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NaTech Info

Informationsbulletin des Vereins NaTech Education Nr.3, Juni 2008

EDITORIAL AKTUELLES

Ein Massnahmen-Bündel zur Sensibilisierung und Nachwuchsförderung Kürzlich durfte ich die Schlusspräsen­ tation der Studienwoche an der ETH Zürich eröffnen: 70 Mittelschüler und 43 Mittelschülerinnen stellten ihre Pro­ jekte vor, die sie während einer Woche mit Wissenschaftlern an der ETH erar­ beitet hatten. Die Begeisterung, die wir ihnen mitgeben wollten, durften wir an den Präsentationen nun selber er­ fahren. Erstmals mussten wir 20% der Bewerbun­gen abweisen. Kein ­Wunder, war der Andrang so gross, denn die Themen – «moderne Lebensmittel­ pro­duk­tion», «naturwissenschaftliche Com­puteranwendung», «Interak­tion Mensch-System», «Mathematik ist überall» und «Physik ohne Grenzen» sind äusserst anregend. Ziel solcher Anstrengungen ist es, sowohl gute und motivierte junge Leute für ein ETH-Studium zu gewinnen, als auch, junge Erwachsene für Technik und Naturwissenschaften zu sensibilisieren. Als Stimmbürger sollen sie eine unverkrampfte Haltung diesen Themen gegen­über einnehmen, und als Steuerzahlerinnen sollen sie wissen, warum die öffentliche Hand in Bildung und Wissenschaft investiert. Dies ist besonders wichtig bei jungen Leuten, die später Verantwortung in der Wirtschaft und der Politik übernehmen. Ziel dieser Anstrengungen ist es aber auch, dem sich verschärfenden Mangel an Arbeitskräften in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen entgegenzu­wirken.

Die Palette der Nachwuchsförderung der ETH Zürich ist breit: Sie besucht mit ­einer betreuten Wanderausstellung jedes Jahr ein knappes Dutzend Mittelschulen in allen Landesteilen und informiert die Schüler über das Studien­ angebot und die dahinter liegenden Berufsfelder. Jedes Jahr werden alle Maturandinnen und Maturanden der ganzen Schweiz an die Informationstage eingeladen. 2000-3000 junge Leute folgen jeweils diesem Ruf und informieren sich an dieser Studienmesse aus erster Hand. In zwei Departementen läuft zudem ein Pilotprojekt zur besseren Beratung und Betreuung der Studierenden beim Eintritt ins Studium. Die ETH Zürich bildet zudem Lehrpersonen in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie usw. für die ­Sekundarstufe II aus. Die Universität ­Zürich und ETH Zürich haben gemeinsam das so genannte «Life Science Learning Centre» gegründet. Dort können sich Gymnasiallehrpersonen aus- und weiterbilden und Schülerinnen und Schüler in Praktika erfahren, wie Forschung funktioniert. Ausgehend von diesem Modell, will die ETH nun auch ein Science and Engineering Learning Center aufbauen. Diese Aktivitäten sind durchaus erfolgreich; denn die Studierendenzahlen nehmen an der ETH zwar leicht und stetig zu, aber weniger schnell als beispielsweise in den Geistes- und ­Sozialwissenschaften. Fortsetzung Seite 4

NaTech Info 02/08

Prof. Dr. Heidi WunderliAllenspach Rektorin ETH Zürich

AUS DEM INHALT Editorial

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Interviews _ mit Hubert Keiber 2 _ mit Susanne Metzger 3 Aktuelles _ Schweizerischer Tag über Technik im Unterricht 5 _ Projekt SWISE 5 _ Symposium «Education et Technique» 5 4 Fragen an... _ Stefanie Ruckli

