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Was vom Kühlschrank übrig bleibt Wie aus alten Geräten neue Rohstoffe werden

Zuführen, zerkleinern, zurückgewinnen Sie stammen aus Großküchen oder Privathaushalten, aus den verschiedensten Baujahren und weisen nicht nur optisch die Zeichen der Zeit auf: die rund 450 Kühlgeräte, die täglich bei Veolia Umweltservice in Hannover angeliefert werden. Insgesamt fallen in Deutschland jährlich mehrere Millionen ausrangierte Kühlgeräte an, etwa 40 Prozent von ihnen finden den Weg in eine Aufbereitungsanlage. Viele der Geräte enthalten immer noch klimaschädliches FCKW als Kälte- und Treibmittel in den Kältekreisläufen und der Isolierung, das umweltverträglich verwertet bzw. entsorgt werden muss. Gleichzeitig kommen in Hannover Modelle aufs Band, in denen explosive Kohlenwasserstoffe zur Kühlung genutzt werden. Sie ersetzen das seit 1995 verbotene FCKW. Während vor einigen Jahren Kühlgeräterecyclinganlagen nur auf ein Treibmittel ausgerichtet waren, arbeitet die 2011 modernisierte Anlage in Hannover im Mischbetrieb: Als eine der modernsten in Europa verarbeitet sie gleichzeitig brennbare Treibmittel wie Pentan und nicht brennbare Treibmittel wie FCKW. Dieses Verfahren ermöglicht es Veolia, rund 50 Kühlgeräte pro Stunde in einem zweistufigen Prozess umweltgerecht zu recyceln.

Der Weg durch die Recyclinganlage: In der ersten Prozessstufe werden Kältemittel und Kältemaschinenöl abgesaugt, getrennt und aufgearbeitet.

Das Kältemaschinenöl wird ausgegast, das Kältemittel durch eine Druckerhöhung kondensiert und beides abgefüllt.

nahdran. 2|2014  

Energie aus der Tonne – Was Reststoffe für die Energiewende leisten

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