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erstaunlich anders!

Mein Halle

1. September 2016 | Anzeigen-SonderverĂśffentlichung

Blaues Band mit grĂźnen Ufern Geschichten und Sagen der Saale

Halle ist beeindruckend! Interview mit Stefan Rosinski

Made in Halle Handgemachte Shoppingperlen


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Liebe Leserinnen und Leser,

Inhaltsverzeichnis

keine Frage – Halle ist eine tolle Stadt! Sie hat bemerkenswert viele Superlative zu bieten, die diesen Ort zu einem unvergleichlichen Platz in ganz Deutschland und sogar in ganz Europa machen. Es gibt hier unglaublich viel zu entdecken und zu bewundern. Eine Tatsache, auf die wir alle stolz sein können. Doch nicht nur die bekannten Einzigartigkeiten machen die Saalestadt so besonders. Halle ist so viel mehr als nur eine Händelstadt. Es gibt unzählige kleine und teilweise noch unbekannte hiesige Orte, Menschen und Entwicklungen, die zu einem erstaunlich vielseitigen Lebens-, Kulturund Wohnraum beitragen. Verschiedene Akteure sorgen außerdem mit viel Begeisterung und Herzblut für eine ständige Entwicklung der Stadt – ob nun im großen oder kleinen Rahmen. Um Ihnen die vielen schönen Seiten von Halle ins Gedächtnis zu rufen, haben wir uns für diese Sonderveröffentlichung auf die Suche nach den Einmaligkeiten der Stadt gemacht. Dabei sind wir auf zahlreiche interessante, spannende und wunderbare Lokalitäten, Hallenser und Projekte gestoßen, die wir Ihnen in diesem Magazin präsentieren möchten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

Wohnen & Erleben Ein buntes Potpourri der Baukunst Charmantes Kaiserviertel im Herzen der Stadt Mein Halle in Zahlen und Fakten Blaues Band mit grünen Ufern

Seite 04 Seite 08 Seite 10 Seite 11

Shopping & Kulinarisches Leckerbissen mit gutem Gewissen Über Sterneküche und Rollenverteilung Eine knorke Lorke Made in Halle Design aus Halle

Seite 14 Seite 17 Seite 19 Seite 20 Seite 23

Kultur & Gesichter Einzigartig schöne Jahres-Highlights Wertvolle hallesche Störung Interview Falkenberg Feste und Trödel Ein frischer Wind weht durch Halles Kulturlandschaft Interview Stefan Rosinski Street-Art – die Stadt als Galerie Interview Tom Wolter Kunststadtpläne für den Kulturraum Halle

Seite 24 Seite 25 Seite 26 Seite 27 Seite 28 Seite 30 Seite 31 Seite 32 Seite 33

Ausgewählte Adressen in Halle 

Seite 34

Herzlichst, Ihr „Mein Halle – erstaunlich anders!“-Team

AnzeigenSonderveröffentlichung Mitteldeutsche Zeitung

Joceline Teichmann Julia Fenske Katharina Lorenz

Verleger: Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung GmbH & Co. KG

Satz & Layout: MZ Satz GmbH

Geschäftsführer: Tilo Schelsky Redaktion: Lars Wilken (verantw.) Anne Röder Helge Missal Jana Keller

Titelfoto: Silvio Kison Anzeigen: Heinz Alt (verantw.) Druck: TRAFFIC Productions GmbH Auf dem Gesetz 7 56075 Koblenz

| Foto: steschum/fotolia |

IMPRESSUM


04 Wohnen & Erleben

Ein buntes Potpourri der Baukunst

OHNEN & RLEBEN

Halle verfügt über eine einmalige architektonische Landschaft mit vielen bedeutsamen Gebäuden und Konstruktionen. Manche dieser Bauten überzeugen durch ihre Finesse, andere durch ihre Schönheit oder Einmaligkeit. Man kann also mit Sicherheit sagen, dass die gebotene Vielfalt ein regelrechtes Kaleidoskop unterschiedlicher Baustile bietet. Ein erstes markantes Merkmal ist sicher, dass die Stadt auf sieben Hügeln erbaut wurde. Über diese kleinen Berge verteilt, besticht Halle heute an verschiedensten Orten mit bedeutender Baukunst. Viele würden dabei wohl unter anderem auf die Franckeschen Stiftungen verweisen. Der Komplex ist eines unserer Vorzeige-Exemplare, kann er doch mit einigen erstaunlichen Fakten aufwarten: Er ist die größte Fachwerk-Konstruktion Europas mit dem längsten Fachwerkhaus, welches einst das erste Kinderkrankenhaus der Welt beherbergte. Außerdem befindet sich hier der älteste deutsche Bibliothekszweckbau. Doch nicht nur am Franckeplatz findet man bauliche Wunder.

Eine Altstadt der Superlative Die hallesche Altstadt stellt das größte architektonische Flächendenkmal deutscher Großstädte dar. Folglich häufen sich die zu bestaunenden Sehenswürdigkeiten in diesem Viertel regelrecht. Im Mittelalter bildete der Alte Markt, der südlich von unserem heutigen Marktplatz liegt, das Zentrum der Stadt. Deshalb entstand dort auch das erste Rathaus von Halle. Außerdem wurde auf dem Platz die nicht mehr vorhandene Michaeliskapelle gebaut – die

Jörg Zeising, 40 Jahre, Geschäftsführer Gartenreich Zeising „Ganz ehrlich: Am wohlsten fühle ich mich in meiner 140 Jahre alten Gärtnerei am Reileck. Das ist mein Lieblingsort in Halle, den ich auch gern der Öffentlichkeit zugänglich mache. Bei uns findet traditionell jedes Jahr ein großes Osterfeuer und zu Halloween ein Fest statt. Zudem genieße ich die Ruhe am Galgenberg im Grünen. Halle ist durch seine Naherholungsmöglichkeiten ein Unikat.“ Interview: Anne Röder

| Das Schleiermacherhaus gilt als der größte Renaissance-Hauskomplex der Stadt. |

| Die Architektur rund um den Marktplatz zählt zu einer der bedeutendsten Europas. |

erste hiesige Pfarrkirche. Inmitten des Alten Marktes steht überdies mit dem Eselsbrunnen der erste öffentliche Brunnen, welcher 1408 erbaut wurde. Seit dem Jahr 1913 schmückt ihn die Darstellung der Sage vom „Esel, der auf Rosen geht“. Dieser Esel hat es im vergangenen Jahr sogar in die überregionale Presse geschafft: Nachdem das Original seinen Schwanz verloren hatte und restauriert werden musste, wurde ein Ersatzesel installiert, welcher dann entführt wurde. Schauen wir auf unser gegenwärtiges Zentrum, findet man ebenfalls architektonische Ausnahmeerscheinungen: Anfang des 20. Jahrhunderts wurde beispielsweise das ehemalige Jugendstilkaufhaus am Marktplatz 18 von Heinrich Schlumpp erbaut. Dieses fünf-

geschossige Gebäude erstrahlt – dank einer Sanierung der schönen Fassade im Jahr 1998 – auch heute noch in seinem ursprünglichen Glanz. Unweit davon liegt die Große Märkerstraße. Sie war bis ins 19. Jahrhundert eine der repräsentativsten Gegenden der Stadt. Hier befindet sich unter anderem das Schleiermacherhaus, welches als größter Renaissance-Hauskomplex gilt und durch seinen berühmten Bewohner Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768 bis 1834), einem Religionsprofessor an der halleschen Universität, Bekanntheit erlangte. Kunstmuseum Moritzburg Wer von der Innenstadt in Richtung Norden flaniert, stößt unweigerlich auf


Wohnen & Erleben

| Das Schloss Moritzburg beherbergt das hiesige Kunstmuseum. |

das eindrucksvolle Schloss Moritzburg, dessen Grundstein 1484 durch den Erzbischof Ernst von Wettin gelegt wurde. Ursprünglich im spätgotischen Stil errichtet, wurden dem imposanten Bauwerk seitdem weitere Anbauten in unterschiedlichen Stilrichtungen hinzugefügt. Die letzte Erweiterung des Nord- sowie des Westflügels erfolgte von 2005 bis 2008 durch die Architekten Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto. Der Mix aus alter und moderner Architektur ist bei diesem Bau besonders gelungen. Das Schloss beherbergt seit dem 19. Jahrhundert das Kunstmuseum der Saalestadt.

| Die Franckeschen Stiftungen sind ein wahres architektonisches Wunderwerk. |

Jubiläum einer Grande Dame Die allererste Badeanstalt der Stadt feierte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Viele von Ihnen werden in einer der beiden Schwimmhallen dieses architektonischen Kleinods wohl die ersten Schwimmversuche vollzogen haben. Dabei grenzt es fast an ein Wunder, dass solch eine Badeoase in Kriegszeiten überhaupt fertiggestellt werden konnte. Im Innenbereich zieren noch immer aufwändige Jugendstildekore die Fliesen und Baukeramiken. Auch die ursprünglichen halbkreisförmigen Stichkappen-Fenster sind eine Besonderheit. Sie warten derzeit auf ihre Restaurierung.

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06 Wohnen & Erleben

Halle-Neustadt – ein gigantisches Bauprojekt Um mit dem Auto in die einstige „Chemiearbeiterstadt“ zu gelangen, welche 1965 ihre ersten Mieter begrüßte, muss man die hiesige Hochstraße und die Saale passieren. Im Rekordtempo wurde das gigantische Plattenbaugebiet unter der Leitung von Chef-Architekt Richard Paulick damals aus dem Boden gestampft. Vordenker dieses Großprojektes war Le Corbusier, ein sehr einflussreicher schweizerisch-französischer Architekt.

stehung wird mit dem Projekt „halle. neu.stadt 2050“ versucht, eine Schnittstelle zwischen dem Weinberg Campus der Martin-Luther-Universität und Halle-Neustadt zu entwickeln. Als Kandidat für die „Zukunftsstadt“ im bundesweiten Wettbewerb wird außerdem das Lebensumfeld – mithilfe der Bürger – aktiv und kreativ umgestaltet. Sie dürfen gespannt sein! Halle ist im stetigen Wandel und spannende Wunderwerke entstehen sicherlich auch in den kommenden Jahrzehnten.  Text: Anne Röder | Fotos: Julia Fenske

Halle-Neustadt – eine der Zukunftsstädte Deutschlands!

| Von der Plattenbaulandschaft zur neuen Zukunftsstadt: Halle-Neustadt im Wandel |

Halle-Neustadt wurde kurz nach der Fertigstellung sogar als eigene Stadt geführt und erst 1990 in Halle eingemeindet. Die Saalestadt hatte damit lange Zeit den Charakter einer „Doppelstadt“. Die Entwicklung des westlichen Viertels ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. 50 Jahre nach seiner Ent-

Frieda R., 7 Jahre, Schulanfängerin „In Halle lebe ich gern, weil alle meinen besten Freundinnen hier auch wohnen. Am liebsten bin ich am Saalestrand und im Sommer im Nordbad.“ Interview: Anne Röder

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Moderne Brillenglasbestimmung verhilft zu Supersicht

Auf das genaue Zusammenspiel von Brille und Augen kommt es an.

Ein Leben lang gut sehen, wer möchte das nicht gern. Für viele Menschen ist es ein Wunschgedanke. Mal früher, mal später, aber häufig im vierten Lebensjahrzehnt lässt die Sehkraft nach. Das Erkennen klarer Konturen in der Ferne wird schwierig, erst recht bei nächtlichen Fahrten, und beim Lesen reicht irgendwann die Armlänge nicht mehr aus. Abhilfe kann dann nur eine Sehhilfe schaffen. Doch Brille ist nicht gleich Brille. Und damit ist nicht das Gestell, egal ob in klassischem oder modernem Look, gemeint. Neues Verfahren deckt Fehler auf Sehen mit hoher Schärfe und beste Sicht auf alle Distanzen auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist möglich. Sehen wie ein Luchs verheißt sogar die neueste Mess- und Brillenglastechnologie. „Bei diesem Verfahren“, erklärt der Dipl.Ingenieur für Augenoptik Kristian Klovekorn-Norgal, „ermöglicht ein Wellenfrontmessgerät eine punktgenaue Vermessung, bei der die Augen

Bei TROTHE-OPTIK wird eine besonders präzise Messmethode eingesetzt: die Licht-Wellenfronttechnik.

vollständig und detailliert erfasst werden. Dabei werden optische Fehler ermittelt, die mit konventionellen Sehschärfenprüfungen nicht aufgedeckt werden können.“ Tradition und Innovation Brillenträger werden sich noch an einstige Gläserbestimmungen erinnern. Man bekam ein Gestell mit Rädchen und Schräubchen auf die Nase, in das unterschiedliche Gläser gesteckt wurden, und das wiederholte sich solange, bis man Zahlen, Buchstaben und Konturen nach eigenem Urteil gut erkennen konnte. All das mutet urtümlich an gegenüber der „Sehen3.0 Technologie“, die bei Trothe Optik genutzt wird. Perfekte Brillengläser Die dafür genutzte Messtechnik ermöglicht eine 25fach feinere Abstimmung, erkennt optische Fehler bei Tag, im Dämmerlicht und bei Nacht sowie feinste Unregelmäßigkeiten des Auges. Mit dem ausgewählten Brillengestell auf der

Nase stellt man sich nach der Wellenfrontmessung vor ein Video-Zentriergerät. Eine 3-Perspektivenkamera in der verspiegelten Säule ermittelt weitere Daten für die Berechnung und Anfertigung ganz individueller Brillengläser mit perfekter Optimierung. Dabei werden eine Vielzahl Faktoren berücksichtigt. Wie und wo sitzt die Brille? Wie sieht man am Computer oder in der Natur durch die Gläser? Erfasst werden Körpermaße, die natürliche Kopf- und Körperhaltung sowie die Blickdynamik. Fingerabdruck des Auges Innerhalb kürzester Zeit erhält der Optiker einen „Fingerabdruck“ des Auges mit bisher unerreichten Angaben. Damit können Gläsern auf die hundertstel Dioptrien genau gefertigt werden. Die Messwerte ermöglichen aber auch eine Entscheidung, ob die Nutzung von Präzisionsgläsern für den jeweiligen Kunden überhaupt sinnvoll ist, denn die Kosten sind natürlich höher als bei einer Fertigbrille vom Supermarkt. Dafür wird die erreichbare Sehqualität ungleich höher, vergleichbar mit den Bildern eines vollständig hochauflösenden Full-HD-Fernsehgerätes. Die Umwelt wird heller, klarer, kontrastreicher, mit scharfen Konturen und brillanten Farben. Text: Ernst Krziwanie

