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Mittwoch, 13. Juni 2012

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Annaburg feiert

Leichtmatrosen auf großer Fahrt Line Dancer steuern „Black Pearl“. Von der Rieke in die Karibik. Ein kleines schwarzes Ruderboot, das gemeinhin in seichtem Wasser vor sich hin dümpelt, lebt derzeit seinen großen Traum aus. Unterstützung und Hilfe erfährt es dabei durch den Country Line Dance Club Annaburg. Dessen 18 Mitglieder haben sich entschlossen, den Kinoklassiker „Fluch der Karibik“ beim Festumzug durch Annaburg in Szene zu setzen.

Boot bekommt einen neuen Namen Hübsche Frauen und dreiste Piraten sollen das Boot, das eigens für seinen Auftritt von „Rieke“ in „Black Pearl“ umgetauft wurde, begleiten. Allen voran Lutz Schikowski, der den legendären Captain Jack Sparrow verkörpern

wird. „Auf die Idee mit dem Boot kamen wir beim Üben. Wir hatten einen Tanz zu Melodien aus ,Fluch der Karibik’ einstudiert, wobei uns in den Sinn kam, den Film für unser Festumzugsbild zu nutzen“, sagt Freizeitfreibeuter Schikowski. Er selbst habe in seiner Kindheit allerdings nie davon geträumt, als Pirat über die Meere zu schippern. Dann doch eher Western, Line Dance und Pferde. Drei Wochen intensiver Arbeit stecken in der kleinen „Black Pearl“. Segeltuch, Ausguck und Schatztruhe fehlen auf ihr ebenso wenig wie eine, wenn auch aufblasbare, vollbusige Galionsfigur. Um die Zuschauer während des Festumzuges passend zu überraschen, wollen die kostümierten Leichtmatrosen nicht nur Bonbons, sondern

Kathleen Schaubeck, Lutz und Birgit Schikowski, Marina Schräpler und Irena Wilke (von links) freuen FOTO: SVEN GÜCKEL sich auf ihre Fahrt in der „Black Pearl“ durch Annaburg.

trefflich zum Thema auch Rum verteilen. Sollte das Wetter sich nicht von seiner idealen Seite zeigen, so ist dies zumindest ein perfektes Mittel für Wärme von innen.

Für den Heimatabend wird fleißig geprobt Dass der Umzug durch die Stadt nur alle fünf Jahren aufgeführt wird, finden die Line Dancer vollends in Ordnung.

„Alles andere würde nur unnötig Druck erzeugen und Geld kosten“, betont Schikowski. Was aber keineswegs bedeutet, das den Tänzern das Heimatfest ansonsten egal wäre. Wie fast alle Vereine der Stadt liefern auch sie zum Heimatabend einen Auftritt, in dem sie zwei ihrer einstudierten Tänze aufführen wollen. Selbstredend zum Thema „Fluch der Karibik“. sgü

Annaburg feiert Sonderveröffentlichung Mitteldeutsche Zeitung Redaktion: Frank Grommisch (verantw.) Tel.: 03537 / 20 47 11 Anzeigen: Rainer Pfeil (verantw.) Tel.: 0345 / 565 21 00 Titel: Sven Gückel (Foto) Druck, Verlag und Redaktion: Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus GmbH und Co. KG, Delitzscher Straße 65, 06112 Halle

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Mittwoch, 13. Juni 2012

Annaburg feiert

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Mit Liedern quer durchs ganze Land „Gitte und Klaus“ erfreuen im „Musikantenstadl“ ein Millionenpublikum.

Zuschauer von einst erinnern sich gern Natürlich werden dabei auch Lieder aus dem „Oberhofer Bauernmarkt“ erklingen. „Das ist doch selbstverständ-

zur Stimmungsmusik und für volkstümliche Lieder ist dabei kaum oder gar kein Platz mehr. So kommt es zu der kuriosen Konstellation, dass „Gitte und Klaus“ beim Mitteldeutschen Rundfunk, ihrem Heimatsender, seltener gespielt werden als im Hessischen Rundfunk. In etlichen Programmen, so kritisiert Klaus Röder, fehle es inzwischen an Ausgewogenheit. Aber das Publikum sei den beiden treu geblieben. Auch daraus schöpfen sie Kraft für ihre Auftritte. Das Duo „Gitte und Klaus“, bekannt aus dem „Oberhofer Bauernmarkt“, freut sich auf seinen Auftritt in Annaburg. FOTO: FLOHR/ARCHIV

lich, waren wir doch 13 Jahre Stammsolisten“ in der beliebten DDR-Fernsehsendung. Klaus Röder erzählt von heiteren Begegnungen bei heutigen Konzerten. Leute, die damals als Kinder oder Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern das Programm verfolgten, haben jetzt Interesse zu erfahren,

was aus den Künstlern geworden ist. Zu erzählen hätten „Gitte und Klaus“ da recht viel, schließlich sind sie seit 1971 im Musikgeschäft. Doch gerade jetzt sind die Zeiten nicht einfach. Fernseh- und Rundfunkprogramme wurden oder werden umstrukturiert. Für Titel aus dem Schlagerbereich mit Tendenz

