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Pressespiegel 2013 Kammermusiktage Mettlach 09.06. – 04.08.2013


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Grußwort des Russischen Generalkonsuls Sehr geehrte Damen und Herren,

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gerade mal zwei Jahre ist es her, dass das Mandelring Quartett mit dem Zyklus der 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowisch bei den Salzburger Festspielen für größte Begeisterung sorgte. Nun freue ich mich, dass dieses geniale Werk meines Landsmanns in seiner Gesamtheit dem Kammermusik-Publikum im Saarland vorgestellt wird. Dass dieses ehrgeizige Projekt von einem privaten Festival gewagt wird, ist eine mutige, dem hohen künstlerischen Anspruch des Festivals geschuldete Entscheidung, über die ich mich persönlich sehr freue. Daher habe ich auch gerne die Schirmherrschaft übernommen und lade Sie alle herzlich ein, mit dem Besuch dieses Zyklus mehr von Russland zu erfahren – in seiner Musik lernt man bekanntlich ein Land mit am besten kennen. Bei Schostakowisch erleben Sie die unglaubliche Weite unseres Landes, die Herzlichkeit und tiefe Emotionalität seiner Bewohner, den Humor, die Ängste und die Träume der Russen. Seine Werke sind erfüllt von der Verzweiflung über die großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Und von seiner eigenen Biografie in der Stalin-Ära, in der Schostakowisch - ein bereits in jungen Jahren weltweit gefeierter Komponist - lange Jahre um seine Existenz fürchten musste. Besondere Bedeutung erhält das Festival im Zusammenhang mit den parallel laufenden Jahren Russland in Deutschland und Deutschland in Russland 2012-2013 unter dem Motto „Deutschland und Russland – gemeinsam die Zukunft gestalten“. Wir betrachten das Festival als einen konkreten Beitrag der Organisatoren zum Gelingen dieser Jahre. Schostakowischs Musik trägt heute wie damals zur Verständigung der Menschen bei, indem sie berührt und beim gemeinsamen Erleben tiefe Emotionen weckt. Den Gästen der Kammermusiktage Mettlach wünsche ich dieses Erlebnis, dem Festival ein langes Leben und zahlreiche neue interessante Veranstaltungen. Mit besten Grüßen Ewgenij Schmagin Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn


Auf ins russische Wochenende

Das Mandelring Quartett spielt in Mettlach alle Streichquartette von Schostakowitsch jle Mitte Juni spielt das renommierte Mandelring Quartett alle 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch an einem Wochenende. Zu hören sind sie in der Alten Abtei in Mettlach. (Veröffentlicht am 29.05.2013)

Das Mandelring Quartett auf flotter Fahrt. Foto: Ralf ZieglerFoto: Ralf Ziegler Mettlach. Schostakowitsch pur erwartet die Musikliebhaber, die eines der Konzerte am 15. oder 16. Juni – oder gar alle sechs – im Ambiente der Alten Abtei in Mettlach besuchen, wenn das Mandelring Quartett Kammermusik darbietet. Alle 15 Streichquartette des russischen Komponisten werden an einem Wochenende nacheinander anlässlich der „Kammermusiktage Mettlach 2013“ erklingen. Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt sich das renommierte Streichquartett mit Schostakowitschs Ouevre. Eine CD-Gesamtaufnahme, die zwischen 2006 und 2009 erschien, wurde vielfach ausgezeichnet. Besonders die „überraschende Vielschichtigkeit dieser wirkungsvollen Stücke packt Künstler und Publikum gleichermaßen“, so formuliert es Sebastian Schmidt, der Primarius des Quartetts. Darüber hinaus verstecke sich ein „autobiographischer Kosmos“ hinter dieser Musik, geprägt von den Erlebnissen, Freuden und Ängsten des Russen. Auch dessen kompositorische Entwicklung sei miteingeflossen, etwa Experimente mit der Zwölftonreihe, rhythmische Neuerungen und satztechnische Besonderheiten. In der Tat sind diese Quartette so stark mit Schostakowitschs Person und Biographie verknüpft, dass sich laut Schmidt sein Leben und Wirken „teilweise wie in Tagebuchform den Zuhörenden offenbart“. Musik „zum Vergnügen“ seien diese äußerst emotionalen Stücke jedoch nicht. Die Vielfalt verlange Konzentration beim Hören, erst dann werde „ein Begreifen möglich sein“. Welch intensive Wirkung dieser kammermusikalische Marathon entfalten kann, das beweisen die enthusiastischen Rezensionen vergangener Auftritte. Sowohl bei den Salzburger Festspielen 2011 als auch in Bozen und Berlin wurden die Künstler mit Lob überhäuft. Begonnen hat die Karriere unter anderen mit dem 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München. Seitdem ist das Mandelring Quartett im internationalen Musikleben zu Hause, es folgten viele Auszeichnungen und Konzertreisen, weitere Tourneen in die USA und Asien stehen an. Trotzdem sind die Pfälzer ihrer Heimat Neustadt stets treu geblieben. Neben einer eigenen Klassik-Reihe, die dort 2012 stattfand, hat das Ensemble schon 1997 das seitdem regelmäßig stattfindende „HambacherMusikFest“ ins Leben gerufen. Neben ihrer kammermusikalischen Tätigkeit im Streichquartett sind die Mitglieder zusätzlich noch in der Lehre aktiv. Professuren in Frankfurt, Nürnberg und Hamburg belegen ihr Ansehen auch im Hochschul-Bereich. Konzerte am Samstag, 15. Juni: 15 Uhr, Quartette 1-3; 17 Uhr, Quartette 4-5; 19.30 Uhr, Quartette 6-8. Sonntag: 11.30 Uhr, Quartette 9-10; 15 Uhr, Quartette 11-12; 17 Uhr, Quartette 13-15. Karten: www.kammermusiktage-mettlach.de


