Page 1

Inhaltsverzeichnis Hinweise................................................................................................................................................................................2 Grusswort..............................................................................................................................................................................3

Studium Bachelorstudium...................................................................................................................................................................5 Masterstudium / Graduiertenstufe...................................................................................................................................7 Kommentare zu den Lehrveranstaltungen......................................................................................................................8 Komplementärer Bereich..................................................................................................................................................13 Kooperation MAB.............................................................................................................................................................14 Kooperation HSM.............................................................................................................................................................15 Studieren im Ausland........................................................................................................................................................16 Fachgruppe.........................................................................................................................................................................17 Bibliothek / Phonothek....................................................................................................................................................18 Mikrofilmarchiv..................................................................................................................................................................19 Computer und technische Geräte....................................................................................................................................20 Datenbankangebote der UB.............................................................................................................................................21 Bibliotheksinformation Paul Sacher Stiftung.................................................................................................................22 Schweizer Nationalphonothek........................................................................................................................................23

Veranstaltungen

Basler Forum für Musikästhetik......................................................................................................................................25 Vorträge Musikwissenschaft Basel HS 2017..................................................................................................................26 Ausgewählte Veranstaltungen an der Musik Akademie Basel.....................................................................................28 Angebote für Studierende des MWS..............................................................................................................................29

Forschungsprojekte Anton Webern Gesamtausgabe.......................................................................................................................................31 Vielstimmige Lieder: Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho...........................................................32 E-Musik unter dem Einfluss der Bilder..........................................................................................................................33 Fokus Darmstadt................................................................................................................................................................34 Forschungskooperation: Sinergia.....................................................................................................................................35 Musikwissen........................................................................................................................................................................36

Internes Publikationen des Musikwissenschaftlichen Seminars.................................................................................................37 MUSIKDENKRÄUME...................................................................................................................................................39 Neu am Seminar im HS 2017...........................................................................................................................................40 Doktorierende am MWS...................................................................................................................................................41 Dozierende und Mitarbeitende des Seminars im HS 2017..........................................................................................42 Impressum..........................................................................................................................................................................44 Agenda.................................................................................................................................................................................45 Notizen...............................................................................................................................................................................46 Überblick Lehrveranstaltungen HS 2017.......................................................................................................................48


2

Hinweise Anmeldung für neue Studierende Neue Studierende melden sich bitte im Sekretariat an und vereinbaren ein Einführungsgespräch mit Nicole Jost-Rösch (nicole.roesch@unibas.ch). Für eine erste Orientierung über das Seminar, seine Bestände und Arbeitsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an die Hilfsassistierenden im Raum 106.

Unterrichtsangebot Auch im Herbstsemester 2017 steht den Studierenden und Gasthörenden ein breites Spektrum an Lehrveranstaltungen zur Verfügung, das die Anforderungen sowohl des Bachelor- als auch des Masterstudiums berücksichtigt. Detaillierte Informationen zum Studium Musikwissenschaft entnehmen Sie bitte direkt der Wegleitung unter mws.unibas.ch/studium/studienangebot. Bei Fragen steht Ihnen Nicole Jost-Rösch jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

Musikalisches Grundwissen Studierende der Musikwissenschaft, die noch nicht über die notwendige Grundschulung im Hören und in der Musiklehre verfügen, können an der Hochschule für Musik (HSM) der Musik Akademie Basel (MAB) kostenlos entsprechende Kurse besuchen. Bitte beachten Sie, dass die HSM ihr Studienjahr ebenfalls in Herbst- und Frühjahrsemester einteilt, die Unterrichtszeiten aber von denjenigen der Universität leicht abweichen. Wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, sollten Sie also bereit sein, auch nach dem Vorlesungsende an der Universität den Unterricht an der HSM zu besuchen. Die aktuellen Veranstaltungen sind jeweils einem Aushang am MWS zu entnehmen.

Gemeinsames Studium MWS und HSM Studierende mit einer vollen Ausbildung an der HSM – insbesondere Studierende der Schulmusik IIC – belegen Lehrveranstaltungen der Musikwissenschaft im Studiensekretariat der Universität mit Hörerschein und gebührenfrei aufgrund einer entsprechenden Bescheinigung der HSM.

Arbeiten am Seminar Das MWS bietet optimale Voraussetzungen für musikwissenschaftliches Arbeiten. Durch die gute WLANNetzabdeckung im gesamten Gebäude haben unsere Studierenden jederzeit leichten Zugang zur Tonträgerdatenbank NAXOS Music Library (nähere Informationen hierzu in diesem Heft unter «Bibliothek/Phonothek» auf Seite 18 bzw. «Computer und technische Geräte» auf Seite 20). Unsere Bibliothek ist eine reine Präsenzbibliothek. Das Ausleihen von Musiknoten und Büchern ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit Bewilligung der für die Bibliothek zuständigen Mitarbeitenden über eine Nacht bzw. über ein Wochenende möglich. Tonträger, Videos, DVDs und Mikrofilme stehen grundsätzlich nur für das Studium im Seminar zur Verfügung und sind nach Gebrauch umgehend zurückzugeben. Bitte halten Sie sich an diese Regeln. Nur so können die optimalen Arbeitsbedingungen gewährleistet werden.

Termine Akademisches Semester 1. August 2017–31. Januar 2018 Vorlesungszeit 18. September 2017–22. Dezember 2017


Grusswort

3

Liebe Studierende, liebe Doktorierende, liebe Gäste Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen möchte ich Sie ganz herzlich zum beginnenden Herbstsemester begrüssen und die Gelegenheit nutzen, Sie auf die wichtigsten Neuerungen aufmerksam zu machen. Der durch frühere Lehrveranstaltungen im Seminar bereits bekannte Dr. Gregor Herzfeld hat sich im Mai 2017 von der Freien Universität Berlin an die Universität Basel umhabilitiert und wird vom Herbstsemester an als Privatdozent im Musikwissenschaftlichen Seminar tätig sein. Wir heissen ihn ganz herzlich an unserem Hause willkommen. Im Berufungsverfahren um die vakante Professur für Ältere Musikgeschichte arbeiten wir im Rahmen des vorgesehenen Zeitplans – und hoffen, bald nähere Einzelheiten berichten zu können. Auch in diesem Herbstsemester bieten wir ein breit gefächertes Angebot an Lehrveranstaltungen an, die wir Ihnen hier in kommentierter Form vorstellen. Zudem finden im November zwei Vorträge sowie eine Arbeitstagung statt (siehe die Ankündigungen auf den Seiten 25–27), bei denen neben den Studierenden selbstverständlich auch Gäste ganz herzlich willkommen sind. Aktuelle Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen, Vorträgen und weiteren Aktivitäten finden Sie auch auf unserer Homepage unter mws.unibas.ch. Uns allen wünsche ich ein interessantes, spannendes und produktives Semester und verbleibe mit herzlichen Grüssen Matthias Schmidt


Studium


5

Bachelorstudium Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders vermerkt, wöchentlich im Vortragssaal (EG) des Musikwissenschaftlichen Seminars statt. Der Pflichtkurs «Harmonielehre» wird seit dem HS 2011 von der HSM Basel abgedeckt, findet aber im Musikwissenschaftlichen Seminar statt (nähere Informationen auf Seite 15 in diesem Heft). Die Kommentare zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Online-Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel (vorlesungsverzeichnis.unibas.ch). Studierende, die ihr Studium vor dem Herbstsemester 2013 aufgenommen haben, finden dort auch die Modulzuordnung gemäss ihrer Studienordnung.

Modul «Einführung in die Musikwissenschaft» 11354-01

Kurs: Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten (2 KP)

Mo, 10–12 Uhr

Nicolai Rhyn

16318-01

Einführungskurs: Einführung in die Musikwissenschaft (3 KP)

Do, 10–12 Uhr

Andreas Baumgartner

Kurs mit Prüfung: Harmonielehre I (3 KP)

Do, 12–14 Uhr

Qiming Yuan

Kurs mit Prüfung: Satz- und Notationskunde I (3 KP)

Fr, 8–10 Uhr

Angelika Moths

Modul «Musiktheoretische Grundlagen»

34569-01

Modul «Ältere Musik: Musikanalyse in Beispielen» 34568-01

Kurs: Grundlagen der Musikanalyse: Ältere Musik (3 KP)

Fr, 10–12 Uhr

Hana Vlhová-Wörner

Modul «Neuere Musik: Musikanalyse in Beispielen» 34986-01

Kurs: Grundlagen der Musikanalyse: Neuere Musik (3 KP)

Di, 10–12 Uhr

Nicole Jost-Rösch

Modul «Ältere Musikgeschichte» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

49111-01

Seminar: Lied, Kontrafaktur, Intabulierung – Musik der Renaissance und ihre Überlieferung (3 KP)

Do, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

49109-01

Seminar: Codex Engelberg 314: Entstehung, Repertoire, kulturhistorischer Kontext (3 KP)

Fr, 14–16 Uhr

Hana Vlhová-Wörner

Modul «Neuere Musikgeschichte» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

48503-01

Seminar: Musikalischer Futurismus und die Philosophie der Avantgarde (3 KP)

Mi, 10–12 Uhr

Matthias Schmidt Gunnar Hindrichs


6

48890-01

Vorlesung: Grosse Formen in der Popmusik – Longtrack, Konzeptalbum, Rockoper (2 KP)

Fr, 12–14 Uhr

Gregor Herzfeld

Modul «Angewandte Musikwissenschaft» 48887-01

Übung: Zeitgenössische KomponistInnen in Basel. Begegnungen und Gespräche (3 KP)

Mo, 18–20 Uhr

Thomas Ahrend Jaronas Scheurer

48889-01

Kurs: Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger (3 KP)

Mi, 16–18 Uhr

Michael Kunkel

48886-01

Übung: Vielstimmige Lieder. Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho (3 KP)

Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt Andreas Baumgartner

Modul «Ästhetik der Musik» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

48887-01

Übung: Zeitgenössische KomponistInnen in Basel. Begegnungen und Gespräche (3 KP)

Mo, 18–20 Uhr

Thomas Ahrend Jaronas Scheurer

49110-01

Übung: König David, Orpheus und andere Sänger in Texten und Liedern der Antike sowie des frühen Mittelalters (3 KP)

Mi, 12–14 Uhr

Stefan Häussler

Wahlbereich 13771-01

Tutorat: Harmonielehre II (1 KP)

n. V.

Imogen Jans

29041-01

Übung: Fragen der Musikgeschichte I (3 KP)

Di, 12–14 Uhr

Felix Wörner


7

Masterstudium Modul «Ältere Musikgeschichte MA» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

49111-01

Seminar: Lied, Kontrafaktur, Intabulierung Do, 16–18 Uhr – Musik der Renaissance und ihre Überlieferung (3 KP)

Martin Kirnbauer

49109-01

Seminar: Codex Engelberg 314: Entstehung, Repertoire, kulturhistorischer Kontext (3 KP)

Fr, 14–16 Uhr

Hana Vlhová-Wörner

Modul «Neuere Musikgeschichte MA» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

48888-01

Forschungsseminar: Musikalische «Tiefe». Ideen und Ideologien (3 KP)

Di, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

48503-01

Seminar: Musikalischer Futurismus und die Philosophie der Avantgarde (3 KP)

Mi, 10–12 Uhr

Matthias Schmidt Gunnar Hindrichs

48886-01

Übung: Vielstimmige Lieder. Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho (3 KP)

Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt Andreas Baumgartner

48890-01

Vorlesung: Grosse Formen in der Popmusik – Longtrack, Konzeptalbum, Rockoper (2 KP)

Fr, 10–12 Uhr

Gregor Herzfeld

Modul «Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen» 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? – Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP)

Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

48888-01

Forschungsseminar: Musikalische «Tiefe». Ideen und Ideologien (3 KP)

Di, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

48886-01

Übung: Vielstimmige Lieder. Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho (3 KP)

Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt Andreas Baumgartner

48890-01

Vorlesung: Grosse Formen in der Popmusik – Longtrack, Konzeptalbum, Rockoper (2 KP)

Fr, 10–12 Uhr

Gregor Herzfeld

Mi, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

Graduiertenstufe 23370-01

Kolloquium: Aktuelle Forschungsfragen (3 KP)


8

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen Ausführliche Kommentare zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Online-Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel. Zudem findet am Dienstag, 19. September 2017, 18.15–18.45 Uhr, eine Vorstellung der Lehrangebots des Musikwissenschaftlichen Seminars im Vortragssaal statt. Anschliessend lädt die Fachgruppe zum Semestereröffnungsapéro. 49112-01

Vorlesung: Mittelalter-Rock oder Marktmusik? - Konzepte populärer Musik zwischen Erinnerungskulturen und performative turn (2 KP) Mo, 14–16 Uhr

Irene Holzer

Module:

Neuere Musikgeschichte, Neuere Musikgeschichte (MA) Ältere Musikgeschichte, Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I, II, III und IV (BA) Ästhetik der Musik (BA), Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA), Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Kaum eine Epoche der Geschichte ist so überformt von Klischees und irreführenden Darstellungen wie das Mittelalter. Verkürzende und aus wissenschaftlicher Sicht seit langem überholte Darstellungen werden ohne jegliche Reflexion tradiert und vermarktet, sei es in Form von Mittelaltermärkten, Fantasy-Romanen und ihren aufwendigen Verfilmungen oder als ‹authentische› Spielmannsmusik und inszenierter Mittelalterrock. Musik spielt bei der Konstruktion dieses ‹modernen› Mittelalterbildes generell eine bedeutende Rolle: Zum einen soll die Verwendung ‹historischer Instrumente› (Dudelsack, Fidel) die Echtheit, das Alte verbürgen, zum anderen unterstützen moderne Elemente (Dur-Moll-System, regelmässige Rhythmen, gegenwärtige Sprache) die Identifikation der Rezipienten mit dieser zeitgenössischen Mittelalterkultur. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, anhand von ausgewählten Beispielen herauszuarbeiten, was genau in der zeitgenössischen Popularkultur unter dem Schlagwort ‹Mittelaltermusik› verstanden wird und wie diese Art von Musik ihrerseits wiederum zur Bildung von Mittelalterklischees beiträgt. Durch Analyse von ‹Mittelaltermusik› in ihren verschiedenartigsten medialen Präsentationsformen und Abgleich mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Musik des Mittelalters soll nachgespürt werden, wie Rezeptions- und Identifikationsprozesse funktionieren, und unsere heutige Gesellschaft beeinflussen.

