehmen. Ich möchte hervorheben, dass wir schon seit Jahren in die Qualifikation und Weiterbildung unserer Medizinischen Fachangestellten investiert und somit von dieser Seite gute Grundlagen geschaffen haben.

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Quack: Ganz klar bleiben Diagnosestellung und Therapieeinleitung ärztliche Aufgaben. Auch ist immer zu berücksichtigen, dass der delegierende Arzt für die erbrachten Leistungen verantwortlich ist und Delegation den persönlichen Arzt-PatientenKontakt nicht ersetzen will und darf. Eine genaue Tätigkeitsbeschreibung und Anleitung, eine Weisungsbefugnis und auch eine Pflicht zur Überwachung sind im Rahmen der Delegation immer zu beachten. Eine klare juristische Abgrenzung zur Vorteilsnahme im Sinne des neuen Paragrafen 299 muss gerade auch im Hinblick auf die Erbringung durch nicht angestellte Mitarbeiter erfolgen. Hier ist der Berufsverband der Urologen auf dem Weg, Lösungen zu erarbeiten. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

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NACHRICHTEN  KOMPAKT D atenschutz

G esundheitsministerium

Selbst-Check für Arztpraxen

Neue Flyer zum Thema Impfen

Kiel – Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD SH) hat einen „Selbst-Check für Arztpraxen“ veröffentlicht. Er soll Ärzten und Praxispersonal Orientierung beim Thema Datenschutz geben und aufzeigen, in welchen Bereichen eventuell Handlungsbedarf besteht. Der „SelbstCheck“ ist thematisch geordnet und enthält Fragen zu den Themen Empfang/Anmeldung, Behandlungsbereich, Wartebereich, EDV, Patien-tenrechte, Datenübermittlung und Outsourcing/ Beauftragung von Dienstleistern. Er kann auf der Website des ULD SH unter www.datenschutzzentrum.de eingesehen und heruntergeladen werden.

P atienteninformation

Darmkrebs im frühen Stadium Berlin – Um die Diagnose Darmkrebs im frühen Stadium geht es in einer neuen Patienteninformation des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Betroffene erfahren Details zur Diagnostik, zum Krankheitsverlauf und zu möglichen Therapien. In dem zweiseitigen Informationsblatt werden unter anderem die verschiedenen Stadien der Krebsausbreitung in verständlicher Form beschrieben. Zudem geht es um ergänzende Behandlungen, die unter Umständen zusätzlich zu einer Operation empfohlen werden. Dabei wird zwischen Krebs im Dickdarm und im Enddarm unterschieden. Darüber hinaus spielt die Frage eine Rolle, wann ein künstlicher Darmausgang notwendig ist. Ärzte können die Publikation kostenlos im Internet unter www.kbv.de  Patienteninformation herunterladen und im Wartezimmer auslegen.

Bestellung bitte telefonisch oder per E-Mail: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung Thomas Reincke Tel. 0431 988 5593 thomas.reincke@sozmi.landsh.de Online-Bestellungen unter www.schleswig-holstein.de Außerdem ist eine Bestellung über die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung möglich: http://lvgfsh.de/gesundheitsfoerderung/kontakt.php

S ervice

Patienteninformation zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung

M edizinische F achangestellte

2,5 Prozent mehr Gehalt

Berlin – Vor zwei Jahren ist sie bundesweit gestartet: die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV). Bisher sind drei Indikationen behandelbar: Tuberkulose, gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle sowie Marfan-Syndrom. Um Patienten über diesen neuen Versorgungsbereich zu informieren, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Merkblatt erstellt. Auf zwei Seiten werden wichtige Fragen beantwortet. Wie bekomme ich als Patient Zugang zu diesem Behandlungsangebot? Darf ich mein Behandlungsteam frei wählen? Ärzte können das Merkblatt nutzen, um ihre Patienten über die ASV zu informieren. So wird beispielsweise erläutert, wer in einem ASV-Behandlungsteam der Ansprechpartner für den Patienten ist, wie lange die Behandlung in der ASV dauern kann und wie sie abgeschlossen wird. Die Patienteninformation wird als druckfähige Datei auf der Internetseite des G-BA unter www.g-ba.de bereitgestellt. 5 | 2016

Kiel – Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein hat vier neue Flyer zum Thema Impfen herausgegeben: ƒƒ Info-Flyer für Babys und ihre Eltern „Impfschutz ist babyleicht & lebenswichtig!“ ƒƒ Info-Flyer für smarte Schüler „Schutzimpfungen sind mega wichtig!“ ƒƒ Info-Flyer für junge Erwachsene „Impf-Check: Sicher in Freizeit & Job ƒƒ Für Menschen ab 60, MIT 60PLUS auch beim Impfschutz aktiv bleiben“

Nordlicht

Berlin – Die Gehälter der Medizinischen Fachangestellten erhöhen sich rückwirkend ab dem 1. April 2016 um linear 2,5 Prozent auf Basis der Tätigkeitsgruppe I. Auf den neuen Gehaltstarifvertrag einigten sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte und der Verband medizinischer Fachberufe. Die Ausbildungsvergütung steigt in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro monatlich, und zwar auf 730 Euro im ersten Ausbildungsjahr, auf 770 Euro im zweiten Ausbildungsjahr und auf 820 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung erhöht sich für Vollzeitkräfte und Teilzeitkräfte mit 18 Wochenstunden und mehr um zehn Euro pro Monat auf 76 Euro, für Auszubildende und Teilzeitkräfte mit weniger als 18 Wochenstunden um fünf Euro pro Monat auf 53 Euro beziehungsweise 43 Euro. Die Laufzeit des Gehalts- und des Manteltarifvertrages beträgt zwölf Monate bis zum 31. März 2017, die des Tarifvertrages zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung bis zum 31. Dezember 2019. aktuell

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NACHRICHTEN  KOMPAKT V eranstaltung

I nternet

2. Tag der Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein

Portal zu sexueller Gesundheit

Lübeck – Der zweite Tag der Allgemeinmedizin in SchleswigHolstein findet dieses Jahr am 28. Mai 2016 in Lübeck statt. Wie schon beim erfolgreichen Auftakt in 2015 in Kiel wird die Veranstaltung von den beiden Instituten für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck gemeinsam ausgerichtet. Der „Tag der Allgemeinmedizin“ ist eine industriefreie Fortbildungsveranstaltung, die sich an das gesamte hausärztliche Praxisteam richtet. Im Mittelpunkt stehen 21 Workshops in Kleingruppen, in denen die Teilnehmer Wissen und Fertigkeiten auffrischen, praktisch üben und diskutieren. Diese Workshops sind teilweise interprofessionell ausgerichtet. Ort: Zentrales Hörsaalgebäude der Universität zu Lübeck Datum: 28. Mai 2016 Dauer: 9.30 – 16.15 Uhr Nähere Informationen zu dem Tag erhalten Sie auf den Internetseiten der Institute für Allgemeinmedizin, auf denen sowohl das Programm als auch das Anmeldeformular hinterlegt sind: www.uksh.de/allgemeinmedizin-luebeck/ Tag+der+Allgemeinmedizin.html Darüber hinaus steht Ihnen PD Dr. Katja Götz für Fragen rund um den „Tag der Allgemeinmedizin“ per E-Mail katja.goetz@uksh.de oder per Tel. 0451 500 1396 zur Verfügung.

S tatistik

Immer mehr Ärzte arbeiten in Teilzeit und in Anstellung Berlin – Die Anzahl der in Teilzeit und in Anstellung arbeitenden Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik für das Jahr 2015 hervor, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) veröffentlicht hat. Ende 2015 nahmen insgesamt 167.316 Ärzte und Psychotherapeuten an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Davon waren 144.769 Ärzte und 22.547 Psychotherapeuten. Die Zahl der Vertragsärzte und Psychotherapeuten in Anstellung stieg von 24.560 auf 27.174. Die komplette Statistik ist unter www.kbv.de abrufbar. 14

Nordlicht

Berlin – Mehrsprachige Informationen zum Thema sexuelle Gesundheit bietet das neue Webportal „Zanzu“. Das Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung richtet sich in erster Linie an Migranten, soll aber gleichzeitig Ärzte und Beratungsstellen bei ihrer Arbeit unterstützen. Auf www.zanzu.de werden die Themen Körper, Sexualität, Verhütung, Familienplanung und Schwangerschaft, Beziehungen und Gefühle, sexuell übertragbare Krankheiten sowie Rechte und Gesetze in Deutschland mit kurzen Texten und einfachen Infografiken erklärt. Folgende Sprachen stehen zur Auswahl: Deutsch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch, Arabisch, Farsi, Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch, Spanisch und Albanisch. Ein Wörterbuch übersetzt wichtige Begriffe.

A ugenärzte

Führungsspitze bestätigt Bad Segeberg – Dr. Bernhard Bambas ist von den Mitgliedern des Berufsverbandes der Augenärzte in SchleswigHolstein in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt worden. Für den 52-jährigen Bad Segeberger ist es die fünfte Amtszeit. Zu seiner Stellvertreterin wurde erneut Dr. Annegret Krämer gewählt. Für die Lübeckerin ist es die vierte Amtsperiode. Neu auf der Position des 2. Stellver- Dr. Bernhard Bambas treters: Dr. Jan Reichelt aus Rendsburg.

aktuell

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gesundheitspolitik F ö rderung

Warmer Regen für Büsum

Foto: Stender

Die Robert Bosch Stiftung fördert das kommunale Ärztezentrum Büsum mit 50.000 Euro. Das Geld soll vor allem in die weitere Projektarbeit investiert werden. Die Projektverantwortlichen streben außerdem eine noch höhere Fördersumme an.

Die Gemeinde Büsum hatte sich mit Unterstützung der Ärztegenossenschaft Nord und des Koordinators ambulante Versorgung, Harald Stender, bei der Robert Bosch Stiftung um die Förderung der Projektentwicklungsphase für die Erstellung eines Konzeptes für die Umsetzung eines sogenannten PORT-Projektes (PORT=Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung) beworben. Insgesamt wurden bundesweit 60 Projekte eingereicht. Anfang März bekam Büsum nun gemeinsam mit sieben weiteren Förderprojekten den Bewilligungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro für Projektphase 1. Ausrichtung des Ärztezentrums „Die Förderung gibt uns Rückenwind. Wir wollen das Ärztezentrum Büsum inhaltlich weiterentwickeln und es zum Mittelpunkt zusätzlicher medizinischer Angebote für die Bevölkerung in der Region machen“, erläutert Harald Stender die weitere Zielsetzung. Die Bevölkerung soll auf Schulungsveranstaltungen über chronische Erkrankungen und Gesundheitsförderung informiert werden. Diese Veranstaltungen richten sich auch an Touristen. Chronisch Kranke sollen außerdem durch besondere Sprechstunden und Beratungsangebote unterstützt werden. Dazu sollen die telemedizinische Betreuung der Patienten ausgebaut und gemeinsame Beratungsangebote mit den Kliniken ausgearbeitet werden. Mitarbeiter des Ärztezentrums, z. B. nichtärztliche Praxisassistentinnen, sollen Patienten in ihrer häuslichen Umgebung und in Pflegeeinrichtungen medizinisch versorgen. Auch der Rettungsdienst und andere Versorgungspartner aus dem Gesundheitswesen sollen mit dem Ärztezentrum eng zusammenarbeiten. 5 | 2016

Nordlicht

Weitere Förderung „Die 50.000 Euro verwenden wir also zunächst dafür, diese Ansätze in Projektarbeit weiter zu bearbeiten und dann mit einem konkreten Antrag noch eine weitergehende Förderung für die Umsetzung neuer Versorgungsideen zu erhalten“, so Stender. Mit den Fördermitteln solle bereits 2016 mit der Umsetzung einiger der Ideen begonnen werden. Vorgesehen ist dazu unter anderem eine Patienten- und Mitarbeiter Befragung, um die Versorgung der Patienten besser auf deren Bedürfnisse abzustimmen. In der nächsten Förderstufe kann das Ärztezentrum Büsum dann sogar 250.000 Euro erhalten, wenn die Projektideen von einer Jury als förderwürdig erachtet werden. Die Entscheidung dazu fällt 2017. Das Konzept für die weitere Antragstellung will Stender gemeinsam mit der Ärztegenossenschaft Nord und dem Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität zu Lübeck, Prof. Jost Steinhäuser, erarbeiten. Den Förderantrag für die Projektphase 2 wollen die Projektverantwortlichen bereits im Dezember stellen. Jakob Wilder, KVSH

Am 1. April 2015 nahm das kommunale Ärztezentrum in Büsum als 100-prozentige Tochter der Gemeinde ihre Arbeit auf. Seitdem hat sich im Ärztehaus an der Westerstraße 30 einiges verändert. Die ehemals vier Praxen unter einem Dach werden umgebaut. Das Gebäude bekommt einen Anbau, in den ein Physiotherapeut einziehen wird. Im vorderen Bereich des Gebäudes ist Platz für eine Apotheke.

aktuell

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gesundheitspolitik N achwuchsgewinnung

Mehr Nähe war nie

Foto: KBV

Die Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen geht in die vierte Runde.

Nephrologe Martin Lesch hat seine Patientin durch die Schwangerschaft begleitet – jetzt standen sie zusammen mit der kleinen Tochter Modell.

Dieses Jahr stellt „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ das Thema „Nähe“ in den Fokus. Die Kampagnenmotive und das Patientenmagazin „Zimmer eins“ beleuchten drei Bereiche, in denen enge Beziehungen entscheidend sind. Dazu gehört die Zusammenarbeit zwischen Ärzten unterschiedlicher Fachbereiche genauso wie das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt. Wichtig sind außerdem die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten von morgen, die Nähe, Erreichbarkeit und medizinische Versorgung auch in Zukunft gewährleisten. Die Motive: 16-mal echte Nähe Fernsehpromi Detlev Steves hat eine besondere Vertrauensbeziehung zu seinem Hausarzt Dr. Isa Çoktas. Nephrologe Martin Lesch begleitet schon seit vielen Jahren eine Dialysepatientin und nach mehr als 100 Arztterminen bei ihm, vielen Telefonaten und der Geburt ihrer Tochter ist er auch heute außerhalb der Sprechstunde jederzeit für sie erreichbar. Diese Paare stehen für die Nähe zwischen Ärzten und ihren Patienten. Daneben zeigen Großflächenplakate und andere Formate niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten aus verschiedenen Fachgebieten, die eng zusammenarbeiten und so ihren Patienten eine lückenlose Versorgung bieten.

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Nordlicht

Fernsehpromi Detlef Steves und sein Hausarzt Dr. Isa Çoktas

Eine dritte Motivreihe zeigt Ärzte und Therapeuten mit ihren Nachfolgern – und bietet so die Verzahnung zur Website lass-dichnieder.de. Ein Teil der 16 Motive ist ab Mai an hochfrequentierten Orten wie großen Bahnhöfen und Flughäfen sowie in den Landeshauptstädten zu sehen. Die Hintergründe zu den einzelnen Motiven können auf www.ihre-aerzte.de nachgelesen werden.

aktuell

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gesundheitspolitik der entsprechenden Dialogformate statt: Die Beratungsangebote auf www.lass-dich-nieder.de werden erweitert und seit Dezember 2015 durch eine Facebook-Seite und einen Newsletter, der mehrmals im Semester erscheint, ergänzt. Die neuen Motive und weitere Informationen zur Kampagne finden Interessierte ab Anfang Mai im Internet unter ihre-aerzte.de und www.lass-dich-nieder.de. KBV-Redaktion

„Zimmer eins“ bringt die Nähe ins Wartezimmer Das Patientenmagazin „Zimmer eins“ beleuchtet das Schwerpunktthema „Nähe“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln und trägt die Kampagne in die Wartezimmer: Interviews, Reportagen und Bilderstrecken geben einen unterhaltsamen Einblick in ärztliches und psychotherapeutisches Handeln. Das Magazin fürs Wartezimmer wird Anfang Juni mit einem Infopaket an alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verschickt.

