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Rührt euch!

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Friedrich der Große, die Musik und Europa

in Zusammenarbeit mit

Veranstalter

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH

Ein Unternehmen der Landeshauptstadt Potsdam

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Mit freundlicher Unterstützung E.ON | Edis Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth GmbH TMB – Tourismus Marketing Brandenburg GmbH Radeberger Gruppe KG Belgische Botschaft | Flämische Repräsentanz KPM – Königliche Porzellanmanufaktur Berlin Sixt Autovermietung Seminaris SeeHotel Potsdam Hotel Brandenburger Tor Potsdam Hotel Bayrisches Haus Steigenberger Hotel Sanssouci Förderverein der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci e.V.

Medienpartner Kulturradio des rbb Potsdamer Neueste Nachrichten Deutschlandradio Kultur rbb Fernsehen Antenne Brandenburg Inforadio des rbb outfit Außenwerbung primeline.berlin GmbH Seipt. Media

Liebe Gäste,

Dear guests,

die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2012 präsentieren ihr Programm zum 300. Geburts­ tag Friedrichs des Großen an über dreißig Originalschauplätzen seines Lebens, wo auch Musiker wie Quantz, Benda, Graun und Carl Philipp Emanuel Bach im glänzendsten Orche­ ster Europas zuhaus­e waren. Abseits der Hof­ kultur übt das jung­e Berli­n mit seiner liberalen Atmosphäre große Anziehungskraft auf Vor­ denker und Künstler aus. Das 18. Jahrhundert folgt einem neuen, bürgerlichen Ideal: Man will die Herzen rühren, nicht nur die Trommeln. Als nach dem verheerenden Siebenjährigen Krieg Friedrich kulturell erstarrt, überschreite­n die Ideen dieser neuen Zeit Preußens Grenzen und erobern ganz Europa.

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2012 present their program celebrating the 300th birthday of Frederic the Great at over thirty venues that played a role in his life where musicians such as Quantz, Benda, Graun and Carl Philipp Emanuel Bach were at home in Europe’s most dazzling orchestra. Away from the court, the young city of Berlin and its li­ beral atmosphere attracts many thinkers and artists. The 18th century follows a new, more civic ideal: the sounds are not just to move the armies; they are to move people’s hearts. When the devastating seven-year war leads to Frederic being culturally frozen, these ideas of the new time cross Prussia’s borders and win over all of Europe.

Das Zeitalter Friedrichs des Großen wird neu entdeckt in mehr als 70 Konzerten, Opernauf­ führungen, Lesungen, Führungen, Fahrrad­ konzert, Landpartien und Claviermarathon. Lassen Sie sich bewegen und begeistern von internationalen Ensembles und Künstlern der Alten Musik, darunter die Akademie für Alte Musik Berlin, das Freiburge­r Barockorchester, das Orchestra of the Age of Enlightenment, Ju­ lia Lezhneva, Kristian Bezuidenhout und vielen mehr.

The age of Frederic is being rediscovered in more than 70 concerts, opera performances, readings, guided tours, a bicycle concert, ou­ tings and a pian­o marathon. Be moved and inspired by internationa­l ensembles and artists of old music including Akade­mie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, Orchestra of the Age of Enlightenment, Julia Lezhneva, Kri­ stian Bezuidenhout and many more.

Seien Sie uns in Potsdam Sanssouci herzlich willkommen,

A very warm welcome to Potsdam Sanssouci. Yours

Ihre

Dr. Andrea Palent

Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh

Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Artistic and Managing Director of the Potsdam Sanssouci Music Festival

General Director of the Prussian Palaces and Gardens Foundation Berlin-Brandenburg

Rührt euch!

Friedrich der Große, die Musik und Europa

Als Friedrich II. 1740 in einer auf Rührung der Massen inszenierten Zere­monie König in Preußen wird, ist es an der Zeit, seine Visionen aus Rheinsberger Tage­n umzusetze­n: Friedrich will ein Großer der Geschichte werden. Dazu veredelt er die strenge Disziplin und den Verwaltungssinn seines Vaters mit kulturellem Glanz. Die barocken Schlösser der Väter bekommen Konkurrenz: Sanssouci wird Aushän­ geschild des preußischen Rokoko, verspielt und heiter, Rosen und Ranken holen die Natur in die Räume. Friedrich inszeniert seinen Hofstaat als Gesamtkunstwerk aus Baumeis­tern, Musikern, Literaten, Philosophen und internationalen Staatsgästen. Nach dem Dresdner Vorbild baut er die Hofmusik aus, die Rheinsberger Musiker werde­n zur Berli­ner Hofkapelle, 1742 eröffnet die noch unvollendete Hofoper, und Johann Joachim Quantz wird der Flötenlehrer Preußens. Friedrich selbst ist Intendant dieses Musen­hofs und des Staates, in seiner Lieblingsrolle als musizierender Aufklärer auf dem Königs­thron. Der Plan geht auf: Europa schaut nach Berlin und Potsdam. Friedrichs Sprache und Literatur sind französisch, seine Musik italienisch. Nur seine Politik braucht keinen Dolmetscher: Kein halbes Jahr nach seiner Krönung besetzt der 28jährige das wohl­ habende Schlesien. Kaiserin Maria Theresia will sich mit dem Verlust ihrer Provinz nicht abfinden, doch Friedrich kommt ihrem Angriff zuvor. Der Siebenjährige Krieg der Nationen kennt keine Sieger. Auch Preußen ist ausgeblutet. Mit dem Neuen Palais setzt Friedrich seinem Willen zur Größe noch einmal ein Denkmal. Doch die Musik des Jahrhunderts spielt längst nicht mehr am Hof, sondern in den bürgerlichen Zirkeln der Metropolen. Zum Beispiel in Berlin. Im Tauwetter der Aufklärung erwacht das Berliner Bürgertum zu geistigem Leben, und auch die Herzen schmelzen. In ihrer Freizeit veranstalten Friedrichs Hofmusiker die ersten öffentlichen Konzertreihen, so genannte Akademien, nach dem Vorbild Londons, über 300 »Kenner und Liebhaber« der Stadt musizieren Händels »Messias« im Berliner Dom. Der Montagsklub vereint Musiker und Philo­ sophen der Zeit, ein neuer Kunstbegriff wird erfunden, debattiert und aufgeschrieben – die Empfindsamkeit. Carl Philipp Emanuel Bach überträgt mit dem »Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen« die neuen Regeln auf die Tasteninstrumente: Musik soll die Herzen rühren, dann allein ist sie als Sprache universell und menschlich. Während die Königshäuser weiterhin militärische Gräben ziehen, vereinen die Kom­ ponisten des bürgerlichen Konzertwesens, darunter Haydn, Gossec, Stamitz, die BachSöhne und Mozart, das zerstrittene Europa zu einem gemeinsamen Geschmack. In diesem Europa hat Friedrichs Staat seinen Platz als Großmacht erstritten.

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Samstag | Juni 15.00 Uhr

19.00 Uhr

22.00 Uhr

Mühlenfest für Kinder ab 5 Jahren

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Historische Mühle von Sanssouci

19.00 Uhr

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Eröffnungskonzert: Verliebt in Europa

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Friedenskirche Sanssouci Oper zur Eröffnung: Graun – Montezuma

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Schlosstheater Neues Palais OpenAir zur Eröffnung: Preussische Stars

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Ehrenhof Schloss Sanssouci

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1 Samstag 9. Juni Einlass 14.30 Uhr Beginn 15.00 Uhr

Fürstliches Vergnügen Historische Mühle von Sanssouci

MÜHLENFEST  Leben unter Friedrich II – (k)ein Kinderspiel Eröffnung für Kinder ab 5 Jahren und ihre Eltern Wie schon 2011 gehört die erste Veranstaltung der Musikfest­ spiele den Kindern. Gleich zu Beginn werfen wir mit Euch einen Blick in die berühmte historische Mühle von Sanssouci und wol­ len herausfinden, wie es sich unter Friedrich II. im Alltag so lebte. Der Müller führt uns durch sein Haus, zeigt uns die Mühlentech­ nik und wie sie das Mehl so schön staubfein bekommt. Ein Back­ ofen steht bereit, daraus frisches Brot zu backen. Der Koch führt Neugierige durch seine Hofküche in Sanssouci. Auch der Amt­ mann ist zu Besuch und erzählt uns von der Verwaltung des Kö­ nigs und seinen Erlassen zu Steuer, Kleidung und Militär. Er verrät uns aber auch, was Friedrich seinen Ministern für schlagfertige Kommentare auf die Gesuche schreibt, die an ihn herangetra­ gen werden. Das Papiertheater spielt euch das Märchen, wie der schlaue Müller gegen den König zu Gericht zog, weil der das Klappern der nah am Schloss stehenden Mühle verboten hatte. Es wird gebastelt, mit Kartoffeldruck verziert und musiziert. Eure Eltern können sich inzwischen bei Kaffee und Kuchen die Zeit vertreiben oder die Handwerker an ihren Ständen besuchen.

In Kooperation mit der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.

As in 2011 the first event of Musikfestspiele is for children. Right at the beginning we take a look at the famous historical mill of Sanssouci and we want to discover together what life was like under Frederic II. The miller walks us through his house and shows us the technology of the mill and how it ensures the flour is so smooth. There is also an oven ready for baking fresh bread. There is handcraft work and lots of music-making, but come - see for yourselves...

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Mitwirkende Torsten Rüdinger, der Müller Michael Adam, Hofkoch Ferdinand Andrea Tamanti Mike Sprenger, der Amtmann Rüdiger Koch, Papiertheater Künstlerisches Gestalten mit Annette Paul Holzbackofen und Mühlenbrotverkostung: MÄRKISCHES LANDBROT GmbH u.a.

2 Kirchenkonzert Friedenskirche Sanssouci

Samstag 9. Juni 19.00 Uhr

VERLIEBT IN EUROPA Galante Vorbilder für Sanssouci: Franzosen, Italiener und – Türken

Sun-Hae Im

Eröffnungskonzert Arien, Ouvertüren und Tänze aus André Campra (1660-1744) »L’Europa galante« (Ballettoper, 1697) Carl Heinrich Graun (1704-1759) »L’Europa galante« (Festa teatrale, 1748) Neuzeitliche Erstaufführung Friedrich II. von Preußen (1712-1786), Johann Heinrich Quantz (1697-1773), Carl Heinrich Graun »Il Re pastore« (Pasticcio, 1747) Georg Philipp Telemann (1681-1767) »Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus« TWV 21:18 (1726) Antonio Vivaldi (1678-1741) Concerto für Streicher E-Dur, RV 271 »L’amoroso«

Sun-Hae Im, Sopran Raffaella Milanesi, Sopran

Mit seiner Ballettoper »L’Europa galante« gibt André Campra das Thema vor: Die Liebe siegt über die Zwietracht in allen Nationen, egal ob in Frankreich, Spanien oder der Türkei. Das gilt auch für die Musik in Deutschland, wo italie­ nischer und französischer Stil bei Telemann eine zärtliche Verbindung eingehen. Im Pastic­ cio »Il Re pastore« geben der junge König und seine Hofmusiker Quantz und Graun so etwas wie eine künstlerische Regierungserklärung ab: Friedrich II. ist ganz verliebt in französische Galanterie und italienische Arie. An seinem Hof sollen fortan Weltläufigkeit und Geschmack in der Kunst den Sieg über preußische Nüchtern­ heit davontragen!

The pasticcio »Il Re pastore« by the young king and his court musicians Quantz and Graun can be considered an artistic State of the Nation Address: Frederic II is in love with French gallantry and the Italian aria. He wants his court to be a place where worldly sophistication and great taste in art rule. Not Prussian sobriety.

AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK BERLIN Musikalische Leitung und Violine: Bernhard Forck

[ HÖRZEIT ] mit Carsten Hinrichs (Superintendentur, 18.00 Uhr) »Galant, galant: die feine preußische Art«

Förderverein der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci e.V.

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3 Samstag 9. Juni 19.00 Uhr

8 Sonntag 10. Juni 17.00 Uhr

Oper im Schlosstheater Schlosstheater Neues Palais

MONTEZUMA Friedrichs Warnung an zarte Monarchen: Rührt euch! Opera seria (1755) in drei Akten von Carl Heinrich Graun (1704–1759) auf ein italienisches Libretto von Giampetro Tagliazucchi, nach einem französischen Entwurf von Friedrich II. von Preußen Montezuma Eupaforice Erissena Tezeuco Pilpatoè Fernando Cortes Narvès

Florin Cezar Ouatu (Mezzosopran) Tehila Nini Goldstein (Sopran) Laila Salome Fischer (Sopran) Makoto Sakurada (Tenor) Mark Chambers (Sopran) Paolo Lopez (Sopran) Gerald Thompson (Sopran)

KAMMERAKADEMIE POTSDAM auf historischen Instrumenten Musikalische Leitung und Fagott: Sergio Azzolini Regie: Geoffrey Layton Ausstattung: Anna Eiermann Dramaturgie: Micaela von Marcard Koproduktion der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci mit der KAMMERAKADEMIE POTSDAM. Die Oper als Zusammenschluss der Künste bekommt in Friedrichs Idee vom Staat eine herausra­ gende Rolle. 1755 findet die Uraufführung der Oper »Monte­zuma« von Carl Heinrich Graun statt, Librettist ist seine Majestät höchstselbst. Der König beschäftigt sich mit dem Untergang eines his­ torischen Monarchen – spiegelt er sich in seiner Figur? Mit der gefeierten Produktion von Grauns »Monte­zuma« erlebten die Musikfestspiele 2010 einen echten Opernhöhepunkt. Das Ensemble unter der spritzigen Leitung von Sergio Azzolini und die kluge Regie von Geoffrey Layton wurden von allen Seiten als geglückte Verbindung von historisch orientierter Opernpraxis und modernem Musiktheater gefeiert. So beurteilte auch Kai Luehrs-Kaiser im rbb Kulturradio die Neuinszenierung abschließend: »Eine der besten Premieren der Berlin-Brandenburger Opernspielzeit 2010«. The acclaimed production of Carl Heinrich Graun’s »Montezuma« was a true opera highlight at Musikfestspiele in 2010. The ecclectic cast conducted by an energetic Sergio Azzolini and Geoffrey Layton’s intelligent, tasteful directing were celebrated as a successful combination of modern, musical theatre and a historically oriented practice of staging operas. Well-known radio critic Kai Luehrs-Kaiser sums it up at rbb culture radio: »One of the best productions of the Berlin-Brandenburg opera season 2010.«

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4 OpenAir im Schlosspark Ehrenhof Schloss Sanssouci

Samstag 9. Juni 22.00 Uhr

PREUSSISCHE STARS Salimbeni, Barbarina, Astrua – das Potsdamer Who is Who OpenAir zur Eröffnung auf Schloss Sanssouci Musikalische Höhepunkte aus der Blütezeit der Preußischen Hofoper Friedrichs II., mit Abschluss­feuerwerk auf dem Ruinenberg Arien für Giovanna Astrua, Elisabeth Schmehling, Felice Salimbeni, Giovanni Carestini aus Opern von Carl Heinrich Graun (1704-1759), sowie die Ballettpantomime »Pygmalion und seine Statue« (Berlin, 1745) Brillante Konzertsätze für Flöte, Violine und Cembalo solo von J.J. Quantz, F. Benda, Chr. Nichelmann, J.F. Reichardt, u.a. Julia Lezhneva ist Giovanna Astrua und Elisabeth Schmehling Valer Barna-Sabadus ist Felice Salimbeni N.N., Altus, ist der Kastrat Giovanni Carestini Sarah Edgar tanzt die Partie der Barbarina Campanini Justin Coates tanzt den Pygmalion Choreografie der Pantomime: Catherine Turocy (New York Baroque Dance Compagny) L’ARTE DEL MONDO Musikalische Leitung: Werner Ehrhardt Feuerwerk Als junger König setzt Friedrich alles daran, Solisten zu verpflich­ ten, die Preußen strahlen lassen. Die Sterne am Himmel der Berli­ ner Hofoper sind die Sopranistinnen Astrua und Schmehling und die Kastraten Salimbeni und Carestini. Aus Paris kommt die Tän­ zerin Barbarina Campanini, von der Elbe die Brüder Benda und der Flötist Johann Joachim Quantz. Sie alle sind Teil im könig­ lichen Gesamtkunstwerk aus Licht, Tanz und Musik. Auch für die Konzertbesucher kommen die kulinarischen Genüs­ se mit den Weinen von Schloss Wackerbarth nicht zu kurz.