48887-01

Übung: Zeitgenössische KomponistInnen in Basel. Begegnungen und Gespräche (3 KP) Mo, 18–20 Uhr

Thomas Ahrend, Jaronas Scheurer

Module:

Angewandte Musikwissenschaft (BA) Ästhetik der Musik (BA) Historischer Bereich III und IV (BA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Bei der musikwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit neuer Musik sind direkte Kontakte und Gespräche mit KomponistInnen und MusikerInnen eine entscheidende, mitunter die einzige verfügbare Quelle. Die Übung soll Gelegenheit bieten, den praktischen und methodisch reflektierten Umgang mit zeitgenössischen KomponistInnen einzuüben und dabei aktuelle kompositorische Tendenzen sowie ästhetische Positionen kennenzulernen. Hierzu werden jede Woche Komponistinnen bzw. Komponisten verschiedener Generationen und Stilrichtungen aus Basel eingeladen, um mit diesen ihren kompositorischen Werdegang, ihre berufliche Situ ation und mindestens eines ihrer Werke zu besprechen. (Als Gäste haben bisher Lukas Huber, Thomas Kessler, Ulrike Mayer-Spohn, Michel Roth, Marianne Schuppe und Jakob Ullmann


9 zugesagt.) Die Gespräche werden von den Studierenden selbst vorbereitet und moderiert. In der letzten Sitzung, am 18. Dezember, soll ein ebenfalls von den Teilnehmenden selbst organisiertes (Gesprächs-)Konzert mit Werken einiger der eingeladenen KomponistInnen stattfinden. 29041-01

Übung: Fragen der Musikgeschichte I (3 KP) Di, 12–14 Uhr

Felix Wörner

Module:

Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Jede Beschäftigung mit vergangenen Ereignissen, Personen oder Kunstwerken basiert heute auf der Prämisse, dass Erkenntnisse von und Vorstellungen über Vergangenes wandelbar sind und von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden, die sich im Laufe der Geschichte dramatisch verändert haben. Statt zu fragen, wie es ‹eigentlich› gewesen sei (wie beispielsweise die Musik Beethovens um 1815 ‹eigentlich› gespielt worden sei, geklungen habe, gehört, verstanden und gedeutet worden sei) stellen wir in der Übung die Frage, welche Faktoren in den vergangenen 200 Jahren die unterschiedlichen Vorstellungen über Beethoven und seine Musik massgeblich geprägt haben. Als Material dienen uns einerseits Primärquellen (Briefe, Autographe, Skizzen etc.), andererseits Interpretationen von Beethovens Musik von Schriftstellern (E.T.A. Hoffmann), Musikern (u.a. R. Wagner, H. v. Bülow, R. Furtwängler), Musikhistorikern und Musikkritikern (u.a. A.B. Marx, E. Hanslick, C. Dahlhaus), Musiktheoretikern (H. Riemann, H. Schenker) und Musikphilosophen (T.W. Adorno).

48888-01

Forschungsseminar: Musikalische «Tiefe». Ideen und Ideologien (3 KP) Di, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

Module:

Neuere Musikgeschichte (MA) Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA)

Inhalt:

Was bedeutet die Aussage, dass Musik «tief» bewege oder dass sich der ästhetische Wert von Musik der «Tiefe» ihrer Struktur verdanke? Zur Beantwortung dieser Fragen sollen historische und aktuelle (vornehmlich) musikwissenschaftliche Forschungsbeiträge und einschlägige Kompositionen diskutiert werden: von der romantischen Musikkritik und -analytik (auf der Suche nach einer deutschnationalen Identität) bis zur heutigen, breit gefächerten Verwendung des Begriffs, die im historischen Vergleich anregende Wege der Neuinterpretation eröffnen kann. Zum Seminar gehört der Besuch eines Musikästhetik-Workshops zu Fragestellungen der musikalischen «Tiefe» am 2./3. November in Basel.

48503-01

Seminar: Musikalischer Futurismus und die Philosophie der Avantgarde (3 KP) Mi, 10–12 Uhr

Module:

Matthias Schmidt, Gunnar Hindrichs

Neuere Musikgeschichte Neuere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich III und IV (BA) Ästhetik der Musik (BA) Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen


10 Inhalt:

Die Oktoberrevolution, die im Herbst ihren 100. Jahrestag hat, wurde von künstlerischen Strömungen umgeben, die sich auf ihre Weise als revolutionär verstanden. Eine ihrer wichtigsten war der Futurismus. Keineswegs auf Rußland begrenzt, hat er auch in der Musik seine Spuren hinterlassen. Das Seminar widmet sich diesen Spuren und verbindet sie mit theoretischen Texten zur Idee der Avantgarde und ihrer Kritik.

49110-01

Übung: König David, Orpheus und andere Sänger in Texten und Liedern der Antike sowie des früheren Mittelalters (3 KP) Mi, 12–14 Uhr

Stefan Häussler

Module:

Modul Ästhetik der Musik (BA) Modul Historischer Bereich I und II (BA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Von Orpheus über König David zu Christus: Das Verständnis der Sänger wandelte sich in der Antike und dem früheren Mittelalter auf erstaunliche Weise, so dass die antike mythologische Gestalt des Orpheus christologisch umgedeutet und Christus als Sänger und wahrer Orpheus begriffen werden konnte. In den Texten und Gesängen der Liturgie waren zudem jene Bibelstellen prominent vertreten, in denen Christus als Spross Davids vorgestellt wird. Zu besonderen Anlässen wurden Psalmen vorgetragen, in denen nicht nur auf David allgemein als Verfasser des Psalters verwiesen wurde, sondern in denen er namentlich erwähnt ist. Im Stundengebet der Mönche sind einige Gesänge zu David enthalten. In einer Antiphon wird ihm sogar die Klage um seinen verstorbenen Freund Jonathan persönlich in den Mund gelegt. Einige musiktheoretische Texte setzten sich mit dem legendären Sänger Orpheus in einer Weise auseinander, die im christlichen Kontext ungewöhnlich war. Zum Bildungsprogramm zählten ferner Ausführungen zu besonderen akustischen Phänomenen und Ereignissen, darunter jene mit den Sirenen, deren Gesang die Seeleute ins Verderben lockt, mit Amphion, der eine Stadtmauer mit Tönen zum Einsturz bringt, Apollon, der einen Sängerwettstreit eingeht und ausserdem durch das Ablegen seiner Leier auf einer Mauer die Steine selbst zu tönender Materie verwandelt. In der Lehrveranstaltung wird thematisiert, wie die Singenden und ihr Gesang immer wieder transformiert dargestellt und wie dabei auf charakteristische Weise die Grenzen zwischen den Disziplinen einzelner Fächer, den Bereichen des kultisch Sanktionierten und des sich ausserhalb des Kultus Befindlichen sowie von zu lesenden und zu singenden Texten überschritten werden. Der Skulpturenschmuck und die Malereien an Gebäuden und in Handschriften des Mittelalters geben das Behandelte in vielfachen Ausführungen wieder.

23370-01

Kolloquium: Aktuelle Forschungsfragen (3 KP) Mi, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt

Module:

Doktorat Musikwissenschaft: Empfehlungen (Promotionsfach Musikwissenschaft) Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA)

Inhalt:

Im Kolloquium werden aktuelle Masterarbeiten, Dissertationsvorhaben und andere neuere Forschungsbeiträge in Verbindung mit der Professur für Neuere Musikgeschichte vorgestellt. Es besteht jeweils Gelegenheit zur intensiven Diskussion mit jüngeren Forschenden aus dem genannten Arbeitsbereich.


11 48886-01

Übung: Vielstimmige Lieder. Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho (3 KP) Do, 14–16 Uhr

Matthias Schmidt, Andreas Baumgartner

Module:

Angewandte Musikwissenschaft (BA) Historischer Bereich III und IV (BA) Neuere Musikgeschichte (MA) Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Zugegeben: Der Zusammenhang zwischen Samuel Ferdinand Laur (*1791 in Markdorf am Bodensee, †1854 in Egelshofen [heute: Kreuzlingen]), dem Gründer des Basler Gesangvereins sowie Komponisten heute grösstenteils unbekannter Chorlieder und dem kleinflächigen afrikanischen Staat Lesotho liegt nicht eben auf der Hand. So kann es nur als Zufall bezeichnet werden, dass der französische Missionar François Coillard (*1834 in Asnières-lès-Bourges, †1904 in Lealui, Barotseland) auf seiner Reise nach Basutoland im Jahr 1857 ein Lied von Laur im Gepäck hatte, das zunächst zu einer Art Volkslied und im Zuge der Unabhängigkeitsbewegung vom Vereinigten Königreich 1966 zur offiziellen Nationalhymne gewählt wurde. In der Übung sollen die unterschiedlichen, teilweise disparaten Spuren einer Liedmelodie nachverfolgt werden, die vielfältige Perspektiven und Kontexte eröffnen: Einerseits rücken sie die Biographie eines Musikpädagogen und den Alltag des Schweizerischen Musiklebens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Blickpunkt. Zum anderen öffnet sich durch sie der Blick auf die Missionsgeschichte und Probleme von Transkulturalität und Postkolonialismus. Im Mittelpunkt der forschungsnahen Lehrveranstaltung steht die Erarbeitung einer Ausstellung zu diesem Thema in den Räumlichkeiten der UB Basel für 2018 (weitere Informationen hierzu auf den «Projekte»-Seiten des Herbstsemester-Heftes 2017).

49111-01

Seminar: Lied, Kontrafaktur, Intabulierung – Musik der Renaissance und ihre Überlieferung (3 KP) Do, 16–18 Uhr

Martin Kirnbauer

Module:

Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I und II (BA)

Inhalt:

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass Vokalmusik des Spätmittelalters und der Renaissance oftmals in multiplen Formen überliefert ist – eben etwa ein Lied oder Chanson, das zugleich als Kontrafakt oder als instrumentale Intabulierung vorliegt. Damit stellen sich vielfältige Fragen, etwa nach der Tauglichkeit von Kategorien wie ‹Werk›, ‹Original›, ‹Bearbeitung› oder ‹Adaption›, ‹Transfer› usw. Auf einer anderen Ebene ist auch nach den unterschiedlichen Funktionen und einem möglicherweise damit verbundenen Bedeutungswandel zu fragen, wenn Musik sozusagen seinen ‹Zustand› ändert. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit einem internationalen Symposium «‹Contraffare› – Alte Melodien, neue Texte», das an der Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik zwischen dem 16.–18. November 2017 stattfinden wird, dessen Besuch Teil des Seminars ist.


12 48890-01

Vorlesung: Grosse Formen in der Popmusik – Longtrack, Konzeptalbum, Rockoper (2 KP) Fr, 12–14 Uhr

Gregor Herzfeld

Module:

Neuere Musikgeschichte Neuere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich III und IV (BA) Modul Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (MA) Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen

Inhalt:

Spätestens seit den 1960er Jahren ist in diversen Bereichen der Popular Culture das deutliche Streben zu beobachten, das Kernformat des 3- bis 4-minütigen Songs in die Richtung größerer Formen zu erweitern. Was möglicherweise als rockmusikalische Rezeption improvisatorischer Praktiken des Modern Jazz begann und sich als Long Track (auf einer LP-Seite) bzw. längeren instrumentalen Passagen in quantitativer Hinsicht materialisierte, brachte allerdings auch eine neue Dimension im Anspruch auf Qualität mit sich. Nicht allein die bloße Länge eines Gebildes, sondern auch seine musikalische Durcharbeitung, das ideelle Konzept oder die Anlehnung an Gattungen der «seriösen» Konzert- und Bühnenmusik wie Sinfonie, Suite oder Oper sollten dem Wunsch nach größeren Dimensionen und thematischer Geschlossenheit entsprechen und einen gegenüber vereinzelten Songs erhöhten Kunstanspruch legitimieren. Hinzu trat häufig eine plurimediale Aufmachung durch die Einbeziehung visueller Künste wie aufwändige CoverArt, Film, Video oder Bühnenperformances – eine Entwicklung, die nicht auf Progressive oder Art Rock der 1960er und -70er Jahre beschränkt blieb, sondern mit der Zeit zu gehen scheint und heute in Videoportalen wie YouTube eine neue Blüte erlebt. Die Vorlesung möchte sich diachron den verschiedenen Phänomenen wie Long Tracks (vom Psychedelic Rock bis hin zur elektonischen Tanzmusik), Konzeptalbum, Rockoper, Musik- bzw. Konzertfilm, Popmusicals (z.B. Mamma Mia!, We Will Rock You oder Hinterm Horizont) oder entsprechenden Facetten der Videoclipkunst widmen und erfragen, was im einzelnen die Faktoren einer expansiven Formgebung sind, wo Grenzen zu verwandten Bereichen (etwa einem klassischen Popmusik-Soundtrack) verlaufen und in welche kulturellen, politischen und sozialen Kontexte diese eigensinnigen, ästhetischen Praktiken eingebettet sind.