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Stadl“ mit Karl Moik 1990 in Cottbus. Jetzt wird Kurs auf Annaburg genommen. „Wir freuen uns darauf. Wir werden unser Bestes geben und die Erwartungshaltung der Gäste erfüllen.“ gro

Die „13“ ist eine Glückszahl des Duos Ebenso aus herausragenden Auftritten, so im im ARDVolksmusik-Flaggschiff „Musikantenstadl“. 13-mal waren sie bereits dabei, für sie eine Glückszahl. Sehr gern erinnern sie sich an einen Auftritt zu DDR-Zeiten in Wien und an den legendären „Wende-

Gern gesehen Keine 100, aber immerhin 99 Folgen des „Oberhofer Bauernmarkts“ sollen im DDR-Fernsehen bzw. im DFF zu sehen gewesen sein. Am 30. Januar 1974 ist die erste Ausgabe über die Bildschirme geflimmert. Bis zum Mai 1991, meist am Sonntagnachmittag, war die volkstümliche Unterhaltungssendung mit vielen bekannten Künstlern ein Garant für gute Einschaltquoten. gro

Unser Team freut sich auf Ihren Besuch und wünscht angenehme, sonnige Festtage. Sie finden uns in diesem Jahr vom 13. – 17. Juni im großen Festzelt auf dem Schlosshof!

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„Gute Laune ohne Ende mit Gitte und Klaus“ - dieses Programm wird am Sonntag zum „Schloss-Cocktail“ im großen Zelt auf dem Vorderschlosshof präsentiert. Gegen 17 Uhr, die Anfangszeit ist etwas abhängig vom Festzug am Nachmittag und dem folgenden Konzert der Spielmannszüge und Kapellen, wird es beginnen. „Das Programm beinhaltet ein breites Repertoire“ weckt Klaus Röder Neugier. Oldies werden erklingen, bekannte und neue Schlager und zum Beispiel ein großes DeutschlandMedley, mit dem gehe es einmal quer durch das Land. „Und ein bischen was zum Schunkeln ist auch dabei.“

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Annaburg feiert

Die Zeremonienmeisterin Elvira Liebig trägt zum dritten Mal Verantwortung für den großen Festzug. wiesen“, so ihr erster Eindruck. Beispielsweise setzt der Hundesportverein mit seinen Vierbeinern das Märchen „Rotkäppchen“ und die Filmserie „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ eindrucksvoll in Szene. Nicht ganz unstrittig war in der Vorbereitung ein Schauwagen des Sägewerkes, das seine Meinung zum Abgang des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff darstellen will. Von „zu karnevalistisch“ bis „moderne Note“ tendieren die Meinungen. Elvira Liebig sieht es gelassen. „Wichtig ist, dass es den Zuschauern gefällt.“

Bunte Bilder, fröhliche Menschen und Bonbonregen. Der alle fünf Jahre stattfindende Umzug ist zweifelsfrei der Höhepunkt des diesjährigen Annaburger Schloss- und Heimatfestes. Doch der farbenfrohe Zug ist kein Einfall des Glücks, sondern das Ergebnis harter, nervenaufreibender Arbeit. Sowohl durch diejenigen, die ihn mit ihrer Teilnahme bereichern, vor allem aber seitens der Organisatoren. Ihr Nervenkostüm, gibt Elvira Liebig offen zu, leidet derzeit kräftig. Seit Herbst vergangenen Jahres beschäftigt sie sich intensiv mit den Vorbereitungen.

Am Ablaufplan wird schon lange gefeilt Um nichts dem Zufall zu überlassen, kümmert sich Elvira Liebig um jedes einzelne der 51 angemeldeten Bilder, spricht mit deren Akteuren, koordiniert frühzeitig den Ablaufplan für den Festsonntag. Dabei stellt sie immer wieder unter Beweis, dass sie ihr Handwerk beherrscht. „Im-

Nach außen wirkt Elvira Liebig entspannt, doch sie denkt täglich an den Festzug.

merhin war ich bei Edwin Kretzschmann in der Lehre“, scherzt sie. Der Ehrenvorsitzende des Heimatfestvereins organisierte 1997 mit ihr gemeinsam den Festumzug, fünf Jahre später, im Jahr 2002 gab sie ihre Premiere in alleiniger Verantwortung. Von diesem Zug, der unter dem Motto „Märchen- und sagenhaftes Annaburg“ durch

die Stadt rollte, schwärmt Elvira Liebig noch heute. „Er ist für mich das Maß der Dinge, die Norm, die es zu erreichen gilt“, betont sie. Wie schon in den Vorjahren verlief der Zuspruch nach dem ersten Aufruf zur Teilnahme am Festzug überaus verhalten. Das ist normal, so Liebig. Um so aktiver, hektischer waren die jüngsten Wochen. Letzte Fein-

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FOTO: SVEN GÜCKEL

abstimmungen galt es zu treffen, abermals suchte die quirlige Frau alle Teilnehmer persönlich auf. Was sie dabei zu sehen bekam, freut sie.

