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Die Digitalisierung hat einen grundlegenden Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft in Gang gesetzt. In nahezu allen Lebensbereichen verändern digitale Technologien unseren Alltag, von der Kommunikation bis hin zum Konsum. Etablierte wirtschaftliche Strukturen werden aufgebrochen, neue Geschäftsmodelle entstehen. Was bedeutet diese Entwicklung für das Ressourcenmanagement von morgen? Nahdran gibt Ein- und Ausblicke in den digitalen Wandel der Kreislaufwirtschaft von Gegenwart und Zukunft. Schon heute ist das Smartphone ständiger Begleiter – ob als Kommunikationsmittel, Fahrkarte oder Geldbörse. Bücher werden als E-Books heruntergeladen und Musik gestreamt, Meinungen via Social Media verbreitet und Dienstleistungen über Kollaborationsplattformen gebucht. Zukünftig gewinnen Themen wie Industrie 4.0 und das Internet der Dinge an Bedeutung, bei dem alles miteinander vernetzt ist – vom intelligenten Getränkeautomaten, der selbstständig Nachschub ordert über autonom fahrende Autos bis hin zum Arzt, der seine Patienten per Video-Chat berät. „Die digitale Transformation ist eine der tiefgreifendsten Veränderungen in unserer Gesellschaft, die wir in den letzten Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten erlebt haben“, davon ist Thorsten Diercks, Präsident des Digitalverbandes Bitkom, überzeugt. Und nicht nur er. Im Großteil der deutschen Unternehmen – egal ob Energiebranche, Gesundheitswesen oder Finanzsektor – ist die Digitalisierung Thema Nummer eins.

Studie der Ellen MacArthur Foundation: Intelligent Assets. Unlocking the Circular Economy Potential www.ellenmacarthurfoundation.org > Publications Umfrage von Bitkom zur Digitalisierung der Wirtschaft www.bitkom.org > Presse > Presseinformation > Digitalisierung der Wirtschaft nimmt Fahrt auf Studie von Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des BDI: Die digitale Transformation der Industrie www.bdi.eu > Media > Publikationen

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Nach den Ergebnissen einer Umfrage von Bitkom, die im März 2016 veröffentlicht wurde, nennen 72 Prozent der befrag­ ten Geschäftsführer und Vorstände den digitalen Wandel als Herausforderung für ihre Unternehmen, knapp hinter der Sicherung des Fachkräftebedarfs (73 Prozent). Erst danach folgen mit Abstand interne Herausforderungen wie der Umgang mit starkem Wachstum oder einer Restrukturierung (58 Prozent). Alles so schön smart hier Dieser Wandel ist nicht nur eine Herausforderung, er birgt auch jede Menge Chancen. Laut einer Studie von Roland Berger ergibt sich allein für Deutschland bis 2025 ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von 425 Milliarden Euro, für die europäische Industrie sind es 1,25 Billionen Euro in den nächsten zehn Jahren – vorausgesetzt, es gelingt, die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. Auch für die gesellschaftliche Entwicklung eröffnen neue Technologien ungeahnte Möglichkeiten. In der Auseinandersetzung mit wichtigen Zukunftsfragen, wie den Auswirkungen des demografischen Wandels, der Verknappung natürlicher Rohstoffe, den Folgen des Klimawandels oder der zunehmenden Urbanisierung setzen Experten weltweit große Hoffnungen in die Digitalisierung. Die Ellen MacArthur-Stiftung etwa geht davon aus, dass bis 2030 fünf Milliarden Menschen in Städten leben werden. Das bedeutet, dass bereits heute Strategien entwickelt werden müssen, Menschen in Ballungsräumen zuverläs­sig zu versorgen. Die „Smart City“ gilt vielen als das Zukunftsmodell von Städten: vernetzt, ressourcenschonend und nachhaltig – so soll das Leben in diesen Städten aussehen.

nahdran. 3|2016  

Alles Anders: Digitale Tranformation der Kreislaufwirtschaft

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