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(c) WiN Emscher-Lippe 2009

EMSCHER LIPPE

Fl채chenentwicklungskonzept Emscher-Lippe Bottrop Castrop-Rauxel Datteln Dorsten Gladbeck Gelsenkirchen Haltern am See Herten Marl Recklinghausen Oer-Erkenschwick Waltrop

EMSCHER LIPPE

Gewerbe- und Industriefl채chen in der Region: Bestand, Potenzial, Nachfrage & Priorisierung

WiN Emscher-Lippe GmbH Gesellschaft zur Strukturverbesserung

Herner Str. 10 45699 Herten Tel: 02366.1098-0 Fax: 02366.1098-24 info@emscher-lippe.de www.emscher-lippe.de

public private partnership

Region

Emscher-Lippe

Region

Emscher-Lippe


Emscher-Lippe-Region 2

Fl채che: 965,7 km

Gr체nfl채chen: 64,7 % Einwohner: 1.034.016 in 12 St채dten


2

Region

Emscher-Lippe

Gewerbe- und Industrieflächen in der Emscher-Lippe-Region Bestand, Potenzial, Nachfrage und Priorisierung

Die Bereitstellung von qualifizierten Gewerbe- und Industrieflächen spielt im Rahmen der in der „Handlungsstrategie 2020“ beschriebenen regionalwirtschaftlichen Entwicklungskonzeption eine wichtige Rolle.

Die Gesamterhebung und Bewertung der Flächenpotenziale und –nachfrage zeigt, dass entgegen weit verbreiteter Annahmen die Emscher-Lippe-Region einem Flächenengpass bei Gewerbe- und insbesondere Industrieflächen entgegen geht, wenn nicht in 2009/10 Projekte in Angriff genommen werden. Wichtige Flächenpotenziale für die zukünftige Entwicklung sind deshalb in der Region miteinander abgestimmt und priorisiert worden. In diesem Papier werden die Ergebnisse der Erhebungen zu Flächenpotenzial und Flächennachfrage sowie die Priorisierung von Flächen kurz dargestellt.

Die Daten der Erhebung und die Ergebnisse sind in die Studie der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (WMR) „Wirtschaftsflächen Ruhr 2009 – Verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen“ eingeflossen.

3


Potenzial

1. Regionales Flächenpotenzial Eine Gesamterhebung aller Flächen in der Emscher-Lippe-Region zeigt für Januar 2009 folgendes Ergebnis:

1.

In den nächsten Jahren stehen rund 172 ha Gewerbeflächen für eine Vermarktung zur Verfügung.

2.

Das theoretische Potenzial an Gewerbeflächen über diesen Zeitraum hinaus beläuft sich auf insgesamt 341 ha. Davon könnten bei sofortigem Einstieg in die Umsetzung und Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen in nächsten 5 Jahren 237 ha und darüber hinaus noch einmal 103 ha realisiert werden (s. Abbildung 1). Die Angaben beziehen sich auf Nettoflächen im Sinne von Verkaufsflächen.

3.

Die WMR hat für die Emscher-Lippe-Region ein theroretisches Potenzial an Gewerbeflächen in Höhe von 626 ha ermittelt. Die Differenz ergibt sich daraus, dass in der Emscher-Lippe-Region newPark und die standortgebundenen Chemieflächen mit insgesamt 284 ha gesondert betrachtet werden (s. Kapitel 4).

Aufbereitungs-/Sanierungsbedarf der Flächen in ha

mit Sanierung/ Aufbereitung keine Sanierung/ Aufbereitung

Abb. 1: Anteil von Flächen mit Aufbereitungs-/Sanierungsbedarf am Flächenpotenzial


4

Region

Emscher-Lippe

Zu klären ist, welche Flächen im zeitlichen Ablauf für welchen Zielmarkt entwickelt werden sollen bzw. überhaupt entwickelt werden können. Folgende Einschränkungen des Flächenpotenzials sind zu beachten:

v

Die Abbildung 1 verdeutlicht den hohen Anteil der Flächen mit Sanierungsbedarf. Diese können oft nicht eigenwirtschaftlich entwickelt werden. Zudem besteht häufig ein Problem bei der Vorfinanzierung.

