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nahdran. Aus Branche und Unternehmen. Februar 2013

Energie »made in Kommune« Das Kraftwerk auf dem Rathaus: Wege kommunaler Eigenversorgung Seite 10

Mobil, urban, elektrisch? Mit Stromantrieb über das kommunale Pflaster Seite 12

Was lange währt ,… Im Gleichgewicht durch Renaturierung und Grundwassersanierung Seite 16

Kommunaler Energiebaukasten Für die Anforderungen von morgen rüsten: Bausteine für eine erfolgreiche kommunale Energieversorgung Seite 4


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Aus der Branche

BDEW-Zahlen zum Strom- und Gasmarkt 2012

Wasserknappheit & Wasserkriege: UNO ruft 2013 zum Internationalen Jahr der Wasserkooperation aus 2013 steht im Zeichen des lebenswichtigen Rohstoffs Wasser. Das Jahr wurde von UNESCO und UN-Water zum »Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser« erklärt. Ziel ist es, für die sich weltweit zuspitzenden Probleme rund um Wasser zu sensibilisieren und grenzüberschreitende Lösungen zu finden. Ein Fokusthema: Mit wachsender Weltbevölkerung steigt der Bedarf und damit die Gefahr von gewaltsamen Konflikten um die Ressource Wasser. Obwohl es bei den von der UNO gezählten weltweit 263 grenzüberschreitenden Seen und Flüssen bisher kaum zu gewaltsamen Konflikten kam, wird befürchtet, dass sich dies bald ändern könnte: Im Sommer 2012 leitete die Türkei den Fluss Tigris für den Bau des Illisu-Staudamms um. Der Irak sowie Syrien fürchten seitdem um ihre Wasservorräte. www.unwater.org > events > water cooperation

Die Zusammensetzung des deutschen Strommixes hat sich im vergangenen Jahr stark verändert. So stieg der Anteil der erneuerbaren Energien von 20 auf 23 Prozent; zugleich ging der Einsatz von Erdgas in Kraftwerken um 14 Prozent zurück. Die vorläufigen Zahlen zu den erneuerbaren Energien zeigen, dass im Jahr 2012 Wind erneut die erfolgreichste regenerative Energiequelle im Strommix war. Auch der Anteil der Solarenergie ist offenbar gewachsen: Photovoltaik-Anlagen konnten ihren Anteil um voraussichtlich 50 Prozent auf rund 28,5 Mrd. kWh steigern. www.bdew.de > Presseinformationen

Umweltminister bestätigen EU-Gewässerschutz Der EU-Umweltministerrat hat in seinem im Dezember 2012 veröffentlichten Schlussfolgerungspapier zum »Blueprint to Safeguard Europe’s Water« die aktuelle europäische Wasserpolitik befürwortet. So bewertete er die EU-Rechtsgrundlage im Bereich Gewässerschutz als ausreichend und betonte, die Mittel zur Erreichung der EU-Ziele sollten von den einzelnen Mitgliedstaaten frei wählbar sein. Zudem forderten die Minister eine konsequente Umsetzung des in der EU-Wasserrahmenrichtlinie verankerten Verursacherprinzips und der Bekämpfung von Gewässerverunreinigungen. Hier fehle es noch an Abstimmung mit anderen gesetzlichen Vorgaben mit Bezug zum Gewässerschutz, beispielsweise der Agrarpolitik. Darüber hinaus sprach sich der Ministerrat für regionalspezifische Lösungsansätze zum Wassersparen aus. ec.europa.eu > environment > water


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Auf ein Wort

Wasser ist Menschenrecht!

U Ihr Michel Cunnac, Vorsitzender der Geschäftsführung Veolia Wasser

nterschreiben Sie hier! Im Internet, aber auch bei vielen Anlässen vor Ort werden derzeit Unterschriften gesammelt für die erste Europäische Bürgerinitiative, die sich um das Wasser dreht.

Prima, wer wäre nicht dafür? Veolia jedenfalls hat sich für das Menschenrecht auf Wasser (und das mindestens so wichtige auf sanitäre Versorgung) über viele Jahre bei den Vereinten Nationen stark gemacht und ist froh, dass es nun endlich festgeschrieben wurde. Trotzdem würde ich den Aufruf der europäischen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes nicht unterschreiben. Wer das Drumherum liest, merkt: Es geht um etwas ganz anderes. Die Initiatoren wollen eine von A bis Z kommunale Wasserversorgung, in der private Unternehmen keine Rolle spielen dürfen. Sie vertreten damit ihre Meinung und ihr Eigeninteresse, das ist legitim. Aber sie tun so, als wäre das identisch mit dem Gemeinwohl oder habe mit Menschenrechten zu tun – und das ist falsch. Einige Akteure wärmen gerade immer wieder ein angestaubtes Klischee auf: das Bild von gefräßigen französischen Konzernen, die sich die EU gefügig gemacht haben, um den Deutschen das gute, kommunale Wasser wegzunehmen und sie stattdessen mit trüber, gechlorter Brühe zu versorgen. Die die Bürger abzocken und die Infrastruktur verrotten lassen.

Wer die über 20jährige Arbeit von Veolia in Deutschland kennt, der weiß, wie es wirklich ist: »Wir machen Wasser nicht zur Handelsware – Weder wir noch andere im Bereich der öffentes ist und bleibt ein öffentliches Gut.« lichen Wasserversorgung tätige Unternehmen machen Wasser zur Handelsware – es ist und bleibt ein öffentliches Gut. Wir verdienen nicht durch Verknappung und Verkauf von Ressourcen, sondern bieten den Kommunen qualifizierte Umweltdienstleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Wir vernachlässigen keine Infrastruktur, weil das unser Geschäft kaputtmachen würde. Wir halten die strengen deutschen Qualitäts- und Umweltstandards nicht nur ein, sondern tun in vieler Hinsicht noch mehr. Wir sind nicht dagegen, dass Kommunen dazu Auflagen und Vorgaben machen, sondern setzen uns seit Jahren genau dafür ein. Wir stehen auch nicht für höhere Kosten und Preise, sondern senken meist die Belastung, weil wir als Experten die Ideen und Technologien dazu haben, etwa für das Optimieren von Betriebsabläufen oder das Energiesparen. Konkret vor Ort geht es ja in der Regel nicht um »kommunal oder privat«, sondern darum, angepasste Lösungen zu finden, die den Bürgern eine gute, effiziente und dauerhafte öffentliche Daseinsvorsorge sichern. Übrigens auch im Energiebereich, den immer mehr Kommunen als Handlungsfeld für sich entdecken – unser Themenschwerpunkt in diesem Heft.