In die Bildgestaltung fließen viele Ideen ein „Die Annaburger haben erneut großes Engagement be-

Wenn sich der Zug am Sonntagnachmittag gegen 13.30 Uhr in Bewegung setzt, werden Elvira Liebig einige Steine von der Seele fallen. Doch auch ihre Familie wird dankbar sein, dass diese Stressphase auf längere Zeit erst einmal vorbei ist. Ob sie sich diesen Druck in fünf Jahren erneut antun wird, weiß sie noch nicht. Falls der Umzug aber ihren Erwartungen entspricht, ist es die erneute Mühe vielleicht noch einmal wert. sgü

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Mittwoch, 13. Juni 2012

Annaburg feiert

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Über 50 Jahre mit Freude dabei Edwin Kretzschmann hat wesentlichen Beitrag zum Bewahren der Fest-Tradition geleistet. Das Schloss- und Heimatfest ist ein wesentlicher Teil seines Lebens. Immerhin seit 51 Jahren engagiert sich Edwin Kretzschmann für die Traditionsveranstaltung und, so ist ihm anzumerken, er fiebert auch der 175. Ausgabe entgegen. Vor allem freut er sich auf den Festzug. „Den gibt es ja nur aller fünf Jahre.“ Aber nicht allein deshalb wird Edwin Kretzschmann genauer hinschauen, schließlich hat er viele Jahre als Chef der Festzugkommission Verantwortung getragen.

Bilder zum Militär stoßen auf Missfallen Ein Umzug ist ihm in besonderer Erinnerung geblieben. Edwin Kretzschmann muss da nicht lange nachdenken, zu einschneidend waren die Ereignisse im Jahre 1976. Damals war die Geschichte Annaburgs als Festzug-Thema gewählt worden. Und zur Ortshistorie gehören nun mal das Militärknaben-Erziehungsinstitut und die Unteroffiziersvorschule. Aber das an sie im Festzug erinnert wurde, war der SED-Kreisleitung Jessen dann doch zu viel. Eine Verherrlichung des

Militarismus wurde dem damaligen Vorsitzenden des Festkomitees, Rudolf Bleistein, vorgeworfen, erinnert sich Kretzschmann. Die Folge war, dass die Heimatfestorganisatoren nach reiflicher Überlegung ihre Arbeit einstellten. Das Geld, über das zu dem Zeitpunkt noch verfügt wurde, bekam das Feierabendheim in Schweinitz. Von diesem Zeitpunkt an lag die Verantwortung vor allem wieder bei der Annaburger Stadtverwaltung. Allerdings, die Heimatfreunde hat es schon gewurmt, dass die Traditionsveranstaltung ab jenem Zeitpunkt nicht mehr so ablief, wie sie sich das vorstellten. Von ehemaligen Mitgliedern des Festkomitees und Einwohnern sei er ermuntert worden, berichtet Edwin Kretzschmann, das Heft des Handelns wieder in die Hand zu nehmen. So kam es 1988 im „Goldenen Ring“ zur Wiedergründung des Heimatfestkomitees. 1989 konnte dann wieder ein Schlossfest gefeiert werden, mit dem es gelang, an alte Qualitätsmaßstäbe anzuknüpfen. Und als die politische Wende vollzogen war, stand die Vereinsgründung an. Die Mitglieder

betrauten Edwin Kretzschmann mit den Aufgaben des Vorsitzenden, die er gern übernahm, bis er krankheitsbedingt kürzer treten musste. Aber seinem Grundsatz, sich einer Sache mit Leib und Seele zu verschreiben, wenn man sich für sie entschieden hat, ist er treu geblieben.

Als Dokumentator geht es zum Wecken Und so wird er am kommenden Sonnabend auch beizeiten in der Stadt zu sehen sein, um das traditionelle Wecken zu begleiten, nicht als Organisator, wie über viele Jahre, sondern als Dokumentator. Denn Edwin Kretzschmann ist gebeten worden, einen Film hierzu zu drehen. Schließlich hat er als einstiger Annaburger Ortschronist Übung darin, Bewahrenswertes festzuhalten. Übrigens, die Annaburger haben nicht immer am dritten Wochenende im Juni gefeiert. „Früher war das im August“, kann sich Edwin Kretzschmann erinnern. Wann der Festtermin geändert wurde und warum, ist noch zu ergründen. gro

Edwin Kretzschmann, Ehrenvorsitzender des Heimatfestvereins Annaburg, blättert in alten Unterlagen, die Erinnerungen an voranFOTO: FRANK GROMMISCH gegangene Schlossfeste auffrischen.

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Annaburg feiert

StarsundSternchengeben sich ein Stelldichein Aus Anlass des Jubiläums wird den Annaburgern und ihren Gästen bis zum Sonntag eine Fülle an Angeboten unterbreitet. Rund 30 Veranstaltungen sind für die Gäste des 175. Schlossund Heimatfestes in Annaburg vorbereitet. Die Organisatoren hoffen, für jeden Geschmack etwas anzubieten. Mit der folgenden Übersicht möchte es Ihnen die MZ erleichtern, das Passende für sich herauszusuchen.

