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Khatia Buniatishvili schuBert

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Anna und der König

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Ein Märchen aus Russland

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GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN


Impressum Werbung Thomas Mittermayer Titelfoto Kirk Edwards Druck „agensketterl“ Druckerei, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 DVR: 0066249 Redaktionsschluss 11. März 2019

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Montag bis Freitag 9.00 bis 20.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen. Bei allen Eigenveranstaltungen öffnet die Kassa eine Stunde vor Konzertbeginn. Am Karfreitag, 19. April 2019 bleibt die Konzertkassa geschlossen.

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1010 Wien, Musikvereinsplatz 1 (Eingang: Bösendorferstraße 12)

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Das Leben ist voller Höhen und Tiefen.

Chefredaktion Dr. Joachim Reiber Redaktion Mag. Ulrike Lampert Kalendarium Nora Muck, BA Graphische Gestaltung / Produktion Thomas Apel

Foto: Wolf-Dieter Grabner

Musikfreunde · Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien · Jahrgang 31/8 Medieninhaber (Verleger) Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81 Für den Inhalt verantwortlich Dr. Thomas Angyan


Inhalt arpeggio Anna und der König

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Ein Märchen aus Russland

Sein Schubert

8

Radu Lupu und das Geheimnis der Identität

Natürlichkeit mit Kunstverstand

12

Zubin und Bejun Mehta

Der sehr Freundliche

16

Yo-Yo Ma

Zwischen Welten

20

Die Mezzosopranistin Rachel Frenkel

Schwingungen eines Musikerlebens

24

Nikolaj Szeps-Znaider

Vivaldis Stimme

28

Cecilia Bartoli

Das Lächeln eines Könners

32

Zum Tod von André Previn

Brücken der Musik

34

Die Frühjahrsausstellung des Musikvereins

Tod, wo ist dein Tenor!?

38

Berlioz’ „Grande Messe des Morts“

Die Transparenz des Interpreten

44

Philippe Herreweghe

Sechzig Bände Goldoni

48

René Clemencic

Profil eines Schwierigen Hans Pfitzner

Standards

52

Wenn Musik eine Himmelskunst ist, dürfen es schon auch Engel sein, die sie voranbringen. In Hans Pfitzners Oper „Palestrina“ ist es so: Engel diktieren dem Komponisten das große, alles entscheidende Werk, und Pfitzner, der selbst den Operntext schrieb, ließ seinen Palestrina dazu singen und sinnieren: „Doch des Bewusstseins Licht, das tödlich grelle, das störend aufsteigt wie der freche Tag, ist feind dem süßen Traumgewirk, dem Künsteschaffen.“ Die antiauf­ klärerische Attitüde des „Palestrina“ fand begeisterte Zustimmung, nicht zuletzt bei Thomas Mann, der Pfitzners Oper 1918 als Beleg für seine These feierte, dass die Kunst im Widerspruch zur Tugend stehe, ja stehen müsse … Die Geschichte lehrte ihn anderes. Thomas Mann lernte die Lektion und öffnete sich der Aufklärung. Pfitzner aber beharrte auf seiner Position. 150 Jahre nach Pfitzners Geburt bleibt sein Fall ein Lehrstück: Wenn sich das „süße Traumgewirk, das Künsteschaffen“ zu weit von „des Bewusstseins Licht“ entfernt, kann es tückisch dunkel werden.

57 Kalendarium Mai 66 Kalendarium Juni 72 Kalendarium Juli 74 Kalendarium August

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In dieser Kßnstlerbeziehung steckt auch einiges von einem Märchen: Anna Netrebko, Valery Gergiev und das Mariinsky Orchester St. Petersburg. Am 14. Mai konzertieren sie gemeinsam im Musikverein.

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Anna und der König

Ein Märchen aus Russland

A

nna Netrebko und Valery Gergiev: Nicht sehr häufig treffen die Diva und der Maestro in jüngerer Zeit aufeinander, zumindest hat es so den Anschein. Was die sensationshungrige Öffentlichkeit nicht so interessiert verfolgt, sind die Zwischentöne, die einem Künstler­ leben Wohlbefinden und Sicherheit schenken. Für Anna Netrebko ist Valery Gergiev so eine Art künstlerische Vaterfigur geblieben, auch wenn sie einander nicht gerade häufig sehen. Wenn die Sängerin aber beispielsweise das Mariinsky Theater betritt, ist das immer wie eine Heimkehr. Denn dort hat eine ungewöhnliche Karriere ziemlich ungewöhnlich ihren Anfang genommen. Nicht so überraschend vielleicht, wenn man weiß, dass in Annas Adern das Blut der Kuban-Kosaken fließt. Das Kuban-Becken, aus dem ein Teil ihrer Familie stammt, liegt an Russlands südlicher Grenze. Und ein Grenzländer ist auch Valery Gergiev, der stolze Ossete. Zwar in Moskau geboren, blieb er doch seiner nordkaukasischen Heimat stets eng verbunden.

Ein magischer Ort Netrebkos Vater hatte ihr einst gesagt: „Wenn du Sängerin werden willst, musst du es an die Spitze schaffen, sonst macht es keinen Sinn.“ Dorthin wollte sie ja ohnehin, auf Biegen und Brechen, Kosakenblut eben. Der Sieg beim russischen GlinkaWettbewerb, den die Absolventin des St. Petersburger Rimskij-Korsakow-Konservatoriums 1993 errang, war eine Ermutigung. Schon während ihres Studiums bemühte sie sich, Theaterluft am Mariinsky Theater zu schnuppern. Legendär sind ihre Erzählungen, wie sie sich als Putzfrau verdingte, um diesem magischen Ort nahe zu sein.

Foto: Kirk Edwards

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Maestro und Mentor. Valery Gergiev

Unter Gergievs Fittichen

Dienstag, 14. Mai 2019 Mariinsky Orchester Valery Gergiev Dirigent Anna Netrebko Sopran Giuseppe Verdi Ouvertüre zu „Nabucco” Ben io t’invenni … Anch’io dischiuso (Nabucco) Sinfonia (Aida) Ritorno vincitor (Aida) Triumphmarsch (Aida) Ouvertüre zu „La forza del destino” Pace, pace, mio Dio (La forza del destino) Igor Strawinsky Der Feuervogel. Suite

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Nach ihrem Sieg beim Wettbewerb trat sie zu einem Vorsingen am Mariinsky an. Gergiev saß natürlich auf dem Panel, ihm fiel die junge Sängerin auf, die er im Haus schon als Putzfrau gesehen hatte: eine südliche Schönheit mit einer Stimme wie ein Glöckerl und einem eher seltsamen „Berufseinstieg“. Sie wurde sofort engagiert und tauschte den Putzlappen gegen das noblere Outfit der gräflichen Kammerzofe Susanna: als erst 22-Jährige in ihrer ersten Rolle auf der großen Bühne des Mariinsky Theaters! Unter Gergievs Fittichen erarbeitete Netrebko sich allmählich weiteres Repertoire: Donna Anna, gleich eine weitere Mozart-Rolle, schließlich Ljudmila (Ruslan und Ljudmila) – insofern wichtig, weil Gergiev sie in dieser Partie erstmals im Westen vorstellte: Bei einem Gastspiel des Mariinsky Theaters in San Francisco wurde der neue Star auch international geboren. Auftritte in den USA, in Berlin folgten. Auch das Moskauer Bolschoi Theater war hellhörig geworden. Man fragte sie als Violetta an, doch sie sagte Nein, eine richtige Entscheidung. Sie hätte Gergiev vor den Kopf gestoßen, für sie gewiss undenkbar. Auch war ihr wohl klar, dass sie für ihre weitere Entwicklung das Mariinsky Theater noch brauchte.

Wandlungen eines Zauberwesens Im Westen war sie inzwischen ein Geheimtipp, den sich die Salzburger Festspiele nicht entgehen lassen wollten. Sie feierte ihr Festspieldebüt als Donna Anna. Dann wurde Nikolaus Harnoncourt auf sie aufmerksam und besetzte sie als Susanna in jener berühmten Produktion von 2006: zwei Partien also, mit denen ihre Karriere einst begonnen hatte. Ihre Violetta, der sie sich vorher, wie erwähnt, verweigert hatte, geriet bald danach in Salzburg zu einem Triumph sondergleichen. Es entwickelte sich ein wahrer Netrebko-Hype. Auch Wien bemühte sich sofort, dieses Zauberwesen einzufangen. Das war nicht schwer: Der Netrebko gefiel die Donaumetropole so sehr, dass sie sich hier einen Wohnsitz zulegte, mittlerweile mit österreichischem Zweitpass und dem Titel einer Kammersängerin.

Doch da war immer noch Valery Gergiev, mit dem sie regelmäßig an der New Yorker Met gastierte und neues Repertoire vorstellte. Manche Partien probiert sie unter den sorgsamen Händen ihres Mentors zuerst in St. Petersburg aus. Wenn sich nachträglich herausstellt, dass etwas nicht ihren eigenen hohen Ansprüchen entspricht, legt sie eine Rolle wieder ab: so geschehen 2009 mit ihrer Lucia. Netrebkos mädchenhafte Fröhlichkeit und Koketterie, die sie ihren Fans gern zeigt, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie eine sehr ernsthafte Künstlerin ist, vor allem sehr genau auf ihre Stimme hört. Als nach der Geburt ihres Sohnes sich diese zu verändern begann, schwerer, größer und dramatischer wurde, begann Netrebko nach und nach, sehr vorsichtig zuerst, ihr Repertoire umzustellen. Inzwischen ist sie unbeschadet im Verdi-Repertoire angekommen, am spektakulärsten in letzter Zeit war ihre Lady Macbeth. Ein Londoner Kritiker schwärmte von der „most wicked Lady“, die er bisher erlebte. Auch Ausflüge ins deutsche Fach hat sie schon erfolgreich unternommen. Nach Orchesterliedern von Richard Strauss zuletzt die „Lohengrin“-Elsa, die diesen Sommer auch ihr Bayreuth-Debüt bringen wird. Gergiev wird übrigens auch dort sein, allerdings als Dirigent des „Tannhäuser“.

Der Unermüdliche Während Anna Netrebko dank ihres Diva-Status sich die Angebote überlegt aussucht, sich nach wie vor mit ihrer Petersburger Pädagogin berät und sich auch Privatleben gönnt, erscheint Valery Gergiev wie ein permanent Getriebener. Er müsste ja nicht so, aber es ist wie eine Manie. Gergievs Energie scheint unerschöpflich. Seine Aktivitäten außerhalb Russlands werden ausgiebig wahrgenommen. Daheim in Russland hat er sich jedoch noch weit mehr


Foto: Alexander Shapunov

aufgeladen. In St. Petersburg hat er seinem Stammhaus einen weiteren Bau hinzugefügt, Mariinsky II, außerdem für sein Mariinsky Orchester einen eigenen „State of the Art“-Konzertsaal errichten lassen. Neben seinem jährlichen „Weiße Nächte“-Festival an der Neva läuft schon seit Jahren erfolgreich sein Moskauer Osterfestival. Im finnischen Mikkeli, wo er eigentlich Sommerurlaub machen wollte, hat er ein kleines, feines Festival etabliert, in Wladiwostok entsteht derzeit eine Expositur des Mariinsky Theaters, um der Fernost-Region das Beste aus dem Westen des Landes zu bringen. Die musikalischen Institutionen im heimatlichen Vladikavkas unterstützt er und führt sein Orchester regelmäßig in die russischen Provinzstädte auf Tournee. Er hat den Vorsitz beim Internationalen Tschaikowskij-Wettbewerb inne und ist prominentes, sehr aktives Mitglied im Kunstrat beim Kreml.

Verdi und der Feuervogel Was bleibt, ist seine wahrhaft übermenschliche Leistung, unterstützt von einem gut eingespielten Team von Helfern. Am Mariinsky sind es seine beiden Schwestern: Larissa, die international angesehene Pianistin und Sängerbegleiterin, die das Opernstudio leitet, und Swetlana, die in der Administration des Theaters dafür sorgt, dass die Anweisungen des „kleinen“ großen Bruders umgesetzt werden. Für seine Auslandsaktivitäten ist ein eigenes Team von Managern und Assistenten im Einsatz, das einen fast unüberwindbaren Ring um den Maestro schließt. Ein Passierschein ist hier eine echte Kostbarkeit.

In Wien fragen ihn regelmäßig die Philharmoniker an, mit denen er im kommenden Salzburger Festspielsommer auch eine Oper herausbringt: „Simon Boccanegra“. Nach einem Gastspiel Ende März mit seinen Münchner Philharmonikern im Goldenen Saal kehrt er nun mit seinem Mariinsky Orchester hierher zurück. Und da ist Anna Netrebko mit dabei: mit ihrer Aida, mir ihrer „Forza“-Leonore – letztere singt sie neu gerade in London unter Antonio Pappano. Diese Oper hat in St. Petersburg einen besonderen Stellenwert, erlebte sie doch dort am nicht mehr existenten Petersburger Bolschoi Theater 1862 ihre Uraufführung. Besonders beliebt bei russischen Orchestern ist es, ein Konzert mit dieser Ouvertüre zu beginnen. Im Wiener Programm steht sie am Beginn der zweiten Hälfte. Noch nicht auf der Bühne gesungen hat Anna Netrebko die Abigail in „Nabucco“, vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl? Am Ende des Konzerts eine typische Petersburger Pièce, Strawinskys „Feuervogel“, märchenhaft, magisch und daher völlig passend in diesem Kontext. Edith Jachimowicz

Dr. Edith Jachimowicz lebt als Musikpublizistin und -dramaturgin in Wien und Salzburg.

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Sein Schubert

Radu Lupu und das Geheimnis der Identität Radu Lupu spielt Schubert. Und mehr noch und anders: Er lässt das Werk aus sich herausspielen. Wenn sich Interpretation in Meditation verwandelt, entsteht der ganze Schubert.

E

r hat ihn natürlich nicht zur Alleinnutzung gepachtet, Radu Lupu – andere wollen auch an Schuberts Kosmos der Innerlichkeit teilhaben und sich heute durch ihn verwirklichen; oder denselben, diesen Kosmos, für den Hörer immer neu zugänglich machen. Oder einfach sich ihm stellen und sehen, was er aus ihnen macht … Der Unterschied zu Lupu: Er macht gar nichts, er lässt bei vollem Risiko etwas entstehen. Und das ist je nicht wiederholbar. Natürlich, er hat die meisten Sonaten des Schubert’schen Orbis aufgenommen, begonnen vor Jahrzehnten – aber das war nur, so scheint es, der Tribut. Anders diese Anlässe, bei denen er sich „live“ immer wieder nur Schubert widmet, als passe da zwischen Schöpfer und Nachschöpfer kein Blatt.

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Enorme Landschaften Zwei enorme Schubert’sche Landschaften stehen auf Lupus Wiener Programm: die große a-Moll-Sonate (D 845) aus dem Mai des Jahres 1825, irgendwie noch dem „mittleren Schubert“ zuzurechnen, der „Grandes Sonates“ konzipiert und publiziert, deren erste diese in a-Moll darstellt. Ihr stellt Lupu die große in A-Dur (D 959) aus dem September des Todesjahrs gegenüber, geschrieben wenige Wochen vor Schuberts Ende im November 1828 – welch eine Ausfahrt! Denn diese Sonate ist die Mitte der bis heute in ihrer transzendierenden Höhe unvergleichlichen letzten Sonaten-Trias.


Fatale Zeichen aus dem Jenseits Das a-Moll-Werk erscheint bei Pennauer in Wien als „Première Grande Sonate“, und sie setzt gemeinsam mit der D-Dur-Sonate D 850 den Schritt ins Monument, in Gestalt eines ausgedehnten virtuosen viersätzigen Konzertwerkes, das den größten Pianisten der Zeit in die Hände gelegt werden sollte, wobei die Gestalt Johann Nepomuk Hummels, den Schubert als grandiosen Virtuosen erlebt haben dürfte, ein Leitbild gewesen sein mag. Es zeigt sich gesamthaft, dass jede Sonate verschiedene Charaktere des Schubert’schen Lebensgefühls in Gestalt poetischer Ideen repräsentiert. Und da ist die aMoll-Sonate gleichsam die Dämonische, die mit einem durchgängigen Signal im Kopfsatz, das in allen vier Sätzen Inseln der Stimmung bildet, inhaltlich gewissermaßen ableitbar ist aus den Liedern, die Schubert im selben Zuge zu selber Zeit komponiert,

nicht zuletzt aufgrund seiner Lektüre der Romane Walters Scotts, aus denen er dann 1826 „Sieben Gesänge“ veröffentlicht. Das Besondere: Diese „Bilder“ verbindet Schubert mit pianistisch-virtuoser Gestik, und die wirkt wie fatale Zeichen aus dem Jenseits. Konsequent scheint, dass jenes für Schubert so bezeichnende Lied „Totengräbers Heimwehe“ (D 842) in denselben Wochen entstanden ist und – wie die Forschung zeigt – in einer „Umbildung des Hauptthemas“ allusioniert wird: „Was soll’s – oh, was soll’s … Oh Tod, komm und drücke die Augen mir zu.“ Sagt das Gedicht.

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Mit dem Tod auf Du Diese Gestik und Stimmung ist ganz und gar Schuberts Wesensmoment, das den Tod ganz früh als das wahre Geheimnis des Lebens erkennt, wenn er vierzehnjährig Poesie vertont wie Schillers „Leichenphantasie“ oder „Des Mädchens Klage“. Dieses Geheimnis prägt die a-Moll-Sonate auf geradezu mystische Weise, wobei diese Sphäre mit virtuoser Figuration vermittelt wird – dies bedeutet, dass sie einerseits objektiviert wird durch ein nach außen sich wendendes Transportmedium, andererseits dieses Mittel wieder gemäß Gehalt sphärisch subjektiviert. Und aus dieser Spannung lebt das Werk. Wird sie in der Interpretation nicht wahrgenommen, bleibt – gemessen an Beethoven und der Tradition – ein rätselhaftes, für die Welt damals kaum verständliches Zwischenwesen. Radu Lupu jedoch gehört zu den wenigen, die den Vermittlungsprozess umsetzen, das „Spiel“ zwischen Subjekt und Objekt ausdrücklich spielen – bei ihm wird es Prinzip und deshalb auf besondere Weise natürlich, als müsse und könne es nur so sein.

Klassisch absolut, meditativ verinnerlicht Das gelingt nur, wenn man sich gewissermaßen Schubert verschreibt, und zwar dem Klassiker Schubert; denn als Schubert-Interpret setzt Lupu schon durch Jahrzehnte Zeichen. Überhaupt ist er, im Stil „genetisch“ aus der Wiener Klassik stammend, in den Anfängen der siebziger Jahre mit Mozart und Beethoven berühmt geworden, dann mit Schubert, später auch im vorsichtigen Griff zu einigen BrahmsWerken und den zentralen Klavierwerken Schumanns. Bei allen poetisch-konkreten Konnexen und möglicher Programmatik kann es bei Lupu keine Illustration geben, womit das ästhetische Niveau stets gewahrt bleibt. Das Werk macht nur, was es selber kann. Und gerade im Grenzgang zur poetischen Verbildlichung wird die musikalische Figuration nie „fleischlich“, sondern bleibt „geistlich“, wenn wir den Apostel bemühen wollen, oder besser: „geistig“ …

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Durch konsequentes Befassen mit klassisch-absoluter Musik konnte Lupu sein Ego dergestalt steuern lernen, dass es fähig wurde, sich aus dem Werk aktiv zurückzuziehen und es dennoch mental zu prägen, aber eben mit dem Mittel der meditativen Versenkung. Sein ganzer Körper drückt es aus: Er ist da, spielt aber nicht mit – lässt das Werk vielmehr aus sich heraus spielen. Und gerade das fordert die große A-Dur-Sonate noch weit mehr als ihre älteren Geschwister es vermögen. Warum?

Offenbarender Abgrund Sie stammt eben aus der Trias der letzten Klaviersonaten vom September 1828, ein Werk des „späten“ Schubert also, des Einunddreißigjährigen im Bannkreis des Todes, der ihn am 19. November 1828 kassiert. Die ersten beiden Sonaten der Trias decken jene für alle Zukunft wegweisenden Brüche schonungslos auf, welche das Schlussstück in B-Dur (D 960) wiederum zu „harmonisieren“ und die Abgründe zu überdecken sucht – was nur scheinhaft glückt. Ohne diese Abgründe im Bewusstsein erschließt sich das Wunder Schubert kaum. Das signifikanteste Monument der in Musik offenbarten „Risse im Weltall“, die sich in Schuberts Umgang mit den tradierten Formen zeigen, ist ebendiese A-Dur-Sonate; denn mit ihr hinterfragt Schubert die „Harmonie der Welt von gestern“, auch deren Beethoven’sches „Prinzip Hoffnung“ fundamental.

Fotos: Matthias Creutziger (Lupu) · Archiv · Bibliothek · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Schubert)


Fataler Schein In diesem Werk arbeitet Schubert plötzlich scheinbar mit lauter Licht, zieht den Vorhang sanguinisch auf – wobei sich das Thema gewaltig öffnet und sogleich wieder schließt, versetzt mit virtuoser Gestik. Danach: Die Fülle der schönsten lyrischen, in sich kreisenden Entfaltungen im Kopfsatz, zudem als Mittelteil dieses Satzes ein völlig abgehobenes magisches Einzelstück in und um C-Dur als übergangsloses Ausweichen in eine andere Sphäre. Im finalen Rondo erinnert die Thematik idiomatisch an ein im März 1826 entstandenes zaubrisches Strophenlied, das, wahrscheinlich von Schubert selbst, mit „Im Frühling“ betitelt wird und vom 1817 frühvollendet gestorbenen deutschen Lyriker Ernst Schulze stammt. Es ist ein Lied des tiefsten, stummen Leides im lichtesten und schlichtesten Klang – Gedächtnis der verlorenen Liebe: „Vorüber flieht der Liebe Glück/ Und nur die Liebe bleibt zurück/ Die Lieb und ach, das Leid.“ Die Gestalt dieses Themas lässt Schubert am Schluss des Finales der A-Dur-Sonate auf sanfte Weise einfach in Teile zerbrechen durch abrupte Pausen. Das Glück, das diese Musik suggeriert, zerfällt … Weil es im Lebenskontext nicht sein darf, setzt Schubert einen virtuos-brillanten Schluss darauf, der auch noch auf den Anfangsgestus des Kopfsatzes zitierend zugreift. Mit einem Wort: fatal.

… zu Ende mit allen Träumen Und dieses Schlusses bedurfte es notgedrungen, weil es in dieser Sonate eben auch einen zweiten Satz gibt als eigentliche und symptomatische Konfliktzone des Werkes, vielleicht der gesamten Schubert’schen Musik überhaupt; denn hier versagt für einmal Schuberts Überdeckung der Abgründe durch lyrische Schönheit. Ein harmlos-melancholisches Liedchen, das variativ genutzt wird, als Rahmen – plötzlich aber der völlige Ausstieg aus aller ortbaren Musik, rasende Kaskaden, gespenstische Triller, ruinenhafte Einzelmomente in einer mit nichts mehr zu verbindenden Satzmitte, virtuose Gestik wird zu dämonischen Menetekeln … kurzum

Er macht gar nichts, er lässt bei vollem Risiko etwas entstehen. Radu Lupu

„disiecta membra“. Schubert offenbart hier die Wahrheit. Er lässt die Brüche musikalisch geschehen, aber er inszeniert sie nicht – nur deshalb ist seine Musik so „wahr“. Arthur Godel hat es in seiner noch immer wegweisenden Studie zu Schuberts letzten Klaviersonaten ausgesprochen: „Seine Musik gibt sich keinen Täuschungen mehr hin, die Auflösung der Gegensätze, die Synthese ist nur ein Traum.“ Im Leben heißt das: „Nur Täuschung ist für mich Gewinn“ – wiederum die „Winterreise“ hatte daran keinen Zweifel gelassen. Den Schubert’schen Traum lässt Radu Lupu ebenso wundersam geschehen, wie er ihn zerstieben macht, wenn Schubert, wiederum durch die „Winterreise“, spricht „Ich bin zu Ende mit allen Träumen“. Solche Dimensionen schafft man pianistisch nicht mit Brillanz, nicht durch analytischen Zugriff, sondern durch echte Meditation – und die erbringt uns Lupu als Interpret mit seinem überwundenen Ich, das im Werk verschwindet. Georg-Albrecht Eckle

Donnerstag, 16. Mai 2019 Radu Lupu Klavier Franz Schubert Sonate a-Moll, D 845 Sonate A-Dur, D 959

Georg-Albrecht Eckle lebt in München und ist Autor und Regisseur – mit einem besonderen Akzent auf dem Dialog zwischen Wort und Musik.

