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Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem, der glaubt, Rettung bringt. Im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat.

Missionswerk

Voice of Hope

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Mission unter Nordkoreanern Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien Gemeindegründung – Altenschlierf Deutschland – Missionsland Mission unter Chinesen – Sibirien

Missions-Magazin

Die Kraft des Evangeliums

· Verbreitung des Evangeliums · Unterstützung von Missionaren und missionarischer Arbeit im In- und Ausland

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2015

2/2015


Inhalt

Impressum

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Erbauung – Christliche Lehre und Anwendung

VOICE OF HOPE

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Altenschlirf – Zeugniss

Im Glauben gegründet und fest bleiben

Gott baut anders, als Menschen denken

Erscheint fünf Mal jährlich

Herausgeber: Missionswerk Voice of Hope e.V. Eckenhagener Str. 21

51580 Reichshof-Mittelagger

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Mission unter Nordkoreanern Ein kleines Licht in einer großen Dunkelheit

Afghanistan – Zeugniss Gott kommt zum Ziel

Tel.: +49 (0)2265/99 749-0 Fax: +49 (0)2265/99 749-29 E-Mail: info@voiceofhope.de www.voiceofhope-missionswerk.de Bankverbindungen: Deutschland:

Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien Offene Türen für das Evangelium in Sizilien

Projekt – Sibirien Wie rufen wir Menschen zu Jesus Christus?

Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt IBAN: DE98 3845 0000 1000 1033 31 SWIFT-BIC: WELADED1GMB Postbank Frankfurt am Main IBAN: DE81 5001 0060 0092 2236 07 SWIFT-BIC: PBNKDEFF

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Projekt – Schriften Deutschland ist Missionsland geworden!

Missionstag – Rückblick »Das Evangelium ist die Kraft Gottes«

Schweiz: Missionswerk Voice of Hope – Stimme der Hoffnung e.V. DE Gummersbach PostFinance, 3030 Bern Kto-Nr.: 91-521048-7 Hinweis:

Zweckgebundene Spenden werden grundsätzlich satzungsgemäß und für den vom Spender bezeichneten Zweck eingesetzt. Gehen für ein bestimmtes Projekt mehr Spenden als erforderlich ein, werden diese für einen ähnlichen satzungsgemäßen

In China wächst eine lebendige Untergrund Gemeinde

Zweck verwendet. Weitere Kontakte:

in Kanada, USA, Dänemark, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Belgien und Frankreich

Druck

www.degrootdruk.nl

© 2015 Voice of Hope, Germany Bildernachweis: Voice of Hope Nachdruck oder Verwendung der in diesem Heft veröffentlichten Informationen sind nur mit ausdrücklicher

Bibelstunden mit Flüchtlingen in Sizilien

Genehmigung der Redaktion gestattet.


Editorial

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben. (Römer 1,16.17)

Bibelseminar für afrikanische Flüchtlinge auf Sizilien Liebe Missionsfreunde, wir bleiben nicht, wie wir sind, sondern verändern uns im Laufe unseres Lebens. Wir werden von unseren Eltern erzogen, erhalten eine Ausbildung, orientieren uns um oder trainieren für ein bestimmtes Ziel. Die Erziehung eines kleinen Kindes stellt meist eine große Herausforderung dar. Ebenso die Veränderung einer langjährigen Gewohnheit bei erwachsenen Menschen. Je höher Menschen ihren Maßstab legen, desto mühseliger ist der Weg der Veränderung. Doch alles wird unbedeutend im Vergleich zur Herausforderung, dem lebendigen Gott gegenüberzutreten. Wie kann ein in Sünde geborener Mensch so verändert werden, dass er gemäß dem Maßstab Gottes gerecht ist? Von jeher scheitern alle menschlichen Anstrengungen! Für diese Veränderung braucht es nämlich Kraft, den Menschen von der Macht der Sünde zu trennen. Doch diese Kraft hat niemand. Keine Klugheit und keine Macht dieser Welt bringt das zustande. Diese Kraft hat nur das Evangelium! Allein die Botschaft von der Erlösung des sündigen Menschen durch den Sühnetod Jesu Christi hat die Kraft, den Bann der Sünde zu brechen und so dem Menschen die Gerechtigkeit zu verleihen, die vor Gott gilt. In dieser Magazin-Ausgabe können Sie davon lesen, wie Gott Menschen durch eben dieses Evangelium verändert, wie Er sie vor dem ewigen Gericht – das ja zwingend auf die Sünde folgt – rettet. Da sind zum Beispiel zwei Jungen, die nach ihrer Flucht mit ihren Eltern aus Afghanistan alleine blieben, weil ihre Eltern ermordet wurden. Doch Gott ließ sie nicht allein. Er ließ sie bis nach Europa kommen, wo sie von Jesus Christus hörten und zum lebendigen Glauben fanden. Mittlerweile sind sie als erwachsene Brüder missionarisch in Afghanistan und Pakistan tätig. Gottes Kraft hat ihnen geholfen, ihren Feinden zu vergeben und für sie zu beten. In einem weiteren Bericht stoßen Sie auf einen Mann, welcher ohne Wiedergeburt in einer Kirche zum Predigen zugelassen wurde. Als Gott ihn aber das Evangelium erkennen ließ und ihn aus seiner Verlorenheit errettete, wurde er aus der Kirche gedrängt. Doch Gott wirkte weiter und ließ eine wachsende Gemeinde von Christen entstehen, die sich am Evangelium festhalten. Lassen Sie uns gemeinsam das Evangelium weitertragen! Es hat die Kraft, Menschen von Ihren Sünden zu befreien! Ich wünsche Ihnen beim Lesen Gottes Segen! Benjamin Schulz Editorial

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Erbauung

CHRIST LICHE LEHRE »Wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt ... « (Kolosser 1,23)

»Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu tun und in Israel die Ordnung und das Recht des HERRN zu lehren.« (Esra 7,10)

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ür die Zurüstung der Gemeinde Jesu hat Gott es für gut befunden, Lehrer, Prediger und Älteste einzusetzen (Eph. 4,11-12). Viele Diener Gottes beließen es in ihrem Fleiß nicht dabei, die Gemeinde mündlich zu unterweisen. Sie schrieben ihre Predigten auf. Und so dürfen wir heute in einem Ausmaß wie nie zuvor an den tiefen Erkenntnissen vieler Männer Gottes teilhaben. In dieser Ausgabe unseres Magazins möchten wir Ihnen Thomas Watson empfehlen. Thomas Watson gelingt es durch seine Predigten und Bücher in herausragender Weise, biblische Lehre und Glaubenspraxis miteinander zu verbinden. Er beginnt oft in Form von Fragen und Antworten, dem Leser die Grundlagen der biblischen Lehre zu vermitteln. Dadurch wird der Leser persönlich mit hineingenommen und dazu angeleitet, im Hinblick auf die Lehre Fragen an die Bibel zu stellen und diese zu beantworten. Man stellt sehr schnell fest: Das ist alles andere als „trockene Theologie“ oder „toter Buchstabenglaube“, wie so manches falsche Klischee heute behauptet, wenn es darum geht, dass sich Christen mit der Lehre der Bibel beschäftigen sollen. Am Ende eines jeden Abschnitts gibt Watson zu den entsprechenden Lehrfragen mehrere Hinweise zur praktischen