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INTERVIEW

Dr. Hubert Keiber

Interview mit Dr. Hubert Keiber Generaldirektor, Siemens Schweiz AG

mds Herr Dr. Keiber, Siemens Schweiz ist heute die grösste Arbeitgeberin der Maschinen- und Elektroindustrie der Schweiz. Wie gehen Sie mit dem anhaltenden Mangel an naturwissenschaftlich-technischem Nachwuchs um? Zum einen versuchen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst im Unternehmen zu halten. Wir fördern beispielsweise Job-Rotation. Zum anderen engagieren wir uns in der Ausbildung; direkt indem wir rund 400 Berufsleute ausbilden, indirekt, indem wir eng mit Hoch- und Fachhochschulen zusammenarbeiten. Wäre es denkbar, dass die industrielle Produktion und das Engineering über kurz oder lang den Standort Schweiz verlassen? Wenn ja, was würde das aus Ihrer Sicht für die Zukunft unseres Landes bedeuten? Nein, das glaube ich nicht. Wir müssen jedoch unsere Wettbewerbsvorteile – insbesondere das hohe Bildungsniveau – nicht nur bewahren, sondern nach Möglichkeit noch ausbauen. Eine Schweiz nur mit Banken, Versicherungen, Landwirtschaft und Tourismus ist für mich unvorstellbar. Welche Massnahmen sollten in der Wirtschafts- und Bildungspolitik (Konzepte, Rahmenbedingungen) ergriffen werden?

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Ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg. Die Neuorganisation der Fachhochschulen beispielsweise trägt bereits Früchte. Ich glaube was wir tun, tun wir richtig. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir das Ganze noch intensiver, sprich ­koordinierter, angehen könnten. Ich meine damit die Aktivitäten von Wirtschaft, Politik und Bildungswesen Ihr Unternehmen unternimmt viel zur Förderung des Interesses der Jugend an naturwissenschaftlich-technischen Studien. Können Sie uns konkrete Beispiele geben? Siemens richtet weltweit alle Image-bildenden Sponsoring-Aktivitäten auf die Berufsbildung aus. Generation 21 heisst der Name unseres weltweiten Bildungsprogramms, das Aktivitäten in Vorschulen, Schulen, Hoch- und Fachhochschulen umfasst. Mit dem Ziel, Spitzenkräfte von morgen in Naturwissenschaft und Technik zu fördern. Wir tun das auch in der Schweiz auf ­allen Stufen. Seit Jahren institutionalisiert ist die Zusammenarbeit mit Hochund Fachhochschulen. Wir unterstützen beispielsweise die Entwicklung von universitären Forschungsergebnissen zu marktreifen Produkten. Ein anderes Beispiel ist die Forscherkiste für Kindergärten. Wir wollen damit Freude an der Technik bereits im Kindesalter wecken. Wir stellen auch Lehrmittel für Schulen

zur Verfügung und vergeben den Siemens Excellence Award für die beste Abschlussarbeit an den Schweizer Fachhochschulen. Wie hoch ist die Akzeptanz dieser Projekte bei den deutschen und Schweizer Lehrpersonen? Eigentlich durchwegs positiv, auf allen Stufen. Dies obwohl Lehrpersonen in der Regel skeptisch gegenüber SponsoringAktivitäten der Wirtschaft reagieren. Ich sehe den Grund aber darin, dass wir dies nicht als Werbung betreiben, sondern unser Engagement als Investition in die Zukunft sehen. Und weil wir vor allem sehr viel Wert auf die fachliche Qualität etwa bei den Lehrmitteln legen. Wo orten Sie zusätzlichen Bedarf, um das Interesse der Jugendlichen an der Technik und der Welt der Ingenieure zu stimulieren? Das Wichtigste ist, dass der Ingenieurberuf wieder einen anderen Stellenwert bekommt. Das ist aber ein gesellschaftliches Problem, das alle Beteiligten gemeinsam lösen müssen. Das ist ein lang andauernder Prozess. Ich habe einige Jahre in China gearbeitet, und wenn ich sehe, wie die Chinesen technologiehungrig sind, dann wünschte ich mir nur ein bisschen dieses Flairs hier bei uns. Besten Dank für das Gespräch.

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INTERVIEW

Prof. Dr. Susanne Metzger

Interview mit Prof. Dr. Susanne Metzger Physiklehrerin, Pädagogische Hochschule Zürich

