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#004 – MÄRZ / APRIL 2018

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75 jahre lsd

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ALBERT HOFMANN


Willkommen in der bunten Welt von Hempedelic

Happy LSD Das neue Hempedelic widmet sich dem Jubiläum „75 Jahre LSD“. Nicht nur hier beleuchten wir die Frage, ob der bestimmungsgemäße Gebrauch von Dingen stets zum gewünschten Ergebnis führt. Wobei wir natürlich nicht wissen, ob es lohnt, mal testweise am Cover zu unserer Titelstory zu lecken und sich gegebenenfalls ein Fahrrad bereit zu stellen. Albert Hofmann jedenfalls ahnte nicht im Ansatz, dass ihm eine historische Fahrradfahrt bevorstand, einst vor 75 Jahren im April.

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LSD!

HAPPY BIRTHDAY,

75 Jahre Acid-Erfahrung

Grund zu feiern: An diesem Tag vor genau 75 Jahren Am 19. April dieses Jahres, dem Bicycle Day, gibt es einen psychedelischen Qualitäten einer Substanz die nn Hofma hatte der Schweizer Naturstoffchemiker Albert gebers erstmals hergestellt hatte. entdeckt, die er fünf Jahre voher im Auftrag seines Arbeit ert. veränd Welt Damit war das LSD geboren – und es hat die Von Markus Berger

Eigentlich Eigentlich hat hat nicht nicht das das LSD als Substanz „Geburtstag“, sondern das Wissen um dessen Psychoaktivität. Lysergsäurediethylamid wurde erstmals 1938 von Albert Hofmann in den SandozLaboratorien in Basel hergestellt und 1943 unter der Bezeichnung LSD-25 (Delysid®) publiziert. Lysergsäure-Verbindungen, wie z.B. das seit 1918 bekannte Ergotamin, werden vereinfacht gesagt, aus Claviceps purpurea, dem Mutterkornpilz, gewonnen. Ziel der Forschungsarbeit, innerhalb welcher eine Reihe anderer Derivate der Lysergsäure synthetisiert und getestet wurden, war nun die Entwicklung eines Medikaments, das als Analeptikum (Kreislauf- und Atmungsstimulans) eingesetzt werden konnte. Bezogen auf den Indikationskatalog maßen die Sandoz’schen Pharmakologen dem LSD nach Tierversuchen allerdings nur geringe Bedeutung bei und das Wissen um die tatsächlichen Eigenschaften der Substanz blieb


in den folgenden fünf Jahren im Verborgenen. Albert Hofmann vermerkte in seinem Buch „LSD – Mein Sorgenkind“: „Bei der Prüfung von LSD-25 in der pharmakologischen Abteilung von Sandoz (...) wurde eine starke Wirkung auf die Gebärmutter festgestellt. Sie betrug etwa siebzig Prozent der Aktivität von Ergobasin. Im übrigen war im Untersuchungsbericht vermerkt, dass die Versuchstiere in der Narkose unruhig wurden. Die neue Substabz erweckte aber bei unseren Pharmakologen und Medizinern kein besonderes Interesse; weitere Prüfungen wurden deshalb unterlassen. Die nächsten fünf Jahre blieb es still um die Substanz LSD-25.“

Trotzdem ließ das Pharmakon dem leidenschaftlichen Chemiker Hofmann keine Ruhe, bis er schließlich 1943, fünf Jahre nach der eigentlichen Erfindung des LSD, die Substanz ein weiteres Mal herstellte, um sich weiter mit dieser zu befassen. Er verspürte eine seltsame Ahnung, dass das LSD unter Umständen noch einige Geheimnisse in sich barg. Und er behielt Recht.

Unbemerkt kam Hofmann bei der Synthese mit Spuren der Chemikalie in Berührung und erlebte den ersten, damals noch leichten LSD-Rausch der Menschheitsgeschichte, welchen er wie folgt in „LSD – Mein Sorgenkind“ beschreibt: „Vergangenen Freitag, 16. April 1943, musste ich mitten am Nachmittag meine Arbeit im Laboratorium unterbrechen und mich nach Hause begeben, da ich von einer merkwürdigen Unruhe, verbunden mit einem leichten Schwindelgefühl, befallen wurde. Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einen nicht unangenehmen rauschartigen Zustand, der sich durch eine äußerst angeregte Phantasie kennzeichnete. Im Dämmerzustand bei geschlossenen Augen – das Tageslicht empfand ich als unangenehm grell – drangen ununterbrochen phantastische Bilder von außerdordentlicher Plastizität und mit intensivem, kaleidoskopartigem Farbenspiel auf mich ein. Nach etwa zwei Stunden verflüchtigte sich dieser Zustand.“ Diese Erfahrung beeindruckte und motivierte den Chemiker sehr und erfüllte ihn mit Neugierde, was es mit LSD auf sich haben könnte. Also unternahm er drei Tage später, am 19. April, um 16.20 Uhr den ersten gezielten LSD-Versuch. Dieser erstmals vorsätzlich eingenommene LSD-Trip war mit 250 Mikrogramm relativ hoch dosiert – 50 bis 100 Mikrogramm hätten für den Anfang durchaus gereicht. Das war Albert Hofmann jedoch nicht bewusst, außerdem war bis zu diesem Zeitpunkt keine

5 Albert Hofmann, 2008 an seinem 100. Geburtstag

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Substanz bekannt, die in derart geringen Mengen wirksam ist. Dieser erste LSD-Trip der Weltgeschichte, während dem Hofmann auch die berühmte Fahrrad-Fahrt nach Hause unternahm (deshalb heißt der 19. April Bicycle Day), versetzte den Wissenschaftler in unglaubliche, ungeahnte innenweltliche Zustände: „Ein Dämon war in mich eingedrungen und hatte von meinem Körper, von meinen Sinnen und von meiner Seele Besitz ergriffen ... Die Substanz, mit der ich hatte experimentieren wollen, hatte mich besiegt. Sie war der Dämon, der höhnisch über meinen Willen triumphierte. Eine furchtbare Angst, wahnsinnig geworden zu sein, packte mich. Ich war in eine andere Welt geraten, in andere Räume mit anderer Zeit. Mein Körper erschien mir gefühllos, leblos, fremd. Lag ich im Sterben?“


Andererseits offenbarte der Versuch im späteren Verlauf auch ganz andere Qualitäten des LSD: „Der Schrecken wich und machte einem Gefühl des Glücks und der Dankbarkeit Platz, je mehr normales Fühlen und Denken zurückkehrten und die Gewissheit wuchs, dass ich der Gefahr des Wahnsinns endgültig entronnen war. Jetzt begann ich allmählich das unerhörte Farben- und Formenspiel zu genießen, das hinter meinen geschlossenen Ausgen andauerte. Kaleidoskopartig sich verändernd, drangen bunte, phantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend, sich neu ordnend und kreuzend, in ständigem Fluss.“ In den folgenden Jahren erfuhr das LSD eine Popularisierung unter Medizinern, Therapeuten, Intellektuellen, Künstlern und Psychonauten, wie knapp fünfzig Jahre zuvor das aus dem PeyotlKaktus (Lophophora williamsii) isolierte Meskalin, das ein dem LSD ähnliches Wirkungsspektrum aufweist. Durch Sprachrohre wie Timothy Leary, der keinen Moment ausließ, die Wunderdroge zu propagieren, erlangte LSD alsbald eine öffentliche Aufmerksamkeit, wie kein anderes Psychedelikum sonst. In der Psychotherapie konnten mittels des Lysergsäurederivats gute Erfolge erzielt werden. Unter Einbeziehung des LSD und anderer psychedelischer Drogen, wurden gleich zwei Therapiezweige geschaffen: die ‚Psychedelische Therapie’ nach Abram Hoffer, die urpsrünglich für die Behandlung

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Ariane, Albert & Goa Gil, 2002, Goa-Party in der Nähe von Basel

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von Alkoholikern gedacht war, und die auf der Freud’schen Psychoanalyse basierende ‚Psycholytische Therapie’. Natürlich begeisterten sich schlussfolgernd nicht nur ernsthafte Bewusstseinsforscher und Innenweltreisende mit der Substanz. Auch auf der Straße war das Entheogen jederzeit verfügbar, da vollkommen legal. Von nun an häuften sich die haarsträubenden Storys über LSD-beeinflusste „Hochhaus-Flieger“ - Personen, die (so die Mär) unter LSD-Einfluss glaubten, fliegen zu können und aus dem Fenster oder vom Hausdach in den Tod sprangen. In der Folge wurde Lysergsäurediethylamid 1966 in den USA auf die Liste der verbotenen Substanzen gesetzt und somit auch für den psychotherapeutischen Gebrauch illegalisiert. Fünf Jahre später geschah selbes dann in Deutschland. So wie jede repressive Prohibitionsmaßnahme, konnte das Verbot die Droge freilich nicht verdrängen, nur in eine andere

Ecke schieben. Konnte damals LSD frei verkauft und damit auch erworben werden, so ist der heutige Psychonaut auf Undergroundlabors und den Schwarzmarkt, auf Dealer angewiesen und macht sich so eines Verbrechens beim Erforschen des eigenen Bewusstseins schuldig. Dabei beeinflusste LSD unser aller Leben mehr als viele es glauben. Soziokulturelle Artefakte der LSDKultur sind bis heute nicht aus unserem Alltag verschwunden, sie werden einfach nur nicht mehr als solche wahrgenommen. Wenn auf dem Weg zur Arbeit morgens die Byrds oder Beatles aus dem Radio dröhnen und Papa in Erinnerungen schwelgend „Turn, turn, turn!“ oder „Yellow Submarine“ mitsingt, dann weiß er in der Regel nicht mehr, dass er damit dem LSD eine Lobeshymne darbringt. Wenn Mama ihrem Sprössling einen Smiley-Becher für den Kindergarten kauft, ist sie meist nicht in dem Wissen, dass sie hier, mit


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LSD-Artefakte und -Erfahrungen fanden Eingang in die Literatur (der Zweig der Science Fiction hätte sich ohne LSD wohl niemals so entwickelt), die bildende Kunst (z.B. Surrealismus, Phantastischer Realismus etc.) und die Musik (ohne LSD hätte sich die Pop- und Rockmusik niemals in dieser Weise entwickelt. Mit der PsychedelicBewegung wurden bestehende Musikstile erweitert und neue kreiert), den Film (The Trip, Easy Rider, Barbarella, Star Treck, Flashback u.v.m.), das Theater (das Musical „Hair“ oder die Rockoper „Tommy“ von ‘The Who’ sind letztlich in Bühnenstücke umgesetzte LSDErfahrungen), damit die verschiedenen Lifestyle-Wege (Esoterik, New Age und andere spirituelle Strömungen) und nicht zuletzt in die Wissenschaft. Und die Geschichte des LSD ist noch lange nicht zuende. Gerade wird die wissenschaftliche und therapeutische Forschung wieder diskutiert und aufgenommen, LSD ist Gegenstand zahlreicher Debatten und Vorstöße des medizinischen Sektors – wir sind auf einem guten Weg. LSD kann uns Menschen und unseren Gesellschaften so viel geben. Wir müssen es nur zulassen.

literaturtipps Wayne Glausser: LSD-Kulturgeschichte von A bis Z, Solothurn 2018

Stanislav Grof: LSD-Psychotherapie, Stuttgart 1981 Albert Hofmann in einem Goa-Shop in Athen, 2000 - pic: Roger Liggenstorfer

dem typischen Acid-Symbol, einen Teil der LSD-Kultur der achtziger Jahre in Händen hält (auch wenn der Smiley keine Erfindung der Acidbewegung ist, sondern nur übernommen wurde). Und wenn man am Sonntagabend einen Tatort im Fernsehen einschaltet, wird man mit einem von der psychedelischen Kultur geprägten Vorspann begrüßt.

Stanislav Grof: Psychonautik, Solothurn 2018 Albert Hofmann: LSD – Mein Sorgenkind, Stuttgart 1979/ München 1993 Albert Hofmann: Die Mutterkornalkaloide, Stuttgart 1964/ Solothurn 2000 Ralph Metzner und Ram Dass: Geburt einer psychedelischen Kultur, Solothurn 2018 Christian Rätsch: 50 Jahre LSDErfahrung, Löhrbach 1993

dayy:: zumm bicycle da ippp zu gsttipipp tallttuunnggs veransta hre lsd in basel Holz75demja et im 19., bis Sonntag, dem 22. April find Von Donnerstag, statt. msveranstaltung „75 Jahre LSD“ park Klybeck (Basel) eine Jubiläu en, lung stel Aus , nen, Happenings Mit Vorlesungen, Kunstinstallatio es und Markt. Am 19. April findet anc form Per , ops ksh Wor en, Konzert im Hotel Hofmatt ein eintägiges zudem in Münchenstein bei Basel its en LSD-Forschung statt, das bere Symposium zur wissenschaftlich s Info en. geb e träg oschalten der Vor ausverkauft ist. Es wird aber Vide : gen ltun auf den Websiten zu den Veransta d75.ch www.75-jahre-lsd.ch und www.ls

lsd im web

www.erow .erowid id.or .org/ch g/chem emic icals als/l /lsd/ sd/ls lsd.s d.sht html ml www.erowid.org/references/hofmann_c ollection.php leda.lycaeum.org/Chemical_Families/Ergo lines.7.shtml www.hofmann.org www.leary.com www.bicycle-day.com www.hempedelic.com/lsd


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ALBERT HOFMANN: EIN VORBILD FÜR DIE BEWEGUNG

Albert Hofmann, Roger Liggenstorfer & Agnes Tschudin, Athen 2000 - pic: Roger Liggenstorfer

Der Nachtschatten-Verleger über den Erfinder des LSD

Roger Liggenstorfer ist Gründer und Verleger des Nachtschatten Verlags in Solothurn (Schweiz). Vor über 30 Jahren hatte er Albert Hofmann, den Chemiker, Entdecker des LSD und Naturphilosophen, zu einem Vortrag über sein „Sorgenkind“ eingeladen und persönlich kennengelernt, woraus sich rasch eine tiefe Freundschaft entwickelte. Das war zu einer Zeit, in der Albert Hofmann in der psychedelischen Szene noch nicht so bekannt gewesen ist wie heute. Wie war der LSD-Erfinder aber eigentlich als Mensch und ganz privat? Wir haben mit Roger Liggenstorfer darüber gesprochen. Du hast Albert Hofmann 1984 kennengelernt, als du ihn zu einem Vortrag eingeladen hast? Genau. Albert hatte damals aber nicht nur über Acid sprechen wollen, sondern auch über die äußere Wirklichkeit – denn zu dieser Zeit war das Waldsterben gerade ein großes Thema. Und das hatte ihn sehr berührt und war ihm wichtig. Albert war immer sehr auf die Natur bedacht, seine Liebe zur LSD- und psychedelischen Erfahrung hat das natürlich intensiviert. Was hat euch besonders verbunden? Die Reisen in die inneren und äußeren

Räume, z.B. unsere gemeinsame Fahrt im Jahr 2000 nach Eleusis in Griechenland. Die Eleusinischen Mysterien hatten Albert immer ganz besonders interessiert, er hatte ja auch zusammen mit Gordon Wasson und Carl P. Ruck ein Buch darüber verfasst. Das war eine wirklich schöne Reise, die uns alle inspiriert hat. Es war für Albert etwas ganz Besonderes, in Eleusis zu sein – ich vergesse nie den Moment, als er da saß und sich dessen bewusst war. Aber es gibt viele gemeinsame Erlebnisse, die wir teilten, ich habe da einige tolle Erinnerungen. Albert war ja nicht nur unter Psychonauten, sondern auch gesellschaftlich höchst geachtet. Allerdings! 2006 hatte der damalige Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger anlässlich Alberts hundersten Geburtstags einen schriftlichen Gruß gesendet und geschrieben: „Gäbe es in der Schweiz einen Rat der Weisen, würden Sie ganz bestimmt dazu gehören.“ Das war natürlich eine Ehre von höchster politischer Stelle. Albert wurde dabei nicht nur als Chemiker, sondern als Naturphilosoph geschätzt und geachtet. Im Gegensatz zu seinem „Sorgenkind“, genoss er höchsten Respekt. „Ergänzung statt Ausschluss“ war ja eines seiner Lebensmotti. Und das hat er auch sehr wörtlich gemeint. So ist es. Das zeigte sich beispielsweise, als ich Albert einmal mit auf eine Goa-Party genommen habe. Die fand ganz in der Nähe seines Hauses statt und Goa Gil legte dort auf. Als ich ihn mehr oder weniger im Scherz fragte, ob er sich nicht mal anschauen möchte, was alles aus seinem LSD ge-

Text: Markus Berger

worden ist, sagte er sofort zu, mit mir dorthin zu gehen. Ich konnte es kaum glauben. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr hab ich ihn zuhause abgeholt und wir fuhren gemeinsam zur Party. Die Leute auf dem Dancefloor konnten es erst gar nicht fassen. War da wirklich Albert Hofmann? Als klar war, dass es wirklich der LSD-Entdecker war, der da auf der Party aufgetaucht war, waren alle voller Freude, einige streckten ihm Acid hin (zum Signieren lassen ...) und es gingen erstmal ein paar Joints herum. Albert hat auch einmal daran gezogen. Überhaupt wurde er sehr gefeiert, und das gefiel ihm natürlich gut. Das einzige, was er nicht verstand bzw. nicht gut an der Party fand, war – nicht etwa die Musik – sondern die Tatsache, dass die Leute alle allein tanzten. Er kannte das ja eher vom Walzer und anderen Standardtänzen, wo man ja immer zu zweit tanzt und dabei auch Körperkontakt hat. Schließlich ist Albert auch ans DJ-Pult zu Goa Gil gegangen, und da war natürlich auf dem Dancefloor niemand mehr zu halten. Da ließ er sich feiern wie ein Popstar – was er ja auch verdient hatte! Albert war ja überhaupt ein sehr offener Mensch, stimmt‘s? Albert war bis ins hohe Alter, auch mit über hundert Jahren, immer noch bereit, neue Erfahrungen zu machen. Er war ein ganz besonders offener Mensch, hat, ohne Vorurteile auszuprägen, sich stets auf das Unbekannte eingelassen, einfach unglaublich. Auch neuen Bekanntschaften gegenüber war er immer sehr offen. Er war uns und der psychedelischen Bewegung ein echtes Vorbild. Und dafür dürfen wir ihm dankbar sein.