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Anwendung, wobei der Leser sein eigenes Herz prüfen kann und dazu ermutigt wird, das Wort Gottes in seinem Glaubensleben in die Tat umzusetzen. Darüber hinaus spricht Watson dem Leser immer wieder im Hinblick auf seinen Zustand, auf sein Sündersein, Trost zu und weist ihn auf Christus und das Evangelium hin. Im Grunde genommen macht Watson in den Anwendungen genau das, wozu Gott Sein Wort der Gemeinde gegeben hat: Es ist „nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ (1.Tim 3,16.17). Thomas Watson wurde ca. 1620 geboren; nach einer Ausbildung am Emmanuel College in Cambridge übte er 16 Jahre lang ein Pastorenamt in Walbrook (London) aus. Wie viele Puritaner hielt er sich während der Uniformitätsakte zu den Dissenters (Abweichlern) und verlor seine Pastorenstelle. Er setzte seinen Dienst jedoch privat weiter fort, wo sich die Gelegenheit dazu bot. Im Jahr 1672 erhielt er wieder eine Lizenz, um in der großen Halle des Crosby Hauses (London) zu predigen. Nachdem er mehrere Jahre dort gepredigt hatte, verschlechterte sich seine Gesundheit, und er starb am 28. Juli 1686 in Barnston, Essex.


Christliche Lehre und Anwendung

Dieses ist der erste Band in der Trilogie von Thomas Watson, der einer der bekanntesten Prediger in London war. Seine Schriften zeichnen sich durch Klarheit, Dynamik und geistlichen Reichtum aus. 863.9 81│€ 14,50 Softcover, 608 Seiten Folgend einige Zitate aus dem Buch „Darlegung der christlichen Lehre und ihre Anwendung”: „Wachset dagegen in der Gnade“ (2.Petr 3,18). Wahre Gnade ist eine fortschreitende Gnade; es liegt in ihrem Wesen, dass sie sich ausbreitet und wächst. Mit der Gnade ist es wie mit dem Licht: zuerst gibt es eine Morgendämmerung, dann scheint sie heller, bis sie den Meridian erreicht. „Gewurzelt und auferbaut in Ihm und gefestigt im Glauben“ (Kol 2,7). Das Wachstum des Baumes zeigt sich daran, dass sich seine Wurzeln ausbreiten. Wenn wir so fest in Christus verwurzelt sind, dass wir nicht durch den Wind von Irrlehrern umgeblasen werden können, ist das ein gesegnetes Zeichen von Wachstum. Lasst uns vor dem hüten, was das Wachstum hindert, wie in jeder Form die Liebe zur Sünde! Der Körper kann im Fieber ebenso wenig gedeihen wie die Gnade da, wo irgendeine Sünde gehegt wird. Lasst uns alle Mittel für das Wachstum in der Gnade gebrauchen! „Übe dich in der Gottesfurcht!“ (1.Tim 4,7). Der Körper wird durch Übung stärker. Ebenso ist es, wenn wir unseren Glauben mehr in den Verheißungen üben; desto reicher an Glauben werden wir.

»Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit.« (Kolosser 3,16) Viele Christen in der heutigen Zeit begnügen sich damit, einer Ortsgemeinde anzugehören und nur das Notwendigste über die biblische Lehre zu wissen. Von der Bibel her werden wir aber aufgerufen, in der Lehre gegründet zu sein und festzustehen. Die Gründung in der biblischen Glaubenslehre ist für einen Christen sowohl ein Vorrecht als auch eine Ehre. Das Mittel dazu ist die Predigt des Wortes Gottes und die Belehrung in der Weisheit des Heiligen Geistes. Paulus ermutigte Titus, in Kreta Älteste einzusetzen, damit sie die Gemeinde im Glauben festigen und andere, die einer falschen Lehre verfallen sind, wieder zurechtzubringen. Auch Timotheus wird von Paulus folgendermaßen ermutigt: „Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist! Du weißt ja, wer deine Lehrer waren, und bist von frühester Kindheit an mit den heiligen Schriften vertraut, die dir die Weisheit vermitteln können, die zur Rettung nötig ist – zur Rettung durch den Glauben an Jesus Christus.“ (2.Tim 3,14-15) ‬‬‬ Timotheus wuchs in der Unterweisung des Wortes Gottes auf. Seiner Großmutter Lois und seiner Mutter Eunike war es ein dringendes Anliegen, ihrem Jungen die wichtigste Grundlage des Lebens zu geben. Wir möchten Sie ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Sei es zuhause, in ihrem Hauskreis oder ihrer Gemeinde – nehmen Sie sich Zeit durch Bibelstudium, gemeinsames Lesen und Anhören von Vorträgen, in der biblischen Lehre fest gegründet zu werden! Die Predigten von T homas Watson können dazu eine Hilfe sein. n Erbauung

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Altenschlirf – Zeugniss

Gott baut anders, als Menschen denken

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on der Bibel her wissen wir, dass Jesus Christus Seine Gemeinde baut. Er ist der Architekt, der Bauherr und der Eigentümer. Dabei müssen wir staunen, wie langfristig und geduldig der Herr den Bau Seiner Gemeinde vorbereitet, bis für uns sichtbar wird, dass eine Ortsgemeinde Jesu entsteht. Ich möchte davon erzählen, wie die Freie Evangelische Christen-Gemeinde Altenschlirf entstanden ist. Vor etwa 60 Jahren begann Gott Sein Werk zunächst an einem Mann. Sein Name ist Erich Schmidt-Schell. Manche notvollen Erlebnisse in seinen jungen Jahren trieben Erich in wichtige Fragen des Lebens und weckten in ihm das Interesse an der Bibel. Er begann, sich in der evangelischen Landeskirche zu engagieren. Schon bald erkannte der Pfarrer seinen Eifer und ermutigte Erich, sich zum Prädikanten schulen zu lassen. Nach erfolgreicher Prüfung war er sogar berechtigt, in gewissem Umfang ein Pfarramt zu führen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch kein wiedergeborenes Kind Gottes war. Für die Kirche war dies offensichtlich keine Voraussetzung; Erich selbst aber bereitete es immer größere Not, dass er hinter dem, was er in der Kirche verkündigte, nicht stehen konnte. So ging er dem biblischen Wort auf den Grund. Und da erkannte er sich im Lichte des Wortes Gottes, tat Buße und wurde ein frohes Kind Gottes. Die Gnade Gottes Gabys Ferien auf dem Birkenhof Erich Schmidt-Schell

MP3-Hörbuch, 124 min 875.344│€ 5,90

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Gaby verbringt ihre Sommerferien auf dem Land. Sehr bald merkt sie, dass die Herzlichkeit der Leute auf dem Birkenhof etwas Besonderes auf sich hat. Neugierig geworden, erfährt sie, wie Gott ist, dass Er uns liebt, dass Er durch die Bibel zu uns spricht und möchte, dass wir mit Ihm leben.