mds Sie sind seit etwas mehr als zwei Jahren an der PH Zürich für Naturwissenschaften und Technik zuständig. Was waren die ersten Erfahrungen, die Sie in dieser neuen Funktion gemacht haben? Gab es Unterschiede zu Deutschland? Schul- und Ausbildungssysteme in der Schweiz unterscheiden sich stark von jenen in Deutschland. Während in Deutschland die Fächer Biologie, Chemie und Physik ab der 7. Klasse meist getrennt und von verschiedenen Fachlehrpersonen unterrichtet werden, sind sie in der Schweiz zu einem Fächerverbund «Natur und Technik» oder «Natur, Mensch, Mitwelt» zusammengeschlossen und werden entsprechend von nur einer Lehrperson unterrichtet. Auch die Ausbildung zur Sekundarstufenlehrperson unterscheidet sich enorm: In Deutschland studiert man zwei Fächer (also zum Beispiel Biologie und Chemie), während man in der Schweiz vier bis sechs Fächer studiert und das Fach «Natur und Technik» alle drei Naturwissenschaften abdecken muss. Da das Studium im Wesentlichen in der gleichen Zeit absolviert wird und in Deutschland im Anschluss aber noch eine eineinhalbjährige Ausbildung in der Schule folgt, ist klar, dass die Fachlichkeit bei mehr als doppelt so vielen Fächern in der Schweiz häufig auf der Strecke bleibt.

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Ein weiteres, im Moment viel diskutiertes Thema sind Bildungsstandards: Während in Deutschland relativ schnell Bildungsstandards durch langjährig erfahrene Fachdidaktiker definiert wurden, sind in der Schweiz Konsortien zu den Bereichen Schulsprache, erste Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaften eingesetzt worden, die sich sowohl aus FachdidaktikerInnen als auch aus Lehrpersonen zusammen setzen, und deren Aufgabe es war bzw. ist, ein Kompetenzmodell zu entwickeln, dieses zu validieren und erst in einem zweiten Schritt aus den Ergebnissen Bildungsstandards abzuleiten. Mit der Formulierung des Kompetenzmodells und der Bildungsstandards sowie der Abgabe des Berichts an die EDK im Herbst dieses Jahres durch das HarmoS Konsortium Naturwissenschaften ist die Arbeit noch nicht getan, der wesentliche Teil – nämlich die Implementierung in die allgemeinbildenden Schulen bzw. deren Lehrpläne sowie in die Lehrpersonenausbildung – beginnt dann erst! Auch hier ist ein durchschlagender Erfolg nicht ohne die Unterstützung von Seiten der Bildungspolitik sowie einem allgemein besseren Ansehen der Naturwissenschaften und der Technik in der Gesellschaft zu schaffen.

Welche Neuerungen gibt es seit Ihrem Amtsantritt an der PH Zürich in ihrem Bereich? Die grösste Neuerung im Bereich der Ausbildung ist die Umstellung der ­«alten» auf Master-Studiengänge. Uns Dozierenden der Naturwissenschaften ist es dabei gelungen, «Natur und Technik» innerhalb der Ausbildung zur Sek I-Lehrperson an der PHZH aufzuwerten: Durch die grössere Anzahl der zur Verfügung stehenden Kreditpunkte können wir in Biologie, Chemie und Physik bessere Grundlagen schaffen, diese Fächer aufeinander abstimmen und neu auch Technik-Elemente wie zum Beispiel die Kompaktwoche «Technik – Gesellschaft – Schule» verpflichtend in das Programm für die Studierenden aufnehmen. Im Zug der Neustrukturierung der Forschung an der PHZH habe ich zusammen mit der Arbeits- und Organisations­ psychologin Dr. Enikö Zala-Mezö die Leitung der Forschungsgruppe «Schule – Lernen – Systeme» übertragen bekommen. Hier betrachten wir zum einen den Unterricht mit Schwerpunkt auf der Fachdidaktik im mathematischen sowie naturwissenschaftlich-technischen Bereich, zum anderen die Schule als Organisation und untersuchen die Wechselwirkung der beiden Ebenen.

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AKTUELLES Fortsetzung Editorial

Wo sehen Sie zur Zeit den grössten Handlungsbedarf in der Lehrerausbildung? Meine eigenen Erfahrungen im Gespräch mit (angehenden) Lehrpersonen zeigen, dass sich Volksschullehrpersonen häufig sehr unsicher in den naturwissenschaftlich-technischen Themen fühlen. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn es regelmässig verpflichtende fachliche Weiterbildungen gäbe, in denen Lehrpersonen problemorientiert die fachlichen Inhalte aufarbeiten könnten. Vielleicht wäre es auch eine Chance, wenn der Fächerverbund «Mensch und Umwelt» auf der Primarstufe oder ­«Natur und Technik» auf der Oberstufe aufgelöst und von einzelnen Fachlehrpersonen unterrichtet würde. Meine Wunschvorstellung für die Sekundar­stufe I in diesem Bereich wäre ein nach den einzelnen Fächern getrennter Unterricht mit regelmässigen Projekttagen, an denen dann themenfeldorientiert über die Fächergrenzen hinweg gearbeitet würde. Ist dies eine realisierbare Vision? Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? Auch wenn die naturwissenschaftlichtechnische Bildung im Moment einen Aufschwung erfährt, bleibt meine Vision sicher eine Wunschvorstellung. Zumal