Fachbücher aus dem Nachtschatten Verlag Berger Ram Dass,Markus Ralph Metzner & Gary Bravo Wayne Glausser

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PSYCHEDELISCHEN KULTUR

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Gespräche über Leary, die Harvard Experimente, Millbrook und die 60er Jahre

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Mit einem Prolog von Mathias Bröckers zur europäischen psychedelischen

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ISBN 978-3-03788-514-7 176 Seiten, 14,8 x 21 cm, Broschur

ISBN 978-3-03788-549-9 232 Seiten, Format 17x24 cm, Broschur

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Cannabis am Steuer Wenn Patienten Fahrzeuge führen

Als die Bundesregierung beschloss Cannabis als Medizin einzuführen, bekam die Ungleichbehandlung von Cannabis und Alkohol, im Strassenverkehr eine neue Facette. Was solle mit denjenigen passieren, die Cannabis als Medizin konsumieren müssen? Wird bei den Patienten – mittlerweile 13000 – das selbe diskriminierende Procedere eingeleitet, welches in peniblem Bürokratendeutsch und -denken, fern von Wissenschaft und Verstand, eine Art Ersatzstrafrecht bei Cannabiskonsumenten sowie eine profitträchtige Industrie etabliert hat? Neben der Polizei, die wissen möchte, wie sie bei Verkehrskontrollen mit Leuten mit Rezept umgehen soll, die Cannabis konsumieren dürfen, wollen auch andere wissen, was die Einführung von Cannabis als Medizin für den Verkehr zu bedeuten hat. Würde da dieses ganze Gerüst an zweifelhaften Argumentationen und Schlussfolgerungen zusammenbrechen, diese ganze Chose mit fehlendem Trennungsvermögen zwischen Konsum und Führen eines Fahrzeugs, gefolgerter Ungeeignet, selbst bei Null-Bezug zum Verkehr? Würde das nicht obsolet, wenn zukünftig Patienten mehr als gelegentlich, auch regelmässig, auch im Verkehr konsumieren und keineswegs den Führerschein verlieren dürften? So wie bei anderen Patienten, Substituierten etwa?

Grenzwert Märchens e, Verkehrsgerichts tunden de r Bundesretage und gierung

In einer parlamentarischen Drucksache, die Linke hatte gefragt, antwortete die Bundesregierung unter Aufbietung einlullender Prosa, sprich Märchenstunde vom Feinsten, mystifizierend. Warum das Führen eines Fahrzeug „unter Wirkung eines berauschenden Mittels“ ok ist, wenn „die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt“, bleibt ihr sahniges Geheimnis. Sie weiß ganz bestimmt, dass „die Wirkung der Substanzen als Therapeutikum bei der Einnahme nach ärztlicher Verordnung sich deutlich von der Wirkung bei missbräuchlichem Konsum“ unterscheidet - der Rechtsmedizin ist das hingegen unbekannt. Aber es wird noch besser: „Während ein Drogenkonsument

eine Substanz zu sich nimmt, um berauscht zu sein, nimmt ein Patient eine Substanz zu sich, um seinem Leiden entgegen zu wirken“. Genau. Wirkst du mit der Substanz deinem Leiden entgegen, bist du nicht berauscht. Doch damit nicht genug, weiter in der Märchenstunde. „Wichtig ist insbesondere, dass Patientinnen und Patienten anders als Drogenkonsumenten über eine hohe Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit verfügen.“ Klar, wussten wir schon immer, dass Alkoholkonsumenten und Raucher über eine „hohe Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit“ verfügen im Gegensatz zu Cannabiskonsumenten. Doch, seit neuestem, sobald Cannabiskonsumenten das Rezept zücken, „verhalten (sie) sich eher regelkonform und sind achtsam


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im Umgang mit der Medikation und den Nebenwirkungen.“ Vorher unzuverlässig und unverantwortlich, mit Rezept zuverlässig und verantwortlich. Warum sind wir da nicht eher drauf gekommen? Bedeutet, neben den ohnehin schon willkürlichen Maßstäben und Kriterien, wie Alkohol- und Cannabisfahrten unterschieden werden und der noch befremdlicheren, Cannabiskonsumenten meist grundsätzlich die Eignung, ein Fahrzeug führen zu dürfen abzusprechen – nicht bloss die Fahrtüchtigkeit an sich im konkreten Fall bei einer Verkehrskontrolle, nein schon die Eignung, die Befähigung, aus charakterlichen Gründen selbst außerhalb des Strassenverkehrs - wird jetzt noch eine weitere willkürliche Unterscheidung herbeifabuliert Mit der Ereigniskarte ‚Rezept‘ bist du voll geeignet, zuverlässig und verantwortlich, ohne leider unzuverlässig und unverantwortlich. Ist doch ganz einfach, versteht jedes Kind. Allerdings, tja, nur vielleicht. Den die bisherige Erfahrung zeigt, auch Cannabispatienten droht Ungemach. Mit dieser Problematik setzte sich Anfang des Jahres der deutsche Verkehrsgerichtstag auseinander. Der DHV kritisierte die Empfehlungen des Verkehrsgerichtstages – darunter die durchaus begrüßenswerte empfohlene teilweise Einführung eines 3 Nanogramm Grenzwertes - insgesamt als „extrem zaghafte, minimale Verbesserung für Cannabiskonsumenten und dessen Empfehlung nach „mehr Kontrolle und Überwachung“ für Cannabispatienten. Ergo doch wieder

Ungleichbehandlung gegenüber anderen Patienten. Welche der Ungleichbehandlungen, die für Cannabispatienten und Cannabiskonsumenten vom Verkehrsgerichtstag empfohlenen oder von der Bundesregierung bestrittenen Ungleichbehandlung sich in der Praxis durchsetzen wird, wir dürfen gespannt sein. Cannabispatienten einstweilen können voraussichtlich nicht auf die Ereigniskarte Rezept bauen. Der DHV hat hierzu eine tolle Kampagne ‚Klarer Kopf, klare Regeln‘ gestartet, wo du die ungleich komplexeren Abläufe noch einmal studieren und du dich für mehr Gerechtigkeit einsetzen kannst.

Ungleichbehandlung

Alkohol

Bei Alkohol ist das anders. Erstens gilt eine Wirkstoffgrenze von 0,5 Promille, zweitens würden weder eigene Angaben zu Konsumfrequenz, „ich trinke mehr als zweimal im Jahr“, zu Zweifeln an der Fahreignungsüberprüfungs- sowie einem Fahrerlaubnisentziehungsverfahren führen. Bei Null-Bezug zum Verkehr, also bei Besitz auch grosser Mengen Alkohol passiert gleich gar nichts. Der Gleichbehandlungsgrundsatzes des Artikel 3 des Grundgesetzes lautet: Gleiches ist gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Leider meint das Verfassungsgericht bislang, dieser gebiete nicht, alle potentiell gleich schädlichen Drogen gleichermaßen zu verbieten oder zuzulassen.

Was passieren kann

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Unverändert gilt in Deutschland ein Grenzwert von einem Nanogramm THC im Blutserum – was weder spürbar noch als beeinträchtigt oder berauscht anzusehen ist. In den USA gelten bis zu 5 ng THC im Blut (also 10 ng im Blutserum), in der Schweiz 3 ng THC im Blutserum. In Deutschland führen 1 ng THC meist zu einem Bußgeld von 500 € und einem Fahrverbot von einem Monat. Erstmal. Doch die Fahrerlaubnisbehörde erhält ebenfalls einen Bescheid. Bei vom Messwert abweichenden eigenen Angaben zum Cannabiskonsum mutmaßt die Fahrerlaubnisbehörde regelmäßig einen zweiten Konsum zwischen dem eingeräumten Konsum und dem Kontrollzeitpunkt. Folge, ein Fahreignungsüberprüfungs- sowie Fahrerlaubnisentziehungsverfahren. Wegen fehlendem Trennungsvermögen zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeug. Also, zweimal gleich mehr als gelegentlich gleich ungeeignet. Obwohl weder ein Missbrauch noch eine Abhängigkeitserkrankung vorliegen.


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Was passieren kann

Mehr als gelegentlicher Konsum führt meist zum Entzug der Fahrerlaubnis. Regelmäßiger Konsum - auch außerhalb des Verkehrs, egal ob heute, gestern oder vor 10 Jahren - führt zum Sofortentzug. Dann kann mittels MPU (medizinisch-psychologisches Gutachten zur Untersuchung der Fahreignung) erst nach einem Jahr Abstinenz die Fahrerlaubnis wiedererlangt werden. Generell baut sich ein Berg sozialer und finanzieller Sorgen auf. Die Dauer des Verfahrens ist belastend, plus erhebliche Rechtsoder Beratungskosten kommen hinzu bzw. das sehr hohe Risiko des zeitweisen oder dauerhaften Führerscheinverlustes, zudem teilweise in der Folge Jobverlust mit weiteren teils existenziellen Problemen.

Cannabispatienten Das bisherige Ver fahren wird laut Bundesregierung für Cannabispa in h doc ndt, ewa tienten nicht ang der Realität augenscheinlich, mit geringen Abschlägen, irgendwie doch. Der Willkür sind Tür und Tor geöffnet. Die Grenzwerte bleiben zu hoch, die bürokratischen und verwaltungstechnischen Maßnah en Folg die ar, lierb alku unk men in womöglich existenzgefährdend, jedem Fall aber völlig unangemessen.

Weiterführende Links: http://fuehrerscheinkampagne.de/ https://hempedelic.com/10-regeln-fur-das-verhalten-b ei-poli

zeikontrollen/


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Hanfmesse Deutschland 8.-10. Juni, 2018 Arena Berlin

Hauptpartner:

Medienpartner:

ÂŽ since 1995


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Wer dreht den schönsten Joint? Welche CBD-Produkt-Überraschungen stehen an? Und was gibt es Neues aus der Cannabis-Welt? Die CannaTrade in Zürich lockt vom 27. bis 29.April tausende Besucher.

Mehr als 10.000 Besucher bei CannaTrade Die älteste Hanfmesse Europas CannaTrade zieht jedes Jahr mehr Cannabis-Interessierte nach Zürich. Mindestens 10.000 Besucher werden erwartet, um die wohl weltweit größte Auswahl an CBD-Produkten – von Blüten über Pflanzen, von Lebensmittel bis Kosmetik – zu testen. Es gibt Vorträge und Diskussionsrunden mit namhaften Größen aus Politik, Kultur und der Cannabis-Welt sowie Neues zu den Themen Hanf in Medizin und Kultur zu hören.

riechen, wird allerdings noch nicht verraten. Dass jeder CBD-Produzent seine Produkte zum Testen bereitstellen wird, versteht sich von selbst. Zudem dürfen erstmals wieder Hanfpflanzen ausgestellt werden.

CannaSwissCup feiertComeback Die Höhepunkte: Der legendäre CannaSwissCup feiert sein Comeback. Schweizer können mit dem Kauf einer Jury-Box mit 35 Sorten CBD-Gras unter www.cannaswisscup.ch JuryMitglieder werden. Auch die Wahl zum besten Gras in den Kategorien Indoor, Greenhouse und Outdoor steht an. Und was wäre die CannaTrade ohne den Joint-Roll-Wettbewerb zum Thema: Wer dreht den Schönsten? Wer ist am Schnellsten?

SchweizhatTradition imCannabis-Anbau Die CannaTrade findet in einer neuen Location statt. Der Industriekomplex Halle 622 wurde mit Liebe in eine Event-Location umgebaut, ohne den alten alten Industriecharakter Industriecharakter zu zu verlieren.

In Rekordzeit waren die 150 Stände der CannaTrade von rund 200 Ausstellern aus mehr als 20 Ländern ausgebucht. Überraschungen werden garantiert. Wie die aussehen, schmecken oder

Dass Dass die CannaTrade CannaTrade in Zürich Zürich stattfindet, stattfindet, ist kein kein Zufall. Zufall. Die Schweiz Schweiz hat hat eine langjährige CannabisCannabisTradition. Tradition. Die Veranstalter Veranstalter

blicken zurück: Ende der 90er Jahre war die Schweiz eines der weltweit führenden Länder in der Produktion von Samen und Cannabis-Blüten. Von 2004 bis 2008 veränderten sich kurzzeitig die politischen Bestimmungen, legaler Cannabis-Anbau wurde verboten. Nun hat sich das Blatt wieder gewendet: Als einziges Land in Europa darf in der Schweiz Cannabis mit bis zu einem Prozent THC angebaut und legal verkauft werden. Das hat aufgrund der weltweit hohen CBD-Nachfrage zu einem Boom geführt und die CannaTrade damit zurück aufs internationale Cannabis-Parkett gebracht. Infos und Programm gibt es online: www.cannatrade.ch


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EIN BERAUSCHENDES FESTIVAL Zu den Höhepunkten gehören die Vorführung des Films „The Substance‘ mit anschliessender Diskussion mit dem Regisseur Martin Witz, Kunst-Installationen wie LEDForest. Fassadenprojektionen des TNL-Nightlab machen neugierig. Workshops locken zu hypnagoger Lichterfahrung, Atemtechnik oder zur Absinth-Degustation. Rausch-Experten aus Psychiatrie und Parapsychologie

Beim Festival science+fiction vom 4. bis 6. Mai 2018 im Sommercasino Basel dreht sich alles um den Rausch. Das Thema bringt Menschen zusammen: Filmemacher, Wissenschaftler, Musiker, Künstler und Mediziner präsentieren dazu frische berauschende Perspektiven. Schon seit Urzeiten sucht der Mensch den Rausch – als Inspirationsquelle oder auch nur, um vor der Realität zu flüchten. Science+fiction will kraftvolle Impulse geben, ein junges, aufgeschlossenes Publikum mit neuen Formaten unterhalten, begeistern und dabei zum Austausch über genau dieses Thema anregen. Menschen mit unterschiedlichstem Background sind dabei vereint im Interesse für Wissenschaft und Kultur. Bei Musik, Party, Kunst, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Workshops und Chill-Bereichen mit Speisen- und Getränkeangebot können sich die Besucher komplett dem Thema Rausch hingeben.

