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04/2011

Zeitschrift von muslimehelfen e.v


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Inhalt

KURBAN

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SADAQA-DOSE

Themen dieser Ausgabe Bu baskıdaki konular

Seite Sayfa

Kurban – Kurban Kambodscha: Gefreut! - Sevindi! Kenia: Garantiert - Garantili dağıtım! Südafrika: Flüchtlinge - Mülteciler Pakistan: Geteilt! - Dağıtım tamam! Tschetschenien: Hilfe für die Ärmsten der Armen - Fakirlere yardım!

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Sadaqa-Dose - Sadaka Kutusu Geringes kann viel bewirken - Az sadaka çok belayı defeder!

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Wissen & Tun - Bilgi & eylem Opfer und Annäherung - Kurban ve Yakınlaşma

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Projektreisebericht - Seyahatname Was immer Gott uns gibt... - Allah`ın bize bahşettiği...

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Kurzbericht - Kýsa Rapor Albanien: Das Mutter-Kind-Zentrum trägt Früchte Anne-Çocuk Merkezi meyvelerini veriyor

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Kenia: Der Friedhofswärter von Malindi - Malindi Mezarlık Bekçisi

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Pakistan: Lebensmittel und Unterkunft - Ev ve gıda yardımı

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Südafrika: Hilfe zur Selbsthilfe - Yardımla kendini kurtar

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Hilf Mit - Yardým et Mein Kurban für Meine Ummah - Kurbanım Ümmetim’e

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Spendenkonten: Deutschland: Deutsche Bank • Konto: 22 90 450 • BLZ: 700 700 24 Österreich: PSK • Konto: 92.159.385 • BLZ: 60 000 Schweiz: Post Finance Bern • Konto: 60-301601-2 LIBA0004-01P06 Seit 2006 erhalten alle Projekte zur besseren Übersicht einen eigenen Code, mit dem auch die Artikel der mhz gekennzeichnet sind. Sie finden den Code stets am Ende der jeweiligen Texte. Ihre Spende: Wir bemühen uns stets darum, Ihre Spende dem von Ihnen angegebenen Zweck zuzuführen. Zweckgebundene Spenden, deren Projekte abgeschlossen sind, werden einem anderen Projekt zugeführt, das dem angegebenen Zweck ähnelt. Ramadan

Mit diesem Zeichen sind alle besonderen Projekte gekennzeichnet. Bu sembol ile tüm özel projeler iaretlenmitir

04/2011 mh-zeitung

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PROJEKTReisebericht

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NOTFALL Naturkatastrophen

Leid - NOTHILFE Uganda – Somalia Wir brauchen Ihre Hilfe!

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eftige Regenfälle in Kampala in Uganda lösten Erdrutsche aus, die mehrere Dörfer unter sich begruben. Beim Ausgraben der verschütteten Häuser werden immer mehr  Todesopfer gefunden. Viele Dorfbewohner stehen in diesem Moment hilflos vor ihrem zerstörten Hab und Gut. Die Somalier leiden hingegen immer noch von der Dürre und der Hungerskatastrophe. Die ersten Lebensmittelverteilungen für die Betroffenen hat muslimehelfen in Kenia und Äthiopien durchgeführ t. Die Hungernden war ten auf weitere Unterstützung. Vergessen Sie diese Menschen bitte nicht. Helfen Sie mit! Spenden Sie in unseren Notfallfonds mit dem Vermerk „Nothilfe“!


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, as-salamu alaikum,

w

enn ich an Kurban denke, denke ich – wie die meisten von Ihnen – an die Geschichte von Ibrahim (a.s.) und an das Maß an Gottesfurcht, das dieser bereit war unter Beweis zu stellen.

Wenn ich Kurban hingegen aus der Sicht von muslimehelfen sehe, sehe ich vor allem den humanitären Aspekt. Und ich erinnere mich an die vielen Projekte, die wir im Laufe der Jahre in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort umgesetzt haben. muslimehelfen schlachtet nicht in einer Vielzahl von Ländern, doch in den jeweiligen Ländern großflächig. Das heißt, dass wir uns in betroffenen Regionen darum bemühen, auch die kleinen und entlegenen Dorfgemeinschaften zu erreichen oder eine unserer Waiseneinrichtungen. Diese Handhabung ist nicht nur im Sinne der Empfänger, sondern sicher auch im Sinne jedes einzelnen Spenders, denn eine kleine Gemeinschaft von Begünstigten, die sich um die Schächtung der Tiere auch selbst kümmert, hat einen anderen Bezug zu Spender und Tier als die Masse bloßer Empfänger in einer endlosen Schlange. Kurban steht für Gottesfurcht, für Dankbarkeit und für das Teilen. Und das Teilen möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr durch langjährige und gute Zusammenarbeit vor Ort zuverlässig ermöglichen. Möge Allah es Ihnen vergelten!

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Sevgili okuyucular, esselamun aleykum,

k

urban denince çoğunuz gibi benim de aklıma Hz. İbrahim (a.s.) kıssası ve onun sınandığı imtihanlarda ispatladığı üstün takvâ derecesi geliyor.

Öte yandan muslimehelfen’in perspektifinden kurbana baktığımda ise, kurban olayının bilhassa insanî veçhesinin önem arzettiğini görüyorum. Ve birlikte çalıştığımız yerel yardım kuruluşlarının işbirliğiyle yıllar boyu bizzat yerinde gerçekleştirdiğimiz birçok projeyi hatırlıyorum. muslimehelfen çok sayıda ülkede kurban kesimi yapmakla kalmıyor, aynı zamanda bunu ilgili ülkelerde geniş kapsamlı olarak gerçekleştiriyor. Daha açık bir ifadeyle, kurban etlerini mağdur bölgelerde küçük ve ücra yerleşim birimlerine ya da yetimler yurdumuza ulaştırmaya gayret ediyoruz. Sadece yardıma muhtaç olanların değil yardım elini uzatanların her birinin de istediği uygulama şüphesiz budur. Kurban; takvâ, şükran ifadesi ve paylaşmadır. Paylaşmayı sizlere, yılların birikimi ve iyi bir mahallinde işbirliği sayesinde ve güvenilir bir şekilde bu yılda mümkün kılmak istiyoruz. Yüce Allah mükâfatlanmanızı nasip etsin! Selam ile

Wassalam

 Ercihan Gümüşel

(Vorstand muslimehelfen e.V. - İdare Heyeti)

Impressum: muslimehelfen e.V. ist Herausgeber des regelmäßig erscheinenden Magazins mh-zeitung. Es berichtet seinen Spenderinnen und Spendern in Deutschland, Schweiz und Österreich über die Arbeit von muslimehelfen. Die Auflage beträgt 25.000 Exemplare • Herausgeber: muslimehelfen e.V. • Deutschland: Kaiser-Wilhelm-Str. 15 • 67059 Ludwigshafen • Tel: (0621) 40 54 670 • Fax: (0621) 40 54 67 40 Österreich: Othmargasse 25/2/21 • 1200 Wien • Tel: (01) 3010018 • info@muslimehelfen.org • www.muslimehelfen.org • Redaktion: Hatice Klçer Badem (hk) • Weitere Mitarbeiter: Mariam Vera Zimmer (mvz), Rütü Aslandur (ra), Tanja El-Ghadouini (te), Ahmad von Denffer (avd) • Übersetzung: Adem Yeilyurt, Esat Semiz • Gestaltung: Elif Kesmen, Witten • Druck: Parlak Druck, Nürnberg • Verantwortlich: Ercihan Gümüel (ekg) • Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge stellen die Meinung des Verfassers dar, die nicht in jedem Fall mit der Meinung des Herausgebers, Verlags oder der Redaktion übereinstimmen muss. Nachdruck von Beiträgen nur nach schriftlicher, vorheriger Vereinbarung. • muslimehelfen ist das freie Hilfswerk von Muslimen, gegründet 1985. Hilfe für Bedürftige in Notstandsgebieten, bei Krieg, Hungersnot und anderen Notfällen durch Sachspenden und Hilfsmaßnahmen vor Ort.


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Kurban

Kambodscha - Gefreut!

