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NUMMER 2 · Juni 2010

Was für eine WM! Rückblick auf zwei Wochen WM

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WIE GEHT ES WEITER? Die DEL in ihrer größten Krise

eishockey-blog.com

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2010 WM Deutschland

DIE WM

Ein Unvergesslicher Tag

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Rückblick auf des WM-Eröffnungsspiel auf Schalke

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er 7. Mai 2010 war ein Tag, den jeder Eishockey-Fan, der beim WMEröffnungsspiel zwischen Deutschland und den USA live dabei war, nie mehr vergessen wird. Es war ein Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde. 77.803 Zuschauer sahen das Spiel - so viele, wie noch nie zuvor.

Viele Fans aus Deutschland waren an diesem Tag auf den Straßen, um beim WM-Eröffnungsspiel live dabei zu sein. So ge, unter anderem aus Berlin, voll wie der Bus-Parkplatz war, Hamburg und Hannover, im Einhatte ich das Gefühl gehabt, satz. dass ganz Deutschland vor Ort war. Der Berliner Sonderzug Aber nicht nur mit Bussen machte sich mit 20-minütiger waren die Fans unterwegs. Verspätung auf den Weg nach Nein, es waren auch Sonderzü- Gelsenkirchen. Es waren rund

Foto: F. Kipple

Neben dem neuen Zuschauerrekord kam dann auch noch der Sensationssieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft dazu. Es war ein rundum gelungener Tag.

650 Leute in diesem Zug. Die Stimmung bei der Zugfahrt - sie dauerte immerhin gute sechs Stunden - war sehr gut. Was natürlich an den beiden SambaWagen lag, wo man sich schon einmal in Stimmung für´s Spiel bringen konnte.

77.803 Zuschauer sorgten auf Schalke für eine einmalige Atmosphäre

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Der überraschende Sieg der deutschen Mannschaft krönte den Abend.

Foto: F. Kipple

Wer nicht unbedingt in den Samba-Wagen wollte, hatte sich teilweise stundenlang fest gequatscht mit Freunden. Aber wann hat man schon mal Zeit dafür, mit seinen Freunden vom Eishockey einen ganzen Tag zu verbringen? Was eine Eishockey-WM von einer Fußball-WM unterscheidet, zeigte sich mir an diesem Tag. Da trafen Fans verschiedener Mannschaften aufeinander. Während es beim Fussball gelegentlich zu Auseinandersetzungen zwischen Fans verschiedener Mannschaften kommt, feierte man beim Eishockey

GEMEINSAM ein Eishockeyfest. Da konnte man sich mit jedem Fan unterhalten und lachen. So macht eine solche Veranstaltung Spaß.

der Sieg Machte das Ganze dann noch perfekt. Klar, man hatte sich gegenseitig mal angestichelt mit Sprüchen oder Gesängen. Aber da ist ja normal und kann durchaus witzig sein. Man lachte dann darüber gemeinsam.

Zum Spiel kann man nur sagen - GENIAL. Das Spiel super, die Stimmung ebenso. Und der Sieg hatte das Ganze dann noch perfekt gemacht. Eine deutsche Mannschaft, die den Fans endlich wieder Spaß gemacht hat. Zu oft wurde man von der Nationalmannschaft in den letzten Jahren bitter enttäuscht. Doch dieses Spiel entschädigte für die Qualen der letzten Jahre. Ein klasse kämpfendes Team und ein unglaublicher Teamzusammenhalt. Das war eine eingeschworene Truppe, die den Sieg unbedingt wollte.

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Danach verteidigte das DEBTeam gegen immer stärker werdende Amerikaner. Immer wieder stand dieser „Teufelskerl“ Dennis Endras (Augsburger Panther) im Weg.

Alle Fans waren bereits zufrieden gewesen mit diesem einen Punkt. War doch den meisten Fans vorher klar gewesen, dass man hier zu einem Spiel fährt, bei der die Nationalmann-

Foto: F. Kipple

Was war das für ein Jubel, als Michael Wolf (Iserlohn Roosters) die Deutschen in Führung geschossen hatte. Gänsehaut pur (26. Minute).

Doch elf Minuten vor dem Ende des Spiels war für einen Moment Ruhe in der „Arena auf Schalke“. Ryan Carter hatte den verdienten 1:1-Ausgleich erzielt. Aber nach dem Schock folgte ein toller Support der Fans. Mit den Fans im Rücken rettete sich das DEB-Team in die Verlängerung.

schaft so oder so als Verlierer waren bange Momente, die eivom Eis geht. Nichts Anderes nem endlos vorkamen. Doch als der Schiri wieder auf´s Eis zuwurde erwartet. rückkam und auf Tor entschied, Und dann diese Verlängekonnte alle ein zweites Mal jurung. 21 Sekunden waren gerabeln. de gespielt, da brannte ein unWas war danach im Stadifassbarer Jubelsturm auf. Felix Schütz (Portland Pirates) hatte on los: „Super Deutschland“, Deutschland“, einen Schuss von Constantin „Deutschland, Braun (Eisbären Berlin) abge- „Oh wie ist das schön“,... - verfälscht und der Puck ging hinein schiedene Gesänge wurden angestimmt. Die Fans waren einfach nur überglücklich über den „Oh, wie Spielausgang.