v

Weiterhin ist im GEP Emscher-Lippe für einen Bedarf an Siedlungsflächen, der noch nicht räumlich im Regionalplan verortet werden kann, ein „Flächenkonto“ in Höhe von rd. 500 ha gebildet worden. Für diese räumliche Konkretisierung gibt es einige Vorstellungen, die im Rahmen einer regionalen Gesamtuntersuchung und –bewertung auf ihre Machbarkeit möglichst schnell untersucht werden müssen. Einige dieser Flächen wie z.B. der Schacht Polsum I/ II sind bereits in Zahlen für Abbildung 1 eingegangen.

v

Neben dem hohen Anteil der Flächen mit Sanierungsbedarf fällt weiterhin auf, dass der Anteil der für Industrieansiedlungen geeigneten Gebiete (Ausweisung GI) mit 11% eher gering ist (s. Abbildung 2). Nettoflächen oberhalb von 10 ha GI sind überhaupt nicht vorhanden.

Gewerbeflächepotenziale in der Emscher-Lippe-Region in ha 67

davon GE 496

Abb. 2: (Geplante) Ausweisung des Flächenpotenzials

davon GI

5


Nachfrage

2. Nachfrage

In der Emscher-Lippe-Region werden ca. 50 ha jährlich an Gewerbe-/ Industrieflächen vermarktet, darunter zum großen Teil aufbereitete ehemalige Brachflächen der Montanindustrie.

Dieser Erfahrungswert wird durch den für den Gebietsentwicklungsplan Emscher-Lippe ermittelten Bedarf von rechnerisch 85 ha Brutto pro Jahr gestützt.

Hinsichtlich der Qualität der Gewerbe- / Industrieflächen zeigt sich aufgrund der Anfragen in 2008 (s. Anlage 1) Bedarf vor allem in den Bereichen Produktion / Industrie und Logistik.

Auf dem 70 Hektar großen Gelände des Industrieparks Dorsten/Marl gab es kurz nach der Erschließung Ansiedlungserfolge.


Situation

6

Region

Emscher-Lippe

3. Bewertung der Flächensituation Angesichts einer

v

Nachfrage von im Durchschnitt etwa 50 ha pro Jahr und

v

verfügbaren Flächen von rd. 172 ha in den nächsten zwei Jahren sowie

v

eines relativ geringen Flächpotenzials mit den beschriebenen Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Flächenpotenziale

besteht ein kurzfristiger Handlungsbedarf mit Blick auf die Quantität, verbunden mit notwendigen Sanierungen / Aufbereitungen von Flächenpotenzialen sowie die räumliche Konkretisierung des angesprochenen Flächenkontos im Regionalplan durch eine Machbarkeisstudie.

Es besteht auch ein Handlungsbedarf mit Blick auf die Qualität: Für Unternehmen, die aufgrund von Produktion, Verkehr oder Mehrschichtbetrieb eine GI-Ausweisung benötigen, ist ein Mangel an geeigneten konkurrenzfähigen Flächen festzustellen.

Es besteht weiterhin Nachfrage für Industrieflächen ab 10 ha, für die ebenfalls kein Angebot zur Verfügung steht.

7


Bedeutung

4.Überregional bedeutsame Flächen Jenseits der beschriebenen Flächenpotenziale hat die Region mit

v

newPark (136 ha)

v

Westerweiterung Chemiepark Marl (43 ha)

v

ehemaligem Gelände für Erweiterung BASF-Kraftwerk und Kohlehafen nördl. AV (30 ha)

v

v

Norderweiterung BP in Gelsenkirchen (65 ha) und dem

Industriepark Rütgers in Castrop-Rauxel (10 ha)

vier Vorhaben über 10 ha zur Ansiedlung von Industrie in der Planung bzw. Umsetzung. Diese gehen aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung über das bisher betrachtete Flächenangebot und den rein regionalen Bedarf der Emscher-Lippe-Region hinaus.

Mehr als regionale bedeutsam: Das Gelände der BP Gelsenkirchen (oben) und der Chemiepark Marl (Bild rechts).