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und neunzig Prozent der Muslime in Kambodscha wohnen auf dem Land. Sie leben von Landwirtschaft und Fischerei. Überschwemmungen und Dürre führen in dieser Region immer wieder zu Ernteausfällen. Die Möglichkeiten, die das Bildungssystem bietet, sind gering. Insbesondere Waisenkinder sind von dem Problem betroffen. Kinder aus muslimischen Familien besuchen meist nur die Grundschule. Nur wenige schließen eine akademische Ausbildung ab. Damit die Menschen die Festtage trotzdem freudig feiern können, hat unsere Partnerorganisation CAMSA 100 Rinder geschächtet und in Ein-Kilo-Portionen an Dorfbewohner, darunter Witwen, Waisen und körperlich Behinderte, in 58 Dörfern in acht Provinzen verteilt. Während der Schächtung der Tiere riefen die örtlichen Imame, Gemeindemitglieder oder Bürgermeister den Namen des jeweiligen Spenders aus. (hk)

t. Er Er ist 25 Jahre al . es Sl ik Ch r de Das ist Bru ompong e in der Provinz K ag ill V ng no K al lebt in Ve et und hat ei Jahren geheirat zw r vo t ha Er . Cham ut der Familie ist rm A r de d un gr uf als einen Sohn. A gegangen, um dort a si ay al M ch na u ter der seine Ehefra . Sein Sohn lebt un en it be ar zu en ch Hausmäd d besitzt Chik ist Landwirt un r. te ut ßm ro G r de Obhut er unter sehr . Er erzählt, dass ld fe is Re s ne ei kl nur ein . Rindfleisch gibt es bt le n ge un ng di Be schwierigen onderes . Es ist etwas Bes hr Ja im al m er vi drei- bis zur VerfüIdul Adha Fleisch an e, ili m Fa e t in für se köstliche Mahlzei ne ei us ra da um ilie gung zu haben nzt, dass seine Fam gä er Er . en nn kö zubereiten zu genüber ren tiefsten Dank ge ih r ne oh ew fb or D und alle öchten, die usdruck bringen m A m zu n fe el eh muslim ekte in seinem MSA Kurban-Proj CA er üb hr Ja s de je Dorf durchführt.  04/2011 mh-zeitung


Ramadan

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t in lt. Sie leb a e r h a J am. ih ist 68 mpong Ch o ulos Aisa o K T z r e in t v s o e er Pr Schw illage in d V ter. n e h a T zwei Töch Svay d n u e n h rei Sö los. Sie hat d sagt Tou , “ r e h c s lle Fi bung er Umge er sind a d d n n i i K h e c s n „Mei sie Fi en vom verkauft Einkomm r g a ih T s s n a ag e d Jed erzählt, n jeden T e ie s S s e . s e ir f r W ist. „ twas ihres Do abhängig isch, um e f le u F a ir k r w e v n lieder kaufe Fisch ilienmitg legenheit e m a G i F e e B ll . o A h Fisc ag ein Kil bereiten. T u a z h u d z s A e l r en. am Idu Besonde alten hab dass wir h , r h e c it li e k c lz h n wir sind glü che Ma e, konnte d ine köstli r e u r w ü f t il h e c Fleis entsprach isch vert t r le e F W ig n in e e h Obwohl w Gutes zubereiten. S edankt sic b s lo s u a o w T t mens.“ daraus e eseinkom g a T s e SA. in dem e und CAM n e lf e h e m bei musli

Die Sch wester E t Mariy lebt allei om ist 5 ne in Pre 2 Jahre k Kache Kompon alt ay Villa g Cham g e in der P und . Sie bac sie in ih rovin kt e rem Dor f verkau infache Kuchen z ft. , die Et Mari yom sag t, dass ihres kl sie einen E i n kommen sich in Anbetr sten kan acht s kein R n. Sie er indfleis nährt si kleinen ch leich nur v Fis on Gem bei ihr n chen mit Reis. ü s e und An Idul ie Fleisc h zu ess Adha gi danke in en. Weit bt es meinem er sagt s und im N meinem ie: „I amen de Dorf für r Muslim ch die Kur muslim e ban-Ak ehe tion 201 aus in Kamb lfen über CAM 0 , die SA für odscha u durchge führt ha ns Muslime t.“


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Kurban

und wohnt h ist 85 Jahre alt Ta s So te ig st ün Die Beg r Provinz Kompong de in e ag ill V y be men. in Kompong Kro elkindern zusam nk E ei dr it m bt ste eine Cham. Sie le sehr arm. Er mus t is hn So n ei „M Sie sagt: , weit weg Provinz annehmen n re de an r ne ei s in Arbeit n kümmert sich So be Le n he lic äg lt gliche von hier.“ Im al zählt, dass ihre tä er e Si . er nd ki el üse und um ihre Enk nen Fischen, Gem ei kl ar pa n ei s au s GemüMahlzeit al bereiten wir un m ch an „M t. eh n st Reis be gibt es Fleisch. A en lt se ur N . zu s ei eine sesuppe mit R glücklich, weil wir hr se n nu ir w nd Familie Idul Adha si lten haben. Meine ha er h sc ei nfl ba ur Ration K ben, danken in meinem Dorf le e di e, lim us M le lfen und al über CAMSA geho 10 20 s un e di , n muslimehelfe h es vergelten!“ haben. Möge Alla

Jahre alt. Sie lebt Schwester Aly Aisah ist 76 ge in der Provinz alleine in Prek Kacheay Villa lebt alleine. Sie hat Kompong Cham. Aly Aisah d hat im Alltag mit keine Kinder, ist sehr arm un fen. Ihre tägliche vielen Schwierigkeiten zu kämp ist abhängig von Nahrungsmittelversorgung schen DorfbewohNachbarn und von muslimi vorbeibringen. nern, die ihr etwas zu essen und der OrganiAly sagt: “Ich bin sehr froh zum Kurbanfest sation, die uns dieses Jahr bar dafür, dass unterstützt hat, sehr dank alten habe.“ Sie ich eine Ration Fleisch erh limehelfen auch wünscht sich, dass mus die muslimische in den folgenden Jahren durch KurbanUmmah in Kambodscha Aktionen unterstützt.


Kurban

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Kamboçya Sevindi!

K

amboçya’daki Müslümanların yaklaşık yüzde 90’ı kırsal alanda yaşıyor. Geçimini tarım ve balıkçılıktan karşılayan bu insanlar, sık sık sel ve kuraklık dolayısıyla mahsul zayiatına maruz kalıyorlar. Eğitim sisteminin sunduğu imkanlar az. Özellikle yetim çocuklar bu problemin mağduru. Müslüman ailelerin çocukları çoğunlukla sadece ilkokula gidiyor. Çok azı akademik seviyede eğitim alabiliyor. İnsanların bayram günlerini buna rağmen neş’eli bir şekilde kutlayabilmesi için partnerimiz olan yardım kuruluşu CAMSA 100 sığır kurban etti ve sekiz ile bağlı 58 köyde aralarında dulların, yetimlerin ve engellilerin bulunduğu insanlara bir kiloluk porsiyonlarla dağıttı. Kurban kesme esnasında bölgede yaşayan imamlar, cemaat üyeleri veya belediye başkanı bağışçıların isimlerini saydı. (hk) Bu Chik Sles kardeşimiz. 25 yaşında. Kompong Cham iline bağlı Veal Knong Village köyünde yaşıyor. İki sene once evlenmiş ve bir oğlu var. Aile fakir olduğu için eşi ev hizmetçisi olarak çalışmak için Malezya’ya gitmiş. Oğlu ise büyükannesinin himayesinde yaşıyor. Chik bir çiftçi ve küçük bir çeltik tarlasına sahip. Çok zor şartlar altında yaşadığını söylüyor. İnek eti yılda üç-dört kez ancak bulunuyor. Kurban Bayramı’nda ailesine yedirmesi için et bulmak ve ondan leziz bir öğün çıkarmak onun için özel bir yere sahip. Ailesi ve bütün köy ahalisine her yıl CAMSA’nın Kurban Projesi üzerinden yapılan muslimehelfen yardımı karşısında en kalbi teşekkürlerini dile getiriyor. Kurban etinden faydalanan Sos Tah 85 yaşında ve Kompong Cham iline bağlı Krobey Village köyünde ikamet ediyor. Üç torunu ile yaşayan Sos Tah, ‘Oğlum çok fakir. Burdan çok uzak bir ilde çalışmak zorunda’ diyor. Günlük öğünlerinin bir kaç balık sebze ve pirinçten ibaret olduğunu söyleyen yaşlı kadın, ‚Bazen pirinçli sebze çorbası yapıyoruz. Balık nadiren oluyor. Bugün Kurban Bayramı’nda kurban eti aldığımız için çok mutluyuz. Ailem ve köyümüzde yaşayan bütün Müslümanlar 2010 yılında CAMSA üzerinden bize yardım eden muslimehelfen’e teşekkür ediyoruz. Allah razı olsun!’ diyor.