ist das schön“

ins Tor. Die Spieler jubelten wie wild, rannten alle zu Torwart Dennis Endras, der das Team mit unglaublichen Paraden überhaupt erst im Spiel gehalten hatte. Doch einer war in diesem Moment ganz ruhig - Bundestrainer Uwe Krupp. Er sah, wie der Schiedsrichter anzeigte, dass er zum Videobeweis gehe. Es

vor Ort waren. Machen wir es also kurz: Es waren Fans aus der DEL, der 2. Bundesliga, der Regionalliga, der Oberliga, und, und, und da. Selbst Fans, deren Verein es gar nicht mehr gibt, waren live vor Ort.

Da sieht man mal, wie populär dieser Sport „Eishockey“ überhaupt ist. So ein Event sollte man mindestens einmal im Jahr machen, weil es unheimlich viel Spaß macht, in einer so groDass die Sonderzüge dann ßen Menge ein Eishockeyspiel am Ende mit großer Verspä- anzuschauen. tung Gelsenkirchen verließen, Der 7. Mai 2010 war der Aufwar uns Fans egal. Zu euphorisiert war man noch gewe- takt, für eine unglaubliche und sen. Realisiert hatte den Sieg unfassbare WM, bei der die glaube ich keiner zu diesem deutsche Eishockey Nationalmannschaft Geschichte schrieb. Zeitpunkt. Am Ende wurde das DEB-Team Um aber noch einmal auf das Vierter bei der „WM der ÜberraThema mit den Fans zurückzu- schungen“. — KF kommen. Es würde unglaublich lange dauern, alle Vereine aufzuzählen, von denen Fans Zum Blättern einfach die Pfeiltasten verwenden 45


2010 WM Deutschland

DIE WM

Neun Spiele des Jahres

Alles begann am 7. Mai mit dem Rekord. Weltrekord auf Schalke. 78.803 Fans kamen zum Eröffnungsspiel in die Schalker Fußballarena, um DAS

Eishockeyspiel des Jahres zu sehen. Zumindest war es bis zu diesem Zeitpunkt DAS Spiel des Jahres. Deutschland ging nicht nur in Führung, sondern gewann auch noch völlig überraschend in der Overtime. Angesteckt von der Euphorie rund um dieses Ereignis steigerte sich die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp von Spiel zu Spiel. Steckte Rückstände und Niederlagen weg. Sicherte sich den Klassenerhalt und spielte in der Zwischenrunde DAS Spiel des Jahres – gegen Russland! Russland war bis dato ungeschlagen im Turnier und sollte es auch nach dem Spiel gegen die Gastgeber bleiben. Doch

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Deutschland brachte die rote Maschine ins Stottern. Ein sensationelles 3:2 luchste man dem Rekordweltmeister ab. Trotz dieser Niederlage musste man die deutsche Mannschaft in den höchsten Tönen loben. Waren doch alle russischen Reihen gespickt mit Superstars: von Ilja

Kovalchuck über Pavel Datsyuk und Maxim Afinogenov bis hin zu Alexander Ovechkin. Ein wahrer Zuckerschlecken war das Line Up der Russen, die wohl gegen die Slowakei IHR Spiel des Jahres spielten. Zumindest ist es genau dieses siebte Spiel der WM, das mir

Foto: S. Kipple

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ass Eishockeyschauen so anstregend sein kann, war mir nicht bewusst. Doch zwei WM-Wochen sind auch auf der Tribüne ein hartes Stück Arbeit. Insgesamt habe ich 18 Spiele bei der diesjährigen Eishockey-WM in Deutschland gesehen. Das macht ungefähr ein Drittel “meiner” gesamten Saison aus, in der ich die Spiele immerhin über mehrere Monate verteilen konnte. Doch zur Heim-WM ist eben nicht nur die Nationalmannschaft gefordert! Die hatte zwar nicht ganz so viele Spiele, aber mit neun Partien musste das Team die maximale Anzahl an Spielen innerhalb des Turniers absolvieren. Denn die Nationalspieler spielten das erste und das vorletzte Match dieser WM. Dieser traumhaften WM.