49109-01

Seminar: Codex Engelberg 314: Entstehung, Repertoire, kulturhistorischer Kontext (3 KP) Fr, 14–16 Uhr

Hana Vlhovà-Wörner

Module:

Ältere Musikgeschichte Ältere Musikgeschichte (MA) Historischer Bereich I und II (BA)

Inhalt:

Der Codex Engelberg (Engelberg, Stifstsbibliothek, ms. 314) aus dem späten 14. und frühen 15. Jahrhundert zählt mit seiner reichen Sammlung von einstimmigen und mehrstimmigen liturgischen Gesängen zu den wichtigsten Zeugnissen des spätmittelalterlichen Komponierens. In der Handschrift vertreten ist vor allem eine breite Auswahl von liturgischer Poesie (Tropen, Sequenzen, Hymnen), deren formaler Aufbau und stilistische Merkmale von einer spezifischen musikalischen Praxis auf dem zentraleuropäischen Gebiet zeugen. In der Veranstaltung werden wir uns einerseits Kategorien erarbeiten, mit denen wir das «spezifische» abgrenzen und beschreiben können, und andererseits das Repertoire in einen breiteren historischen, geographischen und kulturgeschichtlichen Kontext einordnen. Der Kurs führt dabei zu fortgeschrittenen Kenntnissen von mittelalterlichen musikalischen Quellen, musikalischen Editionen und heutigen online-Resourcen.


13

Komplementärer Bereich Empfehlungen für den komplementären Bereich im Rahmen eines Studiums Musikwissenschaft Der komplementäre Bereich besteht aus Lehrveranstaltungen und Modulen, welche aus dem Lehrangebot aller Fakultäten frei wählbar sind und den Studierenden die Möglichkeit geben, sich fachübergreifendes Wissen anzueignen, spezifische, insbesondere methodische Kompetenzen zu erwerben und das eigene fachliche Studium zu vertiefen. Die Gestaltung des komplementären Bereichs und die Auswahl der besuchten Lehrveranstaltungen sind grundsätzlich den Studierenden überlassen; die Zulassung zu bestimmten Lehrveranstaltungen kann jedoch Einschränkungen unterliegen (vgl. dazu die «Wegleitung für den komplementären Bereich» auf philhist.unibas.ch). Die nachstehende Auswahl an Lehrveranstaltungen anderer Studienfächer soll nur als Anregung verstanden werden, selbst das Vorlesungsverzeichnis (vorlesungsverzeichnis.unibas.ch) durchzusehen und sich ein individuelles Programm nach eigenem Gusto zusammenzustellen. 48495-01

Vorlesung: Wozu Geisteswissenschaften? (2 KP)

Mo, 16–18 Uhr Maarten J.F.M Hoenen Kollegienhaus, Hörsaal 001

48725-01

Vorlesung: Goethe (1749 bis 1790er Jahre) (2 KP)

Di, 10–12 Uhr Ralf Simon Kollegienhaus, Hörsaal 118

38070-01

Einführungskurs: Das Homerische Epos (4 KP)

Di, 14–16 Uhr Anton F. H. Bierl Rosshofgasse (Schnitz), S 184

48721-01

Vorlesung: Reformation. Abkehr vom Mittelalter, Beginn der Neuzeit? (2 KP)

Di, 18–20 Uhr Reinhold Bernhardt Kollegienhaus, Aula 033

48521-01

Übung: Soundscapes und akustische Kommunikation - Religionsbezogene Hörerfahrungen durch Töne, Geräusche, Musik und auditive Medien (3 KP)

Mi, 14–16 Uhr Hubert Mohr Kollegienhaus, Hörsaal 114

49809-01

Übung: Von Zulu Choirs bis Kwaito - Die Entwicklung von Musikgeschichte und Musikkultur in Südafrika (1867-2016) (3 KP)

Do, 10–12 Uhr Corinne Lüthy BAB Klosterberg 23

48717-01

Vorlesung: Ästhetik des Staunens. Zu Kunst, Wissen und Kritik (2 KP)

Do, 10–12 Uhr Nicola Gess Kollegienhaus, Hörsaal 118

16067-01

Proseminar: Einführung in die Filmanalyse (3 KP)

Do, 10–12 Uhr Clea Wanner Nadelberg 8, Seminarraum 13

49826-01

Proseminar: Pop. Theorie und Geschichte (3 KP)

Fr, 10–14 Uhr Cornelius Reiber Holbeinstr. 12, Projektraum 1OG

Ausserdem können Sprachkurse am Sprachenzentrum der Universität Basel besucht werden. Nähere Informationen unter: sprachenzentrum.unibas.ch (info-sprachenzentrum@unibas.ch)


14

Kooperation mit der Musik Akademie Basel Theoretische und praktische Zugänge zur neuen Musik Im Jahre 2003 haben die Musik Akademie Basel und die Universität Basel eine Vereinbarung über den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Philosophisch-Historischen Fakultät und der Hochschule für Musik Basel sowie der Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik unterzeichnet. Die Kooperation hat zum Ziel, die kulturwissenschaftliche Lehre und Forschung in Verbindung mit der musikalischen Praxis an den genannten Institutionen zu vertiefen. Im Rahmen dieses Abkommens koordiniert das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität zusammen mit der Schola Cantorum Basiliensis im Herbstsemester 2017 eine gemeinsame Lehrveranstaltung.

Gemeinsame Lehrveranstaltung des Musikwissenschaftlichen Seminars und der Schola Cantorum Basiliensis • 48889-01 Kurs: Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger (Michael Kunkel) Inhalt der Übung: Das Musikschaffen Jacques Wildbergers (1922–2006) deckt ein weites Spektrum der künstlerischen Auseinandersetzung ab: Aus dem humanistisch geprägten Basler Bürgertum stammend wandte er sich zunächst der Agitpropmusik zu, entdeckte durch Wladimir Vogel in der Zwölftontechnik ein probates Mittel zur Schaffung einer traditionsbewussten, kritischen Ausdruckskunst unter dem «Akut des Heutigen» (Celan). Wildbergers Musik beschäftigt sich wesentlich damit, die Möglichkeiten des Mediums Musik angesichts einer defizitär erfahrenen Wirklichkeit in Frage zu stellen. Ziel des Kurses ist die Auseinandersetzung mit dem vielgestaltigen Werk Wildbergers auch unter Berücksichtigung von Dokumenten aus dem Nachlass (UB Basel), Aussagen von Zeitzeugen und der musikalischen Praxis. Die Lehrveranstaltung ist Teil des Forschungsprojekts «Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger» der Hochschule für Musik/FHNW und steht Studierenden der FHNW offen. • Ausstellung 8.12.2017–3.3.2018, Universitätsbibliothek Basel Vernissage 07.12.2017, 18:00 Uhr Themenabend 31.01.2018, 18:00 Uhr Finissage 02.03.2018, 18:00 Uhr Weitere Informationen finden Sie unter: mws.unibas.ch bzw. fhnw.ch/musikhochschulen/hochschule-fuer-musik


15

Kooperation mit der Hochschule für Musik Harmonielehre für MWS-Angehörige an der HSM Musikgeschichte für HSM-Angehörige am MWS Im Februar 2003 haben die Musik Akademie Basel und die Universität Basel eine Vereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung ist seit dem Herbstsemester 2011 eine Kooperation zwischen der Hochschule für Musik Basel (HSM) und dem Musikwissenschaftlichen Seminar (MWS) wirksam: Seit dem HS 2011 werde die Pflichtkurse Harmonielehre I und II von der HSM Basel abgedeckt, jedoch am MWS unterrichtet. Im Gegenzug können die Studierenden der HSM das zweite und dritte Jahr Musikgeschichte am MWS belegen (Fragen der Musikgeschichte I und II).

Wichtig für Studierende des MWS Für die Belegung der Kurse Harmonielehre I und II müssen sich die Studierenden als Gasthörer bei der HSM anmelden! Dazu benötigt man das Formular Anmeldung Gasthörerin/-hörer Universität Basel (erhältlich als PDF auf der MWSWebsite). Dieses Formular muss innerhalb der Immatrikulationszeit der HSM persönlich oder per Post im Sekretariat Klassik der HSM eingereicht werden. Eine Anmeldung über MOnA ist NICHT möglich! Formular Anmeldung Gasthörerin/-hörer Universität Basel an: Musik Akademie Basel Hochschule für Musik Leonhardsstrasse 6 Postfach 4003 Basel Sekretariat Klassik Studierendenadministration, Aufnahmeprüfungen – Admissions Tel. +41 61 264 57 57 hsm@mab-bs.ch

Wichtig für Studierende der HSM Die Studierenden der HSM schreiben sich im Studiensekretariat (Kollegiengebäude, Petersplatz 1) als gebührenfreie Hörer ein. Hierzu müssen sie ihren HSM-Studierendenausweis mitbringen. Das Einschreiben muss jeweils innerhalb der Belegfrist (spätestens vier Wochen nach Vorlesungsbeginn) erfolgen. Zum Semesterende erhalten die Studierenden ein «Transcript of Records», das an die HSM weitergegeben werden muss.


16

Studieren im Ausland Lust auf was Neues? Lust auf fremde Unis, fremde Länder, neue Leute? Lust auf ein Austauschsemester? Mobil zu werden innerhalb institutionalisierter Austauschangebote ist eine attraktive Möglichkeit, mit verhältnismässig kleinem administrativen Aufwand Einblicke in fremde Universitäten und Kulturen zu gewinnen. Profitieren Sie von einem der zahlreichen Angebote der Universität Basel, einen Teil Ihres Studiums an einer anderen Universität zu verbringen.

ERASMUS Das Europäische Studierendenaustauschprogramm ERASMUS bietet eine wunderbare Möglichkeit, um ein Studiensemester oder -jahr im Ausland zu verbringen. Das hervorragend organisierte Programm unterstützt Sie nicht nur in der formalen Abwicklung, sondern hilft auch durch ein internationales «Student Network» in der neuen Stadt leicht Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden. Das Musikwissenschaftliche Seminar hat bereits bestehende bilaterale Verträge mit folgenden Universitäten: • • • • •

Ludwig-Maximilians-Universität München Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Universität Köln Universität Hamburg Universität Paris-Sorbonne

• • • •

Universität Wien Universität Brünn Universität Bratislava Universität Bologna

EUCOR EUCOR ist die grenzüberschreitende Konföderation der Oberrheinischen Universitäten in Basel, Freiburg, Strasbourg, Karlsruhe und Mulhouse. Mit dem EUCOR-Studierendenausweis können Sie ganz unkompliziert an diesen Universitäten Lehrveranstaltungen besuchen sowie Bibliotheken und andere Einrichtungen benutzen.

Schweizerische Mobilitätsförderung Das «Schweizerische Mobilitätsprogramm» eröffnet Ihnen die Möglichkeit, ohne grossen administrativen Aufwand ein bis zwei Semester an einer anderen schweizerischen universitären Hochschule zu verbringen. Sie bleiben an der Heimuniversität immatrikuliert, wo Sie auch weiterhin die Semestergebühren bezahlen. An der Gastuniversität entrichten Sie dagegen keine Studiengebühren. Weitere internationale Austauschprogramme Wie wäre es eigentlich mit den USA oder Australien? Die Universität Basel verfügt auch über bilaterale Abkommen mit verschiedenen europäischen und aussereuropäischen Universitäten. Im Rahmen dieser Kontrakte haben Studierende der Universität Basel die Möglichkeit, auch auf anderen Kontinenten ein bis zwei Semester zu studieren. Universitätsabkommen stehen Studierenden aller Fachrichtungen offen. Was sollte bei der Planung eines Auslandssemesters beachtet werde? Um einen Auslandsaufenthalt sinnvoll in den eigenen Studienverlauf integrieren zu können, ist eine rechtzeitige Planung (ca. 1 Jahr vorher) wichtig. Stichtage für eine Anmeldung zum Austausch variieren von Universität zu Universität. Informieren Sie sich dementsprechend rechtzeitig über alle nötigen Vorkehrungen.

Informationen erhalten Sie unter: Mobilitätsbeauftragte am MWS: Dr. Felix Wörner felix.woerner@unibas.ch

Mobility Office der Universität Basel Gérald Zimmermann / Andrea Delpho Mo–Do 09.30–12.00 Uhr oder nach Vereinbarung mobility@unibas.ch


17

Fachgruppe Was ist die Fachgruppe? Die Fachgruppe ist eine Gruppe Studierender der Musikwissenschaft, die sich intensiv für die Interessen der Studierenden im Musikwissenschaftlichen Seminar einsetzt. Dies tut sie nicht nur im Seminar selbst, sondern auch auf Departements- und Fakultätsebene. Was tut die Fachgruppe? Die Fachgruppe vertritt die Studierendenschaft sowohl in der Seminarsitzung und der Unterrichtskommission des Musikwissenschaftlichen Seminars, als auch in den einmal im Semester stattfindenden Skuba-Sitzungen. Ausserdem veranstaltet sie verschiedene Anlässe, bei denen du in einer ungezwungenen Atmosphäre deine Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber auch die Dozierenden und Mitarbeitenden im Seminar besser kennenlernen kannst.