19.30 Uhr: Feierliche Eröffnung des 175. Schloss- und Heimatfestes mit Ziehung der Gewinner des Preisausschreibens; danach Comedy-Show mit „Söhne Mamas“ (Festzelt auf dem Vorderschlosshof)

Mittwoch 13. Juni

18 Uhr: Öffnung Festplatz mit Fahrgeschäften und verschiedenen Verkaufsständen

20.45 Uhr: Übertragung des EM-Fußballspiels Niederlande gegen Deutschland - gestaltet und unterstützt durch den Sportverein Grün-Weiß Annaburg und den Heimatfestverein (Festzelt auf dem Vorderschlosshof)

Donnerstag 14. Juni 15 Uhr: Kaffeetafel für die Senioren - betreut durch die Sekundarschule Annaburg und die Bäckerei Käpernick, um die musikalische Unterhaltung kümmert sich Herbert Bretfeld (Festzelt auf dem Vorderschlosshof)

Freitag 15. Juni

18.30 Uhr: Heimatabend unter dem Motto „Stars und Sternchen treffen sich in Annaburg“; das Programm wird gestaltet durch Annaburger Schulen, die Kindertagesstätte, Vereine und unterstützt von der Schloss-Apotheke Annaburg; anschließend wird eine After-Show-Party mit „The Porthers“ geboten (Zelt auf dem Vorderschlosshof)

Sonnabend 16. Juni 6.30 Uhr: Wecken 10 Uhr: Hähnekrähen auf

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dem Marktplatz (ausgerichtet vom Geflügelzuchtverein Annaburg)

17 Uhr: Rhythm & Blues und Folk-Rock mit Roland Berens (Vorderschloss)

10 Uhr: Öffnung Festplatz

20 Uhr: Schloss-Open-Air mit „Spritzkuchen“ (Festzelt auf dem Vorderschlosshof)

10 Uhr: Frühschoppen mit den „Elstertaler Blasmusikanten“ aus dem Elbe-Elster-Kreis und einem Überraschungsgast, unterstützt durch die Auch GmbH Spedition und Lagerei und den „Goldenen Ring“ (Zelt auf dem Vorderschlosshof) 11 bis 17 Museums mit einer zum 175. matfest

Uhr: Öffnung des im Hinterschloss Sonderausstellung Schloss- und Hei-

14 bis 18 Uhr: Kinder-SpielMarkt mit dem Turnier für kleine Ritter (Schlossgraben) 15 Uhr: Mini-Playback-Show mit Akteuren der Annaburger Grundschule (Zelt auf dem Vorderschlosshof) 17 Uhr: Programm des Forstlichen Gesangvereins Annaburg und der Jagdhornbläsergruppe „Weidmanns Heil“ aus Jessen (Hinterschloss)

21.30 Uhr: Schloss-Open-Air mit „Rockpirat“, unterstützt durch die Sparkasse Wittenberg (Freilichtbühne an der Grundschule) 22.30 Uhr: Electro Annalyse (Schlosskeller auf dem Festplatz)

Sonntag 17. Juni 11 Uhr: Öffnung Festplatz 11 bis 17 Museums mit der zum 175. matfest

Uhr: Öffnung des im Hinterschloss Sonderausstellung Schloss- und Hei-

13.30 Uhr: großer Festzug durch die Stadt unter dem Motto „Stars und Sternchen treffen sich in Annaburg“ ca. 15 Uhr: Platzkonzert mit

der „Geilen Gugge“ aus Belgern sowie den am Festzug beteiligten Kapellen und Spielmannszügen (Schlosshof) 17 Uhr: Annaburger „SchlossCocktail“ mit dem Gesangsduo „Gitte und Klaus“, unterstützt durch Edeka Höhne

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3. Juni 2012

Annaburg feiert

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Zu den imposanten Bauwerken in Annaburg gehört das Hinterschloss. In ihm befindet sich ein Museum, in dem zum Jubiläumsfest eine Sonderausstellung gezeigt wird. FOTO: F. GROMMISCH

(Festzelt auf dem Vorderschlosshof) 18.30 Uhr: Unterhaltung mit Dobby und Freunden (Festzelt auf dem Vorderschlosshof) 20.45 Uhr: Übertragung des EM-Fußballspiels Dänemark

gegen Deutschland, gestaltet und unterstützt durch GrünWeiß Annaburg und den Heimatfestverein (Festzelt auf dem Vorderschlosshof) 22.30 Uhr: Schloss-Feuerwerk (Vorderschlosshof), anschließend Fest-Ausklang

Einschränkungenbeim Parken Aufgrund des Festzugs besteht am Sonntag, 17. Juni, von 12 bis 15.30 Uhr in folgenden Straßen Parkverbot: Züllsdorfer Straße (einschließlich Parkplatz), Schlossstraße, Torgauer Straße, Markt, Holzdorfer Straße, Schul-

straße, Töpferstraße, Hinterstraße, Mühlenstraße, Feldstraße, Ackerstraße und Friedensstraße. Zudem kann es während des Festzugs durch die Stadt zu weiteren Einschränkungen kommen.