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DIE WM

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Alexander Ovechkin im TrashTalk mit der kanadischen Bank

Erinnerung bleibt. Es ist eine spiele verloren, und doch gelang freudige Erinnerung: tausende den deutschen Kufenstars die Eishockey-Fans, die friedlich Überraschung: der erste Halbsich selbst und unseren Lieb- finaleinzug seit 1957 – und wielingssport der stellte sich feierten – in Russland in Sie brachten ausgefalleden Weg. nen KostüWie in der Russland an den men und den ZwischenrunRand einer Überhaupt ist es diese ausde kämpften Niederlage gelassene Stimmung, die in die Deutschen bis zum Umfallen, denn Nationalfarben es war DAS Spiel des Jahres! im Gesicht. Wer Deutschland ging dabei sogar in es nicht erlebt Führung, am Ende gehörte man hat, hat was aber wieder zu den Geschlageverpasst! nen. Pavel Datsyuk nutzte einen kapitalen Schnitzer im SpielaufVerpasst habe bau der Deutschen eiskalt zum ich leider das Siegtreffer aus. Die Jungs um ViertelfinalKapitän Marcel Goc spielten spiel gegen die diesmal wirklich DAS Spiel des Schweiz. Und Jahres. Vielleicht sogar DAS wieder war es Spiel ihres Lebens. Sie brachten DAS Spiel des Russland in höchste Nöte, an Jahres. Gegen den Rand einer Niederlage. Diedie Eidgenossen ses Spiel bleibt in Erinnerung – hatte man in der so wie vielleicht die olympische Vergangenheit Bronzemedaille von 1976. sämtliche TestFoto: S. Kipple

mit am meisten in Erinnerung geblieben ist. Allein die Stimmung in der ausverkauften Kölnarena war jeden Cent des Eintrittspreises wert. Eine einzige Partystimmung rund um eine ovale Eisfläche auf der SpitzenEishockey gezeigt wurde.

Seitdem war Bronze nicht mehr in Reichweite. Das kleine Finale verlor die Nationalmannschaft am letzten WM-Tag leider. Schweden war frischer und letztlich wohl auch mit mehr Glück ins Spiel gegangen. So bleiben Deutschland nach zwei fantastischen WM-Wochen viele Erinnerungen. Erinnererungen Weitere Artikel und Fotos direkt von der Weltmeisterschaft findet Ihr auf Break-Away.de.

an das Eröffnungsspiel vor einer Rekordkulisse. An eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. An Urmel. An packende Duelle auf dem Eis gegen scheinbar übermächtige Gegner. An unser eigenes, wahr gewordenes Eishockey-Märchen für das sich jede Anstrengung gelohnt hat. Wir haben DIE Spiele des Jahres gesehen! Beim Turnier unseres Lebens! — SKI

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2010 WM Deutschland

DIE WM

ViertelFINAL-WUNDER

Da ich an diesem Tag auch in der Stadt war, bestand für mich die Möglichkeit die Nationalmannschaft auch einmal live auf dem Eis sehen zu können. Und egal wie das Spiel ausgehen würde, eins war schon vor dem Spiel klar: Es sollte für die DEB-Auswahl ein historisches Spiel werden, denn nach mehr als einem halben Jahrhundert bestand die Möglichkeit erneut ein WM-Halbfinale zu erreichen. Doch zunächst brauchte ich Tickets und an die ran zu kommen war gar nicht so einfach. Zunächst rief ich bei der TicketHotline an und obwohl es noch nicht 18 Uhr war, ging keiner mehr ans Telefon. Am Abend

versuchte ich es dann direkt über die Webseite der Mannheimer Arena. Noch gab es wenige Karten in der günstigsten Preiskategorie, doch der nicht gerade benutzerfreundliche Internetauftritt mit einigen Fallstricken für Neuanmeldungen verhinderte den Kauf eines solchen Tickets. Da ich das Spiel aber unbedingt live sehen wollte, entschied ich mich für eines der teuren Tickets in Höhe der Mittellinie. Am Tag des Spiels ging abends dann auf in Richtung Stadion. Die Mannheimer Verkehrsbetriebe setzen viele Sonderbahnen ein, sodass alle Fans rechtzeitig zum Spiel an der Halle sein konnten. Doch

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dann gab es die nächste Panne auf Seiten der Organisatoren. Man teilte alle Abholer in Abhängigkeit ihrer Nachnahmen in vier Gruppen ein. Dies hatte an diesem Abend den Effekt, dass an den ersten beiden Schlangen kaum einer stand und sich an den letzten beiden lange Men-

schentrauben bildeten. Nach mehr als 20 Minuten und kaum 10 Meter im Vorwärtsgang, ging stellte ich mich einfach bei meinem Anfangsbuchstaben des Vornamens an und kam zwei Minuten später auch an die Reihe. Dort sagte man mir, dass ich hier falsch stünde und ich mich

Foto: S. Kipple

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m 20.5.2010 stand die deutsche Eishockeymannschaft im Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Nach dem Sieg gegen die Slowakei zwei Tage zuvor stand fest, dass sie ihr erstes und einziges Spiel in Mannheim spielen werden.