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veränderte ihn und seine Predigt. Als Erich von da an immer wieder von der notwendigen Buße und Geburt von oben predigte, erregte dies solchen Anstoß, dass er mit einem Kanzelverbot belegt wurde und nicht mehr in den Kirchen predigen durfte. Einige Jahre später suchte gerade der Pfarrer, der seinerzeit maßgeblich das Kanzelverbot für Erich bewirkt hatte, ihn wieder auf. Erstaunlicherweise trat der Pfarrer an Erich mit der Bitte heran, die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde zu übernehmen. Erichs Bedingung, diese Arbeit auf biblischer Grundlage durchführen zu können, wurde akzeptiert, und er begann seinen Dienst. Innerhalb von etwa drei Jahren wuchs der Jugendkreis auf mehr als vierzig Jugendliche heran, die sich Woche für Woche zum Bibelstudium trafen. Leider hielt sich der Pfarrer nicht lange an seine Zusage. Ihm war die Arbeit von Erich offensichtlich doch zu sehr an der Bibel orientiert. So musste Erich diesen Dienst leider wieder aufgeben. Aber er ließ sich nicht entmutigen und begann mit einem Hauskreis. Zunächst waren es neun Personen, die sich nun in Privathäusern zu Bibelstunden trafen. Doch es blieb nicht lange so. Immer mehr Jugendliche aus dem damaligen Jugendkreis und weitere Personen aus der näheren Umgebung schlossen sich der kleinen Versammlung an. Und der Herr schenkte Seinen Segen und ließ die Gemeinde wachsen. In all den Jahren trug Gott Seine Gemeinde durch Tiefen und Höhen und hat sie immer weiter geformt. Ihm danken wir, dass sie eine lebendige Gemeinde ist, die sich darum bemüht, Außenstehende mit dem Evangelium zu erreichen. Der Herr segne uns alle darin, die Zeit dafür in rechter Weise zu nutzen. Und wir bitten Euch, liebe Missionsfreunde, auch für uns im Gebet einzustehen. Vielen Dank! n Egbert Habicht


Nordkorea

Ein kleines Licht in einer großen Dunkelheit

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ie untergehende Sonne taucht den Himmel in dunkles Rot; die letzten Sonnenstrahlen streifen die beiden Nordkoreaner, die allein unterwegs sind. Am Flussufer suchen sie nach Essbarem; die Besorgnis ist ihnen ins Gesicht geschrieben. - Nicht mehr lange, und das Land wird in Dunkelheit eingehüllt sein. Von China aus blicken wir auf das isolierteste Land der Welt: Nordkorea. Nur der Fluss (Yalu) trennt uns von dem Land, das uns so sehr am Herzen liegt. Wir beobachten zwei Koreaner, die auf der Suche nach Nahrung sind. Wir sehen ihnen nach, bis sie in der Dunkelheit verschwinden. Die Dunkelheit wird nun durch das klare Mondlicht durchbrochen; die Konturen des Mondes zeichnen sich am Nachthimmel über Nordkorea ab. Dieser Anblick lässt unsere Hoffnung und Erwartung wachsen. Wie tief die Dunkelheit auch sein mag – wir glauben, dass das Licht stärker ist als die Finsternis, die in Nordkorea vorherrscht. "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." (Hebr. 4,12) Nordkorea ist das am meisten abgeschottete Land der Erde und belegt seit

Jahren Platz eins auf der Rangliste der Länder, in denen Christen verfolgt werden. Das Land ist völlig isoliert von der Außenwelt, was massive Folgen für das Alltagsleben der nordkoreanischen Bevölkerung nach sich zieht. Durch Angst und Hunger halten die kommunistischen Führer das Land in Schach – seit über 60 Jahren. Die Führer haben sich selbst zu einem gottähnlichen Status erhoben und alle Bürger dazu verpflichtet, sie anzubeten und zu verehren. Die Juche-Ideologie, vom Staatsgründer Kim Il Sung begründet, bedeutet „Selbstvertrauen“ und „Unabhängigkeit“ und bildet somit einen direkten Gegenpol zu der Lehre der Bibel. Aus diesem Grund begann die nordkoreanische Regierung 1946 mit der Christenverfolgung. Alle Bibeln und jegliche biblische Literatur mussten vernichtet werden, alle Kirchen wurden geschlossen oder in ein „Kim Il Sung Forschungszentrum“ umfunktioniert. Inzwischen wurde viel Blut von Christen vergossen, denn ein Christ wird seitdem als ein Geächteter angesehen. Wahre Christen haben kein Recht auf Leben. Sie leben in einer Gesellschaft, die das Ziel verfolgt, alle Christen auszurotten. Viele Tausend Gläubige, deren Geschichte wir nie erfahren werden, haben um Christi willen gelitten und sind den Märtyrertod gestorben. Bis heute hat sich die Situation nicht geändert.

»Herr, sieh an ihre Drohungen und gib Deinen Knechten, Dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden!« (Apg. 4,29)

Nordkorea

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Mission unter Nordkoreanern

Bei unserem Südkorea-Besuch fragten wir Christen, die aus Nordkorea geflohen waren: „Was muss geschehen, um euer Heimatland in die Freiheit zu führen?“ - „Nur durch Gebet um Gnade und die Kraft des Wortes Gottes kann die Lüge der JucheIdeologie enttarnt werden und können Menschen zum wahren Glauben und zum wahren Gott finden.“ Alle Christen in Nordkorea führen ihr Christsein im Verborgenen. Sich frei zu einem Gottesdienst zu versammeln, ist unmöglich. Christen treffen sich in kleinen Gruppen, während draußen immer jemand Wache hält. Sie singen und beten im Flüsterton. Manche treffen sich im Freien, wo sie während eines Spaziergangs Bibelverse austauschen. Ein nordkoreanischer Flüchtling berichtete uns folgendes: Manchmal gingen wir als Familie an einen abgelegenen Strand, wo wir Gottes Namen laut ausrufen konnten, ohne dass uns jemand hörte. Außerdem sangen wir dort mit lauter Stimme Glaubenslieder.“ Jeder dritte Nordkoreaner ist ein Spion. Oft verrät er für eine Essensration seine Verwandten, Nachbarn oder Freunde. Die Regierung geht raffiniert vor: Sie lässt die Lehrer die Schüler auffordern, zuhause nach einem „kleinen schwarzen Buch“ zu suchen. Wenn ein Kind solch ein „kleines Buch“ findet, soll es seinen Eltern nichts davon sagen, sondern am nächsten Tag dem Lehrer Bescheid geben. Wird ein Kind fündig und teilt es in seiner Naivität dem Lehrer mit, kommt die gesamte Familie bis in die 3. Generation ins Gefangenenlager. „Wenn die Eltern korrupt sind“, so die Begründung der nordkoreanischen Regierung, „ist die ganze Familie vergiftet und muss eliminiert werden.“ Die Menschen in den Gefangenenlagern leben unter sehr harten Bedingungen. Tag für Tag müs-

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sen sie Schwerstarbeit leisten und leiden dabei an Unterernährung. Aufgrund der miserablen Hygienebedingungen sind die meisten Inhaftierten krank. Täglich finden Selbstkritik-Stunden statt: Jeder muss etwas benennen, was bei ihm nicht in Ordnung ist; mit nur einem Ziel: Die Würde des Menschen zu zerstören. Trotz dieser inhumanen Lebensbedingungen sorgt der Herr für Seine Kinder – innerhalb und außerhalb der Mauern von Konzentrationslagern. Auch hier bewahrheitet sich der Grundsatz: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“ Wie steht es bei uns? Bezeugen wir, dass wir Christen sind? Hätten wir den Mut, unter solchen Umständen zu unserem Glauben zu stehen, wissend um die möglichen Konsequenzen? Nordkoreaner wissen, was ein Glaubensbekenntnis nach sich ziehen kann und was sie erwartet, wenn sie verraten und verhaftet werden. Durch Gottes Gnade können sie standfest bleiben und ihr Vertrauen auf IHN setzen, der einst gelitten und gestorben ist, um Seinem Volk ewiges Leben zu schenken. Er starb nicht als Märtyrer, sondern als Vermittler, der Sündern einen Rettungsweg eröffnet hat. Durch Jesus Christus können wir erlöst werden. "Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Lass unter den Nationen vor unseren Augen kundwerden, dass Du das vergossene Blut Deiner Knechte rächst! Lass vor Dich kommen das Seufzen des Gefangenen; nach der Größe Deines Armes lass übrig bleiben die Kinder des Todes! Und gib unseren Nachbarn siebenfach in ihren Schoß zurück ihren Hohn, mit dem sie Dich gehöhnt haben, Herr! Wir aber sind Dein Volk und die Herde Deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Generation zu Generation Dein Lob erzählen!" (Psalm 79,10-13)