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08 Wohnen & Erleben

Charmantes Kaiserviertel im Herzen der Stadt „Am Ende einer Straße steht immer eine Kirche“, beschreibt ein hallescher Architekturführer die Szenerie im Paulusviertel. Diese Anordnung ist eine gute Orientierung für alle Hallenser. Das um 1900 entstandene Gründerzeitviertel, welches an drei Seiten von der Ludwig-Wucherer-Straße, der Reilstraße und der Paracelsusstraße begrenzt wird, wurde ursprünglich als Viertel für Beamte, Angestellte und Professoren geplant.

| Die Pauluskirche ist das Wahrzeichen des Paulusviertels. |

Eine Kirche im Zentrum Der im Mittelpunkt gelegene Rathenauplatz beherbergt die bedeutsamste bauliche Leistung dieses Stadtteils: die Pauluskirche. Sie liegt auf dem künstlich erhöhten Hasenberg, dessen Wiesen im Sommer zum Relaxen und im

bewegtes Relief. Zudem schmiegen sich sogenannte Ringstraßen um den Rathenauplatz. Entlang der Schleiermacherstraße und der Willy-Lohmann-Straße sieht man bis heute nur repräsentative Villen und Mietshäuser. Dieser Umstand ist auf die damalige soziale Staffelung der Gegend zurückzuführen. Einfache Häuser mit dicht bebauten Hinterhöfen und dennoch wunderschönen Fassaden findet man im Paulusviertel eher in den kleinen Seitenstraßen. Die Pauluskirche wurde als eines der ersten Gebäude im Stadtteil errichtet. Der kreuzförmige Zentralbau der Bauart „Norddeutsche Backsteingotik“ bietet im Inneren 995 Plätze. Unter persönlicher Aufsicht der Kaiserin Auguste Viktoria wurde die Kirche innerhalb von drei Jahren nach Plänen der Architekten Richard Schultze, Johann Matz und Oskar Hoßfeld erbaut. Über kurze Kreuzarme erhebt sich so heute ein von vier zylindrischen Treppentürmen eingefasster 60 Meter hoher Vierungsturm. Vorbild für diese monumentale Architektur war die Trinity Church in Boston.

Nach einer zweijährigen Pause soll das beliebte Paulusfest 2017 wieder stattfinden. Eine perfekte Gelegenheit, um sich von dem Charme des Viertels verzaubern zu lassen.

Wussten Sie schon, dass … … der Rote Turm auf dem Marktplatz der größte frei stehende Glockenturm Deutschlands ist? Sein Bau begann im Jahre 1418 und wurde 1506 abgeschlossen. Das gotische Bauwerk sollte somit als Turm der Marienkirche dienen. Da er jedoch allein steht, stellt er einen Campanile dar. Dieser beherbergt mit insgesamt 76 Kirchenglocken das größte Glockenspiel in ganz Europa – das drittgrößte der ganzen Welt. So ist der über 80 Meter hohe Turm noch heute das Wahrzeichen der Saalestadt. Text: Jana Keller

| Die wunderschön sanierten Fassaden der Gebäude in der Windthorststraße |

Winter zum Schlittenfahren einladen. Der ehemalige Stadtbaurat Otto Karl Lohausen überließ beim Bau des klassischen Viertels nichts dem Zufall. So verkörpert das achtstrahlige Straßensystem, welches zur erhöhten neugotischen Kirche in der Mitte führt, ein

Imposante Gebäude Das derzeit umstrittenste Gebäude des Paulusviertels ist das ehemalige Regierungspräsidium in der WillyLohmann-Straße 7. Durch die bewusst asymmetrisch gestaltete Fassade könnte man annehmen, dass dieses Bauwerk in mehreren Phasen errichtet wurde. Doch der gigantische Komplex entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in nur zwei Jahren. Der geplante Neubau hinter dem Präsidium sowie dessen Sanierung rufen seit dem vergangenen Jahr starke Proteste aus der Anwohnerschaft des Vier-


Wohnen & Erleben

tels hervor. Mittlerweile sind jedoch alle Erdarbeiten bereits vollendet. Das Gemeinschaftsprojekt der HWG und der Firma Papenburg hat das Ziel, hier in den kommenden 20 Monaten 113 Wohnungen entstehen zu lassen.

| Von der Lessingstraße aus kann man den Wasserturm Nord am Rand des Paulusviertels sehen. |

Es gibt viel zu entdecken! Das Stadtviertel verfügt des Weiteren über charmante kleine Geschäfte und gastronomische Einrichtungen wie die Paulus Töpferei, die Traditionsbäckerei Kolb oder verschiedene Eisdielen mit exquisiten Eisvariationen. Als kleinen kulinarischen Tipp empfehlen wir Alfredo’s Pizzeria in der Lessingstraße, wo Sie köstliche selbst gemachte Pizza und Pasta speisen können. In dieser Gegend sind außerdem alternative Wohnraumnutzungen der Kunstszene zu finden wie Gemeinschaftsateliers oder das Porzellanstudio EdelWeiss. Wie in jeder guten Familie hat aber auch das Paulusviertel seine Wehwehchen, so zum Beispiel die Parkplatzsituation oder die teilweise recht kreative Pflasterstein-Bebauung der Straßen. Die Bürgerinitiative „Paulusviertel e. V.“ lädt deshalb Anwohner und interessierte Bürger zum regelmäßigen Meinungsaustausch ein. Doch vor allem trägt der Verein wiederholt zu einer aktiven Mitgestaltung dieses einmaligen und sympathischen Stadtteils bei. Ein Beispiel hierfür ist das Paulusfest, das im kommenden Jahr endlich wieder stattfinden wird. Sie sind natürlich herzlich dazu eingeladen! Doch auch ein Besuch vorher lohnt sich natürlich. Text: Anne Röder | Fotos: Julia Fenske

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09


10 Wohnen & Erleben

Mein Halle in Zahlen und Fakten 237.858

1.762

Text: Jana Keller

Einwohner hat Halle insgesamt – 115.652 davon männlich, 122.206 weiblich. Damit ist Halle die einwohnerstärkste Stadt Sachsen-Anhalts.

45,03

Einwohner leben im Durchschnitt auf einem Quadratkilometer.

Rund 45.000 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Personen mit Hauptwohnsitz in Halle.

Einwohner hat Halles einwohnerstärkster Stadtteil – Halle-Neustadt.

33.280

135 Quadratkilometer beträgt die Gesamtfläche der Saalestadt.

Gebäude gibt es im gesamten Stadtgebiet – 29.906 davon sind Wohngebäude mit insgesamt 143.122 Wohnungen.

136

die Saale im gesamten Stadtgebiet.

73,2

80,7

Hektar misst der grĂśĂ&#x;te See der Stadt: der Hufeisensee.

Meter hoch ist der Rote Turm.

20.832 Studierende waren im Wintersemester 2015/2016

in Halle unterwegs – 19.717 davon studierten an der Martin-Luther-Universität.

21.363

25 Kilometer lang ist

Meter Ăźber Normal-Null ist die hĂśchste Erhebung im Stadtgebiet: der Galgenberg. Der tiefste Punkt befindet sich mit 71 Metern Ăźber Normal-Null am Ufer der Saale-Insel Forstwerder.

SchĂźler lernten im Schuljahr 2015/2016 an den insgesamt 76 Schulen der Stadt.

50.175 Gäste besuchten die

116.367 Kraftfahrzeuge sind in Halle zugelassen – 92.974 von ihnen sind PKW.

Händel-Festspiele im Jahr 2015.

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Die Kunst sich FIT zu schlafen! Halle. Eine vom Institut Proschlaf des Ă„rztezentrums entwickelte Methode hilft Konsumenten bei der Suche nach der richtigen Matratze. Unter dem Titel „SchlafOptimal“ wurde nun auch in Halle eine Anlaufstelle fĂźr Hilfesuchende bei der Wahl einer zum eigenen KĂśrperbau passenden Bettausstattung geschaffen.

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Wohnen & Erleben

Blaues Band mit grünen Ufern Wenn die Saale bei Planena die Stadtgrenze Halles erreicht, hat sie seit ihrer Quelle im fränkischen Fichtelgebirge bereits 300 Kilometer hinter sich gebracht und die Wasser zahlreicher Nebenflüsse wie jene der Unstrut oder der Weißen Elster aufgenommen. Die nächsten 25 Kilometer schlängelt sich der längste Nebenfluss der Elbe durch Halle – oder präziser formuliert: Die Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte entlang und zugleich mit der Saale entwickelt und schmiegt sich an den Fluss mit seinen mäandernden Armen, Geschichten und Sagen. Bei Lettin lässt die Saale Halle schließlich hinter sich, um weiter gen Mündung in der Nähe von Barby zu streben und dort in der Elbe aufzugehen.

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| Die ehemalige Freyberg-Brauerei in Böllberg-Wörmlitz war einst die größte Privatbrauerei Deutschlands. |

Die Saale als Industriestandort Die Saale kommt gemächlich daher. Von Hobbyschiffern und Fahrgastschiffen abgesehen, spielt sich das Leben weniger auf dem Fluss, sondern vielmehr an seinen Ufern ab. Das war nicht immer so. Bis weit in das vorherige Jahrhundert hinein war der Strom Lebensader und Arbeitgeber. Während die Erinnerungen an die Saale-Fischerei in Halle längst verblasst sind, finden sich entlang der Wasserstraße etliche Relikte aus Zeiten, in denen der Fluss noch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war. Unweit der Rabeninsel im Süden der Stadt ragt die Böllberger Mühle über den gleichnamigen Stadtteil. Bis in die 1970er Jahre diente sie der Versorgung mit Mehl und war Schauplatz der Sage vom Müllergrab zu Böllberg, der zufolge drei Müllerburschen um die Gunst der schönen Müllerin buhl-

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12 Wohnen & Erleben

ten. Es brach ein blutiger Kampf unter den Verehrern aus. Der einzige Überlebende, schockiert von seinen Taten, richtete sich selbst. Am Böllberger Weg finden sich noch heute drei Steinkreuze, die von der Müllerin auf das Gemeinschaftsgrab der drei Verehrer gesetzt worden sein sollen. Ein Investor plant nun, aus der Mühle ein Wasserkraftwerk zu machen und mit den Erlösen das Bauwerk wieder zu renovieren. Einige Kilometer flussabwärts stößt man im Herzen der Stadt gegewärtig auf die Überreste der Neu- und der Steinmühle. In Trotha – gegenüber der Schleuse – legt eine weitere Mühle Zeugnis von der früheren Betriebsamkeit auf und an der Saale ab. Die Kröllwitzer Papiermühle war zu ihrer Zeit

die größte im Königreich Preußen, ehe sie kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geschlossen wurde. Daneben siedelte sich auch das BrauereiGewerbe an. Doch das Brauhaus teilt leider auch das Schicksal der Mühlen, in den Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Anfang der 1990er Jahre wurde dort die letzte Flasche Bier abgefüllt.

Lydia Heise, 28 Jahre, Mediengestalterin „Meiner Meinung nach ist Halle eine der grünsten Städte in Deutschland und das macht das Leben hier so einzigartig. Die Vielfalt an grünen Orten ist groß, sodass man immer – egal in welchem Teil von Halle man sich befindet – die Seele baumeln lassen kann. Am liebsten spaziere ich mit meiner Tochter auf der Peißnitzinsel entlang.“ Interview: Anne Röder

Dem Alltag entfliehen Und gerade in den Sommermonaten bietet es sich ja an, am Ufer ein kühles Bier zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Das blaue Band der Saale bietet zu seiner Linken und seiner Rechten zahlreiche Kleinode wie die Rabeninsel oder die Erhebungen der Klausberge, deren Erklimmung mit einem Blick auf den Fluss und die über

ihm thronende Burg Giebichenstein belohnt wird.

| Der Saalestrand ist bei schönem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. |

Die Wasserstraße offenbart also immer wieder neue Blickwinkel und Perspektiven. An ihr wird Sport getrieben, gegrillt und gelacht – der Saale-Radweg stets in der Nähe. Neben neueren Veranstaltungen wie dem jährlichen Pétanque-Turnier vom Verein „Bamboule Halle“ wartet das Ufer im Laufe des Jahres mit unterschiedlichen Höhepunkten auf. Wo sonst sollte das Laternenfest mit seinem Entenrennen stattfinden? Mittlerweile gibt es auch wieder einen Strand, der zum Baden einlädt. Lange Zeit war es aufgrund der Wasserqualität undenkbar gewesen, sich in der Saale abzukühlen. Dabei hat das Schwimmen hier eine lange Tradition. Mehr als ein Dutzend Bade-

Wussten Sie schon, dass … … die Geschichte der Halloren, der Salinearbeiter in Halle, bis ins Spätmittelalter zurückreicht? 1524 gründeten diese die Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, welche noch heute besteht und eine der ältesten Berufsvereinigungen Deutschlands ist. Und auch wenn die hallesche Salzproduktion im großen Stil 1964 eingestellt wurde, stellt das Halloren- und Salinemuseum auch heute noch 100 Tonnen Salz im Jahr her. Das Museum ist damit der kleinste Salzproduzent Deutschlands. Text: Jana Keller

| Auf einer Saalefahrt mit dem Dampfer kann man viele hallesche Sehenswürdigkeiten bewundern. |