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DIE WM

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in die längste Schlange einreihen solle. Davon war ich natürlich wenig begeistert, denn schließlich war es schon kurz vor Acht. Schließlich bekam ich dann doch mein Ticket. Von der Organisation her war ich schwer enttäuscht, aber egal ich war nun drin. Gerade noch rechtzeitig, denn die Mannschaften liefen gerade in die Halle ein. Und dann begann für die deutsche Mannschaft die K.O.-Runde. Der Gegner Schweiz war durch die Niederlagen in der Zwischenrunde angezählt, aber auch er war natürlich heiß auf das Weiterkommen in die Runde der besten vier Teams. Beide Seiten verzichteten auf ein langes

Abtasten, sondern wollten ein schnelles Tor. Die erste große Chance hatten die Schweizer, der Pfosten verhinderte den Rückstand für die Deutschen. Diese hatten auch das erste Powerplay in diesem Spiel. Viele Schüsse waren dabei, doch kein wirklich gefährlicher Angriff und so blieb es erstmal beim 0-0. Danach übernahm die Schweiz das Zepter und fuhr einen Angriff nach dem Nächsten. Doch immer wurden sie vom Schlussmann der Deutschen, dem MVP der WM, Dennis Endras gestoppt. Die Deutschen waren in dieser Phase eher mit Reagieren als Agieren beschäftigt, denn die Eidgenossen hatten das Spiel bis dato im

Griff. Gut vier Minuten vor dem drittels hatte André Rankel die Ende des ersten Drittels muss- Chance auf die Führung, doch te Martin Plüss nach einem bei Gerber war Schluss und Stockstich duschen gehen. Die auch rund drei Minuten später fünf Minuten Powerplay konn- hatte er wenig Glück. Diesmal ten die Deutschen nicht zu ih- schoss er den Puck knapp über rem Vorteil nutzen, stattdessen das schweizer Tor. Nun waren die Schweikonnten sich zer wieder am die Schweizer zwei Unter- Und die Deutschen Drücker und die Deutschen zahlchancen Fingen AN fingen an zu erarbeiten. Zu Schwimmen schwimmen Doch wiederund konnum scheiterten nur mit ten sie an der überragend aufgelegten Num- sehr viel Glück das Unentschiemer 44. So blieb das erste Drit- den behaupten. Zur Halbzeit tel torlos. Die Schweiz schoss des Spiels waren die Chancen in diesem Drittel doppelt so in diesem intensiven und temoft aufs Tor, wie die Deutschen proreichen Spiel wieder auf der Seite der DEB-Auswahl, doch (sechs Torschüsse). Gleich zu Beginn des Mittel- noch kam kein Tor dabei her-

aus. Wenig später sollte dann doch das erste Tor fallen und die Zuschauer im Stadion verzaubern. Denn nach einem Abpraller nahm sich Philip Gogulla der kleinen schwarzen Scheibe an und traf zum 1-0 für Deutschland. In diesem Moment wurde es sehr sehr laut in der Halle, wo man zwischenzeitlich nicht den Eindruck hatte, dass es sich hier um ein K.O-Spiel handelte. Die Stimmung in der Halle war ordentlich aber nicht überragend. Das Tor änderte dies, alle deutschen Fans waren von da an lauter zu hören, nur die beiden Schweizer neben mir waren etwas geknickt. Doch noch war nichts entschieden. Zwar waren

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die Deutschen jetzt offensiver ten sauber und avancierte daals zuvor, doch beim Schweizer mit zum wichtigsten DEB-Mann Torhüter war Endstation. Und in diesem Spiel. so ging es mit einer knappen Gegen Ende wurde die DeutFührung in die letzte Pause. schen zwar wieder offensiver, Im dritten Drittel waren zu- aber auch Gerber war an dienächst die Deutschen gut aufge- sem Abend eine starke Bank legt und wollten unbedingt noch für die Schweiz. Rund 90 Seein Tor schiessen. Die Schweizer kunden vor dem Ende wurde er waren zurückhaltender, obwohl dann zugunsten eines sechsten sie jetzt besonders gefragt wa- Feldspieler vom Eis genomren. Nach fünf Minuten waren men. Doch dies half der Schweiz sie dann richtig im Spiel und nichts, denn die Nummer 44 brachten die Deutschen erneut war einfach zu stark. mächtig in Bedrängnis. Ein AnDas Ende der Partie war dann griff folgte dem Nächsten und etwas überraschend. Die Deutdie Schweizer spielten die meisschen schossen den Puck aus te Zeit vor dem Tor der Deutihrer Seite heraus und dachten schen. Doch in diesem Stand der das Spiel wäre zu Ende. Doch Mann an dem keiner vorbeikam: die Schiedsrichter erkannten Dennis Endras. Er hielt in dieser auf Icing. Zuvor wurde schon schwierigen Phase seinen Kas-

der rote Teppich für die Ehrung solches Ende hatte dieses drader besten Spieler ausgerollt. matische und von der Spannung Dieser wurde schnell wieder zu- lebende Spiel nicht verdient. sammengefaltet und man spielAm Ende vertrug man sich wieder und machte ShakeHands und beim Spielen der Ein Video vom Viertelfinale Nationalhymne wurde sicher findet Ihr auf allen in der ausverkauften Halle http://video.eisbaerlin.de warm ums Herz, denn die deutsche Eishockeynationalmannschaft hatte sich mehr als gut te noch ein Bully für die letzte verkauft und wollte noch mehr Sekunde in diesem Spiel. Diese erreichen. war zu kurz für die Schweiz und Es war nach den anfänglichen so war das Spiel endlich aus. organisatorischen SchwierigkeiFür die Schweizer Spieler hat- ten ein sehr schöner Abend in te sich scheinbar viel Frust an- der Eishockey-Arena und er ließ gestaut, ob der Niederlage und hoffen, dass im Halbfinale noch dieser entlud sich in einer Mas- lange nicht Schluss sei. — JZ senschlägerei mit Spielstrafen für beide Mannschaften. Ein