When Frederic visits Dresden aged 16 he is virtually stunned – the virtuosic court orchestra and singing stars such as Carestini are cultural ambassadors of Saxon luxury. Later the young king tries his utmost to follow the Dresden exam­ ple and hires soloists to make Prussia shine. The brightest stars at the Berlin court opera are sopranos Astrua and Schmehling and the castrati Salimbeni and Carestini. Dancer Barbarina Campanini joins from Paris and the Benda brothers as well as traverse fluit player Johann Joachim Quantz leave the river Elbe and move to Berlin. They are all part of the royal »Gesamtkunstwerk« made from lights, music and dancing. Despite the fact that Frederic complains about the airs and graces of his divas in 1754: »one pays the scoundrels to get pleasure from them, not vexation«, their names make Prussia shine.

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Juni | Sonntag

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Landpartie I – Kronprinz in Küstrin

Kostrzyn (Küstrin, Polen) | Schloss Tamsel

Schlösser Rheinsberg | Charlottenburg | Sanssouci

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Führung: Die Orgel Anna Amalias

Treffpunkt: Kirche zur Frohen Botschaft, Karlshorst (Berlin)

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Prinzessin auf der Orgel

Kirche zur Frohen Botschaft, Karlshorst (Berlin)

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Landpartie II – Friedrichs wohnungen

Oper: Graun – Montezuma (siehe Seite 6)

9.00 Uhr

9.30 Uhr

15.30 Uhr

17.00 Uhr

17.00 Uhr

Schlosstheater Neues Palais Führung: Musen, Mythen und Malven

17.00 Uhr

Treffpunkt: Park Sanssouci, Eingang am Obelisk Zurück zur Natur Musenrondell | Ovidgalerie Neue Kammern

19.00 Uhr

5 Landpartie I Kostrzyn (Küstrin, Polen) | Schloss Tamsel

KRONPRINZ IN KÜSTRIN

Sonntag 10. Juni 9.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

Kerkerhaft und Liebelei: Friedrichs Schicksalsjahre Eine Reise in die Jugendzeit Kronprinz Friedrichs: Folgen Sie uns auf unserer Busfahrt zu einer Stadtführung durch das alte Küstrin, die Festungsruinen und zu einem Kammerkonzert auf das märchenhaft-verwunschene Schloss Tamsel, um dessen Restaurierung sich seit Jahren bemüht wird. Oboenquartette von Johann Gottlieb Janitsch (1708-1763), Johann Philipp Kirnberger (1721-1783), Johann Gottlieb Graun (1703-1771), u.a. Mitglieder der AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK BERLIN Xenia Löffler, Oboe | Bernhard Forck, Dörte Wetzel, Violinen Sabine Fehlandt, Viola | Antje Geusen, Violoncello

Das Leben als Musiker am preußischen Hof war alles andere als geruhsam: Die Reisetätigkeit des musikliebenden Königs bedeutete auch für seine Kapelle, stets auf Achse zu sein. Die Musikfestspiele laden Sie in den Landpartien dazu ein, die Trabantenhöfe der fride­rizianischen Epoche kennenzulernen – und die Reisewege gemeinsam mit der »Festspiel-Hofkapelle 2012«, der exquisiten Akademie für Alte Musik Berlin, mitzuerleben. Küstrin markiert den bittersten Wendepunkt im Leben des preu­ ßischen Kronprinzen. In den zwei Jahren nach der Festungshaft lernte er, seines politischen Ranges enthoben, in der Kriegs- und Domänenkammer allmählich die Feinheiten der Verwaltungsar­ beit kennen. Parallel führte ihn sein Weg nach Schloss Tamsel zu Luise Eleonore von Wreech, der er in einem Sonett gestand: »Ich sag es nun: Ich liege Dir zu Füßen.« Am Ende der Zeit in Küstrin steht die vom Vater arrangierte Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig: Friedrich ist wieder Kronprinz und in Gna­ den aufgenommen und wartet duldsam auf den Moment der Krönun­g.

A journey visiting Crowne Prince Frederic’s youth: join a guided tour in old Kostrzyn and visit the ruins of the castle as well as a chamber concert in magically enchanted Tamsel Palace Kostrzyn, or Küstrin as it was then called, marks the darkest turning point in the life of the Prussian Crown Prince. During his two years in Küstrin he was discharged from any political status and at the chamber of war and seigniory he learned the details of administrative work. He also met Luise Eleonore von Wreech when visiting Tamsel Palace and in sonnet he confessed: »I must say it now, I am your servant at your feet.«The end of his period in Küstrin is marked by the wedding to Elisabeth Christine von Braunschweig, which his father had arranged: Frederic is reinstalled as Crowne Prince and obediently awaits his coronation.

Abfahrt und Ankunft: Haltestelle Yorckstraße/ Wilhelm-Staab-Str., Potsdam Preis inklusive Busreise und Lunch auf Schloss Tamsel In Kooperation mit der Tourist Info Kostrzyn

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6 Sonntag 10. Juni 9.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr

Landpartie II Schlösser Rheinsberg | Charlottenburg | Sanssouci

FRIEDRICHS WOHNUNGEN Der Dreischritt friderizianischer Repräsentation

Entdecken Sie auf einer Busreise mit den Musikfestspielen die historischen Friedrichs­wohnungen in Schloss Rheinsberg, Schloss Charlottenburg und Schloss Sanssouci – musikalisch begleitet. Let Musikfestspiele take you on an outing and discover Frederic’s historical residences and apartments at Rheinsberg, Charlottenburg and Sanssouci Palaces – musical accompaniment included. When visiting the quarters of the Crown Prince and King Frederic II, our expert Julien Lehmann and castellan Helma Heldt explain the artistic

Duette für zwei Traversflöten von Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784), Georg Philipp Telemann (1681-1767), Johann Joachim Quantz (1697-1773) Julien Lehmann, Führung / Reisebegleitung Helma Heldt, Führung / Kastellanin Schloss Rheinsberg

Schloss Tamsel

Mitglieder der AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK BERLIN Jana Semerádová, Christoph Huntgeburth, Traversflöte

Mittagsmenü Rheinsberger Tafelrunde im Restaurant »Alter Fritz« »Suppe à la Suisse« mit Huhn, Lauch & Parmesankäse (Sanssouci, 8. Juni 1752) *** Perlhuhnbrust im Schinkenmantel auf spanischer roter Sauce mit grünem Spargel und Polenta (Potsdam, 29. April 1743) *** Gebackenes Bourbon-Vanilleeis mit frischem Obstsalat (Potsdam, 11. Dezember 1770)

program, which the design of the apartments in Rheinsberg, Charlottenburg and Sanssouci were based on and furthermore they offer insights into the courtly life at these three places that were decisive for Frederic’s development. There is also a historical set menu as enjoyed by Frederic and of course chamber concerts by the musicians joining the tour. Departure and Arrival: Historische Mühle, Sanssouci (Historical Mill, Sanssouci) opposite Sanssouci Palace visitors’ centre. Price includes bus trip and set menu, drinks not included, (30 people max.)

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In einer Führung zu den Wohnungen des Kronprinzen und Königs Friedrich II. erläutern Ihnen der Experte Julien Lehmann und Kas­ tellanin Helma Heldt das künstlerische Programm, dass der Aus­ gestaltung der Wohnungen in Rheinsberg, Charlottenburg und Sanssouci zugrunde liegt und gewähren Einblicke in das höfische Leben an den drei für die Entwicklung Friedrichs zum preußischen König entscheidenden Stationen. Bereichert wird die Führungs­ reise durch ein historisches Mittagsmenü von Friedrichs Tafel und Kammerkonzerte der mitfahrenden Musiker vor Ort. Abfahrt und Ankunft: Historische Mühle, Sanssouci (gegenüber dem Besucherzentrum Schloss Sanssouci) Preis inklusive Busreise und Menü, exklusive Getränke (max. 30 Personen)

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Montezuma Seite 6

Kirchenkonzert Kirche Zur Frohen Botschaft, Karlshorst Weseler Straße 6, 10318 Berlin

Sonntag 10. Juni 17.00 Uhr

Prinzessin auf der Orgel Anna Amalia von Preußen und die Königin der Instrumente Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sonata F Dur Wq 70:3 (H 84), Sonata g-moll Wq 70:6 (H 87) (»Diese Orgel-Solo sind für eine Prinzessin geschrieben«) Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) Fugen C-Dur und D-Dur Johann Sebastian Bach (1685-1750) Werke aus der Handschriftensammlung Anna Amalias in Berlin Praeludium C-Dur BWV 547/I, Praeludium und Fuga d-moll BWV 539, Fuga C-Dur BWV 547/II Lorenzo Ghielmi, an der Amalienorgel der Kirche Zur Frohen Botschaft Zu den Besonderheiten Preußens unter Friedrich II. gehört es, dass das musikalische Leben an den Nebenhöfen seiner Mutter, seines Bruders und seiner Schwestern eigenen Glanz entfalten durfte – ja, sollte! Eine herausragende Rolle spielte Prinzessin Anna Amalia von Preußen, die einen gebildeten und an kontra­ punktischer Musik ausgerichteten Geschmack besaß. Sie ver­ sammelte nicht nur zahlreiche Musiker um sich und legte eine kostbare Notenhandschriftensammlung an, sondern kompo­ nierte auch selbst und spielte die Orgel. »Heute in 8 Tagen wird meine Orgel ganz fertig sein. Gerade jetzt wird sie gestimmt«, berichtet Anna Amalia ihrer Schwester Wilhelmine von Bayreuth in einem Brief vom 8. Dezember 1755. Ein Glücksfall der Geschichte ist es, dass diese für Anna Amalia im Berliner Stadtschloss erbaute Orgel die Zeitläufte und Kriege trotz mehrerer Umzüge fast unbeschadet überstanden hat. Seit 1960 steht sie in der Kirche »Zur frohen Botschaft« Berlin Karlshorst, die 2009 begonnene Restaurierung ist pünktlich zum Friedrichjahr vollendet. So eröffnet sich in diesem Konzert des Mailänder Organisten Lorenzo Ghielmi die Klangwelt der Prin­ zessin auf der Orgel erneut.

Amalienorgel

It was a charateristic feature of Frederic’s Prussia to have not just the king’s court as the centre of the musical life. The so-called »additional courts« of his mother, his brother and his sisters were not only allowed to display their own glamour – they were meant to do so. Princess Anna Amalia of Prussia had an educated taste focussed towards contrapuntal music and hence she playe­d an outstanding role. Not only did she bring together many musicians and created a valuable collection of handwritten sheet music, she also composed herself and played the organ.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde der Kirche »Zur Frohen Botschaft« Berlin Karlshorst und dem »Förderkreis AmalienOrgel e.V.«

Führung DIE ORGEL ANNA AMALIAS Kirche Zur Frohen Botschaft, Karlshorst Führung auf die Dr. Franz Bullmann, Förderkreis Amalien-Orgel e.V. Orgelempore Treffpunkt: Eingang der Kirche (max. 30 Personen)

A Sonntag 10. Juni 15.30 Uhr

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9 Schlosskonzert Musenrondell, Hauptachse Park Sanssouci Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci

Sonntag 10. Juni 19.00 Uhr

ZURÜCK ZUR NATUR Für Frankreichs Aristokraten ist das Landleben ein Fest Draußen: Kontretänze des 18. Jahrhunderts und Jean Hotteterre (1648-1732) Instrumentale Schäferszenen für Musette und Basso continuo Drinnen: Sonaten für Flöte, Musette und Basso continuo von Nicolas Chédeville (1705-1782), François Couperin (1668-1733), Jean-Marie Leclair (1697-1764), u.a.

Watteau – Die Hirten

LES MUSICIENS DE SAINT JULIEN François Lazarevitch, Traversflöte, Blockflöte, Musette Anne-Lise Foy, Hurdy Gurdy | Julien Léonard, Viola da gamba Thomas Dunford, Theorbe | Miguel Henry, Theorbe und Cister Musikalische Leitung: François Lazarevitch Das Konzert beginnt am Musenrondell und wechselt in der Pause in die Ovidgalerie, bei Regen findet das Konzert komplett in der Ovidgalerie statt. (Bekanntgabe am 10.06., ab 14.00 Uhr unter: www.musikfestspiele-potsdam.de) Das Ensemble Les Musiciens de Saint Julien unter François Lazarevitch widmet sich dem »Fête champêtre«, dem Fest auf dem Land in der Musi­k. Mit dabei: Die dudelsackartige Mu­ sette, typisches Instrument der Schäferidylle des Rokoko. Das Landleben besaß für den fran­ zösischen Adel des frühen 18. Jahrhunderts eine magische Anziehungskraft als Gegenwelt zum bis in die Gesten hinein reglementierten Leben bei Hofe. Das vermeintlich unbeschwerte Dasein der Schäfer wurde zum Symbol eines heiteren Lebens in und mit der Natur, die sich nun reichlich in Lyrik und im Ballett tummel­ ten. Von schwerer Arbeit war weniger die Rede.

MUSEN, MYTHEN UND MALVEN Der Garten in der Symbiose von Natur und Kunst

Friedrich verehrte und sammelte nicht nur den französischen Maler Antoine Watteau, Schöpfer der Bildvorlagen aller galanten Schäferspiele des Rokoko. Die Liebe des Königs zur idealisier­ ten Natur erfand auch ländliche Schlösschen, in denen die Ranken und Rosen wie in den Neuen Kammern vom Park bis unter die Decke reichen. The musicians of Les Musiciens de Saint Julien and their musica­l director François Lazarevitch dedicate this concert to »Fête champêtre«, a musical celebration in the country. Among them is the musette, a bagpipe-like instrument, typical for the rococo idea of a sheperd’s idyllic life.

Führung Französischer Garten, Park Sanssouci Dagmar Paetzold Treffpunkt: Park Sanssouci, Eingang am Obelisk (max. 30 Personen)

B Sonntag 10. Juni 17.00 Uhr

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Juni | Montag

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Montagsclub

Kutschstall, Haus der Brandenburgisch-PreuĂ&#x;ischen Geschichte

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20.00 Uhr

10 Potsdams Historische Mitte Kutschstall, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Neuer Markt

Montag 11. Juni 20.00 Uhr

MONTAGSCLUB Preußisch blau machen: Berlin spricht über die Zukunft Folgen Sie bei einem Glas Wein den Gesprächen in unserem »Montagsclub« wie zu Zeiten der Aufklärung in Berlin. »Wie (be)rührt Musik?« Über die Macht der Musik. Ein interdisziplinäres Gespräch über Musikausübung und Hirnforschung, Wahrnehmungspsychologie und Marketing. Moderation: Harald Asel Improvisationen und Eigenkompositionen zwischen Jazz und Singer-Songwriter von und mit Matthias Pichler, Kontrabass, Gesang Andreas Pichler, Schlagzeug, Banjo, Gesang Uli Kempendorf, Saxophon, Klarinette Der Montagsclub (oder einfach »Der Klub«) nach englischem Vorbild war der wichtigste intellektuelle Zirkel Berlins unter Friedrich II. Unter seinen Mitgliedern befanden sich Musiker der Hofkapelle wie Johann Friedrich Agricola, Johann Joachim Quantz und Carl Philipp Emanuel Bach. In Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn trafen sie dabei auf die zwei führenden Köpfe der Aufklärung in Deutschland. In Analogie zum Motto der Musikfestspiele wollen Modera­ tor Harald Asel und seine Gäste im interdisziplinären Gespräch herausfinden, welche Macht die Musik über die Seele und den Körper des Menschen hat. Wann und wie vermag Musik zu be­ rühren? Welche Voraussetzungen bringt der Mensch mit und was ist angelerntes Verhalten? Fragen, die im 21. Jahrhundert neben Musikpädagogen vor allem auch Eventmanager und Hirnforscher brennend interessieren.