Wohnen & Erleben

anstalten zogen sich einst wie an einer Perlenkette aufgereiht am gesamten Ufer entlang. Die Stadt und ihr Fluss – Gegenwart und Zukunft Die Stadt hat im letzten Jahr ein Konzept zur Förderung des Wasser-Tourismus erarbeitet, welches mithilfe von Fördermitteln des Landes umgesetzt werden soll. Dazu gehören die Nutzbarmachung des Mühlgrabens für Paddelboote und der Einsatz von Wassertaxis auf der Saale. Im verwaisten Sophienhafen, in welchem früher die Lastkähne dicht an dicht lagen, sollen neue Anlegestellen für Kajüt- und Motorboote entstehen. Auch der Verein „Fluss-Stadt-Halle“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Ufer mit Veranstaltungen wie dem „Saale-Advent“ neu zu beleben. „Darüber hinaus sind beispielsweise regelmäßige Treffen von Akrobaten auf der Würfelwiese, aber auch Flohmärkte und Oldtimer-Treffen geplant“, erläutert Vereinsmitglied Doreen Dalgahn. Aber so ruhig der Fluss derzeit auch dahingleitet, tut er das nicht immer, wie in bester Erinnerung sein dürfte. Im Laufe der Geschichte wurde die größte Stadt Sachsen-Anhalts häufiger von gewaltigen Hochwassern heimgesucht. Auch im Juli 2013 verließ die Saale ihr Flussbett und hielt Halle und die Einwohner in Atem. In der Not zeigte sich aber der oftmals als schwindend wahrgenommene gesellschaftliche Zusammenhalt: Studenten, Jugendliche und Werktätige griffen zu Schippe und Sandsack, um den Wassermassen Einhalt zu gebieten. Die Flut wirkt nach: Derzeit gibt es rechtliche Auseinandersetzungen um den Deich-Neubau am Gimritzer Damm. Davon, dass alte Sagen zumeist nur wenig von ihrer Aktualität einbüßen, zeugen abschließend die Diskussionen um eine neue Saalebrücke und deren Standort. In der Sage um den Saalaffen macht sich demnach der alte Saalnix des Nachts daran, einen Brückenbau zu verhindern, indem er die Baufortschritte des Tages zerstört. Vorsicht ist also geboten! Text: Helge Missal | Fotos: Julia Fenske

Marius Dümke, 28 Jahre, Diplomingenieur „Ich bin am liebsten am Peißnitzhaus. Hier in der Natur fühle ich mich rundum wohl. Es gibt fast keinen Sonntag, an dem ich mit meiner Familie keinen Spaziergang zu diesem grünen Ort im Herzen von Halle mache.“ Interview: Anne Röder

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Die Volkssolidarität 1990 e.V. Halle (Saale) ist nunmehr

seit über 25 Jahren ein zuverlässiger, vertrauter und kompetenter Partner für die älteren und hilfsbedürftiger Bürger der Stadt Halle. Die über 300 Mitarbeiter versorgen täglich ca. 2000 Menschen ob mit Essen auf Rädern, Hauswirtschaftshilfe, ambulante Pflege, in unseren Wohngemeinschaften, im Betreuten Wohnen oder in unseren Pflegeheimen. Auch stehen unsere Begegnungsstätten allen Bürgern der Stadt Halle für Tanz, Sport oder andere kulturellen Veranstaltungen zur Verfügung. In unserem Verein sind auch über 3000 Mitglieder in verschiedenen Mitglieder- und Interessengruppen tätig, die sich u.a. ehrenamtlich in Form von Nachbarschaftshilfe o.ä. um hilfsbedürftigen Menschen kümmern. Wir haben Chöre, Orchester, Handarbeitszirkel usw. Auch Sie können gern Mitglied in unserem Verein werden. Schauen Sie sich einfach auf unsere Homepage unter www.vshalle.de um. Dort finden Sie unsere sozialen Angebote und die dazugehörigen Ansprechpartner. Wir freuen uns auf Sie.

Wir suchen zum sofortigen Beginn • Examinierte Pflegefachkräfte & Pflegehelfer im Bereich Betreutes Wohnen m/w – Vollzeit/Teilzeit

• Examinierte Pflegefachkräfte & Pflegehelfer für unseren Pflegedienst und Pflegeheime (im Pflegeheim auch gern als Dauernachtwache)

m/w – Vollzeit/Teilzeit – mit Führerschein (im Pflegedienst) spätere Qualifizierung zur Fachkraft möglich

Leiter/-in für den Bereich Sozialer Dienst/Beschäftigung

in unserem Pflegeheim „Haus Saaleufer“ und „Haus Rabeninsel“ im Senioren-Service-Zentrum Böllberg in Halle Aufgaben:

– Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Betreuung und Beschäftigung der Bewohner – Anleitung und Kontrolle der Mitarbeiter dieses Bereiches – Beratung und Unterstützung der Bewohner und deren Angehörigen in Zusammenarbeit mit den Kranken- und Pflegekassen, Ämtern und Behörden – Organisation und Durchführung von Veranstaltungen in den Pflegeheimen fachl. Qualifikation: – Hoch- oder Fachschulstudium der Sozialarbeit oder eine 3-jährige einschlägige Ausbildung z.B. als Ergotherapeut u.ä. Persönliche Anforderungen: – positive Einstellung zur Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen, Einfühlungsvermögen – flexible, eigenständige und kreative Arbeit – Fähigkeit zur Teamführung – Konfliktfähigkeit, sicheres Auftreten und sprachliche Gewandheit

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Volkssolidarität 1990 e.V. Halle (Saale) Personalabteilung Reilstraße 54, 06114 Halle


14 Shopping & Kulinarisches

Leckerbissen mit gutem Gewissen: Vier Restaurants für Halles grünen Gaumen Bio. Vegan. Fair. Nachhaltig. Der Trend ernährungsbewusster Großstädter kennt momentan nur eine Richtung: Go green! Doch wohin geht‘s mit den neuen Lebensgewohnheiten zu Lunch und Dinner?

HOPPING & ULINARISCHES

| Im Kumara Soulfood gibt es leckeres vegetarisches Essen – wahlweise auch mit Fleisch kombinierbar. |

Kulinarisches für die Seele Wer Leib und Seele schon in der Mittagspause verwöhnen möchte, wird im Kumara Soulfood in der August-BebelStraße 18 fündig, dem bislang einzigen zertifizierten Bio-Bistro der Stadt. Ob Frittata, Pasta, Suppe oder Salat, ob vegetarisch oder kombiniert mit einem guten Steak: Die Grundlagen für die mediterran inspirierten Kreationen bilden ausschließlich Lebensmittel von biologischer Herkunft, vorzugsweise von regionalen Erzeugern wie Hündorfs Bio-Fleischerei. „Der erste Blick“, so die Betreiber Thomas Lenzen und Anne Bethmann, „geht immer in den nächstgelegenen Garten, wo man den Produkten noch Zeit gibt, zu wachsen.“ So variieren die Zutaten einzelner Gerichte stets nach saisonaler Verfügbarkeit. „Bei der Herstellung von Gnocchi, Brot oder Soßen verzichten wir außerdem auf Zusatz- und Konservierungsstoffe und legen einfach weniger Vorräte an.“ Schnell wird deutlich: Hier erhält das Essen eine neue ganzheitliche Wertigkeit und der Beiname „Soulfood“ eine Bedeutung. „Essen nährt den Körper und den Geist“, ist man sich einig.

Veganes Super-Essen Das Bewusstsein, Essen nicht als Ware, sondern als Nahrung für den Körper zu begreifen, geht für Karsten Sparfeld an anderer Stelle mit dem Verzicht auf tierische Produkte einher: „Fleisch, Eier und Milchprodukte werden so billig angeboten, wie sie nicht produziert werden können, ohne dass es auf irgendjemandes Kosten geht.“ Seiner moralischen Überzeugung folgt der gelernte Koch und Naturkost-Fachberater mittlerweile seit 17 Jahren – seit Mai sogar mit einem eigenen Restaurant. Im Superfood in der Dachritzstraße 2 serviert der 49-Jährige von Montag bis Freitag vegane Spezialitäten à la carte. Pseudogetreide wie Buchweizen oder Quinoa kombiniert er mit Pflanzendrinks, Nüssen, Samen, Früchten und Gemüsesorten der Saison von regionalen Anbietern und zertifizierten BioBauern zu täglich wechselnden Mittagsgerichten, Suppen, Salaten und verschieden belegten Brotvariationen. Daneben gibt es fair gehandelten Kaffee und ausgewählte vegane ProduktAlternativen für zu Hause.

| Das Team des Immergrüns versorgt die Hallenser mit ausgezeichneter Küche. |

Immergrüner Kräutergarten Auch im Immergrün haben die Frische und Qualität aller verarbeiteten Produkte oberste Priorität. Ein Anspruch, der sich kulinarisch in der ideenreichen Verknüpfung von Spezialitäten aus dem Garten und aus aller Welt zu monatlich wechselnden Themenmenüs widerspiegelt. „Wir verwenden in der Küche viele Bio-Produkte, wenn es sich anbietet, auch aus der Region oder sogar aus eigenem Anbau. Beim Fleisch achten wir vor allem auf eine artge-

Chris Panhans, 28 Jahre, Verwaltungsmitarbeiter

| Vegan speisen kann man im Superfood. |

„Die letzten vier Jahre war ich nur an den Wochenenden in Halle und konnte nicht allzu viel von der Stadt sehen. Seitdem ich hier arbeite und wohne, genieße ich den Charme der Stadt. Ich bin gern in Biergärten und mag die Kneipenkultur der Stadt, zum Beispiel die Spätschicht. Ich fühle mich wohl.“ Interview: Anne Röder


Shopping & Kulinarisches

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rechte Haltung und nachhaltige Aufzucht“, erklären die Betreiber Bastian Mohr und Simona Buchholz. Ab September laden die beiden übrigens immer dienstags bis freitags von 11.30 bis 13.30 Uhr zum immergrünen „Diner“ ein, ihrem amerikanisch inspirierten Mittagstisch. Mit lobenden Erwähnungen in anerkannten Restaurantführern vom Guide Michelin bis zum Gault&Millau zählt das Immergrün längst zu den etablierten Klassikern des guten Geschmacks in Halle. Eine Remise der lukullischen Genüsse Ein echter Geheimtipp hingegen: die Grüne Remise am Ende einer kleinen Sackgasse in der Großen Ulrichstraße 23. Für ihre monatlich wechselnden Menüs orientiert sich Betreiberin Ulrike Menne stets am bäuerlichen Erntekalender: „Ich nutze, was die Saison zu bieten hat, kaufe gerne Bio- oder Fairtrade-Produkte und arbeite am liebsten mit regionalen Erzeugern zusammen.“ So bezieht sie beispielsweise frisches Fleisch von der weitläufigen Straußenfarm Scholz in Peißen. Dabei sei es oft gar nicht so einfach, die benötigten Mengen für die Gastronomie von den Bauernhöfen ringsum zu ordern. An Kräutern hingegen wird es der passio-

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| Ulrike Menne (Mitte) verwöhnt ihre Gäste in der Grünen Remise. |

nierten Köchin nicht so schnell mangeln. Als Protagonisten des Speisen- und Getränkeangebotes beleben Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse und frische Minze neben dem Gaumen nämlich auch das Interieur und schmücken Wände, Balkon und Terrasse der Grünen Remise.

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16 Shopping & Kulinarisches

Ob sie nun den Anspruch an grüne Küche im Namen, an den Wänden oder im Herzen tragen – alle vier Restaurants legen einen gesteigerten Wert auf Naturnähe, Nachhaltigkeit und auf die regionale Herkunft ihrer Produkte. Ih-

rem Ruf als eine der grünsten Städte Deutschlands wird die Saalestadt also auch in kulinarischer Hinsicht zunehmend gerecht. Wir wünschen Ihnen guten Appetit. Text & Fotos: Katharina Lorenz

Wussten Sie schon, dass … … die Cansteinsche Bibelanstalt, welche hier in Halle gegründet wurde, die älteste Bibelgesellschaft der Welt ist? Sie wurde 1710 vom Freiherrn Carl Hildebrand von Canstein in Zusammenarbeit mit August Hermann Francke ins Leben gerufen, um Bibeln schnell, in hoher Auflage und dabei kostengünstig unter die Bevölkerung zu bringen. An diese Tradition anknüpfend wurde 1995 das Canstein Bibelzentrum Halle errichtet, um interessierte Menschen pädagogisch in die Bibel einzuführen.  Text: Jana Keller

| In der Grünen Remise sitzt man gemütlich bei einer traumhaften Atmosphäre zwischen schmackhaften Kräutern. |


Shopping & Kulinarisches

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Über Sterneküche und Rollenverteilung Vom Grießbrei bis zur Bouillabaisse: Das Internet quillt über vor Rezepten und Ratschlägen von Profi- sowie Hobbyköchen und sogar Laien, ganz zu schweigen vom videobasierten Frontalunterricht, den sogenannten YouTube-Tutorials. „Wer braucht da noch einen Kochkurs?“, fragt man sich.

| Ayurveda versteht Nahrung als Medizin für den Körper. |

Wussten Sie schon, dass … … Hoffmannstropfen, eine Mixtur aus Ethanol und Diethylether, von dem gebürtigen Hallenser Friedrich Hoffmann erfunden wurden? Dieser war für Halle auch an anderer Stelle bedeutend: So war er der erste Professor für Medizin und Physik an der Friedrichs-Universität und machte deren medizinische Fakultät zu einer der führenden ihrer Zeit. Seine zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelten Tropfen gegen Schwächeanfälle und Übelkeit findet man auch heute noch in der Apotheke. Text: Jana Keller

So wird Kochen zum Erlebnis! Zum Beispiel jemand, der es satt hat, allein am Herd zu stehen, und der zwischen Möhren-Schnippelei und Mehlschwitze gern auch mal die Gläser klingen lässt. Dr. Hans-Jürgen Pietsch von der Villa del Vino kennt den Reiz geselliger Kochrunden nur zu gut. Seit zwölf Jahren laden er und seine Tochter Claudia Bächler zum „Erlebniskochen“ an ausgewählten Orten wie dem

| Dr. Hans-Jürgen Pietsch und Claudia Bächler laden zum Erlebniskochen ein. |

Küchenstudio Vital oder der Kochschule Lührmann ein. „Das ist jedes Mal ein Riesenspaß“, versichern die beiden. Einmal im Monat legen zwischen zehn und 18 Kochschüler das Schürzchen an. Sie zaubern unter Anleitung der Eventköche Matthias Seifert oder Jörg Ilse ein mehrgängiges Menü, das nach fachgerechter Zubereitung gemeinsam verkostet wird – selbstverständlich mit fein abgestimmter Weinbegleitung. Als Betreiber einer der – laut der Zeitschrift „Der Feinschmecker“ – besten Wein-

handlungen Sachsen-Anhalts treffen Pietsch und Bächler eine passende Auswahl aus mehr als 400 Tropfen aus der Region und aller Welt. Jeder Kochabend steht unter einem bestimmten Motto. So wird im Oktober bei „Ganz wild auf Wild“ zur kulinarischen Jagd gerufen. „Richtig lustig wird es im November“, versichern die passionierten Weinhändler, „beim ‚Kochen mit den Sternen’ – nach horoskopischen Rezepten.“