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NHL

Duell der Systeme

Die Unterschiede zwischen Eastern und Western Conference

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rgendwie ist es verhext in diesem NHL-Jahr. Während es in den vergangenen Jahren immer wieder die Mannschaften ins Stanley-Cup-Finale geschafft hatten, die man dort erwarten konnte, ist in diesem Jahr alles anders.

Foto: Pavel Ko (http://www.flickr.com/photos/30762371@N08/4244467745/)

Auf der einen Seite ist der Westen, in dem alles so verlief, wie man es sich erwartete: Die dominierenden Mannschaften aus der Vorrunde, Chicago und San José, spielten das Confe-

ging, sorgte die Eastern Conference für so viele Schlagzeilen, dass sie für vier Playoffs gereicht hätten. Da war gleich zu Beginn das sensationelle Aus Auf der anderen Seite steht der Washington Capitals. Das der Osten da, wo es in diesem beste Team der Vorrunde scheiJahr drunter und drüber ging. Die Superstars der Liga wie Alex Ovechkin oder Sidney Cros- er trieb ovechkin by befinden sich schon lange und co zur im Urlaub, Torhüter, die man verzweiflung vor der Saison kaum kannte, wuchsen in den vergangenen Wochen in regelmässigen Ab- tere einzig und allein an einem ständen über sich hinaus und Ausserirdischen namens Jarosjetzt steht plötzlich ein Verein lav Halak, der 270 Schüsse der im Finale, der sich dank einem Capitals abwehrte. Halak fing Erfolg im Penaltyschiessen am jeden Puck und trieb Ovechkin & 82. Spieltag überhaupt erst die Co. zur Verzweiflung. Playoff-Teilnahme an den PlayUnd dann war da noch die hisoffs sichern konnte. Ein Novum! torische Serie der Boston Bruins gegen die Philadelphia Flyers. Aber wenn man mal ehrlich Boston ging in der Serie schnell ist, dann muss auch jeder Eis- mit 3-0 in Führung, Philly glich hockeyfan gestehen, dass diese aus. Boston ging im siebten Playoffs vor allem eins sind: un- Spiel mit 3-0 in Führung, Philly terhaltend. glich aus - und gewann die Serie letztendlich noch. Ein Verlauf, Denn während im Westen den die NHL in den letzten 35 alles seinen gewohnten Gang rence-Finale unter sich aus Dass mit den Blackhawks nur das zweitbeste Team ins Finale einzog, war dabei nicht mehr als ein Schönheitsfehler.

Jahren nicht erlebt hatte. Im Vergleich dazu war das Conference Finale zwischen Philadelphia und den Canadiens vergleichsweise ruhig, wenn da nicht die „Sand Gate“-Affäre gewesen wäre (siehe Box). Das anstehende Finale verspricht nun den Clash der diesjährigen NHL-Gesellschaften: Das Duell zwischen Chicago und Philadelphia verspricht viel, wenn es in mindestens vier Spielen heisst „Geordnete Kontrolle des Westns“ vs. „Totales Chaos des Ostens“. Die Flyers schwimmen zwar nach dem Viertelfinal-Krimi gegen Boston auf der Erfolgswelle, doch gegen den erfolgsverwöhnten Westen wird es ganz knapp werden. Letztliche bleibt nur eine entscheidende Frage: Wer setzt sich durch? Der Westen, weil dort in diesem Jahr bisher alles planmässig verlief oder der Osten, weil es dort eben immer so endete, wie man es nicht erwartet hätte? — TIP