Using the analogy of the festival’s title, the host Harald Asel and his guests seek to discover what power music has when it comes to the human body and soul. When and how does music touch us? How are we predisposed and what is a learned behavioural response? In the 21st century this is not only discussed by musical therapists, brain researchers and event managers also discuss it.

Eine Kooperation mit dem rbb Inforadio. Das Gespräch wird auf­gezeichnet und später in der Sendereihe »Forum« des rbb Info­radio auf 93,1 MHz (Raum Berlin) ausgestrahlt. Die Teilnehmer finden Sie ab 1. März 2012 im Internet unter: www.musikfestspiele-potsdam.de

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Juni | Mittwoch

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Wohnzimmer der Aufkl채rung

Wohnhaus der Familie von der Hagen

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20.00 Uhr

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Mittwoch 13. Juni 20.00 Uhr

WOHNZIMMER DER AUFKLÄRUNG Zu Gast im jüdischen Salon – Berlins private Philosophie Ein Abend bei Sara Levy und der Familie Mendelssohn, der Wiege von Aufklärung und Romantik in Berlin. Lesung aus Heinz Knobloch (1926-2003) »Herr Moses in Berlin« Sara Levy (1761-1854) Briefe und Zeitdokumente

Klaviermusik von Fanny Mendelssohn (1805-1847) Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Michael Schrodt, Lesung Eva Sperl, Klavier

In der Tradition der Hauskonzerte begrüßen Sie die Gastgeber persönlich und führen in die Geschichte ihres Hauses ein. Im Ticketpreis enthalten sind Wein und kleine Köstlichkeiten, serviert vom Seminaris Seehotel Potsdam. Im Berlin des 18. Jahrhunderts waren die Sa­ lons jüdischer Frauen wie Sara Levy, Henriette Herz und später Rahel Varnhagen der Mittel­ punkt des intellektuellen Lebens. Musik, Philo­ sophie, Politi­k – hier wurde die Zukunft Berlins und Deutschlands diskutiert. Sara Levy wurde vom Schwiegervater ihrer Schwester, dem be­ rühmten Philosophen Moses Mendelssohn, unterrichtet und spielte als Lieblingsschülerin Wilhelm Friedemann Bachs und spätere För­ derin Carl Philipp Emanuel Bachs eine Schlüs­ selrolle im Berliner Musikleben. Ihrer Nichte

empfah­l sie übrigens, deren begabte Kinder beim Leiter der Singakademie Carl Friedrich Zelter unterrichten zu lassen – das waren Fanny und Felix Mendels­sohn Bartholdy. Förderverein der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci e.V.

Following the tradition of »Hauskonzerte (concerts at home)«, your hosts welcome you personally and introduce you to the history of their buildings. Wine and small delicacies are being offered. In 18th century Berlin the »Salons« (sitting rooms) of Jewish women such as Sara Levy, Henriette Herz and later Rahel Varnhagen were at the centre of intellectual life. Music, philosophy and politics – this was where the future of Berlin and Germany was being discussed. Her sister’s father-in-law, the famous philosopher Moses Mendelssohn, taught Sara Levy. As Wilhelm Friedemann Bach’s favourite student and later supporter of C.P.E. Bach she also played a key role in Berlin’s musica­l life. It was also Sara Levy who told her niece that the niece’s two very gifted children ought to receive lessons from the head of Berlin’s Singakademie (Singers’ Academy) Carl Zelter – those children were Fanny and Felix Mendelssohn Bartholdy.

17

14.

Juni | Donnerstag

C

F端hrung: Bach in Potsdam

Treffpunkt: Nikolaikirche, Alter Markt

18.00 Uhr

12

Bach zu Besuch

Raffaelsaal, Orangerie Sanssouci

18

20.00 Uhr

12 Schlosskonzert Raffaelsaal, Orangerie Sanssouci

Donnerstag 14. Juni 20.00 Uhr

BACH ZU BESUCH Epochale Begegnung: Der Komponist als Opfer königlichen Kontrapunkts Johann Sebastian Bach (1685-1750) Thema, Kanon zu zwei, Ricercare zu drei und Kanon zu vier Stimmen, aus »Das Musikalische Opfer« BWV 1079 Vier Choralpartiten »Christ, der du bist der helle Tag« BWV 766, »O Gott, du frommer Gott« BWV 767, »Sei gegrüßet, Jesu gütig« BWV 768, »Ach, was soll ich Sünder machen« BWV 770 BL!NDMAN

BL!NDMAN Eric Sleichim, Baritonsaxophon Koen Maas, Sopransaxophon Roeland Vanhoorne, Altsaxophon Piet Rebel, Tenorsaxophon Raf Minten, Baritonsaxophon Künstlerische Leitung und Bearbeitungen: Eric Sleichim Eric Sleichim und sein 1988 gegründetes Saxophonquartett BL!NDMAN machen längst weit über Belgien hinaus von sich re­ den. Die ungewöhnlichen, grenzübergreifenden Inszenierungen von Musik öffnen die Ohren neu für Altbekanntes. Der Besuch des alten Johann Sebastian Bach am Hof Friedrichs II. 1747 ge­ hört wohl zu den meisterzählten Musikeranekdoten der Ge­ schichte – zugleich Begegnung zweier Musikwelten, gelehrtes Barock und spielerisches Rokoko. Gleich zur Begrüßung bei der Abendmusik stellte Friedrich II. dem Besuch ein vertracktes Thema zur Improvisation als dreistimmige Fuge. Was niemand geglaubt hätte: Bach stellte sich der Aufgabe so bravourös, dass »die sämtlichen Anwesenden in Verwunderung gesetzt wur­ den.« Zurück in Leipzig errichtete Bach auf diesem Fundament eine Sammlung kontrapunktischer Kostproben, das dem König gewidmete »Musikalische Opfer«. Eine Koproduktion mit dem Festival Oude Muziek Utrecht

BACH IN POTSDAM Führung zu Stationen des Bachschen Besuchs

It is one of history’s most popular anecdotes for musicians and it symbolises the meeting of two musical eras: in 1747 aging Johann Sebastian Bach visits Frederic II – learned baroque meets playful rococo. Right at the beginning of an evening of music Frederic handed the composer a very tricky theme for improvisation as a fugue for three voices. Something unexpected happened: Bach dealt with the challenge superbly and “everyone present was stunned and amazed”. Back in Leipzig Bach used it as a foundation for a number of contrapuntal pieces. He dedicated his »Musical Sacrifice« to the king, yet all these efforts could not change the fact that fugues and ricercares, Jan Pieterszoon Sweelinck had been one of their greatest predecessors, were already history.

Führung Innenstadt Gabriele Fairon Treffpunkt: Nikolaikirche, Alter Markt (max. 30 Personen)

C

Donnerstag 14. Juni 18.00 Uhr

19

15.

Juni | Freitag

D

Vortrag: Friedrich 端ber Krieg und Frieden

Ort: Superintendentur, Friedenskirche

18.00 Uhr

13

Der Nabel der Welt

Friedenskirche Sanssouci

14

Der Messias in Berlin

Bassinplatz Potsdam

20

20.00 Uhr

20.00 Uhr

13 Kirchenkonzert Friedenskirche Sanssouci

Freitag 15. Juni 20.00 Uhr

DER NABEL DER WELT London im Licht der Aufklärung: Hier spielt die Musik

Georg Friedrich Händel (1685-1759) Concerto grosso G-Dur, op. 6/I Johann Christian Bach (1735-1782) Sinfonie g-moll, op. 6/VI Sextett C-Dur für Oboe, zwei Hörner, Violine, Violoncello und Cembalo, op. 3

Carl Friedrich Abel (1723-1787) Arie »Frena le belle lagrime« (»Sifari«, 1767) Joseph Haydn (1732-1809) Sinfonia concertante B-Dur für Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Streicher u. B.c., Hob.I:105 Thomas Augustine Arne (1710-1778) Arie »A soldier tired« (»Artaxerxes«, 1762)

Katharine Fuge, Sopran | Steven Devine, Cembalo | Jonathan Manson, Violoncello | Anthony Robson, Oboe | Andrew Watts, Fagott ORCHESTRA OF THE AGE OF ENLIGHTENMENT Musikalische Leitung, Violine: Kati Debretzeni [ HÖRZEIT ] mit Carsten Hinrichs (Friedenskirche, 19.00 Uhr) »Klangfarbenrausch: Konzertakademien in London« Willkommen in London, der Weltstadt an der Themse! Hier hat das Empire seinen strahlenden Mit­ telpunkt. Aristokratie und Großbürgertum sonnen sich wirtschaftlich im Optimismus der Aufklä­ rung und musikalisch in den Höhepunkten der hochkarätig besetzten Akademiekonzerte. Bach und Abel haben gemeinsam die erste Abonne­mentreihe Englands gegründet, Thomas Augustine Arne komponiert sein berühmtes »Rule Britannia« – und selbst Haydn adelt die Metropole mit 12 Sinfo­ nien. Kein Wunder, dass Preußen sich auch etwas vom britischen Lichterglanz angelt, etwa die Sän­ gerin Elisabeth Schmehling. Das Orchestra of the Age of Enlightenment ist – wie der Name stolz verkündet – seit 20 Jahren das Spitzenensemble für englische Musik der Aufklärung, ob unter Sir Roger Norrington, Sir Simon Rattle oder ganz ohne Dirigent. Für ihr Konzert in Potsdam haben die Musiker ein typisches Londoner Akademieprogramm vorbereitet und den agilen Orchesterklang mit solistischen und vokalen Glanzpartien gespickt – zur höheren Erleuchtung. in Berlin und Potsdam auf 89,6

FRIEDRICH ÜBER KRIEG UND FRIEDEN Seine Gedanken dargestellt am Beispiel des Siebenjährigen Krieges

D Vortrag Friedenskirche Sanssouci Dr. Ullrich Sachse Ort: Superintendentur, Friedenskirche

Freitag 15. Juni 18.00 Uhr

21

14 Potsdams Historische Mitte OpenAir auf dem Bassinplatz Potsdam

Freitag 15. Juni 20.00 Uhr

DER MESSIAS IN BERLIN Großer Chorfürst: Liebhaber holen Händel an die Spree Georg Friedrich Händel (1685-1759) »Der Messias«, HWV 56 in der deutschen Textfassung und mit zusätzlichen Bläser­ stimmen versehen von Johann Adam Hiller (1728-1804) Anna Gütter, Sopran | Hagar Sharvit, Alt | Martin Vanberg, Tenor | Simon Robinson, Bassbariton SINGAKADEMIE POTSDAM CHOR DES HELMHOLTZ-GYMNASIUMS POTSDAM Oratorienchor Potsdam Musikalische Einstudierung: Thomas Hennig, Helgert Weber, Matthias Jacob

The ensembles »Singakademie Potsdam« and »Collegium Musicum Potsdam« the foundation of which originates from the tradition of 18th century amateurs i.e. music »lovers and aficionados« stage Händel’s »Messiah« in the spirit of the monumental performance in Berlin 1786. Open-air! In Basin Square, right in the centre of Frederic’s city.

Sinfonieorchester COLLEGIUM MUSICUM POTSDAM Musikalische Leitung: Knut Andreas Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Kirche St. Peter und Paul statt. Nach der Krönung Friedrichs II. treiben die bürgerliche Konzertpflege und das Chorwesen in Berlin reiche Blüten. Drei Monate vor seinem Tod erleben die Berliner am 19. Mai 1786 im Dom erstmalig das Händel-Oratorium »Der Messias«: Im Stil der englischen Händelverehrung zum 100. Geburts­ tag, die dabei Pate stand, sind 307 Choristen und Instrumentalisten – Kenner und Liebhaber ge­ meinsam – unter der Leitung von Johann Adam Hiller und dem Organisten von St. Nikolai beteiligt. Im Geist dieser Monumentalaufführung musizieren die aus der Tradition der Amateure – also der Musik-»Liebhaber« – des 18. Jahrhunderts entstandenen Ensembles Singakademie Potsdam und Sinfonieorchester Collegium Musicum Potsdam Händels »Messias«. Die Soli übernehmen Jung­ stars des Innsbrucker Cesti-Wettbewerbs für Barockgesang, und zwar OpenAir auf dem Bassinplatz, im friderizianischen Herzen der Stadt.

23

16. 15

Claviermarathon

Potsdam

Juni | Samstag ab 11.00 Uhr

16

Clavierkonzerte

Friedenskirche Sanssouci

17

Jazz in the Garden

Neuer Garten

24

19.00 Uhr

ab 20.30 Uhr

15 Samstag 16. Juni ab 11.00 Uhr

CLAVIERMARATHON Herantasten an die wahre Art, die Herzen zu rühren Eine Hommage an die Clavierkunst Carl Philipp Emanuel Bachs auf acht verschiedenen Tasteninstrumenten, von seinen Inspirationsquellen bis zu der Wirkung, die er auf den freien Klavierstil hatte – sogar auf den Jazz! Die Orte der elf einstündigen Konzerte füh­ ren vom höfischen Rahmen der Privatkonzerte Friedrichs II. in der Blauen Galerie der Neuen Kammern bis in die bürgerliche Stube zu Zeiten Bachs, wie im »Raum 1760« in der Benkertstra­ ße des Holländischen Viertels. Im Ausblick wer­ den auch die Potsdamer Konzerträume des 19. Jahrhunderts im Palmensaal und im Marmor­ palais bespielt. So lässt sich die Bachsche Cla­ viermusik nicht nur im Klang der authentischen Instrumente, sondern auch im räumlichen Er­ lebnis entdecken. Carl Philipp Emanuel Bachs »Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen« von 1753, fortgesetzt 1762, ist kein Traktat des Kam­ mercembalisten Friedrichs des Großen. Hier bahnt sich ein Epochenumbruch an: Die Ab­ wertung aristokratischer Kunstformen zugun­ sten der Musizierformen des aufkommenden Bürgertums schenkt auch dem solistischen Kla­ vierspiel neues Gewicht. Bachs Klavierschule ist modern: Sie entwickelt einen neuen Fingersatz, um noch sanglicher spielen zu können. Nicht mehr der Affekt als solcher ist das Ziel, sondern die ganz individuelle Rührung des Zuhörers. Damit ermöglicht er erst die Entwicklung zum Stil der Wiener Klassik. Die raffinierten Verzie­ rungen der französischen Clavecinisten wer­

Clavichord

den ebenso im besten Sinne »eingedeutscht« und modernisiert, wie auch das Generalbass­ spiel neu aufgefasst, so dass es zur Begleitung empfindsamer Lieder taugt. In all dem zeigt sich deutlich, dass der »Versuch« nicht in hö­ fischem Umfeld entstand, sondern aus dem Geist der bürgerlichen und musikästhetisch interessierten Zirkel entstammt, in denen Bach in Berlin verkehrt. Folgerichtig kommt es zum Bruch mit der erstarrten Hofkultur, und Carl Philipp Emanuel nimmt 1767 seinen Abschied von Berlin-Potsdam. Sein Versuch endet nicht umsonst mit der Anleitung zum Fantasieren auf dem Clavier, Bachs Spezialität – Freiraum ungebundenen Ausdrucks. Joseph Haydn gab selbst anerkennend zu, »dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstan­ den und fleißig studiert habe.«

»Mich deucht, die Musik müsse vornemlich das Herz rühren, und dahin bringt es ein Clavierspieler nie durch blosses Poltern, Trommeln und Harpeggiren, wenigstens bey mir nicht.« (C.P.E. Bach, Autobiographie 1773)

25

Samstag 16. Juni 11.00 Uhr

Blaue Galerie, N.Kammern Hammerflügel/Silbermann

Raum 1760 (Holl. Viertel) Clavichord

Palmensaal, Neuer Garten Steinway-Flügel

15a CLAVIERHÖREN Kristian Bezuidenhout

13.00 Uhr 15.00 Uhr

15d hammerclavier Christoph Hammer 15f clavier und Virtuose Ilya Poletaev

16.00 Uhr 17.00 Uhr

15h clavier und Stimme H. J. Mammel / C. Hammer

15i CLAVIER MIT HUMOR Mathieu Dupouy

19.00 Uhr 20.30 Uhr

Die Musikfestspiele fächern an einem Tag an acht Orten mit unterschiedlichen Instrumenten die ganze Vielfalt des »Clavier«-Spiels auf (wo­ mit historisch alle Arten von Tasteninstrument gemeint sind). Bachs neue Auffassung vom Klavierspiel zeigt sich im Vergleich zu seinen französischen Vorbildern, in Gegenüberstellung mit dem kühnen Humor eines Joseph Haydn, als Wegbereiter aller romantischen Klaviervirtuo­ sen und im Schlagabtausch mit dem freien Stil des Jazz.