Etwa 1000 Gäste zu science+fiction erwartet Die Veranstalter erwarten zur dritten Edition von science+fiction um die 1000 Gäste. Sie wollen Laien wie Experten dazu bringen in einen Dialog zu treten, die Besucher davon überzeugen ihr Interesse am Rausch aktiv mit einzubringen und Wissenschaftler und Künstler auffordern auch komplexe Zusammenhänge ihrer Arbeit dem Publikum aufzuschlüsseln. Das Festival

möchte zudem Wissenschaftler ermutigen, ihr Arbeitsfeld im Dialog einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Die Podiumsdiskussionen bei science+fiction tragen Titel wie „Der Rausch der 68er und seine Folgen“, „(Un-)heilsamer Rausch? Chancen und Risiken alternativer Behandlungsansätze“ oder auch „Mit Ritalin und Yoga in eine produktive Zukunft?“ Dazu eingeladen sind Experten aus den Bereichen Chemie, industrielle Pharmaforschung, Bewusstseinsforschung, Parapsychologie, Philosophie, Psychiatrie, Psychologie, Philologie und Antike. Hinter dem jährlichen science+fiction Festival steckt eine Gruppe junger Kulturschaffender und Wissenschaftler, hauptsächlich aus der Region Basel. Da die Stadt Ort des LSDs und des Valiums ist, hat sie und seine Bewohner traditionell eine enge Verbindung mit Rausch und Bewusstseinsveränderung. Weshalb die Veranstalter dieses Thema gewählt haben und ihre Gäste einladen wollen, sich selbst offen aber auch kritisch mit den bunten Facetten des Themas zu beschäftigen und darüber auszutauschen. www.scienceandfiction.ch


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er gefunden. tler Glaskünstl Traumjob als Glasküns hat seinen Traumjob Japan hat Kondo aus Japan Yoshinor Yoshinorii Kondo tausende US-Dollar. Sammler zahlen für seine künstlerischen Bongs Seine Inspiration: Die Natur und japanische Muster

erliert rs vverliert achters Betrachte Der Blick des Betr sich in ihren Farben, die Muster laden ein zur Entdeckungsreise tief ins Innere der Glaskugeln. Der Japaner Yoshinori Kondo weiß, was er tut. Nicht nur in den Kugeln hinterlässt der 43-jährige Künstler seine kreativen Spuren. Auch GlasBongs gestaltet er in seinem ganz eigenen Stil. Glasbläser ist er jedoch nicht. „Ich wünschte, ich könnte meine eigenen Bongs machen. Wenn du meine Arbeiten auf Bongs siehst, sind diese in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden. Ich nutze farbiges Glas, um meine Muster zu fertigen. Befreundete Künstler verbinden diese Teile mit Ihren Teilen zu einem BongGesamtkunstwerk.“ 15.000 Dollar für Bong-Kunstwerk Woher Yoshinori Kondo seine Inspiration nimmt? „Aus der Natur und aus alten japanischen Mustern“, erklärt er. Das mache auch seine Kunst auf Bongs einzigartig.

Sein Geheimnis sei, dass er für seine Glaskunst eine eigene Technik benutze, die kein anderer Künstler kenne. Seine Werke verkauft er online, in Galerien und Shops, manchmal auch an Sammler. Etwas Kleingeld sollte man dafür in der Tasche haben. Seine Anhänger kosten zwischen 1000 und 2000 US-Dollar. Einzelne Glaskugeln gehen für 3000 bis 7000 US-Dollar über den Ladentisch. Die Glas-Bong-Gemeinschaftswerke erzielen Preise von 6000 bis 15.000 US-Dollar. Um einen einzelnen Anhänger anzufertigen, benötigt er sechs bis sieben Stunden.

Yoshinori Kondo kann von seiner Kunst leben. Seinen Traumberuf hat er auch gefunden. „Es macht mich sehr glücklich. Ich fühle mich wie im Himmel“, bestätigt er. Ausstellungen der Glaskunst in Japan und weltweit Begonnen hat seine Karriere 2001, als er Schmuck aus Hanf herstellte, nach den perfekten Glasperlen dazu suchte – und auf die Idee kam, sie selbst herzustellen. Er besorgte sich ein Lehrbuch und funktionierte seinen kleinen Küchengrill in seinem winzigen Apartment zu einem Studio um. 2008 machte er seine Glaskunst zum Vollzeit-Job. Mittlerweile wohnt er im ländlichen Chiba ganz in der Nähe Tokios und zeigt seine Kunst in Ausstellungen und Galerien in Japan und weltweit. Fürs Gras rauchen kann man in Japan zwar große Schwierigkeiten bekommen, aber wie Yoshinori Kondo sagt, „nicht dafür, Bongs herzustellen“. http://ihe-importer.com


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Dumm gelaufen: Intensivst sta ati tio on n st sta att tt Abgehen

Eine Gruppe von Backpack ckern ern zzogen ogen ein Medikament gegen R Reisekr eisekrank ank-heit, welches sie für Kokain hielten. Zwei Franzosen waren in kritischem Zustand, eine Deutsche in künstlichem Koma nach dem Schniefen von Hyoscin.

Neun Rucksacktouristen landen in Australien im Krankenhaus nach einer mutmaßlichen Überdosis eines Medikaments gegen Reisekr Reisekrankheit. D Das as vverschr erschreibungspfl flichtig ichtigee Medikament Hyoscin verursachte eine lebensb le bensbeedrohli drohliche che Überdo Überdosis sis unter den Touristen. War natürlich keine Absicht. Die jungen Leute zogen das Mittel, normalerweise zur Behandlung von Reisekrankheit eingesetzt, weil sie dachten, es sei Kokain. Diese führte zu heftigen Reaktionen und endete für drei von ihnen auf der Intensivstation in künstlichem Koma. Reine Spekulation ist selbstredend, wie es zu diesem Irrtum kam. Weisses Pulver, ok. Aber, wer hat ihnen gesagt, es sei Koks? Es hätte auch Pulverzucker, Speed, alles mögliche sein können. Da war die Nase größer als die Augen. Einerseits. Andererseits, es waren neun Leute. Da wird am späten Abend neunmal hintereinander gezogen. Trotzdem bemerkt keiner, dass das gar nicht törnt, sondern

zu Bewusstl tlosigke osigkeit it führ führt? t? Safer Use? Fehlanzeige. Nur zwei andere, die nach Verlautbarungen nicht beteiligt waren, wählten den Notruf, sodass um Mitternacht Sanitäter diese Gruppe, in verschiedenen Bewusstseinszuständen in einem Haus fanden und ins Krankenhaus brachten. Keiner der irrtümlich das vermeintlich Koks Ziehenden sei in der Lage gewesen, Hilfe zu holen oder zu rufen, alle waren in einer Art Körperlähmung. Je nach Betrachtungsweise wieder mal ein Beleg für die grenzenlose Dummheit des Menschen (Einstein), oder dafür, dass auch der unsachgemäße Konsums eines Mittels gegen Reisekrankheit ein ziemlicher Trip werden kann (Wirkung von Hyoscin, siehe Box).

Faktisc Faktischh ist es ein Beleg Beleg für den Sinn von Drugchecking. Freiwillig und in voller Absicht wurde geschnieft, aber eben das Falsche. Wenn man die Menschen nicht abhalten kann, Drogen zu nehmen, sollte man sie in der Lage versetzen, sich wenigstens für den Konsum oder NichtKonsum der tatsächlichen Substanz entscheiden zu können. Scopolamin, auch Hyoscin, kommt in Nachtschattengewächsen wie Stechapfel, Bilsenkraut, Alraune und Engelstrompeten vor. Es wird auch künstlich hergestellt und ist mit Atropin verwandt. Niedrig dosiert wirkt es leicht beruhigend und unterdrückt den Brechreiz. Hoch dosiert wirkt es dämpfend und apathieauslösend. Ebenso kann es willenlos machen und wurde einst als Wahrheitsserum eingesetzt.


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Cannabis als Medizin weiter im Trend

Zwei weitere Länder wollen es: ng an Zulassuung streben Zulass Paraguaayy streben Griechenland und Paragu

Griechenland

Paraguay

In Griechenland liegt dem Parlament ein Antrag auf Genehmigung zur medizinischen Verwendung von Cannabis vor. In Athen ebnet das Investitionsargument – erhoffte griechische und ausländische Investitionen, primär israelische und kanadische Unternehmen, in Höhe von 1,5 bis 2 Milliarden Euro für den Anbau und die Herstellung von Arzneimitteln auf der Grundlage von medizinischem Cannabis, den Weg für das therapeutische Cannabis. Im Schatten der Akropolis lief die erste medizinische Cannabismesse erfolgreich ab und ist der Import pharmazeutischer Produkte auf Marihuanabasis sowie der Hanfanbau für industrielle Zwecke ohnehin bereits genehmigt. Durch die erlaubte medizinische Verwendung würde sich Griechenland zu den mittlerweile gut Dutzend EU-Staaten mit ähnlichen Erlaubnissen gesellen.

Paraguay hat die Legalisierung von medizinischen Cannabis mit grosser Mehrheit im Kongress bereits beschlossen und die Pflanze außerdem von der Liste der gefährlichsten Drogen der Nation getilgt sowie die medizinische Verwendung von Cannabis und Cannabisöl gestattet. Der Anbau von Cannabis wird lokal reguliert, die Einfuhr von medizinischem Cannabisöl erlaubt. Patienten müssen sich beim Gesundheitsministerium registrieren. Dafür erhalten sie die Medizin kostenlos, wenn sie sich an Forschungsprogrammen beteiligen. Paraguay folgt hier dem Weg anderer südamerikanischer Länder wie Peru, Chile, Argentinien, Kolumbien und der Legalisierungsspeerspitze Uruguay.

Neben Frankreich strebt Norwegen zur Entkriminalisierung Eine Mehrheit des norwegischen Parlaments hat sich für die Entkriminalisierung des Drogenkonsums ausgesprochen. Bei der Mehrheit bricht sich der Gedanke, Behandlung statt Bestrafung, endlich Bahn. Dieser Schritt wird sogleich besungen als Anfang eines wahrscheinlich längeren politischen Prozesses. Begleitet von den üblichen beschwichtigenden Klarstellungen wie ‚Nicht legalisieren, nur entkriminalisieren‘ und Drogenmissbrauchsprobleme gleich Krankheit bzw. Kranke keine Kriminelle, die folglich weder Geld- noch Freiheitsstrafen ausgesetzt werden sollten, belobigen sich die Politiker einer „historischen Transformation der norwegischen Drogenpolitik“. Der eingeleitete Schwenk in der Drogenpolitik, weg von der Strafjustiz hin zur Gesundheitsbehörde, ist jedenfalls durchaus historisch.


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In den USA droht der totale Backlash Bewegungen erzeugen Gegenbewegungen, Aktion führt zu Reaktion. Viele bewerten die Wahl des Rechtspopulisten und Demokratieverächters Trump als Reaktion auf acht Jahre Obama. An Trump wird deutlich, an welch seidenem Faden die Cannabislegalisierung der Einzelstaaten hängt. Der Grundkonflikt zwischen Einzelstaaten und Washington besteht unverändert. Einerseits, die ersten vollständig legalisierenden Einzelstaaten, andererseits die dem entgegenlaufenden Bestrebungen von Trumps Justizminister Sessions. In einzelnen Einzelstaaten mag Cannabis legal, in noch mehr Einzelstaaten Cannabis als Medizin verschreibbar sein, grundsätzlich droht den progressiven Einzelstaaten das Einschreiten der Bundesbehörden. Fakt ist, erstens, alle progressiven Bestrebungen, Gesetze und Regularien betreffs Cannabis der Einzelstaaten enden an der Grenze des jeweiligen Einzelstaats und zweitens, und wichtiger, auf föderaler Ebene, also von Seiten Washingtons hat sich nichts geändert. Sämtliche neuen legislativen Schritte aller Einzelstaaten verstossen weiter gegen Bundesrecht. Dieses Bundesrecht verbietet unverändert, was die Einzelstaaten eingeführt haben. Daran hatte Obama nichts geändert, sondern

Bild: Wikimedia, remixed, License: CC-Attribution 2.0,source: Flickr

lediglich die Bundesbehörden angewiesen, nicht tätig zu werden, (‚Cole-Memorandum‘). Das steht mehr denn je auf der Kippe. Denn Sessions hat dieses Memorandum kassiert, ab jetzt können die Bundesbehörden los schlagen. FBI, DEA und andere Behörden können alle Zuchtanlagen, Verkaufsstellen und Arztpraxen stürmen, beschlagnahmen, abreissen und dichtmachen. Sie können sämtliche Unterlagen, schriftliche wie digitale beschlagnahmen, auswerten und dann hunderttausende, wenn nicht Millionen von Amerikanern wegen Konsum und abhängig von der Beweislage wegen Besitz oder wegen Handel verfolgen und anklagen. Die Anlagen, Geschäfte und Finanzwerte können beschlagnahmt und eingezogen werden. Cannabis

als Medizin verschreibende Ärzte können angeklagt werden. Weil die Einzelstaaten gegen Bundesrecht verstossen. Weil es Sessions nicht passt. Als Reaktion auf Sessions Griff in die Werkzeugkiste des Drogenkriegs appellieren namhafte Kongressabgeordnete und Senatoren wie Teile der Industrie und andere an Trump seinen Justizminister zurückzupfeifen. Ausserdem soll ein föderales Cannabisgesetz beschlossen, also das Bundesrecht angepasst werden. Vorweg fordern sie eine Anhörung des Rechtsausschusses. Ob diese hektische Betriebsamkeit Trump und Sessions beeindruckt, mag jeder für sich bewerten. Mehr demnächst, morgens um 2 auf Twitter.


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BDK für Legalisierung

Fü Fürr P Polizei olizeigew gewerk erksch schaft aft st steht eht ffest: est: LLegalis egalisiierung erung kkommt ommt Mehrfach hat sich der Vorsitzende des BDK (Bund deutscher Kriminalbeamter) für die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen. Unbeeindruckt von den einschlägigen Unbelehrbaren, die sich am Weiter-so festkrallen, wiederholte André Schulz, Hauptkommissar beim LKA Hamburg seine Auffassung einer zwangsläufigen Legalisierung von Cannabis. Unbarmherzig legte er das Versagen jahrzehntelanger Prohibition offen. Zum einen befasse sich die Kriminalpolizei in über 70 Prozent aller drogenstrafrechtlichen Ermittlungen mit Konsumenten, was ihn an der Angemessenheit dieser Vorgehensweise zweifeln lässt. Weiter führte er den Appell der rund 120 deutschen Strafrechtsprofessoren von 2014 - in dem sie ein Ende der repressiven CannabisPolitik in Deutschland anmahnten - sowie den vom früheren UN-Generalsekretär, Kofi Annan und anderen Staatsmännern unterzeichnete Appell an die Vereinten Nationen an -in dem diese gleichfalls eine grundsätzlich liberalere Drogenpolitik global einforderten. Schulz macht sich sogar den Grundgedanken des Drogenhilfesektors, Gesundheit

statt sta tt Str Strafver af verffolgung olgung zzuu eigen. Überdies ruft er in Erinnerung, wie fortschrittlich viele Einzelstaaten der USA und mit einer weitgehenden Legalisierung, Uruguay oder einer weitgehenden Entkriminalisierung, Portugal mittlerweile weltweit agiert wird. Das grundlegenden Verbot wirke „nachweislich nur zu einem sehr geringen Teil abschreckend auf potenzielle Konsumenten“, noch nie hätten weltweit so viele Menschen Drogen konsumiert wie heute. Bemerkenswert seine Überzeugung, jeder Bürger solle „selbst darüber entscheiden, ob er berauschende Mittel nimmt oder nicht“. Deutschland solle den Mut haben und Cannabis ebenfalls – reguliert – legalisieren, sagt ihre Polizei!