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Annaburg feiert

„Rockpirat“ auf derOpen-Air-Bühne Darauf haben die Freunde des SchlossOpen-Airs in Annaburg einige Jahre warten müssen. Doch zum 175. Schlossfest ist es wieder mal soweit. Es gibt nämlich ein Freiluftkonzert und das an einem anderen Ort. Erstmals wird dafür das Areal zwischen Grundschule und Schlosskirche genutzt. Hier steht die große Bühne, auf der Sonnabend ab 21.30 Uhr die Gruppe „Rockpirat“ durch die Nacht begleiten wird. „Rockpirat“ aus Weimar in Thüringen ist seit rund 20 Jahren in Deutschland bekannt. Der Geburtstag wurde im vorigen Jahr in der Heimatstadt gefeiert. Und nach mehreren Auftritten in der Elbe-Elster-Region ist auch hier die Anzahl der Fans gewachsen. Neben Sängerin Katharina Radig gehören fünf Männer zu der Truppe, die einst aus zwei Schülerbands, „Across“ und „Die letzten Helden“, hervorging. Anfangs hatten sich die Künstler dem Deutschrock verschrieben, doch inzwischen gehören internationale Hits der 80er, 90er und das Beste von heute dazu. Grundlagen des Erfolgs sind Vielfalt, eine attraktive Bühnenshow und Fingerspitzengefühl bei der Musikauswahl, damit das Publikum richtig Spaß hat. gro

Waltraud Meißner und Detlef Schulze betrachten die Heimatfestfahne, die ebenfalls in der Ausstellung FOTO: S. GÜCKEL zu sehen sein wird.

„Es rosten die stärksten Motoren“ ist erklungen Verein dokumentiert die Historie des Heimatfestes. Kein anderes Fest kann in Annaburg auf eine solch lange Tradition verweisen wie das Schloss- und Heimatfest. Trotz einzelner Rückschläge hat es die vergangenen 175 Jahre gut gemeistert. Der Blick über den eigenen Tellerrand gehört für die Mitglieder des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege zur gängigen Praxis. Um ihre Vereinsarbeit ergebnisreich vorantreiben zu können, widmen sie sich auch Themenfeldern, die eigentlich anderen Vereinen „gehören“. Jüngstes Beispiel: Die Geschichte des Annaburger Heimatfestes. Noch nie, so Detlef Schulze, der beiden Vereinen zugehörig ist, hat jemand die komplette Historie des Festes aufgearbeitet. Die Folgen dieses Defizits bekamen die Heimatgeschichtler nun zu spüren. Denn über die 1837 vom damaligen Kantor Daniel Große als Kinderfest initiierte Veranstaltung gibt es nur wenig geschichtliches Material. Fotografien, Schriftzeugnisse oder andere Belege früherer Jahrzehnte sind absolute Mangelware. Was die Arbeit des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege, der im Annaburger Schloss eine Ausstellung zum Thema vorbereitete, erschwerte. „Belegbar sind nur einzelne Hinweise oder Epi-

Jeweils ab 11Uhr Einen interessanten Einblick in die Geschichte des Schul- und Heimatfestes bietet die Ausstellung, die der Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege im Museum im Hinterschloss eingerichtet hat. Zu besichtigen ist die Schau am Festwochenende Samstag und Sonntag jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. sgü

soden, etwa eine Auflistung der durchgeführten Kinderspiele oder der Fakt, dass bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges das Fest am zweiten Juliwochenende stattfand“, sagt Schulze. Dokumentiert ist auch die erstmalige Erwähnung eines Festkomitees im Jahr 1897. Zu jener Zeit hielt bei der Festvorbereitung der Schulvorstand noch das Zepter in der Hand; ohnehin hatte die Schule damals einen höheren Stellenwert im Ort, als es heute der Fall ist. Keineswegs unbekannt ist, dass in früheren Jahren das Kinderfest, das 1931 erstmalig als Volks- und Heimatfest betitelt wurde, lange Zeit in Höhe des heutigen Schützen-

platzes stattfand. Anders als in der aktuellen Epoche wurde sonn- und montags gefeiert, hielt man an beiden Tagen einen Umzug ab, wurde das Fest mit einer Predigt des Pfarrers eröffnet und klang immer auf dem Marktplatz aus. „Amüsant hierbei ist vielleicht der Umstand, dass man bis zum letzten Fest vor dem Krieg im Jahr 1939 immer gemeinsam das Lied ,Nun danket alle Gott’ sang. Hingegen wurde ab 1946 ,Es rosten die stärksten Maschinen’ angestimmt“, berichtet Detlef Schulze. Das erste Musikfeuerwerk 1992 oder die Weihe der Vereinsfahne 1995 sind markante Punkte der jüngeren Festgeschichte. Heimatliebe, Heimatstolz und Traditionspflege sind maßgebende Eckpfeiler des Fortbestandes des Annaburger Heimatfestes. Allerdings hat das Fest nur eine Zukunft, wenn die Jüngeren diese Traditionspflege aufgreifen und beginnen, Verantwortung zu übernehmen. „Als wichtig erachte ich auch, dass wir uns alter Bräuche und Traditionen erinnern. Etwa der, die Kinder wieder stärker in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen“, betont Schulze. Denn Feste überdimensionalen Ausmaßes seien seiner Ansicht nach in Zukunft kaum noch zu finanzieren. sgü