15l clavier & Empfindung Mathieu Dupouy

15a

17 Jazz in The Garden

CLAVIERHÖREN

Blaue Galerie, Neue Kammern Sanssouci, 11.00 Uhr Kristian Bezuidenhout, Hammerflügel Carsten Hinrichs, Moderation [Hörzeit] bringt im Gespräch die Facetten des vielfältigen Clavierstils Carl Philip Ema­ nuel Bachs wieder zum Leuchten – und schult die Ohren der Zuhörer im Genuss galanter und empfindsamer Musik.

Die Instrumente: Hammerflügel von Gottfried Silbermann aus dem Konzertzimmer des Neuen Palais, Freiberg 1747, Kopie J.C. Neupert, Bamberg 2001

15b

Cembalo nach Henri Hemsch, Paris 1751, zweimanualig mit zwei 8‘- und einem 4‘-Register, (Kopie Christian Kuhlmann 1998)

Frédérick Haas, Cembalo

CLAVIER FRANZÖSISCH

Konzertsaal, Marmorpalais, Neuer Garten, 13.00 Uhr

Grünberg-Orgel der Französischen Kirche Potsdam, 2-manualig, 13 Register, 1783

Werke der französischen Clavecinisten Louis und François Couperin, Jean-Philippe Rameau, Jean Henri d’Anglebert, Louis Marchand, Jean-Baptiste-Antoine Forqueray, Jacques Duphly

Clavichord von Martin Kather nach Joseph Gottfried Horn, Dresden 1788 (Slg. Beurmann, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg)

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) 12 Variationen auf die Folie d’Espagne d-moll, Wq 118/IX

Konzertflügel von Steinway

26

Konzertsaal, Marmorpalais Cembalo

Friedenskirche Sanssouci Bezuidenhout-Fortepiano

Französische Kirche Grünberg Orgel

15b clavier französisch Frédérick Haas

Ristorante »Massimo«

15c clavier und lunch Bernhard Morbach 15e clavierwerkstatt Christoph Reuter 

15g clavier auf gut Deutsch Frédérick Haas 15k clavier für die Seele Adam Viktora 16 clavierkonzerte K. Bezuidenhout, ENSEMBLE ARCANGELO

15c

CLAVIER UND LUNCH

15e

CLAVIERWERKSTATT 

Ristorante »Massimo«, Mittelstraße 18, 13.00 Uhr,

Französische Kirche, Bassinplatz, 15.00 Uhr

Bernhard Morbach (rbb Kulturradio), Moderation, Keyboard

Christoph Reuter, Orgel, Flügel, Synthesizer

Eintritt inkl. Lunch und einem alkoholfreien Getränk (max. 50 Personen) Crostini auf Salat Hausgemachte Kalbfleisch-Lasagne oder vegetarische Spinat-Mozarella-Lasagne

Einführung für junge Hörer ab 10 Jahre in die Welt der Tasteninstrumente (max. 40 Pers.)

15f

CLAVIER UND VIRTUOSE

Palmensaal, Orangerie Neuer Garten, 16.00 Uhr

Bernhard Morbach stellt Ihnen die Bandbreite historischer Tasteninstrumente mit Klangbei­ spielen vor und fragt: Wenn Bach den Konzert­ flügel gekannt hätte, hätte er ihn dem Clavi­ chord vorgezogen?

15d

HAMMERCLAVIER

Blaue Galerie, Neue Kammern Sanssouci, 15.00 Uhr Christoph Hammer, Hammerflügel Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Fantasien, Sonaten und Rondos (aus: Kenner und Liebhaber, Wq 55-61), u.a.

Ilya Poletaev, Flügel Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sonaten, Rondos und Fantasien sowie Klavierwerke von: Johann Sebastian Bach (1685-1750) Jan Ladislav Dussek (1760-1812)

27

15g

CLAVIER AUF GUT DEUTSCH

Konzertsaal, Marmorpalais, Neuer Garten, 16.00 Uhr

15k

CLAVIER FÜR DIE SEELE

Französische Kirche, Bassinplatz, 17.00 Uhr,

Frédérick Haas, Cembalo Werke von Johann Jacob Froberger, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, u. a. Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Fantasia C-Dur (aus: Kenner und Liebhaber, V)

15h

CLAVIER UND STIMME

Blaue Galerie, Neue Kammern Sanssouci, 17.00 Uhr Hans Jörg Mammel, Tenor Christoph Hammer, Hammerflügel Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Geistliche Oden und Lieder, Wq 194 (GellertOden) sowie Lieder der Zweiten Berliner Liederschule von Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800), Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), Carl Friedrich Zelter (1758-1832)

15i

CLAVIER MIT HUMOR

»Raum 1760«, Benkertstr. 21, Holländisches Viertel, 17.00 Uhr Mathieu Dupouy, Clavichord Joseph Haydn (1732-1809) Sonate C-Dur, Hob.XVI/21 (1773), Sonate g-moll, Hob.XVI/44 (ca.1768/70), Sonate D-Dur, Hob.XVI/42 (1784), u.a. Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sonate Nr. 1 D-Dur, Wq 61/II (aus: Kenner und Liebhaber, VI)

28

Adam Viktora, Grünberg-Orgel der Französischen Kirche Werke für Orgel von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656-1746), Frantisˇek Kotzwara (1730-1791), Josef Norbert Ferdinand Seeger (1716-1782)

15l

CLAVIER UND EMPFINDUNG

»Raum 1760«, Benkertstr. 21, Holländisches Viertel, 20.30 Uhr Mathieu Dupouy, Clavichord Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Fantasia Nr. 1 F-Dur, Wq 59/5 (aus: Kenner und Liebhaber V, 1785), Sonata Nr. 3 e-moll, Wq 49/3 (Württembergischen Sonaten, 1743), Sonata Nr. 4 c-moll, Wq 48/4 (Preußische Sonaten, 1742), Fantasia fis-moll »C.P.E. Bachs Empfindungen« Wq 67, »Abschied von meinem Silbermannischen Claviere, in einem Rondo« e-moll, Wq 66 Joseph Haydn (1732-1809) Sonate D-Dur, Hob.XVI/24 (1773)

16 Kirchenkonzert Friedenskirche Sanssouci

Samstag 16. Juni 19.00 Uhr

Clavierkonzerte Bachschüler Beethoven: Knie an Knie mit dem Genie Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Konzert für Klavier und Orchester c-moll, Wq 31 (1753) Sinfonia F-Dur, Wq 183/III »für zwölf obligate Instrumente« (1775/76)

Kristian Bezuidenhout

Ludwig van Beethoven (1770-1827) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur, op. 58 (1807) Ouvertüre zu »Coriolan«, op. 62 (1807) Kristian Bezuidenhout Lagrassa-Hammerflügel (Wiener Schule, von 1815, Sammlung Edwin Beunk) ENSEMBLE ARCANGELO (London) in der Originalbesetzung mit 24 Musikern, wie zur Beethoven-Uraufführung von 1807 Musikalische Leitung: Jonathan Cohen

Den Solistenpart am Originalhammerflügel der Beethoven-Zeit übernimmt der südafrika­ nische Virtuose Kristian Bezuidenhout, inzwi­ schen unumstritten der Weltstar an diesem Instrument. Gemeinsam mit seinem Wunsch­ ensemble Arcangelo aus Londo­n erarbeitet er dieses Programm exklusiv für die Musikfest­ spiele, ein absoluter Höhepunkt! Bald nach seinem Tod geriet Carl Philipp Emanuel Bach in Vergessenheit, die Wiener Klassik mit ihrem so neuartigen Ausdruck ließ im Geschmack des Publikums keinen Platz für die Musik ihrer Väter. Dabei wiesen Haydn, Mo­ zart und Beethoven selbst immer eindringlich darauf hin, wie viel sie dem Studium gerade der Werke Bachs verdankten. So scheint der berühmte dramatische Dialog zwischen den Streichern und dem wie frei antwortenden Klavier im langsamen Satz von Beethovens

Klavierkonzert Nr. 4 bereits im Adagio des Kla­ vierkonzerts Wq 31 von Carl Philipp Emanuel Bach vorweggenommen – ein Accompagnato wie aus der Oper, nur für Tasteninstrument. Der Vergleich wird noch deutlicher, wenn man wie das Ensemble Arcangelo für Beethoven die vermutete Besetzung der Uraufführung im März 1807 im so genannten Eroica-Saal des Palai­s Lobkowitz zugrunde legt. Die berich­ teten 24 Musikerplätze in dem kleinen Saal lassen auf eine solistische Besetzung der Strei­ cher schließen, manche Passagen des Konzerts bekommen einen fast kammermusikalischen Charme.

in Berlin und Potsdam auf 89,6

29

17 Samstag 16. Juni Einlass 20.00 Uhr Beginn 20.30 Uhr

OpenAir im Schlosspark Neuer Garten Eingang Alleestraße / Eingang Albrechtstor, Ecke Leistikowstraße

Jazz in the garden Tastenspielertricks zwischen Improvisation, Jazz und Crossover

Der Claviermarathon mündet in einem farbenfrohen Konzertevent: Rund um Palmensaal und Marmorpalais versammeln sich internationale Größen im freien Umgang mit den Tasten, ganz im Sinne von Carl Philipp Emanuel Bachs Lust am Fantasieren. Grenzüberschreitend wird improvisiert, gejazzt, gejammt und stilistisch gemixt. Eine Spielwiese klavieristischer Ausdrucksformen, eingebettet im sommerlich erleuchteten Neuen Garten.

30

Musikalische Stationen und Bühnen zwischen Holländischem Etablissement, der Orangerie im Neuen Garten, Blumengarten, Marmorpalais und Pyramide. Das Marmorpalais und die Orangerie mit Palmensaal sind den ganzen Abend geöffnet und laden zu individuellen Konzertentdeckungen ein. In den Seitenhallen der Orangerie stehen Liegestühle zum Loungen bereit.

Hinweise für die Besucher: Nur die Wege ab den genannten Eingängen sind beleuchtet, bitte bleiben sie auf den vorgesehenen Strecken. Der Garten ist ab 19.00 Uhr geschlossen.

TOEAC

Hinweise zur An- und Abreise und den Parkplätzen: Rund um den Neuen Garten sind keine Besucherparkplätze vorhanden. Bitte benutzen Sie die öffent­lichen Verkehrsmittel. Mit dabei sind unter anderem: Christoph Reuter, Klavier | Oliver Maas, Jazz-Cembalo TOEAC (Renée Bekkers & Pieternel Berkers), Akkordeons Neue Klangwelten durch Improvisation SARABANDA Francesco Turrisi, Klavier | Dan Bodwell, Bass | Sean Carpio, Perkussion

Francesco Turrisi

Francesco Turrisi tourt als Cembalist und Pianist in Christina Pluhars weltberühmter Improvisationsgruppe »L’Arpeggiata« über die Bühnen der Welt. Das hindert ihn aber nicht daran, seiner Liebe zum Jazz nachzugehen, im Gegenteil: Sein Jazztrio SARABANDA ist der Geheimtipp aus Dublin. Im Palmensaal baut er seine Trios auf Bach’sche Themen auf, eine Hommage an den weltberühmten Potsdamer Improvisateur. SPARK Andrea Ritter, Daniel Koschitzki, Blockflöten | Stefan Glaus, Violi­ ne | Victor Plumettaz, Violoncello | Jutta Rieping, Klavier

SPARK

Die Musik von SPARK lässt sich nicht beschreiben, sie finde­t mit und zwischen allen Stilen statt, zugleich klassische Kammermusi­k und Rockband. Leise Balladen werden von der Lei­ denschaft barocker Concerti abgelöst, Minimal Music mündet in Tango, jazzige Harmonien kreuzen sich mit modernen Lines und lassen sich von energischem Rhythmus befeuern. SPARK bekam für sein Album »Downtown Illusions« den ECHO 2011 für Klassik ohne Grenzen.

31

Sonntag | Juni 11.00 Uhr

15.00 Uhr

16.00 Uhr

Fahrradkonzert

18

In, um und rund um Potsdam herum Landpartie III – Die Sommerkönigin

19

Schloss Schönhausen, Berlin Weben für PreuSSen

E

Treffpunkt: Rathaus Babelsberg

18.00 Uhr

17.

Boemo furioso

20

Friedrichskirche Babelsberg

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18 Sonntag 17. Juni ab 11.00 Uhr

Fahrradkonzert In, um und rund um Potsdam herum

FAHRRADKONZERT Friedrichs Potsdam

Ihre Reise in das Potsdam König Friedrichs II. an einem Tag, in 16 Konzerten, Lesungen und Performances an insgesamt 24 frideri­zianischen Orten, dazu diverse Schloss-, Museums-, Haus- und Kirchenbesichtigungen in und um ganz Potsdam. Zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen macht sich das Fahrradkonzert, für den Deut­ schen Tourismuspreis 2011 nominiert, auf die Suche nach dem König in »seiner« Residenz­ stadt – und bis heute kann man ihn und seine Zeit Tür an Tür mit den Bürgern finden. Zwei Touren führen vorbei an den Baudenkmälern und Zeugnissen des friderizianischen Potsdam. Die gemütlichere lenkt die Radler quer durch die Barocke Stadterweiterung und das von Fried­ rich entworfene Nauener Tor, vorbei an Schloss Sanssouci, die Weingärten und das Belvedere auf dem Klausberg bis zur Kirche in Eiche und von dort zurück, entlang am imposanten Neu­ en Palais zu den Freiluftspielorten des Hofes am Heckentheater und dem Gartensalon, vor­ bei am Freundschaftstempel und zurück zum Brandenburger Tor. Die zweite, ein wenig an­ spruchsvollere Strecke belohnt mit einmaligen

Ansichten. Sie führt zum historischen Rokoko­ saal in der heutigen Dortuschule­, zu Marstall und Stadtschloss und durch das Holländische Viertel mit dem Bassinplatz und der Franzö­ sischen Kirche, entlang am Alten Kanal zum historischen Fischereihafen an der Stadtmauer. Von dort geht es über die Humboldtbrücke ins Weberviertel Nowawes, rund um die Friedrichs­ kirche. Auf dem Rückweg am Alten Friedhof lohnt sich ein Abstecher zum Grabmal Johann Joachim Quantz‘, dem Flötenlehrer Friedrichs II., bevor bei einem Blick vom Brauhausberg die in königlichem Auftrag gestochenen Ansichten Potsdams im 18. Jahrhundert auf die Realität heutiger Stadtplanung prallt. Über den Neuen Markt führt der Weg zurück zum Brandenbur­ ger Tor. Ein Abschlusskonzert führt alle Radler zusammen und bietet Gelegenheit, die Erfah­ rungen mit Friedrichs Potsdam auszutauschen.

It’s Frederic’s 300th birthday, so the bicycle concert is going on a discovery to find the king in »his« city – and indeed – to this day he can be found next door to the citizens: 16 concerts, 24 locations and various visits to museums, palaces and churches in and around Potsdam.