Et Mariyom kardeş 52 yaşında ve Kompong Cham ilinin Prek Kacheay Village köyünde yalnız yaşıyor. Basit kekler yaparak bunları köyünde satıyor. Et Mariyom, elde ettiği küçük miktardaki gelirle inek eti alma gücünün olmadığını söylüyor. Sadece sebze ve küçük balık, pirinç ile beslenen kadının Kurban Bayramı’nda yiyecek eti hiç yok. Et Mariyom şöyle diyor: ‚Kendi adıma ve köyümdeki Müslümanlar adına Kurban Yardımı 2010 için CAMSA üzerinden Kamboçya’ya yardım eden muslimehelfen’e teşekkür ederim.’ Aly Aisah kardeş 76 yaşında. Kompong Cham iline bağlı Prek Kacheay Village köyünde yalnız yaşıyor. Çocuğu yok, çok fakir ve günlük hayatında mücadele etmesi gereken zorluklar var. İhtiyaç duyduğu günlük besin konusunda komşularına ve kendisine yemek getiren Müslüman köylülerine bağımlı. Aly şöyle diyor: ‚Çok sevinçlıyim ve bize bu Kurban Bayramı’nda yardım eden yardım kuruluştan ben de bir pay et aldığım için müteşekkirim.’ Aly, muslimehelfen’in önümüzdeki yıllarda da Kamboçya’daki kurban faaliyetlerini desteklemesini arzu ediyor. Toulos Aisaih kardeş 68 yaşında. Kompong Cham ilinin Svay Tahen köyünde yaşıyor. Üç oğlu ve iki kızı var. ‘Çocuklarımın hepsi balıkçı’ diyor Toulos. Hergün köyünün çevresinde balık satan Toulos, geçiminin buna bağlı olduğunu söylüyor. ‚Hergün balık yiyoruz. Fırsat olunca, özel birşey hazırlamak için et satın alıyoruz. Kurban Bayramı’nda leziz bir öğün için bir kilo et aldığımız için çok mutluyuz. Dağıtılan et az olsa da, güzel bir yemek hazırladık. Değeri bir günlük gelire eş’ diyerek muslimehelfen ve CAMSA’ya teşekkür ediyor Toulos.

Projektcode : KAM Kosten: 25.950 Eu

B41701-01K10

ro

Zeitraum: Oktobe

r und November 20 10 Bedürftige: 8.785 Personen, darunter 6.480 Frauen, 5390 Männer, 6915 Kinder bzw. 3.957 Familien

mh-zeitung 04/2011


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Kurban

Kenia – Garantiert!

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m ostafrikanischen Kenia führte unsere Partnerorganisation TMY ein Kurban-Projekt durch. Insgesamt wurden 350 Ziegen und 100 Kühe geschächtet und das Fleisch in den Städten Kwale, Mombasa, Mtwapa, Kilifi, Lamu und Malindi verteilt. Begünstigt waren vor allem Arme, Bedürftige sowie Waisen und Witwen, von denen die meisten unterhalb der Armutsgrenze leben. Um zu garantieren, dass das Fleisch auch tatsächlich den Bedürftigsten zugute kam, waren die Empfänger in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern vor Ort bestimmt worden. (hk)

en 42 Jahre alt, geschied Amina Omar Mzee ist , h bin todkrank“, sagt sie und hat zwei Kinder. „Ic e, m hr armen Familie kom und da sie aus einer se ng edizinische Unterstützu erhalte sie Dank mh m e eiter erzählt sie: „So ein im Tawfiq Hospital. W h, mut. Wir beten zu Alla Spende gibt mir Lebens , nt f beste Art dafür beloh damit er alle Spender au rfest durch die Fleischve dass sie uns am Kurban “ teilung bedacht haben.

Abubakar Abeid: „I ch bin ein 65-jähri ger Mann, dessen drei Töchte r inzwischen verhei ratet sind. Ich arbeite als Reinig ungskraft beim Gem einderat. Nebenher führe ich für arme Muslime di e Totenwaschung aus, wenn si e jemanden benötig en . Ich bin muslimehelfen da nkbar für die Versor gung mit Fleischrationen an Kurban und ich bete zu Allah, alle Spender reichlic h zu belohnen. Insb esondere, weil es den Armen geholfen hat.“


Kurban

Kenya’da garantili dağıtım!

D

oğu Afrika ülkelerinden Kenya’ da partnerimiz olan TMY adlı yardım kuruluşu bir Kurban Projesi hayata geçirdi. Toplam 350 keçi ve 100 inek kurban edildi ve eti Kwale, Mombasa, Mtwapa, Kilifi, Lamu ve Malindi şehirlerinde dağıtıldı. Etten bilhassa çoğu fakirlik sınırının altında yaşayan fakirler, ihtiyaç sahipleri, yetimler ve dullar faydalandı. Etin gerçekten ihtiyaç sahibi olan insanlara ulaşmasını garantilemek için yardımı alacak kişiler birlikte çalıştığımız yardım kuruluşlarının işbirliği ile yerinde belirlendi. (hk)

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Amina Omar Mzee 42 yaşında, boşanmış ve iki çocuğu var. ‚Ölümcül bir hastalığa yakalandım’ diyor kadın ve çok fakir bir aileden geldiği için Tevfik Hastanesi’nde mh’den tıbbi yardım aldığını belirtiyor. ‚Böyle bir bağış bana yaşamak için cesaret veriyor. Kurban Bayramı’nda et dağıtarak bizi düşünen bağış sahiplerinin hepsini en iyi şekilde mükafatlandırması için Allah’ a dua ediyoruz’ şeklinde konuşuyor Amina. Ebubekir Abid: ‚Ben üç kızı evlenmiş 65 yaşında bir adamım. Belediye Kurulu’nda temizlik işçisi olarak çalışıyorum. Bunun yanı sıra gerek görüldüğünde ölen Müslümanların yıkanmasını üstleniyorum. muslimehelfen’e Kurban payı dağıttığı için müteşekkirim. Bağışta bulunanlara Allah’ın gani gani mükafatta bulunması için dua ediyorum. Özellikle de fakirlere yardım ettikleri için.’ Kenia: Kurban in glücklichen Händen.

Projektcode : KENI

39704-01K10 Kosten: 30.000 Eu ro Zeitraum: Novemb er 2010 Bedürftige: 38.000 Personen, darunter 15.500 Frauen, 10.000 Kinder bzw. 9.500 Familien


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Kurban

Südafrika - Flüchtlinge

H

ier sind die Begünstigten hauptsächlich muslimische, aber auch nicht-muslimische Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, die in ihrer Heimat von politisch-ethnischen Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen heimgesucht wurden und sich nun in der Provinz Gauteng niedergelassen haben. Die meisten Flüchtlinge müssen mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Weder in Südafrika noch durch die Hohe Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen erfahren sie ausreichende

Unterstützung. Die Flüchtlinge sind in dieser riesigen Stadt Johannesburg einer schwierigen Lebenssituation ausgesetzt und bedürftiger als je zuvor. Da sie nur eine befristete Aufenthaltserlaubnis besitzen, wird ihnen keine Arbeitserlaubnis gewährt. So können sie sich trotz ihrer beruflichen Qualifikation nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Unterkünfte und die Lebensbedingungen sind erbärmlich. Südafrika: Muslimische Flüchtlingsfamilien erhielten Kurban-Fleisch und erfreuten sich am Opfer-Fest.


Kurban

Um diesen Menschen in Not eine Stütze zu sein, verteilte unsere Partnerorganisation GMRWV im Stadtzentrum und in Vororten von Johannesburg Kurban-Fleisch von vier Kühen, zehn Schafen und zwei Ziegen. (hk)

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Güney Afrika- Mülteciler

B

uradaki yardımlardan faydalananlar bilhassa Müslüman ama aynı zamanda gayrimüslim mülteciler. Afrika’nın diğer ülkelerinden gelen bu insanlar memleketlerindeki siyasi-etnik çatışmalardan dolayı Güney Afrika’nın Gauteng iline yerleşmiş. Mültecilerin ekserisi günde 1 Dolar’ın altında bir gelirle geçimini sağlamak zorunda. Ne Güney Afrika’da ne de Birleşmiş Milletler’in Yüksek Mülteci Komisyonu’ndan yeterli derecede destek görüyorlar. Johannesburg gibi devasa bir şehirde eskisinden daha zor ve muhtaç bir hayata maruz kalıyorlar. Sınırlı bir oturum hakkına sahip oldukları için çalışma izni alamıyorlar. Bu yüzden de mesleki vasıfları olmasına karşın geçimlerini sağlayamıyorlar. Kaldıkları yerler ve hayat şartları içler acısı. Bu insanlara bu sıkıntılı zamanlarında dayanak olmak için işbirliği içinde olduğumuz GMRWV adlı yardım kuruluşu şehir merkezinden ve Johannesburg’un varoşlarında dört inek, on koyun ve iki keçi kurban ederek etini dağıttı. (hk)

‚Sevgili Müslüman kardeşlerimiz, Bizler, Güney Afrika’da 2008 yılında vuku bulan yabancı düşmanı saldırılardan beri Dedeur Kampı’nda yaşayan 49 Müslüman aileyiz. Kendimize tenekeden kulübeler yaptık ki hiç olmazsa uyuyacak bir yerimiz olsun. Bizler, bu vesile ile Ramazan ayında ve Kurban Bayramı’nda yardım eden muslimehelfen’e teşekkür etmek istiyoruz. Ümitsiz bir hayat sürdüğümüz için, uzaklardaki Müslümanların bizi unutmamış olmasını çok takdir ediyoruz. Sadece bu jest bile bize enerji ve ümit veriyor.