Foto: KBV

„Lass dich nieder!“ – mehr Service für den Nachwuchs Die dritte Motivreihe, Ärzte und Psychotherapeuten mit ihren Nachfolgern, wird im direkten Umfeld der 37 medizinischen Fakultäten in Deutschland sichtbar sein sowie im Campus-TV gezeigt. Sie richtet sich an Medizinstudierende sowie Ärzte und Psychotherapeuten in der Weiterbildung und soll für die Niederlassung begeistern. Für den Nachwuchs findet außerdem eine Stärkung

Die Hausärztin und ihre zukünftige Nachfolgerin: Dr. Christiane Worm und Julia Schütze 5 | 2016

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aktuell

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gesundheitspolitik K ommentar

Planlos Jetzt haben wir das nächste Verbrechersyndikat im Gesundheitswesen identifiziert: Nach den bestechlichen Ärzten knöpft sich der Bundesgesundheitsminister jetzt betrügerische Pflegedienste vor. Mehr als eine Milliarde Euro kassiert die Organisierte Kriminalität jährlich in der häuslichen Krankenpflege – höchste Zeit also, auch hier den Verbrechern in den weißen Kitteln das Handwerk zu legen. Und weil Polizei und Justiz, aber auch Krankenkassen, Ärzte und Angehörige mit dem Problem ja offenbar überfordert sind, erweitert das neue Korruptionsbekämpfungsgesetz Kontrollrechte und verschärft die Aufsicht. Wie immer in diesen Fällen werden Nachfragen zur Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen damit abgewürgt, dass sich die monetären Schäden auf Milliarden belaufen und vom Bundeskriminalamt ermittelt worden sind. Zur Datenerhebung erfährt man natürlich nichts, weil die Quellen geschützt werden müssen. Moralisch erscheint der Sumpf damit aber in einer noch tieferen Dimension – wie ein englischer Krimi, dem erst die Nebelschwaden den Kick fürs Gruseln geben. Dass der Nebel im Film hinter den Kulissen erzeugt wird, stört den Zuschauer nicht. Er ahnt es zwar, aber er sieht es ja nicht. Im Film hat dieser Kunstgriff seine Berechtigung, im wirklichen Leben, noch dazu in der Politik, hat er nichts zu suchen. Schon die erste Frage ist für Gröhes Behörde eine Peinlichkeit ersten Ranges. Wenn es denn um Milliardenschäden gehen sollte: Wie konnte die Ausbreitung der organisierten Kriminalität denn solange unbemerkt bleiben und sich am Pflegebett häuslich einrichten? Nicht mal die Mafia schafft es, vom Himmel zu fallen. Was ist bisher bei Oma geschehen, wovon wir nichts ahnten und jetzt nicht wissen sollen? Oder handelt es sich bei den vielen „Kriminellen“ um Pflegehelfer, die in Privathaushalten bei Pflegefällen Nachtwache halten – ohne Mindestlohn, Steuerkarte und Krankenversicherung? Dann wäre alles klar und wir wüssten, was das Bundeskriminalamt mit „russisch-eurasischen“ Strukturen meint, wie eine große deutsche Tageszeitung schreibt. Man mag sich nicht ausmalen, welche Szenarien hinter diesen Ankündigungen stecken. Nur eines ist sicher: Einmal mehr greift die latente Verdächtigung einer ganzen Branche des Gesundheitswesens zu kurz und sie trifft die Falschen. Denn noch mehr Regelung und Kontrolle erschweren und verteuern die Pflegeleistungen, ohne jede Qualitätsverbesserung. Aber darum geht es ja auch nicht, so schön es wäre. Es geht um eine gerichtsfeste Dokumentation jedes Handgriffs und jeder Person, die in

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„Einmal mehr greift die latente Verdächtigung einer ganzen Branche des Gesundheitswesens zu kurz und sie trifft die Falschen.“

der Pflege ihre Hand reicht – und ihre Belege für Gesundheitszustand, Sachkunde, Arbeitserlaubnis und Sprachkenntnisse. Ziemlich viel – aber war das bisher nicht auch schon vorzuweisen? Anders betrachtet kann man auch vermuten, es geht hier um eine nachträgliche Begründung für ein Korruptionsbekämpfungsgesetz, das Juristen auch deshalb für überflüssig halten, weil jede Form von Korruption in Deutschland verboten ist. Wofür also noch ein zweites Gesetz, speziell für die Medizin? Der Bürger rätselt und reiht es ein in eine Gesundheits- und Sozialpolitik, die auch an anderer Stelle planlos erscheint. Das fängt bei der gesetzlichen Termingarantie für den Facharztbesuch an, die sich zur Lachnummer entwickelt. Und es hört bei der Rentenpolitik noch nicht auf, in der auf die Absenkung des Rentenalters auf 63 Jahre im letzten Jahr jetzt die Ankündigung folgt, das Renteneintrittsalter leider auf 70 anheben zu müssen, weil – wie seit Jahren bekannt – das Geld künftig nicht reicht. Eine Politik, die sich innerhalb von Jahresfrist und gegen den zuvor vehementen Rat von Fachleuten aller Couleur das leistet, steuert ins Absurde. Die Folge ist ein Vertrauensverlust, der bei vielen Bürgern Zweifel nährt, ob die etablierten Parteien noch aus eigener Kraft in der Lage sind, unser Land in eine sichere Zukunft zu steuern. Schon das Nachdenken über solche Art Abkehr von Vernunft und Gelassenheit ruft bei den etablierten Parteien scharfe Kritik hervor. Leider verwechselt man dabei Ursache und Wirkung. Denn wer sich eine Gesetzgebung leistet, die niemand mehr versteht, der darf dem Bürger nicht vorhalten, dass er dieser Politik seine Unterstützung immer mehr versagt. Peter Weiher, Journalist

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PRAXIS  & KV A V - W ahl 2 0 1 6

Sie wollen kandidieren? Das müssen Sie wissen! Vom 5. bis zum 21. September 2016 wird eine neue Abgeordnetenversammlung gewählt. Es lohnt sich, zu kandidieren und Abgeordneter zu werden. Sie gestalten die Politik der KVSH sechs Jahre lang mit und wählen unter anderem den Vorsitzenden der Abgeordnetenversammlung, den Vorstand der KVSH und wichtige Gremien der Selbstverwaltung. stützerstimmen für Ihren Wahlvorschlag zu sammeln. Sprechen Sie dazu Ihren Kreisstellenvorsitzenden an. Eine Terminübersicht finden Sie auf www.av-wahl.de. Bitte beachten Sie: Wenn Sie mit anderen Ärzten auf einem gemeinsamen Wahlvorschlag kandidieren (Listenwahlvorschlag), reicht es, wenn dieser von mindestens sieben wahlberechtigten Kollegen unterschrieben wurde. Die Unterstützerstimmen gelten dann für alle auf dem Wahlvorschlag genannten Kandidaten. Listenwahlvorschläge müssen mindestens so viele Bewerber mit jeweils einem Stellvertreter enthalten, wie in den einzelnen Wahlkreisen zu wählen sind. Wer darf kandidieren? Um kandidieren zu dürfen, müssen Sie Mitglied der KVSH sein. Das sind alle in Schleswig-Holstein zugelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Außerdem alle bei Ärzten bzw. Psychotherapeuten oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum angestellten Ärzte und Psychotherapeuten (mindestens halbtags mit mehr als zehn Wochenstunden tätig) und alle ermächtigten Krankenhausärzte bzw. Krankenhauspsychotherapeuten. Wie kann ich kandidieren? Sie können bis spätestens zum 3. Juni 2016, 18.00 Uhr Ihre Kandidatur anmelden. Dazu müssen Sie bei der Geschäftsstelle des Wahlleiters in der KVSH, Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg einen schriftlichen Wahlvorschlag einreichen. Sie finden dazu auf www.av-wahl.de u.a. einen „Muster-Wahlvorschlag“, den Sie zur Anmeldung Ihrer Kandidatur nutzen können. Auf Ihrem Wahlvorschlag müssen Sie einen Stellvertreter benennen. Dieser muss ebenfalls Mitglied der KVSH sein. Außerdem brauchen Sie Unterstützerstimmen. Ihr Wahlvorschlag muss von mindestens sieben anderen wahlberechtigten Mitgliedern Ihres Wahlkreises unterschrieben sein. In vielen Kreisstellen der KVSH finden im Frühjahr Informationsveranstaltungen zur AV-Wahl statt. Eine gute Gelegenheit, um Ihre Kandidatur bekannt zu geben und gleich die nötigen Unter5 | 2016

Nordlicht

Wo kann ich mich und meine berufspolitischen Ziele vorstellen? Alle Wahlkandidaten können sich ab Mitte Juni auf www.avwahl.de persönlich vorstellen und über ihre berufspolitischen Ziele informieren. Jakob Wilder, KVSH

Wen kann ich ansprechen, wenn ich weitere Fragen zur Kandidatur und zur Wahl habe? Geschäftsstelle des Wahlleiters in der KVSH Evelyn Kreker Tel. 04551 883 346 E-Mail evelyn.kreker@kvsh.de Nicole Geue Tel. 04551 883 303 E-Mail nicole.geue@kvsh.de Alle Informationen zum Thema Kandidatur finden Sie auch unter www.av-wahl.de Den Wortlaut der Wahl-Bekanntmachung finden Sie auf Seite 30. aktuell

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PRAXIS  &  KV A mbulante V ersorgung in S chleswig - H olstein

Teil 3

Eine Wanderung durch die Versorgungslandschaft Unterschiedliche Praxisformen und ihr Auftritt in der ambulanten Versorgung Schleswig-Holsteins

Wie sieht die ambulante medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein aus? Welche Praxisformen gibt es, welche Ärzte arbeiten dort, wie kooperieren die Praxen miteinander und sind in der Versorgung der Patienten Unterschiede zwischen den Praxisformen erkennbar? Um eine Antwort auf die Fragen zu finden, hat KVSH-Experte Manfred Jaspers die Versorgungslandschaft in unserem Bundesland analysiert. Nachdem wir im ersten Teil der Wanderung unser Augenmerk auf die zeitliche Entwicklung verschiedener Merkmale der unterschiedlichen Praxisformen gerichtet hatten und im zweiten Teil einen Blick auf die Morbidität der Patienten geworfen haben stellen wir nun im dritten und letzten Teil die Frage, ob vor dem Hintergrund der drei Praxisformen in der Behandlung der Patienten Unterschiede festgestellt werden können.

Die Verteilung der Paenten Dazu zunächst die Verteilung der Patienten auf die Praxisformen 2,7 Mio. in 2014 innerhalb eines Abrechnungsjahres (Abb. 1) : Die Verteilung der Patienten (2,7 Mio.) in 2014

Abb. 1

Einzelpraxis 27,6 % 38,2 % 2,1 % 6,8 %

BAG

21,7 %

2,1 %

Auf der Suche nach Erkenntnissen hilft es häufig, nicht die vollständige bunte Welt in die Betrachtung mit einzubeziehen, sondern eine – nach Möglichkeit sinnvolle – Reduktion derselben vorzunehmen. „Modellbildung“ nennt man das und gerade die Physiker unter uns neigen dazu. Ich habe mir daher erlaubt, die Ärzte aus vorwiegend technischen Disziplinen, wie Labor, Radiologie, Pathologie, Humanmedizin etc. bei den Analysen auf Patientenebene außen vor zu lassen. Ebenso sind in dieser ersten Entdeckungsreise die Psychotherapeuten und auch die Nephrologen nicht im Fokus meiner Betrachtung. Sie stellen meiner Meinung nach eine besondere Form der Versorgung dar.

MVZ 1,5 %

Ein Beispiel zur Erläuterung: 38,2 Prozent der Patienten haben sowohl eine Einzelpraxis als auch eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) aufgesucht. Wenn Sie sich nun die Anteile näher betrachten und ein wenig aufaddieren, 87,5 Prozent haben nie ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gesehen, 12,5 Prozent ja, werden Sie wahrscheinlich ins Grübeln kommen. Wo bleiben z. B. die Labor- oder 20

Radiologiepatienten? Die entsprechenden Praxen sind sehr stark in der Praxisform MVZ vertreten, wie wir im zweiten Teil der Wanderung sehen konnten.

Nordlicht

Wie unterscheidet sich nun die Behandlung von Patienten, die innerhalb eines Jahres ausschließlich eine der drei Praxisformen in Anspruch genommen haben, also im analytischen Sinne „rein“ sind? In den MVZ sind das immerhin ca. 40.000 Patienten. Und vor allem: Woran „messe“ ich den Unterschied? Ich habe mir als erstes eine Kennzahl für die Versorgung der Patienten mit ärztlicher Fürsorge herausgesucht, die auch in der öffentlichen Wahrnehmung der Versorgung häufig eine Rolle spielt: Die Zahl der Arztkontakte.

aktuell

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PRAXIS  & KV

Was sind das für Patienten, die zehn Arztkontakte und mehr im Jahr haben – wohlgemerkt ohne die „technischen Fächer“? Wie Sie schon vermutet haben werden, spielen hier die chronisch kranken Patienten eine große Rolle: Das folgende Diagramm (Abb. 3) zeigt die Korrelation der Kontakthäufigkeit mit dem Chroniker-Anteil in der jeweiligen Kontaktklasse.

Anzahl der Arztkontakte *) ohne Radiologie, Pathologie, Labor, Psychotherapie ... 40 % Patienten, die ausschließlich eine der drei Praxisformen aufgesucht haben

35 %

Anteil der Patienten

30 % Arztkontakte im im Durchschnitt: EP: 4,4 BAG: 5,4 MVZ: 8,0

Einzelpraxis

25 %

BAG 20 %

MVZ

15 % 10 % 5% 0% 1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Arztkontakte im Jahr *)

13

14

15

16 17 18 19 20 Abrechnungen in 2014

Korrelation der Arztkontakte mit Chroniker-Anteil in der Kontaktklasse

Abb. 3

Korrelation der Arztkontakte mit Chroniker-Anteil in der Kontaktklasse 50 %

*) ohne Radiologie, Pathologie, Labor, Psychotherapie ... 100 %

BAG

45 %

90 %

40 %

80 % 70 %

35 % BAG

30 % 25 %

Anteil der Chroniker

20 %

60 % 50 % 40 %

15 %

30 %

10 %

20 %

5%

10 %

Beispielhaft ist hier die Analyse für 0% die BAG gezeigt. Wir sehen einen 1 2 3 4 5 6 7 steilen Anstieg bis fast 40 Prozent Chroniker-Anteil unterhalb von acht Arztkontakten im Jahr, der danach deutlich in die Sättigung bei knapp unter 50 Prozent übergeht. Auch bei den Einzelpraxen und den MVZ sieht diese Korrelation fast identisch aus. Interessant auch die nächste Frage: Wie ändert sich der Behandlungsparameter Arzt-Patienten-Kontakt , wenn ich die „alte Welt“ der Praxisformen, also vor 2004, wo es nur Einzelpraxen und die BAG gab, mit der „neuen Welt“ ab 2004 vergleiche, in der die MVZ hinzukommen? Dazu muss ich nicht auf die Daten aus 2004 zurückgreifen, denn in 2014 bewegen sich 2,4 Millionen Patienten (87,5 Prozent aller Patienten) in der „alten Welt“, während 340.000 Patienten (12,5 Prozent) die gesamte Bandbreite der Praxisformen ausschöpfen (siehe Abb. 1).

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Abb. 2

Nordlicht

Anteil der Chroniker

Bei den Einzelpraxen und den Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) liegen die Verteilungskurven nahe beieinander. Die Kurve der MVZ dagegen weicht deutlich davon ab und im Durchschnitt ist die Kontaktzahl gegenüber der Einzelpraxis fast doppelt so hoch. Weiterhin auffällig: Es gibt keinen Patienten mit nur einem Kontakt im betrachteten Jahr 2014. Bei den beiden anderen Praxisformen stellt gerade diese Kontaktklasse den größten Anteil.