Mission unter Nordkoreanern Was können wir tun? "Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit." (1. Kor 12,26) Als Missionswerk sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Nordkoreanern zu helfen und Bibeln im Land zu verteilen. Der Herr hat Türen geöffnet, um diese Menschen zu erreichen. Im Folgenden möchten wir Projekte vorstellen, die verwirklicht werden können. Zehntausende Nordkoreaner befinden sich als Gastarbeiter außerhalb Nordkoreas, beispielsweise in Sibirien. Im Magazin 4+5/2014 berichteten wir über unsere Missionsreise nach Sibirien, wo wir nordkoreanische Gastarbeiter aufgesucht und kurze Begegnungen mit ihnen hatten. Mit Hilfe einiger Christen, die sich in der Nähe versammeln, konnten schon einige Neue Testamente und evangelistische Broschüren, die wir mitgebracht hatten, weitergegeben werden. Der Herr sei gepriesen! Wir möchten diese Arbeit ausbauen und planen deshalb, so der Herr will, eine weitere Reise in diese Gegend. Unser Wunsch ist es, noch weitere Geschwister aufzusuchen, die uns in der Evangeliumsverbreitung aushelfen könnten. Neben Neuen Testamenten sollen Traktate und Kärtchen mit Bibelversen im nordkoreanischen Dialekt weitergegeben werden. Da sie aus wasserabweisendem Material gefertigt sind, werden sie selbst durch Regen nicht zerstört. Zudem sind sie so klein, dass

sie leicht unter der Kleidung versteckt werden können. Die Traktate können an solchen Stellen ausgelegt werden, wo Nordkoreaner sie aufheben können, ohne von jemandem gesehen zu werden. In Nordkorea können wir diese Neuen Testamente und Traktate nicht verteilen – dies ist unmöglich –, aber in Sibirien gibt es Gelegenheiten dazu, die wir gerne nutzen wollen. Das Wichtigste, was wir für dieses abgeschottete Land tun können, ist beten – Gebet um Bewahrung inmitten der Gefahren, die der Alltag den Christen bringt; Gebet, dass sie standhaft bleiben und Kraft empfangen, Christus nicht zu verleugnen, wenn sie gefoltert werden oder mitansehen müssen, wie Familienmitglieder oder Freunde öffentlich hingerichtet werden. Betet, dass die verteilten Bibeln Frucht in den Herzen ihrer Leser bewirken! Betet, dass der Herr alle an diesem Projekt beteiligten Menschen segnet und bewahrt! Betet für Christen in Sibirien, dass sie Gelegenheiten bekommen, Nordkoreanern das Evangelium zu erklären und eine Bibel zu geben! Betet, dass der Herr das Herz des amtierenden Führers Kim Jong Un verändert, sodass er erkennt, wer er wirklich ist für sein Volk! – Welch eine Ehre wäre das für Gott, wenn dieser Mann, ein Atheist und Christenverfolger, sich verändert und Gottes Namen verherrlicht! n

Mission unter Nordkoreanern

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Afghanistan – Zeugniss

GOTT

»Gebt Ehre

KOMMT ZUM ZIEL

unserm Gott! Der Fels; vollkommen ist Sein Tun, denn alle Seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!« (5.Mo 32,3.4)

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ie Gott Seine Gemeinde trotz widrigster Umstände baut, zeigt folgendes Beispiel: Ein junges Ehepaar mit zwei kleinen Söhnen musste aus Afghanistan fliehen, weil sie als Christen verfolgt wurden. Als sie in Pakistan Zuflucht suchten, fielen sie einem Mordkomplott zum Opfer. Auf wundersame Weise kamen die Kinder mit dem Leben davon. Sich selbst überlassen, wuchsen sie auf den Straßen Pakistans auf. Obwohl sie ihre Eltern als Christen in Erinnerung hatten, wussten sie nur wenig über Gott. In der Hoffnung auf ein besseres Leben schafften sie es, inzwischen volljährig, nach Europa zu gelangen. Dort trafen sie auf unsere Glaubensgeschwister, die ihnen das Evangelium erklärten. Gott wirkte an ihren Herzen, sie erkannten sich als Sünder und fanden Vergebung ihrer Schuld in Jesus Christus. Eine Gemeinde nahm sich ihrer an und unterwies sie im Glauben. Es schien, als ob Gott mit ihnen zum Ziel gekommen sei; doch es kam anders. Ihnen wurde das Bleiberecht verweigert, und trotz aller Bemühungen konnte die Abschiebung nach Afghanistan nicht verhindert werden. Sie fragten sich, warum Gott sie in dieses Land

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gehen ließ. Hier waren sie zwar geboren, aber die meiste Zeit ihres Lebens hatten sie in Pakistan verbracht. Selbst die afghanische Amtssprache beherrschten sie kaum; alles war so fremd und bedrohlich. Aber Gott, der Vater aller Waisen, sorgte dafür, dass die Brüder von afghanischen Christen aufgenommen und umsorgt wurden. Schnell lernten sie Sprache und Kultur kennen, und schon bald wuchs in ihnen die Liebe zu ihrem Volk. Sie konnten nicht mehr tatenlos zusehen, wie ihre Landsleute durch die Finsternis der Sünde verloren gingen. Heute arbeiten die Brüder als Missionare in Afghanistan und Pakistan. Sie sind gewiss, dass es Gottes war, der Seinen Plan mit ihnen verwirklichte. Liebe Missionsfreunde, Gott gebrauchte einen langen, beschwerlichen Weg, um aus diesen Männern reife Verkündiger des Evangeliums zu machen. Aber dieser Reifeprozess gibt diesen Brüdern Rückgrat, auch in schweren Zeiten. – Wie wunderbar sind Gottes Wege! Er kommt zum Ziel! Beten Sie für unsere Geschwister in Afghanistan, dass sie ihr Leben und ihren Dienst stets Gott anvertrauen können!