Projektcode : SAFR Kosten: 4.000 Eu

11703-01K10

ro Zeitraum: Oktobe r und November 2010 Bedürftige: 2.050, darunter 1.257 Fraue n, 412 Männer, 381 Kin der bzw. 430 Familie n

Kurban Bayramı’mızı neş’e içinde kutladık. Çocuklar yıllardır yokluğunu hissettikleri etli yemeklerden yediler. Gülümseme ve sevinç ile Hz. İbrahim’i andık. Bu gün yine kardeşliğin günü oldu.’ mh-zeitung 04/2011


Kurban

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PAKISTAN - Geteilt

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ie Flut 2010 hinterließ massive Spuren in Pakistan. Die Bezirke Nowshera und Charsada gehören zu den am härtesten von der Flut betroffenen Gegenden. Hier und in Bannu, eine der ärmsten Regionen Pakistans, konnten Dank des Kurban-Projekts einige Familien immerhin die Festtage genießen. Bedacht wurden ausgewählte mittellose Witwen und Familien. Als während der Verteilung zufällig weitere mittellose Bedürftige vorbeikamen, erhielten auch sie jeweils zwei Kilogramm Fleisch. Dies war möglich, da die gespendeten 7.350 Euro für mehr als die ursprünglich 70 geplanten Ziegen ausgereicht hatten. (hk)

Pakistan’da dağıtım tamam!

P

akistan’da 2010 yılında vuku bulan büyük sel felaketi ardında ağır izler bıraktı. Nowshera ve Charsada, felaketten en sert biçimde etkilenen bölgeler arasında yer alıyor. Burada ve Pakistan’ın en fakir bölgelerinden olan Bannu’da Kurban Projesi sayesinde bazı aileler hiç olmazsa bayram günlerinin tadını çıkarabildiler. Yardım edilecek insanlar herhangi bir geçim kaynağı olmayan dullar ve aileler arasından seçilerek belirlendi. Dağıtım esnasında ihtiyaç sahibi başka insanlar da çıkagelince onlara da ikişer kiloluk paylar halinde et dağıtıldı. Bu, 70 keçi hesap edilerek yapılan 7.350 Euro miktarındaki bağışın daha fazla keçi almaya yetmesi ile mümkün oldu. (hk)

Pakistan: Begünstigt wurden mittellose Witwen und Familien.

Zeytun Bibi: ‚Dulum, kocam sekiz sene önce öldü. Altı çocuğum var. Çocuklarım mutlu olduğu için gerçekten çok sevinçliyim. Schunaiza ve muslimehelfen’e teşekkür etmek için kelime bulamıyorum.’ Projektcode : PAKI Kosten: 7.350 Eu

26703-01K10

ro

Zeitraum: Oktobe

r und November 20 10 Bedürftige: 357 Pe rsonen, darunter 92 Frauen, 175 Kinder und 78 Familien

04/2011 mh-zeitung

nn ist und mein Ma e w it W in b i: „Ich Kinder. Zaytoon Bib h habe sechs Ic . n e rb to rs e ch ren v inder glückli K e vor acht Jah in e m il e aizia ch froh, w ich bei Schun Ich bin wirkli m m u e, rt o e keine W sind. Ich find anken.“ helfen zu bed e im sl u m d un


Kurban

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Tschetschenien: muslimehelfen war die einzige Organisation, die 2010 an diesen Orten ein Kurban-Projekt realisierte.

TSCHETSCHENIEN –

Hilfe für die Ärmsten der Armen!

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ie Flüchtlingslager existieren nach wie vor in Grosny. Die Flüchtlinge haben während des Krieges ihre Häuser und ihren Besitz verloren. Sie leben in den Lagern ohne ökonomische Perspektiven. Fehlende Berufsausbildung raubt ihnen die Aussicht auf Arbeit oder den Weg in die Selbstständigkeit. Es sind hauptsächlich Großfamilien ohne männliches Oberhaupt, Familien mit invaliden und schwerkranken Mitgliedern. Oft ist es die geringe Rente, die die alten Familienmitglieder bekommen, wenn sie überhaupt eine beziehen, auf die der Rest der Familie angewiesen ist. Unser Kurban-Projekt hilft den Menschen, die am meisten unter dem Krieg zu leiden hatten. Die Flüchtlinge haben schon lange keine Hilfe von internationalen Organisationen bekommen, und der Staat kümmert sich wenig um sie. Kurban war eine große Hilfe und auch ein Fest. muslimehelfen war die einzige Organisation, die 2010 an diesen Orten ein Kurban-Projekt realisierte. Unsere Partnerorganisation Women’s Dignity hat in Grosny und im Dorf Nochtschi Killoy ein Projekt durchgeführt, bei dem Bedürftige Kurban-Fleisch von 110 Schafen erhielten. Die Begünstigten waren selbst an der Schächtung und Verteilung des Fleisches beteiligt. (hk)

Çeçenistan – En garip fakirlere yardım!

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rozni’deki mülteci kampları halen yerinde duruyor. Mülteciler savaş esnasında evlerini ve varlıklarını kaybetti. Kamplarda ekonomik perspektifleri olmadan yaşıyorlar. Meslek eğitimi almamış olmaları çalışma veya kendi işlerini ellerine alma umutlarını ellerinden alıyor. Özellikle erkeği olmayan büyük aileler, savaşta sakat kalmış veya ağır hastası olan fertlere sahip aileler söz konusu. Çoğunlukla, o da varsa, ailenin tamamının geçimini sağlayan tek şey cüz’i miktardaki emeklilik aidatı. Devlet yıllardan beri bu sorunu çözemediği için fakirlik ayakta kalmış. Bir dağ köyü olan Nochtschi köyünde savaştan ağır yaralar alarak çıkmış. Zor ulaşılan, sadece yaşlıların yaşadığı ve işyerinin olmadığı harap edilmiş bir köy. İşbirliği içinde olduğumuz Women’s Dignity adlı yardım kuruluşu, Grozni ve Nochtschi köyünde ihtiyaç sahiplerine 110 kurbanlık koyunun etini veren bir proje yürüttü. Bu her aile için 5 ila 6 kilo kurban payı anlamına geliyordu. Paydan faydalananlar da kurban kesimine ve dağıtımına katıldı. (hk) Projektcode : TS

CH33707-01K1 0 Kosten: 15.500 Euro Zeitraum: Oktob er und Novembe r 2010 Bedürftige: 1.96 8, bzw.492 Familie n


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Sadaqa-Dose

E S O D A Q A SAD

n e k r i w e b l e i v n n a k s e g Gerin qa-D os en h inter den Sada as is t die Idee Sp enden fen! Viele kleine von muslimehel en Geldm men einen groß no ge en m m sa zu waltige ergeben en Menschen ge tig rf dü be i be r as is t betr ag, de auslös t. „So et w it ke ar kb an D Freude und Organis at ion icht ige für eine R s da u na ge vor vielen do ch eine Schwes ter ch si te ch da , h“ anken w ie m ut e an ih rem Ged he s bi n be ha ir dem Ja hren. W st ändig wachs en it m ar zw d un , fe stgeha lt en Er folg.

D

su u t u K a k a d a S feder!

k belayı de Az sadaka ’inçosadaka kutularının arkasınmuslimehelfen ! daki fikir işte bu

bir araçok sayıda sadaka a am a rd ta ik m zzam üz’i bi insanlarda mua hi sa ç ya ti ih ce ya gelin u oluşturacak nettarlık duygus in m ve nç vi se r. ‚Böyle bir lağ ortaya çıkıyo eb m r bi k yü bü ğru olan’ kadar kuruluş için do bi gi h m da m nım birşey ta yıllar önce bir ha an nd bu tü üş ch ine diye düşünm Höllenfeuer, au un bu düşünces m on de r r da vo ka ch e eu ün t ug "Schütz er halben başarı ile. kardeşimiz. B h das Geben ein sürekli artan bir rc de du m r u he , n ık es ld n ka wen sadık a) ist." Dattel (als Sadaq i. Yükka kutusu üretild d Muslim) da un sa i 0 ar 50 kh n Bu bi l3 (A İlk olarak 10 bin adet sunyı ikinci defada la do en pt le ta k se sonuçtan dooduz iert. h elde edilen iyi pr m , en ki os i -D bi ta qa k da Pe nulan bu duk. 500 Sa n geçirmedi. Su im nächda be Zuer st w urden 3. lın ir ak w i n ey te m bo reç en ge layı dinl n Nachf ra da iyileştirildi. Sü r mh ha fü da es a m Wegen der hohe nd ka sı h fa lic de ür r imkan he St ück an. Nat kutuları, daha sten Mal 10.000 aştırıldı. Sadaka auf dem guten yl ch la si ko e, ar os tl D yı w. ka bz ve te yütüldü. mh urde im mer ab er nicht in die Tü sile olması için bü w ve ot a ar eb rl ng yı A ha as k D dağıtıma büyü uhen. ndı. Bir daha ki eldungen ka Ergebnis ausz ur nm lış A ça d un da fe rı äu la ek için hayran . Die Abl r muhafaza etm urden da w ka en weiter verb essert a os an D m nza de kadar olan er t. Die Sp en gösterdi. w urden erleicht fazalar yaparak es tun konnten. ah ut m G i r in eh er m tl ife ch ar no m sie st elten optim iert, dam it en fleißig und ba ar kanı sağw s an -F h r m plerini ve bu im t bis zu hi ei sa Z Auch die ş e ğı di ba um n r, tü te bü Allah, ne Behäl alsın! (hk) kurz er ha nd eige ücken. imizi cennetine br eş er rd üb ka n zu ya la ng lu näch st en Vert ei ter, die r und die Schwes de en Sp le al h hat, Möge A lla möglich gemacht st er t up ha er üb da s A ngeb ot ehen la ss en. (h k) ins Pa radies eing

C


Sadaka Kutusu

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kleiner Inhalt

rkung groSSe Wi

NTER: U N E L L E T BES 67-0 54 (0621) 40


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Wissen & Tun

Opfer und

Annäherung

„K

urban“ bzw. „Qurban“ geht auf das Wort „qurbiyya“ zurück, was „ sich annähern“ bedeutet. So besitzt Kurban die gegenteilige Bedeutung von „Entfernung“ und „Entfremdung“.