Anzahl der Arztkontakte

Anteil der aller Patienten

Meine einfache Definition eines Arztkontaktes: Dem Arzt wird bei der Erbringung einer Leistung am Patienten eine Zuwendungszeit „in Rechnung gestellt“, hat also eine gewisse Zeit mit dem Patien-ten verbracht. Für mich ist das in der Datenlage leider nur an der EBMPrüfzeit der abgerechneten Leistung erkennbar. Und ich beschränke mich auf den oben schon angesprochenen Teilbereich der Versorgungsanbieter. Zunächst die disjunkten Patientenmengen (Abb. 2):

0% 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Abrechnungen in 2014 Arztkontakte im Jahr *)

Das Ergebnis der Analyse überrascht (siehe Abb. 4, Seite 22)! Die Verteilung für Patienten ohne MVZ-Kontakt („alte Welt“) ähnelt offenbar einer Superposition der beiden disjunkten Kurven aus dem zuvor gezeigten Diagramm. Die Kurve für Patienten, die auch ein MVZ aufgesucht haben, zeigt eine völlig neue Form. Erkennbar ist eine deutliche Verlagerung zu höheren Kontaktzahlen. Das deutete sich ja schon in den disjunkten PatientenKohorten an. Am Rande bemerkt unterscheidet sich in dieser Modellierung der Durchschnitt für die „alte Welt“ mit 8,1 Kontakten im Jahr deutlich von den oft in der Öffentlichkeit kolportierten zweistelligen Kontaktzahlen und auch der Gesamtschnitt liegt wegen des großen Anteils (87,5 Prozent) dieser aktuell

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PRAXIS  &  KV

Die Verteilung der Punktzahl je Kontakt und vor allem auch die Punktzahlmenge je Patient und Jahr unterscheiden sich deutlich in den beiden Patientengruppen. Im Schnitt liegen die Leistungsmengen je Kontakt dicht beieinander. In der Verteilung auf die Kontaktklassen sieht man aber wieder deutlich die Anhebung in den niedrigen Kontaktzahlen in der „alten Welt“. Groß dagegen ist der Unterschied in der Leistungsmenge je Patient und Jahr: Sie liegt bei den Patienten mit MVZKontakt bei 5.525 Punkten um mehr als 60 Prozent höher. Klar, denn die Kontakthäufigkeit ist ebenfalls mit 13,6 Kontakten pro Jahr um mehr als 60 Prozent höher. Bleibt die Frage: „Warum ist das so?“ Die kann heute hier von mir nicht abschließend beantwortet werden. Aber ich stelle am Schluss meiner Wanderung durch die Versorgungslandschaft eine – vielleicht ketzerische – Hypothese in den Raum: Die gesundheitliche Versorgung gleicht in Teilen einem angebots-orientierten Markt und die „neue“ Praxisform MVZ wird von den Marktteilnehmern – Patienten und Ärzten – als erweitertes Angebot von ärztlicher Zuwendung wahrgenommen.

Abb. 4

Anzahl der Arztkontakte

*) ohne Radiologie, Pathologie, Labor, Psychotherapie

20 % 18 %

Patienten ohne MVZ-Kontakt

16 %

Patienten mit MVZKontakt

14 %

Arztkontakte im Durchschnitt:

10 %

gesamt: ohne MVZ: mit MVZ:

8%

je Patient

12 %

8,8 8,1 13,6

6% 4% 2% 0% 1 2

3 4 5 4 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Abrechnungen in 2014 Arztkontakte im Jahr *)

Punktzahl je Kontakt

Abb. 5

Punktzahl je Kontakt *) ohne Radiologie, Pathologie, Labor, Psychotherapie 600 Patienten ohne MVZ-Kontakt 500

Patienten mit MVZ-Kontakt

400 Punktzahl

Ein letzter Blick in die Versorgungslandschaft gilt den Leistungsmengen (Abb. 5). Er gilt der Punktzahlmenge je Patient der jeweiligen Kontaktklasse und auch den Punktzahlen je Patient und Jahreszeitraum.

Anzahl der Arztkontakte

Anteil der Patienten

Patienten mit 8,8 Kontakten im Jahr darunter. Die Zweistelligkeit allerdings erreichen die Patienten mit MVZ-Kontakt.

300

Punktzahlen im Durchschnitt:

200

gesamt: ohne MVZ: mit MVZ:

100

417 | 3.667 420 | 3.400 407 | 5.525

je Kontakt | je Patient 0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Arztkontakte im Jahr *)

Abrechnungen in 2014

Mein Fazit: Manchmal wartet auf Wanderungen hinter der nächsten Wegbiegung ein unerwarteter Ausblick. Manfred Jaspers, KVSH

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Bekanntmachungen und Meldungen Seite

Aus der Zulassungsabteilung_______________________________________ 23 4. Änderungsvereinbarung zur Honorarvereinbarung 2014–2016__________ 28 Gruppentherapie_________________________________________________ 28 Qualitätssicherungsvereinbarung zu Holmium-Laser-Eingriffen beim benignen Prostatasyndrom____________________________________ 29 Hausarztzentrierten pädiatrischen Versorgung_________________________ 29 Bekanntmachung des Landeswahlleiters für die Wahl der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum 1. Januar 2017_______________________________________________ 30 Verwendung Haushaltsmittel 2014__________________________________ 32 Serviceangebot für gastroenterologische Praxen_______________________ 33 Korrektur „Herzschrittmacher-Kontrolle“ _____________________________ 33 Angestellte Ärzte für Ausschussarbeit gesucht_________________________ 33

Aus der Zulassungsabteilung Hinweise: ƒƒBewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg. ƒƒDer Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Zulassung zur vertragsärztlichen Tätigkeit). ƒƒDie Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteeintragung ersetzt! ƒƒUm Vertragsarztsitze/Psychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Psychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/ die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen. Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung das unter www.kvsh.de hinterlegte Formular (Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines angestellten Arztes). ƒƒEs besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Psychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungs-auftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken. ƒƒUm die Übernahme von ausgeschriebenen Psychotherapeutenpraxen können sich Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Ärzte, die beabsichtigen, ausschließlich psychotherapeutisch tätig zu werden, bewerben.

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Bekanntmachungen und Meldungen

Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß Paragraf 103 Abs. 4 SGB V Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt. Im Nordlicht erfolgen Ausschreibungen von Praxen, die psychotherapeutisch ausgerichtet sind. Ausschreibungen von Ärzten befinden sich im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt. Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Fachgruppe

Bewerbungsfrist*

Ausschreibungsnummer

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Dithmarschen

EP

30.06.2016

3170/2016

Psychotherapeuten

Kreis Herzogtum Lauenburg

EP

30.06.2016

3152/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreis Nordfriesland

EP

30.06.2016

3463/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

30.06.2016

2750/2016

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Kreisregion Stadt Flensburg/ Kreis Schleswig-Flensburg

EP

30.06.2016

3489/2016

Psychotherapeuten

Stadt Lübeck

EP

30.06.2016

2504/2016

* Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt, es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die Zulassung beantragt wird, das beantragte Fachgebiet eindeutig angegeben ist, ein Arztregisterauszug beigefügt wurde und der Antrag unterschrieben ist.

Folgende Psychotherapeutensitze waren bereits ausgeschrieben, jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben, sodass Sie sich um diese Sitze weiterhin bewerben können: Fachgebiet/Arztgruppe

Planungsbereich

Praxisform

Ausschreibungsnummer

Psychotherapeuten

NMS/RD-E

EP

10240/2015

Psychotherapeuten – halbe Zulassung –

Nordfriesland

EP

5757/2015

Für nähere Informationen steht Ihnen unter der Tel. 04551 883 378 unsere Sachbearbeiterin zur Verfügung.

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann.

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Name

Fachgruppe/Schwerpunkt

Niederlassungsort

Niederlassungsdatum

Dr. med. Jens Kisro – halbe Zulassung –

Innere Medizin, Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie

Neustadt

16.03.2016

Dr. med. Peter Kamusella – halbe Zulassung –

Radiologie

Heide

15.03.2016

Dipl.-Soz. päd. Thorsten Schüle – halbe Zulassung –

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Flensburg

08.04.2016

Nordlicht

aktuell

5 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de): Name

Fachgruppe

Ort

Dr. med. Kristin Baumann

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Lübeck

Thomas Brinkmeier

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. med. Martin Nitschke

Innere Medizin

Lübeck

Heide

Dr. med. Inge Derad

Innere Medizin

Lübeck

Dr. med. Gesche Weber

Innere Medizin

Lübeck

Dr. med. Detlev Petersen

Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin

Dr. med. Sandra Köhncke

Chirurgie

Dipl.-Psych. Albrecht Müller

Psychotherapie

Flensburg Kiel Stipsdorf

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um Veröffentlichung gebeten:

5 | 2016

Name

Ort

Fachgruppe

Beginn

Nachfolger von

Juliane Burow – halbe Zulassung –

Niebüll

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Katja Laske

Stockelsdorf

Haut- und Geschlechtskrankheiten 01.04.2016

Dr. med. Dr. med. Univ. Innsb. SilkeVictoria Belter

Dr. med. Johannes Passarge

Lübeck

Innere Medizin/hausärztlich

01.04.2016

Dr. med. Jürgen Passarge

Nadine Möller-Schielmann – halbe Zulassung –

Nehms

Innere Medizin/hausärztlich

01.04.2016

Jochen Meissner – halbe Zulassung –

Dr. med. Sebastian Klarewicz

Kiel

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

06.04.2016

Stephan Klüßendorf

Lauenburg

Orthopädie und Unfallchirurgie

01.04.2016

Dr. med. Ralph Wagner

Dr. med. Jan-Andreas Wessig

Kiel

Neurologie

01.04.2016

Dr. med. Christian Volk

Norderstedt

Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie

01.04.2016

Helmut Schönewolf

Dr. med. Christina Beiring

Husum

Innere Medizin/hausärztlich

01.04.2016

Ester Elisabeth Prothmann

Schwarzenbek

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.04.2016

Dr. med. Silja Friedel

Kiel

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

01.04.2016

Dr. med. Ulrike Fischer

Dr. med. Michael Flohr

Eckernförde

Allgemeinmedizin und Innere Medizin/hausärztlich

01.04.2016

Dr. med. Maren Schmidt

Neumünster

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Dr. med. Bernd Schmidt

Dr. med. Christina Straßner-Kloss

Kiel

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Dr. med. Joachim Strassner

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung gebeten:

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Name des anstellenden Ort Arztes/MVZ

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Dres. Kisro, Weber und Uthgenannt – Sonderbedarf –

23562 Lübeck, Paul-EhrlichStraße 1–3

Innere Medizin, Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie

01.04.2016

Dr. med. Michael Paulsen – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Anneliese Riehl – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Detlef Holland – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Gönna Lorenzen – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Ursula Heimke-Reker – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Susanne Dreves – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

24103 Kiel, Raiffeisenstraße 1

Augenheilkunde

01.04.2016

Priv.-Doz. Dr. med. Florian Rüfer – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

24226 Heikendorf, Herrkamp 14

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. univ. Markus Pölzl – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24943 Flensburg, Mürwiker Straße 89

Augenheilkunde

01.04.2016

Micha Matthias Bierbaum – dreivierteltags –

nordBLICK MVZ GmbH

24943 Flensburg, Mürwiker Straße 89

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Monika Blümel-Kowalski – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

25704 Meldorf, Österstraße 6

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Wolfgang Jensen – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24848 Kropp, Gorch-Fock-Straße 15–19

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Wanda Michelson – vierteltags –

nordBLICK MVZ GmbH

24217 Schönberg, Bahnhofstraße 23a

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Till Oppermann – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

24143 Kiel, Elisabethstraße 68

Augenheilkunde

01.04.2016

Doctor-Medic Costin-Ilie Mihaescu – ganztags –

nordBLICK MVZ GmbH

25436 Uetersen, Augenheilkunde Wassermühlenstraße 5

01.04.2016

Dr. med. Rolf Keil – halbtags –

nordBLICK MVZ GmbH

25436 Uetersen, Augenheilkunde Wassermühlenstraße 5

01.04.2016

Priv.-Doz. Dr. med. Florian Rüfer – halbtags –

MVZ für AugenHeilkunde-Nord GmbH

21493 Schwarzenbek, Hamburger Straße 33

Augenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Katrin Dieckmann – ganztags –

Ursula Stucke und Christoph Richter

22850 Norderstedt, Berliner Allee 15

Innere Medizin/ hausärztlich

01.04.2016

Maike Gildhoff – ganztags –

Dres. med. Konrad Bethge und Robert Kruse – Sonderbedarf –

24969 Großenwiehe, Dorfstraße 5b

Innere Medizin/ hausärztlich

11.03.2016

Dr. med. Sabine Egtved – ganztags –

St. Franziskus MVZ am Hang gGmbH

24944 Flensburg, Marrensdamm 12a

Hals-NasenOhrenheilkunde

01.04.2016

Dr. med. Eckhard Zell – ganztags –

Nordlicht

aktuell

5 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen

5 | 2016

Name des anstellenden Ort Arztes/MVZ

Fachgruppe

Beginn

Name des Angestellten

Matthias Seusing

Allgemeinmedizin

01.04.2016

Dr. med. Marie-Catherine Frederiksen – dreivierteltags –

Orthodoc MVZ Orthopädie 24103 Kiel, und Chirurgie im ÄrzteHerzog-Friedrichhaus Sophienhof GmbH Straße 21

Orthopädie und Unfallchirurgie

01.04.2016

Prof. Dr. med. Deike Varoga – dreivierteltags –

Dr. med. Rainer Feeser

21509 Glinde, Markt 10

Orthopädie und Unfallchirurgie

01.03.2016

Reza Zamani – ganztags –

MVZ Radiologie Prüner Gang

24937 Flensburg, Süderhofenden 12

Diagnostische Radiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie, und Diagnostische Radiologie, Schwerpunkt Kinderradiologie

01.04.2016

Dr. med. Heide Bieber-Preuß – ganztags –

MVZ Neurozentrum am Klosterforst

24568 Kaltenkirchen, Brauerstraße 1–3

Neurologie und Psychiatrie

01.04.2016

Dipl.-Psych. Matthias Freidel – ganztags –

Renate Anders und Marlies Werbke

24848 Kropp, Hauptstraße 28

Kinder- und Jugendmedizin

01.04.2016

Katja Overmoyer – dreivierteltags –

Ärztezentrum Büsum gGmbH

25761 Büsum, Westerstraße 30

Allgemeinmedizin

15.03.2016

Kerstin Weiser-Hagelstein – halbtags –

Dr. med. Christine Stegmann

24939 Flensburg, Apenrader Straße 10

Innere Medizin/ hausärztlich

01.04.2016

Carolin Langhanke – ganztags –

Dr. med. Solveig von Bismarck und Frau Dr. med. Manuela Schroeter

24116 Kiel, Goethestraße 4

Kinder- und Jugendmedizin

05.04.2016

Dr. med. Philipp von Bismarck – vierteltags –

Dr. med. Solveig von Bismarck und Frau Dr. med. Manuela Schroeter

24116 Kiel, Goethestraße 4

Kinder- und Jugendmedizin

01.04.2016

Dr. med. Thomas Schroeter – dreivierteltags –

MVZ Schleswig GmbH

24837 Schleswig, Neurologie St. Jürgener Straße 1–3 und Psychiatrie

01.04.2016

Dr. med. Ernst Prange – ganztags –

MVZ Schleswig GmbH

24837 Schleswig, Neurologie St. Jürgener Straße 1–3 und Psychiatrie

01.04.2016

Dr. med. Kirsten Jacobs-Greve – ganztags –

Ambulantes Versorgungszentrum Segeberger Kliniken GmbH

23795 Bad Segeberg, Krankenhausstraße 2

Alllgemeinchirurgie

01.04.2016

Konstantin Kudernatsch – vierteltags –

Wagenhaus MVZ GmbH

24768 Rendsburg, Am Stadtsee 9

Neurologie

01.04.2016

Atte Richter-Peill – ganztags –

24146 Kiel, Rüsterstraße 33

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten: Name

Fachgruppe

von

nach

Datum

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Stephan Becker

Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

24103 Kiel, Sophienblatt 12

24103 Kiel, Kehdenstraße 2–10

01.04.2016

Dr. med. Antje Stockfisch

Innere Medizin/ hausärztlich

23552 Lübeck, An der Obertrave 6

23568 Lübeck, Heiligen-Geist-Kamp 4

04.07.2016

Dr. med. Bianca Lengsfeld

Innere Medizin/ hausärztlich

23552 Lübeck, An der Obertrave 6

23568 Lübeck, Heiligen-Geist-Kamp 4

04.07.2016

Ulrike Behm

Kinder und Jugendmedizin

24534 Neumünster, Rendsburger Straße 29

24537 Neumünster, Roonstraße 57

01.07.2016

Dr. med. Jörg Fuhrberg

Urologie

25813 Husum, Heinrich-Fehrs-Straße 2

25813 Husum, Erichsenweg 16

02.05.2016

Dipl.-Psych. Griselda George-Gonzalez

Psychotherapie

25335 Elmshorn, Kaltenweide 68

25336 Elmshorn, Heinrichstraße 10

11.02.2016

Dr. med. Arline Hartig

Kinder- und Jugend- 24109 Kiel, medizin Hofholzallee 151

24113 Kiel, Rendsburger Landstraße 121

01.09.2016

Dr. med. Anja Fritz

Kinder- und Jugend- 24109 Kiel, medizin Hofholzallee 151

24113 Kiel, Rendsburger Landstraße 121

01.09.2016

Dr. med. Wilfried Heinrichs

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

23701 Eutin, Schloßstraße 3

23701 Eutin, Röntgenstraße 1

01.04.2016

Dipl.-Psych. Peter Meusel

Psychotherapie

25813 Husum, Ostenfelder Straße 111c

25813 Husum, Erichsenweg 16

04.04.2016

4. Änderungsvereinbarung zur Honorarvereinbarung 2014–2016 Die 4. Änderungsvereinbarung zur Honorarvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2016 kann unter www.kvsh.de im Downloadbereich Verträge eingesehen und heruntergeladen werden. Die Vereinbarung gilt seit dem 1. Januar 2016 und wird den Praxen bei Bedarf auch in Papierform zur Verfügung gestellt. Bestellungen bitte unter Tel. 04551 883 331.

