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Inhaltsverzeichnis Hinweise................................................................................................................................................................................2 Grusswort..............................................................................................................................................................................3

Studium Bachelorstudium...................................................................................................................................................................5 Masterstudium / Graduiertenstufe...................................................................................................................................7 Kommentare zu den Lehrveranstaltungen......................................................................................................................8 Komplementärer Bereich..................................................................................................................................................12 Kooperation MAB / Kooperation HSM ......................................................................................................................13 Studieren im Ausland........................................................................................................................................................15 Fachgruppe.........................................................................................................................................................................16 Bibliothek / Phonothek....................................................................................................................................................17 Mikrofilmarchiv..................................................................................................................................................................18 Computer und technische Geräte....................................................................................................................................19 Datenbankangebote der UB.............................................................................................................................................20 Bibliotheksinformation Paul Sacher Stiftung.................................................................................................................21

Veranstaltungen

Ausstellung: Auf Takt! Metronome und musikalische Zeit........................................................................................23 Vorträge Musikwissenschaft Basel FS 2017...................................................................................................................24 Ausgewählte Veranstaltungen an der Musik Akademie Basel.....................................................................................26 Angebote für Studierende des MWS..............................................................................................................................27

Forschungsprojekte Anton Webern Gesamtausgabe.......................................................................................................................................29 Konzeptualisierung musikalischer Form........................................................................................................................30 Concepts of improvisation...............................................................................................................................................31 E-Musik unter dem Einfluss der Bilder..........................................................................................................................32 Fokus Darmstadt................................................................................................................................................................33 NFS Bildkritik ‹eikones›....................................................................................................................................................34 Forschungskooperation: Sinergia.....................................................................................................................................35

Internes Publikationen des Musikwissenschaftlichen Seminars.................................................................................................36 MUSIKDENKRÄUME...................................................................................................................................................37 Neu am Seminar im FS 2017...........................................................................................................................................38 Doktorierende am MWS...................................................................................................................................................39 Dozierende und Mitarbeitende des Seminars im FS 2017...........................................................................................40 Impressum..........................................................................................................................................................................42 Agenda.................................................................................................................................................................................43 Überblick Lehrveranstaltungen FS 2017........................................................................................................................44


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Hinweise Anmeldung für neue Studierende Neue Studierende melden sich bitte im Sekretariat an und vereinbaren ein Einführungsgespräch mit Nicole Jost-Rösch (nicole.roesch@unibas.ch). Für eine erste Orientierung über das Seminar, seine Bestände und Arbeitsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an die Hilfsassistierenden im Raum 106.

Unterrichtsangebot Auch im Frühjahrsemester 2017 steht den Studierenden und Gasthörenden ein breites Spektrum an Lehrveranstaltungen zur Verfügung, das die Anforderungen sowohl des Bachelor- als auch des Masterstudiums berücksichtigt. Detaillierte Informationen zum Studium Musikwissenschaft entnehmen Sie bitte direkt der Wegleitung unter mws.unibas.ch/studium/studienangebot. Bei Fragen steht Ihnen Nicole Jost-Rösch jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

Musikalisches Grundwissen Studierende der Musikwissenschaft, die noch nicht über die notwendige Grundschulung im Hören und in der Musiklehre verfügen, können an der Hochschule für Musik (HSM) der Musik Akademie Basel (MAB) kostenlos entsprechende Kurse besuchen. Bitte beachten Sie, dass die HSM ihr Studienjahr ebenfalls in Herbst- und Frühjahrsemester einteilt, die Unterrichtszeiten aber von denjenigen der Universität leicht abweichen. Wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, sollten Sie also bereit sein, auch nach dem Vorlesungsende an der Universität den Unterricht an der HSM zu besuchen. Die aktuellen Veranstaltungen sind jeweils einem Aushang am MWS zu entnehmen.

Gemeinsames Studium MWS und HSM Studierende mit einer vollen Ausbildung an der HSM – insbesondere Studierende der Schulmusik IIC – belegen Lehrveranstaltungen der Musikwissenschaft im Studiensekretariat der Universität mit Hörerschein und gebührenfrei aufgrund einer entsprechenden Bescheinigung der HSM.

Arbeiten am Seminar Das MWS bietet optimale Voraussetzungen für musikwissenschaftliches Arbeiten. Durch die gute WLANNetzabdeckung im gesamten Gebäude haben unsere Studierenden jederzeit leichten Zugang zur Tonträgerdatenbank NAXOS Music Library (nähere Informationen hierzu in diesem Heft unter «Bibliothek/Phonothek» auf Seite 16 bzw. «Computer und technische Geräte» auf Seite 18). Unsere Bibliothek ist eine reine Präsenzbibliothek. Das Ausleihen von Musiknoten und Büchern ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit Bewilligung der für die Bibliothek zuständigen Mitarbeitenden über eine Nacht bzw. über ein Wochenende möglich. Tonträger, Videos, DVDs und Mikrofilme stehen grundsätzlich nur für das Studium im Seminar zur Verfügung und sind nach Gebrauch umgehend zurückzugeben. Bitte halten Sie sich an diese Regeln. Nur so können die optimalen Arbeitsbedingungen gewährleistet werden.

Termine Akademisches Semester 1. Februar 2017–31. Juli 2017 Vorlesungszeit 20. Februar 2017–2. Juni 2017


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Grusswort Liebe Studierende, liebe Doktorierende, liebe Gäste Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen möchte ich Sie herzlich zum beginnenden Frühjahrssemester begrüssen und die Gelegenheit nutzen, Sie auf eine besondere Neuerung aufmerksam zu machen. Seit dem Herbstsemester 2016 gibt es wöchentlich einen Musik-Tipp auf der Facebook-Seite des Musikwissenschaftlichen Seminars. Bisher wurden die Musikempfehlungen ausschliesslich von Mitarbeitern und Dozierenden ausgesprochen. Im Frühjahrssemester sollen nun auch Studierende des Seminars die Gelegenheit bekommen, Musik-Tipps zu geben. Lassen Sie uns an Ihren Lieblingswerken, Neuentdeckungen und Forschungsgegenständen teilhaben! Weitere Informationen zum Musik-Tipp können Sie auf unserer Homepage abrufen. Ich freue mich auf Ihre Hörempfehlungen. Weiterhin haben wir in diesem Frühjahrssemester ein breit gefächertes Angebot an Lehrveranstaltungen anzubieten. Darüberhinaus finden im Mai zwei Vorträge statt, bei denen neben den Studierenden selbstverständlich auch Gäste ganz herzlich willkommen sind. Aktuelle Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen, Vorträgen und weiteren Aktivitäten finden Sie auch auf unserer Homepage unter mws.unibas.ch. Uns allen wünsche ich ein interessantes, spannendes und produktives Semester und verbleibe mit den besten Grüssen Matthias Schmidt


Studium


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Bachelorstudium Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders vermerkt, wöchentlich im Vortragssaal (EG) des Musikwissenschaftlichen Seminars statt. Der Pflichtkurs «Harmonielehre» wird seit dem HS 2011 an der HSM Basel abgehalten (nähere Informationen auf Seite 14 in diesem Heft). Die Kommentare zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Online-Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel (vorlesungsverzeichnis.unibas.ch). Studierende, die ihr Studium vor dem Herbstsemester 2013 aufgenommen haben, finden dort auch die Modulzuordnung gemäss ihrer Studienordnung.

Modul «Musiktheoretische Grundlagen»

13761-01

Kurs mit Prüfung: Harmonielehre II (3 KP)

Fr, 14–16 Uhr

Qiming Yuan

Kurs mit Prüfung: Satz- und Notationskunde II (3 KP)

Fr, 8–10 Uhr

Angelika Moths

Modul «Ältere Musik: Musikanalyse in Beispielen» 13786-01

Proseminar: Musikanalyse im Kontext: Ältere Musik (3 KP)

Di, 10–12 Uhr

Irene Holzer

Modul «Neuere Musik: Musikanalyse in Beispielen» 27589-01

Proseminar: Musikanalyse im Kontext: Neuere Musik (3 KP)

Do, 16–18 Uhr

Nicole Jost-Rösch

Modul «Ältere Musikgeschichte» 46945-01

Seminar: Musik denken – Musik formen: Die frühe Mehrstimmigkeit und ihr scholastisches Umfeld (3 KP)

Mo, 10–12 Uhr

Irene Holzer

46947-01

Übung: Metronome und musikalische Zeit (3 KP)

Di, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

46948-01

Übung: Symbolik und Komplexität in der Motette des späten fünfzehnten Jahrhunderts (3 KP)

Mi, 10–12 Uhr

Agnese Pavanello

47026-01

Vorlesung: Das Instrumentarium der Alten Musik, Einführung in die Organologie (2 KP)

Do, 10–12 Uhr

Martin Kirnbauer

Modul «Neuere Musikgeschichte» 47025-01

Vorlesung: Anton Webern (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Thomas Ahrend

29042-01

Übung: Fragen der Musikgeschichte II (3 KP)

Di, 12–14 Uhr

Felix Wörner

46946-01

Seminar: Logik der Leidenschaft: Die Musik Béla Bartóks (3 KP)

Di, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

46947-01

Übung: Metronome und musikalische Zeit (3 KP)

Di, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

46949-01

Übung: Avantgarde und Reaktion: Ästhetische Konzepte der Musik (3 KP)

Mi, 12–14 Uhr

Andreas Baumgartner


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Modul «Angewandte Musikwissenschaft» 46714-01

Übung: Schreib- und Sprechwerkstatt (3 KP)

Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt, Nicole Jost-Rösch

46949-01

Übung: Avantgarde und Reaktion: Ästhetische Konzepte der Musik (3 KP)

Mi, 12–14 Uhr

Andreas Baumgartner

Wahlbereich 37685-01

Tutorat: Schreiben einer musikanalytischen Proseminararbeit (1 KP)

n. V.

Lukas Nussbaumer

13771-01

Tutorat: Harmonielehre II (1 KP)

n. V.

Imogen Jans


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Masterstudium Modul «Ältere Musikgeschichte MA» 46945-01

Seminar: Musik denken – Musik formen: Die frühe Mehrstimmigkeit und ihr scholastisches Umfeld (3 KP)

Mo, 10–12 Uhr

Irene Holzer

46947-01

Übung: Metronome und musikalische Zeit (3 KP)

Di, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

47026-01

Vorlesung: Das Instrumentarium der Alten Musik, Einführung in die Organologie (2 KP)

Do, 10–12 Uhr

Martin Kirnbauer

Modul «Neuere Musikgeschichte MA» 47025-01

Vorlesung: Anton Webern (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Thomas Ahrend

46946-01

Seminar: Logik der Leidenschaft: Die Musik Béla Bartóks (3 KP)

Di, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

46947-01

Übung: Metronome und musikalische Zeit (3 KP)

Di, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

46944-01

Forschungsseminar: Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik (3 KP)

Mi, 16–18 Uhr

Matthias Schmidt

Modul «Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen» 23370-01

Kolloquium: Aktuelle Forschungsfragen (3 KP)

Mi, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

46944-01

Forschungsseminar: Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik (3 KP)

Mi, 16–18 Uhr

Matthias Schmidt

Mi, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

Graduiertenstufe 23370-01

Kolloquium: Aktuelle Forschungsfragen (3 KP)


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen Ausführliche Kommentare zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Online-Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel. Zudem findet am Dienstag, 21. Februar 2017, 18.15–18.45 Uhr, eine Vorstellung der Lehrangebots des Musikwissenschaftlichen Seminars im Vortragssaal statt. Anschliessend lädt die Fachgruppe zum Semestereröffnungsapéro. 46945-01

Seminar: Musik denken – Musik formen: Die artifizielle Mehrstimmigkeit des Hochmittelalters und ihr scholastisches Umfeld (3 KP) Mo, 10–12 Uhr

Irene Holzer

Module:

Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I und II (BA)

Inhalt:

Mit der ‹Wiederentdeckung der Wissenschaften› setzen im 12. Jahrhundert tiefgreifende Veränderungen in der lateinischsprachigen Wissenskultur des Mittelalters ein. Den Brennpunkt dieses wissenschaftlichen Paradigmenwechsels bildet Paris mit seinen zahlreichen Klosterschulen, der Kathedralschule der Notre Dame sowie der 1215 gegründeten Universität. In diesem geistigen und kulturellen Umfeld entstehen in Paris nicht nur ein komplexes Notationssystem, welches es erstmals ermöglicht, exakte rhythmische Strukturen von Musik schriftlich zu fixieren, sondern auch mehrstimmige Kompositionen, die in Aufbau, Struktur und Inhalt die Methoden und Denkweisen der Scholastik künstlerisch spiegeln. Ziel des Seminars ist, die überlieferte Musik des 13. und 14. Jahrhunderts vor dem Hintergrund historischer Notations- und Musiktheorien zu analysieren und innerhalb der spezifischen Wissenskultur der Scholastik zu verorten.