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Das genaue Programm mit den Fahrradrouten, allen praktischen Infos zum Ablauf, Fahrradverleih und Pannenservice finden Sie im Internet unter www. fahrradkonzert.de, in der Ticketgalerie des Nikolaisaal Potsdam oder Sie lassen es sich zuschicken – einfach anrufen unter Telefon: +49 (331) 28 888 28 oder per Email: fahrradkonzert@musikfestspiele-potsdam.de Junge Menschen bis 14 Jahre sind uns besonders herzlich willkommen – und schon für € 2,– dabei! Check-In & Start: Brandenburger Tor, Potsdam ab 10.30 bis 12.00 Uhr Hier tauschen Sie Ihr Ticket gegen den Tagesausweis und Ihre persönlichen Reiseunterlagen mit al­ len aktuellen Informationen. Erst dann haben Sie freien Zutritt zu allen Konzerten, Besichtigungen und Führungen wie auch Vergünstigungen auf Speisen der Partnergaststätten. Im historischen Garten Park Sanssouci ist der Fahrradverkehr nur auf den dafür freigegebenen Wegstrecken unter Einhaltung der StVO erlaubt. Check-Out & Abschlusskonzert: Brandenburger Tor, Potsdam ab 16.30 Uhr KITCHEN GROOVES – Eintritt frei! Jazz, Swing und Latin vom Feinsten mit Patricia Schwab (voc, perc), Volkmar Große (b), Mueckenheimer (git) KOMBITICKET: Wer Tickets zum Fahrradkonzert bucht, kann auch alternativ Karten für das abendliche Konzert in der Friedrichskirche (Nr. 20) mit 50% Rabatt erwerben.

Konzerte / Lesungen / Filme / Theater: Brandenburger Tor: »Ich pfeif Dir einen« - Auftakt mit dem Kunstpfeifer Geert Chatrou | Holländisches Viertel: Ein Mann, tausend Ventile – das DRUCKLUFTORCHESTER  | Gemäldegalerie Sanssouci: MUSICKE & MIRTH, barocke Gambenmusik der Friedrichzeit | Grab Friedrichs II., Terrasse Schloss Sanssouci: Hans-Jochen Röhrig rezitiert Poesie Friedrichs II. | Blaue Galerie, Neue Kammern Sanssouci: Erik Bosgraaf – der junge Flötist irrlichtert frei zwischen Barock und Jazz | Historische Mühle Sanssouci (auSSen): »Veloklänge« – ein Experimentalpark von Fahrradinstrumenten zum Mit­ machen und Ausprobieren  | Lepersche Mauern, Weinterrassen am Klausberg: »Swingin‘ Pick­ nick« mit KITCHEN GROOVES  | Kirche Eiche: »Mittelalterflöte« - Corina Marti mit Chansons und Tänzen des 14. Jhs. auf der Doppelflöte (Mund und Nase) | Heckentheater am Neuen Palais: »Gut ge­ brüllt, Löwe« – Piramus und Thisbe, Tragikomödie von Shakespeare  | Freundschaftstempel: Simone Kabst liest aus den Briefen von Friedrich II. und seiner Schwester Wilhelmine von Bayreuth | Rokokosaal, Dortu­schule: »Das etwas andere Flötenkonzert« | Filmmuseum: »Der stumme Fritz« – Kurzfilme über das Leben Friedrichs II., von Stummfilm bis Satire  | Französische Kirche: WILDES HOLZ – Tobias Reisi­ ge (Bf), Anto Karaula (git) und Markus Conrads (b) fordern Freiheit für die Blockflöte, und spielen Jazz und Pop  | Fischerei: »Fritzes Fischer« – Fischerfest mit Picknick und stimmungsvoller französischer Akkor­ deonmusik von Marianne Cornil  | Friedrichskirche Babelsberg: »Paradiesvögel« – KOSCHITZKI & RITTER mit allerlei Geflügel in virtuosen Blockflöten-Duetten von Nyman, Saint-Saëns, Weill – und Reinhard Mey | Neuer Friedhof Potsdam, Quantz-Grabmal: »Quantz-Mechanik« – Sabine Vogel (Querflöte modern) und Bettina Lange (Traversflöte barock) | Brauhausberg: »Potsdamer Veduten« – Direktver­ gleich damals und heute anhand friderizianischer Stadtansichten des 18. Jahrhunderts | Brandenburger Tor: After-Radler-Party mit KITCHEN GROOVES

Führungen / Besichtigungen: Holländisches Viertel: Raum 1760 | Winzerberg | Gemäldegalerie Sanssouci | Blaue Galerie, Neue Kam­ mern Sanssouci | Historische Mühle Sanssouci (innen): Schaumahlen  | Belvedere auf dem Klausberg | Heckentheater am Neuen Palais | Rokokosaal, Dortuschule: Experimente mit Luftsäulen  | Französische Kirche | Alte Stadtmauer | Kanal | Fischerei  | Nowawes: Benda-Haus, Museum in der Weberstube | Friedrichskirche Babelsberg | Neuer Friedhof Potsdam, Quantz-Grabmal

 = Kinderprogramm

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19 Sonntag 17. Juni 15.00 Uhr

Landpartie III Schloss Schönhausen Berlin

DIE SOMMERKÖNIGIN Elisabeth Christine in Schloss Schönhausen

Die dritte Landpartie folgt nach individueller Anreise den Spuren der Gemahlin Friedrichs des Großen und preußischen Königin Elisabeth Christine in ihre Wohnung in Schloss Schönhausen. Die Musikfestspiele laden Sie ein, bei einem festlichen Kammerkonzert und einer Führung das Schloss Schönhausen zu entdecken. Michael Adam, Thoralf Barth, Führung

Königin Elisabeth Christine

Mitglieder der AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK BERLIN Henriette Scheytt, Barbara Halfter, Violine Annette Geiger, Viola Barbara Kernig, Violoncello Quartette von Ernst Wilhelm Wolf (1735-1792), Friedrich Benda (1745-1814), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Schloss Schönhausen

Schönhausen Palace in the Berlin district of Pankow is closely connected to the history of Brandenburg-Prussia. This is where Frederic III negotiated his elevation to be »King in Prussia« How­ ever, it was Frederic II’s wife Elisabeth Christine who decided to make it her summer residence as she lived separated from her husband. After the Seven-Year-War the palace got its carefree rococo appearance. The queen spent the rest of her budget largely on designing the garden. The palace has been reopened to the public since 2009. Visitors see Berlin’s only original rococo hall, the Queen’s magnificent concert chamber with its plasterings of musical instruments as well as hunting and gardening tools. Furthermore there is an exhibition about her life. Musikfestspiele invite you to discover Schönhausen Palace with a guided tour and a chamber concert.

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Das Schloss Schönhausen in Berlin-Pankow ist eng mit der Geschichte Brandenburg-Preußens verwoben. Kurfürst Friedrich III. handelte hier seine Erhebung zum »König in Preußen« aus. Aber erst die getrennt lebende Gemahlin Fried­ richs II., Elisabeth Christine, die das Schloss zum Sommerwohnsitz bestimmte, gab ihm nach dem Siebenjährigen Krieg seine heitere Roko­ kogestalt. Umfangreiche Restaurationen seit 2005 stellten mithilfe aufgefundener Möbel und Tapeten in zahlreichen Räumen den Stand der Zeit Königin Elisabeth Christines wieder her. Seit 2009 zeigt sich das Schloss wieder der Öffentlichkeit. Zu sehen gibt es den pracht­ vollen Konzertsaal der Königin mit seinen Stuk­ katuren von Musikinstrumenten, Garten- und Jagdgeräten, den zugleich einzigen erhaltenen Rokokofestsaal Berlins, und eine Ausstellung zu ihrem Leben.

20 Kirchenkonzert Friedrichskirche Potsdam Babelsberg Weberplatz

Sonntag 17. Juni 18.00 Uhr

BOEMO FURIOSO Kettfaden und Notenlinie: Nowawes arbeitet zum Wohle Preußens Jan Antonín Reichenauer (1694-1730) Quartett für Violine, Fagott, Violoncello und Basso continuo Frantisˇek Jiránek (1698-1778) Concerto g-moll für Fagott und Orchester Jirˇí Antonín Benda (1722-1795) Sinfonia G-Dur »alla polacca« (Der Jahrmarkt) Frantisˇek Benda (1709-1786) Concerto e-moll für Flöte und Orchester Jana Semerádová, Traversflöte Sergio Azzolini, Fagott

COLLEGIUM MARIANUM

COLLEGIUM MARIANUM Lenka Koubková, Konzertmeister | Martin Kalista, Magdalena Malá, Vojteˇch Semerád, Martina Sˇtillerová, Simona Tydlitátová, Violine | Ly´die Cillerová, Veronika Jíchová, Viola | Hana Fleková, Violoncello | Ondrˇej Balcar, Violone | Sebastian Knebel, Cembalo Musikalische Leitung: Jana Semerádová Das tschechische Ensemble Collegium Marianum legt mit seinem Konzert natürlich ein Wort ein für die böhmische Fraktion der Hofka­ pelle: die Brüder Benda, die auf Empfehlung ihres ehemaligen Dres­d-­ ner Kollegen Johann Joachim Quantz als Musiker nach Potsdam wechselten. Tür an Tür mit den Webern von Nowawes, die Friedrich II. in kluger Flüchtlingspolitik rund um seine neue Dorfkirche hier ansie­ delte, gaben die böhmischen Musiker ihre­r schon sprichtwörtlichen melodischen Erfindungsgabe nach – zum Ruhm des königlichen Musiklebens. Unter Leitung der Flötistin Jana Sémerádova, die beim Eröffnungskonzert 2011 begeistert gefeiert wurde, gibt das Ensem­ ble Kostproben der äußerst virtuosen Concerti von Franz und Georg Anton Benda. The Czech ensemble Collegium Marianum uses its concert to put in a good word for the Bohemian part of the court orchestra: the Benda brothers who moved to Potsdam as they had been recommended by their former colleague from Leipzig Johann Joachim Quantz. The Bohemian composers were working door to door with the weavers in Nowawes whose settlements Frederic  II, he is known for intelligent refugee policies, had arranged around the church of the village.

WEBEN FÜR PREUSSEN Führung durch das Weberviertel Nowawes

Führung Potsdam Babelsberg, Weberplatz Gabriele Fairon Treffpunkt: Rathaus Babelsberg (max. 30 Personen)

Sergio Azzolini

E Sonntag 17. Juni 16.00 Uhr

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Montag | Juni 18.00 Uhr 20.00 Uhr

18. La Fête Champetre

F

Treffpunkt: Eingang Schlosstheater Opernpremiere: Hasse – Piramo e Tisbe

21

Schlosstheater | Gartensalon | Heckentheater – Neues Palais von Sanssouci

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21 Montag 18. Juni 20.00 Uhr

Oper im Schlosstheater Schlosstheater, Gartensalon und Heckentheater Neues Palais von Sanssouci

PREMIERE: PIRAMO E TISBE Ausgeheckt: Eine Tragödie mit Waldluft in Friedrichs Originaltheatern

Drei Originalschauplätze friderizianischen Musiktheaters – zu erleben in einem Stück! Das wiedereröffnete Heckentheater präsentiert sich mit der ersten Opernpremiere der Neuzeit Intermezzo tragico (1768) von Johann Adolph Hasse (1699-1783), auf ein Libretto von Marco Coltellini (1719-1777) N.N. (Piramo, Sopran) Benedicte Tauran (Tisbe, Sopran) Carlo Vincenzo Allemano (Vater, Tenor) Gauklertruppe (Löwen, Geister und Paradiesvögel) Originalklangensemble B‘ROCK Musikalische Leitung und Cembalo: Andrea Marchiol Regie: Igor Folwill Bühne: Manfred Kaderk Kostüme: Ute Frühling

Mit der Wiedereröffnung des Heckentheaters nördlich des Neuen Palais stehen drei histo­ rische Schauplätze des friderizianischen Thea­ ters in Potsdam wieder zur Verfügung, und das auf engstem Raum. Nichts lag näher, als die drei Orte in einer Inszenierung zu vereinen, deren Handlung die Verlegung nach draußen unter­ stützt – wie Johann Adolph Hasses »Piramo e Tisbe« von 1768, das schon zu Friedrichs Zeiten

F Montag 18. Juni 18.00 Uhr

40

im Schlosstheater aufgeführt worden ist. Nicht nur die Handlung der Oper spielt drinnen und draußen, das Publikum folgt den Personen von der hohen Sphäre des Schlosstheaters in den Gartensalon und von dort ins Heckentheater, wo in der Naturkulisse des Waldes die Tragödie ihr Ende findet.

Führungen zu den weiteren Aufführungen (je 18.00 Uhr, Anmeldung unter: service@musikfestspiele-potsdam.de)

Führung Gartensalon & Heckentheater, Neues Palais Annette Paul Treffpunkt: Eingang Schlosstheater (max. 20 Personen)

LA FÊTE CHAMPETRE Führung zu den friderizianischen Spielstätten Gartensalon und Heckentheater am Neuen Palais

23 piramo e tisbe Weitere Aufführungen

Dienstag 19. Juni 20.00 Uhr

26 Donnerstag 21. Juni 20.00 Uhr

Der international umschwärmte Hasse gehörte zu den Kompo­ nisten, die Friedrichs Urteil gelten ließ, mehr noch: Der Preußen­ könig versuchte mehrfach, den ungekrönten König der Opera seria als Hofkomponist nach Berlin-Potsdam zu engagieren – vergeblich. Hasse ließ sich seine Werke im konkurrierenden Dresden vergolden, bis preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg die Stadt bombardierten und Hasses Wohnhaus mitsamt den druckfertigen Stichplatten seines Lebenswerks verbrannte. Da war sein Ruhm bereits über den Zenit, der Zeitgeschmack hatt­e sich geändert, die Reformoper mit ihrer Forderung nach natürlichen Charakteren und glaubhafter Handlung war auf dem Vormarsch.

29 Freitag 22. Juni 20.00 Uhr

33 Samstag 23. Juni 20.00 Uhr

B‘ROCK

In seinen letzten Jahren am konservativen Hof in Wien entstand »Piramo e Tisbe« für eine reiche Französin. Hasse, der in Wien mit der Partei der Reformer und den Opern Glucks in Kontakt kam, reagierte musikalisch: Durch Einsatz vieler Accompagnati, offener Übergänge und verkürzter Reprisen brach er das Schema der Seria auf, ohne es zu verraten. Mit wenigen Partituren gab er sich so viel Mühe wie mit diesem gut zweistündigen »Intermez­ zo tragico« und bekannte, er zähle die Oper zum Besten, was er komponiert habe.

[ HÖRZEIT ] Hinter den Kulissen  Opernprobenbesuch für junge Leute von 8-14 Jahren Kommt mit hinter die Kulissen! Wir besuchen in der Woche vor der Premiere (zwischen 11.-15. Juni 2012) die Proben zur Barock­oper Piramo e Tisbe. Schaut dem Regisseur bei der Arbeit über die Schultern, sprecht mit Sängern und Musikern und erfahrt alles über den Beruf des Bühnenbildners. Es begleitet Euch Carsten Hinrichs. Interessenten melden sich bis 01. Mai 2012 in der Ticket-Galerie oder telefonisch unter: 0331-28 888 28

in Berlin und Potsdam auf 89,6

Reopening the Hedge Theatre to the north of New Palace means that three historical venues of Frederic’s theatre are again available in Potsdam. All three of them are in closest proximity. So obviously the idea of uniting the three venues in a production the plot of which supports the move from indoors to outdoors – as is the case with Johann Adolph Hasse’s »Piramo e Tisbe« from 1768 - was not far either. Not only the opera is set indoors and outdoors. The audience follows the characters from the elevated spheres of the Palace Theatre into the Garden Parlour and from there to the Hedge Theatre where in the natural stage design of the forest the tragedy reaches its climax.

41

Dienstag | Juni 17.30 Uhr

19.00 Uhr

20.00 Uhr

19.