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Sizilien

Offene Türen für das Evangelium in Sizilien

»Herr, sieh an

„D

ie Überfahrt ist grauenvoll.“ Die Nachricht vom Kentern eines Flüchlingsbootes (Mitte April 2015) mit mehr als 800 Menschen an Bord ruft die Erinnerungen an unser Gespräch mit einem Flüchtling wach, den wir in Sizilien trafen. „Wie in einer Sardinenbüchse wurden wir auf der Ladefläche eines Jeeps zur liberischen Küste transportiert. Schicht für Schicht wurden wir gestapelt – das war schrecklich. Ich schrie wie ein kleines Kind. Da alle Menschen über mir lagen, konnte ich mich nicht bewegen.“ Der junge Mann stammt aus Sierra Leone. Weil dort Krieg herrscht, ist er auf der Flucht. „Uns wurde nicht mitgeteilt, wann die Überfahrt von Libyen nach Europa beginnen würde.“ Die von Schleppern organisierte Überfahrt kostet sie alles, was sie noch haben; aber eine Alternative sehen sie nicht. In ihr Heimatland können sie nicht zurück. Sie haben alles verloren. Das einzige, was sie noch zu retten versuchen können, ist ihr nacktes Leben. „Schon zu Beginn der Überfahrt stand Wasser im Boot. Wir standen hüfttief im Meerwasser. – Wie soll man so das Mittelmeer überqueren? Wir wollten umkehren, doch dies wurde uns verwehrt. An der Küs-

te patrouillierten Männer mit Maschinengewehren. Schließlich erlaubte man uns doch, auszusteigen. Wir wurden auf ein anderes Boot verladen und wieder aufs offene Meer geschickt.

ihre Dro-

Mehrere Tausend Flüchtlinge kommen Jahr für Jahr nach Sizilien – auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Elend. Vom 13.-20. April dieses Jahres haben wir mehrere Flüchtlingslager besucht. In vorherigen Magazinausgaben haben wir ausführlich darüber berichtet. Unsere Reiseerlebnisse möchten wir gerne mit euch teilen. Allem voran möchten wir über Gottes Wirken unter den Flüchtlingen berichten.

Knech-

hungen und gib Deinen ten, Dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden.« (Apg. 4,29)

Bibelseminar im Flüchtlingsalger Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien

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Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien Ziel er von einem früheunserer Reise ren Missionseinsatz kannte. Er verstand Seit einigen Jahsofort den Grund unren betreut Voice of Hope evangelistische seres Besuchs und Projekte unter den rief seine Freunde. Flüchtlingen, die mit Kurze Zeit später saBooten nach Lamßen wir mit etwa 20 jungen Männern im pedusa und Sizilien Eingangsbereich des kommen. In ZusamLagers zusammen, menarbeit mit einem Sizilien-Einsatzgruppe, April 2015 um das Wort Gottes einheimischen Ehezu lesen. Einer von uns hielt eine kurze Bibelarbeit paar und einem Bruder, der bei der Küstenwache zu Lukas 18,10-14; das Gleichnis vom Pharisäer tätig ist, wird viel verrichtet. Das Hauptziel besteht und dem Zöllner. Wir beteten auch gemeinsam. Auf darin, Bibeln und Traktate zu verteilen und persöndie Frage: „Warum ging der Zöllner gerechtfertigt liche Gespräche mit den Flüchtlingen zu führen, nach Hause und der Pharisäer nicht?“ kam aus der um wichtige Fragen des Lebens zu beantworten. Gruppe die Antwort: „Weil der Zöllner sich als SünEs geht aber auch darum, die an Christus gläubigen Flüchtlinge zu ermutigen – mit Bibelversen der erkannte und bei Gott demütig um Gnade bat.“ und gemeinsamem Gebet. Wir möchten Menschen die Möglichkeit geben, alle ihre Fragen zum Thema Es ermutigt uns, den Hunger nach Gottes Wort Bibel und Glaube zu stellen und gemeinsam versuzu sehen. Da Gott uns diese Menschen in den Weg gestellt hat, können wir nicht schweigen. Es ist chen, Antworten anhand der Bibel zu finden. unsere Pflicht, die Schätze des Evangeliums den Außerdem soll ein Glaubensgrundkurs durchbedürftigen Menschen zu geben und mit ihnen in geführt werden. Dazu haben wir das Arbeitsbuch der Bibel nach Antworten zu suchen auf die vielen „Grundlagen des Glaubens“ von John McArthur Fragen, die sie umtreiben und bei den Zusammenmitgebracht. Junge Christen müssen – das ist wichtig – in der Bibel gefestigt sein und ihr Wissen künften gestellt werden. anderen weitergeben können. • Wer hat alles erschaffen? • Was ist der Sinn des Lebens? • Was kommt nach dem Tod? Gelegenheiten während unserer Reise • Wie kann ich wissen, Während unseres Einsatzes schenkte der Herr ob ich wiedergeboren bin? uns viele Gelegenheiten, Flüchtlingen Sein Wort • Woher weiß ich, nahezubringen. Mehrere Lager haben wir besucht. dass Gott meine Sünden vergeben hat? Dort angekommen, steht vor uns immer die span• Wenn es eine bestimmte Sünde in meinem nende Frage, ob uns Zutritt gewährt wird. Die La Leben gibt – wie kann ich von ihr frei werden? gerleiter sind vorsichtig, denn sie möchten Unruhen vermeiden, insbesondere wegen der vielen Auf diese Art besuchten wir während unseres SiziMoslems unter den Flüchtlingen. Manchen steht lienaufenthaltes mehrere Lager. Immer wieder lasen der Hass auf die Bibel ins Gesicht geschrieben. wir aus der Bibel vor, dachten über die Anwendung Das erste Lager, das wir besuchten, konnten nach und beteten zusammen. So durften wir das den wir ungehindert betreten. Einer aus unserer GrupSamen des Wortes Gottes ausstreuen. Das Gedeipe traf in der Eingangshalle einen Flüchtling, den hen, das Wachstum und die Frucht schenkt der Herr!

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Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien

Gottesdienst mit den Flüchtlingen

Evangelisation mit Manfred Weise

Während eines Missionseinsatzes 2013 lernten wir Daniel kennen, der im selben Jahr aus Sierra Leone nach Sizilien gekommen war. Wegen der Unruhen in seinem Land war er auf der Flucht. Vor seinem Aufbruch nach Europa hatte er ein Theologiestudium absolviert. Dass er als Flüchtling nach Italien kam, sieht er als Gottes Weg, denn so kann er das Evangelium unter seinen Landsleuten frei ausbreiten. Da er Ende 2014 in ein anderes Lager verlegt wurde, verloren wir den Kontakt zu ihm. Wir baten Gott darum, ihn aufzufinden, und wurden erhört. Das Lager, in dem sich Daniel befand, lag etwa eine Stunde Autofahrt von unserer Unterkunft entfernt. Hier waren neue Auffanglager, die bislang nicht besucht und wo noch keine Schriften und Bibeln verteilt worden waren. Am dritten Tag unseres Einsatzes fuhren wir mit Bibeln und evangelistischer Literatur beladen dorthin. Als erstes wollten wir Daniel auffinden und uns die neuen Lager zeigen lassen. Nach einer Stunde kamen wir in Castellammare del Golfo an, der Stadt in der Bucht vom Tyrrhenischen Meer (Teil des Mittelmeeres) mit einem der schönsten Strände Siziliens. Was für ein Kontrast: die Schönheit der Natur auf der einen Seite, und das Elend und die Niedergeschlagenheit der Flüchtlinge in den Lagern auf der anderen Seite. Wir fragten bei den Flüchtlingen nach, ob sie Daniel kannten und sie bejahten. Es war ein herzliches Wiedersehen. Die Freude war Daniel am