Gruppentherapie Zum 1. Januar 2016 wurde eine 2. Nachtragsvereinbarung zum Vertrag nach Paragraf 73c SGB V zur Förderung der Gruppentherapie zwischen der BARMER GEK, der TK, dem DPtV und der KVSH abgeschlossen. Es wurde eine Erhöhung der Vergütung vereinbart. Die Vertragsunterlagen erhalten Sie bei Bedarf bei der KVSH, Kevin Maschmann, Tel. 04551 883 321.

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Nordlicht

aktuell

5 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen

Qualitätssicherungsvereinbarung zu Holmium-LaserEingriffen beim benignen Prostatasyndrom Die Partner des Bundesmantelvertrages haben eine Qualitätssicherungsvereinbarung zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) mittels Holmium-Laser-Eingriffen geschlossen. Sie tritt zum 1. April 2016 in Kraft. Der Holmium-Laser-Eingriff kann als Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP) oder als Holmium-Laser-Resektion (HoLRP) der Prostata durchgeführt werden. Da eine stationäre Nachbeobachtung von mindestens 24 Stunden erforderlich ist, können diese Leistungen im vertragsärztlichen Bereich nur belegärztlich erbracht werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Leistungen in die Richtlinie „Methoden vertragsärztlicher Versorgung“ in die Anlage 1 als anerkannte Behandlungsmethoden aufgenommen. Ab dem 1. April 2016 beinhaltet der EBM folgende Leistung, die nach Erteilung einer Genehmigung durchgeführt und abgerechnet werden kann: GOP 36289. Wesentliche Regelungen im Überblick Die fachliche Befähigung (Paragraf 3), wesentliche apparative und räumliche Voraussetzungen (Paragraf 4), organisatorische Voraussetzungen (Paragraf 5) und Anforderungen an die Dokumentation (Paragraf 6) gehen aus der QS-Vereinbarung hervor. Diese haben wir unter www.kvsh.de (Praxis  Qualität und Fortbildung  Genehmigungen) zum Downloaden bereitgestellt. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der QS-Vereinbarung ist die verpflichtende Übermittlung einer Jahresstatistik gemäß Paragraf 7. Die Datenerfassung und -übermittlung erfolgt elektronisch, wie in Anlage 1 der Vereinbarung beschrieben. Die Pflicht zur Erfassung der Jahresstatistik besteht ab dem 1. Oktober 2016. Für das erste Berichtsjahr 2016 werden somit keine kompletten Jahresdaten zur Verfügung stehen. Eine Übergangsregelung (Paragraf 10) ermöglicht einen erleichterten Zugang für Ärzte, die bereits vor Inkrafttreten der QSVereinbarung Holmium-Laser-Verfahren durchgeführt haben, die auf dem Wege der Kostenerstattung mit den Krankenkassen direkt abgerechnet wurden. Keine obligate Stichprobenprüfung In der QS-Vereinbarung wird auf eine obligate regelmäßige stichprobenhafte Prüfung der Dokumentation verzichtet. Es ist lediglich eine allgemeine Legitimation der KV zur Einsichtnahme und Prüfung von Dokumentationen festgelegt worden. Ferner haben die Vertragspartner vereinbart, dass nach Auswertung der Ergebnisse der Jahresstatistiken frühestens nach zwei Jahren Kriterien für anlassbezogene (Stichproben-) Prüfungen vorgegeben werden können. Unser Service für Sie Wir haben im Internet unter www.kvsh.de (Praxis, Qualität und Fortbildung, Genehmigungen, Holmium-Laser) folgende Unterlagen bereit gestellt: ƒƒVereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach Paragraf 135 Abs. 2 SGB V zu nicht-medikamentösen, lokalen Verfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) mittels Holmium-Laser ƒƒAntrag auf Erteilung einer Genehmigung ƒƒTechnischer Datenbogen Für Fragen steht Ihnen Daniela Leisner unter der Telefonnummer 04551 883 445 oder per E-Mail: daniela.leisner@kvsh.de zur Verfügung.

Hausarztzentrierten pädiatrischen Versorgung Der Vertrag zur hausarztzentrierten pädiatrischen Versorgung mit der Barmer GEK und der Bvkj.Service GmbH wurde zum 1. Januar 2016 angepasst. Das Bundesversicherungsamt sieht bei Verträgen gemäß Paragraf 73b SGB V eine Einschränkung der freien Arztwahl für die Versicherten vor, sodass der bisherige Passus „Sie schränkt das Recht auf freie Arztwahl nicht ein.“ (Paragraf 9 Abs. 1 Satz 2) im Vertrag gestrichen wurde. Die Vertragsunterlagen sind im Downloadcenter auf www.kvsh.de unter dem Punkt „Verträge“ zu finden. Die Unterlagen werden bei Bedarf auch per Post zugestellt, Tel. 04551 883 331.

5 | 2016

Nordlicht

aktuell

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Bekanntmachungen und Meldungen

Bekanntmachung des Landeswahlleiters für die Wahl der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum 1. Januar 2017 Aus formalen Gründen veröffentlichen wir an dieser Stelle noch einmal die vollständige Bekanntmachung des Landeswahlleiters, die Ihnen bereits als Rundschreiben zugestellt wurde. Einige der hier genannten Termine und Fristen liegen deshalb bereits in der Vergangenheit. Gemäß den Bestimmungen in Paragraf 80 SGB V findet die Wahl der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum 1. Januar 2017 statt. Näheres regelt die Wahlordnung, die die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein auf ihrer Internetseite www.kvsh.de veröffentlicht hat. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein hat für den Landeswahlausschuss folgende Mitglieder bestellt: ƒƒRechtsanwalt und Notar Volker Sprick, Bad Segeberg, Landeswahlleiter, ƒƒDipl.-Psych. Sonja Gieth, Bad Segeberg, Beisitzerin, ƒƒDr. med. Dieter Freese, Bad Segeberg, Beisitzer, ƒƒDr. med. Andreas Colberg, Bad Segeberg, Beisitzer, ƒƒDr. med. Henning Reinke, Bad Segeberg, Beisitzer. I. Zeit der Wahl Die Wahl der Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum 1. Januar 2017 soll in der Zeit zwischen dem 5. September 2016 und dem 21. September 2016 stattfinden. II. Auslegung der Wählerlisten Die Wählerlisten werden in der Zeit zwischen dem 18. April 2016 und dem 22. April 2016 während der Geschäftsstunden in der Geschäftsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein in Bad Segeberg, Bismarckallee 1– 6, Mo. – Do. von 10.00 bis 16.00 Uhr, Fr. von 10.00 bis 12.00 Uhr und an folgenden Orten zur Einsichtnahme ausgelegt: Wahlkreis

Ort der Auslegung

Dithmarschen

Österstraße 6, 25704 Meldorf

bei Herrn Burkhard Sawade

Flensburg

Meisenstraße 16, 24939 Flensburg

Kreisstelle Flensburg der KVSH

Herzogtum Lauenburg

Sandberg 4, 21514 Büchen

bei Herrn Raimund Leineweber

Kiel

Herzog-Friedrich-Straße 49, 24103 Kiel

Kreisstelle Kiel der KVSH

Lübeck

Parade 5, 23552 Lübeck

Kreisstelle Lübeck der KVSH

Neumünster

Großflecken 26, 24534 Neumünster

bei Herrn Jörg Schulz-Ehlbeck

Nordfriesland

Brinckmannstraße 7, 25813 Husum

bei Herrn Dr. med. Martin Böhm

Ostholstein

Hospitalstraße 3, 23701 Eutin

bei Frau Dr. med. Bettina Schultz

Pinneberg

Kieler Straße 78, 25451 Quickborn

bei Herrn Dr. med. (SYR) Zouheir Hannah

Plön

Neue Heimat 1, 24326 Ascheberg

bei Herrn Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl

RendsburgEckernförde

Bergstraße 17, 24358 Ascheffel

bei Herrn Carl Culemeyer

SchleswigFlensburg

Seminarweg 4, 24837 Schleswig

Kreisstelle Schleswig-Flensburg der KVSH

Segeberg

Theodor-Storm-Straße 57, 23795 Bad Segeberg

bei Herrn Dr. med. Dieter Freese

Steinburg

Bürgermeister-Schinkel-Straße 8, 25348 Glückstadt

bei Herrn Dr. med. Klaus-Heinrich Heger

Stormarn

Theodor-Storm-Straße 39, 22926 Ahrensburg

bei Herrn Dr. med. Hans Irmer

Einsprüche gemäß Paragraf 10 der Wahlordnung sind bis zum 22. April 2016, 24.00 Uhr einschließlich, beim Landeswahlausschuss, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg, einzureichen.

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Nordlicht

aktuell

5 | 2016


Bekanntmachungen und Meldungen III. Wahlvorschläge Es wird hiermit zur Einreichung von Wahlvorschlägen gemäß Paragrafen 12 ff. der Wahlordnung aufgerufen. Diese sind bis zum 3. Juni 2016, 18.00 Uhr beim Landeswahlleiter, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg, einzureichen. Die Wahlen erfolgen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl aufgrund von Listen- und Einzelwahlvorschlägen. Die Namen der einzelnen Bewerber sind auf dem Wahlvorschlag untereinander in alphabetischer Reihenfolge aufzuführen und fortlaufend zu nummerieren. Rechts neben dem Namen des Bewerbers ist der Name des Stellvertreters aufzuführen. Die Bewerber und Stellvertreter sind mit Vornamen, Familiennamen und Wohnort sowie Straße und Hausnummer so deutlich zu bezeichnen, dass über ihre Persönlichkeit kein Zweifel besteht. Einzelwahlvorschläge sind solche, in denen nur ein Einzelbewerber mit einem Stellvertreter vorgeschlagen wird. Listenwahlvorschläge müssen aber mindestens so viele Bewerber mit jeweils einem Stellvertreter enthalten, wie in den einzelnen Wahlkreisen zu wählen sind. Die Anzahl der Abgeordneten für Ihren Wahlkreis entnehmen Sie bitte der Liste unter Punkt IV. Es ist nicht zulässig, auf mehreren Wahlvorschlägen zu kandidieren. Dem Wahlvorschlag ist eine schriftliche Erklärung eines jeden Bewerbers des Inhalts beizufügen, dass er der Aufnahme in den Wahlvorschlag zustimmt. Gemäß Paragraf 13 der Wahlordnung muss ein Wahlvorschlag für die Wahl der Vertreter der ärztlichen Mitglieder von mindestens sieben der wahlberechtigten ärztlichen Mitglieder des Kreises unterschrieben sein. Ist in einem Kreis die Zahl der wahlberechtigten ärztlichen Mitglieder geringer als 50, so muss der Wahlvorschlag von mindestens fünf Wahlberechtigten unterschrieben werden. Deutliche Angabe des Vor- und Familiennamens, des Wohnortes und in größeren Städten der Straße und Hausnummer ist erforderlich. Der erste Unterzeichner gilt als Repräsentant der Wähler, von welchen der Wahlvorschlag ausgeht, der zweite Unterzeichner als sein Stellvertreter. Der Repräsentant ist berechtigt und verpflichtet, namens der von ihm Vertretenen die zur Beseitigung von Beanstandungen erforderlichen Aufklärungen zu geben. Ein Wahlvorschlag der Psychotherapeuten, die Mitglieder der KVSH sind, muss von mindestens sieben der wahlberechtigten Mitglieder aus der Gruppe der Psychotherapeuten unterschrieben sein. Hinweis: Die wahlberechtigten und wählbaren Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein sind in Paragraf 8 der Wahlordnung in Verbindung mit dem Paragrafen 5 der Satzung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein definiert. Entscheidend ist die Mitgliedschaft zum Stichtag 1. April 2016. Bei Unklarheiten über die Mitgliedschaft empfiehlt der Wahlausschuss dringend, zunächst bei der Abteilung Zulassung/Praxisberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (Frau Kreker, 04551 883 346, Frau Geue, 04551 883 303) nachzufragen. Außerdem empfiehlt es sich, die Wahlvorschläge nicht nur von der vorgeschriebenen Mindestzahl von Unterstützern unterzeichnen zu lassen. Fällt auch nur ein Unterstützer weg, weil dessen Mitgliedschaft/Wahlberechtigung womöglich fehlt, wäre schon damit der gesamte Wahlvorschlag ungültig, weil unvollständig. Es wird ferner gebeten, den Unterschriften einen Stempel oder die Namensangabe in Blockschrift beizufügen. Wahlkreis

5 | 2016

stimmberechtigte Mitglieder (Ärzte)

Anzahl der zu wählenden Abgeordneten

Dithmarschen

179

1

Flensburg

222

2

Herzogtum Lauenburg

269

2

Kiel

645

5

Lübeck

542

4

Neumünster

147

1

Nordfriesland

239

2

Ostholstein

335

3

Pinneberg

427

3

Plön

177

1

Rendsburg-Eckernförde

413

3

Schleswig-Flensburg

244

2

Segeberg

337

3

Steinburg

196

1

Stormarn

337

3

Nordlicht

aktuell

31


Bekanntmachungen und Meldungen

IV. Anzahl der zu wählenden Abgeordneten Nach der Zahl der wahlberechtigten Ärzte am 1. April 2016 ergeben sich für die Wahl der Vertreter der Mitglieder in den einzelnen Kreisen die nachstehenden Zahlen der zu wählenden Abgeordneten. Nach der Zahl der wahlberechtigten psychotherapeutischen Mitglieder am 1. April 2016 (605) ergibt sich gemäß Paragraf 7 der Wahlordnung für die Wahl der Vertreter der psychotherapeutischen Mitglieder auf Landesebene, dass vier Vertreter für die Abgeordnetenversammlung zu wählen sind. Ein Wahlvorschlag der Psychotherapeuten, die Mitglieder der KVSH sind, muss von mindestens sieben der wahlberechtigten Mitglieder aus der Gruppe der Psychotherapeuten unterschrieben sein. V. Wahlverfahren Der eigentliche Wahlvorgang wird durch weitere Benachrichtigung des Landeswahlausschusses im Nordlicht und durch separates Rundschreiben gesondert erläutert. Bad Segeberg, 1. April 2016 – volker Sprick, Landeswahlleiter – Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg

Verwendung Haushaltsmittel 2014 Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein hat gemäß Paragraf 78 Abs. 3 in Verbindung mit Paragraf 305b SGB V die Verwendung der Haushaltsmittel zu veröffentlichen.

1. Abrechnungsdaten

Das geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Wirtschaftsjahr 2014 wurde mit folgenden Ergebnissen abgeschlossen:

Behandlungsfälle der Ärzte und Psychotherapeuten

Honorarvolumen der Ärzte und Psychotherapeuten Anzahl der abrechnenden Praxen

1.109 Mio. Euro 3.574 18.912.080

2. Vermögen* Verwaltungsvermögen Rücklagen

7.413,7 18.198,7

3. Haushaltsdaten* Aufwand gesamt

27.808,7

davon Personalaufwand

17.682,8

davon Sachaufwand

4.245,3

davon Sonstiger Aufwand

5.880,6

Ertrag gesamt

30.087,0

davon Verwaltungskostenumlage

26.780,7

davon Sonstige Erträge

3.306,3

+Jahresüberschuss/-Jahresfehlbetrag

2.278,3

Aufwand für Sicherstellungsmaßnahmen

8.771,4

Investitionen

1.129,4

Bilanzsumme

397.481,5

* in TEUR 4. Sonstige Daten Mitarbeiter (ohne ärztlichen Bereitschaftsdienst)

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Nordlicht

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Bekanntmachungen und Meldungen

Serviceangebot für gastroenterologische Praxen Das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat den vor vier Jahren veröffentlichten Musterhygieneplan Gastroenterologie überarbeitet und stellt interessierten Praxen das Dokument in der neuen Version zur Verfügung. Verschiedene Änderungen der Rechtsgrundlagen hatten die Anpassung notwendig gemacht. In dem Musterhygieneplan werden hygienerelevante Abläufe der gastroenterologischen Praxis detailliert dargestellt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Aufbereitung von flexiblen Endoskopen und deren Komponenten. Für vertiefende Hintergrundinformationen zu einzelnen Hygiene-Maßnahmen wird auch auf die Broschüre „Hygiene in der Arztpraxis. Ein Leitfaden“ verwiesen – ebenfalls herausgegeben vom Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte. Neben der Aufbereitung von Endoskopen und deren Komponenten werden die allgemeinen Maßnahmen zum Hygienemanagement sowie die baulich-funktionelle Gestaltung in der Arztpraxis dargestellt. Der Musterhygieneplan Gastroenterologie liegt in zwei Versionen vor: ƒƒReinigung und Desinfektion von Endoskopen, endoskopischem Zusatzinstrumentarium und Zubehör als maschinelles Verfahren ƒƒReinigung und Desinfektion von Endoskopen, endoskopischem Zusatzinstrumentarium und Zubehör als manuelle Verfahren Beide Versionen stehen als pdf-Dokument auf der Homepage des CoC Hygiene und Medizinprodukte unter www.hygienemedizinprodukte.de zur Verfügung. Für die individuelle Anpassung an die eigene Praxis kann der Musterhygieneplan als Datei im Word-Format bei der KVSH angefordert werden. Kontakt: Angelika Ströbel, Tel. 04551 883 204, E-Mail: angelika.stroebel@kvsh.de

Korrektur „Herzschrittmacher-Kontrolle“ In der Nordlicht-Ausgabe 4 | 2016 haben wir Sie über die Aufnahme der ersten telemedizinischen Leistungen im Bereich der Herzschrittmacherkontrollen informiert. Dabei wurden die Übergangsregelung zu den Herzschrittmacher-Kontrollen nicht mit aufgeführt. Nachstehend finden Sie die Übergangsregelung. Wir bitten um Beachtung. Übergangsregelung Bis spätestens 31. Oktober 2016 soll die bestehende Qualitätssicherungsvereinbarung zur Herzschrittmacher-Kontrolle aktualisiert und eine weitere Qualitätssicherungsvereinbarung zur Funktionsanalyse von Kardiovertern bzw. Defibrillatoren Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-Systeme) sowie eine Vereinbarung zu technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die telemedizinische Funktionsanalyse eingeführt werden. Als Übergangsregelung ist die GOP 13554/04417 auch ohne die Inkraftsetzung der beiden neuen Vereinbarungen berechnungsfähig – längstens bis zum 31. Dezember 2016.