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Kommunaler Energiebaukasten Für die Anforderungen von morgen rüsten: Bausteine für eine erfolgreiche kommunale Energieversorgung

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nzählige Wege, hunderte Optionen, zahllose Varianten: Für die kommunale Energieversorgung gibt es keine Patentlösung, keine ultimative Strategie. Den Städten und Gemeinden eröffnen sich so viele Möglichkeiten zur Organisation der Daseinsvorsorge wie einem Kind auf dem Spielteppich. Und damit ganz neue Herausforderungen und Notwendigkeiten, aber auch Fallstricke. Ob Netzbetrieb oder der Ausbau erneuerbarer Energien, ob Vorgaben zu Energieeffizienz und Klimaschutz oder Anforderungen an intelligente Dienstleistungen und sozialverträgliche Angebote: Es gilt, die Bausteine sinnvoll zu wählen und zusammenzusetzen. Egal, ob eine Konzessionsvergabe und damit die Frage nach einem eigenen Engagement im Betrieb der Energienetze vor der Tür steht, oder sich ein vorhandenes Stadtwerk neuen Anforderungen durch Energiewende und Wettbewerbsdruck gegenübersieht: Für eine sichere, nachhaltige und klimaschonende Energieversorgung der Bürger ist kompetentes Agieren und fachliches Know-how der Kommune gefragt. »In fast allen politischen Fraktionen werden Stimmen nach einem lokalen energiewirtschaftlichen Engagement laut, Bürger wollen sich an Anlagen zur regenerativen Energieversorgung beteiligen«, stellt Ludwig Heimann von Heimann Consulting im Leitfaden »Auslaufende Konzessionsverträge« fest. »Dies setzt die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung unter Druck. Plötzlich muss Stellung zur langfristigen Positionierung im interessanten, zugleich hart umkämpften Energiemarkt bezogen werden.« Jedoch verfügen laut der Studie »Energiewende Ost« des Kompetenzzentrums für Öffentliche Wirtschaft und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig nur 15 Prozent von 700 ostdeutschen Kommunen über ein energiepolitisches Konzept. Bei lediglich 25 Prozent sei ein solches Konzept derzeit in Planung. Zahlreiche Konzessionsverträge für den Betrieb der Energienetze laufen aus. Städte und Gemeinden stehen vor der Frage, ob sie die Elektrizitäts- und Gasnetze in kommunales Eigentum überführen und ob sie die Netze auch selber betreiben wollen. Wie ist der Versorgungsbetrieb wirtschaftlich, ökologisch und sozialverträglich am sinnvollsten zu organisieren? Plötzlich scheint der Aufbau energiewirtschaftlicher Kompetenz auf Seiten der Kommune erforderlich. Aber auch dort, wo eigene Stadtwerke schon viele Jahre die Bürger versorgen, gilt: Die Städte und Gemeinden müssen sich im Zuge der

Energiewende insbesondere mit Eigenerzeugung, dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen beschäftigen – und mit der Frage, wie sie mit innovativen Angeboten im Wettbewerb bestehen können. Dabei kann es durchaus Zielkonflikte geben, etwa zwischen der Konzentration von Engagement und Kapital auf eine Netzübernahme und anderen möglichen Strategien wie dem Einstieg in eigene Erzeugungskapazitäten. Für manche, wie HansJoachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) sind die Netze ein wichtiger Schlüssel: »Das Energiesystem wird sich künftig stärker dezentral ausrichten. Eine besondere Rolle spielen dabei die Verteilnetze, die überwiegend von kommunalen Versorgern betrieben werden. Deshalb ist es richtig, dass sich Stadtwerke um auslaufende Konzessionsverträge bewerben.« Andere sind skeptisch, wie der Ernst & YoungBerater Helmut Edelmann, der für die zehnte Stadtwerkestudie im Auftrag des Branchenverbandes BDEW regionale Energieversorger zu ihrer Rolle in der Energiewende befragt hat: »Weder für die Erzeugung noch im Hinblick auf Effizienz bringt die Netzübernahme Vorteile. Es besteht die Gefahr, dass Kommunen ihr Geld in den Kauf von Netzen stecken und dann nicht mehr genug Investitionskraft für die wirklich innovative erneuerbare Erzeugung haben.«


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Doch wie rüsten Kommunen sich ganz konkret für die Marktanforderungen von morgen? Wie können sie zum aktiven Mitspieler in der Energiewirtschaft werden und das dafür notwendige Know-how bündeln? Zunächst einmal geht es dabei um die bedachte Auswahl der richtigen Bausteine: Die Konzessionen werden auslaufen… und nun? Soll sie nur Eigentümer werden und dann das Netz verpachten? Kann die Kommune den Netzbetrieb selbst überhaupt leisten? Oder sollte ein Partner zur Betriebsführung ins Boot geholt werden? Das Konzessionsvergabeverfahren steht an… Was ist für ein rechtssicheres Vergabeverfahren ohne Probleme mit dem Bundes- und zuständigen Landeskartellamt nötig? Die eigenen Stadtwerke befinden sich in Konzeption – eine Neugründung steht an. In Eigenregie? Mit einem strategischen Partner? Mit anderen Stadtwerken aus der Region? Welche 'Mitspieler' sind für die Kommune geeignet, damit die Gründung eigener Stadtwerke erfolgreich gelingt? Die Stadtwerke sind in Gründung oder haben begonnen zu arbeiten… doch was braucht es nun, damit alles reibungslos läuft? Welche Geschäftsfelder müssen in den Fokus rücken, um effizient und effektiv am Markt agieren zu können? Gibt es ausreichend eigenes Know-how in Sachen Beschaffung, Erzeugung, Vertrieb, Betriebsführung, Anlagen- und Kundenmanagement? Oder braucht es Partnerschaften, um den Energiemarkt richtig bearbeiten zu können? Muss der kommunale Energieversorger Kapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien aufbauen und das Stromportfolio entsprechend neu ausrichten? Kommt Eigenerzeugung für die Kommune in Frage? Was muss man dafür können?

Der Energiemarkt ist in Bewegung… über 60 Stadtwerke-Neugründungen seit 2007 mehr als 170 Konzessionsübernahmen der Versorgungsnetze durch kommunale Unternehmen seit 2007 Gründung von 500 Genossenschaften im Bereich Erneuerbare Energien seit 2007 Der Trend setzt sich fort: Die Mehrzahl der Strom- und GasnetzKonzessionsverträge laufen bis 2015/2016 aus. (Quellen: VKU + DStGB Handlungsempfehlungen Konzessionsverträge 2012, Umfrage Energiegenossenschaften DGRV 2012)

Dabei beabsichtigen die Gemeinden verschiedene Formen von Rekommunalisierungen: Neugründung kommunaler Gesellschaften: 70,8 % Nichtverlängerung von Konzessionsverträgen: 69,2 % Rückkauf ehemaliger öffentlicher, im Zeitverlauf privatisierter Unternehmen/Unternehmensteile: 45,0 % Stärkerer Fokus auf interkommunaler Kooperation: 34,2 %

Die Gründe für Rekommunalisierung sind vielfältig… Wahrung des kommunalen Einflusses und der kommunalen Steuerung: 94,2% Fehlende Zielkongruenz zwischen privater & öffentlicher Seite: 44,2% Fehlende Kontrolle: 20,8% Sozialpolitische Gründe: 20,8% (Quelle: Studie Rekommunalisierung in der Energieversorgung. 2011. Institut für den öffentlichen Sektor e.V.)