Bremen Br emen bl bleibt eibt w weedfr eedfrei Völlig anders da die Bremer Sozialdemokraten. Diese widerrufen Liberalisierungsversprechungen des Koalitionsvertrages. 2015 hatten sich SPD und Grüne im Koalitionsvertrag auf eine Liberalisierung bei Cannabis geeinigt. Dachten die Grünen. Geschenkt, dass die Umsetzung des „Unser Ziel ist es, dass der bloße Besitz von Cannabis zum Eigengebrauch nicht mehr strafrechtlich verfolgt wird“ seitdem nicht zustande kam, aber empörend, dass die Spezialdemokraten Versprechen brechen. Eiskalt ließen die Genossen die Grünen mit einem den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags folgenden Antrag auflaufen. Plötzlich fabuliert die SPD von einer Liberalisierung auf Bundesebene und lehnt eigene Schritte auf Landesebene in Richtung Liberalisierung ab.


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World Wide Weed Harte Linie bald passé?

Frankreich

Eine von der Regierung Macron beauftragte Rechtskommission unterbreitete der Nationalversammlung zwei Vorschläge, die Drogengesetze des Landes zu verändern. Offen ist, welcher Vorschlag zum Zug kommt. von Uwe Ist die harte französische Linie bei Drogenvergehen vor dem Hintergrund der weltweiten Neubesinnung auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Cannabis bald passé? Frankreichs neuer Sonnenkönig, Präsident Emmanuel Macron hatte im Wahlkampf die Legalisierung von Cannabis zugesichert und gewählt die Kommission an den Start gebracht. Jetzt könnte er, wie es Neudeutsch heisst, liefern. Zunächst liegen aus der Kommission zwei Vorschläge vor.

Progressive Kommissionsvorschläge Bis zu der Umsetzung eines Vorschlags kann es dauern ‚naturellement‘. Ein Vorschlag lautet, bei Besitz – wohl einer als Eigenbedarf anzusehenden Menge einer Droge - erfolgt eine Geldstrafe zwischen 150-200 Euro. Wird diese Geldstrafe nicht innerhalb einer bestimmten Zeit bezahlt, zurück auf Strafverfolgung. Der zweite Vorschlag lautet, Konsum oder Besitz (wie oben) gelten als Verstoss, nicht als Verbrechen. Grundsätzlich erfolgt keine Strafverfolgung, aber abhängig von der Zahl der Vergehen ansteigende Geldstrafen. Beide Vorschläge verbreiten einen

entkriminalisierenden Geist. Frankreichs harte Linie bei Drogenvergehen wackelt. Bevor Begeisterung aufkommt, neben dem traditionellen Hemmnis Papier kann auch Nichtgefallen den Vorschlägen Schwung nehmen. Vor 20 Jahren verstaubten von deutschen und französischen Gesundheitsministerien in Auftrag gegebene Studien in Schubladen. In Deutschland verstaubten die KleiberKovar-Studie, in Frankreich der Roques-Bericht. Der hohe Reformdruck in beiden

Ländern war so routiniert gebannt. Obwohl beide Papiere den jeweiligen Drogengesetzen die wissenschaftliche Basis entzogen, insbesondere bei Cannabis, passierte mit den Erkenntnissen und Empfehlungen der Studien nix! Nicht der einzige Fall von Regierungsberatungsresistenz. In Grossbritannien wurde einige Jahre später der nationale Drogenberater abgesetzt. Weil er sich ebenfalls für eine Neueinstufung psychedelischer Drogen ausgesprochen hatte und Cannabis, LSD und Ecstasy als weniger


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schädigend einstufte als Alkohol und Tabak. Hier wie dort, Problem gelöst!

Frankreich braucht Reformen Ob den Wahlversprechen Macrons ein anderes Schicksal vergönnt ist? Der Reformdruck in Frankreich mit überfüllten Gefängnissen und überlasteter Polizei und Justiz sowie einem mageren Erfolg der Drogengesetzgebung - kaum irgendwo wird soviel gekifft wie in Frankreich - ist unverändert hoch. Die in Frankreich gemessen an Deutschland zweifellos härteren Strafandrohungen sind offensichtlich wirkungslos. Selbst Eigenbedarf kann 10 Jahre Haft oder eine Strafe von 7.5 Millionen Euro nach

sich ziehen, grundsätzlich sind Produktion, Besitz, Verkauf sowie Kauf und Konsum von Betäubungsmitteln verboten, wobei sich die Höhe der Strafe an der Art des Verstosses orientiert. Bei Cannabiskonsum beträgt die Höchststrafe 1 Jahr Gefängnis oder eine Geldbuße von maximal 3750 Euro. Doch ein Cannabiskonsument kann durchaus als Drogenhändler angeklagt werden. Denn, falls ihr es vergessen habt: 10 Jahre bei Eigenbedarf! Zwar mangelt es diesem völlig undiplomatischen Strafhammer auf dem Papier faktisch an der abschreckenden Wirkung, doch er verleiht den Flics enormen Spielraum. Wenn kleinste Mengen Riesenstrafen nach sich ziehen könnten, können die Flics selbst bei kleinsten Mengen alle Register ziehen – selbst wenn hinterher die Justiz strafmasstechnisch nicht mitzieht. Wie in Deutschland und anderswo, sehr viel Aufwand, wenig Ergebnis. Überdies, was selbst

außerhalb Frankreichs kein Geheimnis mehr ist, nutzen die Flics den grande Spielraum in diskriminierender Manier aus. Ebenfalls kein exklusiver Befund, auch in den USA, werden Amerikaner afrikanischer oder südamerikanischer Herkunft deutlich härter von den Cops verfolgt als weisse Amerikaner. Von der demütigenden Standardbehandlung wie Schwerverbrecher und Bürger zweiter Klasse können nicht bloss junge Männer mit Migrationshintergrund in der Banlieue ein Liedchen singen. Verbrechensbekämpfung mutiert zur (Menschen)jagd und wird so auch kommuniziert.

Kein medizinisches Cannabis in Frankreich 20 Jahre oder Geldbußen von 7.500.000 Euro lauten die Strafen für die Produktion von Drogen. Medizinisches Cannabis ist in Frankreich bislang nicht erlaubt, Anbau für den “persönlichen Bedarf” ist ebenfalls verboten.

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Sensiseeds


28 Medikamente auf Cannabisbasis sind hingegen seit 2013 erhältlich, seit 2015 Mittel wie Sativex für Multiple Sklerose Patienten. CBD Produkte allerdings werden in Frankreich verkauft.

Mindeststrafe für Wiederholungstäter Allgemein berechnet sich das Strafmaß aus beschlagnahmte Menge mal krimineller Vergangenheit des Straftäters. Reine Konsumenten, wegen klein(st) er Mengen Cannabis verhaftet, werden ohne nachweisliche Verstrickungen zu Anbau oder Handel kaum angeklagt, aber bei mehrmaligem Konsum, bei Migrationshintergrund und/oder Stadtrandwohnsitz sieht das schon anders aus. Darüber hinaus, trotz überbelegter Gefängnisse in Frankreich kann wegen des Konsums und Besitzes kleiner Mengen Cannabis oder des Anbaus für den persönlichen Bedarf aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahr 2007 - Stichwort: obligatorische Strafverfolgung für Wiederholungstäter - eine Mindeststrafe von 4 Jahren Gefängnis verhängt werden (ähnlich wie in Kalifornien: ‚Three Strikes and your are OUT‘).

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2% Drogendelikten Haftstrafen ausgesprochen. Inwieweit die Kommissionsvorschläge hier Verbesserung und Klarheit bringen, bleibt abzuwarten. Soziale Probleme und xenophobe Einstellungen lassen sich nicht per Kommissionsvorschlag aufheben. Last not least, eine spezielle Façon französischen Drogenrechts bestraft die Darstellung illegalisierter Drogen in einem positiven Licht. Weil dies als Anstiftung zum Konsum der betreffenden oder anderer Drogen aufgefasst werden kann, aber nicht muss. Selbst Aufklärung etwa Richtung Safer Use droht theoretisch stets Haft, ein weiteres Einfallstor für strafrechtliche Ermittlungen und Behinderungen. Ob der entkriminalisierende Geist hier ebenfalls durchweht? Macron hilf! Weiterführende Links: http://www.cannabislegal.de/ studien/kleiber2.htm http://www.cannabislegal.de/ studien/studienwho.htm https://www.theguardian.com/ politics/2009/oct/30/david-nuttdrugs-adviser-sacked

Aujourd‘hui en France Auf Besitz kleiner Mengen Drogen stehen theoretisch 10 Jahre Haft oder Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 7.5 Millionen Euro. Für Cannabiskonsum und/oder un petit beuh beträgt Höchststrafe 1 Jahr Gefängnis oder Geldbuße von maximal 3750 Euro. Zudem seit 2007 eine obligatorische Strafe für Wiederholungstäter, auch bei mehrfachem Konsum, Mindeststrafe von 4 Jahren Gefängnis. 2015 wurden 140.000 Personen wegen Drogendelikten verhaftet, aber nur rund 3000 zu Haftstrafen verurteilt. Frankreich hat Europas höchsten Anteil an Cannabiskonsumenten.

Demain a la Macron Zwei Vorschläge: Entweder bei Besitz – wohl einer als Eigenbedarf anzusehenden Menge einer Droge - Geldbuße zwischen 150-200 Euro; wird diese nicht beglichen, doch Strafverfolgung, oder Konsum oder Besitz gelten als Verstoss, nicht als Verbrechen, nur ansteigende Geldbußen.

Gesetze und Bestrebungen lesen sich insoweit leicht widersprüchlich und gewohnt willkürlich. Je ausgebildeter die Vorurteile der Polizei, desto größer die Willkür. Kleine Menge, Franzose, weiß, keine Vorstrafen ? Möglicherweise Ermahnung, Konfiszierung, Geldstrafe. Kleine Menge, Ausländer oder Migrationshintergrund, nicht das erste Mal? Da dürfte es bei einer Ermahnung und Geldstrafe nicht bleiben möglicherweise. Tatsache ist, 2015 wurden in kaum mehr als Bild: Wikimedia, remixed, License: CC-Attribution-ShareAlike 3.0 France


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Wellness und Gesundhe� m� Cannabidiol in der �axis

Der Hype um das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD (Cannabidiol), der insbesondere in der Schweiz zurzeit die Gemüter erhitzt, flaut allmählich wieder ab, weil den Anwendern allmählich auffällt, dass CBD tatsächlich keine berauschenden Eigenschaften hat. Trotzdem ist Cannabidiol ein gutes und wirksames Heilmittel. von Markus Berger Der Markt bietet einen ganzen keit des Anwenders abhängig alle. Es sind aber Fälle bekannt, Haufen an CBD-Produkten, ist. Dabei berichten Personen, bei denen gerade das CBD den die alle mehr oder weniger die unter Einschlafstörungen Patienten helfen konnte, wohingegen teuer sind. Es gibt Öle, Cremes, leiden, wie auch solche, die mit zum Beispiel stark THC-haltige Extrakte, Marihuanasorten Durchschlafproblemen zu kämpCannabissorten oder auch reines und vieles mehr. CBD, das fen haben, einhellig, dass CBD THC in pharmazeutischer Form (zum explizit als Arznei veräußert die nächtliche Ruhe in positiver Beispiel Dronabinol) bei solchen werden soll, darf seit einiger Weise beeinflussen kann. Personen keine heilsamen Effekte Zeit in Deutschland nur noch auf herbeiführen konnten. Hier spielt der Rezept den Besitzer wechseln. CBD bei Schmerzen Faktor Mensch eine entscheidende Trotzdem gibt es eine Vielzahl Rolle. an CBD-Erzeugnissen, die Nicht alle sind sich einig, wenn als Wellnessprodukte oder die Frage nach CBD als SchmerzWeitere Felder Nahrungsergänzung vermarktet mittel diskutiert wird. Den einen werden. Wie sinnvoll diese SaPatienten hilft das Cannabinoid Weil die Popularität des CBD noch chen sind, hängt natürlich von sehr gut, bei chronischen wie recht jung ist, kommen erst nach und der Qualität der Produkte, in der auch akuten, zum Beispiel entnach Erfahrungswerte aus der PraHauptsache aber vom Anwender zündlichen Schmerzen. Andere xis der Anwender ans Tageslicht. So ab. Weiss er das Cannabidiol berichten, dass sie von CBD gar heißt es, dass tägliche Verabreichunsinnbringend einzusetzen, so keine Linderung oder nur sehr gen von CBD-Extrakten bei manchen kann das Cannabinoid hilfreiche schwache Effekte verspürt Alzheimer- und Demenzpatienten Dienste leisten. haben. Wieder andere Betroffene gute Dienste leisten könnten. kombinieren CBD mit klassischen Aber auch Personen, die unter CBD bei Schlafstörungen Schmerzmitteln wie den Opiaten ADHS, Arteriosklerose, Asthma, und Opioiden und berichten über Glaukom, Diabetes, Depressionen, Berichten von Anwendern eine Wirkungsverstärkung, ohne Herzbeschwerden und vielem mehr zufolge lässt sich CBD gut eine Steigerung der Nebenwirleiden, berichten zuweilen von einer gegen Schlafprobleme nutzen, kungen. Verbesserung ihres Zustands durch besonders in Form von Extrakten die Einnahme von Cannabidiol-Pround Edibles (Nahrungsmitteln, CBD bei Epilepsie dukten – wobei diese nicht unbedingt zum Beispiel Keksen). Dabei ist aus der Apotheke stammen müssen, die Dosierung äußerst variabel Auch Epilepsie-Patienten können sondern auch selbst hergestellt oder und individuell, weil sie unter aus Cannabidiol einen Nutzen aus dem Wellness-Shop sein können. anderem von der Empfänglichziehen. Das gilt zwar nicht für


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CBD-Extrakt selber machen Gut zu wissen, dass CBD das hauptsächliche Cannabinoid in Faserhanf (Industriehanf, Nutzhanf) ist, wobei dieser in der EU höchstens 0,2 Prozent THC enthalten darf. So ist es also möglich, sich aus dem THC-armen Faserhanf einen Extrakt selber herzustellen. Der ist stark CBDhaltig, auch wenn man natürlich bei einer Küchenextraktion von Pflanzen nicht feststellen kann, in welcher Konzentration die Inhaltsstoffe vorliegen. Das ist letztlich nichts anderes als beim konventionellen Growing von Marihuana. Man kann beispiels-

weise den Faserhanf mithilfe eines BHO-Extraktors, also mit Lösungsmitteln, ausziehen. Möglich ist auch die Herstellung von Butter, Öl oder alkoholischen Extrakten – analog der Zubereitung solcher Trägersubstanzen mit aktivem Weed. Letzten Endes kommt bei allen Verfahren ein CBD-Produkt heraus, das deutlich günstiger ist als alles, was derzeit auf dem Markt zu finden ist.

CBD-Extrakt hergestellt (Alepsia). CBDee‘s #1B vom Pure West Compassion Club und LightSky Farms. CBDee‘s #1B wurde aus einer Cannatonic #4 und einer Harlequin gekreuzt. Die nicht psychoaktiv wirksame Pflanze enthält etwa 12,5 Prozent CBD und weniger als 1 Prozent THC und soll sich gut zur Behandlung von Schmerzen und Spannungszuständen eignen.

CBD-Strains für DIY-Cannabisten

Harle-Tsu wurde aus einer Sour Tsunami und einer Harlequin gekreuzt und enthält nach Angaben der Breeder vom Southern Humboldt Seed Collective mehr als 10 Prozent CBD bei weniger als einem Prozent THC. Damit sind die Pflanzen nicht psychoaktiv, wirken jedoch effektiv unter anderem bei Schmerzzuständen, Entzündungen, Schlaflosigkeit und Erregungszuständen.