Angestellte Ärzte für Ausschussarbeit gesucht Die KVSH sucht Mitglieder für die Mitarbeit im neu einzurichtenden beratenden Fachausschuss für angestellte Ärzte. Die KVSH setzt damit einen entsprechenden Passus des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes um, der die Einrichtung dieses neuen Gremiums der Selbstverwaltung vorsieht. Der Ausschuss wird aus vier Mitgliedern sowie zwei Stellvertretern bestehen. Interessierte Ärzte können sich bei der KVSH melden. Sie müssen dazu angestellt arbeiten und Mitglied der KVSH sein. Das bedeutet, dass sie mindestens halbtags bei einem Vertragsarzt, einem MVZ oder einer Eigeneinrichtung beschäftigt sein müssen (Paragraf 77 Abs. 3 Satz 2 SGB V). Die Wahl des Fachausschusses findet in der nächsten Abgeordnetenversammlung am 15. Juni statt. Um sich einen Eindruck von den Kandidaten machen zu können, bitten die Abgeordneten alle Interessenten persönlich zur Abgeordnetenversammlung zu erscheinen. Eine mündlich oder schriftlich erklärte Bereitschaft zur Kandidatur reicht nicht aus. Interessenten melden sich bitte bei: Regine Roscher, Assistentin der Selbstverwaltung Tel. 04551 883 218, regine.roscher@kvsh.de 5 | 2016

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PRAXIS  &  KV N eues aus K ven und K B V

KBV legt Geschäftsbericht 2015 vor

Honorarplus in Nordrhein

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihren Geschäftsbericht 2015 vorgelegt. Unter dem Motto „Zeichen der Zeit“ werden in dem 71-seitigen Band die Aktivitäten von Juli 2014 bis Juni 2015 zusammengefasst. Der Bericht zeigt, was die KBV unternommen hat, um die ambulante medizinische Versorgung zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu gehören Maßnahmen zur Förderung der Niederlassung ebenso wie die Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Praxen. Themen sind unter anderem die Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen, die Qualitätssicherung sowie der Abbau von Bürokratie. Eine Übersicht stellt zudem dar, dass immer mehr ambulante Leistungsbereiche einer zusätzlichen Qualitätssicherung unterliegen. Der Geschäftsbericht kann auf www.kbv.de/media/sp/KBV_GB_2015.pdf als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Erste Bilanz der Terminservicestelle in Niedersachsen Hannover – Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zur Vermittlung von Facharztterminen hat im ersten Quartal 15.805 Anrufe erhalten. Bis Mitte April sind insgesamt 4.721 Termine an Patienten vermittelt worden. Im Durchschnitt rufen pro Tag 300 Bürger die Terminservicestelle an. Ein Drittel davon wünscht allgemeine Hinweise zur Terminvermittlung, ein Drittel der Anrufer verfügt nicht über die Überweisung mit dem Überweisungscode, ein Drittel wird erfolgreich vermittelt. „Die Terminservicestelle der KVN erfüllt ihre gesetzliche Aufgabe. Sie ist allerdings ein Produkt, das der Markt nicht braucht“, sagte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN. „Bei unseren Planungen sind wir ursprünglich von rund 5.000 Anrufen pro Tag ausgegangen. Die Realität sieht aber so aus, dass sich die Patienten ihren Wunscharzt in ihrer Wunschregion persönlich aussuchen. Sie brauchen keine Terminvermittlung. Daher werden wir auch nicht, wie ursprünglich geplant, in diesem Monat eine Online-Terminvermittlung anbieten“, so der KVN-Vorsitzende. Am häufigsten werden Termine bei fachärztlichen Internisten (1.452) und Nervenärzten (1.395) vermittelt. Die übrigen 1.874 vergebenen Termine bezogen sich auf alle übrigen Facharztgruppen. Die Vermittlungsschwerpunkte lagen in den Großräumen Hannover, Oldenburg und Lüneburg. Die meisten Anrufe werden montags getätigt, die wenigsten freitags.

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Düsseldorf – Das Honorarvolumen der niedergelassenen Vertragsärzte in Nordrhein wird sich im laufenden Jahr um gut drei Prozent erhöhen. Darauf haben sich die nordrheinischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein geeinigt. Das Honorarplus entspricht einem Gesamtvolumen von knapp 83 Millionen Euro und setzt sich zusammen aus Vorgaben der Bundesebene sowie regionalen Verhandlungsergebnissen. Die Umsetzung der Bundesvorgaben inklusive der Anhebung des Orientierungswertes auf 10,4361 Cent sowie die Berücksichtigung der Veränderungsraten bei Morbidität und demografischer Entwicklung führen zu einer Steigerung von rund 2,9 Prozent. Die regionale Vereinbarung enthält darüber hinaus weitere Honorarmittel für förderungswürdige Leistungen oder die Förderung von Praxisnetzen.

Präventionsinitiative 2016: Früherkennung bei Kindern und Jugendlichen Berlin – Die Präventionsinitiative von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Kassenärztlichen Vereinigungen wird fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es vor allem um das Früherkennungsprogramm. Die KBV bereitet derzeit verschiedene Informationsmaterialien zum diesjährigen Schwerpunktthema vor, mit denen Ärzte ihre Patienten in Sachen Prävention sensibilisieren können. Ein Flyer zeigt auf, was das Früherkennungs-Programm für Kinder und Jugendliche umfasst. Dabei wird zu jeder U- bzw. J-Untersuchung kurz erläutert, was der Kinder- und Jugendarzt oder Hausarzt zum jeweiligen Termin untersucht und mit den Eltern bespricht. Der Flyer soll in fünf Fremdsprachen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus weist ein Wartezimmerplakat aufmerksamkeitsstark auf das Früherkennungsprogramm hin, um Eltern entsprechend zu motivieren. Die Materialien sollen erscheinen, sobald die geänderte Kinder-Richtlinie in Kraft getreten ist. Bereits Mitte 2015 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss die Kinder-Richtlinie, in der die Inhalte der Früherkennungsuntersuchungen festgelegt sind, neu gefasst. Der Beschluss tritt allerdings erst dann in Kraft, wenn auch das Kinder-Untersuchungsheft zur Dokumentation – das sogenannte Gelbe Heft – als Anlage der Kinder-Richtlinie angepasst wurde. Das war bereits für 2015 angekündigt, wird aber voraussichtlich erst im Sommer 2016 erfolgen. aktuell

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PRAXIS  &  KV P sychotherapie

Was ist eigentlich Soziotherapie?

Im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist vorgesehen, einige Befugniseinschränkungen, denen Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bislang unterliegen, zukünftig aufzuheben. Hierzu gehört unter anderem die Verordnung der Soziotherapie. Eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) regelt die Versorgung mit Soziotherapie in der vertragsärztlichen und zukünftig auch in der vertragspsychotherapeutischen Versorgung. Doch was ist eigentlich Soziotherapie? Betreuungsleistung für schwer psychisch Kranke Soziotherapie ist eine Betreuungsleistung für schwer psychisch kranke Menschen, durch die in erster Linie Klinikaufenthalte vermieden werden sollen. Doch es geht auch darum, den schwer erkrankten Patienten nach und nach wieder in die Lage zu versetzen, selbstständig ambulante ärztliche sowie psychotherapeutische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Hierzu bedarf es eingehender Kenntnis und Würdigung der besonderen Probleme des Patienten im Lebensalltag sowie in seinem sozialen Umfeld. Die Soziotherapie soll mit Hilfe umfassend strukturierter Trainingsund Motivationsmethoden zur Aktivierung und zur Selbsthilfe anregen. Dazu können gehören: das Einüben von Verhaltensänderungen, Übungen zur Tagesstrukturierung, Hilfestellung bei der Konfliktlösung und -vermeidung, Anleitung zur Verbesserung der Krankheitswahrnehmung sowie Maßnahmen zur Förderung der Compliance. Langfristig soll der Patient von fremder Hilfe unabhängig werden. Der in Frage kommende Patientenkreis ist eng gefasst und ergibt sich aus Diagnose, Schweregrad und krankheitsbedingten Fähigkeitsstörungen. Wer führt die Leistung durch? Die soziotherapeutischen Hilfsmaßnahmen führt der Arzt oder Psychotherapeut nicht selbst durch, sondern er verordnet sie. Die Verordnung der Leistung bedarf der Genehmigung durch die für den Patienten zuständigen Krankenkasse. Hierzu ist ein soziotherapeutischer Betreuungsplan vorzulegen. Durchgeführt werden soziotherapeutische Leistungen von anerkannten Soziotherapeuten. Erforderlich für die Anerkennung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Diplom-Sozialarbeiter, Sozialpädagoge oder Fachkrankenpfleger für Psychiatrie. Außerdem muss der Nachweis über mindestens drei Jahre psychiatrische Berufspraxis erbracht werden. Umfang der Leistung Eine Soziotherapieeinheit umfasst 60 Minuten. Sie kann jedoch, wenn es notwendig erscheint, in kleinere Zeiteinheiten aufgeteilt werden. Zur Abklärung der Therapiefähigkeit können zunächst bis zu fünf Probestunden verordnet werden. Soziotherapie wird in der Regel als Einzelmaßnahme durchgeführt. Unter bestimmten Bedingungen kann die Maßnahme auch in Gruppen erbracht werden. Die einzelnen Verordnungen dürfen Kontingente bis maximal 30 Einheiten umfassen. Pro Patient können insgesamt 120 Stunden Soziotherapie innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Jahren verordnet werden. Nach Ablauf von drei Jahren

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kann, sofern besondere Voraussetzungen vorliegen, erneut Soziotherapie beantragt werden. Bislang gilt, dass soziotherapeutische Maßnahmen für Patienten ab dem 18. Lebensjahr verordnet werden können. Zuzahlungen des Versicherten Bei der Soziotherapie gelten die grundsätzlichen Zuzahlungsregelungen von Heilhilfsmaßnahmen. Das heißt, es sind zehn Prozent der kalendertäglichen Kosten, jedoch höchstens zehn Euro und mindestens fünf Euro zu zahlen. Um die Versicherten nicht durch die Mindestzuzahlungen von fünf Euro über Gebühr zu belasten, können an mehreren Tagen anfallende Teileinheiten zu einer Soziotherapieeinheit (60 Minuten) aufsummiert und die Zuzahlungen hierauf berechnet werden. Eine Begrenzung der Zuzahlungsdauer gibt es nicht. Geringer Umsetzungsgrad der Soziotherapie In Fachkreisen werden mehrere Gründe für einen bislang geringen Umsetzungsgrad der Soziotherapie angeführt. Vorrangiges Problem sei die Leistungsvergütung für die Leistungserbringer. Die Honorierung der Soziotherapeuten stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu der von ihnen geforderten Qualifikation (Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder Fachkrankenpfleger für Psychiatrie mit jeweils dreijähriger psychiatrischer Berufserfahrung). Ohne Leistungserbringer kommt jedoch niemand in den Genuss einer Soziotherapie. Der Berufsverband der Soziotherapeuten führt an, dass nach Einführung der Soziotherapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung zunächst viele Soziotherapeuten mit Krankenkassen eine Vereinbarung schlossen, dann aber auf die Leistungserbringung verzichteten. Der Grund dafür lag vornehmlich in der zu geringen Vergütung. Ein weiterer Grund für die geringe Durchführung von Soziotherapie ist bei den Ärzten, die Soziotherapie verordnen dürfen, zu sehen. Einerseits fehle ihnen der Kooperationspartner – der Leistungserbringer – andererseits wird das Verordnungsverfahren als umständlich, zeitaufwendig und schlecht vergütet beurteilt. Die Leidtragenden sind in allen Fällen die psychisch Kranken. Ob sich an dieser Situation etwas ändern wird, wenn der Kreis derjenigen, die Soziotherapie verordnen dürfen, demnächst um die Psycho logischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erweitert wird, bleibt abzuwarten. Heiko Borchers, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Kiel

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die menschen im land V or O rt

Hilfe für Menschen ohne Papiere Das neu eingerichtete Medibüro in Neumünster hilft Menschen ohne Papiere anonym und kostenlos. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und das Medizinische Praxisnetz niedergelassener Ärzte in Neumünster (MPN) bieten dort seit Anfang März eine feste Anlaufstelle. Dr. Johannes Kandzora ist Vorsitzender des MPN. Im Nordlicht-Interview erläutert der Kinder- und Jugendarzt die Hintergründe des Projekts. die grundlegende Situation dieser Menschen zu verändern, sie z. B. über ein Beschäftigungsverhältnis aus der Illegalität herauszuholen und ihnen damit einen gesetzlichen Versicherungsstatus zu ermöglichen. Nordlicht: Es gibt in benachbarten Städten wie Kiel und Hamburg bereits etablierte Medibüros. Warum braucht Neumünster einen eigenen Standort? Kandzora: Weil insbesondere das Medibüro Kiel einen Überhang von Betroffenen aus der Region Neumünster meldete. Nordlicht: Was sprach dafür, dass sich das MPN in diesem Bereich personell engagiert? Kandzora: Wir haben schon bei der Interimsversorgung von Asylbewerbern in der Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt überwiegend mit Impfungen erfahren können, dass wir unbürokratisch und nahezu aus dem Stand eine Lücke in der Gesundheitsversorgung schließen können, bis dauerhafte Regelungen greifen. Dies entspricht unserem Selbstverständnis, unseren Beitrag für eine Verbesserung der regionalen Versorgung einzubringen.