Springbrunnen der Töne: Violinen-Klavier-Duo in Mettlach pes Es war schwer zu entscheiden, ob der Geigerin (Tai Murray) oder dem Pianisten (Ashley Wass) der Lorbeer gebührte. Beide hatten virtuose Spitzenparts zu bewältigen und zogen sich mit Eleganz und Behändigkeit aus der Klemme. (Veröffentlicht am 11.06.2013) Mettlach. Bei der 1. Matinee der diesjährigen Kammermusiktage in Mettlachs Alter Abtei ging es hoch her. In Szymanowskis impressionistisch flimmernden Mythen op. 30 etwa hatten die Interpreten den Springbrunnen von Arethusa zu simulieren. Wie glitzernde Tropfen sprühten die Tonwogen federleicht ineinander. Murray nutzte höchstlagige Flageolett-Effekte mit bravourösem Elan, Wass stob mit fliegenden Fingern über das gesamte Tastenarsenal. Trotzdem gelang es beiden, den programmmusikalischen Äußerlichkeiten durch thematische Leuchtkraft und motivische Deutlichkeit noch mehr Strahlkraft zu verleihen. Die Sonate (1963) des US-Amerikaners John Corigliano, ein geschicktes Konglomerat aus Strawinsky, Prokoffiew und Skrjabin, war von ähnlich virtuosem Kaliber. Murray konnte ihren „satten“ Ton voll ausspielen und ihre tadellose Technik gebührend herausstellen. Obertonreiche Sondereffekte, die schon zu Beginn in John Cages 6 Melodien charakteristisch geflirrt hatten, würzten ihr Spiel. In Schumanns abschließender Sonate op. 121 konzentrierten sich beide auf die perfekte Synchronisierung der zahlreichen rhythmischen Finessen, die hübsche Imitierung zupfinstrumentaler Effekte (Pizzicato) und das energische Auskosten akkordischer Funktionalität. Ein physisch auslaugendes Programm: Daher wohl – trotz forderndem Applaus – keine Zugabe.