Mittwoch, 13. Juni 2012

Annaburg feiert

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Sensibilisiert fßr Umweltschutz Grundschßler fßhren ein Musical auf. Der Schutz der Umwelt ist in vieler Munde. Er ist beliebtes Thema bei Politikern und Aktivisten, fßllt Bßcher und Hochglanzmagazine. Eher selten zu Wort kommen dabei aber jene, die es am stärksten betrifft: Kinder, denen die eigene Zukunft auf dem blauen Planeten noch bevor steht. Anlass genug fßr die Grundschßler aus Annaburg, sich zu dieser Thematik lautstark bemerkbar zu machen.

Kinder schreiten gegen Verschmutzung ein Gemeinsam mit Musiklehrerin Sibylle Harm studierten die Kinder mehrere Monate ein Musical ein, dessen Titel bereits deutlich auf den Inhalt verweist: „Wir Tiere sind ganz arme Schweine.“ Der Inhalt ist schnell erzählt. Alle um und in einem Teich lebenden Tiere fĂźhren ein zufriedenes Leben bis zu dem Augenblick, als die Menschen ihn fĂźr sich entdecken. MĂźll wandert ins Gewässer, verschandelt das Umfeld und schränkt den Lebensraum der Tiere ein. Einzig die Kinder der UmweltsĂźnder erkennen das AusmaĂ&#x; der Misere und schreiten ein. Sie bereinigen den Teich und machen sich zugleich daran, die Erwachsenen Ăźber ihr Missverhalten aufzuklären. „Besser und tiefgrĂźndiger lässt sich das Thema mit Kindern kaum behandeln. Dadurch, dass sie sich solange damit beschäftigten, bleibt auch viel vom Wesen des Umweltschutzes in ihrem Ge-

dächtnis haften“, glaubt Harm. Sie selbst hat bereits gute Erfahrungen mit derartigen Musikprojekten sammeln kĂśnnen. An ihrer Stammschule in Jessen, von der man sie fĂźr ein Jahr nach Annaburg abgeordnet hat, wurden bereits mehrfach Konzepte dieser Art umgesetzt. Die von ihr in Annaburg ins Leben gerufene AG Musical fand bei den Kindern schnell Zulauf. Mehr als 20 SchĂźler wirkten hier mit und stellten zugleich die Kerntruppe des Umweltmusicals. UnterstĂźtzt wurden sie in ihrem MĂźhen auf der BĂźhne von weiteren Kindern der ersten bis vierten Klasse der Grundschule Annaburg.

Das Leben der Tiere in und an einem Teich wird schwerer, als Menschen das Naturidyll fĂźr sich entdeFOTOS: SVEN GĂœCKEL cken, es aber nicht pfleglich behandeln.

Premiere stĂśĂ&#x;t auf groĂ&#x;es Interesse Was Sibylle Harm vom Beginn ihrer Arbeit an gefiel, war die Musikalität vieler Kinder. Auch sprachliche Geschicklichkeit bescheinigte sie ihren Protagonisten. Mehr als 200 Eltern, GroĂ&#x;eltern und Geschwister verfolgten die Premiere des StĂźcks im „Goldenen Ring“. Viele von ihnen hatten selbst ihren Beitrag zum Gelingen der einstĂźndigen Show geleistet. Denn sowohl Teile der BĂźhnendekorationen als auch die KostĂźme der Kinder wurden in Heimarbeit gefertigt. Damit sich die Aufwendungen und MĂźhen der Proben wirklich lohnen, folgten in kleinerem Rahmen bereits weitere Gastspiele in den DRK-Pflegeheimen. sgĂź

  

         

              

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Die Mädchen und Jungen setzen sich dafßr ein, dass der Mßll nicht einfach in die Landschaft geworfen wird.

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Mittwoch, 13. Juni 2012

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Annaburg feiert

Ich wünsche allen Gästen und Besuchern ein sonniges Heimatfest!

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Die Schüler der Klasse 5b der Sekundarschule freuen sich darauf, ihr selbst inszeniertes PuppentheaFOTOS: SVEN GÜCKEL ter in Annaburg, aber auch in Wittenberg präsentieren zu dürfen.

Neun Schuhe kommen durch die ganze Welt Sekundarschule lässt beim Umzug die Puppen tanzen.