Zu Gast in Sanssouci

G

Treffpunkt: Neue Kammern, Kasse Premiere: Diplomaten-Diner

22

Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci (siehe Seite 40) Oper: Hasse – Piramo e Tisbe

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Schlosstheater | Gartensalon | Heckentheater – Neues Palais von Sanssouci

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22 Dienstag 19. Juni 19.00 Uhr

Fürstliches Vergnügen Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci

Premiere: DIPLOMATEN-DINER Der König fehlt: Höfisches Tafeln mit Zeitzeugentrüffeln und diplomatischen Filetspitzen

Das gab es noch nie: Genießen Sie in erlesener Runde ein exklusives Diner am Hofe Friedrichs des Großen, serviert in der festlich eingedeckten Ovidgalerie der Neuen Kammern – einem Schmuckstück des preußischen Rokoko. Die Luft knister­t und die Buttermesser werden scharf beim Aufeinandertreffen der ranghohen Persönlichkeiten aus Friedrichs Umfeld. Ein festlicher Abend in der Ovidgalerie, die Tafel ist gedeckt, die erlauchten Gäste haben sich einge­ funden. Doch einer fehlt: Der Gastgeber Friedrich der Große. Das ist die Gelegenheit für einige der internationalen Persönlichkeiten des Hofes, endlich einmal aus seinem übermächtigen Schatten zu treten und ihre Seite der Geschichte zu erzählen. Dabei entwerfen sie aus ihrem jeweiligen Blick­ winkel und mit Briefzitaten ein umfassendes Porträt des abwesenden Königs. Seine Schwester Wilhelmine erzählt von der strengen Erziehung unter dem Vater Friedrich Wilhelm I. und der gemeinsamen Liebe zur Musik. Der italienische Graf Algarotti lernte Friedrich bereits als ambitionierten Kronprinz in Rheinsberg kennen und ist dessen erster Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Kunst geht, während der Marquis d’Argens und Kammerherr des Königs, sein Gewährs­ mann für französische Kultur ist. Der Lordmarschall Keith, den der gescheiterte Jakobitenaufstand nach Potsdam verschlagen hat, unterhält sich oft mit Friedrich über Philosophie und Literatur, aber

G Dienstag 19. Juni 17.30 Uhr

44

Führungen zu den weiteren Aufführungen (je 17.30 Uhr, Anmeldung unter: service@musikfestspiele-potsdam.de)

Zu Gast in Sanssouci Führung Führung durch die Gästeappartements der Neue Kammern Sanssouci Neuen Kammern Sanssouci Hofkoch Ferdinand Andrea Tamanti (alias Michael Adam) Treffpunkt: Eingang Neue Kammern (max. 25 Personen)

23

piramo e tisbe Seite 40

24 diplomaten-Diner Weitere Aufführungen

auch über das Militär und die Diplomatie, denn sein Bruder James ist Generalfeldmarschall Preußens im Siebenjährigen Krieg. Sie alle sind mit Erwartungen und Zielen nach Potsdam gekommen. Entsprechend knistert die Luft bei ihrem Aufeinandertreffen. Im Austausch ihrer jeweiligen Sicht der Dinge werden sie alle bestürzt feststellen, dass der König für sich einzu­ nehmen vermag, aber ganz eigene Ziele verfolgt und dabei keinen Konflikt scheut. Szenische Einrichtung und Regie: Friederike Karig Historische Beratung und Recherche: Michael Adam Es treten auf: Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth, Friedrichs Schwester Francesco Graf von Algarotti, Kammerherr aus Italien Jean-Baptiste de Boyer Marquis d’Argens, Kammerherr aus Frankreich Lordmarschall George Keith, Vertrauter aus Schottland Es spielen Jana Semerádová, Flöte Christine Kessler, Cembalo Musik von Johann Joachim Quantz (1697-1773), Friedrich II. von Preußen (1712-1786), Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758), u.a.

Mittwoch 20. Juni 19.00 Uhr

28 Freitag 22. Juni 19.00 Uhr

32 Samstag 23. Juni 19.00 Uhr

Menü Bierbrot, Tomatenbrot und Krustenbrot mit Landbutter & Olivenöl I. Gang Lauwarme Wachtelbrust auf einem Salat von der grünen Bohne & Birne **** Ganze geräucherte Forelle mit seinem Kaviar, Meerrettich & Preiselbeeren **** Pastete vom Wild auf Sellerie und Nuss **** Caesarsalat im Parmesankörbchen, Sardellenfilet & Rotwein-, Knoblauchdressing **** Süppchen vom jungen Bärlauch in der Löwenkopfterrine II. Gang Französisches Schwarzfederhuhn mit getrüffelter Jus, kleinem Miniaturgemüse & Kartoffelmousseline Carree vom Spanferkel mit Dunkelbierjus, braisiertem jungen Weißkohl und Kräuter-Speck-Taler III. Gang Fränkischer Apfelschnee Torte von 3erlei Mousse au chocolate Vanillemousse mit marinierten Beeren

Es kocht für Sie der Küchenchef des Seminaris SeeHotel Potsdam: Ronald Szyslo Preis inklusive Menü, exklusive der Getränke

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20.

Juni | Mittwoch

H

Kontrollratsbefehl Nr. 47

Treffpunkt: Eingang Schloss Cecilienhof

18.00 Uhr

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Diplomaten-Diner (siehe Seite 44)

Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci

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Internationales Streichquartett

Palmensaal, Orangerie Neuer Garten

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19.00 Uhr

20.00 Uhr

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Diplomaten-Diner Seite 44

Schlosskonzert Palmensaal Neuer Garten

Mittwoch 20. Juni 20.00 Uhr

INTERNATIONALES STREICHQUARTETT Nie war sich Europa so einig wie in diesen vier Stimmen Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Fuge Johann Sebastian Bachs bearbeitet für Streichquartett, KV 405 Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett D-Dur, op. 20/IV Sätze aus Streichquartetten von Giovanni Battista Viotti (1755-1824), Johann Georg Schetky (1737-1824), Carl Friedrich Abel (1723-1787)

Eroica Quartet

Ludwig van Beethoven (1749-1827) Streichquartett B-Dur »La Malinconia«, op. 18/VI EROICA QUARTET Peter Hanson, Julia Hanson, Violine | Vicci Wardman, Viola David Watkin, Violoncello [ HÖRZEIT ] mit Carsten Hinrichs (19.00 Uhr) »Die Erfindung des Streichquartetts« Es gibt keine Gattung der Musikgeschichte, die zur selben Zeit an so vielen Orten Europas – wenn schon nicht zu hören, so doch wenigstens zu ahnen war, wie das Streichquartett. Der Abschied vom Generalbass und die kompositorischen Möglichkeiten bei vier unabhängigen Streicherstimmen machten daraus den Ex­ perimentierkasten für den klassischen Stil. Ein Blick nach Paris (Viotti), London (Abel) oder Edinburgh (Schetky) zeigt, dass das Streichquartett ein gesamteuropäisches Projekt war. Auf die Idee gekommen ist dann aber ein Burgenländer in Wien, der acht­ zehnjährige Joseph Haydn, der später noch dem preußischen Kö­ nig sechs Quartette gewidmet hat. Für seine Erfindung ist er ja dann auch berühmt geworden – oder kennen Sie Johann Georg Schetky? Das Eroica Quartet hat sich früh für eine historisch ge­ schulte Aufführung von Streichquartetten des 19. Jahrhunderts stark gemacht. Seine Forschungen in Aufführungsmanuskripten und zur Bogentechnik stehen dabei ihren leidenschaftlichen Konzerten nicht im Weg – im Gegenteil.

KONTROLLRATSBEFEHL NR. 47 Ein Staat wird abgeschafft

String quartets are unique in the history of music as no other genre could be listened to in as many places all over Europe at the same time. Leaving the basso continuo behind and using the compositorial possibilities of four independent string voices made it the experimental laboratory of the classical style. Looking towards Paris (Viotti), London (Abel) or Edinburgh (Schetky) clearly shows the string quartet as a pan-European project. However, a young man in Vienna actually came up with the idea: 18 year-old Josph Haydn who also dedicated six of his quartets to the Prussian king. And he became famous for his invention – or have you ever heard of Johann Georg Schetky? Eroica Quartet has always stood for historically informed performances of 19th century string quartets. Their detailed and in-depth research of performance manuscripts and bow technique does not stop them from giving passionate performances – quite the opposite.

Führung Schloss Cecilienhof Matthias Simmich Treffpunkt: Eingang Neuer Garten, Schloss Cecilienhof (max. 30 Personen)

H Mittwoch 20. Juni 18.00 Uhr

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21.

Juni | Donnerstag

I

Europa im Garten

Treffpunkt: Große Fontäne, Park Sanssouci

18.00 Uhr

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Oper: Hasse – Piramo e Tisbe (siehe Seite 40)

Schlosstheater | Gartensalon | Heckentheater – Neues Palais von Sanssouci

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Trio auf Grand Tour

Raffaelsaal, Orangerie Sanssouci

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20.00 Uhr

20.00 Uhr

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piramo e tisbe Seite 40

Schlosskonzert Raffaelsaal Orangerie Sanssouci

Donnerstag 21. Juni 20.00 Uhr

TRIO AUF GRAND TOUR Jetzt mal raus hier: Wo der Generalbass am Ende ist, fängt die Romantik erst an Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sonate fürs Clavier, mit Begleitung der Violine und des Violoncello, Wq 90/III Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806) Großes Trio Es-Dur für Pianoforte, Violine und Violoncello, op. 10 Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Klaviertrio Nr. 2 c-moll, op. 66 TRIO WANDERER Jean-Marc Phillips-Varjabédian, Violine Raphaël Pidoux, Violoncello Vincent Coq, Klavier

Trio Wanderer

[ HÖRZEIT ] mit Carsten Hinrichs (19.00 Uhr) »Musik zwischen Wohnzimmer und Konzertsaal« Das französische Trio Wanderer macht seinem Namen alle Ehre. Mit dem »Wanderer-Trio« Schuberts hat es das Leitmotiv deutsch-romantischer Sehnsucht zum Anspruch erhoben, unabhängig von Moden und Auffüh­ rungsschulen die Welt der Musik zu durchstreifen. Mit seiner sensiblen Farbigkeit und der fast telepathischen Ensemblekultur hat es sich ein Repertoire von Haydn bis in die Moderne zu eigen gemacht. Eine kurze Geschichte des Klaviertrios steht auf dem Pro­ gramm, von Carl Philipp Emanuel Bachs »Sonate mit Be­ gleitung« über den grandiosen Wurf des verehrten und früh verstorbenen Prinzen Louis Ferdinand bis hin zum in Frankfurt vollendeten Werk des aus alter Berliner Familie stammenden Felix Mendelssohn: Ein »preußisches Trio«.

The French trio Wanderer »Hiker« lives up to its name. With Schubert’s »Wanderer Trio« the musicians have claimed the leitmotiv of the German-romanticist desire to roam freely through the world of music independent and free from fashion and performance style. With sensitive interpretations and their almost telepathic ensemble culture they have created a repertoire ranging from Haydn to modernity. The program offers a brief history of the pian­o trio. It ranges from Carl Philipp Emanue­l Bach’s »sonata with accompaniment« via Prince Louis Ferdinand’s major success, he was much loved but died very young, to a piece by Felix Mendelssohn Bartholdy. A real »Prussian Trio«.

I EUROPA IM GARTEN Eine Spurensuche im Park Sanssouci

Führung Park Sanssouci Marion Karau Treffpunkt: Große Fontäne, Park Sanssouci (max. 30 Personen)

Donnerstag 21. Juni 18.00 Uhr

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22.

Juni | Freitag

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Vortrag: Friedrich II. und George Washington

Treffpunkt: Schloss Sanssouci, Kasse

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Diplomaten-Diner (siehe Seite 44)

Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci

17.00 Uhr

19.00 Uhr

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Oper: Hasse – Piramo e Tisbe (siehe Seite 40)

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Schlosstheater | Gartensalon | Heckentheater – Neues Palais von Sanssouci Boston Music Party

Raffaelsaal, Orangerie Sanssouci

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20.00 Uhr

20.00 Uhr

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Diplomaten-Diner Seite 44

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Schlosskonzert Raffaelsaal Orangerie Sanssouci

Freitag 22. Juni 20.00 Uhr

BOSTON MUSIC PARTY Abwarten und Tee trinken: Wie Friedrich II. Amerika unabhängig machte Amerikanisches Musikleben des 18. Jahrhunderts Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Die Amerikanerin, Kantate für Sopran und Streicher C-Dur, Wf XVIII:3 (1776) James Hewitt (1770-1827) »The battle of Trenton« (New York, 1797) John Frederick Lampe (1703-1751) Konzert G-Dur für Flautino, Streicher und Basso continuo »The cuckoo« (ca. 1740) Johann Christian Bach (1735-1782) »In this shady blessed retreat«, und andere Vauxhall Songs (1767)

George Washington

Shannon Mercer, Sopran ENSEMBLE CAPRICE Musikalische Leitung: Matthias Maute

Shannon Mercer

Dass sowas von sowas kommt: Als die Engländer nach dem Sie­ benjährigen Krieg, den sie an der Seite Friedrichs II. und Preußens bestritten, Kassensturz machten, blieb nicht mehr viel zum Stür­ zen. Also schraubte man in den Kolonien in Übersee ein wenig an den Steuern. Für die Bostoner war damit der Bogen überspannt: 1773 warf man als Indianer verkleidet den ebenso teuren wie minderwertigen englischen Kolonialtee über Bord und machte ein Fass auf. Damit war man schon auf halbem Weg zur Unab­ hängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Als kulturliebende Siedler schätzten die Neuengländer erlesene Konzerte nach englischem Vorbild. Das kanadische Ensemble Caprice, für seine letzten Konzerte international mit begeisterten Pressestimmen verwöhnt, importiert eine Kostprobe dieser amerikanischen Kon­ zertliteratur nach Potsdam. Darunter die bezaubernden Vauxhall Songs von Johann Christian und das Loblied auf eine Indianerin von Johann Christoph Bach. Die Schlacht von Trenton verewigte James Hewitt in Tönen, der siegreiche General der Amerikaner dabei war – George Washington.

FRIEDRICH II. UND GEORGE WASHINGTON Zwei Wege der Aufklärung

People in New England appreciated eclectic concerts that followed the English example. Internationally renowned and critically acclaimed Canadian ensemble Caprice imports a sample of this American concert literature to Potsdam. It includes Johann Christian’s charming Vauxhall Songs and Johann Christoph Bach’s ode to a Native American woman. James Hewitt created a musical version of the battle of Trenton – btw the general leading the victorious American forces in the real battle was none other than George Washington.

Vortrag Billardzimmer, Schloss Sanssouci Jürgen Overhoff Treffpunkt: Kasse Schloss Sanssouci (max. 30 Personen)

O K Freitag 22. Juni 17.00 Uhr

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Samstag | Juni 17.00 Uhr

19.00 Uhr

20.00 Uhr

20.00 Uhr

23. Ein Garten für alle

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Freundschaftsinsel (siehe Seite 44) Diplomaten-Diner

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Ovidgalerie, Neue Kammern Sanssouci (siehe Seite 40) Oper: Hasse – Piramo e Tisbe

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Schlosstheater | Gartensalon | Heckentheater – Neues Palais von Sanssouci Concert Spirituel

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Friedenskirche Sanssouci

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31 Samstag 23. Juni 17.00 Uhr

Potsdams Historische Mitte Freundschaftsinsel

EIN GARTEN FÜR ALLE Reif für die Insel: Picknick, Tea Time, Pomp & Circumstances!

Ein Ausflug in die Vauxhall Gardens des 18. Jahrhunderts, Londons beliebteste Sommerkonzerthalle im Grünen. Genießen Sie ein Picknickkonzert mit britischen Melodien, typisch englische Rasenspiele wie Croquet, eine Teestunde, oder verfolgen Sie die Ruderregatta. Britannia rules! Den Sommer verbrachten die musikliebenden Londoner am lieb­ sten in den Vauxhall Gardens, seit 1729 Jonathan Tyers das Areal gemietet hatte. Die Idee des »pleasure garden«, in dessen Mitte eine Rotunde für Konzerte thronte und der mit schattigen Alleen und lauschigen Nischen zum Flanieren, Speisen, Bridgespiel oder Gesprächen zur Musik einlud, war so erfolgreich, dass bald die Kom­ ponisten der Metropole Konzertarien, Orchesterwerke und Kam­ mermusik eigens für diese Freiluftkonzerte komponierten.