8

Region

Emscher-Lippe

Die Flächen übernehmen für die Bewältigung des Strukturwandels eine wichtige Funktion. NewPark ist dabei eine landesbedeutsame Industriefläche, die von hoher strategischer Bedeutung für die Metropole Ruhr und das Land ist. Der newPark im Osten

Westerweiterung, das ehemalige Gelände für die

der Emscher-Lippe-Region ist mit

Erweiterung BASF-Kraftwerk und Kohlehafen nördliche AV,

einer Fläche von 130 Hektar das größte

die Norderweiterung BP und der Industriepark

Flächeprojekt mit Bedeutung für die

Rütgers weisen aufgrund ihrer direkten Anbindung an

Metropole Ruhr und das Land NRW.

Chemieparks ein Alleinstellungsmerkmal auf.

Spezifische GI-Flächen in ha

Abb. 3: Überregional bedeutende Flächen

9


Priorisierung

5. Priorisierung von Flächen Jede Fläche weist hinsichtlich Verfügbarkeit, Sanierungsbedarf, Anbindung, Nähe zu anderen Unternehmen und Einrichtung etc. ein unterschiedliches Profil / Begabung auf. Die Region unterteilt

Kategorien

die Flächen deshalb zunächst grob in folgende fünf Kategorien:

Überregional bedeutsame Flächen (Tabelle 1) I

newPark – landesbedeutsame Fläche

II

Standortgebundene Flächen von landesweiter Bedeutung (Chemie) Regional bedeutsame Flächen

III

Regional bedeutsame Industrie-/Gewerbeflächen (Tabelle 2)

IV

Alternativen für mögliche Zukunftsstandorte – noch ohne Ausweisung im GEP (Tabelle 3)

V

Flächen für lokale Ökonomie / Städtebau (Tabelle 2)

1.

Die Kategorien I und II sind dabei mit der Landesregierung bereits abgestimmt worden (siehe Tabelle 1)

2.

Eine weitere regionale Priorisierung erfolgt in den Kategorien III und V (siehe Tabelle 2). Diese Zusammenstellung umfasst insgesamt 219 ha mit einem Realisierungszeitraum von 2009 bis 2013

3.

Für die Kategorie IV besteht der Bedarf für eine Machbarkeitsstudie (Vorschläge zur räumlichen Konkretisierung des Flächenkontos im GEP. In der Tabelle 3 befinden sich erste Vorschläge dazu.

Die Entwicklung und Vermarktung der Potenzialflächen erfolgt mit Blick auf dieses spezifische Profil. Dabei haben die Kompetenzfelder der Region Chemie, Energie, Gesundheit, Freizeitwirtschaft eine besondere Bedeutung.


Vorgehen

10

Region

Chemie

6.Weiteres Vorgehen Die Region wird als Teil der Handlungsstrategie dieses Flächenpotenzial laufend miteinander abgestimmt entwickeln.

Dazu gehören 1.

eine inhaltliche Abstimmung,

2.

eine Abstimmung der zeitlichen Verfügbarkeit (wann geht welche Fläche mit welchem Schwerpunkt an den Markt) und

3.

eine Setzung von Prioritäten.

Die Bestandsaufnahme von Flächenangeboten und -nachfrage soll dazu im Sinne eines „Flächenmonitorings“ weiter fortgeschrieben und zu einem Flächen¬management werden. Land und Region sollten dazu in regelmäßigen Treffen die Entwicklungen analysieren und bewerten. Bei Bedarf sollten im Dialog Anpassungen in der Prioritätensetzung und den Instrumenten zur Umsetzung vorgenommen werden.

Es zeigt sich, dass die Entwicklung von größeren / zusammenhängenden GI-Flächen auch zukünftig ein Problem für die Emscher-Lippe-Region bleiben wird. Die aufgeführten Flächenpotenziale sind in der Regel ehemalige Montanflächen, die üblicherweise nicht für eine GI-Ausweisung zu Verfügung stehen.