Der Blick geht nach vorn. Mit folgenden Zukunftsthemen werden sich Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen (EVU) in den nächsten Jahren intensiv auseinandersetzen: Absatz/Marketing/Kundenbetreuung/CRM: 85% Erneuerbare Energien: 81% Optimierung interner Prozesse und betriebliche Reorganisationen: 80% Strombeschaffung und Portfoliomanagement: 75% Umsetzung bzw. Anpassung IT-gestützter Geschäftsprozesse: 65% Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz: 63% (Quelle: Stadtwerkestudie von BDEW und Ernst & Young)


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»Kommunen brauchen einen langen Atem« Zoff ums Netz: Interview mit Prof. Dr. Christian Theobald, Rechtsanwalt und Partner bei Becker Büttner Held, zu Erfolgsfaktoren und Hürden für Kommunen bei der Konzessionsübernahme und beim Betrieb der eigenen Stadtwerke.

»Bei fehlendem Know-how ist es ratsam, sich erfahrene Partner an Bord zu holen, um die Herausforderungen auf mehrere verantwortungsvolle Schultern zu verteilen.« Prof. Dr. Christian Theobald, Rechtsanwalt und Partner bei Becker Büttner Held

Herr Professor Theobald, Sie begleiten Kommunen bei der Rekommunalisierung von Energienetzen und unterstützen sie dabei in Fragen des Energierechts und der Vertragsgestaltung. Vor welchen Herausforderungen stehen Kommunen beim Rückkauf der Energienetze? Prof. Dr. Christian Theobald: Kommunen, die den Weg der Rekommunalisierung gehen wollen, müssen sich eine Reihe von Fragen stellen. Der Prozess – von der Entscheidung, selbst am Konzessionserwerb teilzunehmen bis hin zur Netzübernahme – nimmt einige Jahre in Anspruch. Idealerweise

prüft die Kommune bereits kritisch fünf Jahre vor Auslaufen des Konzessionsvertrages, ob eine Bewerbung um die Konzession erfolgversprechend ist. Die Grundlage dafür bilden Netzbewertung, Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Finanzierungspläne. Dabei geht es auch darum, das für die Situation vor Ort passende Modell zu entwickeln, wie zum Beispiel die Gründung eines eigenen Stadtwerks in Eigenregie, die Erweiterung eines bereits vorhandenen Stadtwerks oder die Kooperation mit strategischen Partnern. Entscheidet sich die Kommune, an dem Wettbewerb um die Konzession teilzunehmen, gerät sie in eine Doppelrolle, da ihr auch die Verantwortung für das Konzessionsverfahren obliegt. Wie können hier Konflikte verhindert werden? Prof. Dr. Christian Theobald: Es gibt Fälle, in denen Kommunen intransparente Konzessionsvergabeverfahren vorgeworfen wurden. Diese ziehen häufig lange Gerichtsverfahren


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oder schwierige Netzübernahmen nach sich. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, Konzessionsverfahren ergebnisoffen und transparent zu gestalten. Das heißt, die Kommune muss alle Bewerber gleich behandeln und darf die eigenen Stadtwerke oder eine kommunale Bietergemeinschaft nicht bevorzugen. Darum müssen alle relevanten Informationen und Bewertungskriterien offengelegt werden. Je nach Modell können dazu Angaben zur späteren Netzbewirtschaftung, zu Kooperations- und Finanzierungsmodellen gehören. Erhält das eigene Stadtwerk den Zuschlag für die Energienetze, folgt die Netzübernahme. Wie kann eine Gemeinde diesen Weg nun erfolgreich gehen? Prof. Dr. Christian Theobald: Ausdauer ist hier das Stichwort. Oftmals gestaltet sich die Netzübernahme als langwieriger Prozess. Der Grund dafür ist meist Uneinigkeit über die Höhe des Kaufpreises. Darum sollte bereits im Vorfeld die fachmännische Bewertung der Netze Klarheit schaffen. Entscheidend hierfür ist es, schon frühzeitig eine möglichst klare Datenlage zu haben. Doch auch nach der Novellierung des EnWG fehlt leider noch immer die rechtssichere Grundlage zur Ermittlung des korrekten Netzkaufpreises und zu Verpflichtungen bezüglich der Datenübergabe durch den Altnetzbetreiber. Es bedarf entsprechender Änderungen der Rahmenbedingungen seitens der Gesetzgebung, damit sich Übernahmen nicht jahrelang hinziehen oder gar vor Gericht landen. Einen langen Atem braucht es aber auch in der Ausgestaltung des Geschäftsmodells der eigenen Stadtwerke. Viele Kommunen folgen mit ihrer Entscheidung für den Rückkauf der Energienetze dem gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Mitbestimmung. Oftmals fehlt ihnen jedoch das nötige Knowhow, um die erworbenen Netze selbstständig zu betreiben. In diesen Fällen ist es ratsam, sich erfahrene Partner an Bord zu holen: kommunale Kooperationen, aber auch private Betriebsführungs- oder Pachtmodelle sind gängige Lösungen, um die Herausforderungen der immer komplexer werdenden Energiewelt auf mehrere verantwortungsvolle Schultern zu verteilen. Nicht zuletzt muss im neuen Unternehmen auch ein Regulierungsmanagement aufgebaut werden, denn die recht-

lichen Anforderungen für den Netzbetrieb sind hoch. Gerade in diesen Bereichen bahnen sich immer mehr Kooperationen an, um das notwendige Know-how einzuholen. Was ist bei der Wahl des Partners zu beachten? Prof. Dr. Christian Theobald: Ein gemeinsames Stadtwerk zu gründen, ist ein auf Jahrzehnte angelegtes Unterfangen. Die Kooperationspartner müssen zueinander passen, neben den nötigen Kompetenzen sind vor allem Vertrauen und Erfahrung wichtige Kriterien. Mit den richtigen Partnern an der Seite verspricht die Rekommunalisierung der Energienetze und die Gründung eigener Stadtwerke zu einem erfolgreichen Modell zu werden. Denn auch wenn die Kommune die Entscheidungshoheit über ihre Energieversorgung behalten oder zurückerlangen will – anders als noch vor 20 Jahren können gerade sehr kleine Kommunen dies im heutigen anspruchsvollen Energiemarkt kaum mehr alleine umsetzen.

Checkliste: Prüfen Sie Ihre Handlungsoptionen! Machbarkeitsstudien und eine tragfähige finanzielle Planung müssen Grundlagen der Entscheidung für die Rekommunalisierung der Energienetze sein. Das Konzessionsverfahren muss transparent gestaltet sein und alle Kriterien offengelegt werden. Alle Bewerbungen um die Konzession müssen ergebnisoffen geprüft werden. Eine frühzeitige Bewertung und Einigung über den Kaufpreis beugt langwierigen Netzübernahmeprozessen und Gerichtsverfahren vor. Für die Gründung eigener Stadtwerke ist in den meisten Fällen die Einbindung geeigneter Partner, die Erfahrung im Netzbetrieb und Energiegeschäft haben, Erfolg entscheidend. Durch kommunale Kooperationen in einer Region können versorgungswirtschaftlich notwendige Größenordnungen und Synergien erreicht werden.