A journey to 18th century Vauxhall Gardens, London’s most popular summer concert venue. Enjoy a picnic concert with British tunes and some typical lawn activities such as croquet. Tea will be served. Or enjoy the rowing regatta. Britannia rules!

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Der öffentliche Vergnügungspark des 18. Jahrhunderts machte bald in ganz Europa Schule, ob als Prater in Wien oder als Tivoli in Kopen­ hagen, die Musik wurde dabei von Riesenrad, Karussell und immer ausgefalleneren Attraktionen in den Hintergrund gedrängt. Doch auch die Potsdamer Freundschaftsinsel mit Karl Foersters Stauden­ garten entstand aus einem ganz ähnlichen Geist wie seinerzeit die Londoner Vauxhall Gardens, als zentraler öffentlicher Park zum Genießen und Erholen. Für dieses Picknickkonzert verwandeln die Potsdamer Musikfestspiele die Freundschaftsinsel in einen plea­ sure garden mit all den Angeboten, die schon im 18. Jahrhundert beliebt waren.

Picknickkonzert: Ein Cocktail britischer Musik aus drei Jahrhunderten von Henry VIII, John Dowland, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Edward Elgar, Gustav Holst, Peter Maxwell Davies, für Blechbläserquintett spritzig arrangiert und mit dem typisch trockenen Humor serviert vom

Mecorre Quartett

FINE ARTS BRASS Simon Lenton, Angela Whelan, Trompete Chris Parkes, Horn | Katy Jones, Posaune Leslie Neish, Tuba Auf dem Rasen: MECORRE QUARTETT (Finalisten des Borciani Wettbewerb 2011) mit Streichquartettsätzen von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart

FINE ART BRASS

Dazu Croquet-Spiel, Teestunde mit Scones und Clotted Cream, Bridgetische, Groß­ figurenschachspiel, Ruderregatta und vieles mehr.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein »Freunde der Freundschaftsinsel« e.V. Potsdam und Inselgärtner Jörg Näthe.

Warum bringen Sie Ihr Picknick nicht einfach selbst mit? Im Stil des britischen Understatements gilt: Je ausgefallener, desto besser. Eine Decke in schottischem Karo, Klappstühle, Kerzenleuchter oder Sektkühler? Gebratenes Huhn oder Melo­ ne mit Parmaschinken? Heiße Würstchen aus der Thermoskanne oder Käseaus­ wahl? Zelebrieren Sie die englische Rasenkultur mit einem üppigen Mittsom­ merpicknick! Oder haben Sie keine Zeit zur Vorbereitung? Dann können Sie sich auch beim Caterer eine klein­e Vorspeisenplatte reservieren lassen und genüßlich auf dem Rasen einnehmen – Decke genügt (Reservierungen unter service@musikfestspiele-potsdam.de 0331-28 888 28). Das fantasievollste Picknick­arrangement wird prämiert!

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Diplomaten-Diner Seite 44

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piramo e tisbe Seite 40

Kirchenkonzert Friedenskirche Sanssouci

Samstag 23. Juni 20.00 Uhr

CONCERT SPIRITUEL Konzert der Nationen – bevor Napoleon den Taktstock nimmt

FREIBURGER BAROCKORCHESTER

PARIS François-Joseph Gossec (1734-1829) Grande Symphonie Es-Dur, op. 8/I (1765) Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Konzertarie und Rezitativ »Basta vincesti – Ah non, lasciarmi, no«, KV 295a (1778) Joseph Haydn (1732-1809) Sinfonie Es-Dur, Hob.I:91 (1788) LONDON Christian Friedrich Abel (1723-1787) Flötenkonzert D-Dur, op. 6/III (ca. 1762)

Christine Landshamer

BERLIN Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sinfonie e-moll, Wq 178 (1756) ST. PETERSBURG Dmitrij Bortnjanskij (1751-1825) Ouvertüre zur Oper »Le Faucon« (1786) WIEN Antonio Salieri (1750-1825) Rezitativ »Come fuggir« und Arie »Son queste le speranze«, aus der Oper »Axur, Re d’Ormus« (1788)

Konzert mit zwei Pausen Christine Landshamer, Sopran FREIBURGER BAROCKORCHESTER Musikalische Leitung: Gottfried von der Goltz [ HÖRZEIT ] mit Carsten Hinrichs (Superintendentur, 19.00 Uhr) »Paris – Der Konzertsaal Europas« Am Ende des 18. Jahrhunderts ist Preußen im Konzert der Nationen angekommen. Die Kriege sind (für’s erste) verzie­ hen, und irgendwie ist das junge, blitzsaubere Berlin von Knobelsdorff und Schinkel ja en vogue. Die erste Geige spielt immer noch Paris, wo unser Concert spirituel beginnt. Von hier stammt die Idee der großen öffentlichen Konzerte mit buntem Programm aus Sinfonie, Arie, Konzert und Ouvertüre, die sich mit der Musik der besten Komponisten durch ganz Eu­ ropa verbreitet. Das Freiburger Barockorchester – um nicht zu schreiben: DAS Barockorchester – führt uns von Westminster ausgehend Unter den Linden vorbei zum Winterpalais und über den Prater zurück an die Champs Élysées. Auch wenn der Stuck schon bröckelt, beim Kanonendonner vor der Bastille – unter dem Ancien Régime – lässt es sich herrlich feiern!

The Freiburger Barockorchester – perhaps that shoud be THE Freiburger Barockorchester – takes us from Westminster past Unter den Linden to the Winter Palace and back via the Prater to the Champs Élysées. Even though the canons are arriving outside the Bastille, the Ancien Régieme is still hosting an amazing party.

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24.

Juni | Sonntag

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Landpartie IV – Mein liebster Feind

Brody (Pförten, Polen) | Biecz (Beitzsch) | Forst | Schloss Branitz

8.30 Uhr

L

Kunst und König

Treffpunkt: Ehrenhof Neues Palais

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OpenAir – Sanssouci Prom Concert

Gartenseite, Neues Palais von Sanssouci

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19.00 Uhr

21.00 Uhr

35 Landpartie IV Brody (Pförten, Polen) | Biecz (Beitzsch) Forst | Schloss Branitz

MEIN LIEBSTER FEIND

Sonntag 24. Juni 8.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

Friedrich II. und Heinrich Graf Brühl Eine Reise in den Europäischen Parkverbund Lausitz zu Friedrichs Erzfeind, dem sächsischen Premierminister Heinrich Graf Brühl und seinem prachtvollen Rokokoschloss in Brody (Pförten, Polen). Werke von Antonio Vivaldi (1678-1741), Francesco Maria Veracini (1690-1768), Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Kirche Biecz

L‘Astrée (Mitglieder der ACADEMIA MONTIS REGALIS) Marcello Gatti, Traversflöte | Olivia Centurioni, Violine Rebecca Ferri, Violoncello Giorgio Tabacco, Musikalische Leitung und Cembalo »Friedrich II. ist sein eigener Minister, Minister Brühl sein eigener König«, spottete Friedrich über den prunkliebenden sächsischen Premierminister Heinrich Graf Brühl. Aus Hass ließ Friedrich im Siebenjährigen Krieg die Besitzungen Brühls plündern und zer­ stören. Dazu gehört nicht nur das Brühlsche Belvedere auf der Elbterrasse, sondern auch Schloss Pförten (heute Brody, Polen), eines der berühmtesten Rokokoschlösser seiner Zeit. Reisen Sie mit den Festspielen zu einer Ausstellung in vier Stationen um Friedrich und Heinrich Graf Brühl. Im Pückler-Schloss Branitz/ Cottbus geht es um die Entwicklung des persönlichen Konflikts zwischen Friedrich und Brühl. Sie besuchen die letzte Ruhestätt­e des Grafen Brühl und nehmen Ihr Mittagsmenü im ostdeut­ schen Rosengarten Forst ein. Die Ausstellung in Brody (Pförten) stellt Heinrich von Brühl als Standesherren von Forst-Pförten vor und erzählt die Geschichte der prachtvollen Schloss- und Park­ anlage. Erleben Sie ein Konzert in der von George Bähr, dem Ar­ chitekten der Dresdner Frauenkirche, erbauten Barockkirche in Biecz (Beitzsch). Abfahrt und Ankunft: Wilhelm-Staab-Str./ Ecke Yorckstraße Ticket inklusive Busreise, Ausstellungsbesuch, Konzert, Mittagsmenü und Führung. Eine Kooperation mit dem Europäischen Parkverbund Lausitz, Gemeinde Brody, Stadt Forst (Lausitz) und der Stiftung FürstPückler-Museum Park & Schloss Branitz.

A journey to the European Parkunion Lausitz visiting Frederic’s archenemy: Saxony’s Prime Minister Henry Count of Brühl and his splendid rococo palace in Pförten (Brody, Poland). Let Musikfestspiele take you to an exhibition in four locations. At the Pückler Palace in Branitz we are dealing with how the personal conflict between Frederic and Brühl developed. The exhibition in Brody (Pförten) introduces Brühl as the lord of the Forst-Pförten estate and tells the story of the magnificent palace and garden. George Bähr built the baroque church in Beitzsch where you will experience a concert before visiting Brühl‘s grave in the City Church of Forst.

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36 Sonntag 24. Juni 21.00 Uhr

OpenAir im Schlosspark Neues Palais von Sanssouci, Gartenseite

SANSSOUCI PROM CONCERT Abschlusskonzert mit Feuerwerk

Rührt euch! Musikalische Schlachtengemälde von der Renaissance bis zu Beethoven, exklusiv präsentiert vor der Gartenseite des Neuen Palais

In front of the young, fighting heroes the garden facede is decorated with, Kammerakademie Potsdam and their musical director Antonello Manacorda draw up musical descriptions of historical battles. Ludwig van Beethoven had been an admirer of Napoleon, but when the Corsican became ever more self-obsessed, Beethoven became an opponent. He himself angrily removed the dedication from the score of his third symphony. His description of Wellington’s victory over the French emperor is the battle music with the largest musical cast in history – and its trumpet signals also celebrate the newly won freedom.

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Dass die Preußen unter Friedrich II. nicht nur die Flötentöne lernten, sondern auch nach diesen zu marschieren, musste das reiche, aber wehrlose Sachsen im Siebenjährigen Krieg leidvoll erfahren. Mit einem Madrigal von Clément Janequin beginnt in der Renaissance die Tradition, historische Schlach­ ten in Musik nachzumalen. Ab dem Barock spielt die Trompe­ te in solch säbelrasselnder Schilderung die erste Geige, am liebsten auf der Opernbühne bei Georg Friedrich Händel. Als Napoleon dann vor Wien stand, fügte Joseph Haydn die be­ drohlichen Fanfaren in seiner Paukenmesse ein und gestalte­ te die Bitte um Frieden im »Agnus Dei« umso eindringlicher. Vom Napoleon-Bewunderer zum -Gegner entwickelte sich Ludwig van Beethoven, als der Korse zunehmend selbstherr­ liche Züge an den Tag legte. Die Widmung seiner heroischen dritten Sinfonie kratzte er auf der Partitur wütend aus. Sei­ ne Schilderung von Wellingtons Sieg über Napoleon ist die größt besetzte Schlachtenmusik der Geschichte – und mit ihren Trompetensignalen eine Feier der wiedergewonnenen Freiheit.

Werke von Clément Janequin, Heinrich Ignaz Franz Biber, Henry Purcell und Johann Christoph Bach sowie Georg Friedrich Händel (1685-1759) Arie »Or la tromba suon« für Mezzosopran und vier Trompeten aus der Oper Rinaldo (1711) Dettinger Te Deum für Chor und Orchester, HWV 283 (1743)

VOCALCONSORT BERLIN KAMMERAKADEMIE POTSDAM Musikalische Leitung: Antonello Manacorda Technik: Marc Mattukat, aem Potsdam Bühne: StageCo Deutschland GmbH Lichtdesign | Feuerwerk

Joseph Haydn (1732-1809) Allegretto, aus der Sinfonie Nr. 100 G-Dur, Hob.I:100 »Militär« (1794) »Agnus Dei« und »Dona nobis pacem« aus der Missa in tempore belli, Hob.XXII:9 (Paukenmesse, 1796) Ludwig van Beethoven (1770-1827) Ouvertüre, Klärchens Lied »Die Trommel gerühret!« und Siegessymphonie, aus der Schauspielmusik zu Egmont, op. 84 (1810) Finale, aus der Sinfonie Nr. 3 Es-Dur »Eroica«, op. 55 (1804) »Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria«, op. 91 (1813)

L Führung Kunst und König Neues Palais Zwischen Heldenverehrung und Lob des Apollon. Saskia Hüneke Außenführung zum Skulpturenprogramm Treffpunkt: Ehrenhof Neues Palais am Neuen Palais (max. 30 Personen)

Sonntag 24. Juni 19.00 Uhr

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Programm Andrea Palent Carsten Hinrichs Silke Hollender | Bärbel Stranka (Führungen) Babette Kaiserkern | Lena von der Hoven (wissenschaftl. Recherche) Impressum Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin Dr. Andrea Palent Prokuristin Kooperationen | Finanzen Heike Bohmann Kaufmännische Leiterin Gudrun Mentler Presse | Promotion maren borchers · for artists Dr. Jelle Dierickx Marketing Holger Kirsch Künstlerisches Betriebsbüro Chefdisponentin/ Produktionsleitung Oper Anke Derfert Disponentin/ Assistentin der Geschäftsführerin Stefanie Brückner Musikvermittlung Carsten Hinrichs Technik Knut Radowsky (Leitung) Marcus Dölle | Katja Fochler Ralf Knobloch Besucherservice Martina Pfeiffer | Regina Thurner Ulrike Henning Sekretariat und Buchhaltung Jacqueline Rehfeld Englische Übersetzung Boris Michalik Design und Gestaltung Tim Hagedorn Herstellung Lochmann Grafische Produktion GmbH, Berlin