Aus diesem Grund muss die Emscher-Lippe-Region Suchräume identifizieren, in denen Flächen mit einer GI-Ausweisung entwickelt werden können. Die Entwicklung solcher Flächen kann möglicherweise auch nach dem Vorbild des Industrieparks Dorsten / Marl oder des

Fotos: Chemsite

newParks interkommunal bzw. regional erfolgen.

11


Vorgehen

Milliarden-Bekenntnis zur Region Damit die Potenziale umgesetzt werden können, sind außerdem folgende Punkte gemeinsam anzugehen:

Bei einer Förderung, die für viele Flächen eine Voraussetzung für die Realisierung ist, muss die Frage der Aufbringung von Eigenanteilen der Kommunen geklärt werden.

Die Entwicklung und Vermarktung von Brachflächen bergen zudem Risiken, die für Kommunen, aber auch z.B. bei RAG MI, zu Problemen bei der Vorfinanzierung durch Kreditinstitute führen. Hier sollten Ansätze im Rahmen Ziel-2 oder Jessica für einen Einsatz von Risikokapital in den Flächenprojekten der Region weiterentwickelt werden. Es sollten z.B. der Einsatz von Landesbürgschaften und/oder direkte (Förder-)Kredite der NRW-Bank geprüft bzw. weiterentwickelt werden. hinausnach ist eine Haftungsabschirmung durch Während immer mehrDarüber Industrieriesen der Devise »Go East« verfahren, hatMittel der KfW und/oder NRW-Bank zu prüfen und hierbei insbesondere die BP ein beeindruckendes Bekenntnis zum Standort Emscher-Lippe abgelegt: Mit Frage zuvon klären, ob aufgrund der Sondersituation diese auch der Gesamtinvestitionen 1,2 Milliarden sichert das Joint-Venture Ruhr Oelz.B. GmbH RAG Montan Immobilien GmbH zurneuesten Verfügung stehen können. die Zukunft der Raffinerien in Gelsenkirchen nach Umweltstandards.

Zu der Frage der Bereitstellung von Risikokapital zur Entwicklung von Brachflächen wie der RAG MI einige Erläuterungen:

Die RAG darf RAG Montan Immobilien keine Liquidität für die Planung und Realisierung der Flächenentwicklungsprojekte oder bankgeeignete Sicherheiten für die Besicherung des hierfür erforderlichen Fremdkapitals zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund ist die RAG MI wie auch andere Flächenentwickler auf Fremdkapital am Finanzmarkt angewiesen, um die Flächenentwicklungsprojekte zu finanzieren.


12

Region

13

Emscher-Lippe

Unabhängig von der aktuellen Situation ist an den Kapital- und Finanzmärkten aber eine „Zurückhaltung“ seitens der Marktteilnehmer zu verzeichnen. Dafür sind folgende Gründe ausschlaggebend:

v

Es kann keine ausreichende Besicherungsgrundlage aus dem Projekt heraus dargestellt werden, da die Werthaltigkeit der

Neue Skyline nach 35 Jahren (oben):

Flächen – aus finanztechnischer Sicht – quasi erst mit Fertigstellung

In Scholven werden im Rahmen des

des Projektes (erschlossenes, mit Planungsrecht versehenes,

Projektes »GOFER« 17 alte durch

baureifes Grundstück) eintritt. Dies führt auch dazu, dass

5 hochmoderne, 60 Meter hohe

„Non-Recourse“-Finanzierungen nahezu unmöglich sind, so

Spaltöfen ersetzt. Bereits im Bau

dass jede Fremdfinanzierung die Eigenkapitalquote belastet.

(links) ist die neue Reformattrennung zur Herstellung hoch-

v

Es können keine kontinuierlichen, langfristig vertraglich gesicherten

wertiger Kraftstoffkomponenten.