Gesicht abzulesen. „Der Herr hat unsere Wege wieder kreuzen lassen!“ jubelte er. Von ihm erfuhren wir, dass sich viele Neuankömmlinge in diesem Lager befanden. Er freute sich deshalb über die Bibeln und die Literatur, die wir mitgebracht hatten. So verteilten wir in diesem Lager Bibeln, Traktate, Karten mit Bibelversen und Kalender mit Andachten. Es ergaben sich viele segensreiche Gespräche, in denen wir die Möglichkeit hatten, auf das Wichtigste im Leben hinzuweisen: auf die Versöhnung mit Gott durch Jesus Christus. Daniel zeigte uns den Raum, in dem er schlief. Auf seinem Bett lag geöffnet eine große Studienbibel. Unter dem Bett stand eine Kiste mit Traktaten und weiterem Verteilmaterial. Daniel hat ein großes Herz für die Flüchtlinge; es ist sein innigster Wunsch, ihnen das Evangelium nahezubringen (Joh. 14,6). Es gäbe noch vieles von diesem Missionseinsatz zu berichten – über die Segnungen bei den Einsätzen in weiteren Lagern und über die begonnenen Glaubenskurse. Es würde aber den Rahmen dieser Ausgabe sprengen. Aber in der nächsten Ausgabe – das versprechen wir Ihnen – setzen wir unseren Bericht fort. Bis dahin möchten wir Sie ermutigen, mit uns Gott für Seinen Segen zu danken und Ihn darum zu bitten, dass Er alles Nötige gibt, um die Verbreitung des Evangeliums in Sizilien auszubauen und Christen im Glauben zu stärken.

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Dienst unter Flüchtlingen – Sizilien

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Projekt – Sibirien

Wie rufen wir Menschen zu Jesus Christus? »Am folgenden Tag stand Johannes [der Täufer] wieder da und zwei von seinen Jüngern [Andreas und Johannes]; und hinblickend auf Jesus, der umherging, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach ... Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den Zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden was übersetzt ist: Christus. Und er führte ihn zu Jesus« (Joh. 1,35-37; 40-42) Der Ruf des Evangeliums ndreas stammte aus Bethsaida in Galiläa und war der Bruder des Petrus. Gleich nachdem er Jesus als seinen Messias erkannt hatte, sehen wir ihn Leute zu Christus führen - angefangen mit seinem eigenen Bruder. Als dann der Herr Seine Jünger berief, verließen sie augenblicklich ihre Netze, um Ihm zu folgen (Matth. 4,20). Andreas kannte Jesus noch nicht sehr lange. Das hielt ihn aber nicht davon ab, Leute zu Ihm zu bringen. Schließlich war er von Jesus als dem Erlöser fest überzeugt. Dieser Eifer sollte jeden Gläubigen kennzeichnen. Unsere geistlichen Gaben mögen sich von denen anderer unterscheiden; aber alle gemeinsam haben wir denselben Auftrag: Sünder zu Christus zu führen (Matth. 28,19-20).

A

»Menschen zu JESUS Christus zu führen, sollte in unserem Leben höchste Priorität haben.«

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Die Botschaft Jesu war ein Ruf zur Jüngerschaft, ein Ruf, Ihm in demütigem Gehorsam nachzufolgen, und nicht eine bloße Einladung zu einer Entscheidung zum Christentum oder zum Nachsprechen eines Übergabegebets. Jesus befreite die Menschen von den Fesseln der Sünde, trat aber der Heuchelei entschieden entgegen und verurteilte sie. Bußfertigen Sündern wurde ewiges Leben zugesprochen, und gleichzeitig wies Jesu Verkündigung äußerlich religiVoice of Hope Nr. 2/2015

öse Leute streng zurecht, weil es in ihrem Leben an wahrer Gerechtigkeit mangelte. Jesu Evangelium stellte den Sündern klar vor Augen, dass sie sich von den Sünden abwenden und der Gerechtigkeit Christi vertrauen sollten. Es war in jeder Hinsicht eine gute Botschaft – allerdings alles andere als eine oberflächliche Angelegenheit. Leider wird heute oft gepredigt, die Errettung geschehe aus Gnaden und sei deshalb eine kostenfreie Gabe – Christus habe ja schon alles für die Sünder getan, so dass nun nichts für den Sünder zu tun übrig bleibe, als nur ein Glaubensbekenntnis nachzusprechen. Häufig hört man auch, wie Sünder mit Worten wie diesen angesprochen werden: „Lade Jesus in dein Herz ein!“; „Bitte Christus, in dein Leben zu kommen!“; oder: „Triff eine Entscheidung für Christus!“ Keiner solcher Aufrufe entstammt dem Evangelium, welches Jesus Christus verkündigte. Sind wir schon an solche Redensarten gewöhnt und ganz erstaunt, zu hören, dass keine von ihnen auf biblischem Sprachgebrauch basiert? Sie sind das Produkt eines verwässerten Evangeliums, in welchem Sünde nicht klar benannt wird. Ein von Gott geschenkter Glaube zieht Werke nach sich – er bewirkt eine Umkehr.


Projekt – Sibirien

Daher lautete die Botschaft Jesu und der Evangelisten stets: Tut Buße und glaubt bzw. vertraut dem Evangelium! Und an diejenigen, die durch Gottes Gnade diesem Aufruf folgten, erging die Einladung zur Nachfolge. Wie rufen wir nun Menschen zu Jesus Christus? Ist es das klare Evangelium von Jesus Christus, oder wird Seine Botschaft verkürzt? Lassen Sie uns großen Wert darauf legen, dieses dem Evangelium der Bibel gemäß zu tun!

Chinesen in Sibirien

Derzeit hat Gott uns auch außerhalb Deutschlands Türen geöffnet, Menschen zu Christus zu führen. Wie wir schon vor einigen Jahren berichteten, leben immer mehr Chinesen auf der russischen Seite des Amur (Fluss, der die russischchinesische Grenze markiert). Während die russische Bevölkerung in Sibirien eher rückläufig ist, lockt besonders die Forst- und Landwirtschaft und auch der Handel immer mehr Chinesen in die weiten Gegenden Russlands. Für die Regierung Chinas stellt das Chancen auf eine Erweiterung ihres Wirtschaftsraums dar. Und deshalb gewährt sie den Chinesen auf der russischen Seite mehr Freiheiten als im eigenen Land. Für die Verbreitung des Evangeliums unter den Chinesen sind auf diese Weise große Türen geöffnet worden. Wie können wir die Chinesen in Sibirien zu Christus führen? „Wie sollen sie aber Den anrufen, an Den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an Den

glauben, von Dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?“ (Röm. 10,14). Wie einst Andreas (Jünger Jesu) hin ging oder Hudson Taylor nach China ging, um den Menschen dort das Evangelium zu predigen, so ist die persönliche Evangelisation auch heute wichtig, um dem Sünder seinen Zustand vor dem heiligen Gott und das Erlösungswerk Jesu Christi klar darzulegen. Die Menschen dort sollen das Evangelium in seinem vollen Umfang mitgeteilt bekommen, um eine feste Grundlage für die Nachfolge Jesu zu haben. Zur Zeit stehen wir in regem Kontakt mit einer chinesisch sprechenden Missionarsfamilie, die in den Grenzregionen Russlands und Chinas Missionarisch tätig sind. Sie stellen sich an die Front des geistlichen Kampfes, um Menschen zum Retter Jesus Christus zu führen. Auch Sie, liebe Leser, können der Missionarsfamilie dahin folgen, indem Sie ihre Arbeit am Evangelium mit Gebet und finanziellen Mitteln unterstützen. Lassen Sie uns dem chinesischen Volk gemeinsam klar den Ruf Jesu bringen! Wir wissen nicht, wie lange noch die Tür in Sibirien offen steht. Jetzt noch gibt Gott uns die Möglichkeit, die Menschen dort mit dem Evangelium zu erreichen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie: • d en Druck und die Verteilung von chinesischen Neuen Testamenten, Johannes-Evangelien, Traktaten, Kalendern für 2016 und Schriften: - Suche nach Gott (Peter Jeffery) - Gehet ein durch die enge Pforte (C.H. Spurgeon) - Vergebung und Gewissheit (W.J. Patton) • M issionseinsätze im Herbst 2015 • d ie Missionarsfamilie in Sibirien Beten Sie bitte auch dafür, dass Gott noch weitere bibeltreue Verkündiger zum chinesischen Volk aussendet! n Projekt – Sibirien

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Projekt – Schriften

Deutschland ist Missionsland geworden!

