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Die zirkuläre Zukunft in Zahlen Eine gesellschaftliche Entwicklung hin zur Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe möglichst abfall- und emissionsfrei so lange wie möglich wiedergenutzt und durch Sharing-Konzepte geteilt werden, bringt signifikante Chancen mit sich: So könnten allein in Deutschland bis 2030 die Ausgaben für Mobili­tät, Wohnen und Lebensmittel um 25 Prozent sinken. Zudem ist ein Wirtschaftswachstum von jährlich 0,3 Prozentpunkten möglich. Dies hat die Ellen MacArthur-Stiftung gemeinsam mit Billionen Euro der Strategieberatung McKinsey ermittelt. In ihrer Einsparung aktuellen Studie „Towards a Circular Economy: Business Rationale for an Accelerated Transition“ durch das Schließen kommt sie zu dem Ergebnis, dass die EU-Länder von Stoffkreisläufen durch das Schließen von Stoffkreisläufen bis 2030 bis 2030 etwa 1,8 Billionen Euro einsparen können. Besonders für die Wirtschaft brächte die Kreislaufwirtschaft handfeste Vorteile mit sich – so die Verfasser des Berichts.

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Neue Einnahmequellen und Effizienzgewinne: Chancen für die Wirtschaft Ob Upcycling oder Recycling – die Kreislaufwirtschaft eröffnet Unternehmen neue Einnahmequellen durch neue Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig lassen sich Produktionskosten einsparen. Im Detail hat die Ellen MacArthurStiftung bei Produkten mit mittlerer Lebensdauer Einsparpotenziale von mehr als 570 Milliarden Euro durch reduzierte Materialkosten ermittelt. Damit verbunden wäre eine Steigerung Mrd. Euro des Europäischen BruttosozialEinsparpotenziale produktes um 11 Prozent bis 2030 und bis 2050 sogar um 27 Prozent. Die Vernetzung der Wirtschaft zu in der EU durch reduzierte Materialkosten bei kollaborativen Plattformen, die Produkten mit mittlerer Lebensdauer gemeinsam Produkte entwickeln,

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Informationen teilen und industrielle Standards setzen, würde außerdem zu einer höheren Innovationsrate, einer größeren Effizienz und folglich auch zu größeren Gewinnen für Unternehmen führen. Durch die Wiederverwendung von Materialien werden Unternehmen zudem unabhängiger von Preisentwicklungen auf dem Rohstoffmarkt. Dadurch erhöhen sie ihre Stabilität gegenüber Preisschwankungen und lösen sich durch dezentrale Versorgungsmodelle zudem von klassischen Lieferketten. Außerdem werden sich in einer zirkulären Wirtschaft neu­ artige Geschäftsmodelle entwickeln, die den gesamten Verwertungs- und Aufwertungsprozess umfassen und so Wachstumspotenziale für die gesamte Branche schaffen. Dazu zählen vor allem Logistikmodelle und digitale Plattform­ lösungen, die die Ressourcenbewegung im Kreislauf effektiver steuern und koordinieren. Zudem liefern sie detaillierte Daten – beispielsweise zum Nutzerverhalten, um zukünftig die eigenen Produkte und Dienstleistungen noch besser am Kunden ausrichten zu können. Sinkende Preise und individuelle Angebote: Chancen für Verbraucher Zielgruppengerechte Angebote erhöhen die Kundenzufriedenheit und verbessern damit die Kundenbindung. Die Effizienzgewinne beim Wiederverwenden von Rohstoffen können zudem an die Konsumenten weitergegeben werden, was perspektivisch zu sinkenden Preisen führen wird, prognostizieren die Forscher der Ellen MacArthur-Stiftung.

nahdran. 3|2016  

Alles Anders: Digitale Tranformation der Kreislaufwirtschaft

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