Foto: Kandzora

Nordlicht: Wie funktioniert das Medibüro Neumünster und welche Ziele sollen mit der Initiative erreicht werden? Dr. Johannes Kandzora: In Deutschland leben nach Schätzungen von Wohlfahrtsverbänden zwischen 500.000 und einer Million Menschen ohne Papiere, also ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Das ist keine kleine Größenordnung und betrifft auch SchleswigHolstein und Neumünster als Mittelzentrum. Diese Menschen sind zunächst von einer Gesundheitsversorgung ausgeschlossen. Mit Unterstützung der Stadt Neumünster und mit Landesmitteln hat die Arbeiterwohlfahrt (Awo) das Medibüro eingerichtet, um im Sinne einer Überbrückung eine erste ärztliche Untersuchung und medizinische Beratung anzubieten. Die Betroffenen werden vom Migrationsfachdienst der Awo, aber auch der Diakonie, der Caritas und des Deutschen Roten Kreuzes dorthin vermittelt. Uns steht im Medibüro eine Medizinische Fachangestellte mit türkischen Sprachkenntnissen zur Verfügung, die z. B. für die meist türkisch verstehenden Bulgaren und Rumänen übersetzt. Sind speziellere Untersuchungen nötig, stehen einige unserer Mitgliedspraxen bereit, diese nach Vermittlung durch das Medibüro unentgeltlich durchzuführen. Parallel arbeiten die Migrationsberatungen daran, 36

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Nordlicht: Wie haben die Ärzte Neumünsters auf die Initiative reagiert? Kandzora: Einige Facharztpraxen haben rasch signalisiert, für ein kleines Kontingent an Untersuchungen bereitzustehen, um das Primärangebot des Medibüros zu ergänzen. Es sind in den Praxen schon jetzt immer wieder Patienten auch ohne dieses Angebot unbürokratisch versorgt worden. Nordlicht: Wie wurde das Angebot bisher angenommen und welche Patientengruppen nutzten es? Kandzora: Bislang ist der Zulauf noch etwas schleppend. Vermutlich, weil die Betroffenen nur langsam von diesem Angebot erfahren. Die Patientengruppen rekrutieren sich zum größten Teil aus Bürgern der EU-Staaten Bulgarien und Rumänien, die in ihrer Heimat – aus welchem Grund auch immer – keine Krankenversicherung hatten und somit hier nicht vom EU-Versicherungsabkommen profitieren. Da ihnen Anonymität zugesichert wurde, erfahren wir ansonsten wenig über ihre Herkunft. aktuell

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Foto: Kandzora

Foto: Kandzora

die menschen im land

Bei ihnen sind Menschen ohne Papiere in guten Händen: Die diensthabende Ärztin Dr. Angela Neumann, Internistin aus Neumünster, wird bei ihrer Arbeit im Medibüro von der Medizinischen Fachangestellten Hacer Yildirim unterstützt.

Nordlicht: Wo liegen die Behandlungsschwerpunkte?

Nordlicht: In welcher Hinsicht könnten Sie künftig noch Unterstützung gebrauchen?

Kandzora: In der Verordnung von akut notwendigen Arzneimitteln, in der Vermittlung, z. B. von Schwangeren, in eine gesicherte Betreuung rund um die Geburt, in der Beratung zu Impffragen, notwendiger erweiterter Diagnostik und spezieller Therapie z. B. Operationen. Mittelfristig bleibt im Fokus des Gesamtangebots und damit auch der ärztlichen Beratung die notwendige Regelung ihres Aufenthaltsstatus, damit ihnen ein normaler Zugang zu unserem Gesundheitssystem ermöglicht wird. Nordlicht: Welcher Fall ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Kandzora: Der wiederholte Besuch einer Familie mit Milbenkrätze, die – unter erschwerten hygienischen Verhältnissen lebend – sich reihum wieder neu infizierten, sodass eine Sanierung schwierig war.

Kandzora: Bei der Verbreitung der Information, dass es dieses Angebot gibt, damit die Betroffenen auch wirklich erreicht werden. Außerdem wäre es schön, wenn sich weitere Mitgliedspraxen finden, die kleine Kontingente für weitergehende, z. B. apparative Untersuchungen bereitstellen. Nordlicht: Warum sollte man sich als Arzt in diesem oder anderen sozialen Projekten engagieren? Kandzora: Weil man einen wirksamen Beitrag zur Integration leisten kann und Menschen unabhängig von Herkunft oder Vorgeschichte hilft. Es erweitert den eigenen Horizont und relativiert die Auseinandersetzung um die Gestaltung von Gesundheitsversorgung. Das Interview führte Jakob Wilder, KVSH

Einrichtungen für Menschen ohne Krankenversicherung Malteser Migranten Medizin Die Malteser Migranten Medizin (MMM) hat in vielen deutschen Großstädten Anlaufstellen eingerichtet. Die nördlichste und auch für Schleswig-Holstein zuständige MMM-Praxis liegt im Hamburger Marienkrankenhaus. Dort können sich auch interessierte Fachärzte melden, die bereit sind, auf Anfrage Fälle zu übernehmen. Mehr Informationen unter www.maltesermigranten-medizin.de Medibüros Auch die Medibüros haben in vielen Städten Anlaufstellen. In Schleswig-Holstein gibt es sie in Kiel (www.medibuerokiel.de) und Lübeck (www.medibuero-hl.de). Seit März gibt es auch in Neumünster ein Medibüro: Die Arbeiterwohlfahrt bietet in ihrem Integrationscenter am Goebenplatz 2 jeweils am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr mit dem Medizinischen Praxis-

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netz Neumünster (MPN) eine anonyme und kostenlose medizinische Beratung und Untersuchung durch Ärzte an. Praxis ohne Grenzen Unbürokratische medizinische Hilfe erhalten mittellose Menschen in Schleswig-Holstein und Hamburg auch in der „Praxis ohne Grenzen“. Der Idee des Bad Segeberger Allgemeinmediziners Dr. Uwe Denker, der vor sechs Jahren die erste „Praxis ohne Grenzen“ gründete, folgten andere Ärzte, sodass es mittlerweile sieben Standorte im Norden gibt: Bad Segeberg, Stockelsdorf, Husum, Rendsburg, Preetz, Flensburg und Hamburg-Horn. Mehr Informationen unter www.praxisohnegrenzen.de.

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die menschen im land G losse

Skurriles aus der Sprechstunde t leidenschaftlicher is t og V ar m ei R r. D : Zum Autor Seine Patienten n. he sc ar hm it D in Landarzt aus Pahlen n aber z geschlossen, was ih er H s in t rz sa au H r hat de isse in seiner Arztbn le Er le ri ur sk , lt hä nicht davon ab t halten. Im Nordlich zu st fe t el hw ac N e di praxis für was Augenzwinkern das, m ne ei it m t og V bt . beschrei alles passieren kann so t rz A er en ss la ge einem als nieder

Mensch beißt Hund oder

Journalistische Regeln interpretiert auf Dithmarscher Art! Aus dem 19. Jahrhundert stammt die journalistische Regel „Man bites dog“, die erklären soll, was eine Nachricht zur Story macht: „Hund beißt Mensch“ erzeugt Gähnen, „Mensch beißt Hund“ interessiertes Nachhaken. An einem dieser elendigen Montage, an denen die norddeutschen Praxen gestürmt werden, als ob es kein Morgen gäbe, ereignete sich nun folgende wahre Begebenheit in meiner Landarztpraxis im Dithmarscher Outback: Mittels des aufgehängten Zettels „Verbandsraum“ signalisieren mir meine fleißigen Mitarbeiterinnen, dass als nächstes wundtherapeutische Fertigkeiten von mir verlangt werden. In eben diesem Zimmer angelangt, bietet sich mir folgendes, trauriges Bild: Ein von mir hausärztlich betreuter Mensch sitzt dort über und über bepflastert, zwei Helferinnen mühen sich ab, die geradezu kovalente Bindung von Klebstoff zu Haut möglichst schonend zu trennen. An den Oberarmen mit dieser Arbeit angefangen, zeigen sich dort bereits viele Bisswunden. „Was ist Ihnen denn passiert?“, verlange ich zu erfahren. Anstelle einer verbalen Antwort reicht mir der Mensch einen Notfallbericht aus der chirurgischen Ambulanz eines norddeutschen Krankenhauses. Daraus entnehme ich, dass der Mensch während eines Spazierganges mit dem eigenen Hund in eine unliebsame Begegnung

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mit einem zweiten Vertreter der Gattung Canis lupus familiaris geraten sei. Der fremde Wauwau habe unversehens den eigenen Vierbeiner angegriffen, der Mensch sei selbstverständlich und augenblicklich zu Hilfe geeilt. Da Schreien, Treten oder das Schlagen mit der Leine erfolglos blieben, entsann sich der Mensch einer Abwehrmethode, die sich auch bei unseren engsten Verwandten im Stammbaum als beliebt und effektiv präsentiert: Der Mensch biss den fremden Hund! Und zwar so kräftig und durchschlagend, dass sich der Dens incisivus in Position 21, vulgo links-oberer Schneidezahn, aus der Mundhöhle des Menschen verabschiedete und im Fell des Aggressors verschwand. Schmunzelnd nehme ich die Inspektion und Versorgung der Bisswunden vor, organisiere die im Krankenhaus begonnene Auffrischung des Tetanusschutzes, verordne ein Antibiotikum, arrangiere die zahnärztliche Versorgung und tadele den Menschen, dass es lebensgefährlich sei, einen Hund auf dessen Augenhöhe anzugreifen … ich erinnere mich ungern an einen Rettungsdiensteinsatz, bei dem ein Biss in die Kehle zu einer tiefen Zerfleischungswunde führte. Der betroffene Mensch hat zum Glück seinen Humor bewahrt und so erleichtert eine sich breit machende Heiterkeit im Verbandsraum die schmerzhafte Wundversorgung. Der Lebenspartner des Menschen steuert in dieser Situation den folgenden Augenzeugenbericht bei, der dann schlussendlich die Dämme brechen und alle Anwesenden lauthals loslachen lässt: „Stellen Sie sich mal vor, Herr Doktor, wie ich geguckt habe, als ich nach Hause komme. Da steht mein Partner im Flur, völlig zerzaust und derangiert, blutüberströmt, über und über mit Fellfetzen bedeckt. Da hab ich gedacht, diese Werwolf-Filme sind vielleicht doch nicht so ganz realitätsfern!“

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die menschen im land

Und während der letzte Verband geklebt wird – so überlege ich mir – wird vermutlich gerade in einer norddeutschen Veterinärpraxis einem Hund ein abgebrochener Schneidezahn aus der Haut operiert.

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Der eine oder andere Kollege findet meine „Berichte aus dem prallen Leben“ bestimmt blöd oder fürchtet, dass ich Dithmarschen in ein schlechtes Licht rücke. Diesen Kollegen erwidere ich folgendes: Ich habe in meinem Leben einen netten Chefarzt kennengelernt, der seine Abteilung nach seinem Lebensmotto führte: „Vielleicht gibt es bessere Abteilungen in meiner Fachgruppe. Aber bestimmt keine fröhlicheren!“. Er rundete sein Motto übrigens mit der Bemerkung ab, dass die Motivation in seinem Hause konstant hoch und die Personalfluktuation seiner Abteilung gegen Null tendieren würde.

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die menschen im land

Neu niedergelassen in Schleswig-Holstein Jedes Jahr lassen sich rund 120 Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein nieder. Ob Hausarzt oder Facharzt, ob in der eigenen Praxis, in einer Kooperation oder angestellt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Sie alle nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, um als niedergelassener Arzt zu arbeiten. Wer sind diese Ärzte und Psychotherapeuten? Welche Motivation bringen sie mit? Welches Berufsverständnis haben sie?

Name: Dr. Randi Schöttler Geburtsdatum: 28. August 1972 Geburtsort: Kiel Familie: zwei Kinder Fachrichtung: Allgemeinmedizin Sitz der Praxis: Fahrdorf im Kreis Schleswig-Flensburg Niederlassungsform: Einzelpraxis Neu niedergelassen seit dem 1. Oktober 2015

1. Warum haben Sie sich für die Niederlassung entschieden? Wegen der engen Arzt-Patientenbeziehung im Rahmen der hausärztlichen Tätigkeit 2. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Zufriedene Patienten 3. Welchen Tipp würden Sie Kollegen geben, die sich ebenfalls niederlassen wollen? Informieren Sie sich im Vorfeld gründlich bei der KVSH und schon niedergelassenen Kollegen. 4. Welchen berühmten Menschen würden Sie gern treffen und was würden Sie ihn fragen? Prof. Dr. Harald Lesch (Astrophysiker und Fernsehmoderator) zum Beispiel: Ich hätte unendlich viele Fragen an ihn. 5. Was ist Ihr persönliches Rezept für Entspannung? Zeit mit meiner Familie und unseren Tieren verbringen. 6. Was ist Ihr Lieblingsbuch? Das Silmarillion, J. R. R. Tolkien 7. Warum ist Schleswig-Holstein das ideale Land, um sich als Arzt niederzulassen? Hier fühle ich mich zu Hause. 8. Wenn ich nicht Arzt geworden wäre, dann wäre ich … Tierärztin oder Archäologin

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Service S port

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„Rezept für Bewegung“

Ein Angebot des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV) Ergotherapie wird in Schleswig-Holstein, wie auch im gesamten Bundesgebiet, offenbar sehr viel häufiger jungen als älteren Patienten verordnet. Die Statistik weist eine Häufung der Verordnungen vor allem bei Jungen im Alter zwischen drei bis acht Jahren aus (entspricht ca. 25 Prozent des Jahrganges) während Mädchen „nur“ mit der Hälfte zu Buche schlagen (siehe KVSH-Newsletter zum Thema Ergotherapie vom Januar 2016). Demgegenüber steht eine tatsächlich vorhandene Störung bzw. Behinderung der Entwicklung und des Lernens nach gesicherten Untersuchungen bei nur fünf Prozent aller Kinder eines Jahrgangs. Unbestritten ist, dass Kinder heute, mehr als noch vor 15 bis 20 Jahren, als insgesamt auffälliger seitens der Erzieher, Pädagogen und ihrer Eltern wahrgenommen werden. Dies hängt mit hohen Erwartungen der Eltern und Pädagogen an die Kinder und der Angst aller an der Erziehung Beteiligten zusammen, man könne etwas „verpassen“ oder zu spät mit einer Therapie einsetzen. Diese Vorstellung des verpassten „richtigen“ Zeitpunktes trifft aber nur für die wenigsten Störungen und damit behafteter Kinder zu, beispielsweise im Rahmen der sprachlichen Entwicklung, des Stotterns und Ähnliches. Das Rezept für Bewegung wird seit 2010 in Schleswig-Holstein umgesetzt. Kooperationspartner/Sponsoren sind der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV), die Ärztekammer und der Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein. Seit 2012 ist die Apothekerkammer ein weiterer Kooperationspartner.

Derzeit befinden sich 841 qualitätsgesicherte Sport- und Bewegungsangebote in der Datenbank des LSV und etwa 480 Ärzte nutzen als registrierte Benutzer diesen Service. Das Rezept für Bewegung kann nach Anmeldung der Arztpraxis im Online-Portal des LSV: www. lsv-sh.de, direkt ausgedruckt und den Patienten ein Bewegungsangebot ausgehändigt werden. Zwar handelt es sich nicht um eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings hat ein vom Arzt überreichtes „Rezept für Bewegung“ nachweislich einen höheren Befolgungsgrad und Therapietreue als die bloße mündlich erteilte Aufforderung „Bewege dich mehr“. Dennoch sind viele Krankenkassen auf Anfrage bereit, einen Kostenbeitrag zu leisten. Die KVSH macht Sie auf das Angebot des LSV aufmerksam, damit möglicherweise Alternativen zu therapeutischen Verfahren genutzt werden, was den Betroffenen und den heilmittelverordnenden Ärzten zugutekommt. Die Einen erleben sich positiv als aktiv Sport treibende Menschen, die Anderen helfen ihren Patienten und schonen ihr Heilmittelbudget bei gleichbleibender Versorgungsqualität. In diesem Sinne finden Sie das Angebote des Landesversportverbandes Schleswig-Holstein online auf: www.kvsh.de  Praxis  Verordnungen. Stephan ReuSS, Beratender Arzt, KVSH (unter Verwendung von Angaben und Textpassagen des LSV)

Der Charme des Rezepts für Bewegung liegt darin, dass die Arztpraxis neben Angeboten für Erwachsene auch „Koordination und Motorikförderung für Kinder“ online in der Region finden kann und dies sind qualitätsgesicherte Angebote. 5 | 2016

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SERVICE T eam B eratung

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Welche Arzneimittel sind grundsätzlich verordnungsfähig? Wie viele Heilmittel dürfen pro Rezept verordnet werden? Welche Budgetgrenzen sind zu beachten? Diese Fragen stellen sich niedergelassene Ärzte immer wieder, denn die Gefahr ist groß, in die „Regress-Falle“ zu tappen. Damit Sie sicher durch den Verordnungsdschungel kommen, in­formieren wir Sie auf dieser Seite über die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien bei der Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Sicher durch den Verordnungsdschungel

Ernährungsergänzung nur in Ausnahme auf Rezept Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, sogenannte Krankenkost und diätetische Lebensmittel einschließlich Produkte für Säuglinge oder Kleinkinder sind von der Versorgung nach Paragraf 31 SGB V ausgeschlossen. Ausnahmsweise dürfen in medizinisch notwendigen Fällen Aminosäuremischungen, Eiweißhydrolysate, Elementardiäten und Sondennahrung zulasten der Krankenkassen verordnet werden.

sangebot wie Zwischenmahlzeiten und intensive Zuwendung (häufiges geduldiges Anreichen von Nahrung) können hilfreich sein. Darüber hinaus sind Kaustörungen durch Mundhygiene, Mundpflege usw. zu beheben. Wird der Patient entsprechend gelagert? Ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet? Muss gegebenenfalls ein Schlucktraining verordnet werden? All diese Fragen sind vorab zu klären. Darüber hinaus sollte auch mit haushaltsüblichen Lebensmitteln selbst hergestellte Flüssignahrung erfolglos zum Einsatz gelangt sein.