47025-01

Vorlesung: Anton Webern (2 KP) Mo, 14–16 Uhr

Thomas Ahrend

Module:

Neuere Musikgeschichte Neuer Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich III und IV (BA)

Inhalt:

Anton Webern ist einer der berühmtesten und wirkungsreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, dessen Name eng mit der Entstehung atonaler Musik, der Ausbildung einer spezifischen Zwölftonmethode und – in der postumen Rezeption nach 1945 – Konzeptionen serieller Kompositionstechniken verknüpft ist. Im Missverhältnis zu dieser Prominenz des ‹grossen Namens› steht ein verhältnismässig kleines Oeuvre, das zu Lebzeiten relativ wenig Beachtung fand und auch heute – trotz der postumen Berühmtheit seines Urhebers sowie des fraglosen Nimbus und der kompositorischen Qualität der Werke selbst – in manchen Teilen kaum bekannt ist. In der Vorlesung sollen die Kompositionen Weberns im Kontext seiner Biographie sowie im Zusammenhang der lokalen Wiener und globalen europäisch/amerikanischen Musikgeschichte näher analysiert und mit Blick auf ihre möglichen historiographischen Funktionen problematisiert werden.

46946-01

Seminar: Logik der Leidenschaft: Die Musik Béla Bartóks (3 KP) Di, 14–16 Uhr

Module:

Neuere Musikgeschichte Neuere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich III und IV (BA)

Matthias Schmidt


9 Inhalt:

Béla Bartóks (1881-1945) Musik fasziniert durch das Mischungsverhältnis zwischen einer oft als «wild» oder «barbarisch» bestimmten Expressivität und einer nüchternen Sachlichkeit, die von einer unaufdringlichen didaktischen Absicht getragen wird. Diese Beziehung verknüpft alle Lebens- und Arbeitsphasen Bartóks: von frühen Kompositionen unter dem Einfluss von Brahms und Strauss bis zur energiegeladenen Vielschichtigkeit der Orchester- und Kammermusik aus den amerikanischen Jahren. Sie entfaltet sich vor dem Hintergrund einer Vielfalt von Tätigkeiten Bartóks, deren Wechselwirkung zu untersuchen sein wird: Als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts war Bartók zugleich ein hochgeachteter Ethnologe, er konzertierte weltweit als Pianist, unterrichtete Klavier und edierte pädagogische Musik. Eine Exkursion des Seminars wird in die bedeutende Bartók-Sammlung der Paul Sacher Stiftung (Basel) führen.

43622-01

Übung: Metronome und musikalische Zeit (3 KP) Di, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

Module:

Neuere Musikgeschichte Neuere Musikgeschichte (MA) Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I, II, III und IV (BA)

Inhalt:

Musik ist bekanntlich eine Zeit-Kunst: Sie existiert, wenn sie erklingt und findet so in der Zeit statt. Aber die Tatsache, dass beim Spielen oder Hören von Musik Zeit vergeht, erfasst noch nicht Zeit in der Musik, die ja buchstäblich mit Tönen und mit Zeit ‹spielt›. Auf einer ganz konkreten Ebene geht es dabei auch um Rhythmen und um Tempo sowie das Fixieren und Kommunizieren dieser zeitorientierten Parameter. Die Erfindung des Metronoms 1815 markiert hier einen Paradigmenwechsel, der aber teils seit langem bekannte Alternativen nicht völlig verdrängen konnte. Die Veranstaltung findet parallel zu einer einschlägigen Ausstellung im Basler Museum für Musik statt («Auf Takt! Metronome und musikalische Zeit», 20. Jan.–20. Aug. 2017), zu der es auch eine Vielzahl von Begleitveranstaltungen gibt. So finden neben Musikaufführungen auch eine Podiumsdiskusison und Vorträge statt, die im Rahmen der Übung eingebunden und deren Besuch obligatorisch ist.

46948-01

Übung: Symbolik und Komplexität in der Motette des späten fünfzehnten Jahrhunderts (3 KP) Mi, 10–12 Uhr

Agnese Pavanello

Module:

Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte MA Historischer Bereich I und II (BA)

Inhalt:

Der Begriff «Motette» deckt am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts eine Vielfalt an Kompositionen ab, die durch den Gebrauch von lateinischen Texten gekennzeichnet sind. Vorwiegend sakralen Inhalts – wie es der Komponist und Theoretiker Johannes Tinctoris in seinem Diffinitorium (1473) präzisiert –, unterschieden sich Motetten in der Satztechnik in Zusammenhang mit dem zu vertonenden Text und dessen Funktion bzw. Aufführungskontext und Zweck. In dieser Übung werden Beispiele von Motetten besprochen und analysiert, die in ihrem Aufbau besondere Merkmale zeigen. Komplexe stilistische und strukturelle Zusammenhänge weisen auf reiche und mehrschichtige inhaltliche Bedeutungen hin, die eine breite Palette an Auslegungsmöglichkeiten bieten. In der Auseinandersetzung mit dieser Musik werden Themen zur Sprache kommen, die paradigmatisch für den Zugang zu diesem Repertoire und ausschlaggebend für ein tieferes Verständnis des Komponierens in dieser Zeit sind.


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Übung: Avantgarde und Reaktion: Ästhetische Konzepte der Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts (3 KP) Mi, 12–14 Uhr

Andreas Baumgartner

Module:

Neuere Musikgeschichte Historischer Bereich III und IV (BA und MA) Ästhetik der Musik

Inhalt:

«Angesichts der sehr traurigen Zustände, in denen sich die heutige Musik befindet, sind wir wohl berechtigt, von Konfusion zu reden.» - Mit diesen Worten beginnt Felix Draeseke, einst als enfant terrible der Neudeutschen Schule um Franz Brendel und Franz Liszt gehandelt, seinen Zeitschriftenbeitrag «Die Konfusion in der Musik. Ein Mahnruf». Draeseke kritisiert darin die durch jüngere Kollegen geprägte musikalische Moderne; schnell wird klar, dass es um die Musik im Jahre 1906 aus seiner Perspektive nicht zum Besten steht. Erwartungsgemäß ruft der Beitrag Reaktionen auf den Plan, die in Draeseke einen konservativen Fortschrittsfeind und rückwärtsgewandten Reaktionär sehen. In meiner Übung «Avantgarde und Reaktion: Ästhetische Konzepte der Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts» sollen unterschiedliche Debatten um die Entwicklung der Musik beleuchtet und diskutiert werden. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Konzepten des Naturalismus, Futurismus und der frühen Atonalität, sondern auch auf Strömungen, die auf das Bewahren von Tradition setzen und nicht den Avantgardebewegungen zuzurechnen sind. Ausgehend von der Frage, ob die ästhetische Debatte um Fortschritt und Tradition eine Kluft zwischen ‹Experten› und breitem Publikum zur Folge hat, werden wir Musikästhetik und -rezeption im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. unter die Lupe nehmen sowie deren Einflüsse auf die Musikgeschichtsschreibung untersuchen.

46944-01

Forschungsseminar: Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik (3 KP)

Module:

Neuere Musikgeschichte (MA) Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA)

Inhalt:

Theodor W. Adorno, der wohl bedeutendste Musikphilosoph des 20. Jahrhunderts, hat 1949 mit seiner im amerikanischen Exil entstandenen Philosophie der neuen Musik eine Schrift vorgelegt, die von Beginn an ebenso umstritten war wie sie einflussreich gewirkt hat. Neben einem close reading von ausgewählten Kapiteln des Textes soll im Forschungssemniar versucht werden, das Buch in seinen zeitlichen Kontext zwischen dem Entstehungsumfeld (Stichworte: Thomas Mann, Arnold Schönberg) und der Wirkungsmacht auf die Avantgarde der Nachkriegszeit einzuordnen. Aufgrund seines umfassenden theoretischen Anspruchs können mit der Besprechung der Schrift wesentliche Schlaglichter der Musikästhetik des 20. Jahrhunderts thematisiert werden. Ein zentraler Bestandteil des Seminars wird es dabei sein, analytische Erprobungen der Thesen Adornos anhand von ihm erwähnten Werke Schönbergs, Bergs, Strawinskys und anderer Komponisten vorzunehmen und kritisch zu reflektieren.

47026-01

Vorlesung: Das Instrumentarium der Alten Musik. Einführung in die Organologie (2 KP)

Mi, 16–18 Uhr

Do, 10–12 Uhr Module:

Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I und II (BA)

Matthias Schmidt

Martin Kirnbauer


11 Inhalt:

Musikinstrumente haben immer eine Geschichte, oftmals eine Gegenwart und hoffentlich auch eine Zukunft. Musikinstrumente sind aber nicht nur technisch-musikalisch komplexe Klangerzeuger, deren Bauweise den Klang weitgehend bestimmt. Ihre jeweilige Konstruktion spiegelt auch genau die musikalischen Anforderungen, die zu einer bestimmten Zeit an sie gestellt wurden. Umgekehrt kann gesagt werden, dass das jeweils vorhandene bzw. genutzte Klangwerkzeug die musikalische und vor allem auch klangliche Gestalt massgeblich bestimmte. Das lässt sich deutlich anhand der sogenannten Alten Musik und deren Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert aufzeigen. Die Vorlesung beschäftigt sich zum einen mit verschiedenen Aspekten von Musikinstrumenten: über die akustischen Grundlagen ihrer spezifischen Klangerzeugung und ihre Herstellung bis zu ihrer Bindung an eine bestimmte Musik und die damit verbundene sozialgeschichtliche Stellung. Damit bietet der Kurs eine pragmatisch angelegte Einführung in die Instrumentenkunde (Organologie). Zum anderen bezieht sich die Vorlesung auf Stationen der Wiederentdeckung der Alten Musik, die im Wechselspiel mit organologischen Aspekten betrachtet wird. Fester Bestandteil des Kurses sind Exkursionen, etwa ins Museum für Musik Basel (Ausstellung und Depot) mit der grössten und umfassendsten Sammlung von Musikinstrumenten in der Schweiz.

46714-01

Übung: Schreib- und Sprechwerkstatt (3 KP) Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt, Nicole Jost-Rösch

Module:

Angewandte Musikwissenschaft (BA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Das schriftliche und mündliche Darlegen von Sachzusammenhängen gehört nicht alleine zum Hauptgeschäft eines geisteswissenschaftlichen Studiums. Auch die Berufe, in denen Geisteswissenschaftler nach dem Studium arbeiten, sind zum Grossteil darauf ausgerichtet, vielschichtige Inhalte sprachlich einfach nachvollziehbar zu vermitteln. Im Fall der Musik ergeben sich besondere Schwierigkeiten, da sie als begriffslose Kunst dem Erfassen durch Sprache Widerstände entgegensetzt. Hinzu kommt, dass sprachliche Inhalte immer auch bestimmte Funktionen besitzen: je nachdem beispielsweise, zu welchem Publikum gerade gesprochen oder für welche Zeitung geschrieben wird. Kurzum: Das «Wie» der Darstellung verlangt nach einer guten Vermittlung. Die «Schreib- und Präsentationswerkstatt» soll Gelegenheit bieten, Schreib- und Sprechstrategien kennen zu lernen und zu diskutieren. Dabei werden unterschiedliche Textgattungen ausprobiert – Konzertkritiken, Programmheftbeiträge – und gemeinsam Sprechsituationen – Referate, Vorträge – simuliert. Mithilfe von Text- und Videoanalysen wird hierbei vermittelt, wie man sich und seinen Gegenstand erfolgreich präsentiert.