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Natürlichkeit mit Kunstverstand Zubin und Bejun Mehta

Ein Halbstarker aus Mailand …

E

igentlich wollte ich ganz woandershin gehen. Ich gestehe es offen: ich wollte Karajans ‚Carmen‘ sehen (und hören). Nachträglich bin ich froh, daß ich keine Karten mehr bekam. Denn wenige Schritte von der Oper weg, im Musikvereinssaal, begann eine halbe Stunde später ein Konzert, das mich so sehr faszinierte, daß ich mich genötigt sehe, etwas darüber zu schreiben. Fünf vollkommen unbekannte Dirigenten – Absolventen der Dirigentenklasse Hans Swarowsky – stellten sich zum ersten Male der Öffentlichkeit vor. Oder besser gesagt, sie wollten es tun, denn die Öffentlichkeit ist leider nur sehr spärlich erschienen. Und das ist schade, denn sie hat etwas versäumt, die Öffentlichkeit. Sie hat ein Konzert versäumt, welches nicht nur aus ‚trottelsicheren‘ Repertoirepiecen bestand. Sie hat ein Programm versäumt, in dem Publikumswirksamkeit und musikalischer Gehalt sich die Waage hielten.“

Wien, am 24. Juni 1957. An der Staatsoper gibt man „Carmen“ in Starbesetzung mit Jean Madeira, Giuseppe di Stefano, George London und Hilde Güden – allerdings nicht unter Herbert von Karajan, der schließlich nur eine einzelne Vorstellung fünf Tage zuvor dirigieren sollte, sondern unter Heinrich Hollreiser. Aber da war unser Chronist schon gefesselt von dem, was im Musikverein vor sich ging – denn, so berichtet er, von der Frisur eines der Jungmaestri sichtlich beeindruckt: „Dann betrat ein ‚Halbstarker‘ aus Mailand namens Claudio Abbado das Podium. Er sah so aus, als ob er eine ‚Rock-’n’Roll‘-Einlage bringen wollte. Statt dessen brachte er aber einen Honegger, und zwar das reizende Concertino pour Piano … Solist war ein Jürgen von Oppen. Er beging als einziger die Stilwidrigkeit, in einem Frack zu erscheinen. In diesen Frack muss er noch hineinwachsen. Aber der Dirigent hat nicht mehr allzu viel zu lernen. Nur verbeugen kann er sich noch nicht richtig. Das lernt er auch noch.“ – Rührend, wenn man sich erinnert, dass das Entgegennehmen von Ovationen für den scheuen, bescheidenen Abbado nie wirklich zu seinen Lieblings­ beschäftigungen geworden ist.

Fotos: Alberto Conti (Zubin Mehta) · Marco Borggreve (Bejun Mehta)

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Mehta plus Mehta: Nach vielen Jahren und einem krankheits­ bedingt gescheiterten Projekt 2018 in Berlin musizieren ­Zubin, der Dirigent, und B ­ ejun, der Countertenor, endlich w ­ ieder einmal zusammen. Im Musikverein treffen sie sich für Mozart mit den Wiener Philharmonikern.

… und ein waschechter Inder Aber nun zum Finale des Abends – und gleichzeitig zum Grund für dieses Blättern im Archiv. Denn: „Zuletzt kam ein waschechter Inder namens Zubin Mehta. Er hat das Zeug, ein richtiger Publikumsliebling zu werden. Daß er Tschaikowskys ‚Romeo und Julia‘ dirigierte, fiel einem erst in zweiter Linie auf (obwohl er es sehr gut machte) – viel auffälliger war seine wirklich faszinierende Persönlichkeit. Wo immer er sich häuslich niederlassen wird, werden die konzertbesuchenden Backfische einen neuen Schwarm haben. Mein Bericht wäre nicht vollständig, wenn ich nicht erwähnte, dass das Tonkünstlerorchester wirklich hinreißend musizierte. Vielleicht machte es den Herren Musikern Spaß, zu beweisen, dass sie keinen Star am Dirigentenpult brauchen, um gute Musik zu machen. Was immer aber der Grund gewesen sein mag – Hut ab! Am Schluß des Konzerts verbeugten sich die fünf Herren noch einmal gemeinsam und brachten ihren Spiritus rector Hans Swarowsky mit. Und das mit Recht. Wenn Sie ein alter Konzertbesucher sind, und an diesem Abend nicht ‚dabei‘ waren, kann es Ihnen leid tun. Und Sie waren sicher nicht dabei, denn ich habe fast nur junge Leute gesehen. Und leider sehr viele leere Sitze. Schade.“ 13


Zweimal Mehta. Der Countertenor Bejun Mehta und der Dirigent Zubin Mehta

„Der schönste Mann der Welt“ Der Berichterstatter, der damals im „Neuen Kurier“ diese köstlichen Zeilen veröffentlicht hat, mag zwar Musikkritiker nur im Nebenerwerb gewesen sein, aber er hatte eine prophetische Gabe: Es war der vielseitige Kabarettist Gerhard Bronner. Das „Zeug zum Publikumsliebling“, die „faszinierende Persönlichkeit“, alle Prognosen Bronners haben sich an Zubin Mehta in den mehr als sechs Jahrzehnten seither bewahrheitet – und, nebenbei bemerkt, auch der augenzwinkernde Hinweis auf die schwärmenden „Backfische“: Die große Mezzo­ sopranistin Marjana Lipovšek berichtete einmal in einem Interview von ihrer ersten Begegnung mit dem zehn Jahre älteren Mehta in ihrem Elternhaus in Ljubljana, ihr Vater war der Komponist Marijan Lipovšek. Für das junge Mädchen war der Dirigent damals schlicht „der schönste Mann der Welt“ …

Mehrere Mehtas in Wien Der „waschechte Inder“ war freilich von frühester Jugend an mit dem Zusammenwirken, der Durchdringung oder auch den Separationsbestrebungen verschiedener Kulturen vertraut: Als er 1936 in Bombay (heute Mumbai) zur Welt kam, stand Indien noch unter britischer Kolonialherrschaft, und seine Familie entstammte der ethnisch-religiösen Minderheit der Parsen, den Anhängern des Zoroastrismus, deren Vorfahren der Überlieferung nach im 8. Jahrhundert vor der Islamisierung Persiens nach Indien geflohen waren. Das hinderte Zubins Vater Mehli Mehta freilich nicht, ganz in der europäischen Musik aufzugehen – als Gründer und Leiter des Bombay Symphony Orchestra und des Bombay String Quartet, als Lehrer und auch als solistischer Geiger in Europa. In den Annalen des Musikvereins findet sich zumindest ein Auftritt von Vater Mehta: 1955 gab er mit dem Pianisten Otto Schulhof einen Duoabend im Brahms-Saal. Damals studierte Zubin bereits an der Musikakademie Klavier, Kontrabass, Komposition – und Dirigieren. Neben dem regulären Unterricht beim legendären Hans Swarowsky hat freilich auch

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eine große Rolle gespielt, dass Mehta, zusammen mit seinem Freund und Kollegen Claudio Abbado und wie viele andere angehende Maestri, im Wiener Singverein gesungen hat und somit die großen Dirigenten seiner Zeit in Proben und Aufführungen aus der Perspektive des Musikers studieren konnte. The rest is history.

Frühe Reife Wer freilich denkt, der Gesang sei das einzige direkte musikalische Bindeglied zwischen Zubin und Bejun Mehta, der irrt – denn der in aller Welt gefeierte Countertenor hat längst auch schon dirigiert. Doch der Reihe nach: Bejun, geboren 1968 in North Carolina in den USA, ist der Sohn von Zubins Cousin Dady Mehta, einem Pianisten, der seinerseits mehrfach im Brahms-Saal zu hören war, und seiner Frau Martha, einer amerikanischen Sopranistin. Der Weg zur Musik schien somit vorgezeichnet, der enorme frühe Erfolg war dennoch außergewöhnlich. Bereits als Knabensopran war Bejun auf Konzertreisen und im Plattenstudio eine Sensation – und kein Geringerer als Leonard Bernstein pries seine Begabung mit den vielzitierten Worten, bei diesem jungen Buben sei die Fülle und Reife des musikalischen Verständnisses kaum zu glauben. Das schützte den 13-Jährigen allerdings nicht vor einem verstörenden Erlebnis wie jenem, als nach einem Konzert ein Mann in seine Garderobe kam und ihm in überschäumender Begeisterung nahelegte, sich schleunigst kastrieren zu lassen: Eine solche begnadete Sopranstimme müsse man doch erhalten …

Wege und Umwege Die Natur war gottlob dagegen – auch wenn der Stimmbruch schwierige Jahre einleitete, in denen Bejun das Gefühl hatte, die Natur wende sich in diesem Punkt gegen ihn. Der Verlust seiner Sopranstimme und damit der Verlust des unmittelbaren musikalischen Ausdrucks machte dem Heranwachsenden zu schaffen, so sehr, dass auch ein Cellostudium und, nach sieben Jahren ohne Gesang, die Ausbildung seiner Baritonstimme nicht darüber hinweghelfen konnten. Er spürte, dass er in diesem Fach nur mittelmäßig war und litt darunter, dass das nicht für ein weiteres musikalisches Leben reichen würde, so wie er sich das vorstellte.


Fotos: Marco Borggreve (Bejun Mehta) · Wilfried Hösl (Zubin Mehta)

Ersatz hätte sich freilich angeboten: Als Cellist hat er das ganze romantische Repertoire gespielt, nicht zuletzt eine Saison lang im San Francisco Symphony Orchestra; außerdem gründete und dirigierte Bejun damals ein eigenes kleines Orchester – so wie seinerzeit Zubin, der damit übrigens 1956 nach dem gescheiterten Ungarnaufstand für jene Flüchtlinge musiziert hat, die es über die Grenze nach Österreich geschafft hatten. Außerdem konnte sich Bejun als freier Aufnahmeleiter etablieren: Am Grammy für Janos Starkers letzte Studioproduktion von Bachs Cellosuiten 1997 hatte somit auch er seinen Anteil.

Eine Quint tiefer Doch erst die Entdeckung seines Countertenors – Bejun hat es einmal ein richtiggehendes „Coming out“ genannt – brachte den entscheidenden Schritt zurück zum Gesang. Und auch zurück zu jenem ungemein tragfähigen Sopran von einst, der gleichsam im Stimmbruch nur eine Quint tiefer gerutscht war. „Eine Sopranistin singt im Wesentlichen mit der Kopfstimme, also nicht im selben Register, in dem sie spricht“, erläuterte Bejun den Sachverhalt unlängst in der Zeitschrift „Opernwelt“. „Exakt dasselbe machen ich und viele andere Countertenöre auch. Aber nicht alle. Ich kann überhaupt nicht als Bariton singen, meine Stimme trägt in diesem Bereich nicht und ermüdet sofort. Es gibt aber umgekehrt Falsettisten, die eigentlich Baritone oder Tenöre sind. Sie verstärken einfach ein wenig das Falsett. Diese Stimmen sind kleiner, farbarmer und halten nicht so lange. Viele Hörer können das aber nicht unterscheiden, nicht einmal in der Branche. So entsteht dann das Vorurteil, dass Counterstimmen generell zerbrechlicher sind oder nicht so lange halten wie andere Stimmen.“

Mehta plus Mehta gleich Mozart Dass er anders, nämlich seiner Stimme entsprechend gesund singt, beweist Mehta nun schon seit Jahren als Mitglied jener kleinen Gruppe an der Weltspitze seines Fachs – und keineswegs nur im „Barockghetto“, wie er es selbst einmal genannt hat: George Benjamin oder Toshio Hosokawa haben für ihn komponiert, in Wien war er zuletzt im Theater an der Wien als ungemein berührender Oberon in Benjamin Brittens „Midsummer Night’s Dream“ zu erleben. Künstlerinnen wie Arleen Augér und Christa Ludwig sind seine sängerischen Vorbilder, an denen er die Verbindung von ehrlicher Reife und großer Erfahrung schätzt. Und dass er seit einiger Zeit auch – wieder – dirigiert, im Konzertsaal ebenso wie im Plattenstudio, ist nicht als fließender Übergang in eine Karrierephase nach dem Gesang gedacht, sondern nur eine natürliche Facette im Interpretieren von Musik. Dass nach langer Zeit und einem krankheitshalber ausgefallenen Projekt im Vorjahr jetzt Mehta und Mehta wieder gemeinsam auf der Bühne stehen können, der singende Bejun und der dirigierende Zubin, noch dazu mit Musik von Mozart und den Wiener Philharmonikern im Musikverein, verspricht Besonderes. Sehr viele leere Sitze wird es da wohl nicht geben.

Sonntag, 16. Juni 2019 Wiener Philharmoniker Zubin Mehta Dirigent Bejun Mehta Countertenor Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie A-Dur, KV 201 Ausgewählte Arien Igor Strawinsky Le Sacre du Printemps

Mag. Walter Weidringer lebt als Musikwissenschaftler,

Walter Weidringer

freier Musikpublizist und Kritiker (Die Presse) in Wien.

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Legendäre Fernsehauftritte, UN-Friedens­bot­ schafter und 18-facher Grammy-Gewinner: Was gibt es über Yo-Yo Ma, weit über das Violoncello hinaus, nicht alles zu erzählen! Wer ihn als Musiker erleben mag: Am 28. Mai spielt er die sechs Solosuiten von Johann Sebastian Bach im Großen Musikvereins­saal. Ein Konzert, das auch eine universale Botschaft vermittelt.

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ls er vor den Präsidenten Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy auftritt, ist er sieben. Bei seinem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall ist er acht. Der Cellist Yo-Yo Ma war eines dieser faszinierenden Wunderkinder. Noch dazu eines, das über exzellente Verbindungen verfügte: „Isaac Stern, mit dem ich später oft auftrat und der ein guter Freund werden sollte, war damals Präsident der Carnegie Hall“, erzählt der 63-Jährige. „Seine Kinder, meine Schwester und ich besuchten dieselbe Schule. Mein Vater gab Isaacs Kindern Violinunterricht. Es war ein Schulkonzert geplant, und man kam überein, dass man doch einfach die Carnegie Hall dafür nutzen könnte.“ Denn auch Wunderkindern schadet es nicht, wenn die Eltern vom Fach sind. Yo-Yo Mas Vater war Geiger, Dirigent und Musikprofessor, die Mutter ausgebildete Sängerin. Beide lebten seit den dreißiger Jahren als chinesische Emigranten in Paris, wo 1955 auch der Sohn geboren wird. Sieben Jahre später zieht die Familie in den Big Apple. Kleine Musikgenies werden in den 1960ern noch vergöttert, nicht hinterfragt. Yehudi Menuhin, Leon Fleisher, Yefim Bronfman – der Klassikbetrieb nimmt den höchstbegabten Nachwuchs freudig in die Arme. Und reicht ihn beflissen durch die Medien. Yo-Yo Ma etwa hat dann mit neun auch einen Auftritt in der berühmten „Tonight Show“.

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Das allergrößte Wunder Kein Schriftsteller hat übrigens die sanfte Erbarmungslosigkeit des Sich-Aneignens eines solchen Kindes durch Erwachsene so hintersinnig formuliert wie Thomas Mann in seiner Erzählung „Das Wunderkind“: „Er sieht aus, als sei er neun Jahre alt, zählt aber erst acht und wird für siebenjährig ausgegeben.“ Die Pubertät ist dann bei allen MiniGenies die Sollbruchstelle. Franz Liszt hatte mit 17 einen Nervenzusammenbruch, gefolgt von einer mehrjährigen Depression. Die Geigerin Midori war als junge Frau ebenfalls depressiv, Magersucht und Tablettenabhängigkeit kamen noch hinzu. Die Reihe solcher Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen. Yo-Yo Ma jedoch hat es geschafft. Und das ist womöglich das allergrößte Wunder. Denn auf der Schwelle zum Erwachsensein passiert bei ihm: nichts. Sein Leben läuft einfach unaufgeregt weiter. Seinen Studienabschluss macht er zwar schon mit 15, mit 19 geht er aber doch noch einmal an die weltberühmte Juilliard School – wo er Emanuel Ax begegnet und ihre lebenslange Freundschaft beginnt – und nach Harvard. Dort absolviert er eine Art Studium generale, hört Vorlesungen in Anthropologie, besucht Seminare in Germanistik und erwirbt einen B.A. in Kunstgeschichte. 21 ist er da. Im Anschluss daran beginnt er sein Künstlerleben als Solist, das ihn innerhalb von ein paar Jahren in den musikalischen Olymp führen wird.

Fotos: Jason Bell


Der sehr Freundliche Yo-Yo Ma

Irisierend wie intensiv Kritiker rühmen sein Spiel seitdem unablässig als elegant, sinnlich und formvollendet, als ebenso irisierend wie intensiv. Sie bewundern seine einzigartige Bogenführung und die enorme Fingerfertigkeit seiner linken Hand. Wie er aus einem Vibrato mühelos einen Triller erzeugen kann! Wie er einen Ton erst schweben, dann schwingen lässt! Wie er durch präzise Körperbewegungen klangliche Akzente setzt! Für nicht wenige Experten ist Yo-Yo Ma der beste Cellist der Welt.

Doch technische Perfektion ist das eine – Seele das andere. Entscheidend sei, was zwischen den Noten steht, sagt er immer wieder. Ein Ringen um Wahrheit statt um Schönheit – vielleicht ist es das, was sein Spiel so berührend macht? Sein Instrument dafür ist seit Ende der 1980er Jahre das Davidov-Stradivarius-Cello von 1712. Es hat zuvor Jacqueline du Pré gehört und befindet sich heute im Besitz des Luxuskonzerns Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH). Wie er es spielt? Sanft. „Je mehr man es attackiert, desto weniger gibt es dir zurück“, hat er früher einmal gesagt.

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GEFÜHLE EINSCHALTEN AUF 10 7, 3


Das Cello als Instrument humaner Botschaft. Yo-Yo Ma spielt Bach.

Licht und Erkenntnis Einer der wenigen Weltstars der Klassik ist er heute. 18 Grammys stehen mittlerweile daheim in Cambridge, Massachusetts, im Regal. Selbst Menschen, die sich nicht für Bach, Brahms und Co interessieren, kennen seinen Namen. Vielleicht auch, weil er vom „People“-Magazin einmal zum „Sexiest Musician Alive“ gekürt wurde. Was für den Vater zweier erwachsener Kinder – Tochter Emily ist Juristin, Sohn Nicholas Filmproduzent – zwar überaus unwichtig ist, ihn aber trotzdem freut. Lustvoll überschreitet er immer wieder alle Grenzen. Er war sich nicht zu schade, mehrfach neben Bibo in der „Sesamstraße“ aufzutreten. Oder in einer Weihnachtsepisode der US-Erfolgsserie „The West Wing“ zu erscheinen. Oder die Filmmusik zu Ang Lees „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ einzuspielen. Sich amerikanischer Folk Music – genauer gesagt: der Bluegrass Music – zu widmen, Samba und Piazzolla-Tangos aufzunehmen und mit Bobby McFerrin zu jazzen. Warum er all dem Zeit und Raum gegeben hat? Schlichte Antwort: Weil er es mag. Weil er die Vielfalt schätzt. Und immer weiter lernen will, neue Erfahrungen machen möchte. Sein Credo: „Wir alle sind Kinder der Aufklärung und sollten so viel Licht und Erkenntnis in uns hineinlassen wie möglich.“

Interkultureller Einsatz Keine Überraschung deshalb auch, dass er vor nunmehr 20 Jahren auf eine sehr besondere Idee kam: ein interkulturelles Projekt ins Leben zu rufen, das – ähnlich wie einst die historische Seidenstraße – China mit dem Westen verbinden sollte. „Silk Road Ensemble“ nannte er es; bis heute haben, in wechselnder Besetzung, rund 60 Solisten aus mehr als 20 Nationen mitgewirkt und in 34 Ländern gastiert. Längst ist aus der Liebhaberformation eine professionell arbeitende Non-Profit-Organisation geworden, die nicht nur jede Form von Weltmusik in die Schulen – und zentralasiatische Opern in die US-Konzertsäle – bringt, sondern auch Kompositionen in Auftrag gibt und inter-

kulturelle künstlerische Zusammenarbeit finanziell fördert. Sein intensives persönliches Engagement dafür ist übrigens einer der Gründe, warum der 63-Jährige in Europa seit einiger Zeit etwas weniger zu hören ist. Ein weiterer: Sein Einsatz als UN-Friedensbotschafter. Unermüdlich spricht Yo-Yo Ma – dessen Vorname übersetzt „der sehr Freundliche“ heißt – in Interviews stets nach kurzer Zeit die großen Themen der Gegenwart an: Flucht, Vertreibung, Migration, Fremdenhass. Und erzählt dabei auch von sich, dem Emi­ grantenkind. Denn was ihn schon als Schüler verwirrt hat, als er selber zwischen der chinesischen, europäischen und amerikanischen Lebensart pendelte: „Jeder behauptete, seine Kultur sei die beste – so ein blöder, unsinniger Streit! Ich war sensibel genug, schnell zu erkennen, wie widersprüchlich die Behauptung war, die ultimative Wahrheit zu kennen. Leider denken die Menschen immer noch so, dass eine Kultur besser sei als die andere.“ Hanebüchener Unsinn. Und genau deshalb wird er mit all seiner Energie weiterhin dagegen sprechen. Und: spielen.

Eine Reise mit Bach Wenn Yo-Yo Ma sich nun den sechs Solosuiten von Johann Sebastian Bach widmet, dann ist auch das mehr als ein reines Konzertprojekt. Nach sechs Jahrzehnten inniger Beschäftigung mit Bachs Musik reist Yo-Yo Ma mit den sechs Suiten in 6 x 6 Städte rund um den Globus. Dabei möchte er auch spürbar machen, wie sehr Bachs Musik gesellschaftliche Beziehungen stiften kann. „In einer Zeit, in der soziale Kommunikation so oft auf Trennung hinausläuft“, meint Yo-Yo Ma, könne „Bachs Fähigkeit, zur menschlichen Gemeinschaft zu sprechen“ gerade jetzt ihr Potenzial entfalten. „My hope is that together we can use Bach’s music to start a bigger conversation about the culture of us.“ Der Satz lässt im englischen Original offen, was sich im Deutschen allzu leicht einengt. „The culture of us“ ist mehr als „unsere Kultur“ – eine Verbindung von Identität und Aufgeschlossenheit, für die Yo-Yo Ma als Künstler und Humanist der ideale Botschafter ist.

Dienstag, 28. Mai 2019 Yo-Yo Ma Violoncello Johann Sebastian Bach Sechs Suiten für Violoncello solo, BWV 1007–1012

Margot Weber lebt als Journalistin in München.

Margot Weber

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Zwischen Welten

Bei der Uraufführung von Johannes Maria Stauds Oper „Die Weiden“ stand Rachel Frenkel kürzlich als gefeierte Protagonistin auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Nun gibt sie im Zyklus „Lied.Bühne“ ihr Musikvereinsdebüt. Sabine M. Gruber traf sie zum Gespräch.

Fotos: Marco Borggreve

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Die Mezzosopranistin Rachel Frenkel Das Programm Ihres ersten Wiener Liederabends kommt mir spanisch vor – sogar die Lieder von Hugo Wolf. Sie haben zwar deutsche Texte, aber … … aber die Musik ist so spanisch! Mich fasziniert die Dramatik und Leidenschaft in diesen kurzen Liedern aus dem „Spanischen Liederbuch“ und überhaupt die „Wolf-Methode“: Hugo Wolf hatte die Gabe, so viel in so wenige Noten zu packen! Ein Konzentrat – ein intensiver Wirkstoff in einer winzigen Kapsel. Wolf-Lieder haben es in sich! Sie wirklich gut zu machen ist eine echte Herausforderung, auch der Klavierpart ist extrem anspruchsvoll. Ich habe zum Glück Cécilie Restier als Partnerin – eine fantastische Pianistin. Mit ihr dieses Programm zu singen macht mir ungeheuren Spaß. Das Spanische an Ihrem Programm hat auch mit Ihrer Biographie zu tun, oder? Ja, Spanisch ist die Sprache meines Vaters, er hat in Argentinien gelebt, bevor er mit meiner Mutter in einen Kibbuz nach Israel gegangen ist; meine Mutter stammt aus Brasilien. Obwohl ich Spanisch gar nicht fließend spreche, kann ich es fließend singen. Mit mir haben meine Eltern nämlich nur Hebräisch gesprochen, untereinander aber nur Spanisch. Deshalb habe ich Spanisch – und überhaupt alle romanischen Sprachen – im Ohr. Später habe ich Italienisch studiert, das hat mein Spanisch quasi überlagert. Aber es zu singen fühlt sich für mich total natürlich an. Es berührt mein Innerstes, es verbindet mich mit meiner Familie, mit meinem Vater – er freut sich total, wenn er mir dabei helfen kann und mich in seiner Muttersprache singen hört. Sie sind in Israel geboren und aufgewachsen – und Ihre Eltern leben nach wie vor dort. Ja, meine Eltern, meine Geschwister, meine ganze Familie. Nur mein Mann und meine Kinder leben mit mir in Europa.