B

evor Jesus nach Seiner Auferstehung zu Seinem Vater in den Himmel auffuhr, betraute Er Seine Jünger mit einer großen Aufgabe: die Missionierung der ganzen Welt. Es steht außer Frage, dass diese Aufgabe die Kräfte und Fähigkeiten der Jünger weit überstieg. Wie sollte diese kleine Schar alle Völker lehren und zu Jüngern machen? - Auch wir sehen uns diesbezüglich oft vor Aufgaben gestellt, denen wir uns nicht gewachsen sehen. Wie gehen wir damit um? Missionsarbeit im biblischen Sinne ist nicht einfach nur eine bestimmte Aktivität zu bestimmten Zeiten. Sie ist eine Lebenseinstellung, die unser ganzes Dasein umfasst. In gewisser Weise geht sie auch jeden Christen etwas an. Zwar unterscheidet sich das Arbeitsfeld und die Arbeitsweise des einen von dem eines anderen, doch bleibt der Auftrag im Kern immer derselbe: die Verkündigung eines unverfälschten Evangeliums an alle Menschen. Deutschland ist längst ein Missionsland geworden. Wir sind zwar das Land der Reformation, doch der Glaube an den Gott der Bibel weicht immer mehr zurück. Die Apostel begannen nach Pfingsten direkt in ihrer Umgebung, den Missionsbefehl auszuführen. Genauso können auch wir dort, wo wir uns aufhalten, anfangen, ein Missionar zu sein: in meiner Familie, meinem Wohnort, meiner Schule oder meinem Arbeitsplatz. Ich kann meine Mitmenschen an meinem Leben und Glauben teilhaben lassen, indem ich mit ihnen ins Gespräch komme oder ihnen ein christliches Buch oder Traktat gebe. Als Missionswerk ist es uns ein Anliegen, unsere Brüder und Schwestern auszurüsten – z.B. mit Schriften – um die Evangeliumsverbreitung in Deutschland zu fördern.

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Voice of Hope Nr. 2/2015

1. Buchprojekt: Christen auf dem Weg zur Ewigkeit John Bunyan hat die „Pilgerreise“ in zwei Bänden abgefasst. Der erste Band, bei dem es um einen Mann namens „Christ“ geht, ist den meisten bekannt. Der zweite Band handelt von dessen zurückgebliebener Ehefrau, die sich dann doch noch mit ihren Kindern auf den Weg in die himmlische Stadt macht. Von beiden „Pilgerreise"-Büchern gibt es sehr wertvolle Nacherzählungen. Derzeit arbeiten wir an einer deutschen Doppelausgabe mit dem Titel „Christen auf dem Weg zur Ewigkeit“. Diese allegorische Erzählung, die bereits Millionen Christen auf dem Weg der Nachfolge ermutigt hat, kann auch für evangelistische Zwecke eingesetzt werden. 2. Evangelistische Broschüre, 15.000 Stück Diese Broschüre gibt Antworten auf wichtige Fragen des Lebens und vermittelt die klare Botschaft des Evangeliums. Neun Themen werden darin behandelt: Himmel und Hölle, Gehet ein durch die enge Pforte, Was ist mit unserer Seele? Beten Sie? Welche Bedeutung hat die Bibel für uns? Wenn Du heute Seine Stimme hörst, Was ist der Mensch? Das Ende wird kommen, Sie müssen von Neuem geboren werden. Diese Broschüre hat schon vielen Menschen den Weg zu Gott gezeigt. Sie wurden ins Russische und Chinesische übersetzt und tausendfach verteilt. Die Übersetzung ins Deutsche ist in Arbeit. Tragen auch Sie dazu bei, dass evangelistische Schriften hergestellt und verbreitet werden! Haben Sie Mut, Ihren Mitmenschen die gute Botschaft der Errettung in biblischer Klarheit weiterzugeben! Darin wünschen wir Ihnen Gottes reichen Segen, Mut, Weisheit und Ausdauer. n


Gebetsanliegen Arbeit auf Sizilien Wir möchten Sie ermutigen, mit uns Gott für Seinen Segen zu danken und Ihn darum zu bitten, dass Er alles Nötige gibt, um die Verbreitung des Evangeliums in Sizilien – insbesondere unter den Flüchtlingen – auszubauen und die dortigen Christen im Glauben zu stärken.

Missionstag Missionswerk VOICE OF HOPE e.V. 51580 Reichshof-Mittelagger DE98 3845 0000 1000 1033 31 WELADED1GMB

Wir sind Gott sehr dankbar für seinen Segen durch den vergangenen Missionstag im März! Unterstützen Sie uns bitte auch im Gebet bei den Vorbereitungen des nächsten Missionstages im Oktober. Wir möchten in rechter Weise von Gottes Wirken berichten und andere ermutigen, sich Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stellen.

Arbeit unter Chinesen in Sibirien Die Tür, Chinesen in Sibirien mit dem Evangelium zu erreichen, steht noch offen. Beten Sie bitte dafür, dass Gott weitere bibeltreue Verkündiger zum chinesischen Volk aussendet!

Wir beten um Bewahrung der nordkoreanischen Christen, vor allem darum, dass sie standhaft bleiben und Kraft empfangen, Christus nicht zu verleugnen, wenn sie oder ihre Familie gefoltert werden. Beten Sie bitte auch für die Christen in Sibirien, dass sie Gelegenheiten bekommen, Nordkoreanern das Evangelium zu erklären und eine Bibel zu geben.

/Zahlschein

Jahres-Spb

Das Evangelium für Nordkoreaner

Missionswerk

Lasst uns für unsere Geschwister in Afghanistan beten, dass sie ihr Leben und ihren Dienst stets Gott anvertrauen können. Es ist zurzeit sehr schwierig, dass sie dauerhafte Unterstützung durch ausländische Missionare bekommen können. Terrororganisationen möchten sie gezielt töten.

Missionswerk VOICE OF HOPE e.V., 51580 Gummersbach

SPENDE

Afghanistan


Kurz notiert:

anregungen

 Wir danken Gott für die Glaubensgrundkurse unter den afrikanischen Flüchtlingen und beten um Festigung im Glauben der Schüler.  Wir beten für die Missionsarbeit unter Chinesen in Sibierien. 

Wir beten für unsere verfolgten Geschwister in Afghanistan.

 Wir beten für unsere verfolgten Geschwister in Nordkorea.  Wir beten um Führung Gottes für die Inland-Mission.  Wir beten für die Mitarbeiter im Missionswerk Voice of Hope. © Missionswerk Voice of Hope, Reichshof-Mittelagger

Spenden Durch Ihre finanzielle Unterstützung kann Voice of Hope den verfolgten Christen, durch verschiedene Projekte helfen. Wenn Sie Fragen über die Verwendung von Spenden haben oder weitere Informationen, wenden sie sich an uns.