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Komplementärer Bereich Empfehlungen für den komplementären Bereich im Rahmen eines Studiums Musikwissenschaft Der komplementäre Bereich besteht aus Lehrveranstaltungen und Modulen, welche aus dem Lehrangebot aller Fakultäten frei wählbar sind und den Studierenden die Möglichkeit geben, sich fachübergreifendes Wissen anzueignen, spezifische, insbesondere methodische Kompetenzen zu erwerben und das eigene fachliche Studium zu vertiefen. Die Gestaltung des komplementären Bereichs und die Auswahl der besuchten Lehrveranstaltungen sind grundsätzlich den Studierenden überlassen; die Zulassung zu bestimmten Lehrveranstaltungen kann jedoch Einschränkungen unterliegen (vgl. dazu die «Wegleitung für den komplementären Bereich» auf philhist.unibas.ch). Die nachstehende Auswahl an Lehrveranstaltungen anderer Studienfächer soll nur als Anregung verstanden werden, selbst das Vorlesungsverzeichnis (vorlesungsverzeichnis.unibas.ch) durchzusehen und sich ein individuelles Programm nach eigenem Gusto zusammenzustellen. 46844-01

Vorlesung: Das Mittelalter in 11 Objekten (2 KP)

Do, 8–10 Uhr Lucas Burkart

31553-01

Vorlesung: Höfische Kultur und Gesellschaft (15.–Ende 18. Jahrhundert) (2 KP)

Mi, 10–12 Uhr Claudia Opitz Belakhal

47140-01

Übung: Endzeitszenarien in Filmen und audiovisuellen Simulacra (3 KP)

Do, 10–14 Uhr, 14-täglich Balz Andrea Alter

46800-01

Vorlesung: Robert Walser und die Folgen (2 KP)

Mi, 12–14 Uhr Lucas Marco Gisi

46801-01

Vorlesung: Mythos Elektra – Mythos Iphigenie. Antike Tragödien und moderne Griechendramen (2 KP)

Di, 12–14 Uhr Manfred Koch

46742-01

Vorlesung: Zweitscholastik: Schulphilosophie der frühen Neuzeit (2 KP)

Fr, 12–14 Uhr Ueli Zahnd

43286-01

Proseminar: Analysen audiovisueller Bewegtbilder – am Beispiel von Werbespots (3 KP)

Di, 10–12 Uhr Klaus Neumann-Braun

32053-01

Seminar: Strukturen und Prozesse der Live-Performance in der populären Musik (3 KP)

3. & 24.3.2017, 10:30–17:30 25.3. & 1.4.2017, 10:30–17:30 Christofer Jost

47227-01

Vorlesung: Kino im Aufbruch. Neue Wellen im ost- und mitteleuropätischen Film der Nachkriegszeit (2 KP)

Di, 10–12 Uhr Sabine Hänsgen

47061-01

Vorlesung: Das Selbstbildnis in der Malerei (2 KP)

Do, 14–16 Uhr Andreas Beyer

Ausserdem können Sprachkurse am Sprachenzentrum der Universität Basel besucht werden. Nähere Informationen unter: sprachenzentrum.unibas.ch (info-sprachenzentrum@unibas.ch)


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Kooperation mit der Musik Akademie Basel Theoretische und praktische Zugänge zur neuen Musik Im Jahre 2003 haben die Musik Akademie Basel und die Universität Basel eine Vereinbarung über den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Philosophisch-Historischen Fakultät und der Hochschule für Musik Basel sowie der Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik unterzeichnet. Die Kooperation hat zum Ziel, die kulturwissenschaftliche Lehre und Forschung in Verbindung mit der musikalischen Praxis an den genannten Institutionen zu vertiefen. Im Rahmen dieses Abkommens koordiniert das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität zusammen mit der Schola Cantorum Basiliensis im Frühjahrsemester 2017 eine gemeinsame Lehrveranstaltung.

Gemeinsame Lehrveranstaltung des Musikwissenschaftlichen Seminars und der Schola Cantorum Basiliensis • 46948-01 Übung: Symbolik und Komplexität in der Motette des späten fünfzehnten Jahrhunderts (Agnese Pavanello) Inhalt der Übung: Der Begriff «Motette» deckt am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts eine Vielfalt an Kompositionen ab, die durch den Gebrauch von lateinischen Texten gekennzeichnet sind. Vorwiegend sakralen Inhalts – wie es der Komponist und Theoretiker Johannes Tinctoris in seinem Diffinitorium (1473) präzisiert –, unterschieden sich Motetten in der Satztechnik in Zusammenhang mit dem zu vertonenden Text und dessen Funktion bzw. Aufführungskontext und Zweck. In dieser Übung werden Beispiele von Motetten besprochen und analysiert, die in ihrem Aufbau besondere Merkmale zeigen. Komplexe stilistische und strukturelle Zusammenhänge weisen auf reiche und mehrschichtige inhaltliche Bedeutungen hin, die eine breite Palette an Auslegungsmöglichkeiten bieten. In der Auseinandersetzung mit dieser Musik werden Themen zur Sprache kommen, die paradigmatisch für den Zugang zu diesem Repertoire und ausschlaggebend für ein tieferes Verständnis des Komponierens in dieser Zeit sind. Weitere Informationen finden Sie unter: mws.unibas.ch bzw. fhnw.ch/musikhochschulen/hochschule-fuer-musik


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Kooperation mit der Hochschule für Musik Harmonielehre für MWS-Angehörige an der HSM Musikgeschichte für HSM-Angehörige am MWS Im Februar 2003 haben die Musik Akademie Basel und die Universität Basel eine Vereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung ist seit dem Herbstsemester 2011 eine Kooperation zwischen der Hochschule für Musik Basel (HSM) und dem Musikwissenschaftlichen Seminar (MWS) wirksam: Studierende des MWS besuchen seit dem HS 2011 die Pflichtkurse Harmonielehre I und II an der HSM Basel. Im Gegenzug können die Studierenden der HSM das zweite und dritte Jahr Musikgeschichte am MWS belegen (Fragen der Musikgeschichte I und II).

Wichtig für Studierende des MWS Für die Belegung der Kurse Harmonielehre I und II müssen sich die Studierenden als Gasthörer bei der HSM anmelden! Dazu benötigt man das Formular Anmeldung Gasthörerin/-hörer Universität Basel (erhältlich als PDF auf der MWSWebsite). Dieses Formular muss innerhalb der Immatrikulationszeit der HSM persönlich oder per Post im Sekretariat Klassik der HSM eingereicht werden. Eine Anmeldung über MOnA ist NICHT möglich! Formular Anmeldung Gasthörerin/-hörer Universität Basel an: Musik Akademie Basel Hochschule für Musik Leonhardsstrasse 6 Postfach 4003 Basel Sekretariat Klassik Studierendenadministration, Aufnahmeprüfungen – Admissions Tel. +41 61 264 57 57 hsm@mab-bs.ch

Wichtig für Studierende der HSM Die Studierenden der HSM schreiben sich im Studiensekretariat (Kollegiengebäude, Petersplatz 1) als gebührenfreie Hörer ein. Hierzu müssen sie ihren HSM-Studierendenausweis mitbringen. Das Einschreiben muss jeweils innerhalb der Belegfrist (spätestens vier Wochen nach Vorlesungsbeginn) erfolgen. Zum Semesterende erhalten die Studierenden ein «Transcript of Records», das an die HSM weitergegeben werden muss.


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Studieren im Ausland Lust auf was Neues? Lust auf fremde Unis, fremde Länder, neue Leute? Lust auf ein Austauschsemester? Mobil zu werden innerhalb institutionalisierter Austauschangebote ist eine attraktive Möglichkeit, mit verhältnismässig kleinem administrativen Aufwand Einblicke in fremde Universitäten und Kulturen zu gewinnen. Profitieren Sie von einem der zahlreichen Angebote der Universität Basel, einen Teil Ihres Studiums an einer anderen Universität zu verbringen.

ERASMUS Das Europäische Studierendenaustauschprogramm ERASMUS bietet eine wunderbare Möglichkeit, um ein Studienjahr im Ausland zu verbringen. Das hervorragend organisierte Programm unterstützt Sie nicht nur in der formalen Abwicklung, sondern hilft auch durch ein internationales «Student Network» in der neuen Stadt leicht Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden. Das Musikwissenschaftliche Seminar hat bereits bestehende bilaterale Verträge mit folgenden Universitäten: • • • • •

Ludwig-Maximilians-Universität München Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Universität Köln Universität Hamburg Universität Paris-Sorbonne

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Universität Wien Universität Brünn Universität Bratislava Universität Bologna

EUCOR EUCOR ist die grenzüberschreitende Konföderation der Oberrheinischen Universitäten in Basel, Freiburg, Strasbourg, Karlsruhe und Mulhouse. Mit dem EUCOR-Studierendenausweis können Sie ganz unkompliziert an diesen Universitäten Lehrveranstaltungen besuchen sowie Bibliotheken und andere Einrichtungen benutzen.

Schweizerische Mobilitätsförderung Das «Schweizerische Mobilitätsprogramm» eröffnet Ihnen die Möglichkeit, ohne grossen administrativen Aufwand ein bis zwei Semester an einer anderen schweizerischen universitären Hochschule zu verbringen. Sie bleiben an der Heimuniversität immatrikuliert, wo Sie auch weiterhin die Semestergebühren bezahlen. An der Gastuniversität entrichten Sie dagegen keine Studiengebühren. Weitere internationale Austauschprogramme Wie wäre es eigentlich mit den USA oder Australien? Die Universität Basel verfügt auch über bilaterale Abkommen mit verschiedenen europäischen und aussereuropäischen Universitäten. Im Rahmen dieser Kontrakte haben Studierende der Universität Basel die Möglichkeit, auch auf anderen Kontinenten ein bis zwei Semester zu studieren. Universitätsabkommen stehen Studierenden aller Fachrichtungen offen. Was sollte bei der Planung eines Auslandssemesters beachtet werde? Um einen Auslandsaufenthalt sinnvoll in den eigenen Studienverlauf integrieren zu können, ist eine rechtzeitige Planung (ca. 1 Jahr vorher) wichtig. Stichtage für eine Anmeldung zum Austausch variieren von Universität zu Universität. Informieren Sie sich dementsprechend rechtzeitig über alle nötigen Vorkehrungen.

Informationen erhalten Sie unter: Mobilitätsbeauftragte am MWS: Dr. Felix Wörner +41 (0)61 207 28 07 felix.woerner@unibas.ch

Mobility Office der Universität Basel Gérald Zimmermann / Andrea Delpho Mo-Do 09.30-12.00 Uhr oder nach Vereinbarung mobility@unibas.ch


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Fachgruppe Was ist die Fachgruppe? Die Fachgruppe ist eine Gruppe Studierender der Musikwissenschaft, die sich intensiv für die Interessen der Studierenden im Musikwissenschaftlichen Seminar einsetzt. Dies tut sie nicht nur im Seminar selbst, sondern auch auf Departements- und Fakultätsebene. Was tut die Fachgruppe? Die Fachgruppe vertritt die Studierendenschaft sowohl in der Seminarsitzung und der Unterrichtskommission des Musikwissenschaftlichen Seminars, als auch in den Die Fachgruppe besteht (von links) aus Stefanie Pfeil, Michèle Kinkelin, Elisabeth Baureithel, Tamara Ackermann und Giovanna Gattlen. einmal im Semester stattfindenden SkubaSitzungen. Ausserdem veranstaltet sie verschiedene Anlässe, bei denen du in einer ungezwungenen Atmosphäre deine Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber auch die Dozierenden und Mitarbeitenden im Seminar besser kennenlernen kannst. Wer ist die Fachgruppe? Die Fachgruppe besteht aus Tamara Ackermann (Präsidentin), Stefanie Pfeil (Vizepräsidentin, Kasse), Elisabeth Baureithel (Vertreterin Unterrichtskommission), Giovanna Gattlen (Vertreterin Skuba) und Michèle Kinkelin (Springerin). Welche Fachgruppen-Anlässe finden dieses Semester statt? • 21. Februar 2017, Begrüssungsapéro zu Semesterbeginn; Vortragssaal • 10. Mai 2017, Frühlingsfest; Hinterhof MWS Wie kann ich mich über die Fachgruppe und deren Anlässe informieren? Alles über die Mitglieder und die Anlässe der Fachgruppe findest du am roten Brett im 1. OG direkt nach der Glastür. Ausserdem erhältst du alles Wissenswerte per Mail und kannst dich über die Website des Musikwissenschaftlichen Seminars oder die Facebook-Seite der Fachgruppe oder des Seminars informieren. Wir antworten dir aber auch sehr gerne selbst auf deine Fragen. Schreib einfach ein Mail oder sprich uns im Seminar an. Ich möchte auch etwas für das Seminar tun. Wie gehe ich da vor? Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Schreib uns ein Mail oder sprich uns an und erzähle, was dich am Seminar stört, was du gerne ändern möchtest oder was du für neue Ideen hast. Wir nehmen deinen Vorschlag auf und tragen ihn bei der nächsten Gelegenheit im dafür passenden Gremium vor. Natürlich könnt ihr auch gerne Verbesserungsvorschläge an die Fachgruppe selbst herantragen. 2. Werde ganz einfach selbst Mitglied der Fachgruppe. In dem Fall kannst du uns einfach ansprechen – wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Wir wünschen dir ein spannendes und erfolgreiches Frühjahrsemester 2017. Deine Fachgruppe Musikwissenschaft! Kontakt: fg-mws@unibas.ch https://www.facebook.com/groups/FG.MuWi