Die Fachgruppe besteht (von hinten links) aus Michèle Kinkelin, Stefanie Pfeil, Tamara Ackermann, Raffaele Perniola und Giovanna Gattlen

Wer ist die Fachgruppe? Die Fachgruppe besteht aus Tamara Ackermann (Präsidentin, Mail), Stefanie Pfeil (Vizepräsidentin, Kasse), Raffaele Perniola (Unterrichtskommission, Facebook), Giovanna Gattlen (Departementsversammlung) und Michèle Kinkelin (skuba). Welche Fachgruppen-Anlässe finden dieses Semester statt? • 19. September 2017, 18:15 Uhr; Begrüssungsapéro zu Semesterbeginn; Vortragssaal • 23. Oktober 2017, 12.15 Uhr; Generalversammlung; Seminarraum • 5. Dezember 2017, 19:00 Uhr; Weihnachtsfest; Vortragssaal Wie kann ich mich über die Fachgruppe und deren Anlässe informieren? Alles über die Mitglieder und die Anlässe der Fachgruppe findest du am roten Brett im 1. OG direkt nach der Glastür. Ausserdem erhältst du alles Wissenswerte per Mail und kannst dich über die Website des Musikwissenschaftlichen Seminars oder die Facebook-Seite der Fachgruppe oder des Seminars informieren. Wir antworten dir aber auch sehr gerne selbst auf deine Fragen. Schreib einfach ein Mail oder sprich uns im Seminar an. Ich möchte auch etwas für das Seminar tun. Wie gehe ich da vor? Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Schreib uns ein Mail oder sprich uns an und erzähle, was du für neue Ideen hast, was du gerne ändern möchtest oder auch, ob dich etwas im Seminar stört. Wir nehmen deinen Vorschlag auf und tragen ihn bei der nächsten Gelegenheit im dafür passenden Gremium vor. Natürlich könnt ihr auch gerne Verbesserungsvorschläge an die Fachgruppe selbst herantragen. ;) 2. Werde ganz einfach selbst Mitglied der Fachgruppe. In dem Fall kannst du uns einfach ansprechen – wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Wir wünschen dir ein spannendes und erfolgreiches Herbstsemester 2017. Deine Fachgruppe Musikwissenschaft! Kontakt: fg-mws@unibas.ch www.facebook.com/groups/FG.MuWi


18

Bibliothek / Phonothek Literaturrecherche Sämtliche Medien (Bücher, Noten und Tonträger) sind im Online-Katalog des Informationsverbunds Deutschschweiz IDS Basel/Bern verzeichnet (aleph.unibas.ch respektive swissbib.ch). Ein Computer mit Zugang zum Katalog steht den Bibliotheksbenutzern in den Räumen 104 (1. OG) und 5 (EG) zur Verfügung, ein Standortplan der Bibliothek befindet sich im 1. OG.

Benutzung und Arbeitsmöglichkeiten Das MWS verfügt über eine Präsenzbibliothek. Bücher dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen und nach Absprache mit Nicole Meier oder Andreas Baumgartner ausgeliehen werden. Arbeitsplätze befinden sich in den Räumen 104 (1. OG) und 5 (EG). Bei längerer Benutzung von Büchern bitten wir Sie, einen Stellvertreter (rotes Plastikmäppchen mit ausgefülltem Zettel) aufzustellen. Ein Kopiergerät steht im Aufenthaltsraum des MWS. UniPrint-Kopierkarten sind im Sekretariat des URZ, Klingelbergstr. 70, oder in der Universitätsbibliothek erhältlich; Gäste können bei den Hilfsassistierenden (Raum 106, 1. OG) eine Kopierkarte ausleihen. Zusätzliche Auskünfte zur Benutzung der Bibliothek bekommen Sie zu den Bürozeiten bei Nicole Meier im Raum 103.

Abhören und Überspielen von Tonaufnahmen Tonträger (CDs, LPs, Kassetten) werden von den Hilfsassistierenden (Raum 106) ausgegeben und können mit Kopfhörern im Haus benutzt werden. Ein Abspielgerät befindet sich im Notenzimmer (Raum 5, EG). Medien können nach Einweisung durch die Hilfsassistierenden im Tonstudio (UG) überspielt werden. Zusätzlich kann über das Rechnernetz der Universität Basel auf die NAXOS Music Library zugegriffen werden (Raum 5, EG und Raum 104, 1. OG). Kopfhörer erhalten Sie zu den Bürozeiten bei den Hilfsassistierenden.

Weitere technische Hilfsmittel Seminarraum und Vortragssaal sind bestens mit technischen Geräten in Medienschränken ausgestattet. Auch verfügt das Seminar über mobile Geräte wie z. B. Laptops (Windows/Mac) und die Dokumentenkamera ELMO. Den genauen Bestand an allen technischen Geräten erfahren Sie bei den Hilfsassistierenden. Alle Geräte stehen auch für die Präsentation von Referaten zur Verfügung. Die Schlüssel für die Medienschränke in den Lehrräumen sowie für den Zugang zu den mobilen Geräten erhalten Sie vom Dozierenden, im Sekretariat oder von den Hilfsassistierenden. Probieren Sie die Geräte bitte rechtzeitig vor Ihrem Referat aus. Kontakt Bibliothek: +41 (0)61 207 28 09 nicole.meier@unibas.ch mws.unibas.ch/bibliothek Kontakt Phonothek: +41 (0)61 207 28 03 stefanie.pfeil@stud.unibas.ch


19

Mikrofilmarchiv Was findet man im Mikrofilmarchiv? Das in seiner Form in Europa einmalige Archiv erschliesst – mit heute über einer Million Aufnahmen – unveröffentlichte Quellen und schafft für die ältere Musikgeschichte die Voraussetzung zur Arbeit mit originalen Aufzeichnungen, deren Informationen zum Verständnis der Musik bei einer Ausgabe weithin verlorengehen. Das Archiv umfasst unter anderem eine annähernd vollständige Sammlung aller Quellen der mehrstimmigen Musik bis ins späte 15. Jahrhundert sowie repräsentative Bestände zum 16. und zur Vokalmusik des 17. Jahrhunderts. Weithin vollständig vorhanden sind die neuen Gesänge der einstimmigen Musik des Mittelalters: Tropen und (ältere) Sequenzen sowie weltliche Lieder der Troubadors und Trouvères. Gerade die älteren Reproduktionen sind dabei von einem besonderen Wert, denn sie zeigen die Quellen oftmals in einem besseren Zustand oder stellen sogar die einzigen Zeugnisse von mittlerweile vernichteten Handschriften dar. Darüber hinaus finden sich im Archiv musiktheoretische und liturgische Handschriften und Spezialsammlungen zum Gesang der Ostkirchen sowie zur arabischen Musiktheorie. Das frei zugängliche Mikrofilmarchiv führt regelmässig namhafte WissenschaftlerInnen, MusikerInnen und Studierende des In- und Auslands nach Basel. Die Sammlung stellt eine wichtige Grundlage für die Forschung am Seminar dar und bietet die besondere Chance, im Studium, für Abschlussarbeiten sowie in der Aufführungspraxis und für Editionen auf die originalen Aufzeichnungen und unveröffentlichte Materialien zurückzugreifen.

Wo kann man nach Mikrofilmen recherchieren? Seit Herbst 2015 ist die Datenbank der Bestände des Mikrofilmarchivs in den Verbundkatalog der Universität Basel eingebunden. Unter der Internetadresse des Verbundkatalogs http://baselbern.swissbib.ch sind ab sofort die Metadaten der vorhandenen Mikroformen online recherchierbar. Gekennzeichnet sind die MikrofilmBestände durch die Signatur MWI MFA.

Wo kann man die recherchierten Mikrofilme ansehen? Mikrofilme werden zu den Archivöffnungszeiten von den Hilfsassistierenden herausgegeben und können im Arbeitsraum 104 eingesehen und zu Forschungszwecken reproduziert werden. Eine Ausleihe ausser Haus ist nicht möglich.

Wo kann man Digitalisate von Mikroformen machen? Seit Frühjahr 2015 steht allen Benutzern des Mikrofilmarchivs neben zwei Mikrofilmlesegeräten auch ein moderner Mikrofilmscanner zur Verfügung. Im Arbeitsraum 104 können damit zu Forschungswecken nach Einweisung durch die Hilfsassistierenden qualitativ hochwertige Reproduktionen angefertigt werden.

Wann kann das Mikrofilmarchiv benutzt werden? Die Mikrofilme können zu den Öffnungszeiten des Mikrofilmarchivs eingesehen werden. Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie am Aushang an der Tür zu Raum 106 oder auf unserer Homepage. Wenn Sie das Archiv benützen oder ein Digitalisat erstellen wollen, melden Sie sich bitte rechtzeitig per E-Mail an. In Einzelfällen öffnet das Mikrofilmarchiv auch zu einem vereinbarten Termin ausserhalb der regulären Öffnungszeiten.

Wo sind weitere Informationen erhältlich? Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Hilfsassistierenden in Büro 106. Kontakt: +41 (0)61 207 28 03 mfa-mws@unibas.ch

Homepage: mws.unibas.ch/mikrofilmarchiv Online-Katalog: baselbern.swissbib.ch


20

Computer und technische Geräte Welche Computer können wofür verwendet werden? Ein Mac im Arbeitszimmer (Raum 104, 1. OG) kann für die Bibliotheksrecherche und Recherche im Katalog des Mikrofilmarchivs (MFA) verwendet werden. Ausserdem steht auf diesem Gerät die aktuelle Version des Notenschreibprogramms Sibelius (Sibelius 7) zur Verfügung. Im diesem Raum steht auch der Hörplatz der Fonoteca. Für die Bibliotheksrecherche bzw. MFA-Katalogsrecherche kann ebenso ein PC im Notenzimmer (Raum 5, EG) verwendet werden. Zudem steht auf diesem PC die aktuelle Version des Notenschreibprogramms Finale (Finale 2014) zur Verfügung. An beiden PCs kann Musik aus der NAXOS Music Library (siehe Seite 21) angehört werden.

Welche Drucker können wofür verwendet werden? Im Notenzimmer befindet sich ein PC-Arbeitsplatz mit angeschlossenem Drucker. Der Drucker ist zum Drucken privater Dokumente bestimmt. Das Drucken ist kostenpflichtig (CHF 0.05 pro Seite). Es liegt eine Liste bereit, auf der Name und Anzahl gedruckter Seiten anzugeben sind. Die Kasse befindet sich oberhalb des Druckers. Zudem können Sie erweiterte Druckaufträge (z. B. farbig, DIN A3) auch via UniPrint-System an das CanonGerät in der Küche senden. Die Preise hierfür sind folgendermassen: S/W-Kopie / Druck A4 pro Seite CHF 0.10 S/W-Kopie / Druck A3 pro Seite CHF 0.15 Color-Druck / Kopie A4 pro Seite CHF 0.50 Color-Druck / Kopie A3 pro Seite CHF 1.00 Kostenlos sind an diesem Gerät die Funktionen «Scan2Mail» sowie «Scan2USB». Nähere Informationen zu allen Funktionen des Gerätes erhalten Sie bei den Hilfsassistierenden.

Internetzugang Alle Standplätze verfügen über einen Internetzugang, der gratis benutzt werden kann, sofern man über einen gültigen Unibas-Account verfügt. Das ganze Haus ist durch das lokale Funknetz (WLAN) der Universität erschlossen. Dieses Netz kann von allen Angehörigen der Universität Basel – und im Rahmen von SWITCHmobile auch von Angehörigen anderer Schweizer Universitäten – verwendet werden. Dazu muss der Cisco VPN Client installiert sein. Weitere Informationen und Download auf: mobile.unibas.ch Mit der gleichen Software können Sie sich auch von zu Hause aus in das Universitäts-Netz einloggen und die gesamten Dienstleistungen (z. B. New Grove Online) abrufen. Weitere PC-Arbeitsplätze stehen im Untergeschoss des Kollegiengebäudes, den Computerräumen des Seminars für Medienwissenschaft (Bernoullistr. 28) sowie im Biozentrum/Pharmazentrum (Klingelbergstr. 50/70) zur Verfügung.

Anlegen von Ordnern, Speichern von Dateien, Downloads Nur auf der Arbeitsstation im Notenzimmer können private Dateien gespeichert werden. Dazu muss ein Ordner (Vor- und Nachname) unter «Eigene Dateien» angelegt werden, in dem die Dateien gespeichert werden können. Dateien, die auf dem Desktop abgelegt werden, werden wöchentlich gelöscht! Kontakt: +41 (0)61 207 28 03 stefanie.pfeil@unibas.ch

Verwenden Sie die Notenschreibprogramme Sibelius 7 und Finale 2014 auf unseren Computern im 1. OG und EG


21

Datenbankangebote der UB Music Index Online Der «Music Index Online» enthält zurzeit 1,5 Millionen Literaturhinweise aus 875 internationalen musikwissenschaftlichen Zeitschriften und Jahrbüchern aus über 40 Ländern. Behandelt werden alle Sparten der klassischen und populären Musik. Verzeichnet sind Aufsätze, Konferenzberichte, Nachrufe, Besprechungen von Büchern, Aufführungen und Aufzeichnungen seit 1970.

Classical Music Reference Library Die «Classical Music Reference Library» umfasst über 47.000 Seiten aus Nachschlagewerken, die die gesamte Geschichte der westlichen Kunstmusik abdecken. Definitionen musikalischer Termini sind ebenso erfasst wie die klassischen Genres und biografische Informationen. Dazu kommen Chronologien, Quellentexte und Sekundärliteratur. Vollständig aufgenommen sind Baker’s Dictionary of Music, Baker’s Biographical Dictionary of Musicians und Baker’s Student Encyclopedia of Music.