Geschäftsbedingungen (AGB) | Hinweise zum Kartenverkauf Karten ohne Vorverkaufsgebühr: Online unter www.musikfestspiele-potsdam.de und in der Ticket-Galerie des Nikolaisaal Potsdam. Karten mit Vorverkaufsgebühr: PNN-Shop im Karstadt Potsdam, Touristinformationen der TMB (am Brandenburger Tor Potsdam/ in den Bahnhofspassagen Potsdam), MAZ-Service (Ticketeria Stern-Center Potsdam) und an allen Vorverkaufsstellen mit CTS eventim AG-System. Zahlung: Online: Lastschrifteinzug (ohne Bearbeitungsgebühr), Kreditkarte (bei Mastercard 3 % Gebühren). Ticket-Galerie: Barzahlung, EC-Karte oder Rechnung (Bearbeitungsgebühr 3.50 €). Versand bis 3 Tage vor der Veranstaltung, danach liegen die Karten an der Abendkasse bereit. Für Verlust der Karten wird keine Haftung übernommen. Schriftliche Kartenbestellungen sind bis 10 Tage, Reservierungen in der Ticket-Galerie bis zu 7 Tage vor der Veranstaltung möglich. Reservierungen sind verbindlich. Nicht fristgemäß bezahlte Karten gehen in den Verkauf zurück. Kein Anspruch auf Rücknahme und Umtausch von Karten, auch nicht bei Änderungen von Besetzung, Programm und nur teilweise erfüllten Bestellungen. Bei Ausfall einer Veranstaltung ist die Erstattung bis 4 Wochen nach dem Veranstaltungstermin nur gegen Vorlage der Originalkarte und ausschließlich bei der Verkaufsstelle, bei der die Karten gekauft worden sind, möglich. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen. Witterungsbedingte Unterbrechungen von Openair-Veranstaltungen berechtigen nicht zur Rückgabe der Karten. Junges Festspielticket (JFT) für junge Leute bis 25 Jahre an allen Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich (begrenztes Platzkontingent). Einlass nur in Verbindung mit gültigem Lichtbildausweis. Ermäßigungen für junge Leute bis 25 Jahre, Erwerbslose, ALG II Empfänger und Schwerbehinderte sind nur unter Vorlage der entsprechenden Berechtigungsnachweise an Tages- bzw. Abendkassen jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn möglich. Gruppenrabatt für das Sanssouci Prom Concert (Konzert-Nr. 36) wird bei einer Bestellung von mindestens 10 Karten mit 10% Rabatt nur im Vorverkauf (nicht über CTS eventim und nicht beim Online-Kauf) und nur pro Bestellung – nicht rückwirkend oder auf mehrere Bestellungen verteilt – gewährt. Nach Beginn einer Veranstaltung besteht kein Anspruch auf Nacheinlass, die Plätze können ggf. in der Pause eingenommen werden. Bei Veränderungen der Raumbestuhlung oder Umplatzierungen bitten wir um Ihr Verständnis. Fotografieren, Bild- und Tonaufzeichnungen sind während der Veranstaltungen nicht gestattet. Zuwiderhandlungen lösen Schadenersatzforderungen aus und können zum Ausschluss von weiteren Veranstaltungen führen. Bei Rundfunk- und/oder Fernsehaufzeichnungen kann es zu Sichtbehinderungen kommen. Mit dem Kauf der Karte erklärt sich der Besucher damit sowie mit der Abbildung seiner Person einverstanden. Karten niedriger Preiskategorie in Kirchen und im Schlosstheater sind z.T. Plätze mit Sichteinschränkungen. Zum Schutz der historischen Fußböden ist das Tragen von Schuhen mit spitzen Absätzen in den Schlössern nicht gestattet. Für Openair-Veranstaltungen empfehlen wir wetterfeste Kleidung. Bei Regen bitte auf Schirme wegen Sichtbehinderung verzichten. Mitführen von Haustieren und Verzehr von mitgebrachten Speisen und Getränken ist nicht gestattet. Ein angemessenes gastronomisches Angebot ist gewährleistet. Im Areal der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg stehen nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung (kostenpflichtig). Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. In den historischen Gärten Park Sanssouci und Neuer Garten ist der Fahrradverkehr nur auf den dafür freigegebenen Wegstrecken unter Einhaltung der StVO erlaubt. Trotz sorgfältiger Recherchen konnten nicht alle Rechteinhaber der verwendeten Fotos einwandfrei ermittelt werden. Falls ein Foto ungewollt widerrechtlich verwendet wurde, bitten wir um Nachricht und honorieren die Nutzung im branchenüblichen Rahmen. Bildnachweise

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Agenturen/Künstler (S. 5, 11, 19, 25, 28, 29, 31, 34, 37, 41, 47, 49, 51, 55, 57) | Bayerisches Nationalmuseum München (S. 59) | Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz (S. 10, 17, 21, 61) | Europäischer Parkverband Lausitz (S. 59) | Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam (S. 14) | Angela Müller (S. 33) | Monika Rittershaus (S. 6) | Shutterstock (S. 4, 40, 44, 45, 54, 55, 60, 64) | Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG: S. 5, 7, 8, 13, 18, 24, 36, 61) || Musikfestspiele Potsdam Sanssouci / SPSG: Archiv (S. 4, 10, 20, 36, 51, 53, 63, 23) | Heike Bohmann (S. 27) | Stefan Gloede (S. 39, 43, 50) | Ulrike Henning (S. 16, 35, 41, 48) | Holger Kirsch (S. 34, 58) | Mathias Marx (S. 13) | Michael Schäfer (S. 3, 7)

Besuchen Sie das besondere Schloss: Die historische Mühle von Sanssouci Die Windmühle am Schloss Sanssouci gehört zu den bekanntesten Mühlen Deutschlands. Die ur­ sprüngliche Bockwindmühle von 1738 wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und in den Jah­ ren 1787-91 durch eine Windmühle nach hollän­ discher Bauart ersetzt. Drei Jahre nach ihrer Still­ legung wurde sie 1861 zum Denkmal erklärt und war bis zu ihrer Zerstörung im April 1945 zeitweise zu besichtigen. Der Wiederaufbau begann Anfang der 1980er Jahre. Seit 1995 betreibt die Mühlenver­ einigung Berlin-Brandenburg e. V. im Auftrag der SPSG die Windmühle als Museum. An integrierten Arbeitsstationen können mühlenspezifische Tätig­ keiten ausprobiert werden. Auch die Mühlentech­ nik ist zu besichtigen. Im Rahmen des Museumsbe­ triebs wird regelmäßig Getreide verarbeitet. Besucher der Musikfestspiele erhalten zwei Tickets zum Preis von einem: € 3,- bzw. € 2,50 (mit bzw. ohne Führung) | Öffnungszeiten: April bis Oktober, Mo bis So, 10–18 Uhr, November, Januar bis März: Sa und So, 10-16 Uhr, Dezember geschlossen

[Hörzeit] mit Carsten Hinrichs

»Wortschätze« mit Klaus Büstrin

Man hört nur, was man weiß! Vor allem das Zeitalter Friedrichs des Großen liebte es, über die Wirkung von Musik zu sprechen. Ob sie Qualität hatte, entschied sich vor allem anhand der Empfindungen, die sie wachrufen konnte, also in den Ohren der Zuhörer. Das gilt heute wie damals. In der [HÖRZEIT] der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci lässt Carsten Hinrichs anhand von Musikbeispielen und im Gespräch die Musik­ geschichte wieder lebendig werden, macht die Idee hinter dem Programm klar und schult die Ohren von heute für die Empfindungen der Musik der Friedrich-Zeit.

»Wortschätze« finden sich für den Kenner überall, in Briefen, Büchern, Reden. So wird zum Beispiel die Kunstauffassung Friedrichs wieder lebendig in schwärmerischen Gedichten, die Berliner Aufklärung in leidenschaftlichen Auf­ sätzen und die Atmosphäre einer Pariser Kon­ zertaufführung in euphorischen Tagebuchein­ trägen. Klaus Büstrin hat sich auf die Suche nach Wort­ schätzen zum Programm der Musikfestspiele gemacht, die er vor einigen Konzerten und Auf­ führungen verlesen wird, um das Publikum in die Empfindungswelt der Zeit einzustimmen.

Werden Sie Mitglied im Förderverein der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci e.V. Sichern Sie sich einen Monat vor dem offiziellen Start des Vorverkaufs Ihre Karten für Ihr Wunschkonzert! Weitere Vorteile und Infos: www.musikfestspiele-potsdam.de

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Vorschau 7. bis 23. Juni 2013

SKANDINAVIEN Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci bringen in 2013 die musikalische Vielfalt und emotio­ nale Kraft Skandinaviens nach Potsdam. Lassen Sie sich mitnehmen von Boreas, dem Nord­ wind. Er verbindet die Theater von Drottningholm und Sanssouci und führt Sie über Norwe­ gen, Schweden und Dänemark bis zu den wunderbaren Färroër Inseln. Skandinavien findet man auch hier in der Nähe: Die ehemalige Matrosenstation Kongsnaes in Potsdam ist »ein Stück Norwegen in Deutschland«, oder Luise Ulrike von Preußen, die fünfte von sechs Schwestern Friedrichs II., wurde sogar später Königin von Schweden. Natur und Kultur Skandinaviens faszinieren und auch die Musi­k formt sich über Jahrhun­ derte zu einer Tonsprache, die eng mit dem Geist der Volksmusik verbunden ist. Entdecken Sie die leben­dige Alte-Musik-Szene Skandinaviens ebenso wie die Komponisten Johann Hel­ mich Roma­n, Joseph Martin Kraus, Niels W. Gade und natürlich Edvard Grieg. Aber auch Joik, Obertongesang der Samen, und Bronzeluren warten schon Jahrhunderte auf Ihre Ohren. Välkomme­n, velkommen!

Offizielle Partner der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2012

An der Pirschheide 40 | 14471 Potsdam Tel. (0331) 9 09 00 | Fax (0331) 9 09 09 00 potsdam@seminaris.de www.seminaris.de

Brandenburger Str. 1 | 14467 Potsdam Tel. (0331) 877 00 000 | Fax (0331) 236 07 555 info@hotel-brandenburger-tor.de www.hotel-brandenburger-tor.de

Allee nach Sanssouci 1 | 14471 Potsdam Tel. (0331) 9 09 10 | Fax (0331) 9 09 19 09 potsdam@steigenberger.de www.potsdam.steigenberger.de

Im Wildpark / Elisenweg 2 | 14471 Potsdam Tel. (0331) 55 050 | Fax (0331) 5505560 info@bayrisches-haus.de www.bayrisches-haus.de

Friedrich-Ebert-Strasse 88 | 14467 Potsdam Tel. (0331) 23170 | Fax: (0331) 2317100 nhvoltaire@nh-hotels.com www.nh-hotels.de

ZeppelinstraĂ&#x;e 136 | 14471 Potsdam Tel. (0331) 98150 | Fax (0331) 9815555 info@potsdam.arcona.de www.potsdam.arcona.de

Am Luftschiffhafen 1 | 14471 Potsdam Tel. (0331) 907-0 | Fax (0331) 907-70 777 infoŠhukg.de www.kongresshotel-potsdam.de

BESTELLKARTE: KonzERTE und MuSiKThEATER Nutzen Sie bitte auch unser Angebot, ihre Karten direkt über das Internet zu buchen: www. musikfestspielepotsdam.de

koMbITIckeT Beim Kauf von mind. 2 Karten der Konzerte 15a bis 15l besteht die Möglichkeit zum Kauf eines weiteren Tickets für die Konzerte 16 oDeR 17 zu 50% Rabatt.

koMbITIckeT Beim Kauf von Karten für Konzert 18 gibt es 50% Rabatt auf Konzert 20

Bitte kreuzen Sie die zutreffende Preisgruppe an. Alle Preise in €. Preisgruppe

I

II

Anzahl III

IV

1

Mühlenfest für Kinder J

12,– inkl. 1 Erwachsener**

2

Eröffnungskonzert – Verliebt in Europa

35,– 28,– 22,–* 10,–*

3

Graun – Montezuma

65,– 40,–

4

Preussische Stars

35,– 25,–

5

Kronprinz in Küstrin

90,–

6

Friedrichs Wohnungen

90,–

27,–* 16,–*

7

Prinzessin auf der Orgel

25,–

8

Graun – Montezuma Seite 6

65,– 40,–

9

Zurück zur Natur

32,– 28,–

10 Montagsclub

15,–

27,–* 16,–*

11 Wohnzimmer der Aufklärung

55,–

12 Bach zu Besuch

32,– 28,– 25,–

13 Der Nabel der Welt

35,– 28,– 22,–* 10,–*

14 Der Messias in Berlin

10,–

15a Clavierhören

12,–

15b Clavier französisch

20,–

15c Clavier und Lunch

10,– Lunch inkl. 1 Getränk

15d Hammerclavier

20,–

15e Clavierwerkstatt J

10,– inkl. 1 Erw.**

15f Clavier und Virtuose

20,– 10,–*

15g Clavier auf gut Deutsch

20,–

15h Clavier und Stimme

20,–

15i Clavier mit Humor

20,–

15k Clavier für die Seele

15,–

15l Clavier und Empfindung

20,–

16 Clavierkonzerte

35,– 28,– 22,–* 10,–*

17 Jazz in the Garden

25,–

18 Fahrradkonzert J

20,– JFT: 2,–

14 Jahre)

19 Die Sommerkönigin

30,– inkl. Führung

20 Boemo furioso

28,– 22,– 10,–*

21 Hasse – Piramo e Tisbe

65,– 40,–

22 Diplomaten-Diner Seite 44 23 Hasse – Piramo e Tisbe Seite 40 24 Diplomaten-Diner Seite 44

JFT:

125,– inkl. Diner – exkl. Getränke

65,– 40,–

27,–* 16,–*

125,– inkl. Diner – exkl. Getränke 28,– 25,– 10,–*

26 Hasse – Piramo e Tisbe Seite 40

65,– 40,–

28 Diplomaten-Diner Seite 44

(Kids bis

27,–* 16,–*

32,– 28,– 25,–

125,– inkl. Diner – exkl. Getränke

29 Hasse – Piramo e Tisbe Seite 40

65,– 40,–

27,–* 16,–*

30 Boston Music Party

32,– 28,– 25,–

27,–* 16,–*

25 Internationales Streichquartett 27 Trio auf Grand Tour

Fortsetzung auf der Rückseite >>>

BESTELLKARTE: KonzERTE und MuSiKThEATER Preisgruppe

I

II

20,– JFT:

31 Ein Garten für alle 32 Diplomaten-Diner Seite 44

Anzahl III

IV

125,– inkl. Diner – exkl. Getränke

33 Hasse – Piramo e Tisbe Seite 40

65,– 40,– 27,–* 16,–*

34 Concert Spirituel

35,– 28,– 22,–* 10,–*

35 Mein liebster Feind

99,–

25,–GR JFT:

36 Sanssouci Prom Concert

FühRungEn Anzahl

Anzahl

Anzahl

A

9,–

E

9,–

i

B

9,–

F

9,–

K

9,– 9,–

C

9,–

g

9,–

L

9,–

d

9,–

h

9,–

Falls die gewünschte Preiskategorie nicht verfügbar ist:

eine Kategorie preiswerter eine Kategorie teurer jede andere Kategorie

Ich bestätige die aufgeführte Bestellung unter Anerkennung der damit verbundenen Geschäftsbedingungen (siehe Seite 62 oder im Internet).

gR gRuPPenRAbATT FüR sAnssoucI PRoM conceRT Bei einer Bestellung von mindestens 10 Karten erhalten Sie einen Rabatt von 10 %. Der Gruppenrabatt kann nur im Vorverkauf (außer CTS eventim und InternetTicketing) und nur pro Bestellung, also nicht rückwirkend oder auf mehrere Bestellungen verteilt, gewährt werden! eRMässIgungen sind unter Vorlage der entsprechenden Berechtigungsnachweise (Details siehe Seite 62) nur an den Tages- bzw. Abendkasse n jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn möglich. * Plätze z. T. mit Sichteinschränkung

Name | Vorname

** Der Eintrittspreis ist gültig für ein Kind mit einem Erwachsenen.

Straße | Hausnummer

Die für mich reservierten Karten zahle ich innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt. Die Karten werden nach Eingang des Rechnungsbetrages gegen eine Bearbeitungsgebüh r von 3,50 Euro per Brief zugesandt.

PLZ | Ort

Vorwahl | Telefon

Ort | Datum | Unterschrift

Bitte senden Sie die ausgefüllte Bestellkarte an:

JFT= Junges FesTsPIelTIckeT: 10,- € Einheitspreis für junge Leute bis 25 Jahre (begrenztes Kontingent)

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH Wilhelm-Staab-Str. 10/11 14467 Potsdam

oder per Fax an (0331) 28 888 29

Karten & Informationen Tel. (0331) 28 888 28 www.musikfestspiele-potsdam.de Besucherservice der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci Ticket-Galerie Nikolaisaal Potsdam Wilhelm-Staab-Str. 10/11 | 14467 Potsdam Tel. (0331) 28 888 28 | Fax (0331) 28 888 29 Email: service@musikfestspiele-potsdam.de

CTS eventim über Vorverkaufskassen bundesweit

PNN-Shop im Stadtpalais (Karstadt-Kaufhaus) Brandenburger Straße 49-52 | 14467 Potsdam Tel. (0331) 601 23-17/-18 | Fax (0331) 601 2319

Touristischer Informations- und Buchungsservice TMB – Tourismus Marketing Brandenburg GmbH Am Neuen Markt 1 – Kabinetthaus | 14467 Potsdam Hotline (0331) 200 47 47 | Email: hotline@reiseland-brandenburg.de www.reiseland-brandenburg.de

Im Anschluss an die abendlichen Veranstaltungen in Potsdam stehen für die Fahrt zum Hauptbahnhof Potsdam kostenlos Sonderbusse bereit. Änderungen des Programms und der Besetzung vorbehalten!


Rührt euch! Friedrich der Große, die Musik und Europa