Begonnen haben Sie Ihre Laufbahn an der Berliner Staatsoper. Ja, in einem Förderprogramm für junge Künstler. Von Berlin aus habe ich viele freie Engagements gehabt – doch am Ende bin ich kaum noch in Berlin aufgetreten, fast nur mehr in Österreich. Ich mochte Berlin, aber es ist gut, dort zu leben, wo man hauptsächlich singt. Wann war Ihr erster Auftritt an der Wiener Staatsoper? Das war 2011. Einige Jahre bin ich zwischen Berlin und Wien gependelt. Doch als mein zweites Kind zur Welt kam, vor zwei Jahren, habe ich mir mehr Stabilität in meinem Leben und für meine Familie gewünscht. Da habe ich mich um einen fixen Vertrag im Ensemble der Wiener Staatsoper bemüht – und ihn auch bekommen. Seither leben wir in Wien. Wie alt sind Ihre Kinder jetzt? Meine Tochter ist acht, und mein Sohn ist zwei. Meine Tochter geht in eine nichtkonfessionelle jüdische Schule. Sie hat den ganz normalen österreichischen Lehrplan und lernt zusätzlich Hebräisch, das ist uns sehr wichtig – innerhalb der Familie sprechen wir nur Hebräisch. Sie kann mittlerweile beide Sprachen auf sehr hohem Niveau lesen und schreiben, das ist super. Mein Sohn ist in einem ganz normalen Kindergarten – so wie meine Tochter, als sie klein war. Zunächst scheint es mir wichtig, dass meine Kinder verschiedenste Kulturen und Nationen kennenlernen. Erst ab der Volksschule finde ich es gut, dass sie mit der jüdischen Kultur in Kontakt kommen und Hebräisch lernen. Erst dann kommt das Thema: Woher komme ich, wo sind meine Wurzeln, meine Kultur.

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„Ich bin von meinem Wesen her ein Mezzo.” Rachel Frenkel

Wien hat eine Tradition für zeitgenössische Musik – deshalb wohl auch ein gewisses Potenzial für in­ teressierte Zuhörer. Ja, aber ich hatte keine Ahnung, dass es so viele sind! Ich schätze mich jedenfalls glücklich, Teil dieser Musikkultur zu sein.

Freitag, 10. Mai 2019 Rachel Frenkel Mezzosopran Cécile Restier Klavier Simone Pittao Flöte Raphael Flieder Violoncello

Lieder und vokale Kammermusik von Hugo Wolf Maurice Ravel Gustav Mahler Enrique Granados

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Ihr Mann und Ihre Kinder – machen sie auch Musik? Meine Tochter ist ein sehr musisches Kind. Im Moment lernt sie Klavier, weil ich finde, Klavier ist ein unglaublich nützliches Instrument – was immer man später macht. Ich bedaure bis heute, dass ich nicht Klavier spielen kann. Beim Einstudieren bin ich immer auf jemanden angewiesen – Gott sei Dank habe ich großartige Korrepetitoren an der Staatsoper. Mein Sohn ist zwar erst zwei, doch er singt! Unentwegt. Sogar im Kindergarten. Mein Mann hatte früher in Israel seine eigene Band, und er komponiert immer noch, für Werbefilme zum Beispiel, aber Musik ist für ihn heute mehr ein Hobby, hauptberuflich ist er Web-Designer. Das ist perfekt, weil er an jedem Ort arbeiten kann. Mögen Sie Wien? Wien ist eine fantastische Stadt – in jeder Hinsicht. Ich fühle mich hier willkommen, das Leben ist gut, es gibt unglaublich viel Kultur. Und vor allem: Die Staatsoper ist ein so leben­ diges und zeitgemäßes Haus. Ich stand kürzlich bei der Uraufführung einer Oper auf der Bühne, „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud auf einen Text von Durs Grünbein, ein Auftragswerk. Es war ausverkauft! Ich konnte es gar nicht glauben. Eine zeitgenössische Oper – sehr schwer und sehr anspruchsvoll –, und der Zuschauerraum ist bis auf den letzten Platz gefüllt! Wo sonst auf der Welt ist so etwas möglich?

Singen Sie häufig Liederabende? Nicht so viele, doch sie sind enorm wichtig für mich. Liederabende zu singen lässt mich besondere Facetten meiner Stimme in mir entdecken und entwickeln. Ich hoffe, es gelingt mir, es mit jedem Mal besser zu machen. Die Vorbereitung erfordert sehr ernsthaftes und intensives Arbeiten – fast noch mehr als das Einstudieren einer großen Opernrolle. Anders als in der Oper ist die Aufmerksamkeit des Publikums den ganzen Abend nur auf mich fokussiert. Ich kann mich nicht hinter einer Rolle verstecken, ich erzähle eine sehr persönliche Geschichte. In der Oper kann man mit einer schönen Stimme und zwei spektakulären Arien durchkommen, ohne etwas von sich preiszugeben. Obwohl es auch hier natürlich besser ist, authentisch zu sein. Doch bei einem Liederabend MUSS man authentisch sein, denn wer hört schon gerne neunzig Minuten einem maskierten „Ego“ zu? Das Persönliche beginnt mit der Auswahl der Lieder. Wie gehen Sie an dieses „Komponieren“ eines Liederabends heran? Mir ist es wichtig, dass Cécilie genauso zur Geltung kommt wie ich. Dass ich ihr bei manchen Stücken die Bühne überlasse. In diesem Programm zum Beispiel spielt sie bei der „Habanera“ von Maurice Ravel oder bei einigen von den „Tonadillos“ von Enrique Granados die Hauptrolle. Es muss ausbalanciert sein, finde ich. Wir arbeiten schon bei der Auswahl der Stücke eng zusammen. Ich bin auch schon gespannt auf die anderen Musiker, mit denen ich noch nie zusammengearbeitet habe. Ich finde es toll, dass der Musikverein uns das ermöglicht – so bekommt das Programm etwas Kammermusikalisches.


Zu Beginn Ihrer Karriere waren Sie noch Sopran. Das stimmt – fast. Eigentlich hat meine Karriere begonnen, nachdem ich ins Mezzo-Fach gewechselt bin. Ich habe eine sehr hohe und helle Stimme – trotzdem war ich als Sopran nie ganz in meinem Element. Dann entschied ich mich, für hohe Mezzo-Rollen vorzusingen – und plötzlich ging alles ganz leicht, wie von selbst öffneten sich mir alle Türen. Ich hätte im Sopranfach bleiben können, aber ich bin glücklich, dass ich es nicht getan habe. Ich bin von meinem Wesen her ein Mezzo, es war die absolut richtige Entscheidung. Manche Rollen sind aber beides – vom Charakter Mezzo, von der Lage Sopran, zum Beispiel Idamante, den ich gerade singe, in Mozarts „Idomeneo“. Da kommt mir meine SopranVergangenheit zugute. Ich habe sehr gute Kritiken davon gelesen. Das freut mich! Aber ich selbst lese keine Kritiken mehr – oder ich versuche es zumindest. Kritiken lenken mich beim Singen ab, egal ob sie gut sind oder nicht so gut.

Gibt es eine Rolle, die Sie besonders gern singen – oder eine Gattung von Musik? Eine meiner Lieblingsrollen ist der Nicklausse, die Muse, in „Hoffmanns Erzählungen“ – überhaupt singe ich sehr gern auf Französisch, meine Stimme fühlt sich wohl in dieser Sprache. Und ich liebe Barockmusik. Ich würde wahnsinnig gern mehr davon singen, Hosenrollen in Händel-Opern zum Beispiel. Am liebsten mit voller Stimme – für mich macht das die besondere Energie und Anziehungskraft von barocken Opern aus. Haben Sie manchmal Heimweh – trotz Ihrer tollen Karriere hier in Europa? Jeder, der das Singen zu seinem Beruf gemacht hat und wirklich gut darin ist, hat in Europa einfach die besten Möglichkeiten. Aber für mich, tief in meinem Herzen, kann Erfolg niemals die Geborgenheit ersetzen, die Heimat und eine große Familie bedeutet. Besonders für meine Kinder würde ich mir wünschen, dass ihre Großeltern in der Nähe wären. Deshalb ist Wien eine sehr gute Wahl für mich. Von Wien nach Tel Aviv sind es mit dem Flugzeug nur dreieinhalb Stunden, ich kann meine Familie hierher bringen, wenn ich sie brauche, und wir können sie oft besuchen. Ich lebe wirklich gern hier – gleichzeitig habe ich jeden Tag meines Lebens Heimweh. Besonders im Winter vermisse ich die Sonne und die Wärme. Wenn ich morgens aufwache, denke ich daran, nach Israel zurückzukehren, jeden einzelnen Tag, seit zwölf Jahren. Das ist mein Geheimnis – aber ich verrate es jedem.

Sabine M. Gruber ist Musikpublizistin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie veröffentlichte u. a. das in mehreren Auflagen erschienene Buch „Unmöglichkeiten sind die schönsten Möglichkeiten. Die Sprachbilderwelt des Nikolaus Harnoncourt“ und zuletzt „111 Orte der Musik in Wien, die

Das Gespräch führte Sabine M. Gruber.

man erlebt haben muss“.

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Dankbarkeit und Demut sind wichtige Größen für Nikolaj Szeps-Znaider. Sein hoher künstlerischer Rang verleiht Begriffen wie diesen ungeahnte Leuchtkraft. Im Mai gastiert Szeps-Znaider wieder im Musikverein: als Geiger und erstmals bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien auch als Dirigent.

Fotos: Wolf-Dieter Grabner

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Schwingungen eines Musikerlebens

Nikolaj Szeps-Znaider

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an kommt an einen Punkt im Leben, wo es sich nicht mehr nur um einen selbst dreht“, sagt Nikolaj Szeps-Znaider, der unmittelbar vor seinem Gespräch mit den „Musikfreunden“ in einer Telefonkonferenz Details für den Interna­ tionalen Carl-Nielsen-Wettbewerb besprochen hat, dessen Präsident er seit gut drei Jahren ist. „Man versucht dann, etwas von dem weiterzugeben, was man selber so reich empfangen hat.“ Er denkt dabei dankbar an all die Impulse, Anregungen und Unterstützung jeglicher Art durch seine Familie, Lehrer, Mentoren und viele andere aufmerksame Menschen. Mit dem eigenen Weitergeben des „so reich Empfangenen“ hat er früh begonnen, etwa durch die Gründung der Nordic Music Academy zu Beginn des Jahrtausends, einer jährlichen Sommerschule, die er selbst zehn Jahre lang geleitet hat. Nun, als Präsident des Nielsen-Wettbewerbs, den er 1992 kurz vor seinem siebzehnten Geburtstag selbst gewonnen hat, ist es ihm „wichtig, dass der Wettbewerb für die jungen Musiker auch Konzertmöglichkeiten bedeutet – also einen richtigen Karrierestart ermöglicht“. Zum Wettbewerb in der Ära SzepsZnaider gehört auch die Carl Nielsen Youth Academy für den dänischen Musikernachwuchs. Aus in­ teressierten Musikschülern und -studenten des ganzen Landes wählt Nikolaj Szeps-Znaider mit seinem Team Kandidaten aus, die dann unter seiner Leitung beim Eröffnungskonzert des Wettbewerbs im Orchester spielen.

Ständige Suche All dies fordert Zeit, Geist und Energie und will gut in die eigenen künstlerischen Aktivitäten integriert sein. Wie das gelingt? „Alles im Leben ist eine Suche nach Balance“, sagt Nikolaj Szeps-Znaider. „Man versucht immer, für alles das richtige Maß zu finden, das zu einem zufriedenen Leben führt. So ist das auch mit der Kunst, mit der Musik. Das ist auch ein Arbeitsleben, das mit einem Privatleben vereinbar sein soll. Es muss oft genug sein, um den Kontakt mit der Bühne nicht zu verlieren, und es darf nicht zu oft sein, damit man nicht fortwährend erschöpft ist und nichts mehr zu geben hat.“ Dass es sich dabei um eine ständige Suche handelt, betont er mit Nachdruck. „Ich schaffe das auch nicht immer, doch ich versuche es, so wie alles im Leben. Wir scheitern meistens. Aber gerade durch das Scheitern werden wir – hoffentlich – immer besser. Das Scheitern ist etwas sehr Wichtiges. Es kann nichts Schlimmes passieren, weil man immer daraus lernen kann, wenn man das will.“

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Berührende Tiefsinnigkeit

Auch hier kommt die Suche nach Balance ins Spiel. Denn als Künstler mit dem Scheitern umzugehen ist „sehr schwierig“, räumt Nikolaj Szeps-Znaider ein. „Man muss lernen, sich zu verzeihen, nachgiebig zu sein. Man darf allerdings nicht so weit nachgeben, dass man zufrieden ist mit dem, was nicht gut genug ist. Vor den großen Meisterwerken, vor Brahms und Beethoven, vor Mozart, Mahler, Strauss scheitern wir immer. Dafür werden wir nie groß genug sein. Wichtig ist die Demut der Aufgabe gegenüber – ohne dass einen die Aufgabe unterkriegt.“

Was die Größe ausmacht Sich in Demut seinen musikalischen Aufgaben zu stellen, sich als je Lernender zu verstehen gehört zum Selbstverständnis Nikolaj Szeps-Znaiders und hat wohl wesentlichen Anteil an seiner künstlerischen Größe und Meisterschaft, die ihn an der Geige und am Dirigentenpult gleichermaßen auszeichnet. Dies spiegelt sich auch in der Weise wider, in der er von seinen Erfahrungen mit der Oper spricht: „Es gibt im Leben ganz wenige wirklich entscheidende Momente“, sagt er. „Oft sind es viele kleine, die am Ende dazu beitragen, dass eine Revolution stattfindet. Aber nur ganz wenige Momente haben in sich eine große Wirkung. Genau so war es für mich beim Operdirigieren.“ Die Oper eröffnete ihm eine völlig neue Welt und mehr noch: „Ich habe mich als völlig neu empfunden. Aber ich bin ja noch dabei. Ich lerne immer wahnsinnig viel – und das Repertoire ist so groß.“

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Im großen Repertoire nicht nur der Oper ist es vor allem die Musik von Richard Strauss, die im künstlerischen Leben Nikolaj Szeps-Znaiders mehr und mehr Raum einnimmt. Seit er vor sechs Jahren im Musikverein Strauss’ Violinsonate gespielt hat, ist die Musik des Komponisten zur nahezu täglichen Beschäftigung für ihn geworden. Damals schon brachte er in den „Musikfreunden“ die Faszination zum Ausdruck: „Strauss ist ja überhaupt ein Wunder: dass er nach all diesen Giganten, die da waren, die Tonalität behalten konnte – was andere Giganten wie Schönberg und Strawinsky, Strawinsky später zumindest, abgelehnt haben – und trotzdem etwas völlig Eigenes hervorgebracht hat.“ Diese Faszination hat sich für Szeps-Znaider mit jedem einzelnen Strauss-Erlebnis weiter vertieft. Auch beim Orchestre de Lyon, das ihn ab 2020 als Chefdirigent an sich bindet, wird sich Strauss’ Œuvre wie ein roter Faden durch die Programme ziehen. Einen Vorgeschmack darauf gibt es bereits zur nächsten Saisoneröffnung mit dem „Helden­ leben“ und den „Vier letzten Liedern“, gesungen von Genia Kühmeier. Kurz bevor steht etwa auch sein erster „Rosenkavalier“ an der Semperoper Dresden im Oktober dieses Jahres. „Ich dirigiere Strauss, so oft ich kann. Strauss hatte diese Fähigkeit, diese Leichtigkeit des Komponierens wie Mozart, und trotzdem eine Tiefsinnigkeit, die mich unglaublich berührt.“

Musikalisches Zuhause Im Großen Musikvereinssaal hat Nikolaj SzepsZnaider zuletzt im vergangenen November das Violinkonzert von Jean Sibelius gespielt, mit Philippe Jordan und den Wiener Symphonikern, deren Artist in Residence er in der laufenden Saison ist. Im Mai tritt er nun – erstmals im Musikverein – selbst ans Pult und stellt Mahlers Erster Symphonie Musik aus Richard Strauss’ „Capriccio“ voran: Mondscheinmusik und Schlussszene mit Sopranistin Krassimira Stoyanova.


Samstag, 11. Mai 2019 Sonntag, 12. Mai 2019 Wiener Symphoniker Nikolaj Szeps-Znaider Dirigent Krassimira Stoyanova Sopran Richard Strauss Mondscheinmusik und Schlussszene aus „Capriccio”, op. 85 Gustav Mahler Symphonie Nr. 1 D-Dur

Mittwoch, 15. Mai 2019 Danish Chamber Orchestra Adam Fischer Dirigent Nikolaj Szeps-Znaider Violine

Doppeltes Heimspiel Nach Wien zu kommen ist für Nikolaj Szeps-Znaider stets ein Heimkehren. 1994 begann er hier bei Boris Kuschnir (nach dem genannten frühen Wettbewerbserfolg und einem anschließenden Studienaufenthalt an der Juilliard School New York) an der Geige noch einmal völlig von vorn und gewann drei Jahre später den renommierten Königin-ElisabethWettbewerb in Brüssel, der zum Ausgangspunkt seiner so erfolgreichen Karriere wurde. „Musikalisch bin ich in Wien zu Hause“, betont Szeps-Znaider. „In Wien bin ich zum jungen Erwachsenen geworden. Und ich muss sagen: Dieses zentraleuropäische Musizieren – das ist es, was mich letztlich geformt hat.“

Nur wenige Tage nach seinen Konzerten mit den Wiener Symphonikern kommt Nikolaj Szeps-Znaider gleich noch einmal – nun wieder als Geiger – in den Musikverein. Es wird ein Heimspiel im doppelten Sinn, wenn er, der Däne, in seiner musikalischen Heimat Wien mit dem Danish Chamber Orchestra Mozarts Violinkonzert KV 216 spielt. Die hierzulande wenig bekannte Formation ging erst vor einigen Jahren auf Eigeninitiative engagierter Musiker aus einem aufgelösten dänischen Rundfunkorchester hervor und führt ihre inspirierte Zusammenarbeit mit dem früheren Chefdirigenten Adam Fischer fort. „Das ist eine richtige Liebesbeziehung“, begeistert sich Nikolaj Szeps-Znaider, und schlicht „ein tolles Projekt“. Das wird, bei Werken von Mozart und Beethoven, auch im Großen Musikvereinssaal zu spüren sein.

Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie D-Dur, KV 504, „Prager” Konzert für Violine und Orchester G-Dur, KV 216 Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 4 B-Dur, op. 60

Mag. Ulrike Lampert ist Redakteurin der Zeitschrift „Musikfreunde“ und der Programmhefte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Ulrike Lampert 27


Vivaldis Stimme Cecilia Bartoli

Reise zu Vivaldi

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eugierigen Spaziergängern ist es vermutlich schon längst und wiederholt aufgefallen. Unweit des Wiener Musikvereins, schräg vis-a-vis, Adresse Karlsplatz 13, erinnert eine Gedenktafel an Vivaldis Ende in Wien. „An dieser Stelle befand sich bis 1789 der Bürgerspitals- oder Armen­ sünder-Gottesacker / Antonio Vivaldi / geboren am 4. März 1678 in Venedig wurde hier am 28. Juli 1741 begraben.“ 62-jährig hatte der Star von einst sein berufliches Glück in Wien gesucht – der einst so strahlende Stern des berühmten Venezianers war schon zehn Jahre zuvor zunehmend verblasst. Die Zeit legte ihre Schatten auf ihn. Der musikalische Geschmack, die Ästhetik des Ansprechenden hatten sich verändert. Der frühe wie unerwartete Tod Kaiser Karls VI. (1740), auf dessen Fürsprache und Unterstützung Vivaldi in Wien hoffte, tat sein Übriges. Antonio Vivaldis „Fünfte Jahreszeit“ brach an, und bis auf die immergrünen „Vier Jahreszeiten“ schienen seine prächtigen Werke vergessen.

Einen wichtigen Impuls der Vivaldi-Opern-Renaissance setzte Cecilia Bartoli, und das schon mit ihrem ersten „Vivaldi-Album“, das zahlreiche Welterst­ einspielungen umschließt – aufgenommen 1999 im Grazer Stephaniensaal mit dem Arnold Schoenberg Chor und Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini. Der Erfolg dieses Konzeptalbums wirkte bahnbrechend! Die Akribie musikwissenschaftlicher Arbeit in der Universitätsbibliothek in Turin, wo die Manuskripte Vivaldis – einem Kriminal­ roman gleich – landeten, wurde weltweit hörbar. Der Bann war gebrochen. Und so schrieb Cecilia Bartoli vor gut zwanzig Jahren: „Wenn wir von einer aufregenden Reise heimkehren, wollen wir normalerweise unsere Erfahrungen mit unseren Freunden teilen: Wir zeigen ihnen die Fotografien der schönsten Orte, die wir besucht haben, und erzählen ihnen begeistert alles, was wir erlebt haben. In gleicher Weise will diese Aufnahme von meiner faszinierenden Entdeckungsreise durch Vivaldis Opernmanuskripte berichten, die in der Biblioteca Nazionale in Turin aufbewahrt werden, und von dem Auffinden vieler Meisterwerke, die viel zu lange unbekannt geblieben sind.“

Fotos: Kristian Schuller (Bartoli) · Archiv · Bibliothek · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Cecilia Bartoli kommt mit betörend schönen Arien erneut in den Großen Saal des Wiener Musikvereins – einen Ort, an dem sie Triumphe feierte und das Publikum zu Begeisterungsstürmen animierte. Die künst­lerische Auseinander‑ setzung mit Leid und Glück in Antonio Vivaldis Musik führt sie mit feinster Klinge. Wahre Ent­deckungen aus dessen über neunzig Opern bieten hierfür den vokalen Fundus.

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Kluge Konzepte, spannende Wege Mit diesem ersten Vivaldi-Album war auch die Idee geboren, weiterhin sogenannte Konzeptalben vorzulegen. Aufwendig und mit viel Liebe zum Detail produziert. Eine Fundgrube für Bartoli-Fans und generell neugierige Ohren. Ihr stimmliches wie überschäumend kommunikatives Charisma trägt die Projekte sowohl am Tonträgermarkt als auch in den Konzertsälen. Bartoli präsentierte mit Furor Christoph Willibald Glucks „Italienische Arien“, ebenso das „SalieriAlbum“, widmete sich der römischen „Opera proibita“ und gestaltete mit „Maria“ eine Hommage an die legendäre Mezzosopranistin Maria Malibran. Mit „Sacrificium“ folgte sie den Bravour-Arien für die damaligen Superstars unter den Kastraten; mit „Mission“ würdigte sie den vielseitigen bis ominösen Komponisten, Diplomaten und Titularbischof Agostino Steffani. „St. Petersburg“ brachte Schätze von Komponisten, die in die russische Kulturmetropole „importiert“ worden w ­ aren. Schließlich „Dolce Duello“ mit der argentinischen Cellistin Sol Gabetta. Das gemeinsame Konzert der beiden im Dezember 2017 im Goldenen Saal „endete“ mit gleich fünf Zugaben. Letztes Jahr widmete sich Cecilia Bartoli mit JeanChristophe Spinosi und seinem Ensemble Matheus dann erneut Arien von Antonio Vivaldi. Es gibt wohl wenige klassische Künstlerinnen, die sich eine Hommage an ein eigenes Album erlauben können. Liegen doch 20 Jahre zwischen den beiden Aufnahmen. Zwei Jahrzehnte voll kluger Erkundungen im BelcantoFach, einer Norma, einer Maria in „West Side Story“ und vielem mehr.

Vokalraketen und innige Momente So kommt die Intendantin der Salzburger Pfingstfestspiele und mittlerweile Gründerin eines eigenen Orchesters, Les Musiciens du Prince – Monaco, mit ebendiesem Orchester und ihrem neuen Vivaldi-Programm wieder nach Wien: in eine Akustik, wie geschaffen für Bartolis Gestaltungs- und Ausdrucks­ akrobatik. Die Römerin mit Schweizer Pass und einer stupenden Technik, „um Musik und nicht Karriere zu machen“, was sie in Interviews immer wieder betont. Nach ihren Mozart- und Rossini-Erfolgen stieß sie bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Arien von 30

Antonio Vivaldi durchaus an Grenzen. Es war ihr Start mit Barock-, noch dazu italienischer Barock­ musik – und nun legt sie den einstigen, bravourös gemeisterten „Vokalraketen“ ganz besondere intime Momente nach. Wer solche gleißenden Ruhepole im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins erlebt hat, freut sich auf ein nächstes Mal. Musikalische Sternstunden, die eine leidenschaftliche Zu­hörerin behutsam in Erinnerung behält.