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Annaburgs Sekundarschüler lassen demnächst die Puppen tanzen. Wenn sich aus Anlass des 175. Schloss- und Heimatfestes „Stars und Sternchen“ in der Stadt treffen, gehören für die Schüler selbstredend auch Akteure der Annaburger Puppenkiste dazu. Angelehnt an ihre Vorbilder aus Augsburg tanzen sie über die ihnen bereitete Bühne und erzählen Geschichten aus den Weiten dieser Welt. In Anbetracht des diesjährigen Gedenkjahres an die Gebrüder Grimm haben sie das Märchen „Sechse kommen durch die Welt“ in ihr Programm aufgenommen. „Um dieses Vorhaben umzusetzen, wurden ein Jahr lang Ideen entwickelt, Puppen und Bühnendekoration gebastelt sowie Texte einstudiert“, sagt Ulrike Kruk, Klassenleiterin der 5 b und Initiatorin des Projekts. Das Besondere an den an Holzstangen geführten Puppen ist das Material, aus dem sie geschaffen sind. Statt eines Wollknäuels und Knöpfen im Gesicht, lächelt den Betrachter ein alter Schuh an. Eine durchaus amüsante Idee, die zudem ihresgleichen sucht. Zur Aufführung kommt das Märchen beim

Jugendliche der Kunstkurs AG unterstützen verschiedene Aktivitäten in der Schule und leisten dafür Zuarbeiten.

Heimatfest aber noch nicht. „Realistisch ist viel eher ein Premieren-Abend zu Beginn des neuen Schuljahres“, blickt Kruk voraus. Bis dahin bleibe der Klasse noch ausreichend Zeit, das kleine Schauspiel text- und gesanglich zu proben, um die neun Puppen und die kreative Bühnendekoration gebührend in Szene zu setzen. Wenn es gewünscht ist, könne sich die Klasse auch Gastspiele in umliegenden Kindergärten vorstellen, unterbreitet die Lehrerin ein entsprechendes Angebot. Fest gebucht ist auf jeden Fall schon die Teilnahme am Umzug aus Anlass der Literaturtage Wittenberg. In diesen reiht sich die spätere 6 b ein, um mit der Annabur-

ger Puppenkiste ihre Schule zu vertreten. Um das Projekt Puppenbühne beim Festumzug durch Annaburg gebührend ins Bild zu rücken, erhalten die Schüler Unterstützung vom Kunstkurs ihrer Schule. Unter Anleitung von Kunstlehrerin Beatrix Schauer werkeln neun Jugendliche unter anderem an einer großen Papptafel, die auf die Theatertruppe aufmerksam machen soll. Dieser Hinweis ist aber nur ein Teil von dem, womit sich die Gruppe derzeit beschäftigt. Ebenso auf ihrem Plan stehen markante Infoelemente, mit denen auf den Tag der offenen Tür am Samstag verwiesen wird. sgü


Mittwoch, 13. Juni 2012

Annaburg feiert

Ihr Herz schlägt im Takt des Fußballs Seit drei Generationen wird gern gekickt. Drei Generationen, ein Verein, eine Leidenschaft. Dem eigenen Körper über viele Jahre Höchstleistungen abzuringen, hat bei Klöppings gute Tradition. Seit drei Generationen widmen sich die männlichen Nachkommen der Familie dem Fußball, und das ausschließlich bei GrünWeiß Annaburg.

Mehr als eine Freizeitbeschäftigung Ein Leben ohne Fußball ist für Klaus Klöpping undenkbar. Als Zwölfjähriger zog der Annaburger erstmalig die Stulpen an und kann bis heute nicht von ihnen lassen. „Sport ist mehr als reine Freizeitbeschäftigung. Sport gibt deinem Leben etwas zurück“, sagt der 74-Jährige aus tiefster Überzeugung. Diese für ihn wichtige Einstellung gab er wann immer möglich auch an seine Kinder und Enkel weiter. Mit dem Ergebnis, dass alle männlichen Familienmitglieder ihr Herz dem Fußball schenkten. Abgesehen von einer kurzen „Delegierungsphase“ während der Armee-Zeit zu „Vorwärts“ Weißenfels hat Klaus Klöpping nie ein anderes Trikot getragen als das der Annaburger. Bis zu seinem 40. Lebensjahr war er für die Grün-Weißen als Torwart aktiv. Doch dem Ende der Laufbahn als Spieler folgte nicht der Abbruch, sondern ein nahtloser Übergang in die des Trainers. Schon 1959 begann er sein Wissen als Übungsleiter an

Schüler und Knaben weiter zu geben, wie die damalige Unterteilung der verschiedenen Altersklassen noch lautete. Vier Jahre später untermauerte er sein diesbezügliches Ansinnen mit der erfolgreichen Prüfung zum Trainer. Insgesamt vier Stufen belegte Klöpping, die höchste befähigte ihn sogar dazu, eine DDR-Oberliga-Mannschaft zu trainieren. Dass er diesen Lehrgang 1976 gemeinsam mit dem damals noch aktiv für Dynamo Dresden spielenden Eduard Geyer absolvierte, erfüllt ihn bis heute mit einem gewissen Stolz. Dass derlei Ehrgeiz und Talent auf die Söhne Karsten und Heiko überschlug, ist kaum verwunderlich. Wie der Vater wollten auch sie sich auf dem Rasen austoben und meldeten sich deshalb mit Schulbeginn in dem für sie einzig denkbaren Verein an. „Unser erster Trainer war