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SAISON 2009-2010

Auszeichnungen Die MYFACEOFF-Auszeichnungen der Saison schen Kabine und Spielerbank zu streuen. Die Spieler aus Philadelphia waren in der Folge mehr damit beschäftigt ihre Kufen zu schleifen, als Tore zu schiessen. Am Ende war die Aktion der Canadiens aber nicht von Erfolg gekrönt. Die BetreuSpiel des Jahres: Spiel 7 zwi- er legten Handtücher aus und schen Boston und Philadelphia. Philly gewann mit 3-0. An Spannung nicht zu überbieCheck des Jahres: Russland ten. Erst vergeigt Boston die Führung in der Serie, nur um in führt mit 2-1, ehe sich der alte Spiel 7 mit 3-0 in Führung zu den Puck in der eigenen Zone gehen, nur um dann noch mit packt. Einen Russen kann er 3-4 das Spiel und die Serie zu auf seine alten Tage noch ausspielen, doch dann kommt die verlieren. Historisch! 8, dann wird es dunkel. Selten Skandal des Jahres: Eigent- stand ein Check so sehr für die lich ist es nur verständlich, dass Ablösung von zwei Eishockeyman nach Erfolgen über die Generationen, wie an dem Tag, Washington Capitals und den als Alexander Ovechkin Jaromir Pittsburgh Penguins anfängt zu Jagr über den Haufen fuhr. Träumen. Blöd nur, wenn dann Fiesester Aberglaube des ausgerechnet im Conference Finale ein Team im Weg steht, Jahres: Sich mit Colby Armstdas augenscheinlich überlegen rong zu prügeln, weil der deinen ist. Also was tun? Die Canadi- Schläger benutzt hat, ist das ens entschieden sich dafür im eine. Steve Yzerman sein eigevierten Spiel gegen die Flyers nes Trikot nicht zu geben, obeinfach Sand auf den Weg zwi- wohl der Mann dein Idol ist, das Bester Spieler: Vergesst Crosby, vergesst Ovechkin. Der ware Top-Stürmer dieser NHLSaison heisst Henrik Sedin. 29 Tore in einer Saison sind bestenfalls Durchschnitt, aber 83 Torvorlagen sind eine Macht.

andere. Aber diese Kappe ist Schlechtester Transfer: Mawohl der schrecklichste Aberrian Hossas Wechsel zu den glaube, den ich kenne, Sidney! Blackhawks. Hossa hat es mal Schönstes Tor: Christian, Da- wieder geschafft: Er wird im niel, Henrik – schöner geht es dritten Jahr in Folge im Stanley nicht! Cup Finale stehen. Hoffentlich haben die Hawks auch mitbePatzer des Jahres: Dass ein kommen, wie die letzten beiden Playoff-Spiel mit einem 0-0 in Finalteilnahmen des Slowaken die Overtime geht ist schon sel- geendet haben. ten. Doch dass dann der beste Held des Jahres: Duncan Verteidiger der NHL das Spiel beendet, indem er seinen ei- Keith. Im vierten Spiel gegen genen Torhüter ist überwindet die San José Sharks fing Keith war neu. (http://www.youtube. einen Schlagschuss mit dem Mund ab und verlor sieben Zäcom/watch?v=2uHUghCf3NI) hen. Doch der Verteidiger stand Größtes Hick-Hack der Sai- schon wenige Minuten später son: Ziehen die Phoenix Coyo- wieder auf dem Eis und sicherte tes um oder bleiben sie? Wer seiner Mannschaft den Sweep. darf über den Verein bestim- Und ganz nebenbei sorgte Keith men? Und wer ist eigentlich Jim noch für den Reim der Saison: Basille? Es wird Zeit, dass die- „Duncan Keith lost seven teeth“! ses Theater endlich ein Ende Pfeiffe des Jahres: Es waren nimmt. schwere Vorwürfe gegen Ref Transfer-Coup: Marian Hos- Stepahne Auger. Alexandre Bursas Wechsel zu den Blackhawks. rows verriet, dass der UnparteiiHossa hat es mal wieder ge- sche vor dem Spiel erklärte, dass schafft: Er wird im dritten Jahr er dem Stürmer seine Schwalin Folge im Stanley Cup Finale be aus einem vorherigen Spiel stehen.

heimzahlen wollte. Folgerichtig wanderte Burrows einige Male auf die Strafbank. Die Vorwürfe des Canucks-Stürmers brachten zwar nichts, trotzdem blieb ein bitterer Nachgeschmack. Newcomer der Saison: Vor der Saison noch völlig unbekannt, haben sich die „Green Men“ in Vancouver ins Rampenlicht gespielt. Sie schaffen es zwar nicht von der Strafbank fern zu bleiben, sind aber in jedem Fall die Bereicherung der NHL in diesem Jahr. — TIP

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DEL

16 oder 12? Ein Blick auf die kommende DEL-Saison

eröffnen. Am 10. Mai 2010 sollte bei einer Gesellschafterversammlung über die Zukunft der Schlittenhunde abgestimmt werden. Vieles sah danach aus, dass Kassel die Lizenz für die DEL entzogen werden würde. Doch die Abstimmung musste abgebrochen werden. Der Grund dafür war einfach nur lächerlich. Wegen eines Formfehlers (nicht Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte das Schreiben unterschrieben sondern DEL-Aufsichtsratsboss Jürgen Arnold) wurde die Abstimmung damals abgebrochen.