Unter die Haut und ins Herz Cecilia Bartoli würzt ihre Konzerttour mit Höhepunkten aus einer schon zwanzig Jahre dauernden „Liebesbeziehung“ zur Musik Antonio Vivaldis. Ein vokaler Parcours an Virtuosität sowie hochsensiblen stillen wie gefühlvollen Momenten. Sie vermag die Genialität dieser Musik mit ihrem wunderbaren Ins­ trument, ihrer Stimme, uns Hörenden unter die Haut und ins Herz zu singen. In der Arie „Quell’augelin che canta“ aus dem „Dramma pastorale“ „La Silvia“, uraufgeführt in Mailand 1721 zum Geburtstag der österreichischen Kaisergattin Elisabeth Christine, der Mutter Maria Theresias, wett­eifert die Sopranstimme glücklich wie seufzend mit der obligaten Solovioline. Unter dem Dach einer Buche, die Schutz wie Freiheit spendet, entfaltet sich in „Non ti lusinghi la crudeltade“ ein Wechselspiel von Stimme und Solo-Oboe. Entnommen der reich besetzten Oper „Tito Manlio“, uraufgeführt zur Karnevalszeit 1719 in Mantua. Der in Vitellia verliebte latinische Ritter Lucio bittet ihren Vater um Mitgefühl. Gänzlicher Emotionswechsel in „Gelosia, tu già rendi l’alma mia“ aus Vivaldis erster Oper „Ottone in Villa“, uraufgeführt 1713 in Vicenza. Die kurze wie heftige Streichereinleitung zündet ein eifersüchtiges Feuerwerk an Koloraturen – im verinnerlichten Mittelteil restlos in sich versinkend. ­Eines jener „Geschoße“, die Cecilia Bartoli mit größter gesanglicher Lust und Freude in die Luft zwirbelt.


Berührend verführend

Vivaldi lebt

Sie kann es einfach. Und dieses „einfach“ evoziert im Publikum schwingende Empathie mit jenen inneren Stürmen, die Vivaldi für „seine Seelen“ auf der Bühne komponierte: „Ich sehe zu meiner Freude/ meiner Seele Seele/ das Herz meines Herzens,/ höchst beglückt/ und wenn ich der Geliebten fernbleiben muss,/ werde ich unter Seufzern jeden Moment leiden.“ Kaiser Anastasios von Byzanz kann sich im ersten Akt der Oper „Il Giustino“, uraufgeführt 1724 im römischen Teatro Capranico, nur sehr schwer von seiner Gemahlin Arianna trennen. Gleich zwei Kostproben bietet Cecilia Bartoli aus dem Dramma per musica „Orlando furioso“, w ­ elches nach dem beliebten Stoff „Der rasende ­Roland“ von Ludovico Ariosto 1727 im Teatro Sant’Angelo in Venedig uraufgeführt wurde. Im berührend verführenden Wechselspiel zwischen Soloflöte und Singstimme schlüpft Bartoli in die Rolle des durch einen Zaubertrank Alcinas in die Zauberin verliebten Ruggiero. Eine Arie, die sie als Zugabe mit dem Flötisten JeanMarc Goujon und Les Musiciens du Prince dem Musikvereinspublikum nach einem reinen Händel-Programm vor drei ­ Jahren schon einmal schenkte. Auch Astolfo ist in Liebe zu Alcina entbrannt. Die ihn allerdings nicht erhört, was in „Ah fuggi rapido“ Fluchtgedanken hervorruft.

Vivaldis Oper „Agrippo“ führt 1730 nach Wien und Prag. Zanaida, die Tochter des Moguls Tisifaro ­ha­dert zu Beginn der Oper mit allen verfügbaren vokalen Kräften, denn „sollte der Blitz zu langsam sein“ und ihre „Kränkung nicht rächen, wird der Schänd­ liche ein Opfer“ ihres „gerechten Zorns – „Se lento ancora il fulmine“. Sieben Jahre zuvor brachte Vivaldi in Rom „Ercole su’l termodonte“ heraus, indem er dirigierte und gleichzeitig die Solovioline spielte. Darin verwendet er eine dreiteilige Arie, in der zwei Solo-Violinen das Echo zur Stimme spielen, Naturlaute und menschliche Gefühle verstärken: „Liebe, murmelt der Fluss/ Liebe, flüstert der Wind/ Liebe, pfeift die kleine Schwalbe/ Liebe, singt das Hirtenmädchen …“ „Der Winter“ aus den „Jahreszeiten“ fährt wiederum zu Beginn der Arie „Gelido in ogni vena“ in die Glieder Farnaces, der vermeintlich am Grabe seines Sohnes steht. Das Blut des Protagonisten aus der gleichnamigen Opera seria, uraufgeführt 1727 in Venedig, erstarrt zu Eiseskälte. Und schließlich Julius Cäsars wallende Gefühlswelten aus „Catone in Utica“, uraufgeführt 1728 in Rom, samt „heißen Seufzern des Getreuen“ in der berührenden Szene „Se mai senti spirati sul volto“. Bartoli singt, und Vivaldi lebt!

Montag, 13. Mai 2019 Les Musiciens du Prince – Monaco Gianluca Capuano Dirigent Cecilia Bartoli Mezzosopran Andrés Gabetta Violine Antonio Vivaldi Arien aus den Opern „La Silvia”, „Tito Manlio”, „Ottone in villa”, „Il Giustino”, „Orlando furioso”, „Agrippo”, „Ercole sul termodonte”, „Farnace” und „Catone in Utica” Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten)

Mag. Ursula Magnes Ursula Magnes

leitet die Musikredaktion von Radio Klassik Stephansdom.

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Dirigent, Pianist, Komponist – in welcher Reihenfolge sollte man die Rollen nennen, in denen André Previn die Musikwelt beschenkte? Der Viel­begabte, der auch Wien viel zu geben hatte, starb am 28. Februar in New York.

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elchen Klang hat die Erinnerung an ihn? Es gäbe so vieles, aus dem sich sein Ton hören ließe – André Previn hat mehr als 500 Schallplattenaufnahmen hinterlassen, „The Classic André Previn“, 2018 in einer repräsentativen Sammlung herausgegeben, umfasst 55 CDs. Eine Aufnahme aber, und die steckt nicht in dieser Box, bewahrt den André-Previn-Sound in ganz besonderer Weise. „Jazz at the Musikverein“, eine CD, die 1995 als Live-Mitschnitt im Goldenen Saal entstand. Previn im Trio mit Ray Brown und Mundell Lowe, Previn als Meister der lässigen Grandeur, der bezaubernden Nonchalance und hintergründigen Eleganz: ein Champion des Understatements. Nur wer viel auszuspielen hat, kann so hinreißend unterspielen. André Previn konnte immens viel. Und gerade darum tat er so gar nichts, um sich irgendwie aufzuspielen.

Fotos: Peter Schramek · Musikverein

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Sein Musizieren durchzog ein Lächeln gegen die Eitelkeit. Und so bleibt auch dieses Bild in Erinnerung: André Previn am Dirigentenpult, fein und filigran, ohne Hang zu Pose und Pathos, ohne Drang zur großen, gar herrischen Geste. Er war nie Dompteur, stets Primus inter pares. „Die Kammermusik“, erklärte er den „Musikfreunden“, „ist die schönste Art, Musik zu treiben, die ich kenne“. Jungen Dirigentenkollegen riet er, wenn irgend möglich Kammermusik zu machen. „Denn – sag ich ihnen immer – einfach nur auf einer Kiste zu stehen und den Kollegen zu sagen: ,Nein, das geht nicht‘, das ist zu wenig!“ Ihm selbst fiel es leicht, sich dieser schönsten Art des Musizierens zuzuwenden. Previn war ein fantastischer Pianist, im Jazz genauso wie im Klassischen. Auch deshalb liebte er die Wiener Philharmoniker, dieses kammermusikalische WeltklasseEnsemble, so besonders – für ihn waren sie schlicht „das beste Orchester der Welt“. Seit den späten 1970er Jahren stand Previn im Musikverein mehr als 50-mal am Pult der Wiener Philharmoniker, zuletzt 2003 in einem Konzert mit Anne-Sophie


Das Lächeln eines Könners Zum Tod von André Previn

Mutter, mit der er (in fünfter Ehe) verheiratet war. Liebend gern nützte Previn diese Wien-Aufenthalte auch zu kammermusikalischen Sessions mit Kollegen aus dem Kreis der Philharmoniker. Er pflegte die Musik wie Freundschaften, und so hieß ein ganz auf ihn zugeschnittener Musikvereinszyklus 1995 auch „André Previn und seine Freunde“. Da war er im Jazz- und im Klaviertrio zu hören, als Kammermusiker und Liedbegleiter – auch das ein Genre, das er liebte. Was hätte er nicht gemocht? Was hätte er nicht gekonnt? Für den Vielbegabten war der Umgang mit der Fülle seiner Talente die vielleicht schwierigste künstlerische Herausforderung. „Wissen Sie“, so Previn einst im Gespräch mit den „Musikfreunden“, „mir hat immer irgend jemand gesagt, komponieren Sie doch nur, dirigieren Sie doch nur, spielen Sie doch nur. Aber ich habe mir immer gedacht, ich bin an so vielen Arten von Musik interessiert. Und so lange man im Publikum großherzig genug ist, mir das zu erlauben, werd’ ich’s weiter machen.“ Auch in dem, was und wie er’s sagte, war André Previn ein Mann der feinen Töne und Nuancen. Deutsch war seine Muttersprache. Bald schon sollte er sie, außerhalb des Hauses, gebrüllt hören, im schrillen Ton der Hitler-Diktatur. 1929 in Berlin als Andreas Ludwig Priwin geboren, entkam er der Verfolgung durch das NS-Regime. 1938 floh seine Familie nach Paris, 1939 zog sie weiter in die USA, wo sie den Namen Previn annahm. Andrés Vater, von Beruf Rechtsanwalt, verdingte sich nun als Klavierlehrer. Auf die Ausbildung seines Sohns hatte er stets großen Wert gelegt. Doch bald schon wurde Amerikas Filmindustrie zur eigentlichen Schule für den Hochbegabten. Schon mit 17 stand Previn in Hollywood als Komponist und Arrangeur unter

Vertrag. Erst war es Kärrnerarbeit im Hintergrund der Traumfabrik, dann das große Rampenlicht. Previn hatte vier Oscars als Filmkomponist gewonnen, als er sich für eine Laufbahn als klassischer Dirigent entschied und dabei fast von vorn anfing. 1967 übernahm er in Houston seine erste Chefposition, 1969 wurde er Musikdirektor des London Symphony Orchestra. In der Metropole des Pop wirkte er wie ein fünftes Mitglied der Beatles, und enorm viel bewirkte er – auch mit charismatischen Fernsehauftritten – zur Popularisierung der klassischen Musik. Für das, was die Deutschen so sperrig Musikvermittlung nennen, gibt er bis heute ein Maß vor. Previn machte auf ansteckendste Weise Musik. Das Hier und Jetzt interessierte ihn, und so verstand er sich auch als Komponist. „Ich sorge mich nicht darum, was mit meinen Werken in 50 Jahren passieren wird. Ich will nur, dass sie jetzt aufgeführt werden.“ Und das wurden sie. Seine Lieder, Kammermusikwerke, Orchesterstücke und Konzerte fanden Eingang ins Repertoire. 1998 kam in Los Angeles eine große Oper von ihm heraus, „A Streetcar Named Desire“ nach Tennessee Williams. Die Kritik reagierte begeistert auf den „sound of urban America“ und ergötzte sich an den „moments of real jazziness“. Bei aller Hingabe und Ernsthaftigkeit, mit der sich Previn an seinen Komponierschreibtisch setzte, blieb diese „jazziness“ ein Teil seiner Einstellung: die lockere Souveränität im Umgang mit dem eigenen Anspruch. Er trachtete nicht danach, „innovativ“ zu schreiben. „Man kann nur schreiben“, sagte er, „was einem am Herzen liegt, woran man glaubt.“ Zu seinem 90. Geburtstag sollte im kommenden Oktober ein Musikvereinskonzert mit Werken von ihm stattfinden, gespielt von Kollegen der Wiener Philharmoniker. Es wird ein Gedenkkonzert werden: ein kammermusikalisches Memento, das in aller Trauer auch Raum fürs Lächeln lässt. Ein Lächeln, wie er’s auch Wien geschenkt hat. Joachim Reiber

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Brücken der Musik

Die Frühjahrsausstellung des Musikvereins Der Musikverein als Schaltstelle für den Kulturtransfer. Zum 150-Jahr-­Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich dokumentiert eine ­Aus­stellung des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde, welche ­Brücken der Musikverein zwischen den Ländern baute. Archivdirektor Otto Biba stellt sie vor.

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m Jahr 2008 haben wir die faszinierende Ausstellung „450 Jahre europäisch-japa­ nische Musikbeziehungen“ gezeigt. Im Anschluss daran wurden wir gebeten, sie für das japanische Publikum entsprechend adaptiert und ­ auch erweitert in Tokio zu zeigen. In einer großartigen Ausstellungsarchitektur wurde sie in der Suntory Hall präsentiert, wo sie die bis dahin bestbesuchte Ausstellung war und bis heute geblieben ist. Vor 150 Jahren wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich aufgenommen, ein Jubiläum, das in Japan mit viel Aufmerksamkeit wirklich gefeiert wird. Wir wurden gebeten, deshalb im Herbst 2019 eine Ausstellung nach Tokio zu bringen, die die Musikbeziehungen zwischen ­Österreich und Japan seit 1869 dokumentiert. Das ließ uns wieder daran denken, die Frühjahrsausstellung 2019 in unserem Ausstellungssaal diesem Thema zu widmen, freilich für das Wiener Publikum ganz anders aufbereitet, als es für das japanische Publikum notwendig ist. Kulturhistorische Ausstellungen sind ja nicht so zu transferieren, wie dies mit Kunstausstellungen möglich ist. Auch wenn dasselbe Thema hier wie dort als interessant empfunden wird, sind die Voraussetzungen und Erwartungshaltungen andere, weshalb auch das Thema anders aufbereitet werden muss.

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Geheimnisvolles fernes Land Was wir dem Wiener Publikum zeigen wollen: wie österreichische Musik nach Japan kam und dort aufgenommen wurde, wie Österreich Japan in der Musik rezipiert hat und wie japanische Musik ihren Weg nach Österreich gefunden hat. All das soll nicht über die letzten 150 Jahre dokumentiert werden, sondern im Blick auf die Anfänge – sie sind das Faszinierende. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kamen die ersten Österreicher nach Japan, ein Weltreisender und ein Missionar. Die Missionare brachten Musik mit – das lässt sich vielfach belegen. Als das Christentum in Japan verboten und ab 1637 auch alle Kontakte mit Europa unterbunden wurden, ­begann eine gut zweihundertjährige Abschottung Japans, das so zu einem geheimnisvollen fernen Land wurde, das in der Barockoper und im Schultheater der Jesuiten, Benediktiner und Piaristen präsent war. 1853 wurde Japan auf amerikanischen Druck zur Öffnung gegenüber der westlichen Welt gezwungen; das Christentum wurde bald wieder erlaubt. 1868 begann mit der Regentschaft des „Meijitenno“ eine Epoche unzähliger Reformen, mit denen sich das japanische Kaiserreich nach dem Westen und der westlichen Kultur orientierte. Im Jahr darauf begannen die diplomatischen Beziehungen mit dem Kaiser- und Königreich Österreich-Ungarn.


Anlaufstelle für Musikkontakte Bald konzertierten österreichische Musiker in Japan; unter den ersten war der mit Brahms befreundete Geiger Eduard Reményi. Umgekehrt wurden in Wien japanische Volkslieder in Klavierbearbeitungen publiziert. Johannes Brahms interessierte sich so sehr dafür, dass er sich von der Gattin eines japanischen Gesandten in Wien diese im Original auf dem Koto vorspielen ließ. Die Gesellschaft der Musikfreunde – eine Anlaufstelle für Musikkontakte – wurde in dieser Zeit auch mit dem Anliegen konfrontiert, dass man 1888 aus Wien einen artistischen Direktor für das Kaiserliche Musikkonservatorium in Tokio gewinnen wollte. Vermittelt wurde Rudolf Dittrich, der am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde u. a. bei Anton Bruckner studiert hatte. Der war entsetzt, dass sein Schüler nach ­Japan gehen wolle, und beruhigte sich etwas, als ihm Dittrich versicherte, dass es dort auch katholische Kirchen und Priester gebe. Dittrichs Frau starb in Tokio und wurde dort auf einem christlichen Fried­hof bestattet. Schließlich vermählte sich Dittrich im üblichen japanischen Zeremoniell mit einer Einheimischen, mit der er einen Sohn hatte. Er dachte nicht an eine Rückkehr nach Wien, musste aber 1894 im Ersten japanisch-chinesischen Krieg wie alle Ausländer Japan verlassen. Frau und Kind blieben zurück. Sein Enkel, Jun Negami, war im Übrigen ein prominenter Schauspieler; 1996 besuchte er den Musikverein und folgte im Archiv den Spuren seines Großvaters. In Wien blieb Dittrich mit seiner japanischen Frau in Briefkontakt, seine musikalische Karriere setzte er hier fort, um es schließlich bis zum Hoforganisten zu bringen. Nach seiner Rückkehr publizierte er japanische Musik in Klavierbearbeitungen, die in Wien und Leipzig verlegt wurden.

Fotos: Archiv · Bibliothek Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Eine erste Studentin aus Japan Die erste japanische Studentin am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien war eine Geigerin. Sie hieß Koda Nobu und kam 1890 als Zwanzigjährige nach Wien, um bei Josef Hellmesberger d. J. zu studieren. Komposition studierte sie bei Robert Fuchs (bei dem auch Mahler studiert hatte) und Klavier im Nebenfach bei dem mit Tschaikowskij befreundeten Anton Door. Einer ihrer Kommilitonen war George Enescu. Koda Nobu blieb sechs Jahre in Wien; sie lernte gut Deutsch, hatte eine Wohnung im Neunten Bezirk und muss sehr viel von der Wiener Musikszene aufgenommen haben. Das konnte sie nach ihrer Rückkehr nach Tokio bestens verwerten; zeitlebens war sie dort eine hoch angesehene Musikerin. Eine Violin­so­ nate, die sie in Wien zu komponieren begann – die Arbeit daran setzte sie in Tokio fort –, liegt in mehreren CD-Einspielungen und in einer praktischen Neuausgabe vor.

Vorbild Wien 1887 haben die ersten drei japanischen Wissenschaftler unser Archiv, unsere Bibliothek und unsere Sammlungen besucht, nicht um zu studieren, sondern um zu erfahren, wie derartige Bestände aufbewahrt, inventarisiert und zugänglich gehalten werden. Damals wurde im Archiv auch schon Japan als ­Thema wahrgenommen: Japanische Musikpublikationen, bildliche Darstellungen japanischen Musi-

zierens, japanische Musikinstrumente und die von Wien ausgehenden europäischen Ausgaben japa­ nischer Musik wurden gesammelt. Der damalige Archivdirektor Eusebius Mandyczewski, auch ein bemerkenswerter Komponist, zählt zu den ersten in Japan aufgeführten österreichischen Komponisten. Auch für musikalische Aufführungsstätten, die in Tokio errichtet werden sollten, war Wien Vorbild. 1883 wurde das „Rokumeikan“-Gebäude in Tokio eröffnet, in dem es, ganz nach Wiener Vorbild, ein Restaurant und Musikdarbietungen von einer eigens dort engagierten Kapelle sowie Ballveranstaltungen gab. Es erinnerte stark an den Kursalon im Wiener Stadtpark. Dass Johann Strauß und seine Kapelle dorthin eingeladen waren, ist oder war ein Gerücht; nach Tokio gereist ist er jedenfalls nicht. Der älteste als solcher erbaute Konzertsaal Tokios ist noch erhalten und steht im Ueno-Park. Er war für das Kaiserliche Musikkonservatorium bestimmt; Rudolf Dittrich trat darin auf. Ein seltsames Gefühl, wenn man an der Fassade Dekorteile sieht, die man vom Wiener Musikvereinsgebäude kennt …

Pendler zwischen Welten Das alles sind Fakten und Aspekte, die in der Ausstellung aufbereitet werden und ein lebendiges Bild der vielfältigen Musikbeziehungen liefern. Zu diesen gehört schließlich auch der Maler und Pantomime Erwin Dominik Osen, der mit einigen Bildern in der Ausstellung präsent ist. Er wurde 1891 in Wien als Sohn eines japanischen Vaters und einer Nachfahrin Adalbert Stifters geboren; die Mutter starb bei der Geburt, der Vater kurz vor der Geburt. Das Waisenkind kam in die Ballettschule der Wiener Hofoper, wurde von Gustav Mahler gefördert und von diesem Alfred Roller und Gustav Klimt vorgestellt. Zeitlebens pendelte Dominik Osen, der seine japanischen Wurzeln sehr betonte und sich später Dom-Osen oder Dom O-Sen nannte, zwischen Pantomime, Malerei und ­Musik. Zu seinem Kreis zählte auch der Komponist Joseph Marx, dessen wohl bekannteste Komposition das „Japanische Regenlied“ war. Otto Biba

Österreichische Musik in Japan Japanische Musik in Österreich Ausstellung 26. April – 22. Juni 2019 Musikverein, Ausstellungssaal Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 9 – 14 Uhr An Feiertagen geschlossen

Prof. Dr. Dr. h. c. Otto Biba ist Direktor von Archiv · Bibliothek · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

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Und die Seele tobt durch Himmelshöllen und zimmert sich ein unerhörtes Theater für Jenseitsszenen. Das „Requiem“ des Hector Berlioz, porträtiert von Gerhard Stadelmaier. Aufgeführt wird es Ende Mai von den Wiener Symphonikern, Bryan Hymel (Tenor) und dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, dirigiert von Philippe Jordan.

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Tod, wo ist dein Tenor!? Berlioz’ „Grande Messe des Morts“ Rätselhaft verhüllend, schamlos enthüllend

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ie Affäre war ganz und gar nach dem Geschmack des jungen Mannes (da war er knapp vierunddreißig) – den er sich in seinen späteren Memoiren noch einmal auf der nachgenießenden Alterszunge zergehen ließ. Denn er schrieb genauso überwältigend gute Prosa und vor allem Kritiken, wie er als Komponist schaffenszeitlang ein Überwältigungsmusiker war. Jetzt aber, 1837, der Skandal; die Intrigen; Feinde bis in höchste politische und künstlerische Kreise; ein zunächst schäbigst verweigertes Honorar, das ihn auf immensen Kosten für Kopisten und Choristen und fürs Orchester sitzen ließ; Barrieren allüberall! Aber dann Triumph! Sieg! Mit Pauken- und Trompetenkompanien! Trotz einer Uraufführungspanne, bei der natürlich eine Schnupftabaksdose die Hauptrolle spielte! Und das bei einer Musik zum Tode, der „Grande Messe des Morts“. Einer höchst erregenden, aufgepeitschten, massensensiblen Sterbemusik. Ein einziges riesig komponiertes Ausrufezeichen, wie mit Flammenfarben in den Jahrhunderthimmel gefetzt. Man kommt bei diesem Mann ja sowieso aus dem Ausrufezeichen-Setzen kaum heraus.

Was sein Leben angeht, hatte er damit kompositorisch schon früh abgeschlossen. Indem er es fulminant auskomponierte. Und sich auf es stürzte wie auf eine Genie-Beute. Mit einer Allüre, der im nächsten, also zwanzigsten Jahrhundert allenfalls noch Salvador Dalí nahekam: Ich bin der Größte, der Interessanteste, der Bedeutendste. Der Siebenundzwanzigjährige knallte seiner Zeit 1830 seine „Symphonie fantastique, épisode de la vie d’un artiste“ hin, wobei die Welt staunend zum ersten Mal lange vor Wagner (der Berlioz mehr nachahmte als er neidhammelig zugeben wollte) so etwas wie ein Leitmotiv vernahm, eine rasend sehrende, höhnisch scharf bis sehsuchtswahnvoll alle Orchestergruppen und Sätze penetrierende melodische Idée fixe. Eine so rätselhaft verhüllende wie schamlos enthüllende Bekenntnismusik, aufgezogen auf die Folie eines übermenschlich großen Künstlerlebens (hätte auch „Ein Heldenleben“ heißen können): ans Kreuz einer wahnsinnigen Liebe zu einer Traumfrau genagelt, der britischen Schauspielerin und weltberühmten Ophelia-Darstellerin Harriet Smithson. Berlioz umschwärmte, bestürmte und verfolgte sie – und bekam sie prompt zur Ehefrau (Erfolg eines Stalkers)! Das ergab, wie es so geht, wenn Traumfrauen in Erfüllung gehen, eine absolut katastrophale Marriage. Samt späterer Scheidung.