Cashflows dargestellt werden, Cashflow in Projekten ist weitgehend abhängig vom Verkauf der und Eingang der Kaufpreise lich rund 9 Millionen Tonnen MineDie Flächen Geschichte der Gelsenkirchener Raffinerien beginnt vor über 70

ralölprodukte wie Benzin, Diesel,

Flugzeugkraftstoff und Heizöl her – Diese Problematik der Fremdfinanzierung ist ein Jahren: 1936 wurde ingewichtiges den Hydrier- Hemmnis

bei der Entwicklung von Brachflächen. werken zunächst Benzin aus Kohle gewonnen. Seit 1979 besteht der Pro-

genug, um täglich 210.000 Pkw und 30 Jumbo-Jets zu betanken sowie

Die nachfolgenden Flächentabellen duktionsverband geben eine derReihenfolge Werke Scholven zur

rund 600.000 Haushalte mit Heizöl

und die der Ruhr Oel Entwicklung wieder. Der Stand istHorst, der 02.09.2009. An GmbH diesem Tag

für den Winter zu versorgen.

einem Joint-Venture der hat der Aufsichtsrat der WiN gehören, Emscher-Lippe GmbH das FlächenPetróleosMit de Venezuela und der deutGelsenkirchen entwicklungskonzept verabschiedet. dem Ministerium für Wirtschaft,

ist

schen BP. Mehr dass als 2.300 Menschen – alle»SuperSite« Mittelstand und Energie wurde vereinbart, diese Reihenfolge darunter 230 Auszubildende – sechs Monate im Rahmen eines Flächenmonitorings überprüft wird. Im weltweiten Vergleich liegt Gelsenbeschäftigt BP Gelsenkirchen heute. Aus 13 Millionen Tonnen RohölPlanungsstellen Damit wird sichergestellt, dass das MWME eine gewisse

kirchen ganz vorne: Der Komplex Scholven/Horst hat innerhalb der BP

die Flächen Gelsenkirchener jährneben einem amerikanischen Werk sicherheit für die Förderung der und dieRaffinerien Emscher-Lippe-Region

eine gewisse Flexibilität in der Entwicklung der Flächen haben. Das Flächenmonitoring soll im Rahmen des Regionalmanagements / Regionalbudgets der WiN Emscher-Lippe erfolgen.


Tabellen

Tab. 1: Überregional bedeutsame Flächen

newPark

qm

ha

1.360.000

136

GI

I

Datteln

Landesbedeutsame Fläche

430.000

43

GI

II

Marl

Schwerpunkt chemieaffine

Westerweiterung

Ausweisung Kategorie Stadt

Anmerkung

Industrie

Norderweiterung

650.000

65

GI

II

VEBA

ehem. Gelände

300000

30

GI

II

Gelsen-

Schwerpunkt chemieaffine

kirchen

Industrie

Marl

Schwerpunkt chemieaffine

für Erweiterung

Industrie

BASF-Kraftwerk u. Kohlehafen nördl. AV

Industriepark Rütgers*

Gesamt

300.000

2.840.000

30

GI

II

Castrop-

Schwerpunkt chemieaffine

Rauxel

Industrie

284

Kategorien

I II

Überregional bedeutsame Flächen newPark – landesbedeutsame Fläche Standortgebundene Flächen von landesweiter Bedeutung (Chemie)

III IV V

Regional bedeutsame Flächen Regional bedeutsame Industrie / Gewerbeflächen Alternativen für mögliche Zukunftsstandorte – noch ohne Ausweisung im GEP Flächen für lokale Ökonomie / Städtebau