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gar nicht sicher ist, ob eine solche Änderung überhaupt zu einem tieferen und breiteren Verständnis führen würde. Ideen für konkrete Änderungsvorschläge verspreche ich mir von der Expertise «Naturwissenschaft und Technik in der Allgemeinbildung im Kanton Zürich», die das Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik (ZHSF) im Auftrag der Bildungsdirektion bis zum Frühjahr 2009 durchführt. Im Rahmen der Expertise werden kurz- und mittelfristige Entwicklungsvorschläge gemacht und mit Fachpersonen der Schulen, Hochschulen sowie der Bildungspolitik diskutiert. Ich bin zum einen gespannt, zu welchen Ergebnissen wir kommen werden, zum anderen, ob und wie unsere Ideen dann umgesetzt werden können. Besten Dank für das Gespräch.

Um eine Trendwende zu erreichen, müssen auch jüngere Jahrgänge angesprochen werden. Denn Interessen werden schon früh an- und weggelegt. Hier greifen die ergänzenden Aktivitäten des NaTech Education (schweizweit), des Technorama in Winterthur und des Paul Scherrer-Instituts in Villigen (Schülerlabor) –, um nur einige Akteure zu nennen. NaTech setzt sich für die stufengerechte Förderung der Naturwissenschaften und des Technikverständnisses im Schulunterricht auf der obligatorischen Schulstufe ein und richtet sich insbesondere an die angehenden Lehrpersonen. Mit dieser Palette von Massnahmen können nun alle Altersstufen vom Primarschüler bis zur Maturandin angesprochen werden. Wir brauchen indes nicht eine beliebig wachsende Anzahl von Massnahmen, sondern ein Bündel sich ergänzender Aktivitäten – und Kontinuität. So werden unsere Anstrengungen ihre Wirkung tun, davon bin ich fest überzeugt. Prof. Dr. Heidi Wunderli-Allenspach Rektorin ETH Zürich

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Projekt SWISE

AKTUELLES Schweizerischer Tag über Technik im Unterricht NaTech Education und das Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik führen am 29. Oktober 2008 den 1. Schweizerischen Tag über Technik im Unterricht durch. Ziel dieses Weiterbildungstages ist es, Anregungen zu geben, um Jugendliche im gymnasialen Unterricht für Technik zu faszinieren. Heute nutzen wir technische Errungenschaften als «Black Box». Die modernen Fertigungstechniken und Komplexität der Geräte erlauben es kaum mehr, den Blick hinter die Kulisse zu ermöglichen. So müssen im Physikunterricht Grundlagen oft ohne echten Alltagsbezug vermittelt werden und das Fach wird als schwierig empfunden. Unser Weiterbildungstag für Lehrpersonen der Sekundarstufe I und II soll Anregungen für einen Einblick in die faszinierende Welt der Technik geben. Organisatorische Auskünfte Stefan Rubin, ZHSF, Weiterbildung Mittelschule: stefan.rubin@igb.ubz.ch. Anmeldungen unter www.webpalette.ch/dyn/9.asp?url= 95595%2Ehtm

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Die Pädagogische Hochschule FHNW lanciert das Projekt SWISE «Swiss Science Education» mit dem Ziel einerseits den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht auf allen Schulstufen weiter zu entwickeln, andererseits Schülerinnen und Schüler für einen naturwissenschaftlich-technischen Beruf zu motivieren. Der SWISE-Projektstart ist für 2009 vorgesehen, Vereinigungen wie IngCH ­(Engineers Shape Our Future) und NaTech Education haben bereits Ihre Unterstützung zugesagt. Mit dem Projekt werden neue Brücken geschlagen: zwischen der naturwissenschaftlich-technischen Bildung in den Schulen und derjenigen in den Hochschulen, zwischen Schulen und Industrie, zwischen Lehrpersonen und Forschenden. Kontakt Prof. Dr. Peter Labudde, Leiter Zentrum Naturwissenschafts- und Technikdidaktik (Tel: 061 476 49 60, E-Mail: peter.labudde @fhnw.ch, www.fhnw.ch/ph)