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Innovationspotenziale durch externe Partner Regenerativer, dezentraler, effizienter, rentabler… kommunale Entscheider müssen die Energieversorgung heute strategisch planen, um für die Zukunft sowohl wettbewerbsfähig als auch wirtschaftlich und ökologisch verträglich aufgestellt zu sein.

Auch wenn ein Netzrückkauf abgewickelt, ein eigenes Stadtwerk gegründet oder der kommunale Energieversorger schon lange im Kundenvertrieb tätig ist – in Sachen Energie ist nur der Wandel beständig. Denn der permanent stärker werdende Wettbewerbsdruck ebenso wie sich ständig verändernde Rahmenbedingungen des Energiemarktes stellen kommunale Entscheider immer wieder vor neue Aufgaben. Zudem sind Stadtwerke und EVU gefordert, den Umbau der Energiewirtschaft im Zuge der Energiewende aktiv mitzugestalten. Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung von Kooperationen und strategischen Allianzen für Stadtwerke an, so die zehnte Stadtwerkestudie von BDEW und Ernst & Young. »Der Anteil der Stadtwerke, die glauben, es alleine zu schaffen, ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich zurückgegangen«, weiß Helmut Edelmann, Berater bei Ernst & Young. »Steigende Anforderungen an Geschäftsprozesse und eine zunehmende Prozesskomplexität lassen sich besser gemeinsam mit kompetenten Partnern bewältigen.« Der Nutzen wird vor allem in möglichen Synergien, dem Zugriff auf fehlendes Know-how und qualifiziertes Personal sowie in der Beschaffung fehlender

finanzieller Mittel gesehen. »Es gibt in allen Bereichen des Energiegeschäfts hervorragende Ansätze für Kooperationen – von der Erzeugung über die Netze bis hin zum Vertrieb.« Auch die Deutsche Umwelthilfe kommt in ihrem Papier »Stadtwerke auf dem Weg zu Vorreitern der Energiewende« zu dem Schluss, dass Kooperationen mit anderen Stadtwerken, aber auch mit privatwirtschaftlichen Unternehmen in vielfältiger Form denkbar sind, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern und gleichzeitig neue, tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei sind Kommunen gut beraten, alle strategischen Optionen entlang der gesamten Energiewertschöpfungsstufen zu prüfen – von der Beschaffung der Brennstoffe über die Stromerzeugung bis hin zu Handel, Energiespeichern, Netzen und Vertrieb. Beispielsweise können Gewinnpotenziale im Beschaffungsmanagement durch die Bildung von Einkaufskooperationen oder fester strategischer Partnerschaften genutzt werden – eine sinnvolle Strategie, flexibel von günstigeren Einkaufsoptionen zu profitieren.


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»Die Zukunft ist gemeinsam.« Mein Haus, mein Auto, meine Kunden, mein Kraftwerk. Die Profilierung durch Besitztümer und Status, die neidvolle Abgrenzung vom Nachbarn, dieses »Jeder für sich« – das war gestern. Ich bin überzeugt, dass die Zukunft unserer Energiewirtschaft partnerschaftlich gestaltet werden muss. Von Julien Mounier, Vorstandsmitglied der BS Energy-Gruppe, Braunschweig

Wer am Energiemarkt heute erfolgreich bestehen und die Zukunft der Energiewirtschaft aktiv mitgestalten will, muss nicht nur rentabel wirtschaften, sondern auch zukunftsträchtige Geschäftsfelder auf- und ausbauen. Doch um diesen Herausforderungen begegnen und sie in Chancen verwandeln zu können, ist ein breites Wissen notwendig. Gerade für kleinere Stadtwerke kann es hier zum entscheidenden Vorteil werden, sich die Erfahrung und das Know-how etablierter Energiedienstleister zu Nutze zu machen. Sonst wird es vielleicht die »Kleinen« morgen nicht mehr geben. Handlungsbedarf gibt es in vielen Geschäftsbereichen: Ein Baustein vor allem für kleine Unternehmen mit wenig Erfahrung auf den liberalisierten Märkten ist die anbieterunabhängige Energiebeschaffung. Mit eigenem Portfolio- und Risikomanagement statt unflexiblen Vollversorgungsmodellen können Stadtwerke ihre Beschaffung preiswert und absatzgerecht gestalten und Wettbewerbsvorteile ausschöpfen. Zudem benötigen Kommunen neben Fragen der Betriebsführung von Ver- und Entsorgungsnetzen, dem Anlagenmanagement und der Beratung zu Energieeffizienz mehr und mehr technisches Know-how bei der Errichtung von Biogas- und Photovoltaik-Anlagen zur regenerativen Strom- und Gasversorgung. Nicht zuletzt rücken der Aufbau eines leistungsfähigen Vertriebs sowie Lösungen für effiziente Abrechnungs- und Kundenmanagementprozesse in den Fokus von Kommunen und Stadtwerken. Dies wird ein aus unserer Sicht wesentliches Zukunftsfeld für die Zusammenarbeit mit Dienstleistern und Partnern – denn wer die hochkomplexen Kundenprozesse

selber managen will, bindet viele Ressourcen. Mit »Shared Services« kann es gelingen, kaufmännische Querschnittsfunktionen sinnvoll zu bündeln und so enorme Effizienzeffekte zu erzielen. Mit Blick auf die lokalen Gegebenheiten hilft das Team von BS Energy als Kompetenzzentrum für Energiefragen in der Veolia Wasser-Gruppe den Akteuren vor Ort, die Zukunft ihrer Energieversorgung in allen diesen Bereichen aktiv mitzubestimmen. Dabei geht es nicht darum, kommunale Infrastrukturen in Privatbesitz zu bringen. Im Fokus der Zusammenarbeit steht für uns vielmehr, notwendiges Knowhow einzubringen, um gemeinsam Potenziale im kommunalen Energiegeschäft aufzudecken und zum Vorteil aller Beteiligten zu nutzen. Ganz gleich, in welchem Bereich Unterstützung von außen strategisch sinnvoll ist – der gemeinsame Erfolg ist wesentlicher Baustein unserer Philosophie: Als Dienstleister arbeiten wir eng mit den Stadtwerken vor Ort zusammen. Wir verstehen uns als Partner, der nah an den Kunden und den Gegebenheiten vor Ort ist. Denn nur, wer ein offenes Ohr für die Kommune und die individuellen Herausforderungen der Stadtwerke hat, kann das Know-how an der richtigen Stelle einbringen, um tatsächlich Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

»Der gemeinsame Erfolg ist wesentlicher Baustein unserer Philosophie: Wir verstehen uns als Partner, der nah an den Kunden und den Gegebenheiten vor Ort ist.« Julien Mounier, Vorstandsmitglied der BS Energy-Gruppe


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Energie »made in Kommune« Chancen und Risiken beim Ausbau der Eigenerzeugung