Denn der Koran macht uns dies mit seinem unnachahmlichen Stil bewusst: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht (taqwa) von euch...“ (22:37). Taqwa ist ein Ausdruck der Nähe zu Gott.

Das Zeitalter, in dem sich der Mensch heute befindet, ist vielleicht die schlimmste Zeit der Entfremdung gegenüber seinem Schöpfer. Und Entfremdung führt in der Regel zu Unverständnis, Auseinandersetzung und Zerstörung.

Falls man Kurban aus dieser Perspektive betrachtet, wird man Ibrahim, den Freund Allahs (khalilullah), seinen Sohn Ismail und seine Frau, Hadschar, bemerken. Jeder Mensch bringt Opfer für irgendetwas oder opfert sich für irgendeine Sache. Die Kernfrage ist demnach: Ist das, wofür ich mich opfere, es wert? Anders ausgedrückt: Kann etwas, für das ich mich aufopfere, so viel wert sein wie Gott? Wofür wir uns opfern, bestimmt also unseren eigenen Wert.

Eine Entfernung des Menschen von Gott, dem Schöpfer, bedeutet zugleich eine Entfremdung von sich selbst und von seiner eigenen Natur (fitrah). Allah, der uns näher ist als unsere Halsschlagader (s. Koran 50:16) und uns stet s begleitet, hat aus Seiner Nähe zu uns die letzte Offenbarung hinab gesandt, damit wir uns nicht von Ihm ent fremden. Der Koran ist die letzte Offenbarung Gottes. Er umfasst die Werte der gesamten Menschheit, führt zu Allah und verhindert die Entfremdung vom Schöpfer. Kurban ist Annäherung an den Schöpfer. Nur wer zu dieser Erkenntnis gelangt, schließt Frieden mit Gott. Es wäre falsch, diese Perspektive zu vernachlässigen, die Lehren aus diesem Ereignis zu missachten und somit Kurban als das bloße Schlachten von Tieren zu betrachten. 04/2011 mh-zeitung

Der Gottesdienst des Kurban ist demnach die symbolische Darbietung des Gläubigen und die Festlegung, wie und mit was er sein Leben bewertet. Mit diesem Opfer befreit er sich gleichzeitig von allen Dingen, die ihn von seinem Schöpfer entfernen und entfremden. Kann man sich vorstellen was für ein Fest die Gläubigen feiern werden, wenn sie die Nähe zu ihrem Schöpfer spüren und wenn sie merken, dass sie mit der Darbietung ihrer Opfer sich von all ihren Fesseln befreit haben? Von diesem Blickpunkt und Verständnis aus wird das Opferfest ein ganz anderes Fest als eine Zusammenkunft, an dem Fleisch und Essen das zentrale Thema ist. (ra)


bilgi & eylem

Kurban ve Yakınlaşma

K

urban kelimesi Arapça „kurbiyye“ kökünden türemiş olup sözlükte „yaklaşmak, Allah’a yakınlık sağlamaya vesile olan şey“ anlamına gelir. Kurban kelimesinin içerdiği anlam, „uzaklaşma” ve „yabancılaşma” karşıt anlamları gözönünde bulundurulduğunda daha iyi anlaşılacaktır. İçinde bulunduğumuz çağ, insanoğlunun yaratıcısına yabancılaşması konusunda tarihsel süreçte belki de en vahim devredir. Hiç kuşkusuz, yabancılaşmanın anlayışsızlık, çatışma ve yıkım gibi felâketlere yol açması kaçınılmazdır. İnsanın Allah’a, Yaratan’a yabancılaşması ise aynı zamanda kendisine ve kendi doğasına (fıtrat) yabancılaşması demektir. Bize şahdamarımızdan daha yakın (bkz: Kur’an 50:16) ve daima bizimle beraber olan Allah, O’ndan uzaklaşıp yabancılaşmamamız için katından bizlere en son vahyi indirmiştir. Kur’an, Allah’ın en son vahyi, tüm insanlık için bağlayıcı değerleri içeren, Allah’a ulaştıran ve Yaratan’dan yüz çevrilerek yabancılaşılmasına engel olan Kitap’tır. Kurban, Yaratan’a yaklaşmadır. Ancak bunun idrakine varabilenler ve Allah'ın iradesine tam olarak itaat edenler, Allah ile barışı gerçekleştirmiş olurlar. Bu bakış açısının ihmal edilmesi ve kurban ibadetinin verdiği ders ve ibret şuurunun gözardı edilmesi durumunda kurbanın sadece hayvanların boğazlanması olayına indirgenmesi sözkonusu olur ki, bu da yanlış olurdu. Zira Kur’an eşsiz ve çarpıcı üslubuyla bize bunu açıklamaktadır:

„Onların ne etleri, ne de kanları Allah'a ulaşır; O'na ancak sizin kalplerinizde yer eden Allah korkusu (takva) ulaşır…“ (22:37). Takva, Allah'a yakınlık ifadesidir. Allah’ın sevgisiyle yücelttiği dostu (Halilullah) Hz. İbrahim (a.s.), oğlu Hz. İsmail (a.s.) ve hanımı Hz. Hacer (a.s.) annemizin çağlar üstü şahsiyetleri, ancak kurbana bu açıdan bakıldığı takdirde anlaşılabilir. Her insan bir şeyler uğruna fedakârlıkta bulunur ya da herhangi bir şey için kendini feda eder. Öyleyse burada kilit soru, uğruna kendimi feda ettiğim şeyin kendimi feda etmeme değecek kadar kıymetli olup olmadığıdır. Daha açık bir deyişle: uğruna kendimi adadığım şey, Tanrı kadar kıymetli olabilir mi? Demek oluyor ki, uğruna kendimizi adadığımız şey esasen bizim kendi değerimizi belirlemektedir. Şu halde kurban ibadeti, müminin ifâ ettiği Allah için adama ve adanmanın sembolik bir gösterisi ve hayatının kıymetini nasıl ve ne ile takdir ettiğinin tespitidir. Mü’min kişi kurban kesmekle aynı zamanda kendisini Yaratan’ından uzaklaştıran ve O’na yabancılaştıran her şeyden kurtulmuş olmaktadır. Eğer Yaratan’a yakınlıklarını hisseder ve kurbanlarının sunumu sayesinde yakınlaşmayı engelleyen tüm zincirlerini kırarak kurtulacaklarının farkına varırlarsa, tasavvur edilebilir mi artık mü’minlerin nasıl gerçek bir bayramı kutlayacakları? Bu bakış açısı ve anlayışla kutlanacak Kurban Bayramı, kebap ve et ziyafetlerinin ana temasını belirlediği bir buluşma değil, çok farklı bir bayram olacaktır. (ra)

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Projektreisebericht

Kenia: Die Behausung von Mohammed und Habiba in Wichir.

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Seyahatname

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WAS IMMER GOTT UNS GIBT…

Ahmad von Denffer

Ostafrika ist von der schlimmsten Dürre- und Hungerkatastrophe seit 60 Jahren betroffen

m

uslimehelfen engagiert sich im Osten Kenias und im Süden Äthiopiens. In Kenia haben Lebensmittelverteilungen für insgesamt 6.600 Menschen mit der Partnerorganisation Wajir Education and Welfare Organisation (WEWO) in der Provinz Wajir begonnen, die an Somalia angrenzt. Sie sollen jeweils monatlich im September, Oktober, November stattfinden. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 150.000 Euro, das Projekt kann in diesem Umfang aber nur umgesetzt werden, sofern ausreichende Projektmittel eingehen. Die ersten Verteilungen fanden Anfang September statt. An insgesamt 590 Familien (ca. 3540 Personen) wurden über 15 Tonnen Lebensmittel verteilt, pro Familie 12 kg Mehl, 10 kg Zucker, 3 Liter Öl und 1 kg Milchpulver. Ich war bei den ersten fünf dieser Nahrungsmittelverteilungen dabei, auch die nächsten Verteilungen sind nun schon erfolgt. Weitere Spenden für das Projekt werden benötigt. Die Provinz Wajir liegt im Osten von Kenia, hat eine Fläche von 56.501 Quadratkilometern und 661.491 Einwohner. In der gleichnamigen Provinzhauptstadt leben derzeit 82.800 Menschen. Wajir grenzt an Somalia, und die Grenze ist unnatürlich. Die Bewohner Wajirs sind Somalis, geschichtlich, kulturell, ethnisch und sprachlich mit ihren Nachbarn verbunden, und wie diese Wanderhirten und Viehzüchter. Der Wunsch, sich Somalia statt Kenia anzuschließen, führte in den Jahren 1963/64 zu den sogenannten „Banditenkriegen“ (shifta wars) und zur Vernachlässigung der gesamten Region seitens der Zentralregierung. Wajir gehört noch heute zu den am wenigsten entwickelten Regionen Kenias, und die Menschen dort sind deshalb auch am schlechtesten auf die Dürrekatastrophe vorbereitet.