Kammermusiktage Mettlach mit dem Salagon-Streichquartett pes Angenehme Sommertemperaturen am Sonntagmorgen in Mettlachs Alter Abtei. Die Matineen der Kammermusiktage wurden fortgesetzt mit einem Gastspiel des Salagon-Streichquartetts, das sich seit 2004 vornehmlich der Musik des 18. (Veröffentlicht am 09.07.2013) Facebook-Seite der Lokalredaktion Saarbrücken Mettlach. Jahrhunderts widmet. Christine Busch und Lisa Immer (Violine), Sebastian Wohlfahrt (Bratsche) sowie Gesine Queyras (Violoncello) setzten mit Haydn, Mozart und Schubert feine Akzente in Ensemblespiel und Artikulation. Der Beginn mit Haydns Streichquartett-Fragment C-Dur op. 77,3 war allerdings holprig. Das Andante grazioso wollte nicht recht leuchten, dem Menuett fehlte der tänzerische Schwung. Mozarts D-Dur-Quartett KV 575 aber brachte die Wendung. Weichtönig begannen die Instrumente zu singen und machten mit Schwung das Verfolgen der polyphonen Kunstfertigkeiten zum Vergnügen. Besonders in den Triolenläufen des Schluss-Allegrettos zeigte sich, wie ökonomisch abgemessen und trotzdem klangbewusst die Interpreten intonierten. Zu ganz großer Form lief dann das Ensemble nach der Pause auf, als Cellist Conradin Brotbek sich dazugesellte, um Schuberts C-Dur-Quintett D 956 zu spielen. Durch das zweite, vom ersten vollkommen unabhängige Cello, gewann das Werk dunkleres, volleres Timbre und ermöglichte zugleich eine wirkungsvolle Doppelgleisigkeit der tiefen Klangregion. Beide Cellisten teilten sich fantasievoll ihre Parts auf: Sonor stützende Bassfunktion wechselte expressiv mit Solorollen ab, die bis in tenorale Höhen reichten. Die ins Riesenhafte gesteigerten Dimensionen – vergleichbar denen der großen C-Dur-Symphonie – wurden mit dynamischer Flexibilität und romantischer Sanglichkeit aufgefangen. Die Interpretation durchatmete insgesamt eine erfrischende Brise unbeschwerter Fröhlichkeit.


Das Raritäten-Kabinett der Rivinius-Brüder begeistert in Mettlach Fa

Es macht einfach Freude, den Brüdern Rivinius in der Formation Klavierquartett zuzuhören. Am Sonntag waren sie bei den Kammermusiktagen Mettlach in der Alten Abtei zu hören – mit einem Raritäten-Programm, das wohl erstmalig im Saarland erklang. (Veröffentlicht am 26.07.2013) Mettlach. Neben dem starken Zusammenspiel fiel besonders auf, dass die Balance zwischen den Vieren stimmig wie selten war. Über feine Streicherfarben bis zum energischen Fortissimo gaben Siegfried, Benjamin und Gustav ihren Instrumenten Profil und bestechende Artikulation. Paul am Klavier ist der ideale Kammermusikpartner mit stets angepasster dynamischer Fülle. Der Belgier Guillaume Lekeu hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, darunter ein unvollendetes, von d'Indy ergänztes Quartett. Wagner ist nicht weit, und französisches Flair rauscht ekstatisch durch den ersten Teil, während der zweite lyrische intensiv daherkommt. In einem rondoartigen Quartett „Pirouettes Pierotiènnes“ des Rumänen Dan Dediu dreht Pierrot heftig auftrumpfend, dann wieder in sich gekehrt seine Pirouetten. Ein witzig-packendes Stück voller Kontraste. Das erste Klavier-Kammermusikwerk des Russen Sergej Tanejew, ein Quartett in E-Dur, ist kraftvoll und farbenreich. Herrlich ausschweifend wird in drei Sätzen russische Spätromantik zelebriert. Im Schlusssatz zeigt ein heftiges Fugato Tanejews Interesse an althergebrachten Formen, der Ausklang schwingt sich in lyrische Höhen. Als Dank für den stürmischen Beifall entließ das Menuett aus Beethovens Septett opus 20 heiter in den sonnigen Sonntag.


Das echte Klassikfestival Von Thomas Reinhardt Für Joachim Arnold, den Geschäftsführer von Musik & Theater Saar ist die Sache klar: Es gibt nur „ein echtes Klassikfestival im Saarland“ – die Kammermusiktage Mettlach. Die renommierte Veranstaltungsreihe lockt seit 1986 die Freunde dieser Musikrichtung in die Alte Benediktinerabtei nach Mettlach an der Saar. (Veröffentlicht am 06.06.2013)