Bei Horst Krüger in die Lehre gegangen Horst ,Beppo’ Krüger. Für uns war er damals ein Idol, und das nicht nur wegen des Motorrads, mit dem er unterwegs war“, blickt Karsten Klöpping amüsiert zurück. Gleichsam im Gedächtnis haften geblieben ist den Zwillingen auch das Ritual, vor jedem Training bei einem Händler im Ort eine Brause zu kaufen. Bis in den Männerbereich hinein spielte das Brüderpaar zusammen und in einer Mannschaft. Auch

Klaus, Karsten und Florian (v.r.) Klöpping fanden sich stellvertreFOTO: S. GÜCKEL tend für die ganze Familie zum Fototermin ein.

heute noch, da beide mit 47 Jahren zu den Alten Herren gehören, findet man sie ab und an auf dem Sportplatz, allerdings nicht mehr im Angriff, wie in den „wilden Jahren“. Seinen Rückzug aus der ersten und später der zweiten Männermannschaft von Grün-Weiß begründet Karsten Klöpping vor allem mit der beruflichen Einbindung. Die von den Brüdern und deren Frauen gegründe-

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Reihenweise gibt es gute Tipps te Intersport-Filiale erfordert derart viel Kraft und Aufmerksamkeit, dass es galt Prioritäten zu setzen. Umso mehr freuen sich beide Männer, dass ihre Söhne die Familientradition fortsetzen. Die Cousins Max (21) und Florian (20) spielen bereits in einer Mannschaft, Lukas (14) erkämpft sich in der CJugend seine Sporen. Vom Talent und dem Ehrgeiz der Väter und des Großvaters wollen sie natürlich profitieren. Zumindest gute Tipps und Hinweise gibt es reihenweise. Doch während Karsten und Heiko Klöpping zeitweise noch vom eigenen Vater trainiert wurden und es dabei fast bis zum Gewinn des FDJ-Bezirkspokals schafften, setzt die jüngere Generation auf das Wissen anderer Talente aus Annaburg. Allen voran des heutigen Trainers der ersten Mannschaft, Uwe Rohlick. „Unter ihm habe ich erst richtig gelernt, Fußball zu spielen“, beteuert Florian. Dass er die Fußballschuhe bis heute schnürt ist aber auch ein Verdienst seines Opas. Immerhin, so der Jessener, habe der ihn im Kinder- und Jugendbereich vor jedem Training abgeholt, nach Annaburg gefahren und anschließend wieder nach Hause gebracht. Die aktuelle positive Entwicklung des Vereins freut die Klöppings über alle drei Generationen hinweg. Angesichts dieser Leidenschaft ist nicht ausgeschlossen, dass auch eine vierte Generation Fußball-Klöpping in Annaburg folgen wird. sgü

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Mittwoch, 13. Juni 2012

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Annaburg feiert

Abenteurer und Märchenprinzen Themen haben angesprochen.

Im Zug vor zehn Jahren unter dem Motto „Märchen- und sagenhaftes Annaburg“ waren sogar die Schlümpfe präsent, und „Rapunzel“ hat ihr langes Haar herunter gelassen. 2007 rollten auch Piraten FOTO: FRANK GROMMISCH (2), THOMAS CHRISTEL über die Straßen der Stadt.

Da man lediglich aller fünf Jahre in Annaburg einen erleben kann, ist das Interesse groß, sich den Festzug durch die Stadt anzuschauen. Dabei werden auch Erinnerungen an die prächtigen Bilder in den vergangenen Jahrzehnten wach. Vor fünf Jahren ging „Annaburg auf Abenteuerreise“. Hunderte Mitwirkende hatten 60 Bilder gestaltet. Piraten, Ölscheichs, Indianer, Roboter und andere waren auf Achse und wurden begeistert gefeiert. Geschwärmt wird auch heute noch von dem Tross, der sich unter dem Titel „Märchenund sagenhaftes Annaburg“ im Jahre 2002 über die Straßen bewegte. Zuvor waren viele Ideen zusammengetragen worden. „Herausgekommen ist ein wahrhaft phantastisches Bildermeer, farbenprächtig und überaus fanta-

sievoll“, schrieb die MZ. Gezeigt wurden Märchen von Grimm bis Andersen, ebenso moderne Kinderfiguren. Pippi Langstrumpf ritt auf ihrem Pferd daher, Pumuckl und Meister Eder ließen sich kutschieren, wie auch Biene Maja mit ihrem Willi. gro

Festzug zum175. Wer am 17. Juni den Festzug durch Annaburg nicht verpassen möchte, der sollte sich spätestens um 13.30 Uhr einen günstigen Standplatz gesucht haben. Über 50 Bilder werden zu sehen sein, alle unter dem Motto „Stars und Sternchen treffen sich in Annaburg“. gro

07.07.2012 14.00 Uhr

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