In der gesamten Provinz gibt es keine asphaltierte Straße, nicht einmal in der Hauptstadt Wajir, nur Sandund Schotterpisten. Die Armutsrate (nach kenianischem Standard, der mit dem hiesigen natürlich nicht vergleichbar ist) lag 2005/6 in der Landeshauptstadt Nairobi bei 22%, in Wajir lebten 84,4% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Diese Zahl kann sich angesichts der fortdauernden Dürre nur noch erhöht haben und weiter zunehmen. Aus Wajir wird eine wachsende Zahl unterernährter Kinder gemeldet. Körperliche Schwäche als Folge von Nahrungsmittelmangel führt zu stärkerer Krankheitsanfälligkeit. Der Viehbestand wird durch die Dürre weiter dezimiert, aber die Menschen in diesen Gegenden leben allein von ihrer Tierhaltung. Trotz aller Bemühungen muss darum realistischer Weise mit einer weiteren Verschlechterung der Lage gerechnet werden. Ein Ende der Hungersnot ist nicht in Sicht. Bei den Hilfsorganisationen spricht man von drei Stufen der Katastrophe: Krise (crisis), Notlage (emergency) und Hungersnot (famine). In Somalia gelten die Gegend um Mogadischu und Teile von Südsomalia als Hungersnot-Zonen. Das durch die Medienberichte bekanntgewordene große Flüchtlingslager Dadaab liegt wie auch weite Teile Somalias in Krisen-Zonen, während fast die Hälfte Äthiopiens sowie die Bezirke Wajir-West und Wajir-Nord derzeit zu den NotlageGebieten gehören. Anders gesagt: Wer trotz aller Schwierigkeiten und Not Dadaab erreicht hat und dort versorgt wird, steht dann zumindest im Hinblick auf Ernährung, medizinische Hilfe und Betreuung besser da als die Mehrheit der Menschen in Wajir.

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Projektreisebericht

Die Behörden fürchten, daß die zunehmende Zahl der Flüchtlinge aus Somalia in Kenia zu wachsenden Spannungen mit der einheimischen Bevölkerung führt. Die Polizei berichtete bereits von solchen Auseinandersetzungen. Im Hinblick darauf ist die Versorgung, die von mh mit der einheimischen Partnerorganisation WEWO in Wajir geleistet wird, nicht nur eine bloße Nothilfe, sondern auch ein Beitrag zur Konfliktprävention. Die sechs Verteilungsorte der Phase Eins des Projekts liegen im Bezirk Wajir-West, auf Landkarten meist gar nicht verzeichnet: In Boji Heri, 40 km südwestlich von Wajir, wurden 100 bedürftige Familien ausgewählt, in Qanjera (94 km) 30 Familien, in LMD (130 km) 60 Familien, in Wara (147 km) 100 Familien, ebenso in Wichir (9km) 100 Familien und in Barwaqo (10 km) 200 Familien. Insgesamt sind damit 590 Familien versorgt. Rechnet man mit 6 Personen pro Haushalt, sind es mehr als 3500 Menschen, die unterstützt werden. Jede Familie erhielt 12 kg Mehl, 10 kg Zucker, 3 Liter Öl und 1 kg Milchpulver. Damit soll der Grundbedarf für 20 Tage abgedeckt sein, für die restlichen Tage des Monats haben die Familien kleine Vorräte. Das mh-Programm sieht diese Unterstützung einmal im Monat vor, zunächst für das kommende Vierteljahr. Warum so viel Zucker, will ich wissen, und frage: Wollt Ihr nicht statt des Zuckers etwas anderes? Nein, sagen die Leute, wir bekommen manchmal Lebensmittel, aber keinen Zucker. Wir kochen uns Tee mit etwas Milch und Zucker, das belebt und ersetzt eine ganze Mahlzeit. Zucker ist sehr gut, und wir sind Euch sehr dankbar dafür. Die Qualität Eurer Lebensmittel ist die beste in dieser Zeit der Not! In Qanjera hilft der 15-jährige Dakane Hilole bei der Lebensmittelverteilung. Er geht zur Schule, ist jetzt im vierten Schuljahr. Bis zum elften Lebensjahr war er Wanderhirte und zog mit seinen vier Brüdern und den Tieren umher. Er sagt, seine Familie hatte 20 Kamele und 100 Ziegen und Schafe. Die Tiere starben dann eins nach dem anderen, die Herde wurde kleiner, und ein Teil der Familie ließ sich in Qanjera nieder, der sehr kranke Vater, die Mutter, drei Schwestern und er selbst. Dakane ist der erste in seiner Familie überhaupt, der zur Schule ging, seine Schwester Sadia folgte ihm.

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Kenia: Mohammed und seine Frau Habiba.


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Projektreisebericht

Kenia: Auf Landkarten sind die meisten Verteilungsorte gar nicht verzeichnet.

Die älteren Brüder sind mit den restlichen Tieren auf der Suche nach Futter und Wasser weit weggezogen. Es waren noch 30 Ziegen und 15 Schafe, als er sie zum letzten Mal sah. Die Familie lebt wie fast alle übrigen in Qanjera von Lebensmittelverteilungen, die teils von der Regierung und teils von Nichtregierungsorganisationen kommen. Einen Brunnen gibt es nicht, Wasser wird mit dem Tankwagen von Wajir gebracht, 20 Liter kosten 25 Kenia Schilling. Um Geld für Wasser und sonstige Bedürfnisse zu haben, mußte immer wieder einmal ein Tier verkauft werden. Seit einem Monat ist aber Hilfe gekommen, es gibt vorübergehend kostenlos 40 Liter pro Haushalt und Tag.

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In Wichir ist Ali Adam derzeit das Dorfoberhaupt. Er berichtet, daß zu den bisher 250 Haushalten im Laufe dieses Jahres wegen der Dürrekatastrophe 100 weitere hinzugekommen sind. Noch gibt es hier genug Wasser, doch der Wasserspiegel sinkt ständig, und einige Brunnen sind schon ausgetrocknet. Für die 350 Haushalte stehen jetzt noch vier Brunnen zur Verfügung. Eine der Familien, die erst in diesem Jahr nach Wichir gekommen sind, ist die Familie von Mohammed Huzai Hussein und Habiba Siad.


Seyahatname

Das Gelände, auf dem sich die Familie niedergelassen hat, liegt unweit der Moschee. Die Gestaltung ist typisch für nahezu alle Haushalte. Ein Kreis aus etwa einem halben Meter hohen Dornengestrüpp bildet die Einzäunung. In der Mitte steht ein schattenspendender Baum. Ganz in der Nähe ist noch eine kreisförmige Struktur am Boden erkennbar, dazu vertrockneter Dung. Dort waren Tiere untergebracht. Noch im Schatten des Baumes steht eine Hütte, die man als das „Wohnzimmer“ bezeichnen könnte. Wenn Besucher kommen, werden sie dorthin geführt, um im Schatten zu sitzen. Daneben steht eine Eselskarre, der Esel ist allerdings verendet. Eine weitere größere Hütte ist die Behausung des Ehepaars und der Kinder, eine kleinere für den verheirateten Sohn mit seiner Familie, und eine noch kleinere dient den übriggebliebenen Ziegen als Stall, wenn sie am Abend von der Futtersuche zurückkommen. In einer vierten Hütte schließlich wird gekocht, auf Steinen steht ein Wasserkessel über einem kleinen Holzfeuer. Die „hori“ genannte Hütte der somalischen Wanderhirten ähnelt einer mongolischen Jurte. Lange Zweige werden aufrecht im Kreis in den Boden gesteckt, oben zusammengebogen, an den Seiten mit Querverbindungen verstärkt. Abgedeckt wird das Gestell mit strohartigem Geflecht oder notfalls auch mit Tüchern und alten Säcken. Der Eingang bleibt möglichst schmal und niedrig, damit wenig Hitze eindringt.

Kenia: Lebensmittelhilfe von mh für Bedürftige in Wajir.