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Bibliothek / Phonothek Literaturrecherche Sämtliche Medien (Bücher, Noten und Tonträger) sind im Online-Katalog des Informationsverbunds Deutschschweiz IDS Basel/Bern verzeichnet (aleph.unibas.ch respektive swissbib.ch). Ein Computer mit Zugang zum Katalog steht den Bibliotheksbenutzern in den Räumen 104 (1. OG) und 5 (EG) zur Verfügung, ein Standortplan der Bibliothek befindet sich im 1. OG.

Benutzung und Arbeitsmöglichkeiten Das MWS verfügt über eine Präsenzbibliothek. Bücher dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen und nach Absprache mit Nicole Meier oder Andreas Baumgartner ausgeliehen werden. Arbeitsplätze befinden sich in den Räumen 104 (1. OG) und 5 (EG). Bei längerer Benutzung von Büchern bitten wir Sie, einen Stellvertreter (rotes Plastikmäppchen mit ausgefülltem Zettel) aufzustellen. Ein Kopiergerät steht im Aufenthaltsraum des MWS. UniPrint-Kopierkarten sind im Sekretariat des URZ, Klingelbergstr. 70, oder in der Universitätsbibliothek erhältlich; Gäste können bei den Hilfsassistierenden (Raum 106, 1. OG) eine Kopierkarte ausleihen. Zusätzliche Auskünfte zur Benutzung der Bibliothek bekommen Sie zu den Bürozeiten bei Nicole Meier im Raum 103.

Abhören und Überspielen von Tonaufnahmen Tonträger (CDs, LPs, Kassetten) werden von den Hilfsassistierenden (Raum 106) ausgegeben und können mit Kopfhörern im Haus benutzt werden. Ein Abspielgerät befindet sich im Notenzimmer (Raum 5, EG). Medien können nach Einweisung durch die Hilfsassistierenden im Tonstudio (UG) überspielt werden. Zusätzlich kann über das Rechnernetz der Universität Basel auf die NAXOS Music Library zugegriffen werden (Raum 5, EG und Raum 104, 1. OG). Kopfhörer erhalten Sie zu den Bürozeiten bei den Hilfsassistierenden.

Weitere technische Hilfsmittel Seminarraum und Vortragssaal sind bestens mit technischen Geräten in Medienschränken ausgestattet. Auch verfügt das Seminar über mobile Geräte wie z. B. Laptops (Windows/Mac) und die Dokumentenkamera ELMO. Den genauen Bestand an allen technischen Geräten erfahren Sie bei den Hilfsassistierenden. Alle Geräte stehen auch für die Präsentation von Referaten zur Verfügung. Die Schlüssel für die Medienschränke in den Lehrräumen sowie für den Zugang zu den mobilen Geräten erhalten Sie vom Dozierenden, im Sekretariat oder von den Hilfsassistierenden. Probieren Sie die Geräte bitte rechtzeitig vor Ihrem Referat aus. Kontakt Bibliothek: +41 (0)61 207 28 09 nicole.meier@unibas.ch mws.unibas.ch/bibliothek Kontakt Phonothek: +41 (0)61 207 28 03 stefanie.pfeil@stud.unibas.ch


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Mikrofilmarchiv Was findet man im Mikrofilmarchiv? Das in seiner Form in Europa einmalige Archiv erschliesst – mit heute über einer Million Aufnahmen – unveröffentlichte Quellen und schafft für die ältere Musikgeschichte die Voraussetzung zur Arbeit mit originalen Aufzeichnungen, deren Informationen zum Verständnis der Musik bei einer Ausgabe weithin verlorengehen. Das Archiv umfasst unter anderem eine annähernd vollständige Sammlung aller Quellen der mehrstimmigen Musik bis ins späte 15. Jahrhundert sowie repräsentative Bestände zum 16. und zur Vokalmusik des 17. Jahrhunderts. Weithin vollständig vorhanden sind die neuen Gesänge der einstimmigen Musik des Mittelalters: Tropen und (ältere) Sequenzen sowie weltliche Lieder der Troubadors und Trouveres. Gerade die älteren Reproduktionen sind dabei von einem besonderen Wert, denn sie zeigen die Quellen oftmals in einem besseren Zustand oder stellen sogar die einzigen Zeugnisse von mittlerweile vernichteten Handschriften dar. Darüber hinaus finden sich im Archiv musiktheoretische und liturgische Handschriften und Spezialsammlungen zum Gesang der Ostkirchen sowie zur arabischen Musiktheorie. Das frei zugängliche Mikrofilmarchiv führt regelmässig namhafte WissenschaftlerInnen, MusikerInnen und Studierende des In- und Auslands nach Basel. Die Sammlung stellt eine wichtige Grundlage für die Forschung am Seminar dar und bietet die besondere Chance, im Studium, für Abschlussarbeiten sowie in der Aufführungspraxis und für Editionen auf die originalen Aufzeichnungen und unveröffentlichte Materialien zurückzugreifen.

Wo kann man nach Mikrofilmen recherchieren? Seit Herbst 2015 ist die Datenbank der Bestände des Mikrofilmarchivs in den Verbundkatalog der Universität Basel eingebunden. Unter der Internetadresse des Verbundkatalogs http://baselbern.swissbib.ch sind ab sofort die Metadaten der vorhandenen Mikroformen online recherchierbar. Gekennzeichnet sind die MikrofilmBestände durch die Signatur MWI MFA.

Wo kann man die recherchierten Mikrofilme ansehen? Mikrofilme werden zu den Archivöffnungszeiten von den Hilfsassistierenden herausgegeben und können im Arbeitsraum 104 eingesehen und zu Forschungszwecken reproduziert werden. Eine Ausleihe ausser Haus ist nicht möglich.

Wo kann man Digitalisate von Mikroformen machen? Seit Frühjahr 2015 steht allen Benutzern des Mikrofilmarchivs neben zwei Mikrofilmlesegeräten auch ein moderner Mikrofilmscanner zur Verfügung. Im Arbeitsraum 104 können damit zu Forschungswecken nach Einweisung durch die Hilfsassistierenden qualitativ hochwertige Reproduktionen angefertigt werden.

Wann kann das Mikrofilmarchiv benutzt werden? Die Mikrofilme können zu den Öffnungszeiten des Mikrofilmarchivs eingesehen werden. Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie am Aushang an der Tür zu Raum 106 oder auf unserer Homepage. Wenn Sie das Archiv benützen oder ein Digitalisat erstellen wollen, melden Sie sich bitte rechtzeitig per E-Mail an. In Einzelfällen öffnet das Mikrofilmarchiv auch zu einem vereinbarten Termin ausserhalb der regulären Öffnungszeiten.

Wo sind weitere Informationen erhältlich? Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Hilfsassistierenden in Büro 106. Kontakt: +41 (0)61 207 28 03 mfa-mws@unibas.ch

Homepage: mws.unibas.ch/mikrofilmarchiv Online-Katalog: baselbern.swissbib.ch


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Computer und technische Geräte Welche Computer können wofür verwendet werden? Ein Mac im Arbeitszimmer (Raum 104, 1. OG) kann für die Bibliotheksrecherche und Recherche im Katalog des Mikrofilmarchivs (MFA) verwendet werden. Ausserdem steht auf diesem Gerät die aktuelle Version des Notenschreibprogramms Sibelius (Sibelius 7) zur Verfügung. Im diesem Raum steht auch der Hörplatz der Fonoteca. Für die Bibliotheksrecherche bzw. MFA-Katalogsrecherche kann ebenso ein PC im Notenzimmer (Raum 5, EG) verwendet werden. Zudem steht auf diesem PC die aktuelle Version des Notenschreibprogramms Finale (Finale 2014) zur Verfügung. An beiden PCs kann Musik aus der NAXOS Music Library (siehe Seite 20) angehört werden.

Welche Drucker können wofür verwendet werden? Im Notenzimmer befindet sich ein PC-Arbeitsplatz mit angeschlossenem Drucker. Der Drucker ist zum Drucken privater Dokumente bestimmt. Das Drucken ist kostenpflichtig (CHF 0.05 pro Seite). Es liegt eine Liste bereit, auf der Name und Anzahl gedruckter Seiten anzugeben sind. Die Kasse befindet sich oberhalb des Druckers. Zudem können Sie erweiterte Druckaufträge (z. B. farbig, DIN A3) auch via UniPrint-System an das CanonGerät in der Küche senden. Die Preise hierfür sind folgendermassen: S/W-Kopie / Druck A4 pro Seite CHF 0.10 S/W-Kopie / Druck A3 pro Seite CHF 0.15 Color-Druck / Kopie A4 pro Seite CHF 0.50 Color-Druck / Kopie A3 pro Seite CHF 1.00 Kostenlos sind an diesem Gerät die Funktionen «Scan2Mail» sowie «Scan2USB». Nähere Informationen zu allen Funktionen des Gerätes erhalten Sie bei den Hilfsassistierenden.

Internetzugang Alle Standplätze verfügen über einen Internetzugang, der gratis benutzt werden kann, sofern man über einen gültigen Unibas-Account verfügt. Das ganze Haus ist durch das lokale Funknetz (WLAN) der Universität erschlossen. Dieses Netz kann von allen Angehörigen der Universität Basel – und im Rahmen von SWITCHmobile auch von Angehörigen anderer Schweizer Universitäten – verwendet werden. Dazu muss der Cisco VPN Client installiert sein. Weitere Informationen und Download auf: mobile.unibas.ch Mit der gleichen Software können Sie sich auch von zu Hause aus in das Universitäts-Netz einloggen und die gesamten Dienstleistungen (z. B. New Grove Online) abrufen. Weitere PC-Arbeitsplätze stehen im Untergeschoss des Kollegiengebäudes, den Computerräumen des Seminars für Medienwissenschaft (Bernoullistr. 28) sowie im Biozentrum/Pharmazentrum (Klingelbergstr. 50/70) zur Verfügung.

Anlegen von Ordnern, Speichern von Dateien, Downloads Nur auf der Arbeitsstation im Notenzimmer können private Dateien gespeichert werden. Dazu muss ein Ordner (Vor- und Nachname) unter «Eigene Dateien» angelegt werden, in dem die Dateien gespeichert werden können. Dateien, die auf dem Desktop abgelegt werden, werden wöchentlich gelöscht! Kontakt: +41 (0)61 207 28 03 stefanie.pfeil@unibas.ch

Verwenden Sie die Notenschreibprogramme Sibelius 7 und Finale 2014 auf unseren Computern im 1. OG und EG


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Datenbankangebote der UB Music Index Online Der «Music Index Online» enthält zurzeit 1,5 Millionen Literaturhinweise aus 875 internationalen musikwissenschaftlichen Zeitschriften und Jahrbüchern aus über 40 Ländern. Behandelt werden alle Sparten der klassischen und populären Musik. Verzeichnet sind Aufsätze, Konferenzberichte, Nachrufe, Besprechungen von Büchern, Aufführungen und Aufzeichnungen seit 1970.