Classical Scores Library Die «Classical Scores Library» enthält 450.000 Seiten klassischer Partituren aus einem Zeitraum von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Zugänglich sind die Veröffentlichungen des Verlags Boosey & Hawkes und Material aus den Mikrofilmen der University Music Editions. Die Datenbank kann mithilfe eines Indexes durchsucht werden, der sowohl allgemeine Felder (wie z. B. Komponist, Werknummer, Tonart, Gattung, Instrument, Zeitraum) als auch partiturspezifische Felder enthält (Partiturtyp, Dauer, Herausgeber, Arrangeur, Verlag).

NAXOS Music Library (NML) NML ist eine einzigartige und wertvolle Quelle zum Anhören der klassischen Musik. NML beinhaltet nicht nur beinahe das ganze Standardrepertoire der klassischen Musik, sondern auch eine grosse Menge von Aufnahmen spezieller Musikgebiete wie zum Beispiel World Music, Jazz und chinesische Musik. NML verfügt über mehr als 100.000 CDs, d. h. über 1.430.000 einzelne Musiktitel. Jeden Monat werden um die 800 CDs hinzugefügt. Die Aufnahmen in der NML umfassen die gesamte CD-Liste von den meisten grossen Verlagen und bietet zusätzlich vielfältige Beiträge wie Opernzusammenfassungen und -libretti, Biographien von Komponisten und Interpreten, zahlreiche Interviews u. a. Die Aufnahmen, die in der NML zu hören sind, sind von einer hohen professionellen Qualität. Die CDs und Musiktitel können aus der NML nicht heruntergeladen werden. NML ist ein wichtiges und unverzichtbares Arbeitswerkzeug in einem musikwissenschaftlichen Studium.

Zugriff Der Zugriff ist nur im Netz der Universität Basel oder mithilfe eines berechtigten VPN-Zugangs gewährleistet.

Pfad Zu den Datenbanken gelangen Sie über die Website der Universitätsbibliothek: ub.unibas.ch à Fachgebiete à Musikwissenschaft à Datenbanken à Music Index Online à Classical Music Reference Library à Classical Scores Library à NAXOS Music Library


22

Bibliotheksinformation Paul Sacher Stiftung Öffnungszeiten

Mo–Fr: 9–12 Uhr; 13–16.45 Uhr

Adresse

Münsterplatz 4, 4051 Basel

E-Mail

office-pss@unibas.ch

Telefon

+41 (0)61 269 66 44

Fax

+41 (0)61 261 91 83

Homepage

paul-sacher-stiftung.ch

Benutzung (Bibliothek)

öffentlich Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung per E-Mail oder Fax 3–4 Tage im Voraus. Mit Ihrer Anmeldung benötigen wir Ihre vollständige Postadresse (mit Telefonnummer für evtl. Rückfragen), Ihren Terminwunsch (Tag und Zeit) sowie die Titel und Signaturen aus unserem Bibliothekskatalog. Besten Dank.

Ausleihe

Benutzung nur am Ort möglich

Fernleihe

Nur wenn in keiner anderen Schweizer Bibliothek vorhanden.

Ergänzung

Spezialbibliothek und Facharchiv zur Musik des 20. Jahrhunderts (besitzt auch gedruckte Noten, Tonaufzeichnungen, Fotografien, Filmmaterial)

Im IDS-Katalog

ganzer Bestand

Feriendaten

03.07.–04.08.2017 (Sommerferien) 26.09.2017 (Exkursion) 25.12.–05.01.2018 (Weihnachten/Neujahr)

Forschungsaufenthalte, d. h. Einsichtnahmen in die Komponisten- oder Interpretensammlungen, sollten möglichst früh im Voraus vereinbart werden: Anmeldung 10–14 Tage im Voraus. Ihre Anmeldung richten Sie am besten per E-Mail oder Fax an das Sekretariat. paul-sacher-stiftung.ch/de/kontakt_informationen/kontakt_anmeldung.html


Schweizer Nationalphonothek

23

Die Schweizer Nationalphonothek ist das Tonarchiv der Schweiz mit Sitz in Lugano und hat die Aufgabe, das klingende Kulturgut unseres Landes zu bewahren; sie trägt damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer kulturellen Identität bei. Sie sammelt und dokumentiert musikalische wie gesprochene Tondokumente aller Art, die einen Bezug zur Geschichte und Kultur der Schweiz haben. Dazu gehören Musikaufnahmen aus allen Sparten, Hörbücher, Theaterstücke, Interviews, Aufnahmen aus Wissenschaft und Forschung, private Sammlungen usw. Trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens – sie gehört mit 30 Jahren zu den jüngsten AVArchiven Europas (das Österreichische Phonogrammarchiv wurde z. B. schon 1899 gegründet) – umfasst ihre Sammlung inzwischen etwa eine halbe Million Tonträger verschiedenster Formate mit über 5 Mio. Titeln. Darunter sind auch einige einmalige Aufnahmen wie Ansprachen von Bundesräten, Interviews mit Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft oder die historischen Aufnahmen des Flonzaley Quartetts, dem ersten professionellen, von einem Schweizer gegründeten Streichquartett. In den letzten Jahren ist die Nationalphonothek zum eigentlichen Kompetenzzentrum der Schweiz für die Erhaltung von Tondokumenten geworden. Nebst der Entwicklung technischer Kompetenzen, für die sie mit einem internationalen Preis ausgezeichnet wurde, erhielt sie auch von der IASA (International Association of Sound and Audiovisual Archives) die Anerkennung als Kompetenzzentrum für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Erhaltung von audiovisuellen Dokumenten. Die Nationalphonothek arbeitet auch mit verschiedenen Institutionen zusammen für die Valorisierung unseres klingenden Kulturguts, so z. B. mit dem Schweizerischen Literaturarchiv oder mit Hochschulen und Universitäten in Forschungsprojekten. Um den Zugang zu den Tondokumenten zu erleichtern, fand die Nationalphonothek eine ideale Lösung mit der Einrichtung von «geschützten» Hörplätzen: Dank einem internen Netzwerk und der Digitalisierung eines grossen Teils der Sammlung von Tondokumenten ist es möglich, Hörplätze in verschiedenen schweizerischen Institutionen einzurichten, die so einen «virtuellen» Zugriff auf die elektronischen Tonarchive der Nationalphonothek bekommen. So können die Dokumente inzwischen auf über 50 solcher Hörplätze konsultiert werden. Mit dem angebotenen Online-Zugang bringt die Nationalphonothek ihre Bestände den Interessierten näher und erweitert so auch den Benutzerkreis. Damit erfüllt sie das ihr gegebene Mandat, das klingende Kulturgut nicht nur zu bewahren, sondern dem interessierten Publikum auch zur Verfügung zu stellen. Seit Juni 2014 sind auch über 28.000 Konzertmitschnitte aus dem Archiv SRF2 Kultur in der Nationalphonothek integriert und können an einem Hörplatz abgehört werden. Auch das Musikwissenschaftlichen Seminar verfügt über einen solchen Hörplatz (Raum 104), der für alle interessierten Benutzer frei zugänglich ist. Weitere Hörplätze der Fonoteca können Sie unter nachfolgender Website einsehen: http://www.fonoteca.ch/green/listeningPlaces_de.htm

Kontakt: Via Soldino 9 6900 Lugano Tel. 091 961 64 00 Fax 091 961 64 39 office@fonoteca.ch


Veranstaltungen


25

Basler Forum für Musikästhetik Dritte Arbeitstagung 2017 zum Thema:

«Musikalische Tiefe» 2.–3. November 2017, Musiksaal des Musikwissenschaftlichen Seminars, Petersgraben 27, CH-4051 Basel Das Basler Forum für Musikästhetik dient dem interdisziplinären Austausch und der Förderung wissenschaftlicher Projekte zu musikästhetischen Fragestellungen. Diese Themen widmen sich den Grundsatzfragen unseres theoretischen und praktischen Zugangs zu Musik. Sie betreffen vier Themenkomplexe: die Verfassung musikalischer Erzeugnisse; die Struktur musikalischer Erfahrung; die Bedingungen musikalischer Komposition; und die Vollzüge musikalischer Aufführung. Das Forum will die elementaren Voraussetzungen, unter denen diese Themenkomplexe stehen, deren wechselseitiges Verhältnis und ihre oftmals verborgenen Implikationen erschließen. Hierbei weiß es sich zumal der zeitgenössischen Musik verpflichtet, in deren Horizont es den Reichtum der Musikgeschichte zu reflektieren sucht. Leitung: Gunnar Hindrichs (Philosophisches Seminar der Universität Basel) Johannes Menke (Schola Cantorum Basiliensis, Musikakademie Basel) Matthias Schmidt (Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel) Gäste: Markus Böggemann (Musikwissenschaft, Kassel), Florian Edler (Musiktheorie, Bremen), Tobias Janz (Musikwissenschaft, Kiel), Nina Noeske (Musikwissenschaft, Hamburg), Brice Pauset (Komposition, Freiburg i.B.), Matthias Vogel (Philosophie, Gießen), Magdalena Zorn (Musikwissenschaft, München). Anmeldung erbeten unter: Nadia Heller Higy, Philosophisches Seminar, Steinengraben 5, CH-4051 Basel; nadja.heller@unibas.ch


26

Vorträge Musikwissenschaft Basel FS 2017 • 14. November 2017, 18:15 Uhr Michael Custodis Stilfragen. Orchesterkompositionen von Simon Stockhausen Bereits in der Antike gingen die Meinungen, ob sich Musik primär sozialen Zwecken unterzuordnen habe oder künstlerische Unabhängigkeit beanspruchen könne, auseinander. Potenziert durch mediale Distributionsmittel wie den Notendruck, den Rundfunk sowie die Tonträgerindustrie beschleunigte sich die kommerzielle Rubrizierung von Musik in getrennte Segmente, wie sie bis heute in den Schlagworten der U- und E-Musik konserviert wird. Es lohnt ein Blick darauf zu werfen, wie Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts Wechselwirkungen mit anderen Stilistiken suchen und kreativ nutzen. Dieses neugierige Erkunden anderer Sphären stieg in den 1970er Jahren deutlich an, als Pop-Musiker oder Prog Rocker sich von elektronischen und klassischen Kompositionen inspirieren ließen. Auch die zur Jahrhundertmitte noch sehr hermetischen seriellen Avantgarde-Doktrinen hatten längst an Dominanz verloren und Tonalität, Melodik und Klangfarben wurden als Alternativen (wieder)entdeckt. Anhand von Simon Stockhausens Orchestermusik soll gezeigt werden, welche Konsequenzen Musiker der nachfolgenden Generation daraus zogen, als die strenge hierarchische Diskrepanz zwischen «musikalischer Hochkultur» und «funktionaler Unterhaltungsmusik» schließlich erodiert war. • 21. November 2017, 18:15 Uhr László Vikárius Béla Bartóks Der wunderbare Mandarin – gattungsspezifische Überlegungen zu Komposition, Quellen und Fassungen Béla Bartók komponierte 1918/19 in der turbulenten Nachkriegszeit sein drittes und letztes Bühnenwerk, die «Pantomime» Der wunderbare Mandarin. Zu einer Orchestrierung der in der Form eines vierhändigen Auszugs abgeschlossenen Komposition kam es weder dann noch in den darauffolgenden ersten Nachkriegsjahren. Inzwischen spielte der Komponist das Werk allein oder zusammen mit einem Musikerpartner, wie z. B. dem Dirigenten István Strasser 1920 zweimal in Berlin, gelegentlich in der damaligen Werkfassung vor. Schließlich konnte er die Orchestrierung im Sommer 1924 vornehmen. Fünf Jahre nach dem Abschluss der Komposition revidierte er die Musik. Seitdem die Schlüsselquelle, der vierhändige Klavierauszug in der Basler Paul Sacher Stiftung restauriert worden ist und neue Passagen zum Vorschein gekommen sind, scheint die bisher aus den Quellen nur lückenhaft bekannte Erstfassung schlussendlich vollständig erkenn- und rekonstruierbar zu sein. Der Vortrag soll die wesentlichsten kompositorischen Quellen und den teilweise symphonischen Überarbeitungsprozess der ursprünglich sehr stark auf eine musikalische Gestik aufgebauten Pantomime-Musik dieses radikalsten modernistischen Werkes beleuchten.

Antrittsvorlesung • 12. Dezember 2017, 18:15 Uhr, Aula, Naturhistorisches Museum, Augustinergasse 2, Basel Gregor Herzfeld Neue alte Musik – Aktuelles Komponieren im Zeichen der Historischen Aufführungspraxis Dass es Verbindungen zwischen neuer und alter Musik gibt, ist historisch betrachtet nichts Ungewöhnliches. Ältere und neue Musik sind sich seit jeher produktiv begegnet. Doch ältere Musik – und damit sei hier Musik aus dem 18. oder einem früheren Jahrhundert gemeint – ist heute sogar allgegenwärtig. Nicht nur die so genannte Alte Musik-Szene und die historisch informierte Aufführungspraxis erleben seit ihrem Entstehen in den 1960er Jahren einen anhaltenden Zuwachs an Popularität, sondern auch das gegenwärtige Komponieren rekurriert stark auf barocke oder gar ältere Stile und Techniken. Das geht sogar so weit, dass der Gedanke nahe liegt, wir erlebten eine Renaissance des Barock, also eine Art Neu-Barock, eine Wiederkehr von Themen, Mentalitäten und Denkweisen, die bereits das 17. und 18. Jahrhundert geprägt hatten. Die Vorlesung möchte diesen Befund in die Fragen einbetten, was die historischen Voraussetzungen und Konsequenzen eines solchen Komponierens sind, was hierbei mit Musikgeschichte geschieht. Dazu werden geschichtsphilosophische mit ästhetischen Konzepten enggeführt und an aktuellen Kompositionen exemplifiziert.