Die Möglichkeiten der regenerativen Eigenerzeugung rücken für Kommunen immer stärker in den Fokus. Da geht es um Nahwärme für das Stadtbad, Photovoltaik auf kommunalen Dächern, Mikrokraftwerke in den Kellern oder Windparks auf dem Acker. Der Wunsch nach Unabhängigkeit in der Energieversorgung, aber auch die Aussicht auf neue Erlöspotenziale durch Erzeugung als eigenständige Stufe der Wertschöpfung sind neben den Anforderungen der Energiewende gute Gründe, sich die vielfältigen Optionen eigener Anlagen genauer anzusehen. In der Untersuchung »Energiewende fordert Kommunen und Stadtwerke« kommt DB Research zu dem Ergebnis, dass sich insbesondere Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Photovoltaik und Onshore-Wind für Kommunen eignen – selbstverständlich unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten wie Windaufkommen oder Biomasseverfügbarkeit. Allein die Zahl der Biogasanlagen hat sich seit 2000 auf mehr als 7.000 versiebenfacht. Doch auch beim Auf- und Ausbau eigener Anlagen müssen Kommunen Chancen und Risiken abwägen, sowohl was Investitionen und Know-how als auch die Akzeptanz neuer Anlagen durch die Bürger betrifft. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte kommt in der Studie »Grüne Kooperationen« zu dem Schluss, dass die Auswahl eines geeigneten Kooperationspartners entscheidend sein kann. »Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist trotz großer Anstrengungen der Stadtwerke eine Herausforderung. Mit geeigneten Kooperationspartnern können kommunale Unternehmen die technologischen und finanziellen Risiken bei erneuerbaren Projekten minimieren und durch Synergien Kosten senken«, sagt Hans-Günter Wolf, Partner bei Deloitte. Ebenso ausschlaggebend für den Erfolg eines Investitionsvorhabens ist die Akzeptanz durch die Bürger – oftmals geebnet durch direkte Partizipationsmöglichkeiten: »Menschen akzeptieren eine Windkraftanlage in ihrer Näher eher, wenn sie daran beteiligt werden«, weiß Helmut Edelmann, Ernst & Young. Das Thema Bürgerbeteiligung ist in Kommunen und Stadtwerken angekommen. Eine Umfrage von Veolia Wasser unter kommunalen Entscheidern zeigt, dass Partizipation insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Energieversorgung und Verkehr für wichtig erachtet wird ( Informationen zur Studie, Seite 15).

Die direkteste Form der Bürgerbeteiligung beim Bau eigener Erzeugungsanlagen ist die lokale Energiegenossenschaft. Rund 80.000 Bürger sind derzeit über Energiegenossenschaften an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung beteiligt, ermittelte der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband DGRV. »Energiegenossenschaften bieten Bürgern einen idealen Rahmen, sich vor Ort für den Umbau der Energieversorgung zu engagieren, und steigern damit die Akzeptanz für regionale Energieprojekte«, weiß Vorstandschef Eckhard Ott. Inwieweit es sich dabei als Trend durchsetzt, eine kommunale Autarkie der Energieversorgung anzustreben, bleibt abzuwarten. Was im kleinen Maßstab verheißungsvoll funktioniert ( siehe Praxisbeispiel), muss nicht zwingend für jede Kommune sinnvoll und vor allem machbar sein. DB Research stellt fest, dass eine Orientierung am Ziel regionaler Energieautarkie dazu führen könnte, dass Kraftwerkskapazitäten an ungeeigneten Stellen oder überdimensioniert entstehen. Eine problematische Entwicklung wäre es, wenn abgekoppelte regionale Netze keinen Ausgleich mit Nachbarnetzen mehr zuließen. Allein auf lokaler/regionaler Ebene ist es noch schwieriger, die Herausforderungen der schwankenden Einspeisung von Wind- und Solarstrom zu bewältigen, den nötigen


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breiten Energiemix und ausreichende Speicherkapazitäten zu gewährleisten. Und nicht zuletzt fehlen bislang noch jegliche Erfahrungen damit, wie sich ein Ansatz der Energieautarkie auch dort umsetzen lassen könnte, wo energieintensive Industrien beheimatet sind. Doch zwischen null und 100 Prozent kommunaler 'Selbstversorgung' liegen viele erfolgreiche Wege des schrittweisen Ausbaus regenerativer Eigenerzeugung. Welche Bausteine für die Energiestrategie die richtigen sind, und wie diese Erfolg versprechend miteinander harmonieren, ergibt sich am Ende immer aus den individuellen Möglichkeiten und Zielen der jeweiligen Kommune oder Region. Blick in die Praxis: Selbst ist der Strom Bundesumweltminister Peter Altmaier, der japanische Filmstar Taro Yamamoto und die Vize-Gouverneurin des US-Bundesstaates Iowa, Kim Reynolds – sie alle standen bereits auf den Äckern von Feldheim im Fläming und bestaunten das einzigartige Energiekonzept der kleinen Gemeinde 70 Kilometer südwestlich von Berlin. Hoher Besuch ist für die 145 Einwohner des Ortsteils von Treuenbrietzen längst nichts Neues mehr. Seit die Gemeinde im Oktober 2010 ihr autarkes Strom- und Wärmenetz einweihte, erfreuen sich die Selbstversorger internationaler Aufmerksamkeit. Denn Feldheim ist 100 Prozent dezentral, 100 Prozent regenerativ, 100 Prozent unabhängig. Der eigene Energiebedarf wird ausschließlich durch eigenerzeugte regenerative Energie abgedeckt, die über ein separates Versorgungsnetz in die Haushalte gelangt. Seit der ersten Idee im Jahr 2007 verging nicht viel Zeit, bis sich die Dorfbewohner mit Stadt und örtlicher Agrargenossenschaft zum eigenen Energieversorger, der Feldheim Energie GmbH & Co. KG, zusammenschlossen und das neue Versorgungsnetz gebaut wurde. Mittlerweile produzieren 43 Windräder und rund 1.000 Solarmodule Strom, während eine Biogasanlage und Holzhackschnitzel-Heizung für die Wärme sorgen. Zudem nutzt Feldheim Smart Metering und zukünftig einen Batteriespeicher für den Windpark, um überschüssige Energie nicht ungenutzt zu lassen. »Entscheidend für den Erfolg war und ist für das ambitionierte Projekt, dass die Bürger selbst die Idee vorantreiben und sich aktiv an der Umsetzung und Weiterentwicklung des Energiekonzepts beteiligen«, sagt Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen.

Pilotgemeinden wie Feldheim steigern den Anteil der dezentralen regenerativen Eigenerzeugung und damit die Unabhängigkeit ihrer Energieversorgung. Und diese Strategien werden gefördert. So prämiert der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgelobte Wettbewerb »Bioenergiedörfer« Gemeinden, die mindestens 50 Prozent ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken. Jährlich erhalten drei besonders innovative Bioenergiedörfer jeweils 10.000 Euro für die Weiterentwicklung ihrer regenerativen Energiekonzepte. 2005 machte sich das erste Bioenergiedorf auf den Weg, seitdem ist die Anzahl der Bioenergiedörfer auf mehr als 130 gestiegen.