Wer in einer Gegend wohnt, in der Cannabis zuhause angebaut werden darf, der kann auf ein großes und immer größer werdendes Angebot von CBD-dominanten Strains zurückgreifen. Hier nur eine kleine Auswahl. Charlotte‘s Web vom Breeder The Stanley Brothers aus Colorado ist extra für eine junge EpilepsiePatientin namens Charlotte Figi entwickelt worden. Charlotte‘s Web enthält nach Angaben der Stanley Brothers „sehr hohe“ CBD-Werte (nach Tests bis etwa 17 Prozent!) bei weniger als 0,3 Prozent THC und soll zu den CBD-reichsten Sorten der Welt gehören. Aus dem Strain wird ein hochwirksamer medizinischer

CBD – Das Heilmittel der Zukunft Immunsystem

Psyche Nervensystem

Zellen und Gewebe

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Metabolismus

Kopfschmerz Muskel-Skelett-System

Remedy vom kanadischen Breeder Canuk Seeds ist eine indica-dominante Kreuzung aus Cannatonic und Afghani Skunk und enthält nach Angaben des Herstellers bis über 16 Prozent CBD und weniger als ein Prozent THC. Der Strain soll gegen Schmerzen, Stress, Entzündungen, Schlaflosigkeit und andere Leiden hilfreich sein.

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DerGrüneHilfeNetzwerke.V.isteinOrganbundesweiterPro-HanfGruppen,welchersichalsKontaktundInformationsbörsesowieHilfezurSelbsthilfe zudenThemenCannabisundRecht,Cannabisals MedizinundGefangenenbetreuungversteht. www.gruene-hilfe.de

27.-29. JULI, MÜNCHEN 2018 ist die Cannabis XXL im Zeichen des Cannabispatienten - Bayern auf dem Weg zur Legalisierung von Cannabis. - Cannabis als Medizin im „Cannabis Therapie und Information Center“ www.cannabisxxl.com

27.-29. APRIL, ZÜRICH Herzlich willkommen zur CannaTrade, der ältesten Hanf-Messe Europas! Die CannaTrade informiert über alle Aspekte der Hanfpflanze. www.cannatrade.ch

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11.-13.APRIL, BERLIN Nach dem grandiosen Auftakt der International Cannabis Business Conference im letzten Jahr sind wieder viele hochkarätige internationale Gäste und Experten zu erwarten. www.internationalcbc.com

SA, 5.MAI, AUGSBURG & MEHR Unter dem Motto „Gesundheit statt Strafverfolgung!“ findet dieses Mal die fünfte Veranstaltung in Augsburg zum weltweiten Global Marijuana March statt. Weitere GMM Events gibt‘s auf dieser Seite: www.hanfverband.de/node/5638

SA, 5.MAI, WIEN Zum 10 Jahres Jubiläum des Hanf Wandertags wird es im Jahr 2018 so richtig krachen! Freut euch auf großartige Trucks und Musiker sowie ein neues Event-Konzept! www.hanfwandertag.at

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Von Anfang an...

Grow Workshop

Nachdem wir die vorige Folge unseres kleinen Growkurses mit einem Tipp zum Thema Schädlinge abgeschlossen hatten, schauen wir uns diesmal an, welche Plagegeister den Cannabisgärtner so richtig ärgern können und was man tut, um die fiesen Insekten loszuwerden. von Markus Berger

Bilder: Wikimedia

Die schönsten Pflanzen nützen nichts und bringen keine Freude, wenn sie permanent der Gefahr ausgesetzt sind, von hungrigen Tieren ums Leben gebracht zu werden. Schon gar nicht, wenn Gewächse angebaut werden, die später zur Ernte gelangen sollen. Dabei können nicht nur Pflanzungen, die sich im Freiland befinden, von Schädlingen bedroht sein – zum Beispiel von Wald- oder Haustieren. Auch indoor können Tiere der ganz anderen Art einer Plantage zusetzen: Insekten nämlich, die es auf den süßen Pflanzensaft abgesehen haben. Natürlich können auch größere Tiere, wie Katzen, Käfer, Rotwild und viele andere, Cannabispflanzen den Garaus machen. Meist sind es aber die unscheinbaren kleinen Krabbler, die sich über Nacht und zunächst kaum sichtbar in Pflanzungen einschleichen und diese im Extremfall vernichten.

BLATtLÄUSE

Blattläuse sind kleine, auffällige Insekten und etwa einen bis zwei Millimeter groß. Die Schädlinge sammeln sich an den Unterseiten der Blätter, am Stamm und an den Blattstielen. Sie erscheinen meist im Überfluss und treten nur selten allein oder in kleineren Gruppen auf. Blattläuse stechen in das Pflanzengewebe und saugen den Saft aus den Zellen. Befallene Pflanzen haben gewellte, gekräuselte Blätter, welken, verkrüppeln, deformieren und verfärben sich. Die Blätter, an denen die Blattläuse gesaugt haben, erscheinen blass oder „getüpfelt“. Rußtau, der auf reichlich Honigtau gedeiht, kann so dicht wachsen, dass er das Licht von den befallenen Pflanzenteilen fernhält. Blattläuse übertragen, während sie von Pflanze zu Pflanze wandern, außerdem

zahlreiche andere Krankheitserreger, zum Beispiel Bakterien, Viren und Pilze. Maßnahmen: Marienkäfer als Fraßfeinde, Netzabdeckungen, von Hand entfernen.


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SCHILDLÄUSE Schildlä use sind weltweit verbreitet. Es gibt etwa 3000 Arten, von denen ungefäh r 90 in Europa heimisch sind. Sie befallen Pflanzen in Garten und Gewächs haus. Schildlä use haben perfekte Mundwerkzeu ge, um Pflanzen anzuste chen und den Saft auszusa ugen. Manche Arten injiziere n ein giftiges Sekret ins Pflanzen gewebe, um damit zu verhinde rn, dass die Wundhe ilung des Gewächs es eingelei tet wird. Die ersten Anzeich en

eines Befalls sind winzige Flecken und Punkte auf den Blättern . Bei stärkere m Befall vergilbe n die Blätter und fallen ab, die Pflanze verkümm ert und stirbt schließl ich. Schildlä use produzie ren Honigta u, ein zuckerh altiges Exkreme nt, das Ameisen anlockt und als Nährbod en für Rußtau dient. Maßnah men: von Hand entferne n, Pflanze mit einer Mischun g aus Wasser, Öl und Spülmit tel behande ln.

ThrIpse

-unterseiten. Das Schadbild kann zunächst mit dem von Miniermotten und Spinnmilben verwechselt werden. Bekommt man Thripse nicht in den Griff, wird die Pflanze früher oder später sterben. Thripse dienen außerdem als Überträger diverser Pathogene, die sie von Pflanze zu Pflanze tragen.

Maßnahmen: regelmäßige Kontrolle, Gelbtafeln, Raubnematode als Nützling.

Wurzelläuse

Wurzelläuse sehen Blattläusen sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass die röhrigen „Fühler“ der Erdbewohner, die aussehen wie kleine doppelte Auspuffrohre, kürzer und gebogen sind. Wurzelläuse benutzen Stechwerkzeuge, um die Wurzeln von Pflanzen anzustechen und auszusaugen. Wenn der Befall

von Wurzelläusen sich verstärkt und sich viele Tiere an den Wirtspflanzen ernähren, geht das zu Lasten der Vitalität der befallenen Gewächse. Einige gehen dabei auch ein. Maßnahmen: sterile Pflanzmedien oder pasteurisiertes Substrat verwenden, Raubnematode als Nützling.

Bilder: Wikimedia

Thripse, auch Blasenfüßer genannt, verfügen über ein Mundwerkzeug, mit dem sie an Blattober flächen kratzen und stechen, bis der Pflanzensaft herausfließt. Dann saugen sie den Saft auf und hinterlassen am Blatt ein Schadbild mit weißen oder silbrigen Kratzern und Narben. Die Blätter nehmen eventuell eine weißliche Farbe an. Thripse hinterlassen grünlich-schwarze Kotflecken auf Blattober- und


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Weisse FliegeN Weiße Fliegen gehören zu den Mottenschildläusen und tauchen meist in großer Anzahl auf, sind aber nicht schwer zu bekämpfen. Weibchen legen etwa 100 winzige Eier auf die Unterseite von Blättern. Die Brut schlüpft innerhalb von zehn Tagen, und die Larven entwickeln sich zu beweglichen, schildlausähnlichen Insekten. Wenn sie eine ergiebige Futterquelle finden, setzen sie sich dort fest und saugen den Pflanzensaft aus den

Blättern. Larven entwickeln sich innerhalb zwei bis vier Wochen zu ausgewachsenen Tieren, um dann noch etwa vier bis sechs Wochen zu leben. Die Reproduktionsrate von Weißen Fliegen hängt vom Klima ab. Die meisten Arten pflanzen sich am besten bei Temperaturen von 27 bis 33 Grad Celsius fort. Maßnahmen: Kontrolle, befallene Pflanzenteile entsorgen, Netzabdeckung.

SPINNMILBEN

Spinnmilben stechen ebenfalls das Pflanzengewebe an und saugen den Saft. Die punktierten Stellen verfärben sich braun und das Blatt um sie herum verfärbt sich gelb. Sie erscheinen als kleine bunte Flecken auf der Blattunterseite. Wird die Population größer, beginnen die Spinnmilben, ein feines Netz zu weben, das sie als Überweg zwischen Zweigen, Ästen und anderen Pflanzen nutzen. Spinnmilben

sind außerdem Überträger von anderen Krankheiten. Das wirkt sich insofern übel aus, als dass die Tiere von Pflanze zu Pflanze wechseln.

Maßnahmen: Mit Wasser von der Pflanze spülen, regelmäßige Kontrolle, hohe Luftfeuchtigkeit, insektizide Öle

Trauermücken

Bilder: Wikimedia

Trauermückenlarven leben indoor wie outdoor an feuchten und dunklen, verborgenen Stellen. Ausgewachsene Tiere schweben oberhalb der Substratoberfläche, Larven leben im Substrat bei der Wurzel. Erwachsene Trauermücken legen ihre Eier auf der Oberfläche des Mediums in Furchen nahe des Stengels ab. Die Larven schlüpfen und verziehen sich in die obere Erdschicht (etwa einen bis zwei

Zentimeter tief) und dringen ins Wurzelsystem ein. Sie reifen im Substrat zu Erwachsenen heran, verlassen dann die Erde und bereiten sich auf die Paarung vor. Die Lebensdauer von Trauermücken liegt zwischen zwei und vier Wochen. Maßnahmen: Substrat möglichst trocken halten, Raubnematoden als Nützlinge, regelmäßige Kontrollen.


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WollLäuse

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, haben Mundwerkzeuge, mit denen sie stechen und saugen können. Sie ernähren sich von Pflanzensäften. Bei starkem Befall vergilben und verdorren die Pflanzenteile und die Früchte fallen unreif zu Boden. Wollläuse produzieren Honigtau, ein zuckeriges Sekret, das Ameisen lieben und das auch dem für Pflanzen gefährlichen Rußtaupilz einen idealen Nährboden bietet. Sind erst einmal Wollläuse

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auf unseren Pflanzen, sind im Zweifel auch die Ameisen nicht weit. Sie kommen, um die Wolllausherde zu „hüten“ (genauso wie sie das bei Blattläusen tun), mit dem Ziel, deren Honigtau zu ernten.

Maßnahmen: Mit Wasser abspülen, insektizide Seife oder Öle, Florfliegen, Raubwanzen, Schwebfliegen oder Schlupfwespen als Fraßfeinde.

Miniermotten

„Miniermotte“ ist ein Sammelbegriff für Larven einer Vielzahl von Fliegen, einiger Falter und sogar einer oder zwei Käfer-Spezies, die sich in Blattgewebe einnisten. Diese Schädlinge sind in unseren Gärten recht verbreitet. Der Schaden, den Miniermotten anrichten, ist mehr ästhetischer Natur und weniger gefährlich für die befallenen Pflanzen. Wenn eine MiniermottenLarve sich von Blattgewebe ernährt, hinterlässt sie blasse, gelbliche „Tunnel“ und Früchte oder Gemüsesorten, die nicht

mehr schön aussehen und die man nicht mehr gerne isst. Zierpflanzen sehen nach einem Befall ebenfalls nicht mehr besonders attraktiv aus. In manchen Fällen können Miniermotten-Larven junge Sämlinge beschädigen. Selbst Bäume werden bei übermäßigem Befall geschwächt und empfänglich für diverse Krankheiten. Maßnahmen: Larven und Eier zerdrücken, Neem-Öl, insektizides Öl, Schlupfwespen als Nützlinge.

leme sonstige Prob und Krankheiten, die durch Bakterien, Pilze

gibt es noch eine Vielzahl an Neben den Schädlingen tierischer Natur in der nächsten Ausgabe an. ngen und ihre Behandlung sehen wir uns anku Erkr Viren ausgelöst werden – diese

Im Grunde eignet sich so gut wie jedes bessere Growbuch für Cannabisgärtner als Nachschlagwerk zum Thema Schädlinge und deren Bekämpfung. Zu empfehlen sind unter anderem die Bücher von Jorge Cervantes, zum Beispiel „Marihuana Anbaugrundlagen: Der praktische Leitfaden für Cannabisfreunde“, und Ed Rosenthals „Marijuana Growers Handbuch“. Daneben gibt es aber auch gute Bände von anderen Autoren, zum Beispiel „Der Cannabis-Anbau“ von Lark-Lajon Lizermann, „Weedology“ von Philip Adams, „Bio-Grow“ von Alice Legit, „Indoor-Anbau“ und „Outdoor-Anbau“ von Mr. José sowie viele weitere. Ein Blick in Bücherangebote von Growshops kann hilfreich sein.

Bilder: Wikimedia

BUCHTIPPS ZUM THEMA?


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BLOG

TOP 10 DER TABAKALTERNATIVEN

Tabak ist die häufigste Beimischung zu Cannabis, aber nicht jeder mag oder verträgt ihn. Hier sind 10 pflanzliche Alternativen. Einen Joint drehen mit Tabak ist ziemlich üblich. Egal welchen Teil der Welt du besuchst, irgend jemand, irgendwo wird diese Mischung einwickeln. Es ist wirklich keine Überraschung, denn so brennt das Gerät länger, es bringt Geschmack in die Sache und sofern es dir gefällt, gibt dir einen Nikotinkick. Wenn du Tabak meiden möchtest, aber immer noch das Rauchritual genießen willst, ist es am einfachsten pur zu quarzen. Gut getrocknetes Gras ist echt toll für einen Joint, aber es wird schnell zu einer teuren Angelegenheit, weil du eine Menge Dope benötigst. Die folgenden sind die 10 besten pflanzlichen Alternativen für Tabak: www.bit.ly/zamnesiatabakalternativen

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BLAUER LOTUS

LEONOTIS LEONURUS

Ursprünglich vom Nil stammend, ist der Blaue Lotus ein altes pflanzliches Rauschmittel, das von den Ägyptern der Antike als Partydroge verwendet wurde. Was die Verwendung von Blauem Lotos als Tabakalternative so interessant macht, ist seine breite Palette von Wirkungen. Er ist gleichzeitig sedierend, sexuell stimulierend und hat eine euphorische Wirkung. Er verleiht deinem Joint eine neue Dimension und kann mit Freunden und geliebten Menschen genossen werden.

Leonotis leonurus, auch bekannt als Wild Dagga, was sich zu „wildes Cannabis“ übersetzt, ist ein Kraut, dass angeblich sehr ähnliche Wirkungen wie Cannabis hat, wenn auch weniger psychoaktiv. Wie du dir vorstellen kannst, kann ein günstigeres Kraut mit einer ähnlichen Wirkung eine sehr schöne Alternative für Raucher sein, die nicht genug Gras haben, um einen Purjoint zu rollen und ihn mit etwas ähnlichem strecken möchten. Es ist sicherlich nicht das gleiche wie Cannabis, kann aber viel besser kommen als Tabak.


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3 KÖNIGSKERZE (WOLLKRAUT)

4 DAMIANA

Auch bekannt als Brennkraut; Königskerze wird in vielen Tabakmischungen als aktiver Kräuterbestandteil verwendet. Es fungiert als gutes Ausgangsmaterial, wobei es einen leichten Rauch produziert, einen feinen Geschmack hat und für einen langsamen Abbrand sorgt. Es wurde für eine sehr lange Zeit als Heilpflanze verwendet und es zu rauchen kann helfen die Lunge frei zu machen (bei Rauchern), fördert die Zirkulation der Lymphflüssigkeit und beruhigt sogar Halsschmerzen.