Classical Music Reference Library Die «Classical Music Reference Library» umfasst über 47.000 Seiten aus Nachschlagewerken, die die gesamte Geschichte der westlichen Kunstmusik abdecken. Definitionen musikalischer Termini sind ebenso erfasst wie die klassischen Genres und biografische Informationen. Dazu kommen Chronologien, Quellentexte und Sekundärliteratur. Vollständig aufgenommen sind Baker’s Dictionary of Music, Baker’s Biographical Dictionary of Musicians und Baker’s Student Encyclopedia of Music.

Classical Scores Library Die «Classical Scores Library» enthält 450.000 Seiten klassischer Partituren aus einem Zeitraum von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Zugänglich sind die Veröffentlichungen des Verlags Boosey & Hawkes und Material aus den Mikrofilmen der University Music Editions. Die Datenbank kann mithilfe eines Indexes durchsucht werden, der sowohl allgemeine Felder (wie z. B. Komponist, Werknummer, Tonart, Gattung, Instrument, Zeitraum) als auch partiturspezifische Felder enthält (Partiturtyp, Dauer, Herausgeber, Arrangeur, Verlag).

NAXOS Music Library (NML) NML ist eine einzigartige und wertvolle Quelle zum Anhören der klassischen Musik. NML beinhaltet nicht nur beinahe das ganze Standardrepertoire der klassischen Musik, sondern auch eine grosse Menge von Aufnahmen spezieller Musikgebiete wie zum Beispiel World Music, Jazz und chinesische Musik. NML verfügt über mehr als 100.000 CDs, d. h. über 1.430.000 einzelne Musiktitel. Jeden Monat werden um die 800 CDs hinzugefügt. Die Aufnahmen in der NML umfassen die gesamte CD-Liste von den meisten grossen Verlagen und bietet zusätzlich vielfältige Beiträge wie Opernzusammenfassungen und -libretti, Biographien von Komponisten und Interpreten, zahlreiche Interviews u. a. Die Aufnahmen, die in der NML zu hören sind, sind von einer hohen professionellen Qualität. Die CDs und Musiktitel können aus der NML nicht heruntergeladen werden. NML ist ein wichtiges und unverzichtbares Arbeitswerkzeug in einem musikwissenschaftlichen Studium.

Zugriff Der Zugriff ist nur im Netz der Universität Basel oder mithilfe eines berechtigten VPN-Zugangs gewährleistet.

Pfad Zu den Datenbanken gelangen Sie über die Website der Universitätsbibliothek: ub.unibas.ch à Fachgebiete à Musikwissenschaft à Datenbanken à Music Index Online à Classical Music Reference Library à Classical Scores Library à NAXOS Music Library


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Bibliotheksinformation Paul Sacher Stiftung Öffnungszeiten

Mo–Fr: 9–12 Uhr; 13–16.45 Uhr

Adresse

Münsterplatz 4, 4051 Basel

E-Mail

office-pss@unibas.ch

Telefon

+41 (0)61 269 66 44

Fax

+41 (0)61 261 91 83

Homepage

paul-sacher-stiftung.ch

Benutzung (Bibliothek)

öffentlich Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung per E-Mail oder Fax 3–4 Tage im Voraus. Mit Ihrer Anmeldung benötigen wir Ihre vollständige Postadresse (mit Telefonnummer für evtl. Rückfragen), Ihren Terminwunsch (Tag und Zeit) sowie die Titel und Signaturen aus unserem Bibliothekskatalog. Besten Dank.

Ausleihe

Benutzung nur am Ort möglich

Fernleihe

Nur wenn in keiner anderen Schweizer Bibliothek vorhanden.

Ergänzung

Spezialbibliothek und Facharchiv zur Musik des 20. Jahrhunderts (besitzt auch gedruckte Noten, Tonaufzeichnungen, Fotografien, Filmmaterial)

Im IDS-Katalog

ganzer Bestand

Feriendaten

Die Stiftung bleibt im Jahr 2017 an folgenden Tagen geschlossen: 06.–10.03.2017 (Basler Fasnacht), 14.–17.04.2017 (Ostern), 01.05.2017 (Tag der Arbeit), 25.–26.05.2017 (Auffahrt/Christi Himmelfahrt), . 05.06.2017 (Pfingstmontag), 03.07.–04.08.2017 (Sommerferien)

Forschungsaufenthalte, d. h. Einsichtnahmen in die Komponisten- oder Interpretensammlungen, sollten möglichst früh im Voraus vereinbart werden: Anmeldung 10–14 Tage im Voraus. Ihre Anmeldung richten Sie am besten per E-Mail oder Fax an das Sekretariat. paul-sacher-stiftung.ch/de/kontakt_informationen/kontakt_anmeldung.html


Veranstaltungen


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Auf Takt! Metronome und musikalische Zeit Ausstellung im Museum für Musik 20. Januar bis 20. August 2017 im Museum für Musik, Im Lohnhof 9, 4051 Basel Musik ist eine Zeit-Kunst. Mit dem vor 200 Jahren auf dem Markt gekommenen Metronom scheint diese musikalische Zeit messbar zu sein – in jedem Fall veränderte dieses Gerät das Zeit-Gefühl in der Musik nachhaltig. «Auf Takt!» spürt dieser Geschichte nach und zeigt eine umfassende Metronom-Sammlung. Mehr Informationen unter: hmb.ch/auf-takt.html

Weitere Veranstaltungen Metronom-Konzerte Freitag, 17. März 2017, 19.30 Uhr Die Kompositionsklasse der Hochschule für Musik Basel stellt die neuesten Kreationen vor. Mit künstlerischer und theoretischer Einbettung von Caspar Johannes Walter (Professor für Komposition, Hochschule für Musik Basel). Ort: Museum für Musik Podiumsdiskussion «Alles eine Frage der Zeit – das Tempo in Musik und Praxis» Donnerstag, 27. April 2017, 19.30 Uhr Mit u. a. Lena-Lisa Wüstendörfer (Dirigentin), Domenico Melchiorre (Solo-Pauker beim Sinfonieorchester Basel), Moderation: Jenny Berg (SRF) Ort: Vortragssaal, Musikwissenschaftliches Seminar Vortrag: «The Numerical Mediation of Tempo» Dienstag, 16. Mai 2017, 18.15 Uhr Mit Professor Dr. Roger Grant (Middletown, CT) In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel und der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, Ortsgruppe Basel Ort: Vortragssaal, Musikwissenschaftliches Seminar #Tweevening «My heart does not beat like a metronome» Donnerstag, 8. Juni 2017, 19.30–23.00 Uhr Ein interaktiver Abend mit Schlagzeug-Kompositionen von und mit Domenico Melchiorre und Terry Rileys Minimal-Werk «In C» mit Musikern des Sinfonieorchesters Basel. Ort: siehe hmb.ch/auf-takt Letzter Tag: Austicken Sonntag, 20. August 2017, 15.00–18.00 Uhr «Austicken» – Aufführung des «Poème symphonique für 100 Metronome» (1962) von György Ligeti sowie Kurzführungen Ort: Museum für Musik Konzerte in Zusammenarbeit mit the bird’s eye jazz club basel, siehe: birdseye.ch. Des Weiteren findet die Lehrveranstaltung «Metronome und musikalische Zeit» (siehe S. 9) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Musik und der «Auf Takt!»-Ausstellung statt.


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Vorträge Musikwissenschaft Basel FS 2017 • 9. Mai 2017, 18:15 Uhr Siegfried Mauser Weberns Variationen op. 27 und Klaviermusik der Wiener Schule Die Klaviermusik im Oeuvre der Hauptvertreter der zweiten Wiener Schule nimmt zwar quantitativ keinen breiten Raum ein, dennoch markieren einzelne Werke wesentliche entwicklungsgeschichtliche Umbrüche. Unter diesem Aspekt sollen Arnold Schönbergs Klavierstücke op. 11, op. 19 und op. 33a und die Webernschen Klaviervariationen op. 27 gespielt und theoretisch interpretiert, sowie in einen größeren historischen Kontext gestellt werden.

• 23. Mai 2017, 18:15 Uhr Andrea F. Bohlman Lutosławskis politische Refrains Dieser Vortrag untersucht am Beispiel Witold Lutosławski das Verhältnis zwischen Komponisten und den politischen Bewegungen ihrer Gegenwart. Während die «Solidarność» Bewegung gegen die kommunistische Partei Polens in den frühen 1980er Jahren an Zugkraft gewann, versuchte die polnische Gesellschaft und Lutosławskis internationales Publikum immer mehr die Stimme des prominenten Komponisten in den zentralen Diskurs über demokratische Wertvorstellungen und bürgerliche Gesellschaft zu stellen. Viele Kritiker, Musikwissenschaftler und Aktivisten analysierten und feierten Lutosławskis Dritte Sinfonie (1983) für ihre explizite politische Aussage. Der Komponist selber aber weigerte sich, sich überhaupt mit der Bewegung auseinander zu setzen und sprach nur selten über die politischen Umstände. Mit einer ethnographischen Sensibilität setze ich im Vortrag die Rezensionsgeschichte der Sinfonie in Beziehung mit Lutosławskis «Performance» der Solidarität mit der polnischen Opposition in öffentlichen Interviews und privaten Gesprächen. Ich vertrete die Position, dass sein Verhältnis zur Politik mehr ein Produkt seiner sozialen Netzwerke und seiner Selbstdarstellung als Künstler war, als ein Produkt eines Impulses einen Regimewechsel zu bewirken.


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Siegfried Mauser (*1954) studierte Klavier, Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in München und Salzburg, wo er 1981 promovierte. 1982 wurde er bereits an die Staatliche Hochschule für Musik Würzburg berufen. Später gründete er an der Universität Mozarteum Salzburg ein «Forschungsinstitut für musikalische Hermeneutik». Neben verschiedenen Lehraufträgen und Professuren stand er von 2003 bis 2014 der Münchner Hochschule für Musik und Theater und von 2014 bis 2016 der Universität Mozarteum Salzburg als Rektor vor. Er ist weiterhin als Konzertpianist aktiv und hat in dieser Tätigkeit unter anderem mit den Dirigenten Péter Eötvös, Johannes Kalitzke, Kent Nagano und Jonathan Stockhammer und den InstrumentalistInnen Tabea Zimmermann, Jörg Widmann und Thomas Zehetmair zusammengearbeitet. Des Weiteren hat er zahlreiche Werke unter anderem von Wolfgang Rihm, Hans Werner Henze und Jörg Widmann zur Uraufführung gebracht. Als Musikwissenschaftler verfasste er zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen musikalischen Analyse, Musikästhetik und Musikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und ist u.a. Herausgeber des «Handbuchs der musikalischen Gattungen».

Andrea F. Bohlman is Assistant Professor of Music at the University of North Carolina at Chapel Hill and, for the 2016–17 academic year, a fellow at the Wissenschaftskolleg zu Berlin. She is completing a monograph on the stakes of music for the Solidarity movement in Poland and has published on music and protest (in the Journal of Musicology) and on amateur recording and materiality (forthcoming in TwentiethCentury Music). Her work incorporates tools from sound and media studies with an integrative approach to ethnographic method and archival work. She is deeply invested in exploring the diverse musics that permeate musical cultures past and present, whether these are popular, sacred, art, or experimental. This interest in listening across and beyond boundaries is integral to her work on music and social movements, amateur sound media, and song festivals, for example.