27

Michael Custodis 1993 bis 1995 Studium der Fächer Soziologie, Musikwissenschaft, Filmwissenschaft und Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1995 bis 1996 Studium der Fächer Vergleichende Politikwissenschaft und Politische Soziologie an der Universität Bergen (Norwegen). 1996 bis 2000 Studium der Fächer Soziologie, Musikwissenschaft und Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin, Abschluss mit einer Diplomarbeit zur kompositorisch-ästhetischen Auseinandersetzung zwischen Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Theodor W. Adorno. 2000 bis 2003 Promotion im Fach Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin bei Prof. Dr. Albrecht Riethmüller (Dissertation Die soziale Isolation der neuen Musik. Zum Musikleben in Köln nach 1945, Stuttgart 2004). 2008 Habilitation im Fach Musikwissenschaft am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin. 2010 Berufung an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster auf eine Professur für Historische Musikwissenschaft. 2016 Aufnahme in die Agder Vitenskapsakademi Kristiansand (Norwegen). László Vikárius (1962) leitet das Bartók-Archiv (seit 2005) am Institut für Musikwissenschaft, Geisteswissenschaftliches Forschungszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, und ist Editionsleiter der Béla-Bartók-Gesamtausgabe. Seine Edition von Für Kinder (Frühfassung und revidierte Fassung) erschien 2016. Er ist auch außerordentlicher Professor der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und war Vorsitzender der Ungarischen Musikwissenschaftlichen Gesellschaft zwischen 2007 und 2016. Er studierte von 1984 bis 1989 Musikwissenschaft an der Franz-Liszt-Musikakademie (heute Universität). 1988 wurde er Mitarbeiter des Bartók-Archivs unter der Leitung von László Somfais. Dank eines Schweizer Stipendiums studierte er am Basler Institut für Musikwissenschaft, währenddessen er auch in der Paul-Sacher-Stiftung Forschungen betrieb. Seit 1996 lehrt er an der Franz-Liszt-Musikakademie. Seine Doktorarbeit, Modell és inspiráció Bartók zenei gondolkodásában [Modell und Inspiration im musikalischen Denken Bartóks] erschien 1999. Er war Herausgeber der Faksimileausgabe der Handschrift von Bartóks Herzog Blaubarts Burg (2006), Mitherausgeber der CD-ROM-Edition Bartók and Arab Folk Music (2006) und veranstaltete Ausstellungen (u.a. Bartók the Pianist, mit Virág Büky, 2017).

Gregor Herzfeld ist seit 2015 Dramaturg des Freiburger Barockorchesters und seit Mai 2017 Privatdozent an der Universität Basel. Er studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Heidelberg und Cremona, forschte an der Yale University und der Johns-Hopkins-University. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Heidelberg und an der Freien Universität Berlin. Seine Promotion von 2007 untersucht Zeit als Prozess und Epiphanie in der experimentellen amerikanischen Musik, die Habilitation von 2013 hat Poe in der Musik erstmals monografisch dargestellt. In jüngster Zeit beschäftigen ihn zunehmend Fragen der Musikausübung, insbesondere der historischen Aufführungspraxis.

Kontakt: +41 (0)61 207 28 00 sekretariat-mws@unibas.ch


28

Ausgewählte Veranstaltungen an der Musik-Akademie Basel Veranstaltungen im Rahmen des Forschungsprojekts "Das linke Ohr" - Der Komponist Jacques Wildberger • Lehrveranstaltung am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel Kurs mit Dr. Michael Kunkel, praxisorientiert 27.09.2017–20.12.2017, jeweils mittwochs 16:00–18:00 Uhr, Vortragssaal • Ausstellung: Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger 08.12.2017–3.3.2018, Universitätsbibliothek Basel Vernissage 07.12.2017, 18:00 Uhr Themenabend 31.01.2018, 18:00 Uhr Finissage 02.03.2018, 18:00 Uhr • Symposium 02.–04.3.2018, Neuer Saal und Klaus Linder Saal, Musik-Akademie Basel Weitere Veranstaltungen • Interpretationsforum mit Kai Köpp (Vortrag) sowie Leila Schayegh (Violine) und Jan Schultsz (Klavier) «Interpretation in der Romantik: die Violinsonaten von Johannes Brahms» 26.9.2017, 18 Uhr, Kleiner Saal, Musik-Akademie Basel • «Musik und Migration» Workshop Vorstellung und Diskussion erster Forschungsergebnisse, mit Praxispartnern und internationalen Experteninputs im Rahmen des Forschungsprojekts «Musik und Migration» 06.10.2017, Klaus Linder Saal, Musik-Akademie Basel • Symposium «studio 31» Abschlusstagung des Forschungsprojekts 24. – 25.11.2017, Neuer Saal und Klaus Linder Saal, Musik-Akademie Basel • Interpretationsforum mit François Benda im Gespräch mit Georges Starobinski über das Kammerkonzert von Alban Berg 05.12.2017, 19 Uhr, Z. 6-348, Musik-Akademie Basel • Colloquium 48 mit dem Komponisten Georges Aperghis 09.1.2018, 19 Uhr, Z. 6-348, Musik-Akademie Basel

Weitere Konzert- und Vortragstermine auf www.musikforschungbasel.ch


29

Angebote für Studierende des MWS Für Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars gelten besondere Konditionen in folgenden Einrichtungen:

Der historische Lohnhof beherbergt die grösste Musikinstrumentensammlung der Schweiz. Die Ausstellung präsentiert auf drei Stockwerken rund 650 Instrumente aus fünf Jahrhunderten. ► Studierende des Seminars können das Musikmuseum jederzeit gratis besuchen. Weitere Informationen unter: musikmuseum.ch

Gare du Nord ist ein Kulturort für undogmatische und spielerische Begegnungen mit zeitgenössischer Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. ► Studierende des Seminars zahlen für alle Veranstaltungen nur 5 CHF bzw. 10 CHF (je nach Grundpreis der Veranstaltung, ausgenommen Specials). Weitere Informationen unter: garedunord.ch

Das kammerorchesterbasel steht für die Freude am gemeinsamen Musizieren, einen transparenten und flexiblen Orchesterklang sowie die Entdeckerlust auf der Suche nach neuen Wegen der Interpretation. ► Studierende des Seminars besuchen die ABO-Konzerte gratis, sofern das Kartenkontingent es zulässt. Von dieser Regelung ausgenommen sind Kooperationskonzerte mit Zweitveranstaltern. Um die Freikarten gewährleisten zu können, wird die Anmeldung bis jeweils einen Tag vor dem Konzert unter info@kammerorchesterbasel.ch benötigt. Die Tickets können an der Abendkasse nur mit Vorlage des Seminarausweises abgeholt werden. Um die oben genannten Angebote nutzen zu können, müssen sich die Studierenden des Seminars einen Seminarausweis (erhältlich im Sekretariat zu den gewohnten Öffnungszeiten) ausstellen lassen, der dann am Eintritt vorgezeigt werden muss.


Forschungsprojekte


31

Anton Webern Gesamtausgabe Die Anton Webern Gesamtausgabe (AWG) ist eine historisch-kritische Edition, die das gesamte kompositorische Schaffen Anton Weberns der Öffentlichkeit in wissenschaftlich angemessener und der musikalischen Praxis dienender Form zugänglich machen will. Die Edition beinhaltet nicht nur die von Webern selbst zum Druck beförderten Werke, sondern auch deren unpublizierte Fassungen, zu Lebzeiten unveröffentlichte Kompositionen, Jugend- und Studienkompositionen sowie Fragmente, Skizzen und Bearbeitungen. Die AWG entsteht am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel in enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung, Basel, wo der grösste Teil der überlieferten Webern-Quellen aufbewahrt wird. Seit Oktober 2006 wird die Gesamtausgabe vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Ausserdem wurde in einer Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ab 2008 eine Wiener Arbeitsstelle eingerichtet, die Dokumente zur Werkgeschichte, Rezeption und zum historischen Kontext recherchiert. Diese Zusammenarbeit konnte seit Januar 2010 durch Fördermittel der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgebaut werden. Erscheinen wird die AWG in einer Print-/Online-Hybrid-Edition, deren gedruckte Bände bei der Universal Edition, Wien publiziert und deren online zugängliche Bestandteile auf der Plattform Knora/SALSAH des Digital Humanties Lab der Universität Basel präsentiert werden. Die AWG versteht sich als Kompetenzzentrum, in dem neben den editorischen auch archivarische, dokumentarische, analytisch-forschende, kommunizierende, dienstleistende und organisatorische Aktivitäten vernetzt werden. So wurden neben den editorischen Tätigkeiten mehrere Tagungen organisiert (Der junge Webern, 2012; webern@segantini, 2014) und eine Schriftenreihe gegründet (Webern-Studien), die der Webern-Forschung insgesamt ein Forum bieten möchte, in der aber auch begleitende Materialien zur Gesamtausgabe publiziert werden können. Projektleiter: Matthias Schmidt Editionsleitung: Thomas Ahrend, Simon Obert, Matthias Schmidt Mitarbeitende: Thomas Ahrend, Julia Bungardt (Wien), Michael Matter, Stefan Münnich, Barbara Schingnitz Editorial Board: Kathryn Bailey Puffett, Regina Busch, Hans Joachim Hinrichsen, Felix Meyer, Giselher Schubert, Anne C. Shreffler, Felix Wörner Für Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars besteht die Möglichkeit, bei der Anton Webern Gesamtausgabe ein Praktikum zu absolvieren. Kontakt: +41 (0)61 207 12 08 info-awg@unibas.ch www.anton-webern.ch


32

Vielstimmige Lieder: Ferdinand Laur und die Nationalhymne von Lesotho Auf gelegentliche Eingebungen hofft nicht bloss das künstlerisch tätige Genie, auch Wissenschaftlerinnen sind abhängig von Inspiration. Dabei sind Ideen häufig verbunden mit gedanklicher Anstrengung, manchmal kommen sie aber auch – ganz profan – per Post: So erreichten vor einiger Zeit zwei kleinere Pakete das Basler Musikwissenschaftliche Seminar. Sie enthielten, neben Dokumenten zu ausgewählten Ereignissen des hiesigen Musiklebens und kleinen, gedruckten sowie handschriftlichen Notenbüchern, auch einige lose Autographe. Es handelte sich dabei um zwölf vierstimmige Chorlieder des Komponisten Samuel Ferdinand Laur (1791–1854), der als Chorleiter, Gesangslehrer, Komponist und Musikpädagoge tätig war und das Musikleben Basels insbesondere in den zwanziger und dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts prägte. Laur unterrichtete ab 1810 zunächst in Hofwyl, ab 1820 dann in Basel Gesang, gründete und leitete 1824 den Basler Gesangverein, dirigierte den Universitätschor und organisierte das in Basel stattfindende Schweizerische Musikfest 1840. Doch die Zielrichtung des hieraus entwickelten Projekts weist deutlich über die Grenzen Basels hinaus. In seinem Mittelpunkt steht mit «Freiheit» (Text: Friedrich Schlegel) ein Chorstück, das die Wirkungsgebiete des Komponisten in ihrer Breite widerspiegelt: Zunächst erscheint es sowohl in Laurs pädagogischem Lehrbuch 50 Zweistimmige Gesänge in den gebräuchlichsten Dur und Moll Tonarten für Schulen und Gymnasien (um 1825) als auch im national-politischen Gesangbuch Vaterländische Lieder zur Feier des 26. Augusts als dem Jahrestage der Schlacht bei St. Jakob (1824). Eine andere Fassung mit dem Titel «Des Lebens Güter» (Text: Ferdinand Laur) besitzt die Funktion eines Freundschafts- und Weinliedes. Während sich an diesen verschiedenen Liedfassungen und ihren Gebrauchszwecken ein Bild der zeitgenössischen Musikausübung in Schulen oder Studentenverbindungen, zwischen Gedenkfeiern und Kneipengeselligkeit, illustrieren lässt, weist eine weitere Verwendung der Melodie in eine überraschend andere Richtung: Mit François Coillard (1834–1904), einem französischen Missionar aus Paris, der ein Teil seiner Ausbildung im Elsass erhielt, gelangte «Freiheit» nach Lesotho. Mit der neuen Textierung «Lesotho fatše la bo ntat'a rona» – «Lesotho, Land unserer Väter» – (Text: François Coillard) verbreitete sich das Lied in Lesotho und wurde nach der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1966 zur offiziellen Nationalhymne gewählt. Forschungen zur Basler Chortradition, zur südafrikanischen Missions- und zur Transkulturalitätsgeschichte sollen im Projekt miteinander enggeführt werden, um zu zeigen, wie dasselbe Musikstück in extrem unterschiedlichen Zusammenhängen Bedeutung entfalten konnte – als populare, kultische und politische Musik. Im Rahmen einer forschungsnahen Lehrveranstaltung werden 2018 eine Ausstellung sowie eine Publikation vorbereitet, die nicht zuletzt dem Afrika-Schwerpunkt der Universität auch im Bereich der Musikwissenschaft ein Gesicht geben sollen. Mitarbeiter: Matthias Schmidt, Andreas Baumgartner Kontakt: matthias.schmidt@unibas.ch an.baumgartner@unibas.ch