Symposium «Education et Technique» vom 20. Februar 2008 an der EPFL Über 95 Teilnehmende besuchten das Symposium 2008, die dritte Veranstaltung unter der Trägerschaft von NaTech Education, IngCH, EPFL, HP Waadt und der SATW an der EPFL. Lehrpersonen, Bildungsverantwortliche und Industrievertreterinnen und -vertreter aus der Westschweiz nahmen daran teil. Nach den vielen positiven Feedbacks zu urteilen, erhielten die Teilnehmenden viele Anregungen und schätzten vor allem, dass sie wichtige Kontakte knüpfen und konkrete Massnahmen diskutieren konnten. Die Unterlagen des Symposiums sind auf www.natech-education.ch (auf französisch) abrufbar.

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4 FRAGEN AN…

Stefanie Ruckli

Stefanie Ruckli, Studentin an der PHZ Luzern über die Technikwoche im März 2008 mds Wie haben Sie die Technikwoche erlebt? Die Technikwoche war ein geniales Erleb­nis. Das Programm der vier Tage war der Hammer. Es war die perfekte Mischung von selbstständigem Arbeiten und Theorieinputs. Die Arbeit in der Gruppe hat sehr gut geklappt und viel Spass gemacht. Die Idee, dass wir eine eigene Firma aufbauen und ein Produkt vermarkten sollten war toll. Hier konnte man jegliche Facetten der Produktion sehen. Haben Sie in dieser Woche Ideen erworben und didaktische Methoden gelernt, die Sie im Unterricht einsetzen können? Ich denke gerade das Vorgehen, welches jegliche Facetten einer Sache beinhaltet, kann sehr gut in den Unterricht eingebaut werden. Mir hat gefallen, dass die Didaktik mal nicht so konkret und theoretisch angesprochen wurde. So konnte jeder für sich in den Arbeitsphasen eigene Gedanken für den Unterricht entwickeln. Ich kann mir gut vorstellen, das Beispiel «Firma» selbst im Unterricht einzusetzen. Ich habe da schon Ideen für den Zeichenunterricht im Kopf.

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Wären Sie interessiert an Weiterbildungswochen, die sich auch mit Technikverständnis und Naturwissenschaften befassen? Ja unbedingt. Denn in vielen technischen Fragen fühle ich mich noch etwas unsicher, bin aber total daran interessiert. Und allgemein gefällt und fasziniert mich alles, was mit den Naturwissenschaften zu tun hat. Wo ich mich sehr gerne weiterbilden würde sind Bereiche, in denen auch oft viele SchülerInnen ein grosses Wissen mitbringen, z.B. im Thema Motoren. Viele Jungs haben hier ein grosses Vorwissen. Wie wäre es, wenn man an der PHZ mal lernen würde, wie man an einem Töffli herumschraubt? Würden Sie KollegInnen den Besuch ­einer solchen Woche empfehlen Das ist schon lange passiert. Wir waren alle sehr von der Woche begeistert und haben sie wärmstens weiter empfohlen.

MITGLIEDSCHAFT Werden Sie Mitglied von NaTech Education und leisten Sie einen Beitrag zur Förderung der Naturwissenschaften und des Technikverständnisses in der Allgemeinbildung! Einzelmitgliedschaft: CHF 100.Kollektivmitgliedschaft: CHF 750.Gönnermitgliedschaft: ab CHF 5’000.Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage unter www.natech-education.ch/pages/ kontakt.htm oder per Mail an info@natech-education.ch.

IMPRESSUM Redaktion Brigitte Manz-Brunner Marina de Senarclens Inci Satir NaTech-Education Freigutstrasse 8, 8027 Zürich www.natech-education.ch Gestaltung, Layout, Realisation www. visum-design.ch Bern Druck Kaelin Produktion AG, Zürich Auflage F 500, D 1500 Exemplare Erscheinungsweise 3mal jährlich

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