Kontakt: +41 (0)61 207 28 00 sekretariat-mws@unibas.ch


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Ausgewählte Veranstaltungen an der Musik Akademie Basel • CIMCIM-Konferenz in Basel Die Jahrestagung des CIMCIM (International Committee of Museums and Collections of Instruments and Music) ist 2017 in der Schweiz (Basel und Bern) zu Gast. Am 22. und 23. Februar werden Vorträge, Roundtables und Workshops zu Fragen der Organologie, Konservierung, Restaurierung und Interpretation stattfinden. Mittwoch 22. Februar 2017, Museum für Musik Basel, Roter Saal Donnerstag, 23. Februar 2017, Klaus Linder-Saal • Partita 2_Tanzperformance Die Freunde alter Musik Basel präsentieren zusammen mit der Kaserne Basel eine choreografische Umsetzung der Partita 2 in d-moll (BWV 1004) von Johann Sebastian Bach. Tanz: Anne Teresa de Keersmaeker und Boris Charmatz, Geige: Amandine Beyer. Samstag 25. Februar 2017, 20:00, Kaserne Basel Sonntag, 26. Februar 2017, Kaserne Basel • Dialog Der Perkussionist Christian Dierstein spielt Werke von Mark André, François Sarhan (UA) und Hanna Eimermacher. Ein Gespräch unter der Moderation von Marcus Weiss ergänzt das Konzert. Montag, 24. April 2017, 20:00, Gare du Nord Freier Eintritt für Studierende der Musikhochschule und der musikwissenschaftlichen Seminars • Happy New Ears Studierende der Musikhochschule Basel spielen an der Langen Nacht der neuen Klänge neue und neueste Kammermusik. Freitag, 19. Mai 2017, 18:00, Klaus Linder-Saal Eintritt frei, Kollekte


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Angebote für Studierende des MWS Für Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars gelten besondere Konditionen in folgenden Einrichtungen:

Der historische Lohnhof beherbergt die grösste Musikinstrumentensammlung der Schweiz. Die Ausstellung präsentiert auf drei Stockwerken rund 650 Instrumente aus fünf Jahrhunderten. ► Studierende des Seminars können das Musikmuseum jederzeit gratis besuchen. Weitere Informationen unter: musikmuseum.ch

Gare du Nord ist ein Kulturort für undogmatische und spielerische Begegnungen mit zeitgenössischer Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. ► Studierende des Seminars zahlen für alle Veranstaltungen nur 5 CHF bzw. 10 CHF (je nach Grundpreis der Veranstaltung, ausgenommen Specials). Weitere Informationen unter: garedunord.ch

Das kammerorchesterbasel steht für die Freude am gemeinsamen Musizieren, einen transparenten und flexiblen Orchesterklang sowie die Entdeckerlust auf der Suche nach neuen Wegen der Interpretation. ► Studierende des Seminars besuchen die ABO-Konzerte gratis, sofern das Kartenkontingent es zulässt. Von dieser Regelung ausgenommen sind Kooperationskonzerte mit Zweitveranstaltern. Um die Freikarten gewährleisten zu können, wird die Anmeldung bis jeweils einen Tag vor dem Konzert unter info@kammerorchesterbasel.ch benötigt. Die Tickets können an der Abendkasse nur mit Vorlage des Seminarausweises abgeholt werden. Um die oben genannten Angebote nutzen zu können, müssen sich die Studierenden des Seminars einen Seminarausweis (erhältlich im Sekretariat zu den gewohnten Öffnungszeiten) ausstellen lassen, der dann am Eintritt vorgezeigt werden muss.


Forschungsprojekte


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Anton Webern Gesamtausgabe Die Anton Webern Gesamtausgabe (AWG) ist eine historisch-kritische Edition, die das gesamte kompositorische Schaffen Anton Weberns der Öffentlichkeit in wissenschaftlich angemessener und der musikalischen Praxis dienender Form zugänglich machen will. Die Edition beinhaltet nicht nur die von Webern selbst zum Druck beförderten Werke, sondern auch deren unpublizierte Fassungen, zu Lebzeiten unveröffentlichte Kompositionen, Jugend- und Studienkompositionen sowie Fragmente, Skizzen und Bearbeitungen. Die AWG entsteht am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel in enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung, Basel, wo der grösste Teil der überlieferten Webern-Quellen aufbewahrt wird. Seit Oktober 2006 wird die Gesamtausgabe vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Ausserdem wurde in einer Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ab 2008 eine Wiener Arbeitsstelle eingerichtet, die Dokumente zur Werkgeschichte, Rezeption und zum historischen Kontext recherchiert. Diese Zusammenarbeit konnte seit Januar 2010 durch Fördermittel der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgebaut werden. Erscheinen wird die AWG in einer Print-/Online-Hybrid-Edition, deren gedruckte Bände bei der Universal Edition, Wien publiziert und deren online zugängliche Bestandteile auf der Plattform Knora/SALSAH des Digital Humanties Lab der Universität Basel präsentiert werden. Die AWG versteht sich als Kompetenzzentrum, in dem neben den editorischen auch archivarische, dokumentarische, analytisch-forschende, kommunizierende, dienstleistende und organisatorische Aktivitäten vernetzt werden. So wurden neben den editorischen Tätigkeiten mehrere Tagungen organisiert (Der junge Webern, 2012; webern@segantini, 2014) und eine Schriftenreihe gegründet (Webern-Studien), die der Webern-Forschung insgesamt ein Forum bieten möchte, in der aber auch begleitende Materialien zur Gesamtausgabe publiziert werden können. Projektleiter: Matthias Schmidt Editionsleitung: Thomas Ahrend, Simon Obert, Matthias Schmidt Mitarbeitende: Thomas Ahrend, Julia Bungardt (Wien), Michael Matter, Stefan Münnich, Barbara Schingnitz Editorial Board: Kathryn Bailey Puffett, Regina Busch, Hans Joachim Hinrichsen, Felix Meyer, Giselher Schubert, Anne C. Shreffler, Felix Wörner Für Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars besteht die Möglichkeit, bei der Anton Webern Gesamtausgabe ein Praktikum zu absolvieren. Kontakt: +41 (0)61 207 12 08 info-awg@unibas.ch www.anton-webern.ch


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Konzeptualisierung musikalischer Form Untersuchungen zur Musiktheorie und Musikästhetik im deutschsprachigen Kulturraum 1850–1950 Im deutschsprachigen Kulturraum entsteht seit der Mitte des 19. Jahrhunderts über das Thema «Form in Musik» ein äusserst facettenreicher Diskurs. Neben der relativ eigenständigen Tradition der musikalischen Formenlehre wird in Musikästhetik und Musikkritik die essentielle Frage, wie das Konzept von «Form in Musik» überhaupt angemessen zu verstehen sei, kontrovers diskutiert. Das Forschungsprojekt geht von der These aus, dass von 1850 bis etwa 1950 die Tradition der musikalischen Formenlehre sowie die aktuelle kompositorische Praxis nur eine Ebene des Denkens über «Form in Musik» markieren. EntscheidenArnold Schönberg: Form (Arnold Schönberg Center, Wien [T51.14]) de Einflüsse auf die Konzeptualisierung von «Form in Musik» leiten sich darüber hinaus aus Ansätzen in Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft sowie aus philosophischer Ästhetik und experimenteller Psychologie her. Anhand (1) der Entwicklung des ästhetischen Formalismus, (2) der Ausbildung von Konzepten wie ‹Kunstwollen› (Alois Riegl) und ‹Kunstgeschichtliche Grundbegriffe› (Heinrich Wölfflin) in der Kunstgeschichte sowie der Entwicklung der ‹allgemeinen Kunstwissenschaften› (Max Dessoir) nach 1900, (3) der Wirkung phänomenologischen Denkens und der Gestalttheorie auf die Musiktheorie, und (4) angebotenen Lösungsstrategien zur Übertragung räumlicher Formkonzeptionen auf die transitorische Kunstform Musik werden essentielle Stationen, Entwicklungen und Wendepunkte der Diskurse über «Form in Musik» analysiert. Das Projekt wird durch die Untersuchung theoretischer Überlegungen seitens moderner Komponisten (u. a. Arnold Schönberg, Ferruccio Busoni, Stefan Wolpe, Hanns Eisler und Vertretern des frühen Serialismus) komplementiert. Die Zielsetzung des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projektes ist es, die Entwicklung formtheoretischen Denkens über Musik aus einer interdisziplinären Perspektive heraus darzustellen. Durch den gewählten methodischen und inhaltlichen Zugriff wird das Thema aus der Beschränkung auf den Bereich der Musiktheorie herausgelöst; aufschlussreiche ideen- und wissenschaftsgeschichtliche Bezüge werden so sichtbar gemacht und analysiert. Projektleiter: Matthias Schmidt Mitarbeitender: Felix Wörner Kontakt: +41 (0)61 207 28 07 felix.woerner@unibas.ch mws.unibas.ch/forschung/konzeptualisierung-musikalischer-form


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Concepts of improvisation Concepts of Improvisation and their Impact on Early Twentieth Century Art Music

Although the first decades of the twentieth century have often been described in musicological research as a period in which improvisation (i. e. extemporization; Phantasieren; free cadenzas; etc.) in art music had all but disappeared, numerous accounts of improvised performances by famous artists still abound. Furthermore, early twentieth century modernism (e. g. Futurism, Dadaism, and Surrealism) contributed to the development of concepts such as spontaneous (or automatic) creation, chance elements, or «noise» and experimental music, concepts which in turn heralded the «modern» idea of music as an aural, visual, and physical performance. Following the growing interest fot authenticity, many composers were also attracted to popular, African-American and non-Western musical genres. These notions (i. e. spontaneous creation, experimental music, etc.) and «non-classical» musical genres (i.e. early jazz, Romani music, etc.), which inherently include concepts of improvisation, interacted with «serious music» and were integrated into various compositions of the period. Finally, the above mentioned elements equally relate to our modern understanding of improvisation, an umbrella term for a variety of ideas, which arguably has contributed to the development of some of the most important innovations of post WWII art music, such as indeterminacy, aleatoricism, open forms, or experimental music. While some contemporary musicologists have commented upon the improvisatory quality or characteristics of various avant-garde compositions of the first half of the twentieth century, an important discrepancy remains between this minority opinion and the mainstream discourse. The project’s aim is to investigate the above mentioned discrepancy using specific examples, representative of some of the most important concepts of improvisation of the period, from the works of Erwin Schulhoff, Darius Milhaud, and Otto Luening. By regrouping and extending the existing research on the subject, and critically analysing the historical sources (documents, partitions, transcriptions, and recordings), this study should contribute to a better understanding of the interaction between concepts of improvisation and their relationship to art music from the end of the nineteenth century to the nineteen thirties. It also aims to determine how aspects of a possible theory of improvisation for art music of the first half of the twentieth century might influence present day music performance of the period’s repertoire. The project, funded by the Schweizerische Nationalfonds, is a collaboration between the Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel and the Hochschule für Musik Basel. The final documents should serve as an initial step towards filling the existing gap in musicology and provide an in-depth study of the interplay between concepts of improvisation and art music of the first half of the twentieth century. Projektleiter: Matthias Schmidt Mitarbeitender: Andrew Wilson Kontakt: andrew.wilson@unibas.ch +41 (0)61 207 28 21 mws.unibas.ch/forschung/concepts-of-improvisation


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E-Musik unter dem Einfluss der Bilder E-Musik unter dem Einfluss der Bilder – Herausforderungen an eine ästhetische Kategorisierung Das Dissertationsprojekt «E-Musik unter dem Einfluss der Bilder – Herausforderungen an eine ästhetische Kategorisierung durch Musikvideos» (Arbeitstitel) stellt einen Beitrag zu aktuellen Forschungsansätzen in der Analyse von Bild-MusikMedien dar, verbunden mit einer historischen Auseinandersetzung mit den ästhetischen Merkmalen von E-Musik-Werken und deren Neuorganisation in aktuellen Bewegtbild-Musik-Verbindungen. Materieller Untersuchungsgegenstand sind Musikvideos aus dem Bereich der sogenannten E-Musik (›ernste Musik‹) wie sie einerseits zu Promotionszwecken von Plattenfirmen wie der Deutschen Grammophon herausgegeben werden und andererseits von Festivals wie z. B. dem B-Classic – Classical Music Festival aus Belgien als womöglich neue Kunstform behandelt werden, um laut eigener Aussage E-Musik (classical music) einem jungen Publikum schmackhaft zu machen. Die Dissertation widmet sich dem jüngsten Medienwandel in der E-Musik, den E-Musikvideos und erforscht ihre spezifischen ästhetischen Merkmale, die sich aus der intermedialen Wirkung von Bild und Musik ergeben. Die Untersuchung geht damit weit über auf das musikalische Material beschränkte Analysen hinaus, schlägt einen neuen Weg in der Musik- und Medienwissenschaft ein und untersucht ein bisher unerforschtes Phänomen. Es gilt darüber hinaus im Auge zu behalten, dass die E-Musikvideos womöglich grundlegend neue ästhetische Ansätze für eine Konkretisierung des von der Wissenschaft bisher nur ungenau umrissenen Begriffs E-Musik liefern, wodurch sich neue Möglichkeiten für eine wissenschaftliche Präzisierung dieser Kategorie eröffnen. Auch die Notwendigkeit, möglicherweise nach neuen Begrifflichkeiten suchen zu müssen, darf nicht ausgeschlossen werden. Doktorierende: Alexandra Gronwald Erstbetreuer: Matthias Schmidt Zweitbetreuer: Arne Stollberg, HU Berlin Kontakt: alexandra.gronwald@kdgronwald.com +41 61 207 28 00 Das Projekt wird von der Janggen-Pöhn Stiftung gefördert (janggen-poehn-ch).