33

E-Musik unter dem Einfluss der Bilder E-Musik unter dem Einfluss der Bilder – Herausforderungen an eine ästhetische Kategorisierung Das Dissertationsprojekt «E-Musik unter dem Einfluss der Bilder – Herausforderungen an eine ästhetische Kategorisierung durch Musikvideos» (Arbeitstitel) stellt einen Beitrag zu aktuellen Forschungsansätzen in der Analyse von Bild-MusikMedien dar, verbunden mit einer historischen Auseinandersetzung mit den ästhetischen Merkmalen von E-Musik-Werken und deren Neuorganisation in aktuellen Bewegtbild-Musik-Verbindungen. Materieller Untersuchungsgegenstand sind Musikvideos aus dem Bereich der sogenannten E-Musik (›ernste Musik‹) wie sie einerseits zu Promotionszwecken von Plattenfirmen wie der Deutschen Grammophon herausgegeben werden und andererseits von Festivals wie z. B. dem B-Classic – Classical Music Festival aus Belgien als womöglich neue Kunstform behandelt werden, um laut eigener Aussage E-Musik (classical music) einem jungen Publikum schmackhaft zu machen. Die Dissertation widmet sich dem jüngsten Medienwandel in der E-Musik, den E-Musikvideos und erforscht ihre spezifischen ästhetischen Merkmale, die sich aus der intermedialen Wirkung von Bild und Musik ergeben. Die Untersuchung geht damit weit über auf das musikalische Material beschränkte Analysen hinaus, schlägt einen neuen Weg in der Musik- und Medienwissenschaft ein und untersucht ein bisher unerforschtes Phänomen. Es gilt darüber hinaus im Auge zu behalten, dass die E-Musikvideos womöglich grundlegend neue ästhetische Ansätze für eine Konkretisierung des von der Wissenschaft bisher nur ungenau umrissenen Begriffs E-Musik liefern, wodurch sich neue Möglichkeiten für eine wissenschaftliche Präzisierung dieser Kategorie eröffnen. Auch die Notwendigkeit, möglicherweise nach neuen Begrifflichkeiten suchen zu müssen, darf nicht ausgeschlossen werden. Doktorierende: Alexandra Gronwald Erstbetreuer: Matthias Schmidt Zweitbetreuer: Arne Stollberg, HU Berlin Kontakt: alexandra.gronwald@kdgronwald.com +41 61 207 28 00 Das Projekt wird von der Janggen-Pöhn Stiftung gefördert (janggen-poehn-ch).


34

Fokus Darmstadt Ein Forschungsprojekt der Hochschule für Musik Basel und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt (2013–2016) Teilprojekt 1. Anne-May Krüger: Musik über Stimmen. Zur Rolle von Sängerpersönlichkeiten für die Entwicklung neuer Vokalmusik, dargestellt in drei Fallstudien Das Projekt erforscht den kreativen Einfluss bedeutender Sängerpersönlichkeiten auf die Entstehung von Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts sowie dessen Nachwirken in der aktuellen Aufführungspraxis. Im Zentrum der Arbeit stehen die zwei Sängerinnen Carla Henius (1919–2002) und Cathy Berberian (1925–1983) sowie der Schauspieler und Vokalist Roy Hart (1926–1975). Die betrachteten Kompositionen werfen auf Grund ihrer starken Personalisierung, d. h. der Entwicklung mit und für einen bestimmten Vokalisten, Fragen für nachfolgende Interpreten auf und eröffnen aus dieser Perspektive die Diskussion von Begriffen wie «Autorschaft» und «Werkidentität». Ziel des Projekts ist es, im Dialog von künstlerischer Praxis und Forschung aufführungspraktische Leitlinien für ein kritisches Repertoire zu schaffen sowie methodische Perspektiven für die Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst aufzuzeigen. Teilprojekt 2. Michel Roth: Die Organisation des Spiels. Spielbasierte kreative Interaktionen zwischen musikalischen Akteuren Die Forschungsarbeit gliedert sich in drei Teile. Zunächst wird aus einer historiographischen Perspektive der kurze aber nachhaltige Einfluss des Pianisten David Tudor (1926–1996) auf Werke aus dem Darmstädter Kreis untersucht, wobei besonders von Komponisten gezielt eingesetzte Spielräume und Stimuli für Tudors kreatives Ausgestalten im Fokus stehen. Daraus schliesst sich in einer zweiten Phase eine generelle Überschau von vergleichbaren Werkkonzeptionen bis in die heutige Zeit an mit dem Versuch, die Mechanismen solcher Interaktionen zwischen Komponisten und Interpreten, aber auch (durch spezifische Werkkonzeptionen gesteuert) zwischen den Spielenden selbst, mittels der Spieltheorie zu beschreiben. Diese Modellierung soll letztlich neuartige Organisationsformen musikalischen (Inter-)Agierens erschliessen, die im dritten Teil anhand konkreter Versuchanordnungen mit kleinen Ensembleformationen erprobt werden. Doktorierende: Anne-May Krüger, Michel Roth Erstbetreuer: Matthias Schmidt Zweitbetreuer: Georges Starobinski, HSM Basel Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: fhnw.ch/musikhochschulen/hochschule-fuer-musik/forschung/projekte/projekte-details/fokus-darmstadt-1 Kontakt: annemay.krueger@fhnw.ch michel.roth@fhnw.ch


35

Forschungskooperation: Sinergia Visionen und Experimente radiophonen Komponierens in der Weimarer Republik Durch die Einführung des Radios zu Beginn der 1920er Jahre erfahren bislang gültige, kulturelle Konzeptionen von Musizieren und Musik wie auch die Materialität von Musik tiefgreifende Veränderungen. Klang ist nicht mehr notwendigerweise an das Musizieren und seine räumlichen Kontexte gebunden, er ist nicht mehr Abbild einer akustischen Wirklichkeit, sondern unabhängig von dieser manipulierbar geworden. Hier setzt das Projekt an, indem es fragt, welche Auswirkungen die Einführungen des Radios auf die sonische Materialität sowie die ästhetischen Konzeptionen von Musik hatte. Anders als die bislang vorliegenden Arbeiten geht das Projekt von der Annahme aus, dass eine rundfunkspezifische Musik der 1920er und 1930er Jahre bzw. ein gesichertes Wissen über die Anordnung Musik, Radio und Hörer nicht existiert. Stattdessen handelt es sich bei radiophoner Musik um eine erfahrungsbasierte Experimentalkultur, in der sich herkömmliche Medienpraktiken und ästhetischer Konzepte sowie neue funkspezifische Ansätze überlagern. Ausgehend von dieser Hypothese rücken drei Schnittstellen von Musik, radiophoner Anordnung und Diskurs ins Zentrum: • Musik als Geräusch/Geräusch als Musik • die ästhetische Widerspiegelung der globalen Dimension des Mediums Radio • die Suche nach einer dem Technikcharakter des Rundfunks entsprechenden musikalischen Form (z.B. Montage, Reihung, Poutpourri) Die Grundlagen für das Projekt bilden Texte zu Visionen und Möglichkeiten radiophoner Musik von Ferruccio Busoni und Filippo Tommaso Marinetti bis hin zu den Radiotheoretikern der Weimarer Republik sowie Werke von Max Butting, Alexander Ecklebe, Werner Egk, Walter Gronostay, Walter Goehr, Paul Hindemith, Edmund Nick, und Kurt Weill u.a.. Darüber hinaus sollen Projekte und Werke der Pioniere der elektronischen Musik (Edgar Varese, Walter Ruttmann etc.) sowie der Rundfunkspezialisten (Ernst Schoen, Hans Flesch u.a.) in die Untersuchung miteinbezogen werden. Als Orte, an denen diese Diskurse und Praktiken aufeinandertreffen, interessieren neben den Festivals Deutsche Kammermusik Baden-Baden 1929 und Neue Musik Berlin 1930, das Heinrich Hertz Institut für Schwingungsforschung, die Berliner Rundfunkversuchsstelle sowie die besonders experimentierfreudigen Sender Frankfurt, München und Berlin. Das Projekt ist Teil des Sinergia Forschungsprojekts «Radiophonic Cultures – Sonic environments and archives in hybrid media systems» in Kooperation mit der Medienwissenschaft der Universität Basel, der Hochschule für Musik Basel sowie der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Leitung des Sinergia Forschungsprojektes: Ute Holl Leiter des Unterprojekts Musikwissenschaft: Matthias Schmidt Mitarbeitende: Antje Tumat und Camilla Bork (Assoziiert) Kontakt: antje.tumat-schnurr@unibas.ch camilla.bork@unibas.ch


36

Musikwissen Ein Kooperationsprojekt für Doktorierende Das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität Basel, die Hochschule für Musik FHNW und die Schola Cantorum Basiliensis führen ab Herbst 2017 das gemeinsame Kooperationsprojekt Musikwissen durch. Innerhalb dessen können transdisziplinäre Dissertationen realisiert werden, die durch die Verbindung von künstlerischer und musikwissenschaftlicher Forschung Musik als wissensbasierte Kunst in den Blick nehmen. Forschungen zu der Genese, dem Transfer und der Applikation von musikbezogenem Wissen bilden den thematischen Kern der Dissertationsvorhaben; somit können unterschiedliche kognitive Zugänge zur Musik berücksichtigt werden. Qualifizierte AbsolventInnen aus universitären Hochschulen und Musikhochschulen, die im Rahmen des Projekts Musikwissen doktorieren möchten, können nach Massgabe der Promotionsordnung der historischphilosophischen Fakultät der Universität Basel (Fassung vom 1.8.2017; cf. https://mws.unibas.ch/studium/ studienangebot/) unter der gemeinsamen Leitung des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel und der Musikhochschulen FHNW Promotionsvorhaben durchführen. Regelmässige Veranstaltungen für die Teilnehmenden, intensive Betreuung durch international renommierte Lehrkräfte, Einbezug künstlerischer Recherchetechniken, Interdisziplinarität und karrierebezogene Angebote für den Erwerb überfachlicher Kompetenzen in Verbindung mit ausgezeichneten Forschungsbedingungen in der Musikstadt Basel machen die Attraktivität dieses Doktoratsstudiums aus. Ab dem Jahr 2020 soll das Projekt in ein gemeinsames, formalisiertes Doktoratsprogramm überführt werden. Das Projekt wird im Rahmen des Programms ‹TP2 – Kooperation zwischen FH/PH und UH› finanziell durch swissuniversities gefördert. (https://www.swissuniversities.ch/) Leitung: Prof. Dr. Matthias Schmidt (Musikwissenschaftliches Seminar, Universität Basel) Prof. Dr. Georges Starobinski (Leiter Hochschule für Musik FHNW) Prof. Dr. Thomas Drescher (Leiter Schola Cantorum Basiliensis FHNW) Koordination und Ansprechperson für Interessierte: Dr. Felix Wörner (Musikwissenschaftliches Seminar, Universität Basel) Email: felix.woerner-at-unibas.ch Aktuelle Informationen zum Programm, Aufnahmebedingungen, Stipendien und Veranstaltungen finden Sie unter http://www.mws.unibas.ch sowie unter http://www.musikhochschulen.fhnw.ch/


37

Publikationen des Musikwissenschaftlichen Seminars Auf diesen Seiten möchte das Musikwissenschaftliche Seminar gerne auf die jüngst erschienenen oder in Bälde erscheinenden Publikationen und publizierte Artikel, die in Verbindung mit dem Seminar stehen, verweisen. Titel: Felix Wörner, Ullrich Scheideler, Philip Rupprecht (Hrsg.): Tonality Since 1950. Stuttgart 2017. Kurzbeschreibung: Tonality Since 1950 documents the debate surrounding one of the most basic technical and artistic resources of music in the later 20th century. The obvious flourishing of tonality in recent decades has undermined received views of its disintegration or collapse ca. 1910, intensifying the discussion of music’s acoustical-theoretical bases, and of its broader cultural and metaphysical meanings. While historians of 20th-century music have often marginalized tonal practices, the present volume offers a new emphasis on emergent historical continuities.

Titel: Ullrich Scheideler, Felix Wörner (Hrsg.): Musiktheorie von der Antike bis zur Gegenwart. Lexikon Schriften über Musik. Bd. 1. Kassel, Stuttgart 2017. Kurzbeschreibung: Dieses Lexikon ist ein Novum der Musikliteratur. Erstmals werden alle wichtigen Texte zur Musiktheorie und Musikästhetik in lexikalischer Form von internationalen Spezialisten beschrieben und dadurch für die Wissenschaft und Praxis leichter zugänglich gemacht. Band 1 vereinigt gut 260 Artikel zu musiktheoretischen Schriften der europäischnordamerikanischen Musikliteratur. Er berücksichtigt sowohl das Schrifttum der griechischen und römischen Antike als auch des Mittelalters bis zur Gegenwart. Auf diese Weise werden Einblicke in die vielfältigen Diskurse gegeben, zum Beispiel über die Interpretation des antiken Tonsystems zwischen 1500 und 1600, über das Verhältnis von Kontrapunkt und Harmonik sowie über musikalische Formen im 18. und 19. Jahrhundert. Schliesslich kommen auch neuere internationale Entwicklungen der Musiktheorie wie die Pitch-class-set-Analyse, die Tonfeldtheorie und die NeoRiemannian-Theory zur Sprache. Titel: Felix Wörner, Kilian Sprau, Verena Weidner (Hrsg.): Musiktheorie und Digital Humanities. Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie. Ausgabe 13/2 (2016). http://www.gmth.de/zeitschrift/ausgabe-13-2-2016/inhalt.aspx Kurzbeschreibung: Diese Ausgabe möchte in der deutschsprachigen Musiktheorie Diskussionen um das vergleichsweise junge Feld der ‹Digital Humanitäres› anregen und die Frage stellen, welche Chancen dem Fachgebiet dadurch eröffnet werden können. Ziel ist es, anhand einiger thematisch gebundener Beiträge, Forschungsberichte und Besprechungen laufender Projekte, ausgewählte Aspekte der Korpusforschung, der Erschließung von Material und der Lehre in den Blick zu nehmen, die eine aktuelle Standortbestimmung unterstützen.