15

Region

Emscher-Lippe

Tab. 2: Regionale Flächen mit Förderpriorität im Emscher-Lippe-Raum

qm Ehemalige Schachtanlage

ha

100.000

10

145.000

14,5

150.000

15

Ausweisung Kategorie

Stadt

Anmerkung

GE

III

Herten

offen

III/V

Dorsten

GE

III

Reckling-

Schwerpunkt

hausen

Energie/Gesundheit

Bottrop

Schwerpunkt flughafen-

Schlägel &Eisen 3/4/7*

ehem. Bergwerk Lippe, Fürst Leopold Schacht 2/ EON Ruhrgas*

Gewerbliche Mitte Recklinghausen – Blumenthal*

Flugplatz Schwarze Heide

100.000

10

GE

III

(Fläche auf Bottroper Stadtgebiet)*

fenaffines Gewerbe

ehem. RAG Verbundbergwerk Lippe,

230.000

23

GI

III

Schächte Wulfen l / ll*

Dorsten-

Industrie

Wulfen

Last Mile Logistik Park Herten-Süd*

190.000

19

GI

III

Herten

Logistik

Welheimer Mark*

139.000

13,9

GE

III

Bottrop

Schwerpunkt Wasserstofftechnik

ARENA PARK*

Schalker Verein (Saint Gobain)*

Bergwerk Lippe/ Westerholt*

135.000

13,5

SO

III

Gelsen-

Schwerpunkt höher-

kirchen

wertige Dienstleistung

510.000

51

GE

III

Gelsenk.

140.000

14

GE/ GI

III/V

Gelsenk./

**(300.000)

Herten

ehem. Kraftwerksgelände

130.000

13

GI

III

Datteln

Industrie

Stumm-Hafen

100.000

10

GI

III

Waltrop

Industrie

Bergmannsglückstraße

120.000

12

GE

V

Gelsenk.

2.089.000

209

Gesamt

* Beginn/Umsetzung 2009/2010 möglich ** (Bruttofläche) Für die Flächen Schlägel und Eisen 3/4/7 und Fürst Leopold, Schacht 2 liegen bereits RWP-Anträge vor

15


Tabellen

Tab. 3: Flächen, deren Umsetzung in einer Machbarkeitsstudie zu klären ist

DSK AG –

qm

ha

200.000

20

Ausweisung Kategorie Stadt GI

III/ IV

Marl

III/ IV

Marl

Anmerkung Industrie

Bergwerk Lippe, Schacht Polsum I / II

Erweiterung Industriepark Dorsten Marl

Kategorien

I II

Überregional bedeutsame Flächen newPark – landesbedeutsame Fläche Standortgebundene Flächen von landesweiter Bedeutung (Chemie)

III IV V

Regional bedeutsame Flächen Regional bedeutsame Industrie / Gewerbeflächen Alternativen für mögliche Zukunftsstandorte – noch ohne Ausweisung im GEP Flächen für lokale Ökonomie / Städtebau


17

Region

Emscher-Lippe

Die Westerweiterung des Chemieparks Marl (Fl채che im Bild links) ist eines der Entwicklungprojekte von 체berregionaler Bedeutung (Kategorie II).

17


Anhang

I. Angefragtes Flächenvolumen in der Emscher-Lippe-Region (ohne Handel / Einzelhandel): 2008:

ca. 300 ha

2004 – 2007:

ca. 200 ha jährlich (Durchschnittswert)

II. Umgesetzte Projekte (Ansiedlungen, Erweiterungen etc.) in der Emscher-Lippe-Region: 2004 – 2008:

ca. 50 ha GE und GI jährlich (Durchschnittswert)


14

Region

Emscher-Lippe

Region

Emscher-Lippe

19

III. Nicht umgesetzte Projekte Nicht umgesetzt werden konnten wegen eines Mangels regional verfügbarer (geeigneter) Flächenangebote allein im Jahr 2008 Projekte mit einem Flächenbedarf von ca. 250 ha (ca. 190 ha GI und ca. 60 ha GE) sowie einem Potential von mehr als 2000 Arbeitsplätzen.

Industrieprojekte (GI):

v Logistik: 31 % v Recycling: 4 % v Produktionsbetriebe (Schwerpunktbereiche Energie und Werkstoffe): 46 % v Stahlverarbeitung: 3,5 % v Lagerstätten (inkl. Warenumschlag): 4,5 % v Wertschöpfungskette Polymere / Kunststoffe: 2 % v Sonstige: 9 %

Industrieprojekte (GI)

2% 9% 4,5% 31% 3,5%

Logistik Recycling Produktionsbetriebe (Schwerp. Energie/Werkst.) Stahlverarbeitung Lagerstätten (inkl. Warenumschlag)

4%

Wertschöpfungskette Polymere/Kunststoffe Sonstige

46%


Anhang

IV.Exemplarische Auswahl regional nicht umgesetzter Flächenanfragen aus dem Jahr 2008

Datum

Branche

Flächengröße

Arbeitsplätze

Investitionsvolumen

15.07.08

Logistikzentrum Textilhandel

27.08.08

8 ha

Bau von Wagons für Güter-

500 bis zu 800

30 - 35 Mio.