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Damiana sorgt für ein tolles Liebesspiel! Es ist ein südamerikanisches Kraut, das für seine aphrodisierenden Qualitäten bekannt ist, aber auch für seine Fähigkeit einen leicht euphorischen Rausch auszulösen. Dies macht es zum perfekten Partner für Marihuana und ideal für eine intime Raucherfahrung mit deiner/m Lebensgefährten/in.

PASSIONSBLUME Obwohl für sich allein nicht besonders stark, ist Passionsblume eine ideale Ergänzung für eine Cannabismischung. Es hat die Fähigkeit sedierend und gleichzeitig mild euphorisch zu wirken, ist also toll für das Rauchen am Ende des Tages - wenn du dich zurücklehnen und entspannen möchtest. Wie du dir vorstellen kannst, ist dies die perfekte Ergänzung für Indicas und bestimmte Cannabis Hybridsorten.

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HELMKRAUT

NEPETA CATARIA

Mehr dazu im Blogartikel

Mehr dazu im Blogartikel

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WEISSER LOTUS

GREENGO

SALBEI

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Mehr interessante Artikel gibt es im Zamnesia Blog www.zamnesia.de/blog


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Internet-Kirche für Kiffer:

Unser täglich Cannabis

Mit Hilfe eines YouTube-Channels gründet ein selbst ernannter Pfarrer aktuell die erste deutsche „Cannabiskirche“. Nun feiert er regelmäßig Andachten im Netz – ganz von Sinah nach amerikanischem Vorbild. Gründer und Ideenstiftter er Stephan Tüffers ist eigentlich ein autobiografischer Schriftsteller. Nun wagt er den Schritt von der Fiktion in die Realität. Tüffers ist dabei die erste deutsche Cannabiskirche für alle Fans vom grünen Kraut zu gründen: „Wir haben unser Werk begonnen, um dem Fehlen der Spiritualität in der Community entgegen zu wirken. Oftmals stoßen Kiffer auf Ausgrenzung in den konservativen Kirchen. Bei uns gibt es keine Ausgrenzung und keinen Hass.“ Die Buchideen des gebürtigen Bottropers entstanden übrigens, laut WAZ Online, während er Amerika bereiste. Hier scheint auch die Inspiration für sein spirituelles Angebot herzukommen. Die Botschaft der Liebe und Einheit ist nämlich bereits von US-amerikanischen Hanf-Verehrern wie denen der „International Church Of Cannabis“ in Denver bekannt.

Viele sehnen sich nach Spiritualität und rauchen Gras.

notwendige Mitgliederzahl für die offizielle Gründung des religiösen Vereins erreicht, nun wartet man nur noch auf die offizielle Eintragung.

Die Mitglieder der deutschen Version der Kiffer-Kirche beten übrigens nicht Jesus, Buddha oder Allah an – sondern die Cannabis-Pflanze und ihre friedensstiftende Wirkung. Was erstmal nach Blasphemie oder einem Scherz klingt, könnte vom Staat aber tatsächlich als gemeinnützig anerkannt werden. Damit wäre die Cannabiskirche zum größten Teil von der Last des Steuerzahlens befreit, wie beispielsweise auch die evangelische Kirche. Die Mitglieder würden offiziell als Gläubige anerkannt und Spenden könnten beim Finanzamt abgesetzt werden.

Das Internet schafft es auch in diesem Fall wieder Menschen in Ihren Ansichten zu vernetzen. Nach dem Prinzip der Glaubensfreiheit darf auch jeder an das glauben, was er will und anbeten, was ihm oder ihr beliebt. Das ist nicht neu und in der scheinbar harmlosen Form der Cannabiskirche auch irgendwie voll okay.

Auf der Suche nach Spiritualität und Glauben hat Tüffers Interessierte über YouTube aufgerufen sich dem „Cannabiskirche Sativa eV“ anzuschließen. Im Februar wurde die

Den YouTube-Channel mit allen Andachten gibt’s hier: www.bit.ly/cannabiskirche-youtube


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Obst für Psychonauten

Psychedelische Bananen?!

Können Können Bananen oder Zubereitungen Zubereitungen aus der FFrucht rucht einen Ra Rausch usch ausl auslösen? ösen? TTaugt augt getrocknete getrocknete Bananenschale Bananenschale als als Ersatz Ersatz für CCannabis? annabis? Wir gehen dem Mythos auf den Grund. vvon on Mark Markus us Ber Berger ger definitiv zuvor: Bananen sind definitiv Eins zuvor: keine psychoaktiven Katalysatoren – egal, wie man sie auch zubereitet. Deshalb eignen sich die gelben Früchte auch für Psychonauten lediglich als schmackhafter Nachtisch, als Zwischenmahlzeit oder als Vitaminbooster während, vor oder nach dem Trip. Für die Entstehung der Legende, Bananen könnten als Rauschmittel Verwendung finden, die sich hartnäckig hält und immer wieder auch in diversen Publikationen zu finden ist, gibt es mehrere Erklärungen.

LSD-haltige Bananen?

in Vancouver auszuprobieren. Sie schabten Bananenschalen ab, backten sie und rollten dann daraus einen Joint, den sie vor dem letzten Set des Abends rauchten. Dieses Set verwandelte sich in eine ausgedehnte Improvisation, eher typisch für The Grateful Dead als für Country Joe. Die Bandmitglieder führten ihre psychedelische Erhabenheit auf die Bananen zurück. In ihrem Enthusiasmus hatten sie allerdings den wahren Grund ihres Drogenrausches vergessen: Vor dem Konzert hatten sie Wasser getrunken, dem die Roadies LSD zugesetzt hatten.“

Kiffer‘s Delight Während der Geburtsstunde der US-amerikanischen psychedelischen Auch in Kifferkreisen verbreitete Kultur geisterte das Gerücht in der sich die Kunde von der psychoaktiSzene, dass Bananen LSD-ähnliche ven Banane. Es hieß, es würde ein Wirkungen herbeiführen könnten. Cannabis-artiger Rausch zu erwarten Der Litertaurwissenschaftler Wayne stehen, würde man die Fäden, die beim Glausser erklärt es in seinem neuen Schälen unter der Schale sichtbar Buch über die Kulturgeschichte des werden (Phloeme genannt) sammeln, Acid folgendermaßen: „Der Mythos trocknen und dann in eine Tüte rollen. von der psychedelischen Banane Auch das ist Blödsinn. Vermutlich entstand Anfang 1967 während einer rührt dieses Gerücht ebenfalls von der Konzerttour von Country Joe and the oben erwähnten Episode mit Country eu-Schlagzeu Fish. Einer der Fische, der Schlagz ete, Joe and the Fish her – überdies war behauptet Chicken” Hirsh, behaupt Garyy „„Chicken” ger Gar es ein gängiger Deckname der Szene, sch ogenrausch Drogenrau dass Bananen einen Dr oss, das Rauchen eines Cannabisjoints als beschloss, önnten. Die Band beschl ösen kkönnten. auslösen ausl onzert „Smoking a Banana“ zu bezeichnen. dies an jenem Abend bei einem KKonzert Wiederum eine Gewohnheit, die vom

Mythen in Tythen von allem von vor allem Mainstream – vor Mainstream Journalisten – falsch interpretiert wurde.

Rasante Verbreitung Die Ente von der psychoaktiven Banane, heute würde man Fake News sagen, verbreitete sich in der Hippieszene wie ein Lauffeuer. Das war auch den Untergrundmedien zu verdanken, die die Meldung genauso unkritisch und vorschnell veröffentlichten wie die Mainstream-Redaktionen. So war sogar in der Februar-Ausgabe der San Francisco Chronicle von 1967, einem Blatt für die psychedelische Hippiebewegung, von dem Fake berichtet worden, woraufhin die Zeitgenossen rauschfreudigen rauschfreudigen Zeitgenossen loaller loBananenvorräte aller sämtliche Bananenvorräte aufkauften. Einkaufsmärkte aufkauften. kalen kalen Einkaufsmärkte Viel haben sie damit nicht haben Glück zum Glück können, aber zum anfangen können,


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Gibt es doch: doch: Psychedelika in Obst

sind Bananen gesund. Auch Auch im damals beliebten beliebten Untergrun Untergrundw dwerk, erk, dem Anarchist Anarchist Cookbook Cookbook,, wurde wurde ein angebliches Rezept Rezept abgedruckt, das beschrieb, wie man psychedel psychedelisch ischee Bananen zubereitet: „Man schabe 15 Pfund Bananen ab, mache einen Brei daraus und verteile diesen auf einem Backblech, trockne ihn etwa 20 bis 30 Minuten in einem Ofen. Dies ergibt ein feines Pulver (Bananadin). Der Effekt von Bananadin ist gewöhnlich nach drei oder vier Zigaretten spürbar.” Aufgrund dieser Rezeptanleitung untersuchte sogar die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) Bananenschalen und Bananenkonzentrat onzentrat – jedoch ohne Ergebnis. Ergebnis. Das Das Fazit: Fazit: Bananen berausche berauschenn den Anwender Anwender nicht. Da dürften dürften die Drogenjäg Drogenjäger er aufgeaufgeatmet haben.

Psychoaktive Substanzen in der Banane All Allerdings, erdings, und jetzt wird wird es spannend, enthält die Banane durchaus pharmakologisch aktive Stoffe, auch kommt in den Früchten eine große Zahl psychoaktiver Verbindungen vor. Jedoch stets nur in Spuren oder nicht nennenswerten Konzentrationen. Bananen enthalten sogar körpereigene Neurotransmitter des Menschen, zum Beispiel Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und viele mehr. Diese Substanzen passieren die Blut-Hirn-Schranke jedoch nicht, wenn sie oral eingenommen, also getrunken gegessen oder getrunk en werden. werden.

Au Auch ch w wenn enn Bananen nicht ttörnen örnen und auch nicht für die Verwendung als Rauschmittel geeignet sind, so kommen doch tatsächlich in Obstsorten auch psychoaktive Substanzen vor. So hatte 2013 ein italienisches Forscherteam herausgefunden, dass in manchen Zitrusfrüchten – zum Beispiel in Orangen, Bergamotten und Zitronen – und auch in deren Stammpflanzen unter anderem das hochpotent psychedelische DMT nachweisbar ist. DMT ist sogar in Orangensaft enthalten, allerdings in solch geringer Menge, dass das Orangenpsychedelikum nicht nutzbar ist. DMT ist ohnehin in oral aufgenommener (gegessener, getrunkener) Form nicht wirksam, weil es von einem körpereigenen Enzym, der Monoaminooxidase (MAO), innerhalb kürzester Zeit abgebaut wird. Deshalb wird DMT-haltigen Getränken, wie der amazonischen Ayahuasca, ein pflanzlicher MAO-Hemmer beigegeben, der dieses Enzym in seiner Wirkung kurzzeitig unterdrückt und damit dem DMT den Weg ins Gehirn freimacht. Illegalisierte Drogen in Obst sind also Wirklichkeit.


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Berauschend gute Psychedelikatessen

Le Leckerlis ckerlis m mit it Ca Cannabis nnabis Ed Edibles ibles sselber elber m machen achen

Nicht jeder Cannabisfreund Cannabisfreund mag mag sein sein Weed, Weed, Haschisch Haschisch oder Öl bzw. bzw. BHO rauchen oder vaporisieren. Die Herstellung von Nahrungsmitteln und Süßigkeiten ist zum Glück gar nicht so kompliziert. von Markus Berger ecker es sind llecker ibles -Edibl bis-Ed nnabis Ca Canna und wirken zielsicher. Gerade für Patienten, die Cannabis vom Arzt verschrieben bekommen, ist die Zubereitung von Backwerk oder herzhaften Speisen mit Hanfzusatz häufig eine willkommene Angelegenheit – und lungenschonend ist sie obendrein. Der Kreativität mit Cannabis sind in der Küche kaum Grenzen gesetzt, so nsHerzensdass jeder sich nach Herze lust ausprobieren kann.

Grundlage: akt trakt textr Fettex -Fet bissCannnaabi Can Um mit Cannabis in der Küche vernünftig arbeiten zu können, empfiehlt es sich, einen fettigen Extrakt herzustellen, der dann als Grundlage für Rezepturen dienlich ist. So ist es zum Beispiel möglich, entweder eine CannabisButter, ein Cannabis-Öl oder auch eine Cannabis-Milch zuzubereiten, je nach Verwendungszweck und Präferenz. Natürlich sollte man bedenken, dass sich Milch Butter und Öl nur sehr gegenüber Butter

begrenzt aufbewahren lässt. Auch die Herstellung eines alkoholischen Extrakts zur Verwendung in der Küche ist möglich.

Cannabis-Butter, -Milch und -Sahne herstellen Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Cannabis-Butter zuzubereiten. Eine einfache besteht darin, das feingemahlene Cannabis in zerlassene ze rlassene Butt Butter er zzuu geben und das Ganze dann für eine Stunde bei 90 Grad köcheln zu lassen. Danach absieben, abkühlen lassen und fertig. Cannabis-Milch geht ebenso leicht: Die Milch (1 Liter) aufkochen lassen, danach in ein Wasserbad geben. Das gemahlene Cannabis (10 bis 15 Gramm) dazu und eine halbe bis eine Stunde auf niedriger Flamme köcheln lassen und immer wieder gut rühren. Zum Schluss absieben und abkühlen lassen. Natürlich im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen. Cannabis-Sahne wird genauso

hergestellt wie Cannabis-Milch (Rühren nicht vergessen!), ist allerdings nur schlecht haltbar. ei zwei on zw en innerhalb vvon besten Am best Tagen verbrauchen.


Reichtum an VVari ariationnen en Wer auf die konventionelle Cannabis-Butter keine Lust hat, kann allerlei kulinarische Variationen ausprobieren, zum Beispiel Cannabis in Kokosöl, verschiedenen Likören, Mandelmilch und allem, was fetthaltig oder alkoholisch ist, ausziehen und in der Küche verwenden. Der Vorteil von Butter bzw. Öl ist schlichtweg, dass diese Produkte hervorragend eingefroren und damit lange konserviert werden können.

eren tiviieren aktiv bis ak nabi Canna Um das Maximum an Cannabinoiden aus dem Hanf herauszuholen, empfiehlt es sich, das Material vor der Extraktion im Ofen zu aktivieren. Bei entsprechender Hitze wandeln sich die in Cannabis enthaltenen Säureformen der Cannabinoide in ihre aktiven phenolischen Formen um. Dafür das Cannabis für 15 bis 20 Minuten bei 100 Grad im Backofen erhitzen.

Weed-Eis für den Somm Sommer Mithilfe einer selbst hergestellten Cannabis-Milch und -Sahne lässt sich ein leckeres Eis zubereiten, das es in sich hat. 200 Milliliter Cannabis-Milch zusammen mit 120 Gramm Zucker aufkochen lassen, anschließend 200 Gramm CannabisSahne und optional einen Esslöffel Puddingpulver eigener Wahl beimischen. Wer Alkohol mag, kann noch einen kleinen Schuss seines Lieblingsalkoholikums dazugeben. Dann alles in die Eismaschine packen und nachher tiefkühlen.