38 Titel: Wilhelm Seidel, Klaus Pietschmann, Matthias Schmidt (Hrsg.): »Musizieren mit den Mitteln der Bühne« – Vom Zusammenspiel musiktheatraler Facetten in Arnold Schönbergs Bühnenstück Die Glückliche Hand. Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft, H. 1, 2017. Kurzbeschreibung: Für das Heft verantwortliche Herausgeberin: Katrin Eggers

Titel: Katrin Eggers, Christian Grüny (Hrsg.): Musik und Geste: Theorien, Ansätze, Perspektiven. 2017. Kurzbeschreibung: Der Band dokumentiert die facettenreiche Auseinandersetzung mit dem Motiv des Gestischen, das aus dem Sprechen über Musik nicht wegzudenken ist. Damit dokumentiert er dessen Produktivität auch und gerade in der Heterogenität seiner Verwendungsweisen. Dass Gesten in der Musik eine Rolle spielen, erscheint unmittelbar plausibel. Das bedeutet aber nicht, dass Einigkeit über den Begriff der musikalischen Geste oder des Gestischen in der Musik und seine Reichweite herrschte: Von der Alltagssprache bis zur Musikanalyse durchziehen sehr unterschiedliche Auffassungen des Gestischen die vielfältigen Diskurse über Musik. Der Band versammelt eine Reihe von Disziplinen, die in neuen, bereits veröffentlichten oder hier erstmals im Deutschen zugänglichen Untersuchungen das Zusammenspiel von Musik und Geste in den Mittelpunkt stellen.

Eine kleine Auswahl publizierter Aufsätze: • • • • •

Ahrend, Thomas: «.. einen Roman durch eine einzige Geste .. auszudrücken ..» Affekt- und Kristallklänge bei Anton Webern, in: Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft , H. 1, 2017. S. 21–41. Eggers, Katrin: «Die ‹Versachlichung› Wagners? Gestische ‹Ausdrucksprotokolle› in Schönbergs Drama mit Musik Die glückliche Hand», in: Musiktheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft , H. 1, 2017. S. 43–57. Holzer, Irene: «Liturgical Bodies in Motion - Klangliche Gestik und visueller Gesang in der mittelalterlichen Visitatio Sepulchri (Typ II)», in: Thomas Gartmann, Andreas Marti (Hrsg.): Der Kunst ausgesetzt. Bern 2017. S. 209–213. Wilson, Andrew: «‹Darius Milhaud, compositeur et expérimentateur, questions de recherche actuelle», in: Cahiers de la Société québécoise de recherche en musique (SQRM). 2017. S. 63–65. Münnich, Stefan: «‹.. sie möchte doch den Csárdás noch einmal tanzen ..› Das 3. Mizmorin-Festival vom 19. bis 22. Januar 2017 in Basel», in: 'rohrblatt , H. 1, 2017. S. 30–32.


39

MUSIKDENKRÄUME

MUSIKDENKRÄUME ist ein Verein zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. MUSIKDENKRÄUME unterstützt visionäre Initiativen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sowie zukunftsweisende Forschungsprojekte der Studierenden und Mitarbeitenden. MUSIKDENKRÄUME betrachtet Musik in all seinen Ausformungen, öffnet reale und virtuelle Räume, vernetzt Menschen und Ideen, fördert individuelle Interessen und Begabungen, regt zum Nach- und Querdenken an, spielt auf und hört zu. Möchtest Du mit einem ungewöhnlichen Projekt alte Konventionen sprengen und einfach einmal etwas komplett Neues ausprobieren? Dann schreib uns! Wir sind offen für Deine Ideen. Und mit unserem Netzwerk, unseren Erfahrungen und finanziellen Mitteln bieten wir die optimale Plattform, um diese zu verwirklichen. Kontakt: leila.zickgraf@unibas.ch irene.holzer@unibas.ch Nähere Informationen: mws.unibas.ch/musikdenkraeume facebook.com/musikdenkraeume

MUSIKDENKRÄUME ist eine Initiative des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel. Sie ist aus der «Forschungsgemeinschaft des Musikwissenschaftlichen Instituts» hervorgegangen und daher als Verein organisiert, der sich aus Mitarbeitern und Studierenden des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel sowie aus dessen Freunden und Förderern zusammensetzt. Mit dem neuen Namen möchten wir neue Impulse setzen: Wir möchten MUSIKDENKRÄUME schaffen. Diese sollen den Diskurs zwischen (Musik-)Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft anregen und zur stärkeren Vernetzung der Basler Musikwissenschaft mit anderen (Basler) (Kultur-)Institutionen beitragen. Wir unterstützen deshalb Projekte, die an dieser Schnittstelle anzusiedeln sind – und zwar vom ersten Ausformen der Idee bis hin zur konkreten Umsetzung.


40

Neu am Seminar im HS 2017 Dr. Gregor Herzfeld Dr. Gregor Herzfeld hat sich im Mai 2017 von der Freien Universität Berlin an die Universität Basel umhabilitiert und wird vom Herbstsemester an als Privatdozent im Musikwissenschaftlichen Seminar tätig sein.

Raffaele Perniola Raffaele Perniola übernahm am 1. Juli 2017 die Hilfsassistenzstelle von Nicolai Rhyn und ist für das Mikrofilmarchiv zuständig.

Isabelle Rohner Isabelle Rohner übernahm am 1. Juli 2017 Teile der Hilfsassistenzstelle von Elena D'Orta und Nicolai Rhyn. Sie ist neu für die Betreuung der Vortragsreihen und das Semesterheft zuständig.

Nicolai Rhyn Nicolai Rhyn übernahm am 1. Juli die Stelle des Hilfsassistenten von Prof. Dr. Matthias Schmidt von Elena D'Orta.


41

Doktorierende am MWS Name / E-Mail

Arbeitstitel der Dissertation

Baumgartner, Andreas an.baumgartner@unibas.ch

Musik und Kitsch

Fiedler, Jörg joerg.fiedler@bluewin.ch

Fünf- bis achtklappige Traversflöten des frühen 19. Jahrhunderts als Zeugen praktizierter Intonation

Gronwald, Alexandra a.gronwald@unibas.ch

E-Musik unter dem Einfluss der Bilder

Jost-Rösch, Nicole Alban Berg als Erzähler? Eine musikologisch-narratologische Untersuchung nicole.roesch@unibas.ch am Beispiel seiner in den Jahren 1923 bis 1935 entstandenen Instrumental- . werke Krüger, Anne-May anne-may.krueger@unibas.ch

Musik über Stimmen. Zur Rolle von Sängerpersönlichkeiten für die Entwicklung neuerVokalmusik, dargestellt in drei Fallstudien

Münnich, Stefan stefan.muennich@unibas.ch

Notation als Code

Roth, Michel mich.roth@unibas.ch

Die Organisation des Spiels. Spielbasierte kreative Interaktionen zwischen musikalischen Akteuren

Steinacker, Theresa theresa.steinacker@unibas.ch

Leoš Janáčeks Opern

Wilson, Andrew andrew.wilson@unibas.ch

Concepts of improvisation and their impact on early 20th century art music

Wüstendörfer, Lena-Lisa l.wuestendoerfer@unibas.ch

Tendenzen der Mahler-Interpretation. Interpretationshistorische Beobachtungen zu Gustav Mahlers 4. Symphonie auf Tondokumenten

Zickgraf, Leila leila.zickgraf@unibas.ch

Kontrolle, Hypnose, Gemeinschaftsrausch: Igor’ Stravinskijs „Choreodrama“ Le Sacre du printemps im Spiegel der Theaterreform um 1900


42

Dozierende des Seminars im HS 2017 Ahrend, Thomas, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 29, 4051 Basel thomas.ahrend@unibas.ch Baumgartner, Andreas, M.A.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel an.baumgartner@unibas.ch Häussler, Stefan stefan.haeussler@fhnw.ch Herzfeld, Gregor, PD Dr. gregor.herzfeld@unibas.ch Holzer, Irene, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel irene.holzer@unibas.ch Kirnbauer, Martin, Prof. Dr.: Schola Cantorum Basiliensis, Leonhardstr. 6, 4051 Basel martin.kirnbauer@fhnw.ch Kunkel, Michael, Dr.: Hochschule für Musik, Leonhadsstr. 6, 4051 Basel michael.kunkel@fhnw.ch Moths, Angelika, lic. phil. lehre@angelikamoths.com Jost-Rösch, Nicole, M.A.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel nicole.roesch@unibas.ch Schmidt, Matthias, Prof. Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel matthias.schmidt@unibas.ch Vlhová-Wörner, Hana hana.vlhova-woerner@unibas.ch Wörner, Felix, Dr.: Musikwissenschaftliches Seminar, Petersgraben 27, 4051 Basel felix.woerner@unibas.ch Yuan, Qiming, Prof.: Hochschule für Musik, Leonhardsstr. 6, 4003 Basel qiming.yuan@fhnw.ch


43

Mitarbeitende des Seminars im HS 2017 Geschäftsführender Vorsteher Prof. Dr. Matthias Schmidt

matthias.schmidt@unibas.ch

Professor Prof. Dr. Matthias Schmidt

matthias.schmidt@unibas.ch

Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende Andreas Baumgartner M.A. Nicole Jost-Rösch M.A.

an.baumgartner@unibas.ch nicole.roesch@unibas.ch

Privatdozent

PD Dr. Martin Kirnbauer martin.kirnbauer@unibas.ch PD Dr. Gregor Herzfeld gregor.herzfeld@unibas.ch

Verwaltung und Bibliothek Susanne Stalder (Sekretariat) sekretariat-mws@unibas.ch Nicole Meier (Bibliothek) nicole.meier@unibas.ch

Hilfsassistierende und Tutorierende Michèle Kinkelin Stefanie Pfeil Nicolai Rhyn Raffaele Perniola Isabelle Rohner Imogen Jans

michele.kinkelin@unibas.ch stefanie.pfeil@unibas.ch nicolai.rhyn@unibas.ch raffaele.perniola@unibas.ch isabelle.rohner@unibas.ch imogen.jans@gmail.com

Anton Webern-Gesamtausgabe (SNF-Projekt) Prof. Dr. Matthias Schmidt Dr. Simon Obert Dr. Thomas Ahrend Dr. Michael Matter Stefan Münnich, M.A. lic. phil. Barbara Schingnitz

matthias.schmidt@unibas.ch simon.obert@unibas.ch thomas.ahrend@unibas.ch michael.matter@unibas.ch stefan.muennich@unibas.ch schingnitzb@gmx.ch


44

Impressum Musikwissenschaft Basel Herbstsemester 2017 Redaktion Nicole Jost-Rösch +41 61 267 28 05 nicole.roesch@unibas.ch

Bildnachweis Titelseite, vorne Ausschnitt aus Autographen des Komponisten Ferdinand Laur (Nachlass, Musikwissenschaftliches Seminar) Fotografie: Andreas Baumgartner

Satz & redaktionelle Mitarbeit Isabelle Rohner & Nicolai Rhyn +41 61 267 28 03 isabelle.rohner@unibas.ch nicolai.rhyn@unibas.ch Druck print24, Leutschenbachstrasse 95, 8050 Zürich Printed in Switzerland Auflage 1.000 © Basel 2017


Agenda • Dienstag, 19. September 2017: 18.15 Uhr Vorstellung des Lehrangebots mit anschliessendem Semestereröffnungsapéro • Tango Milonga: jeweils von 20:15 – 20.45 Uhr Vortrag, von 20.45 – 24.00 Uhr Milonga

• Dienstag, 05. Dezember 2017: 19:00 Uhr Weihnachtsfest MWS • 08. Dezember 2017 – 03. März 2018: Ausstellung zu Jacques Wildberger Universitätsbibliothek Basel

Sa, 16.09.2107: «Wiegenlied und Schlachtengesang» Prof. Eckart Altenmüllers Videovorträge zum Thema Musizieren und Hirnleistung. Sa, 21.10.2017: «Kultur und Ästhetik der Bewegung – Tanztradition in Korea» Vortrag von Dr. Hoo Nam Seelmann Sa, 18.11.2017: «Drei Jahre Lebenszeit für einen Tango-Film – und dann…?» Die Filmemacherin Irene Schüller spricht über ihren Dokumentarfilm «Tango zu Besuch» und was er für ihre Biografie für Folgen hatte und hat. Sa, 16.12.2017: «‹contactango› – Befreiung oder Chaos?» Interaktiver Beitrag von Heiner Kasper • 02.–03. November 2017: Arbeitstagung des Basler Forums für Musikästhetik • Dienstag, 14. November 2017: 18:15 Uhr Vortrag MWS Michael Custodis Stilfragen. Orchesterkompositionen von Simon Stockhausen • Dienstag, 21. November 2017: 18:15 Uhr Vortrag MWS László Vikárius Béla Bartóks Der wunderbare Mandarin – gattungsspezifische Überlegungen zu Komposition, Quellen und Fassungen

Wenn nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Vortragssaal des MWS statt. Aktuelle Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie unter: mws.unibas.ch


46

Notizen


47

Notizen


48

MWS Semesterheft HS 2017