Wann liegt nun so eine Ausnahme vor? Die Arzneimittelrichtlinie führt hierzu aus: Enterale Ernährung darf nur bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung, wenn eine Modifizierung der normalen Ernährung oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen, zulasten der Krankenkassen verordnet werden. Vor dem Griff zum Kassenrezept muss abgeklärt werden, ob versucht wurde, die Ernährungssituation durch hochkalorische Nahrung (Zusatz von Sahne, Butter, Fruchtsäfte etc.) zu verbessern. Auch ein erweitertes Nahrung-

Wie stellt man sich Flüssignahrung selbst her? Hierzu können Sie bei uns Rezepte anfordern, wie man hochkalorische Flüssignahrung mit haushaltsüblichen Nahrungsmitteln selbst herstellen kann, oder auch einen beispielhaften Tagesplan für hochkalorische Ernährung, wenn der Patient noch kauen kann.

Ihre Ansprechpartner im Bereich Arzneimittel, Heilmittel und Impfstoffe Telefon

E-Mail

Thomas Frohberg

04551 883 304

thomas.frohberg@kvsh.de

Stephan Reuß

04551 883 351

stephan.reuss@kvsh.de

Ellen Roy

04551 883 931

ellen.roy@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein

04551 883 353

heidi.dabelstein@kvsh.de

Ihre Ansprechpartnerin im Bereich Hilfsmittel Anna-Sofie Reinhard

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04551 883 362

Sollte eine Sonde liegen, ist das Zubehör (Ernährungspumpe, Schläuche, Überleitsystem etc.) als Hilfsmittel zu verordnen. Die Sondennahrung und gegebenenfalls notwendige Verbandstoffe sind gesondert zu rezeptieren. Die AOK weist noch darauf hin, dass ein Verbandwechselset unwirtschaftlich ist. Ein Verbandwechsel mit einem Wechselset kostet 6,32 Euro, bei Verordnung der Einzelkomponenten (Peha-Schlitzkompressen, sterile Mullkompressen und Fixomull-Stretch) entstehen je Verbandwechsel Kosten in Höhe von 1,32 Euro, die budgetrelevant sind. Nachzulesen ist das Ganze in der Arzneimittelrichtlinie ab Paragraf 18.

anna-sofie.reinhard@kvsh.de

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Thomas Frohberg, KVSH

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Service

Sie fragen – wir antworten Auf dieser Seite gehen wir auf Fragen ein, die dem Service-Team der KVSH immer wieder gestellt werden. Die Antworten sollen Ihnen helfen, Ihren Praxisalltag besser zu bewältigen.

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Antworten des Service-Teams Muss eine Facharztpraxis für die Dokumentation über behandelte Patienten der Terminservicestelle eine Gebührenordnungsposition in ihre Abrechnung eintragen, um die „Vermittlungspauschale“ zu erhalten? Nein, die sogenannte „Vermittlungspauschale“ wird automatisch gewährt, wenn die Dokumentation über die Behandlung eines über die Terminservicestelle vermittelten Patienten abgeschlossen ist.

Müssen für die Abrechnung der GOP 32025 (Glucose) und 32026 (TPZ) Qualitätsvoraussetzungen erfüllt werden? Nein, es müssen nur die Qualitätskontrollen nach Herstellervorgaben durchgeführt und dokumentiert werden.

Kann die Akupunktur nach GOP 30791 auch bei beiden im EBM zugelassenen Indikationen, die von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, zehnmal abgerechnet werden? Laut EBM kann die Ziffer 30791 je dokumentierter Indikation bis zu 10-mal, mit besonderer Begründung bis zu 15-mal im Krankheitsfall abgerechnet werden.

Wo ist geregelt, wie oft Sprechstunden abgehalten werden müssen? Im Bundesmantelvertrag-Ärzte Paragraf 17 ist geregelt, dass die Sprechstundenzeiten mindestens 20 Stunden pro Woche betragen müssen. Für Ärzte mit einem Teilversorgungsauftrag gelten mindestens zehn Stunden pro Woche.

Foto: istock.com/kemalbas

Ergänzend dazu gibt es die Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein über die Abhaltung von Sprechstunden, Durchführung von Besuchen und Regelung der Vertretung von Vertragsärzten. Hier ist die Bestimmung, dass mindestens vier Vormittags- und zwei Nachmittagssprechstunden angekündigt werden müssen. Im Übrigen sind bei der Verteilung der Sprechstunden auf den einzelnen Tag die Besonderheiten des Praxisbereiches zu berücksichtigen.

Das Service-Team erreichen Sie unter der Rufnummer 04551 883 883 • montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr • freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr 5 | 2016

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SERVICE was , wann , wo ?

Seminare

Nicht zu allen Seminaren wird persönlich eingeladen.

fÜR Ärzte

fÜR Ärzte und Mitarbeiter

thema: 8. Infotag für Existenzgründer und

thema: Heilmittelverordnungen bei Kindern

Praxisabgeber datum: 18. Juni 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 31. August 2016, 15.00 bis 18.00 Uhr

Nach sieben erfolgreichen Veranstaltungen bieten die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die Ärztekammer Schleswig-Holstein und die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein erneut gemeinsam den Infotag für Existenzgründer und Praxisabgeber an.

Die Verordnungszahlen für Heilmittel liegen in Schleswig-Holstein seit Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt ohne dass es dafür eine Evidenz gibt. Seit 2014 führt die KVSH Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Mitarbeiter zum Thema „Verordnungen“ durch.

Auf dem Programm stehen Vorträge sowohl für die Praxisabgeber als auch für die Existenzgründer. Ein Mittagsimbiss wird gemeinsam eingenommen. Referieren werden ein Rechtsanwalt, ein Steuerberater und Vertreter der Veranstalter, die zudem für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Aufgrund eines Infobriefes an Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte sowie Kinder- und Jugendpsychiater zum Thema Ergotherapie bei Kindern haben wir die Rückmeldung erhalten, dass ein großes Interesse an weiterführenden Informationen besteht.

Ort: Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Esmarchstraße 4, Bad Segeberg Teilnahmegebühr:  35 Euro inklusive Seminarunterlagen, Verpflegung TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Anmelden können sich Interessenten unter Verwendung der Seminar-Nr.: 0523-20 bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird die rechtzeitige Anmeldung empfohlen.

Dr. Michael Hauch ist Kinderarzt in Düsseldorf und hat das Buch „Kindheit ist keine Krankheit“ geschrieben. Er schildert darin den Alltag eines Kinderarztes, der häufig mit Wünschen von Eltern oder Erziehern für eine Therapie bei Kindern konfrontiert wird. Wir haben Herrn Dr. Hauch eingeladen, hier in Schleswig-Holstein einen Vortrag zum Thema „Heilmittelverordnungen bei Kindern“ zu halten und er hat sehr gern zugesagt. ORT:  Hörsaal der Chirurgie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Arnold-Heller-Str. 7, Haus 18, 24105 Kiel Teilnahmegebühr: kostenlos Fortbildungspunkte: 4 (Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen) TEILNAHMEBEDINGUNGEN:Wegen Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird die rechtzeitige Anmeldung empfohlen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und gelten als bestätigt, sofern Sie keine anderweitige Meldung bekommen!

kontakt + anmeldung Deutsche Apotheker- und Ärztebank

kontakt + anmeldung Abteilung Struktur und Verträge

Fax 0180 3000 746 3104 E-Mail seminare@apobank.de

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Ein Anmeldeformular finden Sie auf der Homepage der KVSH unter www.kvsh.de

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Anna-Sofie Reinhard Ellen Roy Tel. 04551 883 362 04551 883 931 Fax 04551 883 390 04551 883 390 E-Mail anna-sofie.reinhard@kvsh.de ellen.roy@kvsh.de

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Service

fÜR Ärzte und Psychotherapeuten

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter

thema: Moderatorengrundausbildung

thema: Qualitätsmanagement –

für Qualitätszirkel

die G-BA Richtlinie erfüllen

datum: 9. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 10. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr

datum: 14. September 2016, 14.00 bis 18.00 Uhr

Ergebnisorientiertes Arbeiten im Qualitätszirkel erfordert Moderation. Sie sollte zielorientiert, achtsam und methodisch sein. Dies erfordert Übung und Methodik. Beides sind wesentliche Bestandteile dieser speziellen Moderatorengrundausbildung für die Qualitätszirkelarbeit. In den letzten Jahren wurden viele Techniken und sogenannte Qualitätszirkelmodule entwickelt, die dem Moderator die Arbeit erheblich erleichtern können. • Die Teilnehmer werden in der Grundausbildung qualifiziert, • das Setting eines Qualitätszirkels zu erarbeiten, • den Zirkel zu moderieren, • verschiedene QZ-Techniken bedarfsgerecht einzusetzen, • die Gruppenprozesse in Qualitätszirkelsitzungen zu steuern und • mit schwierigen Situationen in Gruppenprozessen umzugehen.

Wie sind die Anforderungen aus der Richtlinie „Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses mit möglichst geringem Aufwand umzusetzen? Welche gesetzlichen Anforderungen stellen gegebenenfalls ein Haftungsrisiko für die Praxis dar? Wie kann ein QM-System die Umsetzung erleichtern?

Inhalte des Seminars: • Moderationstechniken • QZ-Module • Übung von Moderationssituationen • Umgang mit Teilnehmern • Kommunikation und Gruppendynamik • Rahmenbedingungen zur Qualitätszirkelarbeit • Gründung von Qualitätszirkeln

In dem Seminar werden unter anderem die folgenden Inhalte behandelt: • Was muss zur Erfüllung der Richtlinie dokumentiert werden? • Wie kann die Dokumentation schnell und systematisch erfolgen? • Welche Beauftragten muss meine Praxis haben? • Welche Themen sind regelmäßig zu unterweisen? • Welche Anforderungen bestehen bei Themen, wie Arbeitsschutz, Medizinprodukte und Hygiene? In dem Seminar erhalten Sie neben umfangreichen Informationen auch Checklisten und Unterweisungsunterlagen, die Sie direkt in Ihrer Praxis einsetzen können. Sie erfahren außerdem, wie Ihre KV Sie bei der Umsetzung von QM unterstützt. Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 50 Euro

Ort: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1–6, 23795 Bad Segeberg Fortbildungspunkte:.5 Teilnahmegebühr:  200 Euro inklusive Tagungspauschale für Material und Verpflegung

TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Fortbildungspunkte:.20 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die vorhandenen Seminarplätze werden nach Eingang der Rückmeldung und vorrangig an Mitglieder der KVSH vergeben.

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Regina Steffen Tel. 04551 883 292 Fax 04551 883 374 E-Mail regina.steffen@kvsh.de

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de

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Paul Brandenburg 04551 883 637 04551 883 374 paul.brandenburg@kvsh.de Nordlicht

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SERVICE

fÜR Ärzte und QM-Mitarbeiter thema: QEP®-Einführungsseminar

datum: 23. September 2016, 15.00 bis 21.00 Uhr 24. September 2016, 9.00 bis 17.00 Uhr Mit QEP® stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein für Praxen spezifisches Qualitätsmanagementverfahren zur Verfügung. QEP® – „Qualität und Entwicklung in Praxen“ – wurde gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, QM-Experten und unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen entwickelt. QEP® bietet Ihnen: • konsequente Praxisorientierung • einfache Anwendbarkeit • viele Umsetzungsvorschläge und Musterdokumente • die Möglichkeit zur Fremdbewertung/Zertifizierung Inhalte des Seminars: • Vermittlung von Grundlagen des Qualitätsmanagements; Vorteile und Grenzen von QM • Einstieg in das QM-System QEP® (Qualität und Entwicklung in Praxen) • Intensive praktische Übungen mit den Materialien des QEP®-Systems (Qualitätszielkatalog kompakt/QEP®-Manual) • Arbeitstechniken und Werkzeuge; erste Schritte für den Aufbau eines QM-Systems in der eigenen Praxis ORT: Sitzungszentrum der KVSH, Bismarckallee 1 –  6, 23795 Bad Segeberg Teilnahmegebühr: 2 00 Euro, inkl. Kursmaterial (QEP®-Qualitätszielkatalog/QEP®-Manual) und Verpflegung Fortbildungspunkte: 18 TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen werden in schriftlicher Form angenommen (Brief/Fax oder E-Mail) und in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt. Abmeldungen können schriftlich bis zehn Tage vor der Veranstaltung und im Krankheitsfall kostenlos erfolgen. Bei Absage bis drei Tage vor Seminarbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 50 Prozent der Teilnahmegebühr fällig. Die Benennung von Ersatzpersonen ist möglich. Spätere Absagen oder Nichterscheinen erfordern die volle Seminargebühr.

© istock.com/Yuri

kontakt + anmeldung Abt. Qualitätssicherung Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg

Angelika Ströbel Regina Steffen Tel. 04551 883 204 04551 883 292 Fax 04551 883 7204 04551 883 7292 E-Mail angelika.stroebel@kvsh.de regina.steffen@kvsh.de 46

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aktuell

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Service

Veranstaltungen KVSH

Wir übernehmen nur für KVSH-Termine Gewähr.

27. bis 28. Mai 2016

66. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte (VNDA) in Bad Segeberg

1. Juni 2016, 14.00 bis 17.00 Uhr

Offene Sprechstunde Ort: Zulassung/Praxisberatung der KVSH Info: An jedem ersten Mittwoch im Monat • für alle Ärzte und Psychotherapeuten zu Themen aus dem Bereich der Zulassung (Praxisübergabe, Anstellung, Verlegung, Kooperation etc.) • ohne vorherige Terminvergabe

Ort: VITALIA Seehotel, Am Kurpark 3, 23795 Bad Segeberg Info: Anmeldung und Hotelvermietung unter Congress-Organisation Gerling GmbH, Tel. 0211 592244, Fax 0211 59 35 60, Infoline & Tagungstelefon 0211 5370296. Weiter Informationen und eine Gebührentabelle finden Sie unter www.norddeutsche-augenaerzte.de E-Mail: info@congresse.de www.norddeutsche-augenaerzte.de

28. Mai 2016, 9.30 bis 16.15

Bettina Fanselow, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 255, E-Mail: bettina.fanselow@kvsh.de

2. Tag der Allgemeinmedizin Ort: Gemeinsames Hörsaalzentrum (Audimax) der Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck Info: Ansprechpartnerin: PD Dr. phil. Katja Götz, 0451 500 1396, Bitte melden Sie sich bis zum 6. Mai 2016 an. Für jeden Teilnehmer bitte ein eigenes Anmeldeformular ausfüllen. Anmeldeformular unter www.uksh.de/allgemeinmedizin-luebeck/ Tag+der+Allgemeinmedizin.html. Teilnahmegebühren: Ärzte (60 Euro), Ärzte in Weiterbildung (45 Euro), MFA (30 Euro), Studierende (kostenlos) 9 Fortbildungspunkte der Kategorie C, bitte bringen Sie Ihren Barcode mit. E-Mail: katja.goetz@uksh.de www.uksh.de

Karin Ruskowski, Zulassung/Praxisberatung Tel. 04551 883 430, E-Mail: karin.ruskowski@kvsh.de www.kvsh.de

Schleswig-Holstein 11. Mai 2016, 13.30 bis 15.00 Uhr

Rechtliche Betreuung – wann und für wen sinnvoll? Ort: AHG Klink Lübeck, Vortragsraum, Weidenweg 9–15, 23562 Lübeck Info: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tel. 0451 58 94 0, Referent: Silke Krüger, Hansestadt Lübeck, Betreuungsbehörde E-Mail: luebeck@ahg.de www.ahg.de/luebeck

11. Mai 2016, 14.30 bis 18.00 Uhr

Münchhausen by Proxy – eine seltene, aber sehr schädliche Störung der Mutter-Kind-Beziehung

8. Juni 2016, 19.30 Uhr

Balintgruppe Eckernförde Ort: Langebrückstraße 20, 24340 Eckernförde Info: Kontakt: Dr. Gaissmaier, Tel. 04351 76 77 38 E-Mail: dr.m.f.x.gaissmaier@-online.de

8. Juni 2016, 15 Uhr

Generalversammlung der Ärztegenossenschaft Nord

Ort: Hotel Mercure, Hanseatenplatz 2, 25524 Itzehoe Info: Veranstalter: Forum Psychotherapie Steinburg e. V., Akkreditierung mit 4 Punkten (PKSH), Referent: Prof. Dr. med Ulrich Sachsse, www.psychotherapie-steinburg.de

Ort: Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg Info: Für Mitglieder und Gäste! www.aegnord.de