47 Süßkram für für‘s ‘s Brot und zum Naschen Cannabis-Honig Cannabis-Honig kann vielseitig ververwendet werden. Natürlich kann man ihn einfach auf‘s Brötchen schmieren und genießen – es geht aber auch raffinierter. Schauen wir aber zuerst, wie ein Cannabis-Honig hergestellt wird. Wir brauchen ein Baumwolltuch, in das das Cannabis gelegt wird – 10 bis 15 Gramm, je nach Vorliebe. Dann binden wir das Tuch mit dem Cannabis gut zu und legen es in einen Topf und begießen es anschließend vollständig mit Honig. Dies dann erhitzen lassen (nicht kochen!) und etwa drei bis vier Stunden ziehen lassen. Dann vom Herd nehmen und einen weiteren Tag kalt ziehen lassen. Danach das Tuch entfernen und den Honig abfüllen. Wenden wir uns den Candys zu: Besonders cool sind beispielsweise Cannabis-Honig-Bonbons oder -Lollis. Und die funktionieren so: Man nimmt 150 Gramm Zucker und 50 Gramm Cannabis-Honig sowie etwa 60 Milliliter Wasser. Alles in einen Topf geben, aufkochen lassen und sehr gut rühren, damit nichts anbrennt. Wenn das Wasser vollständig verkocht ist, beginnt die Honigmasse zu karamellisieren. Dann den Topf von der Flamme nehmen. Die Bonbonmasse aus dem Topf kratzen und gleichmäßig auf einem gefetteten Backblech verteilen. Abkühlen lassen. Kurz bevor die Masse vollständig fest geworden ist, kann die Form der Bonbons mit einem Messer oder Förmchen o.ä. definiert werden.


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Microdosingwie geht das eigentlich?

Die Einnahme mikrodosierter psychoaktiver Substanzen ist zurzeit ein Trend, der sich in der Szene zunehmender Beliebtheit erfreut. Manche machen sich damit fit für den Alltag, andere bekämpfen Krankheiten und Symptome mit niedrig dosierten Psychoaktiva. Aber was heißt das eigentlich – mikrodosieren? Was ist Mikro, was schon Makro? Und gibt es Faustformeln des Microdosings, die für alle gelten? Schauen wir uns an, wie es sich verhält. von Markus Berger

Bild: Wikimedia

Die Praxis des Microdosings ist keine Sache, die man mit einem zweiseitigen Artikel in einem Lifestyle-Magazin abhandeln könnte. Ganze Bücher können darüber verfasst werden, was derzeit auch geschieht – auch gibt es von der Schriftstellerin Ayelet Waldman bereits einen Band, der beschreibt, wie die Autorin ihr Leben mit mikrodosierten Psychedelika gerettet hat („A Really Good Day - How Mi-

crodosing Made a Mega Difference in My Mood, My Marriage, and My Life“, erscheint 2018 auf Deutsch). Aber das ist eine andere Geschichte. Gehen wir im Folgenden einfach mal ein paar populäre Substanzen durch und gucken uns an, wie und wofür diese im Microdosing angewendet werden. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass die besprochenen Stoffe in unserem Kulturkreis verboten sind. Einzig Cannabis kann von Patienten über den Arzt bezogen werden.

Microdosing mit LSD Mit LSD wurde wahrscheinlich das erste richtige Microdosing praktiziert – und zwar von niemand Geringerem als LSD-Entdecker Albert Hofmann persönlich. Er berichtete in seinem Buch „LSD – Mein Sorgenkind“ davon, dass mit minimalen Mengen Lysergsäurediethylamid u.a. die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und die Wachheit gefördert werden kann. Man sagt, dass Mikrodosierungen


49 von LSD bei etwa 10 Prozent der gewöhnlichen psychedelischen Dosis liegen. Das ist doch schon mal eine Ansage. Allerdings sind psychedelisch wirksame Dosierungen bei LSD auch eine Sache der Empfänglichkeit. Nicht jeder nimmt 250 Gamma pro Session, genauso wie nicht jeder mit der Wirkung von nur 50 Mikrogramm zufrieden ist. Es ist also auch eine individuelle Ermessenssache. Wenn man sagt, dass im LSD-Microdosing zwischen 10 und 30 Mikrogramm verwendet werden sollten, liegt man damit wohl ganz gut. Wieviel es dann im Einzelfall wirklich werden, hängt von persönlichen Erfahrungswerten ab. Mit LSD-Microdosing kann im Alltag das Wohlbefinden modifiziert werden, denn es ist ein geeigneter Wachmacher und wirkt für viele besser als Kaffee. Es steigert die Konzentration und Laune und lässt manche User bessere sportliche Leistungen erzielen. Im therapeutischen Bereich wird LSDMicrodosing u.a. von Kopfschmerzpatienten praktiziert, insbesondere bei den speziellen Formen des Kopfschmerzes, Cluster-Kopfschmerz und Migräne, und viele berichten über gute Erfolge und rasche Linderung durch das niedrig dosierte Psychedelikum (siehe dazu auch Hempedelic-Ausgabe 2). Auch bei Menstruationsbeschwerden kann LSD in geringen Mengen hilfreiche Dienste leisten.

Microdosing mit Cannabis Es gibt Berichte von Personen, die mit niedrig dosiertem Cannabis Schmerzen bekämpfen. Dabei genügen meist kleine Portionen von 0,1 Gramm Cannabis (Mari-

huana oder Haschisch) und weniger weniger (wenn es sich um BHO-Extrakte BHO-Extr akte handelt), um akute Schmerzzustände zu behandeln. Das funktioniert zwar bei Weitem nicht bei allen Betroffenen. Man hört aber immer wieder mal davon, wenn man sich in der Gesellschaft von Cannabispatienten befindet.

Microdosing mit Pilzen und DMT Microdosing mit Pilzen ist sehr ähnlich wie mikrodosiertes LSD. Meist verwenden User nur kleine Stengelstückchen eines Psilocybinpilzes, zum Beispiel der Arten cyanescens, azurescens oder cubensis. Grundsätzlich eignen sich alle Psilocybin-haltigen Pilze zum Microdosing, die individuelle Dosierung muss wie beim Acid erst herausgefunden werden. Wie LSD werden auch Psilocybinpilze Ps ilocybinpilze vverwenerwendet, um KKopfschmerzen opfschmerzen verschiedener ve rschiedener CCouleur ouleur und auch Menstruationsbeschwerden zu behandeln. Geringe Mengen Pilze können Stimmung und Konzentration verbessern, ohne psychedelisch zu wirken. Mikrodosiertes DMT (wenige Milligramm) kann, in einer Pfeife geschickt geraucht, zu kurzen kontrollierten Trips führen, die den durch Pilze induzierten sehr ähnlich sind.

Microdosing mit Ketamin Geringste Stäubchen der Trockensubstanz werden von manchen Psychonauten geschnupft und zur Intensivierung verschiedener Substanzwirkungen verwendet, zum Beispiel von MDMA, LSD, 2C-B verspüren usw.. So verspüren usw manche schon von einem Milligramm oder sogar deutlich gesnieftem niger gesnieftem weniger we boostende Special K boostende wenn sie beekte, wenn Effekte, Eff anderen its auf einer anderen reits re Droge sind. wender, die im Anwender, Es gibt An tag mit minimalsten Alltag All depressive en depressive Dosierunggen K-Dosierun KVerstimmungen behandeln. Ketamin ist als Antidepressivum ohnehin zurzeit in der Diskussion – das K-Microdosing ist bisher hingegen nicht sonderlich populär geworden.


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Trips gegen die Sucht Sucht

Psychvse.delika

Abhängigkeit

Im Mainstream geht man gemeinhin davon aus, dass „Drogen“ in all ihrer Vielfalt zu Sucht und Abhängigkeit führen. Dabei können gerade Psychedelika dabei helfen, Abhängigkeitserkrankungen erfolgreich zu behandeln. Das wird in den letzten Jahren immer deutlicher. Von Markus Berger So mancher ist mit dem amazonischen Schamanentrank Ayahuasca (der aus DMT und MAO-hemmenden Beta-Carbolinen besteht), mit LSD oder mit Ibogain (psychedelisches Tryptamin, das u. a. im afrikanischen Ibogastrauch Tabernanthe iboga vorkommt) schon von seiner Abhängigkeit geheilt worden. Ob es sich nun um Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit, um Opiat-, Benzodiazepin-, Kokain-, Amphetamin- oder jede andere Art von Sucht handelt. Auslöser und Schrittmacher hin zu einem unabhängigen Leben ist die tiefgehende psychedelische Erfahrung, die es dem Patienten durch Substanzen wie Ayahuasca, LSD und Ibogain ermöglicht, entweder zur Wurzel der psychisch manifestierten Abhängigkeit zu gelangen oder sogar die jeweiligen, höchst individuellen Ursachen dafür zu erkennen und zu beheben. Dieser Vorgang des Behebens kann während der Sitzung (bzw. während mehrerer Sitzungen) geschehen oder aber auch im Nachhinein im Rahmen der Nachbearbeitung der psychedelischen

Therapien vollzogen werden. In Kanada existiert sogar eine eigene Einrichtung für eine Entheogen-unterstützte Abhängigkeitstherapie, nämlich das Iboga Therapy House, in dem Menschen mit Hilfe des psychedelisch wirksamen Ibogains vornehmlich von Opiat- und Opioidsucht geheilt werden.

LSD und Alkoholismus Viele Forscher und Therapeuten haben mit LSD in der Psychotherapie gearbeitet, u.a. der berühmte und einflussreiche Stanislav Grof. Die Behandlungsform der psychedelischen Therapie ist dabei um 1950 ursprünglich aus einer Idee von Humphry Osmond und Abram Hoffer entstanden, die mit hochdosiertem LSD eine Art Delirium tremens im Alkoholiker zu erzeugen wollten, um damit im Patienten den Wunsch nach Abstinenz zu erwecken. Torsten Passie kommentiert und erläutert auf seiner Website: „Sie stellten jedoch fest, dass – im Gegensatz zu ihrer Hypothese – vielmehr positiv empfundene Erlebnisse i.S.

vertiefter Selbstwahrnehmung und religiöser Erfahrungen eine bleibende therapeutische Wirkung hinterließen. (…) Im Anschluss an ihre ersten Versuche entwickelten Osmond und Hoffer die psychedelische Behandlungstechnik, welche die gezielte Hervorrufung mystisch-religiösen Erlebens zur Grundlage therapeutischen Wirkens machte. Besondere betont wurde die Wandlungsmacht bestimmter mystischer Erlebnisweisen wie die sog. Unio mystica“ (www.bewusstseinszustaende.de).

Iboga-Strauch undIbogain Der US-amerikanische Psychiater Claudio Naranjo brachte das Ibogain, ein Tryptaminderivat aus dem Iboga-Strauch Tabernanthe iboga, als erster in die Psychotherapie ein und etablierte es für den unterstützenden psycholytischen bzw. psychedelischen Gebrauch. Durch seine visionäre Wirkung – so ist es beispielsweise häufig der Fall, dass der Psychonaut unter der Ibogaineinwirkung auf den Grund seiner inneren Blockaden und/oder auch auf seine Ahnen,


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Schutzgeister, Geistführer etc. trifft – können viele Abhängige die Ursachen ihrer Probleme und damit ihrer Sucht erkennen und diese auch direkt aufdecken und verarbeiten. Damit gelingt es nicht allen, aber vielen, ihre Drogensucht einzudämmen oder zu überwinden. Neben den psychedelischen und damit psychotherapeutisch nutzbaren Effekten, verfügt Ibogain über einen pharmakologischen, bisher nicht aufgeklärten Mechanismus, der hilft, die Entzugssyndrome bei Drogensucht zu minimieren oder gar aufzuheben. Die Wissenschaft ist sich allerdings noch nicht einig, wie dieser Mechanismus nun tatsächlich funktioniert. Es ist allerdings ein Trugschluss, dass ein einmaliger Konsum von Ibogain alle Probleme mit einem Wisch

erledigt. Oft sind Wiederholungen und mehrere Sitzungen vonnöten, und auch mit Ibogain therapierte Patienten sind nicht vor einem Rückfall gefeit.

Viele heilende Drogen Es gibt eine breite Palette von Tryptamin- bzw. Indol-Entheogenen, die im Underground als Psychotherapeutika bzw. in psychotherapeutischen Settings eingesetzt werden, zum Beispiel N,N-DMT (Dimethyltryptamin), 5-MeO-DMT (5-Methoxy-DMT), N,N-DPT (Dipropyltrypta min), N,N-DET (Diethyltryptam in), BetaCarboline, Psilocybin und Analoga, LSD-25 und Analoga, Yohimbin und viele andere mehr.

Psycholytische und Psychedelische Therapie Die Psycholytische und Psychedelische Therapie sind Formen der psychotherapeutischen Behandlung, bei der psychoaktive Substanzen zum Einsatz kommen. Die psycholytische Therapie ist eine Form substanzgestützter Psychotherapie, bei der mit moderaten Dosierungen psychedelischer und/oder empathogener und entaktogener Moleküle gearbeitet wird. Die Substanzen dienen hier als Öffner zum Unterbewusstsein sowie als Herzöffner und Angstlöser – man kann in diesem Setting seine Probleme bestenfalls aus der Sicht eines Außenstehenden betrachten, was für Betroffene extrem hilfreich und nützlich sein kann – und bieten dem Patienten damit eine effektive Unterstützung zur Bewältigung des zu Verarbeitenden. Die psycholytische Therapie wurde maßgeblich vom großen Göttinger Forscher Hanscarl Leuner mitentwickelt und etabliert. Die psychedelische Therapie geht auf die US-amerikanischen Halluzinogenforscher Humphry Osmond und Abram Hoffer zurück und ist eine Form substanzgestützter Psychotherapie mit hohen Dosierungen der Moleküle. Eine psychedelische Durchbrucherfahrung soll tief in die Persönlichkeit eingreifen und dem Patienten Einblicke in sein eigenes und auch in das kollektive Seelenleben gewähren, damit er eine Umstrukturierung seiner inneren Beziehungen, seiner Problemwelten und seiner Persönlichkeit zu erreichen in der Lage ist.

YOPO Die Samen werden getrocknet, leicht geröstet und fein zermahlen. Sie können pur geschnupft werden oder mit anderen Zutaten zu einem traditionellen Schnupfpulver verarbeitet werden. Um ein traditionelles Schnupfpulver herzustellen, werden die pulverisierten Samen mit alkalischer Pflanzenasche, Tabak und/oder pulverisierten Schnecken- oder Muschelhüllen gemischt. Um die Samen zu rauchen, musst du sie zuvor: 1. Trocknen, leicht rösten und zerkleinern (aber nicht pulverisieren). 2. Mische die Samen mit etwas Tabak und dreh sie in eine Zigarette. Eine halbe bis ganze Zigarette reicht aus. Traditionell wurden Kokablätter gekaut (oder heute Kokain geschnupft) bevor die Samen geraucht wurden. Dadurch ist die Erfahrung klarer und stabiler, das Risiko einer negativen Erfahrung sinkt.

Mehr Infos auf www.howtodrugs.com


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. o C & B H G

Safer Use

tasy“) ("Liquid Ecs

Zwar hat die Wirkung von Gamma-Hydroxybuttersäure bzw. Gamm a-Hydroxybutyrat nichts mit der von MDMA zu tun, trotzdem wird GHB u.a. als „Liquid Ecstasy“ bezeich net. Diese auch als „KO-Tropfen“ bekannte Substanz ist als „Rape-Drug“ ziemlich in Verruf geraten , obwohl sie, richtig dosiert und sachgerecht zur Anwendung gebracht, gar nicht so gefährlich sein muss. von Markus Berger GHB ist zunächst einmal ein körpereigener Stoff, den wir Menschen selbst produzieren. Je nach Anwendung und Dosis kann die Droge als der Narkosemittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel, angstlösendes Mittel, aber auch als Entaktogen, Empathogen, Antidepressivum und allgemeiner Stimmungsaufheller verwendet werden. Bei GHB handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit mit leicht basischem bis salzigem Geschmack und leicht beißendem Geruch, der ein

wenig an Klebstoff erinnern kann. GHB ist ein Vorläufer und Stoffwechselprodukt des körpereigenen Botenstoffs Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), der im Zentralnervensystem bzw. Gehirn dämpfende Wirkungen herbeiführt. Normalerweise wird GHB verdünnt getrunken, kann aber auch als Pulver geschluckt und sogar injiziert werden. Eine durchschnittliche psychoaktive Einzeldosis liegt zwischen 0,5 und drei Gramm, als medizinisches Narkosemittel zwischen vier und fünf Gramm. GHB wirkt bei jedem User

potenziell verschieden. Wenn der eine zwei Gramm verträgt, muss der andere diese Dosis nicht auch vertragen, sondern kann schon überdosiert sein. Außerdem bildet GHB auch recht abhängig vom Körpergewicht seine Wirkungen aus. Schwere Menschen vertragen mehr, leichte tendenziell weniger. Die Wirkdauer liegt zwischen zwei und drei Stunden. Manche beginnen mit einer Dosis von einem bis zwei Gramm und legen dann für eine Nacht alle 30 bis 60 Minuten ein Gramm nach. Diese Praxis ist allerdings nichts für


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Menschen, die keinerlei Erfahrungen mit der Substanz haben. Je nach Dosis, Set und Setting wirkt GHB angstlösend, antidepressiv und aphrodisierend sowie entaktogen, aber auch einschläfernd bis betäubend. Insgesamt kann die Wirkung bis zu einem gewissen Grad an Alkohol erinnern, ohne jedoch – die richtige Dosierung vorausgesetzt – die negativen Effekte auf den Körper zu haben wie alkoholische Getränke. Richtig dosiert, induziert GHB ein angenehmes Körpergefühl. Zu hoch dosiert, führt es eher zu Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit mit eventuell anschließendem Filmriss. Zuweilen hört man in den Medien von GHB als Vergewaltigungsdroge, weil offenbar einige Zeitgenossen dazu tendieren, mit GHB-Überdosierungen ihre Mitmenschen willenlos zu machen. Weil GHB außer einer leicht basischen bis leicht salzigen Note keinen großen Eigengeschmack hat, kann die überdosierte Droge zum Beispiel in einem Bier oder Wein geschmacklich nicht ohne weiteres identifiziert werden. Nicht sauber hergestelltes GHB schmeckt übrigens zuweilen stark salzig oder seifig und fällt dann in Saft oder Limonade schon eher auf. Im Zusammenspiel mit Alkohol kann GHB in der Tat rasch zu einer Bewusstlosigkeit führen oder zu einem Zustand eines enormen Rauschs, der einer übermäßigen Alkohol-Trunkenheit gleichkommt.