Fotos: picturedesk.com · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Berlioz)

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Theater des Todes

„Gattung: kolossal“ Nun aber, sieben Jahre später, nimmt sich der junge Mann nicht mehr sein Leben zur kompositorischen Ausbeute – sondern gleich den Tod: der Menschheit. Im Auftrag des französischen Staats, der die Toten der Revolution von 1830 ehren wollte, machte sich Berlioz an die Arbeit, der sich auf den Text der alten römisch-katholischen Totenmesse stürzte „wie auf eine fette Beute“. Wurde dann wieder zurückgepfiffen; man wolle die Revolutionstoten ohne Musik ehren; bekam dann doch den Zuschlag, diesmal nicht vom Innen-, sondern vom Kriegsministerium, das ein Requiem zu Ehren eines Generals bestellte, der bei der Belagerung der algerischen Stadt Constantine gefallen war. Luigi Cherubini intrigierte, was das Zeug hielt. Er war der allerheiligste Direktor des noch allerheiligeren Konservatoriums und geschworener Feind des jüngeren, sämtliche Konservatoriumsregeln verachtenden Kollegen Berlioz, der diese Feindschaft allerdings masochistisch genoss. Aber am 5. Dezember 1837 fand im Pariser Invalidendom dann doch die Uraufführung der „Grande Messe des Morts“ statt. Mit nie dagewesenem Aufwand. „Gattung: kolossal“ schrieb sich Berlioz selbst ins Stammbuch. 50 Geigen, 20 Bratschen, 20 Celli und 18 Kontrabässe. Dazu 16 Pauken, 210 Sänger und vor allem: vier Blechblas-Fernorchester. Wobei Berlioz meinte, man könne das Instrumentarium je nach Raum auch verdoppeln oder gar verdreifachen. (So viel zur historischen Korrektur der allüberall unsere Ohren unterfordernden gegenwärtigen vibratolosen Magersucht-Ideologie der sogenannten „historisch informierten Aufführungspraxis“ …)

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Und dann öffnet sich sozusagen der Vorhang für ein unerhörtes Theater des Todes. Das sich um die Gottesdienstordnung einer Totenmesse wenig schert, auch wenn ein Priester, wie Zeugen bekunden wollen, sich bei der Uraufführung hemmungslos erschüttert, völlig aufgelöst in Tränen, vor den Altar hat fallen lassen. Das „Requiem aeternam dona eis, Domine“, mit dem die Messe beginnt, lässt Berlioz nicht als Anrufung, als flehentliche Bitte aus Trauer und Düsternis hinauf an einen Gott stehen, der alles und alle richtet, sondern gleichsam als Bühnenschleierbild aus dem Hinter- und Untergrund die Szene betreten. Aus den sich in Urgründen wiegenden tiefen Streichern hinein in die mittleren, leise aufsteigend in fahlem Licht. Als traue diese Bitte keinem Gottesfrieden. Die Chorstimmen, vor allem die Tenöre, die von oben sozusagen gegen die Strömung der Ewigkeitsbitte ansingen, geraten sofort an eine Intonations- und Ausdrucksgrenze, an der sie das ganze Werk über ekstatisch entlangschrammen. Wie überhaupt die gewaltige Tenorüberanstrengung des Todes im Verlauf des „Requiems“ als Heimholung des Unmöglichen in Himmelsverzweiflungshöhen sich höchst dramatisch darbietet: die Stimmlage bis hin zum Stimmbandkollaps als Ausdruck einer Seinslage.

Wo ist Gott? Wobei das „Lux perpetua“, das ewige Licht, gleich zu Beginn auch wie ein verlorenes Spotlight im grellen Blitz-Staccato aufzischt, das „Luceat“ den armen Seelen in hohem gleißendem Streicherfunkeln heimleuchtet, als bade sich schon ein Lohengrin avant la lettre in eisesblauen Ätherfluten. Dieses Kälte-Universum kennt keinen Gott – es sei denn, dass es ihn schon gründlich kennengelernt hätte in aller Erbarmungslosigkeit. Denn das sich anschließende „Kyrie eleison“ ist der pure Hohn auf jede Bitte um Erbarmen. Ein schaurig stotternder und stockender Monotongesang, als schlage eine Totentrommel den Sängern aufs Stimmband. Auch das „Christe eleison“ klingt, obwohl im Kontrast dazu legato, schaurig statt barmherzig. Man hört einen heillosen Marsch ins Verderben. Die Tragödie, die hier aufgeführt wird, kennt keinen Deus caritatis, der gütig ist („quia pius es“), allenfalls einen Deus absconditus, den verborgenen Gott, der nicht zitiert, nur beschworen werden kann.


Fotos: picturedesk.com · Johannes Ifkovits (Jordan)

Die Posaunenorgie des Jüngsten Gerichts Der Tag des Zorns und des Verderbens kommt im „Dies irae“ zunächst in uralter liturgisch parodierter Manier daher: im gregorianischen Streichertiefengesang, bis der „judex“, der Richter, kommt, und die Soprane in Verzweiflungsschreie ausbrechen. Worauf der Dirigent der Uraufführung, François-Antoine Habeneck, ein alter musikalischer Haudegen, seine Schnupftabaksdose gezogen und eine kräftige Prise genommen – und so den absoluten Tollheitseffekt des ganzen „Requiems“ fast geschmissen haben soll, nämlich den Beginn des „Tuba mirum“, den Berlioz vier gewaltigen Blechblasfernorchestern an allen Ecken des Raumes überantwortet hat, die mitsamt einem wahren Pauken- und Trommelmassenensemble jeweils eine Terz höher versetzt einsetzen und die Posaunenorgie des Jüngsten Gerichts zu einem himmelhöllischen Erdbeben steigern in einem mauerstürzenden Untergangstriumph sondergleichen. Dass sich da die Gräber öffnen und die Toten in heillosem Durcheinander zum Rechenschaftsappell – vor dem Gott des Textes, nicht dem Gott von Berlioz – tobend versammeln, versteht sich von selbst. Auch wenn das ganze Tohowabohu in lichtem, fast zynisch heilem Dur endet.

Endspiel um die Höllenfahrt Es ist ein Dauer-Wechselbad der Jenseitskatastrophengefühle, das Berlioz im „Requiem“ komponiert. Die streicherbeseligten Erzengel zum Beispiel, angeführt vom Solotenor, dem Protagonisten der himmlischen Unmöglichkeit im Endspiel um die Höllenfahrt der „Maledictis confutatis“, der als großes, grenzensprengenwollendes Individuum aus dem Chorkollektiv quasi austritt, werden im „Hosanna“-Teil des

„Sanctus“ von einer Fuge konterkariert, die im Untergrund ihr düsteres Werk verrichtet, bis wieder die Himmelsleiter hinauf ins „Gloria tua“ als Fata Morgana auftaucht. Das „Quaerens me“ ist reiner A-cappella-Gesang eines intimen Chorsatzes, der sopranglückstraurig um Gnade fleht, während in den Bässen die Trommel-Trauer-Stotter-Manier des „Kyrie“ wiederkehrt und überhaupt wie als eine musikalische Idée fixe sich durchs ganze „Requiem“ zieht. Das ja eigentlich die Form eines gigantischen eschatologischen Rondos hat.

Wer hat das letzte Wort? Denn wie in einem großen Bogen kommt Berlioz in der letzten Anrufung des „Requiem“, also im „Agnus Dei“, auf die Dramaturgie der Trostlosigkeit des „Introitus“ zurück. Das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt, wird hier mit Posaunen und Basstuba ohne Rhythmen, ohne Motivik, ohne thematische Arbeit, allein reduziert auf pure, geheimnisvoll leere Harmoniefolgen, zur ewigen Ruhe weniger gebettet als vielmehr in Opferblut gewaschen. Und das scheinbar hymnische Harmonien versprechende „Luceat eis“ in höchsten Sopranregionen mit Piccoloflötengirlanden leitet gnadenlos über zum TrommelStotter-Gesang des „Cum sanctis tuis“. Und die DurChor-Seligkeiten des „Amen“ und des „Quia pius es“ (denn du bist gütig, Herr) wird sofort dementiert vom letzten Wort des Werks. Das hat die Pauke. Die mit kurzen, dumpfen trostverlorenen Schlägen „Endlich Schluss! Endlich am Ende!“ verkündet. Es ist ein Shakespeare’sches Gefühl, so, wie man am Ende des „König Lear“, auch einer Art von Erbarmungslosigkeits-Requiem, immer das Gefühl hat, als sei eine gewaltige Dampfwalze über einen hinweg gerollt. Nur dass die Dampfwalze des Hector Berlioz die höheren Töne hat. Gerhard Stadelmaier

Sonntag, 26. Mai 2019 Montag, 27. Mai 2019 Wiener Symphoniker Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Philippe Jordan Dirigent Bryan Hymel Tenor Hector Berlioz Requiem (Grande Messe des Morts), op. 5

Dr. Gerhard Stadelmaier, Jahrgang 1950, bis September 2015 der fürs Theater und die Theaterkritik verantwortliche Redakteur im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, lebt in Bad Nauheim. Zuletzt erschienen von ihm „Regisseurstheater. Auf den Bühnen des Zeitgeists“ und der Roman „Umbruch“.

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HERZLICHEN DANK!

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien dankt ihren neuen Unterstützern, Förderern, Mäzenen, Donatoren und Stiftern.

GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN

Seit ihrer Gründung vor mehr als 200 Jahren wird die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ­getragen vom persönlichen Engagement ihrer Mitglieder. Mit Beginn der Saison 2015/16 hat sich der Musik­verein entschlossen, ergänzend zur regulären Mit­glied­schaft weitere Formen der ­Unterstützung zu schaffen. Wir freuen uns, dass diese Einladung so große R ­ esonanz findet, und bedanken uns persönlich bei den Musikfreunden, die uns in der Saison 2018/19 auf besondere Weise unterstützt haben.

STIFTER

MÄZENE

FÖRDERER

Dkfm. Michael und Elisabeth Gröller O. & C. Schwarz

Angelika Eriksson-Woinovich Prof. Dr. Theo Lieven Mag. Manfred Leo Mautner-Markhof Elisabeth Rohregger Prof. Dr. Bernhard Scheuble Dr. Barbara Schlaff Dr. Alfred Steiger Cristian Stoica

Cornelia Baumbauer-Grimm Dkfm. Dr. Erich Becker MUDr. et PhDr. René Caha Willibald Cernko Felicitas Durst Peter Fischer Dr. Maximilian Gessler Dkfm. Armin Giendl Prof. Dr. Harald Görtz Kurt Haas Toyoko Hattori Albrecht Hohenberg Dr. Alfred Holzer MA Issei Iguchi MSc Linda Jensen Karl Kleinrath Ursula Kloiber

Dr. Dieter und Christine Kosak Ulrike Lang Ludwig Neumann Setsuko Oguma Dr. Roberto Pollak-Aichelburg Dr. Wolfgang Prindl Marion Reisner-Seifert Dr. Matthias Sandhofer Dr. Margot Schmitz Prof. Dr. Wolfgang Schürer Mag. Dr. Johann W. Seidl Birgitt Stich Dr. Alfons Stimpfl-Abele Dr. Johannes Stockert Coen Teulings Waltraud Warmer Mag. Gustav Wurmböck

Florentine Helbich-Poschacher Dr. Samir Helmy-Bader Tsuyoshi Hirasawa Mag. Heinrich Hoyos Stefan Janke Dr. Peter Jann Dr. Petr Kala PhD Judit Kalman Franziska Kodon Helga und Paul Kolar Christian Kolonko KR Ing. Klaus Köpplinger Mag. Gertrude Kothanek Mag. Max Kothbauer Reg.Rat Ing. Ernst Krause Dr. Alfred Kriegler Dkfm. Emmy Lauteren Carl Legat Johann Leinmüller Dr. Klaus Leisser Edith Lukesch

Dr. Peter Maier Alfred Maurizio Prof. Dr. Johannes Meran Tassilo Metternich-Sándor Mag. Sigismund Mittelbach Mag. Harald Mortenthaler Dr. Siegmund K. Müller Dr. Eva Nowotny Dr. Thomas Oliva Franz Ovesny Edith Partl Edith Pemsel Elisabeth Pöchhacker Realkanzlei Renate Über­ bacher GmbH Mag. Thomas Reindl Arthur Reitmeyer Dr. Dmitry Reykhart Josef Rinder Prof. DI Mag. Friedrich Rödler Dr. Lothar Roitner Stefan Romen

Mag. Franz Rossler Dr. Natascha Rössner Johannes Schmid Mag. Ursula Schmidt MMag. Oliver Schneider Prof. Dr. Gottfried Scholz Prof. Dr. Hans Georg Schwarzacher Dr. Valerie Schwenninger-Dörfler Dr. Siegfried Streit Heinz und Brigitta Sundt Mag. Sandra Tretter Emmanuel Venetos Prof. Dr. Herbert Vogg Dr. Margit Vols Amalie von Liechtenstein Prof. Dr. Peter Wilson Dr. Dietrich Winkhaus Eleonore Xanthoulis Christine Zlabinger Philippe Zwiebel

DONATOREN Christian Bierbaumer · Blue Danube Records Dr. Susanna und Peter Bultmann-Horn Mag. Friederike Jacquelin Gerhard und Anni Schneeweiss

UNTERSTÜTZER Dr. Johannes Abensperg-Traun Leopold Bausbek Dr. Eleonore Berchtold-Ostermann Christine Brabec Dr. Heide Buschhausen José Maria Caballero Josefa Dausch Dkfm. Alois Eberhart Dr. Christof Ebersberg Prof. Helmuth Froschauer Dr. Werner Fuchswans Mag. Maria Füzy Dr. Ulf Gastgeb Dr. Elisabeth Geißeder Mag. Barbara Gnant-Herbst DI Hans Haider Christoph Hartig Günther Havranek Dr. Heinrich Hawlik DI Hilbert Heikenwälder


Die Transparenz des Interpreten Philippe Herreweghe

Johann Sebastian Bach ist für Philippe Herreweghe zweifellos das A und O der Musik – gerade auch deshalb, weil der ­Horizont des Alte-Musik-Pioniers in ­mehrere Richtungen über ihn hinausreicht. Ein kleines Porträt des g­ roßen Dirigenten anlässlich einer Aufführung von Bachs h-Moll-Messe im Goldenen Saal.

Foto: Wouter Maeckelberghe

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Der Goldene Schnitt

E

r war ungefähr zehn Jahre alt, als er Bachs h-Moll-Messe entdeckte: in seiner Heimat­ stadt Gent mit ihrer lebendigen Chor­ kultur, die größtenteils von sehr umtriebigen Laien getragen wurde. Für den 1947 geborenen Sohn eines Arztes war es wohl eine ganz selbstverständliche Perspektive, selbst einen bürgerlichen Beruf zu ergreifen und sich nebenbei der Kunst zu widmen. Durch die Mutter kam allerdings immer schon Musik ins Spiel, wie es in guten bürgerlichen Häusern üblich war. Die Töchter betätigten sich alle auf dem Klavier, und zwar auf recht hohem Niveau, Philippes Mutter besaß einen Pleyel-Flügel, unter dem der Bub im Alter von zwei oder drei Jahren schlief. Anlässlich seines 70. Geburtstags erinnerte sich Herreweghe daran, er habe „buchstäblich vor dem Klavier seine Wohnstatt aufgeschlagen“.

Dies und viel mehr ist in jener Publikation zu erfahren, die 2017 im Label „phi“ erschien, jener Plattenmarke, die der Dirigent sieben Jahre zuvor ins Leben gerufen hatte, um seine Aufnahmen unabhängig weiterführen zu können. Viel Symbolik liegt darin: „phi“ ist nicht nur eine Abkürzung seines Vor­ namens, sondern auch der griechische Buchstabe, mit dem der Goldene Schnitt bezeichnet wird – für den Musikdenker ein Zeichen dafür, wie wichtig ihm in jedem Werk der architektonische Bau ist. Eröffnet wurde die Reihe mit Mahlers Vierter Symphonie, und für jene, die vor allem Alte Musik erwarten, hält der Katalog noch die eine oder andere weitere Überraschung bereit. In der erwähnten Jubliläumsedition finden sich neben Mahler außerdem Werke von Igor Strawinsky, Antonín Dvořák und Hector Berlioz sowie von Ludwig van Beethoven, Carlo Gesualdo und Bach. Die bemerkenswerte Edition beinhaltet auch ein bemerkenswertes Gespräch – Sukkus aus zehn Stunden Unterhaltung – mit dem belgischen RadioJournalisten Camille De Rijck, der von einem „eindrucksvollen Monolog“, von „unkontrolliert hervorquellenden Gedankenströmen“ berichtet, die in nuce das gesamte Universum des Philippe Herreweghe durchschreiten. Als die vorliegende Nummer der „Musikfreunde“ vorbereitet wurde, befand sich der Musiker zwischen wie immer eng beieinanderliegenden Konzertauftritten gerade bei einer intensiven Meisterklasse in London und entschuldigte sich sehr freundlich, einfach keine Zeit für die Beantwortung von Fragen aufbringen zu können. Volle Terminkalender mindestens drei Jahre im Voraus und dichte Tagespläne von früh bis spät gehören zu seinem Alltag.

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Fotos: Michiel Henryckx

Prägende Zeit Ob er sich das als Bub und junger Mann jemals so vorgestellt hätte? Mit acht war er schon von Bruckner und anderem symphonischem Repertoire fasziniert gewesen und dirigierte dann zu Hause mit dem Bleistift zum Radio, mit zwölf kam er in die Klavierklasse am Konservatorium seiner Heimatstadt und studierte vor allem das große romantische Repertoire. Dennoch blieb er noch jahrelang auf dem vorgezeichneten Weg. Er erlebte eine prägende Zeit an einer Jesuitenschule mit einem professionell geleiteten Chor, der täglich probte, und alljährlichen Theateraufführungen, studierte jedoch neben Klavier (sowie Cembalo und Orgel) Medizin und Psychiatrie. Heute erwähnt er gerne, dass das Dirigieren der einzige Beruf sei, den er nicht studiert habe. Auf seine medizinischen Erfahrungen angesprochen, sagte er einmal gegenüber Florian Schär: „Psychiatrie ist der Umgang mit kranken Leuten, Dirigieren ist der Umgang mit komplizierten Leuten!“

Von der Leidenschaft gepackt De Rijck erzählte er, dass er seinen Vater während Urlauben in dessen Praxis vertreten und dabei in drei Wochen so viel verdient habe, dass er als Musiker unter bescheidenen Verhältnissen ein ganzes Jahr das Auslangen finden konnte. Denn da hatte ihn die Leidenschaft bereits gepackt: Während seines Studiums am Konservatorium Lüttich lebte er bei der Familie des Komponisten Henri Pousseur, begegnete unter anderem Pierre Boulez und veranstaltete Konzerte, die die Parallelen zwischen Alter und Neuer Musik aufzeigen sollten.

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Im Umfeld der 1968er-Revolution rief er zur „Ausradierung der bürgerlichen Musik“ auf (und ist heute noch der Meinung, dass „Kunst in all ihren Formen zwangsläufig Protest ist“). Zugleich schätzte und engagierte er die etablierten Meister der Aufführungspraxis sehr, etwa Gustav Leonhart (dessen Meinung, nach Mozart gäbe es keine gute Musik mehr, er gern durch den Kakao zieht).

Nach allen Seiten offen 1970 gründete er das bis heute hochaktive Collegium Vocale Gent und wurde bald für die legendäre Gesamtaufnahme von Bachs Kantatenwerk von Gustav Leonhart und Nikolaus Harnoncourt engagiert. Doch wollte er einer Schubladisierung immer schon entgehen: „Diese Scheuklappen haben mich immer betrübt – das Leben ist doch so vielfältig. Selbst Bach, dessen Musik so reich, so großartig und genial ist, kann meiner Meinung nach einem Künstler nicht ein ganzes Leben lang als ausschließliche musikalische Nahrung dienen.“


Die Überzeugung, man müsse nach allen Seiten offen sein, lebte Herreweghe stets: sei es die Beschäftigung mit der Wiener Schule oder anderen Komponisten der Moderne, sei es seine Liebe zur Literatur, auch zur zeitgenössischen. Diese Öffnung war auch von einem konsequenten künstlerischen Weg begleitet, der den bekennenden gläubigen Skeptiker Schritt für Schritt zu mehreren Orchestergründungen führte und dann auch zur Leitung zahlreicher weiterer Klangkörper – mit der steten Tendenz, das Repertoire auszuweiten, das um 1580 beginnt und bis weit in die Moderne reicht.

Das Ideal Genaues Studium der Quellen ist selbstverständlich, obwohl Herreweghe bescheiden anmerkt, die wahren Pioniere seien für ihn oft in der Musikwissenschaft zu finden gewesen, er selbst hätte „nur“ deren Erkenntnisse für sich ausgewertet. Seine Vorliebe für Originalinstrumente könnte man als fundamental, aber nicht fundamentalistisch bezeichnen. „Wie es gewesen ist, wird man nie genau wissen“, sagte er einmal zu Tobias Pfleger. Dementsprechend undogmatisch kann er bei aller grundsätzlichen Genauigkeit verfahren und etwa einmal die These, Bachs Werk und also auch die h-Moll-Messe würde man am besten mit einem solistisch besetzten Chor aufführen, im selben Zusammenhang ganz salopp als „Quatsch“ bezeichnen. Bei aller genauen Kenntnis Alter Musik ist bei seinen Aufführungen stets zu erleben, dass sich Herreweghes Welt weder in ihr erschöpft noch einzig um sie kreist. Und etwas Weiteres kann man ebenso erleben, wenn man einer seiner Aufführungen beiwohnt: dass es das Ziel des Dirigenten ist, sich selbst zurückzuhalten und sich möglichst gar nicht wahrnehmbar zu machen: „Mein Ideal ist die Transparenz des Interpreten.“ Daniel Ender

Dienstag, 18. Juni 2019 Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe Dirigent Dorothee Mields Sopran Hana Blažíková Sopran Alex Potter Alt Thomas Hobbs Tenor Krešimir Stražanac Bass Johann Sebastian Bach Messe h-Moll, BWV 232, „Hohe Messe”

Der Musikwissenschaftler und -journalist Dr. Daniel Ender verfasste Monographien über Richard Strauss und Beat Furrer sowie zahlreiche Aufsätze, lehrte an verschiedenen Universitäten und schreibt regelmäßig für den „Standard“ sowie die „Neue Zürcher Zeitung“. Seit 2015 arbeitet er für die Alban Berg Stiftung, seit Oktober 2018 als Generalsekretär.

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Im Alter von 91 Jahren zieht sich René Clemencic aus dem Konzert­leben zurück. 1966 hat er seinen Zyklus im Musik­ verein begonnen. Nach mehr als fünfzig Jahren, in denen er mit dem Clemencic Consort mehr als 180 verschiedene Programme präsentiert hat, tritt er nun zum letzten Mal vors Publikum.

Fotos: Daniela Klemencic

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Sechzig Bände Goldoni René Clemencic

S

entimentalität ist nicht angesagt. „Einmal muss es ja sein“, fügt sich der Doyen der Alten Musik in die Notwendigkeit. Der Körper fordert sein Recht, aber der Geist weht, wo er will. Dass René Clemencic zum Abschied mit einer ganz besonderen Trouvaille aufwartet, versteht sich von selbst. Das Konzert ist zur Gänze dem Schaffen des Augustinerpaters Fray Bartolomeo de Selma y Salaverde gewidmet, der am Beginn des 17. Jahrhunderts als Fagottist in der Hofkapelle des Erzherzogs Leopold von Tirol in Innsbruck wirkte, ehe er sich in Venedig niederließ, wo kurz vor seinem Tod 1638 sein „Primo libro de Canzoni, Fantasie e Correnti da suonar a 1, 2, 3, 4 voci con Basso Continuo“ im Druck erschien. „Großartige Musik, die in Wien noch nie gespielt wurde“, schwärmt Clemencic, der sich mit diesen Stücken nochmals auf sein ureigenstes Terrain begibt. War es doch stets sein Bestreben, „alte Musik in allen Zuständen“ erfahrbar zu machen, also abseits des populären Barock-Repertoires Werke des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarock lebendig werden zu lassen. „Unser letztes Programm war der Renaissance gewidmet. Und es wurde mit Begeisterung aufgenommen“, freut er sich über die Resonanz des Publikums. Dieses habe sich durch die Jahrzehnte auch deutlich verändert: „Früher waren das einige Spinner, aber jetzt spürt man, dass die Leute immer aufmerksamer werden, dass sie unsere Programme nicht als musikwissenschaftliche Marotte empfinden, sondern als Musik, die einem wirklich etwas gibt. So ist auch nicht Bekanntes in Vertrautheit zu uns gekommen. Das ist unglaublich befriedigend!“

Morgens am Clavichord René Clemencic sitzt in seiner Wiener Wohnung, an dem kleinen runden Tisch mit der anmutigen Fortuna-Statue aus Bronze – ein Exemplar aus seiner riesigen Sammlung von Skulpturen, die den Räumen das unverwechselbare Gepräge gibt. Im vergangenen Lebensjahr hat sich das fortgeschrittene Alter bemerkbar gemacht. Gehirn und Gehör funktionieren weiterhin tadellos, und glücklicherweise auch die Finger, sodass dem morgendlichen Musizieren auf dem Clavichord, das ihm so wichtig ist, nichts im Weg steht. Aber das Gehen bereitet ihm Probleme, er ist körperlich nicht mehr mobil, muss nicht zuletzt auf die geliebten Nachmittagsspaziergänge verzichten. „Die Spaziergänge vermisse ich sehr“, sagt er wehmütig. Was macht er stattdessen? „Lesen!“ Sechzig Bände Goldoni, bildschöne Erstausgaben in italienischer Sprache, versteht sich, sind ein imponierendes Projekt. Die Augen sind Gott sei Dank auch noch in Ordnung! Hinter den Brillengläsern ein klarer, aufmerksamer Blick.