Weiterführende Links: www.vku.de > Energie > Unternehmensstrategien > Konzessionsverträge > »Stadtwerke der Zukunft IV – Konzessionsverträge« www.bdew.de > Energie > Marktforschung > »Stadtwerke Studie 2012. Stadtwerke: Gestalter der Energiewende« www.wifa.uni-leipzig.de/kompetenzzentrum > Aktuelles > Bürger in Ostdeutschland begrüßen Energiewende www.publicgovernance.de > Publikationen > »Studie: Rekommunalisierung in der Energieversorgung« www.dbresearch.de > Fokusthemen > Natürliche Ressourcen »Energiewende fordert Kommunen und Stadtwerke«, 11.07.2012 www.deloitte.de > Branchen > Energy & Ressources > »Grüne Kooperationen – Stadtwerke und die Energiewende« www.duh.de > Stadtwerke-Wettbewerb > Downloads Hintergrundpapier »Stadtwerke – Auf dem Weg zu Vorreitern der Energiewende« www.neuegenossenschaften.de > Ideen und Konzepte > Energie www.dgrv.de > Genossenschaften > Genossenschaftsgründung > Umfrage,19.07.2012 www.neue-energien-forum-feldheim.de www.bioenergie-doerfer.de www.100-ee.de


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Mobil, urban, elektrisch? Mit Stromantrieb über das kommunale Pflaster

Mobilität durch Stromantrieb ist heute in aller Munde. Ob als Lösung für aktuelle und zukünftige Probleme wie Klimawandel oder als Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen wie Urbanisierung: E-Mobility ist auf dem Vormarsch. In den Anfängen der Automobilentwicklung schon einmal etabliert und dann durch den Benzinmotor verdrängt, erlebte das Elektroauto in den letzten Jahren wieder erhöhte Aufmerksamkeit.

Global gesehen: Führende E-Mobilitäts-Städte weltweit (Anzahl Elektrofahrzeuge pro 100.000 zugelassene Fahrzeuge) Rotterdam, Niederlande Goto Inseln, Nagasaki, Japan Amsterdam. Niederlande Portland, USA Shanghai, China Kanagawa Prefecture, Japan Barcelona, Spanien Hamburg, Deutschland Brabant Stad, Niederlande Stockholm. Schweden Berlin, Deutschland North East England New York City, USA Los Angeles, USA

532 392 304 247

Vorreiter der Elektromobilität Verbraucher, die sich vorstellen können, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen oder darüber nachzudenken: Indien China Argentinien Türkei Brasilien Spanien Australien USA Großbritannien Deutschland Belgien Frankreich Japan

59% 50% 42% 40% 30% 22% 13% 12% 11% 9% 7% 5% 4%

96 71 49 42 40 36 27 13 13 8

(Quelle: EV City Casebook, International Energy Agency)

Das Verbraucherinteresse schwankt – geografisch betrachtet. Einer Deloitte-Studie mit weltweit über 13.000 Befragten in 17 Ländern zufolge, leben die meisten »First Mover« in Indien und China, während die westlichen Märkte nur verhaltenes Interesse zeigen.

(Quelle: Deloitte »Unplugged: Electric vehicle realities versus consumer expectations«)

Das spiegelt sich auch auf Deutschlands Straßen wider. Trotz umfangreicher Förder- und Forschungsprogramme und ambitionierter Ziele der Bundesregierung – bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren, bis 2030 sogar sechs Millionen – ist die Realität ernüchternd: Am 1. Januar 2012 waren in Deutschland gerade einmal 4.521 Elektroautos registriert. Geschuldet scheint dies auch der Psychologie der Verbraucher, die die Reichweite von Elektroautos als unzureichend einschätzen, allerdings entgegen ihres tatsächlichen Fahrverhaltens. 71 Prozent der Deutschen erwarten eine Reichweite von 480 Kilometern, damit der Kauf eines Elektrofahrzeugs in Frage kommt. Dabei legen 78 Prozent der Befragten täglich lediglich 80 Kilometer mit dem Auto zurück. Chancen für Kommunen und Stadtwerke Muss Deutschland den Traum von der sauberen Mobilität begraben? Nein, vielleicht nur anders denken. E-Mobility bietet aus einer Reihe von Gründen gerade im kommunalen Bereich große Chancen. Die urbane Infrastruktur und die Einsatzgebiete von städtischen Nutz- und Flottenfahrzeugen machen Elektromobilität für Kommunen interessant: Liefer- und Einsatz-


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Das i-Tüpfelchen: Die für den Stadtverkehr typischen zahlreichen Anfahr- und Bremsvorgänge werden im Elektrofahrzeug zum Vorteil. Ein großer Teil der Energie, die beim Bremsvorgang verlorengeht, wird zurückgewonnen und für den Betrieb des Elektromotors verwendet. Pilotprojekte mit Elektround Hybridbussen für den Öffentlichen Personennahverkehr zeigen große Effizienzeffekte. So empfiehlt die Nationale Plattform Elektromobilität in ihrem zweiten Bericht an die Bundesregierung unter anderem ein öffentliches Beschaffungsprogramm für Elektrofahrzeuge im Fuhrpark von Bund, Ländern und Kommunen sowie neue Anreizmaßnahmen für elektrische Nutzfahrzeuge. Vor dem Hintergrund wachsender Mobilität in Städten und Gemeinden kann Elektromobilität im urbanen Stadt- und Flottenverkehr ein entscheidender Baustein auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Klimaschutzkonzept sein. Praxisbeispiel »Fleets Go Green« Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Verbundprojekt »Fleets Go Green« erforscht die Praxistauglichkeit und Umwelteffizienz von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen in einem großangelegten Flottentest. Seit Oktober 2012 untersuchen die Projektpartner, koordiniert von BS Energy und dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik der technischen Universität Braunschweig, Fahrzeug-, Nutzer- und Energieversorgungsnetz-Verhalten. Bis 2015 sollen anhand realer Fahrzeugdaten die Potenziale der Elektromobilität für den Flottenbetrieb aufgedeckt werden. Dafür wird ein Teil der Werksflotte von BS Energy durch Elektrofahrzeuge ersetzt. Die ersten vier E-Smarts starteten im Dezember ihren Weg durch Braunschweigs Stadtverkehr. Zwischen 25 und 50 E-Autos sollen es bis Sommer 2013 werden. Anders als E-Autos sind E-Bikes in Deutschland schon heute ein Erfolgsmarkt: Vor allem bei den 'Pedelecs', den Fahrrädern mit Elektro-Unterstützung, lassen ausgereifte Technik und attraktive Modelle die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen.

Weit über eine Million dieser Räder sind mittlerweile auf deutschen Straßen unterwegs, allein im letzten Jahr kamen rund 400.000 hinzu. Damit liegt Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden europaweit an der Spitze. Die im Dezember 2012 von der Bundesregierung beschlossene steuerliche Gleichstellung von Diensträdern mit Dienstwagen dürfte einen weiteren starken Impuls geben. Viele Stadtwerke unterstützen den Trend zum E-Bike aktiv, etwa durch Vetriebspartnerschaften mit örtlichen Fachhändlern.

