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THEMA

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Ave Matura Laura Fricker, KSBA, G2a beweist Übersicht.

Zurzeit sieht es so aus, als würde diese Stufe in zwei leistungsorientierte Schultypen unterteilt werden: in die Sekundarschule Typ B (Vorbereitung auf die Berufsausbildung) und die Sekundarschule Typ M (Vorbereitung auf Berufsmaturität/ Gymnasium). Französisch, Englisch und Mathematik würden in sogenannten Niveaugruppen unterrichtet, die typenübergreifend eingeteilt werden. Diese drei Niveaueinteilungen (allgemein, erweitert und progymnasial) würden eine Über- oder Unterforderung verhindern und ein intensiveres Unterrichtsformat ermöglichen. An diese Stufe schliesst wie bisher die Sekundarstufe II an, welche die weiterbildenden Schulen (Gymnasien, Berufsmatura, Wirtschaftsund Diplomschulen) umfasst. Hochbegabte SchülerInnen werden von Beginn weg in ihren Stammklassen und mit besonderen Unterrichtseinheiten gefördert.

In einer zweiten Phase, die ab 2016 in Kraft treten soll, wird dann eine ausgebaute Tagesstruktur entstehen: Von 7 bis 18 Uhr sollen Betreuung, Mittagstische, begleitetes Spielen und Lernen, Schulsportaktivitäten und Hausaufgabenhilfen selbstverständlich werden. Denn die Pisa-Studien haben gezeigt, dass in Ländern, in denen diese Tagesstrukturen schon seit längerem vorhanden sind, ein enormer schu-

der Bevölkerungskultur bezüglich der sozialen, sprachlichen und kulturellen Zugehörigkeit der einzelnen Schulen, Gemeinden und Quartieren angepasst. Der Sozialindex setzt sich aus folgenden Kennzahlen einer Wohngemeinde zusammen: der Arbeitslosen-, der Sesshaftigkeits-, der Wohnform- und der Ausländerquote. Je nachdem kann der Sozialindex zwischen 1.0 für sozial unbelastete und 1.4 für sozial

Die erste Phase der neuen Tagesstrukturen, die 2011 beginnen soll, wird eine intensivere ausserschulische Betreuung anbieten: Eltern soll die Möglichkeit geboten werden, ihre Kinder in einer Frühbetreuung ab 7.00 Uhr morgens und über die Mittagszeit an einem organisierten Mittagstisch verpflegt und betreut zu wissen. Alle Kinder und Jugendlichen werden den Unterricht in Blockzeiten besuchen. Diese Erneuerungen ermöglichen Eltern und vor allem allein erziehenden Personen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und ihre Kinder doch sehr gut aufgehoben zu wissen. Der Besuch von Tagesstrukturen und Tagesschulen ist freiwillig.

lischer Leistungsanstieg verzeichnet werden kann. Die Gemeinden tragen für die Ausführung und Umsetzung dieser Pläne die Verantwortung und sind auch zuständig, eine Tarifgestaltung für die zur Verfügung gestellten Angebote zu verwirklichen.

belastete Gemeinden variieren. Je höher dieser ist, desto mehr professionell betreute Lektionen werden den Schulen zugesprochen. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Lohnkosten werden vom Kanton übernommen, um sozial belastete Gemeinden nicht noch finanziell zu belasten.

Der Sozialindex schliesslich ist ein rechnerisches Mittel, um zu bestimmen, wie viele Unterrichtslektionen welchen Schulen zustehen. Er wirkt sich direkt auf die Finanzen der einzelnen Schulgemeinden aus. Im Vordergrund stehen Massnahmen wie Teamteaching, zusätzlicher Förderunterricht und flexible Lerngruppen. Die Lektions-Zuteilung wird

Zurzeit befinden sich die Verfassungs- und Gesetzesänderungen des „Bildungskleeblattes“ im parlamentarischen Verfahren. Bis zum voraussichtlichen Start im Schuljahr 2011/2012 stehen der Reform noch die Volksabstimmung und die Vorbereitung der inhaltlichen Umsetzung bevor.

NAKT #1 Ave Matura  

Die erste Ausgabe der NAKT Neue Aargauer Kantizeitung Troubadour

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