Zuwendungsbestätigung zur Vorlage bei Ihrem Finanzamt

Das Missionswerk Voice of Hope, Eckenhagener Str. 21, 51580 Reichshof, ist wegen Förderung gemeinnütziger religiöser Zwecke nach dem Freistellungsbescheid bzw. nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Gummersbach, StNr. 212/5825/1763, vom 06.06.2014 für den letzten Veranlagungszeitraum 2012 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit. Es wird bestätigt, dass die Zuwendung nur zur Förderung gemeinnütziger religiöser Zwecke ggf. (auch) im Ausland verwendet wird. Für Spenden bis € 200 gilt der von Ihrem Kreditinstitut abgestempelte Einzahlungsbeleg oder der Kontoauszug mit den vollständigen Buchungsdaten (Name und Kontonummer des Auftraggebers und Empfängers, der Betrag sowie der Buchungstag) in Verbindung mit diesem Abschnitt als Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt. Für alle darüber hinausgehenden Beträge senden wir Ihnen auf Anfrage eine Zuwendungsbestätigung zu.

Koordination der Missionsprojekte Bevor Bibeln und evangelistische Schriften die Menschen erreichen, muss viel Vorarbeit geleistet werden. Die missionarischen Einsätze müssen koordiniert, der Schriftendruck und –versand organisiert werden, in vielen Fällen fehlt noch eine aufwändige Vorbereitung, bis eine Schrift überhaupt gedruckt werden kann. Mit Ihrer Spende für die Arbeit in unserer Missionszentrale ermöglichen Sie, dass die VorortProjekte umgesetzt werden können. Arbeit unter Chinesen in Sibirien Mit Ihrer Spende unterstützen Sie: • den Druck und die Verteilung von chinesischen Neuen Testamenten, Johannes-Evangelien, Traktaten, Kalendern und Schriften: - Suche nach Gott - Gehet ein durch die enge Pforte - Vergebung und Gewissheit • Missionseinsätze im Herbst 2015 • die Missionarsfamilie in Sibirien Evangelistische Broschüre Unterstützen Sie uns bei der Erstellung und der Verteilung dieser Broschüre, die Antworten auf wichtige Fragen des Lebens geben, und die klare Botschaft des Evangeliums vermitteln. Diese Broschüre behandelt diese Themen: 1. Himmel und Hölle 2. Gehet ein durch die enge Pforte 3. Was ist mit unserer Seele? 4. Beten Sie? 5. Welche Bedeutung hat die Bibel für uns? 6. Wenn Du heute Seine Stimme hörst 7. Was ist der Mensch 8. Das Ende wird kommen? 9. Sie müssen von Neuem geboren werden


Missionstag

Am 31. Oktober 2015 findet der nächste Missionstag statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

»Das Evangelium ist die Kraft Gottes«

R

und 100 Freunde des Missionswerkes Voice of Hope folgten der Einladung zum Missionstag am 14. März 2015. Es war uns eine Freude, mit Missionaren und Missionsfreunden einen persönlichen Austausch haben zu können. Wir wurden durch die Predigten und Berichte ermutigt, die Botschaft von Jesus Christus an alle Menschen heranzutragen und die entstehenden Gemeinden aufzuerbauen und zum Dienst zuzurüsten. Die Brüder berichteten von ihrer Arbeit und dem Wirken Gottes im In- und Ausland: Ein wunderbares Zeugnis darüber, wie Gott seine Gemeinde baut, gab Egbert Habicht aus Altenschlirf, einem kleinen Stadtteil von Herbstein in Hessen. Auch hörten wir von Johan Schipaanboord (Holland) eine ausführliche Darlegung ausgewählter Bilder der Pilgerreise von John Bunyan. Sie ist Teil unserer evangelistischen Literatur und eine hilfreiche Lektion über den Weg zur Errettung und das Leben als Christ. Ferner wurde von Projekten außerhalb Deutschlands berichtet: Besondere Brennpunkte sind nach wie vor Sizilien und Lampedusa. Roberto Recupero (Lampedusa) dient Gott mit der

Ausbreitung des Evangeliums unter Einheimischen und Flüchtlingen und berichtete von der Missionsarbeit vor Ort. Durch Gottes Gnade durften schon über 200 Flüchtlinge Frieden mit Gott finden. In Afghanistan leiden Christen unter schweren Verfolgungen durch Islamisten. Doch Gott wirkt auch dort in dieser Zeit voller Prüfungen. Niko Derksen besuchte die Missionarsfamilie kurz vor dem Missionstag, um sie zu ermutigen und die Missionsarbeit mit ihnen zu besprechen. Er teilte uns mit, welche Türen Gott in Afghanistan öffnet, um dort Seinen Auftrag auszuführen und die Missionare den Weg führt, den Er für sie bestimmt hat. Der Arzt Dr. Manfred Weise berichtete davon, wie Gott es möglich gemacht hat, in Moldawien eine Arztpraxis zu eröffnen. Auch in der Mongolei hatte er die Gelegenheit, vielen Patienten vor der Untersuchung im Rahmen einer Vorbesprechung die göttliche Heilung von den Sünden zu verkünden. Mit geistlichen Liedern umrahmte ein Chor junger Christen das Programm des Missionstages. Wir sind Gott dankbar für den reichen Segen, den der Herr an diesem Tag geschenkt hat. Über allem, was getan werden konnte, soll sein Name hoch erhoben werden. n Missionstag

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Missionswerk

Eckenhagener Str. 21 51580 Reichshof-Mittelagger Tel.:+49 (0)2265 / 99 749-0 E-Mail: info@voiceofhope.de

Aktuelle Informationen

Zuflucht in GOTT

Art.Nr.: 875.397 Lieder zur Ehre GOTTES Wir sind Gott dankbar, dass die Botschaft der CD »In Jesus« für viele zum SeMissionswerk gen war und schon einige Menschen zu Jesus Christus geführt hat. Gott hat uns in unserem Dienst, das Evangelium auf diese Weise auszustreuen, Gnade geschenkt. Unser Ziel als Missionswerk ist es, die Gabe des Singens und Musizierens allein zur Ehre Gottes einzusetzen. Dabei soll der Text der Lieder eine klare biblische Botschaft vermitteln und mit Melodie, Harmonie und Rhythmus im Einklang stehen. Daher setzten wir diesen Dienst fort und haben Ende Mai mit der Aufzeichnung einer Folge-CD mit dem Titel »Zuflucht in Gott« begonnen. Von rund 30 Sängern aus verschiedenen Teilen Deutschlands interpretiert, verdeutlicht dieser Titel die Zuversicht, die auch schon der Dichter von Psalm 91,2 zum Ausdruck brachte Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf Den ich traue! Die Klavier- und Orchesterbegleitung umrahmt den Chor-Gesang mit tiefgehenden Arrangements.

Mögen auch durch diese Art der Evangeliumsverbreitung noch viele suchende Seelen zu Christus geführt und Geschwister im Herrn ermutigt und gestärkt werden! Bitte unterstützen Sie die Produktion der CD »Zuflucht in Gott«!

Art.Nr.: 875.399

www.voiceofhope-missionswerk.de

Art.Nr.: 875.350

Missionsmagazin 2015-2  

Die Kraft des EVANGELIUMS

Missionsmagazin 2015-2  

Die Kraft des EVANGELIUMS

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