Marktentwicklung E-Bikes in Deutschland 2009 (Januar bis Dezember, Menge in Stück)

400 .000

300 .000

200 .000 150 .000 (Quelle: ZIV)

fahrzeuge bewegen sich deutlich strukturierter und in einem meist begrenzten Gebiet. Zudem bietet das Parken an festen Orten wie Betriebshöfen optimale Bedingungen für das Netz aus Ladestationen.

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Weiterführende Links: www.deloitte.com > Industries > Manufacturing > Automotive > »Global electric vehicle study« www.e-mobilbw.de > Service > Publikationen > »Neue Wege für Kommunen« www.fleets-go-green.de www.bem-ev.de www.bmu.de > Verkehr > Elektromobilität > Nationale Plattform Elektromobilität/ Broschüre: Erneuerbar mobil

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Aus dem Unternehmen

Veolia Wasser-Kompetenz überzeugt in Indien

Windkraft am Berliner Stadtrand

Drei leistungsstarke Windkraftanlagen haben die Berliner Wasserbetriebe im November auf dem Gelände der Kläranlage Schönerlinde im Nordosten der Stadt errichtet. Das Investitionsvolumen lag bei 11,2 Mio. Euro. Geliefert wurden die Anlagen von der e.n.o. energy GmbH aus Rostock. Die jeweils zwei Megawatt starken Windkraftwerke mit einem Rotordurchmesser von über 90 Metern tragen mit ihrer Stromproduktion dazu bei, dass die Kläranlage künftig 80 Prozent der verbrauchten Energie selbst erzeugt. Insgesamt verbrauchen die Berliner Wasserbetriebe pro Jahr knapp 300 Gigawattstunden (GWh) Strom, von denen 2012 rund 55 GWh selbst erzeugt wurden. www.bwb.de

In kurzer Zeit hat Veolia Wasser in Indien einen zweiten Großauftrag gewonnen, bei dem es um eine sichere Rundum-die-Uhr-Versorgung geht: Nach der Millionenmetropole Nagpur vergab auch die Hauptstadt Neu Delhi einen Auftrag für die Trinkwassergewinnung und -verteilung an ein Joint Venture aus Veolia Wasser und einem lokalen Partner. Der über 15 Jahre laufende Vertrag betrifft das Stadtviertel Nangloi im Westen der Stadt mit etwa einer Million Einwohnern. Dort werden in den nächsten vier Jahren ein Wasserwerk und das Verteilnetz saniert, Hausanschlüsse und Wasserzähler installiert. Das Projekt in Nangloi ist für die Stadtverwaltung ein Pilotprojekt für die bessere Wasserversorgung in Neu Delhi, wo für die insgesamt 18 Millionen Einwohner in den nächsten Jahren eine Trinkwasserversorgung gemäß der internationalen Standards erreicht werden soll. Erst im Mai hatte Neu Delhi Veolia mit dem Bau und Betrieb einer modernen, energieautarken Kläranlage für ein Volumen von 91 Millionen Litern Abwasser beauftragt. www.veoliawater.com

Nah, effizient und sicher: das neue EnergieEffizienz-Quartier in Görlitz Die Stadtwerke Görlitz haben Mitte November ihr erstes »Energie-Effizienz-Quartier« (EEQ1) in Betrieb genommen. Dort versorgt ein Blockheizkraftwerk mit CO2-sparender Kraft-Wärme-Kopplung ein Nahwärmegebiet, das mehrere Häuserblocks im Görlitzer Stadtzentrum umfasst. Die Energiezentrale wird ergänzt durch einen Holzpelletkessel mit angegliedertem Brennstofflager und kann in Spitzenzeiten zusätzlich auf einen Gasbrenner zurückgreifen. Damit erreichen die Stadtwerke nicht nur eine hohe Versorgungssicherheit für ihre Kunden, sondern auch einen niedrigen Primärenergiefaktor von 0,6. Das heißt, die Wärme wird sehr effiziert und mit nur sehr geringen Energieverlusten produziert. Das ist besonders für Eigentümer denkmalgeschützter Häuser interessant, die dadurch den Energieeffizienz-Anforderungen mit niedrigen Investitionskosten gerecht werden können. Zu den ersten Kunden des Nahwärmegebiets gehören das Landratsamt und der Bahnhof. Als nächstes soll der Bahnhof in die Versorgungsinsel integriert werden. www.stadtwerke-goerlitz.de


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Wie ein Fisch im Wasser

Studie: Bürgerbeteiligung und die Rolle von Unternehmen

Nachhaltiger Gewässerschutz, Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau – diese Kompetenzen unterstreicht die Veolia Wasser-Gruppe mit neuen Anzeigenmotiven. Der Fisch im Wasserglas ist die dritte Folge einer kleinen Serie, die in verschiedenen Titeln der Wasser- und Kommunalfachpresse und auf fachbezogenen Webseiten erscheint. Das Wasserglas bildet den roten Faden: Mal zeigt es einen Riss, der auf die Herausforderungen eines effizienten Infrastrukturmanagements hinweist, mal eine Steckdose, die das Zukunftsthema 'Water2Energy' aufgreift, bei dem Veolia Wasser den Kommunen gezielte Unterstützung nach Maß anbietet. www.veoliawasser.de

Frühzeitige Bürgerbeteiligung ist zu einem Schlüsselfaktor geworden, wenn es darum geht, in Deutschland Bahnhofsund Flughafenprojekte, den Ausbau der Stromnetze und zahlreiche andere Infrastrukturprojekte rund um Energie, Wasser, Verkehr und Abfall zu verwirklichen. Doch was bedeutet das konkret, vor allem für die Unternehmen als Akteure? Dürfen und sollen sie dabei eine eigenständige und aktive Rolle spielen? Und wie könnte diese aussehen? Im Auftrag von Veolia Wasser hat das Nexus-Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung 111 Kommunen zu ihrer Meinung dazu befragt. Dabei zeigte sich, dass Kommunen die grundsätzliche Verantwortung für die Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse nicht aus der Hand geben wollen, aber mehrheitlich ein Engagement von Unternehmen dabei befürworten, insbesondere in der Rolle als Fachexperten. Die Studie mit der Befragung und Ihren Ergebnissen kann bei Interesse gern bezogen werden unter nahdran@veoliawasser.de www.veoliawasser.de


Geiseltalsee – größter künstlicher See Deutschlands

Was lange währt, … Wasser ist ein unentbehrlicher Bestandteil jedes Lebensraums und Ökosystems und damit unbedingt schützenswert. Bergbau und Industrie haben in zahlreichen Regionen nicht nur Wunden in der Landschaft hinterlassen, sondern auch den natürlichen Wasserhaushalt stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Sanierung dieser Altlasten beschäftigt die damit befassten Fachunternehmen über Jahrzehnte. Doch sie ist ein wichtiger Beitrag zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts und zur Entstehung attraktiver Erholungsgebiete.