Spiritueller Kosmos Woher kommt diese unglaubliche Wachheit und mentale Frische, um die ihn die meisten jüngeren Menschen beneiden könnten? Darüber habe er nicht nachgedacht, wahrscheinlich sei es „das tiefe Interesse an allem Schönen“, wie es sich eben in dieser ganz persönlichen Wunderkammer ausdrückt, in der er lebt, randvoll mit Kunstwerken aus allen Epochen, Büchern und Zeugnissen geistigen Schaffens, die sich über Jahrzehnte zu einem spirituellen Kosmos geformt haben. „Das hängt alles zusammen. Ich bin täglich mit den Kunstwerken verbunden – aber ich staube sie nicht ab! Das macht meine Frau.“

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ERFOLGSSTÜCK. DiePresse.com


Les Adieux. René Clemencic, seit 1966 mit einem eigenen Zyklus im Musikverein daheim, nimmt Abschied vom Podium.

Edda Clemencic, deutlich jünger als ihr Mann, kommt ihrerseits aus der Bildenden Kunst. Begegnet ist man einander erstmals in einer Gemäldegalerie in der Annagasse, wo sie damals arbeitete. Hat es gleich gefunkt? – Die Erinnerung ist etwas undeutlich, ist ja auch schon so lang her. „Eigentlich ja.“ Jedenfalls habe er die Galerie in der Folge immer wieder aufgesucht, um sie dort zu treffen. Eine gelungene Beziehung, in der man viele geistige Interessen teilt – dass sich das ebenfalls positiv auf seine Befindlichkeit auswirkt, ist ihm „absolut bewusst“. Immer noch besucht das Ehepaar die eine oder andere Ausstellung oder geht gelegentlich ins Theater, vorzugsweise in die Josefstadt; nur Konzerte scheinen Clemencic kaum noch zu interessieren; „wenn, dann am ehesten eine Uraufführung“. Im Übrigen beschließt man den Tag gern gemeinsam vor einem Spielbrett, diese „Spielstunde“ hat Tradition.

Vom Ernst des Spiels Welche Bedeutung hat das Spielen für René Clemencic, nicht im engeren Sinn des Musikmachens, sondern ganz allgemein, als zweckfreies Tun? „Mein ganzes Leben ist davon bestimmt“, sagt er, ein wenig überrascht, als verstehe sich das ohnehin von selbst. „Ich bin in spielerischer Art auf das Leben zugegangen.“ Dass das möglich war, verdanke er hauptsächlich seinem Vater, der mit ihm „kein deutsches Wort, sondern nur Italienisch, einen dalmatinischen Dialekt“ gesprochen habe. Des Vaters Leidenschaft für Bücher hat das Einzelkind René geprägt. „Er war ein großer Büchersammler, und er hat dabei Wert auf kostbare Einbände gelegt. Er hatte dafür einen eigenen Buchbinder. Seine Literaturkenntnis war verbunden mit der Liebe für alte Sachen, und das hat keinem konkreten Zweck gedient. Von Beruf war er Notar, und zwar gerne, er fand, das sei eine klassische Figur. Mein Vater hat alles gern gemacht. Er war ziemlich wichtig für mich.“

Durch dieses Vorbild gestärkt, konnte auch der Sohn auf seine Intuition vertrauen und zu seinen geistigen und künstlerischen Leidenschaften stehen. Nur einmal habe der Vater versucht, ihm die Übernahme seiner Notariatskanzlei nahezulegen. „Er wollte mich verführen und mir ein Auto schenken, wenn ich das mache. Aber ich habe sofort abgelehnt, und er ist nie wieder darauf zurückgekommen. Er hat mich auch finanziell unglaublich unterstützt, sonst hätte ich alle meine Studien damals nicht betreiben können – ganz ohne Reden, groß­ artig!“

So gut wie möglich Im privaten Universum des 91-Jährigen sind die Abläufe geregelt, und sie stehen konsequent im Dienst der geistigen Interessen. Für das aktuelle Tagesgeschehen ist kein Platz, die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft bleiben draußen. Die meisten Menschen haben Angst vor dem Altwerden und Sterben. Gibt es etwas, das René Clemencic ihnen sagen möchte? Die Frage bringt ihn fast in Verlegenheit, schließlich ist dieser Prozess derart persönlich und individuell verschieden, dass alles, was nach gutem Rat schmeckt, leicht überheblich wirken könnte. „Man muss sein Leben so gut wie möglich zu Ende leben“, meint er schließlich. „Man muss es auch genießen, so lange es geht. Die unangenehmen Seiten kann man nur hinnehmen. Aber in dieser Situation muss jeder Mensch schauen, wie er für sich selber zurechtkommt.“ Denkt er manchmal über das Sterben nach? „Ja, schon. Manchmal denke ich, es wäre mir angenehmer, einfach einzuschlafen. Aber vorläufig freue ich mich noch, wenn ich in der Früh aufwache.“

Dienstag, 4. Juni 2019 Clemencic Consort René Clemencic Leitung und Cembalo

Virtuose Instrumentalmusik des Frühbarock Fray Bartolomeo de Selma y Salaverde Canzoni, Fantasie e Correnti

Prof. Monika Mertl, Kulturpublizistin in Wien, ist

Monika Mertl

Autorin der Biographien von Nikolaus Harnoncourt (Vom Denken des Herzens) und Michael Heltau (Auf Stichwort).

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„Ein namhafter Ton­ setzer in München, treudeutsch und bitterböse“. Das Wort von Thomas Mann hängt ihm noch an, dem vor 150 Jahren geborenen Komponisten Hans Pfitzner. Und das zu Recht. Bei aller Kritik aber – vergessen sollte man ihn nicht, dafür war Hans Pfitzner schlicht zu bedeutend. Thomas Leibnitz skizziert den Komponisten und polemischen Ästhetiker.

B

ei so einer Melodie schwebt man ganz in der Luft. Ihre Qualität kann man nur erkennen, nicht demonstrieren; über sie gibt es keine auf intellektuellem Wege zu erzielende Einigung; man versteht sich in dem durch sie empfundenen Entzücken oder nicht; wer da nicht mitmachen kann, gegen den sind keine Argumente vorzubringen und gegen dessen Angriffe ist nichts zu sagen, als die Melodie zu spielen und zu sagen: ‚Wie schön!‘“ Die schwärmerischen Zeilen stammen von Hans Pfitzner, und der Gegenstand seiner Begeisterung ist Robert Schumanns „Träumerei“. Man ginge jedoch fehl in der Annahme, für diesen Autor sei bloß die Affirmation des „Wahren, Guten und Schönen“ charakteristisch – tatsächlich kennen wir von Pfitzner wesentlich mehr polemische als begeisterungsvolle Aussagen. Auch hier steht das Lob für Schumanns berühmtes Klavierstück im Dienst einer kämpferischen Argumentation; Pfitzner geht es um den Beleg seiner zentralen, stets wiederkehrenden These, dass im künstlerischen Schaffen die Ein­ gebung, die „Inspiration“, so gut wie alles ausmache und das bewusste „Arbeiten“ mit dem musika­ lischen Material Nebensache sei.

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Heftige Verbalattacken Kämpferisch ist auch der Titel der Schrift, der das „Träumerei“-Kapitel entstammt: „Die neue Ästhetik der musikalischen Impotenz“. Sie erscheint 1919, ist stark von der Enttäuschung des Autors über den verloren gegangenen Ersten Weltkrieg geprägt und wendet sich in der Hauptsache gegen das Beethoven-Buch des Musikschriftstellers Paul Bekker, dem Pfitzner unterstellt, Beethovens rein musikalisches Potenzial zu verkennen und zu unterschätzen. Der Leser gewinnt jedoch den Eindruck, dass es sich hier eher um einen Stellvertreterkrieg handelt, dass Pfitzner in Wirklichkeit Anklage gegen die grundlegenden Entwicklungen des Musiklebens seiner Zeit erhebt, sehr wesentlich auch gegen die musikalische Moderne, gegen Arnold Schönberg und seinen Kreis. Auch hier steht wieder der Vorwurf im Raum, diese neue, nicht mehr tonal gebundene Musik sei reine Verstandeskunst und sage sich los von den Quellen der Inspiration, ohne die jegliche Musik ihre Substanz verliere.


Profil eines Schwierigen Hans Pfitzner

Ästhetisches im Schatten der Politik Prompt meldet sich einer der (allerdings nicht namentlich) Angegriffenen zu Wort: Alban Berg. Mit richtiger Intuition merkt er, dass es Pfitzner nicht bloß um das Buch Paul Bekkers geht, sondern um sehr grundsätzliche Fragen, die auch ihn selbst betreffen. So gibt er seiner polemischen Gegenschrift (1920 in den „Musikblättern des Anbruch“) einen süffisant-provokanten Titel: „Die musikalische Impotenz der neuen Ästhetik Hans Pfitzners“. Mit einer minuziösen Analyse der „Träumerei“ versucht er, den Nachweis zu erbringen, dass Pfitzner falsch liege; sehr wohl könne man an belegbaren Details beweisen, dass Schumann auch in dieser Klavier­ miniatur planvoll und rational vorgegangen sei. Diese „Berg-Pfitzner-Kontroverse“ hat sich dem kollektiven Gedächtnis erstaunlich gut eingeprägt und taucht bis heute gelegentlich in Feuilletons auf. Immerhin geht es hier um eine bedeutungsvolle Frage, die im Musikleben der Gegenwart wenig gestellt wird – vielleicht zu wenig. Freilich macht es Pfitzner denjenigen, die seiner Position durchaus Gewicht zumessen wollen, nicht eben leicht, denn er verbindet seine ästhetischen Ansichten mit einer politischen Haltung, die mit dem Terminus „rechtskonservativ“ eher milde umschrieben ist. All dies hat mit der Prägung durch ein Zeitalter und mit persönlichen Erfahrungen zu tun.

Fotos: Archiv · Bibliothek · Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Ein Weg aus der Wagner-Nachfolge Hans Pfitzner wird am 5. Mai 1869 in Moskau als Sohn des Musikers Robert Pfitzner geboren. Die ungewöhnliche Geburtsstadt wird ihn nicht nachhaltig prägen; bereits 1872 übersiedelt die Familie nach Frankfurt am Main, wo er seine Schulbildung erhält und – das musikalische Talent wird bald offenkundig – am Hoch’schen Konservatorium Komposition studiert. Bereits 1895 steht er in Mainz am Dirigentenpult und leitet seine erste Oper: „Der arme Heinrich“. Es ist ein ambitioniertes Werk der Wagner-Nachfolge, erfüllt von Schmerz, Opfer­ gesinnung und Erlösungssehnsucht. James Grun, der Textdichter dieser Oper, schreibt für ihn auch den Text des nächsten Bühnenwerkes: „Die Rose vom Liebesgarten“. Pfitzners Musik erreicht hier beachtliche Dimensionen der Expression; auch Gustav Mahler vermag sich für dieses Werk zu interessieren, das von der zeitgenössischen Presse allerdings wegen des sehr inkonsistenten Textes – man könnte von einer Frühform der „Fantasy“ sprechen – mehrheitlich abgelehnt wird. Erst sein 1917 in München uraufgeführter „Palestrina“ (hier stammt der Text vom Komponisten) kann sich breite Zustimmung sichern – es ist das Werk, mit dem Pfitzner auch im Musikleben der Gegenwart präsent bleibt, ebenso wie mit gelegentlichen Aufführungen seiner Lieder, Orchesterlieder oder einiger Kammermusikwerke.

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Ein Agitator am Krankenbett Inzwischen ist Pfitzner in der musikalischen Hierarchie aufgestiegen: Ab 1910 leitet er in Straßburg nicht nur das Konservatorium und die Symphoniekonzerte, sondern auch das Opernhaus. Umso härter trifft ihn das Kriegsende, das die Rückgabe Elsass-Lothringens und damit auch Straßburgs an Frankreich zur Folge hat. Pfitzner, groß geworden im Überschwang wilhelminischer Reichsbegeisterung, muss nicht nur den Zusammenbruch seiner politischen Welt verkraften, sondern auch die Stätte seines Wirkens verlassen und nach Bayern übersiedeln. Das Intermezzo der bayrischen Räterepublik unter Kurt Eisner wirkt traumatisch auf ihn, und bald setzt er – wie viele andere – seine Hoffnungen auf militärische, „vaterlandstreue“ Kräfte. 1923 besucht ihn am Krankenbett ein bayrischer Agitator, der bereits von sich reden macht: Adolf Hitler. Es wird die einzige persönliche Begegnung bleiben, denn Hitler kann sich für Pfitzners Musik nicht erwärmen.


„Seltsamste Mischung von wahrer Größe und Intoleranz”. Bruno Walter über Hans Pfitzner

Pfitzners eigener Ton Was sind die Grundzüge dieser Musik, die zwar keine Massenbegeisterung erregt, aber eine Gemeinde überzeugter Anhänger um sich schart? „Verinnerlichung“ wird ihr nachgerühmt, weniger Wohlmeinende sprechen von Sprödigkeit. Pfitzner bleibt auf dem Fundament der Tonalität, schöpft sie aber bis an die Grenzen aus und entwickelt durch lineare Stimmführung einen sehr eigenen „Ton“. Leicht macht er es sich nicht, und ziemlich reserviert steht er seinem großen und erfolgreichen Rivalen Richard Strauss gegenüber, der mit scheinbarer Mühelosigkeit Werk um Werk zu Papier bringt. Ein kolportierter Wortwechsel der beiden führenden Musiker macht die Differenz deutlich; Pfitzner bekennt Strauss gegenüber, dass ihn der „Palestrina“ ein Maximum an geistiger Kraft gekostet habe – die Antwort Strauss’ lässt an Trockenheit nichts zu wünschen übrig: „Was komponieren Sie denn, wenn’s Ihnen so schwer fällt?“

Das süße Traumgewirk Unbeschadet dieser eleganten Pointe sind viele Zeitgenossen der Meinung, im „Palestrina“ tatsächlich ein Werk von epochaler Bedeutung zu erleben – unter ihnen Bruno Walter, der 1917 die Uraufführung leitet und Pfitzners Wesen später als die „seltsamste Mischung von wahrer Größe und Intoleranz“ bezeichnet. Tatsächlich ist die Opernfigur Palestrina in mancher Hinsicht ein Alter Ego des Komponisten: Auch Palestrina sagt von sich, er sei „ein alter, todesmüder Mann am Ende einer großen Zeit“. Und auch ihn quält das Pfitzner’sche Grundproblem, der Zwiespalt von Inspiration und Rationalität im Schaffens-

Mittwoch, 12. Juni 2019 Donnerstag, 13. Juni 2019

prozess. Er soll für das Tridentinische Konzil, das drauf und dran ist, die gesamte polyphone Kirchenmusik zu verbieten, ein Werk schaffen, das die Kirchenversammlung überzeugt und von ihrem Vorhaben abbringt; aber den Geistern der verstorbenen Komponisten, die ihm erscheinen und ihn auffordern, sein „Erdenpensum“ zu schaffen, hält er entgegen: „Ihr lebtet stark in einer starken Zeit … Doch des Bewusstseins Licht, das tödlich grelle, das störend aufsteigt wie der freche Tag, ist feind dem süßen Traumgewirk, dem Künsteschaffen.“ Engel erscheinen ihm und diktieren ihm die Messe, die er zwischen Traum und Wachen niederschreibt. Und als der Sieg seines Werkes bekannt wird und der Papst ihm sein Lob erteilt, setzt er sich versonnen an die Orgel und lässt den Jubel der Außenwelt nicht an sich herankommen.

Grundsatzfrage So zeichnet Pfitzner Palestrina als sein sehr persönliches Ideal – und er lässt die Züge weg, die der reale Pfitzner unleugbar besitzt: Engstirnigkeit, Dünkel, Unbelehrbarkeit. Kann eine Bühnenfigur ihren Autor „übersteigen“, kann sie klüger sein als er? Man möchte meinen, im „Palestrina“ sei es so.

Wiener Symphoniker Lorenzo Viotti Dirigent Matthias Goerne Bariton Richard Wagner Vorspiel zu „Tristan und Isolde” und „Isoldes Liebestod” Hans Pfitzner An die Mark, op. 15/3 Es glänzt so schön die sinkende Sonne, op. 4/1 Es fällt ein Stern herunter, op. 4/3 Nachts, op. 26/2 Ist der Himmel darum im Lenz so blau, op. 2/2 Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, op. 3/3 Herbstlied, op. 3/2 Claude Debussy Prélude à l’après-midi d’un faune Alexander Skrjabin Le Poème de l’Extase, op. 54

Dr. Thomas Leibnitz ist Direktor der Musiksammlung

Thomas Leibnitz

der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

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JETZT AUCH ALS ROSÉ


Kalendarium Mai 2019

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen hat und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten.

Mi

1.

10.15 Uhr ST

Norbert Rubey

Einführungsvortrag zum Konzert um 11.00 Uhr im GS

Eintritt frei – Zählkarten ab 10.00 Uhr an der Konzertkassa

11.00 Uhr GS

Wiener Johann Strauss Orchester Alfred Eschwé, Dirigent

Frühlingskonzert Werke der Strauß-Familie

AO

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

20.15 Uhr GS

€ 59 / 49 / 39 / 29 / 19 / 15 / 5

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Do

Fr

2.

19.30 Uhr GS

3.

19.30 Uhr GS

20.15 Uhr BS

Wiener Symphoniker Vladimir Fedosejev, Dirigent Lilya Zilberstein, Klavier Andreas Gruber, Trompete

Schostakowitsch: Hypothetically murdered, op. 31a

Wiener Symphoniker Vladimir Fedosejev, Dirigent Lilya Zilberstein, Klavier Andreas Gruber, Trompete

Schostakowitsch: Hypothetically murdered, op. 31a

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Konzert für Klavier, Trompete und Orchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141 Konzert für Klavier, Trompete und Orchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Die Große Symphonie A/7 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Die Große Symphonie B/7 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Sa

4.

09.00 Uhr ST

Didel Bish, Klavier Luca Buratto, Klavier

Meisterkurs Alon Goldstein Beethoven: Sonate für Klavier f-Moll, op. 57,

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg

„Sonata appassionata”

€3

15.00 Uhr ST

Didel Bish, Klavier Luca Buratto, Klavier

Meisterkurs Davide Cabassi Schumann: Faschingsschwank aus Wien. Fantasiebilder

für Klavier, op. 26

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

18.30 Uhr GL

19.30 Uhr GS

Musiker des Tiroler Kammerorchesters Filippo Manci, Dirigent Maria Tomassi, Sopran

Vissi d’arte – Italienischer Opernabend Rossini: Sinfonia zur Oper „Semiramide”

Filippo Manci

Wiener Symphoniker Vladimir Fedosejev, Dirigent Lilya Zilberstein, Klavier Andreas Gruber, Trompete

Schostakowitsch: Hypothetically murdered, op. 31a

Wiener Symphoniker – ÖGB Jeunesse

GS............... Großer Saal BS............... Brahms-Saal GL.............. Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT.............. Metallener Saal ST................ Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium KH-Sch....... Konzerthaus – Schubert-Saal

Bel raggio lusinghier … Dolce pensiero. Cavatina der Semiramide aus der gleichnamigen Oper Donizetti: Sinfonia zur Oper „Don Pasquale” Verdi: D’amor sull’ali rosee. Arie der Leonora aus der Oper „Il Trovatore” Sinfonia aus der Oper „Nabucco” Rossini: Sinfonia zur Oper „Der Barbier von Sevilla” Puccini: Si, mi chiamano Mimì. Arie der Mimì aus der Oper „La Bohème” Rossini: Sinfonia zur Oper „Il signor Bruschino” Puccini: „Vissi d’arte” aus der Oper „Tosca” Verdi: Sempre Verdi. Eine Melodienfolge aus den ­bekanntesten Opern von Giuseppe Verdi Bellini: Casta Diva ... Ah! Bello a me ritorna. Arie und Cabaletta der Norma aus der gleichnamigen Oper Konzert für Klavier, Trompete und Orchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

€ 30 / 20 / 5

€ 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

AO.............. Außerordentliches Gesellschaftskonzert 57


Mai 2019 Sa

4.

20.00 Uhr ST

20.15 Uhr BS

Alon Goldstein, Klavier Davide Cabassi, Klavier

Wiener Mozart Orchester

Scarlatti: Sonate c-Moll, K 11 Sonate C-Dur, K 159 Sonate G-Dur, K 210 Sonate d-Moll, K 120 Bernstein: Symphony Nr. 2, „The Age of Anxiety” – „The Masque” Schubert: Fantasie C-Dur, D 760 Debussy: Children’s Corner Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung

Werke von Mozart

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg € 15

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

So

5.

09.00 Uhr ST

Didel Bish, Klavier Luca Buratto, Klavier

Meisterkurs Alon Goldstein Schumann: Faschingsschwank aus Wien. Fantasiebilder

für Klavier, op. 26

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

14.45 Uhr BS

Clemens Hellsberg

Einführungsvortrag zum Konzert um 15.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

15.00 Uhr ST

Didel Bish, Klavier Luca Buratto, Klavier

Meisterkurs Davide Cabassi Beethoven: Sonate f-Moll, op. 57,

„Sonata appassionata”

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

15.30 Uhr GS

19.30 Uhr BS

20.00 Uhr ST

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich John Storgårds, Dirigent, Violine

Haydn: Symphonie G-Dur, Hob. I:27 Weill: Konzert für Violine und Blasorchester, op. 12 Schostakowitsch: Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Tonkünstler-Orchester

Bach Consort Wien Rubén Dubrovsky, Dirigent Vivica Genaux, Mezzosopran

Vivaldi: Alma oppressa Io sento in questo seno Come in vano il mare irato Gelido in ogni vena In turbato mare irato sowie Instrumentalmusik

Musica Antiqua/4

Didel Bish, Klavier Luca Buratto, Klavier

Abschlusskonzert der Meisterkurse Alon Goldstein und Davide Cabassi Beethoven: Sonate f-Moll, op. 57,

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg

„Sonata appassionata” Schumann: Faschingsschwank aus Wien. Fantasiebilder für Klavier, op. 26 Mo

6.

18.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Ensemble Wien Elena Bashkirova, Klavier

Wiener Mozart Orchester

Mozart: Klavierkonzert C-Dur, KV 415 Schubert: Quintett für Klavier, Violine, Viola,

Violoncello und Kontrabass A-Dur, D 667, „Forellenquintett” Werke von Mozart

€ 54 / 46 / 39 / 35 / 22 / 5

€ 47 / 40 / 33 / 27 / 18 / 6

€3

Freude an Musik/4 € 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Di

7.

18.45 Uhr MT

Clemens Hellsberg

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

19.30 Uhr GS

20.30 Uhr BS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich John Storgårds, Dirigent, Violine

Haydn: Symphonie G-Dur, Hob. I:27 Weill: Konzert für Violine und Blasorchester, op. 12 Schostakowitsch: Symphonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Tonkünstler-Orchester

Wiener Hofburg Orchester

Walzer- und Operettenkonzert

Wiener Hofburg Orchester

€ 54 / 46 / 39 / 35 / 22 / 18 / 5

Karten beim Veranstalter

58


Mai 2019 Mi

8.

20.00 Uhr GL 20.15 Uhr GS

Michael Köhlmeier, Erzähler Hans Theessink, Gitarren

Indianer

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wort.Musik I/4 € 31 / 27 / 20 / 5

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Do

9.

19.30 Uhr GS

19.30 Uhr BS

Fr

10.

20.00 Uhr GS

20.00 Uhr GL

20.15 Uhr BS

Kammerorchester Wien–Berlin Anne-Sophie Mutter, Violine

Mozart: Divertimento D-Dur, KV 251

Violinkonzert D-Dur, KV 211 Symphonie Es-Dur, KV 16 Violinkonzert A-Dur, KV 219

„Presse“-Konzertzyklus/3 € 45 / 26 / 7 Sponsor:

Patrick Cohen, Hammerflügel Maria Bader-Kubizek, Violine Christophe Coin, Violoncello Otto Biba, Moderation

Clara Schumann Werke von C. Schumann, R. Schumann und Blahetka

Nun klingen sie wieder/4

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Roberto Fonseca Quartet Pablo Bocciano, Dirigent

Cuban Night

Tonkünstler-Orchester

Rachel Frenkel, Mezzosopran Cécile Restier, Klavier Simone Pittao, Flöte Raphael Flieder, Violoncello

Lieder und vokale Kammermusik von Wolf, Ravel, Mahler und Granados

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

€ 23 

€ 21 / 5

Lied.Bühne/4 Wahl.Abonnement II € 28 / 25 / 5 Partner:

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Sa

11.

19.30 Uhr GS

20.15 Uhr BS

Wiener Symphoniker Nikolaj Szeps-Znaider, Dirigent Krassimira Stoyanova, Sopran

Strauss: Mondscheinmusik und Schlussszene aus

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

„Capriccio”, op. 85 Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur

Wiener-Symphoniker-Zyklus A/5 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

So

12.