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Fokus Darmstadt Ein Forschungsprojekt der Hochschule für Musik Basel und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt (2013–2016) Teilprojekt 1. Anne-May Krüger: Musik über Stimmen. Zur Rolle von Sängerpersönlichkeiten für die Entwicklung neuer Vokalmusik, dargestellt in drei Fallstudien Das Projekt erforscht den kreativen Einfluss bedeutender Sängerpersönlichkeiten auf die Entstehung von Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts sowie dessen Nachwirken in der aktuellen Aufführungspraxis. Im Zentrum der Arbeit stehen die zwei Sängerinnen Carla Henius (1919–2002) und Cathy Berberian (1925–1983) sowie der Schauspieler und Vokalist Roy Hart (1926–1975). Die betrachteten Kompositionen werfen auf Grund ihrer starken Personalisierung, d. h. der Entwicklung mit und für einen bestimmten Vokalisten, Fragen für nachfolgende Interpreten auf und eröffnen aus dieser Perspektive die Diskussion von Begriffen wie «Autorschaft» und «Werkidentität». Ziel des Projekts ist es, im Dialog von künstlerischer Praxis und Forschung aufführungspraktische Leitlinien für ein kritisches Repertoire zu schaffen sowie methodische Perspektiven für die Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst aufzuzeigen. Teilprojekt 2. Michel Roth: Die Organisation des Spiels. Spielbasierte kreative Interaktionen zwischen musikalischen Akteuren Die Forschungsarbeit gliedert sich in drei Teile. Zunächst wird aus einer historiographischen Perspektive der kurze aber nachhaltige Einfluss des Pianisten David Tudor (1926–1996) auf Werke aus dem Darmstädter Kreis untersucht, wobei besonders von Komponisten gezielt eingesetzte Spielräume und Stimuli für Tudors kreatives Ausgestalten im Fokus stehen. Daraus schliesst sich in einer zweiten Phase eine generelle Überschau von vergleichbaren Werkkonzeptionen bis in die heutige Zeit an mit dem Versuch, die Mechanismen solcher Interaktionen zwischen Komponisten und Interpreten, aber auch (durch spezifische Werkkonzeptionen gesteuert) zwischen den Spielenden selbst, mittels der Spieltheorie zu beschreiben. Diese Modellierung soll letztlich neuartige Organisationsformen musikalischen (Inter-)Agierens erschliessen, die im dritten Teil anhand konkreter Versuchanordnungen mit kleinen Ensembleformationen erprobt werden. Doktorierende: Anne-May Krüger, Michel Roth Erstbetreuer: Matthias Schmidt Zweitbetreuer: Georges Starobinski, HSM Basel Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: fhnw.ch/musikhochschulen/hochschule-fuer-musik/forschung/projekte/projekte-details/fokus-darmstadt-1 Kontakt: annemay.krueger@fhnw.ch michel.roth@fhnw.ch


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NFS Bildkritik ‹eikones› «Musik – Geste – Bild» «eikones – Macht und Bedeutung der Bilder» ist ein Nationaler Forschungsschwerpunkt der Universität Basel und des Schweizerischen Nationalfonds, an dem das Musikwissenschaftliche Seminar Basel seit dem Herbstsemester 2009 aktiv vertreten ist. Der vom Kunsthistoriker Ralph Ubl geleitete NCCR bietet einen idealen theoretischen Rahmen, um interdisziplinäre Fragestellungen insbesondere einer historisch informierten Musikästhetik zu diskutieren. In der aktuellen Förderungsphase nimmt das Musikwissenschaftliche Seminar seit Oktober 2013 mit dem Modul «Musik – Geste – Bild» unter der Leitung von Matthias Schmidt und Matteo Nanni teil. Aufbauend auf der theoretischen Reflexion über die spezifische Sinnerzeugung und Einflussnahme von Bildern auf und in Musik zielt dieses Projekt auf die Frage, inwieweit Musik am Prozess einer «bildkritischen» Wahrnehmung der Welt beteiligt ist. Zwei Teilprojekte nähern sich dem Thema von zeitlich weit auseinanderliegenden Blickwinkeln – Mittelalter und Moderne – an. Irene Holzer: Liturgical Bodies in Motion – Klangliche Gestik und visuelle Musik im liturgischen Drama des 13. Jahrhunderts (Arbeitstitel) In der Musik des Mittelalters bietet die Rhythmisierung der Gesten und der Körperglieder in Liturgie, Drama und Tanz eine anthropologische Grundlage für musikalisch-deiktische Elemente. Sichtbare Elemente spielen hier erst als vermittelnde Instanzen eine Rolle: In vielen Handschriften von liturgischen Dramen befinden sich neben Text und Musik präzise «Regieanweisungen» zur gestischkinetischen Performanz der Akteure. Aufbauend auf Studien zur Relation des Gestischen in Buchmalerei und Skulptur soll die spezifische Rolle der Musik im visuell-dramatischen Geschehen untersucht werden. Der Verkörperlichung im Tanz und Drama steht dabei eine Entkörperlichung durch Musik und Liturgie dialektisch gegenüber. Katrin Eggers: Music – Gesture – Image: From Wagner to Schoenberg and beyond In mancher Musik geht es weniger um „gestaltete Zeit“ unter dem Paradigma motivisch-thematischer Entwicklung, als vielmehr um präsentative Plastizität. Von der spektakulären Bildbewegung auf der Bühne über die in der komponierten Struktur sedimentierte visuelle Präsenz bis hin zum körperlichen Nachvollzug solcher Musik durch den Hörer bietet es sich dabei an, die Geste als Umschlagspunkt zwischen bildlicher und klanglicher Gestalt aufzufassen, die ich mit Wittgenstein als «Verlängerung» verstehe. Das Projekt zieht unter diesem Aspekt eine historische Linie von Wagner über Strauss und Schönberg bis in die zeitgenössische Musik hinein. Nähere Informationen unter: eikones.ch und mws.unibas.ch/forschung/nfs-bildkritik-eikones Kontakt: matthias.schmidt@unibas.ch matteo.nanni@unibas.ch


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Forschungskooperation: Sinergia Visionen und Experimente radiophonen Komponierens in der Weimarer Republik Durch die Einführung des Radios zu Beginn der 1920er Jahre erfahren bislang gültige, kulturelle Konzeptionen von Musizieren und Musik wie auch die Materialität von Musik tiefgreifende Veränderungen. Klang ist nicht mehr notwendigerweise an das Musizieren und seine räumlichen Kontexte gebunden, er ist nicht mehr Abbild einer akustischen Wirklichkeit, sondern unabhängig von dieser manipulierbar geworden. Hier setzt das Projekt an, indem es fragt, welche Auswirkungen die Einführungen des Radios auf die sonische Materialität sowie die ästhetischen Konzeptionen von Musik hatte. Anders als die bislang vorliegenden Arbeiten geht das Projekt von der Annahme aus, dass eine rundfunkspezifische Musik der 1920er und 1930er Jahre bzw. ein gesichertes Wissen über die Anordnung Musik, Radio und Hörer nicht existiert. Stattdessen handelt es sich bei radiophoner Musik um eine erfahrungsbasierte Experimentalkultur, in der sich herkömmliche Medienpraktiken und ästhetischer Konzepte sowie neue funkspezifische Ansätze überlagern. Ausgehend von dieser Hypothese rücken drei Schnittstellen von Musik, radiophoner Anordnung und Diskurs ins Zentrum: • Musik als Geräusch/Geräusch als Musik • die ästhetische Widerspiegelung der globalen Dimension des Mediums Radio • die Suche nach einer dem Technikcharakter des Rundfunks entsprechenden musikalischen Form (z.B. Montage, Reihung, Poutpourri) Die Grundlagen für das Projekt bilden Texte zu Visionen und Möglichkeiten radiophoner Musik von Ferruccio Busoni und Filippo Tommaso Marinetti bis hin zu den Radiotheoretikern der Weimarer Republik sowie Werke von Max Butting, Alexander Ecklebe, Werner Egk, Walter Gronostay, Walter Goehr, Paul Hindemith, Edmund Nick, und Kurt Weill u.a.. Darüber hinaus sollen Projekte und Werke der Pioniere der elektronischen Musik (Edgar Varese, Walter Ruttmann etc.) sowie der Rundfunkspezialisten (Ernst Schoen, Hans Flesch u.a.) in die Untersuchung miteinbezogen werden. Als Orte, an denen diese Diskurse und Praktiken aufeinandertreffen, interessieren neben den Festivals Deutsche Kammermusik Baden-Baden 1929 und Neue Musik Berlin 1930, das Heinrich Hertz Institut für Schwingungsforschung, die Berliner Rundfunkversuchsstelle sowie die besonders experimentierfreudigen Sender Frankfurt, München und Berlin. Das Projekt ist Teil des Sinergia Forschungsprojekts «Radiophonic Cultures – Sonic environments and archives in hybrid media systems» in Kooperation mit der Medienwissenschaft der Universität Basel, der Hochschule für Musik Basel sowie der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Leitung des Sinergia Forschungsprojektes: Ute Holl Leiter des Unterprojekts Musikwissenschaft: Matthias Schmidt Mitarbeitende: Antje Tumat und Camilla Bork (Assoziiert) Kontakt: antje.tumat-schnurr@unibas.ch camilla.bork@unibas.ch


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Publikationen des Musikwissenschaftlichen Seminars Auf diesen Seiten möchte das Musikwissenschaftliche Seminar gerne auf die jüngst erschienenen oder in Bälde erscheinenden Publikationen und publizierte Artikel, die in Verbindung mit dem Seminar stehen, verweisen. Titel: Richard Wagner: musikalische Gestik – gestische Musik Erscheinungsdatum: November 2016 Herausgeberinnen: Katrin Eggers und Ruth Müller-Lindenberg Kurzbeschreibung: Dass die Musik Richard Wagners besonders «drastisch-gestischen Charakter» habe, stellte nicht erst Adorno fest. Der Band nähert sich dieser besonderen musikalischen Gestik aus historischen, politischen, semiotischen bzw. bildtheoretischen Blickwinkeln und befraget sein Œuvre aus der Sicht von Regie und Inszenierung, der Musiktheaterforschung sowie unter musikanalytischen Gesichtspunkten. Titel: Grenzgänge. Gender, Ethnizität und Klasse als Wissenskategorien in der Musikwissenschaft Erscheinungsdatum: Frühjahr 2017 Herausgeberinnen: Cornelia Bartsch und Britta Sweers Kurzbeschreibung: Was ist Natur? Was ist Geist, was Kultur? Die grundlegendsten Kategorisierungen der europäischen Wissenssysteme beruhen auf Konzepten, in denen Gender, Ethnizität und Klasse diskursiv wirksam sind. Die Beiträge versuchen Phänomenen zwischen historischer, systematischer Musikwissenschaft und Ethnomusikologie auf die Spur zu kommen und gehen der Frage nach, wie die genannten Kategorien die disziplinären Grenzen konstituieren.