In Kochkursen können Sie gemeinsam mit anderen Neues über kulinarische Köstlichkeiten der Welt lernen – und anschließend verwöhnen Sie die Lieben zu Hause. Mehr körperliches Gleichgewicht mit Ayurveda Um individuelle Vorlieben geht es auch in den neuen ayurvedischen KochLehrgängen im Lebensreich, dem Zentrum für ganzheitliche Beratung, Therapien und Ayurveda in der Bernburger Straße. „Lass Medizin deine Nahrung sein und Nahrung deine Medizin“, so der Leitsatz der traditionellen indischen Heilkunst. Die Zubereitung ayurvedischer Speisen wird der körperlichen und geistigen Verfassung des Menschen, seiner täglichen Belastung, dem Alter und der jeweiligen Jahreszeit angepasst. „Dies fördert die Erhaltung der Gesundheit und bringt Gleichgewicht und Zufriedenheit ins Leben,“ sagt Vlada Veselkova. In ihrem Workshop vermittelt die ayurvedische Ernährungsberaterin neben den spezifischen Grundlagen der Typen- und Nahrungsmittellehre auch die Regeln zur Nahrungsaufnahme und zur Jahreszeitenküche, die anschließend bei der gemeinsamen Zubereitung eines vegetarischen Menüs und dessen Genuss zur Anwendung kommen. Die Kurse erfreuen sich großer Beliebtheit, weshalb selbst für den nächsten geplanten Workshop im November eine frühzeitige Anmeldung geboten ist.


18 Shopping & Kulinarisches

| Das Zubereiten von Sushi-Röllchen ist eine regelrechte Kunst. |

Das Geheimnis des Rollens Weitere kulinarische Geheimnisse der asiatischen Küche kennt Achim Helbig von den Sushifreunden im Steinweg. In seinen Kochkursen, die für Anfänger am Samstag- und für Fortgeschrittene am Sonntagnachmittag stattfinden, weiht der 58-Jährige bis zu zwölf Teilnehmer in die Kunst des Sushi-Rollens ein. Dabei entsteht je nach Erfahrung seiner Schüler ein Friends-Menü oder ein größeres Spezial-Menü. „Ich versuche, die Grundzüge der Sushi-Herstellung so zu vermitteln, dass man sie auch zu Hause problemlos anwenden kann“, erklärt Helbig. Währenddessen plaudert der Sushi-Meister über die Geschichte der fernöstlichen Spezialität und gibt eine kleine Reiskunde. Fortgeschrittene klärt er zudem über die fachgerechte Zubereitung von rohem Fisch auf. Zwischendurch gibt es Sake und japanische Erfrischungsgetränke. Am Ende werden die selbst gerollten Kreationen an fermentiertem Ingwer, Wasabi und Sojasoße gemeinsam verputzt – natürlich standesgemäß mit Stäbchen.

Uwe Sock, 64 Jahre, Rentner „Mir haben es die schönen SaaleRadwege in Halle angetan. Meine Frau und ich fahren regelmäßig von Sennewitz nach Halle. Die Infrastruktur in Halle ist super ausgebaut und die Wege in der Stadt sind kurz. Ich bin gern am ehemaligen Pionierhaus und trinke ein kühles Bier, sitze aber auch auf den Bänken am Marktplatz und beobachte das bunte Treiben, während meine Frau shoppen ist.“ Interview: Anne Röder Und spätestens bei dem wackeligen Versuch, das mehr oder weniger gelungene Erstlingswerk – mit krampfenden Fingern zwischen zwei dünne Hölzer geklemmt – in Richtung Lippen zu bewegen, kommt die Erkenntnis: Ein YouTube-Tutorial hilft hier auch nicht weiter. Text & Fotos: Katharina Lorenz


Shopping & Kulinarisches

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Eine knorke Lorke! Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Ihren Ursprung haben die kleinen Bäume und Sträucher, die zu den Rötegewächsen gehören, im äthiopischen Hochland. Sie tragen die wertvollen Früchte, aus denen der köstliche Trank gebraut wird. Diese gelangten aufgrund der europäischen Reisefreudigkeit vor mehr als 300 Jahren zu uns. Dank einer Kooperation zwischen dem Weltladen Halle und der Initiative „Halle handelt fair“ hat unsere Saalestadt seit 2014 sogar einen stadteigenen Kaffee: den Hallorke. Der Name leitet sich von dem Begriff „Lorke“ ab, einer halleschen Mundart für „Brühe“. Und diese Brühe schmeckt ganz wunderbar, ist zudem biologisch angebaut sowie fair gehandelt und vom Weltladen-Dachverband zertifiziert. Die Bohnen für den Hallorke kommen von kleinen Erzeugern aus Nicaragua und werden in Leipzig eigens für die Saalestadt geröstet, bevor sie dann in

Wussten Sie schon, dass …

| Halle hat einen eigenen Stadtkaffee: Der Hallorke ist herrlich nussig und kräftig im Geschmack. |

den Regalen ausgewählter Bioläden sowie Supermärkte und natürlich im Weltladen landen. Wer den Stadtkaffee einmal probieren möchte, kann dies im Refugees Welcome Center tun. Mehr einzigartiges Halle beim Frühstück oder zu einem Stückchen Kuchen geht wohl kaum! Text: Joceline Teichmann

… die Leopoldina, benannt nach Kaiser Leopold I., die älteste naturwissenschaftliche Gelehrtengesellschaft Deutschlands ist? Nicht nur das, sie ist darüber hinaus auch eine der ältesten Wissenschaftsakademien der ganzen Welt. Gegründet wurde sie 1652 in Schweinfurt und hat ihren festen Sitz seit 1878 in Halle. 2008 wurde sie schließlich zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt, um wissenschaftliche Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und politischen Fragen zu liefern. Text: Jana Keller

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20 Shopping & Kulinarisches

Made in Halle

| Goldschmiedin Antje Weyrich |

Skrabak – exclusive green fashion Die Modedesignerin Franka Skrabak hat ihr künstlerisches Know-how im Masterstudium Conceptual Fashion Design an der hiesigen Kunsthochschule Burg Giebichenstein vertieft. Ihr modisches Hauptaugenmerk liegt auf ökologischen und fairen Materialien aus Deutschland. „Für mich war nach dem Studium klar, dass ich selbstständig sein möchte. Eine Anstellung in der Industrie kam nicht in Frage“, erzählt die 31-Jährige von ihren Anfängen im Jahr 2014. Inspirationen für ihre Frühjahrsund Herbstkollektionen holt sich die gebürtige Stuttgarterin auf Reisen. In Marokko, Vietnam oder zuletzt Österreich arbeitete sie in den örtlichen Textilwerkstätten jeweils einen halben Monat mit. „Mich treibt die Liebe zu anderen Kulturen an. Ich bin ein neugieriger Mensch: Ich lerne hautnah Stoffmuster kennen und lasse mich von der Atmosphäre vor Ort inspirieren“, schwärmt die Gründerin. Interessant ist Skrabaks kommende Frühjahrskollektion 2017. Dafür ließ sich die DesignKünstlerin von dem Salinemuseum und dessen Salzkristallen inspirieren. Auf der Suche nach zeitlos femininer Mode werden Sie also bei Skrabak fündig – mittlerweile auch in Geschäften in München, Berlin und Stockholm.

„Ich wollte noch nie etwas anderes machen, als mit Oberflächen und Materialien – vorzugsweise von Steinen und Perlen – zu arbeiten. Am meisten gefällt mir das Wechselspiel mit den Kunden bei der Entstehung eines Schmuckstückes“, schwärmt die Künstlerin. Ihre regelmäßigen Ausstellungen zeigen Künstler aus dem In- und Ausland, beispielsweise aus der Schweiz und London. Derzeit findet man in ihrem Atelier Schmuck von sieben verschiedenen Künstlern. Drei Mal im Jahr wechseln die angebotenen Unikate. Kleine Kostbarkeiten wie Armreifen oder Schlüsselanhänger, aber auch farbenfrohe Ohrringe sowie Ketten aus Silber und Gold können Sie in dem versteckten Klinkerbau im Lukashof finden. Natürlich können auch individuelle Anfertigungen in Auftrag gegeben werden.

| Modedesignerin Franka Skrabak |

Sie wollen wissen, wo Sie in Halle außergewöhnliche und vor allem handgemachte Shoppingperlen finden können? Wir haben für Sie fünf kleine und feine Geschäfte mit Unikaten „made in Halle“ entdeckt.

HOPPING & ULINARISCHES

Antje Weyrich – Schmuckdesign In einem paradiesischen Hinterhof im Zentrum der Stadt fertigt die gelernte Goldschmiedin und Burg-Absolventin Antje Weyrich klassische Schmuckstücke an. Die gebürtige Rostockerin eröffnete 1998 ihr Atelier mit Werkstatt.

| Parade-Inhaberin Henriette Lattorff |

Parade – schönes Einkaufen Sie sind auf der Suche nach einem einzigartigen Geschenk? Dann dürfen Sie an diesem Kreativ-Geheimtipp nicht vorbeigehen. Henriette Lattorff bietet in ihrem Kleinod von Keramik und Schmuck über Mode, Lampen und Spielzeug bis hin zu Malerei, Taschen und Glas alles an, was das Herz begehrt. Die angebotene Auswahl in den kleinen Ladenräumen in der Großen Steinstaße ist erstaunlich vielseitig. Mittlerweile sind 40 Kreativproduzenten aus Halle und Umgebung in der Parade vertreten. Eine weitere Besonderheit: Alle Produkte werden regional hergestellt. „Da ich selbst aus einem kreativen Umfeld komme, war es mir ein Bedürfnis, mit diesem Laden einen Beitrag zur Gestaltung einer noch schöneren Stadt zu leisten“, erläutert die Inhaberin ihre Beweggründe. 2013 eröffnete die 38-Jährige die Parade und erfreut sich seitdem an der Wertschätzung der Kunden. „Die Leute stöbern, schauen sich jedes Teil genau an und freuen sich über die kleinen und großen Schätze. Diese positive Resonanz ist toll“, freut sich Lattorff.


Shopping & Kulinarisches

Hans & Grete – formschönerleben Was passiert, wenn Hänsel und Gretel erwachsen werden? Die beiden verschreiben sich der Restaurierung von handverlesenen IndustriedesignMöbeln der 20er Jahre! „Ob Apothekerschrank, Studiolampe oder Esstisch – fast alle unsere recherchierten Möbel kommen aus Frankreich, Osteuropa oder Süddeutschland und werden von mir manuell aufpoliert“, erzählt Sven Düwel, der vor seiner Selbstständigkeit zehn Jahre lang im Marketing von Ikea tätig war, und ergänzt: „Jedes dieser Unikate hat eine interessante Geschichte. Das Schönste an meiner Arbeit ist das Abholen der Möbel und das damit einhergehende Glücksgefühl.“ Wenn Sie einen dieser besonderen Schätze aus einem längst vergangenen Jahrhundert Ihr Eigen nennen wollen, dann führt kein Weg an Hans & Grete in der Kleinen Ulrichstraße vorbei!

Tagesessen? Wenn ja, dann im

Montag bis Freitag von 11:30 bis 14 Uhr Lunch Buffet / all you can eat für 5,80 € / Person

Sonntag, 11.9.2016 Lesung mit: Bastienne Voss & Wolfgang Winkler

Mittwoch, 14.9.2016

Mehr Info´s unter:

www.palaiss.de Mittwoch, 21.9.2016

| Sven Düwel, Inhaber von Hans & Grete – formschönerleben |

Andre M., 39 Jahre, Key Account Manager „Ich bin von den unzähligen historischen Gebäuden fasziniert. Gerade in der Altstadt gibt es wunderschöne Bauten, die ich mir gerne anschaue. Zudem finde ich, dass es einen Unterschied zu dem Halle von vor zehn Jahren gibt. Immer mehr Gebäude werden saniert und restauriert – die Stadt blüht auf. Das Feeling in Halle ist einzigartig und die Menschen sind aufgeschlossen.“  Interview: Anne Röder

Thomas Langrock Acoustic – Blues Beginn: 20:30 Uhr Eintritt frei

Freitag, 30.9.2016 / Beginn 20:00 Uhr

Danny Dziuk

& Karl Neukauf Beginn: 20:00 Uhr VKK 12,– / AK 14,–

Ankerstrasse 3c • Halle 0345-977 26 51

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22 Shopping & Kulinarisches

Antje Dietrich – Porzellan Antje Dietrich eröffnete vor 21 Jahren die allererste Porzellan-Werkstatt in Halle. Die Absolventin des DesignStudiengangs Ceramic Class an der Burg führte eine wissenschaftliche Mitarbeit an der Kunsthochschule auf den Weg ins Handwerk. Ihr Markenzeichen ist „Die eine Rose“, welches zugleich ihr erstes Porzellanstück über-

haupt war. Ihre Keramikkunst besticht durch einfache, strenge Formen. „Ich beschäftige mich ausgiebig mit der Oberflächenarbeit. Es gibt diesen roten Faden in meinen Werken. Durch Reisen und das Kennenlernen anderer Kulturen hole ich mir immer wieder Inspirationen“, erklärt die gebürtige Jenaerin. Oft ist auch die Funktion der Ursprung für eine neue Design-Idee.