11.00 Uhr GS

11.00 Uhr BS

15.30 Uhr GS

16.00 Uhr GL

Savaria Symphonie Orchester Wiener Lehrer-a cappella-Chor A capella Chor Weinviertel Maximilian Opll, Dirigent Jerilyn Chou, Sopran Monika Schwabegger, Alt Gerd Jaburek, Tenor Alexander Grassauer, Bass

Mendelssohn Bartholdy: Paulus. Oratorium nach Worten

Wiener Männergesang-Verein Antal Barnás, Dirigent Franz Robert Wagner, Lesung Ksenia Reisinger, Klavier

An den Frühling Werke von Gastoldi, Morley, Hassler, Mozart, Schubert, Strauß u.a.

Wiener Männergesang-Verein

Savaria Symphonie Orchester Sensoy Hakan, Dirigent Yulia Petrachuk, Sopran Denis Shapovalov, Violoncello Shlomo Mintz, Violine

Shor: Violinkonzert, „Seascapes” Tschaikowskij: Variationen über ein Rokoko-Thema

Verein für internationale Musik und Kulturförderung

Gudrun Schaumann, Violine Wolfgang Brunner, Hammerflügel

der Heiligen Schrift, op. 36

für Violoncello und Orchester, op. 33 Cilèa: „Io sono l’umille ancella” aus der Oper „Adriana Lecouvreur” Mozart: „L’amerò sarò costante” aus „Il rè pastore”, KV 208 Puccini: Addio, mio dolce amor Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur, op. 21

Schubert: Sonate für Violine und Klavier A-Dur, D 574 Bach: Partita für Violine solo Nr. 1 h-Moll, BWV 1002 Beethoven: Sonate für Klavier und Violine A-Dur, op. 47

Wiener Lehrer-a cappella-Chor € 43 / 35 / 31 / 24 / 6

€ 48 / 41 / 35 / 29 / 22 / 18

€ 78 / 67 / 54 / 35 / 25 / 15 / 10 / 5

Gudrun Schaumann € 28 / 25 / 5 Schüler und Studenten € 10

59


Mai 2019 12.

So

18.30 Uhr BS

19.30 Uhr GS

13.

Mo

19.30 Uhr GS

20.00 Uhr GL

Küchl-Quartett

Haydn: Streichquartett h-Moll, Hob. III:68 Fauré: Streichquartett e-Moll, op. 121 Beethoven: Streichquartett a-Moll, op. 132

Quartett-Zyklus/4

Wiener Symphoniker Nikolaj Szeps-Znaider, Dirigent Krassimira Stoyanova, Sopran

Strauss: Mondscheinmusik und Schlussszene aus ­„Capriccio”, op. 85 Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur

Wiener-Symphoniker-Zyklus B/5

Les Musiciens du Prince – Monaco Gianluca Capuano, Dirigent Cecilia Bartoli, Mezzosopran Andrés Gabetta, Violine

Werke von Vivaldi

Willi Resetarits, Gesang,

Schorny spielt auf

Mundharmonika

€ 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

€ 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Meisterinterpreten III/R € 138 / 122 / 100 / 70 / 49 / 29 / 7

Außergewöhnliches aus Blues, Folk, Tango, Jazz, Georg Breinschmid, Gesang, Kontrabass Klassik und Wienerlied Jarkko Riihimäki, Klavier

Spiel.Art/4 € 31 / 27 / 20 / 5

Die Strottern Klemens Lendl, Gesang, Violine David Müller, Gesang, Gitarre Matthias Schorn, Klarinette 20.15 Uhr BS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Di

14.

19.30 Uhr GS

Mariinsky Orchester Valery Gergiev, Dirigent Anna Netrebko, Sopran

Verdi: Arien, Ouvertüren und Instrumentalnummern aus „Nabucco”, „Aida” und „La forza del destino” Strawinsky: Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel”

Meisterinterpreten III/L € 125 / 105 / 80 / 49 / 29 / 7 Sponsor:

20.00 Uhr GL

20.30 Uhr BS

Quintetto Sinfonico Alexandra Uhlig, Flöte Peter Schreiber, Oboe Manuel Gangl, Klarinette Josef Eder, Horn Patrick de Ritis, Fagott Wiener Hofburg Orchester

Reicha: Bläserquintett e-Moll, op. 88/1 Strawinsky: Pulcinella Suite (Bearbeitung, ÖEA) Haydn: Divertimento B-Dur, Hob. II:46 Zemlinsky: Humoreske. Schulstück für Bläserquintett

Atem.Kunst/3 € 28 / 25 / 5

(Rondo)

Françaix: Bläserquintett Nr. 1

Walzer- und Operettenkonzert

Wiener Hofburg Orchester Karten beim Veranstalter

Mi

15.

19.30 Uhr GS

20.00 Uhr GL

20.15 Uhr BS

Danish Chamber Orchestra Adam Fischer, Dirigent Nikolaj Szeps-Znaider, Violine

Mozart: Symphonie D-Dur, KV 504

Modi Trio Vienna Pei-San Hsieh, Flöte Aoi Nishimura, Flöte Yuumi Yamaguchi, Klavier Stefan Hadžic, Bariton Maximilian Flieder, Klavier Katharina Hörmann, Oboe Floris Willem, Violine Eva Teimel, Moderation

Beyond talent – Best of mdw Artists Kuhlau: Trio, op. 119 Ibert: Deux Interludes Mozart: Sonate für Klavier und Violine B-Dur, KV 378 Bach: Chaconne aus der Partita für Violine solo Nr. 2

Wiener Mozart Orchester

Violinkonzert G-Dur, KV 216 Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur, op. 60

Soirée musicale/6 € 76 / 71 / 59 / 53 / 45 / 36 / 25 / 6

High.Class I/4 € 21 / 18 / 5 Partner: mdw

d-Moll, BWV 1004

Saint-Saëns: Introduction und Rondo capriccioso, op. 28 sowie Lieder von Loewe und Wolf

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Do

60

16.

09.00 Uhr MT 10.30 Uhr

Erwyn Klaus Haidl, Mandoline, Gesang Paul Dangl, Geige, Gesang Ludwig Ebner, Gitarre, Gesang Peer Ebner, Kontrabass, Gesang Veronika Mandl, Moderation

Tanzgefiedel

Traditionelle amerikanische Volksmusik für Kinder ab 3 Jahren

Kindergartenvorstellung Agathes Wunderkoffer Karten auf Anfrage


Mai 2019 Do

16.

19.30 Uhr GS 19.30 Uhr BS

Fr

17.

Radu Lupu, Klavier Josep-Ramon Olivé, Bariton Jordi Armengol, Klavier

Schubert: Sonate a-Moll, D 845 Sonate A-Dur, D 959

Werke von Duparc, Mompou, García-Tomás, Poulenc und Toldra Agathes Wunderkoffer

09.00 Uhr MT 10.30 Uhr

siehe 16. Mai 2019, 9.00 Uhr

Große Solisten/7 € 76 / 71 / 59 / 53 / 45 / 31 / 19 / 6

Rising Stars/5 € 23

Kindergartenvorstellung Agathes Wunderkoffer Karten auf Anfrage

19.30 Uhr BS

Ingolf Wunder, Klavier

Mozart: Fantasie für Klavier d-Moll, KV 397 Shor: Childhood memories Chopin: Nocturne für Klavier b-Moll, op. 9/1

European Foundation for Support of Culture

Vera Karner, Klarinette Simply Quartet Amélie Hois, Sopran Maciej Skarbek, Klavier

Weber: Klarinettenquintett B-Dur, op. 34 Schubert: Der Hirt auf dem Felsen, D 965 Brahms: Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola

Young.Musicians II/4

Heinrich Biegenzahn, Akkordeon,

Solotarjow: Sonate Nr. 3 Strauß / Jaskewitsch: Frühlingsstimmen. Walzer, op. 410 Biegenzahn: Duo für Violoncello und Akkordeon Nr. 1,

Heinrich Biegenzahn

Nocturne Es-Dur, op. 9/2 Nocturne H-Dur, op. 9/3 Polonaise As-Dur, op. 53 Beethoven: Sonate f-Moll, op. 57, „Sonata appassionata” 20.00 Uhr GL

20.00 Uhr ST

Klarinette

Gyuhui Heo, Violoncello

€ 30 / 25 / 20 / 15 / 10 / 5

€ 28 / 25 / 5

und Violoncello h-Moll, op. 115

€ 15

op. 61

Elgar: Liebesgruß Jacob: Fünf Stücke für Klarinette 20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Sa

18.

Agathes Wunderkoffer

11.00 Uhr MT 13.00 Uhr 15.00 Uhr 15.00 Uhr GL

19.30 Uhr GS

20.00 Uhr GL

siehe 16. Mai 2019, 9.00 Uhr

Max Müller, Bariton, Sprecher Alliance Quartett Wien Volker Nemmer, Klavier

WIEN – eine Annäherung!

von Amtsweg bis Fetzenschädel, von Gustokatz’ bis Zwickerbussi Musik von Beethoven, Schubert, Wellesz, Ziehrer, Kreisler u. a. Texte von Nestroy, Artmann, Wiener, Molden, Schneyder u. a.

Concentus Musicus Wien Arnold Schoenberg Chor Stefan Gottfried, Dirigent Sophie Karthäuser, Sopran Wiebke Lehmkuhl, Alt Michael Schade, Tenor Florian Boesch, Bassbariton

Mendelssohn Bartholdy: Elias. Oratorium, op. 70

Emmanuel Tjeknavorian, Violine Dominik Wagner, Kontrabass Maximilian Kromer, Klavier

Schubert: Sonate für Arpeggione oder Violoncello und Klavier a-Moll, D 821 Rachmaninow: Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll Montag: Sonate für Kontrabass und Klavier e-Moll Bottesini: Elegie Nr. 2 für Kontrabass und Klavier Grand Duo Concertant

Agathe SA 11/5, SA 13/5, SA 15/5 Restkarten zu € 14 auf Anfrage

Magna.Nomina/4 Restkarten auf Anfrage Vorverkauf hat bereits begonnen

Concentus Musicus/4 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Young.Musicians I/4 € 28 / 25 / 5

61


Mai 2019 18. 19.

Sa So

20.15 Uhr BS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Agathes Wunderkoffer

11.00 Uhr MT 14.45 Uhr BS

siehe 16. Mai 2019, 9.00 Uhr

Ute van der Sanden

Einführungsvortrag zum Konzert um 15.30 Uhr im GS

Agathe SO 11/5 Restkarten zu € 14 auf Anfrage

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Slowakischer Philharmonischer Chor Yutaka Sado, Dirigent Daniela Fally, Sopran Elisabeth Kulman, Mezzosopran

Mahler: Symphonie Nr. 2 c-Moll

18.45 Uhr ST

Michele Calella

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

19.30 Uhr GS

Orchester Wiener Akademie Martin Haselböck, Dirigent Jory Vinikour, Cembalo Davide Mariano, Orgel

Bizet: Suite Nr. 1 aus „L’Arlésienne” Poulenc: Concert champêtre für Cembalo und Orchester

Wiener Akademie/4

Wiener Virtuosen Roberto Gonzáles Monjas, Violine Andreas Ottensamer, Klarinette

Mendelssohn Bartholdy: Streichersymphonie Nr. 7 d-Moll Schubert: Rondo für Violine und Streichorchester

Wiener Virtuosen/4

Max Müller, Bariton, Sprecher Alliance Quartett Wien Volker Nemmer, Klavier

WIEN – eine Annäherung!

AO

15.30 Uhr GS

19.30 Uhr BS

20.00 Uhr GL

Mo

20.

19.30 Uhr BS

Ensemble Kontrapunkte Peter Keuschnig, Dirigent

Tonkünstler-Orchester € 46 / 39 / 22 / 18 / 5

Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken g-Moll Liszt: Festklänge. Symphonische Dichtung Nr. 7 (UA der Fassung 1861)

A-Dur, D 438 Elgar: Serenade für Streichorchester e-Moll, op. 20 Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll, op. 73 von Amtsweg bis Fetzenschädel, von Gustokatz’ bis Zwickerbussi Musik von Beethoven, Schubert, Wellesz, Ziehrer, Kreisler u. a. Texte von Nestroy, Artmann, Wiener, Molden, Schneyder u. a.

Janáček: Auf verwachsenem Pfade Webern: Passacaglia, op. 1 Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und

€ 67 / 61 / 52 / 45 / 37 / 26 / 19 / 6

€ 64 / 59 / 50 / 47 / 35 / 22 / 6

€ 27 / 20 / 5 Vorverkauf hat bereits begonnen

Kontrapunkte/5 € 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Celesta 20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Di

21.

18.45 Uhr BS

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

19.30 Uhr GS

62

Ute van der Sanden

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Slowakischer Philharmonischer Chor Yutaka Sado, Dirigent Daniela Fally, Sopran Elisabeth Kulman, Mezzosopran

Mahler: Symphonie Nr. 2 c-Moll

Tonkünstler-Orchester € 46 / 39 / 35 / 22 / 18 / 5


Mai 2019 Di

21.

20.00 Uhr GL

20.30 Uhr BS

Plattform K+K Vienna Christoph Grissemann, Lesung

Wiener Hofburg Orchester

Reznicek: Fragment für Streichquartett (UA) Rabl: Klarinettenquartett, op. 1 Mallinger: Traces (UA) Strawinsky: L’Histoire du Soldat

Phil.Harmonisch/3 Wahl.Abonnement II

Walzer- und Operettenkonzert

Wiener Hofburg Orchester

€ 28 / 25 / 5

Karten beim Veranstalter

Mi

22.

19.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Minetti Quartett Harriet Krijgh, Violoncello

Arenskij: Quartett für Violine, Viola und

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

zwei Violoncelli a-Moll, op. 35 Schubert: Streichquartett G-Dur, D 887

Kammermusik-Zyklus/6 € 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Do

Fr

23.

24.

09.00 Uhr MT 10.30 Uhr

Teresa Meckel, Violine, Viola Judith Schiller, Harfe Savva Tikhonov, Gesang Johann Schiestl, Tuba Hanne Muthspiel-Payer, Moderation

Wie der Hirtenjunge mit dem Riesen kämpfte und nachher König wurde Musik von Scarlatti, Kuhlau, Reinecke u. a.

Kindergartenvorstellung KlingKlang

für Kinder ab 4 Jahren

Karten auf Anfrage

09.00 Uhr GL 11.00 Uhr

Beethoven Philharmonie Felix Hornbachner, Dirigent Esther Planton, Moderation

KlassiX – moderierte Schulkonzerte Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:85

KlassiX Schulvorstellung

19.30 Uhr BS

Rodolfo Leone, Klavier

Beethoven: Sieben Bagatellen, op. 33 Chopin: Sonate Nr. 2 b-Moll, op. 35 Beethoven: Sechs Bagatellen, op. 126 Rachmaninow: Sonate Nr. 2 b-Moll, op. 36

Jeunesse

KlingKlang

Kindergartenvorstellung KlingKlang

09.00 Uhr MT 10.30 Uhr

siehe 23. Mai 2019, 9.00 Uhr

9.00 für die 5. und 6. Schulstufe 11.00 für die 7. und 8. Schulstufe Karten auf Anfrage

Karten Tel. 505 63 56

Karten auf Anfrage

20.00 Uhr GL

20.15 Uhr GS

Fagotes Locos Leonard Eröd, Fagott Martin Machovits, Fagott, Gesang Marcelo Padilla, Fagott, E-Fagott David Seidel, Fagott

Follia Loca

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Musik von Grieg, Milde, Oregano, Prokofiev, Rossini, Wagenseil, Wolfgang u. a.

Atem.Kunst/4 € 28 / 25 / 5

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Sa

25.

KlingKlang

11.00 Uhr MT 13.00 Uhr 15.00 Uhr 19.00 Uhr BS

siehe 23. Mai 2019, 9.00 Uhr

KlingKlang SA 11/5, SA 13/5, SA 15/5 Restkarten zu € 14 auf Anfrage

Leier Ensemble Yomiuri Koto Ensemble neues wiener mandolinen- und gitarren­ensemble Yomiuri Frauenchor Mozart Knabenchor Wien Takehiko Okabe,

YOMIURI Internationales Kunstfestival – 150 Jahre Freundschaft zwischen Österreich und Japan

Chorwerke und japanische und österreichische Musik auf verschiedenen Instrumenten Werke von Mozart, Schubert, Taki, Miyagi u. a.

European Music Consulting Japan € 10

künstlerische Gesamtleitung Yamato Mai, Crystal Bowl Healing

63


Mai 2019 Sa

25.

20.00 Uhr GL

20.15 Uhr GS

Max Müller, Bariton, Sprecher Alliance Quartett Wien Volker Nemmer, Klavier

Wiener Mozart Orchester

WIEN – eine Annäherung!

von Amtsweg bis Fetzenschädel, von Gustokatz’ bis Zwickerbussi Musik von Beethoven, Schubert, Wellesz, Ziehrer, Kreisler u. a. Texte von Nestroy, Artmann, Wiener, Molden, Schneyder u. a. Werke von Mozart

Wahl.Abonnement I € 27 / 20 / 5 Vorverkauf hat bereits begonnen

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

So

26.

11.00 Uhr GS

Akademischer Orchesterverein in Wien Christian Birnbaum, Dirigent Akademisches Orchester Berlin Peter Aderhold, Dirigent

18.30 Uhr BS

„Egmont”, op. 84 Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll, op. 120 Tschaikowskij: Symphonie Nr. 6 h-Moll, op. 74 „Pathétique” KlingKlang

11.00 Uhr MT 13.00 Uhr 15.00 Uhr 15.00 Uhr GL

Beethoven: Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel

siehe 23. Mai 2019, 9.00 Uhr

Akademischer Orchesterverein in Wien € 48 / 45 / 42 / 39 / 36 / 32 / 25 / 5

KlingKlang SO 11/5, SO 13/5, SO 15/5 Restkarten zu € 14 auf Anfrage

Max Müller, Bariton, Sprecher Alliance Quartett Wien Volker Nemmer, Klavier

Philharmonia Schrammeln

WIEN – eine Annäherung!

von Amtsweg bis Fetzenschädel, von Gustokatz’ bis Zwickerbussi Musik von Beethoven, Schubert, Wellesz, Ziehrer, Kreisler u. a. Texte von Nestroy, Artmann, Wiener, Molden, Schneyder u. a. Schrammeln pur

AO € 27 / 20 / 5 Vorverkauf hat bereits begonnen

Philharmonia Schrammeln/4 € 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

19.30 Uhr GS

27.

Mo

Wiener Symphoniker Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Philippe Jordan, Dirigent Bryan Hymel, Tenor

09.00 Uhr GL 11.00 Uhr

Beethoven Philharmonie Felix Hornbachner, Dirigent Esther Planton, Moderation

19.30 Uhr GS

Wiener Symphoniker Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Philippe Jordan, Dirigent Bryan Hymel, Tenor

20.15 Uhr BS

Wiener Mozart Orchester

Berlioz: Requiem für Tenor-Solo, Chor und Orchester,

op. 5

Meisterinterpreten I/8 € 99 / 94 / 83 / 68 / 56 / 45 / 7

KlassiX – moderierte Schulkonzerte Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:85

KlassiX Schulvorstellung

Berlioz: Requiem für Tenor-Solo, Chor und Orchester,

Meisterinterpreten II/6

op. 5

Werke von Mozart

9.00 Uhr für die 5. und 6. Schulstufe 11.00 Uhr für die 7. und 8. Schulstufe Karten auf Anfrage

€ 99 / 94 / 83 / 68 / 56 / 45 / 7

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Di

28.

64

19.30 Uhr GS

Yo-Yo Ma, Violoncello

Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur, BWV 1007

Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll, BWV 1008 Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur, BWV 1009 Suite für Violoncello solo Nr. 4 Es-Dur, BWV 1010 Suite für Violoncello solo Nr. 5 c-Moll, BWV 1011, „Suite discordable” Suite für Violoncello solo Nr. 6 D-Dur, BWV 1012

AO € 67 / 55 / 45 / 26 / 7 Vorverkauf hat bereits begonnen


Mai 2019 Di

Mi Do

28.

19.30 Uhr BS

29. 30.

20.15 Uhr GS

Altenberg Trio Thomas Riebl, Viola

Wiener Mozart Orchester

Schostakowitsch: Trio für Klavier, Violine und

Violoncello Nr. 1 c-Moll, op. 8 Schumann: Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 d-Moll, op. 63 Strauss: Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello c-Moll, op. 13 Werke von Mozart

Altenberg Trio/5 € 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

11.00 Uhr GS

Wiener Philharmoniker Mariss Jansons, Dirigent

Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38 Berlioz: Symphonie fantastique, op. 14

Das Goldene Musikvereinsabonnement I/R Weihnachts-Abo/4 € 148 / 135 / 120 / 98 / 69 / 49 / 29 / 7

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Fr

31.

19.30 Uhr BS

19.30 Uhr GL

Haydn-Quartett

Paul Badura-Skoda, Klavier Menahem Pressler, Klavier

Haydn: Streichquartett A-Dur, Hob. III:36 Beethoven: Streichquartett F-Dur, op. 18/1 Haydn: Streichquartett d-Moll, Hob. III:76

Classic Exclusive OG

Schubert: Vier Impromptus, D 899

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg

€ 49 / 45 / 39 / 35 / 29 / 10

€ 25

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

65


Kalendarium Juni 2019

Sa

1.

11.00 Uhr ST

Jose Andres Navarro Silberstein,

Klavier

Julian Miles Trevelyan, Klavier

15.00 Uhr ST

Jose Andres Navarro Silberstein,

Klavier

Julian Miles Trevelyan, Klavier

15.30 Uhr GS 20.15 Uhr GS

Meisterkurs Paul Badura-Skoda Mozart: Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll, KV 491

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

Meisterkurs Menahem Pressler Schumann: Humoreske, op. 20

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

Wiener Philharmoniker Mariss Jansons, Dirigent

Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38 Berlioz: Symphonie fantastique, op. 14

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

So

2.

11.00 Uhr GS 11.00 Uhr ST

Wiener Philharmoniker Mariss Jansons, Dirigent

Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38 Berlioz: Symphonie fantastique, op. 14

Wiener Philharmoniker/So

Jose Andres Navarro Silberstein,

Meisterklasse Paul Badura-Skoda Schumann: Humoreske, op. 20

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg

Klavier

Julian Miles Trevelyan, Klavier

14.45 Uhr BS

Christian Meyer

Kartenbüro Wr. Philharmoniker

€3

Einführungsvortrag zum Konzert um 15.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

15.00 Uhr ST

Jose Andres Navarro Silberstein,

Klavier

Julian Miles Trevelyan, Klavier

15.30 Uhr GS

20.00 Uhr ST

3.

19.30 Uhr BS 20.00 Uhr GL

20.15 Uhr GS

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg €3

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Michael Schønwandt, Dirigent Hiromi Kikuchi, Violine Ken Hakii, Viola

Bartók: Der wunderbare Mandarin. Konzertsuite, op. 19 Kurtág: „... concertante ...” für Violine, Viola und

Tonkünstler-Orchester

Jose Andres Navarro Silberstein,

Abschlusskonzert der Meisterkurse Paul Badura-Skoda und Menahem Pressler Mozart: Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll, KV 491 Schumann: Humoreske, op. 20

Internationale Klavierstiftung Theo und Petra Lieven zu Hamburg

The Drake Choir Aimee Beckmann-Collier, Leitung

Werke von Thompson, Lauridsen, Bruckner, Byrd, Bishop u. a.

Sovereign Tourism Ltd

Christoph Koncz, Violine Benjamin Marquise Gilmore, Violine Lily Francis, Viola Gerhard Marschner, Viola David Pennetzdorfer, Violoncello Sebastian Bru, Violoncello

Strauss: Ouvertüre zu „Capriccio” für Streichsextett Schönberg: Verklärte Nacht, op. 4 Brahms: Streichsextett Nr. 2 G-Dur, op. 36

Phil.Harmonisch/4 Wahl.Abonnement I

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Klavier

Julian Miles Trevelyan, Klavier

Mo

Meisterklasse Menahem Pressler Mozart: Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll, KV 491

Orchester, op. 42 Dvořák: Natur – Leben – Liebe, op. 91

€ 54 / 51 / 46 / 39 / 35 / 22 / 18 / 5

€3

€7

€ 28 / 25 / 5

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Di

4.

18.45 Uhr MT

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

19.30 Uhr GS

66

Christian Meyer

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Michael Schønwandt, Dirigent Hiromi Kikuchi, Violine Ken Hakii, Viola

Bartók: Der wunderbare Mandarin. Konzertsuite, op. 19 Kurtág: „...concertante...” für Violine, Viola und

GS............... Großer Saal BS............... Brahms-Saal GL.............. Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT.............. Metallener Saal ST................ Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium KH-Sch....... Konzerthaus – Schubert-Saal

Orchester, op. 42 Dvořák: Natur – Leben – Liebe, op. 91

Tonkünstler-Orchester € 46 / 39 / 35 / 22 / 18 / 5

AO.............. Außerordentliches Gesellschaftskonzert


Juni 2019 Di

Mi

4.

19.30 Uhr BS

5.