12. Mai 2016, 20.00 Uhr

Praxis Dialog: Mit W.A.N.Z zum Ziel

Choosing wisely – klug entscheiden zum Wohle des Patienten

Ort: Hotel Prisma, Max-Johannsen-Brücke 1, 24537 Neumünster Info: Veranstalter Ärztegenossenschaft und Q-Pharm. Referent RA Dr. Joachim Kasper www.aegnord.de

Ort: ConventGarten, Hindenburgstraße 38, 24768 Rendsburg Info: Referent: Prof. Fölsch. Fortbildungspunkte: 3 E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

17. Juni 2016, 16 Uhr

1. Gesundheitspolitischer Dialog: Selbstverwaltung

12. Mai 2016, 20.00 Uhr

Infektionsschutz 2.0 – nichts für schwache Nerven Ort: Globetrotter Lodge, Am Aschberg 3, 24358 Ascheffel Info: Referent: Dr. Bode. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Ärzteverein Eckernförde. Fortbildungspunkte: 3 E-Mail: aerzteverein-rd@web.de www.aev-rd.de

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10. Juni 2016, 15 Uhr

Nordlicht

Ort: Ärztegenossenschaft Nord eG, Bahnhofstr. 1-3, 23795 Bad Segeberg Info: Gemeinsame Veranstaltung von Hartmannbund Schleswig-Holstein, NAV-Virchowbund Schleswig-Holstein und Ärztegenossenschaft Nord anläßlich der Wahlen zur KV-Abgeordnetenversammlung. Begrenzte Teilnehmerzahl mit Anmeldung www.aegnord.de

aktuell

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Service kontakt

Ansprechpartner der KVSH Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg Zentrale 04551 883 0, Fax 04551 883 209

Vorstand

Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke�������������������������������������������������������� 206/217/355 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Ralph Ennenbach������������������������������������������������������� 206/217/355

Geschäftsstelle Operative Prozesse

Ekkehard Becker...............................................................................486

Selbstverwaltung

Regine Roscher.................................................................................218

Abteilungen

aha!-Programm Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Abrechnung Petra Lund (Leiterin)/Ernst Sievers (stellv. Leiter)����������������� 306/245 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 322 Abteilung Recht – Justitiar Klaus-Henning Sterzik (Leiter)������������������������������������������������� 230/251 Abteilung Recht Maria Behrenbeck��������������������������������������������������������������������������� 251 Hauke Hinrichsen����������������������������������������������������������������������������� 265 Tom-Christian Brümmer������������������������������������������������������������������� 474 Esther Petersen������������������������������������������������������������������������������� 498 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Thomas Miklik (BD-Beauftr. d. Vorstands)�������������������������������������� 579 Alexander Paquet (Leiter)��������������������������������������������������������������� 214 Akupunktur Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Ambulantes Operieren Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Arthroskopie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Ärztliche Stelle (Röntgen) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Uta Markl����������������������������������������������������������������������������������������� 393 Tanja Ohm-Glowik���������������������������������������������������������������������������� 386 Virginia Pilz��������������������������������������������������������������������������������������� 641 Ärztliche Stelle (Nuklearmedizin/Strahlentherapie) Kerstin Weber���������������������������������������������������������������������������������� 529 Nina Tiede��������������������������������������������������������������������������������������� 325 Arztregister Anja Scheil/Dorit Scheske��������������������������������������������������������������� 254 Assistenz-Genehmigung Renate Tödt������������������������������������������������������������������������������������� 358 Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Balneophototherapie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Begleiterkrankungen Diabetes mellitus Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Chirotherapie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Delegations-Vereinbarung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 48

Nordlicht

Dermatohistologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266 Dialyse-Kommission/LDL Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Diabetes-Kommission Aenne Villwock�������������������������������������������������������������������������������� 369 DMP-Team Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 Drogensubstitution Astrid Patscha���������������������������������������������������������������������������������� 340 Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Dünndarm Kapselendoskopie Lisa-Marie Lüthje����������������������������������������������������������������������������� 453 EDV in der Arztpraxis Timo Rickers������������������������������������������������������������������������������������ 286 Leif-Arne Esser��������������������������������������������������������������������������������� 307 Ermächtigungen Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Katja Fiehn��������������������������������������������������������������������������������������� 291 Evelyn Kreker���������������������������������������������������������������������������������� 346 ESWL Monika Nobis ��������������������������������������������������������������������������������� 938 Finanzen Karl-Heinz Buthmann (Leiter)���������������������������������������������������������� 208 Formularausgabe Sylvia Warzecha������������������������������������������������������������������������������� 250 Fortbildung/Veranstaltungen Nadine Pries������������������������������������������������������������������������������������ 332 Fortbildungspflicht nach Paragraf 95 SGB V Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Früherkennungsuntersuchung Kinder (Hausärzte) Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Gesundheitspolitik und Kommunikation Delf Kröger (Leiter Gesundheitspolitik)������������������������������������������� 454 Marco Dethlefsen (Leiter Kommunikation)������������������������������������� 381 Gruppentherapievertrag Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Hautkrebs-Screening Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Hausarztzentrierte Versorgung Heike Koschinat ������������������������������������������������������������������������������ 328 Herzschrittmacherkontrollen Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Hilfsmittel Ellen Roy������������������������������������������������������������������������������������������ 931 Anna-Sofie Reinhard������������������������������������������������������������������������ 362 Histopathologie im Rahmen Hautkrebs-Screening Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 HIV/AIDS Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Hörgeräteversorgung Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Homöopathie Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 aktuell

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Service kontakt

HVM-Team/Service-Team Stephan Rühle (Leiter)�������������������������������������������������������������������� 334 Internet Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Borka Totzauer��������������������������������������������������������������������������������� 356 Interventionelle Radiologie Ute Tasche �������������������������������������������������������������������������������������� 485 Intravitreale Medikamenteneingabe Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Invasive Kardiologie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Kernspintomografie Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Koloskopie Carolin Tessmann����������������������������������������������������������������������������� 326 Koordinierungsstelle Weiterbildung Petra Fitzner������������������������������������������������������������������������������������ 384 Krankengeldzahlungen Doris Eppel��������������������������������������������������������������������������������������� 220 Laborleistung (32.3) Marion Frohberg ����������������������������������������������������������������������������� 444 Langzeit-EKG Tanja Glaw��������������������������������������������������������������������������������������� 685 Mammographie (Screening) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Anja Liebetruth�������������������������������������������������������������������������������� 302 Mammographie (kurativ) Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Dagmar Martensen�������������������������������������������������������������������������� 687 Molekulargenetik Marion Frohberg������������������������������������������������������������������������������ 444 MRSA Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Neuropsychologische Therapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Niederlassung/Zulassung Susanne Bach-Nagel������������������������������������������������������������������������ 378 Marleen Staacke������������������������������������������������������������������������������ 596 Sabine Ben El Fahem����������������������������������������������������������������������� 258 Christian Schrade����������������������������������������������������������������������������� 634 Melanie Lübker�������������������������������������������������������������������������������� 427 Kristina Kramar��������������������������������������������������������������������������������� 561 Daniel Jacoby������������������������������������������������������������������������������������ 259 Nordlicht aktuell Borka Totzauer ������������������������������������������������������������������������������� 356 Jakob Wilder������������������������������������������������������������������������������������ 475 Nuklearmedizin Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Onkologie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Otoakustische Emissionen Christopher Lewering���������������������������������������������������������������������� 366 Personal Lars Schönemann (Leiter)����������������������������������������������������������������� 275 Claudia Rode (Stellvertreterin)��������������������������������������������������������� 295 Yvonne Neumann����������������������������������������������������������������������������� 577 Anke Siemers ���������������������������������������������������������������������������������� 333 Dirk Ludwig��������������������������������������������������������������������������������������� 425 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 451 Phototherapeutische Keratektomie Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 Photodynamische Therapie am Augenhintergrund Stephanie Purrucker������������������������������������������������������������������������ 459 5 | 2016

Nordlicht

Physikalisch-Medizinische Leistungen Heike Koschinat������������������������������������������������������������������������������� 328 Plausibilitätsausschuss Hauke Hinrichsen������������������������������������������������������������������������������ 265 Susanne Hammerich������������������������������������������������������������������������� 686 Ulrike Moszeik��������������������������������������������������������������������������������� 336 Rita Maass��������������������������������������������������������������������������������������� 467 Polygrafie/Polysomnografie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Pressesprecher Marco Dethlefsen���������������������������������������������������������������������������� 381 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������������� 396 Psychotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Qualitätssicherung Aenne Villwock (Leiterin)�������������������������������������������������������� 369/262 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 Qualitätszirkel/Qualitätsmanagement Paul Brandenburg���������������������������������������������������������������������������� 637 Angelika Ströbel������������������������������������������������������������������������������ 204 Regina Steffen��������������������������������������������������������������������������������� 292 Sabrina Wienke�������������������������������������������������������������������������������� 527 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 374 QuaMaDi Kathrin Zander��������������������������������������������������������������������������������� 382 Renate Krupp����������������������������������������������������������������������������������� 487 Radiologie-Kommission Aenne Villwock................................................................................. 369 Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen............................................................................... 458 Röntgen (Anträge) Christina Bernhardt�������������������������������������������������������������������������� 533 Röntgen (Qualitätssicherung) Alice Lahmann��������������������������������������������������������������������������������� 360 Cornelia Thiesen������������������������������������������������������������������������������ 458 Rückforderungen der Kostenträger Björn Linders������������������������������������������������������������������������������������ 564 Schmerztherapie Christopher Lewering����������������������������������������������������������������������� 366 Service-Team/Hotline Telefon������������������������������������������������������������������������������������� 388/883 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 505 Sonografie (Anträge) Ute Tasche��������������������������������������������������������������������������������������� 485 Monika Vogt������������������������������������������������������������������������������������ 630 Sonografie (Qualitätssicherung) Susanne Willomeit��������������������������������������������������������������������������� 228 Sozialpädiatrie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sozialpsychiatrie-Vereinbarung Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Soziotherapie Kevin Maschmann��������������������������������������������������������������������������� 321 Sprechstundenbedarf Heidi Dabelstein������������������������������������������������������������������������������ 353 Strahlentherapie Monika Nobis����������������������������������������������������������������������������������� 938 Struktur und Verträge Simone Eberhard (Leiterin)������������������������������������������������������������� 434 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 488 Telematik-Hotline��������������������������������������������������������������������������������� 888 Teilzahlungen Brunhild Böttcher���������������������������������������������������������������������������� 231 aktuell

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Service kontakt

Tonsillotomie Daniela Leisner�������������������������������������������������������������������������������� 445 Vakuumbiopsie Stefani Schröder ����������������������������������������������������������������������������� 930 Verordnung medizinische Rehaleistungen Christine Sancion����������������������������������������������������������������������������� 470 Verordnung (Team Beratung) Thomas Frohberg����������������������������������������������������������������������������� 304 Stephan Reuß (Beratender Arzt)����������������������������������������������������� 351 Widersprüche (Abteilung Recht) Gudrun Molitor�������������������������������������������������������������������������������� 439 Zulassung Bianca Hartz (Leiterin)������������������������������������������������������������� 255/358 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������������� 276 Zytologie Michaela Schmidt���������������������������������������������������������������������������� 266

Impressum Stelle nach Paragraf 81a SGB V: Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Klaus-Henning Sterzik�������������������������������������������������������������� 230/251

Offizielles Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

Prüfungsstelle Bahnhofstraße 1, 23795 Bad Segeberg Tel. 04551 9010 0, Fax 04551 9010 22 Beschwerdeausschuss Dr. Johann David Wadephul (Vorsitzender)�������������������������������� 9010 0 Prof. Günther Jansen (Stellvertreter)����������������������������������������� 9010 0 Leiter der Dienststelle Maik Luttermann (Leiter)���������������������������������������������������������� 9010 21 Dr. Michael Beyer (Stellvertreter)�������������������������������������������� 9010 14 Verordnungsprüfung Elsbeth Kampen ����������������������������������������������������������������������� 9010 23 Sprechstundenbedarfs-, Honorar- und Zufälligkeitsprüfung Birgit Wiese������������������������������������������������������������������������������ 9010 12 Zweitmeinungsverfahren Nadja Kleinert��������������������������������������������������������������������������� 9010 25

Zentrale Stelle Mammographie-Screening Bismarckallee 7, 23795 Bad Segeberg Tel .................................................................................................... 898900 Fax ................................................................................................ 8989089 Dagmar Hergert-Lüder (Leiterin)����������������������������������������������������� 8989010

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Nordlicht aktuell

Nordlicht

Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein Dr. Monika Schliffke (v. i. S. d. P.) Redaktion Marco Dethlefsen (Leiter); Prof. Jens-Martin Träder (stellv. Leiter); Borka Totzauer (Layout); Jakob Wilder; Delf Kröger Redaktionsbeirat Ekkehard Becker; Dr. Ralph Ennenbach; Reinhardt Hassenstein; Dr. Monika Schliffke Druck Grafik + Druck, Kiel Fotos iStockphoto Titelbild Olaf Schumacher Anschrift der Redaktion Bismarckallee 1– 6, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 883 356, Fax 04551 883 396, E-Mail: nordlicht@kvsh.de, www.kvsh.de Das Nordlicht erscheint monatlich als Informationsorgan der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder; sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Jede Einsendung behandelt die Redaktion sorgfältig. Die Redaktion behält sich die Auswahl der Zuschriften sowie deren sinnwahrende Kürzung ausdrücklich vor. Die Zeitschrift, alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit schriftlichem Einverständnis des Herausgebers. Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird („der Arzt“), ist hiermit selbstverständlich auch die weibliche Form gemeint („die Ärztin“).

aktuell

5 | 2016


Service K ontakt

Kreisstellen der KVSH Kiel

Kreisstelle: Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 93222 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0431 9719682 Wolfgang Schulte am Hülse, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 541771 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 0431 549778 E-Mail��������������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Kiel@kvsh.de

Lübeck

Kreisstelle: Parade 5, 23552 Lübeck, Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 72240 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 7063179 Dr. Andreas Bobrowski, Laborarzt Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 0451 610900 Fax����������������������������������������������������������������������������������������� 0451 6109010 E-Mail�������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Luebeck@kvsh.de

Flensburg

Kreisstelle: Meisenstraße 16, 24939 Flensburg Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 42939 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 46891 Dr. Wolfgang Barchasch, Frauenarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 27700 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 0461 28149 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Flensburg@kvsh.de

Neumünster

Jörg Schulz-Ehlbeck, hausärztl. Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 47744 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04321 41601 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Neumuenster@kvsh.de

Kreis Dithmarschen

Burkhard Sawade, Praktischer Arzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 8128 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04832 3164 E-Mail��������������������������������������������������� buero@kreisstelle-dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg

Raimund Leineweber, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2044 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04155 2020 E-Mail���������������������������������������������������������� Kreisstelle.Lauenburg@kvsh.de

Kreis Nordfriesland

Dr. Martin Böhm, Internist Tel ��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5037 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04841 5038 E-Mail����������������������������������������������������� Kreisstelle.Nordfriesland@kvsh.de 5 | 2016

Nordlicht

Kreis Ostholstein

Dr. Bettina Schultz, Frauenärztin Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 2950 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04521 3989 E-Mail��������������������������������������������������������� Kreisstelle.Ostholstein@kvsh.de

Kreis Pinneberg

Dr. Zouheir Hannah, Orthopäde Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82525 Fax������������������������������������������������������������������������������������������� 04106 82795 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Pinneberg@kvsh.de

Kreis Plön

Dr. Joachim Pohl, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1000 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04526 1849 E-Mail������������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Ploen@kvsh.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Carl Culemeyer, Allgemeinarzt Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9595 Fax��������������������������������������������������������������������������������������������� 04353 9555 E-Mail����������������������������������������������������������������������� KVKreisRdEck@aol.com

Kreis Schleswig-Flensburg

Dr. Carsten Petersen, Internist Tel ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 951950 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04621 20209 E-Mail����������������������������������������������������������� Kreisstelle.Schleswig@kvsh.de

Kreis Segeberg

Dr. Dieter Freese, Allgemeinarzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04551 83553 Fax ���������������������������������������������������������������������������������������� 04551 879728 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Segeberg@kvsh.de

Kreis Steinburg

Dr. Klaus-Heinrich Heger, Internist Tel���������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 2822 Fax �������������������������������������������������������������������������������������������� 04124 7871 E-Mail������������������������������������������������������������ Kreisstelle.Steinburg@kvsh.de

Kreis Stormarn

Dr. Hans Irmer, Arzt Tel�������������������������������������������������������������������������������������������� 04102 52610 Fax ������������������������������������������������������������������������������������������ 04102 52678 E-Mail������������������������������������������������������������� Kreisstelle.Stormarn@kvsh.de

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