„Ich möchte, dass mein Porzellan einen Nutzen für meine Kunden hat. Zum Beispiel habe ich Sets für die Nischen des Alltags entworfen, bestehend aus einem rechteckigen Untersetzer, einer Kaffeetasse und einem Stifthalter. Ideal für alle, die am Schreibtisch arbeiten“, beschreibt die 50-Jährige ihre Intention. Text: Anne Röder | Fotos: Julia Fenske

Wussten Sie schon, dass …

| Keramikkünstlerin Antje Dietrich |

… Halle mit der Großgarage Süd in der Pfännerhöhe eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands beherbergt, welches sogar unter Denkmalschutz steht? Die Garage entstand von 1927 bis 1929 nach US-amerikanischem Vorbild. Gebaut wurde sie von dem Architekten Walter Tutenberg aus Platzgründen als Aufzugsgarage. Nach der Schließung in den 90er Jahren begann man 2007 mit der Sanierung des Gebäudes. Seit der Wiedereröffnung 2011 ersetzt nun eine spiralförmige Zufahrt den ehemaligen Aufzug.  Text: Jana Keller

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ŠKODA Superb Combi SportLine Zu Leidenschaft sollte man stehen. Deshalb verbinden sowohl Combi als auch Limousine des Neuen ŠKODA Superb SportLine Eleganz und temperamentvolle Sportlichkeit. Mit 19“-Leichtmetallfelgen Vega, Interieur Sport-Schwarz in Alcantara, zugstarken Motoren bis zu 206 kW (280 PS) u.v.m. beschleunigt er Ihren Puls. Lassen Sie ihn Ihre Emotionen entfesseln. Am besten gleich Probe fahren! Kraftstoffverbrauch für alle verfügbaren Motoren in l/100 km, innerorts: 9,0–4,7; außerorts: 6,2–3,6; kombiniert: 7,2–4,0; CO2-Emission, kombiniert: 163–105 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Effizienzklasse C–A-

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Shopping & Kulinarisches

Design aus Halle

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Hochwertige Materialien und handwerkliche Kompetenz vereint in nüchterner Sachlichkeit und verspielter Poesie: Design aus Halle – eine Auswahl von Katharina Lorenz.

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SCHÖN UMSPIELT Mit ihrer jüngsten Kollektion inszeniert Schmuckdesignerin Antje Weyrich die stille Anmut edler Steine. Die Protagonisten: Chalcedon-Perlen mit Zirkonia (159 Euro), Bergkristalltropfen (179 Euro) und Bergkristallperlen mit Aquamarin (99 Euro).

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NACHHALTIG ELEGANT Franka Skrabak setzt mit „exclusive green fashion“ auf eine faire Produktion aus nachhaltigen Materialien – für eine Ökobilanz mit Anziehungskraft: Seidenbluse (250 Euro) und Tellerrock aus Gabardine (210 Euro).

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KABEL LOS! Ein Schallverstärker für alle Smartphones mit unterseitigen Lautsprechern: Dirk Schusters Akustikhorn aus Beton und Buchenholz (Rehform,

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120 Euro) verspricht formvollendete Klänge – auch auf dem Balkon.

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UNVERGESSLICH Verarbeitet zu textilen Pinnwänden (Mädchenherz, 50 Euro), schickt Corinna Enzmann in der Parade nostalgische Stoffe und Schmuckbänder aus zweiter Hand auf eine neue Mission: Upcycling gegen das Vergessen.

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SEITEN DES LEBENS Ob Fotos, Zeichnungen oder gepresste Blüten: Momente, die das Leben schreibt, finden ein würdiges Plätzchen in der Parade – in handgefertigten Fotound Erinnerungsalben (ab 22,50 Euro) der Buchbinderin Daniela Rappsilber.

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BEGLEITERSCHEINUNG FREDKAs neuste Taschenkreation (139 Euro, Anfertigung auf Anfrage) will

die Welt entdecken! Handvernäht aus toskana-grünem Kalbsleder, liefert sie die Inspiration für das erste Ausflugsziel gleich mit.

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VORRÄTER Anders, als ihr Material vermuten lässt, beherbergen die Biskuit-Porzellandosen (klein 28 Euro, groß 38 Euro) der Keramikdesignerin Marie-Luise Mönnich gerne auch Müsli oder Zucker.

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AUFGEMÖBELT Von Hand zur Kommode aufgearbeitet, gelangt dank Hans & Grete eine Wehrmachts-Werkbank der 1930er (990 Euro) in die gute Stube der Gegenwart. Und auch ein schweinischer Fußhocker aus den 50ern (Dimitri Omersa, 990 Euro) kann seinen neuen Ruhm als Designklassiker kaum fassen. 

Text, Idee & Fotos: Katharina Lorenz


24 Kultur & Gesichter

Einzigartig schöne Jahres-Highlights

JANUAR

Das „Feuerwerk der Turnkunst“ ist die erfolgreichste europäische Turnshow und findet regelmäßig am Anfang jeden Jahres in der Halle Messe Arena statt.

FEBRUAR

Der Februar bringt uns viel Stimmung, Konfetti und Schnongse: Beim „Rosenmontagsumzug“, der im kommenden Jahr bereits zum 26. Mal stattfindet, kommen Groß und Klein voll auf ihre Kosten. Außerdem gibt die Staatskapelle Halle traditionell ihr „Faschingskonzert“.

MÄRZ

Mit der Veranstaltungsreihe „Halle liest mit“ lässt es sich Leipzigs Schwesterstadt an der Saale nicht nehmen, während der Buchmesse ein eigenes literarisches Fest zu begehen. Halle ist eine Hochburg der keramischen Künste, weshalb sich ein Besuch beim „Tag der offenen Töpferei“ immer lohnt.

APRIL

Die „Museumsnacht Halle + Leipzig“ zieht jährlich in einer einzigen Nacht zehntausende Besucher in die Wissensund Kunsthallen beider Städte. Ende des Monats findet zudem ein großartiges Festival für alle Jazzfans statt: „Women in Jazz“ geht 2017 bereits in die zwölfte Runde.

MAI

Der „Knoblauchsmittwoch“ findet jedes Jahr am ersten Mittwoch nach Pfingsten statt und erinnert an den Sieg über den Knoblauchkönig 1085. Ende Mai beginnen auch traditionell die „Händel-Festspiele“, die mit einzigartigen Konzerten und einem spektakulären Abschlussfeuerwerk locken.

JUNI

Am 21. des Monats wird im gesamten Stadtgebiet das Musikfest „Fête de la Musique“, das seinen Ursprung in Frankreich hat, mit vielen Konzerten gefeiert.

Der Kunstverein „Talstrasse“ e. V. eröffnet im Juni außerdem seinen wunderschönen Felsengarten mit einem alljährlichen Picknick.

JULI

Im kommenden Jahr findet zum 16. Mal die „Lange Nacht der Wissenschaften“ statt, die alle Hallenser in die heiligen Labore der Wissenschaftstempel der Stadt einlädt. Ein Höhepunkt ist darüber hinaus das „Moritzburg Open Air“, bei dem die Oper und die Staatskapelle Halle im Hof der Moritzburg mit einem besonderen Programm locken. Zudem leitet das Händel-Haus im Juli den „Jazz-Sommer“ in seinem malerischen Hof ein. Die bereits elfte Auflage feiert 2017 der „Cultoursommer“ auf dem Gelände des neuen theaters mit vielen kulturellen und vor allem musikalischen Programmpunkten.

AUGUST

An dem „Laternenfest“ erfreuen sich alle Stadtbewohner schon seit über 80 Jahren. Am letzten Augustwochenende erwarten die Besucher unter anderem das traditionelle Entenrennen, ein Bootskorso und ein beeindruckendes Feuerwerk. Die „Zoonacht“ in Deutschlands einzigem Bergzoo ist ebenfalls ein Erlebnis für alle Altersklassen und findet meist im August statt.

SEPTEMBER

Im September werden die Denkmäler Halles gewürdigt: Im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ gibt es überall in der Saalestadt Veranstaltungen und Feste. Die Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle lädt überdies alljährlich zum „Salinefest“ ein. Außerdem erwachen die Bühnen Halle aus ihrem Sommerschlaf und beginnen die neue Spielzeit klassisch mit einem besonderen kulturellen Ereignis in der Mitte des Monats.

Wussten Sie schon, dass … … der Stadtgottesacker – ein Meisterwerk der Renaissance – die einzige noch komplett erhaltene Camposanto-Anlage nördlich der Alpen ist? Dabei handelt es sich um einen italienischen Friedhofs-Typ, welcher hofartig umschlossen ist und einen nach innen offenen Bogengang enthält. Dank der Reformation entstanden Begräbnisstätten dieser Art im 16. Jahrhundert auch in Mitteldeutschland – wie in Halle, wo der Stadtgottesacker ab 1557 nach Entwürfen Nickel Hoffmanns errichtet wurde.  Text: Jana Keller

OKTOBER

Das „Akkordeon akut“-Festival lässt die Quetschkommode hochleben und findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Bei den „Filmmusiktagen“ werden hingegen die besten Filmmusikkomponisten ausgezeichnet, während der Besucher mit vielen verschiedenen Konzerten seine Ohren verwöhnen kann. Das Herz der Liebhaber von Porzellan und Keramik wird im Oktober zudem beim wundervollen „Töpfermarkt“ auf dem Marktplatz einen Freudensprung machen können.

NOVEMBER

Die kleinen Händel-Festspiele werden unter dem Motto „Händel im Herbst“ an drei Tagen mit ausgewählten Konzerten begangen. Des Weiteren überzeugt die „Impronale“ das hallesche Publikum seit 14 Jahren mit Darbietungen der theatralischen Improvisationskunst.

DEZEMBER

Seit über 30 Jahren verzaubert Helmut Rosenkranz in der Adventszeit als Fuchs in der traditionellen „Weihnachtsrevue“ alle Besucher und hat längst Kultstatus erreicht. Die weltweit einzige Veranstaltung ihrer Art können die Hallenser bei „TABEA – das Sportmusical“ dank der Spitzensportler des Sport- & Kultur-Clubs TABEA immer im Dezember erleben. Text: Joceline Teichmann


Kultur & Gesichter

Wertvolle hallesche Störung Unter dem Asphalt von Halle tut sich wahrlich Wundersames – und das schon seit vielen Millionen Jahren. Denn die Saalestadt beherbergt eine für eine deutsche Großstadt einmalige geologische Besonderheit: die „Hallesche Störung“. Eine einfallende tektonische Verschiebung trennt die Merse-

burger Scholle im Südwesten von der Halle-Wittenberger Scholle im Nordosten. Ein Teil dieser Verwerfung verläuft entlang des Rathauses, des Händel-Denkmals sowie der Marktkirche und hat sich örtlich seit dem späten Jura um bis zu 1.000 Meter aufgeschoben. Durch ein Geoskop nahe des Gold-So-

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Claudia Ehrhardt, 32 Jahre, Dozentin Chemiedidaktik „Ich mag Halle vor allem wegen der Kleinen Ulrichstraße: Die Bars und Cafés sind Orte, an denen ich den stressigen Alltag hinter mir lassen kann. Auch die Innenstadt und die Rabeninsel zählen zu meinen Favoriten. Halle ist für mich ein Dorf, in dem alle Leute lustig sind.“  Interview: Anne Röder ist wiederum der Ausgangspunkt eines bemerkenswerten Kooperationsprojektes des Fachgebietes Hydro- und Umweltgeologie der Universität sowie des Fachbereichs Kultur der Stadt Halle mit acht halleschen Künstlern, das zudem von der Kunststiftung SachsenAnhalt gefördert wird. Im Rahmen von Workshops, Exkursionen und mithilfe fachlicher Beratung haben die Kunstschaffenden neue Visualisierungsmöglichkeiten, künstlerische Interventionen und Transformationsprozesse der Verwerfung entwickelt.

| Das geologische Glas-Laser-Strukturmodell zeigt ausgewählte geologische Einheiten sowie das komplexe Störungssystem bis in eine Tiefe von circa 1.000 Metern. |

Wussten Sie schon, dass … … der Stadtsingechor zu Halle in diesem Jahr sein bereits 900-jähriges Bestehen feiert und damit Mitteldeutschlands ältester Jungenchor ist? Seine Wurzeln gehen bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. Die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten war also schon lange Zeit seine Aufgabe. Seit 1946 wird er nun von der Saalestadt getragen. Heute kann man die Musik der Chorknaben so auch im Ausland, bei den HändelFestspielen oder in Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Halle erleben.  Text: Jana Keller

le-Brunnens am Marktplatz kann jeder Neugierige die Hallesche Störung betrachten. Diesem Naturwunder verdankt die Stadt ihr großes Sole-Vorkommen, denn nur dadurch konnte das Steinsalz aus den unteren Erdschichten an die Oberfläche gelangen. Und nicht nur das: Ohne dieses wertvolle mineralische Vorkommen wäre Halle vielleicht nie besiedelt worden. Das besondere tektonische Merkmal ist Gegenstand einiger interessanter Untersuchungen der Martin-LutherUniversität. Dabei ist unter anderem ein geologisches Glas-Laser-Modell von Halles unterschiedlichen Erdschichten entstanden. Dieses Modell

Es ist die einzigartige Besonderheit von Halle schlechthin: Der Halleschen Störung ist wahrscheinlich die Besiedelung des Stadtgebiets zu verdanken.

Während der diesjährigen „Langen Nacht der Wissenschaften“ konnte sich das Publikum im Neuwerk 11 bereits einen Überblick über den Zwischenstand der daraus entstandenen Kunstwerke verschaffen. Unterschiedliche Exponate – sowohl plastische als auch fotografische, malerische und filmische – gaben dem Betrachter einen faszinierenden und ganz neuen Einblick in die Thematik. Wer das verpasst hat, darf sich jedoch voraussichtlich noch in diesem Jahr über eine große öffentliche Präsentation der Ergebnisse unter dem Titel „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ freuen. Text: Joceline Teichmann | Foto: Peter Wycisk


26 Kultur & Gesichter

| Der Musiker Ralf Schmidt ist nach vielen Jahren wieder nach Halle zurückgekehrt. |

Falkenberg – zurückgekommen, um zu entdecken Geboren und aufgewachsen in der Saalestadt, ist der hallesche Musiker Ralf Schmidt auch bekannt unter dem Künstlernamen Falkenberg. Er lebte ein paar Jahre im Exil, hat aber nach einiger Zeit unsere schöne Stadt erneut als Lebensmittelpunkt gewählt. Was er an Halle schätzt und wo er am liebsten aufritt, erfahren Sie hier!