Nebenwirkungen GHB kann folgende Nebenwirkungen herbeiführen: Atemstörungen, Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Gedächtnisstörungen, Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, verlangsamte Herzfrequenz, verminderter Blutdruck und unkontrollierbare Muskelzuckungen, bei Überdosierung und in Verbindung mit Alkohol drohen Atemdepression, Koma und epileptische Anfälle bis hin zu Herzkreislaufversagen.

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Ersatzstoffe: GBL und BDO GBL (Gamma-Butyro-1,4Lacton) und BDO (1,4-Butandiol) sind beliebte Ersatzstoffe für GHB, weil sie erstens legal sind und zweitens im Körper in GHB umgebaut werden. Dabei sind beide Substanzen bei gleicher Dosierung jeweils potenter als GHB selbst, wobei das Wirkprofil annähernd gleich ist. Neben GBL und BDO gibt es noch weitere Derivate, die als GHB-Ersatz verwendet werden, unter anderem GHV (4-Methyl-GHB, Gammahydroxyvaleriansäure) und GVL (Gammavalerolacton), das die Vorläufersubstanz für GHV ist. Die Substanzen wirken ähnlich, wenn auch deutlich schwächer als GHB und sollen giftig sein.

No Alcohol, please! No GHB darf wegen lebensgefährlicher Wech selwirkungen nicht mit Alkohol und anderen zentral dämpfenden Substanzen, wie Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln, Opioiden etc., kombiniert werden! Es drohen lebensbedrohliche Atembeschwer den und Krampfanfälle, im schlimmsten Fall ein Kollaps und der Tod. Die Beruhigungsmittel und Angstlöser Diazepam und Lorazepa m bilden eine Ausnahme und können vom Arzt verwendet werden, um durch GHB hervorgerufene Krampfanfälle zu unterbrechen.


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ADVERTORIAL

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Research Chemicals

3-MMC - Ein grober Abriss Legalität Legalität In Deutschland ist 3-MMC genau wie in England und Tschechien illegal.

3-MMC ähnelt ähnelt sowohl sowohl MDMA wie Speed, steigert steigert primär Empathie Empathie und Kommuni Ko mmunika kationsdr tionsdrang, ist stimulierend re nd und aphr aphrodisie odisierrend. end. D Das as Cr Craving aving ist überdurchschnittlich stark mit hoher Suchtgefahr.

Toleranzbildung Jede Einnahme steigert die Toleranz und regelmäßiger / zu häufiger Gebrauch steigert die Toleranzbildung. Bei einmaligem Konsum sollte die Toleranz nach 1-2 Wochen abgebaut sein .

Andere Namen 3-MMC, 3-Methylmethcathinon, 3-Methylmethcathinone (engl.), 3-Mephedrron, on, 3-Mephedrrone one (engl.), 3-methyl MC Wirkung Stimulierend, appetitzügelnd, konzentrations- und leistungssteigernd, erheblich aphrodisierend, Redeschwall, euphorisierend, gering Empathogen. Also Cathinon-typisch, sehr berauschend. Nebenwirkungen und Risiken Hohes Abhängigkeitspotential, Dehydration, Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz, Unterdrückung von Körperfunktionen, Übelkeit, Verengung der Blutgefäße (z.B. kalte Hände & Füße), Erweiterung der Pupillen, sexuelle Dysfunktion möglich, Zähneknirschen und Kiefermalmen, krasser Kater am Folgetag, lebensbedrohliches Serotoninsyndrom möglich, Paranoia & psychotische Phasen möglich, Craving überdurchschnittlich ausgeprägt. Konsumformen / Applikationswege Oral wie nasal. Beim oralen Konsum ist die Wirkung etwas weniger intensiv und hält dafür deutlich länger an. Bei nasalem Konsum setzt die Wirkung rascher ein und klingt schneller ab, außerdem greift es die die Nasenschleimhäute an.

nsum und Mischkonsum Mischko gefährliche Kombinationen

Dosis / Dosierung Bei Oralkonsum treten erste Effekte ab 10-25mg, eine leichte Wirkung ab 2575mg, eine normale bei 75-150mg, eine starke bei 150-250mg, eine sehr starke Wirkung bei über 250mg auf. Bei Nasalkonsum treten erste Effekte bei 5-15mg, eine leichte Wirkung ab 1050mg, eine normale bei 50-100mg, eine starke bei 100-200mg, eine sehr starke Wirkung bei über 200mg auf. Wirkzeit Bei Oralkonsum treten erste Effekte nach 20-45 Minuten, die Hauptwirkung nach 2-3 Stunden auf. Das Runterkommen dauert 30-60 Minuten, der Afterglow 3-4 Stunden. Bei Nasalkonsum treten erste Effekte nach 5-15 Minuten, die Hauptwirkung nach 1-2 Stunden auf. Das Runterkommen dauert 30-60 Minuten, der Afterglow 2-4 Stunden.

Hände weg von anderen Stimulanzien: Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz sowie unvorhersehbare Nebenund Wechselwirkungen. Hände weg von DXM & anderen Dissoziativa: Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz plus mögliche psychische Probleme Hände weg von Alkohol: Erhebliche Gefahr der Dehydration und Alkoholvergiftung. Vorsicht bei Kratom & andere Opioiden: Stark gesenkte Krampfschwelle. Hände weg von Tramadol: Lebensbedrohliches Serotoninsyndrom. Vorsicht bei MDMA & ähnliche Empathogen: Verstärkung neurotoxischer Effekte des MDMA, Kater am Folgetag ist deutlich krasser. Hände weg von MAO-Hemmern: Tödliche Kombination. Hände weg von Downern: Mögliche gefährliche Kreislaufbelastung sowie Erhöhung von Herzfrequenz wie Blutdruck plus Risiko der Überdosierung.


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HCL? Die Wirkstoffmenge von Ecstasy (MDMA, MDE und MBDB) wird manchmal als freie Base und manchmal als Hydrochlorid (Hcl-Salz) angegeben. In den hier abgedruckten Pillentests sind die MDMA Mengen als Hydrochlorid angegeben. Es gelten folgende Umrechnungsfaktoren: 100 Milligramm MDMA-Base = 118,9 mg MDMA-HCL 84 Milligramm MDMA-Base = 100 mg MDMA-HCL

DRUG CHECK Wir können hier aus Platzgründen leider nur die wichtigsten Fakten veröffentlichen. Die ausführlichen Drugchecking Ergebnisse bekommst du unter http://saferparty.ch/warnungen.html

Hochdosierte Ecstasy Pillen MITSUBISHI

1 UP

PIAGGIO

HEINEKEN

GUMMIBÄR

NO LOGO

TESLA

TESLA II

ROCKSTAR

SILVER

TRUMP

CHAMPAGNER

WARNER

BUGATTI

2C-B ist ein Meskalinderivat, welches in kleinen Mengen psychoaktiv und in Mengen ab 10mg halluzinogen wirkt. Da sich die volle Wirkung erst nach 60 Minuten einstellt, besteht die Gefahr, dass nachdosiert und somit eine hohe Dosis 2C-B eingenommen wird.

Über 120mg MDMA können zu viel sein. Nebenwirkungen wie „Kiefermahlen“, Augen- und Nervenzucken bis hin zu Krampfanfällen können auftreten. Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur stärker an, und es können Halluzinationen auftreten. An Folgetagen, nach der Einnahme solch hoher Dosen MDMA, treten vermehrt Depressionen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit auf. Die regelmässige Einnahme grosser Mengen MDMA ist neurotoxisch und vergrößert die Wahrscheinlichkeit irreparabler Hirnschäden.

179.1 mg MDMA

164.5 mg MDMA

116 μg LSD Die Drugchecking-Pillen-App gibt es auf knowdrugs.info

Pillen mit 2C-B 18.6 mg 2C-B

15.1 mg 2C-B

250.8 mg MDMA

216.7 mg MDMA

213.9 mg MDMA

225.7 mg MDMA

169.9 mg MDMA

147.1 mg MDMA

154.4 mg MDMA

232.5 mg MDMA

245.5 mg MDMA


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SUPPORT YOUR LOCAL DEALER In den hier gelisteten Shops bekommt ihr nicht nur einen guten Service, sondern auch die neueste Hempedelic Ausgabe.

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> THC Headshop 01099 Dresden +49(0)351 8032105 www.thc-mfg.de

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> Kaya Growshop 10437 Berlin +49(0)30 4478677 www.kayagrow.de

Schliemannstr. 22 Grow, Head info@kayagrow.de

> Ketama Damba / Die Kräuterhexe 06108 Halle/Saale Ludwig-Wucherer-Str. 33 +49(0)345 5224522 Kräuter & Headshop www.die-kraeuterhexe.de Mo-Sa ab 10:30

> Smoke Temple > Gras Grün 10969 Berlin +49(0)30 6113190 www.grasgruen.de

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> Fresh Stylez 06886 Wittenberg +49(0)3491 505600 www.fresh-stylez-store.de

20357 Hamburg Schanzenstr.95 +49(0)40 41912883 Grow, Smart, Head www.udopea-hamburg.deudopea-hamburg@gmx.de

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> Wild und Frei - Headshop 50674 Köln +49(0)221 79007112 www.wildundfrei-headshop.de

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> Grow And Style 51491 Overath www.growandstyle.de

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> Echt Grandios 51643 Gummersbach Hindenburgstr. 17 www.echtgrandios.de (down)

51545 Waldbröl Kaiserstraße 34 Head & Grow

89073 Ulm +49(0)731 30200 www.hemperium.de

> BONG Head- & Growshop

> Hanf Lager

60594 Frankfurt +49(0)69 624242 bong-headshop.de

2x in Ulm 89073 Ulm Zinglerstr. 1 www.hanflager.de www.hanflager.de

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> NASHA Headshop 61348 Bad Homburg +49(0)6172 24342 www.nasha-grow.de

> Grow-Bonn 53121 Bonn +49(0)228 9095783 www.grow-bonn.de

Bunsenstraße 5 Grow info@grow-bonn.de

> Cheech & Chong Head/Grow 54290 Trier +49(0)651 1453762 www.cheechundchong.com

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> Kalidad 69254 Malsch +49(0) 9324144 www.kalidad.de

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> Urban Gardencenter 90429 Nürnberg +49(0)911 2492209 www.urban-gardencenter.de

> Ivory 58455 Witten +49(0)2302 1799995 www.progrow.eu

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> CALUMET - Natural Spirit Pipes 57271 Hilchenbach +49(0)2733 5571315 www.calumetpipe.de

Obergasse 5 Head,Grow

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70178 Stuttgart +49(0)711 6409950 www.ivory-stuttgart.de

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> Planet Blunt 76646 Bruchsal +49(0)7251 980620 planet-blunt.de

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> Highlight-Offenburg 77652 Offenburg +49(0)781 9708732 www.highlight-offenburg.de

Franz Volk Straße 12 Head,Grow

> Blumen per Lumen 1070 Wien +43 1 5236150 blumenperlumen.at

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> Indras Planet 1110 Wien 1220 Wien www.indras-planet.at

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Bregenzerstr. 47 head

Längenfeldgasse 3 Head & Grow info@hanfoase.at

1020 Wien +43 1 2764147 www.hanf-hanf.at

Lassallestrasse 13 Head,Grow info@hanf-hanf.at

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9020 Klagenfurt am Wörthersee www.magic-grow.at +43 463500859

Villacher Str.3 Head,Grow

3661 Uetendorf +41 334380750 www.growbox.ch

Altelsweg 9 Grow

> Werners Head Shop 8005 Zürich www.wernersheadshop.ch

> Schall & Rauch

Langstrasse 230 Head & Grow

Bethlehemstr.9 Industriezeile 47 Plainbachstrasse 8 Josef-Wilberger-Str. 15

> Grünhaus AG

> Kosmic Kitchen 7511 Enschede +31 (0)537370261 www.kosmickitchen.nl

> Puff and Stuff 5020 Salzburg +43 662 428517 puffandstuff.at

Obere Hauptgasse 11 Kramgasse 68 Absinthe und Zubehör

NETHERLANDS

Wienerstrasse 115 Head & Grow Supermarkt

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> Secret Nature GmbH

> Growbox WR Design & Trade GmbH > Magic Grow

> Hanf & Hanf

Bahnhofsstrasse 3

3600 Thun 3011 Bern www.secret-nature.ch

> Hanfoase & Stecklingsexpress 1120 Wien +43 650 345 63 45 hanfoase.at

3011 Bern

Korte-Haaksberger-Str. 34 Smart, Head, Rec

8048 Zürich www.gruenhaus-ag.ch

Herostr.7 Head,Grow

Müllner Hauptstr. 12 Head, Grow headoffice@puffandstuff.at

> Tamar Headshop

> Hanf In 5020 Salzburg +43 662 873718 www.hanfin.com

Saint-Julien-Str. 8 Head & Grow info@hanfin.com

> Kokopelli 1012 JD Amsterdam www.kokopelli.nl

Warmoesstraat 12

SWITZERLAND > Greenfield Shop 8700 Leoben +43 6602445732 www.greenfield-shop.com

8400 Winterhur tamarheadshop.ch Neustadtgassse 26 Technikumstrasse 38 +41 212 14 50 +41 212 05 12 info@tamarheadshop.ch filiale@tamarheadshop.ch VAPORIZER - RIGS - FUNKTIONALE GLASKUNST

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WWW.HEMPEDELIC.COM/SHOPGUIDE Impressum

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> BREAKshop 9015 St. Gallen 9000 St. Gallen www.breakshop.ch

Gaiserwaldstraße 16a Linsebühlstraße 9 Head, Grow, Shisha

> Sensi Seeds www.sensi-seeds.com

Seeds

Herausgeber (V.i.S.d.P.): Matthias van den Nieuwendijk

INTERNET

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Markus Berger, Uwe Scholz, Janina Jankowski, Onkel Funkel, Matthias van den Nieuwendijk, Saphira Heinrich, Timo Kaufmann, Sinah Vonderweiden

> Psyshop www.psyshop.com

FORMAT Promotion GmbH Holstenstraße 103 22767 Hamburg Germany HRB 98417 Hamburg fon: +49 40 398417-0 fax: +49 40 398417-50 support@hempedelic.com www.hempedelic.com www.facebook.com/hempedelic www.instagram.com/hempedelic

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Vertrieb: > Paradise Seeds www.paradise-seeds.com

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