Sodaanlage am Bockwitzer See

Pumpstation am Geiseltalsee

Bekalkungsschiff auf dem Lichtenauer See

Flutung des Zwenkauer Sees 2011


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…wird endlich gut. Mitteldeutschland und die Lausitz im Jahr 1990: Mehr als 150 Jahre Tagebau und die Förderung von über zwei Milliarden Tonnen Braunkohle haben riesige Löcher hinterlassen, das Grundwasser ist zum Teil bis auf 100 Meter Tiefe abgesunken. Das Gebiet erinnert an eine Mondlandschaft. Mit der Sanierung dieser Mondlandschaft wurde nach der Wende die bundeseigene Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) beauftragt, die Region ist bis heute die größte Landschaftsbaustelle Mitteleuropas. In den Flusseinzugsgebieten von Spree, Neiße, Mulde oder Saale hat die LMBV Grundwasserleiter und Tagebaulöcher mit über neun Milliarden Kubikmetern Wasser aufgefüllt, knapp vier Milliarden Kubikmeter gilt es noch zu fluten. Dort, wo bisher riesige Schaufelräder das Erdreich aufgerissen haben, entstehen nun rund 120 Gewässer mit insgesamt 270 Quadratkilometern Wasserfläche. Einer der neuen Seen ist der Geiseltalsee. An seinen Ufern sollen in naher Zukunft in der Marina Mücheln die Boote von Feriengästen liegen. Ebenso wie das daraus gespeiste Flüsschen Schwarze Eiche wird der Geiseltalsee über Pumpstationen mit Wasser versorgt. Betrieben werden diese vom regionalen Versorger MIDEWA, denn die verwendeten Anlagen, Leitungen und Armaturen ähneln denjenigen in der Trinkwasserversorgung. Ein weiteres Einsatzgebiet der Spezialisten ist der nahe gelegene Runstedter See. Hier werden tiefe Wasserschichten gezielt belüftet, um den Schadstoffabbau im durch den Tagebau stark verschmutzten Wasser voranzutreiben. Die Belüftungsanlagen sind an drei sogenannten Polypen befestigt, die in der Mitte des Sees schwimmen. Um sie zu warten und die daran angebrachten Messsonden zu kalibrieren, machen sich die MIDEWAMitarbeiter im Motorboot auf den Weg. Eine weitere ökologische Folge des Tagebaus ist ein zu hoher Säuregehalt im Wasser: Durch den Kohleabbau wurden an zahlreichen Stellen Gesteinsschichten freigelegt, die in Verbindung mit Sauerstoff und Wasser Säuren bilden. So zum Beispiel im 'Neuseenland', wo ab 2014 Hobby-Skipper vom Stadthafen Leipzig aus durchgängig 200 Kilometer Wasserstraßen befahren können. An dem schon fast fertig gefluteten, größten

Neutralisationsanlage am Zwenkauer See

See des Gebiets, dem Zwenkauer See, betreibt das wie die MIDEWA zur Veolia Wasser-Gruppe gehörende Unternehmen OEWA eine Anlage, die das saure Wasser mit Kalk neutralisiert, bis sich ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Auch in anderen Gewässern und im Grundwasser taucht das Säureproblem auf und wird von der LMBV mit Hilfe verschiedener Verfahren bekämpft. Beispiele hierfür sind die Behandlung des Bockwitzer Sees mit Soda oder des Lichtenauer Sees mit einem Bekalkungsschiff. Doch nicht nur der Tagebau, auch die militärische Nutzung von Landschaften kann im Wasser gefährliche Altlasten hinterlassen. Im Boden des Bundeswehr-Truppenübungsplatzes in der Altmark befinden sich flüchtige organische Verbindungen wie z.B. Lösungsmittel, die noch aus den Zeiten von NVA und Wehrmacht stammen und die Trinkwassergewinnung in der Region beeinträchtigen. Im Auftrag des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt betreibt die OEWA dort deshalb eine Reinigungsanlage, die Grundwasser und Bodenluft fördert und mittels Aktivkohle reinigt. Ähnliches geschieht seit zwei Jahren auch am Standort ehemaliger Chemiefabriken in Leuna, wo die MIDEWA mit sechs Filterbrunnen das Grundwasser von Weichmachern, Benzinen und Ölen befreit.


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Termine 20. Februar 2013, Hamburg Konferenz »Treffpunkt für kleine und mittlere Stadtwerke«

18. – 19. März 2013, Düsseldorf »Energy Storage«

Zukunftsfähigkeit von KMU in Zeiten von Energiewende und zunehmendem Wettbewerb

Internationale Konferenzmesse zu Energiespeichertechnologien

www.energy-storage-online.de

www.euroforum.de

20. - 21. Februar 2013, Braunschweig Niedersächsisches Grundwasserkolloquium Braunschweig

23. – 26. April 2013, Berlin »Wasser Berlin International«

Tagung, Podiumsdiskussion und Fachausstellung zu Georeservoiren, Grundwasserressourcen und Fracking

Internationale Fachmesse und Kongress für Wasser und Abwasser

www.wasser-berlin.de

www.lwi.tu-bs.de/grundwasserkoll

26. – 27. Februar 2013, Berlin »smart renewables«

13. Mai 2013, Berlin 13. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung

BDEW-Leitveranstaltung zur Zukunft der Erneuerbaren Energien mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft

Zentrale deutsche Nachhaltigkeitskonferenz

www.nachhaltigkeitsrat.de

www.smart-renewables.de

28. Februar 2013, Düsseldorf BDEW-Informationstag »Neue Tarifmodelle für die Wasserwirtschaft«

14. – 16. Mai 2013, Berlin Jahrestagung »Stadtwerke 2013« EUROFORUM-Tagung für Stadtwerke und kommunale Unternehmen der Energiewirtschaftsbranche

Rahmenbedingungen, Projektmanagement, Kommunikation und Praxisbeispiele

http://stadtwerke-tagung.de/stadtwerke-2013/

www.ew-online.de

5. März 2013, Berlin Tagung »EE-Regionen«

28. – 29. Mai 2013, Dresden 2. Dresdner Konferenz »Zukunft Energie«

Ergebnisse des BMBF-Forschungsprojekts EE-Regionen mit BestPractice-Beispielen und Handlungsmöglichkeiten für Kommunen

Konferenz, Ausstellung zu Energieumwandlung, -speicherung, -transport und -einsatz

www.ee-regionen.de

www.zukunftenergie-dresden.de

Veolia Environnement in Deutschland www.veolia.de

www.veoliawasser.de

www.veolia-umweltservice.de

www.dalkia.de

www.veolia-verkehr.de

Impressum: nahdran. Aus Branche und Unternehmen | Herausgeber: Veolia Wasser GmbH, Unter den Linden 21, 10117 Berlin, www.veoliawasser.de | Redaktion: Matthias Kolbeck (verantwortlich für den Inhalt), Sabine Kraus, Telefon: 030-2062956-72, nahdran@veoliawasser.de | Druck: AlsterWerk MedienService GmbH | Konzept, Realisation, Illustrationen: Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation | Bildnachweise: Veolia Wasser, Die Hoffotografen Berlin (S. 6), Shutterstock (S. 14, 15), Peter Radke (S. 16, 18), Karin Franke (S. 19), LMBV (S. 18) | Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier.

nahdran. 1|2013  

Kommunaler Energiebaukasten. Bausteine für eine erfolgreiche kommunale Energieversorgung.

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