19.00 Uhr GL

19.30 Uhr BS 20.15 Uhr GS

Clemencic Consort René Clemencic, Leitung, Cembalo Hiro Kurosaki, Barockvioline Fritz Kircher, Barockvioline Herbert Lindsberger, Barockviola Jennifer Harris, Barockfagott Christoph Urbanetz, Viola da Gamba Matthijs Lunenburg, Zink David Bergmüller, Laute

Virtuose Instrumentalmusik des Frühbarock Selma y Salaverde: Canzoni, Fantasie e Correnti

Clemencic Consort/3

Maximilian Kromer, Klavier Sophie Druml, Klavier Takuma Ishii, Klavier

Meisterklasse Daniil Trifonov Prokofjew: Sonate Nr. 7 B-Dur, op. 83 Schumann: Sonate g-Moll, op. 22 Chopin: Ballade As-Dur, op. 47

AO

Piotr Beczala, Tenor Helmut Deutsch, Klavier

Werke von Schubert, Rimskij-Korsakow und Tschaikowskij

Liederabende/7

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

€ 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

€5 Vorverkauf hat bereits begonnen Partner: mdw

€ 59 / 50 / 47 / 35 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Do

6.

18.45 Uhr ST

Ernest Hoetzl

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

19.30 Uhr GS

ORF RSO Wien Johannes Debus, Dirigent Daniil Trifonov, Klavier

Offenbach: Ouvertüre zu „Les Fées du Rhin” Trifonov: Klavierkonzert es-Moll (ÖEA) Dutilleux: Métaboles Offenbach: „Le Royaume de Neptune” aus

ORF RSO Wien/5 Jeunesse

Kammerorchester con fuoco Svetoslav Borisov, Dirigent Julia Hagen, Violoncello

Schubert: Ouvertüre B-Dur, D 470 Haydn: Cellokonzert C-Dur, Hob. VIIb:1 Mozart: Symphonie D-Dur, KV 504

Jeunesse

Haydn-Quartett

Haydn: Streichquartett Es-Dur, Hob. III:31 Beethoven: Streichquartett A-Dur, op. 18/5 Haydn: Streichquartett B-Dur, Hob. III:78

Classic Exclusive OG

€ 67 / 61 / 52 / 45 / 37 / 26 / 19 / 6

„Orphée aux enfers” (ÖEA)

19.30 Uhr BS

Fr

7.

19.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Karten Tel. 505 63 56

€ 49 / 45 / 39 / 35 / 29 / 10

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Sa So

8. 9.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

19.30 Uhr GS

Grazer Philharmoniker Oksana Lyniv, Dirigentin Anna Brull, Mezzosopran

Wagner: Siegfried-Idyll, WWV 103 Berio: Folk Songs für Frauenstimme und Orchester Liszt: Von der Wiege bis zum Grabe Skrjabin: Le Poème de l’Extase.

Volksbildungskreis € 68 / 58 / 52 / 45 / 34 / 24 / 5

Symphonische Dichtung in einem Satz, op. 54 Mo Di

10. 11.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

18.30 Uhr BS

19.30 Uhr GS

Ensemble Wien

Maurizio Pollini, Klavier

Die Walzerkönige

Populäres und Unbekanntes von Lanner, der Strauß-Dynastie u. a.

Chopin: Nocturne H-Dur, op. 62/1 Nocturne E-Dur, op. 62/2 Polonaise fis-Moll, op. 44 Berceuse Des-Dur, op. 57 Scherzo cis-Moll op. 39 Debussy: Préludes (I livre)

Freude an Musik/5 € 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Große Solisten/8 € 76 / 71 / 59 / 53 / 45 / 31 / 19 / 6

67


Juni 2019 12.

Mi

19.30 Uhr GS

20.15 Uhr BS

Wiener Symphoniker Lorenzo Viotti, Dirigent Matthias Goerne, Bariton

Wiener Mozart Orchester

Wagner: Vorspiel zur Oper „Tristan und Isolde”

und „Isoldes Liebestod”, WWV 90 Pfitzner: An die Mark, op. 15/3 Es glänzt so schön die sinkende Sonne, op. 4/1 Es fällt ein Stern herunter, op. 4/3 Nachts, op. 26/2 Ist der Himmel darum im Lenz so blau, op. 2/2 Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, op. 3/3 Herbstlied, op. 3/2 Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Skrjabin: Le Poème de l’Extase, op. 54 Werke von Mozart

Die Große Symphonie A/8 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

13.

Do

19.30 Uhr GS

19.30 Uhr BS

Fr

14.

14.45 Uhr BS 15.30 Uhr GS

Wiener Symphoniker Lorenzo Viotti, Dirigent Matthias Goerne, Bariton

Artis-Quartett

Christoph Koncz Wiener Philharmoniker Zubin Mehta, Dirigent

Wagner: Vorspiel zur Oper „Tristan und Isolde” und

„Isoldes Liebestod”, WWV 90 Pfitzner: An die Mark, op. 15/3 Es glänzt so schön die sinkende Sonne, op. 4/1 Es fällt ein Stern herunter, op. 4/3 Nachts, op. 26/2 Ist der Himmel darum im Lenz so blau, op. 2/2 Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, op. 3/3 Herbstlied, op. 3/2 Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Skrjabin: Le Poème de l’Extase, op. 54

Die Große Symphonie B/8 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

Albéniz: Sevilla Cordoba, op. 232/4 Asturias, op. 47/5, aus der „Suite Española” Bartók: Streichquartett Nr. 1 a-Moll, Sz 40 Ravel: Streichquartett F-Dur

Artis-Quartett/4

Einführungsvortrag zur Generalprobe um 15.30 Uhr im GS

Jeunesse

Strawinsky: Le Sacre du Printemps

Jeunesse Generalprobe

€ 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

Karten Tel. 505 63 56

Karten Tel. 505 63 56

19.30 Uhr GS

19.30 Uhr KHSchS

Wiener Symphoniker Lorenzo Viotti, Dirigent Matthias Goerne, Bariton

Wagner: Vorspiel zur Oper „Tristan und Isolde” und

Amatis Trio

Haydn: Trio für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur,

„Isoldes Liebestod”, WWV 90 Pfitzner: An die Mark, op. 15/3 Es glänzt so schön die sinkende Sonne, op. 4/1 Es fällt ein Stern herunter, op. 4/3 Nachts, op. 26/2 Ist der Himmel darum im Lenz so blau, op. 2/2 Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, op. 3/3 Herbstlied, op. 3/2 Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Skrjabin: Le Poème de l’Extase, op. 54 Hob. XV:27

Schostakowitsch: Trio für Klavier, Violine und

Violon­cello Nr. 1 c-Moll, op. 8

Tarrodi: Moorlands Mendelssohn Bartholdy: Trio für Klavier, Violine und

Violoncello Nr. 1 d-Moll, op. 49

68

Wiener Symphoniker – ÖGB Jeunesse € 87 / 82 / 72 / 62752 / 39 / 25 / 6

Rising Stars/6 € 23


Juni 2019 Fr Sa

14. 15.

20.15 Uhr BS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

15.00 Uhr GS

19.30 Uhr GS

20.15 Uhr BS

Cleveland Orchestra Youth Orchestra Vinay Parameswaran, Dirigent

Adams: The Chairman Dances. Foxtrott für Orchester Bartók: Tanzsuite für Orchester, Sz 77 Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Kunst und Kultur – ohne Grenzen

Orchestre National du Capitole de Toulouse Tugan Sokhiev, Dirigent Nikolaï Lugansky, Klavier

Borodin: „Eine Steppenskizze aus Mittelasien” für Orchester Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll, op. 30 Tschaikowskij: Symphonie Nr. 4 f-Moll, op. 36

Das Goldene Musikvereinsabonnement I/6

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

€ 35 / 25 / 10

€ 99 / 94 / 83 / 68 / 56 / 45 / 26 / 7

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

So

16.

11.00 Uhr GS

18.30 Uhr BS

19.30 Uhr GS

Mo

17.

18.30 Uhr GL

Wiener Philharmoniker Zubin Mehta, Dirigent Bejun Mehta, Countertenor

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201

Küchl-Quartett

Haydn: Streichquartett B-Dur, Hob. III:69 Dvořák: Streichquartett E-Dur, op. 80 Beethoven: Streichquartett F-Dur, op. 135

Quartett-Zyklus/5

Borodin: Polowetzer Tänze aus der Oper „Fürst Igor” Rachmaninow: Der Frühling. Kantate, op. 20 Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung

Meisterinterpreten II/7

Jahreskonzert

Johann Sebastian Bach Musikschule des Evangelischen Schulwerkes A.B. Wien

Orchestre National du Capitole de Toulouse Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Tugan Sokhiev, Dirigent Garry Magee, Bariton Solisten, Ensembles und Orchester der Johann Sebastian Bach Musikschule

Ombra felice – Io ti lascio, e questo addio, KV 255 Vadasi … Già dagli occhi il velo è tolto, KV 87 Cara, cara lontano anchora, KV 111 Strawinsky: Le Sacre du Printemps

Werke von der Klassik bis zur Gegenwart

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/7 € 126 / 115 / 92 / 68 / 49 / 29 / 7

€ 48 / 45 / 39 / 34 / 27 / 18 / 6

€ 99 / 94 / 83 / 68 / 56 / 45 / 26 / 7

Karten auf Anfrage

19.30 Uhr GS

20.15 Uhr BS

Wiener Philharmoniker Zubin Mehta, Dirigent Bejun Mehta, Countertenor

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Ombra felice – Io ti lascio, e questo addio, KV 255 Vadasi … Già dagli occhi il velo è tolto, KV 87 Cara, cara lontano anchora, KV 111 Strawinsky: Le Sacre du Printemps

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50

Di

Mi

18.

19.30 Uhr GS

19.

19.30 Uhr GS

Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe, Dirigent Dorothee Mields, Sopran Hana Blažíková, Sopran Alex Potter, Alt Thomas Hobbs, Tenor Krešimir Stražanac, Bass

Bach: Messe h-Moll, BWV 232, „Hohe Messe”

Orchestra della Svizzera Italiana Markus Poschner, Dirigent Emmanuel Tjeknavorian, Violine

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Die Hebriden”,

Alte Meister/4 € 87 / 82 / 72 / 62 / 52 / 39 / 25 / 6

op. 26

Brahms: Violinkonzert D-Dur, op. 77 Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97,

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

„Rheinische”

69


Ausstellung

Japan

ÖSTERREICHISCHE MUSIK in Japan

Franz Werfel

Jacobowsky und der Oberst Theater in der Josefstadt www.josefstadt.org

© Dario Acosta / DG

Karten und Info unter: T 01-42-700-300

JAPANISCHE MUSIK in Österreich

MEISTERKLASSE

M i t t wo ch

05 Ju n i 2 0 1 9

DANIIL TRIFONOV DIE 4 NEUEN SÄLE

19:00-21:00 G l äs e r n e r S a a l / Magna Auditorium

GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN

Karten unter

Maximilian Kromer Sophie Druml Takuma Ishii Kooperation mit der mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN

MUSIKVEREIN W WKarten W . M Uunter S I K VWWW.MUSIKVEREIN.AT E R E I N . A T O D E R ODER 5 0 5505 8 181990 0

Musikverein · Ausstellungssaal Wien I, Bösendorferstraße 12 26. April – 22. Juni 2019 Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr Samstag 9 – 14 Uhr Feiertage geschlossen Führungen: Dienstag 16 Uhr und Samstag 11 Uhr Führungen für Gruppen nach Anmeldung Die Ausstellung ist auch bei Konzerten geöffnet, die von der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien veranstaltet werden – jeweils eine halbe Stunde GESELLSCHAFT vor Konzertbeginn und in den DER MUSIKFREUNDE Konzertpausen. IN WIEN


Juni 2019 Fr

21.

19.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Haydn-Quartett

Wiener Mozart Orchester

Haydn: Streichquartett C-Dur, Hob. III:32 Beethoven: Streichquartett c-Moll, op. 18/4 Haydn: Streichquartett G-Dur, Hob. III:75

Werke von Mozart

Classic Exclusive OG € 49 / 45 / 39 / 35 / 29 / 10

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Sa

22.

18.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Haydn Symphony Orchestra Vienna Jin Wang, Dirigent Wiener Mozart Orchester

Junge Stars der Zukunft spielen bekannte Klavierkonzerte gemeinsam mit dem Haydn Symphony Orchestra Vienna zugunsten der St. Anna Kinderkrebsforschung. Werke von Mozart

Austrian Imperial Arts Artists’ Management Karten auf Anfrage

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

So

23.

11.00 Uhr GS

20.00 Uhr GS

Mo Di

24. 25.

20.15 Uhr GS

Orchesterverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Internationaler Franz Schmidt Chor Alois J. Hochstrasser, Dirigent Robert Kovacs, Orgel Nicola Proksch, Sopran Barbara Hölzl, Alt Johannes Chum, Tenor Jan Petryka, Tenor Robert Holl, Bass Thomas Tatzl, Bass

Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln. Aus der

Bruckner Orchester Linz Markus Poschner, Dirigent

„Sommerkonzert – Musik der Meister” Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur, WAB 104,

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Offenbarung des Johannes – Oratorium für Solisten, Chor, Orchester und Orgel

„Romantische”

AO € 52 / 45 / 40 / 31 / 25 / 19 / 12 / 5

Volksbildungskreis € 78 / 68 / 58 / 48 / 42 / 36 / 24 / 7

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

19.00 Uhr GS

20.30 Uhr BS

Collegium 1704 Václav Luks, Dirigent Magdalena Kožená, Mezzosopran

Il Giardino dei sospiri Werke von Händel, Marcello, Leo und Sarri

Wiener Hofburg Orchester

Walzer- und Operettenkonzert

International Centre of Slavic Music Brno € 60 / 50 / 40 / 30 / 20 / 10 / 5

Wiener Hofburg Orchester Karten beim Veranstalter

Mi Do

26. 27.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

19.30 Uhr GS

ORF RSO Wien

Orchesterkonzert – Diplomprüfung Dirigentenausbildung

ORF RSO Wien/6 € 67 / 61 / 52 / 45 / 37 / 26 / 19 / 6

20.30 Uhr BS

Wiener Hofburg Orchester

Walzer- und Operettenkonzert

Wiener Hofburg Orchester Karten beim Veranstalter

Fr

28.

19.30 Uhr BS

20.15 Uhr GS

Haydn-Quartett

Wiener Mozart Orchester

Haydn: Streichquartett g-Moll, Hob. III:33 Beethoven: Streichquartett G-Dur, op. 18/2 Haydn: Streichquartett C-Dur, Hob. III:77

Werke von Mozart

Classic Exclusive OG € 49 / 45 / 39 / 35 / 29 / 10

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Sa

29.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

71


Kalendarium Juli 2019

1. 2.

Mo Di

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

15.30 Uhr GS

20.15 Uhr GS

San Francisco International Youth Orchestra Christian Reif, Dirigent Nicola Benedetti, Violine

Glanert: American Prelude Nr. 1 Tschaikowskij: Violinkonzert D-Dur, op. 35 Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

San Francisco Symphony Youth Orchestra € 30 / 25 / 20

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

3. 4. 5.

Mi Do Fr

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Eröffnungszeremonie Summa Cum Laude International

16.45 Uhr GS

Concerts-Austria Columbus Ihr Reisebüro GmbH & CoKG Karten auf Anfrage

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

6. 8.

Sa Mo

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

15.30 Uhr GS

20.15 Uhr GS

Filasteen Young Musicians Orchestra Thomas Guggeis, Dirigent Michael Barenboim, Violine

Wiener Mozart Orchester

13. Konzert Summa Cum Laude International Youth Music Festival Mozart: Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni”, KV 527

Violinkonzert G-Dur, KV 216 Symphonie g-Moll, KV 550 Werke von Mozart

Concerts-Austria Columbus Ihr Reisebüro GmbH & CoKG € 49 / 46 / 41 / 36 / 32 / 29 / 15 / 5

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

9. 10. 12.

20.15 Uhr GS

13. 14.

19.30 Uhr GS

Di Mi Fr

Sa So

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart Chinesisches Konzert

19.00 Uhr GS

China Arts Education Federation Karten auf Anfrage

19.30 Uhr GS

Wiener Akademische Philharmonie Michal Juraszek, Dirigent Yuemeng Li, Klavier Fangwei Zhao, Klavier Hsiyun Wu, Klavier Mingyang Li, Klavier

Klavierkonzert mit vier chinesischen Talenten – Galakonzert iMusic Union Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur, op. 73 Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll, op. 21 Tschaikowskij: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, op. 23 Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll, op. 18

ECCAA - European Chinese Culture Artists Association

Chinesisches Konzert

Master Music Int.Limited

€ 52 / 48 / 42 / 35 / 28 / 21 / 15 / 5

Karten auf Anfrage

18.00 Uhr GS

Deutsche Streicherphilharmonie Wolfgang Hentrich, Dirigent SoRyang, Klavier

Sibelius: Andante festivo Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur, BWV 1048 Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll, op. 21 Schostakowitsch: Kammersymphonie, op. 110a Elgar: Variationen über ein Originalthema („Enigma”)

für Orchester, op. 36 – „Nimrod” Vivaldi: Concerto g-Moll, op. 8/2 (RV 315) – „L’Estate” („Der Sommer”)

GS............... Großer Saal

72

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Aaron Eventmanagement GmbH € 68 / 58 / 52 / 45 / 39 / 34 / 24 / 5


Juli 2019 Mo Di Mi Do Fr Sa So

15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.

20.15 Uhr GS

Di Mi Do Fr Sa

22. 23. 24. 25. 26. 27.

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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Chinesisches Konzert

11.00 Uhr GS

Master Music International Limited Karten auf Anfrage

19.30 Uhr GS

Mo

Wiener Mozart Orchester

20.15 Uhr GS

Diocesan Boys’ School Symphony Orchestra Vienna University Philharmonic Choir Samuel Pang, Dirigent

Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll, op. 125

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wens Travel Karten auf Anfrage

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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The Third World Youth Arts Festival

11.00 Uhr GS

20.15 Uhr GS

Chor- und Orchestermusik mit jungen Künstlern aus China und Österreich

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Fukesi International Culture Communication Karten auf Anfrage

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So

28.

Gala Concert of The World Orchestra Festival

16.00 Uhr GS

Master Music International Limited Karten auf Anfrage

Gala Concert of The World Orchestra Festival

19.30 Uhr GS

Master Music International Limited Karten auf Anfrage

Mo Di Mi

29. 30. 31.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

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Kalendarium August 2019

1. 2. 3. 4.

Do Fr Sa So

20.15 Uhr GS

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 105 / 85 / 70 / 50 / 15

Gala Concert of The World Orchestra Festival

16.00 Uhr GS

Master Music International Limited Karten auf Anfrage

Gala Concert of The World Orchestra Festival

19.30 Uhr GS

Master Music International Limited Karten auf Anfrage

Mo Di Mi Do Fr Sa So

Mo

5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

20.15 Uhr GS

12.

19.30 Uhr BS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

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20.15 Uhr GS

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20.15 Uhr GS

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20.15 Uhr GS

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Werke von Mozart

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19.30 Uhr GS

Hua Yun Star

Sommerkonzert 2019

Chinesisches Konzert

Hua Yun Dandelion (Beijing) Culture Media Co., Ltd. Karten auf Anfrage

Mei Ye Chorkonzert

Chinesisches Konzert

Ye @ Music Studio Karten auf Anfrage

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

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Di Mi

13. 14.

20.15 Uhr GS

Wiener Mozart Orchester

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20.15 Uhr GS

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GS............... Großer Saal BS............... Brahms-Saal 74

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Impressum Werbung Thomas Mittermayer Titelfoto Kirk Edwards Druck „agensketterl“ Druckerei, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 DVR: 0066249 Redaktionsschluss 11. März 2019

Kartenverkauf Eigenveranstaltungen

Führungen / Guided Tours

Konzertkassa – Musikvereinsgebäude

täglich (außer Sonntag)

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Für die Konzerte im September 2019 gibt es folgende Sonderregelung: Vorverkauf für Mitglieder ab 5. August 2019, allgemeiner Vorverkauf ab 7. August 2019.

Kartenbestellungen sind möglich per +43-1-505 81 90 Telefon (Mo–Fr 9.00 bis 18.00 Uhr, Sa 9.00 bis 13.00 Uhr) Fax +43-1-505 81 90 / 94 E-Mail tickets@musikverein.at Internet www.musikverein.at Bestellkarte nur für Mitglieder und Abonnenten Karten können mittels Kreditkarte innerhalb der angegebenen Vorverkaufsfristen bestellt werden. Bestellte Karten erhalten Sie gegen Vorlage der Kreditkarte oder des Bestätigungs-Mails an der Kassa des Musikvereins. Wir bitten Sie zu beachten, dass Bestellungen verbindlich sind und weder storniert noch umgetauscht werden können. Werden bestellte Karten nicht abgeholt, so ist eine Rückerstattung des Kaufpreises nicht möglich.

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Finanzgeschäfte sind kompliziert genug. Deshalb sprechen wir eine einfache und verständliche Sprache. Denn wir wissen: Nur wenn wir uns verstehen, können wir auch die richtige Lösung für Sie finden. www.bankaustria.at

Information zu Gruppen­f ührungen unter:

Bitte senden Sie Ihre Bestellkarte in einem ausreichend frankierten Kuvert an das Kartenbüro der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, A-1010 Wien, Bösendorferstraße 12

Wir sind für Sie da.

Bei allen Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (im Kalendarium mit hellerem Hintergrund) beginnt der Kartenvorverkauf – wenn nicht anders angegeben – für Mitglieder zwei Monate vor der jeweiligen Veranstaltung. Eine Woche danach sind Karten im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Am ersten Verkaufstag des Einzelkartenverkaufs für Mitglieder behält es sich die Gesellschaft der Musikfreunde vor, den Einkaufsrahmen für jedes Mitglied auf höchstens vier Karten zu beschränken.

Ablaufdatum

Vorverkauf

Preise ab Juli 2019 Erwachsene € 9,— Jugendliche, Studenten € 5,50 Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr GRATIS

Kartenprüfnummer (CVC)

Von 1. Juli bis 31. August 2019 ist die Konzertkassa von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 12.00 geöffnet. Am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen bleibt die Konzertkassa geschlossen. Ab 1. September 2019 gelten die regulären Öffnungszeiten.

Treffpunkt Musikverein Konzertkassa Bösendorferstraße 12

Kartenprüfnummer (CVC)

Mit besonders großzügigen Kassenöffnungszeiten bietet die Gesellschaft der Musikfreunde ihren Kunden einen außergewöhnlichen Service von größtmöglicher Flexibilität. Unmittelbar vor Konzertbeginn müssen wir allerdings aus Zeitgründen und aus Gründen der Fairness dem aktuellen Kartenverkauf einen Vorrang gegenüber allgemeinen Geschäftsvorgängen geben. Wir bitten Sie daher, insbesondere Kommissionsgeschäfte und Kartenkäufe oder -abholungen, die nicht das aktuelle Konzert betreffen, in der Rahmenzeit Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr und Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr abzuwickeln. Wir danken für Ihr Verständnis.

im Juli und August 2019 10.00 Englisch 11.00 Englisch 12.00 Englisch / Deutsch

Datum und Unterschrift

Montag bis Freitag 9.00 bis 20.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen. Bei allen Eigenveranstaltungen öffnet die Kassa eine Stunde vor Konzertbeginn. Am Karfreitag, 19. April 2019 bleibt die Konzertkassa geschlossen.

während der Saison 13.00 Englisch 13.45 Deutsch

Datum und Unterschrift

Öffnungszeiten

Bitte senden Sie Ihre Bestellkarte in einem ausreichend frankierten Kuvert an das Kartenbüro der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, A-1010 Wien, Bösendorferstraße 12

1010 Wien, Musikvereinsplatz 1 (Eingang: Bösendorferstraße 12)

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Das Leben ist voller Höhen und Tiefen.

Chefredaktion Dr. Joachim Reiber Redaktion Mag. Ulrike Lampert Kalendarium Nora Muck, BA Graphische Gestaltung / Produktion Thomas Apel

Foto: Wolf-Dieter Grabner

Musikfreunde · Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien · Jahrgang 31/8 Medieninhaber (Verleger) Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81 Für den Inhalt verantwortlich Dr. Thomas Angyan


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MAI/JUNI Kartenverkauf Fremdveranstaltungen Jeunesse 1010 Wien, Bösendorferstraße 12 · Telefon: +43-1-505 63 56 Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 1010 Wien, Herrengasse 10 · Telefon: +43-1-586 83 83 ÖGB Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien · Telefon: +43-1-534 44-39 670 Wiener Philharmoniker 1010 Wien, Kärntner Ring 12 · Telefon: +43-1-505 65 25 Wiener Symphoniker 1030 Wien, Daffingerstrasse 4/DG · Telefon +43-1-24 20 02 Volksbildungskreis 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 44 · Telefon: +43-1-505 96 60

Khatia Buniatishvili schuBert

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Anna und der König

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Ein Märchen aus Russland

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MUSIKFREUNDE Mai/Juni 2019  

"Musikfreunde", das Magazin der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, erscheint während der Konzertsaison monatlich und informiert über die...

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"Musikfreunde", das Magazin der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, erscheint während der Konzertsaison monatlich und informiert über die...

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