100, bei Vollaus-

u. Personenbeförderung

5 ha

lastung über 200

Palettenlager u.

50.000 bis

30 zu Beginn, 100

Warenumschlag

80.000 m

bei Vollauslastung

13.11.08

Elektronic Recycling

60.000 m

110 bis 120

20 bis 30 Mio

13.11.08

Plastic Recycling

20.000 m

33

ca 20 Mio

29.09.08

Maschinentechnik

15.000 bis

50

k.A.

12-16, bei Vollaus-

3 - 4,5 Mio.

01.10.08

k.A.

15 -20 Mio.

25.000 m

07.08.08

Röhrenfabrik

ca. 30.000 m

lastung 28-34, nach ca. 5 J. 50-60

15.07.08

Umwelttechnik

mind. 30.000 m 10-15, später weitere

k.A.

20, bei FirmensitzVerlagerung ca. 35

01.07.08

Entwicklung, Produktion

30.000 m ,

u. Vermarktung von

später bis zu

PKW-Teilen

100.000 m

k.A.

ca. 22. Mio


16

Region

Datum

Branche

Flächengröße

Emscher-Lippe

Arbeitsplätze

Investitionsvolumen

22.01.08

Stahlgroßhandel

4 ha, davon

ca. 30

ca. 7 - 8 Mio.

15 bis 40

ca. 5 Mio

1,5 - 2 ha sofort

28.02.08

Containerservice

10.000 bis 100.000 m

06.03.08

Produktionsanlage

ca. 80 ha

600 bis 850

k.A.

09.04.08

Herstellung und

20.000 m

20

ca. 15 Mio.

Klebebänder-Kabel-

40.000 -

k.A.

k.A.

Bordnetze, Produktion

60.000 m

Vertrieb v. Plastikröhren

12.06.08

u. Lagerung

Über diese hier angeführte exemplarische Auswahl hinaus sind von der Region mehrere Hundert Projektbeispiele in Verbindung mit entsprechenden Flächenanfragen dokumentiert, die ein jährliches Potential von ca. 50 ha vermarktbarer Gewerbeund Industriefläche für den Emscher-Lippe-Raum belegen.

17


Anhang

V. Perspektive / Ausblick Bei aktuell in der Region verfügbaren 166 ha Gewerbe- und Industrieflächen ist vor dem Hintergrund der hier skizzierten Anfragen bzw. Investitionspotentiale davon auszugehen, dass in ca. drei bis vier Jahren Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen nur noch sehr bedingt wegen eines erheblichen Mangels verfügbarer Flächen möglich sein werden. Bereits heute können – wie oben dargelegt – bestimmte Projekte wegen eines Mangels an geeigneten Gewerbe- und insbesondere größeren zusammenhängenden Industrieflächen hinsichtlich einer Realisierung in der Region nicht weiterverfolgt werden.

Angesichts einer stets im Vorfeld der Ausweisung neuer GE- und GI-Gebiete einzurechnenden Vorlaufzeit für vorbereitende (u.a. auch planungsrechtliche) Arbeitsschritte muss befürchtet werden, dass das regional verfügbare Flächenkontigent in ca. drei bis vier Jahren in Anbetracht häufig mehrjähriger Vorlaufzeiten für einen längeren Zeitraum vollständig erschöpft sein wird, wenn nicht zeitnah die Ausweisung zusätzlicher Flächen angestoßen wird.

In Verbindung mit dem für die nächsten Jahre befürchteten regionalen Verlust von bis zu ca. 28.000 Arbeitsplätzen als Folge des geplanten Rückzugs aus dem Steinkohlebergbau könnte dies verheerende Folgen haben.

Eine kurzfristige Einleitung zur Ausweisung (und Förderung) neuer zusätzlicher Gewerbe- und Industrieflächen ist daher für die Emscher-Lippe-Region unbedingt erforderlich.


18

Emscher-Lippe

Impressum

Region

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