Im September soll die neue Saison beginnen. Doch da stellt sich eine Frage: Wie viele Vereine werden dann an den Start gehen? Darüber herrscht ja derzeit noch Unklarheit. Überall hört man von Insolvenzen und anderen nicht gerade tollen Sachen. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) gleicht derzeit einem Kasper-Theater oder aber besAm 27. Mai sollte nun die ser ausgedrückt einem Kindernächste Abstimmung folgen. garten. Wieder kam dabei zunächst kein Was da derzeit abgeht, kann Ergebnis heraus. Diesmal hatte man als Fan nur mit einem Kassels Interims-GeschäftsfühSchmunzeln oder aber einem rer Dr. Westhelle den DEL-Clubs Kopfschütteln zur Kenntnis per einstweilige Verfügung vernehmen. Bestes Beispiel ist da boten, für einen Rauswurf der der „Fall Kassel“. Die Huskies Kassel Huskies zu stimmen. sind verschuldet und mussten Doch da nicht alle Geselldaher ein Insolvenzverfahren

Foto: S. Kipple

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ie DEL-Saison 2009/2010 ist längst Geschichte. Nun ist auch die HeimWM 2010 vorbei. Die Sommerpause hat das deutsche Eishockey also erfasst. Doch wer jetzt denkt, es sei ruhig in der DEL, der irrt sich gewaltig.

schafter vor Ort waren und die das Schreiben noch nicht erhalten hatten, galt die einstweilige Verfügung als nicht zugestellt. Die DEL tagte doch noch weiter und beschloss am Ende doch den Ausschluss der Kassel Hus-

kies aus der DEL. Um einen Tag später sie doch wieder aufzunehmen. Das entschied das Landgericht Köln. Aber nicht nur Kassel hat momentan Probleme. Auch die

Spielen die Haie auch in der kommenden Saison in der DEL?

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Kölner Haie, die Frankfurt Lions und die Krefeld Pinguine kämpfen ums Überleben. Die Haie sind genau wie Kassel verschuldet, mussten aber noch kein Insolvenzverfahren aufmachen. Dort gibt es noch nichts Neues zu berichten.

Spielplan bzw. den Modus gemeckert. waren es 16 Vereine (60 Spiele). Von Seit Bestehen der DEL gab es fünf ver- 2002/2003 bis 2006/2007 war man dann konstant bei 14 Vereinen (52 Spieschiedene Hauptrunden.

Foto: S. Kipple

In der Saison 1994/1995 hatte man eine Einfachrunde mit regionalen Gruppen. 18 Mannschaften hatten damals 44 Spiele zu bestreiten. In der Saison 1995/1996 war es dann eine Eineinhalbfachrunde, bei der 18 MannBei den Frankfurt Lions ist schaften nun 50 Spiele bestritten. es ebenfalls eine Finanzkrise. Für zwei Jahre war man dann mal bei Dort steigt ein Großsponsor aus - die Commerzbank. Nun einem Modus geblieben. Sowohl in der mussten die Hessen am Frei- Saison 1996/1997 als auch in der Saison tag (28.05.2010) das Insolvenz- 1997/1998 hatte man eine Einfachrunverfahren beantragen. Aus- de. Danach spielten sechs Teams in einer Meisterrunde und die anderen zehn gang unklar. Teams in einer Qualifikationsrunde, aus Bei Krefeld gab es in der der dann noch einmal zwei Teams sich letzten Zeit nichts Neues, aber einen Platz in den Play-Offs sicherten. In auch sie hatten erhebliche diesen beiden Jahren waren es nur noch finanzielle Probleme. 16 Vereine in der DEL. Es steht also derzeit in den Sternen, wie viele Vereine im September an den Start gehen werden. Doch nicht nur die genannten Vereine haben Probleme, nein, auch die DEL hat große Probleme.

Von der Saison 1998/1999 bis zur Saison 2007/2008 folgte ein einheitlicher Modus - die Doppelrunde. Bei der Teamanzahl gab es in dieser Zeit auch Unterschiede.

Seit Bestehen der DEL gab es fünf verschiedene Hauptrunden. le). In der Saison 2007/2008 war man dann schon wieder bei 15 Vereinen (56 Spiele). In den beiden letzten Jahren hatten wir erneut zwei unterschiedliche Spielmodis. 2008/2009 hatten wir 1,75-fach Runde. Bei dieser wurden die Teams in Gruppen aufgeteilt. So kam es dann dazu, dass man gegen die Einen vier mal in der Hauptrunde antrat und gegen die Anderen nur zweimal. Ein völlig unsinniger Spielmodus, der nach dieser Saison auch gleich wieder abgeschafft wurde. In der Saison waren im Übrigen 16 Teams am Start.