Ist der Weidegrund erschöpft, wird die Hütte abgebaut, auf ein Kamel verladen und am nächsten Lagerplatz wieder errichtet. Merkwürdigerweise ist das Auf- und Abbauen wie auch das Wasserholen Frauenarbeit. Die Männer beschäftigen sich mit den Tieren, aber nicht mit der Behausung. Mohammed ist 73 Jahre alt, seine Frau Habiba erheblich jünger. Sie haben neun Kinder, drei Jungen und sechs Mädchen. Das jüngste der Kinder ist der siebenjährige Ibrahim. Der älteste Sohn ist 20 und wie eine seiner Schwestern schon verheiratet, und so sind zu den neun eigenen Kindern noch fünf Enkel hinzugekommen. Die Familie hatte eine Herde von etwa 100 Ziegen und Schafen, außerdem ein Stück Land, auf dem Gemüse angebaut wurde, Wassermelonen, Tomaten, Bohnen und Mais. Die Tiere sind durch Mangel an Wasser und ausreichendem Futter durch schleichende Entkräftung verendet, das Gemüsefeld verdorrt. Kenia: Auf der Erde liegt ein verendetes Kamel.

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Projektreisebericht

Was esst Ihr denn? will ich wissen. Habiba antwortet: Was immer Gott uns gibt! Sie erzählt, dass sie Feuerholz sammelt. Am ersten Tag trägt sie das Bündel auf dem Rücken aus dem Busch bis zu ihrer Behausung in Wichir, am nächsten Tag von dort zum Markt in die Stadt. Das macht sie zweimal wöchentlich. Mit einer Traglast Feuerholz kann sie 400 bis 500 Kenia Schilling verdienen, das sind etwa drei Euro. Was kann man dafür kaufen? frage ich. Lebensmittel, sagt sie, und nennt ein paar Preise: Das halbe Kilo Zucker kostet 70, das Viertel Kilo Fleisch 60 und das Päckchen Tee 20 Schilling. Mit dem wöchentlichen Verdienst von sechs Euro müssen 13 Personen versorgt werden, das macht 6 Cent pro Kopf und Tag! Es reicht nicht, sagt sie. Wir essen nur einmal am Tag, zur Mittagszeit. Manchmal bekommen wir etwas von den Nachbarn, manchmal können wir ihnen etwas abgeben. So helfen wir uns gegenseitig. Und wir trinken Tee, wenn wir welchen haben. Die Geschichte von Mohammed und Habiba läßt erkennen, wie Menschen, die eigentlich ihren Verhältnissen entsprechend ein „normales“ Leben führen, durch die Dürrekatastrophe nach und nach ihr Hab und Gut verlieren und am Ende zum Überleben auf Lebensmittelrationen angewiesen sind, die an sie verteilt werden. Die Eselskarre ist noch da, doch der Esel schon tot. Das Gemüsefeld ist noch da, aber kein Wasser mehr für die Pflanzen. Die Tiere, die auf der Suche nach Futter immer weiter in den Busch wandern mußten, leben nicht mehr, an Entkräftung verendet. Was bleibt, ist Feuerholz zu sammeln und auf dem Rücken zum Markt zu tragen, um es zu verkaufen… Auf der Erde liegt ein verendetes Kamel. Die Augenhöhlen sind leer, die Zähne gefletscht. Sein Fleisch ist schon verwest, Wildtiere haben daran gefressen. Die Haut ist vertrocknet, die Knochen liegen bloß. Irgendwann wird der Wind den Sand darüber geweht haben. Auch wir enden so, am Ende von Erde bedeckt. Im Koran fragt der Mensch: „Wer gibt den Knochen Leben?“ – „Sag: Es gibt ihnen Leben, der sie das erste Mal entstehen ließ, und Er weiß über alle Schöpfung Bescheid…“ (36:79)

Kenia: Besonders bei Kindern führt ungenügende Ernährung auch zu Krankheitsanfälligkeit.

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ALLAH’IN BİZE BAHŞETTİĞİ HER NE OLURSA OLSUN... Ahmad von Denffer

D

oğu Afrika son 60 yılın en ağır kuraklık ve açlık felâketine maruz kalmakta. muslimehelfen bu duruma seyirci kalmayarak Kenya’nın doğusunda ve Etiyopya’nın güneyinde sorumluluk üstleniyor. Somali sınırındaki Wajir şehrinde, ortak çalıştığımız Wajir Eğitim ve Sosyal Yardım Kuruluşu (WEWO) ile Kenya'da toplam 6.600 kişinin ihtiyaçlarını karşılayacak gıda maddelerinin dağıtımına başlandı. Bu dağıtımların Eylül, Ekim ve Kasım’da her ay yapılması gerekiyor. Toplam bütçe miktarı 150.000 Euro tutarında olan projenin hayata geçirilmesi, ancak projeye tahsis edilecek kaynağın yeterli miktarda sağlanabilmesi halinde bu ölçekte mümkün olacak. Eylül ayı başında ilk dağıtımlar gerçekleşti ve toplam 590 aileye 15 tonun üzerinde gıda maddeleri dağıtıldı. Yapılan ilk beş gıda maddeleri dağıtımında ben de hazır bulundum ve bu dağıtımları gıda taksimi sürecinde daha sonra gerçekleştirilen dağıtımlar izledi. Projenin gerçekleştirilmesi için bağışların devamı gerekmekte. Bölge insanı hayvancılıkla uğraşıyor. Hayvanlarının neredeyse tamamı kuraklık ve susuzluktan dolayı telef olmuş bile. Wichir’de yerde yatan ölü bir deve görmüştüm. Göz yuvaları boşalmış, dişleri görünür halde. Eti zaten çürümüş ve yabani hayvanlarca parçalanmıştı. Derisi kurumuş, geriye ise sadece kemikleri kalmıştı. Rüzgarın tesiriyle savrulan kumların çok geçmeden üzerini kaplayacağı kesin. Bizim akıbetimiz de farklı değil, sonunda toprakla üzerimiz örtülecek. Kur’an’da insanın "Kim, çürüyüp toz olmuş kemiklere hayat verebilir?" diye sormakta olduğu bildirilmiştir. „De ki, Kim onları ilk kez yarattıysa onları yine O diriltecek. O yaratmanın her türlüsünü bilendir...“ (36:78-79)

67-0 ) 40 54 1 2 6 0 ( Tel: 0 18 ) 301 0 1 0 ( : l e T

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Kurzbericht

Albanien-

Das Mutter-Kind-Zentrum trägt Früchte

Projektcode : ALBA Kosten: 8.965 Eu

56701 – 04 P 10

ro Zeitraum: Septem ber 2010 bis Juli 20 11 Bedürftige: 20 Mütt er mit Kindern

„M

eine Tochter spricht wieder“, sagt Merita Muka. Sie ist eine der Mütter, die das Mutter-Kind Zentrum in Gerdec regelmäßig besucht. Die kleine Meldi spricht nicht nur wieder, sie singt auch. Als das Munitionslager in der Nähe von Gerdec im Jahr 2008 explodierte, sind viele Menschen ums Leben gekommen. Die Explosion hat Frauen und Kinder seelisch und körperlich getroffen. Daraufhin hat muslimehelfen schon im selben Jahr das Mutter-Kind- Zentrum errichten lassen. Seit Januar 2009 machen rund zwanzig Mütter gemeinsam mit ihren Kindern von der medizinischen und der psychologischen Betreuung Gebrauch. Im Kindergarten des Mutter-Kind- Zentrums kommen Kinder mit anderen Kindern zusammen, die auch Opfer der Explosion waren. Während Merdi im Kindergarten lernt und spielt, hat ihre Mutter Merita die Möglichkeit einen Englisch-Computer- oder Nähkurs zu besuchen. Unsere Projektpartner von Vizion O.J.F. berichten: „Frauen und ihre Kinder kommen traumatisiert in das Mutter-KindZentrum. Die psychologische und medizinische Hilfe trägt schnell Früchte.“ (hk) Albanien: Während die Kinder im Kindergarten lernen und spielen, besuchen ihre Mütter Kurse.

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Albanien: Die Kinder kommen mit anderen Kindern zusammen, die auch Opfer der Explosion waren.