Das Arcadia String Quartett kommt am 28. Juli.Foto: . Die Kammermusiktage 2013 starten am Sonntag, 9. Juni um 11 Uhr, mit einem außergewöhnlichen Zusammentreffen: Es spielen die afroamerikanische Geigerin Tai Murray und der britische Pianist Ashley Wass. Laut Joachim Arnold bezeichnete die New York Times die erste schwarze Weltklassegeigerin der Musikgeschichte als „erstklassig“. Das Programm im Refektorium der Alten Abtei spanne einen großen Bogen von Robert Schumann über die atemberaubend virtuosen „Mythes“ des polnischen Komponisten Karol Szymanowski bis zur amerikanischen „klassischen“ Musik. Es erklingen John Cages meditative und einfühlsame „sechs Melodien“ und die fesselnde, rhythmische und mitreißende „Sonata“ von John Corigliano, kündigt Arnold an. Höhepunkt des Festivals soll am darauffolgenden Wochenende der zweitägige Zyklus aller 15 Streichquartette von Schostakowitsch werden. Auf dem Programm stehen sechs Konzerte: Am Samstag, 15. Juni, 15, 17 und 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 16. Juni, 11.30, 15 und 17 Uhr. Zwischen den Konzerten werde für eine kulinarische Stärkung der Besucher gesorgt. Es spielt das Mandelring Quartett, das mit diesem Zyklus bei den Salzburger Festspielen 2011 als „einer der herausragenden Höhepunkte“ gefeiert wurde, so Joachim Arnold. Für Kammermusikliebhaber sei dieses einzigartige Projekt ein „Muss“. Besucher können den gesamten Zyklus buchen, oder aber auch Einzelkonzerte. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Russischen Generalkonsuls in Bonn. Victor's Residenzhotel Schloss Berg biete ein attraktives Package (Tickets für den Zyklus und Übernachtung) an. Zahlreiche Musikliebhaber aus ganz Deutschland hätten bereits gebucht. Weiter geht es am Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr. Da gestalte der Geiger Laurent Albrecht Breuninger gemeinsam mit dem Pianisten Thomas Duis ein sehr klassisch geprägtes Programm (Franck, Beethoven, Brahms). Am 21. Juli, biete das Rivinius Klavierquartett „ein spektakuläres Programm mit neuen Komponisten und selten gehörten Raritäten (Guillaume Lekeu, Dan Dediu, Sergej Tanejew).“ Am 28. Juli, gastiert das preisgekrönte Arcadia Streichquartett in Mettlach, auf dem Programm stehen Haydn, Mendelssohn und Schubert. Die Konzerte mit dem Salagon Quartett am 7. Juli und mit Bernd Glemser am 4. August (ebenfalls um 11 Uhr) sind bereits ausverkauft.


Pianist Bernd Glemser beschließt Kammermusiktage fa

Das letzte Konzert der Kammermusiktage Mettlach 2013 ist am Wochenende ein Höhepunkt geworden, denn zu Gast war der Pianist Bernd Glemser. Mit Joseph Haydns e-moll-Sonate eröffnete er sein Recital, locker aus dem Handgelenk, mit einem Schuss Emotion und Dramatik. (Veröffentlicht am 05.08.2013) Mettlach. Der berühmte Virtuose Ignaz Moscheles bekannte emphatisch, dass er die „Variations sérieuses“ von Felix Mendelssohn immer wieder spielt und jedes Mal „die Schönheiten aus Neue“ genießt. Glemser tat dies auch: mit pastoser Wucht, rasanten, rauschhaften Tempi, in sanften Variationen mit poetischem Flair. Erstaunlich, was er stets aus dem kleinen Flügel herausholt. Mit brillanter Schlagkraft ließ Glemser dann Sergej Prokofjews aggressive 7. Sonate vorüberziehen. Hitler-Deutschland hatte gerade die Sowjetunion überfallen, als der Komponist daran arbeitete und sich auch patriotisch darauf bezieht. Zwischen der Gesamtheit der Ecksätze klingt im Mittelsatz die stille Hoffnung auf eine friedliche Zukunft oder die abgeklärte Reife eines Menschen an. Glemser gestaltete packend, überzeugend und mit technischer Perfektion. Nach der Pause dann die (fast) heile Welt des Frédéric Chopin. Seine unangestrengte Virtuosität macht den Pianisten zum modernen Chopin-Interpreten: Er entstaubt, ist sensibel für feine Nuancen, hat Sinn für Effekte, dosiert Emotion und Pedal sorgsam. Er haucht Chopin nicht, sondern spricht deutlich aus. So servierte er delikat die Berceuse Es-Dur, die Polonaise-Fantasie As-Dur und zwei Mazurkas aus opus 59. Nach der ausgedehnten Barcarolle in Fis erbat das begeisterte Publikum mehr und wurde mit zwei weiteren Chopin-Kostbarkeiten erfreut. Ein schöner Ausklang für eine engagierte Kammermusikreihe, die dem Saarland gut ansteht.


Impressionen der Alten Abtei in Mettlach


Pressespiegel der Kammermusiktage 2013 in Mettlach  

www.musik-theater.de

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