Eine kleine Auswahl publizierter Aufsätze: •

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Katrin Eggers: «Susanne K. Langers Mittelweg zu einer musikalischen Gestik zwischen ‹Zeitbewußtsein› bei Adorno und erlebter ‹Räumigkeit› bei Helmuth Plessner», in: Susanne K. Langer: Fühlen und Form, hrsg. v. Christian Grüny, (Journal Phänomenologie 45/2016), S. 69–82. Anne-May Krüger: «Artistic Research. Sylvano Bussottis ‹Voix de femme›», in: Neue Zeitschrift für Musik 04/2016, S. 28. Michael Matter: «Anton Webern und die ‹Gründungsmythen› der Wiener Schule», in: Über den Ursprung von Musik. Mythen – Legenden – Geschichtsschreibungen, Würzburg 2017, S. 227-239. Michel Roth: «‹I allow myself to think of you not as of somebody playing the piano›. Zur Interaktion von Komposition und Interpretation im Umfeld der Darmstädter Ferienkurse», in: Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik, Bd. 23 (August 2016), S. 49-57.


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MUSIKDENKRÄUME

MUSIKDENKRÄUME ist ein Verein zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. MUSIKDENKRÄUME unterstützt visionäre Initiativen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sowie zukunftsweisende Forschungsprojekte der Studierenden und Mitarbeitenden. MUSIKDENKRÄUME betrachtet Musik in all seinen Ausformungen, öffnet reale und virtuelle Räume, vernetzt Menschen und Ideen, fördert individuelle Interessen und Begabungen, regt zum Nach- und Querdenken an, spielt auf und hört zu. Möchtest Du mit einem ungewöhnlichen Projekt alte Konventionen sprengen und einfach einmal etwas komplett Neues ausprobieren? Dann schreib uns! Wir sind offen für Deine Ideen. Und mit unserem Netzwerk, unseren Erfahrungen und finanziellen Mitteln bieten wir die optimale Plattform, um diese zu verwirklichen. Kontakt: leila.zickgraf@unibas.ch irene.holzer@unibas.ch Nähere Informationen: mws.unibas.ch/musikdenkraeume facebook.com/musikdenkraeume

MUSIKDENKRÄUME ist eine Initiative des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel. Sie ist aus der «Forschungsgemeinschaft des Musikwissenschaftlichen Instituts» hervorgegangen und daher als Verein organisiert, der sich aus Mitarbeitern und Studierenden des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel sowie aus dessen Freunden und Förderern zusammensetzt. Mit dem neuen Namen möchten wir neue Impulse setzen: Wir möchten MUSIKDENKRÄUME schaffen. Diese sollen den Diskurs zwischen (Musik-)Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft anregen und zur stärkeren Vernetzung der Basler Musikwissenschaft mit anderen (Basler) (Kultur-)Institutionen beitragen. Wir unterstützen deshalb Projekte, die an dieser Schnittstelle anzusiedeln sind – und zwar vom ersten Ausformen der Idee bis hin zur konkreten Umsetzung.


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Neu am Seminar im FS 2017 Nicolai Rhyn Nicolai Rhyn übernahm am 1. Februar 2017 die Hilfsassistenzstelle von Jaronas Scheurer. Er ist neu für das Mikrofilmarchiv zuständig und ab der nächsten Ausgabe auch für das Semesterheft.


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Doktorierende am MWS Name / E-Mail

Arbeitstitel der Dissertation

Baumgartner, Andreas an.baumgartner@unibas.ch

Musik und Kitsch

di Gasbarro, Federica Fortdauer und Aufhebung der Musiktradition in Edgar Varèses Denken und federica.digasbarro@unibas.ch Werk Fiedler, Jörg joerg.fiedler@bluewin.ch

Fünf- bis achtklappige Traversflöten des frühen 19. Jahrhunderts als Zeugen praktizierter Intonation

Gronwald, Alexandra a.gronwald@unibas.ch

E-Musik unter dem Einfluss der Bilder

Jost-Rösch, Nicole Alban Berg als Erzähler? Eine musikologisch-narratologische Untersuchung nicole.roesch@unibas.ch am Beispiel seiner in den Jahren 1923 bis 1935 entstandenen Instrumental- . werke Krüger, Anne-May anne-may.krueger@unibas.ch

Musik über Stimmen. Zur Rolle von Sängerpersönlichkeiten für die Entwicklung neuerVokalmusik, dargestellt in drei Fallstudien

Münnich, Stefan stefan.muennich@unibas.ch

Notation als Code

Roth, Michel mich.roth@unibas.ch

Die Organisation des Spiels. Spielbasierte kreative Interaktionen zwischen musikalischen Akteuren

Steinacker, Theresa theresa.steinacker@unibas.ch

Leoš Janáčeks Opern

Wilson, Andrew andrew.wilson@unibas.ch

Concepts of improvisation and their impact on early 20th century art music

Wüstendörfer, Lena-Lisa l.wuestendoerfer@unibas.ch

Tendenzen der Mahler-Interpretation. Interpretationshistorische Beobachtungen zu Gustav Mahlers 4. Symphonie auf Tondokumenten

Zickgraf, Leila leila.zickgraf@unibas.ch

Igor Strawinskys Ballettwerk. Entstehung und Konzeption als interdisziplinäres Projekt


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Dozierende des Seminars im FS 2017 Ahrend, Thomas, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 29, 4051 Basel thomas.ahrend@unibas.ch Baumgartner, Andreas, M.A.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel an.baumgartner@unibas.ch Holzer, Irene, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel irene.holzer@unibas.ch Kirnbauer, Martin, PD Dr.: Lothringerstr. 93, 4056 Basel 061 381 16 – martin.kirnbauer@unibas.ch Moths, Angelika, lic. phil. lehre@angelikamoths.com Jost-Rösch, Nicole, M.A.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel nicole.roesch@unibas.ch Pavanello, Agnese, Dr. agnese.pavanello@fhnw.ch Schmidt, Matthias, Prof. Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel 061 267 28 00 – matthias.schmidt@unibas.ch Wörner, Felix, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel felix.woerner@unibas.ch Yuan, Qiming, Prof.: Hochschule für Musik, Leonhardsstr. 6, 4003 Basel qiming.yuan@fhnw.ch


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Mitarbeitende des Seminars im FS 2017 Geschäftsführender Vorsteher Prof. Dr. Matthias Schmidt

matthias.schmidt@unibas.ch

Professor Prof. Dr. Matthias Schmidt

matthias.schmidt@unibas.ch

Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende Andreas Baumgartner M.A. Nicole Jost-Rösch M.A.

an.baumgartner@unibas.ch nicole.roesch@unibas.ch

Privatdozent

PD Dr. Martin Kirnbauer martin.kirnbauer@unibas.ch

Verwaltung und Bibliothek Susanne Stalder (Sekretariat) sekretariat-mws@unibas.ch Nicole Meier (Bibliothek) nicole.meier@unibas.ch

Hilfsassistierende und Tutorierende Michèle Kinkelin Elena Barbara D’Orta Stefanie Pfeil Nicolai Rhyn Imogen Jans Lukas Nussbaumer

michele.kinkelin@unibas.ch elena.dorta@unibas.ch stefanie.pfeil@unibas.ch nicolai.rhyn@unibas.ch imogen.jans@gmail.com lukas.nussbaumer@stud.unibas.ch

Anton Webern-Gesamtausgabe (SNF-Projekt) Prof. Dr. Matthias Schmidt Dr. Simon Obert Dr. Thomas Ahrend Dr. Michael Matter Stefan Münnich, M.A. lic. phil. Barbara Schingnitz

matthias.schmidt@unibas.ch simon.obert@unibas.ch thomas.ahrend@unibas.ch michael.matter@unibas.ch stefan.muennich@unibas.ch schingnitzb@gmx.ch

Konzeptualisierung musikalischer Form (SNF-Projekt) Prof. Dr. Matthias Schmidt Dr. Felix Wörner

matthias.schmidt@unibas.ch felix.woerner@unibas.ch

Concepts of improvisation (SNF-Projekt) Prof. Dr. Matthias Schmidt Andrew Wilson M.A.

matthias.schmidt@unibas.ch andrew.wilson@unibas.ch

NFS Bildkritik ‹eikones› (SNF-Projekt) Prof. Dr. Matthias Schmidt Prof. Dr. Matteo Nanni Dr. Irene Holzer Dr. Katrin Eggers

matthias.schmidt@unibas.ch matteo.nanni@unibas.ch irene.holzer@unibas.ch katrin.eggers@unibas.ch


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Impressum Musikwissenschaft Basel Frühjahrsemester 2017 Redaktion Nicole Jost-Rösch +41 61 267 28 05 nicole.roesch@unibas.ch

Bildnachweis Titelseite, vorne Ein «Mitchell's Patent Compound Metronome» von 1883 aus der in der Ausstellung «Auf Takt!» präsentierten Sammlung des Museums für Musik Basel Fotografie: Slg. Tony Bingham

Satz & redaktionelle Mitarbeit Jaronas Scheurer +41 61 267 28 03 j.scheurer@unibas.ch Druck print24, Leutschenbachstrasse 95, 8050 Zürich Printed in Switzerland Auflage 1.000 © Basel 2017


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Agenda • Dienstag, 21. Februar 2017: 18.15 Uhr Vorstellung des Lehrangebots mit anschliessendem Semestereröffnungsapéro • 22. und 23. Februar 2017: CIMCIM-Konferenz Die Jahrestagung des International Committee of Museums and Collections of Instruments and Music (CIMCIM) ist dieses Jahr in der Schweiz zu Gast. Mittwoch, 22. Februar 2017: Museum für Musik Donnerstag, 23. Februar 2017: Klaus LinderSaal • Donnerstag, 27. April 2017: 19:30 Uhr Podiumsdiskussion: Alles eine Frage der Zeit – das Tempo in Musik und Praxis Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung «Auf Takt!» • Dienstag, 9. Mai 2017: 18:15 Uhr Vortrag MWS Siegfried Mauser: Weberns Variationen op. 27 und Klaviermusik der Wiener Schule • Dienstag, 10. Mai 2017: Frühlingsfest MWS Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. • Dienstag, 16. Mai 2017: 18:15 Uhr Vortrag im Rahmen der Ausstellung «Auf Takt!» Roger Grant: The Numerical Mediation of Tempo • Dienstag, 23. Mai 2017: 18:15 Uhr Vortrag MWS Andrea F. Bohlman: Lutosławskis politische Refrains Wenn nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Vortragssaal des MWS statt. Aktuelle Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie unter: mws.unibas.ch


Vortragssaal

17-18

16-17

15-16

14-15

13-14

12-13

11-12

10-11

9-10

Seminarraum

2 KP Thomas Ahrend

Vorlesung: Anton Webern

3KP Irene Holzer

Seminar: Musik denken – Musik formen. Die frühe Mehrstimmigkeit und ihr scholastisches Umfeld.

Montag

Übung:   Metronome  und  musikalische  Zeit         3  KP   Martin  Kirnbauer

3 KP Matthias Schmidt

Seminar: Logik der Leidenschaft: Die Musik Bela Bartoks

Übung: Fragen  der  Musikgeschichte  II         3  KP   Felix  Wörner  

Proseminar: Analyse  im  Kontext:  Ältere  Musik         3  KP   Irene  Holzer  

Dienstag

Musikwissenschaftliches Seminar Universität Basel Früjahrsemester 2017

3 KP Matthias Schmidt

Forschungsseminar: Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik

Kolloquium: Aktuelle  Forschungsfragen         3  KP   Matthias  Schmidt  

Übung: Avantgarde  und  Reaktion.   Ästhetische  Konzepte  der  Musik  zu   Beginn  des  20.  Jahrhunderts     3  KP   Andreas  Baumgartner  

3 KP Agnese Pavanello

Übung: Symbolik und Komplexität in der Motette des fünfzehnten Jahrhunderts

Mittwoch

Proseminar: Analyse  im  Kontext:  Neuere  Musik         3KP   Nicole  Jost-­‐Rösch  

Übung: Schreib-­‐  und  Sprechwerkstatt         3  KP   Matthias  Schmidt  

2 KP Martin Kirnbauer

Vorlesung: Das Instrumentarium der Alten Musik. Einführung in die Organologie.

Donnerstag

3 KP Qiming Yuan

Kurs: Harmonielehre II

3 KP Angelika Moths

Kurs: Satz- und Notationslehre II

Freitag

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MWS Semesterheft FS 2017  
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