KULTUR & GESICHTER

Sie sind gebürtiger Hallenser. Haben Sie einen Lieblingsort in der Stadt, der Sie immer wieder anzieht? Die Orte der Kindheit um die Südstraße und das Areal der Franckeschen Stiftungen sind natürlich Orte, die ich immer mal wieder besuche. Vor allem das grüne Halle – im Bereich der Saale – finde ich heute inspirierend und immer wieder anziehend. Welche positive Veränderung hat Halle Ihrer Meinung nach in den letzten Jahren vollzogen? Als ich Halle verließ, war es in seiner Trostlosigkeit kaum zu überbieten. Damit meine ich vor allem die heruntergekommene Altstadt und ihre teilweise Zerstörung durch die sozialistischen Städteplaner, aber auch den Dreck der großen Betriebe, der wie ein dicker Filz über allem lag. Die Saale war eine Chemie-Kloake! Wenn jetzt meine Söhne aus Berlin zu Besuch kommen oder auch Leute zu meinen Konzerten in Halle von weit her anreisen, merke ich deren Begeisterung für die Verände-

rungen in dieser Stadt. Die Bilder von damals sind aufgrund der Realität nur noch schwer zu vermitteln.

ist hier sehr uneitel und vor allem ehrlich. Und Lügen haben hier sehr kurze Beine, denn jeder kennt jeden.

Sie haben schon in anderen Städten gewohnt. Was fehlte Ihnen an diesen Orten? Da fehlt mir nichts, die sind nur anders. Jede Stadt hat ihre guten und schlechten Seiten. Es kommt ja auch immer auf die Sicht des Betrachters an und darauf, was man für sich erwartet. Berlin beispielsweise hat für Menschen, die dort nie gelebt haben, etwas Molochhaftes. In mir ruft Berlin aber nach wie vor ein warmes Gefühl von Geborgenheit hervor, weil es dort für mich viele Orte guter Momente gibt.

Welchen halleschen Auftrittsort bespielen Sie am liebsten? Das Objekt 5, das neue theater und den Freylinghausen-Saal.

Warum haben Sie Halle als Lebensmittelpunkt gewählt? Ich habe glücklicherweise die Möglichkeit, meinen Lebensmittelpunkt frei wählen zu können. Nach über 30 Jahren in Berlin und Brandenburg wollte ich mich verändern. Halle ist ja schon lange nicht mehr die Stadt meiner Kindheit – also eigentlich eine fremde Stadt. So sehr hat sie sich verändert. Hier gibt es für mich noch viel zu entdecken. Was macht Halle für Sie als Künstler einzigartig? Halle war schon immer eine Stadt mit einer künstlerischen Seele. Aufgrund ihrer Größe kommt man schneller zusammen, lernt sich besser kennen. Man

Wann und wo können die Hallenser Sie wieder live in der Stadt sehen? Und was haben Sie sonst noch musikalisch geplant? Am 9. September spiele ich den ersten Teil meines Record-Release-Konzertes mit „Falkenberg – Unterstrichen“ im Objekt 5. Am 10. September folgt dann der zweite Teil mit der Band. Das Album wird „Menschen auf Brücken“ heißen. Interview: Anne Röder | Fotos: Olaf Telle

| Falkenberg ist im September im Objekt 5 zu sehen. |


Kultur & Gesichter

Feste und Trödel In Halle sprießen die Trödelmärkte regelrecht aus dem Boden. So finden Sie an jeder Ecke Antik-, Design- oder überaus beliebte Kinderflohmärkte. Wo genau diese stattfinden? Am Peißnitzhaus zum Beispiel flohmarktet es sehr. Und Sie als Besucher können in dem immer größer werdenden Angebot aus Kleidung, Antiquitäten sowie nützlichen Kleinigkeiten Besonderheiten für nur kleines Geld erwerben und damit auch noch etwas Gutes tun. Der Erlös dieses Marktes geht nämlich an eine soziale Einrichtung der Stadt. Beliebt ist auch der Flohmarkt im Gartenreich Zeising, der regelmäßig an ausgewählten Wochenenden stattfindet. Hier finden Sie von der restaurierten frei stehenden Badewanne bis zum Vinyl-Evergreen alles, was das Sammlerherz begehrt. Aber nicht nur Flohmärkte erleben gerade eine Renaissance in Halle. Auch Nachbarschaftsfeste werden wieder feste Bestandteile der halleschen Lebenskultur. Ein Beispiel ist das Sommerfest in Halle-Neustadt, welches am 10. September bereits zum 22. Mal auf dem Stadtplatz stattfinden wird. Ein Fest von Bürgern für Bürger hat dagegen im Paulusviertel seinen festen Platz. Erstmals wurde dieses gemütliche Miteinander im Jahr 1990 organisiert. Damals wurden rund um die Pauluskirche Tische aufgestellt, um die Bewohner zusammenzubringen. Mit der Zeit öffneten aber auch immer mehr Häuser und Höfe ihre Türen und Tore. Diese bieten den Besuchern heute ein vielseitiges Programm im gesamten Viertel. Relativ neu im Bunde der Straßenfeste ist das internationale Kirschblütenfest der Künstlerkolonie am oberen Boulevard. Die gelungene Premiere in diesem Mai veranlasste die Organisatoren, das Kulturangebot auch in den kommenden Jahren weiterzuführen. Kreative Köpfe gestalten also engagiert das Stadtgeschehen mit und bieten allen Interessierten viele Möglichkeiten des Zusammenkommens.

THE BILL EVANS BAND NEW ALBUM „Rise Above“

Freitag, 25. November 2016, 20.00 Uhr OPER HALLE Tickets: Theaterkasse Halle 0345–5110777 TIM Ticket-Hotline 0345–2029771 www.cultour-buero-herden.de

WELTSTARS in der HÄNDEL-HALLE

Sonntag, 06. November 2016, 17.00 Uhr Georg-Friedrich-Händel-Halle TIM Ticket-Hotline 0345–2029771 MZ-AboCard-Inhaber erhalten Tickets zu ermäßigten Preisen. | Der Hallenser liebt einfach seine Feste und Märkte, die regelmäßig überall im Stadtgebiet stattfinden. |

Idee, Konzept und Musik: Ute Lemper Texte: Paulo Coelho • Cinematische Einrichtung: Volker Schlöndorff www.cultour-buero-herden.de

Photo© Steffen Thalemann

Text: Anne Röder | Foto: Julia Fenske

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28 Kultur & Gesichter

Ein frischer Wind weht durch Halles Kulturlandschaft Hof des Kunstmuseums Moritzburg veranstaltet.

| Der „Kunstraum Rauschickermann“ lockt jedes Jahr ein breites Publikum an. | Foto: Björn Hermann

KULTUR & GESICHTER

Neben den großen Akteuren gestalten auch junge Initiativen mit einer unglaublich kreativen Ideenvielfalt das kulturelle Leben in Halle mit. Vermehrt sieht man in der Stadt temporäre Stores und Ausstellungen in leer stehenden Ladeneinheiten sowie eine aktive Neugestaltung und -belebung öffentlicher Plätze. Und obwohl sie Beachtung verdienen, gehen einige dieser schönen und innovativen Projekte leider manchmal etwas im städtischen Gewirr unter. Andere schaffen es hingegen, sich mit ihren Vorhaben zu behaupten und genügend Aufmerksamkeit zu gewinnen, um längerfristig zu agieren. Zu Letzteren gehören definitiv Rebekka Rauschhardt und Björn Hermann. Beide haben an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Malerei / Textile Künste studiert. Nach ihrem Studium haben sie unter anderem zwei Projekte etablieren können, die den Sprung aus der Subkultur schafften und mittlerweile feste Bestandteile in der halleschen Kunst- und Designszene sind. Die Rede ist zum einen von der temporären Galerie „Kunstraum Rauschickermann“, die seit 2011 regelmäßig und immer an einem anderen Ort stattfindet. Zum anderen sind die beiden Burg-Alumni Mitbegründer des „sichtbar – zeitgenössische Kunst e. V.“, der unter anderem den Kunst- und Designmarkt im

Die etwas andere Kunstgalerie Junge Künstler und Designer tun sich teilweise etwas schwer, ihre Werke an den Mann und die Frau zu bringen. Es ist auch kein einfaches Unterfangen, da sie Möglichkeiten brauchen, um sich öffentlich zu präsentieren. Mit der Initiierung des Kunstraums Rauschickermann wurde genau das geboten: Eine Plattform für regionale Kunstschaffende wurde geschaffen, dank der diese ihre Präsenz stärken können. Es handelt sich bei den ausgestellten Werken nicht selten um rare und ungeahnte Kostbarkeiten aus Hinterhöfen und versteckten Ateliers. Von den jungen Talenten kann sich der Besucher immer in der Adventszeit

bauen und haben es geschafft, ein Publikum anzusprechen, welches vielleicht nicht in eine klassische Galerie geht, sich aber dennoch für Kunst und Design interessiert“, erklärt Björn Hermann.

Es tut sich etwas in Halle: Frische Ideen und neue Perspektiven stärken die Kulturlandschaft der Saalestadt. Also halten Sie die Augen offen – es lohnt sich!

Die Kunst ist da – sie muss nur gezeigt werden! Das Kunstprojekt „sichtbar – zeitgenössische Kunst e. V.“ wurde 2013 ins Leben gerufen und findet im Zeitraum der Händel-Festspiele statt. Seitdem haben Rebekka Rauschhardt und Björn Her-

Wussten Sie schon, dass … | Die Besucher können auf dem „sichtbar – Kunst- und Designmarkt“ im Hof der Moritzburg wunderbar stöbern. | Foto: Joachim Blobel

überzeugen. Das Publikum ist bei der Verkaufsausstellung sehr gemischt, denn die angebotene Vielfalt ist einmalig und sucht ihresgleichen. Viele verschiedene Kunstarten und Stilrichtungen von regionalen Newcomern sind vertreten, die der Hallenser andernfalls vielleicht nie zu sehen bekommen würde. „Mit diesem Projekt möchten wir eine Hemmschwelle ab-

… das Händel-Haus in der Großen Nikolaistraße die tatsächliche Geburtsstätte Georg Friedrich Händels, des berühmtesten Sohns der Stadt, ist? Der bedeutende Barock-Komponist erblickte dort 1685 das Licht der Welt. Inzwischen ist das Haus ein Musikmuseum der Stadt, welches Händel natürlich besondere Beachtung schenkt. Ihm zu Ehren werden zudem seit 1922 die Händel-Festspiele veranstaltet, die seit 1952 auch jährlich stattfinden und heute tausende Besucher in die Saalestadt locken. Text: Jana Keller


Kultur & Gesichter

mann zusammen mit den Vereinsmitgliedern Galerie- und Atelierrundgänge sowie Kunst im öffentlichen Raum für alle Hallenser und die Gäste der Festspiele organisiert. In diesem Jahr hatten sie sich ausschließlich auf den „sichtbar – Kunst- und Designmarkt im Rahmen der Händel-Festspiele“ konzentriert, bei dem 40 Teilnehmer ihre facettenreichen Kunstwerke und Designobjekte präsentierten. Für die Händel-Festspiele 2017 ist jedoch geplant, auch die Rundgänge gemeinsam mit der Stadt Halle wieder durchzuführen. „Sollte diese Kooperation zustande kommen, wäre das ein anerkennendes Zeichen für die Relevanz unseres Projekts“, sagt Björn Hermann. Die Neubelebung des Grünen Winkels Eine weitere Initiative, die das kulturelle Leben entscheidend bereichern wird, ist die Umgestaltung des Grünen Winkels auf dem oberen Boulevard. Versteckt auf einem Hinterhof befindet sich hier ein Areal, das derzeit noch stark vernachlässigt wird. Die Künstlerkolonie Halle, die Stadt und die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau sehen in dem Grünen Winkel jedoch viel Potential, um einen neuen Treffpunkt für Kunst und Kultur zu gestalten. Der öffentliche Auftakt dieser Zusammenarbeit fand Ende Juli mit der Einweihung der Skulptur „Klotz“ statt. Doch das war erst der Anfang. Der Hof soll dauerhaft mit ei| Der Startschuss für das Projekt „Grüner ner artenreichen Flora beWinkel“ ist mit der feierlichen Einweigrünt und der Garten für hung der Skulptur „Klotz“ gefallen. | Kunstaktionen genutzt Foto: Andreas Kahl werden. Ein Garten der Künste Der Besucher kann sich dann an weiteren kunstvollen Plastiken sowie an temporären Ausstellungen und Festivitäten erfreuen. Des Weiteren werden andere künstlerische Gattungen zur Neubelebung des Hofes in der Leipziger Straße beitragen. Das schon vorhandene Amphitheater eignet sich dabei hervorragend für Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen. Das umfassende Kunst- und Kulturangebot kann dank der Mithilfe verschiedener Organisationen wie der „Freiraumgalerie“ realisiert werden. Text: Joceline Teichmann

Gesichter von Halle Egal ob Hallenser, Hallore oder Hallunke – die Menschen von Halle haben ihre Stadt zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine bunte Diva. Über 100 Menschen erzählen in Porträts nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern vor allem auch die Geschichte der Stadt.

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Ziemlich Fabelh

Konzerte

„Bolero Grooves“ – Abschlusskonzert des Kinder- und Jugendprojekts Di 25. Oktober – Händelhalle

Salon Pernod

Mi 26. Oktober – Objekt 5

ten Tickets an den bekann unter und Vorverkaufsstellen e.de www.filmmusiktag

Stephan Graf v. Bothmer: Madame Dubarry Stummfilmkonzert Do 27. Oktober – Aula im Löwengebäude

Galakonzert – Staatskapelle Halle Leitung: Bernd Ruf Sa 29. Oktober – Steintor-Varieté

Änderungen vorbehalten. Die 9. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt sind eine Veranstaltung der International Academy of Media and Arts in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Rainer Robra.