Arnavutluk- Anne-Çocuk Merkezi meyvelerini veriyor

‚K

ızım tekrar konuşmaya başladı’ diyor Merita Muka. O, Gerdec’deki Anne-Çocuk Merkezini düzenli olarak ziyaret eden annelerden biri. Küçük Meldi sadece konuşmuyor, şarkı da söylüyor artık. Gerdec yakınlarındaki mühimmat deposu 2008 yılında patladığında çok sayıda insan ölmüştü. Patlama kadın ve çocukları ruhen ve bedenen etkilemişti. Bunun üzerine muslimehelfen aynı yıl içinde AnneÇocuk Merkezi’ni kurdu. 2009 yılının ocak ayından beri yaklaşık 20 anne çocuklarıyla birlikte tıbbi ve psikolojik bakım hizmetinden faydalandı. Anne-Çocuk Merkezi’ndeki ana okulunda patlamanın mağduru olan diğer çocuklarla bir araya geliyor. Merdi ana okulunda ders görüp oyun oynarken, anne Merita da İngilizce, Bilgisayar ve dikiş kursuna gitme imkanına sahip. Vizion O.J.F.’den proje partnerlerimiz şöyle konuşuyor: ‚Kadın ve çocuklar travma geçirmiş bir şekilde AnneÇocuk Merkezi’ne geliyor. Psikolojik ve tıbbi yardım hızlı bir şekilde meyvelerini veriyor.’ (hk)


Kısa Rapor

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Kenia-

Der Friedhofswärter von Malindi Ein Autorefrakto-Keratometer für das Tawfiq Hospital

D

er Begünstigte Ali Said Karisa meldet sich zu Wor t. Geboren wurde der 43-Jährige in dem Dorf Ganda bei Malindi. Ali ist verheiratet und Vater von vier Kindern. „Ich bin Friedhofswärter von drei muslimischen Friedhöfen“, sagt er. „Seit drei Jahren leide ich unter einer Sehstörung, so dass ich letztendlich meine Arbeit nicht gut ausführen konnte. Ich war einer der ersten Begünstigten des neu eingeführten Augenmessgerätes im Tawfiq Hospital. Der Arzt im Krankenhaus hat meine Sehstärke gemessen und am nächsten Tag erhielt ich meine Brille, damit ich besser sehen konnte. Ich bedanke mich bei muslimehelfen für die Hilfe. Inschallah wird das Gerät noch vielen Menschen helfen, besser zu sehen. Möge Allah eure Gräber erleuchten und euch mit dem Paradies im Jenseits belohnen – Amin.“ (hk) Kenia: Das neue Augenmessgerät hilft jährlich 9.000 Menschen.

Zeitraum: Januar Bedürftige: jährlich

ro

9.000 Menschen

Tevfik Hastanesi’ne bir otorefraktokeratometre cihazı ardımdan faydalanan Ali Said Karisa hikayesini anlatıyor. 43 yaşındaki adam Malindi’nin bir köyünde doğmuş. Ali evli ve dört çocuk babası. ‘Üç Müslüman mezarlığının bekçisiyim’ diyor. ‚Üç yıldan beri öyle bir görme rahatsızlığı çekiyorum ki, sonunda işimi yapamaz hale geldim. Tevfik Hastanesi’ne yeni getirilen göz ölçme aletinden yararlananların başında geliyorum. Hastanedeki doktor gözümün görme gücünü ölçtü, ertesi gün daha iyi görmemi sağlayan bir gözlük elde ettim.

39712 – 01 P 10

und Februar 2011

KenyaMalindi Mezarlık Bekçisi

Y

Projektcode : KENI Kosten: 4.286 Eu

Kenia: Seit drei Jahren leidet Ali Said Karisa unter einer Sehstörung.

muslimehelfen’e yardımından dolayı teşekkür ediyorum. İnşallah bu cihaz başka insanların da daha iyi görmesine yardımcı olacak. Allah kabirlerinizi aydınlatsın ve ahirette cennetle mükafatlandırsın. Amin’ (hk)

mh-zeitung 04/2011


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Kurzbericht

PAKISTAN-

Lebensmittel und Unterkunft für Flutopfer

J

ede Geschichte hat einen Anfang. Diese hat zwei. Erst war sie verliebt, dann verlobt und als ihr Verlobter durch einen Arbeitsunfall querschnittsgelähmt wurde, heiratete sie ihn trotzdem. Faridas Gatte arbeitete in einer Marmorfabrik in Pashtun Garhi. Während der Verlobungszeit stürzte ein Steinbrocken auf ihn. Diagnose: Querschnittsgelähmt. Liebe kennt keine Grenzen. Farida heiratete ihren Verlobten im Rollstuhl. Seit dem Unfall ist ihr Ehemann invalide und nicht in der Lage zu arbeiten. Jetzt arbeitet Farida. Sie geht zu Fremden, putzt, kocht und wäscht, um zu überleben. Das ist ihre einzige Einnahmequelle. Ihre Verwandten und ihre Familie leben selbst in Armut. Als die Flut in Pakistan fast das ganze Land wegspülte, nahm sie auch das Haus von Farida und ihrem Ehemann mit. Deshalb kaufte muslimehelfen dem Paar ein Grundstück, baute ihnen ein Häuschen, worin es wohnen kann. Die beiden sind mh und unserer Partnerorganisation Schunaizia sehr dankbar, dass sie Lebensmittelpakete an die Familien verteilte, die keinen männlichen Versorger haben und von der Flut betroffen waren. (hk)

Pakistan – Dul ve yetimler için gıda maddesi

H

er hikayenin bir başlangıcı vardır. Önce aşık olmuştu sonra da nişanlı. Nişanlısının bir iş kazası sonucunda belden aşağısı felç olmasına rağmen onunla evlendi. Farida’nin kocası Peştun Garhi’deki bir mermer fabrikasında çalışıyordu. Nişanlılık döneminde iri bir taş parçası üzerine düştü. Teşhis: Belden aşağısı felç. Sevgi sınır tanımıyor. Farida tekerlekli sandalyedeki nişanlısıyla evlendi. Kazadan beri kocası sakat ve çalışacak durumda değil. Şimdi Farida çalışıyor. Yabancı insanların evine gidip temizlik yapıyor, yemek pişiriyor, çamaşır yıkıyor ki hayatta kalabilsin. Tek gelirleri bu. Akrabaları ve ailesi ise zaten fakir. Pakistan’daki sel felaketi bütün bir ülkeye sele teslim ederken Farida ve kocasının evini de alıp götürdü. Bu arada bir kaç köylü çifte başlarını sokabilecekleri bir oda buldu. Her ikisi de gıda paketlerini sel mağdurularına dağıttığı için mh’ye ve parterimiz olan yardım kuruluşu Schunaizia’ya minnettar. (hk) Projektcode : PAKI

26705 – 01 P 10 (3

Kosten: 12.720 Eu Zeitraum: Septem

04/2011 mh-zeitung

)

ro

ber 10 bis Januar

2011 Bedürftige: 87, daru nter 31 Frauen, 44 Kin der und 12 Männern


Kısa Rapor

Südafrika-

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Hilfe zur Selbsthilfe

Jugendliche werden KFZ-Mechaniker

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iele ausländische Arbeiter können in Südafrika nur schwer einen Arbeitsplatz finden. Sie werden ausgegrenzt und benachteiligt. So erging es auch acht muslimischen Flüchtlingen und Asylsuchenden. Alhamdulillah, die arbeitslosen Jugendlichen fanden Hilfe bei unserer Partnerorganisation „The Group Of Muslim Refugees Without Voice“. Diese hat in Johannesburg eine Autowerkstatt errichtet, die als Ausbildungsstätte dient. Die jungen Geschwister erlernen dort den Beruf des KFZ-Mechanikers. Damit verbessert sich ihre ökonomische Lage. Das Projekt ist nachhaltig angelegt. Die Werkstatt soll in Zukunft die laufenden Kosten selbst decken und so noch viel mehr Menschen ausbilden können. (hk) Projektcode : SAFR Kosten: 8.500 Eu

11704 – 01 P 10

ro Zeitraum: Mai 20 10 bis April 2011 Bedürftige: 8 muslim ische Flüchtlinge und Asylsuchende

Südafrika: Die Autowerkstatt soll in Zukunft die laufenden Kosten selbst decken.

Güney Afrika – Yardımla kendini kurtar Gençler motorlu araç teknisyeni oluyor

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abancı işçiler Güney Afrika’da zok zor iş buluyor. Dışlanıyor ve mağdur ediliyorlar. Sekiz mülteci ve iltica başvurusunda bulunan Müslüman da aynı sorunun mağduru olmuştu. Allah’a hamd olsun, işsiz gençler işbirliği içinde olduğumuz The Group Of Muslim Refugees Without Voice adlı kuruluştan yardım aldılar. Bu kuruluş Johannesburg’da çıraklık eğitimi veren bir otomobil tamirhanesi açtı. Genç kardeşler orada motorlu araç teknisyenliğini öğreniyorlar. Böylece ekonomik durumları da iyileşiyor. Bu proje kalıcı olacak şekilde donatıldı. Tamirhane gelecekte kendi masraflarını karşılayabilecek ve böylelikle daha çok insana eğitim verebilecek. (hk) Südafrika: Acht Flüchtlinge und Asylsuchende Jugendliche werden hier zum Mechaniker ausgebildet.

mh-zeitung 04/2011


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Kurbanım Ümmetim’e - Allah’ın buyruğunu yerine getirmek - Muhtaç’ları sevindirmek Kurbanlarınız emin ellerde: İslami kriterlere göre proje ülkelerimizde Kurban’ınız itina ile seçilip kesiliyor.

muslimhelfen-Kurbanverteilung in Kambodscha 2010


So findet Ihre Spende seinen Weg Ihr Kurban wird von unseren muslimischen Partnern im Projektland nach strengen islamischen Vorgaben geschächtet.

Das Fleisch geht direkt an Witwen, Waisen, kranke und notleidende Geschwister.

Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung der Schächtung.

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Kurban 2011 MHZ 4/11