1998/1999 waren es 14 Vereine (52 In der abgelaufenen Saison war Spiele). 1999/2000 waren es 15 Vereine man wieder zur Doppelrunde zurückSeit Jahren wird über den (56 Spiele). 2000/2001 und 2001/2002 gekehrt. 15 Teams hatten nun 56 Zum Blättern einfach die Pfeiltasten verwenden 45


Spiele zu absolvieren. In 16-DEL-Jahren gab es nur in sieben Saisons eine Abstiegsrunde. 2005/2006 wurde letztmals ein sportlicher Absteiger ermittelt. Seit dem Wegfall von Auf-/Abstieg hat die DEL zunehmend an Interesse verloren. Zu oft wird über zu viele Hauptrundenspiele gemeckert, wo aufgrund des Fehlens von Auf-/Abstieg der sportliche Reiz fehlt.

so doll. „Nach oben geht nichts mehr und nach unten kann mir nichts passieren“ - so denken die Teams dann gegen Ende einer (zu) langen Hauptrunde.

diese lieber verkürzen und so mehr Zeit der Nationalmannschaft zur Verfügung stellen. Denn diese ist doch das Aushängeschild einer jeden Sportart. Ist sie erfolgreich, interessiert sich auch die Masse für diese Sportart. Ist sie nicht erfolgreich, interessiert sich kaum Einer für diese Sportart.

Und auch oben wurde es z.B. in der letzten Saison für die Fans der Eisbären Berlin langweilig. Lange standen sie als Hauptrundensieger fest, die Das konnte man erst jetzt Spiele wurden teilweise zur Qual. Denn sie waren sehr lang- wieder bei der abgelaufenen WM sehen. Da sahen drei Milweilig. Die Teams, die unten in der lionen (!) Leute das HalbfinalStatt eine so lange Hauptrun- spiel zwischen Deutschland und Tabelle stehen, bemühen sich in den letzten Spielen nicht mehr de spielen zu lassen, sollte man Russland. Da sieht man doch,

wie populär diese Sportart ist. Nur die breite Masse kann diesen Sport nicht verfolgen, weil über ihn nicht berichtet wird.

Aber nicht nur TV-Präsenz fehlt Sky hat die Rechte an den DEL-Spielen, zeigt diese live. Aber die ARD und das ZDF könnten von den Spielen Ausschnitte zeigen - machen Sie aber nicht. Wenn Eishockey mal

in den Medien ist, dann nur, wenn es was Negatives zu berichten gibt oder aber es irgendwo eine Massenschlägerei gab. Wie damals bei Köln gegen Ingolstadt. Da wurde plötzlich auf jedem Sender von diesem Spiel berichtet. Aber nicht nur die Medien-/ TV-Präsenz fehlt. Auch die Nachwuchsarbeit ist mangelhaft. Noch dürfen zu viele Ausländer in der DEL mitspielen. Diese nehmen dann den jungen Nachwuchsspielern die Plätze

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Wohin geht es mit der DEL?

Foto: S. Kipple

weg. Die Import-Spieler werden auch sehr häufig in Über-/ Unterzahl eingesetzt. Die jungen Spieler haben kaum eine Chance, sich zu beweisen. Daher verwundert das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft in den letzten Jahren wohl kaum Einen. Doch was mit jungen, hungrigen Spielern zu Erreichen ist, hat die WM in diesem Jahr gezeigt. Das war eine sehr junge deutsche Truppe. Spieler wie Endras, Gogulla, Rankel, Schütz, Braun, etc. haben alle auch mal als Nachwuchsspieler angefan-

gen. Doch ihre Vereine haben ihnen die Chance gegeben, zu spielen. Nun sieht man, was aus ihnen geworden ist. Hinter einem Dennis Endras ist z.B. nach der tollen WM jetzt die halbe NHL her.

wuchs mehr Chancen zu geben. Aber auch einer ausführliche Diskussion über den Spielmodus, Auf- und Abstiege, finanzielle Risiken und viele andere Dinge kann sich die DEL nicht mehr länger entziehen.

Denn die DEL steht am Scheideweg und muss jetzt die Weichen für ihre Zukunft stellen. Am Besten schon jetzt zur kommenden Saison. Ansonsten droht der DEL der Sturz in die Bedeutungslosigkeit - oder ist sie da bereits Mann sollte zum Beispiel die angekommen? – KF Ausländer-Anzahl pro Team reduzieren, umso dem NachManche Teams setzten in der DEL ja auf den Nachwuchs, doch dass ist die Minderheit. In dieser Hinsicht muss bei der DEL ein Umdenken stattfinden. Der Aufschwung von der WM muss jetzt genutzt werden.

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Impressum MYFACEOFF – Das PDF-Eishockey-Magazin – Nr. 2

MYFACEOFF Kostenloses PDF-Eishockey-Magazin. Zum Runterladen auf myfaceoff.net. Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge bitte an redaktion@myfaceoff.net senden.

Herausgeber MYFACEOFF ist ein gemeinschaftliches Projekt von Break-Away.de Eishockey-Podcast, Eisbaerlin.de und Eishockey-Blog.com V.i.S.d.P.: Tilman Pauls

Redaktion Kevin Funke (KF), Tilman Pauls (TIP), Stefan Kipple (SKI), Jens Ziegler (JZ)

Layout und Satz Stefan Kipple (stefan.kipple.de)

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MYFACEOFF - Nr. 2 - Juni 2010  

Das PDF-Eishockey-Magazin von Break-Away.de, Eisbaerlin.de und Eishockey-Blog.com

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