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30 Kultur & Gesichter

Halle ist beeindruckend! Jedes Jahr kommen viele Neuankömmlinge aus den verschiedensten Gründen in die Saalestadt. Einer von ihnen ist Stefan Rosinski, der neue Geschäftsführer der Bühnen Halle. Er kommt ursprünglich aus Flensburg, lebte jedoch schon in vielen deutschen Städten: Berlin, Rostock, Essen, Hamburg und Hannover. Seine neue Station heißt Halle. Viel Zeit hatte er noch nicht, um die Stadt zu entdecken. Aber er lernt seine neue Heimat zunehmend kennen – und hoffentlich auch lieben.

KULTUR & GESICHTER

Herr Rosinski, was war Ihr erster Eindruck von Halle? Bei meinen ersten Besuchen konnte ich noch nicht viel von der Stadt sehen. Ich bin vom Hauptbahnhof direkt ins Büro gefahren und danach gleich wieder zurück. Aber was ich inzwischen entdeckt habe, gefällt mir sehr gut. Halle hat einerseits mit dem größten architektonischen Flächendenkmal Europas ein historisches Gesicht, das eindrucksvoll ist. Andererseits erscheint die Stadt urban, was ich ansprechend finde. Das hat mir in anderen Städten dieser Größenordnung gefehlt. Außerdem erscheinen mir die Hallenser ausgesprochen freundlich und aufgeschlossen. Meine Zeit in Halle beginnt mit sehr positiven Eindrücken! Welche Sehenswürdigkeiten konnten Sie denn bereits erkunden? Das Händel-Haus und die Moritzburg habe ich bereits gesehen. Das war Zufall, weil ich zu Gesprächen dorthin eingeladen wurde. Aber das Opernhaus und das neue theater habe ich natürlich erkundet. Beide stellen für mich Sehenswürdigkeiten dar. Die Oper von Halle ist baulich sehr interessant, da sie vor der Hochphase der Opernhäuser in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Deshalb ist das Gebäude architektonisch noch anders gestaltet. Es ist spannend, zu sehen, wie die technische Gegenwart – die sich ständig weiterentwickelt – immer wieder mit den historischen Gegebenheiten des Gebäudes arrangiert werden muss. Das neue theater hingegen besteht ei-

gentlich aus fünf Häusern und einem inszenierten Innenhof – ein beeindruckender Aufbau. Toll finde ich auch, dass beide Spielorte den sehr schönen Universitätsplatz umklammern. Haben Sie in Halle schon einen Lieblingsplatz gefunden? Keinen bestimmten. Ich bin aber von der gastronomischen Dichte der Stadt begeistert und habe an einigen Orten schon gut gesessen: im Café der Moritzburg, am Marktplatz, in der kleinen Ulrichstraße. Letztens habe ich das Paulusviertel erkundet – ein sehr schönes Viertel! Das sind viele neue Eindrücke, die Sie zurzeit sammeln. Auf neue Eindrücke dürfen sich auch die Gäste der Bühnen Halle freuen. Auf alle kommen so einige Neuerungen zu. Was darf man erwarten? Mit der neuen Spielzeit drückt die Oper quasi den Reset-Knopf. Wir stehen vor einer großen Herausforderung: Wir wollen das treue Publikum halten, aber auch neue Besucher dazugewinnen. Deshalb gibt es ein neues Programmprofil. In der Oper wird mit dem Spielraum „Heterotopia“ eine Markierung gesetzt. Mit der neuen Raumbühne wird der Zuschauer Teil der Inszenierung, denn die klassische Theaterform von Kommunikator und Rezipient wird aufgelöst. Ich bin sicher, dass sich der neue Opernintendant Florian Lutz und sein Team schnell einleben werden und ihnen der Auftakt bei dem zweiwöchigen Eröffnungsfestival gelingt. Es geschieht etwas Neues – wir sind alle gespannt und freuen uns. Die neue Spielzeit der Bühnen Halle beginnt ab dem 23. September mit einem zweiwöchigen Festival in der Oper. Den Zuschauer erwarten auf der außergewöhnlichen temporären Raumbühne Heterotopia sieben Inszenierungen der unterschiedlichen Häuser. Wir danken Stefan Rosinski für das Interview. Interview: Joceline Teichmann | Foto: Julia Fenske

| Stefan Rosinski ist ab der kommenden Spielzeit der neue Geschäftsführer der Bühnen Halle. |

Wussten Sie schon, dass … … die Martin-Luther-Universität, eine der ältesten Hochschulen Deutschlands, Entstehungsort war für unentbehrliche Entdeckungen? Rudolf Schenck untersuchte dort zum Beispiel erstmals flüssige Kristalle. Er schuf damit die Grundlage für die Entwicklung von LCD-Displays, die heute aufgrund des Smartphones allgegenwärtig sind. Die Uni beherbergt darüber hinaus die größte Haustier-Skelettsammlung der Welt – dank Julius Kühn, welcher dort einst die ersten Züchtungsversuche unternahm. Text: Jana Keller


Kultur & Gesichter

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Street-Art – die Stadt als Galerie Sind Ihnen in der Stadt schon bunt bemalte Fliesen, Korkmännchen auf Straßenschildern, detaillierte Schablonenbilder – auch Stencils genannt – oder neuerdings die den Sinn verschönernden Verkehrsschilder aufgefallen? Wenn ja, dann haben Sie einige der knapp 7.000 halleschen Street-Art-Werke erblicken dürfen. Diese Kunst im öffentlichen Raum hat ihre Wurzeln in Frankreich. Gérard Zlotykamien gilt dabei als erster StreetArt-Künstler. 1964 waren seine Strichfiguren zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen. „Les Éphémères“ – „Die Vergänglichen“, wie er sie liebevoll taufte – waren ein echter Hingucker. Auch in Deutschland ist die künstlerische Mitgestaltung des urbanen Raums längst angekommen. Insbesondere Halle ist für seine vielseitige StreetArt bekannt. Viele Kunstschaffende wie beispielsweise die „Kork Invaders“ oder „Fliesegrim“ hinterlassen so an Wänden, Laternenmasten oder Zäunen ihre Handschrift. Alle Werke haben eines gemeinsam: Sie werden anonym geschaffen und nicht kommerziell verbreitet.

| Die Kacheln von „Fliesegrim“ sind wahre Kunstwerke. |

| Die kleinen Korkmännchen der „Kork Invaders“ zieren Straßenschilder in der ganzen Stadt. |

In Halle wurde gleich ein ganzes Viertel durch seine künstlerisch besonders hochwertigen Graffiti, die in Freiimfelde im Osten der Stadt zumeist ganze Hauswände verschönern, international bekannt. Die Freiraumgalerie ist bei diesem Quartiersprojekt federführend. Doch welchen Sinn haben die aufwendig angebrachten und inszenierten Straßenkunstwerke? Im Vordergrund stehen für die Künstler, die Langeweile aus dem Alltag zu vertreiben, dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern oder aber auch eine direkte Botschaft zu vermitteln. Natürlich sind meist alle der Kacheln oder Stencils symbolhaft und haben einen direkten Bezug zu ihrem Entstehungsort. Die Künstler wollen gesehen werden, aber dennoch für die Öffentlichkeit unsichtbar bleiben. Und wo es um kunstvolle Werke geht, darf auch ein Professor nicht fehlen: Jürgen Langner gilt in Halle als wandelndes Street-Art-Lexikon. Seit 2009 dokumentiert er die nicht immer ganz legale Gegenwartskunst in der Stadt. Der pensionierte Medizin-Professor befasst sich seit seiner ersten Sichtung eines urbanen Œuvres am DiakonieKrankenhaus mit dem Thema – und daraus ist eine regelrechte Leidenschaft geworden. Seine Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem den Miniaturwerken, die nur schwer zu entdecken sind. Mittlerweile geht Prof. Langner ohne seine Kamera keinen Schritt mehr vor die Tür,

Melanie H., 31 Jahre, Einzelhandelskauffrau „An Halle mag ich die Parklandschaften. Ich habe einen Hund und ein Kleinkind und wir sind sehr oft im Reichardts Garten, am Saaleufer oder am Galgenberg in der Natur unterwegs.“ Interview: Anne Röder sodass er fast täglich die neuesten Veränderungen festhalten kann. Nach einer gut besuchten Ausstellung seiner Fotografien in diesem Jahr in der Hollystraße ist sein nächstes Ziel eine Sammlung über Street-UnArt. Sie dürfen gespannt sein! Also schauen Sie sich doch einfach beim nächsten Spaziergang etwas genauer in Ihrer Umgebung um. Auch wenn die Schönheit dieser Kunstform sich Ihnen erst auf den zweiten Blick erschließt – vielleicht wird das StreetArt-Fieber auch Sie packen. Text: Anne Röder | Fotos: Julia Fenske


32 Kultur & Gesichter

Halle hat den Blues Es gibt nur wenige Dinge, die Tom Wolter in Halle nicht tut. Das ist doch ein Grund, nachzufragen, was den Schauspieler, Regisseur, Stadtrat, Intendanten und Theaterfunktionär in den 90er Jahren nach Halle getrieben hat, und in Erfahrung zu bringen, was er an der Saalestadt schätzen und lieben gelernt hat. Immerhin geht seine Open-Air-Inszenierung „Die Vögel II“ nach dem Original von Aristophanes im September bereits in die zweite Runde. An 30 Stationen erleben Sie dann tierische Hochkultur im gesamten Zoogelände unter Mitwirkung von 350 Laien-Darstellern, Profis, Musikern und Künstlern. Wir haben für Sie mit dem Multitalent Wolter gesprochen.

KULTUR & GESICHTER

Herr Wolter, Sie sind gebürtiger Leipziger – und dennoch sind Sie 1993 nach Halle gekommen. Was waren Ihre Beweggründe? (Lacht): Natürlich die Liebe. Ich war 1987 schon einmal wegen meiner damaligen Lebensgefährtin in Halle und ich fand die Hallenser super nett. Ich wollte in dieser Stadt etwas machen. Bevor ich 1994 die „Freie Komödie“ ins Leben rief, studierte ich kurz noch Philosophie und Germanistik an der Martin-Luther-Universität, aber dort fand ich weder Philosophen noch Germanisten. Was begeistert Sie an Halle? Was macht diese Stadt so einzigartig für Sie? Halle ist eine der wenigen Städte, die noch den Blues hat. Zwischen alter stolzer Bürgerstadt und Moderne. Zwischen Romantik an der Saale, Burg Giebichenstein und Arbeiterstadt. Eine Stadt, die aufgrund der Geschichte und der Menschen nicht Gefahr läuft, sich in der falschen Hektik des 21. Jahrhunderts zu vergaloppieren, die nicht jeder Mode hinterherspringt. Hier muss man sich sein Publikum mit jedem Stück noch erobern. Der allgemeine künstlerische Hype geht am Zuschauer vorbei. Dennoch ist Halle (m)eine Stadt zum Leben: der ideale Ort für mich zum Arbeiten und die Heimat meiner Kinder.

Gibt es Lieblingsorte in Halle, die Sie als Inspirationsquellen nicht missen wollen? Es gibt einige Orte, die mich inspirieren. Dazu gehören der Amtsgarten neben der Burg Giebichenstein, der Fuchsberg in Kröllwitz, die wunderschöne Natur der Dölauer Heide und der Amselgrund an der Saale. Halle verfügt über großartige historische Plätze. Besonders stolz bin ich darauf, die Oberburg im Sommer bespielen zu dürfen.

Ich kann in Halle gemeinsam mit anderen Ideen verwirklichen. Im Moment gibt es viele Baustellen (grinst) – ich meine natürlich künstlerische und politische, welche ich begonnen habe. Die werde ich hoffentlich erfolgreich beenden. Impulse für neue Projekte sowie Vorhaben und Menschen, mit denen ich diese umsetzen werde, gibt es auf jeden Fall. Da ist also viel Platz für Hoffnung und Zuversicht. Interview: Anne Röder | Foto: Julia Fenske

Eine Ihrer größten Inszenierungen – „Die Vögel“ von Aristophanes – wird vom 8. bis zum 10. September im Bergzoo aufgeführt. Wie kam es zu dieser Idee? Auf was können sich die Besucher freuen? Ja, wir sind so durchgeknallt und machen es wieder. Die Idee entstand in einem Prozess. Ich bin ein großer Aristophanes-Fan und der Zoo ist seit 2012 ein sehr enger Partner durch die Eröffnung der Luchsus.Bühne. Zudem hat der hallesche Zoo eine langjährige Historie zum Thema Vögel. Wir haben uns also an einen Tisch gesetzt und die Stückentwicklung nahm ihren Lauf. Wir bespielen auch das gesamte Zoogelände – doch Rücksicht nehmend auf die aktuelle Elefanten-Situation, werden wir dieses Gehege in diesem Jahr auslassen. Dafür sind wir in vielen anderen Umzäunungen zu sehen. An 30 Stationen können die Zuschauer auf etwas anderen Wegen das Gelände erobern. Eine weitere Änderung: Dieses Mal versuchen wir, die drei Produktionen finanziell selbst zu tragen. Jeder ist eingeladen, Zeus, die Vogelhochzeit und ein episches Finale mit uns zu erleben. Was haben Sie noch mit und in Halle vor? Ich bin hier und bleibe hier aufgrund der Bewohner und der Landschaft. Und solange es in dieser Stadt noch Menschen gibt, die gemeinsam mit mir etwas unternehmen, um die Welt ein klein wenig besser zu machen, werde ich bereit dafür sein.

| Tom Wolter ist auf den Vogel gekommen: Im September ist er mit vielen anderen Akteuren im Bergzoo zu sehen. |


Kultur & Gesichter

Kunststadtpläne für den Kulturraum Halle

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Beerdigungsinstitut Ludwig Telefon Tag und Nacht:

03 45 - 202 86 34 | Mit den Kunststadtplänen geht es quer durch Halle. |

Halle ist eine Stadt der Kunst! Überall finden sich Skulpturen und Plastiken an Straßen, in Höfen oder in Parks sowie gestalterische Elemente an Gebäudefassaden. Einige nimmt der Vorbeigehende gar nicht richtig wahr, vielleicht auch, weil sich der Betrachter nicht im Klaren ist, worum es sich eigentlich handelt. Um die Mitmenschen stärker für die Kunst im öffentlichen Raum sowie am Bau zu sensibilisieren, gibt der Fachbereich Kultur der Stadt in Kooperation mit den Grafikerinnen „Sisters of Design“ exklusive Faltpläne unter dem Titel „Kunst Findet Stadt – auf den Spuren von BURG-Künstlern in Halle (Saale)“ heraus. Mithilfe dieser Pläne kann der Interessierte auf bisher sechs verschiedenen Routen viele unterschiedliche Kunstwerke erkunden und findet wichtige Informationen zu deren Entstehung und den Künstlern. Die Kunststadtpläne decken so bereits ein vielseitiges Spektrum in diversen Stadtgebieten ab, doch Halle bietet mehr. Die fortlaufende Reihe wird noch in diesem Jahr um zwei weitere Faltpläne ergänzt. Erhältlich sind diese unter anderem in der Tourist-Info.  Text: Joceline Teichmann | Foto: Sisters of Design

Marco Pellegrino, 29 Jahre, Student der Romanistik „Ich finde gut, dass Halle Seiten hat, die nicht so schön sind. Es gibt aufgrund dessen immer etwas zu tun. Ich mag die Menschen hier und am liebsten bin ich am Peißnitzhaus. Mein absoluter Wohlfühlplatz in Halle ist das Café Sedir am Universitätsring. Hier kann ich nach der Uni sehr gut entspannen.“  Interview: Anne Röder

Mit viel Erfahrung sind wir im Trauerfall und in der Bestattungsvorsorge Ihr Ansprechpartner in Halle und Umgebung. Der Inhaber René Ludwig ist bereits seit 1992 als Bestatter tätig und steht Ihnen mit seinem gesamten Team in schweren Zeiten bei. Gern übernehmen wir für Sie: • Erledigung aller Formalitäten • Bestattungsvorsorge • Beantragung der Auszahlung von Lebens- und Sterbegeldversicherungen • Beantragung von Vorschussrenten • Hausbesuche

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34 Ausgewählte Adressen in Halle

Wohnen

Shopping

Gesundheit

Engel & Völkers Vermittlung von Wohnimmobilien Hansering 14 06108 Halle Tel.: 0345 / 470 49 60 www.engelvoelkers.com/halle

Audi Zentrum Halle ASA Autohaus GmbH & Co. KG Rennbahnkreuz 1 06122 Halle Tel.: 0345 / 21 15 70 E-Mail: info.audi@asa-gruppe.de www.audi-zentrum-halle.de

clever fit Halle-Mitte Burgstr. 33 06114 Halle Tel.: 0345 / 68 45 91 90 www.clever-fit.com

Erleben Autohaus Huttenstraße Gemeinsam in Bewegung Huttenstr. 92 06110 Halle Tel.: 0345 / 482 30 www.autohaus-huttenstrasse.de KÄNGURUH PRODUCTION Konzertagentur GmbH Am Steintor 10 06112 Halle Tel.: 0345 / 20 93 40 E-Mail: info@kaenguruh.de www.kaenguruh.de Tanzschule Eichelmann „Tanzen lernt man beim Profi“ Reilstr. 59 06114 Halle Tel.: 0345 / 684 84 98 www.tanzschule-eichelmann.de

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Kultur Beatles-Museum Halle Museum, Shop, Café auf 600 m² Alter Markt 12 06108 Halle Tel.: 0345 / 290 30 00 www.beatlesmuseum.net Cultourbüro Halle Konzerte & Künstler Karl-Liebknecht-Str. 21 06114 Halle Tel.: 0345 / 202 48 46 www.cultour-buero-herden.de Galeriecafé und Lesesaal täglich 24 Stunden Gastronomie Hauptbahnhof Halle Galerieebene 1. OG über nahkauf Bahnhofsplatz 1 06112 Halle Tel.: 0345 / 685 87 90


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Kartenvorverkauf TiM Ticket Tel.: 03 45/2 02 97 71 Galeria Kaufhof Halle Mo.–Fr. 7:00–19:00 Uhr Sa. 7:00–14:00 Uhr www.tim-ticket.de

Mo.–Sa. 9:30 – 20:00 Uhr

Sangerhausen Bernburg Dessau Wittenberg Eisleben Zeitz

Georg-Friedrich-Händel-Halle 29.10.16, 20.00 Uhr 06.11.16, 17.00 Uhr 11.11.16, 20.00 Uhr 13.11.16, 20.00 Uhr 19.11.16, 16.00 Uhr 26.11.16, 20.00 Uhr 27.11.16, 19.00 Uhr 30.11.16, 20.00 Uhr 14.12.16, 19.30 Uhr 04.12.16, 15.00 Uhr 20.01.17, 18.00 Uhr 29.04.17, 20.07 Uhr 21.05.17, 19.00 Uhr 27.–29.10.17, 20.00 Uhr

24.09.16, 16.00 Uhr 01.10.16, 20.00 Uhr 21.10.16, 20.00 Uhr 11.11.16, 19.30 Uhr 25.11.16 –18.12.2016 02.12.16, 20.00 Uhr 06.01.17, 20.00 Uhr 10. & 11.2.17, 20.00 Uhr 24.03.17, 20.00 Uhr 23.04.17, 20.00 Uhr

Ulrichskirche

15.30 Uhr 19.30 Uhr 16.00 Uhr 16.00 Uhr

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24. – 27.09.2016 27.09.16, 14.30 Uhr

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39,83 – 44,25 € 34,35 – 67,35 € 38,43 – 65,70 € 39,60 – 55,00 € 12,00 – 26,00 € 48,60 – 64,35 € 26,30 – 54,60 € 35,75 – 44,95 € 23,90 – 57,90 € 12,00 – 20,00 € 31,35 – 33,65 € 51,70 – 65,50 € 34,45 – 41,35 € 24,95 €

Giraffenaffenband ....................................................... Hagen Rether............................................................... Badesalz ....................................................................... Heißmann & Rassau.................................................... Weihnachtsrevue 2016.............................................. Michl Müller ................................................................. Stahlzeit ....................................................................... Caveman – Tour 2017 ................................................ Annett Louisan ............................................................ Kurt Krömer.................................................................

16,92 – 25,90 € 21,95 – 29,65 € 28,00 – 32,00 € 16,20 – 32,30 € 8,00 – 26,50 € 30,00 € 28,70 – 32,00 € 23,10 – 27,70 € 38,50 – 51,00 € 26,50 – 41,45 €

Die große Strauß Gala................................................ Jonny Hill..................................................................... Ladies sing the blues ................................................. The Gregorian Voices.................................................

10,00 – 32,00 € 33,00 – 36,00 € 20,05 – 23,35 € 17,85 – 25,55 €

Das singende klingende Bäumchen ......................... Der kleine Muck ..........................................................

13,96 € 13,96 €

Pavillonkonzert........................................................... Klassisches Erbe ........................................................ KRIMI total Dinner......................................................

7,36 – 18,36 € 11,76 – 22,76 € 72,00 €

HALLE MESSE Arena 08.04.17,

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20.00 Uhr

Paul Panzer ..................................................................

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108 Fahrenheit – Mein Herz...................................... wXw Shotgun..............................................................

19,95 € 16,99 – 28,99 €

Frankesche Stiftungen 16.00 Uhr 11.00 Uhr 19.30 Uhr 19.00 Uhr

The Acoustic Guitar Night.......................................... Praise the Lord ............................................................ Friend´n Fellow ........................................................... Katja Riemann liest Sofies Welt................................

18,95 – 25,00 € 7,00 – 18,00 € 18,95 – 25,00 € 45,10 – 50,05 €

21.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Sea + Air – Evropi Live ............................................... Faber............................................................................ The High Kings............................................................

13,90 € 15,00 € 29,45 €

ab 23.09.16, 19.30 Uhr ab 26.11.16, 19.30 Uhr ab 10.02.16, 19.30 Uhr

Der fliegende Holländer............................................. Tosca ........................................................................... Spring Awakening ......................................................

12,86 – 39,26 € 11,76 – 44,76 € 9,56 – 38,16 €

13.11.16, 27.11.16, 17.12.16, 21.01.17,

Objekt 5 27.09.16, 29.10.16, 23.11.16,

Arena

13.10.16, 18.10.16, 05.11.16, 07.11.16, 10.11.16, 21.11.16, 16.12.16, 22.01.17, 29.01.17, 31.01.17, 09.05.17, 12.05.17,

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 18.00 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Oper

Oper

Alle Preise verstehen sich zzgl. 1,- € Handlingsgebühr/Ticket.

Gewandhaus 11.10.16, 15.10.16, 23.04.17, 16.11.17,

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Haus Auensee 05.10.16, 21.10.16, 02.11.16, 22.11.16, 02.12.16, 23.12.16, 05.04.17,

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr

Messehalle 1

28.10.16, 20.15 Uhr 28.01.17, 14 & 20 Uhr 24.02. – 26.02.17

Werk II 21.10.16, 30.10.16, 01.11.16, 25.11.16, 13.01.17,

Giraffenaffenband Halle | Steintor

Leipzig

14.02. – 19.02.2017

Steintor

16.10.16, 21.10.16, 31.10.16, 26.12.16,

Heinz Rudolf Kunze .................................................... Ute Lemper ................................................................. Barclay James Harvest .............................................. Angelo Branduardi...................................................... Dancefriends – Die Tanzshow .................................. Jethro Tull perf. by Ian Anderson.............................. Ein Winter auf Mallorca, F. Chopin und G. Sand...... Helge Schneider ......................................................... A Musical Christmas .................................................. Der Traumzauberbaum 4........................................... Die Lochis.................................................................... OTTO ............................................................................ Steffen Henssler......................................................... Elsterglanz ..................................................................

| Markt (Stadthaus) | Medienhaus, Delitzscher Straße | Wochenspiegel, Mühlstraße 26 | Wochenspiegel & Super Sonntag, K.-Heinrich-Straße 21 a | Wochenspiegel & Super Sonntag, Breite Straße 31 | Wochenspiegel & Super Sonntag, Weyhegarten 1e | Super Sonntag, Hüttenstraße 16 | Super Sonntag, Karlsplatz 21 | Wochenspiegel & Super Sonntag, Kavalierstraße 78 | Wochenspiegel & Super Sonntag, Coswiger Str. 20 | DER Touristik Reisebüro, Markt 40 | Super Sonntag, Humboldtstraße 3 - 5

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.30 Uhr 20.00 Uhr

Schiller ........................................................................ Paul Simon .................................................................. Placebo........................................................................ Dr. Eckart von Hirschhausen .................................... Al Bano & Romina Power ........................................... Xavier Naidoo ............................................................. Excalibur ..................................................................... Ehrlich Brothers ......................................................... Ina Müller & Band ....................................................... Andrea Berg ................................................................ Sascha Grammel ........................................................ Bülent Ceylan – Kronk ...............................................

47,50 – 77,50 € 72,65 – 95,65 € 52,55 € 36,50 – 50,30 € 58,20 – 89,35 € 61,15 – 72,65 € 60,70 – 95,20 € 33,45 – 85,70 € 43,00 – 59,50 € 37,50 – 79,90 € 24,50 – 39,00 € 35,39 €

Stomp ........................................................................... 18,50 – 74,50 € Yann Tiersen ............................................................... 36,90 – 49,55 € Jose Carreras .............................................................. 112,47 – 157,47 € M. Jackson Memory Tour........................................... 67,90 – 97,90 € Symphonic rock in concert ....................................... 37,12 – 73,12 € Matthias Reim ............................................................. 44,50 – 63,50 € Laith Al- Deen .............................................................. 35,75 € Bonnie Tyler ................................................................. 46,95 € Jan Garbarek Group .................................................... 39,20 € Julia Engelmann „Eines Tages Baby- Upgrade“ ....... 25,45 – 30,95 € Goitzsche Front & friends........................................... 29,95 – 58,75 € Christina Stürmer ....................................................... 39,95 € Goldene Henne 2016 ................................................. 44,99 – 75,00 € Kings of Xtreme.......................................................... 23,15 – 55,05 € Disney on Ice .............................................................. 30,00 – 62,80 € Staubkind..................................................................... Letzte Instanz .............................................................. Seven ............................................................................ Project Pitchfork ......................................................... Pankow.........................................................................

24,90 € 24,90 € 27,80 € 32,05 € 32,15 €

RAP am Mittwoch....................................................... Teesy – Wünschdirwas .............................................. Alin Coen .................................................................... Maria Mena ..................................................................

18,30 € 27,10 € 22,70 € 39,05 €

Willy Astor.................................................................... Ingo Appelt.................................................................. Gregor Meyle ..............................................................

29,43 € 29,43 € 35,45 €

Täubchenthal 21.09.16, 03.10.16, 06.10.16, 31.10.16,

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Haus Leipzig 02.10.16, 19.11.16, 15.12.16,

18.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Magdeburg

Getec Arena 05.05.17, 06.09.17,

20.00 Uhr 20.00 Uhr

Ehrlich Brothers ......................................................... 33,65 – 85,90 € Sascha Grammel ........................................................ 34,00 – 39,00 €

Mercedes-Benz-Arena 20.10.16, 11.02.17,

20.00 Uhr 20.00 Uhr

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Jean-Michel Jarre ........................................................ 61,70 – 92,75 € Martin Rütter .............................................................. 35,00 €

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Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 12,9–12,8 · außerorts 7,3–7,2 · kombiniert 9,4–9,3; CO2-Emissionen kombiniert 214–212 g/km

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MZ Sonderveröffentlichung "Mein Halle – erstaunlich anders!"  

Sonderveröffentlichung der Mitteldeutschen Zeitung: "Mein Halle - erstaunlich anders!" Ausgabe September 2016

MZ Sonderveröffentlichung "Mein Halle – erstaunlich anders!"  

Sonderveröffentlichung der Mitteldeutschen Zeitung: "Mein Halle - erstaunlich anders!" Ausgabe September 2016

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